V«� fftö b MS w ■ SirtH" ?«rfS kmzelxreis 15 Pfennig• 2. Jahrgang Montag, Jon 18. Tlugufi 1919 Nr. 394/B 179> /fb-mo-Msgaba bur» «, " 8«Wmcr,ii-...- ,,">r?rn5 narf-mitMa*. an Sotm. uns.«rstlaan, nur m-rz-n». p'kru, c. K a Cq rZUprllunz mj tjau» rfit iSioj�irlin ctft bfi iiu-.m » reibcit* � m<,natl 3,—£!„ bei �ufieüung unter Streifband 5.-- bledas»" Nachtrag ter pos.;eitung»list».ür 1919 einaet? m Inserate kosten die achtaespalt. Nonpareillezeile»der deren Raum L20 Dt f., v)ort«,»z»i�M das fettoedruckte KYrt 60 pf� jedes weiter?!Vort M P?. TeuerungsguMag 70 pro». Bei.vamilien« u. vertammlunasanzeigen fällt der Zusibiag iiort. Inserate für den darauf- folgenden Tag mckfse» i»ätcß#n» bis 5 Ufyr nachmittags bei der(Sx�cdrHcn aufgsgeden fein. g«lärat?n-Abtei!ung: SJwito 9W».«, Echiffdatzsrdonml i» UßMftWecher: Swu»arbcii v?Ä8 -mmon.» e Serli«t rinnt* o» ■'S «SS inFbeci"1" tollrg«"' fch» jr» «tntilWl >0!N Ztrcikb� ä'H gumMW�I tonen Str. ir» ■*W HTM rui m en- rde.. y jjtfl a . sdl lejirSe11 »«»»" K 5« Ssrajil gfgsn SoNiet-W'«�. .».II»«NU'""« .�W« '""'aniin.vri bringen lassen, uiährcnd b!e Engländer dah sie Benikin geschickt werden � Lchtvcher SozwldemokcaNe für dea vkitrill zur drillen Zulernn! vn.?le. Basel, 17. Tlugust. •fcie t.«V• r" �den«��'lerische Depeschenagentur meldet silier den außer« l'tialdem,...... ä'''ct Tonnapcnd werden soll, alS Protest gegen die N i ch tw i e b e r e i n st e l« lang der Polizisten, die sich am St. eil beteiligten. Niklehr der englischen Lftseeflglle. H. N..Haag, 18, August. Aus London wird gemeldet: Mehrere radikale Bläiter sind der Ansicht, datz. nachdem die Blcckade gegen Wuglonb aus» gehoben worden ist, auch die Blockade Deutschlands nicht mehr ' besteht, es nicht mehr notwendig ist, daß noch weilere 6 0 große iunb kleine Kriegsschiffe in der Ostsee bleiben. Ihr Verbleiben dort kostet nicht nur viel Geld, sondern veranlaßt auch Unzufriedenheit unter den Matrosen. Englische Minisiec m KZ'n. Köln, 18. Anglist Die„Neue Berliner" meldet: Der britische Premierminister Lloyd George, Minister Churchill sowie endlich A S« gutth find gestern, Sonntag nachmittag in Köln, wo sich daS Honp quartier der englischen Koulinentaltruppen befindet, ein« getrosswi. A»gui!h war bereits kürzlich in Köln. ES ist der erste Fall, vaß seit fünf fahren ein aktiver Staatsmann der Entente de irischen Baden beiritt. Zur Feier der Niswasenheit zuerdalst� sozialbemofratifiiien Parteitag der . Stlcrbnu Sonnabend zusammcnirat: Hauptgegenssand der t ig r i bi' StcUungmibme zur dritten Internationale, findet am nu>rgig«m Dienstag oiue große englische Truppenparade vCflrfinKr#« kot* i.ntn Minrfrtfni? nfirtif*?« 9fn#rrtit. ft-ütt. begründete de., vom Parlrilog beschlossenen Antrag, dtik. der»weiten stniernalionale auszuscheiden und der im." �'"emotionnle beizutreten. Er führte dabei auS, eS bandle tzt.r�ni/ öwischcn Svzlalrcsorm und Tozialrevolution.;u wählen. »»,"">e: wir stellen aus dem Standpunkt, dost der KapitaltS- ki», in der Schweiz in einer schweren JUisiS sielst, die mit .»"lNgen Zusammenbruch enden wird. Tie dritte Jntee« hix,.' bezweckt, die revolutionäre» W roste zu sammeln, um den Wir' kommunistischen Bteltrevolutioi, zu beschleunigen. Zur lichsi, der politischen Plncht sind Massenaktionen da» wesent. �d>!wus'' 91c6"" lPtßd' � fat � f i'"rtariojä"1.' bcmofrnii(chcn Methoden, wie die Diktatur des "9 t)on'CtCn verwerflich. Der 9: ebner lehnte die Anwen« . kei« n'.r,t ab. solange l�abt' 6): die die Anwen man, wie in der Schweiz, die Mög- sozialistischen Ziele auf geseplichem Wege zu k.. 4nm Sonntag wurde eine F»»Ut?:u,,J fcft die Besprechung fortgrseyt wurde. Redakteur W j*nt' MM 9 e o Abstimmung über dle verschiedrnen Antrage mit statt. tk enztlsche keglermz und dle Zuden in Kole». Amflerdam, 17. August. Englischen Blättern vom 15. d. M. zufolge teilte HarmS« Worth in einer schriftlichen Antwort mit, eS sei ihm bekannt, daß sich Leute der Armee de? GeneralZ, Haller am 20. Juni an judenfeindlichen Ausschreitungen in Warschau beteiligt und u. a. verschiedenen Jwden die Barle abgerissen haben, fönst e daß sie auch in anbeten als in den von ihm in der UnterhauSsihung vom 5. erwähnten Städten Juden angegriffen und verletzt haben. Harmsworth fügte hinzu, die britische Regierung entsende eine Kommission nach Polen, um die Stellung der Juden in diesem Lanhe zu untersuchen, ' ig v, Stellungnahme Gr igro cr Abstimmung über die ver 'ifn m Stimmen b e s ch l iritag»- 1 0" a 1 e beizutreten. rbe».,. ber Nrabstlmmuni ofsen, der dritten Dieser Beschluß deS st r a b st i m m u n g in den Sektionen zu i. «®5nn(o« h,tl' k'brr ein Drittel der Anwesenden e» verlangte. Ii''»otfn'i. tl0rmi,,a8 nahm der Parteitag den Antrag de? der Schweiz zum ib» »d an, den Beitritt zu bekämpfen. Der Kampf um Klex'ko. Volulfche Meiler für öen WleherauHiM. BrrsailleS, 17. August. Der GonHerberichterstatter deS„Temvs" in Warschau meldet: Eine anscheinend offizielle, durch die Warschauer Blätter der- öffentliche Note läßt erkennen, daß die Besprerfmngen zwischen der franz östichen Regierung und der polnischen Delegation über die Frage der Seranziehung polnischer Arbeiter für die Mederanfbanarbeiten in den zerstörten Gebieten in Frankreich zu einer vollständigen Einigung gesüW haben, und daß die Zmoandening polmscher Arlbester von größerer Ausdehnung fein wird, al» man ursprünglich glaubte. � Las v-rlorene Sterschiesiea. Um die Ursachen zu dem großen Streik, von dem dal oberschlesische Jndustrierevier jetzt heimgcsicht wird, zu ver» stehen, ist es noUvendig, zuerst die frühere Entwicklung der Tinge zu betrachten. Oberschlesien ist ein Land der Gegen» jätze. Auf engem Raum stoßen hier großkapitalistisch« unt» proletarische, nationale und. wirtschaftliche Interessen aus. einander. Einige groß« Jndustriemagnaten und Groß» grundbesitzer beherrschen da? Gebiet. Tolle Verschtvendung auf der einen Setie kontrastierte von jeher mit dem jäm» mcrlichsten sozialen und kulturellen Elend auf der andereiH Seite. ErnährungS» und WasserversorgungSschwierigkeite�, hervorgerufen durch rücksichtslosen Vergabbau, gab es sch»n in FricdcnSzeiten. Der Krieg verkloisterte erst diese Gegen- iätze, später aber traten sie um so schärfer hervor. Nit dem militärischen und politischen Zusammenbruch im November 1918 setzte eine neue Entwicklung ein. In wenigen Noch«» gab es eine starke unabhängige, eine kommunistische una eine separatistische Bewegung. Die oberschlesische» Arbeitep, die jahrzehntelang unter beispiellosem politischen und wiist» sth«ftlichcn Druck gehalten worden waror, verstände� die Nevolution so, daß sie auch ihnen die Freiheit gebracht hätte. Aber sie sslltcn sich b«ld getäuscht sehen. Dieses für die industrielle Versorgung des ganzen öst» sichen Deutschlands und Berlins so überaus wichtige Gebiet hätte von der deutschen und von der preußischen Nsgierung wie ein rohes Ei behandelt werden müssen. Die Nachrichteu, die von der deutschen Presse verbreitet wurden, als bekamst wurde, daß Oberschlesien an Polen fallen solle, daß nämlich die oberschlesische Bevölkerung von Polen nickstS wissen wolle, sondern treu zu Teutschland halten werde, waren falsch. Es ist möglich, daß eine weitreichend« Autonomie, daß insbesondere die Erfüllung der Wünsche der oberschlesi» scheu Polen auf Gleichstellung in Sprache und Unterricht mit den Deutschen dazu geführt- hätte, daß Oberschlesien in irgendeiner Form für Deutschland erhalten blieb, Dst deutsche Regierung hat das Gegenteil getan: sie hat die Gegensätze noch künstlich verschärft, sie hat die Erbitterunß der oberschlesischen Polen, n#ch mehr ober der oberschlefische Arbeiter gegen Teutschland auss höchste gefteigert, sie schuld daran, daß iwr in der oberschlesischen Politik jetzt»aj Sie habe» die Sprache mstm Die rechtssozialistische Spitzelorganksallon. amerikanischen% Weisung des britischen Diplomaten aus MtM � H. N. 1S-" öii.?? 91"-- WWW tafler«uSwcisen wickd. ÜMlSMer Slieil i» werpsal. t�jMl" dl. N. Haag, 18. August. '"it»'"M(?*.,■' h'irb Otwelbet: Die Arbeiterführer, k»ii�rirt)utr.-dlc aic'vrrlschnftrn Liverpools vertreten, habra 1 1 A V«N*• M. M A e._,«#.__ AA ■"«tu ßrinht, daß ein allgemeiner Streik von In unserer Abendausgabe vom Sonnabend haben wir den Wien, 18. August. I dokumenwrifchen OJlcdfiveis geliefert, daß die r« ch t s so z i a l i« Tclegraphen-For» st lisch e Partei«ine Spitzelorgainsalion geschaffen hat, die in Ziehungen Zwischen engster Verbindung mit dem Auswärtigen Amt und dem Mexi ko g e- pe r fön li'chen Berater des Reichspräistdenten Fritz Eb ert arbeitet. Für unsere Leser dürfte diese Mitteilung keine sehr große llebmaschung gowesen sein. Sie wissen längst, daß sich im Kampf gegen die Unabhängigen und gegen die Kommunisten die rechtssozialistische Partei und die Regierung der unsauber» st e n Mittel bcvienen. Mittel, die früher und bi« zur Revo- lulion von ihnen. mit den allerschärfsten Worten verurteilt wurden. Unsere Vcröffenilichung aber hat den sonst so redseligen Herren fL",..., M a l! n o w und ver Oberkommandierende L u ck o w von der Entente Geld genommen und den Bolsch mus in das Heer getragen.'.. „Der äste.'veichsiche Offizier war meist ein llcbenswur o- und gewandter Mensch. DaS varf nicht über seine Leidi-l- feit und Leichtfertigkeit hinwegtäusck-en. Bei jungen~cfir£n„,j ein foltfes Wrsen verständlich. Es fand sich aber auch wu Auswüchsen bei Leuten, die gereift und zuverlässig.... ..-----.v, V-.. WV» V WC �Vtvisfc UliU(JUVCtlUlUö I----. Man behauptet nicht mit Ilnreckll. daß der Orient bei fängt. S'''' feit, find dort nicht fremto. Sie reichen bis in v.. tue«** twy:, uufj uci s�aiciu vt» Seine bekannten Eigenschaften, Bestechung und • jjjj hochp' Stellen hinauf. Böse Zungen behaupten'., Kaiser Karl fremdem Gielde nicht abgene>S wesen sei.'_ � So schreibt der frühere Kriegsminister über die BMy des Krieges verhätschelten Bundesgenossen, nachdem d! sie verschleuderten Milliarden sich für die deutschen � ,» �■»-»». I»V-V' Vli4iV»4.VVtl|' Dl' t Vi l IZIC» a h taristen als unvorteilhafte KapitalSanlage erwiesen � Die Kennzeichnung der„maßgebenden" Kreise in � und Oesterreick>-Ungarn durch Herrn v. Stein verlien � durch nichts von ihrer Bedeutung Sie zeigt welch unsauberen Händen das Schicksal der Völker. g, Söhne zu Hundert taufenden ans den Schlachtfeldern n O mestelt wurden damit di» und die metzelt wurden, damit die hoben Militärs ranten sich die Taschen füllen konnten. Ziir Beusiflüflichiüiz der Zl eder Eine allgemeine Geiegschastsversommlung nahm�den hcht d»S Betriebsrates über seine Tätigkeit in der i. üit. '---------- o—-— Verstaatlichung des Unternehmens entgegen. Im- daran legte Genosse Karsten der Versammlung die llntccl � der Verstaatlichung und der Cvgialisierung dar. Eme Debatte entspann sich dann, in der allseitig verurteilt wur die Regierung Me Arbeiterschaft links liegen gelassen bo- Ergebnis der Versammlung war die Annahm« einer � s ch l i e tz u n g, die dem Reichskanzler übermittelt wur in der es heitzt:_ „Durchdrungen von derRoiwendigkeitder» d>t tu n g einer s oz i o i i st i s ch e n G«fe l l icka ist be Belegschaft jeden Schritt, der aus der privalkapitalistuw duktionsweise zur sozialistischen führt. Nur ein. � listische Wirtschaftsordnung kann die Folgen de? � festigen und dem deutschen Volke eine lebenswer.e 0 sichern. Was in der Kraft der Arbeiterschaft liegt, stll um die sozialistische Gesellschaftsordnung aufbauen Z»_' tit In der beabsichtigten Verstaatlich u.%«» Jlseder Hütte kann die Arbeiterschaft de» Werke? Fortschritt zum Sozialismus erblicken, �'e> Pro- Bureaukratie ist nicht in der Lage, die sozio Ulst� duktion zu regeln, den Produzenten Arbeitsfreudigkeu» �hstll und sie aus ihrer bisherigen Eigenschaft alS willenioie in der ProduktionSregelung herauszuheben. Die V« lichung würde nichts ändern a» der bisherig.��r» nisation des VerwoltungSapparatoS in den Betrieben, nach Beseitigung der bisherigen Verwaltungsorgane kapitalismus die Stellung, der Direktion auiokratischer rc.i~~.ftJf. er\ .......... f- v wrvMMii'« wv l � l l L I i I UM UM! vi fcM«• I Einer solchen Verstaatlichung wird Arbeiterschaft nicht beugen. d-k u n g w I r 0 I iiium ueugen. Der Sozial jn fast regelmätzig gleichgestellt wird mit Verstaatlichung- ggi Mißkredit gebracht und«bei der produktiv tätigen Bevalkei fC'f/v__.___ r.. ÄT. JC.. 4._ /—.___ Gegk« hES tnM ter Adlreidung! ?. B. Der Grotz« Rat des KanionS Bafel Stadt hat in erster E/i-ung am 22. Mai einem Antrag Dr. Weist zugestimmt, der fest. gvnden Wortlaut hat:„Die Abtreibung bleibt straflos, wenn sie bei ehekicher Schlv,nHerschv.'t in ge.zeirseitigem Einverständnis der Ekegatien, bei nutzere hei icher Schwangerschaft mit Einwilligung d'r Schtrmngeren erfolgt, vorausgesetzt, datz die Frucht nicht älter als drei Monate ist und ihre Entfernung aus dem Mutterleibe durch einen patentierten Arzt vorgenommen wird.' Geht dieser Gesetzen-wnrs auch in zweiter Lesung durch, so wird damit zum ersten Male in Pin ein deutschsprachigen Lande die Abtreibung straffrei. Allerdings hat sich in Zürich bereit# der Gebrauch ausgebildet, datz in frühor Zeit der Schwangerschaft die Schwangere bei künstlicher UiiUibrechung der Schwangerschaft stvaffrei bleibt, nicht aber der de» Eingriff Vornehmende. Fremd- sinmchstche Länder sind hier vorausgegangen, z. D. Belgien, da» Mwrado der reiche» bürgerlichen Frauen, die dorthin reisten, wenn sie eine ihnen unerwünschte Leibesfrucht beseitigen wollten. Datz die bürgerlichen Aerzte Basels, die vorher nicht gefragt worden sind, gegen das neue Gesetz entschieden Front machen, datz sie dabei die Gstahron des künstlichen Aborte» in den Vordergrund rücken, ist selbstverständlich und wird nur der Vollitändigkeit halber erwähnt. Sie glau-bon. datz die Frauen von der Mögilichksit der künstlichen SchivangerschaflSunterblichung»nbegrenzlen Gebrauch hast widerlegt zu wenden verdiente. Denn der küusll'che Abort ist Haft wiederlegi zu werden verdiente. Denn der künstliche Abort ist, eine Operation, die mit grotzer Aefahr verbunden ist, und die eine nicht zu kurze Nackib�hanblumg von nwi.destzn» 5 Tagen Bettruhe und einige?. JVigrn weiterer Selon» nZ erfordert. Da jeder Arzt ge- ncexmenfalls die Mut ter«us die Gefahren auf merksam machen wird, so wird hierdurch allein sebon die Zahl der Aborte einge- schränkt. Ich glaube auch nickt, datz die Gefahr der Aborte grötzer ist, als die der normalen Geburt. Die stalistischen Angaben hierüber sind absoiut unbrauchbar. Man kennt wohl einigermaßen genau die Zahl der Fälle mit unglücklichem Ausgang, nicht aber die Zahl der Aborte überhaupt. Wenn die SterblickteitSzisfer in dem Kliniken re-latib groß isp, so liegt die# taram, datz e» sich hierbei fast nur um kriminelle Marie bändelt, die vorher unfachgemätz eingeleitet worden sind. Die heutigen bürgerlichen Aerzte, denen d'Z Ii" ll.iz der FrauenAlistkon andertraut ist» lehnen ja fast gMubsä.''ch die Vornahme des Mwrtes ab. Ksll köistrllcku ferner MurätiL M uicistkredit gebracht und bei der produktiv tätige» � Glauben an die grotze Sacht des Sozialismus unic 0|g|li# Die Arbeilersckwlt verlangt durchgrelfendr Mahnahmen. Vor allen Dingen die Nebernahme vcr � die Zahl der Gesck�echtskrankheiten zunehmen werde,„wenn für den Mann, der sein Vergnügen sucht, noch da? letzte Hemmnis, die Fiurcbt vr»r der Gravidität, weyfällt'. Auch dieser Einwubf ist nicht stichhaltig. Gerade das Gegenteil dürfte zutreffen. Die meisten Männer befriedigen sich während der letzten Monate der Sckiwan- gerschaft ihrer Frauen und ferner während der ersten Zeit des Wochenbette» außerehelich, und dabei akquirieren sie mehr oder minder oft eine GeschlechtSkiankheit und stecken so später ihre Frau und eventuell ihre Kinder an. ES sei auch auf die bekannte Tatsache hingewiesen, datz gerade die Furcht vor Familienzuwachs viele Männer vevanlatzt. sexuellen Verkehr mit äjijenMchen Mädchen zu pflegen. In Ländern mit grotzer Fruchtbarkeit, wie in Rutzkand, sind die wissenschaftlichen Anzeichen für die Unterbrechung der Schwanger- schast ziemlich weite, den gesundheitlichen Interessen der Mutter fast entsprechend, während sie dort, wo da? Zwei-Kmter-Sysiem herrscht, immer strenger und' strenger gezogen werden.' So führte z. B. der Rrühmte Pariser Geburtshelfer Pinard auZ:„Weder die Mutter, noch der Vater, noch der Arzt haben unter irgend- welchen Umständen die Berechtigung, dem Kinde im Mutterleib da? Leben abzusprechen', eine Stellung, die zwar sehr.patriotisch' lein mag, aber niemals für einem Arzt b. stimmend sein dürfte. In Deutschland wurden die Indikationen von den Merzten im selben Matze enger gezogen, wie der Bevölkerungsrückgang drohte, oder gar vor sich ging. So verlangt z. B. der Münchciwr Hygisniker Gruber drakonische Strafen", obgl'.'ich die Straien des deutschen Strafgesetzbuches schon barbarisch genug sind. ES wird in Deutschland die Abtreibung bekanntlich mit Zuchthaus bis zu 8 Jahren bestraft, wenn mildernde Umstände vorliegen mit Gefängnis nicht unter ö Monaten. Dabei ist auch der Vor- such strafbar, selbst der Versuch mit untauglichem Mi'etel um untauglichen Objekt. Nimmt eine Frau beispielsweise, die glaubt, schwanger zu sein, ein harmloses Mittel, etwa Zucker, in der Ab- ficht, sich die Leibesfrucht zu entfernen, so wird sie selbst dann be- straft, wenn sie gar nicht schwanger war.*) In den letzten KriegSjahren, als die Zahl der Geburten immer weiter und weiter zurückging, hcst man die Grenzen noch enger ziehen und sogar �gegen den Präventioverkeh: vorgehen wollen, eine Absicht, die auch sicher mrt größter Strenge durch- mtf geführt wo, den wäre, wenn nicht die Novemberereig' zwijch.n gekommen wären.*. r# Die Motive für den Baseler Gesetzentwurf si"„ Natur. Man will den wirtschaftlich Schwachen helfen, � die Kosten für die Schwangerschaft, die Geburt und da � bett sowie den LohnauSsoll ihnen nicht aufbürden, euer � tute die Kosten für die Erziehung eine» neuen öefi� vergesse nicht, datz gerade bei den sozial am schlechtesten Kreisen die häufigsten Geburten vorkommen. DaS.,� System dagegen wird nicht von Arbeitern durehgefüb' j!! von Rentnern. Daraus folgt auch, datz die Sterblichste- i>.. vcf Säuglinge und dsr kleinen Kinder bei reich und schieden ist. Klar ist auch, datz in solchen Fällen die' der übrigen Kinder durch jedes neue Kind stark geh-'/ gflce1' zumal bei Arbeitern, wo die Frau gezwungen ist, ous zu gehen. Häufig wirb auch die Moml zur PerieiVkv'Mg der v- der Schivanger ichast»Unterbrechung herangezogen. ggell � recht. ES soll unmoräsisch fein, mehr Kinder � � setzen, oll man ennähven und sorgfältig au-fziehon kan" vergesse doch nie, datz diese ganze Gesetzgebimg tedig-'") jiffl' gerkicken Inte reff«, entfpticht und im Grimde genarN.�'l mit Moral und Sitte zu tun hat. Die bürgerl che � ondnivng bedarf einer zahlreichen Nachkommenschoils' führen zu können und vor allein um eine möglichst ja armee der Itnidustnie wnd La-ndaribeiter zu Halicar. l',, Staate auch ganz gleichgültig. cß> die nougeboronen 5j" jjur, __.1...ULI.'---- r*i!«Ä7Ä#4 .-- W„.. ,.—,—.-I vi—- L' wenigen Staaten Amerika» und in zwm Ii Schweiz hat man au» Rassegründen mit dieser b rochen. Man macht hier Märnicr und Frauen da dar, wenn sie an gewissen krankhajtcin veuochbare»' � � leidem, aber heiraten wollen..;nei •) Diese unftnuige„Rechtssprechung beruht allerding, nicht 1 fao W-setz beideutet also lkwckisellvs.�'� l auf dem deutjchen St'.afgrsetzo. sondcpu auf«inex ÄUlSttchuNL! jotuchtitt. town ihm auch einzelne Fehlet noch bei ReschSaericht». lD. Reich StitiMnofl tzec Grenze auf drei Msuate du!« � „�VV»UtfUVil. fcdJ Aus ollen diesen Gründen, die hier im Rahmen tungSartikeiS nur gestreift werdsn konnten, gehl klar''�n � jeder Sozi aide nwkrat dafür kämpfen mutz, datz die epi e'j Recht bekommen, die Schwan gerlfchaft zu unterbrechen, sozialistischen Staat werden die meiston Gründe ro■■ man iwird es dann dem Arzte ui«d den Eltern über."' f jedan Einzeltell zu prüfen.- � Das Baseler Essetz bedeutet also Mlkfekkol«" gi � V-» w /�. r s--- JA � Mfl II V*TW �f'ficfaWcSiitfTim TPOfnliTm Kl l�rtntel. fnT ss'se Per tfol'rie'nftSefir Sör Feff BePglffe'rfeW Fen?ern MI? IN Fe'm SchloWKn ä?ges-�>slsenen DcsüWr KilMn'P'srHW A--Or»••••«V»» l»l WH» V»»(IIIUIII W�W W»"M»V.W, t**»•» '»"nb damit mtjjte die Nebernahme der Kehlen, und Kali- »robuktion gehen LSWW 5-MSeÄ ändern die Soziali sieruag. �ficroaiüjuns poütifdjec Feftungsizeiangenel in Ladern. jpt_~r'e FefwngSstrase galt bisher stet« al»ehrenvolleHaft. � ihr Mar ein« Reihe von Erleichterungen vcrlnüpft, die dahin een il"' �uferleyte Freiheitsbeschränkung(ich in den Olren. fr»'«a''��abigskn Minoestmah«» bcwgte. Nicht nur bcjj die 'e Belegung innerhalb de» FestungsgesängnisseS kaum irzend» gehemmt wurde» der Häftling konn!« auch im allgc« aen des Erfolges sicher sein, wenn er für sich Urlaub zu einein fe; m".''' oder einem kluSslug in die Umgebung erbai. �«2"��it�rkehr seng ohne Schmierigkelten vonstatilen. Fast agt war tagsüber die Erlaubnis, Besuche zu cuipfa-ngen. iÜZtere, Akademiker. Gtuden>en. pflegte» sich denn auch im �Wmemcn in ihrem FsftungSgesänoni» ganz wähl zu fühlen büri m®oCn f'e»'cht selten beneidet worden sein von Slaa'S- daz"icht als fcstiMASgcsängmiSsähig galten, weil sie tu'sein"�� harten» keine Offiziere, Akademiker aber Student«! tu�rt triut�fT' nach dem Ausammenbvuch der bayerischem Mäbe« zu bucch die Stanogerichle ein«'Reihe von Proietaricrn. Ü��'�Sshaft verur'eilt. CS tauchte deshalb die Frag« auf. ob sie iur*?■ nuch der gleichen Vergünstigungen erfreuen dürften, den �"her dem Offizieren die Strafzeit leicht gemacht Nwr- � �nsiakisten und Proletarier sind keine Offiziere. Di« �aiit d �t'rordnumg für FestungSgefangene ist in ihrem Wort- Itnun er0t'°�-�nre!N gcljaltein» öast sie mildere und strenger« Aus» tjfjjt9**1 duläfjt Die l>e rurteilten Sozialisten muvten sogleich („ß, tn' �"5 für st« nur ein« strenge Auslegung in Frage b% Shnen be-gegnel« schon gleich nach ihrer Verurteilung durch dab sie aus dem ganz gewöhnlichen Schubweg«, 'nIich nach drei- bis neuntägiger qualvoller und niio'. t*c Reise den StrasverbühungSort erreichten. Nicht ge- iß bj.T J"'* dieser Demütigung. Auf dieser Reise wunden sie '�.Tüllen auch noch gefesselt durch belebte Orte zu den Gefängnissen geführt. eirti0'? �tt«tsten Verfügungen des Justizministeriums �tlai boiilischen FestungShästliiigen dicV ergünsliguiigen de! �»rd» DewegungSsreilieit Innerhalb de» GefängniShose! sangs,�.. Dauer von fünf Stunden beschränkt. Tie Emp. fcefhin/,» f!!.r �iuche erfuhr die gleiche Begrenzung; in einem --r-rri.- r-.j. wi- ct>----- f.!..... K�C, ?JcltUnAÄA-— 7'--- o---- r---- 1-----«T v.-------- ®-fuÄ 9'angnis gesellte sich die verscl)Srfuilg hinzu, datz der Di öfvei Tag« am Ort verweilen darf. dkß,,'C'E Einengungen und Siraferschwcrungen wollen sedoch Wichen demokratischen Justizminister noch nicht Genüge für häß* er tvn Entwumf zu einer neuen Hausordnung bie� 7 �stungSgefnngnisse in der Tasche; in kurzer Zeit soll tchßü y�Sorbnung zur Durchführung kommen und dafür Bürg- für A.rT'"' die geltenden StrafauSführungSbestimmungem den ödon Mauern und wie kalt die steinernen Fiijzböden in den Zellen sind. Ist der Häftling von Beruf Schriftsteller, so hat er die Wahl,«mttvcder Artikel zu schreiben, dieden politischen Ansichten des Justizministers entsprechen, oder dem wirtschaftlichen Ruin überliefert zu werden, entweder ein GesinnuiigSlump zu sein oder zu verhungern. Aufsähe, die nicht einmal gegen die Regierung ge.ichtet sind, sondern nur ein kritisches Wort über die deuwkralische Partei enthalten, werden zurückgehalten. Di« Besuchsdauer wird eingeschränkt. Beim Verlassen de? Gefängnisses wirb der Besucher eingehend durchsucht, damit er nicht in der Lage ist, unzen sierte Briefe und Schriftstücke zu befördern. AIS die Standgerichte ihre Urteile fäll den, galten noch die mildem LuSsührumgSbestimmungcn in den FestungSg.fängnissen. Wir fragen: Ist eö angängig, nach dem Urteil einfach aus dem BerordnungSwcge Slrafecschwerungen einzuführen, die die Strafe härter machen, als es im Sinne der Ltichter gelegen war? Wir fragen ferner: Wie will es eine Rsgienmg. im bor Sozialdemokraten st Yen. veraniwoeden, die Vergünstigungen einer Srrafart nur deshalb zu beseitigen, weil sie nicht mehr Offizieren, sondern Proletariern und Soz. allsten zugute kommen sollen? Wir fragen beitt.uS: Glaubt die bayerische Reg crung wirklich, mit der Abschneidung politischer FestungSgefangenee von der Augen!ovli etwas für die Beruhigung der Oeffentlichkeit ge- leistet zu haben? Muh sie nicht im Gegenteil fürchten, mit ihren UnterdrückungS maßregeln eine so wahnsimnige Erbitterung bei den Gesangenen. ihren Angehörigen und Freunden zu schaffen daß nicht öffentliche Beruhigung, sondern die stärksde öffentliche Beunruhigung erzielt wird? Wir fragen endlich: Muh nicht jeder Staatsbürger, gleich weicher Partei er fein mag. mit Entrüstung dagegen Protest erheben, daß die bayerische Regierung politisch Andersdenkende brutal knebelt, daß si« mit roher Willkür die gewiß schon bacbari. schon Strafen der Standgerichte noch verschärft und damit den Richter zu Ungunsten der Vcruoteilten in geradezu unverant- ins Freie gebracht werden. Tote sind bis jetzt nicht gemeldet� dagegen spricht man von 6 Schwerverletzten und 20 Leichtverletzten., ftetl wörtlicher Weise korrigiert? handgreifliche Avse'nandetsetznng. Wir lesen in der»Deutschen Tageszeitung" folgende. Miidcilung: .Unser früherer ZdrtirrS-bericffVtstat(er SB. Scheu ermann teilt unS mit, baß er bei einem zufälligen Zusammentreffen mit Herrn Siegfried Jakobsohn Gelegenhoit genommen hat, desen wegen seiner unqualisizierbaren An» würfe persönlich zur Rechenschaft zu ziehen. So bedauerlich derartig« Konflilte auch immer sind, jeder, der die Art dieser Anwürfe kennt, wird eine handgreifliche Gehandlung der Angelegenheit begreiflich finden." Es bedurfte nicht erst dieses Zeugnisses der»Deutschen Tageszeitung", um zu eesohren, daß Leute dieser Sorte das durch Sch logier! ig ke t zu ersetzen suchen, was ihnen an Kenntnissen und Fähigkeiten abgeht. Insbesondere bedurfte es bei Herrn Scheuer mann diese! Beweise» nicht mehr. Unabhängige Delegierte zur Generalversammlung der Metallarbeiter. Wie uns ein Privattelegramm aus Hamburg meldet, sinA in der lebten Versammlung der Metallarbeiter siimtlichc neu«! unabhängige Kandidaten als Delegierte zur Generalversamme lung gewäljlt. Troy eifriger Propaganda der giechtssozialistenz konnten diese keinen Kandidaten durchdringen. Lohnbewegung der Schornstclnseger Berlins. Einer der rückständigsten Berufe ist der de» Schornsteinfegers� Trotz seiner schweren und gefahrvollen Arbeit bezieht er heute nodj einen Wochenlohn von 75 Marl und diesen erst seit dem 1. Juli d. JuhrcS. Ein Antrag über 100 M Loh», der in der Versammlung im Juli einstimmig angenommen wurde, führte zu eine« Vorstandssitzung der Meister und Gesellen. Die Mestter erklärten! sich bereit, vom 1. Oktober ab 83 Mark zu zahlen. Trotzdem bei) Verstand der Gesellen bi! auf 00 Mark herabging, war eine Eini- giing nicht zu erzielen. Die Delegierten der Gesellen zogen«Ss vor, die nächste Versammlung zu besragen und abstimmen zu lassen, ob das Anerbieten der Meister angenommen werden soll. In bet am 16. d. Ml!, stattgefundenen Versammlung der Gesellen wurd« der Beschluß der Meisler abgelehnt und ein vorliegender Antrag von 120 Mark angenommen. Diese gar zu gerechte Forderung soll mit. allen zu Gebole stehenden Mitteln erkämpft werden. Tie prcusiische Ttaatskarosse. ��estun�sgefangen« in Zukunft ebenso kwrl auSgedcntei t»Ux� si« biShor rücksichtsvoll und nachsichtig ausgelegt Glaubt lollcn strengster Zensur unterstellt werden. Rrfßß.'Ü in Zukunft nur noch sein, den Angehörigen und erzählen, wie schlecht und unzureichend bie Kost. �'flen|| 27 b'Tß' kür Arzt imb Muttor die Gosahr her Bestrafung 'i»k K. Schreibung diese» Zeittzermin». Wenn man überhaupt »üblich"�Zing festsetzen will— ein solche«st ja immer will- ,ri-----■*"—— � c- fcsf---!!. dl % JT,,,-...... ct«,<�t russifckw Stimmungsmalerei nach ' träumerisckvS Dahinleben im Provinz- -' BiS sehen führt zu K.j um iraumcnntK» taqHHWW>->-— z,?�mailsthen Zwisckxrnfälle oder Begebenheiten� �'ilik. ß, wtuitiv aufdrängende Erkenntnis den kragch 5"6i rfdrangende Aber auch dieser Konflikt ""wsli».""uiw �°Ufbesch>oört........,-.., anMnb?n0mCn Tusammenstoh. Die Beziehungen zwlichen � '-■tn J" Personen bleiben fast unverändert. Aber sie leibst tftlt. tfOr Xa«. rw-'' Cbei Augen veS Zuschauer»: da» junge unbändige K a d Ftai'1•'n e'nem Augenblick zum Weibe heran, während die ?Irn B,-" Üa« graue Alter hinabsinkt. Die fallenden herbst- i""'en x; er und die klagenden Tö»i« herbstlicher Geigen sywbo» ��ßt �, t0ö'' der handelnden Personen, die unausge- «fra � erfassend, keinen anderen AuSweg atS den ," sehen. LV®« aif ro lrei:innen f:,er Hauptrollen, Frau K. Serge- Stlüe verstanden e« meisterhaft, die Innere Tra- � imn Lusdruck zu bringen. Nkbeg ihnen traten hie Darsteller der männlichen Rollen, W. SchumSki in der Stalle de» Lowrow und A. W a r j a g i» in der Rolle des BaranowSki ein wenig in den Hintergrund. Wie ein Mißton wirkte lediglich die große Gesellschaftsszene im dritten Akt, für die offenbar un- geschulte Hilfskräfte herangezogen werden mußten. A. S. * Da» Gastspiel rnsstscher Schausvieker Im Deutschen Theater bringt am Sonnabend, den 28. DS. Mt!, 8 Uhr nachmittags, da» fnnfaktige Sckanfpiel.Herb st liebe Geigen" von Surgui« schew in russischer. Sprache zur Wiederholung. Sonntag, den 24. d. Ml».. 3 llbr nachmittags, findet im Nähmen de» Gastspiels, die Erstaufführung de» dreiaktigen Schauspiels.Roman" au» dem englischen von Eduard E h e l d o n, statt. Sie„vper der Vie lausend". Man schreibt unS: Ein vorbereitender Ausschuß zur Griiudung einer großen BolkSoper in Berlin, dem u. a. auch der neue Leiter der StaatSopcr, Proftssor Max'don Schilling». nahesteht, hat die Initiativ« ergriffen, um das große Projekt zn verwirklichen. Für die Oper stehen einer Einwohnerzahl von über Sy, Millionen bisher nur die Siaaisoper und die Charlotten- bnrger Oper zu Verfügung. Beide Häuser reichen bei weitem nicht an», um bi« Over zum ffi-emeingnt des Volke» zu machen. Die preußische StoatSregierung steht dem Plan der strcßen VolkSoper sympathisch gegenüber. Es soll sich nicht um eine Kon- kurrenz der bestehenden Opernbühnen handeln,«s ist vielmehr eine künstlerische und wirtschaftliche Gemeinschaft mit der StaatSoper unter der Leitung von Professor Mnx v. Schilling» ange- strebt. Zur Errichtung der iPoikSoper hat die Stadt Schöne- b e r f» unter günstigen Bedingungen ein geeignet?» Gelände zur Verfügung gestellt, da» zwischen Haupt-, Rubens- und JnnSbrucker Straße gelegen ist. Ter Entwurf des Baue», der auf die bisher übliche Abstufung nach(bt scll,' che f ts kla ss c n verzichtet, stammt von den Architekten Professor Wilbelm Kret! un» August Jungst in Düsseldork, die einen Raum planen, der(ämtlichen Besuchern mög- (ich st gleichwertige Plätze bietet. Das Tbeater W mindestens 4000 Plätze fassen, von denen weit über ein Triltel mit etwa drei Mark an die Besucher abgegeben werden sollen. Man hofft, dag bi« Eröffnung der.Oper fett Pie�taiyenfe" bereit» im Herst 1921 erfolgen lang. Gegen den kommunalen Arbeiterrat. Dem Beispiel anderer westlicher Vororte folgend hol auch der Sleglitzer Gemcinbevorstand dem?lrbeitcrrat die weitere Benutzung des bisher von ihm Inn«- gehabten Raumes auf dem Nnthause verweigert. Ter Arbeiterrat, dessen Bestehen dadurch natürlich in keiner Weise berührt wird, ist infolgedessen gezwungen, seine Sprechstunden in einem Lokal abzuhalten. Diese finden zweimal m der Woäe(DienSIag» nnd Freitag») von 4%— 0X in dem Lolal von Dehnte, Hecsestr. 2, statt. Eine Massenklage vo» Arbeitern gegen die Firma Fchwartz- kopff beschaftigie das Berliner Geweebcgecicht. Am 14, Mai 1010 wurden die betreffenden?lrbeiter wegen einer Betrieb»» slörung nach Hause geschickt. Für den VcrdienstanSsall nahmen sie die Firma Schwartzlopff in Anspruch und beriefen sich auf einen Vorprozcß, in welchem die Firma utilcrlegcn sei. E» wären ein Transformator, ein Dieselmotor nnd eine Lolomobne vorlianden; die BctriehSstölur.g wäre nicht cingctrele». wenn die Firma nicht die Reparaturen vernachlässigt hätte. Auch Hütt« die Firma mit dem ArbciterauSschuß leine Vereinbarung ge- sucht, sie seien viclmeh-«m 0 Uhr vorrnistag» nach Hanse gc« schickt worden. Die beklagt« Firma war hingegen der Ansicht, daß sie an der DelriebSstöruieg nicht W geringste Verschulden treffe, unglücklicherweise seien die zwei Reservemolore auch ent- zwei gewesen: die Lolowobilc sei schon im November zur Repa. ralur gebrach' worden, infolge der vielen Streiks sei Die Reparatur noch nicht fertig geworden. Aus. alle Fälle komme ihr die Vorschrlft de?§ 123 der Gewerbeordnung zugnle. Das Ge- merbegericht, 5. Kammer, verurteilte aber die Firma nach dem Klageantrag«. wichtige Neurrjchcinungl Sorben er.'chienen! Der moralisch e- Zusammenbruch öer S. p. O. preis 50 pstnnig ver'agogenoss«nschaft»5reihelt" e.G.m.b.y.,öerlinNWo /idteiluna 0uchdaoö«l Lch.ckdaucröamm Iß tebeksmitteMendtt. WeIK»nsee. Auf Abschnitt 57 d«r«Ngem-insn Lebensmittelkarte 500 E ramin(Otaupen, Abschnitt 60 der gleichen Karte 250 Tramm Suppen und 250 Tramm Kartssfelstärke, Abschnitt 62 derselben Ratte 500 Tromm Marmelade. Johannisthal. Von Freite� den 22. d. M. ab, werden in den hiesigen KleiniiandeiK>«schiisten auf Lebensmittsituirte de» Kreises Teltow verkouf«: 260 Tramm Maemelade auf Abschnitt 88. 250 Gramm au»l. Hülsenfrüchte auf Abschnitt 8t. Auf allgemeine Lebens- mittelharte: 260 Tramm Iuiiennesuppe auf Abschnitt 438, zwei Suppenmürse! aus Abschnitt 469. Auf iiinfuhrzusatzkarte: 260 Tramm amerikan. Weizenmehl auf Abschnitt V 15. . Britz. Das auf Abschnitt 42 ausgegebene Kochmehl zum P.eife von 82 Pfg. für da» Pfund ist oon vielen Empfangern bei ihren Rieinhändiern noch nicht abgeholt worden. Die Abholung mutz bis 80. August erfolgen. Auf Abschnitt 71 wird 1 Psund Nährmittel, auf Abschnitt 72% Pfund Hülsenfrüchte abgegeben. Lichtenberg. Sonderzuteilung an Kranke. Sämtliche in Lichten- berg wohnenden kranken Personen, die sich im Besitze einer August- milchkart« für Kranke befinden,«rhalien al» einmalige Sonder- Zuweisung 1 Psund IHsis. Die Ausgabe desselben ersolgt in den Städtischen DerkaufsslsIIen und zwar sür Krank« mit dem Ansang»- buchstaben: A— C Noniag. den 18. August, D— F Dienstag, den 10. August, G— J iBtillrooch, den 20. August, K— L Donnerstag, den 21. August, M— O Freitag, den 22. August. P— R Sonnabend, den 23. August, L»tontag. den 25. August, 1'—V Dienstag, den 28. August, W— Z Atittwad), den 27. August. Die Abholenden haben ihr« Milch- Karle und Lichlenberger Lebensmillelkart« vorzulegen. Treplow verteilt autzer den üblichen Rationen an Brot und ' Fleisch: Kartoffeln: auf Adschnm Ma dt« 34g der Karroffelkarte, 7 Psund. Fett: 40 Tramm Butter und 50 Tramm Bratfett aus die Speisese ikerte,»uf die beiden Abschnitte 0 13 der Einsuhrzusatz- 1 karte 125 Gramm Margarine. Nährmillel|(Braugen, Nudein oder Cuppenwürseif auf Abschnitt 61 der Trotz-Berliner Lebensmittelkarte, 500 Tramm. Ausländ. Hülfenf ächte(grüne Ecbsenf: auf Abschnitt 66, 69 und 70 der Trotz-Berliner Lebensmitteikorle, je 250 Tramm, zusammen 750 Tramm. Zucker: auf Abschnitt 69 der ZuckerKarte für die Zeit vom 10. bis 31. August, 375 Tramm. Einmachzucker: aus Abschnitt 60 der Zucke karte. 500 Tramm. Aus- landsmehl: Auf Abschnitt T 15 der Einfuhrzusatzkarte, 250 Tramm. Markenfrei stehen zum Verkaus in allen einschlägigen Tefchäften: M-aisgrietz. Kartoffeltvolzmehi, Preffbohnen, Kartoffeischeiben, Back- psiaumen und Dörrweitzkohl. Glienick«. In der Woche vom 18. bis 24. August 1919 werden verausgabt bei den Kaufleulen: auf Akschitt 61 der Lcbensmittelkarle 250 E.amm ausländische Hülsenfrüchte, Preis 63 Pf. Auf Abichnttt 61 der Lebensmittelkarte 250 Gramm Reis, Preis 1,02 M. Auf Abschnitt 67 der Lebensmittelkart« 240 Tromm Moisfabrikate, Preis 1,45 M. Auf Abschnitt 68 der Lebensmitleikarte 250 Tramm Marmelade, P«is 65 Pf. Auf Abschnitt 16 der blauen Lebensmittelkarte 125 Tramm Teigwaren, Preis 17 Pf. Auf Abschnitt J 42 der Iugcniblichcnhart« 250 Gramm Graupen, Preis 22 Pf. Auf#b-| schnitt 0 13 der Einsuhrzusatzkarte 123 Gramm Margarine. Preis 1,55 M. Urlauber und Schifser erhallen ebenfalls die Margarine. Fellfeldstverforger erhalten gegen Aogabe des Abschnittes S 34 der F st: karte für Eslbfwersorger ebenfalls ISS Tramm Margcrine.?luf Abschnitt 17 der blauen Lebensmittelkarte 125 T amm Kakao und 123 Tramm Zucker zum Preise von zusammen 4,05 M., foiveil der Vorrat reicht von Mittwoch, den 20. d. M. ab. Gegen Abstempelung der Mtlchvarten fe Z Eier zum Pretfe von i,m Vt. Tne Vernau.sW� stellen lind oon jetzt ab geöffnet: 1 A!!-Eiienicke: 8— 12 und 2—6 ud� 2. Falkenberg: 10—12 und 3—7 Uhr. Sonntags ist die Ve klntl» steile Falkenberg nur zum Milchverkcus zu der bisherigen 3«" öffnet. Aus heu LrgWisaNsuen. Intern. Bund der Kriegsbeschädigten und Krtegerhitterbliebenea- Dienstag, den 19. August, abends 7 Uhr, Mitgiisderversammtung der Neuen Welt. Mitgliedvkarle dicnt als Ausweis. U. S. P. D. Schmargendorf. Dienstag abend 7!4 Uhr■J'u gliederverfammlunz. Ucrclnsfalcnöec. «nxesteMenaitsschüsfe und Funktionär« der Af-, Fachernpp- v- Heute abend, 6 Uhr, Königstadt-Lyzeum, Treifswatber cti.-"h* Versammlung. Fachgruppe 13,«n-estelllenausschiisse und A.S.A.-Finibtilmiite. Dienstag, 8 Uh-, ßönißstiüt Lyzeum, Aula. Trelfstvalder Clr. Vollzugsausschutz. B-rantwortlich sür die Redaktion Alfred Wielepp. PruköSn. Bertogsgenosientchast.ßteitteil". e. T. M. b H. Berlin.— Druck Lindendrucker«! und Bertagsaelellichott m. d. v. Sckulooue ronin. Deutscher Ketallarlieiter-Verliaiiü Verwa'tuntlsstelle Berlin. , 6. Wahlkreis 1 1 H>'e» res i BUCH. Todes- Anzeige I Den Kollegen zur Nachricht, da8 unser Kollege, der Klempner Voß, Lötticher Str. 46, am 14. d. M. an BrustfclIentzOndnng festotban ist. Die Beerdigung findet am Dienstag, den 19. 8., nachmittags 4 Uhr- von der Leichenhalle des Neuen| Joharnes-Kirchbo:«�, SeestraBe aus siatL Hin Geistlicher geht mit. Rege Beteiligung erwartet, Nachruf I Den Kollegen zur Nachricht. daO unser« Kollegen,{ der Schlosser Paul Glomp, am 17. lull durch Cririnken. der Metallarbeiter Carl Bauer, Ritlerslr. 15. am 26. Juli au Qehlruscblab der Klempner Hans Krüger, SM 12, d. M. an Merzschwache. der'° � Lu|8 SchSfer> am 13. d. M. an Magenleiden, gestorben sind. Ehre Ihrem AnJenkenl Die Ortsverwnltune. Beutsciier IrnnsportnrUßlter-VerliDflil Bezirks verwaJtunif(iroli-Berllii. Am Donnerstag, den 14. August, verstarb un- { serc Genossin Trau Bertha Graf, vorw ttw. Mensel. PlantagcMstraße 40. j Ehre Ihrem Andenken! ! Die Einäscherung findet am Dienstag, den 19. d. Mts., nachmittags | 5 Uhr, im Krematorium Oerich tstr..16/38 statt. Um rege Beteiligung ersuch'. Der Vorstand. Am II. August ver- 1 1 starb Im Krankenhaus i I Priedrichshain durch i Schlaganfall Im Alter j von 45 Jahren mein lic- ! ber Bruder und Schwa- I ger. der Gerüstbauer August Hinze. Die» zeigen betrübt an Albert Minze und Frau Charlottenburg, Tegeler Weg 9. Die Beerdigung findet | am Dienstag, den 19.. I nachm. 3 Uhr von der Leichenhalle des Lichtenberger Friedhofs in Marzahn aus statt Zugverbindung vom Schies Bhf.(Wr»ezener Bahnst) bis Marzahn Kirchhof Abf 2 Uhr. Zflhlnbend. Dienstag, den 19. Aueu�t. im Lokal von Schtilplg. früh. Rostock, aben 4s 8 Uhr. Besprechung über die am 31. August d. Js. stattfindende Gemeinde vertretcr- wahl. Das Erscheinen eines Jeden einzelnen ist dringend erforderlich. I). O. ' Pfandscheine! Ankauf bis zur vollen Leihsumme. Rückkaufsrecht. Argefitaha, Alexandrinenstraße 123. 3—6. VergnOiuiigspaksl Groß-Berün Hasenneide 13 3 II. T>. P. Crtmcrci« Ncukölli«. Dteilölag abend 7 Uyr bei Kltetn, Haicithctd: IL �Vcrgnür ungSpalait lLroß Verlin) Geffentliche Versammlung. TageZordnuii: Nätesvstcui und Rritewahl. Referent: Genosse Ernst Täiimig. Todes- Ana« ige. ledern zur Nachricht, daQ Carl Ladewtg Den Mltclieders sur Nachricht, dal uottr Kollaf«, der Bietteruäzcr am 14, di. Mts. im Alter von iS Jahren verstorben Ist. Die Ueerdurunii fliidel am Dienst«:, den IS. ds. Mts. nachmitiat*s 4x Uhr. von der Leichenhalle des Neuen Jakobikirciiholes, Neukölln. Hermauiislf. 99. aus statt. Den Mitgliedern zur Nachricht, dal unser Kollege der Bierfahrcr Carl Leuschner von der Firma Oswald Berliner am 15. da. Mtl. Im Alter von 55 Jahren verstorben ist. Die Beerdigung findet am Dienstag, den 19. ds. Mts.. nachmittags 4 Uhr. von der Leichenhalle des Mimmel- lahrtskirchhofes. Nordend. Biankenfelder Str., ans statt. Nachruf I Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Kollege, der.ndustnc-Arh�nr� am 12. ds. Mts. Im Alter von 30 Jahren verstorben Ist. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Kollege, der ü"�0|,££!||| WucknitZ am II. ds. Mts. im Alter von JJ Jahren verstorben Ist. Ehfre llirem Andenken I Die Ke/irks Verwaltung. iiIWIliHiaillllMHIB erb. zw Daucrheilung die neue psychlatr. Allkl.-Scbrlil umsonst. G.Naßckel,Hßiikö!In, Neckarstraße S. Mag's wicdermal brausen und stürmen Für Freiheit u. Recht Du kannst nicht mehr kämpfen und streiten Für» Mcnscücn- gescblccbt ! Und gehn die Wogen hoch, dein Mund schweigt; i Wir denken an dich, Wenn das Morgenrot der Befreiung steigt. Danksagung. Für die vielen Beweise herrlicher Teilnahmebel der Beerdigung unserer| Tochter. Schwester und Braut Llcsbeth Köhler, sagen wir allen Verwandten und Bekannten, sowie den Mitbewohnern der Häuser Wilhelmstr. 7 und 8. Margaretenstr. 2 j und 3. den Angcsieliten der Firma Emil Pinncr und dem Redner PjuI Werner, für d e trostreichen Worte am Grabe öerVerstorbencn.unscm herzlichsten Dank. Di# trauirriti NiSlsrWiskcM. Familie Filiz Köhler,| Willi Scheel, a. Bräutig.■ Bln.-Bichtenberg, Wil- I hclmstraßc 8. Vorher das erst- klassigcSpezIalitäten- Protramm, joy Montag ringen Mokiiy-t'olen gezen Polrek-Danzlg Molirin�nn-Bcriln geg. Sc'fiO ppc-Hannover Kornat/. Weltmeister geg. Haake-Chufloticnb. EntschelüunRsKampi bis zum Resultat Budrjs Sicciur.ann Osljreußcn Tilsit Außerdem: Wer seinen Kindern Kibt das Brot I Volksstiick mit Gesang und Ballett in 2 Akten. Beginn des Konzens 4 Uhr. t der Vorstellung 6 Uhr, der! | Ringkampfs 9 Uhr. Soun-g tags i Stunde irflher. l Jed. Dienstag. Donnerstag 1 u. Sonnlag 1. d. PrachtsäTen j •?.Tii Grosser Ball. Zleiiaog: schon am 27. u.*-28. August Deutsche golkswoiil- Lotterie und IIaii|)lecwlnne Mark lOOOOO SOOOO IQ Mark SOOO usw. Die Gewinne bestehen aus vollwertigen Gold- und i S Ibergegenstanden und worden von uns auf Wunsch ; mit 90c/o m bar ausgezahlt Auszahlung erfolgt»ofort gegen Vorlegung des Loses. 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