Nr. 156. Abonnements- Bedingungen: = Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 mt., monatl. 1,10 Mt., wöchentlich 28 Pfg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags= Nummer mit illustrirter Sonntags Beilage, Die Neue Welt" 10 Pfg. PoftAbonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Eingetragen in der Post- BeitungsPreisliste für 1897 unter Dr. 7487. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblatt. 14. Jahrg. Die Insertions- Gebühr beträgt für die fechsgespaltene Kolonels zetle ober beren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Versammlungs- Anzeigen, fowie Arbeitsmartt 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Grpedition abgegeben werden. Die Expedition ift an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Mernsprecher: Mmt I, Mr. 1508. Telegramm Adresse: " Sozialdemokrat Berlin". Bentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Benth- Straße 2. " M " Donnerstag, den 8. Juli 1897. Jaurès' Rrde über den Agrarfozialismus. " Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Seine und das„ patriarchalische Regiment" wieder heraufbeschwören den Kopf zerbrechen, wie ihre deutschen Kollegen.") Die Nationalliberalen möchten. Wir haben keine Bismarckler und Kardorffler, welche bezüglichen Ausführungen gipfeln in folgendem Vergleich das Reichstagswahlrecht beschränken und entwerthen wollen. zwischen der französischen Revolution und der kommenden sozialen Revolution: Wenn man die Vorfahren der heutigen Bourwerden mit Hochdruck von den Freunden des Ausnahmegesezes Das ist alles Knecht Rupprecht" für politische Kinder. bearbeitet. Wie die„ Berliner Politischen Nachrichten" mittheilen, Etwas vernünftiger müßte man schon den Nationalliberalen geoisie am Vorabend der Revolution... aufgefordert hätte, die Entwickelung des neuen Wesens, das im revolutionären Ei hat der Vorstand der nordwestlichen Gruppe des Vereins deutscher zureden, wenn man sie zum Umfall überreden will und schlummerte, vorauszusagen und zu zeichnen, nach der Konstituante Eisen- und Stahl- Industrieller" am Montag in Düsseldorf wenn sie nicht so schon umfalls bereit sind. die Legislative, nach der Legislative den Konvent vorauszusehen und eine Besprechung abgehalten, die zu dem einstimmig aus- Kühl bis ans Herz fehen wir der Demonstration der von Rückschlag zu Rückschlag alle politischen und sozialen Formen, gesprochenen Verlangen führte, daß das Gesez in der ihm rheinisch- westfälischen Industrieherren, den weiteren Ueber die uns gegenwärtig beherrschen; wenn man all' den an die feudale von der Mehrheit des Herrenhauses gegebenen Fassung redungskünften der Presse und endlich dem Entscheidungstag Scholle gefesselten Bauern, all' den durch den Uebermuth des Adels von dem Hause der Abgeordneten angenommenen werden des 24. Juli entgegen! gedemüthigten Bourgeois gefagt hätte, fie müßten, um das Joch abzuschütteln und das Haupt zu erheben, warten, bis ein ängstlicher möchte. Dabei wurde, wie das genannte Blatt hinzuBaumeister die Möbel der neuen Gesellschaft beschrieben habe, fügt, von den Anwesenden der Ueberzeugung Ausdruck gegeben, dann würdet Ihr noch bis heute in der alten Gesellschaft leben!" daß diese Ansicht in bezug auf das Vereinsgesetz nicht nur von Eine andere Frage ist es aber, die Hauptlinien der zukünftigen der Eisen- und Stahl- Industrie, sondern auch von der überEntwickelung aus den bereits vorhandenen Elementen abzuleiten. großen Mehrheit der Rheinisch- Westfälischen Großbetriebe der Jaurès hält dafür, daß für die Gestaltung der sozialistischen Gesellanderen Industrien getheilt werde. Ganz bestimmt konnte der schaft vier Faktoren bereits als entscheidend zu erfennen seien: das Paris, 5. Juli. anwesende Vorsitzende des Vereins für die bergbaulichen Individuum, die Gewerkschaft, die industrielle sowohl wie die In der letzten Sonnabendsigung der Kammer schloß Jaurès ländliche, die Gemeinde und die Nation als umfassende Einheit, die Interessen im Oberbergamts- Bezirk Dortmund" versichern, feine dreitägige Rede über die Agrarfrage mit der Begründung der ihr souveränes Eigenthumsrecht aufrecht zu erhalten hat:„ Und aus daß der gesammte Kohlenbergbau das Verlangen nach Hauptforderungen eines minimalen Agrarprogramms und der end- den vielfachen Kombinationen, aus den unendlich reichen und komAnnahme des Vereinsgesetzes, das jetzt als ein wesentlich ab- giltigen sozialistischen Lösung der Agrarfrage. plizirten Verträgen zwischen all diesen Elementen, zwischen dem geschwächtes Sozialistengeset zu bezeichnen sei, theile." Bei dem Einfluß des Redners in und außerhalb der sozialistischen Individuum, der Gewerkschaft, der Gemeinde und der Nation, VerTie Berl. Pol. Nachr." geben alsdann auch in längerer Partei und bei dem Wiederhall, den seine Rede überall gefunden hat, trägen, die auf dem nationalen, auf dem an stelle des kapitalistiAusführung die Gründe an, welche die Großindustriellen zu bietet es weit mehr als ein persönliches Interesse, Jaurès' Stellung zum fchen getretenen Gemeineigenthums beruhen, wird das Leben der ihrer Stellungnahme bewogen hätten. Aus dieser Begründung Agrarprogramm der sozialistischen Arbeiterpartei Frankreichs kennen zu Individuen, der Gruppen und Gesellschaften der Zukunft emporist nur zweierlei interessant. Einmal das offene Bekenntniß, zu lernen. Sagen wir es gleich: Jaurès hat die Berechtigung der wachsen." daß die Herren das neue Sozialistengesetz nicht nur gegen die gründung des französischen Agrarprogramms anerkannt. Um die ein fertiges Vorbild haben in der Nacht des 4. Auguft. Mit dem Friedrich Engels' schen Kritik gegen die theoretische BeIn bezug auf die Agrarfrage wird der siegreiche Sozialismus politischen Bestrebungen der Sozialdemokratie, sondern gegen Fortdauer des bäuerlichen Eigenthums in der sozialistischen Gesell- Unterschied natürlich, daß der für Nationaleigenthum erklärte Großjebe gewerkschaftliche, das Kapital befchaft zu rechtfertigen, genügt es nicht, zu sagen( wie dies von seiten grundbesitz nicht, wie 1789 der Feudalbesitz, zur Bereicherung einer tämpfende Arbeiter Bewegung angewendet der Anhänger des franzöfifchen Agrarprogramms Engels gegenüber neuen Klasse dienen wird. Die besiglosen Schichten der ländlichen wiffen wollen. Ferner ist bemerkenswerth die Hoffnung gethan wurde), daß dasselbe ein Arbeitsmittel sei. Denn um fortzu- Bevölkerung werden unter dieser oder jener Form zur Nußnießung der Herren, daß, wenn Preußen ein solches Sozialisten- dauern, muß das bäuerliche Eigenthum im stande sein, den neuen des Gemeineigenthums gelangen- unter der Bedingung, keine gesetz hat, dann auch die anderen Bundesstaaten ihre Bedingungen des Weltmarktes zu widerstehen, für den dasselbe gegen fremde Arbeit auszubeuten. Die fleinbäuerlichen Eigenthümer schon bestehende schärfere Gesetzgebung zur rechten Bedeutung wärtig zu produziren gezwungen ist. Es ist durchaus wahr wir er- würden, so lange sie es wünschen, im Besitz ihrer Barzelle, die ihr kennen das an, daß das bäuerliche Eigenthum, selbst im Falle Arbeitsmittel ist, belassen werden, zugleich aber befreit vom bringen möchten. Der Artikel der Berliner Politischen Nachrichten" schließt müßte... Der schwerste Borwurf, der uns gemacht worden ist, Wucher.... seiner Fortdauer, in der sozialistischen Gesellschaft sich umgestalten Steuerdruck, von der Hypothekenlast, von der Spekulation und dem also: oder vielmehr die schwerste Gefahr, der wir uns aussehen könnten Bunächst gilt es aber und damit schloß Jaurès unter dem Aus allen diesen Gründen ging das dringende Verlangen durch gesetzliche Eingriffe zu gunsten des kleinbäuerlichen Eigenthums, tofenden Beifall der Sozialisten darauf hinzuarbeiten, das einzig nach Annahme des Gesetzes hervor und die Hoffnung, daß diese besteht darin, daß wir ihm die Jansion beibringen würden, durch wirksame Werkzeug" der gesellschaftlichen Umgestaltung in die Hand Gründe und dies Verlangen im Hause der Abgeordneten nicht diesen gesetzlichen Schuß sich unendlich aufrechterhalten zu können. zu bekommen die politische Macht:„ Diese Macht werdet Ihr uns unbeachtet bleiben möchten. Gefährlich wäre ferner auch, schon in der kapitalistischen nicht geben. Nicht an Euch ist es, sie uns zu geben. Am Volke ist So haben denn die um Stumm und Bueck mobil gemacht. Gesellschaft auf uns die Verantwortung zu laden für die noth- es, fie zu erobern." Aber wir wendigerweise unzureichenden Mittel zur Abhilfe.. So sollen die nationalliberalen Landtagsabgeordneten mürbe hören nicht auf, dem arbeitenden Landvolk ebenso wie den Industriegemacht werden. Ein halbes Dutzend nationalliberale Stimmen Arbeitern zu wiederholen, daß, so lange die fapitalistische Ordnung ist das ganze Kampfziel. Die Situation für die Herren Nationalliberalen wird besteht, nur Balliativmittel möglich sind, aber feine Heilungen." Von diesen Gesichtspunkten ausgebend, begründele Jaurès einige recht ungemüthlich werden. Wohin sich wenden? Das Kuebel- wichtigere Balliativmittel" zu gunsten der Kleinbauern. Es gesetz annehmen, dem unangenehmen Recke einen Triumph ge- find das: 1. Steuerreform, namentlich vollständige währen, die Konservativen stützen und zu weiteren reaktionären ufhebung der Grundsteuer. Jaurès glaubt, daß davon Vorstößen ermuthigen, eine unübersehbare Aera der Junkerei nicht der Großgrundbesiz allein profitiren werde, daß, abgesehen von den selbständigen Kleinbauern, auch die Pächter und Halbpächter und Muckerei heraufbeschwören oder das Knebelgesetz zu vermittelst der Organisation einen Antheil an der Steuerentlastung er Fall bringen, die eingewurzelten Unterdrückungsgelüfte ablegen, langen Tönnten. 2. Uebernahme der Hypothetar und der Arbeiterbewegung einigermaßen freie Entfaltung gönnen nicht hypothetarischen Schuld der felbfiarbeitenden das ist die Frage! Bauern durch den Staat zum Zweck der Herabsetzung des Auch die konservative Presse beginnt mit vermehrtem Binsfußes. Die Differenz zwischen dem den Gläubigern zu zahlenden Druck zu arbeiten. Die„ Berliner Neuesten Nachrichten", daß und dem von den Bauern zu erhebenden Bins müßte aus Staats Bismarck- Kardorff- Blatt, ziehen alle Register von sanfter Be- mitteln gedeckt werden. 8. Anschaffung von landwirth rückung bis zur pathetischen Einschüchterung. Freilich schaftlichen Maschinen durch die Gemeinde und Nationalliberalen wissen sie den deren Vermiethung zum Kostenpreis. 4. Serabseßung der nicht zu militärischen Dienstzeit auf 1 Jahr, die thatsächliche fagen. Sie erinnern daran, daß Bennigsen sich 1878 Dienstbauer der diplomirten und durch das Günstlingsunwesen befür Verschärfung des Vereinsgesetzes ausgesprochen habe, vorzugten Bourgeoissöhne. worauf ihnen die Nationalliberalen prompt erwidern Für das ländliche Proletariat folgende Forderungen: dürften, daß die Konservativen auf Tivoli 1892 eine Aus- Lohnminimum, Arbeitslosen- Kaffen, Invaliden- und Altersversorgung, nahmegesetzgebung gegen die Sozialdemokratie zurückgewiesen ländliche Schiedsgerichte und Vertretung in den zu schaffenden haben. Weiter wiederholen die Berl. N. Nachr." das ab- Landwirthschaftskammern. gestandene Gewäsch von der Gefährlichkeit der Sozialdemokratie, Für die Pächter und Halbpächter namentlich Ver- sich gegenüber dem allerneuesten Kurs noch immer einigerdie keineswegs milder geworden sei. Andererseits soll garnicht gütung der durch sie bewirkten Werthsteigerung des Bodens. Diese Reformen im wesentlichen dem Agrarprogramm dermaßen vorsichtig, sie wollen nicht alle Karten aufbecken, sie Arbeiterpartei entnommen) betrachtet Jaurès, wie gefagt, nicht als wollen sich auch vor etwaigen Enttäuschungen hüten, denn auch Rettung für das bäuerliche Eigenthum, sondern lediglich als eine fie wissen, daß der allerneueste Kurs nur ein Stück des Zickhypothetisch gedachte Vorbedingung zum friedlichen Ueber- zackfurses ist. So vorsichtig sie sich aber auch aufführen, „ Ein Schlagwort, unter dem man sich alles mögliche denken gang aus der kapitalistischen in die sozialistische Ordnung. Die schwellenden Hoffnungen ihres Herzens lassen sich nicht tann, bet dem aber der deutsche Philister, aus dem die große Aber freilich ist bei dem blinden und systematischen Wider- völlig zurückhalten, sie brechen in freudigen, zuversichtlichen Mehrheit sich rekrutirt, sich ungefähr soviel denkt, wie die stand der in der Bourgeoisrepublik herrschenden Mächte gegen Tönen hervor. Und allenthalben blüht ihnen neues Leben". wirklichen Kinder beim Knecht Rupprecht" oder beim schwarzen jede Reform der Gedanke an eine friedliche Auseinandersetzung ein Rein Gebiet des öffentlichen Lebens, auf dem sie nicht liebliche Mann". Von Reaktion" konnte man allenfalls in den schöner Traum, weiter nichts. Die Pflicht der Sozialisten ist es das Blumen sprießen sehen. Gestern ein neues Post- Programm, fünfziger Jahren" sprechen, als es eine starke und einflußreiche her, die Bauernschaft, wie die Arbeitertlaffe, allmälig zu einer organi heute ein neues Bant Programm zu all' den Partei gab, die das tonstitutionelle Verfassungsleben firten Kraft auszubilden, damit sie der öffentlichen Gewalt das ent bekämpfte und rückläufig zu machen suchte. letten reißen fann, was diese nie freiwillig geben würde". Die Organi- anderen Reformen" und" Revisionen", nach denen die darbende derartigen Versuch hat kein Geringerer als Fürst Bismarc im jation des ländlichen Proletariats in Gewerkschaften und das Junker- Sehnsucht verlangt. Das fabelhafte Post Programm der Kreuz- Zeitung", August 1866 glänzend und erfolgreich abgewehrt; feitdem fann Busammengehen aller arbeitenden Schichten des Landvolles mit dem von einer„ Reaktion" in Preußen gar keine Rede mehr sein. Am städtischen Proletariat- dies der einzige Weg zur endgiltigen das wir gestern besprachen, darf garnicht leicht genommen allerwenigsten, wenn es sich um ein Vereinsgesetz handelt, wie es Lösung der Agrarfrage wie der sozialen Frage überhaupt. werden. Die National Zeitung" fagt mit recht: in liberal" regierten deutschen Staaten seit Jahren anstandslos Und diese Lösung selbst? Es ist die Erfeßung des Wem überhaupt bekannt ist, was in unseren Regierungskreisen besteht, nachdem es von liberalen Kammermehrheiten gutgeheißen Privateigenthums an den Produktionsmitteln vorgeht, der weiß, daß die in der Kreuzztg." entwickelten worden und seitdem von liberalen Regierungen jeden Tag im durch das gesellschaftliche Eigenthum. Und ohne vollen Umfange zur Anwendung gebracht wird." Schwäche, ohne Schwanken, wohl wissend, daß diese allgemeine Ansichten seit längerer Beit an sehr einflußreicher Stelle verNun weiß man es genau. Reaktion giebt es nicht in Formel in ihrer Einheit sich sehr gut an die verschiedenen ökono- treten wurden und daß Stephan ihnen Widerstand leistete. Preußen- Deutschland. Reaktion ist nicht zu befürchten. Haben mischen Bedingungen wird anpassen laffen, proflamiren wir ihre Bis auf weiteres ist daher anzunehmen, daß Herr v. Podbielski aber nicht die„ Berliner Neuesten Nachrichten" tags zuvor selbst Giltigkeit für die bäuerliche Welt ebenso wie für die industrielle zu ihrer Durchführung berufen worden." Und heut kündigt die" Post" den Angriff des Agrarierdie reaktionären Bestrebungen auf dem Gebiete des Postwesens Bevor er zur näheren Anwendung dieses Sazes auf die Landzurückweisen müssen? Haben Sie sich da selbst durch den wirthschaft überging, streifte Jaurès in glänzender Weise die *) Beiläufig. Herrn Eugen Richter's BukunftsstaatsZukunftsstaatsfrage, über welche ja die französischen Weisheit nebst seiner Spar Agnes hat fürzlich einen französischen schwarzen Mann" graulich machen lassen? Reaktion giebt es nicht es ist kostbar! Wir haben Sozialistenfresser sich ebenso verständnißlos oder heuchlerisch Nachtläffer gefunden. Ein gewiffer Th. Berly bearbeitete die teine Agrarier, weit Agrarier, welche das Volk noch mehr, als bisher schon, tributpflichtig machen wollen durch *) Hervorzuheben ist jedoch, daß das Agrarprogramm die UeberBeseitigung der Handelsverträge und Kanitpläne, die die nahme der Bauernschuld durch den Staat nicht fordert, die AufIndustrie und alles Erwerbsleben durch Währungsexperimente bebung der Grundsteuer nur für die felbftarbeitenden Bauern und schädigen wollen. Wir haben keine Unterdrückungspolitiker, die Verwendung dieser Steuern für alle übrigen mit Hypotheken bevelche jede freie Regung der Volksseele unterbinden möchten lasteten Grundstücke fordert. it eu es zu verstehen sein, warum man jetzt fortwährend von„ Reaktion" rede. Was ist überhaupt Reaktion?" fragt das Blatt und beantwortet seine Frage wie folgt: " Welt". -" Jaurès'schen Agrarprogramms denken wie man will. Mit seiner Man mag über diese oder jene einzelne Minimalforderung des unbeschadet der nüchternen Berücksichtigung der gegebenen Verhält nisse, namentlich des Eigenthumsfinnes des französischen Parzellenbauere,- rüchaltlos prinzipienklaren Auffassung des Agrarfozialismus hat Jaurès der sozialistischen Bewegung Frankreichs, die noch vielfach in kleinbürgerlichen Gedankengängen befangen ist, einen großen Dienst geleistet. Das einzige Bugeständniß an jenen Eigenthumssinn besteht übrigens in einer selbstverständlichen, von allen Sozialisten ohne Ausnahme anerkannten Nothwendigkeit, die Kleinbauern nicht zum gcnoffenfchaftlichen Betrieb zu zwingen. Andererseits wird Jaurès Rede durch ihren gesammten Inhalt reiche Früchte für die sozialiftische Landagitation tragen. Mögen die Bourgeoisredner, deren ein Tußend sich bereits nach Jaurès zum Wort gemeldet hat, verdrehen und unterschieben so viel sie wollen. Mit diesen ihnen einzig zur Verfügung stehenden Waffen die Ordnungspresse giebt in ihren Kommentaren bereits einen Vorgeschmack davon werden sie die agitatorische Wirkung der Jaurès'schen Rede und der von ihm hervorgerufenen Agrardebatte überhaupt nur noch erhöhen können. " " Politische Neberlichk. Berlin, 7. Juli. Schöne Aussichten. Die konservativen Kreise verhalten # Zukunftsstaats- Bilder" in einem Schriftchen:" Triomphe du socialisme" nach französischem Geschmack. Der Zusammenbruch des Zukunftsstaates erfolgt bei ihm durch eine gleichzeitige deutschenglische Invasion. Und das gewichtige Bourgeoisorgan, der " Temps", empfiehlt allen Erustes die Massenverbreitung des Machwerkes unter den Arbeitern zur Zerschmetterung des Sozialismus! thums gegen die bisherige Bankpolitik des Ueber die Verzögerung des griechisch- türkischen Friedens- 1 Stimmen angenommen, der dahin geht, die Staatsregierung zu ers. Reiches an. Das Blatt der Stumm und Zedlitz schreibt: abschlusses sprach sich gestern im englischen Oberhaus Lord Salis fuchen, im Laufe der Finanzperiode einen Entwurf vorzulegen, der die Einführung des geheimen Wahlverfahrens Ob in bezug auf die Bankpolitik und insbesondere in bezug bury wie folgt aus: auf die Reichsbant- Politit die Auffassung des Grafen Posadowsty Die Schuld trage lediglich die Türkei. Soweit die Mächte in bezweckt. Stuttgart, 6. Juli.( Eig. Ber.) Die beiden Wahlgeset von der des Herrn v. Bötticher abweicht, läßt sich mit Sicherheit betracht fämen, tönnte es feine Verzögerung geben; es herrsche noch nicht beurtheilen. Es ist aber wahrscheinlich, daß Graf unter ihnen Uebereinstimmung und ihm, Redner, sei nicht Entwürfe zu dem bereits mitgetheilten Entwurf eines Vers Posadowsky sehr bald in die Lage versetzt werden wird, nach dieser bekannt, daß die Ansichten der Mächte über irgend einen fassungsgesetzes sind nebst der Begründung zu diesem letzteren Richtung Farbe zu bekennen. Denn es wird in der nächsten parla- Punkt auseinander gingen. Er wolle nicht behaupten, daß über heute erschienen. Sowohl für die Oberamts und Städtes mentarischen Kampagne zweifelsohne an Initiativanträgen nicht jede Einzelheit Uebereinstimmung herrsche; es bestehe aber nicht der wahlen, als auch für die Kreiswahlen zum Ersatz für die aus fehlen, welche theils auf die Umwandlung der Reich 3. geringste Zweifel, daß, wenn die Frage des Friedensschlusses den der zweiten Rammer austretenden Privilegirten werden amtlich bant in ein neues Reichsinstitut, theils wenigstens Mächten überlassen würde, sie in sehr furzer Frist gelöst wäre. Der geftempelte Wahltouverts und der Isolirraum auf durchgreifenbe Aenderungen in ihren Gin Verzug komme von Ronstantinopel; die Handlungsweise der vorgeschlagen. Die Wahlen der Städte und Oberamtsbezirke find richtungen abzielen. Es wird daher Bankwesen und Bank türkischen Regierung sei stets durch große Bedächtigkeit ge gleichzeitig am 30. Tage nach der Ausschreibung vorzunehmen. Die politik eine nicht unbeträchtliche Rolle in den Verhandlungen der fennzeichnet gewesen, bie Bedächtigkeit, mit der jetzt von der Wahlen erfolgen durch unmittelbare und geheime Stimmabgabe. Jeder Türkei verfahren werde, sei aber übertrieben. Er wolle die Ansicht Wähler hat im Wahllokal zuerst einen amtlich gestempelten Ümschlag an nächsten parlamentarischen Kampagne bilden." Man weiß, mit welch grimmigem Haß die Goldfeinde und Connemaras, daß die Verzögerung geeignet fei, große Nachtheile sich zu nehmen, sodann an den abgesonderten Tisch zu treten, dort seinen zu schaffen, und daß selbst Gefahr mit dieser Verzögerung Stimmzettel in den Umschlag zu stecken und diesen selbst in die Geldverschlechterer den Reichsbank- Präsidenten Koch ſeit verbunden sei, nicht bestreiten, obwohl er hoffe, daß zu einer solchen Wahlurne zu legen. Die Wahl beginnt vormittags 10 Uhr und langem verfolgen. Gegen ihn soll jeßt minirt werden. Er Befürchtung fein unmittelbarer Grund vorliege. Die großen Fragen, wird sofort Abends 7 Uhr gefchloffen. Da hier die relative Mehrsoll den Verlepsch, Bödiker und Marschall nachfolgen und um die es sich bei den Unterhandlungen drehe, feien die Fest heit gelten soll, würden Stichwahlen wegfallen. die Reichsbank den Wünschen der Junker und Silberwährungs- segung der Grenze und der Kriegsentschädigung sowie die Kapi- Schon etwas umständlicher ist der Entwurf, betreffend die männer unterjocht werden. Wahl der 21 Abgeordneten der Kreise. Zu wählen 7, Wäre es um die Einigkeit der Mächte wirklich so gut bestellt, haben der Neckarkreis 7, Schwarzwald und Donaukreis 5 und Der wie Lord Salisbury darstellt, so würde es gewiß nicht zu schwer je Jagstkreis Die 4 Abgeordnete. Wahl fein, einen stärkeren Druck auf die Türkei auszuüben als bisher ge- findet frühestens zwanzig Tage nach den obigen Wahlen statt und zwar auf grund der gleichen Wählerlisten. schehen. Zur Leitung der Wahl wird am Kreissig eine Kreiswahl- Kommission gewählt. Jeder Kandidat muß spätestens 10 Tage vor dem Wahltage im Regierungsblatt vorschriftsmäßig vorgeschlagen sein. Jeder Wahlvorschlag muß von mindestens 50 wahlberechtigten Personen unterzeichnet und die Parteistellung kenntlich gemacht sein. Um unüberlegte, scherzhafte und unpassende Wahlvorschläge zu tulationen. Deutsches Reich. Die Agrarier gehen aufs Ganze. Aber je frecher sie sich vorwagen, um so kräftiger werden sie zurückgewiesen werden. Der beleidigte Leopold. Neber den Prozeß gegen unsern Parteigenossen Feldmann vor dem Schweidnißer Landgericht wegen Beleidigung des belgischen Königs haben wir noch einige nähere Mittheilungen zu machen. Die inkriminirte Notiz enthielt nichts -Nene Namen. A13 Nachfolger des Herrn v. Bülow weiter als die Behauptungen über Leopold, die in der belgischen Presse sowie fast in der gesammten deutschen bürgerlichen Presse auch auf dem Botschafterposten beim Quirinal wird der Vertraute verbreitet worden sind. Es wurden Leopold's galante Abenteuer des Raisers, der aus dem Kladderadatsch" bekannte Baron in Paris, seine Gründer Machinationen bezüglich des Kongo gestreift v. Riderlen. Wächter, jetzt Gesandter in Kopenhagen, und sodann sein Widerstand gegen eine vernünftige Reform des genannt. Andere meinen, Herbert Bismard werde als Nach vermeiden, ist für jeden vorgeschlagenen Bewerber eine Gebühr von belgischen Militärdienstes tritifirt. Der Angeklagte erbot fich, für folger Bülow's nach Rom gehen, und dies werde der erste Schritt 20 M. zu entrichten. Die verschiedenen Wahlvorschläge werden jede einzelne Behauptung den Beweis der Wahrheit anzus zur vollständigen Aussöhnung mit dem Haufe Bismarck werden; von Amiswegen bergestellt und gestempelt. Bei der Abstimmung hat treten. Er beantragte deshalb, den König und die Königin von diese Aussöhnung, so schwierig fie auch fei, gilt jetzt in den höchsten sich der Wähler für einen der auf den Stimmzetteln gegebenen VorBelgien, mehrere belgische Beamte und Deputirte, sowie die Damen Kreisen als politische Nothwendigkeit zur Vorbereitung der nächsten schläge zu entscheiden und diesen unverändert abzugeben. Dann kann geben, daß er neben dessen Namen ein besonders vorgeschriebenes Cléo de Mérode und Emilienne d'Alençon in Paris über den In Reichstagswahl. Wie weit hieran etwas Wahres ist, ist nicht ab- der Wähler dem zuerst gewünschten Kandidaten dadurch einen Vorzug halt des Artikels zu vernehmen. Der Staatsanwalt beantragte Ab- zusehen. Ferner wird der Name des bekannten Herrn Gamp genannt, Zeichen setzt. Die Wahl selbst geschieht auch im folirraum mittels lehnung dieses Antrags und Eintritt in die Verhandlungen, Das Gericht schloß sich diesem Antrage an, da selbst dann noch eine Be- der für eine höhere Stelle in der Regierung in Aussicht Wahlkouvert. Die Ergebnisse der einzelnen Bezirke sind andern Tags der genommen sei. Es könnte sich um die Stelle des Reichs- Schatz Kreiswahlkommission einzusenden, welche das Resultat zusammenzustellen leidigung vorläge, wenn der Beweis der Wahrheit gelänge. Der Staatsanwalt beantragte zwei Monate Gefängniß, da der sekretärs handeln. Gamp ift extremer Agrarier, Bimetallist u. s. w., und spätestens eine Woche nach dem Wahltag öffentlich bekannt zu geben hat. Zu den Sigungen der Kreiswahlkommission sind die Vertreter der einzelnen Wählervereinigungen einzuladen. Die Artikel grobe Beleidigungen enthalte. Festungshaft sei nicht an- paßt also gut unter die übrigen Kollegen. gebracht, da dieselbe keinen Einfluß auf den Angeklagten ausüben Wie die politische Lage zu beurtheilen fei auf die einzelnen Kreise entfallenden Mandale würde.( Aber wohl auf die Duellanten übt die Feftungshaft Einfluß über diese Frage raufen sich Nordd. Allg. 3tg." und National werden unter die Wahlvorschläge der einzelnen aus?) Der Angeklagte beantragte aus mehrfachen Gründen seine Frei- Zeitung". Parteien nach dem Verhältniß der ihnen zugebetreffstetten sprechung. Der Gerichtshof gelangte zu einer Verurtheilung. In Die„ Nordd. Allg. 3tg." will nicht bloß die Besorgnisse betreffs fallenen Stimmen vertheilt nach dem Verfahren des den Urtheilsgründen heißt es, daß das Gericht zwar die Ansicht der der fünftigen Leitung des Postwesens beschwichtigen, sondern sie Professors der Rechte Dr. Victor d'Hondt an der Universität Gent. Staatsanwaltschaft nicht theile, daß der Wahrheitsbeweis unzulässig findet auch im Allgemeinen, daß Uebertreibungen bei der Innerhalb des einzelnen Wahlvorschlags werden die Mandate nach der fei. Die Form des Artikels sei aber beleidigend und des Erörterung der inneren Lage vorkommen. Was sei denn eigent- Zahl der dem einzelnen Kandidaten gewordenen Bevorzugungen halb sei auf vier Wochen Gefängniß erkannt worden. Bu lich geschehen? Herr von Miquel habe zu seinem bisherigen Amte vergeben, in Ermangelung solcher entscheidet die Reihenfolge des gunsten des Angeklagten sei angenommen worden, daß er die noch die Vicepräsidentsschaft des Staatsministeriums über Borschlags. Ersatzwahlen sind ausgeschlossen. Scheidet ein Abin feiner Zeitung wiedergegebenen Behauptungen für wahr nommen; Graf Posadowsly sei aus einem Reichsamte in ein anderes geordneter aus, so tritt der nächstberechtigte Kandidat derselben gehalten habe, da in deutschen Zeitungen wie gerichtsnotorisch berufen worden; freilich werde vermuthet, daß auch ein Wechsel Partei ein. Die Begründungen und das Proportional- Wahlverfahren fei vielfach ähnliche Behauptungen aufgestellt worden waren. in der Stellung des leitenden Staatsmanns im Herbst erfolgen werde, follen in einer späteren Notiz besprochen werden. Wir können aus den uns zugegangenen Mittheilungen nicht ersehen, aber dafür fehle es an jedem thatsächlichen Anhalt; was die Handelswarum eigentlich das Gericht die Führung des Wahrheitsbeweises politit betreffe, so laufen die Verträge noch 5 Jabre, und es bestehe 3. 3. abgelehnt hat. Es ist klar, daß eine formelle Beleidigung weniger nicht der mindeste Anlaß, eine Festlegung der Stellung der Staats- oder fchiver wiegt, wenn erwiesen ist, daß die zu grunde liegenden That- der Reichsregierung schon jetzt herbeizuführen." Freilich, die Vereins fachen wahr sind, als wenn nur angenommen wird, daß diese That: gesegnovelle! Aber, so sagt die ,, Nordd. Allg. 8tg.", wenn auch fachen möglicherweise wahr sind. Hätte das Gericht die Beweis- die Vorlage der Staatsregierung durch die im Herrenhause mit ihr führung zugelassen, so dürfte ficherlich die Sache für die belgische vorgenommenen Aenderungen zu einer Art von Sozialistengesetz Majeftät noch unangenehmer verlaufen sein, als sie es so schon ist. umgestaltet worden ist, so wäre doch selbst diese schließlich nicht Denn besonderes Vergnügen dürfte Leopold kaum an dem Berlauf reattionärer" als die entsprechenden Bestimmungen in anderen und Ausgang dieses Prozesses haben. deutschen Bundesstaaten, aus welchen man niemals eine Klage darüber gehört hat, daß die öffentlichen Freiheiten allzu sehr eingeschränkt worden wären. Oesterreich- Ungarn. -Die deutsche Opposition. Die Blätter melden aus, Eger, die Bezirkshauptmannschaft untersagte den für den 11. Juli einberufenen deutschen Voltstag in Eger mit der Begründung, daß der Voltstag nicht als eine auf geladene Gäste beschränkte Vers fammlung angesehen werden könne. Derfelbe habe mit Rücksicht beabsichtigten Massenzuzug einen ausgesprochenen auf den demonstrativen Charakter, durch welchen die öffentliche Sicherheit gefährdet werden könne. Der Bürgermeister sei angewiesen, die Aufforderung an die Geladenen, jedenfalls nach Eger zu kommen, zu widerrufen. Jedem Versuche, das Verbot zu umgehen oder gegen daffelbe öffentlich zu demonstriren, werde nachdrücklich entgegen Die Blätter melden weiter, die Gemeindevergetreten werden. tretungen von Karlsbad, Hohenfurt, Gabel, Böhmisch- Leipa und Bodenbach beschlossen die Einstellung der Arbeiten im übertragenen Wirkungskreise.. D Die englische Transvaal- Untersuchungskommission, deren Auflösung schon einmal angezeigt wurde, tagt noch fort und hat zu Höchft beruhigend, nicht wahr?- erwidert die„ National 8tg.". einem Skandal ohne gleichen geführt. Herr Chamberlain, der wir schlagen dem Regierungsorgan vor, statt derartige weiße Salbe englische Kolonialminister, war, wie man weiß, von Anfang an weiter anzuwenden, deutliche Antwort auf drei Fragen zu ertheilen: dringend verdächtig, um den Jameson'schen Raubzug vorher Erstens: warum war Herr v. Marsch all genöthigt, seine Ent. gewußt zu haben, also mit in dem Komplott der Rhodes, lassung nachzusuchen, obgleich er hoffen kann, nach dem Ablauf seines Beit und Konsorten gewesen zit fein. Besonders tom-„ Erholungsurlaubs" wiederhergestellt zu sein? Zweitens: warum ist- Ueber den ungarischen Feldarbeiterstreit promittirend für ihn waren die Aussagen und Telegramme der Gefeßentwurf über die Militär Strafprozeßreform nicht an berichtet weiter die Wiener Arbeiter Beitung": Es scheint demeines englischen Blauftrumpfs, namens Flora Shaw, den Reichstag gelangt, bezw. auf welche Schwierigkeiten bezieht sich der nach, daß der Ausstand eine solche Ausdehnung, die man allgemein die sich als Korrespondentin der„ Times" aufspielte und eifrigste Bericht des Staatsministeriums an den Kaiser über diesen Gegen erwartet hatte. nicht erreicht hat. Nach einer Nachricht von recht Agentin der Verschwörer war. In ihrer Schwabhaftigkeit und stand? Drittens: wie fam es, daß die Vereinsgesetzuverlässiger Seite follen jetzt 8000 Feldarbeiter im Ausstand sein. Wichtigthuerei hat dieses politische Fräulein eine Anzahl von Novelle eingebracht wurde, obgleich die vorhergegangenen ver- Diefe Bahl, an sich gewiß nicht unbedeutend, ist im Verhältniß zur Telegrammen abgeschickt, in denen das ganze Geheimniß ausgeplaudert traulichen Besprechungen die Aussichtslosigkeit dieser Aktion ergeben Gesammtzahl auch nur der Alfölder Schnitter gering. Entspricht sie ward. Mit ihren Telegrammen, deren Existenz von Anfang an be- und demgemäß Fürst Hohenlohe öffentlich im Abgeordnetenhause der Wirklichkeit, so fann auch nicht im entferntesten von kannt war dank der Urheberin selbst wurde lange Versteckens feine Zweifel an der Möglichkeit der Erledigung ausgesprochen einem allgemeinen Ernte Ausstand gesprochen werden. Es wird gespielt, bis es zuletzt nicht mehr ging. Nun that Chamberlain, batte? weiter auch behauptet, daß auf den meisten Gütern gearbeitet werde. was ähnliche Biedermänner in ähnlichen Lagen thun: er schwor Ueber v. Tausch wurde dieser Tage in der Presse be- Bum theil erklärt sich dies aus dem Umstande, daß ein Theil alles ab, und seine Flora half ihm nach Kräften. Aber da waren die hauptet, er habe sein Abschiedsgesuch eingereicht und es werde nichts der Arbeitgeber die Forderungen der ungarischen Schnitter bewilligt bösen Telegramme! Flora wurde für letzten Sonnabend nochmals weiter gegen ihn geschehen. Diese Behauptung wird jedoch von hat. In der That handelt es sich ja um so bescheidene Forderungen, vorgeladen. Und da hielt sie denn lange Reden, in denen sie heroisch sie vers ausführte, sie habe ihrem Blatt nur Nachrichten liefern wollen, sich. Ein Abschiedsgesuch Tausch's liegt noch nicht vor. So lange Tausch weigern können. ausführte, sie habe ihrem Blatt nur Nachrichten liefern wollen, fich, einem biesigen Blatt, das mit Polizeitreisen Fühlung hat, bestritten. Daß nur rohe Willtür und schrankenlose Ausbeutungssucht sie vers Die Schnitter verlangen die Beseitigung des ohne dazu bevollmächtigt zu sein, auf Chamberlain bezogen, Vermuthungen für Thatsachen ausgegeben. Kurz, um Chamberlain zu retten, auf Urlaub ist, ruht feine Angelegenheit. Erst wenn nach Ablauf Rohots, der nur formell aufgehoben ist, thatsächlich aber aufrecht übernahm sie die Rolle einer gemeinen Schwindel- und Revolver feines Urlaubs auch der Polizeipräsident von Windheim von dem besteht in der Naturalentschädigung statt der Lohnzahlungen, weiter feinigen zurückgekehrt sein wird, dürfte dieser dem Minister des die Herabsetzung der Arbeitszeit auf zwölf Stunden Journalistin. Chamberlain war gerührt, die Untersuchungskommission Innern auf grund des vorläufig noch garnicht fertig gestellten die Erhöhung des Lohnes auf 2-3 Gulden täglich während der war gerührt und nur wenige englische Blätter haben den Muth zu stenographischen Berichts über den Prozeß Tausch Vortrag über die fehr furgen Drufchzeit. Eine zwölfftündige Arbeit in der furchtbar verlangen, daß Chamberlain, um in feine Schande nicht Sache halten. Bon dieser Konferenz des Ministers mit dem Polizei heißen Pußta, 2-3 Gulden Tagelohn, wo der Schnitter von dem England zu verwickeln, nehmen müsse. Vorläufig hat die Untersuchungskommission nicht miene gemacht, präsidenten wird es abhängen, ob ein Disziplinarverfahren gegen Verdienst der wenigen Erntewochen das ganze Jahr leben muß: wer den Arbeitsmenschen nicht tiefer als das Thier achtet, der wird gegen Chamberlain weiter vorzugehen, aber wir halten es für unv. Tausch einzuleiten ist. -Entschädigung unschuldig Berurtheilter. sugeben müssen, daß ein solches Verlangen nur selbstverständs möglich, daß ein Minister, welcher der Lüge überführt worden ist und welcher der eigenen Lüge noch die Lügen einer Falsch: Wie die M. P. K." erfährt, wird in der nächsten Reichstagsfession lich ist. Soweit der Ausstand nicht gelungen ist, hat dies seinen aus verschiedenen Parteien heraus das Berlangen geftellt werden, darin, daß die zeugin hinzugefügt hat, im Amte verbleiben tann. Schnitter Organisation nur die baß die verbündeten Regierungen die alte Forderung der Ent Grund schädigung unschuldig Verurtheilter endlich befriedigen, und zwar magyarischen Arbeiter des Alföld, doch nicht die Ruthenen und die ohne daß die Gewährung dieses Wunsches an Bedingungen geknüpft Slovaken, diese Barias Ungarus, umfaßt, die bei ihrer beispiellofen Bedürfnißlosigkeit den ungarischen Ausbeutern die spottbilligen werde, wie in der letzten Session. Die Ausstandsbewegung hat aber jedenfalls, Arbeitskräfte bieten. soweit sich bisher urtheilen läßt, wenigstens den Erfolg gezeitigt, daß ein Theil der Schnitter höhere Löhne erhält. Andererseits find burch fie die traurigen, schmählichen sozialen Zustände in Ungarn der Kulturwelt bekannt geworden. Zugleich haben die Pester Machthaber das Proletariat fürchten gelernt. die in Indien beruht auf feiner " " Paris, 6. Juli. Frankreich. und Der Senat genehmigte einstimmig den. Mit bezug auf die Vorgänge in Indien müssen wir das Publikum zu großer Vorsicht gegenüber von Berichten und Urtheilen eines großen Theiles unserer Presse ermahnen. Die gesammte Reaktionspresse, namentlich die unter presse, ist aufs eifrigite Wenn aber zu dieser Mittheilung hinzugefügt wird, daß die bemüht, die Verhältniffe in Indien möglichst schwarz zu malen und Regierung jedenfalls dann den Wünschen der Parteien nachkommen die Lage der Engländer als möglichst ungünstig hinzustellen. Den werde, so erscheint uns dies noch sehr unwahrscheinlich. Engländern ergeht es jetzt ähnlich, wie bis vor kurzem jahrelang den- Pastoren Maßregelung. Der Pastor Paulsen in Zürfen. Und zwar war es namentlich die engliche Breffe, welche Sellewat hatte zur Bentenarfeier auch einen Festgottesdienst abhalten über die Zustände in der Türkei die ungünstigsten Berichte müffen und hierbei gesagt, daß er nicht der blutigen, kriegerischen verbreitete. Heute tönnten die Türken, wenn sie boshaft wären, Thalen des Kaisers gedenken wolle; mancher sei heute im Deutschen den Spieß umbrehen. Kein Zweifel, die Engländer haben in Reiche, der das Gotteshaus betrete, der es sonst meide; es sei beffer, beantragten Kredit von 500 000 Fr. für die Reise des Präsidenten Indien und an Indien viel gesündigt, und fein Zweifel, wenu er auch heute der heiligen Stelle fernbliebe. Daraufhin englische Herrschaft Die Deputirtenkammer erklärte nach lebhafter Debatte mit 848 absolut sicheren Grundlage, allein es darf doch auch nicht verkannt hatten nationalliberale Blätter gemeint, daß dieses unerhörte Bor nach Rußland. werden, daß die Engländer in Indien wie überall, wohin sie ge: gehen des Geistlichen der schärfften Ahndung hoffentlich nicht ent kommen sind, die Kultur gefördert haben, daß sie den Judiern nicht sehen werde." Die Knechtsseelen haben jetzt das Bewußtsein, daß gegen 76 Stimmen die Wahl des Deputirten für Brest, Abbé blos genommen, daß sie ihnen auch gegeben haben; und daß, was ihre Denunziation Erfolg gehabt hat, denn nunmehr ist Pastor Gayraud für ungiltig, weil bei der Wahl klerikale Umtriebe vorItalien. die Machtfrage betrifft, die englische Herrschaft gegenwärtig auf Paulsen seines Postens als Lofalschulinspektor von der Regierung gekommen sind. enthoben worden. - Crispi hatte gegen die Eröffnung des Strafverfahrens weit festerer Grundlage ruht als zur Zeit des letzten Sipoy- AufPolnische Demonstration. Aus Mieltschin flandes, und daß England gegenwärtig einer ungleich größeren Rraftentfaltung fähig ist, als zur Beit, da es allein den Kampf mit( Regierungsbezirk Bromberg) wird dem„ Pofener Tagebl." ge- gegen ihn Berufung eingelegt. Einer Depesche aus Bologna zufolge fchrieben: Bei dem am 4. d. M. von zur Handwerkerinnung ge- hat die Anklagekammer die Berufung verworfen und die Erklärung dem napoleonischen Weltreich aufnahm und siegreich bestand. Das sollten unsere Junker doch bedenken, ehe sie das Fell des börigen Bürgern der Stadt Mieltschin im Staw'er Walde ver- abgegeben, daß entsprechend dem durch die Augelegenheit Giolitti anstalteten Sommerfest ereignete fich ein skandalöser Vor- gefchaffenen Präzedenzfall die Deputirtenkammer allein die gericht. liche Zuständigkeit festzustellen das Recht habe. Wie verlautet, wird britischen Leoparden verkaufen, fall. 2113 der Bürgermeister gegen Schluß des Festes Crispi die Raffation beantragen. das Kaiserhoch ausbrachte, blieben blieben der tatholische Pfarrer Hechmann aus England. Mielzynek und der fatholische Haupte Der Gouverneur von Es liegt heut folgendes Telegramm vor: Raltutta, 6. Juli.( Meldung des Neuter'schen Bureaus".) Gerüchtweise verlautet hier heute Abend, daß alle Arbeiter lehrer Sell aus Mieltschin mit bedeckten Häuptern während des London, Mittwoch 7. Juli. Die Times" melden aus Rapstadt, der stromauf gelegenen Mühlenwerke die Arbeit verlassen Kaiserhochs und während des Absingens der Nationalhymne fißen, daß die Erhebung der Eingeborenen in Gasaland eine sehr bes haben und daß Trupps derselben, im Ganzen in der Stärke von was bei den Anwesenden die größte Entrüstung hervorrief. Gleich unruhigende Gestalt angenommen habe. 8000 Mann, unterwegs sein sollen, um die Aufrührer zu verstärken. Darauf wurde von den anwesenden Polen gegen das polizeiliche Mozambique hätte fich persönlich an die Spige der Expedition ges In Kaltutta geht außerdem das Gericht, daß die Truppen in Berbot ein polnisches Lied augestimmt, fodaß der Distriktskommissar ftellt, welche zur Unterdrückung des Aufstandes abgegangen ist. Barrackpur Befehl erhalten haben sollen, diesen Banden den Weg( aus Strzalkowo) die Feier für geschlossen erklären mußte." abzuschneiden. Augenblicklich ist alles ruhig, obgleich sich die ganze Stadt im Zustand der höchsten Spannung befindet. Das ist zwar etwas untlar, jebenfalls aber nichts weniger als beruhigend.- Der Landtag für Schwarzburg- Sonders. hausen hat in seiner legten Sigung am vorigen Sonnabend den Antrag der Abgeordneten Köhn, Schwabe, Weberstedt mit 8 gegen 5 1 Asien. - Die Besiedelung von Offibirien macht immer größere Fortschritte. Nach einem Bericht ber japanischen Zeitung Osaka- Alfahi- Schimbu" aus Wladiwoftok vom 8. Mai tam in diesem Parlamentarisches. Nach dem neuesten Verzeichniß der Reichstagemitglieder zählt( einschließlich der Hospitanten) die konservative Partei 58, Die freitonservative 25, die deutsch- foziale Reformpartei 12, das Zentrum 101, die polnische Partei 20, die nationalliberale 50, die freis. Bereinigung 18, die freif. Volkspartei 26, die deutsche Voltspartei 12, die sozialdemokratische Partei 48, bei keiner Fraktion sind 31. Als erledigt ist das Wiesbadener Mandat aufgeführt; dies ist unterdeß mit einem Mitgliede der freisinnigen Volkspartei besetzt worden, sodaß diese jett 27 Mitglieder zählt. Die konservative Partei hat dagegen ein Mandat durch die Ernennung des Herrn v. Podbielsti zum Staatssekretär des Reichspostamts verloren, sodaß die Partei 57 Mitglieder zählt. = " Frühjahr eine aus 2897 Röpfen zählende Rolonie von russischen mäßige Agitation empfehlen. Von Heitmann- Lübeck wurde Der Streit der Steinseher in Hannover dauert un Bauern aus Odessa dort an, um sich im südlichen Uffuri- Gebiet hierauf folgende Resolution vorgeschlagen: verändert fort. Die jüngst gepflogenen Verhandlungen waren ohne niederzulassen. Außerdem trafen noch vom Don und von Orenburg Die Generalversammlung macht es den Vorständen der ein- Erfolg. Anstatt der geforderten 50 Pf. pro Stunde wollen die 1340 Rosaten ein, die sich ebenfalls in dieser Gegend ansiedeln zelnen Mitgliedschaften zur Pflicht, den Zentralvorstand von allen in Unternehmer nur den besseren Arbeitern 47% Pf. geben; von einem werden. Mit dem weiteren Fortschreiten der Eisenbahn wird ihrem Beruf vorkommenden Verhältnissen jeglicher Art ihres Arbeits- Minimallohn wollen sie überhaupt nichts wiffen. jedenfalls der Zuzug noch größer werden und sich damit Rußlands zweiges allmonatlich Bericht zu erstatten. Gleichzeitig ist jedoch Ein rheinisch westfälischer Gewerkschaftstag wurde am Stellung am Stillen Ozean immer mehr verstärken. Da der Bau der Zentralvorstand verpflichtet, die Agitation in erster vergangenen Sonntag in Duisburg abgehalten. Anwesend waren der Eisenbahn auf ausdrücklichen Befehl des Baren noch mehr be- Linie an solchen Orten vorzunehmen, 100 noch feine 30 Delegirte. Die Hauptaufgabe der Versammlung war, Mittel schleunigt werden soll, sind mit dem ersten Dampfer aus China, der Organisation des Verbandes besteht, selbstverständlich aber auch an und Wege zu finden, die Gewerkschafts- Organisationen zu stärken. im Frühjahr in den Hafen von Wladiwostok einlaufen konnte, den Orten, wo Mitgliedschaften bestehen, falls Referenten verlangt Eine Resolution, die den Kartellen die Ueberwachung des Arbeiter1300 chinesische Arbeiter aus der Schantung Provinz gelandet. werden. Die Vorstände der einzelnen Mitgliedschaften find jedoch schußes, die Vertretung der örtlichen Arbeiterintereffen im allgemeinen Weitere Arbeiterdampfer wurden noch erwartet. ebenfalls verpflichtet, den Zentralvorstand dadurch zu entlasten, daß und die Förderung der schwachen Organisationen aufträgt, wird sie die Organisirung in den Ortschaften selbst übernehmen, die in einstimmig angenommen. Desgleichen ein Antrag, nach welchem ibrer Umgebung liegen. Endlich ersucht die Generalversammlung die Kartelle aufgefordert werden, Uebertretungen der Arbeiterdie Generalfommission der Gewerkschaften Deutschlands, die auf dem schuß- Bestimmungen zur öffentlichen Kenntniß zu bringen. Berliner Gewerkschaftstongreß angenommene Resolution der Hafen: Nach einem anderen Antrag, der ebenfalls Annahme findet, haben arbeiter betreffend Agitation für diesen Beruf in die That die Kartelle die Gewerbegerichtswahlen zu leiten und dabei möglichst umzusetzen. nur solche Kandidaten aufzustellen, die gewerkschaftlich organifirt Diese Resolution wurde gegen einige Stimmen angenommen find. Eine grundsätzliche Bedeutung hat der Beschluß über den und hierauf die Sigung auf Mittwoch vertagt. Antrag Düsseldorf: Die Gewerkschaftskartelle beschließen, die Hamburg, ben 7. Juli 1897. Wirthe, bei denen organisirte Arbeiter verkehren, zu veranlassen, daß In der heutigen Sigung wurde zunächst in längeren Aus- sie ihr Bier aus folchen Brauereien beziehen, welche organisirte führungen vom Hauptkassirer Will die Herausgabe des Fachorgans Arbeiter beschäftigen." Es wird hervorgehoben, daß der Antrag besprochen. Die Versammlung beschloß nach einer längeren Dis- auf einen indirekten Boykott hinauslaufe und zwar auf einen fussion, das Korrespondenzblatt" vierteljährlich erscheinen zu lassen. nach den Grundsäßen der sozialdemokratischen Partei un Sodann beschäftigte sich der Kongreß mit der Einberufung des zulässigen Boykott. Der Antrag wird abgelehnt. Von nächsten Kongresses. Empfohlen wurde, die Frage der Hafen- Düsseldorf ift ferner beantragt: Die Gewerkschaftskartelle inspektion und die Unfallversicherung zur Besprechung zu bringen. werden verpflichtet, unter den Gewerbegerichts Beisigern ihrer Auch wünscht man zum nächsten Kongreß die Seelente init hinzuzuziehen. Städte eine Agitation für wöchentliche Lohnauszahlung am Der Harburger Delegirte ersucht um die Neuerung des in Bremen Freitage ins Leben zu rufen." Der den Antrag begründende Redner gefaßten Beschlusses. Im Winter müsse eine energische Agitation empfiehlt die Sammlung lohnstatistischen Materials zur Unterstügung für die Beschickung des Kongreffes, der im Frühjahr stattzufinden der Agitation. Der Antrag wird angenommen. Zur Grörterung habe, entfaltet werden. Moje bespricht noch die rechtliche Stellung gelangt ferner der Punkt: Streiffrage und einheitliche Regelung des der Hafenarbeiter in bezug auf die Gewerbegerichte. Auch diese Gammellistenwesens für Streifunterfügungen. Folgender Antrag Frage habe den Kongreß zu beschäftigen, denn in manchen Städten wird angenommen:" Die Gewerkschaftskartelle werden angewiesen, feien die Hafenarbeiter den Gewerbegerichten nicht unterstellt, gesammelte Gelder, welche für einen Streit am anderen Orte bewährend in anderen Orten dies der Fall sei. Der Wunsch stimmt sind, nur an den betreffenden Hauptvorstand zu senden." wird laut, den Kongreß nicht zu spät stattfinden zu lassen, Die Töpfer in Planen i. V. haben durch ihren am legten spätestens im Februar. Dieser Monat sei der geeignetste, denn die Sonnabend beendeten Ausstand die zehnstündige Arbeitszeit und Flußschiffer hätten dann die meiste freie Zeit. Hierauf wurde der 25 Pf. Stundenlohn erreicht. andere bleibt dem Vorftande überlassen. Zu Punkt 4 der Tages: Innungsmeistern in Arbeit flehen, die Arbeit niedergelegt, weil die In Nürnberg haben die Schuhmachergehilfen, die bei Antrag, den Kongreß 1898 stattfinden zu lassen, angenommen. Alles Abänderung gestellt. 3u§ 4, Beitritt und Austritt aus dem Verweis gegenüber den Organisirten einfach aushob. ordnung, Statutenberathung, find verschiedene Anträge auf Innung den bisher gemeinschaftlich verwalteten Arbeitsnachband, ftellt die Mitgliedschaft Rostock den Antrag, daß Mitglieder, die wegen Schulden aus dem Verbande ausgeschlossen sind, bei späterem Wiedereintritt drei Monatsbeiträge nachzahlen sollen. Der Antrag wird abgelehnt. Partei- Nachrichten. Der unter dem Verdachte des Meineids am Montag verbaftete Genosse Süßkind in Mannheim ist, wie uns ein in später Abendstunde von dort zugehendes Privattelegramm berichtet, heute bereits wieder auf freien Fuß gefeht worden. Ueber die Betheiligung an den preußischen Landtags: Wahlen verhandelte am Sonntag eine Parteiverfammlung in Bochum. Die Stimmung der Versammlung war im allgemeinen gegen die Betheiligung, ein Beschluß jedoch wurde nicht gefaßt. Zur fächsischen Landtags- Wahl. Aus Pirna wird uns geschrieben: Die Parteigenossen im achten Reichstags- Wahlkreise fie in betracht kommenden ländlichen Landtage Wahlkreise keine haben beschlossen, bei der bevorstehenden Landtagswahl in dem für Wahlmänner aufzustellen, da folche nur in wenigen Ortschaften aus: findig gemacht werden können, sondern die Stimme direkt auf den Kandidaten abzugeben. Unter diesen Umständen tritt der Charakter der Wahlbetheiligung als eine Protestkundgebung flar hervor. Die Wählerei in Niederhaklau, jenem voigtländischen Dertchen, das die Freiheit sich herausnahm, einen sozialdemokratischen Gemeindevorsteher zu wählen, der bekanntlich von den Behörden mehrere Male abgelehnt wurde, kann nun von neuem beginnen. Wie uns mitgetheilt wird, hat nämlich der Gemeindebeamte Herrmann aus Delsnig, der nunmehr an stelle des nicht bestätigten Genoffen gewählt worden war, es abgelehnt, das Amt anzunehmen. Derselbe zieht es vor, seinen bisherigen Poften weiter zu bekleiden, er glaubt, mit dem oppositionellen Gemeinderath auf die Dauer nicht auskommen zu können. worden. Gewerkschaftliches. Berlin und Umgebung. Ausland. " B Aus London meldet heute der Telegraph: Nachdem die Arbeit. geber 25 pt. der Mechaniker entlassen, hat die Föderation der Mechaniker beschlossen, auch alle übrigen Mechaniker für ausständig zu erklären. Die Zahl der streifenden Bergarbeiter in Amerika foll, einem Reuter- Telegramm zufolge, jest 125 000 betragen. Boziales. Ueber den Streit der Zimmerer berichtet die Lohnkommission: Bis Mittwoch Mittag hatten 102 Banfirmen den Stundenlohn von 60 Pf. neben der neunstündigen Arbeitszeit bewilligt. Darunter größere Firmen wie Dabbert u. Hütten, Baumeister Gregrowius, Karlshorst, Glafenapp, Geister, Hoffmann, Groß- Görschenstraße, Achtuhr- Ladenfchluffes wird von Seiten der Handelsangestellten Die Wiederaufnahme der Agitation zu Gunsten des, Polizeiliches, Gerichtliches 2c. Rathszimmermeister Krause, Kohlemez, Lehmann, Schöneberg, vorbereitet. Die ersten diesbezüglichen Kundgebungen gehen von den - Das Stiftungsfest des Arbeiterfängerbundes der Proving Mittag, Kurfürstendamm, Baumeister Möbius, Müller 1. Dan, Handlungsgehilfinnen aus, deren größte Organisation, der Hilfs Sachsen und Anhalt, das am 18. Juli in Schkeudit stattfinden Meze, Mezing, Mais Schöneberg, Nohl u. Schällmann, Pardow u. Ko., verein für weibliche Angestellte, von neuem den Versuch machen will, follte, ist vom Merseburger Landrath verboten worden. Fast Riege, Reichstein, Simon u. Ko., Schröder, Ueberholz, Pankow, Wolf- burch Wort und Schrift für einen früheren Schluß der Ladengeschäfte fämmtliche Lieder, die gesungen werden sollten, find als„ aufreigend" fohn und andere. Ju 62 Baugeschäften ruht die Arbeit vollständig. unter den Geschäftsinhabern felbst Anhänger zu gewinnen. Daneben beanstandet worden. Beschwerde ist gegen das Verbot eingelegt Streiffarten sind ausgestellt 770. Gine größere Anzahl Geschäfte hat der Berein seinen sämmtlichen Mitgliedern, beren Bahl 10 000 haben die Erhöhung des Stundenlohnes zum Montag in Ausübersteigt, die Verpflichtung auferlegt, ihre Einkäufe vor acht Uhr' Der frühere Redakteur des Kieler Parteiorgans, Genosse ficht gestellt, da alsdann die neue Arbeitswoche beginnt. Bütgens, war angeklagt, den Regierungspräsidenten von Schleswig Im Laufe des Dienstags und bis Mittwoch Mittag meldeten sich abends zu beforgen, event. einen Theil der Mittagspause für diesen verleumderisch beleidigt zu haben. Die Beweisaufnahme ergab, daß 201 Arbeitslose. Die Lohnkommission ersucht alle zu den neuen Detailgeschäften thätigen Kolleginnen zu einer Verkürzung der aut Zweck zu verwenden, um mittelbar dazu beizutragen, ihren in der Regierungspräsident das Vergnügen des Elmshorner Arbeiter: Bedingungen arbeitenden Zimmerer, fich in den Befih von Arbeitsvereins als eine„ politische Veranstaltung" verboten hatte, weil die berechtigungskarten zu sehen, da sonst die Zahl nicht festgestellt Arbeitszeit zu verhelfen. Romiteemitglieder meist auch dem sozialdemokratischen Verein an- werden kann und in den nächsten Tagen die Kontrolle beginnt. Die Ein geheimes Zirkular versenden soeben die Bäckers gehörten. Dieses Vorgehen war als parteiisch bezeichnet worden. Liste der bewilligten Unternehmer wird Freitag herausgegeben. Innungen von Hamburg an die Meister im Reich. In Der Staatsanwalt beantragte 2 Monate Gefängniß, der Gerichtshof Durch die Königsberger Töpfer- Junnug werden in hiesigen demfelben werden die Herren Meister darauf aufmerksam gemacht, daß es in Hamburg möglicherweise bald zu einem Ausstand der vertagte die Urtheilsverkündigung auf Sonnabend. Blättern ca. 60 Ofenfeger nach dort verlangt. Nach genauer ErNachdem die parlamentarische" Schonzeit" für Preßfünder, kundigung bei den Königsberger Kollegen ist dies wiederum ein Bäckergesellen kommen könne, da die dortigen Jnnungen die Forde die zugleich Reichstagsabgeordnete sind, mit dem kürzlich erfolgten Manöver der dortigen Innung. Wir ersuchen speziell die Berungen des Gehilfen- Verbandes auf Abschaffung von Kost und Logis Schluß der Session zu Ende gegangen, haben manche unserer Genoffen( Iiner Kollegen, den Zuzug nach dort zu vermeiden und jener die Herren Kollegen" die Hamburger thatkräftig unterstüßen durch beim Meister abgelehnt haben. Tritt dieser Fall ein, so möchten häufiger, als ihnen lieb, mit dem Staatsanwalt zu thun. So hatte Annonce nicht Folge zu geben. Der Vertrauensmann der Töpfer Bufendung von Gesellen, von Lehrlingen, die im zweiten, respektive Genosse Schmidt, Redakteur der Frankfurter, Volksstimme", dieser Berlins und Umgegend. dritten Lehrjahre stehen, und wenn angängig, von Meister. Tage Vernehmung wegen zweier gegen ihn anhängiger Klagen und Dentsches Reich. in einigen Tagen soll er noch wegen sechs weiteren Anklagen ver söhnen, auf deren Hilfe wir ganz besonders Die Betheiligung der Gewerkschaften an dem Inter- rechnen. Sämmtliche Unkosten, Reisespesen für die uns zu nommen werden. nationalen Kongreß für Arbeiterschutz in Zürich empfiehlt die gefandten Hilfskräfte 2c. 2c. werden Ihnen prompt wieder zurückGeneralkommission in der letzten Nummer des Correspondenz erftattet. Sie tönnen versichert sein, daß die Hamburger Jnnungen VII. Generalversammlung des Verbandes der blattes". Sie spricht sich aber nur für eine mäßige Beschichtung aus Ihnen dankbar sein werden und jederzeit zu Gegendiensten gerne und zwar so, daß jede Industriegruppe nur je einen Vertreter ent- bereit." Hafenarbeiter Deutschlands. fendet. Im Mittelpunkt der Bewegung der betreffenden Industrie- Nachdem dann die in Hamburg üblichen Söhne angegeben, Hamburg, den 6. Juli 1897. zweige sollen nach dem Vorschlage der Generalfommission Komitee's heißt es weiter: Sollte also hier ein Streit der Gesellen ausbrechen, gewählt werden, welche die Wahlen leiten und die Kosten, die sich so wird die Kommission sich erlauben, unverzüglich an Sie ein kurz250 m. belaufen, aufzubringen hätten. für einen Delegirten aus Nord- oder Mitteldeutschland auf etwa gefaßtes Telegramm zu senden, unterzeichnet:" Bäcker- Junungen in Hamburg;" die Hauptsache wäre dann ja, daß Sie die Freundlich" " = Einen Theil des Berichts der Sizungen haben wir bereits in der geftrigen Nummer veröffentlicht, über den Schluß dieser Sigung liegt uns folgender Bericht vor: Der Delegirte aus Danzig berichtet, daß die dortige Mitglied- Ein neues Mittel, die Koalitionsfreiheit" der Gewerkschaften feit hätten, uns die betreffenden Meisterföhne, Gefellen, Lehrlinge schaft während der Zeit des Hamburger Streits gegründet wurde. zu unterbinden, bat ber für Carlowig in Schleften zuständige fofort zuzusenden und die Ankunft derselben durch Telegramm zu Damals betrug die Mitgliederzahl 17, jetzt 64. Die Arbeitsverbält Amtsvorsteher entdeckt. Gegen die Abhaltung einer Bauavifiren; wir würden diefelben am Bahnhof empfangen, andernfalls niffe find zur Beit traurig, denn im Hafen befinden sich nur wenig arbeiter Versammlung in der Kantine des Wirthes Eeiffert wollen Sie dieselben ersuchen, bei Ankunft in Hamburg fich per Schiffe. Die Arbeitszeit dauert von morgens 5 bezw. 6 bis abends hatte er an sich nichts einzuwenden, verbot aber jedweden Verkauf Wagen fahren au laffen nach der Bäcker Herberge, 7 bezw. 8 Uhr. von Speise und Trank. Der Gendarm war angewiesen, eventuell Gr. Mühlenstr. Nr. 7". Man fiebt, die sonst filzigen Herren die Kantine zu schließen; die Versammlungsbesucher behalfen sich Meister sind bereit, es sich etwas tosten zu lassen, wenn sie dadurch mit Waffer. Die Konzeffion des Kantinenwirths ist vom nur die Unterdrückung der Gefellenbewegung erreichen können. D6 6. Mai 1895 datirt und lautet dahin, daß ihm erlaubt sei, das auf die Dauer gelingen wird, möchten wir allerdings be= während der Bauzeit in Carlowig den uneingeschränkten Ausschank zu zweifeln. betreiben. Die Behörde legt offenbar die Konzession dahin aus, Das Dortmunder Gewerbegericht hat den Arbeitgebern Daß der Sonntag keine Bauzeit sei und folglich an diesem Tage empfohlen, die 2obnzahlungen auf feinen Fall auf den Sonnnicht ausgeschänkt werden darf. Demgegenüber ist nun aber die abend zu verlegen. Vielmehr solle mit Rücksicht auf den Mittwochs Thatsache hervorzuheben, daß dem Wirth bis date nicht untersagt und Sonnabends stattfindenden Wochenmarkt diese am Dienstag oder war, an Sonntagen zu schänken und ihm auch bis jetzt noch kein Freitag erfolgen. diesbezügliches Berbot für andere Sonntage zugegangen ist. Nach alledem muß das Schänfverbot am 4. d. M. lediglich als eine gegen die Gewerkschaften gerichtete Maßregel angesehen werden, die freilich ihren Zweck nicht erreichen wird." 0 Gerichts- Beifung. Zu dem Bericht des Dresdener Delegirten ist noch nachzutragen, daß die meisten Hafenarbeiter beschäftigungslos sind und daher der Lohn zwischen 600 M. und 800 M. schwankt. Die Baggerer, die in Akkord arbeiten, haben wohl einen Lohn von 30 W. bis 35 M., jedoch ist die Arbeit abhängig von der Witterung, so daß höchstens im Jahre etwas über 30 Wochen Arbeit vorhanden ist. Die Berichte der Speicherarbeiter Hamburg, Schiffs maler Hamburg und Schiffsreiniger Hamburg bieten nichts Neues. Damit ist die Berichterstattung der Delegirten zu Ende. Der Vorstgende Kellermann fonstatirt, daß aus den Berichten der Delegirten hervorgehe, wie schlecht es mit den Lohns Im Prozeß Sinh wurde gestern das Urtheil gefällt. Die und Arbeitsverhältnissen der Hafenarbeiter bestellt sei, leider aber nur verhältnißmäßig wenige der Organisation der Hafenarbeiter Die Böttcherbewegung in Magdeburg hat nach den Mit Beschworenen sprachen den Angeklagten schuldig bes betrüges Mitrischen Bankrotts und der Anstiftung zu der von angehören. Damit ist der zweite Punkt der Tagesordnung ertheilungen des dortigen Partei- Organs einen für die Arbeiter sehr dem Geschäftsführer Müller begangenen Strasthat. Alle Fragen in ledigt. günstigen Abschluß gefunden. Während die außerhalb der Innung Zum dritten Punkt der Tagesordnung, Agitation, spricht fiehenden Meister mit Ausnahme eines- den Zehnstundentag betreff der Betrugsfälle wurden verneint. Dem Angeklagten Landahl: Ueberall sebe es noch traurig aus mit der Organisation unter Beibehaltung des jeßigen Lohnes bewilligt hatten, ist nun auch der Hafenarbeiter. Vor allem müsse jetzt darauf gesehen werden, die Innung diesem Beispiele gefolgt. Die Buckauer Brauerei von daß die Kollegen der Binnenhäfen organisirt würden. Zu diesem Zwecke Reichard u. Schneidewin hat nicht nur für die Böttcher, sondern empfehle er, eine systematische Agitation zu entfalten. Das geschehe am besten im Winter durch Flugblätter und Versammlungen. Es sei ja nicht zu verkennen, daß solches Unternehmen nicht leicht sei, denn die Oberländer Hafenarbeiter arbeiteten noch häufig mit in anderen Berufen und ständen der Arbeiterbewegung zum theil recht fern. Aber durch aus nöthig sei die Organisation der Binnenländer, damit diese nicht ihren etwa in eine Lohnbewegung eingetretenen binnenländischen Kollegen und den Kollegen der Seehäfen in den Rücken fielen, wie das beim letzten Hamburger Streit geschehen sei. Rellermann schlägt vor, den Punkt Agitation, den Landahl schon behandelt hat, mit dem fünften Punkt der Tages ordnung, Organisation, zu verbinden. Die Versammlung stimmt dem Vorschlage zu. für den ganzen Betrieb den Behnstundentag eingeführt. Ebenso hat die Bofener Sprit- Aktiengesellschaft die Forderung bewilligt. Die Brauerei Bodenstein hat den Böttchern 1 M. Lohn zugelegt und versprochen, in nächster Zeit für den ganzen Betrieb den Behnstundentag einzuführen. In Wilhelmshaven find die Töpfer in den Streit getreten, nachdem die Verhandlungen mit den Meistern sich zerschlagen haben. Sie fordern 91/2 ftündige Arbeitszeit und 5 M. Tagelohn bezw. 55 Pf. Stundenlohn. Vom Maurerftreit in Erfurt. Zwischen beiden Parteien hatten durch gewählte Bertreter Unterhandlungen stattgefunden, die zu einer Beendigung des Streits hätten führen können, denn die in der Kommission vertretenen Unternehmer hatten selbst mit für die Schippmann Altona: Die jetzt gewünschte weitgehende Annahme der Beschlüsse gestimmt. Trotzdem nahm die Versammlung Agitation wäre schon lange unternommen worden, wenn es nicht der Unternehmer biese nicht an; die Gehilfen hatten die Kommissionsflets an Geldmitteln gefehlt hätte. Durch den Hamburger Streit fei die Agitation im angeregten Umfange aber als durchaus noth- beschlüsse mit 164 gegen 25 Stimmen anerkannt. In Weimar dauert der Streit der 26 Arbeiter der Meyer'schen wendig erwiesen, und es müsse nun entschieden vorgegangen werden, Eine gute Organisation würde nicht nur den Arbeitern, sondern Bigarrenfabrik unverändert fort. Unterstützungen sind zu fenden an Joh. Hemmrich, Friesstr. 3. auch den Arbeitgebern zu gute kommen. An der weiteren Diskussion über diesen Gegenstand nehmen Der Tischlerstreik in Hannover hat 7507. getoftet, noch mehrere Delegirte das Wort, die einmüthig eine rege und plans während die Einnahmen 7307 M. betrugen. wurden mildernde Umstände zugebilligt. Der Staatsanwalt beantragte wegen des betrügerischen Bankrotts zwei Jahre sechs Monate Gefängniß und fünfjährigen Ehrverlust, wegen der Anstiftung eine Geldstrafe von 1000 M., oder im Nichtzahlungsfalle einen Tag für je 15 Mark. der Gerichtshof erkannte auf zwei Jahre Gefängniß, burch die erlittene Untersuchungshaft für verbüßt erachtet. 5 jährigen Ghrverluft und 1000 M. Geldstrafe. Es wurde ein Jahr Die Frage, in wieweit ein Rechtsanwalt mit feinen Rathschlägen seinen Klienten gegenüber gehen darf, unterliegt zur Beit der Prüfung des Ehrengerichtshofes der hiesigen Anwaltskammer. Wegen eines groben Verstoßes gegen die Bestimmungen der Anwaltsordnung ist gegen einen hiesigen Rechtsanwalt ein Disziplinar verfahren eingeleitet worden. Die Anwaltsordnung hält es mit den Pflichten und der Ehre des Standes nicht für vereinbar, an Klienten Rathschläge zu ertheilen, welche die Sache verdunkeln oder ver= schleppen, die Wahrheit verschleiern oder die Rechtspflege unwirksam machen können. Der in Rede ſtehende Anwalt hat nun einem Klienten den Rath ertheilt, mit Rücksicht auf die zu befürchtende Höhe der Strafe die Flucht zu ergreifen und hat zu diesem Zwecke noch eifrig die völkerrechtlichen Verträge studirt, um ein Land zu ermitteln, welches nicht ausliefert. Der Vorfall hat obendrein ein tragi- komisches Gepräge. Der Klient hat den Rath seines An walts befolgt, er hat sich in einem fremden Lande niedergelassen, aber in dem neuen Asyl gefiel es ihm nicht. Dort hatte er eine höchft ungewiffe, bezw. gar keine Existenz vor sich, während er hier Hauptgottesdienstes auf Verordnung des Regierungspräsidenten nach der ersten Wählerklasse sozialdemokratische Stimmen abgegeben werdes ein einträgliches Geschäft hatte, das selbst dann noch seinen Mann gelassen. Das Bestehen dieser Verordnung sei von der Straffammer würden. Es fäme hier eben auf einen Versuch an. Würde es unn zu nähren vermochte, wenn der Inhaber auch eine längere Pause übersehen worden, und es sei daher zu prüfen, ob diese nachgelassene nicht gelingen, genügend Wahlmänner unserer Partei durchzubringen, hinter Gefängnißmauern machen mußte. Der Flüchtling faßte den Zeit überschritten worden sei. Die nun erneut stattgehabte Ber- dann blamirten wir uns durchaus nicht, es wäre dann Schuld des Entschluß, hierher zurückzukehren und sich freiwillig dem handlung und Beweisaufnahme ergab, daß die Lehrlinge an Sonn- elendesten Wahlsystems. Er ersucht die Anwesenden, wohlweislich alles Gericht zu stellen. Diesen Entschluß führte er alsbald aus. und Feiertagen bis gegen Mittag, wenn auch mit Unterbrechungen, zu erwägen, was für und gegen die Wahlbetheiligung spricht, um Vor etwa drei Monaten stand er Als Sühne für diese widerrechtliche nach bestem Wissen und Gewissen sich zu dieser so wichtigen Frage vor dem Landgericht I beschäftigt worden waren. In der hierauf folgenden Diskussion ermahnt auf der Anklagebant, um trotz des Rathes seines Anwalts und zu Ausnutzung der Lehrlinge wurde auch diesmal die früher festgesetzte zu äußern. Görke, die Versammelten, die feiner eigenen Ueberraschung freigesprochen zu werden. Strafe von 10 M. Geldbuße eventuell 2 Tage Haft für angemessen der Vorsitzende, Genosse Hinterher entstanden zwischen dem Anwalt und seinem Klienten erachtet. Frage fühl und fachlich zu behandeln, und erhält sodann Differenzen wegen der Gebühren, die zu einem Zivilprozeß führten. Eine aufgeregte Friseurin saß gestern in der Person der der Genosse Bey das Wort. Derselbe verwirft jeden Kompromiß In diesem bürgerlichen Rechtsstreite kamen die Rathschläge zur unverehelichten Martha Leimbo3 wegen gefährlicher Körper- mit den Freisiunigen, da absolut kein Verlaß auf dieselben ist und Flucht zur Sprache, welche der nunmehrige Kläger dem Beklagten verletzung auf der Anklagebant vor der 135. Abtheilung des Amts- hält eine Betheiligung an den Abgeordnetenwahlen für vollständig und früheren Klienten gegeben hatte. Der Zivilrichter nahm von gerichts I. Die Angeklagte frifirt hauptsächlich Schauspielerinnen, ausgeschloffen. Nunmehr ergreift Reichstags Abgeordneter Genosse diesen Aufklärungen pflichtschuldigft Notiz und ließ die Sache an unter deren Launen fie angeblich viel hat. Stadthagen das Wort, um in längeren Ausführungen seinen leiden zu feine vorgesetzte Behörde gelangen, durch welche die Sache an den Hauptsächlich machte ihr die Frisur eines Fräulein Krause Standpunkt darzulegen. Es geht hieraus hervor, daß auch er Gegner Ehrengerichtshof der Anwaltskammer ging, der demnächst über den viel zu schaffen, da Tektere faft täglich eine neue Haar- einer Betheiligung an den Wahlen zum preuß. Abgeordnetenhauſe iſt. Fall entscheiden wird. tour wünschte, die sich aber nicht immer nach Wunsch ausführen Reine noch so wichtige Frage in diesem Hause sei geeignet, uus von In dem ehrengerichtlichen Verfahren wider den Rechts- ließ, weil das Haar sich nicht entsprechend anschmiegte. Am 13. Mai d. J. unserem jetzt eingenommenen Standpunkte abzubringen, auch fann anwalt A. Ballien ist nunmehr erst die Entscheidung des Ehren verlangte nun die Schauspielerin eine außerordentlich phantastische das elende Wahlgesetz uns durchaus nicht zur Betheiligung anregen. gerichtshofes am Reichsgericht bekannt geworden. B. war vom Frisur, wie sie ein Modell gesehen hatte, die aber die Angeklagte nach Jeder Kompromiß mit einer anderen Partei ist zu verwerfen, denn ob Ehrengerichte der hiesigen Anwaltskammer mit der höchsten Strafe, mehrfachen Versuchen nicht ausführen konnte, indem die Naturlöckchen Junker oder Freisiun, alle ziehen an einem Strange, wenn es ſich nämlich mit Ausstoßung aus dem Anwaltsstande, bestraft worden. nicht fißen wollten. Es kam schließlich zu einem Wortstreite, dem die darum handelt, die Rechte des Proletariats zu verkürzen. Nur die Kürzlich wurde von einer hiesigen Korrespondenz bereits gemeldet, Angeklagte dadurch ein kurzes Ende bereitete, daß sie ihrer Fristerdame Sozialdemokratie allein kann die Macht des Junkerthums brechen. daß der Ehrengerichtshof in Leipzig das Urtheil des hiesigen Ehren- die Brennmaschine an den Kopf schleuderte. Der brennende Spiritus Wohl wäre dem fünftigen Parteitage zu empfehlen, einen Beschluß gerichts einfach aufgehoben habe. Dies ist nicht ganz zutreffend. floß über die linke Wange und brachte der Schauspielerin er- dahin zu fassen, daß in solchen Bezirken, wo Aussicht vorhanden ist, Der Ehrengerichtshof am Reichsgericht hat zwar mit Rücksicht hebliche Brandwunden bei, deren Narben noch heute das Geficht einen Genossen, aber nur einen solchen, durchzubringen, sich die darauf, daß der Beschuldigte noch ein sehr junger Anwalt ist, der sich verunzieren. Hierauf flüchtete die Friseurin Friseurin und überließ Sozialdemokraten betheiligen mögen; es muß jedoch den Genossen über die hohen Pflichten seines Standes wohl noch nicht recht flar ge- die brennende Tame ihrem Echicksale; erst eine Freundin, in jedem Staate überlassen sein, so zu handeln, wie sie es für gut worden, von der Ausstoßung aus dem Anwaltstande abgesehen, die gerade anwesend war, holte einen Arzt herbei und befinden. dafür aber das der höchsten Strafe nächsistehende Strafinaß gewählt, setzte die Polizei in Kenntniß. Einige Tage später leistete die Massen wirken, nämlich 2000 Mark Geldstrafe und einen Verweis. Friseurin Abbitte und wollte die Doktorkosten erstatten, doch war und Es ist früher verbreitet worden, daß das Disziplinarverfahren, der Strafantrag schon gestellt. Während der Staatsanwalt wegen hierdurch eine fürchterliche Verwirrung hervorgerufen werden. Er welches mit diesem Urtheil abgeschlossen worden ist, auf einen Streit vorfäßlicher Körperverlegung 1 Monat Gefängniß beantragte, zog zwischen den Brüdern B. zurückzuführen fei, dies entspricht jedoch der Gerichtshof die große Erregung und spätere Neue als mildernd nicht den Thatsachen. Die Ursache bildet vielmehr die Verquickung in betracht und erkannte auf 14 Tage Gefängniß. eines galanten Abenteuers mit der berufsamtlichen Thätigkeit und der versuchten Gebühren Erhebung für die lettere. Versammlungen. Der ein Wie sollen wir auch bei der Agitation bei den großen wenn wir einmal den Freisinn bekämpfen Schöneberg. Am 5. Juli fand hier im Lokale des Genossen Obit die Generalversammlung des Arbeiter Bildungsvereins statt. Nach dem Bericht des Kassirers über die Abrechnung vom zweiten Quartal und vom Stiftungsfest hielt Genosse Robert Schmidt einen Vortrag über die Betheiligung an den Landtags= wahlen. Redner wandte sich gegen die Betheiligung an den Wahlen wie wenig Einfluß und legte in ausführlicher Weise dar, bei Arbeiterklasse diesem Wahlsystem Er auf das die Wahl habe. dieser In der fich hieran all= gebniß schließenden Diskussion betheiligten sich verschiedene Genoffen für und gegen die Betheiligung. U. a. trat Genosse Röster dafür ein, daß eine preußische Parteitonferenz hierzu Stellung nimmt und nicht der Parteitag. Nachdem sich die Diskussion ziemlich lange ausgedehnt, wurde ein Vertagungsantrag angenommen und der Vorstand beauftragt, zu der nächsten Versammlung, die am 19. Juli stattfindet, einen Rorreferenten zu beschaffen. der Kläger beſtätigte geſtern der zweite Senat des Ober: Wer solches werde sie aber im Intereſſe der Bewegung auf Depeschen und lehte Nachrichten. waltungsgerichts das Urtheil des Bezirksausschusses, soweit es die Besteuerung mit 10. pro Tag betrifft. Die Frage der Zulässigkeit der höheren Besteuerung soll später entschieden werden. Das Gericht war der Meinung, daß bei ter Feststellung der Frage, ob eine Luftbarkeit vorliege, von wesentlicher Bedeutung die Thatfache sei, daß die Absicht bestand, Gewinn zu erzielen. Im übrigen müßten sich die Gerichte betreffs des Begriffs Lustbarkeit" an den allgemeinen Sprachgebrauch halten. " friedliches 1001= über Pirna, 7. Juli.( Privatdepesche des Vorwärts.") Seit heute früh ist bei dem hiesigen Postamt ein Geldbrief mit 40 000 M. ver schwunden. Der That verdächtig ist ein Assistent, der seit zwei Tagen beurlaubt ist. " das andere Mal denselben empfehlen, es würde empfiehlt daher, es beim bisherigen Modus zu belaffen und eine Betheiligung an den Abgeordnetenwahlen strikte abzulehnen. Redner nimmt noch bezug auf einen Artikel aus der Welt am Montag", in welchem der Zerfall der Sozialdemokratie schon drastisch geschildert wird.( Lebhafter Beifall.) Es betheiligen fich weiter an der Diskussion die Genossen Vogel und Stöhr, ersterer spricht Die Kreuzigung Chrifti" als Luftbarkeit. Alljährlich pilgern Tausende und Abertausende überfrommer Katholiken nach Eine sehr gut besuchte Manrerversammlung mit der Tages für, letterer gegen Wahlbetheiligung. In seinem Schlußwort geht dem rheinischen Orte Kevelaer, um dort in religiösen Gefühlen zu ordnung: Wie stellen wir uns zu dem Vorgehen einzelner Baufirmen, Dr. Arons auf die Ausführungen Stadthagen's näher ein. Zu Berschwelgen. Diesen Armen im Geifte einen besonderen Genuß zu lagie am Dienstag im Keller'schen Saale. Der Referent Silberschiedenem theilt Gen. Görcke noch mit, daß seitens des Vorstandes verschaffen vielleicht auch des Verdienstes wegen; wer fann's ich in i dt beleuchtete zunächst alle die Gründe, welche die in der beschlossen worden ist, am Sonntag, den 25. Juli in Bismarckshöhe wissen hat sich nun die Rotterdammer Firma J. Ticq und legten Versammlung beschlossene Aufhebung des Streits als rathsam ein Sommerfest stattfinden zu lassen. Zur Zeitung desselben ist ein Sohn mit mehreren ehrenwerthen Leuten zusammengethan erscheinen ließen und führte weiter aus, daß wohl niemand ge- Komitee von 15 Mitgliedern gewählt, welches im Verein mit dem und in Revelaer ein Roloffalrundgemälde Chrifti Kreuzigung" glaubt habe, mit diesem Beschluß sei der Lohnkampf end- Borstande alle dahin bezüglichen Arrangements zu treffen hat. Da ausgestellt. Es sind dabei betheiligt Kommerzienrath Melchers in giltig aufgehoben. Schon nach den Kämpfen früherer Jahre weiteres nicht angeregt wurde, schloß der Vorsitzende die gut be Mainz, Bantier Gundlach in Mainz und die Firma Eckstein und hätten stets die Unternehmer versucht, die Errungenschaften des suchte Versammlung mit einem dreifachen Hoch auf die SozialEssewein in Backnang. Zu dem Rundgemälde hatte jeder. Zutritt, Streits wieder rückgängig zu machen. Auch diesmal hätten einzelne demokratie. Entree bezahlt. Der Magistrat von Kevelaer zog die Baufirmen nach dem Streit wieder eine Lohnherabseßung eintreten Veranstalter der Ausstellung zur Lustbarkeitssteuer heran, zunächst lassen, wobei sie allerdings in den meisten Fällen auf energischen mit 10 M., dann mit 50 M. täglich. Nach vergeblichem Einspruch Widerstand der Maurer gestoßen seien. Leider hätten sich aber auch flagten die Betheiligten gegen den Bürgermeister, wurden aber vom in manchen Fällen die Kollegen ruhig die Abzüge gefallen Kreisausschuß zurückgewiesen. Sie legten nunmehr Berufung ein laffen. Zu einer solchen muthlosen Duldung sei gar fein Grund und machten geltend, daß es sich hier doch nicht um eine Luftbarkeit vorhanden. An Mitteln zur Fortführung des Kampfes feble es nicht. handele. Aber auch der Bezirksausschuß in Düsseldorf erkannte zu Wenn jetzt die Berliner Maurer nicht mit verdoppelter Energie das ihren Ungunften. Unter Luftbarkeiten seien nicht nur solche Dar Errungene aufrecht erhalten, dann sei ein gewaltiger Rückgang unbietungen zu verstehen, die dazu dienen, auf die Sinne belustigend ausbleiblich. Es möge also niemand den Kopf hängen lassen, wenn oder unterhaltend einzuwirken, ohne zugleich eine veredelnde Wirkung einzelne Unternehmer ihre Bewilligung zurückziehen, sondern, wo es anzustreben, sondern auch solche Unternehmungen, bei deren Veran nöthig ist, unverzagt den Kampf fortzuführen bereit sein. Die Lohnstaltung ein höheres wissenschaftliches oder Kunstinteresse obalte. tommission sei überzeugt, daß die Lohnbewegung auf sehr günstigen Solche Darbietungen schließe aber die Steuerordnung nur dann von Grundlagen ruhe. Seitens mancher Kollegen wären abfällige der Luftbarkeitssteuer aus, Wenn man wenn die Darbieter damit einen Bemerkungen über die Kommission laut geworden. Erwerbszweck zu eigenem Vortheil nicht verfolgten. Ohne mit der Geschäftsführung derselben nicht zufrieden sei, dann möge Zweifel bestehe aber hier eine derartige Absicht. Auf die Revision man ihr ein uuzweideutiges Mißtrauensvotum ertheilen. Ohne ein ihrem Posten bleiben. Der Redner empfahl namens der Lohnkommission folgende Resolution: Durch das Zurückziehen des bewilligten Lohnes seitens einzelner Baufirmen ist aufs neue der Beweis erbracht, daß ein mit den Unternehmern Zusammengehen ift. Der Desfentlichkeit mag das Urtheil möglich einen so schmöden Bruch des gegebenen Versprechens überlassen Köln, 7. Juli.( V. H) Die R. 3." meldet aus Philippopel: bleiben. Die Versammlung erklärt: jedem Versuch der Unter- Die Aufregung gegen Defterreich, welches mit großer Entschieden= nehmer, den bereits bewilligten Lohn zurückzuziehen, mit aller heit darauf besteht, daß die Untersuchung gegen die hochgestellten In der eigenthümlichen Lage, den Klageweg zu beschreiten, Energie, nöthigenfalls durch Arbeitsniederlegung entgegenzutreten. Mörder der unglücklichen Wienerin Anna Simon fortgeführt wird, obwohl er überzeugt ist, daß die eingeklagte Forderung berechtigt ist, Kollegen, welche aus diesen Gründen die Arbeit niederlegen, erhalten greift immer weiter um sich. Bis zu welchem Grade die bulgarische befindet sich der Direktor des Berliner Theaters, Herr Alois Pr as ch. eine Unterstügung von 3 M. pro Tag. Die Versammelten erklären, Verbrechen einfach todtzuschweigen, nicht durchdringt, geht am besten vorigen Jahres in Wildenbruch's König Heinrich die Königin. Als für einen festen Zusammenschluß in der Organisation auf allen aus dem Umstande hervor, daß sie die mit Desterreich gepflogenen Die Schauspielerin Frau Teresina Geßner spielte am 16. April mit verdoppelter Kraft für die Interessen der Maurer einzutreten und Regierung dadurch verletzt ist, daß sie mit ihrer barbarischen Praxis, fich ihr, während sie mit dem Kinde auf einem Schemelstuhle saß, Bauſtätten Propaganda zu machen." In der Diskussion machte fich Verhandlungen wegen Waffenlieferungen abgebrochen und andere der König in den Schoß warf, neigte sich der leicht gebaute Stubi allgemeines Einverständniß mit der Haltung der Lohnkommission mit Rußland angeknüpft hat. Angeblich hat Rusland sich bereits nach vorn und brach zusammen. Die Königin gerieth mit dem linfen bemerkbar. Mehrere Redner führten an, daß die Firma Lachmann mit Rußland angeknüpft hat. Angeblich hat Rußland sich bereits zu liefern. Bein unter die Laſt und zog sich einen Knöchelbruch und eine Ver-. Zauber, eine der ersten, welche die Bewilligung zurückzogen, die verpflichtet, Bulgarien 100 000 Gewehre und 25 000 000 Patronen renkung des Fußgelenkes zu. Sie befand sich infolge dessen bis Juvalidenkarten der streikenden Arbeiter mit einem Zeichen Bückeburg, 7. Juli.( W. T. B.) Die„ Schaumburg- Lippische habe. Ferner wurde, auch seitens der LohnMitte Oktober in ärztlicher Behandlung und war nicht im stande, versehen Landeszeitung" theilt mit, daß das zur Entscheidung in der aufzutreten. Die für die Kur und Pflege nothwendigen Ausgaben kommission, ausdrücklich darauf hingewiesen, daß der in der vorigen Lippischen Thronfolgefrage eingesetzte Schiedsgericht die Ansprüche beliefen sich auf 694 M. Ihren Ausfall an Gage und Spiel- Versammlung gefaßte Beschluß in dem Bericht des" Vorwärts" des Grafen Ernst zur Lippe- Biesterfeld anerkannt habe. Straßburg i. E., 7. Juli.( B. H.) Die Straßb. Poft" Honorar berechnete die Künstlerin unter Berücksichtigung des Um nicht ganz forrekt wiedergegeben und daher auch von den Kollegen standes, daß ihr für eine gewisse Zeit der Dienstunfähigkeit schon vielfach mißverstanden fei. Der Beschluß laute nicht, daß jeder dementirt die Meldung eines Berliner Blattes, daß die Initiative vor dem Unfalle ein Urlaub bewilligt worden war, auf 3258 M. Maurer jetzt das Recht habe, für 55 Pf. zu arbeiten, sondern es sei zur Ernennung des Herrn v. Podbiesli zum Staatssekretär des Da nun nach dem Engagementsvertrage auf grund der allgemeinen den Streifenden nur gerathen worden, auf solchen Bauten Arbeit Reichspostamts vom Reichskanzler ausgegangen sei. Fürst Hohens Bestimmungen die Direktion bei Unglücksfällen, abgesehen von al nehmen, die zum größten Theil von Streitbrechern besetzt sind. lobe habe den Unterstaatssekretär Dr. Fischer vorgeschlagen; als weiteren Entschädigungsansprüchen, zur Zahlung des gesammten Wenn sie auf diesen Bauten nur 55 Pf. erhielten, so sollten sie der Kaiser darauf nicht einging, sei ein anderer höherer PostEinkommens für die Dauer der Dienstunfähigkeit verpflichtet doch in erster Linie die Streifbrecher für die Forderung einer beamter in Vorschlag vom Fürsten Hohenlohe gebracht worden. ift, so erhob Frau Teresina Geßner gegen den Direktor Lohnerhöhung zu gewinnen fuchen, damit man zu geeigneter Beit Die Gegenzeichnung der Ernennung Podbielsti's habe der Fürst eine Forderung von im ganzen 3952 W., da sie in Ausübung des auch auf diesen Bauten für den Lohn von 60 Pf. eintreten könne. nicht abgelehnt, weil er seinen etwaigen Rücktritt nicht von einer Dienstes sowohl als auch durch ein Verschulden der Angestellten des Nach Schluß der Debatte wurde die Resolution einstimmig an: Personenfrage habe abhängig machen wollen. Dr. Fischer sei vom Beklagten insofern verunglückt ist, als der Auffeber über die Möbel- genommen und der Beitrag zum Streiffends auf 1 M. pro Woche Kaiser nicht akzeptirt worden, weil dieser der Ansicht war, Fischer arbeiten und der Inspizient hätten wissen müssen, daß ein Stuhl festgesetzt mit der Maßgabe, daß der, welcher nur drei Tage in der sei bei der Beamtenschaft nicht beliebt. Für die Wahl Podbielski's wie der verwendete, eine so schwere Belastung mit so starken Be- Woche gearbeitet hat, nur 50 Pi. zahlt. Die Streikkarten werden sei der Gedanke des Kaisers maßgebend gewesen, an die Spitze der wegungen nicht tragen konnte. Direktor Prasch erkennt die Forde- jetzt ausschließlich auf dem Hauptbureau abgestempelt. Postverwaltung gehöre ein Mann von hervorragendem OrganisationsDer Verband der in Holzbearbeitungs- Fabriken und auf und reformatorischem Talent. Diesen Mann glaubte der Kaiser in rung der Künstlerin als durchaus berechtigt an und würde sie gern erfüllen; trotzdem aber muß er sich verklagen laffen. Holzplätzen beschäftigten Arbeiter Deutschlands( iliale den Kreisen der Fachleute nicht finden zu können, wohl aber in der Nach einem Unfallversicherungs Vertrage mit der Gesell- Berlin I) hielt am 5. d. Mis. bei Wilke, Andreasstraße, feine Person Podbielski's. schaft Allianz" ist er nämlich nicht berechtigt, den Ent- regelmäßige Mitgliederversammlung ab. Nachdem der Vorsitzende schädigungsanspruch ohne vorherige ausdrückliche Genehmigung der erklärt hatte, daß die Abrechnung erst in der nächsten Bersammlung Gesellschaft anzuerkennen oder durch Zahlung abzufinden, wenn er vorgelegt werden könne, da zwei Revisoren bei Aufstellung derselben nicht alle Ansprüche an die Gesellschaft aus dem fraglichen Unfalle nicht anvesend waren, wurde der Antrag des Vorstandes, das Ver verwirken will. Er muß sich nun auf grund dieses Vertrages ver- fehrslokal und den Arbeitsnachweis zu verlegen, nach lebhafter flagen laffen, um seinerseits für den der Klägerin erwachsenen Diskussion gegen 6 Stimmen angenommen. Das vom Vorstand Schaden die Allianz" in Anspruch nehmen zu können. Die vorgelegte Arbeitsnachweis- Reglement wurde nach kurzer Diskussion 15. Bivilfammer( Landgerichtsdirektor Lönnies) hat sich den ver- en bloc angenommen. Der Antrag des Vorstandes, die Auszahlung hängnißvollen Stuhl vorführen lassen und beschlossen, einen gericht der 50 Pf. an Bersammlungsabenden an Arbeitslose, welche länger lichen Sachverständigen darüber zu vernehmen, ob ein Verschulden als 14 Tage arbeitslos sind, aufzuheben, wurde gegen 5 Stimmen des Direktors oder seiner Angestellten vorliegt. Hierüber will die angenommen. Ferner wurde der vom Vorstand vorgelegte Entwurf zur Aufnahme der Unfallstatistik angenommen. Allianz" ein gerichtliches Urtheil haben. " " " Triest, 7. Juli.( B. H.) In Janina( Albanien) werden feit acht Tagen heftige Grdsöße verspürt, die in der Bevölkerung große Panik hervorrufen. Alles kampirt im Freien. Paris, 7. Juli.( W. T. B.) Einer Depesche des Figaro" aus Petersburg zufolge ist die Ernennung von Nelidow's zum Bots schafter beim Quirinal absolut entschieden. " Die Staatsanwaltschaft hat die strafgerichtliche Untersuchung gegen die Direktionen von 12 Porzellanwaaren- Fabriken wegen Waarenwuchers eingeleitet. Die Direktionen hatten ein Kartell des bildet und mehrere Konkurrenten zur Sperrung ihrer Fabriken ge zivungen. Paris, 7. Juli.( B. H.) Die Kammer bewilligte einen Kredit von 5 250 000 Fr. für die durch die Verheerungen in diesem Jahre geschädigten Steuerzahler. # Zur Frage der Sonntagsruhe im Fleischergewerbe. Charlottenburg. Mit der Frage: Betheiligt sich die SozialWegen Gewerbevergehens war der Fleischermeister Forch zu Lands: demokratie an den Landtagswahlen" beschäftigte sich am Donnerstag, Brüffel, 7. Juli.( B. H.) In der Kammer wurde heute die berg vom dortigen Schöffengerichte zu einer Geldbuße von 30 M. den 1. Juli eine von dem sozialdemokratischen Wahlverein für verurtheilt worden. Forch hielt zwei Lehrlinge, welche er an Sonn- Teltow Beesfow- Storfow- Charlottenburg im Lokale Bismarckshöhe Besprechung der sozialistischen Interpellation betreffs des Ausstandes tagen länger als fünf Stunden im Handelsgewerbe beschäftigt haben einberufene öffentliche Versammlung. Genosse Dr. Arons- Berlin hatte im Borinage beendet. Es war beantragt, daß der Arbeits- und follte. Auf die von dem Verurtheilten eingelegte Berufung hin er das Referat übernommen. Nachdem sich derselbe zunächst über die Zu Industrierath zusammenberufen werde, um schiedsgerichtlich einguts mäßigte die Straffammer das erstinstanzlich festgesetzte Strafmaß sammenstellung des Herren- und Abgeordnetenhauses ausgelassen und den greifen. Die Regierung hatte diesen Antrag abgelehnt, dasselbe ge= auf 10 M. ev. 2 Tage Haft. Die Straffammer nahm im Gegen- Wahlmodus zum letzteren einer gehörigen Kritik unterworfen hatte, schah in der heutigen Kammer sigung. Infolge dieser Abstimmung satze zum Vorderrichter an, daß es sich in den vorliegenden fam er zum eigentlichen Kernpunkt feines Vortrages. Er nahm darin dürfte der Ausstand weiter um sich greifen. Rom, 7. Juli.( W T. B.) Die Wahlprüfungs Kommission Fällen nicht um eine Beschäftigung im Handelsgewerbe, für denselben Standpunkt ein, den er in den kürzlich abgehaltenen Verwelches fünf Stunden Beschäftigungszeit gestattet feien, sammlungen des 2. und 6. Berliner Wahlkreises bereits vertreten der Kammer erklärte die Wahl Cipriani's für ungiltig. Athen, 7. Juli.( B. H.) Die Mächte antworteten auf die handele, sondern um einen Handwerksbetrieb, in welchem die Be hat, und der im wesentlichen auf dem von Bernstein im Jahre 1893 geschäftigung von Gehilfen und Lehrlingen an Sonn- und Festtagen machten Vorschlage beruht. Dieser Vorschlag ist seiner Ansicht nach an- Reklamation der griechischen Regierung wegen der Verzögerung der gänzlich verboten sei. Die Straffammer hielt indessen eine Geldstrafe nehmbar und verstoße durchaus nicht gegen die Parteiprinzipien. Die Ab- Friedensverhandlungen, Griechenland möge nur schleunigst seine von 10 M. für das Vergehen für ausreichend. Auch gegen diese machungen zwischen beiden Parteien, der unfrigen und der liberalen, Reserven entlassen; an eine Wiederaufnahme der Feindseligkeiten Entscheidung der Straffammer legte Forch Revision ein, die vom betreffs Einräumung von Landtagssitzen, müßten zwischen den sei doch nicht zu denken. Konstantinopel, 7. Juli.( B. H.) Die zwischen der Pforte Rammergericht für begründet erachtet wurde. Das Urtheil Wählern der in Frage kommenden Kreife getroffen werden, weshalb Fraglich und den Botschaftern berrschende Spannung ist eine ungeheure und wurde aufgehoben und die Sache an die Vorinstanz zurückgewiesen. auch von einem Kompromiß nicht die Rede sein könnte. Das Rammergericht trat zwar der Auffassung derselben bei, daß es ist es freilich, ob wir genug Wahlmänner durchbringen könnten. Redner wirkt auf die Friedensverhandlungen ungemein verzögernd. Ferner sich um einen Handwerksbetrieb handele, jedoch sei für diesen eine dreis bofft aber, daß es nicht unmöglich sei, danach den geltenden Steuersägen bringt sie das Gerücht hervor, daß die Verhandlungen bereits ab= stündige Beschäftigung von Gehilfen und Lehrlingen vor Beginn des nicht nur in der dritten, sondern auch in der zweiten und sogar in gebrochen seien. Berantwortlicher Redakteur: August Jacobey in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von May Vading in Berlin. Hierzu 1 Beilage u. Unterhaltungsblatt. Nr. 156. 14. Jahrgang. Juni. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Interm neueffen Kurs. 1. Bremen. Genosse Scherm- Nürnberg wegen Beleidigung eines Feilenhauermeisters 50 M. Geldstrafe. „ Leipzig. In der Revisionsinstanz Genosse Michels Köln wegen Beschimpfung der evangelischen Kirche fünf Monate Gefängniß. 2. Dresden. Wegen Beleidigung eines Bigarrenfabrikanten Genosse Schulze einen Monat Gefängniß. 4. München. 8 Tage Haft Genosse Fuchs wegen Verübung groben Unfugs. 10. Elmshorn. Die Genossen Sommer und Weidemann wegen Uebertretung des Preßgefeges je 3 M. Geldstrafe. Jhchoe. Genosse Kron- Kiel wegen Beleidigung eines Fabrikanten 10 Tage Gefängniß. 11. Zwickan. Je 50 M. Geldstrafe die Genossen Lorenz, Knacke und Geyer wegen Verübung groben Unfugs. » Leipzig. In der Revisionsinstanz Genosse KöhlersHarburg wegen Bedrohung 2 Monate Gefängniß. Hamburg. Wegen des gleichen Delifts ein Heizer eine Woche Gefängniß. Armenraths 300 M. Geldstrafe. Verübung groben Unfugs. " Oldenburg. Genosse Hug- Bant wegen Beleidigung eines Oldenburg. Genoffe Hng- Bant wegen Beleidigung eines 15. Dresden. Einen Monat Haft Genosse Reichard wegen 15. Burgstädt. Genosse Fröhlich wegen Beleidigung eines Amtsrichters eine Zusatzstrafe von 2 Wochen Gefängniß und 20 M. Geldstrafe wegen Preßvergehens. 16. Augsburg. In der Berufungsinstanz Genosse Mattutat wegen Beleidigung eines Jugenieurs 14 Tage Gefängniß. " " U Thielhorn 30 M. Geldstrafe. $ 17. Hannover. Wegen Beleidigung von Pofibeamten Genosse Zwickau. 25 M. Geldstrafe Genoffe Helbig Planit wegen unerlaubten Sammelus, und zwei Genossen je 50 M. Geldstrafe wegen Verübung groben Unfugs. 22. Mühlhausen i. Th. Ein Maurer wegen unerlaubten Sammelus 15 M. Geldstrafe. Deffau. Die Genossen Münchow und Walter 60 bezw. 30 M. Geldstrafe wegen Beleidigung eines Oberbergraths. Kaffel. 40 M. Geldstrafe Genosse Schott wegen dreifacher Beleidigung des Tischlermeisters Dreyer. 23. Leipzig. In der Revisionsinstanz Genosse Riedinger wegen Unteroffiziers- Beleidigung 50 M. Geldstrafe. Zwickau. Die Genossen Vogel und Schürer je 75 M. Geldstrafe wegen Verübung groben Unfugs. Berliu. Der Rohranschläger Lankan wegen Mißhandlung eines Nebenarbeiters über die Feier des 1. Mai, 1 Jahr Gefängniß. Breslau. Wegen Beleidigung der Eisenbahndirektion Genosse Bruhns 20 M. Geldstrafe. 25. Gera. 20 M. Geldstrafe Genosse Najort wegen Beleidigung eines Fleischermeisters. 26. Chemnitz. Die Genossen Riemann und Krause je zwei Monate und Genosse Höth einen Monat Gefängniß wegen Beleidigung des Geschäftsführers des Arbeitsnachweises der Metallindustriellen. Zwickau. Wegen Beleidigung Genosse Frehse 60 M. Geld strafe. D 11 # " " Köln. In der Berufungsinstanz Genosse Michels wegen Verübung groben Unfugs 25 M. Geldstrafe. Magdeburg. 10 M. Geldstrafe Genosse Vahle wegen Be. leidigung eines Gutsinspektors. 28. Hamburg. In der Berufungsinstanz ein Hafenarbeiter wegen Verrufserklärung drei Tage und ein anderer wegen Körperverlegung sechs Monate Gefängniß. B D Kiel. Zwei Monate Gefängniß Genosse Genzen wegen Bürgermeister- Beleidigung. Regensburg. Genosse Hagen 50 M. Geldstrafe wegen Zeugnißverweigerung. 29. Lieguik. Wegen Wergehen gegen§ 153 der GewerbeOrdnung ein Maurer drei Tage Gefängniß. Berlin. 6 Monate Gefängniß der Tischler Bre33twiniewicz wegen Aufreizung. " 80. Hamburg. Ein Kohlenarbeiter 3 Monate Gefängniß wegen Mißhandlung von Streitbrechern. Insgesamt wurden erkannt auf 1211 M. Geld und 8 Jahre, 9 Monate, 1 Woche und 3 Tage Gefängnißstrafe. Hamburg- Eimsbüttel, den 6. Juli 1897, Eichenstr. 4 I. Der geschäftsführende Ausschuß. Tokales. Orts- Krankenkaffe für Handlungsgehilfen 2c. Heute Abend, 8 Uhr, findet in Cohn's Feſtsälen, Beuthstr. 20, eine Versammlung der Handlungsgehilfen und Handlungsgehilfinnen statt, um gegen die vom Oberverwaltungsgericht ausgesprochene Auflösung obiger Rasse Protest zu erheben. Angesichts der für die Handlungsgehilfen tief einschneidenden und schwer schädigenden Maßnahme wollen wir auf diese Versammlung hinweisen, hoffend, daß fie die berechtigten Wünsche der Betheiligten in unzweideutigster Weise zum Ausdruck bringt. Der wahre Jakob" Nr. 286 wird heute, Donnerstag, in der Buchhandlung Vorwärts zur Ausgabe gelangen. Die Parteigenossen des sechsten Wahlkreises werden auf bas am 10. Juli im Voltsgarten, Badstr. 56( früher Weimann), stattfindende Sommerfest aufmerksam gemacht. Ein vielseitiges Arrangement, in dem u. a. das Auftreten der Gesellschaft Strzelewicz, sowie turnerische Aufführungen vorgesehen sind, läßt einen interessanten, genußreichen Abend erwarten, fodaß gewiß auf zahlreiche Betheiligung der Parteigenossen zu rechnen ist. Sollte ungünstige Witterung eintreten, so findet das Konzert im Saale statt. Das Romitee. " Donnerstag, 8. Juli 1897. 8 St., 59 pt. über 10 St., darunter 31/2 pet. über 12. In der den abgerackerten menschlichen Arbeitssklaven, die im Dienste ihrer. Umgegend arbeiteten etwa 38 pet. bis 10, darunter 1 pet. bis 8 St., Brotherren" sich tagaus, tagein abschinden von morgens früh bis und 62 pet. über 10, darunter 82/3 pCt. über 12 St. Günstiger abends spät. Wie thäte auch ihnen eine Erholung noth. Doch wer war dagegen die Arbeitszeit der Kutscher, Heizer, Diener hätte schon von Arbeiter- Pensionaten gehört? Lächerliche Idee! Für den 1. f. w. einschl. Laufburschen. Von diesen arbeiteten| Arbeiter giebt es feine Ruhe, keine Erholung; für ihn giebt es nur Arbeit, in Berlin 74 pCt. bis 10, darunter 113/4 pt. bis 8 St., immer Arbeit, einen endlosen Kampf ums Dasein! Und hat er und 26 pet. über 10, darunter 43/4 pCt. über 12 St.; feine Arbeit, dann hat er feine Ruhe, feine Erholung; dann leidet er in der Umgegend 50 pCt. bis 10, darunter 2/3 pt. bis 8 St., Noth und befindet sich im Elend, aus dem ihn nur wieder Arbeit und 50 pet. über 10, darunter 10%, pet. über 12 St. Die nur bis zu befreien vermag. Pilgert so ein abgerackerter Arbeiter einmal 8 Stunden, zum theil auch nur bis 5 Stunden Beschäftigten waren an einem freien Sonntag Nachmittag hinaus an die Peripherie der vorwiegend Kinder unter 14 Jahren, die als Laufburschen u. s. w. Stadt und betrachtet die Pferde- Penfionate mit ihren sorglos Verwendung fanden. Verhältnißmäßig am günstigsten waren die weidenden und sich pflegenden Insassen, dann mag wohl ein heißes Arbeiterinnen gestellt: bei ihnen kamen die weniger langen Gefühl in seinem Herzen aufwallen und er sich seine eigenen GeArbeitsdauern noch am häufigsten vor. In Berlin waren 83 pet danken machen bei dem naheliegenden Vergleiche zwischen Thier und bis 10 St., darunter 2 pet. bis 8 St., und 17 pet. über 10, dar: Mensch, über das sich ihm darbietende Kulturbild! unter 3/4 pCt. über 12 St. beschäftigt; in der Umgegend 90 pct. bis 10, darunter 13 pet. bis 8 St.. und 10 pCt. über 10, darunter 1 pet. über 12 St. " Mit einer Besichtigung durch die höheren Militärärzte fand am Mittwoch morgen die große vierzehntägige Krankenträgerübung beim Garde- Korps ihren Abschluß. Um 6 Uhr standen die Zu den Prozessen, welche die Gewerbe- Ausstellung zur Folge beiden Sanitäts- Detachements" auf dem Tempelhofer Felde in der hatte, gehört auch einer zwischen dem Theaterdirektor H. Sternheim Nähe der Eisenbahnkaserne II. Die Vorstellung zerfiel in drei vom Ausstellungs- Theater Neu- Berlin" und der bekannten Gesell- Theile: Uebungen auf dem Verbandplatz, Arbeiten im Feuer und schaft" deal". Diese hatte vom Theater Neu- Berlin" 200 000 Aufsuchen der Vermißten. Die Verwundeten" stellte eine KomBillets à 50 Pf. mit 60 pCt. Skonto übernommen und sich ver- pagnie vom Regiment Franz. Der Hauptvorbaudplatz war dicht an pflichtet, die bei Schluß der Ausstellung übrig bleibenden Billets zu der Eisenbahnkaserne eingerichtet. Für den zweiten Theil mußten obigem Preise( 20 Pf.) zu bezahlen. Nun wurden insgesammt nur die Verwundeten die verschiedensten Stellungen einnehmen, stehen, 42 196. Jdeal- Billets an den Kassen des Theaters in Zahlung ge- figen, liegen 2c. und trugen Bettel, auf denen die Stelle und die Art Für den Nichtfachmann am nommen, und St. erhob Anspruch auf Bezahlung der übrigen der Verwundung verzeichnet war. war der britte Theil. Die Vermißten ( 31 560,80 M.). Nachdem bereits das Landgericht I die Beklagten interessantesten in dem Gebüsch der Hasenhaide in der Nähe ur Bahlung verurtheilt hatte, hat das Kammergericht jetzt dies lagen des und Pionier Uebungsplates des Garnison Kirchhofes. Urtheil bestätigt. anstalten ist in Berlin vorerst nicht viel mehr als ein frommer Gr eilt seinem Jäger und den Krankenträgern voraus in das GeDie Gemeindeschule als Borfinfe für höhere Lehr. Das Absuchen und das Melden durch die Kriegshunde geschah in zwei Arten. Der zweijährige Behn arbeitet nach der älteren Art. Wunsch. Es gehen allerdings Gemeindeschulkinder auf höhere büsch hinein. Sobald er einen Verwundeten findet, bellt er folange, Schulen über, aber ihre Zahl ist gering gegenüber den aus bis ſein Begleiter und die Krankenträger, denen er durch sein Gebell anderen Vorbereitungsanstalten( Vorschulen, Privatschulen) kommen den Kindern. Es kann auch gar nicht anders sein; denn die die Richtung anzeigt, herangekommen sind. Nach einer neuen Art Gemeindeschulen werden nur selten von Kindern Bemittelter besucht, geht der vier Jahre alte Franz vor. Er bellt nicht, sondern nimmt die später auf eine höhere Anstalt übergehen sollen, und bei den dem Verwundeten den Helm oder die Müße ab, bringt fie feinem Kindern Unbemittelter, für die der Besuch der Gemeindeschule Jäger, der eine feste Stellung einnimmt, und führt dann ihn mit den Trägern zu dem Kranken zurück. Der Hund ist sogar darauf faſt ausnahmslose Regel ist, verbietet sich meist aus pefuniären Gründen der nachträgliche Uebergang auf eine abgerichtet, den Leuten die Schuppenkette des Helmes zu lösen. höhere Schule, auch bei guter Begabung. Angaben über die ehe- Franz hat früher schon einmal aus einem anderen Anlasse von sich reden gemacht. Als er vor zwei Jahren nach Konstantinopel ge= maligen Gemeindeschüler auf den höheren Schulen Berlins liegen bracht werden sollte, um dem Sultan vorgeführt zu werden, entsprang jetzt im Berliner Statist. Jahrb." erft bis 1894 vor, leider aber nur er aus dem Zuge und lief nach Potsdam zurück, weil er sich an für die Gymnasien, Realgymnasien und Oberrealschulen, nicht auch seinen Führer noch nicht genügend gewöhnt hatte. Nachträglich hat für die höheren Töchterschulen, und übrigens auch nur für die städtischen, nicht für die föniglichen Anstalten. In den 5 Jahren 1890, 91, er dann aber die Reise doch gemacht. Jagden auf unbefugte Augler haben in den letzten Tagen 92, 93, 94 waren unter 2418, 2347, 2336, 2303, 2281 neu aufgenommenen Schülern der städtischen Gymnasien, Realgymnasien und Oberrealschulen an der Oberspree in größerem Umfange stattgefunden. Der Angel einschließlich Vorschulen 490, 465, 492, 476, 485( Gemeindeschüler, das sport batte speziell auf der Oberspree in letzter Zeit einen außerfind 20,3, 19,8, 21,1, 20,7, 21,3 pet. Der Prozentsatz hat, wie man sieht, gewöhnlichen Umfang angenommen, und die Zahl der ausgegebenen nicht sonderlich zugenommen. Die meisten Gemeindefchüler, auch solche, Rarten stand in gar feinem Verhältniß zu der Personenzahl, welche die bereits die Gemeindeschule durchgemacht haben, müssen wegen des in diefem Sommer dem Fischfang oblag. Die Feststellungen haben fremdsprachlichen Unterrichts in Sexta anfangen; nur einzelne dabei ergeben, daß mehr als die Hälfte der fiftirten Personen sich Die Betreffenden, fast fommen gleich nach Quinta oder Quarta, andererseits treten manche erst nicht im Besitz von Angelfarten befanden. noch in die Vorschule ein. Daher ergiebt sich, wenn man nur die ausschließlich Berliner, dürfen empfindliche Strafe zu gewärtigen in Sexta eintretenden Schüler in betracht zieht, für die ehemaligen haben. Bei der Juvaliditäts- und Alters Versicherungsanstalt Gemeindefchüler ein etwas höherer Prozentsat als oben. In den fünf Jahren 1890/94 waren unter 1530, 1486, 1506, 1421, 1471 Berlin find im Laufe des Vierteljahres April/ Juni 1897: 102 Anneu in Schulen tretenden Schülern 378, 352, 895, 864, 381 Gemeindeschüler, vor dem 1. April 1897 lagen noch 25 Anträge vor, hinsichtlich die Sexta der städtischen höheren ein- träge auf Gewährung von Altersrente eingegangen; aus der Zeit das find 24,7, 23,7, 26,2 25,6, 25,9 pCt. Ungleich stärker be- deren die Entscheidung noch ausstand. Von diesen 127 Anträgen theiligt sind dagegen die auf Vorschulen ausgebildeten Schüler sind bewilligt 77, abgelehnt 29, anderweit erledigt 3 und unerledigt auf Von diesen waren unter den in Sexta eintretenden Schülern 862, das folgende Bierteljahr übernommen 18. Bis zum 30. Juni 1897 waren 864, 892, 838, 824, find 56,3, 58,1, 59,2, 59,0, 56,0 pCt. Eine Ver- insgesammt bewilligt an Altersrenten 3509. Von diesen sind ausschiebung zu gunsten der Gemeindeschüler ist zu erkennen, sie ist aber geschieden durch Tod 856, aus anderen Gründen 76, zusammen 932, tretenden Schülern die Gemeindeschüler immer noch wenig über ein waren. noch recht gering. Einstweilen machen unter den in Sexta ein- so daß am 1. Juli 1897: 2577 Altersrentenempfänger vorhanden Innerhalb des gleichen Vierteljahrs find 498 Anträge Viertel, die Vorschüler aber erheblich über die Hälfte aus. auf Gewährung von Invalidenrente eingegangen und 202 unerledigt ( Etwa ein Zehntel kommt aus Privatschulen, der Rest aus dem Vorvierteljahr übernommen. Von diesen 700 Invalidenrententommt aus anderen höheren Lehranstalten herüber oder ist durch Anträgen sind 327 bewilligt, 140 abgelehnt, 28 anderweitig erledigt, Privatunterricht im Hause vorgebildet.) Uebrigens kann man es den 205 unerledigt auf das folgende Quartal übernommen worden. An Bemittelten, die für die höheren Schulen, wie gesagt, fast allein in Invalidenrenten sind bis zum 30. Juni 1897 überhaupt 4072 be= betracht kommen, kaum verdenken, wenn sie ihre Kinder nicht zunächst willigt worden. Ausgeschieden sind inzwischen durch Tod 1215, aus in die Volksschule, sondern in die Vorschule schicken. Die Bolts- anderen Gründen 94, zusammen 1309. Mithin war am 1. Jufi schulen, auch die der Reichshauptstadt, sind mit ihrer längeren 1897 ein Bestand von 2763 Invalidenrenten- Empfängern aufUnterrichtsdauer, ihrer größeren Menge Religion, ihrer stärkeren zuweisen. Ueberfüllung und ihren schlechteren hygienischen Einrichtungen so viel weniger werth, als die Vorschulen, daß man sie wirklich niemandem anpreisen kann. = Der nene preußisch deutsche Postchef, Husarenoffizier v. Podbielsti ist einer der bedeutendsten Männer im Union flub, jener feudalen Gesellschaft von Pferdes und Sportkennern. An diesen Umstand erinnert die Berliner Zeitung", indem sie schreibt: " = Wir bitten deshalb, Eine sehr scharfe Rüge wegen Ansstellung unrichtiger Krankheits- 2c. Bescheinigungen durch die Ortsbehörden ist diesen vor kurzem von dem Vorstande der Invaliditätsund Alters- Versicherungsanstalt der Provinz Brandenburg ertheilt worden. In dem an die Aufsichtsbehörden gerichteten Monitum heißt es u. a.:„ Es ist zu unserem Bedauern mehrfach vorgekommen, daß bei Ausstellung von Arbeits- bezw. KrankheitsBescheinigungen seitens der Ortsbehörden mit mehr oder minder er= Die Beziehungen des Uniontlubs zum Post wesen heblicher Fahrlässigkeit verfahren worden ist, indem Bescheinidürften gerade jekt, wo ein in leitender Stellung dieses Klubs be- gungen ausgestellt wurden, die, wie sich später ergab, den Thatfindlicher General zum Chef des Postwesens ernannt wurde, von fachen nicht entsprachen. So ist es gekommen, daß Renten, die unter aktuellem Interesse sein. Es empfiehlt sich, zur Erläuterung jener Bugrundelegung solcher Bescheinigungen festgesetzt wurden, später Beziehungen an den am Amtsgericht 11 am 1. Dezember v. J. ver- abertaunt werden mußten, nachdem die unrichtigkeit der Behandelten Strafprozeß zu erinnern, wo der, Generalsekretär" scheinigungen, theilweise durch die eigenen Aussagen der diefer Sportgesellschaft, ein Rittmeister a. D. Sigismund Rentenbewerber, dargethan war. V011 Auerswald wegen Beleidigung einer Telephon- gefälligst die unterstellten Behörden darauf hinzuweisen, daß sie sich gehilfin zu einer Geldstrafe von 300 m. verurtheilt wurde." Es durch unrichtige Ausstellung von Bescheinungen der Möglichkeit auswurde damals, wie erinnerlich, als gerichtlich erwiesen angenommen, feßen, daß ein Strafverfahren gegen fie eingeleitet wird. daß der ungeduldige Herr Rittmeister der im Dienst befindlichen Mindestens aber können sie zivilrechtlich für etwaige Schäden, die durch Dame die Worte:" Was sagen Sie, Siebummes Schwein?" solche unrichtigen Bescheinigungen verursacht werden, regreßpflichtig durch das Telephon zugerufen habe. So bezeichnend dieses Vor- gemacht werden. Wir verweisen daher auf die Bestimmungen der kommniß für den Ton ist, den ein Mitglied jener Sportgesellschaft an- preußischen Ministerial- Anweisung vom Februar 1890, wonach die geschlagen hat, so interessant find auch die Schlüsse, die man aus jener Ber- Ausstellung von Bescheinigungen behördlicherseits nur erfolgen handlung für die künftige Leitung unseres Postwesens zu ziehen im stande darf, soweit die zu bescheinigenden Thatsachen der ausstellenden ist. Der angeklagte Rittmeister erklärte damals, daß man im Klub mit der Stelle a mtlich bekannt oder glaubhaft nachgewiesen Bedienung des Telephone höchst unzufrieden war. Einfluß find. Als glaubhafter Nachweis aber darf keinesfalls schon allein reiche Mitglieder des Klubs, so der Herzog von Ratibor, die eigene Aussage des Rentenbewerbers als einer interessirten Person hätten sich deshalb sogar wiederholt an allerhöchster Stelle gelten, es dürfen vielmehr Bescheinigungen nur ausgestellt beschwert, so daß schließlich der Vorsteher des Telephon- werden, wenn durch die Aussagen einwandsfreier, nicht Amtes ihm Zu gekommen sei und und sich erboten habe, interessirter Personen, z. B. Mitbewohner desselben Hauses, Ueber die Arbeitszeit in der chemischen Jndustrie von Nummern sämmtlicher Klubmitglieder auf den Tele- Mitarbeiter, Angabe des Arztes u. f. w., die zu bescheinigenden Berlin und Umgegend im Jahre 1893 enthalten die fürzlich die vom Statist. Amt veröffentlichten, aus den Lohnlisten der Berufs- phonämtern besonders hervorzuheben, damit diese Thatsachen glaubhaft dargethan sind. Für die Ausstellung von genossenschaft zusammengestellten Tabellen leider nur unvoll- in erster Reibe bedient würden unter der Be- Arbeitsbescheinigungen werden in der Regel Dienstzeugnisse oder ständige Angaben. Nur bei 6057 von insgesammt 13457 in den bingung, daß sie sich nicht mehr an allerhöchfter Stelle be- zuverlässige Angaben der Arbeitgeber als glaubhafter Nachweis an= Betrieben der Berufsgenossenschaft 1893 länger oder fürzer beschäftigt schweren würden.()" In jener Verhandlung tam auch zu tage, zusehen sein. Und endlich dürfen unrichtige, d. h. den Thatsachen gewesenen Personen ist die Arbeitszeit angegeben. Am lückenhaftesten daß die Anschlüsse hoher Herren eine bevorzugte Bedienung er nicht entsprechende Bescheinigungen auch feinesfalls deswegen auss find die Angaben bei den Meistern, Werkführern u. s. w.( nur bei fahren, daß der Ruf:" Es tommt etwas Hohes" von gestellt werden, weil ein Rentenbewerber ohne diese den gesetzlichen 44 von 145) und bei den Verwaltungs- und Bureaubeamten ein- Amt zu Amt gang und gäbe war, und daß die Nummernklappen der Anforderungen zur Begründung eines Renten- Antrages nicht genügen schließlich Lehrlingen( nur bei 21 von 272), so daß auf die Betrach hochhochwohl, der edelgeborenen und erlauchten Herren sich durch könnte und demzufolge voraussichtlich der Armenfürsorge ans tung dieser beiden Gruppen überhaupt verzichtet werden muß. Für ein energisches Roth" von den blechblauen Klappen der anderen heimfallen würde." die übrigen Angestellten kann man eine 10stündige Arbeitszeit Sterblichen unterscheiden. Man sieht, daß die Unionklub Kreise dem Postwesen nicht gar als den Durchschnitt ansehen. Ueber 12 Stunden dauerte die Arbeit verhältnismäßig felten, manchmal freilich fogar über 8 ferne stehen, und daß diefelben schon früher reformirend in die 14 Stunden, andererseits bis 8 Stunden oder noch fürzer nur ver- Birtel des Herrn v. Stephan eingriffen. Mit wie viel mehr Beeinzelt. In der Umgegend war noch häufiger als in Berlin übermäßig rechtigung kann man nun den fünftigen Reformen entgegenlange Arbeitsdauer zu verzeichnen, wenigstens bei den männlichen sehen? " Wenn nach einer so scharfen Burechtweisung sich nur nicht die Gefahr ergiebt, daß die Personen, welche auf behördliche Beglaubi gungen angewiesen sind, hinfort unnöthige Scherereien haben. Von Mistständen und Unzuträglichkeiten in der Rentena quetfche" Neu- Ra hnsdorf mußten wir bekanntlich wiederholt Notiz nehmen, ohne daß anscheinend in wünschenswerther Weise für Arbeitern. Von den Betriebsarbeitern einschl. Lehr- Pferde- Penfionate werden, wie bürgerliche Blätter versichern, Abhilfe gesorgt worden wäre. Wenigstens deutet eine bewegte Iingen arbeiteten in Berlin rund 68 pet. bis 10 Stunden, an der Peripherie Berlins immer zahlreicher und soll man derartige Klage, die wir dieser Tage anzuhören Gelegenheit hatten, darauf darunter noch nicht 2/3 pCt. bis 8 St., 32 pet. über 10 St., darunter Institute in diesem Jahre nach Dußenden zählen können. Unter hin, daß gerade diese Anstalt im Gegensatz zu den bekannten 12/3 pet. über 12 St. In der Umgegend arbeiteten nur 48 pCt. diesen Pferde- Pensionaten find den beigegebenen Erläuterungen Sanatorien, über die die Patienten vielfach des Lobes voll sind, bis 10 St., darunter 1/3 pt. bis 8 St., 52 pet. über 10, darunter zufolge Erholungsstätten für abgerackerte Einhufer zu verstehen. Den erkrankten Arbeitern leider immer noch nicht das bietet, Unfer 5 pCt. über 12 St. Noch ungünstiger gestellt waren die sonstigen Auf einer grünen, saftigen Wiese verbringen eine Anzahl ab- was sie billigerweise zu fordern berechtigt wären. Arbeiter einschl. Arbeitsburschen. Von diesen hatten geraderter Gäule zwanglos die goldenen Tage einer sonnigen Ferienzeit. Gewährsmann ist ein Arbeiter, der bei einem Unfall drei in Berlin nur 41 pt. bis 10 St. Arbeitszeit, darunter 1/8 pet. bis was für ein fast beneidenswerthes Los haben diese Gäule gegenüber Rippen gebrochen hat und seit dieser Zeit auch noch vertrieb patriotische Werke; die Art seines Geschäftsbetriebes foll nicht immer ordnungsgemäß gewesen sein, doch soll seine sogenannten Reisenden die Hauptschuld treffen. fungen und nervenleidend ist. Während er der Behandlung, bie bemerkenswerth. Die näheren Feststellungen haben ergeben, daß am ihm zu Anfang in der Unfallstation, Wilhelmstr. 10, zu theil wurde, schwersten diejenigen Personen ertrantt sind, die am meisten von Gerechtigkeit widerfahren läßt, hat Neu- Rahnsdorf, wohin man ihn den Schwanztheilen gegessen haben; die anderen sind viel leichter fpäter brachte, so schlimm auf ihn gewirkt, daß er, wahrscheinlich au weggekommen. Schwindelmedikamente. Der Polizeipräsident macht öffentlich feinem eigenen schweren Schaden, fürzlich sein Heil in der Flucht Vom nenen Tuberkulin. Das erste fachmännische Urtheil bekannt:" Unter dem Namen„ Elixir Godineau" wird vielfach in fuchte. Der Unglückliche flagt über das Essen in der Anstalt, das über das neue Zuberkulin Koch's liegt aus der gestrigen Gigung Beitungen ein Mittel gegen Blutarmuth angepriefen. Es wird zum gehaltlos und ohne Geschmack sei; außer ihm hätten noch manche der Berliner dermatologischen Gesellschaft vor. Gs lautet, wie vor Breise von 20 m. pro Flasche verkauft und verhält sich nach der Mitleidende fich darüber beschwert gefühlt, daß die Hauptmahlzeit weg bemerkt werden mag, nicht ungünstig, immerhin aber Analyse wie ein mit etwa 2 pet. Fleischertraft versetzter Zuckerin keiner Weise dazu angethan sei, einen franken Menschen auf die recht vorsichtig und zurückhaltend, wie es bei der Kürze der Be fyrup. Das Publikum wird vor dem Ankauf des Präparates geBeine zu bringen. Gin Gleiches ließe sich von den mageren Stullen und der obachtungszeit taum anders zu erwarten war. Es handelt sich aller warnt." zweifelhaften Sorte Kaffee sagen, der den Arbeitern gereicht werde, dings nur um die Behandlung des Lupus, der Haut- Tuberkulose, mit Auch an der ärztlichen Behandlung tabelt unser Gewährsmann dem neuen Mittet. In der Trunkeuheit versuchte sich Dienstag Abend die 30 Jahre Professor Laffar stellt fünf Krante( wei alte Köchin Johanna Czyrnit, die feit dem 1. d. M. bei Bendig am eine gewisse Kälte. Alle diese Fatalitäten hätten im Verein Männer, eine Frau und zwei junge Mädchen) vor, welche in Surfürstendamm 250 in Stellung war, zu tödten. Das Mädchen mit Der Sorge 12111 feine hungernde Familie ihn der von Koch vorgeschriebenen Weife Ginfprigungen mit Neu- ließ sich unter dem Vorwande, daß es für die Herrschaft sei, jeden schließlich zum Entweichen aus der Anstalt Anstalt gedrängt. tuberkulin erhalten hatten, zum theil bereits seit dem April dieses Tag ein halbes Dutzend Flaschen Bier von der Pförtnersfrau holen. Wenn der Arme, der diese Thorheit beging, wie gesagt, auch feelisch Jahres. Die Anfangsdofis betrug 1/500 miligramm; mit den Einzel- Das geschah auch gestern Nachmittag um 7 Uhr, nachdem Frau leidet, so ist andererseits zu bedenken, daß die drei Mark Tagelohn, mengen wurde langsam gestiegen. Von einer Heilung will Profeffor Bendig ausgegangen war und ihre beiden Hausmädchen sich zur Arbeit mit denen er in gefunden Tagen eine Familie von fünf Köpfen zu Laffar nicht sprechen; wohl aber rechtfertigt nach seiner Ansicht die in die vorderen Räume der Wohnung begeben hatten. Als die ernähren hatte, ihn schwerlich zu Berwöhnung und Verzärtelung bei allen fünf Batienten bisher beobachtete Veränderung der er Mädchen eine halbe Stunde später zufällig in die Küche kamen, Gelegenheit gegeben haben. Sollte man an leitender Stelle es nicht traukten Partien die Annahme, daß eine günstige Beeinflussung fanden sie den Küchenstuhl start mit Blut besudelt und Blutspuren, endlich dahin bringen können, daß Neu- Rahnsdorf in demselben ohne wesentliche Störung des Allgemeinbefindens durch das neue die nach der Wasserleitung und dem Schlafzimmer der Köchin guten Ruf tommt, wie ihn durchschnittlich die von der Alters- und Tuberkulin zu erwarten ist. Gin merklicher Nebelstand, welcher der führten. Diese fanden sie auf dem Bette liegen. Auf Befragen gab Invaliditäts- Versicherungsanstalt errichteten Sanatorien genießen? Behandlung anhaftet, besteht in ihrer Umständlichkeit und sie an, daß sie Nasenbluten gehabt habe. Da aber der Blutverlust Zur Frage der Ueberfüllung von Eisenbahnkoupees an Rostspieligkeit. Die fünf Patienten verursachen zufammen gegen sehr groß gewesen war, so holten die Mädchen einen Arzt. Dieser Sonntagen wird uns von einen Leser geschrieben: Als am wärtig einen täglichen Kostenaufwand von 17 M. Professor Leffer fand erhebliche Stich- und Schnittwunden am Halfe. Die Köchin Legten Sonntag der um 8 Uhr 25 Minuten von Königs- Wuster- von der Neuen Charitee glaubt ebenfalls an eine günstige Be- hatte sich, wie sich nun herausstellte, auf den Küchenstuhl gesetzt und hausen abgehende Vorortzug die Station Schmöckwit pafsirte, beeinflussung des Lupus durch Neutuberkulin, schließt sich aber im mit einem Küchenmesser in den Hals gestochen und geschnitten. Ueber fanden sich in einem Koupee dritter Klaffe bereits 13 Personen. übrigen dem vorsichtigen Urtheil Laffar's an. Von anderer Seite den Beweggrund zum Selbstmordversuche hat sie keine Auskunft Dieses beängstigende Gedränge veranlaßte die Infassen, ein weiteres wird darauf hingewiesen, daß das Mittel in seiner Wirkung nicht gegeben. Einsteigen von Personen durch Zuhalten der Koupeethür zu ver- beständig sei und deshalb die größte Vorsicht in der Anwendung hindern. Als ein auf dem Bahnhof stehender Gendarm diesen Vor- heifche. Dr. Saalfeld will von einigen fremden Aerzten, beren fab, daß alles überfüllt war, diejenigen, welche die Thür von innen Koch'sche Präparat gehört haben. Jedenfalls wird man gut thun, gang bemerkte, trat er an den Zug heran und forderte, obgleich er Namen er nicht nannte, geradezu abfällige Urtheile über das zuhielten, auf, diese sofort zu öffnen und niemanden am Ein weitere ausführliche Berichte abzuwarten. steigen zu behinden. Da behördlicherseits so gern die Unvernunft des Publikums bei solchen Gelegenheiten hervorgekehrt wird, so lehrt dieser Fall, daß die Behörden selbst diese Unvernunft unter stützen, denn es ist doch wohl nicht anzunehmen, daß ein Gendarm ohne Auftrag die Initiative in einem Fall ergreift, der anscheinend recht abseits von seinem Pflichtenkreise liegt. Leider spielen sich allfonntäglich diefelben Vorgänge ab, was umfoweniger zu ver wundern ist, als nur einmal stündlich ein Zug von Schmöckwitz nach dem Görlitzer Bahnhof verkehrt. Hier wirft sich unwillkürlich die Frage auf, ob denn der Eisenbahnminister keine Ahnung von der Menge der Bevölkerung im Südosten hat, welche nur auf die Sonntagsstunden zu einer Erholung angewiesen ist. Ist der Minister sich nicht bewußt, welche Verantwortung ihn nach den so zahlreichen, beständigen Warnungen treffen muß, wenn einmal ein namenloses Unglück durch das Einpferchen der Menschenmassen passirt? = Wie es heißt, vollzieht sich eine Verschmelzung der UnionsElektrizitäts Werte mit der Allgemeinen Elektrizitäts Gesellschaft. Es wird zu befürchten sein, daß durch diese Fusion namentlich aus dem Bureau und Verwaltungsorganismus der beiden Gesellschaften manche Arbeitskraft als überflüssig auf die Straße gesetzt wird. wirth Hermann Finger aus der Reichenbergerstr. 108 zu betreiben. Wie Eine nicht sehr rühmenswerthe Passion scheint der Schant Wochen Kollegen aus seiner Nachbarschaft bei der Polizei denunzirt, wirth Hermann Finger aus der Reichenbergerstr. 103 zu betreiben. Wie aus einer Anzahl Strafmandate hervorgeht, hat dieser Herr vor einigen weil sie entgegen den Bestimmungen der Verfrommungsordnung an einem Sonntag Abend die Eingangsthür ihres Schanklofals nicht eingeklinkt gehabt hätten. Die der Denunziation zum Opfer gefallenen wirthe wurden durchweg nur mit einer Mark Geldstrafe belegt; dieser verhältnißmäßig geringe Betrag mag, fie von einer Austragung der Angelegenheit vor Gericht abgehalten haben. Schantlofal todt aufgefunden. Nach ärztlichem Gutachten ist er am Auf dem Zentral- Vichhof wurde der Schlächter 2. vor einem Herzschlag gestorben. Aerztliche Attefte über Geisteskranke. In legter Zeit sind häufig durch Privatärzte geiftesfraufe Personen der Charitee mit ganz unzureichenden Bescheinigungen überwiesen worden, wodurch den Angehörigen der Kranken unangenehme Weiterungen, den Kranken selbst unnöthige Belästigungen erwachsen sind. Der Polizeipräsident macht dies öffentlich bekannt und bemerkt dazu: Indem ich als Muster unter Nr. I ein unzureichendes und unter Nr. II ein kurzgefaßtes, aber völlig ausreichendes Atteft anschließe, bemerke ich, daß, wenn auch in gedrängter Kürze, in dem Attest die Thatsachen angegeben werden müssen, auf die der Arzt seine Diagnose der Vermißt wird seit dem 26. Juni d. J. der 16 Jahre alte Geisteskrankheit gründet. I. Unzureichendes Alltest als Beispiel: Schriftfeger- Lehrling Willy Borchardt, Sohn des ZeitungsHerr N. N. ist geistestrank und bedarf der sofortigen Aufnahme in spediteurs Borchardt, Grüner Weg 19. Er war bekleidet mit die Abtheilung für Geiftestranke der fgl. Charitee. Berlin. Datum. fchwarzem Jacket- Anzug, schwarzem weichen Filzhut und trug eine gez. Dr. X., Arzt. gez. Dr. Y., Arzt. II. Kurzgefaßtes, aber völlig filberne Zylinder- Uhr mit Nickelkette. Wer Auskunft geben kann, ausreichendes Atteft: Frau N. N. leidet an religiösem Wahnsinn; wird gebeten, gegen Erstattung der gehabten Unkosten, den Eltern ich finde sie im Bette fihen, vollständig entkleidet, vor sich eine mit refp. dem nächsten Polizeibureau oder Amtsbureau Mittheilung zuWaffer gefüllte Schüssel. Singend besprengt sie mich mit dem kommen zu lassen. Wasser, durch welches sie geweibt wird, u. m. Die Aufnahme ins Krankenhaus Charitee ist dringend erforderlich. Berlin. Datum. gez. Dr. X., Arat. gez. Dr. Y., Arzt." Aus den Nachbarorten. Unglücksfälle im Straßenverkehr. In der Lotbringerstraße wurde der Kaufmann Voltmann, als er einen Pferdebahn- Wagen besteigen wollte, durch einen Arbeitswagen umgestoßen und überDie Probestücke der neuen Sommerkleidung der Post- Ein tumultuarischer Vorgang spielte fich am Montag Abend fahren. Der Kutscher, welcher durch vorschriftswidriges Fahren den Unterbeamten sind jezt etwa zwei Monate bei einigen Beamten in dem Lokal zur neuen Wache" in der Hafenhaide ab. Im Unfall verursacht hatte, versuchte, sich seiner Feststellung durch des Postamts 2 in der Spandauerstraße, des Briefpoftamts in der Garten des genannten Restaurants saßen eine Anzahl von Arbeitern. Weiterfahren in der schnellsten Gangart zu entziehen; er wurde Spaudauerstraße und des Postpacketamts in der Oranienburgerstraße 3wei derfelben geriethen in einen scherzhaften Wortwechsel, was jedoch von einem Radfahrer verfolgt und an der Ecke der Brunnenin Gebrauch und haben sich des ungetheilten Beifalls der Beamten wohl ein Angestellter des Wirthes für den Anfang eines ernsten und Juvalidenstraße durch einen Schutzmann festgestellt. Der Ver erfreut. Namentlich empfanden es die Beamten sehr angenehm in Streites gehalten haben mag. Anders ist es wenigstens nicht zu er letzte hat mehrere Fleichwunden und Ausrenkung des rechten Armes den glühend heißen Tagen der letzten Wochen, daß die Litewken flären, daß dieser Mann ohne Veranlassung mit einem Gummischlauch, erlitten. Der Kutscher Radike aus Schöneberg fiel in der Brückennicht nur leicht und luftig sind, sondern auch die Vortheile eines den er bei sich führte, auf die beiden Gäste einschlug. Nachdem Allee, als er während der Fahrt die ihm entfallene Peitsche aufnamentlich vorn niedrigen lockeren Halstragens gewähren. Hoffent- man fich wieder beruhigt hatte, kaum auch der Wirth hinzu, den beben wollte, vor das rechte Vorderrad seines Wagens und erliit lich läßt nun die Erfüllung eines so viel gehegten Wunsches der die Gäste wegen der ihnen widerfahrenen rohen Behandlung zur Durch Ueberfahren einen Rippenbruch. In der Reinickendorfers Beamten nicht lange auf sich warten, denn ein dringendes Bedürfniß Rede stellten Bald entbrannte die Prügelei aufs neue, und wie straße lief der Arbeiter Wuthke gegen einen Möbelwagen, wurde war es längst. uns mitgetheilt wird, soll der Wirth den Anfang gemacht haben. umgestoßen und von einem der Pferde auf den Kopf getreten. Er Gewarnt wird vor einem Gauner, der vermittelst gefälschten In dem allgemeinen Tumult standen sich auf der einen Seite die erlitt nicht unbedenkliche Verletzungen. Akzepte auf den Namen Paul Karger fich in verschiedenen Fällen Gäste, auf der anderen Seite der Wirth mit einer großen Bahl seiner Angestellten gegenüber, die fämmtlich mit Darlehne zu verschaffen wußte. Er spricht bei Kaufleuten, VorkoftDer Wirth bedrohte seine händlern 2c. vor, erzählt, daß er mit seinem in der Nähe stehenden Gäste sogar mit Säbel und Revolver. Bald tam auch ein Aufgebot Gummischläuchen bewaffnet waren. Die Brandstifter auf dem Artillerie- Uebungsplatz in Spandau Fuhrwerk Frachtgüter vom Bahnhofe abholen wolle und leider jetzt von Schuyleuten hinzu, die mit blanken Säbeln Ordnung zu schaffen sind ermittelt. Es sind der elfjährige Paul Kehrberg und die Brüder erst merke, daß es ihm an kleinem Gelde fehle. Durch Hinterlegung suchten, wobei auch manche unbetheiligte Personen einen Hieb ab- Karl und Franz Gude, neun und sechs Jahr alt. Diese beiden des gefälschten Wechsels ist es ihm bisher stets gelungen, das ver bekommen haben sollen. Einige der Gäste sind von dem Wirth und haben trockenes Holz zusammengetragen und am Schuppen auflangte Geld zu erhalten. Der Betrüger, der Karl Görner heißt, ist seinen Leuten übel zugerichtet worden. Da einzelne Theilnehmer gehäuft, und Kehrberg hat das Feuer angesteckt. Der angerichtete 37 Jahre alt, dunkelblond, hat Schnurrbart, ist forpulent, trägt bes Streites zur Wache sistirt worden sind, dürfte der Vorfall noch Schaden beträgt, wie berichtet wird, mehrere tausend Mart. flache farbige Mühe, dunklen abgetragenen Jacketanzug und macht ein gerichtliches Nachspiel haben. Nach dem uns geschilderten Ver den Gindruck eines in einem Geschäft angestellten Rutschers. Ueber die Rettung zweier Knaben vom Tode des Ertrinkens halten dieses freundlichen" Wirthes scheint es, als ob derartige wird einem hiesigen Blatt folgendes berichtet: In der SchwimmLeichtfium. Wie oft ist schon gesagt worden, mit Spiritus Vorfälle in feinem Lofale an der Tagesordnung sind, denn sein anstalt der Haupt Radettenanstalt( Groß- Lichterfelde) ging plöglich vorsichtig umzugehen, und doch kommen alltäglich Fälle vor, die Personal scheint auf den Angriff eingeübt zu sein. beim Baden ein Knabe unter. Ein Kamerad sprang ihm nach, um immer wieder an sträflichen Leichtfinn erinnern. So entstand gestern in der Hedemannstr. 11, 2 Tr., in der Wohnung des Herrn Merkell Der Einsturz der Wand des Fischereigebäudes im ihn zu retten, wurde aber von dem Versinkenden am Halse gepackt ein Feuer. Das Dienstmädchen, welchem die Obhut der Wohnung Treptower Part hätte leicht verhängnißvolle Folgen nach sich ziehen und mit hinabgezogen. Zwei Offiziere der Anstalt, die gerade eine fönnen, und nur der Aufmerksamkeit eines Bartbeamten ist es zu Bootfahrt auf den See unternehmen wollten, nahmen den Vorgang anvertraut ist, brannte sich die Haare im Schlafzimmer und wollte verdanken, daß bei dem Unfall feine Todten und Verletzten zu beklagen wahr und eilten herbei. Der eine tauchte unter, und nach vieler dann die Spiritusflamme ausblasen. Hierbei geriethen die Gardinen in Brand und im Nu war das Zimmer ein Flammenmeer. Nur find. Wie bereits gemeldet, ftürzte am Sonntag Nachmittag eine Mühe gelang es ihm, die beiden Knaben, die sich fest an ihn dem energischen Eingreifen des Buchhalters Herrn Bademann ist es etwa 6 Meter hohe südlich gelegene Wand des im Abriß befindlichen flammerten und ihn sogar noch einmal mit in die Tiefe zogen, in zu verdanken, daß ein größerer Schaden abgewandt wurde; er warf Gebäudes infolge des Sturmes ein. Zur Zeit des Unfalles be- den von dem zweiten Offizier bereit gehaltenen Kahn zu retten. fanden sich viele hundert Personen in der Nähe dieser Stelle. Der Ein am hellen Tage, nachmittags 2 Uhr, begangenes Sitts Betten und leicht brennbare Sachen heraus. Ein Löschzug der städtische Barkwächter bemerkte, wie die fragliche Wand plöglich er- lichteitsverbrechen ist, wie wir nachträglich erfahren, vor Feuerwehr Schönebergerstr. 20 beseitigte die letzte Gefahr. zitterte und, Unheil ahnend, trieb er die dort spazieren gehenden Leute einigen Tagen auf dem hinter der Apostel Paulustirche in Schöne Vergeblicher Kampf. Im„ Berl. Tagebl." lesen wir: Bon und spielenden Kinder aus der gefährdeten Gegend. Unterstützt von berg gelegenen Felde, an der 16 jährigen Tochter eines in der mehreren Gastwirthe Bereinigungen sind dem Berliner Baffanten gelang es ihm auch, die Umgebung des Fischereigebäudes frei Grunewaldstraße wohnenden Beamten verübt worden. Das Mädchen Stadtausschuß Anträge unterbreitet worden, die dahin abzielen, zu halten, und nur diesem Umstande ist es zu danken, daß Menschen- befand sich um die angegebene Zeit mit einigen jüngeren Ge= daß derselbe den Schantkonzessionsgesuchen, welche von einer hiesigen leben nicht gefährdet worden sind. schwistern auf einem von seinen Eltern an der bezeichneten Gesellschaft in der Zahl von 150 nach und nach eingebracht werden Gegenwärtig ist mit dem Abriß des Chemie- Gebäudes begonnen Stelle gepachteten Stück Gartenland und blieb dort für sollen, mit Strenge begegne. Es wird darin gesagt, daß diese Gesells worden. Da daffelbe aus Rabizwänden, verbunden mit schwerer furze Zeit allein, da die Geschwister nach Hause gingen, um schaft reelle Wirthschaften dadurch ruinire, daß sie ein großes Glas Gisenfonstruktion, hergestellt ist, so wird eine Absperrung dieses etwas zu holen. Gleich nach dem Fortgehen der Kinder erschien bei Bier für 10 Pfennige und für denselben Preis einen doppelten Theiles des Treptower Partes noch einmal stattfinden müssen, da dem Mädchen plöglich ein etwa 30 jähriger, keineswegs reduzirt Aschinger", das heißt zwei belegte Brötchen abgebe. Dagegen fönne der Abriß nicht ungefährlich und das Herabstürzen von Eisentheilen aussehender fremder Mensch mit blondem Schnurrbart, überfiel sie, ein einzelner Gastwirth nicht auffommen. Der Stadtausschuß hat sehr leicht möglich ist. that ihr Gewalt an und machte sich darauf schleunigst aus dem fich, wie wir erfahren, damit begnügt, von diesem Antrag lediglich Einen schrecklichen Tod fand gestern( Mittwoch) Vormittag Staube. Er wurde jedoch, da das Mädchen ihn ziemlich genau hatte Kenntniß zu nehmen. Dem Stadtausschuß liegt nur ob, die bei Ausübung seines Dienstes der Rangirer Liebich, der auf dem beschreiben können, schon in der darauffolgenden Nacht durch Ortspolizeilichen Anforderungen zu prüfen, welche an jebes Güterbahnhof der Ostbahn angestellt war. 2. war gegen 10 Uhr polizei Organe abgefaßt, auf der Rathhauswache mit dem überSchankgeschäft zu stellen sind, und außerdem die Bedürfniß vormittags damit beschäftigt, die Wagen eines in der Zusammenfallenen Mädchen konfrontirt, von demselben aufs bestimmteste frage im sogenannten Hundertschrittkreis zu prüfen. Ueber ftellung befindlichen Güterzuges zufammenzukuppeln. Plöglich ver- wiedererkannt und daher am nächsten Tage der Staatsanwaltschaft die Güte und den Preis der verabfolgten Speisen und nahmen die auf dem Bahnhof befindlichen Beamten einen gellenden übergeben. Getränke hat der Stadtausschuß nicht zu befinden und steht ihm Ausschrei. Der Stelle, an welcher 2. beschäftigt, zueilend, fanden Die Nachforschungen nach dem aus Spandau entführten hier kein entscheidendes Veto 811. Von den angekündigten 150 die Beamten den Rangirer, zwischen den Buffern von zwei Wagen Schulmädchen Wahrendorf sind am gestrigen Tage von der Polizei Schankgeschäften sind übrigens bis jetzt erst drei konzeffionirt eingeklemmt, leblos vor. Der Unglückliche wurde sofort aus seiner bis Tegel ausgedehnt worden. In der Preffe gemachte Angaben, furchtbaren Lage befreit und nach einem Güterschuppen gebracht. daß der Entführer sich nach Pichelsdorf, also nach der Unterhavel Wir begreifen, daß die kleineren Gastwirthe der neuen Kon- Ein alsbald hinzugerufener Arzt fonnte jedoch nur den Tod des 2. gewendet habe, find falsch; er hätte zu diesem Zwecke die Schleuse Furrenz mit Mißbehagen entgegensehen, doch wird ihr Sträuben und fonstatiren, dem der Brustkasten eingedrückt und die Zunge zerriffen in Spandau pafsiren müssen. Er ist vielmehr auf der Oberhavel ihr Geschrei nach obrigkeitlicher Hilfe ihnen wenig nügen. Es ist war. Der Verstorbene, 42 Jahr alt, hinterläßt eine Frau und brei geblieben und vermuthlich in den Tegeler Waldungen an Land Der Lauf der Welt, daß die Großen die Kleinen auffreffen. Warum Kinder. soll das Gastwirthsgewerbe eine Ausnahme bilden? worden." gegangen. Ein schwerer Unglücksfall ereignete sich am Mittwoch Mittag Einbrecher haben in der letzten Nacht die Louisenkirche in In der Angelegenheit der Frau Baumeister Rothenburg gegen 12 Uhr in der Oranienburgerstraße. Das Pferd eines die Charlottenburg heimgesucht. Sie find in die Kirche eingestiegen, wird berichtet, daß dem Referendar a. D. Rothenburg nunmehr große Hamburgerstraße passirenden Geschäftswagens war schen nachdem sie aus einem sieben Fuß über der Erde gelegenen Fenster durch einen Polizeibeamten seitens des hiesigen Polizeipräsidiums im geworden und jagte auf dem Straßenzug entlang. Das wüthende die Verglasung ausgebrochen hatten uns auch in die Sakristei ein Auftrage des Oberpräsidiums der Provinz Brandenburg mündlich hier kreuzte den Fahrdamm der Oranienburgerstraße und rafte auf gedrungen. Hier haben sie vier Flaschen Wein an fich genommen mitgetheilt worden ist, daß der Juhalt seiner au den den Bürgersteig hinauf und in den Flur des Hauses Oranienburger- und alle Behältnisse nach Geld durchsucht, das sich jedoch weder in Minister der geistlichen Angelegenheiten gerichteten, dem Herrn straße 85 hinein, wobei der eine Flügel der Hausthür zertrümmert der Sakriftei noch sonst in der Kirche befand. Von der Altardecke Oberpräsidenten zur zur Verfügung zugegangenen Eingabe vom wurde. In diesem Augenblick passirte die in der Schön- trennten die Einbrecher die goldenen Borten und Fransen ab und 29. März dieses Jahres leyterem feinen Anlaß biete, in der An- hauser Allee wohnende Arbeiterfrau Wagner, einen drei- nahmen sie mit, die Decke felbft ließen sie liegen. Das Kruzifig gelegenheit seiner Mutter etwas zu veranlaffen, und daß ihm jährigen Ruaben auf dem Arm haltend, die Unfallstelle. Frau M. prüften fie erst auf seinen Werth und nachdem sie durch Zerbrechen auf Eingaben gleichen Inhalts fünftighin ein Bescheid nicht war mit ihrem tranfen Rinde in der Königl. Klinik gewesen und festgestellt batten, daß es nur vergoldet war, ließen sie es zurück. mehr ertheilt werden würde". Das heißt also; daß der Oberpräsident befand sich auf dem Nachhausewege. Sie wurde von dem rechten Das Taufbecken dagegen nahmen sie mit. Man hat bis jetzt noch es ablehnt, noch irgend etwas in der Sache der Frau Rothenburg Scheerbaum erfaßt und zu Boden geschleudert. Die Frau erlitt, keinen Anhalt dafür, wer die Thäter gewesen sein können. zu thun, namentlich aber sich für die Aufhebung der Vormundschaft, abgesehen von einer stark blutenden Wunde am Halse, auch anunter der sie steht, zu intereffiren. Auffallen muß in diesem Be- scheinend innere Berlegungen und mußte mit ihrem Kinde, welches scheide sowohl die Erklärung des Oberpräsidiums, etwaige weitere glücklicherweise nur leichte Kontufionen davongetragen, nach der oben Buschriften in diefer Angelegenheit ohne Bescheid zu laffen, als auch, erwähnten Klinik überführt werden. Der Kutscher, welcher bei dem Die Töpfer beschäftigten sich am 6. Juli in einer von etwa daß dies ohne jede Begründung gefchicht. Herr Rothenburg hat sich gewaltigen Auprall vom Bock geflogen, hat nur unerhebliche Ver- 600 Personen besuchten öffentlichen Versammlung, die bei Nieft tagte, mit diesem Bescheide nicht begnügt, sondern Beschwerde dagegen legungen erlitten. mit der Lösung der Organisationsfrage. Hagen ers erhoben. Wieder auf freien Fuß gefeht wurde der Germ." zufolge stattete den Bericht über die Einigungs- Verhandlungen, die zwischen Für die medizinische Beurtheilung der Maffenvergiftung der im Dezember v. J. verhaftete Berlagsbuchhändler Ernst Finting, der damit betrauten Berliner Kommission und den Vertretern des Durch den Genuß von Krebsen ist vielleicht noch eine Erscheinung Chauffeeftr. 3. Das Verfahren gegen ihn ist eingestellt. Finking Verbandsausschusses in Dresden stattgefunden haben. Er konstatirte, Versammlungen. all. 11 es b Für die Ginigung auf ſtellungen ber Rebattion des„ Borwärts" gegenüber, fie dürften aber Alle Buschriften find Gottfr. Schulz, an den Bo sigenden aut Müde jr., SO, ManFreie Vereinigung der Militärmühen- Arbeiter. Sonnabend, 10. Juli, Zentralverband der Konditoren. Heute Abend 8% Uhr: General- Bersammlung bei Babiel, Rosenthalerstr. 67. bei Buste, Grenadierstraße 33, Bersammlung, Briefkasten der Redaktion. Beschäftigen haben. Dieser Bericht war Daß der Ausschuß den Wünschen der Kommission erheblich entgegen-| lichst einstimmig gutzubeißen. Jäbe spricht ebenfalls für den zu auch dem gekommen fet und empfahl der Versammlung, sich unter den folgenden, Anschluß an den Verband. Nur so lasse sich dem Unternehmer Vorwärts" von einem Mitglied des Verbandes zugegangen," um gemeinsam mit der Berin der Verhandlung festgestellten Bedingungen für den Anschluß an thum gegenüber wieder etwas ausrichten. Fräßdorf Dresden aber vorläufig zurückgestellt, den Zentralverband auszusprechen: Die bis zum 15. August 1897 mahnt dazu, die Streitagt nun endlich zu begraben. In handlung vor dem Gewerbegericht zu einem umfassenden Bericht in Berlin dem Verbande beitretenden Kollegen sind vom Eintrittsgeld den Zerwürfnissen der Arbeiter liege die Schwäche ihrer Bewegung. verwandt zu werden. Hiergegen wendeten sich mehrere Redner befreit. Als Wochenbeitrag gilt der Saß von 25 bezw. 30 Pf., fo-- Dandert und D. Glas ftellen sich auf den Standpunkt und verlangten die fofortige Bekanntgabe. In der Debatte fern nicht durch statutarische Bestimmungen ein geringerer Beitrag Thieme's, und mehr oder minder anch Remnis, Heinrich felbft fehlte es denn auch nicht an sehr liebenswürdigen" Unterausdrücklich gestattet ist. Während der Arbeitslosigkeit sind die Mit Hoffmann und Kronfeld. Für die Ginigung auf ftellungen der Redaktion des Vorwärts" gegenüber, fie dürften aber: glieder von der Beitragszahlung entbunden, sofern sie sich der grund der besprochenen Vorschläge sprachen nochmals Drunsel für die Lefer wenig Interesse haben und wir lassen sie deshalb unnothwendigen Kontrolle unterwerfen und allwöchentlich von und Hagen, sowie Krause, Röppen und Haase. Die beachtet. der örtlichen Verwaltung eine Arbeitslosenmarte entnehmen. Versammlung sprach sich schließlich gegen fünf Stimmen für die Arbeiter- Bildungsfdule, Die Bibliothet in der Nordschule, Kommission und des Als Verwaltungskosten fann die örtliche Verwaltung Berlins obigen Vorschläge Verbands: Brunnenstr. 25, ist vom 1. Juli ab bis auf weiteres geschlossen; die noch aus bis 40 pCt. der Netto- Einnahme verrechnen. Den bisher ausschusses, und damit für die Verschmelzung mit dem stehenden Bücher sind umgehend Donnerstags abends von ¼ bis 10 Uhr zurückzuliefern. Mitgliedsbeiträge werden an diesem Tage in der Nordlokalorganisirten Töpfern Berlins wird durch Neuwahlen Verbande aus. In einer Resolution gab man dann schule entgegengenommen, ebenso in folgenden Bahlstellen: fofort die Mitwirkung in der örtlichen Verwaltung gesichert. Sonstige der Erwartung Ausdruck, der Vorstand des lokalen Vereins möge Admiralftr. 40a; Reul, Barnimftr. 42; Babiet, Rosenthalerstr. 67; Bleinert, öffentliche Angelegenheiten der Töpfer Berlins werden durch Be baldigst eine Generalversammlung einberufen, die den foeben gefaßten Müllerstr. 7a; Paul Mücke, Manteuffelstr. 128; 5. Königs, Dieffenbachftr. 30. schlüsse öffentlicher Versammlungen erledigt, die für alle Kollegen Beschlüssen gerecht werde. Daudert erklärte, daß der Vorstand teuffelstr. 128, Gelbsendungen an den Kassirer H. Königs, S. Dieffenbachstr. 30, bindend sind." Der Berichterstatter würdigte diese Bedingungen im diesem Wunsche so früh wie möglich folgen werde. Nachdem man su senden. Arbeiter Raucherbund Berlins und der Umgegend. Renderungen im einzelnen, erklärte sie für annehmbar und sprach nochmals den Kronfeld und John zu Revisoren der Streitkommission gewählt wereinstalender, find au richten an Hermann Braunschweig, DresdenerWunsch aus, daß sie um des lieben Friedens willen angenommen hatte, beschloß die Versammlung, daß die Beiträge zum örtlichen Straße so, 2. Sof. werden möchten. der Referent Streiffonds der Töpfer Berlins auf 25 Pf. herabzusetzen W. Hoffmann, wie bisher lokalorganisirt, schloß sich den Ausführungen Hagen's feien, und daß jeder Kollege die Pflicht habe, sich an der E3 habe sich herausgestellt, daß ein friedliches Sammlung zu betheiligen. und erfprießliches Zusammenarbeiten der Berliner Töpfer so lange Eine recht gut besuchte Versammlung des Verbandes uumöglich set, als zwei Organisationen neben einander beständen. aller im Handels: und Transportgewerbe beschäftigten Hilfs Neige auch die Mehrheit der Töpfer Berlins zur lokalen Organi- arbeiter Berlins fand am 6. Juli in den Arminhallen statt. Eins fation, so vergebe sie sich doch nichts, wenn sie zum Zwecke der gangs berichtete Rein über den Stellennachweis während der MoEinigung dem in Deutschland allgemein vorhandenen Zuge zur nate Mai und Juni: Als arbeitslos hatten sich gemeldet: im Mai Zentralisation folge. Die prinzipiellen Gegner der Sentrali 40 Perfonen, im Juni 34 Personen; in Stellung gingen: im Mai fation bildeten nur eine winzige Minderheit. W. Thiele, der 30 Personen, im Juni 17 Personen. Die gesammte Arbeitslosigkeit Gelegenheit hatte, den Verhandlungen zwischen der Kommission betrug im Mai 2 Jahr 1 Tag, im Juni 1 Jahr 3 Monat 1 Woche. 3 Tr. und dem Ausschuß beizuwohnen, sprach seine Freude aus Die längste Arbeitslosigkeit dauerte im Mai 15 Wochen 1 Tag, im über das beiderseitige Entgegenkommen und erflärte den Juni 9 Wochen 4 Tage, die fürzeste im Mai 1 Tag, im Juni 1 Woche lehnen. Zusammenschluß auf grund der vorgetragenen Vorschläge für 3 Tage. Vakante Stellen wurden gemeldet im Mai 51, im Juni 39; durchaus möglich und gut. Thieme findet in den Einigungs- besetzt wurden im Mai 26, im Juni 19; hiervon dauernd im Mai 24, bedingungen einen Machtspruch zum widerspruchslosen Anschluß an im Juni 13; aushilfsweise im Mai 2, im Juni 6; unbesetzt blieben Die Zentralisation, dem eine Menge Leute nicht nachkommen würden. im Mai 25, im Juni 20. Die längste tägliche Arbeitszeit war ( Widerspruch. Zuruf: Sehr wenig!) Es liege tein Einigungsversuch 121/2, die fürzeste 10 Stunden. Die Paufen während der längsten vor, sondern die Ausführung des Ausspruches von Jacobey: Wir Arbeitszeit waren 2, während der fürzesten 1 Stunde. Sonntags- Stationen. werden alle Mittel in Bewegung feßen, Euch zu zwingen, dem Verbande arbeit fam in einem Falle vor. Der höchste Lohn betrug 21.. beizutreten." Die Kommission habe eine Gaufelfahrt gemacht.- Hagen der niedrigfte 12 M. wöchentlich. In zwölf Fällen fanden keine weist speziell den legteren Vorwurf wie auch die übrigen Einwürfe des Kündigungen, in in drei Fällen die gewöhnliche Kündigung Vorredners energisch zurück. Drunsel Dresden, Delegirter statt. Der Berichterstatter schloß mit der Aufforderung, jetzt, mit dem Swinemünde des Ausschusses des Verbandes: Mit dem Uebertritt zum Verbande Beginn der Saison in der Konfektions- und der Stoffbranche den Hamburg und der endlichen Erledigung des leidigen Organisationsstreites Stellennachweis recht rege in Anspruch zu nehmen. Hiernach hielt Berlin würden sich die Berliner Töpfer die Sympathie des Verbandes, be Genosse Georg Wagner einen recht interessanten Vortrag über: Wiesbaden fonders aber aller sächsischen Kollegen erwerben. Die Delegirten Volfsbildung und Klassenbewußtsein. Hierauf erörterte Rein ein München des Ausschusses hätten eingesehen, daß den Berliner Verhältniffen Borkommniß bei der Firma J. Raphaeli. Genanute Firma entließ Wien Mechnung getragen werden müsse, und deshalb verschiedene nach Angabe des Redners wegen eines geringfügigen Bergehens Haparanda Ronzeffionen gemacht, die zum theil über die ersten Vor einen Hausbiener, gegen den nachträglich Strafantrag wegen Diebstahls Petersburg schläge des Ausschusses hinausgingen.( Beifall.)- Jacobey gestellt wurde. Das Vergehen wurde darin erblickt, daß der betreffende Gort. wendet sich gegen Thieme und stellt fest, daß seine, von diesem fich angeblich ein Glas Kognat durch Vermittelung des Lehrlings zu vers zitirte Aeußerung erheblich anders gelautet habe und daß der schaffen wußte. Aus dem Grunde dehnte sich die Anklage auch auf Zentralvorstand des Verbandes an den Einigungs beschlüssen Verleitung zum Diebstahl aus. Der Entlassene Ilagte beim Gegar nicht betheiligt sei, wenn man auch in einzelnen Punkten seine werbegericht und wurde hier der Termin bis zur Entscheidung des Wetter- Prognose für Donnerstag, den 8. Juli 1897. Biemlich fühl, vorherrschend woltig mit leichten Regenfällen und Meinung gehört habe. Von einem Zwange tönne absolut teine strafrechtlichen Verfahrens ausgefeßt. Mittlerweile ist in diesem Rede sein. Er könne der Versammlung nur empfehlen, um weitere Verfahren die Freisprechung erfolgt und wird sich nunmehr mäßigen bis frischen westlichen Winden. Quertreibereien zu verbindern, die Beschlüsse der Kommission mög in nächfter Zeit das Gewerbegericht mit der Angelegenheit Achtung! 4. Wahlkreis. Achtung! Donnerstag, den 8. d. M., bei Keller, Koppenstr. 29: Große Volks- Versammlung. Tages Ordnung: Die Sozialdemokratie und die Landtagswahlen in Preußen. Referent: Paul Singer. Diskussion. 216/6 Die Vertrauensleute. Achtung! V. Wahlkreis! Achtung! Donnerstag, den 8. Juli cr., abends 8 Uhr: Die juristische Sprechstunde findet Montags, Dienstags, & reitags und Sonnabends, abends von 7-8 Uhr statt. Voyageur. Das Blatt hat eine lintsfortschrittliche Richtung. Walther, Naunynstraße. Zentralfrauten und Begräbnißtaffe für Frauen und Mädchen. Aufnahmen bei H. Heckel, jetzt Oranienſtr. 180, Potsdam. So gräßlich ist die Sache nicht. Wir müssen dankend abbecdeen. Paris. Zimmerer! Witterungsübersicht vom 7. Juli 1897. SSW tand in mm, Barometerreduzirt auf d. Meeressp. 89818 Windrichtung 752 751 753 SW V 757 SW 760 759 Windstärke LalalaAww( Stala 1-12) Wetter Temperatur ( 5°. 4° R.)| nach Celfus bedeckt 16 bedeckt 14 bedeckt 18 bedeckt 15 halb bedeckt 23 wolfenlos 16 bedeckt 13 NW 3 halb bedeckt 18 749 WNW 5 wolfig 10 • 760 SW bedeckt 14 . 744 760 Still G 2 Berliner Wetterbureau. Freitag, den 9. Juli 1897, abends 8 Uhr, in Keller's Festsälen, Koppenstr. 29: Deffentliche General- Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Diskussion über die Abrechnung. 2. Situationsbericht über den Stand des Streifs. 3. Festsetzung der Streikunterstützung. Sämmtliche ftreifenden und arbeitenden Zimmerer müssen erscheinen. 277/15] Oeffentliche Partei- Versammlung Central- Verein der Bildhauer im Alten Schützenhause, Linienstrasse 5. Tages Ordnung: ( Gauverein Berlin). 1. Berichterstattung des Abgeordneten R. Schmidt über die ver: Sonnabend, den 10. Juli, in der ,, Nenen Welt", Hafenhaide: flossene Reichstags: Seffion. 2. Abrechnung der alten Vertrauensleute. 3. Abrechnung von der Maifeier. Die Wichtigkeit der Tagesordnung bedingt zahlreiches Erscheinen der Parteigenossen; ein jeder hat am Plake zu sein. Die Vertrauenslente. 217/4] Sonntag, den 11. Juli, vormittags 10% ihr Großes Sommer- Fest mit reichhaltigem Programmt. Die Lohnkommission. Wilhelm Lauterwald Klara Lanterwald geb. Pollack Vermählte.[ 30156 Todes- Anzeige. Nach langem, fchweren Beiden entschlief sanft am Dienstag, den 6. Juli, früh 6 Uhr, mein innigst geliebter Mann, unser herzensguter und sorgfamer Bater, Bruder, Schwager, Schwiegerfohn u. Onkel, der Gastwirth Franz Clauss im 51. Lebensjahre. Dies zeigen tiefbetrübt an mit der Bitte um stille Theilnahme die trauernde Wittwe Minna Clauk, geb. Zimmermann, nebst Kindern. Kranken- und Begräbnißtasse 9. Jult, nachmittags um 3 Uhr, vont der Buchbinder und verwandten Berufsgenossen zu Berlin( E. H. Nr. 24). Sonnabend, den 17. J 1897, abends 8 Uhr: General Versammlung im Englischen Hof, Neue Roßstr. 3. Tagesordnung: 1. Kassenbericht pro 2. Quartal 1897. [ 22/6 2. Bericht des Vorstandes. 3. Kaffen 27/9 Das Erscheinen aller Mitglieder er Der Vorstand. Konzert- Spezialitäten- Tyroler Sänger- Gesellschaft. angelegenheiten. Schützenfest in den ,, Armin- Hallen", Kommandanten- Strasse 20 Wirthshansszene mit Gesang u. Zitherbegleitung, Schuhplattlertanz. II. General- Versammlung des Zentralverbandes der Zimmerer Deutschlands Zahlstelle Berlin. Billets à 25 Pf. find bei den Kollegen Trautbetter, Krautstr. 28 tagsüber, und Otto Meyer, Engel- User 2B nud in den mit Plakaten be legten Handlungen zu haben. Der Vorstand. Bahn- Atelier. Gin soziald. Redakteur wartet Fr. Freudenreich, Bruno Gröblehner, Vorsitzender, Kassirer, 23ißmannstr. 18, II. Briserstr. 10, II. Möbel Die Beerdigung findet Freitag, dent Trauerhause, Grüner Weg 89, aus nach dem Alten Georgen Kirchhof, 30196 Landsberger Allee, statt. Verband der Möbelpolirer. Verband Den Mitgliedern zur Nachricht, daß der Kollege 147/15 von Julius Köhler am Montag nach langem Leiden Abend in seiner Wohnung, ZiethenStraße 58, gestorben ist. Die Beerdi gung findet heute Nachmittag 6 Uhr Alten der Leichenhalle des Thomas- Kirchhofes aus statt. Um zahlreiches Erscheinen bittet Der Vorstand. Treffpunkt um 5 Uhr bei Mohn, Oranienstr. 197. Danksagung. Allen Freunden und Bekannten, welche meinem lieben Manne, dem Sattler Hermann Ziemer, das Geleite zur letzten Ruhestätte gegeben 17912* haben, den werthen Kollegen der Tages Ordnung: 1. Vorstandsbericht. 2. Abrechnung des zweiten verliehen gewesene und neue, stannend Quartals 1897, inkl. Jahresabrechnung. 3. Neuwahl des Bahlstellen- Vorstandes Künstl. Zähne in tadelloser Aus- mit Gymnasialbildung, welcher billig, Theilzahlung gestattet. fowie sämmtlicher Bezirks- Kassirer. 4. Verschiedenes. führung v. 3 M., Blomben v. 2 M. an. eine Zeitung selbständig zu leiten Beamten ohne Anzahlung. Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen ersucht ( 254/14 Schmerzlof. Bahnziehen mitt. Cocain, versteht, fucht unter bescheidenen Der Vorstand. J. A.: H. Knüpfer, Goltstr. 17. Cloréthyl, und Augustaen wir unſere writglieder nochmals auf unser am unter Veloroform beachgas Ansprüchen Stellung, event. fich Nene Königstr. 59. m. Kleinem Kapital an e. Zeitung Bestellung v. fünfti. Bühnen Bahn zu betheiligen. Off. a. d. Exp. dies. ziehen, Bahnreinigen umsonst; Raten: Bl. unter 11. 1. 21342 zahlung gestattet, Woche 1 W. Guckel, Laufizer Platz 2, 14. August bei Keller, Koppenstr. 29, stattfindendes 15. StiftungsFest aufmerksam. Ginlaßfarten à 30 Pf. sind auf allen Bezirks- Bahlstellen zu haben. Handlungsgehilfen! Handlungsgehilfinnen! Donnerstag, den 8. Juli, abends 9 Uhr, in Cohn's Festsälen, Beuthstrasse 20/21: Grosse öffentliche Versammlung. 90/16 Tages Ordnung: 1. Vortrag des Kollegen Julins Lissauer:„ Die Auflösung der Orts Strantentaffe für Handlungsgehilfen und Lehrlinge und ihre Folgen für die Kollegen und Kolleginnen. 2. Diskussion. Der Vertrauensmann. * Gliafferfitraße 12, Stegligerstraße 71. Wie schnell und billig tann man sich kleiden! Durch eins 13079* Bosten verkaufe ich von heute Hochelegante Herrenab: Guten Verdienst verschaffen sich Bersonen jeden Standes durch Erwerbung von Sterbefaffenu. Kinder- Versicherungen. 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Von 7 Uhr ab im kleinen Saal: Tanz. Herren, welche daran theilnehmen, zahlen 50 Pf. nach. Die Kaffeeküche ist von 3-6 Uhr geöffnet. Billets sind vorher bei Herrn Kaun, Grüner Weg 17; Herrn Nettermann, Bandelstr. 45; Herrn Graumann, Rykestr. 23 Herrn Siewert, Gräfestr. 69/70; in der Setzerei des„ Vorwärts", auf der Verwaltung des Vereins Berliner Buchdrucker und Schriftgiesser, sowie Freitags in dem Uebungslokal des Vereins, Beuthstrasse 20/21, zu haben. [ 3017b Beerdigungsverein Sonnabend: Gr. Sommernachtsfeft. Berliner Zimmerleute. Apollo- Theater und Konzert- Garten. Venus auf Erden. Burtest- phantastische Operette in einem Aft von Bolten Bäckers. Musit von Paul Linde. In Szene gesetzt vom Dir. J. Glück. Menes Spezialitäten- Programm. Sonnabend, den 10. Juli, in der Brauerei Friedrichshain( fr. Lips), am Königsthor: Feier des zwanzigjährigen Bestehens fowie fünfzigjähriges Gesellen- Zubtiäum unseres Mitgliedes Herrn Gottlieb Woitschätzky. Konzert. Sommernachts- Ball. Anfang des Konzerts 8 Uhr, des Balles 9 Uhr. Ende? Billets für Herren 50 Pf., Damen 25 Pf. sind bei den unter: zeichneten Komiteemitgliedern vorher zu haben: Klebb, Mariendorferstr. 2, Seitenfl. 4 Tr. links; Liebetrau, Neue Königstr. 18; Schultz, Schönhauser Allee 151, Quergeb. 4 Tr. r.; Kraft, Graunstr. 12, r. Aufg. 3 Tr.; Schwanz, Wrietenerstr. 24, vorn 3 Tr.; Brunzel, Wilsnackerstraße 61, 3 Tr.; Otto Reutter. Schneider, Blan- Ufer 31, of 2 Tr.; Petermann, Reinidendorferstr. 65, v. 4 Tr.,' we a hn, Eisenbahnstr. 31, v. 2 Tr.; außerdent * Kinetograph. Kaffeneröffnung 6 Uhr. Konzert 7 1hr. Vorstellung 8 Uhr. Puhlmann's Vaudeville- Theater Schönhauser Allee 148, Kastanien: Allee 97-99. Täglich: bei den Herren Bandelow, Langestraße 13 im Restaurant; Schmidt, Münchebergerstr. 28 im Restaurant; Girke, Naunynstr. 62, 3 Tr. Die Mitglieder sowie Freunde und Gönner des Vereins laden wir freundlichst ein, sich recht zahlreich an dieser Feier zu betheiligen. 259/13 Das Komitee. J. A.: August Klebb, Mariendorferstr. 2. Achtung! Weissensee. Achtung! Sonnabend, den 10. Inli, im Lokale, Albrechtshof", Parkstraße 13: Drittes Stiftungsfest der Zahlstelle Weissensee des Deutschen Holzarbeiter- Verbandes 108/14 Im Reiche der Sirenen. unter gütiger Mitwirtung des Arbeiter Gesangvereins„ Freiheit". Große Ausstattungsburleske mit Gesang und Tanz. Mi Clara, Trapeztünstlerin. Little Trudy Brygardy, das Wunderkind. Wally Smolm, excentr. Chansonette. Barbarina's Ballet. Clown Saraffani, m. s. dress. Thieren. Harry u. William Latoure, PiccoloTheater. William, Handantipode. Anfang 4 Uhr. Entree 30 Bf. Konzerthaus Sanssouci, Kottbuserstr. 4a. Juh. H. Pierry. Täglich: Gr. Vorstellung im Garten. Bei ungünstiger Witterung im Saal. Stets wechselndes Programm. Konzert. Ball. Eintritt für Herren 50 Pf., für Damen 25 Pf. Garderobe frei. Eintrittsfarten sind nur in den mit Plakaten belegten Geschäften sowie bei den Festfomitee- Mitgliedern zu haben. Es ist Pflicht eines jeden Kollegen, zu diesem Test zu erscheinen. Die Mitglieder der umliegenden Zahlstellen find hierzu freundlichst eingeladen. J. A.: Albert Kirchner. Schweizer Garten. Am Königsthor. Saltestelle d. Pferdebahn. Am Friedrichshain. Täglich: Theater und Spezialitäten. 229/ 7* arrangirt von den Parteigenossen der Schönhauser Vorstadt. Instrumental- Konzert. Turnerische Aufführungen. Auftreten des Artistenklubs ,, Eiche". Korso des Arbeiter- Radfahrervereins. Spezialitäten- Vorstellung.* Lebende Bilder. Fackel- Polonaise. Volksbelustigungen verschiedener Art. Von 4 Uhr an: Tanz. Herren, welche daran theilnehmen, zahlen 50 Pfennig nach. Billet 20 f. Die Kaffeeküche ist von früh an geöffnet, Liter 60 Pf. Anfang früh 8 1hr. Sonnabende u. Sonntage Weber: Str. 17 sind zit vergeben. Das Comité. Unions- Brauerei, Hafenhaide. Sonnabend, den 10. Juli 1897: B. Nicft's eber II. Gr. Sommer- Feft verbunden Sommernachts- Ball Feſt- Säle Str. 17. Fernsprecher VII, 1663. B. Nieft. veranstaltet vont Arbeiter- Raucher- Bund Berlins u. Umgegend, Bei eintretender Dunkelheit bengalische Beleuchtung des Gartens, großer Empfehle allen Freunden ut. Bekannten Badel zug, wozu jedes eins eine Stostaterne s gather figits. Grundflate mein Weiss-, Bairischbier- füche steht den geehrten Damen von 3 Uhr an zur Verfügung. Ermäßigte und gr. Speisegeschäft. Reich- Billets für Karouffel und Schaufel sind beim Vorstand zu haben. Das haltiges Frühstück von 30 Pf., Mittag Konzert wird von der Freien Vereinigung der Zivil- Berufsmusiker ausmit Bier 50 Pf. sowie Abendtisch à la geführt. Programm 20 Pf, Anfang 4 Uhr. Freunde und Gönner ladet ergebenst ein carte von 30 Pf. an. 2 Vereinszimmer. mit Klavier für 20-50 Personen. * [ 2973b Der Vorstand. H. Stramm, Reft., Ritterstr. 123. Zahn- Klinik Zähne 2 M. Theilzahlung 1 M. die Woche. Grieser, Grüner Weg 29, II.[ 2584b* 122/14 Deutscher Metallarbeiter- Verband ( Verwaltungsstelle Berlin). Am Sonnabend, den 10. Juli, in den Gesammträumen des Schloss Weissensee": 53 Gr. Sommernachts- Fest. Gr. Konzert. Gr. Spezialitäten- Vorstellung. Gr. Brillant-, Land- und Wasser- Feuerwerk. In beiden Sälen: Grosser Ball. Anfang 5 Uhr nachmittags. Billet inkl. Tanz 30 Pfennige. Alles Nähere besagt das Programm, welches beim Eintritt zur Ausgabe gelangt. Billets sind bei den Kassirern u. in sämmtl. Zahlstellen zu haben. Little Parkins u. Miss Lizzi, Transformationstünstler. Theod. 3. Ziehung d. 1. Klaffe 197. Kgl. Preuß. Lotterie. 857[ 100] 84 85 112325 476 655[ 100] 824 986 113128 Lippardt. Tanzhumoriſt. V Geschw. Tilly, Gesangs- und TanzDuettisten. Emmy Dahl, Liedersängerin. The two Buffalos, Radfahrer Humoristen. John& Paolo, Grcentrics Pantomimisten. Carla Walton, Kostümsoubrette 2c. Im Saale: Wieberholung auf Wunsch Volksbeluftigungen Ballaus- Anna. Grossartige Spezialitäten. Anfang 8 Uhr. Entree 30 Pf. Passe- partouts gelten. Achtung! Familien tönnen Raffee tochen. Viktoria- Brauerei ( Garten resp. Saal) Lützow Strasse 111/112 nahe Potsdamer Plaz. Heute sowie täglich: Stettiner Sänger ( Meysel, Pietro, Britton, Steidl, Krone, Nöhl, Schneider und Schrader.) Zum Schluß: Ein vergnügter Wahltag. Nach der Soiree: Tanz- Kränzchen. Anfang 8 Uhr. Entree 50 Pf. Billets 40 Pf. und FamilienBillets à 1 M. nur in den Vor: verkaufsstellen.( Siehe Plakate.) aller Art. 20 Ball. Entree 30 Pfg. Jeden Mittwoch: Kinder- Freudenfest. Biehung vont 7. Juli 1897. Nur die Gewinne über 60 Mart sind den betreffenden Nummern in Parenthese beigefügt. ( Ohne Gewähr.) 57 191 520 67 696 870 1033 194 274 79 428 526 27 2333 65 615[ 50] 831 62 89 3055 158 278 665 601[ 150] 79 710 865 4026 32 243 381 565 648 959 5368 435 69 509 34 672 718 89 98 6368 473 798 90s 53 7204 84 516 811 8158 378 456 638 94 748 979 83 9034 72 288 662 10013 55 115 18 473 654 793 910 11054 279 402 585 92 771 811 14 12097 109 226 570 698 776 13038 277 562 87 798 27 724 15115 93 Es ist nur noch ein Sonnabend im Angust für Vereine frei. 354494 539 840 752 836 954 16143 710 17371 98 449 Ostbahn- Park Am Küstriner Platz Hermann Imbs. Am Küstriner Platz Täglich: Großes Konzert und Vorstellung. Kapelle 20 Mann. Dir. O. Görner. Regie: D. De der. Neues sensationelles Programm. Großer Erfolg! Berlin, wie's baut und kracht. E Entree Sonntags 20 Pf., Kinder 10 Pf. Wochentags 10 Bf., Kinder 10 Pf. Mittwoch: Kinderfest. W. Noack's Theater Brunnen- Strasse 16. Jm schönen Garten täglich: Konzert, Theater- u. SpezialitätenVorstellung. Eine verhängnißvolle Nacht. Posse mit Gesang in 1 Aft von Meßner. Berliner Wäschermädel. Burleste mit Gefang und Tanz von W. Geride. Jeden Sonntag, Montag, Dienstag und Donnerstag im Saale: Grosser Ball. Künstliche Zähne. F. Steffens, Rosenthalerstr. 61, 2 Tr. Theilzahlung pr. Woche 1 M. Castan's Panopticum. belebten Neu! Die elektrisch Neu! und künstlich sprechenden Neu! Menschen. Neu! und hochkomisch! Dr.Simmel Moritzplatz, i.Hausv.Aschinger ( früher Prinzenstr. 91) Spezialarzt f. Haut u.Harnleiden. 10-2, 5-7. Sonntags 10-2, 2-4. Passage- Wein- u. Cigarren- Auktion. Panopticum. 30 Auf dem alten Königlichen Packhofe in Berlin( Kleine Museumstraße Kinder am Lustgarten) sollen Freitag, den 9. Juli, von 10-2 Uhr, zirka 1000 Flaschen Champagner( wobei die Marken Roederer u. Cie., Mercier u. Cie., Deus u. Geldermann, Carte Blanche 2c.), ca. 2000 Flaschen feinste Bordeaux, Rhein, Madeira- und Portweine, ca. 1000 Flaschen theils franz. der Wüste. 713 53 18147 287 405 584 606 778 19005 177 246 376 524 705 96 20125 48 221 393 583 874 21537 714 75 22089 188 281 770 808 905[ 100] 23 23336[ 100] 563 759 21001 395 505 601 799 25119 57 283.803 626 812 26018 284 375 467 568 611 43 973 27111 200 419 503 86[ 100] 671 73 714 21 65 28100 254 458 509 31 61 612 29223 66 94 318 504 715 30099 103 500 20 607 52 863 988 31217 449 63 514 94 727[ 150] 66 82025 117 46 413 871 83205 76 409 48 86 625 34139 336 572 809 974 35451 936 30020 72 109 301 62 598 715 931 37003 95 345 444 782 948 38054 128 213 77 340 81 442[ 150] 56 39420 501 601 872 40026 128 64 206 339 554 629 728 70 87 870 967 41216 459 517 640 47 835 73 42302 463 616 961 43156 977 44173 1500] 45129 74 232 390 442 686 723 46024 412 538 622 47 878 965 47141 209[ 100] 419 560 687 712 20 48011 34 227[ 100] 351 405 93 780 857 49105 56 309 16 446 532 92 609 96 568 50212 76 434 581 771 51089 109[ 200] 465 563 52018 160 313 80 401 518 93 602 77 768 988 53013 54 163 334 843[ 100] 922 54200 66 391 427 55 533 731 933 55130 283 372 499 695 715 963 56391 631[ 100] 777 805 950 52 57033 112 96 406 11 578 719 934 98 [ 100] 58050 287 330 408 791 94 896 902 59150 341 401 10 644 900 69 84 60086 239[ 100] 378 609 67 973 91 61002 67 108 39 702 29 6200S 45 494 549 615 733 63048 55 373 478 549 698 812 951 75[ 100] 95 64165 403 825( 100) 53[ 100] 65164 540 50 725 871 66189 297 374 96 489 717 52 67031 382 491[ 100] 606 69 860 941 68008 325 72 622 703 23 75 996[ 100] 90358 757 58 70042 330 497 588 729 71001 303 492 716 88 807 72017 51[ 200] 204 394 628 785 73354 75 93 418 62 613 28 950 74848 65 750 941 56 75084[ 100] 265 400 586 849 957 65 70 90 76063 77 102 62 228 326 614 94 790 98 800 77279 655 767 96 949 96 78263 447 66 79042 133 312 56 87 420 563 709 823 S0396 436-546 636 50 941[ 100] 81196 302 637 91 817 38 42 993 82096 177 296 330 517 661 761 83104 8 85 310 62 418 761 821 47 88 965 84245 80[ 150] 300 579[ 100] 634 756 916 85084 542 644 819 36 939 86224 443[ 100] 534 642 840 87 87069 136 249 420 550 88035 141[ 100] 270 97( 150) 731 89 80170 372 429 520 30 696 805 961 95 90412 98 568 818 950 82 91147 50 249 317 77 98 [ 100] 416 508 92093 167 226 471 714 22 34[ 500] 967 93023 170 342 532 54 785 86 811 98 94041 440 653 61 863 919 57 95202 335 72 469[ 150] 538 43 46 98 759 806 923 96063 511 668 75 883 900 97042 89 553 645 86 735 855 98004 324 98 474 572 620 24 82 99084 165 362 97 505 631 82 765 902 100375[ 100] 570 634 709 101009 131 87 342 843 Beduinen, Derwische, Cognacs, Runt u. diverse Sorten Liqueure, 60 Mille Qualitäts- Gigarren 45 7697( 100) 102097 192 10: 3103 99 240 307 88 749 SchlangenProben beschwörer, Bauch- in beliebigen Partien öffentlich meistbietend versteigert werden. tänzerinnen etc. werden bei der Auktion verabfolgt, sowie die Spedition der Weine 2c. unter 147/20 Vorstellung Garantie übernommen. 12, 5, 7, 9 Uhr. Kammer, gerichtl. Tagator u. Auktionator, Weißenburgerstr. 1. 83 94 104119[ 100] 304 14 735 66 105267 336[ 200 420 834 106092 192 425 68 540 611 34 51 738 56 811 107183 886 750 986 108138 414 45 727 800 971 100 9 556 33 50 84 760 69 110504 718 58 910 111034 404 43 68 Wegen vorgeschrittener Saison, um zu räumen, Preis Herren- und Knaben- Moden jeden Genres, Carl Zobel, 405 21 692 114452[ 150] 527 737 115075 212 547 85 685 816 86 116498 552 721 117024 54 162 212 88 400 525 75 86 703 928 118369 470 94 513 61 726 922 119028 178 252[ 200] 326 405 595 647 714 76 120222 590[ 150] 673 808[ 100] 43 901 121147 313 122064 79 155 482[ 100] 571 624 27 123180[ 200] 375 423 60 712 29 846 64[ 100] 124041 119 264 413[ 100 125033 105[ 150] 32 678 725[ 100] 804 41 98 909 76 127087 192 366 679 126121 325 481 887[ 100] 948 204 359 70 531 774 128265 75 524 24 616[ 100] 792 962 129022 569 785 832 90 130014 686 874 131524 604 38 775[ 100] 85 888 [ 3000] 132027 192 213 57 306 66 448 518 600 734 39 133344 467 741 50 808 93 977 134006[ 100] 95 898 477 522 33 616 136275 422 622 963 137041 141 48 78 500 62 73 650 734 946 138222 389 419 77 763 139061 68 81 181 284 499 673 805 49 902 62 140536 66 72 862 990 141063 240 806 142111 89 350 465 511 61 685 143363 85 526 704 8 52 814 144044 377 451 609 68 970 145096 235 474 619 788 146052 68 70 85 96 104 247 491 603 771 867 147139 340 481 622 23 91 93 722 83 148025 127 96 314 552 69 749 870 149022 46 204 39 699 866[ 100] 904 150150 58 80 235 47 373 482 616 78[ 100] 88 755 76 93 855 151312 515 649 57 805 7 152021 99 135 83 594 605 712 871 153120 28 251 503 64 621 52 747 863 154114 16 206 92 392[ 150] 494 539 78 84 755 911 24 155052 309 33 734 942 156422 511 717 45 158164 91[ 150] 810 157406 535 850 66 941[ 200] 159014 175 232 79 322 469 518[ 100] 625 800 44 52 372 419 160065 192 389 461[ 100] 86 523 716 161102 308 508 763 931[ 150] 85 16: 2069 177 95 358 103188 550 704-51 164534 927 30 165032[ 100] 48 106 299 310 [ 100] 81 611 33 52 762 855 62 168089 144 452 630 35 842 79 915[ 100] 33 40 169169 254 324[ 100] 70 417 536[ 150] 691 770[ 100] 876 171004 248 538 67 604 976 82 172241 92 503[ 150] 62 815 99 173107 413 37 717 805 96 174014 26 42 231 304 13 477[ 150] 96 511 637 175014 35 68 147 209 866 176030 218 57 453[ 200] 524 690 745 884 913 177285 325 459 688 800 50 942 99 178195 233 41 622 732 87 930 46 179229 605 980 170032 209[ 100] 334 36 40 461 559 997 180044 181 851 937 181005 42 205 8 382 619 772 933 182013 97 208 485 91 618 708 93 819 64 183095 111 766 89 181008 24 67 80 676 769 185129[ 100] 61. 355 407 588 694 852 906 44 79 186075 141 525[ 100] 99 187037 96 156 329 596 649 864 949 188012 239 950 478[ 150] 612[ 100] 836 943 189056 293 772 846 915 130005 112 99 204 419 593 727 191013 280 464 518 619 25[ 1500] 847 192037 229 76[ 100] 405 29 917 193150 268 373 520 628 714 47 194234 473 508 659 753 195014 17 185 462 78 86 748 957 196002 98 111 356 839 989 197024[ 100] 43 45 506 95 615 94 758 198055 70 258 386 887 906 199145[ 100] 269 416 200175 414 60 547 766 201089 321 83 772 855 202014 166 255 314 38 441 72 578 674 737 803 8 35 203203 350 424 73 549 201092 221 850 205007 172 535 651 69 712 69 78 206010 103 745 68 853 946 207631 714 842 930 208071 129 268 316 944[ 100] 209485 780 95 987 210185 269 317 471 694 711 81 94 890 211131 534 74 726 832 212008 419 65 95 764 213101 91 208 405 601 14 57 836 937 214036 175 432 783 215134 235 50 635 38 216181 251[ 100] 432 36 555 686 733 858 919 31 217034 164 79 789 218065 66 128 237 399 422 81 509 50 661 801 30 950 219039 136 223 42 50 812[ 100] 19 28[ 150] 57 58 71 585 601 25 98 220025 133 556 650 918 35 69 221100 60 266 638 708 59 89 222032 86[ 150] 325 419 501 223232 407 [ 200] 17 599 625 95 848 972 94 221022 379 447 949 225029 31 59 Edre Michaelkirchstraße. edeutend ermässigt! Köpnickerstrasse No. 121. Verkauf bester Qualitäten. Grösste Leistungsfähigkeit. Streng feste Preise. Mit ,, überaus billigen Preisen", wie es Reklamegeschäfte thun, renommire ich nicht, da sie doch meist nur auf Täuschung des Publikums berechnet sind. Jeder prüfe, ehe er kauft, Preise und Qualität meiner Waaren, vergleiche sie mit denen sogenannter Reklamegeschäfte, und er wird den Unterschied herausfinden. Strengste Reellität. Carl Zobel, Herren- und Knaben- Moden jeden Genres, Köpnickerstrasse No. 121. Ecke Michaelkirchstraße. Verantwortlicher Redakteur: August Jacobeh in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin,