r> f — vik ff jpS I ««!, Anzelprels 15 Pfennig- 2. Jahrgang DicnsLkg, öen 23. September 1919 m. 460/ � 251< Morgev-Msgnve „Freiheit� erscheint morqens und nachmittag«, an 5onn- und Festtagen nur merzen»—»»----«*— � �-———' 5»„Freiheit� erscheint morgen« und nachmittag«, an Senn* nnd Festtagen nur merzen» Der v«,uA«pr»i« botrügt bei freier Austektnnz in» Haus für Sroß-Berlin oder bei inrettem Postbezug ohne Brstovg-bnhr monatt. 5,- bei Zustellung unter Streifband 5.-. M. Die„jreiheit� ist in den ersten Nachtrag der Postzeitungsliste?ür 19Ä9 emgetrage« JlrtoWmi trat)«xptdlllon: Berlin NW.«, schiffbauerdamm 19 Zernsprecher. Amt Rerde«»LSS und»8»«. )ns«ra«««sft«n di« achtgilxaN. N»>vanMe>«il> oder d««» Raum 1�20 Ml., wort-mzeize» dos feHjedrarfie»orl 50 ps. iet<< oftttr. Wort 25 Pf. 70 pro;. Bei Familien» u. Perfammluitgsinijeiaen fONt der AnschlaH fort, �nferot« fÖr den dararli» falzenden Tan niüifen spatefiens fci» 3 Übt nnchinittaz- bei der«xredition oitfztaeben teir. Jns«ri,!«».AbieI!ung: Berlin NW.«, echMencröemin>:« Fentsprecher:««t Nor»«»7«8 berliner-Organ ät VmbMngisen SorMöemrmtie S>evtjtlXatit>s ~\ Der KaWs in der Melallmduslrie. Sie Streiklage. arb-i?� d«r O r t s v e r w a l t u» g des Deutschen Metall. iv�'.�rbandes wird uns mitgeteilt: Am Streik der Me- &ek;r � �nö die Belegschaften von 18 Finnen S."ugt Es werden bis zirr Stunde rund 6000 tc» e abzählt. Die Fahl der bisher Ausgesperr- bis jetzt etwa 7000. Auf Anweisung des Ver» form brr Berliner Metallindustriellen legen die einzelnen jbrer Arbeiterschaft Reverse vor, wonach die sjg,..uer sich mit Aussetzen bzw. der Niederlegung einver- it!».. klaren sollen. Wir warnen davor, hierzu die Zu- fleo'""IJö 3"«eben. In Mitteilungen und Bekanntmachiin. lau?n die Arbeiter und Arbeiterinnen versuchen die Firmen, ftroiri36?? Aussperrungen als notwendige Folge der Teil- eihn- �nzuftellen, obwohl in den verschiedensten Fällen 'ft, daß die Ausgesperrten trotz des Streiks hätten f iterbeichäftigt werden können. öutA H ��suchen der Unternehmer, die Arbeiterschaft sorm� Anschläge und Bekanntmachungen falsch zu in- �kn, werden wir im Monatsbericht entgegentreten. . Wir«rsiichen die Streikleitungen, die über 50 Prozent lvstx �Geschädigten nicht an dein Streik teilnehmen zu Deutscher Mctallarbcitcrverbaud. Verwaltungsstelle Verlin. Oscar Rusch. �iieralveksmiimliing der Nelallarbeller. Gestern abend tagte in den„Kammersälen' in der Teltower . eine von 3260 Funktionären besuchte Generalver» . stn mlung der Berliner Metallarbeiter. Der Be- . mächtjgtx Rusch gab den Bericht über den Stand der Lohn- �oran e'n 24stündigcs Ultimatum geknüpft. Der größte «in■�€.r Sinnen hat unsere Forderungen abgelehnt, während sich gg. bereit erklärte, die von uns geforderten Lohnsätze zu 'etU' f*� 0®*t entschieden weigert, unsere Vereinbarung zu un- ein � ihm vom Verband Berliner Metallinduflriellcr �-Konventionalstrafe in der Höhe bis zu einer halben Million je. angedroht wird. Auch haben diese Firmen erklärt, daß sie «n/". Üud, aus dem Verband der Berliner Metallindustriellen �.�"lcheiden, jedochi könne dies nicht vor dem 1. Januar 1920 oin' Hieraus lasse sich am besten erkennen, daß eS stli Willen zur Verständigung der Unternehmerorganisation d-n«8 zeige aber auch, wie groß die Verwirrung in zy Anternehmerkreisen sei. Es stehen bis jetzt zirka g.® Kallegen im Streik, wähnend die Unternehmer als t fleitinaßnahme zirka 7000 Arbeiter ausgesperrt jjr"• Zur besseren Führung des Kampfes hält es die Fünf- z>, Kommission für nötig, den Kampf auf eine breitere Basis istib; � Sie ermächtigt daher alle Betriebe, welch« bei der j.�wmung für Eintritt in die Bewegung eine �-Majori. fcbn dbeS durch ihren BotriebSobmann sofort der Fünf- G�T�kmirnfsi« anzugeben. Rusch schildert dann noch das tz�°Üen des Derbandsvorfitzenden und jetzigen Arbeitsministers hg?''cke. In einer verhachlung im NeichSarbeitSministerium wir uns gnunds-tzlich zu Verhandlungen jederzeit dereit er- Q,' Schlicke hat sich zu keiner der schwebenden Fragen ge- @;g%' nachträglich aber den durch die Presse bereit» bekannt- w,"n?n Brief au die Verwalwug geschrieben. Es ist bezeich- �7' daß die bürg«ltche Presse dies« Brief schon mehrere m, �en, bevor ihn die Berwaltung in Händen hatte, in Druck �.konnte. bereits der Verwaltung zugegangene Vorschläge auf !nng?""3 der Streikunterstützung und Deckung durch Sawm- "nes der BedoUmSchtigte zurück. Die zur Auszahlung der � Unterstützung denötigten Mittel stehen der Ortsverwaltung ttfügitng. �«n der Diskussion beschäftigte man sich eingehend mit schlagendem Taktik. Ein eingebrachter An- trag besagte, daß die Generalversammlung beschließen solle, den Streik sofort über die gesamten Groß-Berliner Metallbetriebe zu proklamieren. Dieser Antrag wurde lebhaft bekämpft, dagegen wurde folgender von dem Kall. Stich. Müller einge- bracher Antrag einstimmig angenommen: „Di« Generalversammlung billigt die von der Fünfzehner- kommission bisher getroffenen Mahnahm«. Sie bringt der Fünf. zeh»erk»uunission auch weiter volle« Bertranen entgegen und er. wartet, dah schärfere Mahnahmen gegen die Unternehmer er- griffen werde«. Die Führung des KampseS erfordert stärkste Disziplin eines jede« Kollegen gegenüber den Aahnahtnen der Füufzehnerkonlmission, aber auch die Solidarität der gesamte« Arbeiterschaft." Nach einer eingehenden Diskussion, die sich zumeist im Dirme des angenommenen Antrages bewegte, machte Kollege Rusch noch einige aus den Kampf bezugnehmende Mittellungvn. Hierauf teilte Kollege T o st noch mit, daß der Streik in der Geld» s ch r a n k i n d u st r i e smi einem vollen S i eg der Ar» beiterschaft geendet habe. Die eingereichten Forderungen wurden restlos von den Unternehmern bewilligt. Sie GroMustrle gegen das TekMsriifegchch. Elberfeld, 20. September. Der Eisen- und Stahlwaren. Jndustriebund mit dem Sitz in Elberfeld hat die gesamte Eisen- und Stahlwaren-iJndustrie Deutschlands zu einer Versammlung auf Donnerstag, den 25. September 1919, nachmittags 3 Uhr, in die Stadthalle zu Elberfeld eingeladen, um gegen den Eni- wurf eines Gesetzes über Betriebsräte Siel- l u n g zu nehmen. Zutritt zu dieser Versammlung haben die Mitglieder des Eisen- und Stahlwar«n-J«dustrtebundeS, die- jenigen der angeschlossenen Verbände und alle Inhaber und leiten- den Personen von Firmen der Eisen- und Sttchftvaren-kJndustrie. Wir haben schon mehrmals auf den Sturmlanf der Unternehmer gegen das Betriebsrätegesetz hingewiesen. Wie aus obiger Meldung hervorgeht, scheint man dem beabsich- tigten Gesetz einen organisierten Widerstand entgsgsnschen zu wollen. Das ist der nackte Kapitalismus: Jeder Beein- träclsttgung seiner Alleinherrschaft nnd sei sie auch so gering- fügig, wie sie das Betriebsräte gesetz vorsteht, setzt er den wütendsten Widerstand entgegen. Vrelsggbe GaWeus an die Ms«? Versailles, 22. September. Nach„Echo de Paris" hak der Fünferrat sich mit drr galizischen Frage beschäftigt. Die Bevölkerung bestehe nur zu vierzig Prozent aus Polen. Die Konferenz habe deshalb entschieden, daß Galizien als autonome Provinz durch ein internationales Statut einstweilen Polen angegliedert werden solle, daß aber später eine Volksabstimmung endgültig über das Schicksal OZclizienS entscheiden werde. Galizien solle vorläufig durch einen Generalgouvernenr, den die Negierung in Warschau ernenne, verwaltet werden, einen Landtag und eine Verfassung erhalten. Wenn die Meldung des Pariser Blattes sich bestätigt, würde das eine ungeheure Verschärfung der Lage in den Ostländern bedeuten. Eine Entscheidung, die die in ihrer Mehrheit aus Ukrainern(Nuthenen) bestehende Be- völkerung Galiziens den Polen ausliefert, würde von dem gesamten ukrainischen Volk als eine nationale Vergewalti- gung angesehen werden,� die es in die schärfste Opposition zur Entente treiben würde. Die Folge wäre nicht mu Bürgerkrieg in Galizien,_ sondern völlige Abkehr der Ukraine von der Entente, die dadurch ihre ganze Stellung in Südrußland einbüßen würde. Zst das wahr? Uns wird folgender Vorgang mitseteilt: Bor kurzem w«rdcn vo« der neuen Sicheehe itspolizei- stehen Offiziersanwärter auS dem UnteroffizierSstande zur Offiziers. befilrberung vorgeschlagen. Bon dies« Anwärkr« sind vor einig« Tage» zwei»n Offizieren befördert worden, und zwar sind das: L der Zugwachtmeister T i m s ch i ck, der bekanntlich Dören- bach und JogicheS„auf de: Flucht erschossen", d. h. ermordert hat; 2. der Zugwachtmeister K r a e m e r, der dem Oberleutnant Marloh besonders nahe stand und nach der Ermordung der 32 Matrosen in der Französischen Straße von Marloh in jeder Weise bevorzugt wurde. Wir enthalte» uns vorläufig jeden Kommentars zu dieser Meldung und fragen die Slegierung, ob es zutrifft, daß Tamschick und Kracmrr zu Ofsizirren befördert worden sind. Ter„vorwsris" und Ut Oberst Restchmd. Der Fall R einha r-d ist wie nichts anderes ge- eignet, die pottttschsn Zustände in Deutsihland zu beleuchten. Der Sieg, den der Herr Oberst Äber alle seine An«neifer so spielend errungen hat, zeigt lbcutüch die wah ren Machtverhältnisse, wie sie die RechtSjozialfttcn und ihr N o s k e gejckioissen haben. Wie die Zabe?n°C?säre die Vor- Herrschaft des Militarismus im altem Deutschland angen- fällig machte, so der Fall Reinhard die Fortdauer dieses Zusta ndes m der vollendeten Demokratie". Der orotesife Unterschied besteht nur darin, daß doMischsn eine söge- nannte Rie-vol«tlon liegt, und daß die neue MUitävherr�chsft ganz asten gegen die jetzige Staatsverfassung Stellung nimmt, während früher d*c'Taste rUche Regierung und die Genevcvlität in der Hauptjache ein Herz und eine Seele waren. Wer adgvsGen von dieser allgemeinen volitstchsn Be- beut, mg zeigt der Vevlaulf der Retnharo-Zsffllre auch die ganze jämenerlicheSchwächeunddas verräte- rische Treiben der recht»«jaz ial isti s che n Partei. Deshalb lvhnt es sich, nochmals die lEndroicksinuz nn einzelnen darzustellen. Am 30. Ausist vevossentlichte der �Vorwärts' die AnNage des Neuendorf gegen Reinhard. Tarin wurde be- kanntlich Reinhard vorgeworfen, daß er für die Monarchie agitiere, die Regierung öffentlich ein Gesindel, Erz- berger einen Lumpen und die neue Reich�fechne eine Jndenfahne genannt habe. Der„Vorwärts" bemerkte dazu: «Oberst Reinhard wird zu de« in diesem Briefe gegen Ihn erhoben«, Anschuldiguayen StelknnH zu nehmen haben. Da» Nvichschehrministerium aber wird daraus achten müsse«, daß wegen dieser Flucht in die OstfeMichhAt nicht irgend. welch« RaKreaelunz« stattfinden.' Die Antwort war die Maßregelung des Reuendors, und daS. toie der„Vorwärts' eS nannte,„freche Schrei den" R«>ch«ds, in dom er den„Vorwärts" zur Ordmrng rief, die Aeichevuwgen kemeSwogS in Wrsde stelbts, fon- dern sie vielmehr desto t-g-te. indem er erklärte:„Daß bei den auseiMicklichen Zustänilim einem Feld-»nS> Front- soüdaten aelsgentstch em recht derbes Wort sider die Lippen fahrt, wird wohl niemand wundern.' Er fügte noch hinzu, daß an die Wiederkehr einer Monarchie xm A ng e ndli ck nicht zu denken fei, das oerbiete schon die Entente. Der„Vorwärts" sprach vom anmaßenden und unver- schäniten Ton" und erklärte,'daß für deraetige„monarchi- sttsche Wühler und Umstürzler" in der republikanischen Wöhr- macht kein Raum sein dütfe. An diesem Standpunkt hielt der„Vorwärts" zunächst fest, wenn er ihn auch nicht gerade mit großer Energie vertval. Sein Mut wuchs nach den dcbcmnten Angriffen Scheidemanns. In einem Leitartikel vom 15. Septomder wandte der„Wovwärts" sich gegen die Noskesche Verteidigung Reinhards. Der Artikel schloß: .Jahrzehntelang hat die Sozialdemokratie für den Grundsatz gekämpft, daß die Zibilgewalt über die Militär- gewalt gemelkt werden müßte. Sie kann nicht dulden, daß ein Ossizier vor versammeltem Kriegsvolt i>i« Mvilgewalt Gesindel schimpft. Die Frage im Kalle Reinhard ist also: Hat er es getan oder nicht, und wenn er«Z getan hat, was dann?' An diesem StandpunZt hielt der„Vorwärts" noch am 17. September— also für die rechtssozialistischen Pvinzi- pientreue eine ziemlich)« Spanne Zeit— fest.(#t stellte de eine„notwendige Frage". Er wendet sich gegen die osfi- ziösen Vcrdnfchungsversuche und schreibt: .Mau fcm« nu« aber wirklich nicht vo« uns verlange«, daß ww u»S mit ei««n solchen Bescheid kurzerhand ab- finde» ta#«i, tok'rm uns die Namen einer stattlich« Unzahl vo« Zeug«,, vorliege«, di« bereit sind, die von unS behauptete« Acußeruimen Reinhards unter ihrem Eibe zu bekuuden, wene ferner fast lägtich Jchchvi'ften bei uns einlaufen, di« uns Vor- sälle auS der Brigade Reinhard berichten, di« auf ganz ähnlichem Gebiete liegen. Wir sehen allerdings ein, daß aus dem Wege der AeisAnzS* Polemik in der Klärung der Sache jetzt nicht weiterzukommen ist. Diese Möglichkeit besteht nur, wen« unswen Zeugen Gelegenheit gegeben wird, ihre Aussagen in öffentlicher Gerichtsverhandlung unter Eid zu belräften. Diese Grlegnihcit muh ans alle Fistle geschaffen werden, und wir wollen daS unsrige dazu beitragen, daß sie ac schassen wird.. Dann bedarf es allerdings noch einer kleinen, vojherigesi Aufklärung. Wr müssen an die Stelle, welche die Notiz de» W.T.B, über di« Ergebnisse des bisherigen Eruuttlungsveriah- i*n8 7ak, eins üffe'Wcye ffva«? rWji«. v« Verrrt M- jjtodfceuHse Boo-nvoortu� tett rafferücßictift ersuchtii. Di« Kcoy« l«nitct: H«7t Oberst Reinhard selber die ihm zur Last Aelegten Acusjerurigen nach Form und Inhalt in Tbred« gestellt, und in welcher Form hat«r da» getan? Von der Beantwartunz dieser Frag« hängt da? weit??« ab. Hat Herr Oberst Reinhard selber die Aeuherungen nicht in oller Form bestritten, so dürste damit die Sache ohne weitere» entschieden sein. Hat er sie bestritten— und wir warten, wie gesagt, aus die Mitteilung, dost die» der Fall ist— so werden wir unsere Meinung über dies« Lbleugitung in einer Weise zum AnSdrock bringen, fci« eine weitere gerichtliche ttlärung der An« grlcsrnheit möglich und für Oberst Rrinhit.d zwingend macht. Lllso wir bitten um Antwort." DaL wer am 17. September. Seitdem schwieg die„zu- Mndige Stelle", seitdem schwieg der Oberst Reinhard, es schweigt aber auch«der„Vorwärts"- Er hat trur die versöhneirden Artikel des Scheideniarrn mrd Rv»ke gebrallch, aber mit. seinen Angriffen ans Meinhard ist er ganz still geworden. Er hätte zlvgr alle Veranlassung zu reden, da die Ooffendluhseit neuerdings mit der angeblichen Bertrauenskundgcbung für Reinhard frech beschwindelt worden. Aber erschweigtinailenTönen. Er ver- richtet aus öen angefund igten Versuch, den Obersten Rein- starb zum Reden und zur. Klage zu zwingen. Die Hunde, iic so laut gebellt haben, sind ossenbar von ihren Herren, Rosfe und Scheid smann, zilrückgapsiffen worden und ziehen jetzt den Schwanz ein. Der„Vovivärts" unterschlägt «er OesfenNichkert sein BsweiSmateriat, feine Zeugen be- So«nmc!n feine Gelegenheit zu sprechen und der so sicher an- ««kündigte Prozeß Reinhard wird nie stattfinden. Der „Vorwärts" ist eben kein Organ mehr, in dem unabhängige jtzeutc ihrer Uederzeugung Ausdruck geben dürfen, sondern ein offiziöses Reptil von der Art der„Norddeut- schon Allgemeinen Zeitung", dessen Nodaktion letzten Endes von Herrn No ske kommandiert wird. Dieses Zusammen klepum des rechtssozialistischen Zen- tralorgans ist aber nur wiederum der Ausdruck der Kap i tu- Ilttion der rechtssozialistisckien Partei vor den Monarchist!- scheu Offi«ieren. Und so enthüllt der psall Reinhard in der?Lat sowohl die politischen Zustände im allgemeinen «IS den Riede r b ru ch der rechtssozialistischen Partgi im besonderen. pukschrlecherei. ES»st# lustig weiterfabuliert. Trotzdem Man m ver- chiedenen Malen die Nachrichten über spartakistische putsche in München selbst von bürgerlichen Blättern als « nw a h r bezeichnet wurden, hären die Gerüchte nicht auf. Man kann schon sagen, daß dahinter eine planmäßige Hetze steckt, hie unter allen Uniständen die öffentliche Mei- wmg gegen Unabhängige und Kommunisten bearbeitet. fcie»Tägliche Rundschau" weiß sogar zu berichten, haß Anfang September in Nürnberg zwischen der A.S. P. D. und der K. P. D. Verhandlungen über einen g e- ineinsamen Putsch stattgefunden haben. ES schein� daß die„Täglickie Rundschau" die tzloh? husten hört. Auch über die schamlose Hetze der Kommunisten in München ist da» Blatt außer sich. Demgegenüber stellen wir erneut fest, daß«S sich bei all diesen Nachrichten, wie B r a u n s ch w e i g erst jetzt wieder bewiesen hat. um gewissenlose Stirn- «ungS mache handelt. Selbst die„Deutsche All- «emein« Zeitung" tritt in ihrer Montazabend-Au». 1«ibe diesen Gerückten entgegen. Sie schreibt, daß in M tl n- ch en vorläufig kein Putsch zu defürchten sei, und daß trotz der wirtschaftlichen Schwierigkeiten, die besonders für Süd- devtschiand hinsichtlich der Kohlenbelieferung zu erwarwn stnd, an Komplikationen nicht w denken sei. Dessenungeachtet wird die Hetze Weiterachen, um die nötige Stimmung für Reichs- und Einwohnerwehr beim Spießbürgertum zu erzeug»tt. Me Wahlen in Irmstchwels- Die bürgerlichen und rechtSsozialistischan BlStt«r machen »in großes Aufheben von einer angeblichen Wahlniedor- kg« der Unabhängigen Sozialdemokratie in vraunschweig. Die Geschichte wird besonders von den RechtSsozwliswn iglportiert, um die Tatsache zu bemänteln, daß noch nicht «in Viertel der Braunschweiger Arbeiterschaft hinter heu Rechtssozialisten steht, trotzdem sie sich die Rezierung»- HMvalt im Freistaat anmaßen. Wie uns aus Breunschweig telegrkphiert wird, hatten sich die R.chiSsozieliften m Braun- -Wveig mit den Demokraten und den Konserve- t i V e n auf eine gemeinsame Liste für Büegermeister U«d Gtadtmogister geeinigt, ein schamloser Verrat an den Prinzipien deS Sozialismus, der ihnen die letzten Gpm- h«thi«n der braunschweigischen Arbeiterschaft noch entfremdete. Trotz dieser ungünstigen Aacze war«S den Unabhängigen, die allein gegan diese konservative mahr- heitSsozialdem akratische Koalition ankämpfen mußten, mög- lich. mehrere Posten für die unbesoldeten Stadträte sich zu fthern und für mehrere Plätze in Stichwahl zu gelangen. Die MehrbeitSsozialisten und die Bürgerlichen hestten ren letzten Rann an die Urne geschleppt. Bei der Arbeiter. «st war die Wahlbeteiligung nicht so rege, wie man e» !tte wünschen können. Die Kommunisten hatten in letzt«? Stund« eine eifrige Agitation entfaltet, um die Masten von der Wahl abzuhalten. Flugblätter wurden ver- t«ilt, die Wcchlabstinenz predigten und die Versammlungen btt Unabhängigen planmäßig gestört. In H o l z m i n d e n, wo durch dies« Taktik der Kommunisten eS den Unabhängi- e*n nicht möglich war, ihr« Lifte durchzubringen, brachten die Bürgarlichen für die unfreiwillig geleistete Wahchilfe oi« Hoch auS. Die Mektzirngen üb«? einen Ttimmenrückgang de? Un- abhängigen sind stark aufgebanscht, Trotz der geschilderten Das Stlmmenertzebnis., Dtöl genaue Sttmmenergebnis bei den Bvannfchwelzer MagistratSivahte» ist, wie die.P. P. N." ersahren, folgende«: Braun schw« ig: SandeenxchldevtaiG 14064 Glimmen Demotraten.....••■■itt«!! 6Tä». Mehrheitesozialdemokaten 5365„ Nnabhängige,,........... 15 751, Wolfonbüttal» Ituabhünglge 8 542» MebrbeitSjozlald« molraten 1 828. Helmstedt: Bürgerliche und Mehrheittsezialdemo traten. 4 827. Unabhängige............. 1 312, E» wählte» ca. 60 Prozent der Wahlberechtigt«», Blante nburg: Bürgerliche............. 2418» List« II der verein'gien Demokraten und MehrheitSsozialdemolrMen...... 834» ES wählten ca. 40 Prozerrt der Wahlberechtigten. Der ZeitmtMrmd In Vrannschwelz. Au» Braunschweig wird un» gemeldet: Seit Wochen wird in der Presse gogcn die Unabhängigen in Braunschweig wieder ein« unversrorene Hetze betrieben. Nicht nur die büogeuvichen Aettungon� sondern auch die«chwsazialiitischePr»» dinzpreste wußte davon zu berichten, daß Braunschwciy vor neuen Unruhen stände, deren Ziel es sei, bie Rütediktatur zu prolla- mieren. Die Berichte der bürgerlichen und der rechtssozialistischen Presse deckten sich fast bis aufs Wort. Es war davon die Rede, daß in Braunschtveig eine Rote Arme« in der Bildung be- griffen sei und daß von Braunschweig aus Fäden nach Leipzig, Halle, Hof, München und Düsseldorf gesponnen würden. Die Krone wurde diesen verlogenen Berichten aber ausgesetzt durch die Meldung, daß ei in der Nacht von Mittwoch zu Donneritag tti Braunschweig zu einem großen Putsch gekommen sei. Rote Matrosenabteilungen seien in die Stadt eingerückt und hätten die Reichswehrtruppen überfallen. Auch diesmal deckten sich die Berichte der bürgerlichen Press« mit denen der recht»- sozialistischen Provinzzeitungen, ein Beweis dafür, haß sie au» einer der berüchtigten Spitzelkloaken der Reichsregierung stanimten. In den Provinzzeitungen, g. B. in dem in Schwerin erscheinenden»Freien Wort", stand sogar zu lesen, daß Eich- Horn seit einigen Tagen in Braunfchweig weil« und die Führung de» Aufstand«» übernommen habe. Post, Telegraph und Bahnhof seien von Militär besetzt, diese» sei aber an Kräften so schwach. daß«» die Oberhand kaum behalten würde. Di«.Freiheit" hat beieii« in der Abendausgabe vom letzten Freitag festgestellt, daß all diese BeHaupiungen auf Unwahrheit beruhen. Man wollt« durch diese derlozer.en Meldungen die Stimmung in Braunschtveig vergiften, um die Wahlaussichten für die am letzten Sanntag stattgestmdenen GtadtratSwahlen zu verbessern. Außerdem wollte man den beabsichtigten ZeiwngS- raub, für den sich«ine rechtliche Unterlage nicht finden läßt, im vorau» wenigsten» moralisch rechtfertigen. Mit Hilfe der Reich»- wehr ist den SiochtSsozialisten dieser Streich ja auch gelungen. Daß sich die Rechtksozia listen für den Raub ausgerechnet die Nacht aussuchten, ist charakteristisch genug für ihr« schändliche Handlungsweise. Nnft« Genossen waren Vau dem Raub völlig überrascht. Sie erfutzaen davon erst, a* sich am Montag morgen die Angestellten zur Arbeit begeben wollten und Straßen und Eingänge von fchwwbetoaffnrter. Soldaten besetzt sahen. Di« Kommandcmwr erklärte auf Befragen, daß sie die Truppen auf Verlangen der rechtssozialistischen Führer Vogler und Ohlendorf zur Verfügung gestellt habe. Unseren Senossen wurde sogar die Herausgabe de» in den Redak- tionSrännW» dchtadUchan Privateigentums verweigert. Neue LLgdn. Di« von tz«r Press« verbesiiet» Nachricht, daß da».Poll»- fveand'-Vebärrd« von«rregten Menschengeuppen umlagert sei, ist ein« glatte»rfindnng. Di« Straßen um da» Qk- bäude find von Militär besetzt. Von der Parteileitung der U. S. P. D. Vvaunfchweig ist an die Arbeite vichaft die Par»!« ausgegeben worden, sich nicht pravozieren zu lassen. Ein- zelne von bürgerlicher Seit« versuch« Ansanurrwngen wuvden von s«w«Mi»g»gan Ordnern zerstreut. See Ze»soc«m Win. VS wktz die Oeffentlichkeit und ganz besonders die Ber- liner Arbeitarschast interessieren, tzeß daS Amt einog Ober- zenforS in Berlin von einem filjabrizen jungen Mann auS- geübt wivd. El handslt sich um«an von uni schon mehrfach erveätzntan Leutnant Petersen, dar als Adjutant der Presseabteilung des ReichSwehrgruv- Venkommando» I schlankweg Zeitung«, erlaubt sd«r verbietet. Der Unterschrift RoSke» ist er«»»iß. Dieser jun�e Vbann. dessen geistige Oualitäten gleich Null sind uich dessen varbildung sich auf einig« Semester Landwirtschaft»- schule beschränkt, rühmt sich in der Oeffentlichkeit, erchabe die ..R«» u b l i k" und die r e i e« e l t" verbaten, er saitzie letzte entscheitzenpaJn stanz in ZeitungS- und Bücherfragan. Er versteht all»»,»eil er— Leutnant ist. Vrnrg die alt« tiaberheblichkert de» vreußischen Leui- nant«. dt, auch in dar dsutschen Idavnblik in herrlichster Blüte ftaW. Und tz'a wwndern sich die Leute, daß man übero» in der gangen Welt den Erzählungen über die Beseitigung de» peeußischen Militariginu» ungläubig gegenübersteht. D>«s«r MilitanSmnS denkt gar nickit daran, abzndanken, nachdavi RsStz« ih«, zu irsuarn Dasain verholfän hat- VIS ZsPz al« Helfer!» der GegeneesaWon. Di« Erfotge. die tzere Ravte n.it feinet Meißen Saide bisher zogen die Revolution rreungen hat, lassen auch die Justiz nicht schlasen. Sie ist setzt drauf und dran, afte dlejenigen, die sich in' daa ersten Wochen ver Revolut-en irg«»d»elche.Verfdbße" gegen da« Gesetz zuschulden lentuw# ließen— und.ungeietzlich" war die gange Bovelutien— gut Rechenschaft zu ziehen. In mißlichen Verhältnisse steht- die U. G. Di* Vraunjchrceig®0ffeli«rf ich setzt gegen den Geuesser Scheit'-, ein vn erster Stelle. Die RechtSsozialtsten haben eine derartige Niederlage erlitten, daß eS ihnen nur möglich war, «inen Kandidaten als unbesoldeten Stadtrat durchgu- tringen, und diesen nur mit konservativer Hilf«. Welch; fsolgen ein? Wahlabstinenz für die Arbelterschast Fat, ersieht man schon tztran». daß die„Vronnichweigische La»ttzaszeitunei" vom LS Sevtember die Nackricht bringt, daß 5ie Konservativon baabsichtigen, da» Wahjgesstz m "»aktMtä.rein Ginn« zu tevidievoiu Strafverfahren«ingeleibet worden, weil er in den ersten RevoludionSiage» die Akten ber Düsseldorfer politischen Polizei — g«st»hk«a Haiben lell. TewWbe ist. b»ß Ut Düsse stwrfer Genossen in den Naveml-evragen die Akten der politischen Polizei beschlagnahmt haben, um«inen Einttick in da» ver- brkcherisch« Tveib««#u bekommen, da» die politif»« Peligei während d«» Krieges entfaltet hat. Der Arbeiter rat war zu dieser Mahnschme berechtigt, denn «c t»o£ durch die Rcvsiutüm gw Träger»er tfsentltchev dir -ie UNS J Gewakk geworben. ES war dem Arhefterrat damalv stü-a nicht möglich, sämtliche Akten in die Hände zu bekommen, da die Leiter der politischen Polizei, die Herren Lehr und Aauer, die wichtigsten Akten v« r br a nn t hatten. Diese Maßnahme war zweifellos ungesetzlich, und unsere Genossen hatten daher gegen d* dafür veranwortlichen Personen©trafantrej wegen vernichiung amtlicher llvkunden gestellt. Sech» Monate sind darüber hingegangen, ohne daß gegen diese Missetäter bisher irgend etwa» unjernommen worden wärt. Dafür hat die Staatsanwaltschaft, gelveu der attpl«ußis6>en PolizeipraxiZ, den Spich umgedreht und den Ankläger zum An« geklagten gemacht. Unsere Düsseldorfer Genossen sehen den Ausgang des gegfO sie angestrengten Prozesse» mit Ruh« entzegen. Vielleicht«rlede» wir e» noch, daß inzwischen auch da» Verfahren gegen Fr'S E b« r t und Philipp Scheidemann eingeleitet wird loegcn Diebstahls der Kaiserwürd« und(Fgen Gusta» SloSfe, weil er dem zur Zeit letzten Hohenzell ern da« Patent iK* obersten Kriegsherrn g�Iohlen hat. Hafsenltich b-w' t e r Ostpreußen» gegen die RoSkepolitik spricht deutlich nug. Da» hindert aber weder NoSke an der Fortsetzung seiner Politik, noch dir Regierung an der weiterem Units stützung©innig», der soeben alz Belohnung sür sein« ve derbliche Politik im Osten unter. Verleihung des Eizelleu«' titel» zum Oberpräsidenten. Ostpreußen» ernannt worden>f'i Die rechtssozialistischen Arbeiter Ostpreußens werden a" diese Ohrfeige, di« die Regierung ihnen erteilt, wohl die*** sprechende Antwort nicht schuldig bleiben., Gewerlschas'en Sb«..re?ubMs»ische" Aegiewag�veihoden. Nn der„Dachdeckcrzeitung" finden wir eins$0#% Kennzeichnung der zur Zeit beliebten Regierung msthaden, deren Verfasser au» persönlicher E r s u ii rung zu seiner Ausfassung gekommen zu sein scheint.«*. geben sie gekürzt wieder. Der Artikel trägt den%. »Politische Arterienverkalkung" und laute• Wir erlebten in diesen Tagen ein kleine» �".'L spiel. PrSsibent vbert untz ReichSnwhizninister StoSke reisen' Lende imiher und reden zu den Regierentzen. Skag sein, daß I etwa» nötig ist, die Menschheit»tauch* e» vielleicht, um nicht, mit Dem Alten gu brechen. Wir konnten ei gut entbehren. dern mutzten wir un» aber, daß gerade«o»ke dabei w«' der die Truppen besichtigt«, Paraden abnahm, Kasernen gierte* usw. Weshalb n%)m sich der PrSsitzent nicht Schlicke mit. der pemrinsam mit Ebert überall Bertretec�V Arbeiter, Beamten und Angestellten empfangen hätte? Da* ein erheben»«»»defübl gewesen, wenn überall bie vectretkr � Gewerkschaften, unsertwegen auch der«rbeiterau»schüsse 0-�. *ab t*ü thnae» die Schmerzen über Betriebsräte usw. die Ipö�er. hwrSett toSren. Bann wäre diese RnndfaHrf wirklich eine vusoanationtreise yewockcn, die das Volk begrützt hätte. Warum, so fr»zen wir. nahm sich Präsident Tbcrt nicht auch den Minister R o b e r t S ch m l d t an die Seite, der sich sehr lü!®e önfotmctionen Holen konnte, der Vertreter der Arbeiter- Jchasl zu sprechen in der Lage gewesen wäre, die in den Leben?» JnittelQuSschüssen sitzen und deren Wünsche kennen lernte?— SchwiM und Schlicke, die den Ausbau in wirtschastlichcr Hinsicht tzu leiden haben, hätten sich in München, in Karlsruhe, in Darm- Mdt» in Dresden und Leipzig reiche Anregungen holen können, schon wegen der Kohle. Aber ausgerechnet Noske ging mit. der doch in Berlin so nötig gewesen wäre» um den Saustall der Reichs- JjeHr einmal gründlich auszumisten. Wa? da jetzt vorgeht mit •pberst Reinhard überhaupt in der Truppe, ist bald so, daß man sich auch alt Gewerkschafter an den Kops faßt und Nagt, ob da nicht eine bestimm ie Absicht dahinter steckt. Wie lonn man überhaupt Leuten den Schutz der Republik anvertrauen, di« ständig darauf finnen, sie zu verderben?— In den unteren Kegierungsstellen scheint man, je länger je mehr, an dem alten ßieist Hertlings Freude zu haben. In manchen Ressort? wissen sie heute noch nicht, daß e? überhaupt Gewerkschaften gibt, e? fällt shntn gar nicht ein, die berufenen Vectreier der Arbeiterschaft zu ihren Vorarbeiten hinzuzuziehen. Da braucht sich dann Minister Schlicke nicht zu wundern, daß die Gewerkschaften sich auch »icht darum reißen, bloß immer statistisches Material zu ftefern... Man konnte früher eher zum Kaiser gelangen *1? heute zu einem der Herren RessortchcfS.... Warum ziehen sich uns«« Männer in der Regierung nicbt wehr Ratgeber au? Arbeiterkreisen heran, warum gibt man&, B. NoSke nicht«inen erfahrenen Genossen als Berater, daß seine fürchterlichen Erlasse erst mal durchgeprüft werden? Warum verlassen sich unsere Genossen in den regierenden Stellen diel z» sehr auf die alte Bureaukratie? Muß man denn unbedingt das Gymnasium besucht, Hämorrhoiden und Arterienverkalkung haben, eh« man politische Rat'chiäze erteilen kann? Fast scheint «rium, wo ste es noch nicht mal fertig gebracht haben, den Lokoiaotivbau zu organisieren, während uns vielleicht aus dem Grunde di« Knoch e, erfrieren. Da sind imm«r die Streiks schuld— nein, sehr oft Ist diese Gegenwehr in den Mi. Uist«ri«n schuld, der geheime Widerstand gegen die«da oben". Anstatt aber überall einen Vertrau nismann sitzen zu hoben, der wit überwacht, verläßt man sich auf dieselben Durvaukraten von �nno dazumal.— Deshalb wäre«S ganz gut gewesen, wenn sich Präsident Eberl solche Leute mitgenommen hätte, die nach der Dichtung sich hätten aufklären können. Was jetzt dabei h-rauSgekommen ist. hat manchem«in Lächeln abgenötigt, solche? fächeln schadet aber der Sache ungeheuer. Bemerkenswert ist. daß die„Gelnerkschaft". das r e ch t S- sozialistisch orientierte Organ des Verban- deSöef Gemeinde- und StoatSarbeite r". den «rtikel nachdruckt. Die Beobachtungen, auf die sich der Mit- orbeiter der„Dachdeckerzeitung" stützt, icheinen also auch Noch von anderen Gewerkschaften gemacht zu werden. Die -Gewerkschaft" findet die Darstellung treffend! Mehr haben auch wir dem Artikel nicht hinzuzufügen. Der Wlederkusbav in ssravkreich. Was geht vor? Sine Lokalkorrespondenz verbreitet folgende Meldung: Während di« Verhandlungen über den Wiederaufbau der S�rstürten Gebiete, über die Stellung von Arbeitern, Lieferung don Material oder finanziellen Zuschüssen zwischen Frankreich ünd Deutschland noch vollkommen in der Schweb« sind, haben Englische Baufirmen bereit? große Aufträge für die �iederherstellungsorbeiten und den klufbau von Städten und Wirkern in Nordfrankreich erhalten. Die getätigten Ab« schlüss« sind so groß, daß die Engländer einrn Teil ihrer Auf- �äg« an ander« Firmen weiter vergeben. Vor einigen Wochen haben beispielsweise bekannt« englische Vaufirmen den Auftrag für den Wiederaufbau der französischen Stadt La an Ehalten, die bekanntlich außerordentlich schwer gelitten hat. hat ein« westfälische Firma den Austrag auf>Her. Nullung von SOO Ein- und Zweifamilienwohnhäusern in 2 a o n Ehalten. Di« Firma hat in der Hauptsache doppelwandige Be- ivnbauten mit einer Ascheisolationsschicht herzustellen. Di« not- Endigen Vorarbeiten, di« Vergebung der Arbeiterbarackenbautcn. #'« Bestellung von Holz. Beton. Zement usw. sind bereit? an jjvdc.re deutsche Firmen weitergeleitet worden. Wie wir hören, Arsten die Bauarbeiten in Frankreich selbst kaum vor dem arühjahr 1 830 bvginuen. ... Was soll das bedeuten? Wer hat jener West. lÜIisch-n fifirnw den Riesenanftrag gegeben? Vergibt die Deutsche Regierung bereits Aufträge oöer soll der �egi«ru-g durch solche Veröfientlickhingen Zu verstehen ge- »eben werden, daß sich deutsche Unternehmer auf dem Um- �ege über englisch)- Firmen die Aufträge verschaffen werden. wlls die deutsche Regierung die Wünsche der Unternehmer � der Aufbaufrage n i ch t e r f ü l l e n will? Es scheint uns notwendig, daß die maßgebenden behördlichen Stellen und oic beteiligten Arbeiterorganisationen diesen Vorgängen die Motzte Beachtung schenken. Ae SlhoßhüslschailHe. „Gründe" für die Verhängung der Schutzhast! . Wir haben kürzlich über die Fäll« zweier �chu�haftg�fan gener berichtet, in denen das NeichSm/.i- �rgericht die völlige Grundlosigkeit der Schutz. h* f( feststehen mußt«, nachdem die beiden Unglücklichen bereil? fei Monate lang unschuldig in Ha,ft hatten sitzen süssen. Wie nun au? einem an uns gerichteten erschütternden Be< f.'chte der Schutzhäftlinge von Moabit hervorgeht, ist den beiden Unschuldigen ein ganz seltene? Glück zuteil geworden, daß ihre �tutzhaft»schon" nach drei Monaten endigte. Befinden sich °fch nach diesem Berichte eine'Unzahl anderer ebenfalls— selbst bvm Standpunkt« de? heutigen Klassenrichter? au?— völlig de» praktischen Leben? anzunehmen, baß jemand sich vom Flug« blattverteilen ernähre» könne. Ganz besonderen Protest muß der Fall de? Schriftsteller? Worm hervorrufen. Seine Beschwerde gegen den Schutzhast. best HI wurde mit der Begründung denvorfen, daß man noch nicht genügend- Berveise für die Berechtigung der Haft hätte und diese erst noch lieschasstn müsse. ES wird hier also von neuem da? unerhörte, ollen RechlSgruudsätzen in? Gesicht schlagende System angewandt. Personen In Schutzhast. zu halten, gegen die noch gar kein»Ma terial" vorliegt, von denen also noch gar nicht feststeht, ob sie im Sinne de? Schutzhastzeseye?.schuldig" sind. Die Fälle völlig ungerechtfertigter Schuhhaftderhängung lassen sich in? Zahllose vermehren. Bitdere Klagen führen die Häftling« ferner darüber, daß auf ihren zum Teil sehr schlechten Gesundheitszustand nicht die geringste Rücksicht genommen wird. So werden durch die Schuld der Regierung, die unter Recht?» und Verfassungsbruch die Schutzhaft peiter �IIMl»WM!IlMI'>!.'MIMIli:i!!MWl!W'WWWWIIlIW!I!WMW"lli"li'i,Mmim r� Zur unsere presse! Parteigenossen! In allen Gegenden de? Reiche? zeigt sich ein erfreuliche? Interesse am Ausbau unserer Parteipress«. Unser Aufruf zur Gründung von Druckerei- und VerlagSgenossenschaf- ten und zur A-usbringung der Mittel durch Hergabe der in Spar- kassen und Banken angelegten kleinen Erspaniiss« und Kopi» talicn hat den Eifer der Genossen angespornt. EeilÄst in kleinen Orten und ländlichen Bezirken arbeiten unstre Parteigenossen im Sinne unsere? Ausrufe?. So ist eine breite Basis für die Finanzierung unserer Presseunternehmungen gegeben. Voll Hoffnung und. Ungeduld drängen die Genossen jetzt bereit? mancherorts, unverzüglich Presseunlernehmungen in? Leben zu rufen. So erfreulich dieser. Eifer ist, so muß er doch mit Be- s o n n e n h e i t gepaart sein. Die Schwierigkeiten einer Presse- gründung dürfen nicht unterschätzt werden. E? genügt nicht, daß einige Zehntausend Mark für einen Pcessefond? zu- sammengebracht werden, wo meisten? hundertbausentz» Mark und mehr erforderlich sind. Deshalb Ist überall auf den Rat unserer Bezirksleitungen zu höre» und nur im Einvernehmen mit diesen an die Errichtung von ZestungSunteruehmungea heranzutreten. Auch der Rat der Zentralleitung sollte vorher eingeholt werden. Besonder? vorsichtig mutz in kleinen Orten und ländlichen Bezirken verfahren werden. ES muß von vornherein mit einem ausreichenden Stamm von Abonnenten gerechnet werden können und zur Finanzierung de? Unternehmen? ist auch auf die Möglichkeit guter Inseraten- und Druckaufträge sorg- föltig Bedacht zu nehmen. Wo diese Vorbedingungen fehlen, dort unterlasse man eigene Gründungen und schließe sich lieber be- nachbarien Orten und Bezirken an, um mit ihnen gemeinsam ein Unternehmen lebensfähig zu machen. Ein gut ausgebaute? Blatt für einen größeren Bezirk ist dann besser, als mehrere kleine Blätter, die keine Entwicklungsmöglichkeit haben und donernd finanzielle Schwierigkeiten verursachen. Statt der Förderung der Bewegung zu dienen, bereite« solche lebensunfähigen Älätter Ihr unermeßlichen Schaden. Nur auf gesunder Grundlage dürfen unsere Presseunternehmungen ausgebaut werden. Erst nach sorgfältiger Prüfung aller Borbedingungen darf an die Aus- führung gegangen werden! ES ist Ehrenpflicht Jede? Parteizenossrn, die Aufbringung der Mittel für unsere Presse nach Kräften zu fördern, die eigenen verfügbare» Gelder in unseren Unternehmungen anzulegen und überall Propaganda für die Zeichnung von Anteilscheinen unserer Genossenschaften zu machen. Je mehr da? geschieht, je mehr unsere Presse überall verbreitet ist, je eher und besser wer» den wir unsere Ideen in die Massen tragen und sie für uns ge. Winnen können, damit sie mit uns gemeinsam für die sozialistische GcstllsckMftSorbnung kämpfen.' Deshalb Genossen! Mit Umsicht und Besonnenheit an? Werk! Das Zentralkomitee der Unabhängigen Sozialdemokratischen Partei Deutschlands. ES ..................................................................................................................................... UN, Monaten l«11*'9"'erlonen feit vier, einige sogar seit sieben i, S.stutzhaft, ohne daß ihnen auch nur die Hoffnung auf bal- � Befreiung winkt. So befindet sich ein Genosse au? Ober- Jplien namens D r z i m a l l a seit Monaien au? dem einen funde in Schutzhaft, weil er zum Begräbnis Rosa Luxem- fß? nach Berlin gekommen ist. Den lSjährigen Arthur y' u m; n(h o( ereilte dasselbe Schicksal, weil er Flugblätter �rteil» hat. Seine Beschwerde wurde verworfen, da er nach -»."licht des Gericht? die gewerbsmäßige Verbreitung von �Sviättern im Falle seiner Hafientlassiuig fortsetzen würde. � Bericht scheult hier also in seiner ungewöhnlichen Kenntnis des aufreckt erhäkt, zahllost Unschuldige in Hast gehalten, so werden zahllose Existenzen vernichtet. Und die? zu gleicher Zeit, da der Reichswehrminister NoSke erklärt, man könne einen reaktionären und monarchistischen Offizier nicht kurzerhand ent» lassen, da man doch seine Existenz nicht vernichten dürfe. In den Augen dieser Regierung allerding? wiegen die Extstenze'n von Tausenden von Revolutionären nicht so viel wie die Existenz eine? einzigen reaktionären Offizier?. Zu unserem Artikel»Di« Schutzhaftschande' tragen wir noch berichtigend nach, daß der unschuldig drei Monate In Schutzhaft gehaltene Deumelang nicht bei seiner Vorstellung im Haus« der Plakatfirma„Fides" veo haftet wurde, sondern erst einige Tage später. Es lebe Schwarz-Veiß-Äot. In Hindenburg fOberschlesien) hatte die Gemeindever waliung zur Begrüßung der heimkehrenden Kriegsgefangenen eine Ehrenpforte errichtet, die mit den neuen Reichsfarben ge schmückt war. Ueber Nacht haben Angehörige der 3. Marine-Brigade sämtlich« Fahne» heruntergeholt und durch schwarz-weiß-rote Fahne» mit dem Reichsadler ersetzb. So setze» sich die Reichswehrtruppen, die doch eigen? zum Schutze der Regierung organisiert find, über die verord» nunzcn und Gesetze der Regierung hinweg. Wie übrigen? di«„P. P. N." von zuständiger Stelle erfahren, haben unliebsame Vorkommnisse der letzten Zeit dem Reichswehr- minister Veranlassung gegeben, den Truppenbeilen da? Vor- antragen schwarz-weih-roter Fahnen beim Marsche durch ihre Garnisonen usw. zu verbieten. Wir wollen abwarten, inwieweit diesem Besthl Folg« ge» leistet wird. ÜBESSP Verschiebung der mililörlscheu tage in der llkralne. Berlin, 22 September. Die Flugzeugpost au? Kamenetz-Podoiskyj hat nach hier gestern folgende Nachricht über di« militärische Lage in«er Ukraine gebracht: Das feindlich« Auftreten der russischen Freiwilligenarme« Denikin gegen die ukrainischen Nationaltruppen, da? bekannt- lich zu bluligen Kämpfen um Kiew führte, hat«in« voll» ständig neue Sachlage geschaffen. Die ukrainischen Vir» suche, mit Denikin eine Demarkationslinie zu vereinbaren, sind an der herausfordernden Haltung Denikin? ergebnislos gescheitert, der bedingungslose Unterwerfung ukrainischer Trup» Pen seinen Befehlen verlangte. Die ukrainischen Truppen, di« anfangs absichtlich den vordringenden russischen Truppen au?» wichen, wie bei Zwitkowo, sahen sich daher gezwungen,«ner» gische Verteidigungsmaßnahmen zu.treffen. An verschiedenen Berührungspunkten, wie bei TyraSpol am Dnjesir und bei Bila Zerkow, ist e? zwischen den Ukrainern und russischen Freiwilligen zu heftigen Kämpfen gekommen. Dieser Konflikt beeinflußt den weiteren Feldzug gegen die Bolschowisten in der Ukraine, der noch nicht abgeschlossen ist. Außer den Kämpstn in nördlichen Gebieten der Ukraine lenkt aus sich besondere Aufmerksamkeit die Aktion der südlichen bol» schewsstischen Armee, die früher«m Dnjestr und bei Odessa stand und infolg« der Einnahm« Kiew? zwischsn den Trusen Petljura? und Denikin? eingeschlossen war. Diese Arme«, die über 40 000 Mann stark sein soll, bewegt sich jetzt, die Lage ausnützend, über Skwira und Bila Zerlow in der Richtung auf Kiew. Ihr Vormarsch kann sich daher in der nächsten Zeit für die Armee Denikin bei Kiew bedrohlich gestalten, die gleichzeitig in ihrem Rücken ernst« Mißerfolge durch die Bolschewisten erlitten hat. Die odenstehende Meldung bestätigt die bisher gerücht» weise auftretenden Nachrichten, daß der Konflikt zwischen Petljura und Denikin zu einem offenen Kampfe geführt hat. Diesem Kampf liegt der Gegensatz zwischen den groß» russisch-zentrolistischen Bestrebungen General DenikinS und den auf eine größere Selbständigkeit der Ukraine hinzielen- den Bestrebungen der ukrainischen Föderalisten zugrunde. Diesen Gegensatz hat die antibolschewistischc Front in Süd- rußland, die in den letzten zwei Monaten große Erfolge er- rungen hatte, zertrümmert, und die Bolschewisten wieder in den Stand gesetzt, eine erneute Ofsenswe gegen ihre Gegner im Süden aufzunehmen. LerAusstaud in derNverikavischenSWMustrlz- N e w A o r k, 21. September(Reuter). Die Zahl der Angestellte» der Lteel-Korperation und der Industrien, die durch den Ausstand mittelbar oder unmittelbar betroffen werden, wird auf 600 000 Mann geschätzt, abgesehen von de» Arbeitern unabhängiger Betriebe, deren einig« sich den gewerkschaftlich vrganisierten Arbeitern angeschlsssen haben. Amsterdam, 22. September. Laut.Telegraaf" melden die»Tim« i" au? New 0 o i!, daß sich 100 000 Arbeiter den heute in den Ausstand ge- tretenen Metallarbeitern anschließen werden, wodurck vie gesamt« Industrie lahmgelegt werden wird. Von feiten, den Stahlkorporation wird jedoch versichert, daß nickst mehr al? 35 Prozent dar Arbeiter der Aufforderung, die Arbeit nieder-' zulegen, Folge geleistet haben, daß di« Fabriken geöffnet ble'ben werden und daß versucht werden wird, den Beirieb wie bisher aufrecht zu erhalten. Di« Bürgermeister der Städte, in denen die Auswirkungen de? Streik? zur Geltung kommen können. haben Hunderte von Sonderpollzeibeamten ein» gestellt und bekanntgegeben, daß Unruhestifter sofort ver- haftet werden. In manchen Kreisen befürchtet man den Aus. bruch ernster Unruhen. Eine der größten Ttckhlgesellfchaftkn hat sich mit zwei Millionen Dollar gegen einen«iwaigen Schaden, den sie durch Streikunruhen erleiden könnt«, versichern lassen. H. N. Haag, 22. September. Hollamdsch NieuwVbureau meldet au? New Uork: DI« Blätter melden, daß die Steel Corporation bereit? mebrere Fa- briken angesichts der großen Streik? geschlossen hat. Polizei und Truppen sind zur Aufrechterhaltung der Orb. n u ng und Unterdrückung etwaiger Unruhen nach P ht t? b u r g unterwegs. PlttSburg, 22. September. Reuter. Der Stahl streik ist im Distrikt Pittsburg gestern nachmittag mit Zusammenstößen zwiscben der Staatspolizei und einer Menschenmenge, di« eine Versammlung im Freien ab» halten wollte, eingeleitet. Augenzeugen behaupien, daß in Clar- von ein« Versammlung, die einen geordneten Verlauf nahm, durck Polizisten angegriffen wurde, worauf die Menschenmenge siS zer 'üreuie. Di« Menschenmenge- begann nun ibrerscit? mit Wurf geschossen die Polizisten zu bewerfen. Diese gingen nun mil Knütteln gegen die Menge vor. Es wurde niemand ernstlich v«» letzt. 18 Personen wurden verhaftet. StteMmegvng in(toihrtogsn. Nach einer Dopesche de?.Exelsior" au? Metz haben di« Bergarbeiter von Lothringen gestern besch'ossen. heute wr* mittag in den Ausstand zu treten. In Frag« kommen di« Arbeiser der Kohlen» und Erzgruben. Di« Metallarbeiter erklärten, daß sie sich in«inigen Tagen anschließen würden, fall« die Forderung�.» der Grubenarbeiter nicht bewillizt werde« sollten. Dienstag erscheint: FREIE IUOEND JUGENDLICHE UND ERWACHSENE IN DER PROLETARISCHEN JUGENDBEWEGUNG Von Gg. Engelbert Graf PREIS 60 PFENNIG Vorlagsgenossenscbaft,, Freiheit" e.G.n�.b.H, Berlin NW 6, Schiffbe.uerdimm 19 □ Abt. Buchhnnü«! l/olKstffc. 5%; Uhr:'s Jungfern glft. (Uhr Opernhaus fir: Tiefland. SsäaaspioiJnns * Uhr: Judith. Esulseües Thsstsf Direktloo: Max Reinhardt f Uhr: Clavle-O. Kaninierjplsle [Uhr: DleDUcliseäerPandora. Theator I. d teUhr: Kameraden. Mittwoch: Kabale u. Liebe Donnerstag: Kameraden Komödienhous in der MarschaUbrOcke. |8 Uhr: Klsa?ott von der Pfalz Bßflfnsir TTieater jp Uhr DleOamo in» Frack Lessiag-fiieater Direktion: Viktor Barnowsky. 1 Uhr: Peer Oynt. Mittwoch 7i Uhr; UerScliöpIer. Donnerstag 7» Uhr: Liebe. Deylieh Kunstfr-Ihsaisr fi Ulir:B»sS:hl»8ajaWaBBSM. Mittwoch und Donnerstag sk: das ZckloC>a Wtaurao Rsslöenz-Tlieflter.- Untergrundb. KltstdrstraBe. Täglich 3 Uhr; M Z�Ksks loben. Nachm. 4 Uhr. kleine Preise: Mittwoch: Rotkäppchen. Sonnabend:»sol u. Gretcl. Trlnnon-TliOü�r. Bhi. friJiriiAriHj!. Ztr. tM, 2331 Täglich 8 Uhr: Der gute EaS. fachm. 4 Uhr, kleine Preise: Mittwoch; Sclifieewit chen Bonnabend: Aschenbrödel. Cnsino-fbeclBr lothi ii>°«r Str. Z7.TSgt.'„3 Uhr; GroSstidl-Pilanzen Volksstück In 3 Akten. Vorher �Schwarzwaldbübie*. Operettenakt mit Viktor Li tzek von der Komischen Oper. D&zn tfs*jd£si*lg«8pn;amltaa. Sonntag*4 Uhr: Mädchenehre. Theater ata Kotlbusor Tor. Te!.: Moritzpl. 14314. 7ii Uhr u. So ntaz nach?!. 3 Uhr: Elite- Sänger 'si.'il, Ristili, Hur!!, S:tiiä«t, äSckrtiifetj, '.-Stuni Prcrranm: BroEor Laiharfaif Sonntag nachm. iL a,w ermäßigte Preise. I Kind frei (tu;'igen. Kon rert.Lje ginn 7 Uhr Iftntwgaiiea tk'rlich 7i L'ür Vsr':2:£lJ2nt8ilüag Rauchen gestattet. Rose-Theater TS Uhr: Sommernacht, Walhalla- 1 heater Weinbergs weg. 7k Uhr: Das Oesetz. VerfinOpiigs-Palast' GrsS- Berlin Hagenheide 13/15 Dienstag ringen; Barkowskl----- Gibhafd InkHIi 2 g'3G8 Enlsdieiaungskktnpfa StQlzsnwäid Istn.*. 0«u1jcIiIm< gegen KOHIStZ Rknter 1 deutiohs Beituln gegen RO 15311011 tut. Willatitbr Dieser Kampf gelangt als erster zum Austras. Vother SpNl#Sl;n-ProgrMim Dienstag, Donnerstag und Sonntag Großer BalL :ooooooooooocoooo«oooco Fortnna- Lif hl spiele Milllerstrai'Sfl 12c Das Buch desTödes Dctektivcrama in 5 Akten Ferner Die versandte Verwandte mit Thea Steinbrecher Außerdem 'SÄtcn in Sahna gOD u.@00 t'ooooocxxxxcoooooocooooösooooä Tügl. 7k Stgs. 3k u. 7\ U. gr. CQuesWfcÄe» un v)bit»£oU'»jESifjcla«£i EisanrfeUIrcBB-Progr.! Unwiderruflich I die letzten 2 Taget Die liebe des Bsitorä Sozial. Drama in 6 Akten. Hauptdarsteller: Boss Ve'dtkirc!) 1 Ludwig Hartau ß Regie: Max Mack Außerdem Arnold füSeck in dem Lustspiel: Der Doppc'menGch Vi3"- 164 ; früfcer Sugp-n. a er. P« ivIIU Dir.: Schutarzer Knler- � iiiiiiiiiiiiiuiimmiiiii r j L n l i 6; e S Auftreten LubiSftH und GM Oswaiöü. Ferner das 1 Riesen.'Varletc-�rogramm. jj Sler-NeÜaurcink. ZZttbliO teSteite, SWidMM M WWwM» MMM Filiale Berlin, Sebastianstrasie 37/38 Am Mittwoch, den 24. September» abends 5 Vi Uhr, in den Centratfestsälen, Alt« Jakobstr. 32 ssmUn Ztcksvtllsltllit der und Herrenmatz-,* Dameumak- Uniformschnewcrei. Mitgliedsbuch legitimiert; ohne dasselbe oder mit mehr als 8 refticrenden Wochenbeiträgen tei« Zutritt! Die OrtSberwaltung. Am Domitlstaa, den Sä. S ptember, abends S'/i Uhr. im.Deutschen Hof", Luckauer Straße 15 r> ¥ w IMtN der Herrenmatz- u«d Uniform- fch neiderei. Tagesordnung: .Bericht von den Verhandlungen in Cassel.' Referent: tkollege Wilhelm Schumacher. Mitgliedsbuch legitimiert; ohne dasselbe oder mit mehr als 8 restierenden Wochenbeiträg.m kein Zutritt. Die Ortsvcrwaltung. Am Freitag, den S«. September, abends Uhr, ini Gewerischaftshaus, Engeluser 14/16 sv- aller in der Kostümschneiderei beschäftigten Kollegen und Kolleginnen. Tagesordnung: «Bericht von den Verhandlungen in Cassel.' Referent: Kollege Wilhelm Schumacher. Mitgliedsbuch legitimiert; ohne dasselbe oder mit mehr als 8 restierenden Wochenbeiträgen kein Zutritt. Die Ortsverwaltung. Wslßtt RM«Mki>Mgili> Verwaltungsstelle Berlin R. 64, Linlenfiriche 83/85. «Hofj.tBctlln) MWeder-Versammiung Dounerstag, de» 23. September, abends 7 Uhr in der Schulau a O'rilnKia.er Str. 5. TaacSordnunst wird noch!n der Brrfrtnmluug delnuitlgegebeu. Mltriiledziuich lejiiünlctt. Ter(Viu beruf«. I»urzmnuit. Zu tien Meidend sfiiöhlM Preises kaufen lede Menge Platin,(ioid, Silber. Mflnzen. Salpeters. Silber, Quecksilber sowie sitnliiehs hZeiaüa Kupfer. Rotguß. Messing: etc..üSÜitsti-ümpfasche. ZahngrebiSSC(Zahn bis Mark). FdelraelBll-FMaidJlJttro, MiMiraei Wsberstraßa 2?:: lAiesander�) �eu�Escn bsasäiet die fEggronte?! Ssfbspi ür SamswMMk ZsMÄNhs. verkm JeMkk LMeiMgÄkW.tev. SfRlmlßdW der SsM»WseWe>. LMWpen tzlgz-ZeU«. Nachdem die BetschmeljUNg oblaer kterWnbc brich' offen worden ist. Nlitt de- aenitlitfarce Sertanb ab 1. Ofiouer d J. ab Cet: Jlnmca Zcntraivcrblind der AngeftrLte». D.:0 Bureau der Orl?-truppe befinde! sich vom 1. Okiober nb SV vt, Velle-Allauico. Str. 7 In, III,, und tit s.iifrn.-t vou 10 d.s SUHt, austetoent woutaa» und greiiaz? von 5 uw 7 Ufit undtirattaga. Weiten-s Untjitjcä find unsere Bureau« In der>!eii vom 25. bid 30. Sepicmbct nur in bringende:, ftiillcu aeffsntt. Tie ein, tanicruitg der Beitrage- foiuell bicieuc nicht tu den t'ettlebeu er. folgt— getchteh! vont t. Oktoier d. I. ab durch tut: Leg.tlmationk- tniicii uerfetcirc oaiiiitet. . Ter St.nantaircg betrZq: vom I. Okrober ab bei rluem gtntommcn dl» zu 200 SK.... S,l» ilt. doli 2oi:i-U M.. 4, CO M. fiter 3U0 M.... 6.W) 1". Jugend. Iche unter 17 J ,h:e...... 0.75 M. Tie Ortöverwaltunge«. veaMer KefsliarMkr-Waad Verwaltungsstelle Berlin. Tod es- Anzeige. Den Kollegen inr Nachrieht, da£ un«er Kollege, der 1 Dreher Paul LacHmann Brennen«,. 19t > am 16. d.M. gestorben ist Ehre seinem Andenken! Die Beerdigcng findet nm Dienstag, den 23. d. M. nnchmittngs 3, Uhr, von der Leichenhalle des Sebastisn- Kirchhofes In Relnickendoft, Humboldts traße. aas ststt Reg» Betailigvng erwarte» Die Ortsverwaltung. O.S.P. D.. Bezirk 4, Pslsiiam. Den Mitglieder* hienntt zur Nachricht, daßj I unser Genosse Rudolf Arendseel am 14. September 19:9 im 66, Lebemsi ahre*n$ dem ß | Leben geschieden Ist Er war langjähriges Mitglied unserer Organi- | sation und hat auch während der Knegsjahtc treu ; zu derselben gehalten. Besonders im Kreise Nieder' | barnla hat er Hervorragendes geleistet and stets in der vordersten Reihe gestanden. Sehl Andenken werden wir In Ehren halten 1 Di# Beisetzung hat bereits am 18. September auf dem Qcmcliidefricdbof Obcrschönewelde stattgefunden, | Am Sonntag, den 28. September, nachmittag* 3 Uhr, findet an der Grabstätte auf dem Priedh#« , Oberschöneweide, Rathen au?traße, eine Trauerfeier j statt, zu der wir um rege Beteiligong bitten. Der VoMdmmd. Allen Verwandten, 1 freunden und Genossen die traurige Nacbikcht.| 1 daß mein lieber Mann. unser Tater, Schwieger- I I und Großvater, der Kran-| kenkossenanaesteHte illiÖOif am 14. d. M. aus dem Leben geschieden ist und| i am 18. d. M. auf dem[ i Qemeindefriedhof Ober- s schöneweide beigesetzt| worden ist Am S�aiuag, den 28.| j d.M., naehm. 3 Uhr, findet i ! an der Grabstätte auf 1 I d. Friedhof Oberschöne- weide, Rathenau8tr.,cinc\ | Trauerfeier statt. Marie A endsee geb. Franchon, u. Kinder Danksagunf« I F unverge» liehen Sobfl® t und Bruders ex | sagen wir allen V«r. wandten. Freunden uv Bekannten, den KolleÄ der Fa. TBJack. den 2 nossen der U. S. P., Sparverein Fort*chrn• dem Wirt und Mi tde�o norn unseres Hau*««' besondere aber ncf e Dr. ScbOlte für warmen, herzl'Ch. Wf; unser« titlgeföb"' Dank. IPwi. L Blkler wbit i-Weihensce. Am 18. Scpt verstarb! unserVater, derTisch:cr\ Otto Böhm Waldstr. 50 Dias zeigt tiefbetrQbt{ an Familie A, Ncatnann.[ Die Einäscherung findet 1 am 24. f„ nachm. 4 Uhr, j Krematorium Qe-| j rlchtstraße statt Von der Reise zurße j Dr. loewenail vu«�«ierUW Sprechet. Montg,— I Seiiicne Pinsch-O'Vi» 300. M.Uuliefcettcn.r/lJ:� >10?. v. 130- M.«n,»> heitskitife in ElnreWgJ Salvetcr& Lohrentz,' Allee',2 63. 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Die stärkere Politisierung der 9lngestelltcn Mut also mit einer dreigliederigen Grupt>cnbildung enden sollen, die genau den Richtungen der Arbeiterbewegung ausbrechen wird. L Dem christlich-nationalen Angestelltenkartcll neigen zu: & Neichsverband der 9lngcstcllten. der Dentchnationalc �udlnngsgehilfenverband und der Deutsche Privalbeamdcn. . �>n mit Anlxtng. Die freiheitlich-nationale 9lngestclltcn. k."p.pe. die den Grnndaufsassungen der Hirsch-Dunckerschen r''o>gt. wird vom Schi�derschcn Verband Deutscher Hand- jh�gsgehilfen Leipzig geführt, der den 5&rr Verein und den �Jjn der Dcut'ck)cn Kauflcute als willenloses Anhängsel ji�Di« dritte Truppe, di« im Gegensatz zu der ganzen ..T|flen OrganisationSbewcgung ständig im Wachsen be- «.s ,u und mit ihrer nahezu ßDO 000 Mitglieder zählenden di.«.llicknft di« stärkste Angrstelltenvertrctung darstellt, ist .k Arbeitsgemeinschaft freier 9lngestell- 12� e r b ä n d e. Ihre zielklare gewerkschaftliche Klassen. 1,. �Jbolitik bat stch insbesondere auch bei der Stellungnahme dSn!v?ktricbsratsgeseh gezeigt. Die freien A ngcstelltcnver. haben auch mit Erfolg daran gearbeitet. Zwischen tb- und Handarbeitern Vertrauen lierzustrllcn. Ez kann � s nicht verschwiegen werden, daß das Zusammenwirken , ireigcwerkschaktlidwn Arbieter- und Angcstclltenbew.'guno L! �i"er verbesserten, fesleren organisatorischen Form de- ' D'e Frag,- ist um so brennender, als bei den kommen. C r Icn zu den Betriebsräten die freigewerkschaftlirten tin„llten und Arbeiter in geschlossener Front aufniarschie» Utüssen, um die Reaktion abwehren zv'önnea. '""iliai, um vir PMxwnR............. �.Dic Schlagkraft der freiqewerk!ck>?stl!ck>en �rbeitnebwer. ober auch nicht durch eme Wj* Perstandcnem lw 0'|8niii8 getragen« Abspli tterv n�vali ü k geschwääst ßLjU- Alle Bestrebungen, die daraui JMvmsfciifen, di- �/jn�en der Lng�stelltenauSschüsse«i» V-'n�urrcnzorflrt. Unz.�ou gegen di« freien Angef-lltenne-'�nt» ai-szubauen, liü{'"'ülstich und müssen gcnb* vcm Wirhöngcrn des | bip�- bekämpft werden, denn auch d'e Zünftigen Be. Kp, machen dj« Gewerkschaften nickst überflüssig. Die ff* Anerkennung»n!> 91rbeitsteiluna beider Ar- i?„i..s'ueroertretungen sind das Gegebene. Di- llnzusrie- n Ir'"'' Tewer.'scholtSfiibrrrn sollte weder die Angestell- � n �'c Arbci>r dazu verleiten, durch neue wirlsckiaft. (Tn. �tralorganilationv ihre Gcwrrksckiasten zu sabotir» c?l ib-»ArbeitSgeme'nlchost freier Anaesiclltcnverbände" Kip�-rwit« Maßrnbwer' getroffen um die von ihr ent» propagierten �sriebSräte nach der Wahl in. engster w�m)aflSarbeit z» st" rdern. Sie bat damit aber auch rstb v v-"0 � Pflicht, sich gegen Bestrebungen zu wenden. £r cx0'e dle grwcrksckxistliche Geschlossenheit und damit auch 'll der Betriebsräte selbst gefährdet werden. Das %P."'für da« Rätesyslem drobt an vielen Stellen zu StfJ�rorganiflenuig zu führen Da? muß ausge- �>dpp..-.�rden. wenn nickst gecade in nächster Zeit in den M. s�en uneinbringlick>er Schaden«»gerichtet werden m'o wwernckKistcn können sehr wohl neben ihrer tag. i�narbeit den Boden für den Sozialismus ebnen, sie mir Berufs-, sondern vor allem Klastenkampf- für den Erfolg wird !'",r. fvrrui»-............. m fsh fein sCt �in' Voraussetzung für....... is Äftprj,' die 6 Millionen Arbeiter und die 600 000 1 Sollen." nff'l f«igewerksckx>ftlicher Grundaufsasfung eine Einheitsfront bilden, Diktakur der Eewerkschaftsbureaukraten. Eine Mitgliederversammlung der F-iiiaie Berlin de» Verbandes der Sleinfetzer, Pflasicrer und VcrujZgeiwssen nahm zu dem unerhörten Verhalten des Zentralvorslandes, die ordnungs- gemäß gewühlte Filialloilung nicht anzuerkennen. Stellung. Der Zentralvocstand verweigere die Bestätigung, weil der Filialvvr- stand sich gegen die Ardeilsgemeinschaflen entschieden habe(I> und weil von den zur Wahl gestellten Kandidaten ei» politisches Älau- bciisbekenntnis verlangt worden war. Das verstoße gegen die Beschlüsse des GewerlschaftSkongrcsfcSI Es soll nun die Schlich. tungSlommissioii neue Wahlen nach dem VerhälniS. Wahlsystem(I) vornehmen. DaS wäre natürlich ein glatter Verstoß gegen das Statut. In der Diskussion wurde da» Verhalten de» VerbandSvor- stände? scharf kritisiert. Es ist erklärlich, wenn Stimmen laut wurden, bei einem weiteren Verharren des Zentralvorstandes aus seinem statutcnwidrigcn Standpunkt die Bcilräge zu sperren. Damit halten allerdings die GewerkschrftZbiircantraten endlich ihr Ziel erreicht: ein Mittel in die Hand bekommen, um gegen die Opponenten mit einem Scheine von Recht radikal vorgehen zu können._ Andere Redner sprachen dem Zentralvorstand das Recht der Bestätigung überhaupt ab. Das Statut enthalte darüber keine Bestimmungen. AIS Illustration zur Korrektheit des Zenlralvor- stände? wurde noch mitgeteilt, daß dem VerbandSvorsitzcnden Knoll bei seinem LSjährigcn Jubiläum im Jahre 1917 eine Brieflasche mit 1000 M. Inhalt aus Verbandsgeldern bewilligt worden ist. Schließlich wurde ein Antrag angenommen, der den Vorstand ermächtigt, eine kombinierte Versammlung einzuberufen. Die Auffassung der Versammlung wurde durch Annahme folgender Resolution zum Ausdruck gebracht:.Die am Li. September 1919 in den Sophiensälcn stattfindende außerordentliche Mitgliederver» sammlung protestiert gegen das Verhalten des ZentralvoritandcS betreffend Nichtanerkennung des rechtmäßig gewählten Vorstande». Sie ist entschlossen, den aufgezwungenen Kampf bis zur Auer- kennung durchzuführen. In der Arbeitsgemeinschaft erblickt sie kein geeignete» Mittel zur Befreiung der Arbeiterklasse au» dem Joch de» Kapital». Eine durchgreifende Besserung der wirtschaftlichen Lage unsere» Berufe» und der gesamten Arbeiterschaft kann nur durch da» Nätesystem herbeigeführt werden, in dem die Arbeiter die Führung des Wirtschaftsleben» in eigene Hände nehmen. De». halb können wir nur solche Leute als Führer anerkennen, welche sich auf den Boden stellen: gegen di« Arbeitsgemeinschaften und für da» revolutionäre Rätesystem." Hartnäckigkeit der Unternehmer km Holzgewerbe. Au» Halle wird uns gemeldet, daß die Ablehnung de» mit vieler Mühe aufgebauten ReichSlarise» für die deutsche Holz. industri« durch den Arbeitgebcrschutzvcrband bereit» die ernstesten Folgen nach sich zieht. Die OrtSverwaltuna Hall« de» Holz» arbeiterverbanbe» war nach der Ablehnung in neu« Verhand» langen mit den örtlichen Unternehmern eingetreten, die aber nach anfänglicher Aussicht auf Verständigung an den Winkel- zögen und Wortbrüchen der Unternehmer scheiterten. Nach dem Bckanntivcrden der Unternehmerbeschlüsse sind bereit» eine Reihe von Betrieben in den Ausstand getreten und«in großer Lohn kämpf steht unmittelbar bevor. Di« Unternehmer drohen mit Aussperrung, wenn bis Montag, den 22. September, die Arbeit nicht wieder aufgenommen würde. Man wirb aber hier auf Granit beißen, denn die Halleschen Holzarbeiter sind fest entschlossen, die Anerkennung de» Tarife» durchzukämpfen, mögen die Unternehmer sich dem noch so sehr widersetzen. Angestellte kn der Metallindustrie! Der in der Metallindustrie nach monalelongen Verhandlungen zu End« geführte Tarifvertrag bringt nun bei der Eingruppicrung der Angestellten ihren Ausschüssen eine nicht geahnte Arbeit»- fülle: d wird deshalb notwendig fem, daß die Amgestellten- auZfchüsse Fragebogen an jeden Angestellten herausgeben, die etwa vier Uiilerablrilungen zu verzcichnen hätten. 1. Name, Alter. Tätigkeit, OrganisalionSzugehörigkeit, sowie die Gruppcnzugcchörigkcit, die von dem Angestellten selbst beantragt wird. 2. DaS bisher gezahlte Gehalt. Gratifikation und sonstige Be- ziige. Die Dauer her letzten Beruftsunklion,»ir Gesanitdauer her Tätigke'l nach dem 20. Lebensjahre nach Beendigung der AuS- bildung. 8. Die Dauer der geleisteten Kriegsdienstzeit, in welcher �äUgkeilSgruppe diese Unterbrechung lag und Angabe ob und wel- cher Art Invalid« 4. Die Lehrzeit, die Fachschulausbildung oder Studium, die fenstig« Ausbildung und die Dauer dieser Zeiträume. Des« Angaben sind von den AugestelltenauSschüssen aufzube- wahren, und zur Durchführung der Gruppcneinteiluiig zu ver- wenden. Bei Rückfragen über den Tarifvertrog ist für jeden Fall dieser Fragebogen dem OrtSsekretariat der Afa. Berlin. Werft- ffrabe 7, einzusenden. AI» ZeiitralauSkunftSstelle für die Auslegung de» Tarif. vertrage» hält da» OrtS'ekrctanat leden DienSlag von B— 7 eine �vre-bstuiid« ab. ArbeitSgcmeiufchafl freier Angestelltenverbände. Lehrlinge als Streikbrecher. Den Rekord in Ausbeutung von Lehrlingen scheint die Firma (5. 5. Collatz u. Co.. Kesselstr. 9. schlagen zu wollen. 20 Gehilfen, 1 Arbeiter. 2 Arbcitcri»iicn und 32 Lehrlinge sind dort bcschäfligt. Letzlere werden bei einem Kostgeld von 8— 12 Mark pro Woche vier Jahre aiiSgemitzt. Von diesem hohen Lohn werden noch Kranken, und Jnvalidenbcilräge abgezogen. Ueberstundc» für die jungen Leute sind an der Tagesordnung. Die Arbeiter und Ar» beiterinnen des Betriebe» befinden sich nun seil dem 15. d. M. im Streik, da hier noch Siundenlöhne bis zu 1.50 M. für Arbeiter und l!lO M. für Arbeiterinnen gezahlt werden. Die Lehrlinge sollen nun Streikbrccherdienste leiste». Lehrlinge»nd deren El- lern sollten diesem verräterischen Ansinnen energisch entgegen. treten. i Ouittimg. �.»gegangene Gelder sllr die streikenden Schmied«. room VvanchewfondS 300 M. A.®,®. Hennigsdorf, 1. Rote, 972,50 M.. von Kollegen der A. E. G. Voltaitrohe. l. Rat«, 80 M.. von Mitgliedern der Bvanchenkomniisfion 20 M-, vom Kollegen Slfmonn gesammelte>. Rat« LS SR., von Kollegen He». schel»du Jakob 15 M„ Schwartzkopsf. Wildau. I. Rate. 1000 M., fl. Ii.®. Hennigsdorf. 2. Rai«. 1093 M„ von Kollegen der Firma Mußuel u Hasselvach 114,10 M.. von Kollegen der A. E.®.. Vol'astraß«. 2. Nac«. 62 M., von Kollegen der Ftnmo Franl« LL M, von. Kollegen Equionm gesammelte 2 Rate 30 M„ Tellersomnrwun d. G. v. 21. 7. 534,40 M.. vom Kollegen N»ak grsammelte 35 M.. durch Kollegen Riedel gesamrmelt beim Bor- stand der ÖrtSkvamkenstrsse Manseudonf 53 M.. vom Kollegen Graf l0 M.. vom Kollegen Ballichoidl der F rma Egeb recht u. Schu- mann 114.75 M.. vom Kollegen Ukrow der Finna Scheu 30 M.. vom Kollegen Pägbow de» Seomemö�lmo-Werk 80 M„ vom Kollegen Exner d. L. E. G. Tluwbuleufabriik VI HL, auf 3 Listen von Firma Lud. Löwe durch Kollegen Mißnwcii 129 M.. von den Koll.gen d. Firma Flor 74 M., A. E. G. Heu» nigsdorf 3. Rate 2500 M., von Kollegen d. Firma Bergmann 650,10 M.. Schwartzkopsf Wildau 2. Rate 600 M.. von Kollegen d. Firma Kellner Karosscri« 33.85 M., von Kollegen d. Firma Gaubschat Neukölln 02.50 M., von Kollegen d. Firma Eckert durch Kollegen Schuster 100 M., vom Kollegen Wegnee gesammelte 03 M., vom Kollegen Weiß gefainmelte 15 Dt., vom Kollegen Herrinann d. Firma Orcnstcin u. Koppel, Spandau 307,55 Di., vom Kollegen Küster, Firma Weudlland, L7L5 M.. vom Kollegen Fuhrmann g sammelte 33.75 M., Schmiede i. K. W. O. durch Kollegen Fitzner 160.05 M., vom Kollege» Papk« gesammelte 53 M., Kollegen d. Firma Bog u. Ruhrbcck 27.80 M., A. E©. Hennigsdorf, Scheinwerferfabrik 2181 M., Firma Sckmeider, Seegefeld, durch 5lollcgcn Paul Köhler 100 Di., Firma Bergmann durch Kollegen Böhm 1207,05 Di., vom Kollegen Polareck, Hoch- bahn, 10 M., vom Kollegen Grenzer 14.20 M. vom Kolleg» Diahlke, Stock, Marienfelde, 34 M.. vom Kollegen Schubert 139 M., vom Kollegen Fi he 25 M.. vom Kollegen Zilia» 24,00 Di Gesamtsumme 13 239,70 M. Sämtliche noch ausstehenden Listen bitten wir abzuN fern im Lokal„Zum Deutschen Metallarbeiter", vis-ä-vis vom Vcr» bandöhauS. Die Strcillcitung der Schmiede. Die streikenden Arbeiter und Arbeiterinnen der chromokitho» graphischen und photographische» Anstalten sprachen ihre Ent» rüstung darüber auS, daß versucht wird, den Schiedsspruch vom 30. 8. zu umgehen und niedrigere Lohnsätze einzuführen. Die Versammelten erklären, unter den Sätzen des Schiedsspruchs vom 30. 8 di« Arbeit nicht aufzunehmen. Sie verlangen, daß der Schiedsspruch für verbindlich erklärt wird. OSram-Wcrke! Mittwoch. 10 Uhr vorm. Betriebsversammlung bei Schvnert, Alt-Stralau. Die Streitleitun-a. I.*(.: G. Müller. Dir Walzwerkarbriter und-arbeiterinnen lehnen den Schieds. vertrag ab. Eine Branchcnvcrsainmlung der Walz-, Kabel-, Draht- und Papierrohrarbeiler und»arbeiterinnen'tagte am Sonntag in den Sophiensälen. In einer überfüllten Versamm» lung wurde zum Schiedsvertrag Stellung genommen. Kollege Schoodt gab den Bericht, kennzeichnete die schwierigen Verhand- lungen und teilte die eingereichten Forderungen und das An- ßcbot der Unternehmer mit. Er appelliert« an die Versammelten, in dieser schweren Zeit die Branchenkommission zu unterstützen und in dem aufgezwungenen Kampfe avSzuhalten. In der Te- hatte erklärten sich sämtliche Redner mi! den Ausführungen de» Referenten einverstanden. Folgend« Resolution wurde ein- stimmig angenommen:„Die heutige Drarchenversammlung der Walzwerkarbeitcr und angegliederter Berufsgruppcn nimmt mit Entrüstung Kenntnis von den Angeboten des Unternehinervcr» bandeS und lehnt dieselben ab. weil wir sie alz eine Verhöhnung der bctressendcn Arbeiter ansehen." Die Brancben» und Schlich- tungSkommissionZmitglicder wurden bestätigt. Ein Antrag, eine Tellersammlung zum Besten der inhastierlcn Genossen vorzu- nehmen, wurde einstimmig angenommen. Sie Gesetzeitllviirse zur kommunal- versaff ng. Zu Beginn der SonntagStagung de» Reichs- StädtebundeS erstattete der GcschästSsührer und Syn» dilu» der Vereinigung Dr. Haeckcl ein dreistündige» Re- serat über die neuen KommunalversassungS-Tesctzentwürfe. Un- (er großer Aufmerksamkei« dcS überaus stark besuchten Hause» enNvickelte er zu seinem Thema 10 L.itsätzc, in denen er mit den g dcnte», sondern dem Laudrat zustehen soll, bedeutet,»ach An» sicht Oes NeichS-Städtebuiide» eine Degradier»»g der kleinen Städte zu solchen zweiter Ordnung. Dr. H ae k e l bezeichnet eine solche Bestimmung in einer Zeit, wo alle Rang- und Klassenunterschiede beseitigt werden sollen als ungeheuerlich Tie Städte dürfen keiner Instanz uuterworsen werden, die vor- Iviegeud ländliche Jiitercsse» v-rtritt. D'ie Hebung Ver Leistungsfähigkeit der kleineren Städte läßt sich nicht durch unn Xs-Tiah'jfrjng erreichen, sondern nur durch Förderung ihre» eigene» Bestreben», sich durch Eingeinein- dung der benachbarten Gutsbezirke und Land» gemeinden zu vergrößern unv dadurch die bisperige gewalt» fame Abfchiürung zu durchbrechen. Der LlcichS�tädtebuud bittet daher dringend, bei der Aufhebung der GulSbezirle von Staats- wegen ihrer UmWandelung in selbständige LaiBgemeiuden oder ihrer Zusammenlegung mit Landgemeinden nach Möglichkeit entgegenzuarbeiten und die Vereinigung der Guts- bezirke»nd Landgemeinden mit den benachbarten kleinen Stövten zu größeren leistungSsähigen Kommunalgcbilden energisch zu fördern. Die kreisangehörigen Städte sollen nach den Wllivfchen def ReichS-StädtebundeS auf ihren Antrag.durch Beschluß dcS Staats. Ministerium, al» au» dem Kreise ausgeschieden und zu selbständigen Stadtkreisen erklärt werden, wenn die Stadt zur Zeit der Antragstellung einschließlich der Militärpersonen mehr al» 10 000 Einwohner hat. Den Leitern der städtischen Verwaltung soll Sitz und Stimm« im Kveisiag, KreiSanSschuß. Provinziallandtag. Provinzialau». lchuß verliehen werden. Weiter wird dringend um Beibehaltung der bisherigen Magiftratsverjajluirg gehst ihre» biSberiae» ■nen urro ves vteajTB wt Disvle gut Beidehaltung und Annahm« H* Bürgermeistereiverfassung gebeten. Hn die Leitsätze dcS Dr. Haekel, sowie an dessen besondere ssiiZführnngen übet die Eingemeindung von GutSbezitken knüpfte Ich nach einet kutzen Pause eine langete AuSsptache an. Groß-Serlin.! Rudolf Arendfee. heii eines DUtgetS in der.freen" Kepublik um. Und die Debörde fühlt sich nicht verpflichtet, einem derartig GemiFhandeltcn Ge- nugtuung zu verschaffen oder wenizstenz sen Beamten, der in un- erhörter Weise seine NmtSbeiugnis überschreitet, gu rektifizieren. En solches Willkürrrgiment ungee/inctcr Poli.zeiongan« und ein« derartige Schutzlosigkeit de» Publikums hat tatsächlich nicht in den schwärzesten Reaktionszeiten geherrscht. NiiZ Stralau lommt die erschütternde Nachricht, daß Genosse Vindulf Arendsee aus dem Leben geschieden ist. In dem Ber- schiedenen verliert die Partei einen alten erprobten Kämpfet für Misere Sache. Im Beruf Buchdrucker, schlag sich Genosse Arend- �ee schon frühzeitig der Bewegung an und war bald in den vor- vcrste» Reihen zu finden. Kein« Gefahren scheuend, stand er in allen Fällen seinen Mann. Jahrzehnte arbeitete er im 6. Ber- lincr Wahlkreise in der Oranienburger Vorstadt, wo er im engeren vnd weiteren Kreise sein«- ganze Person für den prolelanschen Befreiungskampf einsetzte. Längere Feit gehörte Arendsee dem Borslanbe des 6. Kreises an und als nach dem Köllercoup im Jahre 1805 die Organisationen der Partei in Berlin aufgelöst wurden, wurde Arendsee Anfang 1800 erster Vorsitzender deS Vereins.Vorwärts", der als Nachfolger dcS Wahlvereins im 6. Kreise ins Loben gerufen wurde. Später vetlegl« unser Freund sein Domizil nach Tegel und zuletzt nach Stralau, überall «der arbeitete er i« gewissenhaistet W-oise für unser« Sache. Auch in der gewerkschaftlichen Bewegung war Arendsee nicht Vntäfcig; er führte mit Berufskollegen den Kampf gegen die seiner Auffassung nach schöiiSich« Tarifpolitik im Buchdruckerverband, und er gehörte zu denjenigen, die seinerzeit sich vom Buchdrucker» verband absplitterten gegen die Politik der Rexhäuser und Gösch, einer Bewegung, die später durch die KampfcSweise engerer Berufsgenosscn versandete. Wo Arendsee. wirkte, hat er fest ent- schlössen und durch nichts beirrt, feine Parteiauffassung zur Gel- tung gebracht. Arendsee war in der OrtSkranlenkasse der Buchdrucker an- fieslellt. Dort bekam er Ende des Vorjahres feine Entlassung n einem Alter von 64 Jahren. Diese Entlassung nahm er sich sehr zu Herzen. Er klagte gegen den Vorstand auf Wiedcrein- stellung. Ein erster Termin stand am Donnerstag voriger Woche an. Diese Entlassung mit einer ganzen Reihe anderer Umstände fusammen müsse» in Arendsee den Entschluh gereift haben, einem Leben freiwillig ein Ende zu machen. Er ging am Sonn- abend vor 8 Tagen von Hause sort und kehrt« nicht wieder. Sein« Angehörigen waren seit dieser Zeit im Ungewissen über feinen Verbleib. Die Meldung war dem Gemeindeamt« in Stralau rechlzeilig gemacht und den Angehörigen war getagt worden, eS würde von da aus alles besorgt werden. Tag und Tag verging ohne jede Nachricht. Am letzten Sonnabend wurde von den Angehörigen erneut Feuer dahinter gemacht und nun kam von Obcrschöneweide die Mitteilung, dass Arendsee bereits am Sonntag vor 8 Tagen von Ruderern in Oberschöneweid« ge- fundcn und am TonnerSlag dort beerdigt worden sei. Ein tragische? Ende und noch tragischer für die Hinter- bliebenen. Unsere Partei verliert in Rudolf Arendsee einen treuen, aufrechten Kampfgenossen, d«m sie«in«hrendeS An- denken beivahrcm wird. Die Stralauer Genossen werden dem Verstorbenen am koin- inenden Sonntag nachmittag 3 Uhr auf dem Friedhofe in Ober» schöneweide eine Trauerfeiet veranstalten. Arbeiterräte und Bctriebsfunktionäre! Am Mittwoch, den 24. September 1919, nachm. 2 Uhr Vollversammlung der Arbeiterräte und Betriebs. funktionär« in den Sophiensälen, Sophicnslrabe. Großer Saal. Tagesordnung: 1. Bericht der vom VollzugSrat in das Kohlengcbiet entsandten Kommission. 2. Neugliederung der Arbeiterräte. Es ist Pflicht aller Arbeiterräte und Detriebsfunktio- näre, pünktlich zu ersclxnnen. Der VollzugSrat der Etoß-Berliner Arbeiterräte. selbst al» ungenügend bezeichnete, einen Korreferenken Mr«e» zu stellen. Als solcher schilderte Genosse Neu mann vom Vo� zugsrat in Berlin daS Rälefystem im Sinne der revolutionäre« Arbeiterschaft. Er fand starken Beifall. Zum Schluß wurde rn» allen gegen 6 Stimmen eine Resolutisn angenommen, die d» BetriebSrätegefetzentwurf al» ein« Irreführung der Arbeit«-' »chaft verwirft. Leber.smitteifÄender- Berlin.«Sseverteilung: Bi, Freitag in den B-zir»� der 141.. 188., 199.. 288. un* 245. Brolbommrssion pro Kopf 125 «äs». DI« Fetlstelle Erotz-Berlin macht baiaus aufmerksam, doh»» Mitlelstu» der zur Zeit gulligen Cp-is-seNkarlen dl? zum Ende d" Rich. Müller. I. H e i r e n. .uuwe* lUUt VCL ÖUl v-r Wach«(den 28. S-plemd-r 1919) für den Kasebezug bei der guarNer« weisen Verteilung aufzubewahren und nicht fortzuwersen tsi. 4 welchen Quartieren Käse uerieiU wird, wich noch bekannt g-maq» ijen i�uaiireivu a\u|e»*«A-..., aMu Spandau. Vrrti Mittwoch ob amerikanisches Weizenmehl>, VPj AnstelU de» amerikanischen Weizenmehl, kann auch die gleiche M-ng» inländische, Weizenmehl 94proz-nliger Ausmahlung zum Press« v» 32 Pfg. das Pfund bezogen werben.____ Mariendors.£00 Gramm Röhrennudeln, 250 Gramm Matsme?» 250 Gramm amerikan. Weizenmehl f. Jugendliche, 250 Gramm Tev waren. 250 Gramm FI-ischkoi»s-rv«n, 250 Gramm amerrkan. Epe» Hausbewohner, gebt acht! 10 Pfd. Kartoffeln.__, Stralau. Am Sonnabend 250� Gramm JfanfchonVB. OOO� G'aMJ Die llebergriffe der Sicherheitspolizei. Noch nie war der Berliner Bürger der Willkür der Polizei» a e so häufig preisgegeben, wie gegenwärtig, in der Zeit der r r_ r i_!___. r r jt.___« CT?_ r, � i v.- X Sv« �« CCS. � C Herrschaft«in«a..sozialistischen" Polizeipräsidenten. Die scge- nennten Sicherheitspolizisten, die jetzt Berlins Strogen unsicher machen dürfen schalten und walten, ohne befürchten zu müssen, kür ihre Handlungen zur Rechenschaft gezogen zu werden. Wieder- holt haben wir skandalöse Mißgrisse, die StcherheitSpolizinen gegenüber Straßenhändlern begangen haben, kritisiert, ohne daß »on der Behörde irgendeine Erklärung erfolgt wäre. Heute haben wir einen neuen Fall unerhörter FreihriiSberaubung zu melden. Ein Straßenhanvler in der Fricdrichstrag« wurde mn Don- «erSiag abend kurz nach 9 Uhr, al» er den Handel längst ein-ge- stellt hatte, von einem SichcrheitSioldaten verhaftet, zur Wache in der Kroncnstraße gebracht und hier protokellarisch vernommen. Darauf sperrte man ihn in eine dunkle Zell«, wo er ohne jede Nahrung bi» Freitag früh 9 Uhr schmachten mußte. Um diese Zeit wurde«r per grüne» Wagen nach dem Polizeipräsidium geschafft. Hier wurde er um 12 Uhr nochmal» vernommen und entlassen. da» alle», weil er mit Zigaretten gehandelt haben soll. Dabei ist »ber wohl zu beachten, daß dieser Händler im Besitze b e h ö r d- ichet LegitimationSpapiere und eine» Handel»» ch e i n e» war l Auch über Mißhandlungen auf den Wachen der Sicherheit»- ze'.izei sind uns wieder mehrere Fälle berichtet worden. Am mei- sie» scheint sich in dieser Beziehung die Wache auszuzeichnen, die fi.h«m Hackeichen Markt im Rosenthaler Hof befindet. Dort schlug man einige Straßenhänoler, die weiter nicht» getan hatten, als an verbotenen Stellen ihren Handel auszuüben, in geradezu roher Weife. So springen die Sicherheitsorgan« Berlip» mit der Frei- Die Verteilung von Gewehren an Mitglieder der Einwohner- wehr, die wir in Nr. 423 anläßlich der Veröffentlichung eine» Einladungsschreibens erwähnt"», ist prompt vor sich gegangen. Im Schutze ber Dunkelheit fanden sich zahlreiche Personen im Gebäude des PolizeibczirkSamleS Friedrichshain ein, um ihr Gewehr in Empfang zu nehmen, mit dein sie dann, teilweise auf Umwegen, nach Hause gingeu. Mancher von ihnen blickte sich unterwegs sileu und verstohlen um. Wir sind in 1*: Lage, mitzuteilen, daß auf diese Weise Gewehre in folgende Häuser ge- langt sind: Friedenstr. 5, Georgenkirchstr. In. 30 u 59, Barnim- slrah« 2, Gollnowslr. 13, Lietzmannstr. 5, Neue Königstr. 25, Landsberger Str. 8, 100 f Lokal Auer», 116, I fKchlhase), Weberstr., Eck« Elisabcthstr.(Lokal) und Spandauer Drücke 4—5 (Lokal Petschel). : Maismehl, 300 Gramm Erbsen, 3 Päckchen Milchsützsptift. 1 rooch Anmeldung., � Fokannisthal. vom Freitag ot> 250 Gramm Inlandsmarmelar» 250 Gramm ousl. Kartoffelstärkemehl. 250 Gramm ausl. Huss" fnicht«. 250 Gramm Suppen in �.Pfund-Pok-ien. 2 Stuck EuPP'g würsel(Maggil und in der Gemeindeverkoufsstelle. Friedrichstr.» für Kinder, Jugendlich- bis zum 17. Lebensjahr, werbende Mutt-d Krank- und Krieg-d-lchädigte von 50 Pro>-rrt an. 250 Gramm Sog» Grünau. Abschnitt 71: 260 Gramm Marmelade. 81: 200 Gram» Maisflocken und em Paket Koks. 85: 250 Gramm Maisgrietz..»f 250 Gramm«arloffelmehl. 00: Maisfabrikate: auf die KrankenwuV karte 125 Gramm Reis und 7 Pfd. Kattoffeln. Rowawe». Am Mittwoch 250 Gramm amerikan ifch« Sch««>>» fleifchprodukt«. Opfer der Arbeit. Beim Rangieren von Güterwagen auf dem Schlesischen Dahnhof geriet am Sonntag morgen%4 Uhr der Rangierarbeiter Paul Krüger so unglücklich zwischen zwei Wagen, daß ihm der Kopf total zerquetscht wurde. Einem gemcingesährlichen und alten Darlehensschwindler Groß-vcrlinS ist endlich da» unwubere Handwerk gelegt worden. E» ist«in 36 Jahre alter ehemaliger Kellner Paul Sander zu Friedenau. Er betrieb sein« Spezialität im größten Stile, nicht nur in Berlin, sondern namentlich auch in der Provinz und im Reiche. Durch Zeitungsanzeigen, beionder» in kleineren Blät- tern, fand er bald eine gros:« Kundschaft. Von allen Seiten flössen ihm die.Vorschüsse"..Gebühren" und dergleichen zu, und er steckt« alle« ein, ohne auch nur daran zu denken, irgendein Tarlehen wirklich zu geben. ES gelang, Sander in 800 Fällen zu überführen. Damit ist die Zahl der Geschädigten aber noch keineswegs erschöpft. All« anderen Betrogenen, namentlich in der Provinz, die dem alten Gauner sonst noch in» Garn ge- gangen sind, werden«rskck't, sich an BezirkSoberwachtmeister Dussa im Berliner Polizeipräsidium zu wenden. Befähigte Mädchen aus den Gemeindeschulen können noch zum Oktober in die 3. Mädchen-Mittelschule N. 20, Grünlhaler Str. 21, aufgenommen werden. Anmeldungen täglich im Amtszimmer de» Rektor». Wer sind die Toten? Anstaltskleider eine» Irrenhauses trug eine unbekannte Frau, die au» dem Hohenzollernkanal gelandet und nach der Halle des GntSfriedhofS in Plötzensee gebracht wurde. Die Tote ist etwa 85 Jahre alt, 1,55 Meter groß und schmächtig. hat bräunliche» Haar und trug einen blauweißgeslrciften Rock, ein blanweißgestreifte» Hemd, graue Strümpfe und Holzschuhe. De- sondere Kennzeichen sind: Verkrüppelungen der kleinen Zehen und eine Narbe am rechten Sckiienbein. Tie Frau soll Neusche heißen. — Aus dem Luifcnstädtischcn Kanal wurde an der Königinbrücke am Engelbecken die Leiche etneS etwa 20 bis 25 Jahre alten Mädchen» gelandet, die kaum länger al» einen Tag im Wasser gelegen haben kann. Die Unbekannte ist 1,63 Meter groß, hat blonde» Haar und trug ein schwarze» Jackett, einen blauen Obcrrock, eine weihe Bluse, schwarze S'rümpfe und schwarz«, halbe Stoff- schnurschuhe.— Im Spandauer Schiffahrtskanal fand man gestern die Leiche«ine« unbekannten Mannes von etwa 38 bis 45 Jahren. Der Ertrunkene ist 1,78 Meter groß, hat dunkelblonde», kurz- geschnittenes Haar und einen kurzgeschnittenen Schnurrbart und trug eine grüne Militärmütze mit schwarzem Sammetstreifen, einen dunkelgraukarierten Jackettanzug, Gummikragen und vor- Hemd und schwarze Schaftstiefel. von Einbrechern angeschossen nnd schwerve letzt wurden in der vergangenen Nacht auf dem Grundstück Möckcrnstr. 11 der HauSverwakfer Schöbe! und fein 22 Jahr« alter Sohn. Schobel und fein Sohn mußten nach dem Krankenhaus gebrocht werden. Die Verbrecher«ntbamen, wahrfcheiiAich über die Dächet hinweg. Rowawe». Ihre Roll« vollständig auSgespi«lt hat in untrem Orte die rechtssozialistisch« Partei. Ihr« 2i«rsammlung am Mitt- woch, die für den BetriebSrntegesetzeniwurf der Regierung Stimmung machen solltet, beschloß, dem Referenten, der den Entwurf Ans den!)rganisal!onen. Sechste« Wahlkreis, 17. Distrikt. Nrwohl de,.Vorstande, r(" lv}luCvl9f*/*|4 1 m»# niiww�»*',. l»S 17. Distrikt am Mittwoch, abend, 0— S Uhr. in den Zahlobendlokal» II TU DO), C-ÜClULB U- O 4*114.» v».e �, de, Deziik-s. Wahlbe echiigt sind nur Mitgiieder, dt« nicht lan«« al» drei Monate mit Deilrcgen im Rückstand« iin-d. � R-ukSlln. Weilerbildungskuisu, Kuhnert: AN« Teilnehmer v« Redn-:kursu» Kuhnert lresscn sich am Donnerstag, obend» 7% U," bei Kaffuhn, Erkstr. 8. Erscheinen aller ist Pflicht. 12. vezirk.»''' woch.-»d-nd, 7% Uhr, Versammlung bei Thurmonn. Lahnstrab«. Naumburger Strohe...._... Neukölln. 8. Bezirk. Mittwoch, den 24. September. 7 Uhr, zlrksversammlung bei Schmidt, Pannierstr. 9 a. Vortrag de»©tnoil Schneider: Sozialistische Erziehung in Schul« und Hau» Schmargendorf. Am Diensiag. abend» 7>4 Uhr, AUlgliedera- mlung im Schützenhaus. Vollzähliges Ericheinen der SllitgU*� fammlu unbedingt erforderlich._ Lichtenrade. Dienstag Zusammenkunft bei Bungenstock. V-w"'! strahe. pünktlich Vfi Uhr. Donnerstag.%8 Uhr, öffentliche Ders«»� lung im Restaurant Guindlnch, Hikberlsl.ab«. � Stralau. Morgen. Mittwoch. 7 Uhr abend», MilgNederv-N-NAk, lung bei Steinick». All�Iralau 6. Vortrag übet: Parlamen»� mus— Rälefystem... Friedrich» Hägen. Am Mittwoch, den 24. Sepiember,«=' 7 Uhr, findet in den Bürge, fälen«i» gemeinfamer Zahlalend I' zweck» Vefchlußfassung über bringend« Angelegenheiten. verewska'ender. n. s. P.'Fraktisn der Bereinigung foz. Lehrer und Lehrerin"?, Freitag, abend» 7# Uhr, Hinter der Goinssonkirch« 2, Zimmer �"sozialistische Studentenpartei. Dlskassionsadendt M»� abend, 8 Uhr. G-nofs- Dr. Olberg(Zürich) über: Terrorismu» Kommunismus in Ruhiand..rh »und der technischen Angestellten und Beamten, Norden» Milgliederversammiung Mittwoch, abend»%8 Uhr, im Kristoll-P° Mülierstr. 182/183, Eingang Eellerstraße. Vollzugsansfchuh der Angistelltcnauefchllss« de« MetaMnsm•. Sitzung Mittwoch 6 Uhr E tralauer Strotze 3. Di« Orlsleitunge» Asa-verbänd« sind eingeladen. verband der Bureauangeflellten Deutschland». Ortsgruppe verlin, Stralauer Si.otz» 56 I. RechlsanwalisangesteM-l Dienstag, den 23. September, abend« 7 Uhr, findet im Kon»B> 4 Kasino. Holzmarkistr. 72, ein« wich! ige Versammlung statt. vo.trag de» Herrn Dr. Fialaw vom Reich, arbeitsamt über. und Bedeutung der Tarifv«. tröge". Unbedingte» Erscheinen Kolleginnen und Kollegen ist dringend«oiwendig. Zen.ralo-rein der vildhauer. Sonnabend, den 27. 6«P'f ju' findet im„Deutschen Hof", Luckauer Siratze 15, au» Anlatz b«* � schlusse, unseres Verben. es an den Deutschen HolzarbeUer-MtgU '---------"'"t 6 Uhr. Anfang 7 Uhr abend».** I Die stuf Sßil] ®Ö: % Ter! S p g turch % I« fiefor «in Ldschiedsfest statt. Einlatz 2 Mark. Uhr. Anfang 7 Uhr Internationaler Vund der Kriegsbeschädigten und Hlnterdflel*"� Gauleitung Berlin und Brandenburg. Achtung! Betrieb»",�, trauensleutel Heute. Diensiag, 8 Uhr, in den Sophir"' � Sophieisslratz», Bollve.sammlung der Vertrauensleute der Erotz' g,, Kleinbeir.ed« Grotz-Berlin». Derawng über die Grundlagen der triebsorganssation._____.» 2tv'" Freie foz. Jugend, Gruppe Osten,«Snlgsberger Strafte, neretog, abend, X8 Uhr, Vortrag:„Hie Seele de» K>- verantwortlich für die Redaktion Alfred Wietepp, 8-"*� Berlagszenosienichof».Freiheil",».©. m. d H. Berlin.— ss, VIndendruckerei und verlagsgelelllchoft m. d. H.. Schilfbaueidaw�< FREIHEIT-POSTKARTEN mit der PORTRÄTS Vorkämpfer de* Proletariat* und kurzen biographischen holizen Mr. 1: Karl Liebknecht Mr. 3: Georg Leäebour Mr. 2: Rosa Luxemburg Mr. 4; Leo frotzky Mr. 5: Gustav Landauer Weitere Karten»Ind in VorbereMunq. Preis lad er Karle 15 Pfenn z. i: n WitderverkSulern bähen Rabaii Zu bezienen von dei Verlagsgenossanschafl„Freiheit", e.<5. m b. ß., Rbleiluno Buchhandel/ Bettln MW 6/ Schiffbauerdamm 19 Ruch durch alle Fillal-Ezpeditlonen der„Freiheit" MeniMler Heute nachmittag selanet zur Ausrabe Freie Welt 19 Verlag Berlin NW 6, ScUlBbaoerdamm 19. # PUctoaraphltcbt Apparate kauft tu iiöcbstca Prrfscii C. A. Büttner. KanonlerstraBe t. Unter- grundbanniiof Kaiserhof. Firnlfl, Sehcüack. Leim, Lack«. BleiweiB etc. kanft jeden Posten. Haudtung che Produkte. O. M,\K ilhelm- ilölzcStr.a». Kön.cstadt 73!" PlutinntemmisUli. Hunzen, Gold, Silber Alte Gebisse bis 750 M. mm 2,50 bis 38 H. kauft Frau Knuth, Zionskirchstr.54, v.II 8 his 8 Uhr(Anklamer Ecke Brunrenstraße). Meine großen MSbel-LSger imt Uveile, immer». <>err»n«tmmer» zimmern,»rder- e.»«ol>eli».«ar»>i»rc». Dilttch- ««las. losa». X nmeau».«»rüurcn«enile». ramulrttea NSchcnelnrichtunnen usw. ftcbe» mr« we,.ee jnion«, l.iM?etzchlt,u>i«(k»er«ranueuFir. 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