elMlpreks 15 P'enm's ♦ S.?°hre«mg Kektag, ö«, 21. Gkwb-r im Kr. 527 /ft 2S7' Msrgea-'fiusgads erscheint tnerseits nni nairr.itiaaev an kenn»«ch Feiitanen nur r»ei»en» v-r S»Mzq>r-i, beträgt bei freier Zllst-llung in» Bans fix Stofr&alm V— 33V M '««item Postbezug mOTatl 4�5 m. bei f uffeCung unter-tr-ifb-nb für D«usch;»ch 6J0 m, fürs Luzlanb 7.Z0 HL, per»rich!2Ä> BL' SrtoWtm m,d(SrJjcbition: Berlin NW. 6,«ch-.ffbauerdtimm 181% Fernsprecher: Äsu Norde»»8SS und 289S» Sr-bvai» fofien in* achtAesp»». ZtatpamQ**eiIt«bar bnat 2L«mn 1,20 Sil, Wsrtan-ttgs» bcs fetojebruAa EDo« 50 fabes weiter» Vort 25 pf„ TnierungSAufchlaA 70 proz. Nei ramLlien- v. versammlungsan�eiqen fällt der Zuschlag fort. Inserate für den darauf» sagenden Tag müssen spatesten» bis 3 USr nachmittags bei der Expedition aufgegeben sei«. Laserateu.AbteUuug: Berlin NW. v, SKiffbauerdamm i» Fernsprecher: Nmt Norde»»7«« Berliner-Organ Mnös / weideutiges Vedingke Mehmmg der kloSsde RWsuds. Berlku, W. O?to!er. Die deutsch« Regierung hat ia Paris folgende Nvtwortnote überreichen lassen: Auf die dorii&e Note Sc- 1849 G vom 25. Oktober beehrt sich die deutsche Lteglsrung Nachsteheudei zu crw�ern: Die deutsche Regierung hat ständig durch Wo« und Tat ke. wiesen, dast sie sich der schwere» Gefahren voll bewußt ist, die eine Ausbreitung deS Bolschewismus für Sultur «nd Wirtschaftsleben aller Böller bedeutet. D« deutsche Regie- rung hat selbst im eigenen Laude uichtuaerheblichekom. munistische Bewegungen erlebt und mit Erfolg be» kämpft. Sie war delhalb in der Lage, über di« Uracheu und die AuSbrottung bolschewistischer TtrSmungeu eigene Erfahrungen zu sammeln, auf Grund deren fie eS für ihre Psi-cht hält, daraus hinzuweisen, bah ihr die von den alliierteu und assoziierten Ne- gierungen vorgeschlagene« Mahnahmen gezea baS bolschewistische Ruhlaud den gewollte» Zwecken nicht z» est- sprechen scheinen. DaS deutsche voll hat in de» letzte» Jahre» die Wirkungen der Hungerblockade in ihrer ganze« Surchtborkeit gespürt, eS weiß, daß unter ihr in erster Linie Kinder und Greise, Frauen und Kranke, also an der Kriegführung Unbcteil gt«, in grausamster Weise gelitten haben. ES weih auch, daß die Blrckade auf die GeisteSserfaffung der Bevölkerung in zerfetzende« Linne gewirkt und die anarchistischen vewezunzeu nur gefördert hat, statt ste zu hemmen. ES steht zu Sesürchton, daß sich diese Erfalirunge» in Ruhland wiederhole« würden. ZwanzSmahnahmeu von außen gelten in Rußland immer al» Werkzeuge der Reaktion, die von deu demokratischen Elementen deS Landes bekanntlich noch«ehr gefürchtet wird als der Bolschewismus. Lo werden gerade die demokratischen Kräfte, da« stärlsip Element im Kampfe gegen den Bolschewismus, von ihrem Ziele aSgelenkt und gelahmt. Tie antibolschewistische Strömung, die sich tiefer in die Arbeiterkreise hinein erstreckt, ol» ei nach außen hin den Anschein hat, wird nicht durch wirtschaftliche Absperrung, sondern vielmehr dadurch gestärkt, daß sich der daniederliegenden russischen Volkswirtschaft die Aussicht auf baldig» Hilfe eröffnet. Nur von der Wiedeeberstellnng de? für den ruhigen Wieberiufvau Europas so notwendigen Kontakts mit den anderen Völker» läßt sich eine Anzlelchung des politischen Lebens in Rußland an die euhipäischen Demokratie» erhoffen. Hierzu kommt, daß sowohl«ach allgemei- ne» völkerrechtlich:» Grundsätzen wie auch insbesondere«ach der Satzung des künftigen Bölkerbundes im vorliegenden Falle d!» v or a u Sf«tzung e» für die Berhänguug einer wirtschaftliche« Blockade nicht gexeSeu sein dürfte«. Aus allen diesen Gründen hält die deutsch» Regierung nach wie vor die von ihr vertretene Politik der Richtoinmischnng in die inneren Angelegenheiten Rußlands nicht nur für gruichsätzlich berechtigt, sondern auch für tatsächlich zweck- entsprechend. Daren ändert auch der Nmstaud nicht», daß die Be- teilizuug Deutschlands an dem von den alliierte« und assoziierte» RcLieruaceu gcplasten Borgeheu nach Lage der Verhältnisse kaum von politischer und wirtschaftlicher Dedevtnug sei« würde, da Ruß- la:id zur See von de« alliierte» und assoziierten Regier«»«-» blockiert ist und zu Land;-ine gemeinsame deutsch-vusstsche Grenze »ach Inkrafttreten des Friedens nicht mehr bestehe» wirb. Die deutsch! Weziernnz ist bereit, sich an einer Au», spräche über die in Betracht kommende» Frage», bere» weit- politisch- Bedeutung st« gebührend wertet, zu beteiligen. Sie wird sich allen ihr ivgeubwio zweckmäßig or- scheinende» Maßuahmeu, die da« gemeinsame Ziel des Schutze? gegen de» Bolschewi»«»» er. reiche« helfen, gern anschließe». Die deutsche Regierung kann fedoch nicht umhin, in ernster Form darauf asfmerlfam zu machen, daß ein Zusammen- wirken der Mächte nur dann ersprießlich sein könnte, wenn uebca der Erkenntnis des gemeinsamen Interesse» auch die Achtnug und loyale Anerkennung der gegenseitigen Rechte gessch-rt ist. Daß diese Voraussetzung vorliegt, kann aber so lange kaum angenommen werden, als die alliierten und assoziU tsn Regierung sn eS für angängig erachten, in demselben Augenblick, in dem sie Teutschland zur Teilnahme au einer Blockade auffordsrn, über deutsche Küste» und deutsche Schiffe selbst Blockademaßregel« zu verhängeu./ Der SBoribext der odsnstshendAt Tattyortnode an die EntemÄ iß Nicht S&aet. daA nran dev ReaiqttqrG den Bor- tpurf der gewollLe« aü'zx uNSßwolltsrl Zweideutig- liii«tootes iömüe..®te bat«var m der Blockade KuMvdS unter GmweiS airs den Grundsatz der Nichteinmischung in die inneren Angelegenheiten Nuß» tandS abgelehnt, sie bat auch manches richtige Wort zur Vegrsind'ung dieser Arlehnunz und zur Keuuzeichnung der ebenso un sinnigen wie barSarischen Mntznahm-z der Hunger- blockads gesunden, sie hat ad er zugleich durch ihren Hinweis auf die errungenen Erfolge im� Kampfe gegen die Arbeiter- ichaftz wie durch ihre Bereitwilligdelt. an einer„TussPpc.che" über gemeinsame Maßnahmen zmn„Schutz gegen den Bol- schewismns� teilzunehmen, nach außen hin den Eindruck erweckt, daß sie einer„Verständigung" über einen gemein- kamen Kampf gegen Sowsetrußland grundsätzlich nicht ab- geneigt wäre. Tie Note deutet zum Schluß ziemlich offen cm. unter welchen Bedingungen die deutsche Negiernng für eine solche„Berstäudigung" zu haben wäre: sie spricht von der Notwendigkeit der„Achtung und loyalen Aaerkennnng der gegensÄltigen Nechie", das bedeutet mit anderen Wor- ien. die Forderung der Gleichberechtigung Deutsch- kandz bei etwaigen Maßnohmen gegen Sowjetrußland. Unter diesen Bsdingungen durfte also die Regierung nicht abgeneigt sein, den Handel abzuschließen, vorausgesetzt natürlich, daß sie dabei eine entsprechende Kompensatiom herausschlägt, Gegen dieses Hintertürchen, das die Regierung in die- fen verklausulierten Erklärungsu sich geschaffen hat. muß mit aller E n't's chiedenheit Einspruch erhoben wcrdsn. Die überwiegende Mehrheit des deutschen Volkes will weder von einer Blockade Rußlands noch von irgend, einer anderen Maßnahme militärischer, politischer oder wirtschaftlicher Natur, die sich«egen irgendeinen anderen Staat richtet, etwas wissen. Es hat genug an dem Elend der fünf KriegSjahre. es will jetzt in Frieden und Freund- schaft mit allen Völksxn leben. Es will vor allem nichts davon wissen, in den Feldzng des internationalen Kapitals gegen Rußland hineingezogen zu werden, und wird deshalb sicherlich die Zweideutigkeit verurteilen, die die Regierung in ihre Antwortnote an die Entente hineingetragen hat. küdlicht B orlku. W. OltoBtt. Die Reichsreaieruva hat ia der heutrgcu Kabiuetts- sitzuna wlt Rücksicht darauf, daß die Wtransparte auS dem Baltikum bisher ungesügeub sind und das Bechaltea zahl- reicher Truppeuteile zu den schärfsten Maßnalmen zwingt, dea Beschluß gefaßt, daß sämtliche Truppen, die nicht bis zum 11. November die deutsche Grenze passiert haben, als faSnenslüchtig erklärt werden. Sie verlieren die deutsche StastSaugehörigreit und damit auch selbstverstäud- lich alle VersorgnugSausprüche. Ieulsche Seeleuie verwelserA die llnlerMuag ZiräegUHs. I.ll. LstSeck, 80. Oktober. Die deutsche ManusHift deS Dampf«:»„Estland", der mit Material für General JudenUsÄ vaa Lübeck»ach ßteval- be, stimmt war, weizerte sich, da» Schiff dorthi» zu bringe», solar gc nicht die Ga aatie gegeben wüido» baß da» Schiff»ach Deutsch. laud zurükehre» könne. Daraus aut« ortete die Admiralltät I,, London telegraphisch, baß die Rückkehr de» Dampfer»»ach einem deutsche» Hasen»»gesichert würde umd möglichst keinerlei BerzSgr uflg iu der Wreis» beS SchrffeS, desse» Ladung drw- gcud»Ztig wäre, eintrete» fall. Keine ueueu SZellem lu England. JL N. L-ndr», 80. Cftpfie«. Der britische Schatzkvnzker erklärte im Unterhause bei dsr Be- Handlung des JahreSetatS. daß die Lage sich wesentlich gebessert hätte, aber doch noch nicht so gut sei, wie er anfangs hoffte. Die Einkünfte au» den Gteuern hätten sich erhöht. Die Zölle auf Tee und Tabak hätten größere Summen eingebracht, von dsr Post wären 4 Millionen Pfund Sterling mehr eingekommen als man glaubte. Im nächste» Finanzjahr würden wohl leine neuen Steuern notwendig sein. Gegenüber dieser Erhöhung der Tia- künfte stehe auch ein« Vergrößerung der Ausgaben um 133 Mil» Üoneu Pfund Sterling. Darunter befindet sich er» Paste« tw» 83 Miß. Psifnd S&erlicg. hie an Allrimch; verlieh'.»»Jirfsen. Als Urfoche für einen Teil per anderen er�otzö» AuSzapen gas dar MmM«% S�atam«ff» tot WSv my' IT Vvu Rudolf Breitscheid. Heute wird Herr von Bechmann HolllvW als Zeuge vor dem Parlamentarischen UntsriuchungsauMuß erscheinen. Tie Verhandlungen waren etwa eine Woche lang ausgesetzt» um dem ehemaligen Reichskanzler Gslege�heit zu geben, sich durch ein nochmaliges genaues Studium der Akten auf seine Vernehmung vorzubereiten. Seine Aussagen werden für die weitere ÄufrTärung der Begleitumstände der Wil'onschm FnedenZaktion von 1916 von graßer Bedeutung sein, von noch größerer aber für die Beurteilung seines eigene» Verhaltens. Nach den Bekundungen des Grafen Bernstorff trägt die deutsche Regierung die Verantwortung dafür, daß die ehrlich gem' inten und erfolgversprechenden Bemühungen des amerikanischen Präsidenten vereitelt worden sind. ES wird nun festzustellen sein, ob und in welchem Maße Belh- man» der Schuldige ist, ob Einsichtslosigleit oder böser Wille sein Handeln bestimmte», oder ob schwächliches Zurück- weichen vor dsn Wünschen der Obersten HeereÄeilto�i ch» auf falsche Bahnen gebracht hat. Wiederholen wir nrch einmal:!$m Herbst 1916 wird der deutsche Botschafter in Washington von Berlin aus wieder- holt aufgeforderr. Wilson zu einem Friedensschritt zu er- muntern. Au den ersten Tagen des September fragt der Kanzler zunächst bei Bernstorff an, ob angesichts der militärischen Jage eine Vermittlung Wilsons wohl erfolgreich lein werde» wenn Deutschland sich zur bedingten Wiederherstellung Belgiens verpflichte. Am 28. September ergeht eine Instruktion BetkimannS an Bernstorff. in der eS heißt, die Marine wünsche den un- beschrankten U-Bootkrieg, die Eesointlage aber würde durch ein Angebot Wilsons, das in Deutschland auf ernstliche Be» rücksichtigung rechnen könne, zu ändern sein. Am 9. Oktober folgt ein Memorandum deS Kaiser«, das eine Beschleunigung der Friedensbemühungen bezweckt. Fünf Tage sväter. am 14. Oktober, ersucht der Reichs- kanzler den Botschafter aus« neue. Wilson nach wiy vor i» seinen VermittlungSabsichtsn zu ermutigen. Am 26. November schreibt Jagow persönlich an Bcr»- storft-- natürlich in Uebereinstimmung mit dem leitenden Staatsmann man stehe nach wie vor den Versuchen des Präsidenten wmvathisch gegenüber, allerdings dürfton sie nicht auf die Formulierung bestimnltsc Friedensbüduo- gungen hinauslaufen.> Ter /o eifrm Gemahnte erfüllt seine Pflicht und setzt durch seinen Mittelsmann das Haupt der Vereinigt eu Staaten von den Wünschen Berlins in Kenntnis. Aor 24. November kann er die nach seiner lleberzeugung erfreulich« Mitteilung ncsfs> Hause gelangen lassen, daß Wilson noch vor Neujahr aus seiner Reserve heraustreten werde. Acht Tags zuvor war er»war. davon in Keuptni? ge- sitzt worden, daß am 18. Oktober in P I e ß in einer Kon- ferenz zwischen Bethmann und dem österveichischen Minister deS Auswärftoen der Beschluß zu einem eigenen Frieder. s- anaebot der Mittelmächte gefaßt worden war, weil der Kriea militärisch doch nicht zu beendM sei, aos? er dürfte nach allem annehmen, daß eS sich hiss um einen Plan handele. der nur für den Fall einer Weigerung Wilsons zur AuS- führung gelangen sollte. Er setzte seine Bensiihungsn in Washington fort.�um so mehr, als ihn am 26. Novcntfer. der Staatssekretär Zimmermann dahin instruierte» daß Teutschland den Schritt Wilsons einem eigenen vorziehen würde. Twtzdem ging am 12. Dezember das FriedenSaupobot der Mittelmächte hinaus, das Bernsiorff in serner B«. nehmnng das � eure Mal eine Erschwerung, das andere Mal eine Gesährfmng der aifterikanischeu Aktion nannte. Diese erfolgt? dann am 21 Dezember und gipfelte bskanmlich in dem Wunsch, die kriegführenden Mächte möchten ihre Frie- denSbedingungen veröffentlich m. Die deutsche Wniwvrtnste vom 26. Dezember enthält diese FriedenSbcdrn- nun gen nicht, und Be.nstorff wird aufgefordert, dftse Frage dilatorisch(hinauszögernd) zu behandeln.?ln der Ueberzeuguno, daß man in Berlin von den Diensten Wilsons immer noch Gebrauch machen wolle, und zunächst ohne Sonnt- nis von der am 9. Januar gefallenen Entstheidpng zugunsten des rücksichtZlosiu U-Bootkrieges. arbeitet er in der alten Richtung weiter. Am 29. Aairuar werden ihm endlich vertraulich die Be- dingungen mitgeteilt, die Deichschlarib gestellt haben würde, tastfunt% rr s*rr*,-r t&.M .Wh i-m.EpchW Ein? Fülle von Frogen tut süft auf. Zunächst: Was hat den Herrn von Bcthmann bestiuimt. dein von ihm selbst so dringend gcldinichten Friedensschritt Wilsons durch ein eigenes Friedensangebot zuvorznkoinmen? Es liegt hier der d r i n g c n d e V e r d och{ vor. datz man die A d. lehnung dieses Angebotes nicht nur erwartete, sondern wünschte. Mit der Weigerung der Entente in der Hand glaubte man gegenüber dein amerikanischen Ersuchen vordem eigenen Volk eine günstigere Position zu haben. Unter Berufung auf den soeben festgestellten Kriegswillen Frank- reichs. Englands»nd Niiblands ivar eS leichter, dem Präsidenten eine ausweichende Antwort zu geben und so'gleick)- zeitig den rücksichtslosen U-Bootkrieg vorzubereiten. Wir sind gespannt, ob es Vethmann gelingen wird, diesen Verdacht zu zerstreuen. Wir sind gespannt, von ihm zu er- fahren, welchen Einfluß die Männer der Obersten Heeres- leitung auf die Entschließungen der Regierung ausgeübt haben. Nicht minder wichtig ist die Beantwortung der Frage, warum die Bekanntgabe der Fricdensbedingnngen dilatorisch behandelt werden sollte. Ä!ie starke Wahrscheinlichkeit spricht dafür, daß die Regierung sich ul» eine klare Auskunst über das C ch i ck s a l Belgiens drücken wollte. Sic kannte sehr genau die amerikanischen Ansichten über das belgische Problem. Sie wußte, daß in den Vereinigten Staaten so- wohl wie hei der Entente der Wille zur politischen und wirt- schastlichcn Wiederherstellung Belgiens als»nerläßlichc Vorbedingung seglichcr Friedensverhandlungen galt. Tiefen Willen aber besaß man in Berlin nicht. Mgn listete im besten Falle, wie aus der erwähnten Anfrage Bethmanns hervorgeht, mit einer bedingten Wiedergutmachung des began- gcnen Unrechts, und unsere Machtlxabcr waren keinem Frieden geneigt, der sie zu einem völligen Verzicht ans das Land genötigt hätte, dessen Neutralität von ihnen schnöde gebrock?cn worden war. Wenn es dazu noch eines Beweises bedürfte, so liegt er in dem Umstand, daß sie die Mitteilimg einer neutralen Macht, wonach für den Fall der deutschen Bereitwilligkeit zur Wiederherstellung Belgiens bei der Entente Neigung zu Verhandlungen bestand, ganz unberücksichtigt gelassen l>at. Zur Sache wird in diesem Punkt die.Bethmannsche�lussage kaum neue Momente bringen können. Hier wird es sich nur um die Feststellung handeln, wieweit er e i g cn c Politik getrieben hat, und wieweit er willenloses Werk- zena Ludendorsfs und seiner Clique gewesen ist. Erörtert werden muß dann noch das zweideutige und hinterhästige Vexbalten Teutschlands während des Morrats Janlmr, das in der gleichzeitigen Uebermittlung der an- geblichen Friedensbediiigungen und der U-Bootent- schcidung auslief. Wir sagen angebliche Friedens- beding-ungen, weil es im unklaren gelassen wurde, ob die ' Bedingimgen, die Deutschland eventuell im Dezember ge- stellt hätte, Much am 29. Januar noch galten, und weil es außerdem so gut wie sicher ist. daß das dem Grafen Sern- storff überreichte Dokument in den Einzelheiten nicht mit den Formulierungen übereinstimmt?, die vor dem Erlaß des deutschen Friedensangebotes dufch die Verhandlungen zwischen den Staatsmännem und der Obersten Hoereslei- tung zustande gekommen waren. Bei der Gelegenheit mag der ehemalige Reichskanzler auch nach einem Schreiben gekragt werden, das er in den letzten Twen des Januar durch den Botschafter dem amen- kanischcn Präsidenten überreick-en lassen wollte, und das in einem schreion'den Widerspruch zu jenen Plänen stand, die durch die berüchtigte Menko-Depesche des Herrn Zimmer- mann an die Oeffentlichöeit kamen. Ob dieses Schreiben tatsächlich existiert, ist noch nicht sicher. Di« ausländische Presse aber hat davon geredet, und wir müssen Klarheit haben. Fest steht dafür die törichte Ausflucht, mit der Beth- mann das letzte Angebot Wilsons, bas Bernstorff mn 24. .ober 2ö. Jafluar nach Verlin übermittelt hatte, beontwor- tete: Wilsens Bemühungen kämen jetzt zu spät, da sich die Befehle an die U-Boatkommandanben nicht mehr rückgängig machen ließen. Wie konnte er von einem zu späten Angebot reden, nqchbem er auf das früheve einen ausweiche nbsn Be- scheid erteilt hatte? Wie konnte er einem ernsten Menschen die technische' Unmöglichkeit bev Wiedercinstellung des U-Bootkrieges weismcchen wollen? Der früher? Reichskanzler tritt vor den Umtersuchungs- auSschuß in der Eigenschaft eines Zeugen. Aber die'e Rolle wird sich bald in di? eines Angeklagten wandeln, der um seinen politischen Ruf kämpft. Ist er klug, so wird er der Obersten Heeresleitung die Verantwortuug zuschieben, die ihr gebührt. Aber auch dann noch wird der Vorwurf der Schwäche an ihm haften bleiben. Und Schwäche war, wie die Dinge gelehrt haben, kaum ein geringeres VerbrMen als berWiilezurbösenTat. * Wie wir erfahren, desteht die Absicht, daß in der heutigen Eitzuvg nur B e t h m a n n H a l l w e g zu einer zusammenfassenden Tarslellung seiner Politik zu Worte kommen soll. Man will dann die Verhandlungen bis nächsten Mit:woch vertagen. Wir halten diesen Arbeitsplan aus verschiedenen Gründen für bedenklich. Die RejchshaushaNsrechnung. Nuß dem Abschluß deS N-ichShaushali» sind folgende Angaben bemerkenswert: Der ordentliche HauShatt balanciert in Einnahme und Ausgabe mit li OtL{»<1 000 M.. während der außerordent- liche mit einer Einnahme von 07 468 382 000 M., dagegen mit einer Ausgabe von 09 997 1 36 000 M-, also mit einer Mehr« auSgabe van SS29 Millionen abschließt Der ordentliche HauS- halt hätte mit einem Fchlbeirag von 4l9 Millionen abgeschlossen, wenn nicht Deckung aus der außerordentlichen Kriegsabgabe von 19l0 möglich gewesen wäre. Diese hat 0ö9.8 Millionen ergeben. Die Einnahmen an Zöllen. Steuern und Abgaben einschließlich der mit 2875 Millionen angesetzten neuen Kriegs. steuern, aber ausschließlich der erwähnten 059.8 Millionen haben einen Ausfall von 078 Millionen ergeben. Die Krieg?. abgab« 1918 ist mit dem vollen veranschlagten Betrag von 1809 Millionen angesetzt, auf welche bar l0l7 Millionen emgegniigcn waren. Der Nestbotrag ist im lausenden Jahr nicht nur ein. g« gangen, sonder» durch eine Jiteinnahme bis Ende August von 003 Millionc» erheblich überholt. Auf die mit dem Gesamtbeträge von 2375 Millionen ange» setzten neuen Kriegs steuern sind 2309 Millionen einge« gangcn, also 500 Millionen weniace. Die MMcöiklfllnc In Zayeen. RevokuticKsferern unter militärischer Aussicht. Der Oberbefehlshaber des Reichswehrgrnppenkom- mandos 4 in M ü nch e n, General:i»sor M ö h l, l>at einen Befehl erlassen, wie die bayerischen Arvetter ihren Revo- lutiansfeiertag zu begehen haben. Er stellt sich das fol- genöermaßcn vor: Anläßlich der JahrcSlage der Nevoliiriou dürfen Aeranstak- klingen und Feicr» u�r am 9. Siovembcr abgehalten werve». Versammlungen o- ter freiem Himmel, Demo». stratior cu, Umzüge, ff iern auf ffriedlötcn sind auch an diese» Tage,, ausgeschlossen. Dir geplanten Pcr�amnilungcn in g r I ch l o s fr n c n Räumen bedürfe» der vorherigen Genehmigung auf Grund der bisherigen KriegSzustaiidS- bcstlmmungen. Sie find aus Gründen der öffentlichen Sicher. heit in den Bormittagsstunden abzuhalten. Ein würdiger verlauf ist stcherzustcllen, alle Diskussionsredner find auszuschließen. Die vcrsammlungslr tc« sind dafür vcr» aniwortlich, daß die angemeldeten Tetliiehmerzahlen nicht über. schritten werden. Die Zahl der großen Versammlungen wird aus bestimmte» Maß eingeschrSukt werdra. von den Gcwerlschafteii in München einberufene Bersommlunac» find in der Zeit vom l. b.S 10. November cbeusalls rrmächtigungSpslichtig.' Drr Oberbefehlshaber, gez. M ö h l, Generalmajor. Dieser anmaßende Befehl hat unter der Miinchener Ar- beiterschaft große Erregung hervorgevusen. Unser Miinche- n er Parteiblatt, der Kamps", siebt in dem Befehl ein Bei- spiel unaustilgbarer m'i'l i t ä r i s ch er Arro- ganz und verlangt, daß.Möhl von scin-em Posten entfernt werde. Der Ausschuß der Münchener Be- t r i e b s r ä t e forderte die sofortige Zurückziahiing des Erlasses, die gleich? Forderimg hat der Vorstand der rechts- sozialistischen Partei erhoben. Der Erlaß ist jedenfalls ein sprechendes Tokmnent dafür, wie stark die militärische Reaktion unter der Herrschaft der regierenden Nechtssozia- listen geworden ist. Iis Sstseesperre. Did deutsche Regierung hat in Paris eine Note über- reichni lassen, in der sie die Schwierigkeiten schildert, die durch die Spe"rung der Ostsee, als Folge der Entente-Note vom 10. Oktober, entstanden sind. Schiffahrt und Fisch- fang in der Ostsee sind schwer geschädigt worden, auch bot die Sperrung der Küstengewässer in. Königsberg bereits zur Einstellung des Betriebes des Elektrizitätswerkes ge- führt. Es heißt dann in der Note weiter: „Di? dew.sche Rozierung hat im ihren Nston, l-nSbesondere im demrm vom 3. umd 10. Oktober zur Frage der Nüum,ung deS Balttkums den Aachwei? erbracht, daß sie mit allen Miltelm bestrebt ist, den Rückzug ihrer Truppen aus dem Baltikum und aus Litauen mit größter En>?r<,i« durchzuführen. Die alliierten umd assegiierten Ntghrungen haben im ihrer Note vom 10. Oktober die Zweckmäßigkeit der diesorhabb vom der deutschem Ne> gierunz eingeleiteten Maßnahmen ausdrücklich a n e r- k a m n l. Auch haben sie den Vorschlag angenommen, alliierte Vertreter zu emtsenden, um von den getroffenen Mahrexln nähere Kenntnis zu nehmen und etwaigenfalls anderweitige Vorschlüge zu märten. Indem die demlsche Regierung im übri- gen auf ihre Stellungnahme im einzelnem in der Rote vom 10. Oktober Bezug nimmt, weist sie darauf hin, daß an Pen Unter- nehmungen bei Rita, die als äußerer Anlaß für di« Maßnahme der interalliierten Marinekommission angeführt worden sind, die deutschem militärischen Stellen unb'e teiligt sind. Sofern etlvn unter westrm'stst&em Befehl stehond« frühere deutsch« Truppen daran teilgenommen haben sollten, kann die demrsche Regierung nur wiederholen, daß sie ihrerseits alleL vor. sucht hat, um die? zu verhindern. Werm trotz Kiefer Sachinge eine Sperre gegen di« denische Schiffahrt und weit« deutsch« Knstenftriche verhängt und dabei srnnr zoitweis« über di« nach anerkanntem völkerrechtlichen Grundsätzen Deutschland zustehende Gebietshoheit über seine Küstingewüsser hinweggegangen wurde, so muß die deutsche Regierung gegen diese uneerechtsertiaten Der- gekinngSmaßnahm«», durch die zohtlosc an den Vorgängen im Baltikum gänzlich umbetckligt« Deutsche schwer geschädigt werden, nunmehr feierlichst vor aller Welt Verwahrung oinlegem. Di« deutsch- Regierung hat von Ihrer Mitteilung vom 27. KonmtmS genommen, daß di« inerolliierte Marine-Waffen« stillstandSkom Mission angvwofen worden ist, all« Maßnahmen zu tresf«n, um den hiesigen Verstellungen, die sich keineswegs auf Fischerboote und sonstige kleine-Fahrzuige beschränkt frben, zu entsprechen. Ei« muß jedoch feststellen, daß bisher, abgesehen von dem eingangs erwähnten Funkspruch vom 20. und der auf be- sondere Anfrage erfolgten Wicde-.znlassitkig der M nenränm- arbeiten, den zuständigen deiischen Stellen vom d«r genamiten Maritirkoinmission keinerlei Mit.�ilungen weder hinsichitich der in Ihrer Not.- vom 27. besonders erwähnten Fischorei noch hinsichtlich der nicht erwZhn'ien Zufuhren aus den neutralen Län- dern zugegangen sind. Andererseits vermag die deutsche Re- gicriing. wo auf von der deutschen FriedcnSdelrgotion von vorn- herein hingcwies.n worden ist irg-ndw-Ich« militärischen Gründe für den Fortbestand der drückenden Einschränkungen nicht zu er- kennen. Höchstens für eine Absperrung der Kürte von der deutsche» Grenze bis zur südlichen Grenze Finnlands, nicht aber-für die Stillegung der g samten freut- scheu Ostseeschisfahrt außerhalb der deutschen Küst«ngcw3s,«r tSuicle» Gründe militärischer Art ang.wendet u> rben Die deutsche Regierung ersucht daher die alliierten und assoziier- ten giegirrungen n�ehmials d ingend, die Maßnahme, die bei ihrer Anordnung ausdrücklich c'.S> vorübergehend bezeichnet worden ist, nunmehr völlig und Anordnungen zu trcssen, dciß alle festgehaltenen Schiffe, di� sich zur 3 it ihre Festhaktung in Unienntnis der angeordneten Srercung befunt«n haben, ihren Eigentümern zurückgegeben lverden." Man kann nicht gerade dehmipten. daß die Regierung in der obeiistchenden Note den richtigen Ton getroffen und die Taisochcii wahrheitsgetreu wiedergegeben habe. Der Hin- weis oiif die Entcnlenotc vom 10. Oktober ist irreführend, da gcrode in diese? Note mit aller Klarheit ausgeführl worden ist. aus welchem Grunde die Entente den Zusiche- ningen der deuttckvn Neaieruno über die Räumung Kur- lands keinen Glauben schenken könne. In dieser Note wurde allerdings Teutschland die Konzession gemacht. dast sich eine Kommission noch dem Baltikum begeben werde. um den Abtransport zu kontrollieren. Diele Kommisston ist bisher noch nicht nach dem Baltikum gereist«nd die Eni, ivicklnng, die die Tinge dort inzwischen genommen haben, machte es nicht gerade glaubhast, daß an dem ganzen Wen- teuer deutsche militärische Stellen„unbeteiligt" seien und daß die Regierung alles versucht habe, den Uebertritt deusck,er Truppen unter das Kommando des Räuberhauptmanns Awalow zu verhindern. Unter diesen Umständen, die der ganzen Welt zur Genüge bekannt sind, dürfte es wohl nur geringen Eindruck räche- new die Regierung nunmehr gegen die Maßnahmen der Entente»feierlichst vor aller Welt Verwahrung" eingelegt. Im übrigen lann man sich des Eindrucks nicht erwehren, daß in der Noie die Angelegenheit über Gebühr aufgebauscht U'iid. denn, wie in einen, Nochtrag zur Note mitgeteilt wird. 'heißt es in der Mitteilung Clemenccaus vom 27. Oktober: „Tie alliierten und assoziierten Mächte haben Ihre Bar. stelliiiigen hinsichtlich der Schiskahrt der ffischerboaie und anderer kleinerer Fahrzenzc deutscher Nationalität in der Ostsee geprüft. Sie linbcn hie interalliierte Marine-Waffcnsiillstandskominifsion nugewiesrn, alle Maßnahmen zu treffen, um den Borstellungrn der deutschen Ziegierung nach Möglichkeit und insoweit Genüge z» tun, nlä derartige Maßnahmen nicht den als unumgäng. lich erachteten Militär i-schea Maßregeln wider. spreche» würden." AnS dieser Mitteilung geht also klar hervor, daß die Enlente bereit ist. den deutschen Vorstellungen soweit«nt» gegensnkommen. als es in Anbetracht der militärischen Lag« im VoUikrim möglich erscheint. Es wäre gewiß zu wünschen, daß die Enten!« sich streng an diefen Grundsatz hält nrtd jede Schädigung der deutschen Bevölkerung unterläßt. Von der deutschen Regievimg kann ab?r verla.ngt werden, daß sie ein« Verständigung mü der Entente auf solcher Grundlage durch überflüssig« Protest» und lächerlich' wirkende Aufgeregt- Herten nicht erschweren soll. Ferien in der Mona'versammhing. Die Nationalversammlung hat gestern die Beratung des Etats zu Ende geführt und ist dann auf drei Wock)cn in die Ferien gegangen. Herr Erzbcrger gab zum Ad- schluß der Verhandlungen einen Ucberlick über die Finanzen des Äeichs. Er machte die Mitteilung, daß di? Reichs- schuld am 1. April 1020 nicht nur 204, wie. kürzlich mit- geteilt worden ist, sondern 212 Milliarden betragen würde. Tagegen stellte er in Aussicht, daß der Etat für 1020 um 22 Milliarden niedriger sein werde als der Etat für 1918, also etwa S3 Milliarden betragen würde. In der Zeit vom 15. Januar bis zum 15. Oktober 1919 seien täglich im Durchschnitt', für 27,63 Millionen Mark neue Banknoten aus- aegeben worden. Im Auslande verfüge Deutschland noch über einen Markbestand von 16 bis 17 Milliarden, den man in der Form einer festen Anleihe zu bringen suchen werde. Für die Lösung des Valutaproblems stellte er di» alten Heilmittel i» Aussicht: Die Warenerzeugung müsse gs- steigert, die schwebenden Kredite im In- und Ausland» müßton konsolidiert und durch eine Besteuerung ein« Ueber- füllung des Marktes mit Zahlungsmitteln entgea''ngearHeitet werden. Die Haupttchuld an dem schlechten Stande der Valuta liege an den ungeheuerlichen Schiebungen. Da? meiste aber werde erreicht werden aus dem Wege der Spar- Politik. Nach einigen kleineren Plänkeleien kam«z dann zu der Abstimmung über den Gesamtetat. Wie zu er- warten stand, wurde der Etat m dritter Lesung von der gbe- gierunasmehrheit. also vom Zentrum. Demokraten und Ncchtssozialisten angenommen. Die Parteien der R e cb t e n und die Fraktion der Unabhängigen So» zialdemokraten lehnten den Etat ab. Die Deutickmationalen und die Deutsche Volkspartei ließen durch ihre Redner verkünden, daß diese Regierung nicht ihr Vcr» trauen habe, daß sie wohl bei den einzelnen Etatspositionen mitgearbeitet und ihnen zugestimmt hätten, daß sie aber durch die Ablehnung des Gesamtetats ihre Gegnerschaft zum Ausdruck bringen wollten. Der Mehrheitsparteicn bemäch, tigte sich darüber einige Erregung und in gutgespielter Ent- rüstting warfen die Herren Erzberger. Pachnicke und Scheidemann den Deutschnationalen und der Deutschen Volkspartei vor, daß sie durch ihre Ablehnung die Interessen deS Reichs schädigten und daß außerdem die Nicht» bewilligung der Mittel für die Regierung gegen die sonst üblicher� parl-amentarischen Gewohnheiten verstoß?. Es war ein kleiner Bruderkrieg, der bei dieser Gelegenheit ausge- tragen wurde. Denn in ihren Zielen sind sich die bürger- licken Parteien mit ihrem rechtssozialistischen Anhang einig. Diese Ziele liegen in der Richtung der Erneuening»nd Festigung der kapitalistischen Wirtschaftsweise für Deutsch» land und der Streit geht nur um die Methode und etwa noch darum, wer an der Futterkrippe sitzen soll. In der Be- kömpfuna der revolutionären Forderungen der Arbeiter- schast, in d?r Verhinderung der Verwirklichung des Sozia» listnus, sind sich die heute feindlichen Brüder doch einig. Tesbalb war es auch ein demagogisches Mittel nie- driaster Art, dqß von den Rednern der Mehrheitsparteicn die Ablehnung des Etats durch die Dentickmationalen und di« Deutsche Volkspartei in eine Linie gestellt wurde mit dem ab- lehnenden Votum, der Unabhängigen Sozialdemokratie, die durch eine voni Genossen S e a e r vorgetragene kurze Er» klärung motiviert wurde. Uns trennt von den anderen Parteien der Nationalversammlung eine ganze Welt. Eine Regierung, die mit Hilfe des gegen das Proletariat gekich» ieten Belagerungszustandes ihre Herrschast aufrechtzuerhalten «nch!. die gegen die Arbeiter Gefängnisse. Ziickithans, Schutz- hakt und Arbeitszwang anwendet, die die freie MeinungS» öusprung mit den brutalsten Mitteln unterdrückt, eine solche Regierung kann von uns kein Vertrauen beanspruchen. Die Ablehnung durch die Rechtsparteien ist lediglich eine auf agitatorische Wirkung berechnete Maßnahme, die auch ihrer früher vertretenen Auffassung ins Gesicht schlägt, daß die Etatsablebnung Vaterlandsvcrrat sei. Die Wlebming deS Etats durch die Unabhängig? Sozialdemokratie dagegen be- deutet die sckiänste Kampfansage der Arbeiterschaft an die Regierung des Klassenstaates. Sie� ist zugleich das Symbol dafür, daß das Proletariat entschlossen ist, den Kampf gegen das Kapital und gegen die Regierung des Kapitals bi« zum siegreichen Ende weiterzuführen. _ Aus ter Sckjutzlnttt entlassen. Gertrud Paul, über deren Schutzhaft wir heut« früh berichtet baben, ist inzwischen wieder entlassen worden. Länpcr a!» zwei Monat« hatte man sie ohntz jeden Grund drr Freiheit beraubt, Ter Streif der Nekasiarbeiter. Bericht der Streikleitung. Von der Fünizchner-Kommi-ssisn wird un» mitgeteilt: In der>>B. Z." vom Tonnerittag, den 30. Oktober, wird bc» ihanpt.'t:»Im Verband der Berliner Metallindustriellen denkt niemand daran, die Neit der Berliner Metallarbeiter solidarisch erklären. Leider ist e» un» infolg« deS beschränkten Raumes nicht möglich, auch nur«inen Bruchteil derselben zu peröffeMichen. Trotzdem veröffentlichen wir heute Resolutionen hon Berliner Betrieben, um zu zeigen, wie falsch die Bericht- erstattung der Presse ist. die«inen Gegensatz zwischen den streilen» den Arbeitern mit der Streikleitung zu konstoti««» sucht. »Di« am Dienstag, den 28. 10. 10, In HartmannS Armiere! tagend« BetrWiSüersanimbmig der Deutschen Waffen» und Muni» ßionSfabrik, Abteilung Kugellager, nimmt mit Entvüstung Kennt» ni» vom dem provoziereinden Vorgehen der Mntern«hm«r gegen die Funktionäre, ArbelterauSschuss« sowie Arbeiterrät« und fordert all« streikenden Kollegen auf, die Arbeit nicht«her dufzunehmen, bi» die elemew'arlten Rechte der Arbeiter» Bast gesichert sind und von der Fünsjzehnerkomm.d?sio>n die irdermifnahm« der Arbeit empfohlen wird. Wir gelo-ben. die Arbeiterrät«, unsere letzte Errungenschaft deS 9. Novom» der, mit allen unS zu Gebote stehenden Mitteln Du verteidigen." Tieselbe Nesobwtion wurde in einer Pa ra lle l ve r samünu ng der Heizer und Maschinistcu deSseiben Verde»«iustiinnuig ongeiwmmen. .Die am 27. 10. 19 bei Drose dv'ende Slireikbersammlvng de» he samten A. E. G.-KimzcrnS Hennigsdorf pro'estiert auf» schärfste gegen die Mack�aschiaften der Metalliustrlcll«n. die sie bei de» verhainblungcn über die Wiedcvaaifnahme der Arbeltt anwenden. Die versammelten geloben, die Arbeit n i cht« he r auszunchmen. bis nicht der letzt« Arbeiter und die letzt« Arbeite» r i n an ihrem Arbeitsplatz mit ihren vollen Rechten wieder ein» gestellt werden." .Die Kollegen und Kolleginnen de» SIcmcnS-KonzernS, Franilinwerk, erblicken in dem Vorschlag der Unternehmer über die Wiederaufnahme der Arbeit«inen Schlag gogen die Grund» rechte der Arbciiterschoft. Sie erbläreu einmütig, mchlt eher dir Arbeit aufzunehmen, bi» die alten Funktionäre in ihre früheren Recht« wieder eingestellt sind." „Di' am 29. 10. 19 in FmikeS F«stw!«n ver?a>mimelien ca. streikenden Kollegen und Kolleginnen der Firma Dr. Panl Medr> A-G. sprechen der Fünlizehuerkominechon nach wie vor ihr voll r, P-rl reuen an» und gelol'en, die Forderung derselben a u s restlos« Einstellung aller Streikenden so lange lv ch den Kampf zu unlcostützen, bi» dieselbe restlo« von den llut.. chmern angenommen wird." ,D.i« ge'ami« Velr�schast der Verlin-Vorstswalber Metall» »erle erklärt hiermit ausdrücklich, daß«S ihr fester Will« ist. eb«r d'e Arbeit aufzunehmen, bis folgende Forderungen .'rfüllt siiib: 1. DaS Mitbestimmungsrecht als wflentlich« Nrvi'ngenichoft der Revolution muß in jeder Beziehung auf» r« ch. r h a l te n werden. 2. Di« restlose Einstellung sä m t- sicher im Stroik befindlicher Arbeiter und Arbeiterinnen. Wir jpvcrben der Fünfzehnerkommission unser voll e» vortrauen au? und erwarten, daß sie unsere Forterungcn M''"allr-n ihr zu Gebote stehenden Mittein auf da» Energischste im erstützt.", Ankündigungen. Tie aufgelöste Stempelstelle Rr. 32, Melchiorstr. 16, ist von heute ab ais' Dtempclnel'enstell« Nr. IS eingerichtet. Daimler-Werk. Failag vorm. H Uhr Betriebsversammlung im Sy isesaai. Funktionäre 9 Uhr Sperlingsluft. Klcinba» Sicmens-Schuckert. Heut« Freitag von 12—4 Uhr Auszahlung der Sireikunterstützung in den bekannten Lokalen. «schzügler müssen bis Ende nächster Woche warten. Fritz Werner A.-G., Marienfelde. Freitag vormittag 10 Uhr {m Schwarzen Adler, Mariendorf, Ehausseestraße: BetriebSver» jurnmlun�.�. Freitag nachm. 8 Uhr Betrieb Sversamm» lyno im Slreillokal. � �... � Arbeiter» und Betriebsräte de»«.«- G-K,n,trn,i Freitag hm. v Uh* Sitzung im Lokal vo» Riedei. tzussttenstr.«7. A. E. G. Kabelwerk. Sonnabend von i— 4 Uhr nach«. Skui» #ah! un g de: Sireil-unt.rstützung fürs gesamte Werk in den be- kannten Lokalen. Montag mittag 12 Uhr in MörnerS Mumen- garten Betriebsversammlung des gesamten Kabelwerk». Siemen» n. Halske, Blockwcrk. Sonnabend früh 10 Uhr Be- triebsversammlung Stadtpark Fungsernheide. Daselbst LuS- Zahlung der Sireikunterstützung. Funktionäre der Knorrbrcmse. Freitag, vormittag» 9 Uhr, Sitzung bei Mitzschke, Gürtel-, Ecke Dossestratzc. Erich u. Grätz. Die Auszahlung der Unterstützung findet nicht Freitag, sondern Sonnabend 11 Uhr statt. Amöi Iii, Flugplay Johannisthal. Heute nachmittag SVi Uhr Betriebsversammlung in der Kantine. D. W. F. Kugellager Wittenau. Heute vormibtag bi» 10 Uhr Unterschreiben der Ouiitnngen in den Meldestellen. Nur über 13 Wochen im Metallarbeikr-Veband Organisierte kommen in Betracht. Am Sonnabend nachmittag von 2 Uhr an Auszahlung de» Geldes. Albatro», Johannisthal. Freitag früh 7 Uhr müssen sich folgende Kollegen melden: Kartennummer 61, 63, 60, 68, 69. 02, 03, 64, 00—72: um 11 Uhr Nr. 73, 74, 78, 79, 81. 82, 84—92. Pünktliche» Erscheinen. Sonnabend früh Auszahlung. Bergmann, Nvicnthal. Freitag um 11 Uhr im Lokal von Bohne Betricibsvcrsammlung aller Streikenden. Sicmens-Schuckert Autobau, Bahnhalle, Gilterbahn. A. B. 0b. Sonnabend vormittag 11 Uhr Auszahlung der Streikunterstützung. Nichterschnnende erhalten erst bei der nächsten. Zahlung ihr xAeid. Typograph. Freitag nachmittag 4 Uhr Betriebversammlung bei Scheel, Berti chingenst raste 14. Stock Motorpflug, Berlin und Niederschöneweide sowie ange- schlossene Betriebe. Betriebsversammlung am Sonnabend, den 1. November 1919, vormittags 11 Uhr, im Gewerkschaftshau». Hasse u. Wrede. Bei niebSdor sam m lun g heute, 81. Oktober, nachniittags 3 Uhr. Firma Werner, Marienfclde. Heute, 10'/, Uhr, Betrieb»» Versammlung in Mariendorf, Restaurant Schwarzer Adler, Chaussee straste. Obleute der mittleren und Großbetriebe! Heute. Freitag, 81. Oktober, nachmittag» 2 Uhr, findet im Gewerkschaftshau». Sani 3, eine Versammlung aller Streikenden und ausgesperrten Sattler statt, Tclcfnnkcn! Da» Unterschreiben der Quittungen heute. Frei tag, 11 Uhr, Nationaldiele, Kommandantcnstraße 02, sowie am Montag, den 3. November, 11 Uhr. Auszahlung!�r Gelder daselbst. 2er versarbeilerstrelk I» iilmer.kil uniermeiillich. Amsterdam, Zst. Oktober. Das Neutersche Vurean meldet ans Indianapolis: Die Konferenz der Führer der vereinigten Bergarbeiter, die heute hier abgehalten wurde, hat beschlossen, daß cS im Interesse der Sache nicht zweckdienlich wäre, den Befehl zur Einstellung der Arbeit am 1. November abzuändern. Ferner haben dir Vertreter der Bergarbeiter eine Erklärung vcrösfentlicht, in der sie bestätigen, daß sie Wilsons Aufruf !u der Presse gelesen haben, aber den Streik für un» vermeid! ich halten. Regkrungsmahnchmen km Falle eines«mrtfauischjm v Bergarbeiterstreiks. H. N. Washiagtvn. 28. Oktober. Da» Kabinett beschloß im Falle eine» Ausbruch» de» Berg- arbeitrrstreik» die Arbeitswilligen injeder Hiasich» ,« schütze». Die Behauptung, daß Truppe» al»«erg. arbeitcr verwendet werden sollen, trifft nicht»». Diese E»l- baten sind lediglich dazu da, um die Arbeitswilligen gegen dir Be- lästigiingen durch Streikende in Schutz zu nehmen. Gestern der« «»stalteten etwa 190900 Mitglieder der Gewerkschaften einen Demvnstrationlzug durch Washington. In einer Gewerkschaftsversammlung erklärte daraus fcct Arbeiterführer G o m p e r«, das Kapital schmiede ein Komplott, um den Ar. beltern eine entscheidende Niederlage zu bereiten. Dl« Haltung de» Stahltrusts beweise das zur Genüge. Die amerikanischen Eisenbahn« beharren auf ihren Lohnforderungen. H. N. New Kork, 30. Oktober. Die Eisenbahner hatten eine Zusammenkunft mit dem Ge- neraldirrktor der StaatSeisenbahnverwattung. Sie erklärten, daß die Kosten de» Lebensunterhalte» durch die Regierunglmaßnah- mc» kcinrSwcg» verringert worden feien, fodaßsieanflhrer Forderung nach HSHerea Löhnen nachwievorbe» stehe» Müs/tu. Das Kabinett will vermitteln. Haag, Lll. Oktober. Der„Nieuwe Coirva�t" meldet aus New Aork, daß die Truppen miS Gary(Indiana) zurückgezogen worden sind, was man in einigen Kreisen als Anzeichen dafür auslest, daß der Stahlstreik mißglückt sei.— In New?)ork ist ein Setzerstreik ausgebrochen.— DaS K a b i'n'e t t hat culPültig beschlossen, im Fall des Bergarbeiter- streiks zu intervenieren. Einzelheiten sind noch nicht bekannt. Elöffvung der Arbellerschutzlousereuz des völterbulldes. Washington, 80. Oktober. Mittwoch mittag«m 12 Uhr eröffnete Minister Wilson die internotionale Arbeiterschutzkonserenz de» VölkcrbunoeS. llebr» »0 Staaten waren durch etwa 200 Delegierte vertreten. In seiner Begrüßungsansprache erklärte der Vorsitzende, er müsse den?r»n>. Punkt vertreten, baß nur Staaten, die da» Vötkerbundabkommeln bereits ratifiziert hätten, offiziell an der Konserenz teilnehmen dürsten. Da da? Abkommen jedoch von einigen Staaten noch nicht ratifiziert ist, erfolgte keine offizielle Begrüßung. Im weiteren Verlaufe der Eröffnungssitzung sprach der Vorsitzande der Organi- satlonskommission Fontaine über die nach dem Bericht seiner Kommission durch den Völkerbund zu behandelnden Angelegenhei. den. Nach Schluß der Sitzung hielten di« Delegierten der«inzel» nen Staaten unter sich Beratungen ab und stellten Kandidaten sür die verschiedene» im Bureau der Konsernz zu besetzenden Posten auf. Die endgültigen Wwhlen und d.e allgemeine Organisation de» Gelvedaüiat» werde» heut« erfobzen. In Konferenzkreisen ist man sich über die Rolle, die die deut- scheu und. deutsch-Lsterreichischen Delegierte« t« Washington spie- "Im kolk«, no»«»cht klar, j hllllses NWm wMr krlllsch. In dem Befinden de» Genossen Haas« ist kein« wesentlich« Veränderung eingetreten. Die Temperatur war gestern abend auf 88,9 gestiegen. Haas« ist sehr matt und findet nur Schlaf uach Verabreichung von Morphium. Das Verfahren' gegen den Attsntak«. Ueber da» Verfahren gegen den Attentäter wird miigeteiK: Doß, drr dq» Attentat auf den Abgeordneten Haase verübt hat, befindet sich im Untersuchungsgefängnis itt Haft und wird dort vorn Geheimen Medizinalrat Dr. Lepp� mann beobacht'tt, nachdem er vor dem Untersuchungsrichter seine Bchauplunz wiederholt, er habe Haase einen Denkzettel derab» reichen wollen, weil Haase Dcsiechungen und Unregelmäßigkeiten des der preußischen General-Lotteriedirektion zu verheimlichen gesucht habe. Die Haftbeschwcrde, die Voß eingelegt hat, ist von der Strafkammer verworfen worden. Dle veschlagnshme von tiebknechts. Schrlfk über Mütous'mus llusgehoden. Vor einigen Monaten ist bei dem Drucker der Neudruck der Schrift von Karl Liebknecht über Militarismus und Antimilttari», mirS beschlagnahmt worden. Auf die hiergegen eingelegte De- schwerde hat nun der OberrcichSanwalt die Aufhebung dies«« Beschlagnahme verfügt. So endete auch dieser Gcwaltstreich mit einer Mamage der Behörden, die bei ihrer Berfolgungswut selbst vor den Werken Toter nicht haltmachen. K» Prslest Zschilscherins. Die„TimeS" berichten von einem drahtlosen Tele» fframm Tschitscherinsxius Moskau, das an die deutsche Negierung übermittelt worden ist. In dieser Not« heißt es:- Die russische Negierung hat Kenntnis davon erhalte«, baß die Ententemächte der deutschen Regierung eine Aufforderung lmben,„kommen lassen, an der Blockade Sowjetrnßland» tätige» Anteil zu nehmen. Die deutsche Regkerung wird darauf hinge» wiesen, daß eine Teilnahme Deutschland» an be» Blockade von der Sowjetregierung als ein wohlbedachte» feindseliger Akt angesehen werden würde. Die Sowjet« rrgierung zweifele nicht, daß sich die deutsche Regierung de« Konsequenzen wohl bewußt sei, die ein solcher Schritt zur Folg» habe» würde, und daß unter solchen Umstände» die Sowjetregiee rung entschlossen ist, mit entsprechenden Gegenmaßregrlai vorzugehen. Die Sowirblegierung vertraue darauf, daß di» deutsche Regierung die Forderung der Entente, die eine vrr« biihnung der elementarsten Forderungen der Gerechtigkeit sei, mit einer entschiedenen Weige Nng beantworte»«wrdr. Die halbamtliche„Deutsche Allg. Ztg." bemerkt zu di«, ser Meldung: Wie wir hierzu von zuständiger Seite erfahre«, fit bi» zur Mittags stundein Berlinvoneinerderarti« gen Not« v i ch t» b e k a n n t. Wie vorluubet, soll jedoch Reo giermigen neutraler Staaten ein« ährtliche Rot« der Sotvjet« regierung funkentel-graphisch übermittelt worden sein. Die„Unkenntnis" be? Berliner„zuständigen Stelle* erscheint etwas befremdlich. Wenn die Regiemngen der nentmlen Staaten diese funkentelegmphische Mitteilung er« halten h'fion, so muß sre auch in Nauen eingegangen Inn. Ddet sollte es sich hier um eine„Störung" handeln, die schon so oft die Ursache der Nichtübermittlung wichtiger Meldungen aus Rußland gewesen ist? Großer Lkeg der Volschewiffen. ». kk. Moskau, 80. Oktobe» Der bokschcwistlsche Tagesbericht von heut« besagt, daß di» bokscheivistlschon Truppen erfolgreiche Kämpfe geführt haben. Fünf Werst nordöstlich von Gadschina cwberten sie«ine Reihe Dörfer. Sie haben jetzt die Hcmptstellung der weißen Truppen, eiitlang bei WcgcS nach Windau, angegriffen. DaS Ergebnis dieser Operation zwang den Feind, Gadschina zu räuwcn, da der Druck auf die baltfichen Stellungen bei Mari.nlmrg ein« Bedrohung der Linie darstellte. Der Widerstand de: Weißen in dieser wichtige« Gegend wird bald durch die bolschewistisch» Offensive gebrochen sein. Die Aufsländischen in der Ukraine hakten da» rechte Ufer de» Dnjestr besetzt, und außerdem di« ganze Gegend von Kiew. Tuvkasy und Chigirm. Kein einziger Vertreter Denikin» knnte sich längrr al, einen Monat kn diesem Distrikt halten. Die Gegend von Eherfon ist in den Händen von Makinow und seiner Truppen. Er hat Alexandvowo den Wnßcn tri* rissen und Elisabethgrad wird setzt von den Aufständischen be* lagert, di« au» Chcrsvn und Nicolasewsk Immer näh.-r rücken. Der Aufstand hat sich auf die Distritte Poltawa und Jekaterttw?» law ausgedehnt. Die Anwesenheit der bolschewistischen Trupt-'r» in der Nähe von Kiew erhöht de« Mut der Aussiändiscken n;>d wiederholt treffen gaiize Abteilungen der Truppen von Petlsu-re in bolschewistischen Lagern al» Ueberläufer ein. Selmkehr der Kriegsgefangenen aus ssranttsich. T.v. Basel, 80. Oktober. Di« tntevalltterte Kommission de» Roten Kreuze» gibt l»- kcknnt, daß der Rücktransport der deutsche» KriegSgefangen» au» Frankreich zwischen dem 27. Oktober und 2. kikvoml-er i«, ginnt.■ \ Wilsell reist nach Washington. Wie di«„P. P. 51." au»>>ar» kamentarischen Kreis«, crfahot-n, hat sich der ReichSwirlschaslS» minister a. D Rudolf Wisscll nunmehr eich! ich«umschlossen, an der Washingtoner Arbeits kons« renz tei lzunehmen „Aber Justav, wo reifst du denn bin?" Karikatur ton Karl Holt» FREIE WELT HEFT 24 g«ituai»hU41ey»u d f Uhr: CoHoIan. SiiilscHss Tfieatsr •»?TteiCTion: Reinhardt 7 Uhr Kautmanp von.Venodl?;. Küminerspieie � U.: Oesrenstersonate , Theater I. d. Konlggrölzer Straße eiUtSchlofl Wetterstein SM.' ischloßWetterstein SonnlaK nachm.: Musik. Abends: Ein Traumsplel, Montag: Ein Treumspial. Cienst.: Schluß V.'et erstell,. Cnslno-Mer lirthiasser Str. S?. Tägl.'/sS Uhr: Großstadt-Pfianzen Volksstüek in 3 Akten. Vother:„Schwarrwaldbabie*. Operettenakt mit ViktorLitiek von der Komischen Oper. B&tn ertiklasiieeSpetJaiitätga. Sonntag 4 Uhr: MSdchenehre. Kose- 1 heater ri. Uhr: Das Oesetz. Aloxandorafr. 2L Tagt 7.30: Spezialitäten k und Varietd- Burleüke: 'Aul iaaKcalssM-Kssina • in drei Bildern,"«»a SomödienlinBs VSUhr: ÜSelott �nntag nachm.: Die Ehre. serüner Theater yjuuijn Bü�mei- StndeBten. gönnt nachm.- Öle tolle KomteB lesslnj-Tteatsr Direktion: Victor Rarnowsky. 7 Uhr: Peer üynte Sonn ab. � 7 Uhr z. eri.en Male: «S'&aiQtn«itüie— Der srL»« Kukadn. fTHla Durleux, Ilka Orönlng, Dagpy Servaes. fritz Delias. aaanna Fischer. Eugen Klöpfcr. Conrad Veidt). Sonnt: Frättlein Julie.— Der grüne Kakadn. DeaisciKflBstl-Tseatfrl Allabendlich A: Cyprienne Vl�opoldme Konstantin. Kurt Gütz. Erich Wrtlier) Trinnon-fhßnter. Bahnhot Friedricht raSo Ä* Miskarade. ftonnab. 4 Uhr; Aschenbrödel. Sor�ntag 4 Uhr: Jo�annMeuer RssIiSenz- Theater. Stadtbahn Jarnowitzbrilcke ApolloaTheatep Frledrlchstr. 218. Ii/ Allabendlich"Ii 2'' Sonntags 3' i a. J DisWoit im Jaiire 2000 Senntags Zl, led. Erwachs. 1 Kind frei. Wintergarten. , täglich 7k Uhr MetevorMM Ranchen gestaltet fbeat.r am Koiiastr Tor. Tel.: MorltgplaU 14 81A Jed. Abend Vis Uht: SUSe« Sänger o anem. Mitgl. dar Steltmer Sänger, »donnt. nehm 8 Uhr ertniia PreiteivolL AbanS- Programm) 1 Kind Ire 11• Rauchm gestaltet dlUtnaaii-Koniert, Sag. 7.»° Uhr. Votverkf. U— Ibs u 4-8 Uhr öooooov�ooooOo s ßlngkämpfa X* D. höhere Lehen Sonnab, 4 U.: Hinsel u. Grete!, js Sonntag 4 Uhr; Dir gute Bai.' W2i!iala-Th8Äterbe;?sw„ 7k Uhr: Eine Frau wie Ou. dS AM POTSDAMER PLATZ KDH!0@&KTZES3|TR* Homsell Hpleon Operette In Z Bildern von Emil und Arnold Göll Musik von Oskar Nedbsl In den Hauptrollen: Charlotte Böcklin Roll Bruoaer Walter Formea Urauliü�ruog: j Die Verschwörung i filmschausplel ans dar Epoche Maria Thereaias Haaptdarstelltrin; Lucy Gellirt Spielleitung: Emil Jostltz Wochentags 6» Beginn; Sonntags 3V Ms-Lfctitiplele MüSlerstraße 12e ::t'itiuM.i.iinimiiliiiUt'iiiM!ini:i'i.t / Ab Freitag, den 31. Oktober ' bis Montac. den 3. 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Zivvembcr, rodimutoa»»ou 3—4 llh:, im ilrhtitärasmei«, Stttienitr. SS— So, auizezohir_ Montag, den 3. November 1919, abds. 3 Uhr Bersammlttng der Metalldrücker Gro�- Verlins w den Zeurral-Fefisäletz. illte JoiodSr. 32. reqeSo: duung:-l. encht von den Vezhandtnnse« uo ttifieiiämhi sterium. 2.»Skuifum. L. Bcibonts. uns ezouchcii- onge.e on reiten. Llchiunat In Anbetrochr der wichtigen TogeZordnung ib es Pflicht ouez Kollegen, piwlillch»!t erfchet er. _ Die O» tätte! tualhtitg. Bezöfißö der Lattier uus Vorlesemller. OrlSvetwaituug Verl«. Achtmtg: Nlhtmr«! Freitag, de» SL Oktober,»achwittai« S lthr, » Saat S de. Zigarettcnf Stiadize« Lager, rein orientalische and ägyptische A Zisaretten zu den billiKsien Tagespreisen. V Lagerbesueh lohnend. O M, Gütlmann, Berlin 0 27, Alexandaretr. 22, � A Slm findet un Saat s de. iLewerlichaftZliaule»,»npe Ufer is, eine Verlaiumluug ouer auz Streit tu der SKetaüinOsft.ie bei.Mgteu Sattler ftott. 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Die Nsvelle zum Gesetz über daS Branntweinmono» pol wird in zweiter und dritter Lesung«chnr AuZspcachT drr- abschied et. t Die dritte Lesung des Etats. NeichZsinanzminister Erzberx«: Tie deutsche OkffentZichszi't Und die ganze Welt bat Anspruch daraus, Kiarheit zu« Helten über den S.and d.r ReichSsinanzen. Der Etat für 191? schließt mit insgesamt 73 Millionen und ist damit der höchste Etai, den das Reich jemals gebabt hat. Der Et?t sür 1920 wird de- reiiS um rund 22 Millia.den niedriger abschließen ali der Etat sür 1918. Inn Interesse einer Gesundung unserer Finanzen müssen wir v.rlanaen, dag alle sachlichen Anipriiche aus der KriegSzeit in den nächsten drei Monaten angemeldet we.dciu Für die persönliche Seit« der Abwicklung deS Kriege» setze« wir eine Frist bis zum 31. Mä z 1920. Der Etat für ISIS schließt mit rund biii Milliarden de, also auch schon um 18 Milliarden nied.igec eck» der Etat für 1918. Wir werden rücksiebt ZloZ gegen EtatZüb rschreitungen vo.gchen und sind der zuversichtlichen Hofs- nung, daß die veranschlagten Einnahmen cinlommen werden. Wir hoffen, dag die neuen Steuer die erwarteten 8 Mil- liarden bringen we den. Großes Aufsehen«megt hat der hohe Stand unserer N c i ch» s ch u l d. Gewiß sind 204 Milliar- den eine hohe Summe; aber wir mußten darauf vorbereitet sein, daß wie 13 Milliarden Zinse« würde» zahlen müssen. In Wi klichkeit wird dieser Betrag noch überschritten werden; wir werden am 1. April 1823 eine Ncich'fchuld von 212 Milliarden haben.(Hört, hä-vt!) Im Inland und auch im Ausland ist behauptet wovden, daß wir täglich sür 1S0 Millionen Marl Bank- noten druckten. Da» ist falsch. Da Bantnoten in cchcblichcm Maße gefälscht worden sind, mußten neu« Roten an ihre Stelle gesetzt we.den. Das ist ab.r kein» neue Ausgabe, sondern ein- fach die Ersetzung falscher Bantnoten durch richtige. In der Zeit vom 19. Januar bis 15. Ottober 1919 ist täglich jm Durchschnitt die Summ« von 27,63 Millionen Mark an Banknot«« mehr aus- gegeben worden. Alle anderen Zcchlen sind falsch. Alan hat bemängelt, daß der Etat kcine genauen Zahlen enthält übe: die Aukgad.m au» Anlaß des FrudenZvertvng». So lang« wir auf diesem Gebiet nicht völlig klar sehen können, werde ich einen selchen Betrag in den Etat nicht ein- setzen.(Zustimmung). Wir all« hoffen und erwarten. daß der Friedensvertrag von der G.genseite sachlich geprüft wich und dag alle Forderungen der Leistungsfähigkeit Deutschlands angepaßt werden. Würden wir heute schon eine bestimmte Ziffer n-ennen, so würden wir damit unserem Boll« den schlech- testen Dienst erweisen, denn jede Ziffer würde von der Gegenseite al» zu niedvig bezeichnet werden.(Sehr vichig!) Wir haben immer«ritärt, daß wir den Fried« oertrag erfüllen wollen. Diese Erklärung ist ehrlich gemeint. Aber niemand kann mehr leistcn. als in seinen Krähen steht. Tie Leistungen werd.n nicht m Geld oder Gold erfüllt, sondern durch wirtschaftliche Loistun- gen, durch Abtretung von Forderungen, durch Hingabe von Cach» «ütern it,». Ein Dkutschlemd, da» wgeiert wie jetzt, kann die finanziellen und wirtschchtlichen BevpsiichtunHSn aus dem Wer- � trage nicht erfüllen. Eine LchfongSunfäh.gleit Deutschland» � würde auch die ZahSungSunfähiizke'it Frankreichs zur Folge halbe». Eime Politik des Hasse» bringt un» daher nicht weiter, sondern nur Sine. Palb i! der Berstündzgung und der Arbeit bann Europa der Heilung«nigeg««führen.(Bei soll.) Schon die 4 Mit» kiarden, ti« wir 1371 von Frank reich bekomimen habein h'ben den Anstoß gegeben zu einer gewaltigen Mrtsch-rftÄvis«. Was müßte erst di« Folg« sein, wenn Frankretich seine über- spannten Forderungen wirklich erfüllt bekäme? Deutschland würde der lästigste Wettbewerber auls dem Weltmarkt werden, und der deutsche Markt wüLde al» DbüchmarZ, für ander« Länder kaum noch in Fvage kom-men. Deshalb trägt der Friedensvertrag den Keim ungeheurer wirtschaftlicher Erfchütierungvn in sich. Daher hoben nicht nur wir, sondern auch die Neutralen und di? Gegner inrd vor allem die international« Arbeiterschaff da» größte Jnter- «sse daran, daß«im« Skat Umschreibung der Leistungen aus dem Friedensvertrog möglichst bsld«rsol-ch Di« Kalamität unserer Valuta Veiiase mt..FreihM". maiß zu ähmKchen Folgen sichrem Eine schlechte Valuta, ist gl-eie�cdeutend mit einer hshe» Zollmauer cder mit hohen Ausfuhrprämien. Die ErchästsweK des AuAiamdeS sieht da» sehon«in. Ein Land, das kaufen will, muß auch Lerkar?en können. Nur bei«inem ge�gensei.igen j Zusammenwirken aller Kräfie kann oin-e Besserung erfolgen.' Deutschland verfügt nsch im Ausland über einen Maribeftand von 16 bis 17 Milliarden. Wir müssen versuchen, diese Sunnne in die Form einer festen Anleihe zu bringen, dann wäre den Be- sitzerm und den Ländern, In denen sie woynen, mn besten gedient. Mit einer Verordnung ist eine Gesundunp der Valuta nicht zu erreichen. Sonst häi-ten wir eine solche Verordnung längst er- lassen. Nur Arbeit kann uns helfen. Das«alt fchm vor dem Kriege und gilt erst recht nach dem Kriege. Die Regierung kami hier nicht helfen, keine Nechwrung der Welt könnte helfen, das deutsch« Veit kann sich nur selbst Helsen.(Lebh. Zustimmung.) Auch in Beridin könnte viel mehr gearbeitet werden.(Allsei iige Zu- stimmnmg.) Wo ist das alte saubore Berlin geblieben?(Sehr richtig!) Di« Erkenntnis von diesen Dingen muß in die letzte Hütt« getoagen wrrdon. Ein« Besserung"kann nicht von heuie auf morgen erreicht werdan. Gewiß mußte die Valuta sinien. Aber das«? in diesem Umfange geschehen ist, liegt mit an den unzcheuerlichen SchieSungeu. Die Schieber fragen nicht nach dem Stande der Valuta, sie schieben, ganz gleich, ob die Mark 20 oder ö C ntimeS wert ist, sie fragen nur nach dem Verdienst. Leider befolgt auch ein Teil des Handels jetzt diese Methrde. Das ist eine betrübende Erscheinung.(Sehr vichtig!) DeS ganz: Volk muß an der Lösung dieser Ausgabe mitwirken. Gnübehrliche Ge- miß- und LuLu»gü:er dürfen nicht in diesem Umfang eingeführt werden. Nnr bei starker Einschränkung werden wir«ine Eni- lastung de» Drucke» erreichen, der aus unserer Währung liegt, und wir w:rden Geld f.m b-kommon für die Emsuhr wirklicher mtwenöegvr Lebensmittel und Rchstofs«. Die wichtigste Aufgabe d«a FinanIministeviumS ist die Herabminderung der schwebenden Schuld. Wa» wir an Besitzsteuern in Weimar genehmigt haben, ist mehr, als was in vier Kriegsfahren an Besitzsteuern überhaupr gcneh- migt worden ist. Was wir heute zu iraZen halbem, sind alles Fol- gen des Krieges; dos muß immer wieder beivlU werdon. Nach der militärischen Niederlage war es nicht mü-">lich, neue KaiegSanleihen«r zunehmen. Das Auwachsen der Ausia.en ist nur Mi» der Ataücklung des Hindenburgprogramms entstanden. Wenn man der jrtzigen Regierung die Schuld daran in vi« Schuhe schiebt, so ist das nickst anständiz».handelt. (Zustimmung linls und in der Mitte.— W.dm'Prua, rechts.) Hätten wir bi» 1818 unsere Ausgaben gedeckt oder wenigsten« die Zinsen, s, würde unsere Flnenzlagc ganz anders sein als jetzt. Enzland hat es so gemacht. Wie sollen die RiesenanSgaben be- stri.ten werden?� Den W:g der allen Anleihen lönnen wir nicht Seihen. ES ist ei« n«uor Weg gesuwben woltbon. der Weg der Sparpolitik. Ties« Methode wird aber sofort bekämpft. Durch die Bekämpfung des S P i e l t e u s e l S soll di: Sparsrmkeit gefördert werden. Die Sparprämienanl-ihe wird vom 10. bis 26. November ausgelegt werden, und ich hoffe, daß das Resultat günstig sür die Finanzverwaltung sein wird.(Beifall.) Abg. Mumm(Dnat.): Mehr al««in Mitzlied des heutigen > Kabinett» hat früher auf meinem Standpunkt gestanden. Herr Reichsminister Trzberger hat am 2. September 1814 sogar die Normannischen Inseln für Deuischland verlangt. Herr Dr.. David sollt» sich zunächst lieber mit Herrn Erzberger und an- deren Mitgliedern seine» Kabinelt» auseinandersetzen.(Sehr richiig!) Ich kann auch noch als Obrcnzeuge das Wort de» Herrn Scheidemann über die„alten Berücken von 1814" anführen, an deren Grenzsteinsestsetzun» er sich nicht zu kehren erklärte. Abg. Scheidcmann(Soz.): Nachdem gestern der Abg. Mittelmann den total mißglückten Versuch gemacht hat, mich zum Annexionisten zu stempeln, wird da» heute vom Abg. Mumm sortgesetzt. Gestern war ich überrascht, heute nehme ich die Sache nur noch von der heiteren Seite auf. Abg. Löbe(Soz.): Das Reich hat ein Interesse daran, daß der Wjatz nach der neuen tschecho-flewakifchen Republik gefördert wird und wir von deren landwirtschaftlichen Ueberschüsscn etwas hereinbekommen. Oberst Reinhardt: Meine besonder« Fürsorge gehört der Vor- Pflegung der Mannschaften. Gegenüber dem Abg. HaaS mutz ich bemerken: ich wcitz persönlich, daß es Ludcndorss stets außerordentlich schwer geworden ist, Hartes für die Truppen zu be- fehlen. Frellsg. 31. 0»r 1019 Abg. Stalten(Soz.): Ich weise auch hier bei der duliben Lesung aus unsere Resolution hin, die die Regeerung ausfordert, den neuen L-andeZsinanzämtern möglichst bald eine-gesetzliche Grundtage zu geben. Reich» sinailftminiister Erzberser vorspricht bei der zweiten Lesung der Re ichtaibgabc nord nun g einen derartigen Gesetzentwurf vorzulegen. Es folgt di« dritte Losung de» EtaiZgesetze».... Abg. Schnltz-Vvomöeng,(Dnatl.): Wir lehnen den Etat ab. (Höutl Hört! bei der Mch-rhelt.) Abu Dr. Hein!!-(D.Vp.): Auch wir werden gegen den Ge- samtetat stimmen.(Leisall rechiS.) Abz. Seeger(U. Soz.): Wir lehnen den Etat selbstver» ständlich ab. Eine Regierung, di- sich nur stützt auf Gewalt, di« jede sozial-volitifche Mastregel nicht ausführt, die zehn Monate lang deu Belagerungszustand aufrecht erhält, wird abwirtschaften. Wir lehnen dr.'halb den Etat ab.(Beifall bei den U. Soz. Lache« bei der Mehrheit.) In der Golamtabstimmung wird der Etat gegen die eotlm« men der beiden Rechtsparteien und der Unabhängigen enge- nommen.„,. ES fcklgt die zweite und dritte Vercrtun» d:S EntwilrfS einer Ergänzung des VesoldungSgesttzeS. Der Entwurf wird dem AuS» schuf.antvag gemäß angenommen. �_ Die Sitzung wurde hierauf auf TounerSwg. den AZ. Novem» bor, vertagt. Achtung! E!ck!rodrvsch!snfZhri?r! Die Arbeiter und Handwerker der Akkumulatorenwer!«„Afa" in der Hannopcrschen Straße sind an dem Metallarbeiterstreik be- teiligt. Unsere Kollegen sind dadurch in Mitleidenschaft gezogen und haben beschlossen, sich solidarisch zu erklären, indem sie jed« Streikarbeit ablehnen. Die Droslbkensührer befinden sich dort somit ebenfalls rn» Streik und ist Zuzug fernzuhalten. Jeder Droschken sührer, der dort seinem Beruf nachgeht, ist al» Streikbrecher zu bezeichnen. Deutscher TranSportarbeiter-verband, Bezirk Groß-Tevlin, Sektion IV. geplagten Einstellung der Arbeiten an der Schnellbahn Gesundbrunnen— Neulvlln. Alle Bemühungen der B triebZ»Obleute de» Schnellbahn» baueS Gesundbrunnen— Neukölln, eine Einstellung d�r Arbeiten zu verhindern, Verliesen bisher refultvtloS. Au» diesem Grunde findet am kommenden Sonntag, den 2. November, vormittag» 0 Uhr, in den Happoldtschsn F.stscilen, Hasen Heide 32—38, ein« öffentliche Versammlung statt mit dem Thema:„Wie stellen wir un» zu der geplanten Einstellung der Arbeilen an den Schnellbahn Gesundbrunnen— Neukölln?" Zu der Versammlung sind alle Arbeiter der an dem Bau beschäftigten Firmen einge- laden. LshubeVegung der Pferdebroschtenfuhrer. Die Psertedroschkenführer stehen mit der Personen-Lohnsu�r» tverkS-Jnnurig seit März d. I. in Verhandlungen zwrck»! b» schließung eine» Tarifvertrages. Die Hauptforderung besteht darin, daß 30 Prozent anstatt wie bisher LS Prozent der Ein» nähme gefordert werden. Der Vorstand sah auch di« Notwendigkeit der Erfüllung der Forderung ein und erkannt« den Tarif an. die Versammlung lehnte jedoch die Erhöhung aus 30 Prozent ab. Nunmehr wurd» der SchltchiungSauSschiuß angerufen, der am L. Oktober den Parteien ausgab, binnen 14 Tagen«ine Einigkeit zu erzielen, widrigenfalls der SchlichtungSauSschuß nochmal» anzurufen ist. Hierauf fand am 6. Okobcr eine erneute Verhandlung mit dem Borstande der Innung statt, worauf der Doris vollinba-ltlich an, erkannt wurde und ab IS. Oktober in Kraft treten sollte. Al» nun von sckitkln de» T ranSpo r tarbei tcr- V« rbande S aus Unterzeichnung de« Tarife» gedrungen wurde, bckam dieser am 20. d. M. ein Schreiben de» Inhalt?, daß di« Innung aus An- trag des Fuhrherrn Hordel die Anerkennung des Tarife» solang« * Jimmie Higgins. Noman von Upton Sinclair. Tu» dem Manuskript übertragen von Hermynia Zur Mühlen. Siebentes Kapitel. Jimmi« HigginS wird von Amor» Pfei! getroffen. l. NlS �immie HigginS auS dem Defängnie entlassen tmtrde, war der Streik bereits beendet. Man hatt« die Löhn« der Arbeiter bereits erhöht und ihre Führer inS Loch gesteckt. Damit schien beiden Parteien geholfen. Jimmie fand sich in seinem Arbeitsraum ein, und der Aufseher schickte ihn zum Teufel. So verfügte sich Jimmie nach Hub- barbstown und reihte sich dem langen Zuge an, der wartend vor dem Eingang der Maschinenfabrik stand. Jimmie wußte bereits etwas von schwarzen Listen. Als an ihn die Reihe kam, erklärte er. er sei Joe Aronsky: er habe zuletzt in einer Maschinenfabrik m PittSburg geacheitet und sei her- gezogen, weil man ihm die hohen Lölrne und gute Behandlung von Hubbardstown gerühmt habe. Während er die ihm gestellten Fragen beantwortete, bemerkte er, daß ein Mann, der in der einen Zünmerecke saß, seine Züge studierte. Der Aufscher wandte sich dem Manne zu, dieser schüttelte den Kopf, mid der Aufseher sagte:„Nein, wir können Sie nicht brauchen." Jimmie erkannte daraus, daß die Hubbard- Maschinengestllschast Maßregeln getroffen hatte, keine LeeS« viller Agitatoren anzustellen. Er suchte nun in seiner Stadt nach Arbeit, doch vergeh- lich; er schien allgemein bekannt zu fem. In der Ärauerei nahmen sie ihn für zwei Stunden auf; dann erfuhren sie, wer er sei, und entließen ihn. Doch triumphierte Jimmie dennoch über den Aufseher und verkündete, sie kämen zu spät, er habe bereits jedem Brauarbeitcr ein sozia« listisck>eS Flugblatt in die Hand gedrückt. In der Jeffersonstraße, etwas außerhalb der Stadt. befand sich«ine Fahrradhandlung, die einem alten T�ut- fchen namens Kumme gehörte. Einer der Genossen teilte Jimmie mit, dort werde ein Gehilfe gesucht. Jimmie ging hin und wurde für zwer Dollars per Tag angestellt. Dies war ein kärglicher Lohn, doch gefiel Jinnnie die Ttelle, weil der alte Mann fast ein Sozialist, nämlich ein Pazifist war; das heißt, seine Ueberzeugung bezog sich auf alle Länder, mit Ausnahme Deutschlands. Er behauptete, jede Nation habe das Recht, sich zu verteidigen, und Deutschland sei in diesem Krieg angegriffen worden. Der alte Mann benützte den größten Teil seiner Kräfte, um seinm Kunden diese Ueberzeugung beizubringen. Gefiel seine Ansicht den Kunden nicht, so konnten sie sich anderswo bedienen lassen. Die meisten der Kunden waren Deutsch«, und Jimmie hatte reichlich Gelegenheit, Argumente gegen die MunbtionS- industvi«, die sie«inen Mordhandel nannten, und für daS Programm„füttert Amerika", zu hören. Auch Jerry Cole- mkxn fand sich täglich ein; er schien noch immer seiner Arbeit nachzugeben und hatte die Taschen noller Zehndollarscheine. Er gab sich jetzt als Organisator einer inouen Propaganda- aeftllsch.rft aus, die den Namen Prolewrischer Nationaler Friedensrat führte. Da Proletariat und Friede Jimmie» Hmiptgöttcr waren, sah er nicht ein, weshalb er die wen« Organisation nicht unterstützen solle. Coleman schwor, er er hast« den Kaiser, doch müsse das deutsche„Volk" beschützt werden. So kam«s. daß Jimmie völlig ahnungslos einer der Agenten wurde, vermittels derer der Kaiser in Amerika soziale Unzufriedenheit zu erregen versuchte. Doch war Jimmie nun bereit« vorsichtiger geworden. Seine Gefängnisstrafe hatte so viel Leid über sein Heim gebrecht, daß?r gezwungen worden war, Lizzie einiges zu der- sprechen. Sie vermochte ihre Sorgen um die Kinder nicht mehr zu verschweigen; dies führte zu kleinen Reibe reim und Jimmie verließ häufig über sein LoS murrend daS Haus. WaS hat«S für einen Sinn, eine Frau bilden zu wollen, deren Blick nicht weiter recht als ihr Küchenherd? Wenn Man sich in neblige Höh«, deS Heldenmut» erhob, ein Welt- erlöjer werden wollte, zog sie einen hinunter, fesselte einen an den Alltag: ritz einem Eiser und Betzeistening aus der Seelei Die Erinnerung an„Kittchen-Bienen" und die wässerige, übelriechende Suppe war irgendwie in den Hintergrund seines Geistes geglitten, er crlÄte von neuem di?, erhabsne Stunde, da er dem Gericht getrotzt und die Rechte! des amcrikanichen Bürgers gefordert hatte. Und es ver-! langte ihn, diese Tat äußerster Kühnheit richtig gewartet i zu sehen. Tic arme, blinde. hänSlich? Lizzi« vermochte nicht mehr den innersten Seclonbedürfnisten ihres Mannes zu aenüoew. Jimmie selbst war während der Zeit seiner Ehe so häuS, lich gewesen, wie dies ein Propagandist eben sein kann. Er sehnte sch nach einem eigenen Heim nnd mußte dieser Sehn- sucht genügen, indem er im Hof aus einer Holzkiste ein Häuschen für Jimmie junior zimmerte. Er hatte sogar im Sommer, wenn die Tätigkeit der Ortsgruppe abflaut«, an seinen müden, ruhobÄürftigen Sonntagen ein Gärtchen angelegt. Jetzt aber erfüllte den Gedanke an den Krieg sei» ganzes Sinnen und Trachten; er empfand tödliche Angst um die Zukunft der Menschheit, wurde von unsichtbaren Gv> walten dem Martyrium und häuslichsn Zwisten zugetrieben. n. In dieser sür Jimmie» Leben kritisch" ,! Periode erschien in Leesville ein lebhaftes junges Geschöpft namens Evelyn BaSkerville. Evelyn war kerne über.nüdete Küchansklavin» sie hatte welliges braunes Haar, reizende Grübchen, eine hübsche Gestalt und trug den kleidsamen Hut mit der Hahnenfeder kühn imd verwegen seitlingS auf dem Kopf. Sie war eine'Stenographistin, ihrem Ansichten nach eine äußerst radikale Frauenrechtlerin; bereits in der ersten„ge- selligm Bereinigung" der Ortsgruppe, der sie beiwohnt«, stellte sie alles auf den Kopf. Die Männer saßen rauchend umher, und das dreiste junge Ding ließ sich von seinem Bs» gleiter«ine Zigarette geben und paffte drauf loS. In große» Kulturstädten wäre dies freilich nicht aufgefallen, Leesvill« jedoch sah zum erstenmal, daß die Gleichberechtigung der Frau auch die Annahme niännlicher Laster bedeuten könne, Dann zog Evelyn auS ihrem kleinen Gack etliche Flug- blätter über die Geburtenkontrolle rmd verlängte, sie sollen in der Ortsgruppe verteilt werden. Tics war ein neueS Thema für Leesville, theoretisch waren die Mitglieder ja einverstanden, doch berührte ei sie peinlich, die Sache in der Oeffentlichkcit zu erläutern.. Evelyn fordert» einen„Ge- burtenstreik" als sicherstes Mittel dem Kriege ein Ende zu machen; ihrer Ansicht nach mußte der„Arbeiter" diesen Punkt in sein Programm aufnchmm. DaS junge Mädchen verbarg nicht sein? Verachtung für die Reaktionäre der Bs- wagung. die noch immer vorgaben, daß der Storch di« Km- der bringe. Das heikle Tbema wurde schließlich geregelt, und als die Mitglieder von der Versammlung heimwärts strebten, sprachen alle über Fräulein BaSkerville, dir Männer untereinander, und dir Frauen mit den Frauen. (ffortietzüna lolatH titrüJftcIT«, 51«j int PÄlzeip�sidimn Me©rn�ntf�irng girr ffr. höhuu� der Gcundtcxe vo» 70 Pf. auf 1 Bi. gestattet. Eine am L8. t>. M. fta'ttg.fund�ae Versammlung der Droschen'utschcr«rbltckte in der Handlungsweise der Innung?- Herren einen glatten SScrtniifr, sie nahmen non einer sofortigen Arbeitseinstellung nur darum Abstand, weil der Schlichlungs- Mlsschug der vorangegangenen Anweisung gemäß noch mal an- gurufen ist. Eine Brancheudersammlung der im Deutschen Holzarbeiter- Verband orzailisierten. Musikinstrun.entenarbriter faßte den Be- Muß, ab l. Dezember ein» TeuerunrZMage von 7ö Psg. auf dii- fetzt bes.ahendeu Lohne, fenn-er Verkürzung der Arbeitszeit von re.iz der Mufilinstruinentenarbeiäer einzuberufen, um zu der Frag» deS neuen Tari>Z Stellung zu nehmen.— Eingangs der Versammlung referierte Tornow tom Hauptvorikind über..SyndtkaliSmut, BetricbSorgauisalion und zun träte Gewerkfckxisten.'' Trotz der politischen Gegensätze, die in der kurzen Disfiussran scharf zutage traten, waren sich doch alle Anwesenden einig in der Hinsicht, daß alles daran gesetzt werden müsse, um jenen Elemente» d.is Handwerk zu legen, die kemüht sind, die festen Srganisationen der Arbeiter zu zertrüm- wer» und letztere so wieder der schrankenlosen Ausbeutung deS AitternehmevtunrK auZAulüekrn. Der zerr Feit tobende Kampf der Metallarbeiter fei der beste Beweis, wie bitter notwendig'eine feste inch e-insge Organiiisaticm ist. Auw Schluß wurde noch dar» auf hingewiesen, daß die Kollegen der Firmen Späth« und Liep- «wann in Gera(lft-euß) sperrt fittd. Ilm die dortigen Kol- legen nun in ihrem Kump f zu vuterstützcor, ist es Pflicht jede? Kollegen, daran t zu achten, daß ihr Unternehmer kerne Streik. arbeit anfertigen läßt. Die im Juli entlasknen Kollegen der Firma Siemens wer» ben ersucht, zum Unterschreiben der Vollmacht sich am Sonn» abend, den 1. Nov., nachm.£> Uhr bei Pohlois, Hohen-Schönhauser Weg, zu versammeln. I H r o ß-- ö e r l i n. Nepublikanische Schulfeiern. Die Frage nach Berechtigung und Art der Schulfeiern fst völlig ungeklärt. Hier handelt jeder Schulleiter nach Gutdünken gemäß seiner religiösen und polidlschen Artung. Wie diese in fast allen Fällen beide Male ist, wissen wir satt» fam. Wir haben ea erlebt, daß selbst bürgerliche Zeitungen sich veranlaßt fühlten, darüber Beschwerde zu führen, daß pn höheren Schulen und Eemeindeschulen Kaisers Geburtstag mit allem Hurraklirnbim gefeiert wurde. Entweder ge- .Massen oder heimlich klassvnweise. Die üeicr zur Erinne» Jpung an die Gründung der Monarchie, die Sedanfeier, wurde ebenfalls begangen, weil das diesmal erlasleue Ber- bot schüchtern am Tage vorher bei den Schulen einlies. Mit dem Reformationssest ist es so, daß offiziell davon im Mini- sterium nichts bekannt sein soll, daß aber überall der Unter- iricht morgen ausfällt und durch eine Feier ersetzt wird. Andersdenkende Schüler können auf Antrag fernbleiben, ebenso solche Lehrer, vorausgesetzt, daß diese nicht jene während der Zeit unterrichten müssen, was auch vorkommen soll. Wie wird es nun mit dem 7. November, dem Tag der Wiederkehr der Revolution, durch die unsere Nepu- blik ihren Anfang nahm? Wird die oberste Schul- behörde Preußens ihn für wichtig genug halten, um an ihm«ine oblignlorifche Feier für alle Schulen und Hoch- schulein, wie früher am Dedantage, anzuordnen? Ratet inall— Mindestens sollte es den sozialistischen Lehrern ge- stattet fein, in der Schulaula mit den Eltern und Schülern gleicher Sinnesart, entsprechend wie beim ReformationSsest. eine Feier zu veranstallen. Wie wäre es damit, Konrad Haeuisch? In Frankreich wird der Bastillensiurni am 14. Juli jedes Jahr mir großem Aufwand gefeiert, aber die da drüben haben ja auch eine Republik. Bei uns, im Deutschen Reich, ist das noch nicht raus. » Der Vorstand b»r Vereinigung sozialistischer L.hcer und Lehr. rinnen Groß-Berlins hat an den Minister für Kunst, Wissenschaft und PoliSbildung eine Eingabe gerichtet, in dcc er die Anordnung einer verbindlichen Feier zur Erinnerung an den Ausbruch der Revolution am 7. November für alle Schulen und Hochschulen fordert. Aus dem Stadtparlmnent. In der gestrigen Sitzung erfolgte zunächst die Erl>edig>mg «tniger kleiner Vorlagen. Tee seinerzeit von unfsren Genossen pestellre Antrag auf Uebernahme der«n pädtische» Betrieben vorkommenden Isolierung Sarbei- ten in st ädtifche Regie nxw auch von der Mehrheit des vorbeoatenden Ausschusses angenoimnen worden. Das war den vüvgeolitfvn, von den Deinolvaten angefangen, oin willkommener Anlaß, in Mittelstandsretterei zu mach--». Die Ve-rsa-mmlung be. schloß jcdock unserem Antrage entsprechend. Gegen die Erhöhung der KanalisaiionSgebühr auf Prvz-.mi wWiften sich die HauSpofchas begreisilicherweise mit Händen und Füßen. ES nützte ihnen nichts, der orforder- kichen Erhöhung wurde von der Mehrheit zugestimmt. Hierauf wurde zur Neuwahl von achtzehn unbe- foldeten Stadträten un» 221 Bürgerdepnvierten ge- schritten. Zu unbesoldeten SdadtrRen sind gewählt worden L Un» twhängize, 6 RechiSsoz alisien, 6 Bürgerliche. Von unserem Vor- schlag kommen in Erl rocht: Genossin Weht, Genossen Sekel- son, E manuel Wurm, August Hintze, Ranke und Weis«. Die Festsetzung der Grunderwerb» st euer nies wie- venu m die JMeoessenlen aus Weuubbositze-rkieisen auf den Plein. Söe mußten aber auch hierbei die Wahvnehumn-g-machen, daß ihnen di? neue Aoit die unumfchüuikle Herrschaft entrissen hat. Höhere E aspreise. Limmer unhaltvoller treten von Tag zu Tag die Folo?» des Cuchwürdiacn Krieges durch�neuu Belajinng der breiten Massen verktästge» Volke» in Erscheinur-z. 79 Psg. für die Konfu- vue nten bis zum Verbrauch von 866 Kubikmeder und 80 Pfg. für die wirtschaftlich Stärkercn soll bis zum 1. Januar 1929 der Preis für den Kubikmo.er Ca» in der Stadt Berlin sein. Ge. fsrdrrt«u'd.n seitens dcS Tlrektorium.S der Gaswerke und des Kämmerers in �.sr am Mülwoch tasmden Sitzung der Grogen Deputation 29 bzw. S5 P'g. Diese Forderung ivar sellbst den 'Ärgeulichsn S�t>Werordiwj«n ziz �uirgehend, Krotzdes JVM&Ü sie zu'etzk, nachdem v°e Herren VtreNoven und MavMtnrmecor Vöß über die Firnrnznaie dieser Werte von khvsm Gdandpunkt sicher groß�ügii'ze Aufitäruug gegeben, gewillt, diese Erhöyrnig zu schlucken. Die Bvr.veier der U. S. P, D. vsrtvaten den Stano- Punkt, daß eine andere Form der Deckumz für NeuauSzaben, die sich nötig neachen, zu finden feen müsse. Scharf traten sie den Au- foidcrungcn der Leiter der Stadt entgegen, treffend w efen sie nacb, daß manche Unterlassung der vorausgegangenen Zeit bis zum Ende 1913 durch Staat und Staviverwaltungen vorhanden sind. Seitens der U. S. P. D.-FraktiouüocxtrÄcr wurde tkr Antrag gestellt:.Di« Große Deputation ersucht den Magistrat, mit tunilichster Bo'chlieunsiiung ihr eine Vorlage zu untevtwoiten, wo- nach der Gas» und Elektvig ftä tSp veis nach dem Einkommen der Konsumenten abgeitust wind, die xegeuwärtig-.m Herstellungs- kosten sind diesem Preise zugrunde zu legen." Von s.'iten der Vertreter der RechtSsoziakisteu wurde der Antrag gestellt, vor- läufig, um eimiigermaßen Deckung zu schaffen, 7y bzw. ZN Pfg. vro Kubikmeter zu erhebän.. Hierzu wu be durch vi« Vertreter der H. S. P. D. das Amendement gestellt, die VezugSg'enz» für die Klemverboauchsr von L�iö auf 699 Kubikmeter zu erhöben. Di« Anträge der U. S. P. D. fauden kerne Gegenliebe bei den M» gisiratkvertretern und den anderen Veutretsrn der Stadwerord- neien-Fmktion, einschließlich S. B. D. Armahme fand mit allen gegen die Stimmen der U.<5. P. D. der Antrag der<5. P. D. Annahme fand jedoch noch ein Antv.rz unfercr Vertreter, daß der Mag.'ftuat Material für evtl. Abstufumg der Gasproise nach Steuerkraft umgehend herbeizufchai'en habe, um an d:r Hand dieses Mchernal?«u« gerechtere Verteilung der Lastetttrayung l-erbci führen zu können.' Von einer Erhöhiing der Preise, für Elektrizität wölk!« der Herr Dirrklor Basser mann nichts wissen, obwohl hier meist wiotsthastiltch stärkere Bevbrauchir in Frage kommen. Unsere Vertreter forderten aber trotzdem hier unbrdigte ud sofortige andere Regelung, um eine Entlastung der ärmeren Bevölkerung als GrZverbraucher zu ermöglichen. C'me mißglückte Schdbung de? Nechtssyokalilten. Vertagung, der Generalvevsammlung der Konsumgenossrr.schaft. Unsere Genossen, d-i« auf»inwid des Inserates in der„Frei- hell" gestern abend um(J Uhr an der General Versammlung der Konsumgenossenschaft id erreicht worden war— in Anbetracht der Wahlen zum AufsichtScat—> durch«ine Schwindelnatiz die „VorwörtS"-Leser in den Saal zu bringen, während große Massen unserer Genossen vor dem Soaleingang und auf den Treppen standen, wurde mit großer Mehöhnt beschlossen, die Versammlung zu vertagen und tn einem größeren Lokal in nächster Zeit eine neue Versammlung einzuberufen. Trotz dieser Mätzchen, trotz Lügennotizen im„Vorwärts", werden unsere Genossen, da in der großen Mehrheit� den Auf. sichtSrat stellen. Können da» die Anhänger der vollendeten De molrat i« nicht fassen? Zum Gedächtnis der Revolukionsspfsr. Wir ersuchen die Angehörigen der«uf dem Zentral- Friedhof in Friedrichs felde beerdigten Opfer, die Namen «derselben, Geburts- und Sterbetag im Parteibureau, Schickierstzraße b/6, oder bei Buer, Manbeuffeiftraße 72, ab- zugeben. Das Erwachen der Schemtoben- Der Fall der Kranksnpflegeein, die im Gvunelvald leblos mrsgefundein und bann zu einem Arzt gebracht wurde, der di« Em- saagung de» Mädchen» verawlaftte, �a er loinc Tätigkeit der At- mungsorrme oder de» Herzen» mehr feststellen konnte, hat nun- mehr seine Aufklärung gefuinden. Die Kvankenpjlegerin, namenS Minna Braun, hat, wie jetzt festgestellt worden ist, einen Selb strno edverüuch begangen, indem sie Morphium und Verona! nahm. Der Zuswnd deS ftm-gen Mädcken» hat sich im Laufe de» ge, lirigen DagcS glücklicherweise erhelilich gebessert, so daß Hoff. mrrg besteht, sie am Leben zu erchaltoi.. Bei ihver Estrteferu ng tn da» KoanckelichauS hatte auch bor derlttige Arzt den Eindruck, daß ei sich um eine bereits Lebiose handelte. Zu dem medizinisch sehr interessanten Fall gibt Dr. Wagner, der Fräulietn Braun zuerst untersuchte, fotgende Darstellung:„Ich habe die mir im Kvcmkenwazen zuizcsührte Umbekannte ärzÄich eingehend umtersucht. Ich fand vi c selbe erstarrt, völlig pulslo», ohne Atmung und ohne nackM'eiSbare Hergtöiigkeit; der Hornhaut» reflez fehlte, eine weiter« wissenschaftliche Probe blieb gleichfalls negativ. Auf Grund diese» Befunde» mußte ich zu der Ueber- zmguing kommen, daß der Ted bereits eingetreten und wahr- scheimilich durch Gift herbeigeführt war. E» ist nur anzunehmen, daß durch Kälte und sia-rke Gifte intvirkumg zusammen, der an» scheinend völlig leltofe Zustand eingetreten wor, so daß ich von dem Tod überzeugt fein mußte.— Eimen gleichlautenden Bericht habe ich an die zuständige Behörde bereits eingereicht." ve.l-w'n» städtischer Tienstfüllen in Lichtenberg nach Ba- rocken. E» werden vcrl:gt am LI. Oktober Schulabtei- lung von Möllendorsfstraß? 14 noch Baracke 2. Am 1.?! o- de mb er Abieilung für Massenspeisuug von RathanS- straß« 7 nach Baracke 4. Möbel- und F e t t st e l l« von Rat- hausftraße 7 noch Baracke 3. Krankenernährung von Möllendorffstraße 117 nach Barack» 4. Am 3. November: Ve r sich« r u n gSa'm t und F! est k ch st e ll e von Mollcndorff- straße 14 nach Baracke 6. S t a d t c u» s ch u ß von Möllendorffstraße 14 nach Baracke 1. Militärbureau von RathanS- straße 7 nach Baracke 1, Kohlen stell« non Scharnweber- straße nach Baracke 1. Am 4. November: SiahrungS» mittelver forgun g von RaihauZ'tvaß» 7 nach Bara.k? 3. K a r t o f f e l it e I l e von stiathouSstraßs 7 nach Baracke 3. Nah. r u n g S m. i t te l- B u chh a l tu n q van Doitlstraß« nach Baracke 6. Mehlabteilung von Zlormanneustzraße nach Mästen- dorffstraße 117 bbiSher Krankan-rnährungSstelle).— Die Baracken liegen in der stiothauSstaaß« zwifchin jZeuerwchrdepot und Slot- hau». Ag den ZsimzugStagen bleiben die Dienststellen ge- imsk Auf ber Strecke Verlin— Tegel krlft dam kommendes Doms» tag, den 2. t'tovemoer, ab folgende Fahrplanänderung in Kraft» Der Vorortzug, bisher ab Stottlner Bahnhof SM vorm. nach Tegel, an 9,Or vorm., fällt aus.— Dagegen verkehren die Züge ab Stettiner Bahnhof 4.29 nachm. und ab Birkenwerder ab 0,19 abend», die in den Mona den Alovember biZ Mä z nicht veo» kcbren sollten, vom 2. November ab regelmäßig an den Soun>» und Feieriagen weiter. Der AutovmnibuSbetrieb wtvd bis auf lv>siter«S ob 1. N» vember eingestellt. Di« Allgemeine Berliner Omnibus« geiellschaft sieht sich zu dieser Maßnahm« durch den Mangel aq L«tr!ieb»sto!ff voran llrßt. Nm Biertisch erschoss-n. Große Aufregung verursachte Mitt« woch abeich eine fahrlässige Tötung in der Schanluintschast oon Spiel mann in der Friedrichstraße 13g. Unter den Gästen dort befanden sich ein 34 Jahre alter Gastwirt Josef Rottner vom ZirkuS Nr. S und ein Mädchen, die au einem Tisch beisammen säße». Im Laufe der Unterhalneng nahm Reimer ciue Mauserpistole au» d-r Tasche und spuckte damit, obwohl sie scharf.getadön war. Plötzlich ging ein Schuß IcS. Die ki-ural drang dem Matchen in der rechten Seile in den Leib und verletzte eS so"schwer, daß es soiort nach da: Klinik in der Ziegclstoaße gebracht werden mußte. Hier starb e» unter dem Händen der Aerzte. Nottner wurde wegen fabrlüssiger Tötung verhaftet. Di« Persönlichkeit deS erschossenen Mädchen» ist ncch nicht festgestellt. Es hatte sich Eva Ebertstein gonannt und erzählt, daß ez am RosenithaHer Platz Wehm.?oach den bisher: c» Ermittelungen scheint jedoch der angegebene Name nicht richtig zu sein. Lichtenberg. Am Mittwoch fanden im Täeilron-Lhjeum und im Cafe Belle ru» zwei öffentliche VossSvorfarmnilungen statt mit dem Thema:„Soziaiiftien gegen Arbeit erröte". Beide Verfamm- lungsn waren überfüllt. Tie beiden Referenten, Genosse Thurm und A. Richter, rechneten gründlich mit dem Verhalten der R.chtd sozial istcn in der letzten StadtverorduetenversarnrNlung ab. Sie zeißelton vor ollen Divgen die tendenziöse urro verlogen« Tarsiellung in der bürgerlichen Presse, aber auch d« schamtaf« und drmagogisck« Berich.erstattung des„Vorwärts". Die recht»- sirzialistischen Stadfverovdneten und M'-giftralk.mftglchder vrnt Lichtenberg waren durch öffentlichen Plalaiai. schlag zu diesen Versammlungen eingeladen. A'-er außer einem Herrn Kegel lS. P. D.) meldete sich trcd wiederholter Aufforderung und Zu« sicherung vollster Redefreiheit niemand von diesen iderren. Undi nur ein Kommunist versuchte tn der bekannten Weis«, indem es gegen die U. S. P. loSwetterte. Propaganda für feine Partei zuf machen. Wurde Herr Kegel in treffender Weife vom Genoff«» Thurm erledigt, so rechnete Genosse Ritter mit dem Genosse» Scharr« fK. P.) ob, ihm die Zerrissenheit und unlogische Hand« kungSweise seiner Partei vor Augen führend und ihm tagend daßs wir dies« Kopf-durch-dle-ZLriid- Politik ablehnen müssen. Dnes« Abrechnungen fanden den stürmischen Betfall der Versammlung«» teilnahmer. Di« vor�'schlagen« Entschließung» wodurch vi« Stadtverordneten und MagistratSmitglieder der U. S. P. D. be» auftrogt wurden, den Schärfsten Kampf gegen die reaklwnäus» Stadiverordn�an, lvtagiftrat und Mehrheit aufzunehmen» wnroe elnstimmtg anmnommen. Eine ganze Anzahl Neuaufnahme» für die U.S. P.D. sowie neue.Freiheit"-Abonnenten könne» als weiterer Erfolg verzeichnet werden. NowaweS. Petroleum»st einyerroffe» und kann gegen Ab« gab? der für den Monat Oktober ausgegebenen Petroleumkarten be! den nachstehend an fge führten Kleinhändlern in Empfang ge» noinmen werden: Richter, Priesterstr. 64, Ziehe, Qu t Herplatz ch Vogel, Wallstr. 66, Rösler, Wallstr. 28, Honczek, Priesterstr. 30, »GieSler. Uhlandsir. 23, RappockieS, Wiche lmjtr. 89, Kirchhoch Mühlmstr. 2. teSsksMMaleubK. Spandau. Fletsch für dl» icnifenb» Woch«: Auf Feld 1 In« 8 dep SoHIwr!«£00(St. Cchioeiiwgefriera sch; cuf Feld 1 bis 5 der Kinder» dort« 100©r. Cchw-lnegesri-ifkssch. An Pferdefleisch geringen zur Ausgab«: Auf Feld S und 10 der BdNkart» M) Dr.. ICO Dr. Stüh» öder Blutwurst, stn den ijltflgm Apotheken und der städ tischen Vec- iutuftslelle im Rai hau« wird Nährhefe zum Preise von 4,40 3K.[üt 8 Pfd. ohne tn.r tische Bescheinigung veikouft.— Die elnfchldplecir Deschitfte sind mit Rot!. oh! beliekert worden. S» wird ausdrüch.iich darauf auifmerksonn gemacht, daß der klewhmndelepvei» 20 Pf. p:o Pfund betrögt. Pankow. In der kaufenden Wach» auf Reichaflelschbarte inlcndt- sches Frisch- und Geftierfleisch sowie omeribunische Speckwaren undt ein Teck Rindfleischhonseroen. Die Wochendaplineiige beträgt 250 Dr. mit Knochen bzw. AS Gr. ohne Knochen. Ferner noinmt in Anrech« nung aus die Wochenf!--! schmenge Frischwurst in den durch Aushang kenntlich gemachten Fle-ischerelgeschäften zum Berkauf. Auf jede Dill- karte entfallen ZO Dr. Der Pr«i» beträgt 3 M. für ein Pfund.— Bon heute ab auf Abschnitt 07 der Pankower Lebensmittelkarte 250 Gr. Marmelade. Aus d-u SrWMfsklgnen. 0. Distrikt. Freitag abend 7 Uhr Geueralversominluna bei Boeket. Web-rstr. 17. Tagesordnung: 1. Stellungnahme zum Parteitag und zur Reichskorssercnz der Frauen. Wohl der Dslegierten. 12. Distrikt. Eon nabend abend 7 Uhr tn der Schulaula Greifen. Hagener Snohe 20 Miigltederveisammlung. Tagesordnung: Stellung zum Parte tag. Wohl des Delegierten. Mitglie-dsbuch legitimiert. 14. Distriktvier!el). Freitag nbend con ll— S 11h« In den Lokalen oon Brehme, Ndelanchthonftr. 23, und Kaiser, Eotz- kowsbystr. 34, Unwohl der Delegierten zum Paneitog. 16. Distrikt, S. Abt. Die Mitglioderverfammlung am Freitag finde- in der Schulaula de» Lesiinggymiiafmms. Paninstr. 15, stoit. tlharlottenburg. Aktionsrat. Bolloerf annoiu'.pg sämtlicher Kam. Missionen ffn valksbeus, Rosinenftr. 4, am Sonnaoend abend 6 Uhr. Bildung»au»lch»f! Charlotteudnrg. Freltagobend-Kursu» Dr. Ll»>- findet in d-r Guerickastr. um 6 Uhr slvtt. Tempeihos. Die Bibliothek das udet sich Werderstr. 31 sLaden). Dm Blicher au-gav««rfolgt Mittwoch»»md Soirnobenv» abends von 6 dl» 8 Uhr. VereivsfsZender. Btrelniguna sozialistischer Lehrer und Lel,.-rinnen Groh-Bertins. Sonnadeod, 1. November, 7 Uhr, Mitgliederrersammlung in der Eujule! £inter der Garnssonkirche 2. Tc«gezordnung: 1. Sahungsändernng. Einheitsschule(Gen. Menor). Ohne Migliedskarie kein Zutritt. Frei» Jugend Groh-Deriin. Eonntas 2. Siowember, Nluhwittcgz 4 Uhr, in der Philharmonie Nusft.irsbend sGedei.kfeier). Kal!.-ir k 1,9S M. zu haben im Verlag Junge Garde, Straieuer Straft- 12, bei H einzelmann, B itdsrstr. 4L, und an der Kaste. Freie sozialistische Jugend, Gruppe Osten. Achkrng! Abteilung». Versammlung um 148 Uhr in der Schul« Riideredorftr Straße 4/S. Internatioiialcr Bund der Kriegsbeschädigten, Teilnehmer und Krieftrhinterbliebeuen. Bezirk Osten. Freitag abend 7 Uhr De:- fammlung im„Freischütz-, Fruchtstr. SSs.— Bezirk NW. Sonntag vor- mittag 10 Uhr Versammlung im Ar tu»Hof, Perieberger Sircft. Neu- wah! de» Vorstände».— Bezirk Süden. Monir.g abend 7 Uhr Ber» fammlung bei Müller. Sächnleinstr. 8.— Bezirk Norden 8. Dienstag abend 7 Uhr Versammlung bei M. Mecklenburg, RovenSstr. 8. Arberter-Elterir-B::!»». Heute abend 7 Uhr Lite lwerfmninlring in der Auw ber LSZ. Gemeinde schule. Noglorstraft. Bartrog bce Herrn Dr. Rosenberg über da» Thema„Elternschaft und weltliche Schule", Anschlteffond Diskussion und Wahl ein:» Slt:ririate».— Heut« abend 7 Uhr Elternoersriimmlung in ber Aula der Gein sindesch ist» P- straft 5. Referent: Lehrer Eriu..mann. Gäste und Imercssenten will- kämmen. Aröelter-iLanderlumd„Ratursrdund»", Bezirk Berlin. Sonx'.f, den 2. Rovainder: I. Bernau, Ltipnitzse«; Abf. S Uhr Statt. Barmlbhf. II. Erkner. Fr:eftr»be.s: Tresfp. 7 Uhr Dhs. Erkner. III. Kin.-r- Wanderung Erkner. H-Sderouter-S.-«. Treffp. S Uhr Frucht-, Erbe M-dafftrafe und 7?0 Uhr Oranienburger Tor. Gäst» wilikoim.rn. Verantwortlich für die Redaktion Alfred Tielapp, N:ul-ol!n. Aerlaxzgenosseii'chaft„Freiheit",«. G. m. d. H., Berlin.— Druck dez Lüldendrucketti uaO Berlegsgei-llfchojt m. b. Schiild-utidaiiull iA