CEjelprtfc IS�Pfennfg* 2. Jahrgang Zrettag, Sea 26. S-ptimber Nr. 467/® 213* Abeaö-Musgabe Sit ajttftrif«Wdwt MSI««« wnto naSwiUiiux.«<—«»">!>""I""" 1■ Sit«rfd�cM mocjots«nfc nachmittag, an S<«->- und Festtaz««-« w«««, Stt Stjajspnb brtrZzt W freier gafleDatj mj JJovs für Lroß-Bi-Iin«der bei direlwm paßbqnz«h» LestellzibShr munaü. S?~ ÜU ia Znfirllmez mUer Streifband«.— M. Sie»jethjtU* ist in den ersten Nachtraz der pastzeitnnzilist» fSr)9W«wzeteazen Redaktion«ld»rdedition: Verlw R«.«. Schiffbauerdam» 19 Wt Sernsprrcher: tteu««de» SSdS und ASS«. Znferat, tosten die aiHgestp«» Nanpareilezeil»»der deren Raom WO Ott, wortanzeizcn da» fettzedrni», wort ia pn. jede» weiter» wort 21 Pf. Teilernng,znschlaz TO pcoj. Sei jamilien. n. verfammwnz�inzeizn, fällt der Znschlaz fort. Znsero«, für den darauf. falzenden Taz rnttstm fpät-sten, bi» S Uhr nachmittag» bei der Lxxrditlan anfg-zeben fein. Wlserawl-Adtevmtg: Berlin NW. S, Schiffbauerdamm I» Zerusprech«:«mt Rorde» 97«» Bernnef-Organ t>pr VnabMnßfgmSojMdmtofratte&eatMfanös ards Vorbild. See neue Gallifel. e�, Wer kennt nicht den General Gallifet. den Mafien- iauachtex der Pariser Kommune? Pierzigtausend Pwle- larlerletchen, ei» Meer von Blut, Hohn und Spott gegen die uleoergeschlagene Revolution— und an der Spitze General �alliset als Sinnbild der triumphiorenden Bourgeoisie. _ 35". liefen Blutmenschen, hat Oberst Reinhard zu sei. a??-„ erkoren. Auf die Frage des Interviewers: »Alfo Gallifet?" antwortsle er laut und besttmmt: Jawohl: Gallifet!" .Ker Mut ist ihm freilich entwichen, als das Interview veröffentlicht wurde. Das ganze Interview, so ließ er in osr.Kreuzzeitung" eKläoen, sei vom ersten bis zum ätzten Worte erfunden. Hinterher stellte sich her- °u-, daß der Interviewer durch einen Mittelsmann einge- -Wen worden war, die Anschauungen und Absichten des Obersten Reinhard zu erfahren. Doch auch jetzt fand der 'wnger Gallifets- nicht den Mut zur Wahrheit. Es hibe �lediglich, so verkündet er. um eine private Unterhaltung gehandelt, die nicht für die Ocffentlichkeit be- um: mt war und in entstellter Form wiebergegeben wurde. Wie nach, seiner bekannten„Gesindel", und.Lumpen". �be, hält es der Oberst mit der Vorsicht alz mit dem Miseren Teile der Tapferkeit. Der künftige Retter des Vaterlandes scheut die Wahrheit, sosern sie ihm unbequem �!cheint.>Große Worte vorher und elende Ktieiferei Wnach. Ein Feigling ist er, der Oberst, dieser neue Gallifet! Man begreift vielleicht seinen Heldenmut, wenn man der Worte No s kes erinnert, daß eine sofortige Ent. Ahnung d�Z Obersten Reinhard aus seiner Stellung„eine �üstöndige Zerrüttung seiner Existenz" bedeutet hätte. . Voll liebevoller Nachsicht trug Noske, trotz der„Gesin> bel'-Rsde und dem öffentlichen Bekenntnis Reinhards zum Monarchistischen Umsiurz, diesem Umstände Rechnung.(Der- ie-be Noske, der keinen Anstand nimmt, durch Einkerkerung Schutzhaft Hunderte von Arbeiterexistenzen zu Vernich- *cn.) Also nur um seine E x i st e n z zu bewahren, scheut dar Oberst Reinhard das Bekenntnis zur Wahrheit. Em Kleber und Streber ist er. der Oberst, dieser neue Gallifet! Doch wa? ihm hier an Mut gebricht, das findet er �eder bei seinen weltpolitischen Konstruktionen: „Frankreich und auch England haben ein vitales Jnter- efie daran, mit uns irgendein Arrangement zu treffen. bissen uns die Möglichkeit geben, unS wirtschaftlich her- fjuszupauken. Das können wir aber nur— gemeinsam mit °en Westmächten— in Rußland. Da sind noch unge- �eure wirtschaftliche Werte herauszuholen. liegt ja noch fo unendlich viel brach: Rußland und das weite, weite Sibirien. Daranmüssenw� runsalle ' � n i e r e w." Mit sechs Divisionen, meint der Oberst, sei„die Se- Richte zu machen". Mit sechs Divisionen, die gegen dre volschetvisten marschieren müßten. Den General Foch haoe U-an das bereits wissen lassen. Also ein sein durchdachtes �andsknechtsabenteuer, eine Stwsexpedition ÄOen Stils im Auftrage der Entente, eme militari, che Schiebung, um sich und die Monarchie„gesund Zu wachen. ff1*1 Plan, wie er nur im Kasino oder im Schchber-Easo ent- '�en kann, dessen Jargon er enthält. Em Schieber ist � der Oberst, dieser neue GallifetI. . Doch wo der Oberst Reinhard auf die Arbeiter zu brechen kommt, da ist er echt. Da gleicht er Gallifet..�;ch %% wie ein Donnerwetter drein"- so schilbert er feme Mentaten in Oberschlesien.„Ein paar Rädels fuyrer. die Auwinsten, wurden niedergeknallt. Sowas m u u I e i n. . s�ilszwang wurde ausgesprochen.... Die Ordnung war �derhergestellt."„.„_. r.Die Anwendung dieser Methode kündet Doerst Rem- M m großem Stile für den Mnter an, wenn Wirtschaft- -we Schwierigkeiten die Not und die Unzufriedenheit auf « Höchst« stsigern sollten. Militärdiktatur. Strafcxpedt- Massenerschießungen der Arbeiter. Ordnung. Und Hintergründe— die Wederhen'tellung der Monarchie. Etz ist Mt» daß die Arbeiterschaft diese Pläne des neuen Gallifet kennt. Sie wird sie zu vereiteln wissen. In dem Augenblick, wo er oder seinesgleichen die HanL ausstreckt, um das Proletariat an der Gurgel zu packen, da gibt es keinen Streit mehr in der Arbeiterschaft, da erhebt sie sich einig und geschlossen gegen die Konterrevolution, um mit den Methoden Gallifets endgültig aufzurämuen. Wollen Sie das Tänzlein wagen, Herr Oberst? Wir spielen Ihnen cmf! Die AllshsllqelMWabfichte» der Agrarier. Die Tusfuhrungen deS OberbürgermeifterS Wer» m u t h in der gestrigen Sitzung der Berliner Stadwsrorv» netenvsrsammlung über die Absicht der brandenburgischen Agrarier, die Milchzufuhr nach den Groß-Berliner Gemetn» den am 1. Oktober zu sperren, wenn nicht eine ihren Juter. essen entsprechende Errlärung über die künftige Ernährungs» Politik abgegeben werde, zeigt erneut die gefahrdrohende Lage, in die die Ernährung der Groß-Berliner Bevölkerung durch die Nachgiebig� eit der Resiarung gegen. über den Agrariern geraten ist. Diese Herrschasten sind von einem so grenzenlosen Machtbewußtsein erfüllt, daß sie sich eine Drohung gestatten, deren Verwirklichung Leben und Gesundheit von Millionen Menschen gefährden würde. Diese Drohung zeigt aber auch das heuchlerische Getue dieser Leute und den krassen Egoismus, der ihr ganzes Handxlu bestimmt. Die Agrarier fragen nicht danach, ob durch die Abschneidung der Milchzufuhr Kranke und Säng/linge. Kinder und Greise dgm Tode überliefert werden. Uni die heuchlerische bürgerliche Presse, die die gewaltigste Entrüstung zeigt, wenn irgend wo einige Arbeiter streiken, die schweigt zu diesem Angriff auf Leben und Gesundheit der Bevölkerung genau so, wie sie geschwiegen hat, wenn Acrzte streikten. Und die Regierung? Was gedenkt sie dagegen zu tun? Wird sie gsgen die streikenden Agrarier auch Streikbrechergarden bilden und mit Kanonen und Maschinengewehren gegen ste einschreiten? Welcher Narr glaubt überhaupt, daß sie, die Gefangene der gegenrevo» lutionären Agrarier, das überhaupt kann? Wie groß die Gefahr ist, die der Bevölkerung droht, hat Oberbürgermeister Mermuth deutlich ausgesprochen. Er sagt: .Damit scheint ein System der Aushungerung im Innern geplant zu fein, das unter Umständen noch weit schrecklichere Folgen zeitigen kann, alS die Wsperrung, die wir früher erlebt haben. lÄrvtze Unruhe, lebhafte Zurufe.) Wenn in diesem Herbst und Winter die Kinder und Kranken Groß-BerlmS noch weniger Milch erhalten... so liegt für jedermann die Urs ach« klar zutage.' Wer ei mit unserem Volle gut meint, sollte einem solchen fürchterlichen Plane sich mit allen Kräften entgegenstellen. Selbst jeder ein. sichtige Landwirt müßte sich sagen daß ein solcher Zustand das eigene Land mit einer Welle des Unheils überzieht. Möchte diese Erkenntnis Taten zeitigen, solange eS noch Zeit ist!" Aber diese Absichten hegen die Agrariek nicht nur gegen Groß-Berlin. Nein, im ganzen deutschen Reich soll diese Aushungerung der städtischen Bevölkerung einsetzen, wenn die agrarischen Forderungen nicht erfüllt werden. Der An- fang dazu ist ia bereits seit langem mit der ZurüSbätlung des Bielies und des Getreides gemacht! Die Legende von der Arbells» unlnst der Bergarbeiter. Bei der Erörterung der Kohlennot spielt in der gesamte« bürgerlichen und zum Teil auch in der rechtssozialistischen Presse die Arbeitsunlust der Bergarbeiter eintz große Rolle. Selbst die Regierung glaubt behaupten zw dürfen, daß die großen Massen den Bemühungen der lei» tenden Stellen, durch vermehrte Arbeitsleistung die Kohlew» not zu lindern, kein Verständnis entgegenbringe. Allen diesen Anwürfen gegenüber, die die Oeffenklich- keft oberflächlich und irreführend beeinflussen, muß immer und limner wieder betont werden, daß ganz andere und vev- schiedenarftge Ursachen den Rückgang der Förderung vev« schuldet haben. Schon die Tatsache der internatio» nalen Kohlennat beweist, daß es mit den Vorwürfen gegen die deutschen Bergarbeiter nichts auf sich hat. Die wirklichen Ursachen für den Förderrückgang sin# hier, ähnlich wie im Eisenbahnbetrieb, in der schlechten Be»' schaffenheit der Anlagen zu suchen» die durch den Raubbau, den man im Kriege in den Bergwerken getrieben hat, zum Teil völlig heruntergewirtschaftet sind. Darüber schreibt Genosse Engelbert Graf in Nr. 37 des �Sozi alist� folgendes: »Trotz Verminderimg der Bslogfchaft, trotz dar stetig in* 1 IT-« sin*****.»------ j LMServerschiebung. Sersaille», 25. Dkptcmber. Der Fünfe'rrat hat Spitzhergen Norwegen iu» gesprochen unter gewissen Einschränkungen hinsichtlich der von Fremden erworbenen Rechte und der Ausbeutung der Bergwerke. Ferner wurde auf Wunsch Portugal» die Enklave von Kionga� im Norden der Kolonie von Mozaniiique. die von Deutsch-Ostafrika getrennt wird, Portugal zugesprochen. Die Gebiete an der Ostgrenze von Polen, mest« lich der Linie liegen, die die polnischen Truppen nicht üsierschrcilen dürfen, wurden endgültig Polen zugesprochen. U-öer die Gc- biete östlich dieser Linie ist noch keine Bestimmung getroffen worden. ,---------------- o*—-■—— Ol"w"I*■'" v chronischer Unterernährung geringer werdenden Leistung«� ''gleit der Arbeiten, trotz der vermehrten Fnanfpruchnahüev bei Materials sollten die Fördergiffern auf möglichst gleicher! Hohe gehalten werden. DaS ging nur, indem man«uSschließ» lich die besten und ergiebigsten Flöze ausbeutete, indem mari bergbauliche Sicherheitsmaßnahmen außer acht ließ und den ganze,. Betrieb nur auf AugsnblickSleistungen einstellte. Au»' Mangel an Zimmerung. Eisenträgern und dergl., infolge Unter« lassung des SpülbersatzeS, der Trocken Haltung, der Bewettern,� find ganze Strecken in den Kohlenzechen zu Bruch gegangen, oder ersosftn, schlagende Wetter haben sich in ihnen gesammelt. oder sie sind sonstwie unbetretbar geworden; mancherorts hat man den Betrieb ganzer Schächte aufgegeben. Gewiß, man ist dabei, die allen Anlagen wieder in Gang zu setzen, und mau ist auch dabei, eine ganze Anzahl neuer Schächte niederzubringen. Aber, wer bergbauliche Verhältnisse kennt, weiß, daß dazu oft viele Monate, selbst mehrere Jahre erforderlich sind, ehe ein regelrechter Betrieb aufgenommen werden kann. Die Schtvie» ri gleiten, mit denen der Kohlenbergbau in allen Ländern zu kämpfen hat, werden sich noch auf längere Zeit bemerkbar machen und Krise auf Krise auf allen Gebieten menschlicher Betätigung hervorrufen." Die Unternehmer haben kein Interesse an ber rqschen Instandsetzung der Anlagen, weil ja doch„sozialksiort" wird, Wir haben es hier also auch teilweise mit einer Sabotage der Unternehmer zu dun. Man verlangt von den Berg- ardeitcrn die vermehrte Arbeitsleistung unter Zurückstellung besonderer Forderungen, um der dringendsten Kohlennot zu begegnen. Man hat aber noch nicht gehört, daß die Unter- nehmor mit gleicher Eindringlichkeit an ihre Pflichten gegen. über der Gesamtheit gemahnt worden sind. Eine Reihe weiterer Mißstände helfen mit, den Berg. aröeitern die Freude an der Arbeit nicht gerade zu erhöhen. Da ist vor allem die Unterbringung der aus den Großstad» ten zugewanderten Arbeiter, die jeder Beschreibung spottet. Wir erhalten fortgesetzt Zuschriften von arbeitslosen Städ- tern, die nach den Bergwerksbezirken abgewandert sind und sich dort ftrr die Arbeit über oder unter Tage gemeldet haben. So hat ein Arbeiter auf der„Königsgrube" bei KLnigshütte Beschäftigung angenommen, mußte sie aber sofort wieder aufgeben, da er in ganz KonigShütte keine Wohnung finden konnte. Ein möbliertes Zimmer kostet monatlich 50— 70 Mark, ist also viel zu teuer für einen Bergarbeiter. Die Schlafhänser der Grube sind derartig mit Wanzen oder anderem Ungeziefer verseucht, daß ein anständiger Mensch nicht darin wohnen kann. Die Gruben schreien nach Arbeitern, aber für Unterkunft ist nicht ge« sorgt. Wie hier aus O b e r sch l e s i e n, werden dieselben Zustände auch aus den westfälischen Bezirken ge- meldet. Ein Arbeiter der Zeche„Adolf v. Hansemann" in Mengede bei Dortmund, der mit vielen arbeitslosen Kol« legen aus Damig zugewandert ist. gibt uns davon eine an- vymmnzs«pcrnrrpnmq. m trmt- nnxm* 1 1 tu, i ytr-WB�r&tfoTTer für Schaden ventnkworMH mache«, telv a s was durch den Krieg abgenutzt ist, mutz schlecht und rechf' der Sabotage der Unternehmer, teils aus der unftry g � weiter herhalten. Brauchte man früher für das Bohren �"" eines Sprenglocyes zehn Minuten, so dauert es heute zwei sti- t--rr' I M Ci? iJCUXC Stunden. Die frisch zugewanderten Arbeiter werden sofort mit Arbeiten beauftragt, für die sie völlig ungeeignet sind. und dadurch von vornherein abgestoßen. Auch die Lohn- frage ist durchaus ungenügend geregelt. Den Arbeitsloseir werden Löhne von 10,50, 17,50, 18,50 und 19,50 Mark versprochen, tatsächlich erhalten sie nur 14,50 und 15,50 Mark }*„n riN-t•" der Regierung entstehen. Nach all dem Angeführten muß mit aller Entschieden- heit verlangt werden, daß an die Lösung des überaus schwie- rigen Kohlenproblems mit jener ruhigen Sachlichkeit heran- gegangen wird, die der gewaltigen Bedeutung dieser Frage entspricht. Wir müssen besonders an die regierenden Stellen diese Forderung richten, da es doch wohl jedem Menschen ! auf verantwortlichem Posten klar sein muß, daß ohne die n-n;---%—-»>----- t-ii,--- ...... 1,..............»..» xu,ua a/tutijaur verantwortlichem Posten klar sein muß. daß ohne die den Tag bezahlt. Dabei gibt es noch allerhand Abzüge und Mitarbeit und Zustumnung der Bergarberter emsach nichts Schwerfälligkeiten in der Lohnzabluna. die alle da," beUz« erreichen ist. Ist diese Ueberzeugung vorhanden so rar. man selbstverständlich die Bergarbeiter nicht nnt dem bos- _,... Lohnzahlung, die alle dazu bei- tragen, das Ilrbeitsverhältnis auf den Gruben so ungemüt- lich wie möglich zu machen. Bei den großen Kosten für den täglichen Unterhalt bleibt natürlich kaum etwas übrig für die zurückgebliebene Familie. In der„Vossischen Zeitung- teilt ein Student der Staatswissenschaften seine Erlebnisse und Beobachtungen mit, die er bei seiner Tätigkeit als Grubenarbeiter im Braunkohlengebiet der Niederlausitz machte. Er machte den Direktor der Grube„WilhelmimmS Glück" auf die Unterbringimg seiner Arbeiter aufmerksam und er- laubte� sich in unverblümter Rede auf die„maßlose Schlvcinerei" aufmerksam zu mawen, die in und um die zum Teil neu erbauten Baracken herrscht. Er wies darauf hin, daß�ier nur durchgreifende Maßnahmen helfen könn- ten, wie: Blaugas, Entlausungsanstalt, Stubendisziplin usw. Der Herr Direktor hatte keine andere Antwort als: „Was habe ich nicht geredet I ES hilft ja doch nichts. Die Leute wollen eS nun einmal sol" Der Artikelschrciber kommt zu dem Schluß,� daß das ständige Kommen und Gehen in den Baracken ein« Folge der mangelhaften Unterbringung und de? geringen Entgegenkommens der Werke ist. Man solle nicht nur davon sprechen, daß die Arbeitslosen in den Großstädten nicht in den Kohlenbergwerken arbeiten wollen sondern die Ursache auch auf der anderen Seite suchen. Auch im mitteldeutschen Braunkohlen- revier, dessen Erzeugnisse für den Hausbrand von aller- größter Bedeutung sind, zeigst sich, wie wenig den Arbeitern an der Kohlennot zuzuschreiben ist. Gerade in den letzten Tagen kommen aus verschiedenen Gegenden des RAners Meldungen, daß die Wagengestellung immer mangelhafter wird und an manchen Tagen bereits weniger als ein Drittel de» angeforderten Laderaumes betrug. Die Werke haben deshalb auf eine Verfügung des Reichskommissars für die Kohlenverteilung die Verladung von Rohbraun- kohle vollkommen eingestellt, und es werden nicht unerhebliche Mengen fertiggestellter Briketts au fg e< stapelt. Im Niederlausitzer Revier ist die Lage noch da durch erheblich verschlechtert, daß die Zschipkau-Finsterwalder .Eisenbahn wegen Mangel» an Steinkohle den Güterverkehr vollständig einstellen mußte. Hinzu kommt zu alledem die Transportkris«. Aich hier wird den Eisenbahnarbeitern die Schuld gegeben an der mangelnden Produktion der Betriebswerkstätten. Man will den Arbeitern das Akkordsystem wieder aufzwin- gen, um die ArbeitSleistuna zu erhöhen. Der Erfolg wird natürlich gleich Null fern» da die Arbeiter die Akkordarbeit entschieden ablehnen.._ Will man schon die LeistungSfährgkeit der Bergarbeiter objektiv prüfen, so muß man auch ihre besonderen Verhält- nisse würdigen. Es ist doch nachgerade«in Gemeinplatz.�daß die eListungSfähigkeit in allen Berufen und allen Bevölke- die Leistungsfähigkeit in allen Berufen erheblich gemin- tbert worden ist, teilloeise bis zu 50 Prozent. Auf die Berg- arbeiter ober trifft dies in ganz besonderem Maße zu. In 'der rechtssozialistischen Essener„Arbeiter-Zeitung" schreibt ein Steiger darüber folgende Sätze: „Es muß einmal offen ausgesprochen werden, daß vor der Revolution im Bergbau nicht gearbeitet, sondern regelrecht ge- schuftet worden ist. ES gibt keine Arbeiterklasse, die, um ihr Leben fristen zu können, so ihre Kraft und Gesundheit zu Markte getragen hat wie der Bergmann." DaS mögen sich alle gesagtz sein lassen, die sich bei satter jgusriedenheit über die faulen"Bergarbeiter aufregen, aber auch diejenigen, die aus Unkenntnis der Tatsachen die Berg. willigen ungerechten Vorwurf der Arbeitsunlust beladen. er flammen. Sie„Mörderzenimle"— ein taWtzelwerk! AuS Halle wird uns geschrieben: Wie zu erwarten war, hat die gesamte Presie die K o m munistenverhaftung in Halle zum Anlaß einer geradezu beispiellosen Hetze gegen die Kommunisten und Unabhängigen ge- nommen. Daß sich auch die Presse der RechtZsozialisten» vor allem der„Vorwärts", daran beteiligte, braucht kaum noch be sonders erwähnt zu werden. Mit Behagen wurde„festgestellt", daß sowohl in Halle als auch in Berlin und anderen Orten „M Sr de rz e n t r a le n der kommunistischen Partei bestehen, die aus je sieben Mitgliedern zusammengesetzt, sein sollten und in dauernder Verbindung miteinander stünden. I» unserer Zuschrift aus Halle stellten wir sofort fest, daß die Kommunistenverhaftung lediglich daZ Werk gegeurevolu t io n ä r« r Lockspitzel ist, um die Machenschaften der gerade in Mftteldeuischland eifrig am Werke befindlichen cyegenrevolm tionäre zu verdecken. Welchen Grad d-ie von der deutschnationale« Lugenpresse be trieben« Hetze erreicht hat, geht mtt aller Deutlichkeit daraus hervor, daß selbst die Polizeibehörden in Halle sich dagegen tuenden mußten. Um die maßlos erregte Bevölkerung zu beruhigen, hat der Leiter der Halleschen Polizei die Vertreter der Press« zu einer Besprechung eingeladen, damit sie einige Mit teilungeu entgegennehmen können über daS bisherige Ergebnis der Untersuchung. ES wurde mitgeteilt, baß drei der Verhafteten, Tietsch, Kaiser und Engel, bereits wieder entlassen und die anderen jeden- fallS bald folgen würden. Fest steht nur, daß einer der beiden verhasteten Münchener.Kommunisten", der Schlosser Graf, ein- gestanden haben soll, den Austrag geheckt z« haben, den NoSkespitzel Härtung zu töten. Davon, daß auch andere Personen gewaltsam beseitigt werden sollten» sei bei den Vernehmungen niemals etwa» erwähnt worden. Für diese Behauptung sei nicht der geringste Anhaltspunkt vorhanden. Ein ebenso unverschämter Schwindel ist die Behauptung, daß bei den Verhafteten Flugblätter gefunden worden feien, die darauf schließen lassen, daß in nächster Zeit größere Putsch» aktionen zu erwarten seien. Die Polizei sagt dazu, daß in den Flugblättern nicht» davon stehe, da» in nächster Zeit Putsche au. gestrebt«»erden sollten. Alle übrigen Enthüllungen, so sagt die Polizei, seien entweder vollkomuren haltlos oder bedürften erst noch eingehender Untersuchung ES liegen übrigens ganz sichere Anzeichen dafür vor, daß die ganze.Mordaktion' und die ihr folgenden Aammwnistenverhaf» tungen nach einem vor mehreren Wochen bis ins kleinste au»» gearbeitetem Plan« i-nfzeiert worden find— vom der berüchtigten Autibolschewistisch«nLiga,die sich schamhaft Liga zum Schuhe der deutscheu Kultur nennt. Die bürgerlichem �Ordnung»"- organisationen haben die Stadt Holl« in genau abgegrenzte Bs- zirle eingekeilt, di« Häuser, in denen Vertrauenspersonen der Kommunisten und Unabhängigen wohnen, find durch bestimmte wna uf fällt ge Zeichenkeuntlich gemacht. Wir werden 'in Kürze den bündigen Nachweis liefern, daß in Halle in der Tat eine Mörderzentral« besteht oder zum mindesten bestanden hat: eine gegrnrevokutionärr Mörderzentrale, deren erstes Opfer unser Genosse Meseberg gewordea#1 den man bei Stacht» erschoß und in die Saale warf. Der arme„Vorwärts" ist in großer VerlegenHekt Er darf über den Fall Reinhard eigentlich nichts meht schreiben. Er darf nicht einmal die Prügel quittieren, du er dafür einstecken muß. Andererseits fürchtet er sich vcu seinen Lesern, denen er die neueste Entwicklung des Falles unterschlägt. Deshalb berichtet er zwar kein Wort über das neue Interview mit Reinhard, er erzählt aber, daß Herr Reinhard die Unterredung mit Fischart bestreitet Natürlich können die Leser keine Ahnung haben, worum ei sich in Wirklichkeit handelt. Immerhin bedeutet diese Mit teilung einen kleinen Fortschritt. Der„Vorwärts" schweigt nicht mehr, er stammelt bereits. Wir denken, wir werd«! ihm die Zunge noch vollends losen. Schweigt der„Vorwärts", wo er reden sollte, so wagi er zu reden, wo er schweigen müßte. Herr Horden, del vor denk Kriege und bei seinem Beginn die Anschauungen des deutschen Imperialismus mit aller Rücksichtslosigkeit verfochten hat, hat sich noch während des Krieges gewandelt die Kricgspolitik bekämpft und mit großer Schärfe eine» pazifistischen Standpunkt vertreten. Ein Herr Thimm« hat diese ohnedies bekannte Tatsache in einer ganzen Broschütt auseinandergesetzt. Ter„Vorwärts" erlaubt sich nuss .Horden„widerliches Renegatentum" vorzuwerfen. Da mui denn doch gesagt werden, wenn rechtssozialistische Zeitungs- schreibe? und noch dazu die Noskekuli vom„Vorwärts" m S erfrechen, irgend jemand Renegatentum vorzuwerfen, so i? das schon eine nicht mehr» zu überbietende Unverschämt« heit. Diese Leute, die sich aus Sozialdemokraten zu Kaisev sozialisten und zu den strupel losesten Verteidigern de» Kriegspolitik„entwickelt" haben, haben zu schweigen, wenn von Gesirmnngsfragen gesprochen wird. Das wür« noch fehlen, daß sich dieses Gesindel als Sittenrichter auß spielt! ltoske über die KessesreiheN. Di«„Deutsche Tageszeitung" teilt mit, daß Noske die Anfrage des Abg. Dr. Sennnler und Genossen über d« Verbot der„Schlesischea Tagespost" folgende Antwort fl* geben hat: .Da» Verbot der.Schlefischen Tagespost" ist mrfgehobÄ worden D i e Regierung ist gewillt, nach wie vo» die Freiheit der Presse z» schütze» Sie b t» dauert e» auf» tiefste, wenn Regierungsstellen glauben, mit Rücksicht auf die gefährdete Lage bei Reiche» gelegentlich gege> Zeitungen einschreite« zu müssen. DaZ wird vermieden werde» können, wenn allgemein von der Presse dem Ernst der Berhälb nisse Rechnung getragen wird." Die„Schlesische Tagespost" ist eine b'eutschnati»" nale Zeitung. Daraus erklärt sich diese Verbeugung de» Herrn NoSke dar ihr. Sie beweist gleichzeitig, daß sich dl» Unterdrückungsmaßnahmen der Regierung eigentlich nw gegen unabhängige und kommunistische Zeitungen richtet sollen.. AiederlSndisches Hilfswerk für veuffchlaud. Die Leitung de» Niederländischen Roten Kreuzes fordert in einem Rundschreiben zu einem Hilfswerk fük Deutschland auf. In diesem Rundschreiben wird auf tir traurigen LebenSmittelderhältnisse und auf die erschreckend« Zunahme der Sterblichkeit in Deutschland hingewiesen ES besteht die Absicht, da» Hilfswerk im Einvernehmen mit de» deutschen Behörden zu zentralisieren und die aufzukaufende» Lebensmittel nach zwei noch näher zu bestimmenden Orten, ver» mutlich m Thüringen und im Harz, zu schicken. Dort würde«« die unterernährten Kinder von den deutschen Behörden in de» sonder» großen Einrichtungen untergebracht werden, und die Vev« teilung der au» Holland kommenden Lebensmittel an Ort und Stelle unter niederländischer Kontrolle vor sich gehen, Zur Wieberaufnahme der dentsch-polnische» Verhandln»«»» find die Herren Worblew»ki, Korfanty und Diamant von Pose» nach Berlin abgereist.__ llplon Sinclair. wer Verfasser unsere» am 1. Oktober ftzialistischen Nomon»»Iwnni« Hlggins" schreibt aber sich selbst(sein nsuer großer Noman, dessen Abdrucksrecht wir tm Manuskript»rn>ord»u hoben, tst in Buchform noch nicht erschienen): „Ich will etwaS Seltsame» tun; ich will Ihnen Tatsachen lterlchten» über«tuen der vielen taufend Männer, die zu ihrem Glauben ge hallten haben; über den einen Mann, den ich von Grund auf kenne; mich selbst. Ich bin vierzig Jahr« alt und habe mich selfi meinem fünf- zehnten Jahre mit meiner Feder erhalten. Seit meinem zwanzigsten Jahr galten meine Arbeiten ausschließlich dem Wohle der Menschheit» waren«in Teil de» Klassenkampfes Ich durfte mir gestatten, neulich einem Journalisten zu sagen, daß ich seit zwanzig Jahren keine Feil« geschrieben habe, an die ich nicht auch glaubte. Wohl habe ich diel« Zeilen geschrieben, deren literarischen Unwert ich anerkennen muß, denn ich war in dieser Zeit viel krank und fast immer arm, doch bin ich meiner Ueber- zeugung stets treu geblieben. Ich wurde berüchtigt; vielleicht auch «twaS berühmt, und bisweilen brachten mir mein« Bücher viel Geld«in. Für eines meiner Bücher bekam ich 80 000 Dollar?, und mit diesem Geld gründet« ich sofort ein« sozialistische Kolonie, die derart organisiert war, daß ich daran unmöglich profitieren konnte. Sie brannte ab, ich verlor fast alle», und mußt« von neuem beginnen. Als ich wieder einmal Glück hatte, lancierte ich in Kalifornien ein sozialistisches Theaterunterneh. men. Nachdem ich die an» diesem Unternehmen erwachsenen Schulden bezahlt hatte, raffte ich mich ein drittel Mal. auf und versuchte für die Sklaven der Colorado- Bergwerk« Gerechtigkeit od« zumindest ein Bruchteil Gerechttgkeit zu erlangen. Ich bin egoistisch gemig, um al» unbestreitbar anzunehmen, daß, HAt« ich durch zwanzig Jahre mit der gleichen Energie, Zöhizteit und dem gleichen Eifer für Geld gearbeitet, die ich auf mein« sozialistischen Bücher und hunderte von sezialtstischen Pro- paganda-Artikeln verwendet habe, so wäre ich heute ein schwer- reicher Maim. M» ich siebzehn Jahre alt war, b-t mir ein vnchl. habender verwandter ein höh««ehalt und den leitenden Posten bei der zu errichtenden Parts« Filiale einer Aktiengesellschaft an. Mtt sechSundzioanztg Jahren schlug ich«in JahreSgehav von zehntausend Dollar als Leiter des AnnoncenIeileS eines ur fiter größten Magazine oir»; desgleichen das ebenso doiierte Angebot, für«ine nnseüw ftB&ten Huronseitungeo Leitartikel s» schrei- den. Ich weigerte mich, meinen Namen für«n«„Muster'-Fleisch- konfervenfaibrik herzugeben, waS mir sofort für 200 000 Dollar Aktien eingebracht hätte. Ettva» später schlug ich das Angebot auS, meinen Protest gegen den weißen Sklavenhandel in ein ge- schickt verfchtt-terte» pornographische» Buch zu verwandeln, wofür mir bei Unterzeichnung de» Bertrage» dreißigtausend Dollar ge- boten wurden. Etwa«in dutzendmai wurde mtr vorgeschlagen, mein« Dramen aufzuführen, fall» ich st« umschreiben und die so- ziakstischen Tendenzen streichen würde. Da» gleich« gilt von der Verfilmung meiner Werke, um die sich L»ut« bewarben, deren Einnahmen nach Millionen zählen. von meinem literarischen Erfolg lebte ich in New Aorck von viereinhalb Dollar die Woche; etwas später erhielt ich Frau und Kind von dreißig Dollar im Monat. Seit meinem Erfolg war«S mir möglich, van meiner Arbeit anständig zu leben, doch habe ich meist mehr auf die„Sache" verwendet, als ich besaß. Da ich dir» schreibe, besteht mein Vermögen au» 10 Dollars, etlichen alten Kleidern, au» zweiter Hand gekauften Möbeln, die etwa zweihundert Dollar wert find, und au? etlichen hundert Büchern. Wenn ich mich aber erheb« unto r agunsten der Lohnsklaven meine» Lande? meine Stimme laut werden lasse, so lese ich unfehlbar über mich selbst, daß ich«in Agitator au» Profitsucht bin. Wun» dert e? Sie, daß bisweilen unter solchen Umständeu auch der radikale Wurm sich�krümmt und beißen möchte? Glauben Sie etwa, ich stünde mit diesen Erfahrungen ver» emzeli da? Nicht im geringsten. Es gibt hundert« gleich mir; vielleicht nicht alle so berüchtigt, vielleicht nicht alle so bereit, jede Rücksicht auf bourgeoise Nespeftabilität fertzuwerfen, wenn«? gitt, einen SKag gegen die Ausbeuter de» Welt- Proletariat? zn führen; doch sind fie alle bereit, nk die Seche der GevechtistWt Opfer,» e l d opfer** bringen." sDi» Regefwcck« erfTOle nicht ten ideelle« Zweck ihrer Veran- staltun� ein umfassend«? Bild de« Meister» zu entwerfen und em Srkenntni»strakss für»erschlossene» Empfinden zu werden. Da» Orchesterkonzert, da» die„Suite im alten-Stil" und die„Beetho- ven-Bariationen" brachte, wurde etwa» temperamentlsS vo» Leo Blech geleitet. Clawe Du; kekettiert» mit«inigen wrh»o» zu. sammenge stellten Liedern. Nur die inbrünstige»«ig««delf Busch» vermocht« in der Sri« für Orchester und in der Cboee-nn« Op. 117 tiefstes Durchströme» berverzuzaubern.— Weit glücklich«, war die Zusammenstellung deS K a m m e r m u s i kab e n d S. I DaS Welte da» aehaltties« Kammer iicufikwerk| in E». Klangeinheitlicher gelang das Streichtrio in A-Mott. 2� numental ergriff die Wiedergabe der aufwühlenden Passaeaglif und Fug« Op. 00 für zwei Klaviere, die in die Meisterhände Regerverkünderin Frieda Kwast-Hodapp und JameS KwastS ß«lW war. Elena Gerhardt sang auS den schönsten Regerliedern. Der letzte Abend war dem Kirchenmusik« Reger geweiht. H�" vermißte man am stärksten die Gewaltwerke de» Meisters. Ehovalkantat» jO Haupt voll Blut und Wunden", die von de* stimmvollen Chor der Gedächtniskirche gesungen wurde, bildet den AuSklang. F- F-® t..' Von SchlSsserv. ASrslev imö Resolullov. Täglich rollen große Möbelwagen nach Schloß Doorn in land. Sie bringen— so berichten Amsterdamer Blätter— und anderes llmzugSgut de» landflüchtigen Exkaiser» W i l h« f v. Hohenzollern dorthin. Sie dürften nicht schlecht gefüllt f"' denn diese Familie hat von jeher für sich zu sorgen gewußt. ist natürlich alles„Privateigentum", das geschützt werden muß- � Rührung«fährt man, daß Wilhelm noch immer einen„H° st aal" besitzt, für den et die Villen ring» um Schloß Doorn(r kaust hat. Er sagte, er wolle al».schlicht« Land edel man» Landmann genügt nicht. Gott sei Dank, wer sein Geld rechts'/? ins Au?!aich in Sicherheit gebracht hat— nur Untertanen Hai' Gold und Juwelen dem kriegsnotleidenden Staat abzuliefern � kann sich dort trotz der Pleite-Valuta noch wa» recht hübsches»V fen. Nun form der deutsche Michel wieder mit seinem knurrind« Wo.ien getrost schlafen gehen: Wikkelm braucht nicht zu verhu** gem. Der brm»« Spießer, der sich mit Reinhard und Horrgo.� fromm nach seinem Kaiser zurücksehnt, hat längst verzessen, nw«, da» CVrlm« Schloß in den ersten Revolution«tagen* Riese nheznlwrvorräte« vollgepsropst vorfand, die Tausenden Familien da» Hui�negespenst hätten verscheuchen können. Dir nc� deutsch« Regiemmg wirft ihm nicht» vor. fi« wirst ihm noch � nach, lieb- immer Treu und Stotfichstk. Gott erhalte....% P» wird ,ur Beruhigung der Gemüt« reg�ungSo�l.? atttgeteilt, daß man bestrebt sei. die ehemal, königlichen@*�.4 fei der«llgemeincheit nutzbar zu machen. Wie geschieht da-' Wa« nicht hochheeicgeg Priduteipentum der höchsten und alterh�r st«. Herrschaften ist_ gl«Ichvi< welch« Raubritter ihre#3 foPt«.«MW toi» zu.Bureauzwecken" eingerichtet. � nomwch noch umner Geheimrate und andere paatSerhaltende ffu** r�tV***4 kine wunschgemäße AnrtSbchausung Fat flammen Schloß�moe �fßtPV0*� i Sekreweschiebtmgeu nach dem Auslande. Wenn irgendwo einige Arbeiter streiken, so erhebt die Presse ein wütendes Geschrei über diese Versündigung an der Volksgesaintheit. Wenn die Agrarier streiken und daS für die Ernährung des Volkes nötige Getreide nicht ab- liefern, so begegnet dieses Verhalten wohlwollendem Verständnis. Selbst nachdem den Landwirten durch W in Pf Bittet de* pfftpetllchc« �ftttfeTevT jEH gegenseitig oufneibcn. Der©ojiatlimn# dürfe sich aber in dies« Gegeusähe nicht hineinmischen, bevot s«i»e StBnde gelommeB se� Streit nationaler Angestellten. Jeden Streit von Arbeitern«nd Angestekkten rezistriert die ___ f• Xi-«fl—**.»~ o l 1(y e n A u s r a u s e r UND willige z-ivncyiner, oa ne in- I« n- KU ocr e-mnan rommen, datz nicht folge des HöelMandes des holländischen GuldenS das Ge--Freude an der Ierrütwng de» Wirtschaftslebens' d°e An. kreide trotz der nach deutschen Verhältnissen hohen Preise gestellten und Arbeiter zum Streit veranlaht,.fondern daß öS spottbillig erhalten und durch den Wiederverkauf an die das brutale Machltbewutztsern wich die Willtür der Unternehmer holländische Negierung bedeutende Gewinne er- � M. tv« d« Angestellten und«lbeiter zwingt, zu dieser Waffe zielen SU greifen. Wir haben auf die Gefahr d-S T-trsildeschmuggers noch � � dir«gestellten sollte ab« da« Totschweigen diese« dem Auslande bereits vor Wochen aufmerksam gemacht, f"**,' r �0öaT � Händen des dewtschnationalen Aber wie immer in Fällen, in denen die Staatsgewalt mit Handlungs�hilfenverbande» liegt, ein Zeichen sein, datz selbst ihre den Interessen der Besitzenden in Konflikt gerät. � so f'W-. bafe«hrien te ihren pIofiÄytmnc��cchln bM �(%%% • schwere Gefährdung der Vrowersorgung der Bevolle-.� wie alle« übrige««rbett-r» und Angestellten. bedeutet, völlig tatenlos zu. � Inb die büraerlicke Presse, die gegen streikende Ar-«so?Nakf,snafnnov MthoHa»»«*-'* eine tung I ocv eurer, ooiiig micmu» o»*. Und die bürgerliche Presse, die gegen streikende Ar- wtter die allcrschärfsten Maßnahmen fordert, begnügt sich damit, einfach die Tatsache dieses an Landesverrat gren- senden Verhaltens zu registrieren. Wir sind weit entfernt davon, trnS über dieses treue "'''"■ cn-r.u— f,.-.----„„y Ne Vashlllglouer Arbelketton'ereuz. Deutschland und Oesterrelch zugelassen. Kant. Wir Itno Iveir tniietiu wwu»,«»n.*------ m TI!eß�n' daß jetzt eine amtliche Neuste. Hcmdinhandarbeiten von Besitzenden, bürgerlicher Presse und JPJlß ss"' Munde des französischen Arbeitsministers Staatsgewalt zu entrüsten. Wir wissen zu gttt, daß sie alle.�ard vorltegt. aus der hervorgeht, daß die Entente «ur den Schutz der Interessen der Allgemeinheit im Munde �« l,rO0?�r 2ula ffung Deutschlands und führen, in WirMchkeit aber vereint den heiligen Profit zu Oesterreichs zur Washingtoner Arbeiter- schützen stechen, und infolgedessen immer nur daran denken.'""'��uzetne Sinnesänderung vollzogen hat Rei wie sie die Bestrebungen der Arbeiterschaft wirksam- be- � Besprechung des Iriedensvertrages in einer der letzten kämpfen können. j mersitzungen erklarte der Minister C o l l i a r d: d'Anminzlos Abenkeser. Kämpfe zwsschen Italien eru und Südssawen. Da» Abenteuer dAimunzivS fchelitt sich immer weiter auSzu. wachsen. Zwar bestätigt sich die Nachricht von der Besetzung wei- terer dalmatinischer Städio nicht, immerhin haben die Jtaiiener die Stadt Trau besetzt. Au» einem Aufruf, den, dÄnnunzio andiedalmatinischcnBrüder gerichtet hat, geht hervor, daß« auch die Städte Zara, Spalato, Sebenico und; die andern Schwefterstädte an der adriatischsu Küste für Jta- lien v�lamiert. Inzwischen ist«» zu Kämpfe« zwischen sübslawi- schen und Ualienischen Truppen gekommen, wobei et griang, die Italiener au» Trau zu vertreibe«. Di« Süd. slawen wurden von einem ameritanischen Tovped'o- bootSzerstärer unterstützt, dessen Besatzung die Stadt de« Südssawen übergab. Die inzwischen«ingetroffenen serbi» schen Truppen wurde« von der Bevölkerung stürmisch begrüßt. Die Südslaweu verfolgten die Italiener über Trau - hinaus und setzten ihre Aktion fort. In engem Zusammenhang mit den Seitensprüngen d'Annun» zio» muß die Regierungskrise i« Italien betrachtet werden. Durch diese Machenschaften sind zu den schon bestehenden inner- und außenpolitischen Schwierigheiten Italiens neu« Ver» Wicklungen eingetreten. Besonder« wird die Lösung der Adria- frage, die in einem für Italien günstigen Sinne vorgesehen war, h/tri l>.<>inAustt werden. Aber darüber hinaus machen sich in Jta. Sie vewegung in der MelaMsdussrie. Seit gestern sind mSgesamt 1700 Streikende neu h i znge'kommen. Ausgesperrt wurden in der Firma Schwartzkopff weitere 1000 Arbeiter, bei Behrmann weitere 300, bei Daimler weitere 80 Arbeiter. Im übrigen ist die Situation unverändert. Die Solidarität der Angestellten. Di« Vertrauensleute der in der Metallindustrie beschäftigte« Angestellten hielten gestern eine Versammlung ab, in der Genosse Tost über den Streik der Metallarbeiter sprach. Auf Vorschlag des Genossen Fritz Schmidt vom Zentralvcrband der Ange- stellten wurde«ine permanente Ange stellten-Kammission gebildet, um die dauernd« Fühlung der Angestellten mit der Streikleitung der Metallarbeiter aufrecht ,zu erhalten. Eine Resolution wurde angenommen, die den streikenden Metallarbeitern die voll« Sympathie der Angestellten ausspricht. Gegen die Verdrehungen! Der Arbeiterrat der Firma Zw ie tusch u. Co., Tele« phon-Apparate-Fabrik, sendet uns folgende Zuschrift: In den bürgerlichen Blättern erscheint eine Notiz in der Ab- sicht, die Bewegung in der Metallindustrie zu diskreditieren, um weiteres Umstchgreifen des Metallarbeiterstreiks zu verhinderni, Aus diesem Grunde greift man zu unlauteren Mitteln, indem man in den Tageszeitungen:.Berliner Lokal-Anzeiger', „Berliner Volkszeitung' unwahre Notizen über beabsichtigte Ab, stimmungen in den Betrieben veröffentlicht. Diese Abstimmungen sollen auch angeblich bei unS, bei der Firma Z w i e t u s ch, statt» gefunden haben. Wir sind von einer Abstimmung in diesem Fall« gar nicht unterrichtet. E» hat weder eine Abstimmung statt» gefunden, noch ist eine bewußte oder angebliche Majorität gegen die Metallarbeitcrbewegung vorhanden. Wir möchten hier au?» drücklich feststellen, daß nur aus rein taktischen Gründen bisher unsere Funktionäre und die Belegschaft sich abwartend verhalte« haben. Die Arbeiterschaft der Firma Zwietusch wird in Aktion treten, wenn die Situation für sie gegeben erscheint. stark beeinflußt toei�en» uoer du l ihjc-l i�umux,...— lien starke Verfallserscheinungen bemerkbar. Eine immer größere Zuchtlosigkeit in Heer und Flotte greift um sich. Der.Avanti' bezeichnet die gegenwärtige Lage soweit sie leerstehen und bewohnbar sind, wird in lichst weitgehendem Maße.sozial' verfügt. Da» preußische Finanzministerium sagt«S. Kulturgüter müssen geschützt wer- den. Wollen wir in den Schlössern zunächst mal nur ver Pro- vinz Brandenburg nachschauen, ob und wem sie außer den in ihnen unnahbar wohnenden Beamten zugute kommen? Luxus wird nicht mehr getrieben. Wetten, daß... Die deutschen Fürsten— wir haben sie glücklich noch fast all« da— überbieten sich an edlem Geschäftsgeist, wenn e< gilt, ihr Schäfchen in» Trocken« zu bringen. Sie transportieren nicht nur Brillanten und Geld durch die Luft nach Dänemark und dey Schweiz. Der Großherzog von Oldenburg hat den � Sbegierung einen Gesetzentwurf wertvollsten Teil der alten Bilder der Gemäldegalerie!)et-leitenden' Angestellten zur über die Grenz« nach Holland bringen lassen. Die Verhandlungen �tned. re.e'iage naher«läutert wird. War diesen Gegen- mit der Landesvertretung über die Uebernahme der Bilder durch i",.'5* ra'«"ü, mag die obige Resolution harmlos finden. da« Land wurden von ihm kurzerhand abgebrochen. In der. e~2t �f?'0r' � W die vereinigten leitenden Ansammlung befanden sich unter vielen andenen hervorragenden IL" f.n Unt<,tn<§mern fol idari fch fühlen. italienischen und holländischen Bildern aMh fünf kostbare Rem- ll. Argumentation deckt sich fast mit der de» Herrn von brandt». So wagen diese.LandeSväter' noch heute mit dem �' e m e n» und der übrigen Scharflnacher. Nationalgut zu wirtschaften, indessen d« Sachwalter de» deutschen- Volkes noch immer.gekrönte»' Kiaentum schützen. Mit dem Ablehnung der LkkorbarbcU in der Pest, und Siseababnver monarchischen.HanSgut'------'------------._— .Wir waren fünf große Industriemächte, denen dir Aufgabe zufiel,«in internationale» Arbeitsstatut festzustellen. Wir konnten ftdoch nicht» für die anderen Staaten nach dieser Richtung hin mit Gesetzeskraft beschließen. Wa» haben wir eckso getan? Wir haben entschieden, daß wir baldigst die anderen Länder in einer dem. nächstigen Konforenz in Washington vereinigen würden. Und unter diesen Ländern haben wir auch Deutschland verstanden. Wir konnten eben nicht für ander« Säxtotx Gesetze machen, ohne sie zu befragen.' Auf den Einwurf eines Abgeordneten bin betonte der Minister noch einmal, daß Deutschland in der Ge- sellschaft der Nationen zugelassen werden soll, um im Punkt der Organisation der Arbeit mitzu beraten, und führte auS: .Wäre es möglich gewesen, irgendeinem Lande ein« Gefetz- gebung awfzugwingen, an der mitzubevatsn e» nicht berufen ge- Wesen wäre? Die Kommission hat nicht so gedacht. Deutsch- land und Oesterreich werden also nach Washing. ton aufgefordert werden. Di« Tagesordnung für Vi« Konferenz vom 29. Oktober ist schon festgesetzt, warten wir die Srgebniss« dieser ersten Kundgebung ab, um über da» soziale Werk de» Vertrages zu urteilen.' Nach diesen Aussagen des französischen Arbeits- Ministers scheint eS nun endgültig festzustehen, daß Deutsch. land und Oesterreich zu der Konferenz eingeladen werden. Dieser Entschluß der Alliierten ist deshalb schr zu begrüßen, weil bei einer etwaigen Ausschließung der Deutschen und Oesterreicher die Arbeiter dieser Lander der Konferenz nur mit Mißtrauen gegenüberstehen konnten. ver Kampf gegen die ve spart werden? Müssen wir so vielen reaktionären Offizieren eine doch sehr gut bezahlte Stellung in dem neuen Heere bieten tz Die Kriegsseminaristen haben ein gute» Recht, zu verlangen, daß der Unterricht nicht durch falsche» Sparen unterbrochen wird.' Auch den Seminaristen wird ez immer mehr bewußt, wieweit die .sozialistische' Regierung die so oft betonte Hebung deS Lehrer» stand«» und Ausbau der Schule in Wahrheit betreibt und daß fi« nur an der Seite de» klassenbewußten Proletariats ihren Weg zu, Hebung der deutschen Volksbildung zurücklegen können. Das Milbestimmungsrecht der AngesteNlen der Kriegs» organisalionen. Seit Monaten kämpfen die Angestellten um ihr Mitbestim» mungSrecht. Sie haben dieserhalb den Schlichtungsausschuß an, gerufen. Dieser hat, nachdem die Geschäftsleitungen dem Mit» bsstimmungSrecht zugestimmt hatten, unter dem 21. Juni bzioe 17. Juli d. I. den Angestellten da» Mitbestimmungsrecht zu» gesprochen. Die zuständigen A u stich tSheör den verweigerten ihr» Zustimmung. Daraufhin wurde beim ReichSarbeitSministerium ein SchlichtungSauSschuh unter einem unparteiischen Schieb 9» richtet, RegierungSrat Haußmann, gebildet. Dieser traf unter dem 1.©eptemder er. nter Abänidenung der obigen Entscheidung einen neuen Schiedsspruch über das Mitbestimmungsrecht. Auch dieser Schiedsspruch ist von den Reichsämtern bisher nicht an» erkannt worden, obwohl bereits 4 Wochen verstrichen sind. Die Geschäftsleitungen wollen auch ihrerseits diesen Schiedsspruch, solange er von den ReichSämtern nicht anerkannt wird, nicht an» nehmen. Wir fragen un», zu welchem Zwecke schaffen die Regierungen Verordnungen und Gesetze, wenn sie sie selbst nachher nicht an» erkennen wollen? Kein Wunder dann, wenn die PrivawnternehD mer diese Entscheidungen nicht anerkennen. UnS scheint e», daß die Einrichtung der Schlichtung»misichuss« und de» DemobilmachungSamte? nur deshalb im Interesse der Arbeitnehmer geirrffe» worden sind, um die Rechte der Arbe.lt» nehmer zu verichleppen. Die Arbeiterräte der Kriegsorganisationen haben deshalb tut ihrer letzten Sitzung gegen dieses Verfahren und gegen die Vor» -«n--------- Rtvotittion kern Titelchen ßt| Die Beamten in Belgisch-Kong» drohen mit dem General. von DoyeS und Lipichütz. Es ist kktinftädllsch«„Sitt- arbeitet finden in Essen«erHandlungen Mischen Unternehmer. Prinzliche Liebschastem gefallene®todch� ß i skatet- und Arbeite rverbänden statt. Die Lohnerhöhungen sollen vom lichkeil' und Tuaendbiinde. Die allzu vre, r � t � witzig. 1. Oktober ab gezahlt werden. «Hose wirkt freilich mehr zotig al« saürisch. mey.: Der Wiener Ttrahrnbohnverkehr wird am Montag wieder #####:##### Die Eröffnung de» Eden-Thaater« ist auf Den■ Aeihe von Gruben keine Wagen zum Abtransport ge. " LPUK--»!«."ÄJf.&Ä--"'-5'«-.'"««" Otführi M im Weimarer rlatwwU&gux aeoeoe» ,-------- y—"— et �>C L I U i_- ö-— o-.——— fchlechterung de» Mitbestimmungsrechtes gegenüber dem Spruch des SchlichtungSauSschusse» den schärfsten Protest erhoben. Rur unter dem Drucke des geplanten Abbaues bei KriegSorganiiationen wurde der Schiedsspruch vom 1. September ct. anf-enomenen, ver» langen ober, daß die Awflichtsbehörden, die ReickSaimter, toi»» mehr unverzügjliich dem Schiedsspruch de» unparteiischen Schlich, tungSauSschusse» zustimmen oder sofort erklären, warum sie ihr» eigenen Verordnungen nicht anerlennen. Die Kraftfahrer beschäftigten sich in einer überfüllten Der» sammlung am DienStag mit der Stuttgarter Kraftfahrerkonferen» Sie hat für den Zusammenschluß nutzbringende Arbeit geleistet, — Di« einzelnen OrtSvereine treten zum 1. Oktober zum Tranz. Portarbeiterverband über. Eine ReichZsektionSleitnng auS Kraft» iahrern soll gebildet werden. Die Fabr» und Fachichulen müßten in städtisch« Regie genommen werden. Täglich werden Fahrn ausgebildet, obgleich SQOO Arbeitslose vorhanden sind. Die ArbeitSnachwe.isfrage müsse durch ein ReichSgesetz geregelt und die Stellenvermittler restlos beseitigt werden. Don der Remerutw werde die sofortige Sozialisierung der gesamten BetriebSstoss» erzeugung und das VerbotVder Abgabe von Betriebsstoffen an Lustfohrzeuge sowie die Uebernahme de» gesamten Fuhrwesen? durch den Staat gefordert. DaS Perbot des FliegenS für Lust» schiffe und Flugzeuge wegen Benzinmangels werde nicht«ingehalten. Eine starkbesuchte Branchenversammlnng der Mctallschleiser, Galvaniseure, HilfSarbeitcr und Arbebterinncn nahm Stellung zu dem Schiedsspruch, der nach lebhafter Diskussion einstimmig abgelehnt wurde. Aus Grund des Schiedsspruches vom 21. August 1919, der fünf Lohngruppen für die Berliner Medallindustri« vorsieht, kommen für diese Branche folgend« Forderungen in Betracht: Metallschleifer. Galvaniseure und Brenner 3,30 M.. Feuerveczm- ker, Fvuerverzinner 8,10 M., Kratzer sowie Arbeiter am Sand» stvahlgebläse 3,70 M., Arbeiterinnen erhalten R6 Proz. der vor» genannten Löhne. DeS weiteren wurden Ersatzwahlen zur Bran» �mbommis�on vor�enonruien. Es wurden gewählt i5on»titbereroa«deZ M-, Arbeiterausschuß Zepernick 134 M-; Otto Muller 43>50 M, Zentralverband der Glaser 5,50 M.; Bornemannstr. 10 M.; Zw. temann 18,50 M.: N. N. 42chO SR.; FreiheüAngeftellt«. Abführung Tagesverdienst 21. Juli. 2. Rat« 159,10 SR.; Bauouds Ldlershof 30 M.; Tapezierergehiljeu der Ledermobelwerkstelle von R. Zeschke 24,50 M.; Einkaufszentrale Berliner.Kolonialwaren- bändler 34 M.; Techn. Personal der Großen Verl. Strafen' bahn 393,05 SR.; Trübe Beyer 5 SR.; granz Behcr o M.; Schäfer 6 SR.; Doß 5 M.; Fa. Schwalbe u. Co.. Kopenicker Str. 73,50 SR.; Gen. Gaßmann 40 SR4 TYZ 20 SR.; Teller, ammlung Verband der Gemeindearbeiter Berliner Siraßenretmoor 37 M-, I. F. 25 SR.; Fr. Karra 10(SR.; Gstad Braun 10 SR»; S-'G-®- Bvunnsnpr. 204,37 SR.; U.€. P. Charlottenburg. 300 SR-, Blonske 10 M.; Angestellte des techn. Bureaus wetTl#. u- 1feo- IS SR.; Arb. der Fa. H. Lanz 30 SR.; Arb. dar A-�G. für B-a- auSsühruii'7 Sicbeumq E'uhkamp 173 M.; 11., 12.,-.8. X.tlg. 4. Kr--. Leseabend 33,80 M.; Elektrische Industrie A.-G. Berlin. SRayccchufer 71 SR.; Familie SR. Schramm 15 SR.; Lungengen« statte Burg�Daber 40.86 M.; ll. S. P. Herzfelde 200 W.; Post- packer Fa. Jesecki 50 SR.; Rauchllub.Ftdele Bruder 10 SR.; Hermann Dock. Neukölln 1 M.; Baustelle Wilmersdorf, Kaiier- Slllee 184,50 SR.; Willen 15 SR.; Dt. Kurt Liebknecht 60 M.; Notstand sorbeiter Neukölln. Kai ser-Friedrich-Brücke 108,10 M.; U. S. P- Lichtenberg, Fraueupersammlg. 37/70 SR.; Art. der stöbt. Gasansialt Spandau 270,91 SR.j Bahnmeisterei Lichtenberg iurch Schli-we 44,50 SR.; Tücher Neukölln 5 Bi.; Ueberichutz Kinderfest Heidelberger Str. 81 SR.; Neukölln 18,75 SR.; A.E.G- Abtlg. Z. III SR,; Kollegen der Fa. Küthe. Bau Wernerwerl 47,70 SR.; Kurt Schlörstke, Berlin 4 SR.; zusammen 3453�(7 SRv bereits quittierte 45 108,29 SR. im ganzen 52 661,86 SR. Der Vorstand der BerlagSgenosseukchaft.Freiheit»'.' e.®. m. b. H., R. Burve. Berantwortlich für vk Redaktwn Alfred«lelepp. Rsudöll«- Bnlogsg-nosi-nschaft.Freihsil".». B. in. b. b-, Beiltn.— Druck B«* Lindenvruckerei und Berlagsgesslllchaft«. b. H, Schiffbauerdamm i* oetragen: Bestattung Erwachsener 300 SR., Bestattung von Kin dern bis zu drei Jahren(4 Größen): 23 M., 40 M. 50 SR., 110 Mark. Bestattung von Kiudertl von drei bis zwölf Jahren i-wei Größen): 180 M. und 196 SR. Postpakete nach Amerika. Von jetzt an werden auch im un- besetzten Deutschland wieder Postpakete nach den Vereinigten Staaten von Amerika angenommen. Die Pakete werten vorläufig ausschließlich üb:x Hamburg befördert. Nähere Auskunft erteilen die Poftanstaltsn. 7. Etäbiifche WahlfortbilinrnzSschule für Jünglinge und Männer Ein EzperimentierkuasuS in Chemie wird in der 7. WahlfortbildungSschuIe für Jünglinge und Männer, Choriner Str. 74, sügehalten. Beginn am S. Oktober. Anmeldun- gen bis 1. Oktober täglich abends von 7—9 Uhr, außer'Sonn« abends. Ms des Smvs. Bon heate bis einschließlich Montag gelangen zur Eu-ffufcung: Residruz-LlS�spiele, Blumen str. 10;„Die Äupplerin* nvn Seaifitne Sichnierg.— Lichtsyiel, Palast Schootjet-Öarfea, S.n Friedrich s- bergcr Straße:„Blondes Gist."— Aruaucn-Lichtsplele, Stunnen- straße 155:„Ftiuisn Mutier."— Richard-O-wald-L'.chtip'.elc, Aaick- straß; 163:„Das Totenschiff."— Nette Philharnisnie, Kopenicker Straße 96/97:„Die Dame im Pelz."— Film-Palost Sotnmt-fäl». Belle- Alliancestr. 5:„Verschleppt." Uraufführung.— Huselond-LIchtspiele, Huselandstr. 45; Doxbampf-Film„Zeffrles-Johnson." 1 Am 1. Oktober ersebsint Tas€iieKSca3©RCi®r 1§2© tier». Z. p. S. Reicbor Inhalt/ Nicht mit Inseraten belastet Handliches Format/ Gut gebunden und ausgestattet 123 Seiten Preis 2,— Mar-k Verlagsgenossenschaft„Freih eit" e. G. na. b. H. Abi-Buciiliandelj Berlin NW6,Schtffbauerdamml9 FRElHHT-POSTKÄBTÖi mit der PORTRÄTS Vorkämpfer detProke�ariets und kurzen biographischen Notizen Nr. i: KsrE ILiebSissesht Nr. 5: Georg Nr. 2: KOSS Nr. 4; LeO Tl'CiSS�y Nr. 5: GuStSV Ü.SK. Kgstdt. 2733. JisifralbOiiroS neu. kauft für drützeb�M Bedarf iulthst- zahler.d jeden Posten. Lesr.ig, Alt-Moabit 16. Spirelccizrer. aucn kleine Pos'en. kauft Zenncr, Hoiz- rnarktotr. 13, Seitcnilßgel links. 2—6.___ Kupicrieitüncen. Litzen. Motore kauft zu den höchsten Tainspreisen"lektrobüro Saefccl, Brückcnstr. 13, 3 Tr. (a. d. Jannowltzbrßcke).■ Kaufe jeden Posten Kopie r- leituugcn. Kabel zu den höchsten Preisen. Eieki robflro. Lange Str. 27 I. Ecke Andreas- Straße. Alex. 3939._ Klektriacbo Leitungsdräliie. Litzen. Kabel kauft Schamann, Andreasstraße 78, vorn Ii. am Schlesischen Bahnhof. Leltunssdrühte. Kabel, Litzen. Anker- und Spnldraht kauft höchstzahl end Llektro- büroOranierstr IS9. Mpl.4016. 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