klnzelpreis 15 Pfennig ♦ 2. Jahrgang LennadenS, Len 16 fiugu/i 1919 Nr. 391/E 178/ MenS-�usgave --'•■•---" �--------«Kita- Xar.n W /»um 1.9ft m f. Ctartamttatlt k'n Pf,u„rC,,T;t!'':' m"?"u""f na�mtnaji»in - ä t Äsrsrsr: gn' erste kosten die achtqespalt. Nonpareillezeile oder deren Raum 1L0 Mk.. wortanzeigen da* ettoevruckte lvort 80 PL jede» weitere Mort 25 Pf. Teuerungszuschlag 70 Proz. Lei Familien» u. Nersammlungsanzeigen füllt der Zuschlag fort Inserate für den daraus- «olgenden Tag müssen spätesten» H» 5 Ulzr nachmittag» bei der CLpedition aufgegeben sein. Inseraicn-AbttUung! Berlin NW.cutj'd)tanös �"8 rechlssoz!alislische5Me!or«lil>>sa»i»i. 3m Bunde mA dem Auswärtigen Amt. keine NegierungZipitzel", hat die Negierungs- fei kx,. mit großer Emphase versichert.„Unsere Par. Sfccfitr,.- j 7.,Jern von dem Zpihelnnwesen", erklären die ®ertopi h* �iiicklich die politischm Kinder, die diesen lind.. �vg Glairhxn schenken und noch immer der Ansicht �hfdbn m x? Legierung und die herrschende reelftssozia- der uns nichts gemein haben mit dem Spihdbctrieb, Di» politisck>cs Leben vergiftet. Thronii, �>cht des für politische Sauberkeit kämpfenden stören 7?. Dringt uns, die Illusionen dieser Leute zu zer- ziel;»' haben schon niehrsach in das Getriebe des offi- eine An /,�ldienstes hineingeleuchtet: für heute mögen -%o(iachen folgen, die das Zusammenwirken der >v�°lvzialjstjschen Partei und des Aus- �fiidUeH 6" � 1:1' e 8 auf dem Gebiete des Spitzelwesens i �$oufe Bellevuestraße 7 befinden sich die Räume der den,., Organisation des Verbandes sozial- Ii n g Cia'>ifd)ei: Wahlvereine G r o s;- B e r- der w Vn rinem dieser Räume befindet sich seit Ende April %u; M Cr Regierung gegründete Verlag f ü r s o z i a l e bandsk,,.� �" 8' der mit dem rechtssozialistischen Ver- fcfoitf.;; reöu Hand in Hand arbeitet. Der Vertrieb von tosür Flugblättern ist seit Monaten eingestellt. lliebjoi, ialioen sich die Angestellten des Verlages in aus« Weise als Regierungswitzel. �u�.�iter des Verlages sind die Herren &rbin\'(" n i g und K n o t h e. die in ständiger ?dechtsin. dem Auswärtigen Amt stehen. Die chie'Wilsten F u h r m a n n, Weiß und Levy sind uptaufgabe der Spidel- �nisiüxxf"«. besteht darin. Material über die Kom- httiiTieln o rte'' insbesondere über ihre Führer zu degia.' Z" diesem Zweck norden bezahlte Spidel ,n.. gt, sjch Hfj kommunistischen Partei als� Mit- Gsipd».' nri oer.kuiiiiiiuiiiiiiiukii- Cuj,.,. /'�"ichreibrn, Namen und Adressen der Führer c>nstn>»,," �sien. Uber Versammlungen und sonsti i."UNnon...—......(Scnifeplnrnn sm I...1. Hl i ii iih.■* sonstige Ver zu berickrten ufw. Diese Spihelorganisation .geirten fast in ollen Berliner kommunistischen --■..»'- nr--- x__ Leiter einer Abteilung im Auswärtigen A m t. Er hat in den letzten Monaten schnell Karriere ge- macht, und gilt als rechte Hand des?ie!chspräsidenten E b e r t. DaS hindert ihn nicht, sich höckistselbst mit der Prü. fung der Berichte aus dem rechtssozialistischen Spitzelbureau zu beschäftigen. Die Lektüre dieser Berichte gilt anscheinend als ein« der wichtigsten Funktionen dieses täleuwollcn Ge- Hilfen des Herrn Ebert. Wir verzeichnen diese Totsache, ohne auch nur eine Spur von Erstaunen oder Entrüstung an den Tag zu legen. Beides haben wir uns schon längst abgewöhnt in der trüben Schlammflut, die uns umgibt, und die wohl am trefflichsten die„vollendetste Demokratie" kennzeichnet, die von den rcgie- renden Rechtssozialiestn ausgorich)tet wird. Di» Verhandlungen in gberschleflen. Die Gewallpolitik wird fortgesetzt. Was wir voraussagten, ist eingetreten: die Reise des Herrn H ö r s i» g nach Oberichlesien hat nicht zur Beruhi- gung der streikenden Arbeiter beigetragen, sondern die Lage noch weiter verschlimmert. Freitag nachmittag ist auch in den oberschlesischen Bezirksorten Beutben. Katto- witz und Königshütte die Abgabe von elektriickrem Strom eingestellt worden. Ganz Oberschlesien ist wiederum ohne elektrisckre Kraft und elektrisches Licht, das Wirtschaftsleben ist vollkommen lahmgelegt. In Kattowitz fanden am Freitag Einigungsverhandlungen statt, an denen die Unternehmer und die Vertreter der GeWerk- schaften teilnahmen. ES wurde zunächst erreicht, daß für l die Arbeiter der oberschlesischen Elektrizitätswerke 10 Pro- |Vnt Lohnerhöhung bewilligt wurde. Ilm den Bergarbeiter- ausstand zu beenden, schlug Hörsing eine Ent- schließung vor. in der zuerst erklärt wurde, daß der Streik nickst von den Geiverkichasten geführt werde, sondern als wilder Streik gelte und daher sofort beendet werden müsse. Nach Beendigung des Streiks soll eine Konferenz der Gewerkschaften einberufen werden, in der über die Punkte»1 Wiedereinstellung der Gemaßreaelten, h) Wiedereröffnung der stillgolegten Betriebe, c) Milderung des Belagerungszustandes, ck) Haftentlassung etwaiger pol!tisck>er Häftlinge vetjjandelt werden soll. Die Vertreter der Organisationen und der Staatskommissar erklären, daß nach eingehender Prüfung den Forderungen, soweit sie bc- reckstigt seien, stattgegeben oder durch die zuftändigen Stellen vertreten werden sollen. Die Vertreter der Gewerkschaften erklärten sich mit dieser Entschließung einverstanden, waS aber nickst viel bedeutet, da sie den Einfluß auf die ober- MßSWZMDMMZZ X! o»..r.. w,;o.So, Ler kMerrevolulionare Aufmarsch im Sslen. Unsere Enthüllungen in dee gestrigen Bbend-Ausgabe über dav Treibe» der russischen MenschenhSndler in Deutsch- land, werden von der Presse totge- schwiegen. Auch die sonst so dementier» eifrige Regierung schweigt. Wir vcriifsentlichen deshalb nachstehend weiter» llnterlagrn über da» Zusammenarbeite» der russischen Konterrevolution näre mit den deutschen militSrische» Stellen. ?�irfcn ��emen fast in ollen Vennner iNiiiiiu»»»,»�.. ['$ nirfu'i,? unterliegt keinem Zweifel, daß diese Agenten �foch. 5% g"k Berichterstattung beschränken, sondern sich �'una?.Vl? Lockspitzel betätigen. Mit der Be- i �Nnt©vitzel wird nicht geknausert. Uns sind Fälle Nfous° die Leiter des rechtssozialistischen Spitzel- 'fcchlt h"ben Kenten Hunderte von Mark im voraus JÜ k»em Spitzelbureau m der Bellevuestraße %»g��tlich lebhast. Es gehen da täglich 15 bis Qu8 und'■•--si-!-.....;u»in«Tiifff» ##### CZZLm. Mi. t "U W.9. Bellevuestraße 7. Dieses- i �-ururoueiirun«>. lii|liQm50fl,mcr!t bildet einen unwiderleglichen Beweis k/'nu; n i,'�varbeit des rechtssozialistischen Verbands- het�WestS. Auswärtigen Amt auf dem Gebiete des K!n Anopftön» r" Wucherpsennig ist Leiter des Verlages, ..eng K(ij; e'ue wahrend der Bureaustiinden mit auf dem '' � cm, f. 'IHUjrcrUJ ucr �liltuniiuimcn um t" ,�'ttn ß-i Verbandes sozio ldemekrati scher Wahlvereine ,, R bp alle diese Herren von der Regie- "Sccf;�. 1 werden, stellen sie ihre Kräfte der S. P. D. ft mif-'t9" Sbre Arbeit im Cpitzelbureau ist eng ver- >u'brer Arbeit für das rechtssozialistische Verbands- N � u d o l n y, besten Name an der Spitze des von eckten Spitzelberichtes prangt, ift Geheimrat und x »nt S t r e i k P o st e n It e n e n o z r u, r, c �U9 V11._ stoß gegen die gewerkschaftlichen Grundsätze, der fo keiner Weise dazu dienen kann, in Oberschlesten die N»he wieder herzustellen. Diese neue Gewalitat wird aber die weitere Folge haben, daß die Mebrzalst der oberschlesischen Bevölke- rung da? Vertrauen zu Deutschland völlig verliert. Selbst wenn es setzt gelingen sollte, mit militänsck'er Gewalt die Bergarbeiter wieder in die Gruben zu treiben, so wird cS nur neu? Verbiiterung schaffen und unler den oberschlesischen Polen den Glauben verstärken, als ob sie nur im Anschluß an Polen ihr Heil erreichen könnten. Die Gewaltpolitik des Hörsing kann böckistens das eine erreichen: eine äugen- Mickfichc Erleichterung der Lage schaffen, sie wird aber eine Ursache dafür kein, daß bei der endgültigen Abstimmung der Bevölkerung das oberschlesische Industriegebiet für Deutsch- fand verloren gehen wird. Hörsing verbietet das Streikposienstchen. Brrllaii, 16. August. SB.' T. B. mekdet: Eine vom Reich», und SianISkommistar Hörsu� und dem Komma. chierenden General des sechsten Armee. korp» für da» Belog« ruwysgrdiet bc# Regierungsdezirk# Oppeln erlassene Berordinmg verbietet, Arbeitswillig«(d. h. Personen, die sich nicht am Streik beteiligen wollen) durch B«- dcohung, Einschüchterung, Ueberreöung. Aufstellen von Streikposten und Steik Posten stehen oder in sonstiger Weise an der Aufnahme oder der Ausführung der Avbeit du der- tzmderq, Im Osten steigt für die deutsche Arbeiterklasse eine un» geheure Gefahr herauf. Die in Kurland befindliche Armee, der bislang die Ausgabe oblag, die Freiheitsbcstrcbungen des lettischen Volkes im Interesse einer Handvoll baltischer Junker niederzudrücken, trifft keine Anstalten, das Land zu verlassen. In dieser Armee haben sich alle reaktionä- |rcn Elemente der alten Osizierskaste vereinigt, die sich um die Anweisungen der Regierung nicht kümmern und drauf und dran sind, eine Truppcnmacht heranzubilden, mit der sie einen Hauptschlag gegen die deutsche Revolution zu führen gedenken. Da ihnen eine kriegerische Be- tätigung gegen Deutschland einstweilen noch versagt ist, und auch der Kampf' gegen die lettisckse Bevölke« rung infolge des Verbotes der EnK'nte keine aussichtsreichen Chancen mehr bietet, haben sie sich der russischen k o n. terrevolutionären Armee verschrieben, die in Kurland durch den Fürsten L i c v e n ausgestellt worden ist, und deren Hauptstreitkräfte sich in dem Detachemcnt deS Grafen Keller vereinigen. Rur wenige der in Kurland bcsindlickien deutschen Soldaten treffen Vorkehrungen zum Rückzug. Die reaktionären Offiziere werben offen für den Uebertritt zur russischen Armee, und es sind in der Tat auch schon große Verbände in voller Ausrüstung llbergetretend So z. B. die Hauptbestände der E i s e r n e n D i v i s i o n. die Formation des Hauptmanns Holle, die Militärpolizei- truppe des Oberleutnants Meier und andere Abteilungen. Auch der General v o n d e r Goltz hat sich dem russischen Heer zur Verfügung gestellt, ebenso will das 6. Reserve- ko r p s geschlossen übertreten. Die deutschen Truppen bilden fomit den eigentlichen Kern der russischen konterrevolutionären Armee. Sie ist jetzt ungefähr 30 000 Mann stark und wird täglich durch russische Kriegsgefangene und durch Freiwillige, welche in Deutschland unter betrügerischen Rkanipulationen angewor- den werden, vermehrt. Der Vormarsch gegen Sowjet- Rußland soll am 31. August angetreten werden. Von Deutschland aus finden dahef dauernd Nachschübe statt, so» wohl an Menschen, als auch vn Material. Um den TranS» Port von Geschützen nicht bemerkbar zu machen, werden dies« in geschlossenen Waggon? nach dem Osten verschoben. Abc:,, auch Ausrüstungsgegenstände, vor allem Be» kleidungsgegenstände. wandern in großM Mengen ostwärts,' So ist z. B. in Neu r up Pin, das gewissermaßen ein« Zentrale für den Nachschub nach Kurland bildet, am letzten Freitag ein ganzer Waggon mit VckleidungSgegenständenl im Werte von zirka 100000 Mark nach dem Osten abgegawe gen. Der Nachschub scheint von Hauptmann Brande», früher Kommandeur des 24. Infanterieregiments, jetzt Bs>� fchlshaber irgendeiner Landsknechtsschar in Kurland, ange< ordnet worden-zu sein. Die Bedingungen für den Ueber» tritt zur Armee des Grafen Keller sind in einem Vertrag niedergelegt, der 46 Punkte enthält und in allen seinen Teilen den konterrevolutionären Charakter des Unterneh« mens offen an den Tag legt. ES soll nicht für die- Wieder«' Herstellung irgendeiner demokratischen Regierungsform itt Rußland gekämpft werden, sondern für die Wiedereinfüh«' rung der zaristischen Verfassung, wie sie vor der ersten rufst» scheu Revolution bestanden hat. So heißt ez u. a. in iei4 Vertrag: H 1 Ziel« de# Detachemvnt#: Bekämpfung de» Bolschewlsmu», und Wiedersierstellun, der Ordnung und»iaer»efetzlichen iüegit«� rung in Rußland. i 8 Der Dienst im Detachement gilt al»«tautsdienst Im«n«*] Gesetze, die vor dem 27. Februar 1017 ferste russische Revol»� der I ut» v/*|v«jv» w»»—-— v»--— 1 lUnJ. tm r.ülsiichen 0*4» ,/%. WIBUWilfn�em WK UuSzs�ynungen im Detachement erst»- ßtn beim Uebertritt des russischen Reiches mit Anrech» ijaung der deutschen Dien st zeit. r 13. Ave Freiwilligen� die in das Detachemrnt eintreten, der- Pflichten sich dadurch, solange beim Detvchement zu bleiben, bis »n Rußland Ruhe, Ordnung und«ine gesetzliche Regierung her- gestellt ist, jedoch zunächst nicht länger al» auf ein Jahr. 44. Ein« Treuprämie wird an alle Ossiziere und Mann- Masten gezahlt, welche spätesten» am 1. September 1919 beim jSDetachement Graf Keller eintreten und bis zur endgültigen Rir- iderwerfung des Bolschewismus beim Detachement geblieben sind {Ja Höhe von 5000 Mark. |b 40. Das Detachement wird sich dafür einsetzen, allen Ange. s�örlgen de» Detachement»«in weitere« verbleiben in Rußland igu ermöglichen und ihnen eventuell die russische Staat«» enge hör i gk e i t zu verschaffen. Y Die von unS ausgelassenen Punkte in dem Vertrag be- treffen das Vorgesetztenverhältnis, welches in durchaus alt» russischem Sinne wiederhergestellt wird. Weiter sind die LöhnungSsätze für Offiziere und Mannschaften, die Versor- vungsansprückie bei Todesfall und Dienstbcschädigung fowie die Unterstützung der in Deutschland zurückgebliebenen An gehörigen genau umschrieben. Im Todesfalle werden den Angehörigen nicht unter 2000 Mark Entschädigung versprochen. Der niedrigste LöhnungSsatz beträgt pro Tag 11 Mark, steigend je nach dein Dienstgrad bis 40 Mark pro Tag neben freier Verpflegung, Urlaub und sonstigen Ver- lgünstigungen. AuS dem Vertrag geht klar hervor, daß die russischen 'Konterrevolutionäre in engem Einverständnis mit den deutschen militärischen Stellen han- dein. Diese Behauptung wird besonders durch ein« Dienstvorschrift erhärtet, die der Leiter eines in Berlin, Karlsbad 5 II, befindlichen WcrbcbiircauL, Leutnant Fürst Popow, am 7. August erlassen hat, und in der eS u. a. heistt: Für bie eigenmächtige Flucht nach Dionstantritt sowie auch stk«igonmächlige unerlaubte Handlungen unterließen die Frei- 'willigen einer EntlassunK und außerdem werden dir deutschen LchÜrden und die betreffenden Kommandostellea benachrichtigt zur Atstnahme und Uebergabe an da» lvericht. Hiernach haben sich also die deutschen Behörden bereit Jrklärt, den Büttel und Zutreiber für die russischen Sklaven- Händler zu spielen. Es ist eine Schande, daß die Regierung einer sogenannten sozialistischen Republik den Mut nicht ausbringt, gegen das verbrecherische Treiben dieser Klique vorzugehen, die WerbeburmuS auszuheben und die dort tatigen Personen zum Tempel hinauszujagen. Wir haben Bereits eine ganze Reihe von russischen Wcrbebureaus in Berlin namhaft gemacht, und auch der Genosse H a a s e hat in seiner Rode in der Nationalversammlung auf die dunklen Machenschaften jener Kreise hingewiesen, die in Deutschland ganz offen den Menschenstfacher betreiben und unmündige deutsche Landeskinder durch lügnerische Verlockungen dem Verderben ausliefern. Die Regierung hat bisher nichts gegen diese skandalösen 33 u stände unternommen, die ihr völlig über den Kopf gr» wachsen sind, ja. sie fürchtet sich anscheinend sogar, in die Versckwörcrnester mit starker Hand Hineinzugreisen und den Herrschaften einmal für immer zu erklären, daß Deutschland ,4licht der geeignete Tummelplatz für die Ernvuerer der zari- ftischen Herrschaft in Rußland ist. Wir können feststellen, vaß sogar bei den verschiedensten ReichSwehrtruppenteilen in iBerli» öffentlich Stimung für den Uebertritt zur Armee iKoltschak gemacht wird. So fand in der vorigen Woche beim /sJnfanterieregiment 91(Oven), das in der Elisa- Ibethkaserne in Charlottenburg untergebracht ist, eine Ossi- ißierSbesprechung statt, in der der Major die Ossi- liiere darauf hinwies, daß alle Offiziere und Mannschaften, die durch die Einschränkung beS Heeres überflüssig würden, (Bei der Armee Koltichak eine gute Aufnahme fänden. Im lnschluß daran wurde eine große Anzahl von Leuten ange» oorben, nach Neuruppin gebracht, dort eingekleidet— möglichst in russische Uniformen— und nach dem Osten ab- geschoben. In Berlin selbst laufen schon eine Unmenge eutscher Ofsiziere und Unteroffiziere mit russischen Kokar- den und Rangabzeichen herum. Von dem Menschensckacher abgesehen, der für die ver- oerflichsten Zwecke getrieben wird, gehen dem deutschen Zolle durch die Anwerbung und Ausrüstung kür die russische konterrevolutionäre Armee millionenfache Werte verloren. ks ist ausgeschlossen, daß bei den Truppenteilen, die in Kurland mit Sack und Pack zur russischen Armee übergehen, irgendeine Verrechnung stattfindet. Auch der Nach- ichub an Munition und AuSrüstungSgegenständen. der ent» «weder direkt nach dem Osten geht oder von den angeworbe» flen Freiwilligen als MarschauSrüstung mitgenommen wird. dürfte kaum mit der deutschen Regierung verrechnet werden. ES handelt sich hierbei um völlig eigenmächtige Maßnahmen der verschiedensten militärischen Dienststellen, die mit den russischen Gegcnrcvolutionären konspirieren und sich für die Worte, die sie ihnen zuschanzen,. ihre eigenen Taschen füllen lassen. ES bleibt«ine ewige Schande für Deutschland, daß sich unter seiner Bevölkernna Element« befinden dw berest sind, ihren Leib und ihre Mcsinnung an fremde Ursurpatoren für ein paar schnöde Groschen z» verkaufen. Bor hundert Ich- ren wurde dieser Verkauf durch deutsche LandeZsiirsten be- trieben, die anS dein Erlös die Schulden ihrer versclwende- rsschen Hofhaltung bestritten. Heute wird der Menschen- verkauf durch eine konterrevolutionäre OffizierSkamarilla unter der Maske der Freiwilligkeit betrieben, mit dem End- zweck, eine bis inS Mark verlotterte RegierungSform neu aufzurichten. Und diejenigen Leute, die sich für diese Zwecke mißbrauchen lassen, werden einst die Peitsche zu fühlen be- 'kommen, die sie sich durch ihren Verkauf jetzt selber flechten. Die deutsche Arbeiterklasse muß die Vorgänge in Kur- ianb in den Vordergrund der politischen Tagesereignisse schieben. Ter Uebergang zur Armee Koltichak ist einstweilen nur ein Notbehelf, weil sich für die reaktionäre Verschwörer- bände zur Zeit eine andere Beschäftigung nicht finden läßt. Der Hauptzweck bleibt, im Osten eine möglichst starke reak- sionäre Truppenmacht zusammenzuschweißen, mit deren Hilfe die Reaktion sowohl in Rußland als auch in Deutsch- land wieder ausgerichtet werden'oll. Gelingt der Streich «gen die ruskilche Sowjetrepublik, dann werden sich die zarist« leben Reaktionäre nir die Mitwirkung ihrer deutschen Gesinnungsfreunde erkenntlich zeigen und ihre Hilfe ihnen »mn Kampf gegen die deiitlcl«1 Revolution zur Verfügung fr.iT.,. Kleikt b-n Armeen Koltschak» und D-nikur» ern Er. folg versagk, dann werden die Im Osten versammelten Truppenmassen Kehrt machen und ihre Front nach Berlin wenden. Dieser Gefahr muß offen ins Auge geblickt und alle? Erforderliche für die Abwehr getan worden. Bon der Regierung Bauer— Erzberger— Noske ist keine Hilfe zu er- warten. Aber die schwärzesten Pläne der Reaktion werden in Deutschland zerschellen, wenn sie auf eine geeinte Arbeiter» klasse stoßen, die gewillt ist, die Errungensc�rften der Revo- lution zu verteidigen.> � Bereit seig ist alleS l> Der 9. Nookmber. Der frühere Ilnterstaatssekretar Wahn schaffe, der zu Lebzeiten des alten Reichstags den Mittler zwischen der Regierung und den Parteien gespielt hat, berichtet in der „Delitscfon Allgemeinen Zeitung" ausführlich über die Vor. gänge, die der Abdankung des Kaisers in den ersten Togen des November 19)8 vorausgingen. Wahnschafse bestätigt, daß Wilhelm von seinem Throne nicht lassen wollte. Er glaubte bis zum letzten Augenblick daran, daß eS ihm m i t Waffengewalt gelingen würde, die Revolution nieder- zuschiagen und die Monarchie zu retten. Da Wilhelm inS Hauptquartier entflohen war, so konnte eine Einigung zwischen ihm und der Berliner Regierung über die Ab- �dankungSsrage nicht zustande kommen. Inzwischen war die Revolution im Reich soweit fortgeschritten, daß die Re- gierung bestimmte Entschlüsse fassen mußte. Deshalb be- auftragt« der damalige Reichskanzler Prinz Max Herrn Wahnschafse, in seinem Namen an den im Hauptquartier weilenden Freiherrn v. Grünau folgendes Telegramm zu schicken: .Der Rrichl Sern zfer Vidtet. folgende Erwägungen zur Loge Deirter Majestät fogwich vorzutroze».': Um die alte sozialdemrokatische Partei reiierung»fShiz ,u erhalten und den llebsgltig der Massen in da» radikale Lager zu verhindern, muh man den Unabhängigen und der Spartaku». Gruppe da» Schlagwort au» der Hand winden, dessen Massen- suggestion nach Bekanntwerden der WaffenstillstandSbedlngungen an Gewalt noch wachsen wird, wie e» schon gewachsen Ist nach Be- kanntwerden der erschwerenden LuSlvgung der ivilsonschcn Punkte. Dabei rode ich aber nicht, da» sogenannte Ultimatum anzu- nehmen, sondern den monarchischen Getanken durch «in« demokratischer« Lösung zu retten, al« da» Ultimatu'm sie enthält: Sein« Majestät würden unverzüglich Ihren Willen aussprechen, abzudanbm, fechdld der Stand der Wasser«still!stand»»?rhand>ungen die Ausschreibung von Reu- wählen für«in« verfassunggebende Ratioiraloersammlung ge- stattet, der die endgültige Neugestaltung ter StaatSreform de» deutschen Bolke» eiirschließlich dc-r bisher in da» Reich nicht auf» genommenen volksteU« zufallen würde. Erst diese Nationalver- sammlung würde dann zu den Berfassungtfragen Ttellung neh- men, die-mit der Thronentsagung.zusammenhängen. Bi» dahin würde Seine Majestät«inen StellJA'rtrjeter bestellen. Die vor. geschlagen« Lösung scheint mir folgonde vorteile zu bieten: 1. Di« Krone kapituliert nicht vor der Sozialdemokratie, sondern sie zwingt die Sozialdemokrat!�, vor der Krone zu kapitulieren. L. D>e Frage de» Thronverzicht» Seiner Kaiserlichen und Königlichen Hoheit de» Kronprinzen und damit die Frage der Regentschaft wird damit verlagt. 3. Der monarchisch« Gedanke dal bei den Neu- wählen den B o r s p r u n g vor dem republikanischen, weil die Initiative zur Neuwahl urid damit die Feststellung de» Volk»- willen» von der Krone ausgeht. 4. Di« Stimmung der Massen, die zum Kamps drängt, wird von gesetzlosen in legale Bahnen, von der Straße in die Wahllokale abgelenkt, damit wächst für die ruhige Bevölkerung die Möglichkeit der Mitwirkung. Die Wahlparole kür die Monarchisten wäre günstig, da die RepubUkan« durch da« Ultimatum in» Unrecht gesetzt sind. Inzwischen hat sich die Loge im Reich weiter verschärft. Au» München wird gemeldet, daß da» KriegSministerium vom Arbeiter, und Doldatenrat besetzt ist. der die Stadt ganz in der Hand hat. Die Republik ist aufgerufen, die Abdankung de» König» bi» 12 Uhr gefordert. In Stuttgart hat ebenfall» der Arbeiter- und Soldatenrt die Herrschaf! an sich gerissen unv die Abdankung de» König» bi» I Uhr 80 gefordert." Wikhelm lehnte diese Vorschläge ab, er wollte auf bie Krone nicht verzichten. Am 9. November teilt? aber Herr v. Hintze. der Staatssekretär des Auswärtigen, aus dem .Hauptquartier mit. daß die Oberste Heeresleitung zu der Ueberzeugung gekommen sei, daß die F r o n t t r u p p e n für die Niederschlagung von Unruhen in der Heimat nicht mehrhinter Wilhelm ständen. ES kamen weite? Nachrichten über das Versagen verschiedener Truppenteile in Berlin. Auz verschiedenen telephonischen Unterhaltungen und Meldungen der Generale bekam man in Berlin den bestimmten Eindruck, daß der Entschluß zur Abdankung fest- stehe und nur die Form noch gesucht werde. Aus diesem Grunde wurde schließlich von der Regierung gemeldet, daß Wilhelm auf den Thron verzichtet habe. Bemerkenswert an dem Telegramm Wahnschaffes ist feine Meinung über die Rechtssozialisten. Man wollte sie regierungsfähig erhalten und als Stütze für den schwankenden Thron gebrauchen. Zu diesem Zweck sollten ihnen, einige Zugeständnisse gemacht werden. Die RechtSsozialisten wären ohne Zweifel auf diesen Pakt eingegangen, hat doch vor zwei Togen erst Herr Erzbcrger festgestellt, welche Verdienste Herr Ebert sich um die Verhinderung der Revolution erworben habe. Jedoch war die Revolution stärker alS die alte mit ihren rechtssozialistischen Stützen. Sie warf die alten Gewalten nieder, und so war den Rechtssozialisten keine Ge- lcgenheit mehr geboten, sich zur Rettung der Monarchie in die Schanze zu werfen. Das weitere kennt man.'Tie Ebert-Scheidemann und Konsorten schmarotzten sich an die Revolution heran und machten sich zu deren Nutznießern. rn« mMoervemtttelte Bevölkerung billige» Schuhwerk kfW weeden soll. Ist die Regierung bereit, dafür zu sorgen, daß b.k im Besitz de» ReichSverweriungSamte» befindlichen Häute« au» Ledermengen nicht verkauf!, sondern zur Herstellnnz Schuhwerk für die minderbemittelt» Bevölkerung vew-vdfl wird," grtß» i* 9* 91« MMr des Slandrechls. Na-ch Gutdünken hingerichtet. Während der Berliner Märzkämpfe ist«ine Awtaiu dln unschuldig erschossen nooiven. Schwindelnachrichlen über den sogenannten Lichtenberg« aintenmord haben im Verein mit den Rachegefühlen der CtW gegen die Träger de« 9. November unter den RegierungSlrupd jene Stimmung erzeugt, die sich in einer ganzen Reih« von gl Mordta.en austobte. Zu den vielen unschuldig Erschossenen hört« auch der Genosse Johanne« Müller, der Memeler Straß« 1b ein Zigarrengeschäft betrieb. Er wurde einem Nachbarn denunziert, an den Kämpfen teilgenoimnen � haben. Der Führer einer Soldatenpatrouille. Leuinant«a. drang daraufhin in da» Hau» ein. nahm eine gründlich« suchung vor. fand aber weder Waffen noch sonstige vetdächnge" wei«stücke vor. Ein Mitgliedsbuch ber 11. S P. D. und e'n Broschüren über die Ziele de» Spartakusbund«» genügten Offizier, gegen den Genossen Müller da« Todesurteil au� jtng«' Krieg'' ver-ulav' sprechen. Und obwohl dieser sein« Unschuld beteuerte, im Hofe vor den Augen seiner weinenden hörigen erschossen. Daß der Prozeß in«oller Stille vor einem gericht in dem verschwiegenen Potsdam stattfindet� un» erneut zu der Forderung, daß derartige Fälle vpr bürgerlichen Gericht in breitester Oefsentlichkoit verhandelt den. Selbst da»»Berliner Tageblatt' spricht sein Besrcw� über die kriegsgerichtliche Verhandlung eine» derartigen wiegenden Falle» au». Der.Vorwärt»' hingegen findet Wort de» Proteste« gegen diese Art von sieht seinen Bericht sogar mit der scheinheiligen Eine standrechtliche Erschießung..„j Bezeichnenderweise fand e« da» Kriegsgericht nicht e für notwendig, die Frau und Tochter de»®tn'.D.tenb t e n, also die eigentlichen unparteiischen Augenzeugen g;« {etzlichen Vorgang», al« Zeugen zu laden. Anscheinend man die für da» Ansehen der ReichSwehrlouppen äußerst � Angelegenheit kameradschaftlich au» der Welt schaffen. A.. der Verhandlung scheinen den Richtern jedoch Bedenlen � gestiegen zu sein. Der Prozeß wurde daher vertagt u wurde beschlossen, den Reichswehrminister NoSke sytvi«*» und die Tochter de» Ermordeten zu laden....* Hoffentlich bildet der Prozeß kein würdige» Gegenl � der Justiztomödie, die in Moabit bei der Verhandlung 9C. fjjrf Mörder Rosa Luxemburg» und Kart Liebknechts aus« wurde. *• Mffrt Leutnant Baum gehörte zum Detachement d. Eroib« vn � Adslitant der Pionierabteiluna Berlin. Die Abteiinnss 1 w» Befehl, die Warschauer Straße und Warschauer«..„de. � nannten Spartakisten zu säubern. Bei einer nächtlichen durch Feuerübersälle au» den Häusern auf die truppen gestört wurde, trat«in bi» heut« unbetanat»� ner, etwa 85 Jahre alter Mann, der einen blauen Au»wel» de» Relchlwehrmlnlsterß � vorwie», nach der Angab« de» Angeklagten aus ihn zu und, gy Herr Leutnant, lebt der Zigarrenbandler Müller noch«( f<< den kriegen, erschießen Sie ihn. den habe ich zweimal Barrikaden gesehen I Der Angeklagte erkundigte sich- xst währSmann oen Müller mit einer Waffe gesehen»n i„gy Fremde erwiderte darauf: Ich habe Familie, Herr Leuinm1. kann ich nicht sagen I.„«n'l Der Unbekoirn'e«ntf«-nte Ret. fm Morgen de' T.Wc*' drang die Patrouille de» Leutnant» Baum bi» zur Sflv gq •--•*'-•--»»■- n— H.* ♦ JVj l- ""�«rNäck- in w fchast, die sich im Hause Memeler Enraße 19 b.sind-U Wirtin wurde vom Angeklagten erklärt: W'r müssen in Trümmer schießen, wenn Sie un» nicht Ihrem Haus« geschoss.'n hat. Nach vielem Zögern Frau: Dann gehen@i« zum Zigarren Händler dillullerl Der Angeklagte begab sich nun mit zehn Man« Zigarrengeschäft. Er traf Frau Müller an und so ihren Mann herbe-zurufen. Müller war gerade b e' st« ren und kam mit eingepinseltem Gesiebt au» dvw zimm.-r. Der Angeklagte untersuchte ihn bi» auf» � nahm dann«in« Durchsuchung der Wohnung vor. E» weder Waffen noch Munition gefunden- brachte man drei Straßenpläne von Berl'"'„oH Au»wei» de» Polizeipräsidenten Eichhorn(unter'wr> Braun), eine Mitgliedskarte ber U.S. P. D.. �0 »W a» will Spartaku»," und ein eingestelltes o* »um Vorschein.«Zllks: Der Angeklagte wandte sich mit folgenden Worten«i» Sie agitieren so für Unabhängige, Die haben drei verdächt gen Punkten, ich habe von anderen gehört. auf un» geschossen, verabschieden Sie sichjvon Ihrer Frau. tt» ist meine Pflicht, Sie jetzt zu erschieheal � Die Frau und Tochter schrien laut auf und brachen in au». Leutnant Baum e hlickte darin, daß Müller k« i n wort gab. ein Schuldbekenntni«(Ii und hielt stfl,«>>' ziehung de» standrechtlichen Urte l» berechtigt! �ur � dauernd« Schweigen des Müller bemerkte der � Alii Jrf eigener Angabe: Wenw Tie die Wabrh it sagen, daß tist sind, kann ich die sofortige Erschießung abtvenden. antwortet« nicht».,. , Der tngeklagt« li:ß ihm nun 8 Minuten o« Reqieninq; wurde Müller auf den Hos geführt, und dabei soll* Er iX kommt fo rein und ist mitten iu"';\tc- i die«Üi©nN'''1' j Man ii schassen auf ihn. und er brach zusammen. Ein � � sollt« sich von der Vollstreckung de» TedeSurteil»"L die Leich« wegschaffen. Der Sanitäter fand den qwr v lebend. Auf Betehl de»«Angeklagten gab der 5"� � gehörende russische Schüler Alexander Köhler b« wo bleibt das bill-ge Schuhwerl? Genosse Simon(U S. P.) hat folgend« kleine Anfrage an die Regierung gerichtet: Im Besitze de» Reichtschatzamte« (Reich»verwertung«amte«> befinden sich groß« Mengen von Häuten und Leder. Da» Reich»verw«rtung»amt be- absichtigt. diese Häute, und Ledermengen an Interessenten kauf- [ich abzugeben. Nachdem die Zwangswirtschaft in der Lederwirt« schaft aufgehoben wird, werden die Häute und Leder eine außerordentlich« Preissteigerung erfahren, wo- durch diese Interessenten große Gewinne erzielen und eine erhebliche Verteuerung de» Schuhwerk» herbeigeführt wird. Der sechste(volkswirtschaftlich«) Ausschuß bat beschlossen und der Herr B«tch»wirtschast»minister die Zusicherung gegeben, daß für getagt haben: Man richtete ein Gebet, wurde dann an die Wand�w�.,,� den Gnodenschnß. Eckert, Unterofsizi«« Wernick« Leutnant Köhler bestätigten gestern vi« Angäben de» wei'ere militärisch« Zeugen waren nicht erschtenen frl. acht Tagen von der Truppe en'lassen waren. Ein fi'';™.,, «irf Betragen de« Anklagevertreter», ob er sassung über da» Verhalten de» Müller denselben r>ei>r g lassen: ,9k ein, ich hätte«hn erst zu me>n gesetzten gebracht.'.. f�. Angeklagten-„p hienen, da(1zf» WWW_______■ s«i ir,for.'Tlw"n und um auch den' Tatbestand weiter festzu dlu ng vertagt und Rech�chrmtmiter 9ko»fe, die Ehefr« und Toch" � Muller und den bisher noch unbekannten Mann mit UwiS, der M-'•••"nzkrt halte, zu laden. Um sich darüber, wie der Schießerloß ausfliegen WWW ¥ #0 aj W > IIA# ijn ««> # ( we" »> vesqatv in MveretNillinului�z»»>> V �=' •ist J g) e r ft- v:- ein« Stunde. ».—-i-»» und der Zentrum�obge ordnet« Im- uoerirafen ihn an sozialpolitischer Tinsicht. Jmbusch wie» Z. h tsne ipTfünma der �rbeit'-eit keire'we-»» unter kw" f; *®'n Umv" l".rr �"rnir'nnn der �rdeit'-eit keire'we�s unter »nd' anbtn«ine Verminderung der Leistung zur Folge habe .»HUl hn I h...»i ""■ü«, eine Weigerung der Erzeugung zu«rzieten. Wufe von Tarifverträgen. Heranziehung Produltion �hrn Maßnahmen bei der de» t. �agnahnien bei orr»>ol> i>olisjerung»gcl«tze» und .Zeigen diese Forderungen, wir «Gi der iSergarbeit-.-r ist. so ist doch ausfallend, dah im Gegen. L»»u hi.t.. o winnung im Sinne andere» mehr. belserungkbcdiZrftig die Forderungen die Meldung verbreitet wird, zwischen ."lozmiiiten £ifi' und Zentrum seien Richtlinien vereinbart wor» Maßregeln gegen die Bergarbeiter» bezwecken. Von dieser Meldung sagt zwar die Allgemein« Zeitung", sie eile den Tatsachen voran». .-(Hon die Feststellung, datz sich diese beiden Parteien im flinsutz zu der von ihnen öffentlich bekundeten Stellung: un.er Itevriü-« 1»"- f*«t»% II «"•anm ,ai[,cmb'n Anwendung von Gewalt, mit der Frage von ta,»».. Abnahmen gegen die Bergarbeiter beschäftigen, lässt fohtfn ,�rt�len angebracht erscheinen. Ob sie auch danach ver. Btim-r," heute noch einmal darauf hinweisen, dah 5�osi»n dr t'er Dergarbeiter im Ruhrgebiet wie in Ober» seil z.g""4 örigt, daß jede Zwangsmastnahme da»Geg«n. %icht„'shn,j�, � bor Iwhlonnot de» Winter» teilen kann. Nobtrl � Win �rrdii g» bei un» nicht den Tindruck erzeugt, on'hm eine solche Stellungnahm« zu erwarten wäre. * Schmidt in der Sitzung der '»f Lies/ mitteilte, ist die Forderung der Sntrnt« W» t run|' b"n 40 Millionen Tonnen Äohlen, auf 21 Mil» '"»ws'tzt worden. � hchlv'erizlellen des w!e!ieraiisbalis. Wkrelchz Verhandlungen w oen tf» SPi-bfaufbaut» Räch» Iu der wichtigsten Frage, in welcher Form die Unter» nehmungen ausgeführt werden fallen, ob durch den Staat, durch Private oder durch die Arbeiter selbst, meint der Be» richt: Roch dert�ßrirdensbrdingungen sei da» Reich selbst der G e» neralunternehmrr. Daraus folge: Wie da» Deutsch« Reich die Arbeiten au»sikh?en lästt, ist eine subsioäre Frag«. Laviel aber steh: fest, datz Deutschland bei dem vitalen Interesse, da» e« an möglichst rascher und billiger Au»füh?ung der Arbeiten Hai, sowie au» klaren Gründen der äußeren Poiilik unter keinen Umständen da» Wiederaufbau gebiet in Frankreich zum Tummelplatz innerpoliti» scher Sireitigkeiten über di« Frage künftiger Unirr uehmung»form«n machen kann. Die ReichSregiorung wird hier !?ine»iveg« starr an alten Systemen feilhalten, sie wird vielmehr versuchen, den Zeitverhältnissen entsprechend« Reuerungen zu erproben. Vorau»setzung ist aber, daß dadurch der Zweck de» Wiederaufbaue» und die ruhige Arbeit im Wicdkraiifbaugebiet nicht gestört werben dürfen. Die dovberei »enden Arbeiten in dieser Frage sind bereit» im Gang«; sie wer» den von der in Versailles eingesetzten Dtudienlommission fort» gesetzt. Der Bericht bespricht Wiederaufbaue» selbst und sodann die Tinzelhetten de» sagt: Wann und in welchem Umfange M« Wie deraufbauarbeiten begonnen werden, wird praktisch davon abhängen, ob und wann die Transportfrage gelöst wird, und sich eine. Einigung in der B e s ch i f t i g u n g der deutschen Arbeiter erzielen lätzt. Ferner muh noch eine Reibe von Unterfragen gelöst werden. Erst wenn sie abgeschlofsen sind, wird die Praktiscki» Arbeit ansangen. Für diese wird dann ein tatkräftiger Wiederaufbau Kommissar von besonderem Organisationstalent ernannt werden. Dann mutz da» Gebiet von'dem Wiederanfbaukommillar und seinen Sachverständigen tbeabsichiigt werden, ein« An» gelegtnheit. die bei der Stimmung der Bevölkerung in dem besetzten Gebiet gleichfall» große Vorsicht erfordert. Erst da- nach beginnt die eigentliche organisatorische Arbeit in Deutsch- land. Fetzt können nur vorbereitende Schritt« ge. tan werden. Dieser Bericht, der von der Regierung noch Yevsaille»«nt- sandten Kommission, verstärkt die Bedenken, di« wir von Airfang an gegen ihre Zusammensetzung erhoben haben. Denn für di« angeblich nötigen Nnterhandliimgen mit den französischen Arbeitern sind nur Personen geeignet, die bei ihnen vertrauen genietzen. De»hakb mutz erneut im Interesse der Sicherung diese» grvßep Werke» verlangt werden, datz der Kommission Vertreter der Arbeiterschaft angehören, die von dem vertrauen der deutschen Arbeiier getragen, sich auch da» zu verhanMungen mit den fran» zösischen Acheitern nötig« Vertrauen leicht erwerben können. Ueber die wichtigste Frage: di« Form de» Wiederaufbaue», geht der Bericht mit einigen inhaltSiosen Redensarten hinweg die ebensall» nicht geeignet sind, die bisher van un» er- hobenen Bedenken zu entkräkton und die auch nicht dazu bei- tragen werden, datz da» Mißtrauen in die Absichten der Regierung, da» in der Acheitekschaft herrscht, verschwindet. Sie Metmtolonim In Rch'and. Düe Monarchisten verteilen M* Kronen. Amsterdam, 16. August. Die englischen Blätter vom 14. bringen ein« Meldung der Wireleß-Preß, wonach bei einer in Sibirien slattgefundenen Zu- ammcnkunft der russischen Monarchisten die russische Krone dem Fürsten Krapotkin und auf dessen Weigerung hin Ro- manowßky, einem Mitglied der Romanowfamilie, angeboten wurde. Romanowsky erklärte sich zur Annahm« bereit. Amerikanische Hilfe für Koltschak. Amsterdam, 16. August. Laut.Algemeen HandelSblad' meldet die.Time»" au» New York, daß Nachrichten au» Washington zufolge die amerikanische Regierung den Vertretern Koltschak» bereit» L60000G«w«hre gehenden Gesichtspunkt, ttnh fhr yautztveskrSeik MM c» sein, dem Land möglichst bald«inen befriedigenden Friede» ztz verschaffen."■- ®nc nnnSnifche CrffSnmes. H. N. Haag, lg. Augufli' Au» Pari» wird gemeldet: Der rumänische Gesandte il» Pari» erklärt« amtlich, daß di« rumänisch« Regierung keineSwegt de» Ucbergung der Machl in Ungarn a» Erzherzog Joses gefordert habe. De rumänisch« Regierung hege keine Tympathi» für di« Persönlichkeit de» Erzherzog» und für di« reaktionär« Ausfassung, di« er vertritt. Sie denke nickst daran, eine Regierung in Budapest zu unterstützen, welche nicht von de« Entente anerkannt sei. Ein englischer Professor über die Ernährung der deutscheu Kinder. Amsterdam, 16. August. Den«ngkischen Blattern vom 14. August zufolge berichtet« Professor Starling von der Londoner Universität über seine Reise durch Deutschland, die deutschen Kinde« seien seit 1016 unterernährt. Et hoffe jedoch, daF eine beträchtliche Zahl dieser Kinder wiederhergestellt werden wenn Deutschland Kredit erhalte, um Lebensmittel zu kaufen. Die» sei»er Angelpunkt der ganzen Live in Deutschland. Jede« Liter Milch, den man Deutschland nehme, be« deute di« Tötung«ine» Kinde». Ur macht den Vorschlag, daß«in oberster WirtschaftZrat gebildet wird, in dem auch Deutschland vertreten ist. Die Verfassung de» Dentschrn Reiche» nach den Beschlüssen der 8. Le'sung der Naiioiial-Versainmlung ist soeben in Carl Heh- mannl Verlag, Berlin W. 8, erschienen. Der ehemalige König von Sachse» lätzt erklären, daß er an der Geldschiebunz de» Prinzen Wied nicht beteiligt sei. Ein« ein» gehend« Untersuchung zur Klärung der Widersprüche dürft« hie« dringend am Platzt sein. Zusammcnstlhe Im Elsaß. Au» einem stark zensurierte« Artikel de».Populaire" geht hervor, datz e» im Elsah sortzesetzt zu Zusammenstößen französischer Soldaten und Z I v i 1 i st e n mit den Eingeborenen, die deutsch spreche� kommt. See neve koman der„Zreseu IM* ..«u. n!> Belgien» hat die bürgerlich« Presse von amtlicher . ausführlichen Bericht erhalten. Er warnt zunächst �'ien ng der Deutschland daran zufallenden" ausgegeben hat. Die für Koltschak bestimmten Wossen und "Nd fahrt dann fort: i Munition wevden über Wladiwostok verschifft. W zwar zweifello» ein Interesse daran ""�o.raufbau|■•-»——... s o Sj... schnell wie möglich erfolgen z» i�ukrehf, bie bsutschen Arbeiter, wenn sie nach mi,'"'««n. viel nutzen können. Sie weiß ferner. 'ffcn uro SKow;»'rV"f-................... ?U°b°u« r!»i�l« f enrngen der verschiedensten f rt den Wieder- ilyl der back aber lein Jntevesse daran. �Ungro»..�bau. dessen Kosten wir nach den . Friedensbedingungen tragen sollen. «"»-«*_ o,i, UN» aufi möglichst zwar Unter dem °ber beständen auch Schwierigkeiten im vem '«It, r?*?. b« Frao« der Mitwirkung deutscher .•»Cr bei �beu'0 1 � Ln% ein. Ar. Oem Wiederaufbau bestehe gegenwärtig noch ei» (* Interesse der französischen .. Da die deutschen Arbeiter nicht nach Frankreich i ni*»'uenn die» den Interessen drr französischen Ar. �"«en' entspreche, so bedürse e» noch weiterer Verhand- M fij"m bre iranzösischen Arbeiter davon zu über,'»gen. w'ukreii."./urch da» Erscheine» der deutschen Arbeiter In z? j noch durch die Arbeittbedingnngen. unter �'"dein... u'�u Arbeiter in Frankreich' arbeiten werden. L Ug beutri" I�ädigend« Konkurrenz erhalten. Eine Bctäti. �r Arbeiter in Belgien komme Überhaupt nicht W besiehe.'C'n 0eI 0U Arbeitern für den Wied«:» i1 r fVeien"ich» genügend geklärt: die Frage »y der g-""".'"»«» frei h« lt der deutschen Arbeiter, die b.!�Cek>,/�'uiverficherun». der A r b e i t e r sch u tz» t»' n g u n„ L8-' �rricht»barkeit uns der Unter- /�öuglich deren e» auch nock einer eingebenden Be< buchen" �eornkelte bedarf. Die Forderungen, welche die ilr�usitzen' iT'rf.r!fn müssen, feien nur mit großer Mübe W.'i»b�;' Feden'all? müsse ein genaue» Statur über alle �«»cki 8» ausgearbeitet werden,«he die Arbeiter nach tuma. Di« Lage in West-Sibirien soll ä u tz e r st kritisch fein. Sie Seafllon in Ilnznrn. Cia Kabinett Friedrich. Nach einer Meldung de»„B. t.'«st am Freitag Minister Friedrich mit einem neucnNumpfkablnett vor die Oesfent lichkeit getreten, da» weiter unter der Leitung Friedrich» steht und sich folgendermaßen zusammensetzt: Präsidium: Friedrich, bürgerlichradikal sehemal» Karolyi- Partei); Aeußere»: Martin Lovaszy, gleichfall» bürgerlichradikal; Innere»: Baron Perenyi,«hemal» Tisza- Partei; Finanzen: Gru en, Beamter; Krieg: Sch netzler, General; Justiz: Georg Balogh. Richter; Ackerbau: Stefan Sztbo, Partei der kleinen Landwirte; Minister ohne Portefeuille: Mayer, Partei der kleinen Landwirte; Kultu»: Karl Huszar. christliche VolkS- partei; Propaganda: Stefan Haller, christliche Polkspartei; Gesundheit: Di Cfilleri, klerikal; Nationalitätenmini- sterium: Jakob Bleyer, klerikal-antisemiiisch. Die Mini- sterien für Handel» Ernährung und Volk»- Wohlfahrt bleiben offen und den Sozialdemokro» ten reserviert, die aber noch keinen Beschluß über ihren Eintritt getroffen haben. Die Minister haben den E!d in die Hände de» Verweser», Erzherzog« Josef, abgelegt. Die Kabi netisbildung erfolgte auf Ersuchen de» Erzherzogs Josef unter Mitwirkung der Sntentetruppen. Sonn- abend vormittag findet der erste Ministerrat de» neuen Kabinett» statt. Ei« Erklärung des neuen Kabinetts. Budapest, 15. August. Der Minister de» Aeutzern Martin Lovaszy äußerte sich sodann zu dem yerichierstaiter de» Ungar. Telegr.-Korresp.- Bureau» über die Aufgaben de» Kabinett» folgender- maßen: Die Regierung betrachtet sich«l« provi fori sch und wird nach dem Zu'ammenlrill der Nationalversammlung so'ort de- müsionieren. Bi» dahin wird sie e» al« wichtigste Auigab« er- achten, die Ordnung, die per'önliche und die!ocrmögen»sicherh«:t herzustellen, damit die demnächst au«z»(chreibcnden, WaMen rur Me Nationalversammlung in ruhiger Stimmung vor sich«eben können. Die Regierung wird jeder extremen imd üdertreideiidep Strömung entgegentreten, sorvobl bolsibewisti'chen Umtrieben wie mirft Kiindwbungen der Reaktion»nd der koifeGonellen Nndnld. famfeit. In ihrer autwärtigen Politik erachtet die Regierung avt» Besiebunaen .Ssaschka Schegulow" von Leonid Andrejew. In der nächsten Nummer der.Freien Welt", die am 20. August herauskommt, beginnt«in neuer Roman zu erschei. nen, der im besonderen Maße unsere Leser interessieren dürste. Leonid Andrejew, der große rufsk'che Dichter, dessen er- schüttelnde Werke auch im Proletariat bekannt geworden sind. hat in diesem Werk da» Schicksal eine» russischen Revolutionär» zu einem packenden Roman gestaltet. Ssaschka Schegulow sSlaschla heißt auf Deutsch Alex' ist der Sohn eine» russischen Gcner..'?, bei zusammen mit seiner Schwester von seiner Mut. Irr besend-r» icigsal g erzöge i und»ermähnt worden ist. D'« Schönheit und Sauberkeit, die die beiden Kinder umgibt, ist aber nicht imstande da» revolutionäre Leben von ihnen fernzn- halten. Nach dem japanischen Kriege dringt die Nevolutio» in da» weltsern«�Siäiotch?cn K.. in dem die Kinder aufwachsen. Ssaschka beschließt unter» Volk zu gehen und den revolutionäre« Verzweiflungskampf in Form eine» täglichen Kleinkrieges mj den Neichen auszunehmen. Er wird ein russischer Karl:utoor Räuberhauptmann, und al» solcher der Schrecken der Neichen und der Regierung, und infolge seiner Reinheit und llneigennühigkeit, der Abgott de» Volke«. Auch eine Liebe». geschichte spielt hinein und gibt dem Werke an vielen Stel- len einen ergreifenden und rührenden Charakter. Der Roman führt die Leser in ein« reiche und keidcnschaft. liche Welt und ist in hohem Maße geeignet, viele Besonder- Helten der russischen Revolution der deutschen Arbeiterschaft verständlich zu machen. Schon au» diesem Grund« wird sie da« Werk in der»Freien Welt" mit Spannung ver. folgen. Tsieaternals rirftferu Der Berliner BolkSchor in Gemeinschift mit dem Männerchor Ficht: Gevrginia('beide Vereine sind Mitglieder de» Deut- scheu Arbeitersänger-Bnnde») wiederbolt am 28.. 80. August und 2. September in der Philharmonie»Fan st» Verdammung" von Sektor Berlioz unter Leitung von Dr. E r nst Za n d e r. volkstümliche Symphouie-Konzerte. Do» Orchester de» Deutschen Opernhause» z» Charlottcnburg gibt in der Winterpielzeit 1010/80 zehn volkstümliche Symphonie-Konzerte unter Mitwirkung hervorragender Solisten und Chorvereinigun- gen. Al» Dirchent wurde Kapellmeister Rudolf Krasselt ge» wählt. Tie Konzerte finden--n den Sonntagvoemitiagen 5. und 10. Oktober. 9. und 30. November, 14. Dezember. 11. und 25. Januar. 8. und 29. Februar und 21. März statt und werden! jedesmal um 11 Uhr vormittag» beginnend, zirka zwei Stunden dauern. Die ohnehin niedrigen Eintrittspreise t> mäßigen sich noch um 10 Prozent bei Entnahme eine» Abonn«- rnent» auf alle 10 Konzerte. Im Walincr-Theater findet am 18. August die 60.•Aufführung de» slyialistischen Drama»»Da» Gesetz" von Paul Bade« iiatt. Da da» Wallner-Throter vom 21. August ab wieder von Direktor Saltenburg bezogen wird, hat die Direkticm Ernst Rot- muno zur weiteren Aufführung de» Drama»»Da« Gesetz" vom 21. August ab bi» auf weitere» da» Walhalla-Thcater gepachtet. Im Neuen Operettenhnu» nehmen di« ständigen Sonntag-Nachmittagvorstclliingen am kommenden Sonntag ihren Anfamg. Zur Auffülheiinq gelangt Gilbert»»Di« keusche Susanne" in erster Besetzung. Anfand 8% Uhr. zu« Entente die für einem «aß, Wichtige Neuirjchelnungl Montag erschelat» Ver moralische- Aufammenbruch öer S. p. v. preis SO Pfennig verlagsgenosscnschaft, JwlbeU' e.S.m.b.h., SerlinNwS Üble Unna Snchdanöel Ech.ffbauerSomm 1» Neue Einigungsverhandlungen im Metallgewerbe. di« PerhoiidllUlgen wegen eines n«u«n Lohn- «lbkommens für gewerbliche Arbeiter der Beiliner Metallinduflrie gescheitert waren, hatte der Vertreter des Ncichsarbeitsminiite- riumS den Vorschlag gemacht, einen SchlichtungSausschuß beim Ncichsarbeitsminifterium einzuberufen, der über di« Streit- fragen entscheiden soll. Mit diesem Vorschlag haben sich beide Parteien einverstanden erklärt, so daß demnächst die VerHand- lungen vor diesem Ausschuß beginnen können. Das Kiindigungsvcrbot für Schwerbeschädigte. Bis zum 1. Eet>t«nbcr d. I. gilt bekanntlich das Verbot. Schwerkriegsbeschädigte und Schwerunfallverletzte zu kündigen Neuerdings hat der NeieliSarbeitsminister angeordnet, dag Kün. big un gen Schiverbeschädig'cr wirksam sind, wenn ihnen die zu- ständige Hauptsürsorgestelle der ÄriegSbeschädigtcnfürsorge oaer die Stelle, die ve»> der Haiifttsürsorgrstelle sür die Durchiührnng des EinstellungZzioangcS bcstimint ist, zueicsrimmt hat. Diese Zu- stimmung musi erteilt werden, wenn ein anderer angemessener Arbeitsplatz sur den S'hwelbcsäiädigten gesichert ist. Diese Ve- stiminiingcn gelten nicht nur für die Zukunft, sondern auch für alle Kündigungen, deren Wirksamkeit bisher durch das Kündi. gungsverbot ausgeschlossen war. Darisverhaudlungen der chemischen Industche. Gemäh der Resolution, die am 11. August von den kauf- tnänniswe» und technischen Angestellten der chemischen Industrie in den Sophicnsälen gesasit worden ist, sind die Vertreter der Ar- bcitSgcmeinsämfl freier Angeslelltenverbände am 12. August beim ReichSorbeitSmmisterium vorstellig geworden und haben dringend um sofortige trinlcitnng von Verhandlungen gebeten. Trotz stärk- Iter Ueberlastung des NeichSarbeitsministeriumZ sollen diescll'en Infang nächster Woche beginnen. Ilm den technischen Angestellten der chemischen Industrie cS zu ermöglickien, zu den bisherigen Ver- thandlungScrgebnisien Stellung zu nehmen, hat der Bund der tcch- nischon Angestellten und Beamten die bisherigen Ergebnisse der Tarisverhandlungen in Druck gegeben. E? werden die Auge- stelllenauSschüsse der chemischen Industrie hiermit aufgefordert, (ich uingchend diese Flugblätter beim Bund der technischen Auge- telllcn und Beamten, Berlin NW. 52. Werftstr. 7, uncnigeltlich abholen zu lassen und dafür G�rge zu tragen, doh sie jedem tcch- Nischen Angestellten in die Hände gelangen. Evcntl. Zuschriften und Stellungnahme zu den bisherigen Verhandlungsergebnissen werden an di« obige Adresse erbeten. Zum Sttmt im Leipziger Buchhandel. ZA« niitgeteilt wird, machen oi« Leipziger Firmen den Versuch, Sbreikarbcit«uß-rrhatb erledigen zu lassen. GS wird drin,P!nd geboten, sehe derartig« indirek« Unterstützung d«r Leipziger Arbeilgeberschast. di« mit unglaioblicher Brutalität den Nampf provoziert hat, zu unterlassen; jede derartige Hilse- leistnng schädigt die schwer kämpfenden Leipziger Buchhandel- tog«s«ellten und Tran SpoNarbe iter onfS empfindlichste. Arbeiter und Angestellte de» Buchgewerbes und Transport- Aewerbe». übt Solidarität! Vngestclltcn-Ve ct»«nd de« Buchhandels. Buch. u. ZeitungSgewerbe«. Deutscher Tvansporlarbeiter-Verband. ' Generalversammlung der Vraucvei» und Mühleu- arbcilcr. l>«rhältn>»tvahlsnitems bezüglich der Wahl zu den städtischen Gemeindedrpniationen und-kommissionen erläßt die Stadtvcr- ordnetenveriammlung. die auf einstimmigen Beschluß der Wahl- körverschaft die Wahlen an Stelle der Verhältniswahl durch ein- fache» Zu ml erlassen kann� Auch die gewählten Mitglieder de» Vezirtsausschusse» und ihre Stellvertreter werden von dem neu- geivähllen ProvinzialauSschuß bei seiner ersten Tagung mit Wir- limg vom l. des auf den Wahltag folgenden MonaiS neugowählt. Da» neue Gojctz lvitt mit dem Tag« seiner Verlündung, also gestern, ln srraft. Wahlberechtigt sind alle Temrtndeberttetjb Mitglieder, zugleich sind sie selbstverständlich auch alle st,, berechtigt. Beschleunigte Reuwahl der Prckvinziallanbtage. Im anzeizer' weiden die AusführungSanweisungcn zum GcieS die Neuivaltl d.r Pivmi'ziallandtage vom 18. Juli 1910 vervll licht. Aus ihnen ist folgendes hervorzuh-chen:, ,, Die Durchführung der Wahlen ist mit größter Dcschst"�«�, einzuleiten. Zu diesem Zioeck sind insbesondere»)_>>ur� Oberpräsidenten die nach der Prcvinzialordnung«rchrot. Anordnungen zu treffen, b) unverzüglich durch den Prov>nz>.. schuß die Feststellung der Zahl der von den einzelnen Kreist»•; Wahlbezirken zu wählenden Abgeordneten vorzunehmen u»o„ die Amtsblätter der Provinz zu veröffentlichen, c) durch oe � vinzialaiisschuß die nähere» Bestimmungen über die Durch! der VerhällniSwahl bei der Wahl der Provinziallandlags» neten in Sladt- und Landkreisen zu erlassen. Die Verschiebungen von Zmker woll n kein Ende»WT, Am Donnerstag traf aus dem Anhalter Güterbahnhof m j Güterzug auch ein Wagen ein, der die Ausfchrift trug. Der Waggon war mit 90 Zontnern Zucker beladen, einem Feldwebel in Reirl'swebrunisorm begleitet wurden. �} amten ließen sich die notwendigen Bcgl� itpapievc vorzeige., � bei eS ihnen airffiel, daß das Proviantamt Ragdebueg Zuckermcnge an einen B.rliner Triippenteil sandte. J gleit mann war der Feldwebel M. bezeichnet. Da es von � J herein unwahrscheinlich war, daß die Berlmer Truppe vo» J bürg aus mit Zucker und zwar in scklck�n Mengen.'*■ y würde, erklärten die Beamten den Feldwebel für verhaftet.'J v rlegte der Festgenommene sich aufs BiUfn und(�,,*�3 sein Trnppemeil den Zucker unter der Hand �konü Sckstießl'ch bot er den Beamten je einen Sack Zucker alS Sä 51 geld an. Die Beamten lieferden den angeblich»» Feldwebel 1 der Polizeiwache ab. Bei den Nachjvrschung.m ergab sich. ganze Erzählung des angeblichen Feldwebels erfunden Schwindler, ein Händler Martens, hatte sich die Ueichswchr angelegt, um bei einer Kontrolle leichter durchsch'�'l zu können. Tie War« wurde beschlagnahmt. J Schwere Beschuldigungen erhebt die Arbeitigemeinschä� Z Arbeitcrräte beim Magistrat der Stobt Berlin gegen ministrator vom städtischen Gut« Lindenhof, da? von � standsmitgliedern unter Leitung eines wirtschaftlichen � j ständigen einer Kontrolle nnderz�gen wurde. Dem dort»mj j den Administrator Güntber wird vorgeworfen, große Zc" J Ackerland brach liegen gelassen, und das Land schlcch! und 1» J richtiger Zeit bestellt zu l>al>en. Auch im übrigen habe er> J unwirtschaftlichsten Weise gewirlschaftet, insbesondere Bcgünstizung deS Pfarrers von Roienthal vorgeworfen, de ein wohlgenährte» Slwein von 3 Zentner gegeben selber ist ein großer Pferdesreünd, der sich zu seinem pcn?..jij Bedarf Kutsch, und Reitpferde halte... Die zuständige � m Behörde wird schleunigst mil dem Herrn ein kräftiges, und außcrdcm feststeNen müssen, wer für diese Wirtschäv Verantwortung zu ziehen ist. � Wegen Raubmordes verhaftet wurde der 23 Jahre o*' Naßsurt im Kreise Kalbe gebürtige Landw rt Wilhelm Bo'st g» ständig ist, am 13. In m den 19 Jahre alten Soldalen Stolt aus der Fennstraß« 40 in Döberitz«rmocdet und � zu haben. �_ tebensmlklelralende?. verftn. Bis Dienstag In den Bezirken der 121.. 125., �'» 130, 132, 196. und 220. Brolliommissson und bis Mittwoch Bezirken der 121. und 182. Brotkoimnissson pro Kops-ov Zriedrichsseld«. DI« Zusuhren von Korlofteln k dies»' M ssnd über Envorlen groß gewesen, so dah wir in der unseren Einwohnern pro Kops 10 Psund Kartoffeln Dies« ftartosjcln sind für spätere Wochen bestimmt und aufzubewahren. Es steht zu erwarten, dah in den nächsten V die Karlolfclzusuh en nachlassen wenden. Die Ausgabe elsow' � Abtrennung des Avschnities S der Warenbezugskarl«»»« vom Monlog. den 18. August bis Mittwoch, den 20. LuS�. Verantwortlich für die Redaktion Aisred W t e t e p p> sj Veriagsgenollenschafl.Zreiheil". e. S. m. t> S. Berlin.—»fl Lindendruckeret und verlagsgelelllchall m. b. H, Schittbaueido yi Reell ts-A» jji Invaliden»»»®®. zlf «achen.Ehösa�y Kcn'eo.ach�� Dolokllvbofa»�!« teblunaoo.*(fj kürfte billigt tlraese 4 VergnOgongs-Palast GROSS-BERUH mmm�mmmm�rnrnrnrn Usfenheid« I I!&.' Ab Ii. Aaxupt: TÄGLICH RINGER-WETTSTREIT ■m d«a Üladiatoreii-Preis 10000 Mark. Vorh«r dm* er»hk!m»»i?o SpcxiailUcco-rroscrmuia. ... Außerdem: Wer«einen Kindern gibt das Brot--? VoiksstQck mit Oesang und Ballett Im 2 Akten. Degina de» Konzert* 4 Uhr. der Vorstellung C Uhr* der RinzkSmple 9 Uhr. Sountac* V« Stunde früher. Jeden Diontlac. Önimer tax und Sonnlnt In den PrachlsSlen: O O S S C H nA-LL. Nee erscbica la Z&U. Aullage: Hygiene der Ehe Aer7tllcher Führer für Braut- und Fheleute von Frauenarzt Dr. med. Zlkcl. Charlottenburg. ' Aus d. Inhalt: Ueber die rrauen-Organe. Körperliche EhctaiiKÜchkeit n. Untauglichkeit. ÜcbAr- u. StiilUhigkelL fraucn. die nicht heiraten sollten! etc.— Enthaltsamkeit u. Ausschweifungen vor der übe Eheliche Pflichien. Keuschheit oder Polygamie? hindernisse der Liebe etc.— Krankheiten in der thc. Rückstände früherer Ueschlcchtskrank- heiten. Vorbeugung und Ansleckun�sschutt.— KOrpeiliche Leiden der FUeirau. Cntslehung und tlrlluug der weiblichen Cefiil.iskälte, folgen der Kinderlosigkeit. Oelahren späten Heiratens lür die Frau.— Neurasthenie und Che. hysterische Anfälle. Hygiene des Nervensystems bei Mann und frau etc. Bizu« treg. Cinaendg. v.lA.2.— od. Nachnahme durch Medizin. Verlas Dr. Schweizer. Abt« MX Berlin NW S7. Repkowolatz 3 y e r k fl u f e Wir liefern Möbel kompl. Schlaf-. Speise-,| Herrenzimmer osw..[ Küchen Mwii Einzelmöbel| auf Teilzahlung nnd gegen bar durch (itth7,e)ligen AhschluB iu| billigen Preisen. Unsere Lager sind| sehr gut sortiert. Gßbr.Kossnßr. 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