el 0 3 lln en Ige piel eit! en wil ha Tel 243 СП el Tues, Bett Be erb Fabr S 118 T.7. Spe ler 1 fort tion 9. fort KUS 1. Hell! 91 Einzelpreis 15 Pfennig 2. Jahrgang Die Freiheit" erscheint morgens und nachmittags, an Sonn- und fefttagen nur morgens. Der Bezugspreis beträgt bei freier Zustellung ins Haus für Groß- Berlin oder bei direktem Postbezug ohne Bestellgebühr monatl. 3,-., bet Justellung unter Streifband 5.-M. Die Freiheit ist in den ersten Nachtrag der Pofizeitungsliste ür 1919 eingetragen Redaktion und Expedition: Berlin NW. 6, Schiffbauerdamm 19 III. Fernsprecher: Amt Norden 2895 und 2896. Montag, den 29. September 1919 Nr. 472/ B 215 Abend- Ausgab Jnferate foften die achtgespalt. Nonpareillezeile oder deren Raum 1,20 Mt., Wortanzeigen das fettgedruckte Wort 50 Pf. jedes weitere Wort 25 Pf. Teuerungszuschlag 20 Proz Bei familiens u. Derfammlungsanzeigen fällt der Zuschlag fort. Inserate für den darauf, folgenden Tag müssen spätestens bis 5 Uhr nachmittags bei der Erpedition aufgegeben sein. Inseraten- Abteilung: Berlin N. 6, Schiffbanerdamm 19 Bernsprecher: Amt Norden 9768 greibeir Berliner Organ der Unabhängigen Sozialdemokratie Deutschlands Die französischen Sozialisten gegen Noste. Zwei Gallifets. Die Nostepartei. erschüttert worden. Die Fraktion hat die Führung in der Nep gierung des Landes, deren Aufgaben wegen der einzigartigen Rechts- und Besikverhältnisse des Staates weit erheblicher sind Mit Genugtuung fönnen wir immer wieder von neuem als die in anderen Staaten gleichen Umfanges. Die Fraktion Gestern hat eine Agitationskonferenz der Groß- Berline feststellen, wie scharfsichtig und treffend unsere Genossen ien- genießt die Achtung des ganzen Landes, auch der bürgerlichen Parteifunktionäre der Rechtssozialisten stattgefunden, di feits des Rheines die innerpolitischen Zustände in Deutschland Barteien. Ihre Arbeit wird als vorbildlich anerkannt. Der Ge. Herrn Noske, der höchstselbst erschienen war, nach seiner und die schwere Schuld der deutschen Rechtssozialisten am noffe Dr. v. Neibniz hat sich nie um ein Amt im Lande beworben, Rede einstimmig ein Vertrauensvotum ausgesprochen hat Aufkommen der neuen Neaktion zu erkennen vermögen. sondern ihm ist die Stellung eines Ministerialdirektors von der Der Vorwärts" ist über dieses besondere Ereignis in der Deutlich enthüllen die französischen sozialistischen Beitungen Partei ohne das geringste Butun seinerseits angetragen worben. rechtsjozialistischen Parteigeschichte" ungewöhnlich begeistert ihren Lesern den Verrat der deutschen rechtssozialistischen Er unterscheidet sich von„ Böschen ägern" außerdem noch dadurch, er feiert den Mut und Intelligenz seines Herrn und kon Regierung an ihren einstigen Parteigenossen, und ganz be- daß er arbeitet und dem Lande Dienste leistet, die sich vorteilhaft statiert: Noste gehört mit seinem ganzen Fühlen und sonders geiseln sie das Verhalten Noskes, der in schändlicher von der Wirksamkeit vieler sozialdemokratischer Minister und Denken zur Partei, er hat nicht um Haaresbreite aufgehört Weise seine einstigen Klassengenossen durch ein von ihm ge anderer Regierungsmänner unterscheiden. Sozialist und Demokrat zu sein". Gegen die Apologie und fchaffenes reaktionäres Seer niederknütteln lasse. So gibt Die Haltung der Partei in Mecklenburg- Strelik gegen Noste gegen die Konstatierung ist nichts einzuwenden, sobald man der Pariser„ Populaire" vom 25. September folgende rit tein Erzeugnis irgendeiner„ Verführung". Sie ist bober ich nur flar macht, daß diese Partei mit ihrem ganzen treffende Schilderung Nostes und seiner, rechtssozialistischen ständig und urwüchsig. Bei den Konservativen des Landes hat Denken und Fühlen auf den Noste gekommen und genau so Spicßgesellen. Noste begeisterte Anhänger; bei den Sozialdemokraten sozialistisch und demokratisch ist wie der Schutzpatron der Noste jest seine Politit reinster Steaktion geftübt ist er verhaßter als irgendein anderer Mann in Reinhard und Genossen. auf seine Armee und besonders auf die Berliner Garnison fort. Deutschland. Im benachbarten Pommern steht es genau so. Dieser ehemalige Unteroffigter, jebt Reichswehr- Biele mehrheitssozialistische Organisationen im Reiche haben sich minister, juht Deutschland nach seinem Stopfe au lenten in den letzten Wochen gegen Noste erklärt. Es unterliegt feinem Gin recht eigentümlicher Typ eines Sozialisten ist dieser Mann, Zweifel, daß die von Heilmann angeregte Attion des Barteivor benn während er vor der militärischen Realtion triecht und winjelt, standes von diesem als eine offenbar selbstmörderische abgelehnt behauptet er gleichzeitig Sozialist zu sein. Während Scheidemann aus Gründen, die man recht gut rührt an Noste." werden wird. Es steht auch nicht dafür, über die Berson des Nos an dieser Stelle viel Worte zu machen. Bwischen uns und Noske flafft ein unüberbrüdbarer Abgrund. Es handelt sich nicht nur um verschiedene politische Auffassung. Wir find geschieden durch unsere Anschauungen von Sittlichkeit und Menschlichkeit von einem Menschen und seiner Partei, die für uns eine Niedrigkeit und Gesinnungslosigkeit verförpert, die selbst in der traurigen Verfallsgeschichte der deutschen politischen Barteien nicht ihresgleichen findet. Gegen Heilmann selbst ein Wort zu verlieren, halte ich schon burchschaut, sich gegen die Prätorianergarde wendet, die sich deshalb für überflüssig, weil er und feinesgleichen in der Mehr schon nicht mehr scheut, ihre reaktionären Pläne gang öffentlich heitspartei ihr Dasein nur noch einer Pfründe des herzu betreiben, findet Noste nur liebe Worte und ehrenvollste Hochgebrachten Apparats verdanken, von den Massen aber Am 4. August sind die Rechtssozialisten die Parasiten achtung dafür. Selbst der„ Vorwärts" hat sich, allerdings nicht längst abgetan" find. Sätte er den Mut, seine Anwürfe gegen des deutschen Imperialismus geworden, und Noste war ohne Bögern, gegen ben wütenden Oberst gewandt, boch Noske mich in Mecklenburg- Strelik zu wiederholen, dann würde ihm einer der lautesten Echreier im Dienste der Kriegspolitik. berteidigt und berherrlicht ihn. Wer an Reinhard rührt, der ein Licht aufgehen über den Unterschied seiner und meiner Gel Unentwegt für das Durchhalten, dem er als hurrapatriotischer Kriegsberichterstatter und als Abgeordneter mit der Und seltsam ist es nun, wie unsere franzöfifchen GeDie Kennzeichnung Heilmanns im letzten Absatz kann ganzen Bedientenhaftigkeit, deren ein deutscher Rechtssozialist fossen in das Innerste dieses Obersten Reinhard zu sehen nicht treffender gegeben werden. Kein Wunder, daß er den so sehr fähg ist, gedient hat, begeisterte er sich an der FortBeit sich rühmte, den Massenschlächter der Bariser Kom- Dank für den Besitz der Pfründe" auf eine seinem Wesen führung des uneingeschränkten U- Bootfrieges, tabelte sig mune, Gente ben gleichen mune, General Gallifet, zum Vorbild zu nehmen, gibt ihm eigene Art abzutragen sucht: durch Denunziation Bundesgenoffen wegen unterbliebener Offensive und war unentwegter Kaisersozialist bis zum letzten Tag. Dann, als „ Populaire" bermochten. Denn ohne zu ahnen, daß dieser zu gleicher tung bei den sozialdemokratischen Massen. " Reinbarb hat sie ausgeführt: Thiers und Callifet oder besser Rechtssozialisten, was kritischen Scharfblick anbelangt, recht .Noste hat die blutige Unterdrüdung in Berlin geleitet, und Barteibonzen. Im übrigen scheinen sich die Mecklenburger Parasiten der Revolution sich der Macht, deren vorteilhaft von den Berliner Parteifunktionären zu unterscheiden. noch: zwei Gallifets." Der Populaire" geißelt sodann die brutale rechtlose Unterdrückung, die Nosfe gegen die Unabhängige Sozialdemokratie anwendet und schließt mit folgenden bedentungsvollen Worten: Doch um die Einheit der große Familie Arbeiter in der ment Noste bleibt bis jetzt Mitglied der zweiten Internationale. wieder herzustellen, muß man zuerst die Schänder ihres Namens ausstoßcu." Hosle und die Medienburger. Der Streit in der Metallindustrie. % Sans Leuß, der Vorsitzende des Landesausschusses Nachträglich geht uns vom Metalarbeiterverband folgende und der Landtagsfraktion der Rechtssozialisten in Mecklen burg- Strelig, dem Heilmann mit zorniger Geste die Entfernung von der Partei empfohlen hat, weil er die Partei- Meldung zu: 4000 Arbeiter der A. E. 3. in der Aderstraße find genossen„ zu undisziplinierten Gemeinheiten gegen die Ber- in den Streit getreten. Das Werk ruht hierdurch trauensleute" der Gesamtpartei verführt, antwortet dem Wächter über die Sadaverdisziplin in der Welt am Montag" mit folgender Darstellung: alte Berweier dabongelaufen waren, bemächtigt, haben mit der Bourgeoisie und Generalität ihren Backt zur Entfaltung der Macht geschlossen und mit Hilfe der monarchistischen Offiziere hat Noste jene„ Diktatur der Mitte" mik den scharfgeschliffenen Bajonetten errichtet, die sie die„ vollendete Demokratie" nennen. Die Rampflage ist nach wie vor im allgemeinen imber- fie hat nicht nur den Trägern des alten Systems wieder zur Die Nostepartei hat nicht nur die Nevolution verraten, ändert. Der Umfang des Stampfes steigert sich iekt. Seit Sonnabend find 4500 Arbeiter neu ausgemacht verholfen, die in dem Momente ausgeübt werden wird die Angst vor Foch schwindet. Zu gleicher Zeit sind all iperrt, 2000 Arbeiter sind neu in den Streit getreten. Die Metallarbeiter führen ihren Stampf mit rubiger jene Untaten geschehen unter Verantwortung des Noste Sicherheit und sie können der Unterstüßung der und feiner Partei, die bis heute ungefühnt geblieben gefamien Arbeiterschaft, für die sie auf den Schanzen stehen, find. Das Wüten der Weißen Garde, von der Ermordung Liebknechts und Luremburgs angefangen, die gesetzlose Willkür des Belagerungszustandes, die Schughaftschande, die gewiß sein. sind nicht nur politische Verbrechen gegen die Arbeiterbewegung, sie sind vor allem unerhörte Beleidigungen und Verhöhnungen des techtsgefil his, das auf immer die, die solche Laten zu verantworten haben, und die, die diese Taten decken, von jeder Gemeinschaft mit uns ausschließt. Die rechtssozialistischen Funktionäre haben sich men mit n der rechtssozialistischen Parteifunktionärfonferenz Als Ebert und Noste sich mit Gefolge zum Antrittsbesuch in Neustrelitz angemeldet hatten, entwarf der sozialdemokratische behauptele Wuichik, daß die Metallarbeiter den Streit Noske vollständig solidarisch erklärt. Ihnen har es genügt. Ministerialdirektor Dr. Freiherr v. Reibnitz ein Empfangs- ins politische& ahrwaii er leiten wollten, indem fie daß Noste erklärte, daß er an die Gegenrevolution nicht programm, das dem Landesausschus( der parlamentarischen Wer die Elektroindustrie und die Gemeindearbeiter in den Streit glaube, um ihm ihr Vertrauen auszusprechen. Zynisch ertretung des Landes während der Vertagung des Landtages) und zu ziehen juchten. Er mußte fich aber von dem Vertreter lärle ibiten Noske, sie hätten die schönsten Freiheiten auf mir als dem Vorsitzenden dieses Ausschusses die Aufgabe zuwies, der Gemeindearbeiter, ammermeier, fagen laffen, dem Papier, jett fei es nicht Sache der Regierung, sondern Die sozialdemokra dak die Forderungen der Gemeindearbeiter schon am 1. Juli des Volkes selbst, diese in reale Wirklichkeit umzusehen. Diese jei den Honneurs" mitzuwirken. Lächerlichen riefen Sehr richtig!", und begonnen die Umtun hätten. Rechtssozialistische Berdrehungskünfte. cische Fraftion bet Lar Stages, deren Vorsitzender ich gestellt feien, und mit dem Metallarbeiterstreit nichts au jehung der Freibeit in die Wirklichkeit, indem sie der Politik, bin, und der Kreisvorstand( Vorsitzender Abg. Bartosa) beschlossen, die Teilnahme der Partei abzulehnen, den Genossen in der 2 andesregierung aber die Erfüllung ihrer Pflichten freizustellen. Als dieser Beschluß nach Berlin gemeldet war, wurde der Besuch zunächst abgesagt. Also nicht nur die bürgerliche Preffe, sondern auch die diese Freiheit in Wirklichkeit aufhebt, ihr Vertreten ausrechtsjosialistische Verbandsmitglieder beteiligen sich an der iprachen! Und sie ließen sich es ruhig gefallen, daß Noske Seze gegen die Metallarbeiterbewegung. Ten Rechtssozia- auf die revolutionäre Bewegung schimpfte, daß ausgerechnet listen kommt es darauf an, unter allen 11mständen der neuen er über diejenigen ein Urteil abzugeben wogte, über die, zum Beutemachen wischen, Der Beschluß der Fraktion und des Kreisvorstandes ist Ortsverwaltung des Metallarbeiterverbandes eins auszu gewesen sei, daß er über den Terrorismus und die Bergeeinstimmig gefaßt worden, auch die aur äußersten Rechten der Fraktion und des Vorstandes zählenden Genossen haben ihm augestimmt. Schon vor einigen Wochen hat der Bezirksparteitag für beide Medlenburg und Lübed einen Beschluß gegen Noste und feine Regierungsmethoden gefaßt, der gang der Haltung der Partei in Medlenburg- Strelik gegen Noste entspricht. Die mehrheitssozialistische Fraktion und Partei in MedienJapanische Hilfe für Kolfshat. T. U. Paris, 20. September, Die japanische Regierung hat nunmehr der Regierung des burg- Strelit sind durch Sprengungsversuche Unabhängiger nicht Admirals Koltschat einen Vorschuk von 2 Millionen Den bewilligt. beiter jammerte. Noske gegen den Terrorismus, die Nostepartei gegen das Bentemachen! Wir sind die letzten, die beschönigen wollen, daß manche Arbeiterschichten, die durch die Revolution erst in die politische und gewerkschaftliche Bewegung hineingeworfen wurden, zuviel an ibre unmittelbaren mate Fiellen Julereffen und zu wenig an die rebolutionären| Wahrheit gemaks- test, bat bie nebolution eine Folge des fonderen Gruppenfragen getrennte berahingotorper vorzufchen. deale gedacht haben. Aber wenn irgend jemand kein militärischen Zusammenbruches war. Wie eide Wahrheit, Der in der Regierungsvorlage festgestellte Aufgabenkreis der Be Recht hat, darüber zu sprechen, so ist es die Mostepartei und so hat auch diese lebhaften Anstoß in reaktionären Streisen triebsräte wird als durchaus unzulänglich erklärt, ins ihre Führer, für die ja die ganze Revolution nichts anderes erregt. Zunächst erschien eine Abordnung des„ Volksbundes Befonbere huß die Forderung nach sicherstellung eines Einfuper gewesen ist, als die Gelegenheit, sich in den Besitz der Macht zum Schuße der deutschen Kriegs- und Zivilgefangenen", des Betriebsrates auf die Betriebsführung aufrech: erhalten wer zu jezzen und sie unter der Preisgabe ihrer grundsäglichen deren Wirken ausschließlich dur das Anfleben schreiender den. Das Mitbestimmungsrecht bei Einstellungen muß sozialistischen Politik zu behaupten. Die Bentemacher Blafate bemerkbar wird, in der Reichszentralstelle, um dreist vor Abschluß des Dienstvertrages ausgeüb: werden, dem Einspruch dürfen wirklich nicht über die Beutepolitik" der anderen und gottesfürchtig die Forderung zu erheben, man folle die bei Sündigungen und Entlassung ist eine rechtlich aufschiebende weitere Verbreitung der Broschüre ein- Wirkung zu verleihen. it ellen. Und nun schreibt der Herr Oberst Reinhardt: sprechen! Die Berliner Funktionäre der rechtssozialistischen Bartei aber waren zufrieden und beschlossen folgende NejoTution: # Der Streit um Finme. Ebenso die Vertreter „ Es ist mir bekannt geworden, daß die von der Reichszentralfielle für Kriegs- und Zivilgefangene herausgegebene Schrift: Die Agitationskonferenz des sozialdemokratischen Bezirksver- Was ist in Deutschland geschehen?" in weitestem Umfange von den D'Annunzio läßt die Meldung, daß er zur Besetzung der bandes Groß- Berlin erklärt nach eingehender Aussprache, daß Striegsgefangenenheimfehrstellen und in den Dunhgangslagern dalmatinischen Städte aufgefordert habe, dementieren. Heute mehr denn je Ordnung und aufbauende Arbeit an die Heimkehrenden Kriegsgefangenen berteilt wird. Die Verhandlungen im italienischen Kronrat er Selbsterhaltungspflicht des deutschen Volkes ist. Das immer Wenn auch in der genannten Schrift inzwischen die nach frechere Auftreten der politischen und kapitalistischen Realtion ist befiger Auffassung ungeeignetste Stelle beseitigt worden ist, so be- gaben, daß die Fiumefrage ein rasches Verhandeln verlange. hauptsächlich eine Folge des brudermörderischen antifozia stehen doch die gegen sie seinerzeit von Oberst von Fransedy ge- Giolitti sprach sich offen für die Besetzung Fiumes durch listischen und antidemokratischen putschistischen äußerten Bedenken unvermindert fort. Ich kann mich daher mit reguläre italienische Truppen aus. Kampfes der Kommunisten und unabhängigen. der Verbreitung der Schrift im gegenwärtigen Umfange nicht ein- der anderen Parteien, vor allem der Nationalist Peder Die an die Revolution geknüpften Erwartungen der Arbeiterschaft verstanden erklären und erfuse um Einstellung der Maffenver- 30nzi, der Republikaner Berzilai, Vrede von der katholiTönnen daher nur in Erfüllung gehen, wenn vie sozialdemokrati- teilung an ble heimkehrenden Striegsgefangenen in den Durch- fchen Volkspartei und der Reformfojialist Bisso.ati sprachen fich ebenfalls offen für eine Annexion durch ein tönig, schen Voltskreise bereit sind, die Erreichung ihrer Ziele eventuell gangslagern." liches Defret aus. mit allen staatlichen und militärischen Macht= Ist das die Art, Sert Noste, in der sich einzelne SolD'Annunzio hat also gut vorgearbeitet. mitteln gegen alle Gegner zu sichern. Die Berliner Partei- Daten" bon so hohem Range ungehindert politisch betätigen genossen setzen in die Vertreter der Partei in der te dürfen? Fällt dieser Kampf gegen die historische gierung und insbesondere in den Genossen Noste nad a brbeit in das Gebiet der erlaubten politischen Bewie vor das Vertrauen, daß sie allen gegenrevolutionären tätigung? Bestrebungen von rechts und links wie bisher entschieden entgegentreten werden und geloben, in diesem Kampf für Demokratie und Sozialismus fie mit allen Kräften getreu zu unterstüben. Die Konferenz ist überzeugt, daß der Genosse Roste gewillt ist, mit allen geeigneten Mitteln dafür zu sorgen, daß die Reichswehr Tein Werkzeug reaktionärer Machenschaften werden kann. 11 Der Friede in der rechtssozialistischen Partei, der einzelnen Illusionisten durch die Angriffe Scheidemanns und der Vorwärts"-Redaktion einen Moment lang bedroht schien, weil sie den völligen politischen und moralischen Berfall dieser Partei noch immer nicht erkannt haben, ist also, woran wir nie gezweifelt haben, wieder hergestellt. Noste hat gestegt wie er wollte. Es ist die alte Geschichte, es ist das alte mittel, das die Neaktion in der beutschen politischen Rinderstube noch immer mit Erfolg angewandt hat. So oft die Reaktion sich bedroht fühlt, malt sie das Gespenst der Revolution von links. Damit hat fie in früherer Zeit die Nationalliberalen und dann die Fortschrittspartei an die Wand gedrückt, daß sie quietschten, jetzt macht sie dasselbe mit den Rechtssozialisten. Nur daß die rechtssozialistische Partei viel jämmerlicher und widerstandeloser sich an die Wand brüden läßt, nur daß bier das charakterlofe Strebertum der Führer selbst das Geschäft der Reaktion besorgt und die Einfalt und Najvität der Anhängerschaft bas Spiel noch viel mehr erleichtert, als selbst die Charakterlosigkeit der Liberalen von eheden. Gegen ble hiftorische Wahrheit. die In seiner großen Rede vor den Berliner Parteifumtionären sprach Roste das Wort:„ Die Truppe als Gesamtheit mug unpolitisch sein". Wenn ein halbes Dußend Organisati onen der Offiziere und Unteroffiziere besteht, dann könne er den militärischen Apparat nicht in Ordnung bringen. Dieser funktioniere nicht, wenn die Kaserne ein politischer Diskutierklub sei. Einzelne Goldaten könnten natürlich ihren politischen Neigungen ungehindert nachgehen". ,, Unerbittliche Sparsamfeit". Jurüdziehung der englischen Truppen aus Rußland. Archangelft, 25. September.( Renter.) Heute wurden mehrere tausend Mann britischer Truppen das Hauptquartier eingefchifft. Die letzten In der Sonnabend- Sihung des Reichsrates erflärte bei den und Verhandlungen über den Notetat der Ministerialdirektor baltischen Truppen fahren am 27. 9. ab. Die nordrussische Revon Wolff, baß für den Etat unerbittliche Sparsamkeit zu gierung teilt mit, fie habe die Absicht, die demobilisierten Enz gelten habe und daß mit der früheren Großzügigkeit länder für die nordrussische Armee in Tienst zu nehmen. Sie gebrochen werden müßte. Desgleichen führte der Verhofft, auf diese Weise eine Infanteriebrigade mit Maschinentreter Preußens im Reichsvat aus, daß die preußische gewehren und Artillerie bilden zu können. Es haben sich bereits Regierung es für eine der dringendsten Aufgaben des Reichsrates 100 Offiziere als Flieger gemeldet. balte, die Bemühungen des Reichsfinanzministers um de'ntbat größte Sparsamkeit zu unterſtügen. N Diefer Appell an die Sparsamkeit wirft wie ein Sohn, wenn man daran denkt, daß das Wort Sparjamteit" dann überhaup nicht zu egiftieren scheint, sobald es sich um die Reichswehr und irgendwelche militärische Organisationen handelt. Dem Volte und insbesondere dem Arbeiter werden Sparsamkeit, Enthaltsamfeit uns Einschränkung immer wieder als dringendste Pflichten gepriesen, für die Reichswehr, dieser Brutstätte der Gegenrevolufion, aber und nicht zum mindesten für das persönliche Wohl ergehen der Herren Offiziere werden die gewaltigsten Summen, an denen der Schweiß des Arbeiters flebt, ungezählt verfchleudert. Für ein Seer, das angeblich nur den sechsten Teil des ehemaligen deutschen Friedentheeres zählen soll, werden monatlich Milliarden ausgegeben, die jenes alle Heer kaum in einem ganzen Jahre gebrauchte. Gier fange man mit Sparen an, dann erst hat man das Recht, auch von andeten ein gleiches zu verlangen. Die Schweden zur Arbeiterfonferenz in Washington. Stocholm, 26. September. Socialdemokraten" betöffentlicht ein Schreiben des schwedischen Bandesfefretarials an den Staatsminister Gben über die Stellungnahme der schwedischen Arbeiter zu dem Kongres in Washington. Danach wird augenblicklich in Amsterdam von Vertretern der Arbeiterpartelen det verschiede nen Länder darüber verhandelt, intuiemelt bet Rongreß dem Beschluß der Amsterdamer Tagung. entspricht. Die schwedische Delegation wird am 30. September nach Amerika fahren, um dort das endgültige Ergebnis abzuwarten. Sollten die Untersuchungen in Amsterdam wider Vermuten eine Teilnahme der Arbeiter am Rongreß in Washington unmöglich machen, so wäre Sie schitvedische Vertretung berhindert, an dessen Verhande Die Angestellten und das Betriebsrätegefeß. fungen und Beschlüssen teilzunehmen, Aus der Parteipreffe. Der Bund der technischen Angestellten und Be Senator Dr. Petersen wurde anstelle Griebrich Naumanni amten hatte zum 27. und 28. September feinen Bundesaus. fchuß nach Berlin zu einer Tagung einberufen. Aus den Be- zum vorläufigen Vorsitzenden des demokratischen Parteiaus richten ging hervor, daß die neue seit Juni bestehende Eintheits- schusses gewählt, organisation der deutschen Techniker fich in stetigent Aune Befindet; fie zählt jebt 100 000 mitglieder. Der Bundesausschuß beschäftigte fich u. a. mit der Glieberung der Organi fation nach Fachgruppen und der Bildung von Berufsausschüssen Die foeben erschienene Nr. 39 des Sozialist" enthält folgenbe and stimmte der vom Vorstand borgeschlagenen Streikordnung sowie den Richtlinien zum Ausbau der Martellverhältnisse zu. Beiträge: Revolutionäre Atempause bon A. Stein; Bum Betriebsräte gefe tourbe eine Entschließung Aus der Geschichte der sozialistischen Inter angenommen, in der an die Nationalversammlung die bringende nationale von Artur Crispien; Die Gewerkschaften Aufforderung gerichtet wird, die in der Regierungsvorlage vor in der Revolution von Nichard Seibel; Die Jntergesehene 8 usammenfassung der Angestellten und nationale bet sozialistischen Jugend von Mdg Arbeitet unbedingt beizubehalten. Weiter heißt es in der Peters. Der Sozialist", unabhängige sozialdemokratische Wochen. Die Reichszentralstelle hat zur Information der Entschließung:„ Der Bundesousschuß erhebt Ginspruch gegen die heimkehrenden Kriegsgefangenen eine Broschüre in den Ausschaltung der Beamten aus dem Gesetz und erblickt in dem schrift, erscheint wöchentlich. Man abonniert bei dem Verlag Tont Bagern verteilen lassen, die auf einem würdigen schwarz- rot- Borschlag der Arbeitsgemeinschaft freier Angestellten- Verbände Breitscheid, Berlin W. 15, Fasanenstr. 58, bei den Parteibuchhand. golden- republikanischen Umschlag den Titel trögt Was einen gangbaren Weg, um neben dem gemeinsamen Betriebs- fungen oder bei der Post. Bierteljahrspreis 6.- M. und Bestellder tat für Angestellte, Beamte und Arbeiter zur Regelung von begeld. Einzelpreis der Nummer 60 Pfennig. Die Art, wie einzelne Soldaten" von dieser Freiheit ber ungehinderten politischen Betätigung unge bemmten Gebrauch machen, wird trefflich illustriert nurch eine Verfügung des Kriegsministers Oberst Reinhardt an die Reichszentral stelle für Kriegs und Sivilgefangene. ist in Deutschland geschehen?" Die Broschüre stellt Die Bürger von Calais. Bühnenspiel in drei Aften von Georg Raiser. ( Aufführung in der„ VbItsbühne"). Der Sieg des Geistes über die Gewalt der Waffen wird gepriesen. Aber es rasselt verdächtig in dem Aufmarsch der Wortbataillone. Gesinnung will sich manifestieren. Aber es entsteht Schaustüd. Claudel vor. Jm Abglanz feines eigenschöpferischen Dichter- 1 rechtschaffene Mühe, aber Frau sehbmer war in einer Mutterherzens erschienen ihm„ Die Bürger von Calais" anders als nun rolle unerträglich und Herr Rothauser ging als blinder Greis im Rampenlicht. mit den seherischen Worten, die er zu sprechen hatte, völlig in die Jrre. Die Grenze der künstlerischen Leistungsfähigkeit der Boltsbühne muß nach oben und nicht nach unten verschoben werden, Erich Baron. * „ Der Gin neues Bühnenspiel Georg Raisers: gerettete Altibiades" ist von May Reinhardt zw Aufführung an einer seiner Bühnen angenommen worden. „ Helden." ( Nomödie in drei Atten von Bernard Gha to. Die Direktion des Kleinen Theaters" bermeinte Es geht um die Rettung der Hafenstadt Calais. Als Sieger Eine Idee schreitet über die Bühne in großem Gewande, mit will ste der König von England zerstören, es sei denn, daß sechs lautem Gepränge. Aber es ist hohler Lärm. Bürger fich freiwillig dem Senfertode überliefern. Georg Kaiser mukt die Situation mit allem Vorbedacht aus. Niederwerfung falschen friegerischen Stolzes durch den Geist der freien Tat Es stachelt sie aber das arte Gebot des Königs. Sieben wollen ein ihr Leben zum Opfer bringen. Im ersten Att melden sie sich einer nach dem andern. Im zweiten Aft nehmen sie nach einander Abschied und sehen sich gemeinsam zum Abendmahl, Es genügt wahrhaftig nicht, eine leuchtende Jdee uufzugreifen was reichliche Gelegenheit zu fresfenhaft religiöser Untermalung und daherum ein tönendes Schauspiel zu schreiben. Dann ent gibt. In symmetrischer Abwandlung bringt der dritte Aft die steht günstigenfalls ein Festspiel, Weihespiel, Bühnenspiel aum Sterben bereiten Bürger wieder nacheinander auf die Bühne, So nennt ja auch Georg Kaiser mit einem halben Sugestände im Acmesünderkleid mit dem Strid um den Hals. Reiner wollte einen zeitgemäßen, guten Griff getan zu haben, als sie biefes nis seine historisch- dramatisch eingekleideten Bürger bon zurüdbleiben; der Siebente aber, der Führer, ging ihnen im Stück, das bereits vor Jahren am Lessingtheater aufgeführt Calais", die jetzt in der„ Volksbühne“ erschienen. Eine Urauf- Tode voran. In seinem Hause hat er den Giftbecher geleert. An worden war, auf die Bühne brachte. In einem fiegreichen Deutsch führung. Dabei eine ältere Arbeit des überaus fruchtbaren, von seiner Bahre erfahren wir durch den Mund des uralten blinden land wäre diese Aufführung unmöglich gewesen, dem besiegten war es ganz angenehm auch von der Bühne herab zu hören, daß allen Zeitproblemen trächtigen Autors, deffen a 3" die Besucher Waters den Sinn der befreienden und vereinigenden Tat. Tros Selbentum und Tapferkeit nur hohle Phrasen seien und die der Volksbühne kennen. Aber das Ideendrama bleibt auf der mystisch Hallender Worte mehr Theaterfigur als Apostel. Von Sieger von beiden ebensowenig besigen als die Besiegten. Die Bühne blutleer und schattenhaft fremd, wenn ein tübler Stopt fernher dämmert Gurnemanz- Barfifgl- Stimmung. Ganz opern Sandlung spielt während eines bulgarisch- serbischen Krieges. Gin und eine falte Sand im Reich der Abstraktionen schaltet. Staiser haft zum Schluß die Gnade des Königs, dem in der Nacht ein in der serbischen Armee bienender Schweizer Offizier flüchtet bor hat den Griff für die Bühne, er quadert und fürmt die Worte Sohn geboren wurde. Darum heischt er nun fein Todesopfer den Verfolgern in das Schlafzimmer einer fremden jungen Dame. und Bilder, bald priefieplich streng, bald bürgerlich breit, aber er greift keinen Moment ans Herz. Wir wollen durch den Dichter mehr. Sechs wurden fret. Einerseits: Evlösung im Geiste durch Trok die Schmerzen und das Leben spüren, das febte Singeriffenfein, die bolle Singabe des einen an den Tod. Andererseits: Schlußden Antrieb, den Aufruhr der Gefühle, aber nicht die Verrüdung wirkung im Theater durch den Gnaden att eines Königs. Der geschmacklosen Wike über den geringen Verbrauch an Seife und des Geistes in die Beleuchtung der Scheinwerfer( an benen auch Dichter, der gegen das Schwert den Kampf des Geistes. führt, wäsche in unserem früheren Verbündetenstaat Bulgarien, bie Die Regie nicht sparte). Aus dem Drama soll sich seinem Görer follte sich solchen Nequisiten andererseits" nicht mehr unter- aber offenbar elaten Teil des Publikums ihimer noch erfreuen, erscheinen heute nicht mehr zeitgemäß. bie Jdee gebären, nicht aus des Autors Willen zur Idee Ste find aber in dem Stüd allmächtig, und eine zu sehr grelles Bühnenspiel. Georg Staiser hat es trob manchen theatralisch altbewährten auf Aeußerlichkeiten bedachte Spielleitung prunkte mit ihnen. Da Blendwerks dem Hörer und Zuschauer feineswegs furzweilig wurde mit Namen und Anrufungen flanggehämmert, da flüster- des gemacht. Die Ungebulb tourbe bezähmt. Aber schreigenbes ans ten, aischten und orgelten Chöre der Männer und Frauen, da hören ist noch keine Andacht, Beifall aus Achtung kein Gewonnen wollte sich auch das Kleinste zu stavrer und monumentaler Größe fein für die Tat und den Geist, dem die dramatische Sunbgebung reden. Unglüdlicherweise fehlte es aber an schauspielerischen auf der Bühne Weder sein wollte. Gustav Landauer hat dieses Kräften von innerlich starkem Ausmaß und feelischer Rejonnana. Wert sehr geliebt und geschäkt. Er sah in ihm die baumeisterlich Der auf engerem Gebiete begabte Herr Stahl. Nachbaut nummer der Freien Welt" lesen wir: In Detroit in Amerika gestaltete Vision(„ na schaffende Gleiten bin ich gefekt"), die fann Herrn Kayzler auf die Dauer unmöglich erfeben. Stay Bwurde jemand zu vier Tagen Gefängnis verurteilt, weil er es neue Verbundenheit, die neue Menschheit. Bielleicht schwebte ihm lets Fernbleiben von der Bühne reißt in das nicht sehr trag gewagt hatte, in einem Straßenbahnwagen eine radikale foziababei auch die feierliche Schönheit des franzöfifchen Dichters Bauli fähige Ensemble eine empfindliche Lücke. Man adb fich awari listische Schrift au lesen. As Shaw dies hörte. fchrich on ainam ein werfen. ganzen einiger hübscher Dialoge wirft und trivial fehr antiquiort. bas Stüd Auch im bie Die Aufführung hielt sich auf einem mittleren Niveau, her vorzuheben wäre ber auch in der Maste sehr gute Major Petkoff Herrn Junkermann. Das Publikum war beifallsfreudig und zum Schluß riefen m einige Wigbolde nach dem Autor. Bernhard Shaw über Sozialistenverfolgungen. In der letzten Die neue Schußgarde des Kapitals. In wenigen Tagen geht das dritte Vierteljahr zu Ende! Darum muß sofort die Schuhmannschaft nach be; Revolution bie ntmititart. jierung gefordert babe, tauge ste nichts mehr. Man be deckte Berlin init 9000 Mann Soldaten geführt von Die Organisierung der neuen Sicherheitspolizei ist in vollem aftiben Offizieren, bie vom Bolizeisoefen feine Ahnung haben. Bange. Obwohl in der Sihung der preußischen Landesverjamm- Mit solchen unausgebildeten Leuten fönne man feinen PolizeiJung am vorigen Dienstag ein Regierungsvertreter auf die kleine dienst versehen, und die Berliner Bevölkerung werde schließlich Anfrage des Genossen Rosenfeld eriviberte, die Sicherheitspolizei würde zunächst nur bersuchsweise" in Berlin cingeführt, bleibt es eine feststehende Tatsache, daß auch in anderen Großstädten die neue militaristische Schutgarde des Kapitals binnen furzem in Tätigkeit treten wird. Und zwar werden außer Berlin noch die Städte Danzig, Königsberg, Hamburg, Stettin, Hannover, Essen, Bochum, Gelsenkirchen, Magdeburg, Kattowitz, Hindenburg und Lübeck damit beglückt werden. Desgleichen ist fie für die Städte Kiel, Duisburg Düsseldorf, Dortmund, Wicsbaden, Breslau, Hanau, Potsdamt, Köln, Aachen, Saarbrüden, Roblenz, Frankfurt a. M. und Kassel borgesehen. In all diejen Städten sind bereits Werbeoffigiete an der Arbeit, die auftraggemäß in erster Linie bei den Großindustriellen und Großbanken Gelder einsammeln feilen, um eine großälgige Werbetätigkeit entfalten zu können. Vor uns liegt ein Merkblatt des Organisationsstabes der Sicherheitspolizei für Preußen vom 1. August 1919, in dem die obehangeführten Maßnahmen angekündigt werden. Die Vorbereitungsarbeiten haben inzwischen rüftige Fortschritte gemacht und es wido nicht lange mehr dauern, bis auch die anderen Städte, ebenso wie Berlin, vor eine vollendete Tatsache gestellt sind. und Daß die Organisationsarbeiten unter dem vollsten Ausschluß der Deffentlichkeit betrieben werden, beweist zur Genüge ben boltsfeindlichen Charakter dieser neuartigen Schöpfung, welche dem Geiste des Edenhotels entsprungen ist, bon Noste gut= geheißen wurde und von eine durchgebrüdt wird. In erster Linie handelt es sich natürlich darum, die durch den Friedensbertrag überflüffg gevordenen Offiziete auf andere Weise unterzubringen. Die Sicherheitspolizei wird eine wesentliche Ergänzung der Reichswehr bilden, von dem gleichen reaktiodiese wie ebenso jein erfüllt nären Gcifte nicht eine ringenStühe Des unt seine Eristenz den Wolfes werden, fonbern eine Organisation, bazu berufen, die am 9. November zerschlagenen Herrschaftsverhältnisse neu zu befestigen. Sie ist nicht dem Wunsch und dem Willen des Volkes entsprungen, sondern das Werk jener Staste, welche das deutsche Volt ins Unglüd gestürzt hat und trotz der bon ihr heraufbeschworenen Niederlage ihren unheilvollen Einfluß bon neutemt auf das Volk ausüben möchte. Es ist eine Schande, daß Männer, die jahrzehntelang gegen das alte Polizeis unwesen in teußen angekämpft haben, heute ihre Hand dazu bieten, eine militatisierte Polizei ins Leben zu rufen, die in einem weit stärkeren Maße boltsfeindliche Tendengen an den Tag legen wird, als es bei der alten Bolizei, auf die mit Recht teiner gut zu sprechen war, der Fall war. Die neue Sicherheitspolizei so langeblich den Kampf gegen das Verbrechertum führen. Dazu gehören aber weber noch die Neubestellung der Zeitung Für jeden vorgenommen werden. Arbeiter, für jeden, der über die politischen Vorgänge richtig unterrichtet werden will, fann nur das Blatt in Frage kommen, das die Rechte der arbeitenden Bevölkerung furchtlos und gegen die Anmaßungen und Gewalttätigteiten des tapitalistischen Bürgertums und feiner rechtssozialistischen Schutzgarde bertritt. unermüdlich Die Freiheit" ist die einzige Zeitung, die das tapitalistische Ausbeutungssystem und die wachsende militärische Reaktion konsequent bekämpft. Mit Beginn des neuen Quartals wird die Freiheit" eine weitere inhaltliche Ausgestaltung erfahren. Ab 1. Oftober beginnt der Abdruck eines Romans Don Upton Sinclair JIMMI HIGGINS" Jeder Parteigenosse, jeder Arbeiter muß unermüdlich für die Freiheit" werben. Sie gehört in jede Arbeiterwohnung, weil sie allein für den völkerbefreienden Sozialismus wirkt. Darum begnügt euch nicht damit, die Freiheit" zu lesen, sondern erachtet es auch als eure Pflicht, " Groß- Berlin. Um die Arbeiter von politischen Kämpfen abzuziehen. Bürgerliche Vereinigungen aller Art bemühen sich unter den verschiedensten Maskierungen, die Arbeiter vom politischen Stanipfe abzuziehen und sie einzulullen. Wie das gemacht wird, berichtet ein Rundschreiben, das fürzlich auch an gewerkschaftliche Organisationen in der Stadt Brandenburg a. Havel gerichtet wurde. Das Schreiben lautet: Abschrift. W/ Sch. Brandenburg( Sabel), den 17. September 1919. An den Verband der( folgt der Name des Verbandes). Die Aufang dieses Jahres gegründete Vereinigung für botstümlich- mienschaftliche Vorträge hat bejchlossen, dem gan zeit Unternehmen eine möglichst breite Basis zu geben derge= statt, daß versucht werden soll, bestehende Sorporationen und Vereine für die Wibvirtung heranzuziehen, um die angestreb Die Mitwirkung ist gedacht in der ten Biele zu erreichen. Weise, daß jede Korporation ihren Vorsitzenden oder Ver= trauensmann in den erweiterten Vorstand der Vereinigung für bolkstümlich- wissenschaftliche Vorträge entfendet. Der Zwed der Vereinigung ist, durch Vorträge auf allen Gebieten der Wissenschaft und Stunst politisch und religiös neutral allen unseren Mitbürgern Anregung zu geben und die Bilbung zu bertiefen. Notwendig ist es, unsere Mitbürger von politischen und wirtschaftlichen Stämpfen abzulenken und für die eritgenannten Ziele zu gewinnen. Sagen Ihnen diese Ziele Der Vereinigung zu, dann bitten wir Sie, 1. einen Jahresbeitrag zu zeichnen für die Dwecke der Ver einigung, 2. diesen Jahresbeitrag unserm Stonto beim Brandenburger Bankverein freundlichst zu überweisen, 3. für den Besuch unserer Vorträge mitgumieten, 4. zu unseret im September stattfindenden Generalversammlung de genaue Tag wird noch angegeben Ihrer Herren als Vertreter zu entfenden. -einen Mit vorzüglicher Hochachtung Bereinigung für volkstümlich- wissenchaftliche Vorträge. J. A.: Beinfämpen, Dr. med. Dunter, Keilbad, Messen, Lieber, Ewald Richter, Roßmann, Frl. Schmidke, Thal, Dr. Wenzel, Ostar Wiederholz. Bildung brauchen die Arbeiter sicherlich, in erster Linie aber solche, die ihnen Kenntnisse und Wissen über die ökono. mischen Zusammenhänge unseres gesellschaftlichen Lebens bermittelt und sie reif macht zur besseren Beurteilung der heutigen Machtverhältnisse und zur Kampfstellung gegen die gegenwärtigen Machthaber. Was hier vermittelt werden foll, ist das Gegenteil. Die Arbeiter sollen durch Afters wissenschaft abgezogen werden von den politischen und wirtschaftlichen Kämpfen. Dagegen müffen die Arbeiter Front Arbeitervertreter diese Scheinbildung empfehlen und die Arbeiter aufforbern, sich an diesem Unternehmen zu beteiligen. Herr Beinfämpen ist Gewerkschaftsleiter in Brandenburg, Herr Stoßmann Stadtrat, beide waschechte Rechtssozialisten. Und diese Scheinsosialisten geben sich dazu her, die Arebiter von politischen und wirtschaftlichen Stämpfen abauziehen. Tants, noch Maſchinengewehre, weber Flemmenwerfer, not a- neue Abonnenten zu werben! machen. Charakteristisch ist im vorliegenden Falle, daß, auch nonen, weder Flugzeuge, noch Minenwerfer. Und dies sind die Hauptwaffen der neuen Sicherheitspolizei. Damit veranstaltet fie ihre Uebungen, erstürmt Häuser, führt" Spartatisten" als Gefangene ab, zur Probe einstweilen, aber bald werden wie sie in ihrer prattischen Tätigkeit sehen. Was turts, wenn sich erfahrene Polizeiprattifer gegen die Organisation wenden, in ihr geradezu eine Gefahr für bie Ceffentlichkeit erbliden! Lüttvis befiehlt, Noske kommt dem Befehl nach, Heine führt ihn aus und das Bolt muß schweigen und die Kosten zahlen. Im Lande der vollendeten Demokratie! Protest der Neuköllner Schuhmannſchaft gegen die nette Sicherheitspolizei. fagen, bis hierher und nicht weiter. Nicht mit Maschinengewehren und Sandgranaten werde die Sicherheit Berlins wiederhergestellt, fondern durch die alte verstärkte und von Sachleuten geführte Bolizei. Bu protestieren sei gegen die Errichtung der neuen aus jungen, unverheirateten und im Polizei dienst unerfahrenen Sicherheitswehr, die eine alte erfahrene Truppe aus ihrem Amte verdränge und mit ihrem Militarismus eine Gefahr der politischen Freiheit der Schugmannschaft bilbe. Das Dienstverhältnis im Krankenhaus Bethanien. ton Das Krankenhaus Bethanien ist auf fonfessioneller Grund lage aufgebaut. Es ist allgemein bekannt, daß die Insassen dieses Weiter sprach der Vorfibende der Organisation der Schub Sentral- Diafonissenhauses vornehmlich mit geistiger Speise ber mannschaft& raber gezen die fasernierte Polizei, bie mit fehen werden. Leiterin ist eine feudale Dame, die Oberin Hilthren Theateraufführungen in der Alexanderfaserne teine Gewähr Der Kreisverein der Polizeiwachtmeister au Neuföln für die Sicherheit auf den Straßen biele. In der Wirklichkeit degard von Bethmann Hollweg. Die Angestellten lagen über hielt gestern in der Schultheißbrauerei in der Hafenheibe eine sehe es anders aus. Jm Ministerium habe man gejagt, bie bis- lange Arbeitszeit, miserablen Lohn. Sie werden zum Kirchgang Versammlung ab, um zu der Neureformierung der Polizei herige Polizei solle die Gefahr des Dienstes nicht mehr tragen, täglich zweimal genötigt. Von abends 9 Uhr an werden die Etellung zu nehmen. In längeren Ausführungen wie der das mache jetzt die neue Sicherheitspolizei. Die Folge werde Mädchen eingeschlossen. Auf den roten Verband" wird arg ge= Steferent Polizeiinspektor Beder( Pantow) darauf hin, daß sein, baß die verschiedenen Polizeiorgane nid mehr miteinander. fchimpft. Die Worte Spartatiften, Näuber, Plünderer sind oft zu der jetzige Minister Heine früher als Politifer zugegeben habe, sondern nebeneinander arbeiten zum Nachteil der Bevölkerung. hören. Die Beschäftigten werden in den christlichen Verband zu Jetzt habe man dem Bm weiteren Verlauf der Verhandlungen sprachen sich die Ab- prefsen versucht und anderes mehr. daß die Polizei auf ihrem Posten war. Minister flat gemacht, daß die alte Polizei versagt babe, ia geordneten ufafchowis( Deutsch- Nationale Bolkspartei) und Hauptmann ab ft habe jogar behauptet, die alte Polizei tauge uer( Deutsch- Demofr. Boltsp.) fitr die Erhaltung der Nechte zusichert, aber dieser Tarifvertrag wird zu umgehen ber nichts mehr. Bis turz vor der Revolution habe jeder Bürger bisherigen Polizei, die einer Neureformierung unterzogen Ruhe und Sicherheit genießen fönnen; trok der geringen Ent- werden müsse, aus und bedauerten es, daß man sich im Ministe- sucht. Die Frau Oberin schreibt an die Eltern der im Diakonissenhause tätigen Mädchen Briefe, in denen sie auf die Gefahren der lohnung habe jeder Schuhmann seinen Dienst getan. Nachdem rium über die vorgelegten Pläne einfach hinweggesezt habe. Freund in Amerika: Vier Tage für die Lektüre eines solchen, sondern ist Weltgeist. Auch die Erde kann seine Seimat Buches sind eine sehr gelinde Strafe. Bedenben Sie nur, fein, aber fie schließt ihn nicht ein. Deshalb fann der wahre was der Mann bekommen hätte, wenn man ihn beim Lejen des Maler niemals Naturalist" sein. Der Naturalist gibt ja nur den menschlichen Augenschein; aber die Farbe ist Reuen Testamentes angetroffen hätte!" ein weltliches Sein. Farbiges Bauen. Es ist niemandem unmöglich, die Sinne( nur auf die Sinne, nicht auf den Verstand kommt es an; es beißt au Die„ Große Berliner" gibt uns reichlich Gelegenheit. Wer vie neuen Bilder auf der linken Seite der Ausstellung nur studieren will in ruhiget unvoreingenommenheit, findet einen Ratgeber unter den Bildern selbst, der untrüglich ist: Mare Chaga 118 Bild an der Müidwand des lebten Saales. Dieses herrliche Bild ist ganz aus dem Wesenhaften der Farbe gebildet. Das ist Farbe! Unter den abstrakten Bildern der Novembergruppe Nun besteht ein Tarifvertrag, der auch den Mädchen bestimmte grünen und blauen Häuser im Büdeburgischen sie wenigstens stehen noch heute zu unserer Freube. Hätten wir noch allgemein die farbige Weft, nichts wäre uns natürlicher als die frohe Kühnheit, mit der die jungen Maler die Farbe dem Bilde zurückerobern. Solange wir im Grauen, Farb losen, Stumpfen Hhausen, scheint une ihre malerische Farbenpracht fraß, aber sie ist es nicht. Sie ist das Natürlichste von der Welt, So hängt von der Architektur, die uns umgibi, unendlich vieles auch für das Schicksal der neuen Maierei und Plastik ab. Denn Warum stoßen alle neuen Taten der Künstler, der Malter fühlen, nicht zu begreifen) für diese Unterschiede zu schärfen. wie die Freude etwas Natürliches fein sollte! wie der Bildhauer, auf so beftigen Widerstand bes Publikums? Auf der„ Großen Berliner Kunstausstellung" trat diefer Wider spruch erneut zutage äußerte sich sogar in dummer ZerstörungsJust. A13 ob eine Bewegung wie die neue Kunst sich hemmen ließe, wenn Mißvergnügte ein paar Proben entgiveischlagen. Aber woher dieser Widerstand? Die Die neue Stunft ist Phantasie- das ist auch die Blast it will wieber Farbe sein! Wir haben ja hier immer sehnsüchtig nach der Farbe ausgeschaut und unsere Leser für die Farbe zu gewinnen gesucht. Da wirkt in gleicher Nichtung die wertvolle Tat einiger Architekten, die in Heft 38 der B a ume It" aufrufen aum farbigen Bauen. Wir drucken prative Bernunit... Sprung" sind Wesen aus braktische praktischer Vernunft entspricht: Aehnlichkeit, Richtigkeit, Deutlichkeit, Normalität. Alle Mittel der Kunst sollen einem verund will deshalb auch eine Sunst, die die beiden Gemälde von Ostar Fischer Karlsruhe„ Haus hier einige entscheidende Säße ab:„ Das Publikum hat heute soll der Nachahmung äußerer Wirklichkeiten dienen. Wer anders will, ist„ verrückt!" Und auf der" Freien Sezession": die beiden Bilder ganz berschieben in ihrer Haltung" find überzeugende Wesen folange her ist, in der die Architekten feine schmutzigen Häuser standesmäßigen 3wede dienen. Die Zeichnung, wie die Farbe, von Franz Mare und die Bilder von 2 afar SegalI bauen durften und in der man kein Haus verschauben ließ. Wir Unterzeichneten bekennen uns zur farbigen Architektur. Wir Stun wohl, dann ist eben ſehen und die gesamte Kunst verrückt! Denn Kunst hat niemals ihre Monat sind die Bilder von Georg Muche Wesenheiten aus wollen durch dieses geschlossene Bekenntnis dem Bauherrn, dem Ansprüchen praktischer Vernünftigkeit dienstbar gemacht. Nie Malern der neuen Generation sogar einer der stärksten. Sein des Hauses geben, damit er uns in unserem Wollen unter. Mittel, Farbe, Linie und Form, Licht und Dunkel, irgendwelchen Farbe. Georg Muche ist unter den wirklich schöpferischen Giedler, wieder Mut zur Farbenfreude am Aeußeren und Inneren ma13! Die lehte Zeit mit ihrer Durchschnittsmalerei ist, wie Bilb Wilhelm Nunge zum Gebächtnis" ist eine wundervolle tiefe stützt. fie heute die rechte Hälfte der" Großen Berliner" füllt, tein, Be- Totenklage der Farben. weis dagegen; denn bieje Bilder sind nicht Seunst. Malen heißt Warum gehen dem Publikum diese Dinge so furchtbar schwer Weil seine ganze Welt farblos einig, mager nogu, bo fub it: tonventionell, ber nünftig, mager und vor allem die Häuser und die Wohnungen. Alles ist praktische Vernunft, nichts ist mehr Wir verwerfen den Verzicht auf die Farbe ganz und gar, wo ein Haus in der Natur steht... An Stelle des schmußig grauen Hauses im Freien trete endlich wieder das blaue, role, geibe, grüne, schwarze, weiße Haus in ungebrochener leu tender Tönung." nicht: weidende Stühe bei Connenuntergang recht plausibel als optisches Abziehbild in Del umsehen, sondern Schönheit schaffen aus Farbe. Aus den Farben erwächst das Bild nach den Gesehen geistigen Wachstums, niemals nach Willkür. Liebe, Freude, Phantaste! Muß unsere Welt so trübe sein? tekten den Aufruf gezeichnet haben: Peter Behrens, Endell, Nicht aber joll ein Sujet( teidende Rinder") die Farben( reines Wahrhaftig nicht! Lebten wir in einer farbigen Welt, wir wür- Göttel, Gropius, Mebes, Bölzig, Bruno und Mag Taut, Debschi, Not und Blau und Gelb) zur Strechtschaft drücken in grau- ge- den bie naturalistischen Grauingrau- Maler auslachen. Das ist Vergewaltigen der warum leben wir nicht in einer farbigen Welt? Weil unsere Männer Farbe bekennen", die in der Siedlungs- und Gartenbrochener Zusammenschmierung. Farbenherrlichkeit. Der Künstler läßt die Farben frei und Architekten fich in den legten Generationen dem absoluten stadtbewegung eine führende Rolle spielen, wie Bernhard und fiehe: die Farben zaubern Bilder. " Zwecke" ausgeliefert haben. Farbe Und Grässel, Elsäßer u. a. Besonders erfreulich ist, daß auch einige das Wort war für den Hans Kampfmehar und doff Otto. Schön wäre es, wenn auch Gewiß, nicht alle, die heute in Farbe schwelgen, find modernen Architekten das rote uch für den Stier weil er mit Organisationen von Siedlern erklären würden, daß sie feine Aber wer sein Auge schärft, sondert die Mitläufer bald heraus. Künstler handhaben. Und hatten wir unter den letzten Das wäre der beste Beweis dafür, daß darbe gewünscht wird". Künstler. Viele find Mitläufer, die nur die Kunst diskreditieren. der Farbe nichts anzufangen wußte. Farbe tann nur der grauen Steinfäßten mehr haben wollen, sondern farbige Häuser. Nicht die materielle Farbe macht das Kunstverk, sondern Architekten Künstler? Das Volt hat früher farbige Architek Und dann würde sich auch bald in den Ausstellungen bas der Geist, ber in Farben spielt. Dieser Geist in den Farben turen sich selbst geschaffen. Sie waren ihm notwendig, nicht aus Blatt wenden. Nicht mehr die Expressionisten werden demoliert, ft etwas burchaus Wesentliches, eine wirtliche Wirklich praktischer Bernunft, sondern aus fröhlicher Liebe zum Reichtum sondern die grauen Abmaker eit. Wir müssen sein besonderes Wesen erfassen. Dieser Geift, ber Welt. Buntbemalte Fachwerkhäuser, die schwarzen Häuser heiter ausgelacht.... erkennen wir dann, haftet nicht festgebunden an der Erde, im Bergischen( auch Schwarz if eine Fatbel), die roten, Es lebe die Farbel nicht angegriffen, sondern Abolf Behne Broßstadt für Wadchen hinweist. Die Schwestern feien bemüht, fich der dem Hause anvertrauten Mädchen mütterlich anzunehmen und ihnen Bethanien heimatlich zu machen." Um nun die Mädthen ganz unter ihre Fuchtel zu bekommen, flötet die Oberin den Eltern derfelben mit folgenden Worben an: " Nun schreibt der neue Tarifvertrag, den wir mit den Gewertschaften, denen unsere Mädchen beitreten mußten, abzuschließen gezwungen waren, vor, daß jeder Arbeitnehmer, also auch bie jungen Mädchen, über ihre dienstfreie Zeit verfügen fönnen, so daß sie jeden Abend und jede Macht ausgehen können, wohin sie wollen. Hier scheint uns eine große Gefahr für die zum Teil unerfahrenen jungen Mädchen zu liegen." Im Anschluß daran ersucht die Oberin, sie zu ermächtigen, die mütterliche Obhut den Mädchen gegenüber zu erfüllen, dadurch, daß die Eltern schriftlich die Bitte an die Oberin richten, den Mädchen nur frei zu geben, wie sie es für gut halte. Auf diese Weise wird der Tarifvertrag umgangen, der der Frau Oberin ein Dorn im Auge , mahürlich erst recht der„ rote Berband." Man versteht dann auch das Regiment, bas im Diakonissenhaus Bethanien geführt wird. Wie flaven werden die Mädchen behandelt, nicht aber wie freie Menschen. Die Organisation wird da versuchen müssen, einzuheizen. Man wird das um so besser tun können, je besser bie Organisationszugehörigkeit ist. Schaubühne Morikplat früher Buggenha en:: Dir.: Schwarzer Kater Persönliches Auftreten von unb Ernst Lubitsch Ossi Oswalda. Ferner tas Riesen- Varieté- Programm. Bier- Restaurant. Sämtliche Bläge zum Einheitsureis von 2 Mart. Anrang 8 Uhr. Ab 1. Oktober: Sonn- und Feiertags 2 Vorstellungen 8 Uhr nachm ttags und 8 1hr, abends. Nachmittagsvorstellung zu fle nen Breisen. Borverkauf: Sonntags zwischen 12-2 Uhr an der Tag etasje. Lebensmitteltalender. Wilmersdorf. Heute abend 7% Uhr findet im Restaurant Schilling, Lauenburger Straße 21, eine eigung des erweiterten Vors 200 Gramm Reis, standes, der Stadtverordnetenfraktion und des kommunalen Arbeiters 250 Gramm Pflaumenmarmelade und 2 Stück Knorrs Suppenwürfel; rates statt. Tegel. 200 Gramm Kartoffelstärkemehl, 350 Gramm Kindergerstenmehl für Jugendliche, 250 Gramm Haferflocken; für ältere Einwohner ebenfalls 250 Gramm Haferflocken. Steglig. Bodje vom 29. September bis 5. Oktober: Brot, Mehl, Jucker, Kartoffeln unde.ändert, 30 Gramm Butter 42 Bfg., 70 Gr. 2. bis 4. Oktober: Abschnitt 87, 88, zufammen 300 Gramm Nudeln, Margarine 84 Pig. auf B. 17. Anmeldungen keine: Verkauf vom Abschnitt 89 150 Gramm Haferflocken, Abschnitt 85 250 Gramm ames rikanisches Maismehl. Hennigsdorf. Am Mittwoch, den 1. Oktober, während der Dienst Für Kartoffelverbraucher, die durch unmittelbasen Bezug vom Ers Stunden im Zimmer 12 des Rathauses: Ausgabe von Bezugsscheinen zeuger sich eindecken wollen. Belten. Am Dienstag, den 30. b. M., werben in den Butter gefchäften auf den laufenden Wochenabschnitt 100 Gramm Nargarine perabfolgt. Auf Abschnitt 12 der Kohlenkarte 301-451 werden am Dienstag, den 30. b. M., vormitiegs von 8 Uhr ab, am Bahnhof durch den Kohlenhändler Fliedert Rohlen verabsolgt. Aus den Organisationen. ber, 7 Uhr, Mitgliederversammlung Schulaula, Pflugstr. 17. Wahl 6. Distrikt( 6. Kreis). Bezirke 640-658 Dienstag, 30. Septem der Abteilungsleitung und Vortrag. Bezirk Reinickendorf- Oft. Mitgliederversammlung am Dienstag, ben 30. September, abends 8 Uhr, Aula Realgymnasium Berner Straße. Tagesordnung: Stellungnahme zum Reorganisationsentwurf. Leseabende heute. Betrag des Genossen Zeuner. 16. Abteilung( 6. Kreis). 7% Uhr bei Kath, Tegeler Straße 23, 6. Abteilung( 6. Kreis). 7% Uhr Schulaula Schönfließer Str. 7. Refe entin Genossin Lungwig. 14. Abteilung. 7% Uhr bei Pils, Rostocker Straße 37, Vortrag. Vereinstalender. Angestellte der Metallindustrie. Fachgruppen 12, 13, 14 und 15. Zur Neueingruppierung und genauen Kenntnis des Tarifvers trages der Berliner Metallindustrie ist es unbedingt erforderlich, daß jeder Kollege im Besib eines Eremplurs desselben ist. Er ist mit Beispielen und ausführlichen Erläuterungen im Ben Preise von 0,60 M. zu haben. tralausschuß der Angestellten Groß- Berlins, Werftstraße 7, zum 13. Distrikt. Die Borstandswahl hatte folgendes Ergebnis: Otto Berantwortlich für die Redaktion alfred Wielepp, Neukölln. Truck der Eichler, G. Lachmann, Vorsitzender Erich Kameke und D. Guckom, Verlagsgenossenschaft Freiheit", e. G. m. b S. Berlin. Schriftführer Erich Hübner und Gustav Steuk, Raffierer. Lindendruckerei und Berlagsgesellschaft m. b. S. Echiffbauerdamm 19. Parteisekretär( in) gesucht. Die Stelle eines zweiten Sekretärs o'er Sekretärin für Elberfeld- Barmen ist zu besetzen. Bewerbungen sind unter Beifügung eines kurzgehaltenen Lebenslaufs( bisherige Tätigkeit in der Arbeiterbewegung) dem Parteisekretariat der U. S. P. D. in Barmen, Marienstraße 22, bis spätestens 3. Oktober einzureichen. Vergnügungs- Palast Groß- Berlin Hasenheide 13/15 Heute, Montag! Letzter Tag des Ringer- Wettstreites 2 große 2 Teppiche, Gardinon billig Gelegenheitskaufhaus Schönhorn, Ackerstraße 169 170, am Rosenthaler Platz. Nähmaschine, gebraucht, Osten, verkauft Liebigstr. 4 Lehmann, Künstli hes Bein( Stefzfuß). Krücke. Trauerkapotte, verkauft Cigarrengeschäft, Wiclefstraße 43. Möbel Entscheidungskämpfe Wohnungseinrichtung! Zentralverband der Glaier. Bambula Wiontag, den 29. September, ab nd3 7 1hr, im Gewerkschaftshaus: Außerordentl. Mitgliederversammlung Tages Ordnung: Stellungnahme zur Etatuten- Kenderuna. Wahl von 5 Delegierten zur Ai ationskonferenz. Es ist Pflicht jedes Kollegen zu erscheinen.. Die Outsverwaltung. J. M.: Max Purfürst. Lethabo. Minter, Cadierer, Austreicher usw. Filiale Berlin. Arbeitsnachweis: Go manuür. 13 Wmean: Melmiorstraße 28, pa.i. Sep Amt Morigplay, 4787.- gern pr.: Amt Noider, 3791-97. Lackierer! Dienstag, den 30 September 1919, nbende 7 1hr, im Gewuert chaftsgaus, Eugelufer 15, Saal 15: Branchen- Bersammlung e alle bei Junungs- und Kleinmeistern beschäftigten Wagentadierer owie fur Blech- und Möbelladierer. Tagesordnuna: 1. Weitere Maßnahmen zur Lohnbewegung. 2. Beratung und Befaluff ffung über die Einreichung bes 2ohmtarife. Reiereur: Kollege Alred Brendel. 3. Sis nflion. 4. Berschiebencs. Stelle en, erscheint in Wassen! Niemand dart fehlen. Wer fehit, schädigt sich selbu und die gemetuhcit. Die Seftionsleitung. Achtung! Freiheit- Abonnenten! gegen Romanoff Stolzenwald gegen Barkowski Nach den Kämpfen Verkündung der Sieger Preisverteilung! Vorher Speziali älen Programm. Beginn des Konzerts 4 Uhr, der Vorstellung 6 Uhr, der Ringkämpfe 9 Uhr. Dienstag, Donnerstag und Sonntag großer Ball. Verkäufe tung mit sämtlichen WerkSchlosserei-Einrichzeugen und Material sofort umständehalber spottbillig zu verkaufen. Günstige Gelegenheit für Neueröffnende, da Schleuderpreis. 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