Nr. 153. Abonnements- Bedingungen: = Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 mt., monatl. 1,10 mt., wöchentlich 28 Pfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags= Nummer mit illuftrirter SonntagsBeilage ,, Die Neue Welt" 10 Pfg. PostAbonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Eingetragen in der Post- BeitungsPreisliste für 1897 unter Br. 7487. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. = Erscheint täglich außer Montage. Vorwärts Berliner Dolksblaff. 14. Jahrg. Die Insertions- Gebühr beträgt für die sechsgespaltene Kolonel zeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Versammlungs- Anzeigen, sowie Arbeitsmartt 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ift an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Fttagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Mernsprecher: Bmt I, Mr. 1508. Telegramm Adresse: Bozialdemokrat Berlin". Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Amtliche Kulturbilder aus den Reichslanden. Sonntag, den 4. Juli 1897. = Expedition: SW. 19, Benth- Straße 3. Schnapstpest und Verrohung, über die besonders aus Lothringen lebhaft geklagt wird. Einzelne Unternehmer meinten dem Beamten gegenüber diese Entsittlichung sei dadurch verursacht, daß die Fürsorge bes Staates und andere Wohlthätigkeitsbestrebungen, welche den Leuten die Sorge für ihren Unterhalt aus den Händen nehmen und sie von den unangenehmen Folgen ihrer eigenen Handlungen befreien, die Grundvesten der Selbst= a chtung, der Selbsthilfe und der Selbstbeherrschung, also die Hauptbedingungen des persönlichen Wohlstandes unter graben." Politische Uebersicht. wuchsen, kein Hinderniß, keine Abschreckung gegen eine Wieder ihre eigenen Interessen bringen. Die politische Rechtlosigkeit holung des Vergehens dar." denn in den Reichslanden sind ja große politische wie geNoch mehr solche milde Urtheile sind werkschaftliche Vereinigungen so gut wie unmöglich. Man hat geeignet den Beamten hintan zu sehen, der dem Unternehmerthum zu Liebe, das für das französische Beachtenswerthe soziale Streifblicke finden sich in den vor die Anzeige gemacht hat, und erschüttern seine Kaiserreich schwärmt, im deutschen Reichsland die napoleonischen turzem erschienenen Berichten der Gewerbe- Aufsichtsbeamten Autorität den Unternehmern gegenüber derartig, daß diese Vereins- und Versammlungstuebel belaffen, mit denen die in Elsaß- Lothringen für 1896. Nur die Mittheilungen aus auf seine Anordnungen noch ungenirter als bisher pfeifen! Arbeiterschaft zur geistigen Stumpfheit herabgedrückt wird. dem Unter- Elsaß sind etwas dürftig gerathen, was zum Theil Das Gesetz versagt mitunter nicht nur bei solchen Ueber- Gewerkschaftliche Organisation, meldet der Bedaher rühren mag, daß der Beamte es den Arbeitern un- tretungen der Gewerbe- Ordnung, sondern auch bei Kriminal- amte für Lothringen, ist in der Großind ustrie möglich macht, sich ihm in der ihnen zuträglichen Weise zufällen! Der Beamte für Lothringen schildert, wie in gar nicht vertreten; in einigen Gewerben machte sie einige nähern. Er will nämlich von anonymen Zuschriften nichts einem landwirthschaftlichen Betriebe ein Petroleum- Motor so Fortschritte, so bei den Brauern und Buchdruckern. wiffen. So schrieb er am 18. Januar d. J. an den Vor- aufgestellt war, daß Unfälle unvermeidlich" waren. Eines Dieser Mangel an Organisation, die zur geistig en Hebung fizenden des Gewerkschaftskartells zu Straß- Tages war der Maschinenwärter das Opfer; er wurde von der der Arbeiter beiträgt, bedingt auch das Umsich greifen der burg. Dieses hatte nämlich, entsprechend der Aufforderung, Transmission gefaßt und getödtet. die wir im Vorwärts" Anfang November v. J. erließen, bei Der Beamte macht Anzeige und das Gericht? dem Aufsichtsbeamten angefragt, ob er mit ihm in Verbindung Trotzdem jegliche Schußeinrichtung fehlte und treten wolle. Darauf erwiderte der Beamte:" Es ist selbstver- der Unternehmer vor Gericht zugab, daß er gewußt ständlich und von jeher Brauch, daß ich jeder aus Arbeiterkreisen habe, die Arbeit sei sehr gefährlich, wurde er dennoch frei hervorgehenden Beschwerde nachgehe. Voraussetzung ist gesprochen." dabei allerdings, daß die Beschwerde nicht Warum? Das Gericht meinte, der Unternehmer anonym ist, sondern daß der oder die Beschwerdeführer mir habe keine Verpflichtung, sich zu erkundigen gegenüber offen für ihre Behauptungen eintreten und sich und zu prüfen, welche Einrichtungen zur Sicherheit seiner Sarauf verlassen, daß ich, was ebenso selbstverständlich ist, Leute gegen Gefahr nothwendig sind; von einem Bauern ihre Namen ohne ihre Zustimmung nicht nenne." sei eine Kenntniß derartiger Einrichtungen erst recht nicht zu Dieser Bescheid hat bei den Straßburger Arbeitern die verlangen! Auf solch tiefer Stufe stehen diese Unternehmer! Auch Meinung hervorgerufen, daß der Beamte die Namens- Und bei einer großindustriellen Glashütte war es das ist eine Folge der Machtfülle, die durch die reichsländische nennung des Beschwerdeführers auf jeden Fall ver- wie beim Bauern. Dort verbrennen durch Gasexplosionen Gesetzgebung den Unternehmern gegeben ist. Sie beachten lange. Wäre dem so, dann würde der Beamte einen großen fünf Arbeiterinnen, sieben Arbeiter so schwer, daß sie monate- nicht," schreibt der Beamte für Lothringen, daß die Ursache Fehler begehen; die Ursachen, aus denen die Arbeiter ihren lang darniederliegen; der Beamte überzeugt sich, daß eine jener traurigen Erscheinungen tiefer liegt, und sie wohl in Namen nicht nennen, müssen ihm zur Genüge bekannt sein. Nachlässigkeit, ein sträfliches Verschulden seitens der Fabrik- erster Reihe berufen sind, gegen dieselben anzukämpfen." Das Gewerkschaftskartell wird sich aber hoffentlich durch leitung vorliege aber eine Bestrafung erfolgte Der Aufsichtsbeamte giebt sich da einer wohlmeinenden diesen Bescheid nicht zurückschrecken lassen und dem Aufsichts- a u ch hier nicht. Warum? Der Beamte kann darauf Selbsttäuschung hin! Das Unternehmerthum hat gar keine beamten seine Berichte zusenden, ohne daß es dabei einen feine Antwort geben; er erklärt nur, er wirte noch darauf hin, Ursache, sich über folch geistig tief stehende Arbeiter zu grämen. anderen Namen als den des Vorsitzenden des Gewerk- daß die reiche Fabrik den Verunglückten eine Entschädigung Diese gerade sind es ja, die sich für einen Schnaps und ein schaftskartells mittheilt; den Namen des Arbeiters, der zahle! Das ist recht brav von ihm aber besser wäre es paar Pfennige mit Leib und Seele verkaufen, diese sind es dem Kartell die Mittheilung machte, braucht es nicht zu wohl gewesen, wenn die Gerichte eingeschritten wären! auch, die im Sozialdemokraten ihren Feind sehen. nennen. Das ist kein beleidigendes Mißtrauen gegen den Wie sicher sich das Unternehmerthum fühlt, zeigen die Und deshalb fühlt sich das Unternehmerthum im Lande Beamten, sondern eine durch die Situation gegebene und überall brutalen Rücksichtslosigkeiten, die es sich gegen der Diktatur so wohl- und die Reichslande werden immer übliche Sicherheitsmaßregel. Und eigentlich könnte die Gesammtheit der Arbeiter zu schulden kommen mehr und mehr das deutsche Irland, in dem politische Rechts es dem Beamten doch ganz lieb sein, wenn er läßt. Der Beamte für Lothringen zeichnet mit wenigen Worten losigkeit und soziale Noth eine dem Schnaps, dem Klerus und gar nicht den Namen des Arbeiters weiß, der ein typisches Bild des Geistes, der in gewissen Kapitalisten- dem Kapital gefügige Arbeiterschaft heranwachsen lassen. Dafür ihm aus einem Betriebe Mittheilungen macht! Tritt dann treisen herrscht. In einer Thomas schlacken Mühle herrscht aber dort auch Harmonie zwischen Arbeit und Kapital! doch eine Maßregelung des Arbeiters ein, weil der Unter- waren alle nur möglichen Einrichtungen zur Vermeidung der Armes deutsches Irland! nehmer gegen diesen Verdacht faßt, so ist der Aufsichtsbeamte sehr gesundheitsschädlichen Staubentwickelung geschehen. Da gegen jedes Mißtrauen seitens der Arbeiter geschützt! Und kam ein neuer Direktor- und alle Schutzvorrichtungen wenn der Beamte erspricßlich wirken will, ist dies doch das wurden verwahrlost, weil der Direktor erklärte, diese Stauberfte, was er erreichen muß! Ohne Berücksichtigung anonymer entwickelung sei garnicht gefährlich. Der neue Direktor hatte Beschwerden wird dem Beamten vieles verborgen bleiben, was von dem technischen Betriebe keine Ahnung, da er als zu wissen ihm noth thut. Es ist nicht so sehr die Kaufmann im Geschäftstomptoir ausgebildet und an die Furcht Dor dem Beamten als vor dem Unter Stelle des früheren Direktors geschickt worden war, um nehmer, die den Arbeiter vom direkten Verkehr einen höheren Gewinn zu erzielen. Alles mit der Inspektion zurückhält. Wenn der Beamte für andere schien ihm und seinen Auftraggebern Unter Elsaß in seinem Bericht schreibt: Ein rück- Nebensa che zu sein." hältiges Benehmen( der Arbeiter) in Gegenwart der Arbeit- Achuliche Zustände herrschten in einer Glashütte. weiß niemand besser, als der Urheber des Bruderkriegs geber oder ihrer Vertreter wurde nur ausnahmsweise be- Dort klagten die beim Mahlen der Rohstoffe beschäftigten von 1866. obachtet", so liegt dies nur an seiner Beobachtung; die anderen Arbeiter, daß sie morgens beim Aufstehen nicht athmen Durch diesen angeblich nationalen Krieg, der Desterreich Beamten befunden von überall her das Gegentheil. Der Be- könnten. Einer meinte: Wenn man hier 15 Jahre vom deutschen Hinterland losreist, verlor das Deutschthum amte für Ober- Elsaß meint, daß die Arbeiter aus Miß gearbeitet hat, ist man hin." in Desterreich seine Stütze; die deutsche Nationalität gerieth trauen gegen das Aufsichtsamt Anzeigen nur durch Solch mörderische Zustände zu beseitigen müßte doch die mehr und mehr in eine untergeordnete Stellung und in Mittelspersonen machen; er wird sich wohl irren. So weit erste Pflicht des Staates sein; aber aus den Berichten sieht Schwierigkeiten aller Art, und die Krise, in der Desterreich wir unterrichtet sind, haben die Arbeiter gegen ihn kein man, wie selbst diejenigen Beamten, welche helfen wollen, nur sich jetzt befindet, hat unzweifelhaft ihre Hauptwurzeln persönliches Mißtrauen, aber sie fürchten von den Unternehmern langsam und ungenügend ihres Amtes walten können, aus in dem Bismarck'schen Bruderkriege von 1866. Mertoder deren Spionen beobachtet zu werden, wenn sie sich dem Mangel an Machtbefugniß und Zeit; und wenn ihnen die würdigerweise richten die österreichischen Deutschthümler, Beamten nähern. Arbeiter nicht Mittheilungen machen, erfahren die Aufsichts- mit deren Logit es nie weit her war, ihren Zorn Weit richtiger beurtheilt der Beamte für Lothringen beamten oft gar nichts. Die Arbeiter aber haben gerade nicht gegen Bismarck, den sie umgekehrt als National die Zustände, indem er davon spricht, daß die Unterim Lande der Vereinsknebelung und der Dittatur und zwar heros verehren, sondern gegen die Habsburger Dynastie, nehmer den Verkehr der Beamten mit den Arbeitern mit infolge dieser Zustände noch einen solchen Mangel an sozialer das Opfer Bismarc's. Der Urheber des Krieges Mißtrauen betrachten. Dies sei zwar im Schwinden, Einsicht, daß sie sich lieber auf die Seite ihrer Ausbeuter von 1866, der den Desterreichern Bufriedenheit und Loyalität aber manche Industrielle, welche bisher an die stellen und mit diesen gemeinsam die zum Schutz der Arbeiter predigt, erinnert aber sehr lebhaft an den biederen Reinecke vollkommene Unabhängigkeit von ihren Ar- geschaffenen Gesetze umgehen. Besonders in den Ziegeleien Fuchs und dessen fromme Tugendpredigt an die Hühner, deren beitern gewöhnt waren, können sich schwer darin herrschen tieftraurige Zustände. Der Beamte für Unter- fettestes er vorher gefressen hatte.-finden, nicht mehr allein Gebieter zu sein. Durch Elsaß erklärt, daß er auf die Mitwirkung der Ortspolizei- Die Nationalliberalen führen eine Sprache voll Muth die in den Reichslanden herrschende Diktatur und reaktionäre Behörden nicht zählen konnte, und bei den von ihm aus- und Festigkeit, wie sie allerdings aus ihrem Munde lange Preß- und Vereinsgesetzgebung aus den schlimmsten Beiten geführten Revisionen machten nicht nur die Unternehmer, nicht gehört wurde. Gegen die ihnen gemachte Zumuthung, des taiserlichen Frankreichs ist dieser Dünkel der Fabrikanten sondern auch die Arbeiter wissentlich falsche An- daß sie bei der endgiltigen Abstimmung über das Vereinserwachsen; wo die Arbeiter schweigen müssen, werden die gaben, ja sie trugen ein gewisses Vergnügen zur Schau, gesetz nicht vollzählig erscheinen sollen, sowie im allgemeinen Unternehmer zu Despoten. weni die ausgestellten Posten rechtzeitig Und als solche geberden sie sich den Arbeitern wie den Warnungszeichen gegeben und die Feststellung der Ver- gegen das Junkerthum wendet sich die Magdeburgische Beitung" Aufsichtsbeamten gegenüber, wobei ihnen auch zu statten gehen verhindert hatten". Einige Ziegler sollen auch gedroht Die Gefahr, die unserem Vaterlande von dem reaktionären tommt, daß die Ortspolizeibehörden nach wie vor haben, jedem Beamten, der sie au der Verwendung ihrer Junkerthum drobt, ist eine viel aktuellere, als die sozialrevolutionäre; ihre Pflicht nicht thun und die Beamten ganz ungenügend bei Frauen zu verbotenen Arbeiten hindern wolle, mit dem Karst ihr gilt es zunächst zu begegnen. Der Kampf ist ein bedauerlicher, den Revisionen u. s. w. unterſtüßen aus allen drei Be- das Hirn" einzuschlagen. aus allen drei Be- das Hirn" einzuschlagen. Bei der Revision überzeugte aber er hat auch das Gute, daß er das deutsche Bürgerthum zirken kommen Jahr für Jahr dieselben Klagen- und daß sich der Beamte zwar, daß die Arbeiter nicht zu aufrüttelt aus politischer Theilnahmlosigkeit, daß den Gegnern zweitens die Gerichte es nicht besser machen als in anderen Gewaltthaten schreiten würden, aber er fand auch eine rechts und links gezeigt wird, daß das deutsche Bürgerthum noch Theilen des Reichs: die Strafen, welche sie fällen, find völlige Harmonie zwischen Arbeitern und Ar- immer ein Faktor unferes politischen Lebens ist, mit dem gerechnet so minimal, daß sie eher zur Wiederbegehung ber beitgebern, die dahin ging, seine Revisions- werden muß, und daß es sich diese Beachtung wird zu erzwingen wissen. Uebertretungen aufreizen als fie hindern. Darüber thätigteit illusorisch zu machen. Daß unter den Heute geht es nicht nur um Freiheit und Recht, die Form der flagen auch die Aufsichtsbeamten. Im Unter Elsaß Arbeitern so viele waren", schreibt der Beamte, welche den zu Angriffe macht die Abwehr zu einem Kampf um die waren in Ziegeleien Arbeiterinnen und jugendliche Arbeiter ihren gunsten erlassenen Bundesrathsbestimmungen zu wider Ebre, da bleibe feiner zurück! Wir dürfen uns in solchem Stampfe wiederholt mehr ausgebeutet worden, als das Gesetz erlaubt. streben halfen, erklärt sich aus dem Umstand, daß fie nie im Einklang fühlen mit den stolzesten Ueberlieferungen des deutschen Das Gericht sprach eine Strafe von drei Mart" aus! mand haben, drei Mark" aus! mand haben, der ihnen zum Verständniß Bürgerthums! Wir wollen uns erinnern, wie ein Zeitalter kulturellen Der Beamte bemerkt hierzu: Die geringe Höhe der Strafe verhülfe, und aus ihrer Kurzsichtigkeit in Erwerbs- und Fortschritts und nationalen Aufschwungs jenen Jahren harten stellt angesichts der troy aller beruflichen Ber- Lebensfragen, die der Nothwendigkeit, für Brot Kampfes folgte, und wollen ausharren, bis auch uns wieder beffere warnungen jahrelang fortgesetzten Gesezesmißachtung keine von heute auf morgenzu sorgen, entspringt." Ein Tage leuchten..... Der Ruhm des Herrn v. Stumm läßt die Kreuz- Zeitung" Sühne und für die etwa materiell angelegten unter den sehr richtiges Urtheil! Die politische Rechtlosig- offenbar nicht schlafen; wir hoffen, die nationalliberalen Abgeord Unternehmern angesichts der erheblichen Vortheile, teit und die soziale Noth find es, die jene Arbeiter zur neten werden auf diese schamlofen zureden, doch politisch welche aus dem jahrelangen Vergehen für sie er- lharmonie mit ihren Ausbeutern, d. h. zur Feindschaft gegen gesinnungslos zu sein, die rechte Antwort finden und sich lieber " = " " Berlin, 3. Juli. Politische Heuchelei. Das Leibblatt des Fürsten Biss marck, die Hamburger Nachrichten", behandelt in einem Briefe aus Wien die gegenwärtigen Wirren in Desterreich und tadelt es, daß die Vertreter des Deutschthums in Desterreich der Dynastie ob dieser Wirren Vorwürfe machen. Das sei sehr ungerecht. In der That ist es sehr ungerecht, und das " auf allen Bieren zu der betr. Abstimmung schleppen,- Selbst die, Hamburger Nachrichten", die seit, Verein mit den von ihnen angeblich so gehaßten Agrariern, ben als auch nur den Schatten der Vermuthung auf ihre politische Bülow's Reise nach Friedrichsruh gemüthlicher als seit langem mit Antrag zu gunsten der Arbeiter noch so ab, daß die Regierung nur Ueberzeugung fallen lassen, daß sie im Sinne der„ sereuz- Beitung" zu der Regierung verfahren, machen ihre Gloffen über die Ernennung bemüht fein solle, in dieser Richtung thätig zu sein. Hause geblieben feien." desHusarenoffiziers zum Staatssekretär des Reichs- Poftamts. Sie sagen in Ein weiterer Erfolg unserer Genossen ist der, daß der Antrag, Diese entschiedene Sprache des nationalliberalen Blattes einer Erwiderung auf die„ Nordd. Allg. Stg."" Wir finden diese in jeder Spielzeit des Theater3( 10. Januar bis 10. April) erweckt aber doch den Verdacht, daß man innerhalb der Argumentation bes offiziösen Blattes doch etwas bedentlich. Der 10 Voltsvorstellungen an Sonntagnachmittagen mit dem nationalliberalen Partei selbst sich nicht aller national Hinweis auf das Beispiel Englands und Frankreichs als vor Breife von 40 Pf. pro Platz zu geben, nach einer Verminderung der geschrittene Kulturländer hat für das deutsche National Bahl der Vorstellungen auf 7 einstimmig angenommen wurde. Andererseits liberalen Abgeordneten des Abgeordnetenhauses für versichert bewußtsein nichts Schmeichelhaftes; er entspricht auch mehr hat sich der Landtag dadurch, daß er einen Antrag des Abg. Bock zu hält und eben deshalb in so starken Tönen redet. Besonders der demokratischen Auffassung vom Staate als der preußischen der von der Regierung beantragten obligatorischen Gin= begreiflich wird dies, wenn man bedenkt, wie die wohl größten- Tradition. Ferner haben wir nicht geglaubt, daß dem führung der Fortbildungsschulen, den Unterricht mit theils nationalliberalen Wertreter der Städte im Herren deutschen Postwesen und feiner hohen Entwickelung die Ausschluß des Sonntags nur in die Tageszeit von morgens 7 Uhr hause sich verhalten habe. Von den 48 Städtevertretern Einrichtungen Englands und Frankreichs als Vorbild zu dienen bis abends 7 Uhr zu verlegen, ablehnte, versündigt, obschon die Regierung waren nur 20 zugegen; von ihnen stimmten 18 mit" nein", hätten, oder daß es nach ihnen zu„ forrigiren" wäre. Wenn endlich selbst keine Bedenken hatte. In allen diesen Fragen gehen Frei die Vertreter von Altona und Greifswald mit" ja". Sachverstand und fachmännische Erfahrenheit von dem norddeutschen finnige und Agrarier Hand in Hand, so daß man diefelben kaum Von den 18 Vertretern rheinisch- westfälischer Städte Blatte für einen Fachminister eher als schädlich denn nützlich bevon einander unterscheiden kann. waren nur vier erschienen( Minden, Bielefeld, Elber- Chancen als der Fachautorität zugeschrieben werben, fo erleben wir immer mehr verfürzt. Während vor einigen Jahren noch der Ber- Auch im liberalen" Baden wird das Vereinsrecht zeichnet und dem Laien bei Durchführung technischer Reformen mehr feld und Köln), während neun fehlten( Koblenz, Düffel es vielleicht auch noch, daß das offiziöse Organ demnächst etwa treter von Straßburg auf badischem Boden unter freiem Himmel vor dorf, Krefeld, Barmen, Essen, Duisburg, Bonn, Trier, einen vortragenden Rath aus dem Kultus 15 000 Personen Bericht über seine parlamentarische Thätigkeit erAachen). Gerade von den Abgeordneten aus den rheinisch- ministerium& um Reformator der Artillerie in statten fonnte, werden nun feit längerer Zeit keine sozialdemo westfälischen Industriebezirken wird aber behauptet, daß Vorschlag bringt." fratischen Versammlungen unter freiem Himmel mehr gestattet. Das sie das Zustandekommen eines reaktionären Gesezes gern sehen- Das konservative Tivoliprogramm. Herr Bezirksamt Rebl Kehl hat jezt auch, wie uns geschrieben würden! Naumann hat in der Zeit" darauf hingewiefen, daß das Gintreten wird, wohl wissend, daß das Ministerium zu Karlsruhe Wir werden ja sehen! der Konservativen für ein Ausnahmegefeß ihrem Programm allen freiheitsfeindlichen Winßregeln sicheren Rückhalt gewährt, Thatsächlich wurde in der großen Tivoli den einzigen unserer Partei zur Verfügung stehenden Saal der Von der Reform des Militär- Strafprozesses ist es widerspreche. wieder eine ganze Zeit still gewesen. Die leitenden Kreise versammlung am 8. Dezember 1892 die Stelle des Entwurfs, daß die Sonne" in Neumühl für baufällig erklärt und die Zahl der wieber eine ganze Zeit still gewefen. Die leitenden Kreise Anhänger der Sozialdemokratie und des Anarchismus durch die zuzulassenden Personen auf ein Minimum beschränkt. Es kann uns waren nicht unthätig, sie haben ganze Stöße an Gesezentwürfen Gesetzgebung zu fennzeichnen und demgemäß mit den Machtmitteln faso sagt unser Korrespondent nur angenehm sein, wenn die den gefeßgebenden Körperschaften vorgelegt, agrarische, zünftleri- der Staatsgewalt zu bekämpfen" feien, nach fulminanten Reden und badische Regierung zu dem Zugeständniß gezwungen wird, daß sche, militärische; sie lassen den preußischen Landtag bis in den Hach- unter tosendem Beifall der Versammlung gestrichen und damit aus zwischen ihrem Schein liberalismus und der offenen Reaktion in sommer hinein schwitzen, daß er ein neues Knebelgefeß be- dem Programm der deutschkonservativen Partei das Prinzip des Preußen und Sachsen kein wesentlicher Unterschied mehr besteht. Unfere willige. Aber von der seit Jahrzehnten zugesagten, vom Volke Ausnahmegesetzes ausgeschlossen. badischen Genossen werden gewiß nicht verfehlen, diese reaktionären fehnlich verlangten, höchft dringlichen Verbesserung der Militär- sehr unangenehm. Die„ Kreuz Beitung" weiß gar nichts zu tampfe als scharfe Waffe gegen die Majoritäts- und Regierungs Die Erinnerung an diesen Thatbestand ist den Konservativen Maßnahmen im demnächst entbrennenden Sandtagswahl fuftig nimmer und nimmer eine Spur. partei, den Nationalliberalismus, aut gebrauchen und das verantwort Jetzt taucht die Frage wieder auf. Man erfährt, daß der Entwurf noch nicht einmal in Preußenendgiltig garinegesek. Der vom Bundesrath in feiner Sigung am Kragen zu fassen. -Die Ausführungs Bestimmungen aum Mar- liche Ministerium des Innern im Parlament selbst ordentlich beim abgeschlossen sei, daß das preußische Staatsministerium Freitag genehmigte Entwurf von Ausführungsbestimmungen zum Der feines Amtes entfeßte Pastor Rötschte vor kurzem einen Bericht an den Kaiser erstattet habe, in dem Margarinegefeßz bestimmt, daß, um die Erkennbarkeit von Margarine aus Sangershausen übernimmt die Redaktion der national- sozialen gewisse Modifikationen des Entwurfes in Vorschlag gebracht und Margarinekäse, die zu Handelszwecken bestimmt sind, zu er wurden. Der Bericht liegt also im Militärkabinet. Da kann leichtern, den bei der Fabrikation zur Verwendung kommenden Fetten er wieder liegen, wer weiß wie lange. Dann geht er wieder zum preußischen Ministerium, dem Bundesrath u. s. w. Aber nicht nur, daß der Entwurf nicht fertig wird, er scheint auch gar seltsame Gestalt anzunehmen. Es wird nämlich in Blättern, die gute Verbindungen" haben, gesagt, der Reichskanzler werde keiner Faffung zustimmen, welche mit seiner im vorigen Jahre im Reichstage abgegebenen Erflärung unvereinbar wäre. Der Reichskanzler hat aber nun erklärt, daß der Entwurf auf den Grundsätzen der modernen Rechtsanschauungen aufgebaut" sein solle. Das ist ein gar weiter Begriff. Und doch scheint der Kanzler zu meinen, daß der Entwurf nicht einmal dieser Erklärung entsprechend gerathen werde. Wenn das der felbe Kanzler fürchtet, der seine Erklärung bezüglich des Vereinsgesetzes so seltsam eingelöst hat, was mag das also für ein Entwurf schließlich werden? Wir haben eine neue Regierung. Wie mögen diese neuen Männer" über die Reform des Militär- Strafprozesses denken? Mit„ modernen Rechtsanschauungen" dürften sie kaum viel gemein haben! So find die Aussichten der Militärjustizreform so traurige als nur möglich. Der deutsche Soldat, der deutsche Bürger mag sich weiter in Geduld faffen. Er hat es in dieser" Tugend" ja schon weit gebracht! Dom Herr v. Bötticher hat ein Sandschreiben Kaiser mit auf den Weg bekommen, worin er als lieber Staatsminister" angeredet wird. Er erhält besonderen Dank für die hingebende Treue, mit welcher Sie die Ihnen übertragenen verantwortungsvollen Aemter so erfolgreich verwaltet haben". Seine bewährte Kraft" soll, anderweit im Staatsdienst" verwendet werden. Der Kaifer hofft, v. Bötticher werde seine hervorragenden Dienste" noch lange Zeit zur Verfügung stellen. Ja, wenn dem so ist, warum ist dann Herr v. Bötticher nicht geblieben? Bei so viel Belobigung ist ein abgelegtes Oberpräsidium" doch faum ein genügend würdiges Amt! " erwidern. Die Vorschriften über die Anbringung der Inschriften und der Fabrikmarke finden finngemäße Anwendung auf die beim Einzelverkauf verwendeten Umhüllungen und auf die Bezeichnung der würfelförmigen Stücke.. Mehr fönnen ja die Agrarier nicht verlangen! -Aus dem gothaischen Landtag. Unter dem 2. Juli wird uns aus Goth a geschrieben: 0 Beitung in Erfurt. Flensburg, 8. Jult. Wegen bes feinerzeit stattgefundenen Duells zwischen dem Dr. Biß und dem Referendar 3iemsen verurtheilte das Militärgericht ersteren zu drei und letzteren zu fünf Monaten Festung. Der eine tritt die Strafe in Wesel, der andere in Magdeburg an.-mildere Strafe fonnten die Herren für den beiderseitig begangenen Todtschlagsverfuch kaum erwarten. Schweiz. ein und Delen Sesamöl zuzusetzen ist. In 100 Gewichtstheilen der ans gewandten Fette und Dele muß die Zusatzmenge bei Margarine mindestens zehn Gewichtstheile, bei Margarinekäse mindestens fünf Gewichtstheile Sesamöl betragen. Für die vor geschriebene Bezeichnung der Gefäße und äußeren Um büllungen, in denen Margarine, Margarinekäse und Kunftspeisefett gewerbsmäßig verkauft oder feilgehalten wird, sind Muster aufgestellt mit der Maßgabe, daß die Länge der die Inschrift umgebenden Einrahmung nicht mehr als das Fünffache der Höhe, sowie nicht weniger Bern, 1. Juli.( Eig. Ber) Der Nationalrath hat als 30 cm und nicht mehr als 50 cm betragen darf. Bei runden rafcher, als erwartet worden, die Berathung der Krankenoder länglich runden Gefäßen, deren Deckel einen größten Durch versicherung bis auf einige Anträge, welche an die Kommission messer von weniger als 35 cm hat, darf die Länge der die gewiesen wurden, bereits gestern zu Ende geführt, allerdings Inschrift umgebenden Einrahmung bis auf 15 cm ermäßigt ohne die Schlußabstimmung, die vielleicht in dieser Seffion garnicht werden. Der bandförmige Streifen von rother Farbe in mehr erfolgen wird. Von den weiteren Beschlüssen sind zu erwähnen: einer Breite von mindestens 2 cm bei Gefäßen bis zu 35 cm Höhe Die neun Lohntlassen beginnen mit 1 Fr., stalt wie ursprünglich mit und in einer Breite von mindestens 5 cm bei Gefäßen von größerer 1,20 Fr., das Maximum von 7,50 Fr. bleibt unverändert; für die Höhe ist parallel zur unteren Randfläche und mindestens 8 cm von dem in Landwirthschaft und Handwerk beschäftigten Arbeiter fommt nur der oberen Rande entfernt anzubringen. Der Streifen muß sich oberhalb neben der Naturalleistung gezahlte Baarlohn in betracht, es tönnen aber der Inschrift befinden und ohne Unterbrechung um das ganze Gesäß Arbeiter und Arbeitgeber vereinbaren, daß auch die Naturalleistung ganz gezogen sein. Er darf die Inschrift und deren Umrahmung nicht oder theilweise in Anrechnung gebracht wird. Für die Unfallberühren und auf den das Gefäß umgebenden Reifen oder Leisten versicherung gelten diese Bestimmungen nicht bezüglich Brämien nicht angebracht sein. Der Name oder die Firma des Fabrikanten, und Unfallentschädigung, wohl aber für ihre Leistung während der fowie die Fabrikmarke find unmittelbar über, unter oder neben der sechswöchigen Karrenzzeit. Seftig und lange wurde um die Inschrift auzubringen, ohne daß sie den rothen Streifen berühren. Betriebs- Krantenfaffen gefämpft. Decurtius und die Die Anbringung der Inschriften und der Fabrikmarke erfolgt durch Arbeitervertreter wünschten zur Wahrung der persönlichen Freiheit Ginbrennen oder Ausmalen. Werden die Juschriften aufgemalt, des Arbeiters die Streichung des ganzen Abschnitts, so sind sie auf weißem oder hellgelbem Untergrunde mit schwarzer also die Unzulässigkeit der Betriebs Krankenkassen. Dieser Antrag Farbe herzustellen. Die Anbringung des des rothen Streifens wurde jedoch abgelehnt und andererseits beschlossen, daß bei mingeschieht durch Aufmalen. Die Inschriften und die Fabrik destens 100 beschäftigten Personen dem Unternehmer die Errichtung marke find auf den Seitenwänden des Gefäßes an mindestens zwei einer Betriebs- Krankenkasse gestattet und in gewissen Fällen sogar Der Großindustrielle Wunderly von fich gegenüberliegenden Stellen, falls das Gefäß einen Deckel hat, verlangt werden kann. auch auf der oberen Seite des letzteren, bei Fässern auch auf beiden Bürich, despotisch wie Stumm, der seinen Webern Hungerlöhne zahlt und bereits mit dem Import von Italienern Versuche machte, wollte Böden anzubringen. für die Betriebs- Krankenkassen die Einführung von Raffenärzten, brang damit aber nicht durch. Bei der Berathung der freien Krankenkassen drang eine von Mißtrauen gegen die Arbeiter zeugende Forderung des Gewerbevereins durch, die der Berner Regierungsrath Steiger vertrat, wonach die„ Mittel einer geschriebenen Krankenkasse ausschließlich zu Zwecken der Krankenpflege und Krankenunterstützung verwendet werden sollen." Der Domäne Etat des Herzogthums schließt mit einem nicht für die Uebergangsperiode bestimmt ein Beschluß, daß bis zum unbedeutenden Defizit ab. Ueber die Ursachen desselben giebt es nur Inkrafttreten des Gesetzes sich freiwillig versichernde Personen bis es ist der ungeheure Hochwild- sum 45. Altersjahre einer Kreis- Krankenkasse beitreten können. ein Urtheil in der Bevölkerung best and in den Domänenforsten, welcher den ganzen Waldbestand Bezüglich der freien Kassen mit ihren zwei Kategorien von verwüstet. Das Hochwild frißt die 10-20jährigen Bäumchen an, d. h. es solchen, welche nur 1 Fr. Krankengeld, und von solchen, welche schält dieselben. An der Stelle, wo ein solcher Baum angefressen ist, fließt das das gleiche wie die Kreis- Krankenkassen leisten müssen, wurden feine Harz aus und der Baum verkrüppelt. In den, einen großen Theil Abänderungen der Kommissionsvorschläge beschlossen. Im allgemeinen des Thüringer Waldes ausmachenden Domänenforsten ist faft der ist am Schlusse der Berathung der Krankenversicherung durch den Berbefferungen erfahren bat und in keiner Beziehung gesammte Forst verwüstet, so daß die Erträge noch immer geringer Nationalrath zu sagen, daß das Gefes einige wesentliche Der verstorbene Herzog hatte unter anderen Paffionen auch die verschlechtert wurde. Die Arbeiterschaft wird sich jetzt leichter entUeber den Friedensabschluß noch immer nichts Beſtimmtes, der Jagd, und der Wildstand erlangte unter seinem Regime eine scheiden können, für die Versicherung einzutreten. Auch der Ständerath ist so ziemlich am Schlusse seiner fondern allerlei widerspruchsvolle Gerüchte. Eine Meldung aus ganz enorme Höhe. Auch die Neupflanzungen werden durch das Konstantinopel besagt: Wie verlautet, haben die Botschafter Hochwild arg geschädigt, indem es jedes Jahr die frischen Triebe Berathungen der Eisenbahn- Berstaatlichungsvorlage beschlossen, die Kriegsentschädigung auf drei Millionen türkische abfrißt. Im Gegensatz zu dieser Plage der Hirsche 2c. angelangt, trotz der neuen Schwierigkeiten betreffend Organisation Pfund festzusetzen. Nach Zahlung der ersten Rate soll Thessalien wird der arme Mann hart bestraft, wenn er, um sich und und trotz der zahlreichen ultramontanen, namentlich von Python " Daily Chronicle" dagegen sagt, daß die den Seinen geräumt werden. im Winter eine warme Stube zu machen, gestellten Verschleppungsanträge. Zu der Garantie gegenüber den Friedensverhandlungen abgefchloffen feien, da die Türkei den beim Holzlefen, oder im Sommer beim Streuholen 2c. Das harte welschen Kantonen für Durchführung des Simplontunnels ist nun Wünschen der Großmächte in der Frage der Kriegsentschädigung Forstgesetz im geringsten übertritt. Als der neue Herzog die Re- auch noch eine solche gegenüber der Ostschweiz für einen östlichen nachgegeben habe. Wieder anders lautet eine Meldung der Agence gierung antrat, glaubte ein Theil der Bevölkerung, daß es in dieser Alpendurchstich gegeben worden. Bezüglich der Organisation ist Havas":" Dem griechischen Patriarchen soll ein Frade des Sultans Beziehung beffer werde, doch das gerade Gegentheil ist eingetreten. n folgendes beschlossen: Das Bundesbahnnetz wird in 5 Streiſe eingetheilt, welche ihren Sit( Direktion) in Lausanne, Basel, Luzern, zugegangen sein, worin derselbe aufgefordert wird, einen griechischen Zudem hat sich der neue Fürst einen neuen Oberlandjägermeister ge- Zürich und St. Gallen haben. Der Sitz der Generaldirektion ist Metropoliten für Larissa zu ernennen. Man glaubt allgemein, daß wählt, der an aristokratischen Gepflogenheiten mit den Jßenplißen, Plößen, Bern, An stelle des ursprünglich vorgeschlagenen Eisenbahnrathes die Türken beabsichtigen, Theffalien erst nach der Bezahlung der Klinckowström, Stumm 2c. wetteifert. Dieser Herr v. Trühschler Bern. An stelle des ursprünglich vorgeschlagenen Eisenbahnrathes ist der Sohn des 1848 in Mannheim erschossenen Märtyrers Bundesrath, 25 die Kantone und 5 die Kreis- Verwaltungsräthe tritt der Verwaltungsrath von 55 Mitgliedern, wovon 25 der Kriegsentschädigung seitens Griechenlands zu räumen." Die für Kreta geplante Verfassung soll folgende der Freiheit, Adolf v. Trüßschler. Die Helden von wählen. Die Kreis- Berwaltungsräthe beſtehen aus 15 bis 20 MitGrundzüge aufweisen: Die Infel wird felbftändig unter einem von 1848 baben fein Glück mit ihrem Nachwuchs. den Großmächten bezeichneten, vom Sultan bestätigten Fürsten. Sie Einstimmig hatte die Kommission den berechtigten und energischen gliedern, wovon 4 durch den Bundesrath und 11 bis 16 durch die bezahlt der Pforte einen Tribut. Dem Fürsten steht eine durch Beschwerden der Sozialdemokraten, denen auch andere Kantone gewählt werden. Es gab darüber noch äußerst heftige allgemeines Stimmrecht gewählte Versammlung zur Seite, die die Abgeordnete sich anschlossen, in einer fernigen Resolution Ausdruck Debatten, in welchen die Verstaatlichungsfreunde sowohl den Welschen, Steuern und Ausgaben zu bewilligen hat. Die Amtssprache für gegeben, und in der vorgeftrigen Etatsdebatte ging ein wahres Ge- namentlich den Genfern, als auch den Ultramontanen bittere Wahrs Verwaltung, Unterricht und Rechtspflege ist griechisch. Der Code witter nieder, das sich weniger gegen die Minister, als gegen eine beiten ins Gesicht sagten. Napoléon gilt als Gesetzbuch, die Gerichte werden nach euro höhere Stelle wendete. Die Sozialdemokraten führten den Reigen. päischem Muster eingerichtet. Ein Landesheer mit einem Kern fremder Unsere Fraftion trat zugleich lebhaft für die Besserung der Lage Solotruppen wird aufgestellt. Bodt besagt: " Der Landtag wolle beschließen, die Staatsregierung zu er 1. Das Gehalt der Forstschuhbeamten vom Tage der unwider. ruflichen Anstellung an auf 1000 M. feftzufetzen. 2. Den in den Domänenforsten und Bureaux beschäftigten Arbeitern im Tagelohn 3 M. zu gewähren und die Akkordlöhne so zu stellen, daß der Durchschnittslohn nicht unter 3 M. per Tag herabgeht. Für jugendliche, alte und invalide Arbeiter sind Aus nahmen zulässig. Die Nenbesetzung des Reichsschatzamts ist noch nicht erledigt. Der badische Finanzminister Herr Dr. Buchenberger hat wie die Berl. N. N." mittheilen, definitiv abgelehnt. Verwunderlich ist dies gewiß nicht, denn nach der Art, wie die ostelbischen Junker den badischen Staatsanwalt hinausgegrault haben, wird sich der badische Finanzmann hüten, sich in diese Gesellschaft zu begeben. Die Krenz- Zeitung" fragt, anknüpfend an einen Artikel Bernstein's, den Genossen Liebknecht, wie er über das balbige Gintreten des großen Bufammenbruchs" denkt."" O, wenn die Wünsche der Kreuz- Beitungs- Herren sich erfüllen, dann glaubt er an ein sehr baldiges Eintreten"." " werden müssen. Nach Pariser Blättermeldungen lehnte Nu ma Droz definitiv der betreffenden Unterbeamten und Arbeiter ein; der von ihr vor Basarhely wird berichtet: Von 220 kontraktlich verpflichteten den tretensischen Gouverneur- Boften ab unter Hinweis auf die schwankende Gesundheit seiner Frau. Deutsches Reich. Serr Belle, der Oberbürgermeister von Berlin, gehört zu denjenigen preußischen Stadtvertretern, die es nicht der Mühe für werth gehalten haben, an der Abstimmung über das Vereins gesetz im Herrenhaus theilzunehmen. fuchen: Defterreich- Ungarn.oft Bom Felbarbeiter Streit. Aus Hod Me 3. Arbeitern der Baksaer Herrschaft meldete sich kein einziger und von 120 Arbeitern der Szegvarer Herrschaft nur fechzehn zur Arbeit. Aus Mezö- Hegyes wurden Hilfskräfte requirirt. In den Komitaten Csanad, Arad, Hajdu, Temes und Torontal geht die Ernte obne Bisher haben die kontraktlich verjeden zwischenfall vor sich. pflichteten Arbeiter nur in den Komitaten Bacs- Bodrog, Csongrad und Jasz- Nagy- Run- Szolnok die Arbeit verweigert. befizern dieser Komitate hat der Ackerbauminister bereits 2500 Arbesikern dieser Komitate hat der Ackerbauminister bereits 2500 Ar. beiter zur Verfügung gestellt. Den Grunds Polnische Wahlen. Aus Lemberg wird unterm -Des neuen General Postmeisters erste Thaten. 8. Die Dauer der täglichen Arbeitszeit beträgt 10 Stunden. 4. Kinder unter 14 Jahren dürfen nicht beschäftigt werden." Der Frantf. Boltsstimme" wird berichtet: General- Postmeister 30. Juni an die Wiener Arbeiter- 3tg." gemeldet: Das Przemysler v. Podbielski, der neuernannte Staatssekretär, traf hier ein und begab Dieser Antrag wurde nach längerer Debatte gegen die Stimmen Strafgericht hat von den achtzehn angeklagten ruthenischen Bauern Sozialdemokraten abgelehnt, dagegen ein Antrag, aus Pleszowice, die den Dorfschulzen Rubach in das Gemeindehaus fich mit dem Fuhrwerk des Herrn Stadtrath Mehler zu dem Ober- der postdirektor v. Zomforte in das Hauptpostgebäude. Wie ver- Tagelohn und Affordlöhne nicht unter 2,50 M. au normiren, einschlossen, damit er nicht als Mitglied der Wahlkommission an lautet, sollen verschiedene Aenderungen an den Uniformen und Ab- mit den übrigen Bestimmungen des Autrages Bock angenommen. der Durchführung der Wahlmännerwahlen für den Reichsrath in zeichen der Beamten und Briefträger vorgenommen werden. Die Die Gehälter der Förster und Oberförster wurden dagegen beträchtlich der Kanzlei des Gutshofes fich betheilige, siebzehn Bauern der öffentLandbriefträger sollen zu ihrem besonderen Schuhe Säbel bekommen, erhöht. Bei allen diesen Fragen tritt der Klaffenstandpunkt scharf lichen Gewaltthätigkeit schuldig gesprochen und sie zu Freiheitsstrafen Nun sage noch einer, der neue Postbeherrscher verstehe sich nicht hervor, denn während alle Beamte ihre Erhöhung des Gehalts nun in der Dauer von vierzehn Tagen Arrest bis zu fünf Monaten auf die im Postwesen nöthigen Reformen! auch thatsächlich bekommen, schwächten die Herren Freifinnigen, im Rerker verurtheilt. Parlamentarisches. Frankreich. berechtigt, das gleiche zu thun. Chandler erklärte, er würde ungern dem Schöffengericht. Damals war feftgestellt worden, Paris, 2. Juli.( Eig. Ber.) Die Vorlage betreffend Erfür diese Klaufel stimmen, ihm fet gesagt worden, Deutschland daß Otto am 10. August vorigen Jahres die Polizeiwache in der neuerung des Privilegiums der Bank von Frant- würde einen Handelskrieg gegen die Bereinigten Staaten anfangen. Mollendorfstraße etwas angetrunken, aber sonst ganz gesund betreten reich ist gestern mit 396 gegen 91 sozialistische und lintsradikale Er würde es vorziehen, Opfer zu bringen, um einer Reibung vor hatte, und daß er am folgenden Tage aus dem Polizeigewahrfam Stimmen angenommen worden. Der Ausgang der langen zubeugen. entlaffen worden war, mit unzähligen Beulen, Striemen und AbBerathungen wird treffend durch den Zwischenruf des Ges schürfungswunden bedeckt und einer gefährlichen Stichwunde noffen Millerand gekennzeichnet:„ Ministerpräsident ist Herr am Hüftgelenk. Otto war in Der ersten Instanz auf Rothschild!" Abgesehen von ein paar ganz untergeordneten Antrag des in ber Sigung amlirenden Staatsanwalts Punkten, hat die Kammer kein Zitelchen an der von der Bank Abgeordnetenhaus. Der Präsident v. Köller hat die nächste von Unruh wegen Widerstandes gegen die Staatsgewalt Siktirten Vorlage geändert. Der Senat kann aber unbesehen den Sibung des Hauses der Abgeordneten auf Freitag, den 23. d. M., zur geringsten gefeßlich zulässigen Strafe von drei Mark verKammertext votiren. Höchstens wird er die Klaufel betreffend Un- 11 Uhr vormittags, anberaumt. Auf der Tagesordnung steht zu urtheilt worden; einige beleidigende Worte, die Otto gegen die vereinbarkeit des Poftens des Gouverneurs und Subgouverneurs der nächst der aus dem Herrenhause in veränderter Fassung an das Polizeibeamten gebraucht hatte, waren mit Schimpfworten aufge= Bank mit einem gefeßgeberischen Mandat ablehnen wollen. Im Haus zurückgelangte Gefeßentwurf, betreffend die Abänderung rechnet worden, mit denen die Polizisten thn trattirt hatten. Der folgenden die wichtigsten Bestimmungen der Vorlage. Des Das Handelskammer Gesekes, ferner ferner Kleinere Bors betreffende Abtheilungschef der Staatsanwaltschaft, Herr StaatsPrivilegium der Banknotenausgabe wird bis 1920 erneuert. Die lagen und Petitionen. Das Herrenhaus tritt, wie fchon anwalt Friedheim, war indeffen anderer Ansicht als Herr vorgesehene Möglichkeit der Kündigung für Ende des Jahres 1912 gemeldet, bereits am Tage vorher zur zweiten Abstimmung von Unruh, er legte Berufung ein, weil die Strafe von drei ist rein platonischer Natur, da die Bank dem Kammerausschuß über die Novelle zum Vereinsgefege zufammen. Man Mart zu niedrig und die Aufrechnung der Beleidigungen nicht nachträglich eine Nenderung der ursprünglichen Faffung aufgezwungen hofft, daß das Haus der Abgeordneten am Sonnabend, den begründet sei und dies veranlaßte auch den Angeklagten Otto, Behat, wonach die Kündigung ausschließlich im Laufe des Jahres 1911 24. d. m., die Berathung und Abstimmung über die vom Herren- rujung einzulegen. vom Parlament beschlossen werden kann. Der Senat braucht also hause abgeänderte Vorlage vornehmen wird. Da das Haus der In der zweiten Inftans lag die Sache insofern von vornherein nur seine Verschleppungstünste spielen zu lassen, um die Kündigung Abgeordneten voraussichtlich auf eine Kommissionsberathung ver- etwas ungünstiger für Otto, als dieser inzwischen wegen eines in unmöglich zu machen. Das einzige nennenswerthe Zugeständniß der dichten und nur in den Formen der dritten Lesung verhandeln einem Schanttotal verübten Hausfriedensbruchs in Verbindung mit Baut ist der bereits besprochene unverzinsliche Vorschuß von 40 Mill. wird, so nimmt man an, daß die Entscheidung und der Widerstand gegen einen Bolizeibeamten zu fünf Tagen Gefängniß Franks. Mit dem bisherigen, ebenfalls unverzinslich werdenden Vor: Schluß der Session noch an diesem Tage erfolgen wird. verurtheilt worden war. Diese Sache, in der Otto auch Berufung schuß von 140 Millionen verzichtet die Bank auf die Verwerthung von 180 Millionen. Aber nur scheinbar. Denn in Wirklichkeit übertrifft das unverzinsliche Gutachten der laufenden Rechnung des Staates bei der Bank jenen Betrag. In den letzten zehn Jahren stellte fich das Guthaben Partet- Nachrichten. eingelegt hatte, wurde mit der ersten verbunden und in ihr kam zur Sprache, daß Otto zwar sonst ein nüchterner fleißiger Mensch sei, aber ab und zu sein, Trinkquartal" habe. Otto gab dies zu, erklärte aber, daß er bei jenem verhängnißvollen Besuche auf der Polizeiwache nur ganz leicht angetrunken gewesen sei. der ersten Instanz, Otto behauptete, von dem Polizeidiener Schu Die Beweisaufnahme über diesen Vorfall verlief gang wie in mann zuerst angegriffen worden zu sein, während dieser angab, Otto hatte ihn sogleich mit Schimpfworten überhäuft und ihm die Ad selklappe abgeriffen. Dann hätte Dito auch den Polizeidiener die Hände gefesselt und ihn zu Boden geworfen. Da dieser noch mit den Beinen gestoßen habe, hätte er dem am Boden liegenden Otto mehrere Säbelbiebe gegeben. Dann wäre Otto auch an den Füßen gefeffert und in eine Droschte gebracht worden, er auch noch Widerstand geleistet hätte. Im Amtshause in Schöneberg fei Otto nicht mehr geschlagen worden. Otto will dagegen dort grade, als er gefeffelt in der Halle lag, die Stich, wunde bekommen haben. wobei Parteigenoffen der Provinz Brandenburg! Alle für die durchschnittlich Agitation3 Rommission der Provinz Branden auf 210 Millionen. Die Bank wird somit zu ihren Gunsten noch burg bestimmten Briefe und sonstigen Sendungen sind von jetzt ab immer ein unverzinsliches Kapital von 30 Millionen besigen. Die jährliche Abgabe der Bant, welche der Finanzminister auf 4 Mill. zu adreffiren: Karl Dimmid, Berlin S. 42, Louisen- fer 11. Franks gefchätzt hatte, schrumpfte bei näherem Bufehen, wie der Wir ersuchen, hiervon geft. Notiz nehmen zu wollen. Mit foz. Gruß! bankfreundliche Berichterstatter der Vorlage zugeben mußte, auf Die Agitations Rommission für die Proving 2/ 2-3 Millionen Franks zusammen, d. h. ungefähr auf den Betrag Brandenburg. der bisherigen Abgabe( 21/2 Millionen). Dafür wird der MaximalDie Partei- Organe der Provinz werden um betrag der auszugebenden Banknoten von 4 auf 5 Milliarden Franks Abbruck gebeten. erhöht. Zur Nachwahl in Wiesbaden. Der Vertrauensmann unferer Neben dem bereits beleuchteten erfolglofen Rampfe der Oppofition Partei im 2. naffauischen Wahlkreise, Genosse Eul in Wiesbaden, nm den landwirthschaftlichen Kredit wurden die heftigsten Debatten schreibt uns: fiber die Verpflichtungen der Bank im Kriegsfalle Wohl überall hat der Ausgang der Wiesbadener Nachwahl in geführt. Aber auch in diesem Punkte, wo es sich um die Wahrung den Reihen der Genossen Entäuschung bervorgerufen und der der höchsten Interessen der Nation handelte, vermochte die Opposition Bourgeoispreffe willkommene Gelegenheit gegeben, über den Rückgang bei der von Der Bank gefnechteten Regierungsmehrheit der Sozialdemokratie zu fafeln. In welcher Art Otto bei dem Droschkentransport behandelt nichts auszurichten. Das Verhalten der Bank im Kriege Nun ist aber der Rückgang der Stimmen, an und für sich be- worten war, kam auch in dieser Instanz fehr deutlich zur Sprache. von 1870, welcher einen Gambetta zur Drohung fortriß, die Bant trachtet, gar nicht erheblich und könnte schon durch die weniger Der Dioschkentutscher Höfener fah, wie Otto, der an Händen zu zerschmettern und Staats- Papiergeld auszugeben", die Lähnnung intensive Wahlbetheiligung bei einer Nach wahl seine voll- und Füßen gefesselt war, die Haustreppe vom 1. Stock zur Straße der Bertheidigung während vieler Wochen infolge der Weigerung ständige Erklärung finden, wenn nicht gleichzeitig ein ganz be- binabgeschleift wurde, so daß er mit dem Kopfe auf Der Bant, bas nöthige Geld vorzuschießen, eine That- deutendes Anwachsen der freifinnigen Stimmen stattgefunden hätte. jeder Stufe auffchlug. Daffelbe ging aus Frl. Müllers fache, die von Camille Pelletan unwiderleglich daß Otto gewiesen wurde, hat die Regierungsmehrheit nicht davon ab- ihren Stimmenzuwachs auf keinen Fall dem Rückgang an sozial- dlage betam, als er in die Droschke gepackt wurde, nach Es ist mit Bestimmtheit anzunehmen, daß die freisinnige Partei Ausiage hervor. Mehrere Zeugen bekundeten, gehalten, das Schicksal des Landes einem geheimgebliebenen demokratischen Stimmen verdankt. und daß er dabei verfluchter Hund" geschimpft wurde. Otto blutete dabei schon so start, daß der Droichfenfutscher sich weigerte, feine Decke herzugeben, womit die Schutzleute Otto's Hilfeuse dämpfen wollten. Paris, 8. Jult. In dem heute im Elisee abgehaltenen Ministerrath verlas der Minister des Auswärtigen Hanotaur die Vorlage, durch welche für die Reise des Präsidenten Faure nach Rußland ein Kredit von 500 000 Fr. beantragt wird. Die Vorlage soll am Montag in der Deputirtenkammer eingebracht werden. tommen. Bertrag zwischen der Bank und Herrn Meline anzuvertrauen. Um die letztere Erscheinung zu begreifen, müssen wir zunächst Und doch zeigt gerade der Umstand, daß die bankdienerische Re- die ungünstigen Berbäliniffe ins Auge foffen, welche unsere gierung den Vertrag verheimlicht, daß er keine ernsten Garantien Agitation an allen Orten hinderten und oft geradezu unmöglich enthält. Nachdem der oppofitionelle Antrag auf Bekanntmachung des machten. In den 108 Ortschaften des Wahlkreises gelang es uns Dr. Ehrenfried fand Otto am nächsten Tage in einer Vertrages abgelehnt war, wiederholte die Opposition ihren Aufturm nur mit äußerster Anstrengung, in dreien ein Versammlungslokal zu entfeglichen Verfassung". Namentlich feine linke Körperin der gestrigen Sitzung. Pelletan beantragte, dem Staate im Kriegs- bekommen, nährend uns sonst allenthalben von Paftoren, frei- bälfte war bis zur Formlosigkeit angeschwollen und veranstaltet, falle das Verfügungsrecht über die Baarschaft und die Banknoten- finnigen Dorfichulzen und sonstigen gesinnungstüchtigen Männern der Kopf mit unzähligen, blutigen Kraßwunden bedeckt, die Augen Emission zu verleihen. Indem sich die Regierung gegen diefen An- die Lokale abgetrieben oder von vornherein mit Rücksicht und unter völlig verschwollen und blutunterlaufen; der Rücken, die Schultern, trag erklärte, mußte es dem Blindesten klar sein, wie es um den speziellem Hinweis auf diese Faktoren verweigert wurden. Bein und Gesäß waren blau gefa wollen, der Oberschenkel mit geheimnißvollen Vertrag beftellt ist. Der Antrag wurde aber Unter diesen Umständen blieb uns nur das eine Mittel, den vielen laugen rotben Striemen bedeckt, die Stichwunde am Hüftdennoch mit 299 gegen 229 Stimmen abgelehnt. Es bleibt also verleumderischen Angriffen der Gegner in deren Bersammlungen gelenk erschien höchft gezährlich. Daffelbe bestätigte Dr. Burchardt, erwiesen, daß die Ordnungsparteien, welche den Patriotismus in felbft entgegenzutreten. Aber selbst dies wurde von den Gegnern der den Angeklagten im Krankenhause Am Urban behandelt hatte. Bacht genommen, in bewußter Weise die Intereffen der Nation zu vereitelt, indem uns das Zentrum gar teine und der Freifinn" Argesichts dieser Aussagen stellte sich der in der Sthung gunsten eines Häufleins von Bankmilliardären verrathen haben. höchstens 5 und 10 Minuten Redefreiheit gewährte, welche noch amtivende Staatsanwelt freilich auf einen ganz anderen Das wird neben der Verwerfung des Agrarkredits eine unschägbare durch Lärmen und Zwischenrufe vollständig illuforisch gemacht Standpunkt als sein Kollege in der ersten Instanz. WähWaffe für die vaterlandslosen" Sosialisten sein im bevorstehenden wurde. Dagegen griffen die freifinuigen Agitatoren und ganz be- rend jener unumwunden zugegeben hatte, daß Otto äußerst Wahlkampf.sonders der Reichstags- Abgeordnete Ropsch unsere Partei und ihren rob behant elt worden sei, und eine Untersuchung wegen AmisKandidaten in persönlich gehässiger Weise an. vergehens in Aussicht gestellt batte, erflärte der Staatsanwalt Um den Rückgang der sozialdemokratischen Stimmen zu erklären, in weiter Instang, Schumann hätte sich als völlig pflichttrener find die erwähnten Chikanen der Gegner bei der Agitation auf dem und glaubwürdiger Beamter bewiesen. Die Beamten trügen Lande weniger von Bedeutung, als verschiedene andere Ursachen, das Schwert nicht zum Spaße, wenn ein Beamter nach welche in den ökonomischen Verhältnissen und in einem großen Theil pflichtmäßigem Grmeffen von der Waffe Gebrauch mache, Der Gaulois" meldet, in dem Einladungsschreiben des Baren der Genoffen felbit ihren Grund haben. Zunächst muß bervor: müffe man zunächst ihm Glauben schenken, daß er darin nicht zu an den Präsidenten Faure erinnere der Zar an den unvergeßlichen gehoben werden, daß die Streitbewegung des letzten Jahres( ber meit gegangen set. Der Staatsanwalt beantragte gegen Otto drei Empfang, den die französische Nation und der Präsident ihm im Schuhmacher. Maurer 2c.) bei dem hiesigen Vorherischen des Klein Wochen Gefängniß und Verwerfung der Berufung Otto's. vergangenen Jahre erwiesen haben. Der intereffanteste Theil des bandwerks viele Meiser vor den Kopf stieß und selbst indifferente Der Vertheidiger Rechtsanwalt Wolfgang eine beantragte, Briefes lautet: Meine Gefühle für das befreundete Frankreich Streise gegen uns einnahm. Tann aber hat uns der Maurerstreit Dito ganz freizusprechen, denn wenn dieser als Trinter vielleicht und für Sie, mein lieber Präfident, sind Ihnen so bekannt, daß auch direkt insoweit geschädigt, als mindestens 300-400 wabl nicht allzu glaubwürdig sei, so sei Schumann noch unglaub Sie feinen Augenblick an der Begeisterung zweifeln fönnen, mit berechtigte Genossen zur Zeit der Wahl auswärts in Arbeit würdiger als Theilnehmer an einem Amtsdelikt welcher Rußland Ihren Besuch aufnehmen wird." Der Brief wird standen. Hierzu kommt noch, daß am 9. Juni, dem Tage der Wahl, ich werer Art. Schumann habe im Vorverfahren schon sein heute bei der Kreditforderung in der Kammer zur Verlesung in unserem Wahlkreis mindestens 900 Reservisten eingezogen wurden. schlechtes Gewissen gezeigt, indem er bei seiner VerDer Hauptausfall der Stimmen aber ist dem geradezu leichtsinnigen nehmung über Dito's Verwundung feierlich erklärt habe, er habe Italien. Verhalten einer großen Anzahl von Genoffen zuzuschreiben, welche feinen Säbel nicht aus der Scheide gezogen, ja feinen Crispi bat gegen den Beschluß der Anklagekammer, seine in vollem Siegesbewußtsein es nicht für nöthig hielten, bei der umgehabt, während er verschwiegen habe, daß er den Otto Auslieferung von dem Abgeordnetenhaus der Kammer zu verlangen, Hauptwahl zu fiimmen. Daß wir uns bierin feinen Illufionen hin- mit Rolle's Säbel gehauen babe. Bei einem eidlich verden Einwand der Inkompetens erhoben, und zwar auf Grund geben, beweist die Vergleichung der abgegebenen Stimmen mit den nommenen Beugen nenne man folche Aussage einen Weineid. einer rein formellen Silbenstecherei. Mit dem Crispi'schen Ein- Wählerlisten, welche eine äußerst minimale Wahlbetheiligung der Die ftrafbare Handlung im Amt liege in den Säbelhieben und Püffen, die dem gefeffelten Otto versett worden Spruch beschäftigte sich am 29. Juni der Appellhof in Rom: die Bearbeitenden Bevölkerung ergiebt. nötbig gewefen feten vor allem rathung bauerte lange, und wie jezt bekannt wird, hat der Gerichts- Wiesbadener Genoffen auf Wahlenthaltung. Wem von den Ge- aber in der das Leben gefährdenden Art, wie Otto die Treppe Und nun zur Stichwahl und dem diesbezüglichen Beschluß der und die keineswegs hof die Entscheidung bis zum heutigen Tag- B. Juli ausgeschloffen nach der bereits gegebenen Kennzeichnung der Wiesbadener hinuntergefchleift wurde. Wer ein Stück Bieb so behandle, werde feine Meinung aber schon dahin ausgesprochen, daß in jedem Fall Abart von Freifinn noch nicht erklärlich ist, daß der obige Beschlußwegen Thierquälerei angeklagt und beftraft, Schumann habe das Abgeordnetenhaus bie Kammer Kompetenz und Entscheidung habe. Hiernach ist zu erwarten, daß das mensd enmöglichste ist, was man an Schonung für einen solchen sich deshalb strafbar gemacht und fame als Zeuge nicht in betracht. Der Vorsitzende Landgerichts- Direktor e Il wig perkündete die Angelegenheit nun vor die Kammer und Crispi endlich auf die Gegner leisten kann, dem wollen wir noch weitere Proben dieses Antlagebant tommt. Freisinns zu kosten geben. Zunächst verdient noch in dieser Beziehung nach längerer Berathung, daß das Gericht dem Schumann das Verhalten der Freifinnigen bei der Stichwahl im Jahre 1893 Gr völligen Glauben geschenkt und angenommen habe, daß Rom, 3. Juli. In einem Theil der Provinzen Ferrara und wähnung, indem damals die freisimmige Wolfspartei beinahe Mann für Otto diesen grundlos tbätlich angegriffen. Die Beamten bätten Bologna ist ein theilweiser Streit unter den bei der Getreideernte Mann für den nationalliberal- freisinnigen Köpp stimmte, troßdem beim Gebrauche der Waffe völlig Recht gehabt. Was mit Otto und den auf den Reisfeldern beschäftigten Arbeitern ausgebrochen. es sich um Bewilligung oder Nichtbewilligung der Militärvorlage später geschehen sei, tomme für diese Strafthat nicht mehr mildernd In der Nähe von Marrara( Provinz Ferrara) kam es gestern Abend drehte. Sodann gefiel sich die" Frankfurter Beitung" darin, vor in betracht. Es wäre wohl möglich, daß die Beamten mit ihm zu einem Zusammenstoß zwischen dreihundert Echnittern und der und nach der Hauptwahl den sozialdemokratischen Kandidaten hätten etwas faufter umgehen tönnen so schlimm öffentlichen Gewalt, wobei zwei Soldaten und ein Bauer verwundet persönlich derart zu verunglimpfen, daß man deutlich auf dem könnte die Behandlung aber wohl nicht gewefen sein, Grunde ibrer schönen Seele die Rache über die Enthüllungen des da Dito auf dem Amte noch hätte sprechen tönnen." Deshalb Genossen Quarck lesen fonnte. wurde Otto unter Einrechnung der in der andern Sache gegen ihn Raffutta, 2. Juli. Die Ruhestörungen haben aufgehört: Zum Schlusse wollen wir noch des freistinig nationalliberalen erfannten Strafe zu 14 Tagen Gefängniß verurtheilt. Da wir es nicht darauf ankommen lassen wouen, ob die Staatsmit den Ruhestörern ist ein Uebereinkommen getroffen worden Kubbandels erwähnen, wonach die freisinnigen Wähler in Rüdesheim ähnlich demjenigen, welches im Jabre 1891 in Benares abgefchloffen im nächsten Jahre für den nationalliberalen Landtags- Abgeordneten anwaltschaft und Gericht uns mit derselben Milde beurtheilen wie wurde. Damals handelte es sich um die Expropriation eines Hindu stimmen wollten, wenn ihnen bei der jegigen Stichwahl die national- den Amisoiener Schumann, so find wir genöthigt, uns über dies Uribeil etwas fanft" auszudrücken, wir wollen ans deshalb bes tempels, der für die Zwecke einer Wafferleitung benutzt werden liberalen Stimmen aufielen. follte, wodurch Unruhen entstanden, die dadurch beigelegt wurden, gnügen, nur folgende Seite der Sache au berühren: Wenn Handdaß die Behörden versprachen, den heiligsten Theil des Tempels nicht zu lungen von Polizeidienern, wie die gegen Otto verübten, bei juristisch berühren. Bei den hiesigen Ruhestörungen handelt es sich, wie bereits gebildeten staatsanwaltlichen und richterlichen Beamten nur so milde mit allerhand Vorbehalten verknüpfte Mißbilligung finden, dann gemeldet, um eine mohamedanische Moschee. Im übrigen aber wird das Resultat vom 9. Juni von vielen muß man sich wundern, daß nicht noch mehr solche Herr Schumann dürfte den Saal mit tüchtigen Parteigenoffen mit einer gewiffen Genugtbuung auf Fälle vorkommen. genommen, da es den Genoffen zeigt, wie sehr die Agitation in der dem Bewußtsein verlassen haben, daß er sich nichts vorzuwerfen Stadt selbst darniedergelegen hat. Schon spornt die Scham über habe; follte das die geeignete Auffassung fein, um ihn ein anderes die erlittene Niederlage die Genoffen zu neuer Thatkraft an und Mal zu bestimmen, anders zu handeln? Wir begreifen wenn nicht alle Anzeichen trügen, so werden wir im nächsten Jahre diese Rechtsprechung aber auch noch aus einem anderen Grunde bereits die erlittene Schlappe wieder wett machen." nicht. Wir tönnen uns vielleicht nicht ganz in die Seele eines Be amten hineinverseßen, aber wir möchten doch meinen, daß ihnen ein Washington, 2. Juli. Der Senat nahm mit 33 gegen 19 Ju Basel ist das Partei- Drgan Vorwärts" eingegangen. An eigenes Intereffe nabe legen könnte, über Ungehörigkeiten solcher Stimmen den Artifel des Tarifentwurfs an, welcher bestimmt, daß feiner Stelle erscheint seit 1. Juli ein anderes unter dem Titel Art recht streng zu urtheilen, denn die Achtung vor dem Beamtenauf alle Waaren, für welche im Auslande Exportprämien gezahlt Basler Borwärts" sechsmal die Woche. Verantwortlicher werden, diesen Prämien entsprechende Buschlagszölle gezahlt werden. Redakteur ist. Arnold, Verleger und Drucker H. G a B. Daftande im ganzen kann durch sie nicht gerade größer werden. Im Laufe der Debatte bekämpfte Senator Gray diesen Artikel und Blatt ist offizielles Preßorgan des Arbeiterbundes und der sozialerklärte, dies wäre der erste Schritt in der Uebertretung der Verträge, demokratischen Partei Bafels. wenigstens derjenigen mit Deutschland und Desterreich- Ungarn, Gray wurden. Afien. die oberste Bombay, 3. Juli. Das in der Nacht vom 22. Juni aus dem Hinterhalt durch einen Schuß verwundete Muglied der Bestfommission Rand ist gestorben. Die einheimische Bresse der Stadt Poona ist im allgemeinen sehr ungehalten über die gegen diese Stadt ergriffenen Strafmaßregeln. Es herrscht dort große Er bitterung. Amerika. S Soffentlich ist nach diesen vollständig sachgemäßen Ausführungen das Vorgehen der Wiesbadener Genossen den Fernstehenden menschlich näher gerückt und ihr Abweichen von der sonst wohl üblichen Tafiit zur genüge gerechtfertigt. unde " Gewerkschaftliches. zism Berlin und Umgebung. Achtung, Gewerkschaften Berlins! verlas die Protesterklärungen diefer Mächte und fuhr fort, der vor Erlebnisse auf einer Polizeiware. geschlagene Boll sei eine Verlegung des Vertrages mit Preußen vom Im Einverständniß mit den organisirten Musikern Berlins hat ahre 1828, welcher eine Verpflichtung enthielte, die ebrenhafter Charakteristisch für die Stellung der Beamten zum Publikum in der Ausschuß der Berliner Gewerkschafts- Kommission dahin entWeise nicht umgangen werden könne. Lindsay bekämpfte ebenfalls Preußen ist der Verlauf und Ausgang einer Verhandlung, die am schieden, daß die von Herrn Schonert vor seinem Ausschluß aus den Artikel. Caffery, Morgan und White sprachen für denselben. 3. Juli vor dem Landgericht II, als Berufungsinstanz der Organisation der Berliner Vereinigung der Zivil- Berufsmusiker Morgan führte aus, neue Verhältnisse feien seit dem Bertrage gegen den Tischler Otto aus Schöneberg geführt wurde. übernommenen Mufifaufträge von ihm ausgeführt werden können. von 1828 eingetreten; Deutschland habe unter dem Gindrucke der Diese Angelegenheit hat uns schon mehrfach beschäftigt, gulegt Die dabei nöthigen Musikerfräfte werden aber von dem Arbeitsfelben gehandelt und die Vereinigten Staaten feien infolge dessen berichteten wir in Nr. 108 über die Hauptverhandlung vor nachweis der Zivil- Berussmusiker nicht offiziell gestellt, sondern Herr Schonert wird von dem Arbeitsnachweis nur wie jeder andere Brivatmann betrachtet. Bu den weiteren Streitfragen, welche gegen Herrn Schonert schweben, wird der Ausschuß später Stellung nehmen. Berlin, den 3. Juli 1897. Der Aussch it ß der Berliner Gewertschafts- Kommission. Achtung, Eisenbahner! Der Verband der Eisenbahner Deutschland 3. Siz Hamburg, welcher unentwegt die Interessen der Eisenbahner jeder Kategorie des Betriebes vertritt, hat in Berlin C., im Reſtaurant Pinzer, Friedrichsgracht 16, eine 3 a blft elle errichtet. Ueber 100 Mitglieder sind schon hier am Orte beigetreten, weitere folgen und werden jebenfalls noch folgen, trotz allebem. Es ist Im Kohlenrevier von Mons in Belgien soll die Bahl der Pflicht eines jeden denkenden Eisenbahners, dem Verbande der ft reitenden Berglente jest etwa 24 000 betragen. Eisenbahner Deutschlands, Sih Hamburg, beizutreten. Mitglieder Aus Bilbao in Spanien meldet die Rheinisch- Westfäl. 3tg.", und Abonnements auf die Zeitung des Verbandes„ Der Weckruf", daß die Grubenarbeiter im Streit stehen. welcher alle vierzehn Tage erscheint, werden jederzeit in obigem Restaurant entgegengenommen. Mehrere Eisenbahner. " Der Redaktene der ,, Bildhauer- Zeitung", Genosse Dupont, schreibt uns: Ju Nr. 19 der von mir redigirten BildhauerBeitung" war ein Angriff gegen den Bildhauer Herrn Heinrich Mohr, Langestr. 105, enthalten. Dieser Angriff beruht auf irrige Informationen und ist derselbe daher zu unrecht ergangen. Unternehmer- Verbände. Der neugegründete Verband der Metallindustriellen Württem berge, dessen Vorsitzender Kommerzienrath Ernst Kuhn ist, hat sämmtliche streikende Arbeiter der Firma Weygandt u. Klein in Stuttgart auf die schwarze iste gefeßt. Um diese Arbeiter an der Verwerthung ihrer Arbeitskraft zu hindern, wird ein Zirkular an die Mitglieder des genannten Verbandes ver fandt, das wie folgt lautet: Gerichts- Beitung. unter traditionen, zurückzugehen oder zu paufiren. Den Firmen, welche das Bu geständniß nicht gemacht hätten, müsse jeßt ein Ultimatum überreicht werden. Zuerst folle es den Firmen Thornycroft, Middleton u. Ko.- Der für Saalinhaber und Gastwirthe so wichtige und Humphreys und Tennant übergeben werden, welche zum Verband Streit, den der Restaurateur Gründel, Brunnenftr. 118, mit der Arbeitgeber gehören. Ueber die Angelegenheit soll eine nament der Polizei führt, gelangte gestern vor der 6. Straftammer des liche Abstimmung erfolgen. Der Verband der Maschinen Landgerichts I dem Vorsitz des Landgerichtsdirektors fabrikanten hat in Manchester beschlossen, sofort ein Viertel Franke zur Erörterung. Im Oktober vorigen Jahres erschien aller dem Gewerkverein angehörigen Arbeiter zu entlaffen, wenn eine Polizeiverordnung, wonach am Bußtage und am Charfreitage diefer gegen eine Firma vorginge. Der Beschluß berührt die An- nicht nur öffentliche, sondern auch private Vorstellungen und stalten am Tyne, in Wear, Tees, Hartlepool, Hull, am Clyde, in Tanzbeluftigungen verboten wurden. In der Bürgerschaft, wie bePaisley, Belfast, Barrow, in Manchester und Distritt, Bolton und fonders auch unter den Saalinhabern erregte diese Verordnung eine Distrikt, Liverpool, Birkenhead, Leeds, Halifax, Leicester und anderen unangenehme Stimmung, die Rechtsgiltigkeit derselben wurde auch Distrikten. vielfach in Frage gestellt. Inzwischen hat das Rammergericht in welche die Provinzen Posen und Schleswigzwei Fällen, Holstein betrafen, die Rechtsgiltigkeit der betreffenden Polizei. verordnungen anerkannt. Der Gastwirth Gründel hatte eine Uebertretung der Berliner Polizei Verordnung zu schulden kommen lassen und unter Umständen, welche ihm außerdem noch eine Anklage wegen Widerstands gegen die Staatsgewalt eintrugen. Ein Kriminalschutzmann bemerkte, daß am Abend des Bußtages im vorigen Jahre im Gründel'schen Lokale Vorbereitungen getroffen wurden, um eine Theatervorstellung stattfinden zu lassen. Er erfuhr, daß der Privat- Theaterverein" Othello II" den Saal für diesen Abend gemiethet habe. Als der Beamte den Wirth auf das in Rede stehende Verbot hinwies, erklärte dieser, dasselbe fei für Privatkreise nicht giltig, er habe bereits in einem ähnlichen Falle beim Ober- Verwaltungsgericht ein obfiegendes Erkenntniß Das Fachblatt Der Töpfer" beftand am 3. Juli fünf erstritten. Der Schuhmann berichtete hierüber seinem VorJahre. Als er am 3. Juli 1892 zum ersten mal erschien, betrug die" Nachdem bei dem Verbandsmitgliede, den Herren Weygandt gesezten, dem Polizeilieutenant Michaelis, worauf dieser sich Auflage 4000 und die Organisation( damals Allgemeiner deutscher und" Klein, Maschinenfabrik hier, ein Streit wegen Nicht selbst nach dem Gründel'schen Lokal begab. Der Verein war Töpferverein" genannt, jest" Bentralverband der Töpfer und Ziegler") bewilligung fürzerer als zehuftündiger Arbeitszeit und prozentualer inzwischen erschienen. Der Polizeilieutenant forderte die Anhatte 3500 Mitglieder. Jetzt erscheint das Blatt in einer Auflage Lohnerhöhung ausgebrochen ist, so verzeichnen wir Ihnen auf der wefenden auf, fich zu entfernen. Gründel fügte sodann hinzu, daß von über 6000 und die Organisation zählt an 5000 Mitglieder. Nebenfeite die Namen der ausstehenden Arbeiter und ersuchen Sie diesem Gebot Folge geleistet werden müsse, die Vertriebenen könnten Während die Töpferorganisation früher mit großen finanziellen unter Hinweis auf§ 4 der Statuten, feinen der Arbeiter einzu- ja aber nach furzer Zeit als gewöhnliche Gäste wiederkommen. Der Schwierigkeiten zu kämpfen hatte, die oftmals das Erscheinen des stellen. Sollte einer derfelben in Ihrem Betriebe schon eingestellt Polizeilieutenant ging, er ließ das Lokal aber überwachen. Bald Blattes, das den Mitgliedern unentgeltlich verabreicht wird, in fein, so bitten wir Sie, denselben zu entlassen. Hochachtungsvoll Der meldete ihm ein Schuhmann, daß im Gründel'schen Lokale dennoch Frage stellten, ist die Organisation gegenwärtig in der Lage, nicht provisorische Vorstand des Verbandes Metallindustrieller in Württem- getanzt werde. Nun wurden zwei Schuyleute nach dem Lokal gesandt mit nur das Blatt vollständig erhalten zu können, sondern fie vermag berg, stellvertretender Vorsitzender: Oberbaurath A, Groß, Direktor der Weisung, sich im Saale aufzustellen. Die Gäste murrten über auch ihren übrigen Aufgaben in finanzieller Beziehung mehr der Maschinenfabrik Eßlingen." diese Maßregel, worauf Gründel, wie der Vorsitzende des Vereins, gerecht zu werden. Anläßlich des Jubiläums erscheint Der 群 §4 der Statuten lautet: Jedes Verbandsmitglied, bei welchem die Beamten aufforderten, den Saal zu verlassen, da sie sich sonst der Töpfer" in einem geschmackvollen Feftgewande. Mögen das Fach- ein Streit ausbricht, hat dem Verbandsvorstand sofort seine Lohn Verletzung des Hausrechts schuldig machten. Die Schuhleute zogen es blatt der Arbeiter der Thonwaaren- Industrie und ihre Organisation und Arbeitsverhältnisse darzulegen. Dieser hat, erforderlichenfalls vor, zu gehen, Gründel soll den einen Beamten dabei durch Schieben an auch in den kommenden Jahren fo gut gedeihen wie bisher. nach Anhörung von Arbeitern der betreffenden Fabrit, darüber zu der Schulter hinausgedrängt haben. Als dem Polizeilieutenant dies beschließen, ob der Streit berechtigt ist oder nicht. Erklärt der Vor- gemeldet wurde, begab er sich mit mehreren Schußleuten wiederum stand den Streit für nicht berechtigt, so darf fein Verbandsmitglied nach dem Lokale und nun tam es zwischen ihm und dem Angeklagten einen streifenden Arbeiter in seinem Betrieb beschäftigen und muß zu einem heftigen Auftritt, der damit endete, daß der letztere zur einen aus Versehen eingestellten Arbeiter alsbald wieder entlassen. Wache gebracht werden sollte. Gründel leistete hierbei durch heftige Der Vorstand hat für Bekanntmachung der Namen der streifenden Rörperbewegungen Widerstand. Arbeiter zu forgen." schutz. " Deutsches Reich. " fofen Prozesse, die wegen " " " zu 5 Mark ,, Das Unterstützungswesen der Gewerkschaften, insbesondere die Arbeitslosen Unterstützung und deren Einführung im deutschen Metallarbeiter- Verband". Unter diesem Titel hat Genoffe Martin Segiz in Nürnberg im Verlage von J. Scherm daselbst die Rede gedruckt herausgegeben, die er auf der diesjährigen Generalversammlung des deutschen Metallarbeiter- Verbandes gehalten Das Schöffengericht hatte den Angeklagten des Widerstandes hat. Es ist nicht alles einwandsfrei, was Genosse Segit über die Nach§ 152 der Gewerbe Ordnung kann den Unternehmer gegen die Staatsgewalt für schuldig befunden und hierfür auf vorliegende Materie gesagt hat, aber aus seinen Darlegungen spricht vereinigungen das Recht nicht bestritten werden, streifende Arbeiter 30 m. erkannt. Das Gericht hatte nicht den Angeklagten, sondern die Erfahrung des gereiften Gewerkschafters, dessen Meinung über auf die schwarze Liste zu setzen mit dem Ersuchen, es solle ihnen den Vorstand des Vereins als Miether des Lokals für verant eine unbestreitbar sehr wichtige Angelegenheit zu fennen für jeden keine Beschäftigung gegeben werden. Es fennzeichnet aber die wortlich für die begangene Uebertretung gehalten. Gegen dies Er Arbeiter von Nußen ist. Die Broschüre ist 36 Seiten start und Klassennatur des Staates, daß die Arbeiter an der gleich fenntniß war sowohl seitens der Staatsanwaltschaft wie seitens toftet 10 Pf., in Partien von mindestens 10 Exemplaren 5 Pf. energischen Ausnußung ihres Koalitionsrechts des Vertheidigers R.-A. Dr. Schöps Berufung eingelegt worden. Im durch Behörden verhindert werden. Beispielsweise wird wegen gestrigen Termine wurde der Berufung des Staatsanwalts statt. Deffentliche Schneider- und Näherinnenversammlungen der Aufforderung:„ 3uzug ist fernzuhalten!" ferner gegeben und Gründel auch wegen der Uebertretung in Frankfurt a./D., Halberstadt, Meißen, Nürn wegen Verhängung der Sperre über ein Geschäft und Geldstrafe verurtheilt. Daß im vorliegenden Falle, wie der Verberg und Oldenburg protestirten gegen die völlig ungenügen wegen Ausstellung von Posten bald hier bald dort gegen theidiger behaupte, eine Störung der Sonntagsruhe nach außen hin ungenügen- wegen den Bestimmungen der Verordnung über den Konfektionsarbeiter- fireifende Arbeiter Anklage erhoben, ganz zu geschweigen der zahl- gar nicht stattgefunden habe, sei gleichgiltig, es genüge, daß eine Bedrohung von Streifbrechern Störung stattfinden tonnte! Der Anschauung des Vorder= Ju Breslan war der Vorsitzende des Gewertschaftsanhängig gemacht werden und die häufig mit Urtheilen enden, deren richters, daß lediglich der Miether verantwortlich sei, könne tartells, Genosse Kühnel, vom Schöffengericht zu 30 M. Härte mit dem behaupteten Bergehen in augenfälligem Miß- ebenfalls nicht beigetreten werden, die Verordnung, welche als rechtsGeldstrafe verurtheilt worden, weil er seinerzeit in der Bolts- verhältniß steht. Selbst zu der Definition, daß die lediglich giltig angesehen werde, wolle nicht nur den Veranstalter der Ueberwacht" die Gewerkschaften aufgefordert hat,, mach wie eine Thatfache ausdrückende Bezeichnung Streitbrecher" tretung, sondern auch den Gehilfen, als welchen man im vorliegenden vor energisch für die Hamburger Brüder einzutreten".. Ehrverlegung" sei, hat man sich schon auf Falle den Vermiether des Lokals ansehen müsse, bestraft wiffen. durch soll er eine öffentliche Rollette veranstaltet geschwungen. Und das alles geschieht, weil Polizei und war die Uebertretung aber erwiesen, so waren die einschreitenden haben, wozu die behördliche Genehmigung hätte eingeholt werden Richter vermeinen, es sei eine moralische Pflicht des Staates, Schuyleute auch in berechtigter Ausübung ihres Amtes und die Ver müssen. Kühnel legte Berufung ein, das Landgericht bestätigte aber den an einem Streit nicht theilnehmenden Arbeitern einen beurtheilung wegen Widerstandes gegen die Staatsgewalt gerechtfertigt. das Urtheil des Schöffengerichts. sonderen Schutz gegen streifende Kameraden angedeihen zu lassen. Vor dem Landgericht München I hatten sich vorgestern aberIm Gegensatz zu dieser, ja nicht neuen Praktik der schlesischen Derselbe Staat rührt aber nicht den Finger, um die Arbeiter in die mals 27 Landfriedensbrecher" wegen des Haberfeldtreibens bei Gerichte, ſteht bag fürzlich in Borwärts erwähnte Witheit bes Lage zu versehen, auf andere Weise als durch die Arbeitsnieder- Sachsenkam, das in der Nacht vom 25. auf 26. Détober 1806 fatt Landgerichts in Köln am Rhein. Der Redakteur der Rheinischen legung die Verbesserung ihrer Lage mit Erfolg zu erreichen. Im fand, zu verantworten. Sie wurden zu einer Gesammtstrafe von Beitung" sollte durch eine Aufforderung zur Unterstüßung streifender Gegentheil, der Theil des Unternehmerthums, der dem Arbeiter 7 Jahren und 1 Monat Gefängniß verurtheilt, und zwar einer zu Arbeiter ebenfalls eine nicht genehmigte öffentliche Kollekte ver- das Recht abspricht, sich zu foaliren, um an der Festsetzung der Ar 11,2 Jahren, vier zu 1 Jahr 4 Monaten, einer zu 1 Jahr 2 Mo anstaltet haben, das Landgericht entschied aber, daß dem nicht so beitsbedingungen auf gleichem Fuße mitzuwirken wie der Unter- naten, fieben zu 1 Jahre, sechs zu 9 Monaten, neun zu 7 Monaten, war, denn zum Kollektiren gehöre ein wirkliches Geldfammeln von nehmer, dieser Theil des Unternehmerthums, dessen Hauptvertreter einer zu 6 Monaten und einer zu 3 Monaten Gefängniß. Haus zu Haus, von Werkstelle zu Werkstelle, von Person zu Person. der bekannte„ Herrenhaus- Schwabroneur" Herr v. Stumm iſt, Die Kopenhagener parmarken- Affäre, über die wir seiner Das Gewerkschaftskartell in Breslau, dem mehr als dreißig übt auf den Staat sogar maßgebenden Einfluß aus. zeit berichtet haben, ist gestern zum gerichtlichen Abschluß gekommen. Gewerkschaften angehören, hat, dem Beispiel der Kartelle anderer Vereinigung von Halbwoll Webereien. Aus M.- Gladbach Das Kriminalgericht in Kopenhagen verurtheilte heute die drei Städte folgend, ebenfalls eine Richtfchnur für die Stellung zu den wird geschrieben: Eine lebhafte Agitation macht sich gegenwärtig Anarchisten" Jensen, Gaab und Möller zu einem Jahr Zuchthaus Streits beschlossen, die unter den niederrheinischen Fabrikanten der HalbwolI wegen Betrügereien durch Sparmarkenfälschungen im Betrage von Aus Leipzig wird uns geschrieben: Der Maurerstreit Buntweberei, welche baumwollene Hosenstoffe produziren, 1300 Kronen, welche angeblich zu anarchistischen Agitationszwecken bauert unverändert fort. Die Situation hat sich bis jetzt bemerkbar. Es handelt sich um die Bildung eines Verbandes, der, in Dänemark und in anderen Ländern verwendet worden sind. fortgefeht zu gunsten der Streifenden gebeffert. Es arbeiten zu den ähnlich dem sächsischen Spinnerverbande, die Lieferungs- und Depeschen und lehte Nachrichten. " 5 vom Kartell unterstützt werden sollen. Da eine Bahlungskonditionen sowie auch Betriebseinschränkungen festzusehen hätte. Auch das Nichtabrufen von abgeschlossenen Kontrakten bei finkenden Preisen soll eventuell beseitigt werden. Boziales. " Oberberg, 3. Juli.( Privat- Depesche des Vorwärts".) Auf dem Röhrenwalzwerk Oderberg( in Firma Han) find Lohndifferenzen ausgebrochen. neuen Bedingungen( 9stündige Arbeitszeit und 55 Pf. Lohn) 920 Maurer. Nicht am Streit betheiligt und zu den alten Bedingungen thätig sind von den vor Ausbruch des Streits in Leipzig beschäftigt gewesenen Maurern 15 pet. Als Streitende sind 756 Rollegen mit 1385 Kindern zu unterstützen. Die Zahl der Ab gereisten beträgt über 1800; dieselbe vermehrt sich fortgesetzt. Bisher war der Zuzug von außerhalb ganz gering; hoffentlich Aus Schleswig- Holstein wird geschrieben: In aller Erinnerung unterstützt die deutsche Arbeiterschaft die Maurer dürfte wohl noch der Flensburger Werftarbeiterstreit Leipzigs in ihrem Kampfe. Das Augenmerk ist sein, der im vorigen Spätsommer ca. 3 Monate Flensburg in Mit namentlich auf die Abhaltung des Zuzuges 8 leidenschaft zog, indem infolge des Streits ca. 1500 Arbeiter richten. Die bürgerliche Tagespresse Leipzigs bringt seit einigen der Schiffsbau Gesellschaft aufs Straßenpflaster geworfen Tagen keinerlei Notiz über die Streitbewegung; es geschieht dies wurden. Es hatten damals ca. 350 Weritarbeiter, deren Lohn unter offenbar nur im Intereffe der Unternehmer, damit in 30 Pf. pro Stunde war, eine Aufbesserung auf 30 Pf. verlangt. den Provinzblättchen über den Streit nichts veröffentlicht wird, und Die Werft wollte zu dieser Mehrausgabe, die jährlich etwa 7000 bis somit den Unternehmern leichter Hilfskräfte von dort zugeführt werden. 8000 m. betragen haben würde, nicht in der Lage sein, und als Nach dem bisherigen Verlauf der Bewegung kann angenommen dann die betreffenden Arbeiter die Arbeit niederlegten, wurden von werden, daß die Einführung der 9stündigen Arbeitszeit gesichert ist. Der Werftleitung fämmtliche Arbeiter ausgesperrt. Nur müssen diejenigen Maurer, die von Leipzig bequemte sich die Werft zu Zugeständnissen, die für sie eine hier stattfindenden Bundesfestes der deutschen Bauern projektirt war, abgereist sind und anderswo Arbeit gefunden haben, aushalten! denn in der Abreise liegt für den Mehrausgabe von jährlich 3000 bis 4000 m. bedeuteten. Um so ist seitens der Polizei verboten worden. überraschender war dann für die Arbeiter der Umstand, daß trot Schließlich Frankfurt a. M., 3. Juli.( B. H.) Der„ Frantf. 3tg." wird aus Heilbronn gemeldet: Wiederum entlub sich in vergangener Nacht furz nach 4 Uhr ein schweres Gewitter mit wolkenbruchartigen Miederfchlägen über unserer Stadt und deren Umgebung. Nach die biesige Garnison berufen. Dort muß das Wasser fürchterlich Gellnersbach( Oberamt Weinsberg) wurde heute früh telegraphisch über Verluste von Menschenleben haben sich bis jetzt nicht bestätigt. gehauft haben. Das Dorf gleicht jetzt einer Ruine. Die Gerüchte Arlbergbahn ist von einem großen Brande heinigesucht worden. Innsbruck, 3. Juli.( B. H) Die Ortschaft Halming an der Bahlreiche Häuser sind ein Raub der Flammen geworden. Es wurde nur sehr wenig gerettet. worden. Graz, 3. Juli.( B. H.) Ter Festzug, der anläßlich des morgen Streit ein großes Stärtungsmittel. Von seiten der Unternehmer be3 breimonatlichen Stillliegens der Werft für Nachrichten in das Romitat Jarz- Nagykun- Szolnok Militär Budapest, 3. Juli.( B. H.) Von hier ist infolge alarmirender werden auch alle Mittel versucht, Streitende zu veranlassen die Arbeit das Jahr 1896 eine Dividende von 10 pt., im Be wieder aufzunehmen. Es werden Briefe geschrieben, worin bald gefleht, trage von 314 153 m. vertheilt werden tonnte. Am 8m Schuße der Schnitter gegen sozialistische Agitationen gesandt bald- unter Hinweis auf den Winter- mit der Hungerpeitsche gedroht 3. Juli feierte nun die Werft ihr 25jähriges Jubiläum, aus welchem wird. Nur in sehr wenig Fällen ist es aber den Unternehmern gelungen, Anlaß die Leitung eine Festschrift herausgegeben hat, die in nahm heute den Untersuchungsrichter Le Boittevin, welcher zunächst Paris, 3. Juli.( W. T. T.) Die Panama Rommission vers Streifende zur Aufnahme der Arbeit zu bewegen. Die vereinigten intereffanter Weise Aufschluß über die aus den Arbeitern gepreßten eine allgemeine Darstellung der Angelegenheit gab und sodann über Unternehmer, als da find: 1. die Junung Leipziger Maurer- und Gewinne giebt. Es ist nämlich im Durchschnitt der Jahre 1875 bis jedes der einzelnen Aktenflücke genauere Mittheilungen machte. Le Zimmermeister, 2. die Gewerkschaft der Praktischen( darunter sind zu 1896 eine Dividende von 91/2 pet. vertheilt worden und an Reserven Boiltevin theilte dabei mit, daß die Untersuchung am 14. d. Mis. verstehen frühere Maurergesellen, welche fich zum Unternehmer entgeschlossen sein werde. wickelten und bei dieser Gelegenheit sich den Geldbeutel bereicherten), ſtehen 652 000 M. zu Buch. Dieser Nachweis, daß man ihnen im vorigen Jahre also mit Leichtigkeit die geforderte Lohnerhöhung Paris, 3. Juli.( W. T. B.) Aus der Gascogne werden sowie die Bauspekulanten, die sonst keiner Vereinigung hätte gewähren können, wird den Arbeitern, bei denen es noch leberschwemmungen gemeldet, die Flüsse Adour und Gers find angehören diefe zusammen bilden feit mehreren Jahren einen nicht gefchehen sein sollte, die Augen über das wahre Verhältniß aus ihren Ufern getreten. Die Stadt Auch sieht zum Theil unter Bauarbeitgeber Verband, der lediglich nur durch die BeWaffer. Zahlreiche Personen sollen ertrunken fein; der Schaden ist wegungen der Maurergesellen aufammengehalten wird, jedoch bei zwischen Kapital und Arbeit geöffnet haben. der jetzigen Bewegung, wegen der vielen Interessengegensätze und Der Augsburger Magiftrat hat in dem Drtsstatut betreffend beträchtlich. Ansland. des Konkurrenzneides, voraussichtlich von der Bildfläche verschwinden die Wahl zum Gewerbegericht eine Aenderung vorgenommen, London, 3. Juli.( W. T. B.) 4500 Maschinenbauer legten wird. Gerade die Interessengegensätze sind aber auch die Ursache, die fehr zum Nachtheil der bisherigen Organisation dieser Gerichte hier nachmittags die Arbeit nieder; dieselben verlangen den Achts weshalb die Unternehmer in ihrer Bereinigung nicht dazu kommen ausarten tann. Das bisherige Statut enthielt die Bestimmung, daß stundentag. Den übrigen, an Zahl 8000, betragenden Maschinen. können, Beschlüsse zu faffen, die dem Arbeiter Entgegenkommen wenn die Zahl der Beisitzer durch Wechsel des Arbeitsverhältnisses, bauern ist ihre Forderung von ihren Arbeitgebern bewilligt zeigen. Jedenfalls müssen und werden die Leipziger Maurer in Tod 1. f. w. fich auf 8 vermindert hat, eine Neuwahl vor Ablauf worden. Ter Arbeitgeber Verband droht mit der Aussperrung ihrem Rampfe so lange aushalten, bis es gelungen ist, die Unter- der fünfjährigen Wahlperiode erfolgen mußte. Nunmehr soll die Sabi der im Maschinenbau beschäftigten Arbeiter im ganzen Lande. Der nehmer zur Anerkennung ihrer Forderung zu bewegen. der fehlenden Beisitzer ergänzt werden aus den Reihen derjenigen, ausführende Ausschuß der Vereinigung der Arbeiter hielt heute Alle arbeiterfreundlichen Zeitungen werden ersucht, vorstehendes die bei der allgemeinen Wahl nach den Gewählten die meisten früh eine Versammlung ab, in der über die Mittel berathen wurde, um Stimmen erhielten. Unsere Parteigen offen hatten verlangt, daß über die Herbeischaffung von Arbeitern aus dem Auslande zu verhindern. zu veröffentlichen. haupt die Wahlperiode auf drei Jahre gekürzt würde. Aber der Konstantinopel, 3. Juli.( B. H.) Wie verlautet, find unter Aus England: Wie die Londoner Allgemeine Korrespondenz" Magistrat trug den Wünschen der Unternehmer Rechnung, beließ es den Botschaftern neuerdings bedeutende Meinungsverschiedenheiten Man spricht sogar von einer temporären berichtet, haben die Gewerkschaften der im Maschinen- bei der bisherigen Wahlperiode und beschloß die erwähnte Nende hervorgetreten. bau beschäftigten Arbeiter jüngst eine Erklärung erlaffen, rung. Das Nachtheilige diefer Aenderung wird fofort flar, wenn Suspendirung der hiesigen Konferenzen, damit die Kabinette worin sie sagen, die Zeit sei gekommen, wo der achtstündige man bedenkt, daß infolge des neuen Modus diejenigen Kandidaten selbst Zeit zu einem eingehenden direkten Meinungsaustausch ge= Nach Ansicht unterrichteter Persönlichkeiten ist die vorArbeitstag in ihren Gewerken durchgesetzt werden könne. au Beisitzern aufrücken, die in der Minderheit geblieben sind, also winnen. 153 Firmen hätten die Forderung schon bewilligt, ohne daß ein das Vertrauen der Mehrheit der Wähler garnicht besigen und bei herrschende Meinung von einem baldigen Abschluß der Verhand= Lohnabzug eintreten solle. Andere Firmen hätten die Forderungen einer Neuwahl voraussichtlich in diese Stellung garnicht gelangen lungen entschieden zu bestreiten. Die Verhandlungen würden sicher. lich noch mindestens zwei Monate währen. abgelehnt. Die Zeit sei günstig, und es verstoße gegen alle Gewerkschafts- könnten. Berantwortlicher Redakteur: August Jacobey in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Mor Bading in Berlin. Hierzu 2 Beilagen u. Unterhaltungsblatt r. 153. 14. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Lokales. 43 Pferde und 108 verschiedene Fuhrwerke verbrannt. Der Gesammtschaden beziffert sich auf ca. 1200 000 m. 25 Sonntag, 4. Juli 1897. Aus Rigdorf. Infolge Beschlusses der Gemeinde- Vertretung hat die Gemeinde- Verwaltung von dem Besizer der hiesigen VolksDie Parteigenoffen des 5. Reichstags- Wahlkreises werden Im städtischen Obdach befanden sich am 1. Juni cr. bade- Anstalt an der Cannerstraße eine große Anzahl Badekarten Am erworben, welche durch die Schuldiener der Gemeinde- Schulen an Darauf aufmerksam gemacht, daß am Donnerstag, den 8. Juli, Familien mit 68 Personen und 32 Einzelpersonen. eine Parteiversammlung im Schüßenhause, Linienftr. 5, ftat findet, 1. Juli war der Bestand 24 Familien mit 90 Personen die Schulkinder zum Preise von 5 Pf. pro Karte ausgegeben werden. in welcher der Abg. Robert Schmidt den Bericht über seine Thätig und 25 Einzelpersonen. Das nächtliche Obdach daselbst be Kinder unbemittelter Eltern erhalten Freifarten. Au einem einzigen im Laufe des Monats feit giebt. Außerdem findet in diefer Versammlung die Ste ch nutzten Juni 11 865 Personen, Tage haben nicht weniger als 2300 Kinder davon Gebrauch genungslegung der alten( von Excel. Köller ihres Amtes ent- und zwar 11242 Männer, 623 Frauen. Von diesen Personen macht. In der Stolzenburg'schen Badeanstalt wurden vorgestern hobenen) Vertrauensleute statt. Näheres durch Inferat in wurden 3 dem Krankenhause Friedrichshain, 36 dem Krankenhause Nachmittag sämmtlichen Badegästen die Portemonnaies ausgeräumt. Der Thäterschaft der Dienstagnummer. Moabit, 19 der Charitee, der Krankenstation des Obdachs 18, der Dem Dieb fielen zirka 75 M. in die Hände. Die Vertrauenspersonen. Anstalt Wuhlgarten 4, der Anstalt Herzberge 1 Person überwiesen, dringend verdächtig ist der 20jährige Stiefsohn eines angesehenen Die Schulferien haben gestern begonnen und den bürgerlichen 162( 161 Wiänner, 1 Fran) der Polizei vorgeführt. Gebadet haben Handwerksmeisters; es ist gegen denselben die Untersuchung einvon diesen Personen während des Monats Juni 9253. geleitet worden. Das betagte Arbeiter Wüstenhagen'sche Ehepaar Blättern vielfach Gelegenheit gegeben, die mit den Badereisen verbundenen Annehmlichkeiten und Unannehmlichkeiten in lebhaften Einen eigenthümlichen Verlauf hat einem hiesigen Blatte im benachbarten Brig. Chauffeeftr. 27 wohnhaft, begeht am 5. d. M. Farben zu schildern. Proletarierfinder, und diese bilden zufolge die bekannie Affäre Löwengardt Liebling genommen. Da das Fest der goldenen Hochzeit. Um dem in harter Arbeit ergrauten, die ungeheure Mehrzahl der kleinen, von der Schulpflicht auf einige Herr Liebling wegen feines auf Löwengardt in einem hiesigen dürftigsten Verhältnissen lebenden Jubelpaar einen frohen Tag Wochen entbundenen Bevölkerung Berlins, Proletarierkinder find Reſtaurant unternommenen thätlichen Angriffs zu einer vierzehn- u schaffen, hat sich ein Komitee gebildet. Eine sensationelle Diebstahlsgeschichte bildet nach der„ Berl. nicht den Mühseligkeiten einer Reise nach Misdroy oder Franzens- tägigen Gefäng: ißstrafe verurtheilt wurde, zirkulirt jetzt bei Künstlern bad ausgesetzt. Sie tummeln sich auf dem Asphaltpflaster der Groß- und Kunstfreunden ein Gnadengefuch an den Kaiser für Herrn Abendpost" in Potsdam gegenwärtig das Stadtgespräch." Der stadt und schlucken nach wie vor den Etaub der Straßen und öffent: Liebling. Als erster hat dieses Gesuch Herr Löwengardt selbst frühere Bankier Eduard Mertens, Besiger des Hauses Hodigstr. 20, lichen Pläge. Ja, wenn dies Schicksal noch allen Kindern be- unterzeichnet, so daß anzunehmen ist, daß zwischen ihm und dem wurde dort nämlich abgefaßt, wie er bei seinen Miethern fortgesetzt in Gemeinschaft mit seiner Wirthschafterin Louise Schmidt zur schieden wäre! Gar oft bedeutet die Ferienzeit für die vielen Pianisten eine Aussöhnung erfolgt ist. Kleinen, die ihre Eltern durch Arbeit im harten Kampfe ums Allgemeine Entrüftung hat es unter den Betheiligten erregt, Nachtzeit Diet stäble ausführte, indem er mit einem falschen Schlüffel die Wohnungsthüren öffnete. Bei einer dieser Tage stattgehabten Dasein unterstützen müssen, eine Zeit erböhter Anstrengung und daß einige Budiker in der Nähe der Brandstätte des alten Aftien Haussuchung wurden auf einem Hängeboden der Mertens'schen Ausbeutung, und mancher strophulöse ABC- Schüße mag sich am hofes an der Chausseestraße die erschöpften Mannschaften der Feuer- Wohnung große Posten von Waaren, welche der Frau Anna Hainke, Ende der Ferienzeit nach den Schulräumen zurückfehnen, die doch wehr, die tagelang weder Mittagessen noch Abendbrot in Ruhe ge die in seinem Hause ein Mehl- und Vorkostgeschäft betreibt, gehörten, wenigstens eine Abwechslung in fein einförmiges Dafein brachten. nießen fonnten, förmlich geprellt haben. Den theilweise von anderen vorgefunden. Frau Hainte beziffert ihren Schaden auf zirka Nichts führt dem Proletarierkinde wohl schäfer die Thatsache ins Brandstätten direkt nach der Chauffeestraße gerufenen Feuermännern vorgefunden. 600 Mart. Die Wirthschafterin des Mertens wurde sofort Bewußtsein, daß es zu den Enterbten gehört und sich erst später wurden für eine Stulle, die anderwärts überall 15 Pf. toftet, 25 Pf. verhaftet; Mertens mußte aber auf freiem Fuß belassen das Recht, die Schönheit der Welt zu genießen, erkämpfen muß, und für eine fleine Weiße 15 Pf. abgenommen. Das diese Vorgänge werden, da er ein ärztliches Krankheitsattest beibrachte. als gerade die vielbeliebte Ferienzeit. Mancher Vater wird seinen beobachtende Publikum war darüber so empört, daß Stimmen laut Seitdem markirt er den wilden Mann, läuft halbnackt im Hause Sohn und seine Tochter bei dieser Gelegenheit darüber aufklären, wurden, diese Gastwirthe, von denen einer seine Lieferung vorher her, zerschlägt Fensterscheiben 2c. Mertens ist wegen seines excenwarum es seine verdammte Pflicht und Schuldigkeit ist, der heutigen in aufdringlicher Weise empfohlen hatte, zu boykottiren. Erwägt trischen Auftretens allgemein bekannt. Er wurde vor Jahren mit Ordnung der Dinge feindlich gegenüber zu stehen und sich im poli- man, daß die Rettungsmannschaften sieben Stunden lang unter Ein- drei Monaten Gefängniß bestraft, weil er seine eigene Mutter brutal tischen und gewerkschaftlichen Kampf ein besseres, ein menschen- fegung ihres Lebens den größten Strapazen ausgesetzt waren, so mißhandelt hatte, damit sie ihr Haus auf seinen Namen schreiben lasse. würdiges Dasein zu erringen! erscheint die Handlungsweise jener Wirthe als eine geradezu ver- Später war er angeklagt, weil er seine Strafakten auf dem PotsWie der Geldsack bei den Kommunalwahlen vorherrscht. damer Landgericht gestohlen haben sollte, wurde aber mangels Be Sieben Säbelhiebe erhielt in der Nacht zum Sonnabend der weises freigesprochen. Erst im vorigen Jahre hat Mertens zwei Die allgemeie Wählerliste Berlins ist berichtigt und wird vom 15.- 30. Juli, von vormittags 9 bis nachmittags 3 Uhr, im Wahl. 22 Jahre alte Kellner Ernst Bergmann von einem Schußmann. Monate Gefängniß wegen Mißhandlung einer bei ihm wohnenden bureau Postfir. 16 öffentlich ausliegen. Die Gesammtzahl der ein- Bergmann, der in der Kastanienallee 52 wohnt, war in der Stegliger Frau in Rummelsburg verbüßt. getragenen Wähler beträgt 313 531, ca. 7000 mehr als im Vor- straße vor dem Hause Nr. 71 mit anderen Leuten in Streit gerathen Wie in Charlottenburg die fönigliche Polizeidirektion bekannt jahre. Die I. Abtheilung enthält 1289 Wähler, welche mindestens und sollte nach der Schlägerei auf die Wache des 77. Reviers macht, ist der Einführungstermin der obligatorischen Bieh- und gebracht werden. Er leistete Widerstand und griff einen Schuhmann Fleisch schau wegen Beurlaubung des mit der Beaufsichtigung einen Steuer betrag von 4851,00 m. M. entrichten. Zur II. Abtheilung gehören 8929 Wähler, beginnend mit einem auch thätlich an. Der Beamte machte von seiner Waffe Gebrauch betrauten Kreisthierarztes vom 1. Juli auf den 15. Juli verlegt. Steuerbetrag von 4845,20 m. und schließend mit 869,20 m und verlegte den Widerspenstigen erheblich am Gilbe Ha während die III. Abtheilung 303 313 Wähler opfe. Nachdem er auf einer Sanitätswache nothdürftig verumfaßt und mit dem Steuerbetrage von 869,20 m. Silbe bunden worden war, brachte man den Verletzten als Polizeigefangenen He anfängt. Dieser Abtheilungsbildung liegt die von obigen in ein Krankenhaus. Wählern aufgebrachte Steuersumme von 47 890 294,62 M. zu grunde. Seinen schweren Verlehungen erlegen ist im Krankenhause Mit einem Verbrechen steht offenbar das Verschwinden eines Im Jahre 1896 war die Steuersumme 45 320 728,23. und ge- Moabit der Lackiver Hein, welcher, wie bereits gemeldet, am Mittwoch hörten zur I. Abtheilung 1336 Wähler, die mindestens 4348 bei dem Versuch, in der Thurmstraße den Vorderperron eines in Schulmädchens aus Spandau in Zusammenhang, das seit Freitag Steuern zahlten, die II. Abtheilung hatte 10 363 Wähler, voller Fahrt befindlichen Pferdebahn- Wagens zu besteigen, überfahren Nachmittag die Sicherheitsbehörden der Stadt und Umgebung bewelche höchstens 4347,20 m. und wenigstens 833,72 Steuern wurde. Dem Verunglückten wurde im Krankenhause das furchtbar schäftigt. Donnerstag gegen Abend landete ein fremder Mann auf entrichteten. Bur III. Abtheilung gehörten 295 960 Wähler, verstümmelte rechte Bein abgenommen, doch gelang es der ärztlichen der Oberhavel an der Triftstraße in der Neustadt und knüpfte mit beginnend mit einem Steuer betrage von 833,51. Infolge des Kunst nicht, H. am Leben zu erhalten. zwei 11jährigen Mädchen aus der benachbarten Körnerstraße ein Ge-ächtliche. Nahrungssorgen haben die Ehefrau des Maurers Rockert aus Lichtenrade in den Tod getrieben. Sie hat sich in dem sogenannten„ Hechtpfuhl" im benachbarten Mahlow ertränkt. Die Leiche wurde gestern gefunden. erhöhten Solls hat sich die Wählerzahl der I. und II. Abtheilung Ter neue Begräbnisplatz der Simeons- und St. Lukas- Gespräch an. Er veranlaßte sie, in setu am Ufer liegendes Boot zu auch pro 1897 verringert. Es wird besonders darauf aufmerksam meinde in Berlin, welcher sich am Mariendorfer Weg bei Rixdorf ſteigen und ruderte mit ihnen stromaufwärts davon Kurz vor Valentinsgemacht, daß ein Wähler bei vorübergehender Abwesenheit von befindet, ist am Donnerstag eröffnet worden. Berlin, z. B. Sommerwohnung, Land 2c., seines Wahlrechts verluftig geht, wenn dieser vorübergehende Verzug auf der polizeilichen Abmeldung zu vermerken unterlassen worden ist. Wegen der im November zu vollziehenden Stadtverordneten Ergänzungswahlen erscheint es erforderlich, obigem Hinweis Beach fung zu fchenfen. Einem Hitzschlage ist am Freitag Nachmittag 4 Uhr am Friedrich Karl- Ufer der 57 Jahre alte Gerichtsvollzieher Saffect aus der Kleinen Alexanderstraße erlegen. merder, noch im Weichbilde der Stadt, setzte er das eine Mädchen auf dessen Wunsch ans Ufer und fuhr mit dem anderen Kinde, dem es auf dem Wasser gefiel, weiter. Dieses, die elfjährige Tochter des Körnerstraße 9 wohnhaften Arbeiters Thürer, ist seitdem spurlos vers schwunden. Freitag Abend meldeten die Eltern der Polizei den Geelig aus der Stephanstr. 52 tödtlich verunglückt. Seelig war in machen, die den Entführer als einen blonden jungen Mann bes Arbeiterrififo. In seinem Berufe ist der Maschinist Ernst Vorfall; die einzigen Angaben kann die Gefährtin der Vermißten der Kloß u. Heumann'schen Vermiethungsanfalt für Bauaufzüge schreibt. Judeß ist weder von letterem, noch von dem Mädchen beschäftigt. Gestern nach der Mittagspause solite beim Neubau oder dem Boot auf der Oberhavel bis Tegel hin irgend eine Spur Dunckerstr. 27 ein Aufzug für Baumaterial zum ersten Male statt zu entdecken, soweit man durch die sofort noch am Abend andurch einen Petroleumumotor, den er bisher gehabt hatte, durch einen gestellten Ermittelungen feftitellen konnte. Man befürchtet, daß das Gasmotor betrieben werden. Nachdem Seelig den Motor in Thätig- Kind einem Luftmörder in die Hände gefallen ist, der es nach Be feit gefeßt hatte, muß er wohl ausgerutscht sein und fiel mit dem friedigung seines verbrecherischen Vorhabens in die Havel geVon der Polizeizenfur. Sämmtliche Komiker, Sänger und Kopf und Hals in das Schwungrad hinein, das ihm den Hals: worfen hat. Sängerinnen, welche in öffentlichen Etablissements auftreten, baben wirbel brach und den Kopf zerschmetterte. Der Unglückliche, der von jetzt ab ihr Repertoire monatlich einmal bei dem Polizei- auch an den Armen noch verletzt wurde, starb auf der Stelle. Er Präsidium zwecks Vornahme der Zensur einzureichen. Speziell hinterläßt seine Frau mit einem 17jährigen Sohn und drei Töchtern werden alle humoristischen Vorträge politischen Jubalts, hauptsächlich im Alter von 7, 6 und 4 Jahren. solche, die sich auch auf Steuerangelegenheiten beziehen, gestrichen! Beim Tomban verunglückt. Gestern Vormittag war der Der Vorsitzende der Juvaliditäts- und Altersversicherung Anstalt Berlin, Dr. Freund, hat einen mehrwöchentlichen Urlaub angetreten. Gleichfalls haben der Stadtsyndikus Weise sowie die Stadträthe Dr. Straßmann und Mielenz einen mehrwöchigen Sommerurlaub begonnen. Einem beklagenswerthen Unfall ist gestern das dreijährige Söhnchen des Besitzers der Nervenheilanstalt in Westend Dr. Waldschmidt zum Opfer gefallen. Das Kind befand sich, nur mit einent Hemd bekleidet, allein in einem Zimmer. Es tamen ihm auf irgend eine Weise Zündhölzer in die Hand, mit denen spielte. Dabei gerieth das Hemd des Kleinen in Brand, der vere Wunden erlitt, daß er furze Zeit darauf starb Die in Schmargendorf herrschende Scharlach- Epidemie hat ben Landrath Stubenrauch veranlaßt, für den Gemeindebezirk die allgemeine Anzeigepflicht anzuordnen. Theater. Wozu eine Kirche sein soll. Ein Oberlehrer Niese aus der Arbeiter Heinrich Klose zu Rydorf, Triumphstr. 17 wohnhaft, beim Fruchtstr. 55 hat als Vorsitzender des pofitiven Parochialvereins der Tomban zu ebener Erde mit dem Transport von Kappton ries beLazarusgemeinde an den Magistrat die Bitte gerichtet, feiner Ge- fchäftigt. Wahrscheinlich ist die Kippvorrichtung eines solchen Wagens meinde einen Theil der jetzt als Spielplatz benutzten Weberwiese vorzeitig in Thätigkeit getreten. Klose wurde dadurch mit dem aus zu überlassen, damit eine Kirche auf dem Plotze erbaut werden Mauersteinen bestehenden Inhalt des Wagens überschüttet, wobei er könne. Der fromme Oberlehrer begründet sein Gesuch damit, daß einen Knöchelbruch des rechten Fußes, einen Rippenbruch und VerMoorbrand im Grunewald. Etwa seit dem letzten Sonntag die Weberwiese jetzt am Abend und in der Nacht zum Tummel- letzungen der linken Hand davontrug. Er wurde mittels Kopp'ichen wird im Grunewald in der Gegend des Teufelssees ein Moorbrand play des schlimmsten Gesindels geworden sei." den Krankenwagens nach dem Krankenhause am Urban gebracht. bemerkt, der seitdem an Ausdehnung gewonnen hat. Helles Feuer Kirchenbau aber werde eine Besserung eintreten. Hierzu Das Berliner Aquarium hat über London eine Sendung Reptilien schreibt uns ein Anwohner der Königsberger Straße, daß es viel erhalten, die ihm unter anderen zwei noch nie hier gezeigte und barum wenig sichtbar, dagegen dringt aus der Erde fortwährend Rauch gescheidter vom Parochialverein wäre, wenn er zur Vertreibung des interessante und werthvolle Schlangenarten zuführte. Beide stammen aus hervor. Zahlreiche Arbeiter sind seit Donnerstag beschäftigt, um die " Gesindels" nicht den Magistrat, sondern die Polizei aufforderte, Australien. Die eine gehört zu den gefährlichsten und berüchtigsten Schlangen Brandstätte mit einem zwei Meter tiefen Graben zu umgeben und Die in unmittelbarer Nähe der Weberwiese( Memelerstraße und ienes Erdtheils, was schon durch die englische Bezeichnung Death- Adder so eine weitere Ausdehnung des Brandes, der nun bereits eine volle Königsbergerstraße) zwei Reviermachen unterhalte. Im übrigen sei ebenfalls giftigen Sereuzottern und Vipern, fie sieht vielmehr recht unschuldig ( Todesotter) angedeutet wird. Im Aeußeren erinnert sie garnicht an unsere Woche anhält, zu verhindern. die Unsicherheit keineswegs so schlimm, daß man den armen Kindern aus und macht in ihrem schmucken Kleid einen prächtigen Eindruck. Die einen beträchtlichen Theil ihres Erholungsplatzes rauben müsse Oberseite zeigt ein wunderbar glänzendes Schwarz, die Unterseite ein schönes vor allem aber hielten die Anwohner eine Kirche für das unsicherste Blaßroth und am Uebergang zwischen beiden Färbungen, an den Flanken, Theater- Wochendronik. Opernbaus. Gefchloffen. Schauspiel hebt sich ein lebhaftes Karminroth ab. Sie zählt nicht zu den eigentlichen Mittel, um Abhilfe zu schaffen. Ottern oder Vipern, sondern mit den gleichfalls im Aquarium vorhandenen, undine". Montag, 5.:" Carmen". Dienstag, 6.: Tannhäuser".( Elisabeth: haus. Geschlossen. Neues tgl. Opern Theater( roll). Sonntag, höchst seltenen indischen Hutschlangen zu den Giftnattern. Dieser gefürchteten it" Wiborg, vom Softheater in Stuttgart; Tannhäuser: Herr G. Krauß, is rt( Pseudechis porphyriacus) gegenüber, auf der rechten Seite der Gäste.) Mittwoch, 7.:„ Die Boheme". Die Rose von Schivas." Donnerstag, 8.: Schlangengallerie, ist eine der schönsten Schlangen Australiens und die schönste Bajazzi". Cavalleria rusticana."( Santuzza Frl. Wiborg, vom Hoftheater zu aller Riesenschlangen untergebracht, nämlich die Rautenschlange( Morelia), Stuttgart, ats Gaft.) Freitag, 9.:" Undine". Sonnabend, 10.: Die Bohême". die sich ihrer Verwandtschaft nach den alfweltlichen Pythons anreiht und Die Rofe von Schiras." Sonntag, 11.:" Margarethe".( Faust: Herr E. Krauß, In der ähnlich wie die südamerikanische Anakonda am und im Waffer sich aufhält. als Gast) Montag, 12.: Die Bohême". Die Rose von Schiras." Morwiz'schen Oper im Theater des Westens singt Heinrich Bötel heute Der Rücken der mehrere Meter langen Schlange ist auf braunem Grunde und zwar zum letzten Male an einem Sonntag den Lyonel in Flotow's mit schwarzbraunen, gelb punktirten Rauten und gelben Tüpfeln gezeichnet. Mariya"; die Nancy: Frieda Sawliczer und Lady Harriet: Emmy Raabe, neben unserem Gast bei Die Justitute der Urania( Tauben und Juvalidenstraße) bleiben die der Erstaufführung am Mittwoch während der Ferienzeit vom 19. Juli bis zum 8. Auguſt gänzlich ge Bublitum mit großem Beifall aufgenommen wurden. Am Montag wird die schlossen. Um den Berlin besuchenden Fremden indeß Gelegenheit zu geben, woran- Olden a..) A Basso Porto"; Dienstag, Donnerstag und Sonnabend Spinellische Oper. A Basso Porto" wiederholt. Mittwoch, Freitag( Fanny die Experimentier und Ausstellungsfäle besichtigen zu können, werden die Gastspiel Heinrich Bötel und zwar in derselben Reihenfolge Die weiße Dame" letzteren in der Zeit vom 12. bis 19. Juli von 4-8 Uhr nachmittags für Die Hugenotten" und" Alessandro Stradella". Die Operette Die Geisha" wird das Publitum noch offen gehalten. Vorstellungen im wissenschaftlichen auch in der nächsten Woche im Lessing- Theater allabendlich zur AufTheater finden in dieser Zeit hingegen nicht statt. Das Ausstattungsstück führung gelangen. „ Der Kampf um den Nordpol" wird daher nur noch in dieser Woche in Reichspoji" beginnt im Ostend- heuter um 76 Uhr, Wochentags um 8 ühr. Szene gehen. Schirme für Radfahrer. Ein neues Requisit für Radler und Nadlerinnen ist soeben im Handel erschienen. Es ist dies ein Schirm, der an der Lenkstange des Fahrrades angeschraubt wird und in jeder beliebigen Stellung über dem Haupte des Radlers auf: gespannt werden kann, um denselben sowohl gegen den Regen wie gegen die Sonnenstrahlen zu schüßen, was namentlich den fahrenden Damen erwünscht sein dürfte. Außer Gebrauch liegt der Schirm, wie jeder gewöhnliche Regenschirm, geschlossen neben der Gabel, in welcher das Vorderrad läuft, und kann auch als Stüße für das Rad benutzt werden, wenn man dasselbe auf der Straße oder sonstwo hinstellen will. Seine praktische Berwendbarkeit bei stürmischem Wetter muß selbstverstäblich erst erprobt werden. Die Große Berliner Pferde Eisenbahn- Gesellschaft beab: fichtigt, um dem stark angewachsenen Verkehr besser und sicherer genügen zu fönnen, die Strecke der Prenzlauer Allee zwischen Brenz lauer Thor und Danzigerstraße zweigleißig auszubilden. Unter Einreichung der bezüglichen Entwürfe hat die Gesellschaft die Genehmigung der zuständigen Behörde nachgesucht. verfohlt. und durch " Aus den Nachbarorten. = vom. Die Sonntags- Borstellung von dem Repertoirftück„ Unsere In dem im Friedrich Wilhelmstädtischen Theater Sonntag Nachmittag beginnenden Schiller- Gyflus find in der Braut von Messina" in Hauptrollen beschäftigt: Eduard Wendt Don Cesar, Franz Tichy Don Manuel, Beatrice Emma Thouret, Isabella- Sina Doppel, Cajetan Albert Bauer. Versammlungen. Der Verein zur Wahrung der Intereffen der Maurer Die hatte am 27. Juni zwei Wanderversammlungen einberufen. Versammlung im Osten tagte im Lokal Königsbank und sprach hier Maurer Thieme über das Thema: Das Koalitionsrecht der Arbeiter in Gefahr! Auf der Brandstätte in der Chauffeestraße sollen die Den Parteigenossen von Friedenau und Steglitz zur NachAufräumungsarbeiten am gestrigen Tage beenoet worden sein. Es richt, daß die Versammlung des Arbeiter Bildungsvereins am varen noch drei Züge der Feuerwehr ununterbrochen an der Dienstag, den 6 Juli, abends 81/2 Uhr, in Friedenau bei Weinert, Unglücksstelle thätig. Mit welcher Gewalt das Feuer gewüthet hat, Rönnebergstraße 8, stattfindet. Genoffe Pazwald wird über: fann man jetzt am besten erkennen, nachdem die Aufräumungs- Der chriftliche Staat, wie er ist und wie er sein soll", referiren. arbeiten einen größeren Ueberblick über die Brandstätte gewähren. Die Parteigenossen werden dringend gebeten, in dieser Versammlung Die abgebrannten Baulichkeiten würden, nebeneinander geftellt, eine zu erscheinen und dem genannten Verein beizutreten. Da wir bald Länge von etwa 250 Metern einnehmen. Die fußstarten vor den Wahlen stehen, so ist es doppelt unsere Pflicht, uns Balfenlagen find theils durch Von enger zusammenzuschließen. Der Vorsitzende: E. Sudrow, Droichten, Arbeitswagen und ähnlichen Gefährten sind viel Düntherstraße 4. fach nichts weiter übrig geblieben, als die Eisentheile, die selbst Rigdorf. Die Mitglieder Versammlung des Frauen- und vielfach geschmolzen sind. Mit der Befeitigung der Schuttmassen Mädchen Bildungsvereins findet am 7. Juli in den Viktoria- Sälen und der Lumpenabfälle, bis zu deren Beendigung eine Brandwache statt. Auf der Tagesordnung steht: 1. Vortrag des Herrn Dr. Weyl auf dem Plate bleiben muß, wird am Montag begonnen. Diese über Zungenheilstätten". 2. Bericht des Vorstandes. 3. Bericht Im Verein deutscher Schuhmacher( Filiale I) sprach am Arbeiten müssen auf polizeiliche Anordnung möglichst beschleunigt der Kassirerin. 4. Verschiedenes. Da die Tagesordnung sehr wichtig werden, weil die Ausdünstungen der feuchten und verkohlten, in ift, bitte ich die Mitglieder, recht zahlreich, zu erscheinen. Beiträge Fäuluiß übergebenden Lumpen die Gefahr einer Verseuchung der werden in der Versammlung entgegen genommen. Annonce erscheint Umgebung hervorrufen. Nach näheren Feststellungen find insgesammt am Dienstag. Die Vorsitzende. Die Versammlung im Norden fand im Swinemünder- Gesellschaftshaus statt, wo Maurer Rater einen beifällig aufgenommenen Vora trag hielt. Unter Verschiedenem gelangten einige Mißstände auf den Bauten zur Besprechung und wurde den Anwesenden das Abonnement auf das Gewerkschaftsblatt„ Einigkeit" empfohlen. 28. Juni Dr. Weyl in einem interessanten Vortrag über Volks. heilstätten für Lungenkranke. Unter Vereinsangelegenheiten wurde Rust zum zweiten Bevollmächtigten gewählt und sodann bekannt gemacht, daß am 10. Juli das Stiftungsfest stattfindet. Zwei öffentliche Zimmererversammlungen in den Vororten Berlins beschäftigten sich am 1. Juli mit der diesjährigen Lohn bewegung der Berliner Zimmerer. In Rixdorf referirte Db ft; er wies auf die Ungertrennlichkeit der Vororte von Berlin hin und führte den Anwesenden die Nothwendigkeit des Zusammengehens vor Augen. Nach lebhafter Diskussion wurde eine Resolution angenommen, in welcher die Berliner Beschlüsse Anerkennung fanden. Für Weißensee, Pankow und Nieder- Schönhausen fand die Versammlung im Thürmchen, Kaiser Friedrichstraße, statt. Einstimmig erklärten sich die Anwesenden nach dem Referate Fr. Fischer's mit den Berliner Beschlüssen einverstanden, weil auch mir ein ganz kleiner Bruchtheil in den Vororten selbst arbeitet, sondern fast alle in Berlin. Wilhelmsberg- Hohen- Schönhausen. Hier tagte am 28. Juni eine sehr gut besuchte Versammlung. Kurz vor Eröffnung der Verfammlung erklärte der Gendarm dem Einberufer, daß er die Verfammlung, da der Saal mit Petroleumlampen beleuchtet wird, auflösen müsse. Durch die Erfahrung gewißigt, hatten aber die Partei genossen bereits mit diesem Vorkommniß gerechnet und bald brannten ini Saal einige Dugend Kerzen auf den Tischen. Damit war der wohlweisen Polizeiverordnung genüge geleistet und die Versammlung fonnte nun weiter tagen. Hierauf hielt Genosse Hoffmann einen Vortrag, der allgemein lebhafte Zustimmung fand. Unter Verschiedenem forderte Peutert zum Anschluß an die politische Organisation auf. Die Bahlstelle befindet sich bei Krause, Hohen- Schönhausen. Zahlabend jeden Donnerstag. Nachdem noch Genosse Jan wiers die Anwesenden ermahnt hatte, nur in solchen Lokalen zu verfehren, welche uns zur Verfügung stehen, forderte zum Schluß Genosse Basewaldt auf, schon jetzt sich zu den kommenden Wahlen zu rüsten, damit der Vertreter der Sozialdemokratie, Genosse Stadthagen, bei der kommenden Reichstagswahl schon in der Hauptwahl mit großer Majorität als Sieger hervorgeht. Arbeiter- Bildungsschule. Die Bibliothet in der Nordschule, Brunnenstr. 25, ist vom 1. Juli ab bis auf weiteres gefchloffen; die noch aus: Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Sonntag, den 4. Juli. Neues tgl. Operntheater( Kroll). Undine. 72 Uhr. Montag: Carmen. Lessing. Die Geisha. Montag: Dieselbe Vorstellung. Weften. Martha oder: Der Markt zu Richmond. 128 Uhr. Montag: A Basso Porto.( Am untern Hafen.) Neues. Der Stellvertreter. Montag: Dieselbe Vorstellung. Urania, Tauben Strasse 48-49. Naturkundliche Ausstellung täglich geöffnet von 10 Uhr vorm. ab. Gintritt 50 Pf. Wissenschaftl. Theater abends 8 Uhr. Invalidenstr. 57/62( Lehrter Stadt: Bahnhof): Täglich von 5 1hr nachmittags ab bis 10 Uhr abends Sternwarte und Mondpanorama. Eintritt 50 Pf. Näheres die Tagesauschläge. Konzerthaus Sanssouci, Kottbuserstr. 4a. Juh. H. Pierry. Täglich: Gr. Garten- Konzert und Vorstellung. Friedrich Wilhelmstädtisches. Heute: Der Glücklichmacher. O Lehmann's Kriegs- Abenteuer im Orient. 8 Uhr. Montag: Dieselbe Borstellung. Belle- Alliance. Spezialitäten. Anfang 4 Uhr. Montag: Dieselbe Vorstellung. Ostend. Unsere Reichspost. 128 Uhr. Montag: Dieselbe Vorstellung. Apollo. Venus auf Erden. 6 Uhr. Montag: Dieselbe Vorstellung. Passage Panoptikum. Die Kinder der Wüste. Ostend- Theater. Gr. Frankfurterfir. 132. Dir. C. Weiß. Unsere Reichspost. Durchschlagender Erfolg. Anf. 712 Uhr. Jm Garten: Stets wechselndes Programm. Alle Tage Novitäten! Anfang des Konzerts 4 Uhr. Anfang der Vorstellung 6 Uhr. Entree 30 Pf. Großer Ball. Passe- partouts gelten. Puhlmann's Vaudeville- Theater Schönhauser Allee 148, Kastanien Allee 97-99. Phänomenales Spezialitäten ersten Ranges. u. a.: Juli- Programm. Hugo Schulz. Lebende Photographien. Anf. 4 Uhr. Mittwoch, 7. Juli: Erstes großes schule entgegengenommen, ebenso in folgenden Zahlstellen: Gottfr. Schulz, stehenden Bücher find umgehend Donnerstags abends von 9 bis A. K. 25. Berufung, Refurs u. dergl. ist nicht mehr zulässig. Thr 10 Uhr zurückzuliefern. Mitgliedsbeiträge werden an diesem Tage in der Nord- Bruder soll unter Darlegung, daß sich sein Zustand abermals, nach Erhalt admiralftr. 40a; Reul, Barnimftr. 42; Babiel, Rosenthalerftr. 57; Gleinert, des letzten Bescheides verschlimmert hat, Unfallrente bei der BerufsgenossenMüllerstr. 7a; Paul Mücke, Manteuffelstr. 128; H. Königs, Dieffenbachstr. 30. fchaft beantragen. Wird ihm ein ablehnender Bescheid zu theil, so muß er Alle zuschriften sind an den Bosigenden Paul Müde jr., SO. Man innerhalb der vierwöchentlichen Frist schiedsgerichtliche Berufung beantragen. teuffelfir. 128, Geldsendungen an den Kassirer 8. Königs, S. Dieffenbachstr. 30, K. M, 1. Während der im Vertrage vereinbarten Zeit, eventuell während zu senden. angemessener Zeit ist die Wohnung Miethslustigen zu zeigen. 2. Dies Recht Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Vorflgender Ad. Neumann, hat der Wirth nur dann, wenn es im Vertrage ihm eingeräumt ist. Friedrich Kortum, Manteuffelitr. 49, v. 2 Tr. Brunnenstr. 150. Alle Aenderungen im Vereinskalender find zu richten an Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und der Umgegend. Borfigender P. Gent, Dresdenerstr. 107/108. Alle Buschriften, den Vereinskalender betreffend, find an H. Bendix, Alexandrinenstraße 100, zu richten. Arbeiter- Raudherbund Berlins und der Umgegend. Aenderungen im Vereinstalender sind zu richten an Hermann Braunschweig, Dresdenerstraße 80, 2. Hof. Witterungsübersicht vom 3. Juli 1897. Zentral- Kranken- und Begräbnißkaffe für Frauen und Mädchen Stationen. Deutschlands.( E. S. 26), Offenbach a. M.( Verwaltungsstelle Berlin 1). Montag, den 5. d. M., abends 8 Uhr: Mitgliederversammlung in Rautenberg's Jeftfälen, Drantenfir. 180. Sigung bei Nowact, Manteuffelstr. 9 Privat- Theater- Gesellschaft Erika. Montag, den 5. Juli, abends 9 Uhr, Arbeiterverein für Pankow und Umgegend. Dienstag, den 6. Jutt, Swinemünde Hamburg abends 8% Uhr bei Störr, Panton, Mühlenfir. 24, Hauptversammlung. s uhr bit Obst, Grunewaldstr. 110. Generalver umlu. g. Vortrag des ReichsArbeiter- Bildungsverein Schöneberg. Montag, den 5. Jult, abends Berlin tags- Abgeordneten N. Schmidt über: Sollen wir uns an den Landtagswahlen Wiesbaden München beibetligen? Bildungsverein Mehr Licht". Seute abends 8 Uhr, Aleranderstr. 27c: Qien. Bersammlung. Bortrag des Herrn Dr Völtel- Braunschweig über: Savanarola, ein Mönch und Freiheitsheld. Diskussion. Darauf: Geselliges Beisammensein. Briefkasten der Redaktion. Die juristische Sprechstunde findet Montags, Dienstag 3, Freitags und Sonnabends, abends von 7-8 Uhr statt. Stadtbezirk 175. Wir können den Versammlungstheil im Vorwärts" nicht erweitern, da bereits jetzt große Ansprüche gestellt werden. 2. N. 1. War im Vertrage als spä teste Kündigungsfrist 3 Monate und 3 Tage vereinbart, so ist eine Kündigung, die erst nach dem 27. Juni in die Hände des Vermiethers gelangt ist, verspätet. 2. Nein. 3. Jn 5 Jahren. Barometerftand in mm, reduzirt auf d. Meeressp. Windrichtung Windstärke - 22221141343 Wetter Temperatur ( 50.4° R.) 762 M 762 762 SW WNW 762 halb bedeckt bedeckt bedeckt wolfig 17 14 17 18 763 21 761 21 Haparanda. Petersburg Sort Allerdeen. Paris. 750 S 12 754 766 SSD WNW 18 16 753 SW 14 764 NW 16 • wolkig wolfenlos wolfig woltig halb bedeckt bedeckt bedeckt ETRE 28646 Wetter Prognose für Sonntag, den 4. Juli 1897. Ziemlich trübe mit Regen, mäßigen westlichen Winden, etwas wärmerer Nacht und etwas niedrigerer Tagestemperatur. Berliner Wetterbureau. | Passage- Max Kliem's Volksgarten", 3entral- Kranken- u. SterbePanopticum. 30 Hafenhaide 14-15. Jeden Sonntag: Grosses Frei- Konzert. In den Sälen: Grosser Ball. Ende 2 Uhr. Kinder Jm Theater Tunnel: Spezialitäten- Vorstellung. NB. Meine aufs prachtvollste renovirten Säle( Parquet- Fußboden) halte Vereinen und Gesellschaften angelegentlichst empfohlen. Max Kliem. Den geehrten Vorständen der Gewerkschaften und Vereine hierdurch zur gefl. Mittheilung, daß ich ab 1. Juli d. J. die [ 2118L der Wüste. Beduinen, Derwische, Schlangenbeschwörer, Bauchtänzerinnen etc. Vorstellung 12, 5, 7, 9 Uhr. Castan's Panopticum. belebten Neu! Die elektrisch Neu! und künstlich sprechenden Neu! Menschen. Neu! und hochkomisch! Jul. Wernau's Sommer Theater Schwedter Str. 23. Sonntag, den 4. Juli: GartenKonzert. Familien- Kaffee- Kochen. Volksbelustigungen aller Art; Stegel bahnen, Schießstand, Würfelbuden, Lungenprüfer 2c. Gutree frei! = Miß Clara, Trapezfünstlerint. Trudy Brygardy, b.Wunderkind. Kinder Freudenfest. Fadelpolonaise. Wally Smolm, Grentr. Chans. Jedes Kind erhält ein Geschenk. Apollo- Theater und Konzert- Garten. Venus auf Erden. Burlesk phantastische Operette in einem Aft von Bolten Bäders. Musik von Paul Linde. In Szene gesetzt vom Dir. J. Glück. Meues Spezialitäten- Programm. Otto Reutter. Kinetograph. * Kaffeneröffnung 6 Uhr. Konzert 6 Uhr. Vorstellung 7½ Uhr. Viktoria- Brauerei ( Garten resp. Saal) Lützow- Strasse 111/112 nahe Potsdamer Plaz. Heute sowie täglich: Stettiner Sänger ( Meyfel, Pietro, Britton, Steidl, Krone, Röhl, Schneider und Schrader.) Anfang 8 Uhr. Entree 50 Bf. Jut Vorverkauf Billets à 40 Pf. und Familienbillets à 1 M. ( Siehe Platate.) W. Noack's Theater Brunnen- Strasse 16. Jm schönen Garten täglich: Konzert, Theater- u. SpezialitätenVorstellung. Eine verhängnißvolle Nacht. Posse mit Gesang in 1 Aft von Meßner, Berliner Wäschermädel. Burleste mit Gesang und Tanz von W. Geride. Jeden Sonntag, Montag, Dienstag und Donnerstag im Saale: Grosser Ball. Robert Sommerfeld. Empfehle meine Restauration u. Garten n. Kaffeet. u. Vereinszimm. Puttbuserstr. 32( früher Gnadt). Barbarina, Ballet. Alowns Sarrassani mit feinen dressirten Thieren. Latoure's Piccolo Theater. William Hand, Antipode 2c. Konzert, Theater und Ball. Anfang 4 Uhr. Entree 30 f. „ Andreas- Festfäle", Andreasstr. 21, übernommen und empfehle ich obige Lofalitäten zu Versammlungen und Festlichkeiten jeder Art unter toulanten Bedingungen. NB. Diejenigen Vorstände, welche bereits mit meinem Vorgänger, Herrn Joël, Festlichkeiten abgeschlossen haben, bitte ich, baldigst mit mir nochmals Rücksprache zu nehmen. Achtungsvoll Carl Stechert, früher Alexanderstr. 16. Kietz- Rummelsburg.... Volksgarten", kasse der Maler ( Filiale IV. West). Versammlung Montag, den 5. Juli, abds. 81/2 Uhr, in Kaffenlokal Kulmstraße Nr. 36. Tagesordnung: Kassenbericht und Verschiedenes. Die örtliche Verwaltung. 123/4 Berl.Damendhor, Harmonie“ 28626* ( M. d. A.-S. B.) Uebungsstunde jeden Montag Abend 9 Uhr bei Babiel, Rosenthalerstr. 57, fucht zur Aufführung der Loreley Damen als Mitglieder. Meldungen zur Aufnahme in der Uebungsstunde. Nene Prinz- Albertstr. 70, Orts- Krankenkasse nur 3 Minuten von der Station( Vorortverkehr Erfner- Fürstenwalde) entfernt. Ueber einen Morgen großer Garten, Glashallen, Saal mit Parquettboden, Kaffeeküche, 2 Kegelbahnen, Volksbelustigungen. Gute Speisen und Getränke zu soliden Preisen. Jeden Sonntag: Komiker- Vorstellung und Gr. Ball. Franz Gittler,( früher Berlin, Mariannenstr. 48). Wilh. Bandt's Danziger Volksgarten Danzigerstr. 50/51, vis à vis der Gasanstalt. verdeckte Kegelbahnen. Zwei W. Bandt. Heute Sonntag: Frei- Konzert. affectüche. Steglitz. Entree frei! G. Wozu ergebenst einladet J. Wernau. Wilhelm Tieke ,,, Schwarzer Adler, 500 Personen faffend. Weiss- u. Bairisch. Bier. Kaffeeküche. Jeden Sonntag: TANZder Sattler. Am Freitag, den 2. d. Mts., starb nach langen Leiden das Mitglied Hermann Ziemer, Die Beerdigung findet am Dienstag, den 6. d. M., nachm. 4 Uhr, von der Leichenhalle des Heiligen Kreuz- Kirchhofes in Mariendorf statt. Der Vorstand. Danksagung. Für die große Theilnahme bei der Beerdigung meines lieben Mannes, sowie den Sängern für den letzten Scheidegruk, unsern herzlichsten Dank. 29751 6 Wwe. Meyer nebst Kindern. gegen Herrn G. Hjertberg ,, Neu- Tivoli, Treptow Biebrich Meblich nehme ich hiemit Gr. schattiger Garten, Kaffeeküche, 2 Kegelbahnen. Angenehmer Familien: Donnerstag, den 8. Juli: Großes aufenthalt. Gute Speisen und Getränke zu soliden Preisen.[ 19382 Garten- Kinderfest. Sonnabende u. Sonntage find zu vergeben. Weber: B. Nicft's weber. Str. 17 Fest- Säle Str. 17. Fernsprecher VII, 1663. B. Nieft. Ostbahn- Park Jägerhaus, Schönhauser Allee No. 103. Tegen, bon denen ich mich der kurzer Neu renov. Garten( 6000 Perf. faff.) mit neu gebauter Bühne für Vereine, gr. Tanzsaal, 4 Kegelbahnen, Kaffeeküche von 2 Uhr ab. Grösste Volksbelustigungen in ganz Berlin.[ 20332* Friedrichshagen. Restaurant Waldkater, 1 Min. v. Bahnhof im Waide, 1500 Pers. faff., 3 Kegelb., Billard, Saal, Vereinszimmer, Kaffeefüche, Ausspannung, empfiehlt sich den verehrten Vereinen, Fabriken und Schulen. Sonntags: Tanz. Karl Enders. Am Küstriner Platz Bermann Imbs. Am Küstriner Platz Nieder- Schönhausen Klubhaus Sanssouci Lindenstr. 25. Jeden Sonntag: Frei- Konzert. Großer Ball. Kaffeeküche à Ltr. 60 Pf. Großer Garten, 1000 Personen faffend, Vereinen und Gesellschaften zu Fest: lichkeiten bestens empfohlen.[ 20329] W. Schlak. FF Täglich: Großes Konzert und Vorstellung. Kapelle 20 Mann. Dir. D. Görner. Regie: D. Decker. Neues sensationelles Programm. 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Am Friedrichshain. an Täglich: Theater und Spezialitäten. Little Parkins u. Miss Lizzi, Transformationstünstler. Theod. Lippardt, Tanzhumorist. Geschw. Tilly, Gesangs- und Tanz buettisten. Emmy Dahl, Liedersängerin. The two Buffalos, Radfahrer Humoristen. John& Paolo, Excentrics Pantomimiſten. Carla Walton, Kostümsoubrette 2c. Im Saale: Ball. Volksbeluftigungen aller Art. S Entree 30 Pkg. Jeden Mittwoch: Kinder- Freudenfest. Es ist nur noch ein Sonnabend im Auguſt für Vereine frei. Norddeutsche Brauerei. Chaussee- Strasse 58( am Wedding). In dem schattigen, 6000 Personen fassenden Konzertgarten 19398* Täglich Grosses Konzert. Außer Mittwoch und Sonntag, an welchen Tagen Doppel- Konzerte stattfinden, Wochentags 6 Uhr. Eintritt frei. Anfang: Sonntags 4 Uhr. Die Kaffeeküche ist von 2 bis 6 Uhr geöffnet. Sonnabends und Sonntags: Grosser Ball in Saal. Speisen und Getränke zu soliden Preisen. Jeden Sonntag: Grosser Ball. Charlottenburg, Franz Bube. Bismarckshöhe, Wilmers: dorferstraße 39. 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Es war nicht meine Absicht, Herrn Große zu beleidigen, halte denselben für einen Ehrenmann. Zoll. Achtung! 29646 Allen Freunden u. Bekannten zeige ich hiermit an, daß ich das Restau rant Blankenburg in Schönholz übernommen habe, und ersuche unt gütigen Zuspruch. Achtungsvoll H. Lüneburg, früher Alte Jakobstraße Nr. 66. Echt chinesische Mandarinendaunen ( gesetzlich geschützt) das fund k. 2,85, natürliche Daunen wie alle inländischen, garantirt neu und staubfrei, in Farbe ähnlich den Eiderdaunen, anerkannt fullkräftig u. haltbar; 3 bis 4 Pfund genügen zum grossen Oberbett. Laufende von Anerkennungsschreiben. Verpackung foftenfrei Versand gegen Nachnahme nur allein von der ersten Bettfedernfabrik mit electrischem Betriebe Gustav Lustig, Berlin S., Prinzenftraße 46. Rummelsburg. Restaurant ,, Friedenshalle". Photographien Empfehle meinen Freunden und Gönnern mein Weiß- und Bairisch: bier- zoral, schönen Garten und Runo- Jh. 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Juli 1897, abends 8 Uhr: Große öffentliche Versammlung in Keller's Tentfälen, Boppenstraße 29. Tages Ordnung: tasse der Maler E. S. 71. Filiale Berlin I( Nord). Mittwoch, 7. Juli, im Kassentokal bei Rosin, Ruppiner- u. Schönholzerstraßen- Ecke: Mitglieder- Versammlung. Tagesordnung. 1. Vierteljährlicher Kassenbericht. 2. Rassenangelegenheiten. Die Verwaltung. 1. Die Antwort der Unternehmer auf den Beschluß vom 23. Juni 1897. 2. Weitere Beschlußfaffung über 122/3 die geplante Lohnbewegung. 3. Abrechnung vom Agitations- und Unterstützungsfonds. 257/19 Für Moabit: im ,, Moabiter Klubhaus", Beuffelstr. 9. Tages Ordnung: 1. Vortrag. 2. Diskussion. 3. Vereins: ist es Ehrenfache eines jeden Zimmerers, die Versammlung zu besuchen. angelegenheiten. 4. Verschiedenes. Der Vorstand. Zahlreiches Erscheinen erwartet Achtung! I [ 246/ 9* Achtung! Zu dieser Versammlung liegt der Rechenschaftsbericht sowie die Abrechnung gedruckt vor und Orts- Krankenkasse d. Weber Die Lohnkommission. Ana Achtung! Maurer. Adhtung! Köpenick. Dienstag, den 6. Juli, abends 8 Uhr, in Klein's Hotel: Dienstag, den 6. Juli, abends 8 Uhr: Große ſozialdemokratiſche Parteiverfammlung Grosse öffentl. Maurer- Versammlung für Männer und Frauen. Tages Orduung: Betheiligen wir uns an der Landtagswahl? Referent: ReichstagsAbgeordneter Friz Zubeil. Diskussion. Verschiedenes. 204/20 Bur Deckung der Unkosten Entree 10 Pf. Der Vertrauensmann. Berliner Arbeitervertreter- Verein. Am Dienstag, den 6. Juli 1897, abends 8 1hr, bei Buske, Grenadierstraße 33: Versammlung. Tages Ordnung: 1. Wahl von drei Revisoren zur Prüfung der Jahresrechnung. 2. Be fprechung über die zu nominirenden Kandidaten zum Reichs- Versicherungs aut. 3. Verschiedenes. Um pünktliches Erscheinen ersucht Der Vorstand. 53/12 in Keller's großem Saal, Koppenstraße Nr. 29. Tages Ordnung: und verwandter Gewerbe. Sonntag, 11. Jult, vorm. 10 Uhr, in Thiel's Saal, Fruchtstr. 36 a: Ausserordentliche General- Versammlung Tagesordnung: Abänderung des Statuts§ 2, Absatz 1, Ziffer 4. Streichung der Worte: 29696 fowie der Handlungsgehilfen und Lehrlinge". Berlin, den 4. Juli 1897. Der Vorstand. C. Spann, P. Stemmler 1. Die Errungenschaften der Lohnbewegung und Stellungnahme zu Vorsitzender. dem Verhalten etlicher Unternehmer. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Da die Tagesordnung recht ernster Natur ist, ersuchen wir alle Maurer Berlins und der Umgegend, in dieser Versammlung zu erscheinen. Die Tohnkommission. Buchdruckerei von Bildungsverein ,, Mehr Licht" Maurer& Dimmick Versammlung Sonntag, den 4. Juli, abends 8 1hr, Alexanderstr. 270: Vortrag: Savanarola, ein Mönch und Freiheitsheld!" Referent: Herr Dr. Völkel- Braunschweig. Discussion. Darauf: Geselliges Bei sammensein und Tanz. Sonntag, den 11. Juli: Partie nach Straußberg. Treffpunkt: Schlesischer Bahnhof. Abfahrt 7,25. Gäste stets willkommen. 57/11 Deutscher Holzarbeiter- Verband( Zahlstelle Berlin). Branche Parketbodenleger. Montag, den 5. Juli, abends 8%, Uhr, bei 3 ubeil, Lindenstr. 106: Sitzung der Werkstatt- Kontrollkommission mit den Vertrauenslenten. Tagesordnung: Ist der geeignete Zeitpunkt gekommen, gegen die Firmen, welche den Tarif nicht bezahlen, vorzugehen? Verschiedenes. Sämmtliche Vertrauensutämmer müssen zur Stelle fein. Achtung! Korbmacher. 108/11 Achtung! Montag, den 5. Juli, abends 8 1hr, in den Oranienhallen, Oranienstr. 51: Jetat Berlin S. 42, Louisen- Ufer 11. Fernsprech- Anschluss wie bisher: Amt IV No. 1965. Während der Ferien vom 6. Juli bis 6. August incl. Schriftführer. Theilzahlung. Bahn- Klinik Breife eventuelt Fran Olga Jacobson, 63/ 11* Invalidenstr. 145. Spree- Havel Dampfschifffahrts- Gesellschaft, Stern' 33 Salondampfer u. elektrische Boote. 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Verband der in Holzbearbeitungs- Fabriken u. auf Holzplätzen besch. Arbeiter Deutschlands ( Filiale Berlin I.) Montag, den 5. Juli, abends 8 Uhr, bei F. Wilke, Andreasstr. 26: Versammlung. Tagesordnung: 1. Abrechnung vom 2. Quartal 1897 und der Dampfer: partie. 2. Verlegung des Verkehrs- und Arbeitsnachweis- Lotals. 3. Aende rung des Arbeitsnachweis- Reglements und Aufhebung der ArbeitslosenUnterstützung an Versammlungsabenden. 82/14 Der Vorstand. NB. Die Mitglieder werden ersucht, so schnell wie möglich mit dem eingeführt wird und bittet der Obige um zahlreichen Besuch. 40 Bf- Beitrag abzurechnen, da vont 3. Quartal ab der wöchentliche Beitrag Achtung! Stuckateure Achtung! Berlins und Umgegend. Montag, den 5. Juli, abends 8 Uhr, bei Buske, Grenadierstraße 33: = Außerordentliche General- Versammlung. 270/1 Tages Ordnung: Stellungnahme zu dem Antrag: Zentral: oder Lotalorganisation. Jedes Mitglied ist verpflichtet, zu erscheinen. Der Vorstand. Köpenick. Fahrpreise: Hin- 160 Pf. 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Druckt und Verlag von Mag Bading in Berlin. Br. 153. 14. Jahrgang. 2. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Soziale Rechtspflege. Gerichts- Beitung. tämen Sonntag, 4. Juli 1897. befizer die große Stimme hätten. Der Pfarrer schwieg darauf natürlich auch nicht, sondern diente dem schneidigen Gegner, wie es Der Photograph Borkowsky betreibt im Atelier feiner Frau Der Aufseher Müller aus der städtischen Arbeitsanstalt sich geziemte. Assessor v. Winterfeld hatte nun nichts Eiligeres zut ein recht einträgliches Geschäft, er bildet nämlich maffenbait junge in Halle erhielt vom Oberbürgermeister drei Tage Arrest zudiktirt, thun, als Kurschat beim Konsistorium zu denunziren. Aus Leute männlichen und weiblichen Geschlechts in seiner Kunst aus. weil er die von ihm bei der Straßenreinigung beaufsichtigten dem Protokoll über die verantwortliche Vernehmung des Pfarrers ist Das Glück, zu ihm in die Lehre zu kommen, hatte auch ein Fräulein Arbeiter roh beschimpft und sich seinem Vorgesetzten gegenüber folgendes interessant:" Der Assessor trat mit tief in den Hosen Meier. Sie wollte das Retouchiren, Koloriren und Photographiren disziplinlos gezeigt hatte. Er hatte die Anstaltsinsassen ver- tasch en steckenden Händen auf mich zu und sprach in erlernen, wofür sie monatlich 30 M. Lehrgeld zu zahlen hatte.| fluchte faule Tagediebe, faule Hunde und ähnlich gegönnerbafter, verlegender Weise; sein Auftreten empörte nicht nur Nachdem sie beinahe 6 Monate in der Lehre gewesen war, ichimpft. Dem Ober- Aufseher gegenüber hatte er mit bezug auf die mich, sondern auch andere Gäste, die mir nahelegten, mir so etwas tam sie zu der traurigen Ueberzeugung; daß es mit dem Fortkommen Anstalt einen schmußigen Ausdruck gebraucht, von dem der Bürger- doch nicht bieten zu laffen. Herr v. Winterfeld sagte später, die im neuen Berufe doch schlecht bestellt sein dürfte, wenn sie nicht meister in einem Bericht sagt, er stelle Müller noch unter die von Starfelner schienen ihm sehr freche Leute zu sein. Ich mehr lerne wie bei Borkowsky. Sie trat deshalb aus und ver- ihm beaufsichtigten Arbeiter. Müller legte beim Regierungs- erwiderte, indem ich die Aeußerung zurückwies, die Großbonzen flagte den Lehrherrn beim Gewerbegericht auf Herauszahlung präsidenten Beschwerde ein, hatte aber keinen Erfolg damit. Der( Großgrundbesitzer) hinter dem Damme hätten die große Stimme, von 170 M. Lehrgeld, indem sie geltend machte, der Beklagte habe erfte Senat des Ober- Verwaltungsgerichts entschied am die Kleinen gegen sie nicht auf. Der Herr war feine Versprechungen nicht erfüllt und sie in den Irrthum versezt, 2. Juli ebenfalls zu seinen ungunsten. Die schwere Strafe sei mit Rück- dann maßlos aufgebracht, schlug sich vor die Brust und daß sie ohne Vorkenntnisse im Zeichnen das Retouchiren in nicht zu sicht auf seine früheren Strafen wegen Disziplinlosigkeit gerechtfertigt. fagte:„ Herr, ich bin der Landrath!" Ich machte ihn langer Zeit erlernen föunte Borkowski habe ihr auch ver- Zur Charakteristik des Oftelbierthums. Ein für unsere darauf aufmerksam, daß er den Landrath nur vertrete, und erschwiegen, daß sein Ausbildungsgeschäft mit dem Geschäft seiner Zustände bezeichnender Konflitt beschäftigte das Ober- Verwiderte noch, mir gegenüber sei er gar nichts." Der Pfarrer Fran mit der er außer Gütergemeinschaft lebt nichts zu thun waltungsgericht am 2. Juli. In der preußischen Gemeinde Rurfchat erhielt demnächst vom Konsistorium einen Verweis! Bei habe. Der Beklagte war in der Lage, einige Beuginnen beizu Karteln traf der Regierungs Assessor von Winterfeld mit der Vernehmung war ihm Gelegenheit geboten worden, in die bringen, die zum theil mit, zum theil ohne Vorkenntnisse bei ihm dem Pfarrer Kurfchat gerade zu einer Zeit zusammen, als in Denunziation des Assessors v. Winterfeld Einblick zu nehmen. Da Man denn Schlusse folgende Ausführung: am ganz gut gelernt haben wollen. Sie halten ihr Fortkommen für ge der Gemeinde wegen Anlegung eines Deiches große Aufregung fand der Re- fann Die Bauern von Karteln glaubten von als sicher annehmen, der daß Pfarrer sich fichert. Wegen dieser Aussagen wurde zwar die Klägerin abgewiesen, herrschte. indessen gab der Vorsitzende der verhandelnden Kammer VIII, gierung git gunsten der Großgrundbesizer benachtheiligt zu den Regierungsfeinden gegenüber noch seiner Affeffor Meier, zu erkennen, daß das Urtheil dem Gerichtshof sehr fein und hatten Sein Verhalten kann ich ihrem Merger dadurch Luft gemacht, Ungebühr gerühmt hat. schwer gefallen sei. Wie die Verhandlung ergeben habe, veranlasse der daß sie die Gemeindejagd nicht wieder, wie früber, an den Forst mir nur daraus erklären, daß er entweder total betrunken Beklagte durch Annoncen im„ Lokal- Anzeiger" hauptsächlich junge fistus verpachteten. Der Pastor wurde durch den Herrn v. Winter- gewesen ist oder aber mich hat provoziren wollen." Pfarrer Damen, meist ohne Vorkenntnisse, bei ihm das Retouchiren 2c. zu feld, der zu jener Zeit den Landrath vertrat, im Gasthof in eine Sturschat strengte gegen v. Winterfeld die Beleidigungstlage erlernen. Und zwar habe er im Laufe weniger Monate eine größere private Unterhaltung hineingezogen, die sich bald auch auf das an. Sofort nach der Eröffnung des Hauptverfahrens erhob indeffen Anzahl in die Lehre gehabt. Der Gerichtshof sei der Ansicht, daß Verhalten der Staatsbürger in Rarkeln erstreckte. Winterfeld die Regierung in Gumbinnen den Konflikt, indem in Wahr= es B. nicht darauf ankomme, den Versonen Kenntnisse beizubringen, meinte, mit ihnen sei wohl schwer auszukommen, worauf fie geltend machte, der Regierungs- Assessor habe nur Der erste Senat des Obersondern darauf, durch sie Geld zu verdienen. Er nuze die Lehrlings- der Pfarrer bemerkte, es sei nicht so gefährlich, man müsse nehmung seines Amtes gehandelt. ausbildung leider als Erwerbsquelle aus. Für das Urtheil sei je- es nur verstehen. Als Pfarrer Kurschat dann das Benehmen der Verwaltungsgerichts erklärte jedoch den Konflikt für unbe= doch maßgebend, daß einige Beuginnen, mit denen sich B. auch nicht Karkelner Bauern sehr begreiflich fand, weil sie thatsächlich benach gründet, so daß dem Verfahren gegen v. Winterfeld Fortgang mehr abgegeben habe wie mit der Klägerin, infolge der Lehre ihr theiligt seien, gerieth der stellvertretende Landrath in zu geben ist. Die angeführten Infinuationen feien durch Fortkommen gefunden hätten. eine äußerst gereiste Stimmung. Er fuhr den Geinlichen nichts geftüßt und auch absolut überflüffig gehauptsächlich wegen der Aeußerung biüst an, daß die Großgrund wesen. Aktien- Brauerei Friedrichshain. Achtung! 4. Wahlkreis. Sonntag, den 4. Juli: Achtung! Grosses Sommer- Fest, arrangirt von den Parteigenossen des 4. Berliner Reichstags- Wahlkreises, bestehend in Vokal- und Instrumental- Konzert, ausgeführt von einer 36 Mann starken Kapelle der Zivil- Berufsmusiker unter Zeitung des Kapellmeisters Herrn Irrgang. Große Gelangs- Aufführungen. Anfang 4 Uhr. [ 216/4] Großer Tanz. Das Komitee. Achtung! 6. Wahlkreis. Achtung! Sonntag, den 11. Juli, im Jägerhaus, Schönhauser Allee 102: Grosses Volks- Fest 229/ 7* arrangirt von den Parteigenossen der Schönhauser Vorstadt. Instrumental- Konzert. Turnerische Aufführungen. Auftreten des Achtung! Gesellschaftshaus des er Achtung! Swinemünderstr. 42 und Graunstr. 41. Sonnabend, den 10. Juli 1897: " Für Landpartien und Sommerfeste empfehlen wir in großer Auswahl: Stocklaternen, Lampions, Fahnen, Papiermützen 2c., sowie Ver Loosungs- Gegenstände. Händler u. Arbeitervereine erhalten die billigsten Fabrikpreise. 21082* 23. Stiftungs- Fest Bauarbeiter- Vereins der Rosenthaler Vorstadt S.& G. 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Grosses Volks- Fest arrangirt von den sozialdemokratischen Genossen der Rosenthaler Vorstadt und vom Gesundbrunnen. Auftreten sämmtlicher Spezialitäten. Turnerische Aufführungen. Anftreten der beliebten Gesellschaft Strzelewicz. Im grossen Saale: TANZ. Serren, welche an Tanz theilnehmen, zahlen 50 Pf. nach. Anfang des Konzerts 4 Uhr. Eintritt 25 Pf. Um zahlreichen Besuch bittet Das Komitee. 220/ 6* 59 ausgeführt vont Mufif- Verein Euterpe Berlin" Kaiser Wilhelmstraße 19a. Papier- Großhandlung. Papierwaaren- Fabrik. Den geehrten Vereinen und Gesellschaften empfehle meinen aufs beste eingerichteten Saal zu Versammlungen und Festlichkeiten. Vereinszimmer zu Sigungen für 30-40 Personen. A. Wieczorek, Vorstädtisches Kasino, Ackerstraße 144. 25306* Restaurant Feldschlößchen Charlottenburg, Nounendamm. 2 Min. v. Bahnhof Jungfernheide". Weiß: u. Bairisch- Bier. Schön. Garten, 2 Kegelbahn., Billard, Vereinszimmer, Kaffeeküche. Robert Koch, genannt gemüthlicher Robert", früher Alt- Moabit u. 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