�??««« f•' 15 psennsg- 2. Jahrgang Mttwech, een Z. Ssptemder 1919 Nr. 424/ B 193> Absnö-Lusgabs •.trnheit* fTl(frmt morgens nnd itnrf'ntirtflgi,«* 5©*m««nd Festtagen nur morgm#. '®tt Le;uasvreis rrtrstgt iei'reier �usteUnng ins Hau» iürS. >ifiratt h*«i n»ii)K»Ttin»solc»der deren Raum I.zo Mk., wortunzei-,en da* Tr*»«4*mfl»«Srt 9ef>f, ,»!>» weiter, war, Ii Pf. leuirun�ezuschlag 70 proz. »ei inmitten»». pe»f«nmiuna»«nzei»en füll« der nufchlez(otL Zni-rat« iSr den daia.is« ln» m«1fen Ipaleften» d>» Z Uhr nachmitlae» bei der€jyi»ili*m»ufgeqeben fein. QiffmHciKjntiMilung: Berlin«W.«.«chiffdoucrdnmn, l» Fernsprecher: Luu««den*?*$ � evgiijcheil Arbeller und die dlrelie AM««. kommmden Wock>en finden in England eine Iwf von Konarcsien der englischen Geiverkschasten O- auch der allfiemcine Gewerkiclfastskongref!. deren für den weiteren Verlauf der englischen Arbeiter- tkben � Don cntfdKibendcr Bedeutuna fein werden. Wir L die nachstehende Meldung des„Hollandsch l>us London wiader. die trotz der offenbar ftitiml r"-iarbung einen Einblick in die Tragweite der Menden Entscheidungen gewahrt. � Haag, S. September. «Zch?" �fuer Neche von Arbcitcrtonfcrenzen, die im Laufe der fät V Wochen stattfinden werden, werden sämliche Motive lülhx� direkte Aktion und für politische AgitationSzweckc vurch- Ii,� �ki�Heute beginnen die Besprechunpc» mit einer Versamm- Ji,i; J- Vertreter ded Bergarbeiter-Verbandes. In k(f|. �nfete.« wird die Frage der Verstaatlichung der Berg- m �"delt und die Stellung der Konferenz hierzu klargelegt. kis� M�rStag wird der alliierte Verband der Minenarbeiler, �[fof und TranSport-Arbeiter die Frage de» direkten l«,, behandeln, ebenso wird sich der Gewer kschaft«- � h>:> Glasgow mit der gleiclcn Angelegenheit beschäftigen. lo�..ff' iebod), dost dre schlimmste KrisiS überwunden ist und " Arbeiter den wirtschaftliäfen Nöten der Feit zugäng» sind und im Zusammenhang mit den bevor- tofof �" Wahlen für eine organisierte politisch/e Kam- lisch ��'�ung nehmen werden. Diese Hoffnung wird noch der- � NlÜ� Entscheidung, tne der VollzugSrat tiied�'�"arbeitcr gestern gefällt hat. Darin wird den Mit- Hlt„" empfohlen, den NegierungSvorschlag bezüglich der Vec- der Vcrglioerke nicht anzunehmen, jedoch keinerlei direkte um auf die'cm Wege die Verstaatlichung �dfrbi VollzugSrat wird dem Gewerkschaftskongreß �k,j eine allgemeine verfassungsmäßige �Mkf T.fff' diese Verstaatlichung zu unternehmen. DicS be- Er, organisierten GewcrkschastSvcrbände den Vorschlag wahrfrlieinlich ablehnen werden und beweist im �'bch �11 dang mit anderen Ereignissen, daß die englischen lti(' f'-ch ihrer Verantwortlichkeit dem Staat und der Gesamt- heifi./�"übcr gegenwärtig besser bewußt sind als noch vor Monaten. Radttaljflelung der ArbellerdetvegMg � in Amerika. VtiJ' Radikalisierung der Arbeiterbewegung gebt«ich in thch" schnellen Schrittes vorwärts. Im ganzen Land« finden �'«i x von denen die Streiks der Verkeh-rSarbeitrr vor �rdx.." Nationalisierung der Eisenbahnen bezwecken. Diese begegnet neben dem lebhaften Widerspruch der Eisen. fyj floaten auch dem von Wilson, der als Hüter kapitalifti- "terk austritt. Nach einer Meidung de»„Nieuve lirbsj, �""fche Courant" hat Wilson in einer Botschaft an die �»ip" k'* Gewerkschaften aufgefordert, mit der Negierung im �iiidiz. f�ßkn den Nadikalismus zusammenzuwirken. Bei der S; jfjh die die Gomper» und ähnliche Arbeiterführer gegen �rs�"Sndige sozialisrische Arbeiterbewegung besitzen, ist e» qni��ch' daß sie dieser Aufforderung Wilsons Folge leisten. dill,' bem weiteren Inhalt der Botschaf, Wilson» hervorgeht. _. b«: tvachscnden Radikalisierung der Arbeiterbewegung N| i>>x7,"�formen entgegenkommen. Cb mit Erfolg, und chein, da» werden die nächsten Monate zeigen. Die Gesaazenevhe'mkchr. .. Die Neihenfolge der Entlassung. '-r-frankfurter Zeitung" teilt mit: Heber die Mekhenfolge k �""Qflung der Gefangenen läßt sich nur so viel sagen, daß !»„ i �"einen die Gefangenen in englischer und ameri» "zöii l*"■ � b h» t rascher heimkehren dürften al» die in *!« Hand befindlichen. Unter jenen wiederum sollen. WenVr*'* Parisien" wissen will, in-ich er Reih« die in den V'ut».ink*n beschäftigten heimgesandt werden. Wa» die � der der Franzosen anbetrifst. so meint da» Btatt, daß >>. �"'lassung der im verwüsteten Gebietbcschäk- e n *11%"uch vor Ende de» September zu rechnen l'it« ist übrigen», daß da» volkstümliche Organ fei. be von England gemachten deutschen Gefangenen be» trägt 2 8 5 0 0 0. Alle Gefangenen werde» eiitsprechend dem in Pari» gcsaßteg Dejchluss« sofort in ihr« Heimat de- fördert. �ouarchisilfche VerschmSrer in Wien. Wien, 2. September. Nach einer Meldung der Polizei-Korrespondenz sind bei monarchisch gesinnten Ofsizieren. die im Innern der Stahl wiederholt Zusammenkünste abhielten, und bei dem Direktor der Hungaria-Fiimfabrik in Budapest, Moritz Well- ne r, der sich in Wien aushielt und mit diesen Ofsizieren der» kehrte, Haussuchungen vorgenommen worden, wobei Schriststücke bei Wcllner gefunden wurden, aus denen hervorgeht, daß er mit dem ehemaligem ungarischen ErnährungSministcr Prinzen Windisch-Grätz und besten Anhang in der Schweiz und mit dem Obersten Emil Vidale in Verbindung steht. In einem Brief Vidatc» an Windisch-Grätz vom 8. 8. 1019 wird u. a. von der Anioeiidung von Legionären gesprochen und die Aussichten einer monarchischcn Propaganda in Ungarn und Deutschösterreich werden erörtert. Wcllner wurde dem LandeSgericht eingeliefert. Gegen Vidale, der gegenwärtig in Ungarn»veilt, wird Strafanzeige erstaltet. vor der Ratifiziernng in Frankreich. Versailles, 2. September. Marcel Hutin schreibt Im.Echo de Pari)", daß die Ver» Handlung übe: die Liatifizicrung de» FriedenSverlrageS diese Woche geschlossen we r d e und daß man glaube, daß die Ratifizierung des Friedensverträge» mit Deutschland zwischen dem 15. und 18. September im»Journal Ossiciei" bekanntgegeben werden löniie. 0, welche W, e!u Mörder zu sein! Unsere gestrigen Mitteilungen über da? �reudenbasein, da? der Mörder Runge im M i l itä riaza ret t ge sä ngn i S führt, werden, wie vorauszusehen war von der Press« mit eisigem Schweigen aufgenommen. Mit einer einzigen Ausnahme wagt eS kein Matt, seinen Lesern auch nur Kenntnis von diesem unerhörten Justizskandal zu geben. Daß diese Ausnahme nicht der„Vorwärts- ist. bedarf keiner Erwähnung. Wie in vielen sonstigen ftöllen. so ist es auch diesmal die„Berliner Volks- , e i t u n g". die unsere Mitteilungen verbreitet und meint. sie klingen zwar unglaublich, scheinen aber dennoch wahr zu sein.„Wenn diese Zustände." schreibt sie. „auch nur noch einen Tag andauern, dann ist die Regierung mitverantwortlich für die pälitisckrcn{Velgen der kommunistischen Agitation. Abgesehen davon sind manckie Vor- kommnisse in den Res'ortS der Herren N o» k e und Heine bald von keinem Komödienschreiber mehr zu bewältigen." �. Und Heine und NoSke? Auch sie schweigen! Wa» sollten sie auch anderes tun?_ Bei dieser Gelegenheit richtet da? demokratische Blatt auch eine„kleine Anfrage" nach dem Stand der Vogel- Komödie und der Affäre des Massenmörders Mario b an die Negierung. »Glauben die verantwortlichen Stellen in der Tat, daß da? Gedächtnis der Qeffentlichkcit s o schlecht ist, wie sie e»— viel- leicht— gerne haben mächten? Da» wäre ein verhängnisvoller Irrtum l" W i? haben uns derartige Pfroaen schon sängst ab- gewöhnt, denn wir wissen, daß die freunde der Runge. Vogel und Mar loh die eigentlichen Herren in der„vollendetsten Demokratie" sind nnd airf die Re- gierung ebenso pscifen. wie auf Recht und Gcsetzlickckeit. Die Ge.selprarls der Miiitarbehörden. Die abscheuliche Praxi» der Geiselfestsetzungen, die im Kriege geübt wurde, wird von den Militärbehörden selbst nach Abschluß de» Frieden» fortgesetzt. Wie wir festgestellt haben, befindet sich in einem Berliner Gefängnis ein letti- scher Soldat. Martin Wießmann, von der Komman- dantur Majorenhof(Lettland), der am 23. Juli in der Nähe von Schlok von deutschen Truppen al» e ise l s e st g e n o m m e n wurde. Die Festnahme�«* ' Vx m uorigens, Ojg aa» oouoiiniuic�e w t» i«-■, t y t ii w„.c «"gelangt i-st, die Freigabe der in Nordfrankreich; folgte angeblich, weil lettische Truppen einen deutschen Tol �.."den Kriegsgefangenen auch au» Gründen der Zweck-...... fl�I, dglei f�le " als wünschenswert zu bezeichnen. dni, �«r ______.,...__ di« in Frankreich und Flandern drm englischen Kom» >» englischen Händen befindlichen deutschen Gefangenen. T. U. Lugano, 3. September. -�ceoko" meldet: De Zahl der deutschen KriegSge- -n'-rstelkt sind, heträgt 200 00% Gesamwchl �UllW.LeÜbt jqk baten verschleppt haben sollen. Der gefangene lettische Gol- bat wurde von Mitau nach dem Lager Havelberg gebracht. von dort nach Brandenburg a. d. H. und zuletzt nach Berlin. Der vorliegende Fall liegt deshalb besondert kraß, weil Deutschland sich unsere» Wissen» nicht im Kriegszustand mit Lettland befindet. Dennoch wendet die Militärbehörde gegenüber Lettland dieselbe verwerftiche Prax!» an, die st« während de» Kriege» gegenüber ivehaien, Franktsick. Poiev ,»kHi rtiiiihf � v \ Wie lange noch? Nach Fertigstellurdg der Verfassung hat die Regsentcktz versucht, die Nationolversanmrlung einfach mit eincun federe strich in einen Reichstag zu vennaiudeln. Der Senioren« konvent der RatiomÄveriamiiU.ung sei äst hat es zwar„ein« stimmig" abgelehnt, diesen os jenen Staatsstreichversuchj mitzumachen. Aber wir hörten, daß die Nationalversainm« lung noch zirsaminenlblciben sollte, bis die dringendsten Auf« gaben erledigt seien. Zuerst hieß es. daß voraussichtlich im Januar, sMer,>doß im Lause des Winters Neuwahlen stattfinden. Jetzt aber wird sclwn gesagt, daß die Neu« wählen e r st im zweiten Vierteljahr 1920 statt« finden sollen. Das würde also bedeuten, daß der nenge« wählte Reichstag erst in einem Jahre zujammentreteni würde und die bisherige Regierung noch ein ganzes Jahtz völlig freie Hand l)ättc. Betrachten wir, worum eS sich eigentlich handelt. Di» Nationalversammlung, dieser angebliche Pfeiler der Deino« kratie, ist auf so undemokratische Weile als möglich gewählt! tvorden. 41/2 Jahre laug war das deutsche Volk systematisch belogen und vergiftet worden. Diesem Zwecke diente der Belagerungszustand, die korrumpierte Presse, die täglich ihre Informationen von der Regierung erhielt, die Re« gierungi-sozialrsten, die den Arbeitern alle unabhängigem Zeitungen stahlen, der vaterländische AufkiärungSdiensti bei den Soldaten usw. Man schrie Ende 1918 nach sofortigen Wahlen,»m dem„gesetzlosen" Zustand der Nevolu» tion ein Ende zu bereiten. Der Plan gelang. Die Revolutionäre wurden an die Wand gedrückt. Die Gegenrwolu« tion, an deren Spitze sich die Rechtssazialisten stellten, siegte. Aber die daraus sofort begonnene Politik der brutal« sten Gewalt, die NoSke-Politik, hat den breiten Massen die Augen geöffnet. Die Regierung weiß, daß Nemwrhlem für sie äußerst gefährlich sind. Ihre Mehrheit bricht zu« sammen, und damit ist ihre Herrlichkeit zu Ende. Tie Re« giernngsparteien brauchen aber die Nationalversammlung zur Ansrechterhaltiing ihrer Macht. Wovor sie sich bei den Wahlen am meisten fürchten, das ist der offene Zusammen« brück) der RechtSsozialisten. dieser Kulisse deS Mi« litarismnS und KapitaliSinns. Die angeblickten Beschützer der Demokratie sind daher auf das Urteil des Volkes keines- weg» neugierig. Die Regierung wollte daher die Nationalversammlung durch eine einfache Gesetzesvcrkündung noch weitere vier Jahre als Reichstag bestehen lassen. Sie hatte damit natür« ltch den Beifall des„Vorwärts". Tie Nationalversammlung selbst war jedoch klüger. Sie wußte, daß sie bei ihrer Un« Popularität und dem Widerstände, den sie besonders von den Unabhängigen Sozialdemokraten zu erwarten hätte, einen so offenen Staatsstreich nicht riskieren dürfe, da ein solchen gerade die VolkSmasscn in Bewegung bringen könnte. Sie will es geschickter machen und besann sich darauf, wie man früher unpopuläre Gesetze, wie Steuer- und Militärvor- lagen, am besten durchgesetzt hat. Nach folgendem Rezept wurde damals verfahren: Die alte Regierung ließ zunächst inoffiziell„aus gut unterrichteter Quelle" ihre Absichten ver. künden, die sie dann offiziell dementieren ließ. Im Anschluß daran erschienen aber in einein Teile der Presse Artikel, di« mit Bedauern Notiz von dem Dementi nahmen nnd er» klärten, daß ein solches Ges.ch unbedingt nötig wäre. Auf diese Weise wurden dann in der gesamten Presse große De- batten für und wider hervorgerufen, was mo» ja eben ae« wollt hatte, denn dadurch macht man das Volk mit dem Öe» danken an das kommende Gesetz vertraut, bis es dann eine» schönen Toycs offiziell angekündigt wurde. Nach diesem Muster will man auch jetzt vorgehen, mit entsprechenden Modijikatioiicn. Die Nationalversammlung besteht ja bereits, man braucht also möglichst wenig Aufheben» von ihr zu machen. Es genügt, wenn man von Zeit zu Zeit Notizen jn die Presse brinat. die auf eine immer längere Lebensdauer der Dersaminlung schließen lassen. Dag Volk gewöhnt sich dann an ihre sortdauernde Existenz. Schließlich hat man doch diesem Volk vier Jahre lang mit Glück eingeredet:..In seckiS Wochen ist der Feind auf die Knie gezwungen, haltet nur bis dahin durch." Ein Volk, das im Vertrauen auf eine solche Fata Morgana ein so unsägliche» Elend auf sich genommen W, wird doch auch vier Jahre lang eine Nationalversammlung dulden. Zunächst soll die Nationalversamnilnng nur die .chringendsten Aufgaben" erledigen. Solche Aufgaben werden in dieser Zeit nach dem Kriege stets vorhanden sein. Außer- dem hat man die Möglichkeit, sie recht selten tagen zu lassen, wodurch man den anderen Vorteil hat, die Gesetze durchzu« peitschen und die Proteste der Unabhängigen Sozialdenu» kraten leichter ersticken zu können. Natürlich handelt es sich bei alledem um eine glatte Un, gesetzlichkeit. Di« Nationalversammlung ist n u r zu dem ausdrücklichen Zweck gewählt, eine Verfassung zu machen und Fried-n zu schließen. Sie ist verpflichtet, nach Ersiih lung jdisitt Ausgabeu Wß willigst ansManderzngehen. Sei i BeTft NM cot WSseyen Log??. Ms ScS NüAS Ift SaS' selbstverständlich, und so ist es auch bisher stets in allen' IWnJiern gehandhadt worden. Auch bei der ersten konsti- tuierenden Versvmmlung des Teutschen Reiches, nämlich kirn Norddeutschen Bund, ist 18G7 unter Bismarck so ver- fahren worden Allerdings, das glorreiche Vorbild für die deutsche Nationalvilrsamnilung von 1919, nämlich die fran« »ösifche Krautjunkerkammer und Kommunemörderin von 1871, hat ebenfalls jahrelang getagt. Sie besaß aber die Vorsicht, die Verfassungsdebaiten jahrelang zu verschleppen, st» daß sie einen Lorwand für ihre Weitertagung hatte. Wenn ober die deutsche Nationalversammlung nach Erledigung der Verfassung weiter tagt, so handelt es sich hier nm einen offene» Statsstreich und auch um eine klare Verletzung der �formalem Demokratie", auf die sich die Regierungsparteien. insbesondere die RcchtSsoziylisten, immer berufen. Auf diese Herren und ihre Führer, Ebert und Noske, fesird jedoch der Nachweis der offenbaien Verfassungswidrig. seil wenig Eindruck macheu, denn sie kimnen mit Recht sagen, daß sie die wr' re Verfassung nach Lasialle auf ihrer Scik Raben, nämlich die Macht, in Form der Reichswehr und deren Kanonen, ES entsteht nun die Frage, was die Opposition gegen- jlbor diesem Staatsstrcichversuch zu tun hätte. Zunächst gleich- falls gemäß den Lassalleschen Prinzipien„Aussprechen, was ist", Lärm schlagen und das Volk darauf aufmerksam machen. faß es um sein Recht betrogen werden soll. Sic zwingt auf fkest Weise die Regierung, Farbe zu bekennen. Sie muß deutlich erklären, ob sie diesem unerhörten Zustande ein 'Vnde bereiten und die Neuwahlen sofort, jedenfalls , spätestens noch in diesem Jahre, vorzunehmen gedenkt. Die weitere Taktik der Opposition würde dann von der Antwort der Regierung abhängen. Man muß in diesem Zusammenhang daran erinnern, daß die Nationalversammlung selbst ihr Mandat vom ersten Nätekongreß erhalten hat. der auch die Regierung der ».Lolksbeauftragten" erst bestätigte. Negierung und Ratio- .valversammlung haben jedoch in jeder Beziehung ihre Kom- petenzen überschritten, indem sie die anderen Beschlüsse des fötckongresses. obgleich dieser doch fast ganz unter dem Ein- luß der Scheidemänner stand, völlig mißachtet hat. 3or allem sind hier die H a m b u r g e r Punkte zu er- jwähnen, die das Heerwesen demokratisieren und die Rechte lies Volke? sichern sollten. Statt dessen ist der NoSle-Mili- tariSmus aufgerichtet worden, sind alle Volksrechte mit jFüßen getreten und insbesondere der Ursprung ihrer Macht. Sie Räte, so gut wie beseitigt worden. ES gilt nun, in die arbeitenden Massen den Gedanken Dineinzutragcn, daß sie der eigentliche Souverän sind, daß leS nicht genug ist. daß sie einmal in Jahren wählen und haß dann die gewählte Körpersckraft nach Belleben schalten und walten kann. Nein, die Massen müssen ständig a k- itiv in dice Politik eingreifen. Dieser Gedanke muß leben- diges Bewußtsein bei den Massen werden. Dann werden sich die Mittel Von selbst ergeben, die anzuwenden sind, um den Willen und daS Interesse deS arbeiteirden Volkes zur Geltung zu bringen. Der Zritdensiierlrag fst SeslenM. Die Schrlfts.sicke der Friedenskonferenz. Saint Geruiain, 2. September. Laut ltoldiing de? Wiener Telcgr.-Korr.-BüroS überreichte Ser Generalsekretär der grieden Jlonfercnj, D u t a st a, dem fVtaaSkkanzlcr Dr. Renner im Ausrraa der N�min-ssion die An t- Wort der Friedenskonferenz. Da» vorgelegte Bor» ihereau zählte folgonde sechs Schriftstück« auf: ; 1. einen Gcleitbrief de» Präsidenle» Clemeneeau an den fKeiier der öiterreichiscbet, Friedend-delegation, L. die Antwort der alliierten und assoziier» ßen Mächte auf die Vemerkungen der österreichischen Word» vunz. ».den endgiltigcn Text der FriedenSbe» bfuiunge», $. ein Zufachproksköll, das die sn dem früheren Memorandum enthaltenen Bestimmungen wieberholt. 5. eine Erklärung betr. die Erteilung von Auskünften über versenkte Schisse, und ' 6. eine beftrnM« Erklärung betr. die Sl u S Ein» und Durchfuhrbe schränk un gen zwischen Oesterreich und Ungarn. General Dutrst« überreichte die einzelnen Stücke mit kurzen Erläuterungen und legte sodann eine Verhandlung�schrift vor. in der der Empian«, dieser Schriftstücke vom DtaatSkanzler de- itätigt wurde. Hierauf teilte der Generalsekretär mit. daß die Mächte zur Beantwortung eine Frist von fünf Tagen -n Aussicht nähmen, und ersuchte den Kanzler, sich zu dieser Friststellung zu äußern. Der Kanzler erklärte, daß die Schwierig- keit der Verbindung und diii proße Entfernung und vor allem die parlamentarischen Verhandlungen die Einhaltung dieser Frist unmöglich erscheinen lassen. Der Kanzler werde sich genötigt sehen, von Wien aus j« nach dem Verlauf der Dinr« wegen einer Fristverlängerung vorstellig zu werden. Zugleich mit dem offiziellen Exemplar übernahm die öfter- reichische Delegation 15 weitere Stücke dea Friedensverträge«. Nach der Uebemichung kehrte die österreichische Abordnung im Automobil in ihre Ouarti.-re zurück. Au» dem Inhalt de» Friedensverträge» ist im wesentlichen gegenüber der Fassung vom 20. Juli folgendes hervorzuheben: Politische und militärische Bestimmungen. Deutschöstcrreich wird nur unter dem Namen„Republik Oesterreich' anerkannt. Bezüglich der Grenzbrstimmungen wurde den nach- drücklichen Gegenvorstellungen der FriedenSdelegation nicht Rech- n un g getragen. Eine Aenderung wurde nur insofern zugestanden. al» die Stadt RadkcrSburg und die am linken Murufer gelegene Gemeinde Steiermark bei Deutschösterreich bleiben. West« Ungarn bleibt ohne Volksabstimmung in ver schon bekannten Abgrenzung Deut schö st erreich zugesprochen, weil der Volkscharastcr und da» Nationalempfinden den Anschluß un- zweideutig erheischen. In bezug auf die Staatsbürgerschaftsrechte wurden insoweit Aenderungen vorgenommen, al» die vcrworre- »en Bestimmungen in den einzelnen, die verschiedenen Staaten betreffenden Abschnitten, zusaminengefaßt worden sind. In den Vorschriften über den M i» o r i t ä t e n s ch u tz sind die direkten Forderungen gegen die bisherige» Verfassunasvor- schriften weggeblieben. Die Bestimmungen über die De!«iligung svracklicher oder religiöser Minderheiten an den Genüssen auZ öffentlichen Mitteln bleiben unverändert. Nach den militärischen Bestimmungen wird an der Verpflichtung zur Haltung eine» Söldnerheere» und zur_ Abschaffung jeder obligatorischen Wehrpflicht festgehalten. Bezüglich der Waifenfabrikation wird die HerstGang von Jagd- Waffen freigegeben. Die Verpflichtung zur Ablieferung, Zer- störung, Entwarfnung, sowie zu einer bestimmten Art der De- Handlung und Benutzung von SeeschifsahrtSartikeln wird-uf jene Artikel beschränkt, die sich auf deutschösterreichisckxm Gebiet be- finden. Eine allgemeine, neu aufgenommen« Bestimmung er- klärt die Unabhängigkeit Oe st erreich» für unver- äußerlich, außer mit Zustimmung de? Rate» de« VÄier» bundeS. Oesterreich muß sich ohne Zustimmung de« Völkerbünde« jeder Handlung entbalien, die seine Unabhängigkeit d'rekt oder indirekt, auf welchem Wege immer, bceinträckuigt. Insbesondere bat Oesterreich bis zu feiner Zulassung al» Mitglied d?S Völker- bundeS nicht an den Angelegenheiten einer anderen Macht teil- zunehmen. Wirtschaftliche«md stnanzlelle BesNmmnnge«. Das Begleitschreiben enthält die Erklärung, daß di« R«. Parationskommission ermächtigt wird� der Sektion, die für die aus der Anwendung des Vertrage» eutjtehendeu Spezialfragen eingesetzt wird. Vollmachten zu erteilen, die sie für angemessen findet. Der Sitz der Sektion wird Wien sein. Die deutschüster- re'chische Regierung wird in ihr durch einen Kommissar vertreten, der kein Stimmrecht hat. In dem Abschnitt: Reparationen sind keine wesent» lichen Aenderungen enth-rlten. In der Antwort ist darauf hinge- wiesen, daß keine ReparationSiumme bestimmt und der Repa- ralionstommission freie Hand gegeben fei, um die deutsch- Ssierreichijck« Republik zu schonen, deren geänderte R'zierungs- formen die Wiederherstellung firundschaftlicher Beziehungen er- leichtere. Die Bestimmungen, daß Vieh abzuliefern Ist. wird mit der Begründung aufrecht erbolten. daß an« entfernteren Gebieten TeutsckwsterreichS Lieh ohne stark« Wirkung auf die imzüvesckensi« Wiener Versorgung ohgellesert werden ksrre. Die itolieniiche Regierung erklärt sich ber it, die Jwsi italienischen Militärmission nach dem Waffenstillstand beiq� � nahmten Sammlungsobjekte zurückzustellen, insoweit ste'i- den Bestimmungen deS Friedensvertrages nicht an Jtal.cn ia würden. Die SchMftete. j Die Pazifisten und die Ncg'crung. Der Rat des Internationalen F r I e d( b u r e a u S. der am Sonntag und Moniag in Bern iazit, r*. in einer Resolution den deu: schon Friedenskongreß, dr:, mehreren Wochen in Berlin stattfand, dazu beglückwünscht' er die Verantwortung Deutschlands und Oesterreichs bruch deS Weltkrieges zugegeben und die dem deutschen Last gelegten AuSschrei ungen verurteilt hat. Es wird hvz c bedauert, Riß einzelne Pazifisten anderen Anschauungen bcdaac liche Zugeständnisse gemacht hätten. lieber die Ursachen d e S Weltkrieges und die%• antworllichkeil a in Kriege faßte der Rat sein� sichten dahin zusammen, daß alle Völker, besonders die 8�5. ihren schweren Teil der Vcraiiuoorlung hätten. Aber land. Oesterreich-Ungarn. Rußland uud die Türkei hü ten du � die Unterdrückung der nationalen Minderheiten, Teutschland Oesterreich-Ungarn durch eine zweimalige Gefährdung des folgcS der Friedenskonferenz und schließlich Deutschland. rcich-Uiigarn und Rußland dadurch, daß sie den MtiiWr'M Schichten eine fast unbeschränkt« politische Macht einräum en, überwiegenden Anteil an den allgemeinen Ursachen• Kriege» auf sich geladen. Uebcrdies wären di« allgemeinen fachen deS Kriege» wirkungslos geblieben, wenn nicht beson_ WillenSentschlüssc, die au» voller Ueberlcgung gefaßt wurden, Ausbruch der Katastrophe herbeigeführt hästen. In dieser ziehung habe Oesterreich-Ungarn dadurch, daß es. bie» ein Ultimatum zugclxn dieß, dessen Uitanuebmbarlc wollte und wußte, und daß es eine schiedsgerichtliche Entscheid� ablehnte, und habe auch Deutschland dadurch, daß es>n' entscheideirden Tagen da» Wiener Kabinett eückha !vS unterstützte und an Rußland und Frankreich den• erklärte, eine Verantwortlichkeit für den Krieg auf sich geW Hierzu wird von»zuständiger Stelle', also wobl�bon Regierung, bemerkt:„Die wahren paz>fistii'ckz:n Grundsätze- denen der Rat des Internationalen FriedenSbureau» ipt;«', � bieten doch wohl, daß gegen jedes Volk unparteiische GoixW' geübt werde. Nur ein«»npartejisckw Untersuchungskommi'i der alle Archiv« zugänglich sind, und vor der Parteien gleichmäßig zu Worte kommen, könnte, wie eS in deutschen Weißbuche betreffend die Verantwortlichkeit der Heber de» Kriege» heißt, den versuch wagen, ein Urteil zu fällen, welche» Maß von Veranuvorrung jeder einzelnen■ gierung. an der von allen Völkern gesürchteten Kriegskatal/- � beizumessen ist. Von deutscher Seite wird, wie � � schon betont worden ist, alle» geschehen, um da»% deutschen Archiven vorhandene Materiaj der Lösung der A,) um die e» sich hier handelt, dienstbar zu machen. Der Rat Internationalen FriedenSbureau» aber schließt sich jetzt schon � fach dem Urteil an, da» die Entente gefällt hat, die doch Frage der Verautivortlichkeit selber Porte» ist! Ob dieie» fahren den wahren pazifistischen Grundsätzen entspracht, 0�', darf wohl gestritten werden, und ebenso über die Frage, ov. deutschen Pazifisten, die sich Deutschland gegenüber aus � Standpunkt gestellt hatxn, von dem au» d»« Entente id"" Versailler Frieden diktiert hat, Anluß haben, auf den Glückn'»�. de» Ralc» de» Internationalen FriedenSbureau» stolz zu>. Die deutsche Negierung setzt mit ihren DewerfR�L zu öer Reiolution des pa-zisiitiickwii Rats ihre äwc'dr>' � Politik in der Frage der Schuld am Kriege fort. Man nicht sogen können, daß diese Resolution Deutschland Oy � über ungerecht ist und sich, wie die„zuständige®toS ganze Elend der Verbannung, ihre Leiber verdorrten,— cf te« entsetzlich, ihnen zu begegnen. i DaS war auch nur der Grund, warum sie kein« Männer fanden,»bwohl doch sonst ir dieser Stadl die Weiber so rar giu» igen, daß sich nach kurzer Zeit schon keine einzige mehr fand, die nach«uf ihre Unberührtheit pochen tonnte. Die Arbeit welche m'n von d esen Bölgierinnen verlangte, war über alle Mußen schwer: die Hälfte von ihnen verreckte in. ftlgeoessen in den Vrester Sümpfen, den Reit warf man hierher. Zuwlge eine» A.O.K.-Befeh!» lagen sie draußen, senseitS der Slcidt, und zwur si weit von ihr entfernt, daß sie mit nie. »nand in Berührung kamen. Nur einzelne Kommandos wußten davon, and d.r paar Mona, durch die man sie bewachen und an tzöe Arbeit treiben ließ. Al er de» andern hielt man es verbor- gen. weil man befürchtete, e» könnte sonst die Haß. und Rache- Aiinmung sOstpreußen!) nachlassen oder sich ganz verlieren. Trstzdem erfuhren sie»umeilen Geschichten, durch die da» Weiberlager zu e!> er halb legendären Größe wuchs. Gewöhnlich geschah das dann, wenn ein« Wache abgelöst und Im die Kompagn'e zuruckgenogen wurde. Megären sind Euch daZl— verfluchte. Ich sage Euch!— Wie Damen wollen sie behandelt sein!— Aber wir haben ihnen was! Da» paßte gerade:— da sind di« dockt dabei, die drüben unsern die Augen auSgesrcssen haben!— Den Kolben shaben wir genommen und dann bloß rein in lvese Luderl Dreißig haben wir mal aus einen Ruck erschossen! DaS war ja bloß noch Krieg zwischen den Weibern und unS Männern! Einmal ist einer von der Wache weg zu ihnen in ihr Zelt fctlrochertl Erst haben sie sich n'cht gerührt, dann aber, als «r gerade bei der Arbeit war, da sind sie angekommen und haben thn gepackt.— die Jacke in lein Maul, daß er nccht schreien konnte.— so haben sie ihn abgeschlachtet! Gerade wie ein Schwein! Und habe» dazu getanzt, gesungen, rein wie Verrückte,— während der Kerl»loch lebte, Er hat »im andern Morgen noch gelebt. * Malon traf eine» Sonntag« eine Belgierin!. Sie zitierte And bebte zugleich von Haß und Lnast. Öjf faßte ss««tt ihren rmd fraiW»' Warum hat man euch denn hierher gebracht� Ich weiß nicht.— Wer war e»T Ah.— der Kaiser.— Sie sprach da» Wort mit einem Hasse, der über alle« Menschliche hinauswuchs Hattest du Kindels Ja. Wo sind sie denn? Ich tveiß nicht. Und svitsts Ich tveiß nicht./ Dürft Ihr nicht schreiben? Nein—. Man hat euch tn den Arbeitsdienst gestellt? Und al» st« ihn erschreckt ansah— i Ich werde dich nicht der- raten!/ Wo sind die andern? Tot. Bringt man euch denn nicht heim? Sie zuckle nur die Achset«. Und jetzt—? Wir hungern *©ie halte mit demselben Ton auch sagen können: E» wird heul' abend schneien l— Oder: Sie haben Ihre Stiefel be- schinutzl, mein Herr! Komm mit hinaus.— ich werde dir Brot geben. Sie überwand sich,— ihr Hunger war doch»iekkeicht noch stärker al» ihr wahnsinniger Haß— und folgte ihm. Di« Kameraden, denen er unterwegs begegnet«, riefen ihn an: Hast du denn keine bessere gefunden al» so n« alt« Eule? Er ließ sich nicht beirren. Sie folgte ihm wie ein Hund.— Rur einmal klagte sie: Morgen schiebt man un» ab! Und al» er schweigend weiter ging: In ein« ander« Stadt,— hierhin, dorthin.— bi» wir krepieren!—\ An dem Stück Brot, da» er ihr gab, fraß sie wie ein der- gierte» Tier, 2. Dte Etappe. Sie hotten den größten Teil von ihnen Borräte« an dl« Armee abgeben müssen,— der Rest, der dann sür sie noch blieb, reichte nicht au», sie auch nur für ein einzige» Mal am Tage satt zu machen. Do starben sie wie die Fliegen. Von Zeit zu Zeit brach Tliphu» oder eine andere Seuche au», die si« noch zehntete. Dann trieb man sie zusammen, wie«ine HerdeMph und impfte sie, Wahrscheinlich wäre e» hier nie völlig still geworden, � Aufstand hall« sich an Aussland angereiht, wenn si«»ur Kraft dazu besessen halten. So aber ließen sie, verkommen � halb blöde, alle» mit sich geschehen. Die Deutschen nahmen ihre letzlen Reste weg, damil sie große Pakete nach Hanl« ftiA" konnten, damit die kaiserlichen Prinzen Züge mit Proviant D' F stopfen konnten. � Da» machte, weil sie sich nicht mehr zu helfen wußten. � standen bcitclnd vor be,, Zelten und aßen Hunde- oder Ka«' fleisch, ja. manche kannten nur noch Ratten. � E» gab nur ein« Rettung: Entblößung und Prostituti»� � die Soldaten. So konnten sich Mädckjen oder Weiber hellen die Männer aber lebten vor dem, was ihre Mütter oder ß' Az nach Hause brachten.— E» batte sich ein Wertsystem zebilveß � dem man sie bezahlte: am höchsten standen die eben reifen K' bi« etwa 10 Jahre, dann die bi» 20, weniger galten schon Aller zwischen 20 und 30, während die Über 80 nur solcken Orten Zuspruch fanden, an denen bei der Ueberiu durch Smdaien die Weiber mangelten. So war e» benpik� auch in Lida und darum wurde alle» genommen, wa» sich � selbst Greisinnen von 60 Jahren uud darüber. � E» war da» Ende«in«* ganzen Landes. Binnen'„ Monalen gab e» nicht mehr, was noch der Siede wert g�A� wäre, al» in den Hänsern Elend, ans Straßen und in verhurte Mädchen und dazwiscken Schult und Asche, ze.ri� Häuser, Hunger, Seuchen. Bedrückung, Oual und Tod � Daran war niemano schuld, die Deutschen nicht und au« � Land nicht. Da» hatte vielmehr am letzten Juli 14 eingesi'V nie mehr nachgelassen— und ljörte nie mehr auf. ES .Krieg, der sie verschlang, wie er Teutschland verschlang- � folgt« nur noch di« letzt« Fäulnis nach,— da» Chao» uNv Ende. 3. Der russische Spson. Sin andere» Elend war, daß sie kein Buch bekommen-'z ten, ja. überhaupt kein Blatt Gedruckte», außer den Lügcnnw mät' der KriegSnachrichten. Johanne» halt« eine russische Grawn�� mitgenommen, und da» war olle», joaS er besaß. Den jjf ging es ebenso. So kam e». daß sie seden Fetzen, auf dc'- � Schrift entdeckt n, aufhoben und ihn lasen, so lange las«"' er zerriß. p Er schrieb in jedem seiner Briefe nm Dmber, aber eßc> sein konnten, trat etwa» ein, wa» ihn au» allen Fuaem r*'' einen Riß in seinem Leben bedeutete» w w n«d afli" n 3' W t« fcaj ,«ll Z'cl» Zll» �'ltWand durch dem, rQfWMe NnterMhima die Trtte Mniwortiiyp für den Ärie4,sliusbruch aus sich cicladeu r"n. Darüber aibl es wolrl keinen Zweifel inedr und '" deutsche Neaieruna sollte cS dcsMb unterlassen, sich immer für die El,renrett»na des will>elm!n>schen Fülmes einzusetzen. Sie verstärkt damit nur de»? Eindma r«nSlcndc, das, die Neaicruna der Nevolutivn nur die �"Mun-, der kaiserlichen Neaieruna ist._ . �enn es der deutschten Neaiernna wirklich darum zu � wäre, die Sich!u»g vor der Demokratie Haben tonf/lt*"* � lange, wie sie at« ihr« Nuynicszer austreten können. tuelsen six gt.f hjx Demokratie. ? Kreistag des preuszischen chrcise« Schmalkalden hatte am !i're' o,.i"'* t3 gegen 6 Stimmen den Geuoslrii Ewald Vogi» beis, h m'"' �a'idrpl geiväbtt. Dieser Beschluß stell!, da» tr- e- �lüenliig. auch den Willen der geoszen Mehrheit der ssz.�"wohner dar. den» der strcisiag war lurz zuvor auf Grund llandr �weinen Wahlrechts gewählt worden. Da obendrein die fc«l(,i°'�' sur Zeit nicht beseht ist, sondern provisorisch vcc» '"Krisen muh. hält« die Wahl sofort bestäiigt werden können. nocl), dah Herr Heine, der preußische Innenminister sfox,."�ige Nuchsoigrr eine» Puükamcr. auf dem Weimarer iie k' NcchlSsozialistcn erllärte. als man ihm vorwars, daß sei N"ch wie vor in Händen der allen vleaktionäre siltoe" vur auf Vorschläge warie und sich nach solchen direkt er»0 Männer einzusche». Solch einen verschlag l>al li�j," �chniaikaldr» bekommen. Der von dem Schmalkaldrr In i ��kgeschlagene Genosie Bogiherr ist zweiscllo» für den HttiJ"' voll befähigt. Aber bestätigt wird er nicht. '"übe z" �rclSauSschuß haben nach der Wahl zu der Frage Glellung genommen und die Bestätigung veriangii ten. lrlegenphisch, sogar ielephonisch bei dem Personal- Ibe/"�."' Macht nicht#, dir Bcstärtgung bleibt au». Man hat i»i>ii auch nicht den Mut. die Wahl abzulehnen, da iwi� daß eine mitiU« Wahl doch dasselbe Ergebiiis 'N lvürd«.> Monarchlsljsche Veflechvngsversuche. t., �Dund deutscher Männer und grauen zum Schuhe tad t Freiheit und des Gebens Williclniz kl." Der« Ii,, kin Flugblats. in dem eiflart wird, daß die A» s- Iii 0, J"" fl der Heerführer, kl- B o o t s k o m- s(,"°aiiten u. a. mit ollen Mitteln zu hinter« ,3;� ist. Aus diesem Anlas; wird zur Gründung einer lliit b r* ch» h s u e n d e" aiisgerusen, an deiteil sich jeder �uebigen Zuwendungen wenden kann. ss*!e hervorragendste Tätigkeit des Bundes scheint die �te»en de# Mililärbefehls. Habers für Sachsen, gezeichnet Müller, in dem sie gewarnt wird, weiier.die Bevölkerung irre zu fuhren und zu �Gewali- iäligkeilen gegen de» demolraiischen Staat aufzureizen", ander». fall# di<.s ch a r s sl« n Maßregeln" eegeisjen würden. Wegen eine# aus der.Freien Jugend' abgedruckten Artikel» gegen de» Militarismus ist Strasantrag gestellt worden. Wir wundern uns über diese neu« Jllusteierung der Preß» frcihcil nicht mehr. Nur die Behauptung, unsere Organe reizten vir Bevölkerung zu Gewalttätigkeiten aus, klingt im Munde d e ö Manne# etwas sonderbar, der vor wenwen Wochen die militärischen Operationen gegen die Chemnitzer Einwohnerschaft ge leitet hat. Getserkschaftiiches. äSCSZSStSTIiRIÜ Funktionärversammlung der Angesirliien in der Metall- und Elektro. nouiirie. Die um Dienstag aocas in d.n Muittersälen siailgefundcne Funlionärvrrsammlnng der Sektionen Metall- und Eiektroindusirie de# ZeiittalverbandeS der HaudlungSgehilien und des Verbandes der Bureauaiigcjlellten beschäftigte sich mit dem in Aussicht stehenden Tarif. Wie bot Kollege F in tauet mitteilte. handle eS sich jetzt nur um den Beginn des Vertrags. Trotz« dem mit den Arbeitgebern vereinbart war. die Zahlen vorläufig noch geheim zu halten, sind dieselben schon in allen Betrieben bclannt, und zwar aus Betreihen der Unternehmer und de» gelben GcwerksihaftSbundeS. Hierauf referierte Kollege Nortel über den geplanten Ausbau der Organisation. Jnsolge des plötzlichen ungeheuren Anwachsens der freien(Seroctisiiwften durch die Revolution sei eS bis jetzt technisch unmöglich gewesen, allen Anforde« rungrn einet moderne» Organisation gerecht zu werden. ES wurde dann auS den einzeinen Fachgruppen eine provisorische Die Schuhhaslschande. In? h e m n! tz wurde vor einigen Tagen die Frau eine# T h e m n> tz e e K o m m u n! st e» in Schutzhaft genommen, unmittelbar nachdem ihr Mann verhaftet und nach der Festung Königstein trailSportiert worden war. Frau Nitzer— so ist ihr Name— hat zwei Kinder im Alter von 2 Jahren und Vi Jahr. Sie wurde zunächst wieder freigeiasse», am Sannabend aber drfln>tiv verhaftet und nach der Festung König- st e! n gebracht. Die Kinder wunden in» Waisenhaus gebracktt. Da# einzige der Frau zur Last zu legende Verbrechen besteht dar in.»aß stePrrtraurnSperson der kommunistische» P a« I e I ist.— In der Nacht zum Dienstag wurde der Genosse Koppkinski in feinem Garten veehafiet und fortgeschleppt. Die sich ängstigende Familie zu benachrichtigen, hielt man nicht sür notwendig. Zur Verhaftung von Tiedt. Wir berichteten bereits, bah der Vorsitzende des Jntfntoiio« ncilen Bunde# der Kriegsbeschädigten. Karl T i e d t. am Montag vormittag verhaftet worden ist. Wie die»P. P N." melden, sei der Grund zur Verhaftung ein DemonslralionSzug der Kriegsbeschädigten am 23. August Hilter den Linden gewesen, den Tiedt geführt habe, obwohl unter dem Belage« r u» g S z u s! a ii d derartige Umzüge verboten seien. Merfwürdig ist, daß die Ueberschrritung diese# Verbot# bei Kriegsbeschädigten mit Schutzhaft geahndet wird, während die Veranstalter der moiiarchistischen Kundgebungen in Berlin noch wie vor frei herumlausen. Oder sollte zu diesen Veranstaltungen die Einwilligung der Regierung vorhanden gewesen sein? Auslösung de» portugiesische» Parlnmenl». Nach einer HavaSineldung Hai der portugiesische Senat mit)0 gegen 17 Stimmen die Auflösung he# Parlainenis nach vorattgcgangener Bcrainiig des parlamentarischen Rate# guigel�ißen. Wohnttttssswesen und Fahrpreise. Eine ssroßzügige WohnungSreform in Grosz-Bcrlin isk nur möglich, wenn der Berkehr ztvijchen Berlin und seinen Bororlen gut und billig ist. Berlin ist ntit den Vororten eine wirtschaftliche Einheit und deswegen soll es endlich auch kotnitiiinalpolttisch unter cinen Hut gebracht werden. Dozn gehört, daß die VerkehrSverbindungen günstige sein müssen. Es wird nun derichtet, daß durch die allgemein geplante Er- höhtzng der Eisenbahntarife, auch der Vorortverkehr sowie der Verkehr aus der Stadt- uud Ningbuhn von der V�t« kehrsvcrtcuerung betroffen werden soll. Und das in einer Zeit, in der die Wohnungsnot steigt und die Negierung Mittel bereilslellt zum Lau von Woh« nnngen in Groß-Berlin. Andererseits werden die Fahr« preis? so verteuert, daß die Erreichung eines Vororts und! das Wohnen daselbst immer mehr erschwert«ver.en soll. 'Sclfon heute sind die Verkehrsverhälinisse trostlos und dis Klagen über schlechte Beförderung reißen nicht ab. Es mußi deshalb heute schon gegen diese rein siskalische Maßregel entschieden Einspruch erhoben werden. Was auf der einen Seite gewonnen wird, richtet aus der anderen Seite Volks« wirtschaftlich den größten Schaden an. Steigerung und Verbillignng des Verkehrs und nicht Einschränkung und Verteuerung muß gefordert werden. Es ist gut. daß der Straßenbahttveikehr in die öfscnk« liche Hand kommt: die Oschalmen sollen binnen kurzem! ebenfalls vom Zweckverband übernommen werden. Damit bietet- sich Gelegenheit, bei einem wirklichen Groß-Berlin, dgS hoffentlich bald komm' nach Möglichkeit das Straßen« bahnnetz bis lveit in die Vororte htnanSzuschieben. Abee der Staat oder das Reich mit den Eisenbahnen darf dieser Entwicklung nicht im Weg? stehen. Und das geschieht durchs Verteuerung der Fahrpreise. 8m neuen Deutschland. In Herzberg, Kiei» Ruppin, waren am Sonntag früh an% dem Bahnhof« zwei Männer fejlgcnoiii.iiim worden, die im Verdacht standen, einen Wäschrdiebsiethl auSgesührl zu haben. Sl« wurde« nach dem Areesilola! gebracht. Die Zugänge zu den Zellen sind direli von der Straße aus. Gegen Mittag erfchir«, der Amts« dii-nee in der lliiifünn der preußische» GesangnlSbeaniten, mit einem mächtigen Kavalleriesäbel umgürtet, und fährte den Orts« geistlickien im Ornat den Arrestanten zu. Beide, der AmtSdiene« mit gr'zogenem Revolver, betraten die Zelle. Bald dröhnte di« grolleaide Stianne de# Scelsorger?, weil übet den Platz hin per« nehm bar:„Wie können Sie ein solches Verbrechen begehen?" Det Mann protestierte, er wäre kein Verbrecher, aber der Seelsorger ließ sich nicht beirren:„Wa# Sie wollen noch leugnen? Wollet, Sie in die ewige Verdammnis fahren? Kehren Sie um zu Ihrem chi,*'"" Witt ju au einem Freitag Morgen hinaaSge�chickt. um tlfi,, �st'ichen Spion zu töten. S, war ein Moskauer Student, in kuezen, verd rückten Saihen. mit einem rötlich- �Oth �ttrtswppel im Gesicht. Er hatte sich bei Nacht durch dir !f,v kvsiohlen und war nun(schon hinter Ltdaj, von einem i. ausgegabelt worden. Au# Briefen und Papieren, fctjj,' bei sich llug, cntiiugm man, potz er bei Grodno eine nljj.j* sprengen solle». Sein Leugnen nützte ihm natürlich w' wurde als überführt erachtet und In derselben Sitzung � �lurtctlt toni Hinrichtung erfolgte unter dem Befehl de» ObersNeut. �kiil""".ann. Er ließ aiUreten. Am Echießstand« war eine &(„ �ausgehoben ivorbcn, vor welcher, mit sejtgebunoene» Hdii« C�'["'"e R Trenjess, der Moskauer Student, jchv» stand. Der 'ant Hat vor dir Front, vertu# den UcteilSjyruch(in stjtin Sprache), von dem Trenjess natürlicher Weis« kein Wort "d Und herrscht« ihn dann an: '�un lo»,_ Marsch I marsch l— Dorthin I sfo,* der unselig« und arme Mensch jetzt begriff, was fr von je, fuhr jene, irul ihn lo#, geiseind. unfähig, sich län» Iliq.f" �herrschen: Wird's bald! Du«- Huirdl— An» Locht T''"arschi d,\ � endlich ftWen Ihn lttenjeff zu verstehen und trat dicht Annd der Grub« n/ i"nanb hier, der russisch fannfl trat vor. Wik � vlll. da! schab'!»och nicht,—' sts.,, 1' Ctbecstlfulnunl— sprang lblalon vor—, ich kenne d!« 'tfoiiflSgrönbe. '{ti l"""' warum melden Sl» sich da ntchlfl— Fragen Sie \°\'r zusrieden ist! �"bonm# versuchte, sich mit ihm zu dersländlgen. ibünfchl„och etwas— ich faiin ihn aber nicht perstehent fksi r— Sckstußl Wegl— Haiti neinl— derdinden Sie ihm '« Augen I '»i ti".'• näherie sich ihm mit einem Tuch»! aber Trenjess Ukheniiich: N,jni Neinl- «ifi* �hkrstleuinanil er bitte, haß man ihn— dem Schwein die Augenl stet h'esem Augenblicke haßten ihn alle. Gr merkt» et und �rück. Pjn hinten schrie er: L'-�errt -fc'fint erschrak, fuhr mki der Hand nach seinem Unierleib, sich dann zusammen und stürzte in die Brukst�,-j. �Uhtssen.(fetjunflCiU. jch h e o I e r n. Volksbiblioibcken usw. werden ol# be< sonder» wichtige Pragrammpunkie in dem Aufruf noch hervoe« gehoben. Do» Iniernotionoke Komitee der sozialistischen Studenten In Genf«.rklärt in eure in offenen Brief an Henry Barbusse unter anderem:„Die Iniernaiianal« Vereinlgiriig der sozialistischen, sozialistisch'revoluiionäeen und koininunislischen Studenten richtet an Sie ihren brüderlichen Grutz und schlägt Ihnen ein enges Zusaniupniarbeiie» aus den Gebieten des Sozialismus und de# JniernationaliSmus vor. Der erste Kongreß unserer Vereinigung wird in Gens vom 14. bis zum 17. Dezember dieses Jahre# stattfinden. 18 Nationen haben uns schon ihre Beteiligung zugesagt und werden Delegierte entsenden, die im ganzen mehr als 20 000 Studenten vertreten werden. Wie die Internationale de# Geistes wollen wir eine Autorität werden, die statt genug fem soll, um Ison de» Pttöi�n aetzört SU wttdl» un* des tommentta Mä« »LIebeSzanber" heißt die neue Cöcrctte von Oskas Strauß, die gestern in der Komischen Oper di« „SchwarAvoldmädel" ablöste. Ein Erfolg von gleicher iabre« langer Dauer dürfte ihr kaum be schieden fein; dazu ist schoi, da# belanglose Textbuch von V ttor Leon zu schwach und mager. Auch die Musik bewegt sich in hergebrachten Bahnen, ist im erster, Ar» feiner, in de» beiden lolgeiiden gröber, dafür ober mit einigen.durchschlagende»" Tanznumm rn und esfcfivoller Instrumentation gearbeitet. Tie Ausführung unter Leitung vom Direktor Chor lt. dirigiert vom Komponüi.'n. hielt sich mit Cor, L e u x und G u st o v Jahrheck in den Hauptrollen auf midi» lerer Höh«. Hosfenitüch wird die.Komische Oper" au? ihrem Operettenzauber bald erwachen und sich auf ihre lünstlorischs SkWistKttW* MlniKlL"' Btottl Ich bin 80 Jahre alt geworben und habe t» immer aut ' Uno nur de»yall>, weil ich nie vom rcchien Weg gewichen »in!" Tann briete er uni) verlirft den Raum. Wir fragen: Seit wann W der«eistliche da» Recht. Männer, die noch keiner Straftat übwfühvt sind, in dieser Weise anzu. reden und welche Beitimmung gesta.tet dem AmlS-diener, dritten Personen den Zutritt zu den«rrestonten zu gewährcn? Zur Wohuungssrage. Ein Leser fragt:.An» welchem Grunde Minat man nicht die Möbelliändler, die Häuser sre! zu machen, die sie mit Möbeln ganz besetzt haben? vor mir liegt eine Annonce der Firma Hasemann, Neue Echönhauscr Slrage 1. E» be'ht darin:.In 7 Häusern stehen noch grosze Posten Herren, usw. Z'nimcr"... Wieviel Wohnungen könnten hier frei gemacht werden, wenn die eilizelnen Möbel etwa» mehr zusammengestellt würden. So geht es hei den meisten Händlern. Eine weitere Annonce im.Bcrl. Tageblatt":.4 Zimmerwohnung zum 1. 10., wenn Speisezimmer nud Kiirlw mit übernommen wird. Türkenstr. 14 1." Bei der Besichtigung stellt sich folgende» heraus: Die Wohnung gehört dein Hanswirt. Die tinrichtung ist 10 Jahre in Gebrauch und der Prei» ohne Teppich. Bilder, Lampen usw. für Spciiezimmcr und Küche beträgt 10 000 M.. und die Miete 100 M. Auf Ein- wand gibt der Wirt zu, daß die Möbel ihm lange nicht soviel ge» kostet haben. Ist da» nickt Wucher, wie er schlimmer, nicht getrieben werden kann? Können hier nicht d-e WohnungS-Jnspek- tioncn eingreifen oder wofür sind diese Aemter? Wohnungen nachweisen können sie doch nicht, da keine gemeldet werden." W«» ist richtig? Da» Lande»polizeiamt hatte gestern in einem längeren Ausruf durch die Presse eine scharse Verirarnung vor der Perschwendung von Elektrizität und Gas vcröfseiillickt und darauf hingewiesen, daß in nächster Zeil mit einer erheblichen Beschränkung der Po'.izeistund« in den Gastwirischaften und in den Betrieben von Theatern, Kino» und sonstigen Pergnügungs» statten zu rechnen fei. Nun si'ht sich da» W.T. D. zur Weitergabe folgeidcr offizieller Mitteilungen veranlastt:.Von zm ständiger Stelle wird nn» mitgeteilt: Entgegen ander» lautenden Mitteilungen est eine Herabsetzung der Pol beabsichtigt." .| zeistunde zur Zeit nicht S» scheint milhm, oast auch in der Handhabung der Polizeibefugniffe verschiedene Stellen feivltanvig neben- einander arbeiten, von denen dre»in« al» ihre wichtigste Ausgabe die Temcntierung der vereronungen der andern betrachtet. Da» ist die Folge de» neuen Wirrwarr», den die vielen sogenannten „Reformen" auf de», Gebiet« de» Polizeiwesen» herbeiführen. GeschäftSle'tung gewählt. Den streikenden Kollegen im chemisch:» Großhandel sprach die Persammluiig ihre Sympathie und Unter» stiiGtng au». Eine größere Geldsalnmlung ist im Gange. Eine Tcllersammlung ergab schon 100 Mark. Am Schlüsse mackte Schmidt noch einig? Ausführungen über die HandlungSweii« de» Scksiichtunzsaiiöschusse». Da» ganze SelstichtgugSverfahren sei heute schon vcrscchren, di« Arbeiter und Angestellten müßten auf der Hut sein. EtaatSsterieramteS, der der.Freiheit" unangefochten bandelt und sich fein Brot vervtenk' dag er von der Polizei jortgejagl lvoedeu fei. Seine Zcuungci» holte er noch bei.sich und hat noch Schaden, da nach den geltenlen Bestimmungen der Verlag Zeitungen nicht zurücknehmen oars- Nun kann doch der Straßenhandel mit Zeitungen nicht verboicir sein, da sie in der VorkriegZzeii unter dem wilhelminischen Nc- giment von niemand gehindert wurde. Warum jetzt und auf Grund welcher Bestimmungen, da» Polizeipräsidium muß darüber Klarheit schassen. Grohfeucr kam in der letzten Nacht gegen 2 Uhr in der Köpenickcr Straße 09 neben Muiid» Ballsälcn zum Ausbruch und nahm schnell eine große Ausdehnung an. Dort stand da» 4. Ge> schob mit dem Tack stuhl le» Hofg�bände» total in Flammen. Diese haiien an Spirituosen. Fxiten, Maichinenteilen usw. und "'--"---- L—.(TliA den Bodenräumen mit Inhalt reiche Nahrung gefunden. � Tie Amtsrnume de» Preußischen Steuerdirektion und der BerusungSkommission in Berlin. Juden- b.--........ strastc Nr. 58/60 sind im dienstlichen Interesse in der Zeit vom veuerwehr, die auf�drci Alarmen von verschiedenen Seiten 6. bi» 13. September 1919 für den Publitu mverkehr geschlossen. 9�6� Stärke zur Stelle war, mußte unausgesetzt Wasser geben, NWZKZ WW-SsSW? flu, l». »n p»ii Ii. Ael 8« Jtcronlipotllicfi litt dl- Slelahlion Alfred W i- I« p p. Neukölln. i Virlogzgenollenichafl.Zr-ih-U".«. G. m. d H. Ä-rliN.— laidi» -'...... H.. Schilldou«:t>amm'»• Heute neu! und Berlin Haupttelegraphenami vom ReichSpostministerium ein- gerichtet. Dadurch erfährt da» im Bau begriffene deutsch« Bin- nen- Funkennetz einen willkommenen Zuwnch». Oeffentliche Funkstellen, tue unmittelbar mit Berlin verkehren können, sind j Cinätneruditc-t»no verlagsg-i-Ulchet, m. o außerdem in Hamburg, Königsberg. Leipzig. Hannover, l Frankfurt(Main), Darmstadt und Dortmund geschaffen wurden. Fixigkeit auf Kosten der Richtigkeit. Von Leuten, die da» Gras wachse» und die Flöhe husten hären, hat sich die.Belüge Zeitig am Mittag" berichten lassen, daß bei Besichtigung de» städtischen Eule» HobrechtSfchde durch die Stadtverordneten Eichhorn Adolph Hosfmann nicht von der Seit« gewichen sei. Un» teilt min Genosse Adolph Hoffmann mit. daß ihn leider ein« Besprechung im WohiiungS-Verbanb Groß-Berli» gehindert hat, überhaupt an d'r Besichtigung teil zu nehmen. E» geht nicht» über Fixigkeit in der Berichterstattung. Dabei kommt es auf die Wahrheit nicht so genau an. Da» polizeiliche vorgehen gegen Strahenhändler, wie e» jetzt in besonder» scharfer Weise beliebt wird, scheint nach Schema F durchgeführt zu werden. Heut« berichtete un» ein Zeitung»- Händler, der seit acht Monaten am Bahnhof Alexanderplatz mit Freie Weit « Hell ie* 20 Pfennig Bei Jedem Zeitungshänd.'er zu haben, Deutscher Metnllartelter-Verbanö Verwaltungsstelle Berlin. Todes- Anzeige. Den Kollesen tue Nachricht, daO unier KoIIese, der, Arbeiter Paul Rosenthal Wildenowttr. 3, am 31 Ausust, seiiorbcn ist. Ehre seinem Andenken l Dl« Reerdisuns findet am Donnerstas. den 4. d. Mir,' nachm. 3i Uhr, von dar Leichenhalle de« St. Sebaitian-, Kircbholta In Rcioickenüorf. HumbolJUliaße, aus«lall{ Nachruf. Den Kollese» aar Nachricht, dal unser Kollege, Paul Zeidler Rnhcplatzslr IS. am 25. August gestorben Ist, Ehre seinem Andenken! Die Ortsvcrwaltun». taki KU Verband der Kupierscbmieda, Filiale Berlin. Nachruf. Den Kollegen zur Nachricht, daß unser Kollege Karl Bullerlahn am I. September gestorben Ist Die beerdigting findet am Donners ta: nachmittag 4 Uhr aui dem Klichhol der l'hllipp-Apusicl-Uetueiodc, Miillerttrale 44 45, slalL Ehre seinem Andenken! Um rege Beteiligung bittet der rillal-Voretind. n.s.|.®. SiiKtimt. Tonnerstag, den 4 September, abend» 7'/, Uhr MWeöer- Versammlung in der Oberrcalschule(Zeichcnsaal) Auausiaitraßi: am Scepark. Tagesordnung: I Der Wiederaufbau der Int rnationale» Referent Redakteur Ll. Ltcin.. 2 Parteiangclegenheiten. BerScblkbmncnnüchüB CroO-Berlin Berlin N 4. SchlesrolstrfiQj» 2 ersucht dl# virtichiftllchen Vereinigung## Arbeilfeber und Arbeitnehmer Oroß-Deillns der bis zürn 20. SeMcr 1919 unter Angabe der Zahl Ihrer Mitglieder In Qro-Berlin geinäfi fi 15. Abs. 3 der Verordnung vom 23. 12. IN « BdsltzervorsciilagsIIsten H fflr drn ScblichtungtausichoB OroD-Bcrlin ein-| zureichen. Von den in mftgllchit großer Anzahl zu be-| nennenden Beisiizem, di# d«n Anforderungen des 16 i�cr Vsror iniing vom 4?3. 12 18 cnispiechen müssen, sind zwei Drittel als»findige und ein Dritte! a's unständ ge Beisitzer kenntlich zu machen. Die Beisitzer sind nach•Inzelnca üewerbon zu gruppieren SchllchtunirsausschuB nroB-BerUn Die Ueschftftsitthrung: Dr. M#vek#rl. RiitsEr •OB. Achtung! LalischuhMcher! Achlung! Am TonncrStag, den 4. September, abendö 7 Uhr findet Weberftrafie 17 bei Borker eine Versammlung aller in der Ballschuhfabrikation deschäftigten Arbeiter statt. Tagesordnung: Die gegenwärtigen Lohn- und Arbeitsverhältnisse. Diöfujfion. Die OrtSverwaitunq. Verschiedenes. Dankmayur g. Pllr die rege undT/ohl-| tuende Teilnahme und für di« reichen Kranzspenden hei der Beerdigung meines M&iinca Friiz Law.» sagchlermilallen Prcun- | den und Bekannten, sowie den teilnehmenden, Verein;n und den Ar-; ! beiiern der hiesigen Qe-, meinüe. Im besonderen i dem Herrn Rader für| die herzlichen Worte am Grabe meines Mannes| vielen Dank. Ww. Rramri Lawln| nebst Kindern- Verkäufe ElnrlchUmsren* Schlafzimmer, helleiche, nußbauni. l'yÄO.—. Wohnzimmer. 1950.--. Küchen. Anklcldcschtflnke. Umbauten. Sofas. Zahlungs- Erleichterung. Petersburger Slraüa 41. Versand nach answirts._ Küchen, moderne, mit und ohne Anrichte, roh. gestnehen. lasiert, enoim preiswert Rie- senauswahl. K'üchenmflbel- f'abrik Himmel. Lothringer Straße??(Schönhauser Tor) Ver>ieben«eeveseae und neue Mßbel verkauft billigst Seelig. Clsasset Straße 17/18. Kleider&ch rAnke. VcrtlkosbS.OO, b.V00. 1 23.00. neue zusammen . 00 00. Heus teilen in. Matratzen 63.00, 85.00. Muschel-, engl. Bettstellen. Sofa. Chaiselongue, Spiegel. Kommode billigst. Gr. Auswahl m eleganten neuen Möbeln. Komplette Küche I75.ua Versende nach außerhalb.__ Reizende Schlafzimmer. Speisezimmer. Küche. Anklcidcschrank. Verschieden. einzeln. Umbausofa. 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