kmzelpreks 15 Pfennig. 2. Jahrgang Montag, den 1. September im Nr. 42»/ B 191> MnS-Msgabs i»5wiT)ett* erscheint mcrgms and nachmittags, an 5r«e«»rn>ru wo« so PL iede, mtiltr, wo« 26 PI. lrnernnziznschloz 20 ptoj. Sei j-millen» m. verianimlungmnzeizrn fällt der Zuschlag fort. Inserate für den darauf- feilenden lag müifn, fpäleftr« M» 3 Ulp nochmiltaz, bei d« Lzeedition aafgegeden fein Jnserateu-AbteUung: verlin NW. 8, Schissdanerdanim 50 Fernsprecher: Amt Rordeu V7S« C#' im i Em neuzr JxaoZherd. c-i«,.- toilzscn bevcits in unserer SonntagS-Zlusgabe dar- tju, die blutigen Wirren in Kurlaud auch nach ü-bergreifen. wo dout'iäze Truppen eme Operations- ? öu unbekannten Zwecken begründen. Die litauische ��icrung h»t bereits bei der Entente gegen das Vorgehen �''chen Truppen protestiert. Wir erhalten über diese glinge von litauischer Seite folgenden Bericht: Jlj" i'urch die Presse vcrbreitctco Nachrichten über die SitoucnS von den deutschen Truppe» sind durch und " u w a h r und dienen nur dein Zweck, die Oeffentlichkeit z'Uülhren. In Wirklichkeit findet dort, wie in der litauischen t �' eingestellt wird, lediglich eine Umgruppierung der � P 5 c n statt. Die deutschen Formationen werden aus dem lis'� ��kowyschN— Sein!) zurückgezogen und nach dem nürd- Teil Litauens geschafft. Tort tritt als Führer der deutschen ��'tflutionären Truppen der Oberst W l r g o l i t s ch auf, di« August den Bezirk Kurschau,— Schauien besetzt und iq, �istcllung„russischer" Truppenformationen begonnen hat, '.Uik'� Soldaten von 100 kein Wort Nussssch verstehen. Diese Truppenteile erhalten Löhnung, BeklcidungSgcgen. Q, Ausrüstung usw. unmittelbar vom Grafen »r'. iie— wie sie das offen als Antwort auf eine Protest. Bjj"" � litauischen Regierung erklört habe»— als ihren direkten � betrachten. Tah dies asseS ohne Wissen der deutscheu ölernng geschrhxz, fei, ist unwahrscheinlich. Jedenfalls sind alle !ut f den deutschen RegicrungSverlretern in Litauen sieg �t, diese haben aber nicht das geringste gegen die Auf- ij. f» der als„Russen" verkleideten deutschen Truppen in Nord- unternommen. »»' �Truppen des Obersten Wirgolitsch sandten am 12. August »e� �■jrung des Generals Bogdanowitsch rine„Delegation" fttitvno, um mit der litauischen Regierung„Frieden zu "'(gen"„ad die Erlaubnis zur Ausstellung einer russischen Ar. Litauen zu erlangen. Die litauische Regierung lehnte I'' öumntung der verbündeten deutsch-russischen Kontcrrevolu- selbstverständlich ab und verlangte die Räumung des von bh*" �ksenten Gebietes. Diese Forderung wurde nicht erfüllt, begannen die Truppen des Obersten Wirgolilsch in bip Weise gegen die Bevölkerung zu wüten. Sic plündern b,. �"�'hner, unternehme» widerrechtlich Requisitionen und vcr- artilleristische Manöver, nachdem sie vorher die Be- dip��"0 zsoinge», die anliegenden Dörfer zu räumen. Da sie M' ie � �acht drr Lokalbehördrn nicht anerkennen, beschwöre» sie tag- "W blutige Zusammenstöv- herauf.-"'"'"-niote Bcvlll- Die gepeinigte Bcvöl- diese Truppen "•«Bt, weigert sich, ihnen etwas z» verkaufen und beginnt, �ntn die Willkür dieser Landsknechte zu bewasfucn. litauische Presse berichtet täglich über ZusammenstSsie und der schließlich den Boykott über (tf, weigert sich, ihnen etwas zu vcr de» deutsch-russischen Konterrevolutionären Bevöllcrung, die sich gegen die immer frecher werden- der Lcndslncchtc erhebt Wenn diese �ruppcn �i'tt zurüchgezogeu werden, sind auch iu Li.aucn die �wste» j.omplikationen zu erwarten. �bweit unser Gewährsmann, dessen AusWruivgsn �lrf zahlreiche Berichte der litauischen Presse itsii. �kicklichc Proteste der titanischen Regierung bij''"''- Sic bestätigen vollkommen die Besürchtungen, mehrfach ausgesprochen haben: das; nach �'iliq 'ch «Hb �in it mit Lettland nun auch ein � a c n heraufbeschworen wird, der die Interessen auf das schwerste» zu gefährden droht. Tie chzin ,f ganzen militärischen Unternehmens in Lktauen dah die deutsche Regierung auch hier den •er öie russischen Weißen Garden bereitet hat. An >. �-'te des Unternehmens steht die unheilvolle Gestalt nur die Konflikt '•den 1 ' a v. d. Goltz, dessen Befehlen nicht Kyr'aud, sondern auch die deutsch-russischen ��'ue.le�n Nordlitaucn unterstellt sind. Das Maß �iyi�rcch.erijdjcn Handlungen gegen das deutsche Volk "t't jedem Tage immer mehr an. Wie lange ' i' e deutsche Regierung dulden, daß � Mann, im Dien ll e der deutsch- r u s l i- schen Gegenrevokutron, daS deutsche Volk in unabsehbare Gefahren skürzt? Ein»mchsichkizes MmSrer. Wolffs Bureau verbreitet folgende Meldung:' Mitan, 31. August. Die Lage an der estnisch-letsischen Front Sei Pleslau ist äußerst bedrohlich. Der Frontdurchbruch der Bolschcwiftcn ist vollständig gelungen. Die leitische Regierung befördert baltische Landckwchr beschleunigt an die Front.— Nach Abtransport der baltischen Landcswchr stehen der lettischen Regierung in Kurland kerne nennensioerten Truppen mehr zur Verfügung. Es sind örtliche Aufstände von Tolschewisten in den vcn den deutschen Truppen gciäumtcn Gebicien auSg.brochen.— Russische, lettische und ballische Zeitungen beurteilen die Lage sehr ernst. Die Stimmen, die deutsche Unterstützung fordern, mehren sich stündlich. Der letzte Satz der sichtlich inspirierten Meldung läßt deutlich die Tendenz erkennen, die sie verfolgt. Es soll der Anschein erweckt werden, als sei die Anwesenheit der beut- schen Landsknechte in Kurland unentbehrlich, um den neuen Vorstoß der bolschewistischen Truppen bei Pskow abzuwehren. Schon nach den ersten Meldungen über die Niederlage der Weißen Garden bei Pskow konnte man erwarten, daß die deutschen Tnippenfühm in Kurland, ebenso wie das mehr- fach in Estland geschah, diesen Vorgang ausnutzen würden, um ihre Unentbehrlichkeit zum„Schutz der örtlichen Bevölkerung" nachzuweisen. Nachdem sie durch ihre vorher- gehenden Maßnahmen die Mobilisierung der lettischen Armee verhindert bzw. gehemmt haben, treten sie nun als „Netter" des Baltenlandes auf, selbstverständlich mit dem Hintergedanken, daß die lettische Negierung nun vor ihren Forderungen kapitulieren müsse. Dieses Manöver ist zu durchsichtig, als daß es jemand irreführen könnte. Es ist nach wie vor zu verlangen, daß die deutschen Truppen in Erfüllung der Bedingungen des Friedensvertrages Kur- land und Litauen räumen und den Schutz dieser Gebiete vor den bolschewistischen Truppen den örtlichen Streitkräften überlassen. Jer bevorsleheiide kabinettswechsel in Ungarn. H. N. Wien, 1. September. Aus Budapest wird gemeldet: Das Kabinett Fried- rich befindet sich in kritischer Lage. Die Entente- Mission haben den Ministerpräsidenten Friedrich nicht im Unklaren darüber gelassen, daß sie ihm die Anerkennung verweigern werden. Der gegenwärtige Handelsminister Heinrich hat mit den in Betracht kommenden Poliiikern verhandelt und so ziemlich die Voraussetzungen für die Bildung eines neuen Kabinetts unter seiner Leitung geschaffen. Man glaubt, daß noch im Laufe dieser Woche der K a b i n e 1 1 sw e ch- s e l in Ungarn sich vollziehen wird. SieVeceluißRNgLeulschSstexrelchsrnllSeulschland. H. N. Wien, 1. September. Aus Bern wird gemeldet: Der Oberste Rat in Poris hat b> schloffen, in den Friedensvertrag für Deutschöftmeich eine neue Klausel einzufügen, nach der sich Den Ischösterreich nicht ohne Genehmigung des Völkerbundes mit Deutschland vereinigen darf. ES darf auch keine oersatzlichc Handlung aus- führen, die seine Sclbständ'gkeit bedroht. Im Falle eines Kon- fliktes zwischen Deulschöstcvreich und den anderen Staaten der ehemaligen Monarchie sind als Schiedsrichter die Alliierten bis zur Bildung des Völkerbundes zuständig. Ein denlscher Alleger in Holland gelündel. H. N. Haag, 1. September. Gestern morgen ist in der Nähe von Utrecht ein Albatroß- Doppeldecker, der um 5 Uhr morgens in Hannover abgegangen mar. gelaneer. Infolge der Schnelligkeit kippte da! Flugzeug um, der Flieger, Hauptmrnn v. Voigt, blieb unverletzt. Leiber wird uns nicht mitgeteilt, welche Mission der Herr Hauptmann in Holland zu erfüllen hat._ Es wäre doch sehr wünschenswert zu wissen, was auf diesem Wege alles ins Ausland geschafft wird und sonst alles vorbereitet I j£ij& Joch gegen Ludendorfs. Zur gleichen Zeit, in der Luden do r ff durch srttS. Kriegscrinnerungen versucht, die Hauptschuld an dem Zu». sommenbruch Deutschlands dem Stimninngsunischwung in der Heimat und seiner Einwirkung aus die moralische Widerstandskrast des Feldheeres zuzuschreiben, hat das � französische Große Hauptquartier eine Denkschrift heraus- gegeben, die diese Legende völlig zerstört und den Nachweis' erbringt, daß daS deutsche Heer, dessen innerer Zusammen- bruch sich entgegen der Beliauptung Ludendorfss schon in! den Niederlagen bei Reims zeigte, bei Abschluß de3 Waffen st ill st andeS vor de in größten mili- törischen Zusammenbruch der Weltge- schichte stand und nur durch den, Waffen- stillstand gerettet wurde. Wenn Lndendorff, wie er in seiner Schrift sagt, noch Mitte und Ende Oktober an die Möglichkeit eines günstigen Ausgangs und des..Sal- datenglücks" geglaubt hat und deshalb eine Volkserhebung inszenieren wollte, so zeugt das, von allem anderen ac, gesehen, von einer für einen Feldhcrrn verbrecherischen Nu- kenntniS des eigenen Kräftezcrfalls. Als am 15. Juli das deutsche Heer beiderseits Reims zum entscheidenden Angriff ansetzte, war die feindliche Heeresleitung über die deutschen Pläne und Ttärkeverbält- nisse ebenso gut unterrichtet wie die O. H. L. und es gelang ihr daher, schon am 17. Juli das deutsche Vorgehen nach einigen nur unter schwersten Verlusten errungenen lokalen taktischen Erfolgen vollständig aufzuhalten. Von diesem Augenblick an besaßen die Alliierten das absolute Uebergewi cht, und ihre Arbeit ging darauf hinaus. daS deutsche Heer durch dauernde Angriffe mehr und mehr zu erschüttern und zu verwirren, bis endlich am 26. September die Generaloffensive einsetzte. Schon bis dahin hatte die deutsche Armee fast das ganze im Jahre 1915 eroberte Gebiet aufgeben müssen und war, wie aus einer in der Denkschrift veröffentlichten deutschen Urkunde klar hervorgeht, schon am 20. August zu einer Gegenoffensive nicht mehr fähig. Am 26. Scvtember hatte das deutsche Heer nur noch 21 frische Divisionen gegenüber 43 am 15. Juli in Reserve und mußte trotz eiper Frontverkürzung von nahezu 200 Kilometern noch dieselbe Zahl von Divi- sionen einsetzen, weil sie schwächer und von geringeren: Kampfwert waren. Selbst dieser Stand konnte nur durch Auflösung von 16 Divisionen, durch Herabsetzung der Ba- taillone von vier auf drei Kompagnien(nach der Luden- dörfischen Denkschrift teilweise auf zwei Kompagnien) und Heranziehung vieler zur Munitionserzenaung dringend nötiger Reklamierten erreicht werden. So kam eS, daß das Oberkommando der Alliierten seit Ende August zu der klaren Einsicht kommen konnte, daß ein allgemeiner Sturm den völligen Zusammenbruch der erschöpften deutschen Armee herbeiführen werde. Nachdem in der Denkschrift die militärische Entwich- lung de? letzten Krrgsmonnte aeichildert ist. heißt es: „Aus diesem kurzen Ueberblick über die Ofsensivschlacht d:: Alliierten geht unbestreitbar hervor, daß die v er z w c i f e t t c Lage, in die unsere Feinde versetzt waren, das Werk de; alliierten Oberkommandos war, welches ohne U-Uer laß dem Feind Schläge versetzt hat, ihm eine»mmer gröre: werdende und nicht mehr autzumachende Abnutzung beigem.:;!; hat, die einem Angriff vorangingen, der ihn endgültig vernichte'.: mußte." Wie stark diese Abnutzung war. läßt eine in der Denk- schrist gemachte Uebersicht über den Stand der deutschen Re- ierven. den Wert der Divisionen in Bezug auf Stärke, Material und geistige Verfassung deutlich erkennen. Zunächst wird gezeigt, wie die Zahl, der in Reserve befindlichen deut- schen Truppen trotz des Einsatzes auch kampfunfähiger For- mationen während, des Rückzuges von 40 bis 50 Prozent aus 11 Prozent zurückging, wie die Gefechtsstärke der ein-.elnen Kompagnien, trotzdem die Gesamtstärke um 23 Divisionen vemiinderi wurde und fast die Hälfte aller Bataillone Koni- pagnien zusammenlegten, von durchschnittlich 120 Mann am 15. Juli auf 50 Mann beim Abschluß des Waffenstillstandes zurückgegangen war, so daß„die Stärke der auf der West- front kämpfenden Jnfanterietruppen auf die Hälfte ihrer Stärke am 15. Juli" veranschlagt wurde. Besonders interessant sind die in der Denkschrift an I.. fSoTtö«Mgiez�Hn«?elf Makniafs gemaNen UuZfuHnmgm über den physischen und moralischen Kräftezersall der deut- jchen Truppen: .Die ganze deutsche Arme« h�tte eine kolossale nervöse und körperlich« Anstrengung durchzumachen, neben welcher die März-, April-, Mai- und Juni-Offensive reines Kinderspiel gewesen waren. 80 Prozent der Divisionen sind ununterbrochen während der Monaie Septem- der und Oktober in Stellung geblieben, die andern haben 20 bis 80 Tage unautgeseht gekämpft. Am 10. November hin- hegen standen sämtliche kampffähigen Didi- (Ionen> m G e f e'ch t oder sie waren kaum zurück- hezogen worden. Alle waren mehrere Male eingeschck worden. Schtießlich blieben also keine frischen Keserben übrig. Iu gleicher Zeit hatte der Feind mit der Initiativ« der Operationen am 18. Juli auch den Vorteil verloren, nach eigenem Willen den AbzugLkampf zu leiten. Von diesem Zeitpunkt an hatte das Oberkommando der Alliierten die Versicherung, den Ab- nutzungskanipf mit amerikanischer Hilfe weiterführen zu können; es nötigte die Deutschen, sich demselben ohne Unterbrechung zu fügen. DieS alles hätte genügt, den Alliierten den Sieg zu sichern." Dann w?d krle gt die Denkschrift die B e- �ouptung Ludendorffs und seiner An- Hänger, der moralische Zusamnienbruch des H e e r e s � e i auf„Wühlereien" der U. S. P. D. »urückzu führen. »Die moralischen Kräfte waren nicht weniger tief gesunken bis die physischen. Die Ursachen dieser Entkrästung lagen nämlich zu tief. Die erste war da» Scheitern der I u l i of f e n s t v e. Am Iß. Juli schenkte er(der deutsche Soldat) seinen Führern noch Vertrauen, er war zur letzten An- strengung bereit, obwohl ihn die Müdigkeit schon erreichte. Aber in der Champagne und aus der Marne bleibt sogar der Anfangs- steg aus.— TaS war Oer Beginn des DiankenS der Gesinnung im deutschen Heere; der Soldat und selbst der Oflizier ftngen an zu zweiseln. Tie französtsche Gegenossensive am 18. Juli und dann die nachfolgenden Offensiven der Alliierten im August und September vervollstänleigten nach nnd nach daS Werk, welches mit der Niederlage vom IB. Juli begonnen hat. Di« An- strengung eine« ununterbrochenen Kampfes, f der Mangel an Nuhe in einem ruhigen Abschnitt oderhinterder Front, die ungenügende Grnäh ru n g, die Grippe, trafen, indem sie die körper- lichen Kräfte heruntersetzten, auch den Geist der tzämpfenden Truppen. Die eifri.ee, von den Alliierten durch Aufruf«, Flugblätter, Flugschniien usw. in den feindlichen Stellen betriebene Provaganda verschärften die Demoralisation. Das Verlangen nach Sieg um de» Frieden» willen erzeugte stach und nach Idas Verlangen nach Frieden um jeden Preis. Zuerst daS Versagen einzelner, dann da« Versage» ganzer Ver- bände kam immer häufiger vor. Die geist gen Triebfedern waren am Borabend des WafsenstillstandeS allo gebrochen." Ueber die Materiolbeschoffung für die deutsche Arme«, deren kritische Lage auch Ludendorss anerkennen musjtc, äußert sich die Denkschftist folgenderincchen: „Die Lage der deutschen Artillerie am 10. November kann kurz folgendermaßen zusammengefaßt werden: Verwinde- rung nm«in Drittel deZ am 15. Juli in Dienst befindlichen Materials, Schwierigkeiten für die Ne- paratur und Matenalcrah, Verminderung der VedienungS- mann'chaf!. Mengst an Bespannung." Dann spricht die Denkschrift van den Aussichten der deutschen Heeresleitung auf Wiedergewinnung der Manövricrsreiheit und auf einen Rückzug an die Ostgrenze Belgiens, und kommt dabei zu dem Sckslnß, daß die O. H. L. um Wasfenslillstano gebeten habe, weil sie den unabwend- baren militärischen Zusammenbruch klar vor Augen hatte. Von der Lage im Innern Deutschland» sogt 5a» französische Oberkommando, daß dir ungeheuren mate- riellen Entbehrungen und seelischen Leiden im Volke zu- uächst Gleichgültigkeit und stumpfe Ergebung, dann ein gieriges Verlangen nach Frieden erzeugte: „Während vier Jahren hatte e» zu sehr gelltten, und seine »rZft« waren fetzt Fit sehr erfchhpst, m» st, weitere Opfer ein- villigen zu können. Die Demoralisation war um so vollständiger, als die Hoffnung weittragend und lange Zeit sorgfältig unter- halten worden war. TaS Publikum fragt« nicht mehr nach den genauen Statistiken des Generalstabes, ihm genügten täglich, um sich über die Wirklichkeit klar zu werden, die vielsagenden von der Entente veröffentlichten Listen der Gefangenen und des er- beuteten Materials, deren Wahrheit kein Mensch mehr anzweifelte. Deutschland hatte jetzt das klare Gefühl, daß das Spiel unwider- ruflich verloren war. Wenn dte O. H. 2. versucht hätte, den Kampf aufs ä u ß e rst e weiterzuführen, so hätte sie auf ihrer Seite weder das Volk»och seine Führer gefunden." „Ais am 11. November die denlsthe Regierung dem Waffenstillstand unterzeichirei hat, hat sie..... damit zugegeben, daß ihre Armeen unfähig waren, den Kamvf fortzusetzen. An diesem Tage hat Deutschland wirklich kapiruliert." Wir machm uns selbstverständlich den politischen Stand. Punkt der französischen Denkschrift nicht zu eigen, deren Ver. sasser ebenso wie Ludendorss und Konsorten aus dem Boden des Nationalismus und Militarismus stehen. Aber die ge» nauen Angaben über die wirkliche militärische Lage während der letzten Kriegsmonat« sind eine gute Widerlegung der Ludemdorsfschen Memoiren, soweit in ibnen bi« Möglichkeit eine» weiteren erfolgreichen Kampfes behauptet und versucht wird, die Ursachen des militärischen Zusammenbruches der Revolution zuzuschieben. In Wirklichkeit erzeugte nicht der revolutionäre Ein- fluß die schwindende Kampfkrast des Heeres und damit den Zusammenbruch an der Front. sondern das verbrecherische Laban quespiel der deut. scheu Heerfübrer, die militärischen Ertolge der Entente und die unerträglichen Ent- behrungen und Leiden in Deutschland führten die Niederlage herbei. Diese Erkenntnis wird durch die Angaben der französischen Denkschrift in oflm Einzell-nten bestätigt. Ger be die Einsicht von der AussichtSlöngkeii eines weiteren Kampfes trug wehr als alles ander« zum Berstigen der Widerstandskraft und damit zum Ausbruch der Revolution bei. Und kein Versuch Liidcndorsis, die Schuld an der Niederlage den inneren Verhältnissen zuruschieben. keine Behauptung nationalistischer Gech.ichtssäl'cher,„daß die Heimat den Fronllruppen i» den Rücken gei-allen sei", kann die Talsaclie widerlegen, daß schon liins Monate nor Ausbruch der Revolution die militärische Niederlage T e uä sch la nd s besiegelt war. mrd X? geforderten tkrkkFrnnyen«Agetzm wird. Wir � den zweifellos in den nächsten Togen durch eine ost% Beruhigungsnote, in der die vollste Loyalität des W? Goltz versichert werden wird, aller Sorgen über dos b«- tische Abenteuer enthoben werden. In Kurland und'» Litauen jedoch werden die aufsässigen deutschen LandSknwf> unter der glorreichen Führung des Grasen Goltz weiter st Unwesen treiben und die schlimmsten Komplikationen Osten heraufbeschwören. Mrbvngen füt die Weiße Beiles Am 9. August hat die Luzerner Konferenz im deutschen Rechtssozialisten einstimmig eine Rewluls" angenommen, in der von den sozialistischen Vorm, der uuyviiuuiiiicii, ui wt L vv«, w,» Deutschlands und der Entente dringend verlangt wird- zendwelch Motionen im Osten vorgenommen werden. Trotzdem-, ibre Regierungen dabin zu wirken, daß keine neuen_ � Werbungen und Truppentransporte für irgendwelches die„Freiheit" immer wieder auf den wackuende» Umiang Werbungen hinweisen, die von russischen Konlerrevolil' nären in Berlin unter Duldung der deutschen Behörden � luiren in«erun unter f ontitWI' trieben werden. Hand in Hand mit reichSdeutschen M -o nl' «ntbirli. � pe il'-schs 3ü?6(?n3. „Es ist zweifellos— jckpeibt der„Vonvärts"—. doß Herr v. d. Goltz im Baltikum eine P 0 I i t i k au< eigene Jaust betreibt, die für T-eut'chland un-s die Truppen s.hr Verhängnispoll loeldeu wird." Die lettische Neglerung be- trachte mit Reckst das Unternehmen sür einen Angriff ans die demokratische Remiblik unter der Flagge deutlch- russischer Reaktion. Der Minister des Aeußern Hermann Müller habe sich bereits energisch gegen das Treiben deS Grasen v. d. Goltz gewendet; aber hier helfe nicht mehr Mundspitzcn, es müsse gepfiffen werden. Hier konnte' man nun erwarten, daß der„Vorwärts" nach diesem Anlauf mindesten» den Mut finden würde, die Konsequenzen aus allen leinen gegen die baltisckien Ver- schwörer vorgebrachten Anklagen zu ziehen. Aber lveit stellen'und einzelnen Offizieren werden Herne noch dateu unter allerlei Versprechungen und Vonpiegeluiv fwch dem Osten gelockt und ungeheure Mengen von schein.Heeresgiit der russischen Weißen Armee in die Hn) geipielt. Trotzdem hat die Regierung noch immer wßi unternommen, um diesen siaatsgcsäbrlichcn Mickünatio� ein Ende zu bereiten, den Menschcnsckwcher zu unlerbmo nnd weitere Verichl uderungen deutschen Slaatseigcntu"� unknögsich zu mckhen. tao stand am letzten Sonnabend in T. e m o e!>> o Transport von t 20 Ack n, der F l bomben, Minen, Feldausrüstung« n,~ töts- tinj T elepbon gerate usw. Zug lallte wie wir befiiinrnj wissen, am gleickien Tage dem Osten ful ien Ei war für die M ächi inmgen'r>'-'U' lung v. L u tz bestimmt, die zur Eisernen Twiston gohor! Ebenso setzen 8'e ruisischen Werbebureaus in B« 0" Tätigkeit nninter ort. Tie Werbestelle Am � m•' ba d iJ9 ist Mar aufgelöst, dafür ist wenige.f-öiiie: w' � A m Karlsbad 5, eine neue Z w e i g st r l I e au � mach"woiden. wo das'ckior von trüber bekanuw-'ii o-' dem v o l? l Magdeburg, mit den O ffizi r-n.'?'ff # olaen, Kapitän Neporoschnu und l'entna Bo& ick an der Spitze, Deut'ckv und Ruften ein Anlief anwirbt. Und daß deutsche Dienststellen an d't!• M nschenschacher o' in betet sia« sind, zeigt d e To' w? d r A ng.-worhene-, A» s w e,' e m i> d e r U n-> von der f b c :C« I» 7< tfiarunr Dir �1% in dies« kirn F f-inn d °t m 4 fco itorb En «uznlu JjfijiSst fc'tb. k. Ter Hier des Herrn D c t t w an n Weibestelle des Generalbevollmä A(0' ,„| n'ir che baltischen Lande setz! Werbestelle A. K. No�d hallen Die Angewoibenen tverden d-mn zum Teil 3":. " üiweustellitng oon neuen Foi»ationen in die Va{|Ct'Ki Löberitz und G r a u d e n z gesandt andere, i''Vi Offizieren zuverlässig er che inen erhalten direkte �-krü« f weise nach Kurland Mitari usw. E i n anderes Werbebureau K? von dem e ■Üi 0">i*"9 ni n I i g( n ö st e r r e' rb i f ch« n Major in ann in der K e i t h st r a ß e 21 aufgemacht worden, den Angeworb-men vorgespiegelt wird, sie würden den!�' TitU'pen luaelnili. Sie erüaiten einen diensllick"." weis nackr Mi tau. mit der Bemerkung:„Dienstlich zu st � I torp. Weikuiann". Äußerstem verteilen einige in'* Wer! c'iclle befindliche Offiziere, so ein L r u iN'� ..Krall. Zettel an die Angeworbenen, mit denen sie. den Bertret rn der Offiziere in Mi tau zwecks B e r w c �— L_.—.—«rsein gefehlt! Seine Forderung, daß Goltz zur Rechenschaft zu i d u n g i n einer besonderen Triippe meli ziehen sei. schwäckrt er sofort durch den Nachsatz ab: zum min- 1 Einige eSoldaten, die daraufhin nach Mitau fuhren.> von dem Freikorps mit dem Bemerken zuritckgewiese. besten müßten„nnzweideutige Erklärungen" vom Grasen Goltz darüber gefordert werden,«ob er augenblicklich den Befehlen der Regierung im Interesse der Durchführung der Friedrnsbedingungcn Folge zu leisten gedenkt, will er nicht. daß mit allen Mitteln gegen ibn vorgegangen wird". Graf v. d. Goltz wird sicherlich über diese fürchterliche Drohung so erschreckt sein, daß er sofort zu Kreuze kriechen ten, ein Jahr bei der Truppe zu bleiben, wenn die N or mann überhaupt nicht beauftragt iy Werbungen vorzunehmen. Der Vertreter � Oberleutnants Krall, an den sie sich daraushi» wniw� wollt« st« für die russische Weiße Armee festhalten und gab ihnen emcg Tienstveitrag. nach dein sie sH verpH-� ErziehS!,« und KlaffeÄaWf. Von Jakob Meth. arbeit ocganisrert. Auch in Deutschland wurde vor kurzem ein! Bestrebungen in der Jugendfürsorge«mfzmäffen haken. - Im Bürgertum hat-« schon vor dem Rrlegc Kreis« gegeben. Ke mordcrne ErziehungSreformer. anstrebten. Jede GesellschaftS- Sasse ist differciiziart und kann verschi.dcne Richtungen in sich Vereinigen. Zudem ist die Heranbildung hochqualifizierter Men- scheu ein Bedürfnis der industriellen Enttvicklung geworden; da- her konnten sich Reformbestrebungen tawet durchsetzen, daß ein« Anzahl tüchtiger Fachleute herangcbild.t wurde. Der Groß- betrieb brauchte Menschen, be' denen es nicht allein auf die spezielle Fachbildung ankam, sondern auch auf argirnisawrische Fähi gkeiton. Darum habrn Reformen Anerkennung gefunden. tzi« man heilte als EiziehungSidcal betrachtet, zum Beispiel Land- «rziehungsheime mit Selbstrcgierung her Kinder und ähnliche». Es ist die.Gunst der Verhältnisse", die zn einer bestimmten Zeit die Durchführung einer neuen Idee ermögliche. Da» sich im Wirt- fchaftsl.ben geltend machende Bedürfnis trifft auch nnt den Be- prebungen der i ibeiter zusammen. Unser Ziol ist der vielseitig entwickelt« Mensch Von jeher haben wir gefordert, allen Men- scheu di« größten GntwicklungZmöglichkeiton zu geben. Wir er» kennen aber auch, daß es nicht di« Einsicht in di« Borzüglichkeit neuer Erziehungsmethoden ist, di« uns diesen Anklang verschafft, sondern daß Ine heutige Priduktionsform die Notwendigkeit in sich tiägt, Menschen mit den denkbar höchsten Fähigkeiten in ihren Dienst zu stellen in derselben Weift, wie sie ihre Maschinen immer mehr zu vervollkommnen bestrebt sein muß. .Aus dem Fabriksystem, wie man im Detail bei R. Owen Si achlesen kann, entsf>r-ß der Keim der Erziehung der Zukunft. v.lche für alle Kinder über einem gewissen Alter produktive Arbeit mit Unterricht und Gymnastik oerbinden wird, nicht nur ialS Methode zur Steigerung der gesellschaftlichen Produktion. sondern als die einzige Methode zur Produktion vollfeitig ent- wickelter Menschen."(K Marx.) Wir haben immer gefunden, daß, wenn wir einer Entwick- Jung allgemeiner gesellschaktl'cher oder wirtschaftlicher Einrich tungen dienen, oft auch dem Kampfe der Arbeilertlass: den besten lDlenst erweise.. Sticht nur die Jndultrie braucht tüchtige, fähige Menschen zu ihrer Weiterentwicklung, sondern auch die Ar- »,iterbew«gung. flp«acka Pacta«» faec anlmwrflwMi» Wird Vi« Sxsiehoog�» Arbeiter- Eliern-B und gegründet. Ncht Humanitätö- spi.lerei ist diese Avbeit, sondern in die Tat umgesetzte Er- kenntn'» Die Organisation führt da» Kind im Gesellschaft». spiel, in der gemeinsamen Tätigkeit zu organisierter S-emcin- schaft. In der Sclbstregierung der Kinder rindet diese Richiung ihren höchsten Ausdruck. Dadurch, daß die Kirrder unter der Auf- ficht eine» Erwachsenen ctf übernehmen, die f ngeleg.nheiten ihrer Gemeimfchast sllbst zu regeln, übernehmen sie die BeranNvortung für Beschlüsse und Handlungen, die zunächst nu, für sie von Be- beutung sind. St Iiis der Vielseitigkeit des Tätigkeitsgebietes er- gibt sich die Möglichkeit, viele Anlagen und Fähigkeften der Kinder zur Entwickl-ung zu bringen. Spiel. Gesang. Turnen, Schwim. men, Wandern. Märchen Vorlesungen, Jugendbüchereien, künst- lerische Veranstaltungen und besondere Spiele, die Sinnes. Übungen bezwecken, können durch die Organisation gepflegt we den. WoS der Einzelne seinen Kindern nicht bieten kann, ermöglicht dt« Gemeinschaft für alle. Mit unseren auf das Allgemeine gerichteten Bestrebungen in der Jugendfürsorge für die Arbeitrkiuder stehen wir bisher allein. Andere A reist, die auf diesem Gebiete tätig waren, ver- folgten Sonderinteressen, konfessionelle, MilitarisierungS- oder demütigende Wohljätigieitsbestcebungen. Zeitweilig scheint die Erkenntnis durchzudringen die F i ch t« wr hundert Jahren ausgesprochen hat: „DaSstnigr Volk, das WS in Me untersten Schichten hinein die tiefste und vielseitigste Bildung besitzt, wird zugleich da» mächtigste und glücklichste sein unter den Völkern seiner Zeit, unbesiegbar für seine Nachbarn." vielfach läßt man sich jedoch nicht ven dem Wunsche ketten, daS glücklichste, sondern ein unbesiegbares Volk zu werden. A!b- gesehen von dem Streben begeisterter Jugendfreunde, die durch die erwähnt« Gunst der Verhältnisse Wirkungsmöglichkeiten ftnden, führt nur der voraussichtliche Mangel an Arbeitskräften und Soldaten da» Bürgsnum dazu, an di« Jugend zu denken. Salbst preußische Militärs sind schon vor vielen Jahren durch ungünstige Rekruticruugsergcbnisse veranlaßt worden, für ver- mehrten Jugendfchutz einzutreten. Auch die Beunruhigung der bürgerlichen Gesellschaft durch die Verwahrlosung der Jugend wirkt hier«mt Verbrechen und ihre Folgen treffen immer die Gefellschaft. M» ollm U» vErgerllche. Do» alleS jcigt, uri« wir tee bürge vi ichen sind n'cht von einem sozialen Ve ipn tro ortlichkeitsge s üb! geturen, nicht von dem Bemühen, die Allgemeinbe', zu sondern von dem Bestreben, dem Interesse der Besitze»--. dienen. Tollten asso Gemeinde und Staat Erziehungsarbeit leiste» sich mifschivingen, es ist die Ptticht der A r b e i t e r s ck � sich Einfluß darauf zu sichern, und durch ständige Mitar- '' Es wird ihre Aufga« in die eigenen Hände zu nehmen....... Einrichtungen zu schassen und auszubauen, die der En tan auf diesem Gebiet« Muster und Ziel bleilien können.. Wir müßten unser geschichtliches Denken verleugnen, wir auch nur einen Tag lang glauben würden, daß auf h'.z Gebiete ein friedliche» Nebencinanderaxbeiten möglich J.p So lang« es Klassengegensätze gibt, wird das Wort Theresias wahr bleiben»Die Schuir ist ein Potttitum". uN" � gleich«, aber viel den lichere Wort Anton MengerS leicht die wichtigste Polizeianstalt in den meisten europO'„ Ländern ist die Volksschule Sie ist von gesetzeswegen nicht schaftlich, sondern sittlich religiös, sie vermittelt also der ausi senden Generation nicht die Wahrheit über die natürlich � geschichtlichen Din;*, sondern m ihr werden die herrscht' Machtverhältnisse verteidigt.". jji Und niemand wird so naiv sein zu glauben, daß W die Schule gilt, auf anderen Gebieten der Erziehung ander» Unser« Stellung zu dem neiren Stano der Dinge ist daruw i Nie werden wir anfböre» können als Mahner auszutreten die Oeffentlichkeit zur restlosen Erfüllung ihrer Pflicht 0 � die Kinder aufzujordern. auch dann nicht, wenn dem Dräng�� siett nachgebend, sie sich veranlaßt sehen sollte, einiges nck Kinder zu tun. Unser geschichtliches Denken verpflichtet un-' zu rechnen, daß die gerechten Grundsätze der öffentlichen pflege nur so lange vorhalten werden, als di« heute Herrfo� an der Aufzuch: vieler Kinder nicht nur ein volkswirilchoi� sondern auch ein rein kapitalistisches Jnteresie haben. Was die Herrschenden m den Jahrzehnten kapitaltstiM � Wicklung versäumt haben, was durch den Krieg an der verwüstet wurde, werden sie nicht in wenigen Jahren na können, ganz besonders nicht, wenn sich der Anreiz, der zu einiger Tätigkeit treibt, wieder vermindert. Uno inf| sende unterernährter, aufsichtsloser Kinder, die immer noÄ und unversorgt den Verhältnissen ausgestyt sind, bleibe � schwere Anklage und Mahnung an dt« Machthaber. Unft� gab« ist: Ueber ba«. was getan wirb, nicht zu vergeben, «-.'nn tzirf �en. j k-S" 'n t�le, *Vti: ,'""Ur b'' tzZ ''55t �lcht I I tl! NN >01, ti 'Kt '81 '"-rn at '8-5« >h> > di � di „Mom, »Jlli S# ttci fer °rbe �0 n j»!" s». «ni SS Oh fl t«« . e s tV .'"«ni »0 I »ill £»ftwf Grcift« ,c>s b-l' und s jitei neu � mee« Beile'» ioiulio» ßartei" iW, f icn f»" janfl enolati» rdcn � Militus %(, a'; MM- I# icitio"� crbind'« goNtNi"' 1, o'-l« i eger' f"s:: ■ 'Sib" i.1 r i•' n«./t '.r| Üo# n n o" ,, a l i st e n aufs stärkste gehindert ' tN(K........- v.r.... v__«>..» auf •'llriSp V•WW4.JU evJituil III-� VMiflU# WUQ t.4. S;T ber urahfiaivigen PolkSbeaustragten[ein Amt nur Holl"'* Recluksozia listen behalten hat, die sich nicht trauten, in'J" �'stm'dt dieses schwierig« und verantwortungsvolle Am damaligen Peil zu übertragen. AIS kommisiarischer Ver int f 'l'ft fnoE® drei Monate im n. AIS Amt war. hotte er deshalb dst' (ahfW" I 4 n'.t� 'in en | F-g SacS'J 'S rchwif� r S /rf au�i »av i l? der« ßK» arrun � H K :Ü die rcxh icch«%.jr j>'"c Möglichkeit,' derart grundlegende Aenderungen ��'«nHrper des MciibSernäbrungSamtes vorzunehmen. �■—-----— denn jetzt erst nach vollen sieben Monat Kn Wirf v,", Robert Schmidt biet reaktionäre Beamte hinaus. aber beileibe N'cht, weil er mit dieser alten Grbe'm- (�ychchnft überbaupb au'räumen will, sondern weil das Reichs- I A als selbständige? Ministerium ans» jtw"'' fi o t uni) deshalb diese Beamten einfach überflüssig sind. vorwärts- spricht ferner die Hoffnung an», dast Roberl �iinlrfii SäilbcrungSarbeit tatkräftig fortf.-tzt, insbesondere kr, dast der UnterstaotSs.kretär Tr. PeterZ, der von dem li!\ f Silber wie die glücklich V'rabschiedeten" sei, ihnen iklge. Wir crlauben un», den„Vorwärts" darauf aufmerk «" Zachen, dast dieser von ihm zum Teufel gewünschte �y'krs der bisher Stellvertreter Robert Schmidt» als preusti- „ i'sssitSfoinmisiar für Vollsernährung war, wie er selbst �«'wiag-AuSgabe weidete von Schmidt alS Unter- iiii Sekretär ins ReichSernährungSamt b e. v r de n i st— So sieb! Robert Schmidt? Aufräumen e � Gchcimrabkwirtschaft aus! � Eis nbahLer gegen die Akloc�rdelk. Breslau, 31. Angust. Von dielen Taufcrbcrt heute im Zirkus Busch besuchte I|,„'° m m l u n g der Eisenbahner hat eine Entschließung &fc/°«d-:ctt Kuntze im Jahre 1917 ein Vertrag abgeschlossen, der bis 1 Jahr nach dem Frieden»- schlnst läuft mit viermonatlicher Kündigung. Die Versammlung stellte sick einmütig auf den Standpunkt d'S reinen Rätefistemz und hinter den Vollzugsrat. Die erste Auf- gas« der Betriebsräte niust es sein, den Heimarbeitern nicht meh? Arbeit als für die BetriebSarbeiier auszugeben. bleibt uns über ein au» der Not des Tage, bedingle» Wommen nicht die Zurückhaltung und da. Misttrauen zu tttw'"' d» un» die im Kampf von Jahrzehnten schwer und teuer Einsicht in die Gestaltung gesellschaftlicher Entwicklun. I-Ii>,,. �ogen hat. Wir müssen die Erziehung unserer Kinder '« die Hand nehmen und sie von allen Tendenzen, die sich «dsere Älasseninteressen richten, befreien. > Nff kt Konferenz entschiedener Schufte firmer, die am 4. ' hn Herre.nhause zu Berlin WL be'hcrndeltder — 1~ das Thema„Pada� D. Dr. M. H. B a e g e Hochschulen und Fakultäten" An diesen wie Anfragen. Mitteilungen usw. sind»u richte»- Dr. Fritz Kursen, Berlrn Tempelhos, Berliner Der HochvmSier. - Bon Hermy nia Zur Mühlen. �"iform schlotterte an seinem langen, hageren Korper; S t Stieseln. Alle lachten ihn aus, verhöhnten sefi« lang. '>>gl,.�r-chwefi«. den stark jüdischen Akzent seine» Russilch. dl- Bewegungen seiner vollkommen schönen Hände. •Vr,!.""**™ ward so oft von den ungeduldigen Offizieren«IN S J°n den Kopf geworfen, und die Bezeichnung blieb ihm; •St wirklicher Name vergessen, er hiest im ganzen Re- . ÜhvS wehr.Dural": Dummkopf. ö-iS". dennoch war«r beliebt; fühlte sich einer krank oder zerrte J'fi' � seiner verwirrten, erschrockenen Seele, so ging« St. um sich trösten zu lassen; war einer hungrig, so %, � gewist sei», dast der �Turak" seine spärliche Ration mit R j�:' � würde, und es ging da» Gerücht, dast ein! ,,■'«uiae, und es ging oa» w-o Mann teicht, j." lreudig sterbe, wenn der.Dura!" an seinem Bett saß S Hand hielt. hielten ihn für efien Harbidioten, doch kam er » SüS!—'-'-----'—»— ft.ft wenn auch ungeschickt, den Befehlen nach, und war von hS?S"den Gesülligftit. Nur einmal hatte e: einen pein- Affi t'�enfall gegebem Der Leutnant, ein gutmütiger, junger l.? Mt« dem.Durak" befohlen, im Lazarett Nachtdienst zu.... �« # Wflti W» sich tfjMifflm aui bsaebUl.! Wucht», wa» Wir btlchiridw. Vw« ich WA», LÄit Ätt Mick Er warf einen Blick auf die lange Reihe ächzender, stöhnender Gsstaltcn, und fragte dann ganz leise den Arzt: „Belieben Sie mir zu sagen, Nikolai Jvcmowitsch, ob diese Leute gesuno werden können!" Der dicke Doktor lachte. .Hoffentlich. Du mustt sie nur schön pflegen." .Und wenn sie wieder gesund sind, wa» geschieht dann mit ihnen?" .Wa» geschieht! Nun. dann sind sie wieder zu gebrauchen." .Wozu?" »Wozul Na, zum Krieg, du Narr!" .Ich pflege sie also gesund, damit sie töten, und selbst getötet werden?" .Freilich"— meinte der Arzt etwas verblüfft. Da riß der.Dural" in aufflammendem Zorn d«n weisten Kittel ab und warf ihn dem Doktor vor die Füße, .Ich heil« kein« Mörderl" schrie er mit greller, sich überschlagender Stimme..Ich heil« kein« Opfertiere für den falschen Baal!" Und er stürzte hinaus. Nach einiger Zeit sollte auch sein Regiment in? Feuer kommen. Für den nächsten Morgen war der große Angriff be- fohlen. Die Soldaten schlichen niedergeschlagen und verzagt umher, und in der allgemeinen Traurigkeit fiel die düstere Er- regung de».Dural»" niemandem auf. Um 8 Uhr abend» war ein feierlicher Gottesdienst angesetzt. Im funkelnden Ornat trat der Pop« au» dem Zelt und stellte sich auf einen erhöhten Platz inmitten der Soldaten. Nach den Gebeten begann er zu reden. Er sprach von der Güte Gotte» und von der Treue, die der Soldat seinem obersten Kriegsherrn schulde, vom Mut der Armee..Ihr zieht jetzt au«, um die Feind« Gotte» und der Menschheit zu vernichdcnl"— sagte er salbungsvoll..Der Kampf, der«um harrt, fit ein gottgefällige» Werk und.. Ein gellendes.Nein" unterbrach ihn. Durch die reglos verharrende Meng« drängte sich der„Durak",«tne Reitpeitsche in der erhobenen Hand. Wie ein Wahnsinniger stürzte er sich aus den Popen, und wild« Hiebe sausten durch die Luft. .Du lügst; Popel Du lästerst Gott! Au» einem Orte de» Gebete» und der Heiligung machst du ein« Mördergrube." Er hatte den Popen htnabgestosten, stand nun cm dessen Stelle, seine Stimme durchriß da» Dunkel. .Ich habe geschwiegen, weil ich mich fürchtete, weil ich i ich» sprechen. Hört mich, Brüder! Der Kampf, der unser harrt, ist ein Werk de» TeufnlS. wir sind Mörder— ziehen au» mit dem Vorsatz, zu morden. Menschen zu morden, Menschen wie wir! Und wir lästern Gott, indem wir Ihn, den geboten:.Du sollst nicht tötz'n anflehen, er möge un» helfen, Menschen zu morden. Man lügt un», die andern seien Feinde, e» gibt keine Feinde, gibt nur Menschen, Kinder Gotte», Brüder und Schwestern. Zieht am Morgen au». Brüder; und wenn ihr die andern er- blickt, so werft die Waffen firt, streckt den andern die Arms entgeg n und ruft:„Der Friede sei mit Euch!" Durch die verwirrte Menge hatten sich einige Soldaten, vom Leutnant geführt, den Weg gebahnt Bon rückwärts ward fier ,. Dural" überwÄligt und abgeführt Halb erstickt durchtönte seine Stimme noch einmal den Raum:„Tötet nicht! Liebet ein- ander!" Diesmal konnte seine Handlung nicht mit Geistesverwirrung entschludigt werden. Zweifellos war der Mann verrückt, doch hatte er am Vorabend der Schlacht zum Meutern aufgefordert; da gab eS kein Pardon. Als man ihm mitteilt«, daß er im verlauf einer halben Stunde erschossen würde, lächelte er, wie einer, der Altbekannte» vernimmt und sprach die seltsamen, unverständlichen Worte: „Es ist lang« bis. zum dritten Tag, doch sehe ich in weiter Ferne schon seine Morgenröte." * Sine Weile daßauf rief ein Soldat den Leutnant au? seinem Zelt.„Herr, kommen Sie den Toten besehen I" .Weshalb, was gibts?" Verwundert betrachtete der Leute nant das blasse verstörte Gesicht de» Manne». „ES ist... ein Wunder... Ich wage e» nicht zu sagen. Wir haben ihm die Stiefel ausgezogen, w«Ä«» darum schab» ist..." -Nun. und?" „Kommen Sie selbst, Herr." Der Leutnant folgte dem Mann. Der.Dural" lag auf der Erde mit ausgebreiteten Armen und bloßen Füßen. Eine Kugel hatte seine linke Seite getroffen unb eine klaffende Wunde ge» schlagen. Beim Lichte der Taschenlampe beugt« sich der Leutnant über den Toten und wich entsetzt zurück. Hände und Füße wiesen blutige Wundmale auf, als ob sie mit etwas Spitzem durchbohrt worden waren. ün der Dunkelheit knieten Soldaten und beteten, Groß-Serlin» Gemeindevertrelerlonferenz für Niederbarnim. Vor den Gemeindevertretern des Kreises Riederbarnim sprach am Sonnabend Genosse Leid über das Verhältnis des Staates zu den Gemeinden. Auf dem Gebiete der inneren Verwaltung, so führte er aus, wo bisher die Schranken äußerst eng gezogen waren, bahnt sich ein Um- fchtvung an. Zunächst sind zwar nur aus dem Kriegszustände heraus die Pflichten und Lasten der Gemeinde geioochse», aber die Entwicklung gerade erfordert eine künftige dedeutend« Er- Weiterung der Rechte in der Richtung auf die Seibstderwaltuiig. Insbesondere wird auch die Stellung des LandrÄS eine ganz »ndere fein als vorher, und das Destati�ungS. und AuftichtSrecht er Regierung mutz auf das unumgänglich Notwendige be- schränkt werden. Auf dem Gebiete de? Schulwesens dagegen sei von .einem grundlegenden Wandel noch nichts zu bemerken. Hier hat Gemeinde auf die Ausgestaltung keinerlei Einfluß, obgleich sie gezwungen ist, ganz enorme Auflvcndungcn dafür zu machen. muß anders werden. Im Hinblick freilich auf die rück stand.,..-:« deZ Cstctr aber, Einer '-it. Die 'chlage zu Gegenden müsse man sich mit einem Aufsichtsrecht c- bis zu einem gewissen Grade abfinden, im übrigen t»; hier größtmöglichste Freiheit zu fordern. M heitersten Kapitel stelle das Steuerwesen Gemeinden silld hier fast ausschließlich auf die Zu» der staatlichen Einkommensteuev angewiesen. ES ist wenigstens gelungen, durchzusetzen, daß die unteren Stufen ftei bleuen, die oberen gestaffelt werden können. leider nicht in an?» r stehendem Maße. Welche Richtung die Entwicklung künftig nehmen werde, davon geben nnZ die in Aussicht stehenden Reichs« «isuern einen Vorgeschmack. Was nach Durchführung der Reicks» stnanzreform bei dem immensen Bedarf de» Reiches für den Staat und die Gemeinden übrig bleiben werde, ist ganz unge» Witz. Erfreulich und begrüßenswert sei di« Vereinheitlichung sind in Verbindung damit der Abbau der einzelstaatlichen Sonderrechte,©in einheitliches Reich, eingeteilt in VenvaltnngS- bezirie, wird auch den EntsaltungSmöglichkeitcn der Gemeinden günstig sein. Dazu ist allerding» dringend nötig, daß den Ge- meinden daS Recht schleunigst verliehen wird, zu k o m in u n a l i» s i c r e n. DaS, was nach der Richtung jetzt erkennbar ist, ist jedoch ganz ungeeignet, den Gemeinden freie Bahn zu schaffen. Es läuft dielmehr auf sine ganz ungeheuerliche Schröpfunz der» selben hinaus. Das kommende Groß-Derlin wird zu den bisherigen. gewaltigen Aufgaben i och die der Prov« nzia kderwal!>u n g mit übernehmen müssen. Die» wild in jeder Hinsicht für die Eni- Wicklung von Vorteil sein. Aus allen diesen Gesichtspunkten läßt sich heute nur an- dcutungSwcise angeben, wie sich das Verhältnis von Staat und Gemeine gestalten wird. Alles ist noch im Fluß. Aber gerade ««rauS erwächst für die soz/ialistischen Gemeindevertreter die . flicht, mit aller Kraft 03 der sie! heillichen Ausgestaltung dieses erhältnisses zu arbeiten. Die Arbeit in der Gemeinde ist ein iter Anschauungsunterricht, die Kräste für eine sozialistische Verwaltung heranzuziehen. An den beifächiz aufgenommenen Vortrag schloß sich eine '..'ge Ausspräche an. Genosse Hiege empfahl unter Zustimmung stier Teilnehmer, daß in allen Gemeinden«in Antrag eingebracht werde, daß auch die TeucrungS» und sonstigen :u lagen der Beamten der Besteuerung unterworfen lver- UM genau so wie die infolge der Teuerung erhöhten Einkommen -".tierer ErwerbSsckichten, besonders der Arbeiter. Genosse pich i n d l e v erörterte die dringend« Notwendigkeit der Um» .stkiltung der LebenSmittellicferungen. Genosse stischendörfer forderte von den Lehrern, ihre Erziehung»« ckrbeg sozialistlsch ja vrienller?!«.!fnt> Genoffe Rokl griS«res. volle Anregung für die Ausgestaltung des BildungSwefenS in kleineren Gemeinden. Zum Schluß wurden die Der- tieter des Kreises zu den Groß-Derliner kommunalen Arbeitsausschüssen gewählt. Die stadtischen Ruhegeldempfänger. Der Magistrat Berlin hat die Kriegsbeihilfen für die Be- amten, Angestellten und Arbeiter im Ruhestand, sowie der Hinterbliebenen verdoppelt, wodurch erhebliche Mehrausgaben in Höhe von etwa 1 000 000 M. entstanden sind. Diese er» höhten Kriegsbechilfeu werden rückwirkend vom 1. Januar d. I. ab gezahlt. Zum Spanbauer Raubmord. Unter dem Verdacht, den Arbeiter Edmund Lemm«Nif der Chaussee zwischen Spandau und Pausin erschossen und beraubt zu haben, wurde der 24jährige Arbeiter Stefan RosalSki aus Nowo-Radowsk in Polen festgenommen; mit ihm unter dem Der- dacht der Mitwisserschaft sein Fvennd, der 23jährige Schuhmacher Peter Suwaler. RosalSki hatte ein« Schußverletzung am rechten Schienbein, die er bei einer Schießerei in Polen bekommen haben wollte. Die Ermittlungen ergaben jedoch, daß er bei Nauen an« geschossen worden war. Er übernachtete dort mit Suwaler zu. sammen wiederholt in Eisenbahnwagen und ging mit ihm auf Einbrüche aus. Bei einem solchen Einbruch wurde er von einem SichcrhcitSsoldaten ertappt und, als er auf Anruf nicht stehen- blieb, in das Bein geschossen. RosalSki bestreitet zwar die Mordtat. doch wurde in der Wohnung seiner Geliebten ein Regen» mantel des erschossenen Lemm und im Strohsack RosalskiS ver- steckt die Uhrkctte de» Ermordeten, eine ganz eigenartige Nickel- uhrkette, gefunden. Zeugen, die am 17. Füll den Vorgang zwischen dem Kohlenhändler Pollak, Mumenstraße 66. und einem anderen Mann mit angeschen haben, vor allem die drei Männer, die Kohlen ab- holten, werden um Angabe ihrer Adressen an Dojan, Blumen- stratze 28 1, gebeten. Ans dem Gemeindeleben. Spandau. In der letzten Stadtverordueten-Verfammkung ivurde zunächst in gemeinschaftlicher Sitzung mit dem Magistrat, als zweiter Abgeordneter für den Wohnungsverband der Sladlv. S t e i n b r« ch e'c(S. P. D) einstimmig gewählt.— Sciiens unserer Fraktion war-eine Anfrage, betreffs«Vorsorge deS Magistrais bei der Verteilung oer Kohle und de» Brennmaterials, eingegangen, welche beftiedirend beantwortet wurde.— Eine weitere Vorlage schob die Wahlen für die Erneuerung des Magistrats bis zum 31. Okiober hinaus.— Für Beinamputierte, Blinde und Blindenführer wurde freie Fahrt aus der Straßenbahn beansprucht, dem wurde zugestimmt mit dem Zut-atzc unserer Fraktion, den Ge. lähmten diese Vergünstigung ebenfalls zuteil werden zu lassen. Nach einigen belanglosen Vorlagen wurde diese Ferien�itzung schon nach dreiviertelstündiger Dauer geschlossen. Britz. Nach den Neuwahlen zur Gemci-ndev-ertrebung wurden im März auch die unbesoldeten Schöffen des hiesigen Gemeinde- Vorstandes veranlaßt, ihre Posten niederzulegen; was auch er- folgte Nach erfolgter Neuwahl«gehörtest dem Gemeindevorstande dann außer dem Bürgermeister zwei besoldete bürgerlich« und je zwei von den Regierungssezialisten und Unabhängigen gestellte Schöffen an. War das Verhältnis der Bürgerlichen zu den beiden sozialdemokratischen Parteien im Gemeindevorstand« bisher wie 8 zu 4, so drohte di« Neuwahl der unbesoldeten Schöffen ein noch schlechteres Verhältnis zu bringen. Unser im Ge- meindevor-stand gestellter Antrag, daß auch di« besoldeten Schöffen ihre Aemter niederzulegen hätten wobei die betreffenden Herren dann natürlich weiter als Ange» stellte der Gemeinde Verbleibon würden, fand Bedenken bei den in Frage Kommenden, da sie glaubten, bei der«entl. Ein» geuielißmny dann fchlechker zw fahren. Da die RegierungisaS listen nicht den Mut saiDen. unseren Antrag zu unterstützen. � wohl sie sich vor wenigen Tagen noch bereit erklärten, mit de:•' stellung besoldeter Schäften au» den Reihen der% demokratischen Parteien einverstanden zu sein, wir ober{ch � lich die Anstellung besoldeter Schössen aus prinzipiellen denken ausgaben, beteiligten sich unsere Vertreter um-t. der Wahl, die i-n WirklichkÄ't nicht dazu dient, den Gemc.� vorstand dem Verhältnis der Gemeindevertretung entsprechen-: besetzen. Unser« Vertketer gaben folgende Erklärung' Der Erlaß d.r Rogivruiig. der«ine Neuwahl der Schoflss-'f' unbesoldeter Gr mrindcvorsiaud'-Mitglieder anordnet, luck zwecken, daß auch die Genwindevorstände eine Zusammen*� erfahren, welche das parteiPolrttsche Verthäi-tniZ d.r Gemeint�" trebung wiedergibt. Der Gemsind Vertretung, die sich zu«L, zerrt aus Vertretern beider sozialdemokratischer und zu 28,8 d zent auS Vertretern der bürgerlichen Parteien zusarnmen!�" steht gegc'nwärtig ein Gemein bevorstand gegenüber,_ de:'s 67,1 Pwzent soziaild-mokraiische und 42,9 Prozent bürgen� Vertreter arrftveiis!. Nach de' Neuwahl würde der Gemein?-� staut aber zu 42,9 Prozent sozialdemokratische und 57,1 bürgerliche Vertreter aufweisen. Die Neuwahl würde l tet Britz da» Gegenteil von de-m«rveichen, da» erreicht werden�,. Ein derartig gewählter und zusaenu« eugrs« tzter©eiueindewt' � ist aber B in Spiegelbild der Zusam mensetzung der Gemeind�« tretung, sondern eine Karvikatur derselben. Wie auch in o"# Fällen war sich bei Einbrwguug und Verabschiedung der' Verordnung die Regierung gar nicht der en'stch enden Mich q Uenzen biüoutzt. Wir, die Vertreter der unabhängigen chä' � demokratiscchn Partei, dir wir die von den anderen Parte-»«-.- oft betonte D.mokratie nicht als der Weisheit höchsten betrachten, lehnen es ab. uns an einer sslchen Wahl zu betei-W� die in Wirklichkeit da» Gegenteil dcS vom Gesetzgeber Ert�«"ch hervorruft u»d dadurch zur Komödie übelster Art®iw-, cn__ 1 v__ cm f____rr_ v_ Das Resultat der Wahl war. daß also der neue Ge��.,, vorstand aus 4 bürgerlichen und 3 soziakbemokrati schon dretern zu-sam mengesetzt ist, obwohl der Gemeindevertre «--'—'" Vertreter°> 16 s oz ia-lde mo k ra t ische und nur 6 bürgerliche-rxi-.--»--- gehö-en. ES versteht sick>. daß die RegierungZ-soMlisten neu» inten und willigen Art Hebamme ndtenste bei dieser~ leistete». Aus den vrgovlsaügnen. vildungsauoschub RrubSan. Der heutige Kursus de» Crispien luvet nicht in der Aula Doddinstrab«, sondern PV»- 6% Uhr im Ideal-Kasino. SBsichseistrajje 8, statt.__ � verantwortlich für di« Redaktion Alfred W I« l e P P. verlagsgenostenlchosl.Zreiheil'.», B. m. d H. Berlin.— Tru jj, Lindendruckerei und Derlagsgelellscholl m. b. H, Schlltbauerdanch�. Ssascbka SchegnloW Revolutionsroman von L Andrejs� erscheint In der Jüustrierten Wochenschrift Die freie WsÜ 20 Pfennig. Bei jedem Zeitungshändler erhältlich I Der Anfang des Romans wird nachgeliejf� Z SttSpruppe(Sraf;«l9crlln.«Nt», strafte 20. öer SuteaüQflfifflflflen LeusiAaM wrtogruppe SZroft-Berli«, etrolnnrc Strafte SO. I �srbandsfunktionäre der I T) letall- u. Elektroindustrie B D.'enstag, den?. September 1919 kB gr;,.:t Saal des MulUer-veretnshauie«,»aiser.WUh-tmkr. St Zunktionär-Versammlung öer Metall- und Elektro-ZnSustrle. Zaaesardnun,«. 1. Da« neue OtWita.nt und unsere Drancke». ?. DZahl ,» den vr»»l>»rt scheu SeMontteitu»««». ?. uulcr»artf. U L-ischiedene«. - grete ituilprache W allen Punkten. D-!)il Punkt 3»er Taflcsordmina wichtige«ntschlitsse zu fassei! sind, ttl die Amue-enhea füits jede» V-rdancslunwonäi« «bed'ngt crjordertich I Die Judustrie-Sektionr« LA. Nördes, v«. Hess-. .iieniffiet Vortier-Verband. DiruZt-tg, den 2. September, abend» 7 Uhr, bv Zp'.egelsanl sZcntralfestjäle), Alte Jakodstr. 22, llußerordeutliche Dkßttill-LerftMlW. TageSvrdnnng: �'.eschästsbericht de? Vorstände». ahl der SektionSteiter und der Schriftführer .ikitteilungen. Die VerbaudSleitnng. Etz: Ereadentss£«DJtMiis mit dem patentierten, vollkommen seihst- tätig arbeitenden«»LlebiffS Dampf«" Wasch-Automaten. d. dauernd Arbeitszeit, Afbelistobn, Seile und "y) Feuerung erspart und in jedem Raum ! IDr Gas- und Kflchcnherd benutzbar ist. ohne jede Bedienung,«roßte Schonunn der Wäsche. Seilenersatzmitteln. Die AnschaBnn* witd evtl. auch durch bequem. Zahlnnnswclse erleichtert. Preis Ic nach Größe und dem zurzeit in Präge kommenden Teuerungszuschlat von 63 Mark an. 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