» ) «nzelpreis 15 pfg.. 2. Jahrgang tnfr�t1K vnv rracfmfhaa?, em 5omt. und fHHaara rnzr margms. foto�uaohn*« t�uNelluna ins liau?-ür<�roß-Ve?!i7i so« bei dir�-Nl � ifi?ftCbr mcnni! 3<— 217. de, �.ußrlluna unter Streifband 5,— ilt. . m&en er�tn �scbtrag de? pofi.uiiunasiifte iur J929 emqttr n» ,Seclin 9JS9- 6 Schiffbauerdanim lam. wen,«. Mm*«orten ÄjÖö und 2SLS. Montag. San 11. August 1919 Sd % H«' K I Nummer 3$1> Menö- Ausgabe Inserat» kosten die achtzespalt. Nonpareillezekl« oder deren Raum L20 RTL. '<» f*tUfdtu-k Srankfurt de« Gcwerk/chast-öundeS Deutscher Sisen. �Weamten in einer Zuschrift an die.Frankfurter Zettung kr»?»" di- Meldung die�-e- Blatte«, daß dw Demo. - Gerung der Eisenbahn�erwaltung durch einen Eisenbahn» amten streik erzwunggn werden solle. Gerade . l dem l�ten Sisenbahnerstrrik in Frankfurt Hütten die Frank- Beamten bew es«,. daK sie allen wilden Strei.S. . entlich h*r irhi/y�n fllntfa hs»�ca'UJ aK der jetzigen Kotlage d»S Volles, ablehnend .»� uubersw�en. � � -ntlich -o.Nüf »Mtu —-»«k D i e B/ea m teu weisen ug aus daS Schärfste zurück. die Unter- Der Laulbegmteustrelk iu Hamburg. Hamburg, 10. August. Vunkbeaurten is Hamburg und Altona sind heute in den fij�geirrten.®ie Banken find infolgedessen geschlossen. �.Jr�leiUingen Wen die«bettSwilligen Beamten und Boten zÄ-nortert. z�ntag früh an ihren Arbeitsstätten einzufin. Z>t ßUl Llufrechterhaltung von Ruhe und Ordnung und Sch utz 'b*tl«toult er» die in endete« Land mit Autnahme Rußland«. NumSnteu und die Entente. . Bukarest, IL August «mgcgLedetten"""--- � ." r» f a bn'*7' a u m e n# eye Die lenu-em« uux, ' n geutachten Jugeständnisse einlöst. _ Da».. Bukarest. IL August(H. N.) .i Pressebureau meloet: T»e rumäntsche Pceste ?°i>t«n ßegen da» Verlangen der Entente Stellung, Nu- auf h uiat>s(t räumen und fordert die rumänische Regie- wicht» i�tem Standpunkt nicht abzuweichen. Die Entente e Budapest räumen und fordert die rumänische i a]li, 'on ihrem Standpunkt nicht abzuweichen. Tie U• ��ngezoseN- aeta«.«m Rumänien die Opfer, die e« tu d m Die HalMllg der omelifouischeu 5riedevsdelegalioo vor dem Skvak. s. N. Haag, IL August. Hsllandich NieuwSlureau meldst au« Washingtont Die ame» rikar.ische Regierung teilt mit. daz dem Senat da« gesamte Material Über die Haltung der amerikanische« Fried enSOela- gation vorgelegt werden wird. Aatuhme der ilo!!e«!schev Vahlreform. T. D. Lugano, IL August. Di« italienische Kammer nahm mit 2S4 gegen 63 Stimmen die Wahle esor« an und vertagte sich dann bi« zum 38. August. Wiederaukvahme der Arbeil in Sasel. T. U. C a f e 1, 11. August. Der hiesige Streik ist beendet. Die Arbeit wurde Freitag nacht 12 Uhr in allen Betrieben wieder ausgenommen. tandardeilerslrei s in Frankreich. Bern, 10. August. Die Tonftdtration Genöralr du Dravail hat laut sozialistischen Blättern eine neu« Gewerkschaft gebildet, welche, zur O r g a n i» s a t i o n der ßanbo bettet: dienen soll. Sie hat auherdem auf dem Lande etn« rührige Propaganda begonnen, die sich schon bemerkbar macht. Die Landarbeiter de? Seine» und Marne- Departement» fangen an, dt« Arbeit niederzulegen, so daß Milijär zur Einbringung der Ernte in die Ausstand«. gebiete geschickt werden mußte. Im Sein«, und Oise-Departement streiken die Landarbeiter ebenfall«. Es wurden freiwillige au» anderen LandeSterle» zur Einbringung der Ernte In der Frage der Militarisierung der Berliner Polizei ist ein auffallendes Schweigen der zuständigen Stellen zu beobachten. Trotz der überaus scharfen Kritik, die auch von mancher bürgerlichen Seite an diesem ungeheuerlichen Plane geübt wurde, hat die Regierung es unierlassen, auch nur den Versuch zu machen, die dagegen geäußerten Vorwurfe und Bedenken zu entkräften. Nur der als Ankläger aus dem Dedebour-Prozeß satt- sam bekannte Staatsanwalt Zumb r oich.hat eS im„Berliner Tageblatt" unternommen, die Berechtigung der Militarisierung der Polizei zu beweisen. Dieser Herr, der schon in dem genannten Prozesse seine vollständige poli- tische Unreife und seine vollkommene Men'chen- Unkenntnis zur Genüge dargetan hat, denkt auch hier durch ein Paar schneidige Worte eine gewissenhafte Begründung ersetzen zu können. Für ihn ist eS selbstverständlich, daß man nur mit militärischen Machtmitteln> die Berliner Bevölks- rung in Schach halten kann. Geradezu kindlich ist eS. wen» der Herr Staatsanwalt meint, daß die Tausende von Sicher. heitsfoldatsn. die jetzt frisch von der Front auf die Berlinerl Bevölkerung losgelassen werden, in einem theoretische» Lehrgang von wenigen Wochen über alle Gebiete des Polizei. lichen- Wissens gründlich' belehrt und für den polizeilichen Großstadtd ienst genügend geschult werden könnten. Bekannt- "lich haben selbst unsere in jahrelanger praktischer Arbeit geschulten, filteren, erfahrenen Schutzleute sich öfters be, bäuerliche Mißgriffe zuschulden kommen lassen. Bei kämpf- gewöhnten, mit Handgranaten ausgestatteten Jünglingen aber genügt nach Herrn„stumbraich ein kurzer, theoretischer Unterricht, um sie zu vorbildlichen, für das Berliner Groß- stadtleben geeigneten Polizisten zu machen. Schließlich macht sich Herr.Zumbroich noch einer groben Unrichtigkeit schuldig,- wenn er behauptet, daß die Kosten nach dem sachverständigen Urteil des in der Berliner Polizeiderwaltung tätigen Dr. Lindenau für ganz Preußen 900 Millionen betrogen würden. In Wirklichkeit hat Dr. Lindenau erklärt, daß 200 Millionen die Koste» allein für die Berliner Polizei sein würden. Schon dieser Hinweis zeigt, mit welcher„Gründlichkeit" Herr Zumbroich sich mit einer derart wichtigen Materie be-. schäsiigt. Daß dagegen die amtlichen Stellen sich einer auS- gesprochenen Zurückhaltung über Fragen befleißigen, hat unseres Wissens feinen Grund darin, daß man die Bevölks» rung— und daneben auch die Entente— oor eine voll- zogeneTat lache stellen will. ES ist überaus bezeichnend., haß der Plan der Militari- sierung der Polizei durchaus nicht, wie Herr Dr. Lindenau irrtümlicherweise annimmt, vom Reichswehrministe- rium ausgegangen ist. sondern vielmehr- dort seinen U» sprung hat, wo alle Pläne zur Vergewaltigung der Arbeit». schast und zur Aufrichtung einer militärischen Gewaltherr- schaff herstammen, nämlich im Divisions st abs- guartier der Garde-Kavallerie-Division. Unter Nummet laffa Nr 20 958 sandte Herr Hauptmann Papst am 10. März 1919 einen Plan zur Mili» tarisierung der Polizei(schamhaft„Reorganisation der Schutzmannschaff" genannt! an daS Oberkommando Nooke, und der Reichswehrminister beeilte sich pflichtichtildigst. diesen Plan am 12 März an das Ministerium bei Innern weiter. zureichen. ES dürfte die preußische Landcsverfammlung interessieren, daß Herr N o S k e hier wörtlich folgendes er- klärt: JE« darf zur Zeit nicht langatmig in köpfen» eichen K.n> Missionen verhandelt werden, son- ern es muß gehandelt werden." DaS bedeutet also, daß das preußische Par» amenf und die Berliner Stadtverwaltung l lo t t übergangen werden sollen. Später fand sodann auf Einladung des Reichswehr. Ministers im ReichSamt deS Innern eine Besprechung der „interessierten" Kreise, wozu selbstverständlich nur Regie- rung und mikitörifche Nebenregierung ge- rechnet wurden, während man Parlament und Stadtverwal- tung wie üblich überging, statt. In dieser Konferenz kam als besonders interessantes Moment zur Sprache, daß die Aufstellung, die Stärke und die Bewaffnung der militä- tischen Sicherheitspolizei zwar den Friedensbedingungen widerspräche, daß eS aber, wie besonders der Geheime Re- gierungSrat Dr. Doy6, der bis heute noch unbestrafte Er- findet des Märchens von den 57 ermordeten Lichtenberger Polizisten, erklärte, richtig sei, die Entente vor eine vollendeteTatsachezu stellen unter der Beweis- führung, daß die ganze Maßnahme sich inuerhalb der Gren- zen des Friedensvertrages Haffe. Die Herren denken offen- bar gar nicht daran, welche»»geheueren Nachteile ei» sol- ffieS Der steckspiel vor der Entente für»nS haben mutz. Dann ist es natürlich die Arbeiterschaft, die unter den Gegenumv- tegeln der Entente vor allem zu Hden hätte. Die Vorarbeiten und Vesprochungen hatten sich in- Zwischen so verdichtet, daß am 30. Juli von der Organisa- tionSstelle fiir die Sicherheitspolizei im neuen Kriminal- gericht bereits die Richtlinien für die Polizeiorganisation bekanntgegeben werden konnten, von denen die Oeffentlich- keit bezeichnenderweise bisM- nur einen klein-n Teil zu er- fahren bekam. Aus diesen Richtlinien ist zunächst zu ersehen, daß die Militarisierung' der Polizei durchaus nicht nur für Berlin und einige andere Wroßstädte erfolgen soll, sondern daß sie im Gegenteil für ganz Preußen vor- gesehen ist. Die Richtlinien regeln sodann die Organisation im ein- zelnen(Einteilung, Unterbringung, Bekleidung usw.), wobei auch die ssrage der Polizeiflieaer besprochen wird (will man vielleicht bei Unruhen die Volksmenge von oben mit Bomben bewerfen?), und geben schließlich folgende bezeichnende Bestimmung: „ES ist Aufgabe des OrganlsationSoffizierS, sich sofort durch Sammlung bei industriellen Werke», Banken und Eeschkisten, die durch de« Schutz der Sicherheitspolizei besondere Borteile habe« werden, neue Fonds für weitere Propagandatiitigkeit, für Ber- besserung der Berpflegung, Ausstattung der MannfchaftSrSume und Unterkunft der Untrrbeamten, ferner für Wohlfahrtszwecke z» verschaffen." Danach ist die neue Sicherheitspolizer also vor allem zum besonderen Schutze der Banken und der Industriellen da? davon aber, daß die Polizei die Aufgabe hat, die gesamte werktätige Bevölkerung zu beschützen, befindet sich in diesem Machwerke kein Wort. Gegenüber dem dauernden Jammern und Stöhnen der Regienmg über die hohen Lohnforderungen der Arbeiter lohnt es sich, einmal die Lohnskala der Offiziere der neuen militärischen Sicherheitswchren zu betrachten. So erhält ein Major ein Tagegeld von 41,66 M., wozu für Verhei- ratete noch täglich 2 M., ferner 160 M. monatlich Kleidergeld und freie Unterkunft treten, Wa8 einem Jahreseinkommen von fast 20 000 M. entspricht. Andererseits ist es bezeich- nend, daß man einem jungen Leutnant etwa das doppelte Gehalt eines alten Oberwacht- meisterS gibt. Mit Geld wird überhaupt nicht geknau- sert. So erhalten z. B. die Propagandaoffizicre erstens ihr volles Gehalt, zweitens Tagegelder, drittens Reisekosten. Da dies aber offenbar immer noch nicht genug ist, bekommen sie noch „eine Summe, die dazu bestimmt ist, Nein er« perfSnliche A«S- gaben, die den Herren in ber Stadt, der sie überwirsr« sind, entstehen, zu bestreiten, die erste Propagandatätigkeit zu entfalten und Zuschüsse au da» zunächst anzulernende Hilfspersonal zu gewähren". Von symptomatischer Bedeutung für die Tendenz der ganzen Einrichtung ist es schließlich, daß in der allgemeinen Dienstvorschrift für die neuen Sicherheitsmannschaften ein Organ isarionSverbot enthalten ist. ES i st den Mannschaften verboten, in die Polizei- organifation einzutreten. Besser als alles andere zeigt dieses Verbot das wahre Gesicht des ganzen Planes. ES zeigt, daß all die Reden, nach denen die neue Sicherheitspolizei dem Schutze der gesamten Bevölkerung dienen solle, nur hohle, die Wahrheit verbergende Phrasen sind, es zeigt, daß in Wirfllichkeit die Militärkaste sich in ihr ein willfähriges Werkzeug für den Augenblick schaffen will, da sie den Tag für die Konterrevoilution fir gÄommen hält.__ Ohne Geist und ohne verstand. Mit Herrn Theodor Wolfs haben wir es endgültig verdorben. Seitdem wir festgenagelt haben, daß er in der Krage der Unterzeichnung des Friedensvertrages eine Politik ohne Geist und ohne Verstand betrieben hat, ist er sehr schlecht auf uns zu sprechen. Weil in dieser Frage seine Niederlage so eklatant wurde, daß er sie nicht einmal durch noch so viele schöne, aber inhaltslose Worte zu verdecken imstande war, verfolgt er uns seit dieser Zeit mit seinem Haß. Das Schicksal des Herrn Theodor Wolfs tut unS zwar aufrichtig leid. Aber es ist ungeschickt von ihm und zeugt von einem bedauerlichen Mangel an Gelassenheit, daß er das von ihm so oft zitierte Wort„wer schimpft, hat unrecht" i nun unfreiwillig anerkennt. Was können wir denn dafür, ' daß selbst einer der bekanntesten deutschen Pazifisten. Pro- i fcssor N i p p o l d, von ihm als von dem„Hanpthetzer" �schrieb und sind wir etwa dafür verantwortlich, daß Herr ' Theodor Wolfs sich sekblt in seinem Blatt durch den Artikel ' de? Grafen Brockdorff-Ranvan bescheinigte, daß sein kindi- sches Protestgeschrei die Arbeit der Friedensdelegation in Versailles außerordentlich Erschwert hat? Aber da wir nun einmal Verständnis für die Psyche des großen Geistes Theodor Wolfs haben, nehmen wir ihm leinx Angriffe nicht weiter übel. Insbesondere vermögen wir unS nicht über seinen heutigen Artikel zu entrüsten, der nur aus ganz gewöhnlichen und schon hundertmal von anderen erhobenen Angriffen auf die Unabhängigen besteht. Wir glauben nur, baß Artikel, die nur mit der Elle g e- messen werben können, weil man ihren Inhalt nicht werten kann, ihn wahrscheinlich noch mehr um seinen Kredit bringen werden als seine Stellung in der Friedens- frage. Aus der Lrelsversammluvg der Tel ow-Seeskower Aechkssoz alisten. In der gestrigen Gane-ralversammlnng der RechtSsozialisten de» Wahlkreises TeltÄv-Bee»sow-Swrkow-Tharlottenbuig wandte sich K e l i tz unter dem Beifall der Bersammlung gegen NoSke, weil er reaktionäre monarchisch« Ossi- zier« in der Reichswehr dulde. Bemerkenswert ist, daß der �Vorwärts" die höchst beachtenswerten Ausführungen dSeseS früheren Offizier? in zwei kurzen Sätzen abfertigt. Dann geißelte der Referent Schulz in seinem Schlußwort den Mangel an Verantwortlichkeitsgefühl bei den recht«- sozialistischen Abgeordneten, die de« wichtigsten Sitzungen fernblieben. Er erwähnte, daß bei einer wichtigen Ab- stimmung bei der nur 18 Stimmen an der Mehrheit fehlten, unter den abwesenden 42 Abgeordneten öS RechrSsozialisten waren. In einer darauf ange- nommenen Resolution wurde da» Verlangen ausgesprochen, daß NoSke alle» dransetzen müsie, um ein« Wiederholung der in letzter Zeit immer häufiger werdenden Provokationen reaktionärer Offizier« unmöglich zu machen. ES sei unbedingt notwendig, derartig reaktionär gesinnte Elemente rück- sichtSloS von ihren Posten zu entfernen. Nach dem gedruckt vor- liegenden Geschäftsbericht soll die Zahl der Mitglieder 11359 betragen. Aulisemitlsche Hetze der Relchswehrlruppev. Gegen die m Erantz anwesenden Badegäste jüdischen Glauben» wird von Regi«rung»soldate» eine heftige Hetze betriebe», die schon zu Tätlichkeiten und Au». schreitung«» geführt hat. Die Ordnungshüter ver- teilen im Dienstanzug(Revolver, Seitengewehr usw.) anti- semitisch« Hetzflugblätter übelster Sorte, wobei sie von Offizieren in Uniform und Zivil eifrig unterstützt werden. Hauptsächlich suche» sie aber die Halbwüchsigen zu Tätlichkeiten anfzureizen. Einer der Haupthetzer,«in Unteroffizier John(im Zivilberuf Student I) führte in einer Ansprache u. a. aus:„Wenn«8 heute abend losgeht, daß ihr ordentlich losschlagt, damit da» Blut spritzt und wir die Juden endlich herauskriegen." Sin« Wache, die vom Königsberger Generalkommando angeblich zum Schutz der Juden nach Crantz geschickt worden war, gab an, sie sei nur obkomman- diert,„um gegen die Frechheiten der Juden auf Ordnung zu sehen". Selbstredend schlägt die alldeuffchc Presse tn dieselbe Kerbe, indem sie behauptet, die„arische Rasse" sei von den Juden Übersoll«« worden. August der Schieben Wie auS Kopenhagen gemeldet wird, wurde Freisag vormittag bei Ma i m ö ein Wasserflugzeug, das au» einer Höhe von etwa 200 Metern zwei Pakete abwarf, gesichtet. Darauf verschwand e» wieder über die Ostsee. Au» dem Innern de» Lande», wo seit ejniger Zeit«in deutscher Herr und ein« deutsche Dam« wohnten, wurden Signale an da» Flug- zeug erteilt, da» sich nach ihnen richtete. Der sinichtftn» wächter von Trellebocg erstattele Anzeige hierüber. Da« deuch? Paar wurde in SöSra Aby verhastet und die bcschlagnahmtc« Palet« nach Trelleborg geschafft, wo sich zeigte, daß st« �5* echten Spitzen und Juwelens ch m u ck st ü ck e n S taa: Obligationen über einen sehr hohen Betrag Aach verschiedenen Ausflüchten gestanden die beiden Drutso** sie Pakete seien vom Prinzen Wied abgeworfen. Der iPj halt gehöre dem früheren König von Sachsen. Daß sich die entthronten Monarchen jetzt auch, Steuerschieber betätigen, zeigt un» so recht, wie wenig" Herrschaft«» da» Wohl de» Lande? am Herzen liegt. | Zilenmi'oMk SoziMenkoosereiii. Beratung der Statuten._ � lieber die Beratung des Statsitenentwm? � Internationale in der Vollsitzung vom v. liegt nun folgender Bericht vor.' Blies««(Holland) referiert: Die allgemeinen Ziele ternational« haben gegenüber der 1896 in London Fassung kein« Aendcrung erfahren. Danach ist die 99 „sine Föderalion von nationalen Sektionen, die MnrtiKK � bciter- und sozialistischen Organffationen eines®'„i,, adek einer Nationalität umfassen, deren Recht aus ihr« Autonom � Unabhängigkeit von den internationalen Kongressen wurde". Die Arbeiterklasse soll in den verschiedenen L gt1 den besonderen Verhaltnissen gemäß diejenigen Mittel) reichung ihrer Ziele im Interesse des Proletariat», der � der Demokratie, des Sozialismus überhaupt selbst sie für die besten hält. Ein Punkt der Statuten befaßt � den heute leider häufig vorkommenden Verfolgungen, dc" ähj schieden« Völker oder Angehörige verschiedener Nassen sind. Ausgabe der Internationale ist es, überall für d>eie. drückten einzutreten, die Ursachen der Unterdrückung zu bei fa» Namentlich müssen wir wünschen, daß unsere polnischen � diestz Stimme der Internationale höre» und»hre Pfiidst Ir über den Unterdrückten tun werden. pel Die neuen Statuten sehen folgende drei F v r m«. jjt Kampfes vor: a) die polrtasche, b) die gewerksch-fftuch�. � genossenschaftliche Form. Von einer Seite wird die Meinu treten die International« solle nur die �olttische �Kaw�l� nzit beitevbewegung besteht." Auch' die deutsche Mehrheit Hai Standpunkt angenommen und getrennte» kdveigliednge»t. � rrcien oxe �nituiuriuiwne yinac uut vie mmrr�w anwenden. Dieser Auffassung sind aber alle Vertreter 1« gr- der energisch entgegengetreten, in denen� eine gut ctttwm Zveigliedrigek) cxhen'Kwünscht. Wenn die obgenaannten drei Formen Statuten festgelegt werden, so soll da? keineswegs o»«gic haben, daß nicht noch weitere Kampfesformen zulässig N sind der Meinung, die Arbeiterbewegung sei so lange t's sprochen« KampfeSorganisation ist, politischer Nal Statuten bezwecken vor allem den Wiederaufbau" tet nationale. Nicht«in« neue International« soll vJLß,# werden. Am 4. August 1914 wurde die erste ffnicr,.„jl schwer verwundet, aber ertötet wurde sie nicht. Wir Pf � '| De» redlich bemüht, die Inlernatan�� 'wen nroeirervewcgung aus war schuvi. Dieser Einfluß iit nun aber in allen Land«„ 5� gewachsen, so daß man heute schon behaupten � darf- Ov nächste Jnternadicmale zusammentritt, wird unter Blt£ fluß in allen Rezierungen erfreulich stark sein.. Mttf Es gilt vor allem in den verschiedenen Ländern' nationale kleinliche Streitigkeiten und Spaltungen Z« � tollst Wir müssen unser Hauptaugenmerk auf die neue organg Schweißungsarbeit«cbten. Weiter erörtert Bkiegvn die Neuregelung z en der Internationale, ferner die Stimm gs teilung und den sozialistischen'Berich t e r st a r dienst.. Der Berichterstatter schließt seinen allgemeinen or- � o« den Ratschlag mit.der Hoffnung, die neuen Statute Stell« der bishe.riae», 29 Jahre in Kraft gewesenen � trete» sollen, möchten zu einer solch kräftigen Zusamm A der nationalen Parteien führen, daß»nsere Bewegung cberung der Welt führen kann.(Starker Beifall.) DiSknssien über die Statuten. � Hassanvwttsch(Palästina): Unser« festen Wünsch« � � � nur zum Teile berücksichtigt'worden. Vor»er V»' neuen Statuten sollten wir aber zuerst über die großen Punkt« dieser umwälzenden Zeit grundsätzlich mS Klare Wir müssen tiefer eindringen in die Ursachen und der 5tr!siS, die die Internationale durchzumachen b- HriiN? Grundfebler der Internationale war bis setzt, daß Der Streit der Schieben Von Paul Wachtel. Ich traf den greiherrn von Zk. am Ausgange der Hochbckhn, wi« er sich gerade eine Zeitung kaufte und finster vor sich hin. starrte. Meine Begrüßung weckt« ihn offenbar au» ernsten Be. trachtungen und mit altgewohnter Leutseligkeit kam er sofort »uf die Vergangenheit zu sprechen: .Sie erinnern sich wohl unserer gemeinsamen Fahrt im Hamburger D-Zug vir 2 Jahren. Habe ich nun recht behalten?" Briumph verklärte sein« ausdrucksvollen Züge. Ja, ich mußte allerdings zugeben, er hatte recht behalten. Herr v. X. war Offizier und Sohn eine» preußischen Krieg»- minister». Au» diesen Gründen trat er während de» Kriege» an die Spitze einer besonder» germanischen Aktiengesellschaft, die Munition herstellte, und wegen mangelnder Gtubenreinheit ihrer Direktoren eine» Namen» von altem Adel im wohlver- standenen Landesinteresse bedurfte. Herr v. T. hatte in wenigen Monaten die geschäftlichen Hemmnisse bei den mllitärischen Behörden beseitigt, welch« strategische Tat mit 150 000 M. Spesen in der B'lanz der Firma ihre Verewigung fand. Kleinliche Naturen stießen sich an der Höhe dieser Zahl, nicht a« der Tat für sich, und belohnten den Netter der«. G. mit Undank. Er mußte seinen kriegerischen Posten wietder verlassen. Vor etwa 2 Jahren, als von X. noch mif der.Höhe seines Ruhme» stand. traf ich ihn auf einer Reife, und damals entwickelte er mir sein Programm. Für Ihn konnte e» kommen, wie es wollte, er war immer cbenauf seine Firma florierte immer. Siegten wir, so schwamm er ja im Velde: siegte die Entente, so würde er dann dies« mit Munkiion versorgen. Bekamen wir aber in Deutsckiand Revolution, so würden sich nach seiner Ueberzeuguug.die Noten" untereinander bekriegen, und er, der streng konservative Herr 'von altem Adel, würde sich ein besond»rcS Vergnügen darau» machen, feine politischen Gegner z« beliefern. Mich berührte diese «cht prenßiscki« G sclästStüchtigkeit etwa« nierkwürdig, doch hielt ich im Grunde alle» mehr für Renommisterei und ichleckpen Scherz. Beschämt mußte ich jetzt zugeben, daß die Gefühlsathletik meiner Volksgenossen seine und meine Erwartung in diesem Punkte wesentlich übertroffen hatte. .Se haben völlig recht behalten. Herr v. t-. aber darf ich dann erfahren, weshalb Sie so offenbar mißgestimmt sind?' «Da» ist doch klar,"«»'ifrtte er sich...Haben S>e nicht ge- kfeu. was die besoffenen Menschen machen? Abrüsten tut die Band«, und schon gibt es Leute, die den Schwindel mitmache» wollenl Wollen! aber»cht könnenl Ich weiß, Sie denken gering von allen nicht streng formellen Geschäftsgepflogenheiten. Nennen Sie uns meinet- wegen ruhig Schieber, ich habe nicht» dagegen, lachen Sie nurl Wir find noch nicht machtlos. Nimmt man un» unseren Verdienst, so wn wir, wa» jeder Arbeiter im gleichen Falle tut, wir streiken. Sie denken, wir können da» nicht, un» f«hk die Organisation? Nun. die brauchen wir zumeist gar nicht. Sie kennen doch den Direktor B. in S., diesen wirklich erstklassigen StandeSkollegen? Al» dem die Munitionslieferungen kürzlich abgesagt wurden, da hörte er ein- fach aus. zu schieben. Die Hindenburgspende seiner Arbeiter. die er bi» dahin sinngemäß an die«bnahmeoffiziere und Beamten der Kriegsamtstelle verteilt hatte und die ihm von dem pflichteifrigen LandrotSamt unentwegt weiter zu- ging, atz er jetzt mit seiner Fawsii« allein auf Früher hatten sie höchstens die Hälfte für sich verbraucht. Die Gendarmen, da« Landraliamt. da« Bezirkskommando, das Amts- «richt. die B. sämtlich, wk der Herr die hungrigen Raben, mit '.Illgemeingui versorgt hatte, gingen jetzt leer auS; die Folgen konnten nicht ausbleiben. Zuerst prolestierbe der vandrat beim KriezSminitterium in Berlin. Die Stillegung der Mun!tton»fabrik in S. habe weit- gehende Verarmung der Bevölkerung und finanziell- Belastung des Kreise» zur Felge. Da» stimmte auch den» sowohl der Lcmdo rat, al» ei»« Reihe seiner Beamten waren aufS Sckmldenmnchen angewiesen,, seitdem B. keinen Anlaß mehr zum Schmieren fand. Auch die Polizeibeamten schlössen sich mit einer Eingab« an. Doch nicht nur in behördlichen Kreisen, nein auch in der HandelsweU wirkte der Streik diese» Prima-Schieber» ruinös Modehäuser, die zuvor sich waggonweise Fallschirmstosf« au« Staa!»beständen durch B hotten vermitteln lassen, entbehrten jetzt der wichtigsten Zutaten für ihre Jupou» und mußten ivieoer Papierstoff verarbeiten Schon war die Regicrung in Nöten, wie sie dem allseitigcn Unwillen über die NiHtbeschäf- lgung des geschätzten Fabrikanten he.«gnen sollte. Da kam bei Sparlaku�aufruhr und bot den willkommenen Anlaß, B tviebei Munition» auflräge zu erteilen und so den Schieberstreik in® beizulegen. Ne�rigen» hoben wir in unserer Notlage auch noch andere Abtveqrmittel: passive Resistenz und Sabotage, genau wie die Lrbcittr. Deirleu Sie an die belanme Geschützfirma Rh. Die baute auf Hindenburg» Verlangen ein Sesckvß'" 8% Millionen Mark. Aber der ungeduldige Grnetal-Fs setzt«, jedenfalls wohl auf Veranlassung der Entente, P ßM* eine Frist von nur 3 Monaten an Dir Firma, die J,:. � ,ii* Monat mit 8 Millionen netto verdient hatte, mußte � � forderte von der Regierring«ine Verpflichtung auf 2for' � KriegSausträge bis 7 Monate nach Friedensschluß� peflichftj schäftSmaun unserer Branche wird diese» Verlangen. �(if Die militärischen Dezernenten verhielten sich demgeyv" verständnislos, da der Wert des Objekte? zu betam" K" sonder» renitent zeigte sich auch der LandwirtschaftSMiNii. fi\ Hergab« fiskalischen Terrain», weil er sich über ,,(,(««''2 ruf an die Landwirt« mckt hinwegsetzen konnte.. i die Provisionen für die Verteilung der Bauaufträge Aic»' man bei der Behörde geeignet vorarbeiten Ivnnte.(ßW, stoppte inzwischen ruhig den Bau, rn» sie nach l'i Ju' Mite' ihren 7.MonakSvertrag in der Tasche hatte. Jnzwisw' s, allerdings die Kriegslage einigermaßen verändert._ Die lächelten ungläubig, als ich von Sabotage„ hören Sie gefälligst zu: Senator F. i» H- f'" Technik, hatte da» Unglück, bei der Gegenseite, � koinmando, auf einen Pfuscher, einen Anfänger � ihm seine„Wohltätigkeit" übelnahm. S'nator ij hin schon im zweiten Krirgijahr festgesetzt und l Krieg» ve-dienst ein. ven er bei seiner W'edefkr nr Preußen sebstverständliche« Freisvrechunc ohne großr ÜtitnrfiSfnS im Ktogewege eintrieb. Al» er da: � gü"'', Freiheit war. rächte sich Senator F dniffi j',, � j fing er in ein Sanatorium und ließ sich einen"0"® Xtfilf*.,£* 'chock bescheinigen. Daun tr.'t er wieder m» Erwer.-�� -ar begreiflicherweise sofort da» Ziel aller(»si, j Offiziere und Beamten Er schob dann a'-ch mi!- at-er jeden Fall nach erfolgtem Abschluß aut zum Eklat und ruiniert« f» da» ganze fo!i-V-, L Provinz. Er selbst zur, sich gegebenenfalls auf klap» zurück, auch wagte sich ohnehin nach seiner ifw J ilage kein Staateatiwalt mehr an chn hrran haben ihr rigorose« Vorgehen gegen diesen trefi-'' � t-fr b'tter bereut. �., n«r V Bedenken Gl« nun,>»» olle» war immer da� � einzelnen, uns jetzt sind'wir alle straff organnirr./ bfiwv haben wir unser» Bundesfeiertag» den � � Z. Sch.%. Wir treten geschlossen in den«vtrei., ®te ö? % > R' 5 'U# hmt« «mfP at»' Kit* tstb» r S» Mtf y / /«Ittät wenn bflS (UmHänfliae Eo|iolli«mofMti<, Pleme de? D-:**.—-" Ä i %en nehmen. TaS wäre für die 5'«", �aÄt durch LKW �Nhalh der ggM" MUMMMW •«'ionol�<�a:"öch nre eine gemeinsame Akttvn k>e» inter. yiit. Gewi� kann eS vorkommen, daß. wo der Klassenkampf seinen Fassung zugestimmt:...Sich z, verstZndi««»«»d «id. mriar.:«» zu organisieren �mochte. W-r wollen höchsten, tragischsien Punkt erreicht, die Demokratie untergeht, mernichaftlich zu handeln in internationali durch?ld«r mir ch»" iif? Reihe von Rechben aobracht. Haistt e» den E#ynÜ»-Mi; verwirklichen, wenn wir den KavilaIi»muS ersetzen durch die Diktatur wie in Rußland, durch Schaffung einer bolsche- kvifti'Äen Bureau kvatre k Eewrß. wir wollen die Idee der Diktatur de» Proletariat» nicht aufsteden: aber wir wolleiH sse nach unserer Veise iriterprefieren. Keine zweideutig« Formell Ach warne den Kongreß»er der Amiahme zweideutiger Formel« und Phrnsen, die nicht einen ganz klaren S'n-, haben. Auch„Kinigkeit" kann eine ztzveideutige»»»iegunft erfahren. Diefer Ausdruck dann dazu führen, dasi die tragische Siwation, in der sich die Jnternatiemal« tatsächlich befindet, verhüllt wird. Schaffen wir möglichst klar« Formeln,„damit die zweite Internationale da» bleiben kann, wntz sie war. swtlt ist sie schließlich weder ein« zweite noch eine dritte Internationole' Hrnchevtzki sllkraiae) begrüqt e» nainen» der ukroiuisck'eu Deloflatrwn, daß die Internationale ihre Svmpachte mit den unter- drückt?» klein«, Nationen zum Au»druck bringt. Di« ukrainische Delegnii«, stimmt mit den Haglandern überein. die gegen ch«rtn» niffische Tenkenzen in den neuen Staaten protestieren, und»er- lang!, daß die Internationale bei allfälligen.Konflikten den Schieddrichier spiele, daß sie jedenfalls eine Kontrolle ausführe. In diesem Sinne begrüßt er den Geist der EmVi.nrng der Statuten. Nr»stard sFronkreich) wendet sich gegen die w. de Broucker: «ufeestrllie Interpretation. Er hält e» nicht für«chfig, daß de Brouckere einige Ausführungen in der Kommission dazu be- nützte, heute schon hier die Frage der Demokratie aufzuwerfen, die doch erst im späteren Perlauf diese» Kongresse« zur Erörte- rung gelangen soll. Die Zusatzanträge Mstral» entsprechen dem Geist der In'ernational« vollkommen. Ans die Bemerkungen de Vronckere» über die ruffische Revoln- Hon will Frossard heute noch nicht antworten. Der französischen Mehrheit ist«i unmöglich, anzunehmen, daß die Internationale im gleichen Moment, wo sie auf» neue beschließen will, eine Enquete-Kommission nach Rußland zu schicken, von vornherein ein Verdamirnnrgiurteil gegen die Bolschewisten fällt. Wenn man uns von der französischen Mehrheit vor die Wahl stellt zwischen No«k« und Kenin, dann stnb wir für Lenin. Psiegen erhalt al» Derichterstatter der Kommission da» Schlußwort. Er wendet sich gegen die AuKfiihrungen de» Ge- nossen Hassanowitfch, der mehrere Stellen de» Stawtenentwnrf» unrichtig aufgefaßt zu haben schein«. Der Gebanke Hassanowit'chs betreffend die allgemein« Verbindlichkeit der Beschlüsse ist nicht ausführbar. Crispien hat über die Rät e gesprochen. Ich glaub«, wir haben gut daran getan, die Rät« nicht al» eine ständig« Orgonisa» Hon in die Statutzer� aufzunehmen. Sie find entweder ein Teil der politischen Organisation des Proletariat» oder sind e» nicht. Wenn sie ein Teil der Organisation find, dann brauchen sie in den Statuten nickt besonder» genannt zu werden; wenn sie aber ein Teil de» gesehgebemden öder kontrollierenden Staatsorgan nismu» sind, dann sind sie nicht mehr Kampforganisatio» und haben auf tnternatwnalen Kongressen nicht» zu tun. Der Kommissionsreferent fetzt sich noch mit dem Am ende- ment Mistrals auseinander. Sein AbänderungSantrag be- treffend„Befreiung W Proletariat»" f statt:„Befreiung der Menschheit") bedeutet eine große Einschränkung de» Sozialismus und ist daher zu bekämpfen. Iaure» hat sein Dlait auch nicht „Proletariat" genaunit. sondern.Humanite". Der Redner bittet den Genossen Mistral, dieses Amendement zurückzuziehen.— Gegen den zweiten tfulatz antrag Mistrals hat der Kommission«- referent nicht? einzuwenden. Dieser Antrag kann immerhin leicht zu einer Begriffsverwirrung führen(„kollektivistisch oder kommunistisch").— Mistral will weiter sagen:„Gemeinsame? Vorgehen in einem internationalisHschen und revolutionären Geist". Durch dies« Aenderung würde ein inhaltsvolle» Wort ersetzt durch etwa» Nichtssagende».„Erhaltung des Weltfriedens" ist eine positive, wichtig« und hebre Aufgabe, die der International« gestellt wird. Wenn wir statt dessen sagen:„Gemeinsame« Vongehen", so sagen wir eigentlich nichts andere», als daß wir hier die Gelegenheit benützen wollen, um da» Wort„revolutionär" einzuführen. DaS ist gar nicht nöHg; Venn die ganze Eirrleitirng ist ja schon revolu- Honären Geiste», ohne daß die» durch die Benützung de» Worte» selbst gesagt wird. Ich wünsche Ablehnung de« letzten Abände- rungSantrago» von Mistral. Im Anschluß an die Ausführungen Wiegen» entspinnt sich nochmal» eine länger« Diskussion über den Zusatzantrag Mistral» betreffend„kollektivistisch oder kommunistisch".— Bei verschiedenen Enthaltunaen wird In der Abstimmung mehrheitlich folgender ij"11 wi Verbindung der sozialifti> �stlicök-n �.°"alc mit der gewerkschaftlichen und der genossen- hi»«-eirn™�0ItaIe- D�ß nun im OrganiscrtionSstatui nicht Fobwröw•?®e8u0 genommen ist. da» wird da» revolutionäre Nlrcr,,-*"� verstehen. Sticht jene von dem rechtssozialistisch- [4»nerFn„I8i!nlI"ilmI'C�en Regierung»block in Deutschland gefetz. "�hl. T.".�ät«, wie Blieoen meinte, kommen für un» in Be- N wbrnrfin--'l'',nrt� die rechtssozialistische Regierung da« Rück. kllei, z;„_.rvTte ssuk sozusagen stubenrein geworden. Für un» Wichen amtlich abgestempelten Räte, sondern die prole- ** tief-'tvJl ��dolutionärem sozialistischem Geitt erfüllten Räte. 'tieit x-lt v Räteshstem» ist, daß der wahre Charakter der RN ist h,, ,"lnch die kapitalistische Wirtschaftsweise gefälscht wor. ®ei&i4,t �k�ung kommt. Die Geschichte der Arbeit ist ■ foitunn, �'"fchheit Der wabre Zweck der Arbeit ist die ?cht dj- csl?" Wiedererzeugung de» Leben» der Menschheit und » �ver t,.. �."fl"ng von Profit für die Kapitalisten. Nicht die '"'rtfchaftlichen und politischen Macht sein. Weil die �rd ll de» RäteshstemS noch nicht abgeschlossen ist. de»halb Aren Nutzen sein, daß sich die politischen Organisationen in "rn auch über die Vertretung der Räte in der sozialist!» A�Nfl,, C.r"atio"a!e verständigen. Die Beschlüsse der Inter- JjitbetS bindend für die nationalen Sektionen sein be- W>nj..»«n Fragen de» Kriege», de« Militarismus, der k*4*i'r der Handelspolitik, de» Arbeiterschutze» und der «v.n iL' �r« Internationale kann ihre Aufgaben mir lösen, "liet. mv,w geschlossene internationale Front de» Proletariat» ""ßtem ft-1 werden dem Internationalen Kongreß Anträge in .!D!i»Jr}nn£ unterbreiten. '(Fwnfreich) macht ebenfalls einige Abänderung». &§ 1 wünscht er die Wort«„Befreiung der gesamten rtn«t L�.8" ersetzen durch„Befreiung de» Proletariat»". lr hinzufi'wgen: ,.b. h. durch die Umgestaltung der lösche" Gesellschaft in ein« kolleklivisHsche oder kommu- te-vv Worte„sich zu verständigen und handeln" sollen ö e n ur,v'"um gemeinschaftlich im internationalisti- >: boluti o n ä re n Sinn zu handeln". Mistral fügt '"donä," hauchen kerne Angst zu haben vor dem Wort„revo- *4t ünji.v- Umwälzung ist ein« llle Volution an sich und schließt .%i;|Fr„�_die Gewalt in sich Meüt Ä«br lDeutlchland): ES ist begreiflich daß da», wa, " üf»ccF'"�t allen Wünschen entspricht. So etwa» zu erreichen. �n,(n. �""wöglich. D.n Vorstllägen Mistral» kann ich zu- -j; r wpfehl« R'ickweisung der Vorlage mit allen Ab» i», T« ttrni �w�en an«im« RedaktionSkommi ssion. e,]!wd«t; h-m verteidigt den Slext der Kommission, lcfül� bez�,,... Geiste nach, den er vollkommen billigt. Dieser Partei �r Tradition der internationalen sozialisti- stL*.„xg.„r!bL5i;E'en: Wir stehen auf dem Boden der Demo- � trifv,;. q&ct Klassenkampf ist, kann kein« Demokratie fein," Pt«i» Wuff/tffttti/* hik»nhp iA mid& ener i sollt»""» abgeschafft oder dr« Kriegswirtschaft beseitigt wer- Iz" wir- �n€ wesentliche Erhöhung der Deamtengehälier „in wi! sofortigem Ausstand beantworten. Denn wir ' �Uden, daß die DeHörden hochmütig werden, wie in ,r|aat»jnt In Rußland und Melleicht unter Betonung de» ligep. � die allgemeinen WirischaftSinteressen vernach- . �foll» l*n' ba* widerspricht unserer Tradition. Wir streiken a�#oB«'n �5? etwa der Adel oder irgend ein anderer Titel » dop Denn wo soll es hinführen, wenn etwa ein N�mer-i-,"Wtdt sich einfach Eckhardt nennen muß und der !h!lBla b«, ,tat �bmann keinen Grasen mehr findet, der seine 0r!bc�!..��Dlarinebehörden vertritt? Gehen wir ferner nicht MW lachte von.nicht wir baden un» d» Ne»« die Rew,,»�- L-■:fi......»7« P?., ■�tganif!!)* bemerkt? Und nun. w« wir. allein wir. durch tste? �foeri* JT Crb"«"fl und straffe Zucht im Lande -it berK f d-ben. da kon m bie bolschewistische Welle fem '"ein$(/,' � alle Frücht« unserer Arbeit, alle Hoffnungen STr "Mete"slbt» ' � und&c baute Sie. Herr von*•*, sagte ich b«. sollten Sie die Hoff>,unz nicht sinken lassen. möglWjfeiten mehr bietet, am meisten yeeignet erscheint, in einer Fachschul« weitesten Kreisen gelehrt zu werden. Denken Tie an die vielen privaten Technika und Chemieschulenl Gründen Sie doch unter Ihrem Namen ein« Schieberakademie: Sie wecken es da zu ettva» bringen. Meine und zahlloser anderer Wissen- schastler erprobt« Lebenserfahrungen will ich Ihnen für Ihr« Propacanda, weil Sie ti sind, zur Verfügung stellen. Nie, so wahr ich hier stehe, habe ich oder einer meiner Bekannt«». d«tMn e» heute gut geht, ihr Glück ausschließlich durch Schiebung,«im zelne auch durch Heirat oder Erbschaft gemacht. Sie. Verehrtester. haben mich ja auch einmal hereinfallen lassen, al» ich so fach» unverständig war/ mich auf geradem Wege für Ihr« geschätzt« Firma zu bemühen. Ei« batien recht, ich war«in Anfänger, aber heute sehe ich'» ein: Mögen die Feinde un» die Kohlenbecken und Erzdi'strikte fortnehmen, dem Tüchtigen verbleibt bei uns ein unerschöpflich reicher Bodenschatz in der tiefgründigen Einfalt unseres Volke». Schiebertirm hat noch immer einen goldenen Boden, den e» beim Haickwerk oder gar bei der Wissenschaft längst nicht mehr gibt.— Malen Sie doch dem jungen Volk u. a. auch einmal die Poesie, die Schönheiten Ihre» Berufe» auö. Etwa so: Wie wir alle Schieber wurden. Erinnerungen«ni» graßer Zeit! Oder: Wie veredle ich meinen Umgang? Ein Stand, der sich so vorhikdldh organisiert bat, muß nach meinor Nederzengung auch eigene stackschuken besitzen, nickt wahr?— Auf Wickersebenl" if%. verabschiedet« sich nachdenklichainid Versvvach. den immer- hin beuchte nSiverten Varjchlag der Sicherheit harter mit Ertellenz Papa, dem früheren Preußischen Krivzaminister, in Ruhe durch sprechen zu wollen._ i Die EröffnungSvorstellun« de« Phantastischen Thea- ter» wird infolge Erkrankung einer Hauptdarftellerin auf den IS. und 14. b. 3*1«. verlegt. Die alten Karten behalten«üliizkeit. In den Kammerstzielen deS Deutschen Theater» findet Donnerstag die 50.«ufküheunz der Ikomäbie„Da« Wei» nntz der .f»mpalmann" mit Seapakdine Konstantin und Juliu» Golsen- dörier in den Hauptrollen statt. Im Sessing. Theater findet am Dien»tag. den IS. tz. 9*1*, die 75. Aufiührung van„Eharley» Tante" mit Guido Dhieficher al» Gast statt. ... Im Deutschen Künstler-Theater findet Donner». •»•»fc? tert,.'Z �ren Fähigst,«n'�we Erfaf�ngen blüht' tag. den 14. August, di« 76. Ausführung de» Schwanke,„Die - 9Scl«cn- Sie wisse» das,.«wähnli» gerade Rutchbabn' von Gordon und Götz mit Max Adalbert in der °"Ucm Wey« keine«»»snhten oder«e, dienst- j ftauptroll« statt. | Gewerkschaftliches. ..................., iifi'numi im Zeitmigsgewerbe. Die«t»ey«p»llten dir Zeitungsbetrieb« waren am Sonntag rarmittay.««rvßen Saat der Philharmonie versammelt, um Ztelluny zu d,« von der Tarifkommission nach langen Bkratunyen zu End« geführten Tariseniwurf zu nehmen. Dr. Pftrr» mann, der Bovfitzende de» Angestelltenverbanbe» de» Buch» Handels, Buch- und ZettungSyewerbeS, referierte über den Ent- »urf. Diofer legt«inen Hauptwert auf da» Mit- testimm«ng«recht der Angestellten durch di« zu wählen- den BetviebSräte, der-n yefirgfiiff« durch den Vertrag festgesetzt werden sollen Di« Arbeitt, eit soll 42 Stunden wöcheat- sich beirage« mst«nem freien Siachmistag in der Woche. Ei» anderer Abschnitt de» Entwurf» regelt di« Rechte der Krieg». t e i l n e h m e r. Di« Mindestgehälter, dio ab 1. 4 19 rückwirkend gelten sollen, sind in verschiedene Truppen eingeteilt. Gruppe 1 umfaßt Lehrlinge and Jugendliche vom 14. bi« 20. Lebensjahr« und schreibt für diese 76 bzw 90 M.. steigend bi» zu 900 M., vor. Gruppe II A ist bestimmt für die mit einfachen und schematifchen Arbeiten betraut«« Angestellten vom 20. Lebensjahre ad; hier beträgt das 9*»ntzeftgehalt 960 M. Trupp« II B vereinigt die mit aualifizierten Arbeiten beschäftigten Angestellten, für die 400 M. Mindestgehalt vorgesehen wecken, und in Gruppe n C find die mit besonderen Fachkenntnissen oder Fähig. ketten au»ge statteten Angestellten, die 460 SR. Mindestgehalt er. halten sollen. Gruppe II D, die AbdetlungSvorstehe«: .Hauptknichhakter. Hauptkassierer, Disponenten ustv. umfassend soll«ine Funktion», zulage von 96 Prozent aus dß Gehälter der Gruppe C erhalten. Für jede» BerufSjahr werd«, in den Gruppen II A— D Gehaltszulagen von 28 M. monatlich gefordert. Neberstunden sollen mit%, de» Monatsgehalt», min de. sten» mit 3 M. entschädigt werden. In.Krankheitsköllen soll da» Gehalt bi» zu sech» Wochen, nach zehnjähriger Tätigkeit bi» zu drei Monaten weitergezahlt werden. Der Urlaub soll bi» zum 17. Lebensjahr stech» Arbeitstage, steigend bis zu 24 Arbeitstagen, betragen. Weiter« Punkte find: Benutzung de» Sffeittlichen parttätAch« Arbeitsnachweise«, Beseitigung der Konburmizklausel, Kündigungsfrist di« gesetzliche zum Ouartalsersten. Ferner wird eine WirtschaftSbeihils« bi» zum Höchskbetrage bon 800 SR. außer einem Zuschlag von 20 Prozent für Berheivatete und 6 Prozent für jedes Kind gefordert. In der D i» k u s s i o n wucke von einigen Redner« berstrngh den Entwurf erst sämtlichen beteiligten Angestellten in gedruckter Form zu unterbreiten. Die» lehnte die Versammlung jedoch ab und erteilt« nach einigen kleinen Abänderungen dem Tarifentwurj gegen wenige Stimmen bie Zustimmung. Gleichfall» gegen wrntgr Stimmen beschloß die Versammlimg. daß der A ngefte llte nverband de» Buchhandels, Buch- und ZeifiingSgewerbe» und der Zentral. verband der HanblungSgehilfen da» Mandat erhalten, diese For- derungen bei der Unter ne hmerorganifation einzureichen und st» vertreten. Protest dem BürgerstreS. Di« organisierten Fleischer Groß-Berlin» protestierten pogen die Bürgerlichen Scharfmacher und nahmen solzende Proteftres» lution an: Die m 12 BezirkSversammkungen vom 6, bi» 8. August 1919 innerhalb Groh-Berlin» versammelten Mitglieder de» Zentralve» bände» der Fleischer und Berufsgenossen Deutschland», protestieren auf da» energischste gegen da» Vorgehen der Fleischermeister. Diese versuchen durch Sabotage den Magistrat sowie die Reich» be hör den mit verwerflichen Mitteln zu zwingen, die Zentralisation der Fleischversorgung aufzuheben. Unter den Groß. Berliner Fleischer» meistern wird Stimmung gemacht, den Verkauf der Fleisch» und Wurstwaren zu verweigern, wenn nicht sofort da» Rationierung»- system aufgehoben wird. Unserer Ansicht nach ist Deutschland z. Z. nickt fähig, soviel Fleisch und Vieh einzu sichren, daß der volle Be» darf gedeckt wird. Ehe«in« genügende Einfuhr erreicht ist. wäre eine Aufhebung der Rationierung«in Privileg für die Reiclxm und ein verbrechen an den breiten Massen der Minderbemittelt«» Wir erwarten, daß die zuständizen Behörden diesem Treiben der meisterlichen Scharfmacher energischen Einhalt gebieten und bei eventl. Schließung der Verkaufsstellen, den Verkauf der Fleisch waren in eigene Regie übelnehmen. Außerdem wurde Karl Legten, wegen seiner Haltung auf brn» Amsterdamer Kongreß in Fragen der Deportation belgischer An best«,«in Mißtrauensvotum ausgestellt. Tarifvertrag für die Kaffochausmusiker. Der ab Sonnabend, den 9, d. Mi,., beabsichtigt gewesen« Streik der Kasseebausmusiker ist nicht ausgebrochen. Durch Per» mitte Hing de» Vorsitzenden des Verbandes der Gastw!rt»ange stell- ten, Herrn Sk«p»gard, fanden in den Nachmittag»stunden noch- mal» Verhandlungen bei dem Vorsitzenden de» Perbande« der Tafetier», Herrn Bees«, statt. Die anwesenden Parteien kamen nach dreistündiger Verhandlung zur gegenseitigen Verständigung. Di« Formulierung de» TarisfiertrageS soll sofort in AngriG ge- nammen werden. Differenzen bei den Berliner VekleÄAMgsümtern- Di« Einschränkung und Auflösung der Militärbetriebe hat zu Differenzen zwischen der Intendantur und den Angestellten der KorpS.VekleidunK»ämter geführt. Durch Bekanntmachung der vorgesetzten Dienststellen war den Angestellten und Handwerkern kürzlich mitgeteilt worden, d«ß infolge der Auflösung de» alten Heere» und die Herabsetzung der R-ichtwehr auf 900 000 Mann die Bekleidungsämter in Ihrer bestehenden Farm nicht mehr wei. tergeführt könnten, und daß die Entlassung de» aller- größten teil»"«« Handwerker und anderen Angestellten unver- weidlich sei. E» wurde den augenblicklich noch in den Beklei- dungdstellrn veschäsiigien der R.i erteilt, sich rechtzeitig nach einer anderen Peschäsiigiing umzusehen. Gegen diese Verfügung der Intendant, l- erheben»ie Arbeiter Protest und verlangten «ine langfristig« Kimdtgimg. da sie»hne weitere» nicht in anderen Berufen unterlommen könnten. Da jedech da» Kriegsmini» steriu« kein« M.ttel mehr für die«ufrechterhaltung dieser schon längst übcrslüksigen Riesenbetriebe ,nr Verfügung stellen kann. W wich die Iüttnbanitic die Zahlune weiterer Löhne verweigert. Die Handweiltel und Angestellten erklären nach wje vor. daß st« dill auf wcitrrs» in de» Betrieben bleiben, bi» die Gntlassuwgl» frage geregeli sei. Eine Kommission w'll sich au da» KriegSmini- Neri um wenden, um die Intendantur z« Ve»eitsteltu«g der Mstw flllttgen«öhne zu veranlassen. Achtung!«»trieb»vertranrn»lente und Schülerrätel Am Dient-ag AuSzalw der Flugblätter im Iutzendsekretaoial. Schick- lerstrahe 6.«tcholiing unbedingt notweickigl Achiuiig!»chutzmachrr! Heute«on,�. n. Augush finiwe m den Wannten Lolalen nach Schluß der Arveirtzeit die -Wehl zum intrruette.elen uivMhmafciCt. und LrdrierbrstertonzeeS J statt. Kandidat: Kollrgc Pollmcrhaus. Mitglieveduch legitimiert. Die Oetsoerwaitung. * Mißbrauch edler Wohltätigkeit. Das Schwedische Rote Kreuz hat in diesem Sommer efn hochherziges Hilfswerk für Deutschlands Jugend geleistet. Etwa 1000 schwedische Familien hatten sich bereit er. klärt, deutsche und österreichische Kinder bei sich aufzunehmen. Seit Anfang Mai ging alle zwei Wochen ein Zug erholungs. bedürftiger Kinder, im ganzen mehrere tausend, von Berlin über Trelleborg nach dem hohen Norden: die Hälfte da- von stammt aus Berlin, die übrigen verteilen sich auf alle Gegenden Teutschlands. Die Kinder werden in Schweden nicht nur 3— 4 Monate ernährt und unterhalten, sondern auch vollkommen neu eingekleidet. Dieses, von dem Schwe- dischen Roten Kreuz eingeleitete Hilfswerk kann nicht hoch genug gewertet und gelobt werben, Leider haben sich bei uns in Deutschland schmutzige See. len gefunden, den eigentlichen Zweck dieses edlen Werkes zu einem großen Teile illusorisch zu machen. Die Organisation der Kindertransporte hatte nach einer ZeitungSmeldung die deutsche Wohlfahrtsstelle in Berlin übernommen, die die Auswahl der Kinder, soweit wir unterrichtet sind, wiederum den Lehrern und Rektoren übertragen hat. Die Lehrer, die als Erzieher ein Herz für die Jugend baben sollen, haben bei der Auswahl der Kinder in vielen Fällen sich nicht von der sozialen Bsdürftigkeit der Kinder, sondern von gesell- schaftlichen Rücksichten und Freundschaften leiten lassen. Bon verschiedenen Seiten ist uns mitgeteilt worden, daß häufig unterernährte Arbeiterkinder, die einer guten Ernährung und Pflege dringend bedürfen, von der Teil- nähme an der Reise abgewiesen würden, während Kinder von Beamten, die eine solche Reise weniger nötig hätten als Arbeiterkinder, in den Genuß der Reise kamen. In jener Zeitungsmeldung heißt es denn auch, daß die Kinder in der Hauptsache dem Mittel st ande angehören. Zweifel. los liegt eine Auswahl der Kinder nach diesen Grundsätzen nicht im Sinne der schwedischen Familien. Sie wollten sicherlich gerade den unterernährten, abgehärmten und schlecht gepflegten Kindern, die infolge der sozialen Lag« ihrer Eltern yne freudlose Jugend verbringen müssen, helfen. Auch für die Ferienreisen anderer Art scheinen di« maß- Hebenden Personen, nach den uns zugegangenen Beschwer- den zu urteilen, nicht immer mit der erforderlichen Ge- wissenhoftigkeit die Auslese getroffen zu haben. Eine Arbeiterfrau. deren Mann seit Jahren in Kriegsgefangenschaft ist. beklagt sich bitter darüber, daß sie mit ihren schulpflichti- gen Mädchen, denen sie gern einige sonnige und fröhliche Wochen in ihrer freudlosen Kindheit bereitet hätte, trotz aller Bemühungen überall abgewiesen worden sei. Mit Recht fragt sie, ob denn nicht die Kinder der Kriegsgefangenen, Kriegerwitwen und Kriegsbeschädigten in erster Linie in den Genuß beS wohltätigen Zweckes dieser gemeinnützigen Einrichtungen zu kommen hätten? Oder hält man für sie, die Aermsten der Armen, di? Großstadtspielplätze für gut genug? Tatsächlich war in diesen Ferien zu beobachten, daß Kinder des honetten Bürgertums noch Schweden und aufs Land geschickt wurden, während die Arbeiterkinder sich mit den abgetretenen Rasenplätzen der Großstavt oe». gnügen mußten! An diesem offensichtlichen Mißbrauch der Vertrauens- stcllung durch Lehrer oder andere in Frage kommenden Beamten dürfen die städtischen Körperschaften nicht achtlos vorübergehen. Schon wenden sich viele benachteiligte Arbeitereltern gegen die Stadtverwaltung in der irrigen An- nähme, diese hätte die ungerechte Auswahl der Kinder veranlaßt. Wir fordern die Magistrate von Berlin und den Vororten sowie die städtischen Körperschaften auf, festzustellen, nach welchen Grundsätzen die Au s wähl der Kinder für die Ferienreisen erfolgt ist. Außerdem halten wir es für wünschenswert,� daß Listen der an den Reisen teilgenommenen Kinder mit Angabe des Berufs ihrer Väter ausgestellt werden, um die soziale Lage der Eltern des Kindes beurteilen zu können. Derartige Ungerechtigkeiten gegen Kinder müsse« in Zukunft unbedingt verhindert werden. .ooPMl,«, QkWr ÄiS 7. Juni liegt, vom VollzugSrot keine Diäten, keine» Arbeitslohn, also nicht einen einzigen P' e n> halten. Paul La-» Ein Gruß aus der Gefangenschaft. Aus Bertincourt, in der NSHe von Cambrai erhielten wir eine vom 22. Juli 1919 dauerte tzatto Inhalts:„Dem neuen Organ'der U.S. P�D., W genossen senden ans der englischen Gefangenichas. g;�i Grüß« die Genossen Walter Tauck sBerlin M Postverkehr mit den befetzten Gebieten. Der britische Militär-Gouverneur in Köln hat folgende neue„Bestimmungen für den Brief- und Paketverkehr mit der britischen Besatzungszone" erlassen. 1. Die Angabe des Namens und der Wohnung des Absenders auf den Brief- and Paketsen- düngen wird nicht mehr verlangt; 2. der Briefwechsel in Privatangelegenheiten ist allgemein ohne jede Beschränkung gestaUet; 3. Einschreibbriefe aus der britischen Zovc dürfen Platin, Gold, /r~; tc____________ i»..„v...._____ i.» rcj. r v.. �,,*T X vr � wBioX I,.v—«—.~—-« fPmil kSchneebera-Neuitadtel).%t:M BrunS. OS�bruck. E-nu Berlin N. 54, Kurt Neuendc-ef, Erienach xchurmgc«. a-*■ i öen Avsendern rur'gre Bar:ei auch in schwerer GesangenfHast uud �NIÄ � � Wir . 54, Kurt MeucnDccr, trtienccp �; danken den Absendern für ihre AnhiiNglM sie recht bald von ihren Leiden erlöst und der He werden. � Die Sitzung der kommunalen Arbeitcrräte Donnerstag, sondern morgen Dienstag 2 Ubr im Herrenhanse statt. Unhaltbare Zustände, so wird un« geschueben- gti* Mnchcn auf der Vorortstrecke Berlin— Bernau. SP z. ,i :nc lüeriin— jonot»"-*. i ur-, zug.'wekck>cr um 6 Uhr 1 Min. von Bernau abiahren n-' ausschließlich von Arbeitern benutz' wird, kommt stu-.. einigermaßen pünktlich cm. Der Zug soll um Sieitiner Bahnhof früh abae'asseii werden, har � ser Fahrt nach Bernmi täglich Per'päiung, osima.- �uz eine Stunde und noch mehr. Tie Arbeiter, dee o. i Fahrt nach ihren Arbeitsstellen benutzen, kommen mm � i f T�llidu fl'J?' gemünzieS und ungern ünzteS Gold, ausländische Wertpapiere} alle Gegenstände, die in gewöhnlichen Paketen nicht auSgeführr werden dürfen; dl nach der britischen Zone: Waffen, Munition oder anderes Kriegsmaterial. Ein Neudruck des Merkblattes über den Post», Telegramm- und Fernsprechverkehr zwischen döm unbesetzten Deutschland uno den von belgischen usw Truppen besetzten deuischen Gebieten ist soeben erschienen DaS Merkblatt kann zum Preise van 29 Ps. für 1 Stuck von den Postanstalten bezogen werden. Das doppelte Gehalt. Wir werden um Aufnahme folgender Zuschrift ersucht: Am 26. Juli veröffentlichten die ehemaligen noZkesozialisti. schen VollzugSratSmitglieder im.Vorwärts" ihren Schimpfartikel gegen den LollzugSrat der Groß. Berliner Arbeiterrät«, darin hieß es ohne daS ich ausdrücklich genannt wurde— aber unter deutlicher Anspielung auf mich, daß ich„doppeltes Gehalt" beziehe. Ich habe diese Behauptung sofort in der damaligen ArbeiterratSverfammlung als falsch bezeichnet; siehe.Freche it" vom 27. Juli. Auf der Reis« lese ich setzt, daß die auS dem VollzugSrat ausgeschiedenen Rechtssozialisten ihr« Behauptung im„Vor- wärrS" vom 6. August wiederholen. Ich stelle daher folgendes feit: Der VollzugSrat gewährte seinen Mitgliedern einen Ar- beitSlohn und Diäten für die mit dem Amte verbundenen Aufwen. düngen, wie die? bei gleichen Voraussetzungen auch die Gewerk- schaften tun. Ich bin in der zweiten Hälfte deS April in den VollzugSrat gewählt worden und habe damals mit dem VollzugSrat(dessen Kassierer zu jener Zeit bis zur Spaltung ein Demo- krat war) vereinbart, daß ich zwar die Diäten erhalte, von dem Arbeitslohn aber nur die Hälft e. Diese Hälfte habe ich jedoch nicht in meine Tasche gesteckt, sondern ich hatte mit meiner Ge- werkschast vereinbart, daß ich dafür auf einen entsprechenden Teil bei mir von dieser gezahlten Gehalts verzichte. Dementsprechend habe ich für den Monat M a i weder von meiner Gewerkschaft, noch vom VollzugSrat die vollen Bezüge erhalten. WaS die Monate Juni und Juli angeht, so hafte ich. als am LS. Juli Brolat und sein« Kumpane mit der Behauptung von meinem ...ützte trotz aller Schwierigkeiten es t"1 ocrseb-� fien, wenigstens den Frühzug mit einer Mle(alUchiii<(ze9 Messing Kupfer. Blei. Zinn, Platinaabfille, Zahngeb ssc. Goldsachen, Silbersachen.Mün- zen kauft Chrlstonat. Reichen- berger Str. 22(Kottbus er Tor). Metalle jeder Art zu höchsten Preisen kauft Zweig. Inval denstraße 142. Telephon: Norden 9649._ "Wir sind üroßkäufer sämtlicher Kupferleitungen u Litzen leden Quantums zu den hbchsien Tagespreisen. Paul riaischer. Skalitzer SiraBc 43, Elektromatsrialien-Oroßhand- lung. Fernsprecher: Moritz. platr Nr. 775. IQsn. ipz,. Elektriscba Leituncsdrähre. Litzen. Kabel kauft Schumann. 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