NMprns 15 �'ennlg ♦ 2. �ayrZang 7rss'ag, sen 5. �ept.mvsr 19:9 Nr. 42$/P 195> k«�reibeit" erscheint morgen» und nachmittags, an 5onn» und Festtagen nur morgen». er Bezugspreis beträgt bei freier Zustellung ins Haus für Lro�-Beriin oder bei dirL.-i.Uc Postbezug ebne Bestellgebühr monatl. BL bei Zustellung unter Streifband 5,— Hu »Sreibeit» ist in den ersten r.ochtrag ter Postzeitungsliste'ür 1919 emgetr in älrtofticn und Crpeditioii: Bcritn RW.«. Schiffbmerdamm 19 8 die lettische Presse leugnen, daß am �8 in Riga zwischen dem deutschen Gesandten und ��.�'�udischen Regierung- ein Vertrag geschlossen worden ist, � II d 1° � deutsch! n Knrlandkäu pfer das lettische Bürgerrecht shi. � m 1 1 das Recht auf Siedlung c'warben haben. " Gerung, der Geschäftsträger und die Press: LeltlandZ cn!- «Doi-rürT» � die Tatsachen. Der genannte Vertrag, der in Riga jlcn wurde, lautet wörtlich: Riga, den 29. Dezember 1918, Zwischen den Bevoll- deS Deutschen Reiches und der provisorischen lettländi- "«n Regierung: %cr' provisorische letiländische Regierung erklärt sich bereit, � lreindstaatlichcn HeereSangehörigen, die mindesten» vier süxv� � Verbände von Fveiwilligenformalionen beim Kampfe Befreiung des Gebietes heS lettländischcu Staates von den irwiki tätig gewesen sind, aus fthrcn Antrag das volle o ts h ü rgc r re ck) t de? lettischen Staates zu gettwihren. trt.f;' deutsch-baltischen Angehörigen des lcttländischen Staates »ltre!� Recht, in die reichsdeutschen Freiwilligenverbände ein» Lch. Andererseits bestehen für die Tauer des FeldzuzeS keine °is� 8%-" Verwendung reichSdeutscher Offiziere und Unter» ->n Verbände der deutsch-baltischen Kompagnien ter Lan» �hr alz Instrukteure. im Vertrage vom 7. Dezember den deutschen Balten H�'�dene Recht zur Bildung von sieben nationalen Kompagnien Ijj öwü. Batterien im Verbände der Landeswehr wird seitens j �p�ovvisorischen Regierung ausdrücklich garantiert. Auch wenn föiu vorliegenden Abmachungen zur vorübergehenden Auf» "9 der deutsch-baltischen Verbände sührcn sollte. Bei einer Er- tin. � Zahl der lettischen Kompagnien der Landeswehr tritt u � ClTfihrni4�e.«s� ra�r,u.t,.L�__ m.____ »nd etitiprcchcndj Erhöhung der Zahl der deutschen Kom ein. «njA fpi* in Ausführung von§ ,1 notwendigen Listen über Zu- --Sänge von Freiwilligen werden der provisorischen Re- � mindestens einmal tvöchentlich übcrsandt. ES wird auf dieser Listen zwischen den Vertragschliegenden festgesetzt dj,.-velche deutschen Staatsangehörigen sich das Staats- Utecht gemäg§ 1 erworben haben. 6®S- August nn i g, Deutscher Gesandter in Riga. , U l m a n i S, Ministerpräsident. Fr. Paegeh ... I. S a n l i t S. �in 7 bemerken, dag dieser Vertrag vom gegenwärtigen '''�Präsidenten UlmaniS unterzeichnet worden ist, der' heute Graitschen Mut aufbringt, diesen Vertrag zu brechen. oft.,,?®, ist empörend, mit welcher Un-versrorendeit die p-n 7' � ossiziöse Kundgebung die Tatsachen i äl sch t, dx. if?. Hetze gegen die lcttländische Regierung zugunsten öein /ltaristischen Rebellen in Kurland fortzusetzen. Aus lllin � wiedergegebenen Bertrag zwischen Winnig und geht mit keiner Silbe hervor, daß den tvj�udkcimpfcrn das Recht auf S i e d e l u n g verliehen den f Vielmehr heißt es in dem Bertrag nur. daß Der Weg und die Loilsw'.rischkji. 2. Die Transporlkrise und die Land Wirtschaft In T�uiyuuty'ctltiajl ves V'* y.wwy- loiii Die offiziöse Kundqcbuna mischt dresfr. Wort. »"t in X.».i-r.u—v— v«£. Soi.Hrfu.« ((h, w den einleitenden Sätzen dayin um. daß den deutschen in* ftkfanujfwii„das lettische Bürgerrecht und damit r Recht a u' S i c d c I u n a" verliehen worden sei. silw Einschaltung bedeutet eine ganz unverschämte Fäl- ijS' die nur den Zweck verfolgt, die Oeffentlichkeit irrv - Qten. Daß zwischen d.m Bürgerrecht in Lettland und s.» Icht von Lettland mit bewafsneter Faust verlangten i.tr?uf Siedelunasland ein tiefgehender Unterschied be- -st von deutsche! amtlicher Seite mehrfach zngegeden iw/W Wie der ,V-wärtS' noch am 29 lugust sest- i},-!' tiußte hat der iNlnister des Aeußern, Hermann öl:-er, IN seiner Rede am 2b-Zuli in der National- Zi.„?�wlung erklärt, daß zwar mit de- früheren lettischen MHecu:■ MUH' UUHH" für Kurland angeworben haben, versprachen ihnen ohne eine Spur von Berechtigung.Sicdelungsland und miß» brauchten dre Autorität der amtlichen Stellen, um den Anschein zu erwecken, daß die noch Kurland angeworbenen Soldaten einen.Anspruch auf Siedeln ngSland hätten. Denselben An'chein sucht auch die offiziöse Kund- gebung zu erwecken, die sich damit wieder einmal in schärfsten Gegensatz zu den offiziellen Kundgebungen der Regierung stellt. Wir sehen davon ab, die Berwerflichkeit dieses Treibens vom innerpolitischen Standpunkt zu brandmarken, da die eigentlichen Hintergründe des baltischen Abenteuers schon dem Vt'indesten klar geworden sind. Wir fragen nur: Welche Autorität kann eine Regierung dem Auslände gegenüber genießen, wenn sie es duldet, daß in schärfstem Gegensatz zu ihren eigenen Erklärungen von amtlichen Stellen eine Agitation geführt hat, die an die Praktiken der Kriegs- Hetzer vom Juli 1914 und an das vergiftende Treiben der Kricgspresseämter während des Krieges erinnert? Aosie sür den Graisn Goltz. NoSke würde seinem Namen Unehre machen, wenn er in der Reihe derjenigen fehlte, die das konterrevolutionäre Treiben des Grafen Goltz und die fricdensfeindliche Hetze der kurländischen„Kolomal"-Enthuiiasten unterstützen. Einem Redakteur der„Deutschen Allgemeinen Zeitung" gegenüber äußerte sich Noske über die Lage im Baltikum folgendermaßen: Die Lage in Lettland kann man nicht mit Be'- fehlen lösen; die Truppe ist aufgeregt und nicht mit U n- recht, denn sie sieht sich betrogen um das, was ihr von der let- tischen Regierung feierlich versprochen(17) war. Daß diese sich dabei auf den Wunsch der Entente stützt, mag richtig sein, aber an der Tatsache ändert das nicht?. Monatelang haben die Leute schon ihre dienstfreien Stunden damit zugebracht, mit dem Spaten und dem Pfluge den jungfräulichen Boden zu be- arbeiten(!!); in Hundertsckzaften hatten sie sich für die Koloni- sierung zusammengetan Statt dessen droht ihnen jetzt nach der Rückichr die Entlassung, die Einreihung in das groß« Heer der Erwerbslosen. Mehr a.s in der alten Armee ist die Truppe hier mit dem einzelnen Führer, auf dessen Namen sie geworben ist, verwachsen; es fehlt darum auch nicht an Forma- tionen, die bereit sind, den Ab Marschbefehl auszuführen. Aber ihn nur diesen zu geben, würde höchst- wahrscheinlich zu fchweten Reibungen mit den anderen, besonders der Eisernen Divifiör., führen, die auf ihrem Entschluß zu bleiben, einschließlich des Führer» beharren; ein Bruderzwist und Blut- vergießen wären zu allem anderen die Folge. Darum verspricht sich der Minister von der persönlichen Einwirkung de? Graten von der Goltz allein Erfolg; in herzlichen Worten kam sein absolutes Vertrauen zu der Loyalität des verdienten Generals zum Aus- druck. � Aus diesen Aeußerungen NoskeS geht die interessante Tatsache hervor, daß ein Teil der in Kurland befindlichen Formationen bereit ist, dem Befehl zur Räumung Kurlands Folge zit leisten. Aber die Regierung erteitr diesen Befehl nicht, angeblich. weiMie dann schwere Reibungen mit der Eisernen Division befürchtet. Diese Begründung ist beller Blödsinn, denn die Eiserne Division, die Ziffern- mäßig recht schwach ist, würde sich wohl sehr überlegen, den übrigen Formationen mit der Waffe in der Hand gegen- überzutreten. Der Abmarsch der übrigen Truppen würde sie zwingen, gleichfalls das Land zu räumen, weil sie, auf sich selbst angewiesen, den lettischen Truppen keinen nennenS- werten Widerstand zu leisten vermöchte. Es bleibt also von der Waren und zu Pretstreibereien. dem Artikel über die finanzielle Krise Rußlands (in Nr. 426) sahen wir, wiee der Krieg zur völligen Zerrüttung des russischen Finanzwesens geführt hat. Die Entwer- tung der russischen Valuta, die Anschwellung de- Papier- geldumlausS, das Mißverhältnis zwischen den Einnahmen und Ausgaben im Budget— dies alles führte zum inneren Zusammenbruch ber Finanzen, der nur solange verborgen bleiben konnte, als die Zwangswirtschrst durch den Krieg aufrechterhalten wurde. Es liegt auf der Hand, daß ein derartiger Stand dek Finanzen einen drückenden Einfluß auf die gesamte Wirtschaft ausüben mußte, ja noch mehr, daß man von ihm an, auf den Zustand dieser letzteren überhaupt schließen üpp'.. Doch che wir uns den eigentlichen PrcdrMonsverhäli- niffen zuivendeti, wollen wir kurz auf das Transport- Wesen Rufe nds während des Krieges eingehen, da es von ausschlaggebender Bedeutung für das wirtschaftliche Leben ist. Die geringe Entwicklung des russischen Eisenbahnnetzes und dessen mangelhafte Verteilung dürften wohl mc.'ir oder wSniger bekannt sein: es genügt hier nur aus dte Tatsache hinzuweisen, daß Sibirien, Turkcstan und das gesamte Wolgahinterland bis in den Sommer 1917 hinein nur durch eine einzige Brücke über die Wolga mit dem ganzen übrigen Rußland verbunden waren. Der Mangel an rollendem Material war ebenfalls sehr groß; eS genügt bei weitem nicht den FriedenZbedürfnissen, ge- sckpveigc denn den gewaltigen Anforderungen, die der Krieg an die Eisenbahnen stellte. Tie Belastung der Eisenbahnen lwar. trotz der bedeutenden Verringerung ves russischen Territoriums und trotz deS Aus falls in der Ein- und Aus- fuhr, durchschnittlich in den ersten zwei Kriegsjahren um etwa 26 Prozent gestiegen, was naturgemäß zu einer starken Abnützung der Transportmittel führen mußte. Trotz der übermäßigen Anspannung alles verfügbaren Eisenbahn- Materials— ein erheblicher Teil war beim Rückzug vcr- lorcn gegangen— mußte die Annahme von Frachten am Anfang des Krieges ganz, später zu drei Viertel eingestellt werden. Die Anhäufung der Waren an den Stationen nahm aber doch noch einen ungeheuren Umfang an; im Februar 1916 lagen 150 000 Wagenladungen Güter, fest; davon 50 000 Wagenladungen Eilgüter; 10— 13 000 Wagen waren bereits beladen und vergrößerten so noch die Vor- stopfung, unter der schon ohnedies alle Elsenbahntinien litten. Dabei waren überhaupt noch Hunderte von Stationen für die Annahme von Gütern geschlossen. Daß der P e r- ionenverkehr in diesen chaotischen Zustand mit ein- gezogen wurde, versteht sich von selbst. Die Folgen für das wirtschaftliche Leben waren, daß die Eisenbahnen für die Fabriken die selbst vorhandenen Roh- und Herzstofse nicht befördern konnten. Die Großstädte litten Mangel an Nahrungsmitteln, während die Provinz und das platte Land im Ueberflutz lebten und sehr viele mit Lebensmitteln beladene Wagen ohne Bewegung auf den Stationen standen, bis die Lebensmittel verfaulten. Tie Stockungen in der Warenzirkulation führten unter anderem zu Verschiebungen der Erklärug Noskes nur das eine übrig, daß die Regterung auch den marschbereiten Truppenteilen in Kurland den «n Vertrag über iw Einbürgerung abgeschlossen in* sei, daß man aber.v der Frage ver Land- k> lu n g nie über Voröesprcrbungen binausgei'ommen der„Vorwärts" gleici/salls feststellte, hat de� piiM.??wissar innig in-inem späteren Zeit.'. unkt 1 geeilt, daß die lettische Regierung Siedeluugs nie versprochen bat. Das aber ist der sprin- �idia �unkt. Die aufgehetzten Soldaten der Eisernen ttss..?? erheben die Forderung nach Siedelungsland an *• stelle. Die zahlreichen Werbestellen, die die Soldaten hält, Kurlandals Kolonialland zu behalleu. lächerliche Hinweis Noskes auf den„jungfräulichen Voosn" Kurlands, der angeblich von den Solda-en der Eisernen Division urbar gemacht worden sei. spricht in diejer Hinsicht c-eutlich genug Der Kolonial-Enthusiast und.Kriegstreiber Nosre arbeitet auch jetzt, nach dem Zusammenbruch der ganze,, imperialistischen Herrlichkeit,'n einer Linie mit den Alldeutschen und den Militaristen, die als Entgelt für die Unterstützung der Entente bei ihrem Kampfe gegen Rußland auf einen Zipfel Kurlands alz Entschädi- gung reflektieren. Das allgemeine Urteil über dieses traurige Kapitel der russischen Kriegswirtschaft war sowohl in den Fach- als auch in der gesamten Presse ohne Unterschied daß das Transportwesen sich in völlig chaotischem ; Zustande befinde, so daß die ganze Wrrtlch.rst schwer ; darunter leid-. Zic wteüerholten Mobilisier u-ngyn entzogen der c.-'si scheu Wirtschaft bis zum Jahre 1917 im ganzen tfi' üalllionen Mann oder ein Viertel der gesamten ArbeitskraV Rußlands. Dazu kommt der Ausfall von 2,1 Millionen Pferden hinzu. Das mußte die Produktion schwer treffen, waren es doch auch gualitativ gerade die besten Arbeitskräfte, die für die Wirtschaft wegsielen. Nun versuchte man den Ausfall, vor allem in der Landwirtschaft, durch Frauen- und Kinderarbeit zu ersetzen: dazu kam. die ftr5cTf Scr an??>en besetzten Tetzteken, de? Kriegsgefangenen, cni>. I> anch der eingeführten Chinesen— alles in allein etwa 2 Millionen Arbeitskräfte sollten den Ausfall der etwa 14 Millionen eingezogenen Männer in vollster Blüte ihrer Kraft ersetzen I Das war natürlich quantitativ sowie qualitativ völlig unmöglich. Was ferner die Frauen- und Kinderarbeit anbetrifft, so ist vor allem hervorzuheben, daß sie auch bereits im Frieden, besonders rn der Landwirtschaft, verwertet wurde, so j. B. wurden im zentralen Industrierayon die landwirtschaftlichen Arbeiten zumeist von Frauen und Jugendlichen verrichtet, die Männei dagegen arbeiteten vorzugsweise in der Fabrik. Im Kriege konnte er sich also höchstens nur um eine intensivere A u s n u tz u n g der Frauen- und Kinderkräste handeln. In der Industrie aber kam ein solcher Ersatz überhaupt nur bei ungelernter Arbeit in Betracht,— in allen anderen Fällen waren die gelernten Arbeiter gar nicht zu ersetzen. And so führte der Arbeitermangel sowohl zu einer starken Hcrabsetzung der Produktivität als auch zu einem allge- ineinen Rückgang in der Produktion. Die Neqmrierung der Pferde auf dem Lande erfolgte besonders in der ersten Zeit ohne jede Rücklicht auf die Be- dürsnissc der Landwirtschaft, mitunter z. B. kurz vor der Ernte. Achnlich ging es mit der Requirierung des Rind- Viehs, das besonders in den dem Kriegsschauplatz näherge- legenen Gouvernements bis zu 40—50 Prozent den Bauern- wirtschaften entzogen wurde. Es kam noch hinzu, daß viele Bauern bei ihrer Einziehung ihr lebendes und toteS Jnven. tvr zu Schleuderpreisen eiligst verkauften. Bei der Temundming der Anbaufläche, der Einfuhr von landwirtschaftlichen Maschinen und des Kn-astdiingers werden sich die Wirkungen all dieser Momente noch in bei Folge zeigen.—# Ter Krieg führte ferner, wie eben erwähnt, zur Per- ringernng der landwirtschaftlichen An- bau fläche. Die Zahlen schwanken für die einzelnen Rayons zwischen 0,1 bis zu 40 Prozent: auch unabhängig davon fielen die Ernteerträgnisse durchschnittlich um etwa 18 Prozent geringer als im Frieden aus. Für die Bauern der getreidcreicheü Schwarerderayons wurde dieser Ausfall wenigstens durch die höheren Preise für die landwirtschaft- lichen Produkte ausgeglichen, so daß sie im ganzen während der.Kriegszeit gerade noch gut standen. Zun? ersten Male seit langer Zeit— eine Ironie des Schicksals— konnten sich diese Bauern sogar(!) satt essen. Sie haben auch, wie dies die Einlagen in den Sparkassm zeige,?, ein Beträcht- liches gespart. Zieht mal? aber die Verminderung und Per- schlechternng der Protulktionsmittel, deren Folgen sich erst nachträglich zeigen, ferner die Entwertung der Valuta in Betracht, so wird man wohl kaum bezweifeln dürfen, daß anch sie wirtschaftlich durch den Krieg eher verloren als gewönne?? haben. Ganz entschieden ist es aber der Fall bei der halb proletarisii'rten Bauernschaft der Jndusttege- biete, die ihren Lebensbedarf?rur zum Teil von der Land- Wirtschaft bestreiten. Für ihre Lage war deshalb der Stand der Arbeitslöhne und der Lebensmittelpreis« ausschlaggellend. T»? diese, wie es sich weiter ergeben wird, in gar keinem Verhältnis zu einander standen, so war die Lage dieser Bauer» schlecht. KMsff gegen HM Mo* de?„freien Zngend" ffnse Bczirkskonferenz der.Freien sozialistischen Ju.ge?id' für Ost. und Wesipreutzen hat einen scharfen Protest geqen daS durch Noske verhängte Verbot der JnyendKe tschrift»Freie Jugend' erhoben. Diese llnterdrUunq der freien MeinunA- «utzerung widerspreche vollständig den Grundsätzen der Dem» kvatie. CS sei uns tin nouer Beioois dafür, daß das Ziel der Rrgi.rung nicht die Vertu irktichunq der Demokratie, sondern die Wiederaufr'cht??rrg des KapidaiiSm?lS und die Entrechtung der A'/brch.rklasse sei. Da? Be.bot der.Freien Jugend' sei d?orch nichts zu rcchtfertigen. Die Zeitschrift Hobe versucht, die Jugend zu Sozialsten zn rrstlchrn, mrb W nrcnste Fe für Zemm NoSk�f und stinesglcichen gefährlich. Sie Zuireiiier der russische?? S-xeo- Nachdem die amtlichen Stellen sich bisher über den von uns am 29. August veröffentlichten geheimen Korpsbefehl aes Grafen Goltz, in dem die Agitation gegen den Uebe?ctritt zu den russischen Weißen Garden verboten wurde, in eisiges Schweigen hüllten, gibt das Wolfssche Tele- gvaphenbureau nun die folgende Meldung aus Mi tau unterm 4. September weiter: Die.Freiheit" veröffentlicht einen Korpsbefehl deS� Grafen v. d. Goltz vom 81. Juli, der sich mit der Agitation gegen den Uebertritt in russische Dienste befaßt. Dazu wird fest- .gestellt, daß der Korpsbefehl nur zu dem Zweck her- ausgegeben wurde, um die Truppe zu beruhige»(?? Die Ned.j. Die Stimmung der Truppe tvar schon im Juli wegen der vereilelten Siedlung und wegen der wiederholten Verbote, die das Generalkommando im Sinne ber ReichSregierung erlassen hatte, nicht zu den Russen überzutreten, derart bedrohlich, daß Graf v. d. Goltz gezwungen war, die% nippe m i t einer späteren Klärung der Russenfrage zu vertrösten. Wenn es nicht bereits am 31. Juli zu Auflehnungen gekommen ist, wie sie der 24. August gezeitigt hat, so ist dies nur dem Bemühen des Grafen v. d. Goltz zu verdanken, der eS verstanden hat, die Truppe von der richtigen Seite zu nehmen. Auch war der Führer des 6. A. K. gezwungen, gehässige Verloächtigungen gegen die Ncgier?ing, die in der Truppe immer lauter wurden, durch den Korpsbefehl i m Keim« zn ersticken." Zu dieser Kundgebung bemerkt die„Berliner Volks- Zeitung": .Man weiß wirklich nicht, was man mehr bewundern soll: die naive Dreistigkeit, mit der diese Meldung in die Well gesetzt wird, oder die polizeiwidrige Dummheit, in vor sie die Regierung verbreitet. Der General Graf v. d. Goltz verbot in dem besagten Korpsbefehl die Agitation gegen den lieber- tritt zu den �Russen. War das für den einfachen Soldaten etiva keine.Klärung" der Nussenfrage? Di« deutsche Regierung und die weit Überwiegende Mehrheit de» BolkeS sind sck?ärsste Gegner eines Projektes, das deutsche Brüder an die gegenrcvolu- tionären russischen Zarengenerale verhandelt. Der KorpSbefeh! mußte darum die Autorität der deutschen Regierung aufs schlimmste untergraben. Aber seelennihig wird von Mitau au? verkündet, daß durch diesen Korpsbefehl.gehässige Verdächligu??gen gegen die Regierung" im Keime erstickt worden tvären. Aber man muß sich nicht wundern: Wenn die deutsche Regierung eine so blödsinnige Meldung brav ver Ocffentlichkeil übergibt, so muß sie nachgerade von den Wallensteinern m Mitan für dumm gehalten werden." Wir haben diesen Aeußerunqen des demokratischen Blattes nicht viel binzuzufügen. Wir erinnern nur daran, daß wir im Anschluß an die Verösfentlichunq des Korps- befehls des Grafen Goltz dessen HandlungStveise als an Landesverrat grenzend und als Verbrechen an den deutschen Soldaten bezeichnet haben. Wir verlangten, die Negierung möge«ndlich dafür sorgen, daß die unheilvolle Gestalt des Grafen Goltz von der Bildfläche der- schwinde. Statt diese Forderung zn erfüllen und den Grafen Goltz zur Verantwortung zu ziehen, läßt die Regie- rung aber nichts unversucht, um fem« Machenschaften zu beschönigen und seine Wirksamkeit als notwendig erscheinen zu lassen. Damit stellt sich die Regierungouf dieselbe Linie, wie Graf v. d. Goltz. Sie be- stgtigt offen vor aller Welt, daß sie mitschuldig ist an den Verbrechen des Grafen Goltz, daß sie gemeinsam mit ihm als Zritreiberin der russischen und der deutschen Gegen- revolution fungiert. Dal Ginfnhrverbot nach Grov. Britannien wurde am DienS- tag aufgehoben. Nur für einige Waren, die auf einer besonde- «n Liste verzeichnet sind, bleibt ein Berbot besteh«??. tatzk sie nichts erschrk»! Wir haben in unserer heutigen Morgenausgab« � Resolution wiedergegeben, die der rechtssozialistische verein in Breslau nach den? Vorschlage des Abgeordnete" Loebe angenommen hat und die sich gegen die rea?- t:onären Bestrebungen in der Reichswehr richtet. Wir galten auch die zweite Resolution wieder. � den Rücktritt N o s k e s verlangt, gegen die Wendung von Schutzhaft, Zensur und" lagerungszustand protestiert und st??invcreinb"r mit. einem freiheitlichen Staatswesen erklärt, zuinal sie ausschließlich gegen linfS angewendet worden sind. . Der„Vorwärts" berichtet heute morgen gleichfalls% diese Beschlüsse seiner Vre lauer Parteigenossen. Er 9p die Resolution Loebe wieder, erzählt von der zweiten Ne!"' lutron aber nur, daß sie den Rücktritt NoskeS verlatzgr- Das Blatt unterschlägt also, daß die Breslauer OrganisaM der Rechtssozialislen aufs schärfste gegen das NoskeW Willkürregiment, gegen die Antr>ei?dung von Schutzhp Zensur und Belagerungszustand protestiert hat. Seine Lew dürfen es nicht erfahren, daß weite Kreise in der eig«i� Partei mit der Regierung, der Getrialt und der politilw� Unterdrückung der Arbeiterschaft nicht mverstandcn i'"' Der„Vorwärts" will wohl mit dieser Unterschlagung ZU" Ausdri?ck bringen, daß er selbst vollkommen mit Ro- einverstanden ist.. Gegen das Verlangen auf Absetzung NoSkeS wem das Blatt eii?, daß Herr Noske an der militärischen Reak?�, nicht schuld sei. man solle ihn nur mit einem größeren p" rnhiibrifnnifrfi zuverlässiger Mitarbeiter un?geben, d»> Das erinnert daran, daß p. republikanisch �______| werde alles besser werden. Das erinnerr vucu»,• dem die L?beralen gewünscht hatten, man solle ihren Konw nur mft besseren Ratgebern umgeben, dann würde er M" richtig regieren. Hören wir aber,»aS Herr Loebe, dn immerhin eine bodeutende Rolle bei den Rechtssozialsti-" spielt, dazu gesagt hat. Er erklärte nach der Breslaii- „Volkswacht", daß er seit mehreren Monaten die Ach!' merksamkeit des Kabinetts wie Der sozial! demokratischen Fraktion auf di-e r e ak t> n ä r e n Herde gelenkt habe, die sich in und'ch die Reichsivehr bilden. Man scheine aber in der Regien''-, die Gefahr für nicht so groß zu halten, weil man%% daß die Entente die Wiedererrichtung einer öeutM Monarchie durch die alldeutschen Kriegshetzer aus Ztill dulden und daß mich die Arbeiterschaft solchen�. schlagen gegenüber in einiger Abwehr stehen würde.®';L Rückoersicherung iei aber völlig ungenügend, wir hchm selbst und schon jetzt dafür zu sorgen, daß die KricgZH«, und Verantwortlichen der Vornovemberzeit nicht wieder a? Ruder kommen. Es ist also ein« verlegene Ausrede, wenn nicht � bewußte Irreführung, wenn der„Vorwärts" von isolierten Stellung NoSkes spricht und eS so darzujw. sucht, als wenn die Regierung von der zimehnp' 1 Reaktion in der ReichSloehr nichts wüßte. Die Ressers ist nach Aussage Loebes über alle? unterrichtet, sie ist n alle Handlungen der Gegenrevolution in vollem mit verantwortlich. Der Vssgenmangel im Eisenbahjjbclcieb. Die Gi s c«�bahndi r sim Stettin fandet nn» zu unserem � bm#17. August 1919.3)�1: Wage n«n<»ngel im®if sikel—-------- bahnbetrieb' folgende Mitteilung: Die zehn GeM Oes Anteruehmecs. Von Charles Lincoln Phifer. 1. Du sollst keinen anderen Herrn haben als mich 2. Du sollst keine Partei, noch Gewerkschaft organisieren, noch irgend«, ine Organisation gründen zu dem Zti>eck, dir selbst zu helfen; noch sollst du agitieren und von besseren Zuständen träumen, dem? ich, dein Herr, werde dir gsben, was dir zu- loinmt, und ich dulde kein Ei nm scher». Verstand«?!? 8. Du sollst nicht mit Nichtachtung von deinem Herr» sprechen, denn ich werde alle entlassen und aus die schwarze Liste setzen, die solches tun. 4. Gedenke deS TageS, den ich dazu bestimmt habe, zu graben und schuften, und ich werde dich lehren, wo und wann du dein Geld auszugechen hast; du sollst mir nicht widersprechen� weder du, noch dein Weib, noch dein Sohn, noch deine Tochter, noch irgendeiner, der tveiß, tvohin er gehört. 5. Ehre deinen Herrn und kämpfe für ihn,«venu er es ve» stehlt, denn wer immer sich meinem Willen widersetzt, ist ein karbar und verdient den Tod. 6. Du sollst nicht denken. 7. Du sollst nicht lesen, außer waS ich dir gestatte. 8. Du sollst dich nicht beklagen. 9. Du sollst nicht den Agitatoren Wischen, sonder« jede» Gericht, das ich dir vorsetze, hinunterschlucken 10. Du sollst nicht begehren mein Einkommen, noch mein WohÜlslen, noch meinen Palast, noch mein Automobil, noch meine Muße, noch irgend etwas, was mein ist. denn du. verdienst , derlei Dinge nicht. Mus dem Englische« von Heomhnia Zur Mühlen.) Henvy Ass?e. Der Re'chswehr minister NoSke u??d die Filmkünsklerin Porten hckben je ein Buch in die Welt gehen lassen, beide unter dem Titel:„Wie ich ivnrde". Tam t nn» da» nicht durcheinand« kommt— Gustav Porten und Henny Noske—, laßt uns nach der Ehrte einen Vergleich ziehen: Henny Ponten—- Gustav Nosle, Zwei Deutsche,«ehnlichkeite». W Die Seinen Verschiedenheiten. Schluß: Freuen wir unS. daß wir zwei solche Kerl«... NoSkeS Büchlein zieren zwei Bilder. Ein mal: der NoSke von heute. Er sieht ungefähr au» wie ein trauriger Schokoladen- fabrilanch dem ein kleine Spekulation sch ef gegangen ist. Dann: der junge NoSke. ES ist nach diesem Bild nicht anzunehmen, daß bi< hohen Herren, die ihn heute in der Hand halten, jvrsslich in der Hand halten, auch den Jungen von damals umschmeichelt hätten. Sie hätten ihn— wären sie mit ihm in Berührung ge- kommen— stramm stehen lassen. Das Büchclchen des RcjchStiwhrmirristerS ist, wie da? Vorwort sagt, von bleibendem pädagogischen und volkSerzieherischvn Wert. DaS hat uns noch gefehlt.„Werde einmal ein NoSke!" spricht der Pastor zu dem Täufling in der Kirche, während sich die Paten ergriffen schneuzen. Was unterscheidet nun dte bedeutende Filmschauspielerin rrnd den unbedeute?»dcn Reichsnuthrminister als Antvbiog.aph.n? Henny erzählt ihre kleinen Erlebnisse so hübsch dumm, wie «S sich für ihr Publikum geziemt, und man kann ihr nicht böse sein. Gustav dreht auf, läßt.in schlechtem Kolportage still die Szenen seines Lebens an uns vorüberrollen, hier und da rutschen einige Verstöße gegen die Grammatik und die anständige Gesinnurig durch, und wenn» fertig ist, hat man ein runde» und klares Bild von dem v iel mißbräu chten Mann. Sie waren beide etwa», sie sind beide etwa» geworden, und werden— wenn Gott will— auch etwas bleiben. Lasset unS beten. * Kaum war dicS geschrieben, al» beide dementierten. Sie hätten von dieser Publikation m dieser Form nichts gewußt, sie hätten menrand ausdrücklich dazu autorisiert, sie lehnten alle» ab, sie seien unbeteiligt und unschuldig. So Henny und Gustav. ES hat sich aber der eigemiimliche Fall ereignet, daß beide Male beide Biographien die Leben der beiden besser enthüllt haben, al» die r» selbst zu tun vermocht hätten, und eS haben sich un» gezeigt: Eine Fitmkünstlerin mit der Seele eines Deifenplakat». Gott had sie selig. Und«in Reichswehrminister, der in dem verdächtigen Eifer der hohen Ofsiziare, mit denen er umgeh. n darf, und die Ihm ungeheuer imponieren, nicht merkt, wie da Stellen um der Stellungsuchenden willen geschassen werden, wie d« alt« Unfug „Die auf de«? Gleis Löwe nberg— Dann««wakde ten Wagen sind durchweg schadhaft. Unser« st ä t t e n sind seit langer Zeit vollständig??? A n 1p genommen und köimem die Wagen zur Zsit nicht nk?)' nehmen." Als od e« lerne Privatbetriebe gäbe, die mit gow i>, dem DetriebSanaterial ausgestattet find, tum dies« Schaden � beheben. Aber der heilioe St. BureaukratinS bei der«« bahnbirektion läßt es wahvicheinkich nicht zu, daß man dien paraturen an ander« Betriebe gibt, denen eS VieUsicht beitSmöglichkeit fehlt. genau fo auflebt, wie er damals hoch zum Himrnel blühte: Aemtern und Posten und Pöstchen und Dienststellen und-"J stuben und Befördevuiigen um der Gehälter willen... m t >te» hinf (fn der soeben erschienenen d.r gange Apparat eine unangenehme Aehnlichkeit � Hundehütte hat, darinnen ein Kebtenhstnl. �ltzi. der die*er?,_ Bettler zähnefletschend ankläfft und dafür eine Wurst warfen bsckommt.. g,it Ich mag keine Kettenhunde. Sie sind bösartig, wcd dem Schweif und haben einen schlimme,' Charakter. Ach, entschuldigen Sie, haben Sie nicht einen andern wehrtninister? Dieser ist unS drei Nummern zn groll Jgnaz Wrobel ienenen Nr. 37 der„W e 1 1 b«' De«„Vorwärts" hat der Floh gebissen. Nämlich dem gestern Genosse SIemssen im F.uill bon sprach. der„VorwävtS" vor«tiviger Zeil blieb, als wir seine i twieW lislischen Gedankens bare S�s??ipfnotiz gegen die Schau'p bctocgung brandmarkten, so liehende stürzt er sich auf Entstellung und Albernheit strotzende Notjz, die der f( �»i> ihm in seiner antrsozialistischen Korrespondenz.zuleitet. � muß schon ganz Pom Geist verlassen sei??, um an einer ge ästhetisch orientierten Betrachtung, die sich gegen iav»» sta«rung richtet, seinen blöde il Witz zu üben. Aber diese ggfc listen" verhöhn n mit Vorliebe, tvo st« nicht vcrstehcw�� sprachen gar nicht von einer„prolsiarischen" und»®assiU' f,« ten" t.efthet't, aber schon ist der„Vorwärts" bei der'„ist al»„lausig" und„verlaust" zu verdächtigen. Wag(f sei>?en Kopfbedeckunge»� der Nachtmütze oder den?«sta davor schützew — �- j i» In bei V olkSbühn e wird Georg Kaiser-.twujt� drei Akten„Di e Bürger von Calais" die erste äU_ rung dieser Spielzeit sein. �.»teinb"?,' Im Lessingtheater geht Montag, den& ZKMMsMSs Im Deutschen Künstlertheater ist die Urausst� j t unS warb zur deutschen Uraufführung Paul t 0 Tausch" in der Uebcrtraaung von Jacob H egener. ((' e' As agrMHen Forderungen. Der Oberbürgermeister Mermuth hat in d�r gestri- W Berliner Stadtverordnetenversammlung mit treffuchen Wkten auf.Vn Ernst des Standes der Brotvcrsvrgung. hrn- «Miezeri und deshalb niit Nachdruck vor jedem weite- � u Abbau der Zwangswirtschaft g�)varnt. Worte empfehlen wir ebenso dem Reichswrrtschafts- �llter Schmidt zur dringlichen Beachtung wie dem..Vor- >r!s". der sich noch heute morgen nicht gegen leden Abbau % Ävangswirtschaft wendet, sondern nur verlangt, dag er 'Miimäßig» erfolgt. u.�der gerade dieser schrittweise Abbau der Zwangswirt- �2 hat die katastrophalen Zustande geschaffen, in denen uns jetzt befinden. Bereits während des.strieges war jj beliebt- Mittel der Agrarier. Preiserhöhungen für Erzeugnisse dadurch durchzusetzen, das; sie sie zuerst nur "?«lnen Artikel verlangten. Mar diese bewilligt, so r'ßle dann die Zurückhaltung anderer Erzeugnisse. Iv M bis auch für diele die Preiserhöhung bewilligt war. «l! diesem Muster sind die Landwirte auch jetzt in ihrem für den Abbau der Zwangswirlschaft vorgegangen. »aben die Freigabe der Haferbewirtschastung öurchmc- 5 trotzdem die verhängnisvollen Wirkiiugen dieser Maß- chj'Ue keinem Einsichtigen unbekannt waren, und verlangen t den stcitn Handel für alle Getreidesorten. �'e Erfüllung dieser Forderungen würde den volligen z.�sUttrenbruch der Existcnzmöglichkeit für die Masse der �tersck>ast bedeuten. Denn bei den Ktzigxn Einkam. ��Verhältnissen der Arbeiter, bei der großen und wachsen. u.Ml der Arbeitslosen ist es einfach undenkbar, daß sie JMtcn eines vier- oder fünffach gestiegenen Brotpreifes fugen können. Das gilt natürlich nickst nur für die $.4 i' ändern in genau demselben Maße für Angestellte toi,(g Klein gewerdetroibende usw. Daß aber der jetzt � NeichZw>rtsck>aftsamt gewählte Ausweg der Gewährung �u'�uhdruschprämien nicht zu dem gewünschten Ziele der v �rung der Brotverforgung der Bevölkerung führt, rst letzt deutlich. Die Spannung, die auch jetzt noch den Preisen für Brotgetreide und denen für Hafer lfM. veranlaßt die Landwirte durchaus nicht zur Ab- Hrr®"£." Brotgetreide. Aber selbst wenn sie gegen- »"tc tzn:'' 9 Brotgetreide in genügenden Mengen aöliekern "'d'.,fo würden sie doch nicht mehr ein Gramm abliefern, uut dem 15. Oktober die Frühdruschprämien in Fort- �°hi,i� k"' F'* Landwirte wollen dauernde Preis- ? 1 d Getreide auf den Stand der Aus- ».vck'v' und da die Negierung ihnen gegenüber ohne ? ßietBn!. lst. und durch die Freigabe des Hafers und All der«"lg der Frühdruschprämien das Machtbewußt. „ �/er gewaltig gestärkt hat. so treibe» wir an- stotbe fn uentrinnbar entweder dein Zusammenbruch der llltin-» �ung oder der von den Agrariern verlangten ge- <*>"-Preissteigerung entgegen. Httli unsere Befürchtungen nicht zu schwarz gesehen 'lfö einem Artikel in der„Täglichen Rund. twi hervor, in dem schon jetzt verlangt wird, daß die Wt �llnie» verdoppelt werden und nicht nur bis - pfiober, sondern bis zum Februar gewahrt «beut»» Diese vorläufigen Forderungen der Agrarier % die Verdoppelung des Preises für Ge- »Hb Beträgt die bisherige Belastung des Staatssäckels %. i,'®?«V>hlung der Frühdruschprämie bis zum 15. Ok- ltr Kreits 200 Millionen Mark, so würde die E.füllilng l°st>,n/?N.ng der„Täglichen Nvndscha»" eine weitere Be- , Ä von etwa 500 Millionen Mark bedeuten. lcht allein diese Preissteigerung ist das Ziel dieses rots.nderzl«s fordert eine Herabsetzung der Lotion auf 200 Gramm bei einer besseren Aus- des MehlcS. So notwendig die bessere Aus- lllstli„5 l's Elotreides ist, so darf sie aber unter keinen mit der Herabsetzung der Brotration verknüpft ausreichende und gute Ernährung ist die Vor- sttz.vg für die Hebung der Arbeitsleistung. Daß daS l.ld»„".diesem Zusammenhang auch den Arbeits- >lbtii-?Jllr die Tätigkeit in der Landwirtschaft fordert— yii«f"0 natürlich nur für die Arbeiter und ohne i» n.fls zwang für die Landwirte— vervoll- >üii>„ Bild der agrarischen Forderungen. Höhere V-, hillige Arbeitskräfte, das ich ihr Ziel, dessen Er- fycnfom" erleichtert worden ist durch das große Eilt- N ichilnen, das die Regierung den Agrariern bisher ge« Meii J- Sie kann deshalb jetzt nicht mehr die Kraft i'll neue» Forderungen der Agrarier zu widerstehen. � öor ll.'terschaft muß sich deshalb darüber klar sein, daß ?h»Na a F neuen großen Verschlechterung ihrer Gebens- 5fi, c ueht, und daß es der Anspannung aller ihrer � Erk», um diesen Anschlag auf ihre Lebenshaltung lolg abzuwehren. % % Elwas mehr -vorwärts' leistet stch m seiner heutigen Morgen- einen moralischen Evgutz gegen uns unter der Ueber- 0 bleibt die unabhänglg-kommunistifche Ultun u h r I i i !> z khaMunlgen.''' ''ijsck'geklagtcn beendet, und zwar U einer Jt |jlf" und den Angeklagten ungünl �uf hasten girn Münchener Falle? »u e n Bi, erwidern: Wir bringen täglich Bericht über den Verlauf der jetzt ist erst die Vernehmung "0 pa r» �6 die gesamte Verteidigung dagegen ckW 1 4 erhoben bat Wir werden weiter über den hinweisen. C i>> Stellung über die G e i sei e r schi e ß u n g � est nähme von Geiseln überhaupt haben öfler zum Ausdruck gebracht. So in Nr. 212 ■ �01 5. Mai d. Js. Wir sagten damals, als die ich �'.s'emlich unkontrollierbar waren:„Die Festnahme t.»w.ch' ln ist eine verwerfliche Grausamkeit ei�e unnütz« Torheit, sie ändert an dem Verlaus Sichbi& gar nichlS, sie vermehrt nur die Erbitterung u-nd zu den unmenschlichen Grausamkeiten und der IVi" «» vann»me Taranttr mehr gM, da? Leben der Gefangenen zu schützen«nd das Entsetzliche, die Ermordung-Unschuldiger, eine Wirkli-Neit wird." Vielleicht besinnt sich der„Vorwärts" wieder etwas mehr auf allgemein-menschliche und sozialistische Grund» (ätze. Tann wird er den objektiven Tatsachen gerechter gegenüberstehen, als es ihm momentan gelingt. Sie Absindung für Wilhelm. Herr Südekum, der preußische Finanzministcr, hat einem Redakteur der„P. P. N." einiges über die beabsichtigte Absin- du-ng für das Haus Hohenzollern ntiigeleilt. Man erfährt aus diesen Mitteilungen, daß der frühere Finanzminister Simon im November 1918 Beschlagnahme-Verordnungen veranlaßt hat, die noch heute in Kraft sind. Der Besitz der vormaligen königlichem Hauses, so erzählt Südekum weiter, lasse sich in drei .Gruppen einteilen: Pr-vaivermögen, Vermögen de? Staates und i strittige Objekt«. Um über den Rechtscharakter der dritten Gruppe ' Klarheit zu schaffen, sei eine Kommission eingesetzt worden. Diese Kommission hat nun einen Vorschlag über die Ausein- andersetzung zwischen Staat und Krone ausgearbeitet und e» sei möglich, so meint Südekum, daß darin von einem Be- trage von 170 Millionen als Ablösung der Thronrente gesprochen worden sei. Eine Vorlage an das Staatsministerium sei darüber nicht gemacht worden. Im übrigen erfährt man, daß Wilhelm das hübsche Sümmchen von 650 000 Mark bei sich gehabt hat, als er nach Holland floh. ES steht also nach diesen Darlegungen fest, daß die Absicht besteht, dem ehemaligen König eine ungeheure Summe als Entschädigung auszuzahlen. Wenn wir dies« Tatsache nicht der Öffentlichkeit unterbreitet hätten, dann wäre ohne Aiveifel der Versuch unternommen worden, unter Nichtbeachtung der Wünsche deS Volke? Wilhelm mit der Niesenabfindung zu beschenken. Sss SWsül des Genossen Morgsri. Wie der Eorrierc della Sera a� Budapest mitteilt, ist es dem zum Studium der dortigen Verhältnisse weilenden Genossen Morgari, Abgeordneten der italienischen Kammer, anläßlich des Umsturzes recht übel ergangen. Die italienische Militär- mission erhielt eines Tage» ein Schreiben von Morgan, der als gefährlicher Bolschoivik verhaftet worden war, und eindringlich bat, daß sich die Militär Mission um sein Schicksal interessiere. Man erreicht« seine unverzügliche Freilassung, allein noch am gleichen Abend wurde er aufs neue von anderen Polizeimann- schaften verhaftet. Ein neuer Appell an die Militärmission und wieder wurde die Freilassung erwirkt. Allein das Unheil wollte nicht weichen, denn am andern Morgen wurde der italienische Abgeordnete zum dritten Mal verhaftet, wobei man ihm zum Ueberfluß die 0000 Kronen abnahm, die- er bei sich trug. Die italienische Mission konnte noch einmal seine Freilassung er- reichen und ließ ihn der Sicherheit wegen burch einen Kärabinieri nach seiner Wohnung geleiten. Doch kaum verließ ihn der italienische Soldat als aufs neue Weiße Garden kamen und Morgari mitnahmen. Um der Geschichte endlich ein Ende zu bereiten, beschloß die Mission, Morgari im Hotel Ritz, wo sie augenblicklich ihr Domizil hat, zu behalten. Sic will nun versuchen, ihn miitelst eineS Militärauio» nach Italien zu transportieren. Daß wflre her amerikanische Standpunkt, hen er sst Park? deä irrten habe. Italien z. B. habe der Konferenz einen Gegenvor- schlaf gemacht, in dem es Ansprüche auf Fiume erhol» Obwohl es dort nur wenige verstreute italienische Gebiete gebq wolle es F-iiim« aus strategischen und militärischen Erwägungeg heraus doch haben. Falls aber der BSlkerbund zustande komm» dann brauche es diesen Stützpunkt nicht. Verfckhier Zubel. % In unserer Notiz über die Neukonstituierung des VollzugSratS, die durch den Austritt von drei Mitgliedern der K. P. D. nötig wurde, meint der„Vorwärts" in seiner hcuti- gen Morgen-AuSgabe. daß«» bereit» zu einer Spaltung auch im unabhängtg-kommunistischen Vollzug»- rat gekommen sei. Diese Freude ist verfrüht. Die Genossen Exner, Riedel und Heine» sind ebenfalls Mit- gliederder K. P. D. Erschießung ungarischer volksheaustragker. TT. II. Oedenbui-g, 5. September. Die kommunistischen Bolktbeauftragten Kellner und Knapp wudtn bei einem Fluckstversuch erschossen. Kellner er- hielt einen tSdlichen Kopfschuß, Knapp e nen tödlichen Bauchschuß. Die beiden Kommunisten sollen sowohl vor ihr« Flucht als auch während der Haft tu grausamster Weise mißhandelt worden sein. Die MMfieruug der Arbeiterbewegung in Amerika. H. N. Haag, 5. September. AuS Washington wird gemeldet: Lwut Nachrichten aus allen Teilen Amerikas sind die Arbett-r nicht geneigt, die Bitte der Fabrikanien, einen Burgfrieden zu schließen, zu erfüllen, um Wilson Gelegenheit zu geben, seine Pläne zur Herabsetzung der Preise durchzuführen. Fast überall haben die radikalen Elemente in den Arbeiierovganisationen die Führung. Wilson iider den 5riedensverlrag. H. N. H a* g% 5. September. Hollandsch NieuwS meldet aus Washingtou: Präsident Wilson hat am Donnerstag in Columbia im Staate Ohio seine erste Rede über den Böllerbund gehalten. Er erklärte, daß er beabsichtige, daS Land zu besuche» und überall über die Pariser Lerhandlungcn und den Standpunkt, den er dort für Amerika der- treten habe, Bericht zu erstatten. Etwa 4000 Menschen wohnten seinem Bortrag bei. Drr Präsident führte in seiner Rede, die wiederholt von Beifall unterbrochen war, an»: Das Abkommen mit Deutschland beabsichtige zwar Deutschland zu strafen, aber niemals habe die Absicht bestanden, ein großes Bilk endgültig zu unterdrücken»der zu zer- malmen. Man habe sich auch in seinen Forderungen nach Schadensersatz Beschränkungen auferlegt. Diese Entschädigungen seien nicht größer, als Deutschland zu zahlen imstande wäre. Wilson erklärte, er wundere sich über verschiedene Bchauptungen bezüglich des Abkommens, die einen vollständigen Mangel an vtrstäiidnis für die Bedeutung des BrrkrageS beweisen. Der BSlkerbund wurde alS Erfüllung des Versprechens, das die Vereinigten Staaten abgaben, gebildet, weil sie sich in den Kampf stürzten, um den Krieg ein sür allemal au» drr Welt zu schafsei». Wenn man Pen BSlkerbund»un nicht gründen wollte, so wäre die» einfach ein Wortbrnch den Helden gegenüber, die a»f dem Schlachtfclde gefallen sind. Wilson meinte noch,� daß das BSlkerbimdabkommen die Ketten der Unterdrückung zerbreche und de« kleiue» Nationen da» Recht gebe, ein eigenes Lebe« am leben. Tarifverhandlungen der Gold- und Silberarbeiter unk arbeiterinnen. Eine überfüllte Versammlung im Geiverkschafts- hause nahm Stellung zum Tarif. Behrendt gab den Bericht. Di« Arbeitszeit wurde auf 46% Stunden ohne Pausen fesigesetzts De, Urlaub soll 3—12 Tage betragen, die militärische Dienstzeit ein- gerechnet. An Löhnen wurden vereinbart: Goldarbeiier: Gold- schmiede 3,30 M. pro Std., Juwciierfasser 3,30 M. pro Std., Reparatcure 2,75 M. pro Std., Drücker, Graveure, Ziseleure 3,30 M, pro Std., Polierer! nnen 66 Proz. von 3,30 M., Kerien- macheriniicn 76 Proz. von 3,30 M., Gehilfen im 1. Jahr nach der Lehrzeit 2 M. pro Std.; Silberarbciter: Hamnierarveiier 8,30 M. pro Std., Monteuraröeitcr 2,76 M. pro Std., Besteckarbciter 2,75 M. pro Std., Poliercrinnen 1,75 M. pro Std., Drücker, Grs- veure/ Ziseleure 3,30 M. pro©id., Hilfsarbeiter 2,05 M. pro Std„ Arbeiterinnen 1,75 M. pro Std. Jeder erhält noch 25 Pf. Zu- schlag pro SD. Für Akkordarbeiter 15 Proz. Zuschlag. Wo bessere Bedingungen bestehen, dürfen keine Verschlechterungen eintreten. ?ie Kommission empfiehlt Annahme; auch die Vertrauensmänner stimmten bereits zu. In der Debatte wurden- die zu niedrigen Löhne scharf bemängelt und verlangt, daß die jugendlichen Ge»� sollen höher entlohnt werden. Kollegin Glade schilderte die schwierigen Verhandlungen, da auch in dieser Luxnsbranchc Ar» beitsniangcl vorliegt. Nachdem der Referent im Schlußwort noch- malS Annahme befürwortet, wurde der Tarif gegen wenige Stirn- men angenommen. Ein Antrag, für die jugendlichen Gesellen 2,25 2,75 M. zu verlangen, wurde anseuommen. Der Tarif tritt am 1. September in Kraft, läuft ohne Kündigung bi? 31. Dezember 1910, dann tritt lätägigc ein. Die Ballschuhmacher befaßten sich in einer gut besuchten Vee* sammlung mit der traurigen Lage im Berufe. Kollege Böhles zeichne!« in grossen Zügen die Lage, welche durch Zwangswirt- schaft, durch Heimarbeiter und vor allem durch die Nachlässigkeit der eigenen 5?ollegsii verschuldet, welche leider noch nicht den Weg zum Verband gesunden haben. Bei Akkordarbeit werden noch Löhn« bis 6 M. ja bis 4,50 M. herunter für ein Paar Schuhst bezahlt.— Da wir Hochkonjunktur haben, der Nachwuchs fehlt, so muß eS durch festes Zusammenhalten möglich sein, besser« Lohnbedingimgen zu erkämpfen. In der Debatte wird aus die große Konkurrenz durch die Maschine' verwiesen und vollständiges Verschwinden der Heimarbeit verlangt. Eine Tarifkommissioi« wurde gewühlt, welche ersucht wird, energische Schritte zu untere nehmen. ibesw» Groß�Serlin. Umgestaltung der städtischen Verwaltung. Ter gestrigen Swdwerordnctenversammluug lag zurj Beschlußsassung vor die Neuwahl der unbesoldeten Magi- stratsmitglieder, sowie die zu den Deputationen»nd Kam» Missionen. Bon bürgerlicher Seite war der Vorschlag gekommen, von einer Neuwahl abzusehen in Rücksicht auf daS kommende Groß-Berlin, daß doch am 1. April' 1920 eine andere Zusammensetzung des zukünftigen Magistrats not- wendig mache. Dagegen erklärte sich die Fraktion der Un- abhängigen Sozialdemokratischen Partei, die heute schon ein« andere Zusamensetzung fordert, auch wenn es sich mir uml G Monate handeln sollte. Unser Redner, Genosse Dr. Rosen- seid, verwies darauf, daß auf die einzelnen Kommissionen, wie Armen-, Waisen-, Schul- und Steuerkommissionen, mit einbezogen werden müßten, da in vielen dieser Kommis- sionen bisher das proletarische Element vollkommen aus- geschaltet war und auch heute noch darauf gesehen wi% die alten Mitglieder immer wieber zu wählen. Gegen diese Anregung wendeten sich bürgerliche Redner. Genosse Rosen. selb nagelte bei dieser Gelegenheit den rückständigen Be* jchluß der Schuldeputation in Sachen des Religionsunter- richts fest, und zeigte an diesem Beschluß, wie sehr durch die mit den alten Bürgerdeputierten durchsetzte Deputation der Wille der Bevölkerung und auch deren Vertretung, der Stadwerordnetenversammlung, gefälscht wird. Das gab Herrn Cassel und Herrn Pfarrer Koch Veranlassung, den Beschluß zu verteidigen. Ihm entgegneten die Genosse? Gose und Adolf Hoffmann. Die sozialistische Lehrerschaft will an die Bevölkerung appellieren und die Notwendigkeit der weltlichen Schule dartun. In einer Kommission werden die Vorbereftungen zu den Neuwahlen für den Magistrat und für die Deputationen getroffen werden. Es ist höchste Zeit, daß der anders ge- arteten Zlisammensetzung der Stadtverordneten auch der Magistrat folgt. Mancher bureaukratische, verknöcherte Herr wird von seinen Sessel weichen müssen. Eine Dauersitzung. Von 5 Uhr nachmittags bis Xll Uhr abends dauerte du gestrige Stadtverordnetenversammlung. DaS Hauptinteresse war den Verhandlungen über das schlechte Mehl gewidmet. Auf der Tribüne hatten zwei Parteien Platz genommen. Besonder» stark waren die Bäckermeister angetreten, die sich in lärmenden Zwischenrufen die größten Unverschämtheiten leisteten, so daß die Verhandlungen kaum möglich waren. In der Debatte war eS der Vertreter der Deuischnationalen, der daS Handwerk und den freien Handel vertrat, dem von anderer Seite außer der Ge- nossin Wehl unsere Genossin Ulrich gehörig einheizt«, während von rechtssozialistischer Seite Koblenzer und Hetschold den Bäcker- meistern de» Text lasen. Herr Menzel kam arg inS Gedränge, nachdem noch Oberbürgermeister Mermuth die Wirkungen der ungebundenen Wirtschaft an der Hand der Tatsachen zeigt«. Ge- nossin Müller wies schließlich die Angriffe Menzels gegen die Konsumgenossenschaft zurück. Bemerkenstvert war die Mitteilung des Stadtrate» Simonsohn, daß mit den Arbciterräten beim Magistrat der Stadt Berlin folgende Vereinbarungen getroffen sind: 1. Die Angelegenheiten der Lagerung werden_ aus jedem einzelnen Lager durch den örtlichen Lagersachverstmchigen im Zusammenwirken mit dem örtlichen ArbeiterauSschuß wahr» genommen. 2. Die Geschäftsführung für den Gesaintbctrieh geschieht durch zwei Funktionäre, und zwar wie folgt: aj in der Hand de» einen Funktionär? ruht die MehldiSposü- tion'Verkehr mit der ReichSgctreidcstelle und den Mühlen. inS- besondere Abruf des der Mehwerteilungs stelle Groß-Berlin zu» acwiesenen Mehl es«nd DUwositü» a& die fffitnfiedtftnWif fstc 4 1 j 4 i i f)% X 1 Berlin Disposition mtf We verschieden«? Berliner Lägcr, An Weisung an die EroMindlerstelle, auf welche Lager Dlehl jeweils zur AllAgabe anzuweisen ist. dieses letzte im Benehmen mit dem anderen Funktionär) sowie die Funltion als oberster Mehlsachvcr- ständiger(Abnahme und Prüfung de? Meblö im Benehmen mit den auf den einzelnen Lagern tätigen örtlichen Sachverständigen), b) in die Hand des anderen Funktionärs wird die Funktion '.s obersten zentralen Lagersachverständigen gelM(Beschaffung eines des nach Mitteilung des Mehldisponcnten jeweils criordcrlichen Lagerraums. Einlagerung, Pflege des Mehls, Bestimmung des jeweils zur Ausgabe gelangenden MehlS, Ausgabe des Mehls), c) den zu a) und b) genannten Funktionären steht ein Beirat Seite, der aus den Herren Gewerbelehrer Baar, Schnell und tincm noch zu bestellenden Vertreter der Bäckerschaft besteht. II. Zur Durchführung der zu I) und 2) erwähnten Maßregeln wird eine Kommission eingesetzt, die aus den Herren Dr. Leh- mann, Baar, Böldner, Frick besteht. Eine Mutter mit drei Söhnen in den Tod gegangen. Eine erschütternde Familientragödie hat sich in der Michael- kirchstraßc 42 abgespielt. Mit ihren drei Söhnen ist die Frau des OberingenieurS Eödicke aus dem Leben geschieden. Die Frau lebte mit ihren drei Söhnen, dem zwölf Fahc alten Herbert, dem zehn Fahre alten Hans und dem neun Fahre alten Kurt, sehr zurückgezogen. Ihr Mann lebte getrennt von ihr in der Ober- lausitz. Die Familie war im vergangenen Jahre von Mannheim nach Berlin gekommen. Die Familienverhältniste waren sehr getrübt. Frau Gödicke litt schwer darunter und hatte auch noch mit NahrungSsorgcn sehr zu kämpfen. In ihrer trostlosen Lage beschlost sie, mit ihren Kindern in den Tod zu gehen. Sie bc- sorgte sich eine giftige Flüssigkeit, trank diese selbst und gab auch ihren Kindern davon zu trinken. Dann legte sie sich mit den beiden älteren Söhnen gemeinsam in das Bett, während sie das jüngste Kind in einem kleinen Bett niederlegte. Beide Betten schmückte sie mit Blumen und grünen Ztveigen. Dann öffnete sie noch, nachdem sie vorher ihren Entschluß nicdergetchu' hatte, dii EaShähne und schied so mit den drei Kindern» dem Leben. Im Hause merkte man von dem Vorgang 5""% nichts. Erst gestern nachmittag schöpften Hausbewohner Verdacht. Man öffnete die verschlossene Tür und fand I'".. gange Familie tot auf. Die Leichen waren schon in Verwe!. übergegangen und der Blumenschmuck vcriocllt. Nach den 0 i stcllungen eines Arztes muß der Tod bereits vor acht Tagen getreten sein. %IP1 Alle Kontrolleure der Kinberschutzkommission sind de- Funktionärinnen-Sitznng von Grost Bertin 7 Uhr Schicklerstrastc eingeladen. am Freitag abend jlcuköW; Verantwortlich für die Redaktion Alfred ÜBtelepP'«ii wZSMi' gfrYaSuiw, W. 1 achm."�" |i Wlsthtt Mikllltchiltt- Mm) 72-72a Ä/J/ütt'- Vfircla der Frcldcuk-r liir F licrbestuttunx L V. Silz DirlK 6c:r. M. BwdüWdb: Eerlin SA 58, flnuicDttf. 83- M, I Trp. Geölfnct von 10—6 Uhr, Sonnabends v. 10— 2Uhr. Am 3. September ver- s arb unser Mitglied EduarcTKlünüer Bcyme-Sirasse 20. Ehre sei em Andenken! Die EindschciunK erfolgt Sonnabend, den 6., nachm. 3 Uhr Im Krematorium, Qcrichtslr. Der Vorstand. //euke Hrö/Z/Jun�. D/e von t/er L/e6e /eben „ßer�ö/wme" Verwaltungsstelle Berlin Si. 54, Linicnstraste 88/85. G sck chtszcit von vorm. 9 bis nachm. 4 Uhr. Telephon: Ami Norden 189, 1239, 1987, 9714. Am I. September d Js. 1 entschlicl»ach vieriäai- z«m schweren Leiden unser lieber Sohn und ' liereensauterfieundunJ | Kollege, der Lllhoeraph Ernst Stctn l Im Alter von 34 Jahren. Dies zeiten tiefeetrübt au Ii« hmemd» BisIgrUUiM Koben Uuint uebsl Trau Amalie, geb. Stein. ramliie Ilebett itinke. Die Beerdigung findet Hj am Sonnabend, den 6. 9. Ii ! nachmittags 41. Uhr, auf" i dem llriedhofder Luther- gemeinde. Herlin-Lank- rltz. Marienleider Str.. !«ta-tt BBä GROSSES SCHAUSPIESLISAUS /f/ c /z e i /| /P/P//P20 p AAorj/ieuieu/ /ur 6 g |5P/£ZPZ44/v| g /öuy?»»»»».»»».,. Goe/Ae Z g Gö/z von Bei//e über unsere Lob«- vcrsta tnisse>n den einzelnen Betrieben. Die Vertrauensleute sind verpflichtet, für den Besuch dieser Versammlung aLer in Betracht komm.mden Arb iter, organisiert oder Nicht orga- nrsiert, Sorge zu trag n. Tie OrtSverwaltung. sämtlich. MctnllabfäMe.Qacck- sÜbcr.Gold.Sjlber.Plat'n kauft AlctaMeinkani Schätzen- dorfer Straße 2. BßiistfoniedM's i Variclß-Garlen Badstrasse 16 IT Großer int. Rlnger-Wetislreit Heul». Efitscheidaitisbniiil fZJraojyd/'rung/ Die Beerdigung findet am 6. September 1919 um 4'/, Uhr nachm. auf dem Friedhof der Luthe gemeinde in Berlfn-Lank- wltz. Marlcnfcldcr Str. statt. | f /?£/ L g ///. I?/n<7.. ckO.- A/. a//o 7.70>/.on/icmczty(Ä d/iper/on//c6. Der l�erAaw/ p c/cr A/�onnemenfj /Jnr/ej'«s/z r/er 77?c«f/er- W W it. R/er/Zic/m Le/nz/r/er 5/r«?/?e s/a/f. W Möbelkreüt an Jedermann. Kleinste Anzahlung, bequoms c Abzahlung, grüßte Röcksicht. Flnrelne Möbelstücke gebe bcreiiwllligst ab. Kriegsanleihe nehme In Zahlung. Bei Barzahlung be- 1 dentende-Preisermäßigung. Landwehr, Müllerstr. 7. I Tr. ! 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