Ckn�elpreks 15 Pf?.- 2. Jahrgang Di« er-.cheini m»r,eiu imi) MciKtttogs. an 5cid» uk« jtfU�nl mn■wrtm, Der Sezuzipreii deträgt de, jeeier �»s>, ine Vau» MI Sr»i�Serttt>»der b«, dir, Postbezug ohne B-stellgrdül/r i»onutl> m, tri Zustellung unter Streiibem» ll,— ÜL Di-, reidti," ist in den ersten Na-Hriw teer p»stzc»ung»,iste fÄt iygg eingetr. m Biebnftton; Berlin 9tS.«, Schiff>»neiB««n» It in. Feniiprecheri«ml S!«rd«n!Wtt» mch»»»«. ttommfoft 5tfi 31.?u!i Nnmmer 3öl i /Zbe�K- Ausgabe ytftmk Mm die«Istgrirolt. Nonpareille�««»der deren Raun, 1,20 ITIF., lvortanzeigen da» fettgedrn�t» iDort SO Pf, jedes weitere tPsrt 25 Pf. Tenernngszufchlag 50 ptoj Smnlitt* an» 0»rf«»rmlung--m zeigen fällt der AUschlag fori.>>serat- für den darauf. folgenden quoll«« zum eigenen Ausbau überlassen werde». «5 N«e Mffthrflche Aebmg. «ljjen.« D»ah1««ldu ng der.I,« i?H«H»". T o r g a«, 31. Juki. Heute bormiting um 0 Uhr hat die Torgauer Garnison eine Nobung veranstaltet, du„Ttraßeukampf" genannt wurde. Sie wurde in der Stadt»»»genommen, wobei auch scharf geschossen worden ist. Ein Soldat und eine Frau wurden schwer vro. wuudet, ste dürften kaum mit dem Leben davonkomme«. V Der 5all Marx. Wie Ver.Reuen Derkiner' au» den Kreise« be» Mist« meinen Bankbeaentenvcrbande» mitgeteilt wird, rechnet man bestimmt damit, daß Marx in den nächsten Tagen au» der Haft entlassen wird, da vie Beschuldigungen, unter denen seine Verhaftung erfolgte, sich als unhaltbar erwiesen haben. Die Angelegenheit Marx, die bisher von der Staat»- anwaltschaft geführt worden war, ist dem Untersuchungsrichter übergeben worden. Im Laufe de» heutigen Tage» wird noch eine größere Zahl von Zeugen vernommen werden. Im Er» mittlungSverfahren dreht e» sich Haupt sächlich um die Frage, wa» Marx in seiner Unterredung mit einem Berichterstatter die sein mitteilte, da sowohl Marx wie auch der Berichterstatter die Au»- sage verweigern, der ein«, weil er nich« anszusag«» hat, d« and«« auf Grund seine» BerufSgeheinmiffe». RücHrUl des serbifcheu Kabinetts. Belgrad, 30. Juli. bit Demission des« UM'l'U Der Ministerrat beschloß gesamt«« Kabinett». Die Aöeichee SozigldeWkrate« für die M Znternakionale, Zürich,«. Juli. Schweizerisch« DepeMen�lgwntmo) Die soz-chkdemokratische Partei der Stadt Zürich beschloß nach einer Dislussion, die drei Abende in Anspruch nahm, mit 857 gegen �timmq», HMtt»u kiiim. ZWWM-ch«W*- Sine neue provokalilw. i Zur Nnlorbstung b« Berk»»« Poiizeidienstes. Au? einem Berichte, der dem„Berliner Tageblatt" vost einer zuständigen Stelle zuging, sowie au�ö einem Ar- tikel von Oberverwaltungsgerichtsrvt Lindenau, einer der leitenden Persönlichkeiten des Berliner Polizeiwesens, im gleichen Blatte, ergibt sich, daß eine völlige ssdeuordnung des Polizeiwesens auf rein mllitärischer Grundlage erfolgen soll. Die jetzige Schutzmannschoft, die auf die Halste ihreS Bestandes reduziert wird, soll nur im Innendienst und in den Funktionen der Gewerbe-, Gesundheits- und verkehiS- Polizei tätig sein, während der eigentliche Außendienst, der Sicherheitsdienst, die„Aufrechtcrhaltung der Staa«- ordnung" von einer rein militärischen au» aktiven Offizieren und Unteroffizieren de» Heeres»usammew- gesetzten, in streng militärisch disziplinaren Formen geführten Truppe. HilfS-Polizeimannschaft ge»» nannt. bestehen soll. Diese Truppe soll 9— 10 000 allem» stark:>m; die rtwa z«r Hälfte bereit» vorhanden sind, rinS von dem früheren Kommandeur de§ 3.«Ga-rde-RegimeirtS zu Fuß, Oberst Schön st adt, kommandiert werden. Dieser Plan ist. wie OberverwaltustgßgerichtSrat Lindena« berichtet, vom RcichSwehrminister NoSke aus» gegangen, und mit Hilfe eines Stabsoffiziers aus- gearbeitet worden, während man dagegen eine Anhörimg de» JustizministerS und vor allem eine Fühlungnahme«N den unmittolbar beteiligten Kreisen, nämlich mit der Ber» liner Stadtverwaltung und der Berliner Bevölk» rung nicht für nötig hielt. Lindenau findet gegen diese irngechstierüche Regolua» vortreffliche Worte, wenn er schreibt: .Ein beänestrzenbcs Zukunftzbild entrollt fich.»in««ickem heit»trupp« von I0 0V0 kämpf- und schützengrabeng«vohnt«» jungen Männern«rhÄt die Herrfchaft im Berliner Ltraßenieve« — Berufssoldaten, die von Offizieren gedrillt und geführt, dazu in Kasernen vom zivilen Leben abgeschlossen, jeder Kennini» der Großstadt, ihrer BrvöNerung, ihrer ges«llschafi»f«indlichen Kreise entbehren, von Polizeirecht und Taktik kein« Ahnung, von den Grenzen der Polizeigewalt kein« Vorstellung haben... Wie soll da» werden, wenn an Stell« der im Polizeifach herangediente» Führer der Schutzmannschoft wieder— wie•» vor 50 Jahre» Herkommen toffrl— ein ehemaliger Oberst mit seinem.Ofßi» zierIstabe" dem Poliz«präfidenten zur.Seiie tritt!... Hat«an an die Bedürfnisse de» Publikum» gedacht, dem anstatt de» allmähltfk wirklich zum Schutzmann angeleiteten erfahrenen Beamten d« junge Unteroffizier, mit Silbevsfickerei. Wickelgamasche und Haut» gronot« al» Helfer im großstädtischen Straßenleben angeoote« wixd, dazu der Leutnant oder Major al» Beschwerdeinstanz." Diesen Worten eines genauen KcnnerS de» Berlin« PolizeilebenS können wir mir voll beistimmen. Ks würdi tatsächlich baS Verhältnis zwischen der Berliner Bevölkerun, und der Polizei, da? seit dem November viel von sein« früheren Schärfe verloren hotte, mit einem Schlage wrede, vernichten und die Polizei von neuem zum«klärten Hah- objekt der Bevölkerung machen. In Wirklichkeit sind eS natürstch nicht im entfernteste« � polizeitechnische oder taktische Erwägungen, die diese Regelung veranlaßt haben, sondern der Grund liegt auf rein politischem Gebiete. Der militaristischen Nebenregierung erscheint, wie auch Lindenau hervorhebt, die alte Schutzmonnschast, die doS Publikum nicht als bloße» Gewaltobjekt behandelt, zu.unzuverlässig". Sie braucht ihr völlig ergebene Kreaturen, die sich ohne Gewissen zu allem gebrauchen lassen. Daß freilich durch derartige Mah> regeln die erregte Stimmung unter der Arbeiterschaft nu, noch gesteigert wird, wissen iene Kreise wohl; aber solcl« Provokationen sind eS ja gerode, die sie wünschen, um eine« Dorwand für ihre Gewaltmoßnahmen zu haben. Die inneren Vorgänge, die sich in diesen Tagen in der sogenannten SicherheitSpolizeitruppe Berlin abspielen, geben den besten Beweis dafür, wie systematisch alle„unzuverlässigen" flie» republikanischen und sozialistischen) Elemente auS dem Polizeidienst entfernt werden sollen. Diese etwa 3000 Mann starke SicherheitS�ZolizeitrupPe ist zwar auS einer Freiwilligen-Abteilung hervorgegangen, vev richtet aber jetzt nur noch Pollzeiaufgabe« und will in ihre? Mehrzahl mit dem Militärdienste und mit Noskegarder nicht« zu tun haben. Die meisten ihrer Abteilungen pflegen einen streug republikanisch-sozialistischen Geist und wäblen ihr« Führer— darunter guch aktive Offiziere— selber. Der MaMMM MeM MM.' k>!ajor Mahn, widersetzte sich dein oben mitgeteilten Plane der Neuordnung der Berliner Polizei, worauf er jetzt vom Polizeipräsident Ernst zunächst einmal zwangsweise auf Urlaub geschickt wurde. Zugleich hatten die Mannschaften darüber abzustimmen, ob sie sich auf die Seite tzeS Majors Mahn stellen wollten oder nicht. Hierbei wurde ihnen jedoch erklärt, dast diejenigen, die für Mahn stimmen würden, vhne Einhaltung der vierwöchentiichen Kündigungsfrist zum 1. August entlassen würden. Trotzdem sprach sich der größte Teil der Leute (für Mahn aus, und müssen dies« Männer jetzt befürchten, »auf die Straße gesetzt zu werden. Ihre Plätze sollen dann don den jetzt aus dem Osten zurückkehrenden Offizieren und Kapitulanten eingenommen werden. Gleichzeitig werden don einer Abteilung dieser Sicherheitspolizei, die fast nur »aus Offizieren besteht, und mit der die übrigen Abteilungen pichts zu tun haben wollen, die Berliner Schutzleute auf jede Weise bespitzelt. Feldwebel und Offiziere werden in jZivil ausgeschickt, die Schutzleute bei der Ausübung ihres Dienstes zu beobachten und nicht ganz zuverlässige �Elemente, das heißt Leute, die nicht scharf genug gegen die Arbeiterschaft auftreten, zu melden. Mit Empörung wurden iuns diese Einzelheiten von Angehörigen der SicherheitS- jtruppe mitgeteilt. Auf solche Weise will man sowohl bei der Schutzmann- ischaft wie bei der Sicherheitspolizei Platz für alle reaktiv- Hären gewaltlüsternen Personen schaffen. Diesen Männern ffoll dann die Berliner Bevölkerung und insbesondere die berliner Arbeiterschaft auf Gnade und Ungnade ausgeliefert ssein. i Der Plan, den einst auch die rechtssozialistische Partei ivertrat, die Berliner Polizei in die städtische Per- waltung zu überführen, wird ohne jede Bemerkung zu feen Akten gelegt. U eb e r die Köpfe der inter> sessierten Kreise, über die Köpfe d?S P ar Zamentes hinweg dekretieren die Offiziers kreise die Militarisierung der Polizei und !teine der Regierun gspuppe» wagt einen Widerspruch Für die Berliner Polizei kann, wie auch Dr. Lindenau in seinem Artikel mit Recht hervorhebt, nur eine einzige »Repelung in Frage kommen, nämlich die Auffüllung der Lücken der©chutzmannschaft mit neuen geeigneten Kräften, die Anpassung dieser neuen Kräfte an einen wahrhaft Volks itiimlichen polizeilichen Geist und die vollständige E n t Militarisierung dieser Schutzmannschaft. Darüber hinaus muß nunmehr endlich die Ueber Istihrnng der Polizei auch in den Großstädten in die städtische Verwaltung erfolgen. Vor der Revoln- 'tion war dies eine gemeinsame Forderung aller Sozial- demokraten und Liberalen. Ihre. Durchführung scheiterte damals mir an den Machtverhältnissen im preußischen Ab- sgeordnetenhaus. Heute, da jene Parteien die Macht haben, diese ihre alte Forderung durchzusetzen, da scheinen sie sich ihrer überhaupt nicht mehr zu erinnern Heute hat die Stadt für die Polizei nur zu zahlen, ohne den geringsten jEipfluß auf sie zu haben. Dieser Zustand ist unwürdig vnd unhaltbar. �'Gerade die Erhaltung von Sicherheit, von Drdnung und von Ruhe in der Reichshauptstadt verlangen die schleunigste Entmilitarisicrung der Polizei und ihre iUebcrfllhrung in rein städtische Verwaltung. Die dralichz» tasSskaechte in kmlM. Mitau, 90. Juli. Der Pressebesrat der deutschen Gesandtschaft in Mitau teilt Hit: Der noch in Kurland k»efi»dlichen deutschen Soldaten hat sich eine ziemliche. Erregung bemächtigt, weil der Ministerpräsident UlmaniS nicht scheint, seine in bczug auf die AnsiedlungZ- frage den deutschen Verteidigern Lettlands gegebenen Ver- fprechungen zu halten, obwohl«S bisher noch nicht zu Tätlichkeiten gekommen ist, liegt doch die Befürchtung nahe, daß die Soldaten auf ihr kontraktlich erworbenes Recht «icht gutwillig verzichten werden. Am 27. Juli hat in Mtau eine Versammlung stattgefunden, in der folgende Resolution«instimmig angencminen wurde: "" WrfrnÄ. Mlkm Ml-iMM MuVKMiMSW verlriller von etwa 10 000 zur Einwanderung nach Lettland ausgeforderten Soldaten richten an die Gesandtschast die dringende Bitte, ihre wohlerworbenen Rechte auf die lettländische Staatsangehörigkeit und damit auf Lebens- und Erwerbs Möglichkeiten in diesem Lande sowie«ruf da» ihnen von den Großgrundbesitzern für die Be- sreiung Lettl«md» vom Bolschewismus versprochene Siedlungsland auf das«llerenergischfie be» der lettlömdischen Negierung unter- stützen und betreiben zu wollen. Wir haben Kurland mit uichenem Wuse für eine ketttchndische Regierung wieder erobert, ohne uns wäre die Erhaltung der lett- ländisthen Republik und Kultur und de» Wohlstandes diese» Landes und die Rettung seiner friedliebende» Bewohner niemals möglich gewesen. Wir haben gekämpst vnd geblutet im Ver- trauen auf da# feierliche Versprechen der lettläntn scheu Regierung und erwarten bestnmnt von der Ehrenhaftigkeit des Ministeriums und de» iettländi scheu Volke», daß diese ihr gegebene» Wort rest- lo» einlösen. Wir forder« Treue mn Treu« und rechnen bestimmt auf eine bolbige befriedigende Erklärung der Ie»4Iändischen Re- gieruqg, die der beginnenden gefährlichen Erregung in unseren Rechen ein»Ende setzt. Die deutsche«Gesandtschaft hak die Resolution dem Minister- Präfidenten Ulmani» zur Kenntnisnahme überreicht mit der Bitte um Stellungnahme und mit dem Vorschlag, eine Deputation der deutsihen SiTdaten zu einer Besprechung zu empfangen. Die hier wiedergegebe-ne Resolution deckt die Ziele der fortgesetzt betriebenen Verstärkung der deutschen Truppen in Kurland, über die Genosse Haase Sonnabend ausführ- lich in der Nationalversammlung berichtete, mit aller Deut- lichkeit auf. Obwohl die von den deutschen Junkern und ihrer»Strohmäunerregierung Needra ins Land gezogenen deutschen Landsknechte keinen Rechtsanspruch an die lett- ländische Regisrung Ulmanis haben, und obwohl die im De- zember 1918 von dieser Regierung eingegangenen Verpflichtungen durch den Vertrag von Versailles aufgehoben sind, suchen die unter dem Befehl des Generals v. d. Goltz stehen- den deutschen Truppen, einen Druck auf die lettländische Negierung auszuüben, um ihre Forderungen durchzusetzen. Tie offiziöse Mitteilimg der deutschen Gesandtschaft droht unverhüllt mit»Tätlichkeiten" der deutschen Truppen, die angeblich„nicht gutwillig" auf ihre Ansprüche verzichten wollen. ES ist eine Schande, daß eine Behörde der deutschon Republik sich in den Dienst dieses Erpresierfeld' zuges stellt. Die deutschten Landsknechte in Kurland haben nichts zu verlangen, sie haben unverzüglich das Land zu räumen und die gequälten Einwohner von ihrer Anwesenheit zu befreien. Es ist aber auch gar nicht anzunehmen, daß diese Bewegung von den Soldaten selbst ausgeht. Sie sind vielmehr nur Werkzeuge in den Händen der baltischen Junker, die sie um jeden Preis— auch um den Preis neuer blutiger Wirren— im Lande be- halten wollen, um ihre Herrschast aufrechtzuerhalten. Die Negierung hat die Pflicht, gegen diese Machenschaften in der entschiedensten Weise vorzugehen. Der Minister des Aeußern Müller hat sein Wort verpfändet, daß das Baltikum geräumt wird. Das deutsche Volk darf jetzt von ihm verlangen, daß er sein Wort ein- löst und sich nicht als ohnmächtiger Spielball der militävi- schien Nebenregierung erweist. Las MißlrMensvofum. In der heutigen Morgenausgabe haben wir bereits mitgeteilt, daß der„Vorwärts" es merkwürdig gefunden habe, daß die Unabhängige Sozialdemokratie in der Na- tionalversammlung gegen das Mißtrauensvotum und eben- so gegen das Vertrauensvotum für die Regierunq gestimmt habe. Das von Deutschnationalon vorgelegte Mißtrauens- Votum hatte folgenden Wortlaut: Die Nationalversammlung verlangt von der Regierung, daß sie für R u b e und O r S n u n g im Land« sorgt, die Zwang?. Wirtschaft schleunigst abbaut, der Verschwendung der öffentlichen»Gelder«in Ende macht, die Ordnung der Finanz. Wirtschaft des Reiches wieder herstellt, den privaten Unter- nehmungSgetst von der Furcht vor gefährlichen Experimenten im Wirtschaftsleben befreit und nach außen Würde und Entschlossen- heit wahrt. Die ihre Tätigkeit einleitende Unterzeichnung de» BernichtungSfriedenS sowie daS Werben um Auf- nähme in den Völkerbund, an dem Deutschland die Teilnahme «cktt schDeW MleMgilnM Stvvelgttk fifllKn ist, lW kämll im schärfsten Widerspruch. AuS den Erklärungen und den bisherigen Maßnahmen der Regierung entnimmt die Nationalllersammlung nicht daS Ver- trauen, daß die Regierung ein solches Programm mit der erforder- lichen Kraft und Energie zur Durchführung bringen wird. Die Nationalversammlung spricht daher der Regierung ihr Miß- trauen au». Man müßte so gesinnungslos wie der„Vorwärts" und seine Freunde sein, um für einen solchen Antrag stimmen zu können Es kommt nicht darauf an, welchen Titel ein An- trag führt, sondern welchen Inhalt er hat Daß der„Bor- wärts" da» nicht begreift, ist erklärlich Vis Arm liehMv seSffnek. Herr Dr. David, der ReichSmimster de» Innern, hat sich am Mittwoch mit einem Vcrtreter der„VolkSzeitung"' darüber unterhalten, ob der Wiedereintritt der Demokraten in die Re- gierung erwünscht und möglich sei. Herr David bestätigte zuerst, daß die Haltung der Unabhängigen Sozialdemokratie vor der Unterzeichnung de» Friedensverträge» die einzig richtige gewesen ist. Er sagte, wenn der Vertrag nicht unter- zeichnet worden wäre, so hätten die feindlichen Armeen den Westen Deutschland» überflutet und der Bürgerkrieg wäre über un» hereingebrochen. Alles müsse jetzt darauk eingestellt werden, um der Gefahr einer dritten Resolution vorzubeugen und deshalb erscheine e» dringend noiwendi» die parlamen- tarische Basis d-r Regierung so brert»I» möglich zu gestalten. Ter baldige Wiedereintritt der Demokraten in da» Reichskabinett sei überaus wünschenswert. Bei dem Schulkompromiß hätten die Rechrssozmlisten die Existenz de» Kabinett» nicht aus da» Spiel setzen können.„Wal wäre denn geworden, wenn wir unZ vom Zentrum getrennt hätten und ei in die Opposition gegangen wäre?"»So fragt Herr David. Und er beaniwortet seine Frage damit, daß er meint, daS Zen- trum hätte womöglich znm Kulturkampf geblasen und da» wäre von geradezu katastrophaler Wirkung gewesen. Diese Ausführungen de» Herrn David sind in zweifacher Hin. ficht bemerkenswert. Zunächst scheint für diesen„Sozialisten" der Sozialismus überhaupt nicht mehr zu existieren. Wenn das Zen- trum nur von ferne mit Opposition droht, so ist ihm und seinen Gesinnungsgenossen da» Gebot der Stunde, alle sozialistischen Forderungen zu verraten nnd die klerikalen Ansprüche zu erfüllen. Da» Vertrauen auf die Macht der Arbeiterklasse haben st« schon längst verloren, sie kennen für ihre politische Tätigkeit nur noch einen Grundsatz, den de» Schacher». Wir erinnern weiter daran, daß von den Rechtssozialisten vor allen Dingen vom„Vorwärts", ein wahres Jubclgeichrei darüber angestimmt worden ist, als die Demokraten vor der Unter- Zeichnung des Vertrages da» Kabinett verließen. Damals haben sie be»hauptet, nun sei endlich die Bahn der antrkapftalistischen Politik rein, die kapitalistisch: Partei der Demokraten sei auS- geschaltet, nun würden RechtZsozialisten und Zentrum ihre sozio- listischen Pläne ungehindert verwirklichen können. Und jetzt werben die RechtSsozialisten wieder um die Liebe dieser kapita- listischen Partei. Die rechtssozialistische Führung scheint ihre An- Hänger für politische Kinder zu halten, daß sie ihnen alle» da» zu bieten wagt. Eine MffordsrANg an das ZrieggAinifterlUN. In einer an un» gerichteten Zuschrift wird auf die Erklärung de» KriegSmin stcriums hingewiesen, in dem e» sich gegen den von reaktionärer»Seite erhobenen„Vorwurf" zu schützen sucht, daß es am 9. November 1918 verboten habe, aus das Volk zu schienen. In dieser Erklärung wird sodann von einem„Pöbelltaufen" ge- sprochcn, der um 2,30 Uhr nachmittag» einige Schüsse aus ein ver- rammelte» Portal de» KriegSminifteriumS abgegeben habe. Ter Einsender erklärt nun: »Einer, der am 9. November dabei war, unier der Schar der Freiheitshelden— so wird e» in späteren Geschichtsbüchern wohl heißen— ersucht da» KriegSministerium hiermit öffentlich um Zurücknahme der Beleidigung, die in dem Worte.Pöbelhaufen" liegt, und zwar um Zurücknahme in derselben Form und Ver- brcitung wie die kriegZministericlle Icerklärung, andernfalls müßte angenommen werden, daß die Bezeichnung„Pöbelhaulen" «ine bewußte und beabsichtigte Herabsetzung der revolutionären Befreier darstellen soll." !!»IIIIIII III 1 1 Hill II %n t>ie 3nlttna:Uma'e des Geistes! Ein Aufruf von Romain Rolland. Wir— einst Kameraden in der Arbeit am Geiste— find seit fünf Jahren hier auf Erden einsam geworden, getrennt durch Armsen, Z.'itsurvorschi!ftsn und den Haß ier kriegführenden Völ- ler. Aber heule, da die Schranken fallen und die Grenzen sich tangsam wieder öffnen, wenden wir uns an Euch mit dem bitten- den Ruf, unsere einstige Genossenschaft wieder herzustellen!— Kber in neuer Form— sicherer und widerstandsfähiger als früher. �er Krieg hatte Verwirrung in unser« Reihen zeiragen. Fast alle Intellektuellen haben ihr« Wissenschaft, ihre Kunst und ihr ganze» Denken in dem Dienst der kriegführenden Obrigkeit gestellt. Wir klagen niemand an und wollen keinen Vorwurf erheben; zu gm kennen wir die Widcrftandslosigkett des einzelnem gegenüber der .elemeiiiaretL Kraft von Massenvorstellutigen, die um so leichter ' alles hiutvegschwemmten, als keine Institutionen vorhanden waren, an die man sich hätte klammern können. Für die Zukunft jedoch könnten und sollten wir auS dem Geschehenen lernen. Dazu aber ist es gut, sich am den Zusammenbruch zu er- innern, den die fast restlose Abdankung der Intelligenz in der ganzen Welt verschuldet hat. Die Denker und Dichter beugten sich knechtisch vor dem Götzen bei Tage» und fügten dadurch zu den Flammen, die Europa an Leib und»Seele verbrannten, unauslöschlichen, giftigen Haß. Au« den Rüstkaminern ihres Wissens und ihrer Phantasie suchten sie all die alten und auch viele neue Gründe zum Haß, Gründe der Geschichte und Gründc einer angeblichen Wissenschaft untt Kunst. Mit Fleiß zerstörten Tie den Zusammenhang und die Liebe unter den Menschen und -achten dadurch auch die Welt der' Ideen, deren lebendtgr Ver- ltörperung sie sein sollten— vielleicht ohne ei zu wollen—, zu einem Werkzeug der Leidenschast. Die haben für felbstsüchtize politische oder soziale Parteiinteressen gearbeitet, für einen Staat, für ein Vaterland oder für eine Klasse! Und jetzt, da alle Völker, die in diesem Barbarenkampfe gekämpft— Sieger sowohl tzeie Besiegte—, in Armut und tiefster uneingestandener Schande Ab ihrer Wahnsinnstat verzweifelt und erniedrigt Pastehen, jctz: scheint mit den Denkern auch der in den �tzampf gezerrte Gedanke zerschlagen I i Auf! Befreien wir den Geist von diesen unreinen Kompro- toifoh tan toejan mederztebenden Ketten, iwu piejer heimlichen Änechtschafti Der Geist darf niemandc» Tiener sein; wir aber müssen dem Geiste dienen und keinen andern Herrn erkennen wir an. Seine Fackel zu tragen sind wir geboren, um sie wollen wir uns scharen und die irrend- Menschheit zu scharen versuchen!— Unser« Aufgabe und unsere PFicht ist e?, da» unverrückbare Fanal aufzupflanzen untz in der stürmischen Nackt aus den ewig ruhendm Polarstern hinzuweisen. Inmitten dieser Orgie vom Hochmut und zezenseitiger Bcvachtung wollen wir n»cht wählen noch richten: Frei dienen wir der freien Wahrheit, die in sich grenzenlos auch keine äußeren Grenzen kennt, keine Vorurteile der Völker und keine Sonderrechte einer Klasse. Gewiß, wir haben Freude an der Mcnschheft und Liebe zu ihr! Für sie arbeiten wir, aber für sie als Ganze». Für dieses eine und unteilbare Volk, das leidet und kämpft, fällt und sich wieder erhebt und dahci doch immer vorwärts schreitet auf seinem schweren Weg« m Blut und in Schweiß— dieses Volk aller Menschen, die alle, alle unsere Brüder sind. Nur bewußt werden müssen sich die Menschen dieser Druder- schaft, deshalb sollten wir Wissenden hoch über den blind?« Kämpfern die Brücke bauen zum Zeichen eines neuen Bunde» im Namen des eine» und doch mannigfaltigen, ewigen und freien GensteS. Deutsch von Prof. G. F. Nicolai. Unterzeichnet haben den Aufruf: an? Amerika Jane Adams; aus Belgien: G. Eckhsud, F. Masereek, I. Mesnil, H. van de Velde; aus Dänemark: Sopstus Michaeli»; aus Deutschland u. a. A. Einstein, W. Förster, Lcvnh. Frank, A. H. Fried, H. Hesse, Käte Kollwitz, A. Latzko, Heinr. Mann, Paul Natorp, G. F. Nicolai, Nibhack-Stahn, Helene S:öcker, Fr. v. Unruh, F. Weriel, Steph. Zweig; aus England: L. I. Brouwer, I. G Lapteyn, Mardonald, Bertrand Rüssel, I. Zang- will; aus Frankreich: R. Arcos, H. Barbusse, L. Bazalgett«, I. R. Block, Dr. E. Burnet, A. de Chateaubriand, G. Chenne- viere,?1. Doyen, G. Duhamel, G. Dupin, P. I. Jouve. M. Marti net, E. Masson, M. Morhardt, A. Prenant. Romain Rolland, I. Romain, Hau Rquer, P. Signac, G. Thiesson, Ch. Vitdrac, L. Werth; aus Holland: Frederik van»Eeden: aus Italien: Roberto Bracco, Bencdetto Croce; au» Rußland: P. Bir- jukow, N. Rubakine; au» Schweden: Verncr von Heidenstamm, Sllen Key. Sclma Lagerlöf, Eurt Lindhagen; aus der Schweiz: E. Block. Auaust Forest Pmessor Ragaz; au» Spanien: I. Lopez Pico, Eugenia d'Ors.— Z». stimmungseeklärungen sind an Professor G. F. AUolqi,»ftilin« Uhiandstraß« 146, z»(»atzen, J Zahre CüsO In einer kleinen Broschüre von 30 Seiten hat der Verfasse, eine ungeheure Fülle von Tatsachen vereinigt, die dem Le'e, den Beweis der Schuld Deutschlands am Ausbruch und an der Verlängerung des Krieges geben. Mit Recht heißt es im Vor- wort, daß die erste Pflicht eine? jeden sei, in seinem Land für die Wahrheit einzutreten, und daß alle Ableugnungsversuche wohl im Inland, aber nie im Ausland die Wahrheit unterdrücke» können Gumbel beginnt mit einer chronologischen Wiedergabe de, markantesten Kaiserwort«. Es folgen die Lügen vor Beginn und während des Krieges. Eingehend wird die systematisch« Irre- führung der öffentlichen Meinung behandelt, die mit Hilfe der Zensur und der Pressekonferenzen zustande kam. Auch die Be- hauptung, wir hätten trotz unserer Friedensbereitschaft nicht eher zum Frieden kommen können, wird schlagend widerlegt. Besonders wertvoll wird die Broschüre dadurch, daß jede Folgerung des Verfassers sich auf amtliche» Material stützt, daß bei jedem Ausspruch, bei jeder Meldung die Quelle mugeteili wird, aus deren Sammlung der Verfasser zu der Ansicht kommt, daß das deutsche Volk von Anfang bi» Ende de» Kriege» sh ste- ma tisch belogen worden est. E. A. GMrilche Mnzeu. Vor einiger Zeit brachte man in Queensland«inen junaeA Mann in ein Krankenhaus, wo er gegen eine eig-ntümliche Lüh. numg des»Sehnervs behandelt werden sollte. Aber alle ärztlich« Kunst half nichts, der Mann erblindete. Mehrere solcher Fäll« ereigneten sich gleichze tig im selben Bezirk, und man konnte schließ- lich die Ursache im Genuß einer Ar: von Kirsche feststellen, die in der Nähe wuchs. Die Wirkung gewisser Pslanzengiste trotzt eben bis jetzt jeder wissenschaftlichen Erklärung. ES gibt noch awvcre Frücht« und Beeren, die einen verhängnisvollen Einfluß auf den«Tehnero haben. Vor einer Reihe von Jahren schrieb ein bekannter Pfcrdezüch:ec in Australien an eine Zeitung in Sydney und teilte mit, eine Anzahl Pferde sei ihm erblindet, nachdec» ') Von E. I. G u« b el. Verlag.Neue» Vaterland", Berlin. Preis 1 SU, Ct�n GtWMpöW? WA Di« am 27. Juli in N l l e n ft e i n tagende Partei. lon�erenz der U.S. P.D. stellt fest, dah der Ausfall der Volksabstimmung über die Zugehörigkeit zum deutsch«:? oder pol- nischen Staate entscheidend beeinflußt wird von dem Maß der politischen Freiheit in Deutsch.and. Sie fordert daher von den zuständigen Behörden die sofortige Bcseitisun» aller bestehenden Beschränkungen der verfassunzs- mähigen Siechte und Freiheiten, insbeiondere die Aushebung deS BelagcrungSzustand-S und aller unter ihm erlassenen, die poli- tischen Fie'heiten beschränkenden Verordnungen, ferner die unvcrziigl che Freilassung aller politischen Gefangenen und die Einstellung aller Maßnahmen von Zivil- und Militärbehörden, die di« politische Werbearbeit irgendwie bccmflusscn. Tie Konferenz erklärt, daß die Klasseninteressen der Arbeiter aller Länder die gleichen und für die politische Stellungnahme ausschlaggebend sind, und daß wir uns daher mit unfern Polnischen Arbeitsbrüdern in unfern revolutionären Befreiungskampf als Kampfgenossen eng verbunden wissen. Sie erklärt sich grundsätzlich gegen eine Zerstückelung unsere» deutschen Wirtschaftsgebiete» unter der Voraussetzung, daß über die Zugehörigkeit zum deutschen oder zum polnischen Staat allein' der völlig freie Wille der Volks- genossen entscheidet. Sie warnt die deutschen wie die polnischen Parteigenossen vor den nationalistischen VerhetzungSaposieln und erwartet, daß die Genossen bei der Volksabstimmung über die zukünftige Staaiszugehörigkeit und bei der vorangehenden Werbearbeit n l e- mal» unsere sozialistischen Grundsätze und die internationale Zusammengehörigkeit des ProletariaUI außer -cht lassen werden. Die Konserenz fordert die Parteigenossen der polnisch ge- wordenen Gebiete aus, ihre Parteiorganisationen, deren organi- latorische Verbindung untereinander wie mit der reichsdeutschen Gesamtpariei ausrecht zu erhalten, aber auch Anschluß zu suchen an die revolutionären sozialistischen polnischen Organisationen, um mit allen Gesinnungsgenossen eine geschlosseneKampf. front gegen die kapi ta l i st i- che« Machthaber zu bilden. Der aulisemllische Hrnjslmrn Den prahlerisch verkündeten Grundsatz NoskeS.er dulde keine Politik im Heere" setzt der Hauptmann FenSk« in Briefen in Westpreußen, Führer der 11. Kompagnie des dortigen Infanterie. Regiments 61, prächtig in die Praxi» um. Wie da».Berliner Tageblatt" mitteilt, mißbraucht dieser Mann den Dien st- Unterricht dazu, daß er seinen Leuten den Inhalt eines anti. semitischen Buches von Dinier erzählt und die Lektüre diese! Buches empfiehlt. Einem Rabbiner, der sich bei chm wegen Ver- breitung antisemitischer Flugblätter bei der Truppe beschwerte, er- klärte er, daß er jede Untersuchung in dieser Ange. legenheit ablehne und daß er in seiner antisemitischen Tätigkeit bis zum äußer st en geh«. Es dürfte interessant sein, zu erfahren, ob Herr Roske für das Verhalten dieses Menschen Töne ebensolcher Entrüstung sin- den wird wie gegen den»die Politik inS Heer tragenden" republi- konischen Führerbund,■ Tagung des Zuuglehrerverhandes. Unter den Gipsbüsten ber Hohcnzollern(1) tagten Dienstag und Mittwoch in der Aula des Berliner SophienLhmnasiums die Vertreter der jungen Lehrer Preußen», um die Organisie- rung des Junglehrerverbandes vorzunehmen und die bringend- sten wirtschaftlichen Forderungen zu formulieren. Obwohl daS Kultui- und das Finanzministerium zur Entsendung von Ver- trelern aufgefordert worden waren, folgten sie nicht der Einladung. Ucberhautzt zeigten die bitteren Zwischenruf«(„soziale" Regie- runz). wie wenig Unterstützung die Lehrer von dieser Regierung erhoffen. Am DienStag wurde hauptsächlich die Stellung der etnzel- nen Parteien zu den wirtschaftlichen und Tchulfragen erörtert. Gegenüber zwei Vertretern der RechtZsoziaiisten, die ihren Berste von einer wilden Melonenart gefressen hatten, die in jener Gegend reichlich wuchs. Eine ber gefährlichsten Pflanzen die e» gibt, ist Asckpias gigsntea, die in Abessinien verbreitet ist und auch auf Zehlon vorkommt. Wenn man sie abschneidet, fließt ein Milchsaft au» Stamm und Blättern, und der kleinste Tropfen dieses Safte» verursacht vollständige Erblindung, wenn«r mit dem Aug« in Berührung kommt. Ein Heilmittel dagegen gil»t eS nicht. Das eigentümlichste'st jedoch, daß Ziegen keinen Schaden an dem Baum nehmen. Ziegen können auch ohne Gefahr von einer ge- wissen giftigen Pflanze fressen, die sich in TexaS befindet, wäh- rcnd Pferde und Rindvieh davon sterben. Diese giftige Pflanze mmbt die Pferde toll, so daß sie unter Zeichen vollständigen Wahnsinn» im Kreise umherspringen. Auf den britischen In- sein gibt es«in« Frucht, aus der man teils Kompott, teil» Spin- tu? macht. Der Sprit hat die eigentümliche Wirkung, daß er das Gedächtnis vollständig auslöscht. Frucht und Blatt sind jedes für sich unschädlich, abeis zusammengemischt haben sie un- angenehme Folgen und rufen Vergiftung hervor. Weltsprache Esperanto. Der Arbeiterrat in GreisSwald hat beschlossen, den preußischen Unterrichtsminister zu ersuchen, für Ausbildung von Lehrkräften für Esperanto-Unterricht zu sorgen. Rekwr Steinke in Greifswald wurde vom Arbeiterrat ersucht, einen Esperantokursus für Arbeiter einzurichten. Genosse Sekretär Mally ,n Eisleben ist gern bereit, unentgeltlich Auskunft zu erteilen. Der Sturm, PotSdanter Str. 181». veranstaltet im August eine Gedächtnisausstellung für die im porigen Jahre in München verstorbene Malerin Maria Uhden. Paul Busch(Berlin) und Paul Nietsche(Berlin) stellen gleichzeitig zum ersten Male ihre Werke im Sturm aus. Die Kunsthandlung Fritz Gurlitt, Potsdamer Straße 113, Villa I/II, eröffnet am Mittwoch, den 30. d. M., ihre neue Ausstellung, in der Kollektionen von Otto Freundlich und Richard Janthur, Berlin, ferner Einzelwerke von Heckel, Jaeckel, Kirchner, sowie Arbeiten von Corinth, Liebermann und Thoma gezeigt werden. Ueber die neue Reichsverfassung werden auf Veranlassung der Arbeitsgemeinschaft für staatsbürgerlich« und wirtschaftliche Bildung Berlin am Sonnabend,, den 2. August, abends 7 Uhr, in der Philharmonie Reichskommissar Prof. Preuß und die Ahgeoibneten Naumann, Mciffer und Sui«heima jprechen. Der EustrUt ijl jtti,, AN W Kr S?MrS«fe M'KMiMM' suMil, MaU GeWM Arendfe« für bie U. S. P. Nach einer langen GeschäftSo-rdnungSdebatte ging die Ver sammlung an die Organisation de» Junglehrerverbande», der als Arbeitsgemeinschaft neben dem Deutscheu Lehrerverbond gedacht ist. Bei ber Tagung am Mittwoch wurden die verschiedenen For- derungen aufgestellt. In vielen Punkten sind fie recht zahm ge> Socdcn crtchienaU Line Abrechnung mit äcn «cchtzstmaWen von Arthur(mpUn. Preis 50 Pfennig. Oerlagsgcnofl'cnfdtmft„frelhelt" e. 0. m. d. l?., verNn, NdleNung Suchvaniiel Schissdauerllämm f? halten, glaubte doch die Versammlung, da» Zentrum nicht vor den Kopf swßen zu dürfen. Unter den wirtschaftlichen Forde- rungen ist daS Verlangen nach einer Besoldungörcform hervor- zuHeben. Da» Anfa-ngsgehalt soll 6000 Mk., in 16 Dienstjahren auf 12 000 Mk. steige nb, betragen. Der Staat soll mit den Schulen auch die Unterbringung der unverheirateten Lehre» übernehmen, da diese von den Gemeinden in der schmählichsten Weise zurückgesetzt werden. Allerdings sei von der jetzigen N« gierung nichts zu erhoffen, da sie ja selbst die Angehörigen der Grcnzsthutztruppen gegenüber den langjährigen Kriegsteilneh� mern in unglaublicher Weise bevorzuge. Als Genossin Arendsee >vei testgehend« Unterstützung der Forderungen zusagte und die Lehrer aufforderte, für ein« wahrhaft sozialistische Regi«l rung einzutreten, fand sie lebhaften Beifall. Es wurde noch eine Resolution angenommen, bi« sich in sck-arfer Form gegen die Tatenlosigkeit der jetzigen Regierung ausspricht. Es lebe der KSnl?! Wie der„Berliner Lokal-Anzeiger" meldet, wird am 3. August die Berliner Universi'ät eine Erinnerungsfeier an ihren Stifter, den König Friedrich Wilhelm III. von Preußen, in der neuen Aula abhalten. Es paßt ganz in das System der von Noske amtlich be- triebenen Unterstützung der monarchischen Propaganda im Heere, daß in der deutschen Republik eine öffentliche Körper- s ch a f t eine offizielle Feier für einen Monarchen abhalten darf. Die SohlenllefersvZeu an Arankeich. Berlin, 30. Juli.(W.T.V.) Von zuständiger Seite wird mitgeteilt: Die wirtschaftliche Kommission für die Ausführung der Fricdensbedingungen, die zur Zeit in Versailles mit den alliierten und assoziierten Regie- rungen über bi« Lieferung von Kohlen, Chemikalien, über den Wiederausbau und anderes mehr umerhandelt, hat in Weimar der Reichsregierung Bericht erstattet.— Es besteht bei allen beteiligten Stellen volle Klarheit darüber, daß die AgUführungen des Friedensverträge», inSbcsonbcre die Lieferung von Kohlen, Deutschland im nächsten Winter die schwersten Opfer wirtschaftlicher Art auferlegen wird, daß jedoch gleichwohl von den deutschen Stellen energisch durchgegriffen wenden muß, um die in den FriedenSvedingungen un» aufge- zwungenen Lieferungen, soweit die» objektiv irgend möglich ist, zu erfüllen. Die Kommission ist am 23. diese? Monat» abends nach Versailles zurückgereist, um die Verhandlungen mit den alliierten und assoziierten Regierungen fortzusetzen. Der Slrett m Mulschsu. H. N. vaaq, 90. JUli. Au» Washington wird gemeldet: Der Geschäftsträger der japa- nischen Botschaft D e b u ch i hatte«ine Unterredung mit Staatssekretär Lansing. Nach dieser Unterhaltung ge- währte er dem orrespondenten der»Assouiated Preß" ein Jnter- View, in dem er seine persönliche Ansicht auseinandersetzt«. Aus die Frage, wie die«ndgültize Entscheidung über die Beiban erwäg« weiter die Beibehaltung einer japanischen Kolonie in Tsingtau und«ine nationale Rege- lung, die einen gleichen Zusta rd schaffen würde, wie er gegen- wärtlz in Schanghai besteht. Japan sei mit Rücksicht auf die Tatsache, daß es beschlossen hat, die Souveränität über Tsingtau au China zurückzugeben, fest entschlossen, seine Truppen bald zu- rückzuziehen. Jedoch sind dies« Maßnahmen abhängig von der Unterzeichnung des Friedensabkommen» mit Deutschland durch China und gleichzeüig von vem Abkommen zwischen China und Japan bezüctfich der befreiten Gebiet«. Um VechaMungen im enMcheu Derg- arbeiierskreik. II. 17. Haag. SO. Juli. An? L« n d o u wird gemeldet: Die BergwrrkSbesitzer haben dem Bergarbcitcr-Bepband in Varkshire den Vorschlag ge- macht, heute in Leed» eine neue Versammlung abzuhalten. Man glaubt, daß eS möglich sein wird, in dieser Versammlung eine Einigung herbeijusühr.'«»ad dadurch dem Streik ein Ende zu mache«,~' Amsterdam, 30. Juli. Wke der„Telegraaf" au» London meldet, ist der Ausfall der Wahle» von Bethwell von großer Bedeutung, da der ge- wählte Lroeiterkaudidat jiir di« Berjkaatlichung dex ssku? elMTik." lFT«' MsiM fsif'f Tatsache Rechnung tragen müssen. Ter Zuzug von Flüchtlingen au» dew Ohren und den be'eh» ten Gebieten Deutschland? hat in der letzten Zeit stark zu- genommen. Da viele Gemeinben ihnen den Zuzug verbieten und die Unterbringung infolge der Wohnungsnot di« größte» Schwierigkeiten bietet, hat daS ReichSarbeitZministeriwri. eine Veroldnung erlassen, nach der die Gemeinden grundsätzlich ver- pflichtet sind, ben Flüchtlingen d«n Zuzug zu gestatten. Wenn nötig, können die Gemeinden zur zwangsweisen Beschaffung ermächtigt werden wobei die als Ouarticrgebcr in Anspruch Genommenen eine angemessene Entschädigung erhalten. Aus aller Well. Aus den Geheimnissen der Lebensmitlelsadrisafion. Ekelhafte Feststellungen machten Mitglieder des ArbeiterratS in Reichenbach im Vogtlande bei einer Revision der dortigen Kunst Honig- und Marmeladefabrik Ring u. Co. Die Firma hat im Kriege ungeheure Summen verdient. Unter welchen Verhältnissen, geht aus folgenden Fest- stellungen hervor: Die großen Fässer, die als Behälter für die rohe Marmelade dienen, sind, so lange sie im Gebrauch sind, noch nicht ein einziges Mal gereinigt worden und bieten einen ekelhaften Anblick. Sie stehen im Freien, sind mit alten Lumpen zugedeckt. wnZ aber nicht hindern kann, daß aller Dreck vom benachbarten Bahnhof hineinfliegt. Selbst der Regen bat Gelegenheit, viel Dreck in diese„Marmelade" zu schwemmen, die Ratten sind drinnen wie zu Hause. Halbverfaulte Möhren werden in ungewaschenem Zustande zur Marmelade verarbeitet, von der Reichsstelle zugewiesene rumänische Aepfel hat man erst halb verfaulen lassen, dann wurden sie mit Stumpf und Stiel und mit allem Fäulnis in„M armelade" verwandelt. Der zur Rede gestellte Geschäftsführer meinte mit der unschuidigsten Miene von der Welt:„Was wollen Sic? Bei uns geht'S noch sauber zul Sehen Sie sich erst einmal au-- dere Betriebe an!" Was mag da der Bevölkerung alle» für teures Geld al» Varletzresse. Die Wohnungsnot und ihre einfachste Lösung, illustriert durch zahlreiche Bilder in Beispielen und Gegenbeispielen und durch eme schlagende Karikatur aus.den Hauswirt von GotteS Gnaden, behandelt Bruno Asch im elften Heft der„Freien Welt". Er- gänzt wird dieser Aufsatz durch eine Aeußerung von Engels aus dem Jahre 1872. Ein Gedicht von Georg Heym, zwei Abhandlungen über Lafayette und Robespierre erinnern an den Nationalfeiertag der Amerikaner und die Hinrichtung des französischen Revolutionär» vor 122 Jahren. Von Sonnentagen der Arbeiterkinder erzählen eine Reihe Bilder von den Ferienspie#. platzen und den Ärbeiterkinderfesten. Der aktuelle Teil bringt Ausnahmen vom„Internationalen Proteststreik". Ein Gedicht von Walt Witbmann„Aussöhnung" und de erste Fvr'setzung der Novell«:»Die Schwarze Kutsche' von Koleman Mikszath vervollständigen den Inhalt. Gewerkschaftliches. »Mit.............. Angestellte der Konfektion, tvchrt Euch! Die sogenannten Fachvereine in der Konfektion bringen eS zwar nicht fertig, Angestellteltinteressen zu vertreten, wohl aber versuchen sie, die Angestellten zu schröpsem Zum Beweise dafür diene das von, S. Juli 1919 datierte Rundschreiben des Verbandes der Angestellten der Blusen-, Kleiderkonfektion und verwandten Auueln, taut welchem sich der Fachverband von Wirischaftkbci- Hilfen, die den Angestellten zukommen, 6 Prozent kürzt. Kom-> mentar erübrigt sich. Bei dieser Gelegenheit wollen wir darauf aufmerksam machen, daß die Generalkom Mission der Gewerkschaften diese Fachverbände nicht als„Gewerkschaften" anerkannt bat. Wir warnen deshalb noch einmal die Angestellten der Konfektion, diesen gelben Vereinen beizutreten. Die politische Einheit rm Kilrschuerverband durch „Vorwärts"- und S. P. D.-Verrat erwirkt. Aus Kürschnerkreisen wird uns geschrieben: In der Geschichte de» Berliner Kürschncrverbandes wird der 24. Juli 1919 einst von historischer Bedeutung sein. Diese Tic- deutung hat der 24. Juli dadurch erreicht, daß die im Sophien- Gymnasium, Weinmeisterstr. 12, von über 200 Mitgliedern besuchte Generalversammlung mit einem ganz unerwarteten und überraschenden Erfolg der vollständigen politischen Einheit endete. Und das kam so: Die Versammlung hatte gegen 10 Uhr ihr Ende erreicht, als zum Schluß der Vorsitzende Kollege Grandel noch die Mitteilung machte, daß wir durch das Ausscheiden der Mitglieder S. P. D. aus dem Vollzugsvat zu den Arbeiterratswahlen Stellung nehmen müssen. Für uns könne nur der VollzugSrat der U. S P. und der K. P. D. in Betracht kommen.(Da zum ersten Räte-Kongreß die Zeit zu kurz war, um bei den vielen kleinen Werkstätten eine Neuwahl vorzunehmen, blieben wir bis beute— von«Uichen Ve trieben abgesehen— im Arbeiterrat unvertveten. Darauf nahm unser Geschäftsführer, Kolleg« Fritze— bisher strengster Vertreter der RechtSsozialisten— daS Wort. Die Versammlung stand auf dem Sprung, nach Hause zu gehen, denn «S war in der Aula sehr warm. Fritze meinte nun, daß nunmehr darüber Klarheit herrschen müßte, wie sich di« Mitglieder bei polt- tischen Streiks zu verhalten haben. Wenn, wie zum 21. Juli, die ©ewerkschaftSkommisston und der Vollzugs vat zur Arbeitsruhe ans- forderten, dann brauchten die Mitglieder nicht erst im Bureau wegen einer Parole anzufragen. Diesmal hätten verschiedene Werkstätten dem Rufe Folge geleistet. Dann erklärte Kollege Fritze unter gespanntester Aufmerksamkeit der Versammlung, dost er ggalaubt hätte, der 21. Juli werde einheitlich gefeiert werden, und daß bieser Tag viel zur Einigung des Proletariats beitragen werde. Wie die Mitglieder wüßten, sei er bisher Anhänger der Rechtssozialisten gewesen u n d h a b e s e i n e n Standpunkt in jeder Beziehung vertreten. Allerdings ist er in letzter Zeit de? öftern mit der Haltung des „Vorwä-ts" nicht«inverstanden gewesen. Als er aber die 91 u>- forderung im„Vorwärts" las, die Anhänger der Rechtssozial ist eu sollten am 21. Juli nicht durch ArbeitSruhedemonstrioren, sondern arbeiten, da kalbe eSnicht mehr länger mit seiner Ueberzeugung als Sozialdemokrat vereinbaren können, den„Vorwärts" al» sozialdemokratische» Ardeiterorgan zu betrachten und der Partei als Mitglied anzugehören. Das war schlimmster Ar- beiterverrut. Der„Vordwärt?" kann beshalb auch nicht mehr als unser Publik rtionsoraan in Betracht kommen. Er birte alle Mitglieder, die bisher noch den„Vorwärts" gelesen haben, auf die „Freiheit" zu abonnieren.(Lebhafter Beifall.) Unter lautloser Sülle fährt Fritze fort:„So lang« er der gewerkschaftlichen und politischen Organisation angehört habe, galten für ihn alle die Organisationen, die nicht auf dem Baden der freien Gewerkschaften standen, als gelbe Organisationen. Und nun kommen die Mitglieder der S. P. D. her« treten au» dem Voll- gltgScal aus, gehen mit benBsiben zusammen u'nd tremwn sich von der wirklichen sozialistischen Arbeiterschaft. Taj können wir Kal- legen und Kolleginnen nicht mitmachen. Morgen oder übermorgen, wenn ti meine Zert erlaubt, werbe ich meinen Beitritt gu den Unabhänzigen dovziechcn. Dieser Schrnt ist mir schwer gefallen, da ich mit der Parte- und dem.Vorwärt»' alt geworden bin. Aber wenn die Partei und der.Varwärt»' alle Grundsätze mit den ftühen treten dann können dies« Leute für die sozialdemokratische Arbeit»>sst"meinde die ztoeckm atzigst« Lösung für vi« Rcuaestaliung Grotz-BerlinZ dar- stellt- Der Magistrat hat nnn im Einverständnis mit der Stadt- verordnetendersaiiimlung in einer Eingabe dem Ministerium de» Innern die von den städtischen Körperschaft«!: Neuköllns gewünschten AbänserungZvorschiäge übermittelt Gewünscht w.rd vor allem eine Erweiterung der rm Enttourf vorgesehenen Abgrenzung dergestal', bog inSbesmüere die Watdunzen des Zweck- Verbandes und Gebiete bzw. Gemeinden, deren vnrtfcha-itich- Interessen eng mit Grotz-B. r'in verknümt sin«, wir BshnSdorf, Alt-Gt.ernck«, Grotz- Ziethen, Hennigsdorf, Staaken, Grünau mit in das neue S-tadigebiet falle»,. Tbenso müssen die Grenzen sowie Anzahl der w Anöstcht knii'mnmenen Distrikt« ein-er Revision unierzogen lverdcn. Es dür'te ang-brach fein, unbekümmert um die gezemvärtigen Goenzei! tronigar, dafür aa Umsans größere BerwailungZbezirke unter tunliclisier Berücksichtigung der Wirt- schastlichen Z u so, nnren hänge zu schaffen. So sei es z. B. empieh- lcicÄrert. die Gemeinden Trep ow. Britz, Buckow und Rudow mft Reuköllr. zu einem Verwaltungsbezirk zu vereinigen. D:e im Ent- Wurf vvrG'ehene Anzah. v-n Stadtverordneten sowie Magistrat»- mügliebern ericheini zu gerinz Aus höchsten» 16 000 Tinwobner mutz ein S:adiverorSi>etenma.idat entfall««. Hirssichtlich der Ifta- gsstralomitxlieder wir» eine Erhöhung am-13 in Borschiag Atz- bracht. Auch der 8 20, der ist« Ausgaben und Besugnisse der Distriktsverfammlun-xn behandelt, bedarf hinsichtlich der Begren- zung dieser Aufga-bell, die nur ungenau dargestellt ist, einer Reu- sassung. W-enn im§ 20 oew Magistrat die Verbinde runn der Ausführung vr« Beschlüssen der TistriktSversammlungen vorbe- halten»st, so mutz Weser zum mindesten«in Befchw-r verecht gegenüber derartigen B«-ch üssen eingeräumt werde». Einer eingehen- den Prüfunz bedarf ferner die Regelung der Beamten- und An- � gestelltenverhalinisse, weshalb vorher die Deamienausschüsse der j Vr»tz-?«r!iner Gemeinden zu hären sind. Für die Bezeichnung i der»»euen Grotzstabt schlägt Neukölln den Name«.Berlin" vor. Nriegligtsangenenhelmkehr. Um be« KossnunMosen sssktri» keheende n KrfegZqefangenen sofort ein Heim stellen zu können, wendet fich der OrtSauZschutz für KriegSgefangenenhelmkehr an die Einwokmer Rei-köllnS mit der Bitte, ihm bei der Unterbrin- au, ig der Zurückkehrenden behilflich zu fei«. Erwünscht sind Angaben über die Zahl der Aufzunehmenden, mögliche Dauer bei Aufenthalts und Preis. Naher« Mitteilungen werden an di« Geschäftsstelle des Ortsausschusses, hier, Ganghoferstr. 10/11, 1 Tr., Zimmer 14, erbeten. Genosse Lnchmund-Neuköss« teikt un» rnft Bezug auf de« Bericht von der Generalve- sammlung in Neukölln mit, daß er sich keiner ehrenrühriaen Handlung bewutzt sei und daber beim Zentralvorstand Grotz-Berlin daS SchiedSgerichtSversahren geaev sich beantragt habe. Aus hm EemMelewu. Mt-KMenickr. Die Morak der R e ch t« f o z i a Ii st e st. Der rechtssozialistische Schiffe hatte bekan-ntlch im Verein mit seinen bürgerlichen Rollegen die von dem LebenSm'.tlelauSschutz und d«n Arbeiterrat vorgeschlagenen Kandidaten fiir den Posten de» LebenSmittelamtSleiter» abgelehnt, weil sie der 11. S. P. an- gehören. Trotz dringendem Abraten die'er Körperlchrften wurde Herr Apel getvächlt, obgleich von diesem bekannt war, datz er auf seinem früheren ähnlichen Posten sich hat Verfehlungen zu- schulden kommen lassen, skber Herr Apel geHörte der S. P. D. an und da» genüole. Tie ihm gur Last geleg'en Berfehbungen bat er teil» zugegeben, teil«»bgestristen. sin der letzten Gemeinde- vertreter-Sätzung echraclte nun Genoff- Bennewitz die doku- mentarischen Belege ftir die Verseblung««. Die erstaunten Rechtssozialisten sammerten. daß u«sere Benssien diese» Material in ihre Hände bekommen konnte». Di- Schiebe iwien ihre» Partei. genossen nahmen si« indessen nicht so tragi'ch, obgleich er schätzungsweise ZebntMisc-nde Mark dabei.verdient" haben soll. DaZ st-nd der rechtssozialistisch« Wort'übrer, Herr Kaufmann, nicht so bedeutend, um davon ein Aufheben» zu machen. Mit der Moral dürfe man t» jetzt»ich. meh so genau«ebmen, meint- er. Herr Apel, zu seiner Reckfiertigmig aufgefordert, gab zu. all» Ein käu wr der Gebinde Schnriergelder genommen zu haben. Er will sie aber späte: zurückgegeben haben. Tiwch schnelle Annahme eine» Scbliisvrntrag-'S der Bürgerlichen»«achte« die Rechtssezialisten ein Ende der für sie so unangenehmen Aus- spräche. Und Bürgerliche und RechtSsoziaflsten bestätigten darauf die Wabl b-S Herrn Apel Damit ist die Sache flir die Ein- wohnersibaft natürlich noch nicht erledigt. Sie wich deutlich zum Ausdruck bringen, daß si« trotz jahrelangem Krieg und Entbehrungen nicht ffirf die Sture des rechtssozialistischen Herrn Kaufmann gesunken ist, der sich zum Verteidiger der ver- achtungswürdigen Schiebermoral auftchmaug. Auch die M t- clieder de» Technikerverbandes, dessen GeschärtSführer Her» Kaufmann ist, werden über die von ihrem Führer»ffcnbarien MaralaiischauiiRgo« nicht gerade erbaut sei«. Vekeix??Äe«Her. Flvgzeugmeifiere! Adlerohof. Di« Bertrauensleute der Belegschaft haben sich zioechs Leinivand�empsang von heut« bis Eonnabenv mittag 12 Uhr bei der Knegadefchüdigtenfürsorg« in Adlerehos zu intlixn. Uch'unz. tiisio««! Sämtliche Obleute imb Arbeiter-Ausschutzmlt- gliever der Ti-fbaa-Betriede versammeln sich Zreita», 1. August, nach- mittags 2 Uhr, Drunnensale, Biunnenstr. 16. r-lmg-mm«!»„Die Aeiuesreuade", Oeietznnwe Lichl-nb-rg. Bon jetzt»b jeden Freitag Uhr im neuen vereinslokal, Rlbggclsir. 21. veranlwortlich für di« Redoktion Alfred W i e I e p p, Reukölli». Leilags�enossensch-ll.Fieihest". e. B. m. d S. Beilin.- Dru« oer Lindendruckerei und«erlagegelellschafl m. d. H. Schlffdauecknmm IS. VI« Welt Jllustriörte Wochenschrift dar U. S. P. D, * Keft 11 ist sosdäin«rschlonen « 20 Pfennig. Vierteljährlich 2,50 Mk. vmmma ieatsciwr Trcüswrtarfcfiiter-VÄd _ Bezirksvarwcltunit Cir.-BerUn._ Nachruf I Den Mitelicdcrn ser Nachricht, daß unsere Kolleeea,| r Hautdiener Ernst Brusendorf n 26. d. M. im Alter von 26 Jahren, -i der Hausdiener Franz Kosask > 13. d. M., im Alter von SS Jahren versterben sind{ Ehre Ihrem Andenken I* Die Beilrkgverwaltunz. JOCtOOOOOCO�OOOOOO�Os FREI1?EST"LESER! ll"Frei,ieit"*r'e8er™il �Wwrsdurssr Vlsrt»!. fill Es»•*• a®•*«il«M ÖÄ? JßH S» 9\>_ ril i iS Dia«M. nurl X4- A'nt»mJi /II. AI BelsiNtttMÄchttt-g. Die Steuern, Sinnen und Sir: en(itafru(in das 1/1 1. Ste.tel. ifil»«,>>i Cenember IM.: sind vom L»ittpufr bi« 1«.«ngust ISIS twa» von* 13 Uhr in; M»ei::f'n. efnfT. luoiat tztetieltft gegen -ilK der e.'cnerjcrt»! iu jtlilftu eher die Za.nuilg der glrunairnriretier et gebl nech KIBBt«TO Sei.!>i»och,ii>e. (Selten, de»»i.Jttli IS. 9. »er«enietnbcvorstever.»lrveherrol. __ ac». tzeiiwum. et Für 3 MK. MM Rente •witiKc Krieffsverwundeten and HiaterbHebcnen da.ch den Hinweis aui ünatzaBsprüclia, wclc e laut Oesefx vom Li aal gezahlt werden müssen. Preis pro Buch Atn. 5,— per Nachafthiiee. Rl'dülf Born, B«M. FkiMMjM Ii Pri'tfalaclüui« für Kasoi-inentzchreiöön u. Kur«MiiriibM dar Rcmington-Schrwbmaschinen-Qea. m. b. H. Leiter nentach MSIjMttkBiWW Uetjuiger Mraiae 90, Ist. 9—1 n. 4—7. Di« Abonnenton in den S'rnuenzügen O zwiachan Greifswa der- und Landgiierger X O Straße, rechte Seite und iwischsn frieden- O � ttraSe 1—29,«owi« in dem Viereck bis � O an den Alensndefplsü: werden vom o O 1. Aupuat an von der O I SressiMenf Warner I O Greitawaider SwaE« 2S bedient. Ö I Dorthin sind ailo Meldungen zu richten. 5 Freiheit-Laser! | Unsere Leser des F anklurter Viertels werdaa * vom 1. Auseiat 1919»d voa der | Ml Wfc. Mwl ; belic ert. Simiticba Bestailimfaii»»*. hittea*ir i dorthia zu tichiea. A.L A A A i d Petersburger Viertel; üusere Spedition befindet sieh ab 1. Aucust! bei dein Oenossen Wen« eis, Kadiner| StroRe It. im Lacken. S'niti. Desteihinaen j usw. bitten wir dorthin zu richten. Ilao-Oporatenre ��sbiidyngskursus b�rlnnt. Zuschrit'en La; r karte 40, Pi stamt 73. KsMW-GseiMlre h Ruzb idung erteilt Film�eseiiichilt Zusdtri ten Lagerkarte 40. Postamt 73. Frtiiieit- Leser: tlftaeavlertel ixmcncn„Helle vya" ______ und Bahnhof„Ttsrifarlea". Vom I. Aoraataftwer�n unsorc Ahoak»c««:»m voreleUta- dem V»cri«i ducken de*&v»*o&>*,s 3n äen noetzfvetzaaden SptaiCioncn weräea( o f o 1 1 Sstenfrauen BSiJr" tatgafuNt: Sirsetzner, Virsästnar Zreage ga, Döring. i.t«mmehftr. sz»Jadftartb, Iflichaelkirchpl. 3. Hod», i/Uaiuastr. 93, l'orjedf, Hujsiienstr. 35. »Acelcheit, Schiffvauerciamm. Moabit D»»"se>fer, LöKecker Strafe Ii. ZV!tsi!.tte Hierlenbcir�wajzc 34- Teaspech»? Berflch, Wevsterstra�e 31. Potsdam KcuM, A1rltz«si»»Llr u tz e 36. via 33. a»v 34. Abteilung u.« di» z». Ab- teiluua teilweise, erhallen dia 99 Freiheit" i yom 1a Aucust ab von der Spsäftfon SSimmlng, Lich'enbenr, Oderstr. 4. iMWA. mit aad ohne 1 ehern von «aik 175— an. —— ürMU Auswahl,—— S. enor, Küpenäeker Straüe 71. (Kein Luden.) BQQfifvatäc verKTütserl. vorklein�*croin. Rtishwibtrcor Str. 7 y#iU» fKotibuscr Tor). FernspieohenFchl. Mpl. M atiä. Eiirenerklärunsrl Hierdnrcü erkläre ich, das» die Beschuidieust!;, die Ick fezen Frau Wandel auaze- sprochen habe,»ia verkauf« Brotkarieu auf Unwainhcit beruht Ich n hmc hiermit dieie AeuseeitiHZ reuevoll anrfick. Frau ttkiart Anzvs(asu) bilitg zu ver- kanten, bebanivft, Sitaerstr.aß SolMillnck uad Leim, uticb pfu dweiee. kauft K. iTiau, Bcctiu. W'ltWUU. U t Ooktromolore, KabflV, Lil 3 u kauft Haprodorn, Koc'ielr. ßO/fil. Telephon; Zentmr 1S665. Spira bokror, nen». kauft hScUstaahlead Batkka Naxa- ralhk'rchstr. SI , Hamfe danernd Spiral balarer ms Warkaeuf. un Schnellslahl zyl. Mörser, Mt tarischem und Viarkameaurr Centrierbohrer, Reibahlen, Ue wrindtbohrer. Fallen. SSie blilter. Zwiak, Berlia NO I! Landshersar Allca IIS U (Telephon: Alex. 5d6J Ii u»! i or.l r ali i, Silbardraht, skmttichc insullalions- Artikel kanit und verkaolt Merkur, Schönhauser Allan 28. 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