flintlptsfe 15 Pfennig« 2. Jahrgang Vonnerstag, den 14. August Mlg Nr. 387 /B 176> �IbenS. Ausgabe �nfrroH fo(t«n dl- achlz-sp-It. Nonp-r-iII-z«il» oder d-r-n Raum WO Ott, nJottonj-tj-n da» f-ttg-dnirfl« Wort SO pU jede» mtittre Wort 20 pf. r-u-runzozutchlag to pro;.. Dil jamtlien. u. rtrfammlungtanuinrn fällt der Aufchlaz fort. 3n',ra'e de» daraus- folgeuden Tag mülsen fpälcflen» b>» z Uhr nachmittaz, bei der Lspedition aufzez-dm fei». Inserat en-AbleiUmg: verlw RW. 6, Schlssdauerdamm 19 Fernsprecher: Amt Norden»7« Bcdüm'-Organ i>pr Vmfifiängfyen Sopalömiütmtfp&eutrd)lani>s ■ A.'.»•»-■ Maffenverhallungen in Vudapeft. Jas Dglen der Ordnungsbeslie. (ß CJ'VWW t JJC UICIV» UUÖ jUWUUPHl. UVM- �'fchesnf» 0 �«ifrig sl bemüht, alle im Lande befindlichen � unschädlich zu machen. Bisher betrügt die Zahl der ihnen bV°» d a p e st verhafteten B-lschewiste» 7000. Unter '' e i#» k � ou� fcet PrSstdent der früheren Räteregiernng lie*16»./ r® 0 r 6 a t», sowie zahlreiche Krane« und Mädchen» »guatorinnen tätig waren. _ R. N. Sie«, 14.»ugnst. ,�eite Freie Presse" meldet aus Budapest: Die«en. sozialistische I�erpellaÄoa rvegsa Ungarn. «n,» H. N. Haag, 14. August. *"**«« r*** wirb gemeldet: S a ch>i n hat die Absicht, die �re Stellungnahme bezüglich Ungarns und de? "Ssantrittz des Erzherzogs Josef zu interpelliere». Die KabüiettsbÄdmlg in Ungarn. H. N. Wie«, 14. August. Vi K 1 Bildung des ungarischen Koalitionsministerium»«st ViS- �. 7'Msier nicht zum Abschluß gekommen. Eine neue � dadurch eni standen, daß Erzherzog Josef den � Ministerpräsidenten Friedrich beizubehalten öi«.•°-6her ist eS auch nicht gelungen, die Sozialdemokraten, S zn- �ustriellen Gewerkschaften augehören, zum Eintritt in �S-sed?�'� Su bewegen. Die Beratunzen werde» jedoch viz Schechen mtb Eüöslawen gsgen bis WiedsrHrcichtung der Monarchie in Ungarn. z. H.N. H-ag, 1*.»»g"ir. W* �lri8 wird gemeldet: In tschecho-slowakischei: und sud. weisen ist man über die Gefahr einer Wtederh«. u*.1 �bsburgischen Monarchie tn Ungarn sehr besorgt. Äi. �cho.slowakische IriedenS-Delegat'.on wird wahrscheinlich fttai vf€ Srcg« eine Erklärung in der FriedellSkonferenz 'n i\Pi% sicher die Jugoslawen anschließen werden, �uch <>l-ö€n rumänischen Kreisen verfolgt man die En.wlcklung WJn;?e in Ungarn mit sehr gemischten Gefühlen und �2- keineswegs mit einer Wiederaufr'chtung der "h'e in Ungarn. Der Blut- Josef will keme Monarch«. Wien, 14. August. �«ttefer deS Hollandsch NieuwSbureauS ist auf Grund ...� a»»d�n�--• Erzherzog» Jos« f '""r tes vouanoicy s-,euw«i i � Scffrt � Genehmigung de» E.WW.. � ermächtigt, daß der Erzherzog monarchistischen �'edend,", iirn steht. Der Erzherzog lehnt mit aller Eni- ?df di-« Äumubung oft, daß er in irgendeiner Richtung • wwffjtr~ i»— j.____ rc:„ fUi e®ntfrfir.-5'JnJut'UTI'S af,< �8 er in irgenociner ai.aßun eink-�we. nK'"e. i>er allein zuständigen Bollsvertretung Ein litf,, ren tsirr Monarchistische System in Ungarn wieder «vr �sticht,;"s lir erfüllt ausschließlich eine staatliche bürger. "uSQfir 0~** yie'W zugewiesene Mission eines Ver. öo,�'ch sg'.rj; wird alle ihm auferlegten Pflichten auS- tj,/ Souverän."' wie e» die Rücksicht auf die unzweifel- Crffg'''ttI de» BvlkeS fordert. Alle Gerüchte, die mit stehen, oder die dem Erzherzog und m-v zuschreiben, find auS der Luft ge- wtderfp�� Tatsachen. ��llvijche Knvdßeblligen ln Seskerresch. itw,®6"tfo toi.:„ Wien, 13. August. �°,!.'"'brren«!!!.."" s-nden in Graz, Linz, Salzburg @.**' und nt Kundgebungen der BvlkSwehr, der 'Viu0' 8 f b r'�u�irmerie für die republikanische In to ,n fehäci,.'0."Uwcsenheit der Spitzen der zivilen und mili« das wurden Entschließungen angenommen, beton: wirtn� Fesihalten an der demokratischen �tk! n'8,i�e?relwlMgenhe».. ***** Knegsgefaugenen noch nicht erlaubt. Amsterdam, 13. August. u Der oLerste Rat habe die HeimbefZrd'erung Herl deutschen Gefangenen jedoch nicht erlaubt. Thurchill legte Nachdruck darauf, daß nächste» Jahr England und Deutschland die einzigen zwei großen Nationen sein werden, die Freiwilligenheere haben, und daß die britische Politik grundsätzlich auf da» gleiche F re i wi l Ii g e nheer zurückgekommen sei, da» vor dem Kriege bestanden Hab«. Der englische Dreibund" und Die Politik der direkten Aktion, London, 13. August.(Reuter.) Beim Schluß der Konferenz de»„D r e i b« n d e»" wurde offiziell mitgeteilt, daß der Antrag angenommen ist, im Hin. blick auf die znr Zeit der Zusammenkunft am 23. Juli veränderte Lage und auf di�veränderte Haltung der Regierung, die Politik der direkten Aktion zu verschieben. Die Ablieferung der ssischereisahrzenge. Bersaille», 18. August. Heue fand zwischen den deutschen Regierungsvertretern und Fischereisachverständigen und den Ententevertretern ein« Bespre. | chung über die Ablieferung der Fischereifahrzeuge statt. Deutscherseits wurde da» Angebot gemacht, ein Viertel der nach dem Friedensverträge abzuliefernden Fahrzeuge innerhalb der vorgeschriebenen 60 Tage nach dem Inkrafttreten de» Der» trage» zu übergeben und drei Viert«! de: abzuliefernde» Fahrzeuge nach den Wünschen der Entente auf deutschen Werften neu zu bauen. Dieser Borschlag hat für Deutsch« land den Lorteil, daß unsere Fischerei keine Unterbrechung zu er. leiden braucht und bietet der'Entente den Vorteil, anstatt älterer, für sie unbrauchbarer Fahrzeuge moderne, nach eigenen Angaben gebaute zn erhalten. Der Vertreter Frankreichs fragte, ob Deutsch. land damit einverstanden wäre, daß die nell zu bauenden Schiffe insgesamt al« Dampfer'gebaut werden könnten. Der deuische Vorsitzende sagte dies zu. Die Vertreter der Ententersgierungeu erbaten schriftliche Ueb ergäbe der deutschen Vorschläge. Sie belgische Äegienmz und die Streiks. Amsterdam, 14. August. HadaS-Reuter meldet aus Brüssel, daß sich die belgische Kam. mer bi» zum 10. September vertagt hat. Der belgische Minister- Präsident berichtete über da» Ergebnis seiner Verhandlungen mit den Eisenbahnarbeitern und dem Bund der Staatsbeamten. Er erklärte, daß uran den Angestellten weiterhin so weit wie mögl'ch entgegenkommen wolle. Durch den Streik würde eS jedoch der Regierung unmöglich gemacht werden, ihre Aufgabe zu erfüllen. Anklagen gegen die amerikanischen Milliardäre Amsterd->m, 12. August. Da» Reutersche Bureau meldet au» Washington, daß in Ber- folg kürzlich gemachter Andeutungen bezüglich bevorstehender Ent- hüllungen über die Eisenbahnen Plumb, der Urheber de» Kontrollplanes der Eifenbahnangestellten, vor dem buadeSstaat» liche« Handelsausschuß zogen d i e Bahnen Anklage er- Hobe» hat. Laut Plumb haben 18 amerikauische Balinen, die augenblicklich ganz oder teilweise von Morgan, Rockcsellcr und Gould kontrolliert werden, Prämienscheine(BanuS Share») er- te ilt, die sich von 1000 bis 1910 auf über 415 Millionen Dollar be- lausen haben und auf diese Prämien Millionen von Dividenden gezahlt. Plumb fordert, daß der Kongreß im Interesse der An- gestellten und des Publikum» unverzüglich die von ihm erhobenen Anschuldigungen untersucht. Er berichtet besonder» von sechs wichtigen Balfuen, die ihren Anteilnehm ern über 250 Millionen Dollar gegeben haben, wäh end die Dividende allein im Jahre 1913 über 11 Millionen Dollar betrug. Er führt auch an, haß sechs andere Bahnen Prämien verteilt haben, die sich auf 101 Millionen Dollar belaufen,«uf die im Jahre 1913 4 Millionen Dollar Dividende gezahlt wurden. Herabsetzung der Lebens'rittkelpreise In Amerika. H.N. Haag, 14. August. Au» Washington wird gemeldet: Präsident Wilson hat vom Kongreß einen Kredit von 175 Millionen Dollar« verlangt und die Ermächtigung erbeten, die Geheimpolizei in den Dienst gegen die NahrungSmittelspekukat'.on stellen zu dürfen. Die NahrungSMitte lvcrwaltung in Rew Uork hat nunmehr die Richtpreise für Nahrungsmittel festgesetzt. Diese betrag«: J8r�e.«t,,w�BiA«-r als die gellend«», � Ein Feldzugsplan der ReMon. Unter dem Vorwand«, gegen innere Unruhen geriistrf zu sein, läßt sich die Reichswehrbrigad« 9 in Lübeck durch die örtlichen Kommandostellen der Noskegarden im Brigade« bereich vollständige Feldzugspläne anfertigen� die nach ihrem ganzen Inhalte nichts anderes bedeute» können, als die Vorbereitungen zum Staatsstreiche, zur Wiederher st ellung der Monarchie und zur Ausrichtung der militärischen Diktat irr. Der aus Befehl der Reickswehrbrigade 9 in Lübeck von dem„höheren Auflösungsstab Nr, 33" in Schwer�« ausgearbeitete Feldzugsplan lautet folgendermaßen: S ch w e» i«. be« 17. Juli 101«.' Häherer AuflSfungöstab Nr. 33. 17. I. D.«bt. Ia Nr 31 persönlich. Äeheim. Au die NeichSwrhrbrigade Nr. S in Lübeck. Zum Schreiben NeichSwrhrbrigade 9 ta— b persönlich— geißeiü wird anliegend Lbcrsandt. 1. Karte 1: 100 000 Umgebung von Schwerin. 2. Stadtplan von Schwerin. 3. Die Beantwortung de» dortige« Fragebogen». I« der Nähe der Stadt ist zur Ausladung von Truppen nur der Bahnhof Holthusen greignrt. Die übrige» kleineren Stationen müssen wegen ihrer ganz unzulänglichen Rangier«, tlogen und der geringen GleiSentwickelung unverück» fichtigt bleiben. In Holthusen können Milirärzüge unter Be- Nutzung der znr MunitionSanstult gehörenden Privatrampe l« etwa zweistündlicher Zugfolge entladen werden, evtl. käme noch Kleinen für Ausladungen tu Frage. gez. v. P. Antworten zun» Fragebogen de» ReichSwehrbrigade- kommando 9 Ia— b.• Rr. 8 persönlich— geheim., (Zu 1.) Nach Ansicht der Division werden mindeflen» ei» Jnfantcrie-Regiment und eine gemischte Feldartlllerie-Abteil»»» znr Unterdrückung innerer Unruhen benötigt. es bandelt sich bei den Genannten auch um Rechts» sozialsten, hauptsächlich um Personen, die in der Arbeiterbe- wegung einen größeren Emfbuß genießen. D. Red.) lZu 9.) Die beiden führenden Zeitungen... er- fassungggebende Nationalversammlung' lassen und die Bezeich- nung Reichstag für dem— Reichstag aufsparen. Der„Vorwärts" schweigt! Di-ses Vlatt scheint also mit dem Betrug, der am deutschen Volke verübt werben soll, einverstanden zu sein. DaS Zentralorgan der Rechtssozia- listen billigt damit diesen neuesten Terrorakt. Es weiß warum: eine Volksabstimmung wurde zeigen, daß die rechts» sozialistische Partei bei der Werktätigen Bevölkerimg ansge» spielt hat. daß insbesondere das klassenbewußte Proletariat von ihr nichts mehr Misten Will._. Die Nutznießer an dem Betrug der Regierung schwel» gen! Dieselben Leute, die im November und Dezember nicht laut genug nach der Nationalversammlung rufen konir- ten, damit sie die revolutionären Errungenschaften des Pro» letariatS so schnell wie möglich beseitigen solle, heute schwei- gen sie, weil ihnen vor der Abrechnung bangt! Die Saboteure des Friedens. Professor F. W. F ö r st e r sendet dem vorwärts* aus Bern ein Telegramm, das die Anklage gegen die Saboteure des Friedens wirkungsvoll ergänzt. Das Telegramm lautet: „Als Deutscher, der 1917 im Putralen Ausland viel Gelegenheit zu authentischer Information über Friedens» Möglichkeiten hatte, bemerke ich zu den Erklärungen des Herrn Michaelis folgendes:_ Erstens: Warum wurds nur die Freigabe, nicht aber die Wiederh erstellung Belgiens zugesagt, die der Entente genau so wichtig war wie die Freigabe? Zweitens: Falls der kaiserliche Vorbehalt betreffend die Befristung des Zugeständnisses ebenfalls weiter» geleitet wurde, so gab es keine Möglichkeit zum Frieden, da die Gegner mit Recht darauf bestanden, daß die Wieder- gutmachung einer Schuld keine Befristung der» trage und auch kein Handelsobjekt sein dürfe. Drittens: Warum wurde nicht wenigstens der Eni- schlutz zur Freigabe Belgiens öffentlich ausgesprochen, statt der immer wiederholten Allgemeinheiten und Zweideutigkeiten, durch die eine bestimmte Wirt- schaftliche, politische oder militärische Abhängigkeit Belgiens keineswegs auSgeschlosten wurde?. Ganz zweifellos hat dieses Schweigen und diese.Halb- Heft die damals sehr zum Frieden geneigte öffentliche Me> nung des Westens völlig lahm gelegt und dadurch die bahnung von Verhandlungen entschelden verhindert. Lord Lansidowne sagte „Das d eu t fch e Vo lk wird in bezug auf die M o belogen, aus denen wir den Krieg fortsetzen inulst» Diese Worte durfte die deutsche Press« � mals nicht veröffeutlichen. Bielleicht helfertj* jetzt dem deutschen Volke, zu erkennen, wo die wa? Schuldigen der Kriegsverlängerung zu suchen sind-�.. Hoä)achtnngSvoll F. W. Mister. Bettclheiw iu Wien verhaftet. Wolfs meldet W*#* daß der ungarische Kommunist Bettelheim in einem ne r Sanatorium verhaftet worden ist. Der»-v... w ä r ts* hatte die offensichtlich tendenziöse Meldung gerlicher Blätter, Bettelheim sei nach Berlin gefluchte, � •13_ ii__ QitfrtwfcS tut � gerllcyer Jöumcr, Mneryeim iei mmj»eruu reits mit der Ueberschrift:„Angenehmer Zuwachs fa:„ lin" versehen. Seine Ausgabe ist immer die gleich«- Stätte für die Verbreitung aller Lügen zu dienen. � Beihilfe für Veteranen. Wie in den Fahren 1917 und � so sollen auch in diesem Fahre den durch die Teuerung �j, geratene» ehemaligen Kriegsteilnehmern, die die Bete � Hilfe von jährlich ISO Mark beziehen, eine emmalige Zmag- 50 Mark gewährt werde«. Die deutsch-polnischen Perhandlungen. Fn der vorv�� den Sitzung mit den polnischen Delegierten ist eine Vemjw" � über die Bildung von Kommissionen und NnterkommifN> Vi. m..t__ VT_____«roitfvnivfi vorwnw». über die Bildung von Kommissionen und unlerlommnn die Verhandlungsgebiete erzielt worden. Mittwoch vormi- � im Neich&ministerium bei Innern eine Besprechung 1, � Behörden über die hiermit zusammenhängenden FragM ll nrvS�T*«» VrnirSt» Ktk* tfVtpifrmmrr her ciltÄcltTCn«ACliOt*. � locporoeit uwr CTC yieTNtir �'4"i« mt � besondere wurde die Beteiligung der einzelnen Resser..-�d> verschiedenen Kommissionen festgelegt. Die«rgentuchm. lungem dürften in den verschiedene» Kommissionen« oder Anfang nächster Woche beginnen. cJj.Wk � Dir„Deutsche Zeitung", daS alldeutsche Revancher'»-. � für wnbestrmmrte Zoll verböten worden. Diese 2-"-5� gö* nicht allzu lange dauern, da Herr Notcke«nr soziatii rv tu-ngen aabiTai«nterbrückt. � g? Ende der LebsnSmittelrstisnHeWuptg in GchttztzdÄk. ...... rungSkommWon ha---------------|-- � Mtichrationiening vom m SckMn''" kommen. Ansfpe---- aal? mm., jm____ nährnngSkommWon Hai bei der Regierung beantragt. pack Milchrationierung vom 25. Angikft»6 anfqnheiben. /> in Säroeden die-letzte Rationierun gSbestimmung m ww mm. in Mülhausen. Nach amWimß## Jt' Haufen im Msoft« haban die BaumtoMspinnem«« 1«" � P Bei*«« ausgesperrt, West Jw gegen de» Wwea lwÄgebeo Montag ßeiertsn. (imöwWaeiq der 11. S. st. Ißt Wß Am zweiten Tag ihrer Beratungen(siehe Nr.�SR der � it") besaht« sich die LarcheSversanunlung«ns'akrvw Frage der Regierungsbildung und bei �attl itt � Die Genossen Lipi nlki«nd Segrr referiertem Ü7 vah-ii« führlichen Debatte wurde zumeist zum Ausdruck gebracht» � sn Regierungsbildung mit den Rechissozialisten zu Die Teilnahme an einer Koalitionsregierung mit oc � liehen Parteien wurde van alle» Rednern abgelehm. v" Antrag, der sich grundsätzlich gegen eiue Reat« bildn'ng mit den R« chtlsoz io li ste n ssuSspri�t in namentlicher Abstimmung mit 97 gegen 29 Stammen. „Die außerordentliche LandeSversammlun� der?.»« en Ecqialdemokra tische« Partei Sachsens erklärt stch ß =----*--- ei»sa«e ätz l ich gegen«t«« gem i i ldu n g"der U. S. P.»nd der S. P. in Sachsen. cfi halten der RechlSsozialisten in der Landesarbeit:rrat-i � die Berhänyung de! verschärft� p Freitag, dem 8. Slw.)*,• v,. stigerungSznstande» über Chemnitz und daS torf � � gierungltruppen unter der klassenbewußten A�l v', ßcrtdiiät Blutbad haben erneut klar bewiesen, daß» llfl> n- sozialsten he» Boden deS Klassenkampfes verlassen ho das L«ger der kap-italrstisch-militärischen<�genrew>lu F gelaufen find. Sie fordert die Arbeitcrsä'afi Sachen» � allen revolutionären Mitteln de» Kampf für den S'L. � zu führen. Unter diese» Mitteln steht in vorderster y- *'■■"" tcbi» _____ rl trm die Rätediktatur, wie ihn daS AktionSP- U.S. P.D. vertritt.* ze« Dagegen wurde die nachstehende E n i s cht'.«%" antf Landelvorstand«! mit 69 gegen 18 Stunm nonrmenr Deuksche äaMUOet aus der Kriegszett.') I XL F« einem Gefangenenlager. Neun Monat« lang mußte ich in einem Kriegsgefangenen- tager, einem ehemaligen StaatSgefängniS, die.Segnungen" staatlicher Freipensiou über mich ergehen lassen. Eiuel Tagel kam Leben und Bewegung in die Bude. Zimmerleute traten an »nd zimmerten richtige Käfige für Menschen,«och enger im Verhältnis, als unsere Humanität sie gefangenen Tieren im Zoologischen Garten zubilligt. Großes Raten unter den Ge» fangenen aller Nationalitäten: wozu das alles? Da kam die Lösung: eine; Tages knarrten die eisernen Tor« und drehten fich in den Angeln, und hereingetrieben wurden Hunderte von Belgiern. Es waren zwangSwei; deportierte Arbeiter und wenige Bürger, die sich m't Recht weigerten, Schergendienste an ihrem gemitzhandelten vaterlande zu leisten, indem sie in Achriken und Bergwerken fron den sollten, um Material zu Tage zu fördern oder zu verarbeiten, das eines Tages in Ge- Salt einer deutschen Kugel aus deutschem Gewehr ihre« belgi» Schen Brüder» inS Herz dringen könnte. Dies« Charakterstärke war ihr größtes Verbrechen, um dessentwillen die damalige Militärclique die Aermften jetzt wie gewöhnliche Verbrecher �'�Wir�anderen wurden von diesen �Zestlingen" streng ab- aesondcrt. Schwerste Strafen wurden dem angedroht, der e« unternehmen wollte, mit den Belgiern ein �Gespräch anzu» knüpfen, durch Zeichen sich mit ihnen zu verstandigen oder gar de« Hungernde« ein Stück Brot zuzustecken. Der Lagerlourman- wMm» � sprechen, eine ganze halbe �Stunde lang: gen«, wie Wk bk geistige goOer et». Heß sich der Lagerkommandant semie Opfer, dw chm besmwerS hjeiTU geeignet erschienen. zu sich kom.nen, drehte �«q vr. Alst b« �reihet!". ihnen, schreckte sie«nd versucht«, sie mit allen unerlaubten Mitteln kirre zu machen. Gelang eS ihm nicht, dann sah der Aemnste sein«, Käsig nicht wieder, sonbern wanderte ge» radewegS m den Arrest. Ein Unterschied war zwischen beiden kaum, nur ein anderer Name. Dann setzte der zweit« Grad der sftlter ein. Man beschnitt den Ausgehungerten die ohnedies so kärgliche Ratio« und setzte sie auf halbe Kost oder Wasser und Brot. Zuchten Vr Brt�iet will ich hier feststellen, daß meinel Wissens Seiner der Aufrechten zum Verräter an seinem armen Vaterland geworden kst. Erst nachdem Briefe, nicht zuletzt von mir, wofür ich acht Tags in den Arrest flog(strengen Arrest» Dunkelzelle unter der Erde, von der eisführen Fulda bespült, Wasser und Brot, worüber ich mit Hungerstreik quittierte), an den spanischen Bz-tschafwr geschmuggelt waren und Wilson sich inS Mittel' gelegt hatte, wurde die Quoll der Belgier beendet. De. zeichnend ist der Ausdruck, den wir anderen den Belgiern bei ihrem Trott im GefangniShof gaben. Wir sagten stotS: „Dort drunten schwankt der' Totenzug.' Höhlwai�ig. trüben flackerndes Auges, doch unbeugsam« Energie in den Leidens- gosichiern, so schivankten die Gefolterten einher. Uwd noch ein Licht glcnmn in ihren Augen: Haß.«nauKlötschlicher Haß imd Verachtung für ihre Peinig«.— Aber jetzt ist die große Rechnung aufgemacht! Ich haßte die Preußen nicht weniger— nicht wegen der Schutzhaft an sich, denn die gab mir reichlich Mich?, einen Roman zu Ende zu führen—, sondern tragen der brutalen, offenkundigen Vergewaltigung deS Völkerrechts unter unseren Augen; ich verachtete sie auch, machte daran? keinen Hehl, führte die Sache meiner schreib» und rechwunkunbigen Qeidcnsgefälhrten, trat dem rohen ltaserncnhofton preußischer Unterofsiziere entgegen, wu.rbe dafür mit Kolbenstoßen mißhandelt, ließ mich durch den Arzt untersuchen, der ober vorher �auhgeKärt*, schulte mich «inen„Rebelle nsührer" usw. Der Qberausseher denun- zierte mich dem Anzt als„Haupt der Rubellen* und meinte,«die KoibenstSsse feien gar nichts gewesen, die Hirne hätten rnmsprrtze» müssen*. Solcher Demagogie kannte sich der gebildete Militärarzt nicht gut ent- ziehen. stFch dachte, zum Arzt' zn kommen und sehe mich einem Nichter gegenüber*, erklärte ich und Weigerte mich nun, mich aus- zuziehen.„Gut." erwiderte er. Uwmn hoben wrr'S ja schon» eS ist nicht? zu sehen, ich will dal gleich festlegen, unt> jetzt können Sie ja Anzeige erstatten. Die Richter werde« wisse«, woran sie mit Ihnen find. Bestrafen müßte man Sie noch wegen— Simulation.' Doch habe ich die Verletzungen durch Mitgefangene mir be» . itätige» lagen. Die Anzeige unterdrückte natürlich der Komma«- ÄnzeiS' dant. Ich könne ja gegen ihn Beschwerde führen, Gericht ginge feine« Fall* durch i Was de* � fchtoetde herausgekommen wäre, kennt mar ja eine Krähe der anderen«cht die Augen aushackt. Run kam auch für mich der Tag de! TrotzeS.� � kam heran. Und Friede auf Erden, fangen in � lügnerischen Glocken. Wir im Lager rüsteten zum Ziehharmonika wurde hervorgeholt, ich gab meinem Kvlr�choniuim so viel er benötigte; Franzosen, Russen,� Polen, Deutsche— alle traten bei mir an, und so dem Korridor, der gegen die Belgier mit schwerer B* 1 0" rikadiert war. Hier wurde Posta gefaßt, und fetz* TJ. immer der gute Quetschbasten und meine getreue F1® la" immer oer gute uueriamqjen uno meine geu-wt v~natt mochte, da? wurde ans ihnen herausgeholt, und alle 1°. gßtP und weit hinanl, daß die Spießbürger draußen, k'' rüsteten, erschreckt anfhorÄen; el erscholl die—'* 3* laisel Im deutschen Auchthaul Krü�sgofangenen � ZS' *mr kiiiAPti iVn r�vhIiiHnsvrri»« iSnArrfffttTff unfc" � in � verficht und Mint und Vertrauen aus eine rächende o'l Herzen unserer armen Belgier. � Nicht weit entfernt lag dal große Haupklager. wurden Belgier gefangen gehalten. Zivilinternierte rai.�„tlcP? acken gezogen, waren elektnich Drähte, die ttnt ihre Baracken gezogen, Trotz schwerster Strafandrohungen warf eine! TogeJ TevnSi»*(TVM' /»»waw* "S lender Pvilu einem hungernden Belgier einen Zwirta stürmte die Wache im Sturmschritt herbei, und im nach!' e blick war der unglückliche Franzose auf der SP'« deutsche» Landsturmbafonettel anfll' gw' Mnel TayeS besuchte eine ruMch« Ko-mlmU'wn vj-' rang einer Schwester die Gesangcnevtager. Fm de» Potemckmsche Dönfrt gebaut. Die Leiterin der � � war aber feine Katharina. Der Schwindel kam f„ hatte Russen zu Schützengraben arbe iten nach dem.(# schüft, davon waren mehrere«it zerstümmeüen schmettert bau de» Kugeln ihrer eigenen fcanoSssw sg penpsserr die ja nicht wissen konnten, daß dio Dei-kswst� Mißachtung des Völkerrechts zu. Arbeiten in der st � wendeten) ms Lager zurückgenommen. Schlennigft tjt in ein« Baracke zusammengetrieben, die Fenster und fT nagea und oben am First prangte ein EchW: steckungSgchchrk* Der Lagerkommandant beschwor£ eigensten Interesse die Schwester, von dem Besuch SHOfiand zu nehmen. Die Schwoster saKe nurr JÜ, Herr da» wacht Mch».«l» i iiij»" TO®0®® � Soxsald eino?ratte c9, Mc privatsapitali. n, und die Ausbeutung der Arbeitzkraft u-dd-e i» und die% cenaustaufi «»H fc-»-»------- I fellschastung der Warenproduktion iredizu führen. MJMMW --'t--------' �WonZmuS bekennen.-.,1 bie S*anbc?t)er mmm.. i I. ftSfe"»,.'«1.!" � ST ■-i"— Z...WIU.. W ' W"S'efcimg der Mi kZ'KKTK'Lr . fl�»nf«®ertretct bürgerlicher Parteien in Ministerien. seiner Reichstruppen au? Sachsen, Errich- "kiterich�.� ans den Reihe« der Kassen'beVufxten Ar- l* �Rrfung der Funktionen der Anbei terräte » Sslki'»enl>?Itung der Gemeinden und der Be- *4 dex to® H'dfsmi-ttel der Veraesellsch-Ftung der Produktion ��.�au�tavscheS. Zufammenfasswng der Arbeiter gerate in einem LandeSarbeitervat.(§ 20 de» bor der Wirtssihaft nach so .------ begonnen und energissch Ueber�übrung der wiichtigsten Pro- .---- und Forst. mtum. s«? Grund- Sch u I z« sDr«»den) hielt hierauf einen Vortrag k'"�'ndeprogramm. Der Redner legt« einen H mitlH bor, die Bcschkustfassung hierüber Ivurd« »$nt i&r} Mehrheit abgelehnt. �ichsu�rjff'e Aussprache entstand über einen Antrag, dast ein Parteitag der U.S.P. e i n b« r u fe n werden solle. �ÜUno Anschluß an die g. Internationale in Mo»kau *"(t Die Redner waren übereinstimmend der Aus- "Wt''!■'-----...IWn.. 15 >tbe r "«nmen; � �audekbersammlung mSgr bekchliehen, daß ei der U.S. P.«inberufen werde, um "saw»."ehmen zur Fragede» internationalen J"' für m U"e ber Beratungen wurde ein Antrag angenom- �fklör»�. heimkehrenden Kriegsgefangenen Flugblatt herauszugeben. Aus aller Welk. NN Krieg sgofangene bei cfmctr Eiploslon getvtek % TO � Versailles, 18. August. 'kten afg" 1,011®not Mischen Founnie» und Hirsau explo- e 11* �4«rnt unter vielem �-ngt. �hllos Dichtung. Essai unt. Potttij durchein- »I, kin' i;tirk,St ifl der Menge einiges rech: Gute. So : nn n*rj ta<: v-m Otto F la ke �Landlung": Gm- m, Alchen>!. noch männlicher, twutal geistiger Stärke * staubt''9- zum Erlebnis werden, aussaugt und ihrer vi« Hillers.G. Wyneken- ErziehungSlehre «l birgt bei aller Erfassung de« Noteoend.gen tt der Slwar virtuos alle Probleme beherrscht, -mer geistschillervden Oberflächlich- eoften �rwt9l fetner m fcerfeH&en Sa mm- � � SS�H.ükd)«Uten Gedicht von Rudolf Leonhard tvffeln nicht zu genießen waren. ES besteht die Nermertung, daß der Gesellschaft gefällig sein Wollende die Erklärung an de» �Vorwärts" verbrochen haben. Und wer veranlaßt den.Vor- wärtS', von der unverbesserlichen.Freiheit" zu faseln und dao _...- i-'«%»•. Ol Dr. Friedmanns Verdienste Dieser Tage ist zu Ehren von Dr. Franz Friedmann eine vom Professor Dr. A. Dührsen-Berlin verfaßte Fest- schrift erschienen, in welcher starke Reklame für die Fried- .tiannjche Tuberkuloseforschung gemacht wurde, ein Unter- sangen, das bereits in sachverständigen Kreisen nicht miß- zilverstehenden Widerspruch erfährt. Es sind etwa 10 Jahre her, da erregte es in der Oeffenb lichkeis großes Aufsehen, daß Herr Friedmann mit seinem Mittel an Waisenkindern, die im städtischen Waisenhause in Nummelsbirrg untergebracht waren, Versuche unternommen hatte. Diese Versuche waren erfolgt unter Zustimmung des ärztlichen Leiters deS RummelSburger Waisenhauses, Pro- fessor Dr. Müller, ohne daß die städtische Waisendeputation davon Kenntnis hatte. Als sie davon Kenntnis erhielt, tat sie den weiteren Versuchen Einhalt. Sie mußte das tun, weil weder Herr Professor Dr. Müller, noch die Waisen- deputatron ein Recht hatten, ohne Zustimmung deS Er- ziehungsbcrechtigten Versuche irgendwelcher Art an den ihrer Obhut anvertrauten Kindern vornehmen zu lasten. deren weiter« Entwicklung niemand kontrollieren konnte Weder Herr Dr. Müller, noch Herr Dr. Friedmann konnten an dln Kindern, die auS der Waisenpflege kamen, oder in entferntere Pflegestellen gegeben wurden, auf längere Zeit feststellen, welche Wirkungen die an den Kindern vor- genom.nenen Impfungen hatten. Soweit, in Einzelfällen das geschah, wurde behauptet, daß schädliche'Wirkungen nicht eingetreten seien, oder eine Verschlechterung des Zustandes eines mit dem Friedmannschcn Mittel behandelten Kindes sei auf andere Umstände zurückzuführen. Gegen diese gegen die gesetzlichen Bestimmungen ver stoßenden Versuch« an der Etadt anvertrauten Kindern richtete sich die Kritik in der Berliner Stadtvdrordnetenver sammlung, die im Auftrage der sozialdemokratischen Frak tion Genosse Dr. Wehl geübt hat. Der Verfasser der LobeS- schrift auf Friedmann, Herr Professor Dr. Dllhrsen, kann es sich nicht verkneifen, Genossen Wehl dieserhalb anzugreifen, unserer Meinung nach vollkommen zu Unrecht. Die Benutzung von Waisenkindern ohne Zustimmung der Er- ziehungSbevollmächtigten war unzulässig und mußte entschieden gerügt werden. Dem Professor Dr. Müller ist da mals auch ein Tadel erteilt warben. Wenn Eltern ihre Kinder freiwillig für Versuchszwecke hergeben, so ist das eine andere Sache. Im übrigen ist allen solchen Mitteln gegenüber die größte Vorsicht am'Platze, um nicht unnötige Hoffnungen zu erwecken. Der Tuberkulose ist nicht ledig- lich mit Impfungen beizukommen� sie ist vielmehr eine eminent soziale Erscheinung. Sie ist nicht zuletzt abhangig von der Ernährung?» und Wohnungsfrage,' und deshalb wird mit Recht großer Wert gelegt auf fürsorgerische Maß- nahmen auf den verschiedensten Gebieten. D« unverbesserssche �Vorwärts". Der.Vorwärts" hat sich wieder«inrnal hineinleg«» lassen. Gegen imierc Veröffentlichung über den Verkauf minderwertiger, kaum genießbarer Kartoffeln durch die Omnibusgesellschaft ver- äffentttchteser«in« stustfirrft, wonach die Arbeiter und Angeftellten e» mst Freuden begrüßt hätten, daß jeder sich 20 Pfund Kar- löffeln aussuchen konnte, und sie hätten gern dafür 15 Pfennig für da» Pfund bezahlt, sie würden noch recht oft von einem solchen Angebot Gebrauch macheu» denn die Kartoffeln seien sehr wohl genießbar und nicht völlig verdorben gewesen. Der.Vor- wärt»' bezeichnet die von ihm veröftentticht« Zuschrift als von den Arbeiter« und Angestellten der ZcntralwsrksMtt herrührend VertrauenSrGinn übersmidt. genährte Judonhetze Kurfürstendamm und allen öffnet, die die Arbeiter in Misskredit bringen können. Widerrufung und Entstellung ist seine Parole. Do» beweist der Vorwärt," fast taytSglich Nnssssmikssche AusschveSungen. Die durch Plakate und Flugblätter fuhrt« am Mittwoch abend an der Ecke des__________________ der Ioachimstaler Straß« zu schweren Ausschreitungen antt- semitischen Gelichter?. Auf der Straße werden von engagi»- ten Leuten antisemitische Flugblätter und Schriften verbreitet. Dabei werden Reden gehalten gegen die Juden. Am Mittwoch abend trug einer der Burschen, vor dem alten Taft des Westen», auf einer Stange«in Plakat mit der Aufschrfft:..Judengegner, lest, dos Deutsch« Wochenblatt!" Es ereigneten sich wieder UN- s'efähr die gleichen Szenen wi« an den Abenden vorher, aber diesmal wollten einige jüdische Herren dem Unfug, gegen den ftin Polizist und niemand von den recht zahlreichen.OrdnungS» truppen" einschritt, ein Ende machen, und sie nahmen dem Flugblatiberteiler seine Zettel fort. ES entstand ein großei Krawall und ein junger Mann wurde von Raufbolden zu Baden geschlagen und schwer mißhandelt. Als die Herren, dl« sich gegen den Skandal aufgelehnt hatten, dann zum Bahnhof Zoologischer Garten gehen wollten, folgte ihnen der anff- semitische Pöbel unter Bedrohungen und Schimpfworten. Plötz» lich fielen au? der antisemitischen Gruppe mehrer« Revolver- schüsse. Einige Personen wurden verletzt, eine der Ver» wundungen scheint ziemlich schwer zu sein. Ein Herr, der dem bis dahin von keiner Polizei gestörten Auftritt beigewohnt hatte, fuhr rn einem Auto zum JoochimStalschen Gymnasium, wo sich eine mKtlirtsshe Sichcrbeitkwache befindet. Sein Ersuche«, man uächt» ein paar Mann zum Schutz der Ordnung ent- senden, 44»?.' mit dckr Begriindung abgelehnt, die Sicher- heitSwach« habe nur die im Gymnasium befindlichen militärt- fchen llteusilien zu bewachen. Schließlich erschienen doch«och Polizisten und trieben die.Gruppen auseinander. Wenn Unabhämgige sozialdemokratische Arbeiter sich de« zehnten Teil dessen erlaubten, wo? der antisemitische Pöbel sich erdreistet, werden Maschinengewehr« aufgefahren, wie da» schon gegen harmlose Versammlungen geschehen ist. Hier haust das aniisemitifche Gettibier. als wenn eS allein(tf bestimmen hat Anträge der N. S. P. D. im Roten Hanse. Der BerNn« Stadtverordnete nversamuMng sind folgende Anträge von de» Stadtverordneten Dr. Wehl und Genoffen«nterbreftet wardenc 1. Di« Stadtverordnetenversammlung wolle beschließe«, de» Magistrat zu ersuchen, im Interesse der Berliner Bevölkerirntz bei der preußischen Regienung gegen die beabsichtigte Militari» fierung der Berliner Polizei Protest zn erbeben. 2. Die Stadtz verordnetenversammlung ersucht den Magistrat, wegen Ibebe» nabm» der Volkskaffties und Spei sechallen in städtischen©ctxiel mittler Gesellschaft in Derchandlüng zu treten. Wegen Herstellung falscher Fünfzlgmarkscheinr find geste», mehrere Personen in Hast genommen worden. Die Falschschein- fabrik befand sich in der Pcrlebevgerstraße M, Ivo der Stein« druckereibesitzer Hermann Schieß in drei Stockwerken des Haufe» mit etwa 26 Angestellten ein« Druckerei betreibt. In dieser hat Schieß die Falschscheine nacht» mit Hilfe des Fuhrherrn Han» Neuburg, Kehrbelliner Straß« 88, und des Kaufmannes Karl Schwenlch au» der Mclesstraße 10 hergestellt. Hauptvertreiber waren der Schlächter Franz Schiel«.----- tember. r|l v 4« V«V/. V* V» jr 1* I»»-*»♦ rv. �«». w»»",._„—-|—- Beginn de» VorberestungSkursu� am 8. Sep- Aus den Organisakionen. Sechster»res«. 18. Abtelung. Margen(Freitag)»deich 7 Uhr Oerfoimtifwig in der Schulcrula<örünthol«r Straße h. Vortrag de« Den.»(Her:..Die politische Situation". Vereinslalevder. Fat. Sund htt KriegebefchSdlgtein.-Teilnehmer U. SlnkerdNebene» Ortsgruppe Reinickendorf, Bezirli Oft: Freitag, den 16. August, abends TA Uhr, Mitglloderversammlung Im Restaurant »astanienwäldchen, Residenz straße. Ecke Pankower Alle». verantwortlich für die R-daktlon Alfred WIelepp. Reukvlln. .Frcch-it".«. 0. m. d H. Berlin.- Druck der Lindendruckerei und Berlagsgeselllchait m. b. H, Schistdauerdamm 18 und durch den VertrauensWgnit Demgegenüber stellen tott fest, daß es sich um Fntterkartoffetn handelt«, die zum Preis« von 6 Mark pro Zentner gekaust war- den, den Arbeitern zu 15 Pf. pro.Pfund, also 15 M. pro Zentner, angeboten wurden. Ferner lassen»te Arbeiter der Hauptwerk- statt. Hof 14, unS durch ihren Beauftragten erklären, daß die Kartoffeln nicht z>u genießen waren. Unter 40 Pfund war nicht eine gute Kartoffel; noch keine 10 Pfund waren stückweise zu Ilartoffelpufser zu gebrauchen, sie stanken direit. Auf dem vrftoriaspeicker haben die Arbeiter nur einen Ver- I traaenSuvann. Der Mann hat erklärt, von einer Zuschrift an den [jOaaoäxUr nicht» gu wissen; er erSäa aber auch daß die Kar- ä/ämimi# soeben erschien iIlttlllllSSMIMSSSetSslMIIMMtlMIIIIIIUMSIIIIIIIillllltlMIIIMIIIIIIIHIIIIIIIIIMIIisllllllllll PROTOKOLL über die Verhandlungen| des auj�crordenilichen Parteitages der usro Berlin, 2. bis 6. März 1919 Preis 5.— Mark BERLIN NW 6_ VerlagsKenossenschaft.Freiheit*, e. G.m.b.H. Schiffbauerdamm 19 BcVanutmachunge«. < tl. Em 3teltoft den 15. Eugufl 1915, beginnt der erlauf der stodt. Bulter auf Butterodschnitt 3 der peisefettkarte. Au>f jeden Ebschnllt werden 50(Stamm pim Preise von 0,70 EL verausgab t. Mit Ablauf von Mittwoch, den 20. August 1919, pediett Abschnitt 3 sein« Vülliglieit. 2. Am Sonn abend, den 18. August 1919, deginnt ver Derdauf der slädt. Margarine auf Margarine- Abschnitt 3 der Speisefetlkorte. Auf joden Abschnitt p>e.dsn 100 Tramm zum Preis« von 0,80 PL ver- «uogabt. Mit Ablauf von Donnerstag, den 21. August ■1919, verliert Margarineadschnitt 3 sein« Gültigkeit. 3. Der Stadtgcineinde ist«in kleiner Posten ivuchweizenmehl und Buchweizengrütze überwiesen. Di» Ware soll ohne Abtrennung ein«, Feldes der debensmittelkart» zum Preise von 1,60 M. für 1 Silo- Prainm verkaust werden. ' Geschäftsleute, welch« sich am Berka-rf beteiligen «vollen, können Bezugsschein» im Zirmnar 460 des Nathause» in Ew-psang nehmen. 4. Sipuloec steht zum Sauf ohne Lebensmitrellrarten im folgenden Geschäften zur Derfügung: Fiedler, Echönivalder Str. 94, Schwuchow, Schönwalder Str. 53, ( Braumann. Potsdamer Str. 49, Stadt. Verkaufsstelle im Rathaus. Der Verkaufspreis für 1 Silogramm betragt 40 M. 5. Honigkuchen. Der freihändige Berkauf von Honigkuchen findet tu folgenden Geschäften statt: Schladitz, Slosterstr. 5. Schladitz, Charlottenstr. 28, ( Geschw. Borger, Lynarftr. 36, Botz, Lulherstr. 16. Denifell«, Moltkestr. 45, ftonfumoeiein Mercur, Eigendorf, Reuendorfer Str. 102, Lange, Jäger str. 2, Milrus, Breite Str. 81. Bsrkaufspre:» für 1 Kilogramm beträft Geschäftsleute, Konditoreibefitzer, Inhaber jvon Kansitürengeschästsn, Bäckereien und Gastwirte, können noch täglich Bezugsscheine gegen vorherige pezadlung in unserem Lebensmitteibureau, Zimmer 400, in Empfang nehmen. 6. Auf Grund de»§ 8 Absatz 6 der Verordnung Aber die Bewirtschastung von Milch und den Be kehr mrit Mich vom 3. 11. 17 wird darauf hingewiesen, ssotz di« Milch im Haushalt aus Gefundheltsrüchsichten sofort abzukochen ist. ' 7, Die Reichsstelle für Gemüse und Obst hat in Abänderung meiner Bekanntmachung vom 28 Juli 1010, Rsichsanzsiger, Rr. 160, die Erzeugerhöchstpreis« für folgende Gemüfearten mit Wirkung vom 9. August 1919 ob neu festgesetzt: Preis[e Pfund in Pfennizon. Kote Möhren und Karotten aller Art einschl. i der kleinen runden Karotten ohne Kraut 6 Pfg. Kohlrabi.............. 4 Pfg. Fi uhiveitzkohl............ ö Mg. xrichwirsingkohl...........7 Pfe. Berlin, den 8. August 1919. dar Vorsitzende der staatlichen Verteilungsstelle für Srotz-Berli». I. E: gez. Eich man«. Bon der Handelspreiskommission sind auf Grund, 9er von der Erzeugerhöchstpreisdommission gefaßten! Beschlüsse folgende Höchstpreise festgesetzt, welche auch jür di« Stadt Spandau gölten. Großharrdel Klestrhaiildel fttft« Döhren und Karotten aller Art ohne Kraut..... 10 14 K ohlrabi..,«*»##, 3 11 �rühweitzkohl........ 9 12 krühwirsingkohl....... 12 16 Die Preise treten sofort in Kraft, lieber» schreitungen der Höchstpreise werden auf Grund der Verordnung gegen Preistreiberei vom 8. 5. 18, R.G.5JI.£95 mit Gefängnis und mit Geldstrafe bis tu 200 000 PL oder einer dieser beiden Strafen be- 9ra,t. Der M. ■■niiiiiuiing�—— aB3B3aE Dentscher HetailaMeM'erbflnil Vorwa'tnngssteUe Berlin. Todes-Anzefge! Den Kollegen zur Nachricht, daB unser Kollege, der ScUo,ser Max Achtel, Neukölln. SteinmeUslraSe 110, am 10. d. M. an Her rech wiche gestorben ist Die Verbrennung flndet am Freitag, den 15. August- nachmittags 3\ Uhr, von der Leichenhalle des Krema- torinma Banmscbulenweg. KleiholzstraBe, au statt Rege Beteiligung erwartet Ferner den Kollegen zur Nachrieht daB unser Kollege, der Schmied Hermann Adomeit am 12- d. M. an Herzkiimpfe gestorben Ist Die Beerdigung Bildet am Freitag, den 15. August. naehmlttags 31 Uhr. von der Leichenhalle de» Nikolel- Kirchhofes, Prenzlauer-AIIee 7. au statt Reg* Beteiligung erwartet Nachruf: Den Kollegen zur Nachricht daß unsere Kollegin] Gertrud luhlke am 9. d. M. an Lungenleiden gestorben ist Den Kollegen zur Nachricht daß unser Kollege, der| Schlosser Boeck [ am IL d. M. an Lungenleiden gestorben Ist Ebre Ihrem Andenken 1 Die Ortsverwaltunc. 18. Abteilung. stkreitag. den 13. August, abends 7 Uhr Nitglieöer- Versammlung Grüntlialer Straqe 5(«chul-Aula). Vortrag und Delegiert-nwahl. Die Abteilungsleitung. W. Fiedler. Welt»Theater Vornehmes Licht;pie!haus Schönhauser Allee 144 | Wicderesöiiszuns am Freitag:, den 15. Ao�rasl I Spielplan vom 15.— 18. August: Schmutziges Seid Amerikanischer Sittenfilm, 6 Akte Großes Beiprogramm! Orchestermii Ik! Vollständig renoviert Neue Direktion. Sr. med. Kurl Relnltcrdt Berlin, rotsdacißr Strasse 117 la. t Ulzowslrassej Haut- und Harnarzt Die neu eingerichteten städtische» �dezial- vert-iufsktcUen babrn in der Pevölterung prosten Aul laug gesunden. Diese Bertauss- stell u befinden sich in sämtlichen Stadtteilen und umfasse» folgende tSeschäfte: N!arqi:ardt. Nimenstr. 15. Kersten, S'egefcldcr Str. 116, Licdtke. Millelsst. 18, Schulze, Hoheuzollcriiring 102, Raezineti,«ttteiiuKg 6, UDirtsch Verein. Sicmensstadt, Nonnen- tmniiii-Tlllce 92,93, Aiichhalle, Beilincr Str., Schlverdtfkgcr Aachs., PichelSdorfer Str, 100, (ssrosciie, Schönwitldcr Str. 20, Wcndtlaud, Lynarfir 19, Nadt, Strclitz-Str. 8, Hinrichs. Äonnindaium-Allec 86, Weist» Hasrlhorst. Zur Zeit find vorrätig: frische Kohlrabi 10 Pfg. pro Pfd. rote Möhren 1».„, srrb. Pstauuienmus 1,00 Mfc Je Pfd. ferncr Kar'offelrtärkcmehl 8,00,,. Kartoffel grics 1,*0 m» n Kartosf lfioete«. 1,0« n m 9 Kartoffelscheibe« 1.20 m w 9 ferner Backobst 8,00* n* Bekmmtmachtmg betreffend de» Ersatz für einen verstorbenen Abgeordnete« zur versaffuiizgebenden preutzischoa Landesoersammlung. 1 Nachdem bet im Wahlkreis Berlin gewählte Ab- geordr.eie für die verfassunggebende preußische Londesversammlung Dr. Hugo Heinemann verstorben ist. hat gemätz§ 7 der Vero.dnung über di« Wahl«» zur verfassunggebenden preußischen Landesoeisamm- lung vom 21. Dezember 1918, in Verbindung mit§ 59 der Verordnung über die Wehlen zur Verfassung- gebenden deutschen Railonalversammlung vom SV. November 1918 der Dahlaitsschutz in seiner heutigen Sitzung den Dreher Ost« Frank in Berlin. Rorduser 14. als den gemätz§5 20/21 des Neichswahlgesetzes vom 80. November 1918 an Dr. H-inemonn» Stelle ein- tretenden Ersatzmann noch der durch den Wahl- vo.schlag Paul Hirsch gegebenen Reihensolge sest- gestellt. Die» bring« ich hiermit zur öffentlichen Kenntnis. \ Berlin, den 13. August 1919. Der Wahlkommissar (st den JScchHireis verlin für die Dahlen zur ver- jassunggebenden preußischen Lanbesversamnrlung. ?. V; Stobtral. V&h-BfV 1Ä.J'-" bewährte, fachmännlschb Behandlung. Unentgeltliche Auskunft und aufklärende Gratis- Broschüren(Beschreibing sämtlicher Keilver- lahren) in den Sprechstunden von'$12— 2 mittags, ,/*6-—'/glO abends. Sonntags*41 1- I Uhf(im verschlossenen Br cf Mk. 1�5). (T ■• y.-r.; Soeben neue Nummer erschienen! ozialift. (fsrüher Sozialistische Guslandspolitif). AnabiMgige jozialilemokrariiche Wochenschrift. Heranszegeden eoa Dr. Ruä. Brellschelä. Dnt-c ständiger ZNtemnung von: H. Block, H. Haas«, K. KautaFg, A. Stein, H. Sttöbel tu. a. Aböttuemcnt« nfertelJdljTlfd) 6.— 77!?. CinielnuTnmet 60 pf. Bestellungen sind auszugeoeg bei der nächsten Postanstalt, bei den Spediteuren der Freiheit oder in der Betlaqa» genossenscha't»Ire heil" e. S. m. b. Berlin AW 6� i Abteilung Buchhandel, Schiffbauerdamm 19. �/j Beste Geiiseliej'jpigelte! tlQrddou'sotie Gemösebau-Gemsseaic alt 8.6, m.b.H. Berlin C. 2. BurgstraBe 27. Norden 7139. Elsener acundbesitz. In Boden. 30 VerteUuncsstellen in Berlin und Vororten. Bisher ß?er 4C00 Mitglieder. Neuaulnzhmeu kSnueu noch erlolgeu. Kriegsanleihe wird noch kurze Zeit zum Nennwert In Zahlung genommen. Leim kauft ioden�Postc n � Preisen. Barischdiorf, Frankfurter Allee 307. *$##»##«»»##############» KINOVORFÜHRER Kursus beginnt. 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