*1 4 i !» -- i ( d jt nf 5» �lnzelprels 15 pfg. ♦ 2. Jahrgang Dienstag, öeu 12. August 1919 Nummer 383> Menö-Msgabe Z x d ü ni* s s tt«; 1 5� erscheint morgen» und nachmittag», an 5onn» und Fefttage» nxxr morgen». Oöflfe �Tbprei» beträgt b« freier Zustellung ins hau» für«Kroß»�eriin oder bei dire cm Nj. ohne Sestrllaebühr moaatl. 5s— ÜU bei Zustellung unter Strenband S.— IN. ». rechelt� ist � ersten Nachtrag der Postzeitungsliste 6% WH einaetr c» Wtbnrilon imb(btfccbifion: Verl in NW. 6. echifidauerdaim» 1»"*. «ttamccfjjtt; Am» Norde» Äsü5 und»Sil«. Inserat» kosten die achtaefpalt. Nonpareillezeil» oder deren Raum 1,20 OlL, Vortunzeigen da» fettgedruckte Vort 50 PL jede» weirere Vort 25 Qf. Teuerungszuschlag 70 Prag. Vei vamilien» u. Nerfamnilungsanzeigen fällt de? Zuschlag fort. Inserate für den darauf» folgenden Tag müssen spätesten» bis 3 Uhr nachmittag» bei der Expedition aufgegeben sein» Jnseralnr-Abtrilung: Berlin NW.«. Schlffbnnrrdamm IS Fernsprecher: Am, Storde» V7K» Berliner-Organ ber nnabhämkra Sorialöenwfmtie S>eutf(I)tani>ss M ***•> -v'> der s Soiojcftcgkcurfl und d!e Cntenle. �ne funkentelegraphische Unterredung mit Lenln. ii � dem Poriser»Journ»:" vom 6 Sugnst«ntneh- Senin 0vrresp«nd»nt der.United Preh� in Bufco�st der'"'"f drahtloser Telegraphie interviewt.'Si t Fragen, die k(t Qt.?r ,an'We Journalist stellte, sink durch die Station Buda» 0alitworte�� Uxirden; Lenin hat durch die Moskauer Station . e 1 N« Frage, die rr iljm stellte, lautete: Hat da» Pr». dslchx rn seit der Errichtung Ihrer Negle.'ung irgend "ket Aendcrungcn erfahre»? Darauf hat Lenin Negierung üet Sowjet» hat kein reformistischc» "'form b"* ��llram»,. sondern ein revolutionäre» P-ogramnr. bedeutet Konzesstonen von einer Herr- *'«ste zu erhalten, während ste in ihrer m-? N infoigclvsfsen beruht ein resormist! f"jtlvün»,?'0t<'Tnin!m allgemeinen nur auf [4 nut' tn- tlnser revolutionäre» Programm enthält*i@en> Hauptpunkt: Da» Joch der Kapitalisten abzu» 9 ihren;!r* zu entreißen und die Arbeiterklasse "'«iflor,'Heulern zu befreien. Diese» Programm haben wir " ttarir i®'erf> bersch edene Maßnahmen, dazu bestimmt. t9»(ie%if sind oft der Vezenstand von AuSeinandersetzun- �i«, II' �eren Aufzählung ganze Vänoe füllen würde. btt' i< Frage lautete- Welifte» y, der wahre llbarak. der rnsstfchen Sowset-Repiiblik in Afgbanlstan, Mtrh,� in de» anderen mohammedanischen Ländern , tiZif"üibnd?. Lenin antwc riete darauf: Wir haben e» auTI'rmSglichf. autonome Repi'l'Nken innerhalb Nuß. �'itinn-'""'b h«iien mit allen Mitteln der freien C?nt» h'�rnui" �"on, die den Brwamen de» japanischen Ka. � öletet�� ker Bereinigten Staaten heldenhaften Widcr- binnlmTrl*' � da ge lautet,: WaS ist Ihre posttlschr Ab- K�'rseliz Bereinigten Staaten cinerseit» und Japan �'"aten Senin antwortete: Betreff» der Bereinigten Uni116 ist nnjer«rste? pol'i'sche» fftel, ihren schänd- «Br"i'r k �"i'rkcherischen Einroll in Nnßland zurückzuschlagen r ijatel81'-''■ent' kiov'talilten dieser Länder zu bereichern »ch '"ten, Ifen � und feierlich diesen Staaten den Frieden an . f0r)'r � un» nicht einmal geantwortet und M-�iidTof zu befampfen. indem ste Denikin und h,!.9�rn"'"''en. da? Murmn-ewr»"fe Archangeklk z» ."ftpn." beio-de? Cftstbirffn zu zerstören und zu per- bi!!'11* und» rutt'�fp Bauern den lapitalistischrn Briganten V"e# l'or'irrL"Cr:'0* heldenbaf'en Widerstand bieten. Unser T�n«nd» Ufrnon ifche? stiel umgreift alle VMfer, ".. nr> if«, ernfiegr'ff'-n nämlich eine brüderliche Ber- feite« mit sich.«T» der Krieg nur durch de« Kongreß erklärt wordon tan«, währrnd die Unterftllpung Frankreich» im Krieg». falle durch da» Abkommen automatisch eintreten wllrde. Diese Schwierigkeiten mühten aber vor der Ratifizierung de» Ablom» men» brseitigt werden. Die meisten Senatoren stob der Ansicht, daß die Haltung der Bereinigten Staaten gegebenenfalls durch die Regierung selbst entschieden werden müßte, und daß ste nicht automatisch durch da» Abkommen vorgeschrieben werden könne. Der Kampf gegen die Tenerung in Amerika. H. N. Haag, 12. August. Hollandich NieuwSbllrn meldet au» Washington: Der ameri. kauisch« Oberstaatsanwalt Palmer hat alle Kommisstonen, die unter Hoooer» Leitung bri der LrbrnSmittelvertriluoz in Europa die Preise festfehtru, und die bereit» ausgelSst wurden, telegraphisch gebeten, stch bereit halten, ihre Tätinkrit wieder aufzunehmen und zwar nichtamtlich, b!« der Kongreß hierllber seine Entscheidung getroffen haben wird Die Kommissionen sollen überall die richtige» Prelle feststellen und oerofsentlichen, damit das Publikum erjährt, welche» die richtigen und welche» die Wucherpreise sind. Da» Er. gebni» dieser Preisfeststellung fall dem Kongreß al» allgemeiner Leitfaden dienen. Die Kommisstonen sollen überall Vertreter der Arbeiterpartei, Franca und drei Vertreter de»«llgemeinen Publi» kum» al» Mitglieder aufnehmen. E» wurde foftgestellt, daß Im Juli 1919 die Kosten de» Lebensunterhalt» 71 Prozent höher waren al» bei Ausbruch de» Kriege». Die Nahrungsmittel sind um 35 Prozent, die Wohnungen um 28 Prozent, die Kleiber um 100 Prozent, Heizung, Aa» und Elektrizität um 07 Prozent, andere Artikel um 03 Prozent gestiegen. Maleoseustrelk in Zkal'en. H. N. H-ag, 12. Angnst. Au» London wird gemeldet: Die„Times" erfährt au? Rom, daß In Olenua und Neapel ein Malrosrnstreik stattfindet. Nebcr 50 Schiffe liegen still, besonder» die Schiff«, die von der Re> gierung requiriert wurden, um Nahrungsmittel an» Amerika zu holen. Drr P r r m i r r m I n i ft e r ist nach Neapel gefahren, um dort persönlich zu vermitteln. In Piemont und In drr Lombardei dauern die Strrl?» fort. Auch der Thpographenstreik in Rom ist noch nicht beendet. Tie Arbritrr-Konsilvrration verfuchi jeht einen Ausgleich zustande zu bringen Tie Regierung wird wahrscheinlich Mastnahmen gegen die Preistreibereien der Lebensmittel treffen und so die gc. wünscht« Lösung der Arbcitcrschwierigkeiten herbeizuführen suchen. -. in r'' 1 1'« f4 i I i n i i.■ i• v.j Ä» Lnruheu in Zrland. (* % 9' e r t, Frnne d-r Imite'e: Unter welchen «ie bereit. Frieden mit K-Itschnk und M-nneehetm i Lenin nenntn-nrtet: Di- fr llVdinn'nnen find in t"9" N,s'"'f Form dargelegt. fe'Mf fchr-s lich zu w-ioder- h."',3 B an Diistit, der im Namen der Vrrelninten 5).1r»mit"."'"■'fa Berbnrd'nna n mi,>:n« geführt da', und "''f itn* l brif'nl ch„ Moskau', ebenso wie in unserem � P» stt»fw. fp Bfn ftJlf""rere Schuld wenn die Re�'erung der Ber> k.', llm Wi-Ir" S'fr anderen Länder stch fürcht-m. den voll« bif an' l''''* � Dokumente zu verösientlichen und ihren wig verlvrgen •nh � iftrls wir'dcrbc'lcn: »u-v'" Zw...' Schusden an Franfrrlch»nd die b.�>>grn?" bezahlen,„nter der Vrdingiing. daß wir einen �e, der n--""�"lteu und nicht nur einen auf dem Papier; Ferm unterzeichnet und von den Jad»„."ll-Vrltannirns, Frankreich», drr Vereinigten und Italiens bestätigt wird. H N Haag, 12 August. Au» London wird gemeldet: Hebet die irische QJtapchafl fflate ist da».st r-i cgi recht verhänst worden Täglich finden A». griffe aus die Polizei ftctl und vor wenigen Tagen inneae eine Polizeifaf.rne vom Pöbel gestürmt und mehrere Pol zisten, darunter ein Ossizier, felötet. To» letzte Sieijni», da» zur Ber- hängung de» Kriegsrcchi»» BeranUissung gab. ,and in Neivmarlet sta:t, wo ein Polizeiofiizicr, der du» Arsenal mit den Wochen der Bürge nvebr zu bewachen hurte, vom Pöbel Tborratchi und er- �olchl wurde. ZLg ameriksinisch-franzäsifche Abkomme» vor dem Senak. Aia.5'">'»!dsch n. N H 0 a»' l2. August. eldct au» Washington: Der O" befmw �'""»»burrau-..------------- <*1'llfen»' � wit Frankreich geplante Abkommen, da» d! d. �"aten zur militärischen'lnterstühung Frankreich» be» druischen Nngei-?s veepiiichret. einer inrifl"**" f0t Prüfung zu Überweisen,«ach der Auslastung beruht diele« Avlouuuru titjojcrn gewijje«chwierrg- !lbb»u der Arbeikerröke in Lcyer«. T. ü. Mütichen, 12, Sliifliift. Ter Minister erlied eine Bekanntiu.tchiliig. woueich �ir Jei'iuilime der Slrbcitcrciiif a». den Sihiin�on her oemcÜHblidßen.sTöiPCric�uten sowie Der Bezirks,„nd fiici jMßc ü b e r f 1 ii s s> g geworden sei. seit- dein in der Zwischcnzeil in Neuwahlen z„ diesen Körper- scld-strn dosiir gesorgt sei Mf; iiidi die Vertreter des werk- lötigen Volkes dort selbst Zitz und Stuiimc l>abeii. Die bayerische verfasfunLsoocla�e anseno nmen. T U 2>aiitberg IE. August. Der Berfastuugsuusschiiß de» buhe ri schon Landiage» lml gestern seine Schlußsidung adgeMien un» tiustiniun« t>e Ber. sos>ungsvorlq-zt ai ge»»»liren. Tor Porschlag, cin R e s e r c». zum über die Verfassung ab zu Hullen, wurde mit l5 gegen Ist Stimmen abgelehnt. Der Kamps um die Vrovinziallandlage. Von Walter Stoeck«. Aus dem Reich des Herrn Wolfgang Hein« ist wenig Erfreuliches zu melden, wohin man auch schauen mag. So eifrig Herr Heine in der Bekämpfung deS„Verbrechertums" und der Unterdrückung der revolutionären Arbeiter ist, so langsam schreitet die sogenannte Demokratisierung der Ver- waltung fort. Während in den Gemeinden und Kreisen schon im Frühjahr mit dem Dreiklassenwahlrecht ausgeräumt worden war und Neuwahlen angeordnet wurden, bestehen die nicht mrnder wichtigen alten vorrevolutionären Provinzial» landtage beute immer noch! Dank des geradezu Mittelalter- lichen Äahlrechtes find diese Provinziallandtage wahre Hochburgen der Reaktion und des Grund- ade lS, die mit aller Deutlichkeit zeigen, wi« sehr daß preußische Volk bisher von einer kleinen Cliqu�von Junker« und Großkapilalistcn beherrscht wurde, wie sehr die weitesten Volkskreise entrechtet, ja völlig ausgeschlossen waren von der Mitarbeit und Entsckjeidnng über die Geschicke des Volkei. Die Provinziallandtage zeigen klar, wie reckt wir haben, wenn wir sagen, das preußische Volk hat bisher fahr- zehntelang unter der Diktatur der kleinen Gruppe des vereinigten Großgrundbesitzes und des Kapitals geständen. Gerade weil man heute den Unabhängigen Sozigldemokratie immer vorwirft, daß- sie sür die Dirtatur der Arbeiterklasse, für die Diktatur des Proletariats eintritt, künnea wir nicht oft genug darauf hin-, weifen, daß wirbiSher in Preußen immer unter einer Diktatur gelebt haben. Gerade dies ist ja einer der Houptgründe. wcSlialb die Arbeiterschaft in der Revolution bei der Uebcrnahme der Staatsverwaltung vor einer so schwierigen Aufgabe stand. Das spezifisch preußische Mandarinenium bat ja bei dem bornierten und beschränkten Kosten- und Cliguenwescn nie geduldet, daß die Arbeiterschaft trotz ihrer großen Organisations- und Verwaltungstalente m die Gelieinlnjsse der Staatsverwaltung hineinschaute. Zählt doch z. B. der sächsische Provinziallandtag unter '12 Abgeordneten nicht weniger als 45 adelige Herren, einen Fürsten, drei Grafen, zehn Freiherren, eine Exzellenz, zwei Dnrchläiicktinas. zwölf Guts-»nd NittrransSbesitzer, fünf Kommerzienräte und 37 Landrätel Unter 192 Abgeordneten nicht ein Arbeiter, nicht ein Angestellter, nicht ein Verireter der unteren BevöikernngSschichten. der De- amtcn oder der Lebrer! So wie in Sachsen ist'S überall. Nur ein DeUviel wollen wir nach berauS- greifen Der rheinische Drovinziallandtag zählt unter 205 Mitgliedern niebt weniger als 47 Vertreter deS Adels, im übrigen 52 Grostgrundbestder. 42 Landräte, är. Graßkapitaliften, Industrielle und Grostkauflente und 23 Dürgermeister. Auch hier nicht ein einziger Vertreter der werktäfigen Vevölkemngl Man sollt? c« nicht für möglich basten, baß diese rück- schriflüclvu Dunkelkammern heute noch, im zehnten Monat der Revolution, bestehen. Jesi- endlich kommt eS zur AnkloiiiAa dieser Mittelalter.' firf f» Gebi'de Kurz vor d«m füaeve drr f muna der Vren- ß'stl>en Landesversammluna bat diele ein Gesetz über Neu- wählen z» den P r o o i n z i a l! a n d t a g e n de- schlössen. Ganz so wie es Herr Heine gewünscht batte. Nicht 'twa. wi?»plimistilche Leier e? etwa erwmt-n könnten, ein tll.femeineS. gleiches, direkleS. bemokratische» Verhältnis- nadl recht, wie es in den Gemeinden, im Ltaaj und im Reich ''Ngekübrt woiden ist. Sondern nach der alten Fortschritts- varol?„Immer langsam voran!" arbeitet der..Sozialdemo- krgt" fr ine im Ten um der lkch'rrnacher Svringvrozesfion »nd läßt dliti alle indirekte Wahlverlahren in!; seiner »n gerechten W a d l k r e i S e i n t e! l» n g bestehen, wonach die Abgeordneten zu den Provinziallgiidtaaen wie s r i! h e r von den Kreistagen und den Stadt- v e r o r» n e t e n v e> i a m m l ii n g e n gewählt wer- d k n. D a h e i lind die kleine» Landkreise ganz » n v e.r h L l t n! s inö ß i g stärker v e r t r e t e«. als die großen städtischen Gemeinden. Se- wähll wird ferner n ach den B e o o l k e r n n g S z i i j e r n. von 10101 Die gewaltige Aendcrung und Lecjchicdung Ir Stüt BeVölker»ms»» Rch einmal mit all dem alten Schutt und Moder m den Provinzialverwallungen gründlich ouszuiäuinen, da liehen fte bei den Neuwahlen z« den Provinjial. landtagen die in de« meisten preuhl- schen Provinzen bis zum 1. September vorgenommen werde« müssen, daS alte Wahlrecht bestehen. Nur«tnige der schlimmsten Bostim- mungen wurden beseitigt. Obwohl unsere Genossen in der PreuMhen LemdaKversammlung den schärfsten Kampf für eine gründliche Umgestaltung des Wahiverfahrens führten, obwohl sie bo-Kotf hinwiesen, daß aus Grund dieses Wahl- rechts nicht in««er einzigen Provinz eine sozialistische Mehrheit zustande kommen werde, während bei den all- gemeinen Wahlen in drei Provinzen die Wähler_ sich in ihrer Mehrheit für die beiden soziakistischen Parteien ent- schieden hatten, stimmten die Anchsozialisten im Verein mit allen bürgerlichen Parteien für den Gesetzentwurf deS Herrn Heine und zeigt»« sich damit»um wer weiß wievielten Male als gehorsame Diener und Handlanger deS Bürgertums. Bei den Arbeitern aber, die sich mit Recht entrüsten über die LandratS- und Bnremifcawnwirtschast, stellen sie sich hin urch reden Wer die Demokratisierung der Verwaltung. Bei der Erbitterung, die in allen Arbsiterkrsisen ohne- hin über die traurig- öntnricßimg der Revolution herrscht, ist es geradezu ein Skandal, wie die RechtSsoziakisten dem Volke ein derart rückschrittliches und reaktionär wirkendes Wahlrecht zu bieten wagen. Und dies in einem Zeitpunkt, wo den Provinzen nach einem Gesetzentwurf der Regierung viel gröbere Selbständig- ke itSrechte gegcb e n werden sollen, wo die Provinzen nach dem Willen der Regierung weitgehende Rechte erhalten sollen in den wichtigsten Schulfragen, in de« Fragen der Gemeinde-, Kreis- und ProvinzialverfassungeN. Unter diesen Umständen wäre eS die dopveste Pflicht der Rechts- foziakstm gewesen, für ein wirklich demokratisches Wahlrecht « den Provinzen einzutreten. Aber sie betrachten es schein- bar als ihre Hauptaufgabe, dem Bürgertum möglichst schnell nicht nur wieder zur Macht zu verhekfen, sondern sie auch zu sichern. Oder wollen sie dem Hand- und kops- arbeitenden Proletariat vordemonstrierm, daß durch den bürgerlichen Parlamentarismus, durch die bürger» kiche Demokratie für den Sozialismus nichts zu erreichen ist? Man könnte«S wirklich oft glauben. Sie spekulieren dabei vielleicht auch auf die bisherige s�nteressenlofigkeit der Arbeitermassön a« den Fragen der Provinzialverwaltimg, tagten doch die Provinziell cmdtage bei deren hochagrarischer Zusammensetzung bis heute sozusagen unter Ausschluß der Oeffentlichkelt! Aber diese Jnteressenlofigkeit der Arbeiter hat aufgehört. Die Arbeite rklosse will und muß die politische Macht errÄn gen, deshalb muß sie die gesanrte Staatsverwaltung in ihre eigenen Hände nehmen. Ts ist die Pflickst unserer Genossen, den Verrat der Recht S' s o z i a l i st e n, den sie auch bei dem Wahlgesetz zu den Pro vlnziaklandtagen begangen haben, mit aller Schärfe zu bmndmarken. Die Arbeiterklasse darf nicht eher ruhen, bis sie mit der ganzen Stick- und Moderluft, mit allem bureau- kratischen Kastengeist grünblich aufgeräumt und die ganze Verwaltung in dvn Dienst der arbeitende« Schichten des Volkes gestellt hat. Andrew Csrnegle gestorben. Ans Sfefe Kork uüqj gemekdet: 11. August in StockbridKe gestoob««. H.N. Ha»g, 12. August. Andrew Carnegie ist am Z« BmarsMümg»es Heeres. Boa«vitttSrisch« Seite wird««0 geschrieben: stur Anfwsung de» alten SrtnxS hat da» Snegsmrichfteriam, LetwagSnachrichien zufolge, jetzt Bestimmungen erlassen, die er- lsonen laffon, mit welcher SaumseligSet man die Demobikisterung der Armee i* Angriff genommen hat.©in klare», ichorfichtttcheö Mld gedsn dies»«rfolgto» Mttekkrng«, Ober die Art und Weise der«uswsun« de« alten Heere» noch nicht und wir Kominon bei dar voSstündigon Bekanntmachung der BesttmnMnqen nochmal» darauf zurück. Wenn auch«st mit BekannNverde* der Kriedengbedinsungen eine genaue Regelung unserer HeereSstärke eufolgen konnte, so war eß doch nwumzßngüch notooenMgv einmal akle unnötigen Formationeu möglichst ietb anssulSsen und zu «mobilisteren und anderersei'» muhte man sich sagen, datz unser« Gqgnsr, die dem Kriege da» Gepräge der B-settchung de» Mist- tariSnru» gegeben Hutten, Deutschland«.-«als die Beideihattnng ein«» stochkon Heeres gestatten würden. Von dies«, Erträmeugen «nlÄgehsnd, konnte man viel früher zur Auslösung von Behörden und Stäben sckreiten, die jetzt erst aufgehoben»»erden sollen. Air nennen als solche die Krieg» tefegraphen- und HeereOfunkabt«- kmgen, Geneiokinstektiorien derÄavaNeri«. dleGeuevlrkdnfPekllo»«« der ArtilleeieschieGschiblen, Panzerzüge, General-Inspektion de» MlNtän-Erziehung»- und BAdungSwesens, die Gouvernement» von Berlin, Köln, Graudenz. Mainz, Metz, Strahburg, Schorn, Königsberg, Ulm und Pose«, die verschiedenen ArtiUerteschtetzplätze usw. M» ein Hohn klingt e» gttadezn, daß die GoitveenementZ Metz. Strahburg und Pos« jetzt»est aufgelöst werden sollen. Oder sollten stranzofen und Pol« gnädigst«n» gestattet hoben, daß die Stäbe dieser Formatronen w Ruhe doch ihre AufiltsungSarbei ten beenden können? Biel wahrscheinlicher scheint»S uns, daß diese Behörden auf das eiligste auS den Nestunzen verschwunden sind und weder Material noch Akten und Belege mitgenommen haben. Unter diese Stäbe wäre zum mindesten sofort ein dicker Strich zu ziehen gewesen mit dem Zusatz: Erledigt I Wunderbar erscheint auch die Bestimmung, daß jetzt erst Stärkenachwetsungen anzesordoch werden, die als Grundlage dienen» sollen für die Veranschlagung der Geldmittel für die noch bestehenden Abwickelungsstellen. AuS dieser Fassung gehl ganz klar hervor, daß man die freiwilligen Truppen ahne Rücksicht auf den. Geldbeutel der Steuerzahl« hat frei schalten«nd walten lasten und der Herr ReichSwehrmimister ganz und gar kaltgestellt worden ist mit seiner Einwirkung auf die Gestaltung und Miede- rung der Truppe. Besonder» befremdend laute« auch die Möglichkeiten, daß die Übergabe der nach dem 90. September 1910 noch bestehenden Einrichtungen an die Zivilberwaltung nnS die Umbtldrmg fämV kicher Einrichtungen in die deS neuen Heere» S*3 zum 1. Okttber nicht durchgeführt werden könne». Es wird jetzt in Deutschland bei der Regierung so die!. geschoben, daß man auf den Gedanken kommt, al» ob nnt digser Verzögerung der Umgestaltung auch Schiebungen verdeckt werden sollen. Ans der Meukschen Lehmlvhle. Die Anschukdigiuzgen de» GeinevalS v. Deimling gegen die gcwissemlafeu KrirgSverlängerer im Großen Hauptquartier herben die Alldeutschen ganz au» dem Häuschen gebracht. Nachdem ihre Presse den General beredt» a!» II iw* hängt je« denunzier hat, kästt sich die„D««ls«be TageSzettnng" fetzt..von autnnterrichie.te? Scitf" schreiben, daß Herr V. DehnGag im Jahre 1014«iS ÄorjfSlomman- baut in verbrecherischer Weise seine Regimenter oem Tode aus- geliefert habe. Wir könne» diesc Ano�lbe» natürlich nicht nachprüfen, und es wird Sache de» Herrn v. Deimling sein, darauf zu antworten. Wir sprechen aber der alldeutschen Presse das Recht ab, sich m derartigen Angakeyenheit« als Sttbenwächter aufzuspielen. Während de» Kriege» haben eine Unmasse deutsche Generäle mit dem steb« der ihn« unterstellten Mnuifchaften in der verbrecherischsten Waise ge- spielt. An der Front«nd in»er Etappe wurden die Soldaten von ihren Borgesetzten betragen, während diese hungerten und darb- den, spielten die andaren, die vorgesatzten, den großen Herrn, und feierten bei Wein und Sekt die.Siege", die die Sotdad« mit ihrem Leben bezahlen mußt«. Diese» System stmd die«lldairtsche Presse durchaus in der Ordnung; sie stützt und terteibi# es noch heute. Venn sie all« jetzt gegen den General V. Deimling ähnliche Vorwürfe«hebt, so tut sie die» nicht der Wahrheit zuliebe, sondern aus Haß daß em Mann, den sie seither zu ihrer Sippe zählte, den JW» J strichen hat, die Tinge beim richtigen Rennen zu nennen. Sie«MlarWsqe SenfTion. D« verband der inaktiven Unteroffizier� Mannschafte» hat in letzter Zeit mehrere Persa««*"Aj abgeholl«, in denen feine Sprecher ziemlich.energisch F Rechte der Mannschaften gegenüber den Offizieren eintraten- � hat den Kommandeur der Ib. ReiclzSwehrbcigade, Herrn,_ Reinhard, in d« Harnisch gebracht. Er verbietet de»»M � teestevten Truppenteil« die Zugehörigkeit zu direm der Begründung, daß er fpartakistischer Nmtrie° dichtig sei. Dafür stellt Herr Reinhard den Unteroffizieren i Brigade anheim, dem Verband der aktiven UnterokfiM� � zutretet,. Sonderbarerweise hat e» aber auch dieser Verban reit» mit den reaktionären Offizieren verdorben. Denn mandeur der 9. Reichswehrbrigade, Freiherr v. Wangen? � verbietet in feinem Befehlsbereich die Bundeszeitung � bände», angeblich, weil dieses Blatt da» gute Verhält«» i Unteroffizieren und Mannschaften untergrabe.£,( Aus all diesen Aaußcrungen geht hervor, daß die jede freie Meinungsäußerung der Mannschaften nniec � ?luch die Hetze gegen die republikanisch gesinnten OfT'3'* t. «natthatK weiter. Die ReiäWvehrbripads 1 hat rn em � Heime« Of»fizier»hefvrech«ng den Beitritt 9" pnbkikani scheu FÄHrerbund verboten. Mitglieder de» verband«» deutscher Offiziere, einer strengen wouar Organisation, zu werden, ist niemand verboten. Der denr der 20. Rcichswehebrigade, Gener akmajor Graf W fee, ist«sogar 1. Vorsitzender deS RoticmalverbcrudeS. Und da» ueunl Herr RoSke keine Politik in» H*et Aber es geschehen noch viel tollere Dingel So ieJ» Rachrichtenblatt de» Repnblikanifcheu FührerbundeS zu .DaS Gemoratkoinnlando de# V. A.-K. bersetzies»�f�, f web«I �au» politische» Gründen� nach Schlesien. Der g# MehrhettSsoziattst. In Schlesien wurde dieser Tag««"! zier abgeM,»tif er mit dem mehrheit»s»fiallstis«en nete« Pecker verkehrt hatte. Ein anderer Offi z« A«I> folgt, weil er während der ersten M � ge datenrat gosofstm hat. Solche Fälle fiwd d-utz--'� NOhM*.",$4 Die«Mt»v»stHche Reaktion ist akso wieder oben. stud »eMuhfassung über die Sinanggesetze M«rs�w�'"\Wrk« � anzunehmen, immerhin hat er aber doch politisch«we � !»e»tu»s.- Auch wir glauben, daß diese Haltung der � Hften die Beschsußsasiimg über die Fi nonägfi«#« � i« M»«e« wird. Sie die RechtSschpali sten« bei d« st alle reaktionären Bestimmungen geschluckt M auch bei den Steuergesetzen.?chre jetzige»ppostt«� S«ylab6«d der Areieu SoziaZWche« Zmesd. Am Sonnabend veranstaltete die Feeie Sozialistische Jugend in den Prachtsälen Alt-Berlin einen Kunstabcild. 93 ist zu begrüßen, daß hierdurch der Arbeiterschaft Gelegenheit gebeten wurde, Stellung zur Kunst zu nehmen und durch sie mit sich selbst und der Sehnsucht nach neuen Lebensformen'«mig zu werden, über mann kann nicht mit Werfe!, Becher und Ehre«stein, kaum mit Hasenclever, beginnen. Man darf Beufe, die sich in ihrer Betonung des Geistigen und Ab- leugnung de» Stofflich-�egenstänölnhe« zu Satzklumpen un. erhörtesten Kampfes ballten, nicht Menschen bieten, den« sie noch fremd und»rnver stündlich sein müssen. Sie mögen, ja sollen am Ende stehen— doch nicht-nn Anfang. Der Abend begann mit eimer guten Wiedergabe de» Fried- mann-Bachschen Orgelkonzertes durch.Heinrich KoSnick. Dann sprach F. A e n z l e r Gedichte v« Wersel und Setz, später noch Latzhos„Der Kamerad". Hinter den flammende« Schreien der Dichter stand der Sch-mspieler Reiben Poophetie war ein klein wenig Eitelkeit und Pose. Ander» Olga Woja«». die Gedichte von Else LeSker-SchiAer vortrug, und vor allem Hans Rosenberg mit Versen von Bechier, Ehrenste ü» und Hasenclever. Hier überwucherte Empfindung, war Einheit der Auffassung zwischen Dichter und Interpret.!ft»m Schluß lasen fte gemeinsam Iwan Solle„Fr«. den»fest". Hier, wo das»etd jener viermal MS Iteiegetage in Formen klarster Schönheit zrnm Aasdrack gebracht ist, fand« sich Leser und Hörer. Zwischen den Boriesnngen spielte dq» Echerchen. guartett einen Satz an» einem Streichquartett von Hermann Scherchen, der gesättigt war von dem dchferenzierten Empfinden der modern« Musik. Der verfall war laut und dankbar. E. A. * PokkSkmist. Unter dem Slam«.Volkskunst",.Veranstaltung der revolutionär« Jugend" finden im kommenden Winter in d« Philharmonie jeden Sonntag nachmittag Konzerte und Rezitation« unter Mitwirlung erster Künstler für di« arbeitendt Jugend zum Eintrittspreise von 1 Mark statt. Etwaig« Ueberschüsse komm« ohne Abzug der Sache zugute. Sämtitche Orgamsatton«(Arbeiter- und Lngcftellten-AuSschüff« usw.), die hierfür Interesse haben, werden gebeten, Ihre Adresse her Volkskunst. Berit« ffi SS, oder dem VerbandSbursa» der U. jö. K».Schrcklerstraße s, aufzugeben. Msstektmg emerdslsser SAftler. In der MSsteTungshalle deS Schöneberger Rathau- s t» stellt die Genossens ch a st erwerbsloser Ätn stier Berlin», Plastiken, Zeichnungen»nd Gemälde au»(Ein- tritt 60 Pf.). Die Ausstellung hält ungefähr das Niveau der Großen Berliner Kunstausstellung. E» fehlen nicht die üblichen dilettantischen Abmalereien von Landschafton, Menschen»nd Tie- ran, über deren Gleichgültigkeit sich eigentlich' nur Georg W i l k e und I s e u st e i n(Zeichnungen) erheben; auch nicht die nur scheinbar interessanteren„Phantast«". Mit der Großen Ber- liner ist ihr auch gemeinsam, daß sie vom plattdn Naturalismus hinübergeht zur kühnsten Abstraktion(C. Ehrhardt und Krantz). Vermutlich wäre d« erwerbslosen Künstlrrn mehr ge- b«lf«, wenn sie chre Arbeiten gleichfall» in der Großen Ausfiel- lussg am Lehrter Bahnhof zeigen könnten. Man sollte für da» nächste Jahr dort alias zusammenziehen� auch sine Künstlet. die nicht«mer Gruppe angehören und j«e, die zu Genossenschaf- ten zusam meng«schl»ssen sind. Ja man sollte auch alle vauerwer- bung« der Berliner Museen dort» einig« Räum« ansstrllsn. Ein Raum für Architektur, am besten mit Einrichtung zu kine- matographi scher Vorführung, wäre selbstverständlich. Dm»» hätte d«S Publikum am besten Gelegenheit, sich ein künstlerisches Urteil aus allem Material zu bilden. AdolfBehne. Eine Ausstellung der kriegsgefangenen Künstler. Für die au» der Jnternierung und Gefangenschaft zuruckkehremi»« Künstler wird«ine Herbstausstellung geplant; behördliche Unterstützung ist zugesichert. All« Beteiligten, auch die Angehörigen d« Zurück; erwarteten und Qiefaßetien, in deren Nachlaß vielleicht Schätzbares vo-rhaicden ist, wollen bei der Geschäftsstelle dos Wirtschaftlichen Verbände» bildender Künstler, Berlin W 62, Lutherstraße 48, Namen und Adresse «Zustellenden Künstler selbst gewählt. Sie wallte Künstler besonder» stark»ertreten Hab«, die Herrn nicht gefallen. Die.Freie Jugertd" ging dabei von satz au», die Bilder zu wäthl«, die sie für eine erst« stestung am goeigvetft« hielt. 4. Die Werste der stellwng Berlin-Osten'sind diesekben. die auf lurftrer� � „Sburm"-AuSftellung gezeigt werden, ö. An»>A sammlung, deren Besuch stet» unentgeltlich gewesen'- x» Bilder zu KunswuSstellimgen verliehen worden, wo» s». Behne bekannt ist. Die Privatjammlung ist sekbftve���£* den©onesfen zMämg�g. Auf meine Jnitiatide bat gruppe der Freren Soz-alistvchsn Jugend z. B. auch-.. jeiv" Gel, rauch gemacht, ö. E» ist unwahr, daß„Der«iu Militaristen Konzesstonen gemacht hat. ogalb'"' H e r w a r t h Expressionismus fllt Arbeiter. Zu diesem Artikel von Ndobf B e h n e m Nummer 378 der„Fchiheit" ersucht un» die Direktion deS.Sturm" um Abdruck folgender Feststellungen: 1. Die Initiative zur Strurm-A usftellrmg Berlin-Osten ging van ntir au». Dir •Freie Jugend" hat da» verdienst, auf meine Anregung sofort cftigegctngen zu sein. 2. Sämtliche Einnahmen dies« Aufstellung gehören der„Freien Jugend". Die AiiSstelllmgÄosten trägt.Der Sturm".-Es kann daher vom einem.flott« Geschäftsbetrieb de« •©Uran" wicht die Rede sein. 3.en zum größten Tolle in Deutschland ftbetfriwi �% kannt. Biel verspottet wurde Leoneavallo komponi-st Wilhettn» II., in dessen Auftrag er � Raland ven Berlin" schafft« wußte. Da»»eck»«»«« «usgeftchrt. fiel aber vchtstäudig bueetz. 0»% O»ff«t< icher Gortrag in der Treptow-Sterutl�ktc- � „Dänemarks Küsten und Häfen" spricht Dr. HanS SP' unter vorfsthrrmg von Ächchtldern«n Mstwoch, de« abend» 1% Uhr, 1 \ wf '4 für d« Ob«s *"5 'MX b- tt" „K 3*#" ,#('* « S-" zwisch� « ;K fC SS laflf1'. K S S i*£ * R%,._ � n"r da�u, den Mafien Sand tn die Augen ichntn nr j die bürgerlichen Vartsieu wissen, "Gerüst. lcchme Oppssition der z»ech»»so»iaüst«n Ae RomkttwolaW b> AaW». % � b»%, 'Qnkt**t. lautet: �-«„tweet* "D« oritticnJTonfcrtKä hat biSH««"* Konteren v»r- ■ "'«mt>mz> treu feefixlftcti wird." �,.-«, 2 n t- öain fttjkcllten NttivurwmD«u«fü|tm. «V 1 & i 0 Asylveicht von der Wenk bedroht. toi, Wien, rt. August.(H.N.) N*ö'.u"5Jcuc Tag' Don zuverlSssiger Seite erfährt, hat die ftt*"rgrenrng auf dem Weg« itber die hiesige Mjssim, ©«rtteafterreiihB die Mitteilung zukommen kfik�Q f?« sie für bk Persun Vela Khun» verantwortlich und ° f«llz«; Dkla Jkhun gelingen sollte, au» dem ihm �I�nen JnterniermigSorte zu entkommen. k Wien, 12. August.(H.N.) NiU ebec offiziösen Erklärung der deutschöstcr- Atdj. � Regieruna irber da» den ungarischen �-mmunisten �jeni ��lrecht heißt eZ u.-.: Sollte die NuStiaferung ein«» Kommunisten, denen wir Asyl gewährt haben, wegen (:%, Verbrechens verlangt werden, so hätten dieGe- * n.?? ber Vorschriften der StrafrechtSordnuug p, entscheiden, X':,,«.�n Vesetzen de» internationalen Recht» de« Ausliefe- stattzugeben sei»der nicht. Solange die Au»- HLr" � bewilligt ist. hat di««»«rwaitung sich darauf»» zu verhindern, daß der Aufenthalt in �witsch. b*n den Bolksk»nunisiar«a»u uwgchehllchen Hau»- � � � Ginmi�chimgen in bsx Blockade wrqmms. t Z>ie m H.N. Wie», 12.»ngust. °»te" Freie Prefie' erfahrt, daß die Blackad« twr Ungarn g«st«rn aufgehoben wurde. «ien 3wr Ragiermigsbvdlmg öt Llngsm. ..Vis b,J5*m*. CTkettwng de« Hasiandfch»wuwÄhawwß.) r Nkx., f'to,u,te die imgirtisthe AoatitionZregierung noch WT'��ttUnJv f***4", da die«arhanMungen war den Eintritt der «stm nech nicht fmm«bstchlich g-Iemmon sind. SN» C*%0%��»aramh begibt sich jeht nach Budapest L»m' iT" die notwendigen Entscheidungen«etrassen wer- s?«Nd v. �ndersiündniS mit den«onferenzmächt«, herzuftel- �•t'onolKrfawmhmj daidmegltchst einbernfe» g» ��rolyi ulkt die GefakirÄn der fiisalLon. gemäßigten Elementen in der Arbeiterschaft geführt zu werden scheint, wesentlich gebessert hat. In allen Eisonbahnwertstülten b»ginnt der Streik abzuflauen. Selbst die illtrikor.ker- dative JBoston Transtripa" schreibt, daß Präsident Wilson dem amerikanischen Bolschewismus«inen schweren Schlag verseht und viel dazu beigetragen hat, daß die gemäßigten Arbeiterführer ihren Einfluß nicht verloren haben. Wilsons Rede vor dem Kongreß findet sowohl beim Publikum als auch beim Kongreß fvlbst Anklang. In Rew gW ist Aoijchen den Schanfpieleru und Thea., tordirektoren noch keine Einigung erzielt worden. Zehn der Haupttheater sind noch geschloffen. Wie das Pwsseburea» Radio au» New S)»rk meldet, fit der. Streik der Transportangestellten in Brök- lyn beendet. Die Ersenbahnangestellten haben ein« von 15 Fsihrern der Angestellten unterzeichnete Erklärung veröfient- kicht, in der zum Ausdruck gebracht wird, daß die Arbeiter nicht die W ficht hätten, das Publikum durch Gewalt oder Krieg«in- zuschüchtern. Die ArbeilerbewMNy i« Zapan. Amsterdam, 11. Angust. Laut„Telegreas" sind in Tokio die Seher in den AuS- stand getreten. Jnfolgebeffea wschernt zum ersten Male in der Gr- schichte der Stadt keine Zeitung. Der Streik kennzeichnet die augenblicklich in der gesamten Arbeiterschaft Japans herrschende Stimmung. Die Forderuiegrn der Arbeiter stirb: Höhere Löhne, kürzere Arbeitszeit, mehr Rnhotage. Die Regierung widersetzt stch der Anerkennung der tvewerk- schaften. Infolge der unter den japanischen Arbeitern herrschen- den Beunruhigung ist eine Krifi» nicht auSgesihloffen. Vevorskehevder Streik der belgischen Stlmks- beoWte« und Vrüffeler Skraßenbahner. H. N. Haag, 11. Au-zust. Wie der.Nieuwe Rotterdamfche Tourant" anS Brüsiel mel- det, haben gewisse Kreise der Staatsbeamten und Ange- stellten tn den Minister i-«n beschlossen, in den allgemeinen Streik zu treten,««am ihr« Korderungen nicht innerhalb 8 Tagen be» willigt«erden. Dem Premierminister wurde dieser Beschluß «itgeteitt. Da» Personal der Brüsseler Straßen- bahn droht gleichfalls mit einem Streik, wenn die Gesellschaft nicht oll« Krau«, entläßt, die sie in Dienst genommen hat. E» handelt sich zumeist um Witwen von Soldaten oder Frauen von verwundeten. gelehnt und beschlossen, daß auch die weiter«, Verhandlung«»«kk dem Arbeitgeberveriiand mir durch die freien Gewerkschaften ge» führt werden sollen. Dies« haben auch bereits cnn Dienstag Vor» mittag dem Ärbeitgeberverband neu« Verhandlungen angeboten, Der Ärbeitgeberverband des chemischen Großhandels hat Verhand- lungen für Montag, den 11. August, in Aussicht gestellt. Die Streikleitung befindet stch in den Sophiensälen, Sophien» straße, und können authentische Informationen nur dort«ingeholt tverden. Der Achtstundentag der Bühnenarbetter. Ein« am Sonntag abgehaltene Versammlung de» technische» Personals der Berliner Bühnen nahm folgende Resolution an: Di« Vollversammlung deS technischen Bühnenpersonal» von Groß-Berti« protestiert mit allem Nachdruck gegen die Bestrebun» gen de» Herrn B r e g o r i, Vorsipender der Vereinigung künft» lerischer Bühaerr orstände, den Bühnr.iarbeitern den Ächtstunden- tag durch einseitige Information an die Behörden illusorisch zu machen. Da? technisch« Bühnenpersonal wird mit allen ihm zu Gebot« stehenden Macht- mittel« an dem Achtstundentag festhalten. Herr Bregori soll sich hüren, da? technische Bühnenpersonal durch Son» derbeftimmungen über die gesehliche Arbeitszeit zu provoziere», Nottage in der Korsettbranche. In einer äußerst traurigen wirtschaftlichen Lage befinden sich noch die in der Korseitbranche beschäftigten Arbeiterinnen. Auch hier Hai das Unternehmentum noch Gelegenheit, die Frauenarbett auf das unerhörteste auszubeuten. Leider ist die Organisation mxl? nicht io recht gediehen. Eine mähig besuchte Versammlung befaßte stch am Montag abend mit d>?r Ausstellung von Forde» rungen. S a l e w S k h teilte den von der Kommission ent- worfenen Tarifvertrag mit. Geforde»* wurden Wochenlöhn« für Zuschneider 130 M, für Zuschneiderinnen usw. 76 M., für Büstennähe rinnen 84 W., Ststke rinnen 87,50 M., für ungelernte Av» beide rinnen im Aller von 14�19'Jahren 22,50— 40 M. Der Urlaub so« auf 8—18 Tage festgesetzt werden. Arbeitsgerät muß von den Firmen geitelkt werden. Ferner wird«ine Wirtschaft»- beihilf« von 100—300 M. verlangt. Heimarbeit darf an Betriebe» arbeiter nickst mehr abgegeben werden. Di« Versammlung nahm! den Entwurf diese» Vertrage» ohne Aentarung an. »U? >! H a a 1, 12. An« ist*(H. N.). # cä" Vin toitb»emeldet: Ein Sanderkorresp-ndent der Me 'n Prag»ine Unte»r»hnng mit dem Grafen s-Ste, daß die 2«#» stch noch verschlimmern würde, ».«SoiH, �.1,,a6f die Lage noch viel sth lb«' S st- rn nicht sofort das»stenropäifche Problem zn ich{mefen, aber der --»n Kirf,..-———,.... schtt««« gemacht, da 2Ä'7 S% da»*«»•*»ritzet werbe. Anarchte, ver. Und herrschen seit zehn Monaten überall in >'d-. �»efir„"i" indusirtt-e, und wirtschaftliches 'scheu Littel für Nngmn nttb alle anderen»st- a�en�.*% kr�a s-»ial i st» s ch r S�cw». Z�oi-"-cht»j,, Korrespondent darauf hinwies, daß«an im 5«»,,,'»uin bot( sozialistischer Demokratie halte, sagt« Ii, tote«ie man ww, aber»wischen der % �iitüroa,. L I®fWon bestehe und der Demokratie so wie 'Si,, i'otf&i«, lLl,cfiw,rt toerven müsse, bestehe ein wesrat- i!ch< o,tltCrfche, bürfL1 cVr Demoralisation, dir in Ost- J'dctt tBerS.'ridittgien der wohlhabenden Klaffen %*r f f» viel �,"r!u. MK�.ftu. d�m?.°"' müssen aus alle mögliche»eise p. ibte frühere Arbeitskraft wieder znrück- &' o 1, /' vitb � weiter über den Vozialtstenkongreß LSq l'"«iclnno nrra8"*** w,c" �»«en gegen die h>tn.'""t nicht? T*" muff« und ein dauernder Nricde in L�e j. rtscft«in;n' J"" lommen, solange die Aristotraten in ��tfIthI,0tn rette,, �'"� murftich demokratische Regierung allein *"**1. �dreensall, bl.ib< e? der Kern für a-we „V die Merikmische Arbe!lerbewe«mg Amsterdam, lt.»uqust. �TimeS' avs Sashsn?' »>- L'"schlo»? �age w der«mtnkamfchen Jtvbustri« danl ' mit der Wilson eingegriffen hat, und weil ' router den Arbeiter» augendlickttch meist vsa de* H"«lIöS<,af" melden die Sie Mlkseudmg der Gefimgeneu. München, 11. Nugust. Die shostreftumdenz Hoffmamr meldet amtlich: Die bayerische GtaatSregierung hat bei einer An- fvage nach der Rückkehr unserer Gefangenen neuerdings die RcichSleiftmg ersucht, alles daran zu setzen, die s o f o r t i g e Rückkehr d«r Kriegsgefangene« ztt-ermög- l i ch e n. Die Reichkleituny hat daraufhi« mitgeteilt, daß »ohez« täglich b« der Entente in Versailles Vorstellungen wegen unserer noch zurückgehalteney Gefangenen erhoben würben. Di« Entente nehme aber nach wie vor den Ttand- Punkt«in. daß gemäß dem Friedensverträge erst nach Ratifizierung die»boldmüsilichste Nücksendung' der deutschen Kliegsgefangene« zu beginnen Hab«. Da von den Staaten der Entente, die Ratifizierimg erst anfangs Sep- tember zu erwarten fei. würden wir mit der Rückkehr der Gefangenen von Mitte September ab zu rechnen haben. Dt« bayerische Stoatvregrernng wird auch weiterhin nicht» unversucht lofien. die baldigste Rückkehr der Gefange- nen zu ermöglichen. Der Wille unserer Krieg Sge an«? ist allerdings letzten Ende» entscheidend. e-iiitii nuM' ,|,i..... ii | Gewerkschaftliches. Der Gtrett im chemisth«« Großhandel. Die Stveikleiwng teilt un» mit:?» werden von den der- sthiedensten Seiten Ungenauigkeiten über das Entstehen de» Streik» un chemischen Großhandel verbreit«!. Tatsuch« ist, daß von den Angestellten Brrhandlungen� über einen Tarifvertrag am 81. Mai durch die beteiligten Verbände, den Zentralverband d«r Hand- wngSgehilfen und den Bund der technischen Angestellten und Be- »mten, mit dem Ärbeitgeberverband der chemilchim Industrie und d«D Grohhandel» angebahnt wurden. Seit diesem Termin fanden eine Reihe von Verhandlungen statt, wobei e? sich zeigte, daß Aus- ficht für«in« Einigung nur mit den Arbetigebern der Industrie, jedoch nicht mit dem Großhandel möglich s»i. Die Arbeitgeber de» Großhandels erklärten wiederholt, daß sie infolge schlechter Ber- dienstinöglichkeit nicht in der Lage seien, dir Säß- der Industrie okzeptieren zu können. Die» wurde in voller Sachkenntnis von den beteiligten Angestellten bestritten. Abgesehen balon, daß die Arbeit»lesstung eine? Angestellten, ganz gleich, wo sein Tätigkei!»- gebiet liegt, im Greßhnndel wie in der Industrie dieselbe ist, muß festgestellt«vrvden, daß die überwiegende Zahl der Firmen de» Großhandel« mit Leichtigkeit in der Lage wäre, für einen Buch- Halter ein AnfangSgehali von 860 SU. bei den heutigen Verhält» nisten zu zahlen. Während soweit die Berhandlungen gemeintzim mit der Industrie und d«m Großbaudel geführt wurden, zweigten sich die Arbeitgeber de« Großhandels plötzlich von den VerHand« lungen ab. Daraufhin stellten die Angestellten dem Großhandel am 18. Juli auf Grund einer Versammlung die Forderung, daß bis 81. Juli der Tarifvertrag getätigt sein muß. Der Arbeitgeber. verband des chemifthen GroschandelS erteilte an die Arbeit»- gemrinschaft freier Angeitelltenverlninde seine Antwort dahin- gehend, daß ihm weitere Zugeständnisse unmöglich seien. Diel be. deutete, daß sie Arbeijgebcr für den eben erwähnten Buchhalter glaU 100 M. weniger boten, während dl« Industrie 850 M. anerkannt hatte. Gteichyeiiig brachten die Herren Arbeitgeber zum Ausdruck, daß ihnen weitere Verhandlungen als wenig aussichiS- reich erscheinen. Daraufhist beschlossen die Angestellten und Ar- bester, weil ihnen gar nicht? weiter übrig blieb, am Montag, den 4. August, einmütig den Streik. Den beteiligten Arbeitern wur- den Verhandlungen überhaupt abgelehnt. Di« bisher»erbreitete Meldung, wonach die Angestellten nach Glntrstt in den Streik neu« Fovderungcn aufgestellt haben, ist unwahr. Die Angestellten und Ardeiter vertreten nach wie vor die schon seinerzeit dem Arbeitgeberverbond unterbreiteten Forde- rungen und verlangen, daß der Großhandel die Sätze her chemi- scheu Jeidnstri« nnerkennen soll. Asic Sfrtfkcr&er haben am 4 August unter Führung hcS stentralverbandeS der HandUmgögehilsen unv de» Deutschen TraiisPortarbeit-r-tl?erk>and«S den Streik durchgeführt. Erst am narhjalgenden Tage meldeten sich ander« verbände, um die Füh- rung dcS Streik»« übernehmen. Die» haben alle Beteiligten ab- Die Berliner Mitgliedschaft des Zenkralverbands der Glaser kam in stirer Bersammlung am Montag abend im Gewerkschaft?» hau? nach der Ersfcrihxiu? deS Vi? r tet iahte»berichte s zur Frag« de? llebertritt? zu einer größeren Organisation. Zu diesem Punkte referierte Pur für st und fiihrte aus, daß die B er schalt lg u ng« frage schon lange im Verbände diskutiert werde. 1000 n n d 1012 fei dereit» schon die Hälftever Mitgliedschaft für den llebertritt gewesen. Der Hauptvorstand habe damals durch Schiebungen erreicht, daß der llebertritt wicht zustande kam. Da» Beispiel Der Unternehmer geige, wie nötig ei ist, daß die gesamte Arbeiter- schaft in großen Verbänden zusammengeschlossen ist. Für die! Glaser kämen in Betracht der Holzarveiterverdailii und der Vauarsieiterverband. TS könne stch aber nur»m den geschlossenen llebertritt der Mitgliedschaft handeln. Am Sonnabend findet in ganz Deutschland Urabstimmung statt, Notwend-ig sei der Zu.i einem Vortrag» de« lbenossen Dr. Herz über.München une � Vierter Kreis. 39. Abt. Mittwoch, den 13 h. M-, l melnfaener Zohlavend in der Schulau la, Hausburgstr�«>- des Genossen Schroii« über.Religion und Erziehung:- verewskalender. Int. Bund. Ortsgruppe Neukölln. Donn«»tag den 14. August ab jeden Montag und 1— 8 Uhr, Rathaus, Zimmer 481, durch Arbeiterrat. Aoholungslermtn für Mshl Montag, den 11,, abend«' Verantwortlich für die Rsdoktlon Alfred Wielepp-��n- Veilagszenofienicholl..Zieiheir. e. C3. m. S H. Berlin.�» Lindendruckerei und Leriagsgefelljchai! m. d. H, Schlffbau Die Frei® He?t 13' gelc.Egt morgen zur Ansg�e r Soeben neue Nummer erschienen! er Sozialist. (ssrilher Sozialistische k4u»>anä»po!lr!k). 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