Nr. 149. Abonnements- Bedingungen: Abonnements-Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 mt., monatl. 1,10 mt., wöchentlich 28 Pfg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. SonntagsNummer mit illustrirter Sonntags= Beilage, Die Neue Welt" 10 Pfg. PostAbonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Eingetragen in der Post- ZeitungsPreisliste für 1897 unter Br. 7487. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblaff. 14. Jahrg. Die Insertions- Gebühr beträgt für die fechsgespaltene Rolonelzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Versammlungs- Anzeigen, fowie Arbeitsmartt 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ift an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Xerusprecher: Amt I, nr. 1508. Telegramm Adresse: „ Sozialdemokrat Berlin". Bentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Abonnements- Einladung. Am 1. Juli eröffnen wir ein neues Abonnement auf den Dorwärts" mit der illustrirten Sonntags- Beilage ,, Die neue Welt". Die Menderungen, die wir seit dem 1. Januar eingeführt haben, erfreuen sich des lebhaftesten Beifalls unseres Leserkreises, wie schon das fortwährende Steigen unserer Abonnentenzahl beweist. Unsere Literarische u. Volkswirthschaftliche Rundschau werden allgemein als bedeutungsvolle Bereicherung des Inhalts unseres Blattes angesehen. Durch unsere Unterhaltungs- Beilage Mittwoch, den 30. Juni 1897. brechen. Allein an Festen und an Brot fehlte es nie, und in dieser Beziehung knüpfte die christliche Politik der Bourbonen an die heidnische der alten Zäsaren an mit ihrem Panem et Circenses! Materiell war das Volk vergleichsweise gut gestellt, und das ließ den politischen Druck vergessen und gab dem Absolutismus die Gedankenlosigkeit des Volkes zur Bundesgenossin. In dem freien und einigen Jialien haben wir noch immer den Druck der Polizei, die zwar keinen Galgen mehr hat, dafür aber die mörderischen Löcher der Zellengefängnisse, von denen ich später noch reden werde; und die Feste und das Brot sind dem Volke geraubt worden durch ein Stenersystem, wie es verderblicher und unsinnig er nicht gedacht werden kann, und welches ein handgreiflicher Beweis ist für die Existenz des Klassenkampfes, durch welchen die herrschende Minderheit die herrschende Mehrheit ausbeutet und erschöpft. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Der jährliche Petroleumverbrauch, der 1892 noch 746 000 Bentner betrug, fiel im Jahre 1896 auf 672 000. Und der Durchschnittsverbrauch von Zucker pro Kopf, der 1886 3,11 Rilo betrug, war 1894 auf 2,43 heruntergegangen. Ungeachtet dieses unheilvollen Zustands denkbar schlimmster wirthschaftlicher Erschöpfung, der leider jeden Tag die Gefahr tumultuarischer Volksausbrüche der Verzweiflung nahe rückt und uns die ruhige Organisation und geistige Erziehung des Proletariats außerordentlich erschwert, verharrt die Regierung hartnäckiger als je in ihrer Blindheit. Die Verminderung der Militärausgaben, die allein, in Erwartung einer gründlichen Reform des Steuersystems, eine merkliche und unmittelbare Erleichterung bringen würde, ist gerade die einzige Erleichterung, welche die Regierung nicht gewähren will. Im Gegentheil, das einzige Gesez, das seit Sen allgemeinen Wahlen der Kammer zur Diskussion vorgelegt ward, ist ein Militärgeseh, das die Ausgaben für das Militärwesen um 14 Millionen Franks erhöht! worden. Das Jahresbudget des italienischen Staates beträgt ungefähr 1600 Millionen Franks. Für die Einnahmen giebt das Grundeigenthum( Land und So ist der dritte Theil des ministeriellen Programms ist dem Unterhaltungsbedürfniß unserer Leserinnen und Leser Häuser) nur 195 Millionen, während die Steuern auf Nahrungs- nicht nur vergessen worden, wie der erste Theil betreffend die in reichstem Maße Rechnung getragen worden, ohne daß wir mittel 580 Millionen liefern, ohne von den 60 Millionen zu Kolonialpolitik und der zweite betreffend die Frage der öffentdarum auf das niedere Niveau des Sensationalismus herabreden, welche die Regierungs- Lotterie einbringt, lichen Moral mit bezug auf Crispi und die übrigen Panagestiegen wären. Auch in der Unterhaltung soll der Geschmack diese eine verdammenswerthe Steuer auf die Dummheit und misten, sondern er ist positiv verleugnet und umgekehrt verfeinert, der Geist erweitert und erhoben werden. das Elend des Volkes. Ju unserem nationalen Leben giebt es eine erschreckende Biffer, die an und für sich genügt, die Regierungsblindheit in Italien gleich viel wie das Ministerium des Tags heißt zu kennzeichnen und das ist die Gesammtziffer der Militärausgaben, seit Rom Hauptstadt des geeinigten Italiens wurde ein Ereigniß, das der Beginn einer neuen Aera war, anders vorgestellt hatten! Der Roman „ Cefarine" von Richepin, Die Steuern auf das Geschäft liefern 200 Millionen und die auf das bewegliche( Mobiliar) Eigenthum 290 Millionen. In diesen Ziffern des italienischen Budgets haben wir der sich ungewöhnlichen Beifalls erfreut, wird im Laufe des das photographische Bild der Ausbeutung der Arbeiterklasse und Lotterie) und und auch eines neuen Quartals zu Ende geführt werden. Neue Abonnenten( Nahrungsmittel Steuer erhalten den bereits erschienenen Theil des Werkes nach- und das Mobiliar- Eigenthum) durch die Kapitalisten, nament welche die Märtyrer unserer nationalen Wiedergeburt sich ganz nach- Theiles der industriellen Klasse( Steuer auf das Geschäft lich durch die Grundeigenthümer- Klasse. geliefert. Auf politischem Gebiet bereiten sich Ereignisse von größter Tragweite vor. Der Vorwärts" wird nicht blos feinen Leserkreis stets auf dem Laufenden halten, er wird auch allezeit ein furchtloser Führer sein und unerschrocken die Wahrheit aussprechen. 5 Und wie vertheilt sich die jährliche Ausgabe dieser 1600 Millionen? Von 1871 bis 1895 hat Italien 6 Milliarden, d. i. se ch 3tausend Millionen Franks für die Armee und Ich lasse die wichtigsten Ziffern folgen: auderthalb Milliarden, d. i. fünfzehnhundert Mil700 Millionen entfallen auf die Binsen für die lionen für die Kriegsflotte ausgegeben! Staatsschuld! Man dente: fast die Hälfte der Wenn man für wirkliche Kulturfortschritte, die durch Jetzt, wo die bürgerlichen Parteien sich unfähig gezeigt gesammten Staatseinnahmen geht in die Taschen der Besitzer Entwickelung der Juduftrie und des Ackerbaues zu erreichen haben, der frech die Volksrechte bedrohenden Reaktion Halt zu der Staatsrenten und Staatsschulden Titel, das heißt in die gewesen wären haben wir doch über zwei Millionen gebieten, ist es Sache der Sozialdemokratie, die bürgerlichen Taschen der Kapitalisten und Grundeigenthümer, die, alle Hektaren jetzt unbebauten Lands, die trocken zu legen Freiheiten zu vertheidigen und die Rechte des Volks zu wahren zusammen, 600 Millionen an direkten Steuern bezahlen und und fruchtbar zu machen sind! die Hälfte oder und zu erweitern. auch nur ein Drittel in jener fiebentausend den Daß der Vorwärts" über den Weltangelegenheiten und sich dafür 700 Millionen zurücknehmen. 150 Millionen werden für die Kosten der Steuer- Abgrund des Militärbudgets geworfenen Millionen verden deutschen Angelegenheiten auch die Berliner Angelegenerhebung gebraucht. wandt hätte, was hätte erreicht werden können! Man steht heiten nicht vergißt, das haben wir nicht nöthig denen zu 370 Millionen werden für das Hcer und die Kriegsflotte sprachlos vor diesem Beispiel unbegreiflicher Regierungsfagen, die den Vorwärts" lesen. blindheit, die, wie es dieser Tage unser Genosse Liebknecht in verpulvert und ins Wasser geworfen. Und so bleiben also für den eigentlichen Staatsdienst- der Neuen Zeit" fagte, die Mikroben der Unzufriedenheit Verwaltung, Unterricht, öffentliche Verkehrsmittel 1. s. w.nur vermehren und verbreitenkann. u. furz für diejenigen Verrichtungen, welche die Hauptaufgaben eines zivilisitten Staates bilden sollten, nur 250 Millionen Es giebt kein zweites Blatt, welches das gesammte geistige und öffentliche Leben der Reichshauptstadt so treu und so vollständig abspiegelt, wie der Vorwärts". Und wir haben darum ein Recht, von allen, die unser Streben billigen, und namentlich von den Parteigenossen, es als Pflicht zu verlangen, daß sie für die weiteste Verbreitung des Vorwärts" thätig sind. " Für Berlin nehmen sämmtliche Zeitungsspediteure sowie unsere Expedition, Beuthstr. 3, Bestellungen entgegen zum monatlichen Preise von 1 Mark 10 Pfennige frei ins Haus. Für außerhalb nehmen sämmtliche Postanstalten Abonnements zum Preise von 3,30 M. für die Monate Juli, August und September entgegen.( Eingetragen in der Post- Zeitungsliste für 1897 unter Nummer 7437.) Redaktion u. Expedition des Vorwärts". Die Regierungsblindheit in Italien. Von Professor Enrico Ferri. II. übrig: für Schulen, Rechtspflege, Hebung der Gewerbe und des Das persönliche Regiment Ackerbanes, kurz für alles wirklich Gemeinnüßige, für hat in neuester Zeit sich so augenfällig bemerkbar und so alles wahrhaft Kulturelle weniger als ein Sechstel empfindlich fühlbar gemacht, daß sogar die national. der Gesammtausgaben. Ueber fünf Sechstel für unproduktive liberale Bresse beunruhigt wird. Sehr scharf hat die oder positiv gemeinschädliche Zwecke! „ Kölnische Zeitung" sich schon vor einigen Tagen geäußert und gegen das ostelbische Junkerthum gewettert, das die Verfassung untergrabe, und jetzt schreibt das Leipziger Tageblatt": Wenn man diese beredten Ziffern sich anschaut, wie ist es möglich, nicht zu schen, daß unser ganzes Volksleben, unfere ganze nationale Existenz an Blutarmuth und Er schöpfung leidet? " Zu den feltsamsten und zugleich bedentlichsten Erscheinungen unferer verworrenen Zeit gehört es, daß selbst in Kreisen, von denen Bei dieser Vertheilung der öffentlichen Gelder wäre die eine genaue Kenntniß der eichsverfassung und der in ihr einzige Möglichkeit, das Budget des Staates und des Landes dem Kaiser eingeräumten Rechte vorausgesetzt werden muß, Aeußerungen De¾ Reichsoberhauptes die Be= zu entlasten: eine wesentliche Verminderung der deutung und die Wirkung von Reichsgesetzen zugeschrieben Militärausgaben, die uns jetzt über eine Million jeden wird. Wir sind in der letzten Zeit sogar in tonservativen Blättern. Besprechungen über die legten Rundgebungen des Kaisers in Biele feld und Köln begegnet, die sich in direkten Gegensatz zu der Reichsverfassung setzen. Heute lesen wir in den Berliner Politischen Nachrichten": Tag wegfressen. Und das war, nebst der Forderung des Aufgebens der afrikanischen Rolonie, das Wahlprogramm, mit welchem als praktischem Minimal- Programm die sozialistische Partei Italiens in den letzten Wahlkampf eintrat. Das Volks gewissen antwortete voll Begeisterung auf unseren Ruf, denn auch" bas Land hat sein Budget, und es fühlt, daß in seinem Budget die Blutarmuth und Erschöpfung noch größer ist als in dem Budget des Staats. Thatsächlich haben wir einen höheren Getreidezoll als Hätte das Ministerium Rudini wenigstens auf wirth irgend ein anderes Land Europa's; nämlich sieben und scha ftlichem Gebiet seine Versprechungen gehalten, so würde es einen halben Franks auf den Doppelzentner( 100 Kilo). Das Salz ist bei uns Staatsmonopol und kostet noch allenfalls in der Lage sein, fich mit recht eine konservative Regierung zu nennen- fonservativ in dem vernünftigen 40 Centimes( 32 Pfennige!) das Kilogramm, während es in Sinne des Worts. Denn wenn die Völker, wie Viktor der Schweiz und Belgien nur 6 bis 10 Centimes, und in dem, Emanuel sagte, die Staats- und Gesellschaftseinrichtungen auch so schwer besteuerten Deutschland, 25 Centimes kostet! in dem Maße der Vortheile lieben, die sie von ihnen Das Petroleum kostet bei uns 70 Centimes der Liter, in würde haben, dann es wahrhaft konservative Politik der Schweiz und in Belgien blos 15-20. Der Zucker foftet in Italien 1/2 Franks, d. h. 1 Mark sein, dem Volt wirthschaftliche Erleichterungen zu sichern, die man, mehr oder minder zutreffend, dem wohlthätigen Gin- 20 Pfennige! das Kilo, in der Schweiz und in Belgien blos fluß der Staats- und Gesellschafts- Einrichtungen" zuschreiben 70 bis 90 Centimes.*) tönnte. " Aus dem Annuaire Statistique- dem Statistischen Aber gerade auf diesem Gebiete ist die Regierungsblindheit Jahrbuch des Königreichs Jtalien- erhellt, daß so vollständig, daß die Politik Italiens, das für eine unabhängige der Verbrauch der nothwendig sten Nahrungsmittel von Nation gilt, noch zurücksteht hinter der Politit der früheren Regie: Jahr zu Jahr abnimmt. rungen, die Italien in politischer und intellektueller Sklaverei An Getreide( Weizen) z. B. betrug bis vor 12 Jahren hielten, aber dem Volk doch einiges materielle Wohlergehen der Jahresverbrauch pro Kopf 123 Kilo das Jahr; jetzt ist zu theil werden ließen. der Durchschnittsverbrauch auf 118 Kilo pro Kopf gesunken. Die alteu Bourbonen in Neapel, deren blöder und Der Salzverbrauch ist seit 1890 von 7,15 Kilo pro Ropf grausamer Despotismus sprichwörtlich geworden ist, hatten zum auf 6,54 für 1896 gesunken. Programm die drei F" Feste, Farina, Forca, das heißt Feste, Brot und Galgen! Wenn das Volk sich irgendwie*) Um dem deutschen Leser den Vergleich und die Umrechnung muckste, war der Galgen stets aufgerichtet; der leiseste Wunsch in deutsches Geld zu erleichtern, fei hier bemerkt, daß der Frank nach politischer Freiheit ein todeswürdiges Vergleich 80 Pfennig ist und daß 10 Centimes= 8 Pfennig find. war " In den weitesten Kreisen des nationalen Erwerbslebens, welche durch die häufig genug mit größter Frivolität hervorgerufenen Streits in Beunruhigung und direkteu ge schäftlichen Nachtheil versetzt worden, hat man mit er= leichtertem Ausathmen das Wort des Monarchen be= grüßt, welches schwerste Strafe demjenigen an= droht, der sich untersteht, einen Nebenmenschen, der arbeiten will, an freiwilliger Arbeit zu hindern. Nur zu häufig war es ja leider der Fall, daß gerade ältere Arbeiter, die Familienväter sind, durch den Terrorismus der jüngeren Glemente an der Freiheit, ihre Arbeitskraft in der ihnen genehmen Weise zu verwerthen, brutal verhindert wurden. Und selbst jetzt, nach dem die in Bielefeld gehaltene taiserliche Ansprache unter begeisterter Zustimmung aller tüchtigen Voltselemente ihre Runde durch das ganze erwerbsthätige Deutschland gemacht hat, scheint es, als wäre noch keineswegs an sämmtlichen Stellen, welche berufen sind, der allerhöchsten Willens= meinung 8 11 der gebührenden Nachachtung zu verhelfen, das volle Verständniß für ihren Sinn und ihre Tragweite aufgegangen. Insbesondere gehen uns Mit-, theilungen zu, wonach bei Durchführung des jcht in Berlin inszenirten Maurerstreits fast täglich die empörendsten Ver gewaltigungen ruhiger, solider Arbeiter seitens ihrer streikenden Genossen zu beobachten sind; daß Maurer, welche an den bisberigen Lohn- und Arbeitszeitverhältnissen sich genügen lassen, beim Verlassen ihrer Arbeitspläge in gefährlicher Art beschimpft und thätlich belästigt werden, ohne daß ihnen irgendwie das Maß behördlichen Schutzes zu theil würde, auf das sie als Staatsbürger Anspruch haben.*) Es liegt uns völlig fern, der Koalitionsfreiheit *) Die Lügenhaftigkeit dieser Echweinburgiade haben wir schon vor einigen Tagen an anderer Stelle unseres Blattes genügend aufgedeckt; wir müssen des Zusammenhanges wegen die obige Stelle I wiederholen. nommen hat." " der Arbeiter und dem Bestreben, sie zur Durchsehung von Streit- was man will, daß sie zum großen Theil förperlich gut be- darum weniger ruhmvoll war, weil er persönlich den Gegnern hat forderungen auszunüßen, Steine in den Weg legen zu wollen. schlagen sind und animalischen Muth haben, wird ihnen weichen müssen. Die Sache, für die er geftritten, ist darum feinesWohl aber meinen wir, daß es die Koalitionsfreiheit in ungeheuer niemand bestreiten. Wenn diese Menschensorte, die gewiß wegs verloren; diefer Sieg der Limburg, Plöß und Genossen wird licher und vom Gesetzgeber nicht gewollter Weise mißbrauchen nicht an Schwachnervigkeit leidet, plögliche Angstanfälle bevielmehr als ein Fanal wirken, das viele Träge und Vertrauensjeden, von seiner Arbeitskraft den ihm persönlich zusagenden Ge- Bundesraths. Bertreter eines fleinen Staates in die Reichsheißt, wenn unter ihrem Vorwande das natürliche Recht eines kommt und so thut, als sähe sie fürchterliche Gefahren und felige aufrütteln wird. Herr v. Marschall, der als wenig bekannter Golchen Miß- zittere für sich und den Staat, so glauben wir nicht, daß das regierung eingetreten, scheidet aus ihr als ein nationaler Staatsbrauch zu machen, beeinträchtigt wird. bräuchen der Roalitionsfreiheit nachdrücklich ernst ist und fragen uns: was wird mit dieser Komödie der mann, deffen Wirksamkeit für das Reich damit, wie wir hoffen, nicht entgegenzutreten, ist nicht nur das Recht, sondern Angst bezweckt? Die Antwort auf die Frage ist nicht beendet ist." vor allem auch die Pflicht der Behörden, umso schwierig, da die Herren Junker nicht Leute von vielen Herr v. Bülow wird von den rechtsstehenden Organen mehr, nachdem seine Majestät allerhöchst selbst been sind und nur die eine, alles andere beherrschende hoffnungsvoll begrüßt. So von den Berliner Neuesten in einer jeden Bweifel ausschließenden Weife bee haben, Geld zu machen nicht durch eigene ehr- Nachrichten": zu dieser brennenden Tagesfrage Stellung ge- liche Arbeit- denn das ist nicht standesgemäß" Herr v. Bülow steht in dem Rufe, einer unserer intelligenteften sondern Staatsmänner zu fein: er ist aus der bewährten Schule Diese Mahnung an die Behörden sagt das Leipziger Tage auf Kosten der Arbeit anderer, ganz so, wie es Gitte der des Fürsten Bismard hervorgegangen und hat in seinen biss blatt" unter Berufung auf eine taiserliche Rundgebung ist ritterlichen Vorfahren war, nur daß diese etwas urwüchstger herigen Aemtern eine erfolgreiche Wirksamkeit entfaltet, die ihm das allers durchaus ungehörig, sofern sie mehr bezweckt, als die Aufsichte organe und einfacher verfuhren. Als Fürst Bismarck 1878 den Atten höchste Vertrauen in außergewöhnlichem Grabe erworben hat. Welche Be= an die Pflicht zu erinnern, Vergewaltigungen solider Arbeiter durch tatslärm machte, wußten wir sofort, daß das nur Schwindel deutung seinem Eintritt in die Regierung für die Gestaltung unserer Gestreifende Genossen zur Anzeige zu bringen. Sollte aber, wie es nach und Vorwand war. Und siehe da, sobald das rothe fammtpolitik beizulegen sei möchte, wird sich erst dann beurtheilen lassen, der Berufung auf die kaiserliche Androhung schwerster Strafen" der Gespenst die Philister ins Bockshorn gejagt und eine gefügige wenn die anderen schwebenden Personenfragen ihre Erledigung ge Anschein hat, die Mahnung auch auf die Richter gemünzt fein Reichstagsmehrheit verschafft hatte, da tauchte sofort hinter wärtigen Amts als Begleiter des Fürften zu Hohenlohe heute funden haben. Der Umstand, daß der zukünftige Leiter des Ausund sie unter Berufung auf eine„ allerhöchste Willensmeinung" ihm die famose„ Wirthschaftsreform" auf, die den wärtigen Amts als Begleiter des Fürsten zu Hohenlohe heute veranlassen wollen, ein besonderes firenges Strafmaß bei solchen schmunzelnden Junkern tausende von Millionen in beutet darauf hin, daß die auswärtige Politit in Zukunft fich dem Fürsten Bismarck einen Besuch abgestattet hat, Ausschreitungen zur Anwendung zu bringen, so wäre das wieder mehr an die erprobten Traditionen des alten nicht nur ein durchaus unzulässiger Angriff die unergründlichen Taschen gezaubert hat. Und diesmal hat es mit dem Umsturzgeschrei zweifellos Rurses, namentlich auch in handelspolitischer Hinsicht, halten auf die Unabhängigkeit des Richterstandes, sondern Es gilt einen neuen werde, wozu das Vaterland sich nur von Herzen beglückwünschen auch ein Attentat auf die Reichsver wieder eine ähnliche Bewandtniß. faffung. Nach nichts hat der Richter bei der Fällung großen Fischzug. Der Wirthschaftsreform soll die könnte." Ueber den Lebenslauf des vorläufig ftellvertretenden" Leiters seines Urtheiles sich zu richten, als nach den bestehenden agrarische Krone aufgesetzt und das arbeitende Volk Gefeßen. Glaubt der Kaiser, daß diese Gesetze zum Schutze der Deutschlands um weitere Milliarden erleichtert des Auswärtigen Amtes, der aber wahrscheinlich nicht nur diesen Ordnung nicht ausreichen, so steht ihm nach der Verfassung zur werden. Posten endgiltig einnehmen wird, sondern der Nachfolger HohenDie Tausch, Tauschgönner und Beseitigung dieses Uebelstandes kein anderer Weg offen, als in feiner Tauschgesellen sind ausnahmslos gewaltige Agrarier he's werden dürfte, werden die folgenden Angaben gemacht: Bernhard Heinrich Karl Martin v. Bülow, Sohn des verstorbenen Eigenschaft als König von Preußen sein Ministerium zur Sie haben jetzt für den Augen Staatssekretärs v. B., ist am 3. Mai 1849 zu Klein- Flottbeck in Holstein Ausarbeitung einer Gesegesvorlage zu veranlassen, die es vor dem Herrn dem Bundesrathe zur Beschlußfaffung vorzulegen hat. blick das Heft in der Hand und sie sind entschloffen, den Augen geboren, studirte 1867 bis 1870 in Lausanne, Leipzig und Berlin RechtsHier haben die Bundesregierungen ihre Ansichten blick auszunußen. Und je mehr Angst sie dem Philifter eins und Staatswissenschaften und machte den deutsch- franzöfifchen Krieg als geltend und je nach der Zahl der ihnen jagen wie anno 1878- desto ergiebiger wird der Fisch- Offizier mit. 1872 bestand er die erste juristische Prüfung und wurde eingeräumten Stimmen ihren Einfluß auszuüben. ihren Einfluß auszuüben. Erft der zug. Also wir müssen uns noch auf viel„ Umsturs" gefaßt zuerst beim Landgericht und dann beim Bezirkspräsidium in Mey beBundesrath giebt der Vorlage die Form, in der sie vom Kaiser machen. Das Junkergeschäft bringt es mit sich. schäftigt. 1874 trat er in das Auswärtige Amt ein und war einige Zeit als Legationssekretär in Rom, Petersburg und Wien thätig. an den Reichstag zu bringen ist, der nun seinerseits sich zu Auflösung des Abgeordnetenhauses müsse die Losung Während des russisch- türkischen Krieges war Herr von Bülow äußern hat. Wird zwischen ihm und dem Bundesrath Uebereinftimmung erzielt, so ist das Gesetz vom Kaiser zu publiziren und der Regierung sein, wenn das Haus wiederum das Vereins- Geschäftsträger in Athen. Auf dem Berliner Kongreß war er dessen bildet die alleinige Richtschnur für alle, die es zu handhaben berufen gesetz ablehnt und wenn andererseits die Regierung zielbewußt Sekretariat beigegeben und wurde dann zweiter später erster und. Nicht einmal ein Betorecht ist dem Kaiser durch die Ver und schneidig sei, so sagt die" Freifinnige Zeitung" wo er namentlich in den Verhandlungen über die bulgarische Frage Botschaftssekretär in Paris und darauf Botschaftsrath in Petersburg, faffung eingeräumt. Eine schärfere Bestrafung von Bergewaltigungen und die Konservative Korrespondenz" fügt in den Vordergrund trat. 1888 wurde er Gesandter in Bukarest. solider Arbeiter durch streikende Genossen ist mithin, sofern die diesem Ausspruch hinzu: Wir befinden uns Während seiner dortigen Amtsführung erfolgte die Annäherung Aufsichtsbehörden ihre Schuldigkeit thun und vor allen Dingen die Bergewaltigten selbst ihr Recht suchen, einzig und allein der seltenen Lage, in obigem mit dem Organ des Herrn Eugen Rumäniens an den Dreibund und der Abschluß des deutschrumänischen Handelsvertrags. Später wurde er Botschafter in auf dem Wege der Reich 3- Gesetzgebung, nie und Richter vollkommen übereinzustimmen." nimmer aber durch eine noch so entschiedene Also die Konservativen sind gegebenen Falles für eine Rom. Er ist mit einer Italienerin, einer Tochter des Staatsministers Allerhöchste Willensmeinung" zu erreichen. Wir Auflösung des störrischen Abgeordnetenhauses, für einen Appell Minghetti, verheirathet. find auch sest überzeugt, daß der Raiser felbst, der stets mit an die Wähler! Sie sagen es. Aber niemand glaubt Weitere Personaländerungen in den obersten peinlicher Gewissenhaftigkeit die verfassungsmäßigen Rechte seiner e 3 ihnen. Denn wenn etwas sicher ist, so das, Reichs und Staatsämtern sollen noch vor dem Beginn der Nordfürstlichen Bundesgenossen respektivt, peinlich berührt sein wird von daß eine Wahl in der jetzigen politischen Situation, landreife des Kaisers zu erwarten sein. Die Verzögerung der Derartigen servilen Auslassungen, deren Verfaffer nicht bei der jetzigen Stimmung in den bürgerlichen Kreisen lautet, nur durch die Schwierigkeit der Frage entstanden, wie der Entlassung von Bötticher's ist, vie jetzt verbaran zu denken scheinen, daß ihre Servilität von den Massen des Volts ganz zu schweigen Reichskanzler durch einen Vertreter im Reich und in Preußen Reichsoberhaupt eine Mißachtung der verfassungsmäßigen Rechte der übrigen deutschen Fürsten selbst unter dem Dreiklassensystem, zu einer zerschmetternden entlastet werden könne. Man wollte erft Miquel zum Vertreter eine verfassungs- Niederlage des Junkerthums führen würde. Das wissen die des Kanglers in der Reichspolitit und gegenüber dem Deichstage widrige Zumuthung an die streng an die Junker auch selbst ganz gut und wenn sie sich muthig stellen, haben, aber Miquel wies auf sein Alter und seinen GesundheitsReichsgefeße gebundenen richterlichen Be so ist das nur ein Scheinmanöver. Das weiß aber auch die zustand hin, und so soll er nur als Bizepräsident des Jedenfalls vergeffen sie bei diefer Regierung und sie wird sich darum hüten, das Abgeordneten preußischen Ministeriums einen erweiterten Wirkungsfreis Servilität, daß sie dem Reichsoberhaupte der in Verfassungsfragen haus aufzulösen." erhalten, sich aber im übrigen auf die Leitung der preußischen Es beißt nun, daß Graf unkundigen Masse des Volkes gegenüber eine Verantwortung zuschieben, die dieses Haupt nicht tragen tann. Gewöhnen sich weite Zu den Friedensverhandlungen wird aus Ronftantinopel Finanzen beschränken wollen. Streife an die Meinung, der Kaiser brauche nur eine Allerhöchfte gemeldet: Diplomatische Kreise erklären den größten Theil der Nach- ofabowsky das Reichsamt des Innern an stelle v. Bötticher's Willensmeinung" auszusprechen, um fogar den richterlichen Behörden richten, welche über die gebeim gehaltenen Friedensverhandlungen ihre Pflicht vorzuschreiben, so nährt das in unseren verim Umlauf sind, für unzutreffend. Die Verhandlungen nehmien worrenen Zeiten eine Misstimmung, beren Folgen ihren regelmäßigen Fortgang und schreiten nur langsam und des machen Reichstags hörden involvirt. unübersehbar sind."" und gegen das So eine der reichstreuesten und man kann wohl sagen reichsservilsten Zeitungen Deutschlands. " vor, weil viele Detailfragen zu erledigen sind. Deutsches Reich. " übernehmen folle. Die als sicher bezeichnete Ernennung des ehemaligen Reiteroffiziers, jetzigen Sportsmanns v. Podbielski zum Staatssekretär des Reichs- Poftamts erregt fast allenthalben großes Aufsehen. Man tann sich nicht vorstellen, wie ein Mann ohne jegliche Vorkenntnisse auf ein solches Amt berufen werden soll. Protestkundgebungen gegen die Verschlech Was da ausgesprochen ist, das denken nur weit schärfer terung des Vereinsrecht 3. In Norden( Ostfriesland), Neber den gehenden und kommenden Mann, wo seit vier Jahren feine sozialdemokratische Versammlung stattfinden und rückhaltloser Millionen in Deutschland. Und wenn wir über Marschall und Bülow, ist die Preffe voll. Wir wollen zur konnte, weil fein Lokal zur Verfügung stand, sprach Genosse Hug die Gesammtheit der deutschen Presse betrachten, so finden wir, Charakterisirung der Situation einige Stimmen verzeichnen. daß nur die Organe der Konservativen und Freikonser- Die Junker- und Bismarck- Blätter freuen sich, daß sie den ver- vor zahlreich besuchter, einmüthig Protest erhebenden Boltsversammlung, vativen mit dem neuesten Kurs" zufrieden sind. Die haßten Marschall endlich los werden. Die Deutsche Zages auch hier, schreibt unser Korrespondent, wurde durch die lex Recke für uns ber Boden gelockert.- Aehnliches wird uns aus Dah me Freikonservativen, das ist aber die Partei des Freiherrn zeitung" fagt voll kleinlicher Jronie: von Stum n „ v. Marschall ist ein tranter Mann. Und unser Urtheil in der Mark mitgetheilt; auch dort gab der reaktionäre Vorstoß eines Mannes, der selbst im heutigen Rußland als rückständig gelten würde; und die Konservativen, über das, was er erreicht hat, wird für ihn nicht überall zu seinen gegen das Vereinsrecht nach jahrelanger Unterbrechung die MöglichGen. Zetkin besprach in mehreren Versammlungen daher, unser abschließendes Urtheil vertagen zu sollen, bis die Nach prach das ist die Partei, deren politisches Ideal seit Menschen Gunsten lauten tönnen. Das wiffen unsere Lefer. Wir glauben feit zu einer trefflich verlaufenen Versammlung, in der Gen. Ewald gedenken war: richten, die über den Gesundheitszustand des beurlaubten Staats: im Thüringischen neben anderen Thematen auch das Vereinsrecht; sekretärs verbreitet werden, noch günstiger lauten, als in den letzten in allen Versammlungen wurde Protest gegen die Verschlechterung diefes Rechtes erhoben; in Weimar waren auch die Damen der HofTagen." gesellschaft in die Versammlung gekommen und stimmten nicht gegen die Protestresolution. In Ilmenau verbot der Bürgermeister die Bersammlung in Rücksicht auf die Persönlichkeit der Rednerin Klara Bettin, welche bekanntlich scharfer Weise den Umsturz der bestehenden Staats- und Gesellschaftsordnungen predigt." In Basel sprach Gen. Schmidt Bern vor 300 Personen, die ebenfalls eine ent sprechende Protestresolution annahmen. „ Der König absolut, Wenn er unsern Willen thut" und innerhalb deren es, wenn der absolute König ihr nicht den Willen thut, nicht an Personen fehlt, die sich in Hammer stein', Tausch' und Schumann'schen Dutzend- Majestätsbeleidi gungen ergehen und obendrein die Person des byzantinisch umschmeichelten Monarchen mit Spionen umgeben, wie EhrenTausch uns zynisch erzählt hat. So wird in Preußisch- Deutschland die Monarchie festigt" und der Umsturz bekämpft". Politische Weberlicht. " Die antisemitische Staatsbürger Beitung" bricht in hellen Jubel aus: " Die große Mehrheit des deutschen Volkes wird aber unter diese vom Wolff'schen Telegraphen Bureau" in überaus zarten Worten verbreitete Meldung zunächst nur das eine Wort feyzen Endlich! 14 614 693 gegen 12 892 307 und 11 206 541 im gleichen Abschnitte B. Ausfuhr: 2 308 984 gegen 1976 153 und 2 111 152 im Mai der beiden Vorjahre, daher mehr 332 831 und 197 882. Hierunter Edelmetalle 41, übrige Artikel 2 308 943. Die Gesammtausfuhr in den 5 Monaten des Jahres betrug 10 545 781 gegen 9 878 705 und 9 148 204 im gleichen Beitraume der beiden Vorjahre. Der Aufschwung der deutschen Einfuhr wie Ausfuhr dauert also unverändert an. beüblichen Gesundheitsrücksichten begründet. Wer ihn aber in letzter Offiziell wird der Rücktritt des Herrn v. Marschall mit den - Der auswärtige Handel des deutschen Beit im Reichstage gesehen und gehört hat, und wer insbesondere 3oIlgebiets betrug im Mai 1897 nach dem vom kaiserlichen sein Auftreten im Tausch- Prozesse vor Gericht verfolgt, wird an Statistischen Amte herausgegebenen Maihefte in Tonnen zu ihm feine Krankheit wahrgenommen haben, die zum Ausscheiden 1000 Kilogramm netto: A. Einfuhr im Mai: 3401 462 gegen aus dem Reichsdienste nöthigt. Wenn statt dessen schon im 2 881 368 und 2 962 054 im Mai der beiden Vorjahre, daher mehr Berlin, 29. Juni. ersten Monat feines Urlaubs feine definitive Ersetzung durch Herrn 520 094 und 439 408. Hierunter Edelmetalle 106, übrige Artikel Herr v. Marschall war nach dem Sturze Caprivi's un- von Bülow erfolgt, so wird man in der Annahme nicht fehlgehen, 3 401 356. Die Gesammteinfuhr in den 5 Monaten des Jahres betrug zweifelhaft die bedeutendste Persönlichkeit in der Reichs- daß in letzter Linie nicht Gesundheitsrücksichten, sondern ganz regierung, zu der wir vorläufig noch Herrn Miquel nicht andere Gründe für seine Entlassung maßgebend gewesen sind, der Vorjahre. Im Anschluß an die Bielefelder Nede schrieben wir bereits, daß zählen. Er hat eine gewisse Vornehmheit, die sympathisch be- und diese Gründe liegen für jedermann flar. rührt, und durch Bildung und feine Formen scharf absticht von den sich durch das vom Kaifer dargelegte Programm der Rücktritt der Pferdeftall- Manieren des ostelbischen Junkerthums. Ronservativ, Herren v. Bötticher und v. Marschall von selbst ergiebt. Die Ents hatte er sich gleich Caprivi dem utopistischen Wahn hingegeben, laffung des Staatssekretärs v. Marschall bedeutet eine Aenderung konservative Politit könne im Lande der Junker und der unserer Handelsvertrags Politit im Sinne eines Tausch Polizei nach den Regeln der gemeinen bürgerlichen größeren Schußes der heimischen Interessen. Und wir begrüßen Moral betrieben werden. Dieser Utopie ist er, gleich Caprivi, diesen Wechsel um so freudiger, als wir damit unserer Industrie zum Opfer gefallen. Das Junkerthum will nicht sentimental und unserem Sandel unfere ausländischen Absatzgebiete beffer sichern - Die national foziale Bewegung fann nicht zu moralisch sein es will den Staat beherrschen und werden, als das bisher geschehen ist." Die freitonfervative Post" läßt sich ihre Freude weniger merken, rechtem Leben gelangen. Wie das Hauptorgan" Die Seit" fich nur ausbeuten. Und wer ihm hier entgegentritt, der ist sie schreibt: sein Feind, den es mit tödtlichem Hasse verfolgt." Freiherr von Marschall ist ein glänzender Redner, er hat mühsam durch die Klippen der finanziellen" Echwierigkeiten zu " Freiherr von Marschall ist ein glänzender Redner, er hat So mußte Caprivi fallen. Und so mußte Marschall noch in der letzten Reichstags Session wiederholt Beweise einer lanciren vermag, so auch die Blätter in der Provinz, welche dieser fallen. Denn außer dem Junkerthum und der Tausch- Polizei mehr als gewöhnlichen Redekunft geliefert; bedauerlicherweise Richtung zugehören. So erfahren wir aus Erfurt, daß die dortige National- soziale Boltszeitung", an welcher besonders der aus den hat er fich von der unglücklichen Manier bes Grafen Rämpfen gegen das sächsische Dreillassen Wahlsystem bekannte hat der Konservatismus in Deutschland keine Stügen. Alle übrigen Mitglieder der Regierung, die das noch nicht Caprivi, Parteien, deren Unterſtüßung man bei der Durch. Dr. Scheven betheiligt war, sich nicht mehr zu halten und nur durch führung einer fräftig nationalen Politik nicht erkannt und nicht schon von ihrem Schicksal ereilt worden kann, bei vorübergehenden Meinungsverschiedenheiten mit verletzender die Berschmelzung mit einem anderen Paftorenblatt eine gewisse sind, werden das gleiche Loos haben. Wer Bismarck'sche Schroffheit zu behandeln, bis zuletzt nicht ganz frei machen können vortexistenz zu führen vermag. Bolitik treiben will, muß auch die Bismarc'schen Praktiken und seine Art der Vertretung der Reichspolitik war daher bem Gedankenrichtung befähigt ist, in breiteren Schichten der Bevölkerung Auch dies ist ein Zeichen dafür, wie wenig die national- soziale üben. Und Bismarck selbst war ehrlich genug, zu sagen, daß Biele der Sammlung aller staatserhaltenden Elemente um die Re- Gedankenrichtung befähigt ist, in breiteren Schichten der Bevölkerung Boden zu fassen. diese Praktiken das Tageslicht nicht vertragen. Herr v. Marschall war so naiv, zu glauben, als ehrlicher Mann habe er in der Deffentlichkeit den besten Schutz; und er flüchtete sich in die Deffentlichkeit. Er dachte nicht, daß, was der gewöhnlichen Moral entspricht, ein Verbrechen ist vor der Moral des Junkerthums und der Tausch- Polizei. D gierung öfter mehr schädlich als förderlich. Daß der Appell, welchen Rampf gegen die taufmännischen GroßFreiherr v. Marschall bei der Verhandlung über die Marineforderungen an die ihm joust so gewogene Reichstags Mehrheit betriebe in Sachsen. Die Gemeinden Burgstädt und richtete, trotz seiner Eindringlichkeit erfolglos geblieben ist, wird noch Waldheim haben sich schleunigst daran gemacht, ihren früheren in frischer Erinnerung sein." Regulativen die vom Minifterium gewünschte Fassung zu geben und Die liberale Presse bedauert das Ereigniß lebhaft. So wollen nun von jedem Großkaufgeschäft 2 Prozent vom meint die, National 8eitung": Bruttojahresumsay erheben. Als Grenze für den GroßHerr v. Marschall war unser Gegner aber er gehört Der entschiedenste und beftgehaßte Gegner der agrarischen betrieb haben sie die Jahreseinnahme von 50 000 M. angenommen. zu den Gegnern, die auch wir achten müssen. Reaktion ist aus der Reichsregierung hinausgedrängt, zugleich ihr Filialgeschäfte sollen auch dann dieser Sondersteuer unterliegen, stärkstes Talent, dieweil sie doch an Kraft und Talent wahrlich feinen wenn sie einen geringeren Jahresumsay haben. Der Kreisausschuß Der gegenwärtige Umsturzspektakel ist zum großen Ueberfluß hat. Mit erhöhtem Mißtrauen sehen wir den kommenden Leipzig genehmigte im Prinzip die Regulative. Theile Komödie. Er erinnert sehr lebhaft an den Umsturz- Dingen entgegen. Herr v. Marschall aber fann aus der Regierung Andere Gemeinden werden alsbald nachfolgen und man kann sehr oder Attentatsspektakel des Schandjahrs 1878. Mag man von mit dem Bewußtsein scheiden, für das Gesammtintereffe des deutschen gespannt auf die wirthschaftlichen und auch auf die politischen den geistigen und sittlichen Eigenschaften unserer Junker denken Bolles in einem Kampfe gestanden zu haben, der für ihn nicht Folgen dieser Ausnahmebesteuerung sein. " " Parlamentarisches. Die Gemeinde Selbständigteit in Preußen gefeßten rettungslos preisgegeben und werden oft ohne alle Ursache| müssen sich auf ihren Antrag eine halbe Stunde vor der und in Sachsen. Aus Vegesack wird der Bremer Bürger- mißhandelt; das fleinste Vergehen wird auf das grausamste bestraft. Mittagspause entlassen werden, sofern diese nicht schon 11/2 Stunden Beitung" geschrieben: Die Wahl des Landmannes Herrn S. Rathjen Unter den Gefangenen befinden sich auch viele Verwundete, denen beträgt. in Beckendorf zum Gemeindevorsteher ist vom Landrathsamt aber feinerlei Pflege zutheil wird. Der einzige dortige Arzt höhnt 9. Während der Pausen dürfen unter 16 Jahren nicht bestätigt worden. Die Wahlberechtigten haben beschlossen, und mißhandelt die Kranken. Ich begreife nicht, wie Sie zu mir alte Arbeiter und Arbeiterinnen sich in den Arbeitsräumen vom Landrathsamte die Angabe der Gründe für die Nichtbestätigung fommen tönnen," fagt er ihnen zynisch. Wissen Sie denn nicht, nur dann aufhalten, wenn in denselben während dessen der zu erbitten. Auch wir sind sehr neugierig, diese Gründe zu erfahren. daß man Sie herschickt, um den Tod zu finden?" Betriebszweig, in dem sie beschäftigt werden, völlig ruht, andere Herr S. Rathjen vermiethete bekanntlich im vorigen Jahre den Spanien zählt sich ja auch zu den zivilisirten Staaten!- Räume nicht beschafft werden können und der Aufenthalt im Freien hiesigen Arbeitern seine Wiese zur Abhaltung des Gewertschaftsfestes. Von seiten gewisser Ordnungshelden klärte, wenn Krankheiten dem Heere auf den Antillen große Verluste -Madrid, 28. Juni. Der Ministerpräsident Canovas erunthunlich ist. 10. An Sonn- und Festtagen fowie während der für wurde nun der Verfuch gemacht, ihn zu veranlaffen, den Arbeitern verursachten, würben im Ditober 20 000 Mann nach Ruba gefchickt den Katechumenen, Konfirmanden, Beicht- und Kommunion- Unterricht fein gegebenes Wort zu brechen, was indeß mißlang. Auch ein von werden, um die Berluste zu decken und dem Aufstande den Todesstoß bestimmten Stunden dürfen diefelben überhaupt nicht beschäf der ganzen Erbärmlichkeit und Feigheit mancher Ordnungshelden zu verfegen. tigt werben. Zeugniß ablegender anonymer Drohbrief, worin Herr R. gedroht Vom Todesstoß versehen" hat man in Madrid schon oft gewurde, daß man ihm den rothen Hahn" auf's Dach sehen sprochen, aber es tam ganz anders. würde, falls er den Arbeitern seine Wiese zur Abhaltung ihres Festes hergeben werde, hatte nicht den erhofften Erfolg. Die Abhaltung des Festes in Beckedorf wurde indeß dadurch vereitelt, daß der Herr Landrath das Feft einfach verbot. Sollten die Gründe für die Nichtbestätigung der Wahl des Herrn R. vielleicht darin zu suchen sein, daß er damals die Arbeiter für gleichberechtigte Menschen ansah?" der Gewerbe- Ordnung, betreffend Feststellung eines ersten, zweiten Abgesehen von einigen Ausnahmebeftimmungen, welche von ber Aus Grüna in Sachsen wird uns geschrieben: und dritten Nachtrages zum Reichs Haushaltsetat für 1897/98, be- Erlaubniß der Ortspolizei- Behörde abhängig sind, ist dies der Gin dem Niederhaßlauer ähnlicher Konflikt ist zwischen dem treffend die Aufnahme einer Anleihe für Zwecke der Verwaltung wesentliche Juhalt der Verordnung. Es kommt dann nur noch die hiefigen Gemeinderath und den Aufsichtsbehörden ausgebrochen. des Reichsheeres und betreffend den Servistarif und die Klaffen Bestimmung in betracht, die wir vorweg genommen haben, wonach Im Gemeinderath, in dem die Arbeiter die Majorität haben, wurden eintheilung der Orte die Zustimmung ertheilt. Ferner der Inhalt der Verordnung sowie Verzeichniß und zwei Gemeinde Aeltefte aus deren Reihen gewählt, die wurde zugestimmt der Vorlage vom 9. Juni d. I., betreffend die Arbeitszeit der jugendlichen Arbeiter in jeder Amtshauptmannschaft aber erblickte in beiden Sozial- Kontingentirung von Zuckerfabriken und dem Ausschußantrage zu Wertitube ffentlich aushängen müffen. demokraten und versagte ihnen die Bestätigung. der Vorlage betreffend die den Landesregierungen für die Gelingt es, diese Bestimmungen bald und allenthalben durch welcher Entscheidung sich auf den Nekurs des Gemeinderaths hin Durchführung der Berufs- und Gewerbezählung vom Jahre zusetzen, so wird der vorjährige Streit, so werden die unermüdlichen die Kreishauptmannschaft anschloß. Nun wandten sich 1895 zu gewährende Kostenvergütung, sowie einem Antrag auf Naitationen der betreffenden Arbeiterschaft und die Arbeiten der die Gemeindevertreter beschwerdeführend an das Ministerium ueberweisung eines Arbeitsplatzes bei der zoologischen Station in Reichskommiffion für Arbeiterstatifit" nicht umsonst gewesen sein, des Junern, doch auch dieses entschied im Sinne der Vorinstanzen, Hovigno. Den zuständigen Ausschüssen wurde überwiesen und der 1. Juli 1897 wird den Beginn einer gewissen Besserung womit der Gemeinderath end giltig auf das Recht die Vorlage betreffend den Entwurf von Bestimmungen zur Aus- für das bausindustrielle Proletariat bedeuten, wenngleich er in eine verzichten muß, aus seinen Reihen Gemeinde Aelteste führung des Gesetzes über den Verkehr mit Butter, Käse, Schmalz Beit fällt, in der volksfeindliche Bestrebungen die Oberhand haben, zu wählen, da ihm ihm bis auf drei Mann, bie gar und deren Erfahmitteln; dem Reichstanzler wurden überwiesen die mit der Knebelung der Koalitionsfreiheit ihre Herrschaft beginnen 11. Wöchnerinnen dürfen während vier Wochen nach ihrer Niederkunft überhaupt nicht und während der fünften und sechsten Woche nur beschäftigt werden, wenn das Beugniß eines approbirten Arztes es für zulässig erklärt. 12. Ueber die zu beschäftigenden Arbeiterinnen und Ergänzung der Mittheilungen in voriger Nummer hinzufügen, ben polizei- Behörde unter Angabe der Werkstätte eine schriftliche Der Bundesrath hat in seiner gestrigen Sigung, wie wir zur iugendlichen Arbeiter( unter 16 Jahren) muß der Orts vom Reichstag beschlossenen Gesetzentwürfen betreffend Abänderung Anzeige gemacht werden. = " Partei- Nachrichten. = feine Aussicht haben, gewählt zu werden, nur Arbeiter die vom Reichstage bei der Berathung des Entwurfs eines Handels- wollen. angehören. Das Ministerium beschloß gleichzeitig, den Posten gefetzbuchs und des Entwurfs eines zugehörigen Einführungsgefeges fo lange provisorisch verwalten zu lassen, bis beschlossenen Resolutionen betreffend die Errichtung kaufmännischer eine geeignete Wahl" erfolgt wäre. Geeignet" heißt natürlich: Schiedsgerichte und betreffend den Erlaß von Bestimmungen über Staatserhaltend, konservativ oder allenfalls noch antisemitisch. die Aufstellung und Ausführung der Dispache. Der Resolution„ Die Herrenhaus Junker gegen die Arbeiter". Unter Man sieht hieran, wie es mit der Autonomie der Gemeinden des Reichstags betreffend die Gewährung von Diäten und Reise- diesem Titel erscheinen morgen, Donnerstag, im Verlag der aussieht. Die Autonomie besteht nur, so lange sie den Regierungs- foften an die Mitglieder des Reichstage wurde keine Folge Buchhandlung Vorwärts in stenographischer Niederschrift die Reden bureaufraten gefällt, fo lange fie eine Verwaltung im Interesse der gegeben. Außerdem wurde über eine Reihe von Eingaben Be- der Herren von Stumm und von Buttkamer, welche diese Wohlhabenden garantirt. Sobald sie zu einer Berwaltung im Intereffe fchluß gefaßt. der Arbeiter führt, so wird sie tafsirt. in ihrer Eigenschaft als Herrenhaus- Mitglieder am 24. Jnni d. J. im Der Konfektionsarbeiter- Schuh. Serrenhaus über die preußische Vereinsgefey- Novelle gehalten haben. Diese Reden sind in ihren maßlosen Uebertreibungen und Bes A Schweiz. Am 1. Juli tritt die Verordnung in fraft, welche der BundesZürich, 28. Juni.( Eig. Ber.) In der geftrigen Volts: abstimmung stand das Volk des Rantons 3ürich auf der Höhe der Situation. Es verwarf mit 18 486 gegen 10 236 Stimmen die rath am 31. Mai erlassen hat, und durch welche einige Arbeiter schimpfungen der Arbeiter, sowie durch das offene Zugeständniß der Sittlichkeitsinitiative, wie dies zu wünschen war und nahm den schutz- Bestimmungen der Gewerbe- Ordnung auf die Werkstätten reaktionären Pläne des verbündeten historischen und Schlotjunkerbehördlichen Gegenvorschlag auf Unterdrückung der Prostitution mit der Herren- und Damenmäntel-, Wäsche und thums vor allem geeignet, die Arbeiter darüber aufzuklären, wohin 40 564 gegen 14 697 Stimmen an. Sodann verwarf das Volk das Kleiderkonfettion ausgedehnt werden. Die fozialdemo- der neuefte Zickzackkurs steuert. dumme, die Justizpflege verschlechternde Initiativbegehren des fratische Partei hat noch kurz vor Schluß der Reichstags: Session In der öffentlichen Meinung wird sonst den Vorgängen im Handwerks und Gewerbevereins auf Revision des Rechtspflege- versucht, die unzulänglichen Bestimmungen dieser Berordnung Gefeßes mit 32 030 gegen 18 488 Stimmen und nahm endlich das zu erweitern und sie endgiltig dem Gesetz einzuverleiben. Dieser Herrenhaus verdientermaßen nur eine sehr geringe Aufmerksamkeit Gefeß, betreffend die Vermehrung der staatlichen Polizei mit 37 266 Versuch ist an dem einmüthigen Widerstande aller übrigen geschenkt und wir glauben nicht, daß sich dies in Zukunft ändern gegen 18 880 Stimmen an. Parteien gescheitert. Vorläufig hat man sich also mit dem Gegebenen wird. Wenn wir aber dieses Mal mit den Reden der beiden wüthenden Bern, 28. Junt.( Eig. Ber.) Nachdem vor 14 Tagen die Freis abzufinden; und da kann unmöglich bestritten werden, daß durch die Arbeiterfeinde eine Ausnahme machen, so geschieht es, um dem arbeitenden neuen Bestimmungen das alte Märchen von der Unantastbarkeit der sinnigen in Basel mit der Bekämpfung des Proporzes sich eine Hausarbeit durchbrochen worden ist. Bei der gegenwärtig herrschen- Wolfe zu zeigen, wohin wir kommen, wenn die Junkerkoalition die Herrs Niederlage geholt haben, widerfuhr durch die geftrige Volksabstimmung den Strömung, welche eher auf eine„ Verstummung" als auf eine schaft in Preußen- Deutschland vollständig an sich reißen würde. den Freifinnigen der Stadt Bern das gleiche, wohlverdiente Schicksal. Ihr Initiativbegehren auf Wiederabschaffung des Pro- Förderung der Arbeiterschutz- Geseze hinzielt, ist an einen gefeßlichen Rein sozialdemokratischer Arbeiter, der in dem Kampfe gegen das Pro- Ausbau porzes wurbe mit 2724 gegen 1980 Stimmen abgelehnt und wird Ausbau der gegebenen Verordnung nicht zu denken; mithin bleibt es wucker- und Junkerthum seinen Mann stellen will, soll deshalb den betroffenen Arbeitern und Arbeiterinnen überlassen, sich berselbe wohl vor weiterer freifinniger Anfechtung verschont aus der Berordnung eine Waffe zu ſchmieben, welche fte versäumen, das Schriftchen, deffen Preis im Einzelverkauf sich auf in den Stand fest, ihr Hauptziel, Einführung der Betriebs 10 Pf. stellen wird, sich anzuschaffen. Nichts ist geeigneter, die Bern, 29. Juni. Der Ständerath nahm bei der Berathung der Werkstätten an stelle der Hausindustrie, so rasch als möglich zu Gegner und ihre Absichten fennen zu lernen, wie diese beiden Vorlage, betreffend den Rückkauf der Eisenbahnen, einstimmig eine erreichen. Bestimmung an, nach welcher der Bund als Rechtsnachfolger der Reden. Die Hauptgrundlagen der Hausindustrie sind die Ausungung Jura Simplon Bahn sich gegenüber den Subventionstantonen zur jugendlicher Arbeitskräfte und die gänzlich schranken Will man aber den Gegner bekämpfen, um ihn schließlich zu Ausführung des Simplontunnels verpflichtet, sofern die in dem lofe Arbeitszeit. Für die Wäsche und Konfektionsbranchen besiegen, so muß man ihn vor allem durchschauen. schweizerischen und dem italienischen Staatsvertrag vorgesehenen wird dies mum anders werden. Jedoch muß beachtet werden, daß Subventionen geleistet werden. Gleichzeitig wurde ein Zusakantrag bei der toloffalen Bersplitterung dieser Industrien in kleine und fleinste früher in we in el und Königsberg wohnhaft, soll sich gegen Aufforderung. Der Genoffe Neßmann, von Beruf Barbier, angenommen, nach welchem der Bund in gleichem Maße auch die Werkstätten diese Bestimmungen nur dann nicht auf dem Papier wärtig in Dresden oder Berlin aufhalten. Wir ersuchen die Ges Bestrebungen für die Herstellung einer dem Artikel 3 des Eisenbahn: bleiben, wenn die Arbeiterschaft rücksichtslos auf ihrem nossen, insbesondere die Vertrauensleute, die von dem Gesetzes vom 23. Dezember 1872 entsprechenden Alpenbahn im Often echt besteht und die Durchführung der Vorschriften durch Aufenthaltsort des Genossen Neßmann Kenntniß erhalten, dem der Schweiz fördern wird. scharfe Kontrollmaßregeln erzwingt. Es ist klar, daß genau wie bei Desterreich. der Sonntagsruhe im Handelsgewerbe und bei der Bäckereiverord- geschäftsführenden Ausschuß( Adresse: W. Pfannkuch, HamburgDie deutsche Opposition. Auch die Gemeinde- nung fich auch hier das in feinen Intereffen getroffene Zwischen Eimsbüttel, Eichenſtr. 4) davon Mittheilung zu machen. vertretungen von Eger und Tannwald haben beschlossen, die meisterthum wie ein Mann erheben wird, um die Verordnung And Hamburg. Für die Bürgerschafts- Nachwahl Arbeiten des übertragenen Wirkungskreises vom 15. Juli ab einzu- illusorisch zu machen. Deshalb muß, um einzelne Arbeiter oder im 23. Bezirk ist von unserer Partei Reichstags Abgeordneter stellen. Arbeiterinnen nicht zu kompromittiren, die Organisation Metzger, der in diesem Bezirk wohnt, als Kandidat aufgestellt. Der trotz des Berbots abgehaltene deutsch nationale dafür eintreten, daß Fabrifinspektion und Ortspolizeibehörde eine Bon bürgerlicher Seite werden sich vier Randidaten um das Mandat Parteitag in Asch wurde behördlich aufgelöst und der Saal wirkliche Befolgung der Vorschriften veranlassen. bewerben. Die Wahl ist am 9. Juli. durch Gendarmerie geräumt. Auf der Straße far den Kundgebungen statt, boch wurden die Ansammlungen zerstreut. Zwei Personen wurden dabei verhaftet, später jedoch freigelassen. Ueber die Ausweisung des Abgeordneten 3im mermann wird noch folgende nähere Mittheilung gemacht: Durch Erkenntniß der Bezirkshauptmannschaft in Tetschen wurde der deutsche Reichstags- Abgeordnete Oswald Zimmermann aus Dresden auf grund des§ 2 des Gesetzes vom 27. Juli 1871 aus dem ganzen Königreich Böhmen ausgewiesen, zugleich wurde ihm unter Hinweis auf die im§ 823 des Strafgesetzes festgefeßten Straffolgen untersagt, ben Boden Des Königreichs Böhmen binnen Jahresfrist wieder zu betreten. Dieses Erkenntniß wurde dem Abg. Zimmermann in Bodenbach mitgetheilt. Als Grund wurde angegeben, daß Abg. Zimmermann all dem deutsch- nationalen Parteitag in Reichenberg am 2. Mai d. J. Maßregeln der österreichischen Regierung einer abfälligen Kritik unterzogen und hierdurch nicht nur das Staatsrecht verletzt sondern auch die öffentliche Ruhe und Ordnung gefährdet hat. Zimmermann legte sofort Verwahrung gegen dieses Er fenntniß ein und wird alle Rechts- und Beschwerdemittel in Anwendung bringen. abdrucken wollen: Wird dieser Aushang überall rasch angebracht, so, glauben wir, werden Arbeiter und Arbeiterinnen sich sehr bald die darauf verzeichneten Rechte zu verschaffen wissen. Hier sei nur noch einmal ein kurzes Resumee deffen gegeben, was die Verordnung gegen den früheren Zustand neu gestaltet: = " Die Bundesraths- Verordnung bietet dazu selbst die geeignete Eine eigenartige Laffalle- Jubiläumsfeier wurde am Sonn Handhabe durch ihren§ 5, Absatz 2, den wir deshalb hier nochmals tag in Beidenfleth in Dithmarschen begangen. Man schreibt uns darüber: Die Feier exfrente sich ganz befonderer behördlicher Der Arbeitgeber hat dafür zu sorgen, daß in den Werkstatt- Ueberwachung. Beidenfleth liegt an der Stör und ist ein schmuckes räumen, in welchen jugendliche Arbeiter( b. h. unter Dorf, dessen Einwohnerschaft größtentheils in guten Verhältnissen 16 Jahren) beschäftigt werden, an einer in die Augen leht. Hier hat der Gedanke des Sozialismus frühzeitig Eingang fallenden Stelle ein Verzeichniß der jugend gefunden. Schon vor 25 Jahren gab es dort eine größere Anzahl lichen Arbeiter unter Angabe des Beginnes und Personen, die als Mitglieder des Allgemeinen deutschen ArbeiterEndes der Arbeitszeit und unter Angabe der vereins in der rührigsten Weise für die große BefreiungsPaufen ausgehängt ist. Ebenso hat er dafür zu sorgen, daß idee des Proletariats agitirten. Der Name Lassalle war in den betreffenden Räumen eine Tafel ausgehängt ist, welche in damals in aller Munde. Was Wunder da, daß dieser Name der von der Landes- Zentralbehörde zu bestimmenden Faffung und zur Benennung von verschiedenen Vereinen politischer und geselliger in deutlicher Schrift einen Auszug aus den Bestimmungen Natur gewählt wurde. Der Schiffer Klaus Roopmann, der dieser Verordnung enthält." sich ein neues Schiff erbauen ließ, wählte, wie im Vorwärts" schon in Erinnerung gebracht worden ist, den Namen ,, Laffalle" für dieses. Damals, es war am 2. Juni 1872, war mit der Taufe des Schiffes eine große Feier verbunden, zu welcher Genossen aus Hamburg und Umgegend und aus dem Holsteinischen erschienen waren. Für ein böses Omen wurde es erklärt, daß bei der Taufe mehrere Tauf1. Kinder unter 13 Jahren dürfen nicht bejungfern ins Waffer fielen. Was man befürchtete, trat schäftigt werden.( Es besteht ein großer Unfug darin, daß aber zum Glück nicht ein. Klaus Koopmann lebt heute noch und ist nachmittags schulfreie Kinder von den Werksiuben Inhabern als noch immer ein eifriges Mitglied unserer Partei. Ebenso befindet Liefermädchen 2c. angenommen und zu dem Schleppen schwerer fich fein Schiff Raffalle" noch in feetüchtigem Zustande, obwohl es Packete gezwungen werden, was natürlich dem jugendlichen mit seinem Fübrer manchen schweren Sturm durchgemacht hat. Am Organismus sehr schädlich ist. Das darf jetzt nicht mehr geschehen.) Sonntag nun waren wieder viele hunderte Genossen mit ihren Wieder ein Kochtopf. In der Nacht zum Montag 2. Kinder zwischen 18 und 14 Jahren dürfen Frauen, Töchtern u. f. w. aus Hamburg- Altona, Elmshorn, Glückwurde in Paris auf den Champs- Elysées eine Bombe in Gestalt nur beschäftigt werden, wenn sie nicht mehr zum stadt, Thehoe, Lägerdorf, Wilster und vielen anderen Orteines Topfes von einem Liter Inhalt, mit einer Zündschnur versehen Besuche der Boltsschule verpflichtet find. Die schaften in Beidenfleth erschienen, um den fünfundzwanzigaufgefunden. Erft hieß es, die Bombe habe sehr gefährlichen In Da u er ihrer Beschäftigung barf 6 Stunden täg- jährigen Namenstag bes genannten Schiffes au feiern. halt gehabt, dann ergab sich, daß der gefährliche Juhalt auslich nicht übersteigen. Wer an der Feier im Jahre 1872 theilgenommen hat und auch bei Sand bestand. 3. Junge Leute zwischen 14 und 16 Jahren der Jubiläumsfeier zugegen war, der wurde sofort inne, daß die Italien. dürfen nic mehr als 10 Stunden täglich be. Behörde zwar Fortschritte gemacht hat, nicht aber zum Guten. Damals wurde die Feier in feiner Weise gestört und Aus4. Die Arbeitszeit diefer beiden Kategorien darf schreitungen waren selbstverständlich nicht zu verzeichnen. Jetzt nicht vor 51/2 Uhr morgens beginnen und nicht über aber waren 6 Gendarmen nach Beidenfleth beordert. Von vorn 81/2 Uhr abends dauern. Man sieht, kein Mittel ift den Trabanten Badeni's fleinlich und gehässig genug, als daß fie fich seiner nicht bedienten. Frankreich. - Rom, 28. Juni. Im Senat wurde das Marinebudget schäftigt werden. berathen Die Senatoren Cerrutti und Negrotto empfahlen eine Verstärkung der Marine. Der Marineminister Brin gab darauf analoge Erklärungen ab, wie sie bei der Verhandlung des Marine budgets in der Kammer gemacht wurden. Hierauf wurde das Marinebudget genehmigt. Spanien. P herein hat die Behörde die Festlichkeit garnicht abhalten lassen wollen und nur unter der Bedingung ist sie genehmigt worden, daß keine Reben gehalten und das unschuldige Jubiläumsschiff aus dem Gesichtskreis von Beidenfleth entfernt würde. Leyteres ist nun nicht geschehen, weil das Jubiläumsschiff in eigensinniger Weise sich fest= gefeßt batte und nicht wegzuschaffen war. Die Bevölkerung von Beidenfleth nahm lebhaften Antheil an der Feier und hatte die Häuser und die im Hafen liegenden Schiffe reich beflaggt. 5. Den 6 Stunden Beschäftigten muß mindestens eine halbstündige Pause, den 10 Stunden Beschäftigten entweder mittags eine einstündige und vor- und nachmittags Die spanische Grausamkeit hat sich bei dem je eine halbstündige oder mittags eine ein und einhalb Anarchistenprozesse von Barcelona einen furchtbaren Ruf verschafft. stündige Pause gewährt werden. Den Nachrichten darüber reiht sich eine Mittheilung in der Bariser 6. Arbeiterinnen über 16 Jahre dürfen nicht Revue blanche" an, die die Lage der deportirten Rubaner mehr als 11 Stunden täglich, an Sonnabenden im Bagno in Ceuta an der afrikanischen Rüste schildert. Zahllose und an Vorabenden der Festtage nur 10 Stunden Die österreichische Parteivertretung hat sich konftituirt. Rubaner wurden von der spanischen Regierung dorthin gesendet; beschäftigt werden. etwa 250 davon sind sogenannte Verbrecher, das heißt Jnfurgenten; 7. Auch die Arbeitszeit der Arbeiterinnen über Buschriften in Partei Angelegenheiten sind nur an das Parteiviele andere wurden einfach unter geringfügigen Vorwänden 16 Jahre darf nicht vor 51/2 Uhr morgens beginnen fefretariat, 28ien VI, Kopernikusgaffe 12, zu richten. Das tägliche Blatt der czechischen Sozialdemokratie deportirt, damit sie die Zahl der Aufständischen nicht ver- und nur bis 81/2 Uhr abends bauern, an Sonn niehren. Diese Galeerenfträslinge, die zum theil den an abenden und an Vorabenden der Festtage nur bis wird vom 1. Oftober 1897 an in Prag erscheinen und den Namen " Pravo Lidu" führen. gesehenſten Familien von Kuba angehören, gehen fast unbedeckt 51/2 Uhr nachmittags. umber, ihre Bekleidung und ihr Schuhwerk sind unterwegs zu grunde 8. Arbeiterinnen über 16 Jahre muß auch eine Polizeiliches, Gerichtliches 2c. gegangen, man giebt ihnen in Genta aber nicht einmal die vor mindestens einstündige Mittagspause gewährt Wegen Beleidigung des Oberbürgermeisters und der PolizeiSchriftsmäßige Sträflingstracht. Sie sind der Willkür ihrer Bor- werden. Wenn sie ein Hauswesen au besorgen haben, beamten von Brandenburg, nach Ansicht der Richter verübt durch Beit- Weißenfelser Bergarbeiter- Streik. Gewerkschaftliches. den Werkstätten wie in den Verkehrslokalen darauf hinzuweisen, daß den Stettiner Kollegen gegenüber die Solidarität gewahrt werden muß. Die Ortsverwaltung des Holzarbeiter- Verbandes in Berlin. Deutsches Reich. " " meiden. ablehnte. Andland. " " " einen Artikel betreffend die Behandlung eines arretirten Arbeiters| und Ueberstunden, bei Attordarbeit 15 bis 20 pet. Aufschlag, und 134 750. Erkrankungsfälle wurden 15 597 angemeldet 5985 auf dem Rathhause, ist der frühere verantwortliche Redakteur der für Werkzeug 1 M. Vergütung pro Woche. Man hofft allgemein, waren von Erwerbsunfähigkeit begleitet. Geftorben find 118 Mite Brandenburger 3eitung", Genosse Bernhard Hugo, daß die Meister die Forderungen bewilligen und es nicht auf einen glieder. Von Familienangehörigen wurden 9087 Ehefrauen und vom dortigen Schöffengericht zu 3 Wochen Gefängniß und zu den Streit antonimen lassen werden. Kinder ärztlich behandelt, gestorben sind 57 Ehefrauen und 842 üblichen Nebenstrafen verurtheilt. Er sowohl wie der Staatsanwalt Die ausständigen Arbeiter der Piaffava Branche in Rinder. Jm ganzen belief sich die Familienunterstüßung auf 28 000 legten Berufung ein. Der Staatsanwalt verlangte Berdoppelung, Bergedorf bei Hamburg haben am Montag die Arbeit wieder Mart. Betriebsunfälle wurder 490 angemeldet, bavon 458 mit Gr Hugo Herabschung der Strafe. Tas Landgericht in Potsdam be- aufgenommen. Die Forderungen der Arbeiter find theilweise bewerbsunfähigkeit, wofür die Rasse zum Vortheil der Berufsgenoffen ftätigte aber das Urtheil des Schöffengerichts. Das Ge willigt worden; so wurde für Arbeiterinnen ein Minimallohn von schaften ein Opfer von rund 20 000 m. bringen mußte. 9 M. pro Woche festgesetzt. Die fremden Arbeiter sind schon am sammtvermögen der Kaffe beträgt 285 793 m. Sonnabend in ihre Heimath zurückgekehrt. Kapital, Arbeit und bürgerliche Preffe. Die„ Rheinische Aus Teuchern wird uns telegraphirt: Am Dienstag ist die Aus Magdeburg. Die„ Volksstimme" schreibt: Der Arbeiter Beitung" schreibt:" Die Düsseldorfer Neuesten Nachrichten" ent erfte Unterstüßung an die Streifenden ausgezahlt worden. Es ist schaft allerorts diene zur Nachricht, daß in Magdeburg die Stein hielten dieser Tage folgende Notiz: Glücklich verlaufen. wahrscheinlich, daß es am Donnerstag zu entscheidenden Verhandsetzer aller Meister und die Weißgerber der Firma Jäne de Baden- Baden, 18. Juni. Bei einer Spazierfahrt ging der Viererzug lungen mit den Grubenverwaltungen kommt. ( Neustadt) streifen. Ferner sind eine große Anzahl Tischler aus- des in der Nähe von Baden- Baden weilenden Sohnes des Kölner gesperrt. Die Böttcher find ebenfalls zwecks Erringung des Bankiers Frhrn. Albert v. Oppenheim, Paul Oppenheim, durch, da Zehnstundentages in eine Bewegung eingetreten. Steinfeger, die Pferde durch Verwickelung in die Stränge gescheut wurden. Sie Weißgerber, Tischler und Böttcher werden ersucht, den Zuzug zu stürzten einen Abhang hinunter. Paul Oppenheim und sein Kind blieben unverlegt, Frau Oppenheim erlitt unerhebliche Verlegungen. Berlin und Umgebung. Der Rutscher wurde getödtet. Wenn statt des armen Die Anssperrung der Bauarbeiter in Kalfberge Rüders- Die Leipziger Maurer hielten gestern eine Versammlung ab, dorf haben zwei Unternehmer aufgegeben und sind 10 Arbeiter zu in der über den Stand des Streits berichtet wurde. Bon 74 Unter Rutfchers der Herr v. Oppenheim den Tod erlitten hätte, dann wäre den alten Bedingungen in Beschäftigung getreten. Zwei Unternehmern haben abermals 3, die 22 Maurer beschäftigen, die Forde der Notiz wohl ein passenderes Stichwort vorgesetzt worden." Aus Königshütte wird der Breslauer Volkswacht" mit. nehmer, Maurermeister Munthe 3 und Zimmermeister Gärtner rungen anerkannt. Die Haltung der Streifenden ist gut; auch die getheilt: Einen sehr guten Erfolg hat hier einmal eine Denunziation beharren bei ihrer Absicht und ist mithin der Zuzug fern zu halten. Abreise von im Streit stehenden erfolgt unausgesetzt. Dem Verband deutscher Barbiere und Perrückenmacher Redakteurs Adolf Kanis vom And Zwickau wird uns geschrieben: Wegen Beleidigung des gehabt. Königshütte hat ca. 500() Rellerwohnungen, die nur im Erzgebirge wurde der Redakteur bes sächsischen Delsniger Volksboten" in Delsnig um theil in trockenem Zustande sind. Ueber eine der schmutzigsten der Verband in nächster Zeit eine größere Agitationstour in Nord- blattes, Glück auf", Genosse W. Frehse, zu 60 M. Geld. beschwert und da ist denu, da die Beschwerde als berechtigt andeutschland arrangiren, um die Organisation weiter auszubreiten. Als Redner ist Wesche, Braunschweig gewonnen. Zu dem im Auguſt buße event. 10 Tagen Haft verurtheilt. Dem Kläger wurde außer erkannt werden mußte, von oben herab die Anordnung erfolgt, alle Rellerwohnungen einer Revision zu unter. d. J. stattfindenden Arbeiterschuh- Kongreß entsendet der Verband dem die Publikationsbefugniß zugesprochen. Auffallend war eine iehen. Vielleicht kommen wir deshalb hier zu einer richtigen das Mitglied Bößler. vom Vertreter des Privatklägers, Rechtsanwalt Reinhard, gethane und auf Geheiß des Vorsitzenden besonders protokollirte Durchführung der die Kellerwohnungen betreffenden Regierungsftand für beendet erklärt. Der Erfolg ist im allgemeinen ein zu Ordnungsblatt gerichtet seien und deshalb ganz be= Die Berliner Maurer haben am Montag Abend den Aus- Aeußerung, daß die Beleidigungen gegen ein tonservatives verfügung vom Jahre 1881, vielleicht auch nicht. Wer will für die Art der Revision garantiren? friedenstellender gewesen. 5127 Maurer haben die neunstündige onders ungebührlich wären. Submissionsblüthe. Aus Steinfegerkreisen wird uns mitArbeitszeit und einen Stundenlohn von 60 Pf. durchgefeßt, während 61 Mitglieder des aufgelösten Sächsischen Berg und getheilt: Bei der Vergebung der Pflasterarbeiten an der Johannis. rund 1000 Maurer zu den alten Bedingungen arbeiten. Eine fleine Hüttenarbeiter- Verbandes haben gegen die Liquidatorenthaler Chauffee wurden Gebote abgegeben, die zwischen Zahl von Bauten sind durch den Streit nicht stark in Mitleiden- deffelben Klage auf Rechnungslegung beziehentlich Herausgabe des 109 500 M. und 50 200 W. Schwankten. Letzteres Angebot machte schaft gezogen, weil sich die Arbeiter dem Ausstand nicht anschloffen. Bereinsvermögens angestrengt. Im Termin am 28. Juni erklärte der Vorsitzende des Verbandes deutscher Steinfegerinnungen, Herr Es sind das jene Indifferente, die wohl die Erfolge einer Bewegung der juristische Vertreter des Verbandes, daß er die Vollmachten Kuhlbrodt in Berlin. Auf dem legten Verbandstage hat man nachher mit genießen, nie aber Opfer bringen im Kampf, weil ihnen sämmtlicher Klagenden sehen müsse, da die Unterschriften des Klage- ihm wegen seiner Verdienste" um genannten Verband den Titel das Gefühl des gemeinsamen Handelns fehlt. Natürlich sind diese antrages auf recht eigenthümliche Weise zu stande gekommen seien. Verbands- Obermeister zugelegt. Leute von dem Unternehmerthum als die zufriedenen und folgsamen In einzelnen Fällen haben die Ehefrauen ohne Wissen ihrer Männer Ueber die Arbeitsbörsen in Frankreich liefert das amtliche Arbeiter bezeichnet, die sich auch des sehr eifrigen Schutzes der Polizei unterzeichnet. Das Gericht gab diesem Antrage statt. Bezeichnend Jahrbuch der Berufsorganisationen folgende Angaben: Am 1. Juli erfreuten. Die Arbeiter, die ihre Interessen zu wahren wiffen und für die Klagestellung ist die unter den Klägern befindliche Person 1896 exiftirten 46 thätige Arbeitsbörsen, darunter 2 in Algerien, stolz auf die Erfolge ihres gemeinsamen Kampfes blicken können, des Vorsitzenden des Königstreuen Knappenvereins im Engan welche insgesammt 946 Gewerkschaften mit 144 787 Mitgliedern werden die Zumuthung, unter dem Schutz der Polizei zu arbeiten, Delsniger Kohlenrevier. Das Urtheil wird am 12. Juli verkündet. umfaßten. Im Jahre 1895 waren es 34 Arbeitsbörsen mit 712 Geweit zurückweisen. Der Schutz der Polizei wird allerdings nicht hindern, daß jezt mancher dieser„ braven" Arbeiter von seinen Klassengenossen zu werkschaften und 211 071 Mitgliedern. Aus dem Rückgang der Ju Augsburg ist ein Töpferftreit ausgebrochen. einer anderen Ansicht bekehrt wird und im nächsten Kampf eine Ter Küferstreit in Frankenthal, der in der dortigen Faß. Mitgliederzahl ist jedoch keineswegs auf den Verfall der Institution andere Stellung einnimmt. Das wird eine der wichtigsten Aufgaben fabrit von Jean Tropf vor einigen Wochen ausgebrochen ist, zu schließen. Er erklärt sich einzig daraus, daß bei der Wiedereröffnung der offiziellen Arbeitsbörse in Paris( April 1896) 73 037 der Organisation sein. war, auf Veranlassung der Arbeiter, Gegenstand einer Berhandlung Gewerkschaftsmitglieder in der alten unabhängigen ArbeitsAchtung, Holzarbeiter! Der Streit in Stettin bauert des Gewerbegerichts, das bei dieser Gelegenheit zum ersten Mal als börse geblieben sind, weil sie sich dem neuen Reglement nicht fügen unverändert fort und ist der Zuzug fernzuhalten. Die Stettiner Ginigungsamt fungirte. Die Arbeiter fordern Verkürzung der börse geblieben sind, weil sie sich dem neuen Reglement nicht fügen unverändert fort und ist der Zuzug fernzuhalten. Die Stettiner wollten. Zieht man die Entwickelung der Arbeitsbörsen in der Kollegen haben sich wiederholt beflagi, daß Berlin die Mehrzahl der Arbeitszeit und Erhöhung der Löhne. Es kam zu keiner Einigung, Provinz allein in betracht, so ergiebt sich von 1895-1896 eine Zuzuzighenden Kollegen stellt. Wir ersuchen deshalb die Kollegen, in da der Vertreter der Faßfabrik die Bewilligung jedweder Forderung nahme der Mitgliederzahl von 71 791 auf 78 544. Forderungnahme Die Hauptfunktion der Arbeitsbörsen, der unentgeltliche Ter Lohgerberstreit in Trebitsch in Mähren ist, wie uns Arbeitsnachweis, drückt sich für 1895-1896 in folgenden vom internationalen Sekretariat der Lederarbeiter mitgetheilt wird, Bahlen aus: 56 108 Arbeitsuchende, 27 247 Arbeitsangebote, 24 518 zu gunsten der Arbeiter beendet. Die Forderungen der Streifenden fejle und 6044 zeitweilige Anstellungen. Daneben entwickeln die Arbeitsbörsen eine erfprießliche ThätigEin allgemeiner Kellner- Kongres, einberufen von den Haupt- wurden sämmtlich bewilligt. feit auf dem Gebiete der gewerkschaftlichen Agitation und Organisation. Berwaltungen des Deutschen Kellnerbundes"( Siz Leipzig) und des Die Gründung eines internationalen Seemannsvereins Als gemeinsamer Siz der Gewerkschaften und Gewerkschaftsverbände gehilfen"( Siz Dresden) wird. Mitte März 1898 in foll, wie wir in der Sächf. Arb.- 3tg." lesen, auf dem in diefer der einzelnen Stadt bilden fie einen mächtigen Mittelpunkt im Beipzig abgehalten. Man schreibt uns darüber von gut unter: Woche in London abgehaltenen internationalen Seemannstongreß, gewerkschaftlichen Kampf. Diese Seite ihrer Thätigkeit ist es, welche richteter Seite: Die Tagesordnung umfaßt nach den bisherigen nahmen, beschlossen worden sein. an dem Delegirte aus fast allen europäischen Hafenstädten theil sie zu einem Dorn im Auge des Unternehmerthums und der Bekanntmachungen nur die drei Punkte: Stellenvermittelung, Ruhetag lauten:" Internationale Vereinigung aller Schiffs, Hafen und fammlungsfäle und Bibliotheken. nahmen, beschlossen worden sein. Der Name des Vereins soll Unternehmerparteien macht. In allen Arbeitsbörsen giebt es Berund Lehrlingswesen. Anträge auf Erweiterung der Tagesordnung Flußarbeiter." Am 1. Juli soll der Verein feine Thätigteit be- veröffentlichen periodische Organe. Einige Arbeitsbörsen haben außer. unterliegen dem Gutachten des Kongreß- Ausschusses. Zugelassen werden zu diesem Kongreß die Delegirten aller Fachvereine ginnen. Der Zweck dieses neugegründeten Vereins ist: 1. Festsetzung dem fachgewerblichen Unterricht und Reisefaffen für durchwandernde und Berufsgenossen". Auch die Gastwirthe werden von dem einer bestimmten Arbeitszeit und deren Verkürzung. 2. Einheitlicher Arbeiter eingerichtet. Lohn in allen Häfen für gleiche Arbeiten. 3. Achtstündiger ArbeitsAusschuß eingeladen und erhalten berathende Stimme. Die Unterhaltungs- und die Einrichtungstoften werden, lettere neue Organisationsform im Kellnerberufe, wie verschiedene Tages. tag. 4. Abschaffung der Sonntags- und Nachtarbeit( mit Ausnahme ausschließlich, erstere hauptsächlich von den betreffenden Gemeinderäthen bestritten. Die Einrichtung kostete den Gemeinderäthen zeitungen annehmen, wird der Kongreß nicht schaffen und darüber auf hoher See). 3 107 638 Fr., darunter die Pariser Arbeitsbörse 2 872 872 Fr.; wohl auch nicht verhandeln, zumal es ganz ausgeschlossen erscheint, eine Verständigung zwischen den vollständig realtionären Vereinen die jährlicher Unterhaltungskosten belaufen sich für die Gemeinderäthe auf 817 220 Fr und in 11 Städten für die Departementalräthe und den auf dem Boden der modernen Arbeiterbewegung stehenden Kellner- Organisationen herbeizuführen. Daß die letzteren zu dem Krankenkaffenwesen. Man schreibt uns: Der Verbandstag auf 14 900 Fr. Die Pariser Arbeitsbörse erhält vom Gemeinderath Rongreß überhaupt zugelassen werden, ist dem Einwirken einiger Sonntag in Saalfeld abgehalten wurde, förderte in mehr als der Thüringer Orts Krantentafsen, der vorigen eine jährliche Subvention von 154 100 Fr. Die fortschreitende Entwickelung der Arbeitsbörsen feit 1887, Rorporationen zu verdanken, die die Beschickung des Kongresses einer Beziehung beachtenswerthe Momente zu tage. In erster Linie dem Jahre der Gründung der ersten zwei Arbeitsbörsen( in hiervon abhängig machten. war dies unbestreitbar die Intelligenz, die die Arbeitervertreter bei Paris und Nimes), zeigt folgende Zusammenstellung: Gewerkschaftsabrechnungen. Verband der Hand. Gelegenheit der Verfechtung ihrer Anträge entwickelten, und zweitens existirten 2 Arbeitsbörsen, 1888-3, 1889-5, 1890- 9, 1891- 15, schuhmacher Deutschlands. Abrechnung auf das Jahr 1896. war es der Inhalt der Anträge selbst, wodurch die Arbeiter ein 1892 21, 189330, 1894 32, 1895 36, 1896 46. Man Netto- Ausgabe 53 754,71 M., Netto- Einnahme 48 719,21 M., Defizit hochentwickeltes Verständniß für die einschlägige Materie bekundeten. beachte nebenbei die geringe Vermehrung von blos 2 Einheiten im 5035,50 M., Vermögen 35 024,19 M. Unter den Ausgaben befinden Der Thüringer Verband umfaßt 58 Drts Krankenkassen mit rund Jahre 1894 und die stärkste Vermehrung um 10 Einheiten im Jahre fich: 2176,50 M. Reise Unterstüßung, 31 008 M. Arbeitslofen- 100 000 Mitgliedern, die in den denkbar verschiedensten Ge- 1896. In beiden Fällen machte sich offenbar der Einfluß von unterftüßung, 7983,62 m. Streit und Gemaßregeltenunterstützung, werben beschäftigt sind. Die Arbeitervertreter zahlreicher Städte Paris geltend. Das Jahr 1894 folgte auf die gewaltsame 870 M. Juvalidenunterstüßung, 65,10 M. für Rechtsschutz, 1000 M. fonstatirten, daß die Kassen nur deshalb auf feinen grünen Schließung der Pariser Arbeitsbörse durch Dupuy( 1893), während für Agitation, 8316,18 M. für Abonnement auf den Handschuh- Bweig tommen fönnten, weil die Arbeitszeit im allge: das Jahr 1896 die Wiedereröffnung der Pariser Arbeitsbörse unter macher", 861,21 M. für den Versandt deffelben an die Ortsvereine, me inen viel zu lange sei. Eo lag in dieser Beziehung ein dem radikalen Ministerium brachte. 4128,19 M. persönliche Berwaltungstoften. Unter den Einnahmen förmlicher Brotest der Arbeitervertreter der Orts- Krantentasse au Anderseits sind vier Arbeitsbörsen( übrigens in unbedeutenden befinden sich: 539,90 M. Eintrittsgeld 2c., 45 760,75 M. Beiträge Buttelstedt vor, demzufolge die Arbeiter speziell in einem dortigen Städten) wieder geschlossen worden. Die 1892 in der Industries à 35 Pf. und 461,30 M. Beiträge à 5 Pf., 1197,30 M. Zinsen von landwirthschaftlich- industriellen Etablissement in unglaublichster Weise stadt Roanne gegründete Börse wurde durch den opportunistischen angelegten Kapitalien, 568,91 M. von der Redaktion des Hand- ausgebeutet würden; die Arbeiter hätten fortwährend Lasten von Gemeinderath 1895 auf den Hungeretat gesetzt. Nach den Gemeindeschuhmachers".- Die Zahl der männlichen Mitglieder 2-3 Bentnern( in Säcken) zu tragen, dabei sei die Entlohnung wahlen vom Mai 1896, die eine sozialistische Mehrheit brachten, ftieg gegenüber dem Jahre 1895 von 2694 auf 2752, die der weibfchlecht; lange halte dies kein Arbeiter aus, und auch die vorher wurde sie aber wieder eröffnet, so daß mit der Arbeitsbörse von lichen fant von 192 auf 170. Das Handschuhmachergewerbe litt gesündeſten und blühendsten Arbeiter habe die Kasse sehr bald Roanne sich die Zahl der Arbeitsbörsen auf 47 stellt. im Berichtsjahr unter äußerst schlechtem Geschäftsgange; infolge als Krante Kranke oder Krüppel auf dem Halse. Um behufs dessen wurde die Reise- und Arbeitslosenunterstüßung natürlich start Abänderung dieses Zustandes Material zu beschaffen, wurde in Anspruch genommen. folgender von Fischer Weimar gestellter Antrag gegen die Verband der deutschen Buchdrucker. Abrechnung Stimmen der Im Verband der Gold- und Silberarbeiter referirte am Arbeitgeber Vertreter" angenommen: ber Haupttasse auf die Zeit vom 1. April 1896 bis 31. März Die Verbandskassen werden durch die Verbands: 22. Juni Genosse Wagner über Industrielle Entwickelung und Arbeiterkämpfe". Hierauf fanden die Anträge zum Verbandstag 1897. Einnahmen: Vermögen am 31. März 1896: 931 082,18 versammlung beauftragt, Erhebungen zu ver ihre Erledigung und wurde u. a. beantragt, den Zentralvorstand Mark, Borschuß der Gaue pro 1. Quartal 1896: 82 378,60., an stalten, inwieweit innerhalb der Krantentassen Eintrittsgeld in den Gauen pro 1.- 4. Quartal 1896; 8935 m., die Versicherten an ihrer Gesundheit geschädigt von Hamburg nach Berlin zu verlegen. Zu Delegirten wählte die Beiträge von den Gauen in derselben Beit 1068 565,30., sonstige werden durch zu lange Arbeitszeit und sonstige Maskenball ergab eine Einnahme von 368,50 M. und eine Ausgabe Die Abrechnung vom Versammlung Brückner und 3euge. Einnahmen 42 663,32., zusammen 2078 624,40 m. Aus Uebelstände in der Industrie und Landwirthschaft." gaben: Reiseunterstüßung 138 491,05 M., Arbeitslosenunterstützung In der Debatte machten die Redner auch speziell ihrer Unam Orte 127 341,75 M., Gemaßregelten. 2c. Unterſtützung und zufriedenheit mit der jetzt beliebten Art der Sozialreform Luft, die Depeschen und letzte Nachrichten. Umzugsfoften 74688,65 M., außerordentliche Unterstützung 247,50 M., feinen Menschen befriedige. Ans den übrigen Verhandlungen sei Unterstüßung an vorübergehend Arbeitsunfähige 327 917,79 M., erwähnt, daß nach Aussage des Vorsitzenden die Unterschlagung und Stockholm, 28. Juni.( W. T. B.) Der Journalistenkongreß nahm Unterstüßung an dauernd Arbeitsunfähige 38 810 Mart, Be Buvielerhebung von Krankenkassen- und Invaliditätsbeiträgen seitens heute eine Resolution an, welche den noch nicht angeschloffenen gräbnißgeld 18 430,90 M., Rechtsschutz 273,10 M., sonstige Aus- der fleineren Unternehmer ihren Arbeitern und den Kassen gegen Ländern den Anschluß an die Berner literarische Konvention gaben der Hauptverwaltung 41 516,61 M.( darunter 2500 M. an über an der Tagesordnung sei; durch verschärfte Strafmaßregeln empfiehlt. Ferner sprach sich der Kongreß gegen den Nachdruck von Die Generalfommission in Hamburg, 1450 M. an das internationale glaubt man Remedur schaffen zu können. Als nächster Tagungsort Referaten und Blätternotizen aus, welches als unlauterer WettBuchdruckersekretariat, 6050 M. Streifunterstügung an andere ist Arnstadt bestimmt. bewerb bezeichnet werden könne. Gewerkschaften, 4862,40 M. Rosten der Tarifberathungen in Leipzig Aus Mainz wird uns mitgetheilt: Bwei Jahre ist es her, Paris, 29. Juni.( B. H.) Der französische Dampfer Aden", und Berlin, 8410,10 M. Antheil an den Kosten des Tarifausschusses, daß die Mainzer Orts Krantentasse unter der Ver- von dein man seit längerer Zeit nichts mehr gehört, ist am 9. d. M. 2000 M. Beitrag zu den Kosten des Schriftgießerkongresses in Offen- waltung unserer Genossen steht, und sie hat in dieser furzen Zeit in Nähe von Sofotra untergegangen. Umgekommen bach), Berwaltungstoften 45 609, 25. Borschuß in den Gauen sehr gut profperirt. Während noch das Jahr 1894 ein Defizit von find 25 Passagiere, sowie alle Offiziere und zwanzig europäische pro 1. Quartal 1897: 61 156,52 m., Vermögen am 31. März 1897: annähernd 60 000 m. aufwies und zum gesetzlich vorgeschriebenen und 33 eingeborene Watrofen. Gerettet wurden 9 Passagiere 1 204 141,28 M.( Hiervon sind 87 030 M. an andere Gewerkschaften Refervefonds nichts abgeführt werden konnte, ergab das Jahr 1895 und 3 europäische und 31 eingeborene Matrofen. Die Geretteten als Darlehen gegeben, darunter den Hamburger Hafenarbeitern über 60 000 m. und das Jahr 1896 über 86 700 W. Ueberschuß, sind in Aden eingetroffen. Sämmtliche Passagiere waren Engländer. 50 000 M., den Werftarbeitern in Flensburg 12 000 M., den Hut sodaß der Reservesonds die gefeßliche Höhe jetzt erreicht hat. Dieses Paris, 29. Juni.( B. H.) Tie Kammer bildete heute die machern 6000 M., den Lithographen und Steindruckern ebensoviel.) günstige Ergebniß hat nicht lediglich in besseren Gesundheits- und Panama- Untersuchungskommission, und zwar aus 33 Kammer. Das Verbandsorgan Correspondent für Deutschlands Erwerbsverhältnissen seine Ursache, sondern es trugen dazu bei die mitgliedern. Buchdrucker und Schriftgießer" hatte bei einer Einnahme von Bemühungen unserer Genossen, in der Verwaltung alle unnöthigen London, 29. Juni.( W. T. B.) Unterbaus. Im Laufe der 42 117,71. einen Ueberschuß von 2841,42 M. Die Zahl der Ausgaben zu vermeiden. Im übrigen sei bemerkt, daß während Berathung der Finanzbill wurde ein Antrag Dillon's, den Zoll auf steuernden Mitglieder stieg von 20 949 im 1. Quartal 1896 ihrer Thätigkeit die freie Aerztewahl eingeführt und das Gehalt Bigarren auf 5 Schillinge pr. Pfund und auf unverarbeiteten Tabat auf 22 522 im 4. Quartal. Die Zahl der Orte, wo Mitglieder der unteren Beamten erhöht worden ist. Die Kaffe batte im auf 1 Schilling bis 1 Echilling 4 Pence festzuseßen, mit 289 gegen beschäftigt waren, betrug am Ende des Jahres 865. Das Ver- Jahre 1896 eine Einnahme von 897 614 M. bei einer durchschnitt- 89 Stimmen abgelehnt. mögen der in Liquidation begriffenen 3entral- Invaliden lichen Mitgliederzahl von 12 710. Unter den Ausgaben figuriren Caracas, 29. Juni.( Meldung des Renter'schen Bureaus.") tasse, die in Stuttgart verwaltet wird, betrug am Schluffe des für ärztliches Honorar 66 988 M., für Medikamente und Heilmittel Das neue Ministerium ist gebildet, Luis Castillo hat das Schahzamt Berichtsjahres 883 423,94 m. 29 345 M., für Kur- und Verpflegungskosten 32 228 M., für Kranken- übernommen. " Eine " " Boziales. von 162,30 M. Versammlungen. 1887 Die Tischler Hamburgs beschlossen, den Unternehmern folgende unterstützungen an Mitglieder 121 169 M. und an deren Familien- Brisbane, 28. Juni.( Meldung des Reuter'schen Bureaus".) Forderungen sofort zu unterbreiten: Neunstündige Arbeitszeit, 45 Pf. angehörige 2735 M., für Unterstützung von Wöchnerinnen 1408 m. Hier ist die Nachricht eingetroffen, das wiederum eine Anzahl EuroMinimallohn pro Stunde, 50 vet. Aufschlag für Sonntagsarbeit und an Sterbegelder 10 020 m. Die Verwaltungstoften betrugen päer in Neu- Guinea niedergemeßzeli worden seien. Einzelheiten feblen. Berantwortlicher Redakteur: August Jacobey in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von May Bading in Berlin. Hierzu 1 Beilage u. Unterhaltungsblatt Nr. 149. 14. Jahrgang. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Mittwoch, 30. Juni 1897. B Tritt so das Verhältniß zwischen Arbeiter und Unternehmer in ihre Uebungen bei ihrem Stammregiment leisten dürfen. Solche Der Bericht des Berliner Gewerbe- einem bestimmten Berufszweige als besonders feindselig hervor, Reservisten und Landwehrmänner der Garde, die sich auch im Zivilso scheint, wie weitere Stellen aus dem Bericht erkennen stande schlecht führten, wurden bisher überhaupt zu feiner Uebung Inspektors, laffen, das Berliner Unternehmerthum auch im großen eingezogen. Nun war festgestellt worden, daß zahlreiche Mannder in den foeben bei W. T. Bruer in Berlin erschienenen Jahres- ganzen tapfer dem Buge der Zeit gefolgt ชิน fein schaften es gerade darauf abgesehen hatten, von der berichten der königlich preußischen Regierungs- und Gewerberäthe und gegen die Arbeiter mobil gemacht zu haben. Es wird ebungspflicht entbunden zu werden, und deshalb ihre und Bergbehörden für 1896" abgedruckt ist, enthält auch diesmal fonstatirt, daß bei Durchsicht der neu eingereichten Arbeits. Aufführung im Zivilstande danach einrichteten. Fortan soll ihnen viel des Juteressanten. Zwar scheint es, als ob die vom Regierungs- ordnungen die gegen früher große 3ahl von Strafdies Mittel aber zur Entbindung von der Dienstpflicht im Reserves und Gewerberath Dr. Sprenger erstatteten Mittheilungen im bestimmungen aufgefallen ist. Die Neigung zur Aufnahme und Landwehrstande nichts mehr nüßen. Das Kriegsministerium hat großen Ganzen eine mattere Färbung tragen als im verflossenen solcher scheint im Wachsen begriffen zu sein", heißt es. Eben- befohlen, daß solche bestrafte Mannschaften der Reserve und LandJahre, als ob möglichst jedes aggressive Wort vermieden wäre, aber falls scheint" dem Gewerbe Inspektor die Abneigung der wehr ihre Uebung bei der Disziplinarabtheilung in Spandau zu diefer nebelgraue Schimmer ist durchsichtig genug, um gar manche An- Fabrikanten gegen Arbeiterausschüsse zuzunehmen; leisten haben. Dies geschieht gegenwärtig zum ersten Mal. flagen gegen die Auswüchse der gegenwärtigen wirthschaftlichen Ordnung wo folche noch bestehen, treten fie felten oder gar nicht in Im hiesigen Botanischen Garten( Potsdamerstr. 75) ist seit erkennen zu lassen. Die Revisionen, welche von den sieben in betracht Funktion, werden aber beibehalten, weil es bei Abänderung kurzem in einem der Gewächshäuser eine Ausstellung tropischer Nutztommenden Beamten vollführt wurden, haben sich von 3084 im Vor der Arbeitsordnungen bequemer ist, mit dem Arbeiterpflanzen hergerichtet worden, die dem Publikum an jedem Montag jahre auf 3546 vermehrt. Von den Revisionen wurden 56 während ausschuß zu verhandeln, als die ganze Arbeiterschaft zu und Donnerstag zwischen 4 und 7 Uhr zur Besichtigung frei steht. der Nacht und 233 an Sonn- und Feiertagen vorgenommen. 2215 befragen." Mit dieser blutigen Satire auf die Er Es ist hier jedermann Gelegenheit gegeben, die wichtigen Gewächse Anlagen wurden einmal, 260 zweimal und 154 dreimal und scheinungen der arbeiterfeindlichen Aera möge die Auszüge für lebend und nach der Art ihrer Verwendung in Gruppen geordnet, häufiger besichtigt. Die Zahl der in diesen Betrieben be- heute geschlossen sein. In einem zweiten Artikel wollen wir weiter tennen zu lernen. Die Gruppen umfassen die tropischen Obstarten, schäftigten Arbeiter beträgt 77 577. Außerdem wurden die Beamten auf charakteristische Details aus dem Berliner Bericht, namentlich die Sago- und Stärkemehl- Produzenten, die Reizmittel und Genoch mit 754 Resselrevisionen gegen 707 im Vorjahre belastet. auf die Mittheilungen über die erschreckende Zunahme der würze, die Del, Fasern, Kautschuk, Guttapercha, Harz, Gummi, Der Berichterstatter flagt, daß neben diesen Leistungen sowohl der Betriebsunfälle eingehen. Ropal und Droguen liefernden Pflanzen und die Nutzhölzer. Ausstand der Konfektionsarbeiter als auch die am 1. Juli in fraft getretene Bäckereiverordnung die Beamten so erheblich in Anspruch genommen hat, daß die Arbeit nur mit größter Anstrengung und Hingabe an den Beruf bewältigt werden konnte. Hierzu kommen noch die Bureaugeschäfte, die sich auf Erledigung von 9682 Einund Ausgänge einschließlich 2272 Dampffeffel Angelegenheiten be ziffern; die eingegangenen 6260 Unfallanzeigen sind hier aber nicht eingerechnet. Die Inanspruchnahme der Beamten durch andere Behörden, wie Gerichte, Polizei und Staatsanwaltschaft ist ebenfalls sehr beträchtlich. Diese Arbeitslast, so heißt es im Bericht, läßt die Klage der Beamten der zweiten GewerbeInspektion begründet erscheinen, daß er, trotzdem die Zahl der Ne vistonen gestiegen ist, viele Anlagen seit längerer Beit nicht gesehen habe. Mehr oder minder treffe dies bei allen drei Gewerbe- Inspektionen zu! Die Gewerbe- Inspektion hat sich in Preußen noch nie über eine übermäßige Förderung zu beklagen gehabt; in der Aera des Lausejungen- Stumm mag sie sich glücklich fchäßen, daß sie überhaupt noch geduldet wird. Kommunales. Vom Kampfe gegen die Dissidenten. Der Magistrat von Berlin hatte bekanntlich durch Beschluß vom 18. Oktober 1896 die gegen die dissidentischen Eltern wegen Versäumniß ihrer Kinder am Die städtische Gas- Deputation hat beschlossen, den Direktoren Schul Religionsunterricht verhängten Strafen als ungefeßlich aufder städtischen Gasanstalten zur Anfertigung von Plänen behufs gehoben. Die Folge war, daß der Oberpräsident von Berlin durch Vornahme von Versuchen zur Selbstverarbeitung des Verfügung vom 6. April den Magistratsbeschluß aufhob und den ammonia talischen Waffers auf einer der städtischen Gas. Magistrat aufforderte, Schulversäumnisse der Diffidentenkinder dem anstalten, Auftrag zu geben. Bisher wurde das Wasser an eine Polizeipräsidium zur Anzeige zu bringen. Der Konflikt zwischen hiesige Fabrit abgegeben. Magistrat und dem Oberpräsidenten scheint eine eigenartige Wendung genommen zu haben. Etnem Mitgliede der hiesigen freireligiösen Gemeinde, das sich in Schulangelegenheiten Ende Mai an die städtische Schuldeputation gewendet hatte, ging dieser Tage folgendes Schreiben zu: Jubiläums Orden für Berliner Kommunalbeamte. Die Medaille zur Erinnerung an die Zentenarfeier ist an den Magistrat für 25 Stadträthe, 94 Stadtverordnete und 41 städtische Beamte, darunter für die beiden Bureaudirektoren Werkmeister und Haesede, zur weiteren Beförderung gesandt worden. Ob die Herren sich freuen werden? Hoffentlich ist unter den Beschenkten niemand, der vergessen hat, seinen Arbeitern an den Festtagen den schuldigen Lohn auszuzahlen. Lokales. " Auf Ihr Schreiben vom 28. Mai cr. erwidern wir Ihnen ergebenst, daß das Regulativ zur Konstatirung des Schulbesuchs vom Jahre 1875, auf grund dessen die Entscheidung des Magistrats vom 18. Oktober 1896 erfolgt ist, durch Verfügung des Herrn Oberpräsidenten von Berlin vom 6. April cr. aufgehoben ist, und daß nunmehr auch in Berlin die Entscheidung in Schulversäumnissen bei erfolgtem Widerspruch gegen die durch das tgl. Polizeipräsidium erlassenen Strafmandate durch die ordent lichen Gerichte erfolgt. Falls Sie Ihr Kind weiter vom Religions unterricht der Schule fernhalten, ohne einen geeigneten Ersatzunterricht nachzuweisen, werden Sie dafür die Bestrafung durch das fgl. Polizeipräsidium resp. die Gerichte zu gewärtigen haben. Städtische Schul- Deputation. Kirschner. " = Was der Gewerbe- Inspektor über seine Thätigkeit im einzelnen zu berichten hat, flingt nicht allzu trostreich. Der Verkehr mit Der Direktor der städtischen Straßenreinignug, Schlosky, und der Betriebsdirektor der den Berufsgenossenschaften, der im Vorjahre mehr als lau war, Goldowsky, treten am Freitag eine größere Dienstreise an, um in städtischen Kanalisationswerte, wird zwar noch kein besonders lebhafter" genannt, doch habe er einer Reihe von größeren deutschen Städten, wie Köln, Breslau, erfreulicherweise zugenommen. Als bemerkenswerth wird mitgetheilt, Dresden, Mainz, Mannheim, Hannover diejenigen baulichen und daß der Gewerberath in einem Falle vom Vorstande der Orts: Dresden, Mainz, Mannheim, Hannover diejenigen baulichen und tasse der Maschinenbauer um Revision cines Betriebes sonstigen Einrichtungen fennen zu lernen, welche in jenen Städten ersucht wurde, in dem auffallend viele Arbeiter verletzt wurden. Dafür getroffen sind, im Winter den Schnee von den Straßen und Der Rassenvorstand ließ sich bereit finden, über besondere Er- Plägen in die Anlage der Kanalisation zu befördern. Und das frankungen und namentlich über solche, die auf die Eigenart der urz vor den Hundstagen? Betriebe zurückzuführen sind, regelmäßig Mittheilung zu machen. Auch Die freireligiöse Gemeinde hat nun demzufolge beschlossen, eine andere Krankenkassen hätten diesen Weg schon eingeschlagen. Vom Ver etwa vorkommende Strafverfügung weiter zu verfolgen, gleichzeitig fehr zwischen Gewerbe- Aufsichtsbeamten und Arbeitern wird gesagt, wird jedoch den Mitgliedern bekannt gegeben, daß, da ein solcher daß er wohl etwas zugenommen habe, aber immer noch gering sei. Es Mischehen sind den Geistlichen aller Konfeffionen ein Dorn im Prozeß, falls er verloren wird, immerhin große Kosten verursacht, sei vorgekommen, daß Vertrauenspersonen der einen oder Auge. Solche Chen setzen an sich schon eine gewisse Gleichgiltigkeit die Gemeinde sich vorläufig auf einen Fall beschränken werde. Die anderen Arbeiterorganisation Beschwerden übermittelt gegen Kirche und Tempel voraus. Sie machen denn auch die Mitglieder werden ersucht, ihre Kinder in den Schul Religions hätten. Diese feien selbstverständlich pflichtgemäß untersucht worden. begonnene Lockerung des Verhältnisses zu den religiösen Gemein- unterricht zu schicken, sofern seitens der Schul- Aufsichtsbehörde( nicht Nähere auf Vertrauen gegründete Beziehungen habe dies aber schaften, denen die Eheschließenden angehören, oft- wenn nicht aber etwa seitens eines Rektors oder Lehrers) eine schriftliche Strafnicht zur Folge gehabt, weil dem in solchen Fällen mehrfach ge formell, so doch faltisch sehr bald zu einer endgiltigen Löslösung. androhung erfolgt. Die Elternt der zum Religionsunterricht ges stellten Verlangen um Benachrichtigung über das Veranlaßte nicht Obenein geht in der Regel der Nachwuchs beiden oder mindestens zwungenen Kinder versuchen nun auf ihre Kinder zu Hause möglichst nachgekommen werden konnte". Schließlich schöpfte der Bericht einer der beiden in der Ehe vertretenen Konfefsionen theilweise einzuwirken und schicken sie zu den freireligiösen Vorlesungen; außerdem erstatter aus dem Umstande, daß die Beschwerdeschreiben ein- oder ganz verloren. Auf alle Fälle werden die Konfessionen durch erhalten die Kinder auch die von Dr. Bruno Wille redigirte kleine zelner Arbeiter häufiger nicht anonym, sondern mit Namen 3- die Mischehen empfindlich in ihrem Besitzstande geschmälert. Wochenschrift Die freie Jugend". unterschrift versehen, eingehen, die Hoffnung, daß Daher wird von denen, die da wünschen, daß dem Volke die Die offiziöse Norddeutsche Allgemeine" bringt einen Artikel das Vertrauen zu den Gewerbe- Aufsichtsbeamten zunehme. Es Religion, D. h. der Kirche ihr Einfluß erhalten bleibe, in der über Erziehung der Kinder, in dem sie den Religionszwang der muß auf jeden Fall erfreulich bezeichnet werden, daß die übele Bunahme der Mischehen eine große Gefahr erblickt. In Berlin Dissidentenkinder durch folgenden Kasperlescherz zu rechtfertigen Nachwirkung, welche die bekannten Vorgänge in Sachsen zur Folge bildet die Klage über die Mischehen einen wesentlichen Theil des sucht:„ Der§ 90 II. 2 Allg. Landrechts bestimmt: Sollten Elter haben mußten, verschwinden. Nothstandsgefchreies der Frommen. Hier ist gegenwärtig etwa jede ihre Kinder zum Bösen verleiten, so ist das vormundschaftliche Ge Steht so der Verkehr zwischen Gewerbe- Inspektion und Arbeiter sechste Ehe, die eingegangen wird, eine Mischehe. Unter 17 238 im richt schuldig, sich der Kinder von Amtswegen anzunehmen." Etwas im großen ganzen immer noch unter dem Zeichen der Theilnahm Jahre 1895 geschlossenen Ehen waren 2764 Mifchehen, das sind Böses" sei es aber nicht nur, wenn der Vater stehle und das Kind Tosigkeit, so ist vom Verkehr mit dem Unternehmer manches zu 16,0 pct. Der Prozentsatz war in den 20 Jahren 1876-95: ebenfalls zum Diebstahl verleite, sondern auch, wenn das Kind im berichten, was gar nicht anders als direkte Feindseligkeit zu deuten 18,0, 13,3, 12,8, 13,6, 13,8, 13,7, 13,9, 13,0, 13,3, 18,4, 18,9, 14,5, Hause seiner Eltern Gefahr laufe, ein Gotteslästerer zu werden. ist. Zwar meint der Berichterstatter, daß je länger die Beamten in 14,8, 14,6, 14,9, 14,9, 16,0, 16,6, 15,9, 16,0; der Durchschnitt des Die Hitze der letzten Tage wirkt verheerend. ihrem Bezirk wirken und bekannt werden, sie um so mehr Prozentsages in 1876-80. 15,8, 1881-85: 13,5, 1886--90: 14,4, Uebertrieben sollen die Gerüchte sein, die sich dieser Tage über das Vertrauen der Unternehmer gewinnen; doch schrumpft 1891-95: 15,9 Die Zunahme ist unverkennbar. Daß sie die Wirkungen einer militärischen Uebung auf dem Döberizer Playe die Berechtigung zu diefer Hoffnung recht beträchtlich unter der den dabei intereffirten Streifen bedrohlich erscheint, kann man in der Stadt verbreitet hatten. Wir haben von einer Meldung des Wucht mancherlei Thatsachenmaterials zusammen. Vom Besitzer diesen nicht verdenken. Die Freunde der Aufklärung müssen freilich einer Buntpapierfabrik wird berichtet, daß er gegen alle Bemühungen den Antheil der Mischehe als immer noch viel zu gering und Berl. Tagebl." Notiz genommen, wonach ein Unteroffizier infolge der Anstrengungen gestorben und andere Soldaten lebensgefährlich des Gewerbe- Inspektors wegen Einrichtung von Umkleide- feine Zunahme als viel zu langsam ansehen. Das gilt erkrankt sein sollen. Jetzt wird ebenfalls von privater Seite die räumen für die Arbeiterinnen taub blieb und in Strafe ge namentlich für die in Berlin hauptsächlich in betracht kommende nommen werden mußte. Charakteristisch tritt aber die Arbeiter evangelische Konfession. Wertheilt man nämlich die eine Weldung kolportirt, daß niemand gestorben oder lebensgefährlich freundlichkeit des Unternehmerthums an den Erscheinungen hervor, Mifchehe schließenden Personen auf die Konfefsionen, denen sie erkrankt sei, sondern es wären" nur" gegen 50 Mann schlapp ge welche die Durchführung der Bäckerei verordnung mit sich angeblich angehören, so zeigt sich, daß bei den Evangelischen worden. Uns will scheinen, daß es Pflicht der in betracht kommenden Militärbehörden wäre, durch authentische Darstellungen derartiger Die Stellung der Gewerbe- Aufsichtsbeamten gegen thatsächlich Mischehen erheblich seltener sind, als man es Vorfälle oder durch Berichtigungen übertriebener Gerüchte das über den Bäckermeistern wird besonders schwierig genannt nach den oben für die Gesammtzahl der Eheschließungen an Bublifum rechtzeitig zu beruhigen und aufzuklären. der Bericht bemerkt, daß im Verkehr mit ihnen geführten Mischehe- Antheilen erwarten möchte. 1895 ginger eine es in manchen Fällen großer Ruhe und Besonnenheit Mischebe ein von den heirathenden evangelischen Männern nur 7,6, bedurfte. Im Einzelnen heißt es: In den Bäckereien werden die von den Frauen 10,1 pct. Aehnlich schlossen bei den Juden von von einigen Berlinern und einem auswärtigen Verlagsbuchhändler Bestimmungen über die Sonntagsruhe wahrscheinlich ebenso den Männern nur 17,8, von den Frauen 8,9 pt. eine Mischehe; gebildet werden. Der hauptsächliche Organisator ist Dr. jur. Rich. übertreten, wie eingestandenermaßen die Bundesraths. Dagegen bei den Katholiken von den Männern 66,3, von den Frauen Wrede, Hedemannstr. 9. Verordnung vom 4. März 1896. Eine Feststellung der Ueber 58,5 bei ben Dissidenten von den Männern gar 91,2, von den Ein gefährliches Fener entstand gestern früh um 6 Uhr durch tretungen namentlich der letzteren Art ist für die Aufsichtsbeamten Frauen 66,7 pt( Unter Dissidenten sind hierbei nicht blos Unachtsamkeit einer Frau, die ein noch brennendes Streichholz in aber außerordentlich schwierig. Der Beamte, welcher Freireligiöse, Stonfeffionslose n. f. w. zu verstehen, sondern alle, die ihre Betten geworfen haben soll, in einer Mansardenwohnung im natürlich nicht von Beginn der Arbeit bis zum Ende derselben nicht bei Evangelischen, Katholiken, Juden und vierten Stock eines Seitengebäudes auf dem Hofe des Grundstücks anwesend sein, auch in der Nacht schwer Zutritt zu den Seftirern unterzubringen sind.) Sicher spielen bei den Wischehen Königgrägerstr. 54. Das Feuer, das schnell um sich griff, erfaßte Arbeitsräumen erhalten kann, weil die Häuser verschlossen sind, neben der Zunahme ber Gleichgiltigkeit gegen die Kirche, den gemeinsamen Korridor der unter dem Dache wohnenden Familien, kann sich nur auf die Auskunft verlassen, welche er auf Befragen dem Fortschritt der Aufklärung und Toleranz, auch mancherlei die sich bis auf zwei Frauen nur mit Noth in Sicherheit bringen eine Rolle, namentlich die Stärke, vom Arbeitgeber und den Gesellen erhält. Die Gesellen aber äußere Umstände in fonnten. Eine der beiden Frauen blieb in ihrem Zimmer, sie wurde scheuen sich, so lange sie eine erträgliche Arbeitsstelle haben, der eine bestimmte Konfession in einem bestimmten Gebiete von der Feuerwehr gerettet. Die andere Frau, eine Wittwe die Wahrheit zu sagen, wenn sie den Meister belasten vertreten ist. Man könnte es sich sonst nicht erklären, daß H. Köhler, flüchtete auf das Dach. Die Feuerwehr breitete auf würden. Jedenfalls mögen sie bei einem eingeleiteten Strafverfahren gerade unter den Katholiken Berlins, auch unter den Frauen, die dem nur sehr schmalen Hofe ein Sprungtuch aus, in das nach nicht als Zeugen vor Gericht auftreten, weil eine dem Arbeitgeber Abtrünnigen" so zahlreich sind. Die Katholiken sind in Berlin in längerem Zögern die Frau hinabsprang. Sie wurde fast besinnungs ungünstige Aussage wohl in den meisten Fällen die der Minderheit; die Heiratheluftigen haben also, wenn ste innerhalb los nach dem Krankenhause Am Urban gebracht, wo sie infolge der Entlassung zur Folge haben würde. Ebenso wenig ihrer Konfeffion beirathen wollen, nur wenig Auswahl. Sie lassen Aufregung frank darnieder liegt. Aeußere Verlegungen hat sie gelingt es, die richtige Führung der Kalendertafeln zu kontrolliren, aber, wie man sieht, recht oft Kirche Kirche sein und heirathen, wen nicht erlitten. Ein Oberfeuermannn wurde von einem herab. troydem den Beamten bekannt ist, daß dieselben nicht sie wollen.( Es trifft auch für die ganze preußische Monarchie zu, fallenden Ziegelstein an der Stirn verlegt. Das Feuer hat großen immer, wenn es nöthig ist, durchlocht werden" Wie schwer es daß die Katholiten überall, wo sie schwach vertreten sind Schaden angerichtet. ist, selbst die Sonntagsarbeit in denjenigen Betrieben zu Brandenburg, Pommern, Sachsen, Schleswig Holstein-, Selbsthilfe gebrauchten gestern früh verschiedene Bauhandwerker fontrolliren, welche außer Bäckerwaaren auch Konditorwaaren viel Wischehen eingehen, während anderswo Schlesien, Herstellen, und auf welche Weise man die Beamten zu täuschen Rheinland dasselbe bei den Evangelischen der Fall ist in der Capriviſtr. 6. Nachdem ihnen am Abend vorher eröffnet sucht, geht aus dem Berichte eines der Gewerbe Inspektoren hervor. Bei den Katholiken Berlins darf freilich außerdem nicht worden war, daß Zahlung nicht erfolgen könnte, fuhren sie in aller Da die meisten Dieser schreibt:„ Der Bäckereibetrieb soll Sonntags von spätestens vergeffen werden, daß unter ihnen die Arbeiter, die ohnedies Frühe mit einem Transport Möbelwagen vor. früh 8 Uhr an ruhen, Konditorwaaren dürfen von Konditoren noch wenig nach dem Pfarrer fragen, ungewöhnlich start vertreten sind. Bohnungen noch nicht bewohnt waren, wurden aus denseiben bis 12 Uhr mittags hergestellt werden. Es soll nun vorkommen, Bei den Dissidenten ist der Kreis noch kleiner, die Auswahl also fämmtliche Thüren und Fenster, Wasserleitungshähne, Ausgußbecken, daß sich verdienstkluge Bäckergesellen, die zugleich Konditor: noch beschränkter. Das allein erklärt es jedoch nicht, daß die Klosetbecken, Klingelzüge, Ofenthüren, Gasarme, kurz alles, waare herzustellen verstehen, um 8 Uhr morgens mit Dissidenten so überaus häufig Mischehen eingehen, also fich wieder was zu erreichen war, entfernt. Der Bauunternehmer May war Konditormüze und Schürze bekleiden und den revidirenden Beamten mir fonfeffionellen Ghehälften" verbinden. Die Dissidenten haben während dieses Vorganges, welcher bis gegen Mittag dauerte, nicht auf diese Weise als Konditorgehilfen entgegentreten." Der Bericht ich von der Kirche abgesondert, legen aber in der Schließung zahl- 8 feben. Der Grundeigenthümer Max Koch, welcher einen Einerstatter vergißt hier anscheinend mit dem 3wange zu rechnen, reicher Mifchehen mit Evrugelischen, Katholiken eine Zoleransspruch versuchte, mußte schleunigst den Rückzug antreten, so daß der unter dem die Gesellen stehen und der sie wohl vielfach nur zu der an den Tag, die ihnen gegenüber verhältnißmäßig felten geübt wird. ganze Vorfall glücklich und ziemlich ruhig verlief. Täuschung greifen heißt, weil Brot süß schmeckt. Diese Meinung Die Liebe zum Kommiß schildert die Voss. Zeitung." an Arbeiterrifiko. Auf dem Neubau Französischestr. 53/54 stürzte wird durch eine andere Stelle des Berichts bestätigt, die das Verfolgendem wunderlichen Beispiel: Eine die bestraften Mannschaften der Stuckateur Leiter aus einer Höhe von etwa 3 Metern herab und hältniß zwischen Arbeitern und Meistern als permanenten des Gardekorps betreffende Anordnung hat jüngst das Kriegs- erlitt eine Gehirnerschütterung. In derselben Weise verunglückte Kriegszustand ertennen läßt, in dem die wider Recht minifterium getroffen. Bei diesem Armeekorps ist es von jeher der Schornsteinfeger- Geselle Müller, welcher von einem zwei Stock und Gesetz ausgebeuteten Gesellen in ganz natürlicher Brauch, daß diejenigen Mannschaften, die Gefängnißstrafe erlitten hohen Seitengebäude des Grundstücks Höchstestraße 14 während der Konsequenz ebenfalls zu ungesetzlichen Mitteln greifen. Es und die Kofarde eingebüßt haben, nicht wieder zu ihrem Truppentheil Arbeit berabfiel. und • verwandten Die neue Berliner Privatpost- Gesellschaft ,, Mercur" wird wird nämlich mitgetheilt, daß böswillige Gefellen, welche den zurückkehren, sondern der in Spandau im Fort Hahneberg unter- Ein muthiger Knabe. Am Sonntag fiel ein etwa 11 Jahre Meister schädigen wollen, die Kalendertafel zu unrecht durchlocht gebrachten Disziplinarabtheilung des Gardekorps überwiesen alter Knabe in den Spandauer Schifffahrtskanal und gerieth in haben. In einem Falle", so heißt es, lehnte die Staatsanwalt werden, wo sie weiter dienen müssen. Nur solche Mannschaften, Lebensgefahr. Da keine der am Ufer stehenden erwachsenen schaft die beantragte Verfolgung wegen Urkundenfälschung ab und die fich längere Zeit darauf tadellos geführt haben, werden wieder Personen es wagte, dem Knaben Hilfe zu bringen, sprang ein erkannte nur Sachbeschädigung an, zu deren Verfolgung ein Straf in ihren früheren Truppentheil aufgenommen. Diese Vergünstigung Schüler der 186. Gemeindeschule, der Sohn der in dürftigen antrag des Geschädigten nothwendig war, dieser aber unterblieb." erstreckt sich auch auf die Reserve und Landwehr der Garde, die Verhältnissen lebenden Wittwe Röglin in der Neuen Hoch Straße 3, dem Ertrinkenden nach und rettete ihn mit eigener Lebens- Unter gefahr. jemand vorübergehenber" Arbeit sei zu verstehen, daß erschien. Im Jahre 1895 schwebte gegen Knorr ein auf Antrag des entweder bei bemfelben Arbeitgeber nur wenige Buchdruckereibesitzers Schmücker eingeleitetes Verfahren wegen Aus dem Moabiter Bellengefängniß ist am Montag früh Tage wenigstens eine Woche thätig sei, oder Betruges. Knorr sollte den Schmücker durch die falsche Vors gegen 3/2 Uhr ein Verbrecher entsprungen, der eine längere Bucht daß er öfter bei dem Arbeitgeber schaffe, aber jede spiegelung, daß er eine Staatsanftellung zu erwarten habe, bewogen hausstrafe zu verbüßen hatte. Er muß seine Flucht von langer Woche vielleicht nur einen Tag. Das legtere treffe bei so haben, die von ihm herausgegebenne Charlottenburger Nachrichten" Hand vorbereitet haben. Im hohen Erdgeschoß eines Flügels nach genannten Reinemachefrauen gewöhnlich zu. Die fich stetig wieder noch länger als bisher auf Kredit zu drucken. Die erste Verhandlung dem Lehrter Bahnhofe zu hat er die Gitterstäbe des Zellenfensters holende tägliche Arbeit der Zeitungsträgerinnen sei hierzu aber nicht in der Betrugsfache fand vor dem Charlottenburger Schöffengerichte durchgefeilt und ist dann mit Hilfe von Stangen, auf denen man zu rechnen. Sie sei versicherungspflichtig selbst dann, wenn sie statt, in welcher der damalige Amtsrichter Dr. Hirsch den Teppiche flopft, über die Maner ins Freie gelangt. Die Nach. wirklich eine Nebenbeschäftigung bilde. Der andere Einwand des Vorsitz führte. Knorr wurde verurtheilt, von der Berufungsforschungen nach seinem Verbleib, die gleich nach der Entdeckung der Beklagten sei deshalb nichtig, weil eine gefeßliche Verpflichtung, instanz aber freigesprochen, weil ein direkter Zusammenhang Flucht vom 74. Polizeirevier aus ins Werk gesetzt wurden, haben wie sie das Kranken- Versicherungsgesetz den Arbeitgebern auferlege, zwischen der falschen Vorspiegelung und der Vermögensschädigung nicht bis jetzt noch keinen Erfolg gehabt. In der Strafanstalt zu Plößen- vertraglich nicht ausgeschloffen werden könne. hinreichend nachgewiesen scheine. Darauf ließ Knorr in seinem Blatt see machten in derselben Zeit zwei Verbrecher einen erfolglofen Versuch, zu entkommen. a. Eine sehr wichtige Entscheidung hat das Reichs- Versicherungs- einen, offenen Brief an Se. Exzellenz den Justizminister Schönstedt" amt in der Unfallfache des minderjährigen Bergmanns Friedrich erscheinen, in dem Beleidigungen des Dr. Hirsch enthalten waren. Feuerlärm in Transvaal veranlaßte gestern Morgen zwei gefällt. Friedrich hatte eine der Patronen im Bergwerksbetriebe Es wurde demselben zum Vorwurf gemacht, daß er das Recht geCharlottenburger Wachen zum Ausrücken. An einer großen gefunden, wie sie bei Sprengungen mit Karbolit verwendet werden. beugt, daß er einem Belastungszeugen eine falsche Aussage Konzerthalle, die noch im Bau begriffen ist, wurden verschiedene Er versuchte, sie ihres Inhalts zu entledigen und kam dabei fuggerirt, bezw. in den Mund gelegt habe. Es hieß u. kein Solztheile getheert. Den Theer flüffig zu machen, dienen die gewöhn Maffe an seiner Grubenlampe verpuffen zu lassen. Dieser Jude und hat noch viel weniger das Aussehen eines solchen), biel auf den Gebanken, die aus der Hülse herausriefelnde explosive wörtlich:" Der jüdische Richter( Dr. Hirsch iſt gar teist lichen Kesselöfen. Von einem solchen Ofen aus fing nun um 8 Uhr morgens eine Tonne mit heißem Theer Feuer und dabei entwickelte ugendliche Leichtsinn brachte ihn um einen Theil feiner Erwerbs, fich einem Chriften gegenüber nicht für befangen, und ich selbst habe sich ein solcher Onalm, daß man an einen großen Brand dachte fähigkeit; er erfitt eine bedenkliche Verletzung. Seine Ansprüche ihn nicht abgelehnt, weil ich sehen wollte, wie ein jüdischer Nichter und drei Stellen zugleich Feuer meldeten. Die Charlottenburger auf eine Unfallrente wurden zurückgewiefen, weil der ursächliche einem Antisemiten gegenüber das Recht handhaben werde." Wehr löschte den Theerbrand leicht durch Aufwerfen von Sand. Reich 3- Versicherungsamt sprach den Kläger aber die achtet werden, als Repräsentant der geheiligten Person des Königs Wehr löschte den Theerbrand leicht durch Aufwerfen von Sand. Zusammenhang zwischen dem Betriebe und dem Unfalle fehle. Das Ferner: Wie lange wird der jüdische Richter noch für würdig erSchaden hat er weiter nicht angerichtet, als daß er eine Wand Rente zu. Gründe: Die Gefährdung des Klägers, die schon in dem Recht zu sprechen?" und endlich:" Der jüdische Richter hat die fchivarz färbte. einfachen Besitz der Patrone lag, sei in gewiffem Grade durch die Wahrheit zu verschleiern gesucht, statt die Wahrheit zu ermitteln, Entschlich verletzt wurde gestern Nachmittag der Lackirer Hein Eigenart des Bergwerkbetriebes gefchaffen worden. Wenn sich nun der wie dies durch den Erlaß des Königs bei Gelegenheit des Prozesses Rostockerstr. 34, als er vor dem Krankenhause Moabit in der Kläger unnöthig einer erhöhten Gefahr durch seine Spielerei ausgesetzt Heinze den Richtern zur Pflicht gemacht worden ist." In der Thurmstraße auf einen Pferdebahnwagen der Linie Rosenthaler Thor habe, so sei zu bedenken, in welch' jugendlichem Alter er sich befand gestrigen Verhandlung fuchte sich Knorr dadurch zu Waldstraße hinaufspringen wollte. Der Wagen hatte die an dem und daß er erst fünf Monate lang im Bergwerk thätig war. Auch fertigen, daß der damalige Vorsitzende Dr. Hirsch einen Krankenhause befindliche Haltestelle soeben verlaffen, als sich S. auf habe der Mangel an follegialer Gesellschaft dazu beizutragen, daß gegen die Glaubwürdigkeit des Zeugen Schmücker gerichteten Be den Borderperron des wieder in voller Fahrt begriffenen Waggons F. die Muße der Pause zu der Spielerei ausnutte. Das eigene weisantrag mit der Begründung abgelehnt habe:" Ach was! Der zu schwingen versuchte. Er glitt jedoch hierbei ab, flürzte thörichte Handeln des Klägers schließe die Thatsache nicht aus, daß Beuge hat dies jedenfalls so und so gemeint!" und daß der Zeuge unter den Wagen und zwar fo fo unglücklich, daß daß ihm er im Banne und Gefahrenbereiche des Bergbaues einer dem Berg- alsdann eifrig die vom Vorsitzenden gegebene Version aufgegriffen bas Fleisch des linken Fußes bis über das Ruie hinauf bau eigenthümlichen Gefahr erlegen sei. Und deshalb sei ihm die und zu der seinigen gemacht habe. Das habe zu seiner unschuldigen hinaufbau vom Knochen förmlich abgerissen wurde. Der Schwer- Rente zu gewähren. verlegte, welcher entfehlich schrie, wurde sofort in das Krankenhaus hineingeschafft, wo er hoffnungslos darniederliegt. Den PferdebahnRutscher trifft nach übereinstimmenden Aussagen der Augenzeugen an dem Vorfall teine Schuld. Ein Sittenbild. Am Sonntag früh sah ein Schußmannspoften an der Ecke der Roß- und Alten Jakobstraße einen etwa 50 Jahre alten Mann mit einem sehr jungen Mädchen die Jakobstraße entlang kommen. Der Beamte beobachtete das Paar weiter und überraschte es in einer Flurnische des Hauses Dresdenerstraße 74. Von der Wache des 27. Reviers wurde am anderen Morgen der Mann der Kriminalpolizei überliefert und das Mädchen seinen Eltern zugeführt. Es war ein zehnjähriges Kind, das der Festgenommene an der Ecke der Linden- und Kommandantenstraße tennen gelernt hatte. Gerichts- Betfung. rechtVerurtheilung geführt. Während der Verhandlung sei diese kleine Episode unbeachtet an ihm vorüber gegangen, erst nach der Verhandlung habe ihn sein Vertheidiger, Rechtsanwalt Ballien beim Glafe Bier mit dem Bemerken darauf aufmerksam gemacht, daß Der Buchdruckereibesitzer Gustav Wegener wurde gestern der Vorsitzende in diesem Falle nicht schön gehandelt habe. Da Erschoffen hat sich in der letzten Nacht der 54 Jahre alte der neunten Straffammer des Bandgerichts I aus der Untersuchungs. durch sei er erst veranlaßt worden, den offenen Brief an Fabrikdirektor Eduard Schattmann aus Breslau, der seit ungefähr baft vorgeführt, um sich wegen Betrugs im Rückfalle zu verantworten. den Justizminister zu schreiben. Daß er den Dr. Hirsch für einen vier Wochen hier in Berlin bei Frau Rofin in der Gartenstr. 156 Jm Monat Mai d. J. häuften sich die Anzeigen, welche bei der Juden gehalten, das sei ein Irrthum von ihm gewesen, der auf den wohnte. Als ihm Frau Rosin gestern Morgen um 8 Uhr den Kaffee Bolizei gegen den Angeklagten einliefen, derart, daß zu feiner Ver- Namen zurückzuführen sei, der aber nicht als besonders straffchärfend bringen wollte, fab sie ihn unbeweglich auf seinem Lehnstuhl fizen. haftung geschritten wurde. Wegener hatte sein Geschäft in einer erachtet werden könne. Der als Zeuge geladene Dr. Hirsch gab zu, Näher herangehend, fand sie, daß er todt war. Sie sah nun auch Weise geführt, daß angenommen wurde, er habe es von vornherein daß sich die von ihm geleitete Verhandlung thatsächlich in der vom einen Revolver am Boden liegen, aus dem er sich eine Kugel in auf eine betrügerische Ausbentung der Kunden abgesehen. Er be- Angeklagten dargestellten Weise abgespielt haben könne, doch habe die linke Brust gejagt hatte. Ein Arzt stellte fest, daß der Tod zeichnete sich in den Annoncen als den billigsten Drucker Berling" er den Beweisantrag des Angeklagten als unwesentlich abgelehnt, schon einige Stunden vorher eingetreten war. Schattmann hat sich und empfahl sich vor allem zur Anfertigung von Reflamezetteln. weil außer dem Eide des geschädigten Schmücker noch die Eide öfter einer Ohrenoperation unterziehen müssen und dadurch schwer Derartige Aufträge erheischten in der Regel schleunige Erledigung. mehrerer anderen Beugen gegenüberstanden. Während nunmehr der gelitten. Am 1. Juli sollte er in Breslau einen neuen Direktor- Wegener versprach die Ausführung zur bestimmten Zeit und ließ Staatsanwalt neun Monate Gefängniß beantragte, billigte der posten antreten. Man glaubt nun, daß er fürchtete, bei seinem sich den Preis entweder vollständig oder zur Hälfte vorher zahlen. Gerichtshof dem Angeklagten den Schutz des§ 193 zu, weil derselbe Leiden diesen Posten nicht mehr ausfüllen zu können, und deshalb Es war dann mit großen Schwierigkeiten verknüpft, die Drucksachen nur in Wahrung berechtigter Interessen gehandelt habe. Die Strafe zur Waffe gegriffen hat. Ein Sohn von ihm ist hier in einer von dem Angeklagten zu erhalten. In einigen Fällen gelang es wurde daher unter Verwerfung der Berufung der Staatsanwaltschaft Bersicherungsgesellschaft angestellt, ein anderer ist in der Provinz nicht, trotz der vielfachsten Mahnungen, in anderen lieferte er auf zwei Monate Gefängniß herabgefeßt. Offizier. endlich einen Theil der Bestellung. In Ausreden war er un Uuter Ausschluß der Oeffentlichkeit wurde am Dienstag vor erschöpflich. Die Staatsanwaltschaft nahm an, daß Wegener nur die der 69. 3iviicbtheilung des Amtsgerichts I eine Klage des Ron Vorschüsse in seinen Besitz bringen wollte und schon bei Annahme fektionärs Krone gegen seinen früheren Chef Jul. Tuchler ver der Bestellung wußte, daß er sie garnicht würde ausführen können. handelt. Gegenstand der Klage war eine Forderung auf GehaltsDer Angeklagte gab die Thatsachen zu, bestritt aber die betrügerische zahlung wegen unrechtmäßiger Entlassung. Da im Laufe der Abficht. Es wurden 12 Zeugen vernommen, welche durch den An- Verhandlungen auch von unfittlichen Beziehungen, die nach geflagten geschädigt sein wollten. Die Beträge, welche sie gezahlt hatten, der Behauptung des Selägers der Beklagte zu von ihm beschäftigte waren nicht erheblich, aber die Zeugen wollten einen erheblicheren, wenn Schneiderinnen unterhalten haben soll, die Rede sein sollte, so auch schwer zu schätzenden Schaden dadurch erlitten haben, daß sie beantragte der Vertreter des Herrn Tuchler, Rechtsanwalt Beiser die bestellten Reflamezettel nicht erhielten. Der Angeklagte habe zu den Ausschluß der Deffentlichkeit und zwar mit dem ausdrücklichen Am Herzschlage ist gestern Nachmittag gegen 4 Uhr der den thörichtsten Ausreden gegriffen, um die drängenden Kunden Hinweis, daß ein Berichterstatter des Vorwärts" im Saale an 42 jährige Kanzleisekretär Theodor Herbst in der städtischen Bade- los zu werden. So hatte er mehrfach behauptet, daß die Druck wefend fei. Bwar wisse er nicht, ob der Kläger denselben herzilirt Anstalt bei Bellevue gestorben, nachdem er wenige Minuten im arbeiten bereits der Packetfahrtgesellschaft zur Bestellung übergeben habe, jedenfalls gebe der Kläger aber um feine Rachsucht zu bes Wasser geweilt hatte. Er wollte seinem 12jährigen Sohne Schwimm- fein unverantwortliches und gemeingefährliches Geschäftsgebahren die Verhandlung zu zerren und seien. Staatsanwalt Dr. Eger führte aus, daß der Angeklagte für friedigen darauf aus, das Privatleben des Beklagten in die unterricht geben, brach plöglich zusammen und war nach wenigen gange Strenge des Gesetzes fühlen müsse, er beantrage gegen ihn eine breitzutreten. Dem Antrage wurde stattgegeben. Die Parteien ver dasselbe in der Deffentlichkeit Theater. Das Schiller- Theater beschließt heute die diesjährige Ruchthausstrafe von drei Jahren, Ehrverluft und 150 M. Geldstrafe. glichen sich schließlich. Der Kläger bekommt seine Gehaltsforderung Spielzeit mit einer Aufführung von Bauernfeld's Lustspiel Bürgerlich und Der Gerichtshof erkannte den Angeklagten nur schuldig in einem ausbezahlt, er mußte sich aber gegen Konventionalstrafe verpflichten, Romantisch". Die Damen Pauly, Levermann, Werner und die Herren Falle, in welchem der Angeklagte sich durch die falsche Angabe, er niemandem über den Inhalt der Verhandlung Mittheilungen zu Patry, Schmasow, Reimann, Laurence sind in den Hauptrollen beschäftigt. habe die bestellte Waare bereits abgeschickt, die Restzahlung von machen. Heute findet im Ostend Theater die 25. Ausführung von unsere 20 M. hatte geben lassen. Ju allen übrigen Fällen sei der Wenn Herr Rechtsanwalt Beifer wie aus seinem Hinweis Reichspoft" statt. Im Volks Theater in der Reichenbergerstraße ist Angeklagte freigesprochen worden, da nicht erwiesen sei, daß er auf die Anwesenheit unseres Berichterstatters hervorzugehen scheint- der Heute Mittwoch die letzte Vorstellung vor den Ferien. Zur Aufführung ge- die Bestellungen nicht babe ausführen wollen. Yangt das Wilfen'sche Voltsstück„ Hopfenrath's Erben". Nach umfassenden Leider sei Meinung sein sollte, der Vorwärts" würde sich dazu hergeben, der baulichen Veränderungen wird das Volts- Theater mit dem Ostar Wagner e3 so führte der Vorsitzende, Landgerichtsdirektor Hoppe aus persönlichen Rachsucht des Klägers zu dienen, fo irrt er gewaltig, und Hugo Haßterl'schen Boltsstück„ Geschwister Fiebig" am 15. August wieder an der Tagesordnung, daß Geschäftsleute ihren Verpflichtungen den Welche Motive den läger leiten mögen, das entzieht sich unserer Pröffnet. Bestellern gegenüber nicht nachfämen und sie durch allerlei Aus- Beurtheilung. Jedenfalls ist uns die Person deffelben ebenso gleichreden hinhielten. Wolle man alle diese Geschäftsleute deshalb giltig, wie das Privatleben des Beklagten. Nur wenn in der Verwegen Betruges zur Verantwortung ziehen, so müßten noch eine handlung einer jener Fälle gerichtlich festgestellt worden wäre, Menge Antlageräume gefchaffen werden. Wegen des einen wo ein Unternehmer seine wirthschaftliche Uebermacht dazu Betrugsfalles sei der Angeklagte einschließlich einer noch zu ver- benutzt, die von ihm abhängigen Arbeiterinnen feinen Lüften büßenden sechswöchigen Gefängnißstraße zu insgesammt 7 Monaten dienstbar zu machen, nur dann hätten wir im Interesse Gefängniß verurtheilt worden, wovon 1 Monat durch die erlittene der beklagenswerthen Konfektions- Arbeiterinnen uns veranlaßt Untersuchungshaft als verbüßt zu erachten sei. Der Angeklagte gefühlt, über diese Angelegenheit, als eines in unseren sozialen Berwurde aus der Untersuchungshaft entlassen. hältniffen begründeten Krebsschadens, zu berichten. Ob hier ein solcher Fall vorlag, das können wir da hinter verschlossenen Thüren verhandelt wurde nicht beurtheilen. Das eine aber ist ficher: Wer sich seiner Handlungen nicht zu schämen braucht, der sicher: Wer sich seiner Handlungen nicht zu schämen braucht, der hat auch teine Ursache die öffentliche Besprechung derselben zu hat auch keine Ursache die öffentliche Besprechung derselben zu fürchten. Augenblicken eine Leiche. Aus den Nachbarorten. Zur Warnung für Berliner Ausflügler machen wir darauf aufmertfam, daß die Gendarmerie in der Umgebung Berlins jetzt streng darauf achtet, daß innerhalb der Waldungen nicht geraucht wird. Am Sonntag find 42 Personen wegen Uebertretung des Rauchverbots fiftirt worden. Zum Andenken an den verstorbenen Windthorft ist gestern in Wilmersdorf eine tatholische Kirche eingeweiht worden. Als das Die Duellangelegenheit des früheren Hauptmanns Rasch Gebäude eröffnet wurde, entstand ein Gedränge, und dies gab einem scheint vorläufig noch nicht zum gerichtlichen Abschluß zu kommen. Polizei- Inspektor, fieben Gemeindebeamten und zwei Gendarmen Ver. Wie erinnerlich sein dürfte, wurde Rasch fürzlich von der zweiten Ber- Wie anlaffung, mit Energie einzuschreiten. Erhebend soll dieser weltliche Strafkammer des Landgerichts II wegen Herausforderung feines Schluß der Einweihung gerade nicht gewirkt haben. früheren Borgesetzten, Generalmajor v. Gaudy, zu drei Monaten Festung verurtheilt, dagegen von den Anklagen der Nöthigung und Beleidigung freigesprochen. Gegen dies Erkenntniß ist von drei Seiten, rom Staatsanwalt, dem Vertreter des als Nebentläger zu gelassenen v. Gaudy und dem Vertheidiger des Angeklagten, Rechts anwalt Rempner, Hevifion eingelegt worden. Ein schwerer Raubanfall ist von einem Berliner Verbrecher in Spandau am hellen Tage verübt worden. Gestern Nachmittag erschien in der Schankwirthschaft von Dames an der Hamburger Chauffee ein junger Mann, der sich eine Weiße geben ließ. Er war der einzige Gast; in der Schänkstube war außer ihm noch zugegen die neunzehnjährige Tochter des Wirthes; diefer selbst war in den tam gestern vor der 140. Abtheilung des Amtsgerichts I zur Sprache, Wie Meister ihre Gesellen zuweilen abzulohnen pflegen, verschlossene Ladenkasse und eignete sich den Inhalt, etwa " -W Ein für das Zeitungswesen interessantes, gerichtliches Nachspiel wird der Düsseldorfer Barrison Prozeß in Berlin haben. Eine hiesige Anzeigen- Expedition hat nämlich den Verleger des Fachblattes Der Artist" auf zurückerstattung der Beträge für die bereits bezahlten Anzeigen in den wegen Beleidigung Lona des Blattes verklagt. Auch verschiedene Andere beabsichtigen, Barrison's und ihres Gatten Fléron beschlagnahmten Nummern Ein Aufruf Aufruf zu nicht nur die über 1500 m. betragenden Kosten des BarrisonKeller gegangen. Da trat der Gaft plötzlich an den Schänktisch heran, als sich der Töpfermeister Adolf Werner wegen Beleidigung fich diefem Vorgehen anzuschließen. schlug das junge Mädchen, das sich ihm entgegenstellte, mit wuchtigen und gefährlicher Körperverlegung zu verantworten hatte. Für einen guten einer„ Ehrengabe" für den verurtheilten Redakteur Fauſchieben zu Boden und würgte sein Opfer so lange am Halse, Neubau lieferte der Angeklagte die Töpferarbeiten und war seinen W. Otto wird von einer Anzahl artistischer Fachschriftsteller cra bis es das Bewußtsein verlor. Dann zertrümmerte er die Leuten mehrere Wochen Lohn schuldig geblieben. Gines Sonnabends lassen. Es sollen durch freiwillige Beiträge aus Artistenkreisen 20 M., an. Hierauf stürmte er davon. In diesem Augenblick kam waren die Töpfer mit einer geringen Abschlagszahlung nicht zu Brozesses aufgebracht, sondern Herrn Dito auch eine größere Summe frieden und verlangten als Familienväter mindestens den Lohn für aber der Wirth aus dem Keller; im Verein mit Bahnarbeitern, die eine volle Woche. Der Angeklagte wies sie kurz ab und bemerkte zur Verfügung gestellt werden, um den Kampf zur Säuberung der vom benachbarten Lehrter Bahnhof zu Hilfe kamen, wurde der dabei, daß sie nur hätten fleißiger arbeiten sollen. Sierüber gerieth Spezialitätenbühnen" fortzusetzen. Daß der Aufruf den gewünschten Räuber, der querfeldein lief, verfolgt und auch eingeholt. Der Raub: ein Arbeiter, der von allen Kollegen als einer der fleißigsten und Erfolg haben würde, erscheint um so zweifelhafter, als bei einem geselle ist ein Rutscher namens Reinhold Hobsch aus Berlin, wo er großen Theil der Artisten eine Mißstimmung gegen Herrn Otto vor kurzem erst eine stebenmonatliche Gefängnißstrafe wegen Dieb seinem Meister Ungerechtigkeit vor, weil er nicht wiffe, was er wolle, legter Beit verschiedentlich erfolgten polizeilichen Maßnahmen gegen Diebuhigsten Gesellen bezeichnet wurde, in große Erregung. Er warf Platz gegriffen hat. Man führt nämlich auf sein Vorgehen die in stahls verbüßt hat. denn troß des rückständigen Lohnes hätten sie unverdroffen und die Variététheater zurüc. eifrig gearbeitet, so daß der Vorwurf der Faulheilt tief tränkend Soziale Rechtspflege. d fei. Es entstand nun eine wüfte Szene, auch die anderen Töpfer Aus Frankfurt a. M. wird berichtet: Der Bankier Federlin Die Krankenversicherung der Zeitungsansträgerinnen verlangten jezt den vollen Lohn, widrigenfalls sie nicht weiter und dessen Prokurist Hirsch, welche im November v. J. unter der wurde in einem Rechtsstreit erörtert, den eine Frau H. gegen den mit den schmachvollsten Beleidigungen und warf einem Töpfer das vor schäftskunden geschädigt, Depofiten angegriffen, die vorgeschriebenen Zeitungsspediteur Thieme beim Gewerbegericht angestrengt hatte. ihm stehende Bierglas an den Kopf, fo daß der letztere eine flaffende Bilanzen zu ziehen unterlassen, sowie übermäßige Summen im eigenen Frau H. verlangte 7,74 m. mit der Begründung, Thieme habe ihr Wunde davontrug. Die augenblicklich herrschende Berwirrung benutte Jutereffe verbraucht zu haben, find am Dienstag von der Strafs während 21 Monate stets ben vollen Beitrag zur Kranken. Werner dann zur Flucht. Für diese Rohheiten beantragte der fammer zu vier bezw. zweieinhalb Jahren Gefängniß und zu drei taffe abgezogen, ftatt ihr nur zwei Drittel anzurechnen Staatsanwalt 1 Monat Gefängniß, doch berücksichtigte der Gerichts: Jahren Ehrverlust verurtheilt worden. und das letzte Drittel alts eigener Tasche gut zahlen. hof, daß der Angeklagte nachher alles versucht hatte, um den Schaden Die Straffammer Kiel verurtheilte den Redakteur der Rieler Der Beklagte ftützte sich demgegenüber auf auf einen Be= scheid des Reichs Versicherungsamtes, der die Versicherungspflicht wieder gut zu machen. Weil er fo barmte, wurde von einer Gefängniß Glocke", Genzen, wegen Beleidigung des Bürgermeisters 2orey, für vorübergehende Arbeit nicht anerkennt. Er hob hervor, daß die Strafe Abstand genommen und auf 100 M. Geldstrafe oder 25 Tage dem wiffentlicher Meineid vorgeworfen worden, zu zwei Monaten Thätigkeit der Zeitungsträgerin doch auch nur eine vorübergehende" die Maifeier einen Kollegen thätlich angriff, ist dieser Tage zu nalist Iueß wurde freigesprochen, da seine Verfasserschaft nicht Gefängniß erkannt. Ein Arbeiter, der wegen eines Streites über Gefängniß. Der als vermeintlicher Verfasser mitangeklagte Jours sei und überhaupt nur als Neben beschäftigung aufgefaßt werden nachzuweisen sei. Der Staatsanwalt batte gegen Genzen drei, fönne. Sie erstrecke fich nur auf ein paar Stunden und die einem Jahre Gefängniß verurtheilt worden. Zeitungsträgerin könne sich durch sie allein nicht ernähren. Außer Wegen öffentlicher Beleidigung des Landrichters Dr. gegen Klueß acht Monate Gefängniß beantragt. dem machte Beklagter geltend, er habe überhaupt mit der Klägerin sirsch hatte sich gestern der Kandidat der Theologie, Buchdruckereibeim Engagement vereinbart, daß sie den ganzen Beitra befizer und Redakteur Oswald Knorr, vor der zweiten zahle. Er hätte sie garnicht angenommen, wenn sie nicht darauf Strafkammer am Landgericht II zu verantworten. Knorr ist im eingegangen wäre. Nach längerer Berathung des Gerichtshofes gab Februar d. J. vom Charlottenburger Schöffengericht in derselben Eine gut besuchte öffentliche Versammlung der Maurer der Vorsitzende Meier Herrn Thieme den dringenden Rath, den Sache zu se ch 3 Monaten Gefängniß verurtheilt worden tagte am Montag bei Steller in der Koppenstraße. Die am 25. Juni Klagebetrag zu zahlen. Der Beklagte that dies schließlich. Hierauf und hatte gegen dieses Urtheil Berufung eingelegt, dasselbe hatte aber vorgenommene Bautontrolle hatte nach den gedruckt vorliegenden gab der Vorsitzende als Meinung des Gerichtshofes folgendes an: auch die Staatsanwaltschaft gethan, der die erkannte Strafe zu niedrig Liften, in welchen die Bauten einzeln mit der Zahl der darauf beVersammlungen. Theater- und Vergnügungsverein" elgoland". Sigung heute, abends 9 Uhr, Acerfir. 144. Eandemannschaft der Schleswig- Holsteiner. Seute, ben 30. Sunt, abends 8% uhr: Zusammenkunft in G. Feuerstein's Festfälen, Alte Jakobstt. 75. Briefkasten der Redaktion. fchäftigten Maurer aufgeführt sind, folgendes Gesammtergebnis: Bu laffen. Die nächsten Wochen find zur Stärkung und Kräftigung der den neuen Bedingungen, 9 stündige Arbeitszeit und 60 Pf. Stunden- Maurerbewegung auszunüßen." John arbeiten auf 507 Bauten 5127 Maurer. Auf 162 Bauten, wo- Mit diesem Beschluß ist den Streikenden anbeimgegeben, auch von viele nur theilweise besetzt sind, arbeiten 1022 Maurer, statt auf solchen Bauten die Arbeit aufzunehmen, wo bei 9ftündiger ungefähr 2000, zu den alten Bedingungen. Auf 4 Bauten mit Arbeitszeit 55 Pf. Stundenlohn bezahlt wird. Ein Antrag, die 90 Maurern wird in Afford gearbeitet. Streifende waren bis zu der Lohnkommission zu reduziren, wurde nach kurzer Debatte abgelehnt. Versammlung noch ca. 1100 vorhanden. Nach den Ausführungen Beschlossen wurde noch, den Beitrag von 25 Pf. pro Tag zum Siberschmidt's als Berichterstatter der Lohnkommission, hat Streitfonds von allen arbeitenden Maurern für diese Woche zu er fratischen Abgeordneten in bezug auf die etatswidrig angefertigten„ neuen H. S., Nollendorfstraße. Die Schweigsamteit" der sozialdemodie Bewegung jetzt nach 14tägiger Dauer ihren Höhepunkt erreicht. heben. Kanonen" wird von einigen Korrespondenten bemängelt. Gewiß hat die Die Zahl der Streitbrecher, d. h. diejenigen, die sich der Bewegung Die Zahlftelle des Verbandes der Buchbinder und der Regierung dem Geiste nach die Verfassung verletzt, indem sie die Kanonen nicht angeschloffen haben( ca. 1000), ist ebenso wie die Zahl der wandter Berufsgenossen hielt am 21. Juni eine Versammlung Herſtellen ließ, che dieselben vom Reichstag bewilligt waren, allein for me II Streifenden in den letzten Tagen stabil geblieben. Die Unternehmer, ab. Bor Eintritt in die Tagesordnung ehrte die Versammlung in mar ste im Recht, insofern sie nicht verpflichtet ist, Ausgaben, die„ militärischez die bisher nicht bewilligten, haben die Verträge bezüglich der Bau der üblichen Weise das Andenken an das verstorbene Mitglied Summe der Bewilligungen nicht überschreiten. Vom Standpunkt des Geheimniß" sind, dem Reichstag spezifizirt mitzutheilen. Sie darf nur die frift geändert und Aufschub verlangt, da die normale Bauzeit eine Baul Rottmann. Auf der Tagesordnung stand ein Vortrag militarismus aus, der nun einmal im Reich noch maßgebend ist, längere als 14tägige Unterbrechung nicht gestatten würde. Von den des Genossen Krempe über Riesenfernrohrbauten, der mit regem fonnte aber die Regierung nicht anders handeln, als sie gehandelt Streifenden hat sich nur ein geringer Bruchtheil gefunden, der die Arbeit Interesse aufgenommen wurde. Hierauf entstand eine leb hat. Aber auch die Gegner bes Militarismus haben feinen zu den alten Bedingungen wieder aufgenommen hat, dennoch ist ein hafte Debatte über das vom Verbandsvorstand erloffene Streit Grund, die Regierung anzugreifen, wenn ste dafür sorgt, daß Mißverhältniß bezüglich der Leistungen und den Anforderungen, die und Maßregelungs Reglement. Man war ohne Ausnahme der Anber deutsche Soldat nicht schlechter ausgerüstet ist, als der an die Streikenden gestellt werden müssen, vorhanden. Den Streifenden war es in letzter Beit durch die besonderen Vorgehendes Bevormundungsrecht ausübe. Schließlich wurde ein An die Verantwortung auf sich laden, den deutschen Soldaten gegenüber deur ficht, daß dieses Reglement auf die örtliche Verwaltung ein weit- franzöfifche oder russische. Und so energisch die sozialdemokratischen Abgeordneten den Militarismus bekämpfen, so fönnte doch keiner von ihnen tehrungen der Unternehmer, die mit Hilfe der Polizei getroffen frag Christian angenommen, der die örtliche Verwaltungsstelle ausländischen in eine nachtheilige Stellung zu bringen. Die sozial wurden, unmöglich, auf die Arbeiter, die der Bewegung fern beauftragt, bis zur nächsten Versammlung ein Reglement aus demokratischen Abgeordneten hatten deshalb keinen Grund, die Regierung ftanden, einzuwirken. Die Stimmung unter den Streifenden zuarbeiten, das an stelle des vom Verbandsvorstand erlassenen die wegen Beschaffung der neuen Geschütze besonders anzugreifen, wenn sie auch und den zu den alten Bedingungen arbeitenden Maurern Angelegenheit regelt. als prinzipielle Gegner des herrschenden Systems selbstverständlich gegen wird, wie erklärlich, durch die längere Zeit des Streits gereizter, aber am letzten Tag der Seffion, wo jeder mit seinen Gedanken schon auf Für eine prinzipielle und allgemein politische Debatte im größeren Stil war diesen Theil des Budgets, wie gegen das Gesammtbudget zu stimmen hatten. unternommen und sich nur lächerlich gemacht haben. der Heimreise ist, nicht zu denken. Wer es versucht hätte, würde Unmögliches M. S. Fahrräder fönnen wir nicht vermitteln. H. T. 129. Wenden Sie sich an Herrn Karl Bogt, Gr. Frankfurter straße 124. Witterungsübersicht vom 29. Juni 1897. und es steht zu befürchten, daß die Streitbrecher, um ihren gemachten die Neuwahl zum Vorstand, die folgendes Resultat ergab: Mori Der Fachverein der Musikinstrumenten- Arbeiter vollzog Fehler zu bemänteln, in offener Feindschaft gegen die Bewegung dauernd verharren. Damit könnte nur der Einfluß der übrigen Steinig zweiter Schriftführer; Doubnic, Beifizer; Roseerster, Böttcher zweiter Vorsitzender; Jähring erster, Maurer verloren gehen. Der Redner, der auf die bisherigen Erfolge mann, Bibliothekar und Schröter, Revisor. Gin Antrag der Lohnbewegung hinweist, räth schließlich der Versammlung, den Streit bis auf weiteres zu beenden, zumal die noch zu erringenden betreffend die Einführung des Organs der lokalorganisirten Ge Erfolge den zu fordernden Opfern anscheinend nicht mehr ent- werkschaften wurde zurückgestellt und soll die Angelegenheit in einer sprechen. Dadurch, daß die Bauten, wo nicht bewilligt wurde, nur Delegirtenversammlung, die am 8. Juli bei Helfer, Oranienftr. 51, theilweise besetzt sind, ist den Streikenden Gelegenheit gegeben, auf einberufen wird, berathen werden. diesen Bauten in Arbeit zu treten, um zu gelegener Zeit hier die Forderungen zur Durchführung zu bringen. Obwohl sich bei dem Borschlag, den Streit für beendet zu erklären, unter den Verfammelten eine ziemliche Mißstimmung bemerkbar machte, sprachen sich dennoch sämmtliche Diskussionsredner dafür aus. Alle Redner bezeichneten das erzielte Resultat als ein sehr günstiges und forderten auf, etwaigen Lohnreduzirungen mit Entschiedenheit entgegenzutreten. Allgemein wurde auch der Ansicht Ausdruck gegeben, daß die Zeit zur Stärkung benutzt werden müsse, um zu einem günstigen Moment die Forderungen vollständig zur Durchführung zu bringen. Hierauf gelangte folgende, von der Lohnfommission vor geschlagene Resolution gegen wenige Stimmen zur Annahme: In anbetracht, daß die Erfolge der letzten Tage den Opfern der streikenden und arbeitenden Kollegen nicht mehr entsprechen, in weiterer Erwägung, daß der bisherige Erfolg der Lohnbewegung die vollständige Durchführung und Erhaltung des Stundenlohnes von 60 Pf. garantirt und die Maurer Berlins im Falle der Zurück Friedrich ortum, Manteuffelfir. 49, v. 2 Tr. Sund der geselligen Arbeitervereine Berlins und der Umgegend. Borziehung des bewilligten Lohnes diesen Firmen gewappnet gegenüber- gender P. Gent, Dresdenerfir. 107/108. Alle Sufchriften, den Berein skalender stehen, beschließt die öffentliche Bersammlung den allgemeinen Streit betreffend, find an. Bendix, Alexandrinenstraße 100, zu richten. mit dem heutigen Tage zu beenden. Alle Arbeit niederlegungen Bereinstalender find zu richten an Hermann Braunschweig, Dresdeners Arbeiter- Raucherbund Berlins und der Umgegend. Aenderungen im zweds Durchführung der Forderungen sind bis auf weiteres zu unter- ftraße 80, 2. Hof. Im Allgemeinen Tapezirer- Verein sprach am 28. Juni Dr. Wollheim über Naturerkenntniß und Wellfortschritt. Sodann beschäftigte sich die Versammlung mit Vereinsangelegenheiten, Stationen. wobei der Borsitzende auf die Sammlungen zur Deckung der Kongreß unkoften hinwies. Deutscher Holzarbeiter- Verband. ( Zahlstelle Berlin.) Donnerstag, 1. Juli, abends 8 Uhr, bet Wernan, Schwedterstr. 23: Branchen- Versammlung der Küchenmöbel- Tischler. Tages Ordnung: 1. Die Abzüge in den Werkstätten von Henke u. Nezband, Anklamer: Straße 33. 2. Diskussion. 108/5 Zimmerer. Donnerstag, den 1. Juli 1897, abends 8 Uhr: Oeffentliche Versammlungen. Für Weißensee, Pankow u. Nieder- Schönhausen im Lokale zum" Thürmchen", Kaiser Friedrichstraße 12. Für Rixdorf tm Lokale des Herrn Kummer, Berlinerstraße Nr. 55. Tagesordnung in beiden Versammlungen: 1. Stellungnahme zu einem Stundenlohn von 60 Pf. 2. Diskussion. Die Kameraden obiger Vororte sind hiermit dringend eingeladen. 277/14 Die Vertrauensleute. Achtung! Fliesenleger. Achtung! Donnerstag, den 1. Juli, abends 8 Uhr, im Lokale des Herrn Hoffmann, Alexanderstr. 27c: Große öffentliche Versammlung. Tages Ordnung: = 1. Wie stellen wir uns zu dem am 9. Mai angenommenen Tarif? 2. Gewerkschaftliches. 266/7 3. Abrechnung des Vertrauensmannes vom 1. Halbjahr 1897. Ehrenpflicht eines jeden Fliesenlegers ist es, diese Versammlung zu besuchen. Bur Dedung der Unkosten Tellersammlung. Der Vertrauensmann. As beiler Bildungsdule. Die Bibliothet in der Nordschule Brunnen ftr. 25, ift für die Mitglieder an folgenden Tagen geöffnet: Gonn Swinemünde tags, vormittags von 10-12, Dienstags und Freitags, abends 9 bis 10 uhr. Mitgliedsbeiträge werden an biefen Tagen in der Nordschule entgegen Hamburg genommen, ebenso in folgenden Bahlstellen: Gottfr. Echulz, Admiralfir. 40a, Berlin Schöning, Köpnickerstr. 68; Reul, Barnimfir. 42; Babiel, Rosenthalerfir. 57; Wiesbaden Gleinert, Müllerfir. 7a; Burghause, Putbuserstr. 32; Blantenfeld, Stephanftr. 29. Werner, Bülowstraße 59; Cube, Mariendorferstraße 5; Staßler, Junterfiraße 1. München 5. Königs, Dieffenbachstr. 30. Wien. Alle Zufchriften sind an den Borsigenden Paul Müde jr., SO. Man teuffelstr. 128, Geldfendungen an den Kassirer H. Königs, S. Dieffenbachstr. 30, zu senden. Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Borfigender Ad. Neumann, Brunnenfir. 160. Alle Aenderungen im Bereinskalender find zu richten an Buchhandlung Vorwärts, Berlin SW., Beuthstr. 2. Am Donnerstag Mittag erscheint: Herrenhaus- Junker und Arbeiter. Reden der Herren v. Puttkamer und v. Stumm. Nach dem stenographischen Bericht über die Verhandlungen im Herrenhause über die Aenderung des preußischen VereinsGesetzes. Mit einer Einleitung. Preis 10 Pr. Porto 3 Pf. Bestellungen werden umgehend erbeten. Haparanda. 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Morgen: Ballhausanna etc. etc. und William Latoure, Piccolo: Theater. Geschw. Morlé, die Planeten d. Luft. Arthur Martin, Sumorist. Little Charles, a winensturz. Metzelty Troupe, Miniatur Afrobaten. Ju Saale: Ball. Anfang 8 Uhr. Entree 30 Pf. Anfang 4 Uhr. Entree 30 Bf. Passe- partouts gelten. Reservirter Plak 50 Pf. Urania, Tauben- Strasse 48-49. Naturkundliche Ausstellung täglich geöffnet von 10 Uhr vorm. ab. Eintritt 50 Pf. Wissenschaftl. Theater abends 8 Uhr. Invalidenstr. 57/62( Lehrter Stadt: Bahnhof): Täglich von 5 Uhr nach: mittags ab bis 10 Uhr abends Sternwarte und Mondpanorama. Eintritt 50 Pf. Näheres die Tagesanschläge. PassagePanopticum. 30 Kinder der Wüste. Beduinen, Derwische, Schlangenbeschwörer, Bauchtänzerinnen etc. Vorstellung 12, 5, 7, 9 Uhr. Apollo- Theater und Konzert- Garten. Otto Reutter mit seinen aktuellen selbstverfaßten Kouplets. Um 9 Uhr: Venus auf Erden. Burlest- phantastische Operette m. Tanz Musik von Paul Linde. In Szene in 1 Aft von Bolten Bäckers. gesetzt vom Direktor J. Glück. Der Kinetograph mit neuer Bilder- Serie. Auftreten hervorragender Spezialitäten. Raffenöffnung 62 Uhr. Konzert Uhr. Anfang der Vorstellung 8 Uhr. Castan's Panopticum. Neu! Die elektrisch belebten Neu! und künstlich sprechenden Neu! Menschen. Neu! und hochkomisch! Viktoria- Brauerei ( Garten resp. Saal) Lützow- Strasse 111/112 nahe Potsdamer Play. Heute sowie täglich: Stettiner Sänger ( Meysel, Pietro, Britton, Steidl, Krone, Röhl, Schneider und Schrader.) Zum Schluß, anderer Novitäten wegen nur noch diese Woche: Ein vergnügter Wahltag. Anfang präzis 8 Uhr. Entree 50 Pf. Jm Vorverkauf Billets à 40 Pf. und Familienbillets à 1 M. W. Noack's Theater Brunnen- Strasse 16. Täglich: Theater- u. SpezialitätenVorstellung. Berliner Wäschermädel. Burleste mit Gesang und Tanz von W. Geride. Großer Beifall! Großer Beifall! Neu: Die Zirkussee. Neu! Operette in 1 Aft von E. Felsch. Musik von Fritz Bafelt. Jeden Sonntag, Montag, Dienstag und Donnerstag im Saale: Grosser Ball. Actien- Brauerei Friedrichshain. Heute, Mittwoch: Regiments- Musik des 4. Garde- Reg. zu Fuß in Uniform. Dir. Frz. A. Bergter. Eintritt 10 f. Anfang 7 Uhr. Progr. unentgeltlich. Im Nebensaal: Familienkränzchen. Zum Ausschant gelangen die unter der Direktion gebrauten nenen Biere: : Lager, Pilsener, Senator. Schweizer Garten. Am Königsthor. 1 Am Friedrichshain. Täglich: Theater und Spezialitäten. Troupe Grigolatis, Tänzer und Gymnaſtifer. Emmy Dahl & Carla Walton, Chansonettenfängerinnen. Theod. Lippardt, Tanzhumorist. Geschw. Tilly, Gesangs und Tanzductfiſtinnen. Dähn& Walde, Spielduettisten. The Buffalos, Excentrics 2c. Jm Saale: Ball. Volksbelustigungen aller Art. | Im Juli sind noch 2 Sonnabende an Vereine zu vergeben. Ostbahn- ParkNüdersdorferstr. 71. Am Küftriner Plak. Theater- und Spezialitäten- Vorstellung. Garten- Konzert von der 20 Mann starken Hanskapelle unter Leitung des Mufifdirektors Herrn Otto Görner. Kaffeeküche 3 bis 5 lthr. Volksbeluftigungen aller Art. 4 Regelbahnen. Gute Biere, ausgezeichnete Küche. H. Jmbs. Entree: ochentags nur 10 Pf. Sonntags 30 237., tinder 10 Pf. Mittwoch, Donnerstag, Freitag. Damen- und Kinder- Confection. Batist- Blousen hell und dkl." gemustert 1,60 mit Säumchen siertem Kragen u. Piquéblende 3M Mk. mit hohem Volant 1,50 Mk. Morgenröcke hell und dunkel, mit plis- 6,25 Gestreifte Jupons Leinen- Jupons mit gesticktem Volant 3,50 1 Mk. Mohair- Jupons mit Säumchen und Soutache 5 Mk. garniert und Mk. Piqué- Kinderkleider, mit Stickerei- Passe, hell und dunkel gestreift. Für ca. 1-2 2,50 3-4 5-6 Jahre Mk. 3 3,50 Rock und überfallende Bluse mit Matrosenkragen, hell und dunkel gestreift Für ca. 5-6 7-8 13-14 Jahre 9-10 11-12 6 6,50 7,25 8 8,75 Mk. Damenstrümpfe, englische Länge, schwarz und lederfarbig 38 Korsettschoner, 3 mal Band durchzogen weiss und farbig mit 38 Pf. Bade- Artikel. Bade- Anzüge, rother Perkal, 1, 1,10, 1,20 " 3 Grössen, Perkal, 3 bunt Mk. bunt gestreifter 1,40, 1,50, 1,65 Bade- Handtücher 35, 70, 85 Pr Bade- Laken, s 4 Mk., greift 3,90 M Gerstenkorn- Badelaken 2,80 Mk. Kinder- Badelaken 1-1,35 Bade- Mäntel, 3 M., but weiss aus Bade- Hauben 1,10 Gummi Mk. Mk. gestreift 4,30 Mk. Mk. Mk. Schwimmschuhe Badepantoffel 85 PL. u. und 55 Pf. Schuhwaren. Ausgeschnitt. Damenschuhe, schwara Damen- Halbschuhe, 2,25 braun Mk., 2,65 Mk. 3,75. 6 Mk. braun 3,75 Turnschuhe mit Gummisohlen Für Kinder 1,30 1,60 Damen 2,- Herren 2,30 Mk. weiss u.. Herren- Reisehüte 85 Pf., mit breitem 1,75 farbig Strandhüte für Knaben, u. Mädchen 1 Mk. rot u. weiss Strandmützen für Herren, weiss 50 mit blauem Schirm Batist- Kravatten, si 15 P Schleifen Pf. Bande Regattes Mk. u. Selbstbinder 20 Pf. Album von Berlin Grösse ca. 26/34 cm, in elegantem Einband mit Goldpressung 24 Ansichten in Photographiedruck auf Kunstdruckpapier, 45 Plaidriemen 35 Pf. Courirtaschen 90 PL 1,40 M Handtaschen 90 Pf. Pf. u. Pf., M. Touristentaschen 90P, 1,60, 2,50 Reiserollen 18, 35, 48 Pf. Handkoffer 55 60 cm. Länge ca. 50 2,35 2,50 2,90 Mk. Brennmaschinen, zusammen- 40 u. 65 Pf. legbar, M. Damen- Handschuhe Hängematten 2,50 Zwirn 14 27 1427 farbig, Länge 4 Knopf Pf., Aufnaht Halbhandschuhe 38 farbig mit schwarzer Ausstattung Waschkörbe 95 Pf. Pf. Pf. Mk. Pf. Eimer u. Giesskanne für Kinder, 42 PL 1,40 m. Kastenwagen 1,20 Mk. Mk. Sportwagen 5,50 M Segelboote 39 Sandformen 75 PL Triumphstühle Pf. mit Lehne zusammen 2,10 Mk. Reisekörbe, Bodenlänge ca. 18 20 22 25 28 31 Zoll 3,75, 4,25, 4,75, 6, 7, 8,50 Mk. Warenhaus A.Wertheim Nerantwortlicher hofteur: Arerst eenken in Berlin. Für den Inferetentheil verantwortlich: Thee in Moti. Truck Males en bin in Martin.