Nr. 152. Abonnements- Bedingungen: = Abonnements Preis pränumerando: Vierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 mt., wöchentlich 28 Pfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags= Nummer mit illuftrirter Sonntags Beilage ,, Die Neue Welt" 10 Pfg. PostAbonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Eingetragen in der Post- BettungsPreisliste für 1897 unter Mr. 7487. Unter Kreuzband für Deutschland und Defterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblaff. 14. Jahrg. Die Insertions- Gebilhe beträgt für die fechsgespaltene Rolonel zeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Versammlungs- Anzeigen, fowie Arbeitsmartt 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ift an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Xernsprecher: Amt I, Mr. 1508. Zelegramm Adresse: Sozialdemokrat Berlin". 15 Bentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. " Sonnabend, den 3. Juli 1897. Expedition: SW. 19, Benth- Straße 3. daß Religion als Privatsache behandelt werden soll, ergiebt Friedrichsruhe angelangt war, begann er einen Krieg auf Leben sich, daß wir verlangen, den Religionsunterricht aus den staat- und Tod. lichen und Gemeindeschulen überhaupt zu entfernen, und es Den Kaiser durfte und konnte er nicht angreifen. Er hielt den Eltern zu überlassen, ob sie ihre Kinder irgend einen von sich an die Vertrauensmänner des Kaisers, von denen den konfessionellen Gemeinschaften veranstalteten Religions- er annahm, daß fie geholfen hätten, ihn an die Luft zu unterricht besuchen lassen wollen, oder nicht. setzen: Und drei vor allem waren es, die er mit glühendem Zu einer solchen Radikalfur können sich aber die bürger- Haß verfolgte: Ca privi, Bötticher und Marsch a II. lichen Parteien nicht verstehen. Selbst die Liberalen haben sich Caprivi, der Gehaßteste, wurde nach dreijähriger Wühlarbeit deshalb darauf beschränkt, im Abgeordnetenhause einen Gefeß gestürzt. Doch die beiden anderen behaupteten sich noch: entwurf einzubringen, dessen einziger Paragraph lautet: Marschall und Bötticher. Kinder, welche nicht einer vom Staate anerkannten Religionsgesellschaft angehören, nehmen an dem Religionsunterrichte der Schule theil, fofern nicht die Eltern oder deren Stellvertreter das Gegentheil verlangen." Auf sie konzentrirte sich nun das Feuer der Bismarc'schen Froude der Tausch- und Harden- Gesellschaft nebst allem, was drum und dran hängt. Die Sieger tennen wir. Aber Sieger über wen? " Bürgerthum und Junkerthum. Die Köln. Zeitung" weist die ernenten Zumuthungen des Freiherrn v. Stumm im Herrenhause, als ob die Nationalliberalen ihre Haltung gegenüber dem Vereinsgesetz ändern würden, scharf zurück und wiederholt ihren Kampfesruf gegen die Junker. Sie sagt: Die Stellungnahme der Nationalliberalen steht durchaus im Einklang mit der Wählerschaft und Presse, sie ist unverrückbar und wird weder durch Brüstirungen noch durch Flötentöne verschoben werden. Das Bürgerthum weiß, daß es einen ernsten Kampf mit dem Junkerthum aus= 3ufechten hat, und wird sich nicht durch alte Mißgriffe, wie Sozialistengefeß und Kultur. tampf, entzweien laffen." Das deutsche Bürgerthum hat noch niemals ernst" mit deutschen Bürgerthums Feigheit es gewesen, dank deren das Junkerthum seine alte Macht zu bewahren vermochte, dank deren das Junkerthum heute übermüthiger denn je auftritt. Sollte das Bürgerthum auf seine alten Tage jungen Muth fühlen und noch in letzter Stunde ernst zu fechten lernen? Wir werden das erst glauben, wenn wir es er leben! Gewissensfreiheit für Diffidenten. Eine ständige Begleiterscheinung der Epochen politischer Reaktion ist von je die Drangfalirung der Dissidenten gewesen, der Leute, die den staatlich anerkannten und begönnerten Glaubensgemeinschaften den Rücken gekehrt haben, weil fie deren„ Heilswahrheiten" nicht mit ihrer gefunden Vernunft vereinbaren können und es für richtig halten, sich auch äußerlich von einer Konfession loszusagen, der sie sich innerlich völlig entfremdet haben. Der Verfechtern der bestehenden Ordnung find solche Leute von jcher höchst verdächtig und ärgerlich ges wesen. Sie betrachten den Glauben an die geoffenbarten Religionen und die Unterwerfung unter die Gängelung der Priesterschaft Und diesmal sind Bötticher und Marschall gefallen als ein werthvolles Mittel zur Erhaltung des Gefühls der Man sollte meinen, dazu müßten sich selbst die Konserva- dem Troupier" ist der„ Kleber" und der Staatsanwalt" Unterthänigkeit gegenüber der Obrigkeit. Hat doch deshalb tiven um so eher verstehen, da dieser Passus sich wörtlich König Friedrich II. von Preußen, der für seine Person als mit§ 17 tes sonst durchweg reaktionären Zedlitz'schen gefolgt. ungläubiger Philosoph" der geoffenbarten Religion den Volksschul- Gesetzentwurf deckt. Aber weit gefehlt. Diese VerRücken fehrte, aus Gründen jener Staatsraison theidiger von Thron und Altar wollen es lieber bei dem dem Grundsatze Geltung zu verschaffen gescht: jeßigen verworrenen Rechtszustande laffen, als auch nur in Dem Volke muß die Religion erhalten bleiben". dem bescheidenen Maße des Rickert'schen Gesetzentwurfes die Im verstärkten Maße neigen die herrschenden Klaffen Dissidenten gegen die fernere Bedrängung ihrer Gewissens naturgemäß solchen staatserhaltenden Maßregeln zu, sobald sie reiheit ficher Zu stellen. Charakteristisch ist, daß überhaupt es wieder einmal für angebracht halten, den Wagen sie auch bei diesem reaktionären Widerstande mit der gesellschaftlichen Entwickelung stärker zu bremsen. Kein dem Schreckgespenst der Sozialdemokratie die Philister Sie haben die Gewährung Wunder, daß auch unter dem Zickzackkurs den Dissidenten graulich zu machen fuchen. das Leben schwerer gemacht wird als sonst. Nach den der Gewissensfreiheit an die Dissidenten als ein Zugeständniß Bräuchen des Zickzackfurses natürlich, bald zick, bald zack. an die Sozialdemokratie denunzirt. Wir haben zwar nichts Eingeleitet wurde die Aktion gegen die Dissidenten unter dagegen einzuwenden, wenn man uns auf solche Weise als die dem Kultusminister Graf Zedlig, der alle möglichen An- einzigen ernstlichen Vertheidiger der Gewissensfreiheit hinstellt. ftrengungen machte, die Dissidentenkinder in den konfessionellen Ein plumpes Manöver ist es aber, wenn unsere Gegner Religionsunterricht der Schule hineinzuzwingen. Er brach dadurch Dissidententhum und Sozialdemokratie zul identifiziren mit der buldsameren Politik des früheren Kultusministers Falt, suchen. Sicher sind viele Mitglieder unserer Partei dem Junkerthum zu fechten verstanden. Vielmehr ist des unter dem eine Verfügung ergangen war, daß die Dispensation Dissidenten und wirken als Dissidenten für die Ausbreitung der Dissidentenkinder vom schulgemäßen Religionsunterricht ihres Glaubens und ihrer Weltanschauung, ebensowohl zählen von keinerlei Bedingung, auch nicht von der eines Ersatzes für wir aber auch Katholifen, Biotestanten und Juden in unseren diesen Schulunterricht abhängig gemacht werden dürfe. Graf Reihen. Unsere Partei überläßt die religiösen Fragen vollständig der Bedlig verfügte, daß die Dispensation der Dissidentenkinder nur selbständigen Entscheidung jedes einzelnen Wiitgliedes. Mit aller erfolgen solle, wenn für den religiösen Unterricht des Kindes Entschiedenheit aber treten wir ein für die Gewissensfreiheit. Wie anderweit nach behördlichem Ermessen in aus wir die Dissidenten schüßen wollen gegen die Bedrängung derkirchreichender Weise gesorgt ist." In der Praxis hat diese Ver- lichen und staatlichen Behörden, sind wir auch von jeher ein- Normal- Arbeitstag-in Rußland. Das Gesez, durch fügung bekanntlich dazu geführt, daß den Dissidenten, die sich getreten für die Anhänger geoffenbarter Religionen, wenn sie welches der Normal- Arbeitstag in Rußland eingeführt worden in der freireligiösen Gemeinde zusammengefunden haben, die in ihrem religiösen Leben beeinträchtigt wurden durch staat- ist, über welches in den deutschen Zeitungen vor einigen Tagen Ertheilung eines ihrer Weltanschauung entsprechenden Ersages liche Maßregeln. So haben wir stets für die Aufhebung telegraphisch berichtet wurde, liegt nunmehr im Wortlaute in für den konfessionellen Religionsunterricht überhaupt unmöglich der Jesuitengeseze gestimmt. den russischen Zeitungen vor. Der Normal- Arbeitstag ist eingeführt gemacht wurde. Den Lehrern der freireligiösen Gemeinden Im Abgeordnetenhause liegt die Entscheidung über das für die Arbeiter sämmtlicher Fabriken, Berg= wurde der Unterricht einfach verboten und einer von ihnen Dissidentengesetz, das jetzt an eine Kommission von 15 Mit werke und Eisenbahn- Werkstätten Rußlands und auf grund eines Strafmandats, ohne daß die Anrufung richter- gliedern gegangen ist, beim Zentrum. Es ist jetzt auf die zwar darf die Arbeitszeit der Arbeiter, welche nur am Tage licher Entscheidung möglich gewesen wäre, wegen Zuwider- Probe gestellt, ob es in Fragen der Gewissensfreiheit gleich beschäftigt find, 11 Stunden nicht überschreiten, für die handelns gegen das Verbot auf Wochen ins Gefängniß ge- vorurtheilsfrei zu handeln gewillt ist, wie die Sozialdemokratie Arbeiter, welche, wenn auch nur kurze Zeit, auch während der steckt. Freireligiöser Unterricht gilt nach behördlichem Er- es von je gethan hat, oder ob es nur für sich die Freiheit Nacht arbeiten, ist die Arbeitszeit auf 10 Stunden beschränkt. meffen" nicht als Ersatz für den schulgemäßen Religions- begehrt, für Andersgläubige den Glaubenszwang. Von der Eine andere Bestimmung des neuen Gesetzes verbietet für die unterricht. heutigen Regierung ist allerdings faum zu erwarten, daß sie selben Arbeiter die Arbeit an Sonntagen und außers Während den Lehrern die Anrufung richterlicher Ent- dem unhaltbaren Zustande, unter dem die Dissidenten zu leiden dem an 14 Feiertagen im Jahre. scheidung gegen das Unterrichtsverbot abgeschnitten ist, wurde haben, ein Ende macht. Sie giebt freiwillig nie ein Polizei- Den Ministern, in deren Ressort die Aufsicht über die be die Verfügung des Kultusministers selbst von dissidentischen mittel aus der Hand, mag es auch noch so untauglich sein. treffenden Betriebe fällt, wird das Recht gegeben, nach VerEltern mehrfach angefochten, indem sie richterliche Entscheidung Um so mehr ist es die Pflicht der Sozialdemokratie, auch auf einbarung mit dem Minister des Junern, für einzelne Industriegegen die daraus resultirenden Strafen beantragten. Ueber diesem Gebiete sich als Vorkämpferin der Volksfreiheit zu zweige oder Betriebe, wie auch überhaupt für dringende Fälle die Rechtsbeständigkeit jener Verfügung haben die verschiedenen bewähren. Abweichungen von den Bestimmungen des Gesetzes zu Gerichte eine einander widersprechende Entscheidung gefällt. So zulassen, wie auch für Industriezweige und Arbeiten, welche haben die Landgerichte zu Halle und Magdeburg zu gunsten der für die Gesundheit der Arbeiter besonders schädlich sind, Dissidenten entschieden und das preußische Kammergericht, die eine fürzere Maximal- Arbeitszeit festzusetzen. höchste Justanz in diesen Fragen, hat einmal den Dissidenten recht Das Gesetz tritt am 1. Januar 1898 in fraft, gegeben, ein andermal sich gegen sie erklärt. Die Auffassung, Von der neuen Regierung" gilt das Wort: Sage doch ist es gleichfalls den betreffenden Ministern über daß die Verfügung nicht rechtsbeständig sei, stützt sich vor mir, wer Dein Freund ist, und ich sage Dir, wer Du bist". lassen, nach Vereinbarung mit dem Miniſter des Innern, nehmlich auf Th. II Tit. 12§ 11 des Allgemeinen Land- An fich ist die Veränderung nicht groß und mit Ausnahme dasselbe für einzelne Industriegebiete sowie auch für einzelne Kinder, die in einer anderen Religion, als welche in der Podbielski's, von dem man nur weiß, daß er ein Husaren- Betriebe schon früher in Anwendung zu bringen. Für viele russische Arbeiter wird dieses Gesetz eine große öffentltajen Schule gelehrt wird, nach den Gesetzen des Staates general, und des Herrn v. Bülow, von dem man nur weiß, daß er ein guter Regierungsmann, sind die Personen Erleichterung bringen. Die durchschnittliche Arbeitszeit der erzogen werden sollen, können dem Religionsunterrichte in derselben der neuen Regierung ja alles alte Bekannte, nur mit ver- russischen Arbeiter betrug bis jest 12 bis 13 Stunden Ferner kommen dabei in betracht die auf die Freiheit des tauschten Rollen. Also entweder alte Bekannte oder politisch und ein großer Theil derselben arbeitet 14, 15 und 16 Stunden, Glaubens, des Gewissens und des religiösen Bekenntnisses be- farblose„ neue Menschen"( homines nicht viri novi fagten täglich. Die verkürzte Arbeitszeit ist für die gesammte die Kämpfe der züglichen Vorschriften in§§ 1-4 Th. 2 Tit. 11 des Allg. die Alten) und doch dieser Jubel im reaktionären Lager. russische Arbeiterschaft durch Landrechts und in Art. 12 der preußischen Verfassung. Jubel um so lauter, je niedriger die Bildungsstufe am Petersburger Arbeiter errungen worden. Für die gegentheilige Auffassung werden geltend gemacht lautesten im Lager der Spezialfreunde des Herrn von Tausch, die§§ 74 und 75 II, 11 Allg. Landrechts und Art. 21 der der antisemitischen Agrarier und der mit„ Lausejungens" um Verfassungsurkunde. Dort heißt es: sich werfenden Herrenhaus- Zierden. rechts: beizuwohnen nicht angehalten werden. § 74. Die Anordnung der Art, wie das Kind erzogen werden soll, tommt hauptsächlich dem Water zu.§75. Dieser muß vor züglich dafür sorgen, daß das Kind in der Religion und nühlichen Kenntnissen den nöthigen Unterricht nach seinem Stande und Umständen erhalte. Politische Nebersicht. Berlin, 2. Juli. Wir beglückwünschen die Petersburger Arbeiter zu diesem Erfolge und sind fest überzeugt, daß derselbe ihnen als ein Ansporn dienen wird, auch fernerhin der russischen Arbeiterschaft im wirthschaftlichen und politischen Kampfe voran zuschreiten. Diese drei Kategorien, die einander werth sind, können sich nicht faffen vor überschwänglicher Freude. Und da sie es sind, welche in der Krise als Geburtshelfer gedient haben, In Indien häufen sich die bedenklichen Symptome. Bu sind sie in der Lage, es am besten zu wissen. dem Aufstand oder richtiger der Erhebung( denn sie sind ja Die Sieger fennen wir schon ihr Jubel verräth den Engländern nicht unterworfen) der Bergstämme an der Artifel 21 der Verfassungsurkunde lautet: fie uns. afghanischen Grenze und den mörderischen Angriffen " Für die Bildung der Jugend soll durch öffentliche Schulen Wer aber sind die Besiegten? Da ist die Antwort auf englische Beamte in Punah( Bombay) ist es nun in genügend gesorgt werden. Eltern oder deren Stellvertreter dürfen ihre Kinder oder ihre Pflegebefohlenen nicht ohne den schwieriger. Der Liberalismus ist nicht der Besiegte, der bengalischen Stadt Tschitpur( Chitpore) bei Kalkutta zu Unterricht lassen, welcher für die öffentlichen Volksschulen vor- denn er hatte auch in der vorigen Regierung keinen Play. ernsthaften Unruhen gekommen. Hier gab die angebliche Entweihung geschrieben ist." Der Sozialismus sicherlich auch nicht. Im Gegentheil, einer Moschee den Grund oder Vorwand zu einem Tumult Für Anhänger aller Parteien müßte nun wenigstens so wenn Husarengenerale Verwaltungsminister werden, wenn die ab, der einen so großen Umfang annahm, daß Truppen in die viel aus diesen Vorgängen hervorgehen, daß die Frage Arbeitergesetzgebung in die Hände von Männern kommt, Stadt gezogen werden mußten. Ju Tschitpur sind es dringend der gesetzlichen Regelung bedarf. Das geben sogar welche die jungen Arbeiter Lausejungens" betiteln dann Mohamedaner, unter denen der Ausbruch erfolgt ist; verständige Konservative zu, zum Beispiel Rechtsanwalt blüht der Weizen des Sozialismus und der Sozialdemokratie. in Punah dagegen Hindus. Und dies ist das Bedenkliche. N. W. Glaze I, aus dessen Schrift Religionsunterricht der Wer sind die Besiegten? Der große Sipoy- Aufstand des Jahres 1857, der erst Dissidentenkinder"( Verlag von W. Rockenstein, Berlin) man Im März 1890 wurde Bismarck vom Kaiser, der sein im Jahre 1859 mit Mühe und durch grausamste Mittel sich über den thatsächlichen Zustand und die strittigen Rechts- eigener Reichskanzler sein wollte, kurzerhand der Laufpaß ge- unterbückt werden konnte, wurde dadurch so gefährlich, daß geben fragen sehr gut unterrichten fann. denn einfache Entlassung war das nicht. Le roi Hindus und Mohamedaner, die sonst aufeinander eifersüchtig Die Stellung der Sozialdemokratie zu dieser Frage ist me reverra der König wird mich wiedersehen!" knirschte sind, in gemeinsamem Haß gegen England sich zusammen flar durch unser Programm gegeben. Aus unserer Forderung der„ treue Vasall"; und von dem Moment an, wo er in fanden. " " und wurden auch verurtheilt. zunt Jetzt scheint eine ähnliche Stimmung sich herauszubilden schwedischen Stile gehaltene Inft bäufer für Waldarbeiter Ratholiten Ungarns gewählt, und und ba bei dieser Wahl und herausgebildet zu haben. Die indischen Mohamedaner auf, von denen das eine beinahe vollendet ist. Am 2. Juli folgt jeder majorenne Katholik slimmberechtigt ist, so sollte bei find erbittert über die antitürkische Politit Lord ein zweites Kommando, welches besonders zur Schaffung von dieser Gelegenheit zum ersten Mal in Ungarn der Wille des Salisbury's und Waldwegen für eine bequeme Hin und Rückfahrt Volkes unter den Hindus, deren Hauptwenn auch diesmal blos der Katholiken des Raisers bei Ausübung der Pirsche, zum Bau einer Ausdruck gelangen. Ob es auch so sein wird, werden wir ja seben. erziehungsanstalten in Punah sind, haben seit langem Schleuse und einer Kanalisation der Rominte verwendet Die ungarische Parteileitung hat aus diesem Anlaß einen Aufruf autonomistische Ideen Wurzel gefaßt. Indien so ver- werden wird. Das noch verbleibende Kommando wird den Bau an die Genoffen gerichtet, in dem zur Betheiligung an dieser Wahl langen es die gebildeten Hindus, die eine einflußreiche Presse einer Brücke über den Fluß ausführen. aufgefordert wird. Die Wahlparole foll sein: Verstaatlichung und Literatur haben Indien soll nicht länger für England Man muß sich wundern, daß Soldaten zu derartigen privaten der Schulen und vollständige Lostrennung des ein stummes Ausbeutungsobjektt sein es muß freie Dienstleistungen herangezogen werden. Staates von der Kirche, damit die Mittel des Voltes nicht Institutionen erhalten, und nicht blos blos eine eine eigene Wieder etwas Neues vom Groben Unfug 3"-au tirchlichen Zwecken vergendet werden. indische Voltsvertretung, sondern auch eine Ver- Paragraphen. Aus tegnis wird uns gefchrieben: Die ungarischen Parteigen offen hoffen, daß Budapest nicht durch tretung Indiens im englischen Parlament. Der Grobe Unfugs- Paragraph hat hier schon mehrmals bagu Grafen und Staatssekretäre, sondern burch fozialdemokratische Arbeiter Die Sprache der indischen Presse wird immer selbstbewußter dienen müffen, Streikende, die Posten gestanden hatten, zu ver- vertreten sein wird. und drohender, und das englische Regierungsblatt Standard" urtheilen. Jüngst hatten sich wieder eine Anzahl Personen vor dem- Ueber die Lage des Feldarbeiter Streits im spricht angesichts der Vorgänge in Punah, dem Zentrum Schöffengericht wegen dieses angeblichen Vergehens zu verantworten Alföld wird der Wiener Arbeiter Beitung" vom 30. Juni geder jungindischen Bewegung, heute schon von einer Knebel wäre das ja nichts Besonderes, aber interessant ist es doch, Nach dem Vorangegangenen schrieben: Die Polizei konfiszirte heute in der Bolts- Buchhandlung atte für Indien. daß diesmal das Schöffengericht durch den Mund seines Vorsitzenden Nepszava" zehntausend Exemplare ber vor furzem in dritter AufJedenfalls ist die Lage dort kritisch, und Lord Salisbury verkünden ließ, daß, obwohl nicht hätte bewiefen werden fönnen, Tage erschienenen Broschüre Die Sozialdemokraten kommen". Die weiß sehr wohl, warum er in Konstantinopel plöglich mildere daß die Streifenden irgend jemand belästigt hätten, dennoch das Broschüre ist nach der bekannten gleichnamigen deutschen PubliSaiten aufgezogen hat. Der Schwerpunkt der orienta Poftenstehen als eine psychische Beunruhigung des Publikums anzutation von einem renommirten, in dem Labyrinth ungarischer Lischen Frage ist nicht mehr in der Türkei er ist, sehen sei. Auch bei den öffentlichen Wahlen, heißt es Gefetparagraphen bewanderten fozialistischen Schriftsteller nach wenn nicht alle Anzeichen trügen, augenblicklich in Indien. im Urtheil weiter, wo von fozialdemokratischer Seite ungarischer Auffaffung umgearbeitet und fand unter den Landden Wählern die Stimmzettel förmlich aufge- wirthen des Alföld schon seit Jahren eine ausgedehnte Berbreitung. Ueber die Vorgänge in Tschitpur wurde, wie wir bereits brängt würden, fönnte wegen biefes groben un- techt intereffant ist die Thatsache, daß die ersten zwei Auflagen gestern mittheilten, dem„ Reuter'schen Bureau" telegraphirt: Gnade vor den Augen des Gesetzes fanden. Herr Perczel, der Raltutta, 1. Juli. Die gestrigen Unruhen in Tschitpur, fugg vorgegangen werden." Letzterer flaatsretterische Versuch ist bisher noch) nirgends unter geniale Oberpolizist Ungarns, fah jedoch mit seinem beeiner Borstadt von Kalkutta, waren sehr ernster Natur. Bur Unternommen, sintemalen auch alle anderen Parteien„ den Wählern die währten Detektivblick, daß es das beste Mittel gegen den Ausstand drückung derselben waren außer der Polizei noch fast drei Stimmgettel förmlich aufdrängen". Aber man fieht, daß der„ Grobe der Ernteschnitter wäre, wenn er jegt seine Hand auf eine ganze hundert Mann Militär aufgeboten. Die Ruheftörer durchzogen Unfugs"-Paragraph noch lange nicht auf der Höhe seiner Wirtsamkeit Auflage diefer Publikation legen könnte. Gesagt, gethan; die 10 000 gruppenweise die Straßen, beschimpften die Europäer und steht, sondern noch immer sehr entwickelungsfähig ist Sefte follen bis zur Beendigung der Ernte unter Schloß und bewarfen sie mit Steinen, sodaß mehrere derselben ver wundet wurden. Dem Umstand, daß die Hindus passiv mit Das Bentrum und die Bayern. Im Nieder- Riegel gehalten werden. Nachher werden sie wohl freigegeben, weil ben Mohamedanern sympathisirten, wird hier eine gewisse Be bayerischen Baner" hält der Landtags- Abgeordnete und Führer der fein Wörtchen drin steht, das selbst den withendsten ungarischen deutung beigelegt. Heute früh hatte die Sachlage nach ein sehr fatholischen Bauernvereine, Staatsanwalt Söldner, das Berlangen Staatsanwalt zu einer Klage ftimmen fönnte. ernstes Aussehen. Die requirirte Kavallerie hatte seit geffern Ver- nach einer Trennung der Bayern vom Reichstags= Zentrum aufrecht, da die Mißstimmung unter den bayerischen Stärkungen erhalten. Sie zerstreute die Gruppen der Ruheftörer, Bauern gegen die Thätigkeit der Fraktion sehr groß sei. In einem welche sich jedoch später wieder sammelten. Die Bewegung hat fich über ein größeres Gebiet ausgedehnt, jedoch ist die Lage neulichen Artikel schreibt derfelbe: augenblicklich ruhiger. " Das klingt weder beruhigt noch beruhigend. " in Kistelek Arbeiter " er= Indeffen wird es unten im Alföld immer bunter und bunter. während die befriedigendften" Nachrichten bringen und blos Entgegen den offiziellen Berichten, die fort. die Lage im Komitat Bac3 Bodrog als eine fritische be= .. leider hatte es( das Bentrum) bisher feinen Einfluß ledig: zeichnen, treffen von Stunde zu Stunde recht grelle Nachrichten lich in die Hände der beiden Reichskanzler v. Caprivi und v. Hoben vom Tieflande hier ein, die die Lage in einem ganz anderen Lichte lohe gelegt und ist dadurch von Miserfolg au Mißerfolg erscheinen laffen. Auf dem Csongrader Gute des Markgrafen Die Friedensverhandlungen rücken nicht vom Fled. In geeilt, ohne für sich etwas herauszuschlagen.... Man kennt eben Ballavicini ist der Streit ausgebrochen. In Pats wurden 120, in Ronstantinopel wird, wie das Wiener Telegr. Korresp. Bureau mit feine Pappenheimer. Auch die Zentrumspartei bes Reichstages follte Szegvar 120, in Sarti 60 Arbeiter erwartet, die Verträge bezüglich theilt, die Verzögerung in den Friedensverhandlungen auf die landes vielmehr nach dem Spruche handeln:„ Und bist Du nicht willig, fo der Arbeit abgeschlossen haben, ohne daß auch nur ein einziger übliche hinhaltende Verhandlungsweise sowie auf die in türkischen brauch ich Gewalt." Die Gelegenheit" bazu giebt es oft genug. Es erschienen wäre. Man fchickte nach Siebenbürgen, um dortige Kreisen herrschenden Eifersüchteleien und Intriguen zurückgeführt. schadet nichts, wenn die Umarmung zwischen Regierung Bahnarbeiter herbeizuziehen; es tamen auch beren 60 herbei, Trozdem stehe ein baldiger Abschluß der Werhandlungen zu und Bentrum feine fo innige mehr ist, dafür wird die in Sarki um 1 fl. 50 fr. Taglohn zu arbeiten begannen, erwarten; ein Ministerwechsel sei dabei aber nicht ausgeschlossen. die Partei um so volksthümlicher sein. Allein das weiß ich, daß aber während des ganzen geftrigen Tages taum 6 Joch abDaily Chronicle" meldet aus Athen, Minister- gewiffen Vorgängen im Lande gegenüber bie Stimmung des mähen konnten. Die Gsorvaser und Puszta Földvarer Bewollten fitzungen präsident Ralli habe sich dahin geäußert, daß die Botschafter die bayerischen Voltes nur selten oder gar nicht zum dingen, doch Räumung Theffaliens auf den 15. Juli festgesetzt hätten. Bestätigung Ausdruck gekommen ist. Ich fürchte auch nicht, daß bei einer hielten die legteren gestern von den Oroshaza er Schnittern dieser Nachricht muß erst abgewartet werden. Trennung die Selbständigkeit von Bayern gefährdet werden könnte." Briefe, worin sie aufgefordert wurden, nicht in die Arbeit zu gehen, Jm englischen Unterhause theilte der Parlaments- Bekanntlich haben aber bervorragende bayerische Bentrums- da dies sonst schlechte Folgen haben tönnte. In der letzten Stunde Unterfekretär des Auswärtigen, Gurzon, mit, daß die Verhande Abgeordnete sich gegen den Plan der Gründung einer bayerischen verweigerten nun die Kisteleker die Arbeit und blieben zu Hause. Iungen über die zur Sicherung der Autonomie Kveta's zu ergreifenden katholischen Volkspartei erklärt und sich dahin ausgesprochen, daß Judeffen geht Gendarmerie nach Kistelek, um die Arbeiter mit Maßregeln zwischen den Großmächten noch fortdauern. Es feien in- fie ihre Zugehörigteit zur Zentrumnsfraktion nicht aufgeben wollen. Brachialgewalt zur Arbeit zu bringen. In Ristelet herrscht deß schon bedeutende Fortschritte zur Erzielung eines Einvernehmens Die Folge wird daber jedenfalls eine weitere Stärkung der furchtbare Erregung, Die Polizei zwingt überall die Schnitter gemacht. bayerischen Bauernbundsbewegung fein. Jedenfalls hat mit der brutalfien Brachialgewalt zur Einhaltung ihrer Arbeits Sehr fragwürdig und geradezu unglaubhaft sind auch die Nach- das Bentrum alle Veranlaffung, diese Anzeichen der Unzufriedenheit kontrakte. In Hod. Mezo- Vasarhely, wo eine Unmasse richten, welche„ Standard“ und„ Times" verbreiten. Dem Stan- feiner Anhänger mit seiner regierungsfreundlichen Politik und seiner Militär und Gendarmerie fongentrirt ist, herrscht augenblicklich Ruhe. dard" wird aus Konstantinopel gemeldet, Edhem Pascha habe dem vielfach mattherzigen Haltung aufmerksam zu beachten. Es wird hier unter polizeilicher Bewachung gearbeitet; auf den Kriegsminister angezeigt, daß er das Oberkommando niederlege, da Pußten stehen in geringer Entfernung von einander Gendarmen mit Die Bewegung des Mittelstandes" gegen aufgepflanztem Gewehr, so daß die Schnitter zwischen Bajonnetten er bei den vorgeschlagenen Abmachungen nicht in der Lage den taufmännischen Großbetrieb zieht weitere Kreife. Die erzwungene Arbeit leisten müffen. fet, für die Aufrechterhaltung der Disziplin in seiner Armee zu Ein Delegirtentag für Handel und Gewerbe in Schlesien und Posen, garantiren. der letzten Sonntag in Grottkau i. Schl. versammelt war, ftellte folDie Times" meldet aus Konstantinopel vom 30. Juni, die gende Forderungen gegenüber den Konsumvereinen auf: ottomanischen Bevollmächtigten werden in der nächsten Sigung be- 1. Konsumvereine sollen nur soweit zugelaffen werden, als es fich treffend die Friedensverhandlungen, die Erklärung abgeben, die um augenblickliche Befriedigung an der Arbeitsstelle handelt. 2. Be Bforte halte das unantastbare Recht der Türkei, Theffalien zu beseitigung der Bevorzugungen, welche die Konfumvereine gegenüber halten, aufrecht, fraft der geschehenen Eroberung. den Einzelfaufleuten genießen, wie z. B. Befreiung von Staats- und Paris, 1. Juli. Die ersten Beschlüsse der parlamen Aus Bern wird telegraphirt: Hier wird die Meldung, Gemeinde Ginfommensteuer.( Diefe Behauptung ist in ihrer Altarischen Untersuchungs Kommission in der Droz habe bereits den Gouverneurposten von Kreta angenommen, gemeinheit völlig unrichtig. Neb.) 3. Eintragung aller Konfum- Panama Affäre lassen die Banamisten das schlimmste be= als vollständig unbegründet bezeichnet. 11 Deutsches Reich. " " und ähnlichen Vereine im Genossenschaftsregister. 4. Gängliches Verbot des Branntweinverkaufs für die Konsumvereine. " Im Bacs- Almafer Kreise herrscht eine furchtbare Erregung. 3 streiten hier fünftaufend Schnitter. Sie fordern nebst 1/9 Theil und einer erheblich reduzirten Arbeitszeit 2 bis 8 fl. Taglohn. Die Grundbefizer wollen natürlich nichts davon wissen. Frankreich. = fürchten: Aus Furcht vor der öffentlichen Meinung hatte die ministerielle Mehrheit den Vorschlag der Opposition annehmen müssen, Ein zweiter Antrag handelte von den Waarenhäusern die Kommission auf Grundlage der Proportionalvertretung aller und dem Filialun mesen" und ging dahin: Parteien zusammen zu setzen. Und siehe da, bei dem ProDaß Herr von Rheinbaben bas Reichsschaamt Der Verbandstag wolle beschließen, die Staatsregierung zu er portionalverfahren wurde die ministerielle Rammermehrheit zu Dasselbe war übrigens der übernehmen foll, wie mitgetheilt wurde, wird jetzt wieder stark befuchen, einen Gefeßentwurf vorzulegen, wonach: 1. von solchen gewerbe- einer Kommissionsminderheit. zweifelt. Vielmehr soll der badische Finanzininifter Buch en steuerpflichtigen Betrieben, welche als Großbetriebe in Anwendung Fall auch in der vor drei Monaten auf gewöhnlichem Wege ges berger in erster Linie in betracht kommen. Ginige Blätter wollen auf den Kleinbetrieb( Detailverkauf) zu bezeichnen sind und Waaren wählten Kammerkommission zur Vorberathung der Verfolgungsallerdings wissen, daß Herr Buchenberger bestimmt abgelehnt hat verschiedener Waarengattungen im Kleinhandel an offenen Verkaufs- anträge gegen die vier Abgeordneten. Die formelle Fraktionsund daß ihm deshalb der Großherzog von Baden einen hohen Orden stellen feilhalten, oder im Wege des Verfandes mittels Post, Eisen ugehörigkeit bezw.( bei den Wilden") daß gewöhnliche politische verliehen habe. bahn oder sonstiger Verkehrsmittel Konsumenten zum Verkauf bringen Verhalten verliert eben in der Panama Affäre den sonstigen EinDr. Bödiker hat mit dem 1. Juli sein Amt abgegeben.( Waarenhäuser, Bazare, Versandtgeschäfte, Konsumvereine), neben der fluß. So stehen denn in der neuen Panama- Kommission 18 oppoEr verabschiedete sich am 30. v. M. von den Beamten feines bis. Gewerbesteuer eine besondere Umfastener bezw. Betriebs- fitionelle, d. h. panamisten feindliche Mitglieder 15 ministeriellen herigen Wirkungstreifes. Aus seinen Abschiedsworten ist die Ersteuer erhoben wird; 2. die Steuerpflicht bei einem jährlichen Um Mitgliedern gegenüber, wobei unter den letzteren die vier mon flärung hervorzuheben, daß er nur ungern seinen Posten verlasse, fat von 200 000 m. beginnt; 3. Die Steuer nach der Zahl der archistischen Vertreter wegen ihres ursprünglichen Verhaltens in der der unter ihm im steten Wachsthum groß geworden; aber er habe geführten Waarenaattungen, fowie nach dem jährlichen Umfaße Panama Affäre gezwungen sind, mit der radikal- sozialistischen Mehrdem Druck der Lage, die, wie die Beamten wüßten, für sein Wirken steigt; 4. Fabrikations fomie Groß- und Detailgefchäfte, welche beit zu stimmen. Bum Borsigenden wurde der radikale Abg. Ballé gewählt, unerträglich fich gestaltet habe, nachgeben müssen. Er ermahnte die eigene Detail- Filialgeschäfte betreiben, find ebenfalls nach Böbe des Beamten, Hand in Hand mit den Räthen und in dem bisherigen Umsatzes zur Umsatzsteuer für jede einzelne Verkaufsstelle heran- der gewissenhafte Berichterstatter der ersten freilich ohne Sanktion Geifte der strengsten Pflichterfüllung und der Berücksichtigung des zuziehen; 5. die Steuer an Kommunalverbände überwiesen wird; gebliebenen parlamentarischen Panama- Kommiffion( 1892-1898) fozialen Wobles der Arbeiter zu wirfen. Den zugleich anwesenden 6. für Konsumvereine, Waarenhäuser und die in letzter Beit ent beffen dreibändiger Bericht fürzlich auf Beschluß der Kammer wieder Direttor Gäbel nannte er seinen verehrten Freund, von dem er standenen und sich fiets mehrenden sogenannten Großbazare eine abgedruckt wurde. Gleich in der ersten Sizung gab die Kommission den Ent. hoffe und wünsche, daß er sein Nachfolger werde. Dr. Bödifer direkte Umfaßftener auferlegt wird. Die Vertuschungsthun. Bezüglich der Firmenschilder wurden folgende zwei An- schluß fund, ehrliche Arbeit zu verabschiedete sich von den 300 Beamten einzeln durch Händedruck und freundliche Worte. träge angenommen: und Verschleppungsanträge der Opportunisten wurden abgelehnt, 1. Der Zentralverband wolle beschließen bezw. dafür eintreten, und man beschloß, vom Justizminister sofort die Mittheilung der daß gefeglich eine vollständige Firmirung der Firmenschilder aller Aften sowohl der abgefchloffenen alten wie der noch schwebenden Geschäftsleute stattzufinden habe, so daß der Juhaber jedes Gewerbe- gerichtlichen Panama- Untersuchung zu verlangen. Unter den verlangten betriebes deutlich erkennbar ist. 2. Die Hauptversammlung beschließt Aften befindet sich auch ein bisher im Ministerium des Auswärtigen ein gemeinsames Borgehen gegen die zur Frreführung des Publikums geheim gehaltenes Bündel über die Beziehungen Grispi's dienenden Firmenbezeichnungen( in Annoncen, auf Firmenschildern 2c.) Au Cornelius Herz. Der Panamino- Staatsmann wird also bezüglich der Herkunft der Waaren( z. B. Berliner Reste- Handlung), auch in der Panama- Affäre einen Ehrenplag einnehmen. Ferner welche bei den Käufern falsche Vorstellungen erwecken. Vielleicht tritt aber nicht Herr Gäbel an die Stelle Bödiker's. Wir haben ja genug ausgediente Husaren- und sonstige Generäle. Warum soll sich nicht einer von diesen für die Leitung des Reichss Versicherungsamtes ebenso gut eignen wie Herr v. Podbielski für die Leitung des Reichspostamtes?" monatlicher Dauer vertagt worden. Die Einkommensteuer wurde mit Der württembergische Landtag ist nach vier 69 gegen 17 Stimmen angenommen. Byzantinerei oder was sonst? Letter Tage ging eine höchft romantische Geschichte durch die Presse, in der der Muth des deutschen Kaisers verherrlicht wurde. Wir nahmen von der Erzählung keine Notiz, da sie uns tein besonderes Interesse zu haben schien. Die Sache ist aber doch mittheilenswerth. Der Kaiser soll von der Hohenzollern" nach der„ Columbia" haben fahren wollen, wo ihn die Hamburger Honoratioren zu einem -Chronik der Majestätsbeleidigungsprozesse Festmahl erwarteten. Es hatte sich aber ein schweres Un- Aus era schreibt man der Franks. 8tg.": Wegen Majestätswetter erhoben, die Dampfbartaffe fei gegen die Hohenzollern" beleidigung wurden zwei Arbeiterfrauen, die verebelichte Dettel in geschleudert worden, hätte ein fußgroßes Loch am Bug erhalten und Debschwitz und die verebelichte Jakob in Luson, zu drei und zwei bei der schweren Gefahr hätte der Kaiser sich überaus muthig be- Monaten Gefängniß verurtheilt. Die Frauen hatten beim Verkauf nommen. Es stellt sich nun aber heraus, daß die ganze Geschichte, von Kaiserbildern, bei dem sie zugegen waren, beleidigende die mit allerlei Einzelheiten in phantastischer Weise erzählt wurde, Aeußerungen über den Kaiser gethan. nur erfunden war. Der Grund zur Erfindung der Ente ist aber nicht sicher zu ersehen. Schweiz. % 1 = welche mit allen außerhalb der Kommission vorzunehmenden Untersuchungsarbeiten beauftragt ist. Der Abordnung ges hören die beiden sozialistischen Vertreter, Rouanet und Viviani an, die gleich in der ersten Sigung eine energische und umsichtige Initiative gezeigt haben. Genosse Rouanet ist übrigens sozusagen Fachmann auf dem Gebiete der PanamaAffäre. Er hat darüber ein lehrreiches Buch geschrieben. = Die Aufgabe der Kommission ist zufolge des Kammerbefchlusses politisch moralischer Natur. Es sollen die juristisch nicht faßbaren bezw. geretteten panamistischen Parlamentarier und die räuberis fchen Panama Unternehmer und Spekulanten vor der Deffent. lich feit werden gebrandmarkt fann man das aber erreichen, wenn die Kommission nicht mit bestimmten gerichtlichen Befugnissen, wie die zwangsweise Vorführung von Zeugen, deren Beeidigung und das Haussuchungsrecht, ausgerüstet ist? Diese Frage wird nächstens entschieden werden. Bern, 1. Juli. Der Ständerath beendete heute die BeStammt, fo fragt ein Hamburger Blatt, die falsche Nachricht rathungen über das Eisenbahn Rückaufs Gesey. aus der Umgebung des Kaisers? Geht sie von glatten Höflingsseelen Bundesrath Zemp erklärte, nach seiner Auffaffung feien die aus, die in libel angebrachter Dienstbefliffenheit geglaubt baben, dem materiellen Rückaufsbestimmungen der Kongeffionen weder durch das Raiser einen Dienst zu erweisen, als sie für sein Fortbleiben von Rechnungsgesetz noch durch das Rücklaufs- Gesetz geändert. Die Anf- Felix Faure hat endlich die von ihm sehnsüchtig erwartete dem Festmahl auf der Columbia" eine Erklärung austüftelten? stellung der Grundsätze für die Berechnung des Rücklaufspreises sei in Einladung des garen erhalten. Das Parlament wird zu Doer aber find gewisse Hamburgische Kreise daran interesfirt, bas freie Ermessen des Bundesgerichts gestellt, das diejenigen der in der Verfassung nicht vorgesehenen Abwesenheit des Präes so darzustellen, als ob der Kaiser durch höhere Gewalt verhindert Gesetze zur Anwendung zu bringen befugt fet, welche es anwenden fidenten aus Frankreich indirekt Stellung nehmen. Der Ministerrath worden sei, an Bord der„ Columbia" zu gelangen? Hat man viel zu müffen glaubt. Der Ständerath nahm schließlich das Rückkaufs- hat nämlich beschlossen, vom Parlament das Votum der Reisekosten leicht das Fernbleiben des Kaisers von dem Feftmable, an dem Gesetz mit den verschiedenen im Laufe der Verhandlung beschlossenen im voraus zu verlangen. Nur die Sozialisten und vielleicht Bürgermeister und Senatoren, also dem Kaiser gleichberechtigte Ver- Abänderungen mit 25 gegen 17 Stimmen an. Der National- auch einige Linksradikale werden die Kredite ablehnen, treter eines Bundesstaates theilnahmen, etwas peinlich rath wird die Vorlage in der außerordentlichen September Session wie sie die Kredite für den Barenempfang abgelehnt haben. Genosse empfunden und den Verdacht zerstreuen wollen, als sei doch der berathen. Jaurès äußerte sich hierüber in einem Jnterview:„ Wir unterlassene Raiserto aft in der Gartenbau Ausstellung werden dagegen stimmen, weil wir Herrn F. Faure's Reise nach schuld an einer gewissen Verstimmung des Kaisers gegen Ham- 3u einem eigenartigen Wahlkampfe rüstet die Rußland als eine Besiegelung der beabsichtigten reaktionären und ungarische Sozialdemokratie. In Ungarn soll der Katholizismus auf monarchischen Vermummung der Republik betrachten." Beschäftigung für Soldaten? Aus der Rominter autonomer Basis geregelt werden, und es wird zu diesem Behuf Paris, 1. Juli. Die Deputirtenkammer nahm die letzten Haide wird gemeldet: Das in Theerbude anwesende Kommando des in nächster Zeit ein Kongreß in Budapest abgehalten werden. Artikel der Vorlage betreffend die Bank von Frankreich an, und Pionier bataillons Nr. 1 führt gegenwärtig zwei im Die Abgefandten zu diesem Kongreß werden durch bielehnte mehrere Bufazartikel ab. Der Deputirte Pelletan vertheidigt burg?" Oesterreich- Ungarn. einen Antrag, welcher die Bank verpflichten foll, der Regierung ihren Wille allein bestimmt die Regierungspolitit, jam besten fahren werden, welche ihre Geschicke möglichst wenig Kaffabestand oder zum wenigsten ihre Emissionsrechte und alle noth- zu deren Ausführung er nur Werkzeuge braucht mit dem verknüpfen, was gerade neuer Kurs ist. Darum will uns wendigen Hilfsmittel für den Fall einer allgemeinen Mobilmachung zur Daß er Deutschlands Größe und Glück will, daran zweifelt niemand. auch von den bisherigen Lesarten über Herrn v. Miquel's stille Verfügung zu stellen. Ministerpräsident Meline entgegnet, daß die Aber er wählt zu feinen Zielen Wege, auf denen ihm zur Zeit Entsagung diejenige am plausibelsten erscheinen, wonach dieser vielEinrichtung der Bank für alle Fälle ausreichend sein werde, ohne die Mehrheit des Volkes nicht folgt. Und in diesem erfahrene Odysseus unsere Zustände schon für sozers daß man nöthig hätte, auf umwälzende Maßnahmen zurückzugreifen. 3wiespalt liegt die Echwierigkeit und die Gefahr der inneren Lage, fahren und unsicher hält, daß er sich nicht mehr geBelletan besteht auf seiner Forderung im Namen des Patriotismus. die auch die alten und die neuen Männer nicht heben werden." traut, dieselben zu beherrschen, sondern sich vorzeitig abzunuzen Der Ministerpräsident spricht darauf den Gegnern des Monopols Ueber weitere Aussichten Miquel's fagt die Zäg- fürchtet." Patriotismus ab, was auf der äußersten Linten große Unruhe und liche Rundschau": Widerspruch hervorruft. Hierauf wird der Antrag Pelletan mit 306 gegen 231 Stimmen abgelehnt, und alsdann das ganze Bankgesez mit 409 gegen 97 Stimmen angenommen. Afrika. - Krüger demissiouirt nicht. Aus Prätoria wird gemeldet: Präsident Krüger hatte an den Volksraad die Anfrage gerichtet, ob derfelbe durch die Ablehnung der Konzession für eine elektrische Straßenbahn in Johannesburg einen Mangel an Vertrauten zu ihm, Krüger, babe zum Ausdruck bringen wollen. In feiner heutigen Sigung nahin der Valksraad einen Beschlußantrag an, dahin lautend, daß der betreffende Beschluß nicht auf diese Weise ausgelegt werden dürfe. " Ueber Herr v. Miquel hat zudem gegen den äußeren Ausdruck seines Beit- Weißenfelser Bergarbeiter- Streik. Einflusses sich stets ziemlich gleichgiltig gezeigt, und wenn einer, so wird er mit dem Ablouse der Krisis zufrieden sein. Sein Einfluß Unser Korrespondent schreibt: Am Donnerstag Nachmittag Paris, 2. Juli. Nach einem lebereinkommen des Vorsitzenden ist geftiegen und er wird in feiner Eigenschaft als Vizepräsident des wurde in Teuchern eine Protestversammlung abgehalten, die wohl bes Panama- Ausschusses Ballé mit dem Justizminister Darlan wird preußischen Staatsministeriums dafür sorgen, daß seine Einwirkungs- die am stärksten besuchte der ganzen Bewegung war. der Ausschuß morgen den Untersuchungsrichter Le Poitevin vermöglichkeit auf die Staatsgeschäfte teine geringere wird, als fie bisher 800 Personen hörten den Vortrag des Bergmanns Bonac an, nehmen. Der Ausschuß bat bereits mit der Sichtung der über- war. Er ist auch weiter der kommende Mann, und man wird sich der nach einem Situationsbericht auf die Maßregelung der drei mittelten Aftenstücke begonnen. feiner erinnern, wenn ein anderes, größeres Grbe zu vergeben ist, Kameraden zu sprechen fam. Allgemeine Entrüftung zog durch die als das des Herrn v. Bötticher." Menge. Zwei der Gemaßregelten ermahnten zur Besonnenheit. Sie Ueber Herrn v. Posadowsky bemerkt die Berliner sprachen sich auch gegen eine Resolution aus, die die WiederBeitung": aufnahme der Arbeit von der Einstellung der Gemaßregelten Die politischen und wirthschaftspolitischen Anschauungen des abhängig machen wollte, und forderten auf, ruhig abzuwarten, Grafen Posadowety Webner paffen in den allerneuesten Kurs bis alles geregelt fei. Sie seien nicht verlaffen, sondern hofften, durchaus hinein. War der Graf bisher schon an aller reaktio- daß sie von ihren Kameraden unterstützt würden, wenn sie etwas nären Regierungspolitit schaffend betbeiligt, hat er feinen guten Anderes ergreifen müßten, um sich durchzuschlagen.( Stürmische Willen", dem Volke mehr Steuern aufzuhelfen, mehrfach bewährt, Buftimmung.) Sodann wurde mitgetheilt, daß am Freitag so kann überdies gesagt werden, daß er befliffen war, den Junkern Vormittag endlich eine Verhandlung zwischen noch weiter entgegenzukommen, als selbst die bisherige Regierung in den Bergarbeitern und dem Landrath v. Stichter ibrer Gefammiheit. Er war es, der zum allgemeinen Staunen vom stattfinden würde. Man erwartet hiervon die Entscheidung. Tisch des Bundesraths herab die Politik der Handelsverträge als Am Freitag Abend, Sonnabend und Sonntag sind Versammlungen, revisionsbedürftig hinstellte, und auf allen Seiten des Reichstages wo über die Wiederaufnahme der Arbeit verhandelt werden soll. Der Bundesrath überwies in feiner a Freitag unter dem hatte man die Empfindung, daß mit diesem Vorstoße sich eine Art von Am Montag hofft man allgemein, zur Arbeit zurückkehren zu Borsige des Staatssekretärs des Innern, Saatsministers Grafen Umkehr ankündigte, eine Umkehr von der freieren Anschauung in wirth: tönnen. Dr. v. Posadowsky abgehaltenen Sigung dem Reichskanzler die Resolutionen des Reichstages zu den Abänderungsentwurfschaftspolitischer Hinsicht, wie sie in der Handelsvertragspolitik fiegreich der Gewerbe- Ordnung, zu der Nachtragsvo lage zum Reichsbans halts- Etat 1897/98 und zum Gefeßentiur über den Servistarif und die Klasseneintheilung der der Orte. Ferner wurde dem Ausschußberichte über den Freundschafts- und Handelsvertrag mit dem Oranje- Freistaate und den Ausführungsbestimmungen zu dem Gesetze über den Verkehr mit Butter, Käse, Schmalz und deren Ersatzmitteln die Zustimmung ertheilt. Schließlich wurden die Uebersichten der Einnahmen und Ausgaben der afrikanischen Schuß gebiete für 1894/95 bezw. 1895/96 nebst den Etatsüberschreitungen vorläufig genehmigt. Parlamentarischs. Partei- Machrichten. Bei den Gewerbegerichtswahlen in Celle in Hannover wurden in der Arbeiterklasse die sozialdemokratischen Kandidaten einstimmig und zwar mit 143 Stimmen gewählt; in der Unter nehmerklaffe die Kandidaten des Gewerbevereins und der Kaufmannsinnung. Ju Daglanden, einem Dorfe im Kreise Karlsruhe in Baden, betheiligten sich die Parteigenossen zum ersten Male selbständig an der Gemeinderathswahl und hatten den Erfolg, daß ihr Kandidat, Genosse Georg Weber, gewählt wurde." Polizeiliches, Gerichtliches: c. gewesen war, zu der unentwegten" Rechtgläubigkeit der nackten unterlichen Agrarwirthschaft. Nun, Herr v. Warschall, der fähige und nachdrückliche Verfechter der Handelsverträge ist gegangen; der alte Kurs" ist Trumpf." Graf Posadowsky- Wehner bleibt nicht nur, sondern steigt empor-; Die, National Beitung" schreibt: Gewerkschaftliches. Berlin und Umgebung. Achtung, Puter Moabits. Sonntag, den 4. Juli, vormittags 91/2 Uor, Bufammenkunft( Morgensprache) im Restaurant Berner Beusselstr. 60. Dentsches Reich. " Sechs Die Minister v. Marschall und v. Bötticher, jeder in seiner Art" einer der stärksten Kräfte der Reichsregierung, find ans. geschieden. Die bloße Versetzung des Grafen Posadowsky in ein Mouvermeister in Altenburg haben, wie der Grundstein" meldet, Ein nener Schachzug des Unternehmerthums. wichtigeres Amt ist keine Verstärkung. Ob die Ernennung des gegen zehn Maurergefellen, die den fürzlich( durch Vergleich) beStaatssekretärs Tirpitz eine solche im Vergleich mit der Vertretung endeten Streit leiteten, Klage erhoben wegen Schadensersatz. des Marine- Ressorts durch Herrn Hollmann bedeutet, das kann Den Streifenden war es nämlich gelungen, 24 Maurer aus zunächst niemand beurtheilen, und ebenso wenig den Kraftzuwachs, Deutsch)= Krawarn( Schlesien), die die Unternehmer mit einem welchen die Ernennung des Herrn v. Bülow zum Staatssekretär Kostenaufwand von 521 Mart 49 Pfennige nach Altendes Auswärtigen Amtes etwa der Regierung für die Lösung ihrer burg zwecks Streifbruchs geschafft hatten, wieder zur allgemeinen Aufgaben bringen wird. Die Verluste sind offenbar, 2 breise zu bewegen. Nun wollen die Meister den größeren der Ersatz ist theils unsicher, theils ist schon jetzt klar, daß ein Theil ihres gehabten 2 ufwande 3, 300 M., von der Streifleitung folcher bei der gegenwärtig zur Erörterung stehenden Regierungs- ersetzt haben. Der Rechtsanwalt der Kläger unterstellt, daß die Rombination nicht stattfindet." schlesischen Maurer von der Streiffommission genöthigt worden Die Bossische Zeitung" erwartet scharfe politische feien, dem Vertrage zuwider die Arbeit überhaupt nicht zu beginnen, vielmehr Altenburg alsbald wieder zu verlassen, ohne auch nur die Der„ Roon der Marine" ist da; der Tanz fann beginnen. Die von den Klägern verlegten Fahrtosten erstattet zu haben. Die Bes Bündler und die Umsturzschreier mitfammt der Bismarckironde be- flagten feien deshalb, und zwar als Gesammtschuldner, verpflichtet, grüßen die Morgenröthe einer besseren Zeit: Nun muß sich alles, den durch ihr rechtswidriges Verhalten den Klägern erwachsenen alles wenden!" Vielleicht wird Graf Mirbach noch Schaßsekretär Schaden diesen zu ersetzen." Der Klageschrift ist der Vertrag" und Graf Kanik Handelsminister und Herr v. Plöß Landwirthschafts: zwischen den schlesischen Maurern und den flägerischen Unternehmern minister. Und niemand verdiente eher unter dem allerneuesten Kurs beigefügt. In dem Schriftstück verpflichteten sich die Maurer, bis Nachfolger des Fürsten Hohenlohe zu werden, als der Stärkste der zum Herbst in Altenburg zu arbeiten, für Stundenlöhne von 38 bis Starten, als König Stumm. 34 Pf bei elfftündiger Arbeitszeit. Pro Woche sollten sie 2 M. des für sie verlegten Reisegeldes zurückzahlen. Kämpfe: " Die deutsche Nation aber wird mit erhöhter Regfamkeit an die Vorbereitung der Wahlen gehen. Sein Schicksal schafft sich selbst Bei dieser Gelegenheit erinnert der Grundstein" an folgendes das Volk." Vorkommniß beim Flensburger Maurer streit. Dort Die Ernennung Podbielsti's berührt fast allent hatten die Unternehmer zirfa 70 Maurer 2c. von auswärts herbeihalben ausgenommen nur die nur- regierungsfreundliche Presse- geschafft. Der Streitfommission gelang es aber, fast die ganze Zahl unangenehm. So sagt die, Köln. 31g.": der Zugezogenen am Tage nach ihrer Ankunft zur Abreise zu beAus Gera wird uns unterm 1. Juli geschrieben: Genoffe Najort, verantwortlicher Redakteur der Reußischen Tribüne", wurde heute wegen Beleidigung des verstorbenen Direktors R. von der Zebel'schen höheren Töchterschule vom Landgericht zu der harten Strafe von 1 Jahr 6 Monaten Gefängniß verurtheilt und wegen Fluchtverdachts sofort in Haft genommen. Die Beleidigung wurde gefunden in einem Artikel in Nr. 59 der Reußischen Tribüne" vom 11. März d. J., worin es hieß, der Abgang des Direktors habe sich unter sehr ungewöhnlichen Formen vollzogen und man meine in der Stadt, einige feiner Schülerinnen hätten es ihm angethan. Der Direktor K. hat sich, nachdem er Strafantrag gestellt und unser Genosse die Anklageschrift Das freilich kann, ganz abgesehen von der Person des wegen. Um die Legitimationspapiere der Zugezogenen zu erhalten, erhalten hatte, in feiner Wohnung erhängt. Die Anklage nahm an, Generals v. Podbielsti, nicht verheblt werden, daß weit über mußte die Streitkommission auf Veranlassung des Polizeikommiffars daß K. mit der Schlußbemerkung eines Sittlichkeitsverbrechens be- den Kreis der Post- und Telegraphenbeamten hinaus die etwas über 500 m. bei der Polizei deponiren, zur Schedloshaltung schuldigt worden sei, und sich das so zu Herzen genommen habe, Thatsache, daß nur ein Nichtfachmann, ein Außen der Unternehmer Aur Intervention durch ihren Rechtsanwalt kam daß er dem Verfolgungswahnsinn verfallen und in diesem Zustande stehender als Nachfolger v. Stephans in betracht aber die Streitkommission nach wenigen Tagen zu ihrem Gelde, ohne zum Selbstmörder geworden sei. Gegen den Haftbefehl ist Beschwerde kommen konnte, als mit dem Gedächtniß an den hochverdienten daß die Unternehmer weitere Schritte gethan haben, zu einem erhoben und für die Freilassung eine Raution angeboten worden. erften deutschen Generalpoftmeister schwer vereinbar empfunden Schadenersatz zu gelangen. In Kulmbach war unser Genosse Maurer Roth wegen werden wird. Wer Stephan gekannt hat, der weiß, daß er im GeDas Protokoll der 12. Generalversammlung des Ver. feiner agitatorischen Thätigkeit durch den Bürgermeister Fleffa aus denken an seine eigene Laufbahn einen besondern Stolz darein feyzte, bandes der Zimmerer Deutschland 3, die vom 20. bis gewiesen worden, welche Maßregel die oberfränkische Kreisregierung allen feinen tüchtigen und gebildeten Postbeamten das Gefühl und 24. April in Halberstadt abgehalten wurde, ist erschienen. als zu Unrecht bestehend aushob. Flessa aber erklärte Roth damals: das Bertrauen beizubringen, daß sie den Feldmarschallstab, die AnVor dem Herbst kommen Sie mir nicht in die Stadt, ich ergreife wartschaft auf die höchsten Stellungen in der Post- und Telegraphen Aus Stettin wird uns geschrieben: Der Tischlerstreit Beschwerde. Vor einigen Tagen ließ der Bürger- verwaltung mit sich trügen. Demgemäß hatte er der allgemein wissen scheint in ein neues Stadium zu treten. Dieselben Herren vom meister, wie uns geschrieben wird, Roth zu sich bescheiden und erklärte schaftlichen Ausbildung der höheren Beamten neben der rein fachlichen Arbeitgeber- Verband, die bis zur jüngsten Zeit jede Unterhandlung ihm, er wolle feine Beschwerde zurückziehen. Wohl in der und sprachlichen Entwickelung die höchfte Bedeutung beigelegt, und des- ablehnten und sogar beschloffen hatten, feinen der streikenden fchönen Hoffnung, mit seiner Sozialistenheze doch nicht immer Bech halb hatte er bei der Wahl aller höchsten Beamten stets sorgfältig Gefellen wieder einzustellen, baben am Dienstag eine Gelegenzu haben, wünschte er die schriftliche Erklärung unferes Genoffen, im Auge, daß sie nach jeder Hinsicht den weitgehendsten An- beit wahrgenommen, die Auficht der Streifenden zu hören. vom Hirsch Duncker'schen Gewert baß er sich fünftig der sozialdemokratischen Agitation enthalten werde. forderungen entsprachen. Stephan selbst hatte mehrere Der. Generalsekretär Balk Dann wollte der Herr Bürgermeister auch noch wissen, wer der bohe Beamte für feine etwaige Nachfolgefchaft verein hatte mit einem fireikenden Gesellen, der im Streitkomitee Artikelschreiber sei, der ihn immer in der Zeitung berumziehe". längst ins Auge genommen. Jeßt, nach seinem am 8. April erfolgten Sitz und Stimme bat, es versucht, mit dem Arbeitgeber- Verband Selbstverständlich ging Roth auf beide Wünsche nicht ein und am Tode, wird ihm über das Grab hinaus bescheinigt, daß alle diese Unterhandlungen anzuknüpfen. Infolge dessen erhielt auch die vergangenen Sonntag präfibirte er schon wieder einer Gewerkschafts- Mühen und Bestrebungen ergebnißlns gewesen sind, daß unter allen Lohntommiffion Einladung zu einer Besprechung. Bei dieser wurde versammlung. Oberpoftdirektoren und Beamten der Zentralstelle nicht ein einziger vom Voisikenden des Arbeitgeber Werbandes betont, daß die Ver ist, der fähig wäre, die verantwortliche oberste Leitung zu über- handlung als offiziell nicht zu betrachten ist, man wolle einfach' mal die Ansicht der Gesellen hören. Er könne mittheilen, daß der Beschluß, " Die Neugestaltung der Regierung und die damit im Zusammenhang stehende politische Situation wird in den Zeitungen natürlicherweise lebbaft besprochen. Wir wollen einige charakteristische Stellen herausheben. Die bundlerische Deutsche Tageszeitung" ist guter Hoffnung, aber ziemlich zurückhaltend: Alles in allem können wir die Neuordnung der Dinge im Reiche und in Preußen begrüßen, wenn wir auch feine überschwengliche Hoffnungen daran knüpfen und, durch die Erfahrung belehrt, es vorziehen, erst die Thaten abzuwarten und dann unser Urtheil abzugeben. Soviel indessen darf auch der Vorsichtigste heute schon behaupten, daß die Neuernennungen und die anderweitige Vertheilung der Geschäfte im Zusammenhange stehen mit den jüngsten Reden Seiner Majestät, in denen der Monarch seinen Willen, den Mittelstand zu schüßen und zu erhalten, tlar und deutlich vertündet hat." = nehme Aber auch noch nach einer andern Hinsicht ist die jetzige Er- ftreifende Gesellen nicht wieder einzustellen, schon wieder aufgehoben = nennung bezeichnend. Der neue Reichs Postmeister ist seit 1898 fei. Auch näre man geneigt, Montags eine Stunde weniger tonfervativer Reichstags- Abgeordneter gewesen, er gilt als Gesinnungsarbeiten zu lassen und den 1896 er Tarif streng innezuhalten. Die genoffe des bisherigen Führers der Reichstags- Fraktion, des Frhrn. Bertreter der Lohnfommission erklärten, ebenfalls feine bindende v. Manteuffel. Wir müssen dabei allerdings anerkennen, daß sich Antwort geben zu können; von der Verkürzung der Arbeitszeit und Herr v. Podbielsti persönlich zurückgehalten hat, indeß ist nicht zu den übrigen Forderungen würden sie jest nicht mehr abgehen. leugnen, daß es einen im hohen Grade eigenthümlichen und peinlichen Eindruck hervorrufen muß, daß gerade aus diesem parlamentarischen Lager ein neuer Stellvertreter des Fürsten Hohenlohe für das Reichs- Postamt gewonnen wird." Auf die wachsende Mißstimmung in Süddeutschland weift die Germania" hin: Nach dem letzten Bericht haben schon wieder 6 Meister vom Arbeitgeber- Verband die Forderungen bewilligt. Es sind für diese Woche 108 Werheirathete mit 178 Kindern und 36 Ledige zu unters ftützen. wird. Die Former in Zenleuroda in Reuß ä. 2. ftehen in einer ohnbewegung und ersuchen deshalb die Fachgenoffen um moralische Unterstüßung. Die Situation ist günstig und wenn jetzt mehr denn je der Zuzug ferngehalten wird, so ist Aussicht vor " Das Urtheil süddeutscher Blätter ift für die Stimmung in handen, daß der Streit doch noch zu gunsten der Gesellen beendet Süddeutschland sehr tennzeichnend. Die reichstreuefien Blätter, vom gemäßigsten Liberalismus bis tief in die Reiben der Kon- Ju Kiel streiken fämmtliche Arbeiter der Eisengießerei der servativen hinein, beklagen den Rücktritt diefes fähigen und ehr Kieler Schiffswerft. Aehnlich die Staatsbürger Beitung": lichen Staatsmannes( Marschall's). Badische Landpost",„ Schwäb. In Gera ift die Aussperrung der Weber der Halpert. Wie man sieht, hat sich die Wandlung völlig in der von uns Merkur"," Straßb. Post", M. N. Nachr." geben diesen Gefühlen schen Teppich fabrit vor dem Gewerbegericht als Einigungsamt angegebenen Art und Weise vollzogen und wir können nur den unumwundenen Ausdruck, denen ja auch vereinzelte konservative burch Bergleich beendet worden. Wunsch wiederholen, daß die Wirkung nun auch die erwartete sein Blätter in Norddeutschland wie der Reichsbote" Worte geliehen werde, nämlich eine größere Stetigkeit und innere Einigkeit der haben. Tritt der preußische Partitularismu 3 unter Regierung und das Zusammenwirken afler Glieder im Sinne der der Führung des Grafen Limburg Stirum mit seinem GeDurchführung des vom Kaiser in Bielefeld ausgesprochenen Pro- folge aus Ostelbien und Puttkamerun mit solcher Dreistiggramms." feit als Hüter der alten preußischen preußischen Traditionen auch Neber die Aussperrung der Maschinenarbeiter Däneauf, Reichsangelegenheiten Der sehr gemäßigte, Hamburgische Rorrespondent" in verfolgt einen marks wird uns geschrieben: Den Formeru und anderen Arfagt: hervorragenden Leiter eines Reichsamts, deffen diplomatische beitern einiger Fabriken ist unter Androhung der Entlassung ver " Herr v. Bötticher muß trotz aller Verdienste gehen, weil die Befähigung öffentlich, wenn auch widerwillig anerkannt werden boten worden, Beiträge für die ausgeschlossenen Schmiede- und innere Lage vor einer neuen Entwickelung steht. Seine Person ist mußte, mit dem Vorwurfe, daß er als Badenſer die alten Maschinenarbeiter zu spenden. Die Arbeiter haben natürlich diesen ebenso wie Frhr. v. Marschall ein Hemmniß gewesen, um die Ver- preußischen Traditionen nicht kenne und zu wahren wisse, dann soll Eingriff in die freie Verwendung ihrer Einkünfte mit Protest zurückbindung der Konservativen, Agrarier, Anti- man sich auch nicht darüber wundern, wenn jeht der füb gewiesen und wird daher der Lohnkampf immer weitere Kreise ziehen. semiten, 3ünstler mit der Regierung zu ermöglichen; deutsche Partitularismus wieder schärfer in Für die Motive des Kampfes ist es charakteristisch, daß der Verband im Lager der Fronde" konnte man es ihm nicht verzeihen, daß die Erscheinung tritt. Die preußische Regierung bat ber ufbeschlag- Schmiedemeister, der ebenfalls der " als er Ausland. er den Reichswagen weiterschieben half, fein großer trog Abrathens des Fürften Hohenlohe und des Freiherrn Meister Bismarck ging. Nun ist die Bahn frei. Nun rückt Graf v. Marschall mitfammt den Konservativen durch die Vereins- Aussperrung beitrat, erklärt hat, man entließe die Arbeiter nicht nur, um den Maschinenfabrikanten zu helfen, sondern weil man die Posadowsky vor und Dr. v. Miquel, der bescheiden im sicheren gefeß Novelle der Kompetenz des Reiches in der Port des preußischen Finanzministeriums fizen bleibt, gewinnt von gebung für das Vereins- und Versammlungsrecht eine MiGelegenheit benutzen wolle, den Lohn der Grobschmiede wieder herabzusetzen. da aus unter der Hand auf die Reichspost und das Reichsschagamt a chtung gezollt, die selbst Fürst Bismarck in den Hamb. Nachr." einen Einfluß, den er in Reichsbingen bisher nicht gehabt hat. als sehr bedenklich bezeichnet hat. Was wollen denn die preußischen In Bordeaux in Frankreich streiten fast sämmtliche Arbeiter Miquel wird mit der Kraft seiner Persönlichkeit aus dem Amte Butitameruner machen, wenn die füddeutschen und mitteldeutschen der Schiffswerften der Gironde Kompagnie, der der Bau machen, was ihm zu machen beliebt. Aber wir sind im Unklaren, Bundesstaaten in anderen Dingen der Kompetenz des Reiches von zwei Kreuzern übertragen worden ist. Die Werfte beschäftigten ob er jett feine Zeit für gekommen erachtet und der Reichs- Gesetzgebung vorgreifen? Heute mir, morgen Dir!" ca. 1000 Personen. Noch ist Reichskanzler Fürst Hohenlohe- wie lange, Die Kölnische Boltszeitung" sagt: Der sechste Jahreskongreß des Verbandes der französischen ist freilich eine offene Frage. Und schließlich herricht" Aber immer allgemeiner setzt sich im deutschen Volke die Mei Tabatarbeiter und Arbeiterinnen wurde am 30. Juni in der Von den 59 Delegirten regiert der Kaiser in Deutschland und Preußen; nung fest, daß das Ende nicht heiter sein wird. Und wir halten Pariser Arbeitsbörse eröffnet. er ist sein eigener Kanzler und Minister, sein dafür, daß diejenigen Personen und Parteien auf die Dauer vertreten 88 die 21 Sektionen auf ebenso vielen Staatsfabriken und Soziales. Arbeit auf Afford engagirt war, las eine fozialdemokratische erhob Wortlaut: " Der Arbeiter Robert Lange, gebürtig aus Cussow in Pommern, ist vom 1. April 1894 bis heute als Arbeiter auf dem Rittergut Radensleben beschäftigt gewesen. Seine Entlassung erfolgt wegen Arbeitsverweigerung, sozialdemokratischer Umtriebe und Aufreizung seiner Mitarbeiter gegen die Herrschaft. Radensleben, 16. Juli 1894. Beglaubigt ( Stempel des Gutsvorstandes Radensleben, Kreis Ruppin)." Sieg, Oberinfpettor. Lange war nun ein Geächteter und dem Verhungern ausgesetzt, denn niemand wollte ihn auf grund eines solchen Zeugnisses in Arbeit nehmen. Gerichts- Beitung. . Des Vereinsrechts. und 21 find Abgeordnete des Zentralfomitees. Die auf allen| Sinne äußerten sich die Raufleute Waldemar Weigert und Gesundheitsgefährliche Mufik. Der Heilsarmee in Kongressen des Tabafpersonals wiederkehrende Alters pensions- ein dritter Sachverständiger, während die Kaufleute Steinmann Memel wurde es von der Polizei untersagt, in ihrem Bethause frage wurde dahin entschieden, von der Administration zu verlangen, und Traube, welche der Firma Fandorf u. Ko. die betreffenden auf Blechinstrumenten zu blasen, auf dem Klavier, der Handharmonika daß den Männern nach 25jähriger Arbeit und mit dem 55. Altersjahre Hüte geliefert hatten, die Anficht vertraten, daß es jedem Kaufmann und anderen Musikinstrumenten zu spielen, sowie mit den Händen eine Pension von 720 Fr., den Frauen nach 25jähriger Arbeit und mit freistehen müffe, ob er ein Strohhutgeflecht als„ Manilla" bezeichnen zu klatschen. Auch wurde das Singen nach 10 Uhr verboten. Des dem 50. Altersjahre eine Pension von 540 Fr. gewährt werden soll. wolle oder nicht. Sonntags sollte aber ausnahmsweise das Spielen auf dem Klavier Die über das Grenzalter hinaus Arbeitenden sollen einen Pensions- Das Gericht stellte sich auf die Seite der ersten Sachverständigen, und der Zither erlaubt sein. Die Kapitänin Dietrich flagte gegen zuschlag von 4 pet. pro jedes Arbeitsjahr erhalten. Außerdem ist hielt die beklagte Firma des unlauteren Wettbewerbs für schuldig diese Verfügung und erzielte beim Bezirksausschuß insofern ein günstiges proportionale Pension von dem 15. Arbeitsjahre ab einzuführen. In und verurtheilte sie zu einer Geldstrafe von 100 M. Urtheil, als nur der Theil der polizeilichen Verfügung aufrecht der Lohnfrage wurde beschlossen, die vorjährige nur zum geerhalten wurde, der das Blasen auf Blechinstrumenten und das ringsten Theil bewilligte Forderung einer Lohnerhöhung von 25 pet. gang, ein bejahrter, mancherlei Ehrenstellungen bekleidender Herr, eine Menge Zeugen vernommen, von denen sich eine Anzahl durch Auf sonderbare Weise war der Kaufmann Hermann Wolff Spielen der Handharmonika verbietet. Der Bezirksausschuß hatte von neuem zu stellen. zu der Anklage der Nöthigung gekommen, die gestern vor der das Musiziren im Bethause sehr belästigt gefühlt hat. Außerdem VII. Straffammer des Landgerichts I gegen ihn verhandelt wurde. Am 26. Januar ds. Js. arbeitete der Angeklagte in feinem waren einige medizinische Sachverständige gehört worden, von denen sich zwei dahin aussprachen, daß eine lärmende Mufit, wie Die Macht der Junker. Man schreibt uns: Der Landtags Komptoir, als ein Herr erschien, der mit möglichster sie die Zeugen geschildert haben, sehr wohl den GesundheitsAbgeordnete v. On a st auf Rittergut Radensleben bei Neu- Schnelligkeit drei halbe Flaschen Benediktiner erbat. Der Angeklagte zustand der Umwohner beeinträchtigen tönne. Dies hielt das Ruppin hat seinerzeit( bei der Reichstags- Nachwahl im Kreise ließ das Gewünschte vom Lager holen. Der Besteller brachte die Gericht für genügend, das Verbot der Blechmusik und des Ge Ruppin- Templin) Flugblattverbreiter mit Hunden vom Hofe gejagt. Flafchen in seinen Taschen unter und erklärte dann, kein brauchs der Handharmonika zu rechtfertigen. Die Klägerin legte Wie er mit seinen Arbeitern umspringt, zeigt folgende Mittheilung. Geld bei sich zu haben. Er wolle es aber auf dem Berufung ein und machte geltend, die Heilsarmee werde auch durch Der Arbeiter. Lange, der von Herrn v. Quast zur Erute- Rückwege innerhalb einer Stunde bringen. Der Angeklagte diese Entscheidung noch in den Rechten beschränkt, die ihr Artikel 29 dem Fremden gegenüber Bedenken, als dieser der Verfassung und das Vereinsgefeß gewährleiste. Sie verlangte Zeitung und gab fie hin und wieder auch feinen sich aber als der in der Nachbarschaft wohnende Zigarrenagent deshalb die gänzliche Aufhebung der polizeilichen Verfügung. Der Mitarbeitern zum Lesen, Herr v. Quast, der persönlich 2. Mendelsohn auswies, ging Wolffgang auf die kurze Kredit erste Senat des Oberverwaltungsgerichts wies indessen gestern die darauf achtet, daß sein Personal stramm arbeitet, verlangte num gewährung ein. Der Besteller ließ sich nicht wieder blicken, eines Tages von Lange, daß er besser mähen solle, worauf dieser er erhielt Mahnbriefe, die unbeachtet blieben. Nun versuchte Berufung mit folgender Begründung zurück: Versammlungen unterlägen nicht nur den antwortete, er mäbe ebenso gut wie die andern. Nächsten Tages Wolffgang, eine Rifte Zigarren zu erhalten, um damit seine Gegen sie könne die Polizei auch einschreiten, wenn es das öffentliche sollte Lange das Mähen einstellen und Kutscherarbeit verrichten, was Forderung auszugleichen, Mendelsohn erklärte aber deni Interesse erheische, und zwar auf grund des§ 10 II 17 Allgemeinen nicht nur der Abmachung zuwiderlief, sondern auch einen viel Boten, daß derselbe sofort Geld mitbringen müsse. Eines Tages er- Landrechts. Hier stehe nun fest, daß das Blasen auf Blechschlechteren Lohn für ihn zur Folge gehabt hätte. Lange machte den schien Mendelsohn dann wieder im Wolffgang'schen Komptoir, instrumenten, wie es in der Bethalle ausgeführt worden sei, Gutsbesitzer darauf aufmerksam. Dieser antwortete: Wenn es aber nicht um zu zahlen, sondern um dem Angeklagten Ihnen nicht paßt, dann machen Sie, daß Sie wegkommen. Da Vorwürfe zu machen. Als der etwas schwerhörige alte namentlich auf fränkliche Personen und Kinder gesundheitsschädlich Lange den Kutscherdienst nicht verrichten wollte, erhielt er that- Herr sich von seinem Stuhle erhob und auf den Besucher einwirke. Soweit der Bezirksausschuß die Verfügung der Polizei fächlich die Entlassung und mußte samimt seiner Familie schleunigst zuging, befürchtete dieser etwas unangenehmes, er öffnete sehr schnell aufrecht erhalten habe, sei sie deshalb durchaus gerechtfertigt. die Gutswohnung räumen. Ein Zeugniß das er empfing, hat folgenden die Thür und eilte hinaus. Dabei entfiel ihm, wie der Angeklagte Fabrikant Hermann Künne wurde am 8. April 1897 vom LandDie Lohnzahlung hat in baarem Gelde zu erfolgen. Der behauptet, ein Packet mit Zigarren, das er unter dem Arme trug. Er nahm sich auch nicht die Zeit, es aufzuheben. Dies that der Angeklagte, gericht Hagen zu einer Geldstrafe verurtheilt, weil er zwei Arbeitern der dann im Buche das Konto des Schuldners ausglich. Mendel- ihren Lohn nicht in baarem Gelde ausgezahlt hatte. Künne hätte sohn zeigte den Angeklagten wegen Nöthigung an, indem er be- dies eigentlich wissen müssen, daß das verboten sei, da er hauptete, derselbe habe ihm das Packet gewalisam unter dem Arm bereits am 1. August 1896 wegen eines Gewerbevergehens hervorgezogen. Die Beweisaufnahme fiel dermaßen zu gunsten des in obigem Sinne verurtheilt worden war. Einer der Arbeiter des Angeklagten aus, daß der Staatsanwalt selbst die Freisprechung Angeklagten befand sich eines Tages in petuniären Verlegenheiten; da beantragte; der Bertheidiger, Rechtsanwalt Unger, verzichtete aufs es ihm aber wohl bekannt war, daß sein Arbeitgeber sich nicht darauf Wort und der Gerichtshof erkannte nach dem Antrage des Staats: einlassen würde, ihm einen Lohnvorschuß in baarem Gelde zu geben, anwalts. so bat er um Distontirung eines Wechsels. Künne ging darauf ein, worauf ihm der Arbeiter einen Wechsel über 60 M. gab; zwischen Ju bezug auf die praktische Anwendung des Gesezes beiden herrschte Einverständniß darüber, daß die vorgestreckte über den Schutz der Waarenzeichen wurde gestern seitens Summe durch Theilzahlungen bei den Lohnzahlungen in der Weise der II. Strafkammer am Landgericht I eine interessante Entscheidung nach und nach abgetragen werden sollte, daß Künne bei jeder Lohngefällt. Die Schultheiß- Brauerei versieht ihre Flaschenbiere mit bezahlung einen vereinbarten Theil zurückbehalte. Aehnlich verfuhr sonders geschüßten Etiketts nebst nebst einem Verschlußbande am der Angeklagte bei einem anderen Arbeiter, der eines Betrages Flaschenkopfe, giebt aber an die von ihr beziehenden Ver- von 45 M. dringend benöthigte. Auch von diesem ließ leger ein anderes Etikett( ohne Verschlußband), welches eben er sich einen Wechsel und außerdem auch noch einen Schuldfalls in das Waarenzeichen- Register eingetragen ist. Diese beiden schein geben, und tilgte später seine Forderung, indem er bei jeder Etiketts sind einander ziemlich ähnlich, sie unterscheiden sich im Lohnzahlung Abzüge machte, bis er befriedigt war. Das Gericht Wesentlichen nur durch die Texte„ Schultheiß- Brauerei" und Aus stellte fest, daß der Angeklagte in beiden Fällen gegen die klaren der Schultheiß- Brauerei". Die Verleger müssen jedoch je 1000 Stück und unzweideutigen Bestimmungen des Gefeßes sich vergangen habe, der ihnen abgelassenen Etiketts an die Brauerei mit einer Mark welches ausdrücklich bestimmt, daß der Lohn nur in Baar zu zahlen lin zu solchen Etiketts billiger zu gelangen, erstand der ist und auch nicht durch Rückgabe von Schuldscheinen oder bezahlen. heute angeklagte Bierverleger A. Krensky in Charlotten Quittungen über eine bezahlte Schuld ersetzt werden darf. Der auf einer Auktion etwa 10 000 Etiketts, burg die den Angeklagte legte gegen das Urtheil Revision ein, beschränkte sich nicht deren Schultheiß'schen sehr ähnlich, jedoch Namen indeß bei Begründung derselben lediglich auf Ausführungen that trugen. Die Brauerei erfuhr davon, schickte im April v. I. fächlicher Art. Das Reichsgericht verwarf infolge dessen auch die einen ihrer Reisenden zu Krensky, um diesem die Verwendung der Revision. falschen Etiketts für das von ihr bezogene Bier zu untersagen, stellte aber bereits am 16. April gegen Krensfy Strafantrag wegen Verlehung ihres Waarenzeichens. In der gestrigen Hauptverhandlung Die Rabik- Pnger hielten am 30. Juni eine Versammlung ab. deponirte der Reifende der Brauerei, daß er dem Angeklagten, um einen alten Kunden nicht zu verlieren, im Einverständnisse mit dem Den ersten Gegenstand der Tagesordnung bildete eine Referat des Prokuristen gestattet habe, die noch vorhandenen falschen Etiketts, Buyers Dietrich über den Nugen der Organisation. Der Redner etwa 5000 Stück, zu verwenden, um das dafür bezahlte Geld nicht legte in treffender Weise die Vortheile der gewerkschaftlichen zu verlieren, dann aber sollten die Etiketts der Brauerei benutt Organisation den Zuhörern dar und forderte zum Schluß zum BeiDas Reichsgericht hat sich jüngst in einem von der„ Deutschen werden. Um eine Bestrafung des Angeklagten sei es der Brauerei tritt in die Organisation auf. Hierauf wählte die Versammlung um diese Zeit noch nicht zu thun gewesen. Da dem Angeklagten D. Schulz zum Delegirten und F. Kempfert zum Stellvertreter in Juristen- Zeitung" mitgetheilten interessanten Erkenntniß von neuem mit dem Begriff der Deffentlich feit" beschäftigt. Ein An- nach dieser Befundung jeder strafbare Dolus ferngelegen haben mußte, die Gewerkschaftskommission. Der Gerichtshof Eine öffentliche Versammlung der Fliesenleger, die am getlagter hatte an einem 15jährigen Mädchen auf der Treppe eines beantragte der Vertheidiger die Freisprechung. Miethshauses unzüchtige Handlungen vorgenommen, war aber von entschied aber, daß zur Zeit, als der Zeuge dem Angeklagten 1. Juli im Englischen Garten tagte, beschäftigte sich mit der TarifMiethshauses unzüchtige Handlungen vorgenommen, war aber von den Verzicht auf den Strafantrag und die Genehmigung frage. In einer am 9. Mai stattgehabten öffentlichen Bersammlung der Anklage sowohl aus§ 183( öffentliches Mergerniß durch un weiteren zum Gebrauch der falschen Etiketts aussprach, war bereits von der dazu berufenen Kommission ein Tarif zur züchtige Handlungen) als als aus§ 185 des Strafgesetzbuches das Vergehen gegen das Martenschuh Geseb Begutachtung unterbreitet worden, der von der Versammlung auch ( Beleidigung) freigesprochen worden. Die Straffammer hatte bereits perfekt war. Der Verzicht war daber afzeptirt worden war. Der Tarif besagt, daß der Minimallohn bierbei die Auffassung vertreten, daß einmal die Treppe die Eigenschaft eines öffentlichen Ortes nicht besiße, sodann eine that nicht mehr zulässig, ein stilles Pattiren tann bei 9stündiger Arbeitszeit auf 6 M. festzusetzen ist, für jede Uebereine Strafthat nicht mehr beseitigen. Der fiunde bis 8 Uhr abends sind 10 Pf. Lohnzuschlag, für Nachtarbeit liche Beleidigung nicht vorliege, weil das Mädchen sich die Handlungen habe gefallen lassen und sie deshalb also nicht als be: Angeklagte habe daher bestraft werden müssen, doch sei in anbetracht von 8 Uhr ab gerechnet, 15 Bf. Lohnzuschlag zu zahlen. Für Sonnder begleitenden Umstände über das niedrigste Strafmaß nicht jagsarbeit, von 7 bis 4 Uhr wird ein Tagelohn von 7,50 m. be leidigend empfunden habe. Dieses Urtheil hat das Reichsgericht hinausgegangen worden. Das Urtheil lautete daher auf 150 Mart ansprucht. Für Arbeiten in Vororten außerhalb der Ringbahn ist aufgehoben, indem es sich auf den Standpunkt stellt, daß Geldstrafe. eine Extravergütung von einer Stunde pro Tag festzusehen. Dieser ein Ort schon dadurch zu einem öffentlichen werde, daß Handlungen an ihm zur Verkehrszeit in einer Weise vor sich gehen, In recht verschmitter Weise hat der Kaufmann Ferdinand Tarif wurde allen Firmen zugestellt; nur 4 derfelben hatten sich welche die Wahrnehmung von Seiten sowohl nach Art als auch Pohl, welcher gestern wegen Urkundenfälschung und Betruges vor bisher dazu geäußert, einige in dem Sinne, daß sie die dies. nach Zahl unbestimmter Personen ermöglicht. Es sei also nicht dem Schwurgericht des Landgerichts I. stand, sich unverdiente Unter- bezügliche Arbeit nicht selbst ausführen laffen, die anderen, mit Er schrieb an die sächsische daß die aufgestellten Forderungen einigen Ausnahmen erforderlich, daß der Ort gleichzeitig oder in furzen Zwischenräumen fügung zu verschaffen gewußt. entrollte ein trauriges Bild seiner schon bezahlt würden. Nach längerer Debatte nahm die Versammlung von vielen Personen betreten zu werden pflege. Danach könne Gesandtschaft und Er sei von Dresden nach Berlin gekommen in der eine Resolution an, die besagt, daß in denjenigen Geschäften, wo auch die Treppe eines Miethshauses als öffentlicher Ort erscheinen. age. In bezug auf die Beleidigung ist das Reichsgericht der Ansicht, daß Hoffnung, hier Beschäftigung zu erhalten. Alle seine Bemühungen die im Tarif festgesetzten Preise nicht gezahlt werden, der Tarif am § 185 St.-G.-B. feinesfalls auf Seite des Beleidigten ein Bewußt feien vergeblich gewesen. Nun stehe er ohne Mittel da und müsse 5. Juli zur Einführung gelangen foll. Hierauf erfolgte die Abrech sein der Ehrenkränkung voraussetze. Aus dem Umstande, daß nach seiner Heimath zurück. Er bitte die Gesandtschaft, ihm ein nung vom ersten Halbjahr 1897 durch den Vertrauensmann Manz. das Mädchen sich die Handlungen habe gefallen lassen, Darlehn von 5 Mart zu gewähren, er würde es von Dresden aus Dieselbe wies eine Gesammteinnahme von 249,10 M. auf, der 63,08 m. tönne die Straflosigkeit des Angeklagten Angeklagten nicht gefolgert binnen furzem zurückschicken. Der Schreiber hatte seine traurige an Ausgaben gegenüberstanden, so daß 186,02 M. Kaffenbestand werden. Entweder habe dem Mädchen das Verständniß für die Lage in so rührender Weise zu schildern gewußt, daß er Gehör verbleibt. Hiervon wurden 50 M. für den Streitfonds der Berliner Beleidigung ihrer weiblichen Ehre gefehlt, sodaß von einem Ein- fand; die sächsische Gesandtschaft ließ ihn tommen und händigte Maurer bestimmt. Südende. Der Arbeiter- Bildungsverein für Mariendorf und verständniß nicht gesprochen werden könne, oder aber das ihm 5 M. ein. Dem Angeklagten gefiel dies, er sann auf ein anderes Mädchen sei sich des ehrverletzenden Charakters der Handlung Mittel, sich Geld zu verschaffen. Er war im Besitze einer Quittungs- Umgegeno bielt am 28. Juni eine Versammlung ab, in der Genosse Diese wollte er 2 amm über die Ziele der Sozialdemokratie sprach. Nach einer bewußt gewefen. In letzterem Falle sei zu prüfen, ob mit farte von der Berliner Krankenversicherung. einem neuen Attentat auf den Wohlthätigkeitssinn der furzen Distussion gelangten einige Vereinsangelegenheiten zur Er Rücksicht auf die Jugend des Mädchens und die Beschaffenheit der 3 Gesandtschaft benutzen. Da er aber befürchten ledigung. Handlungen die Buftimmung als strafrechtlich beachtlich erscheine. fächsischen git erregen, änderte er seinen Namen Dafür gebe§ 65 einen Fingerzeig, welcher Personen unter 18 Jahren mußte, Verdacht das Antragsrecht nicht einräume, und§ 182, welcher das Gin-" Pohl" auf der Karte in geschickter Weise in Frohberg" um. Mit verständniß eines unbescholtenen Mädchens unter 16 Jahren zum dieser Starte schickte Beischlaf unbeachtet lasse. " Verleumdungen gegen den Reichstag werden nicht stets nach § 131 Str.-G. B. unter dem Gesichtspunkt der Verächtlichmachung von Staatseinrichtungen" bestraft so hat das Reichsgericht in einem in der Deutschen Juristen- Zeitung" mitgetheilten Erkenntniß entschieden. Ein Angeklagter war unter Anwendung des§ 131 Str.-G.-V. verurtheilt worden. Das Reichsgericht hob jedoch das Urtheil auf. Der Reichstag fei die zur Mitwirkung bei der Gesetzgebung berufene Vertretung des deutschen Volkes und gehöre deshalb als eine der Erfüllung des Staatszweckes dienende, für die Dauer bestimmte or ganifche Schöpfung auf den verschiedenen Gebieten der staatlichen Thätigkeit" zu den Staatseinrichtungen. Der§ 131 beabsichtige aber nur die Staatseinrichtungen als solche zu Schüßen. Deshalb könne der Reichstag nur geschützt werden, insoweit ihn Verleumdungen in seiner Eigenschaft als Staatseinrichtung treffen, nicht insofern konkrete Maßnahmen oder Beschlüsse als Ergebniß der jeweiligen Mehrheit in Frage stehen. Lehteres sei in dem in Frage kommenden Fall zutreffend. Das Urtheil wurde aufgehoben und die Sache in die Instanz zurückverwiesen. weil der " # Versammlungen. Depeschen und lehte Nachrichten. Kiel, 2. Juli.( B. H.) Auf der australischen Insel Selko sind hier eingegangener amtlicher Meldung zufolge am 13. April vier zu dem Vermessungs- Detachement des deutschen Vermessungsschiffic Pfeilschüsse verwundet worden. Einzelheiten über den Vorfall wie Böve" gehörige Matrosen von Eingeborenen überfallen und durch über das Befinden der Verwundeten fehlen noch. er einen Bekannten zur Gesandtschaft. Er erbeutete wiederum 5 Mark. Darauf änderte der AnNach dem Gesetz betreffend den unfanteren Wettbewerb geklagte den Namen" Frobberg" wieder in" Fröhling" um und verfuchte, nochmals eine Unterstützung zu erhalten. Diesmal wurde hat sowohl die Zivilkammer wie auch das Strafgericht in jedem die Fälschung entdeckt und der Urheber ermittelt. Im Termine einzelnen Falle zu entscheiden. Kürzlich berichteten wir über einen legte der vielfach vorbestrafte Angeklagte ein offenes Geständniß ab. Prozeß, welcher vor ber Handelskammer gegen die Firma Die Geschworenen billigten ihm mildernde Umstände zu, worauf Jandorf u. Ko. stattfand, Amberg, 2. Juli.( W. T. B.) Der„ Amberger Volkszeitung" Sutfabrikant Kriegel der Angeklagte zu einem Jahre drei Monaten Gefängniß verurtheilt zufolge ist gestern über Schwand bei Schönsee ein Gewitter niederden Antrag gestellt hatte, ihr zu untersagen, die von ihr wurde. Drei Monate wurden durch die erlittene Untersuchungshaft gegangen. Dabei zündete ein Blitz und äscherte zehn Wohnhäuser feilgehaltenen Strohhüte als Manilla Hüte" zu bezeichnen. mit fämmtlichen Nebengebäuden ein. Das Gericht hatte den Kläger kostenpflichtig abgewiesen. Anders für verbüßt erachtet. ,, Echte Maltakartoffeln" hatte der Kaufmann Karl Siebke auf Innsbruck, 2. Juli.( B. H.) entschied gestern die 148. Abtheilung des Schöffengerichts. Den Ein Pionier der hiesigen Kläger Kriegel vertrat Rechtsanwalt Cannedt, die beklagte Firma einem Plakate zu stehen, welches sich über einem Rorbe mit neuen Garnison stürzte beim Blumenpflücken von der Platzwiese ab und Jandorf u. Ko. Rechtsanwalt Dr. Mendel. Der Sachverhalt ist Kartoffeln befand. Da der Preis ein verhältnißmäßig billiger war, blieb sofort toot. Zürich, 2. Juli.( B. H.) Im Innern der Schweiz herrschte in Kürze folgender: In dem Schaufenster der beklagten Firma wurden viele Hausfrauen veranlaßt, von den Italienern" zu wurden bei Beginn der Saison Damen Strohhüte ausgestellt, taufen. Bei näherer Besichtigung stellte es sich aber heraus, daß gestern Nacht ein furchtbarer Orfan, verbunden mit Wolkenbruch. welche die Bezeichnung Manilla" und den Preis 3 Mart" trugen. der größte Theil der Kartoffeln verfault und ungenießbar war. Biele Häuser wurden zerstört und die Ernte vernichtet. Die Rhone zurück und verlangten durchbrach einen Damm. Jeder Sachverständige sab sofort, daß das Fabrikat aus dem Brachten die Frauen die Waare Geld wieder, so wies fie der Angeklagte schroff Turin, 2. Juli.( B. H.) Der„ Gazzetta Piemontese" zufolge weit billigeren Material Palmenbaft" hergestellt war. Da in jedem ihr Bezeichnend für den Angeklagten war es, daß sein herrscht in der algerischen Provinz Oran eine Typhusepidemie. reellen Geschäft ein Manillahut 4,50-5. tostet, so hielt die Kon- ab. furrenz diese Geschäftspraxis der Firma Jandorf u. Ko. nicht für Lehrling in einem Gemüsekeller angetroffen wurde, als er für Viele tausend Personen, darunter viel Militär, liegen am Typhus erlaubt, sondern der Fabrikant Kriegel erstattete Anzeige, nachdem seinen Chef Kartoffeln holen mußte, und derfelbe von einer Kundin darnieder. Die Bevölkerung ist panifartig erregt. feine Ehefrau im Jandorf'schen Geschäft einen„ echten Manillahut" daraufhin angesprochen wurde, daß sie doch selbst mit Kartoffeln gefordert und einen Palmenhut erhalten hatte, dem aber handelten. Die essen wir nicht!" war die Antwort, während den eine Nota über einen Manillahut beigegeben war. Im gestrigen Käufern gerathen wurde, die Maltakartoffeln nur tüchtig zu fochen, Zermin waren die Gutachten der Sachverständigen ausschlaggebend. dann würde sich der dumpfe Geruch ebenso wie die blaue Schale Fabritant Remisch erklärte, daß der Bast zu den Palmenhüten aus verlieren. An der Schuld des Angeklagten war kein Zweifel, da er Ruba fomme, nach dem Elsaß geschickt und dort geschnitten und zu selbst zugab, daß die Waare dumpfig roch. Während der StaatsHüten geflochten würde. Die„ Manillahüte" kämen zumeist aus Java, anwalt wegen wiffentlichen Verkaufs verdorbener Nahrungsmittel der Bast sei feiner und die Herstellungsart eine mühsamere, deshalb eine Geldstrafe von 100 m. beantragte, ließ es der Gerichtshof der der Preis auch höher. Ein reeller Kaufmana würde niemals einen 139. Abtheilung des Amtsgerichts I bei 60 M. oder 12 Tagen GeIn ähnlichem Ifängniß bewenden. Palmenhut als einen Manillabut verkaufen. " Madrid, 1. Juli.( W. T. B) Nach einer Privatdepesche aus Havana brachten die Ausständischen auf der Eisenbahn bei Janico eine Bombe in dem Augenblicke zum Explodiren, als ein Zug die betreffende Stelle pafsirte. Ter Lokomotivführer und der Heizer wurden getödtet; die Maschine beschädigt. Barcelona, 2. Juli.( W. T. B.) Während mehrerer Stunden wurde hier ein Phänomen auf dem Meere beobachtet. Der Wassers spiegel hob und sentte sich alle 10 Minuten um einen Meter. Einem englischen im biesigen Hafen liegenden Kriegsschiffe riß das Aufertau, das Schiff mußte den Hafen verlassen. Hierzu 2 Beilagen. Verantwortlicher Redakteur: Anguft Jacobey in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von May Bading in Berlin. Br. 152. 14. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Sonnabend, 3. Juli 1897. zusammen einen Landtags- Wahlbezirk bilden, der drei Vertreter erFür die Betheiligung nennt. Er wählte 1893 drei Konservative mit durchschnittlich an den Landtagswahlen 731 Stimmen( jeder Wahlmann hat so viel Stimmen, wie der Wahl- Wahlbezirke und Bahl der gewählten Wahlmänner bezirk Abgeordnete wählt), während ein ihnen entgegengestellter Freihat sich, wie bereits mitgetheilt, Eduard Bernstein, der schon 1893 finniger nur 205 Stimmen erzielte. Darnach würde man auf den diese Frage angeregt hatte, von neuem ausführlich in der Neuen ersten Blick folgern, daß eine Betheiligung der Sozialdemokraten Beit" ausgesprochen. Obwohl unseren Lesern vielfach die Neue hier zwecklos wäre; selbst wenn die Sozialdemokraten den KonserBeit" selbst zugänglich ist, glauben wir doch die wichtigsten Aus- vativen 200 Wahlmänner nähmen, wäre deren Mehrheit noch groß führungen wiedergeben zu sollen, um einen vollen Ueberblick der in genug, Sozialdemokraten plus Freifinnige zu schlagen. Vergleicht der Partei auftretenden Ansichten in unseren Spalten zu bieten. man nun aber damit das Stimmenresultat bei der Reichstagswahl Nachdem Bernstein einige allgemeine Betrachtungen angestellt 1893, so ergiebt sich ein durchaus anderes Bild des Stärkeund sich mit der Schwierigkeit des Wahlverfahrens beschäftigt hat, verhältnisses der Parteien. fährt er fort: " Da begegnet uns zunächst der alte Ladenhüter, wonach die Wahibetheiligung den Wahlkompromiß zur Folge haben werde, dieser aber politischer Schacher und daher als forrumpirend zu verwerfen sei. Es erhielten 1893 Stimmen im ersten Wahlgang: In Oberbarnim In Niederbarnim . 6853 4209 4254 Die Konservativen bezw. Reichspartei Die Freisinnigen. Die Sozialdemokraten Die Antisemiten. 11.095 € 726 17 044 2784 Waldenburg- Reichenbach 2 709 Waylmänner. Ohlau- Brieg 429 Wahlmänner. Ratibor 475 Wahlmänner. Haynan- Liegniß. . 525 Wablmänner. Hirschberg- Schönau 345 Wablmänner. Görlitz Lauban 675 Wahlmänner. Magdeburg • gegen 716 Wahlmänner. Halberstadt- Oschersleben- Wernige Gieb dem Hund einen schlechten Namen, wenn du ihn tödten willst, sagt der Engländer. Wann werden wir ein Spiel mit Worten aufgeben, das statt die Köpfe aufzuklären, sie nur verwirren fann? Rechnen wir die Antisemiten zu den Konservativen, so kommen Wenn jeder Kompromiß, wenn jede Anwendung des do ut des in der Politik verwerflicher Schacher ist, dann hat die deutsche Sozial- auf Freifinn plus Sozialisten 29 333 antikonservative demokratie eine Unzahl von Schachergeschäften auf ihrem Serbholz. Ein Liebknecht müßte auf eine der erfolgreichsten Phasen feines politischen Wirkens mit dem Gefühl tiefster Scham zurückblicken, denn was hat er in Sachsen von 1865 bis 1869 anderes getrieben, als den politischen Kompromiß? waren " an annehmen kann, daß mindestens robe 574 Wahlmänner. Halle a. d. Saale 680 Wahlmänner. • . Wahl männerftimmen und Partetftellung der fiegreichen Kandidaten 516 FK. Wahlmänner stimmen der unter= Tegenen Kandidaten Bahl der 1898 in den entsprechenden Reichstags= Wahltreifen abgegebenen sozialDemokratischen Stimmen 105 11386 513 FK. 113 3000} 474 K. 117 282 K. 142 1975 284 K. 134 1741 259 K. 208 6359 255 K. 206 304 K. 212 6053 . 304 K. 195 . • 230 FK. 110 1871 228 FK. 109 443 FK. 221 7588 431 NL. 428 FK.(?) . 687 NL. 30 16633 617 NL. 25 843 NL. 213 • 9881 395 NL. 402 FK. 253 12991 433 NL. 185 485 K. . 103 11716 494 NL. 452 NL. . 98 9192 426 NL. 66 283 NL. 279 6914 283 NL. 279 432 NL. 88 6033 405 NL. 279 19855 1833 NL. + 1594 NL. 17170 703 NL. 60 13861 677 NL. 58 + 625 NL. 35 9902 727 NL. 167 16005 • 727 FK. 143 B 317 320 NL. 321 NL. 309 13482 Weißenfels- Naumburg- Zeit 621 Wahlmänner. Hannover Stadt 612 Wahlmänner. Hagen i. W.. 565 Wablniänner. . 562 Wahlmänner. 2208 Wahlmänner. 900 Wablmänner. und sicher ist, daß die Mehrheit der freisimmigen Wähler nicht dem ein Theil der 4209 Freifinnigen für den Sozialdemokraten stimmten, Lennep Solingen- Remscheid... Reichsparteiler zulief. Bei der inzwischen eingetretenen Stimmung der bürgerlichen Wäblerschaft ist aber heute in dieser Hinsicht keine Berfchlechterung zu erwarten. Elberfeld- Barmen. 945 Wahlmänner. Fra ffurt a. Main 645 Wahlmänner. Es sind hier alle Wahlbezirke fortgelaffen, die, wie die vier Berliner Bezirke( mit neun Mandaten), Breslau, Danzig von Freisinnigen, oder, wie Köln, von Zentrumsleuten vertreten sind. Es geschah dies, weil auf die politische Konstellation und nicht auf die Erringung von Mandaten der Haup ton gelegt wide. Sonst würde z. B. ein Wablkampf im ersten Berliner Landtags- Wahlbezirk( linkes Spreeufer, untere Stadt), der drei Abgeordnete wählt, wohl der Mühe lohnen. Dort hatten 1893 von 1178 Wahlmännern die drei freisinnigen auf Gegner fielen. Sobald die Sozialdemokratie dort den Kampf Kandidaten 760, 709 und 671 Stimmen erhalten, während 302 Stimmen aufnimmt, ist es mit der absoluten Sicherheit dieser Freisinnsveste vorbei, und wenn nicht aus anderen Gründen, würden die Freis sinnigen schon aus Selbsterhaltungstrieb sich dazu verstehen, derjenigen Partei ohne große Widerrede ein Mandat abzutreten, die nach den Ziffern der Reichstagswahl die Majorität der Bevölkerung des Bezirks hinter sich hat. Aehnlich in Breslau, wo die Frei sinnigen bei der vorigen Wahl um Haaresbreite geschlagen worden wären und jedenfalls in ihrem Besitzstand sehr bedroht sind. Sie werden zu solchen Zugeständnissen umso eher bereit sein, als dieselben in gar feinem Verhältniß stehen zur Zahl der Mandate, die sie mit Hilfe der Sozialdemokratie anderwärts erobern können. dazu übergehen würden, uns" Daumschrauben anzulegen" und zu Daß die Freisiunigen, wenn ihnen diese Forderung gestellt wird, fogen:" Ihr braucht uns, wir geben euch genug für eure Hilfe, wenn wir im Landtag freifinnig auftreten", scheint wenig wahr20 696 fonservative Stimmen. Man wird nun nicht fehlgehen, wenn man einen großen oder selbst den größten Theil der freisinnigen Wähler in der zweiten Wählerklasse sucht. Gehen die Freisimmigen mit derjenigen Kampflust in den Wahlkampf, die das ihnen 1893 gänzlich fehlende Gefühl von der Möglichkeit eines Erfolgs zu ver Als praktische Politiker wollten wir auch politische Erfolge leiben pflegt, so ist es angesichts der Reichtagsziffern durchaus nicht haben," schreibt er im Vorwort zur Neuausgabe des Leipziger Hoch- ausgeschlossen, das Freifinnige einer und Sozialdemokraten anderer verraths- Prozeß", und zu diesem Zwecke mußten wir uns eine Wiacht: feits genügend Wablmänner aufbringen, um, wenn sie zusammen: stellung sichern. Wir Die gehen, die drei Konservativen aus dem Felde zu schlagen. Wenn deshalb genöthigt, thatsächlichen es ist die vorhandenen sie zusammen vorgehen, resp. wenn sie sich verständigen Verhältnisse anzuknüpfen und Strömungen, soweit sie uns unserem Ziele näher bringen ein großes Wenn, und das Verhalten der Freifinnigen bei den fonnten, zu benutzen. Der Feind war das System, welches für Stichwahlen, die in beiden Wahlkreisen 1898 nöthig wurden, läßt Altona- Iserlohn den Augenblick in der Person Bismarck 3 sich verkörperte. Die einen gewiffen Skeptisismus als leicht begreiflich erscheinen. Feinde dieses Mannes und Systems waren bis zu einem gewissen Immerhin erhielt in Oberbarnim der Konservative bei der Stich: Bochum Dortmund Gelsenkirchen. 1922 NL. Grade unsere natürlichen Bundesgenossen", deren man sich nur wahl nur 1750, der Sozialdemokrat dagegen 2200 Stimmen richtig bedienen mußte... Solche Bündnisse" und" Verhältniffe" Zuwachs, so daß man sind in der praktischen Politik unvermeidlich. Und unter verständigen Menschen sind sie auch durchaus ehrlich. Man geht zusammen, so lange es nüglich, und trennt sich, sobald die Bedingungen des Zusammengehens erfüllt oder nicht mehr vorhanden sind. Natürlich darf man sich nicht übertölpeln lassen"( Hochverraths- Prozeß", G. 27/28). Aehnlich steht es in noch vielen anderen Wahlkreisen, die bei Gewiß, und ebenso wenig darf der Kompromiß lediglich unter dem Gesichtswinkel des Augenblickserfolges beurtheilt werden. Ein oberflächlicher Durchficht der Zahlen als boffnungslos den KonKompromiß, der nur um momentaner Vortheile willen unter Preis- fervativen verfallen erscheinen. Es fehlt aber auch nicht an solchen gebung wichtiger Allgemeininteressen abgeschlossen wird, wäre in Wahlkreisen, wo schon der Uebergang einer geringen Zahl von Wahlder That ein sehr verwerfliches, forrumpirendes Schachergeschäft. männern aus dem konfervativen ins antikonservative Lager genügt, Das Mittel muß über den kleinen, nächsten Zweck hinaus mit dem die Koalition Landwirth plus Landrath aus dem Sattel zu heben. großen, allgemeinen Zweck des Politikers in Einklang stehen. Das So würde im Wahlbezirk Westhavelland ze. das Abschwenken von unterscheidet den anständigen vom gesinnungslosen Kompromiß. 30 Wohlmännern von der rechten auf die linke Seite genügen, der Ein anderer Einwand erklärt durch eine Betheiligung an der Junkerkoalition drei Sige abwendig zu machen. Landtagswahl und Unterstützung der Freifinnigen die politische Ich lasse nun hier eine Liste von Landtags- Wahlbezirken folgen. Erziehung der Massen für bedroht. Wir würden bei denen unter den im Vorstehenden entwickelten Vorauss gungen unsere Wähler verwirren, wenn wir ihnen plötzlich zumutheten, tretung von rechts nach links als wohl möglich erscheinen läßt. ein Eingreifen der Sozialdemokratie eine Verschiebung der Verfür Leute zu stimmen, die wir ihnen bisher als ihre größten Feinde Die Liste ist aber durchaus nicht vollständig, sie läßt unter anderem geschildert haben. Aber das würde dann auch für unser Verhalten bei Stichwahlen zum Reichstage gelten müssen, während dasselbe alle Einzelwahlkreise aus, obwohl die Partei, wenn sie den Wahl thatsächlich sich als eines der wirksamsten politischen Erziehungs- fampf aufnimmt, vor denselben nicht Halt machen wird und mittel bewährt hat. Der heutige Arbeiter ist vielleicht nicht der hier gleichfalls oft das Pendel dazu bringen kann, nach der Jubegriff politischer, philosophischer, künstlerischer 2c. Unfehlbarkeit, anderen Seite zu schwingen. Ebenso fehlen alle Wahlkreise, wo es als den man ihn bei anderen Gelegenheiten gern hinstellt, aber so sich um Konservative oder Nationalliberale gegen Zentrum, Polen 2c., viel Grüße hat er denn doch noch, zwischen Gegnern um Freisinuige gegen Zentrum handelt, oder endlich unterscheiden und verstehen zu können, daß einer Partei bei diejenigen Kreise, wo nicht anzunehmen ist, daß unsere Genossen der Wahl unter bestimmten Bedingungen seine Stimme geben, sich eine so nennenswerthe Zahl von Wahlmännern aus eigener Kraft ihr nicht mit haut und Haar vertaufen beißt. aufbringen, um bei der Wahl der Abgeordneten ein entscheidendes Bleibt also die Frage des Wahlerfolges. Ift Aussicht Wort mitzusprechen und anderes mehr. Die Liste foll nur einen vorhanden, daß das Ergebniß die Aufwendungen an Opfern aller oder drei Abgeordneten geben, wo Aussicht vorhanden ist, daß die flüchtigen Ueberblick über eine Anzahl folcher Wahlbezirke mit zwei Art lohnt? Hier haben wir zwei Dinge auseinander zu halten: die Man- Wahlmänner der Sozialdemokratie bisher konservative und nationalbatsgewinnung und die Beeinflussung der all. liberale Wahlbezirke in freisinnig- demokratische verwandeln. gemeinen politischen Situation. Soviel fich bis jetzt Die Liste ist so angeordnet, daß zuerst der Name des scheinlich. Aus der freisinnigen Preffe flingt ein ganz anderer übersehen läßt, legt die Masse der Genossen, die sich für die Be- Wahlkreises steht mit der Zahl der überhaupt gewählten Ton. Die guten Leute haben es nicht so dick, um in dieser Wahlmänner. Die Angabe theiligung ausgesprochen haben, den Hauptton auf den letzteren dieser Zahl ist nöthig, weil Weise die Vornehmen zu spielen. Sollten sie es versuchen, so Punkt. Durchaus mit recht, aber auch der Werth der Gewinnung vielfach die Wahlmänner der Minorität, nachdem die Urwahl würde die Partei um die entsprechende Antwort nicht verlegen von Landtagsmandaten für die Sozialdemokratie ist nicht zu unter. Schon die Aussichtslosigkeit ihrer Kandidaten ergeben, gar fein... schätzen. Die Abtretung von Mandaten an die Partei ist der Prüfftem nicht zur Wahl der Abgeordneten erschienen find. Neben den Namen Soviel ist nun flar, wenn die Sozialdemokratie in die für die Ehrlichkeit derjenigen, die sich um ihre Stimmen bewerben. Wer des Wahlbezirks stehen die Zahlen der Wahlmännerstimmen, die die Landtagswahl eingreift, die Parole sein muß auf der ganzen wirklich Gegner des Dreitlaffen- Wahlsystems ist, muß bereit sein, eine gewählten Abgeordneten erhalten haben, dann Zahlen der Stimmen, Linie. Eine Halbbeit hätte wenig Zwed. Ebenso würde die feiner ärgsten Ungerechtigkeiten gutzumachen, und ich glaube, die Frei welche zusammen für Gegenparteien abgegeben wurden, sowie schließ: Taktik von vornherein festgestellt werden müssen, was noch nicht heißt, finnigen sind genügend durch die Schule der Widerwärtigfeit ge- lich die Zahlen der Stimmen, welche die Sozialdemokratie 1893 in gangen, um dies gelernt zu haben. Namentlich wo sie vor der Ent- den entsprechenden Reichstags- Wahlkreisen erhalten hat, wobei den sich für alle Eventualitäten die Hände zu binden, sondern nur, daß die Kämpfenden überall mit der vollen Tragweite des aufgenommenen scheidung stehen, fonservativen Agrariern das Feld zu räumen oder Unterschieden in der Abgrenzung oder Zusammenlegung der Bezirke Kampfes bekannt gemacht werden. Gegen Junker" ist ein ganz der Sozialdemokratie ein Mandat abzutreten, ist es nicht wahr nach Möglichkeit Rechnung getragen wurde. Leider erlaubten die scheinlich, daß fie das erstere vorziehen werden. Es müßte ein febr mir vorliegenden Tabellen nur die Angabe der Parteistellung der gutes Feldgefchrei, aber in vielen Wahlbezirken hat es bei der taktlos geführter Wahlkampf vorangegangen sein, wenn bei der gewählten Abgeordneten; für die der unterlegenen Kandidaten ist Landtagswahl wenig Sinn, wenn es nicht gleichzeitig heißt: für heutigen Sachlage die Links- Freifinnigen die Wahl von Konservativen der Leser meist aufs Rathen angewiesen, was indeß nicht allzu bürgerliche Demokraten. Man erinnere sich, daß schon bei der Urs als das kleinere Uebel betrachten sollten. schwer ist. Wo in den hier aufgeführten Bezirken Konservative oder wahl Stichwahlen stattfinden. Wie steht nun im allgemeinen die Wahlkonjunktur? Der Nationalliberale gewählt wurden, haben wir ihre Gegner fast immer preußische Landtag zählt 433 Abgeordnete, die in 256 Wahlfreifen in einer der freisinnigen Gruppen zu suchen. gewählt werden. 105 Wahlkreise, in ihrer Mehrheit den neupreußiFür die Parteien sind in unserer Lifte dieselben Abkürzungen schen Provinzen( Hannover, Naffau, Schleswig- Holstein) angehörig, gebraucht, die in allen statistischen Aufstellungen üblich sind und das wählen je einen, 125 je zwei und 26 je brei Abgeordnete. Bon her leicht verstanden werden. Die Reichstagswahl- Bahlen beziehen diesen 433 Landtagsfigen haben die beiden Parteien des preußischen sich überall auf den ersten Wahlgang. Junkerthums, die konservative und die freikonservative Partei, nahezu die Hälfte inne. Auf einer mir vorliegenden offiziellen Liste, die seitdem nur ganz unwesentliche Aenderungen erfahren hat, find die Ronservativen mit 139, die Freikonservativen mit 62 lbgeordneten verzeichnet. oder Wahlziffern aus der Landtagswahl von 1893 Wahlmänner in Preußen. Die Nationalliberalen haben 87, das Wahlbest rte und Bahl der gewählten Bentrum 94, die Polen 18, die beiden freisinnigen Parteien zu sammen 19 Mandate, 9 Abgeordnete waren" wild" Don 1849 Wie und . . Land 5 Mandate waren erledigt. Ueber 200 Stüßen der Junterherrschaft denen und dazu 87 Nationalliberale, ein Theil noch Memel- Heydekrug. reaktionär genug die Demokratie durch 366 Wahlmänner. genug ist! ihre Wahlenthaltung nur der Regierung einen Gefallen erwies" Rönigsberg Stadt ( Bebel„ Die Sozialdemokratie und das allgemeine Stimmrecht", S. 12), so hat 1893 die. übrigens noch viel stärkere*)- Wahlenthaltung der Die schwächste Wahlbetheiligung fand im Jahre 1855 statt, wo die entsprechenden Ziffern 39,6, 27,2 und 12,7 pCt. waren. Das Resultat dieser grandiosen Wahlenthaltung war die famose Landrathskammer", die die gutsherrliche Polizeigewalt in Preußen wieder. herstellte, die Richter unter ein reaktionäres Disziplinargeseh stellte und noch in mancherlei Weise die Junker- und Bureaukratenherrschaft fräftigte. Der 1849 gewählten Rammer verdankt das preußische Bolt u. a. sein Versammlungsgesetz. " . 1013 Wahlmänner. Elbing Stadt u. Land u. Marien burg 513 Wahlmänner. Oberbarnim und Niederbarnim 989 Wahlmänner. Westhavelland, Brandenburg und Bauche- Belzig. 636 Wahlmänner. 254 Wahlmänner. radikaleren Wähler die Wirkung gehabt, einer schönen Kombination von Landraths- und Landwirthskammer zum Dasein zu verhelfen. 1893 find nämlich nicht weniger als 174 Großgrundbesitzer und Jüterbog- Luckenwalde sonstige Landwirthe" und 62 Land- und Regierungsräthe in die Kammer gewählt worden, so daß diese beiden Berufsfategorien mit Teltow- Beeskow- Storkow 236 Sigen die Mehrheit der Abgeordneten bilden, wozu dann noch 53 staatliche Justizbeamte kommen. " Bei der außerordentlich geringen Wahlbetheiligung von 1893 geben die Wahlziffern jenes Jahres nur ein sehr schwaches Bild von dem, was eine Theilnahme der Sozialdemokratie an der Landtagswahl bei der heutigen Sachlage auszurichten vermöchte. Nehmen wir z. B. die Wahlkreise Ober- und Niederbarnim bei Berlin, die Es wählten von stimmberechtigten Wählern: 1281 Wahlmänner. Frankfurt a. D.- Lebus 548 Wahlmänner. Guben- Sorau 689 Wahlmänner. Kottbus Spremberg- Ralau 624 Wahlmänner. Radow- Greifenhagen. . • Wahl männer stimmen und Partets ftellung der fiegreichen Kandidaten 220 K. 241 K. Wahl männers ftimmen der unterTegenen Kandidaten Bahl der 1893 in den entsprechen= den Reichstags: Wahlkreisen abgegebenen fozialDemokratischen Stimmen 1800 137 93 554 NL. 437 551 NL. 525 NL. 428 371 10968 4400 816 K. 193 8764 315 K. 741 K. 194 205 21298 738 K. 713 K. 360 K. 256 7712 848 K. 261 + 358 K. 144 FK. 245 103 2300 5400 728 K. 498 81424 707 K. 451 293 K. 287 9122 . 296 FK, 372 NL. 374 FK 427 K. 234 299 278 171 . . 423 K. 3107 7012 6452 3868 508 K. 10508 510 K. 370 K. 93 5148 365 K. 13 1849 Wähler erster Klasse • Wähler zweiter Klasse . . 55.40 pCt. 44,70 1893 48,13 pt. 32,05 600 Wahlmänner. Landkreis Breslau- Neumarkt 488 Wahlmänner. " Wähler dritter Klasse. 28,60 15,21 " " 33 1 Bildet mit Zauche- Belzig einen Reichstags- Wahlkreis. Ich glaube nicht zu übertreiben, wenn ich es für möglich erkläre, den vereinigten Konservativen und den Nationalliberalen zusammen 80 bis 100 Mandate zu entreißen, die dann, von den etwa auf Sozial demokraten entfallenden Mandaten. abgesehen, fast sämmtlich den Freifinnigen zufallen würden. Damit wäre die Physiognomie, des Landtags total verändert, eine tonservativ- nationalliberale Mehrheit und selbst eine konservativ- ultramontane Mehrheit verhindert. Der Methode, den Landtag gegen den Reichstag auszuspielen, wäre ein Riegel vorgeschoben, und es hinge dann nur von der Festigkeit der Freifinnigen ab, wie weit das Recht der Volksvertretung in Preußen und im Reiche endlich zur Wahrheit gemacht würde. Besondere Hoffnungen auf diese Festigkeit wird niemand setzen, aber es wäre ein großer Anstoß gegeben und das ganze öffentliche Leben käme in neue Bewegung. Die erste selbständige Arbeit der so zusammen gesezten Rammer aber müßte die Wahlreform sein. Der Kampf gegen das Dreiklassen- Wahlsystem wird mit ganz anderer Wucht und Aussicht auf Erfolg geführt werden können, wenn innere halb der Kammer eine genügende Anzahl von Abgeordneten fitt, bie auf ihn verpflichtet sind, die auf diese Verpflichtung hin gewählt wurden. Andererseits kann das Reichstagswahlrecht so lange nicht als festfundirt erachtet werden, so lange die Landtage, und vor allem der preußische Landtag, auf dem Privilegium aufgebaute Brute nefter der Privilegien sind. So hat die Sozialdemokratie in Preußen eine große Aufgabe vor fich. Wer an das baldige Eintreten des großen Zusammenbruchs glaubt, mag fie gering fchäßen. Wer aber einen anderen Weg der gesellschafts lichen Entwickelung für möglich und wahrscheinlich hält, wer vor allen Dingen glaubt, daß der Weg zu höheren Gesellschaftseinrichtungen nicht nothwendigerweise über Untiefen zu gehen braucht, vielmehr um so mehr abgekürzt wird, je mehr er in aufsteigender Richtung sich bewegt, der wird ihr eine große Bedeutung beimessen. Selbst wenn im ersten Anlauf nicht das erreicht wird, was uns als mögs lich vor Augen schwebt, ist ein tüchtiger Fortschritt von vornherein gesichert. Die Sozialdemokratie ist heute start genug, eine Waffe aut benutzen, die ihr einst nuglos und gefährlich erscheinen mußte. Sie ift start genug an Zahl und an gesellschaftlichem Ansehen. Sie ist start genug, mit dieser Waffe einen Schlag zu führen, der den Arm ihrer bittersten Gegner lähmt. Und wenn wir den Junkern nur 50 Mandate entreißen helfen, ist der Kampf des Preises werth. 3) Reichenbach gehört zum Reichstags- Wahlkreis Reichenbacha Neurode, der 8668 sozialdemokratische Stimmen abgab. Kommunales. Nach Fertigstellung des Neubaues der Potsdamer Brücke wird bekanntlich beabsichtigt, diefelbe an ihren vier Endpunkten mit Figurengruppen auszuschmücken. Zur Feststellung dieser Gruppen hat das Magistratsfollegium. aus seiner Mitte eine Fünfer Kommission gewählt, welche dahinzielende Vorschläge unter breiten soll. Aus der Zopfzeit. Auf Ersuchen der Schüßengilde von Berlin hat das Magistratskollegium beschlossen, daß zur 150jährigen Jubiläumsfeier der Wiederherstellung der alten Privilegien der Schützengilde durch Friedrich II., welche in der Zeit vom 20. bis 25. Juli d. J. auf Schloß Weißensee begangen wird, der Magiftrat sich durch die Stadträthe Bohm und- Heller vertreten lassen wird. Bürgermeister Kirschner und Stadtschulrath Fürstenau haben thren Sommerurlaub angetreten. Lokales. " Bei dem inneren Ausbau des Abgeordnetenhauses in der theil noch feuergefährlichere Bustände existiren sollen, vor, um beim Prinz Albrechtstraße soll der große Frattionsfaal der Konservativen Polizeipräsidium eine Abstellung herbeizuführen. Auch eine Konventionalftrafe. Aus dem Rathhause wird be- ganz besonders hervorragend ausgestattet werden. Gehört sich auch An der Aufräumung der Pante arbeiteten am Donnerstag sieben richtet: Es hat sich der Mißstand herausgestellt, daß Eltern, um bei fo. Ebenfalls wird von der Aufstellung allegorischer Figuren, welche und gestern noch sechs Mann von der städtischen Kanalisation. Am großem Andrange ihren Kindern die Aufnahme in einer höheren Beredtsamkeit, Weisheit, Gerechtigkeit( und Treue darstellen, beerften Tage wurden besonders Lumpen herausgeholt, am zweiten Unterrichtsanstalt zu sichern, dieselben zu gleicher Zeit bei mehreren richtet. Es fehlt noch eine Allegorie des Staatsstreiches, dem der mehr Steine. Das Wasser der Panke war infolge der Stauung Anstalten anmelden. Dadurch treten Fälle ein, daß andere Kinder in preußische Landtag bekanntlich sein Bestehen verdankt. um einen halben Meter gestiegen. In einer sehr gefährlichen sich, wie jetzt einzelnen Anstalten wegen drohender Ueberfüllung abgewiesen werden bekannt wird, die Familie Gegen die ftudentische Ehrengerichts- Bewegung hat der age müssen, während bei Eröffnung des betreffenden Semesters von den auf- bisherige Rektor der technischen Hochschule zu Charlottenburg, Ge des Fuhrherrn Graffow befunden, die im dritten Stock genommenen Kindern eine Anzahl nicht erscheint, da dieselben in heimer Regierungsrath Professor Dr. Hauch bei Gelegenheit des des mehrfach erwähnten Hauses wohnte. Herr Grassow hatte un zwischen anderweit Unterkommen gefunden haben. Das Magistrats- Rettoratswechsels eine Rede geredet. Er urtheilt über die Leiter 13/4 Uhr sich zum Ausruhen im Schlafzimmer niedergelegt. Er lag Kollegium hat infolge dessen beschlossen, bei allen höheren Unter der Bewegung:„ Entgegen den wiederholten ausdrücklichen kaum 5 Minuten, als unten mehrere Männer Fener!" fchrieen. richtsanstalten, Gymnafien und Realschulen, eine Einschreibegebühr Warnungen des Rektors gingen die Führer mit höchft provozirenden Sofort lief er ans Fenster und rief den Leuten zu, sie möchten einen von 3 M. zahlen zu lassen, welche demnächst auf das Schulgeld an- Angriffen gegen die Vereinsstudenten und mit der naiven Prätension Eimer Waffer nehmen und das Feuer ausgießen. Dann wollte er gerechnet werden, dagegen aber verfalten, wenn durch Verschulden vor, daß dem von ihnen zu gründenden allgemeinen studentischen gleich auf den Hof hinabgehen, fam aber nur bis zum 2. Stock. der Eltern des betreffenden Kindes dasselbe der Aufnahme- Anzeige Ehrengericht sich auch die Vereine zu beugen hätten." Auch hätten dier schlug ihm schon eine mannsdicke Feuergarbe entgegen. Da er nicht Folge leistet. Diese Maßnahme soll bereits am 1. Oktober 1897 Studenten wahrheitswidrige Berichte über die Gründe der Auflösung Frau und Kinder oben gelassen hatte, so eilte er zurück, nahm seinen ins Leben treten, Läßt sich eine solche Maßnahme rechtfertigen? des Komitees durch die Preffe verbreitet und Schmähartite! gegen Sohn und seine Tochter unter die Arme und rief seiner Frau zu, die akademischen Behörden gerichtet. Mehr und mehr schwinden ihm zu folgen. Es ging nun über das Dach des brennenden Haufes die Bessern unter den Studirenden. Brave Kinder giebt es wohl hinweg auf das Dach des Nebengebäudes in der Boyenstraße und von dort über den Boden und die Treppe ins Freie hinab. Unten angekommen, nur noch unter den prügellustigen Korpsstudenten. Nicht oft genug können Arbeiter gewarnt werden, die vermißte Grassow ſeine Frau und glaubte, sie sei nicht mitgekommen. Auf sein Geschrei kam Brandmeister Bliesener herbei und ließ auf Aschinger'schen Bierquellen Lokale zu besuchen. So die Meldung, daß Frau Grassow vermuthlich noch in dem brennenlange diefe, die an sich gewiß einem der Bedürfniß den Hause sei, durch seine Mannschaft ein Loch durch die LazarethGroßstadt entsprechen, in Berlin bestehen, dringen auch regel maner brechen, um von hier aus vorzubringen. Man brauchte eine mäßig Klagen von Arbeitern in die Offentlichkeit, nach welchen volle Stunde, um nur an das Haus heranzukommen; einzudringen ihnen oft in der beleidigendften Form die Darreichung von Getränken volle Stunde, um nur an das Haus heranzukommen; einzubringen verweigert worden ist. Zu dieser Maßregel schreiten die Lokal- war nicht mehr möglich. Es stellte sich dann aber heraus, daß verwalter und ihre Untergebenen auf grund einer Instruktion der Ge- Frau Graffow ihrem Manne gefolgt und ihm nur aus den Augen gefommen war. Grassow hat 251 Mart in baarem Gelde verloren, schäftsinhaber, wonach Personen, welche sich etwa durch das Fehlen die in einer Kommode lagen. Zahlreiche Fuhrgeschäfte haben sich von Kragen und Kravatte oder sonstwie als Arbeiter fennzeichnen, schon gemeldet, um den Schutt abzufahren, man hat aber damit noch auf keinen Fall von den Angestellten bedient oder im Lokal geduldet nicht begonnen, weil die Versicherungsbeamten mit ihren Aufnahmen werden dürfen. Gestern theilte uns ein hiefiger Bürger, der eine Droschkenfahrt durch die Stadt gemacht hatte, in erklärlicher Ent- noch nicht fertig sind. mit, rüfiung Gegen den Straßenhandel mit Schuhwaaren, Handdaß der Bierzapfer eines Aschinger'schen, Lokals wohl ihn, nicht aber den Kutscher bedienen schuhen 2c. ist von interessirter Seite eine Bewegung eingeleitet Bur Lokalliste. Der Musikverein Allegro" feiert heute fein wollte, als er für diesen gleichfalls ein Glas Bier be worden. Bereits vor einem halben Jahre ist damit begonnen wor Sommerfest bei Jakob in Treptow und sucht unter den Bewohnern stellt hatte. In Berlin, wo die Gegenfäße von Reich und den, Erhebungen zu veranstalten. Der Zweck dieser Erhebungen ist, des Südostens Billets zu vertreiben. Es sei besonders darauf hin- Arm sich fortwährend im Straßenleben auf das engste berühren, den Umfang diefes Handelsverkehrs genau festzustellen Besonders gewiesen, daß das Lokal zu sozialdemokratische Versammlungen nicht dürfte es selbst dem Wirth einer" echten" Bierkneipe wohl felten bemerkenswerth find die Beobachtungen, die in der Gegend des Dortfelbst ver zu haben ist. Die Lokalkommission. einfallen, derart flegelhaft einem Gast vor den Kopf zu stoßen. Rofenthaler Thores gemacht worden sind. fleinen Geschäftsleute dem schwunghaft bePolizei und Sittlichkeit. Die Sittlichkeit hat bekanntlich in Dies neue Beispiel zeigt aber, wie sehr unsere Warnung an die mögen die triebenen Straßenhandel nicht zu widerstehen, müssen vielder Polizei eine eifrige Förderin, zuen mindesten die Sittlichkeit der Arbeiter am Plate ist. ebenfalls mehr überzu dieser Art des Gewerbebetriebes ,, unteren" Volksklassen. Aber auch auf die Hebung der Sittlichkeit Der Ausschuß für die Erhaltung des Botanischen gehen. Nach den gemachten Beobachtungen nehmen mehrere der besseren Stände" ist die Polizei bedacht. So ist durch Gartens als Park hat vor Eintritt der Ferien jetzt noch Schuhmacher aus der erwähnten Gegend am Sonnabend ihren polizeiliches Machtgebot die gewerbsmäßige" Prostitution aus der eine Sigung abgehalten, in welcher beschlossen wurde, den Borrath an Pantoffeln und Kinderstiefeln auf einen Wagen und Friedrichstadt, speziell aus der Friedrichstraße, verbannt, da in Kampf die fiskalischen Veräußerungspläne zum faffen mit diesem in der Nähe von Fabriken oder größeren WerkAugenblick diesem feinen Viertel die gewerbsmäßige Prostitution mit ihren häß letzten mit den anwendbaren Mitteln fort: lichen Begleiterscheinungen Anstoß erregt hat. Da aber die jungen zuführen. Besonders wurde anerkannt, daß die Stadt Berlin stätten Posto, um die abends mit ihrer Löhnung heimkehrenden Arbeiter abzuwarten. Das polizeiliche Verbot des Stehen bleibens und alten Greise der reichshauptstädtischen Lebewelt der leichten den Vorschlag des Ministers auf theilweise Bebauung des Gartens ist nach den neueren Auslegungen der Gerichte kein großes Hinderniß Damen nicht entrathen fönnen, so hielt nach Verbot der offenen die an der Pallas, Elsholz- und Grunewaldstraße und Uebereignung für den Straßenhandel, da gerichtlich stets ein angemessener Beitraum verkappte Prostitution ihren Einzug in die gesperrte Friedrichstadt. des danach verbleibenden Plages an die Stadt gegen Zahlung von nach der Abfertigung der Käufer dem Straßenhändler bis zur Unter der Maske des nächtlichen Straßenhandels wurde sie nunmehr zwei Millionen Mart abgelehnt und beschlossen hat, nur bei ErWeiterbewegung mit seinem Wagen zugebilligt wird. in einer Form betrieben, welche die jungen und alten Greise der reichs haltung des ganzen Gartens gegen entsprechend mäßige Entschädigung ein Schuhmacher hierbei besonderen Bortheil genießt, indem die Anhauptstädtischen Lebewelt in helles Entzücken verfehte. Eine ganze auf die Uebernahme eingehen zu wollen. Im äußersten Falle werde Reihe junger Mädchen unter 16 Jahren erschienen zur Nachtzeit in zur Ausgleichung der Forderung des Fiskus und der Summe, welche proben auf offener Straße viel Zeit in Anspruch nehmen, liegt auf der Friedrichstraße, um den reichen Nachtschwärmern Zündhölzer die Stadt Berlin bewilligen fönne, die Veranstaltung einer Lotterie der Hand. Außer den Schuh- und Pantoffelmachern sind neuerdings auch andere Gewerbetreibende, welche selbstgefertigte Waaren i und andere schöne Dinge, darunter vor allen sich selbst, zum Kaufe angestrebt werden müssen. Auch das noch? Straßenhandel feilbieten, beobachtet worden. Einzelne Händler anzubieten. Dies junge Gemüse" war so recht nach dem Schnabel Der Journalist Petrezillack, der vorgeflern wegen einer ge anderer Artikel dagegen, die ihre Stände in den Markthallen aufder vom Genusse übersatten Laufejungen", 10111 mit Herrn meinen Flegelei zu einer Woche Gefängniß verurtheilt wurde, ist ein gegeben hatten und den Straßenhandel anfingen, haben diesen wieder v. Stumm parlamentarisch- geschmackvoll zu reden. Die Orgien, Schüßling der vom Laufejungen- Stumm erhaltenen" Post". Vor aufgegeben, da sie sich bald überzeugten, daß ihre Waare für diesen die nun in tief verschwiegener Stille gefeiert wurden, aufzudecken, etwa zwei Jahren, so schreibt man uns, fühlte Petrezillack sich in Sandel betrieb sich nicht eignete. haben wir seinerzeit unternommen, und hat sich die Quelle, aus der Gefahr, als Desterreicher ausgewiefen zu werden, weil er sich wir damals schöpften, als klar und wahr erwiesen. Nachdem auch„ lästig" gemacht hätte. Aber zwei brave Patrioten nahmen sich die organisirten Straßenhändler auf die gedachten Scheußlichkeiten feiner an. Gine mit entsprechendem Vermerk versehene Buitenkarte hingewiesen und sich gleichzeitig ganz energisch dagegen gewehrt des Rebatteurs Groddect II von der" Post", sowie einige für hatten, diese nächtlichen Straßenhändlerinnen der Friedrichstadt sprechende Zeilen des damaligen Intelligenzblatt- Redakteurs scheinen als zu ihnen gehörig betrachtet zu sehen, nahm die Polizei Ber- das Wunder bewirkt zu haben, daß Petrezillack fich wieder ficher anlassung, der Sache näher zu treten. Sie richtete ihr Auge fühlen konnte. Vor einiger Zeit hatte dieser Journalist sich in auf die Vorgänge, die sich nächtlicherweile in der Friedrich- den nengegründeten czechisch sozialistischen Verein eingeschlichen. straße abspielten, und entdeckte hierbei ganz erbauliche Dinge. Der Dort entdeckte man jedoch rechtzeitig, mit weffen Geistes Rind man ift in Würzburg an den Folgen einer Karbunkeloperation gestorben. " Handel" dieser Mädchen wurde fernerhin unter polizeiliche Kontrolle es zu thun hatte und bewirkte seine Beseitigung. gestellt und wie wir aus der vorerwähnten guten Quelle erfahren, Ein Proletarierumzug. Ein trübseliger Zug bewegte fich Nacht ein junger Mann, der jede Auskunft über seine Person verDiese felber zum guten Theile auch. Wenn wir einerseits auch nicht Donnerstag Abend durch die Königgrägerstraße und erregte im weigert. Er erhängte sich zunächst an einem Bretterzaun in der an den heilsamen und bessernden" Einfluß frömmelnder„ Rettungs- höchsten Grade das Mitleid der Passanten. Auf einem kleinen Marfiliusstraße, wurde aber abgeschnitten. Demnächst entkleidete er häuser" und drakonischer Befferungsanstalten" au glauben vermögen, Sandwagen lag mit Stricken festgebunden der mehr als dürftige sich auf der Dampfer Landungsbrücke Belvedere an der Jannowitzso will uns bei unserem beschränkten Unterthanenverstande diefe Lösung des gordischen Knotens doch etwas eigenartig er Hausrath einer armen Familie, die in einem Wohnungswechsel be. Brücke und sprang in die Spree. scheinen; ob dadurch die Sittlichkeit der„ oberen" wie„ unteren" griffen war. Vor dem Wagen hatte sich der Vater der Familie, ein herausgeholt und dann mit herbeigerufenem Lück'schen KrankenBoltstlaffen gehoben wird, ist eine Frage, über die man verschiedener bagerer, blaffer Mann, gespannt und zog ihn bei der glühenden Hike wagen nach dem Krankenhause Friedrichshain geschafft. Boltstlaffen gehoben wird, ist eine Frage, über die man verschiedener im Schweiße seines Angesichts durch die Straße. Um den Leib hatte der der Trage des Krantenwagens zerriß er sein Hemd, das einzige Meinung fein kann. Die Meinung eines großen Theiles der Mann ein großes Tuch geschlungen, aus dem ein kleines Kind arg- Kleidungsstück, das er noch hatte, in Feßen und schnürte sich mit unteren Boltsklassen" geht dahin, daß durch Polizeimaßnahmen los in die Welt guckte. Auch die bleiche abgehärmte Frau, welche diesen den Hals zu; aber auch auf diese Weise konnte der Lebens. überhaupt die Sittlichkeit nicht gehoben und die Unfittlichkeit nicht hinter dem Wagen herging und diesen schob, trug in derselben Weise müde den so beharrlich gesuchten Tod nicht finden; der begleitende aus der Welt geschafft werden kann, daß aber, wenn schon Polizei maßnahmen zu diesem Zwecke in Anwendung gebracht werden, diese ein noch fleineres Wesen an ihrer Brust, während zwei etwas Schuhmann verhinderte den Gelbstmord. Der Unbekannte führt vorwiegend gegen die wahren Urheber der Unsittlichkeit gerichtet größere aufs nothdürftigste bekleidete und verhungert aussehende Papiere bei sich, welche auf den Namen Paul Metzdorf, Drechsler, Kinder auf dem Wagen inmitten des armfeligen Mobiliars feßen. am 16. September 1873 in Berlin geboren, lauten. Dieser überaus jammervolle Anblick rührte den Wohlthätigkeitsfinn Aus dem Fenster ihrer Wohnung Alt- Moabit 49 ist gestern einiger Vorübergehenden, und ein paar Geldspenden flossen in die die 47 Jahre alte Schneiderin Elvira Möhring auf den Hof hinab Hände der Aermsten, die mit Thränen in den Augen dankten. gesprungen. Sie hat die That, die ihren Tod zur Folge hatte, wahrscheinlich im Zustande des Wahnsinns vollführt, da man beim Gindringen in die Wohnung alle Habseligkeiten von ihrer Hand zerstört fand. werden müßten. " Gegen den Schriftsteller Dempwolf, der zur Zeit der Bentenarfeier in drei anarchistischen Versammlungen referirte, ist Anklage wegen Aufreizung erhoben worden. Ursprünglich war die Auflage auf Hochverrath geftellt, der Reichsanwalt hat indessen ente schieden, daß nur ein Bergehen gegen§ 130 des Strafgesetzbuches vorliegt. D. wird sich, wie der Sozialist" mittheilt, demnächst vor einer Berliner Straftammer zu verantworten haben. 1192 " 57 100 suchte, die ältere bis herabfiel. Daß Todtgefahren wurde Donnerstag Vormittag der 39 Jahre alte Arbeiter Friese, als er in der Prinzen- Allee von einem Sandwagen Vergiftet hat sich auf dem Jerufalemer Friedhof in der Belle Alliancefiraße der in Berlin geborene Chemiker Dr. Georg Friese. Er war 38 Jahre alt und wohnte zuletzt in Dresden. Der Brauereibefizer Konrad Habel am Tempelhofer Berg 8 Drei erfolglose Selbstmordversuche unternahm in der letzten Auch von dort wurde er Auf Zur Affäre in der Bernanerstraße. Der Maler Eugen Sieg, der am Donnerstag Abend der Ermordung seiner 15jährigen Tochter Bertha verdächtig, festgenommen wurde, bestreitet jede Schuld. Er behauptet, daß sie aus Furcht vor seinen nicht ernst gemeinten In Hamburg find feit dem 27. Juni d. J. abbanden ges Drohungen sich zum Fenster hinausgestürzt habe. Ob diefe Dar- tommen: 2 Stück 81/ aprozentiger Lübecker Prämienloose von 1863 Schulstatistik. Der kleine Gaulte, d. h. das Verzeichniß der ftellung zutreffend ist, wird die Untersuchung ergeben. Sieg war, Serie 485 Nr. 9695, Serie 125 Mr. 2500 à 50 Thaler, 2 Stück an den Berliner Gemeindeschulen thätigen Rektoren, Lehrer und wie bereits erwähnt, dem Trunke start ergeben. Früher war er ein deutscher Reichsanleihe von 1887 E tr. 36 611/12 mit Rupon vom Lehrerinnen, ist soeben zum 54. Male erschienen. Nach demselben tüchtiger Arbeiter, hatte sich aber vor drei Jahren infolge schlechten 1. Juli 1897 à 200 m. wirken an den augenblicklich vorhandenen 213 Gemeindeschulen, Umganges dem Trunke ergeben. Seit dieser Zeit hatte die Familie Der Arbeiter Grams aus Lichtenberg wurde, während er auf beren legte aber die Nummer 215 trägt, da in der Reihe zwei viel durch die Rohheiten des Mannes zu leiden. Die fortgesetzten dem Grundstück Christburgerstraße 56 beschäftigt war, durch eine Schulen fehlen, zur Zeit 213 Rettoren, 2091 ordentliche Lehrer, 35 Mißhandlungen führten dahin, daß Frau S. am Donnerstag mit Teschingkugel leicht am Unterschenkel verwundet. So weit bisher interimistisch angestellte Lehrer, 114 Hilfslehrer, 21 Vertreter, ihrer zweiten Tochter die Wohnung verließ und Zuflucht bei festgestellt worden, ist der Schuß von einer Frau A., An der StadtEltern ordentliche Lehrerinnen, interimistisch angestellte ibren Tochter 18jährige bahn 46 wohnhaft, aus einer der zwischen Prenzlauer Allee und der bereits feit Lehrerinnen und 105 Vertreterinnen; in Summa 3828 Lehr- Martha sich Am mehreren Tagen aufhielt. fräfte, d. h. die 15jährige Bertha nochmals 28insstraße auf Ackerland hergerichteten Buden abgegeben worden. genau 100 mehr als im Vorjahre. Dazu Abend gegen 6 Uhr ging Das Tefching wurde beschlagnahmt. tommen noch 626 technische Lehrerinnen( 1895: 571), fo daß an den in die elterliche Wohnung zurück, um einige vergessene Sachen Ein kaum glaubliches Vorkommnik soll sich nach den Ars Gemeindeschulen im ganzen 4454 Personen gegen Entgelt beschäftigt und ihre fleinen Geschwister abzuholen. Wider Erwarten traf fie find. Dazu kommt alsdann noch eine große Zahl von Hospitantinnen, den Vater zu Hause, der vollständig betrunken war. Ueber den gaben der zunächst Betheiligten dieser Tage auf dem b. h. jungen Damen, die je nach dem schnelleren oder geringeren Vorgang fonnte bisher nichts Buverlässiges festgestellt werden. Nach Stegliger Friedhof ereignet baben. Der Bruder des in Anwachsen der Schülerzahl schneller oder langsamer in Lehrerinnen der Erzählung des ältesten 6 jabrigen Bruders hat der Vater zu Stegliß. Herderstraße 4 wohnenden Schloffers Franz Pipper, der stellen einrücken, bis dahin aber die Verpflichtung haben, durch nächst das Mädchen mit einem Revolver bedroht, es sei dann ans Maler Gruft Pipper, ist am vorigen Sonnabend auf dem dortigen Am Dienstag ging die Mutter Hofpitiren in den verschiedenen Klaffen ihre pädagogischen Kenntniffe Fenster gelaufen, und der Vater habe einen Tisch ans Fenster ge- Friedhof beerdigt worden. noch einen nachträglich eins zit erweitern. Auf jede Gemeindeschule tommen durchschnittlich rückt. Es sei nun auf den Tisch hinaufgeklettert und gleich darauf des Verstorbenen binaus, zu ihrem 17,42 Rlaffen mit 910 Schülern, auf jede Klaffe 52,28 Schüler. zum Fenster hinausgefallen. Ob dies durch die Schuld des Vaters getroffenen Kranz auf den Grabhügel zu legen. Die Gesammtzahl der Klaffen beträgt 8710( gegen 8582 im gefchehen ist, weiß der Knabe nicht. Auffällig ist es jedoch, daß Schrecken und peinlichem Erstaunen nahm sie jedoch wahr, daß das Es ist Grab noch garnicht gefüllt war, sondern am dritten Tage Borjahre) und die der Schüler 193 763( 188 875), fo baß der Riegel des unteren Fensterflügels gefchloffen war. im letzten Jahre eine Vermehrung um 128 Klaffen und jedenfalls ausgeschlossen, daß das ziemlich fräftige Mädchen durch nach der Beerdigung noch offen stand, sodaß der 5388 Schultinder stattgefunden hat. Troßdem hat sich die Zahl der bie nur fleine Deffnung des oberen Fensterflügels hinausgeworfen Sarg au seben war. Mit recht heben die Verwandten des Schulen nur um eine einzige vermehrt, was daber kommt, daß sein könnte, vielleicht aber hat Sieg nach der That die Fenster wieder Verstorbenen hervor, daß dies nicht nur für die Kirchhofsbesucher ein überaus unerfreulicher Anblick ist, sondern daß sich ein so lange zwei Anstalten( die 8. und 70. Gemeindeschule) wegen Schülermangel geschlossen. aufgelöst worden find. Die Gemeinde und sämmtliche Privat- Die Parochialftraße von der Spandauer- bis zur Jüdenstraße unbedeckt stehender Sarg, zumal bei der übergroßen Hitze auch noch schulen werden in zehn Kreise eingetheilt, an deren Spize je ein wird behufs Umpflasterung vom 2. Juli ab bis auf weiteres für in anderer Weise empfindlich bemerkbar machen muß. Eine Auftlärung über diesen Fall wäre daher dringend zu wünschen. Schulinspektor steht. Die durch den Tod des Dr. Hennig erledigte Fuhrwerke und Reiter gesperrt. Schulinspektorstelle ist noch immer unbesetzt. Das Gemeindeschul- Auf der Brandstätte in der Chanffeeftr. 80/82 nähern Im Apollo Theater feierte man geftern das Jubiläum der wesen erfordert im laufenden Jahre einen Aufwand von sich die Ablöschungs- und Aufräumungsarbeiten, soweit sie von der fünfzigsten Aufführung von Venus auf Erden" durch eine mit 11 893 700 M., denen nur eine Einnahme von 103 200 m. gegen Feuerwehr im allgemeinen Intereffe und zur Sicherung gegen Kalauern reich gewürzte Darstellung. Am Schlusse des Stückes übersteht, so daß seitens der Stadt ein Buschuß von 11 290 500. Lebensgefahr auszuführen sind, ihrem Ende. Gestern Vormittag wurde zu Ehren der Darsteller, Verfasser und Komponisten der erforderlich wird. Jedes Gemeindeschulkind verursacht demnach der wurden die letzten Pferde Kadaver, welche unter Schutt und ver- Inhalt von mindestens drei Blumenläden auf die Bühne gebracht. Stadt eine jährliche Ausgabe von 58,27 M. Ganz bedeutend größer fohlten Balken und an Stellen lagen, bei denen eine Gefahr durch unbeschreiblicher Jubel herrschte vor und hinter der Rampe. Unter ist der Beitrag, den die Stadt für den einzelnen Schüler auf höheren Einstürzen der Mauern zu befürchten war, mit Hilfe der den neuengagirten Spezialitäten erregte ein kleiner Tausendkünstler Lehranstalten zu zahlen hat. Feuerwehr unter Beobachtung größter Vorsicht entfernt. little Arthur" genannt, Jutereffe. Der Knirps ist höchstens acht Gedankenleserei. Eine sonderbare Feststellung giebt das großen Lumpenhaufen lagern noch auf dem Hofe; es Jahre alt und zeigt sich als außerordentlich gefchickter Turner. Ein bereits darauf aufmerksam tüchtiger Herenmeister, Schnellmaler und Verwandlungskünftler in Berliner Tageblatt" zum besten. Es weist nämlich darauf hin, ist aber das Polizeipräsidium Daß die„ Berliner Börsenzeitung" in ihrer Nummer von vorgestern gemacht worden, daß ihre möglichst baldige Entfernung im gefund einer Person ist der Franzose Albany. Wunderliche Schaukunftstücke Morgen mit der Einleitung Die" Post" schreibt" den ersten Lettsheitlichen Intereffe der ganzen Stadtgegend durchaus dringend noth vollführte Fräulein Braselli; als. Trapeztünstler errangen die Geartifel veröffentlicht, den die" Post" erst in ihrer vorgestern Abend wendig ift. Infolge des Brandes auf dem Aktienhof nimmt die schwister Tranny sich Beifall. Der Gesangshumorist Reutter brillirte erschienenen Nummer brachte. Feuerwehr jest Revisionen anderer Grundstücke, auf denen zum abermals mit zeitgemäßen Kouplets.. " Die " Gerichts- Beifung. Versammlungen. Der Verband der Möbelpolirer( Filiale SO.) hielt am 28. Juni seine Monatsversammlung ab, in der Maffatsch über Die heilige Stellung der Frau" sprach. Die übrigen Verhandlungen betrafen interne Vereinsangelegenheiten. Briefkasten der Redaktion. Deutsch. Metallarbeiter- Verband Unter der Anklage des Kindesmordes stand heute die Dienstags, Die juristische Sprechstunde findet Montags, 21 jährige Dienstmagd Selma Kräft vor dem Schwurgericht des Freitags und Sonnabends, abends von 7-8 Uhr statt. Landgericht I. Die Angeklagte, welche schon früher einem Kinde Scholz. Uns ist leider Ihre Adresse verloren gegangen. Wollen Sie das Leben gegeben hat, welches bald nach der Geburt verstorben ist, sich das Manuskript abholen? legte ein offenes Geständniß ab. Eugen 44. Jm Briefkasten können wir über die Angelegenheit keine Sie stand im vorigen Jahre in Arbeiter- Bildungsschule. Die Bibliothet in ber Nordschule, den Diensten des Restaurateurs Müller in der Vorfstraße. Nach Brunnen ftr. 25, ist vom 1. Jult ab bis auf weiteres gefchloffen; bie noch aus: Auskunft geben. stehenden Bücher find umgehend Donnerstags abends von o bis Walther, Naunynstraße. ZBentral Kranten und Begräbnißkaffe ihrer Behauptung ist sie den Nachstellungen ihres 10 Uhr zurückzuliefern. Mitgliedsbeiträge werden an diefem Tage in der Nord- für Frauen und Mädchen. Aufnahmen bei H. Heckel, PrinzessinnenDienst herrn erlegen. Sie habe ihn darauf hin- fchule entg gengenommen, ebenso in folgenden Zahlstellen: Gottfr. Schulz, straße 1/2, IV. gewiesen, daß sein Umgang mit ihr nicht ohne Folgen gemirati. 40 Baul Müde, Manteuffelstr. 128; 5. Königs, Dieffenbachstr. 30. schein sind nicht erforderlich. Doch ist es zweckmäßig, sich mit einem LegiAdmiralfir. 40a; Reul, Barnimftr. 42; Babiel, Rosenthalerstr. 67; Gleinert, Fr. S. 21. 1. Gin Paß ist nicht erforderlich. 2. Paß und Heimathblieben sei. Seien Sie blos hierüber rubig" habe Müller ge- Alle Buschriften sind an den Boifigenden Paul Müde jr., SO. Mantimationspapier zu versehen. 3. Bei der Polizei. N. S. Eine Schlaffagt wenn es bekannt wird, bekommen wir jeder teuffelstr. 128, Geldsendungen an den Kassirer H. Königs, S. Dieffenbachstr. 30, stelle, ein möblirtes Zimmer u. f. w. ist, falls nichts anderes verabredet ist, fünf Jahre Gefängniß wegen Ghebruchs". Die Angeklagte will dies zu senden. geglaubt haben. Bald darauf verkaufte Müller sein Geschäft an Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Borffyender Ad. Neumann, spätestens am 15. zum 1. zu fündigen, Kündigung am 1. zum 15. geht nicht. Brunnenfir. 150. Alle Aenderungen im Vereinskalender find zu richten an A. K. 36. 1. Wegen verweigerter Genehmigung zur Eheschließung den Schankwirth Krahn. Dieser hatte die Angeklagte mit über- Friedrich Kortum, Manteuffelir. 49, v. 2 Tr. fann seitens größiähriger Kinder beim Bandgericht auf Ergänzung der väternommen, entließ fie aber im Oftober ihres Zustandes wegen. Ans Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und der Umgegend. Bor: lichen bez. mütterlichen Genehmigung geflagt werden. 2. Die Hälfte. fangs Dezember meldete die Angeklagte sich wieder bei Krahn und betreffend, find an H. Berdir, Alexandrinenstraße 100, zu richten. fizender P. Gent, Dresdenerstr. 107/108. Alle Bufchriften, den Vereinstalender 2. 23. 100. 1. Nur in das Grundstück ist die Zwangsvollstreckung aus H. E. Nein. bat um Wiederaufnahme. Sie sei in der Charitee entbunden worden, Arbeiter- Randherbund Berlins und der Umgegend. Aenderungen im dem von Ihnen angeführten Urtheil zulässig. 2. Nein. das Kind sei todt. Krahn nahm sie wieder in seinen Dienst, er sowohl Vereinstalender find zu richten an Hermann Braunschweig, Dresdener= wie feine Ehefrau hatten sich von der Angeklagten täuschen laffen. ftraße so, 2. Sof. In der Nacht zum 14. Dezember genas sie heimlich eines Kindes. Sie bereitete sich einen Papierpfropfen, den sie dem kleinen Wefen in den Hals steckte. Bald hörten deffen Bewegungen auf, es war todt. Die Angeklagte wickelte die Leiche in Papier und versteckte sie in ihrem Koffer. Bei Gelegenheit wollte sie das Packet verbrennen. Am folgenden Tage erfüllte sie ihre dienlichen Ovliegenheiten wie immer. Die Angeklagte ging während des ganzen Winters auch in ihrer dienstfreien Zeit nicht aus. Eist am zweiten Osterfeiertage, an 19. April d. J., wollte die Angeklagte wieder zum Tanz geben. Es fiel nach ihrem Fortgange auf, daß sie das Fenſter zu ihrer Stammer offen gelassen, die Thür dagegen verschlossen und den Schlüssel mitgenommen hatte. Um einen Diebstahl zu verhüten, stieg Krahn durch das Fenster, er vermuthete, daß die Angeklagte auch dieien Weg gewählt, nachdem sie die Thür von innen verriegelt hatte. Dadurch hätte sie die späte Nachhaufefunft ihrer Herrschaft verbergen fönnen. Als Krahn in die Kammer gelangte, drang ihm ein furchtbarer Verwesungsgeruch entgegen. die Leiche wurde gefunden. Die Angeklagte wurde in der Nacht, als sie vom Tanz zurückkehrte, von Kriminalbeamten in Empfang genommen. Der Beuge Müller bestritt, daß er die erwähnte Aeußerung in betreff der fünf Jahre gethan habe. Die Geschworenen billigten der Angeklagten mildernde Umstände zu, worauf Staatsanwalt Klein eine Gefängniß milderude Umstände zu, worauf Staatsanwalt Klein eine Gefängnißstrafe von drei Jahren beantragte. Der Gerichtshof erkannte auf zwei Jahre Gefängniß, wovon zwei Monate durch die erlittene Untersuchungshaft für verbüßt erachtet wurden. befaäftigten Arbeiter Deutschlands. Filiale Berlin L. Montag, den 5. Juli, Verband der in Holzbearbeitungs- Fabriken und auf Holgplätzen abends 8% Uhr, im Cotale des Herrn Fiz Wilte, Andreasfir. 26: Bersammlung. Freireligiöse Gemeinde. Sonntag, den 4. Juli, vormittags 9 Uhr, im Bersammlung. großen Festsaal der Berliner Refsource, Kommandantenſtr. 57: Freireli, iöse Bo.lesung. Um 11 Uhr vormittags cbendafelbft: Bortrag bes Herrn Dr. Böitel- Brannschweig: Sünde und Sühne. " Literarisches. " ( Verwaltungsstelle Berlin). Ordentliche General- Versammlung Montag, den 5. Juli 1897, abends 8% hr. im Lokal von H. Martens, Friedrichstr. 236. Tages Ordnung: 1. Abrechnung der alten Ortsverwaltung und Bericht der Revisoren. 2. Beschlußfaffung über den an die Hauptlasse abzuführenden Betrag. 3. Be122/13 Wir geben den Kollegen noch bekannt, daß die Umschreibung der Mitglieder des Berliner Verbandes nur in den Zahlstellen des ehemaligen Berliner Verbandes vorgenommen werden kann. Ferner ersuchen wir alle Kollegen, welche im Verbandsbureau Karten oder Bücher abgegeben haben, dieselben heute oder im Die Ortsverwaltung. Achtung! Laufe des Montags abzuholen. Achtung! I Kistenmacher. Kommandantenstraße Nr. 20: Mitglieder- Versammlung. im Verlag der Buchhandlung Borr3 tt ein ftattliches Buch hans Der Besirtsleiter und Branchenvertreter. 4. Anträge ber Outle In Freien Stunden". Der erste Halbjahresband dieser Berlin, erscheinenden Wochenschrift liegt uns vor. Es ist ein von 411 Seiten, dessen Einbanddecke sich zwar einfach aber reci verwaltung. 5. Regelung der Bibliotheken. 6. An die Verwaltung gelangte gefchmackvoll repräsentirt. Der Band enthält den großen historischen Anträge. Ohne Mitgliedsbuch oder Mitgliedskarte kein Zutritt. Úm oman 1793" von Victor Hugo und die historische Erzählung„ Florian Geyer's Heldentod" von Robert Schweichel. Beide Darbietungen, pünktliches Erscheinen wird ersucht. die außerdem einen sehr reichen Jllustrationsschmuck ausweisen, find fünfilerisch wertvolle Leistungen, die Darstellungsweise eine gemein verständliche. Wir glauben, daß das vorliegende Buch auch als Gefchent für die heranwachsende, wie man so fagt reifere" Arbeiter jugend sich recht gut eignet. Das ist allerdings nicht der ganze Wochenschrift In freien Stunden" will den lefelustigen Ar Zweck des Unternehmens. Die in Heften zu 10 Pf. erscheinende die Phantasie befriedigen, andererseits aber auch den Ver beitern und Arbeiterinnen gute und billige Lektüre bieten, die stand anregen foll; nicht allein auf die bloße Unterhaltung ist es abgesehen, der Leser soll auch angeregt werden, fich weiterzubilden. Am Montag, den 5. Juli, abends 8 Uhr, in den Arminhallen, Wegen angeblichen Vergehend gegen§ 153 der Reichs Gin jedes Heft enthält ein Stück Roman oder Erzählung, die inneren Gewerbe- Ordnung, in Joealfonfurrenz mit gemeinschaftlicher Miß- Seiten des Umschlages bringen fleme Stizzen und Geschichten, wissenhandlung batten sich am Freitag die Maurer Wilhelm Röhl und schaftliche Notizen, Vermischtes und Lustiges. Im zweiten Halbjahr Friedrich Wilhelm Hinge vor der 137 Abth. des Amtsgerichts I wird vorerji Elise Orzesto's prachtiger Roman Der Kampf um die zu verantworten. Beide bestritten in allen Bunften ihre Schuld. Scholle" geboten werden. Die Verlagshandlung bat Vorsorge ge: Ueber den Neubau Stargarderfir. 21 war die Sperre verhängt, weil troffen, daß auch in bezug auf die Illustrationen nur Gutes gebracht der seitens der Lobukommission geforderte Arbeitslohn, in Ver- werde. Wir tönnen das Unternehmen nur bestens empfehlen. bindung mit Herabsetzung der Arbeitszeit, von dem Bauherrn nicht 8 bewilligt war. Am 22. Mai d. J., einem Sonnabend, begann der Vermischtes vom Tage. Maurer Paul Werner auf dem gesperrten Neubau zu arbeiten. Er will bereits vom Morgen an von nicht arbeitenden Maurern, -In Ravensburg( Württemberg) stellt ein Fabrikant die auf den Lehmbergen" herumftanden, belästigt worden sein; es Hartgußfärge her. In thuen sollen sich die Leichname feyr rasch fei ihm zugerufen worden: Dir schlagen wir noch den Kopf zersetzen. entzwei" u. f. w. Die beiden Angeklagten In ein von denen übrigens einer Sandgrube beim Spielen verschüttet wurden in Röhl in einem ganz anderen Baugeschäft arbeitete, während Hinge Kaiserslautern vier Kinder. Zwei konnten gerettet werden, zur Zeit überhaupt beschäftigungslos war feien jedoch unter den die anderen beiden waren todt. belästigenden Rufern nicht gewesen. Zu Mittag mußte wegen-In Stuttgart giebt es jcht neben Pferdetarametern auch eingetretenen anhaltenden starten Regens mit der Arbeit Motor- Tayameterdroschken. Der Wagen ist möglichst elegant geaufgehört werden. Werner packte fein Arbeitszeug zufammen, baut, der vierpferdefräftige Motor ist hinten angebracht, die Räder da er überhaupt aufhören wollte, weil ihm ein Junge der später sind mit starken Gummireifen bekleidet. Junerhalb der Stadt fährt dafür seine Hiebe bekommen hat zum Schabe nad Klamotten die Motor- Tagameterdroschte im Trab- Tempo, auf der Landstraße wie bei den gewöhnlichen Taxametern. Tages Ordnung: 1. Bortrag des Genossen Th. Metzner über: Die Vereinsgeset Novelle." 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. 94/16 Der wichtigen Tagesordnung wegen ist es Pflicht eines jeden Kollegen, pünktlich zu erscheinen. Neue Mitglieder werden aufgenommen. Der Vorstand. J. A.: Franz Schulz, Swinemünderstr. 2. Verein der Maschinisten, Heizer u. Berufsgen. Berlins und Umgegend. Sonntag, den 4. Juli, nachmittags 5 ihr, in der Oranienstr. 51: General- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Kaffenbericht. 2. Bericht der Revisoren. 3. Anträge. 138/20 Der Vorstand. Bilderrahmenmacher! Montag, den 5. Juli, abends 8 1hr, in den Arminhallen, Kommandantenstr. 20, n. dergl. in den Arbeitsbeutel gethan hatte. Um 5 Uhr etwa wurde nimmt sie eine raschere Gangart an. Die Preise sind die gleichen Oeffentliche Versammlung - Stuttgart, 1. Juli. Bei dem in der vergangenen Nacht aller in d. Bilderrahmenbranche besch. Arb. n. Arbeiterinnen. in verschiedenen Oberämtern niedergegangenen Uwetter sind in Das Erscheinen aller Kollegen ist der wichtigen Tagesordnung wegen Obereinsheim bei Heilbronn zwei Scheunen eingentürzt, von denen unbedingt nothwendig. die eine ein nebenstehendes fleines Wohnbaus zertrümmerte. Dabei wurden zwei halberwachsene Kinder getödtet, deren Eltern leicht und die Großmutter schwer verlegt. Werner nach der Schankwirthschaft von Mahute zitirt, woselbst der Polier Günther den Wochenlohn auszahlte. Hier will Werner wiederum beschimpft worden sein; man habe ihn einen Streit brecher und Polizeispitzel genannt. Daß hinte sich an der Schimpferei betheiligte, tönne er nicht sagen, dagegen habe Röhl das Wort Streitbrecher" gebraucht. Er sei dann hinausgegangen und habe hier von dem ihm folgenden Röhl einen Schlag in Gesicht erhalten, daß er drei Wunden davon trug und ohn S 44/6 Der Einberufer. Bauhandwerker- Krankenkasse am Sonntag, den 1. Auguft 1897, vormittags 10 Uhr, im Lokal des Herrn Hoffmann, Alexanderstr. 270. Tages Ordnung: 1. Bericht des Vorstandes und Ausschusses. 2. Abrechnung des Kaffirers vom 2. Quartal 1897, und Revisionsbericht. 3. Abänderung des§ 20 Abs. 4 und§ 26 betreffend die Publikation der Kassenangelegenheiten. 4. Wahl sämmtlicher Hilfs tafsirer. 5. Innere Kaffenangelegenheiten. NB. Die Mitglieder werden ersucht, zahlreich und pünktlich zu ers scheinen. Mitgliedsbuch legitimirt. 261/10 Der Vorstand. J. A.: H. Mezke, Eberswalderstr. 19. Achtung, Schrifthauer! Die am Montag von der Polizei wegen angeblich verspäteter( 26. Junt) Meldung verbotene Versammlung findet Montag, den 5. d. M., abends 8 Uhr, im Englischen Garten, mit derselben Tagesordnung statt. Besondere Einladungen erfolgen nicht. 207/1 Der Vertrauensmann. Nun" faßte Werner den Röhl an die Nase geführt. In Anlaß der anhaltenden Dürre wandten die Bauern Verband der Möbelpolirer. Dersammlung. Tages Ordnung: 1. Vortrag. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes Die Generalversammlung findet am 19. Juli bei Keller statt. Der Vorstand. 147/14 -y. 690 Seehunde hat der Postschiffer von Heldt auf er für mächtig hinfiel; von wem einen zweiten Schlag erhalten ooge( Westküste von Schleswig Holstein) feit dem Jahre 1888 fiir Berlin und Umgegend.( Eingeschr. Hilfskasse Nr. 118.) habe, wiffe er nicht. Auf Veranlassung eines Schußmanns wurde geschoffen. Im vorigen Jahre allein erlegte er 125 Stück. Werner dann thatsächlich in eine Unfallstation geschafft. Von Ronkurrenzblüthe. In der großen Festhalle auf dem Ordentliche General- Versammlung Drohungen im Sinne des§ 153 der Reichs- Gewerbe- Ordnung seitens Festplate des deutschen Schüßenfestes zu Nürnberg wird nur der Angeklagten hat Werner, wie er zugiebt, im übrigen nichts ge- Tucher'sches Bier ausgeschänkt. Im Ausschant foftet der Liter hört. Eine wesentlich andere Darstellung des Sachverhalts geben 50 Pf. Davon gehen 20 Pf. an das Komitee des Festes, 211/2 Pf. die Angeklagten und die anderen Zengen. Vor allem betonte der erhält der Unternehmer, für die Brauerei selbst bleiben nur 81/2 M. Polier Günther, daß bereits am Vormittag Werner, besoffen" gewesen pro Hektoliter. Eine theuere Reklame. sei; in dieser Verfassung habe gerade er die nicht arbeitenden, sich aber Rom, 1. Juli. Das meteorologische Zentralbureau meldet vor dem Bau aufhaltenden Maurer durch Redensarten wie" dumme leichte Erdstöße, welche gestern Nachmittag 3 Uhr 50 Minuten in Jungens, was wollt Ihr Schlumpfe? Ich habe schon mehr Streits Mineo, Messina, Lecco und Bari wahrgenommen worden sind, die durchgemacht" u. s. w. belästigt. Werner sei so betrunken gewesen, auch von den Instrumenten der Observatorien von Isana und daß er sozusagen festgebunden werden mußte, um nicht vom Bau zu Portici angezeigt wurden. Aus der Provinz Sassari wird befallen. In dem Mahnte'schen Lokale, in welchem Röhl anfangs gar- richtet, daß infolge von heftigen Gewitterstürmen mit Hagelschlag in nicht zugegen war, versuchte Werner, wieder mit den Maurern an- dem Bezirke Nuoro die Flüsse und Bäche über die Ufer getreten sind zubinden, sie wandten ihm aber voll Berachtung wegen feines und schlimme Verwüstungen angerichtet haben. Auch einige Menschen Streifbrechens den Rücken", wie sich der eine Zeuge ausdrückte. sollen dabei umgekommen sein. In ganz Italien herrscht eine Als dann Röhl das Lokal betrat und sich an einen Tisch sezte, be- außergewöhnliche Hiße. lästigte Werner den Röhl derartig, daß sich dieser das mit den c. e. Ein sehr sonderbarer Gemeindebeschluß wurde kürzlich Worten verbat: Lassen Sie mich in Ruhe, quatschen im Dorfe Apragino im Orelschen Kreise( Rußland) gefaßt und ausSie nicht." 1. f. w., bis sich der Wirth dazwischenlegte und den betrunkenen fich an den Woloftältesten Budanow, der eine Gemeindeversammlung Werner hinauswies. In seinem Aerger ging Röhl ihm nach und zur Berathung der gegen die Regenlosigkeit zu ergreifenden Maß Montag, den 5. Juli, in Nigdorf, Knesebeckstr. 118 bei Bock: versette ihm eine Ohrfeige; Werner taumelte und erhielt dann noch nahmen einberief. In der Versammlung wurden alle möglichen von dem hinzutretenden Hinge einen Stoß, daß er zu Boden fiel. Borschläge zum Hervorrufen von Regen gemacht; den meisten Beifall Der Staatsanwaltsvertreter, ein junger Referendar, hielt die An und die Billigung der Versammelten fand aber die Proposition der geklagten für überführt und eine exemplarische Strafe am Plage, da alten Leute, sämmtliche Dorfweiber, wie es in alten Zeiten bei anzwar einerseits die Arbeiter das Recht zum Streiken hätten, anderer- haltender Dürre der Fall war, im Flusse ein tübles Bad nehmen Die Kollegen, welche am 25. Juli nach dem Spreewald wollen feits aber diejenigen Arbeiter, welche arbeiten wollten, gegen den zu lassen. Dieser weise Beschluß wurde sofort vor den Augen mitmachen, müssen dieses bis zum 20. d. an H. Schulz, Memelerstr. 60 a, Terrorismus der Streifenden geschützt werden müßten. Beide der Gemeindeversammlung ausgeführt, doch ob das unfreiwillige Angeklagte hätten den Werner gemeinschaftlich gemißhandelt, Röhl Weiberbad den ersehnten Regen gebracht hat, darüber schweigt die auch mittelst hinterliftigen Ueberfalls; er beantrage daher, den An- Chronit. Ronstantinopel, 1. Juli. Ueber den Zusammenstoß geklagten mildernde Umstände zu versagen und gegen jeden auf zwei Monate Gefängniß zu erkennen. St.-A. Dr. Herzfeld als Vertheidiger der zwischen dem deutschen Kauffahrteischiffe Reinbeck" von der OrientAngeklagten fette in längeren Ausführungen auseinander, daß der linie und dem deutschen Rettungsschiffe Berthilde" ist weiter zu Vertreter der Staatsanwaltschaft die Angelegenheit geradezu auf den melden: Das Schiff Steinbeck" war gestern Vormittag von Batum Kopf gestellt habe; nicht die Angeklagten, die mit jenem Bau gar- aus mit einer Petroleumladung eingelaufen und am Nachmittag burch Erwerbung von Sterbefassen: nichts zu thun hatten, hätten den Werner in seinem Recht, zu arbeiten um 4 Uhr wieder ausgelaufen, um in Jsmid und Smyrna u. Kinder- Versicherungen. Meldungen verhindert, sondern Werner habe sich gegen das gute Recht, nicht zu 300 Tonnen, für Hamburg be- vormittags 9 bis 3 Uhr nachmittags den Rest der Ladung von arbeiten, aufgelehnt. Wie die Beweisaufnahme ergeben( wenn man nicht stimmt, aufzunehmen. Beim Auslaufen wurde das Schiff infolge im Versicherungs- Bureau Berlin, etwa Phantasiegebilde dafür hinstellen wolle, wie dieses seitens des der ungewöhnlich starken Strömung auf das Schiff Berthilce" Mauerstr. 63-65 parterre. in seiner Besoffenheit" ungebührlich und beleidigend gegen Röhlraum Nr. 8 ein großes Lect. Die Havarie der Berthilde" ist nur benommen, und wenn dieser ihm dann dafür auf der Straße eine unbedeutend. Beiderseits erfolgte nach dem Zusammenstoß alles, tauft man in der Norddeutschen SchuhOhrfeige gegeben habe, die im Lokal jenem zu verabfolgen Röhl was möglich war. Der Kapitän des Heinbeck", welcher die Größe fabrit von W. Hitschke, gemur solche, werd. verl. b. Fr. Schulze, durch den Wirth verhindert wurde, welcher Werner hinauswies, der Gefahr nicht sofort erkannt hatte, hoffte das Schiff retten zu gründet 1872, Stalikerstr. 13, Gde Frankfurter Allee 4, Quergeb. III. Bu Admiralstraße, am Kottbuser Thor.* melden abends 5-7 Uhr. fo fei Röhl sozusagen in feinem guten Recht gewefen, tönnen; die Hilfe der herbeigeeilten Boote der anwesenden öfterGeübte Karton Arbeiterinnen müsse mithin Rompenfation eintreten; gegen Singe reichischen, russischen, italienischen und türkischen Kriegsschiffe Eckladen nebst 3 zweifenstrig. u. 2 einfenstr. Stub., finden dauernde Beschäftigung bei fei überhaupt nichts erwiesen. Aus allen diesen Gründen sowie die Hilfe von Handelsschiffen wurde abgelehnt. rief der Reinbeck" die 2 Küchen, Keller 2c. zum 1. Oftober Martin Pohle, fei die Freisprechung beider Angeklagten angebracht; im als die Gefahr am höchsten war, Greifswalderstr. 13. schlimmsten Falle könne Röhl zu einer ganz geringen Geldstrafe Hilfe des österreichischen Kriegsbootes Hum" an, welches durch die zu vermiethen. In demselben befindet 147/ 12* fich fett 16 Jahren ein Kolonialwaarenverurtheilt werden. Der Gerichtshof schloß sich zwar den Aus. Brücke des fintenden Reinbeck" zum Kentern gebracht wurde, geschäft mit Schanttonzession. Miethe Lackirer Der Reinbeck" fant nach 2000 m. L. Lange, Stargarder auf kleine Gegenstände für einige führungen des Staatsanwalts, daß die Arbeitenwollenden gegen den wobei zwei Matrosen ertranfen. Terrorismus der Streifenden geschützt werden müßten, an, hielt 15 Minuten zwischen dem Leander Thurm und dem Artillerie- ftraße 71, Pappel- Allee 106( Ede).[ P* aber im gegebenen Falle den Beweis für das Vorliegen des§ 153 Arsenal in Tophane. der Gewerbe Ordnung nicht erbracht. Dagegen liege gemein fchaftliche Körperverlegung vor. Unter Annahme mildernder Umstände wurde gegen Röhl auf 30 M., gegen Hinge auf 20 M. Geldstrafe erkannt. " " mittheilen. Kleiner Dampfer sehr billig zu bauerei, Treptow. verkaufen. Auskunft b. Saar, BootsGuten Verdienst 29626 betfchaffen sich Personen jeden Standes Vertreters der Staatsanwaltschaft geschehen fei), babe Werner sich vom nordischen Bergungsverein getrieben und erhielt im Schiffs= Reell und billig es " " " Erst Wetter- Prognofe für Sonnabend, den 3. Juli 1897. Ein wenig fübler, zeitweise beiter, vielfach wollig mit etwas Regen und mäßigen nordwestlichen Winden. Berliner Wetterbureau. Mühlenstraße Nr. 8 2754b Dr.Simmel Moritzplatz, i.Hausv.Aschinger ( früher Prinzenstr. 91) Spezialarzt f. Santu.Harnleiden. 10-2, 5-7. Sonntags 10-2, 2-4. Arbeitsmarkt. Dirigent gesucht für Arbeiter- Ges fangverein für Dienstag. Adressen bei Stein, Solmsstr. 22, im Ge29566 schäftsteller abzugeben. 2 tüchtige Einsetzer( Tischler), aber Stunden des Tages verlangt( 29556 P. Marzillier, Dennewigstr. 35. Kartonarbeiterinnen 29606 nahe Oberbaum u. Warschauerstraße, sucht Mag Niehn, Koppenſtr. 60. sind billige freundliche Hofwohnungen Geübte Belegerinnen und gute vom 1. April zu vermiethen. Näheres Versilberer auf Goldleisten sucht beim Verwalter. 20252* Bertmeister, Brunnenstr. 194. Berliner Bock- Brauerei, Tempelhofer Berg. Verein der Buchdrucker u. Schriftgießer Sonntag, den 4. Juli: für Rigdorf- Brit. Todes- Anzeige. Allen Verwandten, Freunden und Bekannten die traurige Nachricht, daß Schwiegervater, der Tischler Sonntag, 4. Juli, in den„ Viktoria- Sälen", Hermannstraße 49/50: unser guter Vater, Großvater und Grosses Sommerfest Johannis- Fest arrangirt von den Parteigenossen des 2. Berl. Reichstags- Wahlkreises. ( Reichhaltiges Programm.) Julius Martin nach langen schweren Leiden am 1. Juli, 634 Uhr vormittags verstorben ist. 35/8 Die Beerdigung findet am Sonntag unter Mitwirkung hervorragender Kräfte. Große Fackelpolonaise. Jedes Kind erhält eine Stocklaterne gratis. den 4. Juli, nachmittags 5 Uhr, von Anfang 4 Uhr. Programm 20 Pf. Verband der in Buchbindereien, Vokal- u. Instrumentalkonzert. ber Bapier- und Leder- Galanteriewaaren- Induſtrie Spezialitäten- Theater. Vorführung des Riesen- Kinematographen im kleinen Saale( hochkomisch). Die Kaffeeküche ist von 3 Uhr an geöffnet. Jm großen Saale: Tanz. Anfang 4 Uhr. Programme gratis. Billets à 25 Pf. find in allen mit Plakaten belegten Lokalen zu haben; an der Kasse 30 Pf. 214/14 Die Vertrauensperson. 122/11 Deutscher Metallarbeiter- Verband ( Verwaltungsstelle Berlin). Am Sonnabend, den 10. Juli, in den Gesammträumen des ,, Schloss Weissensee": Gr. Sommernachts- Fest. Gr. Konzert. Gr. Spezialitäten- Vorstellung. Gr. Brillant-, Land- und Wasser- Feuerwerk. In beiden Sälen: Grosser Ball. Anfang 5 Uhr nachmittags. Billet inkl. Tanz 30 Pfennige. Alles Nähere besagt das Programm, welches beim Eintritt zur Ausgabe gelangt. Billets sind bei den Kassirern u. in sämmtl. Zahlstellen zu haben. Deutscher Holzarbeiter- Verband. ( Zahlstelle Berlin.) Sonnabend, den 17. Juli 1897, in der Aktienbrauerei ,, Friedrichshain": Grosses Sommer- Fest " unter Mitwirkung des Gesangvereins Nord" und des Turnvereins Fichte". Grosses Konzert. Gesangsvorträge. Fackelpolonaise. ( Näheres da Programm.) Grosser Ball. 25 Pf. find auf allen Zahlstellen sowie bei dem Kollegen Post, Grünauer Billet straße 37, vorn 1 Tr. zu haben. Herren, die am Ball theilnehmen, zahlen 50 Pf. nach. 108/9 Krankenhaus Friedrichshain aus statt. Die trauernden Hinterbliebenen. Wilhelmine Martin geb. Heimbucher 29596 nebst Kindern. Orts- Krankenkasse des beschäft. Arbeiter und Arbeiterinnen Deutschlands. Maurer- Gewerbes. ( Zahlstelle Berlin). 27/8 Montag, den 5. Juli 1897, abends 82 Uhr, in Feuerstein's oberem Saal, Alte Jakobstr. 75: Mitglieder- Versammlung. Tages Ordnung: Dienstag, den 13. d. Mts., abends 82 Uhr, bei Buske, Grenadierstr. 33: Außerordentliche Generalversammlung. Tages Ordnung: Abänderung des§ 2 Ziffer 3 des 1. Die industrielle Maschine in der Volkswirthschaft. Referent Statuts. Streichung der Worte: Frik Hansen. 2. Abrechnung vom Stifungsfest und vom Pfingstausflug. sowie der Handlungsgehilfen und 3. Das Streit- und Maßregelungs- Reglement. 4. Verbandsangelegenheiten. Lehrlinge. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Der Bevollmächtigte. Montag, den 19. Juli 1897, Sommerfest Berlin, den 1. Juli 1897. Der Vorstand. A. Daehne. 29586 A. Kelpin. Orts- Krankenkasse der Maler und verw. Gewerbe. ( Feier des guten Montags) in der Neuen Welt, Hasenhaide 108-114. Gr. Garten- Konzert Spezialitäten Gr. Ball. Feuerwerk Festprogramm an der Kaffe gratis. Anfang des Konzerts nachm. 4 Uhr. Anfang des Balles 5 Uhr. Billets find in obiger Versammlung, in sämmtlichen Bahlstellen und abends 8 Uhr, in den Arminhallen im Bureau, Annenstr. 50, zu haben. Sonnabend, den 31. Juli 1897, Grosser Dampfer- Ausflug nach Borussia, Nieder- Schöneweide und darauffolgendent Großen Sommernachtsball. Abfahrt abends 9 Uhr von Jannowitz- Brücke. Rückfahrt morgens 5 Uhr. Das Vergnügungskomitee. Meinen werthen Parteigenossen und Freunden zur Nachricht, daß ich am 1. Juli das 21012* Del-, Licht- und Seifengeschäft und alle in das Fach einschlagenden Artikel von Herrn Metzel, Pücklerstrasse 12, fäuflich erworben habe. Insbesondere die Genossen des Süd- Ostens ersuche ich um freundlichen Zuspruch. Wittwe Lina Schultze, früh. in Königsberg in Preuken. Geschäfts- Verlegung. Vom 30. Juni d. J. ab befindet sich unsere Buchdruckerei [ 20948 Louisen- Ufer 11( zwischen Bucktowerite. u. Engelbecken.) Außerord. Generalversammlung der Delegirten am Mittwoch, den 7. Juli 1897, Kommandantenstr. 20. Tages- Ordnung: Abänderung des Statuts(§ 13). Erhöhung der Krantenunterstützung von 13 auf 26 Wochen. Verschiedenes. 29546 Der Vorstand. Arb. Radfahrerverein Berlin. Sonntag, den 4. Juli: Tour nach Brandenburg. Zusammenkunft mit den radfahrenden Genossen aus Mitteldeutschland. Es ist Pflicht eines jeden Genossen, diese Tour mitzufahren. Treffpunkt Kaiser Wilhelm- Gedächtnißtirche. Abfahrt früh 4, 5 und 6 Uhr. Zusammenkunft in Brandenburg: 29536 Restaurant Concordia. Für Landpartien und Sommerfeste empfehlen wir in großer Auswahl: Stocklaternen, Lampions, Fahnen, Papiermützen 2C., sowie Ver: loosungs- Gegenstände. Händler u. Arbeitervereine erhalten die billigsten Fabrikpreise. 21082* S.& G. Saulsohn, Berlin C., " Kaiser Wilhelmstraße 19a. Papier- Großhandlung. Papierwaaren- Fabrik. Ich nehme die gegen Frau Therese Rosenberg, Friedrichsberg, Franks furter Allee 169, ausgesprochene Bes leidigung mit dem Ausdrucke bes Bes 29276 Die Verlegung hielten wir für nothwendig, um Betriebsverbesserungen dauerns zurück. ( Einführung elektrischer Betriebskraft 2c.) vorzunehmen und dadurch allen S. Eisenstädt, Frankf. Allee 165. Anforderungen der Neuzeit gewachsen zu sein. Indem wir den Parteigenoffen und allen ſonſtigen Geschäftsfreunden W. Balke, Schuhmachermstr., den herzlichsten Dank für das uns bisher geichentte Bertrauen aussprechen, erfuchen wir gleichzeitig, uns auch im neuen Geschäftslotal das gleiche Wohlwollen entgegen zu bringen. Drucksachen jeder Art werden stets prompt und sauber zu soliden Preisen angefertigt. Hochachtungsvoll Maurer& Dimmick. Köpenick, Grünftr. 48. Herren, Damenstiefel u. Kinderstiefel zum billigsten Preise halte stets vor: räthig. Reparatur schnell u. bill.[ 2110* Grauer Papagei hat sich angefunden bei Stein, Solmsstr. 22 im Geschäftss feller. 29576 Sommer- Freuden- Fest Schloss Weissensee 3. – 8. Juli 1897. Eine Hochzeit auf Helgoland. Hochzeitsmarsch unter Betheiligung des Publikums. Militär- Doppel- Konzerte.* Vorführung von Künsten aller Art. Monstre- Feuerwerk. * Heute 4 Uhr Beginn des Festes. Eintritt 50 Pfennige. Vorverkauf zu ermässigten Preisen in den mit Plakaten belegten Handlungen. Viktoria- Garten, Treptow, Morgen, Sonntag: Grosses Garten- Konzert. 19882*] ( früher Kümpel), Köpenicker Landstrasse. Jeden Sonnabend: Grosser I'm großen Saale: Tanz. Kegelbahnen. Kaffeeküche( à 2tter 70 Sommernachts- Ball. in Jeden Mittwoch: Grosses Kinderfest, verbunden mit grosser Verloosung und Volksbelustigungen aller Art. Schuhwaaren- Haus S. Selbiger, 40 Landsbergerstrasse 40, Ecke Lietzmannstrasse. Um meiner geehrten Kundschaft Gelegenheit zu geben, zur Reisesaison ihren Bedarf in Schuhwaaren zu Ausnahmepreisen decken zu können, habe ich mich entschlossen, Ausnahme- Preise Sonnabend, den 3., Sonntag, den 4., Montag, den 5., Dienstag, den 6., Mittwoch, den 7. Juli, gelten zu lassen. Herren- Stiefel gut und dauerhaft gearbeitet, 6,50 sonst jetzt 4,50 7,50 5,50 8,50 6,50 9,50 7,50 10,50 8 Mk. Damen- Stiefel zum Knöpfen, auch Gummizüge, sonst 6 jetzt 4,50 7,50 5,25 8,25 6,75 9,30 7,50 Mk. 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Preis: 6 m. = Aber von der Rückständigkeit so vieler Betriebe ganz abgefeben, mitteln erhoben wird, ist relative, bedingte Nachfrage. Die Bedingung, auch die volle Entwickelung des Großbetriebes, der die freie Kon- von der in leyter Reihe die Nachfrage nach Produktionsmitteln abturrenz schließlich entgegenstrebt, iſt innerhalb der Konkurrenz un- hängt, ist aber, daß die mit diesen Produktionsmitteln( Rohstoffe, fähig, das Maß der technisch möglichen Produktivkraft in Wirklich Halbfabrikate, Maschinerie) erzeugten Waaren irgendwie in den Das neue Wert von Herzka, wenigstens der erste eben er feit umzusetzen. Denn die Waarenproduktion ist an den wirklichen Konsum, den Endzweck jeder Produktion, eintreten, schienene Band, ist nicht der weiteren Ausmalung der Freilands- Absatz, das heißt nicht ant die unbegrenzt ausdehn das heißt, daß sich zahlungsträftige Konsumenten Utopie, sondern einer Untersuchung der gegenwärtigen Wirthschafts- baren Bedürfnisse der Gesellschaft, fondern an die sehr finden, die bei Abnahme der konsumreif gewordenen Waaren ordnung gewidmet. Der Widerspruch), der zwischen der ver- begrenzte taufkräftige Nachfrage gebunden. Stetig drängt dem Verkäufer die Produktionskosten, die er in Ankauf von hältnißmäßig langfamen Steigerung des nationalen Reich die Produktion gegen die Schranken dieser Nachfrage und Produktionsmitteln und Arbeitskräften verauslagt hat, mit Zuschlag thums und den gewaltigen, die Produktivkraft der Arbeit wird von diesen Schranken wieder zurückgeworfen. Ueberproduktion, der daraufgelegten Kapitalprofite zurückerstatten fönnen. Die Werthe über jedes früher geahnte Maß hinaus erhöhen den Fortschritten der Absatzstockungen, Krisen sind die Erscheinungen, in denen das schichten sich in diesem allmähligen Reifungsprozeß der KonsumTechnik besteht, soll flargelegt, der Weg zur Ueberwindung dieses Widerspiel zwischen der freieren Entwickelung der Produktiv- waaren übereinander und der Konsument hat die ganze, aus Widerspruches innerhalb des Rahmens fapitalistischer Waaren kraft und den ihr durch die faufkräftige Nachfrage ge- hunderterlei Etücken zusammengeschte Werthsumme zu bezahlen. produktion aufgezeigt werden. Der Hinweis auf die Aus- 30genen Echranken zum handgreiflich flaren Ausdruck kommt. Kann er das nicht, so muß nicht allein die letzte Zubereitung der bentung der Arbeiterklasse durch die Kapitalisten kann an sich Ein Theil der produktiven Kräfte, das ist der hieraus Konsumwaaren, sondern rückwirkend auch die Erzeugung der in nur erklären, warum der handarbeitende, allen Reich folgende normale Zustand der bürgerlichen Gesellschaft. Frage kommenden Produktionsmittel ins Stocken gerathen. thum wesentlich produzirende Theil der Bevölkerung an kann sich nicht bethätigen, bleibt. latent; die industrielle Reserve: Es ist richtig, daß das Kapital die Macht ist, die der technisch ermöglichten Reichthumssteigerung garnicht oder armee, die erzwungene Arbeitslosigkeit von Hunderttausenden, die unmittelbare Nachfrage nach Arbeitskräften erhebt und daß nur im geringen Maße Antheil nimmt; aber er fann nicht er das Kapital nicht verwerthen kann, weil es für das Produkt ders demzufolge der Umfang der Arbeitsnachfrage in einem gewissen Zu klären, warum das Maß des Reichthums, das im Durchschnitt, felben feinen lohnenden Absatz fände, ist die nothwendige, im Wesen fammenhange mit der Kapitalaktumulation steht, aber ebenso richtig Arbeiter- und Kapitalistenklassen zusammengerechnet, auf den Kopf der kapitalistischer Waarenproduktion begründete Begleiterscheinung der ist, daß die bloße Kapitalaffumulation, wofern sie nicht in einer Bevölkerung fällt, in Widerspruch zu den durch den Sturmlauf bürgerlichen Gesellschaft. Technische Rückständigkeit und Einschränkung entsprechenden steigenden Konsummachfrage ihre Stütze findet, von technischen Fortschritts erregten Grwartungen, der Produktion ergänzen so einander, um den wirklichen hinter dem sich aus selbständig die Arbeitsnachirage über enggezogene Grenzen hinaus noch immer sehr gering ift. Nach den Ergebniffen der preußi möglichen Reichthum zurückzuhalten. nicht auszudehnen vermag. Tie Arbeitsnachfrage des Kapitals schen Einkommensteuer- Beranlagung, die, weil auf dem Deklarations. Herzka, der, wie seine Freiland- Utopie bereits zeigte, über erweist sich als bedingt durch die Arbeitsprodukten zwang berubend, wenigstens nicht allzuweit hinter der Wirklichkeit zurück- die Waarenproduktion, der er nur den fapitalistisch- ausbeutenden nachfrage des taufträftigen Konsum 3. Der Weltbleiben dürfte, betrug 3. B. das Gesammteinkommen der Charakter abstreifen will, auch in seinen Vorstellungen nicht hinaus. markt verschleiert diese Zusammenhänge mur, indem er das Kapital 11 200 000 Personen, die als Haushaltungsvorstände oder sonst als kommt, meint nun und das ist der in seinem neuen Buche breit von der einheimischen Konsumnachfrage bis zu gewissem selbständig eriverbende Personen einer Einschäßung unterlagen, hoch ausgesponnene Grundgedanke, daß dieser Widerspruch zwischen Grade emanzipirt, aber er hebt sie dadurch, daß er die fremde gerechnet( d. h.. wenu. man die 81/2 Millionen ſelbſtändig Erwerben dem technisch erzeugbaren und dem wirklich erzeugten Reichtbum auf Konsummach rage der einheimischen hinzufügt, nicht auf. den, die wegen Armuth von der Steuerzahlung befreit blieben, mit dem Boden der gegebenen wirthschaftlichen Organisation bereits Die Wlasse der Konsumenten wird aber von den Arbeitern einem durchschnittlichen Einkommen von 900 M. in Rechnung setzt) überwunden werden könne. Das Univerfalmittel hierfür sei eine gestellt, deren Einkommen ganz und gar für Konsumzwecke bestimmt 18 826 Mill. Mart. Das jährliche Durchschnittseinkommen, das bei durchgreifende und allgemeine Lohnerhöhung. Die Ausführungen ist. Je höher die Löhne, um so größer ist, alle übrigen Verhältnisse gleicher Vertheilung auf jede diefer 11,2 Millionen, von denen sind nicht: originell, was an ihnen richtig ist, ist bereits von anderer, gleichgesetzt, die von dieser Klasse erhobene faufträftige Konsumweitaus die meisten als Haushaltungsvorstände mit einer Familie vor allem von sozialistischer Seite hervorgehoben, was an ihnen neu, nachfrage und damit die Konsumuachfrage überhaupt. Hobe Löhne belastet sind, entfallen würde, beträgt also 1234 M. Und die bürger- ist utopistisch- einseitige Uebertreibung. entwickeln also die Neichthumserzeugung im Rahmen der freien lichen Blätter haben nicht verfehlt, aus solchen Berechnungen im Richtig ist, daß eine solche Lohnerhöhung, ähnlich übrigens wie Ronkurrenz nicht nur, indem sie zu ftätig zunehmenden MaschinenStile von Eugen Richter's bekannten" Irrlehren" Folgerungen gegen eine durchgreifende Verkürzung der Arbeitszeit und eine energische, betriebe drängen, sondern ebensowohl auch dadurch, daß sie die die Sozialdemokratie zu ziehen, die, wenn sie ihr Ziel, die Ver- auch auf den Kleinbetrieb und die Hausindustrie ausgedehnte taufträftige Konsummachfrage, von der in letzter Reihe die Ausdehnung gesellschaftung der Produktionsmittel und die gleichmäßige Antheil Arbeiterschuß- Gesetzgebung, die Tendenz გ 21 11N Großbetriebe der kapitalistischen Produktion, die Umsetzung der technisch möglichen nahme Aller an den produzirten Genußgütern verwirklichen könnte, nothwendig verstärken muß. auch keine höhere Lebenshaltung, als sie heute durch die Kauffraft weil die technisch rückständigen Betriebe in der schrankenlofen Aus- weitern. von 1234 m. repräsentirt wird, den Familien der neuen Gesellschaft reutung der Arbeitsti äfte die vielleicht wesentlichste Stütze ihrer Es wäre nicht einmal nothwendig, daß die gestiegenen Lohnfäße zu garantiren vermöchte. Selbsterhaltung besitzen. Nur mit größter Mühe fähig, den Kampf den Gewinnst der Kapitalistenklasse, dessen Sinfen unter UmDer Einwurf wäre in der That einigermaßen entmuthigend, wenn mit den technisch besser ausgerüsteten Konkurrenten zu ertragen, ständen einen Ausfali in der von dieser Klasse erhobenen Konsum der Sozialismus durch die von ihm exfireble Stenorganisation der müßten fie miter neuen aften, durch welche sie bei ihrer, obuehm ochrage und eine entsprechende Schmäherung der gefa men Produktion nur die, gleichmäßigere Vertheilung des heute bereits er ungünstigen Pofition weit fa ärfer als die Großbetriebe betroffen widen, tonfumnachfrage nach sich ziehen könnte, nothwendig drücken zeugten Reichthums von Genußgütern und nicht viel mehr zugleich um vieles schneller zusammenbrechen. Alles aber, was das Maß müßten. Denn einerseits fönnte, wenn die Lohnerböhung die Proeine mächtige Erhöhung der produttiven Kräfte erzielen wollte. Es der Ausbeutung einschränkt, ist eine solche Laft für sie. duktionskosten für die Waareneinheit steigert, der hierdurch geminderte gehört zum Wesen des Sozialismus selbst, diese beiden Ziele, die Doch auch von der Wirkung, die eine Lohnerhöhung auf die Gewinn durch die vergrößerte Wenge des Waaren Beseitigung der Ausbeutung und die Vermehrung der Produktionskraft, Steinbetriebe haben würde, abgesehen, ist es enident, daß eine umfages zu einem Theile ausgeglichen werden; und andererin untrennbarer Bereinigung zu erstreben. Wäre die Natur mit solche Maßregel die Reutabilität der Maschinenarbeit feits würde, worauf Hertzka besonders hinweist, der durch die ihren Gaben so farg, oder wäre der erfindende auf die Ausbeutung bedeutend steigern und aus diesem Grunde bereits in breitem Lohnböhe fünftlich beschleunigte Uebergang zu dem nun im Verder Naturgaben für die Zwecke menschlichen Lebens gerichtete Geist Umfange auf die Vermehrung der Maschinerie und der arbeit- bältniß zum Preise der lebendigen Arbeit billiger gewordenen in seinen Errungenschaften noch so weit zurück, daß eine vervoll- sparenden Methoden, also auf die Beschleunigung des technischen Maschinenbetriebe der Steigerung der Pro Tommnete, gesellschaftlicher Kontrolle. unterstellte, die Ausbeutung be- Fortschrittes hinwirken müßte. Denn je niedriger die Löhne, um so duftionstosten wirksam entgegenarbeiten. Heryka feitigende Organisirung der Produktion nur ein so bescheidenes billiger ist die lebendige Arbeit im Verhältniß zu den vergißt nur merkwürdigerweife, daß eben dieser Ersatz der Maaß der Lebenshaltung, wie e3 dem heutigen Durch Arbeitsprodukten, deren Preis sich ja nicht nach den Löhnen lebendigen durch die Maschinenarbeit als Kehrfeite leicht schnittseinfommen entspricht, für die Gesammtheit der Ge allein, sondern nach der Gesammtheit der Produktionskosten und maffenhaite Arbeiter- Entlassungen, Arbeiter Entlassungen, großes Auschwellen der = Vör or allem schon darum, in gesellschaftlich wirkliche Produktivkräfte abhängt, bedeutend er= sellschaftsglieder verwirklichen fönnte, auch dann wäre dies für den Profiten der Unternehmer( eventuell auch noch den Grund- industrielten Reserve- Armee und die dementsprechende Schmälerung Die große Majorität des Boltes immerhin ein außerordentlicher rentenbezügen der Bodenbefizer) richtet. Technisch betrachtet mag des Gesammteinkommens der Arbeiterklasse und ihrer Konsumtions Fortschritt. Aber der wirkliche Fortschritt, den der Sozialismus mit die Einführung einer neuen Maschinerie eine außerordentliche Er traft zur Folge haben könnte, wodurch der Boden seiner Recht erhofft, geht unvergleichlich über dieses Maß hinaus. Gerade sparniß an lebendiger Arbeit, die im ganzen zur Herstellung ganzen Rechnung ein mächtiges Loch erhält. Der richtige Kern, die Geringfügigkeit des Reichthums, der bei gleicher Bertheilung gewisser Waaren nothwendig ist, bedeuten, aber daraus folgt noch nicht, daß eine Lohnerhöhung im allgemeinen auch die Konsumnachfrage heute unter der Herrschaft des Kapitals auf die einzelnen entfallen daß die Unternehmer bei niedrigem Stande der Arbeitslöhne zu der und damit rückwirkend die Reichtbum erzeugende Produktionswürde, ist eine der schärfften Anklagen eben dieser bürger Einführung solcher Maschinerie auch immer wirksam angereizt entwickelung der bürgerlichen Gesellschaft steigern müßte, wird von lichen Gesellschaft, eines der wichtigsten Beweismittel, werden. Ihnen kommt es ja nicht darauf an, die Waaren mit ihm über jedes Maß zur utopistischen Juteressenharmonie hinaus die der Sozialismus für sich in Anspruch nimmt. Denn möglichst geringem Arbeitsaufwande oder technisch am vortheil- getrieben. Man merkt es, daß der Kurs auch dieses ersten Bandes die Natur ist reich und willig, von ihrem Reichthum zu hattesten, sondern dieselben petuniär am vortheilhaftesten herzu schon nach Freiland steuert. spenden, und ununterbrochen geht der Siegeszug der Erfindungen vor- ftellen. Wenn z. B. der zur Erzeugung einer bestimmten Originell ist, wie gesagt, nicht der Grundgedanke, daß dem wärts, burch welche die produktive, den Naturstoff zu menschlichen Waare im Durchschnitt nothwendige Arbeitsaufwand, alles Umfang der Produktion Schranken durch fauftiäitige Konsums Gebrauch werthen umwandelnde Kraft der Arbeit über alle Grin allem, 1000 Arbeitsstunden beträgt und durch eine nachfrage gezogen sind und daß diese Schranken durch wartung hinaus vervielfältigt und gesteigert wird. Und wenn trog neue Maschinerie ev. auf 800 Stunden herabgesetzt werden fönnte, Lohnerhöhung erweitert werden können, sondern die dem dev so gewonnene Reichthum, gleichmäßig vertheilt, so ist die Einführung derselben natürlich technisch vortheilhaft, aber utopistische Nebertreibung, die in der Lohnerhöhung das Universalheute nur zum Nothwendigen hinreicht, worin anders, sie erscheint pefuniär nur dann gewinnreich, wenn die durch die heilmittel gefunden zu haben glaubt, was freilich nicht hindert, daß als in der heutigen Form der Produktion, neue Waschine ersparte lebendige Arbeit theurer ist, als der der Verfasser aufs innigste von der Neuheit und Größe seiner Ideen als in den Einrichtungen der kapitalistischen Gesellschaft Preis, den der Unternehmer für die Maschine, das Produkt überzeugt ist. Wie sehr die Vorbedingungen, um in der Dekonomie fann der Grund dieser merkwürdigen Erscheinung liegen? Kein früher geleisteter Arbeit, hätte zahlen müssen, oder vielmehr wirklich Neues zu finden, ihm abgeben, tritt völlig flar in feiner Zweifel, die freie Konkurrenz der Kapitale hat im Verhältniß zu als der Theil des Maschinenpreises, den der Unternehmer Kritik der großen Dekonomen, vor allem auch in seiner wunderlich verfrüheren Gesellschaftsperioden sich als mächtig wirkende Entwice entsprechend der allmäligen Maschinenabnutzung als Produktions- worrenen Auffassung der Mary'schen Lehren hervor. Die Korrektur, die er lungsform des gesellschaftlichen Reichthums bethätigt und die Er foiten der betreffenden Waare neu in Rechnung stellen müßte. Je im ersten Abid nitt der tiefen Unterscheidung Ricardo's zwischen findungen, zu denen fie antrieb, in weitem Umiang in die Praxis billiger die lebendige Arbeit ist, einen um so größeren Betrag Werth- und Reichthumssteigerung zu theil werden läßt, sucht sozuder Produktion übersetzt, aber ebenso gewiß ist es, daß sie anderer- lebendiger Arbeit muß eine neue Maschine schon ersparen, wenn sagen ihresgleichen an Energie des Unverstandes. Immerhin, an dem feits der vollen Ausnutzung der nach dem Entwickelungsstande unter Zugrundelegung des so berechneten Maschinenpreises( zu dem Maßstabe der bürgerlich landläufigen Ein- und Ansichten gemessen, der Technik erreichbaren Produktivkräfte schwere, hemmende Kohlenpreise und anderes hinzutritt) eine Verminderung des Produktions bietet das Buch, das ist als selbstverständlich zuzugeben, eine reiche Schranken entgegensetzt. foften Betrages durch die Maschinenarbeit für den Unternehmer Fülle des Anregenden und Belehrenden. Der industrielle Großbetrieb, der die Errungenschaften moderner herausspringen, wenn er durch die Aussicht auf petuniären VorTechnik in sich verförpert, gewinnt überall, so auch in Deutsch theil- zur Anschaffung getrieben werden soll. Je höher umgekehrt die land, fast in jeder Branche von Tag zu Tag mehr an Löhne, oder der Preis lebendiger Arbeit, um so eher wird, auch bei May: Die wirthschaftliche Entwickelung. Januar 1897.( Berlin Boden, wie erst wieder die Zahlen der letzten Berufs relativ geringer Arbeitsersparniß, die Einführung neuer Maschinerie zählung und die jetzt zum Abschluß gelangten, vom Verein vortheilhaft erscheinen und demgemäß vorgenommen werden. bei Buttkamer und Mühlbrecht. 156 S. Preis 2 M.) für Sozialpolitik angeregten Untersuchungen über die Lage Es zeigt sich hier wieder, daß die Forderungen, welche die Ar- Die Hefte, welche Herr May, der Juhaber der Firma Alex. des Handwerks mit vollster Klarheit bezeugten. Aber diefer beiter innerhalb der gegebenen Wirthschaftsordnung vom Stand- Jahn in Hamburg herausgiebt das vorliegende ist bereits das Prozeß der Arbeitsersparung und Steigerung der Produktivkräfte punkt ihres Klasseninteresses aufstellen, zugleich Forderungen zweite im Buchhandel erschienene Heft stellen in außerordentlich vollzieht fich innerhalb der freien Konkurrenz unter den schmerz ber technischen Fortentwidelung und damit der Fort- bantenswerther Weise die wichtigsten charakteristischen Thatsachen haftesten Meibungen, tastend und unsicher, in einem Tempo, das im entwickelung dieser Wirthschaftsordnung selbst sind. Sowohl die der im Jahreslauf erfolgten wirthschaftlichen Entwickelung zus Verhältniß zu der außerordentlichen technischen Ueberlegenheit dieser Arbeitszeitverkürzung als die Lohnerhöhung, die sie anstreben, sammen. Man wundert sich über die bunte Fülle des Betriebsform langsam erscheint. Die rückständigen Produktions- müssen das Tempo, in dem Maschinenarbeit und rationellere| Gebotenen, wenn man die Schrift durchblättert. Der formen erhalten fich, ba teine selbständige Wiacht einer organisirten Technik sich verbreitet, mächtig beschleunigen. Die Vereinigten Kampf aller gegen die Landwirthschaft, die GewerkschaftsGesellschaft den Fortgang zu technisch höherem im allgemeinen Staaten, das Land der höchsten Arbeitslöhne, find zugleich das Land Organisation in den verschiedenen Ländern, die Zentralisation der Jutereffe leitet, mit verzweifelter Zähigkeit, denn an ihrer Erhaltung der höchst entwickelten Moschinentechnik. Aber die Fort Produktion und des Bankwefens, Arbeitslosenversicherung, fommunale ist unter dem System der freien Konkurrenz die Existenz von Hundert- entwickelung der bestehenden Wirthschaftsordnung im Sinne tech- Sozialpolitit, technische Fortschritte, der Hamburger Streit, Ziffern taufenden und Millionen geknüpft, für die der gesellschaftliche Fort- nischen Fortschrittes und damit kapitalistischer Ron über die Handelsbewegung und eine Unzahl anderer intereffanter fchritt zum technisch Höberent zugleich den Verlust der wirthschaft- zentration ist nicht bürgerlich- konservativ, fie entwickelt zugleich Materien werden, wenn auch natürlich nur in größter Kürze, berührt; lichen Selbständigkeit und die Erschütterung aller gewohnten bie Bedingungen, von denen aus die Arbeitertlaffe zu neuen und das Inhaltsverzeichniß ermöglicht rasche Orientirung. Es ist nur Dafeinsbedingungen bedeutet. Nach den sehr interessanten Berech höheren Organisationen des Wirthschaftslebens, dem Zukunftsziele, schade, daß der Verfasser auf Systematik ganz verzichtet hat, nungen, die Hermann Losch mit bezug auf die Ziffern der das ihr vorschwebt, weiterschreiten kann. Die Angaben folgen int ununterbrochener bunter Reihe, vorletzten Berufszählung vom Jahre 1882 angestellt hat, würden Die Vermehrung des Reichthums, die Hertta von einer jeder Versuch, nach größeren Gesichtspunkten die innerlich verwandten 3. B: bei fonfequenter Durchführung der Großbetriebsform in Lohnerhöhung erwartet, ftüßt sich freilich nur zum theil auf die Thatsachen in zusammenhängende, sich von einander flar abhebende Deutschland 8 600 000 Arbeiterfräfte das gleiche Produftquantum in Erwägung, daß eine Lohnerhöhung die Maschinenverwendung Kapitel zu gruppiren, fehlt einstweilen. Es wäre sehr zu wünschen, Industrie und Landwirthschaft erzeugen und umsetzen können, rentabler mache und eben darum das Entwickelungstempo der an- daß der Verfasser diese reichhaltigen Uebersichten auch für die wie die 10 930 000 Arbeitskräfte, die nach der Berufszählung that- gewandten Technik beschleunigen werde. Der Hauptatzent wird auf kommenden Jahre fortsetzen, dann aber, um den Eindruck des sächlich in der Gesammtheit aller Betriebszweige beschäftigt waren. Die durch Lohnerhöhung zu erzielende Vermehrung des tauf Ganzen zu erhöhen, die Masse des Stoffes noch mehr sichten Der von den vorhandenen Arbeitskräften bei dem damals gegebenen fräftigen konsums gelegt, der in letzter Instanz für den und vor allem gliedern würde. Der Standpunkt dieses, Entwickelungestande der Technik produzirbare leichthum würde Umfang des Absatzes und damit weiterhin der ganzen Pro- mitten im Geschäftsleben stehenden Rundschauers ist ente also und diese Schäßung ist sehr niedrig gegriffenden wirklich duktion entscheidend sei. Auch diese Reflexionen sind unserer schieden fortschrittlich. Er tritt für freieste Bewegung der Arbeitererzeugten Reichthem un annähernd ein Fünftel oder 20 pCt. über Partei geläufig. Wie oft hat man nicht sagen hören, daß tlaffe ein und erhofft von der Gewerkschaftsorganisation die Er fteigen. Der Konturrenzkampf, der seiner Zendenz nach zur Ausbreitung das Kapital durch die Niedrigkeit der von ihm gezahlten Löhne die tämpfung durchgreifender Lohnerhöhungen, durch welche die Kaufkraft der Großbetriebsform führt, erzeugt aus sich heraus fortwährende Kaufkraft der Massen, auf welche doch die kapitalistische Waaren- der Maffen hier berührt er von fern den Herzka'schen Gedankens Gegenwirkungen, die diesen Prozeß, der bei sozialistischer Organi produktion als ihr hauptsächlichstes Abfaßgebiet angewiesen ist, gang- gehoben und für die Ueberzähligen Arbeit geschaffen werden fation fich glatt und raich, in engster Anpassung an den jeweils er- fünftlich einschränke und so den Boden seiner eigenen Existenz unter foll: Werden Kräfte durch technische Fortschritte überflüssig, unter- soll: reichten Stand von Erfindungen vollziehen tönnte, aushalten. grabe! dann müssen die übrigen soviel höhere Einnahmen erhalten, als Die verhältnißmäßig langsame Berdrängung des Kleinbetriebes, Der Hinweis darauf, daß ein gewaltiger Theil der kapitalistisch erforderlich sind, um den Einnahme- Ausfall der überflüssig aus der die Apologeten der modernen Gesellschaft so gerne organisirten Arbeit nicht Konsumtions, sondern Produktions Gewordenen zu decken und letztere felbst wieder zu beschäftigen". die innere Festigkeit derselben ableiten wollen, ist von diesem, mittel erzeuge, daß mitbin die Produktion nicht an die Grenze der Es geht ein englisch- demokratischer, gewerkschaftsfreundlicher, freiheit. dem Standpuntte der Produktionsentwickelung aus betrachtet, nichts faufträftigen Konsumnachfrage gebunden sei, ist kein Beweis dagegen. licher Bug durch alle Ausführungen die trockenen Thatsachen be anderes, als ein Zeichen widerspruchsvoller Beschränktheit, Denn alle Nachfrage, die von tapitalistischer Geite nach Produktions- lebend- hindurch. O, S. Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Sonnabend, den 3. Juĭt. Neues kgl. Operntheater( Kroll). Die Bohème. Die Rose von Schiras. 7 Uhr. Leffing. Die Geisha. 72 Uhr. Weften. A Basso Porto.( Am untern Hafen.) 72 Uhr. Neues. Der Stellvertreter. 71/2 Uhr. Friedrich Wilhelmstädtisches. M Lehmann's Kriegs- Abenteuer im Orient. 8 11hr. Belle- Alliance. Spezialitäten. Anfang 6 Uhr. Alexanderplatz. Verkäuflicher Werth. Anfang 8 Uhr. Oftend. Unsere Reichspost. 8 Uhr. Apollo. Venus auf Erden. 8 Uhr. Paffage Panoptikum. Die Kinder der Wüste. Ostend- Theater. Gr. Frankfurterstr. 132. Dir. C. Weißt. Unsere Reichspost. Durchschlagender Erfolg. Anf. 8 Uhr. Jut Garten: Spezialitäten ersten Ranges. U. a.: Hugo Schulz. Lebende Photographien. Anf. 51 Uhr. Konzerthaus Sanssouci, Rottbuserstr. 4a. Inh. H. Pierry. Täglich: Gr. Garten- Konzert nud Vorstellung. Urania, Tauben Strasse 48-49. Naturkundliche Ausstellung täglich geöffnet von 10 Uhr vorm. ab. Eintritt 50 Pf. Wissenschaftl. Theater abends 8 Uhr. Juvalidenstr. 57/62( Lehrter Stadt: 1 Bahnhof): Täglich von 5 Uhr nach: mittags ab bis 10 Uhr abends Sterna warte und Mondpanorama. Eintritt 50 Bf. Näheres die Tagesauschläge. PassageWive. Kämpel's Stebbierballe Restaurant Marienheim. Treptow, Parkstraßen- Ece. Köpenick, Kaulsdorferstr. 5, Strohmeyer's bill. Frühſtüdstisch, Kegelbahn, Garten Restaurant, Markgrafendamm, empfiehlt Otto Zocher.[ 20402* Saatwinkel. Jägerhäuschen! am Stralau- Rummelsburger Bahuh. Großer Garten zu VereinsfestlichGroßer schattiger Garten, 2 Kegel feiten, großer neuerbauter Saal mit bahnen, Tanzfaal mit Musit, 2 große Theaterbühne( 5-600ẞersonen faffend) Hallen, großer Spielplatz, passend für zu Vereinszwecken. Staffeeküche, zwei Versammlungen und Ausflügler. große verdeckte Kegelbahnen. Stets Stets gute Speisen und Getränke freier Tanz. L. Liesen. 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Hose von Moleskin, waschecht Hose von Zwirnstoff, sehr haltbar Hose von Moleskin, in schönen Mustern Hose von Sommerstoff. Hose von leichtem Buckskin Hose von Zwirnbuckskin, sehr haltbar Hose von gestreiftem Cheviot, schöne Muster Hose von leichtem Velour, schmal gestreift. Hese von leichtem Cheviot, elegant und sehr dauerhaft Hose in allen übrigen Qualitäten von • D. Staubmäntel und Havelocks. Staubmantel in Drell Staubmantel in Lustre Mark 4,50 8. Staubmantel in feinen gestreiften und melirten Mustern: 129, 4 12, 15, 20, . u. 22,50 30, Havelock in Loden, imprägnirt. Havelock in Diagonal- Loden, imprägnirt Havelock in Strich- Loden Havelock in reinwollenen Loden Havelock in feinen melirten Loden Havelock in ff. Kameelhaarloden E. Knaben- Anzüge. • Joppen- Anzug für Knaben von 7 Jahren an Joppen- Anzug in Waschstoff Joppen- Anzug in feinerem Waschstoff Joppen- Anzug von Turntuch Joppen- Anzug von vorschriftsmässigem Turntuch Joppen- Anzug von ff. Wollturntuch Berantwortlicher Redakteur: Angnft Jacobey in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Mark 2,60 3,50 8,50-5,50 4,50 8,50 9,50 Nach ausserhalb sende Muster und Maassanleitung franko zu, 2113L doch nur von Qualitäten über 3 Mark. Druck und Verlag von Wag Bading in Berlin.