Nr. 154. Abonnements- Bedingungen: = Abonnements Preis pränumerando: Vierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 mt., wöchentlich 28 Pfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags= Nummer mit illustrirter Sonntags= Beilage ,, Die Neue Welt" 10 Pfg. PostAbonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Eingetragen in der Post BettungsPreisliste für 1897 unter Dr. 7487. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich Ungarn a Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblatt. 14. Jahrg. Die Insertions- Gebühr beträgt für die fechsgespaltene Kolonelgetle oder deren Raum 40 Pfg., für Bereins- und Versammlungs- Anzeigen, sowie Arbeitsmartt 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ift an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Fefttagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Mernspredjer: Rmt 1, Mr. 1508. Zelegramm Adresse: Sozialdemokrat Berlin". Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Das Milizlyffem, -G Dienstag, den 6. Juli 1897. G Expedition: SW. 19, Benth- Straße 3: gründet kann es dem leisesten Zweifel unterliegen, daß nung zu übernehmen; sie wird verlangen, daß das Junkers jemand, der von Jugend an planmäßig und rationell in thum sich ebenso um Fachkenntnisse bemühe, gelte es nun Landwirth so wie es in der Schweiz durchgeführt ist, entspricht, wenn Turnen, Schießen und Marschiren geübt wird, eine größere schaft oder Beamtenlaufbahn, und ebenso so solid arbeite wie der wir von einzelnen, nicht im Wesen der Organisation be. Fertigkeit und Ausdauer erlangt, als wer blos ein paar Jahre Stampfes zwischen den Kanigleuten und dem Bürgerthum muß begabte Mann aus dem Volke. Die Aussichtslosigkeit eines gründeten und also zu beseitigenden Mängeln absehen, so ziemlich lang- wenn auch noch so intensiv ausgebildet, oder auch dem blödesten Auge klar sein. Und da liegt nun der genau der von der Sozialdemokratie geforderten allgemeinen richtiger: gebrillt worden ist. Gedanke nahe, einzelne Gruppen des Bürgerthums zu den Junkern Wehrhaftigkeit der Ersetzung des jezigen Wehrsystems mit Der Schwerpunkt des Milizsystems liegt in der militä hinüberzuziehen. Als Mittel zu diesem Zweck erscheinen verwerthbar einem stehenden Heere durch ein demokratisches, alle rischen Erziehung der Jugend. In der Schule und die Angst vor der Sozialdemokratie und die tonfessionellen GegenWehrfähigen des Landes umfassendes Volksheer. Daß außerhalb der Schule. Und damit kommen wir nochmals fäße. Man scheint zu hoffen, die Nationalliberalen entweder durch ein bischen Kulturkampf oder durch ein bischen Sozialistengeset ein Heer, welches alle Wehrfähigen umfaßt, alle Wehrfähigen umfaßt, an sich auf die Jugendwehren. stärker und für seine Zwecke geeigneter sein muß als ein Heer, Unsere Leser werden sich erinnern, daß jüngst ein Leit- irreführen und von der Hauptfrage ablenten zu das, wie das stehende, nur einen Theil derselben umfaßt, artikel bes Vorwärts" einem schweizerischen Blatt Anlaß gab, önnen, ob die maßlose politische Ueberhebung des Junkerthums ist so selbstverständlich, daß es den Leser beleidigen hieße, wollte die Einrichtung der Jugendwehren, denen wir, in irgendwie in Einklang steht mit der Stellung, die es in der Volkswirthschaft, in der Wissenschaft, Literatur, Kunst, kurz in dem geman ihm dies erst lange beweisen. Daß zwei mehr ist als eine ihrer bisherigen Gestalt, nur einen sehr untergeordneten Werth fammten Leben der Nation einnimmt.. beweist man nicht. Und im Verhältniß von eins zu zwei steht uns zuerkannten, gegen unsere Ausführungen in Schuh zu nehmen. So wogt mächtig der Zorn in den Herzen der national gefähr die Zahl der Wehrmänner, welche das deutsche HeerWas wir an den Jugendwehren getadelt hatten, war liberalen Mannen. Man kann diesen Zorn wohl begreifen. system im Verhältniß zum schweizerischen liefert. der Umstand, daß sie bisher in der Schweiz weniger Sie haben mit heißem Bemühen nach Aemtern und Würden Des weiteren braucht es feines Beweises, daß ein Wehr als in Frankreich-fast nur Kindern wohlhabender gestrebt, Jahrzehnte lang. Sie haben den Rücken system, welches keinen Unterschied macht zwischen Bürgern und Eltern zugänglich, und infolge dessen zu reinen Spielereien gekrümmt, sie sind auf Knieen gerutscht, sie haben den Soldaten weil jeder Bürger Soldat und jeder Soldat ausgeartet waren, weshalb man die Jugendwehren oder Staub von den Schuhen der Mächtigen geleckt. Sie haben Bürger ist-, -, welches feinen Staatsbürger seinem Be-" Schulbataillone" in Frankreich auch abgeschafft hat. Werden gehofft und geharrt, sie haben sich von jedem Schimmer rufe entfremdet und keinen Staatsbürger auf Jahre aber die Jugendwehren allgemein und obliga einer Aussicht narren lassen. hinaus der nationalen Arbeit entzieht daß ein solches torisch, woran jetzt in der Schweiz gedacht wirdUnd das Ende ist, daß sie gänzlich bei feite gewiesen, System vom Standpunkt einer gesunden staatlichen und dort heißen die Jugendwehren Kadetten"-so ist die Ein hinter hirnlosen Junkern und blöden Säbelraßlern zutrücktreten wirthschaftlichen Entwickelung den Vorzug verdient vor richtung jedenfalls höchst empfehlenswerth. müssen, daß sie was das allerschlimmste- bei dem einem System, das die Staatsbürger in zwei In Frankreich, dessen Volk die harte und schwere Millionär Züchtungsgeschäft nicht die die Hauptgewinner einander abgeschlossene Kasten trennt, das bürgerliche Element Rüstung des preußisch- deutschen Militärsystems- das fast sein sollen. Keine Ministerstellen! Keine Ministerialin eine untergeordnete Stellung herabdrückt, und hundert- unverändert von den Franzosen übernommen ward- nur sehr raths, keine Regierungspräsidenten, keine Landrathstausende der arbeitskräftigsten Männer in der Blüthe der ungern trägt, wendet die öffentliche Aufmerksamkeit sich mehr posten! Selbst Rudolf v. Bennigsen, der große Staats Jahre ihrem Berufe entfremdet, aus der Berufs- Laufbahn und mehr dem Milizsystem zu. Ueber den, militärischen mann", der ewige Ministeraspirant, wird nicht Minister wirft und für Jahre der nationalen Arbeit entzieht. Vorbereitungs- Unterricht"- Instruction mili- sondern verläßt sogar entsagungsvoll seinen Oberpräsidentenstuhl! Das alles liegt so greifbar und offen auf der Hand, daß taire préparatoire- wird jezt sehr lebhaft dort diskutirt, nur jemand, der nicht sehen kann oder nicht sehen will, und es ist auch die Frage einer Reorganisation es überhaupt leugnen oder bestreiten kann. der Jugendwehren aufgetaucht. Die Hauptschwierig Aber ein ernsthaftes Argument, das der Widerlegung bes feit hierbei liegt darin, wie die jungen Leute zwischen dem darf und es ist das einzige-, bringen die Vertheidiger Schulalter und der Zeit des Militärdienstes militärisch unseres Militärsystems vor. organisirt werden sollen. Judeß muß wohl von jedem Un befangenen eingeräumt werden, daß auch diese Schwierigkeit leicht überwunden werden kann wenn man will. von Unter allen Umständen steht fest, daß der Einwand der Militaristen, das Milizsystem schließe eine tüchtige militärische Erziehung aus, hinfällig ist. Darob schreien sie schmerzgetroffen laut auf, die armen, stiefväterlich behandelten Nationalliberalen, und sie rufen zur " Entscheidungsschlacht" gegen die Ostelbier. Aber fürwahr, es stünde wohl traurig um unser Vaterland, wenn die nationalliberalen Truppen diese Entscheidungsschlacht gegen der Junker Uebermuth und Ausbeutungsgelüfte Was so machen sie geltend- was nügen uns Massen ausfechten sollten. Diese Truppen haben hundertfältig mit bewaffneter Leute, wenn sie in Waffen nicht geübt sind und dem Feind pattirt; sie sind korrumpirt und demoralisirt. nicht alle die Kenntnisse und Fertigkeiten besigen, die zum Wir wollen nicht meinen, daß die Anzeichen, als ob das Kriegsdienste nothwendig sind? Das Milizsystem liefert mehr Bürgerthum sich in späterer Lebensstunde auflehnen wolle Soldaten, das unsere liefert tüchtigere; unser Heer ist in gegen das Joch der Junker, bedeutungslos seien. Wohl wird seiner jetzigen Gestalt für die militärischen Aufgaben besser Wohl wissen wir, daß der Kapitalismus sich an das es eine große Auseinandersetzung werden zwischen Ostelbien geeignet, als ein Milizheer, selbst bei doppelter Bahl, es Militärsystem des stehenden Heeres und blinden Gehorsams, und Westelbien, zu welch letzterem Süddeutschland stößt und wäre. Die Ausbildung des wirklich kriegstüchtigen Wehrmanns als an feine Hauptstüße auflammert, aber wir wissen auch, zu dem die arbeitenden Klassen auch Ostelbiens stoßen erheischt längere Zeit, als das Milizsystem daß der Militarismus die Freiheit bedroht, eine ständige Gefahr müssen. Wohl wird das Großbürgerthum sich nicht der Kanizerei bietet, und tann nur im Rahmen einer strammeren für den Frieden ist und die Völker moralisch wie ökonomisch zu und Kardorfferei wehrlos ergeben. Aber mehr als die Abwehr Organisation, als das Milizsystem sie ermöglicht, gewährt grunde richtet. Indem wir die Wahrheit weiter und weiter dieser äußersten Gefahr wird es seiner traditionellen Schwachverbreiten, und die Vortheile des Milizsystems den Masseu- seeligkeit nicht abgewinnen. zum Verständniß bringen, schmieden wir aus dem Milis Man zügele Ostelbiens frechste Begierden, man gebe den tarismus einen Nagel zum Sarge de Industrieherren des Westens einige Pfründen und egliche lassen staates. Ehrenzeichen und in den Armen liegen sich beide! werden. Das sind die Einwände. Prüfen wir sie. Daß die Kriegstüchtigkeit eines Heeres nicht nach der Bahl ber Soldaten zu bemessen ist, das ist, als selbstverständlich, von vorn herein zuzugeben. Daß zur Wehrtüchtigkeit eine forgfältige, längere Zeit in Anspruch nehmende Ausbildung gehört, ist ebenfalls ohne weiteres zuzugeben; und die„ KreuzBeitung" hätte sich und uns den langen und langweiligen Leitartikel ersparen können, in welchem sie vor einiger Zeit das Selbstverständliche zu beweisen suchte. Allein ist es denn wahr, daß das Milizsystem eine solche sorgfältige und wirt. fame Ausbildung nicht gewährt, nicht gewähren kann? Das Umgekehrte ist richtig. Das Miliz system ermöglicht eine längere und bessere militärische Ausbildung als das System' de 3 stehenden Heeres. In jenen Irrthum falls es nicht absichtliche Falsch barstellung ist fann nur gerathen, wer den Militärdienst von dem Tage des Eintritts in das Heer an rechnet. Im Heer erhält der Milizsoldat allerdings weit weniger mili tärische Ausbildung als der Soldat des ſtehenden Heeres; denn er ist nur ein paar Monate im„ Dienst"; und in ein paar Monaten kann der Wehrmann natürlich nicht so viel lernen wie in ein paar Jahren. Politische Uebersicht. Berlin, 5. Juli. " -Zum wirklichen Entscheidungskampf gegen das Junkerthum bedarf es anderer Truppen; Truppen, die zu fechten gelernt haben, deren ganzes Leben Krieg war, die nie sich feige erGegen das oftelbische Junkerthum ruft die Köl- gaben, nie faule Kompromisse abschlossen. nische Beitung" das Bürgerthum zum Streite. Das Blatt Den Entscheidungskampf gegen die wirthschaftliche, politische und militärische Privilegienherrschaft des Junkerthums kann hatte neulich Kulturkampf und Sozialistengesetz als Mißgriffe nur die Arbeiterklasse ausfechten und sie wird ihn ausfechten, bezeichnet und war deshalb von der Kreuz- Zeitung" hart auteine: gefahren worden. Es antwortet jetzt dem Blatt der Hammer- gründlich ausfechten. Der deutsche Profeffor und das Vereinsrecht. In diejenigen Leute, die in den letzten Jahren durch ihre Intriguen daß gerade in der offiziellen Universitätswissenschaft der geWir betrachten nun allerdings als die bösartigsten Umftürgler na tionalliberalen Kreisen liebt man es, sich darauf zu berufen, den nationalen Staat in seinen Grundfesten erschüttert, das mon- mäßigte vornehme Liberalismus einen besonders glänzenden archische Bewußtsein verwüstet und Preußen dem Gefpötte Deutsche Ausdruck sinde. Nun sind im preußischen Herren lands und der Welt preisgegeben haben. Wir erleben gegenwärtig ha us bie neun Landesuniversitäten durch durch je ein eine Erbitterung von einer Schärfe und einer Allgegenwart, wie sie noch Mitglied vertreten. Von diesen waren nur drei bei teine periode der deutschen Geschichte verzeichnet hat. Und dieser der Abstimmung über das Vereinsgesetz im Herrenhaus ans hochgradige und allgemeine Ingrimm ist begreiflich. Denn eine selbstbewußte Nation kann unmöglich gewillt sein, auf die Dauer wesend. Zwei von ihnen der Augenarzt Förster- Breslau den vom Junkerthum angestrebten Zustand zu ertragen, daß ihre und der Botaniker Reinke- Kiel ſtimmten mit" ja" für die bedeutendsten Männer entweder bei feite geschoben oder aber ge- Berstörung des Vereinsrechts, nur der Jurist Hinschius- Berlin nöthigt werden, durch einen Kniefall vor verkrachten oftelbischen mit" nein". Aber dem Herrenhaus gehören noch drei Aber und hier kommt unser aber die militärische Beutepolitikern, Ranigleuten, Bimetallisten, Kanalgegnern und weitere akademische Lehrer an: die Juristen LörschAusbildung des Milizmannes beginnt schon 15 Jahre Reaktionären um Gnade zu flehen. Die nächsten Wahlen werden sich, Bonn, Dambach Berlin und Dernburg- Berlin. Diese vor seinem Eintritt in das Heer: am Tage seines wenn in Berlin nicht eine gänzliche Umkehr erfolgt, zu einem haben sämmtlich mit" ja" gestimmt. Freilich Eintritts in die Schule. Er wird nicht für den vulkanischen Ausbruch des Boltszorns, au einem find sie durch allerhöchstes Vertrauen" ins Herrenhaus Wehrdienst ge brillt, sondern erzogen. Die mili- furchtbaren Gottesgericht über das unterthum tärische Ausbildung ift, gestalten. Wir geben uns dabei nicht der geringsten Täuschung berufen, aber Dernburg saß bereits vor seiner 1874 erfolgten was für die Deutschen darüber hin, daß die Gunst der Massen sich den Parteien zuwenden Berufung sieben Jahre lang als Vertreter der Universität Halle in bereits Fichte in seinen Reden an die deutsche Nation" be wird, die der allgemeinen Unzufriedenheit den rücksichtslosesten, diesem Hause. Er ist ein hochangesehener Jurist und die Nationalfürwortete, organischer Theil der Jugend und radikalsten Ausdruck verleihen. Es liegt uns als gemäßigten liberalen pflegen ihn sonst mit Stolz als einen der ihrigen Boltserziehung. Der militärische Drill ist Sache der Männern also jedes parteipolitische Interesse an dieser zu betrachten, der ungefähr dieselbe politische Stellung einRaserne, die militärische Erziehung ist Sache der Entwicklung fern, eine gegentheilige Strömung wäre uns nehme, wie sein Bruder, der frühere Chefredakteur der„ NationalSchule und des bürgerlichen Lebens. Daß aber alle lieber, aber wir halten diefe Entwicklung eben für Beitung". wenn man in Berlin nicht darauf vers militärischen Kenntnisse, Fertigkeiten und Handgriffe beffer unabwendbar, Man muß sagen, daß das Verhalten dieser Herren im zichtet, jeden irgend auffindbaren Anlaß zu benutzen, gelernt werden können, wenn mit dem Erlernen schon in der bie nun einmal vielfach vorhandene, berechtigte oder unberechtigte Herrenhause sehr auffallend ist. Was sagt die nationalliberale Jugend begonnen wird, das bedarf für keinen Menschen Abneigung gegen Junkerthum und Militarismus durch politisch Preſſe dazu? mit fünf Sinnen eines Nachweises. Was den armen einfach unbegreifliche Maßregeln tünstlich zu Hagelfchäden in einer Ausdehnung, wie wir seit vielen Jahren Rekruten unseres stehenden Heeres nur langsam und steigern. Man tann wirklich auf den Gedanken kommen, wenn ähnliches nicht erlebt, haben die furchtbaren Gewitter dieses Jahres mühsam unter Anwendung der befannten drastischen man in Berlin überhaupt noch eine politische Empfindung für in Süddeutschland und weit über die Grenzen Deutschlands Lehrmittel und Lehrmethoden des Kasernenhofs beigebracht große Wolfsströmungen habe, so müsse der leitende Gedanke hinaus angerichtet. Der Schaden in Württemberg allein werden kann, das lernen Knaben, deren Gliedmaßen noch bei den letzten Verschiebungen der sein, die Todeszuckungen wird auf 10 Millionen veranschlagt, und fast feiner eine Entscheidungs. der Betroffenen ist versichert" Das ist der stereogeschmeidig sind, spielend und jauchzend. Wem das sein des Junkerthums abzukürzen und eigener Berstand nicht sagt, der vergleiche einen Turnplaß des Bürgerthums und den Otel biern, die den Staat Klingelbeutel wird im Lande herumgereicht, und der Staat muß den schlacht zwischen der gesammten Heeresmacht type Refrain sämmtlicher Berichte. Und die Folge? Der mit einem erzierplay. auf die Kniee bringen wollen, herbeizuführen. Wie dieser Kampf betroffenen Gemeinden zu Hilfe kommen. Gegen letzteres ist nichts Für keinen, der vom Turnen, Echießen und Marschiren enden würde, darüber kann unter vernunftbegabten Menschen fein einzuwenden. Aber der Appell an die Mildthätigkeit ist jedenfalls etwas versteht und das sind die drei Künste, auf denen die Zweifel sein. Die Nation wird es ablehnen, die Kosten der eine Blamage und ein Armuthszeugniß. Der Grundfaß, daß der militärische Tüchtigkeit vor allem beruht, und auf die sie sich Lebenshaltung des Junterthums für ihre Rech Staat, das heißt die Allgemeinheit für das bedrängte In dividuum einzustehen, und im Fall von Kalamitäten und um nachher wieder verlaffen zu werden wortet hat? gefterit Die Krankenzu dieser Zeit jungen Butschen, wie der Angeklagte, tein anderes Strafmitter Katastrophen für Abhilfe und Linderung der Noth zu forgen hat, hat Herr v. Miquel auch Gelegenheit genommen, Ansichten über erlaubt fei, derselbe vielmehr auf die Anklagebant müsse. ist durchaus demokratisch und sozialistischer entspricht jedoch das Reichstags- Wahlrecht zu verlautbaren, Ansichten, die zu Wegen des gleichen Vergehens wurde weiter ein 141/ jähriger nicht dem Wesen des heutigen Staates, der sich den Konsequenzen Absichten werden dürften in einem fünftigen Meichs- Regierungs- Laufbursche Otto su 4 Monaten Gefängniß verurtheilt. Die Verdieses Sages in jeder Weise zu entziehen und die Laft seiner programin. Herr v. Miquel ist kein Freund des geltenden handlung fand unter Ausschluß der Oeffentlichkeit statt. Pflichten auf das Bolt, und zwar auf das arme arbeitende Bolt Reichswahlrechts, richtet aber die Hauptstoßfraft feiner Angriffe Schweiz. abzuwälzen sucht man dente nur an die deutschen Arbeitet nicht gegen das allgemeine, sondern gegen das gleiche Wahlrecht, versicherungs- Gefehe. welches er durch ein System der Abstufungen erfekt sehen möchte." Bern, 3. Juli.( Eig. Ber.) Die Bundesversammlung ist heute Warum ist der Staat dann wenigstens nicht fonfequent? Daß Miquel ein Gegner des Reichswahlrechts ist, wundert nach vierwöchiger Tagung geschloffen worden. Die Vorlagen, welche Warum wendet er das Versicherungs Bringis nicht auf uns garnicht. Agrariergenoffe wie er ist, macht er alle reaktionäre fast die gange Beit der Seffion ausfüllten: St tankenversiche Hagelschaden und sonstigen Schaden durch Naturereignisse an, wie Streiche mit. rung und Eisenbahnverstaatlichung, gehören zu den die Sozialdemokratie das schon seit Jahrzehnten trat, die Parlamente beschäftigten. -Protestundgebungen. Aus Hamburg wird uns wichtigsten, die feit 1874, da die neue Bundesverfassung in fraft Die Bahnverftaatlichung wird in den Landtagen, wo sie Git faffen fonnte, befür mitgetheilt: Eine Resolution, in der Proteft gegen die preußische im September parlamentarisch erledigt werden, worailf die Gegner Die erhobenen Einwendungen sind ganz nichtiger Art und recht eitch für die Frauen, das Gefiude und die Landschriften sammeln werden, um das Gefeß zur Boltsabstimmung Vereinsgefehnovelle erhoben und das freie Vereins- und Versammlung mit der Referendumsbewegung beginnen, d. h. Die 30 000 Unterbefunden blos, daß der Staat in allen gemeinnüßigen arbeiterschaft gefordert wurde, gelangte zur einstimmigen An- zu bringen, die in den ersten Monaten 1898 ftattfinden würde. Dingen fich vor einer Ausdehnung feiner Thätigkeit und Befugnisse nabine in a cht öffentlichen Versammlungen, die im 3 Hamburger Es wird darum noch die heftigsten Kämpfe geben. scheut, während er überall ba, wo es bie Freiheit des Bolts Babliteis Blattfanden, und zwar in: Samm, Cuxhaven, und Unfallversicherung wird wohl in diesem Jahre von der Bundeszu beschränken gilt, diese Thätigkeit und Befugnisse mit aller Barm beck, Eppendorf, Rothenburgsort, Geeft versammlung nicht erledigt werden, sondern wahrscheinlich Macht auszudehnen bemüht ist. hacht, Billwärbet und Buhldorf. Die Versammlungen erst im Frühjahr 1898. Ob auch gegen fie das Referendum er Ein heiterer Sozialistentödter ist der alte Schutzöllner waren sehr gut, zum theil glänzend besucht, besonders auch von griffen werden wird, bleibt abzuwarten. Aus den letzten VerMeline, Haupt der neuesten französischen Regierung von Franten. Panamisten Gnaden. Weil die Kammer ihn als biedermeiernhandlungen der Bundesversammlung ist noch der vom Ständerath handstuffton bewilligte Kredit von 3 194 000 Fr. für Anschaffung - Das neue Militärgewehr, das in der Armee zur den Hampelmann braucht, hält sich für eine wichtige Person Einführung gelangen soll, erweist sich, wie ein hiesiges Blatt von Kriegsmaterialien an erwähnen. und glaubt sich berufen, die kapitalistische Welt von dem erzählt, von außerordentlicher Bedeutung durch seine fulminante Nicht unzeitgemäß ist es, daran zu erinnern, daß vor 20 Jahren Sozialismus zu befreien. Der Widerhall, den die große Neve Wirkung. Es ist leicht von Gewicht und die Kugel vermag noch das Fabrilgefeh in der Frühjahrssession von der Bundes Verunseres Genossen Jaurès auf dem Lande, wir meinen unter auf 800 meter Entfernung in gerader Flugbahn 7 hintereinander fammlung erledigt und sodann am 21. Oftober 1877 in der Voltsunseres Genossen Jaurès auf dem Lande, wir meinen unter stehende Mann mit vollständiger Marschausrüstung zu durchbohren. abstimmung mit 181 204 gegen 170 857 Stimmen angenommen den Bauern in Frankreich, gefunden, hat den guten Meline zu = Junterliche Schweine politit. Der Bürgermeister wurde. Neun Kantone, und zwar Zürich, Freiburg, die dem heroischen Entschluß gebracht, in den Kampf gegen Schneider in Kattowis theilte in der letzten Sigung der Stadtver beiden Appenzell, St. Gallen, Tessin, Wallis, Waadt und Genf den Drachen zu ziehen. Diesen Entschluß theilte er ordneten- Bersammlung mit, daß der Vertreter der Regierung, Ober hatten das Gefeß mit Mehrheit verworfen. Es trat sodann am vermuthlich hatte er vorher als fürsorglicher Regierungsrath von Heydebrand und der Zasa, der vor einigen Tagen 1. Januar 1878 in fraft, ist also jest 19 Jahre wirksam, aber alle Familienvater sein Testament gemacht- dem landwirthschaft wegen der Gänse- Quarantäne- Station in Rattowig weilte, erklärt damals von den Gegnern aufgeftellten schrecklichen Prophezeiungen lichen Verein von Vesul mit. Er versprach, wie wir einem habe, im Herbst werde die Grenze versuchsweise gegen vom Ruin der schweizerischen Industrie, der alten Schweizerfreiheit Telegramm der Bossischen Zeitung" entnehmen, den bäuer Die Schweine einfuhr gesperrt werden. Der Oberschlef. und des Vaterlandes haben sich als das erwiefen, was fie fchon lichen wechselseitigen Kreditvereinen die 40 Millionen, Anzeiger", der diese Mittheilung bringt, bemerkt dazu: Obgleich wir damals in der That waren: als Schwindel für den Stimmenfang. welche die Bank dem Staate für die Erneuerung im an der Thatsache nicht mehr zweifeln können, wäre die Maßnahme Gerade gegenwärtig prosperirt die schweizerische Industrie in allen ihres Vorrechts bezahlt, sowie den jährlichen Gewinn Interesse der Bevölkerung des Industriebezirks höchft bedanetlich, Theilen des Landes. da die Thatsache unabweislich feststeht, daß die inländischen Land In der Stadt Bern und im Städtchen Rhein. antheil des Staates an der Geldscheinausgabe, zwei wirthe den Bedarf an Schweinen nicht entfernt zu decken im felden bei Bafel( Kanton Aargau) ist mit dem 1. Juli die unbis drei Millionen, zu überlassen. So werde der Bauer stande sind. entgeltliche Beerdigung eingeführt worden. das billige Geld finden, dessen er in seiner Wirthschaft bedarf. Stuttgart, 8. Juli.( Eig. Ber.) Beschlüsse von erheblicher Er stellte weiter die Einrichtung der wechselseitigen Hagel sozialpolitischer Bedeutung sind gestern Abend im Gemeinde und Biehversicherung unter staatlicher Mitwirkung und starke rath auf Antrag des Oberbürgermeisters Rümelin gefaßt Steuererleichterungen der Kleinbesiger in Aussicht und schloß worden. mit dem Ausdruck der Hoffnung, daß die Landwirthe lieber Die Tendenz des ersten Beschlusses geht dahin, eine organische einander in Brüderlichkeit helfen, als auf die Umstürzler Verbindung des städtischen Armenamts, Arbeitsamts und der tech hören werden, die auf ihre Nothlage rechnen, um sie zum Armenunterstützung beffer reguliren zu können. Danach hat das Armen nischen Aemter herzustellen, um die Arbeitsvermittelung und die Klaffenkampf und Bürgerkriege aufzuheben. Schließlich erklärte amt alle diejenigen, welche wegen augenblicklichem Mangel an er, um jeden Preis den„ Kollektivismus" vernichten zu Lohnarbeitsgelegenheit Armenunterstützung brauchen, sofort der eignet sei, als kleiner Fortschritt die Kampfespofition der Arbeiterstädtischen Arbeitsvermittelung zuzuweisen. Das Arbeitsamt tlaffe zu flärten. Weit ihrer jegigen Wiederaufhebung sei die Arbeitshat solche Arbeitsgesuche denjenigen städtischen Verwaltungen zur lofen- Bersicherung übrigens nicht begraben und sie werde in befferer Kenntniß zu bringen, bei welchen der Bewerber Arbeit fucht. Das Gestalt wieder auferstehen. Dr. Hoffmann in Stettfurt( Kanton Arbeitsamt ist aber nicht verpflichtet, die vom Armenamt zugewiesenen Thurgau) wird jedenfalls das Thatsachenmaterial bearbeiten ihrer Hilfsbedürftigkeit wegen vor anderen Arbeitsuchenden zu bevor und eine Darstellung der St. Galler Arbeitslosen- Versicherung augen. Die technischen Aemter sind verpflichtet, das verfülg geben, Ans Indien kommen immer schlimmere Nachrichten. Die bare Arbeitsquantum, sowie die Zahl der hierfür benöthigten Borkommnisse in Puna und Tschitpur( Poonah und Chitpore Arbeitshäfte dem Arbeitsamt mitzutheilen. Die Stenerein oder Chitpur in englischer Orthographie) waren und sind weit nehmerei, die Steuerrathsschreiberei und das Statistische Amt ernster, als anfangs gemeldet ward. Denn die Rube ist noch nicht haben die Zahl der zum Zwecke des Steuerzettel Schreibens hergestellt. Und das bedenklichste worauf wir bereits hindeuteten und Austragens, die zur Vorbereitung von Wahlen und zu -ist, daß Muhamedaner und Hindus, auf deren gegenfeitige Abneigung statistischen Arbeiten erforderlichen Silisschreiber und Hilfs fich die englische Herrschaft zum theil gründet, jezt gemeinsame Sache boten dem Arbeitsamt anzuzeigen. Man hofft dadurch einmal ben Arbeitern das Almosenempfangen zu ersparen und die Arbeits vermittlung zu beleben. " wollen. Nun, Herr Meline hat durch seinen komischen Erguß blos verrathen, wie gut Jaurès getroffen hat. Unsere französischen Genossen werden den braven Meline- Tamine( Meline- Brotvertheurer) zu den übrigen Sozialistentödtern legen. machen. 1 St. Gallen, 3. Juli.( Eig. Ber.) Mit dem 30. Juni hat unsere tommunale Arbeitslosen Versicherung, die so viel fchon zu reden gegeben hat und in der Presse viel erörtert wurde, aufgehört zu existiren, da die Gemeindeversammlung entgegen dem Antrage des Magistrats auf Weiterführung der Kaffe deren Aufhebung beschlossen hat. Der St. Galler Stadt- Anzeiger" widmet in dem fie als mangelhafter Mothbehelf bezeichnet wird, der nicht der Wiederaufhebung der Arbeitslosen Beisicherung einen Leitartikel, mit der Arbeiterschutz- Gefehgebung zu vergleichen, aber dennoch geDesterreich- Ungarn. - Der ungarische Erntestreit hat einen großen Um fang angenommen und verbreitet sich immer weiter. Man fann, wie die Wiener Arbeiter- Zeitung" schreibt, dies aus der einzigen Angabe der offiziellen Berichte schließen, daß der Ackerbauminister bereits 2500 Arbeiter zum Ersatz für die ftreifenden Arbeiter vermittelt hat. Da, wie die ungarischen Blätter berichten, der AckerbauDie Aufregung der Massen wurde durch Maßnahmen gegen die minister von der Mezőhegyer Meserve nur in solchen Fällen Aushilfe Stadt hervorgerufen Maßnahmen, die in ihrem Zweck ganz ver. Der zweite Beschluß bezweckt eine Art Penfionirung der bewilligt, mo von anderwärts keine Arbeitskräfte zu erhalten nünftig waren, aber mit den religiösen Vorurtheilen der Indier städtischen Arbeiter. Der Beschluß lautet: Die Stadt sind, und meistentheils aus anderem Wege slovakische und nicht rechneten. Gemäß diesen Maßnahmen, brangen englische gemeinde Stuttgart gewährt allen dauernd und regelmäßig in ruthenische Schnitter bezogen werden, so läßt sich daraus schließen, Soldaten in die Wohnungen der Eingeborenen, wobei die ihrem Dienste beschäftigten Lohnarbeitern im Falle un wie groß die Zahl der Ausständigen sein muß. Schon vor Peter Heiligkeit der Frauengemächer nicht gefchont, und den religiösen verschuldeter, durch körperliche oder geistige Gebrechen eingetretener und Paul, wo die Erntearbeiten in Ungarn allgemein aufgenommen Anschauungen vielfach ins Gesicht geschlagen wurde. dauernder Unfähigkeit zur Versehung der ihnen übertragenen werden, wurde die Zahl der gedungenen Schnitter, die die Arbeit Wie gefährlich dies ist, wird man daraus ersehen, daß der Arbeiten vom zurückgelegten 10. Arbeits-( Dienst-) Jahr an und unter nicht aufnahmen, auf zehn bis zwölftausend geschäzt. furchtbare Sipoy Aufstand des Jahres 1857 durch eine einfache den nachfolgenden weiteren Voraussetzungen und Bestimmungen Diefe Babl dürfte heute bereits start überschritten sein. Aus Militärverordnung hervorgebracht ward, welche die einheimischen Jahresgratialien, welche betragen: den amtlichen Meldungen und und den Nachrichten der Pester Soldaten zwang, die mit Schweinefett geschmierten Patronen= behnung des Ernte Ausstandes nicht entnehmen. Mit AbBlätter Inffen sich freilich sichere Angaben über die Aushüllen, wie man sie damals hatte, abzubeißen. Der Hindu darf überhaupt keinen thierischen Stoff an die Lippen bringen und dem wird da ficht und alles zweideutig ausgedrückt, Muhamedaner ist das Schwein ein unreines Thier. merkt gar sehr das Bemühen, die Sache möglichst als un beträchtlich hinzustellen. Nur daß das Gendarmen und Militäraufgebot recht ausgiebig ist, liest man deutlich heraus. Es sind förmliche Berichte vom Kriegsschauplah, und auch verlogen wie solche. Die Erinnerung an jenen furchtbaren Aufstand und seine Urfachen geht jetzt wie ein Gespenst durch die englische Presse. beim vollendeten 10.- 13. Arbeitsfahr 250 M. 18.- 16. 290" 16.- 19. 880" 19.- 22. 870. 22.- 25. 410 " " Domn 25.- 28. 28. 450 an 500 " " " 9 = man Die Friedensverhandlungen erfahren wiederum Verzögerungen. Aus Konstantinopel wird unterin 5. Juli gemeldet: Gestern wurden Wenn ein noch gesunder Arbeiter alters halber die Pensionirung die Botschafter gemeinschaftlich bei der Pforte wegen Beendigung nachsucht, so kann dies wohl nach dem vollendeten 65. Lebensjahre beigestellt werden, genügen die Erfagarbeiter weder der Menge Obwohl die Streifbrecher von den Behörden organisirt und der Vorarbeiten der türkischen militärischen Delegirten und der geschehen. Eine Prüfung der Bedürftigkeit des Empfängers findet noch der Arbeitsfähigkeit nach. Die Arbeiter aus dem flovakis Militärattachés zur Grenzregulirung vorstellig und nachten auf die nicht statt. Zur Aufbringung der erforderlichen Mittel beantragte fchen und ruthenischen Berglande sind der Ernte Arbeit im Alföld durch die Verzögerung der Beendigung dieser Vorarbeiten ver- die Kommission, der auch Genosse! oß bis zu seinem Austritt aus nicht gewachsen. Und was nügt es da dem Unternehmer, wenn er ursachte Verschleppung der Verhandlungen dem Bürgerausschuß angehörte, die Gründung einer ,, Unterstützungstaffe billige Arbeiter hat, die ihm jedoch unvergleichlich weniger aufmerksam. Die Botschafter wurden mündlich vorfiellig und hinter für städtische Lohnarbeiter". Die Gewinnung der erforderlichen Mittel arbeiten als die Alfölder Schnitter! Die Erntearbeit muß vor ließen ein schriftliches Promemoria. Heute findet wegen dieser follte, da Beiträge seitens der Arbeiter nicht erhoben werden, allem rasch erledigt werden. Daher lefen wir denn auch in den Angelegenheit ein Ministerrath statt. Die nächste Sigung in durch Einstellung der erforderlichen Beiträge in die Jabresetats der Bester Blättern, baß die Unternehmer vielfach den Forderungen betreff der Friedensverhandlungen findet voraussichtlich heute oder Stadtverwaltung, weiterhin aus den Zinsen und etwaigen sonstigen der Schnitter stattgeben. Freilich greift auch schon die Regierung morgen statt. Erträgnissen des Vermögens gewonnen werden. Als erster Beitrag zur zu den äußersten Mitteln. Aus einem Orte bei Szegedin Der Frankf, 3tg." wird aus Ronftantinopel gemeldet: Die Ansammlung eines Fonds und zur Leisiung der im Gtatsjahr 1897/98 heute gemeldet, die dortigen Schnitter feien geletzte Konferenz war die dritte, welche nacheinander von türkischer anhaltenden Gratialien wurde die Einstellung des Betrags von 20000 m. worden, zivungen die gedungene Arbeit aufzunehmen. Geite abgefagt wurde. Die Botschafter sind hierüber äußerst uns in den Etat von 1897/98 vorgeschlagen. Im Gemeinderath herrschte Doch wie werden sie diese erzwungene Arbeit leisten? gehalten. Zewfit Pascha scheint jedoch neuerdings den Sultan für Einstimmigkeit zur Annahme dieser Borschläge. Da aber die Dem Schnitter regulirt teine Maschine den Gang der Arbeit. Dem die Verzögerung gewonnen zu haben, da nach Aeußerungen Gemeinderäthe Gauß und Fischer den Arbeitern nicht eine freis Unternehmer werden solche Zwangsarbeiter theurer zu stehen kommen, Tewfit Pascha's er die Botschafter für uneinig hält. In willige Unterstützung, sondern einen wohlbegründeten Rechts als wenn er sie höher entlohnte. diplomatischen Kreisen verlautet, daß die Botschafter darüber beanspruch an diese„ Gratialien" verschaffen wollen, kamen diese Ein Erntestreit in dieser Art und Ausdehnung steht auf dem rathen werden, bei Fortfehung der türkischen Tattit die gemeinsamen zu der Ansicht, daß der Arbeiter nicht beitragsfrei fein europäischen Festland so ziemlich beispiellos ba. Daß sich die Verhandlungen zu sistiren und die zurückgehaltene, aber bereits bedürfe und Dies auch gewiß nicht wolle. Gauß stellte ungarischen Schnitter dazu vereinigen konnten, daß sie mit solcher schloffene Kundgebung der Botschafter bezüglich der Zeit der Räuben Antrag: Es sollen die Vorarbeiten geleistet und den Ruhe, Besonnenheit und ohne sich irgend provoziren zu laffen, den mung Theffaliens für Mitte August anzusetzen. bürgerlichen Kollegien vorgelegt werden, die erforderlich find, würden. Die Schweizer Telegraphen- Agentur" ist in der Lage, au ver um sich ein Urtheil darüber zu bilden, wie am zweckmäßigsten Ausstand durchführen, das ist eine bewunderungswürdige Leistung. fichern, Numa Droz habe den Gouverneurposten von Kreta nicht eine Staffe einzurichten wäre, die arbeitsunfähig gewordenen-Der Reichsraths- Abgeordnete Szajer wurde, abgelehnt, aber sich formell die Entscheidung bis zu dem Zeitpunkte städtischen Arbeitern nach zehnjähriger Dienstzeit firirte Unter- wie aus Rzeszow in Galizien gemeldet wird, wegen Majestätsvorbehalten, wo die Mächte sich über zahlreiche, noch Gegenstand stützungen zu gewähren hat und die durch Beiträge der Gemeinde beleidigung und Beleidigung der Armee zu einer a chtmonat. von Verhandlungen bildende Punkte geeinigt haben werden. Die und der dauernd im städtischen Dienst befindlichen Arbeiter unterlichen schweren Rerterstrafe, verschärft durch je einen Verhandlungen seien in Wirklichkeit noch nicht beendigt und Numa halten wird."- Dieser Antrag wurde einstimmig angenommen. Fasttag in vierzehn Tagen, verurtheilt. Die betreffenden Droz scheine anzunehmen, daß sie noch ziemlich lange währen Gegen eine Stimme auch der Vorschlag auf Einstellung von Aeußerungen Szajer's find in der Wahlbewegung gefallen. Von 20 000 M. als erste Rate zur Gründung eines Fonds in den Etat den Beugen fagte der Dorfschulze von Slocina, Johann Mroz, aus, pro 18897/98. daß der Abg. Szajer in der Versammlung in Slocina, in aufreizender Dentsches Reich. Duellchronit. Aus Mannheim wird gemeldet: Rede gegen die Herrenleute, Geistlichen und den Adel losgezogen habe. Der Unterstaatssekretär Dr. Fifer, die rechte Der Unterstaatssetretär Dr. Fischer, die rechte Die Studenten Karl Leinweber aus Wiesbaden und Siegfried Sowohl dieser als auch der nächste Zeuge Josef Bobola, der Diener Hand Stephans, hat einen halbjährlichen Urlaub angetreten. Stramer aus Baar, 21 Jabre alt und in Heidelberg wohnhaft, ließen des Pfarrers, bestätigten, daß der Augetlagte fich defpettirliche Da es bei uns jetzt Mode ift, auf Urlaub zu gehen, wenn die amt- am 30. Mai d. J. infolge eines Wirthshausstreites durch den Aeußerungen fiber den Kaiser habe zu Schulden kommen lassen. liche Laufbahn zu Ende ift, so dürfte dies auch im Falle des Studenten Heinrich Meyer aus Heißen dem Studenten Wilhelm Sechsunddreißig andere 3eugen fagten dagegen günstig Dr. Fischer zutreffen. Man kann es dem Herrn auch nicht verdenken, Bruch eine Forderung auf Säbel, beziehungsweise Pistolen, über- für den Angeklagten aus. Falls die Verurtheilung rechtskräftig daß er seiner Wege geht. Unter dem Hufarenoffizier weiterzuamtiren bringen. Bruch erklärte, er schlage fich nicht und zeigte die Heraus. wird, verliert Szajer auch das Abgeordnetenmandat und ist durch forderer der Staatsanwaltschaft an. Wegen Herausforderung zum fünf Jahre nach verbüßter Strafe nicht wieder wählbar. Szajer ist wird ihm nicht gefallen. Bweikampf mit tödtlichen Waffen wurden Leinweber und Kramer einer der Bauern- Radikalen, welche bei der letzten Wahl gegen die Gin Staatssekretär des Reichsfchabamts jetzt zu nimmt jest Rache. ist noch nicht gefunden. Der badische Finanzminister Buchenberger et 8 10 Tagen, Meyer wegen Kartelltragens zu 6 Tagen Feftung polnischen Schlachzizen heftig vorgegangen find. Der Bolentiub verurtheilt. hat es nunmehr definitiv abgelehnt, das Reichsschazamt zu überFrankreich. nehmen. Es sollen dem B. T." zufolge nunmehr Berhandlungen esse. Am Montag hatte sich der 15 jährige Barbierlehrling namens Paris, 4. Juli.( Eig. Ber.) Die Panama Rommission mit dem Botschafter Freiherrn v. Thielmann in Washington an- Max Majewski vor der dritten Straffammer des Berliner Land- hat gestern drei Stunden lang den Untersuchungsrichter Le Poitevin geknüpft worden sein. gerichts I wegen Majestätsbeleidigung zu verantworten. Die angehört. Dieser zeigte sich zwar etwas zugeknöpfter als vor drei Herr v. Bennigsen wird, wie jest auch der hann. Verhandlung fand natürlich unter Ausschluß Deffent. Monaten. Hatten doch ihm seine damaligen Enthüllungen Cour." mittheilt, bestimmt Ende des Jahres sein Amtlichkeit statt. Der Urtheilspublikation war zu entnehmen, über das parlamentarische Korruptions- Syndikat, an deffen aufgeben. der daß der jugendliche Angeklagte bei Gelegenheit der Jahr Spike hochselige Burdeau stand, die wüthendsten -Herr von Miquel und das Reichswahlrecht. bundertfeier gefragt hatte, wozu denn das alles fei, und an Angriffe in der Panamistenpresse und auf der Tribüne Ats, so schreibt die Berl. Btg.", noch eine Generalbevollmächtigung diese Frage eine Aeußerung geknüpft hatte, welche eine Majeftäts des Senats, zugezogen. Immerhin erfuhr von ihm die des Herrn von Miquel für die gesammte innere Politit in Preußen beleidigung in sich schloß. Das Urtheil lautete auf 4 Monate Rommission, daß ein wichtiges Attenstück aus der ges und im Reiche zugleich in Frage stand, oder vielmehr nachdem Gefängniß. Der Vorfizende, Landgerichts Direktor Rösler, bedauerte richtlichen Panama Untersuchung von 1892 vers Diese Form des verstärkten Miquel'schen Einflusses festgestellt war, vor Eintritt in die Beweisaufnahme, daß gegen einen so unreifen schwunden ist. Es ist die Aussage, die Fontanes, Administrator Chronik der Majestätsbeleidigungs- Pro • Ein Schuhmänner Aus stand ist am Sonnabend auf der Pariser Polizeipräfeftur ausgebrochen. 110 Schuyleute, die mit dem Hoteldienst betraut sind, verweigerten den Gehorfain. Sie verlangten Arbeitsverminderung und begründeten dies damit, daß sie täglich 8000 Liften über die Fremden anszufüllen haben und daß sich diese Arbeit bei der Abreise derfelben wiederholt. Gleichzeitig beschwerten fie fich über einen mikliebigen Polizeitommiffar. Die Polizeipräfektur versprach, die Forderungen zu berücksichtigen. Daraufhin haben die Ausständigen den Dienst wieder auf genommen. Italien. 1 - Cipriani wurde gestern in Forli ohne Wahlkampf gewählt es war fein Gegenkandidat aufgestellt. Wie wir einem Briefe Cipriani's entnehmen, geht die Heilung feiner Wunde fehr langsam vorwärts. Die Kugel hat das Knie durchbohrt und außer Zerstörung des Gelents auch das Schienbein zerschmettert. Unser Freund hat am eigenen Leibe die Humanität" der neuen Geschosse erprobt, die zwar beim Eintritt in den Körper und beim Austritt aus demselben denn sie schlagen immer durch ganz fleine Löcher machen, immer aber durch die rotirende Beweg ung im Umkreis von 1½ Zoll alles zu Brei machen. ber Panama Gesellschaft, über die Bestechung Burdeau'sjifoliren und gegenseitige Durchbrüche und Hilfeleistungen su ver- Inoffen Genzen verworfen. Am 28. Juni, alfo 5 Wochen darauf. gemacht hat. Es steht also fest, daß der auf Staats bindern. Diese Trocha ist mit 8000 Mann spanischer Soldaten befeht. nachdem das Urtheil der Straftammer at Stralsund vom März foiten bestattete opportunistische Führer durch einen amt Die Artillerie zählt 24 Rrupp Gefchüße. Die Trocha besteht aus dieses Jahres rechtsträftig geworden war, wurde Genoffe Genzen lichen Attendiebftah! gerettet" worden war. Eine Ehren 66 zweiftödigen, mit Schießscharten versehenen Thürmen, zwischen plöglich wegen Fluchtverdachts" verhaftet, ohne vorher eine Aufretfung, die jetzt mit hundertfächer Wucht wider den Geretteten und welchen fich 66 Blockhäuser befinden, welche bald vorgeschoben forderung erhalten zu haben, feine Strafe anzutreten. Man fann die Retter sich wendet. Aus den von unseren Genossen, Rnoanet find, bald rückwärts stehen, sodaß ihre Besatzungen mit den Be- dieses Vorgehen der Behörde nicht recht verstehen, denn dem Ge und Viviani gestellten Fragen erhellt, daß fie alles thun werden, fagungen der Thürme ein Kreuzfeuer unterhalten fönnen. Außerdem noffen Genzen war schon seit fünf Wochen bekannt, daß das um auch die panamiſtenretterische Arbeit der Justiz und der ver: giebt es noch 360 febr hohe Aussichtsthürme, von welchen aus das Urtheil rechtsträftig sei. Hätte er fliehen wollen, so hätte schiedenen Ministerien aufzudecken. Es fragt fich freilich, ob die Gelände bei Nacht durch Scheinwerfer auf eine Entfernung von er das längst thun tönnen; er hätte dann ja überhaupt Spuren nicht bereits ganz verwischt worden sind. 500 Metern beleuchtet werden kann. Die Manigna, das Tropen auch die Reichsgerichts- Entscheidung nicht erst abzuwarten brauchen. gras, ist zwifchen diesen Thürmen und Blockhäusern niedergebrannt Auch das Benehmen des Polizeifergeanten bei der Verhaftung ist zu oder abgemäht, tim das Gelände übersichtlicher zu machen. Außerdem rügen. Diefer hat Genoffen Genzen gefeffett von feiner find auf beiden Seiten des Geländes unzählige Wolfsgruben aus Wohnung nach dem Gefängnisse transportirt. Auf den Einwand Draht hergestellt. Man hat nicht weniger denn 4500 Kilom. Draht ver des Genoffen Genzen, daß dies doch nicht nöthig fei, da er nicht braucht und eine halbe Million Péfetas dafür ausgegeben. davonlaufen würde, antwortete der Polizist, das fei feine Sache; In den Oft provinsen Gomagnez und Santiago hat nun er wolle nicht womöglich noch hinter ihm herlaufen. Stralsund Weyler faft gar nichts gethan. Sein Plan war, den Aufstand von hatte alfo das Schauspiel, den fozialdemokratischen Vertrauenss Westen aus, von Pinar del Rio, fchrittweise zu bekämpfen. Weiter mann am hellen lichten Tag gleich einem schweren Verbrecher als bis an die große Trocha ift er noch gar nicht vorgedrungen. gefeffelt durch die Stadt transportiren zu fehen. In allen Jenseits derfelben steht dem Infurgentengeneral Calixto Garcia ein nicht verftockten Streifen hat dieser Vorgang böses Blut erregt. Ob Infurgentenforps von 5000 Wlann, von denen 600 beritten find, zur die Herren vielleicht glauben, durch dieses Vorgehen andere Genossen Verfügung. Waffen, Munition, Silfsquellen find im Ueberfluß vor- topffchen zu machen? Da haben sie fich doch getäuscht. Alle, welche handen. Neben diefem großen Verband bestehen selbständig operirende Beugen diefes Vorganges waren und gefehen haben, wie der Genosse. Insurgenten Abtheilungen von je 600, 400 und 200 Mann. In plöglich aus feiner Familie geriffen wurde, haben im Innern den. diesen Gegenden find überhaupt alle Bewohner Rebellen. Diejenigen, Schwur abgelegt, jetzt erst recht treu und unentwegt zur Partei zu. welche nicht unter den Waffen stehen, begünstigen die Aufständifchen halten, und so tonnen wir hoffen, daß durch diesen Akt der Partei fein Schaden zugefügt wird, sondern daß dieselbe nur wachsen in jeder Beziehung. So bleiben denn in den beruhigten" Provinzen noch 9000 Auf- und erstarken wird. Der Sieg bleibt unfer, tros alledem und ständische, während der gesammte Ofien der Insel, also ihr größerer alledem! und schwer zugänglicher Theil, vollständig in den Händen der In-- Die Magdeburger Bolta stimme" foll durch den furgenten ist, mit Ausnahme einiger befeftigter Plätze. Der Arzt in Nr. 114 veröffentlichten Artikel Hände weg von Volksrechten!" des fubanifchen Obergenerals Gomes hat die Zahl der bewaffneten das Staatsminifterium beleidigt haben. Der verantwortliche Rubaner auf 30 000 bis 35 000 angegeben. Redakteur, Genoffe Vable, wurde am Sonnabend vom UnterMadrid, 4. Juli. In Albacette sind Unruhen wegen der Ver- Die bisherigen Verluste der Spanier berechnet der Bericht suchungsrichter vernommen. zebrungssteuer ausgebrodien. Eine Anzahl Frauen zündeten das erstatter für die zwei Jahre, welche der Aufstand bereits gedauert-Bom Schöffengericht in Dresden wurde der Gastwirth Steuergebäude an. Einige Gendarmen wurden durch Steinwürfe hat, in folgender Weise: Mit den ursprünglichen auf Kuba vor der Deutschen Eiche" in Strießen zu 5 M. Geldstrafe verurtheilt, handenen Garnisonen imd den Nachschüben mag die spanische weil in seinem Lokale am Abend des 1. Mai eine Anzahl MitDerartige Steuerrevolten find in Spanien fast an der Tages- Armee auf 160 000 Mann gekommen sein. Von diesen find glieder des Arbeiter- Gefangvereins zu Strießen in zwanglofer Weise ordnung, was auch bei der außerordentlichen Steuerbedrückung des vor dem Feind gefallen oder dem gelben Fieber und einige Lieder gesungen und dazu nicht vorher die polizeiliche Ers Volkes kein Wunder ist. anderen Krankheiten erlegen 17 500 Mann; nach Spanien zurück- laubniß eingeholt haben. Der polizeiliche Strafbefehl hatte auf zehn Afrika. transportirt an Verwundeten, Kranken und Dienstuntauglichen Marf gelautet. wurden 12,100 Mann; in den Hospitälern Ruba's liegen 14 300 Ueber den Sudanfeldzug find in letzter Zeit fehr Mann; macht zusammen 43 900 Mann Verluste. Es bleiben übrig widersprechende Gerüchte im Umlauf. Einerseits sagt man, daß der Beginn der Operationen bereits im Juli stattfinden und daß das Die Tabatsernte, die man in früheren Jahren für die Proving Ziel derfelben vorläufig Abu- Hammed und Berber sein wird, anderer: Pinar del Rio auf 560 000 Zentner berechnete, betrug im Jahre 1896 Voltsgtg." dem Pfarrer ut. a. den Vorwurf gemacht, daß er einem ſeits, daß man noch in diesem Jahre bis Khartum zu gehen ent- nur 135 000 Bentner und wird für das laufende Jahr voraus- Arbeiter die Tranung verweigerte, weil die Gebühren nicht vorher schloffen sei, und von dritter Seite wird sogar behauptet, daß infolge fichtlich nur 25-30 000 3entner betragen. Das Defizit im entrichtet worden waren, was in der Verhandlung als unzutreffend von Anweisungen, welche aus London gekommen sind, die Expedition Lokalbudget der Insel ist auf 49 millionen Pesetas ge erwiesen wurde. in diesem Jahre überhaupt nicht stattfinden soll. In der Verschiedenartigkeit dieser Gerüchte, besonders aber in der letzten Lesart, ist nach der Meinung des englandgegnerischen Aegyptischen Courier" leicht die Absicht zu erkennen, die öffentliche Meinung, besonders in Europa, über die Pläne, welche die Engländer im Sudan verfolgen, irre zu führen. In Wirklichfeit ist nicht daran zu zweifeln, daß der Feldzug, sobald der Nil die geeignete Höhe erreicht hat, beginnen wird, und daß die Operationen in diesem Jahre mit der Einnahme von Berber ihr Ende finden werden. verwundet. Spanien. Die Mission, welche England nach Abessynien geschickt hat, steht mit den Ereignissen, welche sich im Sudan abspielen, natürlich im engsten Zusammenhange. Die Engländer, als praktische Leute, wollten sich davon überzeugen, weffen sie sich bei ihrem Unternehmen vom Negus zu verfchen haben. Ob ihre Miffion, wie sie behaupten, wirklich von Erfolg begleitet war, ist mehr als zweifelhaft. 116 100. stiegen. Die Koften des Feldzuges belaufen sich monatlich auf 35 000 000 Befetas, diejenigen der an der kubanischen Küste beschäftigten Marine auf 3 000 000. Für Vermehrung des bürgerlichen Beamtenpersonals müssen monatlich 400 000 pesetas mehr als früher aufgewendet werden. Das macht also jährlich 462 mil. Besetas Mehrkosten, für welche Spanien nur mit großer Schwierig feit die Mittel beschaffen oder fie wenigstens nicht sofort beschaffen faun; so schuldet es beispielsweise zur Zeit der tubanischen Armee nicht weniger denn ein Gehalt von sechs Monaten. Aus Havana wird vom 4. Juli telegraphirt: Insurgenten drangen in den Ort Santa Maria del Rosario bei Havana und plünderten daselbst die Kirche und die Magazine. Eine andere Schaar Aufständischer fam nach Gamayagua; es entspann ich ein heftiger Stampf, an dem sich auch Krante und Verwundete betheiligten. Die Infurgenten wurden zurückgeschlagen und verloren 6 Zodte. Partei- Nachrichten. 1 -In Bayreuth wurde der Redakteur unferes Hofer Parteiblattes, Genoffe Johann Taubald, wegen Beleidigung des Pfarrers Bümmler von Schwarzenbach am Wald zu zwei Monaten Gefängniß verurtheilt. Er hatte in einem Artikel der Oberfränt. Beih- Weißenfelser Bergarbeiter- Streik. Unser Korrespondent schreibt: Der Ausstand der Bergarbeiter ist als been det anzusehen. Am Montag früh erfolgt auf sämmtlichen Gruben die Anfahrt. Leider ist nicht das durchgesetzt worden, was man erreichen wollte, das war aber nach den obwaltenden Umständen auch nicht zu erwarten. Am Freitag Vormittag ist zwischen der Rommiffion der Bergs Teute und dem Landrath v. Richter verhandelt worden. Von den Gubenverwaltungen war niemand erschienen. Der Landrath ging die Forderungen der Bergleute nach einander durch und hielt dieselben nicht für durchführbar. Als dann aber seitens einiger Arbeiter die Forderungen detaillirt wurden, fagte er: Ja, hört man Sie ( Die Arbeiter), denn haben Sie recht, und hört man die Herren Direktoren, dann haben die wieder recht. Die Schuld liegt auf Möge aber der Erfolg der englischen Mission gewesen sein wie beiden Seiten." Der Landrath rieth dann der Kommission, die er wolle, auf die in diesem Jahre bevorstehenden Operationen ist Wiederaufnahme der Arbeit einzuleiten, die Grubenverwaltungen dies ohne Einfluß. Entweder hat der Negus, im Widerspruch mit würden darauf mit ihren Belegschaften felbft verhandeln und Abden Traditionen seiner Politit, sich entschlossen, die englischen Be- Reichstage Kandidaturen. Da es dem bisherigen Abhilfe refp. Lohnerhöhungen eintreten laffen, wo es fich möglich strebungen zu unterstüßen was höchst unwahrscheinlich ist geordneten für Elberfeld Barmen, unferem kampferprobten machen laffe. Troydem die Kommiffion mit der Verhandlung nicht dann wird die Expedition ohne jedwedes Hinderniß ihr Ziel ver- Genossen Harm, bedauerlicherweise nicht möglich ist, nochmals das zufrieden war und dies auch dem Landrath gegenüber zum Schluß folgen, oder der Zweck der Mission ist ein verfehlter gewesen, in Mandat anzunehmen, haben die Vertrauensleute des Kreises am erklärte, faßte sie dennoch den einstimmigen Beschluß, den Streikenden welchem Falle man sich ebenfalls beeilen wird, die Operationen vor- Freitag einstimmig beschlossen, den jrgigen Abgeordneten für am die Wiederaufnahme der Arbeit zum Montag früh zu empfehlen. Ham wärts zu treiben, um Komplikationen vom Blauen Nil her vor- burg I, Genossen Wolkenbuhr, als Kandidat für die Zu diesem Zwecke fanden sowohl am Freitag Abend wie anch zubeugen.nächste Reichstagswahl in Elberfeld- Barmen zu empfehlen. Mit am Sonnabend mehrere Versammlungen statt. Die erfte am Freitag Amerika. Ablauf seines Mandats hat Genosse Harm diesen Wahlkreis in utenau war übervoll besucht, sowohl von Streifenden wie 14 Jahre lang im Reichstag vertreten. Wir bedauern fehr den Ent auch von Bergleuten, die noch fortarbeiteten. Eine lebhafte Disschluß Harm's, fennen aber auch die schweren Opfer, welche das fuffion entspann sich hier nach dem Bericht der Kommissionsmitglieder. Mandat ihm auferlegt. Er hat im Reichstag alle Beit Schuldigkeit gethan, Gin dauerndes parlamentarisches Dentmalle wollten die Anfahrt nicht eher vornehmen, als bis die Ausgesperrten eingestellt würden. Diefe selber sprachen aber dagegen. fetzte er sich durch seinen Antrag auf Entschädigung der Familien und erflärten, daß sie am Sonnabend nach Salle fahren würden, der zum Militär Einberufenen ein Antrag, der von der Regierung um persönlich mit dem Bergrath Schröder über ihre Entangenommen wurde und jetzt Reichsgesetz ist. laffung zu sprechen. In der weiteren Diskussion wurde dann M " " Washington, 3. Juli. Der Wortlaut der Antwort des Staatsfekretärs Sherman auf den Protest Japans gegen die Einverleibung Hawai's ist heute veröffentlicht worden. Sherman erklärt darin, der Bertrag mit Hawaii enthalte nichts für Japan Nachtheiliges. Als vor 4 Jahren ein ähnlicher Vertrag Gegenstand der Görterung gewesen sei, habe keine der im Stillen Ozean interessirten Mächte die Aufrechterhaltung des status quo in Anregung gebracht. Die Regierung der Vereinigten Staaten tönne nicht zugeben, daß seitdem ein Anlaß zu In der Mannheimer Wolfsstimme" veröffentlicht Genosse bekannt gegeben, daß nicht nur die drei Kommissionsmitglieder ges einer solchen Anregung entstanden sei oder daß die Einverleibung Bebel bas folgende:" An meine Wähler im Wahlkreis Straß- maßregelt find, sondern auch noch 6 Bergleute von Grube Groißschen. Hawaii's irgendwelche berechtigte Interessen der Stillemeer- Mächte burg i. G. Der Umstand, daß spätestens im nächsten Frübjabre Der Grund für die Entlassung dieser Zeute wird darin gesehen, daß beeinträchtige. die allgemeinen Wahlen für den Neichstag stattfinden müffen, diese man sie, weil sie für den Verband thätig gewefen find, schon lange Ueber bie age auf Ruba wird nachfolgende Schil- aber auch schon früher stattfinden fönnen, veranlaßt mich au los fein wollte, und die Entlassung machte sich nun um so leichter, berung entworfen: folgender Grklärung: Als ich im Frühjahr 1898 als Vertreter für als auf Grube Groitschen nur etwas über 20 Mann die Arbeit einDie Lage hat sich für die Spanier nicht nur nicht gebeffert, Straßburg in den Reichstag gewählt wurde, lehnte ich das Mandat für stellten, während über 150 Mann weiterarbeiteten. Von den übrigen nicht sondern bedeutend verschlimmert, besonders in den westlichen den ersten Hamburger Wahlkreis, der mich ebenfalls in den Reichstag ge- gemaßregelten Leuten auf dieser Grube will aber keiner mehr anfahren, Provinzen, die bereits als„ pacifisirt" galten und in denen die wählt hatte, ab, und zwar im Einverständniß mit meinen Hamburger Wlan schritt nun zur Abstimmung über die Wiederaufnahme der Insurgenten doch immer noch als Herren schalten. Sehr schlimm Parteigenossen. Es bandelte sich damals für uns in erster Linie darum, Arbeit. Zu stimmen hatten nur die Streikenden. Das Resultat find die Zustände in der Provinz Habana. Die Insurgentenführer dem eben erst von uns gewonnenen Straßburger Wahlkreis eine war, daß 298 Mann für und 56 Mann gegen die Wiederaufnahme Acosta, Delgado und Arango machen den Spaniern viel zu schaffen Nachwahl zu ersparen. Bedingung für die Zustimmung meiner stimmten. Das Schicksal des Streits war somit entschieden. und bringen ihnen in kleinen Scharmügeln empfindliche Niederlagen Hamburger Parteigen offen zu diesem Schritt war jedoch, daß ich Auch die Versammlung in Teuchern am Sonnabend Abend bei. Die offiziellen Berichte wollen natürlich von all dem nichts bei den nächsten allgemeinen Wahlen zum Reichstag eine Kandidatur sprach sich mit sehr großer Majorität für die Wiederaufnahme der wissen, fie melden nur" Siege" und immer wieder Siege, und wenn für Straßburg nicht mehr annähme, sondern mich auf die Kandidatur Arbeit aus, ebenso die Versammlung in 3eiz an demselben Abend. sie wirklich einmal, der Noth gehorchend, von Verlusten der für den ersten Hamburger Wahlkreis beschränkte. Entsprechend Für lettere Versammlung famen nur die Arbeiter der Grube„ Neue Spanier sprechen, fuchen sie diefelben als ganz bedeutungslos hin- diesem Uebereinkommen bin ich außer stande, ferner eine Kandidatur Sorge" in betracht, die vollzählig, soweit sie nicht schon angefahren waren, zustellen. Dann kommt noch hinzu, daß die gesundheitlichen Ver: für den Wahlfreis Straßburg annehmen zu können und habe erschienen. Auch das Unterbeamtenpersonal unter Leitung des hältnisse im spanischen Heere sehr schlechte find. Mehr als 20 000 beshalb schon vor einiger Zeit Beranlaffung genommen, mit Inspektors Gießmann war anwesend. Der Berichterstatter der Soldaten sind krank, zum großen Theile infolge der unerträglichen Hinweis auf diese Thatsache, meine Straßburger Parteigenoffen zu Rommission, der zu den ersten Gemaßregelten gehört, theilte hier Size. In Habana find mehr als 5000 Personen an der Ruhr er- bitten, einen andern Kandidaten aufzustellen. In einer Konferenz, mit, daß ihre Reise am Vormittag nach Halle vergebens geweſen frankt, welche epidemisch auftritt. Im Often fordert das Sumpf die darauf zu diesem Zweck am 20. v. Mt3. auf badischem Gebiete fei. Als Grund ihrer Entlassung sei ein Artikel des„ Boltsblatts", fieber zahlreiche Opfer. Die Zahl der Krankheitsfälle ist in diesem stattfand und der ich ebenfalls beiwohnte, wurde einstimmig be- betitelt Bergrath und Bergmann", angegeben. In diesem Jahre doppelt so groß wie im vorigen. schloffen, den Straßburger Parteigenoffen und Wählern die Artikel wird dem Bergrath Schröcker vorgeworfen, daß er Hochinteressant ist nachstehender Bericht, den ein spanisches Kandidatur des Genossen 8. Böhle in Straßburg zu seinen Arbeitern gegenüber zuerst Versprechungen gemacht, Blatt, der Heraldo" von einem Korrespondenten in Ruba erhält. empfehlen. Ich schließe mich mich diesem Beschluß Als Urheber aus voller biefe nachträglich aber wieder zurückgezogen habe. Der Bericht ist um so werthvoller, als genanntes Blatt die Auf- Ueberzeugung an. Böhle hat sich fich als tüchtiger Partei dieses Artikels betrachte man die drei Gemaßregelten, die ständischen mit echt spanischem Chauvinismus und Hidalgastolz haßt genofie feit vielen Jahren bewährt. Durch das Vertrauen seiner vorher allein, als Kommissionsmitglieder der Grubs Paul, mit und verachtet. Wir lesen da: fozialistisch gesinnten Mitbürger ift er bereits vor längerer Zeit in dem Bergrath Schröder verhandelt hätten. Troydem nun alle drei Die vier Weft provinzen sollen nach amtlichen Erklärungen den Gemeinderath Straßburgs berufen worden und hat bier feinen erklärten, sie hätten mit dem Artikel nichts zu thun, wurden fie doch des Generals Weyler vollständig beruhigt fein; obgleich der General Mann gestellt. Er ist ferner mit den eigenartigen Verhältnissen nicht wieder angenommen. Sie sollen vielmehr eine Erklärung diesen Erklärungen thatsächlich dadurch widerspricht, daß er Straßburgs und Elsaß Lothringens genau vertraut und wird des Volksblatt" veröffentlichen, worin worin jener Artikel in jenen Provinzen noch immer mit mehr denn einhundertausend balb, im Falle seiner Wahl in den Reichstag, auch dort seine unwahr bezeichnet wird. Wenn das geschehen, will man über ihre Mann operirt, während er in den nach seiner Meinung noch in volle Schuldigkeit thun. Meine Parteigenossen und ich werden ihn Einstellung wieder verhandeln. Dazu können sich die Gemaßregelten vollem Aufruhr befindlichen Ofiprovinzen nur 20 000 bis darin nach Kräften unterstüßen, denn die speziellen Forderungen aber nicht herbeilaffen und so haben sich die Verhandlungen zer30 000 Mann stehen hat. Der genannte Berichterstatter Elsaß- Lothringens auf Beseitigung der Ausnahmegesetzgebung und schlagen. Die in Rede stehenden Zusicherungen sollen mit Ausnahme giebt die Zahl der Jnsurgenten in den vier Westprovinzen volle Gleichberechtigung im Reiche werden allezeit in uns entschiedene der Erhöhung der Schichtlöhne von 8 M. und 3,30 M. auf 3,30 m. auf 8300 Mann an. Davon stehen 1500 in Pinar del Rio; Bertreter finden. Unter bewandten Umständen bitte ich meine Partei- und 3,50 M. nicht vom Bergrath Schröcker, sondern vom Inspektor sie sollen schlecht bewaffnet, ohne Mittel und fchlecht ge genossen wie meine Wähler im Wahlkreis Straßburg, auch ihrerseits Winter gemacht worden sein. Der Berichterstatter neigte führt sein. In der Provinz Havana balten sich 2000 Aufständische die Kandidatur B. Böhle's für die nächste Reichstagswahl auch hier zu der Ansicht, daß die Arbeit wieder aufauf, die gut organisirt, gut bewaffnet und sämmtlich beritten find. nun doch nichts mehr zu ers zu akzeptiren und das Vertrauen, das sie bei den Wahlen im genommen werden solle, da Matanzas sei diejenige Provinz, die am meisten beruhigt ist; Jabre 1893 mir entgegenbrachten, auf ihn zu übertragen." reichen sei, denn speziell auf Grube Neue Sorge" feien die in ihr befindlichen Aufständischen werden auf höchftens 800 Mann die meisten Streitbrecher des ganzen Reviers" vorhanden. In der Als Kandidat für den bayerischen Wahlkreis Würzburg Distuffion wurde über das Auftreten der unteren Beamten geflagt, geschätzt. Während in der Provinz Havana die Feuersbrünfte noch an der Tagesordnung und die Aufständischen allgegenwärtig sind, follen wurde am Sonntag in einer stark besuchten Parteiversammlung zu die dem Bergmann oftmals das Leben sehr sauer machen. Hierzu in Matanzas die Rebellen nur noch dem Hörenfagen nach existiren. Würzburg einstimmig der Parteigenoffe Oertel aus Nürnberg aufnahm der Inspektor Gießmann das Wort und führte aus, In der Provinz Villas endlich steht der aufständische Generaliffimus gestellt. daß man ihm stets mittheilen solle, wenn irgend etwas nicht Maximo Gomez mit 4000 Mann, die mit allem Erforderlichen in Dronung fei; er wäre dann gerne bereit, sofort Abhilfe zu Aus Stralsund berichtet der Stettiner Boltsbote": Be eintreten Laffen. Im weiteren müsse reichlich versehen sind. Sie haben sich so gut in den Bergen einbemerken, gerichtet und beherrschen dieselben so vollständig, daß fie fogar haben tanntlich wurde unser Bertrauensmann Genosse Genzen im März daß auf Neue Sorge" die Schichtlöhne um 50 Pf. er fäen und ernten tönnen; außerdem haben sie große Rinderheerden dieses Jahres zu einer Gefängnißftrafe von 9 Monaten wegen höht seien und zwar von 2,70 m. auf 8,20 M. für Wagenzur Verfügung. Richterbeleidigung, die derselbe auf der Parteikonferenz Stralsund- schieber und von 3 M. auf 3,50 M. für Häuer. Ebenso sei allen Zwischen den vier Westprovinzen und dem Often befindet sich Rügen Pfingsten 1896 begangen haben follte, verurtheilt. Es wurde über Zage beschäftigten Arbeitern eine Bulage von 20 Pf. pro Schicht bekanntlich die Trocha, die spanische Schanzentette, bie bazu be- gegen diefes Urtheil Revision beim Reichsgericht eingelegt. Der gemacht. Dann meinte der Inspektor, daß der Streit nicht von den ftimmt ist, die Insurgenten des Oftens von denen des Westens zu Zermin fand am 21. Mai statt und wurde die Revision des Ge Arbeitern gemacht, sondern daß von anderer Seite„ minirt" worden " Polizeiliches, Gerichtliches 2c. im " " er als einmal, bewilligt An die Töpfer Berlind und der Umgegend! Kollegen! Heute, abends 7 Uhr, findet im Lokale von Nieft, Weberstr. 17, eine öffentliche Töpfer Versammlung statt, in der über die Verhandlungen mit dem Ausschuß des Zentralverbandes bebuss Anschluß an den Verband Bericht erstattet werden soll. Das Erscheinen sämmtlicher Kollegen, gleichviel, welche Stellung fie zur Organisationsform einnehmen, ist dringend erforderlich. Die Delegirten des Ausschusses in Dresden, Kollege Drunsel und räßdorf, find anwesend. Siehe auch Inserat der heutigen Nummer. Die Kommission. fet. Ein Bergarbeiter widerlegte die letzten Ausführungen des Inspektors. 1 an Anwalts- und Gerichtskosten u. f. m. 18 814,16 m. aufgewendet. 114tägigem Rampf am 30. Junt die Beendigung Hierauf wurde zur Abstimmung geschritten. Das Resultat war: 71 Insgesammt fanden in 425 Fällen vor Gericht Verhandlungen statt schlossen, da unfere Forderungen auf den meift. Stimmen für, und 19 Stimmen gegen die Anfahrt am Montag: wegen Beleidigung, Nöthigung, versuchter Nöthigung, Mißhandlung, wurden. Nunmehr haben die Unternehmer beschlossen, den zu Eine Resolution, welche die Unterstüßung der Gemaßregelten vers Bergebens gegen§ 153 der Gewerbe- Ordnung u. f. w. Davon wurde gestandenen Stundenlohn von 60 Pf. wieder zurückzuziehen. Damit spricht, wurde einstimmig angenommen. Dann nahm Genosse Leopold in 116 Fällen auf zusammen 26 Jahre 4 Monate und 1 Tag Geist der Kampf aufs neue entbrannt und bitten wir die Kollegen, da aus Beiß das Wort, um auszuführen, daß er zu dem Streit selbst fängniß und in 225 Fällen auf zusammen 2855,50 M. Geldstrafe für zu sorgen, den 3uzug fernzuhalten. Die Lohnöffentlich jetzt das erste Mal spräche. Er thue dies nur, erkannt, während in nur 84 Fällen Freisprechung erfolgte. Gegen tommission der Maurer Charlottenburgs, Bismarckstr. 74. die Ausführungen des Inspektors Gießmann, 25 Angeklagte wurde das Verfahren eingestellt, während gegen Die Arbeiterblätter werden um Abdruckt gebeten. anderntheils um die Andeutungen der gegnerischen Presse zu widerlegen, 26 Angeschuldigte eine Anklage überhaupt nicht erhoben wurde. Ein Die Zimmerer beschloffen gestern Abend in einer von etwa wonach die Sozialdemokratie die Urheberin des Streits sein soll. Angeschuldigter starb während der Untersuchung. Wegen verbotenen 3000 Personen besuchten Versammlung: Heute( Dienstag) an alle Unter Die Wahrheit fei, daß alle namhaften Genossen dieses Sammelns wurden Streitenden 181 Strafmandate über je 10 m. nehmer die Forderung auf Bewilligung eines Stundenlohnes von Bezirks sich ftritte gegen die Arbeitseinstellung zugestellt, während die Strafmandate wegen Nichtbefolgung polizei- 60 Pf. au stellen, und, wo dieselbe nicht bewilligt wird, die Arbeit ausgesprochen hätten, weil die Bergarbeiter sich nicht derartig licher Anordnungen die Babl 94 über je 10 M. erreichten. Zur niederzulegen. organisirt und nicht vorgearbeitet hatten, wie es nöthig ist, wenn man Beit befinden sich noch 26 Mann im Gefängniß, deren Familien mit Die Hausdiener, Packer und Kutscher werden auf die heute etwas durchfeßen will. Redner ermahnte dann die Bergleute, treu zu ihrem 79 Köpfen eine Unterstügung von 361 M. pro Woche beziehen. Abend in den Arminhalen, Kommandantenstraße 20, stattfindende Verband zu halten und tüchtige Mitglieder desselben zu werden, In der Berufungs respektive Revisionsinstanz schweben noch ersammlung, wo Genoffe Georg Wagner über Boltsdann würden sie dereinst auch für sich Bortheile erringen fönnen. 29 Fälle. Der Jahresbericht führt dann aus, daß es dem bildung und Klassenbewußtsein referirt, aufmerksam gemacht. Der So ist denn wieder eine Bewegung beendet, die für kurze Zeit Bentralvorstand des Verbandes sowie den sämmtlichen Borständen der Vorstand des Verbandes aller im Handels- und Transportgewerbe die Aufmerksamkeit weiter Streise auf fich zog. Das harte Loos, das verschiedenen Branchen, troßdem sie in Erinnerung des Beschlusses beschäftigten Hilssarbeiter Berlins. J. A.: Emil Puzer. die Bergleute zu tragen haben, hat den Ausstand hervorgerufen. der vorjährigen Generalversammlung und des Umstandes, daß Die schwere Arbeit, die die Bergleute unter der Erde zu verrichten weitaus der größte Theil der Hafenarbeiter unorganisirt gewesen sei, haben, der farge Lohn, der ihnen dafür gezahlt wird, und die oft mit aller Energie gegen eine Arbeitsniederlegung sprachen, nicht gemals sehr schlechte Behandlung seitens einiger Unterbeamten das lungen ist, den mit elementarer Gewalt ausgebrochenen Streit zu verfind die Triebfedern dieser Bewegung gewesen. hindern. Die Hafenarbeiter Magdeburgs traten in diesem Früh Bis zum Herbst vergangenen Jahres hatten die Bergleute sich fahr dreimal in einen Streit ein. Die ersten beiden Streits verliefen nur schwer für die Organisation gewinnen laffen. Damals gelang es au gunsten der Streifenden, der letzte zu ungunsten derselben. Eine endlich, einige Filialen des Verbandes zu gründen. Diese wuchsen ganze Anzahl Arbeiter wurden gemaßregelt, weil sie nicht aus der dann zwar zusehends an Mitgliedern, doch war die Organisation Organisation austreten wollten, wie das die Hafendirektion verlangt im Verhältniß zu den im Bezirk arbeitenden Bergleuten immer noch hatte. Der Delegirte von Bremen, Imhoff, bemängelt, daß im fehr schwach. Das dunkle Gefühl nach einer Besserstellung trieb Jahresbericht der Streit der Bremer Schauerleute nicht aufgeführt ist. aber auch die übrigen Bergarbeiter in den Verband, so daß in den Schippmann Altona bemängelt dasselbe in bezug auf den furzen letten Tagen vor dem Ausstand weit über 1000 organisirt waren. Streit der Kohlen Afford Schauerleute von Hamburg- Altona. Aus Bordeaux wird gemeldet, daß am Streit der Arbeiter Daß damit aber noch kein Streit gewonnen wird, das haben die Kellermann erklärt, diese Streits seien deshalb nicht erwähnt, der Gironde Werftgesellschaft von 900 Arbeitern 800 Bergleute nicht bedacht, wie ihnen überhaupt die Erfahrung in diesem weil die Zentraltasse nicht dabei in Anspruch genommen und der betheiligt sind. Gefordert wird für Zimmerleute eine Erhöhung Punkte gefehlt hat. Sie haben sich darauf verlassen, daß sie in Bentralvorstand nicht in Thätigkeit getreten wäre. des Tagelohns von 5 auf 6 Fr. und für Schmiede eine Erhöhung einigen Tagen siegen würden, und daß von der deutschen Arbeiter- Den Kassenbericht erstattete der Hauptkassirer J. Will. Der des Lohns von 3,25-4,50 auf 3,75-5 Fr. schaft genügend Unterstüßungen eingehen würden. Sie beachteten Bericht umfaßt die Zeit vom 1. Juli 1896 bis 30. Juni 1897. Die Aus Mons in Belgien wird von bürgerlicher Seite berichtet: deshalb auch nicht die Warnungen unserer Genossen, die auf grund Gesammteinnahme beträgt 33 559,94 M.; dazu Kassenbestand Ende Die Kaufleute verweigern den streitenden Bergleuten jeden ihrer Erfahrung nicht daran zweifeln konnten, daß unter folchen Juni 1896 7616,98 m., macht zusammen 41 176,92 m. Demgegenüber Kredit, da die Bergleute noch nicht alle Schulden abgetragen hätten, Umständen an einen Sieg nicht zu denken war. Aber nuylos ist die steht eine Gefammtausgabe von 36 173,06 m., so daß am 30. Juni die sie während des allgemeinen Ausstandes im Jahre 1894 gemacht Bewegung doch nicht gewefen. Nicht nur, daß die Bergleute zum 1897 ein Rassenbestand von 5003,86 M. vorhanden war. Jedoch haben. Bewußtsein ihrer Interessen gelangt sind, sie haben auch eingesehen, haftet dieser Bestand mit für die Schuldenlaft, welche noch von dem daß wer ernten will, vorher fäen und arbeiten großen Hamburger Streit her besteht. Von den bei der Verbands- abend ausbrach( siehe Tepeschentheil der Sonnabendnummer des Ueber den Maschinenbauerstreik in London, der am Sonnmiß; sie wissen jetzt, daß sie zu allererst ihre Organisation auf: kaffe eingegangenen Geldern wurden verausgabt: Für Streits in Borwärts) wird telegraphirt: Der Streik dürfte eine große bauen und stärken müssen, wenn sie etwas erreichen wollen. Und daß den eigenen Reihen 19 390,80 M.; für Drucksachen, als Mitgliedsbücher, Ralamität für den Schiffsbaut werden, wenn er nicht in den nächsten diese Erkenntniß bei der Mehrheit der Bergleute plakgegriffen hat, das Broschüren, Flugblätter u. f. 1. 2479,75 M.; für Agitation zeigte sich auch schon dadurch, daß die Mehrzahl nicht un- 1180,30 M.; für Miethe, Porto, Versäumniß der Vorstandsmitglieder Tagen beigelegt wird. Es würden dann wahrscheinlich 50000 Mann die Arbeit niederlegen. gehalten war über den geringen Zufluß von Unterstützungs- 1107,35 für Gemaßregelte anderer Gewerkschaften an geldern; sie begriff vielmehr, daß es nach den obwaltenden Verhältnissen Unterstüßungen 708,25 Mart; für Verwaltung, Licht, Ju den Kohleurevieren von Pennsylvanien, Ohio, Indiana, nicht anders sein konnte. Und dann ist auch in anderer Beziehung Feuerung und Versicherung 105,93 Mark und schließlich für Illinois und West- Virgien in den Vereinigten Staaten von der Ausstand nicht nußlos gewesen. Mehrere Grubenverwaltungen Rechtsschutz( hierbei ist nicht der Rechtsschutz einbegriffen, merita ist ein Bergarbeiter- Streit ausgebrochen, an haben Lohnerhöhungen eintreten lassen und es ist wahrscheinlich, daß die der Gründen des Hamburger Streits gewährt werden dem ca. 250 000 Mann betheiligt sein sollen. übrigen nachfolgen. Außerdem ist den Bergleuten zugesagt, daß mußte) 138,50 Mart. Auf Antrag Warlich Hamburg wird überall Ausschüsse gewählt werden können, wo die Arbeiter es ver- darauf die Versammlung bis Montag Morgen 8 Uhr vertagt, weil Yangen. Es liegt also an ihnen, sich selbst Leute zu wählen, die in in einer halben Stunde der Festzug zum Gewerkschaftsfest beginnt. bedachter, aber energischer Weise die Nechte der Arbeiterschaft jeder Die Debatte über den Kassenbericht, die voraussichtlich einige Beit Grube wahrnehmen. Und wenn das geschieht, dann werden auch in Anspruch nehmen wird, findet deshalb morgen statt. weitere Vortheile erreicht werden, oftmals ohne daß es zum Aus: ftand kommt. Die Grundbedingung ist jedoch das Fest halten am Verband. Dann muß und wird es anders werden. * aus M.; = Hamburg, den 5. Juli 1897. Der Zentralvorsitzende Kellermann eröffnet die Debatte über den Kassenbericht. Verschiedene Redner bemängeln, daß Geldbeträge, die von ihnen gesandt, im Kassenbericht nicht aufgeführt Nach einer Wolff'schen Depesche ist am Montag die Arbeit sind. Es erklärt sich das dahin, daß diese Beträge zur Zeit des überall wieder aufgenommen worden. Streits hier angekommen und für die Zentral: Sheitkommission gebucht sind. Lübeck Der Obmann des Ausschusses, Heitmann verlieft mehrere Mitgliedschaften, teren Abrech nung teine genügende ist. Weiter fat er einige Irrthümer des Kaffenberichte richtig. = Ausland. Unternehmer- Verbände. zeigen durch Annonce dem Publikum an, daß sie Verhältnisse halber" Die vereinigten Glasermeister Stuttgarts und Umgebung gezwungen seien, eine Preiserhöhung durchzuführen. Soziales. " Die städtischen Behörden von Mainz gehen, wie man uns schreibt, mit der Abficht um, einen Schwimmlehrer anzustelle, der den Zöglingen der städtischen Voltsschulen unentgeltlichen Schwimmunterricht ertheilen soll. Wir wollen hoffen, daß es nicht nur bei dem Plan bleibt, sondern daß er auch ausgeführt wird. den Zum Schluß sei noch mitgetheilt, daß das Organ des Bergarbeiter- Verbandes, die in Bochum erscheinende Deutsche Bergund Hüttenarbeiter Zeitung", in ihrer Nummer vom 26. Juni über die Bergarbeiter Bewegung in den Brauntohlenrevieren der Provinz Sachsen schrieb:" Wir rathen abgebrochen und hierauf dem Hauptkaffirer Decharge ertheilt. Auf Antrag des Magdeburger Delegirten wird die Debatte Depelthen und letzte Nachrichten. jett ab von einem Streit. Die Zeit ist jetzt sehr Es erfolgt hierauf der Bericht der Delegirten über Köln, 5. Juli.( B. H.) Angesichts der neuen türkischen ungünstig für einen Ausstand. Man warte mit energischem den Stand der Mitgliedschaften. Die Delegirten Winkelzüge meldet die Köln. 3tg." aus London, unter den Bot Vorgehen bis zur Winterszeit und forge inzwischen für der Mitgliedschaft Schauerlente Alton a weisen die Versammlung fchaftern herrsche allgemeine Entrüstung, indeß dürfe die Lage geschlossene Organisation. Wir müssen diesen Rath geben. auf die Gefahr hin, welche in derartigen Einrichtungen für die Ar- vorläufig nicht zu ernst genommen werden. In Denn Braunkohlen können durch Steinkohlen erfest werden und beiter liegt, wie sie die Importeure englischer Kohlen mit Gründung neuesten Schachzügen des Sultans und der Pforte sei zunächst nur werden ersetzt. Denn in jetziger Zeit ist nicht mehr auf der Spar- und Unterstützungstaffe getroffen haben. nicht mehr auf der Spar- und Unterstützungskaffe getroffen haben. Der Delegirte ein letzter Versuch zu erblicken, das Zusammenhalten des europäischen Indifferenz unter den Unternehmern zu rechnen. Die Braun von Bremen hebt hervor, daß im letzten Winter nach dem Streit Konzertes zu erproben. Man zweifele nicht daran, daß angesichts tohlengruben- Besitzer würden von den anderen Unternehmern feine Maßregelungen von den Bremer Arbeitgebern vorgenommen der thatsächlichen Fortdauer der Einigkeit der Mächte endlich die unterstützt und ein Streit ginge verloren. An eine thatkräftige find. Der Delegirte von Duisburg berichtet, daß unter den Duisburger Türkei einlente. Unterstützung der Arbeiter in anderen Revieren ist bei dem augen Arbeitgebern ein stillschweigendes Uebereinkommen bestehe, keinen Ar Frankfurt a. M., 5. Juli.( B. H.) Die„ Frankf. Zeitung" blicklichen Stand der Organisation ebenfalls nicht zu denken. Dazu beiter in Arbeit zustellen, der schon einmal einen Arbeitgeber beim Gewerbes berichtet aus Innsbruck: Bei dem großen Brande in Halming kommt, daß im mächtigsten Revier an der Ruhr die Berglente in gericht verklagt habe. So werde selbst das Gewerbegericht den Ar- wurden 65 Häuser eingeäschert, 15 Häuser blieben er= zwei Berbände gespalten sind. Erst müssen die unternehmerfreund- beitern eine Gefahr, ihre Arbeit zu verlieren. Fast alle Delegirte halten. Schaden beträgt 240 000 Gulden. lichen Geistlichen aus den Bergarbeiter Organisationen entfernt sein, berichten von behördlichen Chikanen gegen die Organisationen. Der ist nur ein Werth von 110 000 Gulden. Eine 52 jährige Taubs ehe es möglich ist, die Intereffen der Bergarbeiter mit Nachdruck zu Delegirte von Lehe theilt mit, daß die Kesselreiniger in Lehe, stumme ist, obwohl sie schon zweimal in Sicherheit gebracht worden fördern." Geestemünde und Bremerhaven einen wesentlich höheren Lohn er war, abermals in ihre brennende Wohnung gelaufen und verbrannt. halten als in Hamburg. Während sie hier etwa 2 M. erhalten, er- Frankfurt a. M., 5. Juli.( B. H.) Der„ Frankfurter halten sie in den genannten Ortschaften 3 M. und darüber. Der Zeitung" wird aus Straßburg berichtet: Eine auf heute Abend anDelegirte von Bremen II berichtet, daß die Lohnverhältnisse im beraumte öffentliche Versammlung, in welcher Redakteur Geck aus letzten Jahre besser geworden sind. Dasselbe kann der Delegirte von Offenburg über die Bedeutung der gewerkschaftlichen Organisation Hamburg, den 4. Juli 1897. Bremerhaven I berichten, ebenfalls der Delegirte von Bremerhaven II. referiren sollte, wurde ohne Angabe von Gründen durch die PolizeiDie Versammlung findet statt in dem großen, festlich geschmückten Jedoch theilen sämmtliche Delegirte mit, daß in anbetracht des Um- behörde verboten. Saale von Schwaff( früher Große Bierhallen") und wird von dem standes, daß die Arbeit keine regelmäßige ist, der Lohn ein ver- Budapest, 5. Juli.( WT. B.) Aus Groß- Kannizsa, Trencfin, Zentralvorfißenden des Verbandes, G. Kellermann, eröffnet. hältnißmäßig geringer ist und der Aufbefferung dringend bedarf. Lippa, Leutfchau, Szegedin und aus Slavonien werden Wolkenbrüche Auf der Tagesordnung stehen folgende Punkte: 1. Bericht über das Der Delegirte von Lübeck III theilt mit, daß für die Schauer- mit Hagelschlag gemeldet, welche großen Schaden verursachten. verflossene Geschäftsjahr. 2. Bericht der Delegirten über den Stand leute die 91/ 2stündige Arbeitszeit bestehe und daß der Lohn 3,60 m. In Sajo- Karziucz ist der Fluß aus den Ufern getreten und hat der Mitgliedschaften. 3. Agitation. 4. Statutenberathung. pro Tag betrage. Neberstunden und Sonntagsarbeit würden mit 80 Häuser und den Bahndamm in einer Länge von 100 Metern 5. Organisationsfrage. 6. Organfrage. 7. Kongreßfrage. 8. Wahlen 50 Pf. pro Stunde vergütet. Der Kieler Delegirte hebt hervor, daß fortgeschwemmt. VII. Generalversammlung des Verbandes der Hafenarbeiter Deutschlands. und 9. Verschiedenes. 00 Der Versichert die Arbeitszeit von morgens 6 bis abends 7 Uhr währt. Der Prag, 5. Juli.( W. T. B.) Das„ Prager Abendblatt" meldet: Die Verlesung der Präsenzliste ergiebt die Anwesenheit von Arbeitslohn sei verschieden. Bei den bestehenden Akkordfößen könne In Brüg fand gestern ein Fest des böhmischen Schulvereins statt. 38 Delegirten, welche 84 Mitgliedschaften vertreten. Vertreten sind man einen Tagelohn bis zu 6 M. erzielen. einen Tagelohn bis zu 6 M. erzielen. Die Witglieder. Obgleich das Fest infolge behördlicher Untersagung des Feftzuges außer Hamburg- Altona noch folgende Städte: Bremerhafen, Bremen, zahl betrage 180. Der Durchschnitts Jabreslohn eines auf das Besedalokal beschränkt war, ereigneten sich doch RuheDuisburg, Lehe, Lübeck, Kiel, Magdeburg, Mannheim, Rostock, Hafenarbeiters schwanke zwischen 800-1000 m. Der Duisburger störungen vor diesem Lokal. Ta sich die Stärke der Ortspolizei als Flensburg, Dresden, Danzig, Geestemünde, Schönebeck a. G. Delegirte bezweifelt die Richtigkeit dieser Angaben. Der Magde- ungenügend erwies, mußte Militär requirirt werden. Sieben Personen und Harburg. Vom Zentralvorstand find anwesend Kellermann burger Delegirte schildert die Arbeits- und Lohnverhältnisse in seinem wurden verhaftet. ( 1. Vorsitzender), Landahl( 2. Vorsitzender) und Will( Kassirer). Heimathshafen. Wie schon im Jahresbericht mitgetheilt, haben die Prag, 5. Juli.( B. H.) Durch Blitzschlag ist das dem Oberst Den Ausschuß vertritt Heitmann- Lübeck, die Revisionskommission Magdeburger mit ihrer Lohnbewegung gut abgeschnitten. Auch die landmarschall Fürsten Georg Lobkowiz gehörige Schloß Rozdialowitz Warlich Hamburg, die Generalkommission der Gewerkschaften Mitgliederzahl ist in die Höhe geschnellt. Redner theilt noch weiter in Brand gesetzt und zum größten Theil eingeäschert worden. Deutschlands Legien- Hamburg. mit, daß, als ein Kollege, der 20 Jahre im Hafen beschäftigt war, Belgrad, 4. Juli.( W. T. B.) Der Verlauf der Wahlen ging angeklagt und verurtheilt worden. Gewerkschaftliches. Berlin nud Umgebung. Vor Eintritt in die Tagesordnung werden einige geschäftliche gemaßregelt worden sei, habe der Oberbürgermeister von Magdeburg überall in Ordnung und Ruhe vor sich. Bisher wurden in der Angelegenheiten erledigt. U. a. wird beschlossen, die Verhandlungen erklärt, daß er Maßregelungen in städtischen Betrieben nicht Mehrzahl der Landbezirke gemäßigte Radikale gewählt. In Belgrad der Generalversammlung gedruckt und in Bücherform herauszugeben. bulde. Dem Kollegen sei dann aus städtischen Mitteln gaben bis 4 Uhr Nachmittag über 800 Wähler ihre Stimmen ab, Für die Delegirten werden 10 M. Diäten pro Tag festgesetzt und die Zeit feiner unfreiwilligen Muße mit 23 m. vergütet wodurch bereits die Wahl Radikaler gesichert ist. für die auswärtigen Delegirten wird Ersatz der Eisenbahnfahrt worden. Mehrere streitende Arbeiter sind wegen, Verrufserklärung 2c. Nachmittag in der Kammer ein Gesetzesprojekt ein bezüglich Paris, 5. Juli.( B. H.) Minister Hanotang brachte heute beschlossen. Hierauf wird in die Tagesordnung eingetreten. Den Jahresbericht Der Mannheimer Delegirte schildert die Verhältnisse in einer Forderung von 500000 Fr. für die Reise des Präs verliest der Zentralvorsitzende Kellermann- Hamburg. Aus demselben ist seinem Heimathsort in einem so rosigen Lichte, daß einige andere fidenten Faure nach Petersburg. Hanotaur verlas einen folgendes hervorzuheben: Der Zentralvorstand bielt im vergangenen Delegirte die Angaben bezweifeln. Der Borsigende verliest hierauf Theil des Briefes des Baren, in welchem es heißt:„ Die lebhaften Jahre insgesammt 20 Sigungen ab, und zwar 5 davon mit einzelnen einige Glückwunschtelegramme, worauf Mittagspause eintritt. Sympathien, welche mein Reich mit dem befreundeten Frankreich Mitgliedschaften. Eine rege Agitation in allen Theilen Deutschlands vereinigen und die Gefühle, welche ich persönlich für Sie, hat gute Früchte getragen. Die Mitgliederzahl des Verbandes hat verehrter Herr Präsident, Präsident, hege, viel hege, find bekannt, sich von 6610 auf 12 558 erhöht. Fünf neue Mitgliedschaften mit als daß ich es nothwendig hätte, die Freude zu melden, mit aufammen 540 Mitgliedern sind dem Verbande beigetreten. Streits der Ihre Ankunft meinerseits und ganz Rußlands entgegengesehen sind nach dem Jahresbericht folgende geführt: Jm Juli 1896 legten Achtung, Puher! Schon zu wiederholten Malen haben Gaft wird."( Minutenlanger Beifall.) Während der Begründung wollten in Nordhausen die Getreide- Tagelöhner die Arbeit nieder. Diefelben wirthe in den verschiedenen Stadttheilen aus Geschäftsrücksichten an mehrere Sozialisten Unterbrechungen berbeiführen, ließen aber anverlangten statt des bisherigen Lagelohnes von 3 M. bei zwölfftündiger gekündigt, daß Sonntags früh in ihren Lokalen Morgensprachen gesichts der Begeisterung davon ab. Das Gesetz wurde der BudgetArbeitszeit eine stundenweise Bezahlung von 40 Pf., bei Sonntags- der Buyer des betreffenden Stadttheils stattfinden. Der Vorstand kommission überwiesen. und Nachtarbeit 60 Pf. Der Streit verlief erfolgreich. In demselben der Zahlstelle Berlin I Buyer macht demgegenüber die Kollegen dar. Loudon, 5. Juli.( W. T. B.) Nach einer Meldung der„ Times" Monat traten die Kohlenarbeiter von Lübeck wegen Lohnerhöhung auf aufmerksam, daß die Morgensprache der Pußer Berlins und aus Kapstadt wird die Krisis in den Beziehungen zwischen der in den Streit ein. Infolge der guten Organisation und des festen Umgegend nur allein in der Brauerei von Gabriel und Regierung und den Richtern von Transvaal akut. Man erwarte, Zusammenhaltens unterschrieben die betbeiligten Firmen die Forde. Jäger, Eingang Fehrbellinerstraße, abgehalten wird, da alle baß der Hauptrichter und zwei andere Richter ihre Entlassung nehmen rungen der Rohlenarbeiter. Aus der Bentraltaffe wurden denselben übrigen Busammenkünfte zwecks Austauschs von Arbeitsgelegenheit werden. 50. bewilligt. Einen erheblichen Theil des Jahresberichts nimmt nicht den beabsichtigten Bwed erreichen, vielmehr eine Bersplitte= Aus Rio de Janeiro wird den Times" von gestern be. der Hamburger Streit ein. Nach einer historischen Darstellung über rung der Kräfte herbeiführen und den Mitgliedern des Sentral- richtet, von einem Angriff, welchen die Regierungstruppen bei Beginn und Verlauf des Streits, die neues nicht bietet, folgt eine Verbandes den Besuch der Mitgliederversammlungen erschweren. Canudos auf Conselheiro gemacht hätten, sei amtlich nichts bekannt. statistische Aufmachung über die firafrechtlichen Folgen, welche aus dem Die Kollegen werden deshalb ersucht, derartigen Reklamen nicht Brivatnachrichten zufolge feien drei Angriffe unter einem Werlufte Streit refp. den rigorosen Maßnahmen der Hamburger Behörden Folge zu leisten. Der Bevollmächtigte der Bahlstelle I. von über 1000 Mann zurückgeschlagen worden, doch sollten die den Streifenden gegenüber resultirten. Danach sind vom Tage der An die Maurer Deutschlands! Wie unseren Berufskollegen Verluste Conselheiro's noch größer sein. Der Kampf zwischen Beendigung des Streits bis jetzt noch für Inhaftirte, Gemaßregelte, bekannt sein dürfte, haben die Charlottenburger Maurer nach Confelheiro und den Regierungstruppen dauere seit dem 27. Juni. Verantwortlicher Redakteur: August Jacoben in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Verlaa von Mar Bading in Berlin. Sicrzu 1 Beilage u. Unterhaltungsblatt, Nr. 154. 14. Jahrgang. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Ein Bild vom Berliner Bauschwindel. 7 Dienstag, 6. Juli 1897. Verkehr bringen fonnte. Die Bauhandwerker mußten nach dem stimmung vorgelegten Entwurf einer neuen Baupolizeiganzen Auftreten des Angeklagten annehmen, daß sämmtliche Häuser, Ordnung zugegangen. Der Magistrat habe im Anschluß an den die von Stug gebaut wurden, auch sein Eigenthum waren, von der Stadtverordneten- Bersammlung gefaßten Beschluß eine fie glaubten daher daher für ihre Forderungen genügend ge Reihe von Alenderungen in Antrag gebracht, Bezüglich des Ein Prozeß, welcher das Wesen des Berliner Bauunternehmer- fichert zu sein, sie hatten teine Ahnung davon, daß Stub wichtigsten Paragraphen, welcher die Bestimmungen über thums in besonders kennzeichnender Weise beleuchtet, begann gestern seine Häuser sofort an die Deutsche Handelsbank verschob. die Bebaubarkeit der Grundstücke enthält, hat der Magistrat beauvor dem Schwurgericht des Landgerichts I. Aus der Untersuchungs- Die Anklage behauptet, daß alle Geschäfte, die Stuß mit der Bank tragt, falls die von ihm in erster Linie befürworteten Vorschläge, haft, in der er sich seit 15 Monaten befindet, wurde der 36 jährige abschloß, nur Scheingeschäfte gewesen sind, um seine Gläubiger irre wie solche von der Stadtverordneten- Versammlung gewünscht worden, Bauunternehmer Hermann Stuh vorgeführt, ein Mann, deffen selbst zu führen und zu schädigen. Bei seiner Geschäftsgewandtheit müsse nicht vorgenommen werden sollten, die vorgeschlagenen Zonenmaße ständige geschäftliche Thätigkeit sich nur auf einige Jahre erstreckt, er schon im Juli 1893, als er mit Zahlungsschwierigkeiten zu derart zu ändern, daß die Bebauung zu 3/4 für die innere Stadt der es in kurzer Zeit aus nur geringen Anfängen bis zu einem Ver- fämpfen hatte, eingesehen haben, daß der Zusammenbruch unver- und von 2/3 für die äußere in der Weise zu einer durchschnittlichen mögen von einer halben Million brachte, mit dem es dann aber noch meidlich war. Es wird angenommen, daß er die Gründung der gemacht werde, daß dies Maß ungefähr bei den Grundstücken weit schneller bergab ging, bis der Strafrichter das letze Wort zu Deutschen Handelsbank nur zu dem Zwecke in's Wert setzte, um mittlerer Tiefe Platz greift. Diese mittlere Tiefe beträgt in der sprechen hatte. Er steht unter der Anklage des betrügerischen nach Beendigung des voraussichtlichen Konkurses wieder in den inneren Stadt 46 m, in der äußeren 59 m. Bankrotts und des wiederholten Betruges. Die An- Besitz der an sie überlassenen Vermögensstücke zu gelangen. Stutz Vom Belle Alliance Theater. Die Polizei war dieser Tage flage weiß über sein Vorleben folgendes zu berichten: Der Angeklagte soll sich nach Eröffnung des Konkurses über sein Vermögen denn mitleidig genug, den geschädigten Mitgliedern des verkrachten Theaters hat bei dem Rathsmaurermeister Kuhn das Maurerhandwerk erlernt und auch lebhaft bemüht haben, die Hineinziehung der Handelsbank das Spielen auf Theilung zu gestatten. In der Hoffnung, daß dann eine Zeit lang in Halle und Berlin als Gefelle und Polier gearbeitet. in fein Kontursverfahren abzuwenden. Als ein Beweis dafür, daß ihnen, den auf die Straße gesezten Künstlern und Künstlerinnen, die Er hat sich stets gut geführt. Im Jahre 1888, in seinem 26. Lebens alle Rechtsgeschäfte, die Stuh mit der Deutschen Handelsbank ab- Sympathie des Publikums sicher sei, gingen sie zu den Herren Sternjahre, begann er für seine eigene Rechnung zu bauen. Er will sich schloß, nur als erdichtet anzusehen sind, wird folgender Fall ange: heim und Bruckhoff, um sich die Erlaubniß zur Benutzung des leer4000 Mt. erspart haben und hierzu kommen noch 3000 m., die seine führt: Am 24. April 1894 faufte Stub von den Bankiers Simon stehenden Theaters einzuholen. Aber die Herren Eigen Frau mit in die Ehe brachte. Er begann mit der Bebauung des Lipmann, Emil Salomon und Hermann Bachwitz ein in der thümer waren ärgerlich, daß sie keine polizeiliche Kon Grundstücks Hagelsbergerstr. 37/38, welches Unternehmen er auch Huffitenstraße gelegenes unbebautes Grundstück zum Preise von zession erhalten hatten und weigerten sich nun beharre glatt zu Ende führte. Doch dann fing er an, den Ankauf, die Be 726 300 M., hiervon wurden 30 000 M. aubezahlt, der Rest durch lich, den geschädigten Kunstproletariern die Bühne zur Verbauung und Verwerthung von Grundstücken in großartigem Maß- Uebernahme von Hypotheken belegt. fügung zu stellen. So wurde bei den Betrogenen auch die letzte stabe zu betreiben. Da ihm die kaufmännische Bildung fehlte, mußte Der Angeklagte trat darauf sofort seine Rechte an die Hoffnung auf Hilfe oder Rettung zu nichte. Es sei noch bemerkt, er sich einen Buchhalter annehmen, der die Buchungen auch ordnungs- Deutsche Handelsbank für den Preis von 1 226 300. ab daß die Besizer zu einem wesentlichen Theil selber die Schuld daran mäßig vornahm und alljährlich vorschriftsmäßig die Bilanz aufstellte. und diefer wurde dann das das Terrain, nachdem es in tragen, daß das Theater verkracht ist. Die Pachtsumme, welche aus Wie der gerichtliche Bücherrevisor berechnet hat, besaß Stutz Neujahr 11 Theil- Grundstücke zerlegt worden war, von den Vorbesitzern den Direktoren Maurice und Häfeler herausgezogen wurde, betrug 1892 ein buchmäßiges Vermögen von 121 000 m., wel dies fich nach aufgelaffen. Auf den einzelnen Barzellen wurden bei der Auflaffung anfangs jährlich 75 000., später 60 000 M. Es wird gefagt, 2 Jahren auf 466 000 m. erhöhte, um bis Neujahr 1895 wieder für den Angeklagten Hypotheken im Gesammtbetrage von 500 000 m, daß eine folche Summe selbst bei guten Einnahmen viel zu hoch ist, auf 360 000 m. binabzufinken. Diese Berechnung füßt sich aber im theils als Darlehn, theils als Resttaufgeld Forderung eingetragen. um dies Theater auf den Beinen zu halten, und das Bellealliancewesentlichen auf Werthe, die der Angeklagte in feinen, aus Grund- Stuh bebaute dann diese Grundstücke im Auftrage der Deutschen Theater war meist läglich besucht. stücken und Hypotheken bestehenden Vermögensstücken felbft angegeben Handelsbank. Die Bangelder hierzu gewährte die Preußische HypothekenWo gegenwärtig eine Krisis besteht, die vorab doch wohl nicht hat und ist es fraglich geblieben, inwieweit diese Angaben den that Versicherungs- Aftiengesellschaft, die Rechte auf die Erhebung der dahin führt, daß für diese Bühne geordnete Bustände wiederkehren, sächlichen Verhältnissen entsprachen. Daß sie zu hoch bemessen Baugelder wurden aber von der Deutschen Handelsbank an den An- und wo ferner davon die Rede war, daß der Theaterraum einer waren, wird aus der Thatsache gefolgert, daß Stuz bereits im geklagten cedirt. gründlichen Renovirung unterzogen werden soll, mag es wohl Sommer 1898 seinen Wechselverbindlichkeiten nicht mehr pünktlich Bei der thatsächlichen Verschmelzung der Deutschen Handelsbank angebracht sein, darauf hinzuweisen, daß der erste Nang in diesem nachkommen konnte. Im November desselben Jahres meldete Stub mit dem Angeklagten konnte es nicht ausbleiben, daß auch diese Ge- Hause eines erhöhten Schußes gegen Feuersgefahr bedarf. Soweit seinen Konkurs an. Das Konkursverfahren ist noch nicht ab fellichaft in Stub'sche Kontursverfahren hineingezogen wir die Räumlichkeiten fennen, ist an beiden Seitenflügeln oben. geschlossen, der Verwalter stellt eine Dividende von 4 pCt in Aus- wurde. Aber die Aussichten der Gläubiger waren auch nach dieser tein einziger Mothausgang vorhanden; und ficht. Wie gewöhnlich bei derartigen Zusammenbrüchen waren Richtung hin sehr trübe. Als Aktiva sind nur etwa 7000. vor beiden hölzernen Treppen, die von der Straßenseite zum vorwiegend Bauhandwerker die Leidtragenden, es haben handen, denen eine Schuldenlaft von etwa 250 000 m. gegenüber Rang hinauf führen, muß man im Vergleich mit den etwa 100 diefer Gläubiger Forderungen von insgesammt steht. Aus allen diesen Thatsachen schließt, die Anklage, daß Stütz Einrichtungen mancher neueren Theater geradezu bedenklich nennen. etwa 200 000 M. angemeldet. Wohl felten hat ein Bau von vornherein die Absicht gehabt hat, feine Gläubiger zu be Namentlich die Treppe, von der linken Seite- eine Art Wendelunternehmer dem Grundbuchrichter so viel Arbeit gemacht wie der nachtheiligen. Für den Rentier Müller hat seine Thätigkeit als treppe ist bei gefülltem Hause in jeder Beziehung ungenügend. Angeklagte. Während er bei der Konkursanmeldung nur noch Gründer noch üble Folgen gehabt. Er wurde wegen Bergehens Wir glauben nicht allein im Interesse des Publikums, sondern auch Eigenthümer von acht Häusern war, hat er während seiner Bau- gegen das Attiengeset unter Auflage gestellt und kürzlich von der im Interesse der Besizer zu reden, wenn wir die Herren auffordern, thätigkeit 60 bebaute Grundstücke in feinem Besitz gehabt. Er soll 4. Straftammer des Landgerichts. I zu einer Gefängnißstrafe von rechtzeitig an einen Umbau zu denken. die meisten Grundstücke auf eine Weise verschoben" haben, worin 3 Monaten verurtheilt. Stutz ist mit außer wegen betrügerischen die Anklagebehörde die Merkmale des" betrügerischen Bankrotts Bankrotts und wiederholten Betruges beschuldigt, den Müller zu findet. In den Jahren 1891/93 verfuhr er bei seinen Baugeschäften der von ihm begangenen Strafthat angestiftet zu haben. zumeist in folgender Weise: Er erwarb unbebaute Grundstücke theils freihändig, theils im Wege der Zwangsversteigerung, um sofort bebörde vertritt Staatsanwalt Dr. Eger, die Vertheidigung liegt Den Vorsitz führt Landgerichts- Direktor Voigt, die Anklagedann seine Rechte aus dem Kaufvertrage an vermögenslose in den Händen der Rechtsanwälte Dr. Felix Meyerstein und Leute abzutreten, welche ihm dafür Hypotheken einräumen Dr. Sello. mußten. Nachdem ihm dann das Recht auf die von den Der große Schwurgerichtssaal vermag die geladenen Zeugen Banken zu zahlenden Baugetder abgetreten war, bebaute er die und Sachverständigen faum zu fassen. Bei dem Umfang der Sache Terrains, um nach Fertigstellung der Bauten die Handwerker mit find 4 Tage für die Verhandlung in Aussicht genommen. einem Theil ihrer Forderungen unbefriedigt zu lassen. Die Anklage Der Angeklagte bestreitet seine Schuld. Er will feine betrügerische Ueber einen tödtlich verlaufenen Fall von Vergiftung mit führt 18 derartiger Fälle auf, von denen die Wiedergabe eines Absicht gehabt haben, fein Geschäft habe sich so rapide entwickelt, daß chlorfaurem Kali, dem populären Gurgelmittel bei HalsFalles genügen möge. Die Parzelle Elsholzstraße 15 wurde am er genöthigt gewefen sei, viele Umsätze in Grundstücken zu entzündungen aller Art, berichtet in der letzten Nummer der Berliner 4. Dezember 1891 von dem Eigenthümer Schufter an den Bruder machen. Schließlich sei ihm das Geschäft über den Kopf gewachsen. Klinischen Wochenschrift" Dr. Paul Jacob, Assistent an der Leydendes Angeklagten, den Maurer Otto Stuß, vertauft. Der neue Be- Er habe sich redlich bemüht, seinen Verpflichtungen den Handwerkern schen Klinik. Der Fall betrifft eine 39jährige Näherin Gertrud A., fizer ließ sofort für den Angeschuldigten Hermann Stuß eine Hypo- gegenüber gerecht zu werden. Daß bei den Subhastationen welche in selbstmörderischer Absicht 25 Gramm des gefährlichen thet von 12 000 m. eintragen. Dann ließ Otto Stuß das Grund von Grundstücken einige Hypotheken ausgefallen seien, sei Salzes in einer Droguenhandlung erstanden und zu sich genommen stück an einen Kaufmann May Griese auf, welcher dann für den doch selbstverständlich. Die versteigerten Grundstücke feien hatte. Trotz aller Bemühungen der Aerzte erlag die Patientin der Die Geld- verheerenden Angeklagten, der den Bau ausführte, im Juli 1892 drei Hypo- erheblich unter dem Werthe erstanden worden. Einwirkung Mittels, welche besonders theken Höhe in 5000, 30 000 und Blutes 12 000 Mart besorgung habe große Opfer erfordert, auch die Agenten hätten in Zerstörung des An ihren Grund hat. bestellte. Am 16. März des folgenden Jahres wurde dem An- viel geschluckt. Er habe nicht wissen können, daß die Leute, denen die wissenschaftliche Erörterung des traurigen Falles knüpft geklagten das Grundstück antichretisch verpfändet und am 8. November er Grundstücke aufließ, mittellos gewefen, denn die Auskünfte, die Dr. Jacob die den letzten Jahren schon häufiger aus1894 gelangte es zur Zwangsversteigerung. Hierbei fielen die für er über dieselben eingeholt habe, hätten günstig gelautet. Auch bei gesprochene Mahnung, das chlorfaure Kali weder in der inneren Stutz bestelten Hypotheken aus, er hatte dieselben aber bereits an Gründung der Deutschen Handelsbank will der Angeklagte nicht Handwerker für Forderungen, die sie aus anderen Bauten an ihn von betrügerischen Absichten geleitet worden sein. hatten, zedirt. Die Handwerker waren somit die Geprellten. Griese soll nur eine vorgeschobene Person und völlig mittellos gewesen sein. Im Anfang des Jahres 1894 führte Stuh ein Manöver aus, welches auf dem Gebiete des Bauschwindels noch nicht dagewesen sein dürfte. von hat also jeder der Gründer vor Anmeldung der Gesellschaft eine Lokales. J bie österreichischen Polizei der frühere Sprecher der freireligiösen Dr. Bruno Wille in Graz verhaftet! In Graz ist von der Religion" gehalten. Infolge einer angeblich scharfen Aeußerung Gemeinde, Dr. Bruno Wille, am Sonntag verhaftet worden. Am Sonnabend hatte er im Verein Konfessionsloser" eine Rede über Religion" gehalten.. Infolge einer angeblich scharfen Aeußerung Wille's löfte der Polizeikommissar die Versammlung auf und ließ den Saal durch die Wache räumen. Am Sonntag wurde Wille verhaftet und ins Landesgericht eingeliefert. Der Verein wurde aufgelöst. der des Medizin noch als Gurgelwaffer zu verwenden; letzteres namentlich nicht in der Kinderpraxis, weil die kleinen Patienten nur zu häufig die Spülflüssigkeit herunterschlucken: denn eine Reihe von Mittheilungen zeigt zur genüge, daß das Kali chloricum, auch in geringen Dosen genommen, stets ein schweres Blutgift darstellt, und daß, wenn nach Einnahme kleinerer Dosen auch nicht stets der Tod, so samsten wäre es daher nach der Ansicht des Verfassers wohl, ein doch eine schwere Nierenentzündung sehr häufig entsteht. Am rathVerbot darüber zu erlassen, das chlorsaure Salz im Handverkaufe abzugeben, und den Droguengeschäften das Verkaufsrecht dieses ge fährlichen Giftes ganz zu untersagen. Angeblich um sein Geschäft zu vergrößern und Gewerbe- Ausstellung. Die„ Schlußabrechnung" der BerSchlechte Rechner sind die Kühnemänner der vorjährigen um einen ftets bereiten Abnehmer für feine Grundstücke liner Gewerbe- Ausstellung. weist eine Gesammteinnahme von zu haben, beschloß er eine besondere Gesellschaft zu 5 999 708 m. und eine Gesammtausgabe von 7 683 286 M. auf. Die gründen. Zu diesem Zwecke trat er mit dem Rentier Johann Eintrittsgelder brachten etwa 3,3 Millionen, die Playmiethe der Retthaus, dem Kaufmann Alfred Kürnagel, dem Rentier Aussteller 0,93 Millionen, die Verpachtungen 1,135 Millionen Mark. Louis Müller und dem Maurermeister. Konrad Stüber in Die Lotterie hat nur 230 000 m. gebracht, da von den acht Serien, Wie das Kapital fich konzentrirt. Unter der Firma Berbindung. Diesen Personen theilte er seine Absichten mit und die dem Arbeitsausschuß zu je 500 000 Loosen behördlich be-. A. Böse u. Ko. in Berlin" sind die Fabriken von W. A. Böse u. Ko. Akkumulatoren- und Glektrizitäts- Werke- Attiengesellschaft vormals überredete sie zur Gründung einer Gesellschaft mit beschränkter Haftwilligt worden waren, nur drei Serien verkauft werden pflicht. Der Angeklagte soll gewußt haben, daß sämmtliche Ber- fonnten. In der Gesammteinnahme ist auch der Zuschuß der in Berlin, der Süddeutschen Elektrizitäts- Gesellschaft Augsburg, Perfonnten.. A. Böse u. Ko. in Augsburg, sowie der Alt- Dammer Elektrizitätsfonen so gut wie gar kein Vermögen besaßen, denn sie hatten ihm Stadt Berlin mit 300 000 M., sowie der Beitrag des 1879er 2. A. Böse u. Ko. in Augsburg, sowie der Alt- Dammer Elektrizitätsausdrücklich diesen Einwand entgegengehalten. Stutz beruhigte sie Ausstellungsfonds mit 53000 M. enthalten. Diesen Einnahmen stehen Werke in Altdamm an eine unter Mitwirkung der Bank für inaber durch die Erklärung, daß sie nicht nöthig hätten, baares Geld dustrielle Unternehmungen und des Bankhauses Baß u. Herz in zu hinterlegen, er begnüge sich mit ihren Arzepten. Nach längeren Ver- Ausgaben von insgesammt 7683 286,18 m. gegenüber. Hier zeigen Frankfurt a. M. mit drei Millionen Mart gebildete Aktiengesellschaft sich im Verhältniß zu dem Etats- Voranschlage vom 22. Februar 1896, handlungen kam denn auch am 7. Dezember 1893 die neue Gründung der nur eine Gesammtausgabe von 2,9 Millionen Mark vorfab, übergegangen. Der Betrieb der Geschäfte geht schon vom 31. De welche sich Deutsche Handelsbank" nannte, zu stande. Als Zweck der Gesellschaft wurde der Betrieb und die Vermittelung von Handels- recht bedeutende Ueberschreitungen. Allein die Gebäude, welche nach Bember 1896 ab für Rechnung der neugebildeten Aktiengesellschaft, die dem Etats- Voranschlage nur 1800.000 m. tofien follten, erforderten gleichartigen Unternehmungen der Firma W. A. Bösen. Ro. in Desterreichgeschäften jeder Art, ſowie der Erwerb und die Veräußerung von mehr als das Doppelte, nämlich 3.700 000 M. Hierbei ist noch zu Ungarn und Frankreich: Belgien sind in diese Transaktion nicht eins Grundbesitz und Hypotheken angegeben. Das Stammkapital der erwähnen, daß nach dem Voranschlage der Abbruch der Gebäude bezogen. Geſellſchaft wurde von den Gründern auf 60 000. angegeben, es 25 000 m. bringen follte; statt dessen hat der Abbruch 60 000 m. Alired Weinschenk, Frankfurt a. M., Firma Vaß u. Herz, VorStammeinlage von 15 000 M. zu leisten. Zum alleinigen Geschäfts: 25 000 m. angenommen, während die Auslagen thatsächlich Frankfurt a. M.; Oberbaurath Otto Schmidt, Stettin; Kommerzien getoftet. Für Gartenanlagen waren im ersten Etatsentwurf fißender; Ingenieur Otto Philipp- Berlin, stellvertr. Vorsitzender; Karl Eckhard, Direktor der Bank für industrielle Unternehmungen, führer wurde der Rentier Louis Müller bestellt. Dieser meldete die 290 000. gekostet haben. Au Gehältern und Löhnen sind Gründung der Gesellschaft beim Amtsgericht I an und gab dabei die 350 000 m. verausgabt worden statt der anfänglich vorgesehenen rath Wilhelm Reichel, Augsburg. Die Leitung bleibt unverändert Versicherung ab, daß die Vollzahlung des Stammkapitals in Höhe von 150 000 M. Die Musik hat 99 000 M. Kosten erfordert und stellt in den Händen der bisherigen Inhaber Böse u. Harzfeld.- Leider 60 000 M. zu seinen Händen erfolgt sei. Daraufhin erfolgte die gerichtliche damit eine von den wenigen Positionen dar, in denen die thatfäch Kapitalisten nach der guten Lehre gehandelt, daß auch ihr Interesse haben die Arbeiter bisher lange nicht so energisch wie die Eintragung. Thatsächlich hatte keiner der Gesellschafter irgend eine lichen Ausgaben hinter dem Voranschlage zurückgeblieben find. Kapitalisten nach der guten Lehre gehandelt, daß auch ihr Intereſſe Baarzahlung auf seine Stammeinlage geleistet, sondern jeder von 860 000 m. hat die elektrische Beleuchtung, welche im ersten Etats- dringend den Zusammenschluß in aktionsträftiger Organisation ers ihnen hatte dem Angeklagten ein Afzept übergeben. Bald schied der entwurf überhaupt nicht vorgesehen war, getoftet, 180 000 m. die fordert. eine, bald der andere Gesellschafter wieder aus, wobei sie einfach wiederherstellung des Treptower Parts. In der Position„ All- Im Männerasyl des Berliner Asylvereins für Obdachlose ihre Afzepte wieder zurückerhielten. Der Bruder des Angeklagten, gemeines und unvorhergesehenes" find 400 000 m., in einer weiteren nächtigten im Monat Juni 18 458 Personen, im Frauenasyl 2225 der Maurer Otto Stuy, wurde Geschäftsführer. Auch dieser trat Position Extra- Unvorhergesehenes" 310 000 M. in Anfat gebracht. Personen. Arbeitsnachweis wird vom Verein erbeten für Männer bald wieder aus und im Auguſt 1894 nahm Hermann Stuh den Die Architekten haben ein Honorar von 100 000 Wt. erhalten. Aus Wiesenstraße 55/59, für Frauen Füfilierstraße 5. Architekten Reinhard Behm und den Buchhalter Isidor Berkowiß den Schlußziffern der Einnahme und Ausgabe vom 16. Juni cr. erals Geschäftsführer mit dem Titel„ Dirktor" an. So waren die giebt sich ein Fehlbetrag von genau 1683 578 M. 24 Pf. Der Abendstunden über Berlin. Der sehnsüchtig erwartete Regen blieb Ein heftiger Sturm brauste am Sonntag bis in die späten Gebrüder Stnz schließlich die einzigen Gesellschafter Arbeitsausschuß rechnet aber noch hierzu weitere Ausgaben, die in jedoch aus, wenn es auch hier und da etwas tröpfelte. Das Wetter der Deutschen Handelsbank geworden, denn die Anklage Sicht sind, für Abbruchsarbeiten, für ein Ausstellungs- Berichtswert", war jedoch von einer empfindlichen Kühle begleitet, sodaß der behauptet, daß Behm und Berkowiß nur willenlose Werk- für Prozeßtoften, sowie für die noch ausstehenden Rechnungen, und Aufenthalt im Freien, zumal das Sitzen in den Sommergärten zeuge in der Hand des Angeschuldigten Stuk waren, die nur normirt deshalb den Fehlbetrag auf 1900 000 m. Da der gerade nicht verlockend war. Im Thiergarten hat der Sturm arg nach außen hin den„ Direktor" spielten, aber thatsächlich ohne die Zustimmung des Angeschuldigten nichts unternehmen durften. Arbeits- Ausschuß glaubt, von den Garantieſcheinen im Gesammt gebauft, Weg und Steg waren mit abgerissenen Äesten und frischem Stutz ließ sich von ihnen Generalvollmacht zur Vertretung der Ge- betrage von 4 460 000 m. nur mit einem Betrage von 3 800 000 m. Baub bedeckt. sellschaft ausstellen und hiervon machte er dann den ausgiebigsten Buschuß von 50 pet. der gezeichneten Beträge rechnen zu können, so ergiebt sich für die Garantiefondszeichner ein Zu unserer Mittheilung über das unerhörte Benehmen Gebrauch. Das Bureau der Deutschen Handelsbank und das KomBekanntlich sind die einiger Restaurateure in der Nähe der Brandstätte theilen uns die toir des Angeklagten Hermann Stug befanden sich in einer und der Geschäfte der Gewerbe- Ausstellung zur Zeit noch nicht erledigt. Die Herren Rieder, Chauffeeſtr. 83, Kühne, Chauffeeftr. 79, Mayer, Abbruchsarbeiten sind nach dem Bericht des Arbeitsausschusses noch Chausseestr. 78, Gießel, Boyenstr. 40, Riegel, Liefenstraße, mit, daß felben Miethswohnung, so daß Uneingeweihte annehmen mußten, nicht beendigt, Rechnungen für Bauten stehen noch aus, Prozesse sie im Gegensatz zu anderen Wirthen die Preise ihrer Speifen und Stutz und die Deutsche Handelsbank seien geschäftlich nicht schweben noch, auch will der Arbeitsausschuß für ein Ausstellungs- Getränke während des Brandes nicht erhöht haben. Wir glauben getrennt. Stub foll sich auch auch vielfach in diesem Sinne Berichtswert noch 20 000 m. ausgeben, im ganzen find noch Ge- es den genannten Herren schuldig zu sein, von ihrer Mittheilung geäußert und stets von feiner" Bant gesprochen haben. wie vorher. Während er Es heißt, daß der 40jährige Nach Gründung der Deutschen Handelsbank verfuhr Stuk anders schäfte, deren Geldwerth fich auf zirka 220 000 m. beläuft, abzu- Notiz zu nehmen. wie vorher. Während er früher seine Grundstücke an vermögenslose wickeln. Möglicherweise reichen die 50 pet. noch garnicht, wobei in Vergiftet hat sich am Sonntag der praktische Arzt Dr. Julius Bant. Wenn feine Häuser an die Deutsche Handelsbank aufgelaffen auch noch erhebliche Zahlungsschwierigkeiten machen werden. Mann, der als Junggeselle lebte, an Verfolgungswahn litt. Bereits beiden Personen aufgelaffen hatte, trat an stelle der letzteren nunmehr die betracht gezogen werden muß, daß manche Garantiefondszeichner Nathan aus der Kurfürstenstraße 20. waren, ließ er Resttaufgelder bezw. Hypotheken in beliebiger Höhe Von der neuen Baupolizei- Ordnung. Dém Polizeipräsidium vor acht Tagen soll er versucht haben, sich mit einem Rafirmesser auf sich eintragen und schuf sich dadurch Werthobjekte, die er in den ist jetzt die Erklärung des Magiftrats über den diefem zur Bus su tödten. Einen Selbstmordversuch beging am Sonnabend Abend der 28 Jahre alte Bierzapfer Wilhelm Schmot aus der Friedrich Straße 184, nachdem er stellungslos geworden. Ein Arzt hatte ihm als Schlafmittel Opiumtropfen verschrieben. Diese trant Sch. auf einmal aus, doch wurde sein Beginnen rechtzeitig bemerkt und durch Anwendung von Gegenmitteln fein Leben gerettet. Durch Bitter mandelöl hat sich die 69jährige Wittwe Dorothea Liedtke mann getödtet, die in der Eisenbahnstr. 15 bei ihrem Schwiegerfohn, dem Schloffer Labeth, wohnte. Schwere törperliche Leiden veranlaßten die Greifin, die bei ihren Angehörigen eine liebevolle Pflege genoß, zum Selbstmord. Im Krankenhaus Bethanien ist sie den Wirkungen des Giftes erlegen. Selbstmordverfuch wegen erlittener Vergewaltigung. Am 4. d. M. sprang die 17 Jahre alte unverehelichte Näherin Martha B. an der Torfstraßenbrücke in den Kanal, wurde aber alsbald wieder herausgezogen. Sie behauptet den Tod gesucht zu haben, weil ihr unmittelbar vorher von zwei unbekannten Männern in der Haibe bei Plögensee Gewalt angethan worden sei. Einer der von ihr beschuldigten und unter Geschrei verfolgten Männer ist in der Person des 37 Jahre alten Arbeiters Friedrich G., Müllerstraße wohnhaft, von dem in Plößensee stationirten Gendarm festgenommen worden. Bu erschießen versuchte sich gestern Mittag ber 50 Jabre alte| gab. Er wurde nach dem städtischen Krankenhaus gebracht und es 1. Eröffnung des Rongresses und Prüfung der Bollmachten der Holzarbeiter T. aus der Swinemünderstr. 79. Er wurde in hoff soll Aussicht vorhanden sein, ihn am Leben zu erhalten. Auf den Delegirten durch eine Kommission; 2. Kaffenbericht des interuungslosem Zustande nach der Charitee gebracht. Tisch hatte der Schwerverlette einen Bettel gelegt, auf dem er mit nationalen Sekretariats, Bericht der Delegirten über den Stand der theilte, daß Anverwandte von ihm fommen würden, um alles in Textilindustrie ihrer Gegend und über ihre Verbindung mit dem Ordnung zu bringen. Am Sonntag erschien denn auch ein Herr internationalen Sekretariat; 3. Welche Arbeiterschußgefeße bestehen aus Berlin, an welchen der Fremde einen Brief geschrieben hatte, zur Zeit in den verschiedenen Ländern und wie werden sie angeund agnoszirte ihn als einen Bureau- Affiftenten Gelfert aus Berlin. wendet? Wünsche betreffs neuer Gesetze und welche Mittel find Familienzerwürfnisse sollen das Motiv zu der unfeligen That fein. anzuwenden, um sie zu erlangen? 4. Festsetzung von Bestimmungen Ueber das räthselhafte Verschwinden der kleinen Martha für das Verhältniß der einzelnen Textilarbeitergewerkschaften zum Babrendorf aus Spandau, dem muthmaßlich ein Lustmord zu grunde internationalen Verband; Wahl des Sites des internationalen liegt, gehen uns die nachfolgenden näheren Mittheilungen zu: Die Sekretariats; 5. Preßangelegenheiten; 6. Bestimmungen über den 11 jährige Stieftochter des Arbeiters Thürer, Martha Bahrendorf, nächsten internationalen Kongreß. Diese Tagesordnung erscheint uns ausreichend, um alles das zu deren Vater in Brandenburg a. d. Havel lebt, batte am Mittwoch Mittag gegen 1 Uhr wider den Willen der Mutter die Wohnung erörtern, was auf dem Kongres zu besprechen vortheilhaft und des Pflegevaters verlassen, um mit einigen Kindern aus der Nach praktisch ist. Kameraden, wir bitten nochmals um Eure eifrige Mitbarschaft an dem Wasser der Havel zu spielen, wofelbft gegen halb wirkung an dem großen Werke, das wir unternommen haben. Wir 4 Uhr ein Boot landete. Der Jusasse des Fahrzeuges, ein junger erlauben uns, die Gewerkschaften, die mit ihrer Zustimmung zum Mann von etwa 20 Jahren, der elegant gekleidet war, forderte die Kongreß noch zögern, an das Wort zu erinnern:„ Die Befreiung der Kleine, sowie die ebenfalls in der Körnerftr. 8 wohnende 11 jährige Arbeiterklasse tann einzig durch die Arbeiter selbst verwirklicht Klara Lyck auf, in das Boot zu steigen und mitzufahren. Dieser werden". Keiner von uns wird bestreiten, daß allen Leidenden, allen Vorgang ist von verschiedenen Personen beobachtet worden. Das Opfern der heillosen Zustände der jezigen Gesellschaft die Pflicht grün gestrichene Boot wurde nun von dem Ruberer firomauf- auferlegt ist, überall und immer fest und einig zufammenzuhalten. wärts nach Valentinswerder zu getrieben; in der Nähe der Kameraden, wir sind überzeugt, daß die Textilarbeiter feines Landes Spandauer städtischen Bade- Anstalt, unweit des Schüßenhauses, die Pflicht der Theilnahme vernachlässigen werden, und daß wir sie Von einem Chinesen wurde am Sonntag Nachmittag ein wollte die 2. aussteigen, und nach ihrer Angabe ist auch der Fremde alle am 9. August in Roubaig vertreten sehen. Da sich aber an jenem Es lebe der internationale Zusammenhalt! etwa achtjähriger Knabe aus dem Wasser gerettet, der beim Spielen thatfächlich an das Ufer herangefahren. Für das Organisationstomitee: am Lützowufer die Böschung hinabgekollert war. Der Chinese, der Nachmittag in der Gegend viele Personen aufhielten und diese, foDer Ehrenpräfident Henri Carrette, den Vorgang von der Straße aus beobachtet hatte, legte bligfchnell weit bis jetzt festgestellt, von der Landung eines derartigen Bootes nichts bemerkt haben, so scheint sich die Kleine in bezug auf die Bürgermeister von Roubaix. feinen Schirm aus der Hand und sprang dem Knaben nach. Als er Der Generalsekretär 2. Bailleul, den Jungen glücklich gepackt und ans Ufer gebracht hatte, lief diefer Dertlichkeit, wo sie ausgestiegen, zu irren. Nur soviel ist sicher, daß Gemeinderaths- Mitglied. weinend in schnellen Sägen davon; der brave Retter aber fetzte sich, das Boot, in welchem die V. mit dem Fremden verblieb, in der Richtung nach Pichelsdorf weiterfuhr. Von diesem Augenblicke an Handlungsgehilfen- Blatt". Unter diesem Titel hat der auf als ob nichts geschehen wäre, mit feinen vom Waffer triefenden fehlt von beiden jede Spur. Die Nachforschungen der Kriminal. der Leipziger Konferenz fürzlich gegründete 3entralverband langen Kleidern in eine Droschte und fuhr schnell nach Hause. polizei in Spandau und Umgebung über die Herkunft des der Handlungsgehilfen und Gehilfinnen Deutsch Beim Abbruch eines Schornsteins auf dem Grundstück Nachens, welcher, wenn er gefentert, unbedingt schon gefunden sein lands am 5. Juli ein eigenes Blatt herausgegeben. Es erscheint Rottbuser Ufer 44 stürzte der Schornsteinfegermeister Höchstetter müßte, bei den Bootsverleihern haben so viel ergeben, daß der Kahn am 5. und 20. jedes Monats und wird den Mitgliedern unentgelt: vom Dache etwa 7 Meter tief hinab und zog sich einen Schädel- tein Miethsboot gewesen sein kann. Da aber auch Schiffer sich aus. lich geliefert. Verleger und verantwortlicher Redakteur ist G. Segniz bruch zu. Der Fangstrict, mit dem er sich während der Arbeit an- schließlich ungestrichener Boote bedienen, so kann es sich nur um ein in Altona; gedruckt wird das Blatt bei Auer u. Ko. in Hamburg. gebunden hatte, ist anscheinend durch die eiserne Verankerung des Fahrzeug handeln, das Privat- Eigenthum ist. Das verschwundene Der Vorstand des Zentralverbandes hat sich wie Schornsteins zerschnitten worden. Mädchen ist in einer seinem Alter entsprechenden Mittelgröße; es folgt fonftituirt: Borsigender: G. Segnig, Altona, Waterloostr. 36. war bekleidet mit einer grünfarrirten Blouse mit turzen Buffärmeln, Schriftführer M. Josephsohn, Hamburg, Grindelthal 11. grau- grünem Kleide und grauem Unterrock. Strümpfe und Schuhe Kaffiver: R. Seybold, Grindelallee 183. Beisitzer: 2. Kohn hatte die Kleine zu Hause gelaffen. und G. Koch. Alle Zuschriften, die Verwaltung betreffend, sowie Die Feldschmiede auf dem Artillerie- Nebungsplatz zu Geldsendungen sind an M. Josephsohn, Hamburg, Grindelthal 11, Spandau ist vorgestern Nachmittag fast vollständig ausgebrannt. 34 adressiren. Kinder, welche in der Nähe des Plages mit Streichhölzern spielten, Aus Kiel. Die Nachricht über den Streit auf der Eisenhatten das Feuer veranlaßt, welches bei dem starten Winde mit gießerei der Kieler Schiffswerft entsprach nicht ganz großer Schnelligkeit um sich griff. Der Sprizenzug der Militär- den Thatsachen. Die Sache verhält sich so: Von der Leitung der Feuerwehr war in furzer Zeit zur Stelle und nahm den Kampf Werft Howaldtswerke" war für die Hilfsarbeiter der Gießerei ein gegen das Element auf, unterstützt von der Spandauer Feuerwehr, Aufseher eingestellt worden, der sich so wenig mit den Arbeitern welche ebenfalls fofort alarmirt worden war. Es gelang, das Feuer verständigen tonnte, daß schon am zweiten Tage zwei Arbeiter entauf den Herd zu beschränken, doch ist die Schmiedewerkstatt fast laffen werden sollten. Daraufhin legten fämmtliche Hilfsarbeiter völlig zerstört. ( feiner war organisirt) die Arbeit nieder und verlangten Entlassung des Aufsehers und 3 M. Lohn Dem Wunsch nach Entlassung des Auffehers tam die Werftverwaltung nach, worauf die Arbeiter, bis auf einige, die sich nach anderer Arbeit umgefehen hatten, einer nach num 8 Mart Lohn. Im ganzen waren, vielleicht 12-15 Mann dem andern wieder zur Arbeit zurückkehrten. Diefelben erhalten betheiligt. Ein aufregender Vorfall spielte sich an einem der letzten Abende auf dem Bahnhofe zu Halensee ab. Als ein Zug nach Berlin abfuhr, tam im letzten Augenblick noch eine Mutter mit zwei Kindern im Alter von etwa 3 und 4 Jahren gelaufen, um mitzufahren. Der Zug hatte sich schon in Bewegung gefeht, die Frau aber schob in aller Gile noch eins der Kinder in ein Abtheil hinein und glaubte, auch mit dem anderen noch nachkommen zu können. Daran wurde sie jedoch der Gefahr wegen gehindert und auf der anderen Seite hielten die Fahrgäste das Kind zurück, ebenfalls damit es nicht in Gefahr komme. So wurden Mutter und Kind getrennt. Erfchoffen hat fich am Sonnabend Morgen im Thiergarten der 23 Jahre alte Schlächter Gustav Ruth, der zulegt in Charlottenburg beschäftigt gewesen sein soll. Pferdebahnfchaffner, die zum Dienste gingen, fanden ihn in der Nähe des Spielplates bei Kroll's Eta bliffement in seinem Blute schwimmen. Neben ihm lag ein fechsLäufiger Revolver, der noch mit fünf scharfen Kugeln geladen war. Was R. in den Tod getrieben hat, war nicht zu ermitteln. Gerichts- Beitung. Aus Glückstadt wird uns gefchrieben: In dem Baugeschäft 91. Polizeireviers und sechs demfelben angehörende Schußleute Ein Offizier und sechs Manu nämlich der Vorstand des waren gestern vor die 144. Abtheilung des Schöffengerichts zitirt, um Auf der Flucht vor der Polizei verunglückt ist gestern, Beugniß abzulegen gegen den Schantwirth Meyer aus der Reinicken Sonntag, nachmittag gegen 8 Uhr der 38 Jahre alte arbeitslose Dorferstraße 57b, der nunmehr zum 15. Male angeklagt war, gegen von Eggers u. Witt ist am Sonnabend Morgen von fämmtlichen 33 Tischler Eduard Seidenberg auf dem Grundstück Kaftanien- Allee 58. Seidenberg, der steckbrieflich verfolgt wurde, hielt sich in diesem die Verfrommungsverordnung vom 10. Oktober v. 3. dadurch Maurern, Bimmerern, Tischlern und Bauarbeitern J. verstoßen zu haben, daß er den straßenwärts gelegenen Hause unangemeldet auf. Das war der Polizei bekannt geworden Gingang feines Geschäfts an Sonn- und Festtagen während die Arbeit niedergelegt, weil die Geschäftsinhaber sich weigerten, den und gestern Nachmittag begaben sich zwei Schußmänner in das Haus, der Kirchenstunden nicht geschlossen hatte. Es erfolgte, Architekten Tonner, mit deffen Auftreten die Arbeiter schon seit um sich des Gesuchten zu versichern. Als Seidenberg keinen anderen wie in den früheren Fällen Freisprechung, da dem langer Zeit unzufrieden waren, zu entlassen. Ausweg mehr fab, befestigte er an einem Fenster des zweiten Stockwerks eine Leine, um sich daran hinabzulassen und so das Freie Angeklagten ein vorwiegender Ausschant von Branntwein nicht zu gewinnen. Er hatte sich jedoch verrechnet; die Leine reichte nicht nachzuweifen war. Wie groß mag wohl die Bahl der Polizei bis auf die Erde und der Flüchtling stürzte aus beträchtlicher Höhe beamten fein, welche bei Ermittelungen von Kapitalverbrechen, z. B. bis auf die Erde und der Flüchtling stürzte aus beträchtlicher Höhe bei dem in dortiger Gegend verübten Zeidler'schen Morde auf auf das Pflaster hinab. Mit einer Berftauchung der Beine und des geboten wird, wenn schon bei folchen geringfügigen Sachen fie ben Kreuzes blieb er unten liegen. Die Polizeibeamten bemächtigten sich Beamte dem regulären Sicherheitsdienste während mehrerer Stunden nun seiner und brachten ihn zunachst mit einer Droschte in ein entzogen werden?! Krankenhaus. Die zehn Berliner Unfallftationen wurden im Monat Juni dieses Jahres in 1670 Fällen gegen 1384 in demselben Monat 1896 für erste Hilfe in Anspruch genommen, 1435 Mal bei Unfällen und 235 Mal bei plöglichen Erkrankungen. In den Stationen wurden 1549, außerhalb der Stationen 121 Personen behandelt. Die Direktion der Treptow- Sternwarte theilt uns mit, daß gegenwärtig auch die Venus von 2-4 Uhr nachmittags sehr günstig durch das Riefenfernrohr zu beobachten ist. Die Gewerkschaften Hamburgs, 79 an der Bahl, feierten am Sonntag zum ersten Male ein Gewerkschaftsfest. Die Polizeibehörde hatte, wie schon häufig, der Arbeiterschaft einen Feftzug mit aufgeroliten Fahnen freigegeben. Trotz regnerischen Wetters versammelten ich etwa 25 000 Arbeiter und Arbeiterinnen auf freiem Blaze in der ehemaligen Vorstadt St. Georg und nachdem binnen kurzer Zeit ein breitheiliger Festzug arrangirt war, bewegten sie sich unter dem Klange von Arbeiterweisen und unter Vorantragung einer sehr großen Anzahl Fahnen und Banner nach dem Festplaße auf der Vittoria Festwiese in Barmbeck. Die Genossen Pfannkuch und v. Im hielten bier, wo sich nach und nach etwa 50 000 Personen eingefunden hatten, Ansprachen, worin sie auf die Bedeutung von Arbeiterfesten hinwiesen. Wegen Vergeheus gegen die Gewerbe- Ordnung hatte sich Der Spielwaarenfabrikant Berthold Lewy zu Rixdorf vor dem dortigen Schöffengericht zu verantworten Es wurde ihm zur Baft gelegt, Kinder unter 14 Jahren über 6 Stunden täglich in seiner Fabrit beschäftigt und jugendlichen Arbeiterinnen nicht die gesetzlich vorgeschriebenen Pausen gewährt zu haben. Diefe Ausbeutung jugendlicher Arbeitskraft wurde gelegentlich einer Revision seitens Ju Düsseldorf stehen seit 1. und 2. Juli zirka 150 3immerer des Gewerbe- Inspektors festgestellt und zur Anzeige gebracht. Der wegen Ablehnung ihrer Lohnforderung im Streit. Angeklagte entschuldigte sich mit Unkenntniß der bezüglichen Gesetzes Ju Magdeburg hat der Vorfißende der Böttcherinnung bestimmungen und führte an, fein Vorgänger bate dies jahrelang dem Borfigenden der Böttcher- Verbandsfiliale unter Ehrenwort so gehandhabt. Das milde Urtheil lautele auf 20 M. Geldstrafe erklärt, daß die Meister vom Montag ab den Behnstundentag be event. 4 Tage Gefängniß. willigen würden, sobald die Gesellen die Sperre aufhöben, die über die Luckau'sche Faßfabrif verhängt war. Da die Böttcher dieses Betriebes auf ihre Wiedereinstellung verzichteten, hat der Borstand ber Verbandsfiliale dem Begehren entsprochen. Der Zuzug nach Magdeburg ist für Böttcher also wieder freigegeben. " Die Spree- Havel- Dampfschifffahrts- Gefellschaft Stern" veranstaltet auch in diesem Sommer während der Schulferien fogen. billige Ferien- Extrafahrten nach den schönsten Punkten an der Oberspree und Dahme zu dem mäßigen Preise von 50 Pfennige pro Abenteuerluft hat den 16jährigen Kaufmannslehrling Richard Person für die Hin und Rückfahrt. Die Abfahrt erfolgt nach Dreyer auf die Auflagebant gebracht. In folge der Lektüre von mittags 1 Uhr ab Jannowißbrücke Restaurant Belvédère. Die Indianergeschichten beschloß der junge Mensch, nach Amerifa auszu Rückfahrt von den einzelnen Stationen erfolgt gegen 8 Uhr abends, wandern, um es dort den Selden seiner Geschichten gleichzuthun. so daß die Schiffe gegen 10 resp. 10% Uhr abends in Berlin ein um sich Waffen u. f. w. beschaffen zu können, entwendete er seinem treffen. Lehrherrn, dem Kaufmann Buller zu Rosenberg, ein halbes Aus Erfurt berichtet die Thüringer Tribüne" in ihrer am Straßensperrungen. Die Friedrichsgracht von der Fischer Fabr lang täglich einige Groschen aus der Ladenkasse. Während Sonnabend erschienenen Nummer: Nach sechswöchigem Kampfe Straße bis zur Petriftraße wird behufs Erneuerung des Ufer Bohl der Pfingstfeiertage machte er sich auf den Weg nach Hamburg, um scheint der Konflikt im Maurerberuf einer frieblichen Lösung merts vom 6. b. M. ab bis auf weiteres für Fuhrwerke und Reiter fich dort als Schiffsjunge auwerben zu lassen, zuvor aber faufte er entgegenzugehen. Heute früh haben die Kommissions- Verhandlungen gesperrt. Die Landgrafenstraße von der Kurfürstenstraße bis zum mehrere Schußwaffen, Munition und eine Anzahl Dolcheffer. Zu begonnen. Wenn auch bis zum Redaktionsschluß ein pofitives ReKreuzdamm der Wichmannstraße wird behufs Umpflasterung vom Fuß fam er bis nach Lauenburg, wo seine Mittel erschöpft fultat noch nicht erzielt worden, so ist doch als sicher anzunehmen, 5. b. M. ab bis auf weiteres für Fuhrwerke und Reiter gesperrt. ivaren. Die Anstrengungen der Wanderfahrt änderten daß eine Basis geschaffen wird, auf welcher, ohne daß beide Parteien Die Gerichtsstraße von der Kolbergerstraße einschließlich Kreuz. aber feinen Sinn und so beschloß er, und so beschloß er, wieder nach Hause fich etwas vergeben, eine Einigung fich erzielen läßt. damms bis zur Hochstraße wird behufs Asphaltirung vom 6. d. M. zu er Lebensunterhalt verschaffte fich In Weimar dauert der Streit der 26 Arbeiter der Meyer= ab bis auf weiteres für Fuhrwerke und Reiter gesperrt. Die dabei durch Bettelu. Eines Nachts wurde er in Nixdorfschen Bigarrenfabrik unverändert fort. Unterstüßungen sind zu Leffingstraße von der Händelstraße bis zum Hansaplaß wird behufs obdachlos aufgegriffen und zur Haft gebracht. Aufgrund Asphaltirung vom 7. b. M. ab bis auf weiteres für Fuhrwerte und feiner Angaben wurde er nun wegen Diebstahls und Bettelus unter fenden an Joh. Hemmrich, Friesstv. 3. Ausland. Neiter gesperrt. Orgelfonzert. Der Orgelvortrag in der Martenkirche Mittwoch, den 7. Juli, mittags 12 Uhr, wird durch Frau Oncken- Dannhäuser, Herrn Open fänger Albert Sechser und Herrn Arthur Mönch unterstügt. Zur Aufführung kommen Stompofitionen von Bach( E- moll Präludium, Choralvorspiele), Mendelssohn( sechste Sonate, Arien aus Elias), Töpfer( Borjpter), Stolbers ( Lied) und Dienel( Pastorale, Baterunfer). Der Eintritt ist frei. wandern. Seinen Antlage gestellt, Vor dem Rigdorfer Schöffengericht wiederholte er fein Gefiändniß. Mit Rücksicht auf seine Jugend erkannte der Gerichtshof auf einen Verweis. Die Aussperrung der dänischen Maschinenbauer und Schmiede dauert fort, nachdem die in der vorigen Woche in sechs Ein schwerwiegendes Urtheil hat das andelsgericht 3ufammenkünften gepflogenen Unterhandlungen der Vertreter der in Witten a. d. R. gefällt. Gin bei der Iserlohner Firma Kirsch Unternehmer- und Arbeiterverbände resultatlos verlaufen find. Bon bauer u. Siebrecht thätig gewesener Reisender hatte ein Kon- den Arbeitern wird verlangt, daß der Lohnkampf in Odense und Slagelse, turrenzgefchäft in Iserlohn errichtet und zwar trop tontrattlicher welcher den Anlaß zur Aussperrung gab, durch ein Schiedsgerich Abmachung, daß er einer Konventionalstrafe pon 3000 m. Aus den Nachbarorten. verfalle, wenn er sich innerhalb dreier Jahre etablire. Schöneberg. Verein der Kunstfreunde. Den Mitgliedern zur Das Gericht ging über die stipulirte Konventionalftrafe weit hinaus Nachricht, daß die Vortragsabende in den Sommermonaten aus- und verurtheilte den Beklagten zu 5000 Mart Strafe. fallen. Die geplante Landpartie findet am Sonntag, den 11. Juli, leber einen Gotteslästerungsprozeß wird uns aus Leipzig nach Schildhorn statt. Treffpunkt Bahnhof Ebersstraße, früh 9 Uhr. berichtet: In einer am 4. April in Groißsch abgehaltenen öffent Der Vorstand. Langlos gewefen zu sein. In Charlottenburg haben bereits einige Religion in die Debatte ein. Er soll sich dabei einer Gotteslästerung Der Umzugstermin scheint in den Vororten nicht ganz be- Hermann Paul Nöbel nach einen Vortrag über die chriftliche Das Landgericht Leipzig verurtheilte ihn Tage vor dem 1. Juli Maffenkündigungen zur Erreichung höherer schuldig gemacht haben. Miethen, namentlich in den in der Nähe der Bahnhöfe gelegenen au einem Monat Gefängniß. Häusern stattgefunden. Die Miethssteigerungen betragen etwa 20 pt. der bisherigen Miethe. Die Miethssteigerungen sind aber nicht von den Miethern angenommen, denn in wenigen Tagen haben sich die Eingänge der bewohnten Häuser dicht mit VermiethungsAnkündigungen bedeckt. Gewerkschaftliches. Deutsches Reich. An die geregelt werden soll. Ferner suchen die Arbeiter eine Beseitigung bes bisherigen Zustandes, wonach Akkordarbeiter, welche den Akkord ( freiwillig oder gezwungen) nicht fertigstellen, nur Stundenlohn erhalten. Diese gemäßigten Forderungen der Arbeiter sind von den Unternehmern strikte abgelehnt worden, da man den Kampf bis zur Bernichtung der fräftigen Organisation der Arbeiter führen will. Auch die gleichzeitige Aussperrung der Former nimmt immer Schließung einer weiteren Zahl von Gießereien, denen der noch vers größere Dimensionen an. Bis Freitag, den 25. Juni waren bleibende Rest in den nächsten Tagen folgen soll. Das Angebot der Fabri fanten, weiterzuarbeiten, jedoch dem Formerbund auss zutreten, ist felbstverständlich von den Formern zurückgewiesen worden, so daß in wenigen Tagen die Mehrzahl der dänischen Former auf der Straße liegen wird. aus Inzwischen ist die Kartellirung der Unternehmer= verbände aller Gewerbe meiter fortgeschritten und hat organifirten Arbeiter der Textilinduftrie aller Länder! bereits dazu geführt, daß in Odense 200 Textilarbeiter und Are Ueber eine schauerliche That wird aus Potsdam be Liebe Kameraden! Der Tag des dritten internationalen Textil beiterinnen ausgesperrt wurden. Das Gleiche ist den im Bau richtet: Am Sonnabend Abend traf dort in dem Gasthof Bur " Stadt Wittenberg" in der Leipzigerstraße ein etwa 35 Jahre alter arbeiter- Kongresses naht heran. Nie hat ein Kongreß für die Ar- gewerbe Beschäftigten angedroht worden. Man glaubt hierdurch Herr mit seinen zwei Ruaben, im Alter von 11 und 8 Jahren, ein. beiterschaft unseres Berufs eine größere Wichtigkeit gehabt als der, mit einem Schlag der ganzen Arbeiterbewegung den Garans und ist das Ende des Kampfes noch Als der Fremde am Sonntag Vormittag nicht mehr zum Vorschein welcher vom 9. bis 14, August d. J. in Roubaix abgehalten machen zu können, Das Unternehmerthum bleibt sich eben tam, betrat man sein Zimmer. Den Eintretenden bot sich ein werden foll. Eine Menge Gewerkschaften, sowohl in Frankreich, gar nicht abzusehen. schrecklicher Anblick. Auf dem Sopha lagen, je in einer wie in England, Deutschland, Belgien, Holland, Dänemart, Spanien, überall gleich und so haben sich auch die deutschen Metall. Ecke, die Leichen der beiden Knaben, während der Water Desterreich, Italien, der Schweiz und sogar in Amerika haben ihre industriellen mit den dänischen Kühnemännern" solidarisch erklärt, mit geöffneten Pulsadern blutüberströmt an der Erde lag. Buftimmung zum Rongreß eingesandt. Nach reiflicher Erwägung so daß aur Zeit alle aus Dänemart nach Deutschland kommenden Der Befund ergab, daß die beiden Knaben anscheinend an Verschlägt nun das unterzeichnete Komitee vor, die Tagesordnung wie Metallarbeiter auch aus fämmtlichen Werken des organisirten deutschen Unternehmerthums ausgeschlossen sind. giftung gestorben, während der Vater noch Lebenszeichen von sich folgt festzusetzen: Versammlungen. Die Ban, Erd- und gewerblichen Hilfsarbeiter( Bahl Stelle I) nahmen in ihrer Mitgliederversammlung am 4. Juli die Abrechnung vom vorigen Quartal entgegen. Danach betrug die Einnahme mit einem Bestand von 12,91 m. 253,53 m. und die Ausgabe 203,40 M. Hierauf wurde A. Hoffmann zum ersten Kassirer und Neukirch zum Stellvertreter gewählt. Neun Mit glieder meldeten sich in der Versammlung, die durch, den Streit der Maurer in Mitleidenschaft gezogen wurden. Die Betreffenden wurden als unterstüßungsberechtigt anerkannt. Zur Aufnahme hatten fich 30 Berufskollegen gemeldet. Zum Schluß wurde auf das Stiftungsfest aufmerksam gemacht, das am 14. August stattfindet. Das Verkehrslokal für den Osten befindet sich von jetzt ab bei Frizz Mittelstädt, Tilsiterstraße und Weidenweg Ecke. Briefkasten der Redaktion. Universalgenie. Dant. Hat uns amüsirt. 8112, fozialdemokratische 681, also taum 1/12); dann folgen in ungefährer Reihenfolge( die erst angegebenen Zahlen geben die überhaupt abgegebenen Stimmen, die zu zweit angegebenen die sozialdemokratischen an): Lippe etwas über 10( 12 966 1201), Württemberg( 308 918 42 801) und Baden( 266 895 125 952) mit 37 559), also etwa 17, Bayern( 773 924 1304) mit etwas mehr als 1/6 gegen 1, und Schaumburg- Lippe( 71233300), Preußen( 4 656 404 956 248), Medlenburg- Streli 55- 46 186) mit ( 30 914 Windfiärke 28 etter ( 5.4° R.) Wir bitten, bet jeder Anfrage eine Chiffre( swet Buchstaben oder eine 8a hl) anzugeben, unter der die Antwort ertheilt werden soll. Die juristische Sprechstunde findet Montags, Dienstags, Freitags und Sonnabends, abends von 7-8 Uhr statt. D. S., Ilm. Schreiben Sie an die Redaktion der Deutsch. med. Oldenburg( 48 110 9479), Elsaß- Lothringen( 239 Wochenschrift", Berlin. etwa 1, Seffen( 152 408 37 519), Medlenburg- Schwerin( 102 974 28 930), Sachsen- Weimar( 52 724-13 283) mit etwa 4, Sachsen- Meiningen E. 1. 2. Ihre Frage, wie man Schiefer polirt, tönnen wir leider 11 332), Anhalt( 49 235 17 864), Schwarzburg- Sondershausen ( 11 793 nicht beantworten. 3935) mit etwa 1/3, Sachsen( 773 924 270 654), Braunschweig forderung tritt in Breußen erst in 30 Jahren ein. 2. Nein. H. G. 1. Der Abzug ist berechtigt: die Verjährung einer Darlehns:( 66 905 27 555), Sachfen- Altenburg( 29 889 12 429), Sachsen- Koburg6340), M. W. Gotha( 32 758 15 034), Schwarzburg- Rudolstadt( 14 028 6041), Reuß 1. 2.( 20 191 Ein freiwilliger Verkauf des Hauses ändert an den Rechten und Pflichten Reuß ä. 2.( 14 007 bes Miethsvertrages nichts. Die Rechte und Pflichten des früheren Eigen:( 15 252 11 539), Lippe 7389), Bremen( 34 195 14 572) und Hamburg( 119 198 thümers gehen auf den neuen über. Die nothwendige gerichtliche Ber: 70 552) mit je etwas über oder unter 1/2. Bayern rangirt also an fünftletter, Alt- Glienicke. In einer öffentlichen Versammlung, die hier äußerung( Subhastation) des vermietheten Hauses hat gleichfalls nicht die Hamburg an erster Stelle. Die näheren Prozentzahlen wollen Sie sich selbst im Lokal von Saß, Wirthhaus zur goldenen Sonne, am 24. Juni aber die Hypothekengläubiger und den Ersteher, nicht aber den Miether, den Aufhebung des Miethsvertrages ohne weiteres zur Folge. Sie berechtigt ausrechnen. tagte, hielt Reichstags- Abgeordneter Wurm einen beifällig auf- Miethsvertrag zum Ablauf des auf die Subhastation folgenden Quartals Witterungsübersicht vom 5. Juli 1897. genommenen Vortrag. Unter Verschiedenem theilte Pauels mit, zu kündigen. Hat am 15. April die Subhastation stattgefunden, so kann der daß der Amtsvorsteher v. Oppen das Lokal auf die Polizeistunde Ersteher, nicht der Miether, spätestens aut 3. Juli zum 1. Oktober fündigen. gefeht habe. Redner wünscht, daß die Arbeiter in anbetracht der Kündigt er vor dem 1. Juli, so kann der Miether beretts zum 1. Juli geschäftlichen Schädigung, die der Wirth erfahren hat, diesem um so siehen, ohne für das Juli- September Quartal Miethe zahlen zu müssen. Stationen. mehr ihre Unterstützung zuwenden mögen. Hierauf wählte die Verwenden. Dort wird Ihnen Auskunft ertheilt. 999. Sie wollen sich direkt an die Post- und an die Eisenbahnbirektion - D. N. Die Kirchensteuer fammlung den Genossen Otto Wolter, Alt- Glienicke, Rudower beträgt in Berlin für die Mitglieder der evangelischen Kirchengemeinde straße 4c, zum Vertrauensmann. 10 pt. der Staatssteuer, für die der katholischen Kirchengemeinde in St. Bonifacius, St. Hedwig, Herz Jesu, St. Mathias, St. Sebastian 15, Swinemünde in St. Pius und St. Michael 10 pet. Jedoch sind die Mitglieder Hamburg der katholischen Kirchengemeinden, welche weniger als 27 Mart Einkommensteuer zahlen, von der Kirchensteuer befreit. Schaumann. Ja. E. R., O. 3. Das Mädchen muß die Genehmigung zur Berehelichung seitens ihres Vaters haben, da sie noch nicht 24 Jahre alt ist. Ist der Auf- München enthalt des Vaters nicht zu erfunden, so muß dies dem Amtsgericht dar: Wien. gelegt und um Bestellung eines Pflegers zwecks Grtheilung der Genehmigung Haparanda. nachgefucht, auch dem Standesbeamten glaubhaft gemacht werden, daß des Petersburg Baters Aufenthalt nicht bekannt ist. sich auf das Vereinsleben des betreffenden Vereins beziehen. 2. Sp. Angelegenheiten, die Cort. Winkel. Gegen den Bescheid der Berufsgenossenschaft, durch den Sie um abermaligen Besuch der Rentenquetsch- Anstalt und um Geschehenlassen einer Operation Pavis. angegangen werden, müssen Sie auf schiedsrichterliche Berufung antragen. Wahltisch. In den einzelnen deutschen Ländern ist das Verhältniß der am 15. März 1893 bei den Reichstagswahlen abgegebenen sozialdemokrati: schen Stimmen zu den überhaupt abgegebenen Stimmen ein sehr ver: fchiedenes. Am schlechtesten steht Walded da( überhaupt abgegebene Stimmen Arbeiter- Bildungsschule. Die Bibliother in der Nordschule, Brunnen ftr. 25, ist vom 1. Juli ab bis auf weiteres geschlossen; die noch aus ftehenden Bücher find umgehend Tonnerstags abends von 9 bis 10 Uhr zurückzuliefern. Mitgliedsbeiträge werden an diesem Tage in der Nord: fchule entgegengenommen, ebenso in folgenden Rahlstellen: Gottfr. Schulz, Admiralftr. 40a; Reul, Barnimftr. 42; Babiel, Mofenthalerstr. 57; Gleinert, Müllerstr. 7a; Paul Mücke, Manteuffelstr. 128; 5. Königs, Dieffenbachstr. 30. Alle zuschriften find an den Boifigenden Baul Müde iv., SO. Man teuffelstr. 128, Geldfendungen an den Kassirer H. Königs, S. Dieffenbachstr. 30, zu senden. Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Worfiyender Ad. Neumann, Brunnenstr. 150. Alle Nenderungen im Vereinskalender sind zu richten an Friedrich Nortum, Manteuffelitr. 49, p. 2 Tr. Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und der Umgegend. Borflyender P. Gent, Dresdenerfir. 107/108. Alle Zuſchriften, den Berewskalender betreffend, find an H. Bendix, Alexandrinenstraße 100, au richten. Arbeiter- Raucherbund Berlins und der Umgegend. Aenderungen im Bereinstalender find zu richten an Hermann Braunschweig, Dresdener Straße 80, 2. Sof. Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber feinerlei Verantwortung. Theater. Dienstag, den 6. Juli. Neues fgl. Operntheater( Kroll). Tannhäuser und der Sängerkrieg auf der Wartburg. 7 Uhr. Leffing. Die Geisha. Westen. Die weiße Dame. 1/28 Uhr. Neues. Der Stellvertreter. Friedrich Wilhelmstädtisches. B Lehmann's Kriegs- Abenteuer im Orient. 8 Uhr. Belle- Alliance. Spezialitäten. Anfang 4 Uhr. Ostend. Unsere Reichspost. 8 Uhr. Apollo, Venus auf Erden. 8 Uhr. Passage Panoptikum. Die Kinder der Wüste. Ostend- Theater. Gr. Frankfurterstr. 132. Dir. G. Weiß. Unsere Reichspost. Durchschlagender Erfolg. Anf. 8 Uhr. Jm Garten: Spezialitäten ersten Ranges. Hugo Schulz. 11. a.: Lebende Photographien. Anf. 6 Uhr. Mittwoch, 7. Juli: Erstes großes -W 1 Passage- Schweizer Garten. Panopticum. 30 Kinder der Am Königsthor. Haltestelle d. Pferdebahn. Am Friedrichshain. Täglich: Theater und Spezialitäten. Little Parkins u. Miss Lizzi, Transformationstünstler. Theod. Wüste. Lippardt, Tanzhumorist. Geschw. Tilly, Gesangs: und Tanz Beduinen, Derwische, Schlangenbeschwörer, BauchItänzerinnen etc. duettisten. Emmy Dahl, Liedersängerin. The two Buffalos, Radfahrer Humoristen. John& Paolo, Gycentrics Pantomimisten. Carla Walton, Rostümfoubrette 2c. Vorstellung Boltsbeluftigungen Im Saale: Ball. 12, 5, 7, 9 Uhr. Konzerthaus Sanssouci, Rottbuserstr. 4a. Inh. H. Pierry. Täglich: aller Art. Enteer 30 Pkg. Jeden Mittwoch: Kinder- Frendenfest. Gr. Garten- Konzert und Es ist nur noch ein Sonnabend im August für Vereine frei. Theater- Vorstellung mit wechselndem Programm. Schwank, Operette u. Burleste. Koloffaler Erfolg der vollständig neuen Prima Spezialitäten. Hermandez und Elfriede in ihren unübertrefflichen Leistungen. Max Aschinger mit neuen Liedern. Walden u. Steiner mit neuen Kouplets. Passe- partouts gelten. Rinder Freudenfeft. Fadelpolonaise. Konzert Anfang 6 Uhr. Vorstellung = Jedes Kind erhält ein Geschent. Apollo- Theater und Konzert- Garten. Venus auf Erden. Burlest- phantastische Operette in einem Aft von Bolten Bäders. Musik von Paul Linde. In Szene gefest vom Dir. J. Glück. Neues Spezialitäten- Programm. Otto Reutter. Kinetograph. % Kaffeneröffnung 6 Uhr. V 8 Uhr. H. Pierry, Puhlmann's Vaudeville- Theater Schönhauser Allee 148, Kastanien Allee 97-99. Hente, Dienstag, den 6. Juli 1897: Bum 1. Male: Im Reiche Der Sirenen. Große Ausstattungsburleske Konzert 7 Uhr. Vorstellung 8 Uhr. mit Gesang und Tanz von J. Eißmer W. Noack's Theater Brunnen- Strasse 16. Im schönen Garten täglich; Konzert, Theater. n. SpezialitätenVorstellung. Eine verhängnißvolle Nacht. Poffe mit Gefang in 1 Aft von Meßner. Berliner Wäschermädel. Burlesfe mit Gesang und Tanz von W. Geride. Jeden Sonntag, Montag, Dienstag und Donnerstag im Saale: Grosser Ball. Viktoria- Brauerei ( Garten resp. Saal) Lützow- Strasse 111/112 nahe Potsdamer Platz. Hente sowie täglich: Stettiner Sänger ( Meyfel, Pietro, Britton, Steidl, Krone, Röhl, Schneider und Schrader.) Zum Schluß: und J. Häußler. Castan's Panopticum. belebten Neu! Die elektrisch Neu! und künstlich sprechenden Neu! Menschen. Neu! und hochkomisch! Feuerstein's Festsäle Alte Jakobstrasse 75 Juh. Martin Herzberg. Grosse und kleine Säle zu Versammlungen unentgeltlich, sowie zu Sommer- u. Winterfestlichkeiten b. koulanten Bedingungen. ophastoffe Ostbahn- Park Am Küstriner Platz Hermann Imbs. Am Küstriner Platz Täglich: Großes Konzert und Vorstellung. Kapelle 20 Mann. Dir. D. Görner. Regie: D. Deder. Neues sensationelles Programm. Großer Erfolg! Berlin, wie's baut und kracht. Berlin and in mm, Barometer reduzirt auf d. Meeressp. Windrichtung ( 1-1) ALBIBADIL Temperatur nach Celsius 758 Q 4 761 4 woltig bedeckt 16 13 760 WNW 3 bedeckt 15 Wiesbaden 765 NW 1 wolfig 15 767 3 bedeckt 13 763 NW 2 bedeckt 749 GO 2 Regen 15 13 752 · . OND 1 Regen 15 762 MSW 5 bedeckt 15 752 • • 767 SW DSD 4 bedeckt wolfenlos 12 14 Aberdeen. Wetter Prognose für Dienstag, den 6. Juli 1897. Ein wenig wärmer, zeitweise heiter, vorherrschend wolkig mit etwas Regen und ziemlich frischen westlichen Winden. Berliner Wetterbureau. Jin Erscheinen begriffen ist: Geschichte bex Deutschen Gozialdemokratie Don Franz Mehring. Erscheint in wöchentlichen Lieferungen à 20 Pf. Am 3. d. M. verstarb meine liebe Frau 29926 Marie Schröder geb. Grinack im 33. Lebensjahre an der Proletarier: frankheit. Die Beerdigung findet am Mittwoch, den 7. d. M., nachm. 41 Uhr, Entree Sonntags 20 Bf., Kinder 10 Pf. Wochentags 10 Pf., Kinder 10 Pf. pom Kreistrantenhaus Briz aus statt. Mittwoch: Kinderfest. Brauerei- Ausschank der Brauerei Stralau Oeconomie: Birkholz& Mittag. Jeden Sonntag und Donnerstag: Theater- und Spezialiäten- Vorstellung. Garten Konzert der 20 Mann starken Hauskapelle. Im Saale: Grosser Ball bei gänzlich freiem Entree. Sport- und Ruderboote in gr. Auswahl stehen zur Verfügung. Kaffeeküche v. 2-7 Uhr. Volksbelustigungen jeder Art. 2 verdeckte Kegelbahnen. Gute Biere, ausgezeichnete Küche zu soliden Preisen. Birkholz& Mittag. Zum Ausschneiden! Spree- Havel Havel- Dampfschinfahrts- Gesellschaft Stern". Billige Ferien- Extrafahrten Mittwoch, den 7. Juli: nach Zeuthen am Benthener See. Donnerstag, den 8. Jult: nach Hessenwinkel am Dämeritjee. Freitag, den 9. Juli: nach Neue Mühle bei Königs Wusterhausen, = Um stille Theilnahme bittet Paul Schröder nebst Kindern, Britz, Werderstr. 45, 1 Tr. Warnung! 2923 b Warne hierdurch jedermann, meiner Carl Becker Cigarren, Cigarretten u. Tabake Lindowerstr. 25 an der Müllerstr. 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Juli cr., abends 8 Uhr: Oeffentliche Partei- Versammlung im Alten Schützenhause, Linienstrasse 5. Tages Ordnung: 1. Berichterstattung des Abgeordneten R. Schmidt über die verflossene Reichstags: Session. 2. Abrechnung der alten Vertrauensleute. 3. Abrechnung von der Maifeier. Die Wichtigkeit der Tagesordnung bedingt zahlreiches Er scheinen der Parteigenossen; ein jeder hat am Blake zu sein. 217/4] Die Vertrauensleute. Sozialdemokratischer Wahlverein des 6. Berliner Reichstags- Wahlkreises. Dienstag, den 6. Juli, abends 8 Uhr: O Versammlungen. Für Gesundbrunnen: im ,, Viktoria Garten", Badftr. 12. Tages Ordnung: 1. Vortrag: Die verschiedenen Formen des Klaffentampfes. Referent: Genoffe Glocke. 2. Disfuffion. 3. VereinsAngelegenheiten. 4. Verschiedenes. [ 246/ 9* Für Moabit: im ,, Moabiter Klubhaus", Beuffelftr. 9. Tages Ordnung: 1. Bortrag über: Der Kampf ums Dafein. Referent: Genoffe Mücke. 2. Diskussion. 3. Vereinsangelegenheiten. 4. Verschiedenes. Der Vorstand. Bahlreiches Erscheinen erwartet Achtung! Vergolder. Achtung! Sonntag, den 11. Juli 1897: Familien- Ausflug nach Waidmannsluft zum Kollegen Heine. Abfahrt vom Nordbahnhof 7 Uhr 45 Minuten. Treffpunkt daselbst 7 Uhr 30 Minuten. Für Nachzügler 12 Uhr 35 Minuten nachmittags. Um rege Betheiligung ersucht Die Kommission. Freunde und Gönner find freundlich eingeladen. 226/2 Allgem. deutscher Tapezirer- Verein. Mitglieder- Versammlungen Filiale Zentralverein der Bildhauer. Verwaltungsstelle Berlin. Heute Dienstag, abends präzise 8 Uhr, Annenstraße Nr. 16: Versammlung. 1. Steinbildhauer Abend. 2. Stellungnahme zur Wittwen- und Arbeitsunfähigen- Unterstützung. Der Vorstand. 22/7 Töpfer! Heute, Dienstag, abends präz. 6 Uhr, in Nieft's Salon, Weberstrasse 17: Große öffentliche Versammlung der Töpfer Berlins und Umgegend. Tages Ordnung: Bericht der Kommission über die stattgefundenen Verhandlungen mit dem Ausschuß des Verbandes. Die Wichtigkeit der Tagesordnung erfordert das Erscheinen aller. Der Vertrauensmann. 193/20] Deutscher Holzarbeiter- Verband. Frauen und Mädchen- Bildungsverein ( Zahlstelle Berlin.) Vertrauensmänner- Versammlungen: Rigdorf und Umgegend. 263/6 Mittwoch, den 7. Juli, abends 8 1hr, in den Viktoria- Sälen, Hermannstraße 49-50: Mitglieder- Derlammlung. Tagesordnung: 1. Vortrag des Herrn Dr. Weyl über: LungenDer Vorstand. J. A.: Frau Jeeze, Ziethenstr. 60. Mittwoch, den 7. Juli, abends 8 Uhr: heilstätten. 2. Bericht des Borstandes. 3. Bericht der Saffirerin. 4. BerOsten und Nordosten: im Lokale der Wittwe Röhl, Straußbergerstraße Nr. 3. Südosten: schiedenes. Achtung! Chemigraphen. Achtung! Donnerstag, den 8. Juli 1897, abends 82 Uhr: im Lokale des Herrn Rautenberg, Oranienstraße Nr. 180. straße 54/55; Suttner& Hanf, Stallschreiberstraße 21; Bormann, Admiralstraße 18 b. Die Kollegen folgender Wer‍ſtellen ſind eingeladen: Weſt er, Wianteuffel: Außerordentl. General- Versammlung Westen und Südwesten: im Lokale des Herrn Fritz Zubeil, Lindenstraße Nr. 106. Die Kollegen folgender Wertstellen sind eingeladen: Siebert& Aschen: bach, Hornstraße 11; Jänchen, Gneisenaustraße; Duste& Kunow, Hornstraße 11. Moabit: im Lokale Thurmstraße. Wedding und Gesundbrunnen: im Lokale des Herrn Zubeil, Lindenstr. 106. Tagesordnung: 1. Vortrag. 2. Disfussion. 3. Neuwahl des ersten Vorsitzenden. 4. Verschiedenes. Mitgliedsbuch legitimirt. 97/16 Um zahlreichen Besuch bittet Die Verwaltung. Gauverein Berliner Bildhauer. im Lokale des Herrn Raabe( Kolberger Salon), Kolbergerftr. 23. Sonnabend, den 10. Juli, in der ,, Neuen Welt", Hafenhaide: Die Mitglieder der Werkstatt- kontrolliommission versammeln sich um 7 Uhr vorn im Lokal. Rosenthaler und Schönhauser Vorstadt: im Lokale des Herrn Wernau, Schwedterstraße Nr. 23. Sommerfest. Branchen- Versammlung der Drechsler um 9 uhr auf der Garten- Bühne: Tiroler Wirthshaus zene mit Gefang, am Mittwoch, den 7. Juli, im Lokale des Herrn Diecke, Ackerstrasse 123. Tages Ordnung: 1. Bortrag des Kollegen O. Tabert. 2. Branchen- Angelegenheiten. 3. Verschiedenes. Es ist Pflicht sämmtlicher Kollegen des Nordens, zu erscheinen, ins: besondere der Modell- und Baudrechsler. Kommission der Bürstenmacher bei Dierke, Weinbergsweg 11 a. [ 102/12 Arbeiter Sänger- Bund = Berlins und Umgegend. Achtung!. Vereine? Die Ausgabe von Billets zum Beginn des Konzerts um 4 Uhr. Auftreten der berühmtesten Spezialitäten. Bur Aufführung gelangt im Garten( nicht, wie auf den Plataten an: gegeben, im Theatersaal): Jahrmarkt in Udine, verbunden mit Schützenfest. Bither- Konzert, Schuhplattler u. f. w., unter gütiger Mitwirkung des DamenChors Harmonie( M. 5. A.-S.-B.) Billets à 25 Pf. sind bei den Kollegen Trautvetter, Krautstr. 28; Otto Meyer, Engel- Ufer 2B, zu haben. 22/5] Das Komitee. J. A.: Paulun. Achtung!. Achtung![ 2963b Gürtler und Bronceure! Montag, den 12. Juli, in der ,, Neuen Welt", Hafenhaide: Sommerfest [ 17/3 Konzert und Spezialitäten- Vorstellung. Gr. RiesenLand und Wasser- Feuerwerk. Um 5½ Uhr: Zug der Kinder zum Riesen- Bonbonregen. Sängerfest in Pichelsdorf am 8. August 18977 Beim Dunkelwerden: Gr. Fackel- Polonaise, wozu jedes Kind über vier Jahre eine Stocklaterne gratis erhält. Volts: und Kinderbeluftigungen aller Art, dazu drei Billets für Kinder 10 Pf. Von 6 Uhr ab: BALE. Entree 40 Pf., Vorverkauf 30 Pf. Kinder unter 14 Jahren in Bes gleitung Erwachsener haben freien Eintritt. Um recht zahlreichen Besuch bittet Das Komitee. Süden: Mittwoch, den 7. Juli, abends 8 Uhr, im Lokale des Herrn Zubeil, Lindenstraße 106. Tagesordnung: 1. Vortrag des Kollegen Leo Schmidt. 2. Dis fussion. 3. Vereinsangelegenheiten. 177/10 findet, nach Vorzeigung der Vereins- Bundesmitgliedskarte, bei folgenden im Lokale des Herrn Buske, Grenadierftr. 33. A. Hübner, Wilhelmftr. 134; 0. Rasche, Reichenberger B. Günzel, Lothringerstr. 52. Spestalttät: Barträts fozialistischer Führer, Tagesordnung: 1. Vortrag des Reichstags- Abg. F. Zubeil über: ftraße 160( Cigarren Geschäft); R. Meyer, Mariannenstr. 2 Das Jnnungsgesetz. 2. Diskussion. 3. Vereinsangelegenheiten. ( Blumen- Geschäft); A. Neumann, Brunnenstr. 150( Restaurant). Lassalle, Wary 2c. in Cigarrenspizen, Pfeifen, Nadeln, Brochen, Knöpfen, Büften, Die Ortsverwaltungen. Der Vorstand. Gäste willkommen. Bildern u. dgl., sowie jede Drechslerwaare u. Nepar.( Man verl. Breisturant.) Filiale Norden: Donnerstag, den 8. Jult, abends 8 Uhr, Borstandsmitgliedern statt: 1. Ziehung d. 1. Klaffe 197. Kgl. Preuß. Lotterie.| 223 45 87 395 916 107102 306 13 81 456 802 108058 Biehung vom 5. Juli 1897, Vormittags. Nur die Gewinne über 60 Mart find den betreffenden Nummern in Parenthese beigefügt. ( Ohne Gewähr.) 68 138 294 486 653 818 47 68 1023 121 329 99 548 69 64 688 894 2155 354 58 551 746[ 100] 901 3098 159 299 339 452 654 776 85 883 926 4077 1200] 97 175 249 60 392 815 82 966[ 100] 79 5013 63 136[ 100] 418 76 630 [ 300] 955 6088 374 433 611 73 84 716 27 33 81 834 976 7079 256 334 51 69[ 150] 429 517 26 618 703 8029 286 336 72 76 532 47 61 99 633 899 931 71 9065 90 141 212 31 37[ 200] 75 99[ 200] 357 459 80 590 611 13 10002 64[ 100] 206[ 100] 824 11211 350[ 150] 68 716 952 12141 447 511 606 9 767 815 55 56[ 300] 60 91 991 18057 108 73 303 420 956 14036 60 149 200 376 495 576 640 777 824 75 979 15032 335 428 35 44 578 905 16101 72 82 244 65[ 150] 343 436 641 764 863 17054 71( 100) 81 186 361 456 552 623 950[ 100] 82 18101 7 19022 97 231 68 69 231 814 67 518 34 670 97 711 925 365 459 583 684 98 900 10 55 21202 36 361 476 695 740 897 920 38 22111 255 93 680 725 94 950 23214 76 315 55 1100] 418 30 510 622 46 95 963 24043 239 367 468 522 38 92 606 16 810 40 99 923 43 25016 61 307 75 446 665 69 790 818 26029 155 89 501 3 695 761 27086 95 175 410 96 538 609[ 100] 972 28074 125 40 56 443 500 73 675 898 20046 262 322 88 498 606 892 987[ 150] 20046 107 520 844 930 30106 422 769 813 900 81301 584 814 43 937 60 32073 127 216 27 32 348 541[ 100] 672 83040 186 267 74 98 443 77 84 603 826 915 84019 115 49 87 488 662 66 727 62[ 100] 927 35011 237 325 483 85 98 567 98 612 68[ 100] 786 848 997 36375 425 34 43 99 789 847 88 971 37121 388 94 451 587 699 807 70 38072 100 47 227 364 509 894 39077 143 247 323 606 18 40 702 42[ 100] 40004 24 59 274 416 592 674 90 841 90 974 41096 185[ 100] 211 469 83 551 778 42079 162 63 466 630 40 765 914 95 48070 272 301 97 493 537 676 724 41 50 802 44043 53 228 54 75 303 98 486 94 543 670 922 59 45483 572 651 777 815 992 46025 65 177 427 542 71 668 94 704 65 80 90 960 82 47006 123 63 415 89 527 86 612 70 872 906 48010 77 327 417 91 777 851 40437 569 634 81 702 26 939 50022 38 151 83 383 95 403 37 76[ 100] 706 11 12 861 63 912 16 37 51040 92 230 304 58 74 423 518 47 910 23[ 100] 52202 49 64 348 405 605 773 845[ 100] 947 99 58017 235 43 71 840 431 77 79 88 550[ 100] 52 676 722 92 830 915 54199 264 96 460 628 62 97 733 55325 28 769 916 95 56022 86 132 314 418 67 554 845 946 57305 400 634 78 717 34 94 58037 219 55 72 394 521 36 604 52 914[ 150] 59138[ 100] 257 344 61 402 509 678 727 809 Ge096 246 386 543 796 909 61006 197 208 22 519 667 746 858[ 150] 983 62053 136 231 60 700 8 99 898 ( 200) 934[ 100] 37 56 63009 20 90 225 84 380 485 692 701 802 62 952 64175 233 302 744 957 65000 375 96 526 649 66067 182 214 96 326 46 479 518 772 847 70 86 96 67138 70 210 56 69[ 100] 322 93 402 12 851 72 933 68030 49 280 81 333 412 502 69174 233 312 554 716 93 70093 112 58 264[ 100] 487 600 69 760 71354 443 94 564 86 93 614 72029 251 335 442 505 99 647 57 848 936 99 73249[ 100] 600 700 852 68 964 90 74048 50 199 467 79 517 41 626 59 62 863 84 971 75007 74 89 146[ 100] 315 539 791 866 927 45 76174 209 309 [ 100] 83 551 62 613 51 56 63[ 100] 80 910 77042 59 68 102( 100) 459 562 96 846 78114 73 335 62 494 554 685 87 731 41 88 819 79029[ 100] 108 10 525 656 57 882 80140 80[ 100] 258 301 77 421[ 100] 504 649 851 917 81189 284 450 503 84 829 977 82088 260 320 508 923 76 88142 286 352 78[ 100] 459 87[ 30000] 561 65 67 85 748 875 87 943 84041 211 25 333 46 414 562 808 43 79 85029 123 37 223 55 61 450 70 609 775 859 74 965 86065 71 304 55 594 895 929 63 76 87026 65 75 152 709 924 37 78 88263 73 344 407 564 616 19 30 89013 151 58 535 695 735 835 90042 87 100 78[ 100] 83 256 57 329 482 675 [ 100] 93 778 95 850 67 88 91251 71 666 97 716 32 813 92112 39 256 356 491 549 636 40 41 806 37 943 93114 18 337 474 509 23 52 61 616 869 957[ 100] 94062 90 120 27 277 308[ 150] 593 603 54 781 938 62 63 98 95072 94 103 20 271 306 90 559 67 651 768 77 889 96212[ 100] 14 25 48 441 89 730 892 97080 155 359 522 677 725 37 995 98049 137 60 293 496 646 868 99012 93 160 79 306 697 99 925 100207 92 322 96 401 829 83 966 97 101046 157 95 241 338 435 54 651 59 710 968 102201 385 406 822 901 58 88 108014 311 470 512 87 97 661 752 57 854 66 91 940 104003 18 23 86 240[ 200] 445 901 7 30 105079 98 156 99 234 65 347 550 621 39 769 804 106042 145 247 718 70 77 824 109020 361 530 728 50 86 978[ 100] 110126 68 203 8 25 32 318 410 517 947 77 92 111137 341 69 86 488 76 527 65 624 47 903 16 71 112139 55 93 203 24 408 648 783 800 63 113167 302 65 66 856 922 114355 72 81 671 92 780 815 33 115048 111 15 61 288 428 116005 11 181 223 559 83 858 910.13 117068 76 304 561 644 718 11059 355 417 535 728 931 119182 238 317 46 612 809 120349 575 649 705[ 150] 52 78 804 22 909 121117 225 94 333 523 39 44 678 962 122129 341[ 100] 421 24 88 93 810 76 123071 228 544 834 94 124327 99 468 567[ 500] 618 90 707 30 80 900 71 85 125549 685 700 927 126098 164 70 98 287 377 408 511 43[ 150] 744 879 957 60 77 127285 337 418 893 903[ 150] 73 128156 560 661 704 876 942 48 129114 272 550 96 842 180101 55 226 382 554 615 131296 811 597 631 63 840 933 132145 62 74 229 482 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300] 76 649 19108 57 263 465 658 64 88 777 190150 95 341 64 93 439 539 58 686 735 88 191329 414[ 1500] 19 35 37 521 628 95[ 300] 965 192176 91 847 99 635 763 193291 319 557 661 909 14 37 194006 60 80 86 138 48 270 453 553 615 6690 934 195127 266 362 469 574 624 955 73 190175 233 56 82 317 436 521 605 46 197011 12 53 110 213 54 313 478 89 545 67 620 45 710( 200) 885 983 198007 20 41 234 436 85 580 85 647 96 847 948 199113 52 203 73 396 402 90 661 794 803 200029 217 328 41 61 580 697 712 16 37 841 991 201039 116 243 81 875 422 518 53 82 635 824 78 942 92 202212 48 96 594 718 78 955 86 208049 214 17 50[ 100] 327 477 563 673 824 74 908 17 50 204164 214 335 58 516 48 783 851 205079 165 91 378 534 52 836 75 749 206025 406 40 575 600 701 846[ 100] 65 207102 215 352 75 631 40 62 711 35 51 833 28122 380 580 96 97 601 209059[ 150] 63 98 177 299 615 976 210085 192 224 328 433 567 835 962 211295 766 96 212493 522 957 98 213153[ 100] 268 442 520 51 61 694 732 808 930[ 100] 81[ 150] 96 214031.54 168 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Ziehung d. 1. Klaffe 197. Kgl. Preuß. Lotterie.| 79 875 971 94 113158[ 100] 59 211 492 97 630 777 855 Ziehung vom 5 Juli 1897, Nachmittags. Nur die Gewinne über 60 Mart find den betreffenden Nummern in Barentheje beigefügt. ( Ohne Gewähr.) 2 156 88 406 749 90 895 1182 87 317 50 405 89 521 605 6 48 804 36 987 62 2025 130[ 100] 48 390 402 98 674 877 927 69 3056 290 778 89 4100 65 210 23 425 75 743 90 93[ 100] 965 5062 107 74 295 327 83 438 58 705 986[ 100] 6037 240 50 73 330 445 518 60 754 7317 471 582 885 940 8030 89[ 200] 222 89 93 311 43 486 883 9125 241 70 309 71 768 77[ 100] 805 40 87 10178[ 150] 216 62 80 84 374 75 433 579 707[ 150] 19 11002 95 112 50 54 298 446 74 556 670 88 721 42 81 925 92 12134 438 77 675 734 903 13167 334 533 57 947 14408 578 652 837 79 15024 247 69 667 91 707 21 58 85 828[ 100] 16425 519 707 19 868 71 72 17043 101 4 53 410 665 785 843 45 925 18015 192 272 79 392 429 501 12 24 99 694 979 19045 220 429 760 884 20067 316 427 915 62 85 21167 216 342 401 16 74 93 620 35 96[ 150] 708 19 42[ 200] 818 36 81 969 22349 448[ 100] 95[ 100] 518 644 85 719 34 23040 120[ 100] 209 323 66 606[ 150] 68 876[ 100] 24063 160 208 552 60 657 91[ 200] 721 823 989[ 100] 25118[ 100] 404 84 525 994 26149 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Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Berlag von Mag Bading in Berlin,