Nr. 159. Abonnements- Bedingungen: Abonnements Prets pränumerando: Bierteljährl. 3,30 mt., monatl. 1,10 mt., wöchentlich 28 Pfg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags= Nummer mit illuftrirter Sonntagss Beilage ,, Die Neue Welt" 10 Pfg. PoftAbonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Eingetragen in der Post- Beitungs-Preisliste für 1897 unter Mr. 7487. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland Mart pro Monat. Erscheink täglich aufer Montags. Vorwärts Berliner Volksblaff. 14. Jahrg. Die Insertions- Gebühe beträgt für die fechsgespaltene Solonelgeile oder deren Naum 40 Pfg., für Bereins- und Versammlungs- Anzeigen, sowie Arbeitsmartt 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition tft an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Tern predjer: But I, Mr. 1508. Telegramm- Adresse: » Bozialdemokrat Berlin". Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. " Autlicht. Sonntag, den 11. Juli 1897. Expedition: SW. 19, Benth- Straße 3. Die Sozialdemokratie aber geißelt im Interesse der Gewerbe Aufsicht und der durch sie zu schützenden Arbeiter diese miserablen Zustände und bringt sie den Arbeitern zum Bewußtsein, damit diese durch politische Aktion ihr Scheinrecht in wirkliches Recht verwandeln. visionen beinahe tobsüchtig, in anderen Orten können Unter- stellung von Gesetzwidrigkeiten nicht erreichen läßt, nicht verDie Diskreditirung der Gewerbe- nehmer aller Art erst durch die Gerichte gezwungen werden, einzelt und zu sehr geeignet, in Arbeiterkreisen den Glauben den Anordnungen der Beamten Folge zu leisten, und benehmen aufkommen zu lassen, daß es dem Aufsichtsbeamten sich gegen diese flegelhaft! Die Ergebnisse einer Revision suchen an gutem Willen oder an Macht fehle, fie in Vor kurzem behauptete der Hannov. Courier", fie durch allerhand Mannöver zu beeinträchtigen, außerdem wirksamer Weise vor Willkür zu schützen." bie sozialdemokratische Agitation fühle bei aber verleiten fie noch die Arbeiter dazu, die Beamten zu Stimmt! Die Gewerbe- Aufsicht wird und ist diskreditirt, ihren Bemühungen, die Kluft zwischen Unternehmerthum und düpiren. Und erst die Gerichts urtheile! was dem Unternehmerthum sehr lieb ist, denn nun kann es Arbeitern zu vertiefen und Lohnstreitigkeiten auf poli- Jm vorigen Jahresberichte protestirten nur zwei Beamte| erst recht thun, was es will. tische Machtfragen hinauszuspielen, sich durch die ge- gegen die milden Strafen, in diesem erheben bereits zehn räuschlose und entsagungsvolle Thätigkeit der Ge- Aufsichtsbezirke( von 27!) Beschwerde. werbe Aufsichtsbeamten außerordentlich behindert Dem Gewerbe Inspektor zu Potsdam wurde es so und bemühe darum sich fortgesetzt, von der Reichstags- arg, daß er an den Landrath schrieb: tribüne aus und durch die Breßorgane nach Möglichkeit die Ge Wenn seitens der Gerichte bei der Strafabmessung mit werbe Aufsicht zu diskreditiren". solcher Milbe verfahren wird, werden sich die ZuwiderIn Wahrheit ist es gerade die Sozialdemokratie, handlungen gegen die Arbeiterschutz- Vorschriften allerdie von jeher bemüht ist, die Gewerbe Aufsicht zu dings schwerlich mildern." Die Beamten zu Frankheben und zu fördern, während die Diskreditirung furt a. D., Liegnitz, Magdeburg, Erfurt, Münster, derselben von einer Seite ausgeht, die nichts weniger als Arnsberg, Düsseldorf, Köln, urtheilen entweder in Die Wahlen werfen schon jetzt ihre Schatten voraus. sozialdemokratisch ist. Das beweisen auch in diesem Jahre, ähnlicher Weise, oder heben die Geringfügigkeit der Junker und Junkergenossen, Schlotjunker und Landjunker, die wie stets, die Jahresberichte der töniglich Strafen hervor. Der Beamte für Potsdam erklärt Ranige und die Stumm fürchten den Ausgang der großen preußischen Regierungs- und Gewerberäthe auch:" Die durch die Gerichte verhängten Geld Wahlschlachten, die übers Jahr geschlagen werden müssen. Sie und Bergbehörden für 1896( Berlin, W. T. Bruer, 1897). ft r a fen standen immer noch, obgleich Wiederholungen fühlen es: die Mißstimmung über die Vorgänge in den Zunächst ist es doch eine der schlimmsten Herabsetzungen derselben Wergehen vorlagen, in keinem Verhältniß höheren Regierungssphären, die Haltung der Regierung in der ber Gewerbe- Aufsicht, daß sie von Staatswegen dazu ver- zu dem durch die Vergeben erzielten Gewinn Frage der Vereinsgesetzgebung, die Verzögerung der Militärurtheilt wird, ihre Pflichten zu vernachlässigen. Um sie ganz und haben daher in den Kreisen der Bestraften Strafprozeß Reform, die Uferlosigkeit der Marinepläne, die zu erfüllen, ist die Zahl der Beamten viel zu keinen Eindruck gemacht." lein; anstatt sie genügend zu vermehren, hat ihnen Herr von Bötticher noch die Kesselrevision aufgehalft. = # Politische Mebericht. Berlin, 10. Juli. Lehren des Tausch- Prozesses 2c. zu Wahlresultaten führen müssen, Selbstverständlich! Und ist es nicht eine Diskreditirung denen Konservative und Freikonservative nur mit Schrecken des Beamten, der Anzeige erstattet hat, wenn ein Wäsche entgegensehen können. Nicht nur Herr v. Stumm ist parlaSeit 1895 find nur ein Jnspektor und vier Assistenten fabrikant zu Köln, der 45 Arbeiterinnen je 2 Stunden, also mentsmide, auch so mancher andere, der im Reichstage den hinzugekommen, drei technische Hilfsarbeiter abgegangen, zusammen 112/2 Stunden über das gesetzliche Maß hinaus Mund nicht voll genug nehmen konnte, wird dem nächsten Wahlso daß im ganzen nur zwei Beamten mehr als 1895 vor beschäftigte, vom Amtsgericht zu 5( fin) Mark Geldstrafe kampfe unter irgend welchen Vorwänden auszuweichen suchen." handen waren. Dabei wuchs gerade im letzten Jahr sowohl verurtheilt wird? Noch ärgeres geschah in Hildesheim. Daß in erster Linie die rückhaltlose wohlorganisirte und die Zahl der Anlagen infolge des industriellen Aufschwungs Dort wurden in einer Konservenfabrik 42 Arbeiterinnen arbeitsfreudige Opposition, die Sozialdemokratie, bei den als auch infolge des durch Bundesraths Verordnungen be- länger wie 11 Stunden beschäftigt; das Schöffengericht ver- nächsten Wahlen auf Erfolge rechnen kann, bestreitet niemand, deutend erweiterten Thätigkeitsgebiets der Beamten, wie z. B. urtheilt den Fabrikdirektor zu 5( fünf) Mart Strafe und aber auch Freisinnige, Zentrum und, wenn sie bis zuletzt in durch die Bäckereiverordnung. Jezt, 1897, sind noch die hebt als strafmildernd hervor, daß die Anzeige Sachen des Vereinsgefeßes ihren Versprechungen treu bleiben, Ronfettionswertstätten hinzugekommen. Wird der durch den Gewerbe Inspektor erfolgt sei!" auch die Nationalliberalen, können auf Kosten der beiden konneue Minister des Innern auch entsprechende Ver- Die Krone der Gerichtsurtheile ist aber das im Regierungs- fervativen Parteien Size gewinnen. Aber selbst in ihren sichersten mehrung der Aufsichtsbeamten veranlassen oder Bezirk Potsdam erfolgte. Dort hat der Aufsichtsbeamte oftelbischen Wahlkreisen sind die Junkerparteien ernstlich bedroht. soll das Institut der Gewerbe- Aufsicht noch mehr dis- einen Meister verklagt, weil dieser gesetzwidrig Kinder be- und zwar durch Leute von ihrem eigenen Blute und Fleisch, trebitirt werden, indem man ihm immer größere Arbeiten schäftigte. Das Gericht sprach den Meister frei, durch die konsequenten Antisemiten. Schon jetzt stöhnt die„ Kons. überträgt, die Mittel zur Ausführung aber vorenthält? weil- ,, der Meister zur Zeit der Beschäftigung in Korr." über die Verminderung, ja vielleicht die Vernichtung der Wahlaussichten ihrer Freunde durch die Antisemiten in dem bisher von Herrn v. Podbielski vertretenen Reichstags Wahlkreis Westprignitz. Und was das heiterste ist, die Konservativen fürchten, daß der von ihren Parteigängern, den Plöz, Kaniz und Genossen geleitete Bund der Landwirthe die antisemitische Kandidatur finanziell unterstüße. Vier Kandidaten, ein Deutsch tonservativer, ein Antisemit, ein Freifinniger und ein Sozialdemokraten werden sich bei der Wahl entgegenstehen, an einer Entscheidung im ersten Wahlgange ist kaum zu denken. Wir hoffen, daß der Wahlkreis nicht dem konservativen Kandidaten, dem früheren Abgeordneten von Saldern- Plattenburg zufallen, werde. Der Sieg jeder anderen Partei wäre ein gutes Omen für die nächsten allgemeinen Wahlen. Uebrigens ist das Gerichtsurtheil juristisch nicht haltbar; ob der Meister in der Kirche oder in der Kneipe ist, er bleibt haftbar für das, was in seinem Betriebe geschieht. Wie groß oder klein die Zahl der besichtigten der Kirche war"! Betriebe ist, verschweigen die preußischen Berichte auch in diesem Jahr wieder, trotzdem Bayern, Sachsen, Baden, Württemberg diese wichtige Mittheilung bringen. Nur einzelne preußische Beamte geben an, wieviel Anlagen und Arbeiter vorhanden und wie Trotzdem ist und bleibt der fromme Meister, der Sonntags viel revidirt sind. Der Gewerbe- Inspekter Enyriem, den in die Kirche geht und daheim Kinder für sich arbeiten läßt, Unternehmer aus Dortmund wegdrängelten, weil er ihnen freigesprochen. Vielleicht erleben wir noch, daß der Aufunbequem" war, tam im vorvorigen Jahre nach Arnsberg fichtsbeamte, der folch' patriarchalisch- frommen Arbeitsund ist jetzt in Elbing- weit genug vom Dortmunder eifer stört, in Konflikt geräth mit dem Grundfaße: Strengste Groll. Er hat die alte löbliche Gewohnheit, genaue Statistik Bestrafung demjenigen, der einen Arbeitswilligen an der Arbeit zu führen, beibehalten; in seinem Bezirke find 4410 re- hindert! visions pflichtige Anlagen mit 45 894 Arbeitern; revidirt Wohin diese Diskreditirung der Gewerbe- Aufsicht führt, wurden; aber nur 332 Fabriken( außerdem 342 Dampfkessel!), ist aus den Berichten zu ersehen. Die Unternehmer leisten in das sind sieben und ein halb Prozent! Jm den meisten Fällen mindestens passiven Widerstand gegen die Regierungsbezirk Breslau wurden 15,7 pct. der Anlagen Arbeiterschutz- Gesetze und befolgen dieselben kaum dann, wenn bleiben will, um noch Schlimmeres zu verhüten"; ob er bald gehen Ob der Reichskanzler seinen Dienst quittiren will oder ob er, mit 57,2 pet. der Arbeiter revidirt, in Magdeburg fie bei den Verlegungen erwischt werden. wird oder erst im Herbit oder noch später; ob die Reform der 30,8 pt. der Anlagen mit 75,6 pCt. der Arbeiter, in Er= Die Arbeiter aber fassen kein Vertrauen zur Militär- Strafprozeßordnung den Stein des Anstoßes bildet und um furt 44 pt. der Anlagen mit 70 pCt. der Arbeiter, in Gewerbe- Aufsicht überhaupt, und weil sie kein Ver- welche speziellen Streitfragen es fich dabei handelt über all diese Hildesheim- Lüneburg 27,3 pt. der Anlagen mit trauen befißen, melden sie den Beamten nicht, was in den Fragen schreiben die Blätter hin und her. Es ist ja„ Saure Gurkenzeit 55,4 pCt. der Arbeiter, in Münster 18 pCt. der Anlagen Betrieben vorgeht; ohne die Arbeiter bleibt den Gewerbe- Womit sollen die Leute ihre Spalten füllen? Wir entnehmen aus all mit 50,8 pt. der Arbeiter, in Düsseldorf 44,5 pCt. der Juspektoren das meiste und das schlimmste verborgen. Was den Vermuthungen und Redensarten nur das eine, was allerdings Anlagen mit 72,76 pCt. der Arbeiter, in Arnsberg 54 pet. hilft es den Aufsichtsbeamten, daß sie Sprechstunden ansetzen? wichtig genug ist, daß es mit der Militärftrafprozeß der Anlagen mit 85 pCt. der Arbeiter. Reform noch lange Wege haben wird und daß sie ,. Die übrigen Bezirke Sie werden nicht besucht. Einige Beamte sind verständig wenn sie einmal wirklich tommen sollte, nichts taugen wird. theilen teine Ziffern mit bestimmte Anzeichen lassen darauf genug, mit dent Gewerkschaftskartellen und Beschwerde. Die Personenfragen sind nichtig gegenüber dieser Thatsache. Das schließen, daß es bei ihnen noch schlimmer war als bei den kommissionen in Verbindung zu treten die Arbeiter melden Schidfal des alten Kanglers ift dem deutschen Volt weit gleichgiltiger oben erwähnten. aber selbst diesen ihren Vertrauenspersonen nichts. als das Schicksal seiner Soldaten. Ist es nicht eine der schlimmsten Diskreditirungen der Warum? Weil sie nicht das Vertrauen zur Gewerbe- Aufsicht, wenn es infolge dieses Mangels an Beamten Gewerbe- Inspektion haben, daß diese ihnen helfen Arbeiter giebt, die nach langjähriger Thätigkeit noch nie einen tönne. Gie tann nicht, weil die Unternehmer feinen Beamten zu sehen betamen? Respekt vor den Anordnungen der Beamten haben und sie nicht befolgen; sie kann nicht, weil die Unternehmer den jenigen Arbeiter maßregeln, von dem sie erfahren oder vermuthen, daß er Anzeige erstattet hat. " Daß etwa die Ortspolizei bei der Gewerbe- Aufsicht helfen könne, wird nur derjenige behaupten, der nie einen Blick in die Berichte der Aufsichtsbeamten warf. Jahr für Jahr melden sie: Die Ortspolizei weiß nichts, Der Beamte aus Arnsberg meldet einen charakteristischen thut nichts, sieht nichts. Fall. Ein Arbeiter beschwerte sich, daß er Transmissionen während Der Aufsichtsbeamte für Hildesheim erhebt des Ganges an gefährlichen Stellen schmieren müsse, wünschte in diesem Jahre eine sehr schwere Anklage jedoch ungenannt zu bleiben, weil er sonst Entlassung zu es ist dieselbe, fürchten- habe. Der Beamte überzeugt sich durch unauffällige gegen die dortige Polizei welche fich durch Schließung der Gewerkschaften Revision von der Richtigkeit der Angabe, macht der Firma und anderer Arbeitervereinigungen so sehr hervorthat! Borhaltungen und diese sagt ihm schriftlich Abstellung Er schreibt nämlich, daß die Polizeibehörden auch in Fällen, des Verfahrens zu. Der Arbeiter aber wird 1. von der Firma wo ein strafbares Verschulden des Betriebsgerüffelt, daß er nicht gesagt habe, er thue das Schmieren leiters sehr wahrscheinlich ist, sich nur schwer ent- der Transmission während des Ganges aus eigenem Antriebe"; schließen, die Untersuchungsverhandlungen er hätte also lügen sollen; 2. wird er von der Firma na ch an die Staatsanwaltschaft weiterzureichen." wie vor zu der gefährlichen Arbeit gezwungen! Das läßt ja tief blicken! „ Eine Abstellung wird sich somit auf gütlichem Wege nicht er Wie Ortspolizeien revidiren, dafür ein lehr- reichen lassen", meint der Aufsichtsbeamte. reiches Beispiel aus Koblenz. Dort wurden von dem Gewiß nicht! Die Firma wird vielleicht vom Gericht Gewerberath in 30 gewerblichen Anlagen einer Bürger- zu einer geringfügigen Geldstrafe verurtheilt, sich er jedoch meisterei Uebertretungen bezw. Bergehen, betreffend Arbeitsbücher, der Arbeiter von ihr hinausgeworfen werden; sein Nachfolger Aushänge, Verzeichnisse und Arbeitszeit, festgestellt, während aber wird weiter seine Knochen ristiren und aus Furcht vor der zuständige Polizeiverwalter feinerlei Entlassung den Mund halten! Verstöße gegen die gesetzlichen Bestimmungen gefunden Der Beamte ahnt wohl diese Entwickelung, denn er schreibt hatte". refignirt: Das Bielefelder Programm" wird ausgebaut. Pastor v. Bodelschwingh macht in einem Bielefelder Blatt nähere Mittheilungen über die zwischen ihm und dem Kaiser gepflogenen Unterhaltung. Er erzählt: Wir haben von der schmerzlichen Lücke der Gesetzgebung ge geredet, welche so viele dieser Unschuldigen und gerade die schwächften unter ihnen an den Schandpfahl bringt. Er( der Kaifer) zeigte sich bekümmert, daß dieses wohlthätige Gefeß, welches Minister Graf Eulenburg mit so viel Sorgfalt ausgearbeitet, aus der leidigen Angst der Steuerzahler zu Fall gekommen war, während es doch zehnmal weniger kostet, einem Menschen recht zeitig zu helfen, als ihn langsam zu grunde gehen zu lassen. Der Kaifer hat sich mit Theilnahme dem Gedanken zugewendet, daß die Nothzeiten, in welchen unfere jeßigen kleinen Nothhäfen: die Arbeiterkolonien, die Hilfe versagen, ausgekauft werden könnten, größere öde Flächen unseres Vaterlandes in ebenso blühende Fluren, wie Wilhelmsdorf ist, zu verwandeln und einen viel größeren Theil unseres arbeitslofen Volkes mit Hilfe des Renten gutsgefeges feßhaft zu machen." Wie man sich weiter in Bielefeld erzählt, soll der Kaiser den Gedankenangeregt haben. in der Lüneburger Haide derartige Rentengüter anzulegen. Almälig sollen also wohl die allgemeinen Gedanken, welche der Kaiser jüngst in Bielefeld geäußert hat und welche geschäftige Byzantiner als das Bielefelder Programm" hinausposaunt haben, schärfer umriffene Formen annehmen. Wir wollen heut nur daran erinnern, daß die Kolonis firung der Lüneburger Haide und anderer Dedländereien schon lange, bevor sie der Kaiser auf sein Programm gesetzt hat, von sozialdemokratischer Seite als große KulturUnd wie diskreditiren die Unternehmer die Leider sind derartige Fälle, in denen sich aus Rücksicht Gewerbe- Aufsicht! Berliner Bäckermeister werden bei Re- auf die gefährdete Stellung des Arbeiters eine rasche Ab- aufgabe bezeichnet worden ist. Freilich kommt es dabei sehr auf das Wie der Kolonifation an. Mit Arbeiter- Kolonien nach dem Muster des Pastor Bodelschwingh und Rentengütern" wird man kaum ,, blühende Fluren" entstehen sehen. N " " " = " vermehrt hat. Da haben die Flottenschwärmer selbst aus ihrer| ganz verbraucht zu haben. Das geht ja in den Rolonien noch rascher Tasche gezahlt. Aber bei uns zahlt man höchstens ein paar Groschen als in den höchsten Reichsämtern. aus eigener Tasche, um das Volk zu belehren, daß es viele Thaler- Der wackelnde 3entrumsthurm. Das fleritale, zu zahlen habe. stets zu den Agrariern hinneigende, von Freiherrn v. Los redigirte Aber das Volk läßt die Flottenflege und Weltpolitiker" ruhig in" Bauernblatt", die Rheinische Voltsftimme", ist wieder bemüht, die Das Trauerspiel Koschemann hat vor der Barre des ihren Kreisen Sammlungen veranstalten; selber hält es die Einigkeit in der Zentrumspartei zu fiören. Wit bezug auf die tomGerichtssaales geendet. Es beginnt das Trauerspiel der lang- asche zu. menden Wahlen schreibt das Blatt: jährigen Verzehrung einer jugendlichen phantastischen Seele Die„ Deutsche Tages Zeitung" ist sehr erregt über unsere Wenn man bei den nächsten Wahlen die Liberalen unterstüßen wolle, hieße es natürlich die Situation auf den Kopf stellen. Ein hinter den Mauern des Zuchthauses, im Grabe der Lebendigen. Bemerkungen gegenüber der Aufforderung der„ Berliner Neuesten derartiger Vorschlag wäre unter Windthorst unmöglich gewesen. Das Reichsgericht hat die Revision gegen das Urtheil des Nachrichten", Herr v. Bülow folle die Hintermänner fassen. Es sei Wenn das Zentrum die Liberalen grundsätzlich den Konservativen Berliner Landgerichts verworfen. Es mag wirklich sein, daß die eine starte Verdächtigung, daß Fürst Bismarck in irgend einem Bugleichstellt, würde es aufhören, das alte Zentrum zu sein. Revisionsgründe nicht genügten, um eine neue Verhandlung des fammenhang mit derartigen Umtrieben stände. Aber, geehrte„ Tages. Beitung", warum hat denn Herr v. Marschall die Hintermänner Bis in den Hochsommer des nächsten Jahres kann die StimProzesses zu ermöglichen. Ueber die thatsächlichen Annahmen der nicht der Deffentlichkeit gegeben? Am guten Willen hat es gewiß mung in der Zentrumspartei noch recht gemüthlich werden. Geschworenen und der Nichter stand dem Reichsgericht keine nicht gelegen. Und wenn Herr v. Bülow sich anschicken wollte, fie Noch eine Neuwahl zum Reichstage? Die Prüfung zu. Eine Berufung gegen die Urtheile der Landgerichte giebt zu nennen, so würden die Berliner Politischen Nachrichten" und die Wahl des Reichstags Abgeordneten Weiß zum Inspektor der es noch immer nicht im deutschen Rechtsstaate". Alle Frr Deutsche Tages Beitung" ihn sicherlich schnell ebendahin wünschen, Knaben- Fortbildungsschule ist nach Angabe der Freis. 3." von der thümer, alle Unzulänglichkeiten, denen jeder einzelne Mensch wo sie Herrn v. Marschall hingewünscht und hingebracht haben. Ansbacher Regierung bestätigt worden. Wenn damit ein höherer und jeder einzelne Gerichtshof unterliegt, gelten nichts. Gin Die franzöfifche Arbeiterpartei, die sogenannten Rang oder ein höheres Gehalt verbunden sein sollte, müßte in Fürth Spruch eines Gerichts entscheidet über Tod und Leben. Der Wahrspruch der Geschworenen ist es, gegen den das in Paris ihren diesjährigen Nationalkongreß ab. Auf der Guesdisten( Marristen), halten von diesem Sonntag eine Neuwahl stattfinden, bei der unsere Partei recht günstige Ausfichten hätte.öffentliche Rechtsbewußtsein sich heute wie vor Monaten, da Tagesordnung des Kongresses stehen neben der üblichen ahlrecht 3 war kürzlich in den Blättern, die stets fehr gut Eine Regelung des preußischen Gemeinde. derfelbe gefällt wurde, auflehnt. Die Geschworenen haben Berichterstattung und sonstigen geschäftlichen und propa- unterrichtet sein wollen, in Aussicht gestellt worden. Die NordRoschemann für schuldig erkannt, Beihilfe geleistet zu haben gandistischen Dingen vorzüglich folgende Themata: Die deutsche Allgemeine Zeitung" theilt jest mit, daß eine solche Absicht zum Mordversuche gegen den Polizei Oberst Krause. Wahlen im Jahre 1898; die Bedeutung der Gewerkschaften bei der Regierung nicht beftehe. Wir hatten gleich einige Fragezeichenr Aber die Beweisaufnahme hat keine Klarheit gebracht über und des Genossenschaftswesens in der sozialen Entwickelung; zu der Meldung hinzugesezt.jenes angebliche Verbrechen, und am wenigsten darüber, daß der Streit, seine Ursachen und Folgen; der Sozialismus und Ein anderes Podbielsti Programm. Koschemann an ihm betheiligt gewesen sei. Ebenso konnte es die Auslandspolitik; die Frau und der Sozialismus; die Deutschen Tageszeitung" schreibt man aus Leserkreisen:„ Mit allscheinen, daß jenes Höllenmaschinen- Attentat auf die Um- Aktion der Partei in den Gemeinden. gemeiner Spannung wird man wohl im ganzen Reiche dem Wirken triebe irgend eines Spigels zurückzuführen wäre. Zum Also eine reiche, vielleicht überreiche Tagesordnung. Der Sr. Exzellenz des Herrn Generals v. Podbielsti in feinem neuen 1011 großen mindesten erschienen die Ergebnisse der Beweisaufnahme so augenblicklich wichtigste Punkt ist die Besprechung über die Reffort entgegensehen und hoffentlich bald widerspruchsvoll, daß ein non liquet es ist nichts sicheres Wahlen. Es gilt für unsere französischen Genossen, ihre Kräfte dürfte doch wohl eine allgemeine Telephonverbindung auch auf dem Verkehrserleichterungen hören. Ganz besonders wünschenswerth zu erweisen angenommen werden mußte. zu ordnen und ihre taktischen Maßnahmen planmäßig und ein Lande sein, wie sie z. B. in Schweden und Norwegen schon seit Die Geschworenen sind zu einer anderen Meinung gelangt müthig zu treffen. Jahren besteht. Dort ist wohl kaum ein Gut, welches nicht solch als die Außenstehenden, die auch mit Spannung und Intereffe einen nüglichen Apparat befommen hat gegen eine Zahlung von dem Prozeßgange folgten. Kein Zweifel, daß hier wieder wie zirka 125 M. pro Jahr und einen kleinen einmaligen Beitrag zur so oft von allgemeinen sozialen und politischen Voraussetzungen ersten Anlage. Im nördlichen Norwegen werden sogar nur etwa ausgehend, die Geschworenen das Urtheil fällten. Das Gespenst 17 M. erhoben; dort sieht man selbst auf den kleinsten Inseln, des Umsturzes und der Anarchie", das von der reaktionären welche nur von einigen wenigen Fischern bewohnt werden, Telephone, Presse tagtäglich den bürgerlichen Kreisen vorgeführt wird, hat trotzdem daselbst die Anlagen durch Kabellegung und TerrainDer Sultan hat sich nicht blos an den österreichischen Kaiser, fchwierigkeiten sehr theuer werden. Was in einem so dünn be= im Prozesse Roschemann eine hervorragende Rolle gespielt. sondern an alle in betracht kommenden Staatshäupter gewandt, um völkerten Lande möglich ist, sollte doch bei uns auch leicht erreichbar v. Tausch freigesprochen Schröder und Koschemann deren Zustimmung zu einer größeren Gebietsabtretung in Theffalien und einträglich sein." verurtheilt! zu erlangen. Ob der Sultan so nur handelt, um die Kriegspartei zu Gegen derartige Wünsche der Landwirthschaft hätten wir gar Die Industriellen und das Vereinsgesch. Die Kundgebung befriedigen, oder ob ihm selbst die dringlichen Bestrebungen der Kriegs nichts einzuwenden. Aber Herr v. Podbielski dürfte die so viel aus den Reihen der Eisen- und Stahlindustriellen wird begreiflicher: partei angenehm find, um dahinter seine eigenen Wünsche zu verbergen, ist von ihm Erwartenden doch arg enttäuschen. weise von den Ausnahmegefeßfreunden weidlich ausgenutzt. Die nicht klar zu erkennen. Jedenfalls scheint uns die Meinung, als ob Bom Börsentrieg. Offiziös wird gemeldet: Die am Nordd. Allg. Btg." feßt kurzerhand für die kleine Zahl der Groß- die abweisende Antwort der Regierung an den Sultan zu einem stimmung zu den Bestrebungen der Regierung bekundet habe. Da würden, noch sehr zweifelhaft. Weit pessimistischer klingt die folgende Wertretern des Aeltesten- Kollegiums der Berliner Kaufmannschaft, industriellen„ das rheinisch- westfälische Bürgerthum", das feine Zu- ückzug desselben und zu endlichem Abschluß des Friedens führen heutigen Vormittag auf Einladung des Herin Oberpräsidenten Achenbach wieder aufgenommenen Verhandlungen zwischen den iſt es immerhin bemerkenswerth, daß die Nordd. Allg. Athener Depesche vom 9. Juli:„ Die Botschafter der Mächte in 31g." mittheilen kann, daß keineswegs das Bürgerthum", Konstantinopel verhandeln fortgesetzt mit der Pforte über die Feststellung den Delegirten des Vereins Berliner Getreide und Produktenhändler ja nicht einmal die maßgebenden Persönlichkeiten der Industrie" der neuen Grenzlinie. Die Türkei ist bestrebt, fast die Hälfte von Theffalien und den Vertretern der Brandenburgischen Landwirthschaftskammer hinter den Düsseldorfer Demonstranten Stumm'schen Kalibers stehen. für sich zu behalten, ungeachtet des energischen Widerspruches der sind ergebnißlos verlaufen, da die Kaufleute erklärten, keinesDie Nat. 3tg." schreibt: Botschafter. Die Frage der Kriegsentschädigung steht erst in zweiter falls mit einer anderen Konstituirung des Börsenvorstandes, als eine Es war unverständlich, wie der erste Vorsitzende des be- Linie, obgleich es auch hierbei an Schwierigkeiten wegen des solche durch die freie Wahl der die Korporation bildenden Mitzeichneten Vereins sich befugt erachten konnte, für jene Taufende von Bahlungsmodus nicht fehlen dürfte. Der König sowie die Mitglieder, einverstanden zu sein; doch sei auch die Wahl von LandInteressenten des dortigen Kohlenbergbaus eine politische Erklärung glieder der königlichen Familie haben sich telegraphisch an die ihnen wirthen, sofern sie der Korporation angehören, zuzugestehen. Diese abzugeben. Der Widerspruch von berufenster Seite ist denn auch verwandten Fürstenhäuser gewandt, um den Abschluß des Friedens Proposition wurde nicht angenommen und weitere Verhandlungen alsbald erfolgt: der zweite Vorsitzende des Vereins richtet an die zu erreichen, indem sie die Lage als eine äußerst gefährliche für danach für zwecklos erachtet. Der Herr Oberpräsident erklärte Röln. 8tg." folgende Buschrift: Griechenland darstellen. Troß alledem sind die Verhandlungen der feinerseits nicht jede Hoffnung auf Verständigung aufgeben zu Lösung noch um teinen ernstlichen Schritt näher. 9 erick t." . " Wir hoffen, daß es unseren französischen Freunden gelingen wird, ihren Kongreß so durchzuführen, daß seine Er gebnisse dem französischen Proletariat und der internationalen Sozialdemokratie zum Wohle gereichen. Unsere besten Wünsche begleiten den Landeskongreß unserer Bruderpartei! wollen. Einem Rommuniqué des Vereins Berliner Getreide und Pros Vor Schluß der Redaktion treffen noch folgende Depeschen ein: duktenhändler entnehmen wir noch das folgende: Köln, 10. Juli. Die dreistündigen Debatten drehten sich darauf ausschließlich um Der K. 3." wird aus Konstantinopel telegraphirt: Bisher stocken die Verhandlungen der Botschafter die Frage der Zusammensetzung des Börsenvorstandes. Die Ver in Der Türkei vollständig, da auf die Forderungen des treter der Landwirthschaft beharrten auf ihrem Standpunkt, daß türkischen Handschreibens keinerlei Weisungen der Kabinette nämlich die Landwirthschaftskammer als solche in einer näher festerfolgten und nach Ansicht der Diplomaten auch nicht erfolgen zusetzenden Form zur Entfendung von Landwirthen in den Börsenwerden. Der Sultan telegraphirte direkt an den deutschen vorstand berechtigt sein solle. Diesen Vorschlag erklärten die DeleStaiser und bat, die Auseinandersetzungen des türkischen Bot- girten des Aeltestenkollegiums wie die Vertreter des geladenen Berfchafters beim Auswärtigen Amt in Berlin zu würdigen und im eins gemeinsam als völlig unannehmbar. Allseitig wurde von ihnen europäischen Konzert zu unterstüßen. Der Kaiser antwortete mit daran festgehalten, daß der Börsenvorstand ausschließlich aus der die Die Nachricht einer Alteneffen, 9. Juli 1897. Wenn in der von der nordwestlichen Gruppe des Vereins deutscher Eisen- und Stablindustrieller ausgegangenen Kundgebung über die Vereinsgesegnovelle gesagt wird, daß auch der ganze Rohlenbergbau im Oberbergamtsbezirk Dortmund das Verlangen nach Annahme des Vereinsgesetzes in der Fassung des Herrenhauses theile, so, muß ich in meinem und im Namen vieler Freunde, welche auch mitten im Kohlenbergbau stehen, er klären, daß diese Behauptung ein großer Irrthum ist; ich und meine Freunde stehen vollständig auf dem Standpunkt, welchen Ihre Zeitung vertreten hat und noch vertritt, und würde es aufs höchste bedauern, wenn die auch dem Versprechen wohlwollender Prüfung, aber ohne jede 3u- freien Wahl der Mitglieder der Korporation hervorgehen müsse, wovon uns ſicherung von Hilfe. Falls die Türkei halsstarrig bleibt, kann bei freilich auch, insofern Landwirthe der Korporation angehören, durch die Gefammtheit der Wähler ihre Aufnahme in den Börsenwerden. Lage gefährlich angeblichen türkischen Nachgiebigkeit auf russisches Einschreiten Dorstand im Verhältniß ihrer Mitgliederzahl innerhalb der Korporation ist bisher unbestätigt geblieben, vielmehr kann das Gegentheil ins Auge zu fassen sei. Da ein Ausgleich zwischen dem Standpunkt der Kaufleute und angenommen werden. Die vermuthliche Ernennung Sinowice' zum Nachfolger Nelidow's wird im Zusammenhang mit der Besetzung dem der Vertreter der Landwirthschaftskammer sich nicht erzielen der Gesandtenftellen in Sofia und Belgrad als ein Zeichen scharfen ließ, fo erklärten die Kaufleute weitere Verhandlungen für aus. fichtslos.Auftretens feitens Rußlands bezeichnet. London, 10. Juli. Die Blätter besprechen die Auslassungen Die Bäckermeister sind noch immer beharrlich in der Hamb. Nachr." über die Orientfrage und finden darin eine ihrem Kampfe gegen die leider viel zu wenig die Gehilfen schützenden Aufforderung an den Sultan, sich Europa zu widersetzen und Bestimmungen der Bundesrathsverordnung vom 4. März 1896. Schon Theffalien nicht zu räumen. Man glaubt, daraus den Schluß wieder versenden sie an die Presse ein Zirkular, in dem sie sich sehr ziehen zu können, daß Deutschland in Konstantinopel Sonderinteressen über die Meldung aufhalten, daß die Bäckermeister sich mit dem verfolge, und daß man sich auch von der Depesche Kaiser Franz Maximal- Arbeitstage vertrauter zu machen begännen. Josephs nicht viel Erfolg versprechen dürfe. Die Times" bezweifeln fogar, daß die Großmächte sich betreffs der in Aussicht gestellten Zwangsmaßregeln, namentlich aber über eine Flotten demonstration einigen werden. neten sich durch dergleichen Rundgebungen, wie die Düsseldorfer, einschüchtern ließen. Wenn Sie diesen Zeilen in Ihrem geschäßten Blatte Raum geben wollten, so würden Sie mich und meine Gesinnungsgenossen verpflichten. Hochachtungsvoll G. Krabler, Bergrath und 2. Vorsitzender des Vereins für die bergbaulichen Interessen im Ober- Bergamtsbezirk Dortmund." Juriftenrecht. Man weiß, wie weit sich die Rechtsprechung burch gelehrte Richter" zuweilen von dem Verstand anderer Sterblicher entfernt. Urtheile, wie dasjenige, welches wir in folgendem anführen, sind zwar häufig dagewesen, aber es verlohnt sich wohl, wieder darauf zurückzukommen. " " In der Zuschrift heißt es dann u. a. weiter: Es mehren sich die Bufchriften an die leitenden Zentralstellen des Verbandes Der Senatspräsident Dr. v. Staudinger referirt in der Deutsch. Germanin", in denen über Härten, pekuniäre Schädigungen, Juristen- Zeitung" folgendermaßen über einen Beschluß des OberLockerung jeder Disziplin und Autorität geklagt wird und die Rücks Landesgerichts München als Revisionsgericht vom 16. März 1897: Budapest, 10. Juli. Franz Kossuth hat die folgende Inter- tehr zu dem friedlichen status quo ante vor Erlaß der Verordnung Versuch der Löbtung einer Beich e.( Strafgesetzb. pellation beim Ministerpräsidenten angemeldet:" Ift die Regierung vom 4. März 1896 ersehnt wird. § 43, 217.) Entscheidend für die Strafbarkeit des Verfuchs ist nur geneigt, zu kennzeichnen, in welcher Dichtung sich die Aktion Auf allen bis jetzt stattgehabten Verbandstagen der einzelnen die Vorstellung des Thäters, welche die Ausführung des Entschlusses der europäischen Diplomatie in Konstantinopel und Athen Unterverbände des Zentralverbandes Germania wie auch der Ververanlaßte, gleichgiltig dagegen die Möglichkeit oder Unmöglichkeit der bewegen werde? Wenn ja, welche Friedensbedingungen bandstage der dem Germania Verbande nicht angehörigen VerVollendung aus dem Gesichtspunkt der objektiven Beschaffenheit halten die Großmächte für annehmbar? Ist das Konzert einigungen, so namentlich der Badische Bäckerverband, sind denn des durch das Verbrechen betroffenen Gegenstandes. Eines Ver- Der Großmächte entschlossen, eine Fortsetzung des Krieges unter gar auch hierauf bezügliche Refolutionen gefaßt worden. fuches zu einem Verbrechen der Kindestödtung ist daher eine feinen Umständen zu geftatten? Haben die Großmächte eine Verein- Aehnliche Meinungsäußerungen bringen sämmtliche BäckermeisterMutter schuldig, welche ihr schon während der Geburt barung wegen der Person des zukünftigen Gouverneurs von Kreta Versammlungen. von selbst ersticktes Kind in Unkenntniß seines Todes getroffen? Ist die Meldung wahr, daß der frühere schweizerische Auf diese der Wahrheit entsprechenden Berichte möge man in und im Glauben an sein Leben in der Absicht, es vorfäßlich durch Bundespräsident Droz als Gouverneur in Vorschlag gebracht worden maßgebenden Regierungsfreifen achten. Die Berichte der Herren Ersticken zu tödten, nach dem Austritt aus dem Mutterleibe mit ist, und zeigt sich die Regierung geneigt, energisch dahin Gewerberäthe find deshalb ohne Werth, weil die revidirenden Bettstücken bedeckt, bis sie nicht mehr an dessen Tod zweifelt." Diese Rechtsprechung ist mit den geltenden Gesezen nicht in baldigit geschlossen und die Autonomie auf Kreta binnen furzem Revidirenden aussagen. Kann man es dem Meister verdenken, wenn zu wirken, daß der Friebe zwischen Griechenland und der Türkei Beamten faft nur auf das angewiesen find, was die zu Einklang zu bringen. Der angezogene§ 43 des Straf- Gesetzbuchs hergestellt wird? er so aussagt, daß er der Anklagebank und Bestrafung entgeht, und wenn Gesellen und Lehrlinge, die in gutem Arbeitsverhältniß stehen, ihren Meister vor schimpflicher Bestrafung schützen und durch un richtige Aussagen sich die gute Arbeits- oder Lehrstelle erhalten? Schlimm genug, wenn der Meister von dem guten oder bösen Willen fanatischer Sozialdemokraten oder gehässiger Subjekte abhängig ist. Darum betrachte man die Wirkung der Verordnung wie sie ist, und nicht wie man sie wünscht." wie das andere. " " noch nicht. * Deutsches Reich. Aber selbst in der Aera Stumm- Brefeld scheinen die Klagen der profitwüthigen Bäckermeister keinen Glauben zu finden. Verlautet doch offiziös: Iautet: Wer den Entschluß, ein Berbrechen oder Bergehen zu ver üben, durch Handlungen, welche einen Anfang der Aus= führung dieses Werbrechens oder Vergehens enthalten,- Herr von Thielmann. Die Frankfurter Beitung" bethätigt hat, ist, wenn das beabsichtigte Verbrechen oder Vergehen meldet aus New- York: Die" New- Yorker Staatszeitung" veröffentnicht zur Vollendung gekommen ist, wegen Verfuchs zu bestrafen." licht eine Unterredung mit dem hiesigen deutschen Botschafter FreiNun ist es aber flar und auch die Kommentare zum Straf- herrn von Thielmann bezüglich der Auslaffungen der Kreuz- Zeitung" Gesetzbuch interpretiren, daß von dem Anfang der Ausführung in Berlin, denen zufolge er Anhänger der von dem früheren Reichseines Verbrechens" nicht gesprochen werden kann, wo es überhaupt fangler Grafen Caprivi vertretenen Prinzipien sei. Thielmann be unmöglich ist, jenes Verbrechen zu begehen. Es wären sonst streitet die Richtigkeit dieser Auffassung und erklärt, daß er bei auch zu bestrafen neben dem anmuthigen Tödtungsversuch an einer dem russischen Handelsvertrage lediglich seiner Sprachkenntnisse Eine Zusammenstellung der von den Einzelregierungen erstatteten Leiche", der Diebstahlsversuch an dem Inhalt eines leeren Raftens", wegen als Unterhändler mitgewirkt habe und nicht als maß: Berichte über die Wirkung der Bäckereiverordnung des Bundesraths der Abtreibungsversuch an einer Nicht- Schwangeren oder der Brand gebender Faktor. Im übrigen bedeute der Ministerwechsel nicht ist im Reichsamt des Innern hergestellt worden und dürfte demnächst flistungsversuch am steinernen Straßenpflaster. Eins ist so abnorm nothwendigerweise einen Systemwechsel. Ein Programm habe er bekannt gegeben werden. Gegen jede Aenderung der Grundsätze der Verordnung hat sich Preußen erklärt; Sachsen, Württemberg und Daß aber das Bolt zu der gelehrten" Juristeret, die solche Diesem Interview ist teine Erheblichkeit beizumeffen. Herr Reuß i. 2. find gegen jede Menderung überhaupt. Doch dürfte der Blüthen treibt, nicht allzuviel Vertrauen hat, darf niemanden v. Thielmann hat wohl am allerwenigsten Veranlassung, während Bundesrath, nach Wiederaufnahme seiner regelmäßigen Berathungen die Berathungen über die neue Zollgesetzgebung der Vereinigten wohl kleine Aenderungen beschließen, so namentlich eine mit Rücksicht auf Westdeutschland gebotene Aenderung der Arbeitszeit vor Sonte Marinepropaganda. Der Präsident der Deutschen Kolonial- Staaten schweben, seine Grundfäße in Amerika darzulegen. gesellschaft hat an deren Abtheilungen das Ersuchen gerichtet, zwecks- Noch eine Demission? Aus einem Privatbriefe aus und Feiertagen." Begründung des auf der letzten Hauptversammlung befchloffenen Bagamoyo bringt die Rhein. Weftf. 3tg." die befremdliche Nach- Vereins Auflösung und Ausweisung in Flottenwerbungs- Fonds möglichst bald mit der Veran richt, nach welcher der Gouverneur von Ostafrifa, Oberst Liebert, Dresden. Die Dresdener Polizei hat in der Wohnung des Dr. staltung von Sammlungen zu beginnen, damit zu Beginn des infolge der Schwierigkeiten, die ihm seitens der Bureaukratie bereitet Kozlowski, Vorsitzenden des neugegründeten polnisch- katholischen Herbstes zweckentsprechende Maßnahmen ergriffen werden können, würden, zurückzutreten gebenke. Man will dies daraus schließen, Vereins eine Haussuchung abgehalten und die in seiner Wohnung um in möglichst weiten Streifen durch Wort und Schrift Ver- daß er zur Inspizirung der Stationen im Innern" Daressalaam vorgefundenen Papiere beschlagnahmt. Dr. Rozlowski, welcher Aus ständniß für die Nothwendigkeit einer Flottenvermehrung zu er auf drei Monate verlassen habe. länder ist, hat den Befehl erhalten, das Königreich Sachsen innerOberst Liebert, der als der rechte Mann für die Kolonien noch halb 24 Stunden zu verlassen. Der Grund dieser Maßnahmen Wir hatten türzlich mitgetheilt, wie man in Japan die Flotte vor kurzem aerühmt murde. scheint fich in wenigen Monaten schon wird in der angeblich seitens eines Polen erstatteten Denunziation wundern. wecken". " erblickt, daß der Verein fozialdemokratische Zendenzent Ueber den Inhalt des Abkommens ist bis auf weiteres Still- Loudon, 10. Juli. Das Unterhaus berieth gestern den irischen verjolge. schweigen vereinbart worden. Die Verhandlungen, welche beiläufig fieben Etat. Der Erste Lord des Schayes Balfour erklärte, er könne für - Die Hamburger Bürgerschaft, das Parlament Wochen gedauert haben, gestalteten sich bisweilen ziemlich schwierig, die nächste Tagung eine Vorlage über die Errichtung einer fatho der größten der drei reichsdeutschen Republiken war bisher eine Doch ermöglichte es der von beiden Seiten an den Tag gelegte gute lischen Universität in Jrland noch nicht versprechen, obwohl er sonst reine Vertretung großbürgerlicher Interessen. Kleinbürger und Ar- Wille, daß ein Uebereinkommen erzielt werden konnte. Wesentlich Verfechter einer solchen Universität wäre, deren Errichtung für den beiter hatten bisher in der Stadt, die alle drei Reichstagssite dazu beigetragen haben auch die sehr flaren und bestimmten Aus Unterricht und das soziale Leben Frlands von höchster Wichtigkeit fozialdemokratisch befeßt, nicht die mindeste Bertretung. Bisher hatte fagen, welche seitens der von den beiden betheiligten Regierungen fei. Allein es bedürfe zur Erreichung dieses Zieles wohl in der Hamburger Klingel jeden Ansturm des Volkes auf sein heimath- u den Berathungen zugezogenen hervorragenden Forschungs- England wie hervorragenden Forschungs- England wie in Irland noch einer starken Klärung der Seine( Redners) Ansicht stehe liches Parlament abzuschlagen verstanden. Seine Mittel waren: elendes reifenden über den Werth der verschiedenen in Frage kommenden Meinungen in dieser Sache. fest, daß der Mangel einer katholischen Wahlsystem und Erschwerung des Erwerbs des Bürgerrechts. Landstriche, sowie über die wirthschaftlichen Bedürfnisse der Kolonien unerschütterlich Universität von der großen Mehrheit der Fren als eine arge Be Gestern ist die erste Bresche in die chinesische Mauer geschlagen der beiden Staaten wiederholt gemacht wurden. worden, die Hamburgs Voltsvertretung" umgiebt. Jm 23. Bezirt, schwerde empfunden werde. in Eimsbüttel, ist der Antisemit Friedrich Raab gegen drei Kan Eine Wahlprozeß Statistit. In Galizien wurden didaten des erbgefeffenen Hamburger Bürgerthums gewählt worden. bis zum 30. v. M. wegen Wahlausschreitungen" nicht weniger als Der sozialdemokratische Randidat brachte es diesmal auf eine höhere 133 Personen zusammen zu 631/2 Jahren Kerkers verurtheilt. Ein Stimmenzahl als bei den meisten früheren Wahlen. Pendant hierzu bilbet, daß beim Prager Landes- als Strafgericht Bedeutungsvoll ist diese Wahl als Vorspiel zu den Wahlen im bis zum Anfang des Vormonats nicht weniger als 100 Klagen in Frühjahr 1898, bei welchen die Hälfte der Bürgerschaft sich Neu- Angelegenheit der letzten allgemeinen Reichsrathswahl anhängig wahlen zu unterziehen hat. Der Hamb. Correspondent" ist von dem geftrigen Wahlresultat sehr schmerzlich berührt. So sehr er Leider sind nicht die wirklich Schuldigen, die Badeni's und ihre auch die Niederlage feiner Freunde zu beschönigen sucht, muß er Handlanger eingesperrt worden, sondern diejenigen, welche sich die doch mit einem für ihn sehr trüben Ausblick in die Zukunft seine Wahlschwindeleien nicht gefallen laffen wollten. Betrachtungen schließen. Er schreibt nämlich: Dabei ist noch in betracht zu ziehen, daß die Sozialdemokraten in nicht zu ferner Zeit auf einen ziemlich beträchtlichen Zuwachs wurden. Desterreich. " Schweiz. - Der südafrikanische Parlaments Ausschuß hat seinen Bericht noch nicht erstattet, wohl aber ist schon einiges darüber bekannt geworden. Es verlautet in der englischen Presse, daß der Entwurf des Vorsitzenden, Jackson, in allen wesentlichen Punkten angenommen worden ist. Er soll 12-14 Druckfeiten lang fein, für englische Verhältnisse also von ausnahmsweiser Kürze. Nach dem Globe" macht der Ausschuß Cecil Rhodes für den JamesonSchen Einbruch in Transvaal verantwortlich. Die Johannesburger möchten ein moralisches Recht zum Aufstand gehabt haben, jedenfalls aber ließ sich das Benehmen von Rhodes, der mit den Mitteln der britischen Südafrikanischen Gesellschaft diesen Aufstand schürte, nicht rechtfertigen. Chamberlain wird von der Mitwissenschaft der Reichssekretär Sir in der Kapkolonie, freigesprochen, " " Bern, 8. Juli.( Eig. Ber.) Am nächsten Sonntag hat das durch die neuen Bürger rechnen können. Wenn nun auch die gesammte Schweizervolt über die Aufnahme zweier neuer Graham Bower, aber getadelt, daß er seine Wissenschaft Verhältnisse in den verschiedenen Bezirken außerordentlich ver- Artikel in die Bundesverfassung abzustimmen. Der von den Plänen der Verschwörer nicht dem Oberkommiffar Lord schieden sind, so hat doch das Vorspiel bereits auf die bevorstehende eine Artikel will dem Bund die Oberaufsicht über die gesammte Rosmead mittheilte. Der Ausschuß empfiehlt schließlich dem UnterHauptaktion ein interessantes Schlaglicht fallen lassen, das nicht Forst- und Wasserpolizei übertragen, und der andere Artitel will hause, nicht gegen den Anwalt Hawksley wegen der Weige unterschätzt werden sollte. ihm die Kompetenz zur gesetzlichen Regelung des Verkehrs mit rung der Borlegung der geforderten Telegramme vorzugehen, Wie wir unsere wackeren Hamburger kennen, werden sie im Nahrungs- und Genußmitteln geben. Gegen den ersten Artikel fondern gegen Cicil Rhodes, da Hawksley nur dessen Anweisungen nächsten Frühjahr einem hochmögenden Senate höchftpeinliche Ueber- machen nur die welschen Obstruktionisten Opposition, vielleicht schließen befolgte. raschungen bereiten, sich ihnen auch die bundesfeindlichen Ultramontanen an, während Der Absagebrief des Mitgliedes des parlamentarischen füd- Das Programm des Hamburger Friedens die anderen Parteien für dessen Annahme eintreten. Sie haben afrikanischen Untersuchungsausschusses, Blake, an den Vorsitzenden tongresses wird nun von dem Kongreßkomitee veröffentlicht. Dabei besonders den Schutz des Waldes gegen die Ausbeutung der Kommission, Jackson, lautet wörtlich: Der südafrikanische Ausschuß hat zweimal den Vorschlag, Mr. Am 12. Auguft, morgens, Eröffnungssigung im Etablissement ,, Alfter- durch die Privatspekulation und Privatindustrie im Auge. Welsche Iuft" mit daran fchließendem Frühstück. Nachmittags Rommiffions- und Ultramontane werden in unentwegter" Waffenbrüderschaft Hawksley dem Unterhause anzuzeigen, so daß das Haus die Vors fizung und abends eine öffentliche Volksversammlung, woran wohl auch den zweiten Artikel verwerfen, während die andern legung der unterdrückten Depeschen erzwingt, abgelehnt. Die Behervorragende Friedensfreunde des Auslandes Vorträge halten Parteien ebenfalls seine Annahme empfehlen. Schutzzöffnerisch- weisaufnahme ist jetzt geschlossen und die Untersuchung hat durch werden. Am 13. August finden drei Plenarsizungen ftatt. Auf gefinnte Kreise der Landwirthschaft scheinen mit diesem neuen Ber- die getroffene Entscheidung einen höchst wesentlichen Gegenstand under ersten Plenarsizung Plenarsizung begrüßen der Senat und der fassungsartikel allerdings die stille Hoffnung zu verbinden auf erledigt gelassen. Daher beabsichtige ich, mich nicht an den Berathungen, Präsident der Bürgerschaft den Kongreß. Die Sigungen finden Erhöhung der landwirthschaftlichen 3ölle, allein fein Wortlaut ist über den vorzulegenden Bericht zu betheiligen." fämmtlich im Sigungssaale der Bürgerschaft statt. Abends ge- ganz unverfänglich gegen die Verfälschung der Lebensmittel gerichtet meinschaftlicher Besuch der Gartenbau Ausstellung und Bankett. und überdies hat zu den schutzölluerischen Liebhabereien auch event. Au3 New York meldet die Morning Post", die MitAm 14. Auguft zwei Plenarsizungen, um 5 Uhr Hafen- Rundfahrt noch das ganze Volk etwas zu sagen, nicht nur die Großbauern. glieder der Regierung schienen überzeugt davon, daß die Befürchtung, und im Anschlusse daran Fahrt nach Blankenese. Am 15. August Das Volk des Kantons Bern hat über die Initiative bie japanische Regierung beabsichtige mittels ihrer Flotte in Honolulu ( Sonntag) Extrafahrt nach Helgoland. Am 16. August zwei Plenar- für Einführung der Proportionalwahl des Großen einen Staatsstreich vorzunehmen, berechtigt fei. sigungen. Nachmittags Schlußßißung. Der Beitrag für eine Theil- Rathes( Landtages) abzustimmen, wofür 13 840 Unterschriften-Der Franff. 8tg." wird telegraphirt: Dem New- York nehmerkarte an dem Kongreß kostet 4 M. gesammelt worden. Die gleiche Initiative gelangte allerdings schon Herald" zufolge werden die Vereinigten Staaten von Nordamerika Also für 4 M. kann man in Hamburg für den Frieden reden im Mai 1896 zur Volksabstimmung und Verwerfung mit zwei Kreuzer nach Marotto senden, weil die dortige Regierung und schwärmen. Sogar in Anwesenheit hoher Persönlichkeiten", 3000 Stimmen Mehrheit, allein sie erstreckte sich damals auch auf sich weigert, den Amerikanern, ebenso wie anderen auswärtigen die stets für die Bewilligung aller Militärforderungen eingetreten die Proportionalwahl der Regierung und der beiden Ständeraths. Mächten zu gestatten, eingeborene Marokkaner in Dienst zu nehmen. sind und eintreten werden. vertreter. Nun hat man die Sache einfacher angepackt und das Außerdem ist, wie das Programm zeigt, fein Mangel an Initiativbegehren auf das Proportionalwahl- System für den Großen Frühstücken, Banketten, Wasserfahrten und dergl. Also alles recht Rath beschränkt. Auf das Resultat dieser Bolteabstimmung darf friedlich! man besonders gespannt sein. = - Ueber das scheußliche Verhalten eines " Frankreich. $ ' B Amerika. Partei- Nachrichten. " Für den Wahlkreis Kalan- Luckau findet am Sonntag, den Daß die Sozialdemokraten für Erhöhung der Polizei Polizeibeamten in Köln gegenüber einer jungen Dame haben besoldungen eintreten und dafür noch förmlich fämpfen, ist fast eine. Auguft, vormittags 10 Uhr, im Saale des Schützenhauses zu Fürstenwalde eine Kreiskonferenz statt. wir bereits berichtet. Nach weiteren Mittheilungen aus Köln beitere Fronie und kommt wohl nicht jeden Tag vor. Im Kanton Genosse Süskind in Mannheim ist, wie bereits mitgetheilt, erscheint der Vorfall in einem noch weit empörenderen Lichte, als Solothurn haben es unsere Genoffen aber gethan und wenn man erfährt, daß der unterste Lohn eines Staatspolizisten nur aus der Haft wieder entlassen worden und zwar gegen eine Bürgschaftaus den ersten Meldungen zu ersehen war. Es wird berichtet, daß 2,40 Fr. betrug, so wird man ihr Eintreten für diese so schlecht be- leiftung von 1000 M. Die Zeugenvernehmungen, die zwei Tage ein Kölner Herr, der den ganzen Vorfall beobachtet, Fräulein F. fofort erkannt hatte und fie legitimiren wollte, gleich der Mutter zahlten Angestellten wohl begreifen. Sie fetzten im Kantonsrath ununterbrochen andauerten, haben nach unserem Mannheimer des Fräuleins sehr trübe Erfahrungen gemacht hat. Als er eine Erhöhung auf 2,80 Fr. für Refruten und 8,50 Fr. im Minimum Partei Organ gegen den Haupibelastungszeugen, von dem die hinter dem Zuge in das Polizeipräsidium trat, ergriff ihn ein für wirkliche Polizisten durch und darüber hat das solothurnische Denunziation ausgegangen ist, so viel Belastendes ergeben, Bolt am nächsten Sonntag abzustimmen. Die Grülli- und Arbeiter: daß Der Gerichtsbehörde sich wohl selbst die Uebers Schußmann am Arme, riß ihn in ein Bureau und rief: Der muß vereine des ganzen Kantons Solothurn treten dafür ein und zeugung aufgedrängt hat, daß es gewagt fein dürfte, auf auch eingelocht werden". Nur mit Aufwendung größter Energie konnte der Herr seine eigene Festhaltung verhindern. erwarten, daß dann auch die Polizisten zu Beschüßern des Volkes die Aussage dieses fragwürdigen Beugen bin ein meineids. Ber fahren einzuleiten. Die Einvernehmung der übrigen Zeugen be Erst dem Vater der Bedauernswerthen, einem bejahrten Herrn, werden und nicht die Handlanger des Unternehmerthums sind. gelang es nach längeren Vorstellungen, deren Freigabe zu erwirken. Bern, 10. Juli. Die Ratifitationen des Handels. ftätigte die Aussagen Süßkind's in allen Punkten. Süßfind hatte Da kein Wagen in der Nähe war, mußten Vater und Tochter fich vertrages mit Japan find gestern hier ausgewechselt welchem Vorgänge besprochen waren, die sich im Berathungszimmer f. 3. in der Mannheimer Volksst." einen Artikel veröffentlicht, in zu Fuß nach Hause begeben, aber welch ein Passionsgang dies worden. war, läßt sich denken, wenn man berücksichtigt, daß die Volksmenge des Gewerbegerichts zugetragen hatten. Es war naheliegend, daß Süßkind die Informationen zu diesem Artikel durch einen es in der That mit einer Uebelthäterin glaubte zu thun zu haben Paris, 9. Juli.( Eig. Ber.) Seitdem die Panama Beisitzer des Gewerbegerichts erhalten habe. Gegen die beiden in und deshalb mit höhnenden Bemerkungen nicht sparte. Der Vor Untersuchungstommiffion ihre Arbeiten begonnen hat, Frage kommenden Beisitzer wurde das Verfahren wegen Amtsfall hatte Mutter und Tochter derart angegriffen, daß ein Arzt wird sie insbesondere vom Senat heftig angefeindet. Die vergehen eingeleitet und Süßtind als Beuge vernommen. Dieser zu Rathe gezogen werden mußte. Fräulein F. liegt jegt schwer ministerielle Presse kündigte fogar an, daß Senator& rand hat nun nicht, wie die Bossin" und andere bürgerliche Blätter erkrankt barnieder. Abgesehen von einer bedenklichen Nerven- Chauveau, einer der einflußreichsten Führer der senatorischen angaben, es abgeschworen, daß ihm gegenüber einer der Beisitzer In erregung, die den Arzt schlimmes befürchten läßt, trägt die junge Reaktionäre und Panamiftenretter, die Regierung interpelliren diskretion begangen habe, sondern er gab unter seinem Gide an, Dame blutige und tiefblaue Male von den erwürde, falls die Untersuchungskommission an die dreimal heilige daß er die Informationen von einem der Gewerbegerichts- Beisitzer habe; littenen Mißhandlungen auf den Armen und, wie die Fiktion der Unabhängigkeit der Juftig" rühren sollte. Genosse nur könne er sich nach der langen Zeit nicht mehr erinnern, von Familie mittheilt, hat das bedauernswerthe Opfer unserer Polizei Rouanet, Mitglied der Untersuchungskommission, hat nun die welchem. Der eine der beiden Beifißer hat sich nun im Beugenam dritten Tage die Sprache verloren. Beweggründe der senatorischen Drohungen vor aller Welt bloßge verhör als denjenigen bekannt, welcher seinerzeit Süßkind die fragDer Kölner Polizeipräsident, Herr v. König, hat Veranlassung stellt. In dem von ihm unterfuchten Aftenbündel des gerichtlichen lichen Angaben gemacht hatte. Die Angaben des Deuungianten genommen, dem Vater und der betroffenen Tochter sein Bedauern Panama- Liquidators Imbert fanden sich a. a. Briesschaften vor, wurden durch die Aussagen zahlreicher einwandsfreier Beugen fast wegen des Vorfalles auszudrücken, auch versprochen, die Sache welche einige Senatoren, darunter den genannten Franc- Chauveau, in allen Bunften widerlegt. Danach steht die Anklage beute auf strengstens untersuchen und die Bestrafung des Schuldigen herbei- arg kompromittiren. Vorläufig veröffentlicht er in drei Zeitungen fo schwachen Füßen, daß sie voraussichtlich nicht weiter aufrecht führen zu wollen. Wie die Köln. 8tg." jetzt mittheilt, wird der drei Briefe folgenden Jnbalts: 1. Senator Gomot, ehemaliger erhalten werden wird. betreffende Beamte seitdem nicht mehr im Dienste der Sitten- Minister, schreibt unterm 14. Februar 1890 an den aktiven Minister Hoffentlich nehmen nun diejenigen Blätter, welche die Verfontrolle verwendet und ist gänzlich vom Amte fuspendirt worden. Jules Roche, dieser möchte beim Oberpanamisten Baron haftung Süßtind's mitgetheilt, auch von obigem Notiz Damit aber, so bemerkt die Köln. 3tg." mit recht, ist die Sache von Reinach für ihn, Gomot, den Posten des Pränoch lange nicht erledigt. Die Bürgerschaft kann sich nicht mit leeren fidenten der ostalgerischen Eisenbahn erwirken. Vom politischen Kriegsschauplatze. 361/2 Jahre Rerter, 2. Ernest Arrest, sowie Untersuchungshaft sind im leyten Nedensarten: Bedauern sehr... Mißgriffe nun einmal un- May, der Direktor der privaten Telephongesellschaft, vermeidlich..." Werden sorgen, daß es nicht mehr vorkommt," u. f. w. die 1889 beim Rücklauf ihres Privilegs den Staat in unerhörter genossen in Desterreich verhängt worden. Genußt hat das Jahre, wie die Wiener Voltstribüne" mittheilt, über unsere Parteizufrieden geben. Denn wie fann das gut gemacht werden, was hier Weise geschröpft hatte, wendet sich an den allmächtigen den herrschenden Klassen allerdings nichts, den Vortheil davon hatte verbrochen wurde? Man muß damit rechnen, daß es niederträchtige Reinach mit der Bitte, das Botum der Rückaufs- nur unsere Partei, die auch in Desterreich fortgesetzt anschwillt. Leute giebt, die zu sagen wissen, es könnte„ doch etwas daran" ge- Vorlage im Senat zu beschleunigen: Erweisen Sie wesen sein. Gesetzt aber, das Opfer der Beamten erkrankt und er mir den großen Dienft, morgen Ihre Freunde vom Senat, Polizeiliches, Gerichtliches zc. holt sich nicht kann da ein thatsächlicher Schadenersatz erfolgen? Cuvinot, Frand Chauveau 2c. zu sehen oder ihnen zu Zwei Freisprechungen an einem Zage. Unser Der Schuldige mag wohl zu Schadenersatz verurthteilt werden, allein schreiben, um... die Verschleppung der Vorlage am Schluß der Kieler Korrespondent schreibt: Das am vorigen Dienstag aus. er tann ihn nicht leisten, und der Staat wird nach dem Richter- Session zu verhindern." 8. Derselbe G. May hat inzwischen er gefette Urtheil in dem Prozeß gegen den Genoffen Lütjens spruch, der seinen Diener treffen kann, die Hände ermattet in den fahren, daß der Minister Jules Roche in Sachen der Rückaufs- als früheren verantwortlichen Redakteur der Volkszeitung" Schooß legen. Vorlage Schwierigkeiten bereite. Er bringt nun in den Baron wurde heute verkündet. Daffelbe lautete auf Freisprechung. Braunschweig. Die Braunschweiger Neuesten Nachrichten" von Reinach, dieser soll bei feinem Freunde Der Staatsanwalt batte zwei Monate beautragt. Es wurde veröffentlichen an ihrer Spitze eine Adresse der( welfischen) Bater- Noche" sich verwenden:" Ich rechne unbedingt auf Sie. Sind hervorgehoben, daß das vom Regierungspräsidenten in Schles ländischen Vereinigungen des Herzogthums" an die braunschweigischen einige Hirsenkörner( grains de millies: einige Tausend wig auf erbobene Beschwerde für richtig angefehene VorLandtags- Abgeordneten, dieselben ersuchend, die sogenannte braun banknoten) nothwendig, so wissen Sie ja, daß ich gehen der Polizeibehörde in Elmshorn, bem" Arbeiterbunt" schweigische Frage im nächsten Landtage anzuschneiden. Finanzmann genug bin, um nicht zu tnauferig zu gegenüber, thatsächlich ein ungefeßliches gewesen sei" und der Aus fein. Handeln Sie also und rafch, damit Ihr Mann uns in geflagte als Nedalteur des hiesigen sozialdemokratischen Blattes in Ruhe Iaffe. 13 Gegenleistung verspreche ich Ihnen wahrnehmung berechtigter Interessen gehandelt habe. tüchtige Silfe im Senat für Ihre Südbahn." Diese Ebenfalls auf Freisprechung wurde erkannt in der Anklage gegen Bilfe" hat bekanntlich einen der fudistischen" Senatoren, ben Genossen Korn. Derfelbe follte sich durch einen dem„ VorWiagnier, auf die Anklagebant und ins Gefängniß gebracht. Die " Vom Ansehen Deutschlands übrigen" Sudisten" dürfen mit den Panamisten als treue Verfassungs im Ausland" der Beleidigung der preußischen und speziell wächter über die Verlegung der Unabhängigkeit der Justiz" durch der schleswig- Holsteinischen Gendarmerie schuldig gemacht haben. - Chronik der Majestätsbeleidigungs- Pro die Banama- Untersuchungskommission zetern. Genosse Korn erklärt, daß eine Beleidigung unmöglich vorliegen zesse. Unser Leipziger Korrespondent schreibt: Das Landgericht fönne, da nicht die Gendarmerie im allgemeinen, sondern ein Paris, 9. Juli. In der Kammer wurde beute eine neue tonftruirter Gendarmentypus gemeint sein könne. Der Staatsanwalt Leipzig verurtheilte nach einer nicht öffentlichen Sigung den Nachtrag Kreditforderung eingebracht, bie sich auf hält die Beleidigung für in a ßlos und demgemäß eine fe ch in Schönefeld bei Leipzig wohnhaften Handarbeiter Eduard Mori 7667 369 Frants beläuft und aus Summen für die Bildung von monatliche Gefängnißstrafe für wegen Beleidigung des denischen Raisers zu vier 40 vierten Bataillonen, für Befestigungsbauten in Le Havre, für bezeichnet die Auflage als eine soziale Monftrnofität, die für angemessen. Genoffe Korn Monaten Gefängniß. Ein Monat der Untersuchungshaft archäologische Ausgrabungen in Perfien, für Neubauten und Re- ebenso unbegründet sei wie wurde auf die Strafe in Anrechnung gebracht. Nach der Urtheils paraturen im Odéon- Theater und im Pariser Konservatorium zum Dienstag, die gleichfalls mit Freisprechung endete. Der Staates die Anklage vom vorigen begründung hat Morig die beleidigenden Aeußerungen im Dezember Schutze dieser Gebäude gegen Feuersgefahr 2c. besteht. Die v. J. in seiner Wohnung in Gegenwart seiner Ehefrau und ver- Batentkommiffion befchloß heute betreffe der großen Pariser anwalt machte auch nicht den geringsten Versuch, die Anflage begründen. zu Das Gericht erkannte dann ebenBazare die Patentsteuer um 10 bis 15 pet. au erhöhen. Die falls auf Freisprechung. Die Volkszeitung" kann nunmehr Wegen Majestätsbeleidigung wurde in Essen der Bergmann großen Kaufhäuser der Provinz werden besonderen Maßregeln unter die nicht oft vorkommende Thatsache verzeichnen, daß innerKarl Kraushaar aus Steele, der wegen des gleichen Vergehens beworfen.halb einer Woche in drei Prozessen auf Freisprechung erkannt wurde, reits mit 6 Monaten Gefängniß vorbestraft war, zu 9 Monaten GeEngland. fängniß verurtheilt. ein Beweis, wie grundlos selbst dem Gericht die Anklagen erschienen London, 9. Juli. Im Unterhaus verlas der Staatssekretär sein müssen. Das Abkommen über die Regelung der strittigen für Indien, Lord Hamilton, ein Telegramm aus Kalkutta vom Der Redakteur der Magdeburger Boltsstimme", Bahle, Fragen betreffend das Hinterland von Togo und Dahomey gestrigen Tage, nach welchem bei den letzten Unruhen in Raltutta wurde wegen Weleidigung der Polizei in Magdeburg, begangen zwischen den deutschen und französischen Spezialfieben Personen getödtet und etwa 20 verwundet worden seien, von durch ein Referat über die Maifeier, zu 100 Mart Geldstrafe vers belegirten ist gestern, wie aus Paris offiziös gemeldet wird, welchen letzteren vier oder fünf seitdem gestorben sein dürften. In zum vorläufigen Abschluß gebracht worden und liegt gegenwärtig Kaltutta fei gestern alles ruhig gewesen. Die mohamedanischen den beiderseitigen Regierungen zur Prüfung vor. Die deutschen Führer bemühten sich gewiffenhaft, die aufgeregten Gemüther zu beDelegirten haben heute Paris verlassen. ruhigen, die Fabritarbeiter verhielten sich ruhig. " München, 9. Juli.( Eig. Ber.) Der Münchener Magiftrat hat heute einem gelegentlich der letzten Etatsberathung gestellten Antrage unferes Genossen Birk entsprechend, die Einführung einer gemeind: lichen Steuer für Grundbesitz- Veränderungen beschlossen, welche bei bebauten Grundstücken einem Viertel und bei unbebauten Grund stücken der Hälfte der staatlichen Umschreibegebühr gleichkommt. " wärts" entnommenen Artikel, urtheilt. S Genoffe Stenzel in Hamburg bat gestern die ihm in feiner Eigenschaft als verantu ortlicher Redakteur des„ Echo" wegen angeblicher Beleidigung des Gendarmen in Altenwärder zus Gewerkschaftliches. Berlin und Umgebung. Einen Arbeitsnachweis für Maurer- und Zimmergefellen, fowie für Hilfearbeiter hat der hiesige Bund der Bau-, Maurerund Zimmermeister errichtet. Auf großen Plakaten geben sie heute bekannt, daß der Arbeitsnachweis am 12. Juli in Funktion tritt und daß er kostenlos ist; fie empfehlen ihn allen Arbeitgebern und Arbeitnehmern. Der Bund giebt sich den Anstrich, als ob er da den Gesellen eine große Wohlthat erweist, in Wirklichkeit handelt es fich für ihn wohl darum, ein Werbebureau für" Arbeits willige" au schaffen. V Deutsches Reich. " erkannte Gefängnißfirafe von zwei Wochen im Naboisengefängniß nicht bewilligen- was übrigens als sicher anzunehmen ist, sojin Stade zu einer Geldstrafe verurtheilt. Gegen diefes Urtheil legte angetreten. wird der allgemeine Streit zur Thatsache. Ein großer Theil er Revision ein. Das Reichsgericht hob das Urtheil Beschlagnahmt wurde, wie bie Ostpreußische der ungarischen Preffe erklärt einmüthig, daß die Ziegelbrenner auf, indem es das Preistegeln nicht als Glücksspiel ansah, und Zeitung" meldet, die Königsberger Volfstribüne" vom 8. Juli. nicht infolge der sozialistischen„ Heßereien" unzufrieden geworden verwies die Sache an das hiesige Landgericht zurück, wo sie nuns find, sondern daß ihre Lage faktisch unerträglich ist und die größte mehr beendet wurde. Sämmtliche Angeflagte wurden Noth die armen Leute zum Streit zwingt. Wir können uns freigesprochen; die nothwendigen Auslagen wurden ihnen nun lebhaft vorstellen, wie schrecklich die Lage der Ziegel- vergütet. arbeiter sein muß, wenn selbst die verblendeten Augen der Wegen Hausfriedensbruchs stand in A a ch en ein Polizeia liberalen Bresse in Ungarn das Unrecht, das an diesen Aermsten der kommissar vor Gericht. Er war angeklagt, in einer Nacht im Armen begangen wird, erfassen können. Februar zu Aachen in Ausübung seines Amtes in die Räume der Man braucht nur die Bedingungen zu lesen, um damit ins Erholung", wo die Erholungsgesellschaft und die Aachener LiederReine zu kommen, welche Fälle von Unmenschlichkeit auf diesen tafel gemeinsam ihren Fastnachtsball veranstaltet hatten, wider. Arbeiterkolonien begangen werden. Die Arbeiter verlangen eine rechtlich eingedrungen zu sein und trotz mehrfacher Aufforderung Arbeitszeit von dreizehn Stunden. Wie lange müssen sie also jeßt eines Berechtigten sich nicht entfernt zu haben. Der Gerichtshof arbeiten! Sie fordern die Abschaffung der„ Hausbanknoten", wie sie erachtete den Angeklagten des einfachen Hausfriedensbruchs für die Kupferthaler nennen, mit denen die Ausbeuter im Konsum die schuldig und verurtheilte ihn dieserhalb zu einer Geldstrafe von Löhne zurückgewinnen. Der Arbeiter bezahlt mit diesen Münzen die 40 M. event. zu 4 Tagen Gefängniß. Die Staatsanwaltschaft hatte theuren, verdorbenen Lebensmittel, die er in der Kantine kaufen 150 M. gegen denselben in Antrag gebracht. An die Arbeiter Dentschlands! Arbeitsbrüder! Die muß, und deren Preis ihm dann, nebst mehrfachen verschiedenen Maurer Leipzigs befinden sich seit drei Wochen im Kampfe um die Gebühren, vom Lohnbetrage abgezogen wird. Wegen Mikhandlung Inhaftirter stand der Schuhmann Simons vor der Strafkammer in Essen. Er verhaftete im SepEinführung der neunstündigen Arbeitszeit. Bisher war die Situation Aber noch ärger als diese Dinge sind die Wohnungsverhältnisse tember vorigen Jahres drei Bergleute polnischer Nationalität, weil der Streifenden eine günstige. Am 16. Juni legten von 3550 Maurern in den Arbeiterkolonien. Die unglückseligen, gemarterten Arbeiter sie einen Bauzaun an einem Neubau umgeworfen haben sollten. 3200 die Arbeit nieder. Seit dieser Zeit ist es den Unternehmern werden in stinkende, von Schmus triefende Löcher gepfercht! In Auf dem Wege zur Polizeiwache sagte der mitverhaftete gelungen, weitere 200 mit allen möglichen Versprechungen in die der Ujlaker Fabrit geht es noch an, dort giebt es wenigstens zwei Bergmann Dombrowsky zu einem Kameraden auf polnisch: Arbeit zurückzubringen und von außerhalb herbeizuschaffen. Im lange barackenartige Hütten, aber in der Viktoria- und Brüll'schen" Ignaz, geh nur gut mit, wir haben ja doch nichts geganzen find 15 Prozent Arbeitswillige" vorhanden. Nach Biegelei geht es schon gar zu arg zu. Ich sah, sagt unser Gewährs than." Nach Biegelei geht es schon gar zu arg zu. Ich fab, sagt unser Gewährs- than." Auf der Wachtstube würgte der Schuhmann den D. anerkannter Forderung: neunstündiger Arbeitszeit und 55 Bfmann, einen in fünfzehn Verschläge getheilten Schuppen, dessen deshalb so, daß dieser zu Boden fiel. Auf die Betheuerung Stundenlohn arbeiten 930 Maurer. Als Streifende find 736 Per- Länge faum zwanzig Schritte beträgt, und in den 160 Arbeiter mit des D., er habe ja doch nichts gethan, packte ihn der Sicherheitsfonen mit 1870 Kindern zu unterstüßen. 1359 Maurer find abgereift. ihren Familien über Nacht hineingezwängt werden. Der verfallene wächter abermals und würgte ihn mit einer Kette am Hals. Diese Wir ersuchen unsere abgereiften Kollegen, im Kampfe auszuharren Bretterbau mag einmal übertüncht gewesen sein; jetzt ist er mit brutale That begleitete er mit den Worten:„ Du verdammter Hund, und nicht eher nach Leipzig zurückzukehren, als bis der Streit zu Nahrungsreften, mit Koth und anderen erquicklichen Dingen be willst Du noch einmal auf der Straße polnisch sprechen?" In der gunsten der Arbeiter beendet ist. Die Unternehmer haben in fast schmiert. geftrigen Straffammer- Verhandlung leugnete Simons, der inzwischen allen Provinzzeitungen Annoncen erlassen, worin Maurer nach hier Aus der Schweiz. Die Spenglergehilfen in Bern als Schuhmann entlassen und Wegeaufseher geworden ist, die Mißgesucht werden. Wir wenden uns daher mit dem Ersuchen an die haben durch eine Lohnbewegung die zehn, für Lehrlinge und Hand handlingen. Die Entlastungszeugen, ein Polizeiwachtmeister und Arbeiter Deutschlands, die im Kampfe ftehenden Maurer Leipzigs langer die 101/2 ftündige Arbeitszeit erreicht, ferner 42 Cts. minimalen vier Schutzleute, wußten nichts zu bekunden. Das Gericht erkannte dadurch zu unterstüßen, daß sie alle bestrebt sein mögen, die etwa Stundenlohn, Lohnzuschlag von 25 pt. für Ueberzeit- und Nacht auf einen Monat Gefängniß. nach Leipzig gehenden Arbeitswilligen" über den Streit aufzuflären. arbeit, sowie von 50 pct. für Sonntagsarbeit, Regelung des Lehr Vom Prügelrecht. Der elfjährige Junge des Landwirths Das Agitationstomitee der Maurer Leipzigs. lingswesens( auf je 5 Arbeiter 1 Lehrling), Freigabe von Roft Friedrich Piepenschneider in Hagen, angeblich das Schreckenstind Stumm'sche Verdächtigung der Hafenarbeiter. Auf unsere und Logis, Bezahlung derselben nebst Spesen bei auswärtiger Arbeit, der Gemeinde, warf eines Tages in der Nähe der Kirche Anfrage schreibt unser Hamburger Korrespondent: Die" Post", das Unfallversicherung der Gehilfen durch die Meifter, Freigabe des 1. Mai mit Steinen und traf dabei den Käthner Ebbike, der Organ der Stummpartei und des verstorbenen Schienenflickers und 10 pCt. Lohnerhöhung für alle Arbeiter, welche unter 42 Cts.Stunden- gerade beim Läuten war, unmittelbar über dem Auge. Ebbike zeigte Baare entrüftet sich über einen angeblichen Beschluß der General- lohn haben, sowie 7 pet. für alle mit höherem Stundenlohn.- In dies dem Lokal- Schulinspektor, Pastor Blumenberg an, weil versammlung des Verbandes der Hafenarbeiter Deutschlands, wonach Burgdorf( Kanton Bern) sind 140 Arbeiterinnen in den er befürchtete, der Lehrer würde den Knaben nicht strafen. Der Vater Leute, denen die bürgerlichen Ehrenrechte abgesprochen sind, nicht Streit für den Behnstundentag getreten. Der langandauernde Piepenschneider saß nämlich im Kirchenrath, einer Behörde, von von vornherein von der Mitgliedschaft des Verbandes ausgeschloffen Streit der Lithographen in Aarau ist versumpft und die der die Lehrer auf dem Lande ziemlich abhängig sind. Der fein sollten. Ohne auf die Unfläthigkeiten einzugehen, mit denen die Streikenden haben anderwärts Arbeit gefunden. Der Kampf war Herr Pastor erfüllte denn auch den Wunsch des Ge Post" bei dieser Gelegenheit die Arbeiterbewegung und dennoch nicht umsonst, nur daß jetzt die Streitbrecher die Früchte troffenen gründlich. Die ärztliche Untersuchung Des De= deren„ Führer" bewirft, will ich nur tonstatiren, daß genießen, der geforderte Neunft und entas ist nur von berlinquenten ergab neun Striemen auf dem linken Schulterblatt von der General Versammlung des Verbandes der Hafen- Firma Müller u. Trüb in Aarau und Lausanne für die Litho- und sieben auf dem rechten, sowie eine blutunterlaufene, fast zweiarbeiter ein solcher Beschluß gar nicht gefaßt ist. Ein Delegirter graphen eingeführt worden, während für die Drucker die 91/ 2- und markstückgroße Beule auf dem Kopfe. Nach dem ärztlichen Guts ( aus Flensburg, wenn ich nicht irre) fragte nur an, ob eine Person, für das übrige Personal die 10 stündige Arbeitszeit feftgesetzt wurde. achten hätte die Kopfverletzung leicht für die Gesundheit nachtheilige die nicht im Besitz der bürgerlichen Ehrenrechte sei, Mitglied des Ver: In St. Gallen unterhandeln die Lithographen mit ihren Folgen haben können. Der Vater flagte demnächst gegen Pastor bandes sein könnte. Darauf ist ihm vom Vorsitzenden des Verbandes Prinzipalen ebenfalls über Einführung des Neunftundentages. Blumenberg im Zivilverfahren auf Schadenersatz und Schmerzensgefagt, daß man über diese Frage prinsipaliter nicht beschließen Die chemische Fabrit von Geigy u. Cie. in Basel hat geld. Das Amtsgericht verurtheilte auch den übereifrigen Pfarrer, könne, sondern daß die Frage je nach den begleitenden Einzel- ein ausführliches Lohnregulativ aufgestellt, das im Basler Vor- der übrigens dem Jungen noch eine zweite Büchtigung zugedacht umständen in jedem Falle von der einzelnen Mitgliedschaft entschieden wärts" veröffentlicht wird und recht bemerkenswerth ist. Aus dem hatte. Blumenberg legte Berufung ein, während die Regierung werden müsse. Es sei, wie das der Fall Schröder- Effen zeige, fehr langen Aktenstück heben wir nur hervor, daß die Firma ihren in Hannover den Konflikt erhob, indem sie geltend machte, wohl möglich, daß derartige Personen aufgenommen werden könnten, Arbeitern während des Militärdienstes den halben Tagelohu zahlt, Blumenberg habe das ihm als Lokal Schulinspektor zuwährend es andererseits genügend Verbrechen und Verbrecher gebe, ferner bei Verheirathung jedem Arbeiter drei Tage frei giebt und stehende Büchtigungsrecht nicht überschritten. In der Verdie von den klassenbewußten Arbeitern entschieden verurtheilt würden. Den Cohn zahlt sowie endlich vom dritten Dienstjahr an einen sechs handlung des Konfliktes vor dem Ober- Verwaltungsgericht fam Die Versammlung stimmte dem zu. Das ist doch sicher etwas tägigen Erholungsurlaub bei vollem Lohn gewährt. unter anderem auch zur Sprache, daß dem Herrn Pastor die Frau anderes als was die" Post" zu dem brutalen Hezartikel veranlaßt. weggelaufen war, weil er sie grob behandelte, und sich der Herr Ueber den Stettiner Tischlerstreik wird uns geschrieben: Die deshalb einen Verweis seiner vorgesetzten Behörde zuzog. Der Hoffnung, daß in dieser Woche eine Verhandlung mit dem Arbeiterste Senat des Gerichts erklärte den Konflikt für nicht begründet, geber- Berband stattfinden würde, hat sich nicht erfüllt. Während die so daß das Zivilverfahren seinen Fortgang nehmen kann. Meister sonst Mittwochs ihre Versammlung abhalten, hat diese am Der Senat babe nicht annehmen können, daß Pastor Blumenberg Freitag, wo auch die Streitenden Versammlung abhielten, statt. seine Amtsbefugnisse nicht überschritten habe. Sei ihm auch mit gefunden. Wir sind daher nicht im stande, in diesem Bericht etwas bezug auf die einzig und allein in Frage kommende über die Meisterversammlung mittheilen zu können. In der Gesellenversammlung referirte Genoffe Storch Stettin. Redner ürich wird der Londoner Gewerkschaftsrath( Trades Concil) durch die einen Seitenhieb auf den Kopf verhinderten. Auf dem internationalen Kongreß für Arbeiterschutz in Beule auf dem Kopfe nicht Absicht vorzuwerfen, so doch Fahr. lässigkeit. Er hätte die nöthigen Vorkehrungen treffen müssen, Sprach über Ursachen und Wirkungen der Streiks". Bericht der Lohnfommiffion ist folgendes zu entnehmen: Inner- feinen Sekretär Macdonald vertreten sein. Eine die Umsatzstener betreffende wichtige Entscheidugn lezten Woche konnten wieder 25 Gesellen zu Herzog und Schule. Der Herzog von Württemberg, bekannt fällte dieser Tage der 2. Senat des Ober- Verwaltungsgerichts. Die den gestellten Forderungen in Arbeit gebracht werden, fodaß zirka lich einer der begütertsten Magnaten Schlesiens, ist u. a. Besizer der Grben des Gutsbesitzers Jentges, seine Wittwe und die sechs 200 Gesellen zu den neuen Bedingungen arbeiten. Bugereift sind im Kreise Nam 31 au gelegenen Gutsherrschaft Hönigern mit Kinder, bildeten eine Gesellschaft mit beschränkter Haftpflicht, 10 Berliner und 8 aus Pommern. Es war jedoch möglich, 7500 Morgen Land. Seit Alters her giebt nun die Herrschaft genannt Jentges'scher Grundbesitz". Die ihnen hinterlassenen Von dieser Ver- Grundstücke gingen in den Besitz diese zur Weiterreise zu bestimmen. In der letzten Woche war tein alljährlich der Schule 30 Raummeter Holz. der Gesellschaft über Streitbrecher zu verzeichnen, und kann man daran am besten die pflichtung möchte sich die Gutsherrschaft gern befreien. Der D. b. fie blieben eigentlich in ihrem eigenen Besitz. Daraufhin wurde Ausdauer und Einigkeit der Streifenden erkennen. Es bleiben für Kreisausschuß zu Namslau hat sie aber mit ihrer Klage die Gesellschaft Jentges'scher Grundbesitz" in zwei Gemeinden mit diese Woche 95 Verheirathete mit 133 Rindern und 35 Ledige zu abgewiesen, gegen welche Entscheidung die Herrschaft Berufung beim einem Betrage von beinahe 20 000 Mart zur Umsatzsteuer heranunterstützen. Die Streifenden ersuchen immer wieder, den 3uzug Bezirksausschuß eingelegt hat. Die Gemeinde stüßt ihr Recht darauf, gezogen. Die in die Gesellschaft eingeschoffenen" Rapitalien bedaß seit Menschengedenken von der Herrschaft das Holz geliefert trugen nämlich 2 800 000 Mart. Die Gesellschaft klagte gegen die nach hier fernzuhalten. Die Gasarbeiter Mannheims haben mit 67 gegen 2 Stimmen wurde, es habe sich somit eine Observanz herausgebildet, gegen fraglichen Gemeinden auf Herausgabe der Umsatzsteuer. Es wurde beschlossen, an der eingereichten Kündigung gegen den Rath des feits wird die Observanz mit dem Hinweis darauf bestritten, Besigwechsel stattgefunden habe. Die Mitglieder der Gesellschaft welche die Herrschaft fich nicht mehr fträuben könne. Klägerischer geltend gemacht, daß, wirthschaftlich betrachtet, überhaupt kein fozialdemokratischen Stadtraths Drees bach- festzuhalten. Der daß das Landrecht keine besonderen Bestimmungen für derartige feien ja die bisherigen Besitzer des Grundbesitzes. Im grunde ges Stadtrath hat die Forderungen auf Lohnerhöhung für einige Fälle getroffen habe. Die Hergabe des Holzes sei bisher nicht etwa nommen handle es sich nur um eine Erbschaftsauseinandersetzung. Arbeiterkategorien bewilligt, außerdem gab er auch einigen anderen aus der Ueberzeugung einer rechtlichen Verpflichtung, sondern frei- Bezirksausschuß und Ober- Verwaltungsgericht wiefen aber die Klage Verlangen, wie Errichtung von Bädern, einer Kantine u. f. w. nach; willig erfolgt, einen Zwang wolle die Herrschaft sich nicht auferlegen ab. Die Uebertragung des Eigenthums an eine Gesellschaft mit benur gegen eine allgemein durchzuführende Lohnerhöhung für alle Ar- laffen. Nach einem Bericht der Bresl. 3tg." bestätigte dem schränkter Haftung von seiten der bisherigen Eigenthümer sei stets beiter fträubt er sich. Wie die Mannheimer" Boltsst." angiebt, gegenüber der Bezirksausschuß die Vorentscheidung und setzte den als umsatzsteuerpflichtig anzusehen. macht die städtische Gasanstalt jährlich einen Ueberschuß von Werth des Streitgegenstandes auf nur 90 m. fest. Richtig sei es 350 000 M., fodaß sie die Mehrausgabe, die bei einer generellen wohl, daß die Observanz in diesem Falle nicht ausschlaggebend sei. Lohnerhöhung sich auf 29 000 Mart belaufen würde, wohl tragen wohl aber die Schulverfassung, die neben dem Landrecht bestehen Tönne. Eine Schulverfassung habe sich aber während der vielen Ein neuer Konflikt ist in der Fabrik für Mechanit Jahre herausgebildet, da die dazu nothwendigen drei Faktoren, der Morgenstern u. Kotradt in Leipzig aus- Empfänger des Holzes, tie Gemeinde, der leistende Herzog von gebrochen. Die Chefs dieses Etablissements hatten sich bei Ab Württemberg und die Regierung als Schulaufsichtsbehörde in der schluß einer Lohnbewegung, in welche ihre Arbeiter im Monat Mai Gepflogenheit der Annahme, daß das Holz von der Gutsherrschaft eingetreten waren, schriftlich verpflichtet, teine Maßregelungen vorzu leisten sei, vollständig übereinstimmten. Der Einwand, daß die zunehmen. Seitdem find aber bereits 14 Mann entlassen worden. Da die Wiedereinstellung diefer verweigert wurde, stellten dieser Hergabe freiwillig erfolgt, sei somit hinfällig. Tage 60 Arbeiter die Arbeit ein. halb der Tönnte. DOI = Dem Die Töpfer in Plauen i. B. haben neben der 10 stündigen Arbeitszeit einen Stundenlohn von 35 Pf., nicht 25 Pf., wie wir angegeben hatten, bewilligt erhalten und zwar geschah dies durch gütliche Vereinbarung. Aus Mailand wird berichtet: Der Streit der Landarbeiter dehnt sich immer weiter aus. Die Provinzen Bologna und Ferrara find von dem Ausstand ganz erfaßt; immer mehr Orte schließen sich an. Die Regierung weiß keinen anderen Ausweg, als massenhaft Militär in das Streitgebiet zu werfen. Soziales. Gerichts- Beitung. Depelien und lehte Nachrichten. Hamburg, 10. Juli.( Privatdepesche des Vorwärts.) Frei gesprochen wurde heute vom Schöffengerichte Geller, der frühere Redakteur der Neuen Hamburger Zeitung", von der Anklage, den von Lüßow in einer Extra- Ausgabe seiner Beitung durch die e hauptung, daß ihm im Tauschprozesse die Ehrenrechte abgesproche feien, beleidigt zu haben. Budapest, 10. Juli.( W. T. B.) In den großen Getreidelagern der Firma Luczenbacher brach heute Morgen ein Brand aus, welcher die gesammten Magazine, zwei Häuserkomplexe umfassend, einäscherte. Der Schaden beträgt über eine Million Gulden. Prag, 10. Juli.( B. H.) Heute Vormittag gingen von hier fiarte Gendarmerie Abtheilungen nach Eger ab, um die Abhaltung des für morgen anberaumten aber verbotenen deutschen Volkstages eventuell mit Gewalt zu verhindern. M Durch die Verordnung über die änßere Seilighaltung des Sonntags, die der Oberpräsident der Proving Brandenburg am 5. Oftober 1896 erlassen hat, werden Hetz- und Treibjagden für die Bei dem Streik der Schuhmacher in Nürnberg, von dem Sonntage verboten. Wegen Verstoßes gegen diese Bestimmung wurden wir bereits berichtet, handelt es sich um einen Kampf um den mehrere Leute, darunter zwei Förster, angeklagt, die an einem Paris, 10. Juli.( W. T. B.) Jm Panama- Ausschuß verlas Arbeitsnachweis. Die Herren Jnnungsmeister, die nach der November- Sonntage des vorigen Jahres ein Kaninchentreiben heute der Vorsitzende Vallé ein Schreiben von Cornelius Herz, in Das Schöffengericht sprach sie frei, weil welchem dieser erklärt, wenn die Kommission eine Abordnung zu Bewegung im Frühjahr den Gehilfen ein Aufsichtsrecht über den veranstaltet hatten. Arbeitsnachweis zugestanden hatten, zogen plöglich ihr Wort zurück. Raninchentreiben nicht zu den Het- und Treibjagden zu rechnen ihm sende, fei er bereit, alles zu sagen, was er wiffe. Nach vergeblichen Versuchen, eine Einigung herbeizuführen, traten seien. Die Straffammer verurtheilte sie jedoch zu einer Geldstrafe. Nizza, 8. Juli.( Köln. 3tg.) Der hiesige Gerichtssekretär die Gehilfen in den Ausstand. Sie hatte festgestellt, daß sich die Jäger schußbereit vor einer zum und frühere Polizeikommissar Felix Soldano wurde wegen Die Töpfermeister Münchens haben die von den streikenden Jagdgebiet gehörenden Schonung aufgestellt hatten, während ihnen Unterschlagungen verhaftet. Unter anderm hatte er 400 Fr., Gehilfen geforderte neunstündige Arbeitszeit in der Innungs- fieben Schulknaben die Kaninchen mit Stockschlägen entgegen die ein verhafteter Italiener bei sich trug, in die Tasche geftect. verfammlung abgelehnt. Da jedoch die Streitkommiffion die trieben. Das Landgericht nahm an, daß es sich um eine Treibjago Der Italiener wurde aus Frankreich verwiesen und schrieb darauf Meister eingehend darüber aufgeklärt hat, daß die Gehilfen sich von handle, weil die Thiere getrieben worden seien. Einen engeren Be- von seiner Heimath aus um das hinterlassene Geld, aber die Briefe dieser Forderung unter feinen Umständen auch nur das geringste griff der Treibjagd gebe es nicht, der gewöhnliche Sprachgebrauch wurden von Soldano unterschlagen. Als der Bestohlene darauf das abbandeln lassen, so werden sich die Herren Innungsmeister am fei darum maßgebend. Gegen das Urtheil wurde Revision eingelegt Geld auf diplomatischem Wege zurückverlangte, entfloh Soldano nach Montag abermals versammeln, um die Sache nochmals zu besprechen und geltend gemacht, daß von einer Treibjagd nicht geredet werden Italien, um jedoch alsbald wieder hierher zurückzukehren. Vorgestern Kaninchen tönne, ba überhaupt teine und Beschluß darüber zu fassen. jagobaren Thiere entdeckten Kriminalbeamte sein Verstect. Wenn man nicht dieser Meinung gewesen wäre, Brüssel, 10. Juli.( B. H.) Der Gesammtausstand der BergMacht der Organisation. In Zirndorf, einem kleinen feien. Orte in Bayern, stellten die Tischler, Drechsler u. f. w. die Forde hätten sich sicherlich die Förster nicht daran betheiligt. Der Straf arbeiter wird nun doch fortgeführt werden. Der diesbezügliche Ve rung auf Einführung einer ze bn stündigen Arbeitszeit und 25 pet. fenat des Kammergerichts wies die Revision mit folgender Beschluß der Fédération boraine wurde unter stürmischen Beifallsrufen Lohnerhöhung. Die bloße Thatsache, daß die sämmtlichen Gehilfen gründung zurück: Der Begriff der Treibjagd sei nicht verkannt tausender Ausständiger gefaßt. im Holzarbeiter- Verband organisirt sind, veranlaßte die Meister, zu nicht zu den jagbbaren Thieren zähle. Denn bei einer Berordnung, der Kammer hat auf Antrag seines Borsigenden, der an der Sitzung, worden. Es sei auch belanglos, daß Rom, 10. Juli.( W. T. V.) Der Wahlprüfungsausschuß bewilligen, die die Sonntagsheiligung betreffe, tomme es darauf nicht an. in welcher die Wahl Cipriani's ungiltig erklärt wurde, nicht theil. Ist Preisfegeln ein Glücksspiel? Der Vorstand des Kegel genommen hatte, ihren Beschluß umgestoßen und den Berichterstatter Für die Papierarbeiter Oesterreichs ist mit dem 1. b. M. eine Fachzeilung ins Leben gerufen, die in Wien herausgegeben flubs Pudel" in Wilhelmsburg( bei Harburg) hatte sich vor dem beauftragt, die Frage einer abermaligen Prüfung vom juristischen Landgericht in Stade megen Glücksspiels zu verantworten. Gesichtspunkte zu unterziehen. Ueber die Bewegung der Budapester Ziegelei- Arbeiter Der genannte Klub hatte im November vorigen Jahres( wie wir Nom, 10. Juli. Der Ausstand der Landarbeiter in den Pro. geht der Wiener Arbeiter- Zeitung" aus Budapest ein längerer früher bereits berichtet haben), ein größeres Preistegeln vervingen Ferrara und Bologna nimmt an Ausdehnung zu. Es wurden anstaltet, das von der Gendarmerie inhibirt wurde, die hierin ein Truppen nach den Dertlichkeiten, wo die Arbeiter ausständig sind, Bericht zu, dem wir folgendes entnehmen: Noch vor Ende dieser Woche soll entschieden werden, ob die Bergehen gegen§ 286 des St.-G.-B. erblickte. Der Vorstand erhielt gesandt; auch werden zahlreiche Verhaftungen vorgenommen. 15000 3iegelarbeiter Budapest's in den Lohnkampf ein Strafmandat, wogegen er gerichtliche Entscheidung beantragte. Heute wurden in der Provinz Bologna sechs sozialinische Ver( W. T. B.) treten oder nicht. Wenn die Fabriken die Forderungen der Arbeiter Er wurde vom Schöffengericht in Harburg, sowie vom Landgericht einigungen aufgelöst. Druck und Verlag von Mey Vadina in Berlin. Hierzu 2 Beilagen u. Unterhaltungsblatt. Berantwortlicher Nedakteur: August Jacobey in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. wird. Andland. " man bie Kaninchen Br. 159. 14. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Sonntag, 11. Juli 1897. Der große Kampf im englischen Maschinenbau- Gewerbe A u 3 stand. felben zu erstattenden polizeilichen An- und Abmeldungen maßgebend angestellten von größerer Bedeutung, als die Gründung eines Ge sind. Demgemäß sind auch solche an sich wahlberechtigte Personen nesungsheims. in der Wählerliste gestrichen worden, welche polizeilich abgemeldet Der Sozialist und der arme Konrad nicht konfiszirt. Wie find, ohne ihren Wohnsitz hierselbst aufgegeben zu haben, und uns foeben berichtigend mitgetheilt wird, ist die von uns aus einem fich z. B. in einem Bade, in Sommerwohnung oder dergleichen auf- bürgerlichen Blatt entnommene Notiz, daß diese beiben Druckschriftenhalten, also nur vorübergehend von Berlin abwesend sind, es aber tonfiszirt wurden, unrichtig. unterlassen haben, solches auf der erstatteten polizeilichen Abmeldung Tokales. -wird uns aus London geschrieben)-entwickelt sich völlig gemäß den Ankündigungen, die auf beiden Seiten in voriger Woche gemacht worden. In London haben noch einige außerhalb der Der Ausbau der elektrischen Hochbahn Warschauer BrückeUnternehmer- Organisation stehende Firmen die Forderungen der zu vermerken. Zoologischer Garten wird jetzt mit großer Schnelligkeit gefördert. Arbeiter bewilligt, so daß die Gesammtzahl der Geschäfte, die den In der Gitschinerstraße, auf deren Promenadenweg die Durchführung Achtstundentag für Maschinenbau- Arbeiter eingeführt oder zugefagt des Baues zunächst vorgenommen, dürfte die Strecke bis spätestens haben, sich jetzt in London und Umkreis auf 157 beläuft. Ungefähr 40 zum Unternehmerverband stehende Firmen haben dem vierten Theil Ueber das Sängerfeft in Pichelsdorf hat bereits die Gefahr Oktober 1898 fertig gestellt sein. Die Konstruktion ist in Berücksichti der bei ihnen beschäftigten Mitglieder der fämpfenden Gewerk des Verbots gefchwebt. Die Gefahr, die von dem Herrn Amts- gung der schweren Last natürlich außerordentlich solide und fest. fchaften gekündigt und bei fünf Firmen find die Mitglieder vorsteher in Spandau heraufbeschworen wurde, ist dadurch beseitigt, Bur Beit sind bereits 20 Bogen mit je 12 Metern Spannung fertigDieser Gewerkschaften, wie schon gemeldet, seit letztem Sonnabend i m daß auf Beschwerde des Vorsitzenden des Arbeiter- Sängerbundes gestellt. Die vom Promenadenwege emporstrebenden Pfeiler bilden eine Säulenhalle mit 6 Metern Spannung. Der Bahnweg erhält beim Landrath des osthavelländischen Kreises auf grund eines Erkennt eine Breite von 8,50 Metern, sodaß auf demselben zwei Geleise Dies die Sachlage in London. In den Zentren der Maschinen- nisses des Ober- Verwaltungsgerichts, in welchem ausgeführt ist, daß Platz finden und außerdem noch ein Weg für Streckenarbeiter unterund Schiffsban- Industrie in der Proving scheint größere Ginigkeit die Verfügung: der Arbeiter- Sängerbund Berlins und der Um halten werden kann. Gegenwärtig werden in der Staligerstraße unter den Unternehmern zu herrschen. Von überall her liegen gegend beschäftige sich mit öffentlichen Angelegenheiten und wird bereits die großen Sandstein- Fundamente eingelegt, und sobald diefe Meldungen vor, daß die große Mehrzahl derfelben die beschloffenen infolge deffen unter§ 2 des preußischen Vereinsgesetzes gestellt, auf Arbeit vollendet, wird auch hier mit dem Bau der Bahnstrecke beViertelstündigungen" ausgeführt haben. Zusammen sollen so bis gehoben ist. Nunmehr hat der Herr Amtsvorsteher in Spandau die Ge jetzt gegen 30 000 Arbeiter Kündigung erhalten nehmigung zur Abhaltung des Sängerfestes in Pichelsdorf am gonnen werden. Die Eröffnung der ersten elektrischen Hochbahn haben. Da die Gewerkschaften ihrerseits beschloffen haben, auf 8. Auguft b. J. ertheilt. Der Herr Amtsvorsteher in Spandau hat sich, wie wird im Jahre 1900 stattfinden. Der vielbesprochene Engpak in der Rosenthalerstraße, um die Kündigung mit sofortiger Gegenfündigung seitens ihrer reftlichen seinerzeit der Amtsvorsteher in Steglitz, Herr Zimmermann, in dem Mitglieder zu antworten, bezw. dies ihren Provinzseftionen zu Glauben befunden, der Arbeiter Sängerbund stehe unter§ 8 des deffen Freihaltung nach Niederlegung der Säufer so unermüdlich empfehlen, und die Mehrzahl in diese Politit schon ein- preußischen Vereinsgefeßes und sei als solcher ein politischer Verein, gekämpft worden war, steht nunmehr im Zeichen der Bebauung., gewilligt haben, werden bis Ende nächster Woche 110 bis bei deren Veranstaltungen Frauen und Kinder nicht theilnehmen dürfen. Auf dem zwischen Rosenthaler und Gormannstraße belegenen 120 000 Maschinen und Schiffsbau- Arbeiter Man sieht, das gegenwärtige Vereinsgesetz treibt auch manche schöne außer Arbeit fein, wozu dann noch eine große Anzahl von Hilfsarbeitern hinzukommen. Terrain ist ein hohes Gerüst aufgeführt, welches in seiner Anlage erkennen läßt, daß der für die bessere Entfaltung des hier so ge waltig pulfirenden Verkehrs ursprünglich bestimmte Platz mit einem rondelartigen Hause besetzt werden soll. Auf der Brandstätte in der Chauffeestraße, auf welcher zur Beit noch eine aus drei Mann bestehende Brandwehr thätig ist, muß noch immer zeitweise Wasser gegeben werden. In der Nacht zum Sonnabend schlugen aus den Lumpen wieder helle Flammen empor. Ebenso begannen am Sonnabend Nachmittag die Papier massen wieder zu glimmen. Das Fener wird jedoch in allen diesen Fällen bei der sorgfältigen Ueberwachung schnell gelöscht, ehe es größere Dimensionen anzunehmen vermag. Die Berliner OmnibusRompagnie hat in der Nacht zum Sonnabend den Betrieb theilweise zu deutlich das ungestüme wieder aufgenommen. Da jedoch die größte Zahl der Wagen bei dem Brande theilweise in Mitleidenschaft gezogen worden sind, so dürften immerhin noch 8 Tage vergehen bis zur Aufnahme des fahrplanmäßigen Betriebes. Blüthe. Unwillkürlich ist man geneigt, Bergleiche anzustellen mit dem vor turzem in Eberswalde abgehaltenen Fest des Märkischen SängerJm Norden bedeutet dies für viele Werke völligen Stillstand. bundes, dem solche behördliche Blackereien nicht auferlegt wurden. In London bilden in einer Anzahl der gesperrten Geschäfte die Allerdings steht er nicht im Geruch, vom Freiheitsdrange durchGewerkschaftler die Minderheit, so daß dort der Betrieb bis auf wehte Lieder auf sein Repertoir au sehen, vielmehr hat der Vorweiteres fortgeführt werden kann. sitzende dieses Vereins in gerechter Würdigung des Strebens dieser Die Gewerkschaft der Dampfmaschinenbauer, Vereinigung, besonders wohl in anbetracht der aufopfernden Thätig die eine Weile schwankte, ob sie sich mit dem Londoner Kampf feit bei der Bentenarfeier einen Orden erhalten. Es nahm sich folidarisch machen solle, hat sich nach neuester Meldung ent- deshalb recht sonderbar aus, als gelegentlich dieser 50jährigen Feier schlossen, dies zu thun und wird also im ganzen Lande des Märkischen Sängerbundes in Eberswalde von einem frei mit ausgesperrt werden und mit kündigen. Die Reffelbauer- innigen Blatt die Thaten dieser Vereinigung wie folgt Gewerkschaft erklärt ihre Zurückhaltung mit einem vor einiger gelobt wurden:„ Kam doch auf den alljährlich feit 1847 Beit von den vereinigten Gewerkschaften der Maschinenbau- 2c. bier gefeierten Sängerfesten Industrie gefaßten Beschluß, wonach erst im ganzen Gewerbe Ur- Sehnen des deutschen Volkes nach Einheit und Freiheit zum Aus abstimmung stattfinden solle, ob eine Aktion behuss Verkürzung der druck, und gerade Eberswalde war als Demokratennest verschrien." Arbeitszeit zeitgemäß sei, und welche Stundenzahl man fordern solle. Das Blättchen hat sich seitdem doch sehr gewendet und heute Ehe diese Urabstimmung nicht beendet, fühle sie sich nicht zur Aktion marschiren die ehemals demokratisch angehauchten Sänger mit dem berechtigt. Offenbar nur ein Vorwand, hinter dem andere Gründe Patriotismus als Staffage. stecken. Die Londoner Mitglieder des Vereins sollen über den Be= Nach diesem Rubi geizt der Arbeiter- Sängerbund" nicht, und schluß der Zentralleitung fehr ungehalten sein; sie haben sich ihm daher wohl die größere Aufmerksamkeit seitens der Behörde. Da zwar gefügt, aber das Achtstundenkomitee gebeten, ihren Delegirten für bringen aber die zum Vortrag kommenden Lieder das freiheit noch Sitz bei seinen Berathungen zu lassen, da sie gegen den Beschlußliche Sehnen des Arbeiterstandes zum Ausdruck und Orden und ihrer Exekutive an die Sektionen gehen wollen. Ehren begehren wir nicht", wie es im herrlichen Volksliede„ Ein Sohn des Voltes" heißt. Lage kämpfen. " Die Verhaftung des Bankdirektors Schuster, des Direktors der Norddeutschen Handelsgesellschaft erregte im September v. J. Aufsehen. Der Verhaftete sollte sich des Betrugs und der Untreue schuldig gemacht haben. Im März d. J. wurde Schuster wieder aus der Untersuchungshaft entlassen und jetzt ist auf Antrag des Staatsanwalts das Verfahren gegen ihn eingestellt worden. Eine Privatpoft wird, analog wie in anderen Städten, in fürzester Zeit auch in Potsdam von einer Berliner Gesellschaft ins toften. Leben gerufen. Geschlossene Briefe sollen 3 Bf., offene 2 P. Porto Aus der Höhe des zweiten Stocks stürzte der bei einem Bauauf dem Grundstück Rüdersdorferstr. 41 beschäftigte Maurer Koch in das Innere des Baues und erlitt schwere innere Verlegungen. Bewußtlos wurde er in ein Krankenhaus gebracht. In den Reihen des Achtstunden- Komitees ist die Meinung verbreitet, daß nun die Agitation von den Unternehmern selbst in die Proving getragen fei, auch die Forderung des Achtstundentages über Fransectistraße erschien ein Schußmann und fragte den Zimmerer Die Polizei beim Zimmererstreit. Auf einem Bau in der den Londoner Distrikt hinaus erhoben, d. h. auf der ganzen Linie polier, ob auf dem Bau gestreift werde. Das war allerdings nicht die Parole ausgegeben werden müsse: Wiederaufnahme der Fall. Ein auf dem Bau arbeitender Zimmerer richtete nun an der Arbeit 11 ur nach Bewilligung des Acht: stundentages. den Schutzmann die Frage, welches Interesse er denn daran habe, Obwohl es nicht zweifelhaft ist, daß diefe Parole in der Provinz zu erfahren, ob die Zimmerer hier streiken oder nicht? Na, meinte sehr populär ist, läßt sich doch noch nicht voraussagen, in wieweit damit Sie nicht am Arbeiten gehindert werden. Dem Beamten wurde be- mals beschäftigte Arbeiter Paul Kuffenack fiel heute Mittag von dem der Beamte, ich wollte nur wissen, ob Sie polizeilichen Schuh wünschen, Arbeiterrifiko. Der bei dem Bau des Kaiser Wilhelm- Denks fie aufgenommen werden wird. Es wird sich das wohl erst zeigen, deutet, daß man den unerbetenen Schutz dankend ablehne, da von den 4 Meter hohen Gerüst herab. Hierbei erlitt der Verunglückte schwere wenn sich die Aussichten des Kampfes besser überblicken lassen. streikenden Arbeitern nichts zu fürchten sei. Wie uns mitgetheilt wird, soll Kopfverlegungen und Hautabschürfungen. Vorläufig ist jedes Urtheil darüber verfrüht. Den Gewerkschaften dieser Fall nicht vereinzelt daftehen, sondern auf verschiedenen Bauten bewußtlos mittels Ropp'schen Krankenwagens in seine Wohnung Der Verunglückte wurde stehen große Mittel zur Verfügung, genug, um sie auf viele Wochen hinaus zu befähigen, die Streifunterstügung zu zahlen; aber und Bimmerpläßen ein ebensolches Angebot von polizeilichem gebracht. die Unternehmer wußten das vorher und würden bei dem flotten tämpfen stets mit größter Bereitwilligkeit, dem Wunsche der Unter der Haus- und Komtoirdiener Ernst Ulrich aus der ZionskirchSchutz erfolgt sein. Daß die Polizei bei ausgebrochenen Lohn- Im Alter von 61 Jahren arbeitslos geworden, hat sich Geschäftsgang schwerlich den Kampf aufgenommen haben, wenn sie nicht entschlossen und vorbereitet wären, ihn auf längere Zeit hinausnehmer folgend, die Streifbrecher vor etwa zu erwartenden Belästigungen straße 41 das Leben genommen. Der Mann war seit 9 Jahren in zu führen. Daß sie große Siegesgewißheit zur Schau trügen, läßt schüßte, ist bekannt; daß sie aber zum Schuße sich anboten, ist bisher sich jedoch nicht behaupten. Natürlich wollen sie zu dem Schritt noch nicht beobachtet worden. Herr Felisch hat ja in seiner Bau der Manufaktur- Großhandlung von Weffel, Schulte u. Komp. in der genöthigt worden sein. Die Industrie" könne die Mehrbelastung, gewerks- Zeitung" aus Anlaß des Maurerftreits in fehr beweglichen Poststr. 5 angestellt und nahm bei der Geschäftsinhaberin Frau Am Freitag wurde er welche der achtstündige Arbeitstag bedeute, absolut nicht tragen. triebenen und unbegründeten Lamentationen bei den Behörden jetzt wegen Trunkenheit Knall und Fall entlassen. Seit der Entlassung Tönen nach der Polizei gerufen. Fast scheint es, als ob seine über- Weffel eine Art Vertrauensstellung ein. Der Chef der Firma Siemens behauptet, diese Mehrbelastung komme einer Lohnerhöhung von 12/2 bis zu 17 pet. gleich. Wie Gehör gefunden haben. Nun, die zum Schuße der Arbeitswilligen trug er sich mit Selbstmordgedanken. Gestern Nachmittag ging er, er dies ausrechnet, ist nicht recht klar. Bon 54 auf 48 Stunden ist Bifeet tenen Bedinten werden sich überzeugen, daß es für sie im nährend eine Frau im gebenzimmer plättete, mit dem Bemerken eine Ermäßigung um den neunten Theil der bisherigen Arbeitszeit Bimmererstreit ebenso wenig zu thun giebt, wie bei anderen Ge- in das Hinterzimmer, daß er einen Augenblick ruhen wolle. Später und kann daher selbst bei gleicher Arbeitsleistung pro Stunde die legenheiten, wo klassenbewußte Arbeiter für die Besserung ihrer Deffnung ihren Mann als Leiche an der Thürklinke hängen. fand die Frau das Zimmer verschlossen und nach gewaltsamer Arbeit nicht um mehr als ein Achtel des bisherigen Preises verSeine Taubftummheit und die damit verbundene Schwierig. theuern. Und Vierblatt ist doch Hazardspiel! Bei der großen Berfeit, sich mit den Leuten zu verständigen, scheint dem 20 Jahre alten Im übrigen warten wir ab. Es ist der großartigste wirrung, die die in den legten Tagen gebrachte Meldung das Bildhauer Franz Ulrich aus der Pappel- Allee 14 das Leben verleidet Rampf, den die englische Maschinen- Industrie noch zu verzeichnen Vierblatt sei kein Hazardspiel", in den Kreisen der Gastwirthe und zu haben. Der junge Mann wohnte bei seinen Eltern und arbeitete hat. Er wird mit enormen Mitteln hüben und drüben geführt, von Spieler hervorzubringen geeignet ist, hielt es ein mit dem Ober- für eine Tischlerei in der Puttbuserstraße, hatte aber, weil er sich Organisationen, wie sie gleich stark in diesen Industrien bisher verwaltungsgerichts- Urtheile vom 7. d. M. und mit der demselben nicht verständigen konnte, wenig Beschäftigung, obwohl er ein ges unbekannt waren. Wie wichtig auch die Nachrichten aus Judien zu grunde liegenden Anklage genau bekannter Fachmann für ge- fchickter Arbeiter war. Am Montag Nachmittag lieferte er feine und vom Innern Afrika's find, ich glaube, dieser gewerkschaftliche boten, in der letzten Versammlung des Vereins Berliner Gastwirthe letzte Arbeit ab; seitdem ist er verschwunden. Da er oft über sein Kampf hat für England noch größere Bedeutung. Es ist die Blüthe, davor zu warnen, jene Anschauung sich anzueignen. das solideste Element seiner Arbeiterschaft, die er auf die Bühne davon, daß bereits zwei frühere verurtheilende Erkenntniffe in vermuthet man, daß er Hand an sich gelegt habe, seine Leiche ist Abgesehen Leiden geklagt und sich mit Selbstmordgedanten getragen hat, so ruft, und von seinem Verlauf und Ausgange kann das ganze politische dieser Frage vorlägen, sei die Schlußfolgerung, die in dem jedoch bisher nicht gefunden worden. Der Bermißte ist 1,60 Meter Leben des Landes die tiefgreifendsten Rückwirkungen erfahren.- Gerichtsberichte über den Fall des Schantwirths Hübner an dessen groß, hat dunkelblondes Haar, ein bartloses Gesicht und blaugraue Freisprechung geknüpft werde, eine irrige. Es habe sich in diesem Augen und trägt ein graues Jacket, eine dunkelblaue Hose, einen Brozesse hauptsächlich um die drei Fragen gehandelt, ob der Beklagte hellgrauen Schlapphut und Gummischuhe. dem Schneidermeister H., nachdem derselbe sein Geld verspielte, 50 M. zur Fortseßung des Spieles gab, sich selbst am Spiel Unerklärlich ist seinen Eltern und seinem Lehrherrn das Verbetheiligte, und ob die Behauptung des Angeklagten: Ein Kriminal- schwinden des 16 jährigen Glasbläser- Lehrlings Dito Krist aus der schuhmann habe ihm ausdrücklich erklärt, das Bierblatt sei kein Auflamerstr. 42. Der Lehrling hat am Dienstag gleich nach Feiers Hazardspiel, angefochten werde. Da lezteres nicht geschah, der abend fein Geschäft verlassen, ist aber nicht nach Hause gekommen, Beklagte auch den Einwand erhob, daß er nie selbst mitgespielt, sondern spurlos verschwunden. Da sonst nicht das geringste vorliegt, auch dem Schneidermeister H. die 50 Mart Darlehen so glaubt man, daß dem jungen Manne, der nervenleidend ist, ein Bekanntmachung des Berliner Magistrate. Die Lifte der feineswegs zum Weiterspielen gegeben babe, erkannte Unfall zugestoßen sei. Der Verschwundene ist 1,65 Meter groß und ftimmfähigen Bürger Berlins ist nach Vorschrift der§§ 19 und 20 bas Gericht auf Freisprechung unter folgender Begründung: Der fchlant, hat ein blaffes Gesicht, blondes Haar und blaue Augen, der Städte- Ordnung vom 30. Mai 1853 berichtigt und wird in der Fall mit dem Schneidermeister S. scheidet ganz trägt eine schwarze Joppe, eine braune Hose, braune Schuhe mit Zeit vom 15. bis einschließlich 30. Juli d. J. täglich von vormittags aus, denn die von dem Beklagten behauptete Meußerung der Polizei- Gummisohlen und einen weißen Strohhut mit schwarzem Bande und 9 bis nachmittags 3 Uhr in unserem Wahlbureau, Poststraße 16, beamten, das Bierblatt sei fein Hazardspiel, fei von dem Kläger ist besonders kenntlich an zwei haarlosen Narben am Hinterkopfe. 2 Treppen, Zimmer 57, öffentlich ausliegen. Während dieser Zeit nicht beftritten, Beklagter habe zwar mehrfach in seinem Lokale Ein Durchgänger. Das Pferd einer Fahrpreisanzeigers kann jedes Mitglied der Stadtgemeinde gegen die Richtigkeit der Hazardspiele( 17+4, Bierblatt) geduldet, doch seien die hierbei ge- Droschte ging vorgestern Nacht in der Friedrichstraße durch und lief Liste Einwendungen erheben. Dieselben müssen in der gedachten machten Einfäße nicht hoch gewesen. Der Gerichtshof habe hier die Straße in der Richtung nach dem Belle- Allianceplay entlang. Zeit schriftlich bei uns angebracht werden; später eingehende Ein- nach zu dem Beklagten das Bertrauen, daß er in Zukunft sein Ge- Vor dem Hause Friedrichstr. 41 wurde der Kutscher Fuhrherr May sprüche können nicht berücksichtigt werden. Es wird hierbei bewerbe mit aller Strenge den Gefeßen gemäß führen werde. Holzenburg vom Bock geschleudert und am linken Unterschenkel über. merkt, daß die Liste nach einer von uns vorgenommenen neuen Eintheilung der Wahlbezirke, welche noch der Genehmigung des Herrn Oberpräsidenten bedarf, zusammengestellt ist. Es ist indeffen gehilfen plant der Leipziger Verband deutscher Handlungsgehilfen. fchleuderte die Droschke gegen den Bauzann des Eckhauses und bes Die Gründung eines Genesungsheims für Handlungs- fahren. Führerlos lief nun das Pferd theils auf dem Straßens damm, theils auf dem Bürgersteig weiter. An der Besselstraße in den Listen und auf den Umschlägen derselben angegeben, zu Aus den Kreifen der Handlungsgehilfen wird hierzu geschrieben: schleuderte die Droschke gegen den Bauzann des Eckhauses und bes welchem Wahlbezirke alter Eintheilung die einzelnen Stadtbezirke Jn noch nie vernommenen Klagetönen wird jegt im Anschluß an Schädigte diesen. Durch ben starken Ruck wurde das Pferd von der bezw. Häuser gehören; daneben liegen allgemeine Uebersichten der diese Gründung die traurige Lage der Handelsangestellten geschildert. Belle- Allianceplatz zu, kehrte dann plötzlich um und rannte zur Droschte befreit und es lief anfangs die Straße weiter nach dem bisherigen und der neuen Wahlbezirks- Eintheilung zur Orientirung Dabei müssen wir uns aber erlauben anzufragen, ob es für die Geaus. Die Gesammtsumme aller für die Abtheilungsbildung zu bilfen nicht viel erfprießlicher wäre, wenn der Verband mit Leipzigerstraße hinauf, wobei es gegen einen Pferdebahnwagen an fammengetragenen Steuern beträgt 47 890 294,62 M. Nach der hier den von ihm vertretenen 49 000 Mitgliedern energisch für eine prate. Durch den Stoß brach das Pferd mit mehreren Vernach bewirkten Feststellung der drei Abtheilungen gehören zur I. Ab- Agitation zu gunsten des Achtuhr- Ladenschlusses sowie einer Ber- legungen am Kopfe und an den Beinen zufammen. Inzwischen theilung diejenigen Wähler, welche mindestens einen Steuer- fürzung der Arbeitszeit eintreten würde? Bei solchen Aktionen ist fonnte auf der Unfallstation I festgestellt werden, daß der betrag von 4851,00 m. zahlen; die II. Abtheilung beginnt der Leipziger Verband jedoch nie zu hören. Könnte er es doch da Rutscher mit leichten Quetschungen am Unterschenkel davonmit dem Steuerbetrage von 4845,20 m. und schließt mit einem durch auch mit seinen Gönnern, den Herren Chefs, verderben und gekommen war. Der Bondoner Gewerkschaftsrath hat, wie die Daily Chronicle" mittheilt, beschlossen, die Achtstundenbewegung Der Maschinenbauer zu unterstützen. Den Gewerkschaften soll ein Birkular zugehen mit der Weisung, die Streifenden zu unterstützen. Kommunales. folchen von 869,20 m. und der Silbe Ha ab, während die wie sollte er denn das Geld zu einem Genesungsheim zusammen be- Die berüchtigte Knochenmühle in der Greifswalderstraße III. Abtheilung mit dem Steuerbetrage von 869,20 m. und der tommen. Wir zweifeln feinen Augenblick, daß die Berliner Kauf- dürfte demnächst vom Erdboden verschwinden. Wie verlautet, hat Silbe He anfängt. Wir machen hiermit noch besonders darauf leute bereitwilligst das Geld beisteuern werden, wiffen sie doch ein Konsortium von Geldleuten ein größeres Terrain in der Greifs= aufmerksam, daß bei Berichtigung der Wählerliste in betreff des nur zu gut, daß der Leipziger Verband seine Hauptaufgabe darin walderstraße gekauft und auch Unterhandlungen mit der Besitzerin Wohnfißes der stimmberechtigten Personen in Berlin die von den fucht, ibnen billige, willfährige Arbeitskräfte zu liefern und bestrebt der Knochenmühle wegen Abtretung des Fabritgrundstückes an ist, seine Mitglieder von dem Gifte der Begehrlichkeit fern zu halten. geknüpft. Es steht zu hoffen, daß eine Einigung bezüglich des Vera *) Die Thatsachen, die unser Londoner Korrespondent meldet, wir aber benutzen die Gelegenheit, um den Handlungsgehilfen zu- faufs stattfinden wird. Auf dem betreffenden Grundstück soll sodann find zum theil auf grund telegraphischer Mittheilungen unseren zurufen: Schließt Euch den Kollegen an, die feine Rücksichten auf ein größeres Fabrikunternehmen errichtet werden. Lesern bekannt. Trotzdem glauben wir, wegen der interessanten die Geldspenden Eurer Chefs zu nehmen haben, die eifrig für jede Beleuchtung der Thatsachen durch unseren Korrefpendenten, den Brief Berkürzung der Arbeitszeit, für den Achtuhr- Ladenschluß eintreten. unverändert veröffentlichen zu sollen. D. Red. Eine gefeßliche Regelung der Arbeitszeit ist für den Handels: In bezug auf den wegen Kautionsschwindeleien verhafteten Raufmann Bernhard Löwenberg wird uns folgendes mitgetheilt: Löwenberg, welcher im Hause Landsbergerstr. 48 I, Ecke Katharinen Gerichts- Beifung. " fraße( nicht Ließmannstraße) wohnte, halte cin PatentverwerthungsBureau, verbunden mit einer in der Georgenkirchstr. 37 befindlichen der Lohnbewegung zufrieden und verlangt, daß alle diejenigen, welche. Metallwaarenfabrit. Das„ Bureau de Placement", welches fich noch zu 55 Pf. arbeiten, am Montag die Arbeit nicht eher aufnehmen, Wegen Uebertretung der§§ 10 und 11 des preußischen bis die Forderung von 60 Pf. bewilligt ist. Nach kurzer Debatte im Hause Landsbergerstr. 48, II, befindet, ist in den Händen einer Brekgesetzes vom 12. Mai 1851 war der Klempner Franz Bimmers wurde ferner beschlossen: Die erste Auszahlung der Streikunterftüßung Frau E. Blaurock und hat mit dem Löwenberg'schen Geschäft nichts mann vom hiesigen Schöffengerichte zu 9 M. Geldstrafe verurtheilt erfolgt am Mittwoch, sie wird vom zweiten Tage an gewährt in der gemein. Löwenberg hatte sich für sein Geschäft nach und nach worden. Auf die von dem Angeklagten eingelegte Berufung hatte Höhe von 2 M. pro Tag, für jedes Kind pro Woche 1 M. besonders. fünf Hausdiener engagirt, welche theils Geschäftseinlagen, theils sich am Sonnabend die 8. Straffammer des Landgerichts I mit der Feder arbeitende Zimmerer hat außer der 50 Pf.- Marte eine ExtraKautionen in Höhe von 600 bis 740 m. gestellt hatten. Mit dem Angelegenheit zu beschäftigen. Der Angeklagte hat, wie er zugiebt, marke à 50 Pf. zu taufen. Wer nur drei Tage in der Woche geGelde eröffnete er auch seine Fabrik, in welcher sich mehrere neue in einer Versammlung der Metallarbeiter, welche in Keller's Restaus arbeitet hat, braucht feine Extramarke zu nehmen. Mit einem Maschinen, auf welche er ca. 300 m. in Baar angezahlt hatte, be- rant in der Koppenstraße stattfand, eine Druckschrift verbreitet, in Hoch auf das Gelingen der Lohnbewegung endete die Versammlung. finden. An Beschäftigung für die Angestellten fehlte es natürlich welcher zum Abonnement auf den Vorwärts" aufgefordert wurde. faft gänzlich und die Fabrik war bisher nicht in Betrieb. Von den Nach Ansicht des Vorderrichters hätte er Die Charlottenburger Maurer hielten am 7. d. M. eine Von den Nach Ansicht des Vorderrichters hätte er hierzu auf grund öffentliche Bersammlung ab, in welcher Schulze einen Rückblick Hausdienern erstattete schließlich jemand die Anzeige und erfolgte der angezogenen Paragraphen da es sich um einen öffentlichen gab über den vergangenen Streik. Bei der Besprechung der allge darauf die Verhaftung des fauberen Spekulanten. Drt handelte polizeilicher Erlaubniß bedurft. Rechtsanwalt Hugo meinen deutschen Maurerbewegung von diesem Jahre machte der Straßensperrung. Der Michaeltirchplatz von der Melchior: Sonnenfeldt als Vertheidiger des Angeklagten gab zu, daß ein solches Referent die interessante Angabe, daß bis jetzt 14 000 Mann Straßensperrung. Der Michaeltirchplatz von der Melchior: Lofal fich als öffentlicher Ort darstelle und daß§ 10 des alten eine Stunde und 10 000 Mann eine halbe Stunde Arbeitszeitstraße bis zum Engel- üfer wird behufs Asphaltirung vom 12. dieses Breßgesetzes verlegt sein würde, wenn er noch vollständig in Geltung verkürzung errungen haben. Monats ab bis auf Weiteres für Fuhrwerte und Reiter gesperrt. Die Versammlung schloß sich. wäre; dieser Paragraph sei aber durch den§ 43 der Reichs- Gewerbe- den Beschlüssen der Berliner Maurer an: 3 M. Unterstüßung pro Unfälle im Straßenverkehr. Als die Grünkramhändlerin Ordnung in der Fassung vom 1. Juli 1883 bedeutend modifizirt; Tag an die Streifenden zu zahlen; jeder Arbeitende hat für 3 Tage Margarethe Martini am Donnerstag Vormittag mit ihrem Wagen dort heißt es, nach einem Antrage des Reichstags- Abgeordneten 50 Pf. und wer die ganze Woche beschäftigt ist, 1 M. zum Streitdurch die Pappel- Allee fuhr, fielen aus einem Korbe einige Kirschen Eugen Richter: in geschlossenen Räumen ist zur nichtfond zu zahlen. Im Verschiedenen wurde der Antrag anges dicht neben der Bordschnelle des Bürgersteiges auf den Straßen- gewerbsmäßigen Vertheilung von Druckschriften polizeiliche nommen damm. Der fiebenjährige Sohn des Arbeiters Albert Hinge in der Erlaubniß nicht erforderlich." Solche Wirthshäuser und Ver- Kollegen zwei Abende der Woche festzusetzen, wo zwei Solche Wirthshäuser und Ver- Stollegen alle geschäftlichen Angelegenheiten zu regeln haben. Pappel- Allee lief herzu und wollte die Kirschen aufheben. Dabei fammlungen feien, wie ein Amendement erläutere, als gerieth er unter den Wagen, wurde überfahren und trug einen Bein- fchlossene Räume anzusehen. Rechtsanwalt Sonnenfeldt beantragte pro Tag 3 Wochen lang mit 3 M. zu unterstützen, was einstimmig ges Dann wurde ein Antrag gestellt, die beiden Kommissionsmitglieder bruch davon. Er fand im Krankenhaus am Friedrichshain Auf- daher die Freisprechung des Angeklagten und ferner, da der Vorder- angenommen wurde. Hierauf forderte der Kassirer Bunge die BauIn der Alexanderstraße gerieth der Dienstmann von A- richter nur aus einem Rechtsirrthum angenommen habe, daß§ 10 deputirten auf, sich pünktlicher mit den gesammelten Geldern Sonnwarten aus eigener Unachtsamkeit unter einen vorüberfahrenden des preußischen Preßgesetzes vom 12. Mai 1851 noch in voller abends einzufinden, damit die Abrechnung beim Wochenschluß ges Geschäftswagen. Obwohl der Kutscher sofort auhielt, wurde der Geltung bestehe, auch die Uebernahme der Kosten der Bertheidigung macht werden kann. Eine recht rege Betheiligung an den Samm Dienstmann von dem Pferde doch mehrmals getreten und erlitt auf die Staatskaffe. Staatsanwalt Stachow II. fchloß sich aus lungen sei nothwendig, um die Streifenden unterstützen zu können. außer mehreren Hautabschürfungen im Gesicht eine Verrenkung der denselben Gründen diesem Antrage in allen Punkten an und der linken Schulter. Arbeiter- Bildungsschule. Die Bibliothet in der Nordschule, Gerichtshof erkannte, unter Aufhebung des erstinstanzlichen Urtheils, Brunnen ft r. 25, ift vom 1. Sult ab bis auf weiteres geschlossen; die noch ausdemgemäß. stehenden Bücher find umgehend Donnerstags abends von 9 bis % 10 1hr zurückzuliefern. Mitgliedsbeiträge werden an diesem Tage in der Nordfchule entgegengenommen, ebenso in folgenden Zahlstellen: Gottfr. Schulz, Admiralfir. 40a; Reut, Barnimftr. 42; Babtet, Rofenthalerfir. 67; leinert, Müllerstr. 7a; Paul Müde, Manteuffelstr. 128; 6. Röntgs, Dieffenbachstr. 30. Alle Buschriften sind an den Borsigenden Paul Müde jr., SO. Mans teuffelstr. 128, Geldsendungen an den Kassirer H. Königs, S. Dieffenbachstr. 30, zu senden. Raucherbund Berlins und der Umgegend. Aenderungen im Bereinstalender find zu richten an dermann Braunschweig, Dresdener, ftraße 80, 2. Sof. nahme. Urania. Für das wissenschaftliche Theater der Urania, Taubenstr. 48/49, wird in anbetracht des lebhaften Besuches der Beginn der Sommerpause noch etwas hinausgeschoben. Das Repertoir bleibt:„ Der Kampf um den Nordpol". Aus den Nachbarorten. Steglih- Friedenan. Am Dienstag. den 13. Juli cr., findet im Schwarzen Adler" in Steglik. Albrechtstr. 125, eine öffentliche Boltsversammlung statt, in der Genosse 3ubeil über Betheiligung an den Landtagswahlen sprechen wird. Unter anderen wird auch die Kommission, die die Errichtung eines Gewerbegerichts fördern follte, Bericht erstatten. Der wichtigen Tagesordnung wegen werden die Genoffen und Genoffinnen gebeten, in dieser Versammlung pünktlich zu erscheinen, da wegen der Polizeistunde pünktlich ge schlossen werden muß. Der Vertrauensmann. in Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Borsigender Ad. Neumann, Brunnen 150. Alle Aenderungen im Vereinskalender sind zu richten an Samariter Rurfus für Arbeiter und Arbeiterinnen. Montag, ben Briebrich Kortum, Manteuffellir. 49, v. 2 Er. Algemeine Familien- Sterbekasse. Geute Bahltag: Ackerstraße 128 bet Privat Theatergesellschaft Erika. Montag, den 12. b. M., abends. Uhr, Eigenthümliche Erfahrungen mußten mehrere Tamen machen, obwaltenden Umstände zur Freisprechung des Angeklagten und Sigung im Restaurant Nowack, Manteuffelstraße 9. Vermischtes. Das polizeiliche Tanzverbot für die Nacht vom 1. zum 2. Tage eines der drei hohen christlichen Feste beschäftigte heute wieder einmal die dritte Straffammer am Landgericht II. Der Turnverein Frisch frei" in Rummelsburg feierte am Abend des ersten Weihnachtsfeiertages sein Stiftungsfest im Saale des Gast wirths Rudolph Weigelt. Der Verein hatte hierzu die polizeiliche Erlaubniß für die Zeit von 612 Uhr abends bis 2 Uhr nachts erhalten, indessen war dabei das Tanzen ausdrücklich untersagt worden. Als aber die Mitternachtsstunde geschlagen hatte, da wurden trotz des Verbotes Tische und Stühle bei Seite geschafft und die Beine nach den Klängen der Musit in rhythmnische 12. Jult, abends 8 1hr, in Cohn's Festfälen, Beuthstr. 20: Bortrag des Herrn Bewegung gebracht. Für diese Uebertretung wurde einzig Dr. Friedeberg über Bergiftungen, Erfiidungen und verfchtebene Formen ber und allein der Saalwirth Weigelt verantwortlich gemacht. Derselbe Bewußtlosigkeit. erhielt ein Strafmandat über 5 M., doch erhob er gegen daffelbe Diete Einspruch. Das Schöffengericht gelangte unter Berücksichtigung der die sich bei der jüngsten Sigung der Gemeindevertretung von Nix beschloß auch, demselben die nothwendigen Auslagen einschließlich dorf als Zuhörerinnen eingefunden hatten. Der Vorsitzende belehrte der Gebühren der Vertheidigung aus der Staatskasse zu erstatten. dieselben nämlich, daß nach den Bestimmungen der Landgemeinde- Gegen dieses Urtheil legte die Amtsanwaltschaft Berufung ein. Auch Ordnung nur männlichen Personen das Recht zustehe, den Eisenbahn- Unfälle in Frankreich. Der Süd- Expreß wenn in der zweiten Justanz versuchte der Vertheidiger geltend zu hat am 9. d. M., vormittags 10 Uhr, im Tunnel von Moufferolles auch öffentlichen Verhandlungen beizuwohnen. Pflichtschuldigst, machen, daß die angezogene Regierungs- Verordnung, welche ein schreckliches Unglüd veranlaßt. Regierungs- Verordnung, Er hatte eine be= wenn auch höchlichst verwundert, räumten die Damen den Saal. das Tanzen und alle sonstigen öffentlichen Luftbarkeiten am trächtliche Berspätung und so tam es, daß er gegen alle Der Wafferstand der Oberspree ist gegenwärtig außer ersten Tage der drei hohen Feste verbiete, hier nicht an Voraussicht in dem Tunnel mit dem von Bayonne gewöhnlich hoch. Die Wiesenbesitzer und Graspächter von Köpenick Nachweis zu führen, es sei am 1. Feiertage" getanzt worden. Daß dem Tunnel beschäftigt waren und hiervon keine Ahnung hatten, wendbar sei, da ja nicht einmal der Versuch gemacht werde, den kommenden Personenzuge kreuzte. Drei Bahnarbeiter, die in bis Fürstenwalde sind dadurch in eine üble Lage gerathen. An vielen Stellen steht das Wasser fußhoch auf den Wiesen, so daß der Tanzen am 2. Feiertage falle dagegen nicht unter die Verordnung wurden daher, da sie infolge des von dem einen Zuge verursachten Grasschnitt überhaupt noch nicht beginnen konnte, und wo dies und sei daher auch nicht strafbar. Der Staatsanwalt zog aber eine Lärms den andern nicht herankommen hörten und sich nicht mehr möglich, werden die Grasmäher zu einer unfreiwilligen Kneipfur ge- andere Verordnung heran, welche bestimmt, daß öffentliche rechtzeitig in Sicherheit bringen konnten, überfahren. Zwei von ihnen zwungen, da fie bis zum Knie im Wasser stehen müssen. Schlimmer Bergnügungen am zweiten Feiertag nicht vor drei Uhr sind Familienväter. Die Staatsanwaltschaft hat eine genaue Unterfind aber noch viele Pächter daran, die für ihr Pachtgeld doch das nachmittags beginnen dürfen. Demgegenüber legte nun der Bersuchung eingeleitet, um festzustellen, wen die Verantwortung für nöthige Grünfutter für das Bieb einheimfen möchten. theidiger eine Entscheidung des Kammergerichts aus jüngster Zeit das Unglück trifft. Aus Nancy wird gemeldet, daß am 8. b. M. wenigstens nicht leer auszugehen, läßt man das Gras in feuchtem vor, nach welcher sich die vom Staatsanwalt in zweiter Reihe heran: Nachmittag ein von dort nach Longnyon fahrender Güterzug in der Zustande fortschaffen. Man führt den abnorm hohen Wassertano gezogene Verordnung nur auf die äußere Heilighaltung des Festtages be- Nähe von Mars- la- Tour entgleist ist. Lokomotive und Tender auf das Hochwasser zurück, das in diesem Frühjahr den Spreewald siehe. Diese komme hier nicht in Frage, denn das Lokal, in welchem getanzt türzten eine Böschung hinunter. Der Maschinist Goeury und der heimsuchte und dort ebenfalls großen Schaden verursachte. wurde, lag abseits von anderen Wohnungen und war ganz umbaut, Heizer Koell fanden hierbei den Tod. Der Zugführer Renaud wurde so daß die äußere Ruhe des Festtages in keiner Weise gestört worden lebensgefährlich verlegt. Ueber die Ursache des Unglücks weiß man sei. In zweiter Reihe sei in betracht zu ziehen, daß es sich hier um noch nichts Näheres, doch scheint dasselbe auf einen Achsenbruch eine gefchloffene Gesellschaft handelte, auf welche beide Verordnungen zurückzuführen zu sein. nicht zutreffen. Der Gerichtshof schloß sich den Argumenten des Bertheidigers an und erkannte auf Verwerfung der Berufung der Staatsanwaltschaft. Auch für die zweite Instanz wurde der Ersatz der baaren Auslagen des Angellagten beschlossen. Um In der Angelegenheit des vermisten Kindes, der Martha Wahrendorf, ist es der Polizeibehörde bisher noch nicht gelungen, irgend welche Aufklärung zu schaffen. Der Verdacht, der Entführung und Ermordung sich schuldig gemacht zu haben, fiel auf einen Kellner, doch hat sich dessen völlige Unschuld bei seiner gestern er folgten Festnahme und Vernehmung herausgestellt. Der bekannte Sigennerhauptmann Petermann hat in Luckenwalde das sogenannte Bürger- Kasino gekauft, um dortselbst eine Roßschlächterei zu etabliren. Der bisherige Besitzer des Bürger Rafinos fonnte auch im Klagewege eine Konzession für das Lokal nicht erhalten, sodaß es für ihn werthlos wurde. Winde. Briefkasten der Redaktion. Die juristische Sprechstunde findet Montags, Dienstags Freitags und Sonnabend 3, abends von 7-8 hr statt. A. A. Jeder hohe Schornstein schwankt bei normalem Bau im' Till Eulenspiegel foll 1350 im Lauenburgischen begraben worden sein. Friedenau. Besten Dank für die Mittheilung. Leider nicht zu verwerthen, da uns Bengen in der Sache fehlen. Kortum, Manteuffelstr. Veröffentlichung erfolgt nächste Woche. Zwei Streitende. Das 19. Jahrhundert endet mit dem 31. Dezember 1900 und das 20. beginnt am 1. Januar 1901. Erbrecht rücksichtlich der von ihr Unterstützten. M. 83. 1. Ja. 2. Nein. 3. Die Armendirektion hat ein gesetzliches 9. Hahn. Der erste von Ihnen beiden hat recht. Halberstt. H. Nein. O. N. Venus ist schon 1874 durchgegangen. Wehrmann. J. V. Leider bleibt nichts anderes übrig. als abwarten Sl. Po. Kommen Sie gelegentlich zu uns. Pf. Oh. Die Strafen sind selbstverständlich abtheilungsweise aufammenzuziehen. Witterungsübersicht vom 10. Juli 1897. Eine verstümmelte mäunliche Leiche ist am Donnerstag bei Ter Oberführer der freiwilligen Feuerwehr in Weißenfee Nieder- Schöneweide in der berspree gefunden worden. Allem An- und Vollziehungsbeamte der Ortskrankenkasse daselbst, Steindrucker fchein nach handelt es sich um einen etwa zwanzigjährigen Menschen, Emil Falk, stand gestern unter der Anklage des Betruges, der der unter die Schrauben der dort zahlreich verfehrenden Personens schweren Urkundenfälschung und der Unterschlagung in sieben Fällen dampfer gerathen ist. Mehrere große Wunden sind am Kopfe sowie vor der zweiten Straffammer am Landgericht II. Der Angeklagte am Halse vorhanden, die Arme und Beine zeigen mehrere Brüche auf, hat als vereidigter Beamter der Ortskrankenkasse eine ganze Reihe ebenso ist das Genic gebrochen. Merkwürdigerweise ist die Leiche von Unterschlagungen und Fälschungen von Listen und Registern bis auf einen Fuß, an dem sich noch der Schuh und Strumpf be- begangen, da hierbei aber die amtliche Eigenschaft in Frage kommt, finden, unbekleidet. Nachdem das Köpenicker Gericht einen Lokal- jo kommt die Sache vor dem Schwurgerichte zur Verhandlung. Die termin abgehalten, ist die Staatsanwaltschaft am Landgericht II heute vorliegenden Delifte berührten nur Privatinteressen, weshalb Berlin benachrichtigt und der räthselhafte Todte einstweilen in der diefelben um damit den Schwurgerichtsapparat nicht zu belasten Köpenicker Leichenhalle untergebracht worden. besonders verhandelt wurden. Falt hat sich bei dem Restaurateur Tabbert 150 M. unter dem Vorgeben geliehen, er habe eine Anstellung bei der Tiefbau Berufsgenossenschaft" in Aussicht, müsse jedoch Kaution stellen. Als Tabbert aber einige Zeit nach Hergabe des Geldes die Quittung der Berufsgenossenschaft sehen wollte, fälschte er eine solche und schrieb die fingirten Namen dreier Direktoren darunter. Diese Quittung zeigte er dem Tabbert vor. Mit der Kassirung des sogenannten ,, Grünen Weges", In seiner Eigenschaft als Oberführer der Feuerwehr hat der uralten, über die Ostseite des Tempelhofer Feldes der Angeklagte Gelder unterschlagen, die ihm zur Beschaffung Stationen. führenden Verbindungsstraße zwischen Nixdorf und Tempelhof, deren von Montirungs und Ausrüstungsstücken anvertraut Berlegung vom Militärfistus schon seit Jahren: dringend gewünscht ferner Gratifitationen, welche Feuerversicherungs- Gesellschaften der wird, hat sich jetzt die Gemeindevertretung von Rigdorf in ihrer Wehr überwiesen hatten u. dergl. mehr. Die Summe der Unterlegten Sigung bedingungsweise einverstanden erklärt. Die Gemeinde Schlagungen beläuft sich auf etwa 350 M. Von der Beschuldigung Swinemünde willigt jedoch nur dann in die Kassirung des Weges ein, wenn an des Betruges mußte der Angeklagte freigesprochen werden, weil der stelle deffelben vom Militärfistus eine zwanzig Meter breite ge- Restaurateur Tabbert erklärte, er würde das Geld auch ohne die pflasterte Straße hergestellt wird, welche am östlichen Theile des falsche Vorspiegelung bergegeben haben. Wegen der übrigen VerTempelhofer Feldes entlang führend, sich füdlich bis zur Ringbahn geben wurde Falk zu sechs Monaten Gefängniß verurtheilt. München. erstreckt, diese mittels einer herzustellenden Ueberbrückung an der Tempelhof Rigdorfer Grenze. überschreitet, dann in die KnesebeckHaparanda straße einmündet und von dieser aus in den Tempelhofer Weg überPetersburg geht. Auch die Gemeinde Tempelhof foll geneigt sein, der Ver legung des Grünen Weges" ihre Zustimmung nicht zu versagen, falls der Militärfistus in der oben angedeuteten Weise sich zur Hers stellung einer neuen Straße bereit erklärt. 3 Versammlungen. waren, Hamburg Berlin Wiesbaden Wien ino anga Barometer ftand in mm, d. Meeressp. 28 Windrichtung Windstärke Wetter Temperatur nach Celfus ( 50.= 40R.) 763 B • woltig 16 764 • MSM B bedeckt 16 764 WNW 3 bedeckt 17 765 · NO 1 bedeckt 17 767 1 wolkig 18 764 Still halb bedeckt 19. 763 M 4 wolfenlos 12 759 SM 1 wolkig 13 769 SW 2 heiter 14 767 2 halb bedeckt 15 767 N 1 wolkig 15 $ Wetter Prognofe für Sonntag, den 11. Juli 1897. Die Zimmerer waren am Freitag in großer Zahl im Cort. Keller'schen Saale versammelt. Als erster Punkt stand die Disfuffion Abecdeen. über den in voriger Versammlung erstatteten Raffenbericht über den Baris. Streitfonds auf der Tagesordnung. Wesentliche Einwendungen Die Raupen richten in diesem Sommer in den Vororten lastet. Dann gab Fischer den Situationsbericht über den Stand wurden nicht gemacht und die Kommission ohne Widerspruch ent Berlins wieder arge Verwüstungen an. Man sieht Gärten, in denen des Streits:& haben bis jetzt 157 Unternehmer mit etwa 1500 Ge- westlichen Winden; teine erheblichen Niederschläge. die Bäume nicht ein einziges Blatt mehr aufweisen, sondern nur sellen den Stundenlohn von 60 Pf.. bewilligt. Ein Theil der noch ihre kahlen Aeste und Zweige zeigen. Sehr arg ist es it. a. fingerlang und fingerdick sind. Ein wenig wärmer, theils heiter, theils wollig bei schwachen Berliner Wetterbureau. ( Bahlstelle 4). daß 285/13 Filiale Wir bringen den Kollegen hiermit August Radke plötzlich verstorben ist. in Friedenau. Ein fleines Birkenwäldchen hinter der neuen Rad- Unternehmer hat versprochen, die Lohnerhöhung am Montag rennbahn ist ganz und gar so fahl geworden, daß es ein ganz ab- Bimmerer dem Streit bisher nicht angeschlossen haben. Wenn diese Verein deutscher Schuhmacher| Verb. d. in Holzbearbeitungseintreten zu laffen, weshalb sich die bei denselben arbeitenden sonderliches Aussehen bekommen hat. Auch anderweitig ist die Plage hier start. Die Gemeinde hat daher bereits Arbeiter angenommen, der betreffenden Meister zu erwarten ist dann wird das Bild Versprechungen erfüllt werden was wenigstens von einem Theil um die Raupen abfangen zu lassen. Diese haben sich infolge der Den Mitgliedern zur Nachricht, das fabriken und auf Holzplägen trockenen Witterung nicht blos der Bahl, sondern auch ihrer Größe noch ein wesentlich günstigeres. Die Zahl der Streifenden ist in unser Mitglied besch. Arbeiter Berlin I. folge Bewilligungen von 773 650 nach außerordentlich flart entwickelt; man sieht Exemplare, die Cifutation set all eine recht nie ufo bergegangen die Hermann Schulz fei also günstige und würden wohl diejenigen, welche in voriger Versammlung den Streit nicht für aussichtsvoll im Alter von 28 Jahren an der zur Kenntniß, daß unser Mitglied Ein raffinirter Einbruchsdiebstahl wurde gestern in der hielten, nunmehr zu einer anderen Meinung gekommen sein. Einzelne Beerdigung findet statt am Sonntag, Proletarierkrankheit gestorben ft. Die Wohnung des Fräulein Hahn in Pankow, Heinstr. 8, 3 Treppen, Unternehmer hätten wohl aus Anlaß des Streiks Lohnerhöhungen nachmittags 5 1hr, von der Leichen: verübt. Als Fräulein H. von einem Besuche aus Berlin nach Hause bewilligt, ohne sich jedoch zur Zahlung eines Minimallohnes von Halle des Emmaustirchhofes in Rirdorf. zurückkehrte und die Korridorthür öffnete, stürmte aus ihrer Woh 60 Pf. au verstehen. In dem größten hiesigen Baugeschäft von Um zahlreiche Betheiligung ersucht nung ein junger Mann heraus und rannte eiligst die Treppe hin- Held n. Franke rube die Arbeit vollständig, nur etwa 20 Zimmerer Der Vorstand. unter. Fräulein H., welche sofort die Situation überschaute, rannte arbeiten noch dafelbst. Bei energischer Weiterführung des Streiks Für die überaus große Theilnahme dem Einbrecher nach und rief laut um Hilfe. Auf der Straße sei ein baldiger Sieg zu erwarten. Der Redner bemerkte und vielen Beweise der Liebe und Ver gelang es einigen beherzten Männern, den Flüchtling zu ergreifen. ferner, Bericht, welchen die Volts Beitung" über ehrung beim Begräbniß meines lieben Nach einer tüchtigen Tracht Prügel wurde er nach dem Amtsbureau die vorige Versammlung gebracht hat, fet so entſtellt unvergeßlichen Mannes, unseres guten gebracht, wo er sich als der 24jährige Schlosser S. aus Berlin wie man es von dieser Zeitung bisher nicht gewohnt war. sorgsamen Vaters, des Gastwirths legitimirte. In seinen Taschen fand man Schmucksachen im Werthe Die Arbeiter würden gut thun, nur solche Zeitung zu lesen, welche Franz Clauß von 100 m., dem Fräulein H. gehörig, vor. Eine goldene wahrheitsgemäß über die Arbeiterbewegung berichtet. Nach Schluß fagen wir allen Freunden, Verwandten Remontoir Uhr, welche an der Wand hing, muß der Einbrecher auf der Diskussion, die nichts Neues bot, wurde folgende Resolution und Bekannten unsern herzlichen Dank. der Flucht fortgeworfen haben. angenommen: Die Versammlung ist mit dem bisherigen Resultat Die tranernden Hinterbliebenen. ber " Die Beerdigung findet hente, Soun tag, nachmittags 5 Uhr, von der Leichenhalle des Köpnicer Kirchhofes bei Spindlersfelde statt. 11m rege Betheiligung bittet Der Vorstand. Treffpunkt Schlesischer Bahnhof nachmittags 3 Uhr. Vereinszimmer, 30-50 Personen, einige Tage 3. verg. Dressler, Forsterstr. 36. Kanarienhähne, feine Vorschläger, vert Krebs, Röpniderstr. 154a, 4 Tr. v. Zimmerer Berlins n. Umgegend! Achtung! 6. Wahlkreis. Achtung! Montag, den 12. Juli 1897, abends 8 1hr: Große öffentliche Generalversammlung in Keller's Sälen, Koppenstr. 29. Tages Ordnung: 1. Stellungnahme zu dem von den Unternehmern errichteten Arbeitsnachweis. den Stand des Streits.. 3. Diskussion. Sonntag, den 11. Juli, im Jägerhaus, Schönhauser Allee 102: Grosses Volks- Fest 2. Situationsbericht über 220/ 7* Kameraden! Da vom Montag ab nur auf dem Unternehmer Nachweis angestellt werden soll, ist es Eure heiligste Pflicht, diese Versammlung zu besuchen. Einmüthig müssen wir Protest erheben gegen derartige Anschläge des Unternehmerthums. arrangirt von den Parteigenossen der Schönhauser Vorstadt. Instrumental- Konzert. Turnerische Aufführungen. Auftreten des Artistenklubs ,, Eiche". Zimmerer Charlottenburgs und Umgegend. Korio des Arbeiter- Radfahrervereins. Epezialitäten- Vorſtelling. Levende Bilder. Dienstag, den 13. Juli, abends 8 Uhr: Große öffentliche Versammlung im Lokale Bismarckshöhe, Wilmersdorferstr. 39. Tages Ordnung: 1. Situationsbericht über den Stand des Streits in Charlottenburg.- 2. Die Einwirkung des UnternehmerNachweises auf unsere Lohnbewegung. 3. Diskussion. Pflicht aller Kameraden von Charlottenburg und der westlichen Vororte ist es, die Versammlung zu besuchen. Die Lohnkommission. NB. Von Montag ab geschieht die Abstempelung der Streiftarten für Charlottenburg, Wilmersdorf und Schöneberg im Lokale von Leder, Bismarfstr. 77. Für Berlin und die anderen Vororte nach wie vor Grenadier str. 33. Sämmtliche Streikende haben sich Montag früh 8 Uhr in oben genannten Lokalen zur Flugblatt Verbreitung einzufinden. Achtung! Bildhauer. Berd. d. ind.Kürschneeibeſch. Durch Schließung des Lokals Annen str. 16 ist das Arbeiter und Arbeiterinnen Berlins und Umgegend. Verkehrslokal von jest ab Köpnickerstr. 62 bei Herrn Zöls. Montag, den 12. Juli, ab. 8 Uhr, Daselbst auch Stellenvermittlung. Telephon- Anschluß. Dienstag, den 13. Juli 1897, im oberen Saal: Versammlung. I Zentral- Verein der Bildhauer( Verivaltungsstelle Berlin). Der Vorstand. Tapezirer! 22/7 Mitgliederversammlung im Lotal d. Herrn Feind, Weinstr. 11. Tagesordnung: 1. Vortrag des Kollegen Riem: Stück und Zeitlohn. 2. Abrechnung des 1. Quartals, 2. Jahrgang. 3. Ver: schiedenes. 93/13 Der Vorstand. Grosse öffentliche Versammlung. Strantenunterſtützungs- u. Be180/4 Montag, den 12. Juli, abends 8 Uhr, in den Armin- Hallen, Kommandantenstr. 20. Tages Ordnung: 1. Bericht der Einigungskommission. 2. Gewerkschaftliches. Um zahlreiches Erscheinen der Kollegen ersucht Maler! Die Kommission. gräbnißkasse der Lederzurichter Berlins( E. H. Nr. 50). Sonntag, den 18. Juli, vorm. 11 Uhr: General- Versammlung bei Feind, Weinstr. 11. Tagesordnung: 1. Rechnungslegung vom 2. Quartal 1897. 2. Geschäftliche Mittheilungen. Dienstag, den 13. Juli, abends pünktlich 8 1hr, in den 30536 Der Vorstand. G. Busse. Armin- Hallen, Kommandantenstr. 20: General- Versammlung der Vereinigung der Maler und verw. Berufsgenossen Filiale Berlin I. 125/7 Tages Ordnung: 1. Vortrag. 2. Abrechnung vom letzten Quartal 3. Eventuelle Wahl des Gesammt- Vorstandes. 4. Verschiedenes. NB. Mitgliedsbuch ist mitzubringen. Der Vorstand. Achtung, Maurer! Drts- Krankenkasse des Maurer- Gewerbes. Dienstag, den 13. d. Mts., abends 81/2 Uhr, bei Buste, Grenadierstr. 33: Außerordentliche Generalversammlung. Tages Ordnung: Abänderung des§ 2 Ziffer 3 des Statuts. Streichung der Worte: sowie der Handlungsgehilfen und 2958b Berlin, den 1. Juli 1897. Der Vorstand. A. Daehne. A. Kelpin. Donnerstag, den 15. Juli, abends 8 Uhr, in Gründel's Lehrlinge. Saal, Brunnenstrasse 188: Große öffentliche General- Versammlung aller auf dem Boden der Vertrauensmänner- Zentralisation stehenden Maurer. Tages Ordnung: 1. Bericht der Delegirten F. Kater und C. Blaurock bom Kongreß der auf dem Boden der Vertrauensmänner- Zentralisation stehenden Gewerkschaften Deutschlands zu Halle a./S. 2. Diskussion. 3. Wahl eines Vertrauensmannes für die Berliner Maurer. 4. Gewerkschaftliches. Freie Kranken- u. Begräbnißkasse der Schuhmacher u. Berufsgenossen Berlins ( E. H. 27). Kollegen! Die Wichtigkeit der Tagesordnung erfordert bas Gr: General- Versammlung scheinen aller von unserem Prinzip überzeugten Kollegen. Also, alle Mann am Play! Der Vertrauensmann: C. Blaurock. 281/10 Montag, den 19. Juli 1897, abends 8 Uhr, Alte Jakobstr. 83. Teges- Ordnung: Verein deutscher Schuhmacher. General- Versammlungen am Montag, den 12. Juli, abends 8 1hr. Zahlstelle I bei Wilke, Andreasstr. 26. Vortrag. Bahlstelle II bei Lange, Dragonerstr. 15: Vortrag. Bahlstelle III bei Ebert, Stommandantenstr. 72. Vortrag. Bahlstelle IV bei Roll, Adalbertstr. 21: Vortrag. Bahlstelle V bei Babiel, Rosenthalerstr. 57. Bahlstelle Schöneberg bci Obst, Grunewaldstr. 110. Bahlstelle Friedrichsberg bei Fuchs, Frankfurter Allee 49. In sämmtlichen Versammlungen: Abrechnung pro 2. Quartal. Um zahlreichen Besuch bitten Die Bevollmächtigten. Achtung! Decateure. Achtung! Oeffentliche Versammlung am Dienstag, den 13. Juli, abends 8 Uhr, Alte Jakobstraße 83. Tagesordnung: 1. Vortrag des Genossen Waldeck Manasse über: Götter und Gözzen. 2. Bericht des Vertrauensmannes, Bericht der Revisoren, Neuwahl des Vertrauensmannes. 3. Verschiedenes. Zahlreichem Besuch der wichtigen Tagesordnung wegen sieht entgegen Der Vertrauensmann. 11/11 Achtung! Freie Vereinigung der Zivil- Berufsmusiker Berlins und Umgegend. Musik zu allen Privat- und Vereinsfestlichkeiten, vom Klavier bis zum grössten Orchester. Prompte Ausführung. Bestellungen werden täglich mündlich von 10 bis 1 Uhr, sowie schriftlich und per Telephon entgegengenommen, 50/16 Restaurant Babiel, Rosenthaler Strasse 57. Telephon Amt III 1296. Achtung! Rixdorf. Achtung! 1. Vierteljährlicher Kassenbericht. 2. Wahl eines Ausschußmitgliedes. 3. Innere Stassenangelegenheit. Der Borstand. 30566 Leder- und Galanterie- Arbeiter. Am Montag, den 12. d. M., abends 82 Uhr, im Zotale des Herrn Roll, Adalbertstr. 21: Branchenversammlung. Tages Ordnung: 1. Bortrag. 2. Wahl eines Ver: trauensmannes. 3. Verschiedenes. 27/12. Die Vertrauensleute Auktion 30556 pro Monate Mai und Juni 1896, am 15. und 16. Juli cr., nachm. 2 Uhr. L. Regen, Gr. Frankfurterstr. 121. Abessynier- Brunnen für Feld und Garten, Druckpumpen, Nohr, Sauger, Stühle, Laternen, Drahtgewebe, Gitter, Lauben, Bläne, Oefen, Kochmaschinen, Elektrische Anlagen, Drähte, Wand: ärme, Ronen, Stallfenster, Raufen, Wasserreservoire, Gas- Verbindungsstücke, Nuteisen, verkauft billig Carl Kauffmann, Grimm traße 29, am itrban. Mittwochs, Sonnabends u. Sonntags IF Billige Dampfer- Extrafahrten 3 Am Dienstag, den 13. Juli 1897, abends 8% Uhr, bei Mondschein Fahrt. Mittwochs und Kummer, Berlinerstrasse 55: zum Müggelsee und Teufelssee, fowie Hirsdigarten. Abfahrt von der Felsenterraffe ait der Schillings: brüde. Sannabends, abends 9 Uhr: Sonnabends um 2 Uhr nachm., Sonn tags um 9 Uhr vorm. und 2 Uhr abends. Preise: 40 Pfg. hin und Fahrt, 60 Pig. hin und zurück. Dampfer verden billigst vermiethet. Keddig, dr. Friedrichshagen, Seestraße 44. General- Derlammlung nacht. Ritfahrt nach 7 bezw. 8 Uhr des Sozialdemokratischen Bercius ,, Vorwärts zu Rixdorf. Tages- Ordnung: 1. Vierteljahresbericht des Vorstandes und Kassirers. 2. Stellungnahme zur Landtagswahl. 3. Fortsetzung der Diskussion über Landagitation, welche in voriger Versammlung nicht erledigt werden konnte. 4. Vereinsangelegen Um Mitglieder aurid. Sanntags 40 B. einfache 30346 Fackel- Polonaise. Volksbelustigungen verschiedener Art. Von 4 Uhr an: Tanz. Herren, welche daran theilnehmen, zahlen 50 Pfennig nach. Die Kaffeeküche ist von früh an geöffnet, Liter 60 Pf. Anfang früh 8 1hr. Billet 20 3f. Das Comité. Freie Volksbühne Sonntag, 18. Juli, von morgens 8 Uhr ab im Schloss Weissensee Grosses Sommer- Fest. und Gäste. Entree im Vorverkauf und an der Kasse 20 Pf. für Mitglieder Ausserordentlich reichhaltiges Programm. Von morgens ab Vokal- und Instrumental- Konzert von Zivil- Berufsmusikern unter Leitung des bewährten Dirigenten Herrn Grass und unter gütiger Mitwirkung einer Anzahl Vereine des Arbeiter- Sänger- Bundes unter Leitung des Dirigenten Herrn Lange. Reichhaltiges Spezialitäten- Programm. 1. Auftreten eines Seilläufer- Paares auf dem über den See gespannten 2. Drahtseil. See- Theater: Komiker, Spezialitäten, Chansonetten- Vorstellung in künstlerischer Ausführung, Auftreten des Geigenvirtuosen Zigeuner Gyula Mischka. 3. Volksspiele, Jugendspiele, Preis- Wettkegeln, Kasperle- Theater mit neu einstudirten Kinderkomödien. 4. Beim Schützenwirth am See: Zither- Konzert u. Schnadahüpfl- Sängerkrieg. 5. Ein Schützenfest in Sistrans in Tirol. Schützenplatz und WirthshausScene. Festzug. Eine Verlobungsfeier in der Schenke zu Sistrans unter Mitwirkung der Tyroler Sänger- Gesellschaft Berliner Edelweiss" und der bewährten Schuhplattler Herrn Staudinger und Fräulein Nanni Hofer sowie des Jodler- Seppl, verbunden mit dem Brande der Sistranser Pulvermühle am See. 6. Riesen- Land- u. Wasser- Feuerwerk, ausgeführt vom Pyrotechniker Herrn Bock. 7. Bal champêtre, von 4 Uhr ab geöffnet. Für genügende Beförderung des Publikums durch Ringbahn, Pferdebahn und Kremser ist Sorge getragen. Die Mitglieder werden gebeten, im Interesse des Vereins für einen zahlreichen Besuch des Festes Sorge zu tragen. Billets à 20 sind bei den Ordnern des Vereins, in sämmtlichen Zahlstellen und beim Kassirer zu haben.. Mitglieder der Arbeiter- Sanitätskolonne und ein Arzt sind anwesend. Der Vorstand. I. A.: G. Winkler. 231/10 Allen Freunden und Bekannten theile mit, daß ich Schwartzkopff- Strasse Nr. 11 eine Restauration eröffnet habe. Geräumiges Lofal mit Billard. Kalte und warme Speisen zu jeder Tageszeit. Um geneigten Zuspruch bittet Eugen Ernst. Den geehrten Vereinen und Gesell: 30076 fchaften empfehle meinen aufs beste eingerichteten Saal zu Versammlungen und Festlichfeiten. Vereinszimmer zu Sizungen für 30-40 Perfonen. A. Wieczorek, Vorstädtisches Kasino, Ackerstraße 144. Sonnabende u. Sonntage Charlottenburg. Brauerei Gambrinus Wallstr. 94. Bismarckstr. 22. Eröffnung der Sommer- Saison. Täglich Konzert, Theater und Spezialitäten- Borstellung. Im Saal: Grosser Ball. Die Kaffeeküche ist von 2 Uhr geöffnet. 2 Kegelbahnen.[ 19972* Die Direktion. Charlottenburg, Bismarckshöhe, Wilmers. Heute, Sonntag: derferstraße 39. Konzert und Spezialitäten- Vorstellung. Jin Saale: Grosser Ball. 2 neue Kegelbahnen. Die Kaffee: fiche steht den werthen Gästen von 2 Uhr ab zur Verfügung. Hierzu ladet ergebenst ein H. Wernicke. Müggelschlößchen gegenüber Friedrichshagen. Das durch seine romantische Lage wohlbekannte Müggelschlößchen, genannt Die Perle der Mart", empfehle ich bei Ausflügen ge= neigter Beachtung. Besonders ersuche ich die geehrten Vorstände der Gewerkschaften und Vereine, welche gewillt sind, in meinem Etablisse ment Sommerfeste oder dergl. Vergnügungen abzuhalten, sich baldigst mit mir in Verbindung zu setzen. Der angrenzende Wald, von dem ich einen großen Theil durch Bacht erworben habe, bietet Spielplätze, die den weitgehendsten Anforderungen genügen. Bei ungünstigem Wetter sind Säle, Zimmer und Hallen, zu bequemem Schutz ausreichend, vorhanden. Borzügliches helles Lagerbier 10 Liter 15 Pf. Große Kaffeeküche( auch Sonntags per Liter 80 Pf.). Volksbelustigungen aller Art stehen zur Verfügung. 21482 Achtungsvoll Georg Ritze, Traiteur. Den geehrten Vorständen der Gewerkschaften und Vereine hierdurch zur geft. Mittheilung, daß ich ab 1. Juli d. J. die [ 2118L Andreas- Feftfäle", Andreasstr. 21, heiten und Berſchiedenes un zahlreiche Beteiligung der Feuerstein's Festsälenge at anger, foulanten Bebingungen. wird Gäste Zutritt. [ 232/18] Der Vorstand. ,, Volksgarten" Kietz- Rummelsburg., Alte Jakobstrasse 75 übernommen und empfehle ich obige Lokalitäten zu Bersammlungen und Art NB. Diejenigen Vorstände, welche bereits mit meinem Vorgänger, Herrn Joël, Festlichkeiten abgeschlossen haben, bitte ich, baldigst mit mir nochmals Rücksprache zu nehmen. Achtungsvoll Carl Stechert, früher Alexanderstr. 16. sind zu vergeben. 25300* Weber: B. Nicft's weber. Str. 17 Fest- Säle Str. 17. Fernsprecher VII, 1663. B. Nieft. Gesellschaftshaus Swinemünderstr. 42( alte Nr. 35) jeden Sonntag: Ball u. Theater- Vorstellung. Empfehle meine Säle( 250 1. 700 Bersonen fassend) sowie Vereinszimmer zu Festlichkeiten und Versammlungen. 16012* Hübner. Konzertpark ,, Zur Wolfs- Schlucht". Bürgerliche Brauerei Am Tempelhofer Berg 6. Täglich Frei- Konzert d. beliebten Damenkapelle Humor". Sonntags: Jm Saale: Gr. Ball. Familien können Kaffee tochen. H. Nümann. 20042* Restaurant Feldschlößchen Charlottenburg, Nonnendamm. 2 Min. v. Bahnhof Jungfernheide". Weiß u. Bairisch- Bier. Schön. Garten, 2 Kegelbahn., Billard, Vereinszimmer, Staffeeküche. Robert Koch, genannt gemithlicher Robert", früher Alt- Moabit u. Jagowftr.- Ede. Wirthshaus zum goldenen Stern: Alt- Glienicke. Empfehle allen Freunden und Be fannten mein Restaurant. Großer schattiger Garten, zwei Regelbahnen. Kaffeeküche geöffnet. nur 3 Minuten von ber Ciation( Borortverlegr Grtner- Birkenwalbe) entfernt. Juh. Martin Herzberg. Friedrichshagen. Restaurant Waldkater, unfastenpalle, Beritu).( 1992 Ueber einen Morgen großer Garten, Glashallen, Saal mit Barquettboden, Grosse und kleine Säle zu Kaffeeküche, 2 Kegelbahnen, Boltsbelustigungen. Gute Speisen und Getränke Versammlungen unentgeltlich, so- 1 Min. v. Bahnhof im Walde, 1500 Perf. faff., 3 stegelb., Billard, Saal, Berzu soliden Preisen. Jeden Sonntag: Komiker- Vorstellung und wie zu Sommer- u. Winterfestlich- einszimmer, Staffeeküche, Ausspannung, empfiehlt sich den verehrten Vereinen, Franz Gittler,( früher Berlin, Mariannenstr. 48). Ikeiten b. kotlanten Bedingungen. Fabriten und Schulen. Sonntags: Tanz. Gr. Ball. Karl Enders. fig. Ladeneinrichtung, neu, z. Mehl= u. Vortostgesch., mit Thiele'scher Rolle, ist bill. z. verk. Rixdorf, Ringbahnstr. 20 Hasenhaide, Neue Welt, Hasenhaide. Sonnabend, den 24. Juli 1897 Spree- Havel Grosses Sommer- Fest. Dampfschiffahrts- Gesellschaft, Stern Arrangirt von den Parteigenossen des 3. Berl. Reichstags- Wahlkreises. Grosses Konzert Spezialitäten- Vorstellung. Feuerwerk. BALL. Marionetten- Theater. Kinder- Fackelpolonaise, zu welcher jedes Kind eine Stoclaterne gratis erhält. Anfang 4 hr. Kaffeeküche ist von 2 Uhr ab geöffnet. Bu recht zahlreichem Besuch ladet ergebenst ein Billet 25 Pf. Das Komitee. VI. Wahlkreis! Achtung! Achtung! Sonnabend, den 17. Juli 1897 33 Salondampfer u. elektrische Boote. Wir empfehlen den verehrlichen Vereinen, Gesellschaften, Lehranstalten 2c. zu Sommerausflügen Sonntags wie Wochentags unsere sämmtlich mit Sonnenzelten versehenen Dampfer zu 90 bis 400 Personen, ferner unfere nenen für 500 Personen eingerichteten, mit elektrischer Beleuchtung und Scheinwerfern ausgestatteten Dampfer unter den billigsten Bedingungen als angenehmstes Transportmittel, bedeutend billiger als Eisenbahn und Kremser. 20762* Aufträge nehmen entgegen und ertheilen bereitwilligst Auskunft unsere Bureaux: Berlin SO.. Potsdam Brückenstrasse 13, I, Lange Brücke, Wachtgebäude. Fernsprecher Amit VII, Nr. 1025. Fernsprecher Nr. 124. Nieder- Schönhausen Klubhaus Sanssouci Lindenstr. 25. Jeden Sonntag: Frei- Konzert. Großer Ball. Kaffeeküche à Ltr. 60 3f. Großer Garten, 1000 Personen fassend, Vereinen und Gesellschaften zu Fest: lichkeiten bestens empfohlen.[ 20322*] W. Schlak. Dr.Simmel Moritzplatz, Stimmbegabte Herren ( früher Prinzenstr. 91) i.Hausv.Aschinger finden Aufnahme im„ Moabiter Lieders franz". Freitag abends von 9-11 int Spezialarzt f. Haut u.Harnleiden. Restaur. Nolking, Thurmſtr. 30. 10-2, 5-7. Sonntags 10-2, 2-4. Bahn- Atelier. Verlange„ Neues Leben“ von Kolporteuren und Grenadierstr. 26. Aluminium- Gebisse, Künstl. Zähne in tadelloser Aus: führung v. 3 M., Plomben v. 2 M. an. Schmerzlos. Zahnziehen mitt. Cocaïn, Preis per Zahn infl. Platte 4 Mart Cloréthyl, Chloroform und Lachgas Kautschuk- Gebisse unter Leitung eines praft. Arztes. Bei Preis per Zahn inkl. Platte 3 Mart. Bestellung v. fünfti. Zähnen Zahn: Plomben 1,50 M., Zahnziehen 1 M. ziehen, Zahnreinigen umsonst; Raten: Schmerzloses Ziehen eines od. mehrerer zahlung gestattet, Woche 1 M.* Zähne( Lachgas- od.Chloroformnarkose) Guckel, Laufizer Platz 2, im Beisein eines Arztes 6 Mart. Elsasserstraße 12, Stegligerstraße 71. Waldemar und Reinhold Haupt, Brunnenstraße 18 II. 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[ 220/8 Im Saale: Tanz. Herren, welche daran theilnehmen, zahlen 50 Pf. nach. Jedes Kind erhält eine Stocklaterne gratis. Billets 20 Pf. Anfang 5 Uhr. zu zahlreichem Besuch ladet ein Das Komitee. Verband der Kürschner Berlins nud Umgegend. Sonnabend, 17. Juli, im Elysium, Landsberger: Allee 40-41: Grosses Sommernachts- Fest, berbunden mit Theater- Vorstellung, Gesangs: und humoristischen Vorträgen. Zur Aufführung gelangt: Der Bigeuner, aufgeführt von Mitgliedern des Bundes der geselligen Arbeitervereine. Anfang Uhr. Billets inft. Tanz Serren 50 P1., Damen 30 Bf. find in den Bahrftellen, sowie bei dem Vergnügungskomitee zu haben. Verband der Graveure, Ziseleure 93/14 uzd verwandter Berufsgenossen Deutschlands. Filiale„ Berlin". Sonntag, den 18. Juli: Dampfer- Partie mit Musik nach dem Zeuthener See( Restaurant Künzel) nebst Mundfahrt auf dem Zeuthener See 249/3 unter gütiger Mitwirkung des Gesang- und Musikvereins Firmitas" und des Gesangvereins der Graveure. Abfahrt früh 71/2 Uhr Jannowitz- Brücke, Restaurant, Bornffia". Billet 1,25 M. NB. Billets, welche nicht bis zum 12. Juli au P. Mutschall, Wienerstr. 60, III retour gegeben sind, müffen als vollgiltig bezahlt werden. Billets sind zu haben bei B. Mutsch a II, Wienerstr. 60, III, M. Jeretty, Elisabeth- Ufer 43a, F. Kremser, Hafenhaide 13, H. Radinz, Wrangelstr. 26, II und W. Sieste, Oranienftr. 200 b. Herrlein. Zentralverband der Handels-, Transport- u. Verkehrsarbeiter Deutschl. Verwaltungsstelle Berlin. Sonntag, den 18. Juli: Großes Sommerfest im 3000 Personen fassenden schönen alten Garten des Schiller- Theaters, Wallnertheaterstr. 35. Konzert und Ball. Die Musik wird von einer 25 Mann starten Kapelle der Zivil- Berufsmusiker unter Leitung des Herrn Tietz ausgeführt. Grosse Gratis- Verloosung. Auf jedes Billet ein 2008 frei. Abends 7-8 Uhr: 30406] Seifen- Geschäft mit Färberei Annahme ist sofort preis: Nene Schönhauserstr. 2, Seitenflügel u. 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Fällen die Polizei zu gunsten des Gesindes interveniren würde. Danach find also die verwaisten Kinder eines Geheimen Rathes Können doch so wie so die verehrten Herrschaften mit dem Gesinde nicht im Besige gesunder Gliedmaßen und darum hilfsbedürftig. nach Belieben und Willkür umspringen, wie ein Blick in die Gefindes Ordnung und ins praktische Leben lehrt. Zrozdem läßt Herr Seydel O sancta simplicitas! seine Jeremiade vom Stapel. " Ju der bürgerlichen Presse wird zur Zeit mit viel Eifer auf einen Vortrag hingewiesen, den der Prediger Seydel Doch bis hierher könnten wir den Berliner Prediger noch mit Lachen St. Nicolai in Berlin vor kurzem gehalten hat. Man hat den In- ablhun. Indessen kommt in dem Herrn, der die Religion der Nächsten- All feiner Sentenzen Preis ist aber sein unbedingtes Lob auf halt des Vortrages für so bedeutend erachtet, daß er bei Buttfammer liebe beruflich zu vertreten hat, eine Eigenschaft zur Geltung, die ihn die Prügelstrafe. Selten hat uns eine Bertheidigung der Prügel 1. Mühlbrecht im Druck erschienen ist. In der That, der Vortrag viel eher zum schneidigen Beherrscher eines Kasernenhofes oder zum ftrafe peinlicher berührt, als wie sie seitens dieses Gottesmannes hat eine Bedeutung, die ihn einer Würdigung werth macht, insofern Kolonialhelden wie zum Pastor befähigen würde. Dabei nimmt es geschieht. Nachdem er die Gerichte wegen ihrer Milde gegen hier ein Prediger der Lehre Chrifti in Stumm'scher Manier einen Herr Pastor Seydel mit der Wahrheit nicht allzu strenge; er malt streifende Arbeiter, die ihre arbeitenden Kollegen prügeln"(!), Feldzug gegen die heutige Behandlung der Arbeiter eröffnet. seine Bilder so einseitig wie nur immer möglich und stellt sich das angegriffen hat, fommt er eigenthümlicherweise sofort auf den Es ist faum glaublich, wie ein Pastor in der Großstadt Berlin mit nicht gerade das Zeugniß eines unparteiischen Mannes aus. Unwerth von Gefängniß und Zuchthausstrafe zu sprechen und alle Begriffe von Humanität in völliger Unkenntniß der That- Von dem Arbeiterleben hat er feine Kenntniß, spöttelt aber trotzdem meint: die Leute hätten dort gute Verpflegung und Obdach und fachen auf den Kopf stellen und noch Zuhörer und Beifallspender in fast leichtfertiger Weise über die Gefahren der Arbeit, wenn er versäumten nichts. Das reine Schlaraffenleben tauge aber doch finden kann. Gewiß lassen sich an den humanitären Bestrebungen sagt: E3 ist eine reine Krankheit geworden, den Ar nicht als Strafe und darum sei er, der fromme Herr Pastor, dafür, der Gegenwart begründete Ausstellungen machen und die Sozial- beiter, wenn er bei seiner Arbeit mitunter schwitzt und außerdem daß diesen Sträflingen die Hosen stramm gezogen würden. demokratie ist nicht die legte, die alle der freien Initiative nicht feine Kleidung dabei tragen kann, als ein bemitleidenswerthes Da hat fürzlich ganz Berlin über den Ausspruch des Predigers der Arbeitgeber entsprungenen Wohlthätigkeitsanstalten mit miß- Geschöpf zu betrachten." Nur ein Mann, der ohne jegliche sozial- Berlin, der die Unschuld der Berliner Jungfrauen in Frage gestellt trauifchem Auge betrachtet, aber Herr Paftor Seydel will mit seiner wissenschaftliche Kenntnisse seine Tage verbringt, fann in diesem hatte, sich nicht wenig echauffirt, aber Seydel hat seinem Kollegen Kritit etwas ganz anderes treffen. Er ist empört darüber, daß der saloppen Tone von den beruflichen Gefahren der Arbeiter reden. nunmehr doch den Record abgejagt. Arbeitgeber vom Arbeiter sich heutzutage gleichsam unterdrücken laffen Ich glaube, selbst die verbohrtesten Unternehmer sind sich darüber müsse. Er hadert über die große Bevorzugung, die der Arbeiterllaffe nicht im Zweifel, daß in vielen Industriezweigen die Berufskrant allüberall zu theil werde. Viel geplagter als der Arbeiter sei doch heiten der Arbeiter denn doch in hohemi Grade bedauerlich und auf der Unternehmer. Wer" so ruft Herr Seydel aus muß jede mögliche Weise zu verhindern sind. Nun, der Pastor Seydel Na, wenn eine Pfarrstelle in Neunkirchen oder sonst in der mehr leisten, wer hat mehr Sorgen, wem drohen in seinem glaubt, um die Thatsachen unbekümmert über Dinge von oben Vermögensbestande größere Gefahren, wer muß größeren herab und spöttelnd reden zu dürfen, die er nicht versteht. Nähe des Halberges frei ist, dann hat der Prediger Sendel von Ansprüchen genügen, mehr rechnen, mehr Umsicht entwickeln?" Ganz erbost ist endlich Seydel auf Polizei und Gerichte. Die St. Nicolai die erste Anwartschaft. Wir fragen uns, wieso es Natürlich der Unternehmer denn der Arbeiter hat wenig zu Polizei beschuldigt er einer Begünstigung der Dienstboten den möglich ist, daß ein Prediger so auffallend die verbisfensten Unterrechnen und seinem Vermögen droht nie Gefahr, da er ein solches Herrschaften gegenüber. Es herrsche durchaus nicht gleiches Recht, nehmeranschauungen vortragen fann und finden feinen anderen einfach nicht besitzt. Aber die Art und Weise der Fragestellung zeigt, vielmehr könne sich der Dienende die größten Unverschämtheiten, Grund als den: Herr Seydel hatte wohl das Bedürfniß, von fich daß Herr Seydel vor lauter Bäumen den Wald nicht sieht. Die Schlechtigkeiten, ja strafbare Handlungen erlauben, während natür- reden zu machen, und dazu gab es allerdings einen sehr einfachen Unternehmersorgen sind in ihrer Art gewiß nervös aufreibend genug, lich die arme Herrschaft immer von der Polizei drangsalirt werde. Weg, im Gegensatz zu der Mehrzahl der Pastoren den einseitigsten aber sie reichen doch lange nicht heran an die Sorgen des Arbeiters Wir wissen nicht, was für persönliche Erfahrungen Herrn Seydel Unternehmerstandpunkt herauszukehren. Wenn folche Prediger noch mehr in Berlin sein sollten, so bea um die Existenz, an die Sorgen, die dem Arbeiter die Unsicherheit zu dieser Jeremiade veranlassen, jedenfalls zeigt er auch hier wieder feiner Beschäftigung verursacht. fragt unser Prediger eine beneidenswerthe Kurzsichtigkeit bei der Beurtheilung der Recht greifen wir vollkommen, daß die Arbeiter und Arbeiterfrauen von der ist bedürftiger, die verwaiste stellung Nächstenliebe Dienstboten Herrschaft gegenüber. Der Jahr zu Jahr mehr das Bedürfniß zeigen, aus der Kirche aus nicht ชิน wissen, Tochter eines Geheimen Rathes oder die Kinder eines gering be- Berliner. Paftor scheint daß das Ge- zutreten. Denn von der Kanzel herab und aus dem Munde von hilfs- finde noch durchaus foldeten Beamten, oder die Kinder eines Arbeiters?. der außerhalb bürgerlichen Rechts- Predigern sich beleidigen zu lassen, dazu geben sich glücklicherweise bedürftig ist nur derjenige, der sich nicht durch eigene Kraft und ordnung steht, daß die Dienstboten den Herrschaften gegenüber ver- unsere Berliner Arbeiter am allerwenigsten her. " weiter Wer " Für den Inhalt der Inserate Berliner Aquarium übernimmt Nedaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Sonntag, den 11. Juli. Neues kgl. Operntheater( Kroll). Undine. 71/2 Uhr. Montag: Die Bohème. Die Rose von Schiras. Lessing. Die Geisha. Montag: Dieselbe Vorstellung. Weften. A basso porto. 1/28 Uhr. Montag: Martha, oder Der Markt zu Richmond. Renes. Der Stellvertreter. 712 Uhr. Montag: Dieselbe Vorstellung. Friedrich Wilhelmstädtisches. Lehmann's Kriegs- Abenteuer im Orient. 8 Uhr. Nachmittags: Die Jungfrau von Orleans. 4 Uhr. Montag: Lehmann's Kriegs- benteuer im Orient. 8 Uhr. Belle- Alliance. Spezialitäten. Anfang 4 Uhr. Ostend. Unsere Reichspoft. 1/28 Uhr. Montag: Diefelbe Vorstellung. 8 Uhr. Apollo. Venus auf Erden. 71 Uhr. Mexanderplat. Verkäuflicher Werth. Sterauf: Eine tolle Prinzeß. Montag: Dieselbe Vorstellung. Paffage Panoptikum. 30 Kinder der Wüste. Ostend- Theater. Gr. Frankfurterstr. 132. Dir. C. Weißt. Unsere Reichspost. Anfang 72 Uhr. Im Garten: Spezialitäten ersten Ranges. 11. a.: Hugo Schulz. Anfang 4 Uhr. Lebenbe Photographien:„ Ringtampf", Endlich allein"," Serpentintänzerin". Mittwoch: Kinderfreudenfest. Puhlmann's Vaudeville- Theater Schönhauser Allee 148, Kastanien Allee 97-99. Täglich: Im Reiche der Sirenen. Große Ausstattungsburleste mit Gesang und Tanz. Miß Clara, Trapeztünstlerin. Little Trudy Brygardy, das Wunderkind. Wally Smolm, excentr. Chansonette. Barbarina's Ballet. Clown Saraffant, m. s. dress. Thieren. Harry u. William Latoure, Piccolo: Theater. William, Handantipode. Anfang 4 Uhr. Entree 30 f. Apollo- Theater und Konzert- Garten. Venus auf Erden. Burlest- phantastische Operette in einem Art von Bolten Bäders. Musik von Paul Binde. In Szene gesetzt vom Dir. J. Glüd. Meues Spezialitäten- Programm. Otto Reutter. Kinetograph. # Kaffeneröffnung 6 Uhr. der der Berliner Aquarium Schweizer Garten. Unter den Linden 68 a, Eingang Schadowstr. 14. Heute Sonntag Eintrittspreis BR 50 Pf. 1 Reichhaltigste Sammlung der Welt an lebenden Seethieren, Reptilien etc. Am Königsthor. Haltestelle d. Pferdebahnt. Am Friedrichshain. Täglich: Theater und Spezialitäten. Little Parkins u. Miss Lizzi, Transformationstünstler. Theod. Lippardt, Tanzhumorist. Geschw. Tilly, Gesangs- und Tanzbuettisten. Radfahrer Humoristen. John& Paolo, Grcentrics Pantomimisten. Carla Walton, Kostümsoubrette 2c. Und stolz setzt er am Schlusse des Vortrages hinzu: man solle etwa ja nicht meinen, er sei ein Gegner der Humanität; im Gegen theil:„ Ich bin ein Apostel der Humanität" und als solcher habe ich gesprochen. Konzerthaus Sanssouci, Kottbuserstr. 4a. Jnh. H. Pierry. Hente Sonntag: Große Extra- Vorstellung im Garten. Bei ungünstiger Witterung im Saal. Das beste Programm. Emmy Dahl, Lieberfängerin. The two Buffalos, neu: Gr muß tanb sein. Neu! Passage- Wolfebelustigungen Panopticum. 30 Kinder der aller Art. Im Saale: Ball. Entree 30 Pkg. Jeden Mittwoch: Kinder- Freudenfest. Wüste. Es ist nur noch ein Sonnabend im August für Vereine frei. Beduinen, Derwische, Schlangenbeschwörer, Bauchtänzerinnen etc. Vorstellung 12, 5, 7, 9 Uhr. Restaurant ,, Marienbad" Badstrasse 35/36. Gesundbrunnen. Badstrasse 35/36. Hente und folgende Sonntage: RF Garten- Konzert, Die zugfräftigste Burleske: Die Ballhaus- Anna. In Vorbereitung: Robinson Krause. 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Bum Ausschant gelangen die unter der neuen Direktion gebrauten Biere: Lager, Pilsener, Senator. 1 Montag, den 12. Juli: Philharmonisches Blas- Orchester unter Leitung seines Kapellmeisters Herrn Franz v. Blon. Eintritt 10 Pf. Anfang 7 Uhr. Programm unentgeltlich. Viktoria- Brauerei ( Garten resp. Saal) Lützow- Strasse 111/112 nahe Potsdamer Platz. Heute sowie täglich: Stettiner Sänger ( Mehfel, Pietro, Britton, Steidl, Krone, Röhl, Schneider und Schrader.) Grossartiges Sonntags- Programm. Anfang 7 Uhr. Entree 50 Pf. Nach der Soiree: Tanz- Kränzchen. von Künstlern I. Ranges. Entree frei! Im Saale: TANZ Gutree fret! bei verstärkter Haustapelle unter Leitung des Tanzmaitres Herrn Kügler. 4 Kegelbahnen. Ponny- Reiten. Volksbelustigungen aller Art. Die Familien- Kaffeeküche ist von 2-6 Uhr geöffnet. Anfang 4 Uhr. Entree 20 Pf. 1. Plat 30 Pf. Kinder 10 Pf. Passe- partouts haben Giltigkeit. Boranzeige: Donnerstag, den 15. 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Lüneburg und Donnerstag im Saale: Grosser Ball. ( vorm. Ww. Blankenburg).[ 2143L* Sonntags: Familienkränzchen. Kaffeeküche. Kegelbahn. Ausspannung. Jägerhaus, Neu renov. Garten( 6000 Bers. faff.) mit neu gebauter Bühne für Vereine, gr. Tanzsaal, 4 Regelbahnen, Kaffeeküche von 2 Uhr ab. Grösste Volksbelustigungen in ganz Berlin.[ 20332* Max Kliem's" Volksgarten" Hafenhaide 14-15. Jeden Sonntag: Grosses Frei- Konzert. In den Sälen: Grosser Ball. Ende 2 Uhr. 3m Theater: Tunnel: Spezialitäten- Vorstellung. NB. Meine aufs prachtvollste renovirten Säle( Parquet- Fußboden) halte Vereinen und Gesellschaften angelegentlichst empfohlen, Max Kliem. Restaurant» ängerheim", Robert Scheere, 0. Blumen- Straße 38. Telephon: Amt VII Nr. 3760. Arbeitsnachweis der Möbelpolirer, Brauer, Brauerei- Hilfsarbeiter u. f. w. Bahlstelle des Holzarbeiterverb., Metallarbeiterverb., des Vereins deutscher Schuhmacher, des Verb. der Gold- u. Silberarbeiter, der Vereinigung der Maler, und des Wahlvereins des 4. Berl. 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Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin.