Öttjdprds 15 Pfennig ♦ 2. Jahrgang Dienstag, den 30. September 1*14 tlr. 473/A 255< Morgen-Ausgabe Bw In I mATÄwe wwh fM/hini Ii*** Caw«*- nwh«ir mtfvdcu Vi» rfnittüf erscheint nuigm» nn»»a-tmnttaz»«»n.v»rs-mmlung»anz»ig-n fällt dm Zuschlag fort. Inserat» fstr den darauf- folgend«» lag müssen ixitesten» bi» 3 Uhr nachmittag» bei der Gxpeditio« aufgegeben sein. Jsserateu-AbteiUmg: Berliu«LS. S.«chlffbauerdlMtm 18 Serusprecher: Katf««dem 878» Sernner-Organ ber Umbl)änci!gctt SoiMömwlTatie S)piitfd)Ianb3 Sie Wenk gegen SenWani». Vor der Zalajlrophe. B e r l i«, 29. September. . Ge»eral Nodaut hat dem Vertreter der deut- scheu Waffenstillstcmdskommission in Düsseldorf folgende Rote überreicht: P a r i S, den 27. September 1313. Nach dem Wortlaut des Artikels 12 des Wafsenstill- staudsucrtrages vom IL November 1918 hat Deutschlaud kolgeude Verpflichtung übernommen: Sämtliche deutsche Truppen, die augenblicklich auf Gebieten stehen, die vor dem Kriege an Oesterrcich-Ungarn, Rumänien oder der Türkei gehörten, müssen unverzüglich hinter die Grenze Deutsch. uuids vom L 8. 1914 zurückgezogen werden. Sämtliche Truppen, die sich gegenwärtig auf Gebiete» befinden, die vor dem Kriege zu Ruhland gehörten, müssen gleichfalls hinter die oben beschriebene Grenze Teutschlands Zurückgenommen werden, und zwar, sobald die Alliierten es derlangen. Marschall F o ch, Oberbefehlshaber der alliierten Trup- Pen. hat unter dem 27. August wissen lassen, das; für Deutsch. laud der Zeitpuult zur Räumun« der geuanutcu Gebiete gekommeu sei. Er hat die Deutsche Regieruna durch seine Note vom 3. 9. zur Erfüllung ihrer Verbindlichkeiten ange- hakten. Die Deutfche Regierung versucht, sich obiger Ver- Pflichtung zu entziehen buch einen Bericht, der Gründe an- führt, die die alliierten Mächte nicht als stichhaltig ancr> kennen können. Die alliierten Regierungen lehnen es inS- J'- C.«.- Z....e5�. oo—:______; J Truppen zum Gehorsam zu zwingen, lvle suchen demgemäh die Deutsche Regierung, unverzüglich die Zurückziehung sämtlicher deutschen Trup- ve», Stäbe und Dienststelle«, die sich in den baltischen Provinzen noch befinden, in Angriff zu nehmen; desgleichen hat die deutsche Regieruna unverzüglich die erforderlichen Mahnahmen zu ergreisen. umalleDeutschen.die nach ber Demobilisatiou Dienste in den russischen »5 o r m a ti o n e n, die in der genannten baltischen Provinz gebildet sind, angenommen haben. hinter die obige beschriebene Grenze zurückzuziehen. Sie hat sich ferner jeder Ermächtigung zum Eintritt in solche 2- ienste zu enthalten und die Annahme solcher Dfeuste auf das strengste zu verbie teu. Tie Räumung muss unverzüglich in Angriffe ge» nommeu und ohne Unterbrechung durchge» führt werden. Die alliierten und assanierten Regierungen erklären, dah sie bis zu dem Zeitpunkt, wo sie festgesetzt '—--- hnff»nfftirarbrn wird, keiner» mfosgedesse» Anweisungen gegeben, keinem vleseri Anträge stattzugeben. Im übrigen werden die alliierten Regierungen alle finanziellen Erleichte. � rungeu, d e die'deutsche Regierung gegenwärtig geniefit »der die die deutsche Regierung bei den alliierten Regie- rungcu oder deren Angehörigen zu erlangen sucht, ab- lehnen. Wenn die Deutsche Regierung weiterhin ihren Berpflich lungek! nicht vachkommt, werden die alliierten Mächte alle lhr erforderlich scheinenden Massnahmen ergreifen, um dle Ausführung der genannten Bestim-, Ulungeu des Waffenstillstandsvertrages sicherzustellen. Die obenstehende Note kommt keineswegs überraichsnd. Sie ist in der ausländischen Presse schon seit Wochen an-, gekündigt worden, und die gestrige Meldung des„Temiw"| deutete schon ungefähr den Inhalt der Note an. Der jetzt vorliegende Wortlaut zeigt jedoch mit erschreckender Klarheit,' loeüh ungeheure Gefahren die unselige Balten- bolitik der lllegierung für das ganze Reich heraufbeschworen hat. Von Monat zu Monat hat die Entente, den schwierigen Verhältnissen im Baltikum Rechnung tragend, die Durch- luhrung der von Deutichland übernommenen Verpsschlungen OmoirSrti'fifinben istdoch kündigt sie bei Nichtdurch- Druck- Einstel- lung der Versorgung Deutschlands mit Lebensmitteln und Rohstoffen und die Ablehnung oller finanziellen Erleichte- rungen, die die deutsche Regierung gegenwärtig genießt oder zu erlangen sucht. Sollten auch diese Pressionsmittel nichts nützen, so kündigt die Entente noch weitere schärfere Maßnahmen an. Dieses batastroPhale Ergebnis ihrer Ostpolitik'hat die Regierung sich selbst zuznschrei'ben. Sie hat durch ihre fahr- lässige Duldung des WerbeschwindelS, durch ihre Förderimg der Politik des Grafen Goltz, durch ihre Duldsamkeit gegen- über der Abentsurorpol-itlk der Militärs, durch ihr Anban- dein mit den Häuptern der russischen Gegenrevolution in der ganzen Welt den Eindruck erweckt, daß sie im Baltikum ein Doppelspiel treibt, hinter dem sich weitgehende konterrevo- lutionäre Pläne verbergen. Lange genug hat sich die Oeffentlichkeit Wer den wahren Charakter dieser Vorgänge täuschen'lassen. Jetzt ist keine Täuschung mehr möglich Die Entente stellt klipp und klar die Forderung der soforti gen Räumung des Baltikums. Sie verlangt serner die Zu rückberufung aller in russische Dienste übergetretenen deutschen Militärs. Damit schiebt sie endgültig allen weiteren Täuschung �versuchen einen Riegel vor. Das elende Doppelspiel der deutschen Truppen im Balfi- kum, die sich nach Bedarf bald lettländisch, bald russisch mas. kierten, nimmt damit ein Ende. Von der Regierung werden jetzt entscheidende Maßnahmen vorlangt. Sie muß den Be- weis erbringen, daß sie es mit der Durchführung ihrer Der- pflichtungen ehrlich meint. Dazu genügen keine leeren De- klamationen und Versprechungen, sondern Taten. Erweist sich die Regierung unfähig, ihre Versprechungen durchzu- führen, so ist sie als Regierungerledigt. Das ist der springende Punkt der ganzen Angelegenheit. Niemand im Inlands und im Auslande wird eine Regierung ernst neh- inen, die sich außerstande erweist, die renitenten Militärs im Baltikum zum Gehorsam zu zwingen. Die Regierung wird wohl versuchen, durch weitere Vorschläge, Untersuchungskom- Missionen usw. die Entscheidung hinauszuzögern. Diese Kniffe werden ihr wenig nutzen. Die Situation ist so u n- geheuer ernst, daß sofortige entscheidende Maßnahmen erforderlich sind. Sollten sie nicht erfolgen, so trifft die ganz? Schwere der Verantwortung die Regierung, die sich auch jetzt zum Kampf gegen die militärischen Abenteurer nicht autzuvaffen vermag. Die nächsten Tage werden vielleicht Ereignisse herauf- beschwören, die die Existenz des so schwer errungenen Friedens in Frage stellen und eine wirtschaftliche Kata- strophe in unmittelbarer Nähe rücken. Um so notwendiger ist es, daß das Proletariat den Vorgängen die größte Aufmerksamkeit schenkt. Gegenüber allen Täuschungs- und Perich»eppungsversuHen der Regieruna gilt es die unzwei- deutige Forderung an sie zu richten, sofort alle Maßnahmen zu ergreifen, daß das deutsche Volk vor der drohenden Katastrophe bewahrt werde. Sie Aalionalversammluug Im Berlin. Sie AmMuin des Kabinetts. Heute fand in der Reichskanzlei unter dem Vorsitz des Reichskanzler» die Beratung deS Kabinett» mit den Führern der Mehrheitsparteien über die Umbildung der Regierung statt. Sowohl die politischen, als auch die Personalfragen wurdm eingehend erörtert. Dia Verhand- lungen werden morgen weiter geführt werden. Morgen werden auch die Fraktionen, denen die letzte Entscheidung zufällt und die bis heute sich noch nicht versammeln konnten. zu der Frage Stellung nehmen« Dle üommunalwahleu In LderWesien. G l e i w i tz» 29. September. Die lluablianglge Sozialdemokratische Partei(Bezirk Ober- schlesieu) nahm heute hier Stellungzude« auSgeschrie» beu tu Sommuualwahle« und beschloß einsrimmix, da» von den Necht�iozialiften angeregte Kompromiß der Liste». Verbindung abzulehnen i« Hinblick auf die Borgänge iu Braunschweig und auf den Umstand, daß die rechtssozialistische Partei sich mit der Politik H ö r s i n g identifiziert. Im übrigen wurde beschlossen, in den Wahlkampf auch nur dann einzutreten� wen» der Belagerungszustand m C&erfdjlefien aufgehoben wird. Andernfalls soll strikte Wahlenthaltuug proklamlert werden. i Nach einer Pause von mehreren Wochen Hercke im gründlich entlausten Reichs tagSgsbäüde die Nationalver- samiülung ihre Beratungen wieder auf. Daß die breite« Massen tzes arbeitendsn DcKeS diesen Beratungen mit hohen Erwartungen entgegensehen, kann nicht behauptet wenden. Im Gegenteil: Diese Massen, haben die Notionalversamm». lung längist gründlich satt. Als das auf Grund des„freisten Wahlrechtes de, Welt" gewählte Parlament nach Weimar zu feinen erst« Beratungen berufen wurde, war'der Grund dafür— lang uns der Präsident, Herr Fehvenbach, inzwischen verrate« hat— es den„Gefahren der Großstadt" zu entziehen und ihm in abgeschlossener Stille die Möglichkeit; zu fruchtbar« Arbeit zu schassen. An politischer Stille war Weimar frei- lich kaum zu übertreffen, zumal seine Wschließung von der gvsährllchsen Außenwelt durch Nosketruppen mit einer Sorgfall durchgeführt wurde, gegen die Briinhil'dens Ah- s�ießung durch Fsuergluten als göttliche Stümperet er» Wovm bestand die Ausgabe der Nationalversammlung und wie hat sie sie m der Beschaulichkeit ihrer Weimaver Tage gelöst? Sie sollte die Ratifizierung des Friedens« Vertrages vermitteln und eine neue Verfassung schassen. Unter welchen blomäbeln Umständen es dank der Zusammensetzmig der Nationalversammlung und der von ihr sanktionierten Koalitionsregierung im letzter Minute zur Unterzeichnung deS Friedensvertrages kam, ist noch in aller Erinnerung. Einzig die Furcht vor der Devolution ließ es dazu kommen. Als berufene Sachwalterin deS deutschem VoilkswillenS hat die Nationalversammlung sich dabei nicht im mindesten benommen. Und gerade jetzt, da daS Parlament wieder zusammentritt, ist alles so notdürftig durch den Friedensvertrag Evreichte infolge der Kurzsichtig- keit und gegenrevolutionaren Gssinnuug der Mehrheit der Nationalversammlurng aufs höchste in Frage gestellt. Um» sonst waren die immer wiederholten Warnungen unserer Genossen vor den Folgen des v. d. Goltzschen Militärregi- merntS im Baltikum. NoSks, der Liebling aller Reaktionäre, leugnete die angekündigten Gesahren, das genügte, wie den bürgerlichen Partelen, so den Rechtssozialisten, um sie nicht erkennen zu wollen. Jetzt, wo sie längst nicht mehr zu leugnen sind, ist-man kaum noch in der Lage, sie zu txmnsn und was unter Angst und Schrecken durch Unterzsichnumg des Friedensvertrages zustande kam, ist in Frage gestellt. Die Noskeregierung und die Mehrheit der Nationalver» sammlung tragen in gleichem Maße daran die Schuld. Und die neue Verfassuno? Nun, sie ist da, mit ihr, die von Anfang bis zum Ende voll kapitalistischen Geistes, aber auch die Besiegelung der gewaltigen Enttäuschung, die die Verfassurngsdabatten dem Volksmassen schon bereitet hatten. Der scharfsinnigste und bösartigste Kommu. »ist hätte den revölutronsfelndlichen Charakter der Na- tionalversammlung nicht schonungsloser bloßlegen können. als dies die Nationalversammlumg auf solche Art selbst be« sorgt hat. Bedarf danach die große Unzufriedenheit im Volke mit den„Taten" der Nationalversammlung noch einer weiteren | Erklärung? Und ist es demgegenüber nicht geradezu--- eine Frechheit, dem Volke einreden zu wollen:„Nie zu 1 einer Zeit in Deutschland und nie im Leben irgendeines anderen Staates ist ein gleiches Maß politischer Tätigkeit unter solchen Verhältnissen so erfolgreich ausgeübt worden, wie in Deutschland seit Beginn der Revolution, wie man es in einer im Verlag der„Arbeitsgemeinschaft für staatsbürgerliche und wirtschaftliche Bildung" erschienenen Broschüre lesen kann? „Erfolgreiche" politische Tätigkeit! Ach ja, die Natio- nalversammlung hat noch mehr getan, als wir schon erwähn- ten. Sie hat vor allem in der S o z ial is ie r u ng i- frage, der brennendsten Frage außer dem Erwähnten, allem Hoffnumgen den Boden entzogen, sie hat den Arbeiter- Massen eine furchtbare Last indirekter Steuern aufgebüvdet ohne dem Besitz ein gleiches zu tum; sie hat im der Et- näh rungsf rage- kurz, sft hat in allem enttäuscht. das sie zu leisten hatte und darnoer hinaus zu leisten sich vermessen hat._ .9- � eine i r-'-ste Fälschung, wernn im der vorgenannten Broicoure, die den Enmatuna atmende« Titel:«Nichts 'qe'cmS.suzrtz..Der BU'ieKjtzSMduK— cdas— besonders angesichts der Ich wie- rigikeiten, die der nahe Ämter bringen wind— als eins im- geheure Provokation der mit Recht unzufriedenen Volks- Massen wirken. Was soll denn die Fortsetzung des alten Müolen- 'geklappers bringen. Neue indirekte Steuern, deren Not- wendigkeit Erzbergcr den Rcü; et an so üb r engend zu demonstrieren verstanden bat. daß sie schleunigst ibren Widerstand gegen die schandbare Um cUsteuer aufgegeben haben. Und neue Enttäuschungen— nein, das nickt Es erwartet niemand außer den Reaktionären und Kavihtisten in Deutschland von dieser NationalversammKing mebr etwas. das ihm ersprießlich scheinen könnte. Ae Arbeiter Wis n nur zu gut, was sie— sagen wir— vom Betriebsräte- g s setz und ähnlichen Produkten einer ersolgreissen- Poll- tischen Tätigkeit der-MtionalverßeniTNiung zu erwarten haben. Betriebsräte nennt Herr Schliche, was früher Ar- beiterausschüße genannt wurde, weil die Arbeiter voll Um willen wegen der letzteren sind. Mit Worten sucht man ihnen vorzutäuschen, daß man ihren revolutionären Rätcforde- rungen entgegenkomme. In Wahrheit steht diese Art Ge- setzgebung im'Zeichen der Arbeitsgeineinschast.. zwischen Unternehmertiinp und C.war! Pastsiiireaukratie. Da gibt es nur eine Forderung, die wir gerade heute mit allem Nachdruck wiederholen: Fort mit der Na- tionalverjanimlung! Neuwahl des Paria- ments! Die Vollmachten der- Nationalversammlnng sind sängst abgelaufen, ihre Zusammensetzung entspricht nicht im mindesten mehr den veränderten Auffassungen derer, die sie am 19., Januar gewählt haben. Sie hat keine Exiswnzberech.:- gung mehr und jeder Tag ihrer F stetist.mz ist eine Heran?. fordebung an alle jene, die dar Revolution im November wjder den Willen der Scheidemann-Ebert-Winnig zum Siege verhalfen! ca'lichlösser. Ansiedlungspläne in Ruszland. Die„Rätezeitnng" veröffentlichte vor einigen Tagen einen Kontraktentwurf zur Ueberlassnng von Ländereien der russischen Sowjetrepublik an den Deutschen A n s i e d- lungsverein O st, der angeblich Won der russischen Sowjetregierung am 7. August d. I. angenommen worden ist. Nach diesem Entwurf soll dem Deutschen Ansiedlungsverein Ost(Leipzig) eine Land fläche, im Gouvernement Nord-Dwinsk zur Ansiedlung seiner Mitglieder über- lassen werden. Zweck der Ansiedlung ist Schaffung einer Produktivwirtschaft in großem Maßstabe auf kollektiver Grundlage, Hebung der landwirtschaftlichen Technik und Schaffung der den örtlichen Bedingungen entsprechenden , Wiesenkultur, Milchwirtschaft, Viehzucht, Gartenbau, Bienen- zuckst usw. Die den deutschen Kolonisten angewiesene Land- fläche soll bis zum�. August 1922 resp. bjs zum 1. August 1923 besiedelt werden. Nack) erfolgter Ansiedlung b«r Koloni sten und nach Einreichung eines Wirtschafts- und Organisationsplancs stellt die russische Sow jetreg iiruug eine Unterstützung von 59 Millionen Rubel für allgeniein nützliche und Aufklärungszwecke zur Verfügung. SPe An- "siedlung selbst muß also von den Kolonisten selbst durchzesi'hrt werden, i.v.d der genannte Anfiedlnngsverein Ost verpslick tot sich hierbei,-„den übersiedelnden Familien mus Deutschland das unentbehrliche tote landwirtschaftliche Inventar zu ver- schaffen, besonders landwirtschb'.tliche Maschinen und-sSercite. deten Einführung ebenso wie die der Sämereien zollfrei ge- schchen wird." Der Schwerpunkt des Vertrages liegt demnach in den oom Ansiedlungsverein Ost übernommenen Verpflichtuitgen. Wir kennen diesen Verein nicht, und auch die russisch> Regie. rung scheint dieser Nengninduna nnt einiger Zurückhaltung gegenüberzustshen, da es im' Verrragsentwurf ausd'"s ü. Heißt, daß nach Abschluß des Vertrages von der russischen Regierung eine Kommission nach Deutschland entsandt wer- den soll, um über den Charakter dieser Organisation, die finanzielle Lage, den Mitgliederbestand des AnsiedlervereinS wie über alle Bedingungen der geplanten Uebersiodlnng genaue Informationen einzuholen. Andererseits sdllen die Kolonisten vorher Vertrauensmänner nach Rußland ent- senden, die das Ansiedlungsaebiet und die örtlichen Be- dingnngen kennen'lernen sollen. Es ist dnrcktaus anzuerkennen, daß die vertragschließenden Teile mit der gebotenen Vorsicht an die Verwirklichung des Ansiedlungsplanes herangetreten sind, denn ein« solve Ansiedlung großen Stiles kann nur Erfolg baben. wenn sie sorgfältig vorbereitet ist und di? nötig, m wirtschaftlichen Vor. cmssetzungen für sie geschaffen sind. Es scheint aber trobdem, daß der ganz? Plan in einigen Arbeitsrkreisen nicht in seiner ganzen Kompliziertheit und.Tragw.eite erkannt' worden ist, und daß recht phantastische Erwar nngen an dm o-Wkder. Sicdlungsplan geknüpft werden. Wir erachten eS deshalb als notwendig, dem Vertragsentwurf einige erläuternde Be- Merklingen Hwznziifügtw..... lr Vor allem ist zu berücksichtigen, daß kur den Anstedlungs. Plan zunächst nur Personen in Betracht kommen, die die Landwirtschaft kennen und' über-die PhYsiMn und Materiel- len Voraussetzungen' zur Gründung landwirtschaftliaier Koio. nien verfügen. To es sich hier um Kolonien auf jungfräulichem Boden int hohen Norden Rußlands handelt, ig btc;e Aufgabe mit nicht geringen Sck�wierigkeiten verbunden zu- Ural fast das gesamte Inventar ans Dan..bland nach Rttplanb eingeführt werden muß. Ter Ansiedlungsverein Ost ubcr- ninnnt zwar die Vcidhaffnuq bei toten laichwirttchattlichen Inventars, insbesondere der kakSwirtschastlicke« Maschmen und Geräte, wie er das aber bewerkstelligen will, ist bei dem jetzigen Mangel an derartigen- Maschinen nnbch•.'raten niwt recht klar, ganz abgescheu davon, daß für diesen Zweck ungeheure Summen erforderlich sind, über deren Bc'chaffung sich der ÄnNdlungsvercin erst äng: n müßte.• Hierzu kommt noch. haß. wie bereits erwähnt, die� ge- plante Ansiedlung ein Unternehmen ist. das erst- in Jahren verwirklicht werden kann. Augenblicklich ist noch zu be- rsicksichtißeni. baß es eine Verbmdung zwischen Te; und Nützland nicht gibt, und 5aß auch die etwähnten Vor- arbeiten erst in Angriff genommen werden können, wenn eine Verbindung zwischen Rußland und Deutschländ hcr- Msicllt ist. Das alles läßt uns den ganzen Plan, mag er theoretisch noch so großzügig angelegt sein, als in recht weiter Ferne stehend erscheinen. Vor allem kann die deutsche In- d u st r i c a r b e i t e r s ch a f t gar nicht daran denken, irgendwelche Erwartungen an diesen Ansiedlungsplan zu knüpfen, da Industriearbeiter für derartige landwirtschaft- liche Siedlungen mir in den seltensten Fällen in Betracht kommen, selbst wenn ihnen— was noch recht zweifelhaft er- scheint— die weitestgehende mcuericlle Unterstützung zuteil werden sollte. »«Mung öw bayerischen fioMnells. Ter Landesvorstand der RechlssozralNan Bayerns hatte für den 27. und 28. September nach Nürnberg eine Landeskonferenz einberuien. in der folg ende E n t« s cht i e ß u ng angenommen wm.de: Die in Nürnberg am 27. und 28. Tchiember'iagsnde'LrmdeS- �0«ferenz der soz'Sldemak-ratrschsn Part« Bayerns hat eingehsnd vi« politischen Schne-ierlgkeÄen der sozialdemokratischen Regie- rungZmitglieder und die Stellung der sozialdsmokvatischen Partei zur Gesamwc.girrun.ss befprschen. Die Lsndeöksnfereaz sprach den Izialdomotratischen Behtre.ern im ZNmisterüim ihr volles Vertrauen aus. Sie empfindet es als eine besondere Schwierigkeit der sozialdemokratischen Partei in Bayern, daß die RezievuN'g, genannt Hoffmarm, eine sozialdemokratische Regierung sein soll, während es klar ist, daß die Zusammensetzung von Rc- gierung und Landtag eine rein sozialdemokratische Politif aus- schließt. Deshalb fordert die LaiweZ'onferenj ein« gründe che Umbildung des Ministeriums. Sie ermächiigt di« Ge- nosien Hoffmann, Segitz und E n d r e s, ihr« Mandate in der Regierung niederzulegen, wen« di« von der Landes- konferenz' für notwendig erachtete Umbildung der Regierung n-Vst durchgeführt werden kann. Die»München er Post" schreibt dazu: Die unmittelbar oben mitgeiellte. Entschließung unserer Partei ist eine Regie- r u n g s k r i s e. Sie heiß: nichts anderes, als daß der am 1. Oktober zusammentretende bayerische Landlpg feine erste Aufgabe darin sehen«ruß, eine Neubildung des Kabinetts einzuleiten. Diese Neubildung des Kabinetts wird sich nach rechts vollziehen. Die Rechts soziali-sien sind bis Prügelknabe* der Bourgeoisie m Bayern. Sie werden dahev den bürgerlichen Parteien,'besvnbers dem Deutschtum, den größeren Raum in der Rogierung einräumen. Für„3P" ist Mg da. Waggonmangel, Kohlennot, Arbeitsunlust: mit solchen und ähnlichen Schlagworten sucht die Regierung, die immer stärier werdende Unterbindung des Vcrkehvs, die sich immer verschlim- mernde Verkehrsmisere zu rechtfertigen. Seltsam nur, daß alle diese Dinge nicht zu existieren scheinen, wen« die verjagten deutschen Fürsten ihr« Wünsche stellen. Vor mehreren Wochen konnte mgn hören, wie die Eisenbahnverwaltung sich be- eilte, sowohl dem ehemaligen König von Sachsen als auch der Exlronprinzesjin eigene Salonwagen zu Reisen zur Ver- fügung zu stellen. Jetzt berichten die Londoner»Time s" einen noch viel ungeheuerlicheren HWÜ: Wie ver bvkländiseb? Kvrresvon- dent des Blattes mitieilt, sind dort Wert- und Kuiistgegenstände Wilhelm Hohen zollcrns im Werte von 10 Millionen h o l l ä n d i s e n G u l d e«— nach heutiger Valuta also beinahe 100 Millionen Mark— anHelommen, welche aus Deutschland in einem Spezialzug transtior�ert woro.« waren. Währeiiv im Lande also Waggons fehlen, um der Bevölkerung die noiwcnd Uten Lebensmittel und Kohlen heranzubringen, er» dreistet sich die Cisenbahnvcrwaltung dem ausgerißenen Exkaiser einen ganzen Zug zur 5lnssuhr seiner Millionen-verte zur Verfügung zu stellen. Und n'cht genug, daß man beim Ausbruch der Revolution, die Herren bcs alte» Regimes davonlaufen licß, ohne- auch nur den Versuch zu machen, sie für ihre Taten zur Verantwortung zu ziehen, so schickt man jetzt ihnen noch ihre aus dem Sr weiße des Volles errafften Schätze nach., VenzaWele MScr. Der von uns in der Montag-Morgenansgah« gemeldete vor- ganz, wonach Deutschnationale Kinder, mit Hand- granate» und Gewehren bewaffnet, zu einer Zusammenkunft nach der' Philharmonie zogen und dort die S t r a ß e n a b s p e r�r I c n, ohne dabei belästigt zu werden, wird von d.r gesamten Presse tot- geschwiegen. Nur die„Berliner Bolktzeitung" nimm! dazu Stellung uns teilt mit, daß sie dieserhatb bciirl Polizei- Präsidium angefragt habe, aber keine Auskunst erlangen konnte. Bei der Pcesseabwilung wurde sie sogar sehr unhöf» 1 ich abgewiesen. Das gibt dem demokratischen Organ Ver- awlassung, folgendes zu schreiben? j „Wir trotten den Herrn Polizeipräsidenten von Verlin nur fragen, ob er nach dem Verschwinden des HoseS aus Berlin ' auch die S o s l i ck l e i t aus den Hallen seines Reiches verbannt hat. Dies nebenbei. Was sagt aber der Herr Polizeipräsident zu den Handgranaten. Gewehren und Pistolen der deutsch nationalen Junend. Seit wann bat die Einwohnerwehr das Recht,' Kassenscheine auszustellen, ein Recht, das. so- „weit wir wissen, nur eem Polizeipräsidenten zusteht?.Wir ' hoffen, daß der Herr Polizeipräsident d a Fall bald ans- klärt. Auch der preußische Minister des Inner» ' mid der Kultusminister dünten sich- kür, diese Üngelegen- hon im besonderen und die deutschnationale Jugend im allgemeinen interessieren." Die„Vclksz.'itun-g" wird mit diesem Vorstoß kaum einen Er» folg erzie'en. Denn- ob die Bewaffnung der Kinder zu recht oder unrecht erfolgt'st, das spielt bei den maßgebenden Instanzen keine Rolle. Die Parteifarbe entscheidet, und die ist in diesem 'Falle m i Ii t a r i st i s ch- n a t i o n a l i st i s ch gewesen. Also wird sich auch irgendein Rechtfeuigungsgriind für diesen Aufzug bewaffneter Kinder finden lassen. Für die sozialistische .Jugend hingegen, die waffenlos demonstrieren, will, gibts bsaue Bohnen- Mlsrung. Genosse Ichröter- KÄrberge sendet uns folgende Erklärung als Antwort ans die Angriffe, die in der letzten Bollversammlung der Groß-Berliner Ärbeiterrate gegen ihn und die�nderen Mitglieder der Kom-mijsion ge- richtet wurden: Ich erkläre hiermit nochmals, daß wir niemals daran gedacht Häven, uns an der Hetze gegen die Bergarbeiter zu beteiligen- Wir haben bei Betreten des Zechengebietes sofort /. I erkannt, daß es sich hier nur um eine Machination der Bureau- Iralie hand'lt, saß ganz Deutschland unter der Kohlennot leidet. Richtig ist es, daß wir uns nicht mit den Rechtssozialisten auf einen Weg einigen konnten, und daß die Hetze gegen die Berg- arbeitte erst nach unserer Zlbsahrt durch die Rechtssozialisten. welche zurückgeblieben waren erfolgte. Ver große Slceik in Engl-md. lk.dk. Haag, 2g. September. Ter Korrespondent des Haager„Nieuwe Eourgnt* meldet aus London, dasi die Führer des Ei/enbahncrstreiks otsenbar nicht selbst den ttoaslikt gewollt haben, sondern ihn nnr «iitcr dem Druck der Extremisten vcrknndrten. Der Korrespon- dent ist der Anficht, das- der entscheidende Augenblick jetzt ge- loinmen ist, da eS sehr wahrscheinlich ist, daß auch die Trans- ■■ort» it s i fcnarbeiter, sowie die Bergarbeiter gleichfalls in den Streit«r i. werden, und dich de durch das ganze wirtschaftliche Leben im Lande lahmgelegt sein würde. Ein solcher Gene- als.'rcik, so sagt der ktcrrcspondent, bedeutet eine Heraus- fordern» g der Staatsmacht. Der richtige Kampf steht jetzt bevor. London ist ohne Nntcrgrundbahaverbindiing und ■chnc Lugverbindung nach den Vorstädten. Am heutigen Montag wird der Streik im.vollen U fang einsetzcr,. Bei den gestrigen | zahlreiche» Llksam"!»- ge« im Htwepark kam rs zu keiner- lei Zuzammenstosien oder NuhcstArnnq-n. Paris, 29. September.(Havas.) Der Verkehr zwischen Frankreich und England ist desorganisiert. Nach der„Daily Mail" mutzten 2 0 Reisende, die über Ticppe nach England reisen wollten, in Dieppe zurückbleiben, wcil der Tampfcrvcrkchr zwischen Dieppe und Ncwhaven unterbrochen ist. H.N. Haag, 29. September. Aus London wird gemeldet: Der Steink»hlenkontroll«ir hat angeordnet» alle Tteinkohlentransporte nach dem Ausland« einzustellen, um alle Steirkohien für England zu er- halten.— Im Zusammenhang mit dem Eisenbahnerstreik wird die Post von England nach Holland mit Flugzeug befördert. Es ist beabsichtigt, eine ll'crdopvelnnz dieses Dienstes herbeizu. führen und eine Personenbeförderung auf dem Flugwege zu er»' richten., Was es mit dem„Druck der Extremisten" auf sich chat, wissen wir aus täglicher Erfahrung- Der Streik scheint sich medr und mehr zu einer wuchtigen Bewegung des englischen Proletariats auszuwacksen und es ist selbstverständlich, daß eine solche Bewegung nur ans der gesamten politischen Lage des Landes-und-den Bedürfnissen der Arbeiterklasse er- wachsen kann. Gegenmaßnahmen der Negl'erung. Die englischen Blätter berichten, daß die englische Regierung große Vorbereitungen getroffen habe, um die Lebensmittel- Versorgung sicherzustellen. Es besteht die Absicht, den Hhde-Park abzusperren und dort einen Automobilpark und die Hauptverteitt.ingSstelle für Lebensmittel in London herzu- rillten. 25 000 El iNlffcure laben sich frei willig gemeldet. Marschall H a i g hatte am Sonnabend eine lange Uiiterredung mit dem Transportminister Sir Eric GeddeS. Ausdehnung des Lergarhetterstreiks in Fast alle Gruben des E i s en c r zb a» es sind in den AuS« stand getreten, sowohl im Fctschtal als auf dem Hochvlatcan von Bollingrn-Aumetz. Man erwartet den Sympathiestreik»er Metallarbeiter. Es dürfte» jetzt etwa 50 000 Streikende in Lothringen sein. 1 Ä gegen&c:iWe in ArerM. Haag, 29. September. Aus New Dork wind g.'meldet: Aus Chicago wird berichtet» daß die 4. amerikanische Division in Stärke von 25 000 Mann nach Fort S' ridan in der Nähe von Chicago abgegangen ist. Diese Maßnahme steht im" Zusammenhang mit den durch den Stahlarbeiter streik hervorgerufenen Ruhe- störungcn. Mgesie"?enbeW gtiiig in Oesterreich. Zwischen&:m Bunde der I II d-u st rieange stellten Oesterreichs und dem Hanptvorstand der deutschösterreichi» schon Industrie ist ein Uon'fl'ft ausgebrochen. Für den Fall, daß bis zum 4 Oltob r Verhandlungen nicht ausgenommen seien, werde vom Hauptansshuß der Ausstand aller Industrie» angestellten verkündet werden. Die Wienische 8 mmer für Annexen Fiumes. In der i teil c>:>i scheu Kammer brachte der Abgeordnete Chiesa folgende Tagesordnung ein:„Die Kammer ist über- zeugt, daß die alliierten und assoziierten Mächte die harten Leben?- notwei'.digkIiien Italiens bc relfan und den frei ausgesprochenen Wunsch Fiumes günstig auffassen werden, mit Hinterland, Eisen- dabn u. d Hasen mit Italien vereinigt zu werden."— Chiesa schilderte die für':mc aus der'. echerung A�ilsons. das von Cle- .ncnceau und Ltoi-o('sorge angenommene Uebereinkommen anzu» nch-mcn, enlitanlene Lpge. Fiume w i rd. so sagte er, ita lie» »ifch! werden oder seine Bewohner werden von de» Trümmern der Stadt begraben werden. Der -dlbgeord-ntte von Fiume, Ossoniak, bemerkte, Ftume beharr« darauf, der italienischen Nation anzugehören. Nitti ersuchte die Kammer in Ruhe diese Frage zu besprechen, die die Volksseele aufwühle.* In Rom kam es nach der Kammersitzung im ,Ca>f6 Aragnl zu einer wahren Schlacht zwischen Soziakisten und .? a t i o n a l i st e n. Die beiden Parteien schlugen� unter de» l'tusen„Es lebe Lenin"—„E s lebe d'A n n u n z i o" aufeinander los.' wobei die EinrichtungSzcgenstände des Kaffeehauses als Waisen dienten. Nur mit Mühe konnte die Polizei die Ord> nung wiederherstellen. Durch dir Zusammenstöße zwischen Südsiawen und Italienern ist die ohnehin schon gereizte Stimmung auf beiden Seiten wesent- lich ver-chärft. Man hüll in Belgrad die Möglichkeit nicht für ausgeschlossen, daß der südslawische Staat mit einem Mandat ver Entente betraut wird, um Fiume von den Scharre Annu:-sios zu c.:c en. Diese lusfassung wird durch verschirdc-»« Umstände unlerstütztz. l'.lnmmzio weigert sich hartnäckig, mit der gegen- wärt igen Regierung zu verhandeln. Tie Missi"" des Admirais C a g n i, der als Beriraireirsmann der-Regierung bei seinem Freunde d'Annunzio interpellierte, ist aeichc.iiert, Zer Streik in der Metallindustrie. Der Metallarbeiterverband erläßt folgenden Aufruf: Arbeiter und Arbeiterinnen Berlins! Ter Streik der Arb-ntcr in der Metallindustrie nimmt täglich an Umfang zu. Die vo» den Gewerkschaften gezahlten Unter- stiitzungSsölze reichen bei weitem nicht auch die überaus teuere Lebenshaltung der Streikenden und Ausgesperrten zu bestreiten. Wir haben darum beschlossen, an die Opferfrcudigkcit unserer Älasscngenosscn zu appellieren und werden von heute ab zur Bil- dung eines„Unterst ubungsfands für die Streikenden und AuS- gesperrten der Metallindustrie a 5 und 10 Mark verausgaben. Wir ersuchen das gesamte Proletariat Grojj-Bcrlinch sich an dieser Untcrsiübung zu beteiligen. Der Vertrieb der Marken soll durch die Gewerkschaften erfolgen. Wir ersuchen die Obleute aller Vc- triebe Groß-Verlinch diese Strcikmarkcn in der üblichen Gc- schäfiszeit auf den Bureaus der Gewerkschaften anzufordcrn. Die StreZklage. Die StreiAage hat sich weiter verschärft. Die Zahl der Betriebe, deren Belegschaften sich am Streik beteiligen wollen, ist von 135 auf 155 gestiegen. Die Zahl der bssrreik. tcn Betriebe hat sich von 95 mef 135 erhöht. Tie Zahl der Streikenden ist von 27 000 auf 31 300, die Zahl der Ansge- sperrten von 68 000 Zn Bremen und Stettin ist die Stveiklage unver- ändert qcölieben 26 Schiffe haben Lübeck angelaufen und ihrS Mannichastcn haben die schiffe verlassen, nachdem sie durch die Streikende« von der Lage unterrichtet worden waren. Aus Geestemünde wird gemeldet, daß der Streik zu- sammengebrochen ist. In den letzten Tagen seien sechzehn Flschdampser ausgelaufen, weitere sollen zur Abfahrt bereit i d die Arbeiter zu diesem Schritte noch nicht reif feien. Wenn maw zu einem Tarif mit den Unternehmern kommen wolle, dürfe man die Negiearbeit nicht so besonders hervorheben.(Zwqchenruifjj Damit im wieder 50 M. nehmen kannst!) Redner ging«rf deeseas Einwurf ein und sagte:„Wenn ich 100 M. bekomme« hätte, hätte ich das Geld mich genommen und mit de« Kommission». Mitgliedern geteilt."(Große Empörung.), Schenke fuhr in dieser Art zu rede« drei S!«.mden fort, trrtW als er geendet hatte, wurde die Versammlung ohne Debatte als geschlossen erklärt. A r l t protestierte gegen diese Art der Leitung und widerlegte! den Vorwurf, daß die Opposition sich bei dem Verlangen nach der Rcgiearbeit im Gegensatz zum Tarif stelle. Er verlangtes sofortige Anerkennung des Filialvorstandes und Einberufung einer! kombinierte« Versammlung zur Wahl der Tarifkomm issio«. In der NachmittagSvc r samm lung der R a m n- e r ging e» ebenso zu. In demagogischer Weise wurde die Opposition be- schimpft und erklärt, mit allen zu Gebote stehende« Mitteln gegen diese vorgehen zu wollen. Nach zweistündigem Erguß solcher« Unflätigkeiten schloß auch hier der Vorsitzende die Versammlung ohne Debatte. zu Mit solchen Gewaltmitteln wird die Zentralleitung auch noch m letzte« Mitgliedern, die noch zu ihr hall«, die Auyen öffnend Demnächst wich sich die Berliner Gewerkschaft? kommission mit lder Anrelege-cheit beschäftigen. Es wird zu erwägen sein, wie dem Willen der Milgiieder, die in übergroßer Mehrheit hinter dem neugewähtten Filialvorstand stehen, Gellnng zu vev» schassen ist., Kampf im i�roß-Berliner Zestnngsaewerbe. Nachdem die Angestellten im Groß-Berliner ZeitungSgewerbe monatelang auf die von ihnen geforderte tariilick.e Regelung ihrer unhaltbaren Verhältnisse warten mußten, stellten sie den Arbeit» geben- eine letzte Frist bis zum 26. 9. für den Eintritt in Vor- Handlungen mit den frcigcirerkschaftlichen Organisationen. Dar- auf erklärten sich die Arbeitgeber ztvär zu Verhandlungen bereit, aber nur, falls auch ihre Schutztruppen, die sogenannten Ge-verk- schaftSbünde, und die Vereinigung der l-eitetidcn Angestellten zu den Verhandlungen zugezogen würden. Gemäß den Beschlüssen der ösfentlichen Versanimlimg der Angestellten und der Vev- DM»W..... �-------- sammlung sämtlicher Ausschüsse, Obleute und Vertri-nenslente, «.«n«, V°ch°'d>ms»| MSKM'«"* um°-m-m- wrnw gj*% «ch™ asSSJSSSS i St£ e»# Wh, I» WH* M mit I.«KI Oft«.|W.,--»-'-I-M«>>»»ch.«-ch-ch- liegen. WMWWWWWWM Die„Politisch Parlamentarischen Nachrichten" teilen triumphierenö mit, baß es in Lübeck gelungen ist, einen ganzen Dampfer mit Streikbrechern aus Hamönrg zu be- mannen. Sie melden weiter, daß die Rieedereivereintgimg es abgelehnt habe, mit dem SeemannSbnnd zu verhandeln, da er politische Forderungen erhebe. Der übliche Unsinn. Da- gegen verhandle die Reedereivereinigung mit dem Trans- portnrbeiterverband über den Abschluß eines Tarifvertrages. Und darum müsse, meinen die „P. P. N.", her S e e m a n n stb n n d fürchten, daß ihm ein großer Teil seiner Mitglieder den Rücken kehren würde, wenn der Tarif mit dem TranSportarbei terverband zustande käme. Wogegen zunächst zu bemerken wäre, daß es eine merkwürdige Art ist, Tarifverhandlnngen anzubahnerp, wenn man ans den Zustrom von Mitgliedern aus einer anderen Organisation warten muß, um dem Vertrag eine tragfähige arr s, ÄÄ/rsss 1 ä lstken nicht ergeben. D w � �it.....' schaftliche" Methoden. Auch früher gab es Kämpfe solcher Art, und man nannte sie Grenzstreitigke-ten. Aber sie wnr- den niemals mit Hilfe so grober Ver stoße gegen die primitiv st en Forderungen der Soli» d a r i t ä t geführt. Ein trübes Bild, für das die V e r a n t w o r t u n g ganz auf den Transportarbeiterverband fällt. tiven Verhandlungen einladet. ür Sympathseerklarung der Straßenbahner. Ein- Versammlung des technischen Personals der Haupt- Werkstatt der Großen Berliner Straßenbahn nahm am Und zur gegebenen Zeit in einen Sympathieitreir einzutreten. ssr- �ocklc-bürg, Rnvonöstr. 0, Kaczerowski. Gcrichtstr. 60. Der Arbeitcrrat. ♦ I. A.: Otto Koch. # Tie T-reikcnde» der Firma Ludwig Locwo, Hntknstrafe dw Transportalbeiterverband angehören, bitten w>r, yenie, � niswg. von 9-10 Uhr sich im StreiIlvkal�in;M'nden. Gewerksch�sts- oder Vekttebsorgomfalion? eine . ter rlich be- " ien weiden. Znkernal'onaler Vu5dr�srkongreß. Am 24. September wurde im Stadtratssaale in Luzern der 7 Internationale Bnchdrnuerkongreß eröffnet. Vertrete» sind die.. Landesorganisationcn von Deutschland. Oesterreick, Frankreich, Niederlande, Kroatien, Luxemburg und die Schwei, Am Erscheinen waren verhindert die Detegierien aus Italien Finnland und Schweden. Tie angenkekdcten Vertreter aus-�änc- mark, Norwegen, der Tschecho-Slowakei und Serbien waren bei i der Eröffnung des Kongresses noch nicht eingetroffen. Nach Bcgrüßungsworten von K l e i n-Stuttgart, Sch tum Pf. Bern und dem internationalen Sekretär S t a u f n e r- Stuttgart verlas K e u f e r- Paris, der Vorsitzende des französischen Auch- arbcitcrvcrbandcs, eine Erklärung der belgischen Kollegen. Darin heißt eS, daß das Zentralkomitee des belgischen Buchdrucker. Verbandes sich formell w e i g e r t, an dem Kongreß teilzunehmen da einstweilen jeglicher Kontalt unmöglich sei nach den De- portationcn der belgischen Arbeiter und den sonstigen Schcuftli». feiten, die Dcmschkand in die Acht der zivilisierten Nationen ver- setzt haben. Keufer erklärte, wenn er auch teilweise mit den Entschließungen des Zentralkomitees des belgischen Verbandes cinvctstanden sei, decke sich seine Meinung doch mit der Haltuna des französischen Kongresses, die darin besteht, daß die in ter- nationale Arbeiterorganisation trotz aller Ge- le deS Hasses sich zu gemeinsamer Arbeit zu WWM r W. r—.-... jj_.,»•.•» i L-L z i ßU| UlJD! Die Arbeitgeber, die genau wissen, welche werlvolle Hilfe sie an den Gelben haben, erklärten somit, den Kampf gegen die freien Gewerkschaften aufnehmen zu wollen, so daß die Angestellten zum äußersten Mittel greisen müssen, falls nicht in letzter Stunde die Arbeitgeber zur Einsikt kommen. Zur Beschlußfassung ver- sammeln sich sämtliche Angestellte der Groß-Berliner ZeitungS. betriebe an- Dienstag, den SO. 9., abends 7% Uhr, im Saal der Schultheißbrauerei, Hasenheide 22/81(früher Unionsbrauerei). Angestelllenverbantd i>cs BnchbandelS, Buch- und ZeitungS- gewe-rbes. Zentralvtrband- der; Handlungsgehilfen. Die Fenster- und Messingpuver haben in ihrer letzten Ver» iammlung einen neuen Tarif aufgestellt. Der Lohn soll für ge- lernte Putzer 120 äst., für Putzerinnen 100 äst. pro Woche und für Aush'lfsputzer 23 M. täglich betragen. Nachtarbeit ist mit 100 Prozent und Ueberstunden sind mit 26 Proz., Etage» arbeit mit 10 Proz. Ausschlag zu vergüten. Sonntags- und Akkordarbeit ioll nicht statssinden. Die Arbeitszeit beträgt 46 Stunden in der Woche-. Die Arbeiter ber Firma Opel in Nüsselheim a. M. sind unter Ablehnung des Schiedsspruches in den Ausstand getreten. jammensinden möge; Worte, es brauche Taten. hierzu brauche es aber n-ehr als Am 1. Oktober erscheint Taschenkalender 1920 der U.S. P.D. Reicher Inhalt/ Nicht mit Inseraten betastet Handliches Format/ Gut gebunden und ausgestattet 128 Seiten Preis 2.— Mark Verlag�sgenossenschaft„Freiheit" e. G. m. b. H. Abt. Buchhandel, Berlin NWS.Schiffbauerdammti #acScWcgC!% J3cK»jvSS#spzvA!>vss»bVSo#5tosc# Porzellan Steingut Emaille AbeE Bummelstudenten. (Hilde Wörner. Melitta Klefer. Emil Birron, Julius Brandt Berthold Reissig. Paul Reh. köpf. Hermann Pieha, Hellmuth > Bathe. Otto Schiller.) Trianon-Theater. Ihf. friedriclntrals. Ztr. 49», t». TIgllch 8 Uhr; Der gute Ruf. Nachm. 4 Uhr kleine Preise Mittwoch: Schneewittchen Soanabmd: Aschenbrödel. 7k Uhr ose! Realer Kleine Sklavin. 7k Uhr Walhalla- Theater Weinbergsweg. ; Das Oesetz. Wintergarten . täglich 7k Uhr Vorlettvorsteilang Rauchen gestattet Thealer am Kottbuaer Tor. Tele MorlUpL 14814. 7k Uhr u. Sonntag nachm. 1 Uhr: Elite- Sänger hihi. IomÜ!. Hont, fcliutiirt. O.tolirahr ito. Iftnes Programm Oroßtr laaharitlc Sonntag nachm. armiBigte Preise. Kind frei. Blfltligen-Konreri.Beginn7Uhr k [Lessing-Theater Direktion: Viktor Barnowsky. fk Uhr•• Christa die T ante Mittwoch 7: Peer üynt. Donners 1.7", Cbrlsla.dieTante Deutsch. Künstier-Thealer Allabendlich 7k Uhr: Das Schloß am Wannsaa. Residenz-Mer. üntergrundb. KlosterstraBe. Täglich 8 Uhr: Das höhere Lehen. Äachm. 4 Uhr kleine Preise. Mittwoch: Rotkäppchen. Sonnabend: Hansel u. Grete!. Caslno-Theuter ihringer Sir. 37. Tägl.'/.S Uhr iroßstadt-Ptlanzen Volksstück in 3 Akten. .rher: �Schwarzwaldbüble*. »erettenakt mit ViktprLitrek /on der Komischen Oper. zu erstklassige spez.aütÄten. nntag 44 Uhr: Mädchcneüre. Gepeitscht Drama in S Akten mit Ria Jende Friedrich KDbne Regle: Karl Boepe. Außerdem das Lustspiel: Ein Schwerenöter Trnda Hesterberg Leo Connard Gart Tespersunn Pbotoaraphische üpparate kauft zu höcti' ten Preisen C. A. Büttner. KinoiierstraBe 6. Unter. grundbahnliof Kaiserhol. B- 1 Berliner Thealer Tic Crftuirr&hrung Inn Bummelstudenten tft auf Vonoerstag, den i. CltaBct, verlegt worden. Demzufulge morgen, Mittwoch.>/,8 Hill noch eine einmalige Aufführung Sie Same Im Zraff Im Oerltaet(h roter «5 XomtefJtag, 3. Oltober, täglich Kilmmelstndklllkn Residenz-Lichtspiele Blumenstraßc JO, neben Residenz-Theater Bis Donnerstag Eine Junge Dame von Welt nach dem Roman voi Fedor v. Zobeltitz Fern Andra iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiieiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiieeeiiiiiiiuiiiiiiiniiiii� 19 4 4K11» eior : früher Buggen. a en= Dir.: Schwarzer Rötet| : PerjönlicheS Auftreten von\ Ernst Lubitsth uns: Gjst Gstvalöa. Ferner da» \ Riesen-variete-programm. j \_ öier-Neftaurant.___\ €cmtiid!c Bläke zum• Gembeitsvreis von'i Ma�k. iln eng s Uhr. «b l.vltober: - Soun- nnd �eter.aaS 2 Vor ellungen- S Uhr naäm nag» und 8 Uhr adenhl. Nachm t.aatoorhrllnog zu Ile nen Bretten.: SSorbertauf: Sonntags zwischen 13—3 Uhr an her Tag'itallc. U 111919991999999999 III9II9I1I9 IUI IIHIUIH : — WWWW IUI«:« 191 91 III II 109991 1199111:99199, OOOOOOOOOOOOOOOOOOOOCOOOOOOOOOO S Drunnen-LichtspieleS o Brunnen-Strasse 155 � $ Ab Dienstair: 3 grosso neueste Scnsations.Schiager!$ g i Das Haus ohne Tür A 4 Akte. 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Davon konnte natürlich keine Siede sein. Di« massige Plumpheit, die aus diesem Denkmal spvach, mußte auf de» Aeftheten einen geradezu abstoßenden Eindruck machen. Und insofern konnte der Holzbau tatsächlich als ein Symbol der Zeit angesprochen werden, jener Zeit, in der das rohe tierische, nn- menschliche, über den befchwinigten Flug des Geistes triumphiert« und alles um sich hevum in den Boden trat, auf dem der Mord, das Verbrechen in tausen-dköpfiger Gestalt gedieh. Di« nationalistische Presse ist über den Abbruch ihres Götzen- bildcs tief �bekümmert und sie findet nur einen Trost darin, daß bei den Abbruchsarbeiten �das vaterländische Jnter» esse in jeder Beziehung gewahrt werde". Wir be- greifen den Schmerz der Gewaltpolitiker, hegen aber mit vielen Millionen den Wunsch, daß der Abbruch dieses Symbols der Bar- barei auch eine innere Erneuerung des Volkes nach sich ziehen möge, und zwar dergestalt, daß mit dem Fallen der alten Götzen» bilder ein neuer Geist seinen Einzug halten möge, Feind jeder rohen Gewaltanbetung, voll heiligen Hasses gegen die erbärmliche, betrübende Zeit, die wie keine zweite den Namen der Menschheit göschändet hat und von dem eisernen Willen beseelt, alles zu tun, um ein« Wiederkehr dieser Jahre des Verderbens und der Lüge zu verlhindsrn. Arbeiterräte, kommunale Arbeiterräte, Betriebsfunktionäre! Am Mittwoch, den 1. Oktober, nachmittags 5 Uhr, findet in den Kammersälen, Teltower Straße, eine Versamm- lung der Arbeiterräte, kommunalen Arbeiterräte und Be- triebsfunktionäre statt. Tagesordnung: Die Stellung der Betriebsorganisationen und der Gewerk- schatten innerhalb des Rätesystems. Der Vollgugsrat der Arbeiterräte Groß-BerlinS. gez.: Richard Müller. gez.: I. H einest. Kommunale Arbeiterräte ll. S. P. D. Dienstag, den 80. 0., nachmittags 4 Uhr, FraktionSsitzung'm Sekretariat des Berliner Bollzugsrates, Münzstraße, Ecke Dragonerstraße. Pünktliches Erscheinen notwendig. Der FraktionSvorstand. I. A: Pfeiffer. Jugendweihe. Die Jugendweihe, die halbjährlich von der Arbeiterschaft WW» W�WW. Turnerschaft Llchtenberg-Frledrlchsseld«.«utzerordentlich« Bunde beigetreten ist die Privatruderer-Vereii.igvng).Ruder.' T 2. Oktober. 7-4 Uhr abends, in der Aula. „«......,. abend auf dem Wege Straßenbahnhos Britz bis Ecke Chaussee-' —* r. r't-*— r e: f-«v?—. r.*«_--„ � Geschäftliche Mitteilungen. Die Zuschneldeschul« Blalla», Leipziger Straße 89, gewährt den Lesern der.Freiheit", die an den Unlerrichtvkursen teilnehmen, 20 Prozent Honorarermätzigung. verantwortlich Linden druck-reVünd V?rl°g,a.I-llIchait m. b. H'. Schiffbauerdamm 10 . für die Redaktion Alfred Wieiepp, Neukölln. Verlagsgen offen fchaft„Freiheil", e. G. m. d. H.. Berlin.— Druck der Kronen• Brücken. Plomben to t Tag «WNWiIIiiW!li>I!lIä!lls>iiI!!!sII!l!iiiIi!l!Illl!ll!!!I'!!IwWIii!iilI!II!!i!!i!!lijl!ii!�ll "eriicksichkigung aller Wünsche. Dir. Hoppe s �pezial> Institut för med. Zahnersatz Magdeburg«, Sir. 28, Ecke Lörzowstr., Kurf. 1230. Alexandersiraße 14b. Kantstrake 49._ (Zigarren M Zigaretten H Tabak ... Kantabak EZ ' t. ,e*1® BexnesqneUe Mn« tÄurateure v. Wiedervcr- Bernhard B robaurn, I 7""< Invalidenstr. 161 "•«eil). Tel. Nord. 385. | tt Wegen Aufgabe 1 st»creine: «Tramm-�otels PI-» 100 0 DoseDWacbsware. g M 150 Oramm-DoJC 42 PI-« lissrsapsj 0 Berlin, Potsdamer Str. 20» Sdireibmascliinen tichtbare�i Schrift,«t Politische Couplets Lieder und Ceeamtapiele Theaterstücke Bewoluünns- Künst erpostkarten Vereinsabzeichen Beitragsmarken, Girlanden, Fahnem Plakate, sowie alle Fest- und Tanzartikel. Preisliste verlangen. Ricii.Lipinshi.Leipzfg, Könlgslr. 12. 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Briq, Unter freiem Himmel. Lichtenberg, Cass Bellevue, Hauptstraße. f 0 l c Ii b c 1t Lok mlungtll Karlshorst, Franz Biebes F.'stfäte, Friedrichs- f'loe, Prinzenallee 3t). Moabit, MoabitcrGesekschaftShausWiclcfstr.24. Echo neberg, Wilmcrsdorf, �nJUSICUC Vft IKbena«, I Chamiffofchule. Barbarossa Platz. Tempelhof, Realgymnastum, Kaiserin-Augusta- Straße. Mariendorf, Herolds Festsäle, Chausseesir. 382. Lantwih, Lehmanus Gesellschaftsaus, Kaiser- Wiiarm Str. 29. Reinickendorf- West, Gördes Waldschlößchen, Eichi orn.r., Eck? Waidstraß?. Reinickcndorf-Tst, Schützenhaus, Residen;str.1/2. Weistcnsee, Tschcutschlers Festsäle, Langhans- üraße 106. SSeistensce, Aibrechtsüos, Parkstr. 16. Pankow, Zum Türmchen Kaiser Friedrichstraße. Sldlershof, Wöllstein, Am Ende des Ortes. Obcrschöneweide, Ernst Höflich, Waldstk. 73-. Nowawes, Wolst'rams Deutsche Festsäle, orie, drich-, Ecke Wilhelmstraße. Potsdam, Neue Welt, Aite Luisenstraße, A« Bahnhof Charlottenhof. Spandau, Brauerei-Ausschank Pichelsdorf. Tegel, Gesellschaftshaus, Schloßstraße. Velten, Gasthos H. K-ttn-r, Wilhelmstraße. Bernau, Echsium, Am Bahnhof Bernau. Thema: „Wir und Sowjet-Rubland" Kommunistische Partei Teutschlands(TpartakuS-Pnild), Bezirk Grost-Berlin. ZerilcalvetbandderHandlUullsgehllsen lOrtöarnpvc tvros»»� erlin. Zlm Tienotaa, den 30 Teotdr., abends 7 Uhr, aitustrerfSle» Ikaiier-Wtthtlm-ei.abe Lt. Miigllederversammlung der ZlngefteUtcn der Berliner Baugcschäfte. Tagesordnung: I. Wahl einer S�kt.onsleitung. 2. Die Tarif- Verhandlungen im Baugewerbe. S. Verschicocnes. Tas Erscheinen aller Kolleginnen und Kollegen , ist unbedingt erforderlich. MUalledsbuch ist nl» LegUimatton mitzubringen. Aackiaruvve 12, Hoch� und Ticiban. Ko!>lcn SLUt'cher Transporkalbeiler verband. _«ranchrn der Hotzindufiric.__ idlenstag nlicnd 3 Uhr find« bei Hedman», Enge! Ufer la, tinc V e r s a m u» l u n g aDtt In derufilI« bcscki fiieie» Pncker.!!ai?trarteller ufw. flau; woj» dal Urjdjctncn fiimtiichcr Zerre eil»0lwcui>>g ist. Die vrauchcnicining. Verband der Vurea»'.-Zlngestellten Zcntralverband der Handlungsgehilfen i: ab 1. Oktober: Zenllalvcrband der Angestellte». I Am Mittwoch, dcd I.Oktober, abcndS 7 Uhr findet eine Milgliederversammlung der Buren»-»nd I»ch»iiicdcr aenruBorzein»n!i dcdBuchr»! Ze«Wcr Mllgrstittt- Pttdmd| AWiMg! ".............. Meiter«.Äi!WW!tei>erD Lerwaltungsstzlle Berlin N. St, Linlenslraßr 83/85. G l«, ä t-zcit vo-i oonn. 8 vis nachm. 4 ihn. Telepdon: Am; Nor?» 185, 1230, 1987. 8714. ätniralorrliflni) Ürr Striimrfifitrr Jtillschlliillis j_ Zahlstelle«erlin._ Mittwoch, den 1. Oktober 1010, abends 7 Uhr Kdinliiilicrte|l(r|iiiiiiiii»ng aller Branchen im Gewerkschaftshaus, Engclufer 15, großer Saal. i XagODtbnnni: 1. Bericht der Tmilkommlstlo» über die Berhandlnng mit den Unlernelnicui.?. lficinerlfchnf»che». Zu biete: ivichligen Berianiminnq baif fein tlollege fehlen. Die Örtsverwaltuug. Ariitslhkl kjoliiirlicittr-tltrlilind Berwaltungestell« verlin. Bureau: Berlin Ell 18, fiiungestr. 30. Fernsprecher: Amt Moritzplatz Ztr. 108 23 und 3578. MlMHZWMr-MImmltiWt! Tischler, Bez. Nordosten: Mittwoch, den 1. Oktober, bei M u n n, Etraueberger Elratze 3. wichtige Lrmchenoersammlmg Kammacher. Di« Vertrauenamännerversammlung tagt om Mittwoch. Korbmacher: Tonnerstag, den 2. Okioder, abends i 7 Uhr, bei M a r c i n k o w s k I, Michaelki:ch-i strotze 24. Tagesordnung: 1. Bericht ron den: Verhandlungen mit den Unternehmern betreffend� Teuerungszulage und Ferien. 2. Tlskusfion.i Vollzähliges und pllnkiliches Erscheinen erwarlei die Kommission. stnopsbranche. Alle darin beschäfiiglen Arbeiter, Ar- beiterinnen und Angestellten am Donnerstag, den 2. Okiober, nachmittags 5 Uhr, im König« ftadt- Kasino, Holzmarkistr. 72, großer Eaal, I. Etage. Tagesordnung: 1. Stellung- nah m« zum R-Ichstarif. 2. Di« wirtschafllichs Loge der Angestellten und ihre Organisation. 3. Wahl der Delegierten zur Reichskonferenz. 4. Berbandsangelegenheiten und Bsrschiedene». I_ Di» Ortsverwaltlmg. Donnerstag, den 2. Oktober 1919, abends 7 Uhr, Urrsammlnng aller bei Jnnnngsmeistern beschäftigten Tchmiede in Bökers Festsälcn, W-berstr. 17. Tagesordnung: Vortrag des Eenosien Aohmhammel: .Die Volksfürscrgo und deren Bedeutung für die Arbcitersch-it.» Pünktliches und zahlreiches Erscheinen ist unbedingt erfo.derlich._ Donnerstag, den 2. Oktober 1519, abends 7 Uhr: Zwei große Eliernvekfammimsgen Im Dewsrkschaftshaus, Enaelufer 13, Saal 4, und im Sophien-Gymnasium, Weinmeister- stratze 15, Aula. Tagesoidlning: Das Lehrlingswefcn In der Groß- Berliner Metallindustrie, die Ausbildung, die Entloh- nung und die Forderungen du Zugend. Referenten: A. Meitzner und F. Winguih. Geladen sind die Eltern der in der Metallindustrie befchüstigien Lehrling- sowie die Eltern, die sich noch um eine Lehrsteile bemühen.— Soweit Platz vorhanden ist. können auch die Lehrlings diesen Versamm- lungen beiwohnen.______ Achtnnft! Achtimg! An die gewerlschaft ich organlsierle Zndnfiriearbei'erschaft G�tz-verlms! Am Donnerstag, den 2. Mober 1919, oormitiags 11 Uhr, finden für Erotz-Berlin in untenstehenden Lokalen 30 Versammluvgen statt mit der Tagesordnung: i. Der Streit in der NelMndnfkrle. 2. StellnuZliahme dazu. Arbeiter und Arbeiterinnen erscheint in Masssnl Die Versammlungen sollen ein weithin sichtbares Zeidisn der Solidarität für die Streikenden und Aus- gesperrten der Metallindustrie sein, sollen protestieren gegen die Berleumdunge» und Enistellungen des Streiks durch die bürgerliche Presse. Keiner dars fehlenl Hoch die Solidariläll Das MtliiliM Ser kMWM«ttz-Ltiliis. Ttiilslhcr Mctlillllf!!tiikt-?krl>l!iii>. Tic löir Siaiijpts. Pharus-Täle. Müste.str. 142. Errmania-Süle, Chaussesstr. 110. «üslinrr Hof, Köslincr Stratze 8. Löwsn-Braucrei, Hochstratze, Ecke Badstraße. Feibeis F-stsäle. Kolberger Strotze 23. Borussta-Si-le. Ackerstr. 6/7. Büttner, Echwedter Stratze 23. Aula des Sephien-Gymnastums, Welnmeisterstr. 15. Rosenthaler Hos, Rosenihaler Strotze 11/12. Mustber-Täle, Kaiser-Wilhelm-Stratze 31. Brauerei Königstadt, Schönhauser Allee 10. Nndreas-Festsäle, Andreasstr. 21. Prachtsäle des Ostens. Frankfurter Allee 48. Comcnius-Säl«. Memeler Stiatzs 67. Gewerkschastshaus, Engcluser 15, grotzer Saal. Eüd-Ost, Waldemarstr. 75. Eentral-Z-slsäl-. Alte Zakobstr. 32. Hoh-nslaus-n-SSle. Koltbufer Tamm 76. ob. Saal. kliems Festsäle, Hasenheide 13. Patzerhoser(fr. Bockbrauerei), Fidicinstraße. Patzenhoser, Turmstr. 25/28. Vorort«: EZpenIck, Stadttheaier. Eharlottenburg, Volkshaus. Rostnsnstr. 4. Mariendorf, Herold, Ehausssestraße. Niederschönewcide, Ksyfshäuser, Berliner Straße Gl. Reinlckendors, Schützenhaus, Rssidenzsir. 1. Rummelsburg, CafS Bellevue. Hauptftr. 2. Schöneberg, Schloßbrauerei, Hauplflr. 121. Treptow, Brauns Festsäle, Am Bahnhof. SUeißensee, Vorussia-Brauerei, Berliner Allee 211. SontttaK, den 5. Oktober 1919, pünktlich vormittalss 10 Uhr, in den Kammcr-Lickjtspiele» am Potsdamer Platz. Tanes-' Ordnung: Vortrag über Zlet unö Zweck Oer veZrlebsrüte. illeferenten von beiden Vollzngsrütcn. Fiele Auzsprsche! Freie Auösprache! verschiedenes! Alles muß erscheinen, die Betriebsräte Werden gebeten ihren Betrieb vollzählig zur Stelle zu bringen. Paul Labitzki. Arbciterrat der Ufa. Deulsclier Metailarbeiter-Verband VerwaUan�ssioIlc Ber in«____ Todes- Anzeige. Den Kollegen zur Nachricht, daß unser Koltees. der Werkzeugmacher Johann Schulz, Ladeburg 116. b. Bernau, am 25. d. Mts. gestorben ist. Die Beerdigung findet am Donnerstag, den 30* Mts., nachmittags 4 Uhr, von der LeichenhaJlc Neuen Friedhofes, in Ladeburg d. Bernau, aus statt. Nachruf« Den Kollegen zur Nachricht, daß unsere Kollegen. der Werkzeugmacher Rudolf Lauckner,' Kiel,»IN 5. d. MI», und der Arbeiter Friedrich Jacoby, FlcMetlr. 31. am IS. d. Mts. eestorben sind. Ebre ihrem Andenken! Oio Ortsverwallung. ewesen!?! nie dacrew � HE UTE-- umm zwischen ÜEIDEiian LETARiER, rtlJCfi£lNT IN MASSINI!! � In 7 Bildern dargestellt in der Zentralverbänd der Angestellten, cnsgruppe«rost-verltn. SW. 61. veNe-ANtanee-Ztralie 7 10. Verband derBüroangeftellten Zcntralverband derHanSiungsgchilfen t Sektion der Slngestettte« der Kriegeoraanikatione»._ Mitglieder Uvrlammlnng /fik die Angeslelllen der Krlegsorganlsallsnen Dienstag, den»O. September 1010, nachmittags 4'/« >piralbohrer. Kaule laufend jeden Posten. Händler besondere Preise. rchrii:!. Angebote mit Preis an Pesenecker. Neue Könii- •■IrnNe.??. F-'rn.nr Alex. 53b.g. um den 30. September 1010, nachmittags 4'/« Ußr in der Aula, Piiach.raß« 15. Zenrlerbnnn«:>. Tie Nbschlufib ibendlungen fiter den larifoerttag.?. Atfiimmuna UtlRtlrtnuni eber Annahm# br» Veneagu. titiurUi nur für iviilqurbcr,-JJiitgutcljucfi icjUtimicit. � Die Lettiolisleitunaen. // 3f\A S UbtJav.r, l£- u. tirtiii'\ f Piilrfliijrt.rsriMtlsrjjn% I�naos Bäbr. Berlin,� ��Spitte.markt 7 □ „FREIEN WELT" HEFT 20 Erscheint Mittwoch Heft 23 Pfennig Heule, nacßiniltag 2 �thr, neu Die C r i ö ü 1» e (Man kef«/ Aart Schneides Oe6eneernmerun�en (Vertag„TriLunt", zimmerstraße SO, (llatze Frl'tdrlcLstraß« Alte Wse bis ISO N. Piatina Gtairnn 46 M. Zähne Platin bis 38 M. Geld, Silber kauft Frau Linke, BIütHraße 40, Portal II, vorn II Tr. Am 28. d. Mts», vormittags 3ühr, starb nach langem schweren Kranken ag. meine liebe Frau Emma MermacD geb. Zander. Die Beerdigung findet am Mittwoch, den I.Oktober, nachmittags 3 Ihr, von der Kapelle des Philippus-Apostel- Kirchho es aus«'«tL Richard Ackermann. Hennlg�dorfcr Str. 11 cam Danksagnng. FOrd c vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei der Beerdigung unserer geliebten, unvergeßlichen Tochter. Schwester, Nichte und Biaut Erna sagen wir allen Bekannten und Verwandten. der Verwaltung und den Angestellten der Kon- s'jmgeno'jserscliaft Berlins, dem Zentralverband der Handlungsgehilfen. dem Sängerchor des Transponarbeiter- Verbandes und unsern Hausbewohnern unsern tiefgefühltesten Dank. Albert Herpmaim und Familie. Paul Herker. Danksagung Allen Verwandten. Freunden und Parte,- genossen, für d e anläu- lich des Hinscheidens meines Mannes, unseres Vaters Rudolf Arendseo in reichem Maße be" wies:ne Anteilnahme herzlich-n Dank. Marie Arendsee& Slr"p- Danksagung.., Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme| beim Hinscheiden meines lieben Mannes»age ich, zugleich Im Namen aller Angehörigen, allen Kollegen, Fieundcn und J Bekannten meinen herzlichen Dank. Auguste Passek. MöbL Zimmer, separater Eingang z. 1. 10. gesucht. An- geb. erbit c» Hcioold N 4, No- valisstr.»6 II. WohnslubeninöbBi nuch einzeln zu kaufen gesucht ßick. 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Residenz» straße 126,(früher Be nke, Amendestraße 79). Reinickendorf-West. Die Freiheit. Ausgabestelle des Genossen Ohmam» ist von Schillin:straße 34 nach der Schilling. s'raße 21 verlegt. In allen Ausgabes. eilen Annahme von Inseraten, sowie Bestellung n auf sämtliche sozialistisch# Literatur und Zeitschriften. Der Verlag.