klnzelMls 15 pfg.. 2. Jahrgang * Ireltag, sen S. flugust Nummer 376> Mbenö� Ausgabe 4 A & «Sejngspfjjj tt..?««»««» na4mitta«5, an S-nn. uns Festtagen nur msrani,. p°�ug ohne" Susiellung ins Paus für Stoj-Strlm ober bei Mti.im *•d'riWt» ja j»>' ö.— M, bei Zustellxna unter Streifband i,»». M. �»"-n �-chk-s d» paskeiwnz-list. ,S-»1? eing.tr ,n ----- ig in. �...v».>n IN oen«riien �>aa,irag»er fora«"»"a'"'-" «rdaktian„nd Spedition-,»erlin NW.«. Schiffbauerdaw Aernlprechrr:«ml Norde» 389» nnd 889«. Inserate kosten die achtgespalt. �wnpareille�eile oder deren Raum �,20 N1?., Nlortanzeigen das fettgedruckte Ivort S0 Pf.» jedes rveitere N?ort 25 Pf. Teuerungszuschlag 70 proz. Bei Familien» n. versammlungsanzeigen fällt der Zuschlag fort. Inserate für den daraus' folgenden Tag müssen spätestens bis 3 Uhr nachmittags bei der Expedition aufgegeben fein. Inseraten-Abteilung: Berlin NW. 6, Schiffbancrdmnm IS Feruspreche»! Am» Norden 9768 _ berliner-Organ m Vnabfiännken SorMöemoMtie S>eiitflJMnl>3 ---——■-———> �»>»» Sic llnruhe in den EnlenlelSndem. ------ b«afianamitf Die Lewezung in England. ®ct Cisenbahnnstrerk in Liwerpool abgelehnt. � T. U. Amsterdam, 8. August. CsL. �>---— bcfälnfi tln*x Versammlung von Eisenbahnern in Liverpool w-urdc �trbon�ü' � dem Beschlutz de» Hauptvorstandes des Eisenbahner- —'-' e.».: 1 Ss-i-r . JQnbra... �-y-i-j— u-A—------- m e'i a p•"lßE'n' der einen Sympathie st reik mit der .j,-.'"l" lehnt. Wie die Behörden melden, hat sich die °l§ �Dend in Liverpool bedeutend gebessert. Es sind mehr uzehote eingelaufen, dem Polizeikorps beizutreten. c belgischen Bergarbeiter gegen die deutschen. Brüssel, 7. August. Sott- zufolge prüfte der lHavaz-z .. �-Reuter-Meldung.)----..- '* u B des nationalen B e r g a r b e i t e r b u n d e s Dem 01? fc- V e s naiionaien—----- a ju i'"�dung des Sekretärs dos internationalen Bunde?, Ashot, in'"�(nationalen Konferenz. Der grötzte Teil der Delegier- � war da-,»gen, die Beziehungen zu den deutschen � 8 1 e'' '"i�enz bei alliieiten Länder e, Der Metallarbeiter-Stteil in Ralien wachst� ich wurde ein Anwird. lediglich eine einzuberufen. eine reichlichere Rationierung der Lebensmittel zu erzwingen. Für heute nachmittag war eine Massenkundgebung angekündigt, die trotz des bestehenden Velagerungszustandes und ausdrücklichen Verbotes zur Durchführung gelangte. Es kam da- bei, wie da?„Ehemnitzer Tageblatt" berichtet, verschiedentlich zu Ausschreitungen. Bei einem Zusammenstoß zwischen Demon- stranten und einer schwachen Abteilung Sicherheitswehr wurde dieser das mitgeführte Maschinengewehr von der Menge abgenommen. Ein noch nicht ermittelter Täter schleuderte auf dem Marktplatz eine Handgranate, wodurch mehrere Per- fönen Verletzung.en erlitten. Infolge dieser Vorkommnisse ist heute abend der verschärft« Belagerungszustand verkündet worden. Las SapZlal will nicht zahlen. Ser Zufammenbmch In Ungarn und dieAusgabeudesprolelariats Von FriedrichAdler. Sitzung i hielt Ge des KreiSarbeiterratS Wien am er», 7. August. .gen italienischer Blatter nimmt der Metall- jn Italien weiter« Ausdehnung an und er- o"Cl1' filfl"" TO CllCt«.'1 U U O C 1, II II H A�ard»",� 0U'® c* 9 ß m o. Die Jndustricdistrikte der östlichen iich der Bewegung gleichfalls angeschlossen. Die 11!1' Dfr Bewegung gieiairouB angeiononcn. ajic iu 8,:,,.•? liabcn beschlossen, die Fabriken nicht mehr wieder �—***■——•- e'e„ • Rpi. v- I|, v..»»»»V KJ------ ■v 6,3 ruhige dauernde Arbeit gewährleistet wird. ("WH sind auch die Seeleute in den Streik ge- �rlsetzung des Slreiks in Lasel. «r »tt Basel, 7. August. Meldung der Schweizerischen Drpescheu-Agrntur Redakteur dcS Vaöler BorwärtS, Dr. Mir- r unbekannten lilrilnden verhaftet. ,.-->vi)cr imiic'arnten stirilnvcn v e r y a s r . ,.'C �(legir, tcuversammlung der BaSler Arbeiter- k«;" g r n hat sich geschlossen für die Fortsetzung ausgesprochen. Eine neue Versammlung der rbeiter W» füh hat gkcichfassS mit überwältigender Mehrheit die rung des Streiks beschlossen. �toöecmig der engilschen Kohlenförderung. tu"�rhaus!» 7- Nugust.{Reuter.) in&". Bridgemar. teilt mit. die Koh he n fö rde- k'""tfn>n, mit!'cm 7- Äul' endigenden Woche habe nur 2X ergeben Ties bedeute gegenüber den durch- � �erinin�" �exzifferu für d-e Periode vor dem 16. Juli -ctung um nahezu 50 Prozent. Englands Finanzlage. London, 7. August. �(Reuter.) gab im Unterhaus eine sehr ernste Ir*i5if m-& !>Ä." bif%!sL„ r l in a n z t e t I e« a g e uv. K 06 nirTu f n uicbt vermindert werden und die Pro> iii � demDaS ReichZnotopfer ist gar kein Opfer ES stellt weiter nichts dar. als eine recht mäßige Ergänzung zu'. Einkommensteuer Sie ist dazu be- stimmt, die minderbemittelte Bevölkerung, die durch neue'-n- direkte Steuern geschröpft werden soll, irr« zu führen, den Leicht- gläubiaen Sand in die Auge» zu streuen Wenn sich jetzt die Rechtssozialisten in Weimar mit radikalen Anträgen zur schärfe- ren Erfassung der Vermögen und großen Sinkommen bemerkbar machen, so werden sie die Tatsache doch nicht au? der Welt schaffen können, daß sie durch ihre ganze politische Tätigkeit dein kapitalistischen Bürgertum Gelegenheit geben, die Kriegslasten zum guten Teile von sich abzuwälzen und der besitzlosen Bc- völkernng zuzuschiebe». Luzern, �>C TU, i■ KHjflH, 7. August. .�esaw VormittagSsitzung mußte nach der„D. A. ö- �rden. weil die Kommission I ihre Arbeiten noch nicht Kommission I ihr R e n a u d e l(Frankreich) mit einem Bericht über die die internotionole politische eröffnete die Nach Arbeiten der Kam- internationale politische Lage. -;r umfangreiche Resolution zum Friedens- sich die Kommission bis jetzt geeinigt hat. in Chemnitz. ja 11 de«[pfcU_. t Chemnitz. 7. August.(58258.) '""i ein. hJ" Tagen fanden hier wiederholt Demonstrationen Erteilung, von Einmachezucker und überhaupt Fre-'de war in Zto'm Hallen. Wie die bürgerlickie Viessc aus Weimar meldet, feierte did Xar NavTaffiinnSannaTim« Wie die bürgerveve Prrge............. Fraktion der Rechtssozialisten anläßlich der Verfassungsannahme fpgte die Feier in der Herderkirche statt- �fn der. y**.. i,......—...»—..—».——,— 4'. August hielt Genosse Friedrich Adler ei» Referat über di« politische Lage, da? hauptsächlich den Vorgängen in Ungarn gewidmet war. Wir geben diese Rede nachstehend im Wortlaut wieder, weil sie nicht nur die durch d>e Vorgänge in Ungarn geschaffene Lage treffend schildert, sondern auch für die Taktik des Proletariats richtunggebend ist. Wir müssen zu der durch dem Umsturz in Ungarn neu- geschaffenen Situation Stellung nehmen. Wir stehen am Schlüsse einer Periode, die mit einer Niederlage deZ Proletariats endet, nicht nur mit einer Niederlage des ungarischen Proletariats, sondern des Proletariats aller Länder. Was in Ungarn geschehen ist, wirkt notwendiger- weise auf uns zurück. Die Reaktion in allen Ländern be- nützt diese Gelegenheit, um gegen das Proletariat und gegen den Sozialismus überhaupt vorzugehen und nicht bloß gegen die bolschewistische Taktik. Wir haben daher in erster Linie Stellung zu nehmen gegendieschlimmen Folgen. diese nach Möglichkeit einzudämmen. Abgesehen von allen taktischen Unterschieden muß das klassenbewußte Proletariat heute einig und entschlossen allen konterrevolutionären Ve- strebungen entgegentreten. Wir in Deutschösterreich, als in einem demokratischen Staate, müssen es alß S e l b st v e r- ständlichkeit betrachten, daß trotz aller Schimpfereien der bürgerlichen Presse und der noch zu erwartenden An» griffe auf varlamentartschem Boden das Asylrecht ge- lvahrt werden muß. wie es bisher in demokratischen Ländern geübt wurde. Wir nehmen mit Befriedigung zur Kenntnis. daß unsere Regierung in diesem Punkte das Nichtige sofort veranlaßt Hot und bemüht war. den Bolksbeanftragten jenen Schutz zu gewähren, der ste vor eventuellen Angriffen der GcgenrOolutzion bewahren soll. Derzeit wird fast in keinem Lande Europas das Asylrecht geübt. Die Schweiz und Eng- land. die es ehemals ernst nahmen mit dem Asylrecht, ver- sagen. Die Schweiz weist sogar die ungarische Gesandtschaft aus und aucb England entfernte alle unbequemen Gäste. llni so ehrenvoller ist es für uns, daß in unserem Lande daz Asylrecht geübt wird. Wir sind in einer der schwierigsten Situationen der an schwierigen Fragen so reichen Zeit. Wir stehen unmittelbar vor dem Abschluß des drückendsten Friedens, der jemals einem Lande auferlegt wurde. Mit dem Fall der Rats- diktatur in Ungarn, ia selbst wenn auch Rußland die Pro- letarierherrschaft einbüßen sollte, ist nur eine ganz besondere Taktik der proletarischen Klasienkampfes, ist nur die Fgrm der Nätediktatur gescheitert. Demgegenüber haben wir fest- zustetym, daß der Kampf um die Politische Macht des Prolet.« riats fortdauert und daß die Er- schlltterungen, denen Europa ausgesetzt ist, keineswegs ihren Abschluß gefunden haben. Entscheidend für unsere Si- tuation bleibt aber, daß in den besiegten Ländern der Wille zur Bekämpfung des Kapitalismus zwar am stärksten, die Möglichkeit der Einführung des Sozialismus aber leid« einf in allen Beziehungen sehr verringerte ist. Dies ist zwar eine traurige Wahrheit, aber eine Wahrheit, über die wir uns keineswegs hinwegtäuschen dürfen. Als wir zur, Zeit der Errichtung der Räteherrschaft in Ungarn aufgefordert wurden, dem Beispiel zu folgen, haben wir Widerstand ge- leistet und jetzt zeigt sich, daß die Taktik, die wir cingeschla- gen haben, die richtige war, so schwer verständlich sie auch manchem Arbeiter gewesen sein mag. Hätten wir diese Taktik nicht eingeschlagen, wir wären weit früher wie Ungarn zusammengebrochen und hätten die ungarische Räterepublik gleichfalls nutgerissen. Von kommunistischer Seite ist der Antrag gestellt worden, im Kreisarbeiterrat und durch eine Reichskonferenz zu den Fricdensbedingungen Stellung zu nehmen.� Die„Rote Fahne" fordert di� Ablehnung des Friedensvertrages und die P r o k l a m i e r u ng der Nätediktatur. Es ist überflüssig, heute über diese Art von Politik ausführlicher m reden. Es ist richtig, daß wir Teutschösterrsicher eine» '«•- vv.---- M....<_ � auS begreiflichen Gründen ersucht, ein Fest. Uriprünglich finden, doch wurde die S. P. D.—..... in daS Naliona'thrater zu geben. Es ist merkwürdig» daß die Herren jetzt die Annahme der Verfassung mit einer Feier begeben, nachdem Laebe erst vor wenigen Tagen im Austrag der S. P. T- Fraktion erklärt hat. sie könne mir uut�r den schwersten Bedenken die Verfassung annehmen. Nachdem die Bedenken übenvuuden sind, kann also gefeiert werden. DaS Theater war all.di � S zur Abhaltung dieser Komödie gerade der richtige Platz. -r« 1 1 v&----_„.....> schwereren Frieden haben als alle andcven Lander. Daraus aber kann man nicht die Ablehnung dessellum folgern. Zur Zeit der Friedensverhandlungen mit Deutschland hat„Tie soziale Revolution" erklärt, die deutschen Kommunisten feien „picht stark genug", um derzeit Aktionen zu unternehmen, sie müssen rüsten. Sie warnte vor„vergeblicher K r a f t a n st r e n g u n q". Wir Toutschöstcrreicher' aber sdllcn nach der„Noten Fahne" stark genng sein, den Frieden abzulohns«. Der Artikel der„Roten Fahne" will das Proletariat nur zu unüberlegten Handlungen vor- führen. Diese Methode können wir niM mitmachen. Vor- i n . V wriirgm ait nenen, et« tffferfJtntinr rmn, m ettte rttt- pestandcnc Methode der komnimiistii'�en Politik.„Tos Pronrcimm der Kommunisten ist. übertriebene For- derunflen zu stellen." heißt e? wörtlich in dem Nefernt über die internntiouale Lage, daS dem jüngsten komnninisti. schen Parteitag erstattet wurde. Ties? Taktik beruht auf einer An schau nur. gegen die wir unS wenden müssen. Ganz genau dieselbe Methode wenden die Kommunisten in der sssriedenKfrage an. Unsere Stellung ist aber ganz klar ge- geben._ Ein Kampf gegen den siegreichen JmverialiSmuS und seine gewiß furchtbaren Bedingungen ist für Deutsch- österrcich von vornherein a u k s i ch t S l o S. Hätte Deutsch- land nicht unterschrieben, dann wäre eine ganz andere Si- tuation. Do aber müssen auch wir unterschreiben. Jede andere Stellungnahme in der stlriedenZfrage würde nur zu einer Niederlage de? Proletariat? führen, die Wohl noch ärger wäre wie in Ungarn. Tie kapitalistisch« Destie wittert Morgenlust. Da ist es vor allem notwendig, nachdrücklich festzustellen, daß, möaen welche Fehler immer m Ungarn geschehen sein, die Men- schenopfer und Verwüstungen, die aller Revolutionen, die die Geschichte kennt, bei weitem nicht so gvoß sind, wie ste eine einzige„Troßkampfwoche" des Weltkrieges zur Folge hatten. Mag die unganickven Arbeiter Schuld treffen für die Fehler, die ste auf dem Wege Zur Befreiung des Prole- tariats machten, wir werden immer daran denken, um wie unvergseichlich größer die Sünden des kapitalistischen Sy- stein? gewesen, insbesondere senes slnchwürdiaen Regimes T i s z a?, kis zu den Hauptschuldigen am Weltkrieg gehört. Unser Endziel, die Tatsache, daß das Proletariat einen Weg zu einew Gesellschaftsordnung suckn, die alle Menschenopfer ausschließt, aibt uns recht gegenüber der Bourgeoisie, die durch da? Wiedererstarken deZ Kapitalismus uns in ein neues Zeitalter verschärfter imperialistischer Machtkämpfe, in eine neue noch ungeheuerlichere Weltkata- . st r o p h e führen würde. Bei aller Trauer über die Nieder- läge, bei aller kritischen Besinnung und trotz des Bewußt- seinS/ daß das Experiment zur unrechten Zeit und am unrichtigenOrt vorgenommen wurde, müssen wir hoch unsere Einheit der Ziele gegenüber der Bourgeoisie zeigen. Der Sozialismus kann nur dort Fuß fassen, wo die Industrie vorherrscht, die Arbeiterschaft die Mehrheit der Bevölke- rungauSmacht. Die Führer de? Proletariat? in Nuß- land und Ungarn waren sich hierüber auch klar, jedoch haben ste sich über das Tempo, in dem sich die Welt- revolution vollziehen wird, getäuscht. Wir haben in diesem Moment keine Zeit zu Nekriminationen. Aber den- noch müssen wir aus den Ereignissen lernen, daß nicht nur Begeisterung für die Ziele nötig ist, sondern auch die klare Erkenntnis der Lage, in der stch das Prole- tariat der ganzen Welt befindet. Gegenüber Stimmungen muß die richtige Taktik mit Entschlossenheit ein- geschlagen werden und auf das Endziel, d i e Beseitigung de» Kapitalismus, hingesteuert werden. *** Zur Vorgeschichte de» monarchistischen Staatsstreiches. Wien, 7. Nugust. Die„Wiener All-gemein« Zeitun«" erfährt zur Berufung des Erzherzog» Josef, daß die englisch« Ne- g i e r u n g zuerst mit dem früheren Kaiser Karl der- handelt habe. Dieser habe jedoch abgelehnt, da e» ihn nicht nach Hcrrscherrechten gelüste und da e» ihm trotz seiner reinen Ab- sichten nicht gelungen sei, den Zusammenbruch der Monarchie zu derhülen. Auch könnte er stch nur schwer damit abfinden, al» che- maliger Kaiser und König nur mehr Verweser Ungarn» zu sein. Daraus seien von der englischen Negierung VerHand- lungen angeknüpft worden, die die Betrauung de» Herzog» von Hohenberg, de» Sohn«» de» Erzherzogs yranz Ferdinand, mit der höchsten Macht im ungarischen Maate zum Ziele hatten, aber auch ste seien«rgebni»lo» geblieben, worauf dann die Berufung de» Erzherzog» Josef erfolgte. Verstimmung der Rumänen. ' Wien, 7. August. Die„Wiener Stimmen" erfahren, daß die Nachricht von bsm Beschluß des Obersten Rate? in Paris. dw nach Bbdapestk gestaubte Mtstston von General? n mit dem Oberbefehl über sämtliche in Ungarn besiiwlichan Verbands. sireitkräste zu betrauen, in politischen und militärischen Krciien der Rumänen sehr verstimmend gewirkt habe. Der Besuch König Ferdinands in Budapest werde unterbleiben und der rumänische Oberkom. Mandant werde zurücktreten. Ter größte' Teil der rumänischen Besatzungslräftc so llin den nächsten Tagen au» Budapest zurückgezogen werden. Vor neuen Ereignisicn. T. U Budapest, 3. August. Tie Ereignisse beginnen sich zu überstürzen, unv schon die allernächsten Tag« und Stunden können ganz unerwartete Veränderungen bringen. Der gestern vollzogene Wandel in der inneren Politik trägt ausgesprochen monarchischen Fha- raktcr. Man spricht von der Wahl des Erzherzogs Joseph, nach einer anderen Version des englischen Herzogs von Teck zum König von Ungarn. Die Monarchische Restauration in Ungarn. Wien, 8, August(Ist. N.). Die„Neue Freie Presse" bringt Mitteilungen eines früheren ungarischen Ministers, der seinen Einblick in die Ereignisse in Ungarn dahin zusammenfaßt, daß der Regierungswechsel in Ungarn die Richtung einer monarchisti- schen Restauration nehme. Es wird eine konsti- tuierende Nationalversammlung gewählt werden, die zu ent- scheiden haben wird, ob das Königtum wieder aufgerichtet werden soll oder nicht. In ersterem Falle würde die Ent- scheidung des Volkes wahrscheinlich für Erzherzog Josef sal- len. der, wenn er die Stimmenmehrheit erhält, zum König von Ungarn gekrönt würde. Die große Umwandlung hat sich natürlich mit Wissen der Entente vollzogen, die auf diese Weise die dauernde politische Führung in Ungarn in die .Hand nimmt und in der monarchischen Regiernngssorm da? best? Mittel für eine dauernde Bekämpfung des Bolschewis- mus siebt. In dem neuen Ministerium würbe die neue nn- garische Regierung durch zwei Mitglieder vertreten sein. An die Spitze' der Regierung dürfte der frühere Minister Lo- vaSzy treten. Wie aus Budapest verlautes, nehmen die Sozialisten vorläufig eine ablehnende Haltung ein. Beratungen der Eegenrevolutionäre. Wien, 3. August.(H. N.) Zur Klärung der Verhöltnisse haben'gestern wiederholt mit den maßgebenden Politikern Beratungen stattgefunizen. In einem Wiener Hotel waren' gestern die in Wien weilenden Budapester Bcmldirektoren mit den Vertretern der Entente zu längeren Be- ratungen zusammengetreten, die der Frage»er Kreditbeschaffung für die Verpflegung galten. E» ist bezeichnend, daß bei diesen Verhandlungen auch Graf Bethlen, ein Mitglied der Szezedincr Negierung, teilnahm. Da? scheint' zu be- weisen, daß zwischen der gegenwärtigen und der Dzeaediner Re- gierung ein Zusammenarbeiten wenigsten» geplant ist. Englische Vesatzungstruppen für Budapest. Bssen, 3. August.(H. N) Wie da»„Neu« Wiener Journal' meldet, stn» im Laufe de» gestrigen Tage» mehrere TranSportzüge mit englischen Truppen durch Wien gereist, um mit der Nordbahn nach Budapest weiter- zufahren. ES handelt sich um die ersten DcsatzungStruppen für Budapest, die die Numänen ablösen sollen. Im Laufe de» gestrigen Tage» kamen ungefähr 2000 englische Mannschaften durch Wie», Wahrscheinlich wird der Transport in den nächsten Tagen fortg fetzt. Rumänische Zensur in Budapest. » T U. Budapest, 8. August. D.r rumänische Plabkommandam Pirici hat für alle Gr- Zeugnisse der Presse. literarische Bilderprodukte, Musikalien, Theater- und Musikaufführungen, deklamatorisch« Vorträge usw. strengste Zensur verfügt. Monarchistlsche Hoffnungen kn Oesterrejch. Bezeichnend füc die Hoffnungen, die sich bereit» bei den Monarchisten in Deutschvsterreich regen, sind folgende Ausführungen de» Wiener„AchtuhchlatieS", das nach de schrift.Der Aufmarsch der Habsburger" schreibt:.."WH Von hiesiger informierter und der Entente nahestr�"� Seite wird die Lage in Budapest dahin aufgefaßt, daß sie � Umständen zu einer Wiederaufcichtung der ehcmatigrn rcichisch-unguriichen Monarchie unier dem Selnche der Ente� Allerdings in bedeutend verkleinertem Maße, führen könnte. Ereignisse in Ungarn, die durch die Eiuschung de» Erzl>"za? Joseph in die höchste Macht im Lande nur ein Vorspiel i Wiederkehr der Monarchie zu sein scheinen, werden vor® die kroatischen und slowenischen Bauern>n wegung setzen. Die Parier, die gegen die serbische Gcu>' sehest und gegen den Zusammenschluß mit dem Königrei6>'' bien ist, wird gewiß die monarchische Form in Ungarn Freude begrüßen. Er- starker monarchischer Block: J Kroatien, Slawonien. Dalrnatien n i.' den südslawischen®c in Krain und Kärnten, die also Deutschösterreich in Bogen benachbart wären, mühte einen starken Druck � den deutschösterrrichischen Staat ausüben � Stimmung in der deutschösterreichischen Bevölkerung>> gemeinen gewiß nicht mehr monarchistisch-, man darf 1'' V vergessen, daß die Bewohner Tirol«, Steiermark» und bürg« der monarchischen Form kaum Wideri � entgegensetzen werden.. T. U. Wien.« Da» Acht-Uhr-Blott schreibt: von Informierter"Jss � Entente nahestehender Seite wird die Lage in Bndnvest t?_ gefaßt, daß sie unter Umständen zu einer Wiederauf'-'m ehemaligen österreichisch-ungarischen Monarchie unier?e.'. � der Entente, allerdings in bedeutend verkleinertem Mage-% könnte. ltidendorss der kermlo'e. Ein neuer Verteidiger. «st» Da»„Militär-Wochemblatt", da» bekanntlich In engster' � bjndung mit dem KrstgSn�nistcrium steht, und nur du« Unterstützung überhaupt existieren kann, das aber trotzdem,' vielleicht gerade deshalb, sich nicht gescheut � offen für die Monarchie einzutreten und gegen den g.�pf schen Geist in der Armee zu Felde zu ziehen, setzt seinen•'( "----- t.i:i fnrL � � sCt�Cn V&Uljl III VL L riLd'.XC pi* Q|--r■_. gegen die offizielle Politik der deutschen Republik fort. u, kaum veröffentlicht die Negierung die Dokumente, die die bare Schuld Ludendorff» an der Fortsetzung de» tkriege' vor allen Augen darlegen, da fühlt sich da»„MAitär-Wochr selbstverständlich sofort berufen, gegen die Regierung lo»?''» ---■(J n ßs-* Di« alt» 'S und Herrn Ludendorff al» den unschuldsvollsten zustellen. Die Methode, die da» Blatt anwendet, ist neuariig._ früher von reaktionärer Seite stct» aufgestellte Behaup- Ludendorff stet» zum Frieden gedrängt habe und daß" niemal» habe annektieren wollen,'kann nun nach der gäbe von Ludendorff» eigener Denkschrift vom Septem-� � doch nicht mehr gut aufrechterhalten werden. Doch man � zu helfen. Man erklärt einfach, daß seine Forderuime. j„ kommen harmlos gewesen seien..Was forderte ü-uvee' jener Denkschrift", so fragt da» Biatt.»DaS Platea'��� Brieh, eine günstigere Grenze an der und eine wirtschaftliche Verbindung m �- g i e n, die dem deutschen Einfluö, dem schen Handel, die möglichste Entwicklung lichkeit gewährt«.' Und da,„Militär-WochenblaU hinzu:.Waren da» ungemessene, der Kr A*, läge nicht entsprechende, die weitgehenden alldr Ziele sich zu eigen machende Forderungen?" In der Tat. Wer wollte leugnen, daß diese Fm.f nicht klar die vollkommenste Friedfertigkeit und sche j d e n h e i t Ludendorff» erkennen lassen? Wie e» AnnexioniSmu« nennen, wenn Ludendorff nur von Brietz fordert, obwohl da».Recht de» Sieger»" den, doch eigentlich da» Recht auf ganz Belgien und Aordfr« gegeben hattel Wie kann man von der wirtschaftlichen jochung Belgien» sprechen, wenn man diesem Lande �' nzli' zuteil werden ließ, e» an die Wirtschaft Deutschland» � gliedern! Solche moralischen Gedanken, daß etwa Q„, sprechen Bethmann Hollweg» am Beg.nne de» Kriege». � recht an Belgien müsse vollkommen wieder gutgemachi!» '------- Windstill« eintc>.tenden Ci-ergiemanget mit Hilfe von göpeln, Hundclaufrädern oder Fahrrabantrieb usw. deck! Lichtversorgung von Scndc;»s-ed/ungen durch Wlndmoiorkv sie unabhängig von Materialzufuhr, Frost, Krieg, und ei i(t sich schon deshalb, weil die Zeiten größten Lichtbedarf» g;#. stärksten und häufigsten Winde(Rovember) zusamme � j Man wird also der WindkraftauSiüützung in Zukunft 3»�' dem flachen Lande erhöhte Aufmerksamkeit zuwenden muH Warum? Vo» Emile Zok». Am Marg«, betraten die Arbeiter die Fabrik. Die Arbeit»- säle waren kalt. E» lagert« über ihnen wie Schotten de» Tode». In einer Ecke de» Saale» stand die große Maschin« stumm und finster mit ihren eisernen Rädern und stählernen Armen. Tiefe Traurigkeit entstieg dem regungslosen Riesen, dessen klirnstides Hämmern, dem PulSschlag«ine» in schwerer Arbeit stch» üh»den Titanen vergleichbar, bisher da» Hau» belebt hat. Der Fabrikbesitzer öffnet« die Tür seine« Kontor». »Kinder, heute gibt e» kein« Arbeit. Es laufen keine»»ue« Bestellungen ein, die alten sind zurückgezogen worden und der ganze Warenvorrat bleibt mir aus dem Halse. Der Monat De- gember, auf den ich als Hauptsaison gerechnet habe, richtet mich zugrunde. Ich muß die Arbeil einstellen.' Di« Augen der Weiber füllen sich mii heißen Tränen. Die Männer wollten sich tapfer stellen und trösteten einander damit, daß in Pari» keiner vor Hunger stirbt. Dann verlassen ste ein- zeln, mit zugeschnürter Kehl«, tzie Fabrik; die große, stumm« Maschine, die dort i« Schalt»« d«, S«de da nie Ii, cht die Toi«. »un die si« trauern. Draußen auf der Straß« irrt der Fabrkkarbeit»r umher. Acht lange Tage sind serstnchen, und noch immer klopft er ver- gcblich an jede Tür«. Ueberall sindet«r Abweisung. Nirgend» macht man ihm die geringste Hoffnung, daß sich ihm b«td eine Aussicht auf Arbeit bieten werde. Kalt und unbarmherzig heißt man ihn, wie so viel« andere vor ihm, weitergehen.... Langsam bewegt'stich auf der Straße«ine Gestalt. Frieren» trippelt sie auf und ab. Ihre ärmliche» Habseligkeiten sind schon alle in» Leihhau» gewandert. Ärb«ü»Iosigteit leert die Schränk«. Die letzte Rvßhaarfüllung ha» sie b-m Trödler ver- kauft, nur die lose« Hüft» ist noch oa. D>e ha: sie vor da» Fenster gehängt, d«m:, Wind nuht hinein bläst, denn ihr Peine» Kind hustet, Auch sie hat Arbeit gesucht— vergebens. Ihr Krvttt ist erschöpft, Bäcker, Kaufmann und Gemüsefrau wolle« nicht!««z« borgen; sie wagt g«r nicht mehr, an ihrer Tür vorbeizugehen. Rachmittag» war sie bei ihrer Schwsj.er gowesen, aber auch dort war da» Elend gr,ß. Beim Foitgehen versprach sie, ihnen «in Stück Bwt zu bt»ngz«, wenn chr Man« etwas verdient Habgn wurp«. Er kommt nicht. E« regnet in Strömen. Die arme Frau flüchtet in die Hau»tür, schwere Tropfen fallen auf ihren Scheitel und der Sprühregen durchnäßt da» dünne Kleid. Von Zeit zu Zeit übermannt sie die Ungeduld und trotz de» Wetter» geht sie bisevZ mutige Oper„Der Kuhreiaen' in e-ner neuen Besetz""�$ rerer Hauptrollen gespielt. Han» Winkel mann y:# Primu» Schallet einen prächnge.t, weichen Tenor, über e»t zu verfüg?» versteht, und eine gute darstellerische atftt Dein« Partnerin H e l' n e Falk vereinigte als Vlvv zarteste Lieblichkei': der Erscheinung mit einem schvvev � vollen Sopran.' Berta Vorst bot al» Dori» en'%*(i spielierisch und gesanglich vorzügliche Leistung und. ,;H«k To n» e rt zeigte als Favart gleichfalls sehr gute» 8-'. i* und schauspielerische» Können. Die Ausführung �lb" allgemeinen auf der Höh« de» Premiere, die Revoft"' de» 8 Akte» war vorzüglich nur wirkten die elektrischem 7.� au» dem Jahre 1T93 degoutiere'd Auch die Llchteffekte' noch zum Teil dringender Perbesserung. I m Theater der Friedrich st adt wird � i' Düsseldorfer Ol�erspielleiter Direktor Eber» zum Bellen Deutschböhmen hungernden Kinder vom LZ. bi».Zfitl'* Gerstenberg» Hungertragödie.Ugolino', ein literaturgei' gof wertvolle» Werk au» der Mitte de» 13. Jahrhunvertt, i führung bringen. Der Wintergarten bietet mit feinem August-�' wieder recht Mute». Humor. Tanz, Akrobatik, dorzüg-'ch fit füren und vor allem die ganz erstaunlichen Vorführuoü' yj» Hypnotiseur» und Telepaten Erik Hanussen Publikum Anlaß zu starkem Beifill. - her� Dr. Max Adlo»,»«be». Otto v«wr«tnev** V ragendsion Vertreter de» wisfenschaftlichen Marpe» Ossierreich, ist in der recht», und staatSwiffenschaftli.ren tat der Universität Wie» alt> Privatdozent � schaftSlehre zugelassen worden. Er wird feine VorlozuUS� WinterseLtest«;«röffM». I» tu 1 tf (ml*- d-l f# trt o« S iv sü»t —--------—- i bcnt �Sßr'uifcc. J �115 öiß— den.SS�-v?er?g?eiten der inneren Sage, die Luizei:.: Je« BelageniNgSzustand verhäng hatte, erklärte ihn der . 1 A|E--'-ig dürftigen Er- i Leipziger Arbeiierrat für ungültig. Mit NoskeK Hilfe l�n.%*!-.W»>V-VU�, � v------------- -...---- � wurden daraufhin die Nebellen niedergeworfen. Jetzt meldet»nfa�gen fordert s�ortige ErMung aller Unfall-. Arbeit,., sich de? Staatsanwalt. Ein Seidiger Genosse erhielt, wie per«.. Witwen.. Waisen, und Armenrcnten durch Staat und .,Vo?k??eitilng" meldet, den folgenden Strafbefehl: l Gemeinde b.« ,nr WwtostgMW der ErwerbSlosenunterstutzung: . M--.__ O--i.— r-tr.,«;. j,>r S?n>erb»beschrankten- und Er. •t ichreibt»en den Tch-vierigkeiten der inneren-> f feitÄ JMSltnifi« zu übersehen. Run. wer war«' den. birrlichir EiaenmächtigieU sich«m a,.'J ba« geringste dei in allen Dingen, auch in denicurgen. tue anderer »"Bingen, da« entscheidende Wort verlangte. '4»IS Ludendorff selbst. femchen der MSImdmeer leSteWaM"- Ein Protest gegen die Regierung. WSM Sis f AIS d-e ß&f! filr�r h*' „soziatistislhe" Regierung zaMret�er Kinder anust die« Verfangen ade?«mSschewerr.?fW i die ErwerbSbeschräntten urb ErwerbSu n fäh igen, deren Gesamt» achtens im April! einkrmmen die Sähe der ArbeitklosenuntcrüüUlNg nicht erreichen, her müssen Zufchuhleistunoen von Staat und Gemeinde gefordert w'r» den. Der Neich?Hnnd der Invaliden. EnverbSlasrn und Erwerbs» ''---------- Unfall.. Arbeit«. die in Ihrer Eigenschaft Ä v°��r�, Orttve�n, L.-Ost tn\ �,"eN de,' N-Äun� .S»e �ed .UnfTr�önHnauGtn�t». sozialdemokratisch noch demokratt'ch. Dezirkspartettag verlangt, doh die llbarteileitung die &. in der NeichZregierung nötigt, auf alle RegierungSmi er Ü.; Möchten, die sozialdemokratischen Grundfähen und der � Kn.."""««ikinstaud' Standrecht und Unterdrückung von Sei» auf die sog. Schutzhaft, insbesondere darauf, daß d:e,e imiltel den Offizirren anvertraut werden. HciT. Bezirk-Parteitag mißbilligt auf da? schärfste, daß Ge- st." der Negierung da« Schulkoi»pr->niß genehmigt und ver- dä-.;-,' das ohne das Eingreifen de« Kultusminister jcn. Cfc1, U,n»in Haar als Schulpolitik der Partei Neichsrecht ge. q" Wäre. k'-Der VezirkSpartetiag spricht seine Entrüstung darüber an«. tiiL y Parteigenosse Wolfgnng Heine sozialdemokratlicher M'. VuL � Tnnern in Preußen als Anwalt den früheren Groß- der»? � Mecklenburg mit seinen Ansprüchen auf das Landes. WKWW 4t-< ��lcienossen ebensowenig Wert legen, w:e aus den vorigen Arbeiter. � schneidige Oderleumaut üuö der öislreke �VomSrks-. »rzöhlt die folgende Episode, die für it von NoSkeS Offizieren ckwroktcrist'� itll.m 1- April bewohnt der Kriminalkomir (*ba x""* der Sicherheitswehr N. ein v.' da» Grundstück zwangsweise räumen sollte. ---- � �-t.-'.AL_____ V 4.., i- L I* V*/r4»VI*» V■»«/- 1—- Kriminalkommissar und t w e hr N. eine Villa in aa« ivruno>lua zwangsweise räunien sollte. Er bwr�Shii,.,"1 GellckfSvollziehcr den Zutritt und drohte, jeden, feiWft i;* v dfftete, niederzuschießen. Als der Gericht». -rsu-i. �»aufhin zu seiner Unterstiitzung einen Dchiihmann n fPl1 �rf' bewaffnete Soldaten vom Reichswehr. j.>n d�, � a i l l o n, die aber von den Polizeibcamten t."«r»., Haii» gelassen wurden. Die Soldaten meldeten die» tf�Wf hi Der diensthabende Offizier ließ "( I i,,e�.,BanOSroe'ie Räumung mit Waffen» »iif V'Bi. dof/s' r n- Der Konflikt wurde endlich, dadurch t,, y jCoc- l,; zuständige Anilkgericht die Zwangsvollstreckung &!,-"fkru* bis die Berufungsinstanz gesprochen hat. ir zurg de« Gr-undeigentümer« wurde da» Militär au« dem ./ Tg,.,°«»z°e«n. der„Vorwärts" mutig, e? sei„kaum 2 e» ja?" welchem Rwerk das Militär aufgeboten wird". -glaublich, und es sind noch viele Dinge kaum h,,..Vorwärts" recht und billig erscheinen. b,VI 3 übrigens die Diskretion des„Vor- n° Sldrets. Namen des schneidigen ObcrlelitnantS und "» taktvoll verschweigt. ��ehrttuppen gegen Landarbeiter. ■ Angermünde wird un» gesrhrleben: '' streikten sämtliche Landarbeiter der drei gräf. «n Güter im Kreise Angermünde. Auf-ine Ansor. g e t..."'/'prekiors rückten nach wenigen Stunden Schub V Maschinengewehren unU Handgranaten hjy ti'~ Arbeitswilligen" in Grciffenberg ein. Natür- .~y- I cy-, u t U U Ä �b-iiswilligen den p Hänseleien zwischen»er maiiiit»�,- »vi pten.% �""ppen. die der weiblichen Bevölkerung heftiz �.�"»abei.b' p"-auf dieser Reibereien gaben die Truppen fo((..phetc«„5,?? tebrn Grunld scharfe Schüsse auf daS de, J""1®6' wodurch ein ISj ä h r i g e r Junge %. kerbend 1 wurde, daß er in« Krankenhaus stifte??, Al« der Bürgermeister herbeieilte, um , s-; Hie?(L,''P ct s»h gehalten und ihm von den Soldaten ®ötctbcr'nrtr?Ct �?cn' et>»' Bürgermeister. St{hJ Gruppe? ,-! P Ql* L�nhen de» Dankes für die M � Rind ichladjten, ?fnU. der ei-rirt �tern verpflegten Russen und Kutscher "Mq/Pg die.*In* d-esbezügliche Anfrage von der »»M Ihre eigenen Angaben. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft wird deshalb gegen Gif e nc Geldstrafe von 50 TO f. und für den Iall der-Richtbcitreikmng 5 T a a e Gefängnis fest. gesetzt Ziigleich werden Ihnen die Kosten des Versah» rent auferlegt. Die RechtSsozialisten können auf die Hilfe des Staatsanwalts stolz fein!/ Das Verbal der„Uepablil" Troß der schönen Worte, die erst letzthin wieder in Weimar die Herreu Müller und Bauer über die voll- erdete Demokratie in Deutschland prägten, hält Sloske. der Oberkomm vor aufrecht. Auftrage der lichen Schreiben oicfll uu........... 1...T-.. gewandt und diesen ersucht, dem rechtswidrigen, des Verbotes endlich ein Ende zu machen. Zur Begründung wird in dem Schreiben angeführt; Von beh- fast unumschränkten Befugnissen de« Bclagerung». zustandsge'ctzes darr der Ob-rbefehlStaber keinen Willkür» lichen Gebrauch machen. Bei Zuwendung der ihm ander. trauten Machtvolllommenheit hat er sich von pflichlrnäßlgen Er- messen leiten zu lassen, und zwar so. daß die getroffenen Maß- nahmen mit der Ugbcrzeugung aller billig und gerecht denken- den Menschen nn Einklang stehen, jedenfalls nicht selbst von poli- tisch Gleichgesinnten als Willkürakte empfunden werden dürfen. Dieser R ech t S st a n d p u n kt ist in meinem beruflichen Verkehr mit den militärischen unv anderen Amtßstell-n stets anerkannt worden; nach ihm ist der OberbefehlShalrec als Vertreter des Staates zivilrechtlich für alkd durch Willkürakte verursachten Sckwdeu, aber auch persönlich wegen dieses Amtsmißbrauchs strafrechtlich(§ 880 St.®.©.) verantwortlich, wenn durch die lleterschreitung jener gesetzlichen Schranken die getroffenen oder aufrechterhaltenen Maßnahmen willkürlich und insofern wider- reo>-"-d cier werden. Die weitere Autrechterhaltung de? Verbote« der„Republik" ist gegenüber dem krüberen Vorbringen in meiner beigefügten EIng und in Anbetracht der eigenen Erklärungen de« Ober- k-efehlSt'oberS, wie er sie nach der.Freiheit" Nr. 849 vom 95. Juli 1019 sMorgenauSaabej und in ver Nationalversammlun.. sssehe Erste Beilage de».Vdrwärtß" vom 37. Juli 1910) gemach! hat, selbst wenn die Wiedxrgabe in den. Zeitungen nicht gam stimmen sollte, ein gegen die Geseke verstoßender Willkürakt. Der OherbefehlSbaber stellt sich und sein ZeitunoSve-bot mit der Rechtfertigung seine« Verhalten« in den angegebenen Zei- tungSstellen auf die gleiche Stufe wie sie seine politisichen Gegner räch seiner Behauvtung einnehmen. Seine Argumentation gifit oahin, daß er im Bestbe der Macht sich der gleichen— g e se h- widrigen l— Mittel bedienen dürfe, wie seine polititchen Gegner ste nach seiner Behauptung für sich in Ansvruch nehme? Hierbei wird nur ganz unberücksichtigt gelassen, daß der Maßstab und die Schranken für die Maßnahmen de« OßerhefehlSbaber nicht in de? Möglichkeit cfcer Wahrscheinlichkeit gleichartiger Maßnahmen seiner politischen Gegner liegt, sondern in den Gesehen daß aber nach diesen dem OberbesehlShaber iiicht fic Willkür akte erlaubt sind, die e? seinen politischen Gegnern für den Fall unterstellt, daß sie zur politischen Macht gelangen. Wobl mag es dem Oberbefehlshaber persönliche Selbst beherrsch ung auferlegen, wenn von ihm gefordert wird, daß er bei seinen Maßnahmen sich nicht von seiner politischen Leiden- schaft und Gegnerschaft leiten lassen darf. Bei den durch sie ge- gcbenen Impulien muß er vielmehr auch in der Anwendung seiner Machibefiigmsse an den Schranken Halt machen, die in einem Rechtsstaat« da« gcletzliche Verbot der Willkür selbst den Gegnern gegenüber aufgerichtet hat. Au« den angesehenen Gründen bitte, ja fordere ich, von dem verantwortlichen Mlnlsterprästdent, daß er drm rechtswidrigen Zustande ein Ende macht, dessen gewalttätige Ansrrchterhaltung nur unter weiterer„nvertretbarer Tchädigung de» allgemeinen NechtSbewußtseinS möglich ist. Die Noklage der Zwall&eit Un« wird geschrieben: Mit der reich, gesetzlichen Regelung der Erwerbslosenversorgung ist ein wichtiger Schritt in der Wirt schaftlickieg Sicher st rlhing vieler Volksgenossen getan. Aber eine um so klaffendcre Lücke in der sozialen Fürsorge zeigt sich wenn die Parallele mit denjenigen gezogen wird, die durch Unfall, kapitalistische AuSbeutug, Alter, Gelwrten ckoer al« alleinstehende Mitter unversorgter vieler Kinder in ihre: Arbeitsfähigkeit teil- weise oder völlig beschränkt sind. Diese Gruppe von Menschen befindet sich nach wie vor in der größten wirtschaftlichen Notlage. Während Hunderttausende ein Leben voll Uebersättigung und Luxut führen, suchte schon die wilhelminische Regierung der Rot dieser Veteranen ber Arbeit mit den unzulänglichsten Mitteln. mit I n v al i d- n r e n t e n von If) bi» 30 TO monatlich einschließlich 20% Pf. täglicher Teutrun. Szulagen zu begegnen. Auch die Revolution hat an diesen Zustände» nicht« geändert. Die Erklärung de» ReichSkommissar« Dr. Löwe in der National- Versammlung wirkt geradezu aufreizend. Er meint, die Lan-des- Versicherungsanstalt unv der Staat seien nicht in der Lage, die Teuerungszulage von 26% Pf. täglich auf- zu Bessern. Dabei hatten die Veifichermigzämtcr 1018 eine Mehrein nähme von 01 Millionen Mark und ein Gesamtvermögen von 3510 Millionen Mark. Es fehlte nur noch, zu behaupten, daß ein Invaliden- oder Armen- rentner mit 80 Pf. den Tag au»kommen könne. Wie alle Menschen haben auch die Arbciterinvaklden An» spruch mif ein menschknwLrdve« Dasein. Daher muß für sie mindesten? die gleiäbe wirtschaftliche Ticherstellung wie für üie Arbeitslosen gefordert werden. Da« oberste Gesetz wird auch für TrwerbSbeschränkle die Beschaffung von Blriteit sein, soweit sie überhaupt noch eine Arbeit verrichten können. Bei den völlig gißeü&mfaa*«*. Saviz f)(i_ kpverforgt�_ JföUtetn Herabsehung der «ngelegenheiten ein paritätilch zusammengesetzter Schlichtiiiy«. auSschuß entscheiden. Zuschüsse zu den Organisationen durch die Kommune, großzügige Revision und Anwendung des städtischen WohlkahrtSwesenS. Die?Irbe!tSindaliSe>> r,aben sich jetzt in?em RcichSbund der Invaliden, ErwerbSbeichränkten und Erwerbsunfähigen(Sitz Frankfurt a TO.) eine Organisation geschaifen. um ihre An. sprüche dem Reich und Staat gegenüber Mit Nachdruck zu ver- treten. Die Or>?gruppe Berstn des Bunde»(Raumerstr. 84) ver» anstaltete kürzlich zwei gtoße öffentliche Ber'ammlungen. in denen von der sozialen Lage der Invaliden geradezu herzzerreißende Bilder entrollt»vurden. Einstimmig wurde folgende Re» s o l u t i o n angenommen:. Bezugnehmend auf. die Konferenz der BandeSleitung im ReichKwaHlfaHxtstrrni'terium am de« Herrn Ministers die Gtadtberwal» ----, ichendem Maße für die unterftützuckgZbedürftigen Invaliden schnellstens Sorge zu tragen unter Fortfall jeder kränkenden und ehrverletzenden Handhabung der Unter st ützung durch die A r m e n v o r st e h e r. Die Versammelten fordern so, 'vrtrge Heraufsetz ung der Armenren len sowie Fest. fetzung. eines E x i st e n z m! n i m u m s für Erwerbs unfähige, großzügige, humaneRevidiernngund praktische AuSfü-hrung der städtischen Wohlfahrtspflege, Fortfall der Bezeichnungen ,.A r m e n a k t e n",„A l m o s e n» empfänger", Siechenhaus.wirtschaftlicheSicher. st e l l u n g und keinerlei Begünstigung der Bettelei. Aus»er Varlet. llnausHaltsam vorwärts! Die bisher in der S. P. D. organisierten Arbeiter in Ober» krlnltz traten nach einem Vortrag über da« orbeiteufeindliche Handeln der rechtssozialistischen Regievun->Sm!tgl:eder geschlossen zur Unabhängigen Sozialdeiuokra'ischen Partei über. Sie er» klärten, der Politik der RechtSsozialisten und der heutigen Re- gierung nicht lfineer folgen zu können., In einer Versammlung in Dolstheida bei Mückcnberg(Prov. Sachsen) trat nach einem Referat deS Kreisvorsitzenden der S. P D.»Verein geschlossen zur U. S. P. über, ebenso alle neuen Gemeindevertreter und der KreiSIagSabgeordnete der früheren MehrheitSpartei. Auch dort haben die Arbeiter die Konsequenzen aus dem verräterischen Treiben der S. P. D. gezogen. Auch das Ergebnis der neuen Arbciterratswahlen in Meerane(Sachsen) zeigt die wachsende Erkenntni» der Ar- bciterschaft von der UnHaltbarkeit der heutigen Verhältnisse. Die ll. S. P. hat mit 7 Vertretern gesenüver i RechtSsozialisten und 1 Demokraten die absolute Majorität im Arbeiterrat gewonnen. Generalversammlung der Gemeinde» und Staatsarbeiter. Die am Mittwoch abend in BockorS Feslsäicn stattgefiiiidene Generalversammlung des Verbände« der Gemeinde- und Staats- arbeiter beschäftigte sich mit dem Schiedsspruch des ZentralouSschussci. Wir haben bereit» in dem Bericht über die Ga« a.bei te rver sa m m lu n g ausführlich den Schiedsspruch und die in ihm vorgesehene Uebergangsbei Hilfe be- sprochen. P o 1 1 e n s k e schilderte die Situation, würdigte die schlechten Verhältnisse in der LclenSmittelversongnng und svrach au«, daß von einer Befriedigung über d ese» Resultat keine Rede sein könne. Aber au« taktischen Gründen, wegen der»abe be- vorstehenden Revision des Gesamttarife« empfehle er im Namen der erweiterlen Ortsverwaltung die Annahme. Vor der DiS- kufsion wurde mehrfach gegen die Klassiüzierung im Tarifverträge Einspruch erhoben, ebenso wurden verschiedene Ausftellun- gen an dem SchedSspruch gemacht. Die Abstimmung ergab die fast einstimmige Annahme des Schiedsspruch». Ein s ntrag auf Neuwahl de? T a r i f ko m m> s s i o n wurde lebhaft debattiert.- Der Antrag wurde abgelehnt. Da kein Einwand gegen einzelne Mi'gkieder der Tariskommission erhoben wurde, bleibt die Tavifkommission auch für die ferneren Verhandlungen bestvhen. Zum Nieselfe l-darbeitertartf teilte Poll er.«ke mit, daß die Stadtverwaltung an lern nach nicht unterzeichneten Tarif eigenmächtig Aenderungen vorgenommen habe. Dagegen würden die Rieselfeldarbeiwr protestieren und außer» dem die Forderung auf die gleiche UebcrgangShilfe aufstellen, wie sie den übrigen städtischen Arbeitern Groß» Berti n, zugestanden worden ist.. Al« AgitatlonSlh-iter für die GaSwetke kandidierte Otto Be ck e r» Mannheim, der vor dem Kriege bereits in Berlin tätig war und in kurzen Worten seine palilifche Zugehörigkeit zur sozial- demokratischen MehrheitSpartei kundgab. Verschiedene Redner bekämpften die Kandidatur Becker, da sich die Berliner revolu» tionäre Arbeitersckaft auch die Führer wählen müsse, die auf ihrem politischen Standpunkt stehen. In der Abstimmung wurde die Anstellung Beckers mit 100 gegen 78 Stimmen abgelehnt. QnartalSversammlung der Schneider, Schneiderinnen und Wischearbeiter. Zu Beginn der gestrigen OuartalSverfammIunz de« Berliner Schneidervcrbandcs wandte'sich Schuhmacher in icniem Gestchätlsbericht gegen die Sonderversammiung von 82 S. P. T.-Mitgliedern. Hieran schloß sich eine lebhafte Ah. rechnung mit delft Verhalten der RcchtSiozmlisten. Lehmann erstattete Bericht ülwr den Gewerkschaftskongreß. Er behandele ausgiebig die verfehlte Krie�Spolitik und �verurteilte die Arbeit«» in fchi' gemein scs>aft. Bezeichnend sei e«, daß Gtühmer und Genossen gegen die Urwxrh! der Delegierten �zum Verbaiidstag gestimmt haben. Gegen 5 Stimmen wurde eure Jleioiiition angenommen. 'n der die Kriegs- und jetzige Polftft de« Gewerkschastsbundc« auf das ichäriste verurteilt wurde. Die Versammlung stell: sich aus den Boden de« RätesystemS und erkennt die Vollveriammiunz der Arbeiterrä:« und den VollzugSrat al« einzige wirtschaftliche und politische Instanz zur Vertretung der Berliner Kollegen an. Zum Schlüsse wurde dw Neunmhl der Branchenangestellien vor- genommen, nachdem vorher noch eine Resolution gegen die AuS» führungen Legwn» in Amsterdam bxtr. Wgiicheß Ärbvt«- Bewttlaiwwa aaamsMmep»at.""•">. II vor fcen schlechter besoldeten alten HecreZangehörigen zu bevor» zugen? Erklärung zum Schulstreik. Wir echallcn folgende Zuschrift: Durch einen Teil der Presse geht eine Tchwindelnotiz, die „A-reie sozial: fische Jugend" und die auf ihrem Boden stehenden Kchiilerräte hätten dem Magistrat um Verhandlungen über die Forderungen des SchülcrstreikS gebeten und es sei dort zu einer„Einigung" gekommen. Das sind zwei bewußte Lügen. Nicht die„Freie Jugend", sondern die Tchuldeputation hat ange- sichts der überraschenden Wirkung deS Schulftreikz zu einer Aus- spräche-ingeladen. In dieser zeigte sich eine unglaubliche Rück- nandigkcit bei den teilnehmenden Schulmeistern, hauptsächlich in der Frage der Schülcrrüte. der Prügel- und Arreststrafen und des Abendunterrichts. ES konnte also zu keiner„Einigung" kommen. Die Schülerräte beitien auch nichts anderes erwartet. Weiterhin werden die Lügen verbreitet, wir wären neuer- dingS beim Magistrat erschienen„unter Führung des Par- teisekretärS Schiller von der von den Unabhängigen organisierten„Freien Jugend", um den Magistrat vor einem S ch l i ch t u n g s a u s s ch u ß zu laden". Soviel Worte, soviel Lügen. 1. Wir sind selbstverständlich nicht zum Magistrat ge- gangen, 2. haben wir ihn also nicht bor einen Schlichinngsausschuß laden wollen, ll. ist unser Mitglied Schiller, der im Auftrage der Schülcrräte an der obigen Aussprache teilgenommen hat, kein Parteisekretär, auch sonst nicht angestellt, und 4. ha: er und die „Freie Jugend" nichts mit der Unabhängigen Partei zu tun: Weiter wird gelogen, wir hätten uns an den Berliner Polizeipräsidenten um Vermittlung gewandt und neuerdings an das Ministerium. Die„Freie sozialistische Jugend" denkt gar nicht daran,, das Ministerium, wie den Polizei- Präsidenten, den Schützer kapitalistischer Interessen, in Anspruch zu nehmen. Wahr ist nur, das ein Unberufener unter Be- nichung unseres Namens ohne Kenntnis der Schülerräte dem Ministerium eine Begründung unserer Schulforderungen einge- reicht hat. Freie Jugend Groß-Berlin. Die-Mitteilung, daß die'.Freie Jugend" den Polizeipräsi- dcntcn um Vermittlung ersucht habe, hatten auch wir gebracht. Wir hatten diese Mitteilung einem bürgerlichen Blatt entnom- men und glaubten, daß sie den Tatsachen entspricht. Zweierlei Mah. Ein Lazarettinsasse besck'wert sieb in einer Zuschrift an unS darüber, caß die Hoch- und Untergrundbahn Militärfahrkarten ausgibt, aber nur an solche Soldaten, die umgeschnallt gehen. Da die Lazarettinsassen kein Lederzeug mehr besitzen,' wird ihnen die Vergünstigung nicht gewährt, selbst wenn sie einen Ausweis als Lazarettinsasse vorzeigen. Welchen Grund bat die Hock'bahn- gesellschaft, die besser besoldeten Angehörigen der neuen Armee Ermüsiiziinq der Fischplrise. Der Verband der deutschen Hoch- leefischemen gibt bekannt, daß die Verteilung der Fische zu den alten Preisen erfolgen solle wie sie der R'iibskommissar für die Fischocrsorgiing für Massenfisch? festgesetzt hatte. Diese Maßnohme tritt bereits am Freitag, den 8. August, in Kraft. Lcichcnfiind im Landwchrkanal. Ein geheimnisvoller Leichen- fund wurde gestern von einem Schiffer im Landwehrkanal vor dem Hause Königiu-Augusta-Straße 38 gemacht. Ter Fischer fischte ans dem Wasser eine in eine graue Decke gehüllte männliche Leiche, der eine Hanfschnur um den Hals gewickelt und fest zugezogen war. Die Beine waren mit dem Oberkörper so zu- sammcngebunden, daß der ganze Körper sich in einen Reisekorb packen ließ; wahrscheinlich ist die Leiche in einem solchen Korb oder einem großen Koffer bis zum Wasier transportiert und dann dort hineingeworfen werden. Aeußere Verletzungen sind an der Leiche nicht erkennbar. Es handelt sich um einen kräftigen Mann im Alter von ungefähr 25 Jahren. Er ist 4,70 Meter groß, hat volles blondes Haar, englisch gestutzten blonden Schnurrbart, starke Augenbrauen: am linken Unterarm Tätowierung(Herz, Kreuz. Anker), an der rechten Hand fehlt der kleine Finger halb, der Ringsinger ganz. Die Kleidung besteht aus grüner Joppe, dunkel- blauem Beinkleid, Makkobemd. buntem Vorhemd, weichem Leinen- kragen und dunkelblauem Schlips und schwarzen, zerrissenen Strümpfen. Die Stiefel fehlen. Bei der Leiche befand sich noch ein kleines Fläschchcn mit einer ätzenden Flüssigkeit, die wahr- scheinlich gegen Zabnschmerzen diente. Tie Leiche hat nach den Feststellungen erst einige Tage im Wasser aelegen. Die Tode?- Ursache wird erst die noch vorzunehmende Obduktion ergeben.— Kurz vor Redaktionsschluß erhalten wir die Meldung, daß die Persönlichkeit des Toten festgestellt ist. Es handelt sich um den 28 Jahre alten landwirtschaftlichen Inspektor Karl Blau au? München. Blau hat nach vorgefundenen Briefen an seine in Ber- lin wohnende Frau Selbstmordgedanken geäußert. Ob er diese dann ausgeführt hat, erscheint nach dem Zustand, in dem der Körper sich befand, noch zweifelhaft. Mann und Frau aus dem Fenster gesprungen. Eine Ehe- tragödie hat sich in der Gubener Straße abgespielt. Der 53 Jahre alle Fabrikarbeiter Hugo Schoder aus der Gubener Straße 11 stürzte sich heute früh aus seiner im dritten Stockwerk des Vorder- Hauses belegenen Wohnung auf die Straße hinab und blieb dort mit zerschmetterten Gliedern tot liegen. Er beging den Selbst- mord aus Gram über den Tod seiner Frau, die sicb vor acht Tagen aus demselben Fenster aus die Straße gestürzt hatte und an den Folgen der Verletzungen einige Tage darauf im Krankenhaus der- starben war. Frau Schoder war nervenkrank und war in einem Anfalls ihres Leidens aus dem Fenster gesprungen. Heute sollte ihre Beerdigung stattfinden. Der Mann nahm sich den Tod seiner Frau so zu Herzen, daß er beschloß, gleichfalls freiwillig aus dem Leben zu scheiden, und folgte ihr durch den Sprung aus demselben Fenster in den Tod' Da? Easino-Theater eröffnet am Sonnabend, den 16. August, seine Wiuterspielzcit mit dem dreiaktigen Vollsstück„Großstadt- pflanzen". Vorher der Opercttcnakt„Schwarzwaldbüble". Aus dem Gemeindsleseii. Weisse»?«. In der Gemeindcvertrcter-Sitzung vom � wikrde ein Nachtrag zur Lustbarkeitssteuer, von dem besorwc � Kinematograpten betroffen werben, einstimmig gii» Ebenso eine Abänderung des Steuertariss. nach der vi � kommen über 7500 M. in progressiver Steigerung Wf1- � jjt kommen unter 3900 M. niedriger besteuert werden lolle• h Hinaufsetzung des Gemcindezuschlages auf 300 Prozent � ... stimmen der Unabhängigen angenommem-7 wurden 60 000 M. zur Verfügung gestellt, um an Arbeit»: 1 � ___-Yt"_'!'.„: ev-. Tf �:... d,. fCi gegen die .......--„---------.. w» andere Bedürftige im Fall? besonderer Notlage Extrabely n � 50 resp. 100 M. zu gewähren.— Am Freitag, den t. Augu auf Antrag der U. S. P.-Fraktion Professor V al lod ernfl• um der Gemeindevertretung einen Vortrag über Kernmi:_ rung zu halten. Die Bürgerlichen halten einen f ort| ....WWW..._____, gestellt. Genogc".(et entwickelte einen großzügigen Plan der Kommunalisterun., Möglichkeit er auch unter den gegenwärtig übtowrnifn y sß nissen betont. Die Gegenargumente, des Herrn Dr- 5..„m kamen nicht über Gemeinplätze hinaus. Es war dem Ballod ein Leichtes, diese zu widerlegen und wir«n1 mit dem festen Entschluß, so weit wieMrgcnd möglich w•• regungen zu folgen. LebsnstMslkÄender. Spandau. Auf Feld 1—5 der Fleischkarle 300 K eisch mit Knochen, euf Feld 1— 3 der Kinderkarle: a* Pserdeflsisch mit Knochen.,,-n od S"? Britz. Abschn. 00/ 1 J• w*a/- ri I �' J'~ � e. tag ein iveite.es halbes Pfund. Für Kinder und I-ugendlicye Kakao auf Absch. 47 Britz« Ausweis.„ Velten. Auf Abschnitt 4 der Butterkart« 100 Gramm H«»rnigsdarf. Auf Marke B(S) 4 je 3 Pfund neue bei den Handlern Krause, Kranz und Mombrat. Ans den OEßinllonONM. Neukölln. Dcrfammlung des s. Viertels findet heute nld'JÜ! zl-uk-f Verantwortlich für die Redaktion Alfred Wteiepp.'' Berlagsgenoffenschaft..Freiheil". e. G. m. d. H, Berlin. T.„#«1 m Lindendruckeret und Berlagsgelellschaft m. b. 6. schisloaue- ein »i, lk, p- Vi. A, F- li�se's Anklagered# 50 Pfennig• ist soeben erschienst Idiiiförzt Fflltenstein VtlssenscSuifiiieii auerkauates Spezialvcrfabrea für Anästhesie (eigene bei Herzleidenden, Nervösen und sehr Sensib'en bewährte Betäubung) Befestigung loser Zähne— Zähne ohne Platte— Fein-Golükronen etc. Ansbiitlung in der Zahnteehnik. (auch Damen). 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M. im Alter von I 50 Jahren verstorben ist. I Füre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Sonnabend, den 9. d. M.. nachm. 4 Uhr, von 1 der Leichenhalle des | ElisabethkirchhofesWol- lankstr. 66 statt. I Die Uezirksverwaltung. t, , ZiQtrainrbaDd der Handiunci- pehillM, OrttruiM UroS-Berün Unsern Mitgliedern zur Nachricht, da3 unser Kollege JoMnnßsMier 1 am 5. Aug. verstorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet | Sonnabend, den 9. Aug., J 1% Uhr mittags aur dem g Städtischen Friedhof in Buch statt Kcge Beteiligung erwartet. die flrti�'..<ußfl. I Erst jetzt nach zehn I Monaten bekomme ich die schmerzliche Nacn- I rieht, daß mein lieber Mann, unser guter Vater, Sohn. Bruder, Schwager 1 und Onkel 1 RicM Stremne!% als Opfer des Krieges im Alter von 32 Jahren in englischer Gefangenschaft am 4. Oktober 1918 am Fieber gestorben ist. Dies zeigt tiefbetrübt an im Namen aller Hinterbliebenen Ww. Anna Strcmpel und Kinder. Ulinkof, ua 8. Aüiutt 1918. Ruhe sanit in fremder Eide. Ließt du uns allein zurück, Wann wird es dereinst werden, Daß uns blüht ein bess'res Glück? Ach, wie weinen unsre Kleinen, Deren guter Vater du, Bis dereinst wir wieder sind vereinet. Ruh' in kühler, fremder Erde du. Nachruf, Am 29. Juli 1919 ist am 1 Herzschlag der Genosse heriT»ann Schötz, Möl!endorffstraße9, ver-| ! sterben. Die Genossen werden stets sein An- i denken in Ehren halten ü. S. P. D. Orts verein 1 Lichtenberg, Vf. Viertel Bechsteinflügel, PnysenllügcL Konz&r*- iluRc! 2800.—, kleiner seh war- zer Stwfziiaizol 1950.—, verkauft Ernst» 166. JH. Oranicnstraße Salonharmonium Kleine Anzeigen Verkaufe mr Pianos t)orji!(iIi(I>e neue n»» giilciu SSnurtnl, gute gebrauchte, luentg gesbtelie ÄtanoS in grober ilue- inglii verlgiist nur gegen Bar- Zahlung, daher inäälgc Preise, Mar Kecker, AndrcnHstrasie 47. Möbel-Nach lle'ett lompleile Wahiiungteln- richiungeu sowie etinctiie Möbel- ftiltfe, Küchen. Teitjahlung gestg-« ie! Eliaiiet Str. 4t. am Orgnten- buraet Tor. 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