Dienstag, oen 2. Jahrgang Einzelpreis 15 Pfg Zcnijpr.cher: Amt Norde» ÄS überwunden für erledigt erklären. Sie setzen dem Be- griff Sozialismus den Begriff Kommunismus entgegen und wollen den Anschein erwecken, als sei der Kom- munismus etwas ganz anderes als der Sozialismus. Viele dieser Stürmer und Dränger vermeiden es auf das Pein- lichste, in ihren Reden oder Abhandlungen über das Ziel des proletarischen Klassenkampfes das Wort Sozialismus zu gebrauchen? für sie existiert nur der Kommunismus. Auch von dem politischen Tageskampf wollen sie nicht viel wissen. Sie erstreben nur noch„direkte Aktionen", die ihnen die „ganze Macht" bringen sollen. Jeder erfahrene Sozialist weist nun aber, daß Marx schon vor der Revolution von 1848 für solche Bestrebungen nichts iibrig hatte, daß er schon anfangs der vierziger Jahre des vorigen Jahrhunderts nachwies, wie sich aus dem Kon- flicht des politischen Staates, aust dem Widerspruch seiner ideellen Bestimmung mit seinen realen Voraussetzungen überall die soziale Wahrheit entwickeln läßt: „Es hindert uns also nichts, unsere Kritik an die Kritik der Politik, an die Parteinahme in der Politik, also an wirk- liche Kämpfe anzuknüfen. Wir treten dann nicht der Welt doktrinär mit einem neuen Prinzip entgegen: Hier ist d�e �Lahr- heit, hier knie nieder! Wir entwickeln der Welt aus den Prin- zipien der Welt neue Prinzipien. Wir sagen ihr nicht: Last ab »n deinen Kämpfen; sie find dumme? Zeug; wir wollen dir die wahre Parole deS Kampfes zuschreien. Wir zeigen ihr nur, warum sie eigentlich kämpft, und das Bewustsein ist eine Sache, die sie sich aneignen muh, wenn sie auch nicht will." Jeder geschulte Sozialist weist, daß der heutige wisien- schaftliche Sozialismus, die Grundlage und das Ziel des modernen proletarischen Klassenkampfes, nichts gemein hat mit jenem bürgerlichen Sozialismus, zu dem damals der proletarische Kommunismüs in scharfem Gegensatz stand, dast der Sozialismus, wie ihn die Unabhängige Sozial- demokratie vertritt, nichts anderes ist als der m a r x i st r- scheKommuniSmus. DaS Ziel der Unabhängigen Sozialdemokratie ist also d« Kommunismus. Nicht jener primitive Urkommunis- muS der Vergangenheft, wo die Planmäßigkeit der Wirt- schuft urwüchsig, traditionell, ohne bewußten Willen war, sondern jener hochstehende Kommunismus der Zukunft, wo die Planmäßigkeit zum erstenmal mit vollem Bewußt- sein eingeführt wird. Die planmäßige kommunistisch« Wirtschaft ist die Verwirklichung des Sozialismus. Jeder geschulte Sozialist weiß, daß es für die Arbeiter zur Durchführung der heut« akuten proletarischen Revolution nicht neuer Prinzipien bedarf, sondern daß der AuS- bruch der Revolution gleichbedeutend ist mit dem Beginn der praktischen Verwirklichung der Prinzipien deS Sozialismus. Die Planmäßigkeit der Wirtschaft wächst als histori- scher Prozeß heran. Das heißt, die planlose kapitalistische Wirtschaft entwickelt sich zur planmäßigen sozialistischen. ES kommt nur darauf an, diese Entwicklurrg bewußt im sozialistischen Sinn« zu beeinflussen. Der Sozialismus kann nicht mit einem Schlag« durch eine politische oder wirtschaftliche Aktion verwirklicht wer- den. Durch einen politischen Akt erobert das Proletariat die politische Macht. Es bedarf diese? politischen Akt», um die staatlich« Organisafton zu zerstören und aufzulösen: Beseitigung der kapitalisftschen Regierungsform, deS Militarismus, der Bureaukratie, der Klassenjustiz und Klassen- Polizei, der Klassenschule, der Kirche als staatliche Macht, des Privateigentums an den Produktionsmitteln usw. Dann aber beginnt die organisierende Täftgkeit, der Umbau«nd Aufbau der ökonomischen Struktur. Dabei muß an dem äußersten Ende des Gegebenen angeknüpft werden. Die Unternehmerorganisationen haben bereits die Anfänge der Vergesellschaftung der Produkftonsmittel, das Vi die Hauptfrage des Sozialismus, geschaffen. Die Kartelle, die Syndikate, die Trusts und die Ringe, was find sie anderes, als die Anfänae der Vergesellschaftung und der planmäßigen Regelung der Arbeit? In den Unternehmerorganisationen schließen sich die Kapitalisten »usammen, als geWeinsame Besitzer von Prvduktionsmit- teln, zur Regulierung der Produktion und des Verkaufs und zum Kommando über die ganze Wirtschaft. Die Unternchmerorganisationen führen die Vergesellschaftung mnechalb der Klasse der Kapitalisten für ihre Profiftnter- essen durch. Werden an Stelle der Kapitalisten die staatlichen Organe gesetzt und die staatlichen Herrschaftsorgane in gesellschafttt�" Verwaltungsorgane umgewandelt, dann sind wir mitten drin in der Vergesellschaftung für die Ge- sellschaft. In ihren großen Umrissen steht die sozialisttsche Geiell- schaft vor uns. Wenn die Sozialdemokratie es aöer bisher stets abgelehnt hat, zu schildern, wie ihr„Zukunftsstaat" im einzelnen beschaffen sein wird, dann gilt das auch heute noch Wer wollte es als ernster Mensch wagen, den„Zukunsts- staat" fix und fertig darzustellen? Wer könnte beim Beginn der praktischen Durchführimg des Sozialismus schon dessen höchste Vollendung bis ins' kleinste schildern? Das aber kann nicht nur, das muß gesagt werden„und muß (»fort gesagt werden, was heute zu geschehen hat, womit unmittelbar zu beginnen ist. Es muß sofort gesagt werden, welche Aufgaben eine wirkliche sozialisttsche Regierung h e u t e hat und wie sie diese Aufgaben lösen muß, wenn sie auf die Fortführung der Revolution bis zum Sozialismus bewußt einwirken will. Hier geben sich die Massen nicht mit einem allgemein und in großen Umrissen gezeigten Ziel zufrieden, hier for- dern sie mit Fug und Recht positive, praktische Angaben mit allen nötigen Einzelheiten. Die Bercchttgung und die Not Wendigkeit dieses Verlangens hat die Unabhängige Sozial. demokratie erkannt. Sie hat, in Verbindung mit unseren Genossen in der Räteorganisatton, berufene Vertreter mit der Ausarbeitung von Entwürfen über Maßnahmen für die einzelnen politischen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Fragen betraut. Diese Entwürfe werden öffentlich zur Diskussion gestellt werden, bevor sie ihre endgültige Gestalt er halten. Mehr denn je kommt es heute darauf an, daß die Masseck nicht mit Illusionen gefüttert werden. Die Masten dürfen nicht den Boden der realen Tatsachen verlassen und dem Glauben verfallen, als konnte durch revoluttons- romanttsche Spielereien eine„zweite Revolutton" gemacht werden. 1848 handelte es sich um die bürgerlich« Revolutton, der die proletarische als die„zweite Revo- lntton" folgen sollte. Diese zweite proletarische Revolution ist nicht, wie vorübergehend auch Marx und Engles hofften, unmittelbar auf 1848 gefolgt, sie brach erst 1918 aus. Im November 1918 hat die zweite Revolutton" begonnen. Unser« Aufgabe ist es, daß fie nicht von der reaktionären Gegenrevolution erwürgt wird, sondern daß sie vorvnge- trieben wird. Es hcvWt sich also heute nicht um di« Her- beiführung einer„zweiten Revolutton". Sie ist schon da seit 1918. Diese Revolution ist in Permanenz. bis sie ihre Aufgabc: Befteiung cher Arbeiterklaste aus der Lohnknechißhaft, erfüllt hat. Nur di« Masten selbst können dies Werk vollbringen. Die Masten müsten von sozialistischer Erkenntnis erleuchtet, von sozialistischem Wollen begeistert, zum sozialistischen Handeln entschlossen sein.«Die Massenakttonen müssen vom Sozialismus Richtung und Ziel bekommen. Maßnahmen in gewissem Sinn«.geradezu möglichst schon am 1. April 1920 in Kraft trete«. 8' Steuer will man übrigens di« Unternehmer ähnlich®1 der Jnvaliditärsversicherung mit heranziehen. Ausführliche Erörterungen machte der Reichsfinanz»»»! über seine Pläne zur Verhinderung der St<� defraudationen. So solle« sämtliche Wertpapiere, und Talon? einer Pflichtabstempelung unlerliessf! der Maßnahme, daß di« nicht zur Abstempelung«infl»1, Stücke zugunsten des Reiches verfallen. Ferner gesamte Notenumlauf einer K o n t r o l I« unterzog»»« den, wodurch Erzberger gewaltige Summen von gehalst Geld hervorziehen zu könne« glaubt. Schließlich sprach. berger von einer Kontrolle de» AuS'landsb«� deutscher Kapitalisten, die eine bisher noch nicht bekannte' —-W der Schädigung> der Leute, die ihr Kapital an» AuSlaab schoben haben, darstellen wird. Erzberger selber erklärt« tl di 5 % C *i k ? IT tv st ßi T st I st w st di '> C 6 I vi di B d, f K Öl V Ein neues versorgangsgeich. Die Bevorzugung der Offizierskafie. Der Friedensvertrag hat uns die Bedingung unsere HccreSstürkc bi» 1. April 1920 aus 100000"'j herabzusetzen. Eine große Anzahl von Ofstzie«», Kapitulanten wird davurch überflüssig. Der Natioualpem� lung find dieserhalb jetzt die Entwürfe eine» Gesetze» Entschädigung derjenigen Offizier« und Kapitulant««, gen, die gezwungen find, auf Grund der VermindcrUM Wehrmacht au» dem Heere auszuscheiden. Diese» BersorgungSgesetz zeigt«n» du alle» fetus* wieder, daß auch in der„lliepublik' die Offiziere ein« Kaste de» Bolle» bilden. Alle Angehörigen der jahrelang im Felde waren«nd mit ein paar lumpigen, an Löhnung abgespeist wurden, deren Familien währ»". Kriege» hungerte«, di« vielfach ihr« Existenz derlore»» geringe» Ersparnisse zusetzen mußten, wurden bei der machung mit 60 TW a r k abgefertigt. Kein Mens mert« sich Darum, wo fie Arbett hernehmen sollten-� tausende von ihnen warten noch heute auf ein« entsl" Beschäftigung, fie müssen sich jämmerlich durch» Leben und find ausschließlich auf die zweifelhaft« Hilfe der losenunterstützung angewiesen, wobei fie sich noch reaktionären Presse tagtäglich den Vorwurf der Fan gefallen lassen müssen. Mr die Kriegsgefangen«»' jetzt nach jahrelangem Leiden in die Heimat zurückkehre� der Staat nur die geringe Summ« von 900 M. übrig, t>» als Entschädigung gezahlt werden soll, und zwar erst dann, di« Bedürfnisfrage geprüft worden ist. Während also der Staat für die geplagten Opst» J Krieges, soweit fie den erwerbstätigen Schichten entstaiwn»»' Bettelpfennige übrig hat, schüttet er für die Bersorgu"� Offiziere da» Geld mit vollen Händen aus. ES erhaN»� Offiziere bei einer Dienstzeit unter 10 Jahren die nisse, Beurlaubung»bekommen würden, auf die Dauer die fie alS aktive Offiziere im Falle einer vorüberfl��j Kirchner ging— ohne sich jemals über die tatsächliche".wli durch Besichtigung' und Nachuntersuchung von damit behcr" � Kranken zu überzeugen— so weit, daß er ein amtlich�. achten deS Salvarscm-ErfinderS Prof. Ehrlich über d-» ichäWichkeit des Mittels einfach �mtetdrückt« und in d'« des.Kultusministerium» legen ließ. r'llW Ilnter den sachlichen Gegnern FriedmannS ist cS fttztJ*LÄ worden, nachdem seit Anfang ISIS In der medizinischen m zahlreiche Veröffentlichungen hervorragender FachaiitottiöKjj schienen sind, die nach mehrjährigen Beobacktungen ihrer jfls über endgültige Heilungen durch da» Mittel berichteten. Einspritzung genügt in den meisten Fällen, um eine herbeizuführen. In der medizinischen Literatur der letzten< � wird nahezu einmütig der volle Heilwert deS Mittels anert.� Vielen Kranken hat es Genesung gebracht. A!» beilbar nach den bisherigen Beobachtungen alle Formen der Tubec � angesehen werden, ausgenommen natürlich alte schwer« bereits zu umfangreichen Zerstörungen einzelner Organe 0»Ux. haben und der geschwächte Körper nicht mehr die Abweh»' � Ariedmmins Tuberkulose-hellmillel. Der Berliner Tuberkuloseforscher und Entdecker des Heil mittel» der Tuberkulose. Dr. Friedrich Franz Fried- mann, ist, wie gemeldet, kürzlich zum außerordentlichen Pro- fessor an der Universität Berlin ernannt worden. Diese Er- nemnung, die nach einer Mitteilung tn der medizinischen Fach- presse über den 5kvvf der Berliner Fakultät hinweg erfolgt sein soll, ist nur zu begrüßen. Man kann hoffen, daß nunmehr dem gewaltigen Heer der Tuberkulose-Krcmken«in Hellmittel bekannt und zugänglich gemacht wird, das tiwtz verblüffender Wirkung von Anbänaern der bisher üblichen Tuherkulofebehandlung vor- schnell abgetan und berfehmt worden ist/ ledigl.ch zum Schaden der Kranken, von denen bereits Abertausende hätten gerettet werben können, die inzwischen dem Tode oder unheilbarem Siechtum verfallen find. Di« moderne Wissenschaft sucht nach Mitteln, die die Ab- wehrftoffe de» menschlichen Körper» gegen die Erreger der In- fcktionSkrankheiten fördern. Bei einigen Infektionskrankheiten ist das auch teilweise oder ganz gelungen. To wissen wir, daß die Erreger der Pockenranlbeit des RindeZ beim Menschen eine ganz leichte, beinahe gefahrlose Infektion verursachen, gleich-" zeitig die Abwehrstoffe im menschlichen Körper derart vermehren. daß etile Ansteckung mit dem echten Pockengift nur selten er- folgt. Aehnlnb wirken die biSbcr entdeckten Schutz- und Heil- mittel der Tosswut, der Diphtherie, des Typhus, der Cholera usw. Gegen die Tuberkulose, die verbreitetste aller Krankheiten, war ein solches Heil- und Schutzmittel bisher nicht gefunden. Robert Koch glaubte eS zwar in dem Tuberkulin gefunden zu haben. Die hohen Erwartungen, die die Welt feit bald drei Jahrzehnten zu Kochs Tuberkulin hegte, haben sich aber leider nicht erfüllt, obwohl dkm Tuberkulin in manchen Fällen eine spezifische Wirkung nicht abzusprechen ist. Man mußte sich dar- auf beschränken, den kranken Körper durch gute Eruähning, ver- besserte hygienische Lebensbedingungen, Aufenthalt in reiner Ge- birgSluit usw. zu kräftigen zu versuchen, um dadurch die natiir- liche ii Abwehrstoffe Des Körpers in ihrer Entwicklung zu fördern. Daneben machte man sich die wohltätige Wirkung der Sonnen- kttablen und zahlreiche Medikinnente zur Bekämvsung der. Krankheitssymptome nutzbar. Leider war damit nur sjlten eine tatsächliche Heilung, meist nur eine vorübergehende Besserung des Leiden» zu erreichen. Die Kriegs- jähre mit ihrem Niedergang aller wirtschaftlichen, hygienischen und kulturellen Errungenschaften haben vbllends�alle Er folge der bisherigen systematischen Tuberkulosebekämpfung über den Haufen geworfen. Die SterblichkcitSziffer an Tuberkulose ist heute größer als je zuvor. Neben der unbedingten Notwen digkeit einer großzügigen Sozial- und Bevölk erungs- Politik gilt eS dgmit als erwiesen, daß die bisher bekannten Kampfmittel gegen die Volksseuche unzureichend sönd. Auch die hohen Erwartungen, die die Welt seit bald drei Jahrzehnten zu Robert Kochs Tuberkulin hegte, haben sich leider nicht erfüllt. Im Jahre 1902 entdeckte Friedmann nach mehrjährigen Tu- berkulosc-Forschungen Lungentuberkulose bei einer Schildkröte Bei Versuchen an Hunderten von Tieren, darunter an den für Tuberkulose allerempfindlichsten. den Meerschweinchen, stellte er fest, daß Tuberkelbazillen der Schildkröten in Warmblütern nicht fortkommen. 1900, also schon vor zehn Jahren, hatte er sein, au» lebenden Schildkrötentuberkclbazille» hergestellte» Mittel soweit durchgearbeitet und ausprobiert, daß er zu dessen Anwen- dung am Menschen übeupehen konnte. Um die Unschädlichkeit deS neuen Heilmittels zu demonstrieren, spritzte er sich zuerst eine Ladung in den eigenen Körper,— er lebt heute noch in voller Gesundheit. Ende 1912, nachdem da» Mittel von Friedmann und ande- ren Aerzten bei mehr als tausend Kranken angewendet und die Unschädlichkeit und ausgezeichnete Heil- und Schutzwirkung er- wiesen war, gab Friedmann das Resultat seiner Forschungen in einem Vortrag vor Aerzten bekannt. Bald darauf geschah das Unglaubliche. Das neue Heilmittel wurde ohne Die ge- wissenhafte Nachprüfung, auf die der Entdecker nach den erziel-� ten Erfoüpen unbedingt Anspruch hatte, von einigen sogenanntes' Autoritäten der Tuberkulosebehandlung abgelehnt und als schädlich, ja sogar lebensgefährlich verschrien. Di« schließlich nicht wegzuleugnenden großen Heilerfolge wurden zu verschweigen versucht. FrieDmann wurde nickt nur sachlich, sondern auch per- sönlich in schwerster Weise angegriffen und verleumdet. Der trübere Chef der preußikchen Medizinalnerwaltuna Gehe im rat f produzieren kann. Friedmann ist minmebr Zum außerordentlichen+l.„jt mit einem Lehranftrag für Tuberkulcstforschüng und Bekä�� der Tuberkulose ernannt worden. Damit ist wohl � Schritt getan, aber dem Mssliomenheer der Tuberkulosen��, nock Weng geholfen. Nicht rur schnellste ErrichNing eine»- � tutS, daß mit ausreichenden Mitteln ausgestattet, Sttid� und Aerzten die bisherigen Forschungsergebnisse Friedman:'--.�ji mittelt ist unbedingt notwendig. Vor allem muß di« y gegeben werden, auch die Kranken mit dem Mittel bekc"� machen und zu behandeln. Wenn man erfährt, daß liegenden Berechnungen in Deutschland jetzt beinabe•' qA Menschen sährlich an Tuberkulose sterben, und daß dic'f.' u» stetig wächst, darf man erwarten, daß nicht» unterlassen die schweren Folgen deS wirtschaftlichen Niedergang» beim Volke zu mindern und eine Seuche endlich wirksam z» f die ihre Opfer bnnviegend in dem ausgebe........'' Proletariat findet. .ii»' Eine Dichtung Ernst TollcrS auf der Bühne. Tic � � (VercinSbühne Am Kaie. Eharlottenbura. Diretticm äiani riir #& uM y •5 >' 6 ii' ÄnfreS. Me übrigen Off�irre mit dem penNonSfSyigen Vlensteinlvmmen bis zum Brigadekommandeur erhalten ebergangsgebührnisse, und zwar Verheiratete auf 'ira u e � b o n 6, llntcihciratcte auf die D a u er von aahren. Die Uebergangsgcbührnisse betragen% des bei der p51,mt Zug- linde liegenden Diensteinkimmens. Für aktive �ll'z'ere sollen während der Uebergangszeit noch Teuerungs- »u"ilen gezahlt werden. Hoden sie während der Uebergangßzeit eit anzu- ühcn iiud. Tic Erhebungen sind noch nicht abgeschlossen. Sie Ausschreikungeu der Regiertmggsoldakett. Die unerhörten Vorkommnisse in Jnflerburg werden von der gesamten Presse ohne Kommentar registri>rt. Auch der„Vor- wärt»" weiß nicht ein Wort dazu zu sagen, trotzdem der Protest gegen die AuZschreitnngen von den RechtSsozialisten ausgegangen ist. Inzwischen war wieder aus einem anderen Ort von ähnlicheii Vorkommnissen berichtet. In Pyritz j« Pommern liegen sei! einer Woche Halberstädter Kürassiere, die sich herausfordernd ge- gen die Bevölkerung benahmen. Am Sonntag ist es zu Tumulten gekommen, bei denen auch eine Handgranate geworfen wurde. Montag vormittag legten au» Protest dagegen die Arbeiter die Arbeit nieder, in einer Versammlung wurde die sofortige Abbe- rufung des Landrats und die Beseitigung der militärischen Ein- quavtierung gefordert. Sie Zriegsslagge über dem kSnlgüchen Schloß Von zuverlässiger Se� erfahren wir folgendes: Skit Sonntag abendWehte über dem ehemaligen königlichen Schloß die alte ReichS-Kriegsslagge(viergeteiltes weihe? Feld mit schwarz-weiß-rotein Gösch im inneren oberen Winkel). Es ist, wie»ii lere w Gewährsmann!»> Schloß persönlich versichert wurde, der Osfiziers-Sturmtrupp einer Manne-Brigade, ein Teil der aufgezogen Yak. Dk« gflWf'«ff, Vkr MSM s!K aT» ftzayM der„kaiserlichen" Kriegsmarine im besonderen auch ihr Feld- zeichen, das sie überall aufpflanzten, wohin sie kämen und„ein deutscher Mann hole nur dort seine Fahne nieder, wo der Feind ihn dazu zwinge" Das Gouvernement Berlin, aufmerksam gemacht anf die an» gestrigen Tage besonders provozierende Wirkung der Flaggen- hissung gegenüber der Arbeiterschaft, teilte mit, daß eS sich mit dem Oberkommando RvSke deshalb in Verbindung gesetzt und die Anweisung bekommen habe, die Einholung der Flagge zu bewir- ken. Dem Stabe der im Schloß liegenden Truppen sei demgemäß Befehl erteilt. Wenn die Schloßossiziere sich nicht danach richteten» sei das nicht seine, deS Gouverneurs, Sch u ld! Ein Gespräch mir dem derzeitigen Schloßkommandanten, dem Führer der Mannmuppen. mit der Anregung, das provozierende und in Berlin ja auch völlig sinnlose KriegSzeichen zu entfernen, hatte natürlich keinen Erfolg. Gin Anruf beim ReichSwehrministerium, Bendlerstraße, er- gab, wir zu erwarten, die echt„militärische", aber deshalb nicht weniger diplomatische Antwort,„das sei allein Sache de» Gern- vernements Berlin(Kommandantur)". Wenn es noch eines weiteren Beweise» Hedurft hätte dafür, was w i r seit Monaten wissen, daß Noske und seine Partei- genossen, obgleich zutiefst verantwortlich für die alte militaristische Mißwirtschaft im„neuen" Deutschland, mir Spi elball ist in den Händen seiner militärischen„Berater", so wäre eZ die Hissung der KriegSflagge auf Wilhelms Schlosse, am 21. Juli,«cht Monate-nach der„Umwälzung", am Tage, wo die große Masse des arbeitenden Berlins friedlich demonstrierte für intcrnationa- len Sozialismus, für wahren Völkerfriedenl Die Wiederaufnahme des Vostuerlehrs. Das britische Postamt teilt mit, daß jetzt wieider Post für Deutschland angenommen wird. Nach den VereidigienStaate'nvonAmerika wer. den gewöhnliche offene Briefe und Postkarte« aus Gefahr de» Absender» zur Beförderung angenommen, Der Güterverkehr mit dem besehken Gebiet. Frankfurt o. AL, 21. Juli. Die„Frankfurter Zeitung" meldet aus Frankfurt: DaS Zivil- kommissariat 4 teilj mit, durch die Aufhebung der Blockade ist nunmehr auch der Güterverkehr zwischen dem besehten und dem unbesetzten Gebiet frei. Verboten bleibt nach wie vor die Ein-, und Ausfuhr von Waffen, Munition und Kriegsmaterial; die Ausfuhr von Farbstoffen, Platin, Gold und Silber, gemünzt und in Barren, sowie fremdem Geld ist ohne Genehmigung dcS interalliierten WirtschastSkomitecS in Koblenz nicht gestattet. AuS diesem Grunde wird die Kontrolle der Postpakete mit aller Strenge durchgeführt werden. Kohlentransporte unterliegen auch weiterhin den bisherigen Bestimmungen. Der sonstige Güterverkehr ist keinerlei Beschränkungen unterworfen; damit sind auch die bisher geltenden Bestimmungen für Ein- und Aus- fuhr von Möbeln usw. aufgehoben. Flucht des Prinzen Max nach der Schweiz. Nach einer Meldung aus Baden ist vor einigen Tagen der ehemalige Prinz Max über den Bodensee nach der Schtvciz entflohen. Es soll ihm mit- geteilt worden sein, daß die Kommunisten einen Anschlag auf ihn ausführen wollten. Mit dem Schulkompromiss sind einige Staaten, wie Batzen. Hessen und Sachsen, nicht einverstanden. Es fand eine nfil'e Beratung statt; deren Ergebnis ist, das; das Kompromiß emffc neuen Durchsicht unterzogen werden soll. Grog-Thüringrn. Ende August oder Anfang September wird in Weimar ein Parlament zusammentreten, zu dem die einzelnen thüringischen Staaten Vertreter entsenden. ES gehören ihm 10 Ilnalbhäugige Sozialdemokraten, 16 Nechtssozia- listen, 10 Demokraten, 4 Deutsch-Nationale und 3 Mitglieder der Deutschen Volkspartei an. Das Parlament soll sich mit der Schaffung eines selbständigen Freistaates Thüringen unter Ein- beziehung der dazu nötigen preußischen Gebietsteile befassen. Die spanische Kabinettskrise. Maura ist mit der Bildung eines konservativen Kbnzentrationskabinetts beauftragt worden. Der Kampf am Vre« Weimar, 92. Juli. Nachdem die Sitzung der Nationalversammlung gestern vi» %11 Uhr ncfchis gedauert halte und der ganze 6. Abschnitt der Grundrechte bis zur Abstimmung erledigt war, ging heute die Nationalversammlung dazu über, die zurückgestellten Artikel 18, 62, 64 zu beraten. Der Artikel 18 hält am bundesstaatlichcn System fest und setzt die Normen für die Bildung neuer Bunde?- stacrtrn fest. Eine Einigung der Mehrheitsparteien war im An- fang der VerfassiingSberatung darüber nicht zu erzielen. Es handelt sich um die Frage der Aufteilung P r e u ß e» S. Nunmehr liegt ein Kompromißantrag Löbe-Trimborn vor, der Neuschaffung von Staaten von der Zustimmung von'/, der Be- völkerung abhängig machen will und dies frühestens zwei Jahre nach Verkündigung der Verfassung erst eintreten lassen will. Demgegenüber kämpfen die Konservativen und die Deutsche Volkspartei für die Aufrechtcrhaltung der Vormacht Preußens. Der Konservative Philipp aus Borna bei Leipzig machte ich zum Wortführer des Grotz-PreußentumS. Preußen das nationale Rückgrat Deutschlands, die Zersplitternug Preußens die nationale Gefahr für Deutschland. Preußen hat Anspruch aus den Dank der anderen Bundesstaaten, preußische Truppen Hätten die revolutionäre Bewegungen in Leipzig und München nieder- geschlagen. In ganz ähnlicher Weise äußerte sich der Redner der Deutschen Volkspartei, Herr Heinze, ebenfall« ein Sachse, der das alte Preußen eint, nachdem vorher der preußische Minister drS Innern, Hein«, eine schönklingende Rede geha!!?». hatte, deren- Grundgedanke daraus hinauslief, daß man den jetzt bestehenden Verwaltungsapparat so benutzen soll«, wie er. einmal da fei. Die Sitzung dauert sott. Aus der Vurkei. Reich» rochrbnaac* 40 lLettow-Vorbecki. der die Fahne cigenmächt i», sich der Auke-naaitation widme«. Eberswalde und Umgegend. Unser» Bewegung schreitet hier rüstig vorwärts. So sind in EbrrNvalde die„Mehrheitssoziatisteu" bis auf einen Rest von 25 Maiin zu uns ü berge treten. In N e u e u h a g e n traten nach seinem vom Genossen Otto Pia man« gehaltenen Vortrage die gesamten„MehrheilSsaziatistcn" in Stärke von 911 Mann zu un» über, außerdem waren noch 42 Neuaufnahmen zu buchen. Der rechtssozialistische Parteivereiii in L i ch t e r f e! d e bei EberS- waldc beschloß bis auf 2 Manu eben falls de» Uebcrtritt. Ter» artjge Erfolge erhöhen die Freude an der Parteiarbeit und sind der beste Dank für die Genossen, die in.»»« erlabmeudeiu E.ie« I Die Tarifbewegung der Musiker. Der Verein der Kaifeehausbcsitzer hat auf das llltimatuiu her Ortiverwaltung Berlin des Deutschen Musilerverbande? Gegenvorschläge für den ilöschtutz eines Tarifvertrages eingereicht. Die Hauptforderung der Musilerschast: Ausschaltung veS Kapellmeister sEnseinbleleiterS) als Unternehmer und An- «rkennung des Lolalinhaberi als Arbeitgeber, ist seitens der Kaffeehausbesitzer angenommen worden. Dieses Zugeständnis ift »wer nicht als ein solche? an die Musikerschast und mit Rücksicht auf ihre Besserstellung anzusehen. Sie haben diese alte Forde- rung der Musiker nur aus reinen egoistischen Interessen, aus rein rechnerischen Gründen zugestimmt. Die Summen, die bisher die Ensembleleiter aus den Pauschalen für die Musiker durch »inkarlfmähige Bezahlung für sich selbst herausgewirrschafiei haben, wollen'nunmehr die Cafetier» für sich selbst einstecken. daher auf einmal die Liebe für diese sonst von den CafelierS so stark bekämpfte Forderung der Musiker. Auch die oslündige Arbeitszeit möchten sie für den Kaffee- hausmusiker allgeme:» einführen. Sie bringt ihnen Vorteile nach jeder Richtung. CS soll dadurch ein« Heraufichraubung der b-sherigen durchschnittlichen Arbeitszeit für den Musiker erreich: werden. Für den Musiker kann die gesetzliche Vorschrift über den Achtstundentag nicht zwingend sein, sie bedeutet für ihn keine Deibefferung der aiten Verhältnisse, sondern eine Verschlechterung, in sozialer Beziehung eine Unmöglichkeit. Nur verschwindend wenige Musiker— jedenfalls aber keine Bläfer-- könnten auf die Dauer, ohne schweren Schaden an ihrer Gesundheit zu nehmen, ein« täglich 8stündige Dienstzeit körperlich und geistig aushalten und noch dazu in einer mit TabakSrouch stark durch- tränkten Luft eines Kaffees. Neben dieser direkten Arbeit?- leistung kommt noch eine tägliche Uebungözeit von 2—3 Stunden hinzu, die jeder Musiker innehatten muh, wenn er auf der Höbe s«iner Leistungen und damit in Lohn un» Brot bleiben will. Diese indirekte Arbeitszeit der Musiker.mutz unbedingt zu der täglichen Arbeitszeit hinzugerechnet werden. Dem Musiker im allgemeinen und dem KaffcehauSmusiker im besonderen kann nicht mehr al« eine bstündige Marimalarbeitszelt zugemutet werden. Die Musiker lehnen ei auch ab, überhaupt länger als ß Stunden täglich zu arbeiten. Für eine vierstündige ArbeitZzeit soll der Musiker einen Stundenlohn von 4,50 Mr. erhalten. Je mehr Stunden er nun für den Unternehmer arbeitet, desto weniger soll er pro Stunde bezahlt bekommen. Also eine Prämie für den Unternehmer zur AuSnützung der Arbeitskraft� des Arbeitnehmers. Die grotzen Kaffees, wie: Vaterland. Kolosseum ufw.* für die speziell die Staffelung der Stundenlöhne auSgetüfftelt worden ist, würden dadurch auf Kosten der Musiker grotze Ersparnisse machen. Denn die bisher übliche zweite Kapelle und der höhere Stundenlohn für dieselbe könnte nunmehr wegfallen, da ja den achtstündigen Dienst eine Kapelle ausführen mützte. Der Achtstundentag für die Musiker angewendet brächte nicht eine Vermehrung der Arbeits- gelegenheiten, sr würde den Arbeitsmarkt verschlechtern und die vorhandene Arbeitslosigkeit unter den Musikern nur noch der- mehren. Ausgerechnet diese grotzen Kaffees, die bekanterweise die größten KriegZgewinne erzielt haben, sie wollen für die soziale Besserstellung ihrer Musiker auch nicht das geringste tun, im Gegentetl, sie versuchen, wie die Nutzanwendung mit den achtstündigen Arbeitstag zeigt, die Errungenschaften der Revo- lution zum Schaden der Arbeitnehmer auszubeuten. Ihr soziales llnverständniZ geht sogar soweit, die bisher bestandene gesetzliche Kündigungsfrist von 14 Tagen(vom 15. zum 1. eines Monats) auf acht Tage herabzusetzen. Der Musiker soll noch mehr als bisher in das Abhängigkeitsverhältnis von Arbeitgeber und Agenten hineingetrieben werden. Bei Kündigungen und Entlassungen der Musiker sollen auf BjSrutid eine» Mitbestimmungsrechtes nicht die Musiker selbst, sondern auch die übrigen Angestellten des Hasses mit entscheiden. Die Cafetiers sträubten sich bisher, dem Musiker in künstlerischen Fragen dem Kapellmeister gegenüber ein Mitbestimmungsrecht einzuräumen. In Fällen der Entlassung oder Einstellung eines Musiker» soll jetzt vielleicht die Reinmachefrau HauseS ein keckst der Mitbestimmung haben. Die Gegenvorschläge des Ver» in» der KaffeohauSbesitzer sind für die Musiker durchaus unan- «hmbar und werden von denselben abgelehnt. Kew Elmnachezucker? i Die Berliner Hausfrauen sollen bekanntlich in diesem Jahre keinen Einmochezucker erhalten, weil angeblich lein Zucker da ist. Das ist, wie jede: Berliner weiß, nur eine schlechte Ausrede. Der wahre Grund ist vielmehr in der totalen Unfähigkeit der Reichs» stellen zu suchen. Denn Zucker gibt eS genug in Berlin. Ueber- all in jeder Straße wird Zucker in Form von Bonbons verkauft und fast in jedem Koloni�Iwarengesckäft kann man ihn haben— das heißt für 5, 6, 7 und noch mehr Marl. Außerdem wird, nach einer Lokalmeldung, im Kreise Niederbarnim sechs Pfund Einmachezucker pro Person derteilt. Wie gehl das zu? Warum soll in Berlin nicht möglich sein, wo? Niederbarnim kann? Aufklärung tut hier dringend not So leicht lassen sich die Berliner Hausfrauen nicht abspeisen.. v � Auf Grund der Verfügung de? preußischen LandeSzuckeramtes vom 27. Mai 1919 sind sämtliche Personen, die ihren Wohnsitz in Berlin aufgeben und sich dauernd von Berlin abmelden, zum Schlüsse des Umzugsmorats von ihrem bisherigen Auf- entheltkort mit Zucker zu versorgen. Infolgedessen sind alle Personen, die auS Berlin verziehen, bis zum Schlüsse de? UmzugSmonat» mit Zucker abzufinden. Dies soll in der Weise ge- schehen, daß dauernd verziehende Personen von dem Kleinhändler, bei dem sie zum Zuckerbezuge eingetragen sind, schon in der erjten Hälfte deS Monat» für die zweit« Hälfte des Monats Zucker beziehen tpnnen unter Abtrennung des| Abschnitts für die zweite Hälfte, wenn eine polizeiliche Abmelde.' Bernau. In einer außerordentlichen«itzung nahmf befcheinigung vorgelegt und dem Kleinhändler vorgezeigt wird. Freilag auch die Vernauer Stadtverordneten zu der Eing dungsjrage Stellung. Koch(S. P. D.) hatte«wen Antre> ??-wentnangek. Im Mcknat Ivnf betrugen m Hous.branhk>rtkei ts im Gebiet des Kohl enveiNaiÄeS Graß 101 737 Tonnen gegenüber einem rationierten Beda 200 000 Tonnen, die fehlende Menge beträgt demnach 98 1 Die östlichen Gemeinden und der Kohlemuaugel. Da»*4 wirtschaflSamt hat nach der Besprechung über die Kohlenle�� bor einigen Tagen zwischen dieser Behörde und den Ber"� tef Reiches und Preußen stattfand, bekanntlich ein geradezu loses Bild über die Kohlenversorgung für den kommenden», entworfen. Wie wir nun hören, werden die östlichen gemeinden, die von reichen Waldungen umgeben sind, ool Forst fisktlS und dem Zweckverbande in Unterhandlung träte-.' statt des zu erwartenden Ausfalls von Kohlen für den Hau� eine Hotzbclieferung herbeizuführen. Zweckverband und Wj NSkuS sollen die Erlaubnis geben, bestimmte Plätze zu', lieferung mit Holz im reichlichen Maße an die Gemeindean'' gen abholzen zu dürfen. Ein Mangel an Arbeilskräfl�. gegenwärtig nicht voryanden. Nach erteilter Erlaubnis «gen die Gemeinden dann eine gerechte und gleichmäßige" teilung des Holzes vorzunehmen und dafür zu sorgen, Preise in erschwinglichen Grenzen bleiben, um so oen Gß-'J Handel zu unterbinden. Wahrscheinlich werden jeitenS de- meinden entsprechende Beisteuern geleistet werden. Aus dem GemelttSetebeu. Ruhestöreuder Lärm durch„OrdnungS"soldatcn. Di? Anwohner d«S MarinehouscS Am Kölln iscken Park beschweren sich bei unS, daß seit dem 12. Juli jede?tacht hindurch mit Schießeieien von Handgranaten. Maschinen- und anderen Gewehren von den Sol- daten. die zurzeit im MannehauS liegen, gelärmt wird. Nach den Feststellungen handelt eS sich lediglich um„Vergnügungen" der Soldaten. Die Anwohner, die in jeder Nacht durch Getöse und Knallerei aufgeschreckt werden, empfinden dies Treiben als eine Provokalion, die indessen ihren Zweck verfehlt. Im Gegenteil: sie erzeugt nur noch mehr Mißstimmung gegen diese„Ordnungs". Hüter. 20 000 Mark Dienstgeldrr unterfchlageit. Vor dem KriepS- gericht der 1. Gardedivision hatte sich der Grenadier Neu mann wegen Unterschlagung dienstlicher Gelder zu veraniworien. Neu- mayn. der Schreiber be! einem hiesigen Ersatzbatäillon war. hatte sich nach und nach 20 000 Mark au? der Dienstkasse an- geeignet. Vor Gericht gab Neumann an, daß er da? Gcld ge- nommen habe, um sich zu vergnügen. Neumann wurde zu a ch t Monaten Gefängnis verurieilt. Salzheringe im freien Handel. Vom 1. August ab wird die Reichsfischversorgung G. m. b. H. die von ihr eingeführten Salz- Heringe durch den freien Handel absetzen. Bon diesem Tage ab werden Salzheringe nicht mehr wie bisher den BezirkSzcntralen zur Weitcrverteilung geliefert, sondern seitens der einführenden Zentralstelle durch Vermittlung der Importeure dem Großhandel auf Bestellung übergeben, der in der Lage ist, die Ware unter Preisbindung frei innerhalb Teutschlands abzufetzen. Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, daß hinsichtlich der Einfuhr von Salzheringen irgendeine Veränderung in den gesetzlichen Be- stimmungen oder in deren Handhabung nicht eintritt. Die Ein- fuhr erfolgt nach wie bor durch die Reich sfischversor- p u n g G. m. b. H., oder als deren Beauftragte durch die Salz- Heringseinfuhr G. m. b. H., die einen Zusammenschluß der gereicht, welcher den Anschluß Bernaus an die EinheitSger Groß-Berlin bezweckt. Unser Genosse K n ö s ch k e vcrtw Standpunkt, daß Bernau als Endstation des Porortverleht� wirtschaftlichen und territorialen Gründen zu Groß-Berlin r-Jj Der weitaus größte Teil der Bemauer Arbeiterschaft findet. � Beschäsiigung in Berlin. Di« bürgerliche Fraktion ließ el-, ,i daß sie sich heute noch nicht für, aber auch nicht gegen den k ö,, erklären könnte. Der Antrag wurde dann einer Deputation � wiesen. Die bürgerliche Fraktion enthielt sich der Stimmt- � Treptow-Baumschulenweg. Mit der E i n g e m e! n d frage befaßte sich eine große öffentliche Versammlung,""j vom Gemeindevorsland einb�'ufen worden war. Im Naaic?\ Gemeindevorstandes sprach der Beigeordnete Herr Dr. N: e. führte den Bcrsammelten den Gesetzentwurf der RegieriwZ � Augen. Er kritisieite die Entwürfe der Bcrorlgemeinschost� de» DürgerausschusseS, die auch von den Parteisn abgelehrt hu den. Di-e Abäiiderungsvor schlage, welche die Gemeindevei � zu machen glaubte, führte Herr Dr. Niese den VersammelienA ES sind da an erster Stelle zu nennen, daß der Kreis ds gemeindung weitkr gezogen werden müsse wie der Regier�'- entwurf vorsieht. Viele Gemeinden, welche' ihrer ganzen nach zu Groß-Berlin gehören, müssen mit eingeuteindet und wird der AusdehnUngSkre>.S auf 20 Kilometer in Vorschl� bracht. Treptow selbst will nicht in den Bez. 16 einverleibt... Treptow selbst will nicht in den Bezirk 16 einverleibt. sondern erstrebt eine glatte Eingemeindung nach Berlin. soll in Bor schlag gebracht werden, daß die Groß-Be-liner-*3 verordnetenversrmmlung aus mehr als 186 Mitgliedern> soll. Auf je 15 000 Einwohner soll ein Stadtverordneter«v'si.. Auch die im K 9 vorgesehene Zahl der Wahlkreise sollen jF.i, herabgesetzt werden. Das proletarische Element muß Berlin mehr zur Geltung kommen, wenn wirklich eiwaS. lichcS heraus kommen soll. Gestrichen soll auch die BestiB�uj» werden, wonach der Minister des Innern«in B-e'täligun�',| Importeur« darstellt. Für sämtliche anderen Fischwaren b-balten! erhalten soll. Die Legislaturperiode joll von fünf a if drei- hip fiiÄRpr�o».«ptTo /w.-.rt;-»«;,' I Id-ritkuipsekt mprhen_- Bon unserer«eile war noc;.-:aa üj Die Not der Renteuempfänger. Unter den gegenwärtigen teueren Lebensverhältnissen habe» an besonderen d.e Rentenempfänger zu leiden. Die in früheren Zeiten festgesetzte« Renwn entsprechen den heutige» Verhältnissen bei weitem nicht mehr. Teilt uns doch etil Rentenempfänger mit, daß er. obgleich er eine„hohe" Rente bezieht, 1.80 M. pro Tag erhält. Was soll er damit in unserer teueren Zeit anfangen? ES ist eine dringend« Pflicht der Regierung, hier endlich einzugreifen, die Renten den veränderten Verhältnissen entsprechend zu erhöhen. Völlig unverständlich ist auch das Verhalten einiger Behörden den Rentenempfängern gegenüber, die durch Gelegenheitsarbeit ihre kümmerliche Lage einigermaßen erträglich zu gestalten be- müht sind. Die einzige Möglichkeit, einen Zuschuß zur Rente zu verdienen, bietet den meisten der Rentenempfänger, die fast durch- weg körperlich geschwächt sind, der Handel. Da stoßen sie aber mit den bureaukratrschen Polizsiorgan>-n zusammen. Eine.Händlerin, deren Mann Kriegsbeschädigter ist. als geisteskrank vom Militär entlassen wurde, und die selbst zwei künstliche Füße hat, also nicht in der Lage ist, körperliche Arbeit zu verrichten, erhielt dieser Tage kurz aufeinander zwei Geldstrafen von 5 und 9 M.. weil sie rn der Ackerstraße Pantoffel und Schnürsenkel verkauft hatte. ES gehört ein ziemliches Maß von Rücksichtslosigkeit dazu, in dieser Weise gegen ein derart hilflose» Wesen vorzugehen. Was sollen denn diese hedauernSwerten Mensche» eigentlich tun. um ihr und ihrer Angehörigen Leben zu fristen? Die Renten sind absolut unzureichend, und der einzige Ausweg, auf ehrliche Arl und Weife sich wenigstens einen geringen Zuschuß zu verdienen, wird ihnen versperrt. Sollen sie sich denn auf» Stehlen legen?- Da braucht man sich in der Tat nicht zu wundern, daß die Kriminalität immer mehr anschwillt. die bisherigen Bestimmungen ihre volle Gültigkeit. Pakete ins besetzte Rheingebiet. Für die britische Zone der besetzten deurschen Rbeingebiete sind die bisherigen Beschränkungen in der Ein. und Ausfuhr von Waren in Paketen mit der Post mit Ausnahme für Waffen, Munition und Kriegs- bedarf aufgehoben. Die Beschränkungen für den Austausch von Geldbriefen uth Wertpaketen bleiben zunächst noch für beide Richtungen in Kraft. Die Po st schalterdien st stunden sind an Sonn» und Feiertagen'w LoerpostdirektionSbezirk Berlin auf die Zeit von 8 bis 9% Uhr vormittags festgesetzt worden; der Postschalterdienst von 12 bis 1 Uhr nachmiiragS fällt weg. Jedoch werden in der Zeit von 12 bis 1 Uhr bis auf weiteres Einschreibebriefe gegen die bcsondeie EinlieferunaSpebühr angenommen. Die Aufliefe- rung von Telegrammen bleibt wie bisher.— ES sind nach dem von den Polen besetzten Teil der Provinz Posen gewöhn» liche offene Briefsendungeu auf dem Wege über Wien— Warschau gegen die AuSlandSgcbühr zugelassen. Tie Wieder» aufnähme des unmittelbaren Eisenbahn- und Postverkehrs ist in nächster Zeit zu erwarten. Empfänger v»o MilitSr-BersorgungSgeböhrniffen(Pensionen, Renten und Hinterbliebenenöczügen) iverlyi an die pünktliche Abbolung ihrer Geb ÜH misse am kommenden Hauptzahltage— 29. Juli— erinnert. Für die glatte Abwickiuna deS Rentenzahl- geschäftS bei den Postanstalten ist die pünktliche Abhebung der Beträge unbedingt notwendig Empfänge?, cie zur Abholung am Haupckzahltage uicbt in der Lage sind, werden dringend er- sucht, unter ollen Umständen die Beträge spätestens noch im FälligkeitSmonat— Mona- August— cwzuheben. Rückkehr der Berliner Ferienkinder auS der Schweiz. Die sechshundert Kinder, die seinerzeit vom Jugendamt der Stadt Berlin zur Erholung in der Schweiz untergebracht wurden. kehre» am nächsten Freitag nach Berlin zurück. Die Ankunft erfolgt abends gegen 8 Uhr auf aem Potsdamer Bahnhof. Lebensmittel als Ersatz slir Werbcbuircaus? Ein Leser schreibt unS:„Bis zu welchem Maße sich die jetzige Regierung versteigt, um ihre Söldnerheere neu zu füllen bzw. zu vermehren, beweist aufs deutlichste die Aussage eine» Mitgliedes der Wacht- abteilung des Neuköllner Polizeipräsidium». Die Mannschaften erhalten demnach jeden zweiten Tag ein kleines Kommißbrot. ferner die üblichen Zulagen an Wurst. Fleisch, Käse. Butter und dergleichen. Selbst Hülsenfrüchte scheinen zu diesem Zweck immer noch genügend vorhanden zu sein und selbst, man lew und staune, „echten Bohnenkafiee" gibt eS ungefähr% Pfund alle zehn Tage. — Sollten diese Lebensmittel nicht der ewig hungernden Be» völkerung Berlin?, besonder» der umerernährten Jugend, zugute kommen? Unser Leser flögt zuviel. Er sollte wissen, daß solch kleine Rücksichten heule nicht maßgebend sind. herabgesetzt werden.- Von unserer Seite war noch bra.ürack- den, den Magistrat auszuschalten, da wir grundü U-, I Einkammersyjtem sind. D.e Rechtssozialisten ma en ad« I mit, und so kam dieser Antrag zu Fall. An Stelle des Mck"' sollte der Stadtverordnetenvorstand treten und die Zahl auf 40 erhöht werden. Ferner wurde von unserer Seit.? Wo_„ daß ein Stadtverordneter resp. ein Vorstandsmitglied, toC... von seinen Mandatgebern zurückberufen wird, sein Amt r'■ zulegen habe. Auch dieier Antrag wurde abgelehnt gelss-. Stimmen unserer Vertreter. Nach dem Referat ergriff dei treter deS Mischmasch(Bürgerlicher Block) Herr Lücke da?; Als ehemaliger Schösse kr Gemeinde jammerte er, da' Sonderinteressen der Gem« inden beseitigt werden sollen um für die„Selbstverwaltung" der Gemeinden ein. Er befürchte! Bureaukratisierung, die jede freie Betätigung der Bürge', ertöten würde usw. Als- Redner der S P.D. sprach � Strieder und von unserer Seite der Genosse F r e> g a n g- � Herrn Lücke borhielt, wo er und seine Gesinnungsfreunde � waren, als vor der Revolution die Arbeiterschaft die fr«' ji tätigung und die Selbstverwaltung verlangten? Er rechn«' � mit den Vertretern des HauS- und Grundbesitzes und erntete � der Versammlung starken Beifall. Auch Herr Strieder fand° ü mal treffende Worte und verlangte von der Regierung, d'Ii � stch nick-t auf Kompromisse einlassen möge, wie es leider lN � � Xl 11... � � � Ä � Ä—---... N.T._._— u 1-- a**-»*» /T T%. me-ndevurtretung. fand gegen zwei Stimmen Annahme. Ans den Organifstionen. VkrelKslalekder. Deutscher Duchblndervertand. Mittwoch, nachmittag» b Hiß'«r| „Deulschen Hos", Luckauer Stloße 15, außerordentliche Generalverl» lung. verantwortlich für die Si-daktion Alfred Wielepp. N»>u".« Vertag-z«i!oj,en!chall.jtechen-. e.©. rn. v 6."' Lindendructierei uns L-r>ag-ge!el>schsli m. v. H Wichtige Miitciiung! Arn Freitag, den 18. Julf, nachm.. wurden aus »einer Wohnung Bücher. Kleider, Wäsche, Koffer un I Regal durch Fuhrwerk von drei Männern ab- lt holt. Einer trug etwas SpiubaT. Da ich sehr empfindlich bestohlen wurde, sichere Ich dem Kutscher hoheBelohnung zu. der mir satt, wohin er die Lechen gefahren hat. llei Miehrinetduns; lasse ich polizeilich nachforschen. t ottei», Prenzlauer Allee 9 III, » Reil-AnstaH„Loser« J? iiünistraBe 9, � Ma- B. Bbrtnnt•" ao't*.. Uchi- n. J 3n den nachstehenden Speditionen werden j o f o 1 1 Sstenfrauen _ eingestellt: ik# O erlitt ©irfchner,©Itfchfner Strafte 90, Döring, bleinmegstr. 2J, Hackbatth, Akichaelkirchpl. 2. Potsdam Dohauer, Koisct-TDilVielmsSttafte J8. Charlottenburg Lotenz, Wallstrafte«. Mlmersdorf -Keßler, Hiodendurgstroftc Tempeihof SBettfÄ, W«d«strotze JJ. Für Remscheid Wird zum baldigen Antritt gesucht ein ArbeitQrsekrstär, welcher zugleich die Funktion eines#> QeoerKschQftsseiiretars IU Obernenmen hat.___, Aus den Bewerbungen muß Alter. Familienstand. Beroi und bisherige Tätigkeit In der Arbeiterbewegung hervorgehen. Reflektiert wird nur aui eine durchaus tüch ige nruit. Angebote mit Oeßailsanso, denen sind mit der Aufscnrm gmmrKckiram.]. Q�erkschaftskartell Remscheid. sucht Spedition Henckel. V II, Us«domstrus»e Nr. 18 and Kaaslarer verlangt Kiesenhafl. Bedai ls. artikel. großer Verdienst. OH. Dezimalwagen von M. 85 au Gewichte etc. R»|:aratiarea Tafelwagen G. Wagner, KBpenickerStr.71(KelnUdeu) Schweizer Stümpen. Zigarren nirgends billiger eis hei. Sendet. Neue XAnintc*�.' Rffl ducken t«1' � f und Cmonkilken hOhner. Perlhah«ek| John. Am Osthat KupierleituoÄ' g«! Kabel. Li iren*»»' die höchsten Prenzlauer Str. 13 ,1 Tflenhon Spralbohrer."� zu hohen Pfci»fn> richtstr 17, v. jsssstäfä m»".s*'■ Admiralstr. ZBnakerzea Vergaser. M>e Rudnez, LessingpL $18% «ot »e fen Joe w« »«Wt( ke#