kkuMpreM 15 Pfennig- 2. Mrgang Sonntag, öen 7. September 1919 Nr. 43t/ A 235> Morgenausgabe D«- � er cheint morgens und nachmittags, an Sonn« und Festtagen nur morgens. 3 Sspws betragt bei freier Zustellling ins Haus für Groß-�eriin oder bei dirc.'lem � Die �fteßgebütjr monatl. o,— bei Zustellung unter Streifband 5,— ill, •3 et zeu.st in den ersten Nachtrag der Postzeitungsliste für eingetr cn �ped!tion: Berlin NW. s. Schissbnucrdnmm 10"� Lerusprecher: Amt Norden L8S5 und Inserate kosten die achtgefpalt. Nottpareillezeile oder deren Raum%,20 Nif., wor tanzet gen das fettgeöructte lvorr 60 pf� ledcs weitere wort 25 Pf. Teummgszufchlag 70 proz. Bei Familien- u. verfammlungs anzeigen fällt der Zuschlag fort. Inserate für den darauf- folgenden Tag müssen spätestens bis 3 Uhr nachmittags bei der Expedition aufgegeben sein. Jnserateu-Abteilung: Berlin NW.<5, Schiffdnnerdlnnm 19 Fernsprecher: Amt Norden 97 G8 ät/wht-4% Der Kamps gegen die Streiks $ Streikbrecher oorhaubev! �ach dem Generalstreik in Berlin im März wurde ourch eine mit Genehmigung von Noske und Schöpflin er- Mngene Verordnung durch die Garde-Kavallerie-Schützen. �lvifion zur Bildung einer Streikdrechergarde aufgefordert, � bei„gewerkschaftlich nicht genehmigten Streiks" Verwen. bung finden sollte. Auf den Einspruch der beteiligten Ge- b>er�chaften und der Berliner Gewerkschaftskommifsion hat dann Schöpflin erklärt, daß er den Aufruf zurückziehe, »reffen Wirksamkeit damit erloschen sei". Wie ivenig letzteres der Fall ist und wie recht wir �tten, als wir damals bezweifelten, daß die militärischen Stellen die Bildung von Streikbrechergarden uriterlassen bürden, zeigt folgendes Dokument, das uns von einem höheren Werk zur Verfügung gestellt wird: g. Techirische Abteilung Berlin, 2. September 1919. ®'iiijltt>eijtgnU)pcn»fiiHrtsnrtntio I. Potsdamer Str. 83 c. Tgb. Nr.: 192/19 III. streng vertraulich! An den Herrn Direktor! (fS»st beabsichtigt von seiren de? Reiches eine t e ch» "lschczz.thilfe in allen Ter!« des Reiches z» organisieren. ou diesem Zwecke werde» als Aestandterl« der Reichswebrbriga- technische Nothilfen ausgestellt, denen die Aufgabe zufallt, b« '»tretenden Streiks die Bersorgniig der Bevölkerung 't Gas, Wasser und Elektrrzitiit«nd die Aufrechterhaltung der lebenswichtige» Industrien» wie LcbenSmittelbetrrebe ustv. sicher i» stellen. .. Der unterzeichneten Abteilung liegt die Organisation seser aufzustellende» Verbände ob und sie bittet deshalb, an« 'senden Fragebogen ausfülle» zu wollen da auch der Betrieb ;pr dort in Betracht kommenden Werke unbedingt arrfrecht erhal» '» werden soll. Die Angaben dienen der Festsetzung der Stärke �»b der Auswahl des nötigen Personals. Die Abteilung war» »herdem für Ueberlaffung eines Lageplanes und von Heber« llchtsskizz«« der einzelne» Werke dankbar, da mit deren Hülse Be- letzungs- und Sicherheitssragcn besser behandelt werden können. . Tie Abteilung behält sich vor, nach Eingang und Bearbeitung wscr Unterlagen später eine Kommission technischer Offiziere ach dort zu entsenden, um noch bestehende Unklarheiten zu be- �'tigen und an Ort«nd Stelle weitere Maßnahmen für de» �ll der Mobilmachung z» verabreden. Falls irgend« "che Anzeichen für einen etwaige« Streik sich bemerk- g wachen, bittet die Abteilung sich möglichst unter Angabe ge» »uer Daten des möglichen Beginns, sowie unter kurzer Dar- «flung der Ursachen hierher wenden zu wollen. Lumitzky, Ltn. d. Res. u. Wtlgfr. Frageboge«. D Allgemeine Lage, wirtschaftlich« Gesichtspunkte bzw. Beden« tnng, Berforgungsgebiet und wichtige Abnehmer(Städte, Straßenbahn, große industrielle Unternehmungen usw.). Kurze Beschreibung: a) E.-Werk. Ausgebaute Leitungen in KW. AusnutzungS« faktor, Stromart und Spannung, erzengte KW. pro Jahr und durchschnittliche tägliche Stromabgabe, Art des Lei- tungsnetzes, wichtige VerteilungS-«nd Speisepunkte. Art und Zahl der Antricbsmaschinen und Generatoren. Sind Batterien vorhanden??lrt und Anzahl der Kessel, Vrennstofs, ständige Brennstoffreserve, Brennstoffanfuhr, durchschnittlicher täglicher Berbrauch. Dortiges Personal, wie gesinnt, kommen unter Umstän« den Beamte, Arbeiter und a) w Frage, die auf jeden Fall an der Aufrechterhaltung de» Betriebe? mitarbeite»? wie diel? Für«nlxbingt notwendigen Betrieb nottoeudiges Per« soual. Dazu siehe Anlagen. lPersonalbedarfsnackMeisungen.) Unterbringung, und Berpflegungsmöglichleitc» für die tech« nstch« Besatzung. Allgemeine Stimmung und politische Rich» tu»g im Orte. .. Man beachte: während man im März vorgab, nur � Uewcrksckiastlich nicht genehmigten Streiks verhindern zu sollen, rft man jetzt offener. Der Streik an sich soll �hindert werden, das heißt, die für jede Arbeiterschicht un« �rläßiich� Möglichkeit, für die Verbefferung ihrer Lebens- �oltung einzutreten. Das ist ein offener Angriff aus das �'chtigste Recht der Arbeiter, zugleich aber auch eine �ainvfauiaa« a» die Gewerkschaften, die ohne Aufgabe ihrer Existenzberechtigung nicht auf das Strcikrecht verzichten können. Werden sie deshalb mit uns gegen diesen slnebelungsversuch der Arbeiter ankämpfen? Sie Heimlchr der kriegsgesLngeuen. Rückreise über Holland. Haag, K. September. Die britische Regierung ließ im Haag ihve Absicht«»kündigen, deutsche Kriegsgefangene au3 England über Rotterdam zu entlassen. Nachdem der niederlünbifche Gmevalstab mitgeteilt hatte, daß die kwlländischen Baihne« täglich zwei» bis dreitausend Mann abbefördern Knnen, ließ die engNsche Regienmg bei der deutschen Bortretnug im Haag anfragen, ob diese bereit sei, wöchentlich dreitausend Kriegsgefangene in Rotter- dam zu übernehmen. Deutscherseits erAärte man sich znr Uel>er- nähme von täglich tausend Mann dereit, stellte aber eine Erweiterung der Aufnahmemöglichkeit für spä- t e r in Aussicht. Die versMlttungen ia der sr be- zahlt: aber sie leben weiter, und ihre Geister schweben a»- feuernd»nd wsgw«ssnd über der Schar der Lebenden. Stand nicht die Erfüllung aller JugmÄhoffnungsn un- mittelbar bevor? Stand nicht das lebendig gewordene ZieE zum Greisen nahe vor den Augen? Fast schien es, als sollte der diesjährige internationale Jugendtag eine internationale Siegesfeier der Weltrevolu- tion werden. Aber, mit Zähneknirschen müssen wir es ge- stehen, sie ist es nicht.„Ein böser Reif kam icher die Blüten- träume. Jämmerlicher Verrat von Leuten, die es noch wagen, sich Sozialisten zu nennen, hat der Reaktion wvedev eine breite Gasse geöffnet. Wiederaufleben des Militaris- mus, Riederknüppelung der Revolution— das ist die Losung. Proletarierjugend, vergiß nicht die, die Maschinen- gewähre und Minenwerfer gegen dich auffahren lassen, wenn du deine Rechte forderst, die deine Zeitungen und Zeitschriften, deine Veranstaltungen unterbinden,.wenn du dich bilden willst. Die Proletarierjugend wird sie nicht vergessen. Aber sie lacht ihrer. Sie lacht über Noske und seine Offiziere, und sie verachtet und bemitleidet zugleich die armen Ver» blendeten, die unter dem StahlhÄm ihm Gefolgschaft leisten. Sie wird ihren Weg gehen trotz alledem. Und sie weiß, daß Jngend unvergänglich ist, daß die Nachkommen- den, die unabsehbare Zukunftsschar, das vollenden werden, was zu vollenden der gegeuwärtigen Generation nicht beschieden ist. Jugend und Revolution werden stets zu- einander gehören. Nein, der 7. September ist noch keine Siegesfeier. Kampf, unentwegter Kampf wird auch weiterhin die Losung der proletarischen Jugend sein. Kampf gegen die Säbeldiktatur und die Daumenschrauben der NeaktionI Und die Jugend wird die Vorhut der Erwachsenen sein. Riesen- hast ist die Ausgabe der proletarischen Jugend. Für ihre Jugendrechte streitet sie. und mit den Erwachsenen zusammen führt sie den s kämpf gegen die Ausbeutung, um die Befreiung der ausgebeuteten Klassen, stets anfeuernd, un- gestüm weitertreibend, nie zufrieden mit dem Erreichten, immer den Blick auf weitere Ziele gerichtet. Wir wissen es. so mancher der Alten kam, da oft nicht mehr mit..Kurz treten I" schafft es aus den Hinteren Rethen zu den SÄnge- ren nach vor«. Und twsucher Groll üder die Jugend wd mancher Unm-ff über di?«rwachlenen ist ote Folge. Gewiß, Jugend mrd After sind Gegensätze:'das Alter vergißt unr gar zu häusig, daß es auf den Schustern einer bereits untera�muaenell Zeit steht und daß die Jugend über die Wer KoS Beute Set erwaWenen GeneraNsn Hinasusichrerten wirÄ und muß. Aber wir nriissen uns ver- stchen lernen, und wir müssen uns gcjwnseHin helfen: die Erwachsenen durch ihre Erfahrurw und durch die Mittel, die ihnen flut SScrsüquna stehen, die Jugend durch ihren reinen Idealismus, ihren ZuliUnftAglauden, ihre Tatkraft und Energie. Und die Erwachsenen grüßen henke mit Ehrfurcht und Vettrauen das jugendliche Proletariat. Seine sfor- derungen sollen auch die ihrigen sein: Leiden schaftliÄter 'Kmnps um die Beseitigung der Ansbeukung, 5tampf mit allen Gewalten, die sich diesem Ziel entgegenstellen: Vc- Zjeikigung besonders derjenigen, die die Revolution der» raten und den Ausstieg des Proletariats gehindert haben. Mit der gleichen Energie werden sich die Erwachsenen auch für die speziellen Jugendförderungen einsehen, die durch -eine Herabsetzung der Arbeitszeit, durch einen Neuaufbau 2) es gesamten ErziehrmtMoesens in Elternhaus, Schule und jDehrstelle und durch die Teilnahme der Jugend am öffent- Eichen Leben ihre Befreiung aus den Gesseln der Der- vangeirheft erst ermöglichen sollen. Vielleicht die allernächste Zeit schon wird uns vor gigan» IRfche Aufgaben stellen. Seien wir uns alle dessen bewußt, die Juaend wird der Baumeister der neuen Welt sein. Nicht dürfen alle Kräfte auf das Zerstören konzentriert sein, daß Aufbauen ist wichtiger, ist aber auch viel schwerer. Im Anfang war die Tat: aber politische Toten ohne politisches Reiften und Wissen führen nicht vorwärts. Und der Appell Vn die Gewalt war von jeher nur das Eingeständnis der ferneren Hilflosigekit und Ideen-Unfruchtbarkeit. Hier hat Jugend eine Möglichkeit, die den Erwachsenen meist schon verbaut ist. Nicht darf es heißen über die ganze Erde hin- weg: Du sollst so sein! Unser Heilruf muß sein: Wir findl W i r wollen so sein. W i r wollen Sozialisten sein. An- sfangen, so ganz vorn anfangen, aufbauen von Grund auf, an sich selbst Forderungen stellen, sich selbst verwirklichen— IdaS kann nur die frische, reine, unverbrauchte, hoffnungsfreudige Jugend. Und weil dieses Sehnen in unserer pro- ketari sehen Jugend lebt, braucht es uns in all dem Sturm vnd Drang um die kommende Generation nicht bange 8it sein. Die Jugend ist der Spiegel der Zukunft für tie Erwachsenen: und oft ist si« ihr mahnendes Ge- wissen. Sie hat sich ihre eigene Internationale aufge- baut; diese Internationale lebte während des Krieges, Hebte und wirkte und kämpfte brüderlich trotz Verhetzung und Verfolgung. Aber die Internationale der Erwachsenen brach in jenen Augusttagen 1914 in dem wahnsinnigen Bluttausch fces Chauvinismus zusammen. Die Jugend ist deshalb unsere Zukunft, Erkenntnis Und Willen— ihre Waffen, die rote Fahne der Internationale— ihr leuchtendes Banner: wir glauben an den Sieg trotz alledem I Ans Mrische FSischnsz LMndorßs. Nachdem wir schon mehrfach klargelegt haben, daß die Lndendorffsche Behauptting, die Stimmung in der Heimat habe zum größten Teil den unglücklichen Ausgang des Krieges herbeigeführt, eine bewußte Unwahrheit ist. weist auch das„B. T" eine glatt« Fälschung Luden- dorffs in einem entscheidenden Teil seiner Kriegserinnerungen nach. Nach dem authenkischen Bericht der amtlichen Vorgeschichte des Waffenstillstandes hat danach Major von dem Busche, als er am 2. Oktober 1918 den Parteiführern die hoffnungslose Kriegslage darlegte, als entscheidend für diesen Ausgang die Ueber- legenheit der feindlichen Tanks und die Ersatz- 'läge(den Verbrauch an Menschenreserven) angegeben. WiÄwndorff erklärt in seiner Sbrist nun �ausdrücklich, daß von dem Busche(ich wörtlich an die Niederschrift gehalten habe, die fein(Ludeudorffs) Programm und seine Gedanken entfalte. Ai'er er verschweigt dann völlig, daß v. d. Busche den Men- ischenaussall in Gemeinschaft mit den Tanks als kriegs- »entscheidend angibt, und legt ihm dagegen die Aeuherimg fn den Mund;„Der Geist des Ersatzes sei fchle,cht." Diese erfundene Aeußerung, kennzeichnet 'allein schon mit dem Verschtveigen der als entscheidend an- geführten Tatsachen das Fälschergeschick Ludendorffs, der mit allen Mitteln versucht, die Schuld am KriegSauSgang Äcr Heimat zuzuschieben. Ucrmpf a�Sen tf>n Mftlita-riSmus im Mi Ii t Lest ra fr echt scheint noch des Erfolge» zu entbehren. Wenn auch der Nichtlaie weiß, daß Gesetze schwer zu ändern und neu zu bilden find, als reine Verwaltangsmaß- nahmen, wie z.V. die schelle NeuuniformicrunH des HeereS, so ist es doch nicht zu verstehen, daß nicht durch Notverordnungen oder durch Uebergangsverordnunaen da? gänzlich im Mittelalter ivurzstlnde Militärrecht so gemildert wird, daß mau mit Geduld abwarten kann, bi» ein neues vernünftiges Gesetz oder die ganz- liche Abschaffung, wie die neue Verfassung es vorsieht, herbeigeführt ist. Jedenfalls hat sich biß zur Stunde anschei- nend nicht? geändert, und das ist bedauerlich im Hinblick auf das Ansehen, das unsere Nechispflege sonst genießt, und mit Rücksicht auf die dielen noch anhängigen Militärstrasverfahreu. Es ist kennzeichnend für Misere PoNtischm BerhMOi bntz es ausfällt, wenn sich überhaupt ein bürgerliches Blatt mit diesen Dingen beschäftigt. Die übrige bürgerliche und die ganze rechtssozialistische Presse schweigt die skandalösen Vorgänge, die mit dem Liebknechtvrozeß zusammenhangen und die jetzt wieder durch die glänzende Behandlung, die der Marder Runge im Gefängnis genießt, grell beieuchtet wurden, einfach tot. Unrichtig ist, daß nur Herr Runge in dem Prozeß tw urteilt worden ist. Auch Herr Vogel wurde mit einet verhältnismäßig gelinden Gefängnisstrafe bedacht, er hat es 1 co och vorgezogen, nach Holland zu verreisen, wo er die gol- oene Freiheit genießt, ohne van der deutschen©crcchtig' kettspflege behelligt zu werden. Es hat sich nichts gttmdeki. Das Urteil im Liebkuecht-Prozeß. Von juristischer Seite schreibt man der„Frankfurter Kettling': Erst jetzt erfährt die Ocffentlichkeit, daß das Urteil im Lieb- sEnecht-Prozeß, durch das bekanntlich die angeklagten Offiziere frei- »gesprochen und nur der Jäger Runge zu Gefängnis verurteilt wurde, noch nicht rechtskräftig geworden ist, weil die iVestäHgungsorder des Militäroberbefehlshabers bisher fehlte. .Bis zur Siedolulion galt bezüglich der Urteile der Kriegsgerichte als imlilärrechtliche. Besonderheit, daß sie erst durch Erteilung der Bestätigungsorder nach erlangter Rechtskraft vollstreckt werden .'konnten. Waren, wie im Falle Liebknecht, mehrere Täler, von Ebenen einer oder mehrere dem Offiziers- und die Mittäter dem j MannschaflSstand angehörten, so war gemäß den AuSführungS- bestimmungen zur Mililärstrafprozeßordnung für da? preußische Heer und die Marine zu§ 418 vom 26. März 1000 dem obersten Kriegsherrn, d. h. dem Kaiser und König, da» Recht der Bestätigung dorbehalten gemäß Ziffer la in Verbindung mit Ziffer 3 der angezogenen Verfügung. Zweifellos ist der Reichspräsident an die Stelle de» Monarchen getreten, und an ihm war eS daher auch, da» Urteil zu bestätigen oder nicht. Handel, «Z fich abers um ein feldkriegSgerichlliches Urteil wie im Fall Liebknecht, wie in pincr einem De mal raten schwer verstä, Glichen Fiktion«ngenmnmen wird« sio gibt! es auch keinen Kontingent». ihmrr» bzw. kein an dessen Stelle getretene! landrechtliches Organ. Mebrige? war eine der Hauptforderungen der- Revolution, die j«lls«kt»«US bsrechiigt angesehen wurde, daß die BestätigungSorb« Im Wegs all komme. Ziffer 5 der am 6. Dezember 1018 im Namen Jce» Reichs mit Gesetzes kraft erschienenen Verordnuirg de» Rats ■dar VoMbeanftvagten stellt fast, daß«ine Bestätigung der im ordentlichen Aerfahuen ergangenen Urteile nicht mehr stattfinde. jHeichagrjichtäfckia 1919 SsliaJ.m Der Z»ei Bokes. Eine Note au die Entente. Berlin, 6. September. Die deutsche Regierung hat in der Frage der Räumung der baltischen Gebiet« an die En»ende folgend« Note ge- richtet: -Ar deutsche Regierung bedauert, daß Mc vrm ihr befohlene schleunige und vollständige Räumung der Witschen Gebiete durch da» gehorsamswidrige Verhalten der noch in Kurland stehende» deutschen Truppen ins Stocken gerate» ist. Während sie die Eigenmächtigkeit der Truppen aufZ schärfste verurteilt, sieht sie sich jedoch infolge der ihr von den alliierte» «wd assoziierten Regierungen auferlegten Beschränkungen außer- slande, durch Amvendutic, militärischer Machtmittel den Gehorsam der Truppen zu erzwingen. Di« deutsche Rcgievwug gestattet sich hierzu zu bemerken, daß sie bereit» in ihrer Note vom 13. Lugust I. Nr. 4884 auf den vorauösichÄichen Widerstand einzelner Tru ppen vevbä nde und die daraus sich ergebenden Verwicklungen hingewiesen hat. Bei dieser Sachlage bleibt der deutschen Regierung nichts übrig, als der Versuche die Truppen durch Zureden zur Vernunft zu bringen und von Aueschreitungen namentlich auch gegen An- gehSrigx der alliierte« Mächte zurückzuhalten. Ledig- lich zu diesem Zwecke ist auch General Graf Goltz» zunächst alkerding» gegen feine ausdrücklich« Instruktion, nach Mitar zurückgÄkchrt. Seine vorgesetzten Dienststellen habe« sich jedoch der von.ihm gel- tend gemachten Ausfastung nicht verschließen können, daß die 11 n. ruhen bei den Truppe» wohl nicht entstanden wären, wenn er in Mlkn» gebliebe» wäre,««d daß sein« Anwesenheit wesentlich zur Wiederberuhigung der Truppen beitragen würde. Sie haben ihn, daher nachträglich die Genehmigung seiner Rück- kehr«ach Mita« erteilt, werden ihn aber sofort nach Erreichung de» erwähnten Ziele» wieder von dort zurückberufen. Tat- sächlich ist die günstige Einwirkung, die sein Erscheinen bereit» aus die Haltung der Truppen ausgeübt hat, nicht zu verkennen. Immerhin ist bei der»och äußerst gereizten Stimmung der Truppon die Festlegungeines Räumungsplanes und insbesondere auch der Abtransport der Truppen zur See zur Zeit noch ausgeschlossen(I), tvodon sich die Vertreter der Alliierten Regierungen«n Ort und Stelle überzeugen können. Auch ist es» solange der Erfolg der Bemühungen de» Grase» Goltz nicht feststeht, nicht möglich, von hier aus Mitteilungen über die gegenwärtige militärische Organisation zu machen» da dou Tag zu Tag Aenderuugen eintreten können. Die Vertreter der alliierten Mächte, die sich in Mi tau befinde» und mit dem Grafen Goltz in ständiger Verbindung stehen, können sich über die jeweilige militärische Lage und die deutsche Organisation fortlaufend unterrichten. Ueberhaupt erscheint im Hinblick auf die Unbeständigkeit der gegenwärtig in Frage kom- tuenden Verhältnisse, die Behandlung der ganzen RäumungS- angelegenheit an Ort und Stelle durch die beiderseitigen Wili- tärischen Befehlshaber der einzig«, eine Aussicht auf Lösung der Verwicklungen bietende Weg zu sein. Den dieser Auffassung entsprechendeu Vorschlägen in der Note Nr. 1020 g wird daher mit Genugtuung zugestimmt. Dt« in der Note Nr. 1624 g erwähnten Nebergriffe deutscher Truppen gegen lettische'Soldaten und Behörden, die von der deutschen Regierung aufs nachdrücklichste verurteilt werden, sind als eine zwischen der deutschen und lettischen Regie- rung schwebende Angelegenheit zu vetrachte» und bilden bereliz den Gegenstand von Erörterungen'zwischen diesen beide» Re- gierungsu.' Eine Rote an Lettland. Berlin, 6. September. Amtlich. Dem Führer der lettischen De l e g a t i o n in Berlin, Schreiner, wurde heute vom Reichsminister des Aeußern, Hermann Müller, folgende Note übergeben: Die deutsche Negicrung verurteilt aufs schärfste die am 24. Auzust in Milan vsm deutscheu Truppen gegen lettische Soldaten und Behörden verüble« Gewalttätigkeiten und spricht der lettländischcn Regiernng ihr lebhaftes Bedauern über die Vorkommnisse auS. Ohne diese Vorkommnisse irgendwie ent- schuldigen zu wollen, glaubt die deutsche Regierung doch die lettische Regierung auch bei dieser Gelegenheit aus die Ursachen der SuKerst gereizten Stimmung eineö' Teils der deutschen Truppen aufmerksam machen zu mllssen. Ei» Teil bor beut. schon Soldaten ist in hohrui Grade erbittert darüber, daß die letjisch« Regierung den fremdstaatlichen Soldaten zu einer Zeit, als ihr deutsche militärische Hi.'fe unentbehrlich schien, daö Recht auf Einbürgerung gab und damit Niederlassung und Ansiedlung !» Kurland eröffnete, daß sie diese» nunmehr eb-r jede An. wartschaft abspricht. Desse» ungeachtet versucht die deutsche Regierung wit de» ihr zu Gebote stehenden Mitteln, inZbeson« dere auf de« Wege stärkster Beeinflussung der Truppe» durch ihre Führer, weiteren Ausbrüchen dieser verbitterten Stimmung vorzubeugen und die Truppen zur Aufgabe de» Widerstandes gegen de« von ihr gegebene» Befehl der schleunigen und vollständigen Räumung Letlland» zu bewegen. Die deutsche Regie- rung spricht die Hoffnung au», daß sie hierdurch zu dem von ihr erstrebte» Ziele der Vermeidung weiterer Undotmäßigkeite»»er deutsche» Truppe» i» Lettland gelange» wird. Der Inhalt bar beiden Noten kennzeichnet die Wanke!' mutillkeit und Entschlußunsahigkeit der deutschen NegierunZ in der baltischen Frage. Nachdem das Reichskabinett noch gestern den Beschiluß gefaßt hat, die Meunüge Näumung �Unlands dmÄuiMren«nh tat mibedmsten Getzorjam der Offiziere und Mannschaften eventuell Kurch SpenrimS der Löhnung uiiid der Verpfleffimg zu erzwingen, wird in den beiden vorstehenden Noten bereits ein anderer Ton an- geschlagen. Die Note an die Entente sucht die eigenmächtige Rückkehr des Grafen Goltz nach Mitan zu entschuldigen und seine Anwesenheit bei der Eisernen Division als notwendig darzustellen. Gleichzeitig wird die RäumungS-frage in hin' haltender Weis« behandelt und mit keiner Silbe darauf hingeiviesen. daß die Regierimg entschlossen sei, die Räu- mung unter allen Umständen durchzusetzen. Wir hatten also gestern vollkommen recht, wenn wir den Beschluß dcl Neieliska-binetts mit einiger Skepsis gegenüberstanden. Nach wie vor läßt sie sich von den aufsässigen Militärs an det Nase herumführen und findet nicht die Kraft, ihre feierlich verkündeten Beschlüsse in die Tat umzusetzen. Die zweite_ Note an den lettischen Geschäftsträger in S5edin läßt es indessen sogar zmeifclhcrft erscheinen, ob die Negierung auch ernstlich den Willen hat, den lettischen Knoten zu löfen._ Obwohl der Minister des Aeußeru Hermann Müller in seiner Weimarer Rede vom 28. Juli ausdrücklich erklärt hatte, daß die deutschen Soldaten k e i n Ne ch t a n f Siedlung von den Letten de- ansvruchen können,«nterstützt er in seiner Note an den lettischen Geschält? träger den offiziösen Fälschertrick, wonach das von der Negierung Ulmanis im Dyzemher vorigen Jahres versprochene Eindürgevungsrecht das Recht' der Niederlassung und Ansiedlung in Kurland in sich schloß. Wir haben schon in unserer Ausgabe vom Freitag abend auf dieses Fälscherkuuststück der amtlichen Stellen bin- gttviesen. Auch der„Vorwärts" sah sich u- seiner gestrigen Morgenaicsgabe genötigt, sich gegen die offiziös Fälschung zu wenden. Herr Müller jedoch mackst sich, wen« auch in etwas abgeschwächter Form, den Fälscher- trief zu eigen, gegen den das Zentralorgan seiner eigenen Partei Stellung nehmen muß. Herr Müller wird kaum darüber im Zweifel sein, daß diese Methode am allerwenig- sten geeignet ist. di? Autorität der Regierung im Inland« wie im Auslande zu stärken und die baltische Frage zu ent- wirren. Seine Haltung gibt vielmehr zu der Befüichtung Aiftclß, daß die mit verwerflichen Mitteln geführte Hetz? gegen Lettland nicht nur keine Abschwächnng erfahre, sondern mit Unterstützung des Ministers des Aeußeru in ve» stärkter Form einsetzen wird. Die Negierung gegen den„Vorwärts". ES ist nicht uninteressant festzustellen, baß die beiden offiziösen Organe der Regierung, die-Deutsche Allgemein« Zeitung' uiO die-Politisch parlamentarischen Nachrichten- in geschlossener Fiont gegen den-Vorwärts' vorgehen, we>l dieser anenahmswe'ft den Wut gefunden hat, der Katze die Sckelle umzuhängen, den offiziösen Fäkschertrick mit l ern Set elung» recht in Kuricrn» als st bhen zu trnnzeichn m. Die leid in haldamtlichen Organ« suchen da? erpresserische Vorgehen gege« die lettisch« Regiernn« damit zu rechtfertigen, daß das Bürgerrecht zugleich auch da» SiedelungSrecht in sich berge. Wenn das der Fall wäre, so wä«* nicht einzusehen, weshalb d«r damalige deutsch« Gesaittt« W i*" «> g nach Abschluß d«» Bertram» über da» Bürgerrecht in Kur- land noch langwierige VerHand tu ngen über daS Siedelungs« recht führen mußt«, die wie er»«.der mehrfach feststellte, fib" da» Stadium der Vorbesprechungen nicht hinausgingen. Der Rechtfertigungsversuch der beiden halbamtlichen Organe steitt sich demnach al»«inen Versuch mit untaugii�en Milte l n dar. Und nur völlige politische AhnungSlosigleit und Ua- kenntnis der einschlägigen Verhältnisse konnte krn Minist'r tr» Aeußern, Herrnann Müller, veranlassen, sich die � dlegu igS'anst- stücke der ihm undergeordnelen Organ« zu«igen zu machen. Der Wettenvinkel an der Ostfront. Mitau, 5. September. Die Pressestelle beim Generalkommando des 6. R. K. berichtet! Uober di« militärische Lage an der Bolschewik�- front von Narva bis Baranowitschi, also am ialtische» Abschnitt dieser Front, haben in letzter Zeit die Mitauer Sonder« beriibterstatter dentlcber Blätter widersprechende Mitteilungen«e- »nicht. In der Mehrzahl der Fälle sind die Farben zu stark aaU- j getragen und die Dinge so dargestellt worden, als stehe die Gefopr eines Durchbruches der antiboischewiftischen Front und damit«jss Bedrohung der deutschen Grenzen unmittelbar bevor.® f' schlimm liegen di« Dinge nicht. Dennoch oRtt darauf hingewiesen werden, daß die Lage am baltischen Abschob der roten Front von Tag zu Tag ernster wird. ES scheint das Prinzip englischer Politik zu sein, die rnsss� chien Freikorps an dieser Front nur mit Worte» und sprechungen nicht aber mit Taten zu unterstütze». Ganz ftzt*" malisch hat der englisch« Nachrichtendienst Mitteilungen verbrelwi» denen zulostie da» russisch« RordkorpS de» General» Ja d n i t s ch von England mii allem notwendigen H«ereSg«räl � sorgt worden ist Diese tendenziösen Mitleilunge»«nlsprechl» "acht den Tatsachen. Es ist hauptsächlich auf den mangelhaft«» Rachschub zurückzuführen, daß da» russisch« RordkorpS tn Tagen eine sckwoere Schlapp« erlitten hat. In überraschrod� Borwoß- von Südosten nach Nordwesten durchbrachen die die estnische Aufstellung au der W-likaja.«rreichttn JSborÄ Sariiber hinaus den Sudzipfel des PerpuS,'«-» un» schnürt«» damit einige Abbülungen der russische» RordkorpS im Räume � B leSkau ab. Tie Stadt PlcSkau wurde besetzt und die ichen Abteilungen(�fangen oder vernichtet. Die Niederlag« 9** t« Estland große Besorgnis erweckt. Di« Roten stehen w � Näh von Werro wieder auf esttiischem Gebiet, und e» ist tich»14 Ii. �gT«fu-«s fr'üyür od' et später enr» ' i in Friedensverhandlungen mit Mo S- I r( 1 1 n. Damit wäre das Schülsul des russischen � Geueralz Judenitsch so gut wie besiegelt, und, M über ENAand, würde er wohl gezwungen sein, seine » i" dollkemmen«inzustellen 1.«'ischeii Abschnitt herrscht zur Zeit noch Ruhe, aber es Z' der Hand, daß die Roten ihren Angriff für den jisf. torbereiten, wenn, wie ste hoffen, das deutsche Korps don der Toltz Kurland geräumt haben wird. Die � tüeses Korps, obgleich eS längst aus der Front für die Roten immer noch bedeutet, darf nicht �t.ve.den. letzten Tagen hatten sich Gerüchte verbreitet, als uiauer Dünaburg und die Polen Polotsk genommen Gerücht über den litauischen Erfolg Hai sich"W w"'' Was die Polen und Polotsk anbelangt, so lieh sich L,,� SUt Stunde Genaueres nicht �«»stellen. Man wird oy aber wohl klar sein müssen," oatz der Kampf der l � pvi Bolschewismus«ine egoistische Z�iebfeder hat. Vorwand, den Bolschewismus zu bekämpfen, setzen ' �len m Weißrußland fest. Hebet die Grenzen i, j hinaus d ü I« »Ursten sie schwerlich #, ,, Moskau vorrücken. Den polnischen Aus- rt unterstützt England ebenso wie es die Polen hin- kn roten Gefahr ernstlich und entscheidend zu L«lbe �!°benyshende Bericht stellt zunächst fest,»ab die in grw Press., veröffentlichten Mitteilungen utzet in« V Durchbruches der balti'chen Front swrt über- �woren. Damit wird die sofort von uns ans- �Vermutung bestätigt, daß es sich bei diesen Nach- SS.S s«n« I?. nachzuweisen. Dies«„Unentbchrlichkert" wird � den amtlichen Bericht selbst wiWeqt. Ktma �cftclle des Generalkommandos des � I. Ne- tifc kWiränft sich aber nicht allein auf militärische k.•, Sie macht auch Politik. Sie trauert schon ZU* Möglichkeit, daß die sozialistische estnische Re- ld, Nutzer oder später entschließen konnte, rn L �»Verhandlungen mit Moskau emzu- L, uJVi dann wäre, so erklärt sie, dos Schicksal deS "»ndkorps des Generals Judenitsch„so gut wie te deutschen Militärs in Kurland wollen es �Massen, daß Frieden zwischen Estland und Nuß> ��osscn und die russischen Weißen Garden zur Kapr. t,» tziZWüngen werden. Denn damit würden ihre igi" Hoffnungen auf einen frisch-sröblichen i'?. Osten und auf die Schaffung einer Basis für ■ fc�|'*»nnche Konterrevolution zu- pAcher als aus den weitschweifigen beuchlenscheii k» der bürgerlichen Presse gebt aus diesem tzZ,°r ä sS-ä« l�entenfien deutschen Monarchisten an der Ost. fjölfenpöütlf auf der Aullagebank. l ihf�ä abend veranstaltete der Bund Neues Vaterland i WM»iij»W> Wvi WW � t.riiitznngäiaaT des Herrenhauses einen Vortragsabend ,-xu,«frage, der in Anbetracht der großen Aktualität |*»Ua.�hireich besucht war. Der erste Redner Redakteur M'in m�sssond gab einen Ueberlick über die politische Eni- ,?«Ui»l. om seit November v. I. und ging dann aus» «lütt tn." viescr Tage veröffentlichten Vertrag vom "tfau, zwischen Winnig und UlmaniS ein. Danach Freiwilligen das Einbürgerungsrecht versprochen finu deutschen Großgrundbesitzer außerdem Land ,"Uen, sg mar das infolge der großen Bedeutung >e landarme einheimische Bevölkerung eine An- m 3 hzü' tätlicher Bedeutung, die durch die lettländische Mriii,.„sanktioniert werden müssen. Durch den gegen . � 16',,. niä gerichteten Putsch der baltisclien Landes- � lei'.�pril, an dem auch reichsdeutsche Truppen beteiligt J-r außerdem Jeder frühere Vertrag hinfällig ge- (,;. später die Regierung UlmaniS trotzdem siegreich ' fp gebe da« den deutschen Soldaten weder ein iie ein juristische» Recht zu ihren Ansprüchen, _ diese Regierung bekämpft und verjagt hätten, #P*n ts davon, daß durch den Friedensvertrag alle Ab- 1;% ,'sstHlandS ungültig geworden feien. «n JfMch der estnische Vertreter in Berlin, Herr 7 tc» � We historischen Gcundiagon des Konfliktes ,S Ts.,,, einheimischen lettisch-estnischen B völkerung i frischen Baronen. Noch hrmt« hat der Adel de* ganzen Grund und Bodens in seinem su �Sgelung der Agrarfrage sei bie brennendste tz, Mbtums, Der Grundbesitz werbe voraussichtlich nach knttÄ'schen LandeSversammiung vorliegenden Antrag letzt tstMlgUng enteignet werden. AIS der Redner dann !h',°V die Esten eS nie dulden würden, daß �>.7,"fidler gur Stützung best<« k tio- �-rs ins Land kämen, fand er den stärksten Bei- cm, weshalb W inniger bestgehaßte SÄ"«» worden, so , Dolschewiki MitzloS gsgenüberstandei». Bor- A fi*■ �'kie gut ausgerüstete Armee von SO 000 Mann Lj nach dem Raub der Waffen an England und »?üti> � wenden. Weiter ging der Redner auf die � d„29 ber baltischen Landeswehr ein, in der nur �°Ii>• � 000 bis 80 000 Reichsdculiche seien, die J>«4 x" der Unterstützung Winnip« durch„Lug und sW out Baltikum gelockt habe.(Lebhafter Beifall.) .dicht die.von der Goltz" unterzeichnelen Werbe- i ,sstii«'hin selbst, sonoern von seinem Bruder her- Jste,,' i»*'*ae«r doch die voll« Verantwortung. Noch «wer Broschüre die Werbe stellen als„Organisa. k,."istil.jjch*" Reiches" bezeichnet worden, ohne daß die ' �ttn �"0 dagegen, einschritt. Die jetzt im Baltikum «>» �# den beständen, nachdem alle republikanischen 'anzuverlässig" abgeschoben worden feien, nur noch „ der Monarchie uns sollten«in« Berschmel» .�Oiknms mit Oststreußen al» Basis W 4 e n Bewegung herbeiführen. Alle IVkS*niM üane hätten die Politik der deutschen Regie- fr dar allem der berüchtigt« Pressebeirat der jrd tschaft Erich Kihrer durch seine„Sonder- t �tbjn" der ganzen bürgerlichen deutschen Press« ab- Redner nach Angasien ihrer eigenen Offizier« nicht nur den Kampf gegen den Bolschewismus zu fübren, sondern darüber hinaus die Monarchie i n D e'n tschlgnd und den Zarismus in Rußland wieder einzuführen und nach Zu- sammenschluß beider einen neuen Kamps gegen die Entente zu b«'ginnen. Und diese Truppe werde heute noch vom preußischen Kriegsministerium glänzend verslegt. Wenn sich jetzt die Soldaten über den angeblichen Ver- tvauensbruch der ietiländischen Regierung empörten, so müsse festgestellt werden, daß ein sehr großer Teil von ihnen erst an- geworben war, als nichts mehr versprochen wurde. Wenn General v. d. Goltz, führte er weiter aus, heute noch nicht an die Errich- tu na der Monarchie gehe,_ so läge cS daran, weil er sich noch nicht stark genug fühle. Vorläufig werden die Soldaten den Russen zugetrieben und es ist bei einer neulichen Abstimmung festgestellt worden,«daß schon setzt über 60 v. H zum sofortigen U ebertritt bereit sind, da die Orqanisa'ion der russischen Truppen die gleiche wie bei den Deutschen ist. � Allerdings werden sie aus ein Jahr fest verpflichtet, währed die Löhnung nur für drei Monats garantiert wird. Es sei auch nicht ausgeschlossen, daß sich diese konterrevolutionären Truppen zunächst gegen Deutschland wenden würden. Durch Verblendung, Ver- hetzung und bösen Willen der leitenden Stellen sei der Haß der Soldaten gegen die�Kvbeiterschaist grüßer als in irgend einer Zeit des Krieges gegenüber dem Feinde. Diese Truppen seien ein Hort der Gegenrevolution. Wöhrend der Rode MaltzahnS entfesselte Herr Köhrer durch einen flegelhaften Zwischenruf eine derartige Entrüstung bei den �parteigenossLn! Zeichne* AnSeilscheit:« XDcrbt und werdet Mitglieder der Verlagsgenoslenschaft.freitjelt!" Ihr gewinnt zweierlei: �■»trfv>r*A ist Euer Geld durchaus sicher augelegt, wird mit Z v. H. verzinst und ist mit einsühriger frtsi kündbar 7Trs«>Tf0M a jCE/ÄJ/G27Ä 5rÄAS5r XÖ�/G-5rÄA55L Ä05£�ra�i£Ä 57-K. >/0Ä/3�. PLATZ Ö B l-S V g A ff» i£/pZiG£Ä A L T L Z � ££ Ä L �" R VEHEiAU D ÄMEA�- ZEDE�HANDJCffc/ZfE Glace, schwarz, mit 2 Druckknöpfen.......... 6'® Glace, weiß, mit 2 Druckknöpfen............. 6'® Ziegenleder, schwarz, mit 2 Druckknöpfen..... 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I Rwniöfenliaus jgUhni •n djir Marschallhrücke. : D.flin f Frankfurter 38 Uhr: lisef»tt ven der Pfalz Earlhier Tfeealcr B Uhr: 05« toM« KLommieß (Hilde Wöruer, Emil Birron) 7.15 UKr: Die t>«m« L Frack Lcssrng-Tfeeator Direktion: Viktor Barnowsky. Uhr: Dies Irae. 7h Uhr: Ufr Sclidafer, (Altert Bnviamuaa.) Montag 7»: Liebe. Dienstag 7; Peer(jynt. Mittw 7t.; Der Schöpfer. (Alhert BassermanaJ Donnerstag 7k: Liebe. Preitag 7V Der Schöpfer. (Albert Basserminna) Sonnabend 7: Peer(lynt. Bonntg. 7V; Der Schöpfer. (Albert Hass.ra.aonj Montag 7k: Liebe. Deuteti ifSMkt'-IkLZisf BUhr. Naclitheleuchtunc r»asliklcü aaWatuneo 71. Uhr. Montag bis Ind. Freitag 12. 7t; Du sehlca am Wann st e Boitnab.7Uhr: Znra ersten Male Die letzten Ritter Sonntg. 7t; Dt» ietitm Hlttur �lontg. 7k Du kUlafl a.Waams«. THanM-tlieflter. Bbl. Zlr. 4827. 23SI. Täglich 8 Uhr; Der �ute Ruf Nachm. 4 Ufir, kleine Preise: Mittwoch: Schneewittchen Son nahend; Agchenbrodel. TßSißCiiz-Töentsr. Untergrunifb. Klosterstraße, Thglich 8 Uhr: Das höhere Leben llsEta. 4 Ihr m FritM Pnitw Mittwoch: Rotkäopchon jSonnaliend: Hbnsel n. Oretol, Rose-T Iieater 8 Uhr: Minna tm Barakalm Tt Uhr: Sommernacht. Ab 5 Uhr auf dcrüartenbohne: Hniie triilllii Idrt. ItrHiRMI. ynrtktuslgw; SnütaliUtea-Tall Walhai la-lbeater Täglich 7i Uhr: Des Oesetz. Rachm..> u,! Das Gesetz. Cösjna-Tk&üter lothringer lir. J7. TS gl.'/, 8 Uhr: Gro8stadt-Pnan?*n VolksstOck in 3 Akten. Vorher..Schwarzwaldbnble*. Operettenakt mit ViktorLitzek von der Kotnischen Ooer. lazo armÄlurig« Soetinüiäten. Sonntag t�tJhr; Mädcbeoelwe. W�tergarfea „ 7\ Uhr IM�crstsilung Rauchen gestaltet. Berliner Preter Kastanien-Allee 7-9. Täglich V5 Uhr: 12 Varl8 Carl de Vogt. III ErstaiifOim lA Mdings II! 1 Täglich S und 8 Uhr 27 [ CIr. Frankfurter Str. � Lichtspiele MeraS und Sita�ictikoit SittenbiM aas B. W, Vorstellungen: Wochen- f ! tags 6 u. 8. Sonntags 4, 1 6, 8 Uhr. L&ichisiDD und Lebswtlt im Paiadies Sittenschauspiel ia 5 Akt. m Hannl Weisse u. 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Film- Pafiast Ksmmm# Zells&!llißcestr.5 (lial'.esches Tor) is IÜÜIKS Die Liebestragödie des früherem Kronprinzen Rudolf von Oesterreich Hauptrollen: Thea Sandten Rolf Rendel! Sämtliche Darsteller sind hente persönlich anwesend. Sdian-Bnm üauköiln,' Täglich 2aul: Max lenda uersSallcü in dem Filmsketch »Ein aäclitllche/« Gast da« große Filmprogr. I Die iineel der G I 0 ok M che vi OAmTOELLE Die Panflaerbraut JOB OSBBE Indisches Abenteuer. Möbel kauftman sehr preiswert b. Otto Windhorst, } Beriin SO�JMananneBStr.25 diralt m Ar Citlkuur SrSet». i 131 umon str. 10. Resläesz-Lieiiisiilele Moral und SlunUahkelt, Sittenbild aus B.W. 5. 7. 9. Möbel B e m o s i schadsiw 1 /Tar�rq/ie- ZirÄw- /Cfbirf/erchohe ieffmW. /Vax Äe/n/iarö/ % '(Tic »itd Most «1% in wttmiu deihrej *it Bc unb T °lute «t orti( •SiüÜd «UitboE wurden 2% tz i | fr d //n u n g 5-5/> � /P/P//P20 1 A6onne/ne7i/ /ur 6 tW J5P/£ZP� ig /o v/?....... W Gö/z von ßer&'cWhfiren- I /u/ius Cae/ar.... ß Ore�Ä......... B ZxWra/a...... 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AMs Gericht verurteilt K-hnrfi hen jtt" tun t* n icy I oa s ge Ii n gpe zu g■£,,?° � Die Resolution sei dem Kricgsministerium von - überreicht und nachdem sie durch Prtermeier an s�°ter weiter gegeben worden war. vor den Aktionsaus- ~' tz pefwiunen, der sie ml acta legte. Man könne also den in y�nBouSfchutz nichtmitderGeiseler schießung . �rbindung bringen. Der Zeuge wurde trotz seiner «.��'ltischen Gesinnung verhastet, weil er gegenrevolutionärer �.'�?uugen verdächtig war Er schildert dann, wi" er im Keller nun ql*™" SKoscr, Fruth, Daumenlang und dem Prinzen Thurn z, zusammentraf. Der Obersekrrtär Daumenlang er' e' u r dj t b a r. Er war niedergeschlagen worden, weil "NgebHch einen Fluchtversuch unternommen hatte. Vernehmung des Redakteurs Schmidt von den Anj./�uer Neuesten Nachrichten", der über die Vorgänge im Btatbk am Ndorgen der Erschießung Aussagen durde',*** zugegen war, als die zehn Opfer Seidls erschossen jjn-.'V"ttn es zu einem heftigen Zusammenstoß nux\" dem Vorsitzenden, dem Staatsanwalt r Verteidigung. Der Staatsanwalt erhob Protest LläNA �aß die Berichterstatterin eines kommunistischen ttu:,.,\ die schon mehrfach genannte Lilli Kramer, sti x Vorwand, daß sie journalistisch bei dem Prozeß tätig *er'binv ganzen Verhandlungen und namentlich den Zeugen- kvW beiwohne. Die Staatsanwaltschaft müsse dagegen zu daß Frl. Kram er, die erwiesenermaßen Beziehungen »ät-n �Q�ttgten Petermeier unterhalten habe, und die auch »oin,,, über die Vorgänge im Luitpold-Gymnasium der- Q;_ lverden soll, weiter im Saal bleibe. Der Verteidi- IjL,•««termeiers, Rechtsanwalt Teilhaber, trat jedoch . und entschieden für Frl. Kramer ein. Ein derartiger stzenn � Gerichtes stelle eine Vergeivaltigung der Presse dar. » n der Staatsanwalt auf dem Standpunkt stehe, daß Frl. «u. � noch als Zeugin zu hören sein, so hätte er von Anfang Kbön'/ Anwesenheit der Dame beanstanden müssen. Es sei un- sie. jetzt in ihrem Beruf behindern zu> vollen. Der Staats- Uud? d>ies diese Ausführungen Dr. Teilhabers energisch zurück s zeichnete die Stellungnahme des Anwaltes als eine völlig feft'c"' f' 9® Entrüstungsaktion. Dr. Teilhaber tz,., Legen diesen Ausdruck Verwahrung ein. Weiter gab der ieitwm»Walt bekannt, daß zwischen dem Rechtsanwalt und '% Klienten Petermeier ein juristisch nicht zulässiger Verkehr ' da Petermeier von Dr. Teilhaber Lebensmittel n,, v«ckt worden seien. Das Gericht habe dies« Ver- 9 der Rechtsanwaltsordnung hingehen lassen, ohne ein t /i~?tarver fahren einzuleiten.— Rechtsanwalt Sieb- � für seinen Kollegen energisch ein. Er sei sich von darüber klar gewesen, daß nach dem Beispiel der vor- g,r.�9�ngenen Prozesse die Anwälte in München nicht auf Rosen di.W sein würden. D i e Haltung des Gerichtes in Prozeß übersteige jedoch allj»s, was er m l».???"n unwürdiger Erfahrung kennen ge iteL ..Ich komme mir hier nicht vor wie der ordnung?- Rechtsvertreter der Angeklagten, sondern wie Stiefelputzer, mit dem man nach Belieben um- Atz Briefe aus der Mannmiz. Von Douglas G o ld r i n g. Aus dem englischen Manuskript übertragen von Hermynia zur Mühlen. Unter diesem Titel erscheint demnächst das neue Buch des jungen englischen Schriftstellers Douglas Goldring, das der Autor in feiner frei- willigen Verbannung in Irland geschrieben hat, in die er von der ihm in England wegen seiner politischen Haltung und als„Tienlwermeigerer aus Gemissensgründen" teilgeworvensn schlechten Behandlung gelrieben worden war. Dublin, im April 1918. �«inbr™ August 1914 das Entsetzen tatsächlich über uns Richen a �tir uns höchstwahrscheinlich beide in der >»(w. Geistesverfassung. Wir wurden beiloe, nehm? ich an, ®eift Welche Gxtasen und Bestrebungen hineingetrieben. Der ."Public schooT, noch nicht völlig exerziert, stieg au» W'�ssen unserer Seele auf und gab sich letzten Zuck uigen (feuj,'"tferlich haben wir uns beide freiwillig gemeldet. Ich hiu«� Lehört zu haben, daß man Sie eines Herzleidens wegen, 'fiew*Wf, und Ihr Brief verkündet mir, daß Sie dort ge- lludx,, wohin Sie geworfen wurden. Mir wurde, gle.ch toieip-," Schriftstellern, eine angenehme Transportarbeit zuae- sahu�.l das Tragen von Uniform, Ertralöhnung und Ge ich jx.�.it in sich vereinte. Hütte ich sie angenommen, so wäre �'"er„unserer Tapferen" und.vermöchte aus befestigter Gilten mit Kot zu bewerfen, die laut vom Fri-ven »lej� glücklicher weise reagierte ich zwar sofort auf die nlkge- Kkiz� �iimmung sich glaube, ich stellte mich am Tage der Kriegs- dem Kriegsministerium zur Vcrfügungl), loch erfolgte d» � �ttion ebenso rasch und noch viel heftiger. Zu der Zeit, in der Zeitung stand,.hatte mein Haß gegen vcn «iuf. gigantischen Betrug, den die Kapitalisten gegen das ich Vois ausführten, bereits«inen solchen Grad erreicht, daß ßuutn �'cht mehr passiv verhalten konnte. Dieser Haß verzehrte �d jegliche Vernunft, und als der Selbsterhalrungslrieb �iu'nmindesten Neutralität riet, wollte ich ihm nicht lausche.!. Üen? f'i klar gewesen, worauf ich mich einlasse, so hätte ich hetz gezögert, doch ach, ich habe stets die schlechte Gewöhn- ich' zu handeln und nachher zu denken.) Diesmal svr ang 'i beiden Füßen vom Zaun und fand, auf der anderen Iii*,.umkommend, keinen anderen Schriftsteller vor. Meine ij�°�'chcn Berufsgenossen, die fast alle äußerst gut in staat- �iellongen hineinpaßten und plötzlich an Krampfadern untes de« großen Regenschirm der Tante Propa- springt. Ich erhebe gegen dieses Gebaren des Herrn Vorsitzenden. und des Staatsanwaltes Protest."— Der Vorsitzende wies die' dem Gericht gemachten Vorioürse entschieden zurück. Das Gericht sei verpflichtet, jeden Verkehr der Angeklagten mit der Außen- weit, auch mit den Rerhtsbeisiänden, zu überwachen. In der fortgesetzten Beweisaufnahme über die Zustände im Geiselkeller wurde» nunmehr alle die Personen ver- nommen, die ebenfalls als Geiseln verhaftet waren, die es jedoch irgendeinem Glückszufall verdanken, daß sie nicht ebenfalls er- schössen worden sind. Der Zeuge Hauptlehrer Bernd, der eben- falls nachts aus dem Bett geholt und mit Erschießen bedroht wurde, gab über die Erschießung der beiden Husaren an, daß er den Eindruck hatte, es sei auf die beiden ohne ein Kam- mando geschossen worden.„Es war ungefähr so, wie wenn man einen Hühnerjtall aufmacht und dann die Hühner herausflattern. Genau so war es, als Haußmann die Tür zur Wachtstube aufritz, worauf gleich 10 bis 12 Mann herausströmten und in unregel- mäßigen Abständen' auf die Husaren schössen." Der greise Pro- fessor Berger habe sich selbständig einer der zum Abmarsch bereiten Gruppen angeschlossen, offenbar in der Meinung, daß es zu einer Vernehmung gehe. Er wurde dann init fortgeschleppt und ebenfalls erschossen. Der frühere Unteroffizier Donerbauer war als Ver- hafteter im Gymnasium und hat gesehen, wie Hesselmann die Namen der Geiseln auf einen Block schrieb. Diese Notizen habe Haußmann dann mit einem roten Stift angestrichen und Hesselmann habe hinter jeden einzelnen Namen geschrieben: Erschießen? Auch der Zeuge Schwarzmeher bekundete, daß H e s s e l m a n n an der Abführung der Geiseln mitgewirkt und angegeben habe, in welcher Reihenfolge die drei Gruppen auf den Hof geführt werden sollten. Der Hotelier Au m üll er, der mehrere Tage im Gerselkeller war, gab erschütternde Einzelheiten bekannt, wie die Geiseln mehr und mehr abstarben und sich in Nervenchocs und Krämpfen wanden. Der Obersekretär Daumenlang, der schwer verletzt war und blutete, würde von Seid! jedesmal, ivenn er sich bei ihm beschweren wollte, mit dem Revolver bedroht und aufgefordert, das Maul zu halten. Die Gräfin Westarp versuchte vergeblich, bei Seidl eine Besserung ihrer traurigen Lage zu erreichen. Auch ihr hielt Seidl den Revolver vor das Gesicht und als sie trotzdem.weitersprach, entsicherte er die Waffe. Unterwegs beim Transport wurde das Publikum dadurch irre- geführt, daß'die Rotgardisten schrien, die Geiseln seien Plünderer, worauf die Menge zum Teil noch„Bravo I" rief und auf die Transportierten einzudringen suchte. Ein Protokoll wurde über- Haupt nicht ausgenommen. Seidl selbst schrieb die Namen auf und sagte in außerordentlich zynischer Weise:„In den Keller mit den Schweinen." Es folgte nunmehr die Vernehmung des früheren Vor- sitzenden des Revolutionstribunals Gronauer. Der Zeuge erzählte eine Reihe toller Stücke aus dem Revolutions- tribunal und schilderte, wie nach anfänglicher Vernunft und. Mäßigung die Radikalen immer mehr das Revolutionstribünal zu beeinflussen versuchten. Trotz aller Gerüchte sei niemals ein Todesurteil von dem Tribunal gefällt worden. Die höchste Strafe waren einmal zwei Fahre Gefängnis. Das patzte natürlich den Radi- kalen vom Schlage Seidls und Haußmanns nicht in den Kram dem dem Tribunal gefällt worden. Die höchste Straie waren einmal zwei Jahre Gefängnis. Das paßte natürlich den Radi- kalen vom Schlage Seidls und Hausmanns nicht in den Kram und man drängte den Zeugen dazu, auch einmal endlich ein Todesurteil zu verhängen. Einmal mußte /der Zeuge 51 Stunden lang aus die Arbeiter einreden, doch ver- nünsbig zu sein. Früher hätten sie sich immer über die Justiz. irrtümer beschwert. Jetzt, wo sie am Ruder seien, sollten sie doch nicht in den gleichen Fehler verfallen, wie das alte Regime. Als aber die Leute aus den„Vier Jahreszeiten" verhaftet wurden, gab es bei den Rotgardisten kein Halten mehr und Gronauer setzte sich vergeblich dafür ein, laß die Verhafieten vor das Revolutionstvibunal kämen. Di« anderen erklärten einfach:„Gebt sie uns nur her, Ihr seid zu human." Der Zeuge stellte verschiedenen Leuten, u. a. auch dem Prinzen, von Thurn und Taxis Ausweise aus, die sie unter den Schutz dez Revo- lutionstribunals stellten Den Prinzen von Thurn und Taxis, der schließlich doch noch ein'Opfer Seidls und Haußmann� ganda Schutz fanden, verhehlten keineswegs ihre Empörung über meinen Mangel an Patriotismus. Auch meine neuen Gefährten zeigten ebenso deutlich ihre Mißbilligung. Etliche hielten mich für einen Polize Ispion, vielleicht, weil ich immer darauf vergaß, ihnen„Genosse" zu sage» und zugeben mußte, daß ich nie im Leben in einer Bap- tistenkirche gewesen war. Ich gestehe, daß ich mich unter meinen Mitdienstverweigerern aus Gewissensgrändcn sehr einsam und äußerst unbehaglich fühlte. Ich war ihrer Auffassung nach kein Christ, noch ein Redner, noch ein aufstrebender Politiker, gehörte weder einer Partei, noch einer Sekte, noch einer Clique an. Doch muß ich auch zugeben, daß ich ihrer wundervollen Stand- haftigkcit, ihres Mutes und ihre: selbstlosen Hingabe— dieser historischen Tugenden des Dlssidenten-Englalids— völlig ermangelte. Obwohl ich stets ein starlcs Verlangen nach Freiheit und politischer Ehrlichkeit besaß(und auch heute noch besitze), obwohl ich fest an die Menschheit und menschliche Brüderlichkeit glaubte), und aus diesem Glauben heraus die gleiche Zuneigung für meine Brüder in Deutschland und Oesterreich wie für jene in England, Rußland und Frankreich empfand— so war ich dennoch keines- wegs ein Märtyrer- Zwar war es mir unmöglich, für die Regierung zu arbeiten und von ihr Geld anzunehmen, doch fühlte ich nicht im geringsten den Wunsch, eine Gefängniszelle von innen kennen zu lernen. Und einen Hungerstreik hätte ich nicht zusammengebracht, selbst wenn es mein Leben gegolten hätte. Es hat wahred meine? Ausenthalies in Dublin eine Zeit gegeben, da üb aus Geldmangel bisweilen etliche Tage nacheinander ohne Nahrung bleiben mußte; ich glaube nicht, daß ick jemals dieses Experiment freiwillig wiederholen würde. Der bloße Ge- danke daran deucht mich ein Alpdruck. Mein Pazifismus nahm, wie Sie wohl aus meinen Schriften ersehen haben, bald einen sczialrevolutionären Cha- rakter an und wurde eine �Zeitlang wild und fanatisch. Der Standpunkt der alten Herren in den Clubs, die damit prahlten, „ihre Söhne geopfert" zu haben, und zu gleicher Zeit ihr Ein- kommen vervierfachten, sowie die Ansichten der alten Damen in ländlichen Psarrbäusern, die mit der Unterschrift„eine Patriotin Briefe an die Zeitungen schrieben versetzten mich in die gleiche Wut, in die sie ihrerseits durch meine Ansichten versetzt wurden. Ich verlangte aus ollen Kräften, für meine und für die kommenden Generalionen zu kämpfen, die sich völlig in der Macht der Kapitali en vefindcn. Heute sind die Satzungen des internationalen Sozia- lismus zu allgemein bekannt, als daß ich sie zu wiederholen brauchte; 1015 jedoch war dies nicht der Fall. Gegen das Ende dieses Jahres befand ich mich im extatischen Rauschzustand politischer Bekehrung. wurde, hat der Zeuge auf diesem Weg? zweimal gerettÄ. Beim dritten Male wurde der Ausweis von Sehdl nicht niehr an» erkannt. Durch die Ausstellung dieses Scheines hatte sich der Zeuge den Haß Seidls und seines Anhanges z». gezogen. Er wurde deswegen ebenfalls verhastet und ins Gymnasium gebracht. Hier wollte man ihn zunächst wieder freilassen, aber er erklärte, nicht«her wieder in die Frei» heit zu gehen, ehe nicht auch der Prinz von Thurn und Taxi» und Baron Moser entlassen würden. So kam auch der Prinz zunächst wieder frei. Leider habe der Prinz den guten Rat des Zeugen, nicht ins Hotel zurückzukehren und sich eine andere Wohnung zu nehmen, nicht beachtet und das habe ihm schließ- lich das Leben gekostet. Busbeillung im christlichen Gewände. Die Urbeiterkolonie Hoffnungstal. Vor den Toren Berlins an der Grenze von Wcißensee 1-egi eine kleine Stadt, ein Staat für sich, eine Arbeitcrfol.vne m t dem reiheißungsvollen Namen„Hoffnungstal". V>r etwa i4 Jahren wurde sie von weiland Pastor v. Bodelsthtoinzh für die „a'-mcn Brüder von der Landstraße" zur.Bekamp iung des Vc-gebundentums" gegründet. Mit ihr sollte die von den Kanzeln salbungsvoll verkündete christliche Nächstenliebe sozusagen in die Praxis umgesetzt werden. Wie ist es damit in Wahrheit bestellt? Der um seine Aufnahme nachkommende„Vagabund" muß sich auf eine gewisse Zeit, drei bis zwölf Monate, verpflichten. Bei einem früheren Abgan,g verliert er seinen ganzen„Verdienst". Sein Lohn wird ihm nämlich nicht ausgezahlt, sondern verbleibt in der Kasse der Verwaltung. Auch sämtliche Barmittel muß der, Kolonist, der nicht nach irdischen Gütern trachten soll, im Bureau, abgeben. Es ist oberster Grundsatz der Kolonie, daß kein Insasse Geld bei sich führen darf. Und damit ihm auch durch die Post nichts heimlich zugesteckt werden kann, werden sämtliche Post» «ngäng« von dem fürsorglichen Hausvater geprüft. Seine Für» sorge für die Kolonisten ist überhaupt grenzenlos. Ohne die Er- laubnis des Hausvaters darf niemand die Kolonie verlassen. Bei einem Urlaub erhält der Kolonist auf seine besondere Bitte vom Hausvater einen Vorschuß. In früheren Jahren, als- man genug Leute bekommen konnte, soll es vorgekommen sein, daß Kolo» nisten, die sich in irgendeiner Weise gegen den Hausvater auf» lehnten, kurzerhand aus die Straße geworfen wurden, ohne daß sie den Verdienst-ausgezahlt erhielten. Seit dem Kriege hat dies ausgehört, denn der Zustrom zur Kolonie ist wicht mehr so stark. Beim Kriegsausbruch stellte der Leiter der Anstalt, Herr Pastor On nasch, das Ansinnen an die Kolonisten,„im Interesse des Vaterlandes" umsonst zu arbeiten. Damit fand er indessen keine Gegenliebe. Als Entschädigung sür den fehlenden Lohn, hält der Herr Pastor regelm" religiöse Andachten ab, die zuweilen einen recht politischen Charakter annehmen. Dem Rad der Zeit folgend, hat man kürzlich die Eni» lohnung der Arbeiter„ausgebessert". Da gibt es zunächst „höchstbezahlte" Kolonisten, das sind angestellte Schreiber und ein Vorarbeiter; sie erhalten monatlich 30 Mk. Gehalt und 15 Mk. Teuerungszulagen bei freier Station und Kost. Die„hochbe- zahlten" Kolonisten bekommen täglich 1,60 MI., aber nur für die Wochentage, denn der fromme Pastor Onnasch vertrftt die gewiß chrntliche Anfsassung,„daß die Arbeit für die Sonn- und Feiertage nicht bezahlt werden darf, wenn sie auch verrichtet werden muß. Die Annahme oder Forderung von Bezahlung entheiligt den Feiertag." Die besserte, zahlten Kolonisten sind: ein Heizet, Arbeitszeit von morgens 2 bis abends 7 Uhr, also 17 Stunden ohne Pause, Lohn 1,50 Mi, pro Tag. Dann der Koch, Arbeits- zeit von 3 Uhr.morgens bis 7% Uhr abends,*6)4 Stunden, Lohn Wenn ich Ihnen sage, daß ich aus tiefster Ueberzeugung glaube, die erhabensten Gestalten, die durch diesen Krieg in den Vordergrund geruckt wurden, sind in Ruhland Lenin, in Jr- land James C o n n o l l y, in Frankreich Romain Rolland,, Longuet und Barbusse, in England Bcrtrand Rüssel und Männer wie Hobhousc, Lansbury, Philip S n o w- den, Robert S m i l l i e und Joseph King, in Holland T r o e l st r a, in Teutschland KNrt Eisner. Karl Lieb- knecht und Rosa Luxemburg, in Ungarn B e l a K h u n — so werden Sie zweifellos die ganze Situation begreisen, ohne daß ich auf Einzelk�iten einzugehen brauche. Das bloße Nieder- schreiben dieser Namen erschüttert mich. Was alles verdankt die Menschheit diesen Männern! Nun, da unsere Ueberzeugnngen sich, den Worten der gelben Presse zusolge, über die ganze zivilisierte Welt ausgebreitet haben, wie eine Seuche, erkenne ich, wieviel Tausend« es gegeben haben muß, die gleich mir, einzeln den Kamps gegen die Allgemeinheit ausnehmen mußten, nicht wissend, daß sie von Menschen umgeben waren, in deren Herzen die gleichen Hoffnungen und Empörungen flammten. Euch, unbekannten Genossen, die Ihr um der Mensch- heit willen Haß erduldet habt, entbiete ich meinen brüderlichen Grußl.Hat uns nicht alle die Feindseligkeit des Mobs mit Freude erfüllt, gab es nicht für uns wahrhaft göttliche Entschädigungen? Ausländische Beobachter der enchischen Presse und Leser der Aussprüche englischer Literaten seit Kriegsbeginn haben harte Anklagen erhohen. Sie behaupten, englische Schriftsteller hätten sich zum Echo der abscheülichsten volkstümlichen Vorurteile gemacht und.getreu den Geboten des Kapitalisten und seiner Goldsäcke. die gemeinsten Leidenschaften der Menge aufgepeitscht. Es ist wahr, daß ein großer Teil der englischen Presse korrupt w-lr, doch deucht mich, diese Tat der Presse habe von allem Anfang-i» seine Korruption keineswegs verborgen. Die feilen Schreib, j trugen ihren Preis gleichsam aus die Stirne gebrannt. Wir wissen, wer sie sind, wissen, w-eviel sie erhalten haben. Die größten Lügngr jedoch, die wildesten orgiastischten Aufreizer zu allen Greueln, waren jene Männer, die aus ehrlicher Ueberzeugung heraus hau- delien. Wahrlich, unsere englische Dummheit, unser eingefleisch- ter Materialismus müssen während des Krieges Freund und Feind zur Verzweiflung gebracht haben. Heule, glaube ich, bringen sie die ganze Welt zur Verzweiflung. Vielleicht wird, in ein oder zwei Jahrhunderten, wenn die Weltherrschaft den Händen der weißen tliasse entglitten und in sene der farbigen über- gegangen ist,— der heute alle Geheimnisse niiliiäriscber Technik so sorgfältig beigebracht werden— ein chinesischer Philosoph m seinem Rosengarten am Nang-tse-Kiang sitzend, betrübt erkennen, daß eine Nation, die zu dumm ist, um die Wahrheit zu erfassen, die an allen Enden der Erde aufbrüllt, mehr Unheil anzurichten vermag als eine, die bewußt die niedrigsten Verbrechen plant», M?. pro Sog. feiert füripiOt�e Sdpn w?rp tve« Nrbcitern öfiet nur gswährt, wen« sie fids dirf ein ganzes Jahr Der- Pstichtc«. AIS Lockmittel verspricht man ihnen eine Gratlfilation von 150 MI., d. h. wenn sie sich gut geführt haben! Die Arbeiter der� zweiten Klasse erhalten 50 bis 70 Pfg. pro Tag und die Ge- müse- umd Kartoffelschäler müssen sich mit 30 bis 45 Psi begnügen Ein Maurer in«den dreißiger Jahren, der auf Grund eines nervösen Le.dens eine Invalidenrente bezieht, belommr pro Tag 26 Pf. Entschädigunig!£16 die Arbeiter gegen Krankhen Unfall versichert sind, wissen sie nicht. In der Nachbar kolonie„Lobetal" sind die sogenannten Pen- skmäre untergebracht. Diese, zumeist ältere Leute, die von Ver- wandten unterstützt werden, müssen an die Kolonie 3 MI. pro Tag Pension zahlen, trotzdem sind sie zur Arbeit verpflichtet. Die Kolonien florieren wirtschaftlich sehr gut. Sic besitzen ausgedehnte Obst- und G e m ü s e p l a n t a g e n, wie Aepfel, Kipschen, Birnen, Erdibeeren, Pflauimen, Spargel usw., ferner einige hundert Morgen Ackerwirtffchaft. Beim Absatz der Produkte ist von dem warmen Herzen der christlichen Nächstenliebe der Verwalter aber so wenig zu spüren wie gegenüber den Ar- beitern. Sie sehen zu, wie alle Händler,»die höchsten Preis« zu erzielen. Dazu kommt, daß die Kolonien von einem Verein unterhalten werden, deren Mitglieder Beiträge zahlen und Kol- leiten in Berlin und anderen Orten„für die armen Brüder von der Landstraße" veranstalten. Da kommen beträchtliche Summen zusammen. Und es ist wohl angebracht, zu fragen, wo dies viel« Geld bleibt. Die Kolonisten best ehe n teils au? Landarbeitern, die nach der Einbringung der Ernte von den Bauern entlassen wer- den, teils ans schwächlichen Naturen, die dem Kampf ums Dasein fürchten, ferner aus Leuten, di« einst bessere Tage gesehen haben und durch den Alkohol heruntergekommen sind. Schließlich gibt es alte alleinstehende Leute in der Kolonie, die sehr schwer anderswo ein Unterkommen finden. Die Behandlung der Kolonisten und die in der Anstalt herrschende Frömmelei sind mir geeignet, das mangelnde Selbst- ' bewußtsein und den schwachen Lebensmut der Insassen noch mehr herabzusetzen. Ms Lektüre wird den Arbeitern die rechtsstehend« Presse geboten, neuerdings wird ihnen auch gestattet, auf den »Vorwärts" zu abarnt leren, den die Verwaltung nicht mehr für gefährlich hält. Unser Freund, dem wir das anmutige Bildchen verdanken, schließt seine Betrachtungen mit den Worte« des Apostel JakobuS: Ihr habt in den letzten Tagen Schätze gesammelt. Siehe, der von Euch zurückgehaltene Lohn der Arbeiter, die Eure Felder«in- geerntet haben, schreiet laut, und das Rufen der Schnitter ist ge- kommen vor die Ohren des Herrn der Heerscharen. Freie Sozialistische Jugend Grotz-Berlin. Heute in Pichelsbergs(Lokal„Alter Freund") Internationaler Jugendtag. Beginn der Veranstaltung: Pünktlich 2 Uhr(abmarschbereit). Fugendliche Arbeiter und Arbeiterinnen erscheint in Massen I Gestaltet den Wcltkampftaa der revolutionären Proletarier- jugend zu einer imposanten Massenkundgebung. Treffpunkte der einzelnen Gruppen sind in der Abend- ausgäbe bekanntgegeben. w Her mit mehr Brotgetreide. Die Groß-Berliner Arbetterkommission für EnährungSfvagcn hat- in ihrer gestrigen Sitzung folgende Resolution gefasst: Dk Arbeiterschaft legt schärfsten Protest gegen de« mangelnden Ein» gang von Brotgetreide bei der Reichsge t r cide stelle«in. S-i« (fordert die Regierung zu energischsten Maßnahmen zur Er- fassung der Bovräte die Bürgerlichen 27 Sti m- man. Demnach haben mindestens 10 RechMozialist«: für den Bürgerlichen gesti-mipt und weitere 10 wußten sich nicht z» entscheiden, ob sie der U. S. P. oder den Bürgert che« die Stimme geben sollten uted gaben demgemäß waiße Stimmzettel ab. Dtefes Offene Eintreten für den Bürgerlichen brachte diesen „Sazi-ckdemok raten" aber nach nicht die volle Gunst der bür- gevl chvn Parteien. Das zeigte sich bei der anschließenden Walck Rahnsdorf. Wiederum wurde der IL S. P.-terndiixk>init 25 gegen 24(beit 12 weißen Stimmzetteln) gewählt. Das war aber doch unerhört. Man stimmte für die Bürgerlichen und die zeigten sich noch nicht einmal«rkenntÄch. Ans alte Fälle mußte das oe&dert werden. Und es ward geändertl Auf welche Art — darüber schweigt des Sängers Höfl chchsit. Jedenfalls gaben von nun an die Bürgerlichen! keine weißen StnmmzettÄ' mehr ob. Sie stimmten für den S. P. D.-Kandidateni. II ich die Herren Rechtssozial-sten ließen sich nicht lumpen, sobald«in Unabhängiger rnft einem Bürgerlichen in engere Wahl ftand, verhelfen sie letzteren zum Sieg. Siehe BezstÄ Tegel. Unter Genosse er- hielt da 22 Stemmen� der Bürgerliche jedoch 30. trotzbem von den Büqterlchen knapp 10 Mann noch amve'md waren. Der Kuhhandel war<Äso perseÄ. Unsere Ctenossen zogen also die Konsegueinz, sie beteiligten sich ikcht mehr cm der Wahl und verließen den Saal. Sie wollten die hold? Eiittmchi zwischen den lltecht s'oziaiist-en und den Bürgerlichen nicht stören. So hat auch dies« Wahl wieder einmal bewiesen(zum wie- vlelien Make?), daß die S. P, D. gar nicht gewillt ist, proieta- rische PoMk zu treiben, und daß sie ohne die Bü-vgevl-ichen nicht m�r fertig werden kann. Und dabei trifft im Riebe rbcwwim gor nicht cinmvU die Ausrede zu, daß man auf die Bürgerlichen „migewiefett" ist, denn der Riederbarnlimer Kreislog setzt sich znfi«n«iem aus 26 S. P. 22 U. S. P. und 21 Vevainizte Vollversammlung der ArbritSlosen-Nätc Groß-VerNns Montag, 8. September, nachmittags 2 Uhr, im Dresdener Garten. Einige hundert Krankenhaitsinfasten des Birckow-Kranken- Hauses wareg am Donnerstag sehr erbittert über vaS magere, unzureichende Essen, da? ihnen gereicht wird. Die in de» Abteilungen 21, 26, 95 untergebrach-en Kranken der Geschlechts- krankenstatione« waren ungehalten darüber, daß sie abends mit einer Tasse Suppe abgespeist wurden und sie wollten anfänglich in die Provian.räume gehen. Sie standen aber davon ab und begaben sich in ihrar KrankenhauSkleidung auf die Straß«, was in der Gegend großes Aufsehen erregte. Ruf gutes Zureden des Direktors beruhigten sie fich und gingen wieder ins Kranken- Haus, ES muß den.Kranken, auch Geschlechtskranken, so viel gereicht werden, daß sie satt werden. Dann wird«in« derartige Berbittcruirg nicht aufkommen können. Sie haben z« viel Kinder! begann ein Gerichtsbericht, den wir kürzlich aus einer ÄerichlSkorresponbeirz erntnahmsn und derSffentlvchien. Es war darin mi Ige teilt, daß die Mag« der lhauslefitzerin Tacschner gegest«in« Frau G. vom Amtsgericht Berlin-Mitte auf Räumung Ao;e»iejan wlvden fei. In diesem Termin wurde behauptet, daß Fra-i Taeschncr sich geäußert haben sollte zu Fr»« G„ sie habe zu viel Kinder. Frau Taeschner läßt uns mitteile«, daß sie mit der Beklagten nicht gesprochen habe, und daß weder sie noch ihr Vrrwaller ein« solche Aeußerung geh,» hätte. Zudem Hab« das Geeicht di« BeÄaate zur Rä«- mnng verurteilt. Fn diesem Fall« würden die an den Bericht geknüpften Schlußfolgerungen entfall««. Unentgeltliche Zahnpflege für alle BalkSschuMnder durch die stltdt. Tchulzahnklintt in RcukSlln..Die Stadt NeukSlln hat di- Schulzahnklinik W i l denbruchst rahe 70 in eigene Verwaituno ge- nommen, in» möglichst allen Volksschulkindern«ine unentgeltliche Behandlung der erkrankte» Zähne gewähren zu kännen. GS ist eine bekannte Tatsache, daß aine Reihe von Krankheiten von schlechten Zähnen herrühren; e» ist deshalb Pflicht aller Mtern dafür zu sorgen, daß ihren Kindarn ein gutes Gebiß erholten wird und schlechte Zähne behandelt werden. Die Zahnklinik ist täglich von S— X8 Uhr goftstnet, Neuanmeldungen finden mir von S— 10 Ahr vormittags und%2— Uhr nachmittags außer Sonnabends, statt. Karten, die zur GeHandlung in der Schulzahnklinik berechtt- gen, stpd in den Schule» erhältlich. Diese Karken müssen von den Eltern unterschrieben werden und sind dann in die Schulzahnklinik mitzubringen. Die Behandlungen erfolgt völlig kostenfrei. Es liegt loeZhalb im Interesse-der allgemeinen Volkigesundhett. daß möglichst sedeA Kirch, dessen Zähne nicht in Ordnung find, aber auch Kinder mit gutem Gebiß, zur Vorbeugung hie Zahn- tlinik besuchen. Halsbrecherische Kin»aufnahmen. Gestern wurde Set RüderS- darf ein kühnes Reiterstückchen für den Film ausgeführt, von einer sieben Meter hohen Felswand setzte«in Sttaiispteler auf gesatteltem Pferd« in den Kalksee. Der Sprung glückte gut; Reiter und.Pferd«reichten schwimmend da» Land. Da» Tier erlitt nur eine unerhebliche Hautabschürfung an den Vordere deinen.— Roch sin zweites, nicht minder waghalfige» Stück wurde ebenfalls zum Zwecke de» Kino» gestern am Bahnhof Bellevu« ausgeführt. Von dem Wage,- dache eine» Stadtbahnzuges spvangen an der Brüste kurz vor dem Bahnhof Belle»ue zwei Männer in» Wasser. Der Vorfall erregte große Erregung unter den Fahrgästen. Ks stellt« sich dann heraus, daß zwei Kinospieler für die Aufnahme eines Film» den Sprung-zewacfi hatten. Manchen Menschen scheint ihr Leben recht wenig wert zu ssinc Freie Hachfchulgemeinde für Proletarier. In der nächsten Zeit beginnt eine Anzahl neuer Kurie. Ein Kursus über Rech- nen als Grundlage für«inen Kurs über Kalkulation findet statt MontagS von%0— 7; Fabrikbuchführung Montag» zur selben Zeil und Ssperante Dienstag» von 7—2 Uhr. Der Tag des Beginns wird an dieser Stelle noch bekanntgegeben. Anmeldungen für die genannten Kurse werden bis zum 14. September 1019 an unser Bureau, Shützenstraße 32, erbet«». Quartiere gesucht. Genossen, die bereit stutz, in her Zeit vom 17 die 33. Septomber Teilnehmer«m«irrer Schullvnierenz in Berkin bei sich aufzunehmen, fei«# unentgeltlich, fei#* gegen ritte kleine Stergütung, werden ge baten, ihre Adresse an Hermann Schüller, Bräckenaltea 17. II, mttzutell««.®8 klagt im Interesse der sogiakisti'chen Schule, daß sich möglichst viele»e nassen bereit finden, da» Zustandekommen der Konferetiz durch G» füllnng«biger Bitte zu unterstütz«». Die„Sterte Sun», und Vportverrwigung Rowawe«" krtkl der Einwohnerschaft hierdurch mit. daß beim letzten Sportfest im Park Babelsberg folgende Gegenstände gefimden worden sind: Ein Paar Schuhe, zwei Pompadours,«in Spazierswck und ein Haus- ichlüsssl. Die rechtmäßigen Eigentümer derselbe« wollou fich beipl filMMSU'-lssKN Viel». KpMKr. 30. melde«. ®rf bei»' AkSÄtetzraillttzMe» fot'DtÄtti8iÄMRm%.W% vorgenommen wurden, wurden für die U.S. P. 545, für S. P. D. 223 Stimmen abgegeben, 3 Stimmen waren u»! Auch bei dieser Wahl zeigte es sich, daß die Rechts Mi aktstes den Arbeitern immer mehr an Boden verlieren. Zcuzen gesucht! W« gesatzen hat, daß der Arbeiter Paul Bochmann am 27. August gegen» mittags in der Chanssaestraße, Nache Bohenstraße als eines Straßenbahnwagens bei einem Zusammenstoß der bahn mit einem Müllwagen verletzt wurde, wich gebetim,. Adresse anzugeben cm Bochmann� Berlin-MeftttckeNdorf, Straße 121. Vor alle-m werden die Zeugen um Angabe Adressen gebeten, die den Verletzten zur Polikiinlk* D r. G o ld stei n, Thausseestr. 93 brachten. J: Die nächsten Bolkskvnzerte des Vtzilharvionischen finden Montag, den 8. September, in der Brauerei Hasenheide 32/88, Dienstag im Swdttheater Moabit, Alt-Ai�. Nr. 47/46, Mittwoch und Freitag in der Branerei Hasenbeide 32/33, statt. Konzerkbeginn 8 Uhr. preis beträgt 30 Pfg. Kasseneröffnung 7 Uhr. Der Eintritte %ü9 W Reinickendorf. Die Gemeindevertretung beschloß nach Gegenwehr der Bürgerlichen den Ankauf deS StaÄwer ks �' zur Lebensmittellageruug und Ausführung von Arbeiten eigener Regie. Zu diesem Zweck wurden dem Gemeindcvoich. 1 800 000 M. zur Verfügung gestellt. Gleichzeitig wurde das Bestattungswesen in die Hand der Gemeinde zu Einem Antrag des Arbeitslsfenrats auf Gewährung von bcihilfe wache in der Form genügt, daß Darlehen nach»"JLr. der Anträge gegeben, auf deren Rückzahlung nur im Fall ww rechtlicher Erhebung gedrungen werden soll, lgpfck« Artehw)'.� eines reichsyesetzlichen Zuschusses konnte leider eine obliga-or.- � Mietsbeihilfe nicht gegeben werden. Die GeeneindevertretunS. willigte für diesen Zweck vorerst 00 000 M. Die Errichtung WobnnngsamtS erfordert 13000 M. In die WshnungÄonnn'fi entsendet unsere Partei di« Genossen Wollschläg-r, Fischer als Gemeindebertreier und den Genoffen 2 s r l- Bürgerdeputierten. Sin Antrag deS früheren Bärgermen» � fein Ruhegehalt über 8000 M. hinaus zu erhöhen, fand* Ztisttnnnung der bürgerlichen Mindettbeil. Die freie �rner! erhält 200 M. Bechiife zum Besuch estte» TurntebrrerwrsuS. D«r � antragt«» Erhöhung de» StenersatzeS van 285 Proz. auf f' j ff zertt stellte unsere Fraktion durch den Genossen Manko- � die Forderung einer höheren Progression der Sin.'»armen.„ 6500 M. und Erhöhung der Gewerbesteuer l und ll auf»w o' zent gegenüber. Die Beschlußfassung wurde einer spätere» � meindevertretersitzring überwies«». Bei dieser Gelsgcnm'-. �� von beiden sozialistischen Fraktionen scharte Kritik an dem& Privileg der Beamten geübt und gegen die Stimmen der« lichen ein Antrag unserer Fraktion angew-s-mmen, der von.-% rdi<»riTttrt Vtk �firf ktöftiHtzet Äifif A blltfb o* gierung die{»fortige Aufhebung dieses Privilegs durch fordert. Die Brennstaffnot beleuchtet« ein Antrag der � sozialisten, der unter scharfer Verurteilung der Prviutet., Kohlenitelle die Uebenmhme der Verteilung durch di« noycenteeu« o.e nevernaym« ver«ewrunnp»»»--., f.it- verlangt. Die Gen. ventzt und S« l k« Utustrterten, derniff« accafie die Kccktenstekte iaiclisn Bchteavurcaen er>-gkge«-te derrass« gerade die Ächte cht eße solche« Bestrabumgen tebessMieNswid«. BerNn. Drok und Mehl auf l* bor Asche vom 8. bis 14. Brotfecrrte mit dsm Stichwort„Acbeite.— Auf dte zteich»..«»» � v-i-vn frisch«» Ftetich«wslündisches Bilchsrnft.-.sch(GotiwO vc'O- Preise von 4,45 vl. siir 1 Psund(Iche). Das»iichfenflessch»�5, vo« ganzen Vüchftn ooit 540 880, 8180 Gramm Rattoirchal« iwa Pcch« 8, 8, 84.16 91»erkauft. Dir wochenm-ng« debtegt mir'%,»»(- Fleisch 800©tamtn. Als«rfaß für«üchfechWM itönn.'B Nahrm und zwar in boppotter Stenz« des Zieifchtdartemaertss, MT ffv« w marke atfo 50 Gramm, bszogen wsrdsn. Tin Uwlausch b«r lurrten gegen andere Karten ist hierzu nicht«rfordarlich mittel m«meu ntelmechc bieekt flegsn Abgabe der Fleifchiwrte»«"' l.j» Auf Abschnitt 79 der aitzeiasinen Lebriiomtetel karte der 100 iL com in Reis fite 6,41 St und 200 Gramm Tri»»««!, vm � chnttt 48 der Lobensmitialkarte für Fug«nd>ici>o 250 igli) locken. Die AdfclMtte stnd in ver(fett vom 8. bis 10. September in den Kleintzandeisssschcttten«bzuget-on.— Ein wsiteroo dji« auslündisches Weizenmehl nach dsr Soramneldting w der Pf! S. bis 111 Sapt.«b« ach Abschnitt VIS dar Ein/ntze-Zui.�ucha Sin Stalte da» aual. Weizenmehl, Iwnn auch va» biiügrr« Waizenmehl de-zozen wanden. Diese« Mehl ist ohne Povaem/- � ,, gegen Abgabe des gen- an«bfchnttias V 15 der«nsichr-SmoM.�n,, den durch besonder« Au»h«ingeschiL>»r kenntlich gecnsich schon saht«Haiti ich. Aualandaneech kostet S.lci 91. 0,16 St fi% Pfund.- Weniger Milch. Der Emgong Mich sich heute bemttiö erhöht, bah di« billige WchW*'� nicht«mfaechtecch alten taecaen dann. Von Sonnt az,«cn 7. ff"„..k-, werben dl* auf waetera, tte A I» Karten mit 1 Liter, vi« A y' mit% Liter, bte LI- Karten mit Liter und die R Ii X Liter beliefert Die veliafevtmg twr C'Äarten tetelW Iva!®"V(öfuj# tthtttlatteufcutg. 966 Gramm pfleifch, ol« Ersatz Konserven, t Koriofieitt,% Pfunb Zuckar. ÜSÜ©ramm Gocuxp-n. 3 Ost®ramr* � waren, 250 Gramm auch. Sftaieroehl. 250 Gcontm Jntenbi'inorV' 1 Päckchen tote Skkche, 150 Gvmnm Margaoin«, 260 Gwewn Tteizenmahl. 860 Gramm Teigwaren.(ftton"? Schöneker«. Vi»». Savtemäar Voronmelümteg für �5. ,,-1 Kwischoni«(«Ä. 860 SttvmTC Nährmittel(80), 950 Gramm MW" (48 der JÜgenbttchankarte). ausgegeben nwräen in 6er nock(;„.„ciis- ohtw vo-ranmaldung: 880 Grawtn Ütolamahl(83), je X,>> ld» Weizenmehl(W 16 und X 15), 160 Guomm SÄMgotiite(R%®i« Gramm tisi-irgarist«(S 87), und 650 Gramm Nährmittel(78 uns auf Abschnitt 96 a—? zu«ni nehm and«n 7 Pfund Kaitoffeln r auenah«>-> weise noch vi» zum 10. Segtemder vazagen»»«&»"•, fera«"* Wilmersdorf. SSO«Wimm Matsch, 7 tzffunb%,*' Zucher. 180 Gramm Sago, 160 Gramm Haserfirchan, I fützfpe+te. ain Bri»scheu Scxcharin, 160 Gramm äTrorzatin«, pO" �str» «telzewneht»üc«incher im 1. dl, 6 Labmafich« IX»tm» 9�;, stecken, 1 Pfimt»«indarPefttenmohi. fttir Inkmndttcha*»« zilr 17 fahren: 1 Päckchen Kek». 250 Gramm echttl-zwiebas'. � werden!»« Otiltter 1 Stete«iatzextrakt. 1 Das»«fiiM" 1 Pfund Tte-rpul»»» stilr st Wand» äThlttar: Machertrakt, beeren, W» 1 Psunb Gtarputeer. Swr ffir Krastha: Sab« Ml...rch«* Spandau. 5« uaefthiebanen SchlLchterlächen ist noch Schweine-fchoeolz zu ho* an. JHt Ablauf von Mittvach. Wo**' naofteat sssfb 800 seine Giltttgkett.— In dar ,, j. 100 Gramm Stangarin«, 16 Pfund Kartoffeln,%.f..�.ylst«- X Pfimd«mieuk-dnifche» Wschaninchl, K Prutd Schnettte Autzordam Vlartmrtabe, vackahst, Kartaffalmrhl, Achtet oh»'*" Ä=,r nwhl am Diensdag. 7 Plnnd Karteffeln, 40 vrannn~'r�rin�"' 150 Gramm Btetgsrine. Stemnächst Ansgeche von vectev g* sin ban Mckfichan Barknufssteiten Saabcmf von reinem Dftov» Nepal Soeben eraefaienen! »IE ÜIÜMCIIEH®® TRAGÖDIE TeHamf mid, der Räte-RepabliJk Müncben Htt BHdern ch»» I,n>k«baS, PreS 4l%.!?llr mcrtieifÄ rWtter: 1500 Tramm Halv:pocl»en, Prsi» 2,70 M.,' für stillende Mütter: 1000 Gramm Hafcrfloöicn, P-�is 1,08 M. Für Kinder im 1. Lebensjahre: 750©ra-un Hoserflocken, Preis 1,35 SDi.; für Kinder im 2. Lebenswahre: 580 Tramm Haferflocke», Preis 8,00 M.— Voranmeldung bis Mttwoch. Bachholz. An Ingenbkich« in der Temeindeverkmifsftelle X Pfund Käse ober X Pfund Aaegarine: für alte Leute über 70 Jahre X Pfund Margarine. 20 Ifund Kartoffeln. für s,•'■ crpnnm Srti erfolgen. kfm'l, L. Bram« Graupen, 380 Grcmrin Haferflocken, X Pfund � uievdende Mütter und Kinder, 1 Pfund Reis �' Gtwmn Butter, 150 Gramm Margarine(R 14).— %*) öiiüiec und flartoffete wie gewöhnlich.— Verkauf von r™*»»sl. Weizenmehl(U 15 und V 15). 260 Gramm Mnis- Utlat«!?).?. Gramm au-.!. HÜNenfrüchte(70), 500 Gramm Mar- '»'«um t-' � hoffende und stillende Mütter für September 500 Ü00 Gramm Reis ubl Büchse Molzextraht, für ~ und 2. Lebensfahre 1500 Gramm Haferflock»n und zwei '%nm rkl,.— Anmeldung von 500 Gramm Teigwaren(76), 350 Li, lün°l"'adrckat«(79), 300©ramm Grvupenmehi(80), 350 Gramm Gramm Maismehl(88), iür Jugendliche 258 Grantm li. tj- io(48 3.).— Berlnanf 10. bis 18. September, Anmeidsng »��».«eptemder. % 7 Pfund Kartoffeln(37 a— x), 48 Gramm Butter(37), 1 Iii(R 14), 1 Pfund Weizengnetz fiir Kinder im 1%£ m 1, in stadiischen Veräatisshallan. 1 Pückck>en Süßstoff ,1 in Apotheken und Drogerien.— Voranmeldung: 500 S(» L�thoniß(68), 260 Gramm ausi. Hülsenfrüchte(70). 5 500 Ms den OrgsnisMonen. Zwettor Kreis. Dienstag abend 7 Uhr wichtige B»K«ksfiihrSr- Konferenz« der Schutaul a, Veegmennstr. 28/00. Logittmrrtion Ist vorzuzeigen. Zweitsr WahNirei». 3. A b t e i l u n«.(Frtedrichstadt.) Zahl- morgen fiir DriMi-crei•Slachtar belter am Äenstog, den 9. Sspternber, früh X5 Uhr, bei Schirm, Ghariottenstr. 0. Vortrag des Gen. Fritz Schneider über: Staat, Schule, Kirche. Gäste wMkommenI Teltow-Jervüvni. Heute vormittag 8% Uhr in den German ia- (78). 280 Grau mi Mais fad.ikate(77),% Pfund Festsälen, Berlin, Ghausseestratz« 110, Sitzung des Kveisvorstandes und Rh«5-) in Konfitürenitzben.— Für h ewige kehrte Kriegs»| der Kveisreorgonisationskonunifflon.— Der näeiiste Vortragsabend 260 Gramm ausl. HAsenfriichte(4 a). i Red« Kursus findet Montag, den 8. September,«beivd« 7 Uhr, % Sonnabend, den 13.: 500 Gramm Graupe», 500 Rathaus Neri Kölln, Stadtverocknetenfltzungsfaul, statt.— Sonnabena, �!?-,.,!?��iads, 250 Gramm amerck. Weizenmehl, für Jugendliche den 13. September, abends 7 Uhr. m. Gemerkschaftsharls, Engelufer, SiySZ' Maismehl.— De anmeldung bis Mittwoch. I Saal S, Zufammenkmift oiler bei der Larudagitckion tötigen Genossinirin ? Air., 30 Gramm Butter, 180 Gramm--■--- Eb>,'..-•'Ql&tn-tll lg>m- IKA T-.i-urulrÄfl oder Maisgrietz, 150 Gramm Teigivaren und drei '«° Gramm amerik. Weizenmehl, X Pfund Haferflolien, !«k,. nj�U-ag» fiir Kriegabeschtzdigte. Für Schwanger« X Pfund «mder bis zu 2 Jahren X Pfund Haferflocken und zruei Wr, 10 Pfirnb Sartoffeln.— Alles, außer Fett und Kar- iv.varrmeldung 8e> den Häudbein bis Montag abend. ). R- 300 Gramm Suppen(79), 300 Gramm Haferflocken . htnvj�v adrnd Voranmeldung. '. Montag 350 Gramm Haferflocken, Nudeln oder � Grantm ausl. Hülfen'ri! cht» fweitzs Bohnen), 150 Gramm k."r� �:"0 Gramm Kar tos so! stärk emehl. Ti��ohn-). Vom ffrsitag ab: 1000 Gramm Marmelade, Hüfieufrücki«. 125 Gramm Zickeback. Für Kinder bis Schmalz, und Gcnosfei». Vortrag des Genossen Fritz Z u b e i 1 über„Land- agitation". Charlottenburg. Montag abend 7 Uhr Versammlung aller Funk- tianäre im Dolkohaus, Rosin»nstc. 4. Westliche Vororte. Dienstag abend 7X Uhr findet im Restaurant Schilling, Wilmersdorf, Lanerrburger Str. 21, Sitzung der Aklions- rmd BvlderngSausfchLsse dar U. S. P. D.-Organi-sationen der westliclien Vor- orte statt. Wilmrrsdorf-Hckensee. Montag abend 7X Uhr Sitzung des Vor- standos imd der Bezirks- und Meieilungsietter bei Schilling, Lauen« bürgst Stach« 21. Neukölln. Wichtige Amck tionärfl hang Dienstag abend 8X Uhr in der Aula der Reaischnte, BaddinftraHe.— Mmrtng abend 7 Uhr Ver- sav«r>inng der Postd«-orten bei Kaffurr, Erirstratze 8. Bortra» des Stadt- rats!S«h« über KammurnApeltttk. Britz. Der öffentlichen Versammlung wegen füllt der itesawlTgei Zahlabend aus. Friedenau. Montag abend 8 Uhr FunktkmSrsitzung bei Spieß, Rhein-, Ecke Rönnsbevgftnche. «dlershof. Dk Bibliothek der U. S, P. D. tst mied er eröffnet. Dich Ausgab« dor Bücher erfiügt jeden Montag von 8—8 Uhr abends im Lokal von Reichert, Bismarckstvatz«. Eichwckd». Mittwoch, 10. September, abends 3 Uhr, Wrchfverews» verfammiung bet Mechbenburg. Vereinstalender. Dellzugsausschich der Obleute aller AngesteStenauoschüsf« der Groß« Berliner 3)te*aifUtö«fUte. Versammlung Dienstag 6 Uhr pünktlich ül HaberkMü* Feftfalen, Nene Fried richstr. 35. Tagesordnung: BettiebSe rätegefetz. Reseront: DSumig. Entscheidung über Tarif mit V. V. M I. Kaufmönnische Anzesteute der Glühkörper-Fabriken. die nicht durch den Tarif in der Metallindustrie erfatzt werben, Moniag» 8. September, abends X8 Uhr, Versammlung, MusikersA«, Kaiser« Wuheim-�rratze 31. Zugendl. Vetriebwertrauonslent« der Handlungsgrh.lfcn. Verscnnn» lung Mmttc-g in Häver tan dz Festtalen, Reue Friedrich str. 35. Dortrag über sozialistische und kapttckistische Gesellschaftsordnung. Soziniististher Bund„Gruppe Arbeit". Dienstag 8 Uhr bei Drühn, Grunewaldstr. 82. Dortvag Gen. Binder: Siedlungsgemeind« iM neuen Geist«. Internationaler Bund der Kriegsbeschädigten und Kriegerhinter» blieben«». Ortsgruppe Schöneberg. Montag abend 7X Uhr imt Eberzhof, Ebsrsstratzo, am Bahnhof Ebersstratz«. Mtgileder-Versaimmn Arbeiter-Samariter-Bund. Kolonne Grotz-Derlin. Lehr- und Uebu ngo» stunde haben: Montag, 8. September, abends 7X Uhr, �Bezirk Tempelhol, Berliner Siratze 94, b. Marten. Bezirk Süden,. Mt. I, M-ühiotstr- 1». Dafelbst Ausgabe von Be-bandsmateriai. Taschen und Armbindou sowie Abstempelung berselben.— Donnerstag 11. September, B�tick Westen, Abt. III und IV: Schöneberg», Vorberg Str. 11, Rest. HoenW.— Freitag, 12. September: Abt.\, Neukölln, Weich selstr. 8, Ideal-Passage. Verantwortlich für die Redaktion Alfred Wielepp, Neuköllns Virlagsgenoilsnscheft„Freiheit",«. G. m. b. H., Berlin.— Druck de«, Lindendrnckerei und Berlngegesellschatt m. b. H., Schissbauerdomm 19.\ > to-i' u die meisten Mensche» fch(('" Tod finden, weil fie die ��a»kh«iten nicht schnell genug N G» ��ndheit bringt in den meisten I Stu"" Zufriedenheit und ein langes lt, J!' �eanllheit dagegen Wölfl nur iKweifluns, Unzufriedenheit, ��iven frühen Tod. Der er. Kr s"s ttfer Sei probte und besonnte FamNienfreund, der seit Jahrzehnteu Miflwnen Ren schert treu beraten hat, heifit:?rof. Dr. Bocks Buch vor» gesun- den««d kranke» Menschen. DaS lehrreich« Werk, welches nicht von Laie«, sondern von vielen unserer allererste« prnktischen Arzte und Arztinnen gemeinverständlich versaht, unierrichtet jeden, wie er sich und sein« An- «skSrigen bar Keankhsit schützt oder boeeitS eingetreten« Krankheiten heilt,«ad snthäit viele knwrte Tafel« und Abtzitduagcn aller Teile des menschlichen Körpers. Wer dieses berühmte Werk noch»icht befitzt, verlange vorerst durch neibenftehenden Tubschein em Heft mit dem reichhaltigen Inhaltsverzeichnis j deS Werkes gratis und franko. 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Sie wußten .��selnden Vorgänge des Alltags einzureihen in den »Mlhtlichen Fluß der Dinge, wobei genaueste Einzelkennt- � der Einsicht in die treibenden Kräfte und die wich- fingen der geschichtlirhen Entwicklung Hand m Hand ist Einsicht ist heute besonders notwendig, und es » s�.der wichtigsten Aufgaben marxistischer Politik, diese .?�dsc>tze in der Praxis zu bewähren! Jene Leit- w die Engels in seinem berühmten Vorwort zu ,2»KlassenkämPfen in Frankreich" darlegt, zugleich die Mrnieidlichen Mängel solcher historisch-materialistischen geZgcschichtsschi-eibung kennzeichnend, die vor allem in der , gewigen'den Kenntnis aller ökonomischen Veränderungen �rundet sind. Engels schrieb damals: »Die materialistische Methode wird sich daher nur zu oft dar- ßj beschränken müssen, die politischen Konflikte auf Interessen« 7®pie der durch die ökonomische Entwicklung gegebenen, borge- Wcnen EesellschaftSklassen und Klassenfraktionen zurückzufüh- > Und die einzelnen politischen Parteien nachzuweisen als den . is oder weniger adäquaten politischen Ausdruck dieser selben �istn und Klassenfraktionen. t°.'lt selbstredend, daß diese unvermeidliche Vernachlässigung �.gleichzeitigem Veränderungen der politischen Lage, der«igent- r| SZastä aller zu untersuchenden Vorgänge, eine Fehlerquelle '"uß. Aber alle Bedingungen einer zusammenfassenden Dar- in l>cr TageSgeschichte schließen unvermeidlich Fehlerquellen >'ch, waö aber niemanden abhält, Tagestgeschichte zu schreiben." . Dies« Worte von Engels finden ihre Bestätigung in vnonym erschienenen Broschüre mit einem kritischen im,! r die„Münchener Tragödie. Diese Schrift ist »£10 beachtenswerter, als sie in ruhiger, sachlicher Form den m der Münchener Ereignisse darstellt, wobei Lügen Wü. n-" �cuncyener ereignine naiiitur, i�uvui. Teilungen der Rechtsparteien zurückgewiesen und �.twtße Schrecken in seiner grauenhasten Wirklichkeit be- "litt wird. h. Geiste Engels ist vor allem der Abschnitt über die sj /Republik und die Darstellung der Militari- foim tl Bayerns gehalten. Hier wird versucht, unter .mutiger Anerkennung der Fehler der eigenen Partei, die -"�ben Kräfte der Ereignisse zu erkennen und jenen .>nismus bloßzulegen, der die Entwicklung aller bis- Räterepubliken unabhängig vom Bewußtsein der CpITh t bwi-ercpuoiiKU iinaöyuuyiH wiu vcu itfi 1 � sowohl der Massen wie der Führer, verstand' �.wwht. Bei voller Würdigung der Schwieriajieiten der in f» Lage, der Einengung der Republik München auf w»!. v Gstadt mit geringem Hinterland, bei vernichtender isl." der„preußischen" Politik der bayerischen Rechtssozia. icfiJl m t die Broschüre jenen verhängnisvollen Fehler auf, jj;" Vermeidung die allzu teuer bezahlte Lehre aus der "chener Tragödie sein muß. Es heißt in der Broschüre: " iroer--•—--..~ - noch dner anderen Täwschwny rmierloyon die An- der Rätereyiernng in de» kritischen Tagen. Sie er- � � ül der Frage, ob parlamentarische Regierung oder Räte» 'uig.%% entscheidende Frage nicht nur der politischen, �>»»2*"4 der ökonomische« Machtverteilung und glaubten farnL �enderung der Form des staatlichen Lebens auch sofort � Inhalt entscheidend zugunsten der Arbeiterklasse be- S» können.(<5. 61.) ,.»os Münchener Beispiel abor hat damit erneut die Rich. C*' t der Anschauung bestätigt, daß jedes isolierte und der- � Borgehen eines Teiles des Proletariats aussichtslos ist � Niederlage führen muß. ES zeigt auch, wie Verhängnis- � für das Schicksal der Revolution werden kann, wenn die �n revolutionären Kräfte die Form der Umwälzung Inhalt stellen und sich Täuschungen hingeben über � der revolutionären Kräfte und die ökonomischen Grund- * der Umwälzung selbst. Wenn dast deutsche Proletariat die wtio« retten will, st» muß es lernen, einheitlich und ge- T*»u handeln und das große Ziel der Bewegung als Gan- Erachtet über TeAerfokge und vorübergehende Moralerobe- �»u sehen."(<5. 62.) siller Empörung über bie Verbrechen öer Regie- , �"Ncckisten und öer bayrischen Roskegarbe müssen wir gjck�wenden Kämpfen die Lchre von München beherzigen. I}ii„si'Unen dann um so eher jene Ziele erreichen, denen die w"ienet Revolutionäre, besonders die Jntellekbuellen, falschen ipvilitischen Wege zugestrebt Sie Blockade gegen Rchlsvd. "vferew in der Mvn>!ag-Morg«>n>-A>uSgalbe veräsfenWchten betreffend die Erklärung des schwodischcn Ministe- !, �» Aeußern übet die Wiederaufnahme der kam- cP j( l l< n. und konsularischen Beziehungen »n», �jetrußiand schreibt daS linkssogialistvsche �rgan .Diese Erklärung des Mmtsters dest Aeußern an wk�kr der Metall« rdoiier emthätt eine höchst ftmsatianelle tT�oung der rücksichtslosen GewaltS Politik ** nt«, welche nicht nur gegen die vussische ZiaterepubAlk, v- B'ch gegen einen neutralen Staat wieSch w e- 1 Mrichtst ist. Durch KvtogSdrohumg oder durch Kri�rchst, � Anknüpstmg der voMommen legitimen Geicyafts- �ugen mit Ruhland verhindern. Damit tritt die Entente 4 Mächte,.Beschither der kleinen Staate« iw *t. Welchen großen Schwindel hat sich die«igkische Ro- im das eigene Volk zuschulden kommen lassen, wenn 'ioiw.'kfernnt durch Harmstworth erklären läßt daß dl« Rrchkand ausgehoben sei, doch dessen ungeachtet *(&. SQiMiet zwingt, gegen cheen Willen an der cht«? ft«nzüfischs Krieys fchlsft ausrechtevhoil'snen B.vckade d abzuwarten, was die Arbester Englands �«kvvchz dieser EnthiWu.ng sagen werden. i»� Eiteren wird uns aus Stockholm über die Unter- sch'�Ng russischer Arbeiterkinder in schwe- »w Arbeiterfamilien folgendes gemeldet: Vor einigen hlijs,?!«rgriff die Stockhc-lmer Sektion der schwedischen links- - Ichen Partei die Initiative zur Aiöglichmachung eines �UjrRthgltcs mehrerer Hundert russischer Arbeiterkinder, die der Lebensmst.elnoi besonders ausgesetzt sind, in schwedischen Arbeiterfamilien.(In Schweden waren in diesem Sommer inst- 1 gesamt etwa COOO unterernährte Kinder aus Deutschland, Oester- reich, Polen, Tschechoslowakei.) Der Gedanke wurde von den schwedischen Genossen sehr sympathisch aufgenommen und zn Hunderten strömten die Anmeldungen aust dem ganzen Reich zur Ausnahme eines oder mehrerer Kinder ein. Die Regierung gab dem Transport ihre Zustimmung. Das schwedische Rote Kreuz er- klärte sich bereit, den Transport zu übernehmen. Nach merkbaren Verzögerungen, allen möglichen. Einwänden, kam endlich der end- güllige Bescheid des Ministeriums des Auswärtigen, daß die in dieser Angelegenheit den englischen zuständigen Behörden gemachte Vorstellung folgende Antwort ergeben habe: Eine offizielle Blockade gegen Rußland ist nicht proklamiert, doch wird eS als nn° möglich angeschen, daß irgendein Fahrzeug nach Petrograd kommt. Die englischenSeestreitkräftewarnenalleFahr- zeuge, die sie auf dem Wege nach Petrograd an- treffen, vor dem Versuch, in Petrograd einzu- laufen. Trotz aller Umschreibungen, daß keine Blockade gegen Rußland existiere, ersieht man hieraus recht deutlich, daß die Enteute den Stampf gegen das bolschewistische Rußland mit allen Mitteln.jührt. Gewerkschaftliches. Streik bei Rudolf Moffe. Die gesamte Arbeiterschaft des ZeitungSbettiebeS von Rudolf Mosse ist am Sonnabend nachmittag 4 Uhr in einen Proteststreik eingetreten, der bis Montag nachmittag 4 Uhr dauern soll. Am Freitag sollte vor dem SchlichtungsauLschuß eine Ber- Handlung über die Forderung der Arbeiter, einer EnischuldungS- summe, stattfinden. Gelegentlich einer Unterredung der neu- gewählten Arbeiterräte mit der Geschäftsleitung am vorhergehen- den Tage, ließ diese erkennen, daß sie vor dem SchlichtungsauS- schuj} erscheinen werde. Am andern Tage lehnte die Firma eS indessen ab, sich zur Verhandlung mit dem SchlichtungSauSschuß einzufinden. Die Arbeiterschaft mutzte dieses brüske Verhalten der GeschäftSlcitung als eine Herausforderung empfinden. Einmütig beschloß sie, sofort in einen Proteststreik einzutreten. Die Geschlossenheit der Arbeiterschaft mit der sie in den Streik trat, hat ihre- Wirkung aus die Firma Mosse nicht verfehlt, Zum Streik der Musiker km CafS Kerkern. DaS Internationale Tonkünstler-Orchester, oder wie est sich nennt: Deutsch-NationateS Toukünstler- Orchester, hat sich bereit erklärt, die im Cafe Kerkau strei» kenden organisierten Musiker durch Streikbrecher zu ersetzen. Es ist bezeichnend für die Deichungsart diese? Unternehmens, das bei jeder Gelegenheit die sozialen und wirtschaftlichen Bestrebungen der lNuftker-Organtsafion zu durchkreuzen sucht. An die Soli. darttät der gesamten Musikerschast Berlins appellieren hiermit die streikenden Musiker. Die Streikbrecher werden durch Schutzkeuie vor und?n dem Lokal beschützt, die die Sbreilendcn hindern, mit den Arbeits- willigen in Verbindung zu treten. Eine treffliche Illustration zu dem in der freien Republik gewährleisteten" Kocckiticnsrecht der Arleiiec, Zum Skrelk im chemischen Großhandel. Die Arbeiter und Angestellten, welche die Arbeit noch nicht wieder aufgenommen haben, versatnmeln sich Montag, den 8. September, früh Ö Uhn im Königstadt-CoZiuo, Holzmarktstp. 72. Die Streikleitung. Provokationen. Als die Arbeiter und Angestellten der Handelsgesellschaft Deutscher Apotheker am Sonnabeied zur Arbeit erschienen, fanden sie das Betriebsgebäude und die Umgebung von NoSketruppen besetzt. Die Angestellten wurden sofort aufgefordert, den Hof zu der- lassen, mit den Arbeitern wollte man neue Verträge abschließen. Während sich die Ausschüsse, um Aufklärung zu verlangen, zur Geschäitsleitung begaben, ließ man die noch aus dem Hof ver- woilenven Arbeiter durch Noskesoldaten vom Grundstück verweisen. Die Direktion erklärte, hierzu keinen Austrag gegeben zu haben. Entgegen dieser Behauptung konnte indessen einwandfrei fest- gestellt werden, daß den Unteroffiziere« dieser Befehl von einem Direktor erteilt worden war. Ntan konnte auch beobachten, daß diese Jünglinge im Innern deS-Haufe» Streikarbeit verrichteten. Es stellte sich in der Unterredung heraus, daß die Unternehmer den von dem ReichSarbeitSministerinm getroffenen Vereinbarun- gen ihre eigene Auslegung geben. Während es darin heißt, daß all« streikenden Arbeiter wieder eingestellt werden, wollte die Firma mit ihnen neue Verträge abschließen. Bei den Ange- stellten ging man noch weiter. Unter ihnen wollte man erst eine Auswahl treffen, und diese Auserwählten sollen neue Verträge auf der Basis des beim Schiedsgericht gemachten Gegenangebots der Arbeitgeber eingehen. Diese Zumutung wurde von dem gesamten Personal ans das entschiedenste zurück- gewiesen. Es wurde einstimmig beschlossen, den Streik so- lange fortzusetzen, bis alle Streikenden restlos auf Grund ihrer alten Verträge wieder eingestellt werden. Wie die Direktion selbst über die Streikenden denkt, geht aus einer Acußerung deS Direktors Koschizky im Laufe dieser Unterredung hervor. Er er- klärte, daß es natürlich das gut« Recht der Streikenden wäre, die Streikbrecher auf die Lumpen haftigkeit ihres Handelns hinzuweisen. Dies dürfte den Streikbrechern klarmachen, was sie von ihren.Beschützern zu erwarten haben, wenn erst der volle Betrieb wieder im Gange ist, und man sie nicht mehr braucht. Eine Warnung an alle Streikbrecherl Lohnbewegung in den Wurstfabnken. Mit einer gut besuchten öffentlichen Versammlung leitete der Zentralverband der Fleischer am 2. September eine Lohn- bewegung für Groß-Berlin ein. Kollege Krause führte auS, daß trotz der großen Arbeitslosigkeit im Beruf Vorfland und Ver- trauensmänner-Konserenz sich einmütig für die Kündigung des am 2. Januar abgeschlossenen Tarifs für die Wurstfabrikcw aus- gesprochen haben. Die neue Tarifvorlage des Vorstandes haben die Vertrauensleute mit einigen Wänderungen gutgeheißen. Eine Lohnerhöhung für Gesellen unter 18 Jahre von 75 M. auf 100 Mi, für Gesellen über 18 Jahre von 90 M. auf 130 M. wird gefordert. Von Bedeutung ist eS, daß in unserem Gewerbe zum ersten Male für die Lehrling« tarifliche Lohne gefordert wer- den und zwar inkl. Kost und Logis im ersten Jahre 10 M., im zweiten Jahre 16 M. im dritten Jahre 20 M. pro Woche und acht- stündige Arbeitszeit. Der Ausbeutung der Lehrling« soll hierdurch Einhalt geboten werden. Ferien werden im ersten Beschästiguugs- jähre vier Tage, in jedem weiteren zwei Tage mehr bis 14 Tage gefordert. Laut Schlußbestimmungen sollen die Arbeitcrräte von den Arbeitgebern besoldet werden, was bisher nicht durchzusetzen war. Desgleichen soll den Vertrauensmännern das Mltbestim- mungsrecht bei Einstellungen und Entlassungen zuerkannt werden. Zum zweiten Punkt.Die Brot los machung der Gesellen durch die Meister" referierte Kollege P o l l i n. An Hand von Beweisen legte er dar, wie die Meister die wenige Beschäftigung im Beruf au sich wolle» und mit Hilfe der Behörden für sich Privi- r-"Wl-- legi«, schaffen. Das Wohl der CfkMl est? kümmert fiS-nikZt. So werden auf dem Ä r(M��L«uachthof'Speistet bei der Speckverteilusa..mir 4-• �O�iGlMark Tagelohn beschäftigt, welche in der"Srcdi«yt offenes Geschäft betreiben. Recht bezeichnend ist es, daß lmrWmtlicher.Fleischerzeitung" die gelb-christlichen BundeSgesellen mit den Meistern für die Aufhebung des Achtstundentages agitieren, wodurch die Arbeits lofig- keit nur noch größer wird. Um die berechtigten Fordernngew-her Fleischer durchzusehen, ist«in festerer Zusammenschluß in der Bern ssor ga u i sgpM,- tzem Zeutralverband dev-HleisH� Notwendig. Der Tarif der Angesiellken in der. berliner Metalsindvsttke. Der Tarifvertrag für die kaufmännlschen und technischen An» gestellten der Berliner Metallindustrie sst nach achtmonatiger Der- Handlung Freitag, den 6. d. M., abgeschlossen, worden. ES han- doli sich um eine recht umfangreiche Arbeit, die zu bewältig«« 32 Hauptsitzungen und etwa 60 Rebensitzungen erforderte. Ueber die Annahme werden die Angestellten in den Betrieben abzu- stimmen haben. Von dem O-rtskartell Berlin der»Arbe>tS« gemein schaft freier Angestelltenverbände" kön» neu die dem Z e n t r a l a u L s ch u ß angeschlossenen Angestellten- ausschnssc je ein Exemplar des Vcrlrages von Montag ab in der Geschäftsstelle deS.Bundes der technischen Angestell- ten und Beamten", Werftstraß« 7, gegen AnSwei». kostenlos in Empfang nehmen. Der Zentralansschuß läßt einen Sonderdruck anfertigen, �dem gleichzeitig Erläuterungen beigefügt werden. Es ist zweckmäßig, daß jeder Angestellte der Berliner Metallindustrie sich ein Exem- plar davon beschafft. Die Schrift ist sofort nach Erscheinen zu einem noch festzusetzenden Preise in der Geschäftsstelle des Jen» tralausschusseL. Werftstr. 7, erhältlich. Der ErfcheinungStag wird an dieser Stelle bekanntgegeben. I Die DetriabSversammlungen, in denen Wer den Vertrag ab- gestimmt werden soll, stnd sofort einzuberufen. DaS Ergebnis muß beim Zentralausschuß spätestens bis Donnerstag, den 11. d. M., gemeldet sein. Gegen die Verdächsigungen der Eisenbahner. Gestern vormittag fand im Gebäude der Eisenbahndirektiou eine Besprechung der Arbeiterräte und Vertreter der Vewaltung mit den Pressevertretern statt nm die Verhältnisse, wie sie inej Augenblick aus der Eisenbahn herrschen, klarzulegen. Die Arbeiter»! schaft werde vielfach schuldloSbeschimpst. Die geringe Pro-� duktion liege— bahnbetrieb zeuge vorhW_____, schassung neuer Werkzeuge usw. werden vielfach n i ch t b e f o, g t-s An Hand einiger Beispiele wurde ausgeführt, daß in zahlreichen,' Fällen Werkzeuge seit November v. I. bestellt sind und bis heu*, nicht geliefert wurden. Auch die amtlichen Zahlen seien- irreführend. ES müsse berücksichtigt weiden, daß das Wagen-, Material diel abgenutzter zur Reparatur komme al« früher. Außerdem mangele eS am notwendigen Material. z Die Werkstätten sind zum größten Teil auch für die heutigen> Verhältnisse zu klein. Während man früher in einer Werkstatt l z. B. 1000 Mann beschäftigt hat, sind jetzt 8000 dort tätig. Einem. Prämien- oder Akkordshstem stehe man ablehnend gegenüber.' Die Vertreter der Verwaltung erklärten, baß sie sich auch der Au- sickt der Arbeiter anschließen müßten. Der Niedergang der Prost imllion liege in den ganzen Verhältnissen begründet. Werkzeug und Material könnten nicht von den Firmen geliefert werdetuf Die Verwaltung wolle gern den Wünschen der Arbeiter Rechnungkj tragen und gemeinsam mit ihnen on der Hebung der Produktion Diese Einsicht der Verwaltung kommt reichlich spät. Warmn�» bat sie die abscheuliche Hetze gegen die Eisenbahner geduldet?, Daß sie daS ungeeignetste Mittel war. die Arbeitslust zu, fleigerni hätte sich die Lerwalung doch selbst sagen müssen. Auf dem Wage der Einigung. Zwischen dem Deutschen Transportarbeiterverband und de», Geschäftsdiener- und Packerveremigung ist folgende Vereinbarung getroffen worden: z 1. Unter der Borau ssestunzp daß die GejchäfiSdiqner. und PacEeröeremiguiif! in abtebbarer Zmt ihren Anschluß an den- Deutschen TransPortarSoitsrOerband herbeiführt, soll bei der biSj dichin flattffndsnosn gemeinsamen Agitation von Seiden Seiten- daranf geachtet werden, daß der gegenseitige Besitzstand an Mit»' gliedern gewahrt wird.- 2. Für Bettiebe, in denen Mrkvlieder beider Organ isaiionen,! täfig sind, sollen etwa sich uostoendig machende Betriebs- best>rech,!ngen gemeinsam abgehalten werden. I 8. Die Agitation unter sölcqeu Kollegen reff), in solchen Betrieben, in denen.Kollegen tätig stnd, die keiner Organisation araebör-sn, soll hinsichtlich der Gewinnung von Mitali edern von' beiden Seiten loyal-botrieben werden. 4. Etwaige neue Tarife für solche Gruppen, wo Mitglieder beider Organisationen in Frage kvnimsn, sollen gemeinsam ab». geschloffen werden. Bei Verhandlungen, die Tarffabändmingew betreffen, können nach gegenseitiger Berfiändignng Vertreter der Gsschäfisdiener- und Packerderei-nigung teilnehmen. 6. Im Laufe der Zeit haben Vertreter beider Richtungen zu dem Zusammenschluß Stellung zu nehmen und dies» bezügliche Anschlußbestimmungen aufzustellen., Die Seifenarbeiter Berlins, die ftn Verbände der Fabrik» atbeiter eine-selbständige Gruppe bilden/ hielten am Mit» woch abend im GewerkschastShause ihre B rauchend erfammlung ab. AuS den Ausführungen' des Wranchcnleiters Poch i-st zu c-ntnehmen, das der ReichStaris für die Se.if-eni-n-drrstrie gekündigt ist und nur noch bis Ende dieses Monats GAsigkeit hat. Eine Konferenz der Seifenarbeiter am 24. August in Hannover, hat sich bereits mit einem neuen Tarffentwurf beschäftigt Berlin war ebenfalls durch einen Delegierten vertretsn. Nicht nur in bezug auf Löhne, sondern auch betreffs Ferien usw., werden von den Seifenarbeitern erhebliche Vertbesserunqen gefordert Die Seifenarbeiter, welche immer unter de» schlechtesten Lohn- und Arbeitsbedingungen zu-leiden hatten, sir.d nicht mehr gewillt, sich mit völlig unzureichenden Löhnen zufrieden z-n geben. Anderer- seitS haben die Konferenzteilnehmer in Hannover entschieden protestiert gegen daS Vorgehen des ArbeiterauSschusses der Sualicht- gesellschast-in Man-n-hsim. In der Diskussion wurde darauf hin- gewiesen, daß von einzelnen Arbeitgebern, welche sich von dem Schreck, von dem sie am 9. Novembör befallen wurden, erholt haben, eine Sprache geführt wird, wie eS in den 80 er Jahren üblich war. Andere DSku-ffionSredner bemerkten sehr richtig, daß die Kollagen ielbst schuld daran sind, wenn derartige Zu- stände bestehen. Warum lassen sie sich eine unwürdig« BeHand- lamg vdn den Unternehmern gefallen? Quittung. Als Unterstützung für die streikenden Kollegen der Firma Zyklon sind folgende Gelder eingegangen: Kollegen schaft der Firma Judikatis 566,— M., Tenner 80,— M., Deutsch« Kabvl- werke 48,05 M., Straßenbahn 1 192chO M., Piechatzeck 70/— M.. Daimler 1025,85 M., Bergmann(Seestraßej 600,— M.. Berg- manu(Rosenthal) 1000,— M., Mir u. Genest 766,30 M., Titania 91.75 M„ Stock(Motorpflug) 693,50 M., Stock lGchöneweide) 206 60 M., Stock Mavisnfstde) 1368,56 M., Stock iTrsptow) 96,25 M., Härtung 163,90 M., Auer«OS-vamwMrf«) j 032,50 M., ftnoache�mjc 3 308,05 M., Werner 716/25 M., Knbslwerie(Ober- spree) 2028�- Bi.; Summa 15 136,95 M. Der Arbeiterau-Mmß.- Salz mann. BaicAe. Sandt. H udt. VeranntmachAng. Temäb Z S der verordnus�g de» Magistrats rlm über LebrnSmittelkarte« vom 18. Oktober Biß wird für den Gememdedezirl du Stadt Ver. > bestimmt: 1. Auf den Abschnitt V 18 der Einfuhrzrisatz&u�e c Stadt Berlin entfallen % Pfund amerikanische» Weizenmehl oder X Pfund inländische» Weizenmehl , der Bezugsberechtigten. Der Kleinhandeisveriaufspret» betrstgk für (öS auf den Abschnitt V 15 auszugebende miS- Bnbitche Weizenmehl 0,42 M. je X Pfund, für in. ländliches Weizenmehl(g4prozcntige») 0,10 M. je ti Pfund. 8. Unter Ausschluß nachträglicher Annahme stnd die Boranmeldeabschnilte in der Zeit vom Montag, den 8., bis Mittwoch, den 10. September 1919, bei den Kleinhändlern abzugeben. Die Klein» Händler haben die Abschnitte am 11. September 1919 bei den Crohhändlern abzuliefern. Mit dem Verkauf des ausländischen MehlcS wird einige Tage später begonnen werden. Nicht abgeholte Ware verfällt mit dem 1. Oktober 1919. ) 4. Das inländische Weizenmehl kann gegen Ab. gäbe deS ganzen Abschnittes V 16 der Sinfuhr- »ufatzkarte ohne Voranmeldung sofort in den durch entsprechende Plakate kenntlich gemachten Klein- Handelsgeschäften entnommen werden. Nach dem IL Oktober 1919 wird inländische» Weizenmehl aus den Abschnitt V 15 nicht mehr ausgegeben. s B. Die mit dem Verkauf de» JnlandSmehlS beben dem AuSlandSmehl beauftragten Kleinhäind. Kr sind verpflichtet, die für das inländische Mehl entgegengenommenen Abschnitt« V 15 der Tinfuhr. «usatzkarte im Beisein de» Publikums mit Blaustift zu durchstreichen. Di« für das inländische Mehl lentgegengenommenen Abschnitte V 16 der Ein. �uhrzusahkarte sind getrennt von den Mehl. «abschnitten der Brotkart« am Freilag, den a. Oktober 1919, an die Vrotkommissionen abzu. ssühren. Hinsichtlich der Abgabe der Mehlabschmtte der Brotkarte verbleibt e» bei den bisherig«, Bs- Stimmungen. [ 6. Di« ordnungsmäßige Ausgabe des MehleS in den KleinhandelSgcfchäften wird kontrolliert. Hin» -sichtlich der AuSgab« des MehleS verbleibt es bei »uiferer Bekanntmachung vom 16. Mai 1919. Di« Kleinhändler, die das reine ausländische Mehl etwa zurückbehalten, vermischen oder vertauschen, oder aber Ncstbestände unbefugt verwenden, haben unnachsichtlich Schließung de» Geschäfte» zu gewärtigen. Im übrigen finden, sofern nicht ander« Vor- Schriften schwerere Strafen aussprechen, die Straf. Bestimmungen de«§ 10 der Verordnung de» Magistrats Berlin vom 18. Oktober 1918 An. «endung. Berlin, den B. September 1918. M a s i st r a t. Abteilung für Nährmittel. SLgb. Nr. 5171 Nä. Äekanntmachnnst. Einwendungen gegen die Zuteilung der Kohlen. Marien sind für die Ernwohner der Stadt Berlin otnter Vorlegung der beanstandete» Kohlenkarten bei der Geschäftsstelle der Deputation für die Kvhlenversorgung. Spandauer Slrag« 10, in der Zeit von 9 bi» 2 Uhr, und zwar nach folgender Einteilung vorzubringen: An jedem Montag nur von Personen au« den Birotkommissioiien 1— 40, an jedem Dienstag nur von Personen au« den Brotlommissionen 41—80, PN jeden, Mittwoch nur von Personen au« den Drotkommissionen 81— 120, an jedem Donnerstag nnr van Personen au? de» Brotlommissionen 121—160, an jedem Freitag nur von Personen au» den Brotlommissionen 181— 200, an jedem Sonnabend nur von Personen aus den . Brotkommissionen 201 bt» Schluß. Doch wird nochmals twrauf hingewiesen, daß bor dem 16. d. NU», eine Bearbeitung von Ein» zaben nicht vorgenommen werden kann, weil frühe» tens dann die erforderlichen Unterlagen(Mieter» zuittungSlistcn) an uns zurückgelangt sein werden. E» ist unbcdingi erforderlich, daß jeder Gesuch» ieller über dl« Nutmuer feiner Brotkommission genau Bescheid weiß. E« wird empfohlen, die Einsprüche möglichst schriftlich an die Deputation für die liohicn» Versorgung, Spandauer Straße 10, zu richten. Bei mündlichen Einsprüchen empfiehlt es sich, Ausweise über die vorhandene Personenzahi— möglichst Bestätigung der Brotkommission— mit» 'zubringen und, sofern für die später anzugebenden Ofenkarten auch Angaben über die Wohnung zu machen sind, auch den Mietvertrag. schließlich wird die iehte Abteilung unserer Bekanntmachung vom 27. August 1919 hiermit wiederholt: »Um bei der späteren Ausstellung der Ofen. ffartcn falsche Zustellungen zu vermeiden, werden lalle diejenigen, die zum 1. Oktober umzuziehen Veab sichtigen, im eigenen Jutcreste aufgefordert, sogleich— d. h. schon vor dem Umzüge— ihre neue Wohnung der Deputation für die Kohlenversorgung mitzuteilen. Es genügt eine Postkarte mit der veberschrift„Umzug" unter Angabe der alten und der neuen Wohnung, de« UmziigSterminS und de» Namen». ES empfiehlt sich, diese UmzugSmeldung nicht mit anderen Wünsche» ober Anfragen zu verqulckea." Berlin, den 5. September 1919. l Magistrat. Deputation für die Kohlenversorgung. _ Loehning._ lchtung! 3 tili rncrct*» Ncktungs Um Montag, den fl. Sept., abend» 7 Uhr tm Mustter« BfidiiSlioue. floiiet Wühelmftt. 81 Lesseulliche Zimmererverfammlang. ZagtMTbitun«:, L Da« I'tzt« Dom Bctbanttmllanb der ZablsttN« f otlln bc« ZtNtral» , VN band«« bera««gegtbl»e giuablaU uub uniercRichllerltgung htcrjU. 0. Rrttc«uoipiach«. r D«r Btibor.bbcorftnn» b« Lahlsttlle C ort tu tft«u dieser 8t®« um- uns Ichrlnlio, prUitnit. Verein der Zimmerer Verlins v. llmg. Ter Vorstand.__ "IniTrnalif.ir.Irr ilggh itt KritgobkschäÄisilrii vlld Krieeohintlliillkbtiltll Grtsgriippe Aröllgu t. M. «m»lenotag.»en». Sept. in, abend» 8 Ubr ■ wtchllge tvNtgltederverlanimluua■ l ÖfAbOW.>üu«uüo((iltüunu, VsramrtUlaAimtg-. St« Gebers.mug irmh Mrst»>avald«.Stwo« Ist nach unserer Anordnung vom 2. September 1910 nur mit vorheriger Benehmigung be* städtische» Woh. nungoamte, gestattet. Z ür ftouw»ld«»E p«««, 2. Sept. l&H. Der Magistrat. VekanntuiachnRg. 1 ES entfallen mtf den Abschnitt 79 der all» gemeinen LcvenSmitlelkarte der Stadt Berlin 100 tf Ret» für 041 M, 200 gr Teigware», sowie auf Abschnitt 42 l�er LebenSmillelkarte für jugendliche 250 gr Haferftocken. 2. Hirjct Ausschluß nachlrüglicher Annahme sind die Anineldeabschiiitle vom Montag, den 8. September, bis Mittwoch, den 10. Seplentder 1919, bei den Kleinhändlern abzugeben. 8. Dl« Kleinhändler haben die Anmeldead» schnitte zu den ausgerufenen Nummern bei den Großhäildlern am 11. Septeniber abzuliefern. t Nicht abgeholte War« verfällt mtt dem 10. Oktober 1919. Berlin, den 6. September 10t#, Magistrat. Abteilung für Nährmittel. Zeichen: Nä. 5173.„, Bekanntmachung. Di« infolge Besserung der Berliner Deiben»- nittewersovgung duuecnp zurückgehende Teiü nahm« an der städtischen Volksspeiiung macht vom 15. September d. I. ab weitere Einschränkuiigen notwendig. Die ZcntraUüchen V, Alexandcrplah, und VII, Arminiusplatz, werden geschlossen, ihre Ausgabe. stellen werden auf die weiterhin in Betrieb de» fiitdlichen Küchen I und III verteilt. Die sehr wenig in Anspruch genommenen Aus» gabestellen Nr. 3(Danziger Str. 28), 9(Ibsen» straße 17), 65(Hosemannstr. 9), 19(Navenä- fltuße 12), 22(Böttzerstr. 18), 29( Christian ia- straß« 80/89), 41(Görlitzer Ufer 4), 43(Reichen. betner Str. 181/32), 50(Bochumer Str. 8) und 65 (WilinSstr. 10), werden ausgehoben. Den wenigen> dort noch verbliebenen Teil. nehmern muß anheimgestellt werden, eine der nächstbelegeneu bestehen bleibenden Ausgabestellen aufzusuchen. ES werden offen gehalten: Ausgabestelle Nr. 1/2 TreSckowstr. 11, ».6 Zehdeilicker Str. 17/18, »»6 Schwedter Str. 232/4, »»8 Grcifeuhagener Str. 20, *.10 Graunstr. 11, «• 11/12 Landsberger Allee 60, m* 13 Straßmannstr. 6/8, «* 14 Rigaer Str. 81/2, «.16 Memrler Str. 24/5, ». 16 Langestr. 76, ..17 Höchstestr. 84/5, ». 13 Pasteursfr. 5, . 20 Müllerstr. 158/9, . t. 21 Sciulstr. 99/100, «.24 Christianiastr. 4/6, . 26 Müllerstr. 48, m. 27/28 Neu« Fried vi chstr. 29/34, ..81 Markuöstr. 49, - ,82 Schmidstr. 88, «.83 Niederwallstr. 12, «..84 Alb rech tstr. 80, ..87 Stralsunder Str. 54, . m 89a Waldemarstr. 77, »».42 Glo gauer Str. 12/16, ..44 Dieffenbachstr. 51, •.46 Bremer Str. 18/17, ..48 Quihowstr. 116, .49 Alt-Moabit 23, ».52 Luisen-Ufer 15/16, . ,63 Wasserlorstr. 81, ..54 Alte Jakobstr. 127, . ,66 Kleinbeerenstr. 2, . ,67 Mittcuwalder Str. 84/8® . ,58 Belle-Alliancestr. 8Q, ..01 Steinmeüstr. 79. .63 Sellerstr. . 64 Stadthaus(nur für städtisch« Der Essenspreis wird vom 16 d». Mt». a/auk 80 PfK für die'/. Liter, und 40 Pfg. für X Liter- Portion festgesetzt. Berlin, den 6. September 19191 Magistrat. Mermuth. Zentraloeebanö öer Stemarbeiter veutschlanös Wow der Naler, eaSierer, Anstreicher usw. Filiale Berlin Der erhöhte» Gaesperrsiunden wegen muß eine Veränderung unserer Bürozeit eintreten, von Ntontag, de« 8- September a« ist unser VerblmdVbürs töglich durr gehend von 8— S Uhr, Sonnabends von 8—1 Uhr, &» jedem Donnerstag dagegen von 8—7 Uhr geöffnet. Die Ortsverwaltnng Zahlstelle verlln DtenStag, den v. September 1010 ebeiib» 7 Uhr, Saal I Pl mit Frauen in den verliner Verein», und KanzertsSlen, früher Armlu-Hallea, Kominandantenste. 5849. Tagesordnung: 1 Portrag über Rätesystem und Arbelwgemeln. schaft. Referent wird in der Versammlung bekannt gegeben. 2. Verschiedene». Nächst« Versammlung der Steinarbeiter aller Branchen in demselben Lokal. Freilag, den 12. September 1910, abend» 7 Uhr. Saal L Tagesordnung: 1. Unser« Tarisänderung zum 1. Oktober und wie stellen sich dl« Kollegen dazu.— 2. Gewerkschaftliche». Zu dieser Versammlung sind die Kollege» der Drobmald rauche besonder»«ingeladen. DiM prtpnermaltung. Deulscher Nslallarbeiler-Verbakd. Leuljcher Holzarbeiter- Vecbimd. Verband Der Maler and Lackierer und Verband der Saitler. Karosseriebetriebe. die Vertrauensleute der Karosseriebetriebe treffen sich Montaft, den 8. September, abends O Uhr, in Aiidreas-Festjäle, Andreasstraße 21. _ Die Ortsverlualtungcn. Deutscher Textilarbeiter-Betband Miontnö� den 8. September 1010, abend» ö Ugt, in BoekerS Festsäle, Weverstraße 17: Versammlung der Stteikenden Z Färbereien und chem. Wäscherelen Bericht der Streikleitung. �ie Verwaltung. Deuischer Holzarbeiter- Verband BerwaltungSstelle Berlin. VSro, vcrNn SO 1B, Mungeftr. 80. steru'pr. i«m« anortgplah Wt. 10888». 8578. ,/ MiWedn- und Vranchenversammloggev Sonntag, den 7. September 1919: Bodenleger und Söhnet: Vorm. 9% Uhr, Lrd«tt»lol«»saal, Rungestr. 30. U. o. Stand der Tarifbewegung. Montag, den 8. September 1919; Kamm- und Haarschmuckbranch« Abend» 7 Uhr, ,F o r 1 u n a s ä l«-, Stra»«b»rg«r Straße 3. u. a. Bericht«. Verband», und Brancheaangelegenhelteu. Dienstag, den 9. September 1919; SBufttlnftanncntcnarteller. Abend» 7 Uhr. D« a>»r k s ch a k 1« h au». Engel. user 15. Tagesordnung: Da» Rätesystem. Referent Denoss« Sommerfeld (U.£. P. D.). Korreferent Genosse Büchner(S- P. D.) Stellmacher: Abend» 7 Uhr..R o s e n t h a l e r S o f". Rosentalerstr. v.«. N.& Stellungnahme zum Relchetaris. Verkehr».. Fahrzeug, und Fiuuuigebelrlebe sl»d besonder» geladen. Mittwoch, den 10. September 1919: tt(testen, und Pinselmachen Abende Uhr.« rd e l 1» l o s e n s a al, Runge» ftrahe 30. Tagesordnung: U. a. Bericht über dl« nochmaligen Verhandlungen mit den Unternehmer». Donnerstag, den 11. September 1919; Schlrmmncher: Abend» 8 Uhr, Ardeitslosensaal» Rungestr.«& stellen sich die Näherinnen zum Streikt- ll. VertrattttismSntterversammlttttkett Montag, de» 8. September, abend» 7 Uhr, tm.vewaakfchastMhan�, Engeluser 15: ©cfaralBetftanensffläitnet-Bttsmtiralang. Tagesordnung: Stellungnahme zum Reichstarif. Drechsler und Treppengeländerarbeiter: Donnerstag, den 11. September, 7 Uhr, bei Greloe, Rungestr. 16.11.». Berichterstattung de Mission und Vertrauensmänner. Ilschbranche: Dlenetag, den 0. September, abend« T Uhr, bei Reckllng, llopernlkueste. 23. Kommissionen, soweit sie noch bestehen, sind dringend eingeladen. ... abend» der Som- X»UtalfteB. DeutscherMetullarveiter Verband Venvalillagsskeile Verlin« U. 54, Linieuslratze 83-85. ®ctchöfj»jcl( von v bi« 4 Uhr.<1»elcpho«:«mt Korden 188, 1830, 1087, 0714. CisenkonstruktionSbranche. Montag, den 8. Septemlirr, abendS 0 /. Uhr, Sophieu-Lvieu«, Wcinmetster Straß« 16/17 Brattchen- Versaminlttnfte Tegeterdnuag: 1. Bericht Uber dc» Staad unserer verhandlua». 3. verschtcdcne».__ Dirnstag. den 0. September, abends« Uhr Vrttiichen-Versaiiimliittft dn Elskll-, MrlnII-, Kk»»I»rrdtchtr und-drrlltri»«r» sswie Z?»n�chlciftr im.Pahrnhofcr-(früher Bockbraurrei), S\V, Fibicinstraße 1/3, Outrstraße der Bellr-Alliance-Ttraße. r«ee»ordanae! 1. Die irabfuMtyle ßlnfffn'C reinig In MNsfm Branche durch die Unlernehnrer bcl Mimnlri« de» neuen Lehnadlemmen» In der Metaiiludustlle. 1. LlanchenangeUßen- heUrn. 8. Vers lebe es. IN an WIM Ii der n'ditigen Tageserdiuin, 1(1 da» pantlliche Erscheinen aller Lellege, aud Kalles innen dringend noNecndlg. Mafchiuettfchlosser-Bt'anche. Die«. tag, dc« 0. September, abendS 4 V» Uhr, Rcichenbtrger Hof, RcU.enber er Straße 147 Braitcheii-Versaminliiiift «Otr io der Zritllvgz- oad ZchllcSprrssrll'Krauchk mit Rkpariturell dtschafiigitll Ksllrgtn. TaieSordnung: 1. Me vftbesiern wir unsere wirtschnftNch« Lage? Nef«r«»t Solleg« MaL Urich. Z Diskussion. B. Brauchenangelegenheiteu. 4. Kersch tcdeneS. DienStag, den 9 September 1910, abends 5 Uhr Brattcheei-VerjaniiiUiiii� der Bauschlosscr uiid der Kollesiett aus den Betriebe« für sielochte Bleche im GewerkschaftsKaus, Engelufer 15. .Xaneeertttuaa: 1. Bericht der BevdonMnnglforamKIle«. ll.«lettttntnafime dazu. 8.«erschl-dene». Bei der BMligtetl»er D>-e»vrdnun« IM e» Pflicht eine» srdrn ffoyenen, rech««er kllr He BesiamMlnUg«guieeen und dllntlllch«n«tWeinen, da der Saal M» 7 UM gerBttnt sehr nuit- deil«! M.3J5ri von II in gleicher A«""*"* von M, 335, J Nur solans® Vorf» 1] ,«ii»al>ed»b»<(egbimiett!. Die Ortsvenvaltnno. wie alllährl'�� pretewerteal"» R «M 41 löra�j.--- 26' 8eue «s Schlaf- -a&g Kein L«�,- PhatoappL w. p." lifpill »•((««»!• beim Schnei« benneiftet Lesser.% WKM Sdlller S2# ffWM W (abri 12.90. 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Königsgraben 2 �terungsbranch«, Post, Eisenbahn, Polizei, Feuerwehr, Bergleute und Reh.. � unsere Forderungen an �'2. Beschlubsassung, 3. Freie Aus- dessen, daß die Löhn« in der Liefe- W ba» vr die schlechtesten in der Schneiderei .'Berimsu großer Wichtigkeit ist, gesund» "imirn* J* Zeitlöhnen, sowie das wolle -'cht der Arbeiter bei allen Lohn- und lift Irt. erringen, ist es notwendig, daß ti: ,,"i der Lieferungsbranche Beschäftigt» Öligen Verscunrntung erscheint. Di« Kommisston. Ä..._«chtangl Charlottenliurg. ®- September 1919, abends 7% vhr. lat.' �ielandstr.« >el>er-versammlung * �rlcheinen erwartet Di- Kommisston. Achtung. V> Nt»-«bend» 7 Uhr bat �«aben-Konfektio« derstraße"!?' j{» �ersiraße 17 AAche Versammlmz. " ln'�"u n 8; Wo bleibt die tariflich« tyll*. H nabeii Ii onfekHont '»»5. oller«olleg-n und Kollegduie», in �"Nlung zu erscheine». k Dt« Kommssto«. 6�?.»«« 8. September 1919, abend» 7 Uhr. hij'* n[ fl l e u, Sophienstr. 17/18. >f»eder-versammlmg Kolleginnen de» HerremvSsche-Bränche. � Endgültig« Beschlußfassung über Wt Aerichterstnttel! Kollege Salewsky. �°l?rache. Berfchiedene«. >6L«n Sorzelguiiz der MltzNedskart«. Dt« Kommssto». «ibtttf' Ausbewahre»; .?erreu- konsettion. u. Werkstattsitzuugeu «m Monat September: fi.fci"' Atonak Pohl«. Echmtdt, 6. Reich- " 4�,. Statines, Rappold u. Söhne, bei -loUtnmarki 7/8, 7 Uhr. 'd Alonat: Cohn u. Gerschlowiß, Frewerg J' Freiberg u. Grtinwald, Daoidfohn u. ■ninn, Heymann u, Co., Bruck u. Löwen- »l"«. Sachs, Müll« u. vager, bei Schulz. T* 2, 7 Uhr. k? Monat: Send««. Gattmann, Spider schulte«, Molkenmarkt 7/8,• Uhr. n Im Monat: Hugo Herrmann, Stern Popper, Müller u. Leopold, bei Molk»nmarkt 7/8, 7 Uhr. St., tot Monat: Möller u. Co� Leopold u. I. Silbermann, Landau n. '•fll' Kahn, Herßog Nachf, Adolf � Manuel Wolf, bei Schulz. König*" k". Monat: Machol u. Lewtn, Koh u. , r bei Schulte». Molkenmarkt 7/8,« Uhr. »1*�"01: Peek u. Cloppenburg. Leine- 4 n.Sohn, Tsder» u. Dykhoff, Weltmann, * i, j PH. Fabtsch, bei Schulz, Königs» Au, .»Hr. 6.«dam, Maz �Less«� Pirnl u. SohlL 7 wir. Graß, Achtung! %%%# und ylukerbliebeae 'ii, biaatsbekriede Spandaus! '�«itttag 4«h»,»« 8.«kplemd«, findet«M« -'A.J lversammlnng an» Hwiertliebm« w der Steven «Tifiaij«Ha b-adell. ist»cichei»» und» "eudmenaunt« w».«rt-MSi-idMoio«-». Mier ItaasjorHrfeiltt-Sitteii Bezirk bSroh-Berlin. Brauche der Fahrstuhlführer und Portiers. M?ntag, den 8. September, Wegen«, Seydelstr. 80 abend» 7 Uhr bei Große örmchen-VelsMMluu!, Tagesordnung: 1. Dortrag des Herrn Ober» Ingenieurs Lebermann über Anleitung zur Brenn- stoffersparnis und Frostschadenverhutung bei Hetzungs-, Lüftungs- und Warmwasserversorgungsanlagen.— 2. Wahloorschläge zur Branchenleitung.— 8. Berufs» fragen und Verschiedene». Um vollzähliges und pünKMche» Erscheine» ersucht Di» Branchenlettung. DieOmltimMeile Schmolholileq des Dentscben Mctallurbclter-Vcrbnades saebt zum ElntrlU um 1. Oktober cioen weiteren �schsnsfflhrer. Verlan wird agitatorisch© wd orzaDlsatorische B©- fahlßunj. rat© Kenntnis der VerbandselarlchtwifeB*md fünfjährige Verbandszuxehörigkelt Außer den fastgesetzten Bezüge* trfrd eine enteprectietfde örtliche Teuerungszulage gezahlt Bewerbungen mit Angabe des Alters, Berufs, der Dauer der Mitgliedschaft und def bisherigen Tätigkeit In der Arbeiterbewegung werden mit der Aufschrift„Bewerbung" bis zum 20. September erbeten an Wilhelm Lessen Schmalkalden. Am neuen Teich Nr. 5. EKKeZahue vurch DikmwoU beste Zahnpasta heben Wie Ich mein« •cbmersL ohne Stecken, Schneid. narbeairei aelbel entfernte. Prospekt gratis. ___ lireduL 3— t kml•— ö Nitschke. Churloflonhorr. KunlstruBe 6(1, n«h« Badnhoi T ätowierung Dr. mrl Karl Reinhardt SsriiD, rolshsiit Slru:e II? Ii 1 mtofslrtü«) Haut- und Harnanl bewährte, fachmünnlfecho Behandlung. 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September 1919, fiachmllt. 2'/» Uhr, auf dem Friedhof der Neuköllner Qo- tneinde, Mariendorfer Weg, statt Alle Verwandten und Bekannten Bind hiermit herzlichst eingeladert. aidss 320 bb 1800' Mk. lackiert, lasiert pftcfaplae. Unerreicfite Auswahl, Biilieste Preise. Direkt»b Fabrik. Ilätiaiel-FiM- Leger Z? Nur% Gf.FraaKturterSlr.!, Eck« Fruchlatrage. IkankMaguu». Pör die rege Teilnahme an d, Beisetzung unseres lieben Sohnes, Frenndes und Kollegen Ernst Stein, sagen wir Allen unseren herz- licbstea Dank, in Sonderheit dem Männer- Gesangverein-Liedertafel-West". Robert. Quint seist Fnra Imsl:, S'l- Stsil ramlli« Hoben Backe. Oip�ütkiife; Schlafzlmmsr Speisezimmer Herrenzimmer Polstermöbel kompl. KOchen Einzelne Möbel Qr. Auswahl blii. Pirna All Wunsch a. TeltzahL Qekanlte Möbel können kostenlos lagern. Möbel-Cohn Gr. Frankfurler S:r. 58 5 Min. y. Aletanderph Filiale: Badstr. 47-48. bei Stolfzugabe Frau Margarete Richter. Pehrbelllaor Str.» Erfinder. Palen dm reab. 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