Einzelpreis 15 Pfennig 2. Jahrgang • Die Freiheit erscheint morgens und nachmittags, an Some und fefttagen mur morgens Der Berugspreis beträgt bei freier Zustellung ins Baus für Groß- Berlin 4. M. bei dizettem Postbezug monatl. 4.65 m bei Zustellung unter Streifband für Deutschland 6.50 ML, fürs Ausland 2.50 m, per Brief 12.50 m. Sebaftion und Expedition: Berlin NW. 6, Schiffbauerdamm 19 III. Berusprecher: Amt Norden 2895 und 2896. Freitag, den 24. Oktober 1919 Nr. 514/ A 280 Morgen- Ausgabe Juferate foften die achtgespalt. Nonpareillezeile oder deren Raum 1,20 ML.. Wortanzeigen das fettgedruckte Wort 50 Pf. iedes weitere Wort 25 Pi. Teuerungszuschlag 20 Pros. Bei familien- u. Deriammlungsanzeigen fällt der Zuschlag fort. Inierate für den darauf folgenden Tag müssen spätestens bis 3 Ubr nachmittags bei der Expedition aufgegeben sein. Inseraten- Abteilung: Berlin NW. 6, Schiffbanerdamm 19 Fernsprecher: Amt Norden 9768 greiheit Berliner Organ der Unabhängigen Sozialdemokratie Deutschlands Gute Zeiten für Mörder. Der Untrag des Staatsanwalts im Münchener Mordprozeß. München, 23. Ditober. Stettin, 28. Oftober. Sie wollten nicht. rb. Bei dem Verfahren vor bem parlamentari. fen Untersuchungsausschus gibt es gibt es einen bie oftpreußische Rohlenbersorgung betroffen. Die Einstellung bes Richtertisch, einen Beugenstand und einen Platz für die Sach Betriebes des Elektrizitätswertes in den nächsten Tagen ist berständigen. Eine Anflagebant ist nicht vorhanden. Es brohend geworden. ist ein objektives Verfahren, in dem Sinne, daß nur der Tatbestand festgestellt, aber fein Urteil gefällt wird. Es soll in die Kompetenz des Staatsgerichtshofs nicht eingegriffen werden. Troßdem aber ipigen fich mit natürlicher Folge ridytigkeit die Berhandlungen zu Anklagen zu, und schon nach der dritten Situng fann fein Zweifel mehr bestehen, wo man die Schuldigen zu suchen hat. Infolge der Iodferung der Ostsee durch die En tente macht fich in Stettin Snappheitan Fratraum nach den standinavischen Säfen bemerkbar. Die Stodung der Wus. fuhr hat eine Anftauung von gestern in den hestegen Häfen bewirtt. Namentlich auf den Güterbahnhöfen sind die Zustände Der Staatsanwalt beantragte im Gesellenmordprozeß gegen Iler und Matowiti wegen Totschlags die Höchst trafe von 15 Jahren 8uchthaus und 10 Jahren Ehrverlust, gegen Grabash 1 Jahr Gefängnis, für Streiner rei jpregungs Das Urteil ist wahrscheinlich erst am Sonnabend unerträglich geworben. Bu erwarten. Bolschewiflische Erfolge. Amsterdam, 23. Oftober. Die Bolschewiften melden drahtlos über ihre Aftion an der polnischen Front, baß die roten Truppen erfolgreich borrüden und die Beresina überschritten haben. Die Frage soll beantwortet werden, ob es während des Krieges Friedensmöglichkeiten gegeben hat, und ob diese Friedensmöglichkeiten von deuticher Seite gewaltiam zerstört worden sind. Nach den wohlabgewogenen und flaren Aus. fagen des Grafen Bernstorff wird niemand mehr wagen dürfen, diese Frage bezüglich Ameritas verneinend zu beantworten, und alle Welt weiß jegt, wer die Seime ber nichtet hat. Es gibt eine unsichtbare Anklagebant, auf der der ehemalige Kaiser, die Herren Bethmann und Zimmer mann, die militärischen Führer, an der Spige von allen taten der bisherigen Untersuchung kann uns niemand der Voreiligkeit zeihen, wenn wir von diesen Angeklagten schon heute als den Schuldigen sprechen. Wir haben bereits in unserer einleitenden Besprechung bes Brozesses auf die unerhörte Tatsache hingewiesen, daß bie Staatsanwaltschaft die Anflage nur wegen Totschlages, bas heißt wegen Zötung ohne Ueberlegung, und nicht wegen Mordes erhoben hat. Der Verlauf des Brogeffes, der so grauenvolle Untaten der Weißen Garden enthüllt hat, mie fie nach der eigenen Aussage des als Zeugen bernommenen Obersten der Trubben selbst im Striege nicht Die Kommission zur Ueberwachung d: s Jr edens- aber der General Bubendorff fiten, und nach den Resulborgekommen sind, hat unzweifelhaft dargetan, daß nichts als Mord, gemeinster, wohlüberlegter Mord vorliegt. Trozdem denkt das Gericht gar nicht daran, wozu es unbebingt verpflichtet wäre, die Anflage auf Mord ausdehnen zu der Laffen. Oh, Gerechtigkeit! ablommens. Wie geschoben wird. Bergegenwärtigen wir uns die diplomatische Situation, in het fich Deutschland gegenüber Amerika am Ende des Jahres 1916 und im Januar 1917 befand. Auf wiederholtes dringendes Ersuchen der deutschen Regierung ermunterte der deutsche Botschafter in Washington Herrn Wilson, einen Friedensschritt au unternehmen. Im November konnte er melden, daß noch vor Neujahr eine Aktion des Bräsidenten zu erwarten fei. Trotzdem ließ Deutsch land am 12. Dezember ein eigenes Friedensangebot hinausgeben. HN. Baris, 28. Oftober. Die Kommission sur leberwachung Ausführung des Friedensabkommens mit Deutschland besteht Wir sind wahrlich nicht nach Blut gierig. Ufer fozia- aus atfut für Japan, Derb für Großbritannien, Bichon Wir find wahrlich nicht nach Blut gierig. Ufer fozta- und Berthelot für Frankreich, Bonilengare für Italien. listisches Ideal allein verlangt schon, daß kein Menschenblut, auch nicht da sdes schwersten Verbrechers, vergossen werde, Doch immer wieder müssen wir auf die jammerbolle deutsche. Bustia hinweisen, die in so unerträglicher Weise dem Bolte jede Gerechtigkeit zum Sohne werden läßt. Die Taten der Geiselmörder, die gegenüber dem Furchtbaren, was dieser Brozeß jest enthüllt hat, geradezu verschwinden, und von benen heute faum ein einziger noch zweifelt, daß fie nur im höchsten Stadium der Erregung begangene Tötungen waren, fie maren bon vornherein für das Gericht Mord, die Bhuttaten der Müller und Matomski aber in diefem Prozeß fie sollen nur Totschlag sein. Entweder oder, fo hätte es hier heißen müssen. ( Der Bericht über den 8. Berhandlungstag befindet sich in der Hauptmann Boensgen hat sein Quartier vom Rusijen der Angelegenheit. In einer Botschaft an den Senat vom Beilage) Sof" in das Hotel Ablon verlegt. Hier ist ein gewisser Beutnant 22. Januar bekräftigte der Präsident seinen Wunsch, dem bon Besta fein Haupthelfershelfer. Um nach außen hin ben riege ein Ende zu machen, und einige Tage später ließ er Anschein zu erweden, als seien bie beiden Herren gang gewöhn. durch seinen Vertrauensmann, den Obersten House, dem wiederholt um die Mitteilung der Bedingungen bitten. Es steht fest, daß er damals nicht beabsichtigte, an der eigent lichen Friedenskonferenz teilzunehmen und den Gang der Verhandlungen unmittelbar zu beeinflussen. Es war ihm nur darum zu tun, daß nach Abschluß des Friedens ein allgemeiner Rongreß zusammentrete, der die die ganze Welt berührenden Fragen völkerrechtlicher Natur erörtern follte. Am 29. Januar endlich werden Bernstorff ganz vertrau lich die Bedingungen zur Renntnis gebracht, die Deutschland angeblich aufgestellt haben würde, wenn die Entente auf das deutsche Friedensangebot eingegangen wäre. Aber sie gleichzeitig der Entschluß zum rücksichtslojen U- Bootfrieg bekannt wird, vor dem der Botschafter vom ersten bis zum letzten Augenblid aufs dringendste ge warnt hat. Damit ist den amerikanischen Friedensbemühimgen ein gemaltianes Ende bereitet, und mehr als das: damit ist gleichzeitig der Eintritt Ameritas in den Krieg unabwendbar geworden. Der Stachi chub für bie in Rutland befindlichen deutsch russischen Truppen findet nach wie vor in großem Umfange tatt. Der Hauptschieber ist der Hauptmann Boensgen, der in Mitay ein deutsches Detachement nur dem Namen nach führt. In Wirk aus verschiedenen Gründen höchst unbequem, aber er ber Für Wilson mar Dieses Borgreifen lichkeit fist ber Mann seit Wochen in Berlin und stellt von hier fandte nichtedestoweniger einige Tage später feine Note, in aus die Verbindungen zwischen den Munitions. und Lebens. Der er die friegführenden Mächte zur Bekanntgabe ihrer mittellieferanten her. Nachdem durch unsere bauernden Hinweise Friedensbedingungen aufforderte. Deutschland entsprach auf die Tätigkeit der Werbegentralen biefen der Boden jetzt etwas Siefem Wunsche nicht, und der Staatssekretär Bimmermann au heiß geworden ist, find fie auf neue Schliche gekommen, um erudite den Grafen Bernstorff um dilatorische Behandlung ihre landesverräterische Tätigkeit weiter ausüben zu können. Befchießung Rigas durch die Deutschen. liche Bibit perfonen, ist durch einen Dienstbefehl angeordnet Botschafter aufs neue ſeine guten Dienste anbieten und H. N. Bonbon, 28. Oftober. werben, im schriftlichen Verkehr mit Boensgen und Besta nicht mehr den Dienstgrad in Anwendung zu bringen. gegen die Jutervention in Rußland. berlaben. Der Dampfer follte nach Sturland gehen, wurde aber fönnen nicht mehr als Basis von Verhandlungen dienen, da Der Lettische Generalstab melbet: Deutsche Artillerie In welchem Umfange die Schiebungen vor sich gehen, mag Bat am 19. Oftober britische Kriegsschiffe befchoffen. Die Alliier. Dadurch beleuchtet werden, daß noch am 8. Ottober, also zu einer ten haben am nächsten Tag das Feuer mit einem Bombardement Beit, wo Noste bie Grenze angeblich längst gesperrt haben ber deutschen Etellungen beantwortet. Jezt bombardieren die wollte, vom Königsberger Belleibungsinstandsegungsamt 6 Wag. Deutschen das 8entrum Rigas mit schweren Geschüßen und sons mit Belleibungsstüden für die Eiserne Division verladen außerdem bermenden sie Gazgranaten. In der Stadt wurde wurden. Weitere Waggons sollen folgen. Jn 2übed wurden großer Schaden angerichtet. Mitte Oftober auf dem Dampfer„ Eftland" für etwa 10 000 Mann Seeresausrüstungsgegenstände, in der Hauptfache Bekleidungsstüde, Wäsche, Tornister, Patronentaschen und dergl. Usquith Stotterdam, 23. Oftober. infolge der Blodade zurüdgehalten, inzwischen hat er berholt und 23ie Neume Stotterdamsche Courant" aus London melbet, liegt nun flar zur Abfahrt. Bon all diefen Dingen will die Stegierung natürlich nichts hielt Asquith in London eine Stebe, in der er sich energiswiffen. Sie brüdt beide Augen zu, tut fo, als ob fte weber sieht gegen die russische Politik ber jebigen Regie noch hört und fireitet dann, wenn fie vor eine vollzogene Eatface zung wandte. Er sagte, England dürfe auf die Entscheidungestellt wird, den Vorgang ab. Jhr Heimlichtun nüßt ihr aber gen und das Berhalten bes russischen Wolfes, soweit beffen innere nichts, denn es bleibt dabei, daß das deutsch ruffische Unternehmen Bolitit in Betracht tomme, teinen Einfluß ausüben. im Baltikum teine acht Tage bestehen tönnte, wenn ihm nicht von Deutschland aus die Bebensfäfte ugeführt würden Bestellte Heze. Er fuhr fort: Ich werde sicher ein Bolichemist genannt werben. Aber mein Protest beruht auf den Grundsägen, für bie mit getämpft haben, und die, wie behauptet wird. im Friebensvertrag zum Ausbrud tommen. Jah protestiere bas gegen, daß unser Geld, unfer Material und unsere Männer für Bon offigiöfer Seite wurde in der deutschen Bresse bie Nach bie Regelung der inneren Angelegenheiten des suffischen Boltes richt über eine Verhaftung der Beauftragten der deutschen Gebermendet werden. Zum Echluß bezeichnet Asquith es als Pflicht fandten in tiga unb Bibau verbreitet und der lettiän. Englands und der übrigen Welt, die auf Grund des Gelbstbestimien Mission in Berlin Gegenmaßregeln in us. mungsrechts der Bölfer gebildeten neuen Staaten gegen jeden Angriff zu schüßen. Die Wirkungen der Offfee- Blockade. Was sich in den fritischen Wochen in Deutschland forbft abgespielt hat, ist noch nicht völlig geklärt. Nedelen der Rangler und das Auswärtige Amt auch im Januar noch mit den Wilsonschen Friedensbemühungen? Wenn ja, gab es dann nicht eine andere, mächtigere Strömuma, die unter feinen Umständen daran dachte, auf Wilsons Pläne einzu gehen? Wir drücken uns sehr vorsichtig aus, wenn wir die Frage als ungeklärt bezeiden, denn wir fennen jetzt ficht gestellt. das schroffe Telegramm, in dem der Kaiser am Daraufhin hat die indische Mission ein vom Teltländischen 16. Januar seine Verwunderung darüber aussplit, Ministerpräsidenten Inis abgefandtes Telegramm erhalen, daß überhaupt noch ten amerikanischen Vermittlungs baß weder der deutsche Gesandte noch jemand von seinem Ber- berfadyen geredet werde, und wir femen die abschäzige fonal verhaftet worden ist. Es fonnte schon beshalb niemand Aeußerung des leichtfertigen Herrn 8immermann, berhaftet werden, da die Gesandtschaft schon drei Tage vor dem daß Wilsons Gewicht ja dech zugunsten der Entente in die Königsberg i. Pr., 23. Oftober. Ueberfall auf Riga die Stadt verlassen hatte, ohne daß die lett- Magichale gefallen fein würde. Nach den letten Verinden Die Wirkungen der neuen Ostseeblocade machen fich, wie die ländische Regierung von ihrer Abreise benachrichtigt wurde. des Obersten House ist Serr von Bethmann zwar noch cinHartungsche Beitung" melbet, für den Stönigsberger Handel Es ist zu bedauern, daß auf Grund von unkontrollierten Ge- mal in das faiserliche Hauptquartier gereift, um über die fühlbar. Jeder Verkehr deutscher Echiffe an der Küste ruht. Der rüchten eine Beitungshebe provoziert wird, die nur dazu dienen amerikanischen Vorschläge zu verhandeln. Wenn er aber Betrieb der regelmäßigen Dampferlinien machamburg. Bremen, fann, die Beziehungen von Bettland ay Deutschland noch weiter daraufhin dem Grafen Bernstorff eröffnet, es sei fegt zu Bübed und Stettin it lahmaelent. Belonder empfindlich wird an beridhärfen. ivät. da fich die Befehle für den U- Bootfrieg nicht rüdañna Ebert- S place of er eller machen ließen, fo beweist auch diefe jämmerliche Ausflucht, legte politische Unterredung mit House. Ich habe nur noch später Abg. Dr. Spahn: Später, am 4. Juli 1918, hat Wilson Hin bab maßgebende Stellen schon längst nicht mehr daran ge- ihm die Erklärung des U- Boot- Krieges überreicht, worauf der Abfichtlich Bolens gang bestimmte Leitfäße aufgestellt. Glauben Sie dacht hatten, von Wilson als Bermittler Gebrauch zu machen. bruch sofort erfolgte. nicht, daß diese Leitfäße für Wilson die ganze Zeit hindurch beDas weitaus fiärtste Argument gegen den guten Willen dor, jorbern von einem neutralen Weg geredet worden? Haben Abg. Dr. Schüding: Es ist nicht von einem neutralen Korri stimmend waren? Deutschlands aber brachte der gestrige Tag, an dem die Ber- Sie es o verstanden, daß damit ein völkerrechtliches Servitut genuar 1917 in dem Verhalten wiljons eine völlige WandG.af Bernstorff: Man muß stets beachten, daß am 31, Ja nehmung des Grafen Bernstorff ihren Höhepunkt erreichte. meint nar Der Botschafter sagte über die Unterredung aus, die er nach feiner Rückkehr aus Amerika mit dem General uden Dortf gehabt hat. Schon die äußeren Umstände dieser Zusammenkunft sind bezeichnend und für den General höchst belastend. F Graf Bernstorff: Damals hieß es nur, ein Zugang zum Meer durch Eisenbahnen aber dergleiden sollte erreicht werden. fchen Staa shoheit entzogen werden? Borsigender Warmuth: Das Goblet sollte also nicht ber dent Graf Bernstorff: Nem. auf americanischer Seite Subarbeit darüber bestand, wie Bolen Profeffor Soeufch: Haben Sie den Einbrud gewonnen, daß wiederhergestellt werden follte? hierfür n dyt vorhanden, das sollte den Verhandlungen unter den Graf Bernstorff: Ein flares Programm war in Amerika Striegführenden vorbehalten bleiben. ndyt ren ist ausg- fchlojjen. I ung eingetreten ist. Bis zum 31. Januar glaubte Wilson, daß wir einen Verständigungsfrieden wollten. Nach dem 31. Januar aber war er der Ueberzeugung, daß wir nur den sogenannten deutschen Frieden annehmen würden, der die uns von der Gutenbe unterstellte Weltherrschaft enthielt. So erklärt sich psychologisch Vorgänge nach der Senatsbo: schaft zu berichten. diese Wandlung. Vors. Warmuth bittet den Grafen Bernstorff, nun über die kommen, möglichst rasch nach New York zu kommen. Ueber dis Graf Bernstorff: Ich habe ein Telegramm von House be Unterredung habe ich telegraphisch berichtet. Er Der diplomatische Bertreter Deutschlands kommt aus einem Lande zurück, dessen Regierung sich eifrig um das Zustandekommen des Friedens bemüht hat, und das nun, brutal vor den Kopf gestoßen, selbst den Krieg beginnt. Die Oberste Heer: sleitung hält ebensowenia wie der Kaiser es für Auf eine Frage des Sachverständigen Professor Bonn erklärt Referent Sinsheimer verliest das Telegramm. In diesem notwendig, sich sofort bei diesem Diplomaten zu unter Graf Bernstorff: Ich stehe auf dem Standpunkt, daß die Frie wird erklärt, daß eine Einmischung in territoriale Fragen seitens richten. Erst sechs Wochen nach seiner Ankunft hat er eine densattion von 1918 mit derjenigen von 1917 gar Amerikas nicht beabsichtigt fei. Es wird um die Mitteilung der Audienz beim Kaiser und lernt bei dieser Gelegenheit an nichts zu tun hat. Auch damit, daß Wilson in Versailles dentfchen Friedensbedingungen ersucht. Wilson habe erklärt, daß der Frühstückstafel die Servin Hindenburg und Ludendorff berjagt hat, hat dies nichts zu tamn. Das sind vollkommen ge- wir moralisch verpflichtet seien, unsere Bedingungen bekannt zu fennen. Als Mann von Welt stattet er den beiden nach dem trennte tonen gewesen, ein Rückschluß von der einen zur ande- geben, weil sie sonst nicht als ehrlich angesehen würden. Wilson Frühstück eine Visite ab, und da empfängt ihn Ludendorff sei bereit, sie der ganzen Welt mitzuteilen, und er sei überzeugt, Auf eine Frage des Sachverständigen Profeffor Dr. Schäfer, daß damit der Weg zur Friedenstonferenz geebnet würde. mit den Worten:„ Sie wollten in Amerika Frie- wie America fich eine Stompensation auf territorialem Gebiete wäre sehr erfreut, wenn es auf der Grundlage seiner Senatss den machen, Sie dachten wohl, wir wären zu ohne Annettionen habe benten tönnen, führt Graf Bernstorff aus: Dem Präsidenten Wilson hat nur bor bas so rasch geschehen würde, daß unnötiges Blutvergießen ver botschaft zu der Friedenskonferens fommen würde. Er hoffe, daß Ende." Als Graf Bernstorff darauf erwidert: Nein, ich glaube nicht, daß wir schon zu Ende sind, aber ich wollte den afdest eine esprechung zwischen den Kriegführenden herbei mieden würde. Der Referent Cinsheimer stellt dann fest, daß zuführen. Was dabei herauskommen würde, war natürlich nicht Frieden machen, bevor wir zu Ende sein werden," entgegnet borauszusehen. Ich habe immer den Wunsch vertreten, daß Wil- dem Grafen Bernstorff am 16. Januar offiziell vertraulich mit son die Friedensvermittlung übernehme, damit der Eintritt der geteilt wurde, daß der U- Bootfrieg beschlossen sei; am 31. Januar Vereinigten Staaten in den Krieg verhindert würde. Ich war sollte er eine entsprechende Note übergeben. Es heißt in dem immer der Ansicht, daß der U- Boot- Krieg automatisch den Ab- Telegramm weiter, daß, wenn jetzt der U- Bootkrieg ohne weiteres Dies Wort beleuchtet wie ein Blizz die Situation. Die bruch der deutsch- amerikanischen Bezi hungen herbeiführen würde, begonnen würde, der Präsident das als Schlag ins Gesicht emp Militärs wollten nicht, und nun ist es ganz gleich deren automatische Folge wiederum der Krieg Ameritas mit finden würde, und daß der Krieg mit den Vereinigten Staaten gültig, ob Wilson, worüber man sich gestern auch Deutschland sein mußte. Der Eintritt Ameritas in den Strieg unvermeidlich und eine Beendigung des Krieges unabschbar sei, mußte meiner Ansicht nach unbedingt gum Siege der da die Machtmittel der Vereinigten Staaten trok allem, was man umständlich genug unterhalten hat, Bolen in seinen Entente führen. Infolgeteffen blieb nichts übrig, als eine darüber jage, sehr groß feien. Durch die Konferenz würden wir alten Grenzen wiederherzustellen gedachte. Ganz gleichgül Vermittlung Wilsons anzunehmen. Ohne die vilfe Ameritas cinen besseren Frieben erreichen, als wenn sich die Bereinigten tig, ob feine Bemühungen überhaupt einen positiven Erfolg tonnte die Entente uns überhaupt nicht besiegen. 28äre es uns Staaten unseren Feinden anschließen würden. versprachen oder nicht. Die eigentlichen Leiter der deut- gelangen, den Krieg mit Amerika zu verhindern, fo wäre unter schen Politik während des Krieges wünschten feinen allen Umständen mindestens ein Verständigungsfriede zustande Frieden. Sie fabotierten mit vollem Bewußtsein die ameri- gekommen. Tanischen Friedensabsichten. Sie hebben berbrecherich Amerifa selbst in den Krieg. der General: Ja, aber wir wollen nicht." Das Wort„ Wir wollten nicht" charakterisiert die Haltung der Obersten Heeresleitung beffer und schärfer, als die umfangreichsten Untersuchimgen. Alle die Memoirenbände, die jetzt erscheinen, vorschwinden mit ihrem Inhalt bor diefem frevelhaften Saze. Freilich, Ludendorff glaubte einen Grund zu haben, weshalb er nicht zu wollen brauche. Nach seiner Meinung mußte England innerhalb turzer Frist durch den U- Bootfrieg niedergerungen werden. Am 4. Mai 1917 erklärt der Bermessene dem Grafen Bernstorff, daß es nach seiner festen Ueberzeuguma nur dreier Monate bedürfe, um Graf Bernstorff: Am 30. Januar habe ich die Friedensbedin gungen sofor. dem Obersten House mitgeteilt und am nächsten Tage die Erklärung des U- Bootkrieges über eicht. Dann habe ich mit niemand mehr verhandelt. Berständigung über territoriale Fragen einzumischen, Bors. Warmuth: Wilson hat es also abgelehnt, sich in eine Referent Sinzheimer verliest dann das Telegramm des Reichs. Abg. Gothein( Dem.): Ist die veränderte Stellungnahmefangers von Bethmann Hollweg auf das Telegramm des Grajen Wilsons darauf zurückzuführen, daß ihm unsererseits die Mit Bernstorff. Der Graf wird gebeten, dem Präsidenten den Dank teilung der Friedensbedingungen verweigert wurde? War das der Kaiserlichen Regierung für seine Mitteilungen auszuspredjen. Wort einiges Bolen" so zu verstehen, daß zu Bolen sämtliche Ge- Wir brächten ihm volles Vertrauen entgegen und bä en ihn, auch bicte mit polnischer Bevölkerung gehören sollten? Wir sprechen uns gegenüber das gleiche zu tun. Deutschland ist bereit, die von auch von einem einigen Deutschland", obgleich weite deutsch- ihm vertraulich angebotene Friedensvermittlung herbeizuführen daß Präsident Wilson der Ansicht war, daß die gemifatiprachigen wird einen Verbündeten das gleiche empfohlen. Eine öffentlica sprachige Gebiete außerhalb Deutschlands liegen. Meini Grzellenz, und eine direkte Konferenz der Kregführenden anzunehmen. Es Gebiete in unsern Ostmarken unbedingt zu einem einigen Polen wird kinen Verbündeten das gleiche empfohlen. Eine öffentliche Bekanntgabe unferer Friedensbedingungen ist jest unmöglich, gehören müßten? nachdem die Entente Friedensbedingungen veröffentlicht hat, die Graf Bernstorff: Ich glaube nicht, daß Wilson sich über die auf eine Gütrechtung und Vernichtung Deutschlands und feiner Grenzen damals genauer informiert hat, eine bestimmte Vor Bundesnossen hinauslaufen, die vom Präsidenten auch selbst als itellung von der Abgrenzung Bolens nicht hatte. Profeffor Gocsich: it da nicht ein Widerspruch vorhanden? unmöglich bezeichnet würden; als Bluff fönnen wir sie nicht aufe noch Hindenburg, noch der Raiset hielten es für notwendig, Gestern hat Graf Bernstorff gesagt, Wilson habe uns niemals auslichen Mach habern vor und nachher gehalten worden sind. Ev bie Warnungen des Botschafters, der über die Entschlossen- es, daß ein einiges Bolen geschaffen werden sollte. Die logisde lange diese Bedingungen aufrecht erhalten werden, würde eine heit und die Machtmittel der Vereinigten Staaten feinen Folgerung hiervon ist doch, daß von einer Abtretung gesprochen öffentliche Bekanntgabe unferer Friedensbedingungen als Beichen ber Schwäche angesehen werden und zur Verlängerung des Krieges 8weifel gelaffen hatte, zu berücksichtigen. Sie hörten ihn wurde. richt einmal. Diesen Hajardeuren des Weltkriegs war Graf Beruftorff: Ich wiederhole, daß mir gegenüber in allen beitragen. Um Wilson einen Beweis unseres Vertrauens au Amerika Hetuba. Sie wollten den Verständigungsfrieden Berhandlungen niemals eine Gebietsabtretung zugemutet worden geben, teilen wir ihm ganz ausschließlich für seine nicht, weil sie in einem Bierteljahr ben Siegfrieden zu haben ist. Ueber die polnische Frage habe ich nicht mehr verhandelt, Person die Bedingungen mit, unter denen wir bereit gemejen weil es zu Verhandlungen über die Botschaft vom 22. Januar wären, in Friedensverhandlungen einzutreten, falls die Entente glaubten. überhaupt nicht anche gekommen ist. Was ich bei den Verhand unser Friedensangebot vom 12. Dezember angenommen hätte. Jungen gejagt habe, berthie immer auf der festen Basis Aber sind sie die einzig Schuldigen? Als Bernstorff bon von Instruktionen aus Berlin. Zur Botschaft bom Amerifa zurückgekehrt, mit Herrn von Bethmann sprach, er- 22. Januar habe ich niemals Jarstruktionen gehabt, wie ich auch tlärte ihm dieser zu feiner Entschuldigung, in Deutschland nie darüber verhandelt habe. Ueber die preußisch- polnische Frage elfah, Gewinnung einer Deutschland und Bolen gegen slußland fei die Bermittlungsaktion Wilsons höchst unpopulär ge- ist nur in allgemeinen Wendungen gesprochen worden. Abg. Dr. Gohn: Wonn erhielten Sie Kenntnis von der Pro- ution in Form einer Verständigung, die Deutschland einen seiner wejen, und feine Bartei außer böchstens der SozialdemoMamalion Bolens durch die Mittelmächte? fraten würde für einen„ faulen Frieden" gestimmt haben. Graf Bernstorff: Zunächst durch die gewöhnlichen Trans. Bevölkerungszahl und der Bedeutung seiner wictween Inters Der Untersuchungsausichuß hat den Grafen Bernstorff da ozean elegramme, ot fie mir auch später amtlich mitgeteilt or Deutschland befehten franzöfifchen Gebiete unter Vorbehalt strate. essen entsprechenden Kolonialbefly sichert. Nückgabe der von nach gefragt, ob er wohl wiffe, wie die Stimmung, von der ben ist, weiß ich nicht mehr. Jedenfalls hat die Broklamation Deutschland befehten französischen Gebiete unter Vorbehalt strate. der Kangler sprach, zustandegekommen sei. Man würde ihn bei den Verhandlungen mit Wilson tene Rolle gespielt. Wohlgischer und wirtschaftlicher Grenzberichtigungen, fowie finanzieller noch intensiver gefragt haben, wenn der Vorsitzende an die aber wurde sie in der amerttan: ſchen Presse lebhaft besprochen. Garantien für die Sicherheit Deutschlands, welche durch Vers fem Buntte nicht das Vernehmungsrecht anderer Mitglieder Die deutschfeindliste Bresse hielt sie nicht für ehrlich, die andere handlungen mit der belgischen Regierung festzustellen wären. der Kommission beschnitten hätte. Aber auch so haben wir Bresse jah in ihr die Verwirklichung des Selbstbestimmungsrechtes Wirtschaftlicher und finanzieller Ausgleich auf der Grundlage fchon erfahren, daß Bernstorff an eine fünstliche Stim- Prof Bohn: Es ist genau su unterscheiden, was Wilson bis des Austausches der beiderseits eroberten und im Friedensschluß mungsmache gegen Wilson und gegen ihn und für den zum 31. Januar und was er nachher wollte. Sonst tommt man au reftituierenden Gebiete. Schabloshaltung der durch ben..... cg U- Bootkrieg glaubt. zu falschen Schlüssen. Bis zum 31. Januar ist Wiljon auf einer Beschädigten deutschen Unternehmungen und Privatpersonen. Ver. Wir hoffen, daß im weiteren Verlauf der Verhandlun- Linie geblieben. Am 18. Dezember richtete er eine allgemeine sicht auf alle wirtschaftlichen Abmachungen und Maßnahmen, gen sachverständige Beugen herangezogen werden, die Ans Ginladung an alle Kriegführenden, am 22. Januar stellte er in welche ein Hindernis für den normalen Handel und Verkehr nach Zunft zu geben wissen über die Art, wie die deutsche Presse feiner Botschaft bestimmte Grundjabe auf und am 23. oder 24. Ja- Friedensschluß bilden würden, unter Abschluß entsprechenser muar ging er auch darüber noch hinaus und ließ durch Oberst Handelsverträge. Sicherstellung der Freiheit der Meere. beeinflußt worden ist. Die Friedensbedingungen unserer Verbündeten, so hetit es House einen ganz bestimmten Vermittlungsvorschlag anbieten. weiter, bewegten sich, in Uebereinstimmung mit unseren AuGraf Bernstorff: Das ist richtig. Sie sind gerichtet, ber Bölter. Unsere Bedingungen. Mückerstattung des von Frankreich besetzten Teils von ber strategisch und wirtschaftlich sichernden Grenze. Koloniale Wefti Es Das wird eine neue Belastung der militärischen und politischen Stellen ergeben. Das wird die innere unwahr Prof, Bonn; Wollte Wilson, als er feinen Vermittlungsvorschauungen, in gleich mäßigen Grenzen. Es wird dann wer er haftigkeit der Worte Bethmann Hollwegs von der Unpopul- fchlag machte, als Gleichberechtigter mit am Verhandlungstisch erklärt, bag Deutschland bereit sei, in die in der Senaisbotschaft larität des faulen Friedens" dartun. Indessen werden teilnehmen, oder wäre er bamit zufticben gewejen, wenn er die erwähnte internationale Konferenz einzutreten. Ferner wird te tont, wenn das Angebot witjons nur wenige Tage diese Aussagen die Preise und die sonstigen Kriegführenden zusammengebracht hätte? Graf Bernstorff: Wilson hat mir immr fagen lassen, er vorher erfolgt wäre, fo hätten wir den Beginn Macher der öffentlichen Meinung nicht entwünsche, bie Kriegführenden zu einer Konferenz des neuen U- Bootfrieges vertagen fönnen; laften. Sie haben sich führen und gängeln lassen. Sie zusammenzubringen. Dann sollte gleichzeitig aber hin- jei es hierzu aus technischen Gründen heider au pät. Ga jeien baben sich nicht nur des eigenen Urteils begeben, sondern terher eine zweite Weltfonferens stattfinden, an der er mit jämt. militärische Vorbereitungen getroffen, die nicht mehr rüdgängig zu teils fritiklos, teils wider die beffere Ueberzeugung den lidhen Staaten der Welt teilnehmen wollte und die allgemeinen machen seien und bereits U- Boote mit neuen Instruftionen aus. Fragen zu regeln gehabt hätte. gelaufen. Wir seien jederzeit bereit, den Bedürfnissen Amerifas Ludendorffs als Mundstück gedient. Prof. Bonn: Also auf der ersten Friebenekonferenz wollte Rechnung zu tragen. Wir bitten den Präsidenten, seine BeDas gilt von den bürgerlichen Beitungen, bürgerlichen mjon we berbertreten fein, noch bestimmte materielle mühungen wieder aufzunehmen und fortzusehen und sind zur Bollsrednern und bürgerlichen Barlamentariern. Das gilt Forderungen burdjeßen? Einstellung des U- Bootkrieges bereit, sobald volle Sicherheit geaber, wenn vielleicht nicht ganz in demselben Maße, doch Graf Bernstorff: Das hat er stets erklärt. boten ist, daß die Bemühungen des Präsidenten zu einem fäs auch von den Stechtsiozialisten, und wenn heute der Prof. Bonn: Daraus ergibt sich, daß, wenn die Kriegführenden uns annehmbau: n Frieden führen fönnten. .Borwärts" gar entrüftet tut über die verbrecherischen fich auf einer etwas anderen Grundlage geeinigt hätten, als sie Machenschaften der militärischen Striegspartei amb menn er in ber Botschaft vom 22. Januar enthalten war, Wilson höchsteus über die Enthüllungen triumphiert, fo fragen wir ihn und auf der zweiten Sonferens etwas hätte machen fönnen, aber nicht Jeine Freunde, ob sie denn damals, als die Friedensmöglich auf der ersten. Feiten vernichtet wurden, so gar nichts gewußt und so gar nichts geahnt haben von dem Wahnwis und der Nietertracht berjenigen Kreise, die sich mit ihrem Wir wollten nicht!" brüsteten! * Der Sigungsbericht. Dritte öffentliche Eibung. ( Fortiebung aus der gestrigen Abenb- Ausgabe.) bg. Gothein( Dem.): Es wird in den Instruktionen nur von Bugangswegen für Bolen gesprochen. Das würde die Mögch Graf Bernstorff: So war es gedacht. Wilfon legte gar feinen Wert auf bestimmte formulierungen, er würde sich auch mit anderen Formulierungen einverstanden er lärt haben. Er hat sich immer nur für diejenigen Fragen interessiert, die eine tiefgehende Bewegung auch in den Vereinigten Staaten ausgelöst haten; Freiheit der Meere, Schied 3. gerichte und vor allem Abrüstung. Prof. Bonn; Wenn die Parteien auf der ersten Konferenz sich ohne Wilsons Butun geeinigt und die Polenfrage anders gelöst hätten, würde Wilson ba irgendwelche Schwierigkeiten gemacht haben? Graf Bernstorff: Das glaube ich nicht. Bors. Warmuth: In der Botschaft vom 22. Januar sind doch best offen lassen, daß jowohl Danzig wie auch die Zugangswege, aber genaue Forderungen hinsichtlich Bolens enthalten. Sollten fo die Weichiel und die Bahnstrede über Marienburg an und für sich deutsch bleiben fönnten, Gs wäre ja möglich, daß Balen diese Forderungen für den Frieden nicht eine conditio sine qua auch durch Lanen einen Zugang zum Meere befommen fönnte. non sein? Ist diese Frage bei den Verhandlungen mit den Vereinigten Staaten zur Erörterung gelangt? Graf Bernstorff: Ich glaube, daß Wilson auch in der pois nischen Frace sich nur ein ganz allzemernes Bild gemacht hat. Abg. Dr. Schüding: Glauben Sie, daß Wilson, als er seine Botschaft vom 22. Januar aussette, er oder seine näheren Mit arbeiter die eigenartigen gemischtsprachigen Verhältnisse der preußisch binischen Provinzen auch nur gelangt hat? Graf Bernstorff: Auf solche Einzelheiten sind wir nicht eingegangen. Tie Botschaft des Präsidenten erfolgte um 22. Jannar, bald darauf habe ich mit Cherit Douie eine Interredung gehabt, in der mir die Friedensvermittlung Wilsons auf der Basis seiner lebten Botschaft angeboten wurde. Dreje Zatfache habe ich nach Berlin teleanabbiert. Das mor meine fannt bat.( Allgem. Seiterfeit.) Goat Bernstorff: Ich bin überzeugt, daß er fie nicht ge Vors. Warmuth: Wie haben sie diese Instruktion zur Ausführung gebracht? Graf Bernstorff: Ich habe alles, was sich auf den Frieden besog, fojort dem Obersten House mitgeteilt, so daß er in der Lage war, den Präsidenten zu unterrichten. Nach dem Stand der Ber hältnisse in Amerifa war es bolttommen ausgefloifen, daß nach der Erklärung des uneingeidrän en ooitrieges nachher noch verhandelt wurde. Bors. Warmuth: Sie haben keine Versuche mehr in dieser Richtung gemacht? Graf Bernstorff: Ich habe es versucht und in derselben Weise wie immer verhandelt, aber es ist weiter nicht erfolgt. Bors. Warmuth: Grzellena fehrten dann nach Deutschland aurüd? Graf Bernstorff: Am 31. Januar abends habe ich die U- Bootnote übergeben. Ich war überzeugt, daß feine andere Lösung mehr möglich war. Ich habe daher den Befehl zur Zerstörung der deutschen Handelsschiffe schon am 31. Januar früh 10 1hr aus. nejant, da ich sicher war, daß am Abend es zu spät sein würde. Um sieben Uhr abends waren sie auch bereits von der amerikanifchen Polizei beießt. Abg. Dr. Singheimer: Am 18. Januar ist Ihnen ein Tele. gramm Rimmermanns gugegangen, in dem Sie gefragt werden, welcher Botschafter die Interessen der Deutschen im Falle des Abbruchs der Beziehungen übernehmen würde, Vori. Wermuth faßten Sie das als Beweis auf, daß man in Deutschland een baldigen Abbruch der Beaiehungen er wartete? . Graf Bernstorff: Ich wies feit eineinhalb Jahren darauf hin ,, obruch ber biplomatischen Beziehungen richtete er an feinert, Baß der U- Bootkrieg den Bruch bedeutete; ich nahin also auch an, baß man in Berlin darauf gefaßt war. Abg. Dr. Singheimer: Am 16. Januar erhielten sie ein Telegramm, in dent es hieß: Ich bin mir wohl bewußt, baß wir mit unferem Vorgehen Gefahr laufen, den Bruch und möglicherweise ben Krieg herbeizuführen. Wir sind entschlossen, dieses Risiko auf uns zu nehmen. Der Referent fügt bingu, man hat also wohl mit der Möglichkeit und Wahrscheinlichkeit des Bruchs in Berlin gerechnet. Vors. Warmuth: Wahrscheinlichkeit geht wohl zu weit. Graf Bernstorff: Ueber irgend etwas, was in Berlin geschehen tt, tann ich nich 3 aussagen. Vors. Warmuth tommt dann zurüd auf die gestern bereits berhandelten Aeußerungen Wilsons im Senat, die nach dem enz lischen Original überprüft werden sollten. Es wird festgestellt, daß Wilson tatsächlid) entsprechend den gestrigen Aussagen die ficht geäußert hatte, daß Amerika wahrscheinlich wieso in den Krieg hineingelommen wäre. Deferent Dr. Singheimer: Es wurde Ihnen in der amerika. nischen Buesse der Vorwurf der Doppelzüngigkeit gemacht. Es wurde gesagt, Sie hätten die Verhandlungen über die Friedensbermittlungen nur geführt, um die Vorbereitungen zum U- Boot trieg zu verschleiern. Verwandten, den Grajen Monts und an andere Herren Mitteilungen über die amerikanischen Hilfequellen. Gr hat mir diese Briese mindestens inhaltlich mitgeteilt, jedenfalls weiß ich, was er geschrieben hat. Abg. Dr. Spahn: Das waren also feine amtlichen Mitteilungen? durch Privatbriefe zu unterstützen. Graf Bernstorff: Es ist allgemein üblich, amtliche Nachrichten Abg. Dr. Sinsheimer: Hat General Ludendorff bon Mog. Dr. Colin: Sprachen Sie bei Ihrer ersten Unterredung mit Herrn v. Bethmann darüber? Graf Bernstorff: 3 glaube, der Reichsfanzler hat mir ge sagt, ich würde demnächst empfangen werden. Auf alle Fälle war die Nebe davon, daß es erwünscht sei, daß der Kaiser mich sehe. Abg. Dr. Cohn: Mich interessiert der technische Gang, wie diese Unterredung hergestellt worden ist. Graf Bernstorff: Es bedurfte dazu der Anmeldung durch das Auswärtige Amt. Abg. Dr. Cohn: Ist diese sofort erfolgt? Graf Bernstorff: Soweit ich mich entsinne, sofort. Nach den diesem Bericht des Herrn v. Haniel Kenntnis bekommen? Graf Bernstorff: Ich glaube, daß Generalfeldmarschall Gründen der Berzögerung habe ich mich später erfundigt, das b. Hindenburg durch den Graßen Monts Kenntnis davon er Auswärtige Amt hat, soweit ich mich entjinne, meine Vorstellung halten hat. sofort in die Wege geleitet. Abg. Dr. Singheimer; Nach den Aften hat General Abg. Dr. Cohn: Ist Ihre Besprechung mit Generalfeld. Rubendorff Mitteilung von dem Inhalt diefes marschall Hindenburg und General Ludendorff auch von irgend Briefes erhalten, ebenso von den Auszeichnungen des einer Seite, von Ihnen, dem Reichskanzler oder dem Auswärtigen jebigen Unterstaatsjefretärs Albert, die darauf hinausliefen, Amt veranlaßt worden oder ergab sie sich zufällig? daß die Hilfsquellen Amerifas in jeder Bezie. hung unerschöpflich wären. Dieser Bericht Alberts war an Dr. Selfferich gerichtet, und Dr. Helfferich hat diesen Bericht dem Auswärtigen Amt übergeben. Konsul Möller: Wegen der Merito- Depesche ist eine einGraf Bernstorff: Es ist flar, daß ich unbeding an diese gehende Untersuchung geführt worden. Die Untersuchung hat er Friedensvermittlung geglaubt habe, und daß ich bis zuletzt gegeben, daß mit größter Wahrscheinlichkeit anzunehmen ist, daß glaubt habe, daß ich dabei den Intentionen der deutschen Stegies die Depesche nicht vor dem Abbruch der diplomatischen Beziehungen zwischen Amerika und Deutschland in Amerika bekannt geworden rung entspreche. ist, sondern erst erheblich später. Referent Dr. Singheimer: Sie haben in einer Zeitschrift gum Ausbruck gebracht, daß es sich in Berlin um den Kampf gwcier Parteien handelle, von denen die eine den U- Bootkrieg wollte, die andere nicht. AL Graf Bernstorff: Ich habe sie hauptsächlich gehabt in der Beit gwischen dem„ Lusitania" und dem Suffer"-gall, weil es sich damals darum handelte, welche Richtung die Oberhand gewänne. Nach dem Suffer"-Vorfall habe ich allerdings geglaubt, daß die Berchirmg, mit der ich harmonierte, und die den U- Bootfrieg sicht führen, sondern mit Amerika verhandeln sollte, endgültig bas Uebergrividt gewonnen hätte. SP Bors. Warmuth: Haben Sie bei Ihrer Nückkehr nach Deutsch land infolge der Art des Empfanges im Hauptquartier geglaubt, Echlüsse ziehen zu können? Graf Bernstorff: Wenn ich unter dem Eid gefragt werde, fo muß ich antworten, daß ich allerdings die Erklärung des U- Bootlrieges als einen vollkommenen Sieg der militärischen Dichtung angesehen habe. Bors. Warmuth: In welcher Form haben Sie Gelegenheit gehabt, Ihre Auffassungen als Botschafter an die hödste Instans zu bringen? Graf Bernstorff: Ich habe am ersten Abend nach meiner Rüdtehr eine Unterredung mit dem Reichskanaler von Bethmann Bollweg gehabt. Bors. Warmuth: Was war Wesentliches dabei? 08 Graf Bernstorff: Es ist wohl besser, wenn Herr von Beth mann Hollweg das felber angibt. Abg. Dr. Cohn: Haben Sie Anhaltspunkte dafür, daß die megitanische Angelegenheit mit bazu beigetragen hat, die deutsche Politit in Amerifa als atveideutig und hinterhältig ericheinen zu lassen? Graf Bernstorff: Selbstverständlich wurde die Meritodepesche propagandistisch gegen uns verwertet. Ginen besonderen Ginfluß auf den Gang der Weltgeschichte aber hatte sie nicht, denn der Krieg war ja da. dorff vor Ihrer ersten Unterredung mit dem Maiser statt oder Abg. Dr. Gohn: Fand die Unterredung mit General Luben nachher? b. Graf Bernstorff: Das Zusammentreffen ergab sich von selbit. Jch erhielt ein Telegramm vom Auswärtigen Umt, daß ich mich zu melden hätte. An der Frühstücstafel nahmen auch General feldmarschall v. Hindenburg und General Ludendorff teil. Da habe ich mich aus reiner Höflich teit verpflichtet gefühl, be den Herren Besuche zu machen. Abg. Dr. Cohn: Die Heeresleitung hat also nich das Bedürfnis gehabt, Sie zu sprechen? Graf Bernstorff: Eine Aufforderung habe ich nicht erhalten. Vorsitzender Warmuth: Sie haben nach Ihrer Nüdlehr eine Unterredung mit Staatssekretär 8immermann gehabt. J dabei, wie ich als selbstverständlich annehme, auch von den Friedensvermittlungen Wilsons gesprochen worden und ist die Ernst haftigkeit dieser Vermittlungsvorschläge besprochen worden? Graf Bernstorff: Eoweit ich mich entsinme, habe ich am Tage nach meiner Rüdkehr mit Staatsfeiretär Zimmermann und dem österreichischen Botschafter gefrühstückt. Bei der Stonversation wurde über die Sachlage allgemein gesproken. Abg. Gothein: Sie haben vorhin gejagt, daß Sie den Eins brud gehabt hätten, daß die Stimmung der Preise auf fünstlicher bes Striegspreffeamtes und der Zensur bekannt, die starken Sine Mache beruhe. War Ihnen das Vorbandensein und die Tätigteit Abg. Dr. Cohn: Haben Sie auch mit anderen Herren des Graf Bernstorff: Ich habe den Kaiser vorher gesprochen. Sauptquartiers gesprochen? Graf Bernstorff: Ich habe auch mit Generalfeldmarschall fluß auf die Saltung der Presse ausübten? Graf Bernstorff: So genau tannte ich von Amerita aus bie indenburg gesprochen. Abg. Dr. Cohn: it Ihnen von jemand gesagt worden, Verhältnisse nicht, aber ich habe geglaubt, daß feitens der daß man dem Kaijer so ernste Sachen nicht mitteilen möchte. Marinebehörde die Preise im Sinne des U.Boots Vielleicht von Herren der politischen Wbteilung im Hauptquartier? rieges beeinflußt werde. Das glaube ich auch heute Graf Bernstorff: Nein. Abg. Dr. Singheimer: Salten Sie die Gründe, aus denen Aba. Dr. Petersen: Jst bei der Unterredung mit dem Reichs Sie heraus vom Kaiser nicht empfangen werden sollten, für echt fanzler trotz des kritischen Stadiums doch noch von dem Versuch oder nur für Vorwände? gesprochen worden, eveut mit der amerikanischen Regierung in 9- Graf Bernstorff: Vorwände ist ein zu starker Ausbrud. Jch Fühlung zu kommen, ober haben Sie die Ueberzeugung gehabt, habe allerdings persönlich angenommen, dah tiefer gehende daß doch alles unnüt fei? politische Meinungsverschiedenheiten die Ursache waren. Auf Wunsch des Borsigenden gibt aber Graf Bernstorff AufAbg. Dr. Singheimer: Haben Sie Anhaltspunkte dafür, daß Schluß: Herr von Bethmann Hollweg hat mir damals die Gründe gewisse Streise den Kaiser bestimmt haben, Sie nicht zu empfanangegeben, weshalb er die amerikanische Vermittlung nicht angen, weil Sie über die Griepensation Wiljons genau Auskunft genommen hat. Der erste Grand war, daß Wilsons Bermittlung geben fonnten? in Deutschland so populär wäre, daß er damit im Reichstage nicht Graf Bernstorff: Bestimmte Anhaltspunkte nicht. burchgekommen wäre. Es würde nur die Sozialdemokratische Abg. Dr. Sinzheimer: Es fällt auf, daß der Kaifer sich in Bartei sich damit einverstanden erklärt haben und keine andere. dem mehrfach erwähnten Telegramm an Staatstelretär Rimmer( Bewegung.) Weiter erklärte der Nangler, er tönnte einen fo mann nach einer Friedensaltion sons erfundigt. Er fann genannten faulen Frieden nicht schließen, ohne die lebte doch also niat untereidet geresen sein. Ist Ihnen bekannt, daß Baffe zu gebrauchen, welche im deutschen Volke als die schärfte in der deutschen Presse eine Friedensaktion Biljons als unpopulär und beste betrachtet wurde, und von der es glaubte, daß sie zum abgelehnt wurde? Haben Sie nicht einmal gefragt, warum man Siege führen würde. die Piesse nicht auffäre über die Absichten der Neichsregierung? Sie beflagten sich doch einmal über die Haltung der deutschen Breffe. Bors. Warmuth: Wir werden später noch darauf zurücktommen. Auf eine Frage des Vorfihenden Warmuth antwortet Graf Bernstorff, daß er erst 6 oder 7 Wochen nach seiner Midfehr aus Amenita vom Raiser empfangen worden fei. Er schildert auf weiteres Befragen die Animosität des Kaisers gegen ihn, die schon von früher datierte. Weiter fragt by Dr. Schüding; Haben Sie Gründe für die Annahme, daß Ihre ganze Vermittlungstätigteit in merila in Deutschland von den Streisen, die für den unbe chränkten U- Bootfrieg arbeiteten, mißbilligt worden ist? Gaben Sie insbesondere diesen Eindruck gewonnen aus person lichen Besprechungen mit militärischen Stellen, mit General Budendorff oder mit anderen Herren des Hauptquartiers? Graf Bernstorff: Ich habe angenommen, daß in der Bresse tünstlich eine Agitation für den U- Boot. Krieg gemacht würde. Da biefe künstliche Agitation für den U- Boottvieg meistens mit Angriffen gegen mich berbrämt war, und weil dieje Bresse das Auswärtige Amt ebenso scharf angriff wie mich, so habe ich mich allerdings gefragt, ob man die Bresse nicht anders hätte beeinflussen tönnen. Bon Amerita aus fonnte ich das aber nicht so genau beurteilen. Bors. Warmuth: Sie sprechen von einer fünftlichen Stim mungsmache. Konnte nicht eine ganz natürliche Stimmungs mache vorliegen? Graf Bernstorff: Bon meinem Standpunkt aus habe ich diese Graf Bernstorff: Ich hatte am 4. Mai eine Unterredung mit Agitation für fünftlich gehalten und halte sie noch heute, dafür. General Ludendorff, aus der ich den Einbrud gewann, daß 3d gabe noch heute, daß, wenn die öffentliche Meinung in ihm meine Tätigkeit unerwünscht und unsympathisch war. Deutschland zu wählen gehabt hätte zwischen einem möglichen Abg. Dr. Edhüding: Ich möchte Näheres wissen über den Vers Verständigungsfrieden und dem U- Bootkrieg, sie sich für den lauf diejer Unterredung. Verständigungsfrieden entschieden hätte, wenn man sie genau aufgeflärt bälte. Ludendorffs Siegesgewißheit. Vors. Warmuth: Das ist aber Ihre rein subjettive Auffassung. Graf Bernstorff: Gewiß. Anhaltspunkte dafür habe ich nicht, ich habe das so angenommen. Professor Bonn: Haben Sie am 4. Mat, als Sie mit General Ludendorff sprachen, zum ersten Mal mit Herren der Obersten Heeresleitung offiziell verhandelt? Graf Bernstorff: Das erste Mal! Graf Bernstorff: Ich habe feine Anregung mehr gegeben, weil ich alles für erledigt hielt und fest davon überzeugt war, daß der Krieg erklärt werden würde. Abg. Dr. Petersen: Sie haben also keine Anregungen gegeben, die etwa nicht befolgt worden wären? Graf Bernstorff: Genau fann ich mich nicht entsinnen, was damals gejagt worden ist, aber jedenfalls ist eine Anregung meinerseits mir nicht erinnerlich. Auf weiteres Lefragen durch den Abg. Dr. Cohn erklärt Gra! Bernstorff, daß ihm im allgemeinen die Tätigkeit des Kriegspresse amtes und die Einrichtung der Preißtonferenz bekannt ge wesen fei. Abg. Dr. Singheimer: Fiel Ihnen nicht auf, daß gerade in der Zeit, wo die Friedensaltion Wilsons gewünscht wurde, die härifte Febbe gegen Wilson zugunsten des U- Boot- Strieges ge führt wurde? Graf Bernstorff: Wufgefallen ist es mir. Abg. Dr. Sinsheimer: Diese beiden Faktoren stehen body eins ander vollständig diametral entgegen. Graf Bernstorff: Ich habe angenommen, daß auf die Breffe diesem Sinne eingewirkt worden ist. in Damit schließt die Vernehmung des Grafen Bernstorff ab. Die nächste Sigung wird am 81. Oftober, 10 Uhr, vormittags, wahrscheinlich im Plenarsizungsjaal des ehemaligen Herren hauses stattfinden. Es wird an diesem Tage der frühere Reichs. fanzler v. Bethmann Sollweg vernommen werden, der Botschafter a. D. Graf Bernstorff wird zu eventueller Gegenüberstellung ebenfalls zu dieser Tagung geladen werden Herrn Häus zur Beachtung. " Der auf Veranlaffung des Ausschusses ber Stubenten fchaft der Berliner Sandelshochschule unternommene Verfuch zur Schaffung einer„ taufmännischen Nolhilfe" als einer Graf Bernstorff: General Ludendorff empfing mich mit ben Worten: Sie wollten in Amerika ben Frieden machen, Cie Streifbrecherorganisation Berliner Studen. ten, droht zu einem bemerkenswerten Konflikt unter den Stu. bachten wohl, wir wären zu Ende." Darauf habe ich erwidert: ,, Nein, ich glaube nicht, daß wir schon zu Ende sind. Aber ich bierenden der Handelshochschule zu führeen. Gegen die sozia wollte den Frieden machen, bevor wir zu Ende fein werden." listische Arbeitsgemeinschaft an der Handels. Darauf hat mir General Ludendorff geantwortet: hochschule Berlin, die auf Grund ihrer sozialistischen Ueber. „ Ja, aber wir wollen nicht.( Bewegung.) Wir Professor Benn: Als Sie am 14. März bier anfangten, waren werben jent burch ben Professor Benn: Als ie am 14. März hier anlangten, waren eugung aufs schärffte gegen die Schaffung einer folchen Streif 1. Bootkrieg bie Sache in brei Monaten beenben( Bewegung.) Darauf habe i bie Beglebungen icon abgebrochen. Es spielten aber doch noch brecherorganisation protestiert und es für ihre Mitglieber abge. gefragt, ob er sicher wäre, den Krieg in brei Monaten allerlei Möglichkeiten, wenn auch sehr vage, daß es doch noch nicht lehnt hat, sich für ehrlose Streifbrecherdienste herzugeben, wird beenden zu können. Er hat erwibert, er hätte wenige Stunden zum Kriege au fommen brauche. Der Kriegszustand trat erst am bon seiten des als überregktionär und arbeiterfeindlich genug vorher ganz bestimmte Nachrichten bekommen, daß England 2. April ein. Diese Frist ist von den maßgebenden Streifen nicht sam belannten größten Teiles der Handelshochschüler ein regel. unter feinen Umständen den Krieg länger als ausgenust worden, um sie zu einer persönlichen Berichterstattung rechtes effeltreiben veranstaltet. Gegen den Vorsitzenden der sozialistischen Arbeitsgemeinschaft insbesondere, der den Pros brei Monate aushalten könne aus Mangel an aufzufordern? Graf Bernstorff: Ich könnte mich in den Daten irren, aber test gegen die kaufmännische Nothilfe" mitunterzeichnet hat, wird Lebensmitteln. General Budendorff fragte mich dann, wann nach meiner fo biel weiß ich an dem Tage meiner Ankunft waren alle diefe unter dem Vorwande der Beleidigung der Studentenschaft über Disziplinarver Mid Amerifa mit ernsthailen Streitfräften in Europa er. Fragen in jämtlichen Phasen bereits erledigt. Auch heute bin ich Disiplinarberfahrea jeinen fönnte. Ich antwortete, daß dies nach einem Jahr etwa noch der Ansicht, daß meine zurückhaltung in Halifar den Zved fahren anhängig gemacht. In Wirklichkeit handelt es sich um fer Ball sein würde, wenn er glaube, mit bem U- Bootkriege den gehabt hat, mir die Gelegenheit zu nehmen, hier etwas zu unter nichts anderes, als um die Betämpfung bes sosialisti. veliking beenden au fönnen, mulje es vorher geschehen. Darauf nehmen. Prof. Bonn: Haben Sie General Ludendorff zu verstehen gefchen Geistes unter der Studentenschaft der Handelshochschule, ayloartele General Ludendorff; Gin Jabe brauchen wir nicht, wir werben mit bem unbegeben, daß diefe Friedensbemühungen feine diplomatische Egtra fir den der Fall der kaufmännischen Nothilfe" nur einen Bor fräntien U- Bootfrieg vorher fertig werden."( Erneute Be- tour Ihrerseits set, sondern daß Sie mindestens gutgläubig der wand bietet. Meinung waren, die Politik der Regierung zu bertreten? Die Art, in ber bon mächtigen reaktionären Gruppen an der Graf Bernftodit: Ja, das habe ich ihm gesagt. Ich entfinne bandet shochschule der Kampf gegen ben Sozialismus Profeffor Bonn: Welches war das Ergebnis der Untersuchung mich auf eine" euerung, die mir vorhin entfalten war, baß Ge geführt wird, und die Maßregeln, die hierbei in durchaus nicht Weal Bernfort: Ich glaube, die Untersuchung hat fiber- neral Bubendorff mir auf meine Bemerkung, daß ich den objettiver Weise gegen fozialistische Studenten getroffen werden, Fast fein Ergebnis gehabt, Nachträglich aber ist bei mir fein drieden hätte machen wollen, ehe wir am Ende feien, antworte: dürften wert sein, bie größte Aufmerksamkeit des Kultus. Amiel mehr harüber gewesen, was unsere jämtlichen Depeschen Uebrigens find Sie ja wohl zum Teil berechtigt gewesen, wenn ministers au erregen. Dringende Gile tut not, ba daß Sie geglaubt haben, in dieser Hinsicht tätig fein zu sollen, benn bon England entgiffert worden sind. Brofeffor Benn: Gie glauben also, daß die Entsifferung aus den Informationen fonnten Sie wohl ben Gebanten beraus bereits in diesen Tagen in dem Difsiplinarverfahren gegen den der Merifoderrsche erfolgte auf dem Wege zwischen Deutschland lesen, daß wir am Ende wären." Auf diese Antwort entsinne Vorsitzenden der sozialistischen Arbeitsgemeinschaft eine neue Vac handlung stattfinden soll. und Amerifa, nicht nachher auf dem Landweg von Amerila nach ich mich. Merifo? weging). en des megitanischen Depesche? Graf Bernstorff: Ich kann nur wiederholen, daß England anfere sämtlichen Depeschen abgefangen hat.. Abg. Dr. Spahn: Den Meriko- Zwischenfall hat uns Staatsfefulär 8immermann etwas anders dargestellt. Er wird päter barüber zu hören sein. Weshalb fonnte England aber die Depeschen entaiifern, parum wurden die Chiffren nicht geändert? Graf Bernstorff? Die Chiffren sind selbstverständlich während bes Kriegs häufiger gewechselt worden als jonst. Aber die Verständigung mit der Seimat war eben schwer. Buleht brade uns die Deutsch'anb" zweimal neue Chiffren, Abg. Dr. Spahn: Sie fennen den Bericht, den Herr v. Saniel ber bie amerikanischen Hilfequellen nach Europa geschickt hat? Graf Bernstorff: Ich habe mit Herrn v. Saniel in Washing in boller armonie zusammengearbeitet. Wir waren Eragen einer Meinung. Etwa drei Wochen vor dem Prof. Bonn: Haben Sie bei der Unterredung mit General Ludendorff die Friebensschritte im einzelnen besprochen? Graf Bernstorff: Jm einzelnen, nein. Prof. Bonn: Wußte er damals, daß nach dem 22. Januar Wilson durch Oberst House nochmals seine Friedensvermittlung angeboten bat? Graf Bernstorff: Das wußte er. " Berschleuderte Millionen. Aus Kreisen der Autoindustrie erhält eine Berliner Storres spondenz die Mitteilung, daß die übermäßige Inanspruchnahme von Automobilen durch die militärischen Behörden zu Abg. Dr. Cohn: Herr Graf, ist die Audienz beim Kaiser nach vielfach sehr überflüssigen Fahrten dem Reiche nicht Ihrer Rüctehr erfolgt, meil es üblich war, baß Diplomaten bei weniger als 60 millionen Matt jährlich geloftet hat ihrer Heimkehr sich meldeten, oder wurde von irgendeiner Seite und noch foflet. Gs ist längst bekannt, daß die Militär besonderer Wert Sarauf gelegt, vielleicht von Ihnen oder vom behörden die Automobile nicht nur für Dienstreifen, sondern in Meichslangler? Graf Bernstorff: Es war üblich, daß wir uns immer met. einem weit stückeren Maße für persönliche Sprizfahrten belen, wenn wir nach Berlin famen, vollends nach Abbruch der benüben. Dagegen einzuschreiten, ist natürlich unmöglich, da die biplomatischen Beziehungen habe ich es für ganz selbstverständlich Militärs böllig Herren der Lage geworden sind und sich kein Boridriften. über ihren Sätiafsustraia meden Talen gehalten, mich zu melden 098 Theater und Vergnügungen. Theater am Volksbühne. Batowplatz. 7 Uhr: Paul Lange und Tora Parsherg. Opernhaus 6 Uhr: Der Rosenkavalier Schauspielhaus 7 Uhr: Judith. Deutsches Theater Direktion Max Reinhardt. 5 Uhr: Othello. Kammerspiele 7 Uhr: Die Büchse der Pandora Theater 1. d. Königgrätzer Straße 7 Uhr: Ein Traumspiel. Sonnabend: Schloß Weitersteln Sonntag nachm.: Musik. Abends: Schloss Wetterstein. Montag: Ein Traumsple.. Komödienhaus 18 Uhr: Liselott dz Berliner Theater von der Pfalz 7.30 Uhr: BummelStudenten. Lessing- Theater Direktion: Victor Barnowsky. 7 Uhr: Peer Gynt. Sonnabend u. Sonntag 7 Uhr: Christa die Tante. Deutsch. Künster- Theater 7 Uhr: Zum 1. Male: Cyprienne. ( Leopoldine Konstantin, Grete Felsing, Anneliese Halbe, Jo Hegyi. Helene Konschewska, Kurt Götz, Rud. Klein- Rogge, Eich Walter, Franz Weber, Carl Rückert.) Sonnabend u. Sonntag 7 Uhr: Cyprienne. 3 Residenz- Theater. Stadtbahn Jannowitzbrücke Uhr D. höhere Leben Sonnab. 4U.: Hänsel u. Gretel. Sonntag 4 Uhr: Der gute Ruf. Trianon- Theater. Bhf. Friedrichstraße. Ztr. 4327, 2391. Taglich Maskerade. 8 Uhr: Sonnab. 4 Uhr: Aschenbrödel. Sonntag 4 Uhr: Johannisfeuer. Walhalla- Theater, Welnbergsweg Uhr: Eine Frau wie Du. Casino- Theater Lothringer Str. 37. Tägl.48 Uhr: Großstadt- Pflanzen Volksstück in 3 Akten. Vorher: Schwarzwaldbible. Operettenakt mit Viktor Litzek von der Komischen Oper. Dazu erstklassige Spezialitäten. Sonntag 14 Uhr: Mädchenehre. Rose- Theater 7 Uhr: Das Gesetz. Erstaufführ Wintergarten. täglich 7 Uhr Varietévorstellung Rauchen gestattet Apollo- Theater Friedrichstr. 218. A labendlich 1/3 Sonntags 3, u. Die Welt im Jahre 2000 Sonntags 3', jed. Erwachs. 1 Kind frei. Theater am Kottbuser Tor. Tel. Moritzplatz 14814. Jed. Abend 71 Uhr: Elite- Sänger 9 enem Mitgl. der Steltiner Sänger. Sonnt, nehm SUhr ermilk Preise voll. Abend Programm) Kind iren!* Raucheu gestattet Bitogen- Konzert. Beg. 7.10 Uhr. Vorverkt. 11-12 u. 4-6 Uhr. onigstadt- Theater Alexanderstr. 21. Tägl. 7.30: Spezialitäten und Varleté- Burleske: Auf ins Königstadt- Kasino in drei Bildern. Circus Busch Freitag, 24. Oktober. abends 7 Uhr Jubel 99 25 AufSee lührung Aphrodite" Tragikomische Pantomime von Paula Busch Inscen. v.Hofballettmeister Georges Blanvalet, person! Auftret. d Verfasserin Paula Busch. Vorher d. gr. Circus- Progr. FortunaLichtspiele Millerstrasse 12e Die Brüder von St. Parasitus 28. Abenteurer des berühmten D. tektivs Stuart Webbs. Die andere Welt Drama aus dem modernen Leben in 5 Akten mit Charlotte Böcklin Ferner: Die Kunst beim Welbe Liebe zu erwecken Lustspiel. Wochentags 600 und 800 Sonnt. 3 Vorstellungen 430 6 8 Residenz- Lichtspiele Blumenstraße 10, neben Residenz- Theater ELLEN RICHTER in Das Teehaus zu den 10 Lotusblumen Merkur- Palast Ecke Pallsaden- und Strausberger Straße. Von Freitag bis Montag 1.otte Neumann in dem phänomenalen Filmwerk Arme Thea 5 Akte. Nach dem gleichnamigen Roman. AnBordem das Karlchans Pumphose glänzende Lustspiel Ab tag 28. Oktober: Der Carneval der Toten. 6 Akte TE Erstaufführung! R RICHARD OSWALD LICHTSPIELE Erstaufführung! DIREKTION GEBR. KÖTTNER Köpenicker Str. 68( National- Theater) Uraufführung! Uraufführung! Reinhold Schünzel in Seine Beichte Bekenntnisse eines Lebemannes nach dem Roman von Jolanthe Marès Weibliche Hauptrollen: Hedda Vernon, Grit Hegesa Regie: Hubert Moest. Für den Film bearbeitet von B. E. Lüthge Zochers Lichtspiele und Kaffee Wrangelstr. 53, Eingang Falkensteiner Straße 111 Im Kino bis einschließlich Montag: 5 Akte mit Die Okarina Charlotto Bock in 2. Die Ratte. Detektfv- Abenteuer von Joe Deebs. Täglich ab 7 Uhr, Sonntags ab 5 Uhr. Neu eröffnet! Im Kaffee Este MusikalischeDarbietungen.deraltbekannten Kapelle Feige, bei freiem Entree. Gente im Berliner Theater zum 400. Male: BummelStudenten Der große Erfolg: Die Operettenparodie PALAST NP LICHTSPIELE NEUE PHILHARMONIE KÖPENICKER- STR.96/ 97 FERNSPR. MORITZPL. 10302 AM UNTERGRUNDBAHNHOF INSELBRÜCKE Vom 24. bis 30. Oktober Uraufführung Die Siebzehnjährigen mit Hanni WEISSE und Kurt Vespermann ( beide persönlich anwesend) dazu Die Ferienbraut Schwank mit Kurt Vespermann Sonnabends in der Diele von 4-6 Uhr Film- Tee Konzert Am Potsdamer Platz und Könlzgrätzer Str. Ecke Prinz- Albrecht- Str. Bund für DIE Ureigliederung des sozialen Organismus. WELTBÜHNE L.Werbeck, Hamburg Menschheitsforderungen des Proletariats. Sonntag, 26. Oktober, 10 Uhr vormittags im großen Saal( fruher Arminhallen), Kommandantenstraße 58-59, nahe Dönhoffplatz. Eintritt frel. Freie Aussprache. Menschen, Kopf- und Handarbeiter, wollt ihr heraus aus dem sozialen Elend. so rafft euch auf zu nenem Derken! Wer jetzt ka ft, kauft billig! jeder Art, Skunks. Marder, Alaska-, Blau- u. Kreuzflichse, Herrenpelze, Damen- Pelzmäntel. Eigene tabrikati n, daher billig. Reparaturen nach neuesten Modellen. Deze Poczter. Kürschnermstr., Kobbuser Damm 15 Bitte Hausnummer beachten! Der Schaubühne XV. Jahr Wochenschrift für Politik, Kunst, Wirtschaft Herausgeber: Siegfried Jacobsokn Nummer 44 Heinrich Ströbel: Ignaz Wrobel: ohannes Fischart: Egon Friedeli: Joachim Becks Kaspar Hauser: 3. J.: Eugen Szatmari: Franz Reichwaldans 23. Oktober 1919 Rußland und Deutschland Die Baltischen Helden Fehrenbach Das' Christentum Palestrina Klagelled eines Einsamen Cy belia Antworten Ungarns Rückweg Staatsbankerott? Vierteljährlich 11 Mark. halbjährlich 21 Mark. jährlich 40. Mark, Nummer 1.- Mark. Probenummer gratis vom Verlag: Charlottenburg, Derubargstraße 25 Wilhelm 1943). ,, Aufbau und Werden Gesellschaft für praktische Volksaufklärung. Bilanz- Aufbau und Kritik. 9 Vorträge Auskunit umsonst bei Schwer o Igkeit Ohrgeräusch, pory. Ohrschmerz über unsere tausen fach be währten, patent- Natrl. Grede von Wilhelm Nollenburg. Lektor( Sheffield University). unter besonderer Berück- amtlich gesch. sichtigung der auf Grund des in Beratung befindlichen Gesetzes über Ho trommeln. an die Arbeiterschaft gestellten Anforderungen in der Aula des Sophien- Lyzeums, Weinmeisterstraße 16-17. Die Vorträge finden allwöchentlich Freitags statt. Beginn abends 7 Uhr. Ende gegen 9 Uhr. Erster Vortrag Freitag, 24. Oktober 1919, alsdann am Freitag leder folgenden Woche. Bilanz- Aufbau. I. Teil. 1. Abend. 24. 10. 19: Entstehung. Grundlagen und Aufmachung der Bilanzen. LiteraturAngaben. 2. Ab nd, 31. 10. 19: Bewertung: Aktiv- und Passiv- Posten. Reserven. Reingewinn. 3. Abend, 7. 11. 19: Geschäftsbericht. Dividendenpolitik, Grundlagen der Borsenkurse: Bilanzkritik: ihr Wesen. Aufgaben, Möglichkeiten und Grenzen 4. Abend. 14. 11. 19: Zergliederung einer einfachen Bilanz. Statistik, Volkswirtschaft und Bilanz, Diskussion. Bilanz- Kritik. IL Teil. Die Bilanz vom privatwirtschaftlichen Standpunkt aus. 8. Abend. 21. 11. 19: Brauerel- Bilanz( Entsehungskosten), Bilanz einer chemischen Fabrik( Reklame, Unkosten). Bequem und unsichtb zu tragen. Blanz. Anerkennungen. 16. Abend. 28, 11. 19: Maschinenfabrik- Bilanz Sanis- Versand, Hünchen M. 28. I 7. ( Vergleich verschiedener Jahre). Metall warenfab ik- Bilanz( Vergleich verschie dener Werke). Abend, 5. 12. 19: Spezialitätenfabrik- Bilanz ( Aktionär- Stan Jpunkt). ZuckerrübenfabrikBlanz( Weltmarktpreis) 8. Abend, 12. 12. 19: Genossenschafts- Bilanzen, Bau-, Konsum- und Kommunale Genossenschaften. III. Teil. Die Bilanz vom volkswirtschaftlichen Standpunkt aus. 9. Abend. 19. 12. 19: Die Bilanzen der großen Bank- und Weltverkehrs nstitute. Aenderungen vorbehalten. Eintritt frei Es empfiehlt sich, Schreibzeug, Papier, Bleistift und Lineal mitzubringen. Wir bitten die Arbeiter. insbesondere die Vertrauensleute, um zahlreichen Besuch. Diejenigen, welche den ganzen Kursus unentgelt lich zu belegen wünschen, werden um Mit teilung ihrer Adresse gebeten. Gesellschaft für praktische Volksaufklärung. Aufbau und Werden", Barlin W 62. Lutherstraße 19. Verband der Schneider, SCHAU- BURG Schneiderinnen und Wäschearbeiter Deutschlands Uraufführung Sünden der Eltern Ein soziales Zeitbild von Arthur Teuber Spielleitung: Richard Eichberg Wegen des großes Erfolges verlängert: In seinem FILMSKETCH ,, Ein heisser Tag" Paul Heidemann persönlich Beginn: Wochentags 6 Uhr Sonntags 3 Uhr Schwarzer Kater Schaubühne Moritzplatz ( früher Buggenhagen) Das Riesen- OktoberBarieté- Programm Anfang 8 Uhr Sonn- und Feiertags: 2 Vorstellungen 3 Uhr nachmittags und 8 Uhr abends Nachmittags kleine Preise Vorverkauf Sonntags zwischen 12-2 Uhr an der Tageskasse ( Filiale Berlin, Sebaftianftr. 37/38). Achtung! Achtung! An unsere Mitglieder der Herrenmaßbranche! Sente, Freitag, den 24. b. M., abends 7 Uhr, findet in den Sophien Salen, Sophienstraße 15, eine wichtige Versammlung Möbel bekommen Sie nirgends ohne Anzahlung, doch bei bequemer Zahlungs weise schon seit 50 Jahren bei Barthel Zorndorfer Straße 54. turen Reparaturen Sotra.gen Ladeckassen, An- u. Verkau Koklapagiere. Farbbänder usw. Hans Bähr, Berlin, Spittelmarkt 7 aller in der Herrenmaßbranche Beschäftigten Bettnässen statt. Tagesordnung: Stellungnahme zum Streit. Steferent: Stollege ilhelm Schumacher. In Anbetracht deffen, daß am 22. Oftober 1919 laut Bereinbarung in Caffel die erfte Abrechnung erfolgen foute, baß aber beffen ungeachtet noh nicht einmal die Klasseneinteilung erledigt werden konnte, machen wir es unseren Kollegen und Kolleginnen der Herrenmaßbranche zur Pflicht, in diefer überaus wichtigen Versammlung zu erfaeinen, Mitgliedsbuch tegitimiert; ohne dasselbe aber mit mehr als acht reftierenden Wochenbeiträgen tein 8utritt Für die Bertrauensleute der Herremmaßbrauche findet am Freitag, den 24. Ottober, abends 6 Uhr, in den Sophien Sälen, Sophienstraße 15, eine ftatt. Vorbesprechung Wir bitten die Vertrauensleute, alle Kollegen und Kolleginnen auf obige Versammlung aufmertjam au maren. Achtung! Die Ortsverwaltung. Befreiung sofort. Alter u Gee schlecht angeben. Auskunft umsonst Sanis- Versand. Monchen B. 20 Küchen solange Vorrat reichi Mk. 360. Schlafzimmer von Mk. 1450 an Spelsezimmer Herrenzimmer in allen Preislagen nur in der Möbelhalle„ Osten" Alexanderstraße 14b Achtung! Berband der Steinfeger und Berufsgenossen Arbeiter- Betriebsräte ( Arbeiter, Angestelltenausschüsse, Funktionäre) der gesamt. Stein- u. Banindustrie. Freitag, den 24. Oftober 1919, abends 6 Uhr, findet in den Sophienfälen, Sophienstraße 18, eine große Funktionärversammlung Achtung! Filiale Berlin. Achtung! Allen Rollegen hiermit nochmals zur Kenntnis, daß am Sonntag, den 20. Oktober, vorm 9% Uhr, in den Sophien Sälen, großer Goal, eins ordentliche Mitgliederversammlung ftattfindet. Tagesordnung: Unsere Filiolangelegenheit, betr. Ses neugewählten Borstandes. 2. Wie steht es mit unseren Lohnangelegenheit? 8. Berschiedenes. Brauerei Königstadt der gesamten Stein- und Bauindustrie halber jeben einzelnen Kollegen, recht pünktlich zu bes am Schönhauser Tor Säle von 2000-100 Personen und Vereinszimmer sind noch einige Tage zu vergeben. Hans Liebing, Oekonom. ftatt Zagesordnung: Der Zusammenschluß in der Stein- u. Bauinduftrie. Bei ber Bigtigteit ber Tagesordnung i vollgäbliges Cr fcheinen ber gesamten Funktionäre unbedingt notwendig. De triebsausweise erforderlich Vollzug rat Groß- Berlin. Deutscher Metallarbeiter Berbend PAUL CASSIRER Berwaltungsstelle Berlin 9. 54, Linienstraße 88/85. AUSSTELLUNG AUGUST GAUL W. VIKTORIASTRASSE 35 Ich habe mich hier als Rechtsanwalt niedergelassen. Rechtsanwalt Hermann Hirsch Centr. 9780. Berlin. Unter den Linden 56. Gesda tezeit v, borm. 9 Uhr bis nachm. 4 Uhr. Telephon: Ami Norden 185, 1289, 1987, 9714. Achtung! Am Sonnabend, ben 25, Oktober 1919, nachmittags 4 Uhr Bir ersuchen, der wichtigkeit der Tagesordnung Berfammlung zu erscheinen. Der Borstand. J. A.: O. A r It Deutscher Holzarbeiter- Berband Verwaltungsstelle Berlin Bureau: Berlin SD. 16, Rungeftr. 80. Fernfprecher: Amt Morigplats Nr. 10823 und 8578 Achtung! Vertrauensmänner! Gesamtvertrauensmänne.versammlung Achtung! findet am im Gewerkschaftshaus, Engel- Ufer 15, Saal 1, Versammlung der Betriebsrohrleger und Selfer. Tagesordnung wird in der Bersammlung bekannt. Kollegen, erscheint zeftlos, niemand darf fehlen Die Ortsverwaltura. gemacht. Kupfer, Messing, Quecksilbe, Platin. Gold, Silber, Altmetalle, kaufen PETERS. Prenzlauer Str. 24. Neue Königstr. 82, DEGENER, Schöneberg, Bah str. 46. MOEBUS, Waldstr.& G. ERMEL, Gubener Str. 59, W. HAASE. Skalitzer Str. 95 A, Ecke Lausitzer Platz. Dienstag, den 28. Oktober, abends 7 Uhr, im Gewerkschaftshaus, Engelufer 15, statt. Tagesordnung: 1. Der Reichstarif und die Berliner Bereinbarung. Referenten von der Berwaltung und bem Hauptvorstande. 2. Stellungnahme zur Vertrags kündigung. Drechsler und Berufskollegen: Sonntag, ben 26. Okto ber, porm. 10 Uhr, Arbeitslofenfaa! Rungestraße 30, wichtige Befprechung für alle Rollegen, welche der Jnnungskranken affe der Drechsler angehören. und Filmtischler: Sonntag, den 26. Oktober, 2010. 9% Uhr, Gewerkschaftshaus, ngelufer 15( Gaal 11). Besonders notwendig ist Erscheinen der Roffegen vom Walhalla, Berr= Roses, Rafino, Lu.sen und Thalia Theater. Die Ortsverwaltung. Mr. 514. Beilage zur Freiheit". 99 Die Bluttaten der Weißen Garde. Die schuldigen Offiziere figen nicht auf der Auflagebaut. Dritter Berhandlungstag. München, den 23. Oftober. Die Erregung der 8uhörer, die infolge ber geradezu entieblichen Soheitsatte der Weißen Garben, wie fie der Brozez autage bringt, bereits während der ersten beiden Berhandlungstage außerordentlich groß war, ist zu Beginn der heutigen Sigung noch gestiegen. Dica fommt vor allem daser, baz nach der Ansicht der Zuhörer lange nicht alle Schuldinen cuf der Anlagebant fiben. Jm besonderen verlangt man die Gin. bbeziehung des Sauptmanns b. Sutterheim in ben Prozeß mit der Begründung, daß dieser und andere Bor gefeste nicht nur ihre Pflicht verabsäumt, sondern auch mit ber Ermordung der Opfer einverstanden gewesen feien. Dazu femmt, daß die Hinterbliebenen der Ermordeteten bisher keiner.ei Entschädigung erhalten haben. Die Militärbehörde und der Bayerische Staat streiten sich zur Zeit noch immer um die Stage, er für den Schaden aufzukommen habe. fogialbemokratie folgendes mit: G3 babe bamals eine ungeheure Aufregung in München geherrscht, befonbers weil eben die Geisel. erschießungen vorgekommen waren. Von beiden Seiten feien an dauernd Beschwerden bei der Parteileitung eingegangen. Die Münchener hätten sich beklagt, Freilar, 24. Offober 1013 Brecher. Verstärkt wurde dieser unhaltbare Zustand durch ver fchiedene unglückliche Erlasse. So war es vor allem ein Erlaß des Obersten Epp, der jeben, der weiteren Widerstand gegen die Regierung Soff* mann leisten würde, mit Standgericht und Todesstrafe bedrohte, während doch die Eretution nur wegen grober Verfe gegen das geltende Strafrecht zulässig erschien. Wir haben diesen Grlaß fofort beim Kriegsministerium beanstandet. Weiterhin wurde bas Standrecht jedem angedroht, der gegen die Regierung Soffmann hegte. Ein weiterer, sehr unglüdlicher Erlaß wer der de 3 Generals Mühl, der ebenfalls in den Möpfen der Soldaten viel Verwirruung anrichtete. Ge hiek darin u. a.:. Wer immer fid) in lezter Beit Soheiten, Gewalttätigkeiten bat zuschulden tommen lassen, ist umgehend anzuzeigen und aus. zuliefern." Damit ben Denunziationen oft frag ürdigster Art Tür und Tor geöffnet, weil teine bestimm Grenze gezogen war. Ich habe jofort in der Münchener Bost Dagegen Stellung genommen, nachdem awei Mebatteure des Blattes dem Befehl bereits zum Opfer gefallen waren. aufmann:" Die Wendung in dem Grlaß solche Elemente sind unschädlich zu machen spricht doch dafür, daß die Angelagter glauben konnten, daß fie bas Necht zum Abschieben von Sparta isten hatten." Beuge: Diese Befürtungen hatte ich auch." bar Rechtsanwalt bas bie Reichswehr willtürlich Erschießungen vornehme und die Reichswehr habe sich darüber beschert, daß die Bevölte. cung ihr Schwierigkeiten bei der Wiederherstellung der Ordnung mache. Der Beuge hatte dann Besprechungen mit General b. Oben und General v. Müht, zumal auch eine große Reihe von Denunziationen aller Art einging. Es wurde dann ein Befehl u bie Truppen erlassen, keinerlei Grschichungen ohne vorheriges Gerichtsverfahren vorzunehmen. Das war am 8. Mai. In atischen erfolgte jedoch die Erschießung bes viel genannten früheren Stadttommandanten von München, des Matrofen Die Vernehmung der Offiziere. Eglhofer, und es wurde behauptet, daß dieser deineswegs in In der Fortsetzung der Beweisaufnahme erklärte der den Kämpfen um München gefallen fei, sondern daß ihn Reichs. Unter großer Spannung wird dann ber Oberst und New Reichswehrsoldat und Student Kursave vom wehrfoldaten auf dem Sof der Resibens grandles erfchoffen giments fommandeur des 51. Reichswehr- Regia Alexanderregiment in Berlin, er habe zu der Patrouille hört, hätten. Die damaligen Borstellungen beim Obertommando fühn ments Rundt aus Fürstenwalde an der Spree aufgerufen. welche die ermordeten Gesellen zum Karolinenplatz zu führen hatte. Er bestreitet entschieden, daß irgend jemand im Bereins. ten damm zu der Erklärung, daß bie Reichswehr mit besonderer Gr befundet:" Ich war damals beim Stab der 3. Infanterie lokal Legitimationen vorgezeigt habe. Kein Mensch habe eine Borsicht borgehen werde, und es sei auch an die Truppen ein dies. Brigade hier im Hotel Marienbad. Abends gegen 10 Uhr wurde gemeldet, daß die erste Stompagnie des Alexander- Regiments ause Ahnung gehabt, daß es sich um harmlose Leute handelte, lanehr bezüglicher Erlaß ergangen. fei der ganze Krupp der Meinung gewesen, daß man tatsächlich Die Verteidigung macht geltenb, daß die Erregung in Min. gefchidt worden sei, um ein Spartatiftenneft im fatholischen GeSpartalisten vor sich habe. Mißhandlungen feien bis zum gerin dhen, und besonders bei der Meichewehr jo groß gewesen sei, daß fellen- Vereinebaus auszuheben. Die Alexander hätten ihre Ar drängen der unteiligten Militärpersonen durchaus nicht ver- fie fich siderlich auch den Angeklagten mitgeteilt habe, weshalb restanten in das Prinz George- Palais am Karolinenplay 5, einglommen, erst der Angeklagte Malowsti babe Unruhe in die diefe milder zu beurteilen feien. Auch sei zu fragen, inwieweit geliefert. Bei und nach der Einlieferung seien frembe Golbaten dieihen der Wachmannjdajten getragen. Und als dann schüsse die Angellagen über das Erschießungsverbot inftruiert worben hinzugekommen, hätten bie Spartafiften mishandelt und fielen und bei den Wachmannschaften der Verdacht uit chic, feien. Die weiteren Bernehmungen brehten sich dann um schließlich in bem eller hingemordet. Ich hielt das zunächst für ganz unglaubwürdig, weil ich meiner Beute gana baz die Schüsse aus den Rethen her angeblichen Spartatiiten ge- die Frage, ob auch noch weitere Täter in Frage kommen. fallen folen, habe sich dieser berechtigte Grtegung bemächtigt. Nad einigen unwesentlichen Beugenbernehmungen werden sicher war. Ich ging dann sofort hin und traf im Hof Soldaten Als die Schüsse gefallen feien, babe er, der Bruge, eindringlich dann die sämtlichen ingischen aus Berlin erschienenen Beugen aller Waffengattungen mit Zivilisten durchsetzt an. Gleich an auf die fremden Soldaten eingesprochen. Es hich jedoch: wir in den Sizungsjaal gerufen. Unter ihnen befinden sich Oberstofeingang fab ich bereits fecha bis sieben Leichen liegen. Ich wissen, was wir zu tun haben. Damit war das Signal au ciner Rundt, ging weiter und stieß auf den Oberleutnant Gra Hauptmann b. Att Stutterheim und allgemeinen Brügelei gegeben und ein Einschreiten gegen die fich Offizierfiellvertreter Briebe; bagegen fehlt der Oberleutnant b. Süijen in Begleitung von zwei anderen Offizieren. I toll gebärdenden fremben Soldaten wäre den Wachm inn- Graf o. Sülfen, da er sich auf Urlaub in Westfalen be- fragie Sie: Was ist denn hier los? Darauf erklärten sie mir, ce wären mit unserem Bachkommando vom Alegander- Negiment findet. Der Borsigende ermahnt sämtliche Beugen einbring bayerische Eolboten in ben of eingedrungen, hätten unfere lich, die reine Wahrheit zu sagen. Bachen zurüdgedrängt und die Gefangenen, angebliche Spar'a fisien, erschossen. Alle brei Herren rieten mir, unter feinen Un bänden weiber borzugehen, denn die Leute im Keller jeien wie rafend und würden auch mich unter Umständen nicht respektieren. Die Herren erklärten ganz offen, sie hätten ihre Leute selbst nicht in der Hand, ba fie alle toie tobsüchtig sich gebärbeten. In diesem Augenblic fiel ein Schuß im Keller. Ich rief: Hier geht es un Menschenleben, ba tönnen wir nicht zurüdbleiben" und stürzte in Ich habe viel im Kriege erlebt schaften nicht möglich gewesen. Der Bluterlaß des Obersten Epp.. Beuge Feldwebel Boller wohnte in dem Haufe Starolinen plak Nr. 5, in das die Ermordeten eingeliefent wurden. Er hörte, wie die Verhafteten schrien, fie feion Beine Spartalisten, fondern Mitglieder des St. Josef Bereina. Aber man hörte fie in dem Zoben der Menge faum. Der Beuge stürzte sofort in ben Keller, Mit ben Beugen zusammen ist auch der Schriftsteller Baur fah dort einige Leute mit schteren Verlegungen und versuchte, Stampfmeier, ber jetzt die amtlide Bayerische Botte. im Verein mit besonnenen Wachmannschaften die tobenden Sol auftlärungsstelle in München leitet, erschienen. Er war baten zu beruhigen. Auf seine Frage, wo man die Leute denn Mitglied des Aktionsausschusses während der kritischen April- und erivischt habe, hätte ihm einer der Soldaten erflärt, die Ber. Maritage und wird auf Antrag des Berteidigers, Rechtsanwalt hafteben feien in einem Rino versammelt gewesen und hätten Kaufmann, zunächst bernommen. Er bekundet: Maschinengewehre mit fich geführt. Auch dieser Zeuge belastet Matowski in schwerer Weise und bestätigt, daß er die anderen Soldaten erst in Erregung brachte und wiederholt schrie, es feien alle Spartatiften. Der Zeuge hat auch gefehen, toie bie Soldaten die Leichen ausplünderten. Beuge Schüße Nott enhöfer, ber auch zufällig zu bem Eumult hingutam, belundet, daß der Hauptangetlage Müller auf ihn den Eindruck eines Schiverbetrunkenen machte. Müller schrie fortwährend:„ Die Spartatiften müssen alle hin!" und stach wahllos auf die Leute ein. Verschiedene andere Beugen befunden noch, daß Müller und Makowski die Mädelsführer gewesen seien und schildern ebenfalls die graufigen Ginzelheiten im Seller. Es geht daraus hervor, daß Müller überhaupt nicht Bu bändigen war und erst von den Opfern abließ, als es bieß baß der Oberst kundi in dem Grundfrid erschienen fei. Jn diesem Augenblid seien viele der Soldaten babongelaufen und über die Räune geklettert. Andere wurden auf Anordnung des Obersten sofort berhaftet und abgeführt. Ein vielsagender Befehl. Ueber die damalige Stimmung in München beilt Stechts anwalt Nusbaum von der Oberleitung der Münchener Rechts17) halten?" Jimmie Higgins. Roman von Upton Sinclair, " 1 Das Geld bleibt in Leesville," behauptete der Abbokat, „ und wird verwendet, um in der Empirefabrik einen Streit zu organisieren." " ben Steller. Ale Mitglieder des Aktionsausschusses haben toir uns ba. mals sehr oft mit der Frage der Eretution und Denunziationen und gesehen. Aber was ich in diesem Seller fah, woar wohl bas... befaßt, die hier Ende April und Mai sehr oft bortamen. Gindrudsvollste, was ich jemals erlebt habe. Der Keller wat Der Ausschuß batte den 8wed, die Bermittlung avischen der buntel, erfüllt bon Rauch und Blutgeruch. Auf dem Boden lagen Begierung in Bamberg und dem Militär aufrecht zu erhalten. 6 bis 7. Beiden und die anwesenden Mannschaften schoffen und Vor allem aber war er zu dem zwved gebildet, die Säteregierung unter allen Umständen zu stürzen. Nach dem Stura berfelben haben wir unsere Tätigkeit begonnen, indem wir die Beziehungen aum eingerüdten Militär übernahmen. Es erschien uns mert würdig, daß wir bom ersten Tag an überhäuft wurden mit Be schwerden über willkürliche Verhaftungen und Ginrichtungen. ftachen wie wilb um sich. Der Oberst teilt noch genauere Ginzel. beiten mit und erlärt, er habe fofort 8 Golbaten verhaften lassen; die anderen seien ausgerüdt. Bors.: Welcher Herkunft waren die feche Verhafteten denn?" Beuge: Es waren lauter Bayern." Borf.: Uber unter den Angeklagben befinden sich nur awei Wahern, dann müssen bie anderen also wohl ausgekommen" fein." Beuge:„ Das nehme ich an. Meine Beute erblärten mir. bie Bayern hätten ihnen zugeschrien: Laßt uns heran. Mit den Spartalisten werden wir allein fertig. Wir sind Bayern, bas ist unfere Sache! Der Beuge erkennt dann ben Angeklagten Müller genau wieder. Wir gingen biefen nach und stießen auf eine ganze Anzahl alle, in denen grobe Unregelmäßigleiten vorgekommen waren. 3ch erinnere befonders an den Fall Gustav Landauer, an den des Redakteurs Beter 2ohmer bom Amtlichen Kor Der nächste Beuge ist der Offizierstelbertreter aut respondenz- Bureau Hoffmann und eine weitere Erschießung im Briebe. Der Borsigende hält ihm vor, daß er seine Aussage Fall des Stadtkommandanten& glhofer. Wir mußten uns auf alle Fragen verweigern könne, durch deren Beantwortung natürlich unsere bejonderen Gedanken darüber machen und gaben er sich selbst einer strafbaren Handlung bezeichnen würde. Dev unferer Ansicht auch darüber Ausdruck, daß nach unserer Meinung Beuge bat die Patrouille angeführt, welche die Verhaftung der bie Soldaten nicht richtig instruiert worden seien. Sie faben fast fatholischen Gesellenvereins- Mitglieder vorgenommen hat. Er bes in jedem Gefangenen sofort einen todeswürdigen Berfundet: Ich bekam an jenen Abend zwischen 7 und 8 Uhr ben einsehen, daß ihm dies wenig nüge. Man dürfe nicht ber- Organisationen ein äußerst wichtiges Gefeß. Die Deutschen geffen, daß auch in Deutschland Sozialisten berlangten von den Sozialisten bloß, fie sollten tun, was sie Ein schrilles Lachen unterbrach ihn; Genoffe Claudel, ihr Leben lang getan batten. Und es ist die Bestimmung der ein belgischer Goldarbeiter, fiel ihm ins Wort. Diese sozialistischen Maschinerie, stets in Bewegung zu bleiben, sich zahmen deutschen Sozialisten! Kein Hase fürchtet solche Ne- bon feinen Mächten des Himmels, der Erde oder der Hölle Aus dem Manuskript übertragen von Germania 3uz Mühlen. bolutionäre! Sie freffen dem Kaiser aus der Hand, ihre zum Stillstand zwingen zu lassen. Verlangt von den Jimmie Der junge Norwood, der seine deutschen Genossen gut Beitung wird als Regierungspropaganda in den Schützen. Siggins, fie sollten ihre Forderungen auf Rohnerhöhung und fannte, lachte fpöttisch. Eure Regierung berkauft Pfand- gräben berteilt. Ein Belgier weiß, was deutsche Sozialisten den Achtstundentag aufgeben; wie wird Jimmies Antwort briefe in Amerika, der Ertrag soll angeblich den Familien wert sind!" lauten? Geht zum Teufel!" der Gefallenen und den Invalider zugute fommen. Auch Derart spalteten die europäischen Nationalitäten die V. in unserer Stadt find solche Pfandbriefe gekauft worden. Leesviller Ortsgruppe in zwei Teile. Auf der einen Andererseits jedoch beunruhigte Jimmie Higgins der Glaubt ihr denn wirklich, die Familien der Gefallenen und Seite stander die Deutschen und Desterreicher, die russischen die Juvaliden werden einen Cent von diesem Gelde er Juden, die Irländer und die religiösen Pazifisten, auf der Gedanke, er könne unwillentlich des Kaisers Söldling anderen zwei englische Glasbläser, ein französischer Kellner werden. Wohl stimmte es, daß die ganze Tradition der Diesmal blieben die Deutschen die Antwort nicht schul- und etliche Amerikaner, die wegen ihrer Schulbildung und sozialistischen Bewegung eine deutsche Tradition war, doch dig. h glaube es!" rief Genoffe Koeln. Ich auch!" anderer inobistischen Schwächen einer heimlichen Liebe zu war sie auch eine deutsche Antiregierungs- Tradition. Jimmie ch auch!" stimmten andere ein. John Bull verdächtigt wurden. 8mischen diesen extremen betrachtete den Kaiser als den leibhaftigen Teufel, und beim Fraktionen verharrben die übrigen Mitglieder, verwirrt, be- bloßen Gedanken, er fönnte dem Staiser irgend etwas zu stürzt, nach einem Ausweg aus diesem Labyrinth fuchend. Gefallen tun, überlief ihn falter Schauder. Er begriff, wie' Dies fiel den schlichten Gesellen, den Jimmie Siggins, sehr der Bewegung schaden würde, falls das Gerücht auffäme, gar nicht leicht. Wenn sie die Fragen so recht zu überdenten die Sozialisten nähmen vom Kaiser Geld. Wenn zum Beiberfuchten, gerieten sie schier in Berzweiflung. Es gab so spiel ein Widerhall der heutigen Diskussion in die Spalten viele Seiten. Der legte Redner hatte stets ein noch besseres des Gerald" drängel Gerade jezt, wo die„ Lusitania" Argument borgebracht als der vorlegte. Freilich sympathi- Affäre alle Gemüter entflammt hatte! fierte man mit Belgien und Frankreich, fonnte mon aber Nach einstündiger Diskussion schlug Norwood vor, das umbin, die britische herrschende Klasse zu haffen? Sie war Beitungskomitee folle über den Ursprung aller gesammelten der Erbfeind, sozusagen der Schulbuch- Feind. Außerdem Gelder genaue Erkundigungen einziehen, und alle zurück. fannte man sie am besten; joder amerikanische Laffe, der weisen, die nicht von Sozialisten herrührten oder von Leuten, reich geworden war und seine Ueberlegenheit beweisen die mit den Sozialisten sympathisierten. Die Bernunft der wollte, trug englische Anzüge, hatte englische Dienstboten Gruppe fam zu ihrem Recht, und auch die Deutschen schlossen sich dieser Resolution an. Norwood hatte das Felt ins Feuer geworfen, nun ließ und englische, schlechte Manieren. er es eine Weile prasseln und schmoren. Als die Deutschen Nun aber wurde eine neue Streitfrage aufgeworfen: Für den Durchschnittsamerikaner war das Wort„ engin verhöhnten, weil er nicht den Mut habe, seine wahre lisch" gleichbedeutend mit„ privilegiert", mit der Kultur der Claudel verlangte, Norwood solle ins Zeitungskomitee einMeinung auszusprechen nämlich, die Ortsgruppe möge oberen Behntausend, dem Bestehenden, gegen das er sich auf- treten, und alle Radikalen stimunten gegen diesen Vorschlag; sich der Forderung des Achtstundentages entgegenstellen lehnte. Deutschland hingegen war der Waisentnabe unter es sei eine Beleidigung des Komitees, drücke einen Zweifel lachte er fie aus. Er hatte sie dazu bringen wollen, sich den Nationen der Bursche, der nie eine Chance gehabt an dessen Ehrenhaftigkeit aus. Vielleicht liegt auch die Gebloßzustellen, und es war ihm gelungen. Sie waren nicht hat, und nun verzweifelt um eine Bebensmöglichkeit kämpft. fahr vor, daß Genosse Norwood tatsächlich envas entdeden nur bereit, für den Kaiser zu wirken, sondern nahmen auch Auch waren die Deutschen weit verständiger, fie erklärten würde!" bemerkte der Engländer Baggs. Die Jimmie des Kaisers Geld ant ihre Sache, es lag ihnen etwas daran, was man von ihnen Siggins verworfen einstimmig diese Resolution; nicht weil Des Kaisers Geld?" rief der wilde Bill. Ich nähme hielt, nicht wie der Engländer, hol ihn der Teufell, der fie Enthüllungen fürchteten, sondern weil sie überzeugt füir propagandistische Zwecke sogar des Teufels Geld an!" feine Nafe hoch trug und sich kein Deut um die öffentliche waren, ein ruhiger, bernünftiger Mensch, wie Geritty ea war, sei imftande, die Loyalität der Bewegung zu wahren Der alte Hermann Forster erhob sich und sprach mit Meinung fümmerte. feiner fanften, empfindsamen Stimme. Selbst, wenn der Bu all dem tam noch, daß die Deutschen hier das Gefeb ohne aufieben und ohne sich Feinde zu machen. ( Fortiebuna folat.) Raiser für derartige Bivede Geld verausgabe, werde er bald der Trägheit auf ihrer Seite hatten, und dies is in allen Ein Dugend Leute verlangte das Wort; Schneider er griff es, weil er lauter zu schreien verstand, als alle anderen. Was will der Genosse?" schrie er. ft er gegen den AchtStundentag?" Sit etwas von dem Gelb des alten Granitch in seine Tasche geflossen," gelte Bills Stimme auf, oder weiß er noch nicht, daß Granitch gewandte junge Advokaten bezahlt, damit sie ihm helfen, seine Munitionssklaven zur Arbeit zu treiben?" IV. Hauptmann v. Alt- Stutterheim. Defebt, in das aus des fatholischen Gefellenberein gu gehen, gen ble beränderte Saltung der Regierung bewirften. Der Beuge, nd, fo range werben au ble Beziehungen Sex Ter und nachzusehen, ob dort Spartalisten berjammelt jeien." Vors.: erklärt, daß im Kreise der Boltsbeauftragten im einander durch die Gewalt bestimmt. Der Wölkerbund ist Wie find Sie hingegangen?" Beuge:" Ich hatte mich etwas ver- November und Dezember fein 3 weifel darüber bestand, daß die organisatorische zusammenfassung der tapi fleidet, indem ich eine Grenadieruniform und Sie Feldmine an die Hochberratsparagraphen und talistischen Staatswefen. Aus diesem Wesen des Wok Lgte. Hauptmann v. Alt- Stutterheim hatte mir aber gejagt, das die Bestimmungen über politische Delifte außer Kraft getreten herbundes geht sein gegen revolutionärer Charate ich äußerst vorsichtig sein solle und daß ein Posten vor dem Ge waren. Die Amnestie im November bezog sich auf die Handlunter hervor. Was gegen Cowjetrußland durchgeführt werden soll, bäude aufgestellt sei, sodaß ich fürchten, mußte, als Charge sofort gen, die unter dem früheren faiserlichen Regime vorgekommen das zeigt die wahre Natur des Bollerbundes. Der Anschluß au niedergeschossen zu werden. Die Anzeige gegen die Versammelten waren. Nechtsanwalt Boenheim fragt, ob wegen der Vor- den Böllerbund ist nichts anderes, als die Solidaritätserklärung war von einem mittelgroßem Herrn eingereicht worden, gänge ant 6. Dezember Antlage echoben worden sei, worauf Ditt mit dem Kapitalismus der ganzen Welt. Unter demselben Ge der 10 Minuten vorher auf das Regmientsbureau gelommen war, mann erklärt, es sei eine besondere Kommission eingesett mor- fichtspunkte betrachten wir die Te Inahme an der und der versicherte, daß es sich um eine geheime Spartakisten den, weil man ein Verfahren vor den alten Ge Versammlung handle. Der Zeuge schildert die Festnahme der Gerichten bei politischen Handlungen nicht für Konferens in Washington. fellen. Er will von Mißhandlungen und von den Mordtaten nichts aul äilig hielt. Dem Nechtsanwalt Dr. Goldschmidt bestätigt Es ist möglich, daß dort sozialpolitische Vereinbarungen zustande. gesehen haben. der Beuge, daß die Renierung in den Verhandlungen fich als lommen. Die stonferenz wird aber zugleich die Vorstufe sein für Der nächste Beuge ift Bartei und nicht als Obrigkeit gegeben habe. die Politik, die Deutschland bereite im Innern treibt und die die Nunmehr wird die Beweisaufnahme endgültig Beseitigung des Klassenfampfes zum Ziele hat. Die bürgerlichen Barteien in Deutschland möchten für die Teilnahme an der Er bleibt zunächst unvereidigt und befundet, daß er im Régi- geschlossen. mentsbureau bom Feldwebel Spann die Meldung erhalten habe, Die Plaidoyers: Bledade Sowjet- Rußlands die Aufhebung der Ditjeeblodade er laufen. Militärische Kreise möchten sich jogar aftiv beteiligen. daß im Katholischen Gesellenhaus eine geheime spartatistische Staatsanwalt Ghja e läßt bezüglich des Angeklagten Saaje Nach den Ausführungen des Reichspräsidenten gegen Versammlung tage. Die Meldung war angeblich von einem die Beschuldigung der Geheimbündelei fallen. Im übrigen bittet über einem spanischen Journalisten ist anzunehmen, daß er Oberleutnant in Zivil eingereicht und stand auf einem Blatt er die Geschworenen, bei allen Angeklagten die Fragen nach Auf- wünsche, daß die deutsche Regierung zur Teilnahme an der Bapier. Eine Anmeldung dieser Versammlung war nicht erfolgt, und der Beuge erklärt, er habe sich um so mehr veranlaßt gesehen, ruhr, Landfredensbruch und Widerstand gegen die Slaatsgewalt Blodade Sowjet- Rußlande gezwungen werde. Damit greift er sofort scharf vorzugehen, da gerade die vaterländischen du bejahen und außerdem Gaberland, Haase, Brah und Oster- widerrechtlich in die äußere Politik Deutschands ein, wogegen Barteien in München unter allen Umständen das Versammlung der Staatsanwalt die zubilligung mildernder Umstände, sönliche Regime. Dadurch werden die Bedenten gegen die Eins mann für Rädelsführer zu erklären; andererseits empfiehlt auf das schärfste protestiert werden muß. Das ist das alte pers berbot respektiert hätten, und er so nicht annehmen konnte, daß weil alle Angeflag en aus politischer Ueberzeugung gehandelt richtung eines Reichspräsidenten überhaupt neu gerechtfertigt. irgend jemand, mit Ausnahme der Spartatifben, dagegen handeln würde. Ich war also verpflichtet," fährt der Zeuge fort,„ der Die Aufforderung der Entente zur Teilnahme an der Blockade Rechtsanwalt Dr. Salpert belennt fich als politischer hätte durch eine sozialistische Regierung vor allen Völfern ge Sade nachzugehen und ließ das Lolal überwachen, erfuhr das Gegner aller Angeklagten und auch seines Mandanten, des alton brandmarkt werden müssen. Senerzeit hat Erzberger sogar er Licht brannte, Leute bineingegangen waren, und daß Posten aus- Haberland. Als Juvist müsse er aber unbekümmert um feine lärt, sich an einem Kreuzzug gegen Sovjet- Nußland zu beleis gestellt seien. Daraufhin gab ich den Befehl zur Aufpolitiche eberzeugung sagen, daß die Angelagten nicht ver ligen. hebung an Priebe. Ich selbst blieb im Haus des Kommergien urteilt werden fönnen, weil die alten Gefebe bezüglich tischen Maßnahmen der Regierung famen burdweg zu spät. Gine politiche Ueberzeugung fagen, daß die Angelagien nicht ver ligen. Zamais schuf Deutschland seinen Grenzschutz. Die. bals rates Heinemann, wo ich mit meiner halben Kompagnie untergeber politischen Delitte ungültig geworden seien. große Auseinandersehung zwischen dem Welttapitalismus und bracht war, liegen, Gegen 9 Uhr hörte ich das Schreien und Schimpfen Ga war ein Kampf gegen, sondern um die Staatsgewalt. Sem revolutionären Proletariat hat begonnen. was insbesondere den alten Haberland betrifft, so sei es völlig abwägig, denselben als Anführer anzusehen. Saberland habe sich durch seine Benrühungen, um die Gugalbung der Maschinen, nicht Strafe, sondern Bifen liche Anerkennungen verdient. Die Geschworenen müßten Haberland freisbrechen. auf der Straße. Ich ging hinaus und fah eine große Menschen menge und den Gefangenentransport, von Soldaten aller Reich tehrtruppen begleitet. Da ich Unruhen befürchtete und Miß hanolungen fah, zog ich meinen Revolver und begann, die Leute auseinanderzubringen. Ich riß einzelne Beute, auch einzelne Gefangene, die mißhandelt wurden, aus den aufgereg ten Gruppen hevaus. Leider ist es mir damals nicht gelungen, bie einzelnen Gefangenen so zu folgen, wie es wohl notwendig war. Das fam aber daher, daß die Disziplin in der Armee feit langem systematisch untergraben wird, und wenn daher etwas Bebauerliches vorgekommen ist, so sind eben andere Lente dafür verantwortlich.( Große Bewegung.) Mir wurde dann gemeldet, daß eben ein Sanitätssoldat erschossen worden sei. Die Leute aus der Kolonne schcien, fic seien unschuldig. Es fann auch babon gerebet worl en sein, daß sie Batholische Gesellenbereins mitglieder wären. Selbstverständlich fonnte ich mich auf der offenen Straße inmitten einer aufgeregten Menge nicht in Ver handlungen darüber einlassen, zumal sich die Leute durch die Abhaltung der Versammlung strafbar gemacht hatten und ihre Aburteilung Sache des Gerichtes war. Ich ging, obwohl ich nicht dazu verpflichtet war, hinter dem Teupp einher und ließ mir von Spann erzählen, auf welch Weise der Sanitäts soldat ums Leben Bekommen war." Corfipender:" Sie sollen auf den Vorhalt der Leute, daß sie unschuldig seien, erklärt haben, haben. Die Verhandlung foll Freitag zu Ende geführt werden. Deutsche Nationalversammlung. Donnerstag, den 23. Oftober. Auf der Tagesordnung steht der Unsere Gegenwartsforderungew an das deutsche Auswärtige Amt sind: Bruch mit ber Geheime diplomalie, Näumung des Baltikums mit allen Mitteln, hndung der Schuldigen durch das Gesez, friedliche Verständigung mit Sowjet- Rußland, was auch ohne den Abschluß formeller Ber träge möglich ist. Wir müssen die ftiebliche Gesinnung zum Aus brud bringen, inden wir vor der ganzen Welt erklären, daß wir gewillt find, mit Sowjet- Rußland in Frieden zu leben. Die Werbungen für die gegenrevolutionären Formationen in Deutsch land müssen eingestellt werden. Die russischen Schuhhäftlinge müssen entlassen und ihnen die Möglichkeit geboten werden, mög lichst schnell nach Hause zurückzukehren. Wir bekämpfen die jßige Regierung und ihre auswärtige Bolitik, weil sie nicht gewillt ist, diese Forderungen zu erfüllen. Deshalb slaben wir an, dieses Saushaltsplan für das auswärtige Amt. Herrschaftssystem zu zerirümmern und an dessen Stelle ein jo Minister des Auswärtigen Müller: Wir hoffen, daß wir bald zialistisches zu sehen. Durch die auswärtigen Vertreter muz, die mit der ganzen Welt, nicht nur mit den neutralen Staateen, wie Verbindung mit den ausländischen Arbeitern geschaffen werden. der in Verbindung treten werden. Auch die Basis der Auslese für Der entscheidende Kampf des Proletariats gegen den Weltfapi den diplomatischen Dienst mnß breiter werden, damit der Nach talismus ist im Gange. Dafür zeugen die schweren jozialen wuchs aus allen Kreisen, auch Outfeber herangezogen werden Kämpfe in Italien und Amerita. Das Biel einer wahrhaften fönnen. Wer die Absicht hat, gegen die Republit au agitieren, fann fozialistischen Auslandspolitik müßte es sein, die proletarischen unter feinen Umständen einen diplomatischen Posten bekleiden. Kräfte aller Länder zusammenzufassen zum Kample gegen den ( Sehr richtig.) Es gilt schöpferische Persönlichkeiten auszuwählen, ettkapitalismus. Wir sagen der inneren und äußeren Politi die richtig sehen und das Gesehene mitteilen önnen. Elemen dieser Regierung schärfsten Kampf an. Unser Kampf gilt auch der ceau fagt in seiner lehten Nebe: Der Saß fann feine Lösung Nationalversammlung, die Eichhorn gegenüber ihre gegenrevolutio Beuge: Das gebe ich ohne weiteres zu. Die Leute hat bringen! Leider ist das noch nicht zum Grundfab der franzöfifchen näre Gesinnung offen zum Ausdruck gebracht hat. Wir alle haben, fen aber trob des bestehenden Verbotes eine Versammlung abge- Bolitik geworden. Clemenceau wirft weiler den deutschen Sozialis wenn es die revolutionäre Pflicht erforderte, genau dasselbe halten und da hatte ich einzugreifen. Ich war für die Vorgänge sien bor, fie hätten sich mit der Militärpartei verbunden. Bei getan und werden es auch weiterhin tun. Auf der einen Hlassenbewußten in meinem Begirt baitbar. Der Bug fam dann ins Palais des uns regiert die Militärpartei nur in den besetten Gebieten und Seite stehen wir als die Vertreter des auf der anderen Brinzen Georg und als er sich hinter den inneren Gittern befand, swar die franzöftiche, aber nicht die deutsche. Clemenceau jagt Proletariats, Seite steht die Gegen ihm Meldung zu weiter: Die Herren find wir! Das sind die Reben der Allbeut revolution, eilte ich zum Regimentskommandeur, um der Rechtssozialisten gehören. auch die machen. Mich ging die ganze Sache dann nichts mehr an, da ich schen von vorgestern. Die Franzosen werden solche Stedensarten Die Sache Sowjet. Nußlands ist die Sache der revolu Die Beute pflichtgemäß in ben borschriftsmäßigen Gewahrsam so lange gebrauchen, bis es zu einer europäischen Satastrophe tionären Arbeiterbewegung aller Länder. Der Blockadeerklärung hatte bringen lassen und es weiter nichts mehr für mich zu tun fommt. Wir wollen einen wirklichen Bölferbund. dem wir mit der Entente Sotojet- Rußland gegenüber empfinden wir tiefsten gab. Borsibender:„ Aber es sind doch unterwegs noch weitere Miß- unserem Hergen angehören fönnen. Noch immer schmachten Abscheu, und erklären uns mit ihm solidarisch Wir erwarten handlungen vorgefommen?" Beuge: Davon habe ich nichts ge- 350 000 deutsche riegsgefangenen hinter französi bon dem internationalen revolutionären Proletariat dieselbe Soli fehen. Ich ging hinter der Kolonne ber und sprach mit Spann. schem Stacheldraht. Wo bleibt da die vielgerühmte Menschlich darität, wenn bei uns die große auseinandersetzung kommt.( Leb ( Große Unruhe und Nufe im Zuhörerraum.) teit? Das deutsche Bolt will den Frieden. Darum muß auch das mache hier pflichtgemäß seine Aussagen. Die Unruhe im Bu- werden. Die Reichsregierung misbilligt das Glückwunschtelegramm immer für eine Verständigung mit Rußland. Die Volksbeauf Minister Müller: Die Bartei bes. Abg Gehet war nich Der Vorfitende ersucht um Ruhe und erklärt, der Beuge altitum jo ineell wie möglich von deutschen Truppen geräumt after Betfall bei den 11. So8) hörerraum dauert jedoch fort und Angehörige der Erschossenen des Grafen v. b. Golz an den Obersten Awaloff aufs fchärfite. beginnen wiederum zu weinen, während die vernommenen hatho Durch die Methoden, bie die Entente Sowjet- Rußland gegenüber traglen einschließlich Haase haben es abgelehnt, die diplomatischen lischen Gesellenvereinsmitglieder andauernd durch Burufe for- jest wieder anwendet, wird der Boljchewismus, den auch wir Beziehungen mit Sowjet- Rußland aufzunehmen. Freitag 1 Uhr: Weiterberatung. Schluß 7 Uhr. bern, weitere Beugenbernehmungen vorzunehmen und viele Befür eine Gefahr ansehen, gefördert. fchuldigungen gegen die Offiziere erheben. unterbunden, das gehe Sie nichts an. Der Bu Preußische Landesversammlung. Der U. S. P.- Redner zu den Agrarfragen. Nach einem Geplänkel des Ministers Braun gegen die Kons fervativen tam gestern unser Redner, Genosse Mehrhof zum Wort. Er führte aus: Abg. Wels( E03.): Der Gesundungsprozeß, den wir in unVorsitzende richtete dann an Sauptmann v. Stutterheim die ferem Lante herbeiführen wollen, erfordert festzustellen, wer in Frage, wer denn nun nach dem Fortgang Priebes den langen Jahren das deutsche Bolt belogen und betrogen, wer bas Kommando geführt hätte. Beuge: Ich war ja stets es schlecht und gut geführt hat. Die Wahrheit ist in Deutschland in greifbarer Nähe und, soweit ich gesehen habe, ist nichts ge- auf dem Marsch. In den Beratungen des Unterausschusses haben schchen.( Erneute große Unruhe im Buhörerraum.) Ginmal wurde mir aus einem Telegramm ersehen, daß der sogenannte Frie allerdings„ Laufschritt" fommandiert. Das habe ich aber sofort benskaiser feinen Wert auf Friedensvermittlung legte. Es wird borgegangen".( Lebhaftes hört, hört! links.) Diese Mischung von Unfähigkeit und Schnoddrigkeit hat den Untergang des Deutschen benn dann hätte ich auch mitlaufen müssen." Die Konservativen wenden sich mit allem Nachorud gegen Reiches besiegelt.( Lebhafter Beifall links, Lärm rechts.) Die Vorsitzender:" Es ist also möglich, daß teiner von den Soldaten Königsberger Freiheit" vom 22. Oftober hat burch eine soge den unerträglichen“ wang, den die jetzige Ernährungspolitik gemust bat, wer eigentlich führte." Deuge: Das ist möglich. nannte Enthüllung die Arbeiten des parlamentarischen Unter- mit fich bringe. Und sie operieren mit der uralten Behauptung, Mihhandlungen find jedenfalls nicht vorgekommen."( Erneute fuchungsausschusses zu distretitieren versucht. ( Grneute ſuchungsausschusses zu diskretitieren versucht. Demt bort ver- die Einführung des Sozialismus werde alles in eine 3wangs Unruhe.) Vorsitzender:" Darüber besteht nun tein weifel. Denn öffentlichen Geheimprotokoll sieht man die ausländische Fabri- jade steden. Dieselten Leute, die das behaupten, haben sich durch alle Zeugen bestätigen, daß gerade auf dem Weg von der fation auf den ersten Blid an. Die Frage ist aber, wer an einer Jahrhunderte nicht gescheut, den unerhörtesten Zwang gegen die Brienner Straße zum Palais die gröbiten Mithandlungen vor- fo frivolen und gefährlichen Art und Weise, Deutschland vor dem unteren Volksschichten anzuwenden. Diesem Swange ist es zu verbanken, daß ber Krieg ber gekommen find." Beuge: Dann wäre ich nicht fortgegangen, wenn Ausland verdächtig zu machen, interessiert ist. Lenin rät in einem ich auch nur hätte ahnen könne, das etwas hätte passieren tönnen. Programm, das allerdings für die Kommunisten bestimmt ist, alle Menschheit Millionen Todesopfer geloftet hat." Bugleich lehre chauvinistischen Bewegungen und internationalen Konflifte zu die gegenwärtigen Bustände, daß wir eine andere, bie schüren.( Sört, hört.) Das sind die Drahtzieher, die von Moskau birigiert werden. Wir haben für diese gewissenlosen Verbrechen nur den tiefsten Abscheu, Das baltische Abenteuer war für manche Kreise die Tette Gelegenheit zur Fortsehung ihrer unwahren Politif. Wir lehnen die Auffassung ab, daß der Völker bund, bloß ein Werkzeug des Kapitalismus fei, an dem ein Sogialbemottat nicht teilnehmen dürfe. Die zweite Internationale Der Aufruhr"-Prozeß gegen ble Borwärts" belatung. Um Scheidemanns Unterschrift. Als erster Reuge wurde gestern der frühere Stadtmuß die Bafis des Wölferbundes werden. 9. Bfeiffer( Str.): Jest endlich scheint es mit ben lange tommandant Wels vernommen. Wets bestreitet, die fraglichen Verhandlungen geführt zu haben, da er in den Januar angefündigten Reformen im Auswärtigen Amt ernst zu werden. tegen nicht mehr Stadtlommandant mar. Es ist möglich, daß der Wir müssen vernünftige Randſtartenpolitik besonders gegenüber give le Stommandant Kuhnt die Verhandlungen geführt hat. Bolen treiben. An der Blockade Cowjet- Rußlands werden wir Benge Rollwit bleibt bei seinen früheren Angaben über uns nicht beteiligen. Das Juterview des Reichspräsidenten durch bie Verhandlungen und das Schriftstüd. Er nennt noch einen einen spanischen Journalisten bedarf der Aufklärung Abg. Schule- Bromberg( Dnat.): Es ist unerhört, daß nach weiteren Beugen Manischewski, der Kurier zwischen dem MosseHaus und Büchsenstein war. Diesem Mann ist das Schriftstid 5 Monaten Friedensschluß die Gefangenen noch nicht beraus. ausgebändigt worden. Er hat den Manischensti gestern gegegeben find. Weshalb hat die Regierung das noch nicht durch jepen tönnen. Der Minister des Auswärtigen sollte außerhalb sprochen, der ihm versichert habe, daß er sich der bes parlamentarischen Systems gestellt werden. Unterschrift Philipp Scheidemanns fozialistische Produktionsform in der Landwirtschaft einführen müssen. Das wird zugleich eine Steigerung der Pro duttivität zur Folge haben und uns in unserer Nahrungsmittel bersorgung vom Auslande weniger abhängig machen. Diese neue Produktionsform wird weder den umrationellen Klein- und Zwerg betrieb noch den Großbetrieb in seiner heutigen Form beibehalten. Denn auch der heutige Großgrundbesitz wird nicht in der er giebigsten Weise betrieben. Erst in der sozialistische Wirtschaftsordnung werde alle Errungenschaften von Wissenschaft und Techni Anwendung finden und es wird eine wissenschaftliche Betriebsführung dadurch gewährleistet, daß von der Allgemeinheit nur die gefchultesten Sträfte mit der Leitung beauftragt werden Das ursprünglichste Gemeineigentum des Boltes, der Grunb und Boden ist heute au einem bloßen Spekulationsobjekt geworbent Kein Wunder, denn die enormen Preise der landwirtschaftliches Produkte wirft preissteigernd auf Grund und Boden. Es ist ein Eringendes Gebot der Stunde, daß endlich ein Geiet geschaffen mird, wodurch der Grund- und Bodenwucher beseitigt wird. Wir Kurt Geyer( Unabhängiger Sozialist.) fordern eine wirklich sozialistische Agracpolitit. Unter diefem mit Bestimmtheit erinnere. Manischemati ist jederzeit bereit, unter Zusicherung freien Geleits, als Beuge zu erscheinen. Ebenso wie gegen die Geschichtsflitterung der Deutschnationa. Gesichtspunkt bebcachten wir auch die Sieblungsbestrebungen, Der frühere Unterstaatssekretär, und Chef der Reichskanzlei len muß man fich gegen die Reinwaschungsversuche der Mitschul Was man auf diesem Gebiete dem Wolfe bringt, ist eine ber Baate will aus eigener Wahrnehmung über das Schriftstück bigen wenden. Die Rechtssozialisten haben an der Vorberei hängnisvolle Illusion. Sie wird und kann weder dem Bolle als nichts wissen. Er hat davon am 11. ober 12. Januar gehört und tung des U- Bootfrieges mitgewirkt, besonders der Bor. Ganzem noch dem Siedker zum Segen gereichen. Diese Sied auch im„ Berliner Tageblatt" davon gelesen. Rechtsanwalt wärts" unter Stampfer hat für ihn Stimmung gemacht. Die lungspolitik ist auch ganz und gar unwirtschaftlich, wie Genosse Stojen felb fragt, ob dem Zeugen bekannt ist, daß in der Regierung predigt den Frieden nach außen, aber fie führt au Sofer vor Jahren rechnerisch nachgewiefen hat. Eine Häche Neichskanzlei Blankets mit der Unterschrift Ebert- Scheidemann gleicher Zeit den Kampf gegen die Arbeiterschaft im Innern. Der bon 3000 Morgen, als Großbetrieb nach modernsten Gesichts borhanden waren, und ob er solche Blanketts in Verwahrung Seutsche Imperialismus ist durch den Krieg erledigt worden. Gs puntten eingerichtet, würde etwa 1 Million fosten; aufgeteilt in hatte. Baate gibt zu, daß Ausweise mit dem genannten Galsi sind ihm jest enge Grenzen gezogen und deshalb trägt die aus. 100 Siedlungsstellen jedoch das Dreifache. Gegenüber dieser ver. mile vorhanden waren. Auf weitere Borhaltungen des Ver- wärtige Politik der Regierung pagifistischen Charakter. 3o es fich fehlten Politif bertreten wir die sozialistische. Wir find teis gera räumt er weiter ein, daß nicht nur Paffierfarten, sondern aber nicht nur um Worte, sondern um Taten handelt, da wird der feine Gegner der Gartenstadtbewegung. Was wir aber auf das auch größere Blätter mit& affimile in der ersten Beit, ehe Sharakter der auswärtigen Politit flar. Die realen Macht geftigite bekämpfen, das ist die Herschlagung großer landwirtjdjait. fattoren, von denen die Politif der Regierung bestimmt wird, licher Flächen zu Zwergebtrieben, bie ihrem Eigentümer nur alles geregelt wat, vorhanden waren. Der frühere Boltsbeauftragte Dittmann berichtet über find die Schwerindustriellen, die Finanz-, die Militärtamarilla. drüdendste Feffein auferlegen würde. Eine wirklich sozialistische bie Berhandlungen mit der Regierung und dem Bentralbat. Risle Gs zeigt sich wieber, daß in einem Staate, der auf fapitalistischer Agrarpolitik würde dagegen dem gangen Volte bon größtem Ruben hat an den Verhandlungen nicht teilgenommen, jendern Truppen Grundlage beruht, feine fosialistisch- pagififtische Politit getrieben sein. Sie würde aber auch die Befreiung der schaffenden Kräfte anter gegenrevolutionäre Difiziere gesammelt, deren Bedingung werden fann, Solange die Grundlagen der Staaten kapitaliittiche auf dem Lande van wirtschaftlichen und politifden etten hinne le bertangen ferner, de vie landwirtschaften robufte neuen Beitung und in dem neuen elfte feine Aufgaben erburch die Gemeinden unter völliger Ausschaltung des paralitären füllen werde zum Besten der Arbeiterschaft. Zwischenhandels direkt an die Bevölkerung gerecht verteilt werden. Eine sozialistische Agrarpolitit wird auch innerhalb kürzester Zeit Schlußbericht zurückstellen. Er erscheint in einer der näch Wegen Raummangels müssen wir den ausführlichen bie riesenhaften Oedland- und Moorflächen der Bodenkultur unterwerfen und der Ernährung nugbar machen. Das würde sten Nummern. eine der wirtschaftlichen Kapitalanlagen sein. Die Landarbeiterfrage Ift auch heute noch bas trübfte Kapitel. Das Betern der Bandjunter über die Leutenot und die Arbeitsunluft wäre mur dann berechtigt, wenn von den Agrariern alles geian würde, um die Bohn- und Arbeitstedingungen so zu verbessern, daß auch der Banbarbeiter ein menschenwürbiges Dasein zu führen vermöchte. Aber was wir fehen, ist der denkbar größte Widerstand der Junfer gegen jeden Pfennig Lohnerhöhung, gegen den Bau gefunder und geräumiger Wohnungen. Der Metallarbeiterstreit. Die Verhandlungen im Reichsarbeitsministerium Eine gewaltige Arbeit, die an alle Teilnehmer, besonders aber an die Schiedsrichter, große Anforderungen stellt, bedeuten die jetzigen Verhandlungen vor dem Reichsarbeitsministerium, die den Frieden in der Metallindustrie wieder herstellen sollen. great fenthalten wurden den berhandelnder Kollegen vorgehalten wurde, daß erft bestimmte Arbeiter in bit baß das für den größten Teil der Mittel- und Kleinbetriebe nich Betriebe müßten, um gewissermaßen die Betriebe zur Wieder aufnahme der Arbeiter vorzubereiten, hätten die Kollegen erklärt nötig sei, in nottvendigen Fällen follten die Arbeitenausschüsse und Betriebsräte mitentscheiden. Zuerst hätten die Unternehmer die Forderungen fämtlich abgelehnt, später hätten fie Entgegen tommen gezeigt und auf Berlangen folgende Forderungen for muliert: Der Streik wirb für beendet erklärt. Die Betriebe werben bie Arbeiter nach Maßgabe der Betriebsverhältnisse mit mög lichster Beschleunigung wieder einstellen. Die früher befchäfe tigten Arbeiter werben an ihren früheren Lohnfähen wieder eingestellt. Die allgemeinen Arbeitsbedingungen bleiben be. stehen. Bor bem 15. Dezember 1919 bürfen betriebsfrembe Arbeiter in einer Werkstatt nicht eingestellt werden, fofern biese Arbeiter dieser Werkstatt, die ber benötigten Kategorie angehören und die erforderliche Leistungsfähigkeit befigen umb aus Anlaß bes Streits aus der Beschäftigung gekommen finb, stoch arbeitslos find. Maßregelungen follen aich! stattfinden. Sierunter ist zu verstehen, baß die Wiederein stellung nur nach fachlichen Gefichtspunkten stattfinden darf. Diejenigen Arbeiter, die während bes Streifs gearbeitet haben, einschließlich der Arbeiter, die während des Streits neu einge ftellt wurden, bürfen in feiner Weise belästigt ober benachteiligt toerben. Die Swarnswirtschaft ist keineswegs ein sozialistisches Jbeil. Sie ist ein Rotbehelf aus der Zeit des Krieges, um den Milita vismus und die tapitalistische Gesellschaftsordning vor einer Pa. Reine andere Industrie ist so vielgestaltig und weitbertastrophe zu schüßen. Nachdem wir in die denkbar größten Graveigt, wie die Berliner Metallindustrie, und so haben die nährungsschwierigleiten geraten find, tönnen wir sie nicht entẞarteien ihre besten Kräfte, die infolge langjähriger behren. Und dennoch hat die Regierung in eine Durchlöcherung Tätigkeit die allgemeinen Verhältnisse und Beziehungen der eing willigt, mit dem Erfolg, daß sofort für die freigegebenen einzelnen Branchen zueinander kennen, mit ihrer Bertretung Lebensmittel die ungeheuerlichen Bucherpreise gefordert wurden. Durch eine fyftomatische gitation ber Großaquier find auch viele in dem Schlichtungsausschus beauftragt. Auch die von den Fleinere Bauern von der Sabgier erfaßt worden. Sie weigern Parteien erwählten Unparteiischen befizen doch als ehemalige fich hartnädig, zu den Höchstpreisen Bebensmittel zu liefern. Die Techniker genaueste Kenntnis der Industrie. Die Aufgabe Agnarier find allenthalben in Lieferstreits eingetreten. des Ausschusses ist es, beiden arteien gerecht zu werden, Die Bertreter ber Arbeiter erflärten, daß die Forderungen ben eine Bewertung der Beistungen der einzelnen Arbeiter- Arbeitern mitgeteilt würden. Die heutige Versammlung solle ente und ein getreues Stimmung& bil b Kollegen geben. Danach follten ferneren hat biefer Lieferftroit Folgen gezeitigt. Die hungernde Arbeiter. gruppen zu finden. Ist es schon favierig, die Arbeiter von fcheiden 653 mürbe jest bon Maßnahmen eingerichtet werden. fchaft fab sich zu Abhilfemaßnahmen gezwungen. Sie wandte sich ungefähr 50 Branchen einigermaßen gerecht in ein ber an den von Heine unrechtmäßig eingefesten rechtssozia. Fünftlaffenlohnsystem zu bringen, so wird diese Aufgabe ben berhandelnden Kollegen vom Reichsarbeitsminister berlangl Tiftischen Landrat Schubert. Das Verhalten dieses Mannes noch erschwert durch die in den einzelnen. Branchen vorhan- werden, daß auch die Frage der Wiedereinstellung von einem be war alles andere, nur niat arbeiterfreundlich. Anstatt den Röten denen Untergruppen, von denen ungefähr 500 in fonders einzusehenden Schiedsgericht gelöst werden folle. Auf abzuhelfen, hat er die Nostegarde herbeigerufen und hat den der Metallindustrie vorhanden sind. teinen gall dürfe den Arbeitgebern überlassen toerben, darüber Belagerungszustand auf Grund von Bestim. Die in der Vorkriegszeit doch immerhin vorhandene zu entsteiden, welche Arbeiter in die Betriebe lommen sollen mungen vorhängt, bie ber geltenden Reisstabile Bewertung der einzelnen Arbeitsleistungen ist durch Die tatsächliche Unparteilidh feit des Vorsitzenden ber jebigen In Schmalkalden Die Im Schlußwort ftellte Toft ausbrüdlich feft, baß die Ber liner Metallarbeiter fest entschloffen feien, fich auf deinen Fall bem Willen der Unternehmer zu beugen.( Bebhafter Beifall.) Die Metallarbeiter würden sich nicht an die Wand drücken lassen. Nur Entschloffenheit führe zum Biele, die Baghaften und wirt haftlich Schwachen feien zu unterftüben. berfassung direkt zuwiderlaufen. Berhandlungen, bie angebahnt wurden, find an dem Widerstand dieses Schein. die Aufnahme industriefremder Arbeiter und Arbeiterinnen Verhandlungen fei verschiedentlich zutage getreten. Nachdem der Referent die Bersuche der Arbeitgeber, die ftrek Der militärische Seiter seigte während des Strieges heute nicht mehr voll anwendbar und bende Arbeiterschaft zu zersplittern, genügend gebrandmarkt hatte, fozialisten gescheitert. biefer bedeutet ein weiteres Moment der Erschoerung. So ist brachten fänstliche Diskussionsrebner zum Ausbraid, baß ben For fich in allen Fällen entgegenkommender als fogenannte Sozialdemokrat. So wird die sonst durchaus verständlich, wenn die Verhandlungen längere berungen der Unternehner in der Frage der Wiedereinstellung mubige Bevölkerung aufgepeitscht und die Arbeitsfreudigkeit er Beit in Anspruch nehmen, obwohl mit vollen Kräften ge- auf feinen Fall entsprochen würde. tötet. Und in welchem Ton spricht dieser Mann zu der Bevölke arbeitet wird. Außer dem Schiedsgericht sind an- Die Diskussion zeigte, daß sich bie Unternehmer in einem rung? Genau wie ein Duodezfürst zu feinen Untertanen". Wenn man will, daß die Arbeiter in vollem Umfange arbet. wesend zirka 20 bis 30 Sachverständige und Ver großen Irrtum befinden, wenn fle annehmen, bas bie MetallIn furzen, fnappen, auf die arbeiter mürbe und streifmüde find. len, dann muß man auch die Vorbedingungen dafür schaffen. treter der Parteien. Eine Berechnung der Nahrungsmittel, die eine Arbeiterfamilie von Eigenart des Berufes bezüglichen Worten stellen die bier Köpfen in bescheidenen Verhältnissen braucht, ergibt die Vertreter der Arbeiter ihre Forderungen auf: In ebenso Summe von wöchentlich 38 Wer. für die rationierten Bebens furzen Bügen enfrollen die Unternehmer ein Bild über die mittel und für die unrationierten 70 M., Lage der Industriegruppen und die Bewertung der Leistung nach ihrer Auffassung. Ruhige, fachliche Debatten entwickeln fich, mitunter auch ein heftiges Aufeinanderstoßen der Gegensätze. Nach Rückfragen der Schiedsrichter auskunft gebende Antworten der Parteien. Oft macht sich das Herbei. schaffen von Beweismaterial erforderlich. Boten, per Rad und Auto, find unterwegs. Neue Sachverständige werden herbeigeholt. Bor den Türen drängen sich neue Barfeivertreter. Das Schiedsgericht will ruhig und fachlich das Fundament legen für die Gestaltung der Arbeitsverhält nisse in der Industrie. Abends um 5 Uhr Schluß des Verhörs der Parteien. Und nun entwickeln sich wohl hinter den geschlossenen Türen Debatten, über die verschiedenen Partei. meinungen. Nervenzerstörende Arbeit im Interesse der In insgesamt also 108 m. wöchentlich. Dazu kommt für die übrigen Lebensbedürfnisse, wie Wohnung. Meidung usw. auch wieder bei befcheidensten Ansprüchen ein Be trag von allerwenigftens 60 W. Wer berbient bas heute? Und wenn die Arbeiterschaft Forderungen ftellt, dann wird fie mit Schmutz beworfen. Die Zwangswirtschaft hat der Bevölkerung wenigstens ein Minimum von Lebensmitteln gesichert. Wird fie aufgehoben, dann wird das deutsche Voll den Sänden von Schiebern und Bucherern ausgeliefert. Das ist ohnehin schon in einem uner träglichem Umfange geschehen. Die Agrarier drohen mit der Aushungerung des Wolfes, wenn ihren Wünschen keine Rech mmg getragen werbe. Das ist ein ganz schamlojes Gebaren und legt uns umso mehr die Verpflichtung auf, den Grund und Boden mit größter Beschleunigung in das Gemeineigentum überzu- dustrie, die vor jeder Störung bewahrt werden müßte. führen und dann eine sozialistische Agrarpolitit und Güterver teilung zu betreiben. Die Kleinbefiber fönnen sich diesem System fehr gut durch genossenschaftlichen Zusammen. Ich I uß eingliedern. Erforderlich ist nur, daß diese Genossenfchaften von wahrhaft sozialistischem Geist erfüllt werben. In diesem Sinne werden wir mit allen Kräften wirken.( Bebhafter Beifall bei den Unabh.) Selbstverständlich wandte sich ber nächste Rebner, der Nationalliberale Held, gegen die großzügigen Darlegungen unferes Genossen. Fortsetzung Freitag mittag. Aus der Partei. Die Organisationen zum Parteitag. Eine Konferenz der 1. S. B. in Effen nahm einstimmig die *. nachfolgende Resolution an: Die Kreisfonferena berlangt vom Barteitag ein flares und einbeutiges Belenntnis gegen die formale, parlamen tarische Demokratie und für die Dittatur des Proletariats als das notwendige und entscheidende Mittel sur Herbeiführung des Sosialismus. Mit Rücksicht auf die der Arbeiterfasse ummittelbar bebor bebenben schweren politischen und wirtschaftlichen Kämpfe bat die Partei die Pflicht, alle ihre Kräfte in erster Linie in den Dienst bes unverzüglichen Aufbaues einer wahrhaft revolutionären Säteorganisation für ganz Deutschland zu stellen. Die reistonfereng berlangt fofortigen Austritt aus der antirevolutionären und reformsozialistischen sogenannten zweiten Internationale und spricht fich für den Anschluß an die britte Internationale aus." Die Dresdener Parteigenossen stellen zu dem im nächsten Bericht der Streifleitung. Zum Schluffe der Versammlung fand madyflehenbe Nesolution einstimmige Annahme: " Die Generalversammlung spricht ber 15er tommission thi bolles Vertrauen aus. Sie beauftragt die 15er Kommision die Vorschläge der Unternehmer, die Arbeit ohne Mitwirkung ber Arbeiterausschüsse und Betriebsräte tobeber aufzunehmen abzulehnen. Die Arbeiter sind gewilt, nicht eher in die Betriebe Him einzugehen, bis bie Unternehmer ihre Haltung in dieser Be ziehung geändert haben. Die Generalversammlung ersucht bie 15er Kommiffion alle Mittel anzuwenden, um die Unternehmer von ihrem hart nädigen Standpunkt abzubringen." Eine eingebrachte Resolution, die 15er Stommifton zu bes auftragen, einen Aufruf an die gesamte beutsche Arbeiterschaft aur Unterftübung der um thre Eriftens ringenben Berliner Me tallarbeiter zu erfaffen, wurde ber 15er Kommiffion als Material überwiesen. Die Verhandlungen vor dem Schlichtungsausschus werden am Donnerstag, ausgefeßt, weil der Schlichtungsausschuß zur Fällung der Schiedssprüche für die bereits ver- Die sozialistischen Techniker gegen die Technische Nothilfe. handelten Gruppen das borliegende Material zusammenDie Arbeitsgemeinschaft fozialistischer Technifer fendet uns bellen muß. Die für Freitag vorgesehenen Berhandlungs- eine Grklärung ein, in ber the bie Grrichtung ber Tech gruppen werden in derselben Reihenfolge am Sonn- nischen Nothilfe" berurteilt. Die Aufrechterhaltung lebenswich abend zur Verhandlung kommen, und zwar: Die Gruppe ger Betriebe und bie lasführung von Notfbandsarbeiten währent der Schnittarbeiter vormittags 10 Uhr; die Gruppe eines Streits dürfe einzig umb allein durch die zuständigen Or der Gürtler and Drüder vormittags 11 Uhr; die adhe ber Arbeiterschaft borgenommen werben. Der Streit Lechaische Rothilfe" wird auf Gruppe der Metallschleifer und Galvani- bruch burch bie feure mittags 12 thr; die Gruppe der Eisenton- fhärfte berazte It struktionsbetriebe nachmittags 8 Uhr; die Gruppe der Eisenformer und Berufsgenossen nachmittags 4 Uhr. Ankündigingen. Betrieb Albatros, Johannisthal. Sonnabend früh 10 he im Wie bereits aus dem Bericht der Generalversammlung Bindenhof Auszahlung und Quistungsunterschrift. Glühlampen Wert S. u. 6. Sonnabend, den 25. 10. 19, zu ersehen ist, find in den Berhandlungen über die iederaufnahme der Arbeit infolge der Sart- 10 1hr vorm, Betriebsversammlung in der Krone, Mt.Moabit nädigteit der Unternehmer, noch keine Fortschritte Transportarbeiter.Berband Sektion 5. Vertrauensmänner zu verzeichnen. Die Generalversammlung hat die einmütige fonferenz der Transport- u. Bagenarbeiter im Metallgewerb Gefchloffenheit der Berliner Metallarbeiter erneut zum Aus- Freitag nachmittag 8 Uhr im Marsiker- Beveinssaus, Börsenjaal, brud gebracht, fich nicht dem Diftat der Unternehmer zu Staiser- Wilhelm- Straße 81. Bericht über den Berlauf des Metall. arbeiterstreits. beugen. Rein Kollege darf die Arbeit ohne Zustimmung der Fünfzehner- Kommission aufnehmen. Die Front der Berliner Metallarbeiter muß nach wie vor eine geschlossene bleiben. Der Kampf geht weiter! Das Metallfartell. Die Fünfzehner- Kommiffion. Gigung der Obleute der Metallarbeiter. Monat in Leipzig stattfindenden Parteitag die folgenden Anträge: heat te, Greitag, vormittags 9% Uhr, in den Sophiensälen Die nächste Sigung der Obleute der Streifenden findet I. Die Partei foll zukünftig den Namen tragen: Revolu. tionare foaielbemokratische Partei Deutsch.( großer Saal), Sophienstraße, ftatt. lands. II. Sämtliche Reichstags und Landtagsabgeordnete, bie Ge meindebertreter und Barteijetretäve fino quf Widerruf zu wählen." Generalversammlung des Deutschen Metallarbeiterverbandes. Außerordentliche Generalversammlung der Berliner Metallarbeiter. Baffe n. Wrebe. Freitag, ben 24. 10. Betriebsverfammlung nachmittags 2 Uhr, im Glasfaften, Bringenallee. Weiß u. Samet. Freibag, ben 24. 10., machjm.& Uhr, Be trebsversammlung im Streillotal A. Borfig, Tegel. Freitag, ben 24. 10. bon 9-12 werben in den befannten Melbestellen die Quittungen unterschrieben. Sonnabend, den 25. 10. von 11%-1% findet die Auszah lung der Unterstübung statt. Die unterschriebenen Quittungen lung abzugeben. sind von den Funktionären am Freitag in der Betriebsbersamm Telefunken! Unterschreiben ber Chittungen Beute Freitag, 11 Uhr, National- Diele, Kommandantenstr, 62. a. Nanzmeier, Betriebsversammlung am Sonnabenb, ben 25., nachm. 8 Uhr, im Lokal von Brasser, Michaelfirdystr. 28. Funktionäre der Firma Stod, Marienfelde. Am Sonnabend vormittag 10 Uhr Funktionärsipuua bei Gerold, Marienbort, Chausseestraße 283. G. Lorenz, Tempelhof. Die Kontrollfarten sämtlicher Ber In der außerordentlichen Generalversammlung, die gestern im Bakenhofer" ftattfand, gab Fuchs einleitend ein feines Etim- bände find Freitag und Sonnabend im Streiflotat Reiner, mungsbild von den Verhandlungen. Er habe bei ben bisher statt. Tempelhof abzugeben. Firma Beermann, Hirschhorn, Miehm n. Sahne, Moosborf gefundenen Verhandlungen den Eindrud erhalten, daß die Unter nehmer sich vorgenommen hätten, noch bei den Verhandlungen u. Hochhäusler. Sonnabend nachmittag 1% Uhr im Getverk einen Abbau der Löhne durchzujeben, qualifizierte Arbei- fchaftshaus, Engelufer 15, Bersammlung der Arbeiter, Arbeiterin ter in untergeordnete Gruppen unterzubringen. Es sei jedoch die ten und Angestellte. Die diesjährige hochbedeutsame Generalversammlung Hoffnung vorhanden, daß die Schiedssprüche nicht zuumgunsten der des Deutschen Metallarbeiterverbandes in Stuttgart ist am Kollegen ausfallen würden. Aus der Erfahrung fordert er die Mittwoch nach anderthalbwöchigen Verhandlungen zu Ende Kollegen auf, bei zukünftigen Verhandlungen die Einwürfe der Bertreter der Unternehmer nicht zu beachten, sondern am Hand gegangen. In der Schlußiigung tam es nochmals au bon Material die Forderungen burz und fnapp vorautragen. heftigen Auseinandersetzungen zwischen beiden Richtungen, und zwar wegen der Behandlung eines BeschwerdefalIes. Eine längere Debatte entspann sich dann noch über die von den Kommunisten propagierte Austrittsbewegung Er führte aus, daß die Kämpfe einigermaßen zugunsten ber aus dem Verbande. Die rechtsstehenden Delegierten hatten Rollegen entschieden werden würden. Die Unternehmer hätten im Lofal von Scheel, Berlichingenstraße 14. getragen, ben Arbeitern Deram- Wert. Im Metallarbeiterverband organisierte Stolhierzu eine längere Resolution eingebracht, die mit einem fich mit der Absicht bei ber 23iedereinstellung ihren Billen fegen und Kolleginnen Freitag und Sonnabend, den 24. und Abänderungsantrag der Mehrheit angenommen wurde. In aufauzwingen. Die Arbeitervertreter hätten aber 25. Oftober, Quittung unterschreiben von 9-1 Uhr. Freitag der Resolution wird das Festhalten an der Organisationsform andererseits starr an den Forderungen festnehalten; daß den 24. Oktober, mittage 18 Uho, Betriebsverfammlung im be besonders betont. das Arbeitsverhältnis nicht als unterbrochen au gelten habe, bag fannten Streiflobal, In einer Schlußansprache gab der neue Borsigenbe Maßregelungen unter feinen Umständen boz Frit Werner, Martenfelbe, Freitag, 24, 10., bormittags Brandes einen Ueberblid über die geleistete Arbeit und genommen werden dürften, daß ferner die Arbeiter 10 Uhr, Betriebsversammlung im Schwarzen Abler, Maciendorf, Sprach die Soffnung aus, dan der Verband auch unter der bei der Kroat ber debereiniteltuna am Mitbestim. Chauffecitrake 42 Anschließend gab Tost einen Bericht über den Stand der Bewegung. Schwarzkopffarbeiter B... G. Wifbau. Sonabend bor mittag 11 1hr Betriebsversammlung im Stafino. Unterfdweiben ber Quittungen zur 2 Auszahlung der Streitunterstützung Streitfarten mitbringen. Typograph. Betriebsversammlung Freitag nachmittag& Whe Groß- Berlin. Uus dem Stadtparlament. Nachwirkungen des Streits der Hilfsträfte. fcher Gelber machen lassen. Stabtberordneter Vamerta hielt eine scharfmachenische Rebe und geißelte die Führer der Hilfe fräfte, unter demen unlautere Glemente feien. Herr Lamerich erzielte mit feinen hervorragenden Attaden große Unruhe, worauf ein Antrag auf Schluß der Debatte gegen unsere Stimmen ange nommen wurde. Genosse Bimmermann wies die maßlofen Angriffe der Herren Koch und Lamerich auf unsere Partei und die Silfeträfte mit Entschiedenheit zurüd. Er forderte, baß ten Angestellter und teine Angestellte gemaßregelt werden, dürfe. Arbeiterbildungsschule ber u. G. V. Vie Konferenz der Erweroslofenräte Breußens findet int Dresdener Garten", Dresdener Straße 45, statt. Gröffnung Freitag früh 9 Uhr. Die Benutzung der Fahrstühle in den Privathäusern von Groß- Berlin ist, wie uns die Sohlenstelle Groß- Berlin mitteilt, vod morgen ab wieder gestattet. Lebensmittelfalender. Spanbau. 150 Gramm Rindfleisch mit Rnochen, 200 Gramm Büchsenfleisch, für Rinder 75 Gamm Rindfleisch mit Knochen, 100 Gr. Büchsenfleisch in der Wilhelmstadt, Siemensstadt und einem Teil der Neustadt, 50 Gramm Blut- oder Leberwurst. Geute, Freitag, findet der atveite Vortrag des Kurses Brig. Diejenigen Briger Einwohner, die bereits im Belite von Verfassungswesen und Verfassungstämpfe" Anweisungen zum Bezuge von Winterkartoffeln birch die Gemeinde ( unter besonderer Berüdsichtigung der Räteverfassung) statt. Bor. sind und die Rechnungen dazu bezahlt haben, können bie zuständige fragender Ernst Däumig, Schullokal Aula der Robert Belle. Menge Kartoffeln von jest ab bis Ende dieser Woche vom Lagerplas der Gemeinde Berlin- Brig in der Zeit von 7 Uhr vormittags bis Realschule, August it r. 21. Beginn 7 Uhr abends. Hörer 12 Uhr mittags und von 1-4 Uhr nachmittags empfangen. Neue An meisungen können mangels Borrat einstweilen noch nicht ausgestellt Wir betonen wiederbolt, daß zu allen Veranstaltungen der werden. Arbeiterbildungsschule Arbeitslose, die sich als solche ausweisen tönnen, unentgeltlich Zutritt haben. werben noch aufgenommen. Gegen die Erschwerung des Kirchenaustritts. Bittenau. Bon Freitag auf Abschnitt 87 ber Groß- Berliner Lebensmittelkarte: 250 Gramm ausl. Stärkemehl. auf Abschnitt 88 150 Gramm Hülsenfrüchte, auf Abschnitt 46 der Jugendlichen- Kartes 150 Gramm Maisfabrikate. Aus den Organisationen. 5. Distrikt( 3. Kreis). Heute, Freitag, abends 6 Uhr, Flugblatte verbreitung von den bekannten Bezirkslokalen aus. Teltow- Beeskow. Gonntag, ben 2. November, vorm. 10 Uhr, in Neukölln, Rathaus( Stadtverordnetenjigungsfaal). Frauenkonfe reng aller im Bezirk tätigen Genossinnen, Stellungnahme zur Reichskonferenz der Genossinnen. Referentin: Genoffin urm 2. Diskussion. 8. Ausbau der Agitation unter den Frauen. Wir bitten bie Benoffinnen, in den Orisvereinen dazu Stellung zu nehmen und die Reichskonferenz recht zahlreich zu beschicken. Delegierten karten werden nicht ausgegeben. Mitgliedsbuch oder sharte legitimiert. Charlottenburg. Der Kursus des Gen. Her fällt am kommen Ms der Streit der Hilfskräfte beigelegt werden sollte, wurde bom Magistrat die Zusicherung gegeben, teine Maßrege Iungen vorzunehmen. An diese Busage hat sich der Magistrat nicht gehalten. Deshalb hat sich unsere Frattion beeilt, einen Antrag einzubringen, der die Wiedereinstellung der Ge. maßregelten fordert. Dieser Antrag wurde in der gestrigen Stadtverordnetenversammlung an erster Stelle behandelt. Ge. mosse eise bertrat ihn mit großer Entschiedenheit. Er erhob schärfsten Ginspruch dagegen, daß, entgegen der gegebenen B fage, heute noch annähernd 1000 Silfskräfte gemaßregelt auf der Straße liegen, unter benen fich mehr als 30 Bertrauensleute 5er finden. Er brandmartte, wie sich die Stadtverwaltung jogar einer Mrt Spielwirtschaft betient, am Material gegen diese Beute zusammenzubringen. Gleichermaßen mandie er sich gegen In Aliems Festfälen tagte am Mittwoch abend eine große bie bon einzelnen Oberstabtjetretären beliebte Baschawirtschaft. bom Kulturkartell einberufene öffentliche Versammlung, die als Der Magistrat dürfe im Interesse des Friedens feine Augen vor Protest gegen den reationären Antrag der Erschwerung des biesen Dingen nicht renschließen. In verschiedenen Dienststellen Kirchenaustritts anzusehen war. Als erster der vier Redner sprach find trotz erteilter Zusicherung auch nach beendetem Streit Graf Arco im Namen des Monistenbundes. Er wies nach, fremde Hilfsträfte eingestellt worden; in ande- wie in der Entwicklung der Menschheit mit zunehmender Wissen ren wiederum hat man den früheren Angestellten, als sie nach fchaft der Gottesglaube immermehr abgebaut wird. Da aber die bem Streit wieder erschienen, schroff die Tür gewiesen und hat Kirche, von ihrem Standpunkt der Zweiteilung, des Jrdischen und thnen fogar mit Hausfriedensbouchetlage und Polizei gedroht. Himmlischen, nicht abgeht, entsteht jene doppelte Moral, die am Von den Neueingestellten find biele, bie durchaus nicht darauf Werktag den Menschen in seinem beruflichen Loben auf die Wissen schaft einstellt, am Sonntag jedoch auf das Göttliche, das dem angewiesen sind, sondern die bitter notwendige Erwerbsmöglich praktischen Leben widerspricht. Religionslosigkeit hat nichts mit teit zu rauben. Rentiers, die allein aus Gelbtapital mindestens unmoral zu tun, im Gegenteil, die Kriminalistit lehrt, daß geben Sonntag wegen Berhinderung des Referenten aus. 10 000 m. beziehen, ungerechnet ber Ginkünfte aus ausgedehntem rade bei den strenggläubigen Ratholiken die Verbrechen am zahl Neukölln. Heute Freitag abend 6½ Uhr bei Kliem, Safenheide, Grundbesih. Auch Frauen von städtischen Beamten find eingereichsten find. Aber auch die, die mit der Kirme öffentliche Bersammlung: Kommunalpolitik". Referent: Genosse fiellt worden. Als Grund für die Nichteinstellung der am Streit nichts mehr zu tun haben, müssen ehrlich sein Rabtke. Beteiligten wird unter anderem auch das Streitposten und ihren Austritt erklären. Bankom. Heute, Freitag, von 6 Uhr ab wichtige Flugblattverbreie stehen, also eine ganz legale Betätigung, angeführt! Bahlles Dann betrat Adolf Hoffmann die Nebnerbühne. Mittung von den Zahlabenblokalen aus. Um 7 Uhr finden die öffent waren die Ginzelfälle, die unser Nebner bortnug. Er sprach die beißendem Epotte behandelte er die Zustände im Bande der lichen Frauenversammlungen stait, für Nord in der Schulaula Grunow Erwartung aus, daß der Magistrat mit allen Mitteln darauf freiesten Berfassung. Nach der Verfassung besteht feine Staats- traße, für Süd in der Schulaula Kaiser- Friedrich- Straße. hintirten merbe, der gegebenen Busage gemäß und im Inter- firche mehr. Troßdem stehen im Etat 40 Millionen Ausgaben esse der Wiederkehr des Friedens alle gemaßregelten Silfskräfte für die Stirche, in Wirflidfeit finb es aber 80-100 Millionen mieder eingestellt werden und daß ihnen die Beit, die sie infolge jährlich, die allein in Preußen die Kirche vom Staat als Buſchuß erhält. Dazu kommt noch die Kirchensteuer. Die Erhaltung der Zentralvorstand ber Angestellten, Fachgruppe 7. Beute abenb ber Nichteinstellung verloren gegangen ist, vergütet werde. Kirche aus Staatsmitteln muß endlich aufhören. Wer feinen 7 Uhr findet im Gaal der Börse, Eingang Burgstraße, eine Versamme Die Ausführungen des Genossen Weise wurden vielfach Herrgott lieb hat, ber muß auch die notwendigen Geldmittel dazu lung aller kaufmännischen Angestellten der Waren., Kaufhäuser, Spee ben den zahlreichen Tribünenbesuchern in burchaus maßvoller aufbringen können. Warum sieht denn der Staat niat auch die zialgeschäfte statt, um zu bem ablehnenden Standpunkt der Arbeit eife aber nachdrücklicht unterstrichen und mit Beifall aufge. Beiträge für die Wahl oder sonstigen Vereine ein? Gine Ideen geber bezüglich der Zahlung einer Anschaffungsbeihilfe Stellung au nommen. Die bürgerlichen Stadtperordneten dagegen nahmen gemeinschaft, die sich nicht selbst erhalten tann, ist wirklich reif für nehmen. Freie Jugend Groß- Berlin. Sonntag nachmittags 4 Uhr Schus bie Angelegenheit von der heiteren Seite. Dieser Zynismus fenn- den Untergang. Bei der Zusammenfegung der Landesversammbert benb ber„ Bolkskunft". Billetts zu 1,50 Mh. an der geichnet bieje Beute. lung besteht allerdings fein Zweifel, daß der Gesehentwurf zur Raffe zu haben. Für Streikende und Ausgesperrte 1 Mh. Die Rechtssozialisten mußten die Angaben unseres Rebners Grichterung des Kirchenaustritts durchgeht, denn die Idee vom Touristen Berein„ Die Naturfreunde", Ortsgruppe Ober u. Niebers Burchaus als richtig anerkennen; Ritter konnte die zahlreich Paradies im Jenseits liegt zu sehr im Interesse des Staates. fchöneweibe. Connabend, den 25. Oktober, Bolkslieberabend in ber borgeführten traffen Fälle sogar noch um eine große Anzahl be- Der Redner ergänzte denn noch die Beispiele Arcos von den Aula des Realgymnasiums Oberschöneweibe, unter Mitwirkung ber reichenn. Danach hat z. B. eine Kriegermitwe mit am ei logischen Widersprüchen, in denen sich die firchliche Lehre bewegt. a- capella- Bereinigung des Berliner Volkschores und guter künftles Kindern, ihren Blaz nicht wieder einnehmen tönnen, weil die Auch die fittlichen Gefahren der Bibel durch die Jugend dürfen rischer Kräfte. Beginn pünktlich 8 Uhr, Eintrittspreis 1,50 Mk. Arbeiter Wanderbund Naturfreunde", Agitationsbezirk Teltow. nicht übersehen werden. Für alle aus der Kirche Ausgetretenen Beute abend Zusammenkunft sämtlicher Mandolinen und Gitarre Tochter eines Beamten ihm inzwischen eingenommen empfahl er den vom Kulturbartell erteilten Unterricht und ties spieler in Neukölln bei Prohaska, Boddinftr. 57. hatte. die Arbeiterjugend auf den antechismus Däumige hin. Wer Magistratsvertreter Stadtrat Dr. Sed als zuständiger Dezer. in diesem Mongt noch austritt, braude vom 1. Jamar ab teine hent, fuchte feine Behörde freilich ohne die beabsichtigte Wirkung Stirchensteuer mehr zu zahlen. Der Redner erntete brausenden reinzuwaschen. Er hielt eine waschechte Scharfmacher- Beifall. rede, mußte aber boch zugeben, daß Mißgriffe vorgekommen Als weitere Steferenten sprachen noch Prof. Soller und Find und versprach, in lohalfter Weise für Durchsetzung der Punger. Sie wiesen besonders auf den Banterott des Christenfagen eintreten zu wollen. Die Zahl der noch nicht eingestellten tums hin, den es im Weltkrieg erlitten habe. Bereinstalenter. Schriften Gilfskräfte belaufe fich auf nur noch" 250. Er burfte sich bei Es folgt eine lebhafte Distusfion, an der fich auch Gegner zur Frage der Internationale feinen Darlegungen öfter auf die große Deputation berufen. Das ber Ansichten ber Referenten beteiligten, u. a. auch ein evange läßt auf eine ganz merkwürdige Haltung der Scheinlicher Geistlicher und der Demokrat aus der Landesversammlung, fozialisten schließen, die doch dort ben Ausschlag geben. Sie bantragten dann auch mur: Die bei Beendigung bes Streits der Bureauhilfskräfte entbandenen Streitigkeiten über die Wiedereinstellung der Streis tigkeiten über die Wiedereinstellung der Streifenden zum Ge. genstand einer sofortigen Aussprache in der Großen Depusa tion zu machen. Sie haben anscheinend bie Deffentlichkeit au fcheuen. Da fich ihnen die Demottaten und Reaktionäre mit größtem Vergnü gen anschlossen, blieb unfere Frattion mit ihrem Antrage allein, daß: trags bekannte. Gr entfesselte einen wahren Sturm der EntSchümer, der sich als Urheber des belannten An. rüstung in der Versammlung, als er seinen Antrag zu verteidigen fuchte. Auf die Kleinigkeit von% Jahr Kirchensteuer käme es ja nach seinen Meinung gar nicht an. Am Saaleingang wurden Bettel berteilt, bie für ble Orte Neukölln, Brig und Treptow den Gang des Kirchenaustritte er läuterten. Fine ameibe Verfammlung, too diefelben Referenten über bas gleiche Thema sprachen, famb in ber Biehhofbörse statt. In den nächsten Tagen erscheint: ARTHUR CRISPIEN: Zur Geschichte der Internationale. Anhang: Literaturverzeichnis. Preis etwa 75 Pl. ALEXANDER STEIN: Das Problem der Internationale. Anhang: Beschlüsse und Richtlinien der 2. und 3. Internationale. Preis etwa 1 M. Weitere Hefte In Vorbereitung. Bestellungen auf die beiden ersten Hefte erbitten sofort Buchhandlung der Verlagsgenossenschaft ,, Freiheit" Berlin NW 6, Schiffbauerdamm 19 Die Deutsche Gesellschaft sur Bekämpfung ber Geschlechtsbie infolge des Streits ber Gilfskräfte zur Frankheiten hält heute in folgenden Botalen auflärende Vorträge Entlassung gelommenen Angestellten ohne für Männer ab: Schmälerung ihrer Bezüge und Rechte sofort wieder ein- Norden: Luifenstädt. Gymnasium, Gleimstraße 49; Norbzustellen und die als Erfaz neu angestellten Hilfskräfte often: Königstot. Obervealschule, Bafteutstraße 44/46, Stönigſtädt. fofort zu entlassen. Realgymnasium, Elisabethstraße 57/58, Luisen- Gymnasium, Herr Cassel und Paftor och wandtenfich entschieden gegen Turmstraße 87; Süden: Friedr.- Realgymnasium, Schleiermacher die ganze Art, wie der Streit in Szene gefeßt und durch Straße 23; Südwesten: Astanisches Gymnasium, Hallesche Berantwortlich für die Redaktion Alfred Bielepp. Neukölln. geführt worden ist. Die Stadt tönne fich nicht von einem Etraße 24/26; Nordwesten: Institut für Meerestunde, Georgen Berlagsgenoffenschaft Freiheit", e. 6. m. b. 5., Berlin.-Druck ber Schlichtungsausschuß Vorschriften über die Verwendung städtstraße 34/36. Hühneraugen Hornhaut, Ballen und Warzen beseitigt man schnell, sicher und schmerzlos mit Kukirol. In vielen tausend Fällen glänzend bewährt. In Apotheken und Drogerien zum Preise von Mk. 1.50 erhältlich. Lassen Sie sich nichts anderes aufreden, es gibt nichts Besseres. Engroslager H. Barkowski. AAAAAAIAA Rauchtabak prima Qualität, Zigarren p. Mille von 650 M. an Zigaretten p. Mille von 200 M. an stets am Lager. Zigarren- u. Zigaretten- Grosshandlung Belle- Alliance- Straße 81. höchste Platin Gramm Preise, Gebisse bis 850 M. Zähne mit Platinstiften 3,30 M. bis 40 M. Gold, Silber in jeder Form, kauft Achtung! Platin Gramm bis 80.- freibl. Gold, Silber, alte Zahngebisse, Brillanten. sowie unmodern gewordenen Schmuck verkauft man am besten zu den höchsten Kurs- und Tagespreisen bel Kokoski, Berlin N54, Brunnenstr. 168 Amt Humboldt 3480 Notstandslampen ( 100 Stunden brennend) Taschenlampen und Batterien verschiedener Art, in jedem Quantum sofort lieferbar. Muster gegen Nachnahme. Für Vertreter und Wiederverkäufer glänzende Verdienstmöglichkeiten. Kurt Becker, Berlin W8, Mohrenstr. 16. Versicherungsbeamte, Lindenbruckerei und Verlagsgesellschaft m. b. S., Schiffbauerdamm 19. Für Ostpreußen werden 2 Parteisekretäre mit dem Sitz in der Provinz sofort gesucht. Platina Gold, Silber höchste Tagespreise. Alte Gebisse bis 1000 Mk.. Platinzähne bis 45.- Mk. kauft Hausdorf, Bewerbungen sind bis zum 1. November an das Palisadenstraße 11, v. II r. Parteisekretariat der Unabhängigen sozialdemokratischen Partei Königsberg i. Pr. Vorderroßgarten 61-621, Zimmer 2 und 3, zu richten. Eingespielte Violinen. Mandolinen, Gitarren, Konzertlauten, gebrauchte Pianos, Klavier 1500.-, Konzertflügel Musik- Engroshaus 2800.-. Berger& Co., Oranienstr. 166. Der Nachbarin weitererzählen! Wundervolle Plüschmäntel 450, 590, Pelzmäntel 1200 an, Astrachan150-350, Flauschmäntel, Moschafts-, Ball- u. Tanzkleider, Inspektoren oder Vertreter, die in der mäntel 275, 350, Ulster 95. Lage sind, Einbruchdiebstahl- Versiche- dellkostüme, Theater-, Gesellrungen, auch schwere Risiken, zu vermitteln, werden um Angabe ihrer Adresse gebeten. Strengste Diskretion zugesichert. Offerte unter E. 2 d. Bl. Botenfrauen Frau Linke, Bilicherstraße 40, Spedition 8 bis 8 Uhr. Portal II, II. Etage. Spezial- Arzt für Geschlechts-, Haut-, Harn-, Frauenlelden, speziell veraltete hartnäckige Harnleiden. Ausschlag, Salvarsan- Kuren. Urinand Blutuntersuchungen. :: Separates Damenzimmer. Erste und älteste Heil- Anstalt Löser Spezial- Arzt Dir.: Löser senior. Dr. Skotti Rosenthaler Straße 69-70.-1.4-9. Sont. 10-1. Ecke Linienstraße. " 91 昇 56 stellt eln: Bernsee, Steglitz, Mommsenstr. 59. Girschner, Gitschiner Straße$ 2 Bartsch, Tempelhof, Werderstr. 30. Hackbarth, Michaelkirchplatz 2 Schäfer, Ensisenaustr. 70. Tornseifer, Lübecker Straße I für Lehrter Straße, prachtvolle Fassons. Kleiderröcke 35, 43, bildschöne Blusen, legenheitskäufe, Michaelis, Unterröcke, vortei hafte GeMauerstr. 80, I Treppe, neben Clou. Sonntags geschlossen, Rauchtabak, Vor Verkauf von Platin anrufen, zahle konkurrenzlosePreise Metallkontor Alte Jakobstr. 138 Moritzpl. 12858 Elektromotore Glelchstrom:: Drehstrom kauft Ingenieurbureau Schlichting Ingenieurbureau Schlichting Berlin W 9, Linkstr. 10. rein überseeisch, à Pid. M. 21, Tel.: Lützow 3705 and 8518. 23, 24. Wimmeroth, Schmidstrasse 10, Seitenfl. part. Gaskrone, dreiflammig, Entlassungsanzug und Ulster, Gr. 48, zu verkaufen. Blachnitz, Straße 161. Quecksilber 1 Kilo bis Neukölln, Kaiser- Friedrich- 50 Mark lektrische kauft Metalikontor. Alte Jakobstr. 138. Leitungsdrähte Fernspr.: Moritzplatz 128 58. Klingeln Dynamodrähte Metallankauf Kabel Litzen kauft höchstzahlend Silbermann Kupferleitungen elektr. Kronen u. samtl. Installationsm.kauft Bartelt, Blumens r. 90, Telefon Königstadt 2018 Elektr. Anlag. werden reell u. schnell ausgef Spiralbohrer. kauft Fellen Werkzeug Zentrale, Lange Str. 13, Eing. Krautstr Spiralbohrer, Schnelldrehstahl. Reibahlen für dringenden Bedarf zu außergewöhnlich hohen Preisen kauft Friedrich Morgenstern, Berlin- Lichtenberg, Weichselstraße 19. Schreibmaschinen sichtbare Schrift, gut erhalten. kauft sofort gegen Kasse, Preis, System und Nummer. Hugo Schroeder, Charlottenburg, Wilmersdorfer Str.152 Wilh. 4720. SchürzenMusternäherinnen fürs Haus, elektrischer Betrieb, stellen ein Henschel& Lauter. Köpenicker Straße 116. Kupfer, Messing. Zinn usw. Neue Königstrasse 32 Gold, Silber, Platina. MetallFernspr. Alex, 2118achmelzwerk. Waldemarstr. 74 damay nserate für den darauffolgenden Tag müssen spätestensbis 4 Uhr, Sonnabends bis 2 Uhr nachm. bel der Expedition Schiffbauerautgegeben selg Allgemeine Ortskrankenkasse der Stadt Berlin Alen Kolleginnen und Kollegen die traurige Nachricht, daß unser lieber Koll., d. Krankenkassenangestelite Franz Fuhrmann am Sonntag, den 19. Ok1ober plötzlich am Herzschlag verstorben ist. Er war ein treuer Kollege für unsere Sache. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet heute Freitag, 24. Oktober, nachm. 4 Uhr. auf dem Südwestkirchhof in Stahnsdorf statt. Um rege Beteiligung ersucht Der Betriebsrat. Danksagung. Für die überaus vielen, Beweise herzlicher Teilnahme bei der Einäscherung meines lieben Mannes, des Zigarrenfabrikanten Aug. Beutel sprechen wir allen Verwandten, Freunden und Bekannten, insbesondere dem Stad verordneten Herrn August Hintze für seine Ansprache am Sarge. der 211.B.Waisenkommission und dem 18. Distrikt des Wahlvereins des 6. B R.Wahlkreises, 3. Abt., 818. Bezirk, unsern innigsten Dank aus. Caroline Beutel nebst Kinder Prinzen- Allee 36.