:****** Cm7e!prew 15 Pfennig- 2. Jahrgang Zrettag, öen 2�. Kngufl IHW Nr. 415/ B 1SY> �benö-/iu�avv k» trldjrhtt morzn» imC na�miKaw.«m S«in» und �«fttagni mar TnotjtB». r«r L-,uzs?�»>» billigt bei fretet Zustellung tu» Hai» ffir Gra�Beettn oder bei dirv. UN p-stbezun edn, vestrllgebü� mematl. t— DU bei Zustellung unUe bleisban» st.— D» Die./reibeil� ist i» den erst« Nactirng»et pustzeitungelist» fstr istist»Ingetr'«ist Kednbiicn und RxDtbMon: Berlin BW. C,•ifelMtniMbiiiiiili M*". ger»;>wihn: Mm» ftart««»S»5 und JnffTale ksten die achiznpa». r!»nvare!ll«,«il»«der deren Daum D« mu w-iianz-ig», »« iettgedrurft» lvort 50 Pf, jede»«eitere tDort 25 pf. lenernngtzuschlag?v prost, ist»! jamiiien-«. verfammlun,-anzeigen fällt der Züsch laz fbrt. Inserate für den darauf stfgenden Tag müssen(pätestn» bi-illhr nachmittoz, bei der Lrxediti°n aufgegeben fein. gnfWstAstWRWrilmtg: v-riin S!W.«. Schlffbanerdamm I» »ernfpr�ei Mm»«orten»Ttt» ÄT vKoSAF/fAHkN FMMMllKAÄ' A/AiM/dnöS iKM Sammlung gegen liuls! Me AreßsreHeit. �erbotsandrohung gegen die„Leipziger Volkszeitung". Eigen»? Dr«htbericht der„Freiheit". L c i» j i g, 20. Aug»ft. Die„Lcipzi«»r BolkSzeitung" erhielt h«»te morgen folgenden �cf zugestellt: An die BeschiistSstclle der„Leipziger BolkSzeitung" Leipzig. Unter Hinweis nuf die von dem OderbcfehlShaber bei dem . nnce.Lberkommnndo«»Ske an die„F r e i h e i t" wegen der cruffentlichnng dcS Aufrufs der Aentralteitnng der UnabhSngi- >°n Toziafdemokratischen Darici Deutfchlattd« an die rrvoluti». m � Arbeiterschaft gerichtete» Berwarnun«, abgedruckt Leipziger »«eneste Rachrichte«",«r. 22t,«orgetmuSgabe»»« 27.»uguft, � Wiederholungsfall» die„Freiheit" zu der. i"*»V richtet der BefehlSlmber Leipzig an die Schriftleitunz der "�ipöiger VolkSzeitnng", die in ihrer Nr. IS» vom 2S. August Z 9 den gleuhen Aufruf aizedrnckt hat, die gleiche Ber» � u u n,' zumal die Form und der Inhalt der„Leipziger -lkSzritun," brfendvr» in lehter Zeit die äußersten Arenzen de» > Interesse der staatlichen Ordnung und der Gesundung nnscrc» 'ktschastSlebenS Erträglichen tSstich m vielfachen Aeußerunge« berfchreitet. gez. Schoenfeldt. heißt eS doch so schön in der B e r f» s s u n a, die ef? Herr Nosde, der NeickzSlvehrininlster, beschlvoren hat: e-T?. Deutsche Hat das Recht, seine Meinung durch Wort, �rift, Druck, Bild oder in sonstiger Weise frei zu äußern. 'Ue Jensur findet nicht statt.... , Beincrkenstvert ist noch, daß nicht mehr die Re» tu n g, sondern da« M i l i t ä r für dbe„swatliche Ord- e" 3" und die„Gesundung unsereK Wirtschaftslebens" zu t Wa� fehlt da ssgentlich noch zur offenen M i l i. �rdlktatur? �ite exfolglase Verfolgungen des Voklzngsrgls. lln wird mitgeteilt: »Am Donnerstag gegen» llhr«rfchien»« wiederum in den �äa?enen Räumen De» VollzugSrateS /in den Gotchiensälen j, ein halbes Duhend Kriminalbeamte mit der Anweisung »nals nach.Wahlmaterial" sowie nach Schreibmaschinen zu '"�n. Erfolg negativ! «in*'aer Schanlwirtschast in der Fruchtstraß« telephonierte t> den Vollzug» rat in den Scwhiensäälen an. Nach .Knuten erschien im Auto die Kriminalpolizei in diesem Schaust- um nachzuforschen, wer von dort den vollzugSrat antelepho- Hadg, %n Gebäude des Metallaribciter-VerbarcheS, wo am Sonn- �«n'o bei dem Hinautwurf au» dem Gebäude„Zstt d«n Zelten 28" -2«» Material einzelner VollzugiratSmitglieder vorübergehend Aufbewahrung übergeben wurde, erschienen heut« mittag .�'ssalls Kriminalbeamte, um eine Haussuchung vorzunehmen. negativ!" . �-rotz t>eS ergebnislosen Verlauf? d«r Verfolgungen zei- » n diese Vorgänge, daß«S den Behörden nicht nur darum L iun war, den Vollzugs rat auS dem Gebäude in den Zelten �ljagen, sondern überhaupt seine Arbeit zu behindern. � vebgtle Sber den Friedensvertrag in der fmnzöfifchen Km»««. Versailles, 28. August. � Die Debatte üiber die Ratifizierung d»S Friedensvertrages f>,, gestern in der Kammer fortgesetzt, lver Sozialist A�.I�ante vertrat den Standpunkt, daß die Völker den bpa't®" i ch t gewollt hätten; wenn man st» einschließlich � deutsch«« Vslle» gefragt hätte, hätten st« sich geg«n den � au»gesp«ochen. Die Fried«nSk�ilstgu«gen seien«iS einain ���Eeiste hevauS geboren und zögen auf» neue den Kampf .. gegeneinander groß. Der radikalsezialistische Wgeorb- »ißj � � r g a i n« erklärte, baß e» zwei völkee gäbe, fei« der Krieg "eti ruiniert häb«: England und Amerika, Er täbelte, daß Japan »Id, ßT'mm. Angesprochen werden sei«nd daß Frankreich sich in % Frage«itf die Seite GnglandS und nicht ans die Seite u ff'k) gestellt habe. Abgeordneter B« n» i st sagte, der Rhein fy/'i natürlich« Grenze für Elsaß und die Taar für Lothringen. .. Entwaffnung Deutschland» an den Rheinufer» Wen* nur vstpatih« Sicherheit. SS sei«in groß« Fehler de? frimM> schen Regierung gewesen, die separatistischen Neftratunzen nicht stärker unterstütz«„u hrl.cn. Istan hätte nicht mit dem Reich, sen, der« mit den Vertretern der Einzel st aaten der- handeln müssen. Der franzch'isch-enylisch�nnerikanisch« Schutzvertrag sei ungenügend. Nach seiner Anficht hätte man eine lateinische Allianz gründen müssen. Alle drei Deputierten traten für die Ratifizierung ein. Die Besprechung wird heute fortgesetzt. Sie hat bis jetzt noch kein große» Interesse eMeckt. Gestern wohnten der Debatle nur etwa 150 Abgeordnete bei. Tie SleSsvz des«sbisetts Friedrich. T. U. Wien, 2». August Ja Hiestaen politischen Kreisen ist ma« der Ansicht, daß die neue Rpgtvruns Fried.ßch in Vndapest mit Billigung der rumSnischen und französischen MilitS rpartei gegründet wsisen ist. Demgegenüber steht allerdings di, Eni. fcheidung der übrige» Gnteniestaaten und auch der diplomatischen Kreise Frankreich». Man hält eS jedoch nicht für aulgeschlossen, daß diese Regierung tatsächlich biS zur Ausschreibung der Wahlen sich halten wird. Jedenfalls könnte nur die Entente die Regierung Friedrich zum Weichen bringe,». Tie linkSblirgrrlichen «nd die sozialistischen Kreise U n g a r n S, d i e u n. bewaffnet srnd und auch nicht melfr über die Mehrheit der Bevölkerung verfügen, könnten den Sturz Friedrichs kaum herbei» führe». pvbelLvs'chreikvnse« in CWWw Die Ernährung?», WohnunzS- und sonstigen h>)gi«nischen Skr» Hältnisse in dem bekannten westfälischen Badoorie Lippspringe, haben, soweit die dort befindlichen lungenkranken KriegSverletz- ten und die von den LandeSpersicherungKanstalten und der Reich«- Versicherungsanstalt der Angestellten dort untergebrachten 3000 Lungen- und Halökranken, davon betroffen werden, wiederholt An» laß zu lebhaften Klagen und Bvschwerden gegeben. Sin im Zeichen des Räteshstem» im Mai d. I. gebildeter Patientenautschuß hat sich nach Kräften bamicht, die Mißstände zu beseitigen. Aber«r fand bei den zuständigen Behörden und dem Direktorium der NeichSversicherunetZanftalt nur sehr geringe Unterstützung. Bor allem haben die Vertrauensärzte der ReichSversicherungS- anftalt, Dr. Grützemacher und Dr. Brackmann, die sich in die Behandlung dieser Patienten teilen, bemüht, bei Beschwerden, die Kranken kurzerhand gesund zu schreiben, ohne Rücksicht auf deren KrankheitSzustand zu nehmen. Zwischen Dr. Grützemacher und eine« Reihe von PensionSirchabern in Lippspringe besteht ei« finanzielle» AbhängigkeitS- Verhältnis, dal«S mit sich bringt, daß dieser Herr begrün- dete und berechtigte Beschwerden von Kranken fast stets zu- gunsten der PenstonSinhaber entscheidet. Und eS sind in letzter Zeit mehrfach Fälle offenkundiger Maßregelung vorgekommen. So hat jetzt Dr. Brackmann den Versuch unternommen, 3 M i t- glieder de» Pa ti e nt« n a u» s chusso» durch rasche» Gesundschreiben unschädlich zu mochon. Darauf erklärten sich alle Kranken mit dem PatientenewSschuß solidarisch und veranstalteten am Montag, i«n Anschluß an eine Bersamm- lung vor der Wohnung der Aerzte mit etwa 1000 Personen«in« Demonstration. Da» hatte zunächst den Erfolg, doß durch Ber- Handlungen di» beabsichtigte Entlassung der drei AuSschußmit- glieder wieder rückgängig.gemacht wurde. Dieser erfolgreiche Ausgang der Kundgebung mißfiel jedoch der Einwohnerschaft de» Städtchen», da sie ja von den minder- bemittelten Kranken wenig vorteil genießen. Nachdem schon vergeblich versucht worden war, die Demonstrationen zu stören, wurde am Abend der Obmann de» Patienten au»- schusse», Bernstein, der sich in einer Denkschrift stber die Mißstände in Lippspringe bei der Bürgerschaft verhaßt gemacht hatte, überfallen und d«r«rtig mißhandelt, daß er blutüberströmt und schwerverletzt vom Platz gerragen werden mußte. Nach dieser Tat zog der Mob»or die Wohnung eine? anderen Kurgaste», der ebenfalls als Redner und Wortführer für die Forderungen der Kranken eingetreten war, und verlangte vom Vermieter die Herausgabe des Bedrohten, um an ihm gleichfalls fein Mütchen zu kühlen. Versuch«, den Pöbelhaufen zu deruhigen, wurden mit Steinwürfen beantwortet. Nach etwa einstündiger Belagerung zog dann di« M«ng« mit der Drohung,»m nächsten Dag«»ioderzukommen, ob. Di« P«Iizet perhielt sich, soweit sie überhaupt anwesend war, fast völlig un- tätig. Dieser an wehrlosen Kranken verübte brutale RoheitSakt erhält fein« besondere Beleuchtung noch durch den Umstand, daß er von tzoe W�NKchrMichz«««vohnorschaM« Juden»«M »»»Ich,- � Set ttene LrMvgsbloS. Die rechtssozialistische Partei, die während beS Krieg«? die sozialdemokratischen Grundsätze verlassen und sich nach dem Zusammenbruch im November 1818 mit Demokrat««! und Zentrum verbündet hat, steht im Begriff«, sich noch weiter nach rechts zu entwickeln und an die Spitze eines Ordnungsblockes zu treten, der von Wräf« bis Scheidcmann reichen und den gemeinsamen Kampf gegeA links aufnehmen soll. Der erste Schuß auS dieser Ordnung»- front ist gefallen, als die RechtSsozmlisten auS dem Lerlme« Vollzugsrat austraten und damit dre letzte ferbstandig« revolutionäre Organistütion der Arbeiter-mcht nur zu spreng gen, sondern zu vernichten suchten. ES folgte der HinauS- Wurf des rechtmäßigen DollzugSratS nuS den Räumen, dis ihm von der Regierung zur Verfügung gestellt war- den waren, eS folgten die neuen Verbote Noskes und die VerbotSandrohunaen der Militärbefehlshaber gegeck „Freiheit" und»Leipziger VolkSzeiwng". well ste stch durch jh« Schreibweise gegen den ungestörten Aufbau der neuen Staatsordnung und gegen irgendwelche andere Dmge der- sündigt hätten Die Berliner Parteifunktionär« imi WrWfr terrät« der Rechtssozialisten haben diese Vorgange nicht nur gebilligt, sondern noch ausdrücklich gefordert, daß fttzt gehan. delt werden müsse. Herr Erwin Barth gab dl« Parole auS, daß«ine„Diktatur der v«r n.ü n f t l g en M i t t e" errichtet werden müsse, deren Straße mit scharf- geschli ffenen Bajonetten zu umsäumen fei. Je« sei die Stunde gekommen, die Zügel straffer anzuzlehen. Und ein anderer Redner, das ehemalige NollzugsratSmitglle« B r o l a t, führte unter dem Beifall der Versammlung miS� daß die Rechtssozialisten sich jetzt als O r d n u n g» p a r t e i etalllieren und ihr« ganz« Kraftgesen ltnkßein- setzen müßten.•< Im Leitartikel deS„Vorwärts" vom DonnerStagm-itgien hat H e r r E r w i n B a r t h die Forderung auf Errichtun« einer Diktatur weiter ausgeführt. Er meint« In dem Ar« tikel, der im übrigen mit einer selbst an einem rechtSsoziasi- sti�hen Redakteur erstaunlichen Oberflächlichkeit bi« Entwick«- lung der wirtschaftlichen Verhältnisse und die sich darau»«r- gebenden politischen Vorgänge beurteilt, daß wir auf lsd«nl Fall vor«mer Diktatur ständen,«ltweder von links odev von rechts. Und da sei eS schon besser, im Interesse de« späteren politischen und gemeinwirtschaftlichen Fortschrittes die Diktatur der Mitte zu errichten. Sobald wieder Ruhe eingekehrt sei, könne die Demokratie für spätere Zeiten sichergestellt und die Gewähr geschaht werden, daß daS Produktionsleben künftiger Zeiten nicht mehr Au«. beuter und Ausgebeutete kenn«. Herr Barth scheint gar nicht zu merken, daß er und sein« Gesinnungsgenossen, da», waS ste ihren Gegnern zum Vorwurf machen, jetzt in ihr, eigene Politik einführen wollen. Die DiktaturdeS Proletariat» unter zeitweiser Aufhebung der Scheindemokratie soll nur den endgültigen Sieg und die Sicherung des So- zialiSmu» gegenüber dem Kapitalismus vordersten. Die hier gelehrte Ordnungsdiktatur dagegen will die Demokratie ausschalten zugunsten der Erhaltung der kapitali- stischen Wirtschaftsweise. Einem wirklichen Sozialisten würde die Wohl zwischen der«inen oder der anderen Diktatur, wenn schon nicht» andere» möglich sein soll, nicht schwer fallen. Di« Rechtssozialisten brauchen keine Wahl zu treffen, st« sind von vornherein für die Ordnungsdiktatur, für die Sichermrg der wirtschaftlichen und politischen Vorrechte des kapitalisti- schen Bürgertums, sie drängen sich jetzt sogar dazu, das demo- kretische Mäntelchen wie einen wertlosen Lappen fortzu-- werfen. Ans so viel Liebe für Ordnung und Diktatur war die Presse der Rechtsparteien,. die doch di« Erhaltung der Ordnung in Erbpacht genommen haben, nicht vorbereitet. Ihre Blätter betrachten, die neueste EntWickelung der Rechtssozialisten als die Vorzeichen des beginnende» Bankrotts, und da sie selbst die Führung im OrdnungS- Kimpfe übernehmen wollen, so stellen sie sich vorläufig noch ein wenig harthörig«nd haben sogar noch Hohn für dir neuen Ordnnngsretter übrig. So meint die„Deutsche Zeitung": „Diktatur ist«in häßliches Wort', lagen Sic, Herr. Barth..Annexton" wap fit: Sie auch ein häßliche» Wort, Und nuu sehen Siq Hvi M» jS.jd« ÄMiiSKMMB Diktaturgedanken»�� m�m- D.iS muß sehr Bitt« fßt CTe felnT Die Herrschaft d«r Demokrat!« ist am Endel Ga ist und un. dcrstäridlich, wie eine Diktatur der Mttt« errichtet werden soll, wenn sie schon besteht. Oder besteht dielleicht ei» Ltveifel darüber, daß wir unter einer.Diktatur Erzbergerleben? „�ie Diktatur der Mitte" um st nicht errichtet, son« Kern gestürzt werden! Und daß das geschieht, darauf können sich die Diktatoren deZ CchmachfriedciiS, des StaatSbankerottS und der Entstttlichung vnfereS Volkes beilassen l Die NechtssllzlLlisten werden sich durch diese vorlaufige klosage nicht beirren lassen und sie drängen sich auch schon dazu, den Beweis dafür zu erbringen, daß die gegenrevoluno- näron Elemente von ihnen nichts zu fürchten haben, daß im T a v i d, der am Donnerstag über die politische Lage sprach. richtete seine Angriffe ausschließlich gegen links. Er behauptete, daß die Linksradikalen immer neu« Streiks und die passive Resistenz in den Betrieben anzettelten. Der Man- gel an Kohle sei daran schuld, daß wir zu wenig Baumwoil«, R ihrungSmittel ,rnd Transportmittel hätten. Er machte asso indirekt den Bergarbeitern wieder einmal den Warwurf, d ß ihre Faulheit und Streikt istt schuld daran sei, wenn wir jetzt vor der Gefahr einer Katastrophe stehen. Dabei haben Li? rechtssozialistischen Bergarbeiterführer das Märchen von den faulen Suo-enarösitcrn längst zerstört. David forderte seine Parteigeossen schließlich auf, gegen die Regierung nicht mehr zu opponieren, sondern sie zu unterstützen, denn positive Krbeit zu leisten, sei stets undankbarer als die.reine Weküinpfung". In der Diskusston wandte sich ein Redner yegen sfedeö 8»sam mengehen mit Unabhängigen und Kommunisten. Ein anderer Redner meinte, daß der Kampf gegen links nicht vernachläffigt wer- den dürfe._ Jedes Kompliment noch links führ« ins Vor- derben. Die zwei letzten Redner des ersten VerlxrndlimgS» lageS wollten den Kampf ge&en rechts überhaupt eingestellt wisien. Der.�Vorwärts" bringt idarüder folgend«�GcriFit: Krüger.Berlin: Ein erfrlzreicher rücksichtslos geführter Kampf pege« links beseitigt die don roiAS drohende Defahr ohne weitere». Die Nnabhängigen stehen im Aug Wendepunkt. Jbr linker igenblick an einem entscheidenden hat sich ganz den Kommunisten ctzd Die Nnadhängigeu stehen im I Wendepunkt. Jbr linker Flügel derfchrieben und der recht« Mügek, der da? nicht mitmacken nnv anl>erepfeiÄS sich unS nicht anschließen ksnn, schwebt in der sSuft. Diesen Rein i gu n g S proz c st können wir günstig be «-.nflussen wenn wir xang konsequent eine Politik gegen link? führen und MiS von dem CinigungIfiuunek freimachen. Hermana Müller: Die Gefahr von recht» ist deshalb nicht »rost, weil die deutsch« Arbeiterschaft sich ein monarchische« Regi- ttnent einfach nicht gefallen lassen würde. Den Unabhängigen aber müssen wir in» Essicht sagen, bah sie nicht den Mut haben, das BW scheinen, wa» sie in Wirklichkeit sind, nämlich Anhänger der dritten Moskauer Internationale. Da» sehen die Arbeiter aber Klücklichenvei'«?n steigendem Mähe ein. Llfo e? droht kein« Gefahr dcm rechts l Daraus iDmien Li« NeclitSsozialisten ohne weiteres Li« Folgerung ziehen, daß auch per Kampf gegen rechts vollkommen einzustellen sei, Vag nur noch der Kampf pepen Tin kB pefichrt werden müsse. Und nicht mehr unter her Firma her Demo- kratie. fondern mit der offenen Diktatur. Der Reichspräsident Miert hat an demfekben Tage, an bem in Berlim die FricvenSofferte an die Reckstsparteien VbflSffehen wurde, in Stuttgart diesen Handel ausdrücklich gutgeheißen. Er hiÄt dort an einer Mittagstafel eine SWeiie�-die sich mit her Berfvsfung, mit her auswärtigen Politik und noch mit einein Dutzend anderen Dingen be- sHasttyke. Was er tcreuSer«zfa»? W, keanfprnW keine besondere Erwähnung. Lediglich die folgende Stelle aus dieser Red« muß festgehalten werden: Tie Vo«assuug ist cttfßc&iut auf der Grundlage der De- mokoatie. Jeder hat des Recht der freien Meinungsäußerung und der freien pcüirschen Betätigung, cchcr Freiheit ohne Zügel und Schranken ist Anarchie. Solchen Weg machen wir nicht mit. Jeder hat neben seinen Rechten im Staate auch Pflichten, und nachdem nun von der noch dem freieften Wahlrecht der Welt tzKvähltcn Rationolvsisammlung di« Verfassung de» Reich e» festgelegt worden ist, verlangen wir von jedem, mag er stehen wo er will, daß er diese Verfassung respektiert. CS wird uns aufgegeben, ihr den notwendtgrn Respekt zu verschaffen. DaS gilt auch für die Pflichten de? ein- z.laen gegenüber unserem gemeinsamen Wirt schcrflSl? den. Wir 'Lünen nicht zulassen, daß in wahnsiungcr Verblendung dl« Grundlage« unsere» Wirtschaftslebens systematisch zerstört werden durch sinnlose Streiks.- Was vom Reich geschehen kann, um die Kohlenverforgunz sicherzustellen rnid berechtigte Ansprüche zu besrrrdigrn, das wird geschehen mit allen«Lg» lichen MiUel«, die wir besitze». DaS ist eine offene Kampfansage an die Arbeiterschaft. Das ist hie ÄntünMxuug. haß der ArbeitSzwanq für die Arbeiter eingerührt, daß sie ihreS Streikrechts beraubt werden sollen, daß mit allen Mitteln der Gelvalt ßcgen alle Bestrebungen vor- gegangen werden soll, die sich auf Verbesserung der Wirt- fchafttichen und poMischen Lage der Ardeite-r richten. DaS ist an Wcchrheit die DifWur der Mitte, die Rettung her heiligen Drdnungl Die RechtSsozialiften proklamieren in ihren.Parteiversammkungen überall den offenen Kampf gegen das revolutionär« Proletariat, ihr« Vertreter in den Regierungsstellen präsentieren sich der ganzen Bour- gcoisie von rerlsts bis nach links als die allein berufenen OrdnungSretter. Der demokratisch« Mantel ist gefallen, die Diktatur deS Kapitalismus, die Gegenrevolution hat sich enthüllt. Die deutsche NrbeiteMasse hat den Kampf gegen einen Bismarck siegreich) bestanden, und das war immerhin ein Politiker von noch ganz anderem. Wuchs, als wir ihn an den Herren sichert, NoSke und David bewundern Vinnen. Sie hat den Sieg iiber die Bäter he? Sozial iften g che fe Z errun- gen, nachheni damals daß Proletariat nicht im entfcmtesivn über die organisatorischen Hi-lfsniiitel von heute verfügte irnd auch die Einfielst in die wirtschia-ftlichen und politischen ftufammenhäng« mrr verlstiltniSmäßig kleine Kreise erfaßt hatte. Die Diktatur der Ordnung wird dem kapitaiistifchen Bürgertum vorübergehend vielleicht einige Erleichterung schaffen, aber sie wird zugleich da» Ende der Herrschaft des Kapitals beschleunigen. Die Diktatur der Mitte wird aber vor allem das eine erreichen, daß die Einigung der Arbeit«? auf proletarisch-revolutionärer Grundlage sich in immer schnellerem Maße vollzieht und>damit der -echtSsozialiftischen Herrlichkeit das Enae bereitet wird, das die Partei des Astboiterverrats illzon langst verdient hat. SkfSWchW DcspeWel. Die Reckstssozialiften treiben bewußt ein gefährliches Doppelspiel. Gefesselt durch ihre Abhängigkeit von den bürgerlichen Parteien sind sie ohnmächfig, den immer offener auftretenden Taten der Reaktion irgendlvie cntgegenKU- treten. An Worten gegen sie lassen sie eS allerdings nicht fehlen, an Worten, die von de? Reaktion wie auch von der Regierung gebührend verachtend eingeschätzt werden. DeS- halb darf auch der„Vorwärts" hin und wieder Zuschriften über daS Treiben der Reaktion veröffentlichen. Unter der Uckferfärkfi:„Dke Funker tiiflen"?rMc er abend eine Zuschrift, in der es heißt: � Den Agrariern schwillt hier in Vommern wieder de? Kamm. Der Kreistag steht hier übet dem Minisier bc> �nnttN' TS ist höchste Zeit, daß die Regierung eingreift und Auiffehr hau und ihr? wahren Feinde erkennt, ehe es zu spat ist. lleberall sehen wir auf dem Lande die Reaktio« kühn ihr f re ch e S Ha u p t erheHen. I« den Städten geht ähnlich her. In Belgrad betätigt sich in diesem Sinn der Bürger- meiste«, Dabei werden seit 14 Tagen den Gutsbesitzern und AmtSboe- sichern Gewehre und Munition geliefert. Da» Proletariat steht waffenlos da. Die Junker aber verschal,' fem sich Waffen. ES muß schleunigst eingegrifsen und duw> gegriffen worden, sonst wissen die ländlichen Sozial- demokraten nicht mehr, woran sie sind. Und in der heutigen Morgenausgabe des„Vorwärts wird eine Zuschrift eines Reich s weh r a nge' hörigen veröffentlicht, der mitteilt, daß ihm der Rill' meifler Schimmelpfennig vom 3. Bat. R.-W.-R. 18 jß Pinneberg auf fein Verlangen, bei der Parade anstatt der schwarz-weiß-roten Fahne die schwarz-rot-goldene vorou- ! ivgen zu lassen erklärt habe:' „Wa» will diese Regierung! Wenn sie waS dann fliegt sie." Tr zeigte dabei daö Bild au» der Ber'm« „Jlluftrierien Zeitung", w» NeSke und Gbert in Badehosen � gebildet sind, unter dem lauten Gelächter der Soldaten und ihren höhnischen Bemerkungen, wie ,Ro»k« mit dem Schnapp- budikerbauch" und»Sbert, der Vollgefrefser. e« Die Zuschrift sagt Hann werter: Wir haben hier eine rein reaktionäre Truppe. E? wird öffer- [ich von den Ossizieren ausgesprochen, daß sie noch ikönigStreu in die Knochen sind. Wer irgend nur sozialistischer und demoira- tischer Gesinnung verdächtigt fit, wird, wenn er feine Gesinnuns öffentlich vor den Offizieren bekennt, ausgelacht. Alles.Ist* nicht genehm ist, wird entlassen, unbe'chadet daß die Truppe dann nur junge Leute von 18 bis 19 Joisten hält. Um so besser. Diese sind'S, die nur mit den schwarz-we'v roten Fahnen laufen.... Di« Reaktion marschiert. Da gibt eS keinen Zraess"- Die Offiziere bekommen die Leute immer mehr in die Ha- Denn bist du nicht willig, dann gehst du. So sind denn nach U"- nach alle diejenigen bei unk ausgetreten, die o Kur» nach rechts nicht mitmachen wollen, �s.., «IS Demokrat bäumt sich einem da» Herz auf, wenn man das machen muß. Offiziere, welche die Befehle der Regierung nicht auSsSV«� muffen fliegen» genau wie sie bei Wilhelm geflogen sind. ist Zeit und nicht alles verloren. Ja einigen Monaten ist c» zu>?' So richtig diese Schilderung ist, so darf man doch.a» ihrer Veröffentlichung durch den„Vorwärts" nicht ö daß di« sich fälschlich immer noch Sozialisten n«nnend?n tionalisten und Bürgerlichen& la Noske. Efceri, O- irgendetwas unternehmen werden, di« Errimgsnschasten� Revolution gegenüber dem Ansturm der Reaktion zu w � teidigen. Im Gegenteil: ihre Erklärung, daß sie rn 1 1 a*£ Vajonettenregieren wollen, zeigt ja'deli.llch. sie mit Hilfe der Reaktion ihre Parteiherrschast aufrecht ö erhalten gedenken, die sich mit Sozialismus und Dsmorr � so wenig verträgt wie Feuer mit Wasser. Cos kohlenohsommen rnil Aranttelch. Die Versaiille-r Verhaudlungem über di« im Fricldsi.»..-- borgeschene Lieferung von 40 Millionen Tonnen Kohle jolll' haben, wie jetzt amtlich mitgeteilt wird, nach Ueberivindunst � größten Hindernisse schließlich dazu geführt, daß Frankreich i zunächst mit einer Lieferung von 20 Million .Tage deZ Flvcheg." Während«ine erbten l> che Berichterstattung die Völker bt>- trogen hat mit den bestellten Schiiderungcn de» metaphhf.sch sunfühnbaren Goschehen» an allen Fronten,... während alle Et im- inen Ix» Hasse» und der nationalistischen Gemeinheit von„drüben" «in* nur zu gewissenhaft gemeldet Winden,.., kam kaum«in Wort qu un» von denen, die Freund und Feind in ihren Herzen lnicht schieben, sondern da» Wissen um die Einheit aller Menschen jal» Wstlübe» Gut in sich trugen uiv«S hinauSriefeu in Worten Mb Bildern In di« weite, geZvaitaubetende Welt. i Der Blutrausch, der europäisch« Volker beginnt einer ent- setzlichen Hin»üchterung zn weichen. Ter große, rot, Schleier, der Über den Köpfen der Mienschheit aufgespannt gewesen und den Blick auf da» Ctvi�Mlltige— ha» Menschliche— gehindert hat, ist in Fetzen gerissen, die noch umherflattern vor den Augen jener nationalistisch überhitzten Wesen in allen Ländern, di«„Sieg— Vergewaltigung— Vergeltung" brüllen und da» emporwachsende Geschlecht im Bäumet dieser Verblendung euzlehe» wollen. Ader auch heut, noch herrscht da» Bestreben» jeve» brutale Wort und jede verletzende Gest« gegenseitig zu berichten,»nftatt der gvsHen Aufgabe alle? vcnanewortuwgsbewußten Zltenschin mit Inbrunst zu dienen i die Schranken niederzureißen, die Europa» Menschen voneinander scheiden uich die Liebe, da» Vorstehen ein ßcho finden zu lasse» tot de« Seele« aller dem Guten geöffneten svrüden. Kann dies« heikle ynternational« de««eiste» m» der Menschlichkeit jemol» aufgerichtet werden von den Männern, di» Mich heute noch— in den furchtbaren Vruderkänipfen de» eigenen Land«»— kein« andere Aufgabe kennen ab» diei Volksgenossen gegen Volk»genossen zu Hetzen, dl« Neugeburt militaristischer Ge- sinnung zu preisen und zu fördern k Di« jeden an der alten Ordnung Verzweifelnden und schmerzvoll Aufbegehrenden, jeden /Revolutionär neuer MenschheitSgefinnuwg—«l» vogelfrei erklären, die gegen di« grauenhaften Folgaoirkungen von mehr al» Pier iAutjahren kein« anderen Waffen kennen al» Maschinen- gewehre unt) Handgranaten k. Nie wird Suropa erlöst»verde« von der blutigen Atmosphäre, solange di« großen Kanäle der Press« vergiftet werden von bissen Trägern einer zum Vergehen überreifen Gesinnung. Deshalb müsse» wir auch jetzt noch— immer wieder— himveisen auf die Werke, di« schon inmitten der Kriegspsychose daS Banner der unerschüilerlichen Menschengemeinschaft, der Liebe und de« übernationalen Leide» aufgezogen hoben und die inmitten einer «ntgotteten Welt Hoffnung und Verheißung aller innerlich Be- reiten war»« I—---————————— Brutal in seiner schonungslosen Offenheit, eeschüitmch in per Gewalt der Geschichte und der Aufhellung menschlicher Smp. fftndnngen— reißt Henri Barbusse(„Da» F r ü h l i ch t", bei Ma- Rascher, Zürich) Ue furchtbaren Tage der Front zu einer f ge empor, vor deren Wucht di« Menschheit da» Antlitz ver- hüllen mutz. Daß wir— Menschen von Fleisch und Blut, begabt mit Gefühl und Verstand, letzthin verbunden in her ewigen Ver- knüpfung metaphystslhen EinSjein»— Jahre hindurch diese» durchlebt und getragen! Daß wir in Höhlen gelegen— bor denM Leichenhügel ge- türmt—, daß wir tazau» tagein den Tod gesandt und empfangen, Qualen enlsetzlichster Art geschaut und erlitten haben— ohne daß der elementarste Aufschrei der Empörung un» emporrißl Daß wir die Waffen nicht wegwarfen, die Hände«i hoben und eanwrschrien zu de? unergründlichen Weitseele I Die» alle» ist so grauenhast, daß un» Verzweiflung packen muß od unserer Art--' „Tage de» Fluche».' In martervollen Schreien hat Marcel Mertinet Deugni» abgelegt von dem ttefen Leid, da? er gelragen um diese» Geschehen» Willem Er gehört wirklich zu den wenigen Menschen, die in den Krämpfen de» kulturschänderischen Kriege» da» tiefe Gefühl der Verbundenheit über Grenzpfähle und Kampfgräben hinweg sich gewahrt. Seinen Vertzerupttonen„Boge de» Fluche»", die ge- widinet sind»der menschlichen Brüderlichkeit, von den Menschen gekreuzigt und über den Wirren lebend" ist da» heilige Grund- gefühl unerschütterlicher Gemein schaft«li«be gegeben. Zern jeder Phrase ringt sich»«» dun Wissen um die Qualen dar einzelnen und der Gesamtheit, au» der Neberzougung von den inneren Ge- meinsamkeite» all« arbeitenden Völker di« tiefe Erbitterung empor, die er unsere? fluchbeladenen Gesellschaft, ihrer kapitalistt» schen Ausbeutung und vor allem ihm unseligen Er. ziehung— der Quelle alle» Döftn— entgegenschleudert. Mit hingegebenem Ernst sticht er den neuen Menschen, de? den Anta» gontismw» der sich zerfletschenben Zeit überwindet— de? neue Mensch, dessen Leitwori der Tolstoische Gedanke fei« wird, der al»«in Wegweiser dem ganzen Buche voransteht: .Wen« selbst alle Menschen de» Weltall», auf irgendeiner Lehre fußend, dies«» für nötig hielte«, ich wüßt« doch, daß«* schlecht ist: denn nicht wa» die Mensche» sagen und tui� entscheidet zwischen Gut und Böse, fondern mein Herz.' Wie vielfältig diese» große Instrument,„die menschliche Seele', klingt, da» wird dem bewußt, der— noch erfüllt von den Sturmrhythmen dieser Vers«— zu den einfachen Worten kommt, die in„Mr. Britling schreibt di» zum Morgengrauen" fvon H. G. W«!», Verlag Rascher. Zürich) den LäuterungSprozeß darlegen, den«in englischer Vater durchlebt. Von Schmerz um den Verlust de« eigenen Kinde» zerrüttet, schreibt et an die Eltern de» deutschen Studentem der al» Lehrer de» Sohne», al» Freund der Familie in seinem Hause gelebt und In russischer Gefangenschaft gestorben ist. Jsve» Wort, da» er zerrissen suchend nnd zuletzt wi« von einer höheren Macht geleitet, niederschreibt, führt ihn weiter hin- weg von der Verwirrung de» H isse», der Schuld«ckevtlguNG und dsr Velde:«nffremdung zu dar noch unerlösten Idee dsr«inen Menschheit deren gemeinsame, erste, brenne«chice Mission eä ist. »den Friede» der WeltrepublS Trümmer'.. Dieser Aufbau einer kisbrvollen Gemeinschaft ober ist c™ denkbar durch den arbeitenden Menschen, der zu tiefst veibini dem eigenen Tu» und frei von der Kampf und Leid zeugen „Ausnutzung de» Menschen durch den Menschen' ist.« Wie ein trostreiches Versprechen klingt eS ans>.E' gäbe c3 in der Welt nur Sonnenaufgang und Morgen—; bot Ferne, von bet Kirch« her, hörte man«inen frühen Arbc:* der die Senf« wetzte'._. j In unseren Schulen müssen diese Bücher mitarbeiten' Erziehung eine» neuen Grschlechie», dem nicht mehr Schiach- und Sieg« al» höchste Wert« gelten» sondern Geincinscyai und Liebe. Von den setzt erfteukicherwikse al» Volksausgabe ffilr» � Verlag Kiepenhauer, Potsdam) erschienenen Buch Frank«„Der Mensch ist gut", da» in seiner erschütiern Sprache de» Herzen» wohl da» stärkste Buch im Krieg« gegei� Krieg(und deshalb in Deutschland verboten war!) soll anderem �zsammenhange hier die Red« sein. Sc»den f» Hemnlmn Wgs..Tgisn»". erschien bei Kurt v»kff- 2 e i? 'errmonni- Am heutigen Tag» wär» ttjftfl � � �et Xaiiun", Roman von H W G--■ Selten. geworden. Im Wintce 17, auf der Höh« seiner Schaffenskraft� «wem Dutzend herrlicher Tuamen, schrieb Herrmann E'!> mit hellster Fröhlichkeit erfüllt, seinen ersten Roman. Jw in er 18 packte ihn de? Tay. Jetzt entlich erscheint der„*fl, al» Essig» letzte» Werk(zwei wenig früher« Dramen sind noch � gedruckt). Run wtrd man Wohl erkennen, wer Herrmann war. Wenn auch die Zarten und die Leisen in Entrüstung dies« rücksichtslos« Nacktheit tief erschrecken werden, b*#,««» torischen Eindruck dieses unerhört kühnen,«tementaren � wird sich niemand entziehen können. Ein sprühende», i" 1 fitz* Funkeln keuchtendo» Fc-uettverk ist der.Ta'fun'. Da» cin im Stil der schönen Essig schen Novellen, launig, w'tz 0' nahe behaglich. Aber sobald Susann? Flaubert, di« tompcni � voll« Heldin de» Roman», dcm O-Zug« Brüssel— Berlin M vertraut, um in Berlin sich einen Mann zu suchen, beg'-i�. andere» Tenipo. Ihrer kleinen Angorakatze mit den Augen» Kätzi. ist da» Buch vom Dichter gewidmet, werden Katzenkralle» unter der liebenswürdig:« Heiteik'le« bar. Immer stürmender wird da» Tempo der Erzählung,' kühner da» lachend« Spielen der Phantasie, eine folgt von Seit«, zu Teste, die absolut b-ispicllv» i»" Oi« Lffeialur ist. Die letzten Kapftel sind fast unmenschlich- � Hellsehe icher biickt hier durch oll, HWen. Masken, Forme"' ktoidmigen uach Berstecke bindirrch und spvicht mit gibarin V I i F M*»• S«a.ijc-n AcUe JSJtltSj begnügt. Die LsuisHe» Tmivän�:, daz b>« Lieferung auch dieser Menge nicht möglich»5«, und der U.UU r'�lch« Vorschlag einer Lieferung von 12 Millionen Tonnen Sichtlich wurden von der Entente zurückgewiesen. Tie Lieferung von Lg Millionen Tonnen wurde aus der «rund lag« MKsiiYtact, daß diese Menge zunäch'i den«sien lichi Monate« von Beginn der deutsche» Pflichterfüllung an zu- Pfunde gelegt werden soll, wenn die deutsche FSrderrmg während .rr>n Zeit«ine: JahreSuwnge von 103 Millionen Tonnen cni> Idf.cht Sollten mehr gefördert werden, so. find entsprechend sohlen wehr zu liefern. Wenn die Jahre-fördening unter ™ Millionen Tcainan sinkt, sollen über«in« etwaige Min- ''iliefetung neue Verhandlungen in Versailles aufgcnom- werden. Di- Entente hat sich bereit erklär«, dl« dentfche FZrderung fr «eit w!» möglich durch Hebung der«rb-tiZlust und dadurch zu unierstützen. daß nach Möglichkeit größeriLebenkmittel- **a8«n von der Enient« zur Verfügung gestellt werden. _ So hat atso doch die ver�nd-duwg mit dsr Entente ein Übliches Entgegenkoannen dieser gezeigt, ein Entgegen- ��nen, dnK untere Nationalisten als vollständig aus-ge- >Z!°sien bezeichneien. Es ist in diesem Zusammenhang öe- MenZwert. daß Otto Hu 6, der gegenwärtig wegen der «ethändiu ngen über die Kohlen'iefcrungen mit der Entente ™ Stersiuttez ist, von dort aus den Vorschlag gemacht W, .-s die interessterten Staaten Europas sich sine gemein- l a m e permanente Kommission für die loyale Mlung der Kochieirwirischast schaffen müssen. Jeder ver- »unrtine Mensch mü&ie einsehen, daß hier eine iuref)- «reifende, internationale, ebenfalls aus geg'enseitrgem Ver- rrauen beruhende Regelung eine Lebensfrage für die rrvtleid enden Völker sei. Auch sei eine internationale ?egeluna der TranSportverhZItniss« er- wrderlich. jkekftaZe md die ncn. In diesem Aalir bersügt keine der Nnstakten ül x mehr«K 80 000 Tsnnc-n. Wie long« biejet Vorrai reicht, kann man lei berechnen» wenn man den augenblicklichen Verbrauch mit 4000 Tonnen pro Tag annimmt. Dabei ist der Verbrauch für die Straßenbeleuchtung Im Augenblick an der unteren Äretre angelangt. In vier Wochen etwa müssen die Gasanstalten be» reit» da? doppelte Quantum Steinkohlen verfeuern. Di: EaS- werke sind also im besten Fall für.rei bis vier Tage mit Kohlen versorgt. Eine ernstliche Stockt ng der Eisenbahn cor. de? Schiffahrt muß sofort zur- Betriebe?ü chellung führen. Im Vorjahr siild durch die GaZsxerrstunden 00 000 Zentner Steinkohle im Monat erspart worden. Man hofft jetzt noci» 50 Prozent mehr heraukzMv irischasten. Trotz alledem ist«S klar-, dag mir mit den bisherigen Beschränkungen lci weitem nicht au'kcmmeg. Die Industrie, welche die Haupiverbrauä crin der Kohlen ist, muß starke Einschränkungen vornehmen. Zunächst ist- beabsichtigt, die Arbeitszeit allgemein auf G Stunden herabzusetzen. Sollte auch das noch nicht Helsen, so muß die BiinebSxeit' in d.n Fabriken noch weiter heruntergesetzt werden. Todesurteile gegen Spione In Frankreich. D-aS Pariser Kriegsgericht vernr eilte D a r r i e z und Guaspara zum Tode, Äur-at zu lebenslänglicher Zwangsarbeit, Frau Schocck und Dejardin zur Deportation in eine Festung. Di: Verurteilten halten einer Spivnageorganisation inber S chev e i z als Agenten angehört. Stillegung englischer MnnitioqSfabeike«. Vicht nur die Rr» aiernngS-SchisfZwersteu stellen i're Tätigkeit ein, sondern auch eine llirihe von Munitionsfabriken, die Kriegsmaterial für die Negierung angefertigt haben, sind offiziell stillgelegt worden. Gßßf Wl m, Heute vormittag haben Besprechungen zwischen dam •WchskohlenkommUsar. der Kohlenstell- Groß-Berlm. Ver- «eiern d-z ReichsarbeltSamte» imd der Jndustr:« b-gouncn. G* handelt sich darum, die Ansicht oller in Frage kommenden �stanzen über die Möglielskeil einer allgemeinen Herab Mng der ArbeitsKsit;um Zwecks der Stromersparnis z« evrnn Hierzu meldet eine Lvkalkorrespondenz von zustand:. «er Sielle:', . Die Versorgung der Droß-Berltner Industrie mit Steinkohle �.dem bisherigen Ilmfang ist ein Ding der Unmöglichkeit. Segen- Eirund demokratischer Da?-«« nicht mehr WirdeegcwähK isordns sind. Derbted«-- stellte fest, baß von d«, angeschlossenen T Ver. bänden die SO bis jetzt der Opposition angehövenden mnt 205 009 Wählern den 53 000 d.u Anhängern der S. P, D. gsgenWerstehem. GZ«tilwickelch sich nun eine bebhaste Debatte über die postli- schen Verhältnisse und die gu ergrcissttde? Maßnahmen. Di« Sieb ner wunderten sich zu meist, daß die Maßnahmen der Regie» rung nicht sofort bei BogilM der Erfassug, rrsoigt sind. Wenn es doch estvack unHesetzktcheS sein' soll e, so hätie man doch' rechtlich sofort oinsch reiben und nickt erst den Verlauf rrwarle-n sollen. Denn so ist es jebcm liar. daß das Verbot nur auS der Angst vor der Entwicklung, wie sie die Vet-iligung gezeigt hat. geboren worden ist. Genosse Tost teilte nkit, daß j:-> v ereitS ein i l l i o n vö Shler ang e- meldet hatten. Ferner erregte es allgemein L:npunloerung, daß jc-ch m'.s einmal»aus Vesehl" der Regierung die Vercinbarun» gen der Er-?erks0iaft«n mit.dem Vollzugsrat schlecht sein, sollten, wo fie doch bis jetzt auch nach der Spaltung selbst von den RechtZ« soziallsten anerkannt wurden. Dieser GZedanko wurde in anzucr» kennender Oostütivität, die leider bei allen ande.-en% P. D. vertreten zu vermissen war, durch d?n R echt s so z im I i st e N Rück ekr t vom FabrikarbeiterverÄamd aachf: griffen und von Em selbst der Schritt der Regierung als e i n«'g r e n z e n. loste Dummheit und Provokation der Arbeiter- schart bezeichnet. Die Poüiik der Negierung und d:c S-P-D. wurde schar? von den Rednern Reimann(Fabr?» arb-iter), Kaspar lAuchbinder) Tost Wetallar-eiter) und. Klose sTrauichortarSetters angegriffen. Die Retb'Ssogiali-ten 6t,. im Vordergrund der Beratungen da« Problem ÖebM Ü,* �"*$"" 8 Berlin# von Bitterfeld. Die ftriU**""8 de, Senttotoerle, bi, nach Berlin ist bereits Iw,, d. Es ist auch bereits gelungen, das Kraftwerk Ober, s"ÜJuichsi«ßen. Damit ist die zum Teil in Neukölln, Ober- g�/�ide, Niederschönewetde gelegen« Industrie einigermaßen ficht ist auch gelungen, den Anschluß nach Köpenick zu »-> I"' � daß hier mit einer laufenden Strombeiieferung gerech. hl, �s�dcn kann. Bi»»um Kraftwrk Moabit ist fxrcilS eine pro- i6. � Umleitung vorhanden, doch fehlt noch die direkte Zu- 2'�" 3 de» HochsparrnungSstrom». Dagegen sind die städii- ." Elektrizstätswer?« nicht angeschlossen. Die Haupt- stilO l�igiett liegt in der Beschaffung von Umform erstatic- siS:,.. augenblicklich in der gewünschten Stärk« sich nur i«: .»tischen Elektrizitätswerken liegen die Delie- �chZsderhälwisse sehr traurig. Die dort aufgestapelten Vor- h. detragen nur etwa etn Sechstel der knappen Mengen vom Bei einzelnen E»iatto:»en siegen die Verhältnisse so, di» e"**" don der Hand in den Mund leben muß. Stocken fuhren einmal ein« ganz« Rächt imd b!» zum folgenden �% dann Ist die Krisi» bereit» da. Di« Gaswerk« hatten �Zerflossenen Winter durchschnittlich Vorräte von 180 000 Ton- Problem der Die Erplvsionslatastrophe bci Harburg. Das ,,V. T." erfährt noch folgende Einzelheiten: Die Zahl d er P e r so n« n, die bei dar p-wäf-tig-.>n Ervlosisn in den ThSrl» fchen Oelfabpik-.m in Hcrchurg ihr Leben e> e z e b ü ß t haben, ist nnUmehr auf e l f�fe st g c st c ll t. Acht davon flud bereits gefunden und erkannt st drei wettere liegen noch«n!cr den hau?» Hehn, Mauer- und Ersentrümmern. Eine Arbeite«« befindet 1 sich schwer verletzt im Kranl-enhauS, sechs Personen wurden| Wgz die wenige: schwer de. letzt. Wir die Erplosion entstanden ist, kann niemand sagen. Die Gebäude, Maschinen, BensolSehalter, Eisen- konsttruktionen usw. bilden einen wüsten Trümmerbaufen. Cüi britischer Hkonffor in bte Lnst geflogen. H. N. Haag, 29. August. Ans A r ch a n ge l s k wird gemeldet,' Bei'Beresniki in der Nähe von Perii, ist infolge der Explosion eines MunitionZfchiffe? ein britischer Monitor in die Luft geflogen. 20 Personen wurven getötet, 10 werden vermißt. WWW immer mrf den �•tmibpainft mrr>aS zu erstreben» was »'"setzlich zu erre chen fei. ckvicseS Geständnis charakterisiert diese„revolutionären M.isseukampfer" vollkommen. Da ist«? nur verwu ck-.w«, biß die Slckeitcr'cfvrfJ sich nicht mehr in der Lage vor 13:8 befindet. Da», letzt« VerteidigungSiuitiel de? Rechts» svziaki'ten ver immer, raren Gr,,-er« eine kurze Augehörigl.it tt Organ isaton dorzuwerfen, wobei sich Link«ine gründliche z-u«rgreifchidrn Gegenmaßnahmen betveffe, führte Tost au«, daß der Regierung der schärfste "am Pf ange'�-i werden müsse, daß r&et der Zcitrunk: de, .Kampfes von der Archeiterschaft-gewäftlr wechen müsse. Der fetzige Augenblick, in dem die Kapitalisten«tuen künstHche« Kohle n-maugol für Derdi« schaffen und somit ein« Arbeitslvsiz» kel! provoziei."« wollen, sei nicht geeignet. er- Stellung M KeßiKVNg gegen die Sewerksthsfien. Auf der TogeZordnung der gestr.gen Sitzung I li n e r G« w« r tkch aftstom Mission stand die nahm« zu der Verhinderung dee ArbeiterratS- wählen durch die Negierung. Genosse Bollmerllaus bc» richtete über die ergeöliiSlofen Verhandlungen des Aul ichuffes toc Gewertschaftiickon'Setsfio» mit einem Zlegierungtdcrvoeter, dex keinen Zweifel darüber stkß, daß da« Derdoi voll anfrech-t erhalten bleibt und daß auch im gegebenen Kalle gegen die Gewerkschaften vorgegangen werden wird. Wetterhill brandmarkte der Rednor die Schreibweise des„Vorwärts", dsr dte Ge.ix:: lchestS-ommission die VcGchtigutw ab- spricht, iin Namen der Vrritner Arbeiterschaft zu sprechen, sie als Anhängsel dcS rotrn VollzugAmte» bezeichnet und von Maßreg?. luugen der alten Gctverkschafidfnhrcr schreibt, gerade da sie auf Schließlich wurde gegen 12©tlnnnwf«ine VntMiießu� angenommen: Di« Gewerkfchafiskvmmi ststs» erklärt, hie Mab. nahmen der Rezirrnuxt riche» sich nicht nur geEe» den Vo?k> zua'rzt, sondern auch p mn Me Gemerkschastsn. Tie Gwerk- schfftskommffston häSt sich!%: r'IicNtt,«.melnsam mit dem VollzimSrot zu gegebener Zeit mit den fchfttflUn Miidelu geg:? derartige Maßnahmen der vtegierung vorsoychem »urstichhett aus, was ist. Wie isterwr ist da» WMMWMWM brennend, vor dem lein« Phnrse, kriu« Konvention, 8»« Scheu besteht. ES spricht alles *ti*t � iot« kann ♦» da» wagen! Nur weil es jcnfeit» sich »."t von jedem Stil, von jeder Absicht.,. von jeder„Kunst". WWWWWWWW��MMetz»' gemiK?ap>»Faa�«i» w8).».A�T!Y.rairsiiTg Erünbimg eint? UMsarvettsamtes. Im Anschluß an bi; gestrige Sitzung der Gewerk'chast?» komuttssion masttte Vollmerhau» Miitciluug, daß sich au» Vertretern der Gewe»ri!''ch.aft«n, der Techniker nutz der llebeitZlosen ein Ööü.-aröei Joint gebildet hohe, da» sich mit der Krage de? Wiederaufbaus der gerstSrien Eediele brschSstizt.. E>. wählt wurden Weise als Vursitz�.i-cr, ferner Vollmer- hauS, ZoirSke und H o f« hr n.$) wurde beschlossen, mit dir Regicaung zlveckS Entsendung von VrrtrmrenSleuten nach diesen Gebieten zu verhandeln. Am Montag, 1. September, wird in der Waffenstillstand�- fornnriffton, Budapest« Gtrache I L abends' ll Uhr. eine Nv, sprechung der Lohnfrogen beim Wkederaufban stattflnden, zu den: alle Verbände Veriiretsr schicken mögen. »st lärf�'kt eine Höh, der Kunst erreicht, die alle macht Naturalismus, Realismus, Verit Itn,,:,- w„,--------——, VeriSmnS, Etzprej. . wam� DvdaiS oiuS— da» Buch ist da» alles— und ist nichi» E» ist Natu«. Deshalb wäre e» verkehrt, aui Schlüsse zu ziehen auf Essigs Stellung zu ge- * uerson«» und Problemen der modernen Kunst Da würde »llt? � größten llnftn« fclgjem können. Du» Buch s p i e l i Es hebt, obwohl e» porträtarttg beginnt, bald alle jj�uständllch'Mt auf, ohne deshalb abstrakt zu worden, nnd wird �..»«s'nd grausamen Tanz, um nn» am S.ckluß, wenn der " dorütergcbrausi ist, in«sthüttench« Größe auf die tzj zwingen,..„Und fern brandete das Meer. Dahin das Wesenlos«. Kunst, dumpf und furchtbar... lesch.?j� blicht« da« Leben." Kein blutvsllerv» Buch wurde je tiz,.�r daß Buch gegenständlich kiest, wird oft entsetzt sein >«!!r unverständliche Rohest eint« Dichter», der noch tm Arthur Luther. Ein Fahr Bolschewismus. 80©. 1,35 M. (2l Band der Sammlung.Deutsche Revolution').— Silo Neurath und Wstfiang Schumann. Können wir heute sozialisieren!! 80 S. iPö M.(3. Band der Sammlung.Deutsch« Revolution"). — Moriy Hartmann. Nroolütioi'.äre Erinnerungen. HerauSg. von H. H. Honben. S6 S. 1PS ML(4, Bund der Sammlung „Deutsche NevKutson"). Sämtlich erschienen tm Vetzlag von Dr. Wiruec Klinkhardf, Leipzig 1919. HanS von Schubert. Christentum und Kommunismus. 86 S- ILO M. Verlag I. E. B. Mohr(Paul t-iebeck), Tübingen. Hanv Oklirtfl. Student nnd Vaterland. 90 S. 1,50 Ml. Verlag.Der Sdeue Geist", Leipzig. Waltor Hasruclever. Der Retter. Dramafische Dichtung. Ernst Aahwolt Verlag, Berlin 1810. 46 E. 8 M. Eduard Pacht. Der' Kommunismus. Mit Nachwort von Eduard Tern stein. BranduSsche Verlagsbuchhandlung, Blwlm IglA,/ 123 S. 3,20 M. Ferd. AvexarlnS. D-Z Bild als Na«. Die sittrikawr in der Völkervertretung Was sie aussagt und wa» sie verrät. Mit 838 Abbildungen. 15.—£5. Tausend. Heran Sgeg. vom Kunstwort im Kunstverlag« Georg D. W. Callwey, Münden. 051 Seiten. Francis Iommc». Dos Parndie». Geschichten und BUeachc tungen. Vorlag Turt Wolfs, Leipzig. Der jüngste Tag. 77 Ä. 1,10 M. 7 Kurt Geyer. Sozialismus und Rätesystenr. peipzig 1013. Verlag Loipziger Buchdruckerei A-G. 99 S. 20 Pfg. Dr. Michael Schrchrrk. Aufatmen die El»mei«den. siommue «-i-poUttsche Cchrfften. I. Heft. Wien 1"19. Berlar LVewq Volt-ckuchhondtung Igtmz Brand u. Co. 18<3. IM Ar. --*:r-vc. Die Deutschnatko«alen im Berliner Ralhause. Auch im Berliner Rathause wollen die Deutschiwtio- vclle» nW hinter ihren freunden in der Nationaiversan m- lnng und in der prcuftifchen Landesversammlung zurück- bleibew. Sie haben unter Führung des Herrn Pastors Koch eine Reihe Anträge gestellt. Zunächst wollen sie alles be- seitigen, was Ansätze zur Kommunalisterung ausweist. Deshalb, sollen Maßnahmen getroffen werden, um die Zwangswirtschaft im Bäckerei gewerbe abzubauen und die volle G'werbefrciheit wieder herzustellen, in der Ueber- gangszeit aber die Vertretung der Meisterschaft mehr als bisher zur Mitarbeit mitheranzuziehen. Ferner diejenigen Gemüse, Obst und sonstigen Lebensmittel, die den Groß- Händlern nicht abgenommen werben, der Allgemeinheit in den Markthallen zu billigen Preisen anzubieten, um dadurch erstens die Gemeinden vor Verlusten zu bewahren, und zweitens einen Druck auf die Großhändler auszuüben, drittens PreiSregelnd wirken und dadurch viertens der nnnderbmnittelten Bevölkerung billige Lebensmittel zu ver- sthafsen.„Die Stadtverordnetenversammlung wolle be- schließen, den Magistrat zu ersuchen, umgehend fiir eine Perbesserung der Milchversorgung die erforderlichen Maßnahmen zu treffen und den in zehnta„senden von Flug. blättern unter der Bevölkerung Berlins verbreiteten Be- schwcrden durch schleunige Abhilfe zu begegnen, daß erstens trotz de? hohen Preises der Milch die Siadt Berlin jährlich 10 Millionen Mark Zuschuß zahlen muß, daß zweitens die Milcki um 100 Prozent verteuert wird, che sie in die Hände der Verbraucher kommt, und daß drittens t�ie Kranken und Kinder keine frische Milch, sondern Milch mit einem Zusatz von Soda und anderen Chemikalien erhalten." Stark nach Antisemitsmus riecht der solaende Antrag:„Die Stadtvcr- ordnetenversammlung wolle oeschließen, den Magistrat zu ersuchen, das Vormundschastsanit der Stadt Berlin anzu- weisen, bei der AuSwahl der Berufsvormünder streng auf die gesetzliche Bestimmung des§ 1801 B. G. B. und der Kammergerichtsentscheidung vom 27. Dezember 1002 zu achten, und einer jüdischen Berufsvormünderin entsprechend dem Willen des Gesetzgebers die mehr als 400 Vormundschaften über evangelische Kinder zu entziehen." Auf diesen VermuckerungSantrag werden die Herren jedenfalls die Antwort erhalten, die sie verdienen. Das GeneralpSchtertum und Laubenlandvcr Pachtung. ikine Aenderuna in der Verpachtung des städtischen, sowohl Im Wcichbilde der Stadt selbst, wie zum größeren Teil in den Nachbarorten BerlimLichtenberg, Berlin-Treptow und Neukölln belegenen sehr auSgedehiUen Grundbesitzes, der als Laubcnland genutzt und von der städtischen GrundeigentumS-Depuiation ver- waltet wird, ist durch die Kleingarten- und Kleinpachtlandc�dnuna vom LI. Juli 1010, die jetzt im„NeichSXAesetzblatt" vom 11. August 1910 veröffentlicht ist, eingetreten. Hiernach dürfen diese Lä». dereien, deren Pachtpreise von der unteren BerwaitungSbehörde nach Anhörung von landwirtschaftlichen, gärtnerischen oder klein- gärtnerischen E«chve:ständigen festgesetzt»erden, m« durch Körperschaften deS öffentlichen Rechts oder durch ein«IS gemein. nützig anerkanntes Unternehmen zur Förderung de« Kleinpocht- Wesens gepachlct und nur an solche verpachtet werden. ES findet demnach eine Verpachtung an sogenannte Generalpgchter nicht mehr statt, durch deren Vermittlung zum größten Teile die Ver- Pachtung der städtischen Laubenkolonien an die einzelnen Kolo- nisten bisher erfolg. c. Die Vcr'rägc, die vor dem Inkrafttreten des Gesetzes gefchlcssen wurden und. den gesetzlichen Brstimmun- gen entgegenstehen, verlieren am 30, September 1019 ihre Wirk- famkeit. Die GrundeigentumS-Deputation wird nunmehr die Laubeirparzcllcn an die einzelnen Kolonisten, die sich zur Wahr- nehmung ihrer gemeinsamen Interessen zu gemeinnützigen, ein- getragenen Vereinen zusammenschließen, direkt verpachten. Ferner wird eine Verpachtung, wie bisher, an die berei:S seit einigen Jahren bestehenden großen Verbände der Laubenkolonisten, wie z. V. an„die Arüeitcrgäricn vom Roten Kreuz" und die„Berliner Lanopacht-Genossenschaft" erfolgen. Dcn einzelnen Klein- gärtnern auf den gepachteten Parzellen wird jedoch da« von ihm gepachtete Land nicht entzogen werden. Ter zum Schutze der Kolonisten geschaffene§ 3 dcS Gesetze? gibt dem Verpächter nur dann das Recht auf Kündigung, wenn ein wichtiger Grund für 1KOO Raummeter Siefcrnreifsr III zmn Preis« von je@0 � v«rk«uft. Aus dm GeMk!nde!edeu. Zeuthen. Zu dem Artikel Auszug der Ilnabhängigen in Nr. 42� de»„Vorwärts" geht uns folgende Darftellumg zu. Der den il betr. Antrag der bürgerlichen Parteien war auch von den mciiidevertretern der S P. D- eingebracht.. In der vorletzten Gemeindeverlreterfitzung wurde dieser Punkt vertagt, mith n hätte dieser schon«u» diesem Grunde an erster Stelle steecen müsse». Aber«in«cit triftigerer Grund sührte zu d'm AuSzug- Jii der am Tage vor der Gemeinde vcrtrctersitzung staltgesume* nen kombinierten Si�ung wnlde einstimmig beschloilsn, dotz der Punkt an erster Stelle zu behandeln sei. Trotz dies«? 2�- schlusse? stimmte» die Vertreter der S. P. D. in der Gemeinde- Vertretung dagegen. Also«in glatter Betrug. In Weser SitzuvZ waren auch, hier weicht der Bericht de?„Vorwärts" von der Wahrbert ab, nicht nur die Bezeichneien, sondern auä der U. S. P. zugehörige Schösse anwesend. In der von unS vctwil- nen Sitzung wurde dem ilutrag der S. P. D., dem A.-N. n"* die Kündigung oder die Nichterneuerung des Pachtverhältnisses Rechte zu nehmen, stailg-gebeii und dem Gemeinde Vorsteher vorliegt. Dieser Grund würde z B. gegeben sein, wenn daZ«nsg-geben. sämtlichen Gewerbetreibenden mitzuteilen, daß der Grundstück der Bebauung zugeführt werden sollte. Umfangreiche Entlassungen stehen auch in der staatlichen P d r z e l I a n m a n u f a k t u r in Cbarlottenbrrrg bevor. Von den etwa 600 dort beschäftigten Personen sollen 170 gekündigt werden,' weil infolge Kohlen mangels der Betrieb sich nicht ausrecht erbalten läßt. In einer vor einigen Tagen statt- gesundenen Betriel?Sversammlung wurde noch einmal der Versuch gemacht, den Direktor Zier kusch zu br.vegen, sich beim Ministerium um Zuweisung von Kohlen zu bemühe». Die« lehnte der Herr aber ab, da er der Meinung ist, daß die Ausrecht- crhaltung der Porzellanindustrie bei dem jetzigen Koblenmangel nicht notwendig sei; er walle aber dafür sorgen, daß die ärnt- lassenen im Bergbau untergebracht werden. Da» ist ja sebr freundlich von dem Herrn, aber er bat nicht dwra» gedacht, daß« Parze llanarbeiter im allgemeinen für den �Bergbau sich nicht eignen werben. Nach längerer Diskussion wählte die Versamm- lung eine Kommission, die mit dem ReichSwirtschaftSamt wegen Weiterliescrung von Kohlen verhandeln soll. Gründlich« vorbereitunsen für ihren Selbstmord heck eme 48 sichre alt« Reisende Marie R. cruS der Bl-umen-thmstraße ge» troßfen. Bevor sie freiwillig�oo�ocor��xxo«xccooceet«........................ ie Miiglieder werden gebeten, die S neue Mitgliedskarte unverzüglich *— � von der Stelle abzuholen, an der die Abgabe der alten Karte erfolgte. Die Vorstellungen beginnen am 1. September. Eine Zusendung des Ver- bandthefies für September/Oktober erfolgt nicht; dasselbe wird mit der neuen Mitgliedskarte zusammen ausgegeben. Die Oeschäflssielle. Die Leser in den StraBen7,0c-en l-andsbcrsor Str. 64— 120a, Kurze Str., Kl. FranUfurter Str., WaEmannstr., V/eberstr., Palisadcnslr., Ltchten- berser Str� die bis dato ihre Zeilune von der S�odKSon Zinke bezogen haben, werden ersucht, ab 1. September bei der � Spedition E. Lode, Markussir. 23 zu abonnieren. Verkäufe KUcktm, modtme, mit und ohne Anrichte, roh. gestrichen, lasiert enoim preiswert Klt- senansvaUI. Kficheiin>Obel- Tabrlk Himmel. Lothringer Strnie 22(Schönhauser Ter) "TiinHchtunsen, Schlaf- ilmmer, hellelche. nuBbuum, 1950.—, Wohnzimmer. 1950.—, Küchen. 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