t f«-**«•• �zelpreks 15 p�ennkg- 2. Jahrgang SonnabcnS, den 30. August 1910 Nr. 416/�227> Morgen-�usgade ** �Hua$rr*k?." würgen, nnö nachmittag», an Sonn- uns Festtagen nur morgen». ��bezua obn»>" �,-1' � pufrfllunj m» l?au» für Hroß-5ertin oder bei dirc. cm .Freiheit«.n£?" wonatl. 3,— bei Zustellung unter Streisband 5.— ill, jjp».. � ersten � ach trag der k�ostzeitunaslifte'ür 1919 einaet? cn ""%%% srÄ*'"""""" In? erat» tosten die achtgespalt. �lonpareillezeile oder deren Raum 1�0 Mk., tvortanzeia«« da» fette Und Blut bringen mußtet. Jetzt ist man �iQst fc vviiiycil MVI-IQIVI. y t« sc iiiuii uiumj w*w ti« j',.?>>n den Dienst einer Frirdcnspvlitik zu stellen, tofiu Kapitalismus die A u s b e u t u n g d e r M a s s en kri h t.�äglicht, ihre Lebenshaltung nach Die Aufforderung deS rechtmäßigen VollzugsrateS, an den planmäßigen Aufbau einer Räteorgan i» sation zu gehen, die dem Proletariat die politische Macht sichert, ihm aber auch eine a u s s ch l a g> gebende Rolle im Produktionsprozeß zuweist, hat alle Opfer an> Feinde des Proletariats und deS Sozialismus tu eine ge- drauf und j fchlossene Kampffront gebracht. Die Mrtalliildustricllrn Grost-VerlinS, die den Forde- rungen der Arbeiter und Angestellten stets ihren kapitalisti- weiter� scheu Eigennutz entgegenstellen, haben in einem geheimen Abdrückt.' und die Euch trotz der republikanischen- Rundschreiben gegen die Wahlarbelten des Vollzugsratcs usreihxjt weiter als Untertanen behandelt. L �'itijche Gcich>ästcmacher und Agenten jener Partei, zur Zeit den Zugang z» den Futterkrippen der Cr�waltung gesichert hat, suchen Euch einzureden, daß ?�>>cksat unter den gegenwärtig bostehen'den x" am besten aufgehoben sei: und daß Eure Pflicht �rin bestände, hart und ohne Mucken zu arbeiten. »»A�'ter. Arbeiterinnen. A n g e st e l l t c � e a m t e I °°ii> Männer, die Euch daS predigen, sind dieselben, die Wi..Mit 1014 bis zum November 1918 in immer neuen Optionen Euch z u m D u r ch h a l t e n a u f g e f o r d e r t L, Es sind die Männer, die, als der militärische Zu »......-=0* Neklametrommel Es sind sg�nbruch schon klar zutage tag, die !>e zv'! neunte Kriegsanleihe rührten...,. 1%«-."ner, die dadurch mit Schuld daran tragen, daß Ihr '"fr/ ungeheuerlichen Kriegsanleihen 'n m e n müßt. Es lind die Männer, die noch im porigen Jahres bereit waren, für die n at io ?olk Verteidigung einzutreten und das deutsche fei,,■'ech völlig zum Verbluten zu bringen. Jetzt, da � o günstige Konjunktur die Reyierungsgewalt in "»d» gespielt hat, wollen Sie Eure Sinne umnebeln «ex'ch gefügig machen für die A u f r e ch t er h a l t u n g «ep.. b i t a l i st i sche n Wirtschaft und des »Oos.z Manisch maskierten Obrigkeits. t7>' Regierung �sozialistische Partei überschwemmt in «lz..�vgcn die Vevölkerung Groß-Berlins mit Flug- " r n. St'/ Parteimitglied, der Reichswehrminister Nooke, der- '"ist Parteien des revolutionären Proletariats, Flug» � ß:""'.'Mitgeben! fein" Alchen Will? ü r hat sich das alte Regime trotz . �kutalität nicht schuldig gemacht. ">ebf"'veni dieser Flugblätter wird das Wort Wilhelm v e ch t s zitiert: i ch"enne Dilwtur, wenn eine Gesellschaftsklasse die jh:,.'"ß dazu benutzt, die andere rechtlos zu machen. >' allein die alten, bestehenden Lesehe,, im ihre Mcy? Gegner zu. knebeln, sondern sie setzen sieh in vielen %ti r jedes Gesetz und Recht hinweg lind '""en fit Schergen Slf'c brutaler Gewalt gegen ihre Die I""zu oenupr, ote aneere ccer erwogen, als in Dcirtschöslerreich. Für das deulschösterreichische Proletariat stehen also die Probleme des Bolschewisinns ungleich stärker im Brennpunkt seiner geisti- gen und politischen Selbswerständigung als im Denkprozeß deS deutschen und westlichen Proletariats. Denn die opser- reiche Episode der Räteherrschast des ungarischen Prole- tariateS war der mißglückte Versuch einer schomatischen Uebertragung der bolschewistischen Methoden auf ein Land, dessen soziale Struktur die des russischen Reiches überaus ähnlich ist, wenngleich sein im Vergleich zum russischen Riescmeiche zwcrghasten Dimensionen mit seinem Mangel an Hilfsquellen und seiner ökonomischen, politischen und psychischen Sonderheit seine Erschöpfung und seinen Zusam- j menbruch ungleich stärker bechlennigte. Die Untersuchung der Ursachen des Zusammenbruches der ungarischen Räte- Herrschaft entrollen Probleme, die ihr Vorbild, die Räte- diktatur der russischen Arbeiterklasse, dem Klassenkampfe des Proletariats aller Länder gestellt hat. Ter Bolschewismus ist der grandiose Versuch, gleichsam mit einem Schlage die HcrrschaftSmittel der alten Mächte im Staate zu zertrümmern und ungeachtet der öko- nomischen und sozialen„Reife" des Landes den SozÄttsmuS zu verwirklichen. Durch ein System der Arbeiter-, Bauern- und Soldatcnräte versucht er die unmittelbare Mikwirkung des gesamten werktätigen Volkes an seiner politischen,, öko- noniischcn und sozialen Schicksalsbestimmung und Verwäl- tung des Gemeinwesens zu sichern, die alte Staats- Mid Wirlsckraftsbureaukratie zu zersetzen und zu verdrängen, und auf diesem Wege raschestens die sozialistische Gesellschafts- Ordnung zu begründen. Indes entfesselte die Alleinherrschaft: der Arbeiterklasse — die Diktatur des Proletariats— sowohl in Rußland als auch in Ungarn den heftigsten Widerstand nicht Der HlJkuq)srat des Groß-Verliner Arbelterrates. nur allein der Bourgeoisie, sondern auch der Intellektuellen. Kein modernes Gemeinwesen vermag aber auf die Mit- arbeit der Jntcllettucllen dauernd zu verzichten. Denn der feinfühlige staatliche, soziale, industrielle, kommerzielle und finanzielle Verlvaltungsmechaiiismus jeder modernen Volks- >oirtsck>ast wird von den Intellektuellen bewegt und zu- mindest in seinen Wirtschaftseinheiten planvoll geleitet. Ihre plötzliche Ausschaltung aus dem Wirtschafts- und Ver- waltnngsbetriebe bringt diesen Mechanismus zum Stehen. Die staatliche, soziale und ökonomische Selbstverwaltung des Gemeinwesens durch das Werktätige Volk ist schlcchsiveg die Aufgabe des Sozialismus, der innerste Sinn der Emanzi- pation deS Proletariats. Aber die Organe der Llutonomie des Proletariats bedürfen nicht nur allein eines gewissen Maßes intellektueller und moralischer Reise, sondern auch Erfahrungen, die langjährige praktische Schu- l u n g und nicht papierene Dekrete zu erzeugen imstande sind. Die russische Arbeiter- und Bauernllasse ist noch unfähig, unvermittelt die Staats- und Wirtschafts- bureankratie zu ersetzen. Die Folge ist der rasende Zerfall der russischen Staats- und Volkswirtchaft, der Zusammen- brnch der Industrie, Hungersnot und Massensterblichfeit, die Verödung der Städte, die Verkümmerung der Ansätze moderner Wirtschaft, die Rückbildung zwe Natural- und geschlossenen HauÄvirtschnxt. Die inneren Schwierigkeiten verschärften sich infolge sei Drosselung Rußlands durch d i c Entente. Mit der Proklamierung der Nätcdiktatur in Nußland hatte das russische Proletariat den Ring um die Zcntralmächte ge- sprenat. Die russische Armee löste sich auf, T r o tz ky unterzeichnete in Brcst-Litowsk das deutsch: Friedensdiktat. Die Rätercgierung erklärte sich nicht nur allein aller politischen.! sondern mtcf) oTTcr fTncinjIcTTen Verpsllrs�lnften geiionilber den Alliierten entbunden und annullierte dir auswärtigen Staatsschulden. Der CrntenteiniperiolisniuS antwortete mit Blockade und Krieg, ffr landete Truppen in Rriszland. organisierte die tschechoslowakische Armee, cnmint/Vtc und unterstübte die reaktionären Kosakenheere der Kornilows und Kollschaks und umgürtete das Räteruszland mit einem ehernen Ring, der es nicht nur allein vom Auslände, sondern auch von den wertvollsten Getreide-, Holz-, Kohlen- und Erzgebieten des eigenen LaudeS abschlof;. Die Leiden der durch den vierjährigen Krieg und durch die Zerrüttung des Verwaltungsmcchanismus schwer erschütterten Volks- Wirtschaft wurde durch die Drosselung der Getreide- und Nohstoffzufühning furchtbar gesteigert. Ter militärische Druck auf das Räterilßland verschärfte mit zwingender Folgerichtigkeit den inneren Kriegszustands Die russische Bourgeoisie wünschte nichts sehnlicher als den Zusammenbruch der Näteherrschast und den Sieg der kontc-r revolutionären Heere herbei, und förderte alle Zersetznngs- erschcinungcn des Rätereichct. Tics zwang die Rätercgic- rung, die Diktatur mit verdoppelter Härte gegen die Bourgeoisie auszuüben. Tie v e r s ch ä r f t e D i k t a t u r aber steigerte die Leidenschaft des Wider- standst und die ökonomische Sabotage der Bourgeoisie. So verzehrte der erbarmungslose Krieg gegen außen und innen die besten Kräfte deS russischen Pro- letariatet. ES wurde unfähig, überdies auch nur an- nähernd die gigantischen Aufgaben zu meistern, die ihr die soziale Nevolution stellte. Seine genialen Führer, vor allem Lenin und Trohkh, hatten freilich von Anfang an erkannt. daß nur die W e l t re v o l n t i o n daS Heldenhast kämpfende russische Proletariat anS diesem tragischen Verhängnis zu lösen imstande ist. Auf die Weltrcvolution ver- trauend und auf sie bauend, hatte daS russische Proletariat den kühnen Wurk gewagt. Seine Hoffnungen erfüllten sich nicht, und blutig büßte eS seinen geschichtlichen Irrtum. Derbarg aber der fortrollende Krieg in den Oktober- tagen 1917 noch zahllose revolutionäre Möglichkeiten, so hatte daö Kriegsende in den NovenÄertagen 1918 die Machtvephältnisse und die revolutionären Möglichkeiten in Europa eindeutig geklärt. Vollends unziveifeilhast lagen die Machtverhältnisse für Ungarn Ende März 1919, all dal Proletariat dieses Landes, aufgestachelt durch die Entente, Mnängt durch die Kommunisten, die Macht im «Staate an sich riß. Daß das kleine, im Norden, Osten und Süden von HitfsvAkötn der Entente umlagerte Land un- fähig ist, dauernd dem militärischen und wu-tschaftlichen Douck der Entente zu lvohen, war der foz i a ld em o k r a- t ifche n Partei Ungarns klar. Aber der Sozial- demvkratie war allmählich die Führung des Proletariats entglitten. Die ungarische Arböitertlasse war seit jeher von einer despotischen Oligarchie geknebelt und gäkncchtet. Sie vermocksie nicht, wie die Arbeitevklasse Deutschlands, Oesterreichs und der westlichen Länder, ihre Kräfte in der Atmosphäre der Demokratie zu entsaften. Ihr war weder in den Geineinden, noch im Statte das Mitbestim- immgSrecht gegeben: sie besaß bis zur gievolntion in keiner einzigen öffentlichen Körperschaft das Wahlrecht. Unter bvm Druck der magyarischen Großgrundbcstver verkümmerten die organisatorischen»Nd politisclrcn Kräfte im Prole- tariat. Nur ein kleiner Teil der Arbeiterklasse Ungarns war vor der Revolution von den proletarischen Organisa- tionen ersaßt. Die Nevolution brach die Dämme der Herr- schenben Klassen und die proletarischen Massen strömten den AlbeiterorgtiUsationen zu. Im zweite» Kricgsjabr waren in den GelverffckKVften Ungarns 55 000, in den Ickten Monalcn nach der Nevolution 700000 Arbeiter organisiert. Diese ungeheuren Massen, die bis zur Revolution dem Klassenkampfe ferngestanden, und von der Ideenwelt des Sozialismus kaum ergriffen waren, gewannen die Herrschaft in den Organisationen. Durch Jahrzehnte wurden alle Wünsche und Forderungen der Arbeiterklasse durch die Macht der Brachialgewalt niedergehalten. Nun. im Besitz der ganzen Gewalt im Staate, brachen die materiellen Forderungen der Arboitcr. aufgestachelt durch eine z ii g c l- lofe Propaganda der Ko nim u n i ste», hcm- mungSlos hervor. Die erstarrte Wirtschaft war jedoch unfähig, di- materiellen Forderungen der Arbeiterklasse ganz zu erfüllen. Ungarn bot nach der Oktoberrevolution daS Bild eines völlig zerrüteten, fülirerlosen Staates dar. Die Regi-rung Karolyis vermochte wohl politische, aber keine wirtschajilichen Reformen von Bedeutung im rch, zuführen. DaS Tempo der sozialen Entivickl-ung hielt mit dem Temfw der Ungednrld des Proletariats nickst Schritt. So ergriff der Gedanke der N ä t e d i k t a t u r immer tiefer die Massen. DaS Ultimatum'der Entente am 21. März be- anltvortete die Arbeiterfck�ft mit der Proklamierung der Rätediktatur. Die sozialdemokratische Part st erachtete eS all ihre Pflicht, anck) dann dem Proletariat treu zur Seite zu stehen, wenngleich eS auch von dem Irrtum seines Weges übenzsillgt mar. Die Nätodiktatur in Ungarn vermochte allerdings die Erwartungen des Proletariats nicht zu erfüllen. Die Kommunisten hatten die Nätcdiktatur als die erlösende Herr- schastssorm gepriesen, die die Verwirklichung deS Sozialismus unter allen Umständen verbürgt. Nach de* Erhebung deS Proletariats überflutete aber ausS neue' Krieg dal Land und umfchloß es mit der schärfst??' Blockade. Sie erweckte wie in Nußlanb den Bürgerkrieg im eigenen Lande, der hier wie dort in wenigen Wochen den fast völligen Slillstand der industriellen Produktion bewirkte. ES gelang aber der Buda'pester Näteregierung. so wenig wie der Moskauer Nätervgieriing, die sozial un» erweckte Baueriifchaft zu gewinnen, trotzdem ihr hier wie dort baS Land der Großgrundbesitzer hingeworfen ward. Di« ungarische wie die russisch)« Bauernschaft will Ruhe und Frieden und versagte hier wie dort der Näte- regierimg den Gehorsam. So mar Budapest bald isoliert. Die Neguisitionen der roten Gardisten verschärften den Widerstand ber ländlichen Bevölkerung und trieb sie in daS Lager der Gegenrevolution. Am tief- areifcndsten beeinflußte die wirtsckiaftliche Lage«ngarns wie die Nußlands die durch die Nätediklatni-nifesse'lte Sabotage der Industrie durch die IntelWktueflen. Zu dielen Schwierigkeiten gesell te»< sich di? durch die Ve- isetzung der fruchtbarsten Gebi�e.ma durch b'? Blockade gesperrte Nohstoffzulubren. De- Sstll stand der Produktion. di« Zerrüttung ber Finanzen, der akt've und passive Wider- ftmd der Bourgeoisie, der Intellektuellen und der Bauern- «hast, di« unzulängliche moralische, politische und infellek- uell« Reife der breiten Masse der ungarischen Arbeiterschaft. M �eren(Schultern die Rielenlast des Gemeinwesens allein lag, dre verbrecherNche NnfästfakeK der NevolntianS- Parasiten, die sich zu den vom besten Willen beseelten Führern der jozialdcmvkratiichxm und kommiinistischen Partei gesellten, zersetzten nach wenigen Wochen das Gesüge des Nätestaates. Die ungarisch)« Note Armee konirt« den überlegenen Angriffen aegcn z>vci Fronten dauernd nicht widerstehen. Nach opferreichen Kämpfen durchbrachen die Numänen die c»tsch)cidende Front und erreichten in Eil- märschn Bii>dapest. Das Schicksal der Räteherrsckxift war besiegelt. Die ähne Rücksicht auf die besondere Eigenart des Landes versuchte mechanische Angteichung des Klassenkampfes des ungarischen Proletariats an die Formen des Klassenkampfes des rnssi- schon Proletariats, die völlige Verkenn ung der tatsächlichen Machtverhältnisse im In- und Auslände, die maßlose Ueberschätznng der Wirkungsmoglichkeit der physischen Gewalt hat zur schwersten Niederlage des ungarisckM Pro- letariats geführt. Nun triumphiert in Ungarn die ru- manische Soldateska, vereint mit der oligarckstschen Reaktion. und bedroht selbst die primitivsten politischen Errungenschaften der Nevolution die demokratisch)« Republik. Die.Kommunisten Dentschösterreichs wußten die Sozial. demokratische Partei Tentschösterreichs, die sich weigerte, dem Beispiele der ungarischen Arbeiter zu folgen, nicht schwer genug deS V e r r a t c 8 zu zeilxn. Der Zusammenbruch) der ungarischen Näteherrschast erweist mm mit schmerzlicher Klarheit, daß die Sozialdemokratie Teutschösterrcichs de» richtigen Weg gegangen ist. Ein Bündnis Deutsch)- Österreichs mit dem Räteungarn hätte den Zusammenbruch der ungarischen Näteherrschast nicht nur allein beschleunigt, sondern in dieses finchtbare Verhängnis noch Überdies die Millionen Proletarier Dentschösterreichs verstrickt, seine nicht geringen Erningenschaften der Nevolution vernichtet und damit den letzten Hort der Demokratie und des Sozia- lisinns in Mitteleuropa der Reaktion preisgegeben. Aber wenn wir auch die Politik unserer ungarischcn Ge- nosien nicht billigen tonnten, so«mpfinden wir gleich ihnen die Schwere deS Schmerze» über diese verlorene Schlacht deS Sozialismus. Wenn wir auch die Jubelgesühle ihres Sieges nicht teilen konnten, im Augenblick der Niederlag« wissen wir uns jedoch niit chnen vereint, durkglüht von der Uvber- zengung, daß auch dem ungarischwu Proletariat di« Stund« der Befreiung noch schlügt. Die Revo'le im Offen. Dle offiziös«.Deutsche Allgemeine Zeihmg", sucht den Eindruck deS gestern von uns veröffenttichten geheimen KorpSbefetl/ls des Generals v. d. Goltz, dessen Nechtigfeit sie nicht zu bestreiten wagt, dabnrch obzufchmüchen, daß sie die Agitation für den Heuert ritt in russisch� Dienste alS Pri- vatsache der einzelnen hinzustellen sucht. Dieses VerlegenheitSgestamwel ist so bezeichnend für den Geisteszustand der amtlichen Stellen, daß wir el wörtlich wiedergeben? »Vor allem muß klargestellt werden, daß der Uebcrgang in fremde Dienste oder die Ansledlung in außerdeuischen Gebieten Privatsache der einzelnen ist, und daß da» Deutsch« Reich infoige de» ihm auferlegten IriedenSverlrage» nicht mehr die Mochlniittel besitzt zugunsten solcher LandeSlinder wirkunzS- voll einzuschreiten, die bereit sind, dir deutsche Nationalität auf- zugeben. Daß die.Eiserne Division" aber mitsamt ihren Führern al» deutsche Truppenabteilung zu unbedingtem Gehorsam gegen die Weisungen der deutschen Regierung verpflichtet ist, darüber kann auch nicht der leiseste Zweifel bestehen. Vorläufig ist noch keinerlei An- laß zu der Annahme gegeben, daß die deutschen Führer im Baltikum eine Haltung einzunehmen beabsichtigen, die der Auffassung der deutschen Regierung widerspricht." Also„dorläufig" ist noch kein Anlaß zu der Annahme vorhanden, daß die militärischen Führer im Baltikum der Regierung den Gehorsam verwcigernl Diese BeruhignngS- note ist köstlich. In Mitau erheben sich die Truppen ofson gegen di« Negienmg— aber in den Berliner Aeintern sieht inan.vorläufig" keinen Anlaß zur Beunruhigung. Wie sollte man auch— nachdem nach der Feststellung im„Vor- wärts" die Aufstandsbewegnng von den Jufor- ma t! on s st e l l« n der Neichsregiernng auS organisiert worden ist! Die Eiserne Division mitsamt ihren Führern ist ztvar zu„unbedingtem Gehorsam" g�gen die Weisungen der deutschen Regierung verpflichtet, aber— ivenn sie diesen Weisungen zuwider handelt, wie das u. a. bei der amtlichen Förderung des UebertrittS zu den russischen Weißen Garden der Fall ist. so ist daS eine „Privatsache der einzelnen", gegen die einzuschreiten die Rc- gi er ung„nicht mehr die Machtmittel" hat. Es ist ein Skan- dal. daß ein offiziöses Organ mit derartigen Ausflüchten an die Ocsfentlichkeit z» treten wagt. Die übrige Presse schiveigt vorläuf.g zr dem Korps- befcbl des Grafen v. d. Goltz. Bloß daS„Bert. Tagkbl." und ,'4»„VoTSäM.' nehmen zu der Veröffenttickuilg Stellung. ,B«ri. Pagebl." schreibt:. .Sollte sich die Tatsache diese» KorpSbcfehl» bestätigen, der deutsch« Truppen der russischen Gegeiiccvolulion zuzutreiben versucht, so toäre e» höchste Zeit, daß dem Grafen v. d. Goltz endlich da» Handwerk gelegt wird. Er ist zwar be- liirntlich vor einigen Wochen au» Kurland abberufen worden, hat sich dann aber auf eigen« Faust wieder dorthin begeben. Un» erscheint ein persönliche» Eingreifen Roske» m diese inerkwürdigcii Berhältnisie in Kurland wichtiger al» seine gegen- wärtige Rundreise durch Süddeutschland. Schärfer änßert sich die„Berliner ValkSzeiimng*..Das Maß t st v o lll" erklärt eS gegenüber dem Vorgehen deS Grafen Goltz und schreibt dann weiter: .Man»ann leider dem unabhängigen Blatte nicht unrecht geben, wenn e» sagt, daß die Handlungsweise diese» General» an Landesverrat grenzt. Die Regierung muß vor allem jetzt dafür Sorge tragen, daß ihren Befehlen Achtung verschafft wird, und daß nicht deutsche Soldaten an die zaristidchea General« verhandelt werden." Der„Vorwärts" hält mit der Deröffentlicknlng de» KorpshefehlS noch zurück. Dafür liefert er— unfreiwillig — neues Material gegen die wbamt« Baltenpolitik der Re- gierung,„Nocks vor zwei Monaten— erklärt er— wäre es möglich gewesen, durch einen festen Zugriff die jetzt eingetretenen Ereignisse unmöglich zu machen." Seit langem seien die maßgebenden Regierungsstellen auf die Vorgänge im BalUifum aufmerksam gemacht worden. Tz fei vebauerstch. Laß Liefe Warnu"««« nicht ernst genommen wurden!. Neu ist, was der.Vorwärts" über die Mrbelat� für die baltifd» LondeSwehr mitteilt, die. wie er r.. auf die.Irreführung der deutschen Oell- lichkeit" angelegt war: .Die Werbetätigkeit für die baltisch« Land««wchr im Namen de» Grafen o. d. Goltz gesührt.® v. d. Goltz ist der Bruder des deutschen Oberbelw�� in Kurland gewesen, waS die Angeworbenen"oturncp � � wissen konnten: sie kannten vielmehr nur einen Graf Goltz, nämlich den militärischen Befehlshaber." Auch der bisherige baltisch)« Gesandte, A u g u p nig, wird jetzt vom„Vorwärts" preisgegeben: .Äl» Anreger der Werbelätigleit wurde der Reichs � W! nn ig genannt. In einer größeren Werbeschrist, d.e dieses Jahre» erschien, steht wörtlich zu lesen: � .Die Anwerbung besorgt eine der vielen Anwerbungsslelle Baltenland, die alz Werbeiic-� Generalbevollmächtigten für die eine Institution de» Deutschen Reiches»t- � � Den Angeworbenen wurde auch Siedlungs>a � sprachen. Wie der Steichskommissar Winnig in einem I � Zeitpunkt mitgeteilt hat. ist e» ihm bekannt gewe en,|, lettische Rcgb.'rung Siedlun',?land nie versprochen bat««- � mehr durfte der deutsche RcichSkommissae diese B.-cr� dir unter seinem Namen betrieben wurde, nicht dulden. � Am interessantesten aber ist. waS der..Porwatt � der Rede des Außenministers Hermann Muit 28. Juli wiedergibt:«ut Ich muß ferner mit einigen Bemerkungen zurucklo � di« Ausführungen, die der Herr Abgeordnete Haus« � über mein« Bemerkungen zu der Lage im Baltikum. gemeint, daß nicht ich regiere, sondern daß die M i i' regieren. Ich kann nur bestätige». w»rs der Herr b'.-.z minister ausgeführt hat. daß wir vor längerer Zeit schon. � zu der Frage der Nänmung deS Val'.ikumz Stellung H�jl� übereingekommen waren, daß ein Nachschub nach dem �,.1). nicht mehr stattfinden soll, und ich nehme an, daß der„fl ivehrminister richtig unterrichtet rst, wenn er sagt, daß" zur Sicherung der Ernährung der Truppen nach dort mm. fp lassen werde». Wenn da« nicht richtig sein sollte, Anordnungen de» Herrn RcichSwehrminisler» uirb wr. � de» Kabmeti» Ix nie nochTruppe» dort hinrpschickt würden, die Sachlage die, daß Offiziere, die so befehlswidrig vor ein Krieg»gericht gestellt werfen müdtk» Nun wird von vem Herrn Abgeordneten Haase jjit daß bi» in die neueste Zeil hinein Werbungen i» ji und in anderen Städten für die baltische L a n d e stattgefunden haben. Wenn da» der Fall ist, so wi�efl e» den klaren Anordnungen. E» wäre Pflicht � � W** gewesen, hier einzuschreiten und die Weikbestellen zu verbieten, wie e» auch in r" Staaten geschehen ist.(Hört, hörtlj Wa» Die Werbungen anlangt, so kann ich nur w-. j;i daß mit der früheren lettischen Regierung ein Lcrtrag � Einbürgerung abgeschlossen worden ist, aber in der iL Landzuteilung ist man nie über vorbesprechunzeu gekommen. Ich habe auch hier ein Telegramm de» Herr« kommissar» W i n n iig, da» dahin lautet: Der Aiiwerbestelle Ballenland sin» die mit der schen Regierung getroffenen Vereinbarungen genau � gegeben worden. Die Gesandlßhast hat nicmal» c> � den Anzuwerbenden Siedlungsland in A u» r � yl stellen und hat selbst gegen die unverbindliche u ß) Laiiövcrsprechen» in den Werbeausrufen ihre Beden äußert. p,!' Wenn trotzdem die Wcrbestellen fortgefahren b" gegen diesen Weitungen mit Laiidvcrsprechungen die Ccu- � p iotfen, so sind die Betreffenden zu bedauern.� � io prellen liehen. Ich bezreise. b iß unter der Trn?pe z'N. yl große En t t ä u s ch u n g vorhanden ist, und daß(» � j> Angehörigen der ballischen LalideSwehr«ine Anzahl g'b', dem versprochenen Lande zu kommen glauben, indem st<' gyf Russen sich anschließen. Der Herr Abgeordn« hat darauf hingewiesen— auch mir waren ähnliche Ac». y# zugegangen—, wir haben sofort Weisung gegeben. keiner Stelle au» dies« Pläne de» UebergangS zu de" gefordert werden»ürfen. Auch hierin glaube ich, tmß o»» wärtige Amt sein« Pflicht getan hat( f)." � Die Aus'übrunaen Hermann MüllerS wTWW�l of die Anklagen deS Genossen Haase, vielmehr wurde � schönen Deklarationen des Außenministers durch m jtzU folgenden Ereignisse vollends als leere Phrasen enttznu• � den ren-centen Offizieren wurde niemand vor tt" n n ich)! gestellt. Der Sckiwindcl mit dem.Siedliwll�� blüh!.« unter aipllicher Veyunstmung weiter fori-. X' die Werbunaen tat die Polize: nichts, vielmehr bu jbt Menschenhandel unter den Auoen der Behörden. bog ün st igten. Trotzdem hätte die VcrosK'' Kcl der Rede Hermann Müllers vielleicht insoser» gehabt, als sie die irregeleiteten betrogenen Coldam pl ansklärcn können. Aber anscheinend wo'«e'! Regierung dies« Ansklärnng nicht. Auch für de»- j p f' wärts", der andauernd mit dem Kampf g«»�, A beschäftigt war, existierte diese Angelecw>>he>t" UchlDö', seht, nachdem die Flamme des Aufruhrs("O-wtP,)i ist. zetert er darüber, daß die Soldaten aufon|'gr® schuldigen Offiziere zur Bergntworliing gezogen'' gUn' v. d. Goltz unverzüglich abberufen nvrden'""',1�)1'!! wird aber dem„Vorwärts" den schweren Varwurf.. p sparen können, daß er durch seine bisl)erige jetzige Katastrophe mit heraufbeschworen hat. Lesetzlivg von Mttweld«. � Mittwcido. � � W. D. 55. veDet: Heute in den frühen Morgenstu"�� Mittwv'da von Reichswehrtruppen besetzt-„,cbt tailt-ne rückten ohne Zwischensalt gleichzciiig�'"' '«n feilen ein. ohne FLidevstand zu fliiien. D»c Otw A nmarsch ist da» Verhalten de m o n st r'«' Arbeit»Ioser am ll. August gegenüber einem Gc® kom>ma,ni>o, da» im Mittweida Quartier machen sollt»-. �" fetzung dient zur Wiederherstellung de»«."L bet Regierung, Festnahme der Rüdelssührer b-n wasifnluig der Quartiermacher und Beschlagnahm« �.sß � Waffen, die sich tn ru«bercchttgtem Besitz Vau EllUpotz Stadt klcfwubat, bMgs KZzkkehT der Kriessgefmizenen. _ Versailles, 29. August. Der Oberste Not der Alliierten vcröfscntlick't folgend' »ote: »Ilm so rasch wie möglich dl, den Krieg i.l""f fochten Leide» 3 u m i n d n, haben die �ucrteu und assoziierten Mit/ h: beschlossen, den Zeitpunkt , Inkrafttretens dcS Friede.zpe-tniges mit Deutschland, ß s't er den Rücktrar.?t»�rt der deutschen ��legsgefangcnen bcter.ft vorzudatieren. Tic Vorbereitungen»um Rücktranspv.j .�rden sofort beginne», und zwar durch eine nteralliierte Kommission, der ein dcntscl>cr Vertreter ange- >'kdert iverdrn soll, sobald der Vertrag in Kruft getreten ist. "lliiettcn und asivziiertcn Mächte weisen aber ausdrück. •"I daraus hin, dasz diese wohlwollende Haltung, von der dir suchen Soldaten so grosie Vorteile haben, nur dann von «»er sein wird, wenn die deutsche Nrgierung "ddaS deutsche Volk alle ihnen obliegen- Verpflichtungen erfülle»." * Con amtlicher Steife wirb zu dem Beschluh des Obersten tes bctrcssrno die Rriegegesai'ticncn erklärt: Die Nachricht, daß jetzt endlich der von uns allen so sehr Juelntt erste Schritt zur Freilaflung unserer gefangenen Brüder '" werde» soll, wird in ganz Deutschland freudig begrüßt "cn. Etz ist jedoch lediglich der erste Schritt. Die Kriegd- (»ngenen werden nicht, wie man aus der in einem Berliner »im'*"f�'wnenen Meldung vielleicht entnehmen könnte, sofort iloficii werden. Das geht schon auS der— weniger erfreu» g"— Bestininning des Obersten Rate« hervor, daß der dculsch« on den Verhandlungen der VorbrrcltungSIommission '!! teilnehmen soll, wenn der Friedensvertrag in Kraft getreten ' tlber die Tatsache, daß diese interalliierte Kommission, deren u'ctzung von der deutsche» Delegation immer wieder auf das "Blichst, gefordert wurde, jetzt endlich zusammentritt, gibt uns »l Hoffnung, dotz die Borarbriten s, schnell ge- .'der» werden, daß die Entlassungen unmittelbar nach «''"stlreun des Friedensvertrages beginnen könne». Unsere sti Versailles wird auch weiter nach Kräfte» bemUht *' Freilassung»och mehr zu beschleunige». * P Seit her Veröffentlichung der FriedenSbedingimgen der weilte lxiben die bürgerlick)cn Varteien in trautein Verein den Nechtssozialisten Wochen und Monate eine lruitctibc 5?»® gegen die Entente eingeleitet, lveil sie die Absicht hätte, Deutsche Reich und das deutsche Volk völlig zu vernichten. °,<>. t" Bröc, die Heimsendung der deutschen KriegSgesange» 'vgleich und ohne die Ratifizierung de» Friedens abzu- s°s'«..in Angriff zu nehmen. Zu diesem Zwecke werde eine Kommission aus Vertretern der Alliierten und •tfJj i'nnds cingcfctjt werden, um die nostvendigen Vor- sti[&(.% Rücktransport unverzüglich in Angriff zu «o�nst Heilmann nimmt diele Meldung in seiner sr.�l'oiidnnz zum Anlaß, um miss neue gegen die ich ,® f'fchcn Sozialisten J 11 h e h e n. Sic bäl» b(i| ieht troh wiederholter feierlicher Verspreckmngen nicht liq, � ingllc für unsere Gefangenen getan. Wenn jeht cnd- hüls � Entente Vertreter für die Kaminission ernenne, so hfch" die Eutent.sazialiiten nicht daS mindeste dazu bei- "den. Dieser Mensch ist gerade der richtige, der den Ententesozialisten Vorwurfe machen darf. ES sei daran erinnert, daß die. Nechtssozialisten nach dem Abschluß des Eewattfriedens gegen Ruhland nichts untcrnoiiiiuen haben, um die Rückkehr der russi'ckjen Kriegsgefangenen nach ihrer Heimat zu ermöglichen, daß'ie slillichioeigend zugesehen und gebilligt haben, wie die r-rssischc» Kgiegsgesangene» »-.rtraaswidrig zurückb.'lwstt« Wurden. Die Rechtsiozia- listen baden die Politik der Wilhelm imsckjen Regierung gnterstützt. sie sind also mitverantwortlich für diese oran- (anic Bebandlung der russi'chen Kriegsgefangenen n Deulichland. Wenn den französischen Sozialisten sehe ihr geringer Einfluß als Vergehen angerechnet wird, so haben sich die Rechtssozialisten, die sich immer wieder chreS grolzcn Einflusses gerühmt haben, geradezu eine/ Verbrechen»'ckmldig gemacht. In demselben Artikel finden wir noch ein- tfsv.lr'sehe die Franzosen wegen ihrer angeblickten Förl �cn»g des PutschbersucheS in Ludwigshasen mw eine dritte.Hebe gegen die Unabhängig.-:' Sozial» Demokraten, die an ihm beteiligt sein sollen. Wir verfügen nicht über den Spihclapparat d.e Regierung und der RechtssoziaUsten und können devycckb Ni» Augenblick nicht feststellen, ob wirklich Unabhängige Hvzialldeuiokraten an den LoSlöiungsbestrcbungen beteiligt sind. Das ist aber auch ganz nebensächlich. Festgestellt»ruß noch einmal werden, daß die Unabhängige Saziuloemokratie sich von altem Airfang an und so deutlich wie nur irgend niögüch, für die Einheit deö deutschen Reiches gnsgefprochen hat. Wenn wirklich einige Mitglieder unserer Partei die LoSIösliiinSbi'sireduN'gcn untevstühen, so werden sie. wie eS in Köln oereitS goiätohen ist, zur Recheirschast gezogen werden.— Hcilmemn behmilptet aber noch mehr. Er»oirst den von ihm des Separatismus beschiildigten Unabhängigen und Koirairunistcp Kä us l i ch kei t vor. Dieser Heillniann be» zichtigt andere der KärrflickLeitl Die rechtssozialisbisäie„Freie Zeitung' wendet sich energisch gegen die Versuckie, aus unbestimmte Merdun- gen hin die Franzosen der Teilnalftne an dem Pntscklver» such sn Lndlv'gslxi�en zu beschuldigen inrd damit neue Zioie- t rächt zuvischcn ihnen und uns zu säen. Das Blatt fordert die Regierung a»is, sich'dagegen zri stammen, daß die Vor- gange in der Pfalz zu einer sinnlosen Heßc flogen Frankreich und dessen Regier ring mißbraucht wird, und im übrigen'da für zu sorgen, daß der Vorfall baldigst ausgeklätr rvi-rd. Bis daliin aber müste jeder, der die pfälzischen Lorgänge dazu bemüht, um wieder lustig d i e H e h V e i t s ch e zu schwingen, als ein Schädling am deutschen Volke bezeichnet werden. Wie wird die„Freie Zciwng" Ernst Heklmann nennen: nur einen Schädling? Lee Kamps gegen Sowjel-Kchland. Die schwierige Lage Kollschaks. tlmsirrdam, LS. August. Di« englischen Blätter vom 27. bringen eine Wirelrß Preß- Meldung, wonach Aufständisch« im Nücke» Kollschals dir Brücke üda den Jenesiei zersiort haben und damit de» Truppen K 0 l t s ch a k» in der Äegend von JrknrSt ihren Nstckzug abgeschnitten haben. Amsterdam, SS. Tluaust, Prc'ßbstro Radio meldet, daß der amerikanische Botschikler in Japan Morris in seinem letzten Bericht sich'eh? für ö>« An- erkennuiifl de r Regierung Kalls. bat» eingesetzt hat und Kvltschats Mißerfolge der Richüii'.rrlcnnung seiner Rc- gierung durch die alliierten und assoziierten Müchre zuschreibr. Die Veschlchung Odessas durch englische Kriegsschiffe. Ainstcrdam, SO. Awmst. Die englischen Blätter vom 27. dringen e:n voti der Ä'iu'kß Preß übermitteltes Bo l schetv i slc n- ck Z nnn u.1> z i. i, aus dem hervor- geht, dag der Einnahme Odessas eine.zwei-ä.i'g« BZch'.-ßung durch 30 britische Kriegsschiffe vorausgegangen ist. Sie Debatte über den Iriedensvertrag in der sranzösifchen Kammer. ParsS, 29. August. Wie HavaS meldet, fetzte die fanzöstsche Kammer am Don- nerStag die Diskussion über den Friedensvertrag fort. Gail« lard-Dancel tzedaiicrtc, daß die Vertreter Frankreichs nickst eine Verminderung der deutschen Einheil erreichen tonnten. Der Sozialist Brunei sagte, daß die deutschen Sozia- listen mit der Bewilligung der Militärkredite nicht Ihre Pflicht erfüllt, sondern ein Ver- brechen begangen Höllen, das auf der ganzen Mensch- heil laste.(Beifall.) Die französischen Sozialisten hätten keine Verantwortung au der Katastrophe, da Frankreich ungcrecktcr Weise angegriffen und Belgien vergewaltigt worden sei. De» Redner erklärt, daß der Vertrag nicinandcn befriedige. DaZ Bin! der Tolcn und die Größe der Opfer Frankreich» hätten zu besse- ren Envartungen berechtigt. Der Redner stellt fest, daß der Vertrag Keime zu einem neuen Krieg enthalte. Jedoch betonte er, daß die französische Regierung Beweise von Mäßigung und dein Geiste der Gerechtigkeit abgelegt habe. Er schließt mit der Erklärung, daß e: der Regierung die Verantwortung für den Vertrag überlasse, der ihm ungenügend erschein«, u»n den Frieden zu sichern. Na mit verlangte, daß die Kriegslasten ge- meinschasllich getragen werden. Darauf wurde die Fortsetzung der Debatte aus Freitag verschoben. Das volksarbettszml für den Wiedsranfbau. Zum Wiederaufbau der zerstörten Gebiete wird uuS mitgeteilt: Durch die Presse ging kürzlich die Nachricht, daß die»Zentral- HrbeitSgcmeinkchafl* als NeichSkommissar für den Wiederaufbau nur eine Pcrfönlichkcil an» den Kreisen der Großuniernehmer vorschlagen würde, welch? allerdings das Vertrauen der A.beiler und der beteiligten krcischancndcs BerufSstände genießen müßte. Temgcgeniil>er wird uns von dem»VollsarbeitSamI für den Wiederaufbau per zerstörten Slebicle". welches sich ans den Kreisen der Arbeiter. Rrchilrkten und Arbeitslosen. Vcrlrrter gebildet hat, erklärt, daß eine solche Persönlichkeit in der Zahl unserer Groß- unternebmcr niemals z» finden sein wird, weil diesem da» Vertrauen oller werkätigen Berufe dnrchnuS fehlt. Da» VolkSarbeitSaml, dessen Vorsitzender Herr Porl.'isckrctär Hermann Weise und dessen Beisitzer L>err V n l I in e r h a u». Vorsitzender der Berliner GewerkschaitSkominissla», Herr Zoskc. LrbcitSlosenrat, und Herr Architekt und Bauaiuvutt, TtpU-JnA. Thofehrn, BorstandSmllgNed der Deutschen PrchNekkeiiMtJk sind, wird im Namen der gesamten von ihm vertretenen Werf» -rä Ilgen Massen mit der lltegieruna verhandeln, um einen Aul« s ch u ß von Vertrauensmännern in» zerstörte Gebiet zu entsenden, die au» eigener Anschauung die Unterlagen für da» große Kullurwerk schaffen werden. Tiefes Amt, welche» da» Vertrauen de» vollzugSvateS Großi Berlin genießt, wird auch alle Vorschläge und Meldungen fm den Wiederaufbau au» dem ganzen Reiche sammeln und fach gemäß ordnen, um sie für den kiinstigcn RrichSkommnssar gut (afot inen Inangriffnahme bereilzuhallen. D;» Bureau de» VollSarbeilSamles befindet sich Berlin 23. 10, M-c-egarelenstr. 8(Lützow 9203). * D« Deutsche WcffenstillstandSsommIssion teilt unS mit, daß jn wr am Montag, den l. Sepleniber, in ihren Räumen statt» findenden Besprcchu>ng übet Tarifs ragen beim Wiederarsb« nur eingeladene Vertreter teilnehmen dürfen. Dies« Besveechung ist Weder von dem 2! olf»arbeit samt veranlaßt worden, noch hat sie etwas mit demselben zu tun. 6ti.ii!;tfcWu!s Sec Eleltrlz'lAs- iieliesewng. In AuWifenstelt von Vertretern dcS Preuslischen Haaldel»« Ministeriums, de» ArbritSminlstcriumS, deö ReichSkommissarS für die Kohlcnvcrtciliing und der Gewerkschaften fand heut« bei der Nohlonwirtschaftsstelle in den Marlen eine Bcsprrcksting mit de» Groh-Vertincr JnSustrie und de» ElektrizitötSmerken über die infolge dcS bedrohlicheu KohlenmangrlS erforderlichen Massnahme» statt. Die zwingende Notwendigkeit einer durchgreifenden EM» lchriinkung des grsamtrii EnergieverbranchZ(Kohle, GaS, Elektrt» zitSt» wuidr allsritig anerkannt. Eine wesentliche Verbessernng der AuSnntzungSinögllchkcit der zur Verfügung stehenden elektrische» Kraft lässt sich duich eine gleichuiässigcre Verteilung drS Kraft» »erdmiche» über Tag und Nacht erzirlcn. ES ist deshalb in Aussicht genommen, dir I»d u st r i e g r u n d s S h l> ch a u'f 70 P r«» »rnt dr» bisherigen Durchschnittsverbranche» e'I n, n s ch r ä n k e n. Für den Fall aber, dah die Entnahme»»» Elektrizität ans dle Nachtstunden verlegt werde« kann, würdi eine Stromentnahme in Höhe von 85 Prozent deS bisherige» Bedarf» zugestanden werden. Für diejenigen Verbraucher, dl« Strom au» Werken entnehmen, welche durch Fernleitung e» versorgt werden, soll für den Fall der Entnahme von Elektrizltitt während der Nachtstunden zunächst versucht werden, ohne«ln. schränk ungea auszukommen. Da eine prozentiiale El»< schränku-ng wal,ren.d der Normaldauer dc» Vetelebr« häufig«1# technischen Gründen nnmäglich ist, wird bei dirsr» Betrieben vo» einer Einschränkung der ArbritSzeit nicht abgesrhe»»verde» kSiinr». Ein« rntsperck/ende Vrrockdnung Wird ta de« aächste» Tage» zrir Leröffrntlichung komme». 1'' » Di« Berliner GewerkschastSkommsssioi, trilk lam«heutige» Sonnabend zusammen, um zu der drohenden Betrieb Seinschrüu» kung und zu der KohlenkrisiS Stellung zu nehmen. vcrichl des Dosszugskats. Die Einstellung der Wahlarbeiten.— Die freiwilligen Sammlungen. Der lVosszugSrat nahm in seiner letzten Si'himg Stellung grt dem verbot der Erfassung der werltätigen Devölleiung und de» verbot der Neuwahl und de» NenansbaurS der Groß-Verliner Arbeiterräte. Festgestellt wurde, daß die Erfassung der Wahl» berechtigte» bereits vor Erlaß des Verbote» abgeschlossen waren. Die weiteren Arbeiten werden durch daS ergangen« verbot ver- hindert. Auch macht es NoSke durch eine ständig« Bewachung de» VollzugSrnteS unmöglich, daß diese Arbeilen vorn DollzugZrat er- kcdizt werden. Der BollzugSeat hat alle dle Wahl betreffende» Arbeiten eingestellt. Auf die weitere Erledigung dieser Wahlarbeiten durch die außerhalb de# v ol lzu g» r a I e» stehenden Mitglieder der Zentral-Wahl-Kom Mission übte der Vollzug»- rot keinen Einfluß au». Gegen die Tätigkeit dieser Mitglieder der Zentral-WahkzKommission ist auch lein Berbok erlassen worden. Die Tätigkeit de» VosszugSrake» ist durch! da» brutale Bor» gehen der Regierung stark beeinträchtigt worden, nachdem er gegen Gesetz»nd Recht au» einem Bureau entfernt wurde, muß er sich jetzt mit einem provisorischen Bureau in den Sophiensälen de Helsen. Die Beschaffung neuer geeigneter Bureanräume ist durch die große Wohnungsnot sehr schwer, es ist aber jetzt gelungen, geeignete Bureainäum« zu finden, die am 1. Oktober d. I. bezogen werden. Dazu bedarf es dann einer vollständige» Burcaneinrichtung, sonsiiger lltensiiien usw. Bei der gewalt- samen Entfernung au» dem Hnus«, In den Zellen 23, ist dem VollzugSrat fast alle» fortgenommen worden, selbst da» Privateigentum der Mitglieder und Angestell- ten de» VoilzugSraleS ging zum größten Teil verloren. Bei dem gegenwärligen RechiSzustand unter der Regierung EI>ert-NoSkc kann mau nicht auf«ine Respektierung de» Eigentum» einer revoluliouäron Körperschaft rechnen. Diese ist so gut wie vogelfrei. Aber die Berliner Arbeiter-- schaff wird nunmehr mit doppeltem Eifer für die Finanzierung deS VollzugSrateS sorge» durch Entnehmen von Beitragsmarken. Seit einigen Tagen wird gegen dtefe BciiragSleistung ein« systematische Hetze betrieben. Bürg rliche Blätter, eiiisck�iehlich dc».vorwärts", bcbnupten, die Bevölkerung würde durch die roien BcilragSkarten de» VollzugSrateS terrorisiert. Ja, man schreit jetzt schon nach dem starken Man» 9!oSke. Von einem Terror kann natürlich nicht gesprochen werden. Kein Mensch wird gezwungen, zur Finanzierung de» VollzugSrateS beizutragen. ES ist ausdrücklich betont worden, daß die BeilragSIeistiing eine freiwillige ist. Der VollzugSrat würde e» auch ablehnen, Beitrüge von bürger- lichen oder rechiSiozialistischen Gegenrevolutionären entgegenzn» nehmen. Die Hetze gegen die Beitragslei st nnz wird fetzt entfaltet, um den Boden für die nächsten Gewaltakt« N. 0 S k e vorzubereiten Aus der purketzreffe. Die soeben erschienene Ar. 35 der unabhängigen fogiattem«, kratisckrrn Wock-en'cbr'st.Der Sozialist" enthält folgend« Beiträge: Friedrich N a» ni a n n von Rnd. Br-itscheit� Auch eine schwarze Lille von H. v. Geriach D«w Aufbau dessozialislifchen S I a a t« s von P. Z>»«lstear Sozialistische Geo-Politik von Otto Jensen: Zro, grainmeniwurf b«; schweizerisch«)» oe uioxianci Inen!» und iclWfltee. sssr. 9 Uhr:„Der Kuhrclcen" >*/« uhr:„Dar Kuhreigen Ußutjclißs Tfisater 'Heut« und morgen 8 Uhr: Letzte 2 Aufiüsirun�en Max Pallcnberg In � »Auch Ich war ein Jüoelln«:.. Sonn'ag nachm. 3 Uhr: Familie Scliiruck mit Max Palleuberg Montag, den 1. September Beginn der Wintcrspi« Izeit 7 Uhr: Faust I. . Wie�es*euch trefkllt. i üwimßißig Heute und morgen 8 Uhr: Letzte 2 Au.fülmuiicen leon ili'lue Kousl mtlii in; „Das Weif» und der Hampelmann". Mo tag. den i. September Vteginn der Wintcrspleleeit M,a Uhr: FrOhMngm Fi wachen. .Dienstag 79 Uhr: Wetterleuchten. Theater i. d KSRigsrötzer Straße ! Uhr: tsameraden Sonntag 3 Uhr; /Musik „ 8_ Kameraden Montag: Kameraden. KornötSleniiaus in der Marschallhrücke. Qastsi iel Lucio Höfllcli 8 Uhr l.lsc'olt von der Malz BeriiRsr Theater '/fi8 Uhr: Die Dame in Frack Sonutn? 3 Uhr: Dil tolli Keuiil plilds Warner, hrnil B rron). Tnanosi-Tlietrler. (hl. rri»r Ball. Del Regenwetter Schutz lür 2000 Pcrsuaen. Berliner Theater. GtoWtilflbircftian Walter Vramme. Zlbend» 18 Uhr: mit Ml! 0. lecsfcüfQ Richürb Senilis SotiniCR nachm. 3 Uhr: Ät tolle mit Pe leetner EM Sirton | Restaurant Faükenhorst b. Grönau j SoxnabeDd, den 30. Au., uj! 1919 Fackelzug,' Feuerwerk, Tanz. J. Zieharth. yrrtin drr Ufrlinfrüiiiiiti nriirr it.$dirif{glr|rr Montag, d. 1.«cvtdr». abends bräzise O tibi im mTcntsckicn Hos" Luckancr Str. 15 Geueral- Bersammlung Tagesordniing: Die Beschiiisse der TniifintSschitszsitziing. Auster den Telegiei ten sind die ivertraucns- (tute und Druckcrcifaisierer einqeltiden. Der(Hauvorftand. MMild dn Slhaeidn. SAeidmaiiea im)«Wrdeiln MiMs Filiale Berlin, Scdastianstrafzc»7/58 ?tif'finm! Tameuniasz-Branche! Aib/nnal Am Montag, d. 1 Scpt. 1919, nbci.be tf Uhr Nerlammlnng aller In der aolillmirnnche hclchdftlalcn Nollcgen und ffolirßlttuew in den Sälen deS Zcnf ral-Thcafers, A lte Jakodstr.KL. ragrlerdnung: 1. Bericht OSer dir BrrfinnMunacn ratt dem NrhrltardnOerdand Ilda nnierr Sehiipua cn. Sirs.: Wtthrtin Schumacher. 7. gr.:tr Ans prache. DfeBechamin.iti.g Ist eine M.tpllrderverlammlimg. flnserihme:! Hupen Im Citiflum leHtorett werden, tt- lonbelt sich doitirn, ob dai 8n,tfbot de» Vivbeit.tebeiBeilioi;6e» aiiBCiiommen ob« ntgei.tmt wtrd, ll» ist fislicht lebe» ll. liegen und'drr Rollepln. nn bei Per- (auimlung tetlzniiehinci,. Sa« sUlllolitbebiid) Isr ber»ti}el(icu! Die.»trruirtientouimifstonA ficafe 3DkrlOHin. nachmittags. Konditorei u. Cofd Hoienslaofen Kottbuser Damm 76, loh. Otto Pollmann. hfill sich den Genossen bestens empfohlen. Clewerkschafftshaus % Den werten Vereinen und Verbänden � j � stehen noch einige Sonn- und Pcjttaee für die am � , 3!. August beginnende Wintersaison unier zivilen Be-! . dingungen zur Verfügung. Der große Saal ist renoviert 1 und mit neuen Lichteflekien ausgestattet. 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Bitsdorf-Siid KanISdorf-Süd m der Nilli« v Trbi.Setow» QN.««:> SH. 35,— an, Uedfuieiio« Weuficlflfrunfl. glflf Nendtdlana. In in: c geit Männercüor Liedorlreand.Paoko». Am Mittwoch, den 27. August, starb nach sei Leiden unser Sang sbruder Erich Stockei Ein tä'lges Mitglied schied dadurch aus � Mitte, ein klassenbewußter Kämpfer für die ds � Proletariats, tln bleibendes Andenken hat er. u'»s gesichert D-r VO»stÄ Villen-Srnncistuck.' Falkenhagen-West Str. n. Bhs. Seegcseld, itochüt Siel.«.€ anbiin, Ilnlaae». Cbjia nm. Bei«®art«n i,(»fmihe- law*, nn qcpflar. Gimte, m I Sn>-« Walscrlettp. Wiiiii gjampiuichsiilrf«, □91. reu 30 M. auiwarl». Gartengrundstück« it.tlulnne«.CbRflärt. Mut.. Iruchlb tltterlaud, teil« oi„.pila i.h. icaul. etliche, m. Gas, u. Wassern., Pauledorl-Rord. Mrel: a. Bahnh. b«a., zu I IU. Pr. I« na* fiaa«. vlesdorl-tlord. Siailon 6. 6i0dia. □».». Vf. 40, an. Glinst alle flahiiiueededtntz. "nStflnite on den adlgen Banichos«» u P«t 8«r EiMeim-WMlilt. 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Adfersfaof, den 29 8. 19.| Für die herzliche Teil- I nähme u- Kranzspenden beim Heimgange unseres Heben Entschlafenen sagen wir alle, Insbesondere H rrn Bertholy für die Ansprache am i Grate, unsern tiefge-| .übltesten Dank. Wwe. Ida Frlcke| und Kinder. Frankfurt«.0.,2-' Au)t.I9. 1 Abessinlor- Pumpen .r Itslttlsliii'iitn. m?ilkilui'!lillin. JWjrÄigtr, lirli"- tgr.irin,. SeUlKlit. illigdi S'lul'l»:!!!. Robert Etncn, PuaUü's'irik, Berlin, Irartilr. 31 '2 Min. v. Schles. Uahnh.ruiferntl. Uao!isaK"»e', l€# S SKSrtf 0ar,Ir,-L'"�'s« F Für die vij,'" Teilwelte hcrrlUh«; ! nähme bei de|,.,s- -cheiden meines« 1 ten Mannes, t Firma l'ercmann. den Herren K»" � dem Säneerchor Herrn I'a�or l-»°�s- Jie trostreich«», ,! am Snree. nn'C» ceiahlteslen Da»* Sofas prima Stoff, Plüsch und Gobelin auf LeinewanJ gearbeitet „ M. 375,—. i uleicher Ausführung von M, 175, an Nur noUac« Vorrat! Sto!zmonii, Be.je-AÜiance Str. 100 An! Wunsch Zahlungserieich terung. a US l. denicker Str. 20._ l'sHA Tel: Lat«o�_�i--�> ZZW Inllerzucn»��-� BolenfraC 'K&i&FF, haben selbst i in der..Fr®' «-* f«» beklage zur„Freiheit-. »'fitmrröenö, 30. August 1919 % Verschiebung der vermögen. Aus Bünkkreisen wird uns geschrieben:_ der Presse wurde in den letzten Tagen eifng'� des Rückganges des Wertes der Mark im Ausland WuHert. Jc nack der Richtung wird mehr oder weniger DiiZAM MUMMZs �vstosfeinkäufe, näher kommen. Kreits in der Nr. 877 der„Freiheit" ist auf die in M.schlciiid noch vorhandenen Auslandswerte, zumal die ß*'�'tchen Aktien, hingewiesen worden, ohne daß natiir * Woch in dem angeregten Sinne der Beschlagnahme geschehen wäre. In erster Linie kommen hier die .lkn der Kanadischen Eisenbahngesellschaft �Betracht. Deren Kurs konnte in den letzten Tagen nack, laf IJw vp'V �ich jtui» luiuiic IN ven iryien �jutjuii uuuj Sver."�übergehenden Rückgang wieder anziehen, und feaL«? den Börsenberichten zu lesen stand, deswegen, toi». A�nka(die Aktien sind auf Namen gestellt) deutsche Idll-n*«• �kierikanischen Besitz überschrieben worden sein k � Hieraus ergebe sich die Ausnutzung der Arbitrage— luwiu Möglichkeit, die Aktien aus deutschem Besitz in /«riw zu verkaufen, und das bedeutet fmgvndeS: De? L i Aktien steht in Amerika zirka 150 Prozent, d. h. � gegenwärtigen Stand des Dollars rmd bei den an putschen Stücken noch haftenden Dividenden der Kriegs. n �"°ch der Berliner Art der Kursnotierung zirka tti�rozent. ES steht also zu erwarten, falls sich die oben ch> � Meldung bewahrheitet, daß der Kurs hier von den in absehbarer Zeit annähernd auf di« Parität i«M Prozent steigen wird. Soll diesen Zwischengewimi. z.,.�turlich auch wieder zur Vermehrung des deutschen „wZ beiträgt, wieder der deutsche Spekulant einstecken, Ni>e eS nicht MögliHkeiten, diese Aktien im Reichs- L,.W zu verwerten? Könnte diese Lerwendungsmöglich- „J, � Amerika, die jetzt der Bankier auszutüfteln sucht. j�durch«in« Regierungsstelle auf legalem Wege beschafft Aber auch in dezug m»f noch andere in Deutschland vor- k�denx Auslandswerte ist gesündigt worden. Es seien �zunächst die CouponS der ausländischen Renten genannt, «7. �lbst ja Anfang dieses Jahres beschlagnahmt worden Da während des Kriege» die ausländischen Zinsen «jt bezahlt worden sind, so waren— leider sind sie es nicht hk tT" bie Coupons von vier bis fünf Jahren vorhanden. � stellten so an Nominalwert etwa den fünften bis sechsten . der auf Milliarden geschätzten Auslandsrenten dar. Da L. �upon aber eine fällige Verbindlichkeit darstellt, so ist . �fektive Weist noch höher, da ja die Coitpons im Zah- g�i-land nicht den KurSsckiwankungen der Anleihen unter- sein kon tonnen. iyg��e CouponS nun hat man von der BeMzgnahme und ist deren Ausfuhr ins Ausland jedem W �3 gestattet.' Gewiß ist ein großer Teil dieser CouponS fätt m kp�iell dem Lebensmittelimvort, zur Ver- tj�."g gestellt worden,«in sehr großer Prozentsatz aber W.j' ohne Frage der Vermögenshinterziehung, i»?,b.ie Betreffenden sich durch die Coupon»«in Guthaben . Währung beschaffen konnten, oder für alle DieS geht auch schon qyS an-J""""'"""'' �"w-nS genommen haben, her- Waljrenb noch vor der Beschlagnahm« der Auslands- HflMWBBH■MMW'— � c Kachfrage der hiesigen Kapitalsflüchtlinge zu befriedigen. Deshalb wäre ja auch die Maßnahme der Notenabstempelung { zwecklos gewesen, denn diejenigen, die dadurch hätten erfaßt werden sollen, hätten sich ihre deutschen Noten einfach in ausländische Noten oder Coupons getauscht. Jede Bank und jeder Bankier handelt heute trotz de» bestehenden Verbotes diese Noten, die Zeitungen bringen ihre Kurse. Man be- gründet es mit den bestehenden Okkupationsverhältnisien. Sachlich ist das Motiv des Notenhandels nur in den aller- seltensten Fällen das Warengeschäft und da also diese Noten zum allergrößten Teil mit deutschem Geste bezahlt werden mußten, so hat ihre Einfuhr wesentlich zum Kurssturz der Mark im Ausland beigetragen. Die Möglichkeiten, die Mark ins Ausland zn verkaufen, sind ja aber auch so einfach. Nur der geringste Teil wird, wie es im allgemeinen dargestellt wird, tatsächlich in Noten nach dem Ausland geschafft. Man braucht ja nur in Amster- dam oder sonst an irgendeinem Platz einen Scheck auf Deutschland zu verkaufen, der erst im Ausland auf das be- stehende deutsche Guthaben bei irgendeiner Bank gezogen wird. Oder aber man überweist durch die ReichSbank oder eine andere Bank sein Guthaben ins linksrheinische besetzte Gebiet und läßt es von dort weiter expedieren und in Aus- landswerte tauschen. Ans diesen Wegen sind gerade wieder in den letzten Tagen Millionen ins Ausland gewandert und haben nicht unwesentlich zu dem neuerlichen Kurssturz der Mark beigetragen. Es kommt also die mühselige— und nach den bestehenden Bestimmungen eigentlich riskante— Verschickung der Originalnoten gar nicht in Betracht. Daß dies eben erwähnte Risiko aber auch nicht so bedeutend sein kann, geht daraus hervor, daß sich mehr oder weniger ein- wandfreie Firmen mit der Verpflanzung der Werte jeglicher Art ins Ausland befassen und hierfür zur Zeit nur eine Prämie von zirka 6 Prozent beanspruchen, wobei sie dann für jeden aus einer eventuellen Beschlagnahm« entstehenden Verlust aufkommen. In dem oben Gesagten sind einige Wege der Vermögen»- Verschiebung angedeutet worden, und zwar solche, die zwar auf dem Papier verboten find, und solche, die, wie bei den CouponS(di« hierdurch entstehenden Valuten müssen zwar nach den bestehenden Bestimmungen einer konzessionierten Devisenbank zur Verfügung gestellt werden), aber selbst nach den bestehenden Bestimmungen gestattet find. Man soll sich keiner Täuschung hingeben, di« restlose Erfassung der Schmuggler wird nie möglich sein, aber man sollte wenig- sten» versuchen, ihnen das Handwerk nach Möglichkeit zu er- schweren. Die Wege darzulegen wäre in aller Oeffentlichkoit verfehlt, ,md eventuelle Maßnahmen, natürlich wohl über- legte, mutzten von heute auf morgen ergriffen werden. Jedenfalls wäre hierbei zu berücksichtigen, daß auf Bank- direktoren und Bankiers kein unbedingter Verlaß ist, und die Mitwirkung der Bankbeamtenschast wäre notwendig. Herr Erzberger hat neulich in der Nationalversammlung von einer Postkarte gesprochen, auf der auf einen"Schieber in Zürich mlftnerksam gemacht wurde, und auf der außerdem die Frag« stand: Brutu», schläfst Du? Man möchte fast meinen, die betreffenden Stellen schlafen nicht, sondern sind narkotisiert. Etwa von irgendwelchen Interessenten? Jt" vier im Inland hamsterten.—„. dyx Entwicklung, die die CouponS genommen haben, her tffjj. während noch vor der Beschlagnahme der Ausland»- Um. die Coupons mit einem geringen Aufgeld und weit den, Wert der ausländischen Noten gehandelt wurden, sie in ganz kurzer Zeit nach der Beschlagnahme der *>id fi 1"3" etwa 10 Mark pro Pfund(engiischer Wahrung) �eil- seitdem ständig gestiegen, was nur zum geringereu dem Verhältnis deS Steigens des Pfundes über- So machten bei dem Bekanntwerden der Steuer- 5(hJ di« Coupons wieder eine außerordentliche Aufwärts- hg�-vung, und ein auf diesem Gebiet« besonders versierter j kennzeichnete die Situation treffend mit den Worten i J' Wlstnd auf der Kapitalflucht". In jenen Tagen stiegen • die Chinesencoupons innerhalb von drei Tagen von ?! Gn Mark(heute stehen sie 85 Mark), d. h. wer sich Sd Pfund dieser 15 000 Mark. Coupons kaufte, verdiente m drei hier fragt man sich wiederum, warum die Beschlag. dieser Werte nicht erfolgt ist. Gewiß wäre von diesen fäo',»" uoch größerer Teil dem Reiche nicht zur Ver- gestellt worden, als es mit den Auslandseffekten ge- 'si- Jedenfalls wäre aber ein Teilerfolg, der der i. Art gewesen wäre, gesichert geblieben. h? man sich vielleicht noch mit jdem Gedanken dei Poi da « ht r H(n f)A j'w v/ ;t-j.4ö Mark für sein Pfund und nicht 105,— Mark, was ''M.....—•--y" r—r..,--- 4« r sich vielleicht noch mir oem v» spärlichen Restes noch nicht verschobener d*.. befassen, so brauchte diese keineswegs auf Grund -f-r-- ""»n willkürlich gesteigerten Tagespreise erfolgen, wie Serecks/ wit den Effekten getan hat. Es wäre durchaus n„ 3- der Eigner eines japanischen Cou > das bekäme, was er v o r dem Kriege bekam, näm, ''* AAL rm °bn �ute�aftiVge-ahlt wird7 Diese Höherbewertung ist ja sein Zutun. lediglich durch die Entwertung der Mark, »'siiinden. Im übrigen würde man heute bei der Beschlag- -"vhini' Jw uorigen n/uwe muu i/cuic vti vv»„ iw,. Ach nicht mehr den kleineren oder größeren Rentner. l>izn>is? � Banken und Bankiers treffen, die diese Coupons WL," wehr oder weniger spekulationshalber ctufgekaiift ' Und IN der Zwischenzeit durch den Handel darin der- -------- w,„„ fin ,um KW ungeheure Gewinne aufgehäuft haben(die sie zum leifL- 3'bst mit eventuell drohenden Zwangsmaßnahmen ?r Essigen), daß sie den Verlust durchaus tragen könnten Vir r schließlich mich nur eine Besten erung an der dorstellen. si�silich gibt es zur Zeit, und zwar in weit größerem V lle als je zuvor, eine dritte Ar: von AuSlandswerten. »l�ziva? find dies auslöndische Noten. Außer- Vh L, �lräge von amerikanischen, englischen, franzö- ei, r�delg! scheu, italienischen und rumänischen N«ten sind V» Evolution von Schiebern aller Art»ach Deutsch- ** kein«««steren Zwecke«WwßW worden. alZ die Z» eigener Schlinge gefangen. Herr Aeang«eimtnecht,«o*«cht»sr�iaKstssche Leuchte, zehmnaliHer BngesteMer de» Vollzngiratr». glaubte r» der Rum- mer 429 de».Vorroört»' unter der lleberfchrift:»Richard Müller«.—«i« Bei trag zur Psychologie ora» derner BolkAdeglücker" mit der drShnend«, Einleitung: .beShaSb hevunter mit der MaSke von tx» eklen tzä-aptern zweier Männer, welche ew gerüttelte« Maß von Schirl« an der vergifte- ten Aemostchä« anferor Täge haben�' mich»zur Strecke' zu brin» gen. Ich hcck« dem» saubere« Herrn in der Nummer 410 der.Freiheit' eine Antwort gegeben. Meine Abwehr war so gehalten, daß Rvinknecht antworten mußte, mn sich selbst«entlarven. Da« ist geschehen. Di« Rummer 421 öer»Frcche.it' bringt eine Anschrift de» Herrn Rencknecht, die der Wahrheit entstricht. Der lHerr entlarvt sich aber selbst damit al« ein ge- wissenloser Beelenmder und zeigt, gegen wen sich sein Beitrag z«r»Psychologie moderne« Voltsbeglücker' in Wahrheit richtet. Anch im.Vorwärts' stellt dieser Herr unter allerlei Geschimpfe die Wahrheit fest und versucht dabei, seine BerleMndungen aufrecht zn erhalte«. E? ist unglaublich, wie geistig tief dies« Herr und mit ihm der .Borwärt«' die Leser einschätzt. Seöt NnSbruch der Revolution bw ich«nzälhlige Make in der gemeinsten Weise beschimpft worden. Ich habe r» ruhig über mich ergehen lassen. Auch gegen die Berieumdunge« eines Rem- knecht würde ich mich nicht gewehrt haben, wen« es sich dabei nicht mn einen besonder» bösartigen Fall handelte. Fast alle bürgerlichen Zeitungen, von der»Deutschen Tageszeitung' bis zum»Berktner Tqgedlatt' Haiben den fette« Happen aufgegriffen und weidlich über de» schroffe«»Unternehmerstand- Punkt' des»Leichen müller' gegenüber dem Angestellten de» Vollzug» ratc» gehöhnt. Besonder» da»«Berliner Tageblatt' betätigte sich dabei ai» ein gefährliches Hetzveptil. Ich glaube ja nicht, daß diese Zeitungen so viel journalistischen Anstand be- sitzen und nunmehr der Wahrheit die Ehr« geben. Der»Vor- lvärtS' brachte wohl die Anschuldigungen Nmknecht», ging acei über meine Feststellungen mit Stillschwngen hinweg. Bm em'w solchen Blatte kann man ja auch nicht» andere» erwarten. Daß mich iK'fc elenden Verleumdungen empören mußten, wird jeder begreifen, der weiß, daß Ich jahrzehntelang für die Rechte der Angestellten und Arbeiter gekämpft und daß ich al» Vorsitz, nder de? VollzugSrate» alle Angestellten, gleich v'ei wecher Partei sie angehörten, stet» in der zutorkommendsten»rd böf- lichstein Weis« behandelt und als meine Mitarbeiter betrachtet habe. ES liegt mir fern, mich mit dem.Berliner Tageblatt' auseinanderzusetzen über die Frage, ob zwischen den Ang stellten eine» kapitattf tischen Betriebe» und den Angestellten einer revo. iutivnären Köcherschaft ein llnterschied besteht. Kne revolutio- aöre Körperschaft, deren Mitglieder einer sorgfSkigen politffchen Ueherwachung unterworfen sind, die fast tägAch den Besuch der Kriminalpolizei erdulden müssen» kam: nicht de« ersten Sehen von der Straße nehmen und al» Angestellten beschästigen. Eine solche Körperschaft zu vergleichen mit einem Betriebe wie die .'tzost" od«.Esanbahn', wie e» da»»Berliner Tageblatt' ge- ton hat, dürft« wohl nar auf tee große Hitze tau ktzim gage zurüäzuführe« t-W, Wa» hatte Neinknecht in dem eingangs erwähnten Artikel behauptet?.... mit außergewöhnlich er Schärfch wandte sich Richard Müller gegen die Fordes rungen der Angestellt cn.' Und weiter führte er«]»< daß ich den Angestellten kein Mitbestimmung»� recht gewähren wollte. Daran knüpfte Reinknecht aller-, lci Ausführungen über KvieHspsychose, Paradoxomonie usw. und' empfiehlt diesen verdrehten und verrückten Geister» Arzt uniij Sanatorium. Damit meint er mich! Auf meine Abwehr in Rr. 421 der.Freiheit' antwortet? derselbe Herr Reinknecht und stellte unter anderem folgende» fest; »Bei Aufsteilung der Forderungen Hab« ichf (SR ein! ii echt) mich gegen sämtliche Forderungen� und zwar im Sinne R ichard Müller» gewandt,,, Den Verhandlungen de? Ausschüsse» mit de« VollzugSrat habe ich als stummer Teilnehmet beigewohnt, weil ich(Reinknecht) die F o r d er« u gr» nicht verantworten konnte... Bei der Bericht» er stattung in der Angestelltensitzuug habe ichl Richard Müller» Stellungnahme gegenüber#*4 Nossen Blumenthal und Beck verteidig i' Wohl selten ist e» gelungen, einen gewissenlosen Verleumde» sich selbst so entlarven zu lassen, wie eZ hier geschehen ist. Diese» Mensch hat meine Haltung gebilligt, hat mich gegen andere ver« teidigt und kommt nun her und benutzt die von ihm selbst gee billigle Haltung um mich zn verleumden. Hier liegt keiuei Kriegspsychose, auch kein« Paradoxomauie dor.„ mir haben e» hier mit einer KampfeSmethod» de» gelben VollgugSratS.w ie der ganze« recht»� sozialistischen Partei zu tu», die sich selbst al« „OrduungSpartei' bezeichnet, gege» Dtktatui! schreit und dabei nach ihrem eigenen EiugestSnd« ni» ihre korrupte, unfähig« R e g i«r»» g»her schaft mit»scharf geschliffeneu Bajonetten' um- säumt hat. Da» deutsche Volk muß zugrunde gehen, Venn es sich die Herrschast einer solchen Partei yefalben Bißt. Stich. Mit Neu. s, Gewerkschaftliches. drücklich darauf hingewiesen, daß nur der demnächst in Druck erscheinende Vorschlag der beiderseitige» Tariflomunssio«« al» maßgebend zu betrachten ist. Jfir all« Angestellte« wird»er Tarif von der«fa, OrtSsekv» tariat, herausgegeben. Generalversammlung der Buchbinder. Ju der am Freitag uachmittag im Deutschen Hof, Luckauei -o« ÜCt am. m«----—» Straße, stattgefunden« Generalversammlung der Buchbipder er» stattete der Vorsitzende Kasper den Bericht über da» 2. Quartal 1019. Die Mitgliederzahl hat seit der Revolution eine» erheblichen A u f schw un g genommen, so daß heut» ein Mitgliederstand von IS 147 zu verzeichne» ist gegenüber 5265 am L Oktober 1918. In der Diskussion wurde besonder» die Finanzwirtschaft der neuen Verwaltung angegriffen und be- hauptet. daß der letzte Streik in der Kartonnagenbranche hätte verhindert werden können und daß nicht alle Verhandlung». Möglichkeiten erschöpft worden seien. Dem wurde von anderer Seite widersprochen. Kasper widerlegte die Behauptungen der Diskussionsredner und erklärte, daß durch den Streik den Unter» nehmern tu der Karwnnageubranche eine höhere Achtung vor den ungelernten Arbeitern und Arbeiterinnen beigebracht worden seien. Ein anderer Vertreter der neuen Verwaltung verteidigte dieselbe und sagte, daß sie nicht da» Interesse der Lokalkajse, sondern das der Mitglieder im Auge hatte. Ebenso traten mehrere DiSkupumSredner den Angriffen auf die Verwaltung scharf entgegen. Ein Antrag, den S00 Kollegen und Kalle-_ ginnen der Album-, Mappen, und Sialaiiteriearbeiter, die in-' folg« der Lohnbewegung in einen vierwöchige» Streik verwickelt waren, zur Streikueitevstützung eine einmakige MietS- Unterstützung zu gewähren, wurde mit großer Mehrhett angenommen. Es wurde dann die Wahl der Arbeit- nehmerbeifitzer zum Arbeitsnachweiskurato- r i u m vorgenommen. Da» Resultat war bei Schluß der Ver» sammlung noch nicht bekannt. Der dritte Punkt der Tagesord- nung, Berichterstattung vom VerbandStag, wurde vertagt. Die in den Warenhäusern Groh-Berlin» beschäftigten gcwerb- lichen Arbeiter und Arbeiterinnen arbeiten unter derart schlechten Lohn, und Arbeitsverhältnissen, daß von einer Vollversammlung der in Frage kommenden Arbeiter und Arbeiterinnen die Kün- digung der bestehenden Verträge beschlossen wurde.(An dieser Bewegung sind fast sämtliche freie Arbeiterorganisationen be» teiligt.) Da c8 die Arbeiterschaft mit einem sehr kapitalkräftige« Unternehmertum zn tun hat, muß für alle Falle gerüstet werden. Diese Kündigung ist inzwischen erfolgt und soll am Montag, abends 7% Uhr, im Konigstadt-Kasino, Holzmarklstr. 72, eine Aussprache der Vertrauensleute aller Betriebe stattfinden. Die Arbeiter der Berliner städtische» Elektrizitätswerke don sämtlichen Stationen nahmen am Donnerstag Stellung zu den» Vorgehen der Regierung gegen den VollzugSrat. Die sehr stark besuchte Versammlung gab ihre Entrüstung Ä»er dieses Vorgehen: in scharfen Worten kutid. ES wurde ein Artikel auS tdem.Be» liner Tageblatt' verlesen, betitelt»Die Absichten der revoluti» nären Elektrizitätsarbeiter' und feste«sie(st, daß der Beruht nicht wahrheitsgetreu wiedergegeben ist. E» wurde betont, daß de» Zusammenschluß der in ixw Artikel genannten Werke mit den Betriebsräten Mlteldeutschwnds nicht erfolgt ft-,„m politische■ Putsche zu machen, sondern um die Arbeiterschaft auf dem Boden der wirtschaftlichen Macht zu vereinigen. Allordings ist die Ar- beiterschast geiuillt, bei einem ihr aufgozwungenen Kampf ihr» Macht restlos zu gebrauchen. Die Tersamiickung erklärte stch hiev- mit vollkommen einverstanden. Nach Erledigung einiger Betriebs» mdfJesrnfetüCT! wunde,«so« dicx Stimme? cm Sleiotutiwi ßj% Zur Tarifbewegmig der Angestellte» w der Metall- bldustrie. Gest 10 Monaten verhandeln die Berliner Metalkmdustrieklev mst der Arbeitsgemeinschaft freier Angestelltenverbände über den Abschluß eine» Tarifvcruagcs für die Angestellten der Berk»er Metallindustrie, lleber die Schwierigkeiten der Verhandlungen kam» sich nur derjenige et» Bild machen, der dle weilverzweigte« Fabrikation», und Handelsgebiete der Berliner Metallindustrie i» ihrer ganzen Vielseitigkeit kennt. In der ersten September-Woche soll nunmehr dieser flfttwkl, der Verhandlungen durch eine gemeinsame RedaftionSkomnnsfio« festgelegt und dann den beiderseitig beteiligten Organisationen zur endgültigen Beschlußfassung vorgelegt werden. All« irgendwie bekanntgewordenen, al» an» dem Verträge stammend, bezeichneten Mitteilungen und Zahlen, stich selbstver. ständlich grobe Irreführungen, die meistens de» Zweck verfolge», die bisherigen Verhandlunge» zu stören. E» wird �nochmalscn, scheinsozia-> lijtischen Negierung bezeichnet. ES wird darin weiter betont, daß| die Arbeiter ,fich nicht provozieren lassen wollen, aber ihr ganzes Können und ihre ganze Kraft für den Aufbau des rein Wirt-! Zchaftlichen Rätesystems einsehen werden. Der Streik bei den Märkischen Ocl- und Farbenwcrke», Wittenau, Rosen chaler Weg, dauert unverändert fort. Die Firma versucht mit allen Mitteln, Streibbrccher anzuwerben. Zuzug ist streng fernzuhalten! Verband der Fabrikarbeiter. Ortsverwaltung Gross-Äeriin. ReichZtarifverhandlungcn mit den Rechtsanwälten fanden am LS. August vor dem ReichsarbeitSministrriuni statt. Dabei er- klärten die Vertreter des Deutschen AmraltSvereinS, daß erst der Anwaltstag am 13. September grundsählich zu dieser Frage Stellung nehmen könne. Die Vertreter Oes Verbandes der Burcauangestellten hielten grundsählich an ihrer Forderung nach dem Neichstarif fest und behielten sich ihre weitere Stellungnahme biö nach der erfolgten Bcschlußnahme des Anwaltstages vor. Die Vranchcnversammlung der Graveure und Ziseleure, die Donnerstag abend im Märkischen Hof tagte, nahm den Bericht der Delegierten über die am 17. August in Berlin abgehaltene Vorkaufcrenz entgegen. An dem vorgelegten Reichstarifentwurf wurden die Lohnsätze als zu niedrig für Großstädte bezeichnet und ßleichzeitig gefordert, daß die Graveure und Ziseleure in dem setzt mit den Berliner Metallinbustriellen abgeschlossenen Lohn- abkommen unbedingt unter Lohngruppe I rangieren müßten. Die endgültige Stellungnahme zum Reichstarif und die Wahl der Delegierten zu der im Herbst stattfindenden Reichskonfe- renz soll in einer baldigen neuen Branchenverfammlung erfolgen. — Bei der Neuwahl des Branchenleiters kam es zu heftigen Zusammenstößen zwischen der Versammlungsmehrheit und dem bisherigen Branchenleiter Thurow, indem die bisher verhaltenen grundsätzlichen Meinungsverschiedenheiten über Wirt- schastspolitische Fragen zur Entladung kamen. Thurows Versuch, {ich die Märttzrerkrone aufzusetzen und sich teilweise selbst zu be- tobigen, mißlang. Obwohl er in seinem Schlußwort die bösen Un- abhängigen in unfairer Weise angriff, ließ sich die Versammlung nicht provozieren und wählte nrit großer Mehrheit den Kollegen Loh se zum Branchenleiter. Infolge der vorgerückten Zeit mußte die Neuwahl der Branchenkommission und der Nest der TageS- Ordnung bis zur nächsten Branchenversammlung vertagt werden. Ehre Versammlung dor Jnnungsschmiedc, zu der auch die Lehrlinge recht zahlreich erschienen waren, nahm einen Vortrag des Kollegen Wilhcklm Hentscheil über daS Gcworbeg.'richt ent- gegen. In der Diskussion wandten sich die Redner mit warmen Worten an die jungen Lehrlinge, sie sollen sich in Zukunft ver- trrmenZvoll an die älteren Pollegen wenden, um dadurch gc- «neinsam die vielen Mißstände, z. B. Verlängcrung der Arbeits- zeit, Verwendung zu häuslichen Arbeiten usw. aibzuschafsen. Avohc Ervcgung entstand in der Versammlung, als bekannt wurde, daß der Obermeister verboten hatte, die Lehrlinge in die Versamrnlimg zu schicken. Die Versammlung erklärte dieses vorgehen äfe Ueberhebung über die freie Zeit deS Lehrlings halbe weder der Meister noch der Obermeister zu verfügen. Es wurde gewünscht, daß in Zukunft öfters die Lehrlinge hinzu- gezogen würden, um dies« zu belehren.— Der Entwurf ü'bcr die paritätische Verwaltung de» AtbertSnochweiseS in der Mulock- Kvahe wurde angenommen; dazu wurden noch eine VertvaliungS- tonmission und drei ArbeitSvermftller gewählt. Die Hilfsarbeiter der Buch-«nd Tteindruckereien in Düffel- darf find wegen Lohnforderungen in bei» Ausstand getreten. Maßnahmen zur Wohnungsnot. Ems neue Wendung auf dem Gebiete des Wohnungs- Wesens bringt eine Anordnung für den Bezirk der Stadt Berlin, die besagt: Jeder Abschluß eines Mietsvertrages über Wohnräume, Läden und Werkstätten ist deni Magistrat in Berlin— Wohnungsamt, Oranienburger Str. 16— vom Vermieter binnen einer Woche nach Abschluß des Ver- träges anzuzeigen. In der Anzeige ist der Name deS Mieters, die Lage der Wohnung, der zuletzt entrichtete und der neue Mietzins anzugeben. Uebersteigt der vereinbarte Mietzins den Betrag, der für Wohnräume, Läden oder Werkstätten der gemieteten Art «nd Ausstattung unter Berücksichtigung der Nebenleistungen deS Vermieters üblich und angemessen ist, so kann sowohl der Magistrat(Wohnungsamt) iimerhalb einer Woche nach gingang der Anzeige, als auch der Mieter bis zum Ablauf zweier Wochen nach Abschluß des Vertrages bei dem Eini- gnngsamte beantragen, daß der Mietzins auf die ange- messene Höhe herabgesetzt wird; etwaige Nebenleistungen deS Mieters gelten als Teil des Mietzinses, ebenso eine für den Nachweis der Mieträume gezahlte Belohnung, soweit sie dem Vermicter umnittelbar oder mittelbar zufließt. Aus«nein Mietverträge, der dem Magistrat(Woh- .Mrngsamt) nicht angezeigt ist, können von dem Vermieter keine Ansprüche geltend gemacht werden. Der Vertrag wird auch in Ansehung der Ansprüche deS Vermieters wirksam. wenn welKz»er Magistrat(Wohnungsamt), noch der Mieter innerhalb der Frist(Adsotz 2) eine Herabsetzung des ver- einbarten Mi-.Än'iS beantragt, wenn die Anträge auf Her- absetzung zurückgezogen werden, oder wenn das Einigungs- amt über die Antrfts? entscheidet. Wer variää'W' dieser Anordnung zuwider eine ihm ob- liegende Anzeige mckft rechtzeitig erstattet oder wissentlich unrichtige oder mwoNständige Angaben macht, wird mit Geldstrafe bis zu 100 3R. bestraft. Die GhtAMbahn wird teurer. (Cr? WMfeunigtavif. Da* VerkehrVv.««� f*** vor, daß bestimmte Taften von de» Verkehrsgesellschaf�." weiteres auf das Publikum abgewälzt werden können.' Wr �rteuerung des eteftrischen Stromes erfordert im Betrieb« W Großen Berliner Straßenbahn allein ewe M-brcmSgabe von 18% Millionen' Mcc>ck. Da seinerzeit. der Lweckverband mcht ohne weiteres seine Fnsiimmung zu der W- wälzung erteilte, rief die Direktion der ÄMt» Bcrltner das vorgesehene Schiedsgericht an, das gestern dcchlo entschied, die enlstan- benen Mehrkosten stich ohne weiteres abwälzbar. Diese Abwäk- zvna kommt im Tärif zuni Ausdruck, ohne oaß dazu be>o-■; Beschlüsse der ZweckverbandSbehördeu notwendig werden. Die Erhöhung des Tarifs tritt automatisch ein und tritt sofort in Kraft. Der neue Tarif ist folgender: 1»Fahrpreis für eine einzelne, umrnterbrochene Fahrt auf jeder Linie 30 Pf. Die früheren 10- Pf.-Fahrscheine werden wegen d«r Papierknappheit aufgebraucht und als 20-Pf.-Fahr- scheine ausgegeben. Die Doppelfahrschein« zu 35 Pf. und die -Tammelkarten für 8 Fährten zu 1,40 M. kommen in Wegfall. jjsi'1 H* � ausZegebenen Doppeljcchrschei.ue be- chMgen jedoch ichnockWachzahlung zur zweiten Fahrt noch am I. September. Die noch im Berkehr befindlichen Sammeikarten ür 8 Fahrten berechtigen ohne Nachzahlung zur Benutzung nnerhalb ihrer Gültigkeitsdauer. Für Hunde und gebühren- oslichtigeS Gepäck wird Fahrgeld wie für eine Person erhoben. Arbeiterwochenkarten vom 1. September ab: für 6 Wochen- fahrten 1 M.. für 13 Wochen fahrten 2 M Monatskarten vom Oktober d. I. ab: für eine Linie 15.00 M,. für zwei Linien 20 M., für drei Linien 26 M., für vier Linien 32 M,. für samt- liche Linien 40 MI. Schülerkarten 5,50 M.— Die Fahrpreise itn Anschlußbetrlebe nrit der Spandauer Straßenbahn(Linie dl. P. R. und Linie 5 der Spandauer Straßenbahn) bleiben unverändert. Di« materielle Lage deS Unternehmens ist ungünstig. Die letztcn� Vorc-änae haben große Mindereinnahmen gebracht, denen erhebliche Mehrausgaben gegenüberstehen. Der neue 20-Pf.-Tarif wird von dem Fahrpersonal insofern begrüßt werden, als der Doppelsahrschein und die Achterkarle fort- fallen und nur noch ein Fahrschein übrig bleibt. Weniger erbau! wird das fahrende Publikum von dem neuen Tarif sein, der nach den Angaben der Direktionen kaum die Ausgaben deckt und es ist fraglich, ob das Uuternchrnen balanciert. Der Polizeiwirrwarr in Berlin. Neuerdings wird selbst den rechtsstehenden Elementen des Bürgertums etwas schwül zumute, wenn sie die Ilmformung des Berliner Polizeiwesens betrachten. Zwar kommen für sie weniger die prinzipiellen Bedenken in Betracht, sondern sie berechnen die Hohn Kosten für diese neue Polizei und den Einfluß auf den Geld- beute! der St.merzahler Der„Berl-ner Lokal-Anzei- ger behauptet sogar, daß trotz des ungeheuren Per- sonalaufwandes und der Millionen mehrbe- lastung des Potizeietats im Punkt öffentlicher Sicher hett so gut wie nichts geleistet worden ist. Nun, wenn es sich um Leistungen im wirklich polizeitechnischem Sinne handelt, d. h. um Unterstützung deS Publikums im öffent- lichen Verkehr und Bekämpfuidg des Verbrechertums, dann wird der„Lokal-Anzeigcr" lange darauf warten können. Zu diesen Leistungen ist die neue Polizei nach Ansicht aller unbefangenen Sachkenner gar nicht imstande. Diese Aufgabe wird der neuen Polizei nach den Absichten ihrer Gründer auch gar nicht zuge- wiesen. Es soll vor allem eine Schutzgarde des Kapitals sein, eine zuverlässige Waffe in der Hand der Gegenrevolution. Daneben soll es eine Vcrsorgungsanstalt werden für Offiziere, die infolge des Friedensvertrages aus dem alten Heere auszuscheiden haben. Der„Lokal-Anzeiger" behauptet sogar, daß bei der Stärke der Berliner Polizeitruppc persönliche Rücksichten eine gewisse Rolle gespielt haben. Ursprüngich sollte Berlin nur 3000 Mann haben, während eS jetzt 12 000 Mann mit einem ungleich großen Stabe bekommen soll. Wir können uns denken, daß die Herren Ofsizieke das Berliner Leben eine-m abgesonderten Dasein in einem Provinznest vorziehen. Ob die Berliner Bevölkerung die ungeheuer hohen Kosten zu tragen vermag, danach wird ja nicht gefragt. Jetzt fimdet sogar der.Berliner Lokal-Anzeiger' den Mut, zu erklären, daß bei der Wichtigkeit der Frage vorher erst die preußische Landesversammlung befragt werden muß unter Be- rücksichtignng der Wünsche der Bertiner städtischen Körperschaften und der Bevölkerung. Wir haben dieses Verlangen sofort bei Bekanntwerden des Planes gestellt, doch es scheint so, als ob dieser von der Garde-Kavallerie- Schützen-Diviston ausgehende Plan, der im Ministerium des Innern ausgearbeitet worden ist, über die Köpfe aller dieser Faktoren hinweg zur Durchführung ge- bracht werden soll. Unsere Meinung von dem derzeitigen Polizei- minister Wolfgang Heine ist nicht so hoch, daß wir ihn für fähig hielten, sich dem zu widersetzen. Die Reaktionäre haben in ihm einen Mann von großem Verständnis für ihre Wünsche. Das Mehl im Offhofen. Die Anhäufung großer Mehlmengen im Oft Hafen haben Für Folge gehabt, daß Zchnlaufonde von Zentnern vollständig verdorben sind. In einer Verfaminlung der Magiftraishilf- kräfte berichtete der Obmann für Brotverforgung über diese An gelegenheit, 80 000 Zentner Mehl seien vollständig verfault. Tie selben lagern teils in Waggons oder Kähnen und teils im Fielen, trotzdem die Speicher de? Magistrats so voll sind, daß ein«. Maus darin verhungern kann. Das Mehl ist grün trnd hart wie Gips, so daß es nicht einmal auS den Säcken herauszubekommen ist. Dieselben müssen aufgeschnitten werden und wird das Mehl mit Holzhämmern zerkleinert, um es wieder Gebrauchszwecken zuzuführen. Eime N.solution verlangte, daß die Schuldigen entlassen, mit ihrem Privatvermögen dafür hasten sollen nnv Strafanzeige gemacht wird. Weitere Geständnisse des Massenmorders Schumann. Nun hat sich der Massenmörder Schumann auch dazu de quemh, die Er matt» eng de» Braudpaavss Ritdorf-Biedermann einzugestehen.� Gestern vormittag leugneb: er noch trotz dos schweren Belastungsmaterials. Gestern gab er mit den Worten: »Na, wenn es soweit ist', auch zu, das junge Pärchen erschossen zu haben. Er glaubte mir. auch nicht mehr leugnen zu können, daß er die Räuberhöhle nicht keime und gestand auch ein, sich in dieser cm sg. hatten zu haben. Die Bureaurinime des VoNzugKrats befinden sich fetzt in den Sopfsiensälen, Sophienstr. 18. Telephon: Amt Nostben 9296. Sprechstunden von vormittags 9 Uhr bis nachmittags Punkt 5 Uhr. Die Untersuchung gegen den Neuköllner Magistrat wegen an» geblicher Verstöße gegen die Verordnungen betr. den Verkehr mit Lebensmitteln sind noch im Gange. Der Arbeiterrat in Neukölln glaubt aber, jetzt schon einen Teil dieser UntersuchuUgsergebnisse mitteilen zu müssen und schreibt uns u. a.:»Es ist bei der Ilm tersuchung, an welcher unsere Mitglieder mitgewirkt haben, fest gestellt worden, haß der Magistrat Neukölln oder dessen Beauf trazte enorme Mengen Lebensmittel verkauft haben. Wir erinnern nur an folgendes: Am Mittwoch, den 20. d. M., hat die Bevölkerung kein Fleisch erhalten. Der Magistrat aber hat der Firma Schmidt Söhne 1000 Büchsen Rindfleisch, im eigenen Saft, uno ebenso der Gemeinde Neu-Ziltan einen Posten Rindfleisch, im eigenen Saft, verkauft. Als Provifion hat der Magistrat allein die Kleinigkeit von 75 000 M. an einen Vermittler bei Verschiebungen von Lebensmitteln ausgezahlt. Dies nur zur Jllustricrung, wie eifrig unsere Siadtväter auf das Wohl der Neuköllner Bevölkerung bedacht sind und auch die.notleiden- den' Firmen nicht vergessen." Es wird dann ferner mitgeteilt, daß Schiebungen-mit Käse. Butter, Petroleum usw. vorgekommen seien, und daß erst am Donnerstag wieder 170 Kisten Fettscife beschlagnahmt worden sind.— Nach Erkundigungen, die wir ein- gezogen haben, weiß der Magistrat von allen den hier angeführten Dingen nichts. Es wird uns mitgeteilt, daß der Magistrat, als er von ciaer schwebenden Untersuchung erfuhr, den Vorschlag ge- macht habe, eine aus Magistratsmitgliedcrn, Stadtverordneten und Arbeiterratsmitgliedern zusammengesetzte Kommission mit der Uoterluchuua zu beaustrascn. Das.hatte der Arbeiterrat aber abgelchnt, so daß sich nunmehr die StaaiSanwaltschast mit# Cache befaßt. Vei der gcsctiwldrkgen Durchsuchung im Vollzugsrat sini' ara eine Anzahl unbeantworteter Briese auS'dem Reiche von Noslo Beaufttagucn nmtgLiiommen worden. Wir ersuchen alle Genossen, die sich wegen Whaltungsi�? VersaMmlungcu an unS gewandt haben und bis heute noch, Ätttwort sind, diese Schreiben zu iviedorhosen! Der Vollzug der Arbeitcrräte Groß-BerUnS, Bett in, Sophicnsäle, stvaßc 18. Die Kampfesweise der Rcchtsso.zialisten betätigt sich nehmlich auf persönlichem Gebiete. Gestern bekommt e» Reinknecht in seiner Polemik gegen den Genossen Richard vom Vollzugrsrat fertig, dev, Grafen Blumenthal im APy' zu beschuldigen, Blumenthal habe sich va durch zu bereiter"' sucht, indem er an Sonn, und Feiertagen nach r-cm_ gegangen und seinen Namen in die Liste eingezeichnet-i Herr Neinknecht wird Gelegenheit erhatten, vor. der waltuna des Melallarbeitervevbandcs die Deweise für I.- Anwurf zu erbringen. Man sieht, was für Geisteshcchen Rechtssozialisten sind. Pfui Teufel!_ Der Arbeiter-Turn- und Sportbund beraustallet am Sonn � � de» Gedanken in die praktische Tat umsetzen.. In der in Arbeiterkrcisen bestens bekann. e „Ficht e" auf den städtischen Sporistätzen in der Allee sein Teil zum Gelingen de? Ganzen beitragen. freiübungen der Erwachsenen, Freiübungen der Kinder, ein � tümlich-turnerischcr Dreikampf, Smiderweitkömpie, u. a. werden den Besuchern ein abwechslungsreiches Buv Beginn nachmittags 3 Uhr, der Eintritt ist frei.. Berlin' NW. 87, Beusselftr. 60, Quergcb. 4 Tr., tZewngen lassen. Der junge Mann ist etwa 160 Zentimeter blond, Augen blau, Mund und Nase gewöhnlich, Kennzeichen: vorn im Mund einige Doppelt chne..auf.« frisches Gesicht. Bekleidet war er mit dunkler Hose,, � gamaschen, Militär schnür schuhe, dunklem Jacket,«chillerl tr 1 dunketgrouem, weichem Hut. Schwerer Strassrnunfall. Gestern nachmittag um wurde Schweden- Ecke Christianstraße ein Knabe von.14 ö � von einem Straßenbahnwagen der Linie 38 e überfahren sofort getötet. � Zwischen den Puffern totgcqnetscht wurde gestern nach der 10 Jahre alte Rangierer HanS Ahland aus der BahM• a Der junge Mann geriet auf dem Bahnhof:» der P ori Straße beim Verschieben vol. Eisenbahnwagen zwlch-tz. Puffer, die ihm die Brust so eindrückten, daß er�lchon o 1 � Wege nach der Hilfswache in der Warschau r>tra-.e v'' j Zeugen gesucht, welche gesehen haben, w:e am»carz• � zwischen 12 und 3 Uhr mittags am Roscnthaler Tor ein u webcl erschossen wurde. Im Interesse �>ues uniwul-Of. � klagten bitten wir, die Zeugen sich zu melden bei Famri.e c- Berlin, WeinbergSwcg 4., � Für den ErbolungSurkaub gesundheitlich gefNickbeter �. sind dan den Gemeindebchörden Berlin? 320000 M..'"' � worden. Dieser Betrag reMst indes nicht auS, W«y Magistrat weitere Mittel für die Spielleitep usw. zur wi i gestellt hat. eebevsnMelUsnder. Sertin, Für die rnn 1. September d. si. beginnende, Fleischt� Periode können die Fleischliarten in Berlin in der Zeit oow' Ip 3. September 1919 bei den zuständigen Broibammistionen geg zugoscheine auf Graupen oder Teigmaren in ooppelier V-o.�,1« Neischration umgeta'ulcht werden. Für side Dvlljteil werden zwei Bezugsschein« auf wöchentlich je 250 Gr.. w �Hi- Kindersleischkarte zwei Bezugsscbcine auf je 125 Er. ori-f � mittel ousgegvden. Der Bezug der Ware«.folgt wte dw-) den bskannien besonders kennllich gemachten Geschäften.. gp NiederfchZuhousen. Di« Wochenrnrnge an Fett belrlgr Butter 200 Dr. Mnrgcrin«. Auf Abschnitt der Lebensmiw- des Kreises Niederbornim entfallen 300 Gr. Graupen u. st'. Reis. Auf Abschnitt 50 der Ausweiskarte für Kinder bis zu- o X Pfd. Eerstsnmehl u. 2 Pallete Keks. Auf Abschnitt � Kricgsbesckiädigtenkart« J4 Pfd. Hasersiocken und st Piv' t>k trank. Auf Nr. 101 der ijtefigen Lebensmittelkarte könne Sonnabend noch 3 Psd. Kartoffeln«nt Hammen werden. olles gegen Voranmeldung bei den Handlern bis Montag ftsst Staaken. Am Sonnabend, von nachm. 3 Uhr ab, 6�"- � auf Abschnitt 3 der Fetttrarte in sämtlichen Geschäfissteuen.->' stehe Aushang. wriftfiiim Nomawes. Auf Abschnitt 70 der Zuckerkart- und auf den„st. V« der Zuckerzusotzkart«, güllig für den Monat September, Aaega 375 Gr. Zucker. Außerdem noch 300 Er. Einmachezuckor. � Karteninhaber haben heckt«, Sannabend, den 30. August, de»» abschnitt Nr. 70 und den der Zuckerzusatzkarte bei dem Händler abzugeben, in dessen Kundenverzeichnis sie eingelragetz flocken. D:zugss6>eine sind in der Kartenausgab« am D-enstoO � 8 bis 1 Uhr norm, in Empfang zu nehmen. Als Ausweis ststo nigil* legen bei Kranken der Bewillixungsschein, bei werdenden uw> I den Müttern der blaue Milch- bzw. Nährmlltelausweis. Aus den örpii�osm Misere ntenkurlus heute, Sonnabend, ß Uhr, VIldick Schicklerttrag« 5. ml«®' NrukSlln. Sonnabend, den 30. August, abends 7 st stw'*» ß» t ig« Funktion ärsttzung im Fdeal-Kas.no, Weichsehtr- scheinen oller Funktionäre unbedingt ersorderlich. rr„m!lle� Sechster Wahlkreis. 11. Abt. Sonntag, den 31. August, FassPA Ausflug nach Begfelde. Station Hohen-Neuendorf. Stetttner Bahnhof früh 7st Uhr. Die Abtellungslsilung. M? Distrikt Niederbarnim Nord. Am Sonntag, den 31. Augull ngst, vormittags st10 Uhr findet in Pankow. Restaurant Tärkitzche»�� Breit« Straße 14, Bahnhof Pa n k»w-S6> ö n h au f e n und Panksn' � bahn, eine Distriktskonferenz statt. Auf 100 Mitglieder � Delegierter, auf jedes weiter« Hundert ein Delegierter mehr- Ort muh vertreten sei«. vereinslalender. Achtung! Betrieb? von Marienborf, Marisnfelds, Lankwitz- Trfatzwahl für den Arb.-Rot Bahrmann findet am Diensta» � 2. September 1919 Im Lokal von Etechert, Bahnhof kPhilk statt. Dertrauensmännersttzung am Montag, den U Seplemder, 3 st Uhr. ebenda. Mrichsbund der Invaliden usw., Orksgruppe Groh-Verttu- öffentliche Versammlungen aller Unfall-, Arbeits-, Atters- U.®' renlenbezieher am Montag, den U Sept.. abends 0 Uhr. strohe 49, Gemeindsschule sAula) am Dienstag d. 2. Eept. ,�h> g Uhr, Petersburger Strohe 4, Gemeindeschule(Aulo); om Mi"' � d. 3. Sept., abends 0 Uhr. Elisabethstr. 57/53, Köuigst. nasiu-m sAula). Nescrent: Leidensgenosse Hugo Subke. Das Hungerelend der Invaliden usto., hsi Freie Soz. Fugend Groh-BerNnI Heute, abends 7 Uhr, si!.>a« Aulo des Sophien-Gymnasiums, Weinmeisterstr. 15. Sliij-'q.iii Funktianurverfammlung fBelriebsvertrauensleuie, Sck>ülerräte, lratvorstands- und Akliaiisoezirksdelegierte, Gcuppenieiiungen Bezirksführer(Helfet). Wichtige Tagesordnung. Ausweise I die Gruppen aus.___- s» v-ranlworllich für die Redaktion Alfred Wielepp. Berlagsgenossenlchafl..Freiheit-, e. A. m. b. H... Berlin.- Druck Ltttdendtuchergj PIU, BertagsgeloUIchaU m. h. H, Kchijibau�duw»