Einzelpreis 15 Pfennig 2. Jahrgang Die freibeit erscheint morgens und nachmittags, en Some and fefttagen tar morgens Der Bezugspreis beträgt bei freier Zustellung ins Baus für Groß- Berlin 4. M. bei direktem Postbezug monatl 4.65 m, rei Zuftellung unter Streifband für Deutschland 6.50 M., fürs Ausland 2.30 m, per Brief 12.30 m Redaktion und Expedition: Berlin NW. 6, Schiffbauerdan 19 III. Fernsprecher: Amt Norden 2895 und 2896. Sonntag, den 19. Oktober 1919 Str. 505/275 Morgen- Ausgabe Jnferate foften die achtgespalt. Konpareillegeile oder derent Raum 1,20 ME., Wortanzeigen das fettgedruckte Wort 50 Pfs jedes weitere Wort 25 Pf. Ceuerungszuschlag 70 Proz Bei familien- u. Dersammlungsanzeigen fällt der Zuschlag fort. Inserate für den darauf folgenden Tag müssen spätestens bis 5 Uhr nachmittags bei der Expedition aufgegeben sein. Inseraten- Abteilung: Berlin NW. 6, Schiffbanerdamm 19 Bernsprecher: Amt Norden 9768 greiheit Berliner Drgan der Unabhängigen Sozialdemokratie Deutschlands Kein Abbruch des Metallarbeiterstreits Einladung zum Parteitag. Parteigen offen! Eine falsche Meldung. Das gestrige 8 Uhr- Abendblatt" bringt an auffallen ber Stelle eine Notis, daß nach Information vom Metall Seit unferem Bartcitage im März bat unfere Barter arbeiterverband die Wiederaufnahme der Arbeit etnen beispiellojen Aufschwung genommen. Immer neue durch die Metallarbeiter frühestens am Montag c Waffen find unfern Organisationen zugeströmt; ein reges| folgen werde. geistiges Leben pulsiert in ihnen. Das leidenschaftliche Diefe Mitteilung ist völlig aus der Ringen des deutschen revolutionären Proletariats nach Klar Luft gegriffen. Eine Wiederaufnahme der Arbeit heit über die Wege zum Sozialismus spiegelt sich in unsern fann nicht eher erfolgen, bis alle Gruppen bom Barteidiskussionen wider. Die weltpolitische Situation Schiedsgericht ihre Entscheidung erhalten haben. Es ist stellt das internationale Proletariat bor gewaltige Probleme, daher noch mit einer Streifbauer von mindestens zu deren Lösung unsere Partei in entscheidendem Maße mit einer Woche zu rechnen.. Die streifenden Metallarbeiter berufen ist. Je einheitlicher und geschlossener die Anschau werden, nachdem sie die Unternehmer an den Verhandlungs ungen in der Partei über die Aufgaben und die Tattit der tisch gezwungen haben, auch weiter ausharren, bis die Ver Bartet im nationalen mie im internationalen Rahmen sind, handlungen selbst von Erfolg gekrönt find. je energischer und sicherer dermag fie den Kampf zur Ueberwindung au führen. Daher rufen wir die Parteigenossen auf, burch einen Das Problem der Jnternationale" 5. Was ist zu tun? ( Schluß.). A. S. Das fttonsprogramm unferes Barieibages bon März d. 3. enthält als eine der nächsten Forderungen den U.S.$. D. folgenden Sat: Wiederherstellung der Arbeiterinternationale auf dem Boden der revolutionären sozialistischen Politik im Geiste dec internationalen Konferenzen von Zimmerivald und Kienthal Die feit dem März eingetretenen Verschiebungen in der inneren und äußeren Poiitit der europäischen Bänder, sowie der allgemeine Aufschwung der internationalen Arbeiterbewegung haben der Frage der Erneuerung der Internatio male eine Bedeutung berliehen, die allerorts zu praktischen Maßnahmen auf diesem Gebiete drängt. Dieser Umstand ift es gewesen, der auch die Unabhängige. Sozialdemokratie Binous Des Rapitalismus burch ben Sozialismus su Arbeiter und Arbeiterinnen der Metallindustrie! veranlagt hat, die Frage der Internationale auf die Tagesaußerordentlichen Parteitag Wie gestem bom teichswehruinister schriftlich zugeordnung des im Nopember stattfindenden Parteitages zu fagt, follte die Toothilfe sofort zurüdgezogen werden, menn fegen. die Maschinisten und Seizer die Aufnahme der Arbeit befchließen. Die gegebene Busage ist nicht gehalten, die Tech erneut unser geistiges Rüstzeug prüfen und schärfen zu nische Nothilfe macht also die Wiederaufnahme der Arbeit unmöglich. laffen. Bir berufen den Parteitag zum Sonntag, den 16. November 1919, abends 6 Uhr, nach Leipzig, ints Sortige Boltshaus ein. Ms. Wahlagen wir bor: Tagesordnung 1. Geschäftsbericht der Parteilettung. Berichterstatter: Dittmann. 2. Programm und Taktik der Partel Referent: Crispien. 3. Unsere Stellung zur Internationale. Referent: Silferbing. Korreferent: Stoeder. 4. Die Gewerkschaftsbewegung. Referent: ente 5. Besondere Anträge. Die Delegation zum Parfeitag Die Verhandlungsfommission begab sich heute um 11 Uhr nach dem Arbeitsministerium, um mit den Unternehmern über die Busammensetzung des Schiedsgerichts fich zu einigen. Es kommen sieben Herren in Frage, auf die fich die Unternehmer und Arbeiter- Vertreter geeinigt haben. Die bier ersteren find ständige Bertreter, Sie drei legteren der Reihe nach Erfaz- Vertreter. Wir tönnen aber die Stamen diefer unparteiischen Schiedsrichter nicht eber beröffentlichen, bis diese thre Bereiwilligkeit zur Weber nahme der Schiedsrichterämter erklärt haben. In einer Vorbesprechung über die ersten Verhandlungen, welche am Dienstag bormittag im ReichsarbeitsMinifterium beginnen follen, find folgende Gruppen für die Verhandlungen bongesehen: Gs wird nun bon verschiedenen Seiten versucht, dos Probem der Internationale so darzustellen, als ob es sich um eine Entscheidung zwischen der weiten" und der Dritten" Internationale, zwischen Genf und Mostau, handele. Dieje ragestellung trifft nicht zu und ist durch ihre Einfeitigteit geeignet, ein tieferes Eindringen in das Broblem der Internationale zu hemmen. Das Problem liegt vielmehr fo, in welcher Richtung die sozialistischen Barteien aller Länder wirken müssen, um aus den Trümmern der alten Internationale auf dem Boden der durch Krieg und Stevo lution geschaffenen neuen Weltlage eine neue proletarische Internationale zu schaffen, die geeignet ist, alle Kräfte des erwachenden Proletariats in der Sichtung zur Verwirf lichung des Sozialismus zusammenzufassen. Wir haben in ben borhergehenden Artikeln nachge wiesen, daß alle bisher unternommenen Berjuche, einerseits die alte Internationale wieder herzustellen und andererseits Dienstag: bormittags 10 1hr Schmiede: eine neue fommunistische Internationale zu schaffen, den An11 Uhr maihinenschloffer; 12 Uhr Eijen forderungen, die wir an die neue Internationale fteffen breber; 8 Uhr nachmittag Metalldreher: müffen, nicht gerecht geworden sind. Die Konferenzen in Bern und Luzern haben das Proletariat unbefriedigt gelaffen, weil in ihnen der revolutionäre Pulsschlag unserer Beit biel au wenig zu spüren gewesen ist. Andererfeits er als eine Neugründung, deren theoretische Grundlage und scheint die in Moskau gegründete Dritte Internationale" 4 Uhr nachmittag- Transportarbeiter. Am Montag foll die Kommiffion zusammentreten, um allgemeine Wufflärungsfragen über die Gingruppie rung der Branchen zu besprechen. Außerdem hat die Berwaltung befchloffen, daß die Branchenvertreter der am Dienstag zur Berhand diese nicht mehr die Grundlage unserer Organisation bilden. 3 Uhr, im Verbandshaus, Linienſtr. 83-85, Bimmer 8, 3 westeuropäischen Arbeiterbewegung und ihr schroff ausge tann nicht mehr nach Reichstagswahlfreifen geschehen, weil luna fommenden Gruppen am Montag, nachmittags taktische Richtung in vieler Beziehung anfechtbar und unfast völlige folierung von der Bir müffen die Mandate auf die Agitationsbezirke nach einer sehr wichtigen Besprechung fich einzufinden haben. Am Mittwoch stehen folgende Gruppen zur Ver- prägter Settendharvatter machen es notwendig, dieje. Neuder Mitgliederzahl verteilen. bandlung:, Vormittags 10 1hr Metallformer: gründung nach allen Richtungen hin kritisch zu beleuchten, Unter Bugrundelegung einer Gesamtmitglteberzahl von 11 Uhraich inenarbetter; 12 Uhr- Schrau Run wird gegenüber einer solchen Stellungnahme der 750 000 und einer Delegiertenzahl von 300 entfällt auf je bendreher; 3 Uhr Einrichter und Stevi Ginwand erhoben, daß eine Kritik der Moskauer Inter2500 Mitglieder ein Delegierter. Wir empfehlen nun, in foren; 4 1hr Kupferschmiede, effet- nationale gleichbedeutend sei mit einer Kritik der russischen den Agitationsbezirken besondere Wahlfreise mit annähernd ich miede, Seizer amb Masinisten. Revolution, die als Vorfämpferin der Weltrevolution. je 2500 Mitgliedern zu bilden und die Delegierten durch Die Branchenvertreter diefer Gruhen finden sich am um ihre Eristenz ringe. Es sei vielmehr Pflicht des reboUrwohlen von den Mitgliedern in besonderen Wahllofalen Dienstag, nachmittags 3 Uhr, im Verbandshaus, lutionären Proletariats in allen Ländern, durch Anschluck vählen zu lassen, ein Einiammeln der Stimmen in den Woh- Linienſtr. 83-85, Rimmer 3, zu einer ebenfalls sehr wich an die Mostauer Internationale die ruffische Revolution nungen oder Werkstätten ist unstatthaft. Große Ortsvereine, tigen Besprechung ein. moralisch zu unterstützen und so der Weltrevolution die Wege denen mehrere Delegierte zustehen, können diese auch, ohne Wir weisen noch darauf hin, daß Witgliedsbücher, die zu ebnen. Einzelwahlbezirke zu bilden, zusammen wählen. Wo die alten sich bei der Streifleitung angefunden haben und deren BuWahlkreisgrenzen noch beachtet werden, fönnen sie entständigkeit nicht zu ermitteln ist, unverzüglich im Ver sprechend: Berücksichtigung finden, eventuell sind mehrere bandsbureau, Linienſtr. 88-85, Bimmer 9, abzuliefern Wablfreise zufanimenzulegen. Die Delegationstosten find find. natürlich in den Bezirken aufzubringen. Vor der Vornahme ter Wahlen ist in den Ortsgruppen über die Tagesordnung Les Barteitages zu diskutieren und es ist überall zu betonen, daß die fachliche Stellungnahme zu den Problemen, die der Bart itaa au lofen hat, für die Delegiertenwahlen entscheidend zu sein hat. Anträge zum Parteitag, die in die gedruckte Vorlage für den Parteitag aufgenommen werden follen, müssen spätestens am Freitag, den 7. Robember, in unseren Händen sein. Mitteilungen über die Wohnungsbeschaffung für die clegierin in Leipzig werden noch bekanntgegeben. Barteigenoffen! Ans Werk! Nehmt Stellung zum Karteitaa, wählt Eure Delegierten und stellt Guire Anträgel Die Gewerkschaftskommiffion der Gewerkschaften Groß- Berlins. Die Fünfzehner- Kommission. ( Weitere Nachrich'en in der 1. Beilage.) Sorgt dafür, daß auch dieser Parteitag unserer Bewegung einen so mächtigen Impuls nach vorwärts verleiht, wie es der Revolutionsparteitag im März getan hat. Berlin, den 14. Otober 1919. Das Zentralfomitee der Unabhängigen SozialDemokratischen Partei Deutschlands. Arthur Crispien. Wilhelin Dittmann. Sugo Haase. Wilhelm Koenen. Wilhelm Koenen. Gustav Laufant. Julius Moses. Anna Nehmit. Walter Stoeder. uile Bieb Nichts wäre für die Zukunft der neuen proletarischen Internationale verhängnisvoller, als wenn man sie auf der schwankenden Grundlage politischer Konstellationen und platonischer Sympathiekundgebungen aufbauen wollte. Der Aufbau der sozialistischen Internationale ist ein Wert, von dem die Zukunft der sozialistischen Revolution, der entscheidende Endkampf zwischen Arbeit und Kapital abhängt. Dieser Aufbau muß deshalb mit dem größten Ernst, nach eingehender Prüfung aller ökonomischen, politischen und sozialen Faktoren in den wichtigsten Ländern der Welt in Angriff genommen werden. Er darf kein Stüdmert, feine mprovisation, fein leichtfertiges Experiment fein. Er n durch seine theoretische Grundlage, wie durch die in der großen proletarischen Massen bei seiner ma die Gewähr dafür bieten, daß die nese four fiberem, tragfähigem Fundament ruht und dung im Stampfe gegen alle Siehe aub Nr. 488, 487, 489 und 498, Ebor ehmen vermag. Ein Kinderauszug. Vertrauen seiner Kollegen besaß. Offenbar wollte er seiner neuen Freundschaft, dem kapitalistischen Bürgertum, einen Beweis dafür liefern, daß er dessen Vertrauen vollkom men würdig sei. So große Verdienste Herr Schlicke fich ebedem um die Organisierung der Metallarbeiter erworben haben mag, fein jebiges Verhalten zeugt nur dafür, daß er sich nun vollkommen in die Auffassungen des Bürgertums über die Arbeiterbewegung hineingelebt hat. Die arbeiterfeindliche Regierung. Gegen Arbeitsgemeinschaft und Belagerungszustand! Die Sonnabendsihung des Metallarbeiterverbandstags. Stuttgart, 18. Oftober. Die Sonnabendfihung brachte ein Referat von Bernide Nächte des Kapitalismus und Imperialismus zu über Parteien bleiben, die sur Moskauer Internationale gehören richt aufgeklärt werden sollen. Die lendenlahme ,, igdiu oder( wie z. B. die schweizerische Partei) aus der Zweiten gung" des Kabinetts und ihre evangelische Milde gegenüber Andererseits darf die Vorarbeit für die Schaffung einer Internationale ausgetreten sind, ohne sich der Moskauer dem Grafen Golz wirken wie eine Prämie für abenteuernde euen Internationale nicht vermengt werden mit irgend- Internationale angeschlossen zu haben. Militärs, die fein Bedenken tragen, die Interessen des pelchen internationalen Aktionen, die durch eine be- So sind für die nächsten praktischen Maßnahmen unserer ganzen Landes ihren raubgierigen Plänen zum Opfer zu ondere Situation heraufbeschworen werden können. Eine Bartei die Richtlinien flar borgezeichnet. Sie bringen. olche Aktion wird beispielsweise gegenwärtig notwendig hat für den Aufbau der neuen revolutionären Internatioegenüber der Intervention der Entente in Rußland. Diese nale die Bausteine von überall her, von Osten wie von Iftion findet schon jetzt größte Sympathie und weitest- Westen, heranzuholen. Sie hat auf ihrem bevorstehenden rehende Unterstügung bei allen wirklich revolutionären, fo- Parteitag weniger darüber zu diskutieren, welche InterWie wir erfahren, ist die Verhaftung der Arbeiterrats ialistischen Parteien Westeuropas, bei der Unabhängigen nationale, die Bweite" oder die„ Dritte", besser sei, jon- mitglieder Sylt, Radl und Kuzner auf Beschluß des Sozialdemokratie Deutschlands nicht minder als bei den dern sie hat ein Aktionsprogramm für jene neue Reichskabinetts erfolgt. Aber die Kurzsichtigkeiten und unranzösischen, italienischen und englischen Sozialisten. Wollte revolutionäre Internationale auszuarbeiten, die eine Syn- beholfenen Maßnahmen der Regierungen häufen sich. Trotznan aber mit einer gemeinsamen internationalen Aftion these, eine organische Zusammenfassung der Zweiten" und dem No ste zugesichert hatte, daß bei der Wiederaufnahme jegen die Intervention in Rußland warten, bis die großen der Dritten" Internationale bilden soll. Die Beteiligung der Arbeit der Waschinisten und Heizer die„ Technische Notproletarischen Barteien der westeuropäischen Länder sich der an dem Genfer Kongre fommt hierbei nur als eine hilfe" sofort zurückgezogen werden solle, leistet die TechDoskauer Internationale angeschloffen haben, so wäre da der notwendigen praktischen Maßnahmen in Betracht und nische Nothilfe" nach wie vor Streifarbeit. Auf die urch Sowjet- Rußland ebenso wenig geholfen wie der Mos- nur insofern, als sie der Revolutionierung der Internatio- Beschwerde, die die Bertreter des Metallarbeiterverbandes fauer Internationale. Es muß vielmehr erwartet werden, nale und der Zusammenfassung aller träfte Saraufhin bei den Regierungsstellen vorbrachten, wurde saß alle sozialistischen Parteien Westeuropas, die diesen des revolutionären Proletariats aller Ränder dienlich sein ihnen von Herrn Ministerialbirektor Franz Krüger, Samen zu Recht tragen, jede von ihrem Blaze aus, mit allen tönnte. dem Vorsitzenden der Bezirksorganisation Groß- Berlin der hnen zur Verfügung stehenden Miteln gegen die IntervenS. P. D., erwidert:„ Die drei Arbeiterräte werden nicht ion in Rußland anfämpfen, unabhängig davon, ob sie sich er Moskauer Jnternationale angeschlossen haben oder nicht. eher entlassen, die„ Technische Nothilfe" wird nicht eher zurückgezogen, bis die Maschinisten und Heizer die Arbeit Ebenso ist aber aller Grund zu der Annahme vorhanden, diß fich in allen sozialistischen Parteien Westeuropas ein gei it- Die Nationalversammlung hat in ihrer wieder voll aufgenommen haben." Also: Noste bestimmt, daß sein Streitberbot hinjer Revolutionierungsprozeß vollzieht, der gestrigen Situng einen eigenartigen Vorgang erlebt. AIS uf die Schaffung eines gemeinsamen internationalen Genoffe Eichhorn das Wort zum Etat des Reichs. fällig fei, die Technische Nothilfe" zurückgezogen werden solle, Rampforgans in Form einer neuen Internationale hin- arbeitsministerium& nahm, erhoben sich jämtliche wenn die Seizer und Maschinisten die Arbeit in den lebens. notwendigen Betrieben wieder aufnehmen. Das ist geschehen. brängt. bürgerliche und rechtssozialistische Abgeordnete und verließen und nun erklärt Herr Krüger als Beauftragter der NeDieser Prozeß, der eine natürliche Folge der Beendi fluchtartig den Saal. Man wurde dabei an den Kreuzzug gierung, daß die„ Technische Nothilfe" nicht zurüdge. gung des Weltkrieges und des Aufschwunges der der Kinder gegen die Ungläubigen im Mittelalter und an zogen wird." So desavouieren sich die rechtssozialisti proletarischen Massenbewegung in in den die Demonstrationen der Kinder von Florenz zur Beit des ichen Ministerkollegen. Ententeländern ist, muß von unserer Seite mit Mönches Savonarola erinnert. Nur daß damals wirf. Daß auch die Militärs wieder auf dem Plan er allen Mitteln unterstügt werden, da er die wichtigste Boriche Kinder daran beteiligt waren, während am 18. Cfcheinen, ist zur völligen Abrundung des Bildes notwendig. bedingung für die Zusammenfassung der großen Arbeiter.tober 1919 erwachsene politische Kinder sich an einer So foll General märker in 8ichernowit den maffen der entwickeltsten Industrieländer unter dem Banner solchen Veranstaltung beteiligt haben. Der Vorgang wirfte ausständigen Elektrizitätsarbeitern gedroht haben: Falls einer neuen fozialistischen Internationale ist. Dreißig höchft lächerlich, und wenn auch die Herren Abgeordneten sie nicht die Arbeit wieder aufnehmen, wird sofort der Millionen gewerkschaftlich organisierter Arbeiter stehen in nachträglich erklärten, daß sich ihr Auszug nicht gegen die Arbeitszwang eingeführt. Ich erinnere an den in diesen Ländern da als ausschlaggebender Faktor bei dem be- Fraktion der Unabhängigen Sozialdemokraten, sondern Rheinland- Westfalen eingeführten Arbeitszwang." Die Unfähigkeit der Regierung hat sich bet borstehenden Endkampfe zwischen Arbeit und Kapital. Diese nur gegen Genossen Eichhorn richtete, so bleibt er doch eine Millionen organisierter Proletarier würden zum größten Kinderei, die nicht etwa den Genossen Eichhorn, der ja ols dem Metallarbeiterftreit wieder glänzend geoffenbart. Teil dem Einfluß ihrer bisherigen fleinbürgerlich- refor- Mitglied der Nationalversammlung sprach, sondern die De- Statt luger Bermittlung greift fie mit Streifverboten, Verhaftungen, Aufforderung zum Streifbruch ein. Wie mistischen Führer überantwortet werden und für die be monstranten selbst traf. vorstehenden sozalrevolutionären Kämpfe verloren gehen, An dem Auszug hat sich auch Herr Slide be schnell doch die ehemaligen Arbeiter zur arbeiterfeindlichen wenn die tatkräftigsten, zielbewußtesten Elemente der alten teiligt, derfelbe Schlicke, der eben erst zur Niederlegung Politik der kapitalistischen Bourgeoisie zurückgefunden Internationale die Berbindung mit ihnen lösen und sich seines Postens als Vorfizender des Deutschen Metall. haben. der Moskauer Internationale, die sich fast ausschließlich auf arbeiterverbandes gezwungen wurde, weil er nicht mehr das ben agrarischen Osten stüßt, zuwenden würden. Dieser Möglichkeit, die vom Bürgertum und allen rechtsstehenden Elementen der Arbeiterbewegung freudig begrüßt werden würde, gilt es vorzubeugen. Es darf keine Internationale errichtet werden, bei der die großen proletarischen Massen der westlichen Länder nicht dabei wären. Jede ernste Aktion würde bei einer solchen Internationale von vornherein zur Ergebnislosigkeit verurteilt sein. Genosse Eichhorn ließ sich durch diese Kinderei nicht oh über die Arbeitsgemeinschaft und die zukünftigen Auf. Wir aber wollen- darin find wir mit den Stommu nisten vollkommen einig- teine Internationale der Worte, halten, den Standpunkt der Unabhängigen Sozialdemokratie saben ber Organisation. Zernide erklärte, daß der Vorstand mit sondern eine Internationale der Zat. Den Weg zu den Fragen darzulegen, die mit dem Ressort des Reis habe. Die Entscheibung müsse nunmehr die Generalversammlung zu einer solchen Internationale sehen wir aber nicht bort, arbeitsministers zusammenhängen. Er führte aus, daß die treffen. Die Arbeitsgemeinschaft sei die logische Fortsetung der zu einer solchen Internationale fehen wir aber nicht dort, proletarische Revolution, die in den Arbeitern einen Augen Gewerkschaftstätigkeit vor dem Kriege. Zum Wiederaufbau der wo die Kommunisten ihn sehen. Nicht, indem wir uns von blid die Hoffnung erweckt habe, daß die Götterdämmerung zusammengebrochenen deutschen Volkswirtschaft müssen alle den proletarischen Massenorganisationen der Wesiländer abwenden, sondern indem wir zu ihnen gehen, ihnen der kapitalistischen Herrschaft angebrochen sei, schmählich ver Säfte zusammengefaßt werden. Es sei ein Irrtum, wenn man unsere Ideen und revolutionären Kampfmethoden zugänglich Stampfe gegen den Kapitalismus gewefen find. Dieseiben sei gerade von denen, die einst Mitstreiter im zu machen suchen, schaffen wir jene Internationale der Tat, Anklagen, die von den alten Gewerkschaftsführern gegen das deren Aktionen am ehesten die Parteien der Moskauer Inter frühere Regime erhoben worden sind, müssen jetzt gegen die nationale zu retten vermögen. republikanische Regierung wiederholt werden. Die arbeiter. bedarf es allerdings mehr als eines bloßen Zusammenseins ben, jetzt wird sie von den Leuten fortgeführt, die diese Boli Schluß zu, daß die Räte als Bertreter der Arbeiter gelten könne Um eine solche Internationale der Tat zu fchaffen, feindliche Politik ist durch den Krieg nur unterbrochen wor- gegenwärtigen Kämpfe durchzuführen. Die Erfahrungen, die wir mit den westlichen Arbeiterparteien in einer gemeinsamen tit ebedem nicht scharf genug brandmarken fonnten. Eichhorn Schluß zu, daß die Räte als Bertreter der Arbeiter gelten könn Organisation. Wir wollen dieses Beisammenfein nicht erfragte den abwesenden Herrn Minister, wie er sich zu den ten. Beide Nichtungen des Verbandes müßten sich auf gemein kaufen durch die Preisgabe unseres revolutionären BrinRichard Müller( Berlin) stellt an die Spike seines Kors zips. Wir müssen vielmehr alles anwenden, um im Berein Eingriffen feines Parteigenossen Noste in das Koalitions- famen Wegen treffen, sonst wäre der Verband zert.ümmert. zips. Wir müssen vielmehr alles anwenden, um im Berein und Streifrecht der Arbeiter stelle, und wie er als alter referats die Frage, wie das deutsche Volk aus dem jesigen Elend mit unseren Gesinnungsfreunden in den andern Ländern Gewerkschafter die Gewaltpolitit des neuen Militarismus referats die Frage, wie das deutsche Volk aus dem jezigen Elend die neu erstehende internationale Organisation des Prole- abzulenfen gedente, ob er überhaupt in der Lage sei, etwas herausgebracht werden könne. Der Vorstand habe ebenfalls die Beseitigung des Unternehmergewinns und den Aufbau der Wirt tarints von innen heraus zu rebolutionieren. Dagegen zu unternehmen. Die Ergebnisse unseres bisherigen Wirkens auf diesem Ge Das Programm des Herrn Schlicke sei tohi sehr reich- fchaft auf anderer Grundlage als bisher verlangt. Die Lösung biet erlauben uns, diesem Prozeß mit der größten Buversicht hattig, es fomme aber auf den Geist an, der die gesamte dieser lufgabe sei eine politische Machtfrage, bie nur Der Verband sei entgegenzusehen. Sozialpolitik durchdringe, und da sei es zweifelhaft, ob durch Kampf entschieben werden könne. bisher eingestellt gewesen, bie Lebenshaltung in der Friedrich Adler schrieb darüber kurz nach der Luzerner dieser Geist den Anforderungen entspreche, die die Arbeiter Produktion ชิน berbessern, jeşt aber Konferenz im Wiener Kampf"*): an die Reigerung zu stellen haben. Die Arbeitszeit für fapitalistischen Die überwältigende Mehrheit bes eft. Jugendliche, für Berg- und Schverarbeiter müsse auf ein müsse die Organisation von Grund auf umgestellt we den. proletariats stebt heute im wesentlichen auf erträgliches Waß herabgelegt werden. Der Arbeiterinnen- enn die Gewerkschafta mit den Unternehmern in ein schied dem Boden der Unabhängigen Deutschlands, was ichuk fei toefentlich auszubauen. Die angekündigte Er- lich- friedliches Verhältnis getreten, dann entkleiden sie sich selbst Auch die bes Klassenkampfcharakters. Die Arbeitsgemeinschaft solle die nichts anderes bedeutet, als daß es zurückgefunden hat aus der höhung der Rentenzulagen sei unzulänglich. Es tönne aber Kriegshypnose zu unseren alten Brinzipien der marristischen So- Hausangestellten seien der Unfallversicherung zu unterlassengegensäge ausgleichen und schlichten. zialdemokratie. Das zeigte sich mit großer Deutlichkeit bereits auf stellen. Gegen die Verbindung der Arbeitslosenverfidic- feinen Ausgleich zwischen Kapital und Arbeit geben. Müller zeigte scharf umrissen die Gewerkschafts. der Luzerner Auguftkonferenz der zweiten Internationale. rung mit dem Arbeitszvang müsse allerschärfster Einspruch Dort bildeten die Unabhängigen Deutschlands mit der Mehrheit erhoben werden. Das Arbeitsnachweiswesen muisse ausgepolitit der Vorstände, die nur die Unternehmerinteressen der französischen Linfen( Longuet- Gruppe) und der Unabhängigen baut werden, nicht aber eta zugunsten der von der Ne- fchüße. Die ganze Politik des Vorstandes und der Regierung trage Wohl müßten die Gewerkschaften Arbeiterpartei Englands( Macdonald) bereits einen Blod, der gierung bevorzugten Freiwilligentruppen. 8um Schluß antisosialistischen Charakter. durchaus befähigt ist, die Führung in der Internationale au fagte Eichhorn, daß die Arbeiter sich auch durch einen schein mit den Unternehmern verhandeln, aber nur soweit, als dadurch baren Erfolg der Gegenrevolution nicht abbalten laffen ber Klaffenkampfcharakter der Gewerkschaften nicht verloren gehe. übernehmen." Dieser Block der franzöfifch- englisch- deutschen Linken würden, die tausendfältige Diftatur, die die befizende Die Hand und Kopfarbeiter der gesamten Metallindustrie müs würde seiner stärften Stübe beraubt sein und lasse über die Arbeiter verhängt hat, zu brechen. Das ten zu einem einheitlichen Industrieverband zusammengeschloffen Broletariat werbe nicht eher ruben, bis der Sozialismus werden. Es sei falsch, anzunehmen, daß die Umbildung zum die Führung in der Internationale nicht übernehmen tön burchgeführt und damit Not, Unterdrückung und ünfreiheit Sozialismus lange auf fich warten laffe. Die wirtschaftlichen nen, wenn die Unabhängige Sozialdemokratie Deutschlands dauernd aus der Welt geschaffen sei. Verhältnisse drängten vielmehr zu einem scharfen Tempo der auf ein weiteres Zusammenarbeiten mit ihm verzichten Nach den Ausführungen des Genoffen Eichhorn mußte Entwickelung. In diesem Zusammenhange tritifierte der Med würde. Es erscheint auch nach der ganzen Situation in fich das Saus vertagen, da es selbst bei diesem für das Pro- ner das nene Streifverbot Rostes. Auch mit solchen Frankreich und England zur Zeit völlig ausgeschlossen, daß letariat fo wichtigen Beratungsgegenstand nicht beschluß- Mitteln werde es nicht möglich sein, den Kapitalismus wieder Die französische und englische 2infe bei einem fähig war. etwaigen Austritt der U. S. P. und ihrem Uebertritt zur Moskauer Internationale i hr folgen würde. Vielmehr würde durch eine solche Schwächung des linken Blocs die Führung in der Internationale an die gemäßigten Elemente übergehen, die den Revolutionierungsprozeß der internationalen Arbeiterbewegung aufhalten würden. Sie mißbilligen! Galbamtlich wird mitgeteilt: Das Rabinett beschäftigte sich mit dem Telegramm, das der bisherige Truppenbefehlshaber im Die geschilderte Situation in der Internationale schreibt Baltikum Graf von der Gols an den russischen Führer der Unabhängigen Sozialdemokraie Deutschlands, als der Bermon bt gefandt hat. Die Reichsregierung mißbilligt Mittlerin zwischen dem revolutionären Often und der be- dieses ihrer Politik gänzlich zuwiderlaufende Telegramm aufs ginnenden revolutionären Bewegung des Westens, die Auf- Schärfste und sieht von einem Verfahren gegen den jabe vor, jede Verbindung mit den proletarischen Massen- General, ber seit gestern in Berlin weilt, nur wegen organisationen des Westens zu nühen, um sie mit revolutio- bes Um it an des ab, weil dieser bereits sein Abschieds. närem Geiste zu erfüllen und gemeinsam mit ihnen das gesuch eingereicht hat. Fundament für eine neue Internationale der Tat zu legen. Es ist absolut nicht einzusehen, weshalb das AbschiedsUm diese Aufgabe zu erfüllen, muß die Unabhängige Sozialdemokratie aber auch in steter Verbindung mit jenen Siehe auch Freiheit" 463: Einheit oder Dreitellung Ser Internationale? Saltbl ben Unternehmern bereits eine Arbeitsgemeinschaft abgefchloffen bas Räte system, aus dem Elend herausfäme. Es sei nicht richtig, wenn behauptet werde, diese Arbeitsgemeinschaft vers hindere den Klaffenkampf. Sie fei vielmehr ein Mittel, die den aufzurichten. Müller legte eine Resolution vor, die den Umbau ber Organisation zu einer Kampfesorgani. sation ausdrückt. Charakteristisch ist, als von Haas und seinen Freunden eine Resolution vorgelegt wurde, die ebenfalls ausspricht, daß sich die Gewerkschaften politisch im sozialistischen Sinne betätigen müssen. Damit ist die Lehre von der politischen Neutralität der Gewerkschaften von ihren bisherigen Vertretern Bernide hielt aber auch in seinem aufgegeben worden. Schlußwort an der gewerkschaftlichen Neutralität fest. Nach der Aussprache wurde die Resolution Mülleri in namentlicher Abstimmung mit 194 gegen 124 timmes angenommen, ebenso die Meiolution Dißmann, bi die Generalfommiffonsofiit fcha f verurteilt. Am Schluß der Abendgung fem es noch zu einem stür. gefuch des Grafen Golz thn vor der Eröffnung eines Bezmisen Auftritt, weil sich das Beiratsmitglied Mars fahrens wegen seiner verhängnisvollen Politik im Baltifum aus Dresden gegen einen Antrag auf Aufhebung des Belage schützen soll. Das deutsche Volt hat vielmehr das größte rungszustandes für Eachfen wandie, it't der Begründung Intereffe daran, daß durch Einleitung dieses Verfahrens and Spartalisten und Unabhängige hätte nin Sachsen die Versamun lich die dunklen Treibereien der Kurlandfämpfer" por Gelungen gestört. Die Mehrheit der Generalversammlung untes 810 Drach Marg durch lebhafte Bfufrufe. Ms Liebmann( Leipzig),„ Der Staat als Mörber." Am selben Tage wurde feststellte, daß die Generalversammlung den Mann t. efflich abges auch Haaies Protest endlich beantwortet. In dieser Antwort straft habe, erhob die Fraktion Haas tumultar fchen Lärm. begründet Noske das Verbot wie folgt: Schließlich wurde von der Generalversammlung ein Antrag an genommen, der die Aufhebung des Belagerung8. zustandes für ganz Deutschland fordert. Die Fraks tion Haas enthielt sich dabei der Abstimmung, Die Generalversammlung, die heute zu Ende gehen sollte, tagt auch noch am Sonntag. Möglicherwe se wird sie auch noch am Montag einige Stunden tagen müssen, Die Meister und der Schüler. 11 " Ich beabsichtige nicht, mein Verbot der Freien Jugend" aufzuheben. Wenn der Herr Abgeordnete Haase eine Beitschrift, die in einer einleitenden Ueberschrift den Staat als Mörderschule bezeichnet, als ungefährlich für die öffentliche Sicherheit des Reiches hinstellt, so ersehe ich daraus, daß seine Ansicht über den Einfluß gemeingefährlicher Heßerei auf die Ruhe des öffentlichen Lebens erheblich von meiner Auffassung abweicht." " Deutsche Nationalversammlung. Sonnabend, ben 18. Oftober 1919. Am Regierungstisch Schlicke. Das Haus ist ganz schwach besetzt. Das Reichsarbeitsministerium. ministeriums wird fortgesetzt. Die Aussprache über den Haushalt des Reichsarbeits. Abg Müller- Potsdam( Rechtssoz.): Das Betriebsrätegesetz läßt allzulange auf sich warten. Wir werden darauf sehen, daß der Auch in der schriftlichen Antwort wird also als Ber- Eintritt der Demokraten in die Regierung feine Verschandelung botsgrund angeführt, daß die Zeitschrift in einer ein- des Gesetzes zur Folge hat. Von einer zwangsweisen Ablösung Das Lob, das Herr Noste in der Nationalverfamm- leitenden Ueberschrift den Staat als Mörderschule" be- der Invalidenrenten bis zu 25 Prozent raten wir ab. Man joll Img für seine Rede über den Berliner Metallarbeiterstreit zeichnet habe. wie bei den Unfallrenten den Rentenempfängern die Freiheit gespendet bekam, findet auch in der schrverindustriellen Das ist eine glatte unwahrheit. In den bis laffen zu erklären, ob sie sich abfertigen lassen wollen und nicht Bresse jeinen freudigen Widerhall. Das berüchtigste Blatt zum Verbot erschienenen vier Nummern der Freien ordnung ist notwendig. zwangsweise ablösen. Die Umgestaltung der Reichsversicherungsder Scharfmacher, die" Post", schreibt über seine Rede: Jugend" ist weder in einer Ueberschrift, noch in einer Abg. Tremmel( Bentr.): Eine der wichtigsten Aufgaben des Die Ausführungen, die der Reichswehrminister Noste am Uebersicht, noch im gesamten Inhalt eine Stelle Reichsarbeitsministers ist die Schaffung eines Arbeiter, Beam: enDonnerstag in der Nationalversammlung über den Etreif und zu finden, die wörtlich oder auch nur dem Sinne noch eine und Angestelltenrechts. Dem Reichsarbeitsministerium müssen zur insbesondere gegen die Unabhängigen gemacht hat, wirften ähnliche Wendung enthält, wie sie Noste mündlich und Bekämpfung des Terrors wirkjame Mittel zur Verfügung gestellt geradezu erfrischend. Noske hat kein Blatt vor den Mund ge- schriftlich zur Rechtfertigung des Verbots anführt. werden. Wucher und Schleichhandel muß energisch befämpft nommen, er ist selbst der Ziehen die Antwort nicht schuldig ge- Wir stellen fest, daß die mündliche und schriftliche Rechtblieben, und das allein verlangt schon einen ganzen Mann. Jeder fertigung des Verbots ieder Begründung ent- tein Ministerium für die Arbeiter, sondern für die Arbeit sein. Abg. von Gierke( Dnat. Vp.): Das Arbeitsministeriumm soll eingeine, der jetzt noch den Versuch macht, auf eine Lahmlegung behrt. Das Berbot ist völlig willkürlich berhängt, Früher arbeitete man langjam, aber sicher. Heute geht man den lebenswichtiger Betriebe hinzuwirken, wird sofort hinter weil die Aufklärungsarbeit einer unabhängigen Zeitschrift schwersten Problemen mit leberstürzung zu Leibe. Welche Plane Schloß und Riegel gebracht! Das glaube ich dem Schuß unter der Jugend den militaristischen Absichten Rostes un- hat das Reichsarbeitsministerium zur Förderung der Arbeitsnach der Bevölkerung schuldig zu sein." bequem ist. " Das tlang nach etwas. Das war eine Sache. Aber mit Herrn Nostes Energie geht es wie mit der Antriebfurbel beim Auto: sie ist schwer in Gang zu bringen und versagt gleich wieder, menn nicht mit aller Straft angekurbelt wird. Nachmittags um drei Uhr donnerte Herr Noske. Abends um acht Uhr regnete es ihm in die Bude. Da erschienen Vertreter der Fünfzehner tommission und der Gewerkschaftskommission, bic fagten: Justav, es tann nicht so bleiben! Und am Ende der Unterredung war auch der Reichswehrminister mit seinem Latein zu Ende. Er mußte eine Erflärung abgeben, daß er seine Verfügung iofort zu rüdziehen werde, sobald die Maschinisten und Heizer die Arbeit in ben lebensnotwendigen Betrieben wieder aufgenommen hätten. Sogar die Nothilfe zurückzuziehen mußte er versprechen. Die Schwerindustriellen sind also mit Noste zufrieden, aber noch nicht ganz. Das Scharfmacherblatt ermahnt ihn beshalb, doch mehr estigung zu zeigen. Diese Mahnung wird bei Noste ficher die erwünschte Wirkung zeitigen. Er hat von den Meistern der Scharfmacherkunft idon jo biel gelernt, daß er den kleinen Vorsprung, den diese einstweilen noch inne haben, schnell nachgeholt haben wird. Kartoffeln, Landrat und Soldaten. Die Frankfurter Eisenbahnbewegung. Die Demonstration der Frankfurter Eisenbahner hat die gefamte bürgerliche Presse auf den Plan gerufen, die die wüstesten Lügen nachrichten über die Demonstration und den Bere lauf der Verhandlungen mit dem Eisenbahndirektionspräsidenten Dr. Stapf verbreitet. Aber auch das Wolff- Bureau versendet nur einen Bericht, der alle unwahrheiten der bürgerlichen Bresse enthält.Iverden. weise? Die Schulpflicht muß auf das 15. Lebensjahr ausgedehnt werden, der Besuch des Fortbildungsunterrichts für Jugendliche beiderlei Geschlechts obligatorisch sein. Das Mitbestimmungsrecht in den Betrieben darf nicht zum Mitregierungsrecht werden. Reichsarbeitsminister Schlide: Die sozialistische Regierung fann nicht sogleich das gut machen, was fünf Jahre verdorben haben. Bei der Neuordnung des Arbeitsrechts wird ein Ausschuß zur Vorberatung der Vorlage gebildet, zu dem sachverständige Mitarbeiter herangezogen werden sollen. Einzelne Materien Arbeitsnachweisen, die Arbeitsvermittlung und die Arbeitsversiche müssen aber vorweg genommen werden: Die Einrichtung von rung. Eine Reichszentrale für Arbeitsvermittlung muß schleunigst in Gang gejezt werden. Die Erwerbslosen interitügung fann nur durch eine strenge Kontrolle abges baut werden, aber gleichzietig müssen Einzelstaaten und Gemein den viel mehr für die Beschaffung von Arbe tsmöglichkeiten sorgen. Es ist beabsichtigt, Winterbeihilfen für besonders bedürftige Arbeitslose für die Monate November bis März einschließlich zu ge währen. Ich bekämpje jeden Terror, doch steht mir leider keine An Erefutive zu. Ein Neuaufbau des Schlichtungswesens ist in feinem ersten Entwurf fertig und wird der Versammlung in nächster Beit vorgelegt werden. Die Wahrung des Koalitionsrechtes muß den Betriebsräten überwiesen werden. Für die Tarifver träge müssen fünftig Lebenshaltung und Lohnstatistik die Grund. Die Regierung läßt nun, entgegen ihcem früheren, in lage bilden. Eine umfassende Revision der Reichsversicherungsunferer Freitag- Abendausgabe veröffentlichten Entschluß, die Ordnung ist vorgesehen. Die joziale Kriegsbeschädigten und Nachricht verbreiten, daß sie zu der eigentlichen Forderung des ter Länder. Der alte Organisationsförper muß durch sozialen Sinterbliebenen fürsorge ist Aufgabe des Reichs unter Mitwirkung Verkehrsausschusses, an den Präsidi liunge: beratend und mit Geist belebt werden. Dringend nötig tit die Neuregelung des bestimmend teilzunehmen, bisher nicht Stellung genommen habe. Versorgungswesens für Offiziere und Mannschaften, Hinterblie Sie werde dies erst tun, wenn in öffentlicher Versammlung die benen usw. Die Frauenarbeit muß im Interesse der GeAbsetzung der Beamten widerrufen ist und der Verkehrsausschuß fundheit und Bevölkerungspolitik neu geregelt werden. Teine Verrufserklärung gegen den Adzeme: ren Eisenbahnerbell. oz.), dem früheren Bolizeipräsidenten, das Wort. Darauf Demgegenüber erklärt der Verkehrsausschuß unter Be rufung auf die bei den Verhandlungen anwesenden Direktionsmit glieder, Oberleutnant Strasburg, Assessor Dr. Oehren, Oberleutnant Liesegang u. a., daß die Verhandlungen mit dem Präsidenten in durchaus ruhiger Weise vor sich gegangen sind. Der Präsident ist in einer Weise mit n. griffen auf sein Leben bedroht worden. Stwa 100 bis 150 erregté Personen, die in das Eisenbahnoirektionsgebäude eindrangen, wurden von den Führern am Vordringen verhindert. Aus Schmallalben wird uns geschrieben: Wegen andauernd mangelhafter Kartoffelversorgung und Bu rüdhaltung der Kartoffeln durch die Produzenten, herrschte in Stadt und Landkreis Schmaltalben seit einiger Zeit große Aufregung. Die Vertrauensleute der Partei und der Betriebe be. fchloffen daher eine Demonstration, um baran anschließend auf dem Landratsamt ihre Forderungen anzubringen. Ein mehrals 1200 Personen starfer Bug bewegte sich am Dienstag früh nach lenken den Rüdzug angetreten. dem Rathaus, wo gerade eine Sigung des Kreistags statt. fand. Drei Tage zubor war auf Weisung des Ministers Heine band formell zurüdnimmt. Um 6 Uhr erteilt Präsident Fehrenbach dem Abg. Eichhorn So hat also die Regierung wieder nach vernünftigem Ein- verlassen die wenigen im Gaale anwesenden Abgeordneten mit dem Minister(!) und seinen Geheimräten den Saal. Jm Sigungsjaal verbleiben nur noch sechs unabhängige Abgeord nete, zwei Regierungsfommissare, und der rechtssozialistische ein neuer stellvertretender Landrat in der Person des rechtssozia- keine Maßregelung der städtischen Hilfskräfte. listischen Genossenschaftlers und Mitglieds der Landesversammlung Schubert an Stelle des zum Landrat gewählten, aber nicht bestätigten Genossen Vogtherr in Schmalkalden eingetroffen. Eine zur Vertretung der Beschwerden und Forderungen gewählte Kommission wurde beim Betreten des Rathauses von Sun. berten nachdrängenden Demonstranten begleitet. G3 wurde gefordert: Beschlagnahme der Sartoffeln und deren Abliefe rung bei Androhung von Geldstrafen und Entziehung der ratio nierten Lebensmittel, Kartoffelbezug von auswärts und Liefe. zung an Unbemittelte auf Kredit. Nach Darlegung dieser Forderungen verblüffte der neue Landtat Echubert als Antwort die Erschienenen mit den Begrüßungsworten:„ Meine Herren, Ihnen fehlt sehr viel an gewerkschaftlicher Disziplin." Das war zugleich die Antwort auf die gestellten For berungen. Die Erregung der Menge wuchs immer mehr, als Herr Schubert fortfuhr unter spöttischem Lächeln seine gute Erziehung zu betonen und die Anwesenden wie Schul buben zu behan. beln. Es tam infolge diefer Tölpelhaftigkeit zu größter Erregung Bizepräsident Löbe Abg. Eichhon( 11. Goz.): Ich weiß nicht, aus welchen Grün Der Magistrat Berlin teilt mit: Um die Besorgnisse zu zer- den man den Saal verläßt. Wenn das ein Proteit gegen meine treuen, die in den Kreisen der Hilfskräfte aufgetreten find, als Person sein soll, so ist das eine sehr tindische Maßnun zu meinen Parteigenossen und aur breiten Oeffentlichkeit. ob diejenigen Hilfskräfte, welche Mitglieder der Angestelltenaus. regel.( Burufe der U. Soz.: Albernheit. Dummheit!) Ich rede schüsse gewesen sind, von der Wiedereinstellung ausgeschlossen wer will man Protest erheben gegen meine Tät gfeit als Berliner den follten, hat der Magistrat eine Rundverfügung erlaffen, wonach Boligcipräsident, so stelle ich fest, daß ich nur meine Pflicht bezüglich der Einstellung derjenigen Silfskräfte, welche Aus. als revolutionärer Arbeiter getan habe. Die Verleumdungen und fußmitglieder gewesen sind, entgegenkommend verfahren Beschimpfungen, die man mir nachgesagt hat, und die durch die werden soll. Insbesondere wird die Annahme zurüdge- Flucht aus dem Hause unterstrichen werden sollen, sind erbärmwiesen, als ob die Wiedereinstellungsaktion der im Streit gefie von der Preisetribüne aus durch 8wischen. liche Lügen und werden nicht zur Wahrheit dadurch, daß man wefenen Hilfskräfte dazu benützt werden dürfe, den bisherigen rufe unterstreicht, was der Präsident absichtlich überhört. Mitgliedern von Angestelltenausschüssen wegen diefer ihrer Präsident Fehrenbach verbittet sich entschieden diese BeEigenschaft Benachteiligung bei der Einstel- merkung. lung auteil werben zu lassen. Fälle, in denen sich der Ausführung dieser Grundfäße Schwierigkeiten entgegenstellen, sollen einer Beschwerdekommission des Magistrats zur Entscheidung vorgelegt werden. Herr Abg. Eichhorn( 11. Sos.): Die jebige Regierungspolitik ist darauf eingestellt, die Kapitalistenherrschaft au, stärken. Minister Schlice hat es auch für angebracht gehalten, fich an entfernen, er hat mich damit beleidigt, und da ich Abgeo: eneter bin, auch das Parlament. Er war einmal Arbeiter und stand an der Spize einer großen Arbeiterorganisation, aber er ist und zu einigen Tätlichkeiten, dazwischen hörte man viele Stufe Ausschluß zweier sozialistischer Abgeordneter. barin unmöglich gewo.ben und mußte den Borsiz abgeben. Jetzt Echubert möge eiligst verschwinden, man wolle ihn nicht zum Bandrat, sondern Vogtherr. Nach Beratung des Kreistages mußte Herr Schubert schließlich auf dem Marktplatz die Erfüllung ber gestellten Forderungen versprechen und bald zeigte die Stadt pieder das alte friedliche Bild. Aber Herr Schubert und sein Schußengel eine scheinen die Dinge in Schmalkalden auf die Spike treiben zu wollen. Am Freitag früh sind auf Anforderung hin von Coburg aus die 3. Kompagnie des dortigen Infanterie- Bataillons und eine halbe Maschinengewehrkompagnie in Schmalkalden eingerückt. Wider Recht und Gesetz haben sie unsere Genossen Blechschmidt und Bappenheim aus dem Bette heraus berhaftet. Die darauf tinberufene, nach Tausenden zählende Versammlung beschloß ein mütig, in den Generalftreit einzutreten und forderte die fofortige Freilassung der Verhafteten und sofortige Abberufung der Truppen sowie des stellvertretenden Landrates, durch dessen Auftreten die friedliche Bevölkerung des Kreises Echmalkalden auf das äußerste gereizt wurde. Der Einzug der Nostetruppen geschah auf Ver fangen der Rechtssozialisten, die im Streise Schmal falden fanm ein Bäderdußend Mitalieber nachmeifen fönnen und burch diese Probolation ihre Position berbessern wollen." Das„ Berliner Tageblatt", das über den Einzug der Noskegarde einen Bericht bringt, erlaubt sich bei dieser Gelegenheit, von bem berüchtigten Vogtherr" zu sprechen. Wenn wir das Wort berüchtigt in seinem wirklichen Sinne anwenden wollten, fönnten wir gerade aus den Kreisen der Tageblattredakteure eine ganze Reihe von Personen damit tennzeichnen. Das Berbot der Freien Jugend". Nostes unwahrer Rechtfertigungsversuch. ist er Minister in einem bürgerlich fapitalistischen Klassenstaat. Versailles, 18. Oftober. Es wird noch so weit fommen, daß jeder Streit verboten Die sozialistischen Abgeordneten Mauger und Le- wird. Angesichts der Verhältnisse, unter denen ich hier spreche, cointe wurden laut Beschluß des Verwaltungsrats der will ich darauf verzichten, auf alle Einzelheiten des Etats ein fozialistischen Partei gestern, weil sie für die Ratifi- augehen, über die ich mir vorgenommen hatte zu sprechen. Der ierung des Friedensvertrages. von Ver. Redner behandelt im besonderen den Achtstundentag und das failles gestimmt hatten, aus der sozialistischen Partei nicht au geistigen Heloten machen lassen. Problem der Arbeitslosenbersicherung. Die Arbeiter werden sich ausgeschlossen. Diese Nachricht zeigt mit erfreulicher Klarheit, in wie starkem Maße sich umiere französische Bruderpartei ihrer internationalen Pflichten bewußt ist und wie feit die Partei auf dem Boden steht, den sie seit ihrem legten Parteitag eingenommen hat. Die Lage Petersburgs. Amsterdam, 18. Oftober. Nach einer dem Neuterbureau aus Helsingfors zugegangenen amtlichen Meldung hat die russische Nordwestarmee Krasnaja Gorta und 3 atstoje Sjeto eingenommen. Abg. Henke( U. Goz.) bezweifelt die Beschlußa fähigkeit des Sauses.( Seiterfeit.) Montag, 1 Uhr, Weiterberatung Reichsschahministerium. Aus aller Welt. Schneefall in Thüringen. Oberhof( Thüringen), 16. Oftober. Den ganzen Tag über dauernd kräftiger Schneefall. Do ganze, Gebirge ist in Weh gehüllt. Nach der„ Schmücke" ur dem Schneefopf" mußte der Wagenbe: fehr eingestellt werde da der Schnee teilweise 25 3mtr. hoch liegt Oberhof, 17. Cftober Seute nacht ist der Schneefall noch stärker geworden. P Außer der vorstehenden Nachricht wird eine Reihe von Meldungen über den angeblichen Einmarich Judenitch's in Schnee ist übearll liegen geblieben. Petersburg verbreitet. Eine amtliche Bestätigung dieser Nachricht lieat aber nicht vor. Die Gefangenenrückkehr. Die Transporte aus den englischen Länern. Berlin, 18. Oktober Die Reichszentralftelle für Striegs- und Zivilgefangene teilt mit: Nach einer inoffiziellen mündlichen Meldung der englischen Seit Mitte August ist die Freie Jugend", die Waffenstilstandskommission an den Chef der Unterkommission neue Jugendzeitschrift der U. S. P. D., berboten. Schon für Kriegsgefangene bei der Waffenstilstandskommission in bor einigen Wochen hatte Genoffe aaie gegen das Verbot Düsseldorf werden die Transporte der deutschen Kriegsgefangenen einen Protest eingereicht. Diefer Protest blieb ohne aus den englischen Lagern in Nordfrankreich Antwort, anscheinend weil man einen Grund für das Verbot und andern am 20. Oftober beendet sein. Vom erst suchen mußte. Erst als am Freitag Genoffin 8iet in 22. Cftober ab werben etwa 18 Tage lang tägliche Trans. der Notionalversammlung das Verbot der Freien Jugend" porte in Stärte von 2000 Mann aus den in England icharf geißelte, erwiderte Noste, daß die Beitschrift auf ihrem befindlichen Lagern über Dover- Calais eintreffen und nach Titelblatt in aroßen Lettern die Aufschrift aetragen babe: Deutschland weitergeleitet werden U.S.P.D. Taschenkalender 1920 Reicher Inhalf- Gute Ausstattung Handliches Taschenformat- Solide gebunden 2 Mk. Zu beziehen durch die Verlagsgenossinschaft Freiheit" e. G. m. b. H., Berlin NV O Auch durch unsere Filialexpeditioren 1. 2. A. WERTHEIM Moritzplatz Leipziger Straße Rosenthaler Straße Königstraße Besonders preiswerte Mäntel Paletot( Abbildung 2), dreiviertellang, lose Glockenform mit Gürlel, hochstellbarem Kragen, aufgesetzten Taschen und Knopfgarnitur, warmer Stoff in dunklen Farben.. 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Denn höher as die Liebe steht die Pflicht. Drama in 4 Akten In der Hauptrolle: Mla Pankau önigstadt- Theater Alexanderstr. 21. Tägi. 7.30: Spezialitäten und Varleté Burleske: Auf ins Köni- stadt- Kasino in drei Bildern. Volksbühne. Balowatz Wintergarten. 2. Der Versicherungsko- Naturheilweise 3 Uhr:' s Jungferngift. 7 Uhr: Paul Lange und Tora Parsberg Opernhaus Uhr: Palestrina. Schauspielhaus 7. Volksvorstellung zu ermäßigten Preisen. Uhr: Gespenster. 6 Uhr: Maria Stuart. Deutsches Theater Direktion: Max Reinhardt. Uhr Kaufmann von Venedig. Montag 7 Uhr Cymbelin. Rammerspiele 2 Uhr: Minna v. Barnholm. 7 Uhr: Iwanow. Montag 7 Uhr: Die Büchse der Pandora, Theater 1. d. Königgrätzer Straße Uhr: Musik. Uhr: Ein Traumspiel. Montag: Ein Traumspiel, Dienstag: Ein Traumspiel. Mittwoch: Kameraden. Donnerstag: Zum 1. Male: Schlof Wetterstein von Frank Wedekind. Herta von Hagen, Maria Drska, Ernst Dernburg. Alexinder Ekert, Ludwig Hartau. Werner Hollmann, Paul Rehtopf, Johannes Riemann, K. A. Römer. Heinz Stieda.) Freitag: Ein Traumspiel. Sonnab.: Schloss Wetterstein. Sonntag nachm.: Musik. Abends: Schloss Wetterstein. Montag: Ein Traumspiel. Komödienhaus an der Marschallbrücke. Uhr: 5 Frankfurter. der 18 Uhr: Liselotte Berliner Theater B Uhr: Die tolle KomteB 7 Uhr: BummelStudenten. Lessing- Theater Direktion: Victor Barnowsky. Uhr: Der rote Hahn. Uhr: Christa die Tante. Montag 7 U: Chris a. die Tante enstag 7 Uhr: Peer Gynt. ittwoch 7: Christa, die Tante onnerst7: Christa, dle Tante eltag 7: Peer Gynt. mnab.7 U.Christa, dle Tante nntag 7: Christa, die Tante ontag 76: Christa, die Tante utsch Künster- Theater ektion: Victor Barnowsky, hr. Dies irae. hr: Der Blaufuchs. poldine Konstantin, AnnaHaibe, Kurt Götz. Theoor Lobs, Erich Walter). Mag bis Donnerstag 7: Der Blau uchs. Fhg 7 Uhr: Zum 1. Male: Cyprienne. Soibend und die folgenden Tag: Uhr: Cyprienne. anon- Theater. Bhledrichstraße. Zir. 4927, 2391. Nach 4 Uhr kleine Preise: ohannisfeuer Tagh M skerade. 18 U Mittw. 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Sprechen wir es offen ans: es ist Demagogentum (nehmen wir sogar an: unbewußtes Demagogentum). das mit üöerradikalen Schlagworten und Appellieren an die niederen Instinkte zur Spaltung in der Jugendbewegung treibt. Die eigene innere Unfruchtbarkeit, unfähig zu positivem Schaffen, zwingt zur unfruchtbaren, rein negierenden Polemik, zwingt, kaum daß eine Organisation sich zusammengeschlossen hat. zur Grün- dung einer Gegenorganisation, um einen Anlaß zur Polemik zu hoben.< »as Schlagwort„Kommunismus" gibt den Spaltpilz ab. Die Namensänderung in.Freie kommunistische Jugend", für die überall im Land agitiert wird, bedeutet den Anfang der Spaltung. ES ist einfach eine Wortklauberei, ein dialektischer Trick, zu sagen. damit sei eine Anlehnung an die Kommunistische Partei nicht ein» geschlossen. Warum denn diese innere UnWahrhaftigkeit, die man mit einem„Haltet den Dieb!" vergeblich zu bemänteln sucht? Die Führer dieser„Bewegung" mögen doch offen aussprechen, daß sie fm kommunistischen Partei-Kielwasser treiben. Kein Zweifel, eS Wird wieder Parteipolitik in die Jugendbewegung hineingetragen werden. Erwachsenenhader mit seiner Häßlichkeit, seiner Schwei- Jucht, seiner Unjugendlichkeit. Solange das dauert, wird jede .AkticnSkraft der Jugend gelähmt sein"; ein Rückschlag der ge» jamten proletarischen Jugendbewegung ist dann unausbleiblich. Es fragt sich nun, wie die Stellung der Partei zur Jugendbewegung und zur Jugendorganisation sein soll. ES muß noch einmal betont werden: Jugendbewegung öl« Parteivorschule ist ein Unding. Jugend ist kein festumhegter Vorhof vor dem Parteigebäude der Erwachsenen; Jugend ist ein Weg. der in das Gebäude hinein, aber unter Um- ständen auch an dem Gebäude vorbei oder durch das Gebäude hindurch führt. In d»e Angelegenheiten! der Jugendorganisation sollen sich die Erwachsenen nicht einmischen; in Organisation und Verwaltung muß die Jugend völlig autonom sein. In materieller Beziehung wird die proletarische Jugend ohne die Hilfe einer �Partei oft nicht auskommen. Dies« Hilfe muß aber stets völlig vorbehaltlos gewährt Wehden, ohne jede'parteitaktische Bedingung oder Bindung. Die Jugend darf nicht abhängig sein von der Per tot. Die Partei ist sozusagen nur Aufnahmestellung für ge» �gttttltche-Ustterstützuug oder auch.für.deu.Rückzug; ihre Jugend- keine Spekulation sein mit dem Hintergedanken:- tausend Merk stecke' ich m das Geschäft, um zehntatlseM däräkt zu. perdienen.". Als freiwilliger Anwalt der Jugend muß die Parte! an allen Maßgebenden Stellen zunächst für die GegenwartSsorderungen der Jugend sich einsetzen; für eine Umgestaltung der Schule und des Lehrling SwesenS. für die Anpassung der sozialen Schntzbestimmun- ge» an die besonderen Verhältnisse der Jugend, für die Einrich- tung von besonderen Anstalten für das Wohl der arbeitenden Jugend, z. B. Jugendheime, Wanderherbergen u. dgl., mutz fle an allen maßgebende». Stellen bei' jeder nur sich bietenden Ge- legenheit eintreten: Mit ihren reichen Mitteln— an Kräften und Geld— kaitn sie der Jugend, und zwar ganz vorbehaltlos, •) Au» der soeben erschienenen Broschüre: Gg. Engelbert Graf,»Jugendliche und Erwachsene in der proletarischen Jugendbewegung". VerlagSgenossenschaft.Freiheit", Berlin. 82 Seiten. Preis 0,60 M. Leilasse zur..Freihell eine Reihe von Bildungsmöglichkeiten eröffnen; sie sorgt für Lehrer, sie stattet Jugendheime mit Inventar und Büchereien aus; sie gibt der Jugend eine Bildungszeitschrift, eine Plattform, auf der sich auch die Jugend literarisch tummeln kann. Das ist der Sinn unserer von einem Teil der Jugend bohkot- tierten. vielgelästerten und doch, wenn auch nur widerwillig, an- erkannten Zeitschrist.Freie Jugend";(Die„Fd.ie Jugend" ist augenblicklich aus.Sicherheitsgründen" von NaZke verboten); sie will nicht die Jugendbewegung beherrschen, sie will ebensowenig ein« besonder« Jugendbewegung ins Leben rufen; sie will rhc nur an einem Ende, in Fragen der Erkenntnis, der Weiterbildung und der Erziehung, in sozialistischem Sinn« ohne alle? Eingehen auf Parteipolitik und Parteixolem'k dienen. Ihre Organisation, die Form ihrer Gemeinschaft muß sich die Jugend selbst geben, sie muß selbst bestimmen können. welche Wege sie geht, in welcher Gliederung sie marschiert. Weder ein« Parteileitung, noch irgendeine Parteiinstanz darf ihr darin irgendwelche Vorschriften machen. Eine Beratung und eine Hilfe in ihrer geistigen und erzieherischen Ausbildung durch Erwachsene wird die proletarische Jugend aber um so weniger ablehnen, als sie sich dessen wohl bewußt ist. daß sie in dieser Hinsicht der Lei- !ung bedarf. Gerade infolge der widrigen Umstände, unter denen sie aufwächst, hängt von der Person und von der Fähig» keit ihrer erwachsenen Helfer und Berater be- sonders viel ab. Nicht immer werden sie schon aus der proleian- scheu Jugendbewegung selbst hervorgegangen sein. Das mahnt zu besonderer Vorsicht bei ihrer Auswahl. Es ist gefährlich, Jugend» Vertrauensleute, die im täglichen und unmittelbaren Umgang mit der Jugend stehen sollen, in einem Kreise von Erwachsenen zu „wählen" und sie dann der Jugend zu präsentieren; am er- strebenSwertesten wäre es. wenn nicht auf dem Wege der Wahl, sondern durch freiwillige Meldung solcher, die sich berufen fühlen, die geeigneten Personen sich finden ließen. Auf solche Weise wird das kameradschaftliche Band zwischen Erwachsenen und Jugend- lichen sich am ehesten knüpfen lassen. Wenn irgend möglich, sollten Parteipolitiker— und vor allem Parteipolemiker— der Jugendbewegung fernbleiben. Schon um des Eindrucks nach außen willen; ganz abgesehen davon, daß das Handwerk ganz unwillkürlich abfärbt. Zwei Herren kann man nicht dienen. Die Fragestellung darf ni« lauten:-wie ge- winnt man die Jugend für die Partei?— so n- der» stets: wie erzieht man jugendliche Prole- tarier zu Sozialisten? Man mutz sich innerhalb der Partei und innerhalb der Jugendbewegung immer vor Augen halten, daß die Partei nur ein Mittel ist, aber kein Ziel, daß sie, auch erzieherisch, keinen Abschluß, sondern lediglich einen Anfang darstellt. Auch der Sozialismus ist ja letzten Endes nur ein Mittel, und das Ziel heißt: Beseitigung der Ausbeutung in der mensch- lichen Gesellschaft. JugendvertrauenSleut« können Führer der Jugend werden. Dazu gehört aber nicht allein das Vertrauen der Jugend, sondern auch da» Vertrauen zu der Jugend. Und das setzt sehr viel eigenes Kraftbewußtsein, sehr viel Eigenvertrauen voraus. Wer immer nur bei der Jugend beaufsichtigen, wer Augen und Ohren überall haben will, wer gleich Unfug und Schlechtigkeit wittert, wer immer hinterheijamrnert wie die Henne hinter den �dadonschwümtlttüien taugt nicht-zum Jugindführer. Die Jimend zur Selbständigkeit erziehen wollen, lseißt, die/Jugend selbständig handeln lassen.„Laßt uns die Jugend zur Selbstän- digkeit erziehen,— mahnt Otto Rühle— damit sie ihre Kräfte und Gaben übe und erprobe, bewußt und frei gebrauchen lerne. damit sie ihren Willen stärke und in die befreiende Tat umzusetzen vermöge, wenn es dic�Not der Stunde gebietet. Fort mft dem Drucke des AutarftätsfanatismuS. fort mit den Fesseln pedan- tischer Gehorsemisforderungen! Selbständigkeit im Denken, Wollen und Bollbringen! Selbständig sein ist Sozialismus!" Dazu darf man allerdings nicht kurzsichtig sein und immer nur nach dem Allernächsten urteilen wollen, und dazu bedarf eS eines langen Atems und gefestigter Zukunftsfreudigkeit. Und dazu bedarf es der Freiheit von jeglichem Schematismus. Gerade in der Jugendbewegung gilt das Wort, daß man nicht neuen Wein in alte Schläuche gießen soll. Soinkag. IS. Oflotor 1919 Man muß sich immer vor Augen halten, daß Jugendbewegung_ eben Bewegung ist. und daß die Einrichtungen der Erwachs«-�" nen, daß z. B. auch die„Parteien" in ihrem Wesen und in ihre, Struktur nicht der Weisheit letzter Schluß sind. Am wichtig st en aber ist, daß jeder Jugend» erzieher ein Borbild, ein Beispiel sei. Damit wird er am stärksten auf die Jugend wirken. Daran fehlt eS bisher am meisten. Wir müßten weniger Sozialismus predigen, wir müßten mehr Sozialisten sein. Sozialismus ist kein fertiges Ding. Sozialismus ist ein Tun, ist ein tätiges, tägliches Beweisen. Jugendleiter, die Sozialisten sind, ncht äflein in ihrem Mitgliedsbuch, sondern in ihrem Leben, in ihrem Verkehr, in allen Hand- hingen, die es sind in aller Wahrheit und Vorbehaltlosigkeit. sin weroen mit Begeisterung von der Jugend aufgenommen werden. sie werden ihr Führer und Vorbild sein. Den Sozialismus vorleben, das heißt die Jugend für den Sozia» liSmuS gewinnen. Zum Nelallarbeilerflreil. Sympachieklmdgebungeu. Der Beamten- und Arbeite.-Ausschuß des Paketpostamt» hat folgende Entschließung gefaßt: Den geg:n ein rücksichtS» loses sozial rückständiges Un'teenehmxrtum kämpfenden� M«tall- arbeitern spricht der B. u. A. A. des PostpaketcomtS seine volle Sympathie aus. Er ist sich bewußt, daß dieser Kampf siegr ich für die Arbeiterschaft ausgehen muß, damit die alt« unwürdig» Macht des ausbeutenden Geste» in Industrie,. Handel und im Staate nicht wieder zur Vorherrschaft kommen kann. Der Sieg der Arb.iterschast ist darum für die freiheitliche Entwicklung des Beamtentums von unerläßlicher Notwendigkeit._ Der B. u. A. A. versichert den Metallarbeitern seine Solidarität und bittet die gesamte Beamtenschaft, den kämpfenden Arbeitern durch ma» terielle Unterstützung zu Hilfe zu kommen. Er fordert daher insbesondere all« Post- und Telegraphen-Beamten. und Beamtin» nen, Post, und Telegraphen-Arbeiter, AuShelfer und AuShelferin, neu auf, die von der Berliner Gewerkschaftskommission heraus« gegebenen Streikmostsu»Solidarität" zum Preise von 1, S und 10 Mark zur Unierstützung der Streikenden sogleich N. K4, Linienstr. 83-86 oder im GewerkschaftShauS, Engeluser 16, ab» zunehmen. Die am 17. Oktober versammelten gewerblichen Angestellte» der Firma Herrmann Gerson drückten den streikenden Metallarbeitern ihre herzliche Sympathie anläßlich iHrsS schweren Lohnkampfes aus und gelobten, den Kampf nach allen Kräften finanziell und moralisch zu unterstützen. Die Betriebsvevsammlung dm: drei NovditernversicherungS» Aktien-Gesellschaften sprach den in schwerem Kampf mn ihr« Existenz ringenden Wetallarbeitsrn ihre volle Sympathie au». Sie erkennt in ihnen di« Vorkämpfer de» gesamten Proletariat» an und versteht die einschneidende Bedeutung ihrer Bestrebungen auch für.die ganze arbeitende iyevölkerung zu würdige». Sie verspricht daher, dies« Bestrebungen überall nach Möglichkeit zu unterstützen und fordert alle organisierten Kollegen hierzu auf. Die am nächsten Tage stattgefunden« Sammlung ergab einen Be» trag von 2661 M. ES ist sehr erfreulich, daß der Solidarftäts» gedanke namentlich auch unter den Bersicherungsangestellte» immer tiefer Wurzel schlägt. Achtimg, Holzarbeiter! Auf Grund des Beschlusses der Funktionärversammlung aut Mittwoch, de» 15. Oktober, die Metallarbeiter in ihre» Kamps mite alle« Mittel» zu unterstützen, werde» die Bertrauensleute ersucht, Streikmarken in de» Zahl st allen od« raus dem Bureau zu entnehme». ES wird erwartet, daß unsere Sollegen die Metallarbeiter tat- kräftig unterstütze». Bergeßt nicht, Kollegen, der Kampf der Metallarveiter ist otuch unser Kampf. Die Ortsverwaltung. Llnterstuhung der Metallarbeiter. Die Vertrauensleute sämtlicher Branchen des Verbandes dein Schneider, Schneiderinnsn und Wäschearbeiter Deutschlands Filiale Berlin stimmten einmütig dem Beschluß der OrtSv.w» waltung zu, dem Metallarbeftervt>band sofort 15 000 M. aus 15> Jimmie Higgins. Roman von Upton Siuclair. Aus dem Manuskript übertragen von Hermynia Zur Mühlen. Jede Preiserhöhung bedeutete ein neues Scheit Holz für das sozialistische Feuer und verlieh ihrer Losung:„Hun- oert den Krieg.�aus und füttert Amerika!" neue Gewalt. Der Sozialist.'sah. wie Millionen Tonnen Ware auf Dampfer verladen und nach Europa geschafft wurden, um durch den Krieg zerstört zu werden; er sah die Arbeiter Europas durch die Schulden, die sie bei den amerikanischen Schmarotzern hatten, in Knechtschaft geraten, sah, wie Amerika selbst immer näher und näher an den Abgrund gestoßen wurde. Und all dieS mißfiel dem Sozialisten. Er verlangte)>ie Sperre, nicht bloß für Munition, sondern auch für Nahrungsmittel und jegliche Ware, bis die Kriegs- Herren Europas zur Vernunft kamen._ Er forderte die Ar- beiter zum Streik auf, um durch diesen die Politiker zur Verhäsigung der Sperre zu zwingen. Am lautesten forderte er dies natürlich, wenn er Deut- scher, Lesterreicher, Ungar oder Tscheche war. Die beiden letzteren waren freilich unterdrückte Nationen, doch vermochten sie in jenen Tagen nur eines zu sehen: daß ihre Väter, Brüder und Söhne durch die Granaten gemordet wurden, deren Hülsen die Empire-Maschinenfabnk herstellte. Zu ihnen hielten auch die Juden, die die russische Regierung über alles haßten, und die Jrländer. deren Hauptziel im Leben war, John Bull seine Jahrhunderte alten Verbrechen heimzuzahlen, und die sich außerdem aus reiner Freude am Kämpf bei jeder Art Rauferei beteiligten. Jirnmle Hiaglns kannte sich gar nicht mehr aus. er hatte viel mit den Katho- liken verschiedener Nationen diskutiert, aber als Lolin feiner Bemühungen stets nur harte Worte geerntet; nun ent- deckten urplötzlich Tom Callahan von der„Buffetena und Pat Grogan von der Kolonialwarenhandlung, daß er, Jimmie Higgins, gat nicht so dumm sei, wie er aussehe. rn Ein Ergebnis dieser Gärung unter den Arbeitern war hie Verdoppelung der Mitglieder der Ortsgruppe: zweimal die Woche wurden auf einem freien Platz hinter der Haupt- straße Versammlungen abgehalten. Das Erscheinen der Wochenschrift hingegen war noch ungewiß. Genosse Dr. Ser- dice hatte seine beiden Schwäger verloren, den einen bei der Schlädjt von Möns, den anderen bei dem ersten furchtbaren Gasangriff bei Apern, wo ganze unvorbereitete Regimenter überrascht und einem entsetzlichen, qualvollen Tode aus- geliefert worden waren. Auch die beiden Vettern seiner Frau hatten den Preis bszahlt, der eine hatte fein Augenlicht verloren, der andere befand sich, vielleicht das allerschveck- lichste Los, als Gefangener in Ruhleben. So kam es, daß Dr. Service eine letzte empörte Rede hielt und sein« fünf- hundert Dollar fortnahm, um damit eine Sektion des Roten Kreuzes zu gründen. Die Deutschen und die Krregsfeinde der Ortsgruppe fragten sich, ob denn der Sozialismus im Reich der Empire- Maschinenfabriken hinsterben dürfe, bloß weil der reiche Gatte einer Engländerin zum Renegaten geworden war. Die Frage beantwortete sich selbst! Sammellisten zirkulier- ten eifriger denn je. und die Hälfte der verlorenen fünf- hundert Dollar war bereits eingekommen, als eines Abends John Meißner mft einer seltsamen Geschichte heimkam. Er pflegte auf dem Heimweg bei Sandkuhl ein Glas Bier zu trinken. Kam im Gastraum die Rede auf den Krieg, unterließ er es nie, ein wenig Propaganda zu machen. Heute hatte er sich zu einer richtigen Rede aufgeschwungen und verkündet, die Arbeiter würden bald diesem Munitionsgeschäst ein Ende bereiten. Nachher war dann ein Mann aus ihn zugekoftimen. hatte ein Gespräch be- gönnen und allerlei Fragen gestellt.„Wieviel Mitglieder umfaßt die Ortsgruppe? Wie viele derselben teilen Meiß- ners Ansichten? Was taten sie. um ihre Ansichten zu ver- wirklichen?" Der Mann zog Meißner an einen Tisch im Hintergrund, erkundigte sich nach der geplanten Zeitschrift und deren Richtung, sowie nach den Gewerkschaften der Stadt und ihrer Führer. Der• Mann behauptete, Sozialist zu sein, doch wollte Meißner dies nicht recht glauben; er machte eher den Ein- druck eines Gewerkschaftsorganisators. ES hieß, verschiedene Gewerkschaften würden versuchen, in daS Bereich des alt— Granitch einzudringen. Außerdem gab es die„Unabhängige Arbeitergruppe" mit ihrem Programm einer einzige» großen Gewerkschaft. Meißner berichtete, der geheimmSvolle Fremde habe erklärt, er vermöchte Geld zu verschaffen, um einen Streil der Empirearbeiter zu unterstützen. Die neuen Werke sollten demnächst in Betrieb gesetzt werden. Es waren be- reits Scharen von Arbeitern herbeigeströmt, und dies sei der geeignete Augenblick, den Achtstundentag und einen Minimallohn von sechzig Cents die Stunde zu fordern. Aus diese Art könnte man ein schönes Stück Geld verdienen, und wenn die geplante Wochenschrift„Der Arbeiter" dieses Vor- gehen unterstützen wolle, so läge kein Grund vor, we�-alli sie nicht bereits in der nächsten Woche erscheinen uno die Stadt mft ihren Exemplaren überschwemmen sollte. Die Hauptsache war die Wahrung des Geheimnisses; Meißnei dürfe nur den„durch und durch Roten" vertraue�, die tatbereit waren, und nicht verraten würden, woher das Gel! komme. Als Beweis ernster Absichten zog der Fremde ein Bündel Banknoten aus der Tasche und drückte Meißner ein halbes Dutzend in die Hand, lauter Zehndollarscheine; sc diel Geld hatte der kleine Aufseher der Glasfabrik noch nie zwischen den Fingern gehalten! Meißner wies die Scheine vor, und Jimmie riß die Augen auf. Dies war tatsächlich eine� neue Seite dcS Krieges— Zehndollarscheine für sozialistische Propaganda in Hinterzimmern der Schenken zu finden h Wie heißt der Fremde? Wo wohnt er? Meißner schlug Jimmie vor. ihn mit dem Mann bekanntzumachen; sie schlangen hastig ihr Abendessen hinunter und eilten fort. Jerry Coleman hatte etliche Wirtshäuser genannt, in denen er zu finden war, und in dem einen trafen sie ihn auch tatsächlich, einen glattgesichtigen jungen Burschen, den Jimmie für einen Detektiv oder einen Spitzel gehalten hätte; er kannte diese Art Leute von der„Walze" her. Der Mann war gut gekleidet und hatte gepflegte Nägel, was sich ein Arbeiter selten leisten kann: doch schien er keines- wegs eingebildet und forderte sie auf, ihn bei seinen Vor« namen zu nennen. � der Lokalkaffe zu überweisen. Ferner wurde b schloffen, dafür abgeliefert werden. zu wirken, daß die von der Gewerkschafts- und Fünfzehner- Mom-, selbst Stempelhcfte. mission herausgegebenen Marfen von den B.rbandsmitgliedern entnommen worden. Dieses schöne Vorbild praktischer Solidari tät wird Nacheiferung weden. Achtung! Obleute der im Streit befindlichen Betriebe! Am Montag, den 21. Cftober, vormittags 9% Uhr, findet in ben Sophienjälen eine Besprechung statt. Kein Straßenbahnerstreit. aber wieder aufgenommen. Streitlokal Lindenpark", Lichterfelde. Da Cyklon. Versammlung Montag 2 Uhr im Betrieb. A. F. A., Werk Oberschöneweide. Am Montag, 20. Oftober, vormittage 10 Uhr, Betriebsversammlung in der Aula Frischenstraße. Gewerkschaftliches. Die technischen Beamten gegen Noste. Betriebsversammlung im Moabiter Stadttheater( Krone), Alt- und Beamten( Betriebsverwaltung Magistrat Berlin), die am Elmowert, Siemens- Schudert. Montag, nachmittags 2 Uhr, Eine Versammlung des Bundes der technischen Angestellten Moabit 47-48. Vertrauensleute eine Stunde früher einfinden. Die erste Unterstügungszahlung muß Montag bis 12 Uhr abgeholt Freitag im Margarethen- Lyzeum fagte, nahm nach einem Refe rat des Gemertschaftsbeamten Händeler eine Entschließung fein. Die zweite Zahlung findet Dienstag für Abteilung 31-120 an, in der flammender Protest gegen die Verordnung und Mittwoch für Abteilung 1-30 von 9-3 Uhr im Streitlokal des Oberbefehlshabers Noste erhoben wird, der das in den Die Alarmnachrichten der bürgerlichen Preise über einen ſtalt, Straßenbahnerstreit entsprechen nicht den Revolutions agen bom deutschen Arbeitnehmerstande eroberte volle Reinickendorf. Montag mittag 1 Uhr Vollversammlung der Koalitionsrecht nach Art des absolutistischen Regiments großen Tatsachen. Wie wir erfahren, soll bei der Straßenbahn Kollegen von den Messingw.rfen, Rein denborf, bei Muster, Rei- Teilen der Arbeiter und Angestellten wieber nimmt. Gerade die ebenfalls ein Mitglied des Arbeitsausschusses nickendorf, Berliner Straße. technischen Angestellten sind sich dessen betvußt, daß auch im wirt berhaftet sein. Dieserhalb wurde am Sonnabend von schaftlichen Stampfe die Gefeße der Menschlichkeit zu beachten einem Teil der Straßenbahner die Arbeit eingestellt, später nätsibung, Mariendorf, bei Herold, Thauffeestr. 283. Um 9 Uhr Gesundheit der Bevölkerung aufrecht erhalten bleiben müſſen. Firma N. Stock, Marienfelbe. Montag früh 8 Uhr Funktio- find und lebenswich ge Betriebe zum Schuße von Leben und Besonders die" Post" orafelt über„ berbrechedaselbst Betriebsversammlung. Bünftliches Erscheinen erb.ten. Die Berjammelten verurteilen es aber auf das allerschärfste, rische Versuche, mit Rügen und Drohungen die Zwietusch u. Co., Charlottenburg. Kollegen und Kolleginnen. daß über die Köpfe der gewertschaftlichen Organisation hinweg Straßenbahner in den Streit zu heben." Dieses Scharf. Die Quittungen für die zweite Auszahlung müffen am Montag Welche Betriebe als lebensm chig anzusehen und in welchem Die Militärgemalt selbstherrliche Verfügungen trifft. macherblatt fennt keine andere Aufgabe, als alle wirtschaft unterschrieben werden. Bei Arnswald, Charlottenburger Umfange fie aufrecht zu erhalten find, tann nur durch Verhand lichen Kämpfe der Arbeiterschaft mit wüsten Schimpfereien Ufer 64. Der Arbeiter- Nat. Lungen mit den Gewerkschaften und ihren zentralen Cr zu beschmutzen. Man läßt es am besten unter sich und seines. Frih Werner, Marienfelde. Montag vormittag 10 1hr Be- ganisationen geflärt werden, die als die anerkannten Vertreter gleichen. triebsversammlung im Schwarzen Adler, Mariendorf, Chaussee- der Arbeitnehmer genügend Verantwortungsgefühl besißen, um Angeblich soll es heute vormittag zu Gewalttätigkeiten Straße 43. Auszahlung der Unterstüßung. Unorganisierte und auch der Allgemeinheit gegenüber die richtige Grenze in der wirt Streifender gegen Straßenbahner gekommen sein. Auch hier unter 6 Wochen Organisierte müssen gwv. ds Antrag auf Unter- fchaftlichen Attion einzuhalten. meldet sich sofort wieder die Regierung. Sie läßt amtlich stübung unbedingt ersch inen. Spätere inträge werden nicht erklären, daß die Verordnung des Oberkommandierenden in berücksichtigt. Die Etre fleitung. den Marken vom 17. d. M. betreffend besondere Maßnal, m'n Bergmannwerke, Nosenthal. Die rüdständige StreifunterDer Zusammenschluß der Hand- und Kopfarbeiter auf Grund gegen die Bedrohung lebenswichtiger Betriebe noch zuftübung ist am Montag von 9-2 Uhr im Streitlofal zu empfangen. des Rätesystems ist bereits im Nahrungsmittel- und VerkehrsRecht besteht und in allen Fällen zur Anwendung zu Gine spätere Auszahlung findet nicht statt. Die Streifleitung. gewerbe, in der Bekleidungs- und Textil, in der Leder-, Holzbringen ist, in denen der Versuch gemacht wird, lebenswid. und Papierindustrie und im graphischen Gewerbe vollzogen. Am tige Betriebe zum Stillstand zu bringen. Die zum Schup Die arbeitslofen Metallarbeiterinnen waren am Freitag Freitag abend nahm nun eine start besuchte Versammlung der der Arbeitswilligen tätigen Bosten der Sicherheitspolizei nachmittag im Clubhaus versammelt. Nach Entgegennahme eines Bunktionäre in der chemischen Industrie aut den Bu haben Anweisung, überall da, wo sie Bergehen gegen die Berichs über den Metallarbeiterstreit wurden zahlreiche Besammenschluß in diesem Industriezweig bor. Vom Vollzugsrat schwerden gegen den paritätischen Arbeits. referierte Genosse Sommerfeld. Er beleuchtete den augen Streifverordnung vom 17. d. M. feststellen, im Sinne diefer nach meis, insbesondere gegen Heren Naffe, laut. So foll blidlichen wirtschaftlichen Ruin Deutschlands, insbesondere den Verordnung vorzugehen. der Firma Rangmaier gestattet worden sein, sich im Arbeits- Mißerfolg der freien Leder- und Haferbewirtschaftung, ferner nachweisbureau die Arbeiterinnen herauszusuchen. Dem Ar die Sabotage der Unternehmer, die damit den Beweis bringen rbeitsnachweis wurde ferner der Vorwurf gemacht, über die strei möchten, daß die Arbeiterschaft noch nidyt reif für das Mit tenden Firmen nicht genügend informiert zu sein. Auch dagegen, bestimmungsredyt jei. Die Gewerkschaften sind nicht geeignet, den baß man bei der Einstellung von Metallarbeiterinnen eine obore Stapitalismus in den Sozialismus überzuführen. Die historische Altersgrenze, festjeßt, was zu einer unerhörten Ausbeutung der Entwidlung hat sie zu einem bloßen Instrument zur Verbesserung Jugendlichen führt, wurde lebhafter Einspruch erhoben. Für die der Lohn- und Arbeitsbedingungen innerhalb des tapitalistischer Sommission der arbeitslosen Metallarbeiterinnen wurden Gr Staates gemadt. Sie sind dadurch in der endlosen Schraube der gänzungswahlen vorgenommen. Lohn- und Preiserhöhung zu einem notwendigen Faftor in der tapitalistischen Gesellschaft geworden, der aber niemals imitande ist, die Produktion im geeigneten Momente selbst zu übernehmen. Handarbeiter, ohne Rücksicht auf Beruf und Partei, zusammen faßt. Also trot Noskes Zurücknahme des Streitberbots läßt die Regierung berkünden, daß es weiter zu Recht besteht. hat nun eigentlich zu bestimmen in dieser Regierung? Objektive" Berichterstattung. * Der Zusammenschluß in der chemischen Industrie. Nachwehen des fommunalen Streifs. Dazu muß das Näleſyſtem geschaffen werden, das Kopf. und Die Die Buchdruder und der Metallarbeiterstreit. In der gestrigen Versammlung der Vertrauensleute ber Berliner Buchdruder erstattete Albrecht Bericht über tie Verhandlungen der Obleute der Zeitungsbetriebe mit der Fünfzehnerkommission und der Gewerkschaftskommission. Dadurch, daß die Heizer und Maschinisten den Streit abgebrochen hätten, weil die Metallindustriellen sich zu Verhandlungen mit Die Bureauhilfskräfte haben gestern früh die Arbeit wieder den Metallarbeitern bereit gefunden haben, sei die rise be aufgenommen. Seitens der Mag stratshilfskräfte, bie am gestrigen Die Ausführungen des Redners ernteten reichen Beifall endet und es läge fein Anlaß mehr vor, attiv in den Streif Sonnabend ihren Dienst wieder angetreten haben, wird lebhafte Wolff betonte die Notwendigkeit des Zusammenschlusses gerade einzugreifen. Die anschließende Diskussion war zeitweilig recht lage darüber geführt, daß Maßregelungen der Streikenden durch in der chemischen Industrie, wie das Mißlingen des legten erregt, weil einige Redner sich in phantasievollen Ausführungen den Magistrat vorgenommen worden sind. So sollen zahlreiche Streites anschaulich gezeigt hat. Mit Ausnahme eines fanatifden ergingen, daß bersucht worden sei, den Metallarbeiterstreit in Streifende nicht wieder eingestellt worden sein, weil ihre Posten Nosteverteidigers, der auf das Wesen des Zusammenschlusses mit politisches Fahrwasser zu bringen. Diesen Phantasieproduften bereits durch andere Sträfte bejezt waren. Wie die Streifleitung feinem Wort einging, sprachen sich sämtliche Diskussionsredner wurde energisch gegenübergetreten, u. a. bom Genossen Kasper mitteilt, ist die Dienststelle der Erwerbslosenfürsorge in der Putt einmütig für den geplanten Busammenschluß aus, der dann auch bom Buchbinderverband. Es wurde beschlossen, baß von weite- bujer Straße und auch die Sparkasse durch Beamte der Eicher auf der provisorischen Grundlage von 6 Untergruppen vollzogen ren Maßnahmen abgeschen werden soll, jedoch werden die Buchheitswehr besetzt worden, welche den Hilfskräften, die ihre Arbeit wurde. wieder aufzunehmen wünschten, den Eingana verwehrten. Weiter Den streifenden Metallarbeitern wurde zum Schlusse in eines bruder sich bei einer neuen Krise der Fünfzehnerkommission und wird behauptet, daß die Mitglieder der Angestelltenausschüsse vom einstimmig gefaßten Resolution die vollste Sympathie ausze der Gewerkschaftskommission aur Verfügung stellen. Ein Magistrat nicht wieder eingestellt würden. Auch sollen zahlreiche ſprodjen. anderer Antrag forderte sofortige Aufhebung der Bei Streifende in Stellen eingestellt sein, in denen sie nicht die Betungsverbote Die Gewerkschaften sollen sich dieserhalb zahlung erhalten wie bisher. Die Streifleitung hat wegen diejer Lohnbewegung der Handelsarbeiter in den Papier- und mit Roste in Verbindung fehen. Weiter wurde beschloffen, daß Vorfälle Protest beim Oberbürgermeister erhoben. Pappen- Engros- Firmen. nobie Frage der Aufrechterhaltung lebenswichtiger Betriebe bei Der Berliner Magistrat erklärt dazu folgendes: Selbstverständlich werden alle Hilfearbeiter, die nicht gestreift haben, wie Die am 16. Ottober tagende außerordentlich start besuchte Streifs lediglich von der Arbeiterschaft selbst geregelt wer- bisher weiter beschäftigt. Diejenigen aber, die sich dem Ultimatum Versammlung der Handelsarbeiter aus den Papier- und Bappen ben soll. Die bestehende Nothilfe sei ganz überflüssig. des Magistrats, das bekanntlich am Donnerstag vormittag ab- Engros- Betrieben Berlins nimmt Kenntnis von dem gegenwärti lief, nicht gefügt haben, haben sich als entlassen zu betrachten. gen Stand der Verhandlungen mit den Unternehmern. Es wird ihnen mun freigestellt, sich aufs neue zur Einstellung zu Bersammlung spricht ihr Mißfallen darüber aus, daß die Arbeit Der Vorwärts" brachte in der gestrigen Abenbausgabe melden. Diese Meldungen werden aber, zumal ingwischen viele geberverbände des Papiergroßhandels und Vereinigung der einen Bericht über die am Sonnaberd stattgefundene Versamm- hundert neue Hilfskräfte zu Dienstleistungen angenommen wor- Bappengroßhändler auf die zugestellten Forderungen der Arbeit lung der Bertrauensleue des Vereins der Berliner Buchdrucker den sind, nur insoweit wieder auf Einstellung zu rechnen haben, nehmer mit unbegründeten Ausreden bisher jede Verhandlung ablehnten. Die Versammlung nimmt weiter Kenntnis davon, und Schriftgießer. Ea berührt eigentümlich und es ist sicher als noch freie Stellen vorhanden sind. Die Streiftage werden nicht auf Zufall zurückzuführen, daß für den Vorwärts". nicht bezahlt. Alle streifenden Hilfskräfte, die jetzt nicht wieder daß diese Arbeitgeberverbände der Einladung des Deutschen Papiergroßhändler- Verbandes zu den gemeinschaftlich ent Berichterstatter nur Vertrauensleute gesprochen haben, die die ein eftellt werden fönnen und sich gemeldet haben, find der Verhandlungen zu erscheinen, abgelehnt haben. Der Deutsche Ansicht vertraten, daß der Metallarbeiterstreit ein Rehenfolge nach in Listen eingetragen worden und werden, so- Transportarbeiter- Berband, dem die Berufsangehörigen als wit politischer Streit'sei. Ueber die Redner, die diesen An- weit in Zukunft freie Posten in der städtischen Verwaltung vor glieder angehören, wird von der Versammlung beauftragt, fofort fichten unter dem Beifall der Versammlung schärfitens entgegenstommen sollten, berüdfichtigt. alle Schritte einzuleiten, damit endlich die Angelegenheit der traten, weiß der Berichterstatter fein Wort zu sagen. Ein Herr Arbeiter erledigt wird. Die Versammelten erwarten von den 8witner bele in der Beisemmlung mitgeteilt, daß ein Mit Arbeitgeberbobanden bis zum 22. d. M. einen endgültigen Beglied der Fünfzehnerfommission die Obleute der Zeitungsdrucke scheid, ob dieselben zu gemeinschaftlichen Verhandlungen reien aufgefordert habe, sofort die Zeitungsdruckereien stillzulegen. bereit sind. Die versammelten Handelsarbeiter erklären weiter, Hier ist dem Berichterstatter bereits ein Sörfehler( vielleicht aus daß sie jede Verantwortung für etwaige Störungen in den Bea Der Lichtenberger Magistrat hat folgende Bekanntmachung trieben ablehnen und die Unternehmerverbände allein die Konparteipolitischen Gründen) unterlaufen, denn daß es ein Mitglied erlassen: Der Magistrat ist nicht in der Lage, den Bureauhilfe- sequenzen aus ihrem eigentümlichen Berhalten zu tragen haben. der Fünfzehnerkommission war, das die Obleute zur Stillegung arbeitern über den Inhalt des Berliner Schiedsspruchs vom der Betriebe aufgefordert hat, das behauptete nicht einmal der 11. d. M. hinausgehende Zugeständnisse zu machen. Er ist aber phantasiebegabte Herr Zwirner, sondern dieser sante: ein Gewerk bereit, mit den Silfearbeitern einen Tarifvertrag abzuschließen, Der Streit im Müllabfuhrgewerbe. schaf'sangestellter. In dem„ Borwärts"-Bericht ist kein Wort darder dem Inhalt des Berliner Schiedsspruchs entspricht. Die Der Etreit der Müllfutscher, Mitfahrer und über zu finden, daß Zwirner von einem anderen Obmann eines Bureauhilfsarbeiter werden aufgefordert, den Dienst bis Montag, Berladearbeiter bei der Wirtschaftsgenossen. Zeitungsbetriebes scharf gegenübergetreten worden war. Dieser 20. Ctober d. J., bormittags 8 Uhr, anzutreten. Denjenigen schaft Berliner Grundbesizer ist noch nicht beigelegt, Redner stellte feft, daß die Obleute nicht aufgefordert worden Bilfsarbeitern, welche dieser Aufforderung nicht nach kommen, sondern dauert noch an. Im Gegenjah zu der im Streik stehen. Redner ftellte feft, bak bie Obleute nicht aufgefordert worden feien, die Beltungsbetriebe stillzulgen, sondern ein Gewerkschafts- fann eine Gewähr dafür nicht gegeben werden, daß ihnen ihre den Arbeiterschaft, welche den Schiedsspruch des Schlichtungsaus angestellter( Henschel) habe sich rein privat mit den Obleuten unterhalten und im Laufe der Unterhaltung gefragt, ob es mög- Stellen weiter freigehalten werden, Bis Montag früh wird der schusses Groß- Berlin angenommen hatte, lehnt die Wirtschaftslich fei, die Beitungsbetriebe stillau'egen. Die ganze Aufmachung Magistrat Neueinstellungen von Hilfskräften nicht vornehmen. genossenschaft die Annahme des Schiedsspruches ab, Ihren ab lehnenden Standpunkt begründet die Gesellschaft in einem Schreis des„ Vorwärts"-Berichterstatters zeigt, daß der Borwärts" beben an den Schlichtungsausschuß damit, daß die wirtschaftlichen strebt ist, genau wie die bürgerliche Presse, den Streit der Verhältnisse sowohl wie die technischen Erfordernisse des Betrie Metallarbeiter in einen politischen Streit umzulügen. ber es ihr unmöglich machen, das von der Arbeiterschaft gefor berte Zweifuhrensystem zur Durchführung zu bringen, Ankündigungen. A. E. G.- Betriebe Hennigsdorf. Montag vormittag 11 Uhr Hartmanns Brauerei, Scharnweberstr. 101: Betriebsverfamm Hartmanns Brauerei, Scharnweberstr. 101: Betriebsversamm lung. Bericht der Streitleitung. Glühtürperfabrik Auerlicht. Nach dem Beschluß der Heizer und Maschinisten wird am Montag die Arbeit wieder aufgenommen. Die Streifleitung. Wir müssen erneut auf die strenge Beobachtung der BeStimmungen des Demobilmachungsamtes über die Einstellung und Entlassung von Arbeitern besonders aufmerksam machen. * Die Verhandlungen der Gemeinde Tempelhof mit ihren Hilfskräften haben ergeben, daß sich die Angestellten bereit er flärten, fich einem Schiedsspmich Groß- Berlin zu unterwerfen." Auf die Gemeinden Groß- Berlins wird die Gemeinde Tempelhof in diesem Sinne einwirken. Auf die zu erwartende Lohnzulage wird ein fofort zahlbarer monatlicher Vorschuß von 100 Mart gewährt. In einer Betriebsversammlung wurde die Frage in einen Streit einzutreten" mit 35 gegen 31 Stimmen abgelehnt. Hilfskräfte des Magistrats Berlin! Nach längeren Verhandlungen hat die Gesellschaft sich bereit erklärt, für das täglich zu leistende Arbeitspensum von drei Fuhren mit 100 Stäſten bzw. 600 Stäten in der Woche folgende Lohnjabe zu zahlen: für Stutscher 159 M., Mitfahrer 144 M., Verlabearbeiter 123 M., Stalleute 115 M., Hofarbeiter 95 M., Monteure und Kranführer 133 M. pro Woche. Das Reinigen der Pferde an Sonnbagen bormittags soll den Kutschern, welche Dienst Durch die Verhandlungen zwischen dem Magistrat und verrichten, mit 6 baiv. 9 m. vergütet werden. Alle anderen TarifMix u. Genest. Montag pünktlich 1 Uhr: Betriebsverfamm der Streifleitung ist die Wiedereinstellung der Hilfskräfte fragen sollten nach Annahme dieser Lohnfäße und nach erfolgter lung Auszahlung usw. im Schwarzen Adler", Schöneberg, verabredet worden. Schon am Sonnabend ist uns über Arbeitsaufnahme bann weiter beraten werden. Hauptstraß. Betfrauensleute 12 Uhr bort, Knorrbremse, Lichtenberg. Montag nachm. 2 Uhr: Betriebs. zahlreiche Nichtwiedereinstellungen Mitteilung gemacht wor- Am Freitag beschäftigten sich die Streifenden in einer Ber bersammlung im Café Bellevue, Lichtenberg, Hauptstraße 2. den. Wir fordern alle am Streit beteiligt gewefenen Rol- fammlung im Königitadt- Cafino mit dem Verhandlungsergebnis. Bertrauensleute treffen sich eine Stunde früher. legen, die sich bis Sonnabend früh in ihrem Bureau ge- In der ausgedehnten Aussprache wurde jedoch allseitig zum AusDynamowerk Siemens- Schuckert. Auszahlung am Montag meldet haben, aber nicht eingestellt worden sind, auf, einen brud gebracht, daß die Arbeiterschaft Rücksicht auf ihre ZuAbtlg. 1-20 bon 11-1 Uhr, Abilg. 31-39 bon 1-8 Uhr, Abtlg. Meldezettel mit folgenden Angaben bis Montag mittag erwartet hatte. Der Arbeiter- Ausschuß und die Verbandsleitung stimmung zum Dreifuhrensystem ein größeres Entgegenkommen 60-91, 2, B. II und Konjum von 8-5 Uhr. Sämtliche Kon- 12 Uhr im Bureau des Zentralausschusses, wurden daher beauftragt, die Verhandlungen am Sonnabend mit trollfarten müssen abgeg. ben werben, Nachzügler lönnen nicht be- Breite Str. 11, abzugeben: 1. Vor- und Runame des der Gesellschaft weiterzuführen und dahin u wirken, daß den rüdsichtigt werden. Die Vertrauensleute müssen um 9 Uhr vorm. Nichtwiedereingestellten; 2. bisherige Dienststelle; 3. an- Sutschern, Schaffnern und Verladea.beitern höhere Lohnzuge im Streiflotal sein. A. Borsig, Legel. Die Kollegen werden ersucht, am Montag gegebener Grund für die Nichtmiedereinstellung; 4. ob ständnisse gemacht würden. bon 11 Uhr ab in den bekannten Lokalen ihre Streifunterstützung Mitglied eines Angestelltenausschusses. abzuholen Gleichzeitig müssen die Kollegen, welche über drei Wochen im Streit sind, die Kontrollfarten abgeben. Entlassungs. papiere sind mitzubringen. Die Betriebsversammlung findet nicht, it att. Die Etreifleitung. 6. P. Goerz- Betriebe! Alle Kollegen,.die länger als eine Woche im Streit sind, unterschreiben Dienstag, 10-2 Uhr, die Dvittung. Die Listen der Bertrauensleute müssen Mortag früh Bentralverband der Angestellten. Giebel, Verbandsvorsitzender. Freier Angestellten Verband. Burkert. Verbandsvorsitzender. 8entralausschuß der Hilfskräfte, Der Vorstand: Ruhligt, Kiedrowski Die Verhandlung am Sonnabend hat jedoch zu einem weiteren Ergebnis nicht geführt. Die Streifenen werden sich wahrschein lich am Montag weiter mit dem Verhandlung rgebnis be schäftigen. Firma Siemens. Die im Juli entlassenen 300 Kollegen bersammeln sich am Moirtag, den 20. Oftober, but Boyleis, hohen ichönhauser Weg, abends 5 Uhr. r. 505. Zweite Bellage zur„ Freiheit". fönnen, wenn man durch unsere Taktik dem Kriege ein früheres | +3 Sonntag, 19. Offober 1819 Fröhlich. Altenburg lehnt bie alleinige Schulb Deutsch 14. Generalversammlung des Deutschen Ende bereitet hatte. Gegen Reichel gewendet, meint Dißmann, bas lands am Kriege ab. Er teilt nicht die Auffassung Digmanns, Metallarbeiterverbandes. werden. werden. Bir beginnen heute mit unserm eigenen Bericht über die eigentlichen Verhandlungen bes Berbandss tages. Die ersten brei Tage und ein Teil des Bormittags des vierten Tages wurde erft mit der Ron. stituierung der Generalversammlung und dann in gefchloffenen Gitungen mit der Beratung über den Berliner Streik ausgefüllt. auch selbst dann, wenn große Massen sich während des Krieges daß der Krieg durch einen Streit der Arbeiter früher hätte be. dem Verband angeschlossen hätten, der Vorstand doch nicht von endet werden können, es mußte der Zusammenbruch der Wirtseiner für das Proletariat fo unheilvollen Politik abgelassen schaft tommen, ehe die Revolution Aussicht auf Erfolg haite. Wir hätte( Lebhaftes Sehr richtig!), weil alle Gewerkschaftsvorstände haben ein gleiches Ziel, über die Wege müssen wir uns einig auf die Kriegspolitik festgelegt waren. Heftige Angriffe richtete werben. Dißmann Toft Berlin: Jch halte es für notwendig, zuerst einmal die Grundsäte festzulegen, auf die sich der neue Vorstand auf gegen die Haltung der Metallarbeiterzeitung, bauen soll, und es wird sich zeigen, wie weit die von der rechten die unentwegt die Durchhaltepolitik gepredigt habe. Er gibt einige Seite vorgeschlagenen Kollegen dieser grundsätzlichen Auffassung Stuttgart, 16. Oftober 1919. Stichproben babon, bei welchen Reidel zustimmend niat, worauf beitreten können. Wird hier vom Koll. Kummer in der Frage Die gefchloffenen Beratungen über den Berliner Streit füll. Dißmann feststellt, daß noch heute der gleiche Geist Vorstand und der Schuld Deutschlands am Kriege diese verneint, so möchte ten noch einen fleinen Teil des Vormittags bom 4. Tag der Ver. Nedation beherrsche.( Lebh. Zustimmung.) Nunmehr tommt es ich nur wünschen, daß die jebige deutsche Regierung mehr mit handlungen aus. Da sich über die Bureaubefeßung beide auf ein tieftrauriges Rapitel zu sprechen. Er zeigt, wie ein großer dem Material herausfommt. In der Frage der Sozialisierung Fraktionen geeinigt haben, vollzieht diese sich rasch und werden Teil der Beamten des Verbandes während des Krieges mit den stehen wir auch auf dem Standpunkt, daß da zu allererst die einstimmig die Kollegen Brandes( Magdeburg), Richard Generalfommandos Hand in hand gearbeitet habe. Geradezu Durchgeistigung ber Köpfe in Angriff genommen werden muß. Müller( Berlin) und Reichel gewählt. Auch über die Be erschütternd wirft es, als er darlegt, wie alle gewerkschaftlichen Aber man wolte ja bisher einfach nicht sozialisieren, felbst nicht fegung der einzelnen Kommiffionen herrscht volle Ginmütigteit, und sozialistischen Grundjage niedergetrampelt wurden und wie den Anfang machen mit den Jndustrien, die foaialisierung3rcif bie nach dem Schlüssel 5 zu 4 besezi und einstimmig gewählt versucht wurde, alle die, die diese Grundfäße hochhielten, unschäd- find. Wäre der Wille dagewefen, dann brauchten hier die Mei lich zu machen. Er belegt vor allem dokumentarisch das feige und nungen nicht so weit auseinanderzugehen, dann brauchten nicht Größere Auseinandersetzungen erfolgen über die Festlegung erbärmliche Tenungiantentum der Leipziger Verbandsbeamten. Es die Bersplitterung berfude belämpit werden. Wenn wir una ber Tagesordnung insbesondere bei dem zweiten Bunt.e, dem sei tieftraurig, daß er gegen alte Kollegen, mit denen er jahr hier darüber verständigen, daß das A und O des Verbandes nicht Borstandsbericht. Ein Teil ber Redner ist der Meinung, es müsse zehntelang gekämpft habe, derartige Angriffe richten müsse. Diß bei den Führern liegt, dann werden wir Grundsätze aufstellen ein Gegenrodner von der Opposition allein bestimmt werden mann fommt dann auf die Novemberrevolution zu sprechen und können, die ein gutes Arbeiten für das Wohl der Metallarbeiter ( Dißmann) während Ha a 3 das Argument anführt, daß aud jagt: Die Arbeiterklasse hatte die volle politische Gewalt, die sie ermöglichen. auf der Gegenseite biele Kollegen mit der Tätigkeit des Vor heute nahezu pang wieder verloren hat. Sie wieder zu erobern Thomas. Mainz bedauert es, daß es Digmann möglich war, standes nicht einverstanden sind und noch einen Gegenredner und zu befestigen, muk heute die vornehmste Aufgabe sein. Die ein solches politisches Referat zu halten. Biele von denen, haben möchten. Diese Ansicht drang burch; es werden zum Vor in der Dittatur des Proletariats fonzentrierte Macht die jetzt so tabital auftreten, gehörten ja während des Krieges zu ftandsbericht je ein Gegenredner jprechen und von den Dis ist allein berufen und imitande, den Sozialismus durchzuführen. den Beifetretern. Der Behauptung, daß nach der Revolution busjonsvednern wird ebenfalls diese Reihenfolge eingehalten Seute will man den ohnmächtigen Stapitalismus durch die der Kapitalismus betäubt am Boden lag, tann der Redner nicht Arbeitsgemeinichait wieder befestigen. Die weiteren Ausführun- Beitreten, er hat davon nichts gesehen. Reichel gab den Geschäftsbericht des Vorstandes in ruhiger, gen Dißmanns find dem Nachweis gewidmet, daß Deutschland Kollegin Wenzel Düsseldorf bedauert, daß nur drei fachlicher Form und bermed es streng, nach irgend einer Seite ülig reif zum Sozialismus fei. Deshalb müsse jedes Paktieren weibliche Delegierte anwesend sind, ein Beweis, daß die Werts zueden. Sein Bericht war kein Geschäftsbericht im herkömm mit den fapitalistischen Parteien und jede Beteiligung an den schäzung der weiblichen Arbeitstraft immer noch gering ist. lichen Sinne, fondern er hatte ihn ganz auf die neuzeitlichen Arbeitsgemeinschaften ausgeschloffen sein. Der Klassenfampf müñe Legien: Die Differenzen, die heute hier besprochen werben, Gerhältnisse eingestellt und wurde jo ein schlagender Beweis da in aller Form weiten eführt werden. Der Jahrestag der Revolusie bestanden ja schon immer in Arbeiterbewegungen. Besonders für, daß heute Gewerkschaft und Partei nicht voneinander zu tion wird eine große Enttäuschung sein. Noch tein Schornstein ist mit dem Kollegen Dißmann stehe ich schon fert einem Bierbeljahr. brennen find. Denn seine Nede, die von tiefer Ueberzeugung bis heute sozialisiert. Die Sapitalisten treten frecher auf denn je. hundert in Differenzen, denn er und seine Freunde wollen die burchbrungen war, befaßt sich mit allen wirtschaftlich- sozialistischen Dißmann schließt unter stürmischen Beifall mit dem Wunsche, Gewertschaftsbewegung zu einer politischen machen. Wir Fragen, die es gegenwärtig zu lösen gibt; somit fonnte seine Rede daß ih die Arbeiterschaft zu dem letzten entscheibenden Ringen sind der Meinung ,, baß alle Arbeiter und Arbeiterinnen ohne fost nur politischen Inhalt haben. gegen den Kapitalismus recht bald auf der alten revolutionären Unterschied der Parter, in der Gewerkschaft zusammengeschlossen Stampflinie finden möge. ( Buruf: 8u welchem Biele?) Bum Sozialismus. dunt and Stuttgart, 17. Oftober.( Lachen. Zuruf: So was nennt man Bolitit!) Die sogenannte Die Sigung wird gegen% 9 1hr von Brandes eröffnet. Striegepolitit tit nichts anderes als die Fortiehung der Politik, die Zur Geschäftsordnung stellt Dißmann die überaus ten- wir in deutschen Gewerkschaften immer betrieben haben.( Sehr benzise Berichterstattung des Vorwärts" und die all emeine richtig!) Wir wollten den Weltkrieg verhindern. Das Proletariat war nicht start genug. Es ist nicht wahr, daß die vor Ausbruch Verurteilung derselben durch die Generalversammlung fest. Is Korreferent erhält das Wort Kummer: Gestern ist von des Krieges einberufene Konferenz den Zwed hatte, sich der Reder Cpposition zum Ausdrud gebracht worden, das sie bom gierung willfährig zu zeigen. Es scheint, daß man vergißt, was bombie Gewertigaften während der schweren Beit geleistet haben in willen befeelt ist, etwas für das Proletariat herauszuholen bezug auf Arbeitslosenunterstüßung, Fürsorge der Kriegerfami Das wollen auch wir, doch wir wollen nicht immer und immer fien. Wären wir den Grundsäken der Opposition gefolgt, sicher wieder in die alten gehler verfallen. Wir ten auch nicht wäre das Kriegselend früher zu Ende gewesen. Aber ob dann alles gut, was bom Borstand getan ift, und sind weiter der der Zusammenbruch Rußlands gekommen wäre? Dann würden Meinung, daß es nicht angängig ist, dem Verband einen Vor- wir heute unter ruffischer Dittatur jo leben wie unsere Genossen Es wäre beffer in dem bejegten Gebiet.( Widerspruch.) stand in solch einer 3mitterstellung zu laffen. Wir hätten auch keine gem fen, wenn der Koll. Schlicke hier das Wort hätte gelten deutsche Revolution, wir hätten auch feine Hoffnung auf revolutioloffen: Ihr sollt felbst entscheiden. näre Bewegungen in Frankreich und England. Behnen Sie die Siermit bin ich fertig mit der Kritik der Vergangenheit und Arbeitsgemeinschaften ab; es wäre bedauerlich. Die gehe aur Butunft. Der Obrigkeitsstaat ist verschwunden, wir Arbeitsgemeinschaften find feine Stüge des Kapitals, sie sind die brauchen neue Wege, neue Führer. Von unseren Stiefbrüdern logische Fortsetzung der bisherigen Gewerkschaftspolitik. Sie find ton fints wird noch immer in Revolutionsromantit gemacht, fie nicht erst am 13. November 1918 beschlossen worden, sondern schon fönnen sich Revolution nicht anders vorstellen, als Straßen im Juli faßen wir zusammen, um mit den Arbeitgebern über die lämpfe, Gäufercinveigen...( Baden, Burufe: Noste!) Es gilt Möglichkeit der Demobilisation zu beraten. Alles, was die Ge ieht aufzubauen. Unfere Freunde bon lints, fie bertreten den wertschaftsleitung während des Krieges getan hat. bat fie getan Gedanken der Diktatur des Proletariats. Was ist denn diese nicht im Interesse des Kapitals, sondern im Interesse der Arbeiter Es ist und davan werden wir festhalten.( Bravorufe rechts.) Diftatur? Gibt es ein Mitbestimmen des Proletariats? Sporleder- Hannover spricht für die Einberufung einer Be immer ein Kreis, der diftiert.( Buruf: Metallarbeiterverbands. tag!) Die schwerste Aufgabe beim Wiederaufbau der Wirtschaft rufefonferenz der Schmiede. fällt den Gewerkschaften zu: 12 Reichel verteidigt gleich einleitend die Geschäftsführung des Borstantes nach jeber Nichtung hin. Die Richtlinien für den Borstand habe der Kölner Verbandtag gegeben durch den Antrag Kurt. Er weist den Vorwurf, daß der Vorstand durch seine Politik den Krieg verlängert habe, mit der Begründung zurüd, daß von den 34 Millionen, die in ber Kriegsindustrie beSchäftigt gewesen find, nur im Metallarbeiterverband organi. fiert waren. Bei den unterbrochenen Verbindungen hätte teine internationale Berständigung herbeigeführt werden fönnen, in den anderen friegführenden Ländern sei es nicht beffer gewesen Die Ohnmacht der deutschen Arbeiter während des Krieges sei ber politischen Spaltung zuzufchreiben. Er bebauert die Spal. tung, die durch die Verzettelung der Kräfte den Aufbau des wirtschaftlichen Cozialismus hemme. Die Maßnahmen des Vor tandes während des Krieges feien nur aus der Gorge für den Verband getragen gewesen. Wie nachte lig die Zerbrödelung in unseren eigenen Reihen ist, beweise bas Wuftveien der Gelben, auch die syndikalistische Taktit sei verderblich Jm Stege( 1917) führte der Verband 2040 Lohnbewegungen durch, an denen 1400 000 Arbeiter beteiligt waren. Der Verband habe gegenwärtig( 1, Sept.) 1 400 000 mit. glieder, davon 200 000 weibliche. Auch die Gewerkschaftsbewegung giele auf die Beseitigung des Sapitalismus. Der Vorwurf, daß burch die Arbeitsgemeinschaft der Stapitalismus neu gefräftigt werden sollte, jei unzutreffend. werden. Reichel führt weiter aus, daß er nach dem Verbandstage in Köln ein Programm für bie Sozialisierung entwickeln wollte. En sozialisierten Betrieben müsse man eine Sapitalsumbilbung Walcher- Stuttgart spricht sich scharf gegen die Politik des Für die Allgemeinheit ermöglichen, es dürfe nicht alles in Böhnen Hauptvorstandes aus, erinnert an die ebflugblätter, aufgehen. Seine weiteren Ausführungen find dem Aufbau ber Kampf gegen Kapital, Aufbau der Wirtschaft. die herausgegeben wurden, und wenn gesagt wird, man soll das Boltswirtschaft gewidmet. Eingehend behandelt er die UeberDieser Prozeß wird sehr lang sein. Manche sind der Mei- Alte nicht auffrischen: nun, wir wollen aus den gemachten Fehlern gangszeit vom Kapitalismus zum Sozialismus; die Verwirt. Bichung des Sozialismus fei im Gegenjaße zur politischen Revolu mung, der Prozeß muß schnell geben, alle wollen bas Beste. Und lernen. Wenn der Koll. Lorien jagt, die Arbeitsgemeinschaften feien tion ein organischer Prozeß. Die Hebung der Probullion müsse um unsere Freunde von links zu überzeugen, will ich berlefen, die Fortsetzung der bisherigen Polisit, so stimmt bas, doch die ber was Alara Bettin sagte: Die Einführung des Sozialismus änderten Berhältnisse erfordern eine veränderte Talfit, und die durch Arbeitsfreudigkeit gefördert werden; die Voraussetzungen wird ein langer Entwicklungsprozeß sein. Es gilt, diesen Prozeß Arbeiter wollen, daß die Gewerkschaften auf eine andere Grunddafür müßten gegeben sein. Seine Rede endet mit einem Mahnruf zur Einigkeit; dann au fördern.( Burufe: Ihr bremst aber!) Auch die Sozialifie. lage gestellt werden. Doch das geschieht nicht dadurch, daß man nnten die allen Mächte des Kapitals nie wieder erstarten, und rung wird ein langwieriger Prozeß fein.( Buruf: Gie marschiert einige neue Leute in den Vorstand schickt, die Umgestaltung muß die Volkswirtschaft würde günstiger gestaltet werden für die Bera!) Die Sozialisierung wird in dem Maße vorwärts schrei von unten auf geschehen.( Beifall.) ten, als das Proletariat will. Die Schuld, baß hierin bis jet wirklichung des Sozialismus. Bei unseren Bestrebungen hänge so wenig getan ift, liegt in der Uneinigkeit der Arbeiterklaffen. bicles von der internationalen Lage ab, erfreulicherweise boll und wenn fie lage erheben, so richten sie biese an eine falsche ziehe sich bei den Arbeitern der Entente ein Umwandlungsprozeß. Abreffe. Gegen Sie zu denen, die es verhindert haben, daß Bildungsbestrebungen sollen erneut gefördert werden durch der wir keine rein fozialistische Regierung haben. Wir haben bie ausgabe von Zeitschriften wissenschaftlicher mie fachtechnischer Art. Am Schlusse bemerkt Reichel, daß die heutige Mehrheit leicht in Aufgabe zu erfüllen, für die es tein Vorbild gibt, das deutsche Kürze in eine Minderheit tommen tönne und nicht von diesem Proletariat hat ein Beispiel zu liefern der übrigen Welt. Doch Gefichtspunkte aus auf dem Verbandstage au beurteilen fei. Die in erster Linie eine moralische, eine fittliche Frage und den Gefichtspunte aus auf dem Verbandebage au beurteilen fei. Die die Sozialisierung, fie ist nicht nur eine technische Frage, sie ist Bebe Neichels wurde rubig angehört und mit teilweisem Beifall Arbeitern wird far gemacht werden müssen, daß ihnen die Sozia. aufgenommen. Sierauf erstattet Sidert( Hamburg) ben Bericht ber Nebat. lisierung nicht schon am nächsten Bahltag ingenden Beweis tionsfommission. Die von uns schon wiedergegebene Resolu. Sier geht ber Rebner zu einer scharfen Kritik der Metall. tion über den Berliner Streif wurde einstimmig und mit großem arbeiterzeitung über, die in ihrer strengen Wbgeschlossenheit es Beifall aufgenommen. fo weit gebracht hat, daß diefe weitverbreitete Beitung nicht mehr gelefen wird. Gr britt dafür ein, daß alle vorhandenen Einvich tungen: Beitgeist"," Literarisches Bureau" usw. ausgebaut werden zu Bildungszweden der tätigen Gemoffen. Cie bringt. Nachmittagsfihung des vierten Tages beginnt mit der grundsätzlichen Auseinandersehung über den Vor. Ich will übergehen zu ben Pflichten des neuen Borstandes. standsbericht. Dißmann Frankfurt a. M. tritt als erster Redner der vom Gr wird vor allem danach trachten müssen, die SprengungsVorstand während des Krieges und nach der Revolution getriebe- berfuche in unserem Verbande unmöglich zu machen. Es wird nen Bolitit entgegen. Die Generalversammlung müsse dafür sorgeprüft werden müffen, ob die, die sich synbitalistischen Bewegun gen, daß der Metallarbeiterverband zu einem Organ des Klassen. gen angefchloffen haben, weiter im Verbande bleiben dürfen. Mit der Ruhe, die bisher im Verband geherrscht hat, wird fampfes umgestaltet werde. Eein Biel müffe fein die Uebertines borbei fein, die Massen werden mehr Mitwirkung berlangen dung des Kapitalismus. Die wirtschaftlichen Verhältnisse, die der und erhalten müssen. Meine Freunde find feit entschlossen, on Krieg geschaffen, drängen mit aller Mat bazu. Die Taktik deb ber neuen Leitung, dem neuen Borstand mitzuarbeiten.( Bravo Verbandes müsse ganz auf das welthistorische Ringen zwischen rufe.) Wir erwarten aber auch, daß unser ehrlicher Wille nicht Sozialismus und Kapitalismus eingestellt werden. Wir leben von irgend welchen Maßnahmen erschwert mind, ferner erwartem heute in einem Beitabschnitt, in dem Wochen und Monate bie Be wir aber auch, bag endlich mit dem Grundjab gebrochen wird: deutung von Jahren und Jahrzehnten erlangen. Trotz alledem Dente wie ich oder fticb. Wir wünschen, daß die Maßregelung dürfe aber der Kampf des Tages nicht berkümmern. Au ber Beamben endlich einmal aufhört. Wir treten bafür ein, daß den Vorstandsbericht übergebend bemerkt Dißmann: Der Vorstand wir überall eine Vertretung befommen, die unserer zahlenmäßi habe es nicht verstanden seine politische Tallit auf die historischen gen Stärte entspricht. Werben diese unsere Wünsche erfüllt, Notwendigkeiten einzustellen. Bis sum völligen Busammenbrinh wird die Zusammenarbeit gegeben fein. Wir haben eine habe er die imperialistische Kriegspolitit, bie Bolitik der Vater große Aufgabe au erfüllen: die brüberliche Zusammenarbeit herLandsverteidigung, des Burgfriedens und der Mißbilligung der austellen. Wird uns bis gelingen, wird unsere Verbandsgeneral Streits mitgemacht. Nach Ausbruch der Revolution habe der Vol. bersammlung eine geschichtliche Bedeutung im schönsten Sinne stand seine verfehrte politische Taftit des Anpassens und Einfügens des Bortes haben.( Braborufe, Beifall ber Versammlung.) in ben Kapitalismus, der Ausgleichung der Gegenfäße swischen In der Diskussion erhält das Wort Schäfer Leipzig. Gr Kapital und Arbeit fonfequent, fortgefeht, was. feinen sichtbaren stellt zunächst ben Antrag, den Raffenbericht öffentlich au geben, Ausdruck in der Beteiligung an der Arbeitsgemeinschaft finde. da alle ein Interesse daran haben, zu wissen, wie der Verband Der enge Bund mit den bürgerlichen Barteien, der während des steht. Die Maßregelungen im Verbande, die der anderen Strieges geschlossen wurde, wurde nicht aufgegeben, sondern noch Seite boogeworfen werden, fie werden ja vom Hauptborstand schon feiter gefügt. Alle alten Mächte sind heute wieder verbunden, um seit Jahrzehnten betrieben. Und dann die bas rebolutionäre Proletariat mit allen Mitteln niederzuhalten. Dißmann bespricht sodann die Stellung der Oppofition während des Krieges. Unsere Parole war:„ Krieg dem Kriege, fort mit dem Sier habe ich Dokumente, handschriftlich unterzeichnet von Legien, Burgfrieden und Treue dem internationalen Sozialismus!" Die Richtigkeit der Saltung der Oppofition auf der Kölner General bersammlung des Berbandes ist glänzend erwiesen worden. Mit Ganen Menichen und unermeßliche Werte bätten aerettet werden Korruption während des Krieges. Bauer, Reklamationen genehmer Genossen, und die Militärs behörben, fie haben ja weitgehendes Verständnis gehabt. Auf der anderen Seite Denunziationen anders dentender Genossen; Arbeiterverrat schlimmster Art. Spiegel- Düffeldorf verwahrt sich gegen den Vorwurf, den Roll. Dizmann über den 7. Bezirk des Berbandes gemacht hat und schreibt die Mitgliederstärke jeines Bezirkes, die während bes. Strieges den Friedensstand erreichte, der Güte des Silfsdienstgesetzes zu. Müller- Bremen: Es ist hier viel von der Schulb am Kriege nesprochen und zum Ausdrud gebracht worden, daß diese dem Kapitalismus wieder aufgerichtet werden. Stapitalismus aufällt. Und doch soll der zusammengebrochene Kollegen, was uns trennt, ist die Tatsache, daß der Vorstand den Klaffenkampf auf dem Altar des Wiederaufbaues der kapitalistischen Gesellschaft geopfert hat. Da helfen teine schönen Reden eines Legien. Die Arbeiter glauben ihm nicht mehr, und wenn ihm bei einer Nonfereng die nordischen Genossen einen Blumenstrauß auf den Tisch gelegt haben, ich bin überzeugt, die deutschen Arbeiter hätten ihm etwas anderes auf den Tisch gelegt. Es ist hier davon gesprochen worden, daß die Metallarbeiter Beitung" lebern ift, ich behaupte, sie ist tonterrebolutionär. Wenn hier von Nummer beklagt wird, es sind in unserer Bewegung zu wenig fchreibfähige Kräfte, jo ist ja die schnoddrige Art und Weise, wie die Instanzen bie Aufnahme von Beiträgen abgelehnt Erben, fhon genügend gekennzeichnet.( Beifall.) Bum Bericht des Vorstandes ist folgende Resolution einge. bracht worden: Resolution zum Vorstandsbericht: Die Generalversammlung berwirft die Saltung und Poli bit, die von der Generalfommission der Gewerkschaften Deutsch lands und von den leitenden Instanzen unseres Verbandes wäh rend den Jahren des Krieges wie nach den Novembertagen 1919. eingenommen wurde. Jene Kriegspolitik ließ den Klaffenfampicharakter der Ge tverkschaften verschwinden und fand ihren Anschluß an der Seite der herrschenden Klaffe, der bilrgerlichen Parteien, und führt zum engsten Bufammenarbeiten mit dem Arbeitgebertum in den sogenannten Arbeitsgemeinschaften, in denen sich bie Vertreter freier Getverkschaften in holder Eintracht mit den Widersachern der Arbeiterklasse, den Kapitalisten zusammengefunden haben.de Die verwerfliche Kriegspolitik ber leitenden Getvertschaftsinstangen und Vorstände fand thre logische Fort. sehung nach den Tagen der Revolution. Anstatt ben revolu tionären Sampf des Proletariats mit allem Nachdruck zu för dern, wurde die Haltung der gleichen Getvertschaftsinstanzen bielfach zu einem Hemmnis des proletarischen BefreiungsJampfes inmitten der Revolution. Der Wiederaufbau unserer Volkswirtschaft muß ein sozialistischer sein. Davon ausgehend, find Haltung und Politik des Verbandes konsequent auf den Bodem des rebo. Iubionären Klaffenkampfes und des Rätesystems einzustellen, um den Kampf des Broletariata aun idhnellen u üherers Sie Boltsbildung in Friedrichsfelde- Karlshorst. bes Sozialismus zu führen, mindend ta bez fiegreichen Welt- sunehmen. Eindringlicher als Schriften und Borträge witten rebolution des Proletariats. bie Ausstellungsobjekte, die sorgfältig von geraten ausgesucht und Innerhalb des Metallarbeiter- Verbandes ist den Mitglie ausammengestellt, bie Folgen und Wirkungen der geschlechtlichen bern in weitgehendstem Sinne das mit und Selbst. Erkrankungen zeigen. bestimmungsrecht zu gewährleisten. Neber rein ört. liche Angelegenheiten entscheidet die Mitgliedschaft am Orte des gleichen über die Verwendung der Lokalgelber sowie der Hebung Der auf Grund eines Beschlusses der Gemeindevertretung ins nd Verwendung örtlicher Ertrabeiträge. Beben gerufene Boltsbildungsausschuß hat nunmehr sein ProVerwaltungsstellen, deren Generalversammlungen fich nach gramm fertiggestellt. Neben fünstlerischen Veranstaltungen und einem Bertretersystem zusammenseßen. Haben Letterem eine Einzelvorträgen belehrender Art werden Studien- und Unterrichts. Grundlage zu geben, die es den Mitgliedern vor dem Statt- furse abgehalten. Der Preis der Hörerfarte für den biertelf ihr finden einer jeden Generalversammlung- folche haben minde lidhen Kursus beträgt 2 M. Sämtliche Beranstaltungen finden stens vierteljahrlich stattaufinden ermöglicht, thre Vertreter im Realymnafium, Erestom- Allee, statt. Hörerfarten sowie Gin sur jeweiligen Generalversammlung au bestimmen. Die Angestellten der Organisation haben sich gleich ben laharten zu den Einzelborträgen find in den Gemeinde- Verkaufsstellen zu haben. Ortsvertvaltungen einer jährlichen Reutahl zu unterziehen, Das gleiche gilt für die Angestellten in den einzelnen Bezirken burch die zuständigen Bezirksorganisationen resp. Bezirkskonfe penzen. Borstand. Dizmann. folde Berfonen geöffnet, Ste Biber rap eine Rohlenfarten( Stochtarten) erhalten haben. Die Ausgabe der neuen Ofentarten tonnte infolge des Streifs der Hilfskräfte bisher nur in einem Teil der Brottommiffionsbezirke borgenommen werden, sie wird aber in den nächsten Tagen überall erfolgt sein. Das vorläufige Hauptergebnis der Boltszählung bom 8. b. M stellt sich für die Stadt Berlin auf 1897 864, toovon 864 609 männ lichen, 1 083 255 weiblichen Geschlechts find. Die Sparkasse der Stadt Berlin nimmt vom Montag, den 20. d. M., ab den Sparberkehr in allen Kassen und Zweiglaſſen in vollem Umfange wieder auf. Ein 15jähriger Schwindler, ber es mit jebem Alten" aufdie Arbeitsstellen von Männern aus, besucht dann die Frauen und erzählt ihnen, die Männer hätten Gelegenheit gehabt, Butter und Fleisch billig zu kaufen, aber nicht genügend Geld bei fich. Sie ließen bitten, ihm den Fehlbetrag mitzugeben, um sich Die arglojen bie gute Gelegenheit nicht enigehen au lassen. nimmt, treibt in Groß- Berlin fein Unwesen. Er tundschaftet berlangt und sind ihr Geld los. Der jugendliche Schindler trägt eine schwarze ose mit roter Bieje. Zur Landeskonferenz der Erwerbslosenräte Preußens. Auf der Provinzialfonferens der Broving Brandenburg ist im Die Ortsvertvaltımgen bedürfen keiner Bestätigung durch den dah Provinzen, welche bis au 10 000 Arbeitslose haben, zwei Dele Frauen geben dem durchtriebenen Bürschchen auch mit, was es Beisein des provisorischen Landesausschusses beschlossen worden, gierte zur Landeskonferens fchiden sollen, Provinzen mit mehr als 10 000 Arbeitslosen erhalten auf jedes meitere 10 000 einen Dele. gierten sugebilligt. Die Eriverbslosenräte. Preußens werden er fucht, nun dementsprechend zu verfahren und der Bahl der vor handenen Arbeitslosent entsprechend. Delegierte zur Landeskonje. rena au entsenden. Groß- Berlin. Debacle. Ach, wie schön wär's doch hienieben, Hörte man nichts mehr vom Frieden! Raum ein Ausblick in die Beitel Ringsherum ist alles pleite. Schreden fährt uns durch die Glieder, Ringsherum stürzt alles nieder, Alles rennet, schiebert, rettet, Alles wird berpraßt, berwettet! Ja, es folt' am deutschen Wesen Einst die ganze Welt genesen! Solche Erbschaft anzutreten, Wird man höflichst nun gebeten! Eine Welt von Nacht und Grauen Kinder, sagt mal im Vertrauen: Denkt ihr wohl noch hier und da, Wie das tam? Tatu- Zata!!" Wertlos wird die Mark- doch Märker" Wird mit jedem Tage stärkerl Eine Reaktionsperiode Naht im Stil der alten Moder Schon schleift man die Säbel schärfer, Rüstet aus die Flammenwerfer, Trommeln wirbeln, Autos fnaftern Helme blizen, Fahnen flattern, Feldhaubizen, Handgranaten, Kampfeshelden auf Blafaten! Silberschärpen, spike Lanzen, Ordensbänder, Ordonnanzen, Kinder, alles ist schon ba Fehlt nur noch Lati- Lata!!" Mit gar tiefbevegtem Herzen Sieht man die Minister sterzen! Scheidemann gibt auf das Tänzel, Und auch Bauer schnürt sein Ränzel, Noske stedt den Degen ein, Davidschleuder und den Stein Bosadowity mit dem Barte Liegt jest an und auf der Warte. Leer sind die Ministersessel; Wie in einem Gerenteffel Wirbelt alles durcheinander Na, versuchen fönnt' man's fa, Wie wär's mit„ Tatü Zata?! Opa Eine Spielflubstreife unternahm die Kriminalpolizei and n der bergangenen Nacht wieder. Die Beamten fuchten die Räume bon 14 ehemaligen Alubs auf, um festzustellen, ob trotz Verbote und Schließung noch gespielt werde. Die Räume waren zum größten Teil ganz geschlossen. Nur an wenigen Stellen hatten An fich ein paar Leute eingefunden, die aber nicht spielten. Achtung! Hausfrauen, Hauswarte, Portiers. scheinend haben die Spieler rechtzeitig Wind befommen von der Die Rohrleger und Helfer Groß- Berlins befinden fich im Stontrolle. Als die Beamten sich schon auf dem Heimwege beStreit. Die Reparaturen an Wasserleitungen und Abflußröhren, fanden, stießen die Beamten zufallig auf einen Mann, der ihnen Gasleitungen und Heizungsanlagen werden jest bielfach von einen Bettel in die Hand drückte, auf dem empfohlen war, das Streifbrechern ausgeführt, die sich als selbständige Meister, Haus Uhlandstraße 40/41 zu besuchen. Dieses Bettelchen war Alempner, Schlosser usw. ausgeben. Vielfach ist das jedoch nur ein für niemand meniger als für Kriminalbeamte bestimmt. Diese Dedmantel, unter dem sich zweifelhafte Eristenzen als Streit folgten aber um so lieber der Einladung und fanden in einer brecher verbergen. Wir bitten, in jedem Falle nach der Arbeits- Wohnung im zweiten Stod des Quergebäudes eine Spielergesellberechtigungstarte zu fragen. Diese ist von roter Farbe, mit schaft bei vollem Betrieb. Das Rest wurde sofort ausgehoben. dem Stempel Die Streitleitung der Rohrleger und Helfer Groß- G8 zeigt sich auch hier wieder, daß die Spieler sich mehr und Berling" und der Unterschrift Mag Biese" versehen. Wer eine mehr aus öffentlichen Räumen in Beibatwohnungen zurüdziehen. folche Karte nicht aufweisen tann und trotzdem obengenannte Re- Zirkus Busch. Die am Dienstag und Freitag jeder Woche paraturen ausführt, ist als Streitbrecher zu betrachten. Wir stattgehabten Bortämpfe fallen vorläufig aus. Dafür finden bitten, in jedem Falle Meldung an die Streifleitung der Rohrleger schon ab fommenden Dienstag wieder die üblichen zirzensischen und Helfer Groß- Berlins, Engelufer 15, Gewerkschaftshaus, Vorstellungen statt, mit reinem Birtusprogramm und der tragi Saal 2( Telephon Moribplah 4407), zu erstatten. tomischen Bantomime Aphrodite" als Schlußstüd. Die Streifleitung der Rohrleger und Helfer Groß- Berlins. Die Opfer des Handgranatenunglüds. Mit Handgranaten wird jeht in der leichtfertigsten Weise umgegangen. Das zeigt das Unglüd in Steglit. Dort sind, nach den Feststellungen der Militärbehörde, Feldwebel Bougart, Unterofftsier Otto II und die Freiwilligen Bouvai und Kürschner zu Tode gelommen. Echwer berlebt ist ferner der Freiwillige Schneidereit. Als Ursache des Unglüds wird angenommen, daß sich an einer der Stielbandgranaten der Verschluß gelöst hatte, die Abgiehschnur sich festgehalt und die Granate, ohne daß ihr Träger es merfte, aur Explosion gebracht hat. Es ist ein gefährlicher Zustand, daß Handgranaten auch heute im Frieden überhaupt noch zur Verwendung gelangen. Eine buntle Geschichte. Von einem Genossen wird uns mitgeteilt, daß in Niederschöne welbe in der Spree und Fließstraße eine lange Reihe Militär wagen stehen, die mit Kisten, auf denen Werkzeug" steht, belaben werden. Außerdem werden neue Kanonenrohrwischer, Wagen räber aller Art und Werkzeuge, wie Haden usw., verladen. Zwei Bosten stehen vor den Wagen Wache. Die Bosten erklärten auf Befragen, daß sämtliches Material in Rähne berladen wird und auf dem Wafferwege ins Ausland tommt, um dort verkauft au werden, da die Sachen hier von niemand getauft werden. Man tann aber auch anderer Ansicht sein. Sollte das Material bei uns im Lande tatsächlich nicht verwendet werden können? Die Angelegenheit bedarf dringend der Aufklärung. Turnverein ,, Fichte". In den nachstehend aufgeführten Turnhallen hält ber Berein für die schulpflichtige Jugend Berlins Turn- und Spiel abende ab. 糖 Lebensmitteltalender. Brot und Mehlversorgung in nächster Woche auf Brotharte mil dem Kennwort„ Luft". Frischwurst. In Groß- Berlin wird jeht mit der Ausgabe einer im Auftrage der Reichsfleischstelle aus Auslandsinnereien und amerika nischem Spech hergestellten Frischwurst begonnen. Der Berkauf erfolgt wie bei der sogenannten städtischen Einheitswurst gegen Fleischmarke, und zwar zum Preise von 4,50. für ein Pfund. Berlin. In der Woche vom 20. bis 26. Oktober auf die Reichs fleischharte inländisches Frischfleisch und, falls dieses nicht ausreicht, amerikanischer Speck. Die Fettstelle Groß- Berlin macht darauf auf merkjam, daß das Mittelstück der zur Zeit gültigen Speisefettkarten bis zum Ende der Woche( 26. Oktober) für den Räfebezug bei der quartierweisen Berteilung aufzubewahren und nicht fortzuwerfen ift. In welchen Quartieren Räse verteilt wird, wird noch bekanntgemacht. Charlottenburg. Es gelangen zur Ausgabe: 250 Gr. Fleisch; 7 Bfb. Kartoffein; d. 3ucker; auf allgemeine Groß- Berliner Lebens mittelkarte mit Aufbruch Charlottenburg: 150 Gr. Teigwaren auf Abe schnitt 89, 250 Gr. Hafernährmittel auf Abschnitt 91, 250 Gr. ausländ baisfabrikate auf Abschnitt 93; 150 Br. Graupen auf Abschnitt 93 bet Einfuhrzusazkarte; 130 Gr. Margarine auf die Abschnitte 10; 250 Gr. ausländ. Weizenmehl auf die Abschnitte 20 der Charlottenburger roten Nahrungsmittelkarte; 250 Gr. Jnlandsmarmelade auf b schnitt 259; 1 Bäckchen rote Grüße auf Abschnitt 262; 250 Gr. Kunſt honig auf Abschnitt 287. Einmalig im Monat Oktober an die Kinder im 1., 2. und 8. Lebensjahre und an die über 65 Jahre alten Personen auf besondere Berechtigungskarten und gegen Abgabe einer ente fprechenden Anzahl Brotkartenabschnitte Reks, soweit der Borrat reicht. Desgleichen bis zum 8. November an die über 65 Jahre alter Leube, bas sind diejenigen, die vor dem 16. Oktober 1854 geboren find, auf befondere Berechtigungskarten einmalig, soweit der Borrat reicht, 250 Gr. Rakaopulver. Spandau. 80 Gr. Margarine und 20 Gr. Talg; 7 Bfb. Kartoffeln Bfb. Schweineprodukte; Backobst, Kartoffelmehl, Honigkuchen und Elpulver. Bankow. Bom 20. Oktober ab werben bie ½- 2iter- Krankenkarten wieber mit Frischmilch beliefert. Um diese Belieferung zu ermöglichen, müssen die 1 und-Literkarten vom 20. bis 26. Oktober einschließlich um je% Liter Milch gekürzt werden. Diese Kürzung darf nur in den Geschäften, welche von der Firma Spekowsky mit Milch beliefert wer ben, erfolgen. Als Ersatz für die ausfallende Milchmenge wird 1 Bfb. Reis gegen Bezugschein verabfolgt. Die Bezugscheine werden vom 20. ab nur gegen Borzeigung der abgestempelten und B- Karten in ber leishabtellung, Breite Straße 1, 3immer 16, ausgehändigt. Briß. 1 Pd. Maisgrief; 150 Gr. Graupenmehl;% P. omeriha nifches Mehl; für Kriegsbeschädigte 1 Pfo. Teigwaren, Reis, Grieß oder Haferflocken; für werdende Mütter und Kinder ½ Bb. Teige maren, Reis, Grieß oder Haferflocken; für Jugendliche Pfd. Reks. Treptow. 7 Pib. Kartoffeln; 250 Gr. Moismehl; 150 Gr. Erbsen; 250 Gr. Marmelade; 5 Bfd. Obst. Wir bitten Me organisierte Arbeiterschaft darauf zu achten, daß ihre Kinder den Vereinen des A. T. und Sp. B. angehören. Das Eintrittsgeld für jedes Kind beträgt 0,20 m.( für Unfallversicherung beim Bund). Der monatliche Beitrag 0,25 M. Sind mehrere Kinder einer Familie, so zahlen nur bie ersten beiden, jedes weitere Mind ist frei. Auskunft wird in unserer Geschäfts. Was man Angestellten heute noch zumutet. fbelle Röpenider Straße 108( Morigpl. 6522) jeberzeit gern erteilt. Man sollte es nicht für möglich halten, was heute noch an. 1. naben- Abtlg. GO. Reidenberger Str. 181, Dienstag und jeftellten zugemutet wird. Bewirbt sich da ein Mann im Alter Freitag von 6-8 Uhr; 2. Knaben- Abtlg. NW., Wiclefstraße 58, on 88 Jahren bei dem Vorstand der Landesversicherungsanstalt Dienstag 6.30-8.30 Uhr; 3. Stnaben- Abtlg. N., Eberswalder Straße 10, Dienstag und Freitag 6-8 Uhr; 4. Knaben- Abtlg. Im eine Anstellung. Die Antwort, bie dem Bewerber auteil D., Rigaer Straße 81/82, Dienstag und Freitag 6-8 Uhr; burbe, ist so charakteristisch für den Geist der in diesem Borstande 5. Knaben- Abtlg. N, Chriftiania- Str. 86/88, Dienstag und FreiWilmersdorf. Fleisch gemäß besonderer Bekanntmachung. 7 Pp. bedt, daß wir dieselbe hier wiedergeben. Es heißt in dem Antwort tag 6-8 Uhr; 6. Knaben- Abtlg. S., Gräfestr. 85, Montag und Startoffeln auf 43a- 43g. 375 Gr. 3ucker auf 75 für die Zeit vom heiben: Donnerstag 6-8 Uhr; 7. Anaben- Abtlg. N., Pantstr. 18/19, 15. bis 31. Oktober. Speisefett gemäß besonderer Bekanntmachung. Wir haben Sie für den Kontrollbeamtenbien gunächst Mittwoch und Sonnabend 6-8 Uhr; 8. Knaben- Abtlg. N, Watt Je 250 Gr. ausländische Hülsenfrüchte auf 74 und 75, zufammen 500 Gr. borgemerkt. Die endgültige Annahme Ihrer Betoerbung ftraße 16, Dienstag und Freitag 6-8 Uhr; 9. Anaben- Abtlg. O.( 1,25 M.). 250 Gr. Marmelade auf I( 0,65 m.). 100 Gr. Rum. Ci wird jedoch von einer vorgängigen breimonatigen, unentgeltlich Ehrenbergstr. Dienstag und Freitag 6-8 Uhr; 10. Anaben- Abtlg. pulver auf R( 4,80 M.). Für Jugendliche: 200 Br. Haferflocken auf bei uns abzuleitenden informatorischen Beschäftigung abhängig O., Koppenftr. 76. Dienstag und Freitag 6-8 Uhr; 11. Senaben( 3) 44( 0,36 m.). Für Kranke: Eier Ende der Woche auf 43. Für gemacht, zu welcher Sie erst bei eintretendem Bedarf ein- tlg. SO., Görlizer Ufer 2, Dienstag und Freitag 6-8 Uhr; Rriegsbeschädigte von 30 bis 50 Prog. Erwerbsunfähigkeit: Rährmittel 12. Knaben- Abtlg. RO., Bajteuerstr. 44/46, Dienstag und Freitag laut befonderer Bekanntmachung. berufen werden. Tegel. 200 Gr. Graupen; 250 Gr. Matsmehl; 150 Gr. Sago, 6-8 Uhr; 18. Anaben- bilg. NW., Turmftr. 75, Freitag 6-8 Uhr; Niederschönhausen. 30 Gr. Butter, 70 Gr. Schmalz. 130 Gr. Schmalz. 14. Anaben- Abtlg. O., Straßmannstr. 6, Montag und Donners Für Kinder bis zu 2 Johren% Pd. Gerstenmehl, 2 Bakete Keks; für tag 6-8 Uhr; 15. Knaben- Abtlg. S., Mittenwalder Str. 34/87, Rriegsbeschädigte 1 B. Morgentrank. 250 Gr. Rartoffelstärkemehl; Dienstag und Freitag 6-8 Uhr; 1. Mädchen- Abtla. NW., Sie 250 Gr. Mais flocken; 7 Bb, Kartoffeln. Ausgabe der Milchkarten fün mensstraße 20, Montag 6.30-8.80 Uhr; 2. Mädchen- Abtlg. GO., Kranke und schwangere Frauen vom 23. bis 25. des Monats von 8 bis Görliger Str. 61, Freitag 6-8 Uhr; 8. Mäbchen- Abtlg. N., Gleim- 1 Uhr im Rathause, Zimmer 16. Auf Abschnitt 175 der hiesigen Lebens mittelkarte beginnt der Holzverkauf am Montag, den 20. Oktober, von ftraße 48, Montag und Donnerstag 6-8 Uhr; 4. Mädchen- big. Nr. 12 501-15 000, Mittwoch, ben 22. Oktober, von Nr. 15 001-17 500, D., Rigaer Str. 8, Dienstag und Freitag 6-8 Uhr; 5. Mädchen Freitag, ben 24. Oktober, von Nr. 17 501-20 000. Für körperlich btlg. G., Boechstraße 8/10, Dienstag und Freitag 6-8 Uhr; schwache Personen auf alle Abschnitte nur Montag, den 20. Oktober. Tempelhof. 1175 Gr. Rrankenbrot; 20 Gr. Butter; 130 Gr. Mars 6. Mädchen- Abtlg. N., Chriftiania- Etr. 36/89, Montag und Donnerstag 7-8.80 Uhr; 7. Mädden- btlg. N., Utrechter Straße garine; Berkauf von 250 Gr. ausl. Sülsenfrüchte( 74); 250 Gr. Mais Nr. 81, Dienstag und Freitag 6-8 Uhr; 8. Mädchen- Abtlg. N., mehl( 90); 250 Gr. ausl. Weizenmehl( 3 19); Anmeldung von 250 Gr. Streliber Str. 41a, Dienstag und Freitag 6-8 Uhr; 9. Mädchen- Maisfabrikaten( 92); je 250 Gr. ausl. Weizenmehl auf& 20, 220, Abtlg. NW. Siemensstr. 20, Donnerstag 6-8 Uhr; 10. Mädchen 3 24, 24, 3 24. Abtlg. O., Nigaer Str. 81/82, Montag und Donnerstag 6-8 Uhr. An die informatorische Beschäftigung würbe fb elne fechs monatige Brobodienstleistung, während welcher Sie eine monat. liche Bergütung von 120 Mart beziehen würden, und hiernach gunächst weitere biätarische Beschäftigung auf Ründigung gegen bie gleiche Bergütung anschließen. Ein Anspruch auf feste Anstellung ist aus dieser Beschäfti. gung nicht herzuleiten, sie wird nur, soweit Stellen im Stat borhanden sind, erlangt. Der Bedarf an Arbeitskräften ist aber bis auf toeiteres gebedt. Sie haben daher in absehbarer Zeit nicht auf Einberufung zu rechnen. Die Bewerbung ist alljährlich bis zum 1. Dezember, das erftemal bis zum 1. Dezember des auf die Notierung folgenden Kalenderjahres, zu erneuern, widrigenfalls sie als erloschen gilt. Beauftragt. gez. Tietmann." Also zunächst brei Monate unentgeltlich, Sann sechsmonatiger Probedienst mit 120 Mart monatlich, als ob es gälte, eine mit Ministergehalt dotierte Stelle anzunehmen. Sollte man es für möglich halten, Bewerbern solche Zumutungen au ftellen? Und übernimmt der Vorstand dieser Anstalt wirklich die Verantwortung für diese Unverantwortlichkeit? Ausstellung zur Bekämpfung der Geschlechtskranken. Jm Landesausstellungsg bäude am Behrter Bahnhof wurde am Freitag im Beisein zahlreicher Vertreter ftaatlicher unb Habtischer Behörden die Ausstellung zur Bekämpfung der GeNowawes. Woche vom 20.- 26. Oktober: 250 Gr. Hülsenfrüchte auf Abschnitt 73; 150 Br. Graupen auf Abschnitt 93; 2 Stück Suppen würfel auf Abschnitt 46 der blauen Lebensmittelkatte; 250 Gr. Mais Die Kartoffelverforgung in Berlin it stark gefährdet. In Die Karteninhaber haben am Montag, den 20., und Dienstag, den grieß oder Maismehl auf Abschnitt 47 der blauen Lebensmittelkarte. einem Schreiben an den Reichswirtschaftsminister weist der Ma- 21. Oktober, bie Kartenabschnitte bei dem Kleinhändler abzugeben, gistrat Berlin darauf hin, daß in diesem Jahre es noch nicht mög- Die Ausgabe der Ware findet von Freitag, den 24., bis Sonntag, ben ich war, Kartoffeln als Wintervorrat einzutellern oder an die 26. Oktober, statt. Bevölterung zu berausgaben. So wie im Stadtfreis Berlin steht es auch in den übrigen Gemeinden Groß- Berlins. Die schlechtere Ernte allein ist hieran nicht schuld, bielmehr liegt es daran, daß die Bandkreise ihren Bieferungsverpflichtungen nicht nachkommen. Die Reichsregierung ist verpflichtet, hiergegen mit aller Energie vorzugehen. Umleitung von Straßenbahnlinien. Bauarbeiten ber Nord. Südbahn machen es erforderlich, die durch die Belle- Alliance- Straße M. Dienstag erscheint: Eichhorn chiechtsfrankheiten eröffnet. Sie soll nicht nur den Zwed haben, verkehrenden Bingen am 20., 21, und 22. 3. D. bout 11 haben über die Januar- Ereignisse vor leichtsinnigem Umgang abzuschreden, in Richtungen werden verkehren Binie 70, 73, 99 und 164 über Blücher, Boffener, Gneisenaustraße, Birte I und C durch die Gneisenaustraße, Linie 90 durch die Gneisenau-, Bärwald, Prinzen-, Gitschiner Straße, Linie 48 verkehrt nur bis zum Halleschen Tor. bern sie ist vor allem bazu berufen, das Bertranen sur ärstlichen Runit au vertiefen und Aufklärung zu verbreiten. 2.- Mark. Es ist beabsichtigt, Wanderausstellungen auch für die mittBestellungen erbitten sofort! leren und feinen Städte zu veranstalten, um den Kampf gegen Die Geschlechtstrantheiten, bie infolge des langen Arteges, ber Kohlenversorgung. Die Deputation für die Stoblenbersorgung, überftürsien Demobilmachung und ber allgemeinen Digiplin Berlin G2, Spanbauer Str. 10, bittet mitzuteilen, bab ibre ng Verlagsgenossenschaft ,, Freiheit" e. G. m. b. H Jefigleit eine erfdbredende Ausbehnuma angenommen haben, aufs funftstelle bon Montag bis Mittwoch nächster Woche auf Abt Buchhandel Berlin NW& Aus