(m�elprew 15 p>nnfg- 2. Jahrgang vonnerstas, den IS. September 191� Nr. 451 /ß 246< Mergen-Iusgabe Dk erscheint morgen« und nac�miturgs. an Sonn« und nur morgen« Der Bezugspreis beträgt bei freier Zustellung ,ns ßaus fflr ikrofc-Bertin oder bei direkte« Postbezug ohne Bestellgebühr monatl 3,— CU bei Zustellung unter Streifband b.— IH. Die Freiheit* ist in den ersten Nachtrag der Postzeitungsliste lür 1919»ingetrage» Redaktion und»xpedilon: Verlin NW. S, Cchiffbcuerdamm Fernsprecher: Amt Norden 26805 und 280G. 3»ferate tosten die achtgespalt. NanpareiklezeNe oder deren Raum 1,20 IHf., wortanzeig«« da» fettgedrrutte Dort 50 Pf# jedes weitere kvart 25 pst Teuerungszuschlag 70 ProA. Bei Familien« u. Versammlungsanzeigen fällt der Zuschlag fort. Inserate für den darauf- 'olgende» Tag müssen späteftens bis 3 Uhr nachmittags bei der Expedition aufgegeben fein. Jnjerateu-AbteUung: Berlin RW. G, Schiffbancrdamm 19 Fernsprecher: Amt Norden 97S8 Scrfina' Vrffan f M der , Die Bewegung in der Metallindustrie ist in jenes Sta> getreten, in dem bis zum Ausbruch des ojjenen "Kropfes nur u och ein Schritt ist. Die Metallarbeiter haben gestern ihre Forderungen den seinen Betrieben getrennt überreicht. Die Frist «ur Beantwortung tief in»einigen Betrieben »sreits gestern ab: in anderen Betrieben soll die lnzelentschcidung heuete fallen. In den Betrieben, in nen die Frist bereits abgelaufen ist, liegt auch schon die Ab. Mung der Arbeiterforderungen vor. Auch die Arbeiter ünc*n liefen Betrieben bereits zu der Antwort der "tennchmer Stellung genommen. Es sind das die Finnen r s i g, Daimler, Mix u. Genest, S ch u ch a r d t, st�oer und Deutsche Telcp honwerte. Für � b e l w e r k Oberspree, 21. E. G. Brunnen- e, Os ra mwerk, Auer, Meissner und ...kb rüder Israel läuft die Frist bis heute. Die � Ehrliche Presse wuhte jeüech schon mir Bestimmtheit zu ' �"üchern, daß auch in diesen Betrieben die Forderungen a b- ?.�l eh n t werden würden. Ebenso raunte der Chor der «rgetfich� Blätter seinem Publikum schon gestern zu, daß "'er den Metallarbeitern wenig Steigung für einen TPh' Zu spüren sei, obwohl sie iin gleichen 2ltcnizilge be- müssen, daß ein Neberblick über die Zlbstimmungs- : feonistc in den Betrieben gestern noch ganz unmöglich *% da die Zlrbeiter die Entscheidung in den nicisten Be- leben erst heute fällen werden. Aber man muß Stiin- .-."ug schaffen und den Boden bereiten, damit bei einer Ent- > ng der Metallarbeiter für den Streik die mit Sicher- zu erwartende Verleumdung, die zahlreichen »Arbeitswilligen" seien einer Minderheit �on terroristischen 0chetn zum Opfer gefallen, ein williges Ohr bei den �lorn findet. A ,.. So setzt der übliche Feldzng der bürgerlichen Prcßmcnte. .'e lelbstrcdend vereint und ohne nach Recht oder Unrecht zu sollen gegen die Metallarbeiter in Front steht, slonvorberEntsch cid ungüberden Fortgang Bewegung ein. Und wir müssen feststellen, daß der �'chsarbeitSminister Schlicke dieser einseitigen Jnfor- I�uion der Ooffentlüchkeit, die für die r u h i g e E n t w i ck. u g ber Bewegung von größtem?! a ch t c i l sein muß. r sch« b geleistet hat. Ans Anlaß des Abbruches der jN.'chtungsverhandlilngen hat der Minister dem Metall- �Uerverband ein Schreiben zugehen lassen, dem daz li�.dige Schicksal zuteil wurde, in der bürger- »'Ken Presse zu erscheinen, bevor eS in d i e jeitide des Metallarbeiterverbandes g e. n!l l war. Dieser Brief lautet: �»Den Abbruch der SchlichtungSvcrljandliwgen durch de» . �tallarbeiterverband und die dadurch hcraufbcschworeiien Gc- .— wwLUCliVtUClUUllU Uitü Vlu-uuw»**.«.;»MM,------- 3tin schwerer wirtschafilicher Kämpfe bedauere ich außer. h' 0 nicht zu rechtfertigen. Der SchlichtungZaukschuß ist von L/V V V~|■ Q.. � uuparteiischen Vorfttzcnden beruht auf dem Tor. "'f Metallarbcitcrverbandes. Soweit mir bekannt ge- iy'st. hat der Torsitzende des SchtichnmezanSschusses nur �"'ßen Fällen durch seine Stimme den Ausschlag gegeben; im standen'die Stimme« der Parteien einander nicht kggZTZ 1'"'�'' v.r............... 'Cibr Daß die Entscheidungen die Forderungen keiner bei stlbs> im vollen Ilmfange berücksichtigen konnten,-st S.'w-rständich. um so mehr, alz die Meinungen bci'Xr Seiten 'wernr®MßlieJ)eruii0 nach der beruflichen Eignung außer- we.t auseinandergehen. Ö„r.; Cr SchlichtungSauSschuß hatte aber selbst boraeschen, etwaige l%jjK.m'.fl'C'tCn bei der endgültigen Zusammenfassung der Teil- ��fchlprüche zu einem abschließenden Spruch zu beseitigen. Der "«ch". � berliner Metallindustricllen war zu einem Ausgleich Mitteilung bereit und wäre es wohl auch heute noch. Kr mnem vorzeitigen Abbruch der Verhandlungen lag um so weni- «e'ranlassung»or. als durch den von beiden Parteien ange- ersten SchiedSstruch jeder Abbau der derzeitigen hohen vollkommen ausgeschlossen ist. Der Verband der Berliner Hi,%"'Ristriellcn hat versichert, für die Einhaltung dieser Be- tlß�'!Kßrn durch seine Mitglieder sich mit aller Krait einzusehen. tijch! Ie Besllrchlung, daß die den Arbeitern gegebenen Siche. durch die Verordnung vom 3. September beeinträchtigt Cn' erscheint unbegründet. 8nv�ICr|'adh dürste ein Zlnlass zu Kampsmgßnahmen, die letzten ly. C8 die Arbeiterschaft selbst lind die Allgemeinheit treffen "n. nicht gegeben sein. ES scheinen auch in den Kreisen der Arbeiter gegen solche Maßnahmen, soweit hier bekannt, erhebliche Bedenken zu bestehen." Der Genosse Nu sch hat als Bevollmächtigter des Metallarbeiterverbandcs dem Herrn Minister eine Antwort gegeben in einem Schreiben, das die falsche Dar st ellung Schlickes richtigstellt und zugleich die wichtigsten Vorgänge des Schlichtungsversahrens noch einmal darstellt. Genosse Nusch schreibt: In der Tagespresse vom Mittwoch, den 17. ds. MtS. veröffentlichen Sie, Herr NcichSarbeitsminister, einen an den Deutschen Metallarbeiterverband gerichteten Brief. Es ist b e- zeich n end, daß die Berliner Tageszeitungen eher in dem Be- sitz de? Briefes waren wie der Deutsche. Metallarbeiterverband Uns ist der Brief erst nach den Veröffentlichungen in der Presse, am 17. ds. MtS. nachmittags 3 Uhr 20 Min.. durch besonderen Boten übermittelt worden. Sie geben in diesem Brief der Meinung Ausdruck, daß die Gründe, die wlr für den Abbruch der Verhandlungen in dem .Ihnen abschriftlich mitgetciltiin Schreiben an den Vorsitzenden des SckilichtungsauSschusscs angegeben haben, nicht einen Schritt von derartig weittragenden Folgen rechtfertige, wie ihn die Bcr- lincr Metallarbeiter zu tun beabsichtigen. Wir wollen uns er- sparen, auf die Gründe noch einmal ziäher einzugehen, wollen aber bemerken, daß diese Gründe von den Berliner Mctallarbei- tum p.o l l g e w ü r d i g t wcrüen.und.baß,daL Vorgehen der Ver- handlungSkcmmission von den verschiedenen Bcrufsgruppen ge- billigt und der Kommission das Vertrauen ausgesprochen worden ist. Sie schreiben uns weiter, daß bei 5er Zusammensetzung des SchlichtungSausschusses unsere Wünsche in weitestem Maße be- rücksichtigt seien. Wir bestreiten Ihnen das, wie wir es m der Sitzung am 16. d. MtS. bereits bestritten haben. Wir haben Ihnen vorgeschlagen, einen Mann zum Vorsitzenden des SchlichtungSausschusses zu bestimmen, der auf dem Gebiet der Beilegung von Arbc. itSstreitigkeiten Ersah- r u n g und soziales Verständnis besitzt. Die positiven Vorschläge von Personen,'die wir Ihnen machten, wurden von Ihnen nicht angenommen. Si« bemerkten dazu, daß Sie einen Vorsitzenden bestellen müßten, der auch den Herren Arbeitgeber» genehm wäre. Sie teilen uns in Ihrem Brief weiter mit, der Schlichtung?- auSschuß habe selbst vorgesehen, etwaige Unstimmigkeiten bei der endgültigen Zusammenfassung der TeilschicdSsprüche zu einem ab- schließenden Spruch zu beseitigen. In diesem Falle sind Sie. von Ihren Räten falsch informiert worden. Der Schlich- tugSauSfchuß unter dem Vorsitz des Herrn Dipl.-Jng. Dr. Goebel hat in keiner der Sitzungen eine entsprechende?leußerung kund- getan. Er hat sich lediglich bei den Teilschicd>S.sprüche.n vorbehalten „redaktionelle Aendcrungen und Zusammenfassung aller Teilsprüche zu einem einheitlichen Schiedsspruch vorzu- nehmen." Sie schreiben ferner, der Verband der Berliner Metallindustriellen wäre zu einem Ausgleich nach seiner Mitteilung bereit, wäre cS wohl auch Ihrer Meinung nach heute noch. Es läge also zue merken dazu, daß, wenn die Metall ndustviellen Berlins zu einem Ausgleich bereit gewesen wären, eS sich erübrigt hätte, einen Schlich. tungsausschuß anzurufen. Sie geben ferner Zhrer Meinung Ausdruck, daß nach dem ai-nenommcncn ersten Schiedsspruch jeder Ab bau der derzekige-n hohen Löhne ausgeschlossen sei, und daß der Verband der Ber- liner Metalluidustriellen Jlnen versichert babe, für die June» haltwng dieser Bestimiming durch feine Mitglieder sich mit aller Kraft einzusetzen. Rusch hat Ihnen schon mitgeteilt, daß unsere jahrzehntelange gewerkschaftliche Erfahrung uns sagt, daß die Berliner Metall ndustriellcn sich, wenu eS ihr Profit- interesse erfordert, an derartig« Scr'prcdhunllC» und Zusicherungen sehr wenig gebunden fühlen. Daß ein Abbau jetzt schon vorgenommen wird, wird Ihnen nachstehendes Beispiel beweisen: sSchluß des Artikels auf der zweiten Seite.i Wlimg! MMchZM! Die Arbeitgeber versuchen, unsere Kollegen in Ver- sammlungen, die von ihnen einberufen werden, falsch zu informieren. Wir ersuckzen unsere Kollegen, nur solche Versammlungen zu besuchen, in denen die Fünfzehner- kommission bzw. die dem Mctallkartell angeschlossenen Or- gemisationen vertreten sind. Deutscher Mctallarbeiter-Verband. Die Fünfzckmerkommisiion. Zlluslonspolillk. Wir haben in der letzten Zeit mehrfach Gelegenheit ge- habt, auf die lebhaften Iluseinandersetzungen hinzuweisen, die sich innerhalb der Kommunistischen Partei über die Taktil entsponnen haben. Namentlich bildet der Parlamentarismus auch innerhalb der Kommunistischen Partei einen Gegenstand der Diskussion und der zwingt dazu, die Frage über den Charakter des jetzigen Stadiums der Revolution in ihrem ganzen Umfange aufzurollen. In der vor einigen Wochen stattgcfundcnen Reich skonferenz der K. P. D. stand diese Frage im Mittelpunkte der Debatte, ohne daß allerdings eine endgültige. Klärung erfolgt ist. Die Zentrale der K.P. D., die für eine Revision des antiparlamentarischen Standpunktes der Partei eintrat, fand anscheinend nur wenig Gegenliebe. Die Beschlußfassung wurde vertagt und soll aus einer demnächst stattfindenden Konferenz erfolgen. Wir haben den Standpunkt der Zentrale der K. P. D. nach einem Bericht der„Kommunistischen Rätekorrespondenz" unseres Blattes wiedergegeben. Kennzeichnend für die politische Haltung der Zentral? sind die Sätze, mit denen sie die gegenwärtige Situation schildert: »Seit der Ja nuar.März- Epoche bis zum'Juli/August ist-inc kolossale Aenderung der politischen Situation eingetreten, die auch zur Aenderung der politischen Taktik und. der O r g a n:- s a t i o n s p o l i l i k der Partei zwang. Das Wichtigste nach der Niederlage in der Januar-Schlacht war, den ge o r d n e t e n Rück- zug anzutreten. Das hieß, sich nicht in Endschlachten provozieren zu lassen, den Kamps zu führen, aber einer Schlacht auszuweichen: denn der Feind erwies sich stärker, und jede offene Schlacht stäekti 'hn und schwächte die Partei des Proletariats. Leider war unsere Partei organisatorisch zu schwach, um den bereit? durchschauten Plan der Feinde zu durchkreuzen. Es kamen die lokalen Aufstände, Putsche, dir vom Feinde provoziert, und blutig niedergeschlagen wurden." Bei dieser Schilderung der gegenwärtigen Situation is: zunächst das Bekenntnis wertvoll, daß die Kommunistische Partei organisatorisch zu schwach war, um die lokalen Aufstände und Putsche zu hintertreiben und das Proletariat vor unnützen Opfern zu bewahren. Visher wurde es immer als ein besonderer Vorzug der kommunistischen Taktik ansgc geben, die lokalen Eiiizelbewegungen zu forcieren und aus die Spitze zu treiben, um gestützt auf diese Einzelbewegungen. die einen immer größeren Umfang annehmen sollten, dem Feinde die Endichlacht zu liefern. Bisher hörten wir denn auch immer, daß nur der„Verrat", das„Versagen" der ll. S. P. D. den Erfolg dieser Taktik vereitelt habe. Jetzt wird diese Putschtaktik von der Zentrale der K. P. D. selber preisgegeben und es wird als oberster Leitsatz die Notwendig. kcit aufgestellt, die politische Taktik und die Organisation�.- Politik der Partei entsprechend der Aenderung der inner. politischen Situation z» revidieren. Was die Unabhängig Partei längst festgestellt hatte, wofür sie von Kam in uu ister oft in wüstester Weise beschimpft wurde, das, ist setzt die um Monate verspätete Einsicht, der kommunistischen Zentrale' geworden. Die erste praktische Anwendung sollte dieser Leitsatz in der Frage des Parlamentarismus finden. Es' kam auf der Reichskonferenz zu einer Diskussion, in der nach den Worten des offiziellen Berichtes ein„Tiefstand der Argu- uientation" sich offenbarte, der sich nicht viel von der„flacken syndikalistischen Phraseologie" unterichied. Statt zu be- urteilen, ob die jetziae Situation des Jfhslauens der Massen. bewegung eine wohl fundierte sei, d. h. ob sie nicht in der nächsten Zeit umschlagen werde in eine Kampfzeit, während der da? Proletariat wieder auf die Straße getrieben werde und N'cht von den Vertretern und Wortführern des Prole- tariats geführt werden müsse, begnügte man sich„mit den vulgärsten und flachsten anliparlamentarifchen Redensarten." So wird' allerding?(sie Debatte in der Reichskonferenz nur von der Zentrale der K. P. D. geschildert, die den Versuch unternahm, angesichts der veränderten Situation einen Beschluß im Sinne der Beteiligung an der Parlamentarischen Tätigkeit durchzusetzen. Von der Gegenseite wird die Diskussion wesentlich ander? dargestellt. So formuliert Fritz S t u rm in der Hanauer„Freiheit" den grundlegenden Gegensatz auf der Konferenz mit folgenden Worten: »Die Frage dreht sich darum: Die einen glauben, keinen Grund zu haben, den Mctboden der revolutionären Periode auch »och die parlamentarische hinzuz'isügen, da die Ztevolution, wenn auch zum Teil in etwa? anderen Formen foridaiie.r«; die andere» glauben, die erste Revolution sei zu Ende, die zweite, deren An- lause bereilS verschiedene Male blutig niedergeichlagen worden sind, ist erst im Anwachsen AuS dieser Verschiedenheit de.r An'chauungcn folgt auch, dqß die Anhänger die-er zweiten Anschauung, die wir nur im Sinne der obigen AuSführunge« Parlamculariiteu nennen, an den Metboden der Periode« der CfticbTM&cn" �nttoiiftung greisen wollen, darunker omy zum Par. tament." Es Wäre nichts dagegen einzuwenden/ ineint.Sturm weiter, wenn die Parlanrentoristen in den Reihe?, der K.P.D. sich zu ihrer Tatlit auf Grund des Abschlusses der Revolu- tion entschtiesien wurden, namentlich wenn iie recht hätten in ihrer Beurteilung der Lage. Indessen stünden die Dinge anders: .Die Parlamentaristen der K. P. D. sagen bei der Beurtci- lung der Lage nichts wesentlich andere» wie wir— Gegner von Parlamentstaktik während der Revolution. Einerseit» find sie zu vorsichtig, um den Parlamentarismus fallen zu lassen, andererseits bringen fi««s nicht überS Herz, ihre Zweifel und Aengfie, ob die Revolution nicht etwa gar an ihrem Gnde stünde, laut zu ver- künden." Man wird dieser Charakteristik ohne weiteres zustimmen müssen, wenn man sieht, wie krampfhaft die Zentrale der K. P. D. in ihrer Entgegnung'.an die Hamburger Opposition in der„Roten Fahne., bestrebt ist, die Differenz zwischen ihrer Haltung in der Frage des Parlamentarismus und der der Opposition als unwesentlich darzustellen. Die Zentrale, so heißt eS in der Entgegnung, denk« gar nicht daran, einen Beschluß auf allgemeine Beteiligung an den Wahlen auch «ttr anzuregen. Der Antrag der Zentrale bezwecke lediglich die Ausrechterhaltung des JanuarbeschlusteS. der nur verhüten wolle, daß die Partei sich festlegen laste„von ein paar Wirrköpfen Hamburger Observanz", die auf der Reichs. konferenz selbst ihre„schöne grundsätzliche" Haltung aufgeben mußten._ DaS diplomatische Dersteckspiel der Zentrale, die sich im übrigen muh auf die Dereinbarlichkeit des Parlamensgris- muS mit den Leitsätzen der Moskauer International« berief. hat indes bei der Groß-Berliner Mitgliedschaft der K. P. D. wenig Anklang gefunden. Wie wir bereits mitteilten, hat ieiu« am 9. September abgehalten« Versammlung der Funk- tionäre d«S Parteibezirks Groß-Berlin der K. P. D. mit über. wältigen der Mehrheit ein«, Beschluß gefaßt, wonach die Beteiligung an der parlamentarischen Arbeit, als„ungeeignete» Mittel zurHortfllhrung des proletarische nBefreiungs'omPfeS", abgelehnt wurde. Die Ausführungen des Vertreters der Zentral« der K. P. D. fanden nach einem Bericht dex »Roten Fahne" bei der Versammlung kernen Anklang. ES wurde festgestellt, die Straß« sei verloren. Kein Zweifel daran. Aber aus dem Standpunkt deS Referenten, daß die Nationalversammlung, daS Parlament, das Shmbol der Macht der Bourgeoisie geworden sei, zog die Versammlung nicht die erforderliche Konsequenz, daß das Proletariat sein« Vertreter in das Parlament entsenden müst«, um auch dort die Macht der Bourgeoisie zu bekämpfen. Sie stellte-sich vielmehr auf den rein syndikalistischen Standpunkt, daß dem Proletariat nicht das Parlament, sondern der B e- trieb„Symbol der gesellschaftlichen Macht" sei. Ihn wolle es haben und beherrschen, nicht daS Parlament. Die für d«n Kapitalismus lebenswichtig« Fragen der Produktion würden im Betrieb entschieden, nicht im Parlament. „Nur so— heißt t» in der„Roten Aohne' weiter— der- stchen wir jene Erklärung. der dritten International«, die von der Untciordnung de» parlamentarischen Mittel» spricht,— nicht von der E i n Ordnung, wie jemand insinuieren will. Nur so können wir zumal in der gegenwärtigen Situation Deutschland» denken. Man soll auch nicht den Anschein erwecken, als würden die Schwei. zer nnd Italiener e» un» übel nehmen, wenn wir in gegenwärtiger Situation ans den PariameniariZMu» verzichten. Den Betrieb wollen wir haben und beherrschen; da» Kapital ist ohnmächtig in dem Augenblick, in dom die Sabotage der Produktion seine durch internationale Verpflichtungen dickt, erteu Kalkulati» st«, über den Haufen wirft." Man wäre angesichts der letzten Ausführungen versucht, an wahnwitzige Verblendung zu glauben, wenn nicht aus der syndikalistischen Konfusion deS Artikelschreibers di« völlige Unfähigkeit spräche, die politischen und wirtschaftlichen Zu- fammenhänge in sozialistischem Sinne zu erfassen und dem Proletariat eine seinen Interessen auch nur annähernd ent- sprechende Taktik zu weisen. AuS diesen Ausführungen spricht die engstirnige Verranntheft von Ideologen, hie völlig die Verbindung mft den Masten verloren haben und die dem Wahne huldigen, daß sie durch ihre„Ablehnung" der unbe- quemen Tatsachen der Wirklichkeit, diese Wirklichkeit stübst zu überwinden vermögen, nnd daß der hart« beharrlich« Kampf auf allen Gebieten, in denen das Proletariat mit der Bourgeoisie zu kämpfen hat. ersetzt werden könne durch ein« Zauberformel, die dem Proletariat mit einem Schlage den Schlüssel zur Macht liefert. Gestern war eS der bewaffnet« Aufstand und di? Proklamicrung der Rätediktatur. Heute ist es die Eroberimg des Betriebes, die unter Jgnorie- rung aller sonstigen Faktoren des politischen und Wirtschaft. lichen Lebens den sieukostümierten Putschisten der K. P. D. als der Stein der Weisen erscheint. Angesichts des Vorherrschens einer solchen Stimmung in der Groß-Berliner Funttionärversammlung der. K.P.D. ist es nicht verwunderlich, daß— wie e» in dem Bericht heißt. — di« Versammlung„achseizuckend" die Mitteilung anhörte» daß K l a ra Z e t ki n ihr Mandat in der würftemdergjschen Landesversammlung niederlegen und der Partei den Rücken kehren wolle. Nicht minder gleichgültig sckwiift«utch die Mitteilung ausgenommen worden zu sein, daß der Vertreter d« Zentrale der Richtung, die die Parteimehrheit innezuhalten wünscht, nicht folgen könne und von seinem leitenden Pcp'ten zurücktrete. Wozu braucht die K. P. D. Kräfte vom Schlag« einer Klara Zetkin? Sie hat in die neuesten, allerncuesten Rezepte zur Erringung des sozialistischen Endziels, die es ihr ermöglichen, oline Rücksicht auf die Gunst oder Ungunst der Verhältnisse, geradenwegs in den Zukunftsstaat hinein. zuspazieren.', �, Wir, die wir nie an diese Rezepte geglaubt hgben, und deshalb als'„Revolutionsplülister", als„Sumpf" usw. be- schzimpft und verhöhnt wurden, können nur erneut unserem Bedauern Ausdruck geben, daß sich noch immer Arbeiter sin- den, die aus überschäumendem, revolutio-rnirem Empfinden oder aus falscher Auffassung des Sozialismus heraus der Illnsionspolitik jener„Wirrköpfe" folgen, über die wlbst di« Zentrale der K. P. D. die Schal? ihres Spottes ausgießt. Wir können es psychalsgisch begreifen, daß Leute, die ihre ganze Taktik nicht nach den wirklichen ökonomischen Verhalt- nisten und dem Reifegrad des Proletariats, sondern nach ihren Wünschen und Hoffnungen, nach ihrem Ge- fühl und ihren weltpolitischen Illusionen orientieren, hin- und hersch.wcknken zwischen dem Glanben an ein «volntionäres Wunder und der Furcht vor der Untergang der Revolution, wenn dieses. Wunder nicht geschieht. Wir teilen weder diesen Wunderalauben noch diale Furcht. Wir stehen viel zu fest auf dem Boden der marristsschen Erkennt- nis und des jahrzehntelangen 5?ampfes des Proletariats, als daß wir zu den Heilsrezc�sen der K. P. D. unsere Zu- flucht nehmen müßten. Und wir sind viel zu sehr überzeugt von der der revolutionären Bewegung innewohnenden Kraft, von ihrer inneren Logik, als daß wir auch nur einen Augen- blick den Glauben an di« siegreiche Revolution verlieren könnten. Wir sehen freilich den revolutionären Prozeß nicht nur dort, wo die K. P. D. ihn sieht: gestern auf der Straße, heute im Betrieb. Wir sehen die Revolution überall, wo das emporsteigende Prole- tariat gegen die Mächt« der bürgerlichen Gesellschaft ankämpft und seine Kräfte zu deren Ueberwindung ansammelt. Damm gehen wir zum Kampf gegen diese Kräfte, überall wo die Bourgeoisie ihre Machtpositioen hat: wir gehen in die Parlamente, in die Kommunen, in die Verwaltungsbehörden ebenso hinein, wie in die Betriebe, um überall wo das Proletariat unserer bedarf, auf dem Posten zu fein, seine Kräfte zu organisieren, sein« Stellung zu befestigen, um mit geschulter, gesammelter Kraft für unser Endziel, für die Auf- richtung der sozialistischen Gesellschaft zu kämpfen. ver Kamps i« der MelaNnduftrie. (Fortsetzung de» Artikel» von der ersten Seite.) Die Firma Windhasf, Mitglied de» verbände» der Berliner Metollindustoellen, Schcm�berig, Dennigsenstr. 20— 22. sagt im einem jetzt evlassanen mi ihre Meiister gerichteten Rum dsch reiben: „Meister, welche nicht in der Lage sind, ihren Leuten die ANarde »arzuschrciben und energisch durchzudrücken, sind für ihren Posten«abrauchbar" und weiter JBei ARordarbeit wird der Stundenlohn nicht mehr garantiert. E» ist auf eine allmähliche Herabsehung bei neuen AKordea»u achten." Dasselbe Rundschreiben sagt ferner, daß ständige Akkordarbeiter, wenn sie vorübergehend in Lohn baschäftigt warfcen, einen Stundenlohn in Höhe de» Durchsthmitt»- akkordverdienste» abzüglich 15 Prozent erhalten, daß Arbeiter, die abwechselnd Lohn und Akkord arbeiten, für Lohnarbeit nur den Stundenlohn zu verrechnen haben. Sie sehen darau», wie die Erklärungen der Her.ren de» Verbände» der Berliner Metall. industriellen zu bewerten sind. Wir geben unserer Verwunderung Ausdruck, daß Sie, Herr Reich»- arbeitsminister, nach den Erfahrungen Ihrer Löjährigen Tätigkeit al» Vorsitzender de» Deutschen Metallarbeitrr-Verbande» nicht zu denselben Schlußfolgerungen gekommen sind, toii wir. Di« Befürchtung, daß die den Arbeitern durch den Schied»- spruch gegebenen Sicherungen durch Ihre Verordnung vom &. September 1019 beeinträchtigt werden, ist nur zu sehr be- rechtigt. Während di« Verordnung de» bürgerlichen Demobil. machungSkommissar», Herrn Dr. llöth, vom 4. Januar 1919 für die an diesem Zeitpunkt in den Betrieben beschäftigten Arbeiter eine 14tägige Kündigungsfrist vorsah, wird dies« Kün- digungSvorschrist durch Ihr« Verordnung aufgehoben. Die Herren Arbeitgeber sind dadurch jetzt in der Lag«, durch einen Wechsel der Belegschaft pr«i»drückend zu wirken. Auf welche Art die un» vorliegenden Peilschiedssprüche innerhalb de» SchlichtungSauSschusse» zustande gekommen sind, ist un» unbekannt, da der' SchlichtungSauSschuß den Parteien über die internen Vorgänge keine Mitteilung gemacht hat. E» dürfte Sache der Herren Arbcitnehmerbeifitzer sein, sich dazu zu äußern. vorstehendem habe«ch wohl Ihren Brief beantwortet, glaub« jedoch kaum, mich der Hoffnung hingeben zu dürfen, Sie mit obigem von per Notwendigkeit der von den Metallarbeitern getroffenen Kampfmaßnahmen überzeugt zu haben. Wie kommt Herr Schlicke dazu, die Oeffentlichkeft durch die Bekanntgabe seiner persönlichen Meinung falsch zu in- formieren, während die Dinge sich noch in der.'Schwebe be- finden? Ein« solche Handlungsweise des Ministers muß auf die bürgerlichen Blätter geradezu wie ein« Aufforde- rung wirken, diese von Schlicke begonnene Pressekampagne gegen die Metallarbeiter im gleichen Tonfall fortzusetzen. Das kennzeichnet den Mann, die Methode und die Absicht. Wir haften an unserer Auffassung fest, daß die Unternehmer eine Machtprobe wollen, und daß die Schlich- tungsinstänzen zu�m mindesten nichtsgetan haben, um eine Katastrophe zu verhüten. Herr Schlicke erscheint durch die Veröffentlichung seines Briefes vor der Oefsentlich. kcit als Verbündeter des Unternehmertums. Glaubt der Minister, das Vertrauen der Metallarbeiter zu ihm als Haupt der Schlichtungsinstanzen und dem Wert der Schlich- tungssprüch« zu vermehren? Eine metkwürdige Taktik, die Schlick« als Gciverkjchaftsführer sicher civergijch verurteilt hätte. Die Berliner Metallarbeiter werden all? diese Versuch«, Stimmung gegen sie zu machen und ihre Haltung von außen her in ungehöriger Weise zu beeinflussen unbeachtet zur Seite schieben und ihre Entsebei- dung nach ruhigen taktischen Erwägungen treffen. Die agearlsche Seger, rnzlutivu. Die Pommer scben Agrarier beharren weiter auf ihrem Standpunkt, die Verordnugen der Regierung üb.r die Tarifverträge nicht anzuerkennen. Sie drohen mit Gegenmaßnahmen und wollen die Getreideliefe- rungen einstellen, wenn"sich die Regierung ihrem Willen nicht fügt. Die„Vossische Zeitung" läßt sich von zu- ständiger Stelle berichten, daß sich der Widerstand von Stunde zu Stunde verschärft. „Die Lage wird in Berlin al» außerordentlich ernst angeschen. Der Drohung tz«r Landwirte gegenüber, die Liete- rungen von Getreide einzustellen, wird amtlich nochmals daraus hingewiesen, daß natürlich die Gefährdung unserer Volksernäh. rung unter keinen Umständen zugelassen und mit allen zur Verfügung stehenden Miltein bekämpft werden würde. ES sind auch diesmal wieder dieselben pommerschen Kreise, in denen seinerzeit der Landarbeit er au» st and ausgebrochen war." In der„Tautschen Allgemeinen Zeiwng" wird die Lage ähnlich geschildert. Das Blatt hofft aber, daß die„bes. sere Erkenntnis" bei den Agrariern noch durchdringen würde, bevor es zu„ernsthasten Komplikationen" käme. Bei der Machtvojition, die die Iunter infolge der nachsichtigen Haltung der Regierung rnne haben, erlmiben wir uns, � dieser„besseren Erkenntnis" stark zu zweifeln. Wenn» sich bei diesem brutal heraufbeschworenen Konflikt um beiter handeln würde, hätte die Regierung sicher säM längst ihre erprobten Mittel angewendet und die bürgeiw reatkionäre Presse würde die bekannten„EiegesberWe wieder einmal in die Welt schicken können, voller darüber, daß wir eine so starke, energische Regierung habe» fön« neue Blamage. Die Räumung Litauens anbefohlen. P« r i», 16. September(Hava»)- Nach„Chicago Tribüne" wurde Marsch al l Fach braust tragt, an Deutschland eine Rott mit llltimatu«' charakter zu senden, durch die«» anfsefordert werden s»ü, nötigen Massnahmen gegen die deutsche» Truppe»'* Litauen zu treffe», für die es verantwortlich gemacht wird, H"* die es unverzüglich zurücknehmen muß. Die äußere Politik des republikanischen Deutschland» taumelt aus einer Blamage in die andere. Nach dem Baltikum folgt jetzt Litauen. Schon längst hätte die Räumung Litauens erfolgen müssen. Sie unterblieb aus denlelo« Gründen wie die Räumung Kurlands. Auch in Litau« sammelten sich neben den deutschen Söflingen die kussistv� Weißen Garden, um vevemt ein konterrevolutionäres werk der deutschen und russischen Junker zu schaffen. wiesen mehrfach auf diese neue Gefahr hin. Wir forden* von der Negierung, daß sie auch in Litauen eingreise u dem wüsten Treiben der militärischen Horden ein Ende I«? Aber wie in der baltischen Frage, so wartet« di« Regle lu S auch in der litauischen Frage bis die Angelegenheit sia> s einem internationalen Skandal auswuchs. steht ein neues Ultimatum Fochs vor der Tür. Dat SP Mit dem diplomatischen Notenwechsel, mit dem Hin und der offiziösen Verdrehungen kann erneut beginnen. � Militärs und Geheimräte haben wieder Arbeit. D* r brochenen Fensterscheiben bezahlt das deutsche Volk. •. In wie hinhaltender Weise die Räumimg Litauen» Kurlands vorgenommen wird, geht au» folgendem awtl.ch Telegramm hervor, da» der Stab de» Korp» D a b i t sich., lange! Denn unter NoskeS System �eich-� � keinen republikanischen Offizier mehr in der hich,'* T ��rn, und dann wird auch keiner Möhr ge- werden können. * P- N. Heesten sich, den im obigen Artikel schtver h«. dich».. Potsdamer Offizieren helfend beizuspringen. E» ist ki, vkle« nicht wahr. Der Ankläger ist ein Lump, � �chchuldigten stnd Ehren mänver vom Scheitel bi» zur Sohle. � �»alle NoSke— Reinhard. Leslellke«clell. ß, �Söhrenb der Oberst' Reinhard es bisher noch nicht tzjj, 9v«vendig befunden hat. auch nur den Versuch einer (]ün;rltfl"nfl der gegen ihn erhobenen schweren Anschuldi- zu machen, sind die„zuständigen Stellen* eifrig den Oberst von jeder Schuld reinzuwaschen. Zu 1 en Verteidigeru gesellen sich nunmchr auch die Ver- %" e n s I e u t e der Brigade. Da? W. T. B. verbreitet merkvürdiqcn Rechtfertigungsversuch folgende Vertrauensleute der Brigade Reinhard hoben gestern (|L£(;'n'am und einstimmig die Erklärung abgegeben, daß Oberst st't Besteben der Brigade niemal» eine gegen tj�'PubliloiietßegeniieSleithSregierungge« W ,efe Propaganda getrieben habe. Oberst Nein- �>b'm®t0entei' stet» sehr energisch betont, daß er selbst lüg. ist hinter der ReichSregierung stehe und die gleiche Hal- "uch von seinen Untergebenen verlang«, da er eine solche 1,�'"nnohme alz die Voraussetzung dafür ansehe, daß Deutsch- Wieder zu geordneten Zuständen zurückkehre. «in,, Vertrauensleute waren einbcitlich der Ansicht, daß, wenn btl dem Oberst Reinhard zum Vorwurf gemachten über Mitglieder der ReichSregienmg wirklich ge- || � 5 seien, die» sicher nicht in einer öffentlichen vig» ��a4e an die Truppe geschehen sei Diese Aeuße- «ün, bürden dann nur alz menschlich begreifliche Regungen Ii.!;"dlicklichen Unmutes auszufassen, jedenfalls ober nicht ge- L sein, das Bild d«r unbedingt lopalen Haltung de. Obersten iiqv" zu trüben. Seine unbedingte dienstliche Zuverlässigkeit i,. Eignung hat Oberst Reinhard durch sein« aufopfernde und Arbeit im Sinne der ReichSregierung hinlänglich be- vertrauenSleuie waren einig in der Zurück- ii{j'.'"ng der Verdächtigung, daß Oberst Reinhard, der �!a auch selbst energisch bestreitet, irgendwelche monarchistische � Mgantza betrieben habe, und sprachen dem Obersten Reinhard ""bedingte# vertrauen au«." Fall RoSke— Reinhard wird nachgerade zu einem tz �dienipiel. Die Kundgebung dieler Vertrauensleute 5g; fo unbedcut'amer, als aerobe bie Vertrauensleute ? Bngate Remhard das Allerwenigste zu sagen haben. »ja stüd«in bloßes Dekorationsstück mit keinerlei Befug- bh m und Rechten und dienen lediglich als Staffage bei lnfi p�Mcrtigung gewisser Vorgänge. Die Oeffentlichkeit öiiiik* durch derartige Blendet stücke natürlich nicht ver- u«n. Der Fall Noskc- Reinhard bleibt bestehen. Wer will Zönlg sein? rechtssozialistisch� Opposttionsblatt die--Freie sich h u n g- glossiert die Versuche aller Regierungsstellen tl�°n der Bt'stätigung des Urteils Liebknechtprozeb»u " mit fvigeuSen zutressenden Söhrn: dttkiä?�"tkhreren Monaten wurden die Blärder L!ebkncch>S„ver- '•-«nb bÄ heute steht noch die Bestätigung d-S Urteil, aus. 5 5;'st ganz merkwürdig welche sa dclha ft e � h>e-| si l n i» jetzt auf einmal zu konftotiercu»st- Kew Moni, _"4«ib, niemand kennt(ich au»., Sin,.)-'/ Haben ein RcichSjustizamt und außerdem noch in j«i 'ot,*Qt(: ein Justizministerium. Wir haben eine ganze Armee "eimen Ober, unv Unter,'ustizräten, bie sonst all« die "W �iahrsamkcit mit dem großen Lössel ge— gössen haben, * stellen sie sich alle, al« ob sie Analphabeten kann nicht eingesperrt werden. Au» jedem BefängmS lk(L, v nauSgrworsen out dem Bedeuten, daß er hier nicht« ,»> .'>abe. Sein Urteil wartet noch immer auf Bestätigung. d»,, will angeblich die Machtvollkommenhect besitzen, zu den k»u-�en Arrest, die dem Herrn Möivec aufdtttiert wurden, tz.'"gen. �>nrer Rattenschwan, von RechtSerNärungen und Er- "gen wi,b un» angehängt. Wir werden zu Zeugen eine» an rneval erinnernden Streites um die Kompe wuscht und müllra erleben und schauderub zusehen, mt TRt) rre yerren darum herumschlagen, wer von ihnen weniger ist als der andere. Wenn es sich nur um eine theoretische Diskussion handeln würde, wer von ihnen der u n b e d e u t e n d st e ist, so könnte man ja die Herren beruhigen, denn an Bedeutungslosigkeit sind sie sich alle gleich, aber hier handelt es sich um Idic Ausübung eines Aktes des formellen Rechts und wenn sich die Herren deswegen schon monatelang herumschlagen, wer«S ja und»er es nicht tun soll, so müssen wir unS auf da« energischste verwahren, dl« RegierungS- Plattform der deutschen Republik zu einem Kasperltheater zu machen. Gespannt sind wir nun, wer das Urteil gegen Runge de- stätigen wird. Wie wäre eS, wem» man die« der ReichS- gemüsesiell« überließ«? Herr Klolh. Er ist bei der„Deutschen Tageszeitung* angekommen. Er veröffentlicht dort einen Leitartikel— Kusch dich, Deutscher! überschrieben—, in dem er bitter beklagt, daß er da» alte gute Lied„Deutschland, Deutschland über alle»* nicht mehr mit nationo-üsiischer Inbrunst singen kann. Er fühlt sich a!» Helot der Entente, al»„Hurnd* und bedauert, daß ihm nur der Schweif zum wedeln fehlt, so daß da» reizende Bild, das er der Mitwelt bietet, unvollendet bleibt. Die„Auf- und Vordringlichkeit jüdi- scher Streber in lsozialdemokrotischen) Parteikreisen* empfindet er peinlich und er empfiehlt den„schwarzgetockten Herrsn*— nach dem Muster seine» Gesinnungsfreunde» Winnig—, sie möchten im eigenen Interesse„in nationalem Fragen* Zurückhaltung üben. Angriff« gegen Ludendorff, in dem er„einen Führer dp» deutschen Volkes* sieht, gelten ihm, dem Treudeutschen, al» eine Verunglimpfung deutschen Wesens vor dem Ausland«. Der „V o r w ä r t«' hat sich dieser Todsünde m einem Michael K o h l h a a« gezeichneten Artikel schuldig genuxht. Und dazu schreibt Herr Kloth: Wer ist Michael KohlhaaS t �Za nun. da» ist auch wieder einmal so eine Verkleidung, in der sich unsere Fremdstämmigen neuerding« zu vermummen belieben. Früher nannten sie sich zartsinnig Veilchenfetd, Blumenthal, Silberstein, Bernstein, Herz. selb oder tönend Löwensohn, jetzt aber schmücken sie sich mit alt- deutschen Namen— Kohlhaa», Fischart usw. Je undeutscher ihre Art. ihr ganze« Gebaren, je altdeutscher werden»hre beigelegten Nomen. Der Manu neniji sich an der Spitze de« Artikel» stolz„bis- her Vorsitzender de» Deutschen Buchbinderverbomde»'. Ist e« auch brutale Maßregelung, wenn sich die organisierte deutsche Arbeiterschaft von solchen Elementen befreit? Hendersons Fordernvge». Amsterdam, 17. September. Laut„Mgemeen HandrlSblad" hat bei Eriffaung de» Jnter- nationalen Lruderscha stSkongrefle», Henderson unter großem Bei- fall gesprochen und«. a. gesagt, bie Forderung nach Bcrstaat- lichung der Hauptrikenbabnen gebe Hand in Hand mit der Forde- rung nach einer demokratischen Regierung und einem wirklichen Anteil der Arbeiter a» der Verwaltung der Industrie. Las Sozialstenmgsprohlem in England. Amsterdam, 17. September. „Algemeen HandelSblad" meldet au» London, der Bergarbei. ter-Bund wird im verein mit der Leitung der Arbeiterpartei und der parlamentarischen Kommission de» Gewerkschaftskongresse» im ganzen Land« einen We rbefeldzug zugunsten der Ratio- nalisierung der Kotzlenbergwerte beginnen. Amsterdam, 17. September. Laut„Telegraaf* wich Lloyd Georg in zwei oder drei Wochen eine Abordnung de» englischen Gewerk- schaftskongresse» empfangen, die darauf dringen wird, daß in Uebereinstimmung mit dem Beschluß de» Kongresse» die britische Regierung die Verstaatlichung der Bergwerke in An- griff nimmt. LloyO George wird der Abordnung mitteilen, daß die britische Regierung sich an ihren bereits bekannten Beschluß, nur die Mineralrechte anzukaufen, halten muß, und daß sie der Forderung nach Verstaatlichung der Bergwerke nicht stattgeben kann, da der Ankauf der Bergwerke solch hohe Kosten mit sich bringen würde, daß da» Land angesichts*d«r heutigen ernsten Finanzlage diese Kosten nicht trogen kann. Z)ip!omckischer Situatlonsderichk. Versailles, 10. September. .Temp»* mel-det, baß Lloyd George und Tittoni Pari» verlassen haben. Für den Augenblick werbe England bei den Sitzungen am Oliai d'Orsah durch Sir Eyre Erowe vertreten. Da» Uatt glaubt ob«, daß später Lord Eurzon England ans der Friedenskonferenz vertreten werde, und bemerkt, daß der Oberste Rat in seiner jetzigen Gestaltung nur noch auf etwa 10 Tage beisammen sein und sich alteimn auf mi- bestimmte Zeit vertagen werde. ES blieben jetzt noch zu regeln der Friede mit Bulgaren und Ungarn, da» adriatische Problem, der Konflikt zwischen Deutschland und Polen, da» Statut der baltischen Provinzen, da» Schcksal de« OSmanischen Reiche« und die Beziehungen zwischen den Alliierten und R nßland. Die Zravzasev verlassen Ungarn. .Bukarest, 17. September. Hollandsch Nieuwebureau: Da» rumänische Pressebuceau meldet au* Großwardein: All« französischen Truppen, die sich noch in Ungarn befinden, haben den Befehl erhalten, sofort heimzukehren. Diese Maß- nähme steht im Zusammenhang mit der Dcmobilisation de» französiseben Heere». Bi» zur endgültigen Entscheidung der ungarischen Frage werden nur kleiner« französische Abteilungen jn Ungarn bleiben und dem rumänischen Kommando unterstell� werden. LebeusMittelpMermtAsn in Sösliu. • Köslin, 17. September. W T. B. meldet: Zu großen Lebensmittel- Plünderungen kam es heute in den Vormittag. stunden, nachdem sich bereits gcftcni kleinere Unruhen be- merkbar gemacht hatten. Eine größere Menschenmenge. bguvt'ächlich junge Burschen, die von den Werken der hiesi- ann Luftverkehrsgesellschaft entlaften worden sind, stürmte ;n Rabe des Marktes gelegenen Lebensmittel-. Äi- garren-, Schuh- und Manufakturwarengeschästc und plünderte sie. Der Schaden ist noch nicht übersehbar. Di« Polizei war machtlos. Nach fast zwei Stunden erschien ein M i l i t ä ra u t o, das die Plünderer zerstreute, ohne daß es zu Blutvergießen gekommen wäre. Der Führer der hiesigen Unabhängigen hafte vergeblich versucht, die Menge zu beruhigen. Die meisten Verkaufsstellen haben jetzt geschlossen. Die Gewerkschasksavsgabeu während des Rät.- aufdaues. Die Nachrichten st elle der Zentralstelle■ der Betriebsräte schreibt: In Arbeiterkreisen ist vielfach noch die irrige Meinung! verbreitet, als ob die Organisation der Betriebsräte� noch dem Programm der Zentralstelle' der Betriebsräte die Ge- werkschaften überflüssig mache. Von der alten- lssewerkschaftsbureaukratie und den Gegnern der Zentral- stelle wird diese irrige Auffassung nach Kräften gefördert. Es wird von den Gegnern eines revolutionären Rätesystems behauptet, die Schaffung einer Bcttiebsorganisation sei ge- dacht als Kampfmittel gegen die Gewerkschaften. Die Ab- ficht sei, die Gewerkschaften zu zertrümmern. Die Auffassung, als ob Näteorganisation und GeWerk- schaften einander ausschlössen, ist gänzlich falsch. Die Ziel« und die Aufgaben des RätesystcinS sind verschieden von denen der Gewerkschaften.. Beide Organisationen sind nebeneinander notwendig, solange nickst der©ozittlisinuS völlig durchgeführt ist. Zwischen der Räteorganisation unb den Gewerkschaften besteht nickst ein RivalitätSveohältniS, sie müssen sich vielmehr gegenseitig unterstützen und Hand in Hand arbeiten. Voraussetzung ist, daß die Gewerkschaften wirklich demokratisch umgestaltet werden, und die Herrschaft der alten G.'werkschaftsbureaukratie beseftigt wird. Deck Weg� dazu wird betreten durch die Sammlung und Stärkung der Opposition in den Gewerkschaften« Um diese irrige Auffassung zu bekämpfen, ist dem Or» ganisationsplan der Zentralstelle über dew wrrtschastlicheu Räteaufbau folgender Zusatz angefügt worden: „Da daß wirtschaftliche Rätesyfdem die Funktrcmen der kapitalistischen Unternehmer und ihre Organisationen zu übernehmen hat, sind ebenso wie die Parteien auch die Ge- werkschaften bis zur völligen Durchführung des Sozialismus als bedeutsame Faktoren des proletarische» Vefreiungs- kampfeS aktionssähig zu erhalten. Den Gewerkschaften fallen insbesondere folgende Auf- gaben zu: 1. Vertretung der orgcmisterten Arbeiterschaft bei der Auf. stellung der Löhne und ArbeitSnovae«. 2. Pflege der Solidarität. L. Arbeitsvermittlung. 4. Regelung des Lehrlings- und ForkvWungSwefenS.-- Buchdrucker, erkennt dke Gefahr! Unter diesem Angstschrei standen die elf BeqirkSversammlungen der Buchdrucker am IS. September, zu denen ein« großzügige Regie der erbitterten Gegner de» reinen Räteaedankcn» den letz» ten Indifferenten und S.P.D.-Anhänger auf die Berne gebracht hatten, um die von der Generalversammlung angenommene Eni- schließung, die sich gegen die Tarifpolitik und für da» Rätesystem erklärt, za» Fall zu bringen. Die Benichterlstattirmg über die Be- neralversammtung wurde mißbraucht Aur persönlichen Verun- glimpfung der„Gegner* und zur Bekämpfung der K. P.» und U. S. P.-Politik. Ganz wie im verflossenen preußischen Landtage setzte nach dem ersten OppositionSrcdner die Guillotine de» Schluß- antrage» ein, weil man eine sachliche Debatte, den Geist de» Widerspruch» fürchtete, nachdem man heftig«»»fallend über' die „Quertreiber*, �OrganisatlonSzerstSrer*,„Eroberungtsüchtige de» Gauvereins* und„Organisatioi,»zcrsplitterer* hergefallen war. Auf diese Weise gelang«1. eine Resolution mir Annahme zu brin- gen, die dai geringe Entgegenkommen der Unternehmer bedauert, jedoch an der alten GewerksibaftSpolstik festhält und die Treibereien unverantwortlicher(siel) Elemente entschieden ablehnt. Jn eini- gen Versammlungen wurde Stimmung für den AnSschluß solcher Elemente au» dem Verband gemacht, ganz besonder» derjenigen, die für den„Graphischen Block*, ein neue» Organ für die Förde- rung de» graphischen Jndustrieverbande», wirken. Die-Opposition kennt nur zu gut diese Art KampfeSwei'e, wird aber unbeirrt ihrer» Weg zur Beseitiglung de» KopitasiSiwu» GchuMer an Schulter tniä dem revolutionären Proletariat marschieren, wissend, daß ihre Leidgenossen immer erst durch Jrr>, ingen zur Erkenntnis ihrer eigenen Lage kommen, denn auch über die Buchdrucker geht da» Rad der Zeit hinweg.. und wenn(ich sämtliche GewerstchafiL- bureaukraten dagegen stemmen. Die Forderungen der staatlichen Buremtangestellten. Eine recht stürmische Versammlung aller Bureau» und g». werblichen Angestellten der Reich»- und Staat»ministeri«n und direkt angegliederten Behörden fand am gestrigen Nachmiitag auf Veranlassung de» Verband«» der Bureauangestellten Deutschland» und des Zinlralverbande» der Handlungsgehilfen im großen Saal der Philharmonir.statt. Schon gleich bei Eröffnung der_Vcr- sammlung kam es unter erheblichen Lärmszcnen zu einer Macht- probe. Die erschienenen Gegner der oben genannten Verbände hatten beantragt,.eine neu« Vcrsammlungöleitung zu wählen Der Antrag wurde indessen abgelehnt. Run hielt Ucko vom Zentralverband der Handlungsgehilfen Deutschland» ein Ne,crat über die Bestrebungen der freien Gewerkschaften. Da er uatut- ge-mäß die bürgerlichen Angestell«n-Berbäude m s«'«chüpter# (Albert ßassermann) Freitag 7: Peer Uynt. Bonniib üerScnopfcr. (Albert Bassoixnano) Verpög'jngs-Palasl ßrcO- Berlin Hasenheide 13'15 Dfliibch KOriSf er-Tiisa'er rVUhr DaiS>bloB an"/r.nasio Frei ag 7t: v« Sllitr Bonn.7t;rn ck',.)8a.W»nu;«e in??: üi.icaloSa.VTaiiBSr« Heute Donnerstag, 18. Sept.. ringen: PiOItldi Off gegen Co. WillamUf Ha�gf kUulichiul Sfohe-waltl Citn. iu balKilnl ßarkewski Intli ßroßor Catch es CM freier Ringkampf Alle Griffe erlaubtl Gen'hor Ooidelah Frtafstiiiletlr gegen Richlsr Dir rliuUckä Riihilu im w ÄZLQkSWi:-.. rxr ©rarsäe�-Theaaer W i... Oranienstraflc 161 l* zwischen Oranien- u. Moritzplatz. OOOOOOOCOOOOOOOOJOOOOOCX.OCXXXX3000QOOOCIOOOOOOOOO ErSffnanS'-liörs'ellüns :; Sonnabend, den 20. Sepibr. abends HS Uhr., x| t' Programm siehe Sonnabend-Inserat.; i M......................===M Heute'iUranltunrungen Die liebe des Bastard (Der Sohn derMagd) Sozial. Drama in6 Akten. Hauptdarsteller; Rose Ve dlkircli Ludwig Haitau Regie: Max Mack A-ßerJcm Arnold Rieck In dem Lnslshlel: DerDoppsimcnsch Kuplerdrähte fönt Beginn des Konzerts 4 Uhr, der Vorstellung 6 Uhr. der Ringkämpfe 8� Uhr. Caslno-Thßötßr Wthriajei Sir. 37. Tägl*/.S Uhr: Großstadt-Pflanzen Volkssiück in 3 Akten. Vorher:„Schwarzwaldbribfe*. Opcrct'.enakt mit V-.ktoi'Litzek von der Komischen Oper. Dasd•rtüdasMstgpartiaÜUtta. poantag 4 Uhr: Mädchenehre. Variier: [Spoziililäiea-PropBi« i Dienstag. Donnerstag und Sonntag Großer Ball. I Metalle Kobsl und Litzen| iür Anstandibedan bei Rückgrit- Verkrümmung. Lihrreithi fioaUiln wiidil Paul Wenzel, Berlin, rriedneh�tr. 29, M taiis aüsr Ml Fabrikpreise! Quid, Silber. 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Zeplemder im Me VarteipreM jui KeichsWerenz. ii. k 1�0'n den uns bisher vorliegenden Stimmen unserer �.arteipresse über die Rcichskonferenz veröffentlichen wir alinachst folgenden Auszug aus dem Artikel des Halle- laien„Volksblatt"(vom 12. September), der ebenso wie der Artikel der„Freiheit" und der der„Leipziger -voirszeitung" bereits von einigen Parteiblättern nachge- «ruckt worden ist i 4• gibt es tnohl memanban m der Pörtei, der noch1 "ojfen Glaubens wäre, da[} der Sozialismus etwa auf dem über das Parlament verwirklicht werden könnte. Hier gilt bch immer das Wort Johann JakobyZ:„Den Militärdespotis- us überwindet man nicht durch den P arlain c rrtori Swu S. "Ji8 indes durchaus noch nicht, nun gleich ganz und gar 7«T oie revolutionären W irku ng Z möglichkei ieu parlamen- ..Uicher VotsivMNH zu verzichten. ES hat Zeiten geoeben, wo VarlamenitKtridune die einzige Stell« war, von der aus wir ?' tatarisch au, klärend und misruitelnd auf die Blassen zu wirken �rmvchteu, und es ist nicht unwahrscheinlich, dah ' 4 e Zeiten wiederkommen können. Oft kann auch p1 Fall eintreten— die„Freiheit" hat schon darauf hingewie» F1 daß durch die Sriinmen der unabhängigen Abgeordneten „u Pavlamient d« Annahm« eines vsakdionären GefcheS, ein Ich lag auf politische, sozial« oder geweokschrfMch« Recht« IF«�bciterklasse verhindert und abgewehrt werden kann. F5 pass ivcS Verhakten der Partei in einem solchen Falle urde dann di« gvohe Masse des schaffenden Volkes ebensowenig T�fftehen wie«in« aktive Richtbeteiligung an den Parlaments- überhoiupt. Sie bieten uns ja überdies die beste Gelegen- �t. mit unseren Ideen an weiter« Volks krevs« heranzukommen ??? sie für unsere Sache zu gewinnen. Gewiß sind auch die nach- »-."Yen, ja schädlichen Einwirkungen und Einflüsse de» P->r.«nent» nicht zu übersehen: die Neigung zum Kompromisseln, >ne � äbschwächung der revolutionären KampfeSklarheit und was "M::chen Wirkungen mehr sind. Zlber um dieser„Gefahren" die parlamentarische Betätigung überhaupt verzichten, „A h.iße denn doch die Vorteile parlamentarischen Wirken» ? i l i g v« r k e n n e n. Und da die parlamentarischen WirkungS- Möglichkeiten heute, nach der Revolutwn. gewiß nicht geringer gt> "den sind, sollt« die Frage der grundsätzlichen Beteili- V-ng am Parlament überhaupt aus der Diskussion ausscheiden. Em anderes ist freilich die Taktik, die wir im Parlament 8! dtrfolgen haben. Und da dürfen stets nur der konsequente "s�henkampfstandpunk! und unser revolutionäres Ziel . hhtunggebend und entscheidend sein. DaS Parlament darf uns „"t Mittel zum Ziveck sein, aber niemals Selbstzweck werden Erhebung durchs Land gehen. Die Konferenz konnte sich auf diezen schwankenden Boden nicht führen lassen. WaS ist vorrevolutionäre, was revolutionäre Zeiti Schlägt die Ge- schichte mit eisernem Hammer auf den Amboß, klingen die Glocken zum letzten großen Sturm, dann wind schon von leihst der Ver- tretcr unserer Partei nicht im Parlament reden über Grund- buch�Eintragungen oder Lohnaufbesserungen der Straßcnwärter. Er wird wissen, wohin er gehört und wo 3 er zu tun hat. B i S e S aber s o weit ist— und wie die. Dinge heute liegen, können Monate und Jahr« ve:gohen— darf das Proletariat auf . einem heute noch gegebenen wichtigen politischen Kampfboden nicht 1 ohne Vertretung sein. ES darf auch die wichtige Gelegenheit zur Massenaufrüttelung, die Wahlen, nicht tatenlos vorübergehen lassen. ES muß mit dem Feind den Kampf aufnehmen, w o und w i e er sich stellt. Die Partei erstrebt die Herrschaft deS Pro- letariatS als Vertreter der Volksmehrheit auf dem Boden deS RätesystemS. Mit dem Aussprechen diese» ProgrammsatzeS ist ober noch gar nichts erreicht. Zur Verwirklichung dieses Zieles sind alle brauchbaren Kampfmittel anzuwenden. Eines davon ist heute der Parlamentarismus. Diese Erkenntnis dämmert heute sogar den Kommunisten. Der kommende Parteitag w ir.d nicht anders entscheiden köroien als es die ReichSkonferenz getan hat. t i 1 � l 5111*1 W-'vl* 1«I, v, k-v v«»»V ?»bei muh oberster Grundsatz sei« mtd bleiben: Aussprechen lassen, was ist! Besonder» aber den Massen gegenüber ist h rn''»v u w 1| v i»»vvfc ij------" 1' f'llste Klarheit zu schaffen über unser« g r u nd s atz l 1 ch e Siel- jung zum Parlament. Sie müssen gründlich aufgeklärt und von ?i!n Wabn» nebeilt werden, durch d-as Parlament allein lonn« � anderen KanrpfeSmittel auch, so wirksam wie mir möglich ��revolutionären Befreiungskampf« de» Pro �ia.tS dienstbar zu machen. � eigentlich ganz selbstverständliche Auffassung hat sich » A die ReichSkonferenz zu eigen gemacht, und auch der kommende Freitag, der die Taktik der Partei zu bestimmen hat, wird in ,„ier Frage nicht ander? entscheiden. DaS bedeutet auch durch» | j:8 mcht, dah nun da? Hauptaugenmerk nicht auf das Rät«. % t? öu richten sei. Der weiter« Gang der Rovolution wird QjM&lich ganz von selbst dahindrännen, daß eS, wie die Genossen und Däumig es wollen, zur Hguptwg�f« im proletari» mv freiungSkamipfe wird! t»ri» in der Frage„Parlamentarismus oder Antiparlamen smus", so hat die Aussprache auf der ReichSkonferenz auch die Diktatur deS Proletariats Klarheit ge Sie ergab, daß die Mehrheit«in«„Diktatur ' SKinhorTi-il" ablehnt. der Parteitag, dem es auch über. U. inschluß an die zw ei t e oder International« gründlich zu beiprechen und zu Sie ergab, in d«rhe i t"------ s»rr.„ sttzte Wort hat auch Hier de tri?, die Frage: od Anfchl klz' lkJnternational«grii W, �nt' ReichSkonferenz beschränkt« sich hier lediglich auf die �N�nnaHm« der Referate der Genossen Hilferdina und g. caer, und iah von einer Aussprache ab. Die Gründe, die der dal?"?8 Hibferding für einen Anschluß an die zweite Jnternatw- ».„.Erbrachte, haben gewiß nicht weniger Gewicht, als die de» stl-"I Stoecker, der für die dritte International« sprach. Man jfcoe'm Ausführungen im Berichte über die ReichSkonferenz nach. .-p r 0 b l e m ist durchaus nicht so einfach, wie e» �us den ersten Bück erscheinen mag. ES bedarf im »"wil. noch einer reiflichen Prüfung und einer «ii>» II"! i ch« n Abwägung deS Für und Wider, ehe es für *«ntscheidung reif ist.---- * „VollSzeitung" für das Vogtland in Plauen btii der Partei hat sich die von der sazialistifchen Wissenschaft fctcth- Erfahrung deS proletarischen KlasienkampfcS«ineS . �>erteliahrkunderts abgelehnt« Tsnoenz des Antioar � n f----- #l(u, r,«MUS wieder hervorgewagt, als ganz tla», �'ckung versteht sich Wie hypnottsiert und d», vcm riesigen Umfangen versehen, star la. wunderbare und mit Scheu» 5l»»V.t ü0" ti(:stnen Umfange» versehen, ftacren einzelne unter ?o in l t Rätesystem, daS nicht nur als da», was es ist, als ein ?t>liit>„v?' k t e l zum Sozialismus, sondern als Ziel der Re- [lern ,5'"llkstellt wird. Rätesystem vorne und hinten. Rate- ia. alleiniges Kampfmittel unter Ausschluß aller SBofffn Vi? h?m Nroletariat zur Verfügung stehen. t 1* m uf 11 t(i lehto)e iu beschießen, wäre noch in den wirren Tagen Richer versländlich gewesen. Es wäre zlvar ein Fe hj. Ich's st und seine Voraussetzungen wären irrig gewesen. V„ i�ung gezeigt hat. Aber der Beschluß wäre in «« ttorT*' 100.?st Regierung der Ebcrt-Noske-Scheidemann »8-"es?n windig gebaute Sdch« geworden war, verständlich 4°tl* H'ute ist-ine Festlegung auf den Anti- ».'bisq,. �ularrSmuS unmöglich geworden. Die ß ein Unv!? 1? de» Rätesystems als alleiniges Kampfmittel »stutia'« c?9 an� e,n Vergehen an den Interessen deS Pro- '»«"le müllen wir auf dem Boden, der uns gegeben ist. »�"dfe'n.. müssen wir auf dem Boden, der uns gegeben,_ MunoÄ.. kämpfend die Bedingungen für weitere Auseinander- Mister»»? 8er Reaktion vorbereiten. Darum hat die Reich-- %am?2, 8sslschioden die Curt Geherschen Versuche,»dem Anti- xbeq uiariSmuS ehrwürdigen Angedenkens wieder Kurswert zu geschoben. Um gerecht zu sein: Auch re nicht die grundiätzliche Boykotlierung der Parla- AiNtttz.ss� machte Unterschiede zwischen der Wertung der Parla- •t ist-.ffüteit in revolutionären und vorrevolutionären Zeiten. !!'ch"gioßaüßw" Parlamentstätigkeit. wenn die Dinge noch u»! S?t«n großen Auseinandersetzung zwischen KapitaliS- �k di. w�wlismuS gediehen sirtd. Er forderte Verzichtleistung PaciamentSarbeit. we-u- vi. her letzten großen Uebcr die Diskussion wegen der Beteiligung an der Regierungsbildung in Sachsen sagt das Blatt, daß die von nichtsäässischen Rednern hierzu gemachten Ausfüh- rungen nicht von zu großer Sachkenntnis getragen seien und meint, die besonderen Verhältnisse, die die sächsischen Genossen veranlaßten, das Angebot zum Regierungseintritt nicht grundsätzlich abzulehnen, seien den Nichtsachsen unbekannt, über sie nrüßte deshalb bis zum nächsten Partei- taa gründlich Aufklärung verbreitet werden. Heber die Stellung zur Internationale heißt es: H t l f e r d i n g sezier« das Problem mit der Wissenschaft- lichen Klarheit und Objektivität, die ihn auszeichnet und kam zu dem Ergebnis, daß sich ein Anschluß an Moskau nicht empfehle. Stöcker vertral mit Lebhaftigkeit und nicht ohne Gründe 0:c entgogengesctzte Auffassung. Leider ließ die vorgerückte Zeit eine Debatte nich mehr zu, wodurch auch da? Schlußwort Hilfevdings und damit eine Beantwortung der Stöckerschen Argumente ver- lmen ging. Wir nannten oben die Frage, ob zweite oder dritte I titer nationale, ein Problem. Sie ist ein solches. Und lJie Frage ist zur Entscheidung noch nicht reif. Sie wivd es werden bis zum Zusammentritt des Parteitag? im Anfang November. Bis dahin wird eine weitere Klärung der Dinge erfolgt sein und wird sich erkennen lassen, welche Stellungnahme der Unabhängigen Sozialdemokratie DeulschlanoZ den: Sozialismus der Welt am besten nützen kann. Die Schweizer Partei hat in einer Urabstimmung den Eintritt in die bolschewistische Moskauer Internationale abgelehnt. Sie wird mit zu den Parteien gehören, an die sich der Parteivorstand der U. S. P. Deutschlands fühlung- nehmend wenden wivo, um einen Zusammenschluß vorzubereiten. Zum Schluß heißt es in dem Artikel: Der Parteitag hörte einige Miß klänge. Heißblütige Un- duldsamkeit warf ein paar Steine nach dem unbestritten glänzen- den sozialistischen Theoretiker Deutschland», K a u t» k v. Weil seine tiefschürfenden wissenschaftlichen Untersuchungen um zur Kritik an Programmpunkten unserer Partei führen, glauben ein- zelne, ihm«inen Platz in unserer Partei nicht gönnen zu dürfen. Wie arm wäre unsere Partei, wie verknöchert und— reaktionär, wenn sich für dies« Auffassung ein« Mehrheit fände. Diese Gefahr besteht freilich nicht. Die Masse erkennt, Daß wir eine Partei der Entwicklung sind, deren Formen in Bewegung sind und die sich nimmermehr di« Quellen der Forschung verschütten und den Forscher auf den Scheiterhaufen stellen darf. Haas« hat dazu gesagt, was notwendig war. alles in allem genommen, Arbeit Bedeutung bleiben wird. Die ReichSkonferenz hat, geleistet, die von geschichtlicher Der Z!re!k der LeheüsmllkslhSndler. Seit einiger Zeit hnt sich ein Ausschuß für freie Rah- rungSmittelwirtschast gebildet, der eine rührige Agitation gegen die ZwangÄvirtschast betreibt. In einer größeren Anzahl Städte hat er Ortsgruppen gegründet und auch in Berlin hat er die Arbeit in Angriff genommen. Seine Aw griffe richten sich gegen die staatliche Zwangswirtschaft und vor allem auch gegen die Bestrebungen in den Gemeinden auf Kommunalisierung des LebcnsmittelhanbelS. Wie diese Herrschaften vorgehen, das haben die beiden letzten Stadtz verordnetenversammlungcn bewiesen, in denen die Bäckeri mcister und die MiMändler einen Riescnspektakel auf geführt und sich in der flegelhaftesten Weise benommen haben. Und es ist anzunehmen, daß am heutigen Donners- tag die Gemüse- und Obsthändler den Milchhändlern und Bäckermeistern folgen werden. Dafür werden die bürger lichen Stadtverordneten Walter, Koch, Bcnneke und Kow orten schon sorgen. Diese Gesellschaft ist es denn auch, die den Ansturm gegen die Kömmunalisierung unter dem Rufe:„Für freien Handell" organisiert hat. Und weil andere streiken, meinten die Lebensmittel- Händler, müßten auch sie zum Streik greifen. Wenn be- hauptet wird, daß 73 000 Geschäfte der Parole des Haupt- ausschusses gefolgt sind, so ist das riesig übertrieben. Bor- nehmlich war im Westen und im Innern der Stadt Ge- chäftsschluß eingetreten, in den Arbeitervierteln war weni- ger davon zu merken. Und wo das geschah, gab es Leute, die einfältig erklärten, bei einem„Streik" Solidarität üben und die Plakate aushängen zu müssen. Die Händler in den Markthallen schlössen nicht, wie es heißt, auf Veranlassung des HauptausschusseS. Was die zu Mittag einberufenen Protestversammlungen betrifft, so fielen die Protestler damit arg hinein. Lediglich in der Philharmonie konnten die den freien Handel For- dernden ihre Kanonaden gegen die Kommunalisierung, gegen die Sozialisten und besonders gegen den Oberbürger- meister Mermuth loslassen. In den Sälen im Lehrer- vereinöhous, in der Konkordia und in der Germania fielen sie böse hinein. Fast überall waren Arbeitslose erschienen und spuckten den Herrschaften in die Suppe. Im Lehrer- vcreinshaus eröffnete em Genosse die Versammlung und hielt das Referat, die Demonstranten, trauten sich nicht heraus. In der Germania kam eS zu lauten ZluF einanderfetzungen. Und als die Arbeiter den Saal verließen. blieben nur wenig Leute zurück, um die vorgelegte Resolu. tion anzunehmen. In einigen Versammlungen wurden anft semitisch, Flugblätter verbreitet. Ob die wirklich die Genehmigung Roskes erhalten haben, wie das neuerdings verlangt wird? Die Bewegung dieser Jnteressentengruppe weist daraus hin. daß es gegen unsere Genossen in den. Kommunen geht. Es wird mit allen Mitteln der Lüge und der Verleumdung gearbeitet. Die Kontmunalwirtichaft wird in Grund und Boden verdammt. ES werden überall Listen ausgelegt zum Sammeln von Unterschriften gegen die Kommunalisierung, und es gibt auch Leute, die darauf hineinfallen. Das darf nicht sein. Das Publikum muß die Augen offen halten un! mit aller Kraft darauf drängen, daß nicht Dutzend Händ« die Waren verteuern, ganz abgesehen davon, daß die Ein- führung deS freien Handels heute nur den Reichen nützen, die Armen zum gänzlichen Verhungern verurteilen würbe. Militärische Hilfe für die streikenden Händler. Während gewöhnlich Polizei und Militär gegen Strei. kende mobil gemacht wird, zeigte der Verlauf der Demonstration der Händler, daß in diesem Falle Militär zum Schutze dieser Streikenden eingriff. Handelte«0 sich doch hier nicht um einen Streik gegen den Kapitalismus, sondern für den kapitalistischen Handel und gegen die Bestrebungen der s 0 z i a l i st i s ch e n Arbeiterschaft. Darüber entnehmen wir einer bürgere lichen Lokalkorrespondenz folgenden Bericht: »Im Lehrer-VeueinShauS am Alexanderplotz hatten sich bereit» am Moroeu etwa 300 Personen eingefunden, welche di« beiden S-älie besetzt hatten. Als der Referent Breitkopf vom Vevem da FeinkostyälMer zu sprechen begann, kam e» zu sehr heftige» Auiftn-dten. Die Ruhestöver schrien:„Schwindel l"„Schieber!" „Vokkskew-uchercr!" usw. und versuchten mit allen Mitteln da» Referat zu verhindern. Die Geschäftsinhaber machten schließlich kurzen Prozeß(!) und stellten den©prengfafonwen ein lllti» matuiin. Einige besonders hartnäckige Öluhestörer wichen jedoch nur der rohen Gewalt(II) und wurden unter rinem zum TeU sehr erhrblichrn Nachdruck(II) aus dem Saal geteitet. Draußen wurden die Ruhestörer, die auch auf der Straße chren Protest fortsetztenl, von den dort wortendn Leben»mitte thändlern emp- fangen, und es kam zu Reibereien, die«inen bedroh- lichen Eharakter ann ahnten. Jazwischen hatte jedoch die Geschäftslei tuny des Lehrer-VerainShauseS militärische Hilf» herbeigerufen, und so rückten zwei Lastwagen milt ReichS- wehrtruppen heran, di« schließlich einen Teil de» ÄlezanderpIatzeS absperrten und dt« Tumulte auflösten AehnKche Szenen spielten sich in den Tcomaniasalien ab. Dort hatten sich ebenfalls etwa 300 Personen eingefunden. Es gab hier außerordentlich heftige Auseinandersetzun- gen. Vor allem verlangten die Einldringlinige, daß eine frei« Ausspräche stat Ii finden solle, wa» jedoch abgelehnt wurde. Schließ» Bich wies man di« Ruhestörer astif di« Straß«, wo fi« von in» zwischen eingetroffenen ReichSwehrsoldate« veranlaßt wurdeq die Straße froizugeben." Mit„roher Gewalt" wurden also die Besucher der öffend lichen Versammlungen entfernt, weil sie ihre von den Ver« anstaltern abweichende Meinung zum Ausdruck dringen wollt«».. Und die militärische Polizeitruppe leistet hierbei, freudig Hau». knechtsdieuste. Die„Vossische Zeitung' und die„Berliner VolkSzeitung' leisteten sich Noch ein besondere» Stückchen. Sie meldeten gestern abend, daß„die Anhänger der U. S. P. die Arbeitslosen auf- gerufen hätten, die SAe zu besetzen und die Versammlungen zu sprengen". Da» ist eine glatte Erfindung. Unsere Partei hat sich der Demonstration der Händler gegenüber völlig passiv verhalten. Sie hat keinerlei Veranlassung, sich mit den Gegnevn der Kv-minu nali stevu ng in irgendeiner Fovm auseinanderzusetzen. Die Bevölkerung Berlin» hat bei der Wahl zur Stadtverordnetenversammlung bereit» bekundet, wie sie über die Frage der Kommunalisierung denkt. Und da» genügt! Wer Arbeiter dürfen nicht demonstrieren. Fast zur selben Stunde, als in Bcvlin die de-monstrienendei» Händler sich de» militärischen Schutze» erfreuten, suchten bi« NaSketruppen in Lichteuburg eine Arbeiterversammlung auseinanderzujagen! In einer Riefcnversam'milunig von weit icher 6000 Zuhörern sprach im Garten de? Ca-feS Belle, v-ue Genosse Sommerfeld vom Vollzug» rat über„Die politische Lage und die Au-fgaben de» werktätigen Volkes".'Die V«r- sammlung stinr-mse den Ausführungen de» Reseventen einimüfig ja.— Zur gleichen Stunde tagte in der flici reiten©chufaula Lichten!* 038 ein« öffentliche Bolksver's»mmliung der Recht»« sozialisteu, die für da»„Näte"gesetz der Regierung einzutreten hatte. Welch ein Unierschi-ed. Bei der U. S. P. weit über 5000 Besucher, dort etwa der zehnte Teil! Em Beweis, daß di« Arbeiter Massen nichts mehr mit den Rechtssoziakisten zu tun haben wollen. Gegen Schluß der Versanrmlu-n« rückte rfn Aufgebot von NoSketr Uppen an, um auf Befehl von Lüttwitz die Versammlung aufzulösen. Der Vorsitzende schloß -mit einem brausend ausgonomimenen Hoch auf die Weltrevolubion di« Versammlung. NvSke war zu spät gekommen. Für Arbeiter gibt eS kein Versammlungsrecht tu dieser „freien" Nepubliik! Die kommunale» Arbetterräte und ftie Kohlenfrage. Di« kommunalen Nrbeiierräte Groß-Ve.rlinS hatten gestern vormittag ibrerVertrcter zu einer Besprechung der Kohlenfrage geschickt. Wie die Aussprache ergab, liegt die Kohlenverteilung >n den einzelnen Gemeinden noch sehr im Arzjen. Großhändler und die begüterten Bevölkerungeschichten ziehen hieraus den aröfi- ten Nutzen. In Charlottenburg wird dem Arbeiter» rat z. B. jede Kontrolle unmöglich gemacht. Haus- suchungen werden als Hausfriedensbruch behandelt und mit so- gewalt. Einstimmig wurde der Antrag angenommen,«ine Kommission zu beauftragen, bei der Neichskohlenstelle vorstellig zu werden, damit die kommunalen Arbeiterräte als Großhändler zu» gelassen werden. Die Kommission setzt sich aus je einem Vertre» ter au» Neukölln. Friedrichsfelde, AdlerShof, Niederfchoueweide und Eharlotteuburg zusammen. Desgleichen wurde einstimmig der Antrag angenommen, eine Neuauflegung der Kundenltste durch die Gemeinden zu veranlassen, Wie wir hören, soll den Gemeinden jetzt das Recht gegeben lein, die Kontrolle über die Kohlenhändler auSzu en und bei Vergehen derselben eventuell deren Läden zu schließen. Wir sind daher der Meinung, daß die Gemeinden dieses Kontrollrecht den kommunalen Arbeiteräten übertragen sollten. In den vergange- nen Jahren haben die Kohlenhändler ihre Macht dem Publikum gegenüber vielfach iu schgmloser Weise mißbraucht, und Polizet 3 Jbu:;'.ogfenftfUe finbcn mit ifircm Schuh versagt. Wenn die' tcn Ücichcn jHi.yrgc'&on, daß?»nnpil rtxü n««MS 1 Mr irr s gegebenen Abteilungen gerben auch die S.adlbezi.d� 16t intö 165 Slrlicitcvätc hierin Wandel ichnssen könnten, wäre das im?int«re!?->' ifirrr Wnfitnin/.««n»?.-..;rt— r:j'* s—" der ,•.---------''«hafsen könnten, wäre däs im Interesse Verbraucher sehr zu begrüzcn. Eesländnis des Mörders Drewnick. ibrcr Wohnung gewesen ist, behaupten aber, dag er sich dann goladsn. � � � Icägt meücra 0e. �-... I'�uf«ifener Strahe eergiktet hat sich ein Mann, de'ssen Per- 4. Distrikt, L Abt. Das Wahllokal rem Puch befindet sich nicht �-cr Monteur Max drewnick hat bei seiner Verrvehmueig sönlichkeii noch nicht ieste, stellt werden kennt?. Er wurde beute Kottbuler S.rche 62, sonz-rn Solwuser UsJt 02. «eitandcn, daß er mit seinen Spiehgesellen die beiden Sicherbeils- morgen in d>.r Moltkcslraß-, n der Nähe des KönigSplaheZ,!ot' Charlott-nt-urg. 3. Gruppe. Heute. Donnerstag, abends? Uhr. soleatcn bei Königswustcrhausen und bei Lübbcn den Gendarm aufgefunden und mich dein Schau Hause gebrnllt. Bei ihm fand»-rsammiung in der«ula Wiebestrahe. Vortrag des venonenDr.H--, r,'3 n—.._—.— c».'■—-. I Hühner. Zu gibt er u. a.. dag er im llVai d. I. in KtanSwalde zwei Pferde und einen Kutschwagen durch Einbruch gestohlen hat. für die er 15 000 M. bezahlt erhielt. Bei einem grosien Viehdieb» stahl Eiidc Inn! oder Anfang Juli d. I. in Tchwarzkolb wurde er stberrer'cht, doch gekmg es hm auch damals, zu entfliehen. In Klein-Lubolz war er bereits am 24. August d. I. einmal gewesen. Er erbeutete dort mi! einem?pies)gesellen nicht weniger als neun Ceöenöimne'Y'itöer. Pankow. Am Sonnlag Besichtigung des Derkehrs. und D-w uins. Treffpunkt vorm.>6� Uhr am Mus.'Ilm. Iiwalid-mstr. 50.51. und Telegraph!-. Freitag abend 7..'g Uhr öffentlich« D-r- sammlung m Boeke.s S-stsälen. Wederstr. 17. Tagesordnungt 1. Die -***** UetemSiöleaDec, „„,.........................-.o uv. wwvt- 1 Der regelmäßige Posidienst Mit Nopenhitgen wird in den Sirche 3, und nicht bei Kassun. Erkstrobe. führnng sprang er jedoch durch ein Fenster im zweiten Stock auf i nächsten 14 Tagen wieder ausgenoinn,?» werden. Mit den skandi- 1 Pank den Hof hiüab. kam auch unverletzt unten an. ergriff die Flucht: navischcn Staaten schlvcben zur Zeit noch Verhandlungen über die, mu| m"!?' nd entkam. Sein erstes war. dast er sich eine neue Parabelluin- Wiederauknahme des VerlehrS. I kommt istole zickegte, die er ständig bei sich trug. Sein Hauptarbcitsfeld .Er fuhr dorthin mit seinen Spieß» gesellen, die er immer wechselte, und stahl in der Hauptsache Tiere, Ar°�ieh und Kleinvieh. Pferde, Schwejne. Gänse. Enten und, Am 18. d. M. wird auf die T 1» und E N-Kwdermilch.. karten als Ersatz für vier Tag« Boll milch eine Dole Kondensmilch� Spießgeselle. Während dieser in der Heide wartete, ging er allein, SliederfchSnewelde. Für Jugendliche Soll Dr. in das Dorf hinein, erbrach einen Stall und stahl daraus mehrere Für Einwohner über 60 Fahr« 260 Er. Macearont. Schweine. Eins davon band er an einen Strick und führte es � Neinickendorf. Di« auf Al schnitt 15 �r Karte für fchwerb. ha Buchwelzengrütze. � Viichawsaal. nahm« dazu. nach der Heide, wo er es mit dem dort wartenden Pawlcwczik abschlachtete. Das Fleisch packten beide ein und wollten damit dorn Bahnhof Lübben nach Berlin fahren. Sie wurden jedoch von einem Polizeiwachimcister angehalten. Diesem erzählten sie, daß »e das Fleisch im Schleichhandel gekauft hätten. Um den Per- bicser zu etmtMdm, ging der Gerrdanm Gallerun mit Drewnick nach Klein-Lubolz. wo dieser natürlich vergeblich nach dein Vep Bericht über die Tarisoerl/anbllingen und Stillung' Z-ntralverband der Zimmerer, Zahlstelle Berlin. 6 eiste, »erstag, 7 Uhr, im Kewerk schaiflshaufo, Saal 4, Milist'.ederoer .Unser Tori?.' Str. 1'- digte Kriegsteilnehmer entfallsnoen 000 Er. Hulfenfrüchie find bereits Donnerstag auf Abschnitt 14 mit zu entnehmen, der Abschnitt IS wird mit Fett- samwiung.. waren beiisfert. Besondere Bckannttnachung darüber erfolgt nach. l Term>nr«ami« lRechercheure) der Mitauinouftri«. Wittenau. Ab Freitag: 250 Gr. Nabeln. 250 D». Maisstocken, � Freitag abend 7 Uh. Zusammenkunft im Lokal E-ntfch. Kurze Str. tf ehl! für Zugendstchc 250 Er. Buchwelzenmehl.! �eder B-tiiod muß durch einen Kollegen verltelen fein._ ,.._ Nr. 87 der Lebensmittelkarte 150 Er. Nudeln. Dor-�. Sug-'NdNch» B-tr!-!wv.-rIrau-nsl-ut- und SchSl-reät- der 3«4 anmeldung bis Donnerstag. Di- gegen Nr. 86 der Leb-nsmittelka.l- wnb Fort:, Idungsich« lern D.e Lollrerfammlung fmd« nicht D.ensw.i abcnco, im Kostonienrnäkchsn. Nesi�enzftr. 109, Dtt'ede rvec fvrn mlunS örecher zuvor, schob dreimal auf den Beamten und lief, ohne sich speis. Bslitn.— Druck-. Lindenbruckerei und Verlagsgelelllchat! m. d. H. 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Taaesordnunq: 1. f erlebt der VelymdtUttgSlommijston. 3. Eleu»ng,»ahme ba»lt>ina- Für eine neue Zeitune(0r den Wahlkreis Merscburr- Oueriurt wird per Mine Oktober ein Loka redakteur ein Geschäftsführer resucht. Offenen mit Qehai'.sansprfichen sind an das Partei-Sekretariat Meraehurz. seschncrstraOe< Masnrelchen. Der Kreisvorstand. Berliner Zalinselilss- Zentrole kauft alte Gebisse eu den höchsten Preisen. Meine Preise sind ohne Konkurrenz. WM. GoM, HSnzen, Silber. Keine Hotclunkostcn. keine Reisespesen, daher kann meine Preise niemand zahlen. Frau Linke, �lücherstr 40. 8 bis 8 Uhr. Penlfdlft Jiiitldjntt-ilttbaiiii -------- Filiale Pe lin-— Bureau nnd V.ibcitd.plr.rtitufl«; NO 13, aOcinfir. 8, par». Fern pr.: Amt fllej. Nr. 276d. Am Freitag, de» it». September, abends 7 Ulir: SeMons-Versammlllog der Pelz-Vranche in den Mustkersälen, Kaiser-WilVclm-Slr. 31. Tagesordnung: i. Der neue Tarif-Vertrag. Referent SVoUcge Carl Fritze. 2. DiSkuPion. 3. Verschiedenes. Kollegen erschelnl in Massen! D e OrtSverwaltung. Sofas prima Stoff. Plüsch nnd Gobelin auf Leiacwanü gearbeitet von M. 313,~.. in gleicher Au,tflhrung von M» HS, an Nar aolang« Vorrat! Sfolzmnnn, BeillAllianii SU. 100 Auf Wunsch Zahlungsericich terung. Unserem ailverebrten treuen Genossen and Vorsitzenden Justin Braun zu seinem 50. Geburtstage, hinter Kerkermauern« die herzlichsten Glückwünsche i Die Genossen des III. Wahlkreises. III I. Kreis. n nfTiiw Freitag, den it.Sc tember, abends 7 Ulir, im Gritierlschaitsiiaus Lezirissübrec-Sonsekcnz. Der Poriiand. Verliehen gewesene und neu« Mubel verknjl« billigst Dubowsky. Rlsasser Str. 9i"3 Oroße Auswahl in Kleider- «clirjnken. Venikow SS.no. 135.00. nene 175.00, 225.00. An- kleideschränke.»eltstellen m. MoiraiieS5,00. 125,00. neue engl. mit Fa'cnibodcn und Stoffauflagen 255.00, Umbauten, Sola 75.00, 1 50.00. 225,0 Aus- zjeiitische. Stühle etc. billigst. Kompl. Küchen 150.00. neue 350 00. 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Uexirk Frau Emma Marx in Wilhelmshaven verstorben ist« Ehre ihrem Andenken! Der Vorstand. Ifiinverein' M. d A.-T. u- Sp vef. Am 15. Sept. d- J'fe|de starb an seinem gezogener''' flicti'- leiden unser eiriger lieber genösse_ Eugen Wir verlieren �(«r II"» i e nm eifrigen unserer freien j-ördcl Tut" | eineb7end�ug°---°'"' Nr. 33"%! der„Freiheit" vom 3. Dezember 1918<1. Jahrgang) wird znruckffe kauft vom Ver'ng der„Prsilißit" Berlin, bchifibaucrdamm 19111 Zimmer y. Stah lürahtmatraizcn für ieJe Bettstelle n. Ma3. Me- tBlIbett�Polsternnfi. an Jederm. Katal. frei! Bsmltetfakik. fuü L TL Dsutsclier Metallafbeüer-Verljand Verwaltuncsstelle Berlin. Todes- Anzeige. Den Kollegen zur Nachricht, daß unsere Kollegin,| die Arbeiter. n Anna Heinrich Lichtenberg. Rlmnenthalstr. 4i, am 15. d M.— Beerdig. am Donnerstag, den 18- d. M. nachm. 2\ Uhr, von der Leichenhalle des Qemeindefriedhoies In Marzahn aus,— der Revisor• Erich Knoli Ottos tr. II, am 15. d M— Beerdig ug am Donnerstag. d. Ib. d. M. nachm. 4V Uhr. v. d. Leichenhalle d. Helljnd- kirchholcs in Pidizensce, Scrjlr.. aus, gestoibcn sind. Nachruf. Den Kollegen zur Nachricht, daß unsere Kollegin. die Arbeiterin Hildegard Hesselbarth Straßburger Str. 34. am 2. d. M. gestorben ist. Ehre inren Andenken I Die Orts Verwaltung. ffsgl i. Kreniatorium. u Straße statt. Beteiligung crw«<�#* U. S. P D. 8. Ab«- 4". ar«pfe- her „SSÄsi" ve'' FrunAnn »r Ales ins. Kupfer. Rotguß. Znk, Me�s ngroiir, Biel, A u- minium, alte Kronen,(110h- 'arap. Akkumü'atoren. Motore '■o.'/«.' I PS. kanll lautend und zahlt die besten Preise. Uiusnummtr achten. Paul Matze, Admiralstraße 37, am Kottbnser Tor. Swßa&Wml f'ir erstklassigen Artikel. Meldung Jeden Ab?n J v« n 7-9 w hr. orncasc••1»&Co. Telefon Moabit 6974. Lager TurmstraBc 57. ftPU� S�-lS B0l8 wnidrn titfl Li!W"5,«ie»/y