Razelpreks 15 pfennsg- 2. Jahrgang Montag, Ken 27. Oktober 1919 Nr. 519 /ü 2Z3 � Msrgeu-�üsWe Vi« erscheint mocaens und nachmittag», an 5onn» nnd Festtagen nur morgen» Ver Bezugspreis betrügt bei freier Zustellung ins k'aus für Groß-Veriin 4.— l\K bat direktem Postbezug monatl. 4.6!» bei Z'.lftellunq unter Streifband für Vntts cizland 6.50 M., für» Auslcmd 7.50 inv per Brief I2Ä) lH. Nevaktion und Crvedition: Verttn RW. e. Schiffdauerdamm isrrk. Fernsprecher: Amt Rordeu S8SS und»8»«. Inserate kostest die achtgespalt. Honoamfiezeile oder deren Sniim j,20 iflk», Wortanzeizen bns fettgedruckte Wort 50 Pf„ jede» weitere Wort ZS pf, Ceuerungsznschlag 70 projf, Bei Mamillen- lt. Bersannnwngsanzeizen füllt der Zuschlag fort. Inserat« für den darauf- folgenden Tag müssen spätestens bis Z Uhr nachmittags bei der Expedition aufgegeben few. JiiierMen-Abieilim�!' Berlin NW.«. Echiffb.ilerdi'mm»» Fernsprecher: Amt«orden»7«» Berliner-Organ MtzG .Hrrrver? vn sonst In Menschenköpsen matt sich ttr diesem Kops die Welt." ES ist ein« Tatsache, dag in Deutschland die hohen Militärs einen außerordentlich staxken politischen Ein- fluß ausüben, unter dessen Druck die Regierung beständig steht. Sie sind es, die die Gewaltherrschaft der Gegenrevo- iution ausüben und diessn Zustand �.womöAlich KU einem dauernden zu gestalten trachten. Die Regierung, die ihnen zur Macht verholfen hat, hat weder den Willen noch den Mut, diesem Zustand ein Ende zu machen. Das Verhältnis Bethmanns zu Sudendorff hat sich auf die Regierung Bauer übertrogen.... Es ist deshalb wichtig, Einblick zu erhalten in die Psychologie dieser herrschenden Kaste, und deshalb ist das- Dokument, das wir heute veröffentlichen, von großer politscher Bedeutung. Es zeigt deutlich die charakteristischen Eigenschaften jener Militärherrschaft. Offiziere bleiben natürlich, auch wenn sie Politik treiben, das, was sie sind: Mensck>on, die durch ihren Berus dazu verführt sind, in der Gewalt dos einzige Heil- mittel zu erblicken; die gänzlich unfähig, sich selbst ein poli- tisches Urteil zu bilden, angewiesen sind auf die Spitzel- berichte und sich daraus ein Phcmtasiegebilde konstruieren, das mit der Wirklichkeit nichts zu tun hat: Leute schließlich, die in den engsten Standes- und Klassenvorurteilen be- fangen, sich einbilden, daß die spezifische Borniertheit des preußischen Offiziers dem deutschen Volke nach wie vor als Gesetz auferlegt werden muß, und die jeden Widerstand da- gegen als Vaterlandsverrat betrachten, der gewaltsam niedergeschlagen werden muß. Es ist recht interessant, an Hand dieses Dokument? d?e Politik der OffizierLkamarilla im einzelnen zu verfolgen. Ihre durch die Spitzelberichte verdorben? Phantasie sieht in der Arbeiterbewegung nichts als plon- mäßig organisierten Ausruhr. Selbst die tollsten Ausge- burten der Spitzelmache, die, wie das Bestehen von kommu- nistischen Mbrderzentralen, längst widerlegt sind, erscheinen diesen Einfältigen als unumstößliche Wahrheit. Und daß sich die Unabhängigen und Kommunisten mit nicht? ende- rem beschäftigen als mit der Organisation von Pntschm, gilt ihnen als selbstverständlich. Und in dieselbe Verdammnis gehört, damit auch der Humor nicht zu kurz kommt, auch der von ihnen entdeckte linke Flügel der Mehrheitssozialisten. Aber so phantastisch die Unterlagen sind, so real und so außerordentlich g e f ä b r l i ch ist die Politik. die diese Militärs machen. Verfolgen sie doch mit äußerster Konsequenz die Niederhaltung und Niederwerfung des so- zia! istischen Proletariats sowohl in seinem politischen wie in seinem gewerkschaftlichen Kampfe. Sie sind die bewußten und energischen Träger der politischen und sozialen Gegen- revolution. die nur so lange die Regierungspolitik unter- stützen, als sie mit ihrer eigenen Politik übereinstimmt. Es fällt ihnen keinen Moment ein, sich auf ihre militärischen Aufgaben zu beschränken, sondern sie stellen der Regierung ihre Forderungen und verlangen, daß die Regierung diese. Forderungen zu den ihrigen macht. Sie sehen die Zivil» gewalt als das ihnen untergeordnete Werkzeug an und über- gipfeln noch die altp�eußische Tradition darin, daß sie in weit höheren! Maße als je zuvor die innere Politik zu bestimmen trachten. Für ihr Mochtbewußtsein ist ebenso be- zeichnend, wie heftig sie die Regierung zur Rede stellen, wie für den allgemeinen Geist dieser Kaste die antisemitischen Redensarten charakteristisch sind. Und nun lese man das Dokument: Berlin, den 13. Oktober lOlg. Ncichswehrgruppenkommando I. Persönlich. Die Lage im Innern am 10. 10. 1«. Die Lage ist ernst. Tie zahllosen SireikS de? Jahres haben in Verbindung mit den natürlichen Folgen de? Krieges eine« p a n n u u g ge- schassen, die zur. Entladung drängt. Wachsende Ler- kehrSnot, Hu.zger, Kä'te und nicht zuletzt das passive Verhalten Vj: �«gierpng gegenüber b r Arbeitsunlust, der Strsikwut, der politischen und wirtschaftlichen Verhetzung gegenüber all den sichtbar fortschreitenden Vorbereitungen der Umstürzler bereiten den Boden für den Zusammenbruch. Die Organisation des Umsturzes ist gut. Die Kommunisten, die U. S. und der linke Flügel der MehrheitSstzialific» sind daran beteiligt. Eine gewisse Spaltung der Ansichten über die Mittel zur Erreichung des allgemeinen Zieles, der Herrschaft des Proletariats, ist erkennbar. Die radikalen Element« streben den Aufruhr an und schreiten auf dem Wege dazu plan- mäßig vorwärts. In Volk und Reichswehr wird für die rote Armee, ihr« Bewaffnung und Munitionierung geworben. Kampfvrganisatwncn und Pkörderzcntralen werden geschaffen. Jedes Mittel ist recht I— Ueberlegtere Führer glauben daS Ziel durch völlige Lahm- legung des Wirtschaftslebens, mit Hilfe zunächst von Einzelstreiks wichtiger Betriebe und schließlich des Acne- r a l st r e i k s zu erreichen. Beide Gruppen arbeiten mit großen Geldmitteln des In- und Auslandes(Juden), mit vorzüglichen Nach- richtcnorganifationen und mit planmäßig, großzügig angelegter Hetze in Volk und Heer. Beide versuchen durch Heranziehung gebildeter Stände die geistige Leitung ihrer Organisation auS- zubauen. Verfehlt wäre eZ, in der geschilderten Spaltung eine Schwäche de» Gegners zu sehen. Im geeigneten Moment werden zweifel- los beide Richtungen sehr schnell den Weg zur Einigung finden. Wesentlicher ist die allmählich sich zeigende Scheidung der Meinungen in der gesamten, großen Arbeiterschaft. Hier und da tritt eine gewisse Streikmüdigkeit hervor, be- sonne reve Element« haben den Terror satt, die Sehnsucht nach ge- ordneten Zuständen wächst. Verständig« Arbeiter haben erkannt, daß sie letzten Endes nur zu einer Verteuerung aller Lebens- bedürfnisse auch für die Arbeiter führt. Sie sehen«in, daß die immer neuen Lohnforderungen nicht» mit Sozialismus zu tun haben, sondern nur ein« kapitalistisch« Ausbeutung des Volkes durch da» Proletariat bedeuten.— Auch dies« Erscheinungen find nicht zu überschätzen.«Von selbst" werden sie zu gesunden Verhältnissen niemals führen. Der Verlauf de» Metallarbeiterstrei!» hat«vneut bewiesen, daß die Macht he» Terror« gegenüber der geringen Widerstandskrast der ruhigen Arbeiter noch lange nicht gebrochen ist. Im ganzen ergiU sich, daß sowohl mit der Mögli-isteit de» bewaffneten Aufruhrs, wie auch mit dem General- streik weiter gerechnet werden muß. Für den bewaff- neten Putsch liegen unmittelbare Anzeichen im Augenblicke nicht vor. Große TeilstmkZ sind im Gange; sie können trotz des Widerstandes besonnener Arbeiter sehr schnell zum Generalstreik führen— sie können auch alz Teilstretk lebenswichtiger Betriebe weitergeführt, das Wirtschaftsleben langsam erdrosseln, namentlich dann, wenn«S gelingt, die stark verhetzten Eisenbahner mit in den Streik zu ziehen. Führer und Truppe müssen auf bcides'ge. faßt sein. Allein auf ihren Schultern ruht die Abwehr. Die Aufruhrbestimmungen liegen fest. Dir Bekämpfung de» Generalstreik» nach für dag ganze Reich einheitlichen Richtlinien ist in Arbeit. Die Vorarbeiten werden in kurzem abgeschlossen sein. Die Führer sind sich ihrer Aufgabe wohl bewußt. Schwer aber lastet auf ihnen die Sorge um die Truppe. Dort sieht e« nicht so aus, wie e» sein muß und wie r» sein könntet Seit Monaten tritt da» R, W. G. K. dafür ein, daß die V e r» „. inderung de» Heere» nicht übereilt wird, daß man den Entwicklungsprozeh— denn ein solcher ist e»— nicht gewalt. sam überstürzt. Trotzdem versucht wurde, von hier auS, in Et« weiterungderBefehledesSriegSministerium», die Verringerung de» Heere» in ruhiger« Bah. nen zu lenken, stehen wir jetzt der Tatsache gegenüber, daß bei der Mehrzahl der unterstellten Verbände die Stärken rapide sinken. Gleichzeitig sinkt an vielen Orten der innere Wert der Truppen, nicht nur durch Verhetzung, sondern dadurch, daß gerade die besten Leute geben. Mangelhafte Ver- pflegung, unzureichende Besoldung, Unterbringung und Beklei- dung tragen dazu bei, ihnen den Aufenthalt bei der Truppe gründlich zu verleiden. Den besseren Elementen wird es ver- hältniSmäßig leicht, Arbeit zu finden, der schlechtere bleibt, und bei weiterer Entwicklung auf dieser Linie wird da» Herr zum Sammelpunkt von Arbeitslose» und Gesindel, Sicher ist die Aufgabe, die Truppe in strenge Disziplin t* bringen, noch nicht erfüllt. Grundlage aber dafür ist, daß Offizier und Mann mit Achtung auf einander, mit Achtung auf ihren ganzen Stand blicken können. Das wird nicht erreicht, wenn die Regierung» die sich auf die Truppe stützt, Offizier und Mann straflos beschimpfen und mit, Kot de- werfen läßt. Nicht dringend genug kann davor gewar.rt werden, die Stimmung der Truppe zu unterschätzen. In immer steigendem Maße bricht sich die ErkonniniS Bahn, daß ein ausreichend starkes, zuverlässiges Heer der Gnnndste« für den Mödsr-msbau de» Rs-cheS, für Schaffung von Zucht und Ordnung, von Asbest unid Brot ist. SscherheitSpolizei und Be» amtenschaft können das Heer auf die Dauer nicht ersetzen. Immer laittsr wiad der Verdacht, daß die Regierung au» Gründe«, die jedem vaierlandSlieberiden Deutschen unverständlich bleiben, sich nicht dafür«nsttzen will, ein Heer zu erhalten, da» in achtunggebietender Stärke und T-szipl'-N wenigstens die Ordnung«n Innern verbürgt. Natürlich spricht die Sorge um die eigene Existenz, da? Gefühl, undankbar und gleichgültig behandelt zu sein, bei der Mißstlmenung im Heere ein gewaltiges Wort, wsit ernster aber ist die Dstoegwig. iveil sie im Goumde auf moralischen und vaterländlschen Motiven beruht. Man hat nicht weit zu gehen, um auS dem Munde eine» einfachen Manne» zu erfahren, daß die Regie» rung nicht imstande ist, daS Volk»u«n Besseren zu führen, daß sie nicht fragt, wieviel Offizier« und Soflda- ten im Kampfe gegen den Aufruhr verbluten, wann nur der «streikende Arbeiter", der Parteigenosse nicht vor den Kopf gestoßen wird. Oft hat sich der Soldat auf dem Pflaster eingesetzt, um die Regierung zu stützen, daß ihm niemand dankt, daß alles nutzlos war, wenn e» so weitergeht— da» sind Gedanken', die sich Bahn brechen, unaiushaltstrin, wM letzten Ende» sie berechtigt sind. In kurzer Wiederholung zahlreich gestellter Anträge Verden die Vorschläge zur Abhilfe erneut zusammengefaßt: t. Weit bessere Versorgung der Trupp«, Offizier und Mann, in Verpflegung, Besoldung, Bekleidung und Unter» kunft. 2. Für ausschauende Maßnahme für Freigabe der Werbungen soweit, daß die Truppe voll Verwendung»- fähig bleibt. Die freige geebnen Werbungen in ten Durchgangslagern und beim A. O. K. Nord werden kaum Ab- Hilfe schaffen. Da» A. O. K. Nord hat anscheinend selber Mangel an Truppen. h. Vorausschauende Maßnahmen für Verpflichtung»- Verlängerungen auch über den LI. L. 20 hinaus. 4. Größte- Vorsicht im weiteren Ausbau de» Heere». Ein« neue Verminderung im Winter, schon ihre bloße Ankündigung gefährdet nach allen Erfahrungen den Halt der Truppe. Mit allen Mitteln ist die Erhaltung de» Heere» von wenigsten» 250 000 Mann zu erstreben. ö. Schutz der Uniform, weitgehendster gesetzlicher Schutz der Soldaten, de» Zeitfreiwilligen und der Einwohnerwehren gegen Beleidigung, Angriff und Boykott. S. Rücksichtsloser Kampf gegen Verhetzung in Wort und Schrift. 7. Rücksichtsloser und sofort anfzunehmender Kampf gegen die - Führer der Kommunisten und Unabhängigen und ihrer Helfer(Geldgeber). 8. Streikverbot und künftiger Abbau der ArbeftSloseugelder. 9. Die Maßnahmen zu 0 und 8 werden wirksam nur bei Erklärung de» Krieg»- und Belagerungszustandes durch» geführt werden können. Einzelheiten über die allgemeine Lage im Innern sind au» den besonder» übersandten Nachrichtcnblättern bekannt. Sie wer- den in der nächsten Lagenbeurteilung zusammengefaßter vor- gelegt. Ein Bericht über die Ausschaltung der Politik im Heer« folgt. V. s. d. Rw.Gr.Kdo. gez. v. V. Der Chef de» Generalstabes: gez. v. OlderShaüsech Generalmajor. Verteiler: Rcichswehrministerium(Ti) 6, Rw. Gr. Kbo. 2. 8. 4.. Rw. Brigade 8., 15., 16., Rw. Brigade V. VI., Sachs. Rw. Gr. Kdo. Man sieht, daß die Forderungen, die die Herren der Reichswehr, die Mitarbeiter oder vielmehr die Gebieter N o s f e s, stellen, nichts zu wünschen übrig lassen, und selbst die eingefleischtesten Reaktionäre werden freudig zugebe», daß die Herren, die da unten einer sozialistischen Rogieruna «ffer M«?ewassne?e Macht berffigert, gavz nach ihrem Zer- »en sind. Interessanter wird freilich sein, was die..demokratische ilnd rechtssozialistische Presse, und was vor allem die Ne- gierung zu dieser Berichterstattung und zu diesen Forde- rnngen zu sagen hat. Ter„Vorwärts" allerdings wird sich um die Antwort nicht lange zu bemühen brauchen. Er weist: wir haben die„vollendete Temokratiel" Alte KaWsansW der Amvohnemehr. Hag, Hag und nochmals Haßt' so lau'ci die Parole, die am EonnaScnd ein Major von Heringen, Ncgimcntskommandeur des SHutzregimenIZ Groh Ncriin(Einwohnerwehr), anläßlich einer Vortragsbeoanstaltung dieses Regiments ausgab. Tie an- wcscnden MarSjüngcr brüllten Beisall. klatschten in die Hände und strampelten mit den Beinen. Der Herr von Heringen behandelte das Thema:„Der Friedens vertrag und seine Wir- kungen auf die inneren Unruhe n." Der Referent, in Wehr und Waffen, Gcncralstabsbicscn an den Beinkleidern, ver- wechselte anscheinend die erlauchte Versammlung mit einem Kasernenhos der wühelmiiiischcn Zeit: seine ganze Ausdrucksweise verriet die». Ehrlos sind wir alle, weil wir nnS wehrlos machen ließen? Wilson ist ein wortbrüchiger Phrasendrescher, Clemenceau und seine niederträchtigen Franzosen traktieren uns ständig mit Maulschellen, die ganze Welt hält sich den Bauch vor Lachen über unsere Proteste, na, und überhaupt der Friedensvertrag, in hohem Bogen müßte man ichn aus dem Fenster schmeißen! Zornig trommelte der Herr Regimentskommandeur auf dem Pulte, weil uns die Entente nur 100 000 Mann Soldaten, einschließlich der Offiziere, zugestanden hat. Noch mehr erhihte er sich darüber, daß die Entente versucht hat, alle Hintertüren zur Umgehung dieser Bestimmung zu verrammeln. Die Entente be- sorge dadurch die Geschäfte der Spartakisten und Volschcwisten. Der Referent versprach jedoch, sein Bestes dazu herzugeben, um allen Widerständen zum Trotz das Schutzrcgiment Groß-Berlin, das nur aus auserlesenen Männern bestehe, in die Zukunft hin- tiberzuretten. Denn auf die Staatsgewalt könne und dürfe man sich nicht verlassen. Recht geheimnisvoll tuend, denn die Wände könnten Ohren haben, erzählte er dann die fürchterliche Geschichte, daß im gc- Heimen berens eine Rote Garde organisiert sei, bestehend «uS dem„Revolutionären Mairosenbwnd" und der.Kampfablei. lung der klassenbewußten Arbeiter". Seitens der Spartakisten und Bolschowijten würden kein« verzettelten Putsche mehr stattfinden, sondern diese Rote Garde mit der Zentrale in iBerlin wäre sehr gut bewaffnet und ausgerüstet, verfüge sogar jiber Panzerautos und würde— leider— von ehemaligen Offizier«« vorzüglich organisiert und gedrillt zu einem entscheidenden Schlage. An Berlin seien be- rcitS 22 Abteilungen dieser Roten Garde aufgestellt. Man habe «S mit einem waffengcübten und achtenswerten Gegner zu tun. Da die Deutschen nicht«hrlo» leben könnten, würden sie wie 1813 sicherlich zur Besinnung kommen, und der gute Gott Würde tS schon geben, daß dies bald geschehe. Am Schlüsse seiner AuSsührunge» forderte der Redner die Anwesenden auf, aus Bekanulciikreisen dem Regimente neue Anhänger zuzuführen, und die Frauen ersuchte er, ihren Männern keine Schwierigkeiten zu machen, wenn sie sich dem Vaterlande zur Verfügung stellen würden, um es mit ihrer Brust zu decken. Major Schweitzer dankte dem Referenten für seine Aus- führungen, alle Zeitfreiwilligen würde seinem Rufe Folge leisten. Anschließend wurden ein französischer Hctzfilm und der„Möve"- Film(von der Äcgierung zur Verfügung gestellt) vorgeführt. Der Herr, der die Filme erläuterte, war recht traurig darüber, daß wir nicht gerade so gut hetzen könnten wie die F�nzosen. Es wäre entschieden zu wenig getan worden auf diesem Gebiete, mit anderen Worten, es hätte noch mehr gelogen werden müssen, al» «S geschehen sei. Daß in dem französischen Hetzsilm deutsche Offiziere betrunken dargestellt wurden und sogar Seine Majestät karikiert wurde, das tat dem Herrn besonder? leid. Der Verlauf der Vortragsveranstaltung zeigte wieder ein- weil schlagend, welchen Zwecken die Einwohnerwehren dienen sollen. Die deuischen Lsndg'nechte. Ein soeben MS M i tau zurückgekehrter Deueschec g'.bt über sein« in Kurland gesammel- ten Erfahrungen die nackistcheuden Skizzen wieder. S-« werfon charakteristische Schlaglichter ' auif da» Leben»nb Treiben der deulsche-n Lands- dnechte in Kurlaatd. Die Verschiebungen an der Grenze. Am 5. Okiober reist« ich von T i I s i t über Laugszargen «ach Mi tau und Riga. Ter Bahnhof in Tilsit wimmelte voll er Truppvn, die zum größten Teil aus netiangeworbenen Soldaten unld Begleitern von Provian.» und MunitionStransporton beftan- den. Es blüh:« dort ein großer Handel mit Militär- fähr scheinen und Ausweisen über Zugehörigkeit zur Keller« truppc. Ucber den Bahnhof Tilsit und Laugszargen sah ich m endloser Reihen folge TranSportzüge mit Massen wnd Munition, Bekleidungsstücken sowie Proviant, teilweise in Lazarett» zügen iuit:r gebracht, nach dem Osten rollen. Bei der Grenz- revision in Po z a r u n y wurden viele Neurmgeivorbsne, die ohne genügende Ausweise nach Kai rl and wollten, feargehaiten, aber kurz vor Abaaug des Zuges zur Fahrt zugelassen. Am 7. L ktober wunden in Mikau sämtliche Letten entwaffnet irnd p-x Schiff nach Riga abtransportiert. Enldlose Scharen deutscher und russischer Formationen zogen an der Richtung Riga, durch Mi lau. Son> liche Truppen, russische we deutsche, trugey deutsche AuSrüslmt' Saegenstände und Uirisormen. Alle? war «ageluou au? Dettlschland geliefert worden. � Der Angriff auf die Letten geschah planmäßig, da bereits l4 Tag: vorher alle Maßnahmen hierfür getroffen waren« Bon einem Angriff der Leuen kann schon aus dem Grunde kein« Rede sein, da diese nicht vorbereitet waren und bei dem Angriff der den scheu Truppen sich fluchiartzz auf Riga zurückzogen. Auf meiner Reise von Mi tau nach Riga sah ich viele hun- derte ÜZeftcn, auch Zivilisten, auf don Feldern u n, beerdigt Irg'n. Sämtliche Trupponteonsperte, die Pozeruny passierten und van Russischen und dentschrn Ofsizieren begleitet wurden, sind ohne jede Viev'.sion durchgelassen. Dag Vechältills zwischen Deutschen und Russen. Da» vekhältni» zwischen den russischen und den deutschen Truppen ist a-cht immer freundschaftlich. Ein Beispiel hierfür: Ein rusji scher Oberst, der wegen de» UebertrittS einer KoninmnWche VmleMe. � Tie Berliner Kommimtsten stehen in entscheidenden Fragen— ParlMnentarismus, Betriebsorganisation— im GegcW'atz zu der Zentrale der Kommunistischen Partei Teutschlands. Tiefer Zwiespalt ist jetzt zum ofscnen Aus- bruch gekommen. Die Zentrale der Kommunistischen Par- tei Deutschlands hat an die Redaktion der Berliner„Roten Fahne" ein Schreiben gerichtet, in dem gewisse Artikel als dem Neiste des Kommunismus völlig widersprechend und als syndikalistisch bezeichnet werden. Damit sind gemeint die Artikel, in denen die Sabotage als individueller Einzelakt, als neue Waffe des Proletariats und die revolutionäre Be- tviebsorgnniiation als der eigentliche Boden des organisa- torischen Znsammenschlusses gegenüber der Partei gepriesen werden. Die Verfasser und die Redaktion werden von der Zentrale als austerhalb der Kommunisti'chen Partei stehend betrachtet. Das ist so ziemlich das äußerste Mittel, das man hier gegen die Berliner Kominu.nisten nnwendet. Diesem Schreiben der Zentrnle gegenüber erläßt die Redaktion der Berliner„Roten Wahne" eine offene Ant- Wort, in der sie der Zentrnle Fälschung des Inhalts der angezogenen Artikel vorwirft. Nobrnbc! gibt es auch einen kleinen Seitenhieb gegen die„Freiheit", der unterschoben wird, datz sie wahrscheinlich Fälschunpsabsichten gehabt habe. Aber interessanter als all dies ist, was man über die Zu- sanrmensetznng und die Befugnis der Zentrale der Kommu- nlstischen Partei aus der Antwort erfährt. Es heizt da: Di« Erklärung de« Zentral« iist der MeinungSauedrnck ein"« engeren Ausschusses, von dessen Existenz weite Kreise der Parteimitglieder wahrscheinlich keine Kenntnis haben... Auch hier hat sich wiederum die auffällige Ne'sung der Zentral« offenbart, sich über Rechte und Wünsch« der unteren Instanzen der Partei, die den Willen ter Massen interpretieren, hinwegzusetzen.' In zw! schon haben die Groß-V?rliner Fimktronäve der K. P. D. der Rcidaktion der„Rotem Fahne" ein Vertrauensvotum ansgefprochen und erklärt, daß von ihrem Ausschluß aus der Partei keine Rede sein könne. Der Vertreter der Zentrale sprach aus. daß. wenn die bevorsteben-de Reichs- konferenq der Politik der Zentrale nicht folge, die Grün- d u n g e i n e r n'e'u en Partei im Sichtsei. Die hier angekündigte Portcispaltung ist in den letzten Tagen zur Wirklichkeit geworden. Wie ans.Hamburg gemeldet wird, bringt die„Kommunistische Arbeiterzeitung" an der Spitze der Sonnabend- Ausgabe einen Aufruf, in dem die Spalt» na in der it. P. D. als vollzoaen erklärt wird Von 43 Delegierten auf der kürzlich statlgefum. nenen�eichskonferenz sind 18 ausgeschlossen wer- den. weil sie gegen die Zeiisätze der Zentrale gestimmt ha- ben. Daraufhin bat die Hamburger Parteiorganisation die Voraideiten für die Gründung einer neuen ko m- m un istischen Partei in die Hand genommen. Wir kommen ans diese Vorgänge noch zurück, sobald wir den Wortlaut des Hamburger Aufrufs in Händen haben. Cm Ein!gungs?rogramm. Am Sonntag, den 86. Oktober, tagte im Herren- haus die zweite Delegierten-Haizptverfamnilung der Zen- tral stelle für Einigung der Sozialdemokratie. Nach einem Referat von Dr. Nestriepke wurden Richtlinien für ein Einigungsprogranim aufgestellt, deren Grundsätze nach der Meldung einer Korrespondenz. lauten: „Tie Zentralstelle für Einigurg der Sczlaldemokratle erblickt In einer einheitlichen proletarisch-sozlalistitchcn Front eine wich- tige Voraussetzung für die Vvrw'rstichung der sozialistischen Forderungen. Sie. macht eS sich deshalb zur Azifpabe, solange noch verschiedene sozialistische Parteien nebeneinander bestehen, wenigstens auf ein« Ausschaltung alles Gehässigen und unnötig Verbitternden aus den Auseinandersetzungen zwischen ihnen hin- zuwirken und die Debatte, früher begangcner Fehler zu ver. meiden. Sie erblickt den besten Weg zur Einigung in der Durch- deutschen Iiiegerabteilung zur tusiischen Armee verhandelte. wurde von dem deutschen Kommandeur der Fliegertruppe sehr unhöflich empfangen and«S entspann sich ein bcfliger Wort- Wechsel Der russische Oberst sagte zum deutschen Kommandeur: „Sie unterstehen jetzt dem russischen Oberbefehl und haben sich meinen Anweisungen zu lügen.' Darauf erwiderte ihm der Kommandeur:»Ich kaiin es nicht mit. meiner deutschen Lffizierdehrt vereinbaren, einer russischen Truppe unter- stellt zu sei».' Darauf der Russe:..Wenn eS Ihnen nicht paßt, da können Ti« zu Ihren Berliner Bolschewiken gehen.' Der Terrorismus gegen die Bevölkerung. Der Oberstkommandirrende der russischen Westarmee Oberst Awalofs-Bermondt(Fürst Urussosf) hat nach bewährtem Muster im Mitauer Hauptquartier eine pd« irische Polizei, ge- nonnt Ochrana, errichtet. Diese besteht aus einem Stabskapitän, einigen Offizieren und ca. LS Mann. Sie terrorisiert und plündert die Bevölterung, hauptsächlich die Juden, tn d�r entsetzlichsten Weise. Einige Be spiele hierfür mögen fo'gcn: In der Kathotischen Straße Nr. 32 in Mitau war ein Quartier für Reisende. E.nc» Nacht» brachen Mannschaften und Offiziere der Ochranc. durch die Fenster in die Wohnung ein. Es wurden alle Einwohner aus dem Haufe verhaftet, all ihr Geld und ihre Pariere mußten sie den Russen üb-rgebcn. Am ge- meinsten benahm sich der Führer der Truppe(Naczelnlk), der mit einem Revolver auf Frauen einschlug, um sie zur Herausgabe vor Geld zu bewegen. Nachdem die Verhafteten auf die Wache geführt worden waren, wurde ihnen b deutet, daß sie, sobald sie über den Vor. fall etwa? verlauten ließen, sofort erschossen würden. D e Betrüg«. die den Verhafteten abgenommen wurden, beliefen sich ans einig« hunderttausend Rubel. Ein deutscher Ingenieur au» Riga, dem vökXXZ Rubel abgenommen waren, ging mit einigen LeidcnSgenosscn zur deutschen Feldgendarmerie und brache die Sache zu Prololall. Ein Osfizier der Frldsend S Gerichtsverfahren» geren die Ochrana bemühten. Der Erlös de! Raube? wurde zitm größten Teil mit Angehörigen der deutschen Feldpolizei geteilt, damit d elc die hörte auch ein deutscher Ofsizier, namens Münch. Auch die deutsche Fetdxclirei ist nichts meitcr al» eine verkappte Hchrana. Allein in Mitau fand n rg. iz solcher B.aauhungkv'tatt. bei denen 3 Personen erschossen wit'den. Dcse» V rhrechen l» tre'Vt die Och rann schon seit langen Wochen, ohne daß deutzcher- seitS sowie russischersei!» in GerichtSve-kahren gegen die Ku.ur» kämpser eingeleitet wurde. Zu den O'sizi reu der Lchrana ge- hörte auch ein deutscher Offizier, namens Münch. Die Schieberieuche. Alle Angehörigen der Truppen, vom hohen Offizier� bis m>c Gemeinen, sind von der Schiebers» ntbe a tue steckt. M11" verschiebt zwei- big dreimal. Ein Beispiel: Bm W a g go» Zucker kommt an. er wird von der Intendantur dezarit. v:r- schwindet eine halbe Stund? später spurlos. Sein Inhalt w rd in kleinere Mengen verteilt, diese werden der Mar- kcitenderci uno anderen Stellen verkauit, verschwinden dor� avcr wieder, um endlich an Dritte v-rhardvl: zu wc den. Diestr» EngroSgeschäft kann natürlich nur von LfiiZcren unt» ElxKgen betrieben werden. Wird der Schwindel zu öi'gsstlich, nei't man e» imal ein, Verbqftungen finden üatt, unv im fängni« ssp-n vfsizierr aller Grade, z. B Ob-rlentnant Baron von Freytag lind eine Anzahl Gemeine. Der einsacke Soldat sck'lebt im kleinen und hält sich auch au den Bauern schadlos. Ein Beispiel: Ein Bauer auS Thoren»- berg brackle Verwundete nach Mitau guk seinem Akne!-. Dcut'che Soldaten hieben ihn auf der Rückfahrt an und ver- langten, das; er sie zu ihrem Truppenteil iahre. Unterwegs Ivarfen sie ihn vom Ge'änrt, verprimelten rhm und fuhren mit dem Wa-gen auf und davon. Pferd, Wagen und W-re, die sich der Bmier gekatuit hatte, wurden irgendwo verlchob-n. Auf den Strvßen ThorenSberg» und anderer Gr'« sieht man Soldaten mit gefüllten Tornistern: seidene Binsen, Hemden, Silberzeug nutz andere schöne Sachen sind oben aus geschnallt. Selbst die deutschen Fam-lien besiagen sich über di? Plünderung?- sucht ihrer LameSlentf. S-gar Verwunde'entranspyrtc und Urlauber fülle« die Bauernloagen mit grplöndertem Gut. Triumphierend zeigte ein Soldat«in HettlsienZild»l» veu� auk der Durchfahrt durch Mitau. \ Das mldiiilöcfe DeMlaad. Trostlose Lage der Finanzen. In cr.ier öffentlichen Sitzung dcS N e i ch S ra t S am letzten Eonnabend wurde.der Entwurf des Etats der allgemeinen Finanzverwaltunz für das NechnungSjabr 1LI9 besprochen. Ter Etat ist mit aufzcrgewötznlich großen Posten belastet. Für die Abwicklung des alten Heeres sind allein drciundcinr- halbe Milliarde v»rgesel>e». Für die Erledigung der Geschäfte sind 1600 Abwicklungsstcllcn mit einem Personal von rund 100 000 Mann tätig. Der Berichterstatter w!eS darauf hin, daß daS gesamte Finanzbild überaus ernst sei. Die Schulden dcZ Reiches haben sich in einem Jahre«m 40,!) Milliarden vermehrt. Am 21. De- zember 1918 betrug die gesamte NeichSschuld 93.7 Milliarden Mark, sie wurde durch Rückkäufe auf 90,4 Milliarden ermäßigt. An schivebender Schuld sind zur Zeit 83 Milliarden im Umlauf, s» das, sich die gesamte Schuld auf 172 Milliarden Mark belauft. Am 1. April 1920 werden die Schulden dez Reiches, wenn alle ftredite realisiert werden, die noch offen sind» insgesamt 204 Mlt- liar-dcn Mark betragen. Das ist eine ganz»nzehenerliche Summe, wenn in Betracht gezogen wird, daß die Schuldenlast des Deutschte» Reiches vor dem Kriege nur 5 Milliarden betrug, während sich das gesamte Nationalvermögen auf ungefähr 300 Milliarden Mar! bclief. Der für den F I vi s e n d i e n st tißtigc Bedarf erhöhte sich Im RechntingSjahr 1919 allein um 300 Millionen. Der Bericht- rrstatter brachte zum?luSdruck, daß die Abwicklung der Folge dcS Krieges uns ebensoviel kosten wird, wie der Krieg selber, in dem wir noch mit 20 Milliarden Mark jährlich ausgekommen sind. In dem Etat sind für a u ß c ordentliche Zwecke allein 32 Milliarden vorgesehen, darunter 17 Milliarden quin Vollzug des Friedensverträge?. Die Hauptlast der außerordentlich.?�» Aufgaben fällt ans die Ileberführung deS Heere? und der Marine in den neuen Nähme» her NelchSwehr. 3 Milliarden sind für die Beschaffung von Lebensmitteln eingestellt. Der Ausschuß dcS NcichSratS war sich über dl« trostlose Finanzlage völlig im klaren. TaS Reich kann eine Fort» dauer der gezenwärtfgen AuSaabe-Politik nicht lange mehr«r> tragen. Ein einschneidender Abbau der außerordewlich'n AnS- gaben ist»mhedingt notwendig. Der Vertreter Preußen» bemerkt«, daß der diesjährig« Etat Teutschlands auf der Erde ohne Beispiel sei. Die hisheng« Finanzwirtschaft könne unmög- lich weitcrg"hei»> ES sei leider nicht gelungen, den Grund- �sahder Sparsamkeit rcstlcS zur Durchführung zu bringen. da bei mancken Mitgliedern de» ReichSratS für die wahre Lage noch nicht das richtige BerstäirdniS vorhanden sei. Er hoff« aber. daß die in der Sitzung bekanwgegebenen Ziffern weite Kreise de» Volke» noch zum Nachdenken bringen würW. Di« Sitzung de» ReichSratS. in der die S-chuldenwirtschaft de» Deutschen Meiches zur Sprack« kam, wnrde von Hern, N oSke geleitet. Er ist der Vertreter des»«neu Heere», da» Deutschland monatlich VA Milliarden Mark kostet. Hier muß in«rster Linie der Hebel zur Sparsamkeit angesetzt werden. Die Herab- setzung der Reichswehr wird allein an» finanzielle» Gründen zur zwingenden Notwendigkeit. Die Neuanwerbunge», die jährlich Millicnen verschlingen, müssen soiort eingestellt wer- den» Wenn schon im alten Ten'schla'-d der Militarismus so vol Verschlang, daß für kulturell« Ausgaben nicktS mehr übrig blinb. so darf im sogenannten neuen Deutschland dieser Zustand nicht wieder verewigt werden. Nicht die persönlichen Interessen der Offiziere haben dabei den Ausschlag zu geben, sondern da» Wohl des Volke», an dessen MarZ da» neue Heer wie ein Vämpyr saugt. Sie S�avenbasaillone. Dl«.Deuisch« Allgemein« Zeitung" fühlt sich verpflichtet,-die. EHedereinführung der Sklaverei, wie sie während dc» Kriege» vom deutscken Militär in den befehlen Gebieten betroben wurde, in Schutz zu nehmen. Das Blatt hat den Mut, zu behaupten, es seien tri B.'lcheu und Nortdfmnireich nur Ar- beit» los« und Arbeitsscheue deportiert oder zu Zivil- arbeiterbadaillonen versinigt worden. Und gevade die dsutschen Die Pläne der Landsknechte. Politisch? Pläne oder bestimmte Anschauungen sind bei den Soldaten nicht vorhanden. Jeder will sich.gesund" machen sind dann heim, vom Offizier bis zum Mann. An Landcrwerb wird nicht mehr gedacht, die Politik ist den Leuten„pipe". Der Aufruf No»keS zur Rückkehr der Truppen ist nicht bckanntgemacht worden. auch die weiteren Proklamationen wurecn totgeschwiegen. Der direkte Uebertriü der Freiwilligenverbände in russische Dienste vollzieht sich zögernd, da die Soldaten die Prügel« und Todesstrafe fürchten, die der Räuberhauptmann Bermondt nach altrussischem Muster wieder eingeführt hat. Die Stellung der Landsknechte zu Deutschland. Ei» bestimmtes Verhältnis zu Dcuischland kennt diese nach LanüeSzugehörigkeit und sozialer Klasse buntgemischt« Truppe nicht. Man ist so schlecht unterrichtet und so im Laiidknechtstuin versunken, daß politische Glcichgültigkcn alles Nachdenken unter- drückt. Rubel», rubel», daS sind sür sie Mose» und die Propheten. Es ist wirklich ein Wicderansleben de» mittel- alterlichen LandkncchtStumt, aber mit Maschinen- gcwehreu nnd moderner Technik, waS sich da oben in Kurland breit macht. DaS macht sich auch in doc KamPseSwejse be- nierkbar. Alle G c f a n g e n e n. Letten und Esten, werden rrbarmungS. los erschossen. Ter Kampf zwischen deutschen Formationen und lettischen Truppen ist erbittert, wogegen die auS ehemaligen KriegSgcfangcncn bestehenden russischen Truppen wenig Wider- stand zeigen. Die Deutschen werden durch die Feldbuchbandlunge» iiiii folgenden Zeitungen reichlich versehen:.Deutsche TageZ- jciiung",.Tägliche Rundschau",.Deutsche Zeitung" sowie der un- regelmäßig erscheinenden Fronlzcitung.Tie Trommel". Tg» ist das wüsteste Hctzbiati gegen die deuliche NegierungSpolitik. Sie agitiert gegen Rückmarsch und verhetzt die Soldaten auf jeoe Weise. D-e Zahl der in Kurland befindlichen deutschen Truppen schätze ick» aut 70 000 bis 80000 Mann.idie der Russen auf 20 000 fai» 30000, U ber N o» ke wird im allgemeinen nur gelacht. Tie Sil, iere bezeichnen ihn offen als ihren bellen Freund und ver, weiten dabe andeuiungSvoll auf oen riesige n N a ch sch u b an L?u'le» und Munition Beklerdunlt»siückkn und Proviant, der un» innert>.ck m über die Grenze roll'»»v der ni-l»»ivglich wu es ohne pr« lUUerftüvun, der priluarrlchrn TleuststeUen in Deutsch. M.ilMrtbelhörchker hätten sich der.größten Fürsorge" um Loute befleißigt. Diesem Rechtfertigungsversuch liegt eine bodenlose Heuchele: zugrunde, die uni so schlimmer wirken muß, alz die NuSlassu-ngeii von oinom angeblichen.Kenner der Brrhäitnisse" geschrieben fei.» sollen. Dieser„Keiaicc" bat aber den Krieg entweder nur vom warmen Ofenplatz aus mitgeimacht und seine Konniwiss« darüber der alldolidschen Presse entnommen, o�er er war boi der Tepor- ta-tlion als a chs elft ück trerg: nde r Antreiber porsönb'ch znge-gen, bat sich mii vemntwortlich gemacht für die entsetzlichste Gewalttat, die jrmatt an einen. Volle verübt worden ist und möchte sich jetzt als Mitschuldiger vor der VeranÄvormeig drucken. Ein: ander« Erklärung gibt es»cht. Wenn aber die.Deutsche Allgsmelne Zeiiung" glaubt, da? Verbrechen der Deportation durch eia bloßes Ableugnen au» der Welt schaffen zu können, so irrt sie sich. Die SfiKc, die wir in dem Feniilleton über die„Sll.avenbataihlone" geschrieben haben, entsprechen der Wahrheit', sie stellen allerdingZ nur einen kleine-n, äußerst schwachen Ausschnitt aus dein Leiden der Bevölkerung in den beisetzten Erbieten dar, daS— wenn eS reich Äg geschildert werden sollte— ganze Bände füllen würde. OOOOOOOOOOOOOÖOOCOOOCOOOOOOCOOOOOOOOOÖOe- o Arbeitee! Tsctriebsräte! Arbeiter» tlnd o Slngcstelltenans chiisse aller Jndttstriegruppen<> 8 Grosz-.Berlins! 8 8 Mllwoch. dsu 23. Lkiobvr. abends öH Mr z | Große Versammlung| o--------- in de» Kamniersälen, Tcltotvcrstr.------- �<> o Ta'.cSordnnag: o Der Kampf in her Bielall nduuric und die«eplantc Recht- � o losmachung der Arbeiter und Betriebsräte aller Industrien. 0 Ter Poilznasrat% O Mich. Mü er Heinen � Sie Hidlermännkr der daliische» MawSeitre. Fieberhafle Anwerbungen. Die Hintermänner der baltischen Marodcure geben ihr per- brccherischeS Spiel in Deutschland nicht aus. Sie wissen, daß die� militärischen Dienststellen mit dem Herzen bei ihrer Sache sind und ihnen in jeder Weise Hilfe und Unlerstiitzung gewichren. Die Erlasse der Regierung existieren sür sie nicht. Die Werbcagenlen sind lediglich etwas vorsichtiger geworden; sie haben in Berlin ihre Quartiere gewechselt, um den Wcrbejchwindel um so>»Un- siver zu betreiben. Daß bei den Anwerbungen auch die Reichswehr ihre Hand mit im Spiele hat, steht außer jedem Zwcijel und das wird jetzt sogar Won einer Lokalkorrcspondenz behauptet, die sonst gute Beziehungen zu de» militärischen Kvmniairdostcllen unter- hält. Qhne das Einvernehmen mit den militärischen Dienststellen tönnte ja der Unfug auch nicht einen Tag existieren. Nach dem uns vorliegenden Malerial sind wir zu der Annahme gezwungen. daß auch die Linienlommandanturcn mit den Werbeagenten unter einer Decke stecken. Nur so ist es zu erklären, daß die Ange- ivorbenen nach wie vor mit gefälschten Fahrscheinen reisen können. Auch der Grenzschutz scheint nur dazu da zu sein, sür einen geregelten llebergang der Ncuangcworbenen zu sorgen. Noch schwerer wiegt aber die Tatsache, daß verschiedene Werbeschwindler, die in Berlin festgenommen wurden, wieder auf freien Fuß gesetzt wgrden sind. Die genannte Lokalkorrcspon- denz berichtet darüber: .Oesterreicher in deutscher Uniform, die sie mit Recht zu tragen vorgeben, und russische Agenten der Armeen 5iolt- schal und Denikin sind hier wiederholt verhaftet worden, und daS Merkwürdigste bei dicfer Verhaftung ist, daß daS Kommandiiiturgertcht, dem diese Perfonen zugosührt wurden, in mehreren Fällen die Inhaftierten Wied:» out freien Fuß gesetzt hat. Auf wessen Anordnung diese Auhcrhastfetzung ge- schchen ist, und wer ein ausfallendes Interesse für d e Niast- eröffnung von Strafver fahren nnd RiederMagung der Er- mlltlungen bekundet Hai, ist bisher nicht be'annt geworden/' Da» Ka imna>> da n tu rg e ncht»ch zu dieser Mobdung in un. zweideutmer Welle äußern müssen ES'önnte sonst der Vorwurf auf ihm haften bleiben, daß eS mit den Werbeagenten unter einer Decke steckt. Auch Hauptmann PoenSgen, der Oberschieber, ist bisher M seiner Tätigkeit noch nicht cestort worden. Er sorgt für de» Nachschub an AuSrüsturgS, zogen ständen, muß also gute Beziehuii- ,«n zu de,, Jndendanturen, BekleidunnSämtcr» M'd MunAionS- depotS haben. Um wie viele Millionen Mark da« deutsche Volk da- boi schon betrogen worden ist, wieviel Hunderitan ciid Mark in die Taschen derjenigen geslossen sind, die bei den Schiebun'en Hol- serSdienste geleistet haben, enizieht sich unserer Kenntnis. Tag der Nachschub, an Munition«, und NuSririwngSgegcn. ständen ober auch ganz offen betrieben wird, beweist die Met» dnng, die wir in unserer Sonnabenv-Abcnd-AuZ-gabe au? KönlgSbero brachten. Die..Deutsche Allgemeine Zeitung" l-e richtet darüber, daß dieser Nachschub demSchutzederindie Heimat zurückkehrenden deutschen Truvpen dienen soll. Ein duinmes Gerede! Denn c« handelt sich bei diesem Nachschub um 0 Wagion.S Iiifanteric-Munition und 2ü Waggons schwerer«rtillcric.Mnnition(IS Zenitimetc-r-Granaten). ES ist selbstverständlich, daß dies« Munition dem Ränberhanpt. mann Bermondt in die. Hönde gespielt wird. Denn die ist .Kurland hcfindstichem deutschen Tvuppen brauchen zu ihrem Schutz« weiter nichts als einen tüchtigen Kommandeur, der mit den russischen Verschwörern nicht konspiriert, fordern dafür sorgt, daß die deritschen Soldaten so schnell wie möglich über die Grenze gebracht werden. Schlitz i>?n Z'Wumskii! Eigener Drahtbericht der.Freiheit". T h? r n, 20. Oktober. Di» In Thorn crsche:!,»nde rechtssozialistische..Lreic Presse" hat den von drr„Freiheit" gebrachten Artikel llbcr die Flucht von Osfizieren und Mannschaften dcS JnfantcricrcgirncnlS 21 nach Kurland nachgedruckt. Ter Gouverneur der Festung Thorn hat dckhelb doS Erscheinen der Zeitring aus drei Tage vcr. boten, ebenso den Vertrieb der„Freiheit" für die gleiche Zeit. Der von»nS veröffentlichte Arbikel enthielt lediglich nackte Tatsachen, die in deck wesentliclisten Punkien auch vom lÄoiwscnenieirt, Tborn bestätigt werden mußden. Das; 5a? �oiibernemen? wegen dieser Derösfenisichung d!« resetzlicli gewährleistete Pressefreiheit außer Kraft seht, iü eine Maßnahme, gegen die auf das allerschärsste protestiert Werden muß. Statt die Zeitungen zu verbieten. die irahrhelisgetreue Berichte über den'B-alten schwinde! bringen, sollte sich das Gouvernement Thorn lieber danin« kümmern, daß die Offiziers zur Rechenschaft gezogen werden. die zu der Meuterei den Anlaß gegeben haben. Der ßsnÄ um VLletö'MrZ. �' HelsingsorS, 23. Oktober.. Wie gemeldet wird, greisen die Bolschcwiftcn an trr Petersburger Front mit starken Kräften an. An wsti'ä llckcn Kr-isnr ir-'rd anoenonrmenj das; Indenitsch» Offensive vorlärrsig beendet sei.„Husr-udsbad-liladet" will aus sicherer Enten. equclle erfahren hallen, baß Frankreich baldig«. er.ergische Unterstützung für Iuvenil sch versprochen hob«. Versailles, 23. Oktober. Einige Pariser AbenMstästcr lassen durchbl cken, und„Ch!» cago Trihnne" bestätigt eS, da man in Pariser diplomatischen Kreisen jede Hoffnung verloren Hab«, daß General I u d e n 1 t s ch Petersburg einnahmen könne. Auch „Populaiee" erklärt, der Mißerfolg de« Generats Judcnitsch werde bestätigt.„Cbiago Tribüne" gtanbt sogar, daß Judcnitsch vielleicht vor bolschewistischen Kräften den Rückzug antre en müsse und daß die Rote Arme« möglicherweise sogar einen Teil der bol» tischen Provinzen besetzen werde. Ter Mgriff auf wga. Kopenhagen, 24. Oktckber. „Latopreß" drahtet am 23. Oktober: A>m 21. Oktober abend» in der Gegend von Riga starkes Artitleriefeuer. Di« Deutschen bomkxr.dieren Riga fortwährend mit schworer ArtMer««. In der Gegend von Friedrichstadt machten die Deutschen einen A n g r« f f, wurden aber mit großen Verlusten zurückgeschlagen. Unser Panzorzuc, brachte e'vnt seiwrlick« Batterie zum Schweigen. An der anUbolscheivistischcir Front ist cS ruhig. Ter Vertreter der französischen Militärmissicm du Parcfuel richtete an Bermondt ein Telegramm folgenden Inhalts: „Schon 12 Tage bombardieren Sie die offene Stadt Riga und rufen dadurch Opichr unter Frauen und Kindern hervor. Die zivilisierten Völker nennen da» Mor5 und »ras Sic anbelangt, so werden Sie au? einem Verräter zum Mörder. Dem Strick, der Sie erwartet, werden auch Ihre Be ra t e r n i chr e n t g c h« n." Durch die Beschießung Riga» von deutscher Seite sind bi» seht in Riga bnndertOpfcrausderZivilbcvöl k c. rnng zsi verzeichnen. Von ihnvn sind bereit» zwanzig ge» st 0 r b e n>. Zkolesie gegen die enMche Rufsenzzollkit im Urlerhause. Laut„Mirtin" rief die Fraze der Anwesenheit britischer Kriegsschiffe i» dd>, russischen Gewässern eine heftige Oppv» sition im UutcrhauS hervor. AIS der Lord der Admiralität mitteilte, baß ein starkes britisches Geschwader sich in den russi» scheu Gewässern befindet, erhob sich ein Abgeordneter und rief unter lelchlltei:« Protest:„Ermorden in diesem Augenblick die britischen Kriegsschiffe die Russen?" Ein anderer Abgeordneter fragte:„Dürfen wir Krieg führen, ohne daß daS englische Unterhaus befragt worden r st?" Er wnrde zur Ordnung gerufen. Als die Mitglieder der RrgierungS. Partei lachten, schloß der Abgeordnete:„Wer zuletzt lacht, lacht am besten!" Erleichterung der deritschen Einsuhr nach Italien. Nach eingr amtlichen Mitteilung de? italienische» Zollamtes werden für die Einfuhr deutscher Erzeugnisse in Italien nach der neuesten Ver« fügung der Lloverung bedeutende Erleichterungen gewährt. Gstrsekschastliches. -y-.--i|.-ig-ii m,->> nnTiTn"t FfTVi 0 Zum Slrsil der LeÜersierüstbauer bei L. Altmann. Die Leitergerüstbeuer nahmen am Sonntag zum Streik der Firma Altmann Siellung. D.e B.anchenleitung ha: sich all« erdenkliche Mühe gegeben, um die Aufbesserung de» Lohne» 0!, Kampf zu erreichen. Herr Altman» weigerl« sich, beharrlich. die Bedingunge», ab 1. 10. lg nachzuzahlen und beku vel«, daß er tägiich»och jeden Bedarf Arbeiter zum Preise von 2.— Li» 2,10 M. pro Siunde bekommen könne. Diesem Bescheid« gemäß, der der Betrie.bSversammlung am 23. Oktober vorgetragen wurde, erklär!«» sämtlich« Kollegen durch G ehe l Urabstimmung, die ftrbn! am Freitag, den 24. 10.»ich» wieder aufzunehmen. Herr Altmann will nur mit Leuten au» seinem Beiriebe verhandeln. Darauf wurden sämtliche Poliere beauftrag!, mit Herrn Attmamr Rücksprache zu nehmen. Nun lehnte Heer Allmann auch mit diesen jede Verhandlung ab, bis die Arbeit erst wieder aufgenommen ist. Um die VertanülungSmögi cyleitcu nicht scheitern zu lassen, machte Kollege Walter den Vorsch'ag, d'e Kollegen sollen die Arbeit im Bebrieb wieder aufnehmen und sofort in Verhandlungen cji,.treten.� Die Versammlung stimmte dem Vorschlage zu und beschloß: Sollten di« Verhandlungen mit Herr» L. Altman» nicht daS gewünschte Resnliat erzielen, so geloben die Leitergerüstbaner: Berlins und Umgebung, den Kollegen der Firma Altmann vollst« Snmpachi« entgcgenznvriii'gen und sie verpflichten sich, Streikarbeit nicht zu verrichten und die kämpfenden Kollegen auch finanziell zu unterstützen, u-m dem geremtru Kampf zum Siege za verhelfen. Die Verhandlung soll am Montag nachmittag 6 Uhr eröffnet! werden. Magistratshilfskräfle! Da der Mag ist rat ebnen Teil der Streikenden imimer noch nicht ving e stellt h-ft. fordern wir hicrmiit diejenigen Kollegen auf, welche noch aribgespcrr: und Mitglied unseres Verba.nvv» sind, sich uni Bconiag,. den 27. Ottober, in der Zeit von 10 bis 11 Uhr in unierei» VexbandSbureau» Berlin. Belli-Allia»ce-Str. 7/10, zur Kontrolle und Regelung der Uiieeribützung zu melden. Zentral- verband der Angestellten, Bez'ek Groß-Berl,.». Wernerrorrk! TiemcnS.HalSke! Dienstag 2 Uhr Betriebs« versamwlui'g' in den Moaoiler Prachtsäien, W-c/efstraße 24. Rohrleger»nd Hclsrr. Diejenige» Kollegen, die q>„ Streik beteiligt waren, werden au'ge'ordert. sofern sie ihre Mitglieds» bücher noch Nicht eurpfaiizen haben, diese am Dienstaz abend ö Uhr im GewcrljchastShanS. Zimmer 9, avruholcn. Die cvent. rück« ständige Streikunterstützung Wich dort ebenfalls nachgezahlt. r o ß- ö e r l i n. —»wxta Die notleidenden Hausbesitzer. Elsten die vom WohlfahrtSministerlum geplonte Festsetzung von Miethöchstpreisen protestierten gestern im Zirkus Busch die Berliner Hausposchas. Stadtverordneter Ladendors' sazie durch den Höchstpreis, der n u r einen Aufschlag von 10—15 Proz. aus die Friedensmiete vorsieht, eine Crorosselung der Hau-� besitzcr voraus» d, h. als tapitalistischer Unternehmer natürlich. nm der geplanten Festsetzung eines Höchstpreises trage der Mieter» Hand unter Dr. Äorn schuld, der damit gedroht habe, daß, wenn kein Höchstpreis festgesetzt werde, am I. Januar Hunderttausende von Mietern keine Miete zahlen würden. Da? sei Bolichewis- muSI In der Diskussion, die recht stürmisch war, entliid sich die Entrüstung der Herren Hausagraricr, dag man es übechaup: wage, gcgaa den unverschämtem Wohnungswucher vorzugehen. Im Schlußworte erklärte Stadtverordneter Ladendors. dag, wenn die Zahlung der Miete am 1. Januar verweigert würde, von 28 000 Grosz�Berliner Haucoesitzern keine Steuern und Abgaben mehr entrich tri würden! Die Herren Hausbesitzer wollen also auss Ganze gehen. Nun,, bei dieser 8ie- «ierung können sie c? sich ja erlauben. Aber der Berliner Magistrat und die Stadtverordnetenver'ammlung und schließlich die gesamte Berliner Bevölkerung werden hier auch noch ein kräftiges Wörtlein mitzureden haben. Opfermut die Samartter während der Unruhen ihren freiwilligen, menschenfreundlichen Dienst ausübten, beweist die Tatsache, dag zwei von ihnen beim Verbinden Schwerverletzter erschossen, drei andere schwor verletzt worden sind. Im Interesse der Arbeiterschaft wollen die Kolonnen ihren Aufgaben- kreis erweitern, Arbeiter- Sanitäts-Kommissionen, sowie Haus- krankenpslegeabterlungcn einrichten. Tausende von Arbeitern sind während des Krieges im Sanitätsdienst ausgebildet worden' sie sollten ihr Wissen der Alloemeir.heit durch diese Organisation zur Lerfügimg stellen. Für rinauSgobiidcte beginnen jetzt 0 neue Lehrkurst in der eisten Hilfe und in der Krankenpflege mit außerordentlich erweitertem Lehrplan unter ärztlicher Leitung. Die Lchrkurse nehmen am Montag, 8. November, abends- Uhr, ihren Anfang, und. zwar im Lokal Melchiorstraste 15 und Lichten- berg, Echarr.weberstraxe 00; am 7. November: Schöneberg, Vor- berglnaste 11 und U'edomstraße 88; am 10. November: Neukölln, Weichselitraste 8, und am 11. November: Mariondorf, Chaussee- straste 27. Der Besuch des ersten Abends steht jcdcrmann frei. Tchsmt die Anlage». Di« städtischen Garten- und Parkanlagen leiden noch immer ungeansin unter Verwüstung zum grossen Teil durch die Schuljugend, wenn sie auch nicht allein an den Ausschroi- t tu wen sich beteiiigt. Ter Laubfall in d escr herbstlichen Jahres-, Mon Frledrkchsf-lde. 1 P°d, Woi-m-hl. 1 Pfd. Kastas, Preis pro Pst» 15 Md. Am Donnerstag: ILO Gramm Reis, Himbeersaft gegen Vor« zeigung der Haushaltsda.le. Preis pro Pfund 7 Mk. Am� Conn- abend: Je nach Wahl eine LUäii« Konserven, Bohnen und Flefch zum Preise von 2 Md., oder engUschen Käse in Dosen zu 2,25 Ptd. oder Fleisch oder Kartoffelpudding zu 4 Mb. S chmnrgendors. Aus!. Weizenmehl Stil) Gramm, aus!. Maiszrieß 25g Gramm, Kunsthonig 5C0 Gramm,' 2 Pakete Milchvudding cm Jugendliche, 1 Dose Malzextrakt an stillende Mütter, erhältlich im Zimmer lg des Rathauses. Anzumelden sind vom Iii. bis 2S. Lkio» der 15g G omm Haserjiochen, 150 Gramm Nudeln, 250 Gramm Kar« tofselroalzmeh!. «lt-GUenirke. 125 Gramm Reis, 250 Gramm Morgentronk, 25g G-amm amsrik. Mehl, 250 Gramm Marmelade 65 Pfg., 250 Gr. Saubohnen 83 Pfg., 7 Pfd. Korwffcln, für Kriegobeschädigts 250 Gr. Reis, für Kranke Haferflocken, am Danneretag Zuäre ausgab« für die Einwohner mit dem Buchstaben A— M., cm 31. d. M. mit dem Buchstaben N—Z, 20 Gramm Butter, 200 Gramm Schmatz, für Fett- jelbstoersorger 120 Gramm Schmalz. Aus Den LroaMM�en. 1. Tistrlk». Leseabend diesmal mit dem 3. Distrikt zusammen tag, den 27. Oktober, bei Büttner, Encisenaustratze 80. kommen, dag eine Schonung der Anlagen doch nicht geboten sei. � 4 Distrikt. Am 7. November findet eine Aufführung von„Da, Alle Eltern, Erz eher und Vormünder und die erwachenen Bs« T-seh" im Vernhard-Rose-Theater statt. Billetts bezw. Eutscheii!« suchet unserer städtischen Schm-ickanlagen mögen es sich da. er zu 2 Mk. sind beim«asstsrer Gastwirt Philipp, Wrangelstr. 12, und Die Arebltcr-Samaritcr-Kolonnc» Groh-VerlinZ eröffneten khre Winieravbeit mit einer großen, öffentliche»! Uebunz, die am Sonntag, den 28. Oktober, nachm. 2 Uhr, im Stadtpark Schöne- borg stattfand und zu der das gesamte Material der Kolonnen wie mobil: Unfallstationen, Fah-rbahren und Auto, in den Dienst gestellt wurde. Zunächst wurde ein Gcrüsteinsturz markiert. Durch Zcilel wurde bei den Darstellern alle Arten von Verletzungen: Stiche, Schnitte, Knochen- und Schädelbrüche, Schußwunden usw. angegeben. Die teils zu Fuß, teils in Autos oder als Nadfahrer herbeieilenden Arbeiter-Samariter-Kolonnen nahmen dann die er- forderlichen Hilfeleistunae» und Verbände in sachgemäßer Weise vor und sorgten für die Weiterschaffung d�r Verletzten. Zum Schlüsse wurden noch Wiederbelebungsversuche mit einem Sauer- stofsapparat praktisch vorgeführt. In einem Zelte, wo die der- schiedensten Rettungs- und Un errichtsmittel gezeigt wurden, teilte dann der Vorsitzende des Bundes, Genosse V o ß, in einer kurzen Ansprache die Ziele und das Wirken der Arbefter-Samariter mit. Die Vertreter ittzr anwesenden Fraktionen sprachen sich in aner- kennender Weise über die vorgeführten Leistungen aus und sagten Unterstützung von feiten ihrer Parteien zu.— Trotzdem sich im ersten Halbjahr die Kolonnen noch im Wiedcrausbau befand:«, haben sie doch 850 verletzten und erkrankten Personen erste Hilfe geleistet und 201 Tmnsporte ausgeführt, 32 Schwerverletzt« starben während der Behandlung, deren Sachen geborgen und deren Angehörige schonend benachrichtigt wurden. Mit welchem £ß£ei5gimrßlfßfenöet. Spandau. Di« zu verobfolxende Fleischmeng« wlrd noch bekennt- gliedsbuck leo!timl«rt. 8, Distrikt, 3. Abtelliine. Mittwoch, abends 7 Uhr, Zahlvbend i» der �jlndreasbnrg", Andredsstrohe 3./ 9. Distrikt. Mittwoch abends 7 Uhr Mitglied srosr'omwlono, Greifswaidei Strohe 21/25, Schalaula(Lyzeum). Bort.cg des Gen. Stock«r über 2. oder 3. Interna. ionol«. Delegiertenwahl zu« Parteitag. Verschiedenes. —-,.■„......., 11. Distrikt, 2. Abteilung. Freitag abends 7 Uhr bei Meyer, und Kartoffelslocksn). Au; Lebensmittelkor-'/Z Pfd. Hoferfioeaelik auf Ackerstrahe 123, 3. Abteilung: Dienstag, den 28, Oktober, abends Eiiifuhrzusahkarte)4 Psd amerikanische» Weizenmehl und>/, Pch. 7 VJ SHiroc gftsn,Cnbet Sirohe 3, 5. Abteiluna: D..»tag. Schweineprodukio. Ohne Abtrennung eines Feldes der Lebensmittet--'-..... v_... karte können in den einschlägigen G«sck)äft»n Backobst und Kartoffel Niehl bezog?« werden. Mariiiidorf. Fleisch 250 Gramm, Kartoffeln 7 Pfd., Spsisefett 20 /Tramm Butler, 200 Gramm Schmolz, Nährmittel: 750 Gramm Teigwaren zum Preis» von SO Pfg., 150 Gramm Haferslockeit zum Preis« von 10 Pfg. 0 Treptow. Groupenmehl 150 Gr., Hoferflocken für Jugendliche 200 Gr.. Reis 500 Gr.. Kakao 250 Gr., Milchfühspeil« 2 V-be:-. Kinderoerstenmehl und Saf«rf!ocken. für Kinder im 1. und 2, Lebens- fakre dOO Gramm Kinderarrf.mmehl und 500 Gramm Haferflocken. Auslandsmehl 250 Gramm, Obstverkauf: Aegfel freihändig bis zu 1 Zir.-scoen Vorzeigung der Treptower Hauehalikarte, Birnen 1 Pfd., Kartoffeln 7 Pfd. Siralau. Am Sannabend, de, 1. November, 250 Gramm Mals- mehl. 300 Gramm Haferflocken. 500 Gramm Kartoffelivalzmehl, 500 Gramm omerik. Weizenmehl. Bis Mittwoch, den 20. Okiober, Voranmeldung. abends 7 Uhr, in der Tisckstrahe 21, Berfammlunzen. Stellunznahme zum Parteitag. Lichtenberg. Mittwoch, abends 7 Uhr, Zivet Volksoersamnifungech im TLcilten-Lyzeum, Rathauzstroße, und im EasS Belleou«, Haupt» strahe 2. Thema: Sozialisten gegen A deiterröie! Referent: Gen. Richter iiiid Thurm. Dienstag, ädends 5 Uhr, Sitzung des kommu« nalen Arbeilerrats. Internat. Bund der Kriegsbefchödlgten und Hlnterbl'eb'nen. Vallv«:famm!ung der Bstri«bsre:trau:n?leute von Groh-Berlin am Dienstag, 5 Uhr nachmittags, bei Wende, Äoloiitestr. 147. Verantwortlich für die Redoktion Alfred Wielepp, Neukölln, Vsrlagzgenofssnjchaft„Freiheit", e. G. m. b. H. Berlin.— Druck der Lindendruckerei und Verlagsgescllschaft m. b. H., Tchiffbauerdamm 10. Tüeater und Oe�niiüanfsn. 7S Uhr;'s Jtingierrgitt. Opernhaus/ 7\ Uhr: Salome. Schampielhsiüs ■ Uhr- Klimi ven Earaht m. Deätsciicsjüeatßr Direktion: Max Reinhardt. fb Uh r: Fa �t t.__ iiWMMvIÄS 7 Uhr: Iwanow. Theater I« d. Rgfllprötzßr Straße 7 Uhr: Ein Trannispiel. Dienstag:: Schloß VVoltersteJn. M ttwoch: Schloß VVctiersteJn, Donnerstag: Ein Traumspiol. rreirng n» Wetterstetn. Cssino-Thcaisr to«biin?«r Str. 37, TäcI.'�S Uhr: Großstidt-Pilanzen Volksstöck In 3 Akten. Vorher.„Schwarzwaldbübte*. Operetienakt mit VlktorLitzck von der FComischen Oner. Dazu erfi klsssigoSpe�alititeD. St?.3 �U.ElnsnuhsreSkkkeshlatt UUhr: Liselott Tlß' Bsrlinsr Tfienter 7.10 uhn itammei- _ Stsdaaten. IMn-Mer Direktion: Victor Barnöwsky. 7® Uhr: Chris o. die Taute. D eust. 7 Ohr: Peer üynt. Mitiw.7"»u.' Christ«, die iautc ßeto.teii.-Tieatsr Allabendlich 7>: Cyprienne. (Leopoldine Konsiantia. Grete reistna:, Annalie�e Halbe1, Yo Hegyi. Mc ene Konsc.iewska, Knrt Oft:/., Rudolf Klefn�Ro�tfe. Erich Wrlrer, Eranz W; ber?. Triflnaa-Theater. Baiinkot Friedrichs: raße tolmiü A skirade. Von Ludwig: Fulda. Mittwoch A U.: Schneewittchen Soniab. 4 Uhr: Aschenbrödel. Sontuasr 4 Uhr: Jc-hannlvleuer RwSlüSiiz-TiicöleL tztaltta'in Jannowittbriicke Täg'icn, beute 15�.« 3 Uhr /um tia. NUlv. Dis töiioie LiLi�n. Von Uer.uann SudtrmaDn, Mittwvfc'i-euh.: Rotkijspehca Soauab. 4iJ: rtütiset u. Ciretel. Sonntag S lihr; D t goto Rui. Kosa I iieater 7h Uhr:»so lies Btz._ Waliialj-iiwsiwÄ, 7'» Uhr: Eine Fran wie t nu Wiiuergasfceii. t.rßHch 7b L'lir tfßrifiLyorsteüüng Rauchen nestaitet, Apallo>Thcat«r Fried. Ichstr. 218. Ii/ Allabendlich Ti J Sonntatrs 3' a u.« s Die Walt i.si Jahre 2G0fi Sonntags S1', Jed. Erwachs. I Kind frei. fä.at.t am Heiibti«» Yur. .. Tel.: aturilaplau 14 814. Jed. Ahond?>-» Uhr: HHpi 0 uaera. MitgX dar Staltmor Slr.jsr. donut. uebra ö l'br Preiset rnll. 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ZnbM Stl TizsciScr. LlhückkliLLkH II. LWtgtiitittt Filmic der In. D ii!sili!lsi!�. Sebas-Ianstr.»7 38. Montag, den 27. Oktober, nachmittags 3 Uhr findet(fit die Herreittilastbranche eme Versa m m lnn g ta den Germanlaiiite»,«haulleefir. 110, galt. Tanesordttung: Clluttinniderithl Uder den Gtreil brl de» AidcU edctwerdaitdSfirmen. Srstl)«i>i«n ist aitdedlugt eisordetltch. Dl« Qrtbverwoitong. k�visett elnirotooFren: StKOUOL&BE Schweizer, Van Eia, Ka.'fes, Kakao F.P.fl. Kößffir.ann, Berlin S14, Wölstr. 55'56. Mc.eine 1 QaerU..! ber' �Rmt'iche M.leiloii'äUo J Platin I Silber I Goidl ZaHagtchiass l�tuft zu F�bpikpreioen „MBtallscteniBiza Cohn* « BjSSt- Kur Hss II 2) Bahsxijo'sirüilc) 2 (am A� ialter Bahnhof) 3) Keuköitnv Knls 22% < n»hei Iwnmnm s'atr.) ird. 1ö?A. Neukölin 181� Tel.: Nord. SSchs. 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