Esazelpreks 15 P.enm'g ♦ 2. Jahrgang Donnerstag, öen 25. Dktvber Nr. 512/ft 27�< Norgen-Musgade Bit e�Ttihtif* er Aeini morjewt onb nciimaca*, an Sann* inti ttfcanm pur mergMi Btr Snu?»prtt» httzdjt bet rteifr Zuschech� �s KchlichtllagSauSschvffe» de» Schl�ahrtSamte» ansuaeh. rnen und demzufolge heute früh dieArbeitwiederavfzu» nehme». H.dl. New v-r». 22- Oktober. Der Präsident de» TtahltrustS Gary erklärte, w e d e r m i t einem SchiedSzericht zur Beilegung de» Streik»»och mit einem Kompromiß einverstanden sei» zu können, da hierdurch die Industrie wesentlich gsschüdigt werden würde. Verschwendung und Sparsamleii. Wähichnd der arbeitenden Bevölkerung von der Regierung gtprodigt wird, daß sie arbeiten, Hunger» und Steuern zahlen müsse, damit de» Deutsche Zlerch wieder zur alten Blüte gelange, treibt dieselbe Regierung die unglaublichste Verschwendung mit Staatsmitteln. Wie in der gestrigen Sitzung der Nationalversammlung mitgeteilt wurde, solle» für dt» Bau«ine» Hause? für den Herrn RcichZpräsi» Kenten 22 SuSornen Sick ausgegeben werden, daneben noch 20H Millionen Muri für den Bau eines Haufe» für da» M i ist« r i u.m''» Fn nerr bot Brol.rtachtr müssen sich mit Pen armseligste» llntertunflkstärreti dtgnügen. wen» sie nicht vollständig obdachlc» werden wollen. Für de« Präsidenten und für«iroe Behörde dagegen solle» jetzt die kost» spieligsten Neubauten aufgeführt werden. Wenn schon der Prä» sident ei» fürstliches Leben führe» soll, so Lunte doch dafür gesorgt w.rde», daß von den vielen Schlöstvrn und anderen Gebäude». in denen die Organisationen der R.ichswehr und andere gegen. revolutionäre Unternehmungen untergebracht find, für diesen Zweck ebeaso wie für Wohnungssuchende Behörden bereit gestellt werden I In derselben Sitzung befaßte man sich mit don Borgängen in den Spandauer Staatsbetrieben. Unsere Ge» nassen Brühl und Zubeil nahmen sich der Tausende von Arbeitern an, die dort au» Sparsamkeitsgründe» entlasse» vor» den sind. Sie kritisierten das Sysi.m der„demokrati'chen* Re» gierung, die«» billigt, daß Arbeitor, die sich zur Unabhängigen Sozialdemokratie bekennen, nicht mehr in die Betriebe hinein» gelasseu werden. Der Rechtlsozialiit Stahl, der al» Staat». tommissar di s« Mahnahmen veranlaßt und gedeckt hat, bemühte sich vergeblich, die schweren Anschuldigungen gegen diese Politik zu entkräften. Die deutsche?elepflao zur Vash ugkouer Albeiterkvufereuz. Alz FArer der deutschen Delegation der� Washingtoner Arbetterkonserenz ist der frühere Staatssekretär Dr. August Müller in Aussicht genommen. Der Deutsche Gtwerl- schaftsbund wird durch seinen 2. Vorsitzenden lZrahmann vertreten sein. Auch die christlichen und Hirsch-Dunckerichen Kewerk'chaften schicken je einen Delegierten. AIS Sachoer- ständige für die Arbeiterinnenfragen wird die rechtssozialistische Abgeordnete der Preußischen LandeSner- sammlunz Frl. Hanna der Delegation angehören. Der Vertreter der Unternehmer ist noch nicht bestimmt: Herr v. B o r si g hat eine Teilnahm« abgelehnt. Zn!eruolio«a!er fousreg der ßriegsteilnehmer u d Krfe�sop'er. Wie die„S e n t i n e l l e", da« sozialistische Organ der Fran- zösischen Schweiz mitteilt, hat die deutsch-französische und rnrernationale Bereinigung ehemaliger! Kriegsteilnehmer den Beschluß gefaßt, vom IV. bis IS. Dezember 6.$8. eine i» 1 e»N a t i o na l e Konferenz aller Kriegsteilnehmcr und Kriegsopfer abzuhalten. Tie Korr» fcrenz wird sich»rit folgenden drei Fragen beschäftigen: l. Die Internationale der Opfer dct Krieges; 2, Internationale Aktion gegen de» Militarismus; g. Politisä« Aktion der ehemaligen Kriegsteilnehmer für die allgemein« Abrüstung. Das Sekretariar der genannten internationalen Vereinigung bittet alle iozialiftisch�n. pazifistischen und antimilitarislischen Bor» einigunge» urrd Gruppe» ehemaliger Kriegsteilnehmer und Kriegs» opfer lWitwen. Waisen usw.) eine möglichst'fstotze Anzahl Ber- treter zu der Konferenz zu entsenden und ihren Beitritt zur inter. nationalen Bereinigung zu erklären. Zuschriften an das SeKetariar de i'AssocUtion intemaHona'.e des andens combattam. Most» B'nnc, OeiKvc, Oes« postaV, SS6. llnklarheiieu und Widersprüche. rd. Verhandlungen, wie sie gegenwärtig vor dem v a r. lamentarischen Untersuchungsausschuß ge» führt werden, sind nach Form und Inhalt so sehr wider dea konservativen Geist, daß man es verstehen kann, wenn der üeutschnationale Vorsitzende hin und wieder sein Unbehagen ncht ganz verbergen kann und bestimmte Fragen an den Zeugen am liebsten ausscheiden möchte. So meinte er gestern, eS führe zu weit, wenn der Genosie Oskar Cohn da» Verhalten der deutschen Militär» und MarmeattachsS in Amerika während des Krieges einer noch genaueren Prü» fung unterziehe, obwohl doch die Umtriebe der Agenten, di» -im Dienste dieser Stellen standen, ungeheuer viel dazu bei- getragen haben, das-amerikanische Volk gegen Deutschland einzunehmen und damit die Friedensbemühungen Wilsons zu erschweren. Aber auch wenn nicht alles gefragt wurde, was in diesem Zusammenhang hätte gefragt werden können, so haben doch die Untersuchungen genügend Material über die erwähnten Aktionen ergeben, und der Versuch des Abgeordneten War» muth, die deutsche Regierimg von der Schuld an Sabotage» akten usw. freizusprechen, scheiterte an der einigermaßen ironischen Bemerkung de» Grafen Bernstorff, man wisse nicht recht, w:S unter der deutschen Regierung zu verstehen jet. Entlastet wurde schüeßUch nur das Auswärtige Amt. Aber diessm ist ja auch niemals ein Vorwurf in dieser Shch» turg» gemacht ,wsrd?» da mr �'ßte und weiß, dofz im kloin-en wie im großen die politischen Grellen ßea-miliiöri» scheu untergeordnet waren." Herr Warmuth machte dann noch einen weiteren Ver» such, die deutsche Kriegspolitik zu rechtfertigen, indem er es als selbstverständlich hinstellte, daß man in Berlin stetS ein« Annexion Belgiens abgelchnt habe. Durch das Ab» springen der Erörterung auf andere Gebiete wurde ernst» weilen eine Richtigstellung dieser Auffassung, die das alte Spiel mit dem Begriff der Annexionen fortsetzt, unmöglich gemacht. Vielleicht bietet stch in dem weiteren Verlauf Ge- logenhert, darauf zurückzukommen, wenn auch kaum zu er» warten ist. daß solche Rückfälle in die Denkweise der Krieg»- jähre besonderes Unheil anrichten können. Zu allem Ueber» flitfe hat ja der ehemalige deutsche Botschafter in Washington keinen Zweifel daran gelassen, daß Wilson die politische und wirtschaftliche Wiederherstellung Belgiens jederzeit als die selbstverständliche Vorbedingung eines Friedensschlusses be» trachtete, und daß er diese Bedingung durch die Antwort, die auf seine Note vom Dezember 1316 ergangen ist, keineswegs alS' erfüllt ansehen konnte. Dies« Note, ihre Vorgeschichte und ihr Sinn stand am Dienstag im Mittelpunkt der Debatte. Bislang aber sind noch eine Reihe von Fragen, die mit ihr zusammenhängen. röllig ungeklärt, und man wird die weitere Vernehmung des Grafen Bernstorff sowie die Aussagen des Herrn von Aeth« mann Hollweg und des Staatssekretärs Zimmermann ab- warten müssen, bevor man ein zuverlässiges Bild gewinnt. Noch wissen wir nicht, warum der FviedenSnote Wilsons der Stein des deutschen Friedensangebotes in dem Weg ge- wälzt worden ist. Noch ist eS durchaus unklar, ob Deutsch» land mit der Antwort, die es am 26. Dezember 1916 a« Amerika richtete, den Vermittlungsversuch des Präsidenten der Vereinigten Staaten endgültig abtun wollte, oder ob es noch auf weitere Anregungen von dieser Seite wartete. Bernstorff hat heute eine andere Auffassung der Dinge att sainsrz.it in Amerika. Damals glaubte er, die veutsche Regierung lehne nur eine Einmischung Wilson» in die territorialen Auseinanderseyungan zwischen den kriegführenden Mächten ab. Jetzt aber ist er nacb dem Stu- dium der Akten und nach einem vor einigen Wochtn ver» öffentüchten Brief Hindcnburgs davon üb»rzeugt, daß die deutsche Regierung von weiteren Bemühungen Amerikas um den Frieden überhaupt nichts wissen wollte. Als er diese Aussage macht, geben Bethmann und der übericgcn lächelnde Helfferich durch deutliche Zeichen de? Mißfallen? zu verstehen, daß Bernstorffs Ansicht nnbe» gründet sei. Aber der geschickt operierende Sinz- h e i in-er bringt ein Telegramm vom 16. Januar 1917 zur Verlesung, in dem dem StaatSf kretär Zimmermann mit- aeteilt wird, dos; der Kaiser gar keinen M-ert auf Wilsons Friedenanpcbot lege.„Falls Bruch mit Amerika unvcr» »leidlich wäre, ist es»'cht zu ändern, es wird vorgegangen." Außerdem existiert eine Aeußerung Zimmermanns vom 6. Februar, die sich recht abschätzig über Wilsons Bemühun- gen dabin äußert, baß sein Einfluß ja doch gegen Deutsch- land in die Wagschale gefallen sein würde. Man darf gespannt sein, wie der frühere Kanzler die Dinge darstellen wird. Vielleicht wird sich auch bei dieser Gelegenheit wieder ergeben, daß zwei' Strömungen»ev«- Herliesen, eine politische und eine militÄsche. M\t 4 n, tn A & Soviel steht jeden solls fest. Bcrnstorff hat die V e ss i m i st i i ch e Meinung» Z i m me r inci n n s nicht geteilt und teilt sie auch heute nicht. Er erklärt ohn? Umschweife, dag er die amerikanische Vermittlung a n g e n o in n> e n h a b c n w ü r d c, tias; er Wilson sür einen ehrlichen Makler gehalten hat und heute noch hält, und au-Z seinen Worten klingt dcut. 'ich das Bedauern hervor, iXisz Teutschland damals seine Friedensbedingungen nicht bekannt gegeben Hai. Vertraulich sind ihm diese LedfNgungen freilich mitgeteilt worden, aber es geschah erst am 2lJ. Januar 1317, das heifzt an deniselben Tage, als ihm der Entschluß zur Durchführung des rücksichtslosen U-Bootkrieges notifiziert wurde. Er konnte von ihnen keinerlei Gebrauch mehr machen, und�sie hätten in diesem Moment auch völlig wir- kungslos bleiben müssen.— Es erhebt sich dann eine weitere sehr wichtige Frage. War das, was man ihm am 29. Januar mitteilte, überhaupt noch gültig, oder enthielt das Telegramm nur icnc Forderungen, die Teutschland gestellt haben würde, wenn die En- tcnte auf sein eigenes Friedensangebot vom 12. Tezember- SI16 eingegangen wäre. Sinzheimer als Referent stellt pn jetzt fest, daß die Bedingungen, über die man Wilson unterrichtete, nicht mit jenen übereinstimmten, auf die sich Bethmann und der o st e er e ich i sclwi n g a ri sehe Minister de 3 Auswärtigen in den Besprechungen, die dem deutschen Frie- denkangebot voraufgegangen waren, geeinigt hatten. Hier klaffen Widersprüche, die hoffentlich durch die weiter« Untersuchung geklärt werden. Sie sind sicher be- deutungsvollcr als die Punkte, auf die der natlonalistnckie Sachverständige Professor Dietrich Schäfer die Auf- Kwrksamkeit zu lenken sucht. Dem ist es darum zu tun, Wilsons Vermittlertätigkeit zu diskreditieren und den ZdachweiS zu erbringen, daß er für Teutschland unerfüllbare Forderungen aufgestellt und unterstützt habe. Ihm ist der Präsident der Bereinigten Staaten schon deshalb verdÄitig, weil er nach feiner Meinung einen Sieg Deutschlands nicht Zugegeben haben würde. Man kann sich eine? Lächeln; nicht erwehren über«inen Mann, der heute noch von diesem Standpunkte ans an die amerikanischen Friedenkbemiihungen herangeht. Er hat in seiner Gelehrten steche die Ereignisse der letzten Jahre vor- schlafen und operiert mit Argumenten, die denen angepaßt wären, die in den kritischen Wintcrtagcn 1919/17 an den S'irg Deutschlands über die ganze Welt glaubten. Er. steht puch in einem bemerkenswerten Gegensatz zum Grafen Nernstorff, der für sich bekennt, daß ihm damals die mili- tärifchen Erfolge Deut'chlands nicht von ausschlaggebender Bedeutung geschienen hätten. ES ist eine Fülle von Zweifeln und Unklarheiten, die tie Untersuchungkkommission so noch aus der Welt zu fcfoaf- {en hat. Ihre Arbeit wird nicht so schnell beendet sein önnen,.als eS einige ihr�r Mitglieder ursprünglich Wohls geglaubt haben. Ein wirres Knäuel ist zu lösen, und wenn wsvklich das deutsche Volk restlos darüber unterrichtet werden soll, wie eS von 1914—1918 regiert und geführt worden ist, so wird noch eine mühevolle Arbeit zu leisten sein. Vielleicht jegt sich der AuS'ck'nkreinma'' die Fraa� vor, ob di« Beschrän- kung auf eine täglich zweistündig? Sitzimg angesichts des gewaltigen Materials genügt.. Der SitzWgsbsrlcht. Nach den Verhandlungen über die Sabotageakte deutscher Militär- und Marinebehörden in Amerika, über die wir bereit» tu»er gestrigen Abendausgabe berichteten, kommt r» zu: Be» sprechllnz über da» Frlebenvangebot vom 12. Dezember 1916. Abg. Dr. Sinzhelmer: Sie sagten gestern, daß in amerika� scheu Regierungskreisen das Friedensangebot vom IL. Dezemb Ol» Zeichen der Schwäche gedeutet worden ist. Haben Sie damalt auch die Tatsache mitgeteilt, daß dieses Friedensangebot nicht nur Do» Auswärtigen Amt. sondern in völliger Uebereinstimmung mn der Obersten Heeresleitung verfaßt worden ist? Graf Bernstorsf: Mir ist das Friedensangebot telegraphtsch übermittelt worden! irgendwelche Austrage waren an diese Mit- toitoa nicht geknüpft. Abg. Dr. Tinzheimer: Auf Gvund der Akten stelle ich txnm kest, daß das FneoenSangebot vom 12. Dezember in voller Uebereinstimmung mit der Ober st en H-ereS- l«itung zustande gekommen ist. daß die Oberst» Heeresleitung an dem Entwurf sogar Verbesserungen vorgenommen hat und daß das Angebot auch in völliger Uebereinstimmung mit dem Kaiser in die Welt gegangen ist. Vors. Warwuth: Wir kommen nunmehr zu der Periode, die mit dem amerikanischen FriedenSangebit üegtnnt. Graf Bernftorff: Wilson hielt trotz unseres Friedensange- bot»s an der FriedenSvermitlung fest. Das Wilsonjche Angebot erregte gerade deshalb so großes Aufsehen in Amerika, well eS direkt auf unser Angebot folgte, so daß der Anschein erweckt wurde, als fei Wilson dadurch ermuntcr! worden, Fnfolgedeflea halte Wilson in seine Note aufgenommen, daß sein Angebot nichts mit dem deutschen Angebot zu tun hätte, daß es vielmehr schon vor längerer Zeit beabsichtigt gewesen ist. Die öflcntltche Mci- nung in?lmcrita hat den Schrie Wilsons absolut als vrodeutich angesehen. Die ganze Presse schrieb im diesem Sinne und die Stimmung in Washington war ebenso. Ich babc dann Lansing gefragt, wie er sich den weiteren moclu» procedencki vorstelle. Ich habe darüber mit ihm eine eingehende Unterredung gehabt. Nach meiner jetzigen Kenntnis von den Dingen bin ich der Auffassung, daß ein Widc«spruch herrschte zwischen der«iwutschen Antwort auf Wilsons Note und meinen Auffaffungen. Fch Habs damals an- Emmen, daß d e deutsche Antwort sagen sollte, daß wir eine densvermilttung insoweit wünschte«, daß eine Konferenz zu- >e käme, auf der verhandelt werden sollte. Ich habe aber nicht angenommen, daß damit die Wilscnsche FriedenSoermittlung beendet werden sollte. Jetzt muß ich allerdings annehmen, daß unsere Antwort vom 26. Dezember die Absicht verfolgte, die Wilsonsche Friedensvermittlung völlig abzu- schneiden. Zn meiner jetzigen Auffassung bin ich vor allem gekommen durch ei» Telegramm des!U.isers an das Auswärtige Amt, in hei» gefragt wird, warum ich noch von Friedensvermlttlungen Wilsons spräche, wShrend eine solche Vermittlung doch gar nicht mehr bestände. Bors. Warmuth: Woran? schließen Sie. daß die deutsche Re. gjerunp von einer Fredensvermittlung Wilsons nichts wissen wollte? In dem Wilsonschen F�.densangebot heißt e- doch aus- drücklich, es solle kein Fri den vorgeschlagen wenden, e? biete ncht «Inmol eine Vermittlung an, /sondern wolle nur da? Terrain Jond irren? Tann bestand sür die deutsche Regierung doch kein lnlah, diesen Schritt als eine F ied-v»- rmitilung aufzufassen. Wie kommen Sie dazu, d r dou.'chcn Liogieruiig die Absicht z» »wterltellen� daß sie einer Friedensvcrmittiung abgeneigt war? Graf Bernstorsf: Ich hade die Note W'kson» als Frieden-- Vermittlung deshalb angesehen, jveil sich dt. Z mit Notwendigkeit aus früheren Ereignisse» ergab. Die Note war absichtlich unsicher und tastend gehalten, um eine Ablehnung unmöglich zu machen. Hätte Wilson direkt den Frieden angeboten, er wäre abgelehnt worden. So aber war eiiib.Ablehnuizg tnt'ächlich nicht möglich. Ich kann nur wiederholen, daß nach meiner damalig m Aulicktt unsere Note vom 26. Dezember nicht! änderte an dem Vcr- halt.« unserer Regierung, und dag nur gefegt werden sollte, daß wir eine Einmischung Wilsons in tertitorialo Fragen»ich! wünschten. Heute bin ich aber anderer Aufsassung als damals. Bors. Warmuth: Wilson legte aus die Mritsslung der Frie, densbedingungen al'o leinen ausschlaggebenden Wert, so daß di deutsche Verwe ge.ung solcher Bedingungen kein Hindernis für den Frieden bedeuten konnte? Graf Bernstorsf: Aber Wilson hat natürlich geglaubt, daß wir schließlich unsere Bedingungen mitteilen würden, Abz. Dr. Sinztzeimer: Gegenüber dem Abg. Warmuth stelle ich fest, daß das K r n st ü ck der Note Wilson» vom 18. Dezember die Bitte an alle Kriegführenden ist, konkrztc Friedens- l> e d i n g ii n g e n m i t z u t e i l en. In der deittschcn Not, die als Antwort aut di-ses Ersuchen abgeschickt ist. wird aber die Bitte Wilsons um Bekanntgabe der Friede, isbeding-ung n überhaupt „ cht erwähnt. Dmaushin telegraphlite Gras Bcrnstorff, daß-Lansing ihn nunmehr gebeten habe, ihm wenigstcn»� vevteau» lich unsere. Frwdbnsbcdingtlnoen mitzuteilen. Gras Beeustorfs: DaS st richtig. Abg. Dr. Cinzheinirr: Auf die Uebermittlung dieser Bitte LousinnS antworte e S:aa!ssek«tär Ummermrmn am 2. Januar,! also zwei Tage vor t-rrn U-Bbolkrieg, Graf Bernstorsf möge dieses Fvgc dilatorisch behandeln. Graf Bernstorsf: Au» diesem Wart halbe ich gevade ge- � schlössen, daß alles so bleiben sollt«, w e bisyer. Abg. Dr. Sinzhrimer: Sie sprachen vorhin von einem Telegramm des Kaisers. Diese» Telegramm ist vom 16. Januar 1917 datiert und an den Staatssekretär Zimmer» i mann gerichtet. Darin heißt<8 wör dich:.Se.ne lv/ajestät lassen s Euer Exzellenz für d-te Auslnnit danten." Zum Telegramm' bemerkt Seine Majestät, daß Allerhöchst-dieselecn gar keinen Wert ans Wilson» Frieden?- angcbot legen. Fall» Bruch mit Amerika unvermeidlich wäre, ist - tä nicht zu ändern, e» wird vorgezange». i Bewegung.) Auf Grund tziestS Telegrammez und jetziger Der- ösfenttichuuge» sind Sie also zu der Auffassung oekoiwmen, daß Äe Wil-sonjche FriedenSheemipwng von un» be sei. igt werden sollte? Gras Bernstorsf: Jawohl. Bors. Warmuth: Damals hotten Si« dies« Auffassung aber nicht und auch die Jnst'.iukl.ion lautet« anders. Graf Bcrnstorff: Ich habe di« Jnstrultionen so verstanden,, daß wir die Wilsonsche Vermittlung weiter wünschen. ' Professor Bonn: Ich kann feststellen» daß also die Aeußerun- gen des Kaisers und der Schrisiwechsel mit Zimmermann nach Washington nicht zu Ihrer. Kenntnis golommen sind iGraf Bernstorsf verneint). De, mit sch.idet die Mög-i lichtcit, von Ihnen Jusormationcn über dies« Dinge u,» ihre Wirkungen zu eichalten, au». Gras Bernstorsf: Das ist vollkommen richtig. Damals nahm ich die bloic alz«ine Fortsetzung der Friedenspolitik an. während ich heute nach dem Staude der VerLfse>.-tlichungen annehme, daß diese. Note die Friedensvermittluug Wilson» beenden spllle. Ich! habe die Note damal» bedauert, weil sie mir nicht genügend ent-; gegen lo,»m«.»d zu{«in schien./ j. Professor Bonn: Suid Ihnen di« koukr«Ui FriedenSbcdin- gnuzeg tat de«. 89. Januar mitgeteilt worden? j Gros Bcriiswrfs: N.m. Prufcssor Bonn: Sind Ihnen die deutschen FriedenSbedin- gunge,, in einer nicht konkreten Form mitgeteilt worden? Graf Bcrnstorff: Mit Ausnahme des Telegramms, in dem. gesagt wird, daß Belgien nicht annektiert werden soll, nicht. 8?orfitzci!der Warmuth: E» ist immer gesagt worden, die FnedcnsbedingU' gen seien maßvoll gewesen im Gegensatz zu den linverziüustigen Forderungen der Entente. Graf Bernstorfs: S.« waren se h r ma ß vo ll. In Amerika fragte man{{& warum die FriedonSbepingungen nicht bekannt- gegeben würden. Ich entgegnete, sie würden, da sie so maßvoll mären, im Gegensatz zu den Feinden, den Eindruck der Schwäche !erv«>r rufen. Lansing erwiderte mir, da» verstünde er nicht, arum wir nicht ebensoviel forderten wie die anderen. Man mte sich dann auf der Mitte«migen. Professor Bonn: Drängte»ich: nur die amerikanische Re- rung, sondern auch die üstenitiche Meinung sehr stark aus eine tanntgab« dxr FriedcnSheinngungen? sslraf Bernstorsf: Tie ganze Presse besonder». Jeder er» .., r t e t e e S. Professor Bonn: Die arnevikanifchen Zeitun-eu versuchten, sich Borktellußqen über die FriedemSbcdingungen zu machen. Graf Bernstorsf: Jos« Zeitung behauptete, Informationen zu haben. Ich kanm kategorisch erklären, daß ich i» Amerika nie- mal? offiziell die deutschen Bedingungen rot dem 29. Januar 1917 genannt habe. Ich habe wohl in der Unierhalirmg davon ge- sprachen, aber niemals bestimmte Bedingungen gcnaimt. Abg. Eohn: Wann wurden die Bedingungen vom 12. Dezember überreicht? Graf Bcrnstorff: Gleichzeitig mit der Erklärung de» ver- schärslen U-iBootlriege». jt Vorsitzender Warmnth: Da» waren doch die Bedingungen, wie sie gewesen wären,>wenn da? Angebot vom 12. Dezember a»>'- nommcn wurde. Die Auffassung, al« ob es danach mit Friedens- Vermittlungen vorbei wäre, ist nicht richtig. ES wird ausdrücklich darauf hingewiesen, daß wir den Präsidenten bäten, seine Ae- mühungen sortzusetzem mud baß wir zur Einstellung des U-Boot- kriee» bereit wären, sobald sein» Versuche einen Erfolg ver- sprächon. Abg. Eohn: Bezog sich die Er?!Srung Lansings über die Frie- benSbcdingungen, daß sie zu mäßig seien und man sich auf der Mitte einigen müsse, auch auf Belgien? Graf Bernstorsf: Nein. Eine amerikanische FriedenSvcr. mittlung ohne Wieder her st ellungBelgiens war voll. kam mep ausgeschlossen. Abg. Dr. Tinzheimer stellt fest, daß die FriedenSbedinmingen, die am 23. Januar Wilson mitgeteilt wurden, und die sich ans da? Angebot vom 12. Dezember beziehen, nicht den Beoin- g u n g e n in den Alten entsprächen. Abg. Cohn: Ist Ihnen bei der Nücklrhr nach Deutschland bekannt geworden, daß, die Bedingungen, d:e Sie Wilson mit» teilen sollten, andere waren als diejenigen, die am 12. De- zenlber vereinbart wurdyil'? Graf Lernstorff: Das höre ich heute zum ersten Male. Im übrigen haben di« Fricdeir-p.dinguugen damal» keine Rolle mehr gespielt, da ich sie am selben Tay? erhalten habe wie die Erklärung deS uneingeschränkten U-Bevtlrieges, und da damit der Abbruch der diplomatischen Beziehungen auSpe sprachen war. Abg. Sohn: Erschienen die mitgeteilten Bedingungen als maßvoll? Graf Bcrnstorff: Ich habe sie für maßvoll gehalten. Ich legte a&r keinen Wert mehr darauf, da ich wußte, saß die diplo- mati'cheu Beziehungen abgebrochen wuTden. Gcheimrat Schäfer: Dachte Wilson, al« er van den Aenicren und schwächeren Völkern svrach. die er schützen wolle, nur an Belgiell oder auch an Griechenland? Graf Bernstorsf: Ich persönlich nehm« an, daß er Belgien meinte. <5« wird bann die Frgge der 1 Enienie-Ablehnung zur Verhandlung gestellt. Gras Bernüorfi: S«rorld. Graf Beruslorff: Wilson wollte einen Augenblick abwarten, wo keiner der beiden Kriegführenden n o w d i e Hoffnung hatte, den Sieg zu erringen. Anderer- ftits wußte er. daß die Entente mit dem Eintritt Amerikas ,n den Krieg rechnete. Deshalb hat er immer gesagt, er wnge keine FricdenZvernii'liing an. solange irgendwelche zkontrovcrje mit� Deutschland vorhanden sei.. m, � V-rs. Warmuch: Wilsen«alt doch imm.'r al» d« Mann, de? für Menschlichkeit und Gerechtigkeit eintritt. Hat Wilson sich üb.r diese rein menschlichen Gesich spunkte geäußert...., Graf Berns orff: Diese Frage ist von mir>'9 berührt worden, so bei der.Lusiiania"- und de?„Sussex-Frage. D i e Hungerblcckade hielt et für illegal. Abg. Sinzheimer: Glsubcn Sic an deck?,.gutcn~s llen Wilsons, den Frieden»u vermitteln?« Graf Bernstorsf: Ja. �_ Abg. Tinzheimer: Sollte eS�rin Frieden zugunsten der Ei, tenie sein? � Graf Bcrnstorff: Wilson sagte am 22. Januar, ein Frieden ohne Sieg solle erreicht werden; ich habe es so verstanden, daß da» bedeutet, Deutschland solle seine Weltstellung in vollem umfang« behalten. Ich hielt Wilson für einen ehrlichen..laller. Prof. Bonn: Im Sommer 1916 hat Wilson sich eine ganze Anzahl Kainvfmittel wirtschaf licher Art. so gegen die schwarzen Listen, bewilligen lassen. Wir müssen feststelle». �ob er ver,ucht hat, sich damit wirtschaftliche Machtmit el gegen die Alliierten zu i schmieden. Tie Rede Wilsens am 22. Januar ist al» ein be- sonders feierlicher Akt anzusehen, denn die Jude wurde schon vorher nach Europa telegraphiert. TagS 5UvlZr erhielt ich die . Mitteilung, daß der uneinacschränktc U-Boot-Krieg crostnet werde. Ich versuchte, im letzten Augenblick noch mnen Aufschub zu er» reichen. Als ich die Mitteilung überbrachte, wußte er sicherlich noch nichts davon. Auf eine Ansrag« de» Dr. Tinzheimer erklärt Graf Bernftorff: Niemalz ist von omerikanischer Seit- mit mir über-Inen Frieden verhandelt worden, worin auch nur dir gcringstr Abtretung dcut, scheu Gebiete? uns zngemutet worden wär». Daraus werden die Verhandlungen obgebrock-u und auj Donnerstag im gleichen Saal« vertagt.'- ser Mela!'arlZL'.ier»r!ik. Bericht der Streikleitung. Die Verhandliinnen vor dem Schicds- ge r i ch t ncl/men ihren Fortqnna. Tie Einarupvierung der einzelnen Kategorien gestaltet sich l e h r i ch w i e r> g, so dob mit der Beendigung der Einrcihnng aller Branchen und Gruppen i n d i c s e r B! o ch c k a u i» zu rechnen sein -wird. Es finden aus diesem Grunde Parallelver- Handlungen zwischen den Verhandlungskoinmissionen des Verbandes der Mctallindiistriellcn und dem Teutschen Mctallarbeitcrvcrband statt. Ter Hauptzipecl dieser Ber- Handlungen ist, eine Basis zu finden, nach welcher die Wiederausnahme der Arbeit in Angriff genommen werden kann. Tie Unternehmer zeigen Neigung, bei den Wieder- einstcllnngen willkürlich zu verfahren. Ganz besonders die Funktionäre. Arb.iterausichiisse und Betriebsräte sollen nicht, wie es von unserer Seite gefordert wnroo, z n c r st eingestellt werden. Wir werden an dieser Forderung fest- halten, weil es nach unserer Meinung unbedingt not- wendig ist, daß die Bctri.bsräte und Arbeiterausichüssc über die Art der Wiedereinstellung in den Betrieben mit- bestimmen. Die Unternehmer versuchen auch auf andere Art, dl« Ge- schlossenbeit�dcr Streikenden zu durchbrechen. So werden jetzt Postkarten an die Arbeiter versandt, in denen sie zur Aufnahme de? Arbeit aufgefordert werden. Wir fordern unsere Kollegen erneut aus, sich durch derartige Mittel nicht irrrsührcn zu laäen, und erklären nochmals ausdrücklich, daß in kcintm Betriebe auch nur ein Kollege die Arbeit ohne Zu- stimmung der Fünfzchncr-Koniniission aufnehmen darf. Jeder Kollege, der anders verfährt, mühte als Streik- b r e ch e r betrachtet werden. Wir erklären aber mit Genug« tuung, daß von den zirka IGOOOl) im Ausstand befindlichen Kollegen sich noch niemand gefunden bat. der den Bemühungen der Unternehmer zum Opfer gefallen ist. Tie KampseSfront der Berliner Metallarbeiter ist nach wie vor eine geschlossene. Die Verhandlungen. Die Verhandlungen vor dym SchlichtungSansschtlb werden heute um 11 Uhr vormittags s o r t g e« setzt. Es kommen hellte folgende Gruppen zur VerHand- lung: Heizerund Maschinisten vormittags 1 1 Uhr, Transportarbeiter mittegs 12 Uhr, Metall- d r e h e r nachmittags 3 Uhr, Eisendreher nachmittags � Uhr... Am Freitag wird über die Einreihnng folgender Gruppen verhandelt: Schnittarbeiter vormittags 10 Uhr. Gürtler und Drücker vormittags 11 Uhr, Metallschleifer und Galvaniseure mittags 12 Uhr. Eiscnkonstruktionsbetriebe nachmit- tägs 3 Uhr, Elsenformer und Berussgenossen nochimt- tagö 4 Uhr. Die BrrhnndfungSkommissicm. deren Gruppen am Freitag zur Verliandlung kommen, werden ersucht, am �Donlierstag nachmittag, pünktlich um 3 Uhr, im Arbeits- �Nachweis im Verbandshause, Linienstr. 83—85, zu er- scheinen. TaS Metavkartcll. Die Fünfzehmer-Kommission. « Achtung, Metallarbeiter!„ Di» auher»rdentliche Ecneralvcrsammlung der Berliner Ber. valtungSstclle findet heute nachmittag S Uhr in der Pahenhofer pranerel.af:! l eben! herbei zu führe n. Man müßt« also cnrwrte.n, dl,ß auch bei den Herren Arbeit- gebern lvld die Einsicht Platz greift, daß cS jetzt o» her Zeit wäre, oiuen Modus der Wiedereinstellung zu vereinbaren, der weitere Schäden am PollSkörpcr verhindert. Rchlung!' Rchtung! Rrbeifcr-Bcfriebsrätc der gesamten Bau- und Stein-Industrie Jascrat beachten! Ankündigung«». Di« für heute nachmittag festgesetzte Brrtranentmänner- konferenz der Hobler, Bohrer, Stößer, Fräser findet wegen der zu gleicher Zeit festgesetzten Generalversammlung nicht statt. R. Frisier, Obcrschvnrwcide. Freitag, den 24. d, M., nachm. S Uhr. Betriebsversammlung. Tabbcrt» Waldschloß. Echütle u. Deichen. Donnerstag nachm. S Uhr wichtige Be« triebsverfammlung jm Slreiklokal. Daselbst Quittungen unter- schreiben. Achtung! Schwartzkopff-Arbelter. Betriebsversammlung am Freitag, den 24. d. M-, nachm. L Uhr, in den Eophiensälen. Per- trauenileute um 12)4 Uhr. Maschinenfabrik ObcrschLneweide. Sonnabend nachm. L Uhr Betriebsversammlung und Auszahlung i» Tobbert» Wald» schlößchen. Hartnng-A.-G., Lichtenberg. Am Donnerstag, den LS. d. M., Ist Uhr, Suitluuaen unterschreiben, Am Freitag, den S4. d. M., um 11 Uhr Versammlung aller Kollegen', anschlteßend Zahlung de» Streikgeldes. Erscheinen aller erforderlich. Autowerk Stemrnöstadt. Betriebsversammlung am Sonn- abend, den 25. d. M-, vormittag« U Uhr, bei Kant, Herzstraße. Anschließend Auszahlung. L. P. Goerz A.-G. u. Glaswerk Sendlinger. Donnerstag, nachntittag» 2 Uhr, Betriebsversammlung des Gesamtwerkes im „Schloßpark Steglitz". Alle Kolleginnen und Kollegen sind per» pflichtet, daran teilzunehmen. Stempclbetriebc. Freitag, den 24. Oktober, nachm.> Uhr, Versammlung bei Meyer, Orauienstr. 170. Bericht über die Streiklage. Kontrollkarte legitimiert. Für sämtliche streikenden und auLgesverrten Kolleginnen und Kolligcn der A. E. G.-Turbine findet Donnerstag, 1 Uhr nach- mittag», im Kloftergarlen Plötzensee dre BetriebSver- so in in lung statt. Die Auszahlung der Streibunterftützung für dle Nummern 533— Löst findet Donnerstag von 9— IL Uhr im Slreiklokal statt. Hüttenwerk A. Meyer, Trmpelhof. Stteikversammlun,? am Donnerslag, 23. Oktaber, 2 Uhr, bei Spletzer. Tempelhof/ Ber> liner Straß« 77. Auszahlung des Streikgelde» ünd Abgab« der Stempelkarten wegen Extra-Unterstützung. Bergmann-Berlin. Für die bis Mittwoch, den 22. Oktober, mlt'ag» 12 Uhr, unterschriebenen Quittungen finde! die Au» zahlung am Donnerstag, den 23. Okiober, bei Naß, Maxstr. 12, wie folgt, statt: 1—300 von 3— 0 Uhr, 801—700 von 9—10 Uhr, 701—1000 von 10—11 Uhr, 1001—1400 von 11—12 Uhr, 1401 bis 1800 von 12—1 Uhr. 1801—2200 von 1—2 Uhr 2201—2900 von 2—8 Uhr. 2001—8400 von 8— 1 Uhr, über 8400 von 4 bis 5 Uhr. D e Auszahlungen für Nachzügler findet am Freitag, den 24. Lltober, von 9— IL Uhr im Etreiklokal statt. Freitag nnchmitiag 8 Uhr Betriebsversammlung in den PharuSsölen. Maffei-Schwartzkopff, Wildau. Sonnabend vorm. 9 Uhr Versammlung und Zahltag.>. «uerlicht. Freitag, 12 Uhr mittag», in Neubert» Bierhallen, Warsciauer Slraße 48/44, Quittungen unterschreiben und Stempelkarte» abgeben. Eckcrtwcrle. Freitag mittag 12 Uhr, in der Bürgerheim- straße(Turnhallcj, Betriebsversammlung. Voraussichtlich Au«- zzhlung der Streifgelder. Wernrrwerk Siemen»«. HalSke. Sämtliche Streikende muffen Freitag in ihren Stempelstellen in SiemenSstadt die Quittungen unterschreiben. Nur auf unlerschrieben« Quittungen wird ausgezahlt. KeffelliSuser, vlatanstalt, Generatorrn K. W. O., sowie sämtliche Mitglieder de» Mafchinisten- und HeizcrverbandcS, die sich im Streit befinden, Bezirk Oberfchöneweide und Stempelstelle 27, nicht Donnerstag vorm., sondern Freitag, vorm. 10 Uhr, Auszahlung der ELlraunterstützung und Betriebsversamm-lung im Stveiklolal. Kleinbau SicmenS-Schuckert. Heute, Donnerstag, Ouit'un« gen unterschreiben und alle' S t r e i k k a r t e n spätesten» bi» Freitag um 12 Uhr abgeben wegen der Exlrnumerstützu.g von 10 M. Geldzahlung Sonnabend, von 11—3 Uhr, in den be- kannten Lokalen. Nachzügler müssen bi« End« nächster Woche warten. Vertrauensleute: Donnerstag, pünktlich W Uhr, im Streiklekal. A. Borsig. Tegel. Freitag, nachm. L Uhr, ln Hartmann» Brauerei, ResntckeitdorfiWest, Betriebsversammlung. DaS Erscheinen sämtlicher Kollegen ist dringend erforderlich. Legitima- tionskarlen sind mitzubringen. 91. A. G. Freitag, nachm. 2 Uhr, In MömerS Blumengarten, Okersäönewelde, Betriebsversammlung. 12 Uhr: Funktionär- sitzung im Bürger.Park. Vorrat von Brotgetreide dastehe. Um praflische Maßnahmen zm Behebung der Notlage und Bekämpfung gegen da» überhand- nehmende Schieber- und Wuchemim z» finden, wurden für di« einzelnen Gebiete Saniwrloinmifs'.onen eingesetzt, die sich in Per, bindiing mit dem Rescheloinm-si.ir nnd mit den BesatzungS. behörde» über die geebneten Hilfsmaßnahmen ins Einvev nehmen fetzen lehe». Und dies« Gesellschaft wagt anderen Landesverrat vor« zuwerfen und wird darin von den Neckchrszia-iisten unterstützt 1 Lechlseckgmti des VeMmssdnichs Zum Betagerungszustand über Schmalkalden. Auf unftre eingehend« Feststellung de» unerhörlen Verfaf s»ngsb nch:S, der durch die Vcrhängung des BelagerungS- zustandes über Schmalkalden durch die militärischen Stellen verübt wurde, veriilfcutlichen die P. P R. folgende Erklärung: „Zum Belagerungszustand in Schmalkalden ist festzustellen, daß gemäß Art. 4L der ReichSuerfafsmtg, Abs. 4, bei Gefahr im Verzuge die Landesregierung deiv Belege rungSzustaud verhängen kann. Auf Grund der aus Schmalkalden eingegangenen Nachrichten war die» für Schmalkalden durch die preußische Staalsregierung al» nötig befunden worden. Daraufl?in hat der Kommandeur der in Schmalkalden eingerückten Formationen der Reichswehr die erserderiichen Maßnahmen getroifen." Dies« Tarsbellung ist nicht» andere» al« die offiziöse Rechtfertigung«ine» zweifellosen V« r f a s. s u n g S b r u ch c S. Die neu« ReichSverfassung kennt, w!« wie be- reits ausführten, nur gewisse Maßnahmen zur Wiederherstellung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung, die vom Reichspräsidenten und bei Gefahr im Verzug« auch von der LandeSpeüierung ze« trofsen werden können, sie kennt. aber keineSssflS einen Be- lagrrnnqSzusiand. Da» Typische de»„BelagerungiKistandes" in Deutschland nach dem Gesetz von 1851 bestand u. a. darin, daß die vollziehend« Gewali auf die M> l i t ä r b e h L r d c n überging. Die Anordunngcn jener Maß: ahincii zur Wiederherstellung»er Sicherheit nach der neuen Verfassung aber gibt dem Militär nicht dt, geringsten Rrcht«! auch kennt die Verfassung da« Wort PelagerungSzustaud überhaupt nicht. Dl» lliegieruna, darf sich höchstens der Trupp«« als H a n d w e r k s z e u z zur Turchiührung der von ihr angeordnetem Mahnahmen bedienen; jede selb- ständige Maßnahm» der Truppen aber bedeutet einen Ver» sassunggbruch. In doppelter Weise rechtfertigt obige offiziöse Darstellung den glasten Verfassungsbruch: erstens, indem sie die Ver- hängung de«.BelageruugizuswndeS" an sich für rechtmäßig er- klärt, und zweitem», indem sie dem Kommandeur der Truppen >0» Recht zur Vestimmumr der nach ausdrücklicher Vorschrift der Verfassung nur dem Reichspräsidenten oder der Regierung zu- sleheiroen Maßnahmen zutprichir In Wirtlich keit handelt hier nicht etwa der Kommandeur auf einen Befehl der Regierung — ein De'chl. der. wie gezeigt, euch verfassun-gSwidrig wäre—. sondern die Regierung deckt in sklavischer Erniedrigung jeden VersassungSbruch der Militär«.— ES ist beze chnend. daß der„Vorwärts", d r noch vor wenige» Tagen so tat. als ob er den Willen zum Austreten gegen den Belagerungszustand habe, dle Nacht icht von der gesetzlosen unt verfassungswidrigen Vcrhängung de» Belagerungszustandes kam« mentarloS wiedergibt. AIS H.lot NeSke», der ihn vor all» Oeffinttichkeit rüffelt, wenn er etwa» andere» sagt al» er— von andr em Handeln kann ja schon gar nicht die Rede seir — kann er ja auch gar nicht ander». Wenn Heilmann lengnek. Herr Heil mann beeilt sich in seiner sog nannten.Sozi» listischen Kotv.spondk>tz" die i ntibolscheivistischz Veeeinlgung In Schutz zu nehmen. Er behauptet, daß diese in keinerlei B ziehun» gen zur Regiorung stehe. Den Inhalt de» von un» abgedruckten Schreibens der Vereinigung zur Bekämpfung d.» Bolschewismus erwähnt Herr Heilmann mit keinem Wort. Wohlweislich! D.n» in diesem Schreiben werden die unsauberen B ziehunge» zwischen der Regierung und der antibolschewistischen Gesellschaft einwand» frei klargelegt. Daß diese Brzi Hungen tatsächlich bestehen, toor zrvar ohnedf.S kein Geheimnis mehr. Da» Schr« den lieferte sozusagen nur den schriftlichen Nachweis für ein« längst bestehende Tatsache. Herr Heilmann scheint nun ein« un- angen.hme Störung der guten Beziehungen zu besürchlen.> n e r n S>. t e n Presen 1 1 8 A» S I a n»« m e h l w eder herein. Die deutschen Behörden seien machtlos, da ihnen Htrren der Berliner Metallindustrie auf Wiederstaudl JnSbe- die Berechtigung der Zostiantralle fehle. Die Schmuggler- soirdere wollen die Arbostgeber die Mitglieder der bisherigen Ar, � a» t o in e b i! r sit«« zum größten Teil von Angehörigen der beiterauischüss» bei der Einstellung mcht mitwirken lassen.«BefatzungSarmte begleitet. äi'S diesen Umständen entstehe die JÄer mit der Zitdustoie Vertraute muß zugeben, daß der Gefahr, daß das besetzte Gebret kn absehbarer Zeit ohne jede» Rückkehr der KriegSgtsangenen. Die französisch? Regierung hat Maßnahmen getroffen, daß m hrere Tausend Kriegs, und Z vilgefangen«, die aus Schleswig stammen,- heinigefchafft werden können, um an der Abstimmung in NordschleSwig teilnehmen zu können. Als englischer Geschäftsträger in Berlin wurde Lord William Selbory, der frühere Privatfetretär von Sir Edward Grey. ernannt. Er wird mit den anderen Mitgliedern der Delegation feinen Posten am Mittwoch antreten. Vermehrung der weiblichen Abgeordneten In England. Di? jetzt sind bereit« 9 4 Frauen als Kondidalen für di« Londoner GemeinderatSivahlen aitfgeilellt worden. BiSber gab e» iq ganz England nur 30 weibliche Abgeordnete. Die Mehrzahl dieser Frauen gehört der Arbeiterpartei an.' Nene Petrolrnmquellcn sind in Deutsch-Neuguine» entdeckt worden, deren Wert von avMrikanisck'en und australischer Fachleuten bestätigt wurde DI« bMische und australische Regie« rung haben je 50 000 Pfund Slerling für weitere Untersuchungen bewilligt. DaS kanadische Parlament hat den Friedensvertrag mit Oesterreich genehmigt. Das Belgien des Ostens/ von A. Stein Reich illustriert FREIE WELT Hell 23 Be! Jedem Z e i t n n e s h ä nrictö• Burlcilke: Aal los üoaigsludl-fteu in<'rei»**1 rrn ßmüBusd Vorläufis Heine BMöMe dafOr Jetzt wieder täglich 7» U T auch Dierstngs 0. Fr�tt r» „Rph oiti" Traglkom. Pantom'me in 3 Akten v. Paula Bosch Vorder d.gr Cirkus-Proqr. Freitag. 24. X. 7 Uhr Wim«7 23. Aiaie ff AphrodiSe" pe;'5Jal ialtret. d Ttrllturta Paula Busch. M..i&UA. iail.ü�.dU MENSCHEN IN KETTEN S Akte mit Mrfdi le niT Beel«: Kare ftrnnc MARIA*EVERE Jiia tr«oC.eiwo eiaer �caftilanUn nach ein Roman v. P. W, Köbaijr Tlclrollo: Lva Maro Rege: Friedricü Zelnik. Lya!ts»pa Frtodr chZe.'ntk beult vtr 6n! ch a aew send! KoliwareofaM Hicfe�liaysen August Tchuitze In Bild: urghausen 15(Thür.) sregründet 1378, liefert direkt en Private HaO'Jieile wa en, Me Hilüi (patentAintlich seschützt). Besonders starke Bauart, g ößte Bit' e ca. 75 cm. LeJtTlängc ca. 91 cm flae: a K.aStensprovaen mit abgerur deten Kanron. 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Infolge ixt«rutzerordeull-chan De. deuwng der Ergöbnijse dieses VerhandlungStvgeS jedoch, der zum ersten Male der gesamien Oesfentlichkeit wouigjienZ einen kleinen Ausschnitt anS dem furchtbaren Wüten und Morden Weitz-r Garden in München offenbart'wurde, geben wir nachträglich im folgeridru die von uns noch nicht veröffentlichten VerHondluingon dieses Tag.S im wofon blichen wieder: Nach der Verlesung der Anklage erfolgte die Vernehmung des �Hauptangeklaxten Müller. Er erklärt:.Ich war damals ohne Beschäftigung und las in Bayreuth einige Flugblätter, dajj in München ein.groher Eaustall" sei, weil dort die Spartakisten hausten. Da bin ich dann zum Freiwilligen-Schützenkorpz ge, gangen. Unsere Vorgesehien sagten uns, bei dem Vormarsch auf München würden uns die Kugeln um die Ohren pfeifen. Wir sollten keine Rücksicht nehmen, sondern die Spartakisten kurzerhand niederschieße«, am unser eigenes Leben zu retten.. Es'eien fast alles Ausländer, Russen. Oftgalizier und anderes Gesindel, daS mit ausländischem Geld unterstützt werde, um die Münchener Beaötkeuung ins Unglück zu stürzen. Ei wurde un« wiederholt gesagt, daß wir durchgreifen sollten, weil die Spartakisten lauter Lumpen seien, und auch keinen schonen, denn sie würden un» auch erschießen. ES wurde unS auch gesagt, daß die Rote Armee einen Preis von 300 Mark auf den Kops ein«? jeden Reichswehr» soldaien ausgesetzt Hab« und unser Hauptmann Hoff mann erklärte uns ausdrücklich, wir sollten, wenn wir einen Spartakisten «rwischtens gleich von der Waffe Gebrauch machen. Am 6. Mai bekamen wir etwas Wein von der Kompagnie und ich hatte meinen gerade ausgetrunken, äiZ uns gesagt wurde. daß wir an diesem Tage keinen Ausgang hätten. Da ich aber München noch nie vorher gesehen hatte, ging ich trotzdem auf die Siraße, und zwar in Begleitung einiger Kameraden, darunter der Mitangeklagte Kleiner. Wir kamen in da« Restaurant.Aur Stadt Straßburg", wo wir ein Glas Bier tranken. Auch dort wurde über die Spartakisten sehr geschimpft. Wir gingen fort, a!S eine Schießerei auf der Straß« begann. Diese rührte von einem Ge'Z'NgenenbranSpert her, der die Straß« herunterkam. Alles schrie:„Das find Spartakisten, die gehöre« alle erschossen!" Mehrer« Vorgesctz:« und auch wir Mannschaften schlössen un» dem Zug an. Wir fragten wiederholt, tvaS denn da» für Leute seien. Darauf hieß«S. die habe man in einem Hintcrraum ein?» s pariakistischen VereinShauseS versammelt ge- fundcn. Wir zogen dann mit und hörten plötzlich«inen Schuß fallen. Gleich darauf fiel ein SanitätSsergeant im Zuge tot zu Boden. Wir kamen dann in den Hofraum und alle» stürmt« auf die Gefangenen zu. SS wurden auch mehreren der Gefangenen Sachen und Waffen abgenommen." Vorsitzender:.Das hat bisher «och n'emand behauptet, daß di« Leute Waisen gehabt haben, auch Ihre Kameraden nicht." Angeklagter:„ES wurde �doch aber aus einen Kameraden geschossen. Ich schoß darum mit meiner Pistole, weil ich e.S für meine Pflicht hielt, nach den Anweisungen unseres Hauptmann» u p s e» wen Kameraden beizustehen. Später ging ich dann iu d-rn Keller hinunter, wo d'e anderen schon über die Gefangenen -heracistürzt waren und alle schrien: Die gehören auch erschossen. Ich schoß nun mit meiner Pistole auf die Spartakisten und da es eine mächtige Schießerei wurde, wurde ich sehr erregt. Auf etwa» anderes kann ich mich n'cht mehr besinnen." Vorsitzender:„Sie haben mit Ihrem Revo.ver auf die Leute ge- jöbossen?" Angeklagter:»Ja." Vorsitzender:„Wie viele haben Sic wohl getötet?" Angeklagter:„Das kann ich nicht sagen." Vorsitzender:»Wie oft haben Sie geschossen?" Angeklagter:„Ich habe mitgeschossen. Wie oft ich getroffen habe, weiß ich nicht. Wir waren mindestens l» Mann, die geschossen haben." Vor- fitzender:„Nachdem Sie Ihr« Munition verschossen hatten, sollen Sie' mit dem Seitengewehr auf die Leute eingestochen haben." Angeklagter:„Ja." Vorsitzender:„Dann ist«3 im Keller weitergeoangen. Wer hat die Leute hinuntergeführt?" Angeklagter:„Sin Feldwebe!." Vorsitzender:„Am Eingang zu dem Keller soll'chon ganß entsetzlich auf die Leut» eingeschlagen werden sein. Die Gefangenen sind schon unlerwegZ sämtlich oeiiage zur„Areiheil". verstümmelt worden. Einem war ei» Auge herausgeschlagen worden und auch sonst wurden die Leute fürchterlich zu- gerichtet." Zlngeklapter:„Auch davon habe ich nicht» gesehen. Ich kam ja erst ganz spät hinzu." Vorsitzender:„Was geschah dann im Keller?" Angeklagter:„ES hieß, sie sollte» sich alle niederlegen." Vorsitzender:„Wer sagte, da»?" Angeklagter:„Ein Vorgesetzter." Lorsitzender:„Sie sollen aber irgendwelche Bciehle überhaupt nicht abgeioartet, sondern gleich weitergcmordet haben. Sie sollen gerade einer von denen gewesen sein, die komman- vierten: Niederlegen I Sie sollen sogar den ersten Befehl zum Erschießen gegeben haben." Angeklagter:„Da» kann keiner von mir behaupten�" Vorsitzender:„Sie sollen auch noch auf die am Boden liegenden Opfer eingestochen haben." Angeklagter:„Das ist ausgeschlossen." Vorsitzender: „Sie sollen so fürchterlich zugeschlagen und arstoßen haben, daß sich Ihre Waffe krummbog." Angeklagter:„ES tut mir leid, wenn ich da» getan habe, dann habe ich eS nur meinen Nerven zu verdanken." Vorsitzender:„Sie haben, nachdem Ihr Seitengewehr unbrauchbar geworden war, noch das Seitengewehr eines-Käme» raden mit dem Bemerken verlangt, da» Ihrige ziehe nimmer mehr." Der Vorsitzende hält dem Angeklagten dessen Seitengewehr vor. da» an der Spitze vollständig krummgeboaen ist und bemerkt:„Seden Sie sich das on, wie ein Metzger haben Sie gearbeitet. Sie haben noch den Standpunkt vertreten, die Leute seien überhaupt kein« Kugel wert, man solle sie alle erstechen." Angeklagter:„Das war nur die allgemeine Ansicht." Vorsitzender:„Die Zeugen werden e»:?vnen sagen. Einem der Getöteten haben Sft drei Hiebe über den Kopf gegeben, daß ihm das Hirn aus dem Kopf herauSspritzte." Angeklagter:.Da» ist doch ausgeschlossen." Vorsitzender:„Lassen Sie doch da» Wort beiseite. Die Zeugen sind sicherer in ihren Aussagen all» Sie. Sie iagen ja selbst, daß Sie nichts mehr wissen." Der Vorsitzende richiet« dann an den Angeklagten die Frage, was er in bezug auf die Miiangeklagten wisse. Angeklagter: „Ich weiß nicht!." Vorsitzender:„Dann müssen Sie inzwischen Ihr Gedächtnis verloren haben, denn in der Voruntersuchung haben Sie vor allem Ihren Kameraden Makowski in schwerster Weise beschuldigt. Der Makowski soll auch einem der Getöteten die Schuhe ausgezogen haben." Angeklagter:„Das ist richtig." Vorsitzender:„Hat«r nicht auch mit dem Dolch gestochen und das Kommando zum Hinlegen erteilt?" Angeklagter:„Ich glaube wohl, daß ich da? angegeben Hab«, kann e» aber heute nicht ausrecht erhalten. Wenn ich alle» aufrecht erhalten wollt«. was ich damals in der Aufregung gesagt babe, so müßten mindesten? LlZ Personen mehr auf der Anklagebank fitzen." Der zweite der Angeklagten, der Vizefeldwebel Makowski, bekundet, daß er an dem Mordtage abend» dienstfrei gewesen sei und im Kaftee Maria Theresia gesessen habe, als gegen 9 Uhr abends der Zug der Gefangenen vorübergekommen sei und ein Vizefeldwebel ihn gebeten habe, auf die Leute mit Obacht zu geben. Er sei dann bi» zum Karolinenplatz mitgegangen. Er belastet dann den Hauotangeklagten Müller in schwerer Weise. Müller habe sofort das Seitengewehr gezogen und auf dem Hof gleich mit dem Revolver geschossen.„Ich sah," so erklärt Makowfti weiter,„wie Müller am tollsten zu- schlug. Ich selbst labe nichts getan, sondern war lediglich bemüht, die Leute in Sicherheit zu bringen." Vorsitzender:„Sie 'ollen aber auch mftgearbeitet haben." Angeklagter:„Ich hätte kein Ehrgefühl, wenn ich Leute erschossen hätte, die nichts getan haben." Der dritte Angeklagt« Grabasch will in den Hof de» .Haftlokals geklettert sein und hier auf dem Hof bereits sieben bis acht Mann erschossen gefunden haben. Müller bolte gerade ein weiteres Opfer hinauf und bracht« den Mann an die Mauer. Der Angeklagte Grabasch sagt aus, daß er Müller zurückhielt, aber es war schon zu spät. Er hatte dem Mann bereit» Schlüge über den K-pf gegeben, daß da» Gehirn heraussprang. Da sich der Unglückliche noch etwas bewegte, gab er ihm einen Gnadenschuß. Weiter habe er nichts gemacht. Müller arbeitete geradezu wütend, mit dem Revolver, wie auch mit dem Seiten- gewchr. Grabasch gibt an, er habe gesehen, daß den Toten Wertsachen abgenommen wurden. Nach meiner Uebcrzeugung uü« Müller betrunken. Der vierte und letzte der Angeklagten, Kreiner. erklärt, daß an dem Mordtage pro Mann«in halber Feld- ke s s e l Wein verteilt worden sei. Er habe auch davon getrunken. Nachdem er in Gc'ellschaft Müllers das Restaurant .Zur Stadt Straßburg" verlassen boke, hätten sie den Ge- !ang?nentranSpcrt getroffen., woraus Müller sich sofort abgesondert und auch geschossen habe,. AI» er kein? Patronen mehr hatte, nahm er fem Seitengewehr. Er selber habe nicht» begangen. "" Ammie hizg-ns. Roman von Upton Sinclair. Au» dem Manuskript übertragen von Hermhnia Zur Mühlen. Genossin Mary Allen, die alle Menschen liebte, ergriff i daS Wort.— Wären diese Arbeiter in einer Grubenkceta- stroph«, die aus verbrecherischer Nachlässigkeit und Prosit- sucht entstanden war, umgekommen, wären sie an einer durch ihr Gewerbe verursachten Krankheit gestorben, wären sie in einem Fabrikbrand getötet worden, weil eZ keine NotauS- gänge gab— niemand in Wall Street hätte ein Kriegs- geschrei angestimmt. Ties wußte jeder Sozialist, jedem Sozialisten war klar, die Ungeheuerlichkeit des„Lusitania"- Verbrechens bestehe darin, daß es die Privilegierten berührt und beschädigt hat, jene Lewte, die zählten, deren Namen in die Zeitung kamen, die von nichts, auch nicht vom Kriege, belästigt werben diirfte-n. Jimmie Higgins, der diese Worte verschlang, teilte seine Gefühl« in Entsetzen über die Tat der Teivtschen und in Wut über das Geschrei der Wall Street- Leute. Tann sprach Emil Forster, und er wurde, wie stets, ruhig angehört. In diesem Streit, meinte er, hätten, wie bei jedem Streit, beide Parteien zugleich recht und unrecht. In dor Wagschale lägen etliche amerikanische und englische Kinder gegen Millionen deutscher Kinder, welche die englische Regierung aushungern wolle. Die britische Seemacht wollte sich behaupten— und es lag in ihrer Macht, den größten� Teil der Presse zu beherrschen. England appelli.rte an daS, was es„Gesetz" nannte, das heißt, an jene Gebräuche, die ihm bisher bequem gewesen waren. Britische Kreuzer dursten Schiffe anhalten und durch'uchen, Unterseebooten war das nicht gestattet. All die schönen englischen Worte über Gesetz und Ge'etzmäßigkeit liefen darauf hinaus, Deutschland seiner einzigen wirksamen Waffe zu berauben. Außerdem sei es noch fraglich, ob es ärger ist, Menschen rasch zu ertränken, als langsam verhungern zu lassen. Nun schnellte der wilde Bill auf.„Diese Streitereien über Deutschland und England verursachen mir Leibschmer- zen! Seht ihr deyn nicht, ihr Idioten, daß ihr damit da? Jpiel eurer Herren spielt? Da streitet ihr untereinander, anstatt die Arbeiter aufzurütteln, euch für den wahren .stampf vorzubereiten." Stankewitz stimmte ihm bei:„Ich hasse den Krieg, weil er die Arbeiter uneinig macht. Der Krieg hat keine einzige gute Saite I" Der wilde Bill lächelte sein schiefes Lächeln.„Das stimmt nicht, der Krieg gibt den Proletariern Waffen in die Hand und lehrt sie den Gebrauch derselben. Wie, wenn sie eines Tage' die Waffen rückwärts richten und ihre eigene Schlacht schlagen?" III. . Genosse Gerrity rief zur Ordnung und versuchte, die Togesfragen zu erledigen. Es wurde da? Protokoll der vorhergehenden Versammlung verlesen, über die Atlsnahme neuer Mitglieedr abgestimmt, dann erhob sich Genossin Mary Allen, um sür daS Zeitungskomitee Bericht zu erstatten. Tic Summe war bcisanimen, die erste Nummer des„Ar- bciterS" würde im Vorlauf der nächsten Woche erscheinen: nun gelte es für alle Mitglieder, die Propaganda der Zeit- schrift zu betreiben. Genossin Mary, mit dem mageren, bc- geisterten Gesicht der religiösen Fanotikerin, steckte olle mit ihrem Enthusiasmus an. Alle, außer dem Rechtsanwalt Norwood. Seit Dr. Ser- vice die Ortsgruppe verlassen hatte, war er der hauptsöch- lichste„prooll iierte" Störenfried. Er erging sich nun in einer kleinen Rode. Die Mitteilung, daß das nötige Geld so schnell zusammengekommen sei, habe ihn angenehm über- rascht, doch� wären ihm'auch gewisse Zweifel aufgestiegen: er habe Erkundigungen eingezogen und entdeckt, daß hinter der Sackte ein Geheimnis stecke. Es war verkündet worden, � die neue Wochenschrift werde den Streik der Empire- Arbeiter foidexn: und selbstverständlich wisse heutzutage jeder, wer die unheilvollen, gewaltigen Mächte sind, die in Munitionsfabriken Streike organisieren." Der wilde Bill sprang von seinem Sitz auf.„Hat der Genosse etwas dagegen einzuwenden, wenn die Munitions- arbeiter den Achtstundentag fordern?" „Nein," entgegnete Norwood.„selbstverständlich nicht: wenn wir aber zusammen mit anderen in den Kampf ziehen, so müssen wir wisson, wer sie sind und was für Ziele siejoer- folgen. ES wurde mir mitgeteilt— man scheint di« Sache ungern zu sagen—. baß ein Mann eine große Summe ge- ' geben hat, und niemand weiß, wer der Mann ist." Dotmcißta1. 23. Lttsber 1918 E» wird dann in die Beweisaufnahme eingetreten. Der GcrichiSarzl bekundet, daß der Angeklagte Müller wohl infolg« der langen Fahrt und de» Weingenusse» erregt gewesen sein könne. Für sein Tun sei er jedoch verantwortlich. Die BewciSaufiia'hm« bracht zunächst die Vernehmung der HauSureisierSfrau Bacher maicr. Sic bekundet, daß ihr Man» Psönuer des Kathotischeii Kasinos war. Di« Soldlven dranigen sofort mit dem Ruf:„Wo sind die Spartakisten?" und„Hände hcchl" in dem Saal eim, so d-iß ei gur nicht möglich war, sich mit ihnen auseinanderzusetzen. Ter Zeuge Fischeracsette A che r hat den ganzen traurigen Zug nach dein Karotinemplatz und die Erschießungen aus dem Hof und im Keller miterleb., ist daoei verwunde: lvorden und wurde später von den Hinterbliebenen zum Wortführer ihrer Ansprüche an vie Gardedibision ernannt. Er bekunde! unter gieichz ei tigert heftigen Angriffen gegen di« Division, ihre Führer und Soldaten, daß die Zusammontunft keineswegs politischer Natur gewesen sei. Di« Soldaten hätten sich von Anfang an ä u ß e r st roh und brutal benommen. Sie zogen bereits im Hos ihre Re- Velber, gaben Schüsse ab und schlugen auf dem Transport mit den Fäusten auf die Mitglieder des Verein» ein. Der Feldwebel MakowS-ii babe sich besonders gemein betragen. Bei der Durch- suchung nach Waffen habe der Zeug« dem Hauptmann v. Sulter- heiin wiederholt erklärt, daß ein Irrtum vorliege, da man leine Spariakrsten, sondern Gesellen vor sich habe. Der Hauptmann habe jedoch erklärt, da» ginge ihn nicht» an, und duldete e» auch, daß Makowski und besinn Leute auf die Gesellen einschlüget� Der ganze Transport fei begleitet worden von den Rufen brt aufgeregten Soldaten: „Ihr werdet alle eesch-ssen!" Auf die Erklärung, daß sie Mitglieder de» Katholischen Gesellen» verein» seien, habe man sie mit Ausdrücken wie„Katholische Schweinebande" tituliert. Im Hof de» Hauses am Karo» linenplatz fielen gleichfalls Schüsse.„Ich wußte nicht," so erklärt der Zeue«,„daß rn diesem Augenblick bcvsits einige meener ! Freunde getötet wurden An der Kellertür stand Makowski. Wir wurden auf feinen Befehl nach Waffen �durchsucht. Dabei bekam ich einen Schlag in» Gesicht, daß mir die Oberlippe platite. Ich machte Makowski darauf aufmerksam und bekam als Antwort einen Stoß in? Gesich", daß ich in den Keller flog. Ich bildet« mir nun ein, daß wir dort verhört werden würben. Das war jedoch nicht der Fall Ich rief:„So weit ist e» doch mit im» noch nicht gekommen in Deutschland, daß man un» ohne Untersuchung erschießen wird'." Aber in diesem Augenblick knallten bereit« mebrere Schüsse und ich sah, wie meine Freunde nach und nach umsairken. Der Hauptmann Suiterhetm war in der Brienmer Straße zurückgeblieben. Er rief noch wiederholt, man solle un» doch vernehmen, ober die Leute waren wie wahnsinnig. Makowski hat auch mit dem Revolver in der Hcmo den Befehl zu unser» Niederschießung gegeben. Ich bin t» meinen Freunden schuldig, baß die ganze Schießerei hier aufgeklärt wird. Wir verlangen offene» Gericht und keine Lertuschunge«, wie sie da» Gericht der 2. Earde-Jnsanterie-Division in diese» Fall verübt hat. Wir müssen dieses Gericht dafür haftbar machen, daß nichts zur Aufklärung der Bluttat geschehen ist. Ich will dem BolkSgericht keinen Vorwurf machen,»eil wir noch nicht wissen� wie rS urteilen wird, aber wir müssen das Gericht der 2. Garde, Jufantrrle-Division dafür haftbar mache«, daß seine Chargen vo« oben bis uiiten und alle seine Leute versagt haben. Nicht» ist vart diesem Geeicht geschehen,' um unsere armen Freunde zu retten, rehabilitieren und ihre armen Hinterbliebenen vor bitterster Not I» schützen. Nicht eininal eine Sektion der Leichen ist angeordnet worden. Ja höchster Erregung ruft der Zeuge aus:„Ja, meine armen Freunde, ich will ench rächen, ich habe gesehen, wie du, lieber Josef, als Leiche dalagst, der man die Nase ins Gesicht getreten hatte, und du, armer Klemens, dem man den Hinterkopf einfach wcggcschlagcn hatte. Ich richte die Frage an de« Herrn Bor- sitzenden: Wo ist das SektionSProtokoll über den Leichenbrfund?" Vorsitzender!„Ich weiß, daß e« nicht bei den Akten ist." Zeuge in höchster Erregung!„Nein, da» ist eS ja eben; die Garde- Division hat alle» verhindert, wa» die Scheuß- sich feit der T at.hirr ans Licht bringen könnte. Ich hatte damals mit meinem Leben abgeschlossen, und nu» dadtmi. rast sich em r.ulcr preußischer Gefre-ieer fand, der mich unier den Toten und Schtoernrletzten hervorzog und laufen ließ, „ES ist ein Organisator der A. F. L I" schrie Jimmie» ' Stimme durch den Rcnim In seiner Erregung hatte er völlig sein Versprechen, das Geheimnis zu wahren, vergesset� „Wirklich?" fragte No-rwood,„wie heißt er?" Kein? Antwort. „Hat er seine Papiere vorgewiesen?". Erneutes Schweigen. „Ich will keine Verdächtigungen...* „O nein! Sie begnügen sich mit Andeutungen,* toasf der wilde Bill ein. „Irl) will nur, beiß die Ortsgruppe genau wisse, worauf sie sich einläßt. Es ist in LeeZville kein Geheimnis, daß l�eld verausgabt wird, um rn der Empiiefabrik Unruhen an- zuzefteln. Zweifellos ist das Geld bereits durch viele Hände gegrwgen, seitdem es aus den Tastchan des.Kaifers floß,- doch dürfen wir gewiß sein, daß sein« Hände es dem von ihm ge- wünschten Ziel zuführen." Wilder Lärm bvandete auf.„Pfui!"„Erbringen Si« Beten fei"„Werft ihn hinau? I" Tie„wilderen" Mitglie- der hatten sich schon lange Nolwoods entledigen wollen; die» schien eine günstige Gelegenheit zu sein. T?r funge Advokat jedoch beharrte auf seinen Worten, gab Schlag um Schlag zurück. Sie verlangten Beweise? Hätten sie von einer kapitalistischen Verschwörung erfahren, die bezweckte, die Gewernchasten der Stadl zu vernichden, würden sie dann oi'ch Beweise fordern? Und wenn der „Herald" in diesem Falle nach Beteisen schrie, was würden sie denken? „Kurzum," brüllte Schneider.„Sie halten ieden Verdacht für gerechtfertigt, bloß, teil eS sich um Deutschland handelt!" „Ich weiß, daß er gerechftertigt ist," erwiderte Nvr- wovd,„weit ein Streik Teutschland zum Siege verHelsen wurde. Da braucht man gar keine weiteren Beweise; der- hilft eine bestimmte Sache Teul'chland zum Siege, so weiß man, haß für sie geolcheitet wird. Ihr Deutsche wißt die? am allerbesten, ja, ihr seid sogar stolz darauf, prahlt mit eurer Tüchtigkeit!" Wieder tönte ein Pfuiruf auf, diesmal aus Mary Allen« Munde; sie schien einen Chor erwartet zu haben, blickde sich verwirrt um, da alle schwiegen. (Fortsetzung folgt.) wurde Ich gerettet', imd ibm danke ich e«, dah ich heute dat. Blut meiner Freunde von unseren Peinigern verlangen wuin" Der Zeuge erklärt dann lueiter, dag er nach seiner Freilassung noch von einem preußischen Umerofsizier verhört worden sei, wad daß dieses Perhör jeder Beschreibiing stwttet. Nach der Niktiehr in feine Wohnung sei dort ein Offizier erschienen, um ihn zu»er« hafien, weis er aivgeUlich die Lüge in Miilicl>en verbreitet haben solle, das;(mreWich 21 katholische Gesellenvr reinSmitgliet er von der Reichswehr ermordet worden seien. Er krrbe dann abtr auf den Tatbestand vetlveiscn können. Di« Vorzesehten hätten den Mord verhüten köinren, aber gerade die- Chargen waren che trei- benden fräste. Der Zeuge gibt dann noch an, dag die Offiziere sich mit Absicht Mannschaftsmüben ausgesetzt hätten, um während der Bluttat unerkannt zu bleiben. Auch das GesellenvcreinZmiiglicd Schütte beschuldigt da? Earde-Divisionsgericht in schwerer Weise und behauptet, daß eS parteiisch und im Interesse der Angeklagten bei seinen Erhebungen über die Vorgänge am Karolinenplatz verfahren sei. Gegen den amtierenden Staatsanwalt erhcble der Zeuge den Vorwurf, dnh dieseik nicht die Anklage auf Mord aus- gedehnt habe, sondern nur wegen To schlags gegen die vier m M Itvje Mittwoch, den 22. Oktober 1818. Das Reichsschatzmmisterutzn. Abg. Koch-Düsseldorf(Dnat.): DaS NeichsverwertnngSamt muß dafür fo.gen, dag dcm Re che nicht weiterhin große W.rte verloren gehen. Für Spandau sollen bisher 200 Millionen un- pwdultiv verausgabl worden sein. Torr bestehen neben den Arbeit. rräten noch Betriebsobleutc, und daneben noch Getve.k- schaftZobk.ute, die all« der Arbeit nur zusehen. Die Arbeiter- schalt in Spandau verlangt, daß dies« Personen chefe t gt werden. Im Etat weiden 22 MMi-Gen für den Bin, cii�tr Wohnung für de» Reichipräsidenten und 20 Millionen für den Neubau de? Ministerun� de? Innern gefordert. Wir haben soviel Schlösser, dag man kein« neu« Wohnung für den R« chspräsidenten zu bauen braucht. Diese Summen könnten er per. t werden. Gcueraldir ktor de? NeichSverwertungZamte» Weinlinz: Die Betriebs sind jetzt noch nicht nS de.. Verlusten heraus. Sie sind belastet mit einer ganzen Reihe von Abschlüssen, die mit Ve lust zu be.l.chnen sind. Dir Gewährung von:&e. ngeklagten prozessiere, neben denen übrigen? auch deren! schaffungsbcihilfen hat der HauSholtSauSschuß abgelehnt, weil die stimmung entschieden Mord gewesen. Er habe den Verdircht, daß der Gesellenverein denunziert worden sei und daß auch die Patrouille wußte, um wa- es sich haudelie. MakvwZki sei der- jenig« gewesen, der am Eingang zum Keller stand, jeden einzelnen der Gefangenen inS Gesicht schlug und ihn dann mit einem Fuß- tritt die Kellertreppe binunterstieß. Der Zeuge erzählt dann schrecklich« Einzelheiten über die Vorgänge im Keller. Er sah dort zunächst«inen Kameraden» dessen Auge halb aus der Höhlung heraushing, die Leute sich gegenseitig kontrollieren� denn ei muß unbedingt fleißig gearbeitet werden. Es.handelt sich im ganzen um eine Umstellung von 30 Betrieben. Die Beamten müssen den Arbeitern mit gutem Beispiel voranischen. Abg. Marctzky fD. B. P.): Wenn die NechtSsogialisten in rücksichtsloser Kritik den Unabhängigen den Rang abzulaufen ver. suchen, so zeigen sie damit, daß sie ihr Spiet für verloren geben. «bg. Brühl(U. Goz.): Die Arbsiterräte sind«Z gewesen, d e zuerst die Verschleuderung von Staatseigentum zu verhindern suchten. Bei der Schließung der Spaivdamer Werkjtätion sind lediglich politisches GesichtSpunke maßgebend gewesen. Unter dem neuen Kurs sind' was von einem Sehlag mit einem Revolver herrührte. Dann habe der Angeklagie Müller angefangen, da? Schießen zu kcm- mandieren. Die Kameraden hätten sämtlich platt auf dem Boden gelegen und nirgends fei ein Versuch des Widerstandes gemacht! � gesamten Ervungenschäften der Revolution wieder verloren worden. Als alles tot dazuliegen schien, kam Müller noch einmal gegoren. Die Selbstverwaltung der Arbeiter besteht nur noch in den Keller und stach mit dem Bajonett zur Sicherheit auf die dem Pap er Wie kommt«S. daß die Arbeiter, die der Un- Daliegenden ein. Er habe wie ein Metzger gewütet. Der Senior j abhängigen sozialistischen Partei angehören, nicht mehr in Lang de» Vereins, der bereits schwer verwundet war, versuchte! � Siaatsbe'ri-be hineingekommen find? Der vom Minister auch noch in diesem Augenblick, den furchtbaren Irrtum aufzu- 1 �gekündigte Gesetzentwurf, nach dem den Arbeitern die ihnen Nären. aber da sei Muller m t dem Bajonett auf ihn eingedrungen> �rch die Umstellung der Betriebe erwachsenen Schäden und habe ihm mit einem einzigen Hieb den Schädel gespalten, i �den.foOen. muß sobald als möglich kommen. Die pah da» Gelfir« herausspritzte. Auch der Angeklagte Kreiner habe i<-...■-•■.... mit dem Bajonett um sich gestochen und habe erklärt, jetzt müsss ein Ende gemacht werden. Für seine Vermutung, daß die Sol» baten genau gewußt hätten, wen sie vor sich hatten, führt der Zeuge an, daß die Gesellen durchweg als.Katholische Schweine» Hunde, Schwarze Brut um Saubavern" bezeichnet wurden. Da» gegen sei nicht von Spartakisten gesprochen worden. Das 18jährige Gesellenvereinsmitglied Tachhuber gehört «fcenfalls zu den wenigen, welche das Glück hatten, bei der Metzelei mit dem Leben davonzukommen. Er gibt zu, daß an jenem Tage *>�9- s— X.L cm.t— JC---- JC.• t.L...:-e t------ n.YYi sich d«ch>ei.den gar nicht Men Scherz, sich als Vertreter des„Rcckts. ftandpunkieb" zu gebä.den. Dann unchue er ein düsteres, aber durchaus zutreffendes Bild unserer Wirtschastslaye, nicht um an» schließend zu erklären, sich bei'seinen I�esinnuindSsreuoden für bessere Ablieferung lai!'dwir'sck>aftliä�r Produtte einsetzen zu wollen, soneern um— in Spekulation auf fcheinsozialiitische Bang. büchfigkeit— noch schlimmer« Zustände zu prcpeezeini, falls nicht von ZwaiifiSmitoeln gegen die conidemen Agrarier aogesrhen oder gar.sozialistische"' Politik getriel'en»verde. Tie letztere„Ge'ahr". ist ja unter dem heutk»n Regime gewiß nicht vorhanden. Aber wir sehen, daß die Junker auf dem Pollen sind! Ein Vertreter des E>i lenba hnmin i ste rbum z legte gegenriber öen Angriffen auf die S ch nc I t z u g S e i n f chr ä n t-u n g durch Herrn b. d. Osten dar. wie die Kohlen, und Karioffaluot keine ander« Wahl ließ und totsächlich«ine Besserung des Transports dieser Barorfsmittel emgeuwten sei. Der StaatSrommissar für Eimährungswesen eriäulerte, welche verhängnisvollen Folie» die sofortige und raftiose Aufhebung der Zivangswintscktaft nach sich ziehen werde. Er erklärte aber auch, daß die Rsg.icrunK.ni cht daran dbnke, die ZwaugSJvirtstches! länger auseechtzurrhalten,'als unbedingt erfooterlich fei. Womit sich.die Regierung eingehend befchäfnEe, fei die Fra-ge, wie»ich wann die Zwangttvir chaft am zweckmäßigsten abgebaut werden könne. Niichste'Sitzrmg Donnerstag mittag, Werk« sollten lieber noch wirbschaMchen und sozialen, als noch kauMännischen Prinzipien ge-loitet werden, Di« Arbeiter müssen um«in paar Pfennig« Lohn w lange Beichandlungen und in' Streiks«inireten, auf der anderen Seit« aber zahlt man Ge- hälter bis zur Höhe von LOOOO Mk. monatlich. Unser geiainteS WirtfchaftKlcl'ei» muß auf isoziaMische Grundlage gestellt wer- den. jBeifall bei den U. Sozi Nach einer kurzen Berichtigung de» Ministerlaldioektor» Kautz wird die allgemeine Aussprache geschlossen und«ine E-rt- schliesung der MehrheiiSparteien, die bestimmt« Grundsätze für SWÖSE&if i•***• keineswegs politischen Charakter getragen habe, sondern lediglich! ���.ebe aufstellt, angenommen. �..... ein aemutlicheÄ Nusam-?7-ntei'n de. niy'mnfon f.* b.? ein gemütliches Zusammensein der Mitglieder gewesen sei, bei dem man nur Wer Tlheatevangeleganheiten gesprochen habe. Kurz nach V>Z Uhr stürmte als erster ein Soldat mit Mütze, also nicht im Stahlhelm, wie die Patrouille,- in das Lokal mit dem Rufe: »Haben wir Euch endlich, Ihr Hnndel" Während dieser Zeit sei unten auf dem Hose ei'rig in die Lust geschossen worden. Draußen mußten die Mtwlied'r zu zweien ...........~ 1 halte antreten, die- Hände über dem Kops hochh i n und In der Einzelberatung fordert Abg. Wielant,(Dem.), daß auch der Technik im Schatzmimsterium die chebührende Stellung eingeräumt werde.. Abg. Stahl(Soz.): Da» Treiben der Unabhängigen und Kommuntstem ist schuld an der Schließung der Sparateuer Werkstätten. Der Terror einzelner mußte unbedingt gebrochen werden. Unier dem Regime der Unabhängigen ist systematisch nicht ge» arbeitet worden. Die Privatindusirien hoben sich wie Hyänen auf die Staatsbetriebe gestürzt. Di« Privatinduftvie hat sogar. gefälschte Ausweise benutzt, um Material aus Spandau heran»- hm Trab lausen. In der Br'ennnrstraße schlössen sich dist ersten zubekommen. Meist sind Beamte schuld, die mit der großen Fn dustrie in Verbmduiig stehen. Da, Re.ckMxrwer'ungsmni h.'vt im BolkSmuud Rai chSvc rschieb UN gS-omt.— Aohnungeii cereitges-ellt. TruMN-UsoungSplatze. loweit als rnoz- unbeteiligten Soldaten unbefugterweise tzem Zug an. Unter Mn lowskis und Müllers Zurufen begannen alsbald die Mißhand- Tinigen, an denen sich schließlich auch die Mannschaften im Stahl- Helm beteiligten. In der Äugussenstratze versucht; der HauSvate? Lachsrmeier de Verhafteten als Katholilche GtssellenvereinSmit- glieder zu legitimieren. Darauf hieß es:.Ruhig, oder wir schießen Dich zusammen." ES waren verschiedene Offiziere zugegen, die jedoch die Gefangenen nichtgegen dic Mißhandlun. gen schützten. An der Ecke der Brienner. und Augustensiiraße Wunde Halt gemacht, weil hier der Hauptmann v. Sutterheim erschien. Er musterte uns, so bekundet der Zeuge, und ordnete an, daß wir nach Waffen durchsucht würden. Es wurden iver keine gefunden. Makowski riß mir dabei den Rock entzwei. Mein Kamerad Acher bat den Haupimann, ihn doch einige Worte sprechen zu lassen. Der Hauptmann rief' jedoch:.Die Sache aeht mich nichts cnf Der Hauptmann muß gesehen Haben, daß wir schwer mißhandelt wurden und muß auch gehört haben, daß wir un? als Katholisch« Gesellen- veveinSmitglieder zu erkennen zu geben verfuckten. MS an mich die Reih« kam, hieß eS:.Der hat ein Paar schöne Schuhe." Aber bald ließ man van mir ab, mit dem Be- merken:.Die spartakistische Nummer ist m r zu Nun." Dann Hieß eS:»Der Hund lebt ja noch!" Und damit sprang- mir ein Soldat mit seinen Absätzen mit j meinen Leib und trampelte auf mir herum, bis ich den Atem anhielt. Dann.gingen alle auf und davon, weil offenbar die Amts. Schluß'stf" Uhr. Untersuchung begann. Sonst wäre ich auch wohl verloren � yewesen. Ich habe mich tot(VAellt. b 3 ich wußte, daß keine' Gefahr mehr war. Wie'ch heran Sgekommen bin, weiß ich kaum. ES hieß zwar, wer noch lebte, solle sich rühren Aber ich wagte es nicht aus Angst, daß es_ nochmal losgehen würde. Ich haste einen Kopfdurchschuß und die Kugel muhte mir aus dem Genick herausgeschnitten werden.! LandtvirtsckastSminister Braun gab der gestrigen Sitzung Serner hatte ich einen Streifschuß am Arm. Ter Zeuge, deg: drei den Aufiakt. Er entgegnete dem Abg. Rippe! aus dessen For- konat« arbeitsunfähig war und nach setzt an schweren nervösen deriong, die Verordnung über die Tari, ver. rage aufzuhtzven. Die Störungen leidet, erkennt die Angeklagten Müller, MaköwLki und Worte, di: er fand, zeng.en von einer ersreawichen Energie. Er Kleiner als Mittäler wieder. Ein weiteres VereinSmitglied F a m einen Stich in den Kopf sckwerhöria geworden Y X t i. C.Y_____„„tju.: j. f... ri. j.. IfiJj, für Siedlungen, Baracken für K'e inWohnungen freigegeben tvrwden. Ueber die entlassenen 200 000 Arbeiter darf man nicht mit einer HaiHbtfwegung zur TageSortmung übersehen, sondern man muh alle« daran setzen, die Staatsbetrieb« umzustellen. Abq. Zu bcil(U. Soz.): Abg. Stahl hat indirekt zugogeben, daß er an. der Schließung der Epantauer Betriebe schuld ist und das unabhängige Arbeiter nicht mehr aufgenommen werden. Auch in den StaatSbet.ieben icißt der Brauch ein, da» über 10 Jahre aklie Arbeiter nicht auf- g.nommen werden. Für Offiziere waren Absindnngssumm.u vorhanden, tür Arbeiter hat man keine Mttel. Hier wird sehr viel über Werkzeugmangel geklagt, trotzdem gehen-immer noch große Mengen in» Ausland. Auch dln Kieler und Kasseler Staa'Sarbeitern müssen Beihilfen g. währt wevdcn. Al>g. Stahl(Soz.) sucht leine Teilnahme an d r Schließung der Spandauer HcereSwerkstättttz klarzustellen, wird aber vom Präsidenten mit der Bemerkung unterbrachen, daß db.S über den Rahmen einer persönlichen Bemerkung hinausging«. Der Etat des Rkichsichatzministerium» wird in Verbindung mit einem l uSschußantrag über die Militärwerkstätten ert.digi. Nächste Sitzung, Donnerstag 1 Uhr: Etat des Auswärtigen VttMcht tm»K»«sMMÄ.s. Landwirtschastsetat. Ii. Sei>«ÄeeÄiMM»z ie» l«fi.che» MetLssardkikermrblUites. (3. VerhandlungStag.) In der heutigen Sitzung erfolgte, die Weiterberatunz des Statuts. lieber den Antrag auf Erhöhung der Erwerbslosen» Unterstützung kommt es zur namentlichen Abstimmung. Die Erhöhung wird mst 173 gegen 142 Stimmen abgelehnt, so daß es in Erwerbslosen» und Arbeitslosenunterstützung bei den alten Sätzen bleibt. Von Miller-Bremen liegt ein Antrag auf völlige- Streichung der Unterstützungen vor, der abgelehnt wird. § läßwird Verdoppelung des Sterbegeldes i?. IlC!1-.?ür Unterstützung bei außerordentlicken Notfällen ist in Zukunft eine Genehmigung bei Venvasrungsstellen von 2000 statt wie bisher 8000 Mitgliedern nicht erforderlich.. Zu einer lebhastcn Debatte kommt es bei der Abstimmung über E r h ä hang der. Gemaßregelten, uns Streik. Unterstützung. Haiks-Köln hält c», da die Erhebung der ErwerbSloscnunterstützung abgelehnt ist, nicht für berechtigt, daß Geld zutammengeholt w rd, um das Streiken zu ermöglichen. Malzahn-Berlin spricht für den Antrag. Es muß bei Wirtschaft» lichen Kämpfen dafür gesorgt werden, daß die Streikenden vor Not geschützt sind, und doppelt berechtigt ist die Erhöhung in Anbetracht dessen, daß der Minister Heine den Streikenden und Ausgesperrten beim letzten Kampf in Berlin die Erwerbslosen- unterstütznng enlzogen bat.' Der Vovchlag de: StawienberatuagS. kommission, die Streik- und Gemastregest-etuinterstützung aus wöchentlich 24 M., für die Frau 0 M., für jedes Kind 3. M. zu erhöhen, wird abgelehnt, ein Antrag Kob-Berlin, die Sätze auf 30 M. pro Woche, für die Frau 6 M.. für jedes Kind 3 M. zu stellen, wird gegen 4 Stimmen angenommen. Die Bestimmungen über Rechtsschutz» Rechtsansprüche au den Verband blieben unverändert bestehen. Anträge, Mitglieder, die sich den fetzt bestehenden Freiwilligen- korp» zur Verfügung stellen. aiiözuschiieSen, we.den abgelehnt. Die Statutenberatruigskommission gibt die Erklärung ab/ daß in Fällen» in denen Mitglieder gegen die allgemein miÄsMchsn Stückfichten verstoßen, de.r Ausschluß geprüft werden soll. Damit erklärt sich die Generalversammlung einverstanden. Zur Benvaltung des Verbände? schlägt die StalutenberatungSkommlssion vor: 3 Vorsitzende 2 Kassierer, 4 Sekretäre, 10 Beisitzer, die von der Verwaitungs- stelle gewählt werden, an der der Sitz des Verbandes ist. und toeitere zehn unbesoldete Beisitzxr. Der Vorstand vertritt deu Verband nach innen und außen und ist auch berechiigt, durch bclwrdliche Rärßnahmen unumgänglich notwendig gewordene Statutenänderung in Gemeinschaft mit dem Ausschuß und dem erive.iterten Beirat vorzunehmen. Hiermit erklärt sich die Generalversammlung einverstanden. AI? Disimann zu einem Antrag, über den bereit? abgestimmt nochma!i-z« Beratung fordert, kommt es zu lebhaften Auseinander» sctznngen. Di« nochmalige Beratung wird mich �Ibö gegen »24 Stimmen angenommen. Es bandelt sich um die Dciiimmung: den Vorsitz führt der Dienstälteste von dc-n drei Vorständen. Disimann beantragt, daß der Vorstand aus ssäi sclvjt herau» diesen Vorsitzenden wählt.»Nach eingehender. Debatte wird der Vorschlag Dißmann angenommen. Ein weilerer Antrag, eine Preßkommission eirzuwe-en, wird abgelehnt. Ferner wird Neueinteilüng der Bezine beschlossen und die Besetzung der Bezirksleitungen neu geregelt.— Be» antragt-ist, da Erledigung von Beschwerden den Lezirkz. konfercnzen zu überweisen. Da? wird abgelehnt-—.l.anderungz. Vorschläge iür die Besetzung des engeren Beirates Werve» ab» Kopf. Als er wie tot dalag, zog man ihm die fei« Geld.' Auch der Zeuge Wolfs ist Mitglied des Katholisäben Ge- sellenvereinS und bestätigt, daß die Soldaten, die sich an den Transport herandrängten, die schlimmsten gewesen seien Vor f.: »Waren eS preußische oder bayerische Mannschaften?" Zeuge: .ES fielen fchon� preußische Ausdrücke wie»Saubavcrn, Ka hoiische Saubunde usw.", woraus ich schloß, daß man genau wußte, wen man vor sich hatte..Bei mir hieß es:.Dem schlägt ja der Pul» n o ch." Darauf erhielt ich drei Stiche, in die Brust. Als ich auch dann noch Lebenszeichen von mir gab. erhielt ich einen Schuß in den Kopf, worauf ich das Bewußtsein verlor. Auch dieser Zeuge belastet Müller, Makowski und Kleiner und be- ............. ,r:,.--.............., sich in überaM kcnnz.nchnender Weipe die„patriotische" Denkart! chahe ab und nahm ibm ver Agrarier, indem sie riefen:„Und waSzahltdas AuS.' l a n d?" Also das Volt darf hungern, wcwn der Junker durck � Getreideverschieivung einen' höheren Nutzen erzielt. Als ver! Minister schließlich versicherte, er werde' sich durch keinen Angriff von konservativer Sei.« von der eingeschlagenen Balm drängen kafsen»' fölanze er das Vertrauen seiner Partei und der Meorbeit des Hau'es habe, erhoben die TeMfche Vol ispart« und>oie D.u.sch» nationalen ein langanhalie: de« wlrsws G.schrei. Ihren Willen nicht mehr als obelj.e« Gesetz respektiert zu sehen, ist diesen Herr» sibasien unfaßbar. Was mochte.: sie wohl sogen, wenn wirtlich s o z i a l i st i s ch c P o l i t i k in Preußen und im Reich getrieben würde? � Der RechiSsoz'abist Wittich sprach manches treffende Wort« «m*««äs°°-°-°°-° »h-finrlii mit unter Anklage stasiden, aber aus Mangel an i kommt... �. beweisen inzwischen außer Verfolgung gesetzt worden sind..! Ter Deutschnational« Herr von de r O u- n gvssf toi �au' »«weifen injwii«�-»_ 2- 1 tmetStztSminister woaen feiner Verordnung heftig an. Er leistete st � �'''" gelehnt. Die. Befugnisse der Beiräte uns Boz r k-�m f e r inze n »verden neugeregelt.— Die Bestimmungen über o« üanbeviming von Bejirlökon'erenzsn werden daiin abgeändert, lag solch« nach Bedarf, zum mindesten aber jährlich einpial eino.-ruieu werden müssen. r Die Slatutenberaiung wird nun Mterbrochen und in die Wohl des Vorstände» eingetreten.«eihka.Iranff'rt wendet sich den Vorschlag des Kollegen Lang-Franlfurt zum Ausßhub. da er einen ,o ch-n Posten zu de kleiden völlig unfäyiz ist. v?nv-Atan>wn wendet sich gegen dies« AuLführuiiHcn, die nur perstnilichen w.o.mc»»»nl. springen. Auf Antrag erfolgt Schluß der Debatte. Die Wahl selbst wird durch St-.mmzektelabgabe vorgenommen..... Bis zur Bekanntgab- deS�ResullalS wMfftgt sich die Generaiver'amnÄurtg mit d.r nrag- der Verl r er un�; zum internationalen M« t a 1? a r b e« t e r k o n g r e ß. Die st-leneralver'amminuo ist der Ansicht- daß d« aus dem Berliner� Ber'andsiage gewählte Vertretung von acht Perfonen nickt mehr zu Recht besti'>L, auch bei der tc.heren �.tallcbg�Kay! nidi mehr auSrci.hend ist. lieber die Stärke der'<> erftvi vng cnt'pmnt sich ein« läirgere DeöacSe. Die Opposition sc.sta-ot 9 Vertreter, di« Mintoivit 12 Vertreter vor. Di« Abstimmung ergibt Annahme des Vorichlages von 9 Personen, die WvU der Delegierten wird vertagt. Es kommt zur Weiterberatung des Statuts. Anträge auf Abänderung der'Lcstimmungen der Generalversgmnilung wchdan» soweit sie durch die abprstliderton Besch! asie notwendig sind, angenommen.' � Zu den Bestimmungen über Arheltseinstellungen liegen An» träge vor. daß Arbeitseinstellungen nur noch der.Grnehimgutig der O r t svc rwaltung e n gebrauchen. Das wird'abgelehnt. Di« i'nmeldefriü von Ängriffsl�-wegungen wird von dre.i auf«inen Monat herar-geietzt. Ein Antvag auf Streickung de» 8 kl. der besagt: Di« Eni- scheidiingen des Vorstandes sind unter allen Umständen für die betreffenden Mitglieder bindend, w:rd gegen den Beschluß des Vorst, ndes dt- Arbeit niedergelegt, so verzichten dadurch di« Mitgliedes auf jedioede. Unterstützung, wird abgelehnt. Als Tag für das Inkrafttreten des neuen Statut» wird der 1. Januar 1920 in Vorschlag gebrach� c-. AuZu�hme ver|§ 15 und tß('Sirfr; und twemclirtjeltcu» uutecitützuag), die rückwirkend ab Iß. Oktober lSlb' netten. 'Stimit ist di« GNrKi tonbc r a t n:> g ivcüdzi und de: VcrbanuZSian erkennt du? /iruge schaffen» Statut in der Abstimmung gegen 17 Stimmen an. Nach der Bekanntgabe de? WablrrsultatS setzt sich der neue Borstand wie folgt zusammen: Borsitzendc: Reichel, Brandes, DißmailN! Kassierer: Werner, Schäfer; Sekretäre: Sickert, Tost, Schliestedt, Zernicke; Redakteure: Nich. Müller, Haase; Ausschuß: Lang, Baumann. Brandes gibt im Namen des neugewähltcn Vorstandes die Erklärung ab, dost er in''einer Gesamtheit gewillt ist und beitrcbt. Sin wird, die Beschsüsse des Verbands tage s zum Wohle der rbciterschast durchzuführen. Er sgricht die Hofniung auch daß der Vorstand hierbei auf die tätige Mithilfe oller Kolleginnen und Kollegen rechnen kann. Ein Antrag, den Kollegen Scherm zu beauftragen, die Geschichte des Verbandes zu schreiben, wird an- genommen. Hierauf wird die Sitzung vertagt. Außerordentliche Generalversammlung des Verbandes Preußisch-Hejsischer Lokomotivführer. Ausschluß unseres Vertreters. Anschließend an den' am Ticnslag stattgcfundenen Verbands- tag de? Vereins Teulscher Lokourotivführcr sNeichsverband). der die Umwandlung des Verbandes in eine Gewerkschaft beschloß, fand Mittwoch im LehrervereinShaus eine außerordentliche Generalversammlung des Verbandes Preußisch-Hessischcr Lokomotiv- führer statt, die Stellung zu den Beschlüssen der Gewerkschaft Deutsäicr Lokomotivführer nahm und die Auslosung des Verbandes beschloß. Bereits gestern wurde versucht, unseren Pressevertreter hinauszukomplimentieren mit der Mctivierung, die Presse sei nicht eingeladen und es würden nur„objektive" Berichte gewünscht. Der Generalsekvetär D ö b I i n g fügte hinzu, s i e, die Lokomotiv- führer, hätten ihre„besondere" Auffassung von einer Gewerkschaft. Immerhin konnte unser Bericht- erstatter an der Tagung noch teilnehmen. Die Delegierten der Preußisch- Hessischen Lokomotivführer als neugebackene„Ge- werkschastler" beschlossen indessen am Mittwoch, daß unser Per- treter an den Verhandlungen nicht teilnehmen dürfe. Unser Bericht über die Dienstagsitzung ist nach ausdrücklicher Feststellung des Generalsekretärs D ö b l i n g(Gewerlschaft Deut- scher Lokomotivführer) nach jeder Richtung hin durch- ausobjektiv. Wir stellen fest, daß die bürgerlich« Presse mit Berichten versehen werden ist. Die Tatjache, daß unser Vertreter ausge- schlössen wurde, läßt die angebliche politische Neutra- I i tat der.neuen eingetragenen Gewcrksckaft" in einem recht sonderbaren Lichte erscheinen. Auch wir haben nunmehr Unsere .besondere Auffassung" von dieser.Gewerkschaft". Tarifbewegung der technischen Angestellten im Baugewerbe. Zwischen dem Verband der Baugeschäfte von Eroß-Berlin und dem Deutschen Techniker. Ver- band ist ein neuer Tarifvertrag abgeschlossen worden. Für die » Entlohnung wurden fünf Gruppen gebildet: Technische Hilfskräfte unter W Jahren 270 M., über 20 Jahren 300 M. Bautechniker (Anfänger) über 20 Jahren 500 M. Fertige Bautechniker(nach drei Jahren Berufstätigkeit) 000 M. Selbständige Bautechniker (nach mindestens achtjähriger Berufstätigkeit) 750 W. Dazu kommen für Bau- und wureauleiter besondere FunitionSzulagen, deren Höh« frei zu vereinbaren ist. AlterSzulagen und höhere als diese Anfangsgehältcr sind, weil von der individuellen Leistung des einzelnen abhängig, ebenfalls frei zu vereinbaren. Kon- kurrenzkiauseln uns geheime Abreden der Arbeitgeber sind durch den Vertrag ausgeschlossen. In Krankheitsfällen yird Gehalt im allgemeinen sechs Wochen, nach ach jähriger Tätigkeil im selben, Betriede drei Monate lang fortbezahlt. Zur Schlichtung von Streitigkeiten wird über den bereits bestehenden Schlich:ungsauS- schuß als zweite Instanz noch ein Schiedsgericht im Sinne der Zivilprozeßordnung gesetzt, dessen Sprüche fiir beide Teile vv- bindlich sind. Das Mitbestimmungsrecht der Angestellten ist unter Bezugnahme auf das kommende Betriebsrätegesetz geregelt. Die Angestellten werden in einer von dem jehigen Veri�agsträger, dem Bund der technischen Angestellten und Beamten für Tonnertztag, den 23. d. M., abends IVi Uhr, nach dem Nordischen Hof(gegen- über Ctettiner Bahnhof) einberufenen großen öffentlichen Bau- techniker-Vcrfammlung, in welcher Architekt Heinrich Kauf- mann über die Tarifbewegung svricht. zu dem Ergebnis der Verhandlung Stellung nehmen. Tie Arbeitgeber wollen sich am Montag entscheiden. Beendigung des Nohrlegerfireiks. ZtveckS Deilegunz der Disstnenzen im Rohrlegergewerbc ßvurd« vom Nde�KarbeitS-amt ein S6)'.< Gericht ei.'gefetzt, das am Montag nach langwierigen Terhbudluitgcn einen Sch.edStprnch jöllte. Danach boträgt jetzt der EinstcllungSlohn für:») Wasser- leitungS-, Heizung»- und Hochdruck-Rohrlcgcr, sowie, � füv In- stallaleure 8,20 M. pro Stunde, nach einer Beschäftigung von L Wochen 3.30 M.; b) Junggesellen: 3,10 M. pro Sunde. Dwwr Lohnsatz ist auch zu zahlen, ovenn der Junzges'lle zeitweise wieder alS Helfer arbeit«»; e) Helfer: 2,85 M» nach einer Besijr. fügst ug Km 2 Wochen 2,93 M.; wenn sie mit Aulogcnfchlve'.ß'.rbeiteii Veschäfligi werden, erhalten sie den Lohn der Rohrleger; 6) Lehr- ingc: 3 M. pro Stunde. Ais Lehrlinge gelten ehemal, g? H-'lser, >!e nach Maßgabe der Lehrlingsordnung im Rohrleger-Gewctbc Groß-Berlu s beschäftigt werden; e) Lagerarbeiter, die aus dem Helferstande hervorgezangen stud, werden wie Heller entlohnt.— Die Arbeitszeit bleibt bis zur bevorstehende» gesetzlichen Rege- luirg. Fahrgeld- und Fahrzeitvergütung findet bis 1 Km. auster der Vollringgrenze nicht s:ait. Landzulage 9 M. pro Tag, bei einem Auseuthalt bis zu 0 Tagen ll M. F-erien nach einem Jahr % Tage, nach zwei Jahren 4 Tage, nach drei Jahren 5 Tage,»ach vier Jahren 6 Ta�c. Alle am Stoeik bcteä:,rtei! Alb�iher müsseri nach Möglchkeit bei Wiederaufnahme der Arbeit wieder eingestellt werden. Maß- regelungen ans Anlaß des Streiks dürfen nicht statlfinden. Diese 'Bestimmungen sollen rückwirkend vom 1. L-lober 1919 ab Geltung haben.« Eine Versammlung der streikenden Rohrleger und Helfer, die am D,enStag tagte, beichloß nach längerer Debatte, den Schiedsspruch anzunehmen. Wenn die Bewegung auch nicht alle Hoffeuiigcu und Wünscle erfüllt hat, so brachte sie doch einen er- hcblichen Erfolg, Die Arifnahme der Arbeit erfolgt am Donnerstag, den 23. d. Mts. ___ An die Magistrats-Hilfskräfte! Werte Kolleginnen und Kollegen! lins werden Schreiben vorgelegt, unterzeichnet vom Vorstand der Zentral-Streikleitung und dem, Angestellten-Aus'chuß der Gemeinde AdlerShof, inhaltlich welcher die Kollegen au-lgefordert werden, zu den Unkosten des Streiks bestimmte Bc räne einzuzahlen, da„die Kasse der Ttreikle tung leer ist". Wir erkläre» hiermit, daß wir mit dieser Aufforderung nichts zu tun haben. Wir warnen im Ge geniest unsere Kolleginnen und Kollegen, sich an diesen Sammlungen zu beteiligen. Soweit Mitglieder unseres Verbandes in Frage kmnmen, empfehlen wir ihnen, sich an uns zu wenden. Um eine Kontrolle für die noch ausgesperrten Kollegen stattfinden zu lassen, geeichzeing auch, um das gesamte Material für deren Wiedereinstellung zu.bekommen, findet am Freitag, den 24. Ol- tober, nachmittags 2 Uhr, eine Bersummlnng aller noch aus- gesperrten Kolleginnen und Kollegen, in der Aula des Köllnischen Gymnasiums, Jnselstraße 2/Z, statt. Es ist Pflicht aller aus- gesperrten Kollegen, dort zu erscheinen. Zentralverband der Angestellten. Der Streik der Kutscher, Mitfahrer und Verladearbeiter bei der WirtschastSgenossenschaft ist beigelegt. Die Aribeöt ist am Mitt- woch früh in voll:n Umfange wieder aufgenommen wovden. 1 Am Diemstag, den 21. d. M. hat nochmals eine VerHandlmng mit ! der Direktion und dem Aufsicht krnt stattgefunde'ii, nxbei eine Einigung zustand« kam. Ferner hat noch eine Venständ'gung 1 zwischen den Streikenden und de: Direktion' betr. des währenid ! des IGtügigcn Streiks liegen gebliebenen Mülls auf den Grund- i stücken dahin stattgefmiden, daß �e Arbeite rschast sich verpflichtet, hat, diesen Müll inneehalb 14 Tagen mit beseitigen zu Helsen. ,.wm Namen des Kaisers!"\ Ein Kiiegsverletztec teilt uns mit. daß„im Namen©ein t Majestät de» KaistrS und Königs" ihm das sch».irz» Verwunde::'»- � abwichen am 4. Oktober iiberfmdt worden ist, Wte kann man fiel' darüber wundern I Beherrscht denn nicht, noch immer der Geist und der Wille Wilhelm? die militärischen Behörden? Die Maßregelung der Magistratshilfskräfte. In einem vom Magistrat herrührenden Artikel, der der Presse zur Veröffenstichung zuguig, verwahrt sich ersterer gegen die Be- rzzuptung, daß er f.cy geweigert hao«, einen groß»» Teil der Hstss- kräfle tocilet zu beschäftigen; es sei genau mich dem Bejchws der Großen Deputation ver;ayren worden. Dieser ging dahin, daß die ErsutzhilsAträsire. welche sich dem Magistrat in der großen Arveitsnot besonders auf dem Gebiet der Lvoensmilterversirgul'�g freiwillig zur Lerjügung gestellt haben, seddswerständlich niau im Zeitpunkt der Beendigung des«.rerkS aus ihrer Beschäftigung zu einlassen seionr Taduvch bleibe eine Anzahl der S.ellcn be- setzt, weiche nunmehr für zurüellehrende HUfSträj« nicht verfüg- bar sind. Für anderweit« Beschäftigung dieser HUsskraft« werde mit aller Beschleunigung gesorgt werden. Sowvu sich die Zahl bisher habe ermitteln lassen, seien nur wenig über 200 Hilfskräfte unbeschäftigt, was sich im Vergleich zu der Gesamtzahl von 11000 nur«ls verschwindend gering darstelle. JuSoejondere sei es durch- aus unzutresjend, daß der Magistrat die Gelegenheit venutze, um unbequem« Angestellte, insbesondere Midlicher von Angestellten- Ausschüssen, zu maßregeln. Im Gegenteil sei den Verwaltungs- stellen äusdrücklich zur Pflicht gemacht, daß die Wiedereinstellung im Streik gewesener Hilfskräfte nicht dazu benutzt werden dürfe, den. bisherigen ifratgiliedern von Angejtclltenausschüsftn tvegen dieser ihrer Eigenschaften B-enachiielliguugen bei der Einstellung ' zuteil werden zu lassen. Beschwerden werden durch«ine Be- jchwerdekommission des Magistrat, uptersucht und erledigt werden. Wie man sieht, bestätigt der Magistrat nur die Tatsachen, die er bestreiten will. Er beruft sich allerdings auf einen Beschluß. der Großen Deputation, den wir streng mißbilligen. Wir ver- urteilen Maßregelungen nach Streiks in jedem Falle, denn nicht der einzelne ist für den Streik verantwortlich, sonderst die Gesamtheit der Streikenden. Eine kleinliche Rachepolitik, wie sie hier vom Magistrat mit Unterstützung des Großen Ausschusses inS Werk gesetzt wurde, verdient schärfste Bekämpfung. Die großen Fraitionen der Stadwerordnelenversammlung haben bereits zu dieser Frage Stellung genommen und ent- sprechende Änirägc eingereicht. Dr. Wehl und Genossen(Unabh. Soz.) beantragen:„Die Versammlung ersucht den Magistrat, die infolge des Auss-andcs der Burcauhilfskrätie zur Entlassung ge- kcmmenen Angestellten ohne Schmälerung iyrer Bezüge und Rechte sofort wieder cinzu st eilen und die als Ersatz neu an- gestellten Hilfskräfte sofort zu tntlassen." Ein weiterer Tringlichkeitsantrag der Stadtverordneten Barkowsky und Genossen(3. P.D.) hat folgenden Wortlaut: ..Tie Stadtverordnetenversammlung wolle beschließen, den Ma- mstrat zu ersuchen, die bei Beendigung des Ausstundes der Bureauhilfskräfie entstandenen Streftigkeiten über Wlederein- stcllung der Ausständigen zum Gegenstand einer sofortigen Aus- spräche in der Großen Deputation zu machen." Beide Anträge werden bereits in der heutigen Stadtverord- nctenversammlung zur Beratung gelangen. Arbeilerbildungsschule der U. S. P. Heute, Donnerstag, finden di« zweiten Vorträge folg.iider Kurse statt: Tie Jnttrnatlvnaie. Vortraoender Emil Eichhorn. Schullokal: SckAl der Arbeiter- BildungSschule, sch'.ckierstraße 5/0, und Gewerkschaftsarbeit und Rätevewegung. Vortrage nd.c Richard Seidel. Schuliokal: Aula des Köllni. scheu Gymnasiums, Jnselsiraße, Ecke Wallstraße. Beginn beider Kurse 7 Uhr abends. Hörer können noch aufgenommen werden. Sonntag, de» 20. Oktober, findet der erste Vortrag des Genossen Kcstrnbrrg statt. Das Thema lauiet:«Einführung in das Verstanoniß für Vokalmusik". GesangSvortrüge werden die AuSfübruiigen des Vortragenden illustrieren; Frau Hart zur Rieden hat ihre Mitwirkung zugesagt. Ein- trittskarten zum Preis« von 1 Di. am Abend selbst im , Voriragsiaa.. Der kommunale Arbeitcrrat Pankow ist, nachdem die Ge- meindevertreiung seine Finanzierung abgelehnt hat, vor neuen Auigahe» gestellt worden. In seiner letzten Sitzung erklärte Ge- nasse Mertens, daß seine Fraktion ddr Ansicht sei, die Ent- schädigung im Sinne der Gemeindevertretcr pro Sitzung zu liquidieren. Si liier von der S.P. D. ver:rat dieselbe Ansicht. Tie K. P. D. erklärte, wenn sich die S. P. D.-Fraktion am Ar- beiterrat beteilige, stehe sie im Widerspruch zu ihrer Partei, die die Finanzierung ebenfalls abgelehnt habe. Dieses sei ein Doppelspiel und fordere Konsequenzen. Nach Vertagung der Sitzung und Wiedereröffnung erklärte S i l l i e r. daß nunmehr seine Freunde beschlossen haben, nach dem Beschluß seiner Parte» aus dem N r b e i t e r r a t auszutreten. Er sei zwar nicht der Ansicht, daß der Arbeitcrrat überflüssig sei, sondern stehe vor wie nach auf dem Standpunki, daß der Arbciterrat crsprieß- liche Arbeit für die Pankower Arbeiterschaft geleistet habe und noch leisten könne. Entgegen allen Behauptungen, die sich iui Bürgertum breitmachen, könne und wollte er das feststellen. Es tue ihm bitter leid, aus einer Körperschaft scheiden zu müssen, für die er mit regem Interesse gearbeitet habe, aber da nunmehr in- folge des Beschlusses seiner Fraktion ein gedeihliches Arbeiten nicht mehr möglich sei, ziehe er den gefaßten Enischluß vor. Er wünsch«, daß dor Arbeiterrat in der alten Weise weiter arbeite. Großes stehe ihm noch bevor. Der Arbeiierrat möge nicht vor- greisen, sondern die Aufgaben an sich herantreten lassen. Daraus verließen die Mitglieder der S. P. D. den Saal. Es wurde dann beschlossen,«ine öffentliche Versammlung einzuberufen. Diese findet am Sonntag, den 20. Oktober, mittags 12 Uhr, in Linder? Konzertsaal, Breite Str. 34, statt. Referent: Richard Pfeiffer vom VollzugSrat Groß-Berlin. tehersmillelkglendee. Berlin. Bis Sonnabend in den Bezirken dir IM., 178., 132. und 216. Brolkomniisslon, bis Montag in den Bezirken der 87. und 89. Brotkom Mission und bis Dienstag in den Bezirken der 86., 83. und 99. Brotkommission pro Kopf 12ö Gramm Käs«. Spandau. Donnerstag von 8 Uhr ad Bs kauf von am«rika- Nischen Schweineprodukten auf Feld 8.1 der Etnfuhrzusatzkarte. 126 Gramm Preis 1 Mk. Auf zwei iider VA Wochenmenge lautend« Kleischabschnittc der Binnenschiffer-LebensmittelKart« 229 Sroinw Schweineprodukt«. Avs den Lr-aniWonev. Acht» ngl Nachtarbeiterl Donnerstag, den 23. Oktober, mögen» 19 Uhr, im CafS Eldorado. Kommandanten- und Beulhstrahen�che, große öffonlliche Dsrsammiung für all« in den Nachidetrleben be- schäsiigten Arbetter, Arbeiterinnen und Angestellten. Tagesordnung: „P-essezenkur und Belage ungezustand." Referenten sind die Ge- nassen Schneider und Klsinschmidt. Sozialdemokratisch« Bezirks- organisation Berlin U. S. P. D. 4. Distrikt. 8. Abteilung. Donnerstag abend 7 Uhr Mlglieder- Versammlung bei Lehrend, Man eufselstraße 95., 8. Distrikt, 12. Ab'eilnng. Donneretag abend 7 Uhr In der Aula der Gemeindeschule, Tilsiter Straße 4/5, wichtig« Abteilungsversamm- lung. 12. Distrikt. Freitag abend 7 Uhr in der Schulaula Greifenhagener Straße 29, Mitgliederversammlung. Stellungnahme zum Parteitag. Delegiertenwahl zum Parteitag. Ohne Mitgliedsbuch kein Zutritt. Niederbarnim Nord und Oft. Teilnehmer an dem Kursus Alfred Jahn, Zusammenkunft heut« Donnerstag bei Schulz, Kronprinzen- straße 47 in Lichtenberg zwecks Entgegennahme von Literatur und Aussp-ache. Charlottenburg. Heute. Donnerstag, abend 7 Uhr, Zufammenkunfi der Zeitungskommission im Volkshaus, Siehbierhalle.— 1. G r u p p e: Das Gruppen-Bergnüz-n findet am Sonntag, den 26. Oktober, im Volkshousr Rosinenstraße 4, statt. Recht regen Besuch erwartet. Charlottenburg, Aktionorat, Abt. Politik, 1. konstituierende Sitzung, Boikshous, Freitag 7>j Uhr. Lichtenberg. Sozialistische Lehrer und Lehrerinnen. Eonnabend, den 25. Oktober, abends 8hj Uhr, bei Lenz, Magdalenenstrahe 19, Zusammenkunft. Oberschilneweid». Donnerstag abend 7 Uhr Mtgliederocrsamm« lung in de- Aula de? Realgymnasrum». Vortrag des Gen. Brühl und Stellungnahme zum Parteitag. vsre�sNeiidei:.% Zur Beachtung! Die Einsender von Bekanntmachungen im Bereinkkalender werden darauf auftnrrtsam gemacht, das) in ZudNnft solche Bekanntmachungen nur Aufnahme finden können, wenn der I n s r r t i o n S b et r n g bei gefügt ist In An- betracht der gesteigerten Unkosten müssen wir auch diesen Betrag etwas erhöhen, und zwar auf 1,5V Mark für jede Zeile. Tie Bekanntmachungen dürfen den Raum von drei Zeile« nicht überschreiten, auch wird jede Bekanntmachung nur«in- in a l aufgenommen. Versammlung aller Kriegsbeschädigte« des Werner-Werk». Freitag M2 Uhr im Lokal von Longe, Nonnendmnm-Allse, Eck« Reis- straße. Kriegsbeschädigte o. Hinterbliebene der Am. Süd Spandau. Am Donneisiag nachmiikog 4 Uhr findet in dor Kantine, kleiner Sporse- faal, der Am. Süd«ine Versammlung mit wichiiger Tagesordnung statt. Deutsch-Vestemicherk Freitag �8 Uhr im Restaurant Kaien«. Zieienllraße 7, wichtige Besprechung, zu der di- Sektion der Deu'.sch- Oesterreicher des Internaiionalcn Bundes der«riegsbeschüdigten dringendst eingeladen wird. Fnt-rnaiicr.ak«r Bund der Kriegsbeschädigten, Ortsgruppe Reinickendorf, Bezirk West. Freitag, abends 7 Uhr im Restaurant Älarks. SckMnivebe'.stroß« 67, Besprechung sämilicher, bereits zurückgekehrt«», K. isg-a-fongener Kameraden über Organi- iaiionssra??n. kommunale Krlcgsgefangenensürsarge, Hilfsaueschuß 'md B-lschied-nes. 8 Uhr Agitalionskammisstonssitzung. Rechtscms- Kunst sedcn Montag von 2— 7 Uh: ebenda. Arbeitcr-Nanderver-in„Berlin". Sonntag, den 26. Okiober, Wanderung Rauen, Funkenstotion(Besicbügung)— Flndenkrua. Abs. 6.26 L«ip:i«r Hauptbahnhos. Gäste wittkommenl Verantwortlich stzr die Redaktion Alfred Wielepp, Neukölln. Berlagsgenossenlchaft„Freiheit", e. G. m. d. H.. Berlin.— Druck d«r Lindendrumer-i und V-riagsgesellschast m. d. H.. Schissdau-rdamm 19. Ernste Mahnung an die Deutschen Hausfrauen! Die«nqeheu.e Nerven n'pannung des WeNkriege» u?kd seiner Fol.i.'n.aun oZkike Eckaden OUr' Mt gemacht werden, w.na die Veiimtchetttpfi�e zur dett.sten Aufaave der Fr»uen aemacht wird. Aver die itonvistenheU nnttr den Zranen aitt dem G?vic»e der E?sundheuepfl�e unc. H�.luude ist steravezu deand,ftt end. o« elbl leinc Sbillftlk d-'ilbkr, 1° k v-!« gjcai-en an KranNc'.ien b-id-'. die äe mi«chamzewn vor der Bchandlun« de» V.ntti verHelm!chl-". wl-»lel-'"'er dem Druu« dese« m,»!l«->e!, g»:,and.z lewe» und wie viele er«umiruiM aer->I''t wiiidcn. Treie» nicht die m.isicn«.iiui- ciliuiiunla in die She, af>ne jede t>cn»N!t- der Pflichten aeae» sich'-Idii und chic liiiifN'e Oomutch vo.i den Sitern uoer die wichiftslen»ufgadw deit eeheUveas.lolai ii» Tümten aetossen?— In leinen Haueholle Ntllle da he, oa» vciütinit« grostr Prachrwrrl von Arav Dr. med. Buna Aischer-TüieclUipMl Ichien. »iUlir'-cnd behoud-lt stud, Anile-kend- Lranlh-it-i,—«steiinlken—«iitSlciben der Menstrmtion- Aue, lüg— vemuchiUNg—-Unlunren—«»—»'kt»«»:»»« der»Ufte— Chat-a— Dani.xrta_®chfiiN;U—.ti-t-r—-I.i-turl- tzt hacl'U»—«edmrchuse«altenfttw--„iiieiir. r cuniati-mu»- wc>chikchleltden un:«.ichlecht. lranlhc.ien— Gtchi— Är pH e- HiUduhoiden- sr,t,.-._ l*ln: nettf Uder- ,aml>. Leber- un« Lüne iUrantli-ile.l- Tnderkuio!-- Lan« et-iarei«- Lelfienbrnch � Mai r»_«orten— 8 oriiich- CcheidcxKanIdeUen-«chwanaer chest s»noeiü-psirftc- NarilUlaae Nie vrtme un» i-nee 9«ftm:»'i- N.'üernich!- Äeiß.-r iiluk..y!,,--endell— Aechf-listire- sia'ini..-ae! in— »Niere Hiiüräuter— über alle atme« und chroniichei! tlraniiieileii. ivmie erst« Hui« bei illlgiültSsäiten. vebondolt Und auw dt« tu«rSsiltctteu Hauttranthcite,: wie:. ««uppenflechle-» stesiend«.etechie- nässende Fiechte— Lchp-nsiechte- Äiltt-Irose und Slrosuwse. Tie Fran als HausArztü»! «in»»»Iche'«achsch aii-w«r> der«elun-beitsrste-ii und''ticku de M'I bejo,'lerer?-r«rtiichiig»ng der >».,.en. u d k n er rankd.ilen«e»i»rt»StIft und Andervtl-ge uno der Nachdehandtttni, 8cke«lerietziei �« i,en mu ca»»Mduu««-'. u Kunnt N'.en'., d et..-« Mode''l" l'"..Mann und W«ib". Die tHetikn»»« cm öl« zuerst di* A» chrridui g der tiraiith.iien, dann ihre Bedandirlna. &, OfiCV A ft Cfj t Li<1 11 d M. 4,2.� MitZapIungr-rlcichliunz v. woimllichkkkkA Man vcUanz« lostento»-inen Wustecvaud zur Ansicht, steh, Bestell schein. Buchhandlung A.-M. Fellrr, Hermsdorf bei Berlin.— Postscheck-Konto Nr. 23524 Berlin NW 7. I JQ** A °K »#5 « r xtz �23 JO a•« MU £3 •§£ tfcr-; 0S « 5 «3 £ m i � GJ££ ttoä A« B 1 V Q Vergeudete Kraft! Wenn Sit schwach« tiugtn oder unpassend« Slii'.r haben, so müssen Sie sich weit wehr ala ein Nsrmal» sichtiger anstrengen Srohdem aber leisten Sie nicht soviel, denn Sie werden ra che? wLde und leiden c» AoNlsn. merz und Lbgespanntyrii, Et« vergruben Ihre N att und ausern Ihre Zlernen. ohne zu w ssen. daß Ihnen weiter n chts feh i ol» passend? AugenrlZle: Wrr wollen Ihnen:«sion:o« Zh»« �noev wit Snrgsalt uniersuchen und garantieren Iqnen silr genau xassi»»« Glaser l Wenn Sie dann unsere PuLklorii-Älitier oder die no.o berercn Cano'iop'SlSier eine gtrlang getragen Hab??', so werden Sie vielleich! ulbst sreubig erstaun sein. wieviel irischer, tatlräitiger Et- sich sühiea.«achte« Ei« van der anndtigen Ueberau slrenzunz Ihrer Augen befreit stnd. Kostenlos prSien wir Augen und Eebkrast mit Sorgfali nnd garaniieren für passen.'« Tläser sowie für Hörbarkeit oller Fassungen von W. IS SN an Daiur rrhai.en Sj- bei unO schon gut««reifer-der vr.llcn ioine El-i'er) und noch dazu drei Jahre Earaniie, das heissi «solanxe alle Zieparat'ren umsonst", se'dst wrnn di: ssassun« durch Ihre Sü.uid»erb»che» wird Nur für Kvruteile. Schi.dpait und tür zerbrochene SiZfer Huden Eie zu zahlen. 21 OesclAttflö; 0 ldv»l».mar!r. Hit tmutuat* Al»p»n»«r»Iatz. Mdei. iii.rmaei SO Sr«ni»»iir. ♦*, nabt CTontensini W uetv,ti»r i»i». HS. u»»».«ellewziz», eiiaie Hriedriwi»». t»>«. Hit ritstl'uad« N Sfjqnffiefir. 7S Zin««lldeaV». 1C4.». Biiinoenstr. NW SritbridiftT. ISO, •de»ms>»rtR;:>sS( SchCaebcrgt chauNIitr.U H. cm*«Hf«-t)U»eiut.S!e» Fiit«!en».ut JittiaüT. IS. iSctt*tr5*i reoeniiNrr i>e» retiei-SVii* WUmeradorl: «eritner Ctr. I?«»■!». an der tUiombntag« verlangen Er« nach-ußerhald t o st e n i o e unseren Opio. meter z. Eelbst- bestiin.men xai- cnder Gläser nebst Versaiio. :: liste:: S Zkottduler?,m»>0. aao>>!-!«renNo»» iiendart .stier: irK'I»!» Veratlrast« 4, Jcaeiilit:i RlÄcttft*. Npniseiaai Brei».»raü« IS «M ä SW Helle> illlliance» Et», 4, »m delleilven lto« N öidoalian er rtlllee SI, da»!>»dn.ei»ii»n sieidrv» 0 Zraukwrter Allee 14. Sktsrl«» t 1 v n d AiA' A»aen«:r>i Kräfte i «4- lKflifstcet Clrade Anachtmdtdale»«tra», U Zladuto' Kk yyauiMMw»»Miasä6iS�tou? TrntscherMctlillarbeiter-VcrSand VerM'tun?s''eiie Leriin» N. 54. t'NienÄatze 83-85. ««schSttO.ei, von 0 vi» 4 Ul,r. t:»elcpvom Am« Norden l«S. ISS». Iv«7,»7lt. Montag, den 27. Oktober 1«I9 Bezirksverfammlungen für die gesamte Verwaltun-ssstelle Berti» in folgeirden Lokalen: Jlord««:?harus-Täl«, Dlüllevstraße 142, abend» 6 Uhr. Diorden: Aula der R-aIs6iul«, Äbeir.tibe.aer Elrahe 4/ö, abend» 1 ifcC SfbutÄ ßiriittfJvrL(»r ftf. drni Norden: Aula «bei MWWW�W Schul« Diünlholer St.ast« S, odenb» 7 Uhr. Uhr. Jll.abit: Aulader Schul» Zmlnglistrch:, abend» 7 Uhr. i u», Aasinenstrab» 4, abend» 7 Uhr Lindenpark, Echöned-rg, Hauptstrahe IZ, abend« il larlottcnourg: V o I k» h a Westen, Schöneüerg, Steglitz: o Uhr. Sadenbezlrste: Sew»rkfchaft»hau», Engeluf«? IS. Scd 4, abend» 7 Uhr. Neukölln: Oberiealschule, Emfer Ct.aße. abend» ö Uhr. Osten u. Nordosten: Tom«niu»-Säle, Alemeler Siray» 67, abend» 6 Uhr. Lilh.enberg:<5 a fö Lellevu», Nztimuelsburg,' Bahnhol s.ra';o, abend» 7 Uhr. Etralau-Rumm-lrbura: S ch u I a u l a, liichtandevg, Jla sttstratze. abend, 7 Uhr. Welgenfe«: Zum Prälat»», Berliner Alle«, Erste Lehderftrahe, abend» 7 Uhr. Tegel. lüosiAckendarf-West: Hartmanns Brau«r«l, Relnickendorf-West, Scha?nir«bolskcbe 101/104, nachen. 4 Uhr. Oberschüaeweide, Stied-rfchönoweide, Aohanniolhal u. Umgegend: Nealgymna» sium, LberschoneM-ld«, abend» 7 Uhr. NSp»nI.» 6 u.'r. »pindau: Aula der Oberrealschnle. Dloltkestrahe. Taxerardnung in allen Dersammiungen: 1. Ber-chtersialtung vom Berbandztag. 2, Stillungalchu:- zur ordentl. ig-neralvrrfammlung am 2. Nov. d. Z, Ohne 371 it gl i cii»buch Kein Zuiriltl Zahlreiche« und püusttlichez Erscheinen wirb«rirar.et. ____ Die Ort,««rwaltung. peebanö üer Gemsinö- unö Staatsarbette?. Gitsverivaltuns Sroß-Serlia. Frcit'lt, de» Lt. Oltolier littS, abends S'/z Ul,r, im G.w.'rk/cha tsraul, Engelufrr 15, Glo/er' Saal: a tSrau.', G e n r r a 1» P e r I a m m l u n g. TageSordnitnp: 1. Bericht vom S. Onarlai: ai Geichäf»b richt, b) Kassenbericht. 2. Wahl ein S Mit lic:8 ur Ort V.rlvoltun,?. 3.'£te te nische Rotliilfe und die Staats-.und Gcmcindearbciter. 4. B rbandSanqelegeii! eiten. Crnc Lcgitiuia lon kein Zuiritt! In Kui-zke vorrücil Die ÜLUtsihen Dokumente Zum Rriegsausbruch it»ck 6»n �ktenirUctce« 2U,TM"«noesteNt von Rerl Raut'k� i»«tAU5eezeben von Grti N*9ntwe!a9 und Pro.essor Walter SchUcktng » L 0öndj Vom'tuntat in Serajewo bk zum Eintrelfcn cer serbischen Artwortn te. 0. SOtlds Vom Eintreffen der aer�ischen Antwort Ott in Berlin bic zur deutschen Kriegscrklarunf »,» Russland. 10* Odttd: VonderKtiegserkiSnmii an Russland bis zut Kriegserklärung an Frankreich. /■ iV.Ooßd: VondcrKriegser Härung •nFranürcich bis zur Kriegserklärung > Oesterreich- Ungarns zn Russland, ( JaAer Sanö /firka S Mark Vord««t»lloni notiert LvcttL?.- ABTEILUNG Kaufhaus des Westens G. m. b. H. BERLIN W jo) yeukschsr I5 cttspotfccljeittt- Verdavb, (Srost. ectito» S. Transvo:�-, Lageiarue ter nfn». der Verim r Metall nd»Kr ie. Verein der Freidenker •Hr Feacrcefttuot E.V. ZilltiökttbegS 5fr EtmsMkl siast ftell»«erlin. Msihlüliljs Tie Ortöbertvalt- m. Freitag, di« 24 Ottober i»i», abeuds 7 Uhr Kombinierte Versammlung sänitlicher Gteinarbeiter verlins in drn Orplie,,».»»!«,, Brllltcniir. S,«wisch«« Inni.otDihtvm« Uito«lbpnultcr Cli(u,c. Teaetorduuna: Die anpedro!!«- AiiOiprrrvng der Dteinarbrlter verltne. Der Wl ilgieit halber uatt lein Soll«c tctil.n. Dt« crt»>i«ruia tu»». GroZe St ei~ unö Mitgiieö ar- Versammlungen. Am So«lag. den 2S. SNober 1813. vormittag» Ssj Uhr in nach'teheneen Lakaien: Für OderfchZneiwrid, und Umgegend in M ö i n, r» Biumet-zarten, Oberschon« we de, Ostendstratze. Für Lichtenberg und Umgegend im C a s S Bell»- r> u«. Haupistrotz» 2. Für Verlin-Ofien in den P. a ch t s ä l« n d»» Ostens/ Frankfurter Allee 47. Für Berlin» Z-ntru«, Für Rarden in Feibels Festsälen, Kolberger Slraßi 23. Für Ziorden, Brauerei Patzenhofer, Ehauss-e- stratze, Eck« LiesenstraKe. Für Süden und südliche Lororte, Bockbroueret. ftdieinstratze 2/3, grosser Saal. harlottcnl. rg und Umgegend, Bolkshaus. Rostnenftraht 3. Zutritt zur Berfaminiung erhält, wer sich durch feine Eireikkarte und MitxLedsbuch ausweisen kann. Ohne Legi.lmation kein Einlaß. Zahlreich?» Er- scheinen erwartet Die Sedtionsleitung.> F. S.: Karl F r o m k e. Sit» öeilin tZee?. j lSV, ß-»«!iF!l:ist.!Z.> e linllVe«.] Ors? cnstreB« 85-M. IT.. (Jedihrt von I0-« Uhr.| Sonnabends v. Iw-Z Uhr. Am 18. Ok:ober ver-f starb uns r Mitjllej fiemann Heinzel | Storni ch« Snaöe 42. ; Cht« seinem Andenken! T Die binäscuerun» er-■ 1 ialxt sm 24. Oktober. i r,aci.ra.ÄUhr. im Krem». I | tonnm Gerichtntr. 37-36. Der Vorstand I ZtütmlicrliM dttAlizekelltt» Oeltion der S>>- kettellti n im Zeitu:ic:S?tciv'rbs. ArellltZ. den 24. SMSe?. ab?«Ss 7 Ah? in ten M nsikersälen, Kaiser- Wilhelm- Straße 3l MWM-BllsgMW Tagesordnung: Die Tarisl'ewegung. Ref.: Kollege Bublitz. Bildung der Zektion der ZeitungS- angestellte,?. 3. 2Va!,! der Zektionsleitnng. Ers � e.ncn all�'r Nollrgcn crfordcrlich. Mit'lieitbiich und isirmenauSweiS sind vorzuziigen "iv.wczim.- K. P. D. Bezirk 13. Charli/iteaburg, Am 19. d. M verstarb plötzlich am Herzschlag onser eifriges Mitflf ied, der AbteilungsfOhrer FiOnz FliiilTiiüütl I C erloUe-rburg, Haese- | IcrBcr- Mb.£r war ein treuer Kimpfcr für den Kommunismus und wird uns invergfssenbleibcnrl Di« Beerdigung findet| ar.i Freitag, drp 24. . Oktober» nachm.dUhr. | auf dem Südwcstkirc�- ■ bor in Slt'inadorf statt. | Treffpunkt nachm. 2. Uhr ( am r ahnii.Charlouenbg. Wir erw. Ilten die Be- iciligunjsc alt. Mitglieder. | iric tfrzdi kslaiitssiK« 1. 2. Ailen Kollegen die 1 trübende NadirfCht, da2 j uöserKoüege.derDrehcr j bc" t i da3 u -her fl Frisifrich Sciirarer - Zliitrlilkttdlinii dnAiiStstrllttv Ortsgrubbc: verlin Dc«c-?>lli�ncei.?trafte 7-l0. am ßüc die Ang: stellten im Baugewerbe findet ZLllncrSiS�. Sen 2Z. L!lob?r 1818. abends'/-8 Nisr in HtiveriandS iestfäle», Neue Ftiedrichstraße 23, eine NWökl-WMÄW statt: in welcher Stellung zu dem Tarifvcrtlag genommen w.rdrn soll. O ist Pfl.cht aller Äollegcn und Kolleginnen dort zu erscheinen. 5>ari)gt'Uppe\2. Sichtung! Aelitung! ArHeiisr-ZeMebsröte (Slrbcitcr-,«upestellirnauSschüfse. Funtii-när«) dergesam.T ein n.Vonindnstrie. sreitag. den S4 Ottoster I»tv. avenrs gl. Uhr. .idrt in den �optlirnsäle», Sophiensirage 1«, eine große � � U Hit eefttnlCRSlclK- uno Bau-3ntms(tie stall. »««»»rdnnng jtec Znsauiweuiel tust i« der Ttsin-«. Vau- Aiidunrle. ««i btr??«ilol«» b-r Ta-«r»-dnuh» ist v»l'.,»dlt««» Sr- Icheinen bc c ,.!«:-iil-ndre undebingi n«»»»»»,«. Be- .................... cj.üwcetrt JtiHldier Verwaltungsstelle Berlin& 54, Lliilenstratz« 88/85. Ä.suäit-.zcit v. vorm. gUur bi»nachm. 4 Uhr. Telephon: Ami Norden ISS. 1289. 1887. 9714. Aihtrng! Ach?«!! Funktioi-äre! Heute Do..nerStaa, de« SS. Oktober nachmittags 8 Uhr im Patzenhofer(fr. Bockuraurre.), Fi.icin, r. 2-3 au�erordenlliche Generalversammlung unserer>verwallunabt«elle. Tage»ordnung: Bericht üver den Stand unsererv.'gung. Le ttimationS.arte und Mit» giiedSbu sind am Eingang de? Saale« vo.zu- zci tn. O ne diese« te n Zutritt. Bertretung.st ni t zulä sti. Die verjamatlunJ wird vüntnich eröffnet, da der Saal um S Uhr geräumt werden muij ZLekanntmaci ung. Kolli entarten. tlchtungt Achtung! Areitag. den 24. C riober»«atbm. h Uhr Lranchen-llersammliing der?chvaubend>eiier, Slutomaten, inrlctiter so- wie aller in Tcdraubenbetriebcn'vrschästivtcn im Lelal Rdnigitabt vaftno. Hoijn nrilin. 2. Ineel.tsnuna- 1. liniere Loonde■ cjuna. 2. Diltuili.n 3. Bers. ictene» Au Knbticod.t»er itidulae: Tagesorbmiug iit »o»»..i fntd:««rdjetnen»uer!>olle?en d ingeud nolwendi». Lime ibliig>ud..bnib oder Sintttailc lein Mm»üf. Tie Ortsverwaltwug. Bl dungssusschiiO koabÜ-HingaviSftel(U S. P, 0] �tr»�.axiC<)oeooouxxxxy«jcxxxxKjQQoooc«xfceoeoooccocoü Hanta. Donnorst�R. abend» 7 k Uhr, in der Aul». Zwlz llsir. 3 vonra« über„Russlands Volk u. Winscsiaft" .Referent: Ocz. A. Stein.:: Blntritt 35 Pfennig. Lchrllngre. weiche Lust liattnsic.ll im Verwa!tun.?3fF.ch aüsblldsn zu lassen, woi.cn *ich unter Flnreich ng des Ltber.siaufcs meld n dai der yemeir.deverwnliong Bohns- orf. Kreis Teltow. 4 Morsen gutes QeraBe-s* land, klencs Sommerhaus, 3500.—-. bei.OJO.— Anzahlung , D'» i« wistjt« B-k-nnimachung vom«. Chitüt: j kÄoM W lÄ 1919, betreffend di« Aue.ellung der Osenkarten lvst-, Uörliiese llebndot trll>> o''. r-setzten Termin» müssen durch den Streik der HUf»< räft» folgend, A-nderung erfahren: 1. Soweit die Lhhoiuwg der Ofenkarten auf den Brolkotnmisfionen durch die Hausbositzer in der Zwischenzeit nicht schon»rfolgt ist, sind die?.uz> pesitzer verpflichiet, di« ttorien umgehend von de« Brmstommisiionen odholen zu lassen und sie am Dornnersiag, den 23. Oktober 1919, und Freitag, den 24. Oktober 1919, von 9— 11 Uhr vormitiag» und 6— 9 Uhr abend» an der von ihnen dekanni zu machenden Stell, sür die iSll-t»: zu. Abholung bereit zu ha!:-n. Ketten, die bi» Freitag abend von den Mietern nicht abgeholt worden sind, müssen im Lauf» de» Eonnadendo, 2ij. Oktober. der Brolkommission zurückgegodin werden.»Zu- sammen mit diesen nicht'obgeholien Kohlenkdrlen ,:n!> auch di« Mieterquiitungslbsteu am Sonnabend an die Brorkommlsfion zurückzusenden. 2. In den übrigen Cinzelheilen wird die Bekannt- machung vom 8. Oktober ausrecht e halten, insbeson- der« bleibt«« dabei, daß Einsprüche gegen di« Zuter- lungen der OfcnÄarten nur durch den Hauobrsttzer, weicher dafür«inen desonderen Vordruck erhält, gel- iend zu machen sind, und detz Einfpruche, ob mündlich oder fch iftlich, in unserer Zeniial» nicht vor dem 12. Navember bearbeitet werden kännen. 3. Wegen be» übergrotzen Andranges wird Im Inier- esse geregeller Leo oeUutig drinrrnd erfuckü Einsprüche möglichst weit hinaus zu schieden. Bsrltn. den zz. Okiaber 1019 Magistrat. Deputation sör h.e Kosss'nserforgnng. La« h n i n g »m IS. Okiode, scbiscleu isi. T'ire«riiiem Andenken, f Die Koi;.2a:?n der 1 1 F rmn Ef;r:e»>rcc!it ij & Sei; Pa-onn. H Pankow. Sc' uiiistr. b| Die Einüseiierung det Donnc.s'.a«, 2 (OtTichistraÜe), sta Für oic vieler: cwci>c bcrzUcherTc i'-ahme bei dem J od? a» d Begräbnis unseres lieben Willy sasen wir r.:ien Korporationen, Q ncssen s- w c allen lieben Freun- en und Bekarnien unseren harzl clienOank '» Iobm tfer WrtBfÜMiMi Familie Sieare. h tDWWWzi Deutsßiißf Metallarlisiier-Verliand _ Verwalturnssteüe Berlin. RacSiruf, Den KcMeten:nr Nachricht d.S unsere Kolleren. Jsr Former Sinst flichter *ra 15 d. M.- der Schlosser Albin Naumann Ob-Schflncwdde. am 8. d. s'd.— die Arbeite; in Kedwügj v/e?33r Hochslr. 14, am Ir.ie Ortsverwaltun«.