X, s» «s *2# KA sJ «iS i sP & t r4 klazelpreis 15 Pfennig- 2. Jahrgang Sonnabend, den 13. September 191$ Nr. 443/ B 202< Menö-�usgabe »»»wtjoi» tw» wuHiritta«*. an Sonn» an» Mhapn aar aifTfta» P-fHi. AasteHaaz in» hau, rfir«UM Wi fcirtftna jj. ottnt V,Aellaebühr manotl 5,— DT* tti Aost»l!una anlfr StmrbanQ&— DL «AWiW if) tn»ta rtfltn rieditiaj der palüwttunj,«*« i4» MI*«inofhajoi fa>at"'m umb VtWtim: Berlin m«. a EchMbml-rd-mm 19"*. «�»»rech«!«au Norden 2895 und 2896. 3«(nhlaz fart Jrfnalt wi km darauf» (»Ifeakai Co. mAltra lpänfteu, M» 3 Uhr nachmiitaz» bei dar Esprdtlian au�yrqrden Irin. Juseraleo-AblrUuug: Berit» NW. 0, Tchiffvinerdamm 19 Kernjdrechr»! Umt Norde» 9768 Berffiirr-Organ bpr Vnabbämigw So)M6mw!tütie S>eatMtanb3 Bot dem Wahlkamps in 'intp'anfagc der srmMchen SsziaWe». sSLf�' meldet, stimmte Basel. 13. September. der in Paris abgehaltene mit 14 733 men 107 Stimmen dem Wahl- <»?öriS zu, desgleirheu mit 1163 gegen 133 Stimmen 11 dür.11 r 0 ÖOn®tQ(fe' durch den jedes Z�ijammengehen mit ü*mchen Parteien ausgeschloffen wird. �hmJ� Zustimmung zum Antrag Bracke, bet jedes r,eilff�)en mit den bürgerlichen Parteien a-usschlicsjt,, "vch durch seine Annahm« des Pariser Wal»l- 1 ri(ehi.Jv �t der französisckze Parteckongreß für den Be- Wahtkamipf eine klare mrz-voeiörnitige Situation sozialistische Partei Frankreichs tritt als' JtiPf?T;o.r€ Massenva rtei bes Proletariats in>den Wahl- v' tn �Tn übergroßen ZNehrheit entschlossen, diesen Wn qJ"? Aüfrüttolung und Organisation der proictari- �llen. zur Anklage gegen die KriegsVarteien, zum % ile?e9on.ben Versa iller Gemrrltfrieden, zur Agitation S3j �oiistischen Endziele des Proletariats auszunutzen. ; daben bereits in unserer Abendausgabe vom den wesentlichsten Teil des Parisr Wahl- � fe, v ms der sozialistischen Partcimehrheit wiedergegeben. f%l8 V°P erinnert, daß es in diesem Wablvrogramm lwißt, ?st» die Partei gegen die bürgerliche Gesellschaft, L'1nen-Mastsung sie verfolgt, eine solche Anklage richten .31.'-�'c sie honte zu erheben die Pflicht habe. Das ��det sich gegen den imperialistischen und un- An z?. Friedensschluß, gegen die Verleugnung der feier- pf d�.�lbrechungcn, die Sic Bourgeoisie dem fpanzösischen hat, es protestiert in schärfster Weise gegen die Aona®!.ln05* und Verfblgnngsmaßnahnien wällirend des Äegen die kapitalistische Korruptionswirtschzast, °!�t hörend des Krieges in unerhörter Weise ansge- to v J�h der Friedensfrage bestätigt das Wabhpro» !. Resolution des letzten frar�ösischen National- der imperialistische Vertrag von den sozialisti- t tz» n/ ten in der Kammer verworfen werden soll. Nkoi,,�ker und entschiiedener Weis« zeichnet das Wahl- At o j die innerpolitischcn Aufgaben der Partei vor. S>'�,�s0weiigichen mit den bürgerlichen Parteien, kein foni 0 ÄU'r Ergatterung von Stimmen, entschiedene Qn die gesamte bürgerliche Welt.— das ist �"ifler dieses Teiles des franzosisthcn WahlprograminS. Ai u,?ts jemals— heißt es dann weiter— kann die den historischen Stunde, wo der Sozialismus 'n iL,0"«." sein baldiges Kommen ankündigen muß. ez A?". in irgendeiner Form eine Taktik zuzulassen, orj. s�wdern würde, öffentlich die Betonung ihrer % fnd ihres Programms zu verkünden." ein»* �"wüsche Partei erwartet weder von dieser noch �Mii!- Ederen Wahl den Sieg ihrer Sache, der nur das klÄolpi- �rsberun« der ganzen politischen Macht durch WM, umQv-lQl icin kann. Aber sie benutzt diesen Wahl- t*l sp."? dte revolutionären Kräfte, ine auch im französi- i�ln 5�>at mächtig an die Oberfläche drängen, zu tvi �!�d sie zum Sturm gegen die kapitalistische Herr- Pye q v, Ionisieren. Diesen Gewalten sagt sie nun offene "'uz �hebt Anklage gegen alle Sünden des Kvpi- �;.r-,—„..-k r�iT+ nfa Oeiifav ihre li'0iinrnfrnEr�ennunfl her übeiwältlgenoen aneyivcil L» t n nv,''eS gefunden hat, ist ein Symbol und«in< t*1.«I�. Aisthp®' Zeigt, daß sich drüben in Frankreich die Kräfte regen, die die Liquidation des Welt- ■-w"-t—. fipronSHat KM j/M 1�'% Li 1 HoffPnn€ �c§ Sozialismus erstreben: er berechtigt! - M»:..''""vfl. daß die international« Solidarität des •-rY~ �»«al *M)nr;>'uta'"J' daß die internationale Solidarität flN i friebrna1! em Dorsche ist, lim an die Stelle v«, ""lefürPt r Bourgeoisie den wahren Völkerfrieden CK!ls zu setzen.;| Lie Zvlursl Oefferreichs. fe �'c onJ-- 12- September.(SBicncr Telegr. Korr..Dur.) rh j Ulzburg gemeldet w-rd, sprach dort Staatssekretär �V�'Sten. wzialdemokratischcn Versammlungen, die auch von -li'C�et'r er bürgerlichen Parteien besucht waren, über den dsy«59 und die Zukunft Oesterreichs. Er erklärle: Der Di» J: �rrmain ist ein Macht- und VergcwaltigungS- ockt; Oesterreichs wollte» diese» Krieg nicht. Per- schuldet haben chn die Jmperiallsten, die TroßmachtpIZ� der Habsburger und die unsichren Diplomaten. Hinsichtlich de» An- schlusscS an Deutschland, den der Vertrag vekbietet, er- örterte Deutsch vie wirtjchasilichen, politischen und nationalen Gründe, die für die Erstrebung de» Anschlüsse» seinerzeit maß. gebend waren. Die dlnschluhid« sei übrigen» nicht erst anläßlich des Umsturzes aufgetaucht, sondern von den sozialdemokratischen Führern schon vor Jahrzehnten verfochten worden. Die Wirtschaft- lichen Bedingungen des Vertrages könnten zwar angenommen werden, seien aber nicht erfüllbar. Der Ausbau der neuen Volkswirtschaft sei nicht mehr möglich auf der alten k a p i i a l i st i- s ch e n Basis. Mit der Sozialisierung müsse begonnen werden. Aus all dem Elend der Gegenwart komme man nur durch Arbeit auf der Grundlage demokratischer Methoden heraus. Der Redner forderte zur Arbeit und zur Verteidigung der Republik gegen die Reaktion und monarchistischen De- strcbungen auf. Er drückte die Hoffnung aus, daß auch die Arbeiter mafsen in den Enlentestaaten gegen den Imperialismus bald eine geschlossene Front bilden werden. Das Auswaade«Möb!eW In ZMen» Bern, 12. September. Mttl beriet gestern mit den zuständigen Stellen da» Aus- Wanderungsproblem, da» für Italien immer, dring- lichcr werde, da eine starke Rückwanderung aus Amerika statt- -grfitniden Haide. Die meisten Staaten wiesen italienische AuÄ- Wanderer ab, und Italien habe I« i n e A r b e I t für sie. ES stehe daher mit südamerikanischen Staaten wegen der Einwanderung in Verbindung. Die vorstehende Mekdung ist bezeichnend dafür, wie hilsloS die Staatsmänner der kapitalistischen Regierungen den durch den Krieg heraufbeschworenen Problemen gegenüberstehen. Für die italienischen Arbeiter, die früher im Auslände Arbeitsgelegenheit fanden, aber durch den Krieg brotlos wurden, findet die italienische Negierung keinen an- deren Ausweg als— die Austnanderung nach Südamerika! Im Lande selbst ist„keine Arbeit" für sie vorhanden, ob- wohl bei entsprechender Organisation der Arbeit diese Kräfte dem eigenen Lande evhalten bleiben könnten. Aber der kapitalistHÖie Staat, der hunderte von Milliarden, um den K r i eg zu finanzieren und den Lieseranten die Taschen zu füllen, hat kein Geld, wenn es gilt, Arbeitsgelegenheit für die Arbeiter und kulturfördernde produktive An- tagen»u schaffen. Der Teschenet Sovsilkk. Vorbereiluvg einer Vollsabstimmung. Prag, 12. September. Das Tschrchoslulvakische Preßbureau meldet: De Pariser Meldung über die Enlscheidung in der Deschener Frage rief all» genwine Enttäuschung und Bewegung hervor. Die tschechische Presse betont die Notwendigkeit, Ruhe und Ernst zu bewahren. Die Regierung möge auch weiterhin in Paris an der Erhaltung des Teschener Gebietes arbeiten. Der ischechoslowakische Nationalrat bereitet»in Manifest an das Volk vor. .Pravo Li du" meldet: Unier Beteiligung der Vorsitzen- den aller Klubs der Nationalversammlung und unter dem Ver- sitz de? Ministerpräsidenten JPusar fand am Nachmittag ein Ministerrat statt. AIS eine gewisse Besserung der Situation sieht man die Entscheidung da» P l e h i z i t betreffend an. De Entente entschied sich also doch nicht für die direkte Annahme d«r chauvinistischen Forderungen der Polen. Weher die Regierung noch die Parteien denken an einen kriegerischen Konflikt mit Polen, aber auch nicht an die Herausgab« Teschen». In der Konferenz wurde über die Vorbereitung des PlebizitS verhandelt. Konferenz der sszWte«skt!iNschen Vartelen Set dsIkischen Skaeien. M i t a u, 12. September. 8m 15. September findet in Riga eine»«nferenz d«r �sozialdemokratische» Parteien aller baltischen Staate» statt, zu der auch die Vertreter Finnlands und Weih- rußland Hngflobcn sind. ES s»ll bcsondrrS beraten werden über den Zusammenschluß, die Zusammenarbeit, sowie über die Sinrichtmig einer ständige» Vertretung eines Pressebureau». Me KanraS Hsenifch# Hoch- schule»«reformiert-. Von Privatdozent Dr. Arthur Nosenberg. „Tretet ein in die F r e i w i ll ig en v e rb ä n de-s Schützt daS bedrohte Kulturerbe Eurer Väter, rettet Eure' eigen? Zukunft. Hilf, deutsch« Jugend) Schulter an Schuld ter mit Euren Altersgenossen aus dem Arbeitcrstande(II)- sollt Ihr jungen Akademiker der Negierung helfen, die Ord» nunsi aufrschtzuerhalten." So sprach der preußische Kultus- minister Konrad Ha eni sch im März zu den deutschen- Studenten. Dieser Versuch, möglichst viele Studierende in die Truppen Noskes hineinzubringen, ist bisher die einzige nennenswert« Ta t. die der„Sozickl- demokrat" Haenisch'auf dein Gebiet unserer Hochschulen voll- bracht hat. Dabei schreien die deutschen Universitäten ge- radezu nach einer völligen Umgestaltung. Bisher war die deutsche H 0 ch j ch u t e ein I n st r u m e n t der kapi- talistisch-inilitanstischen K la s s e n h e r r scha f t, so gut wie hie Kirche oder die Polizei. Unser hinterlistig ausgeklügeltes Schulsystem machte es den Kindern der armen, prolctari- scheu Bovölkerung in der Regel unmöglich, zu studieren. So blieb der HochschuDesuch fast durchweg beschränkt auf die Sprößlinge der Bourgeoisie, deS Beamtentums und gewisser gutgesinnter Kleinbürgerkreise. Der Hochschulbesiich war aber die Vorbedingung für die Erlangung einer Führer- stellung im politische» und wirtschaftlichen Leben. So war es in Teulschland bis zum 9. November, und so ist es noch heute. Daß ein paar sogenannte„Arbeite r", die Ebert, Bauer usw.. sich heute auf Präsidenten- und Ministersesseln breit machen dürfen, ändert an dieser Tat- fache gqr nichts. Denn diese guten Leute sind ja weiter nichts als die Puppen in der Hand ihrer akademisch ge- bildeten Geheimräte. Die NegierungSräte regieren, und die Präsidenten usw. lassen sich inzwischen in der Bade» hose photographieren. Also: das d e u t s ch e P r 0 l e t a« r i a t wird nur dann seine Befreiung wirklich durchführen können, wenn eS auch die Zwingburg der Hoch- schulen mit stürmender Hand nimmt. Eine wirkliche Hochschulreform müßte, um hier nur einige Hauptpunkte hervorzuheben, zunächst die völlige Unentgeltlichkeit deS Hock)schull>esucl)S festlegen., Bedürftigen Studenten müßte der Unterhalt aus öffentlichen Mitteln gewährt werden. Ferner wäre mit den Vorrechten kleiner Professorencliquen in den sogenannten Fa- kultäten aufzuräumen, die bisher den Haupteinfluß auf die Ernennung neuer Hochschullehrer ausübten. Sodann müßte die klägliche Notlage und Nechtlosrgkest bescitlgt werden, in der sich die jungen Privatdozenten, die unterste Klasse der Universitätslehrer, befinden. Mit Recht nimmt die Oeffentlichkeit warmen Anteil an der Bedrängnis der Junglehrer an den Volksschulen. Aber gemessen an Ein- kommen und Rechtsstellung der jungen Privatdozenten ist die Lage der Junglehrer noch geradezu jürstlich, und das will doch viel sagen! Sogar im preußischen KiilwSminifterium sieht man allmählich ein, daß an den Universitäten einige? reformbedürftig ist. Aber wie Haenisch selbst in einem ergötzlichen Erlaß vom 17. Mai der Oeffentlichleit mitteilte, beschloß er' nach der Revolution, zunächst in der Frage der Hoclsichulreforni — nichts zu tun:„In dem Bestreben, diese wichtige Angelegenheit nichtzu überstürzen(11), habe ich die amt. liche Behandlung bis nach Scl>ossmig gesetzmäßiger Zustände zurückgestellt."— Nebenbei: Hat Herr Haenisch denn schon ganz vergessen, daß er niemals preußifäter Minister ge- worden wäre, wenn die Berliner Proletarier nicht am 9. November vorübergehend den gesetzmäßigen Zustand unterbrochen hätten? Endlich— im Mai, nach Noskes ruhmreichen Siegen— kam Haenisch zu der Uebcrzeugung, daß in Deutschland die„gesetzmäßigen Zustände" wiederhergestellt seien. Und nun— wird der Leser diesen Zeilen vielleicht glauben— tat Haenisch eine Tat? Nein, kieber Leier, da kennst du den Harnisch schlecht! Sondern unser Kultusmmster forderte, in dem erwähnten Er- laß vom 17. Mai, die preußischen Hochschulen aus. sie möchten ihm bis zum 1. Juli über allerlei Reformsragen— Bericht erstatten I Soweit steht die Angelegenheit gegenwärtig� un IL Monat der deutschen Revolution. Sr t » ? s h #- Im Arlgsst Hat Hae»Zfch eimml ein Stündchen mit Mm Bertvcwr i'rrjac Berliner bürgerlichen Zeltung. Ätrri Fischer, gspkmbsrt. Ter Minister erklärte dader u. a.:»Bei G»fsr BÄssenchett möchk ich auf die aÄv«net«e Uwiverfi- ÄtLreforZn �inweiBn,«der die Getzeimcat Becker ei«« «Mtliche Brofili-üre herauss-oMten hat. Die Arbeiten der Jiesorm bssindeu stch in besten Händen»nd werden hoffend- ich bekd GvsehrSgestcitt anrwtmien." Mit dieser„amtlichen Broschüre" ist die Schrift„E>?dsnf«, zur Hcchfchtthvfo-rm" gesteint, die der Untentaat&sefreicir irr. KirltuKministerium, Becker, kürzlich veröffentlicht hat. Urbrigens bezeichnet Becker ül fei««« Vorwort, im Gegensatz zu Harnisch, die Arbeit als eine„vnvote Beranftaltnng", für die her Verfasser ajTeiw die VervNrworwng trage. Doch, privat oder reicht Privat, die Hauptsache ist, was in der Broschüre steht. Becker Persönlich ist ein einsichtiger N-ann, und die Kritik, die er in seiner Schrift an dem bisherigen UnversitätSfpsteni nbt, ist gar nicht übel. Aber soirte prak�ehen Reform- vorschlüge sind völlig unzu reichen». SoLten Beckers Nnreguna.'n einmal in Preugen Seseh werden, so wäre damit an der alten Kustw unserer Universitäten das «in«»der andere Loch geflickt, aber das Haus im ganzen bliebe so bausäNg wie bisher. DaZ klassenbewußte Proletariat stwdert die E'n- richtung von Hochschulkursen für Arbeiter, da- mit die Teilnchiiter hie nötigen Kenntnisse erwerben, die für den Aufbau der sozkuistichen Ges»üschast ersorderuch sind. Bei dein vöLigen Versagen der Regierungsstellen arbeitet in Berlin die„Freie Hschschulgemeinde für Proletarier", zusammen mit dem Bollzugsrat, auf dieses Ziel hin. soweit die bcfchsidenen vvrhanoene» Mittel es geftaitsn. Und die revolutionäre akademische Jugend Berlins sucht, mit noch bescheideneren Mitteln, stch neue, freie Leben sgemsinschafte« im �Jug.endhund Aufbau" zu schössen. Die revolutionär? Arbeiterschaft jrnd die revolutionäre Jugend lehnen beide die sogenannte Hochschulreform HaenischS erb, weil sie keine über- .chünchton Gräber, sondern neue* Leben wollen. Azche gSM Lodevdsrff. Der frühere Staatssekretär de* Auswärtige» AmteS, Herr v. H i n tz e, wendet sich in drei Artikeln der„Boffi- sthrn Zeitung" gegen die Darstellung, die der General Ludendorff, der' Hauptschuldige an Deickschland* Unglück. über die Vorgeschichte des Wofsenftillstandos m seine« KriegSerinnerungen und in verschiedene« Presssauslassun- gen gegeben hat. Ludendorff versucht darin, die Oberste Heeresleitung, und insbesondere seine höchsteigene Person von dem Vorwurf remzuwoschen. daß sie einen vorzeitigen Friede» hintertrieben hätten. Er behauptet vor allem, daß er schon Mitte August 1&18 die diplomatische Leitung auf- gerufen habe, diu Ldrieg zu Ende zu bringen, aber sein Er- suchen sei an der Unfahigkoitder deutsche« Regierung gescheitert. Herr V. Hintze erbringt in seinen Darlegungen nun den Nachweis, dab General Ludenborff nick4 schon im Angust, sondern erst EndeSeptember 1918 auf einen schnellen Frieden gedrängt habe. In der Srtzung de* KronrateS am 14. August sollte laut Befehl de* Kaiser* eine„ungeschminkte Bilanz de* Weltkrieges" gezogen werden. Ludendorff hat dem Staatssekretär v. Hlnhe am Tage vorher die Mitteilung gemacht, dost er an der von ihm noch im Juli vertretenen Auffassung, den Feind in der Offensive endgültig und entscheidend zu schlagen, noch den neuesten Erfahrungen auf militärisclwm Gebiete nicht mehr festhalten könne. Er hoffte vielmehr, durch„eine strategisch« Defensive den Kriegswillen des Feind«* zu lähmen und ihn so mählich zum Frieden zu bringen." In der Sitzung de* Kronrales ging Ludondorsf aber mit keinem Wort auf die Kriegslage ein. v. Hintze schnitt deshalb� die militärische Lag« an, und Ludendorff hielt e* nicht für notwendig, darauf* auch nur mit einem Wort« zu erwidern. Trotzdem behauptet Ludendorff in seinen KriegSerinnerun» gen, er habe schon damals auf die Notwendigkeit der Beendigung dcS Kriege* durch ein? diplomvMHe»Man hingewiesen. Herr v. Hintze erbringt sodann noch eine ganze Reih« weiterer Beweise dafür, daß Ludendorff und hie Oberst« Heeresleitung vor dem 29. September 1918 nie auf eine« schnellen Frieden gedrängt haben. Obwohl Ludenstvrff über die Kriegslage völlig im klaren war und sich sagen mußte, dost die Gegner zum Frieden nur geneigt werden konnten, wenn Deutschland auf alle Astin ex io n en im Ostxn und Westen endgültig verzichtete, hat er noch im August an einer versteckten Annexion belgischer Gebiete und an einer offen«» Annexion polnischen und russischen Bodees festgehalten. Ai»s den Darlegungen Hintze*, die sehr fachlich und richig gekwlten sind, geht nrit aller Deutlichkeit das traurige Doppelspiel herwor, das die Oberste Heeresleitung in der Friedensfrage getrieben bat. Es gehört zum Stchem Luden. dorff, daß er über alle Fragen, die die Oberste Heeresleitung kompromittieren, entweder schweigt, oder die Tatsachen in ihr Gegenteil umzudrehen versuchst. Obwohl er seine Hände überall im Spiele hatte, und demnach auch alle* wuchte, de- handelt er in seine» KnogSerinnernngen die für die Oberste Heeresleitung gefährlichen Situationen nur nebensächlich, oder er stellt sich etwa mit den Worten:„Ich war über- rasch»", die in seinem Machwerf öfter* vorkommen, als der Unschuldig« hin. Herr v. H-ntze Weist dem General Ludendorff serner nach, daß er auch von dem Krisdensschritt des Grafen B u r i a n schon am 25. August 1918 unterrichtet worden ist, und nicht erst, wie Ludendorff behauptet, gm 9. September. Für all diese Behauptungen will Herr Hintze die„aktenkundigen Belege" erbringen. Leider getraut er sich mit einer offenen Auslassung über die ganze Borge- schichte des Friedensangebots noch nicht heraus. Er schreibt darüber die bezeichnenden Sätze in ober:• Neitere SngoSfcn iiftpt die(iinteimn-i fn Fried«Sfibritten vom 14. Su«ii-"t 1818 bis 29. September 1918, und über die Aus- führung der»ffiziellen lsriedeilsde�nacche vom 11. September bis 29. September 1918 dvrf ich hier beute nicht mosien. Mein per- lSnlichc» Jirtereffe wlire eS, solch s M in» Habere Jntere sen stehe« meinem vi»?««« Iateresse ßegenSbr?. Ach erk«««e die höZj»» re» ftuteresten an Ich Hofe, datz dos h pt nvch«uierlegte Schweige» i« absetstarer Zeit»Sllstzer Oeffentlichkrit weiche» «Hrd. Daran* l st also zu ersehen, daß auch die von der Regierung herausgegeb nen Do- kumente über die Vorgeschichte des Waffen- stillstandsangebotes noch nickt die volle Wahrheit enthalten. Diese Scheu vor der Wahrheit muß aber endlich überwunden Wer dm. damit die Orfsent- lickkeit nicht länger durch die literariscl>sn Produkte verstockter Lügner irregführt wird. Ter evzilsche GeNerkschasts- koRgretz. Der englische Gewerkschaftskongreß kündigt einen ge- wältigen Fortschritt in der politischen Auffassung der englischen Arbeiterklasse.'Dies zeigt vor allem die Ab- ftimmun� über den Antrag des VergarbeiterführerS Lmillie, der die Sozialisieruns des Berg- b a u e s forderte und keinen Zweifel daran ließ, daß der fortdauernde Widerstand der Regierung unter Umständen durch ein«„direkte Aktion", d. h. also durch einen Massenstreik gebrochen werden müsse. Snnllies Antrag wurde mit der riesigen Majorität von 4 490 000 gegen 77 000 Stimmen angenommen. Ein besonderer Ausschuß wird darüber beraten, welche Art de* Bor gehen* gewählt werden soll. Nicht minder bemerkenswert ist ein Beschluß, der die Sozialisierung der Banken sordc�. Diekleicht noch charakteristischer war die prinzipielle De- batte über iwn politischen Generalstreik. Shaw von der Gewerkschaft der Wngenarbeiter legte»ine Rcsolu- tton vor, di« die wirtschaftliche Aktion in rein politischen Fragen als antidemokratisch bezeichnete. Der Gswerkschast*- kongveß beschloß jedoch mit 2 250 000 gegen 2 080 000 Stimme« die Verwerfung dieser Resokution!. hat die englische Arbeiterschaft mit der biShcng»», wcx«* lich bürgeuich-parlmuentari scheu Aufjvstung gebrachen.«*- toenst auch zunächst nicht zu erlvorten ist, daß in EnM' niui ettva sofort der revolutionäre Ent scheid uusvkvmi'i T ben Volckefitz der politischen Macht entbrennen werde.." geben diese Beschlüfsa doch Zeugnis von der Vers ßjf' fung des Klassenkampfes und von der r a s R a d i r a l i ff i e r u n g der engiftchen Acheitexs&ffst. doch bisher gerade die englischen Gswerkschaft n in V. tischen und soziattstifcho» Kragen außerordentlich war vativ. Der Sozialismus hat allen Grund, diesem Foi aufs freudigste z« begrüßen. Kann e* doch keinem' unterliegen, daß die schlisß.'ich? Entscheidung im Zwischen Kapitalismus und'Sozialismus in den m[ ten kapitalistischen Staaten des Westens fallen wird. Es gehört schon der politische Stumpfsinn der wärt*"-Radaktian dazu, an diesen welthistorischen sen herumzumökeln. Die blöde Angst vor dem Streik verführt den„Vorwärts" dazu, mft Genugtiiim darauf hinzuweisen, daß noch eine große Miudech-it r, gegen Stellung genommen Hobe, und er schreibt glaublichen- Satz:„Daß in d«r englischen Zrbefterschm sonnene Leute noch am Werke sind, sieht man aus der Haltung Havelock Wilson*, der gegen di« V«#' I.chimg wegen der schlechteren technischen VerwaltuvS Betriebe auftrat."{ Dieser Havelock Wilson ist der bekannte FK'r's SeevmnnsNvwonrschaft. der an der Gpitze der striche.�- nai! anal ist ifche« Damagagic gestanden hat uiÄ j schlmmrsten Gozüttistsus reifer ist. Er hat auf dioieen � i preß gegen die soziatttttschen Zkckfasftmqen mit den W% Väinchrstera rg«nente« angelämpst und die Sjorz*** ! Piioatbetriebe» anawvieien. Von diessm„kühlen uw rennenen Manne" ist der„BovwärtS" üegsv'prti � Dummckäpfe und Ignoranten, die jetzt bort fckAUe«,"j, i. baren immer mehr eine io Kßdfinnig werftivBär-Cä' je", : Gefinnmvg, daß W Nivea«, de* Watte* beute bereü? dem irgendeines bsutschnotionaiie« Generackanüeigscs w .-eleiirssadt ftoh t. «msterdam, 18. Dcvtcmbso. D,'t Lo bonar Aoriespoodeiit de« Telcgroof meldet hei ten über die Sitzung W WiaSgaver Äieiv r?sch»steio!>z� � vom IL Septeniver. Tom von den Tepiümbelrern bracht« g« g«« d i« direkte Aktion der industreaen»r� si richicten Antrag ein. Er sagte, er verachte jede Autokralb' � in im sie unter der Maske einer Eeivjerregieruug Anhänger einer direkten Aktion würden in Sngtand cösTi artiges«nifähcc«. Der€efr«iät des Bccg.rrbeltiiv��' v H od g? Z vernid gte die direkt? Aktion und iL 01« in Obr�"', --- ihre Archauger in England eine Tswjetrssi.ruug ttünfshysn. Wenn e l« B o' 1 keine anderes �, ,1 h«it habe, um seiveOpposition gegen di« der Regierung zum Ausdruck zu bringen, i*� e» zur direkt«« Aktion derechtigl. Sc sord«« � Kongreg auf, sich für den Tag bereit zu hatten, an de« �\ iv tende« Klassen die Ezisienz des kapitalistischen.�i wüvden, und kein neue« Prinzip einzuführen, da« die* � i später daran hinvcr« kbnwie, mi großen hittorische» tMede.no aufzutreten Hierauf richtete ein Berireeer pooler Verbandes der C'leklrizitatSarbciier an den ifil, Frag«, oö die direkt« Aktion vorläufig auSgcschalnt Walsh von Sen Vergardeitern in Lancushire ß Tagekorduung öberzugcchen. Der Kongreß nah:« den � SdüöOOO gegen 2 080 000 Stimmen an. Dies bedrutet, daß der Kongreß bezüglich der diiekl«� � keine best sin mte Entscheidung trefseu wird, und ist de � rrspoudenten de« Telegraaf znsoige keineswegs als � Anhänger der direkten Aktion aufzufassen. Der Bwkga' � ,? refpondent der Moiming Post meint, die direkte Ali �11 � lodigt. Smilli« und seine Areunde fürchteten, fall« ei � i f» e«dg ölt igen Beschluß komme« würde, ein« Niederlage;>* vechtige z« der Auffassung, daß da« Mißtrauensvotum � parlamentarische Kommission nicht als ein Ausspruch* der direkten Kilian betrachtet werden dürfe. IM Ter Sshv und die Söhne. Hafenrlever, Dicht« der Revolution der Töhwe gegen die BSter, Pet Umstürze« in der Familie, Ernst Deutsch, der du auf der(Böhne diese» Drama mit deinem Herzblut durchströmst, die Rot junger Herzen wunderbar«rgreiseüd hinau» schreist— setzt euch de« bürgerlich« Umwelt ani Ghmnafiasten küssen die Fußspuren, die da« aite Regime ihnen und Upen Vätern getreten hat. Rechnumgsräte, De»uct«,s«eleu. Sie wollen in'den Schulen chre Kaiserbilder wiederhaben, unter deinen sie, traurig« Peirnäier, geknutet»vurden. Ihr„Sturm «nd Drang" tobt sich au« i« wütenden und flehenden Telegrammen an den KultuSmänist« um Wisdcverftattnng, die er demütig- bedauernd nicht gewähren kann, sonst gen« willfährig eckten schwarz. weiß- rot geränderten Wünschen..» Wo Schüler streiken, weil sie nur unter Kaissrbflderu Schulzucht wollen, wallet milde Mahnung Wo revotutionäve Zeiche«, Sehnsucht nach Freiheit, UnaühSingigteit, wird mit ESmPione» ge. .zuchtigt. Arbeiterjugend wird niedevgehakte»,«iedergeschosse«... h Wann wird es ander« werten— in diesem Deutschland? Wenn«» gestorben ist. Und neuer Wille, neuer Geist und tmtge Kräfte, ine das Alte zertrümtottp- schaff«» die deutsche tsfote neu dekebe». E. B. ProlsKM. wir Proletkult heißen— wa« wir daruni« der- stehen und walle«, da« ist ein Umfang von Deschehenfolle«, daraus wir nur ein Wort sagen— einen iL rund sah erklären— alle» Weitere und Tiefere werdet ihr selbst— denkend da«« wissen— den««be« ist schon Proteikutt. Wir wollen alles Leben, all»« versumpfte, erstarrte Leben beS kapitalistischen Jcchrhundert« mit Kunst durchsetze», mit Leben durchpulsen. Alle Politik, alle« Kampf, alle Freude, alle Geselligkeit— ten« auch die ist dumpf und gefesselt wie alle« andre. Wa« heißt Kunst? Genossen! Kunst ist im« nicht der Aber- glcmbev der bürgerlichen Welt— Kunst ist nichts ak« irgendwie zystaüeier Wert, am stärkste» uvd nng�euersten,_ wenn dieser Wert ursprünglich, elementar, unerhört notwendig ist;— und von daher wird sie Spiel— Illusion— Willkür— UeberlPen- heit— wa« ihr wollt. Wir aber wollen ihren Anfang wieder — da» Wieder—. Witte, die Freude der Kcwußkheit ao, Leben und über dem Leben— di« echteste, aus dem Tiefsten befreite Geste— die Seele des Proletariats!— Was ist au« Kunst ge> worden im kapitalistischen Jahrhundert?— Eine Sonderfunktion, eine Ware, ein Ding das irgendwo außerhalb des Alltag« existiert —«in Tstng mit dem Nimbus sonderlich erlesenen Leben«— Geheimnisse— aber bie« erlesen« Leben- ist nichts/ denn«i« der großen Masse vorenthaltene« und diese» Geheimnis ist ja«in Geheimnis, aber es ist da» Geheimnis aller lebendigen Men» schen— sofern sie endlich von den Totcn erwachen könnten,' s» fern sie da» Wunder ihrer Loben endlich entdecken wclltenl— Wo» ist au» den Renschen und ihren Aktion m geworben?— was gefährdet selbst den Elementarkampf te« Proletariats. Ate» richtet stets die eigene Schranke auf, ehe die gegnerisch« überwunden?— Was macht seine Versammlungen siimlmeifter- lich, pedantisch— wa» läßt sein private» Leben an keinem Neu- gehakt, entsprechend seiner stroßen unerhört schönen Woltaw schauung kommen?— Genossen I der KapitaliSnru», mit seinem Maschinen— Götter— fijftern, bat nicht nur durch die brutale Funk» tion der Teilarbeiten, die Arbeit von ihrem Inhalt befreit— «r hat danrit da» Loben selbst von seinpm Jnbakt befreit. Indem er alle« spezialisierte— hat et lauter Tesimenschen. lauter Thven— lauter Spezie» geichafien; den lebendisen Ak!— durch. pulsten Menschen, den in jeder Richtung an Leib und Seele rechtwinkligen Menschen hat er vernichtet— im Keim zerstört. Seht auch doch um. Nickt nur Tvven ter Vouraeoiste seh! ihr.avlf Schritt und Tritt, auch der Arbeiter ist thpistert— auch ihm— fast jeden Manschen überhrwpt könnt ihr an dor Nase an- scheu, was er ist und treibt, welchem fe-ikmeckanismu» dieser öden West«r dient.?llo« da« ist nur möglich, weil der Inhalt, der Geist sehst, da« Leben in seiner höchsten shveckiorm. um deswillen alte» andere— Politik— Arbeit— Mühe nur da ist. Die Teil— feete, den Teil— menschen heißt e» überwinden! Zunächst durch das Bewuhtiein ter Erkenntnis diese« sivstande», der wahrlich nicht untveientlicher ist, oktz unter« wirtschaftliche Lage, als der Klassenkampf, als irgend: uc Notweickigkoit. Korne Trennung ist zwischen all den Ding.m. ES ist alle» Leben—«nd e» ist alle» Kunst— wenn ihr nur wollt- daß es in un» eingeht wem. ihr dem ganz«, fleuttche» urt Qtiftign �W'�tl nur immer ein Chernbrc«anrie«inrSumt. sondern alle m iV'.j! ter Wckh dte che besitz«,"wollt' n-chs-llt. öffnet und litum ter Welt in euch ausnehmt.— Da» � den Wog dahin will er zeigen Hessen, gehen muß ihn" � yj mm-r ifirt arftSn fannfn und wollen, da» kann.jfci' Wer ist b««'./ behaglichste, kein« Macht— kein« w"aj m» s ich lassen! Wer sich Revolutlovär nennt—'wt> nclv�'f. in feinet parteipokitrschen Aktiv«,— und ist nach � jii' in den Anso.terungan an seine Krau, an seine Li»ter. seiner Gwohnheit, nicht schon nach Kräften der rteite neuen Well, die er»st feiner politischen will, der ist kein Revolutionärs— Wer nicht auf Tri:! �pi sein Bewußtsein revolutioniert und nicht sofort auch{(■'! die Dinge zu gestalten versucht— der ist kein ReW'»"' den blieb da» Wort von der Revoluüenierung te* �' noch ei« Phrase. Wo» gvtzt zugrunde in«.rem /11''Cta1, ch"1' euren Frauen— an latenten, ungsweckten ßtäsiern A�i an Leben, an Material für eine neue prol«>ar>� �aP' tut I Nun wissen wir wohl, daß dies« Dinge ni# fSemoct»fin-m-.s* n y iA\ l kill*) �' t—-%■ 1—"-7-—-—-T•»-,-,— rt-*■-7■»-•••-----•.. 1 Lasten uich Hemmungen im großen— und da« sind' schs".. — teteitifiit aber schon da« Bewußtsein über du sc Dwll� Gegnerschaft an Stelle ter lieben Gewohnheit" T, m iionär! Und die kleine Schar ter wahren Nooolutiotid- �»■ steif und in bici«.steil. Sie weiter, recbendeu@1«*'«� ch ari>(_ Haft anter» werten können, eh« man nicht all die*5*# hundert Millionen Kochtftchen und Kochkiste« au« � fchen Häusern herausgeschmiise« haben wird, ehe �a" —*- ViK l»'_ fft» Zeit und in dieser Zeit, dte weiter' reitende»� beilerschast, die die andern führen, mitreißen M' ihr Vernunft, ihr Gefetz, ihre Signal«.' ihre � � V soll: die alten andern geigen und bvtnvisen soll, � � und daß es um den Mrnfche»»ich ub, nicht»»vtek �, r..,,; allerdings sollte die Pflicht haben, d a« zu k**. fleef' uf. stalten, was als N»ee. al« Kampf, als Kunst*' Vit-z einet Welt schon im Gehirn de» Proletariats �4"''�io"' ,�z wir auf! Denn sie fli-d die Boraussetzungen dc«�� �ir"# ®ör* und zu dem, was wir hier Pvoletkutt nennen- doch nicht ten KnR d-s Bürger tum»«ben;-- fertige« Kertigsein,»och seine Masken, noch i* wfg m. «vi 5 f 0 ch-» jettf s Ä-Vp B» A lliH« <# ir* i| k < tS fS '".Z '*$% s fÜ Ä, I 1 --1 «»-' || #1 vf M' gsf i* # 5 «ttiS flf 10 ß0 % I 'f I I <1 »>' -st" ■I s <*•' S-' \}i( r ii« olst" ,2 H vvs.» 9u9 München wird im* gefdjtieiciu Di« Avi Im B«rhaadlu«g in dem Prozah toc�en der Gr- st?-eziii.g der 3i&N<4iAWt®nfeii% fcer zur Z«U wt dem Min- w»r Wüs�ris�t»«ifoubftt wird, ist ei«« dsrartiqe aäeä Nechi *'« äis f-dfl tevlebenbc, dah«S unbedingj erforderlich ist, schsn £■*' S�iHetib>t» Berhcuidi'.iug«! noch andaiirr», die durch die Nr r cht« der dür�eriiche«»«d rschtii-soziaiistischei, %'tu.ngen ScJlfjsMu«« strich«verrichtete OeffesÄchkeit stbsr **1� dort lfeer�che�en ftu-)<>iiibs aufAUtl«»«». Ks fvL hr« .�t die oder HnfchJtÖ der einzelne» Angj�gten ,r- »erl. fo«er»«» d«zet«a werden, i» weich»udHespeoch»»««- ,,�r W«if« dirssr Protz rg zuungunste« Per%**#« * 9 i«» Sffü�ct wird. .®ch»H de« St« ine.VoiiAgericht' ist nur dazu aw�a«, bei af fofych« PsTfKffuwjjeR zu erwecken In ht" tft di«set Gericht«ine»ntzsheUsrliche Berschtechtcruntz ik� jiicriviitiicheri LdmSqe richte itn deren Stelle e>5 getreten ' D-« drei CifitziorÄaist�eT dek Standgericht«« fuii beim �•iiägctichi" durch drei von den Behörden aus« �<1»hlt* Kpiei�r er-echt worden, hk- im Gegeniatz zu b&n R-iittsn fich a'cht(»elwiinsn, such nur auiziMrtU�ea. , Äuden, ist das Verfahren bei diesen BoilSgerichte» boR �**"1«» der A> l l k ü r des Vorsitzenden iiberiaffe», uud � Borsttzicnde im Gsiseiprozest, OberbandikSgrriiHtSrat de« als d»� schür ist c Richter bou SKäntücn bekannt ist, von tbUSett ffuisStf die bret Laienrichter ans die TntfchÄdunq.iia? Gerichts hcSen, denn der letzte der biirserlichen Beisitzer hatte die Tür, die aus dem GerichiSsaatr in das BeratirnAszimmer führt, »och nicht hinter sich gr schloffen, a& der Vorsitzende bereits wieder in den Gerichts stml eiiUrai, s» daß von einer Beratung natürlich gar keine Rede gewesen fei« kann. Solche Düpr«rn«z des Pu-bli- 'ums scheint bei diess« Boritz enden überhaupt recht betivbt zn sei». ZK>6 doch derselbe, der auch Vorfitzend« m dem Hochver- vatsprozeffe gegen Axelroh gewes«, ist,«ich der hier nach einer hatbstitrchige« Beratung das etwa sechs Wwm Meenseiw» fi* Reiche 1 Htteil m genau 20 Minuten verlas. Wie ss Kr da« Gr- j richt möglich gewesen» fei» soll,«i« ltrteil. dessen ununlerbrochenc ! Verlesung 20 Minute« dauert, in SO Minuten zu beraten und volllommen rnebe tzn schreiben, das wird wohl ewig das Geheim- ui» d«S Oberla»d»Ss«richtS»md A&nmen«.f de» Kahler de» Sews-zmcck- PMz-AKn��Str«�, W« Expressionismus "»ttw-. T1--------— j» bildender Kunst und Dichtung" jontt LnWvldern), Kark-sn a 00 Pfg. rm de« Zahlstestw» der Frow« «"■l,_u p-I's'I»ich, nai den schrankenlosesten Gebrauch, sonder» . stchisios geht er zum Rochteil dsr Angeklagte« noch weit dar- � hinaus. Tos Urleft ist offenbar für diefi.n Mann schon tan-# ferHj. t»»* �«iel« Im Üduzw« des Prozesses auf«iat Bemerkung 2®r?ei-ap ,n diesem zu:.Aber Menscksnlebon zu vernichien, lag Ii.«*» nichts! Hier gibt der Borflyende also deutlich £ �-'nner., daß er v o n vornherein die Seberzeuguos hat. .. �«Hrkiagien firid des Mord«?'chuldig, wählend ein ge- G und unparteiischer Richter sich doch iwrade«est durch PK ''»•adiMnfl##» der Schuld«dg» Ua ichnl» xr Sj-pciiagic« ützir- H|Kn lasse» fug. Folgende bezoichnevd« Vor'äile, die mer ein? J'�'-'chl unter vielen dw. stellen, zeig?» weiter die ganze Art, wie Wt Borsitze»st» sein>«t aussaßt. t», für sämtliche Anzeklcigt« die Bsrieidigunz eine not- ist.«rtzssneie eines Tage« der Borsitzendr ruhig die Bc»- trotzdem die Anwälte«:«-«r oroße»?ahl der Angrklag- 7? nech jvar tiichi erschien«» waten. Eiuon Hinweist da««uf be- � et Überhaupt nicht. j, Wunsch der Verteidigung, an die Angeklagten direkte � �'rn richte» z» dürsvn, ward« vom Vorsttzei-ben in der brüt- " Weise adc-ciehni Als aber der Staatsanwalt direkte �»gen an Ang-k a�t« nchrrte, hatte der PvvsitzeneÄe nicht das ge- �-»ivzuwende». n*«1 eiwe Fra-ys des«achtSanwecki» Liebknecht an eine» ®%'n weieete der PorfitzevLe den Sengen schnell auf, sich durch Jf6■•Suzpest ofrazer." doch nur nicht beeinflussen zu lassen. In �'"lichieit lieg» hierin eine ganz unerhörte Beeinflussunz de« durch den Porsitzenden. Solch? Brei« flu ffungen Äsugen läßt der Herr sich überhaupt häufiger zu kvmmen. Wenn ihm flram paßt, so erflärt L.'kgendwaim einmal etwa» uiwc«.-»-«u»yt|uW<, n. o'�st ii'Q�ninvelch«' Protokolle oder gor Kloße Briefe oder iZettel, ch ra(t' rozoßoechitich vSllig unzulässig ist u.rd von de . /»»rtetstt�»«.i»ch chust ein allen ich weiß, woher sie GrszchMgr ewöLsit'ievczbaud uuö RBdsystsm. In einer teachinterte« DeteHi» it. n-VerfamuM-üK dsr Buch» : bindet, hiait Ge nasse Posch«ia«»«ine« Vortrag über dieses i LH. uta. Da die Antemehmci' z» großen B»rbänds» vereint stich, ; zu der» Äkttanpfti««! dorn x: hohen Söhnst) ffeerungen, so ist | es drrngeup nattvmchig, große KchiHvieverbänd« zu schassrn. B« | Sechsfiwchr«*»#®» wepdan die Berufe ssgene-etcwder«tSste�bett, D.G rsooflitianöve SiätefP'tem stobt solche lchfttmpstschchgsp .Nevbätche vor. Tie Richtung in de« Perbände,» muß geändert, und mit ArbetiS- und Tor sgein'�instt chien ausyeräinnt werden. Wir stich Gsg««r der PatikrodS� rstXtMe cor und mstei alle Berufs» fwosss» zur regen Agi.taiio« für den Lkchustrioverband auf. » der Drbatie werden von SStzteatsfr(%. P. D.j die troffendett »sflcheunzen best Ketoreoiten unteeHrichen, und die Schuld, daß wir noch mächt so hmU find, den Buchdruckern zugewiesen. JÄchoff ($. P. D.s.««chch sich mir die folüHtb.- Spaltung der kdaj» legen und zecht a» dem Ä- sxiel der NeicbÄiruÄ rei, was man jept sch«i durch Evnigk« it duvchfehMn kau». AvLeae Czorni- i'U. S. P.) kritisiert den V«tw«rs zum BetcheKstrAeHeseß, i» dem den Rccto» Mc Rvl-e ixt Vntrep ,r Im Jutereffe der Unternehmer «Wgwvtzch wird. Wo bleibt das volle MtluÄl mmunasrecht bei Wnstetdin» mid Tatlasst!«?. Die GinchunHSbestrghunqen in der Partei mstsion darum stht�er», weil Ujä-t Jtcn Mttfften Kampf gegen d«S kfichval wsflrn und die Rechlssszikflistr« bin ArchiW»«» wüst betaukecn Halfan. N,'Pdsm nach meWrc Kollesen stch im gleichen Sinne ans gesprochen, Irmrie eine Refskujchn«ngenam- man, weschs alle Schnitte d«r Cppassiicn begrüßt nach fördert, wcblv zum Zwecke de» Zusammen Müssest zum.-ßraphi schon tzn» dustrbverbaiid u»i»rn»mn!e« werde». Arbgiisssss Stestchche? woKen Arbeit. Auf dem Arbeit« nachweiS vermehrt sich die ffnyl der arhvitS» losen Steinsetzer. Das Ist-um Wwllm bantfrtenSmeri, fttev'I ch der Jetztzeit(Kk%ntich �«kstonju-nktiir im Stsinäetzge-merbe tfl und fin Wirker die täte Taisrm erietvitt. Wem» schon jetzt feine Arbeit für Sie ins« her v-nchauden»st, wast soll da erst iw Winter werde«? Und wir fragen: Ist wirtlich W«e Arbeit fftt Stein» 'etzer tothcKchcnl Diese Kvage mutz tWwea bejahi werde a. Na» acht« einmal fttrtau«uf den AuMutz ßct Bürgersteige und des SfeaßoupflasterS. Mau brauch! gar nicht an Kaupslasterunge« zu denken, fondery mir an Sfeparatur«, und an um-Ufl-.rsternngeiu Tie Haussvirl« m äffen die schlechte« Bürge rsteige im feauchlxK«* Anstand briingen, um n�nn ffc da« nicht tun, fetnm die Baupolizei st« duz««Mtff«cheim mss» auf ihre Ächten die Rep-avatirreu vor» nehmen lassen.%» Vielen Stachen, neben StraßcrtlKihnaskeifen steht c.« sch''.mm au*. Ackbeit ist also für Etemisstzer da. Natericf bedarf es bei C;■.pflaftccutvac» nicht allzu viel, und auch für Reparxiuren sind fe'cs und-»leine da. Es li�gt also nur daram, daß schfenn'Ac vom Ma-fsirat n«u« Mi-tlel Aerest�esfem wachen, aber e» ist Ichpe Aest zu verfletm Dia Achester lauem auf A'oteU, fie wolion keiae AsibeitÄc-senumtevstÜtzun� S«e Rtchtisstevung. Da« stlupKatt„Notschrei der Berlin« PchssAnWarb?:'er' ist nicht mit Zustimmung der revokutionären Obkeut« und Ber- trauen-tteute sowie der revoluttauären iBetriichSorganisatilTU «ch de» Pier M-ttslich«» der Zementfem mi sfi on b-rlnceitct worden. Bertling. Kilian. �Eken «3% «tue Aussage nicht in et plötzlich, der Zeuge irgendwann einmal etwas andere« ausgesagt, er denen Wewer stammen, «nx �� �'digung_____ „ erklärt dann kurz und k-chndig dem«ingeflhächderte» Zeugen, �lle alch da« und da« sage». tz, Al« geradezu standalö« muß ferner fein Verhalten bei de- jiooicr Zeugen bezeichnet werden, die«rkiäricn. sie tick. religiSsen Zeugeneid der Strafprozeßordnung � feisten. Obwohl die Verteidiger die Bestimmung der neuen L:, ReichSoersaisung verlasen, in der es ausdrücklich daß kein Menick gezwungen werde« könne, religiöse» Eid zu leisten, wurden beide Zeugen fcl? efetichiJbsMiiß Wegen.SideSverweigerimg" zu der uj.i'fen zu lässigen Steldstvafe ton dreHur�ert Mark derur- in r �fe Uussardetung her Bertridigung, diesen AerichtSbeschluß h,. st�ünde», wurde noch nicht einmal einer Antwort ge- «cd�i£k.tr �rjchtZbeschluß zeigt« im übrigen deutlich. � Tdpen— wir wöll-n alle« überwind«», waS von da kommt k; Was nichj: Herz de» fffensckeu einmal noch heißen kann. �"en unsere Klage sestv-r dichten, unsere Siebe, unfern Haß, fe�nfchöstiich« hartnäckig» S'xtx und«inen tnlefligenten über- Haß»ir wollen Feste feiern, für dt« draußen»ein 1;�,'st. Vtoletkult soll und wird»cht Kbfel-r und Set alt vou ftoil Kampf bedeuten, sondern Zustrom, Rüstung. Moiz und für de» Augenblick, wen« es Zeit ist, mit dem �mger �-ren. Und glaubt ihr nicht, daß eS Zeit fei. daß da- Prale- ,. Unrc�,_____ A aÄr- Öhirfur fccamiie. und OiM "geheuer ernst und stolz seine Kultur beginne, und alle hi/ Cl�uif«iiW;cu und Aftumen«if den Fehler de«-sekbstKvcckS d-�ferfuch-e und rcvolutmniere. Da? eS zu seinem unguten alte Mittel sewmnen müsse, und da» Maschine� w, wachj� werden müssen gegen einen solchen gavissen Geist »h,*9*»«inen solchen Kn»- S-S"" die untverfate meusch- Ade« des P.ofeteriat«— d-a««crgistungsn machflos w,)' Sfg'n aiaen fo durchbluteten KS-rver und Seifen.—»et !«-7 �«täSfiiiuna lammt es an— das ist Proletkukt— und uns„SficotetlMÖ" treib«:— d. h. fecht»»S unerhört werden. � iä*S! ä Gustav Kirptecheuer, Potsdam. Am Sonntag, den 21.@e#en*er 1013, mittags 11% Uhr, ffiibel im Harmoniumsaal eine Matinee stete. Mtwir- kende:«ditfia BfkitfKt(Dstrfsche» Opern l-nuZ. Shariottsnbuvgi. Alfred Sirbtenstei»(Klöte), Walter Gve.hc Mavicr). Prograukm: Wte Meister. Da» Eden-Dheater in der Alten Jakobstrassr, feelcheS den Berlinern als baS sh« malige 3c«iral-Th»afer befemut ist, wird vem Blctor Hollaender in sie fem Monat di feiner neuen Form als Revnc- uns Operettenbühne wieser eröffnet. *14 Eröffnungs-S-ovitSt wird die Revue: U. A. w. g. von Dr. Leo Leipziger und Alfred Berg Pgev-u, unt Mii'U von Birtor Hollaender. Künstlerischer Beiral des Unternehmeus'st Dr. Marti» Zickel. Die neue Ktiltzichne'st von:'co Kmpeko»?« e.-t» worfsn. Als od Berlin nicht schon mehr als acnug Opertffen- cheater hätte. Auch hier wird echt ProUttufc Wandel schaifan._ Milch gegen Augenkranfheiten. Dir Milch nicht n«r»IS Kraft'gu�tS-, sondern auch als Heilmittel zu benutzen, ist erst der neiusteu EntwicKung der Heilkunde vorl'chalteii gSvesen. Räch einem Bericht von Fr. Berneaud vor der medizinischen Gesell- schaff in Kiel haben sich ff'itlcheinsvrihungen besonders bei Auge,!- ,{rauf heilen bewährt, und Zwar bei verschiedenen Leiden» ins- I besondere bei manchen Formen der Hornhautentzündung, auch bei Entzündungen der Regenbogenhaut und der Adcrhant. Bei ! der fetztgenaimten Krankheit trat besonder?, eine Besserung der Sehschärfe durch die Einspritzung hervor. Wahrscheinlich ist die A-iglichfeit deö Erfolges nicht einmal ans diese Augenkrankheiten beschränkt. Nach den Einspritzungen stellt lich übrigens immer - d» Fieber ein, fco» von den Aerzten auch als Milchfieber bezeichnet [uorden ist, aber nur einige Stunden anhast und meist harustos ; verläuit. sog"Beil in. ««««i-WÄ Seht die Osfsn m»d Rvchherbe nach! Zahle« ich« Ctefen u»d Kochmaschimm befinden sich in» folge der wirtschaftlichen Aerhättniffe und de? Abdel ler- mangels während der Kriegö�eit in einer» baufälligsn Zu- stände. Den Oesen und Kochherde» sieht man ihre Tücke» nicht an. Erst di« Untersuchung durch einen sachkundigen Töpfsr wird Mäntzel und Kehler aufzeigen, die in ihrer Vse. borgenhett der Hausfrau viel Aerger bereitet haben. Auch das allgemeine wirtschaftliche Interesse erhinscht eine gründlich' Reparatur der beschädigten Kochherde und Oese». Wir haben sin kommend e» Winter mit einer Kohlen- not zu rechnen. Jeder unnütze Verbrauch von Kohle muß verhindert lverden. Undichte Oefsn und Kochherd« quälen nicht nur Hen Mieter, sondern lassen auch vi«! Wärm« im- genutzt entweichen. LtepavatnrbHditrfttge Herde erhöhe» auch die FeuerSgefahr. Die Oefen und KorMcrde mWen vor allem dich! fein und am btauchrohr und der Heiztür dicht schließen. Außer- dem ist für guten Zug in'den Oefe-n zu sorgen, um ein schnestsS Bremsen zu ennöglichkn. Die Züge müssen von Ruß und ftzlusasche frei sein, sie hindern eine uebertragung der Wärme auf die Kachelwand. Reh alten Oefen, mit unpr-ak-' tischen tiefe» Keuerungsräumen sollten dies« verkürzt werden, wodurch«ine wesentliche Ersparnis von Brenn- stofsen erzielt wird. Bei Kochherden ist auf den KeuerunaS- eindau und die Nostlage zu achten. Die Hauseigentümer haben selbst«in boheS Interesse daran, die FenerungSaniagen auf ihren Grundsätzen all- jährlich vor Beginn der Heizzeit sorgfältig zu untersuchen und nötigenfalls ausbessern zu lassen. Dadurch würde die ÄebenSsähiqkett dieser Anlagen wesentlich erhöht und größere kostspieligere Reparaturen ließen sich vermeiden. Natürlich haben auch die Mieter ein starkes Interesse an gut- funktio-nierenden Oefen und Kochherden. Ein türkischer Ofen, der trotz wärmster Behandlung und liÄevollom Strei-' chdn keine Wärme von sich gibt, reizt zum Mißbehagen. Dazu kommt, das, besonder» die Mieter auf recht rationelle Ausntzung der Kohl« im kommenden Winter angewiesen sind. S den Revoluüonsroman von L. ANDREJS W ka Scliege' fTt e> f � in der Illusfrierten Wochesnschriff der U. S P D REIB WEI.1' Preas so Pld;m\ao' Bei jedem Zelfungsverk�ufer zu haben £>» 'Sie soNcn darum auf die Hauswirte einwirken, daß die Liefen und Kochherde recht bald, noch vor Beginn der kalten Jahreszeit, von einem sachkundigen Töpfer durchgesehen und, vbcmr nötig, repariert werden. Das Mietsrecht der Kriegsgesellschaften. et» Verbrechen«mS anderen Veweggründeu der liegt, bedarf noch der Feststellung. Mts dem Wohlscchrtsministerium mitgeteilt:.Die in Berliner Blättern gegen die letzte Veröffentlichung des WohlfahrtSmini- steriumZ geäußerte Ansicht, die dem Magistrat Berlin erteilt« Er- mächligung erstrecke sich nur auf diejenigen Räume, die die Kriegsgesellschaften freiwillig räumen wollen, ist unzutreffend. Die Ermächtigung erstreckt sich vielmehr auf alle von Kriegsgesell- lchaften benutzten Räume. Einer Kündigung dieser Räume durch die Kriegsgesellichasten. wie in der Preffe angenommen wird, bedarf es zur Beschlagnahme überhaupt nicht. Weiter wird in einem anderen Berliner Blatt ausgeführt, daß der Magistrat auf Gnend der erteilten Ermächtigung zwar das Recht habe, die Kriegsgesellschaften zu exmittieren, diesen aber andere Räume zuweisen müsse. Letztere? könne nicht der Ma- gistrat, sondern nur da» WohlfahrtSministerium tun. Auch dieser Einwand ist unzutreffend. Weder dem WohlfahrtSministerium, noch irgendeinem anderen Ministerium, wohl aber dem Mag!» st rat Berlin steht auf Grund der ihm erteilten Ermächtigun- aen ein Beschlagnahnxerecht auf alle Arten von Räumen zu. Auf Grund dieses Rechtes wird der Mogistrat, falls die ibm anempfohlenen gütlichen Verhandlungen nicht zum giele führen, die Unterbringung der KriegSgefellfchaften stets er- reichen können." Wenn der Berliner Mag: stak der Auffassung ist, daß ihm ein Beschlagnahmrecht auf alle Arten von Räumen zusteht, warum greift er dann nicht durch? Wozu denn die Auseinandersetzungen? Er sollte eS darauf ankommen lassen.»Der Worte find genug' Sewechfclt, laßt uns nun endlich Taten sehen!" Schon wieder ein Mord. Ein geheimnisvoller Mord wurde heute morgen im äußersten Norden der Stadt, unmittelbar an der Pankower Wcichbildgrenze. auf einem Laubengelände entdeckt. Dort liegt an der Schönhauser Allee und der Jbsenstraße in der Nähe der Hindendurgbrücke rin größeres Laubengelände. In einem Gange dieser Kolonie fand «in Wächter heute früh gegen 4 Uhr einen jungen Mann tot daliegen. Er halte eine Schuhverletzung am Kopf und wie sich weiter ergab, auch in der Brust. Der Wächter benachrichtigte die Revierpolizei. Sie stellt« fest, daß eine Schußwaffe bei der Le'che nicht vorhanden war. Dieser kimstand und die doppelte Vcr- lechung an der Brust und am Kopfe ließ mit Gewißheit darauf schließen, daß der Mann nicht selbst Hand an sich gelegt bat. sondern das Opfer eines Verbrechens geworden ist. Auf die Mel- düng der Rcvierpolizci erschien dann auch bald die Mordkommission der Kriminalpolizei. Der Tote wurde festgestellt als ein 82 Jahre «lter aus Pernau in Livland� gebürtiger Apotheker Otto Tamm:. der in der Neuen Friedrichftraße 89 ein möbliertes Iimmer bewohnte. Ter Befund an Ort unti Sielle deutet darauf hin, daß Tampu nicht in der Laube nkoloni«, sondern anderswo ermordet worden ist und daß die Mörder erst feine Leiche irgendwie nach der entlegenen Gegend geschafft haben, um sie vorläufig auf dem Laubengrlände zu verbergen. Eine Militärpatrouille hat in früher Morgenstunde in der Gegend einen Kraftwagen gesehen, der mit sechs Personen besetzt war. Die sofort aufgenommenen Ermittelungen richten sich auch darauf, ob die Leiche des Er- mordeten vielleicht mit diesem Wagen nach der Fundstelle ge- schafft worden ist. Diese wurde mit der Umgebung und der Leiche vgm Erkennungsdienst photographiert. Ob ein Raubmord oder Wirtschaft Nachdruck zu verleihen, am 17. d. M. zu demonstieren und von 10— 4 Uhr die Läden zu schließen. Wir fordern die Berliner Bevölkerung auf, solch- Inhaber von Ladengeschäften. die am genannten Tage ihre Läden schließen, zu boykottieren; im Interesse der Ausrechterhaltung der ordnungsmäßigen De- lieferung mit Lebensmitteln ist die gebundene Wirtschaft unve- dingt notwendig." Umwechslung von Obervstgelb. Kur Aufklärung über die Bestimmungen, unter welchen Umständen 2000 M. übersteigende Beträge eingewechselt werden, wird amtlich darauf hingewiesen, daß die Tarlchnskasse Ost. Berlin W 10, CorncliuSstraße S, und die Hauptwechsclswbe in Königsberg. Vorder Roßgarten 31, die Oberostgeldbeträge m jeder Höhe eimoechieln, wenn nachgewiesen wird, daß eS sich um den Gegemvert für nach dem früheren Oberostgcviet exportierte deutsch« Waren handelt. Falls es sich um den Verkauf ausländischer Waren handelt, soll vor Abschluß de» Geschäft? die Genehmigung zur Umwechslung eingeholt werden. Schließlich können alle Einwanderer auS dem beichten Gebiet die für den Erwerb von Liegenschaften oder den Lebens- unterhalt erforderlichen Geldmengen stets einwechseln. Die zur Umwechslung angebotenen Beträge dürfen nach wie vor durch Vermittlung der Banken eingereicht werden. Zwischen Trittbrett und vahnsteigschwelle totzeguetscht wurde l gestern der 44 Jahre alte Kaufmann Theodor Stengel aus r Heinrich-Seyoel-Straße 10 zu Steglitz. Der Mann kam abends kurz vor 10 Uhr mit den: Stralsunder Zuge auf dem Steltiner Bahnhof an. Noch bevor der Zug hictt, öffnete er die Tür des Abteils. Dabei fiel er so unglücklich hinau». daß er zwischen da'tz Trittbrett und die Vahnsteigschwelle geriet. Der Zug schleifte ihn noch ungefähr 10 Meter weit mit. Der Unglückliche erlitt dabei so schwere Quetschungen, daß er schon auf der HilsS- wache in der Eichendorffftraße starb. Eine amttiche Stelle zur unentgeltliche« Aufbewahrung letzt- williger Anordnungen der Feuerbestattung besteht im Friedhofs- bureau, Rathaus. Zimmer 104. Der Testator erhAt einen Hinter- legungSschein. gegen dessen Rückgab« ihm dir Urkunde wieder auS- gehändig! wird. Im Todesfalle erhält der Inhaber deS Hinter- | legungSscheineS nach Vorlegung der Sterbeurkunde die Er- kiärnng zur weiteren Veranlassung oder auf Wunsch direkt das zuständige Polizeirevier. Verdoppelung der FernsprechgebShren. Die von der National- Versammlung beschlossene Postgebührenerhöhung tritt jetzt auch für den Fernsprecher m Kraft. Amtlich wird bekanntzugeben: Zum 1. Oktober d. I. werden die Gebühren für die Fernspvechanschlüsse unter Wegfall der bisherigen ReichSabgabe um 100 Prozent erhöht. Di« Teilnehmer haben das Recht, ihre Anschlüsse bis 15. September zum 1. Oktober zu kündigen. Aas dem Eemciude'eben. Rosenthal. Nachdem in vielen Vororten durch Zusammen- wirken mit den Bürgerlichen die Mehrheitssozialisten die kom- muna.'en Arbeitcrräte beseitigt haben, haben sie auch anläßlich der am 11. 9 statigcfundenen Sck?öjfenwahl foem hiesigen Arbeiterrat die Entsck?ädigungS.',elder entzogen Von den zu wäh- lenden Schöffen entfielen auf die U. S. P. D. zwei(Milbrodt ufli Grell), die Rechtssozialisten zwei sSchwabedal unO Llpih, während die Bürgerlichen durch die besolscten Schössen Lübbev und Hendewcrk rm Gemeindevorstand vertreten sind. iW beendetem Wahlakt erhob sich der bürgerliche Lehrer H e r s ch l e» im Auftrage der Rechtssozialisten und verlas mit dem Ersuchen, die Dringlichkeit anzuerkennen, einen Antrag, der die Aenderung des Octsstatuts verlangte mit dem wei� ren Zweck, unfern Genossen Milbrodt, welcher als Gemeindcvst steher fungiert zu beseitigen, ansckstießend einen weiteren trag im Auftrage der Rechtssozialisten, die Zahlung der schädigung für die Arbciterräte vom 18. 9. ab einzustellen. Genosse Koffert nahm das Wort und erklärte, über bikse» Verrat an der Arbeiterschaft werde demnächst die Masse ihr w" teil sprechen. Unsere Genossen halten eS unter ihrer Würde- nm solchen Verrätern an einem Tisch zu sitzen. Hiermit verließ .unsere Gsnossen den©itzunnssaal Die Schöffcnwahl dürfte i» ungültig zu erklären sein, di die Bestimmungen des§ 8 der Wad� ordnung des Kreisausschusscs nicht erfüllt sind, wclck>e besagen, da» die doppelte Anzahl der Ersatzmänner unter den Wahlvorschlägen lu benennen sind. Unter den Wablvorschlägen der Mehrheil undBüroev lichen sind keine Ersatzmänner genannt, sondern nur die Anzeh» der zu wählenden Sckvffcn. A:ub wenn die Listen verbünde« sind, haben sie nur die einfache Zahl der Ersatzmänner unü wie vorgeschrieben, die doppelte. Sewstverständlich wird Tätigkeit de? ArbkiterratS in der Verwaltung weiter ansgcudt, da die Bekanntmachung der Zentralstelle der Arbeiterräte dt» Kreises Niedcrbarim, auf die sich die Antragsteller stützen, n" von einer Kontrolle der Gemeindevertretung spricht. Diel Kontrolle wird aber durch recht zahlreichen Besuch der össentli«- Sitzungen von unseren Genossen jetzt sehr sckars ausgeübt w« den. Von der Berechtigung, dem A. R. die Entschädigung zu ziehen, steht lein Wort in Oer angezogenen Belanntmachu* verewMevdn. EvzlaNsllsch« Studentenpartel. Dl-skusssoneabend Mittwoch 8 Uhr. Ihemo: Die Auslandskunde und ihr« Bedeutung. SRest� Dr. Hamburger. Deutscher Traneportarbett-rverband. Montag abend« SM UP „Alexandriner", Alexandrinenstr. 37. Branchennersammlung der diener, Packer aus dem Puckihan-del, den Duchdruckereien, LriesumIH� und LuxuspapleriMmstxie-Delrieben. � B-ranlworllich für die Redaktion Alfred Wielepp, Berlagsgenollenlckafl„Frelheu-. e. E. m. d H. Berlin.- Druck � Lindenbruckerel und Perlaasa«t»>irckati m b. Schilfbanea�mw� IVieht die bflnrcrliplie Press« die„Freiheii" Isf die Zeifung, in der läfige Volk, der Gasfwirt und der Kleu"1' Pkauimann inserieren müssen. Klei: Anzeigen sind in den U. S. P.-BlÄi�n mindestens ebenso wirksam wie in de»* kapitalistischen Organen.. Erwähnt die„Freiheil" bei all. Elnkäute� O OOHOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOO�OOO GSes WahlifiliSKEits-Mi zu Gunsten der Kinder der KriegshlmcrbiiebeDciu o verbunden mit<> Großem Riesen-Feuerwerk o und Konzert im den drei Lokalem StrandscSiioB, A Blanispif» en. Bjirffeejrfwto«. verm staltet vom X ; Iiiitrij3tiii,ulin Binil dsrSrlejiitKhäilMeii nei Ninteri) feta<> lOrtsirupoe Oker- und Med er- Schone weide). o Aolenn 3 UUr. 0 Um regen Ztunrnch bittet Das rest-Vomlte«.<> dOCOOHOOOOOOOOOOOOOOOOOH�OOöHOO Dr. illtli. Karl RslnfinrJt Eerlln. PoltSaasr Jlras« 117 la. 1. Ldüosstrassa) Mau(- und Karnarzt bewahrte, fachmännische Behandlung. Unentgeltliche Auskunft und aufklärende Qratfs- Broschfiren(Beschreibung»ämtlicher Heilverfahren) In den Sprechstunden von ,'*12— 2 mittogs, Vtß—'/tlO abend». Sonntags'41 1- 1 Uhr(im verschlossenen Brief Mk. 1.25). Neu erschien In 250. Auflage: Hygiene der Ehe AerztUclier Fflhrer fflr Bmut- und Eheleute von Fraueuarzt Dr. med. ZHceK Charlotten burs:. An» d. Inhalt: Ueber die Franen-Orgaae, Körperliche Chetauglichkeit n. Untauglichkeit. Gebär- u. StIIJfähigkeit Frauen, d e nicht heiraten sollten! etc.— Fnthaltsamkeit u. Auwscliweifungen vor der Ehe Eheliche Pfl-chten. Keuschheit oder Polygamie? Hindernisse der Liebe ctc— Krankheiten in der Eue. Rflckstände früherer Geschlechtskrank- »oeiten. Vorbeugung und Ansteckungsscbutz.— Körperliche ■Leiden der Ehefrau. Entstehung und Heilung der weiblichen |ßefahl»kälte Folgen der Kinderlosigkeit. Gefahren späten Weira tens iür die Frau.— Neurasthenie und Ehe. Hysterische Anfälle Hygiene des Nervensystems Lei Mann und Frau etc. ?ezug geg. Einsendg. v. M.2.— od. Nachnahme durch Medizin erlag Dr. Schweizer, Abt. 343. Berlin NW 87, Repkowplatz 5. irb«r®i Jahn färbt alle Sachen und alle Farben in 2—5 Tagen Dresdener Straße 85. feiW der Maler, Lacbarer, Änslreicbef! Filiale B»IIa. ilachruff, Unseren Mitgliedern' 7ur Nachricht, daü die i Kollegen Paul Pnikn�ßit am 3. 9. Ivl9. Rudolf Ccurds am 4. 9. 1919, Georg Jc�es am 3. 9. 1919, Wilhelm Seiüoid am 28, 8. 1919, verstorben sind. Wir werden Ihnen ein I ehrendes Andenken be-| waluen. Dio OrlBVOrWÄltaDr- Wir geben allen Ver- | wandten und Bekannte� ! die traurige Nachricht,| I daß unsere liebe Toch- j ter, meine liebe.Braut| Gertrud lünse geb. am 16 I. 9S zu Cö- penick, am 11. Septem- 1 ber 1919. 3 Uhr. schmerzlich verschieden Ist. D es zeigen tiefbe-| | trübt an die trauernden Eltern ■ebst Bruder Paul, Familie Busse, Famiie Poskc, sowie die tiefbetrübten Schwiegereltcru Fa: llle SteDan. Die Beerdiguag firdet am Montag, d. 15.4 Vi» Uhr auf dem Johaniiisklrch- hof Plötzensee statt. Pfnudsciielne, Wert- ...---------- Sachen. ■»tööel, kauft und beleiht I-Mok. Ra.i.nbureer Str. 4L Hmhahol Weißessee. 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