Nr. 148. Abonnements- Bedingungen: Abonnements-Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 mt., wöchentlich 28 Pfg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags= Nummer mit illuftrirter Sonntagsa Beilage ,, Die Neue Welt" 10 Pfg. Poft Abonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Eingetragen in der Post BettungsPreisliste für 1897 unter Er. 7437. Unter Kreuzband für Deutschland und Defterreich Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich außer stags. Vorwärts Berliner Volksblaff. 14. Jahrg. Die Insertions- Gebühr beträgt für die fechsgespaltene Solonels geile oder beren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Versammlungs- Anzeigen, fowie Arbeitsmarkt 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werben. Die Expedition tft an Wochentagen bis 7 1hr abends, an Sonn- und Festtagen bis o Uhr vormittags geöffnet. Mernsprecher: Rmt I, Br. 1508. Telegramm Adresse: " Sozialdemokrat Berlin". Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Abonnements- Einladung. Dienstag, den 29. Juni 1897. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Ministerium Crispi den Vorwand zum Belagerungszustand und Ausdehnung" und der Niederlagen, wie sie von den Trümmern zu den Ausnahmegesehen gegeben hatten. der Crispischen Partei, die 58 Stimmen dafür aufbrachten, beUnd das Ministerium Rudini, dem allein unser Kriegs: fürwortet wird einen mittleren Standpunkt eingenommen: unglück in Afrita es ermöglicht hat, bem Ministerium Crispi den der Einschränkung eine Politit, die alle Nachtheile Am 1. Juli eröffnen wir ein neues Abonnement auf den zu folgen, trat in dem Augenblick, als Beichen revolutionärer ber beiden extremen Standpunkte hat, ohne deren Vortheile. Erregung sich im Lande bemerkbar machten, mit dem Pro- Aber in den anderen Theilen seines Programms hat das ,, Dorwärts" gramm vor das Land: sowohl mit der afrikanischen, Ministerium Rudini, statt in der grauen und neutralen Zone wie mit der moralischen Frage, das heißt, den gegen einer Politik des faden und unfruchtbaren Ettlektizismus*) zu Crispi erhobenen panamuistischen Anklagen aufzuräumen verbleiben, entschieden Gegendampf gegeben und sich damit in Die neue Welt". und das italienische Volk wieder in den Besitz seiner Widerspruch mit seinen Versprechungen und mit den ErwarDie Aenderungen, die wir seit dem 1. Januar eingeführt politischen Freiheiten zu setzen und seiner tungen des Landes gesetzt. haben, erfreuen sich des lebhaftesten Beifalls unseres Leserkreises, ökonomischen Erschöpfung abzuhelfen. Was die moralische Frage der gegen Crispi erhobenen Ans wie schon das fortwährende Steigen unserer Abonnentenzahl mit der illustrirten Sonntags- Beilage beweist. Unsere Literarische n. Volkswirthschaftliche Rundschau werden allgemein als bedeutungsvolle Bereicherung des Inhalts unseres Blattes angesehen. Durch unsere Unterhaltungs- Beilage ist dem Unterhaltungsbedürfniß unserer Leserinnen und Leser in reichstem Maße Rechnung getragen worden, ohne daß wir darum auf das niedere Niveau des Sensationalismus herabgestiegen wären. Auch in der Unterhaltung soll der Geschmack verfeinert, der Geist erweitert und erhoben werden. Der Roman „ Cefarine" von Richepin, der sich ungewöhnlichen Beifalls erfreut, wird im Laufe des neuen Quartals zu Ende geführt werden. Neue Abonnenten erhalten den bereits erschienenen Theil des Werkes nachgeliefert. Auf politischem Gebiet bereiten sich Ereignisse von größter Tragweite vor. Der Vorwärts" wird nicht blos seinen Leserkreis stets auf dem Laufenden halten, er wird auch allezeit ein furchtloser Führer sein und unerschrocken die Wahr heit aussprechen. Jezt, wo die bürgerlichen Parteien sich unfähig gezeigt haben, der frech die Volksrechte bedrohenden Reaktion Halt zu gebieten, ist es Sache der Sozialdemokratie, die bürgerlichen Freiheiten zu vertheidigen und die Rechte des Bolts zu wahren und zu erweitern. Daß der Vorwärts" über den Weltangelegenheiten und den deutschen Angelegenheiten auch die Berliner Angelegen heiten nicht vergißt, das haben wir nicht nöthig denen zu sagen, die den Borwärts" lesen. M1 Es giebt kein zweites Blatt, welches das gesammte geistige und öffentliche Leben der Reichshauptstadt so treu und so vollständig abspiegelt, wie der Vorwärts". Und wir haben darum ein Recht, von allen, die unser Streben billigen, und namentlich von den Parteigenossen, es als Pflicht zu verlangen, daß sie für die weiteste Verbreitung des Vorwärts" thätig sind. Für Berlin nehmen sämmtliche Zeitungsspediteure sowie unsere Expedition, Beuthstr. 3, Bestellungen entgegen zum monatlichen Preise von ments zum Preise von 1 Mark 10 Pfennige frei ins Haus. Für außerhalb nehmen sämmtliche Postanstalten Abonne3,30 M. für die Monate Juli, August und September entgegen.( Eingetragen in der Post Zeitungsliste für 1897 unter Nummer 7437.) Redaktion u. Expedition des Vorwärts". Die Regierungsblindheit in Italien. Von Professor Enrico Ferri. I. Gegenwärtig entwickelt sich die ganze Politik mehr oder weniger überall, besonders aber in Italien innerhalb der zwei Endpunkte: wirthschaftliche Erschöpfung und erstickender Polizeidruck. innerhalb und außerhalb des Barlaments, hat Ihnen den Be- entdeckten Schwindeleien Crispi's, von Betrügereien im größten Die tägliche Chronit der Hauptereignisse in Italien, flagen betrifft, so spricht man seit Monaten von den neuweis ge liefert, daß kein Theil dieses vierfachen Regierungs- Maßstab, die ein Einschreiten des Staatsanwalts nothwendig program ms verwirklicht worden ist. Im Gegentheil, kaum war machten seit Monaten heißt es, die Staatsanwaltschaft der vorüber, der einen Augenblick die Augen der Verblendeten ge- Borgehen gegen Crispi verlangen. Allein fein Antrag kommit, erste überwältigende Eindruck des Wahlwahrspruchs werde vom Parlament die Ermächtigung zum strafrechtlichen öffnet, und das Elend und die Unzufriedenheit des Volks und jedermann ist der Meinung, auch diese neuesten Be hatte sehen lassen, so kehrte die Blindheit der Regierung trügereien und Unterschleife, an deren Begründetheit niemand wieder zurück und gewann die Oberhand, und in wenigen zweifelt, würden abermals straflos bleiben. Wochen haben die Machthaber Beweise für die Wahrheit des französischen Wortes aufgehäuft:" Je mehr geändert wird, desto mehr bleibt alles beim alten." Was zunächst die Kolonialfrage anbelangt, so hatten wir in der Kammer eine lange Debatte über den von Professor de Marinis begründeten Antrag der sozialistischen Gruppe, in dem wir die Forderung aufstellten, unsere afrikanische Kolonie vollständig aufzugeben. Unferem Antrag den die sozialistische Rammergruppe beiläufig zum ersten Male schon im Jahre 1885 bei den ersten Debatten über unser Kolonial- Unternehmen gestellt hatte ungeachtet des heftigen mehr oder weniger künstlichen und oberflächlichen Kolonial Enthusiasmus, der damals Mode war, schloffen sich auch die Republikaner, und, was sehr charakteristisch ist, auch ein Theil der Konservativen von NordItalien an. M Durch den Annunciaten- Orden", den Crispi hat, ist er thatsächlich dem König nahestehend"( confin du roi). Hierin findet man einen Grund seiner Straflosigkeit. Einen weiteren Grund sucht man in der Rücksicht, welche die Monarchie in anbetracht seiner großen Verdienste um die Monarchie auf ihn nehmen zu müssen glaubt( in Wirklichkeit hat er durch sein gewissenlos brutales Treiben, durch das Unglück in Afrika und durch das grausame Vorgehen gegen die sozialistische Partei die Grundlagen der Monarchie in Italien vollständig untergraben!). Und ein fernerer Grund, warum man Crispi nicht anfaßt, liegt wohl in seiner Drohung, er werde, wenn man ihn verfolge, die skandalösesten Dinge enthüllen und vor niemand und nichts Halt machen. So hat das Ministerium Rudini, das von der offiziösen Preffe das Ministerium der ehrlichen Leute" genannt ward, um es von dem Ministerium Crispi zu unterscheiden, das, so lange es am Ruder war, von derselben Presse schmeichleDer Führer dieser Fraktion der äußersten Rechten, risches Lob erhielt so hat das Ministerium Rudini vor Profeffor Colombo, der bereits Finanzminister war, hat dem öffentlichen Gewissen sogar den Anspruch auf die Sympathie offen und rückhaltlos unsere Forderung der völligen Auf- derer verwirkt, die gehofft hatten, es werde jene Formel die gabe unserer Kolonie unterstützt, weil er klar und logisch die freilich auch nur eine konventionelle Lüge ist zur Nichts Interessen der industriellen Klasse des Nordens vertritt, die schnur seiner Politik nehmen: Das Gesetz ist gleich eine allgemeine Politik der Sammlung wünscht: den Aus- für alle." tritt aus dem Dreibund und den Verzicht auf alle militaristische Politit, die das nationale Budget unerträglich belastet. 81 Aus England. Für den sozialistischen Antrag, die afrikanische Kolonie London, 26. Juni. aufzugeben, haben nicht weniger als 140 Abgeordnete gc- Drohende Anzeichen in Indien. Rebellische Tendenzen unter den Brahmanen stimmt, gegen 220 für die Forderung der Regierung, die und der indischen Intelligenz. Neue Enthüllungen in Sicht über für allmälige Einschränkung der Kolonialpolitik ist, unter Chamberlain's und Rhodes' Spiel im Jameson'schen Komplott. Erfolge Aufgabe von Cafjala, welches Italien einzig und allein aus der Achtstundenbewegung der Maschinenbauer. Glänzender Stand der Gefälligkeit für England besezt hat. Organisation. " In Wirklichkeit konnte man zwischen den Worten heraus In den Jubiläumsjubel haben die Nachrichten aus Indien hören, daß Rudini persönlich auch für die vollständige Auf- unzweifelhaft die peinlichste Diffonanz gebracht. Die Protefte der gabe unserer afrikanischen Kolonie ist, es scheint aber, daß Irländer hat niemand tragisch genommen, die Verhältnisse auf der der König, dem Griepi das Bild eines afrikanischen Reichs" arünen Jufel find heute wirklich nicht dazu angethan, die Deklamationen vorgespiegelt hat, dieser radikalen Lösung entgegen war, welche und Demonstrationen in Cork, Dublin und Killarney als mehr denn die einzig logische und praktische wäre, nachdem Italien bloße Formalitäten erscheinen zu lassen, durch die eine liebgewordene unnüßerweise in Afrika, von 1881 bis 1896, mehr als 6000 Tradition gefeiert werden sollte. Von einer tiefergehenden Un seiner Soldaten und mehr als eine Milliarde an Geld ver- zufriedenheit unter den Irländern kann im Moment nicht die Rede loren hat. fein. Aber in Indien fehlt es nicht an Agitationsstoff und Elementen, ihn auszubeuten. Wie nach dem Sprichwort jedes Unglück auch seine gute Seite hat, so hatte der Baudroit unseres militärischen Unternehmens in Afrika den großen Vortheil für die sozialistische Partei, dent öffentlichen Benußtsein die Sicherheit und Klarheit unferer politischen Voraussicht überzeugend zur Erke nntniß zu bringen, denn das Losungswort unserer Partei war stets selbst in der Zeit der tollsten Bolksverblendung vergangen er Jahre: „ nicht einen Mann, nicht einen Sou für die Kolonialpolitif!" Daß die türkischen Siege in Thessalien auf die mohamedanischen Indier nicht ohne Rückwirkung bleiben würden, war vorauszusehen, wichtiger indeß als deren Parteinahme für den Sultan scheint die Agitation unter den abergläubifchen Brahmanen im Distrikt von Bombay zu sein, die in den fanitären Maßnahmen gegen die Pest Gingriffe in ihre religiösen Gewohnheiten erblicken, sowie die wachsende Mißftimmung unter der indischen Intelligenz" über das Verwaltung ihr offen hält. Die englische Regierung hat sehr viel ungenügende Gebiet der Befähigungsmöglichkeiten, welche die englische gethan, europäische Bildung in Indien zu verbreiten, aber mit der Beranziehung der gebildeten Indier zur höberen Verwaltung und Rechtspflege ist es noch sehr schlecht bestellt, wie englischers feits behauptet wird, wegen der überaus schlechten Gre fahrungen, die man mit bisherigen Versuchen in dieser Richtung erzielt hat. Der Jndier bleibe fait immer troß europäischer Bildung state hinsichtlich der Neigung zu Erpressung und Bestechlichkeit, bezw. Käuflichkeit. Gleichviel, ob das richtig oder nicht, diejenigen, von denen es gesagt wird, lassen es selbstverständlich nicht gelten, und faft mehr noch als der abergläubische Priester haßt der aufs geklärte indische" Babu"( Angehöriger der höheren indischen Gesell. schaftsflaffen) die englische Verwaltung. Dieser Haß macht sich in ungezügeltem Maße in der immer mehr aufkommenden indischen Preffe Luft, denn trotzdem ihre Herrschaft schließlich doch auf der Gewalt beruht. läßt die englische Regierung heute den Judiern die veiteste Preßfreiheit. Es müßte wunderbar zugehen, wenn sich unter solchen Umständen nicht geheime nationalistische Bewegungen Militarismus bedeutet die atavistische Rückkehr zu den unfer den Indiern bilden sollten, und wenn mant Von den zwei Begriffen dieses Doppelwortes: fonservativ- liberal, primitiven Zuständen der Wilden und Barbaren mit dem 0011 der Sanftheit des Hindu" spricht, darf mait die ohne die fonventionelle Lüge der parlamentarischen Sprache Gefolge von Egoismus und nationaler Feindseligkeit statt nicht vergessen, daß Indien" Rassen und Klassen von sehr vers einander absolut widersprechen würden, wurde aber weder der schiedenem Charakter birgt, Ablömmlinge von seit Jahrtausenden eine noch der andere durch die Regierungspolitik erfüllt. Der unterworfenen Volksstämmen und Abkömmlinge von Wölferschaften König fonnte in seiner Rede zur Einweihung der neuen Abund Klaffen, die noch vor wenigen Jahrhunderten wilde Herrschaft ausübten. Der Mahratha z. B. ist nichts weniger als fanft, hinter geordneten- Kammer huldreichst die Erklärung erneuern, die seitdem feiner Unterwürfigkeit lauert oft ein nur mühsam niedergehaltener Haß. ein föniglicher Gemeinplatz geworden ist, nämlich daß man joziale Reformen machen und an die Verbesserung des Looses der und welcher Grausamkeiten dieser fähig ist, hat die Geschichte der indischen niederen Klassen" deuken müsse, nachdem es gelungen sei, die Macht des Gesetzes zur Geltung zu bringen durch Unterdrückung der Volksaufstände in Sizilien und Ligurien, die dem Auch für die Zivilisation selbst hat unser militärisches Unglück einen wohlthätigen Rückschlag zur Folge gehabt: in Italien hat der Militarismus jeden Kredit und jedes Ansehen verloren, wohingegen, hätte man in Afrika einigen Erfolg gehabt, wir durch eine militaristische Suprematie erdrückt worden wären, die immer zu den Wünschen der Dynastie Savoyen gehörte. Nach dem Wahrspruch des italienischen Proletarier Die bürgerliche Entwickelung kann sich ihrer letzten Er bewußtseins, von dem ich Ihnen in meinem letzten Brief scheinungsform( Phase), welche der wissenschaftliche Sozialis anläßlich des Ergebnisses der letzten allgemeinen Wahlen, vom mus voraussieht und ankündigt, nur nähern, wenn sie durch 21. März, sprach, welche die sozialistischen und republikanischen den militaristischen Typus hindurch zum industriellen Typus Stimmen verdreifachten, erwartete man, daß das des sozialen Bau's übergeht. Dies ist auch der Hauptgrund, Ministerium Rudini eine Politik verfolgen würde, die mit der warum die Sozialisten immer und überall gegen den Erklärung, die es einige Zeit vorher gegeben: daß es ton- Militarismus find. servativ liberal sei, besser im Einklang sein würde. jener internationalen Solidarität, welche der Industrialismus zum ausschließlichen Vortheil der Bourgeoisklasse zu befestigen strebt, und welche der Sozialismus zum Vortheil der gesammten Menschheit ohne Unterschied der Klassen verwirklichen wird. * In der afrikanischen Frage hat das Ministerium Rubini zwischen der sozialistischen Forderung des Aufgebens, wofür unzweifelhaft die große Mehrheit des Volkes ist, und zwischen der Forderung aer Kolonialpolitik der nationalen so *) Gffleftizismus nennt man namentlich in der Philosophie eine Richtung, die eine Auswahl aus allen anderen Systemen macht und dieses Sammelsurium als neues System hinstellt. Aufstände gezeigt. Daß man Sanitätsbeamte zu Opfern wählte, zeigt den Charakter der Verüber des neuesten Attentats von Puna. Die englische Besatzung in Indien ist stark genug, felbst einer weitverbreiteten Verschwörung, falls eine solche bestehen sollte, Herr zu werden. Aber zu all den Schwierigkeiten des verwickelten indischen Problems kommt noch die Aufgabe der Repression hinzu, das ist eine wenig tröstliche Perspektive. Bismarck's Gesundheit wird als ausgezeichnet" beschrieben. 1 Bureaus eingeführten Brauch die Mitarbeiter einfach aufs Pflaster Das glauben wir gern. zu werfen, sobald man ihrer nicht mehr bedarf, noch dazu, wenn man Laune ist? Ob Herr von Miquel gleich guter Gesundheit und sehr wohl weiß, daß die betreffenden in einer so vorgerückten Session nirgends anderes Engagement finden können. Die Frf. 3tg." stellt es als besonderes Wohlwollen hin, daß sie für die parla " " Das Herrenhaus erledigte heute mehrere fleinere Vorlagen, mentarischen Ferien die Gehälter fortbezahlt. Aber hat sie denn darunter den Gefeßentwurf betreffend 3 wangsvollstreckung auch nur formell das Recht, für diese Zeit Abzüge zu machen? Die extreme Torypreffe verlangt strenge Maßnahmen gegen aus Forderungen landwirthschaftlicher Kredit. Es handelt sich doch nicht um freiwillige Ferien, sondern um eine die aufrührerische indische Presse. Keine andere Nation in der anstalten. Einen großen Theil der Sigung füllten die Be- ihren Mitarbeitern aufgezwungene Pause. Sollen etwa die Welt," schreibt der Globe", würde einen solchen gefährlichen Zu- rathungen über das Handelskammergefez aus, welches, da Angestellten der Freistunigen Zeitung", um nicht zu verhungern, in stand länger dulden, in dem Glauben, daß man durch Deffnung von das Haus an dem Entwurf einige, wenn auch unwesentliche Aende den Ferien Steine flopfen gehen? Daß Herr Richter persönlich Ventilen für den aufrührerischen Geist mehr Gutes als Schlimmes rungen vornahm, verfaffungsmäßig noch einmal dem Abgeordneten irgend ein Geldinteresse an den einschlagenden Fragen hat, ist von ausrichtet", und die„ Pall Mall Gazette" erklärt es für eine sehr hause zur Genehmigung dieser Aenderungen zugehen muß. uns nicht behauptet worden, wohl aber ist er die Triebfeder der unernste Frage, ob die Regierung einen Journalismus dulden kann, Am Mittwoch findet die Beschlußfaffung über noblen Handlungsweise, und für die brottos gemachten Arbeiter ist der in der Mehrheit der Fälle vorurtheilsvoll, unwissend und das Vereinsgeség statt. es doch schließlich ganz gleichgiltig, ob sie im Interesse von gewiffenlos" ift. G3 müßte aber noch sehr viel ärger Der Herrenhaus- Kommiffionsbericht zur lex Rede ist vom Eugen Richter oder auf seine Veranlaffung in Interesse der Aktienkommen, bis die anglo- indische Regierung sich zu repressiven Maß Grafen zu Stolberg- Wernigerode fertiggestellt und bereits an gesellschaft Fortschritt" ohne Grund entlassen werden. nahmen gegen die Presse versteigen dürfte. Auf das, was sonst noch in der überaus langen und gewundenen In den indischen Nothstandsdistrikten sind jetzt etliche Millionen die Herrenhäusler vertheilt worden. Der Bericht befagt faft nichts Erwiderung der„ Freisinnigen Zeitung" enthalten ist, paßt der alte Menschen an Nothstandsarbeiten beschäftigt. Daß bie Noth um die Neues. In der Hauptfache nur die alten, zum Gtel gewordenen Spruch:" Soviel Worte, soviel Lügen". Die" Freifinnige „ Noth Zeit der neuen Aussaat am höchsten sein werde, war vorauszusehen. Nebensarten von der„ Gefährlichkeit des Umfturges", von der Roth Beitung"" behauptet, der„ giftgeschwollene" Artikel im" Vorwärts" Da die Juniregen eingesetzt haben, ist jedoch anzunehmen, daß die wendigkeit, die staatlichen Machtmittel zu verstärken" und dergleichen. gehe von einem ihrer Hilfsarbeiter aus, der für die nachfolgende von England fabrizirte Hungersnoth" ihrem Ende entgegen. Nur einiges ist hervorzuheben. Erstens hatte der Herr v. d. Rede doch gewisse Bedenken Seffion ein Engagement beim Vorwärts" angenommen habe, und geht. Das Problem der Bekämpfung dieser Hungersnöthe ist damit es ihn wie allerlei freilich nicht gelöst, es wird sich, bei der ununterbrochenen großen gegen die Austauschung der Regierungsvorlage mit knüpft daran allerlei gebäffige Verdächtigungen. Dies ist genau so Bolksvermehrung, die Judien unter der Wirkung des britischen bet geblis'schen Fassung des Gefehes. Er fonnte unrichtig, wie die übrigen Behauptungen der Freis. 8tg." Der Friedens aufweist, und der Schwierigkeit, den indischen Bauer zum noch nicht ganz bestimmt Auskunft geben, ob die Regierung sich für Verfasser hat seinen Artikel einfach aus dem Grunde im„ Borwärts" Uebergang zu befferer Bodenwirthschaft zu bewegen, bei jeder mehrheit, daß sie im Plenum nur unter der Bedingung die Be eine solche Handlungsweise gebührend an den Pranger zu stellen. Uebergang zu befferer Bodenwirthschaft au bewegen, but ever dieſe Faffung entschließen würde. Darauf ertiärte bie Kommiffione veröffentlicht, weil er dies Blatt für das geeignetfle Organ hält, umn folgenden Dürre von neuem in gigantischer Gestalt darbieten. Selbst über die Verhältnisse in feiner eigenen Zeitung scheint Freundlicher als das indische Problem scheint sich das süd- rathung aufnehmen wolle, wenn bis dahin die Regierung fich zu Herr Richter schlecht informirt zu sein, denn sonst würde er nicht afrikanische Problem gestalten zu wollen, falls nicht hinter den Kommissionsbeschlüssen nach Zedlitz'schen Vorbild bekannt haben die Behauptung aufzustellen wagen, daß bislang keine Beschwerden der demonstrativ zur Schau getragenen Loyalität Onkel Pauls irgend würde. Es unterliegt feinem 3weifel, daß Herr v. d. Recke die ent- oder Meinungsverschiedenheiten zwischen ihm und seinem Personal ein, auf den gelegenen Moment berechneter Anschlag steckt. Vielleicht warten Präsident Krüger und sein Rathgeber Leyds die Versprechende Erklärung am Mittwoch geben wird. Diese Regierung vorgekommen find. Aehnliche Gewaltmittel, wie sie nimmt, was sie friegen kann. Diese Regierung läßt sich von iegt angewandt sind, sind in der Freis. Beitung" öffentlichung der ihnen schwerlich unbekannten Telegramme zwischen den Junkern ihr Konzept forrigiren ganz nach deren Belieben. an der Tagesordnung, und wenn es bisher noch niemals Cocil Rhodes und der berühmten Times" Korrespondentin Flora Shaw ab. Nach den neuesten Berichten lauten diese, Diese Regierung hielt es für richtig, auf grund des gemeinen Rechts zum offenen Bruch gekommen ist, so lag das an der ökonomischen jetzt entzifferten Telegramme für Rhodes und Chamberlain gleich gegen die Sozialdemokratie und andere mißliebige Richtungen vor- Abhängigkeit der Angestellten des Herrn Richter. Ob Herr Richter mit seinem Parlamentsbericht schlechte Ge kompromittirend. Chamberlain soll in ihnen in so bestimmter Weise zugehen, sie verwarf darum den Weg der ſtrikten Ausnahmegeſetz- schäfte macht oder nicht, entzieht sich unserer Beurtheilung. Das als Mitwisser am Komplott behandelt werden, daß seine entgegen gebung. Doch die Junker wollen die ausnahinsrechtliche Erwürgung thut aber ebensowenig etwas zur Sache, wie die Frage, ob er den stehenden Behauptungen als sehr fragwürdig erscheinen müssen, und und nicht die gemeinrechtliche Erdrosselung. Also, die Regierung Rhodes foll noch nach der Kunde von dem Jameson'schen Zug tele- läßt ihre Pläne fahren und bengt sich den Plänen der Stumm und auf den Bericht abonnirenden Zeitungen seiner Richtung in manchen Fällen die Bezahlung erläßt. Will sich Herr Richter als der Bedlize. graphisch das Verlangen gestellt haben, daß der englische Regierungsvertreter nach Johannesburg gehe, um Jameson in die Ferner ist bemerkenswerth der Grund, um dessemvillen die wohlthäter erweisen, so mag er es auf eigene Hände zu arbeiten. Ift beides richtig, so würde die Transvaal Rommiffion, statt für die Regierungsvorlage, für die Bedlis'sche auft, nicht aber auf Rosten seiner Angestellten Vorlage eintrat. Es ist fein prinzipieller Grund. Beffea thun. regierung noch eine stärkere moralische Position gegen England er Daß Herr Richter die Thatsache, daß die geplante politische erschien der Kommission die Regierungsvorlage. Es war ein halten, als sie ohnehin inne hat. Natürlich moralisch im politischen taktischer Grund. Es geschah, weil im Abgeordnetenhause mehr Debatte am Freitag infolge der Entlassung seines Bureaus unterund nicht im ethischen Sinne. Die Bewegung der Londoner Maschinenbau Arbeiter Stimmen abgegeben wurden für die freikonservativen Anträge ale blieben ist, einfach bestreiten würde, darauf waren wir gefaßt, aber für den Achtstundentag foll jetzt aus dem Stadium fried für die Regierungsvorlage, weil also auch jene Anträge mehr durch Ableugnen kann man Thatsachen nicht aus der Welt schaffen. licher Verhandlung in das des gewerkschaftlichen Kampfes Aussicht auf endgiltige Annahme im Abgeordnetenhause haben. Wenn er sich zum Beweis dafür, daß seine Betheiligung an parla treten. Rund 180 größere und fleinere Firmen mit zusammen Nur daß ja etwas herausspringe bei dieser Sozialisten hat, ist die mentarischen Erörterungen und die Berichterstattung darüber nicht 11.000 Arbeitern haben den Achtstundentag ohne Lohnreduktivn be- ganze Sorge der Herrenhäusler. Und diese rechnen, wie man sieht, von der Zusammenseßung feines Bureaus abhängig ifl auf die gesammte Journalisten tribüne Zeuge dafür, daß er seinen willigt, so daß nur noch eine Minderheit von Firmen mit etwa suversichtlich darauf, daß etwas herausspringt, daß einige national- die Börsendebatten vom Freitag im Abgeordnetenhause bezieht, so ist 4000 Arbeitern ausstehen. Gegen diese will das Komitee der Ur- liberale Abkömmlinge ihrer Sehnsucht zu Hilfe eilen werden. Rechnen fie richtig oder verrechnen sie sich?- Die Sozial- Redaktionsstab einschließlich des" Chefredakteurs" abkommandirt beiter nun mit der schäferen Waffe vorgehen. In drei der größeren demokratie wird durch jede ihrer Rechnungen, wie sie auch ausfallen, hat, um an Stelle des gekündigten Bureaus„ Schreiberdienste“ zu dieser Geschäfte haben Abstimmungen unter denjenigen Arverrichten. Wir haben nichts dagegen, wenn er es in Zukunft auch den dicken rothen Strich machen! beitern stattgefunden, die den betreffenden Gewerkschaften fo hält. angehören, und überall erdrückende Mehrheiten Mehrheiten für den Der Bundesrath an der Bremse. Vor wenigen Tagen Auf die übrigen Unrichtigkeiten in der Erwiberung der FreiStreit ergeben. So stimmten von 1600 Arbeitern der hat der Bundesrath den Beschluß des Reichstages, durch sinnigen Seitung" einzugehen, dazu mangelt es uns an Haum. Will bekannten Firma Thornycroft alle außer einem für ben welchen ein größerer Schuh des Wahlgeheimnisses Berr Nichter genaues erfahren und will er zugleich hören, wie die Streit. Obwohl es im Maschinenbaugewerbe sonst nicht üblich ist, herbeigeführt werden sollte, abgelehnt. 28ahrscheinlich würde Vertreter der gesammten Breffe über sein Verhalten urtheilen, fo werden die Arbeiter durch Weisung des Achtstunden- Komitees eine den Bundesrathsmitgliedern ein Beschluß im entgegengesetzten empfehlen wir ihm, der Journalistentribüne einen Besuch abzuftatten. Woche vor dem Ausstand ihre Kündigung einreichen. Ueberhaupt wird die Bewegung mit ebensoviel Mäßigung in Sinne sehr willkommen gewesen sein; Minderung des Er wird dort manches zu hören bekommen, was ihm nicht lieb ift.womöglich Wahlgeheimnisses, Beseitigung und dafür der Form, wie Ernst und Entschiedenheit in der Sache betrieben, " Ideal" der Konservativen das wahre Muster eines gewerblichen Rampfes, das freilich nur öffentliche Wahl ist das möglich ist, weil hinter den Arbeitern treffliche Organisationen mit der Aristokratie, der hohen Bureaukratie und so auch der bundes. gefüllten Raffen stehen. Die Seele der Bewegung, die jetzt auch auf räthlichen Regierungsvertreter. die Provinzen übergreift, ist die Vereinigte Gewerkschaft der Heut hat der Bundesrath auch die Resolution des ReichsMaschinenbau- Arbeiter, die nach ihrer letzten Abrechnung( Ende tages, daß den Mitgliedern dieses Hauses Diäten gewährt Mai) 91 828 Mitglieder zählte und über 300 000 Pfund Sterling in werden sollen, in den Papierforb geworfen. Die Die der Achtstundenbewegung feindselig gegenüber stehenden hochbesoldeten Herren Bundesvertreter, die Abgesandten der beziehenden deutschen Bundes Unternehmer drohen, falls die Arbeiter in Ausstand treten, die erstaunliche Zivillisten Intervention des Verbandes der Unternehmer anzurufen, der den fürsten verweigern den Erwählten des Volkes die nothAusstand nöthigenfalls mit einem allgemeinen Ausschluß beantworten wendige Entschädigung für die großen persönlichen Opfer, werde. Aber die Arbeiter glauben nicht an den Ausschluß. Der welche sie im Dienste des öffentlichen Wohles darbringen. Das Aus Kane a wird telegraphirt: Die Mohamedaner von Kandia Geschäftsgang ist ein so reger und die Interessen der Unter- Volf ist gern bereit, seinen Vertretern Diäten zu gewähren, überfielen in der Stärke von 1200 Mann in der vergangenen Stunden von Kandia im Kandia im Innern ge= nehmer so verschiedenartige, daß der Ausschluß besten- oder und das Bolt hat die erforderliche Summe aus seiner Nacht den brei schlimmstenfalls wie man es nimmt immer nur einen Theil eigenen Tasche zu zahlen. Die Bezieher hoher Tage: legenen Ort Khani Raftelli. Es entspann sich darauf ein heftiger Rampf, in welchem die Mohamedaner 13 Todte und 12 Verwundete der Gewerkschaftsmitglieder treffen würde. So deutet alles auf über deren Nothwendigkeit und Höhe verloren. Die Verluste der Insurgenten find nicht bekannt. einen Erfolg der Arbeiter hinein Ereigniß, welches das Jubiläums- gelder aber, Meinungen im Volke mindestens sehr getheilt jahr auch für die Arbeiterfache zu einem denkwürdigen machen würde. die Denn es bedeutet den ersten großen Erfolg, der in der alten Welt für den Achtstundentag durch das Mittel der Organisation erkämpft ihrer Rasse hat. wurde. Politische Mebericht. Berlin, 28. Juni. Tausch's Triumph ist vollständig. Herr v. Marschall ist gegangen und Bötticher geht. Das Wolff'sche Bureau meldet heute amtlich: sind, gestatten dem Volke nicht, die Ausgaben zu machen, die ihm höchst nothwendig erscheinen. Das Volk wünscht; der Reichstag, die Vertretung des Wolfes befchließt, beschließt wieder und wieder, wohl ein Dutzend Mal. Der Bundesrath jedoch geht unbekümmert über alle diese Wünsche und Beschlüsse hinweg! die " Die Friedensverhandlungen scheinen das türkische Minifterium zu Fall zu bringen. Aus Konstantinopel wird gemeldet: Hier verlautet, der Großvezier und das gesammte Ministerium werden demnächst zurücktreten und zwar auf Drängen mehrerer Großmächte, welche die Schuld an dem langsamen Verlauf der Friedens verhandlungen auf Intriguen des Großveziers zurückführen. schiebungen der türkischen Stellungen in Epirus. Da hierdurch im In Athen beklagt man sich über neuerliche gefährliche WerFalle der Wiederaufnahme der Feindseligkeiten der Rückzug der schiebungen der türkischen Stellungen in Epirus. Da hierdurch im Griechen bedroht werde, hat die griechische Regierung beschlossen, Rarpenesion start zu besetzen. Auf Kreta geht es noch immer friegerisch genug her. Deutsches Reich. Von den -Bermögensvertheilung in Preußen. Wie die Statistische Correspondenz" mittheilt, beträgt nach der Einschähung zur Ergänzungssteuer im Jahre 1896/97 bas ergänzungssteuerpflichtige Vermögen 64,02 Milliarden Mart. Zur Vertheidigung des verfassungswidrigen Ver: Steuerpflichtig sind bekanntlich nicht diejenigen, welche ein Vermögen von nicht über 6000 M. befizen, diejenigen, deren Vers fahrens des Abgeordnetenhauses wirft sich jetzt ausdrücklich auch mögen 6000 bis 20 000 m. beträgt, deren Einkommen aber Norddeutsche Allgemeine Beitung" auf. 900 m. nicht übersteigt, und solche Personen, welche mit demselben Endlich Riel, 28. Juni. Nachdem der Gesundheitszustand des Sie scheut sich nicht, zu diesem Zweck gegen den bedeutendsten Vermögen nicht über 1200 m. Ginfommen beziehen. Freiherrn Marschall von Bieberstein seine Erfehung als Staats- deutschen Staatsrechtslehrer, v. Rönne, aus dem offiziösen diejenigen, die mit 6000 bis 10 000 M. Vermögen in ihrer sekretär des Auswärtigen Amtes nothwendig gemacht hat, ist Waschzettel die dreiste Verdächtigung nachzudrucken, Leistungsfähigkeit beeinträchtigt find. Das Statistische Bureau ficherem Vernehmen nach der kaiserliche Botschafter in Rom Herr daß v. Rönne fich später( nach 1867) zu erhebe ist indeß der Ansicht, daß, wenn auch in den Händen der steuervon Bülow von Seiner Majestät dem Staiser zunächst ftell licher Modifikation seiner ursprünglichen Meinung veranlaßt freien Berfonen sich gleichfalls ein nach Milliarden zu bezifferndes vertretungsweise mit der Leitung des Auswärtigen Amts betrant worden. Herr von Bülow, welcher sich zwei Tage hier auf sah. Diese Behauptung der Norddeutschen Allgem. Zeitung" Vermögen sich befindet, doch jene 64 Milliarden dem weitaus Die Steuerpflichtige Bevölkerung umfaßt mit Einschluß der gehalten hat und vom Kaiser wiederholt empfangen worden ist, ist, wie wir fürzlich durch wörtliche Anführung der v. Rönne- größten Theil des preußischen Privatvermögens gleichkommen. wird die Geschäfte nach der Rückkehr des Kaisers nach Berlin schen Darstellung nachwiesen, vollständig aus der Luft Angehörigen 18,97 pet. der Gesammtbevölkerung. übernehmen; bis dahin werden sie wie bisher von dem Unter- gegriffen. v. Rönne hat noch in seiner letzten Auflage des 64 Milliarden entfallen 8 Milliarden auf die Bermögen von staatssekretär Freiherrn v. Rotenhan wahrgenommen. Staatsrechts( Band I S. 88) den jezt eingeschlagenen Weg der 2-3 Millionen Mart abwärts, weitere 8 Milliarden auf die Ber Also der Gesundheitszustand des Herrn v. Marschall ist Verfassungsänderung als eine offenbare Verlegung der mögen von 2 bis 3 Millionen bis 700 000 bis 800 000 m. abwärts, nicht gut. Berfaffung und eine ungefegliche Zerstörung" der 16 Milliarden von ba bis 150 000 m. abwärts, 16 Milliarden von selben bedeutet und klar nachgewiesen: Bloße Nützlichkeits- da bis 44 000 m. abwärts und weitere 16 Milliarden von da bis und Zweckmäßigkeitsrücksichten vermögen nicht den flaren 6000 m. abwärts. Die 26 reich sten Leute hatten zusammen ein Rechtsstandpunkt zu verdrängen. Es gehört demnach mehr Vermögen von 1013 Millionen Mart, die 75 nächſtals der gewöhnliche Grad offiziöser Leichtfertigkeit dazu, dem be- reichen Personen 10081/2 Rillionen Mart, die 123 folgenden An der obersten Milliarde sind nur deutendsten Staatsrechtslehrer Deutschlands ins Grab nachzusagen, 1000/2 Millionen Mart. er habe den Standpunkt je vertreten, ein Gesetz dürfe der Verfassung 3enfiten mit Vermögen von 18 Millionen bis 216 Millionen Mark widersprechen, wenn es nur in 21tägigem Intervall beschlossen betheiligt 2c. Lehrreiche Zahlen! ist. Es erscheint den ausführlichen Darlegungen in Nr. 129, 131, 132, 135, 140 des 131, 132, 135, 140 des Vorwärts" gegenüber, deren Inhalt in allen politisch erheblichen und selbständig denkenden Herr v. Bülow soll beiläufig nur vorübergehend Marschall's Beitungen gebilligt werden mußte, überflüßig, auf die Frage Stelle einnehmen. Sobald Herr v. Hohenlohe sich zum Auszug nochmals einzugehen. Sie ist klar entschieden. Das jezige eingerichtet hat heute war er vier Stunden lang in Friedrichs Verfahren des Junkerparlaments ist ein leichtfertiges Spielen ruhe und holte sich die Absolution des großen Chefs- soll mit der Verfassung. Die Junker und Junkergenossen zeigen er Reichskanzler werden, und an Marschall's Stelle der be- jetzt klar, daß sie es sind, die weder Gesetz noch Verfassung kannte Reisebegleiter des Kaisers: v. Riderlen Wächter achten. treten. Um so besser ist der des Herrn v. Tausch, des Siegers in diesem Duell der Nebenregierungen gegen die Regierung. Herr v. Bötticher hat, wie die Bossische Zeitung" positiv versichert, heute seine Entlaffung eingereicht. An der Richtigkeit der Meldung ist nicht zu zweifeln. Du hast's erreicht, Ottavio! Herr v. Tausch, der in die Schweiz gereift ist, kann dort mit seinem Freund Schumann etliche Flaschen Seft trinken. Die Hintermänner, welche der Oberstaatsanwalt Drescher nicht gesehen hat, werden gerne bezahlen. Und dann? Und dann? Bemerkt sei blos noch, daß mit Bekanntgabe der Personen veränderungen pünktlich bis nach Schluß der Reichstagsfession gewartet worden ist. - Nationalliberale und Regierung. Ueber das Verhalten der Regierung gegenüber der Vereinsvorlage bemerkt die National Liberale Rorrespondenz": ,, Bezeichnend für die ganze Situation ist, daß die Regierung ihren eigenen Entwurf im Herrenhaus im Plenum und in der Kommission, wenn auch unter einigen einschränkenden Wendungen thatsächlich leichten Herzens hat fallen lassen und sich nicht einmal bestimmt darüber durch den Mund des Ministers Freiherrn v. d. Recke hat äußern können oder wollen, ob sie auch ihrerseits Politik und Geschäft. Zu der unter dieser Spißmarte ge- bereit ist, die von den Konservativen des Herrenhauses übernommene brachten Zuschrift in unserer Nummer vom letzten Sonnabend wird und zum theil ihr zugeschobene Verantwortung zu tragen. Wenn uns geschrieben: Mit dem geschmackvollen Ausdruck verlogenste ein Gesetz von dieser Bedeutung eingebracht wird, dann muß man vor Geschichten" bezeichnet die" Freifinnige Zeitung" unfere Wit allen Dingen verlangen, daß die Regierung fich ihrer Stellung voll bewußt theilungen über die bei ihr üblichen Geschäftsprattiken, und ist; ein solches Gesetz darf sie sich nicht und noch dazu unter Sträuben daß die von uns aus den Parteien entgegenbringen lassen. Das ist ein direkter Die Sieger in dem jezigen Kampf um die Regierungs- dabei muß fie felbst zugeben, der Wahrheit entsprechen. Daß Widerspruch mit dem gesammten preußischen stellen haben fein Bedürfniß, in die Deffentlichkeit angeführten Thatsachen zu flüchten." Die Flucht in in die Deffentlichkeit" ist mals bestritten. Wenn das nicht der Fall, so hätten ihre Regierung nicht um Vermehrung ihrer Vollmachten zu thun fei, Herrn von Marschall ja so schlecht bekommen!" ihr Verhalten formell unanfechtbar" ist, haben wir nie Verfassungsleben und erweckt den Anschein, als ob es der Angestellten aller Wahrscheinlichkeit nach die Klage gegen fie an- fondern daß sie mit einer politischen Partei mitmacht, um an andere Außer Hohenlohe war Herr von Bülow heute bei geftrengt, aber den Anforderungen der Billigkeit ent- Parteien einmal den Prüfftein zu legen. Und eines ist ebenso wenig Bismard. Auch ihm ward huldvoller Empfang zu theil. spricht es nicht, entgegen dem in allen anderen parlamentarischen imponirend wie das andere. - Bezüglich einer Neubewaffnung ber Indie Grenze zurückzukehren. 3immermann reifte mit bem nächsten| gefchloffen worden und zwar, wie Thomsen tolportirt, wegen fanterie wird von offiziöser Seite behauptet, daß die durch die Zuge nach Dresden. Falschspiels, in Wirklichkeit aber, weil er den VorBlätter gegangene Meldung unrichtig sei; es wurden meist VerFrankreich. wurf des falschen Spieles, den ihm ein Kommilitone fuche vorgenommen, aber der Plan einer Neubewaffnung besteht Paris, 27. Juni. Die Jaurès' sche Interpellation machte, nicht mit Blut abgewaschen hat. Dieser Ausnicht. Auffallend jedoch an diesem Dementi ist, daß die bestimmte über die Lage der Landwirthschaft in Frankreich füllte auch schluß aus dem Korps ist in den Augen des streng komments Nachricht des Leipziger Tageblatt", es sei bei den fächsischen die gestrige Kammerfizung aus. Jaurès erklärte, die mäßigen Bürgermeisters ein ewiger Schandfleck und ungefähr so Truppen also nicht nur in den Waffenwerkstätten ein neues französische Landwirthschaft läge im Sterben. Sie werde auch durch schlimm, wie wenn ein Zivilift zu Zuchthausstrafe und Aberkennung Gewehr probeweise eingeführt, feinerlei Erwähnung findet. das Mittel der Assoziation nicht gerettet werden und dadurch der bürgerlichen Ehrenrechte verurtheilt wird." Es verschlägt nichts, Polnische Vergeltung. Man schreibt höchstens der Rapitalisten in die Hände fallen. Der ländliche daß über diese Geschichte längst das landesübliche Gras gewachsen Posen: Am 23. b. M. abends wurde wie alljährlich auf Großgrundbesih entwickelte sich ftetig und sicher auf Kosten und der Erkorpsftudent bereits dem fleckenlofen, preußischen RichterEbenso der Warthe das polnisch slavische Fest des Kränzewerfens des kleinen. ruinire die landwirthschaftliche Groß- ftande" angehört, für den Heren Thomsen ist derselbe noch immer ( Wianki) unter Theilnahme von Taufenden und Abertausenden industrie den kleinen Bauer. Die großen Mühlen Etabliffe- der Buchthäusler", mit dem fein anständiger Mensch vervon Menschen begangen. Auf den Festkähnen befanden sich wiements tödteten den fleinen Müller und die Zuderprämien fehren kann. Die Aber auch in dienstlicher Beziehung läßt der Amtsrichter nach immer Sänger und Musikanten, worauf unter Mufit und Gefang hätten den Preis der Rüben nicht erhöhen fönnen. ein SO " die Kränze in die Warthe versenkt wurden. Zufällig hatten Obstbauer feien in den Händen der großen Zwischenhändler, die des Bürgermeisters Ansicht viel zu wünschen übrig, weshalb lekterer alt demselben Tage auch die Delegirten der Biegelei Räsefabriken in denjenigen einer industriellen Gesellschaft u. f. w. eine ganze Serie von Beschwerden an die vorgesezte Behörde Berufsgenossenschaft aus ganz Deutschland eine Vergnügungs. So machte Gen. Jaurès der ganzen jetzigen wirthschaftlichen Organi- richtet; er wirft ibm vor, daß derfelbe unter dem Schuße des fahrt mit dem Dampfer Heinrich" nach Radojewo unternommen fation den Prozeß. Nächsten Sonnabend gedenkt er seine Rede fort. Richtertalars" die Polizei und die Behörden in den Schmuß siehe, und lehrten abends zurüd. Als der Dampfer Heinrich" in die aufeßen. Die Fraktionen der Kammer beschäftigten fich daß er ein ftrafbares Einverständniß mit den Angeklagten Nähe der polnischen Käbne fam, intonirte plötzlich die auf dem gestern mit den Vorbereitungen zur Ernennung der neuen unterhalte und daß er endlich als föniglich preußischer Beamter Dampfer befindliche Musikkapelle Die Wacht der Untersuchung 3 Kommission Und worauf am Rhein" Panama ein vertappter Sozialdemokrat" fei. und Deutschland, Deutschland über alles". Dann fangen Angelegenheit. Die Regierungsrepublikaner in der Stärke gründet er diesen lehteren Vorwurf? In einer gemüthlichen Kneipdie auf dem Dampfer befindlichen Personen„ Ich bin von 195 Mitgliedern werden 9 Kandidaten, die fortschrittliche Ber- gesellschaft wurde über das gespannte Verhältniß zwischen DeutschPreuße". Darauf begann die vieltausendköpfige Menschen- einigung( 87 Mitgl.) 3, die fortschrittliche Sinte( 114 Mitgl.) 5, die land und Frankreich in üblicher Weise gesprochen und bei dieser menge auf beiden Ufern zu pfeifen und zu zischen, es war fozialinischen Radikalen( 80) 3, die Sozialisten( 49) 2, die Gelegenheit hat der Amtsrichter den Ausspruch gethan:„ Am beften ein Höllenlärm. Die Sache wird auch ein gerichtliches Nachspiel Rechte( 59) 3, die Ralliirten( 52) 2 Kandidaten stellen. Hinzu kommen wäre es, wenn man Elsaß- Lothringen zurückgeben würde, dann wäre haben. noch 3 Kandidaten der 51 Wilden, so daß die neue Kommission aus der Streit mit einem Schlage aus der Welt geschafft". Aber nicht Sicherlich ist es unziemlich, andere Leute zu stören, wenn sie 30 Mitgliedern bestehen wird. Die Ernennung findet nächsten genug mit diesem Ausdruck vaterlandslofer Gesinnung", soll der ihren Gesinnungen Ausdruck geben. Aber bei der systematischen Dienstag statt. Amtsrichter auch einmal erklärt baben: Wenn ich Arbeiter Reizung der Polen durch schneidige Deutschthümler ist es tein wäre, so würde ich auch Sozialdemokrat ſein". Er Wunder, wenn dieselben solche Antworten geben. giebt vor Gericht diese Aeußerung zu und erläutert sie dahin, daß er in der Sozialdemokratie die Vertretung der Arbeiter. intereffen erblide und deshalb den Anschluß eines dentenden Arbeiters an die Sozialdemo= tratie für ganz erklärlich halte. Wenn dieser Prozeß auch weiter nichts zu tage gefördert hätte, als diefen einen Aus spruch, so wäre der Erfolg für uns vaterlandslose Gesellen" schier unbezahlbar. - Bei der Reichstags.Stichwahl in Wiesbaden wurden nach amtlicher Feststellung im ganzen 22 147 Stimmen abgegeben. Davon entfielen auf Wintermeyer( frf. Vp.) 14 011, auf von Fugger( Bentr.) 8136 Stimmen. Wintermeyer ist daher gewählt. Schweiz. 8. Italien. Rom, 27. Juni. In der heutigen Sigung des Senats wurde in geheimer Abstimmung mit 68 gegen 27 Stimmen die Vorlage betreffend die Reorganisation der Armee in der von der Deputirtenkammer beschlossenen Fassung angenommen. Spanien. 42 tlerital. Holland. Amerika. " Madrid, 27. Juni. Bur Deckung der im nächsten Rechnungsjahre entstehenden Lasten für die durch die Zolleinnahme garantirte Anleihe verfügt ein Dekret die Einführung einer vorübergehenden inneren Und noch etwas anderes hat der Fall Thomsen kontra Röller Bern, 26. Junt.( Eig. Ber.) Der Nationalrath hat die Abgabe, welche in einer 3uschlag stage von einem Behntel auf gezeitigt. Bekanntlich wird den Sozialdemokraten der Vorwurf geerften drei Tage der Woche verschiedenen anderen Geschäften und die meisten direkten und indirekten Steuern bestehen soll. Durch macht, daß sie es mit der Wahrheit nicht genau nehmen und vor die zweite Hälfte der Woche der weiteren Berathung der diese Buschlagtage werden die bestehenden Zolltarife nicht berührt. Der Heiligkeit des Gides feinen Respekt hätten. Auch der Kranten und Unfallversicherung gewidmet. Die Auf die Dividenden der industriellen und kommerziellen Gesellschaften große Sozialistentödter Thomsen huldigt geständigermaßen diefer anderen Geschäfte waren die Prüfung der eidgenössischen Staats- foll eine Steuer von 1,25 pet. gelegt werden. Ansicht und hat niemals ein Heh! daraus gemacht. Aber wie steht rechnung pro 1896, Bewilligung von 220 000 Fr. für eine Flußes denn mit seiner Wahrheitsliebe und seinem Gide? Nicht allein, forrektion im Kanton Tessin und sodann das Besoldungsgesetz. Dieses bezweckt hauptsächlich die Besoldungserhöhung für untere Ueber den Ausgang der Stich wahlen wird uns daß er über seinen Gegner unbewiesene, unwahre Verdächtigungen ausgeftreut hat, er bat fogar an amtlicher Stelle, in der Beamten; insgesammt werden davon etwa, 10 000 Beamte, wovon noch von unserem holländischen Korrespondenten geschrieben: Post AnDie Stichwahlen haben uns einen voliftändigen Sieg gebracht. Die Stichwahlen haben uns einen voliftändigen Sieg gebracht. Elmshorner Stadtverordneten- Sigung Behauptungen aufgestellt, mit die meisten bei Boft und Telegraph thätig sind, mit etwa 40000 Troelfira ift breimal gewählt, van der Zwang, einmal. Jedenfalls dem Hinzufügen, daß er sie jeden Augenblick beschwören tönne, die gehörigen, betroffen. Die jährlichen Mehrausgaben für Be foldungen infolge der beschlossenen Erhöhungen werden rund werden also fünftig zwei Sozialisten von der Tribüne des Parlaments fich hinterher vor Gericht als unwahrheiten herausstellten. Zur Charakteristik der Stellung des Bürgermeisters zum Eide möge eine Million Franken ausmachen. Das Gefeß stellt vier sprechen können. Besoldungsklassen auf; in der 1. Klasse beträgt das Minimum Voraussichtlich wird Troelstra das Mandat für Leeuwarden, folgende Episode dienen, die wir nach in der Sigung gemachten Aufzeichnungen wortgetreu wiedergeben. Ein Elmshorner 6000 und das Maximum 8000, in der 4. Klaffe 1200 refp. wo er nur mit einer Mehrheit von 70 Stimmen gewählt ift, an- Rechtsanwalt Dr. Bamp theilte als Zenge unter Gid mit, daß Thomsen 2500 Fr. Den Bostbeamten a. B. ift das das gegenwärtige nehmen. In Winschoten und Tietjerksteradeel wird aber dann eine den Hotelier, bei dem Köller wohnt, aufgefordert habe, letteren Gehaltsminimum von 1500 auf 1800 Fr. erhöht worden. Alle drei neue Wahl vorgenommen werden müssen. hinauszuschmeißen", andernfalls er ihn in jeder Hinsicht Jahre foll eine Gehaltserhöhung um 300 Fr. eintreten, bis das Im übrigen haben die Stichwahlen den Liberalen ganz unschädigen Maximum erreicht ist. Der bernische Abgeordnete Regierungsrath erwartete Bortbeile gebracht. Die Situation ist nun: Liberale 44, fchädigen würde. Bei der Vernehmung des Bürgermeisters Thomsen entwickelte sich diese Szene: Borsigender Landgerichts= Gobat bemühte sich in löblicher Weise, die weiblichen Beamten christlich historisch 5, Radifale 3, Volkspartei 1, Sozialisten 4, Anti Direttor Krüger: Beuge Thomfen, haben Sie zu irgend der Telegraphenbureaus annähernd gleich mit den männlichen zu Revolutionäre 20, Römisch- katholische 22. Also: 50 anti- flerikal, einem Bürger Elmshorns gefagt, Sie würden thn schädigen, falls stellen. Das Minimalgehalt der letzteren in Bureaus erster und er den Amtsrichter nicht hinausweisen würde? Beuge: Nein, awweiter Klasse beträgt nach den Beschlüssen 1800 Fr. im Minimum Saag, 28. Juni. Dem Vernehmen nach hat bas Rabinet niemals! Bors.: Haben Sie eine derartige Aeußerung auch und 8400 Fr. im Maximum; das der Telegraphiftinnen aber heute der Königin Regentin die Portefeuilles zur Verfügung nicht dem Hotelbefizer Holfter gegenüber gethan? 3e uge: Nein. nur 1200 resp. 2100 Fr. Gobat wollte nun das Minimum gestellt. Vors. Besinnen Sie sich einmal, ob es doch nicht möglich ist; auf 1500 und das Maximum auf 2500 Fr. festgefegt haben, es find nämlich in der heutigen Verhandlung derartige Beallein der berechtigte und gutgemeinte Antrag wurde mit Auf Kuba wird febr beftig gekämpft. Die Spanier melden hauptungen gemacht worden. Beuge: Ich habe 60 gegen 82 Stimmen abgelehnt. Aus den dreitägigen verschiebene blutige Zusammenstöße, in denen sie natürlich sich selber eine berartige oder ähnliche Aeußerung niemals gethan. Berathungen der Krankenversicherung sind einige Ver- den Sieg zuschreiben oder Erfolge der Aufständischen als Mord Vertheidiger Rechtsanwalt Uflader: Ich befferungen zu berichten. So wurde auf Antrag Vogelfanger, hinftellen. Die Regenzeit tritt nun ein und macht auf drei beautrage, diefe Aussage des Beugen Thomsen zu Protokoll zu der sich in der Versicherungsfrage in anerkennenswerther Weise um Monate lang militärische Operationen der Spanier unmöglich. nehmen, ich werde durch das eidliche Zeugniß zweier Personen den die Wahrnehmung der Arbeiterinteressen bemüht, die bundesräth- während sie die im Land wobnenden Rebellen" nicht daran hindert, Nachweis antreten, daß diefelbe unwahr ist. Bors.: Zenge liche Vorlage gegenüber der Verschlechterung der Kommission wieder Ueberfälle auszuführen und ihre Positionen zu befestigen. Nach den Thomsen, beharren Sie bei Ihrer Aussage? Ueberlegen Sie sich hergestellt bezüglich des Bundesbeitrages von 7 Cts. per Woche an Berichten amerikanischer Blätter ist fiber die Hälfte der Insel Ihre Worte und denfen Sie an die Folgen, die ein Meineid nach jedes Krankenkaffen Mitglied, den die Kommission auf 5 Gts. herab in der Gewalt der Aufständischen. Und das nach zwei Jahren des fich sieht. 3 enge: Jch bleibe bei meiner Aussage. Borf.: gefeht hatte. Ferner wurde beschlossen, daß die Bundesversamm Aufstandes! Dann müssen wir dieselbe protokolliren.( Bum Gerichtsschreiber, lung die Bestimmung des Krantenversicherungs- Gesetzes betreffend New- York, 28. Juni. Staatssekretär Sherman äußerte einem diftirend) Ich bestreite ganz entschieden, jemals zu dem das Krankengeld derart abändern könne, daß es von 60 auf Berichterstatter gegenüber, die Trusts bildeten die wichtigste Frage Hotelbefizer Holsten gefagt zu haben. Benge Thomsen: 662/3 pet. erhöht werde; auch können dementsprechend die des Tages; sie sollten unterdrückt werden, aber das bestehende Entschuldigen Sie, Herr Direktor... ich kann mich nicht mehr.. Lobuklaffen abgeändert werden. Bei der Berathung des Gesetz reiche dazu nicht aus, er sei jedoch der Ansicht, es es ist schon lange her... ich weiß nicht... ich entsinne mich nicht Antrages Vogelsanger gab es wieder eine intereffante würde den Mängeln des Gesetzes abgebolfen werden. Die mehr, ob ich diese Aeußerung gemacht habe oder nicht. Erster Diskussion. Greulich hat im Grütlianer" einen fulminanten Währungsfrage werde in der gegenwärtigen Tagung des Staatsanwalt Uhde: In diesem Falle hat die Protokollirung Artikel gegen die Verpfuschung" des Versicherungswertes durch die Kongresses nicht zur Berathung gelangen, auch sei er außer Stande, wohl keinen Zweck weiter. Verth.: Auch ich lege feinen Werth Rommission publizirt, und dieser Artikel hat eingeschlagen. Beide anzugeben, ob die Erledigung der Frage sobald erfolgen werde, daß mehr darauf; es genügt mir, ein kleines Schlaglicht auf die WahrReferenten der Rommission, Forrer und Comtesse, wehrten fich gegen sie von den Wahlprogrammen der nächsten Präsidentenwahl- Rampagne beitsliebe des Zeugen Thomsen geworfen zu haben. So fagt Herr die schweren Greulich'schen Vorwürfe und griffen ihrerseits Greulich verschwinden könne, Thomsen, der Bekämpfer des„ meineidigen Sozialdemokraten" unter an. Diesen nahm nun energisch der Ultramontane Dr. Decurtius Eid aus, wenn er vor Gericht steht. Ist es da zu verwundern, daß in Schuh, indem er die Greulich'schen Behauptungen und Vorwürfe nach Schluß der Verhandlung Zeugen und Zuhörer über die Ausdie Sozialdemokratie auch in der Schweiz weder eine Arbeiterschu Hamburg, 27. Juni. Nun zu dem interessantesten Bunfte der ganzen Verhandlung. Gesetzgebung noch eine Versicherung hätten. Klaffenkampf, Wie den Lesern mitgetheilt ist, hatte sich der Amtsrichter Bekanntlich hat der Amtsrichter v. Köller eines Abends den Bürgerden die Sozialdemokratie proflamire, werde auch von den ton v. Röller zu Elmshorm am 26. Juni vor dem Altonaer Land- meister auf der Straße getroffen und geschlagen, ersterer befand sich in fervativen Nationalökonomen als berechtigt angesehen. Das nun doch gericht wegen Herausforderung zum Zweikampf. Begleitung von zwei Freunden, des Affeffors vom Hof und des Rechtsbewiesene Entgegenkommen der kompakten freisinnigen Majorität wegen öffentlicher Beleidigung und Körper anwalts Dr. Lamp, die zu dem ausgesprochenen Zwecke mithat offenbar doch in der Unzufriedenheit der Sazialdemokraten mit verlegung zu verantworten und wurde bieferhalb zu gegangen waren, um den Vorgang zwecks späterer Bengnißablegung den Verschlechterungen durch die Kommission seinen Grund; denn einer Woche Festungshaft und 100 M. Geldstrafe verurtheilt. Die genau zu beobachten. Nun stellt der Geschlagene das Renkontre anders schließlich wäre es denn doch für die freifinnigen Sozialpolitifer eine Veranlassung zu dem Prozeß lag in einem Streite zwischen Bar wie der Schläger und jeder der beiden Zeugen giebt gar arge Blamage, wenn die Arbeiter, denen das Gesetz als Wohl dem Angeklagten und dem als großen Sozialistentödter befannten wieder eine abweichende Darstellung des Hergangs. that gegeben werden soll, dasselbe bekämpfen und es in der Bolts Elmshorner Bürgermeister und Lieutenant a. D. Thomsen. Leyterer Beuge Thomsen fagt unter Eid aus, daß Köller ihn hinterrücks abstimmung ablehnen würden. Die Berathung des Krankenversicherungs- hatte hinter dem Rücken seines Gegners Klatschereien verbreitet, die überfallen und mit einem Stock geschlagen habe, wobei des Zengen Gesetzes ist nun bis zum Artikel 89 vorgeschritten. Da die sich vor Gericht als Unwahrheiten herausstellten, All? v. Köller den Schirm in Stücke gegangen sei; er habe seinen Angreifer vor dem Seffion am 3. Juli geschlossen wird, so dürfte nur noch das Bürgermeister zum Widerruf aufforderte, weigerte sich dieser und Schlage nicht gesehen. Der Angeklagte und die beiden Bengen beKrankenversicherungs- Gesetz zu Ende berathen werden. wies dann auch eine ihm zugegangene Forderung zum Zweikampf haupten dagegen, lettere natürlich unter Eid, daß Thomsen fie auf Pistolen zurück, da sein Gegner nicht fatisfattionsfäbig wohl gefehen habe, er babe sich umgedreht und sei dann in besei; infolge dieser Vorgänge ohrfeigte der Amtsrichter den Bürger- schleunigtem Geschwindschritt weitergegangen, so daß sie ihm kaum meister eines Abends auf offener Straße zum Entfeßen der hätten folgen tönnen; übereinstimmend bekunden sie, daß Köller Gutgesinnten und zum Gaudium der Sozialdemokraten in Elmshorn. feinem Gegner nur eine einzige Obrieige mit der rechten Hand Der Ständerath nahm am Mittwoch wieder die Berathung Da in diesem Prozesse fast fämmtliche Honoratioren gegeben und feinen Stock babei in der Binfen gehabt babe. Bon ber Eisenbahnverstaatlichungs- Vorlage auf und führte Elmshorns vertreten waren, so wirft derselbe ein belles Licht diesem Zeitpunkte an differiren auch die Aussagen des Rechtsanwalts fie mit Ausnahme der von der Organisation der Staatsbahn- Wer auf die nach Bildung und Besiz maßgebenden Kreife" einer und des Assessors; während der eine behauptet, daß Thomsen seinen waltung handelnden Artikel 13 bis 41 zu Ende und zwar in der Haupt- Provinzialstadt. Aber auch in anderer Beziehung bietet der Fall Schirm erhoben und Köller damit auf die Schulter geschlagen, fache nach der Vorlage der Kommission, die keine einschneidenden Ab- Thomfen fontra Röller manches Juteressante behauptet der andere ebenso bestimmt, daß der Schirm zwar aufgehoben, änderungen an dem bundesräthlichen Entwurfe vornabm. Die Ultra- Das geistige Niveau des gebildeten Bärgerthums" tann wohl aber durch einen Windstoß übergeschlagen worden sei; von einem montanen versuchen, für die Kantone alle möglichen Besteuerungsrechte taum besser charakterisirt werden, als es durch die Vorwürfe geschieht, Berbrechen des Schirmes, wie Thomsen angebe, fönne überhaupt keine gegenüber den Bundesbahnen zu erobern, um dem Bunde das Leben die der Stadtoberste von Elmsborn seinem Gegner macht. Augen- Rede sein. Letzterer bleibt jedoch dabei, daß ihm sein Schirm zermöglichst schwer und den Kantonen ebenso angenehm zu machen. fcheinlich rührt der ganze Streit aus der Rivalität um den schlagen worden sei und er denselben habe zur Reparatur geben Doch sind diese Versuche bis jetzt erfolglos geblieben. Bezüglich der gesellschaftlichen Vorrang her; jeder der beiden Herren wollte müssen; auf Vorhalt des Borsigenden, daß er in der Vorunter. Organisation hat der Glarner Abgeordnete Blumer einen ganzen der erste sein in der guten Stadt Elmshorn. Mit eifersüchtigen fuchung nichts von einem zerbrochenen Schirm erwähnt, bleibt er Entwurf vorgelegt, der u. a. die Einsegung einer Generaldirektion Blicken spähte der Bürgermeister nach den Schwächen feines die Antwort schuldig. Um den thatsächlichen Hergang beim verwirft, 5 Kreisdirektionen mit einem von den Kantonen gewählten Rivalen und da entdeckte er zunächst, daß derselbe weite Hosen und Renkontre festzustellen, läßt der Vorsitzende jeden einzelnen der Be Verwaltungsrath will, der insgesammt aus 60 Mitgliedern bestehen gelbe Schuhe trägt; er toaftete auf ihn als den schneidigen Juristen theiligten die Situation mit dem verhängnißvollen Stock, der sich an und den Eisenbahnrath, als oberstes Organ, bilden soll. Ueber diese aus Hinterpommern, dessen Bewohner sich durch ihre Intelligens aus Gerichtsstelle befindet, plastisch vorführen, es gelingt jedoch neuen Vorschläge beräth erst noch die Kommission. zeichnen", worauf der also Gefeierte ein Hoch ausbringt auf Schlese nicht, eine Uebereinstimmung herbeizuführen. wig- Holstein, die Heimath Thomsen's ein gesegnetes Land, deffen Also vier juristische Personen, von denen Dchfen in ganz Deutschland berühmt sind". Kurze Beit darauf awei extra zu bem 8wed mitgegangen sind, um begeht Köller das Verbrechen, zu einem Honoratiorenball zwei Damen Den Borgang eines späteren Beugnisses wegen mitzubringen, die durch ihre auffallende Kleidung von den biederen genau zu beobachten, vermögen diesen Vor= Elmshornerinnen gar unliebsam abstechen. Flugs fonstruirt das gang nicht übereinstimmend zu schildern, sondern fittenstrenge Stadthaupt einen neuen Fall": Die beiden Damen weichen in wesentlichen Punkten von einander ab. Die deutsche Opposition gegen Baden i. Noch sind anrüchige Weiber," zischelt er seinen Bekannten ins Ohr und Wer denkt hierbei nicht unwillkürlich an den Meineidsprozeß 40 Gemeindevorsteher des Bezirkes Leitmeriz, der Gemeinderath zu bald pfeifen die Elmshorner Spaßen von den Dächern: Der Schröder und Genossen vor den Essener Geschworenen? Brüg, der Stadtrath zu Saaz und die Gemeinden Altstadt und Amtsrichter hat schrecklich aber wahr! wie -zwei Hamburger Dort hier handelte e3 fich um die wahrheitsZannwald beschlossen die Einstellung der Arbeiten in dem ihnen Kontroubirnen auf den Honoratiorenball gebracht!" Hinterher stellt getreue Schilderung eines an sich recht nebenfächlichen Vorübertragenen Wirkungskreise. fich allerdings heraus, daß diese vermeintlichen Dirnen zwei boch ganges; dort wie hier wichen die Aussagen der Augen In Außig hielt der Bund der Deutschen in Böhmen eine anständige Damen aus einer hochachtbaren Altonaer Familie" ge- eugen von einander ab; bort wie hier gelang es dem unbetheiligten große Versammlung ab. Der deutsche Reichstags Abgeordnete wesen sind. Dann durchschnüffelt der Bürgermeister das Vorleben Buhörer nicht, ein richtiges Bild von dem fraglichen Renkontre au Zimmermann Dresden wollte an der Versammlung theilnehmen, des Amtsrichters und entdeckt denn auch wirklich den heiß erfehnten gewinnen. Ich bin weit davon entfernt, den Zeugen im Prozeß wurde aber am Bahnhof in Bodenbach von einem Beamten der dunklen Punkt". Vor 15 Jahren, als v. Köller als junger Student Köller den Vorwurf des Meineids zu machen, hervorheben möchte Geheimpolizei empfangen, mit der Aufforderung, unverzüglich über in Göttingen weilte, ist derselbe aus dem Korps Boruffia" auss ich aber doch, wie schwer es ist, einen beobachteten Fall objektiv für berechtigt erklärte und sodann weiter ausführte, daß wir ohne Bum Projek v. Töller- Thomsen. fagen des Herrn Bürgermeisters thre besondere Meinung batten. Am 20. September soll eine Serbst session stattfinden, in der dann der Nationalrath das Unfallversicherungs- Gesetz durch berathen würde. In der Dezemberfession sodann würden die Verficherungsgesetze den Ständerath beschäftigen. Bern, 28. Juni. Die Kommission des Ständerathes für den Rücklauf der Eisenbahnen verlangt vom Eisenbahn Departement neue Vorschläge betreffend die Organisation der Verwaltung der Bundesbahnen..Defterreich. • Nachdem der Verfasser dieser Zeilen dem Prozeß von Köller beigewohnt hat, ist er mehr benn je davon überzeugt, daß die Geschworenen im Prozeß Schröder und Genossen einen objektiv falschen Spruch ab gegeben haben, und daß unsere Genossen unschuldig im Buchthause sizen. Partei- Nachrichten. richtig zu schildern und alle Einzelheiten der Wahrheit gemäß über- und geschickteste Arbeiter ftündlich nur 15 Pf. verdienen könne. I futter zu sammeln. Auf dem Heimwege fiel die Kleine und zog fich einstimmend darzustellen. Nur ein Bildhauer betheiligt sich nicht an dem Streit. dadurch eine tiefe Wunde zu, daß sie mit der Hand in einen Glas Bavel'ischen Gerberei. Sie verlangen den Zehnstundentag. In Neumarkt in Schlesien streiken die Gerber der Otto Scherben schlug. Ihr Vater, der Fabrikarbeiter ist, nebenbei aber tleine Landwirthschaft hat, verlangte darauf für das Mädchen, von der landwirthschaftlichen Berufsgenossenschaft eine Unfallrente. Aus Rostock wird uns mitgetheilt: Der Tischlerftreit Er betonte besonders, daß das Futter für die von ihm dauert fort und zwar in verschärfter Form. Unterhandlungen zwischen gehaltenen Biegen bestimmt gewesen sei. Die Berufsgenossenschaft den Streifenden und den Unternehmern scheiterten an der schroffen lehnte indessen den Anspruch ab und auch das Schiedsgericht er Haltung der letzteren. Die Herren erklärten, in der Forderung, die kannte zu ungunsten des Klägers. Das Gericht gab zwar zu, es wöchentliche Arbeitszeit um eine Stunde zu verkürzen( statt um tönnten auch Kinder unter Umständen als landwirthschaftliche Ar7 Uhr sollte Sonnabends um 6 Uhr Feierabend fein) erblickten sie beiter angesehen werden, jedoch war es der Meinung, daß es sich Parteiliteratur. Von der in der Buchhandlung Vorwärts eine Machtfrage. Daraufhin haben die Streifenden mit 110 gegen hier mehr um eine findliche Spielerei gehandelt habe und erfcheinenden Romanbibliothek In freien Stunden" wird 7 Stimmen beschlossen, den Streit fortzufezen und folgende höhere nicht um eine ernste Bethätigung. Reichstags- Abgeordneter in dieser Woche das 27. Heft herausgegeben. Damit beginnt ein Forderungen zu stellen: 1. Die Arbeitszeit währt täglich 91/2 Stunden; W. Schmidt( Frankfurt) focht diese Entscheidung für den Kläger neues Abonnement. Wir bitten die Genossen um regste Unterstützung 2. als Mindestlohnfah wird gezahlt 35 Pf. pro Stunde; 3. der ver- im Wege des Rekurses an und vertrat ihn auch in der mündlichen dieses Unternehmens, damit der mit demselben verfolgte Zweck einbarte Stundenlohn ist bei Affordarbeit zu sichern und jeden Sonn- Verhandlung vor dem Reichs- Versicherungsamt. Der Rekurs wurde Verdrängung der Schundliteratur aus den abend auszuzahlen; 4. außer dem vereinbarten Stundenlohn wird zurückgewiesen, und zwar wesentlich deshalb, weil der Unfall Arbeiterfamilien" erreicht wird. Listen zum Abonnenten- für Ueberfunden ein Aufschlag von 5 Pf. gezahlt; 5. Lieferung von auf dem Heimwege paffirt ist. Dr. Sarrazin führte begründend sammeln, Prospekte 2c. stehen in der Buchhandlung jederzeit zur Lohnbüchern. Alle Arbeiterblätter werden um Abdruck gebeten, und aus: Bei landwirthschaftlichen Arbeitern sei allerdings der Natur Verfügung. alle Kollegen ersucht, den Zuzug nach Rostock bis auf weiteres fireng der Sache nach der Weg von und zu der Arbeit im größeren Umfange mit in den Betrieb einzuziehen. Dabei werde aber vorausgesetzt, fernzuhalten. Das Streitfomitee. Ans Bielefeld meldet die Bolkswacht" zum Stande des daß der landwirthschaftliche Betrieb den Ausschlag gebe. Jm vor Maurer und 3immererstreits: Das neueste vom liegenden Falle beruhe nun die wirthschaftliche Existenz der wesentlich Kriegsschauplage ist, daß nach Angabe des Polizeiwachtmeisters Leute der Fabriksthätigkeit des Familiens die Landwirthschaft spiele eine ganz unter Schröder II die Bahnsteigtarten teine Giltigteit hauples und mehr für die Streifenben haben sollen. Die geordnete Rolle. Das Rekursgericht könne darum hier nicht abStreifenden sollen nicht mehr auf den Bahnsteig kommen. Auch das weichen von den Grundsägen, die es für die Industrie Arbeiter bcwird sich als ein Schlag ins Waffer erweisen." treffs des Heimweges aufgestellt habe. Danach liege aber der Weg 4 # " Die Lohubewegung der Tischler und Glaser Dresdens ist von und zu der Arbeit gewöhnlich nicht im Banne des Betriebes für beendet erklärt. Es arbeiten in 160 Geschäften 1145 Gehilfen und sei nicht mit versichert. Der Anspruch hätte aber auch sonst unter den ueuen Bedingungen, 15 Mann( 6 Verheirathete) befinden nicht anerkannt werden können, da die Kleine ihrer älteren Schwester sich noch im Ausstand, 38 Mann( 8 Verbeirathete) find als arbeits- wohl hier und da geholfen habe, jedoch nicht zweck- und zielbewußt los gemeldet. In einer Reihe von Werkstätten haben sich die Ar- vorgegangen sei. Erst zweck- und zielbewußtes Handeln im Betriebsbeiter überhaupt nicht an der Lohnbewegung betheiligt. Dem interesse mache ein Kind zum versicherten Arbeiter. Bentral- Streitfonds des Verbandes wurden aus Lokalmitteln 1000 m. In der Porzellanfabrik in Ilmenau in Thüringen legten am Gerichts- Beitung. Ueber die Frage der Betheiligung an den prenkischen Landtagswahlen berieth fürzlich der Arbeiter Bildungs= verein in Essen. Das Referat hatte der Parteigenosse Leh mann. Nach dem Bericht der Rheinisch- Westfälischen Arbeiter Zeitung" führte er aus: Der preußische Landtag ist nicht so unwichtig, wie er vielleicht von vielen gehalten wird. Da ist zunächst die Steuerfrage, die Schule, die Besoldung der Lehrer und das Verhältniß derselben zur Kirche, ferner die Besoldung der Eisenbahnund sonstigen preußischen Beamten. Nach und nach hat sich die Reaktion ( die Junker) aus dem Reichstag in den Landtag gedrängt. Nun soll man nicht dem Zorn oder dem Drängen des Herzens nach geben, sondern die Vernunft reden lassen. Wenn man bedenkt, welchen Vortheil die erste und zweite Wählerklaffe der dritten gegen über haben, so ist bei einem Vorgehen auf eigene Kraft kein Siz zu erlangen, zumal die Wahl keine geheime ist. Nicht nur der Arbeiter und Beamte, sondern auch Geschäftsleute werden sich der überwiesen. Stimme enthalten oder einen Gegner wählen. Man könnte höchftens der Freifinnigen Volkspartei abgesehen davon, daß die Frei- Donnerstag die Dreher die Arbeit nieder. Schon seit einiger Zeit Eine Szene aus dem Berliner Banleben wurde in einer finnige Partei seinerzeit noch 38 Abgeordnete für Verlängerung des Sozialistengefeßes gestellt feine Stimme geben. waren fie genöthigt, nur halbe und dreiviertel Tage zu arbeiten. Verhandlung entrollt, welche gestern vor der 139. Abtheilung des Obwohl ihnen dadurch der Verdienst beträchtlich geschmälert Schöffengerichts stattfand. Der Töpfermeister Karl Janke bebaute Bon einem Kompromiß fönnen wir absehen, denn mit wem soll Die Aus wurde, haben sie, wie die Thüringer Tribüne" mittheilt, im vorigen Jahre das Grundstück Auguststraße 84. man ihn abschließen? In der Vereins- und Versammlungsfreiheit ist das Bentrum das fleinere Uebel, in der Schulfrage willig den durch die beschränkte Arbeitszeit entstandenen Lohnführung der Maurerarbeiten hatte er bem in Friedenau wohn ausfall getragen, nur verlangten fie eine bestimmte Fest haften Maurermeister Hoffmann übertragen. Dieser ließ ist es das größere Uebel, während die Nationalliberalen das fleinere Uebel sind. Auch wenn das Zentrum mit uns ein sehung der Affordlöhne, die schon des öfteren von der Fabrik- fich am Sonnabend, den 19. Februar vorigen Jahres nicht auf Kompromiß abschließen würde, was wir aber nicht glauben, so leitung willkürlich und zwar zum Schaden der Arbeiter geändert dem Bau sehen, die dort beschäftigten 15 Maurer mußten ohne einen worden waren. Auf alle Vorstellungen, die die Arbeiter in Be- Pfennig Lohn nach Hause gehen. Sie hatten schon allerlei über die schädigte es sich selbst, denn seine Anhänger würden uns näher geführt, und wenn wir warten wollten, bis uns die Bürgerlichen siehung auf Regelung der Löhne bisher machten, erfolgten nur Ver- Bahlungsunfähigkeit Hoffmann's munkeln hören und befanden sie ein Kompromiß anbieten, können wir lange warten. Redner hält sprechungen. Am Donnerstag wurden die Arbeiter nun nochmals sich daher in etwas erregter Stimmung, als sie am folgenden Tage, den Vorschlag Auer's erwähnenswerth.( Beifall.) In der Dis- vorstellig. Einer ihrer Wortführer wurde entlassen und nun stellten dem Sonntage, ihren Bauherrn Janke in seiner Wohnung aufsuchten. Dieser erklärte, daß ihn die Geschichte kussion sprach Kohns im Sinne Lehmann's, während Hahnfeld die übrigen die Arbeit ein. für die Landtagswahlen ohne Kompromiß plaidirt, um die Arbeiter Ueber den Maurerstreik in Neustadt a. d. Haardt, der eigentlich nichts angebe, da Hoffmann für den Lohn aufzu dahin zu bringen, Farbe zu bekennen und sie zu erziehen, eventuell feit ca. 8 Wochen währt und bei dem es sich darum handelt, 40 Pf. tommen habe, er versprach aber, dafür Sorge tragen zu wollen, Hiermit gaben die Maurer sich die linksstehenden Parteien zu unterstützen, damit die Reaktion ge- Minimal- Stundenlohn und den Zehnstundentag an stelle der elf daß die Leute ihr Geld erhielten. brochen wird. Lehmann erklärte im Schlußwort, die Betheiligung stündigen Arbeitszeit durchzusehen, meldet die" Frantf. 3tg.", daß zufrieden. Als Hoffmann am Montag wieder nicht auf der Baus an der Landtagswahl für das ungeeignetste Feld; bei den Reichstags- neuerdings zwei Ginigungsversuche gemacht worden sind, wobei der ftelle erschien, nahmen auch die Maurer die Arbeit nicht wieder An diesem Tage wurden sie Jante gegenüber in ihren wahlen könnten wir unsere Stärke besser erproben. pfälzische Fabrik- Juspektor und der Neustädter Bürgermeister Erter die auf. Vermittelung übernommen hatten. Beide Male scheiterten die Unter Forderungen schon dringender. Er hieß sie, am Dienstag Nach. handlungen an der Weigerung der Meister, den zehnstündigen mittag nach dem Bau zu kommen, er wolle zusehen, ob er dann Arbeitstag zu gewähren. Die Hartnäckigkeit der Meister hat angeb- auszahlen könne. Zur verabredeten Zeit stellten sie sich ein, nach lich ihren Hauptgrund darin, daß sie von event. Nachgiebigkeit den längerer Zeit erschien auch Janke mit dem Maurermeister, der nunmehr sofortigen Ausbruch eines Maurerfireits in der ganzen Pfalz er den Bau fertig machen sollte. Die Maurer verlangten sofort energisch warten. Neuerdings soll zur Vereitelung der erfolgreichen Be- ihren Lohn, worauf Janke die Dreistigkeit hatte, zu erwidern:„ Wenn mühungen der Maurer, Zuzug von auswärts fernzuhalten, versucht Ihr anständig seib, bekommt Ihr Gueren Lohn, sonst aber nicht." werden, Klagen wegen groben Unfugs gegen die am Bahnhof poftirten Als die Leute ihm zu Leibe rückten, forderte er sie auf, den Bau zu Maurer zu erheben. verlaffen, einige der Maurer drangen aber mit den Worten:„ Ach was, Deine Wichse mußt Du friegen", auf ihn ein und schlugen und fließen ihn. Erheblicher Natur war der Denkzettel aber nicht. Gestern standen nun sämmtliche Maurer, 15 an der Zahl, vor dem Schöffengericht. Sie sollen sich insgesammt des gemeinschaftlichen Hausfriedens. bruchs und vier von ihnen der Körperverlegung schuldig gemacht haben. Der Staatsanwalt beantragte felbft in betreff des ersten Vergehens die Freisprechung, da die Angeklagten ja nach dem Bau bestellt waren und andererseits ihre Angaben, daß fie in dem allgemeinen gehört hätten, erklärlich schienen. Dagegen beantragte der Staatsanwalt gegen die vier der Körperverlegung Beschuldigten unter Zubilligung mildernder Umstände eine Geldstrafe von je 30 Markt. Der Gerichtshof erkannte im wesentlichen nach dem Ans trage, änderte das Strafmaß aber dahin um, daß drei der Angeflagten mit je einer Woche, der vierte mit 2 Wochen Gefängniß zu bestrafen sei. Der Vorsitzende Amtsrichter Heitz führte aus, daß, wenn es auch erklärlich sei, wenn Arbeiter durch Vorenthaltung ihres sauer ver dienten Lohnes in Erregung geriethen, es andererseits doch bes dentlich sei, solche Ausschreitungen wie die vorliegenden so milde wissen. Hoffentlich legen die Verurtheilten gegen das Urtheil Beau beurtheilen, wie es seitens der Staatsanwaltschaft geschehen sei. Daß Selbsthilfe in solchen Fällen unerlaubt sei, müßten die Arbeiter wiffen. Hoffentlich legen die Verurtheilten gegen das Urtheil Be rufung ein. Todtenliste der Partei. Verstorben ist in Nürnberg der Bigarrenarbeiter er mann Franke, langjähriges Mitglied des Wahlvereins; in Sonneberg i. Th. der Parteigenosse Richard Leiersdorfer. Beih- Weißenfelser Bergarbeiter- Streik. Unser Korrespondent schreibt: Die zu Sonnabend geplant gewesene Berhandlung zwischen den ftreitenden Parteien hat nicht stattgefunden, da, laut Schreiben des Landraths v. Richter, die Generaldirektoren vor der Hand" die Theilnahme ablehnten. Sie verlangen vorerst noch eine größere Reduzirung der Forderungen. Die Bergleute werden darauf vorausfichtlich nicht eingehen. Von Grube 397 bei Reußen trat am Sonnabend die Hälfte der Grubenleute ebenfalls in den Streit. Die einzige Grube, die sich an der Bewegung nicht betheiligt, ist die Grube Naumburg bei Deuben. Hier hat der Direktor Mann versprochen, nach dem 1. Juli d. J. jenen Lohn zu zahlen, den die Streifenden erringen würden. Jufolge dessen arbeiten die Leute weiter. Seit Mittwoch Abend ist im Auftrage des Verbandsvorstandes Der Landtagsabgeordnete frühere Bergmann P. Horn aus Zwickau als Bevollmächtigter im Streikgebiet anwesend, um sich über die Situation zu orientiren. Die gegnerischen Blätter, die Horn gleich noch den Titel eines Reichstagsabgeordneten zulegen, meinen, daß er gekommen sei, um für den Streit zu agitiren, was natürlich erfunden ist. Arbeiter am Sonnabend ihren noch in dieser Woche verdienten Lohn Auf Grube„ von Boß" und" Johannes" wollten die abholen; derfelbe wurde ihnen jedoch mit dem Hinweis verweigert, daß jeder seinen Lohn erhalten könne, wenn er am Montag anfahre. Die liebeck'schen Montanwerte jedoch haben den Streifenden den verdienten Lohn ausgezahlt, denen von Grube Paul" sogar die bewilligte Lohnzulage. " Ausland. Jn. Steiermark stehen die Arbeiter der Brauereien in einer Bewegung um Verbesserung ihrer Lage. In mehreren Orten tam es zum Streit, der meist von Erfolg war. So in Graz, wo 500 Arbeiter der St eininghaus'schen Brauerei die Arbeit eingestellt hatten. Sie errangen einen glänzenden Sieg. Das gleiche gilt von dem Ausstand der Brauer in Göß bei Leoben. Ein Kongrek von Arbeitern der Sägewerke und Schneide: mühlen Schwedens wurde fürzlich in Gefle abgehalten. An- durcheinander von der Aufforderung, den Bau zu verlassen, nichts wesend waren sieben Vertreter für ungefähr 700 organisirte Arbeiter. Außerdem nahmen theil Vertreter des Transportarbeiter Verbandes. Der Erfolg unter den Waldarbeitern ist bisher gering gewesen, weshalb die Neuorganisation des 1891 gegründeten Verbandes vorgenommen wurde. Auf eine Anfrage des Stock, holmer Lokalverbandes, ob sich jeder nengegründete Lokalverband auch der sozialdemokratischen Partei anschließen müßte, sprachen sich alle Redner dahin aus, daß sie Anhänger der Partei seien, daß es aber aus taktischen Gründen beffer wäre, den neuen Lokalverbänden diese Entscheidung selbst zu überlassen. In einer Resolution wurde die Arbeiter Vertrauen haben könnten. Von den übrigen Beschlüssen Sozialdemokratie als die einzige Partei bezeichnet, zu der bie sei erwähnt, daß eine genaue Fachstatistit ausgearbeitet werden soll. Boziales. Ueber die Verhältnisse der hansindustriellen SpitzenVersammlungen fanden am Sonnabend drei statt und zwar in Zembschen, Ober- Werschen und Brödiz. In allen flöppelei in Oberfranken werden zur Zeit im Auftrage der Versammlungen, die sehr zahlreich besucht waren, referirten streifende Regierung durch die Handels- und Gewerbekammer Erhebungen geBergleute über die Bewegung. Won irgend einer Beschlußfassung pflogen, die sich namentlich auf die Zahl der in dieser Hausindustrie wurde abgesehen, da man den Verhandlungen zwischen den beschäftigten Arbeiterinnen, Arbeitszeit, Verdienst, ArbeitsverhältStreifenden und den Verwaltungen nicht vorgreifen wollte. nisse 2c. erstrecken. Depeschen und lehte Nachrichten. Junsbruck, 28. Juni.( B. H.) Hier ist heute früh 814 Uhr ein furzer wellenförmiger Erostoß wahrgenommen worden. Budapest, 28. Juni.( W. T. B.) In dem benachbarten Drt Steinbruch tam es zwischen ungarischen und slovakischen Arbeitern zu einer Schlägerei, an welcher sich einige hundert Personen bea theiligten. Es gab mehrere Schwerverletzte sowie einen Todten. Dev Haupträdelsführer der Slowaken wurde verhaftet. Sowohl der Erstochene wie auch die Schwerverwundeten sind Ungarn. Budapest, 28. Juni.( B. H.) In zahlreichen Romitaten haben die Präventivmaßregeln des Ackerbauministers gegenüber dem ge= planten Ausstand der Erntearbeiter eine wesentliche Besserung der Situation hervorgerufen. Die Arbeiter haben erklärt, die gefchloffenen Verträge innehalten und die Erntearbeiten beginnen zu wollen. Nur in einem Komitat ist die Lage fortgesetzt ernst; es wurde eine Anzahl Ersatzarbeiter nach dem Komitat Bisbodrog entfandt. Budapest, 28. Juni.( B. H.) Bei der Eisenbahnkatastrophe zwischen Kolomea und Turka find bisher 11 Todte und 39 Verivundete festgestellt worden. Unter den Todten befinden sich die Gattin eines Oberit, ein Regimentsarzt, neun Poſt- und Eisenbahnbeamte. Mehrere Geschäftsleute aus Wien werden noch vermißt. Prag, 28. Junt.( V. H.) Wie das Montagsblatt" aus Böhmen meldet, steht in Prag ein Bautrach bevor. Die hiesigen Banken haben seit längerer Zeit alle Baukredite dieserhalb sistirt, Es wird auch befürchtet, daß zahlreiche Architekten und Baumeister in finanzielle Schwierigkeiten gerathen werden. In einer Versammlung am Sonntag Nachmittag in 3 eit fam Katholische Arbeiterorganisationen. Nach einer Publikation das Verhalten der Hirsch- Duncker'schen Gewerkvereine zur Sprache. der Verbandsleitung umfaßte der Verband katholischer Dieselben haben unter den Bergleuten eine Anzahl Mitglieder. Am Arbeitervereine Süddeutschlands( Bayern, Württem Mittwoch hat nun eine Besprechung derselben in Teuchern stattgefunden, berg, Baden, Reichslande und Diözese Limburg) im Jahre 1896 an der der Sekretär Herr Klingmann theilnahm. Dieser Herr tadelte 181 Vereine( 1895: 92) mit 38 980( 1895: 25 450) litgliedern, Außerhalb des Verbandes stehen unter den Forderungen die des 1. Mai und die der Achtstundenschicht und darunter 4123 außerordentliche. brohte, daß keine Unterstüßung gezahlt werden würde. Viele Gewerkver- in Bayern, hauptsächlich in der Rheinpfalz, 31 Vereine mit In Württemberg und Baden sind sämmt einler sind aber auch dem Verband beigetreten, der ihnen Unterstügung 4000 Mitgliedern. Von den reichsländischen Ver gewährt, und so traten sie den Anschauungen des Generalsekretärs liche Vereine beim Verband. energisch entgegen und verließen die Sizung. Jezt haben die Lokal- einen ist nur Straßburg beim Verband; 22 Vereine mit 5000 vereine beschlossen, jeden Bergmann aus den Mitgliederlisten des Gewerk- Mitgliedern stehen außerhalb desselben. Die hessischen Arbeitervereine vereins binnen 14 Tagen zu streichen, wenn er nicht aus dem Deut-( 58 Vereine mit 9500 Mitgliedern) bilden einen Verband für sich. schen Berg- und Hüttenarbeiter- Verband wieder austritt. Das wird In Norddeutschland bestehen rund 500 Vereine mit 100 000 nun wohl nicht geschehen, und so tann es denn kommen, daß in Mitgliedern, so daß die Gesammtzahl der katholischen Arbeiter manchen Orten sich der Gewerkverein auflöst, da, wie gesagt, viele vereine in ganz Deutschland zika 800 Vereine mit ungefähr 153 000 ordentlichen Mitgliedern beträgt. Im füddeutschen feiner Mitglieder auch dem Verbande angehören. Der Kohlenmangel macht sich bereits recht fühlbar. Die Verband find Sterbekassen in 67, Krankenfaffen in 62 Vereinen, die Preise steigen. Mehrere Waggons Rohlen wurden aus dem Meusel- Mitgliederguthaben in den Sparkassen der verschiedenen Vereine bewizer Revier geholt. Die Erfurth'sche Dampfziegelei in Teuchern trugen bei 2000 Einlegern 214 134 M. Jn einzelnen Vereinen be hat ihre Kohlen jezt ebenfalls aus jenem Bezirt entnommen und stehen Darlehenstassen, Miethzinstassen, Konsumvereine, Arbeitszwar von Grube Union". Es werden, wenn der Streit länger nachweise, Kaffen für Arbeitslose, Volksbureaus. In den meisten Vereinen wurde das Hauptgewicht auf die Pflege religiöser Geandauern sollte, Betriebseinstellungen mancher Fabriken befürchtet. Am Dienstag Nachmittag werden laut Bestimmung der Streit sinnung und Vorträge gelegt. Auf gewerkschaftlichem Gebiete sind die meisten Vereine über schwache Versuche nicht hinausgekommen. welche den über den telegraphischen Verkehr zwischen Frankreich, fommission die ersten Unterstüßungen ausgezahlt. Der Stand des französischen Arbeitsmarktes im Mai bat Deutschland, Belgien, den Niederlanden, Luxemburg, der Schweiz sich gegenüber April eher verschlimmert. Die damals konftatirte und Rußland getroffenen Vereinbarungen die Zustimmung ertheilt Besserung hat nicht angedauert. 475 Gewerkschaften mit 120 000 wird. Mitgliedern gaben dem Arbeitsamt bis zum 15. Mai die Zahl der Reichlichere ArbeitsUm falschen Annahmen vorzubeugen theilt und Herr Arbeitslosen auf beinahe 7 pt. an. Schonert mit, daß sein Ausschluß von der Freien Vereinigung gelegenheit als in der gleichen Periode des Vorjahres wird von der Zivil- Berufsmusiker wegen eines von ihm im Gastwirths- Ge- 13 pet. der Gewerkschaften mit 7 pCt. der Mitglieder angegeben, gleiche Arbeitsgelegenheit von 56 pCt. der Gewerkschaften mit hilfen" veröffentlichten Artikels erfolgte. Gegen diesen Beschluß 63 pt. an Mitgliedern, färglichere Arbeitsgelegenheit von 31 pet. ift ein Schiedsgericht angerufen, dem die Angelegenheit zur Prüfung der Gewerkschaften mit 30 pet. der Mitglieder. vorgelegt werden soll. Gewerkschaftliches. Berlin und Umgebung. Deutsches Reich. " Paris, 28. Juni.( W. T. B.) Der Senat bewilligte heute einen Gefeßentwurf, in welchem die von der Budapester Tele= graphen- Konferenz aufgestellten Tariffäße angenommen werden. der Senat eine Vorlage, durch Desgleichen genehmigte Havre, 28. Juni.( B. H.) Der französische Dampfer, Pampas", von Montevideo fommend, ist an der Küste von Bretagne mit dem belgischen Dampfer" Lippe" zusammengestoßen. Letzterer sant sofort Näheres fehlt noch. Manila, 28. Juni.( W. T. B.) In der Provinz Albay hat ein heftiger Ausbruch des Bulkaus Mayon stattgefunden. Die Lava richtete große Verheerungen an. Ob Menschen dabei umgekommen sind, ist noch nicht festgestellt. London, 28. Juni.( W. T. B.) Nach einer Meldung der ,, Times" aus Kapstadt sind Präfident Krüger und Präsident Steyn leicht erfrantt. Einer Unfall eines Kindes auf dem Heimwege von der Futter- Meldung der„ Times" aus Buenos Ayres zufolge sollen die Aufniedergelegt, weil ihnen wie sie in einem dortigen Blatt er erute. Die siebenjährige Dorothea Müller hatte ihre ältere ständischen in Uruguay sich wieder in den Besitz von Rivera an der flären Affordarbeiten angeboten wurden, bei denen der fleißigste Schwester nach einer Wiese begleitet und ihr dabei geholfen, Ziegen- I brasilianischen Grenze gesetzt haben. Jn Landsberg an der Warthe haben die Bildhauer der Bendix'schen Holzbearbeitungs- Fabrik die Arbeit Soziale Rechtspflege. Verantwortlicher Redakteur: August Jacobey in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Verlag von Max Wading in Berlin. Hierzu 1 Beilage u. Unterhaltungsblatt, Nr. 148. 14. Jahrgang. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Arbeitern nur Schaden bringen.( Beifall.) וסט Dienstag, 29. Juni 1897. Außerordentliche Generalversammlung Bergarbeiter vor Unbesonnenheiten warnen. Wenn man einen willigen. Auf grund dessen hat der Amtsvorsteher durch eine an Ausstand unternehme, dann müsse man auch wiffen, daß man ihn den Dekonomen der Schloßbrauerei gerichtete Verfügung vom des Gewerkvereins christlicher Bergarbeiter. mit Erfolg durchführen fönne. Andernfalls würde der Ausstand den 7. März 1896 für die Zeit bis zum 31. Dezember 1896 gestattet, daß das Schanklokal bis ein Uhr nachts offen gehalten werde. AllerEssen, den 27. Juni 1897. Die Resolution Brust gelangte hierauf mit dem Busatantrage dings ist hinzugefügt, daß öffentliche Versammlungen und TanzUnter fehr zahlreicher Betheiligung fand heute Nachmittag im Bringewald und auch die Resolution Röster einstimmig zur Au- luftbarkeiten von dieser Vergünstigung ausgefchloffen feien und großen Saule des Alfredushauses eine außerordentliche Generalnahme.. für derartige Veranstaltungen die Polizeistunde in der Zeit versammlung des Gewerkvereins chriftlicher Bergarbeiter statt. Von Eine längere Debatte veranlaßte alsdann die Anstellung eines vom 1. Oktober bis 31. März 10 Uhr sei. Allein diese Einschränkung bekannten Persönlichkeiten bemerkte man Pfarrer Lic. Weber- M.- Redakteurs für das Organ des Gewerkvereins, dem in Altenessen steht, soweit sie sich auf öffentliche Versammlungen beGladbach, Vikar Brauns- Borbeck u. a. erscheinenden Bergknappen". zieht, im Widerspruch mit dem in der Rechtsprechung des Ober Der Vorsitzende des Gewerkvereins, Bergarbeiter Brust Alten- Redakteur Bringewald Wattenscheid: Er müsse es rügen, Verwaltungsgerichts festgehaltenen Grundsahe, daß zwar die Polizei effen, eröffnete die Versammlung mit dem Bergmannsgruß" Glück daß die Sozialdemokratie im„ Bergknappen" befchimpft werde. Es nicht behindert ist, gegen Versammlungen einzufchreiten, wofern durch auf" und theilte mit: Während am 1. Februar 1897 der Gewert- müsse doch bereits jedem Ilar sein, daß durch Schimpfereien die fie, abgesehen einem Mißbrauch des Versammlungsverein christlicher Bergarbeiter 80 Anmeldestellen, 8270 Mitglieder Sozialdemokratie nicht zu bekämpfen sei. rechts, andere dem Schutze der Polizei anvertraute Interund 6000 Mart Kassenbestand hatte, betrage jetzt die Zahl Brust: Er habe im Bergknappen" nur die Schimpfereien effen gefährdet werden, daß aber die Polizei Versamm der Anmeldestellen 1300, die Mitgliederzahl 15 000, der Kassenbestand der Sozialdemokratie gegen die Ehrenmitglieder zurückgewiesen. Ingen als folchen ohne Rücksicht auf andere Interessen, 6300 M. Der Gewerfverein werde in allernächster Zeit Korpo- Professor Dr. Hiße: Es sei selbstverständlich, daß die Sozial- die die Ausübung des Versammlungsrechts an sich nicht berühren, rationsrechte erhalten. Der Vorstand habe, laut Beschluß des demokratie nicht mit Schimpfereien bekämpft werden könne, in dem nur nach Maßgabe des Gesetzes vom 11. März 1850 über die WerBochumer Kongresses, die Forderung von 10 pCt. Lohnerhöhung ge- vorliegenden Falle habe es sich aber nicht um eine fachliche Be- hütung eines die gefeßliche Freiheit und Ordnung gefährdenden ftellt; diese mäßige Forderung fei jedoch abgelehnt worden. Laut fämpfung der Sozialdemokratie, sondern um Zurückweisung perfön- Mißbrauchs des Versammlungs- und Vereinigungsrechts entgegen. Beschluß des Bochumer Kongresses habe der Vorstand eine Eingabe licher Angriffe gehandelt. treten darf( Entscheidungen des Oberverwaltungsgerichts Band XXII an den Landtag um Einführung von Arbeiterausschüssen und Es wurde schließlich beschlossen: Der Ausschuß wird ermächtigt, Seite 403 ff.). Wie hieraus einerseits folgt, daß die für Schanklokale eineine weitere Eingabe an den Reichstag um Erweiterung neben dem Vorsitzenden einen Redakteur für den Bergknappen" geführte Polizeiftunde auch für die dort abgehaltenen Versammlungen gilt, der Kompetenz der Gewerbegerichte als Einigungsämter gerichtet. anzustellen. so ergiebt sich daraus auch andererseits, daß öffentliche Versamm Angesichts des Umstandes, daß bisher erst der geringste Den folgenden Gegenstand bildete die Gründung einer Sparkasse lungen einer nicht allgemein bezw. für ein bestimmtes Lokal nicht Theil der Bergarbeiter organisirt sei und die organisirten für die Mitglieder des Gewerkvereins. Von allen Rednern wurde allgemein geltenden Polizeistunde nicht unterworfen werden Arbeiter finanziell noch zu schwach seien, wäre ein Ausstand die Nothwendigkeit einer solchen Kasse betont und schließlich be- dürfen, weil eine solche Einschränkung des Versammlungsrechts in für die Arbeiter nur von Schaden. Aufgabe der Bergarbeiter sei schlossen: den Vorstand zu beauftragen, ein Statut für Gründung den dies regelnden gefeßlichen Bestimmungen teine Stüye hat. es, sich zunächst zu organisiren und für eine gute Raffe zu sorgen, einer Sparkasse auszuarbeiten. Judem der Amtsvorsteher für das betreffende Schanklokal eine Auseher fönne an einen erfolgreichen Ausstand nicht gedacht werden. Mit einem Hoch auf den Kaiser wurde die Versammlung genahme von der Polizeistunde bewilligt hat, muß er angenommen haben, Der Gewerkverein sei zu dem vor einigen Wochen in London statte schlossen. daß die sonstigen Gründe für deren Beobachtung hier nicht zutreffen. gefundenen internationalen Bergarbeiter- Kongreß eingeladen worden, Soll gleichwohl für öffentliche Versammlungen die Polizeistunde beer habe aber diese Einladung mit der Begründung abgelehnt, daß stehen, so tann der Grund nur in der Besorgniß einer Gefährdung er vorläufig wichtigere Forderungen zu erledigen habe, als sich au der öffentlichen Ordnung eben durch, Abhaltung der Versammlung müsse sich entschieden gegen die beabsichtigte Beschränkung " = Die Schöneberger Polizeiffunde vom einem internationalen Kongreß zu betheiligen. Der Gewerkverein vor dem Oberverwaltungsgericht. liegen. Gerade in dieser Beziehung aber seht das seibehbuben eine des Vereinsrechts wenden. Das freie Vereinsrecht sei ver- Der Polizeikampf gegen die Sozialdemokratie vollzieht sich be- Schranke. Hinsichtlich der Tanzluftbarkeiten verhält sich dies anders( Entfaffungsmäßig gewährleistet; wenn jedoch die Vereins- fanntlich im wesentlichen auf dem Gebiete, das die Arbeiterschaft zur scheidungen des Oberverwaltungsgerichts, Bd XI S. 391). Ob die Vergesek Novelle zur Annahme gelange, dann ver- Ausübung des Vereins- und Versammlungsrechts betritt; und fügung des Amtsvorstehers mit der Polizeiverordnung im Einklange fümmere man den Arbeitern ihr Organisations- namentlich in den Vororten der Reichshauptstadt wird dieser Kampf stand, kann dahingestellt bleiben, weil die Polizeiverordnung un recht, denn dann sei es der großen Zahl von mit einem Eifer betrieben, der schon manchen unbefangenen Mann giltig wäre, infoweit als sie mit dem Vereinsgefeße im WiderArbeitern unter 21 Jahren nicht mehr möglich, in Erstaunen gesetzt hat. Nicht allzu groß war die Hilfe, die der spruche stände(§ 15 des Gesetzes über die Polizeiverwaltung einer Organisation behufs Verbesserung ihrer Arbeiterschaft in der Vertheidigung des wichtigsten Volksrechts bis- vom 11. März 1850). Wäre bei Bewilligung der Ausmateriellen Lage beizutreten. Der Gewerther bei den föniglichen preußischen Gerichten zu theil wurde; ja nahme von der Polizeiftunde eine Einschränkung hina verein christlicher Bergarbeiter erhebe gegen manches Urtheil höchster und unterer Instanz bestärkte die Polizei- fichtlich der für öffentliche Bersammlungen und Tanzluftbar dieses Beginnen ganz energischen Protest. organe in ihrem an sich ja völlig nußlofen Streben derart, daß selbst keiten bestimmten Räumlichkeiten allgemein gemacht, ( Stürmischer Beifall.) Freiherr 0011 Stumm habe bürgerliche Organe sehr vornehmlich ihre Stimme gegen die bekannte wie in den Beschwerdebescheiden vorausgesetzt ist, so würde in Frage im Herrenhause gesagt: Die Bergarbeiter im Interpretationskunst erhoben Um so erwähnenswerther ist ein vom kommen können, ob nicht der polizeiliche Gesichtspunkt für die Ein Oberbergamts- Bezirk Dortmund follten Gott Ober- Verwaltungsgericht gefälltes Urtheil, das sich in schränkung in der Beschaffenheit dieser Räumlichkeitne zu finden, also danken, daß fie die höchsten Löhne von allen einem bestimmten Falle gegen das bekannte Polizeimittel wendet, die Abhaltung einer Versammlung als solche dabei außer betracht Bergarbeitern in Deutschland haben. Er( Brust) durch Anwendung der Polizeistunde den Arbeiterversammlungen ein geblieben wäre. Allein nach dem Wortlaut der in beglaubigter bemerke: Jeder fei verpflichtet, Gott zu danken, vorzeitiges Ende zu bereiten. Der vorliegende Fall, von dem wir Abschrift vorliegenden Verfügung des Amtsvorstehers am ersten aber diejenigen, die viel besigen, also vor kurzem schon Notiz genommen haben, ist folgender: 7. März 1896 ist die Polizeistunde für das ganze Lokal ohne in erster Reihe Freiherr v. Stumm.( Lebhafter Beifall.) Am 10. März 1896 abends fand in einem Saale der Schloß Ausschluß einzelner Räume hinausgerückt und nur für öffentliche Ver Wenn die Arbeiter fest, einig und geschlossen zusammenstehen, dann brauerei zu Schöneberg eine von dem Schloffer Meiling sammlungen und Tanzluftbarkeiten diese Vergünstigung versagt. werde der Erfolg trotz aller Bemühungen des Freiherrn v. Stumm vorher angemeldete öffentliche Voltsversammlung statt. Die Ver. Wenn auch das Ermessen der Ortspolizei- Behörde über die Bes nicht ausbleiben. Glück auf!( Stürmischer Beifall.) fammlung wurde aber um zehn Uhr wegen Eintritt der Polizei- willigung einer Ausnahme voll der Polizeistunde ents Bergarbeiter Köster Frohnhausen befürwortete hierauf folgende stunde aufgelöst. Hierüber beschwerte sich der Einberufer, Schlosser scheidet, so unterliegt es doch der Nachprüfung des VerResolution: Meiling, zunächst bei dem Landrathe und dann bei dem legierungs- waltungsrichters, ob die Ortspolizei- Behörde sich hierbei von Der Gewerkverein chriftlicher Bergarbeiter drückt die schärfste präsidenten mit dem Bemerken, daß die Polizeistunde für das betr. Lokal zu lässigen polizeilichen Gesichtspunkten hat leiten lassen. Mißbilligung darüber aus, daß man mit Zustimmung eines Theiles auf ein Uhr bestimmt sei und daher die auläßlich einer bevorstehenden( Entscheidungen des Oberverwaltungsgerichts Band VII Seite 306, der Knappschafts- Aeltesten bei Berathung des neuen Statuts den Gemeindewahl einberufene Versammlung nicht um 10 Uhr habe Band 1X Seite 404). Die Auflösung der Versammlung gründete Verein bergbaulicher Interessen durch einen Vertreter theilnehmen aufgelöst werden dürfen. Die Beschwerde wurde jedoch vom fich lediglich auf das Bestehen der Polizeistunde. Da aber diese läßt, eine Vertretung von seiten der organisirten Arbeiter aber ab- andrath sowie auch vom Regierungspräsidenten für das betreffende Lokal hinausgerückt war und die Ausschließung lehnt, ferner darüber, daß die Berathungen und Vorschläge zum neuen zurückgewiesen, weil die Ausdehnung der Polizeistunde bis dieser Vergünstigung in betreff öffentlicher Versammlungen unzulässig Statut geheim vor sich gehen sollen. Der Gewerkverein steht nach 1 Uhr für die zu öffentlichen Versammlungen und Tanzluftbarkeiten ist, so war die Auflösung der Versammlung ungerecht. wie vor auf dem Boden seiner Denkschrift und der Bochumer bestimmten Räumlichkeiten nicht gelte. fertigt. Gs tönnte noch der Zweifel entstehen, ob nicht, weil Resolution. Insbesondere verlangen wir entschieden: 1. einjährige Gegen den Bescheid des Regierungspräsidenten erbob der einmal die Polizeiftunde eingeführt und für das betreffende Staffel, 2. Fünf Mark Erhöhung pro Dienstjahr, 3. Verkürzung der Schloffer Meiling Klage, welche darauf geftüßt wurde, daß die an- Lokal nur mit der Einschränkung bei öffentlichen Bersammlungen Amtsperiode der Knappschafts- Aeltesten, 4. freiere Wahl der Aerzte. gefochtene Verfügung durch Nichtanwendung bezw. unrichtiger An- hinausgerückt ist, bis zur Beseitigung dieser Einschränkung die PolizeiVon sämmtlichen Knappschaftsältesten erwarten wir, daß sie die wendung des bestehenden Rechts, insbesondere auch der von den stunde für öffentliche Versammlungen gilt und ob nicht zur Beschwerde jenigen Forderungen vertreten, in denen bie organisirte Arbeiter. Behörden innerhalb ihrer Zuständigkeit erlassenen Verordnungen, hierüber nur der Besizer des Lokals legitimirt ist. Da indessen das Lokal schaft einig ist. Wir erklären schon heute, daß wir in Zukunft nur den Kläger in seinen Rechten verletze und die thatsächlichen Voraus im allgemeinen von der frühen Polizeistunde befreit ist und die Einfolchen Knappschaftsältesten unsere Stimme geben tönnen, die hier- feßungen, welche die Verfügung rechtfertigen fönnten, nicht vor schränkung abgesehen von Tanzluftbarkeiten nur die dort stattfindennach handeln. handen seien. Der beklagte Regierungspräsident beantragte Abden öffentlichen Versammlungen betrifft, so greift das hierin liegende Von dem Bergarbeiter Bruft wurde folgende Resolution vorweisung der Klage. Nach ber vom Beklagten vor Verbot nicht nur in das Recht des Besitzers des Lokals ein, der es geschlagen: gelegten beglaubigten Abschrift hatte der Amtsvorsteher am nicht über die Polizeistunde zu öffentlichen Versammlungen hergeben Der Bewertverein chriftlicher Bergarbeiter hält die in Bochum 7. März 1896 an den Dekonomen der Schloßbrauerei zu Schöneberg foll, sondern auch in die Ausübung des Versammlungss erhobene Forderung eines Minimal- Häuerlohnes von rund 1500 M. folgende Verfügung erlassen: Auf Ihr Gesuch vom 6. d. M. ge- rechts feitens der dort Versammelten, und es sind im Jahre, als für die besonderen Verhältnisse der Bergarbeiter ganz ftatte ich Ihnen hierdurch unter Vorbehalt jederzeitigen Widerrufs, also auch die Veranstalter der Versammlung zur Beschwerde und gar berechtigt, aufrecht und steht auch heute noch auf dem Boden bis 31. Dezember 1896 Ihr Schantlokal Hauptstraße Nr. 112 114 legitimirt( vgl. Entscheidungen des Oberverwaltungsgerichts Band IX, der Bochumer Resolution über die Lohnverhältnisse, sowie auf bis 1 Uhr nachts offen zu halten. Deffentliche Versammlungen und Seite 401; von Brauchitsch, Berwaltungsgefeße, Band Í, Seite 149, dem Standpunkt seiner Lohneingabe. Die eingetretene Steigerung Tangluftbarkeiten sind von dieser Vergünstigung ausgeschlossen; Note 238). Indem ferner mit der Klage die auf die Polizeistunde der Durchschnittslöhne um 2,07 Pf. innerhalb des I. Quartals 1897 für derartige Veranstaltungen ift die Polizeistunde vom gegründete Auflösung der Versammlung angefochten wird, richtet sich ( bei den Häuern um 3,25 pet.) halten wir für eine ungenügende 1. April bis 30. September 11 Uhr, vom 1. Oktober bis 31. März die Klage zugleich gegen die durch die Auflösung der Versammlung und der Lage der Sache bei der großen Mehrzahl der Zechen nicht 10 Uhr." Der Beklagte suchte unter Hinweis auf§ 13 der den Versammelten gegenüber zur Geltung gebrachte unzulässige entsprechend. Nachdem unsere Arbeitgeber es vorläufig abgelehnt Polizeiverordnung des Oberpräsidenten vom 14. Juni 1892 aus Einschränkung der Befreiung von der Polizeistunde. In demi Aus haben, mit uns bezw. unserem Vorstande in Verhandlung zu treten, zuführen, daß der Amtsvorsteher mit obiger Verfügung seine Be- spruch, daß die Auflösung der Versammlung ungerechtfertigt war, halten wir die Stärkung unserer Organisation an Mitgliederzahl fugnisse nicht überschritten habe. Für den Raum, in dem die Ver- liegt also anch eine rechtliche Mißbilligung diefer Einschränkung in und besonders an Geldmitteln für den besten Weg, um auf die sammlung stattfand, sei die Polizeistunde, der auch öffentliche Vers der Anwendung auf die damalige Versammlung." Dauer durch unsere Organisation unseren Forderungen Anerkennung fammlungen unterworfen seien, um aehn Uhr eingetreten. Der zu verschaffen." Kläger entgeguete: Durch eine Polizeiverordnung über die PolizeiPfarrer Lic. Weber M. Gladbach, mit stürmischem Beifal stunde fönne das Versammlungsrecht nicht illusorisch ge begrüßt, trat sehr warm für Professor Dr. Wagner ein, der die macht werden. Auf grund der Polizeistunde fönne höchstens Angriffe von Stumm und Genossen ehrlich und tapfer zurück der Ausschant von Getränken inhibirt Ans Anlaß des Manrerstreiks entfalten die Polizei- Organe gewiefen habe. nicht aber die Abhaltung einer Bersammlung. Thätigkeit zum Schuße der Streitbrecher. Diese Arbeitswilligen" in Wilmersdorf und Schmargendorf eine ganz besonders rege Bergarbeiter& ffer 3 Osterfeld theilte mit, daß er, aus Anlaß Die Räumlichkeiten unterlägen der Polizeistunde nur insoweit und werden durch Beamte von den Bahnhöfen geleitet und die gesperrten feines Eintretens für die Forderungen der Berg so lange, als sie der Ausübung des Schankgewerbes dienten. arbeiter, von der Belegschaft entlassen worden sei.( Rufe: Verfügung des Amtsvorstehers sei auch insofern ungiltig, als sie die nach Schluß derselben sorgfältig bewacht, auch an den Bahnhöfen Bauten werden von morgens vor Beginn der Arbeitszeit bis abends Pfui!) Polizeistunde für den Fall der Abhaltung von Versammlungen auf Der Vorsitzende, Bergarbeiter Brust, bemerkte: Es werde sich 10 Uhr feftsetze. Das entspreche nicht dem§ 13 der erwähnten wird eine Kontrolle über die mit der Stadt- und Ringbahn fahrenden empfehlen, bei dem Grubenrepräfentanten, Herrn Kommerzienrath Polizeiverordnung und beruhe auf Willkür und Ghikane. Maurern, welche auf einem nicht gesperrten Bau in Schmargendorf Arbeiter ausgeübt. Beispielsweise passirte es dieser Tage drei 2ueg Duisburg, die Wiederanstellung des ausgeschlossenen Rames Der Defonom habe vor jener Verfügung sein Lokal ausnahm 3 arbeiten, daß sie, im Begriff die Heimfahrt anzutreten, am Bahnhof 3. Maurern, welche auf einem nicht gesperrten Bau in Schmargendorf raden zu beantragen.( Beifall.) Ios bis elf Uhr offen halten dürfen. Als er nach Anmeldung hausrede Stumms zu protestiren. Ein Mann, der eine jährliche Ein- stunde gebeten habe, sei die vorgedachte Verfügung er Ausweispapiere bei sich führte, oder daß er dem Verlangen des Beamten Bergarbeiter Müller- Huttrop beantragte, gegen die Herren der aufgelösten Versammlung um Verlängerung der Polizei Schmargendorf von einem Gendarm angehalten und zur Legitimation aufgefordert wurden. Einer der Arbeiter, fei es nun, daß er keine aufgefordert wurden. Einer der Arbeiter, sei es nun, daß er feine nahme von 2 Millionen beziehe, habe in erster Reihe alle Ursache, gangen. Gott zu danken. Es sei merkwürdig, daß Frhr. v. Stummimmer Dies der gerichtlich festgestellte Thatbestand. Das Ober- Ver- nicht Folge leisten wollte, wurde dann in einer Weise, die man nicht gerade nur von Gott rede, wenn es gelte, die Arbeiter au waltungsgericht fette durch sein am 21. Mai d. J. gefälltes Urtheil rücksichtsvoll nennen kann, nach dem Amtsbureau transportirt und, betämpfen. Männern, wie Profeffor Wagner, sei es zu danken, den beklagten Regierungspräsidenten unter folgender Begründung Belle gesperrt, aus der man ihn erst nach länger als zwei Stunden daß im Volte sich noch das Christenthum erhalten habe.( Stürmischer ins Unrecht: Beifall.) Bitar Brauns: Borbeck: Er stimme dem Vorredner voll ist eine polizeiliche Verfügung, die mit den im§ 127 des Landes- Streifender vorgekommen, und solche sind auch mit Rücksicht auf Die vom Amtsvorsteher gebilligte Auflösung der Versammlung entließ. Es ist nicht ersichtlich, weshalb derartige Polizeimaßregeln nothwendig find. Bisher find noch keinerlei Ausschreitungen ständig bei, einen formellen Beschluß gegen Stumm halte er aber Verwaltungs- Gesetzes vom 30. Juli 1883 bezeichneten Rechtsmitteln die gute Disziplin, welche die Streifleitung aufrecht zu erhalten für überflüssig. 3 lei fein 3weifel, daß die Reden angefochten werden kann Die Klage ist begründet. Freilich unter- versteht, nicht zu erwarten. Stumm's ben sozialen unfrieden nur schüren. liegen auch öffentliche Versammlungen, die in Schantlokalen ab- bewegung nicht fennt, muß ja angesichts der ausgedehnten polizeis versteht, nicht zu erwarten. Der Philister aber, der die Arbeiter. Er spreche offen als Warnung aus: der soziale gehalten werden, ber für diese geltenden Polizeistunde Friede werde sich auf die Dauer nicht erhalten( Entscheidung des Verwaltungsgerichts Band XXIII Seite 399). Schilderungen, welche reaktionäre Heißsporne im Herrenbause bei lichen Fürsorge zu der Ansicht kommen, daß die haarsträubenden Lassen, wenn man den Bestrebungen der Arbeiter Bei Eintritt der Polizeistunde müssen sich daher die in für Verbesserung ihrer materiellen Lage ent- dem Schantlokale Versammelten entfernen( vergl.§ 365 des Berathung der Vereinsgesetz- Novelle entworfen haben, auf Wahrheit gegentrete. Strafgesetzbuchs). Es darf nicht blos der weitere Ausschant beruhen, und daß die Polizei daher mit ganz besonderer Umsicht Bringewald bemerkte: Die gute Konjunktur geftatte zweifel von Getränken inhibirt werden. Durch Abhaltung einer Versamm- darüber wachen müsse, daß niemand feinen Nachbar an freiwilliger Streifbrecherarbeit hindert. los eine Lohnerhöhung. Er beantrage, der Resolution Brust hin- lung verliert das Lokal noch nicht seinen Charakter als Schantraum, zuzufügen: wie ja auch der Kläger nicht hat behaupten tönnen, daß der Saal Polizeibureaukratismus im Fuhrwesen. Ein wachsames Insbesondere beantragen wir, in Erwägung, daß der Unter: bei Abhaltung der Versammlung überhaupt nicht zum Betriebe der Auge haben allem Anschein nach die Polizeibeamten jekt auf die schied zwischen den Bergarbeiterlöhnen bei gleich tüchtigen und Schankwirthschaft gedient habe. Nach§ 18 der Polizeiverordnung an den Fuhrwerken anzubringenden Angaben von Namen und fleißigen Bergleuten( Affordarbeitern) vielfach ein so unnatürlich des Oberpräsidenten vom 14. Juni 1892( Amtsblatt der Regierung zu Wohnung des Besizers. Kürzlich berichteten wir, daß eine der begroßer ist, indem derartigen Arbeitern neben hohen Löhnen auch Potsdam Seite 263) müssen Schantstuben, Krüge und sonstige tanntesten hiesigen Brauereien deshalb in Strafe genommen wurde, folche von nur 50 bis 60 Mart ausgezahlt werden, eine beffere öffentliche Vergnügungsfofale in der Zeit vom 1. Oftober weil an ihren Wagen zwar Firma, Straße und Hausnummer, aber Regelung und Gleichhaltung der Löhne." bis Ende März um 10 Uhr abends geschlossen werden, die nicht die Ortsbezeichnung Berlin angebracht war: Dieser Tage hat Bergarbeiter Börse Eickel. Er halte die geforderte Lohn: Drts- Polizeibehörden dürfen aber unter besonderen Umständen nun die 8. Strafkammer am Landgericht I in einer Sigung wieder in erhöhung gewiß für berechtigt und nothwendig. Er müsse aber die Ausnahmen sowohl für einzelne Fälle wie für einzelne Lokale be- zwei gleichen Fällen zu ungunsten des Beklagten entschieden. Ein Händler, werden, Die Lokales. " " furz nach 6 Uhr ein taubstummer Mann, als er den Fahrdamm der Weinmeisterstraße überschreiten wollte. Man brachte ihn anscheinend erheblich verlegt in ein Krankenhaus. beffen Wagen neben dem Namen die Bezeichnung N., Brunnen- find während des flärkeren Reiseverkehrs wiederholt Fälle vor- handelte es sich um fleine Brände, die schnell gelöscht werden Straße 14 enthielt, wurde wegen der fehlenden Ortsangabe Berlin gekommen, in denen Reisende eigenmächtig wegen Ueberfüllung in einer fonnten. verurtheilt, ebenso erging es dem Direktor der Schloßbrauerei höheren Wagenklaffe Platz genommen haben, obwohl ihre Fahrkarten Selbstmordverfuch eines Lehrlings. Angeblich wegen Schöneberg, gegen den gleich drei Strafmandate ergangen waren, nur für eine niedere Wagenklasse lauteten; die zeitweise Unter- schlechter Behandlung durch seinen Lehrherrn versuchte am Sonnweil die Bierwagen nur die Bezeichnung: Schloßbrauerei Schöne- bringung von Reifenden in einer höheren Wagentlasse bei Platz abend der Konditor- Lehrling H. sich das Leben zu nehmen, indem er berg" tragen. Da die betreffende Polizeiverordnung die Angabe mangel darf nur durch das zuständige Eisenbahn- Dienstpersonal an zunächst eine anscheinend geringe Menge Blausäure trant und sich der Ortschaft, in welcher der Fuhrwerksbesizer wohnt, ver geordnet werden. Reisende, welche hiergegen verstoßen, find als dann eine Ader auf der Oberfläche der linken Hand durchschnitt. langt, so müssen die Richter natürlich zu einer Verurthei solche, welche ohne giltige Fahrkarte betroffen werden, zu betrachten Nachdem ein Arzt die erste Hilfe geleistet hatte, wurde H. in ein Iung in folchen Fällen kommen, wo die Drtsangabe fehlt. und nach§ 21 Absatz 2 der Verkehrsordnung zu behandeln, d. h. Krankenhaus gebracht. Daß gegen die hier in Frage kommende Polizei- Verordnung tag- fie müssen für die ganze zurückgelegte Strecke, mindestens aber 6 M. Von einer Droschke überfahren wurde am Montag Abend täglich in vielen Fällen verstoßen wird, davon fann man sich auf nachzahlen. einem Gange durch die Straßen Berlins leicht überzeugen. Einem Zur Sperre des Theaters Unter den Linden durch die sehr großen Theil von Fuhrwerken fehlt die Ortsangabe Berlin; Berliner Musiker erfährt das Berl. Tgbl.", daß das Zentralfomitee die Besther hielten eine solche Angabe wohl deshalb für überflüssig, des Vereins Berliner Musiker sich bereit erklärt hat, die durch seine Von einem neuen Desinfektionsmittel, das als billig und weil sie mit Recht annahmen, daß aus der Bezeichnung N., Brunnen Beschlüsse geschädigten organisirten Berufskollegen für die ganze besonders wirksam bezeichnet wird, berichten die Blätter. Die Straße" oder„ O., Grüner Weg" jedermann entnehmen könne, es Dauer des Kontrattes, mit Ausnahme der Ferien, aus der Vereins Chemische Fabrit Rothes Kreuz, Markgrafenstr. 12/13, welche das handele sich um eine in Berlin liegende Straße. Da aber dem fasse zu entschädigen. Gleichzeitig gaben die Mitglieder des Theater Mittel herstellt, nennt es Holzin und die neue AnwendungsWortlaut der Polizeiverordnung damit nicht genüge gethan ist, so orchesters die Erklärung ab, daß sie sich auf Ehrenwort verpflichten: methode soll darin bestehen, mit Holzin in Dampfform Wohnräume, werden die Befizer von Fuhrwerken gut thun, die Ortsangabe an 1. die über das Lindentheater verhängte Sperre nach wie vor aufrecht- Schulzimmer und Krankenzimmer zu desinfiziren, ohne daß, wie ihren Wagen anbringen zu lassen, ehe ste infolge der Denunziation zuerhalten und nach Kräften zu fördern; 2. ihre Solidarität insofern beim Desinfiziren mit Wasserdampf, die desinfizirten Gegenstände eines eifrigen Polizeibeamten mit einem Strafmandat bedacht werden. zu befunden, daß kein einzelner Musiker allein, sondern nur das zerstört und vernichtet werden oder zum mindesten großen Schaden Einen Blüthenkranz unfreiwilligen parlamentarischen ganze Orchester zusammen zu den alten Preisen wieder Kontrakt erleiden. Ob die gerühmten Vortheile dem Mittel wirklich anhaften. Humors giebt die" Kreuz- Zeitung" zum besten. Es find Rede- im Linden- Theater machen darf. Infolge der Weigerung des entzieht sich natürlich unserer Kenntniß. blumen, die in den Jahren 1896 und 1897 im preußischen Ab- Orchesters, zu erniedrigten Säßen zu spielen, wurden die Sommer geordnetenhause von den Lippen verschiedener Parlamentarier ferien des Theaters Unter den Linden, statt wie gewöhnlich auf zwei und hoher Staatsbeamten gefallen find. Einige besonders drastische Monate, diesmal auf ein volles Vierteljahr festgesetzt. In Mufiter Aussprüche seien hier aus der Sammlung wiedergegeben. Um bei freisen wird mit Zuversicht darauf gerechnet, daß die Einigkeit der der Beröffentlichung jede Unfreundlichkeit zu vermeiden, find die derzeitigen Orchestermitglieder und das Fernhalten jedes Zuzugs die Namen der Redner weggelassen worden, aber meist das Datum Direktion zur baldigen Zurücknahme der angedrohten Maßregel verhinzugefügt: anlassen wird. ( 3. 2, 96.) ( 7. 2. 97.) " = T 2 Theater. Im Schiller Theater findet heute die vorletzte Vore ftellung vor den Ferien statt, zur Aufführung kommt der Schwant„ Mit Bergnügen" von Moser und Girndt. " Mittwoch und Auf Orgelfonzert. Der bei freiem Eintritt Mittwoch, den 30. Juni, mittags 12 Uhr in der Marientir che stattfindende Orgelvortrag wird durch Frau Onden- Dannhäuser, Herrn Opernsänger Albert Zechser und Herrn Arthur Mönch unterstützt. Diese Vorlage ist ein Kind meines Herzblutes.( 30. 1. 96.) Wie wir hören, ist es den Leitern der populär- wissenschaftlichen Gegen die Leichtfertigkeit solcher Leute, die sich in RuderIch spreche hier nicht als Abgeordneter, sondern als Vertreter meiner booten aufs Wasser wagen, ohne vom Rudern etwas zu verstehen, gelungen, mit der„ Gesellschaft Urania" einen Vertrag dahin abzuschließen, Sonntags- Nachmittags- Vorstellungen, Herrn Dr. Köppen und Dr. Stödtner, Wähler.( 30. 1. 96.) Vieles auf dem Lande ist Zwang, nur die will jetzt die Polizei einschreiten. Am Sonntag befand sich in der baß ben genannten Herren der Theatersaal der alten Urania in der Produktion von Kindern ist nicht Zwang, die steigt stetig.( 31. 1. 96.) Nähe von Wilhelminenhof ein von acht Personen befektes und für Invalidenstr. 57 wöchentlich an zwei Abenden Wir müssen auf die Vereinfachung dieser Mißgeburt hinwirken. fechs abgenommenes Mietheboot auf dem Wasser, dessen Jufassen nicht Sonntag von 8 Uhr ab zur Verfügung steht für die von ihnen ver Wir machen ja alle in den großen Staatstopf richtig zu rudern verstanden. Die Leute trieben das Fahrzeug direkt anstalteten Projektionsvorträge über neuere Kunst und Kultur. Eine Reihe Bedenken Sie, daß sich die alten Werder'schen Obst in die Fahrtlinie eines kleinen Privatdampfers und nur durch die namhafter Redner ist schon gewonnen. frauen mit der Zeit in elegante Dampfschiffe verwandelt haben. große Aufmerksamkeit des Führers des letzteren konnte ein Unglück ( 19.2. 96.)- Es stehen dem Gölibat gewiffe andere schwerwiegende Ver- vermieden werden. Durch die Mannschaften eines in diesem AugenAus den Nachbarorten. pflichtungen gegenüber.( 9. 3. 96.) Im vorigen Sommer hatte blick vorbeifahrenden Polizeidampfers wurden die unvorsichtigen Das Schauspiel eines Waldbraudes bot sich am Sonntag unfer Herrgott ein Einsehen für unsere gerechte Sache und ließ in Fahrer and Land geschafft, die Personalien der sämmtlichen Infaffen den Besuchern des Karlsberges im Grunewald. Eteinbruch eine großartige Schweinefeuche ausbrechen.( 13. 3. 96.) festgestellt, und diese dürften gleich dem Bootsverleiher eine Strafe welche Weise das Feuer entstanden war, konnte man nicht feftDer fleine Metzger, welcher das kleine Schwein vielleicht nur einzu gewärtigen haben. Große Aufregung verursachte am Sonntag stellen, da das Publikum erst hinzufam, als der Brand schon ziemlich mal im Jahre schlachtet.( 19. 3. 96.) Unprattische Sachmanipu ein Bootsunfall, durch welchen leicht eine größere Ratastrophe weit um fich gegriffen hatte. Anscheinend brannte zuerst Iationen.( 16. 4. 96.)- Dabei sind zwei Wege in den Vordergrund hätte hervorgerufen werden können. Ein von acht Berdas dürre Gras, mit dem der Karlsberg größtentheils getreten. 17. 4. 96.) Bei uns in Westfalen, wo die Leute weit fonen besetztes Privat Ruderboot passirte gegen Uhr bedeckt ist, und das infolge der lang andauernden Trockenheit und auseinander wohnen, muß die Frau, wenn sie nachmittags aus der nachmittags die Brücke der Oberspree bei Niederschönweide und fuhr der starken Sitze der letzten Tage dem Feuer eine vortreffliche Kirche kommt, ihre Bedürfnisse befriedigen können.( 7. 4. 96.) Wir infolge falschen Steuerns gegen einen Balken an. Das Fahrzeug Nahrung bot. Wir hatten hier einen Prairiebrand" in laffen uns in Dekaden von 3 Jahren Sanitätsberichte erstatten.( 12.5.96.) legte sich infolge des Anpralls quer unter das Brückenjoch, in dem verkleinertem Maßstabe. In kurzer Zeit war ein großer Theil des Wenn die Lehrer Kinder bekommen in dem Alter, daß sie auss Gym- felben Augenblick, als der Sterndampfer Prinz Wilhelm" heran- Rasens ein Raub der Flammen geworden, die mit unheim nasium gehen.( 11. 1. 97.) Diese Thatsache würde nicht richtig nahte. Wiewohl der Kapitän des letzteren sofort Kontredampf geben licher Schnelligkeit um fich griffen und auch bald eine fein.( 20. 1. 97.) Man zieht die Hosen nicht stramm, um dabei ließ, fuhr das Dampfschiff doch gegen das Boot an und durchschnitt Schonung junger Riefern erfaßt hatten. In wenigen Sekunden die schönen Formen zu bewundern.( 21. 1. 97.)- Der starke Tabat, daffelbe. Der Polizeidampfer, der sich in unmittelbarer Nähe der schoß eine meterhohe Flammenfäule unter lautem Knistern und welchen er im Reichstage verzapft hat.( 22. 1. 97.) Ich hörte Unfallstelle befand, eilte sofort hinzu und es gelang der Befatung Praffeln in die Höhe. Gewaltige Maffen von Qualm und von einer Künstlerin, der ich gern einen Gefällen thäte.( 9. 3. 97.)- deffelben, unterstützt von den Mannschaften des Sterndampfers, auch verfinsterten buchstäblich den verfinsterten buchstäblich den Himmel und entzogen Das sagte der Minister, als er schon die Genehmigung zum Legen sämmtliche acht Personen, die sofort in den Fluten untergegangen den Buschauern den Ausblick nach der Havel. In der des Eies in der Tasche hatte. Es ist für uns unschmackhaft. Aber waren, zu retten. Die Leute wurden zunächst nach Niederschöneweide Nähe der Brandstätte war zufällig eine Anzahl vaterlands= es giebt eine zahlreiche Partei im Reichstage, die durch ihre Schaden gebracht und konnten sich, ohne Schaden genommen zu haben, am loser Gefellen anwesend, welche im Verein mit anderen Spazierfreude beweist, wie schmackhaft ihr das große Ei des Ministers ist. Abend nach Berlin zurückbegeben. gängern fich alle erdenkliche Mühe gaben, um der weiteren Aus( 17. 5. 97.) breitung des Feuers zu wehren. Thatsächlich gelang es denn auch, das Feuer in einem großen Theil seines Umkreises zum Erlöschen zu bringen. Inzwischen war auch anderweitige Hilfe gekommen: anscheinend Arbeiter und Bauern aus dem gegenüberliegenden Gatow, lichen Uebelstande in dem Bureau der Allgemeinen Orte- Krankenkaffe Arbeiter- Sanitätskommission. Wir erhalten folgende Bu Gegen dreißig Mann start griffen fie thatkräftig von der Wasserseite Der Vorstand vorbenannter Krankenkaffe ist sehr gern bereit, Miß- schrift:" Unter der Ueberschrift Arbeiter- Sanitätskommission" her das Feuer an und nach ungefähr dreiviertelstündiger anstrengender stände, welche zu seiner Renntniß fommen, so schnell als möglich richten Sie in betreff der Zustände auf dem Grundstück Chauffee- Arbeit, bei der sie immer vom Publikum unterstützt wurden, glückte abzustellen, und hat zu diesem Zweck die Adressen seiner Vorstands- straße 39 die Mittheilung, daß unter anderem auch ein Gasmotor es ihnen wirklich, des Brandes gänzlich Herr zu werden. mitglieder durch gedruckte plakate in den beiden Bureaus ist unrichtig. Der Gasmotor geht höchstens bis spätestens 8 Uhr. und eine Biertelstunde nach ihnen der Förster. Im übrigen beweist bis zehn oder elf Uhr abends ruheftörenden Lärm verursache. Dieses Ganz zulegt, als alles vorbei war, erschienen auch zwei Gendarmen bekannt gegeben, Beschwerden entgegenzunehmen. entgegenzunehmen. Was den Artikel in Ihrem werthen Blatte selbst betrifft, so theilen Wenn der Motor länger als 10 Uhr ginge, so würden sich die Nach dieser Waldbrand, wie gefährlich das Rauchen und das Anstecken von Streichhölzern im Grunewald ist; denn daß auf solche Weise wir Ihnen mit, daß in unseren beiden Bureaus Prenzlauerstr. 46 barn wohl beschweren. Max Levy, Buchbinder. und Adalbertstr. 94 Wasserleitung vorhanden ist; jedoch nicht im der Brand am Sonntag entstanden, erscheint zweifellos. Bureau sondern in einem an die Bureaus anschließenden Nebenraum, der jedem Anwesenden frei zugänglich ist. Achtungsvoll Der Borstand der Allgemeinen Ortstranfenfaffe gewerblicher Arbeiter und Arbeiterinnen zu Berlin. Im Auftrage Hermann Soyka. : Ju Transvaal am Kurfürstendamm ist jetzt ein kleiner Jnder Vom Vorstande der Allgemeinen Orts Krankenkaffe 2c. ertranft, der zwölfjährige Knabe Ramfam, den der Vater gestern erhalten wir folgende Bufchrift: In der ersten Beilage des Vor- Abend mit einer Droschte in ein Krankenhaus brachte. Es scheint, wärts" Nr. 145 befindet sich ein Artikel, der sich mit einem angeb- daß ihm das Klima nicht bekommt. " gewerblicher Arbeiter und Arbeiterinnen, Prenzlauerstr. 46, befaßt. " Der Assistent des meteorologischen Instituts Dr. Berson, der Sonntag Nachmittag 5 Uhr vom Sportpart Friedenau aus aufgestiegen war, ist mit seinem Ballon abends 7 Uhr 20 min. sehr gut in Wustermark gelandet. Am Freitag, 25. Juni, ist bei Rufftein in Tirol der Sturz in den Bergen verunglückt und gestorben. Die Leiche wird zur 25jährige cand. rer. techn. Bruno Magnus aus Berlin durch AbBestattung hierher gebracht. " Mehrzahl der im Reichstagshause angestellten Unterbeamten und Diener Die späte Beendigung der Reichstagsfession trifft die recht hart. Wie nicht allgemein bekannt sein dürfte, sind diese Männer, wie die Volts- 3tg." schreibt, mit geringen Ausnahmen Ein Gelübde bat die zwanzigjährige Schneiderin Martha Sch. nur auf Diäten angestellt. Zumeist sind es Handwerker im Haupt- zum Selbstmord getrieben. Das junge Mädchen war seit Jahres beruf. Wäre die Session bei Beginn der heißen Jahreszeit ge- frist mit einem Kaufmann F. verlobt und im Herbst sollte die schloffen worden, so hätten sie größtentheils wohl Befchäftigung ge- Hochzeit stattfinden. Vor etwa drei Wochen erkrankte der Bräutigam, funden, ob fie jetzt solche finden, ist mindestens fraglich. Da der sich auf einer Geschäftsreise in Stettin befand, und verstarb am diese Angestellten jederzeit zur Verfügung stehen müffen und für Sonnabend Morgen. Durch ein Telegramm wurde die Sch. von ihren schweren Dienst ohnehin nicht sehr hoch bezahlt werden, dürfte es fich empfehlen, ihnen wenigstens das volle Monatsgehalt aus zuzahlen. Die fleine Belaftung fann die Reichskaffe schon vertragen in dem Hause, wo angeblich Sozialpolitik getrieben wird und wo ungezählte Millionen für militärische Zwecke verausgabt werden. Zur Frage der Dampffeffelrevision. Das Polizeipräsidium theilt mit: Der Herr Minister für Handel und Gewerbe hat unterm Verwandte der Sch. erschien, um die Trauernde zu trösten, fand sie Zu dem Familiendrama in Pankow wird gemeldet, daß der 15. März d. J. eine neue Anweisung zur Genehmigung und Unter die Thür zu dem Zimmer des Mädchens verschlossen. Da auf in der Scholinus'schen Anstalt internirte Bauunternehmer Schimpfe suchung der Dampfteffel erlassen, welche am 1. April d. J. in wiederholte Anrufe teine Antwort erfolgte, wurde die Thür gewalt- auf feinen Geisteszustand untersucht worden ist. Dabei ist der fraft getreten ist. Diese Anweisung bestimmt, daß hinfort fam erbrochen. Auf dem Bett lag blutüberströmit die Sch.; sie hatte Physikus zu dem Resultat gekommen, daß Schimpfe zwar sich in für die regelmäßig wiederkehrenden technischen Untersuchungen fich die Pulsadern aufgeschnitten und gab nur noch schwache Lebens- großer Aufregung befindet, die im allgemeinen auf seinen gewaltnach Abschnitt II ber neuen Gebührenordnung feste zeichen. Auf dem Tisch lag ein an die auswärts wohnende Mutter thätigen Charakter zurückzuführen sein dürfte, daß er sonst aber Jahresgebühren zu erheben sind, und daß als Revisions ihres Bräutigams gerichtetes Schreiben, in welchem die Sch. als geistig gefund ist. Sobald sein Zustand ein ruhigerer geworden sein jahr an stelle des Kalenderjahres das Etatsjahr getreten Grund ihres Todes angab, sie wolle sterben, da sie dem Geliebten wird, soll er als Untersuchungsgefangener nach Moabit übergeführt ist. Bei der Erhebung für das tommende Rechnungsjahr sind auch dereinst versprochen, im Falle seines etwaigen Ablebens ihm bald in werden. Die Leichen der Frau Schimpfe und ihrer beiden Söhne die Refsel zu berücksichtigen, die in der Zeit vom 1. Januar bis das Jenseits zu folgen. Tie schwer Verletzte wurde nach einem Walter und Willy find zur Beerdigung freigegeben worden. 31. März d. J. einer regelmäßigen technischen Untersuchung unter: Krankenhause überführt. Eine Nen- Eintheilung der Katasteramts- Bezirke tritt mit worfen waren. Die hierfür nach der bisherigen Gebührenordnung Arbeiterrififo. Auf einem Neubau ist am Montag Morgen dem 1. Juli d. J. für den Kreis Teltow ein, und zwar in der gezahlten Beträge bedingen keinen Gebührennachlaß. Nähere Aus- um 71/2 Uhr am Weidendamm der 29 Jahre alte Arbeiter Friedrich Weise, daß der Bezirk des Katasteramtes Berlin II unter Hinzu kunft ertheilen die Gewerbe- Inspektoren. Schmolinski, der in der Lübeckerstraße 36 in Schlafstelle wohnt, verziehung von Theilen der Katasteramts- Bezirke Berlin III und Char Von der Packetfahrt Gesellschaft. Gin Leser schreibt uns: unglückt. Der Mann glitt mit einer Leiter aus, stürzte ab und zog lottenburg getheilt wird, und zwei neue Ratasterämter: Berlin VI Bis zum heutigen Tage war ich der Ansicht, daß eine Starte mit sich eine Rißwunde am Hinterkopf und eine Quetschung des Beckens mit dem Amtssitze in Berlin und Groß- Lichterfelde mit dem Amts. eingedruckter 2 Pfennig Marke 2 Pf., ein dito Kartenbrief 8 Bf., zu. Ein Arbeitsgenosse brachte ihn in ein Krankenhaus. fige daselbst, errichtet werden. Demgemäß gehören vom 1. Juli ab vom Die Soubrette Frl. Henny Schmidt alfo auch ein Streifband mit eingedruckter 1 Pfennig Marte 1 Bf. Friedrich zu den Katasteramts- Bezirken: Berlin II die Gemeinden: Friedenau, fofte. Dem ist aber nicht so. Wie mir heute der Leiter der Filiale Wilhelmstädtischen Theater hatte am Sonnabend Mittag das Un Schöneberg, Wilmersdorf, Schmargendorf, Grunewald- Kolonie( Gut) in der Dalldorferstraße flar bewies, foftet eine 1 Pfennig Marke glück, sich auf der Fahrrad- Uebungsbahn Olympia" in der und Spandau, fönigl. Forst( Gut); zu Berlin VI von den Vorortwohl 1 Pf., aber 100 Streifbänder mit eingedruckter 1 Pfennig- Marke Alexanderstraße durch allzu schnelles Fahren den linken Fuß zu gemeinden: Nixdorf, Briz, Tempelhof, Treptow und Mariendorf 1,20 M., weil doch das Papier auch bezahlt werden müffe". Jede brechen. mit Südende; endlich zum Ratasteramts- Bezirt Groß- BichterErklärung hierzu ist wohl überflüssig. felde unter anderem die Vororte Steglitz, Behlendorf, Großs Lichterfelde, Lankwiß, Wannsee( Gut) und die Kreisstadt Teltow. Wegen eines Sittenverbrechens, das er an einem 12jäbrigen Mädchen begangen hatte, ist der 33jährige Tischler Koch aus der Ertstraße 14 zu Rigdorf gestern verhaftet worden. Kirschbaumkrankheit. Die amtliche Berl. Rorr." schreibt: In einem weiten Gebiete der Provinz Brandenburg, sowie auch in Posen und Westpreußen ist in diesem Frühjahr das Auftreten einer gefahrdrohenden Kirschbaumkrankheit festgestellt worden. Dieselbe mit Frostwirkung im Zusammenhang stehende Erscheinung geertraglos, sondern droht sie auch zu zerstören. Bisher für eine befällt vornehmlich Sauerkirschen und macht nicht nur die Bäume halten, ist die Krankheit neuerdings von der Wissenschaft als rein infektiose, durch den Pilz Monilia fructigena hervorgerufene feftgestellt. Sie giebt sich in einem raschen Brauns und Trockenwerden der Blüthenbüschel und in einem Fortschreiten des Absterbens auch der Tragzweige zu erkennen und bedeutet bei ihrem ansteckenden Charakter eine ernste Gefahr für den heimischen Obstbau. Zur Befämpfung der Krankheit ist nicht nur das franke Holz, soweit möglich, dem Tode in Stenntniß gesetzt und die Verzweifelte scheint vom herauszuschneiden und zu verbrennen, sondern es sind auch die ersten Augenblick an, da fie die Trauerbotschaft erhielt, den Baumtronen im Herbst nach Abfall des Laubes träftig mit KupferEntschluß gefaßt zu haben, sich das Leben zu nehmen. Sie bat ihre vitriol- Kallbrühe zu befprizen, welch letztere Maßnahme im Frühjahr Wirthin, fie einige Stunden ruhen zu lassen, da sie abends nach darauf vor dem Deffnen der Knospen zu wiederholen bleibt, ein Stettin fahren wolle, um den Geliebten vor der Beerdigung Berfahren, welches weder erhebliche Kosten, noch praktische SchwierigAls eine halbe Stunde später eine teiten verursacht." noch einmal zu sehen. " " An einer feltsamen Blutvergiftung ist am Sonntag BorEine edle Dreiftigkeit übt die Märkische Volkszeitung". Das mittag der frühere Theaterfaftellan des Vittoria Theaters Brechlin fatholische Blatt schilt auf die Maurer, welche das Katholische gestorben. Der etwa fünfzigjährige Mann hatte sich am Sonnabend Vereinshaus" in der Niederwallstraße bauen. Die Arbeiter haben Bormittag selbst rafirt und sich am Halfe eine ffeine Schnittwunde am Frohnleichnamstag", der bekanntlich kein gesetzlicher Feiertag zugefügt; da eine schwache Blutung eintrat, so flebte B. die verlegte ist, auf Geheiß der katholischen Bauleiter feiern müssen und ver Stelle mit einem Stückchen Zeitungspapier zu. Wenige Minuten langten natürlich den Arbeitslohn, den die Herren ihnen für diesen später mußte er entfeßlicher Schmerzen halber einen Arzt hinzurufen, Tag von Gesetzes wegen schuldeten. Der Arbeitslohn wurde ihnen aber der hochgradige Blutvergiftung konstatirte, ohne jedoch helfen zu verweigert. Nun macht das Blatt nicht die Bauleiter auf den Spruch lönnen. Am Sonntag Vormittag ist B. seinen furchtbaren Leiden von Jesus Sirach aufmerksam, wonach der Mann, der den Arbeitern erlegen. ihren Lohn nicht giebt, ein Bluthund ist, sondern es schilt auf die Die Feuerwehr wurde von Sonnabend Abend bis Montag Arbeiter, weil diese verlangten, was sie von Rechts und Gesetzes früh nicht weniger als achtzehnmal gerufen. In der Berliner wegen zu fordern hatten. Weiter poltert das Blatt, weil die Untonsbrauerei, Hafenheide 22, brannte am Sonnabend Abend Arbeiter in einer Versammlung bauliche Mißstände zur Sprache furz vor 8 Uhr Hopfen. Auf der Leffingbrücke hatte man Stroh brachten, die angeblich nicht bestehen sollen. Hoffentlich beschämen angezündet, und auf der Melchiorbrücke war der Staub zwischen die Bauleiter in der Einsicht, daß sie schwer im Unrecht sind, die dem Bohlenbelag in Brand gerathen. Am Sonntag Nachmittag um Beitung, die angeblich ihre und die fatholischen Interessen fördern 41/2 Uhr entzündete fich in der Eisengießerei von Gebrs u. Ko., will, und lassen es nicht dahin kommen, daß die Maurer erst vor Wienerstr. 36a, ein Ballon mit einer leicht brennbaren Flüssigkeit. hat am vorigen Freitag, den derbruch und namentlich die dem Gewerbegericht ihr Recht suchen müssen. Abends nach 8 Uhr stürzte in der früheren Alexanderkaserne Bezüglich der Unterbringung von Reisenden in höheren Alexanderstr. 10/11, gegenüber der Magazinstraße, die Decke eines Wagenklaffen wegen Ueberfüllung ist seitens der Eisenbahn- Binimers ein. Eine Frau, die sich darin anfhielt, wurde verlegt und verwaltung folgende Anordnung ergangen: Jm verflossenen Jahre mußte einem Arzt übergeben werden. In allen übrigen Fällen Eine erhebliche Verlegung zog sich am Sonntag Nachmittag ein Radfahrer im Forst bei Hirschgarten zu, welcher die Waldung durchführ. Der Fahrer, der auf einem zwischen den Bäumen sich durchschlängelnden Fußgängerweg dahin saufte, wollte Spazier gängern ausweichen und streifte hierbei einen Baum; infolge dessen stürzte die Maschine um und der Radfahrer schlug mit solcher Gewalt gegen den Stamm einer Tanne, daß er besinnungslos liegen blieb. Durch nachkommende Freunde wurde der Verunglückte, der sich an Ort und Stelle nicht zu erholen vermochte, nach Hirschgarten und von dort mittels eines Kremsers nach einem Krankenhause in Berlin gebracht. Ein furchtbares Unwetter, verbunden mit starkem Hagelschlag, Gegend von Freienwalde heimgesucht. Durch den Hagelschlag, welcher Eisstücke von 2-3 cm Stärte mit sich brachte, find allein einem Gärtner über 5000 Scheiben eingefchlagen worden, abgesehen von dem enormen Schaden, der an den Pflanzen entstanden ist. Gerichts- Beitung. = würden, wenn sie den Angeklagten vor dem Zuchthause bewahrten. Die Frage in betreff der mildernden Umstände wurde verneint, worauf der Staatsanwalt eine Buchthausstrafe von acht Jahren beantragte. Der Gerichtshof erkannte auf fe ch 3 Jahre zucht haus, 5jährigen Ehrverlust und Polizei- Aufsicht. -WW Arbeiter- Bildungsschule. Die Bibliothet in der Nordschule runnen ft r. 25, ift für bie Mitglieder an folgenden Tagen geöffnet: Gonn 10 Uhr. Mitgliedsbeiträge werden an diesen Tagen in der Nordschule entgegentags, vormittags von 10-12, Dienstags und Freitags, abends 9 bis genommen, ebenso in folgenden Bahlstellen: Gottfr. Schulz, Admiralftr. 40a, Schöning, Köpnickerstr. 68; Meul, Barnimftr. 42; Babiel, Rosenthalerstr. 57; Gleinert, Müllerstr. 7a; Burghaufe, Butbuferstr. 32; Blantenfeld, Stephanftr. 29. H. Königs, Dieffenbachstr. 30. Werner, Bülowoftraße 59; Grube, Mariendorferstraße 5; Kaßler, Junterstraße 1. Alle Zuschriften find an den Borstbenden Paul Müde jr., SO. Man zu senden. Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Borsigender Ad. Neumann, teuffelstr. 128, Geldsendungen an den Kafftrer H. Königs, S. Dieffenbachfir. 30, Brunnenſtr. 160. Alle Aenderungen im Vereinstalender sind zu richten an Friedrich ortum, Manteuffelfiv. 49, v. 2 Tr. Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und der Umgegend. Borfigenber B. Gent, Dresdenerfir. 107/108. Alle Buschriften, den Bereinstatenber betreffend, find an H. Bendix, Alexandrinenstraße 100, zu richten. Arbeiter- Raucherbund Berlins und der Umgegend. Aenderungen im Bereinstalender sind zu richten an Hermann Braunschweig, Dresdener straße 80, 2. Hof. " Kosmos", Verein für volksthümliche Wissenschaft. Seute Abend 9% ühr bei Senfel, Brunnenſtr. 173. Vortrag des Herrn C. Neubauer:„ Die Stellung der Frau im Bürgerlichen Gesetzbuch." Distusfion und Verschiedenes. Gäste willkommen. Die Besichtigung des Riesenfernrohres in Treptow findet Sonntag den 4. Juli gegen Abend statt. Billets zu ermäßigten Preisen sind in der Sigung zu haben. ,, Koteletten- Karl" soll der Droschkentutscher Karl Soff mann den Schuhmann Wille geheißen haben, weshalb sich der Sünder wegen Beamtenbeleidigung vor dem Schöffengericht in Moabit zu verantworten hatte. Nach den Bekundungen des Schuh manns Wille ist der Angeklagte in der Nacht vom 20. zum 21. April v. Westernhagen hatte auf einem seiner Grundstücke eine DampfDer vielfache Handeigenthümer und Rittergutsbefther gegen 22 Uhr morgens die Müllerstraße entlang gefahren, anscheinend fest schlafend. Auf des Zeugen Anruf, doch nicht zu maschine aufgestellt, welche elektrisches Licht zur Beleuchtung der Flure schlafen, sei der Angeklagte munter geworden und im Trabe davon und Treppen und der in dem Hause vorhandenen Fabriken erzeugte; gefahren. Als er mit seinem Gefährt in die Reinickendorferstraße theilweise wurde auch Dampf der im Hause befindlichen einbog, habe er sich auf dem Bocke umgedreht und ihm, dem Tischlerei benutzt. Zu dem Aufstellen der Maschine besaß Die Rauchentwickelung Zeugen zweimal den Spiznamen Roteletten Karl" zugerufen. Herr v. Westernhagen die Konzession. In gerechter Entrüstung hierüber habe er, der Zeuge, fich sofort war nun im Sommer v. J. eine so bedeutende, daß sie sehr läftig Dabei gemacht, sowohl die Nummer der Droschte als auch die Hut- fiel und die Nachbarn zu denen auch Oberbürgermeister Zelle nummer des Kutschers in sein Notizbuch einzutragen. gehört Dem Beschwerde bei der Polizei führten. Die Polizei wandte Gerichtshofe wollte es nicht recht einleuchten, daß es möglich sei, in fich an Herrn v. Westernhagen, worauf dieser dem von ihm bevollfinsterer Nacht die Nummer einer im Trabe davonfahrenden Droschke mächtigten Verwalter die Weifung gab, zur Feuerung nur die zu erkennen, und nun gar die Hutnummer, welche sich auf der linken beste Kohle zu verwenden. Das gefchab denn auch, nachdem der Seite des Hutes befindet, wenn man, wie der Zeuge, sich rechts von Verwalter die verschiedensten Versuche angestellt hatte. Jm dem Gefährt befand. Auf einen entsprechenden Vorhalt hin erklärte Frühjahr dieses Jahres fing es jedoch wieder an, über die der Beuge jedoch jeden Frrthum für ausgeschloffen. Von den ge- einem gewissen Zeitpunkte an wieder etwas weniger gutes Material Maßen zu rauchen und die Straße 2c. zu verqualmen, weil von ladenen Entlastungszeugen wurde dargelegt, daß zu der fraglichen Beit am fraglichen Orte fünf bis sechs Drofchten vorbeigefahren our Feuerung verwendet wurde. Die Folge waren neue Bewären, und daß ein Kutscher dieser Droschten, nicht aber der schwerden, worauf die Polizei gegen v. W. mit einem Strafmandat Angeklagte, Roteletten Start" gerufen habe. Schußmann Wille in Höhe von 50 Mark vorging. v. W. erbob Widerspruch und und ebenfalls der Schuhmann Patsete haben indessen nur erschien dieser Tage vor der 140. Abtheilung des Amiszwei Droschten gesehen, die des Angeklagten und noch eine andere, gerichts I nicht auf der Anklagebant, wie das bei geund gehört, daß der Angeklagte den Ruf habe ertönen laffen. fein pflegt, die hinauf müssen, felbst wenn sie sich dagegen wöhnlichen Sterblichen in solchen Situationen der Fall zu Daraufhin erklärte der Amisanwalt, daß den bestimmten Aussagen fträuben. Es wurde ihm geftattet, diesen verpönten Ort zu meiden der beiden Beamten unbedingt geglaubt werden müsse und beantragte und auf der Zeugenbank Platz zu nehmen. Im übrigen half ihm er gegen den Angeklagten eine Geldstrafe von 50 in. Der Gerichtssein Widerspruch nicht; der Gerichtshof erhöhte vielmehr die Strafe und hof war indessen anderer Meinung. Er hielt es nicht für aus in anbetracht der günstigen Vermögenslage des Angeklagten auf geschlossen, daß der Schuhmann Wille, während er zwei Droschken- 100 M. Erwähnt mag noch werden, daß der betreffende Vor- der sozialinische Student"( Berlin NW. Marienfir. 27) enthält in feinem nummern in sein Notizbuch eintrug, das Vorbeifahren noch mehrerer figende, Amisrichter Genice, welcher gegen den Angeklagten so Droschten nicht wahrgenommen habe, und daß demzufolge doch ein tonziliant war, einige gut gekleidete Angeklagte als Zeugen mit anderer als der Angeklagte Koteletten- Karl" gerufen haben tönne. " Ihr" anstatt des üblichen Sie" ansprach. Der Angeklagte wurde freigesprochen. 0 " Dersammlungen. Der Verband der Graveure, Ziseleure und verwandter Eingelaufene Druckschriften. Die Sozialistischen Monatshefte"( Berlin NW., Martenstr. 27) haben soeben ihr sechstes Heft erscheinen laffen. Es hat folgenden Inhalt: Paul Hirsch, Die preußischen Landtagswahlen und die Sozialdemokratie. Wilhelm Bölsche, Bola. Dr. Auguft Winter, Die Gleichhett" des deutschen Reichstags- Wahlrechts. G. Gorel, Ueber die Mary'sche Werththeorie. Henriette Fürth, Ein Arbeiterinnen= Strett. Johanna Loewenherz, können Sozialdemokratinnen und bürgerliche Frauenrechtlerinnen für gemeinsame Ziele auch gemeinsam fämpfen? D. Leven, Der Sozialismus in Queensland.- Emil Lang, Einige Bemerkungen über die parlamentarische Thätigtelt der sozialdemokratischen Reichstags Fraktion. Rundschau: Deffentliches Leben. Bücher. Bibliographte der Sozialwissenschaften. Das Heft enthält ein Porträt von Emile Zola. Preis pro Seft 50 Pf., pro Quartal 1,50 M.( inkl. der Beilage: Der fozialistische Student). sechsten Heft: Nofter, Unsere öffentlichen Stubenten Versammlungen in Berlin. A. Georgi, Die Berliner Lesehallen- Wahlen. Karl Henckell, An die Dick= häuter unter den Professoren. Walter Pauli, Kieler Brief. Dr. Eduaid David, Die Uel erfüllung der höheren Berufsarten. Rundschau: Bon den Hochschulen. Frauenstudium. Tagesfragen. Bon unseren Professoren. Akademische Preis der Einzelnummer 10 Pf., pro Quartal 30 f. Bu bezieher durch alle Postanstalten und Buchhandlungen, fowie dirett durch die Expedition( per Kreuzband oder in geschlossenem Kouvert). Probehefte gratis und franto durch die Expedition. Briefkasten der Redaktion. Die juristische Sprechstunde findet Montags, Dienstags, Freitags und Sonnabends, abends von 7-8 Uhr statt. S. G. Adresse uns unbekannt. 3. Kal-. Wasser. Der traurige Andgang eines nuseligen Scherzes führte geftern den Schlächtermeister Paul Eichler, den Sohn des befannten Schlächtermeisters Gustav Eichler in der Kaiser Wilhelm straße, und den Koch Walter Seyring unter der Anklage der fahrlässigen Tödtung vor die zweite Straftammer am Landgericht II. Die zur Anklage stehende Strafthat ist am Berufsgenossen Deutschlands hielt am Sonntag und Montag in seine erste Generalversammlung ab. Auf derselben waren 14. Mai d. J. in der Charlottenburger" Flora" verübt worden und 11 Delegirte und ein Vertreter der Generalfommiffion anwesend. zwar gelegentlich eines Geschäftsausfluges, an welchem die Engros Aus den Berichten der Delegirten über die örtlichen Verhältnisse ist ſchlächter Edwin Schulz und Riegel theilnahmen und der folgendes hervorzuheben: In Berlin ist ein Rückgang der Drnebenbei eine harmlose Bierreise werden sollte. Der Angeklagte ganisation insofern zu verzeichnen, als die Zahlstelle des kürzlich erst Eichler hatte das Fleisch. für die Küche des Flora Etablissements gegründeten Verbandes nur 300 Mitglieder zählt, während der vorzu liefern und hatte mit dem Küchenchef, dem Angeklagten dem bestehende Lokalverein 450 Mitglieder hatte. Man hofft aber, durch Byrtet. Versuchen Sie es. Große Geduld gehört aber dazu. Seyring, einige geschäftliche Abmachungen zu treffen. Schon nach eine rege Agitation beffere Fortschritte zu machen. In Krefeld bekannt. 1875 M. uns ist nichts Näheres über das neue Unternehmen dem das erste Glas Bier angetrunken, die Stimmung also noch sind von 68 Gehilfen 35 organisirt, die Arbeitszeit beträgt 9 bis Erna. Wir wissen nichts Näheres über den Mann, doch wird man feineswegs einen besonders hoben Grad erreicht hatte, begaben sich 101/2 Stunden, der Wochenlohn 17,50 bis 45 m. 211s großer Uebel- Ihnen wahrscheinlich in irgend einem Feuerwehrdepot gern Auskunft geben. die brei Schlächtermeister in die Küche des Etablissements, um sich stand wird die Hausarbeit empfunden, die in ausgedehntem Maße J. H. 23. Wir können uns mit der Angelegenheit nur befassen, die Hände zu waschen. Eichler machte inzwischen seine geschäftlichen Platz gegriffen hat. In Altenburg wird bei einem Stundenlohn wenn Sie uns von einem gegen den Mann angesezten Gerichtstermin vorAngelegenheiten mit Seyring ab, da er aber durch Schulz und von 28 bis 40 Pf. 9 bis 10 Stunden gearbeitet. In Dresden her in Kenntniß fezen oder uns gravirendes Attenmaterial übermitteln. Rieger durch allerlei Uitereien dabei gestört wurde, so bat er arbeiten 86 Bebilfen, von denen 61 dem Verband angehören. Der öffentliches Eingehen auf Ihre Sache wäre erfolglos. Pavillon 8. 1. Nein. 2. Ja. Bertram. Eine Klage und ein seine Freunde, fich nach dem Lokale zurückzubegeben. Wochenlohn schwankt zwischen 15-86 M. und beträgt im Durchschnitt...: Ja.- S. Kl., Charlottenburg. Ift uns nicht bekannt. 5. P. 5. Riese, Diesem Wunsche kamen die beiden Freunde nicht nach, weshalb 22 M. Die Dresdener Kollegen leiden stark unter der Konkurrenz billiger Eichler den Seyring frug, A. S., Stolp. Ich rathe Ihnen zum Abonnement auf die Züricher ob er tein Tesching zur Arbeitskräfte, welche aus Böhmen einwandern. In Friedrichs. Post"( täglich in Zürich erscheinend), die radikal demokratisch ist. Ferner Hand habe, damit er die beiden rausbringen könne. Seyring, der bagen arbeiten 35 Gehilfen, von denen 25 organisirt sind. Die fönnten Sie es einmal mit dem Freidenfer" in Milwaukee, Michigan, gerade aus einem Schube feines Schreibpultes Geld für Eichler Arbeitszeit beträgt 9 Stunden. Der Delegirte aus Leipzig flagte Amerita, probiren, der mitunter recht gute Artikel hat( einmal wöchentlich). herausnehmen wollte, langte aus dem Pulte einen alten Revolver darüber, daß heraus und gab diesen an Eichler mit dem Zufaße: Hier nimm, Berbandes im allgemeinen nicht die dortigen Kollegen den Bestrebungen des Beide Blätter fönnen Sie bei der Post bestellen. Gruß! W. L. G. E. in A. 1. Nein. 2. Zwecks Beitreibung etwa verhängter Strafen: sympathisch gegenüberstehen. ja... Allen. Wenn der Junge unter 7 Jahren alt ist, so haften Sie er ift nicht geladen!" Eichler nahm den Revolver in Von etwa 400 Gehilfen gehören 110 dem Verbande an, als Vater für die von ihm zerbrochene Scheibe, fonst nicht. die Hand und hielt auf seine Freunde, die P. K. S. aber darüber die gleiche Bahl, welche der frübere Lokalverein aufwies. Der Die Forderung ist nicht verjährt; Sie müßten dieselbe( durch einen Rechtsnut lachten. Riegel fagte: Mit dem Dinge fannst Durchschnittslohn beträgt 24-25 M. bei 8-10 stündiger Arbeitszeit. amwalt) beint Landgericht einklagen. 21. M. Gine Maximal Du wohl schmeißen, aber nicht schießen!" Doch in demselben In München ist der Stand der Organisation nur 25 Kollegen ausrufungszeit ist Detail Verkaufsgeschäften gegenüber leider nicht Augenblicke trachte ein Schuß und Schulz griff sich mit dem Ruse sind im Verband Donnerwetter, das war aber grob!" Am nächsten zwischen 371/ 2- 60 Pf., die Arbeitszeit beträgt 8-10 Stunden. In an Lohn oder Gehalt täglich weniger als 62, W. beträgt. fein günstiger. Der Stundenlohn bewegt sich vorgeschrieben. Die betreffende ist, da sie unter 16 Jahren, nicht flebepflichtig, wohl aber frantenversicherungspflichtig, falls ihr Arbeitsverdienst Tage starb Schulz im Krankenhause. Der Gerichtshof hielt die Stuttgart sind die Löhne sehr verschieden, sie betragen für Vielleicht sprechen Sie zur genaueren Darlegung des Sachverhalts gelegentAngeklagten beide für schuldig, den einen, weil er die Waffe her- Graveure 20 Pi. bis 1 M., für Bifeleure 28-65 Pf. pro Stunde, lich in der juristischen Sprechstunde vor. gegeben, den anderen, weil er die keineswegs unbrauchare Waffe, gearbeitet wird 9-10 Stunden. In Stuttgart sowie in Gilingen ein Invaliden- oder Alters- Rentenempfänger feinen Wohnsis, so hat auf Hundsfeld G. Nein. Verlegt die durchaus den Eindruck voller Brauchbarkeit machte, benutte. besteht ein städtischer Arbeitsnachweis, mit dem nach Angabe des seinen Antrag der Vorstand der Versicherungsanstalt, welcher die Rente an Rohheit der Gesinnung wurde nicht angenommen, dagegen aber Delegirten die Arbeiter durchaus zufrieden sind. gewiesen hatte, die letztere an die Postanstalt des neuen Wohnorts zur Aus= grobe Fahrlässigkeit. Das Urtheil lautete für Eichler wie für An den Geschäftsbericht des Vorstandes, den der Verbands- sahlung zu überweisen.- Hermann 104. Findet gelegentlich Verwendung. Seyring da beide gleich strafbar sein auf neun Monate vorsitzende Brückner erstattet, fnüpfte sich eine furze Debatte, Ein Recht zu sofortiger Aufhebung haben Sie nicht, F. K. Sie müssen spätestens am 15. Juli zum 1. August tündigen. Gefängniß. dann legte der Kassirer Rechnung über die Kaffenverhältnisse. Der faffung des Regierungspräsidenten erscheint zutreffend. R. 2. Klagen Sie Fechner. Die AufUnter Ausschluß der Oeffentlichkeit wurde gegen den Kauf- Bericht umfaßt die Zeit vom 1. Februar bis 20. Juni 1897. Aus auf Schadensersaz. 5. N. 999. Wenn der Inhalt Ihres Miethsvertrags mann und Hauseigenthümer Ludwig Mitan vor der III. Straf- demfelben geht hervor, daß der Verband 24 Bahlstellen und nicht das Gegentheil fagt, ja.- D. N. 15. 1. Nach Inhalt des Miethsvertrags fammer des Landgerichts I verhandelt. Wie der Urtheilspublikation 700 Mitglieder hat. Die Einnahme betrug 3763,91 M., die Aus. ist der Wirth im Recht. 2. Das ist Miethers Sache. Danowitz. 1. Gehen Sie zu entnehmen ist, wurde der Angeklagte, dessen Haus als berüchtigtes gabe 779,56 M., bleibt ein Bestand von 2984,35 W. Die Einnahmen zum Standesbeamten. 2. Als Ausländer fönnen Sie das nicht. 3. Ja. Absteigequartier jener Gegend bekannt sein soll, bereits seit dem find nicht nur aus Mitgliedsbeiträgen erzielt, sondern bestehen zum Jahre 1891 polizeilich beobachtet. Nach verschiedenen vergeblichen großen Theil aus Ueberweisungen des Vermögens der früheren LokalVersuchen wurde endlich eine Handhabe gefunden, welche ein Vor- vereine, die zum Verband übergetreten sind. Der Kassirer wurde gehen gegen den Angeklagten ermöglichte. Der Gerichtshof verurtheilte einstimmig entlastet. Damit schloß die Sonntags- Sihung. ihn zu vier Wochen Gefängniß. an den Leib: " Verlin Wiesbaden München Wieu. V Witterungsüberficht vom 28. Juni 1897. In der Sigung am Montag erstattete der Redakteur des Ver Unter dem Titel ,, Allgemeine deutsche Gewerbehalle" sich eine längere Debatte über die prinzipielle Haltung des Organs. bands- Organs den Geschäftsbericht bezüglich deffelben. Daran knüpfte Stationen. wurde im vorigen Jahre eine Zeitschrift gegründet, welche sich nur Der Delegirte aus Krefeld bemängelte den Abdruck des Aufrufs zur eines turzen Bestehens erfreute. Einer der Gesellschafter, der Re- Maifeier, da eine Hervorkehrung sozialdemokratischer Bestrebungen dakteur Heinrich, hatte feinen früheren Mitarbeiter, den Redakteur der Gewerkschaft in Rheinland- Westfalen, wo das Pfaffenthum Rabe, wegen Untreue angezeigt, worauf der letztere fich noch in großem Ansehen stehe, Abbruch thun würde. Das Swinemünde gestern dieserhalb vor der siebenten Straffammer des Land- Organ müsse durchaus unpolitisch fein. Der Delegirte Hamburg gerichts I zu verantworten hatte. Der Angeklagte gab zu, einen Gutmann Berlin ist zwar dafür, daß man sich innerhalb der Wechsel über 300 M. auf den Namen der Gesellschaft lautend und gewerkschaftlichen Organisation nicht mit Politik befaffe. mit Ben zung des Geschäftsstempels ausgestellt und in Verkehr ge- Dem tedakteur macht er den Vorwurf, daß er in der Zeitung zwar setzt zu haben, er habe dadurch aber feinen rechtswidrigen Vermögens feine bestimmte politische Partei empfohlen, dagegen die Sozial vortheil erzielt, da er an die Gesellschaft einen Gehaltsanspruch in demokratie entschieden bekämpt habe. Gine solche Haltung sei auch Haparanda. gleicher Höhe gehabt habe. Nun wurde dem Angeklagten aber der Para- eine politische. Die Interessen der Gewerkschaft fönnten nur dann Petersburg graph aus dem Gesellschaftsvertrage vorgehalten, worin bestimmt hinreichend gefördert werden, Der Redakteur wurde, daß Urkunden und Verträge, welche die Gesellschaft betrafen, Verbands Organs einen tlassenbewußten Standpunkt von sämmtlichen Theilhabern unterzeichnet sein mußten. Der Gerichts trete. Bringmann, Vertreter der Generalfommision, legte Paris. hot hielt den Angeklagten für überführt, billigte dem bisher Un in längeren Ausführungen dar, daß die Politik im engeren bescholtenen aber mildernde Umstände zu und erkannte auf eine Sinne, die Parteipolitit, nicht in die Gewerkschaften gehöre; selbstWoche Gefängniß, während der Staatsanwalt 4 Wochen Gefängniß redend müsse der Redakteur eines gewerkschaftlichen Blattes auch beantragt hatte. die politischen Strömungen soweit beachten und behandeln, als sie Eine neue Schwurgerichtsperiode des Landgerichts I begann eine Rückwirkung auf die Gewerkschaftsbewegung ausüben. Folgende gestern unter dem Vorsitz des Landgerichtsdirektors Voigt mit der von Gutmann Berlin einge brachte Resolution wurde mit großer Berhandlung einer Auflage wegen schweren Raubes. Angeklagt Majorität angenommen. In Erwägung, daß der gewerkschaftliche war der Arbeiter" Adolph Pesch, ein Mann, welcher vor etwa Erfolg unserer Organisation wesentlich von der klaffenweil " F venn des verSort Aberdeen. Barometertand in mm, d. Meeressp. OOO Windrichtung Windstärke Stala 1-12) 3341424521 767 DSD 765 766 765 GD GD 1881 768 763 762 N 758 DSD 765 764 DSD Petermann. Wetter wolkenlos halb bedeckt heiter halb bedeckt Temperatur PERSON nach Getñus 18 19 19 18 wolfig heiter 18 19 heiter 10 bedeckt 16 halb bedeckt 14 halb bedeckt 19 ( 50 6.4° R.) Wetter Prognose für Dienstag, den 29. Juni 1897. Binden; Gewitter nicht ausgeschlossen, foust trocken. Ziemlich heiter und sehr warm bet schwachen füdöstlichen Winden; Gewitter nicht ausgeschlossen, sonst trocken. Berliner Wetterbureau. Achtung! 6. Wahlkreis. Achtung! Hof, Köslinerstrasse No. 8: Gr. öffentl. Volksversammlung. Tages- Ordnung: 3 Jahren angestellter Briefträger war und seit dieser Zeit bis prinzipiellen Haltung unferes Organs abhängt, wird zum Straßenräuber herabgesunken ist. Er verlor seine Stellung, von der Redaktion deffelben erwartet, daß sie flet3 den Standpunkt er sich verschiedene Verbrechen im Amte zu schulden vertritt, daß die Solidarität der Kollegen, wenn fie fich nur auf Dienstag, den 29. Juni, abends 8 Uhr, im Kösliner kommen ließ und dieserhalb vom Schwurgerichte zu sieben Monaten das gewerkschaftliche Gebiet beschränkt, absolut fruchtlos ist, sondern Gefängniß verurtheilt wurde. Dann wurde er Arbeiter, erfuhr noch daß die Solidarität dem Verbande erst dann zu gute tommt, wenn mehrfache Bestrafungen und beging dann die schwere That, welche sie sich auch auf die Erhaltung und Erweiterung der gefeßlichen derzeit wegen der Frechheit, mit der sie begangen wurde, Aufsehen Grundlagen der Organisation erstreckt. erregte. Am Vormittage des 7. Mai d. J. gegen 11 Uhr ging eine Hierauf folgte die Berathung einer Reibe auf Statutenänderung ältliche Dame durch die Thiergartenstraße auf der nichtbebauten gerichteter Anträge ohne prinzipielle Bedeutung. Seite. Sie trug mehrere kleine Packete auf dem Arm und hielt das Die Frage der Besoldung der Verbandsbeamten wurde dahin den Zandtagswahlen"? 1. Fortsetzung der Diskussion über die Frage: Betheiligen wir uns an Portemonnaie in der Hand. Plöglich sprang ein bertulisch gebauter geregelt, daß man, weil der Verband zu flein ist, von einem festen Bu recht zahlreichem Besuch laden ein Mann hinter einem Baume hervor, ergriff die Dame mit einer Gehalt absah und dem Gesammtvorstand für seine Arbeitsleistung 246/8 Hand am Halse und entriß ihr mit der anderen das Porte- eine Entschädigung von 71/2 pet. der Einnahmen zubilligte. In den monnaie. Die Angefallene rief laut um Hilfe, der Räuber Vorstand, der seinen Gig in Berlin hat, wurden gewählt: flüchtete sich in den Thiergarten. Mehrere Personen hatten den Brückner, 1. Vorsitzender; Grill, 2. Vorsitzender; Siebert, Ueberfall, der mit außerordentlicher Schnelligkeit sich abgefpielt 1. Raffirer; Riete, 2. Raffirer; Gutfchmidt, Schriftführer für den 2. Berliner Reichstags- Wahlkreis. hatte, mit angesehen fie eilten dem Thäter nach. Derselbe Zum Redakteur der in Leipzig erscheinenden Fachzeitung wurde wäre aber wahrscheinlich davon gekommen, wenn nicht Leitner bestimmt, und die Kontrollkommiffion aus den Kollegen zufällig ein Polizeilieutenant zu Pferde angekommen wäre, Thurow, Thiel und Förster zufammengefeht. der schnell von dem Vorgefallenen unterrichtet wurde, Nachdem mebreve Delegirte Fingerzeige gegeben hatten über die sich an der Verfolgung betheiligte und den Räuber stellte. Da der Art, wie eine wirksame Agitation zu entfalten sei, überwies man Angeklagte den Sachverhalt zugab, so beschränkte der Ver: die Regelung diefer Angelegenheit, ebenso wie die Vorarbeiten zur theidiger, Rechtsanwalt Rheinsberger, sich auf den Versuch, Einrichtung eines Zentral- Arbeitsnachweises dem Verbandsvorstand. demselben mildernde Umstände zu erwirten, obgleich Staats In Streitfällen soll der Vorstand das Recht haben, den Wochenanwalt Krebs den Geschworenen vor Augen führte, daß sie beitrag um böchstens 10 Pf. zu erhöhen. Die nächste Generalder öffentlichen Sicherheit einen schlechten Dienst erweifen verfammlung findet nach zwei Jahren in Leipzig statt. Die Vertrauenslente. Sozialdemokratischer Wahlverein = Dienstag, den 29. Juni, abends 82 Uhr, in Habel's Branerei- Ausschank, Bergmannstraße 5-7: Versammlung. Tages Ordnung: demokratie und ihre Gegner". 2. Distusfion. 1. Vortrag des Genossen' Theodor Metzner über: Die SozialStimmrecht", von August Bebel, gelangt in dieser Versammlung Die Broschüre: Die Sozialdemokratie und das allgemeine zur Bertheilung. Gäste haben Zutritt. Bahlreichen Besuch erwartet 238/14 Der Vorstand. Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Dienstag, den 29. Juni. Neues fgl. Operntheater( Kroll). Die Bohème. Phantasien im Bremer Rathsfeller 7 Uhr. Berliner. 3 Jungferngift. 72 Uhr. Leffing. Die Geisha. 712 Uhr. Schiller. Mit Vergnügen. 8 Uhr. Westen. Der Waffenschmied. 8 Uhr. Neues. Marcelle. 71/2 Uhr. Friedrich Wilhelmstädtisches. Lehmann's Kriegs- Abenteuer im Orient. 8 Uhr. Residenz. Der Unterpräfekt Vorher: Musotte( II. Aft) 712 Uhr. Belle Alliance. Spezialitäten. Anfang 6 Uhr. Alexanderplan. Verkäuflicher Werth. Anfang 8 Uhr. Oftend. Unsere Reichspost 7½ Uhr. Volks. Von Stufe zu Stufe Zum Schluß: Das Fest der Hand: werfer. 8 Uhr. Apollo. Venus auf Erden. 8 Uhr. Passage Panoptikum. Die Kinder der Wüste. Schiller- Theater ( Wallner- Theater). Dienstag, abends 8 Uhr: Vorletzte Vorstellung vor den Ferien: Mit Vergnügen. Mittwoch, abends 8 Uhr: Lette Vor: stellung vor den Ferien: Bürgerlich und Romantisch. Ostend- Theater. Gr. Frankfurterstr. 132. Dir. C. Weik. Unsere Reichspost. Durchschlagender Erfolg. Anf. 8 Uhr. Jm Garten: Spezialitäten ersten Ranges. Hugo Schulz. Anfang 5/2 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung 11. a.: Volks- Theater 34. Reichenberger Straße 34. Abends 8 Uhr: Von Stufe zu Stufe. Lebensbild m. Gesang in 5 Bildern von Dr. H. Müller. Musik von R. Bial. Vor der Vorstellung von 62 Uhr ab: Garten- Konzert. Entree 30 Pf. bis 3 M. Morgen: Hopfeuraths Erben. Apollo- Theater und Konzert- Garten. Otto Reutter mit seinen aftuellen selbstverfaßten Kouplets. Um 9 Uhr: Venus auf Erden. Burlest- phantastische Operette m. Tanz in 1 Aft von Bolten Bäders. an Musik von Paul Linde. In Szene gesezt vom Direktor J. Glüd. Urania, Tanben- Strasse 48-49. Naturkundliche Ausstellung täglich geöffnet von 10 Uhr vorut. ab. Eintritt 50 Pi. Wissenschaftl. Theater abends 8 Uhr Invalidenstr. 57/62( Lehrter Stadt: Bahnhof): Täglich von 5 Uhr nach: mittags ab bis 10 Uhr abends Sternwarte und Mondpanorama. Eintritt 50 Pf. Näheres die Tagesanschläge. Actien- Brauerei Beim bevorstehenden Monatswechsel Die glüdliche Geburt eines Sohnes Friedrichshain. empfehlen sich folgende Heute Dienstag: Gr. MilitärFrei- Konzert. Programm unentgeltlich. Partei- Speditionen: . 1 Berlin, 27 Juni 1897. Dr. Heinrich Braun u. Frau Lily, geb. v. Kretschman. Todes- Anzeige. 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Buske, Grenadierstraße 33: Versammlung der Plah- Deputirten. Da in dieser Versammlung die weitere Disfusion über unsere neue Lohnbewegung stattfindet, muß jede Arbeitsstelle vertreten sein. 277/3 Des weiteren machen wir bekannt, dak laut Beschluß der Versammlung vom 23. Juni von dieser Woche ab der Beitrag zum Agitattonsfonds und Unterstützungsfonds 50 Pf. beträgt und die Quittungskarten bis zum 15. Juli der Lohnkommission zur Kontrolle vorgelegt werden müssen. 277/3 Die Lohnkommission. Wer- Stoff- hat No. 2. Mariannenstr. No. 2. Widmungs- Kränze, Guirlanden, Ball sträußchen, Bouquets 2c. werden sehr geschmackvoll und preiswerth geliefert. Wer Stoff hat fertige Anzug, feinste Futtersachen, für 20 Mart an. 29025 Heymann, Chausseestr. 26. Mühlenstraße Nr. 8 nahe Oberbaum u. Warschauerstraße, find billige freundliche Hofwohnungen vom 1. April zu vermiethen. Näheres beim Verwalter. 20252* Charlottenburg, Christstr. 20, b. Bahnh. Westend, Laufs, schön. Laden m. Wohn. u. gr. 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