Einzelpreis 15 Pfennig 2. Jahrgang Sonnabend, den 1. November 1919 • Die Freiheit erscheint morgens und nachmittags, an Sonne und fefttagen nur morgens Der Bezugspreis beträgt bei freier Zustellung ins Haus für Groß- Berlin 4.- M., bei direktem Postbezug monatl. 4.65 m. bei ustellung unter Streifband für Deutschland 6.50 M., fürs Ausland 2.50 m., per Brief 12.50 m. Redaktion und Expedition: Berlin NW. 6. Sdiffbauerbamm 19 III Ferusprecher: Amt Rorben 2893 und 2896. Nr. 529/ A 288 Morgen- Ausgabe Inferate foften die achtgefpalt. Nonpareillezeile oder deren Raum 1,20 m., Wortanzeigen das fettgedruckte Wort 50 Pf. jedes weitere Wort 25 Pf. Teuerungszuschlag 20 Proz Bei familiens u. Deriammlungsanzeigen fällt der Zuschlag fort. Inserate für den daraufe folgenden Tag müffen frätestens bis 3 Uhr nachmittags bei der Expedition aufgegeben sein. Inseraten- Abteilung: Berlin NW. 6, Schiffbanerdamm 19 Fernsprecher: Amt Norden 9768 greibeir Berliner Organ der Unabhängigen Sozialdemokratie Deutschlands Katastrophe. Bon Rud. Breitscheid. Wenn irgendwo noch Unklarheit darüber geherrscht baben sollte, wie das deutsche Volt im Krieg regiert worden ist, so muß sie durch die gestrige Bernehmung des Herrn von Bethmann vor dem Parlamentarischen Untersuchungsausfetzte. Deutschösterreichischer Parteitag. Die Eröffnungsfigung. Bien, 31. Oktober. # anzulegen und Kohlen, die sich im Transit befinden, zu beschlage nahmen. Nach fast vierstündiger Debatte hat der Senat heute eine rechterhaltung der Ordnung in der gegenwä tigen industrielles Notlage die Unterstützung des Stongreffes zugefagt wird. Nene Liebesgabe an die Landwirte. Die Kartoffeln werden teurer. schuß völlig zerstört worden sein. Auch der, der sich bislang Auf der Tagesordnung des heute eröffneten Parteitages Entschließung angenommen, in der der Regierung für die Aufe gegen Erkenntnis und Anerkennung der Wahrheit mit Hän- der sozialdemokratischen Partei Deutschösterreichs stehen den und Füßen ſträubte, hat mun erfahren, wie die Männer außer den Berichten über die Tätigkeit des Parteivorstandes aussahen, in deren Hände unser Schicksal gelegt war und und des Klubs der sozialdemokratischen Abgeordneten, die wie diese Männer ihre Pflichten gegen die Nation aufgefaßt Präsident Seit erstatten wird, n. a. noch folgende Punkie. und erfüllt haben. Verfassungsfrage, Referent Staatskanzler Renner, und soFreilich, der positive Inhalt beffen, was Bethmann aus- ziales Wirtschaftsprogramm, Referent Dr. Otto Bauer, Un fagte, war äußerst dürftig, aber die Art, wie er seine Ausgefähr 400 Delegierte find angemeldet. Von ausländischen fagen machte, und vor allem das Bemühen, Wesentlichstes zu Parteien sind vertreten: Die deutsche Sozialdemokratie in bänden zu erreichen, sind zur Beseitigung der augenblicklichen Um eine stärkere Kartoffelanlieferung nach den Bedarfsver verschweigen, zu verwischen und zu unterdrüden, hat uns der tichechoslowakischen Republik, die tschecho flowakischen Transportschwierigkeiten vom Gisenbahnministerium einschneis einen Einblid in den Regierungsapparat tun lassen, der uns Cozialdemokraten, die reichsdeutsche Mehrheitspartei durch dende Maßnahmen auf dem Gebiet des Verkehrswesens geplant. mit Schaudern und Entfeben erfüllt. Stein Zweifel ist mehr els und die Unabhängige Partei Deutschlands durch Damit gleichzeitig trok bereits teilweise erfolgter Einmietung gestattet: wir sind auf Gnade und Ungnade einer Clique Grispien und Hilferding. ausgeliefert gewesen, die sich aus rüdsichtslosen der Nartoffeln verstärkte Kartoffellieferung erfolgt, wird mit Wirs Herrenmenschen, leichtfertigen Spielern Sei den Parteitag mit einem Nachruf für Dr. Viktor die Auflage abgelieferten Zentner Speisekartoffeln neben den Im Auftrage des Parteivorstandes eröffnete Präsident fung vom 3. 11. angeordnet, daß für jeden bis zum 15. 12. auf und kläglichen Schwächlingen lieblich zusammen. Abler. Nech Begrüßung der ausländischen Gäste teilte Brä- bisher auf Grund der Verordnung vom 15. Juni festgefekten Der früher Neichskanzler ist sicher mit der Ueberzeugung fident Scit mit, daß an Haase ein Sympathie höchstpreisen und Busch'ägen eine besondere Schnelligkeits in die Sigung gekommen, daß die Stunde feiner Recht- telegramm gesandt wurde. Präsident Seis erklärte, prämie von 2 Mart gezahlt werden darf. Weitere erwä fertigung angebrochen sei. Der Tag ist für ihn zu einer der Parteitag werde die Richtlinien für das fünftige Werf gungen über Gewährung von Lieferungszuschlägen moralischen Statastrophe geworden. Man konnte auf Böses der Partei bestimmen und müsse als erstes und oberstes Siel bei Erfüllung eines größeren Zeiles des Ablieferungsgalls sowie gefaßt sein, aber die schlimmsten Erwartungen sind über- betrachten, die Einigkeit des Proletariats zu wahren über Burber ügungstellung von Düngemitteln an die Landwirte troffen worden. Der Mann, der Deutschland als verant- und für sie nicht nur im Inlande, sondern auch in der Jraveds vermehrter Startoffelablicferung schweben. Eine Erstattung wortlicher Minister politisch bis zum Jahre 1917 leitete, ternationale zu wirken. Zu Verfitenden wurden ge- der Buschläge aus Reichsmitteln fommt nicht in Frage. wählt: Präsident bat die militärischen Machthaber nicht entlastet und er hat muchitsch- Graz und Abg. Tomschic- Wien. Der Eröffnungs- haltung der Startoffellieferungon beabsichtigte. Bu den hohen Präsident Seit, Guller- Linz, Bürgermeister So haben denn die Landwirte erreicht, was ihre Zurüd sich selbst wider seinen Willen aufs schwerste belastet. In dem Plaidoyer, das er am Morgen für seine eigene fitung wohnte Staatskanaler Renner bei. Person hielt, ist er mit großem Geschick um die Behandlung bon Fragen herumgegangen, die zu der auf der Tagesordnung stehenden amerikanischen Friedensvermittlung gehören, und im Kreuzberhöre des Nachmittags fonnte er sich entweder nicht erinnern oder er redete Unklarheit verbreitend um die Tatsachen herum. Aber gerade dieser Mangel Washington, 30. Oftober.( Seuter.) Lansing hat heute morgen ein: besondere Sigung des an Schärfe, dieser Versuch, durch allgemeine Betrachtungen präzisen Antworten aus dem Wege zu gehen, hat das Bild, Kabinetis einte.ufen, um die endgültigen Pläne für das Ver. dessen Umrisse uns vorlagen, vervollständigt. Jetzt kann halten gegenüber dem Kohlenfreit festzustellen. nicht länger bestritten werden, daß der Staatsmann fich Es wurde mitgeteilt, daß die Regierung den Kohlenverbrauch der vor dem Offizier gebeugt hat, daß er wider die beffere Industrien einschränken und gleichmäßig auf die wichtigen 3nUeberzeugung eine Politik unterstügt hat, die er selbst für busirien verteilen wird. Die Eisenbahnverwaltung wu.be beverderblich hielt. Mehr als das: er hat es sich nicht einmal auftragt, Reservevorräte für den Betrieb der Eisenbahnen angelegen jein laffen, den Einfluß der Obersten Heeresleitung zu breden, er hat nicht die Entschlossenheit gefunden. das Instrument der Deffentlichkeit, auf dem die Ludendorffs mußte, zu entreißen. Der Bergarbeiterstreit in Umerita. Maßnahmen der Regierung. Preisen erhalten sie Zufdläge, weitere Buschläge sind außerdem noch geplant. Damit enthüllt sich neuerdings die Haltung der Regierung als tas, was sie immer war: der Schuk für die Bes fizenden, deren Ansprüche willenlos erfüllt worden, während ggen das Verlangen der Arbeiterschaft nach sozialem Ausgleich die Machtmittel des Staates mobil gemacht werden. Berschlechterung im Befinden Haafes. Das Befinden des Genossen Saase hat sich leider im Laufe des gestrigen Tages verschlimmert, es wird von Bro fessor Notter als sehr ernst angesehen. Die Temperatur war gestern abend auf 40,2 gestiegen. Der Patient befand sich den ganzen Tag über sehr matt. Am 1. Oftober teilt Bethmann Hollweg dem Bertreter Man macht Bethmann darauf aufmerksam, daß ihm die, nach Willkür spielten, denen, die er für Schädlinge halten Unmöglichkeit des Zustandes bei verschiedenen Gelegenheiten des Auswärtigen Amtes im Hauptquartier, dem Freiherrn Das stärkste Argument, das er für sich ins Treffen vorgestellt wurde. Er entsinnt sich nicht. Er hat die Aften von Grünau mit, es bestehe bei der Marine die Absicht, den Das stärkste Argument, das er für sich ins Treffen nicht zur Hand. Sein Name ist Bethmann, er weiß von rücksichtslosen U- Bootkrieg bereits am 18. Oktober zu be führte, war der Hinweis, daß die Mehrheit des Bolgar nichts. Das Befragtwerden ist ihm überhaupt sehr un- ginnen. Er verwahrt sich gegen den Plan, weist darauf hin, res und die Mehrheit des Parlamentes ia inmpathisch. Ecine Antworten flingen, als wenn er die daß man sich zuvor mit Amerika auseinandersetzen müffe doch auf der Seite des Militärs gestanden Fragen als Belästigung und Stränkung auffaffe. Er hat in und teilt mit, daß Graf Bernstorff auf persönlichen Befehl hätte. Das ist richtig, hundertmal richtig. Und es war an der Zeit, daß dem Reichstag einmal von dieser Stelle einer Nede ja alles gejagt, was will man noch von ihm? des Raisers angewiesen sei, den Präsidenten Wilson aum gefagt wurde, eine wie gewaltige Mitschuld er an dem Zu- Er hat nicht die Absicht, durch seine Aussagen weitere Auf- Erlaß eines Friedensapells zu bestimmen. Dann aber fährt gefagt wurde, eine wie gewaltige Mitschuld er an dem 3ulärung zu schaffen und in wesentlichen Bunften müssen wir er fort:„ Sofern Wilson dazu gebracht wird, soll die wahrfammenbruch trägt. In dem Untersuchungsausschuß, siten Barlamentarier, die dem Kriegsreichstag angehört haben, uns einstweilen dabei beruhigen, daß keine Antwort auch scheinliche Ablehnung des Appells durch Eng die Mitglieder der Parteien waren und sind, welche sich eine Antwort ist. land und seine Berbündeten, während wir ihn annehmen, mit größerer und geringerer Begeisterung stets der Meinung in helleres Licht gerückt. Swei davon seien hervorgehoben. r idzie hung unserer Amerita erteilten 3u. Nur ein paar Tatsachen werden durch seinen Bescheid uns die Grundlage berichaffen, um die Zuder Obersten Heeresleitung unterworfen haben. Sie nüßten im Grunde einsehen, daß sie zum Richten und zum Die eine ist die Sinterbältigkeit und 3wie- iage moralisch vor der Welt, insonderheit · Urteilen wenig Beruf haben. spältigkeit der deutschen Politik bor dem auch vor den europäischen Neutralen, zu Der ehemalige rechtfertigen." Aber eines darf doch nicht vergessen werden. Wenn Wilsonschen Friedensschritt. die breite Deffentlichkeit an Sindenburg und Ludendorff Reichsfangler will es nicht wahr haben, daß das deutsche Die Zusage an Amerika war der einstweilige Berzicht glaubte, wenn sie gegen Wilson voreingenommen war und Friedensangebot die von ihm selbst erbetene Friedensaktion auf den unbeschränkten 11- Bootfrieg. Alles Gerebe von der fich für den U- Bootkrieg begeisterte, io lag das zum guten Wilsons eridevert und gefährdet habe. Deutschland habe deutschen Friedensbereitschaft, der Appell an Wilson, das Teile daran, daß sie von den amtlichen Stellen im Sinne ich eben beeilen müssen und nicht auf den zaudernden Wilson eigene Friedensangebot hatten also nur den 3wed, die Bahn der Militärs beeinflußt wurde. Pressekonferenzen und warten fönnen. Da wird ihm vorgehalten, daß in dem für den Tauchbootkrieg freizumachen. Diese Vermutung Bensur arbeiteten für die Auffassung der Hasardeure im gleichen Moment, in dem er sich ohne Rücksicht auf den ameri- haben wir schon gestern an dieser Stelle ausgesprochen. Wir Großen Hauptquartier. Schlimmer: fie arbeiteten bewußt tanischen Präsidenten für das selbständige Borgehen Deutsch baben nicht angenommen, daß sie in diesem Umfange und in und tonsequent gegen Bethmann. Dieser tat indeffen lands entschieden babe, der Staatssekretär des Auswärtigen dieser Brutalität bestätigt werden würde. nichts oder so gut wie nichts, um dem Uebel zu steuern. Er dem Botschafter in Washington mitgeteilt habe, Berlin werde dieser Brutalität bestätigt werden würde. In seinem Telegramm bezieht sich der Kanzler nicht ließ die Dinge ihren Gang gehen. Er konnte sich, wie er eine Aktion Ameritas der Herausgabe eines eigenen Frie jest fagt, um solche Einzelheiten nicht fümmern und im densangebotes vorziehen. Ein sehr peinlicher Moment. etwa auf die Absichten der Seeresleitung. Un 8" soll die übrigen: er erinnert sich nicht, er weiß von nichts. Aber Herr von Bethmann erklärt, seine Absicht sei eben ge- moralische Grundlage geschaffen werden, d. h. also auch ihni Selbstverständlich bleibt die Schuld der Bresse trotzdem wesen, awei Eisen im Feuer zu haben. Es wird felbft. Sier ist er nicht mehr das willenlose Werkzeug groß. Und das Volt selbst trägt ein gerüttelt Maß von Leute geben, die diese Politik der zwei Eisen als eine Politik Ludendorffs, hier ist er fein offen ausgesprochener MitBerantwortung für sein Schicial, aber ist es schließlich zu der doppelten Moral ansprechen und die eine Regierung, schuldiger. verwundern, wenn eine unpolitische Nation, wie die deren linke Hand das Gegenteil von der rechten tut, der Fri Neben diesen zwei Eisen im Feuer und diesem Versuch, deutsche, denen vertraut, die ihr immer und immer wieder volität und der Perfidie zeihen. eine moralische Grundlage für ein Vorgehen zu schaffen, das als eine Art von Salbgöttern vorgestellt werden, und wenn Die Dinge liegen überdies aber so: Die deutsche Frie- er nebenbei selbst für unheilvoll hielt, verblaßt das lebrige. fie neben der Entschlossenheit der Militärs auf der einen densaktion ist nicht nur frivol gewesen, sie war eine Seu- Zer Mann ist gerichtet und mit ihm gerichtet, sind die Bar Ceite feine politische Tatkraft auf der anderen Seite dhe lei. Beweis dafür ist das Dokument, das Oskar teien, Liberale und Rechtssozialisten, die ihm die Stange erblidta Cohn ans Licht acaogen bat. gehalten haben. Seine futaftrobbe ist ihre Statafttarbe. Ebert Berhöhnung der Berfassung. regungen der Befizer auf Schaffung von Stommunalapothefen der Streit der Metallarbeiter. Verwirrungsversuche der Unternehmer.- Die Stellungnahme der Parteien. und Verpachtung an selbstbewirtschaftende Apothefer unterstützt, Wer eigentlich in Thüringen zu gebieten hat, ist völlig nicht die Mehrheit der Gehilfen hinter sich habe. Diese ist viel. mmerfindlich. Ist es der Reichspräsident, der den geiez- mehr für die volle Sozialisierung. widrigen Ausnahmezustand", oder der Truppenbefehls- Der Ausschuß beschloß, beide Petitionen der Reichsregierung haber, der den verfaffungswidrigen, Belagerungszustand" jaur Erwägung zu überweisen, enthielt sich also jeder Stellungüber mehrere thüringische Kreise verhängt hat? Sicher ist nahme. Was im Grunde deutlich seine Abneigung gegen rium tagenden Schlichtungsausschuß führten seinerzeit zu Die Verhandlungen vor dem im Reichsarbeitsministe nur, daß beide Maßnahmen gleichermaßen eine direfte die Cogialisierung beweist. Berhöhnung der durch die Verfassung gewährleisteten Auch für die Sozialisierung der gesamten Glasindustrie, der Verabredung, daß während der Verhandlungen eine Rechtsgarantien darstellen und beide vollkommen insbesondere aber der Flachglasherstellung spricht sich eine Ein- Verschärfung des Kampfes nicht eintreten dürfe. Dieses willkürlich und ohne Grund erfolgt sind. Selbst gabe aus. Der Ausschuß beschließt: Uebergang zur von beiden Seiten gegebene Versprechen ist von den Unterdie meisten bürgerlichen Zeitungen Thüringens erTagesordnung! nehmern durchbrochen worden In Tausenden von Erem klären, daß die militärische Besetzung vollkommen unnötig Ebenso will er von einer Vorarbeit zur Sozialisierung platen werden den streifenden, gesperrten und entlassenen war und daß gerade durch sie erst Unruhe und Erregung in nichts wiffen. Es soll alles beim alten bleiben. In einer Eingabe Arbeitern der Betriebe Karten mit folgendem Inhalt aubi Maffen hineingetragen wurde, So schreibt die bürger- mird berlangt, daß eine Kommission von Gelehrten und Fachleuten liche Sithler Beitung": eingesetzt werde, die eine Me hode zur höchsten Steigerung der Produktion ausfindig machen sollte. " 3000 Mann Neichewebrtouppen hielten gestern nachmittag thren Einzug in Suhl. Wohl allen ist sie eine leberraschung gewefen, denn eine amtliche Bibitstelle war vorher davon unterrichtet. Was will das Militär hier? Ruhe und Ordnung ist dech zur Zeit vorhanden." 9 durrchsucht, Tausende von harmlosen Schriften beschlagnahmt Der Ausschuß beschloß nicht etwa, sich diese wichtige Anregung au eigen zu machen, sondern beschloß Ueberweisung als Material an die Regierung. Die Beschlüsse des Ausschusses müffen freilich erit die Billigung des Plenums finden, che sie ausgeführt werden können. Aber an gesandt: Wir teilen Ihnen nt, daß Sie am 31. 10. 19, vormittags 7% die Arbeit wieder aufnehmen fönnen. Zum Ausweis wollen Sie diese Karte beim Betreten des Werkes dem Pförtner vor. zeigen. Chne diese Karte ist bis auf weiteres der Zutritt zum Berf nicht gestattet. Siemens- Schuckertwerfe G. m. b. H. Siemens u. Halske Aktiengesellschaft. nehmer, unsere geschlossene Front zu durchbrechen, muß zu Kollegen und Kolleginnen! Der Versuch der Unter nehmer, unsere geschlossene Front zu durchbrechen, muß zu rüdgeschlagen werden. Kein organisierter Metallarbeiter darf diesem Nufe Folge leisten! Wir fordern alle streikenden und ausgesperrten Kollegen auf, die an sie ergangenen Schreiben und Karten, in denen sie zur Arbeitsaufnahme aufgefordert werden, an die Streifleitungen der Betriebe ab Die Londoner Zeitung Daily News" vom 20. Oftober zugeben. Die Streifleitungen werden aufgefordert, sie an veröffentlicht folgende Erklärung, die einer ihrer Korre- die Fünfzehnerkommission abzuführen. fpondenten von Lenin mit der ausdrücklichen Erlaubnis zur Veröffentlichung erhalten haben will: zur Veröffentlichung erhalten haben will: nur Lenin und der Kapitalismus. gierung in die Lohnfloffen nähern sich ihrem Ende. Es ist Auch die meisten anderen bürgerlichen Beitungen dieser Zustimmung des Blenums ist nicht zu zweifeln. Die Frage machen aus ihrem starken unwillen über das mit dem der Sozialisierung wird und soll eben verschleppt werden, weil man Belagerungszustand eingeführte Willkür und Getro Sozialisierungs" gefeben verschiedenster Art an den Grundwaltregiment teinen Hehl. Die von einer ungebener- lagen der geheiligten kapitalistischen Ordnung nicht rütteln will. lichen Anmaßung zeugenden Maßnahmen der Militärbefehlshaber scheinen in der Tat Unruben geradezu provozieren zu wollen. Co wurde eine Beitlang die Auszahlung der Streifunterstützung des Metallarbeiterverbandes verboten, weiter wurden in dem völlig ruhigen Suhl, in dem sich auch nicht das geringste ereignet Die Arbeiten des Schlichtungsausschusses zur Einran hatte, Marktplatz und Straßen mit i chweren Drabt berbauen belegt, jeglicher Fuhrwerksvertebrin Ich werde oft gefragt, ob die Gegner des Krieges gegen näch sien o che verfündet werden. ber ganzen Stadt verboten, unsere Parteibuchhandlung nußland- also Arbeitende, aber in erster Dinie bürgerliche zu erwarten, daß die Schiedssprüche Anfang der Auf Antrag der Fünfzehnerkommission hat eine Sitzung und ähnliche von dem Machtfibel des Herrn Oberbefehls. recht haben, die von uns, wenn der Friede geschlossen ist, nicht mit den Vertretern folgender Parteien stattgefunden: der habers von Suhl zeugende Anordnungen getroffen, die die Wiederaufnahme der Handelsbeziehungen erwarten, Unabhängigen Sozialdemokratischen Partei, der Sozial fämtlich voll! ommen geseblos sind und der Ber- erhalten. Ich wiederhole noch einmal, daß fie recht haben. Gntischen Partei. Ferner waren der Ausschuß der Berliner Ge sondern auch die Möglid keit, Nonzessionen in Rußland zu demokratischen Partei, der Kommunisten und der Demokra fuffung direkt widersprechen. dauerhafter Friede würde eine solche Erleichterung für die sich Bon einem Reichspräsidenten allerdings, der felber quälenden Waffen von Rußland sein, daß diese Massen zweifel werfichaftskommission und der Vollzugsrat Groß Berlin von der Verhängung des Ausnahmezustandes" der Natio- los gewiffen zu gewährenden Konzessionen aubertreten. Einmütig kam in der Konferenz zum Ausdruck, nalversammlung unter direktem Bruch der Verstimmen würden. alle Barteien bereit find, für die wahfasi una feinerlei Nachricht hat zukommen lassen, fann Die Gewährung von Stongeffionen unter vernünftigen Berung der Grundrechte der Arbeiter einzu. nist erwartet werden, daß er auch nur das mindeste gegen dingungen ist auch für uns wünschenswert als eines der Mittel, treten. Um das zu ermöglichen, soll an die gesamte Ar die Rechtsbrüche seiner militärischen Gebieter unternimmt. bie technifde Hilfe von Ländern, die in dieser Hinsicht fortge, beiterschaft Deutschlands ein Aufruf veröffentlicht werden. schrittener sind, nach Rußland zu ziehen, während einer Periode Es ist zu diesem Swecke eine Redaktionsfommission eingesetzt des Nebeneinanderbestehens bon sosialistischen und kapitalisti. worden, die ihre Tätigkeit sofort aufgenommen hat. Eine apeite Kommission wurde gebildet mit dem Auftrage, sich an das Reichsarbeitsministerium zu menden. Obleuten der Streifleitungen und der am Sonntag stattTie Fortsetzung dieser Tagung findet heute abend statt. Den findenden Generalversammlung wird weiterer Bericht erstattet werden. Die Baltensch'eber. schen Staaten. 23. September ( gea.) Benin. Die Regierung hat sich zu unserer Veröffentlichung Nach der Form der Mitteilung ist wohl faum baran 31 über das Treiben der deutsch- russischen Werbeagenten noch weifeln, daß Lenin diefe Erklärung wirklich abgegeben hat immer nicht geäußert. Es ist also nicht anzunehmen, daß zumal da ihr Inhalt durchaus in Uebereinstimmung ist irgend eine Verhaftung erfolgt ist. Auch die gesamte mit Aeußerungen, die die anderen Führer der russischen Bresse hat unsere Beröffentlichung totgeschwiegen. Sie hat Bolschewiki bereits mehrfach getan haben. Die Erklärung nicht einmal die äußerst wertvollen Auslassungen der Kom Lenins zeigt erneut, daß die russischen Bolichewifi bereit sind, mandantur, die unsere Angaben in den wesentlichsten zum Wiederaufbau der russischen Industrie mit den euro Bunften verstärkten und ergänzten, der Oeffentlichkeit un- päischen Kapitalisten ein borläufiges Stompromiß 311 terbreitet. Die Werbungen nehmen indessen ihren unge- schließen. störten Fortgang. In Berlin ist dieser Tage wieder eine #nzahl Agenten eingetroffen, die den Auftrag hatten, Mar. fetenderwaren für die Eiserne Division aufautaufen. Die Agenten können für diesen Zwed Beträge bis zu 20 000 Mart aufwenden. Auch in der Provinz wird Iuftig weitergeworben. Im Niesaer Tageblatt" vom 28. Oktober erschien folgendes Inserat: Bum Schutze deutscher Kultur Soldaten gesucht bet freter Station und Verpflegung 11 Mart pro Tag. Auskunft im Hotel Wettiner Hof. Die Auskunft im Wettiner Hof erteilte ein Beutnant der Eisernen Division. Er hat bereits mehrere hundert Mann angeworben und auf dem Bahnhof zwei Baggons für sie bereitstellen lassen. Der erste Transport ging am 29. Oktober, nachmittags 4 Uhr, nach Berlin. Die Niefaer Behörde hat den Leutnant festnehmen lassen, ihn aber sofort wieder auf freten Fuß gefest, weil er sich ausweisen" fonnte. Der Leutnant hat darauf Sin feine Tätigkeit frisch- fröhlich wieder aufgenommen. Auch in Erfurt werden Soldaten angeworben. Die Werbungen besorgt dort ein Leutnant Meyer, der die Fahrtausweise mit dem Stempel„ Kommando der deutschen Region" bersieht. Die Ausweise berechtigen die Angeworbenen sur Erlangung von Militärfahrkarten. Das heißt also, daß die deutsche Eisenbahnverwaltung die für einen fremden Staat bestimmten Truppen zu halben Preisen die Eisenbahnen benüßen läßt. Und auch das ist keine Unter#tigung der russischen Gegenrevolution. Die Sozialisierungs- Komödie. Die Nationalversammlung hat im März d. J. ein Soziali ferungs" rahmengeset beschlossen, auf Grund deffen reichsgeschlich bie Sozialisierung wichtiger Industrie und Gewerbezweige durch. geführt werden soll, Damals nahm man das Gesch an, weil man glaubte, so ben revolutionären Drang der Massen einschlä fern zu fönnen. Wie recht die Unabhängige Sozialdemokratie mit ihrer Stellung gegen das Sozialisierungsgesetz batte, beffen Komödie sie nicht mitmachen wollte, zeigt sich jezt an der Art, in der durchaus ernst zu nehmende Sozialisierungsvorschläge, bon benen viele. in Form von Petitionen an die Nationalversammlung glangten, vom voltswirtschaftlichen Ausschuß behandelt werden. Der Sächsisch Thüringische Biegelverkaufs. berein( Si Geza) protestierte in einer Eingabe an die Natio nalversammlung gegen die bom unter unabhängiger Führung tehenden Wolferat Reuß projektierte Sozialisierung aller im GeBiete des Boltsstaats liegenden Bodenschäze, besonders Steinbrüche und Kohlengruben sowie der darauf beruhenden Industrien. Der Ausschuß beschloß: Die Eingabe, soweit sie sich gegen die ozialisierung wendet, der Reichsregierung aur Berndsichtigung, im übrigen als Material au bera weifen. Der Apotheker Dr. Meinede schlägt in längeren Ausführungen bie gemischtwirtschaftliche Form der Staatsapotheke G. m. b. H. unter gleichzeitiger Schaffung eines Staatsmonopole für den Ver Sehr mit Robdrogen bor. Die Arbeitsgemeinschaft sozialistischer Apotheker dagegen for bert bie volle Eog allsterung des Apothekerwesens durch das Reich unb erklärte, daß der Verband der Apothekergehilfen, der die AnAus der Partei. Delegierte zum Parteitag! Das Komitee für die Unterbringung der Parteitage delegierten hat ausreichend Privatwohnungen für die Delegierten bereitgestellt. Wir bitten, uns die Adressen der Delegierten rechtzeitig mitzuteilen, damit sie die Wohnungen vorher brieflich angewiesen erhalten. Sollte dies unmöglich sein, fo bitten wir, die Ausweise am Sonnabend( am Sonntag ruht ja dei Eisenbahnverkehr) auf dem Hauptbahnhof, Wartefaal erster Rlaise bom Komitee in Empfang 31 nehmen. Die Bezirksleitung der U. S. P. Leipzig, Lauchaer Straße 19/21, I. Urabstimmung in Leipzig über die Tattit der Partei. In der Generalversammlung ber U. S. P. Organisation für Groß- Leipzig wurde mitgeteilt, daß der Verein jeht 48 774 Mitglieder zählt. Bum Parteitag wutben folgenbe Anträge ange nemmen: Das Aktionsprogramm ist zu ändern wie folgt: 1. Die U. S. P. D. ſtellt sich auf den Boden des Mätesysteme. Sie tämpft um die wirtschaftliche und politische Macht der Räte. II. De 1. 5. P. D. erstrebt die Difta'ur des Proletariats als notwendige Vorbedingung für die Berwirklichung des Eozialismus. III. Um biefes Biel zu erreichen, bedient sich die U. S. P. D. aller politischen und wirtschatlichen Kampmittel." Bu I. Es ist au streichen unterstützt die Räte in ihrem Ringen". Bu II. Es ist au streichen.bes Vertreters der großen Boltemehrheit". Bu 111. Es ist au ftreichen einschließlich der Barlamente". Die Versammlung beschloß ferner, am 2. November eine Ur. abstimmung unter den Barteigenoffen vorzunehmen, die über die beiden von der Parteileitung und von dem Genossen Böttcher vorgelegten Refolutionen über die Taktit der Partei, die wir be reits veröffentlicht haben, entscheiden soll. Die Parteileitung balte dazu folgenden Fragebogen ausgearbeitet: Stimmzettel aur politischen Situation. Ja oder Nein. 1. Eind Ele wie bisher für die Beteiligung an den Wahlen zu den Barlamenten in Gemeinde, Bundesstaat und Neich? 2. Wollen Sie, daß die Bertreter des Proletariate in den Gemeinden, in der Boltetammer und Nationalversammlung weiter für die Arbeiterklasse durch Verbefferungen von Gefchesverlagen wirfen? 3. Wollen Sie die Diftatur der Minderheit der Arbeiterklaffe fordern und das Aktionsprogramm in diesem Sinne ändern? 4. Wollen Eie, daß die von der Zentralleitung ber 11. S. B. mit den rebolutionären Gruppen der kapitalistisch entwidelten Länder angefnüpften Beziehungen weiter verfolgt werden und eine Internationale bes flasienbewußten Proletariats aller Länder errichtet wird? 5. Wollen Sie den Anschluß an die Moskauer fommunistische Internationale? Dieser Stimmzettel wurde von der Bersammlung abge lehnt. Es sollen nur die beiden Refolutionen zur Abstimmung vorgelegt werden. Außerdem wurde beschlossen, daß bor ber b. ftimmung fein Flugblatt an die Mitglieder ausgegeben werden soll. Die Fünfzehnerkommission. Das Metallkartell. Die Rechtssozialisten und der Streit. Die Arbeiterräte und Funktionäre ber, Metallinbustrie, bie ber rechtssozialistischen Bartei angehören, nahmen am Freitag Stellung zum Metallarbeiterstreit. Gegenüber den vi.Ifachen Bersuchen der bürgerlichen Bree, dem Streit und der Streifleitung unlautere politische Motive unterzusch eben, Av. ften, die der Borwärts" bauernd unterstützt und mitgemacht hat, ist die Stellungnahme dieser Bersammlung von besonderer Bedeutung. Alle Rebner wendeten sich Iharf gegen das Be it reben ber Unternehmer, die Arbeiterausschußmits glieder und das Mitbestimmungsrecht bei Wiedereinstellung der Arbeiter auszuschließen. Einer der Nebner erklärte, der Bezirks. feiter Rusch habe in ber Streitangelegenheit fachlich vollkommen forrett gehanbelt. Mechtssozialisten glausten nicht an die Uncigennütigkeit der unternehmer und würden beren Bersuch, die Rechte der Arbeiter an befchneiden, mit aller Entschlebenheit bekämpfen. Selbst der Mechtsfezialist 29 ufchit, auf deffen Konto manche der bisher in ber Deffentlichkeit erhobenen unberechtigten Anwürfe zu sehen flub, wandte sich gegen die Unternehmer. Die In der weiteren Debatte wurde übereinstimmend von fämt. lichen Rednern betont, daß die Arbeiterschaft volle Soli. barität in der Abweisung des Angriffes der Unternehmer argen bas Roalitions, und Mitbestimmungsrecht wahren werde und daß es der Unternehmerschaft nie gelingen( önne, die Rechtsfozialisten von den lintstehenden Gruppen durch künstliche Mans. ver zu trennen. Die Bersammlung lehnte c8 ab, eine Ent fchließung zu faffen, und beauftragte vas Bureau, eine Erklärung 8 veröffentlichen, aus der die klar aus der Versammlung hervor. gegangene Stellungnahme zum Ausdruck kommt. Am Sonnabend, ben 1. November 1919, werden vor dem Schlichtungsausschuß folgende Gruppen ve handelt:% 10 Uhr Holzarbeiter, 10 Uhr Zimmerer und Maurer,% 11 116 m- ler und Ladierer, 11 Uhr Saltler und Tapeziener, 12 Uhr Buch binder, Buchdruder, Lithographen, Buch- und Steindruck ei Sifsarbeit r, Photographen, 12 ihr Emaille- und Bo zellanfommissionen, pünktlich onwesend zu sein. arbeiter, 41 Uhr Glasarbeiter. Wir ersuchen die VerhandlungsAnkündigungen. Oblente ber ftreifenden Betriebe! Beute vormittag 9 hr findet die Eiging her bleute der Streifenden im großen Saal der Sophiensäle statt. A. G. G. Turbine, Sonnabend, nachmittags, 2 Uhr, Betriebs. versammlung, Klostergarten, Blößensee. Lampenfabrik 3. Hirschhorn. Sonnabeno, mittags, 2 Uhr, Betriebsversammlung, Mantcuffelstraße 95. Die Angestellten find eingeladen. Die Stempelstelle 46 befindet sich Rungestraße 7, Rest. Vogelwirt. H. Windhoff. Betriebsversammlung am Sonnabend, nachm., 2 11hr, bei Cost, Martin Lutherstraße. Firma Butte, Nitterstraße Morgen zwischen 10 und 12 Uhr, bie Streiftarten im Streiflofal abgeben. Knorrbremse. Gruppenberfammlungen finden heute nicht statt. E. Zwietusch u. C. Heute Sonnabend bis 2 Uhr Quittungen unterschreiben bei Ahrenswalo, Charlottenburger jer; ebenfalls restierende Beiträge zur Strantenfasse bezahlen, sowie Nachntel bungen. Deutsche Telephonwerke. Sonnabend nadim. 2% 1hr Funktionärsißung bei Hellmuth. Go liber Str. 58 Ede Gorauer Straß. Dafelbit findet von jetzt ab die Ausz ihlung der Streit unterstügung statt. Am Dienstag für die Nummer 1-100 m 9 Uhr, 101-200 um 10 Uhr, 201-800 um 11 11hr, 801-400 um 12 1152, 401-500 um 1 11hr, 501-600 um 2 Uhr. m Mittwoch 601-700 um 9 Uh:, 701-800 um 10 16:.. 801-000 um 11 1hr, 001-1000 um 12 r, 1001-1100 m 1 1hr, 1101- Sluß um 2 gr. Auszahlung für Nachzügler Tons ne stag bon 10-2 Uhr. Unterschreiben der Quittungen Sonn abent von 10-2 Uhr. Die Streifleitung. Fertigauk, Tempelhof. Betriebsversammlung am Sonnabend, gen 1. November, im bekannten Lokal, nachmittags 2 Uhr. A. E. G., Glühlampenfabrik. Sonnabend, den 1. November, bon 12 bis 4 Uhr, Auszahlung der Etreifun erstügung in den be. tannten Lofalen, Loebewert Charlottenburg. Sonnabend, nachmittags 2 Uhr, Boltshaus Charlottenburg Betriebsversammlung und Quit: ung ausschreiben. Die Funktionäre treffen sich dort eine Stunde früher. Schwer Kriegsbeschädigte ber Gewehrfabrik Spandau. Striegsbeschädigten, denen der Lohn refürst ist, wollen sich am Mittwoch, den 5. November, von 2-5 Uhr bei Buller, Breite, Ede Berliner Straße. Spandau, aweds Unterschrift melden. 12 Uhr statt. N. A. G. Die Auszahlung findet am Sonnabend nur bis Dynamo- Wert Siemens.Schudert. Sonnabend, 8 Uhr früh Betriebsversammlung im Sadtpark Jung ernheide. Sehr wich tige Tagesordnung. Anschließend Auszahlung der Streifunter ftüßung im Streiflolal. Mix u. Genest. Montag mittens 1 Uhr Betriebsverfamm. lung, Auszahlung im Schwa zen Adler", Echöneberg, Hauptstr. Vertrauensleute 12 Uhr bort. Gewerkschaftliches. Die Straßenbahner zu den Vorgängen am 18. Oltober. leber be Vollversammlung der Verkehrsbetriebe, die sich ein gehend mit den Vorgängen bei der Straßenbahn anläßlich des Sympathießtreits der Maschinisten und Heizer und deren Folgen beschäftigte, geht uns noch nachstehender eingehender Bericht zu. ber zur Crientierung dieser Vorgänge von erheblichem Intereise ist. Entgegen allen tendenziösen Preseterich en spelten sich die Dinge, wie der Referant Echaumburger florlegte, folgender maßen ab: " Gie ft.ht ferner in dem Vorgehen des Senats der Handels. bochsame ein aaratteristiches Symp.om dafür, daß die reattio nären Clemente der Lehrfö per der Berliner Hochschulen, die sich bisher auf eine strupellose Propagierung des alten Regiments und eine fortgesette Herabiehung der demotalischen Republit vom atheder herab beschränkten, nunmehr ihre Zeit für gelommen er. adten, um wieder disiplinarisch gegen ihnen politisch unbequeme Elemente der Ebenenfat borzugefen. Die Eosialistische Studentenpartei, Berlin. gez. gea. Heinrich Moser. Friedrich Heymann. fiberall da, wo diese ohne allzugroße betriebstechnische Echwierig feiten einge ührt werden fann, zur Durchführung fommt. Nunmehr haben auch die Arbeitgeber in ihrer General versammlung den Tarifvertrug ohne enderungan genommen. Damit treten die neuen Gehaltsjäße rüdwirtend ab 1. Ortober in Strast. In allen dem Verband der Brugeschäfte von Groß- Berlin angeschlossenen Betrieben müssen also bei der tommenden Gehaltszahlung die neuen Tarifgehälter aur Baglung tommen. Die Einreibung in die vier scites.bten Gelal Sgruppen stelltenausschüsse die Ausgabe haben, über die Durchführung des erfolgt auf Grund der ta fädlichen Beschäftigung. Da die Ange Tarifvertrages zu machen, sind Zweifelsfälle bei der Gruppenzu Werner Eleyberg. weisung auch auf Grund des im Tari bertrag jelbst gewährten Mitbestimmungsrechtes im Einvernehmen mit dem AngestelltenAusschuß bzw. mit dem in allen Betrieben, mit mehr als 3 An gestellten zu wählenden Vertrauensmann zu regeln. Die Angestellten in den Waren, Kaufhäusern und Spezial. geschäften versammelten sich in beiden Sälen der Börje, um tel lung zu nehmen gem die ablehnende Haltung des Arbeitgeber verbandes auf Zahlung einer Anschaffungsbeihilfe in Höhe von 1000 m. für Berfeita ete, 800 M. für Ledige und 100 M. für jedes Kind. Die Referentin, Frieda Licht, erstattete den We. richt über die Borverhandlungen mit den Arbeitgebern und legte die drückende Notlage, un der sich die breite Masse der Angestellten befindet, dar. Nach einer Diskussion fand folgende Resolution Annahme:" Die mehr als Rehntausend versammelten Angesteil ten der Waren, Kaufhäuser und Epezialpeidätte Groß- Berlins haben Kenntnis genommen von dem Angebot der Arbeitgeber zu der Forderung einer Anschaffungsbeitilie. Sie erklären ein müti pieses Angebot. das sich nur auf eine verdoppelte Zahlung der geringen monatlichen Teuerungszulage beichräntt, nicht an nehmen zu können, da der Zwed der geforderten Wirtschaftsbeis hilfe durch dieses Angebot in feiner Weile erreicht wird. Ange sich der brüdenden wirtschaftlichen Notlage, in der sich die große Masse der Angestellten befindet, angesichts der bei ihnen infolge eines ungünstigen Tarifs herrsche: den Verscherldung, der als ichar. fer Rontrait ein ungewöhnlich glänzender Geidäftsgang gegen bersteht, fönnen die hier versammelten Angestellten unter feinen Umständen bei dem Mindestmaß ihrer Forderungen auf Rablung einer Anſchaf ungsbeihilfe in Höhe von 1000 W. für Verheiratete und 800 M. ür Pedine und 100 m. für jedes Kind abnehen und erwarten in diesem Sinne den Abschluß der Verhandlungen zwi ichen ihrer Organisation dem Rentralverband der Angestellten - und dem Arbeitgeberverband bis spätestens 30. Oftober cr. Groß- Berlin. Freie Sozialistische Proletarierjugend. Am 15. Oftober beschlossen die Bahnhofs: und Funktionär bersammlungen, daß mit" Nostestcom" nicht gefahren werden soll. Am Freitag, den 17. Oftober, abends, wurde festgestellt, daß die Technische Robhilfe eingegriffen habe. Auf Grund des Beschlusies bom 15. Cttober sollte dann am Sonnabend nicht gefahren werden. Die Ausführung dieses Beschlusses tam jedoch aus verschiedenen Gründen nicht zur Durchführung. Unterdessen waren am Sonn abend morgen 1300 Arbe ter der Hauptvertstä.te ausgesperrt wor ben, weil sie die Versegung des streibbrechenden Beigers verlang ten. Der Betriebsvorsteher Ingenieur Etader machte den Ausspruch: Eher werden 1300 Arbeitsunlustine als ein lieber guter Bur endgültigen Neukonstituierung unserer Bewegung in beitswilliger entlassen." Auch Den Arbeiterausschussen Groß- Berlin haben wir fü: Sonnabend, den 1. November, abends und den 50 Prozent Kriegsbeschädinten wurde der Zutrit ver- 7 Uhr, im Jugendheim II, Königsberger Straße 7( nahe Schlesi weigert. Nun beschlossen die Arbeiterausschüsse der Groß- Berliner scher Bahnhof) eine Vorbesprechung anbe aumt. Genoffen, die und Städtischen Straßenbahn unter Zuziehung des Transport basselbe wie wir wollen, find freundlichst eingeladen. und des Metallarbeiterverbandes, die Wagen von der Strede au ziehen. Die Diretion wandte nun alle Mittel an, um dies zu wir wollen die Jugend in wab haft fozialistischem berhindern, man verhaftete pie Funktionäre, befeßte die Bahnhöfe Geiste erziehen, wollen über unsere wirtschaft. burch Truppen usw. Besonders zeichneten sich dabei die Fahr. lichen Ziele nicht die Vildung zum Menschen meister Fröhlich und Kurth sowie der Assistent Kolms vom Bahnbergessen. hof 22 aus. Jest ließ sich die Verwaltung zu Verhandlungen wir wollen ferner, daß die Jugend sich ihrer Jugend herbei, die mit der vollsten Befriedigung der Arbeiterschaft endeten. So wurde der str.ifbrechende Heizer entfernt und auch der Ingenieur Staber mußte sich im Beisein der Ausschüsse für fei Verhalten entschuldigen. gez. Näteschule der Groß- Berliner Arbeiterschaft( früher Freie Hochschulgemeinde für Polctarier). Das Schullofal, der Näte schule wird cb Montag, den 8. 11., nach der 24. Gemeindeschule, Neue Friedrichstraße, Sinter der Garnisonfirche 2, verlegt. Die Mäume der einzelnen Ku je werben am Eingang durch nschlag befannt gemacht. Am Dienstag, den 4. 11., abends 7 Uhr be ginnt in ber Aula der penannten Schul ein Kurius des Ge nossen Däumi über Wesen und Aufgaben der Betriebsräte", Dauer 5-6 Abende. Anmeldungen am ersten Abend bei Kurjus. beginn. Der landwirtschaftlich: Fachfursus des Genossen Fin! beginnt neu am Tonners ag, den 6, 11., um 46 Uhr. Er wird im wesentlichen eine Wiederholung des bisherigen Kurjus jein und ist für anji.dlungslustige Genossen, Laubenkolonisten usw. berechn t. Es sind einige Exkursionen vorgesehen nach Musterwitschaft der Stadt Berlin, Lichtenberger städtische Bestsunterhaltung. Joseph Plaut ist für den nächsten Bunt.n Abend gewonnen worden, der am 3. Nobember, abends 8 Uhr, im Cecilion.Pygeum stattfindet. Willetts zu 1.50 M. sind in cer städtischen Schulabteilung, Möllendorffstrafe 14, und in den Freiheit" Ausgabestellen im Vorverkauf erhältlich. Lebensmitteltalender. Kriegsbeschädigten fürsorge. Bom 16. November ab erhalten alle Kriegsbeschädigten mit einem Erwerbsverlust von 30 Prozent und mehr in Berlin eine Rährmittelzulage von 4 Bfd. monatlich. Die Zulage murde bisher nur bei einem Eimverbeverluft von 50 Prozent und mehr ge währt. Die Bezugekarten sind vom genannten Tage ab bei den zus ständigen Brotkommissionen gegen Bo.zeigung der Rentenausweise erhältlich. Echöneberg Bis zum 4. November Voranmeldung für 250 Gr. ausländ. Hülsenfrüchte auf Abschnitt 74 der Groß- Berliner Lebense mittelkarte und 250 Gr. amerikan. Weizenmehl auf Abidin tt 2 ber Ginfuhrzufat karte. Ausgegeben werden in der nächsten Woche 250 Gr. Suppen auf Abschnitt 92, 150 Gr. ausländ. Sülsenfrüchte auf Abe schnitt 93 der Groß- Berliner Lebensmittelkarte, 200 Gr. Marmelabe auf Abschnitt 26 fowie je ein Briefchen Süßstoff auf die Doppels abschnitte 29 und 30 der Schöneberger Bezugskarte, Maismehl( Maise grief) und Maisflocken zum Pfundpreise von 2,90 m. find markenfrei in allen Kolonialwarengeschäffen erhältlich. Spandau. Bon heute ab 200 G. Teigmaren auf Feld 330. Glienicke( Roubba Auf Abschnitt 80 der Lebensmittelharta 300 Gr. Teigwaren, ar fchniit 81 150 Gr. Sülfenfrüchte und 150 Gr. Saferflocken, auf Abschnitt 44 ber Lebensmittelkarte für Jugendliche 200 Gr. Suppen. Die Lebensmittelkarten find den Kleinhändlern bis spätestens ittwoch zum Abtrennen der Anmeloeebid nitie norzulegen, Die Warenausgabe für die Kleinhändler erfolgt am Donnerstag. Aus den Organisationen. Bezirksorganisation Berlin- Stadt. Conn'ag, den 2. November, bormittags 9% Uhr, Generat bewußt sei und sich ihrer f.euen foll. Die versammlung der Begirisorganisation Berlin. Stellungnahme zum Jugend foll es nicht den Alten an Spießbürger. Parteitag lichkeit nachtun wollen. Nachdem so um 6 Uhr abends alles wieder in schönster Ord. Wir wollen ferner die Unabhängigkeit der proletaris nung war und der Betrieb wieder voll aufgenommen wurde, nahm man erneute Verhaftungen vor troß der Zusage der V.r waltung, daß alle Maßnahmen gegen die beteiligten Personen unterbleiben würden. Wie Bolig ipräsident Ernit später mits teilte, hatte er von der Verom.tung einen ausführlichen Bericht unter Nennung einer großen Zahl von Namen erhalten. Am Montag lam es deswegen zu neuen Vrhandlungen. Hier drehte Direktor Buffon auf einmal den Spieß um und verlangte bon den erstaunten Arbeiterausschüssen eine Entschuldigung. Aufsichtsbeamten wurde eigens für ihr unsolida: isches Verhalten gratuliert. Di: Direktion habe auch die Frage erwogen, ob die usschüsse nicht sämtlich zu entlassen wären. Man habe jedoch bavon abgesehen. Im Wiederholungsfalle hätten fich jedoch die Funktionäre als entlassen au be. trachten. Ggen diese Anmaßung der Direktion nahm nun die bis auf den letzten Blaz gefüllte Bollversammlung ganz entschieden Stellung und nahm die bereits veröffentlichte Resolution einftimmig an. Die Stimmung war so, wie Wegmann vom Vollzugsrat ausführte, daß sich die Arbeiterschaft jest vollbewußt ist, um was es sich handelt. Die Versammlung gab ein erfreuliches Bild einer in der Stunde der Not bis auf den letzten Mann geeinten Arbeiterschaft. fchen Jugend in jeder Hinsicht und nicht die Borschule i genbeiner Partei sein. wir wollen die Jugend der arbeitenden Klasse au revolutio. nären Klassenfämpfern erziehen. Jugendliche, fchlicht euch unserer Einheits. organisation and Proletarisme Eltern, fchidt eure Kinder in die Refrutenfchulen des revo. lutionären Sozialismus! Freie Sozialistische Proletarierjugend, Ortsverein Groß- Berlin. Alfred Vlatan, R. 20, Wriesener Str. 7. Ernst Lankant. R. 39, Nord- Ufer 11. Zur Erwerbslosenfürsorge. 14. und 15. Distrikt, Bildungsausfchuß Moabit- Sanfaviertel. Witte moch in der Aula 3wing! str. 2 Vortrag über„ Wege zum Sozialismus“. Ref.: Gen. Otto Jensen, Eintritt 35 f. Charlottenburg. Die Sigung des Aktionsrats findet nicht im Bolks haus, sondern im Rathaus, Sigungs3.mmer 1, am 1. November um 6 Uhr abends statt. Charlottenburg. Der Kurfus für Rationalökonomie des Genoffen Dr. Her muß leider wegen bringender Behinderung am Sonning ausfallen. Röntgental. 3epernidt, Connabend abend 7% Uhr beim Genoffen Hebler, Röntgenial, Siemensstraße, Urwahl der Kandidaten zum Parteitag. Bernau. Sonnabend abend 7 Uhr Mitgliederversammlung bet Wünsche, Bürgermeisterstraße. Stellungnahme zum Parteitag. Wahl der Delegierten( Urwahl). Bereinskalender. Freireligiöse Gemeinde. Gonntag, 2. November, norm, 11 Uhr, in der Klosterk rche, Klosterstr. 73a, Bortrag bes Herrn Dr. M. Brie: Aus der Geschichte der Theaterzenjur. Kulturgeschichtliche Blamagen. Abends 7 Uhr im Stadthaus, Sarmonium: Der Müller u. d. Bach. Klosterstraße, Ecke Etralauer Straße. öffentlicher Vortrag des Herrn Ernst Däumig: Eelbsthilfe gegen hirchliche Reaktion. Handelshilfsarbeiterinnen der Zegtilbranche und Bekleidungs industrie. Dienstag abend 8 Uhr im Kön gitadt- Rafino, Holzmarkt ftraße 72, Branchenversammlung. Zentralverband der Angestellten, Sektion der Postaushelfer unb helferinnen. Sonntag vorm, 10 Uhr im Lehrervereinshaus, Alleganders plat, Versammlung. Dienstausweise sind am Eingang vorzuzeigen, Bund der technischen Angestellten und Beamten, Fachgruppe Chemie. Mittwoch abend 7½ Uhr Versammlung im Bierpal aft Batenhofer, Friedrichst. 134, Durch Verordnung des Reichsarbeitsministeriums vom 27. Of. tober ist unter anderem bestimmt, daß an Erwerbsloje, die das 18. Lebens ahr vollendet und in den vorhe gehenden 3 Monaten an mindestens 60 Tagen die bolle Erwerbslosenunter fügung bezogen haben, in der Zeit vom 1. No bember 1919 bis 81. März 1920 eine Winterbeihilfe geEntgegen der Behauptu ig der Morgenpost", als wenn ein währt werden kann. Der Monatsbetrag für Erwerbeloje mit Antrag auf fofortige Arbeitsniederlegung mit großer Majorität Familie be rägt den vierfachen Tagesiab der abgelehnt worden wäre, muß festgestellt werden, daß überhaupt unterstübung einschließlich der Familienzuschläge. bei den nicht darüb.r abgestimmt, sondern der Antrag auf Grinchen des übrigen Erwerbelojen den dreifachen Tagessatz der UnterAusschusses zurüdgezogen wurde. Die Arbeiterschaft erfieht stübung. Die Winterbeihilfe ist moratsweise au gewähren, daraus wieder einmal, mit welchen Lügennach.ichten die bürger. und zwar in der Regel nicht in bar, sondern in Sachleistungen. Aushilfskräfte D. M. V.! Die Versammlung der Aushilfskräfte liche Bresse operiert. Ferner wird in der neuen Verordnung die Möglichkeit geschaffen, vom Logen- Restaurant und Rosenthaler Hof findet am Montag, den Aber nicht nur die bürgerliche P effe, fontern auch der an Gemeinden, die die sogenannte produttive Erwerbslosen- 3. November, vormittags 11 Uhr, im Restaurant von 3. Herrmann, Vorwärts" bemüht sich redlich, uneinigkeit auch in die Rethen fürsorge einführen, Zuschüsse aus Reichs- und Staatsmit ein zu Linienftr. 108, statt. der Straß nbahner hineingutragen. Er faselt von der Diftatur leisten. des rbeiterausschusses; da diese Diftatur" nun von der Ver. sammlung gebilligt ist, berstedt er sich hinter denen, die nicht da gewesen sind und zweifelt es an, daß diese sich dem Beschluß Der Kurator der Handelshochschule, Professor Dr. Apt. hat unterwerfen werden. Und wenn sie es dennoch tun? Dann sind gegen die Vorsitzenden der sozialistischen Arbeitsgemeinschaft der fie eben undisziplinierte und gewertschaftlich wie politisch ungeschulte Gemente". und die Führer sind wieder di jenigen, Handelshochschule, Berger, und Wolff, ein Disziplinarver. welche alle Weisheit gepachtet haben. Wenn der Vorwärts" von fahren eingeleitet auf Grund des letzten Abjazes einer Demot atie redet, steigt einem der Efel boch. Stundgeburg, die diese veröffentlichten anläßlich der Organisation einer„ Kaufmännischen Norhilfe" durch den Ausschuß der Studentenschaft der Gandashochschule Der Abjag lautet: Im Hinblick darauf, daß der Tarif am 31. Dezember ab läuft, beidhäftigte sich die Versammlung auch mit der Frage, ob der Tarif verlängert werden soll. Die Funktionäre hatten einen Antrag eingebracht, den Tarif zu fündig. n. Riedel vom Vor. stand des Transportarbeiterverbandes befämpfte diesen Antrag, stieß aber bei der Versammlung auf lebbaiten Widerspruch. Schießlich wurde folgender Antrag einstimmig angenommen: „ Die Vollversammlung lehnt in Anbetracht der Verhältnisse einen Stollektivvertrag ab und verbiekt dem Verbandsvorstand irgend welche selbständige Handlungsweise." Tarifbewegung der technischen Angestellten bes Baugewerbes. Erklärung. Die sozialistische Arbeitsgemeinschaft an der Handelshoch. schule lehnt als solche eine Stellungnahme zum Streit ab. Sie legt jedoch gegen dieses Vorgehen schärfste, Verwahrung ein, und ibre Mitglieder lehnen es ab, sich für ehrlose Streitbrecherdienste herzugeben. 3. A.: gez.: Gerbert Berger. ges. Bruno 23olff. Die Sozialistische Etudentenschaft legt gegen dieses beabsich. tigte Eisziplinarberfahren auf das Entschiedenste Verwahrung ein, da fie in ihm eine Gefährdung der durch den Artikel 118 der Reichsverfassung jedem Deutschen gewährleisteten staatsbürger. Reichsbund der Invaliden pp., Ortsgruppe Groß- Berlin. Moning fällt die Sprechstunde in unferer Geschäftsstelle, Stubben hammerftr. 6, wegen der öffentlichen Versammlungen aus. Internationaler Bund der Kriegsbeschädigten, teilnehmer und Striegerjinterbliebenen, Tempelhof Mariendorf. Sonnabend, 1. November, abends 8 1hr, Mitgliederversammlung bei Streiter, 3 lbt, Maciendorf, Chauffeeftr. 27. Freie fozialistische Proletarlerjugend, Ortsverein Grob Berlin, Sonnabend abend 7 Uhr im Jugendhe m 11, Königsberge: Straße 7 ( nche Schlesischer Bht.). Besprechung aller auf dem Boden der Weis maer Opposition ſtehenden Jugendgenoffen und genoffinnen. Freie fozialistische Jugend Neukölln, Aktionsbezirk Süden. Der für die Funktionäre am Conntag, 2. November, geplante Vortrag hann erst am Sonntag, 9. November, ftaltfinden. Berliner Arbeiter- Echachklub. Freier Schachnerhehr für Jedermann und das Klubmeiste turnier von jest an jeden Sonntag vormittags Don 9-1 Uhr bei Praffet, Mchaelhirchstr. 29a. Reorganisations und Spiel hommiffion Sonntag, 2. November, vormittags 40 Uhr, ebondort. Treptow- Baumschulenweg. Turnverein Jahn". Sonntag, 2. No. vember, nachmittags 3 Uhr, öffentliches Echouiu nen im Gymnasium Reue Rrugallee 7. Gintritt frei, Freunde und Gönner willkommen. In einer am 23. b. M. stattgefunderen großen öffentlichen lichen Freiheiten für die Studierenden erblickt. Die Eogialiſtic Humor des In- und Auslandes Bersammlung haben die im Baugewerbe beschäftigten technischen Sudentenpartei, als Organisation der sozialistischen Studieren. Angestellten zu dem mit dem Verband der Baugeschäfte von Groß- cen der Universität und Technischen Hochschule erklärt sich mit der Berlin vereinbarten Tarif Stellung genommen und unter der sozialistischen Arbeitsgemeinschaft der Handelshochschule solidarisch Borausseßung ihre Zustimming erteilt, daß 1. auch die General in der Verurteilung eines derartigen Disziplinarverfahrens, das veriammlung des Verbandes der Baugeschäfte von Groß- Berlin den Tarifvertrag im ganzen annimmt, 2, die focier Vereinbarung ungweifelhaft einen Präzebensfall für politische Maßregelungen unterliegende Regelung der Alterszulagen und der höheren Gefchaffen foll. ie empfinder diesen Versuch, den Sudierenden das hälter für die älteren Berufskollegen im Anschluß an die Jutcast. Recht der freien Meinungsäußerung zu beschränken, als eine un. tretung dieses Tarifes erfolgt und 3. die durchgehende Arbeitszeit erhörte Probolation. Karikaturen und Witze Freie Welt Heft 24 Kaffee billiger! 00000000 Good ROSTEUTSCHER Hochfein in Qualität u.Röffung, vorzüglich u.rein im Geschmack! Das Pfund bisher M. 15, jetzt M14, 1/44 3,50 1/ 10th 1,40 IN ALLEN FILIALEN DER FIRMEN OTTO REICHELT J. F. ASSMANN BUTTER HANDLUNG BUTTERHANDLUNG UNION Theater und Vergnügungen. Residenz- Theater. Stadtbahn Jannowitzbrücke Nachm. 4 Uhr kleine Preise: Hänsel und Gretel. Täglich 8 Uhr: D. höhere Leben Volksbühne. Tutelatz. Mittwoch 4 Uhr: Rotkäppchen. Theater am Sonntag 4 Uhr: Der gute Ruf. Uhr: Gas. Opernhaus Uhr: Palestrina. Schauspielhaus Uhr: Maria Stuart. Beutsches Theater Direktion: Max Reinhardt. 2 Uhr: Othello. Kammerspiele Casino- Theater Lothringer Str. 87. Tägl. Uhr: Nur noch kurze Zeit Großstadt- Pilanzen Dazu: Schwarzwaldhäble". Operettenakt mit Viktor Litzek und nene ers kl. Spezialitäten. Stg.3 U.Ein sauberes Kleeblatt Rose- Theater 3 Uhr: Doraröschen. 7 Uhr: Das Gesetz. Uhr: Lle Büchse der Pandora Walhal a- Theater Wel Theater i. d. Königgrätzer Straße bergsweg 7 Uhr: Eine Frau wie Du. U: Schloß Wetterstein Wintergarten. Sonntag nachm.: Musik. Abends: Ein Traumspiel. Montag: Ein Traumspiel. Dienstag: Schloß Wetterstein. Mttwoch: Schloß Wetterstein. Komödienhaus 8 Uhr: Liselott von der Sonntag nachm.: Die Eure. Berliner Theater 7.10 Uhr. BummelStudenten. Sonnt nachm. Die tolle Komte Lessing- Theater Direktion: Victor Barnowsky. 7 Uhr zum ersten Male: Frau ein Julie. Der grüne Kakada. ( Tilla Durieux, lika Grüning, Dagny Servaes. Fritz Delius. Hanna Fischer, Eugen Kiöpfer. Conrad Veidt.) Sonntag und Montag 7 Uhr: Fräulein Julie.Der grüne Kakadu. 7 täglich 7 Ukr Varietévorstellung Rauchen gestattet. Apollo- Theater Priedrichstr. 218. Sonnen Allabendlich 7, Die Welt im Jahre 2000 Sonntags 3, jed. Erwachs. Kind frei. Theater am Kottbuser Tor. Tel: Moritzplatz 14 814. Jed. Abend 71 Ubs: Elite- Sänger 9 enem. Mitgl. der Stettiner Sänger. 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( Fortsetzung aus der Abendausgabe.) fuhr Bethmann Hollweg fort: In der weiteren Vernehmung vor dem Untersuchungsausschuß Hiermit glaube ich, die Momente, die bei ben Bentralmächten gegen ein Wirten auf den Schritt des Präsidenten Wilson sprachen, lar umschrieben zu haben. Ich habe noch einmal hervor, daß es nicht nur die Unsicherheit des Ob, sondern auch des Wann war, und vor allem die militärische Bedeutung dieses Wann. Ich komme nunmehr zu den Gründen, die für die Beröffentlichung des Friedensangebotes der Mittelmächte gerade am 12. Dezember Sonnabend, 1. November 1919 Form, die von dem Bestreben diftiert war, unsere militärische Lage nicht schwach, erscheinen zit lessen. Diese Form war ein Stompromiß der militärischen und politischen Stellen. Ich bin auf dem einmal beschrittenen Wege weitergegangen. Im Reichstage hat sich im Juli 1917 erstmalig eine Mehrheit für diese Politik jefunden, und ich habe in meiner Rede im Reichstagsausschuß, furz vor meinem Sturz, hervorgehoben, daß sich gegen die Frie bensentschließung nichts einzuwerden hatte, weil sie nur die Vorentwicklung der stets von mir veriretenen Politif bebeutete. Nur fehlte vorher dieser Politik eine Mehrheit im Parlament und in der öffentlichen Meinung. gur Das Verhängnis der deutschen Politik in der hier Untersuchung stehenden Periode erblicke ich darin, daß die schroff ablehende Antwort, die uns die Entente auf unser Friedensangebot gegeben hat, der politischen Leitung die Argumente nahm, mit benen allein der verhängnisvolle Beschluß vom 9. Januar hätte vermieden werden önnen. ist bergeblich geblieben. Ich habe mich Bewußt, und zwar nicht nur in Worten, sondern auch in Handlungen dagegen gewehrt, Es ist für mich ein eigenartiges Verhängnis, daß ich durch meine Bewegungsfreiheit durch eine Entfesselung nicht wieder zu eine Verbindung des Barlaments mit der militärischen Leitung in bindender Kräfte und Leidenschaften einschränden zu lassen. Das dem Augenblic gestürzt wurde, als sich mir zum erstenmal die haben die feindlichen Regierungen nicht getan. Sie werden in Möglichkeit bot, meine politische Linie mit einer Mehrheit des den Arten der Reichstanzlei und des Auswärtigen Amtes manches Parlaments weiterhin wirksam zu verfolgen. Elellagi habe ich Beugnis hierfür finden, oft Zeugnisse unserer Feinde, über die nur die Umstände, unter denen die Friedensentschließung zu ihnen sehr unbequeme Wirkung meiner Neden. Das Friebens- ftande gekommen war. Wir standen militärisch nicht gerade auf angebot vom 12. Dezember 1916 war ein Glies in dieser Kette. der Höhe, und dann wurde sie verknüpft mit sensationellen FestEs sollte den Stein ins Nollen bringen und war dem Gedanken stellungen über Fehlschläge im U- Bootfrieg, die fast panifarlig ge= gewidmet, daß ein öffentliches Friedensangebot der Mittelmächte wirft hatten. Und schließlich war sie begleitet mit dem offenfuneine tiefe Wirkung bei den feindlichen Bältern nicht verfehlen digen Sieg der Militärpartei über die gemäßigte Politit des würde. Ich darf daran erinnern, daß in England furz vorher Reichsfanglers. Deshalb habe ich noch wenige Tage vor meinem das Kabinett Asquith gestürzt war, und ein Kabinett Lloyd George Sturz dem Ausschuß zugerufen, faffen Sie teine schlappe Resolubereitete sich vor. Im Oktober hielt Grey seine Bankettrede, die tion. Sie müssen alle Tatsachen in ihren, großen ZusammenSprachen. Es handelt sich da um vielgestaltige Gründe, um von seinen Anhängern als, eine Desavourerung der Politik Lloyd hängen beurteilen. Dann werden Sie auch die Falalität er Gründe bei uns und bei unseren Bundesgenossen und um die Georges angesehen wurde. Ende November brachte„ Manchester kennen, die in diesem Krieg über der äußeren und inneren Politik Absicht, die feindlichen Regierungen in Verhandlungen zu ver- Guardian" das Gerücht von einer Rekonstrution des Kabinetts aller Länder lastete. Man kann sehr zweifelhaft darüber ftpiden und auf den Friedenswillen der feindlichen Völker zu mit Grey, Balfour und Bansdowne, durch das die Aussichten für sein, об unser Friedensangebot bom 12. Dezember wirken. Zunächst die äußeren Anstöße. Im Sommer 1916 hatte Friedensverhandlungen begünstigt würden. Am 30. November zu einem anderen Erfolg geführt hätte, wenn nicht am 11. De. Baron Burian ein Friedensangebot der Mittelmächte angeregt. brachte Labour Leader" basjelbe Gerücht und fügte die Namen sember die Lösung der englischen Kabinettskrisis vorangegangen Er zweifelte an der Möglichkeit, den Krieg ausschließlich durch von Runciman und Macdonald hinzu. Am 11. Dezember aber wäre. Ga ist möglich, vielleicht auch wahrscheinlich, daß bann die Waffengewalt erfolgreich zu bee.den, und fürchtete, dem Zeit war das Kabinett Blond George fertig, und am 12. Dezember Wirkung des Angebotes in England anders geworden wäre. punkt entgegenzugehen, wo die gesamten Zustände in der Donau- ging nach reiflicher Ueberlegung und in Uebereinstimmung mit Jüngst hat Graf Czernin mitgeteilt, daß die russische Remonarchie weder materiell, noch moralisch einer Forischung des unseren Bundesgenossen und den miliärischen Stellen unjer gierung furz vor dem Sturze des Baven die ersten Frie. Strieges gewachsen sein würden. Da bis dahin alle Sondierungen Friedensangebot heraus. Am 13. Dezember schrieb„ Morning bensfühler nach Wien hätte gelangen laffen. Ge ist ein über Friedensmöglichkeiten ergebnislos verlaufen waren, war Bost", es gebe ein allgemenies Gefühl der Erleichterung durch für den Verlauf des Weltfrieges charakteristisches Verhängnis, Baron Burian der Ueberzeugung, daß eine öffentlich dokumen das Land, da die allgemeine Kabinettstrise vor dem deutschen daß auch diese Aktion nicht gelungen ist. Der ruffischen Sev tierte Friebensbereitschaft der Mittelmächte die Stimmung in Friedensangebot gelöst jei. Bei unserem Friedensangebot war iion vom März 1917 lag doch der Gebante zugrunde, daß die der Donaumonarchie heben würde, selbst dann, wenn die Feinde das mit ausschlaggebend, baß im englischen Kabinett in der Friedens bürgerlichen Parteien, die in Rußland unte: dem Einfluß der Angebot ablehnen sollten. Daß ganz unabhängig davon bei Baron frage verschiedene Strömunge.. mi einander rangen. Wehmlich Gutente die Träger der Kriegsidee waren, nicht ohne Mitwirtung Burian auch das Bestreben bestand, möglichst bald das Völker- laten die Dinge in Rugiau, o aus innerpolitischen Gründen der englischen Politit, sich gegen den im Verdacht von Friedens. morden zu beenden, ist ganz selbstverständlich. Die Anregung das aus Männern der Rechten bestehende Kabinett und der Bar neigungen stehenden Baren und feine Minister wandten. unjeres Bundesgenossen in den Wind zu schlagen, wäre selbst der Neigung zum Frieden bezichtigt wurden. bann ausgeschlossen gewesen, wenn ich ihre Begründung nicht voll Nun gebe ich zu, daß wir mit dem Friedensangebot evtl. bis nach anerkannt hätte. Bei uns in Deutschland hatte sich die Kluft zwi- dem Friedensschritt des Präsidenten Wilson hätten warten können; fchen denjenigen Voltsteilen, welche die zukünftige Sicherung un feres Landes nur von der Verwirklichung mehr oder weniger weit aber abgesehen von der Unsicherheit, zu der nach den bisherigen gehender annerionistischer Kriegsziele abhängig glaubten, und den Erfahrungen mit dem Präsidenten Wilson die Berliner Zentrale Schichten, die solchen Bielen abhold maven, immer mehr ertvei- doch immerhin berechtigt war, und die sich darauf gründete, daß Ich fasse zusammen: Das Ob und das Wann eines Wilson. tert und vertieft. In feinen Egiremen führte dieser wir nicht wußten, ob diefer Friedensschritt überhaupt erfolgen und schen Friedensschrittes erschien der Berliner Zentrale zweifelGegensatz zu den widerlichsten gegenseitigen Anschuldigungen, ob er noch in eine günstige militärische Lage fallen würde, war bei haft. Sie zog, um den militärischen 3eitpunkt nicht zu verpassen welche die Widerstandstraft des Volles ernstlich bedrohten. Ich uns das Hauptmoment das Bestreben, auf den Frie- und um eine öffentliche Aktion zu den Bölfern der Gniente vorhabe wiederholt in amtlichen Erflärungen und in meinen Reden denswillen der feindlichen Völler zu wirken. zubringen, den Weg eines öffentlichen Friedensangebotes bor. den Verteidigungscharakter des Krieges unterstrichen, und der Wir glaubten, daß diese Wirkung mit dem Friedensangebot vom Es war eine völlig eindeutige Absage. Der Zon der Note leidenschaftliche Haß, mit dem mich die jogenannten Annegionisten 12. Dezember besser sein würde, als bei dem Schritt des Präfi- war schroff und beleidigend. Ich wußte nicht, daß damals irgend berfolgten, fonnte einen Zweifel über meine Stellung nicht auf- denten Wilson. Natürlich waren meder ich, noch meine Mit- eine maßgebende Stelle bei uns darin eine Möglichkeit zu Vere Tommen lassen. Troßdem mußte eine abermaline Betonung, daß arbeiter am 12. Dezember über den mutmaßlichen Erfolg unseres handlungen gesehen hatte. Die allgemeine Auffassung war die: der Krieg nicht um phan'astischer Ziele willen fortgeführt würde, Friedensangebotes so unterrichtet, wie wir es heute sind. Das Berneinung jedes Verständigungswillens. J zwischen hatten wir auch innerpolitisch müßlich und nötig erscheinen. Wenn gleich ciedensangebot wurde von unseren seinden einmitig abgelehnt. die Friedensnote Wilsons dahin beantwortet, daß wir die Anwohl die volksspaltende Entwicklung ihren Lauf genommen hat, Das wissen wir heute, aber das wußten wir damals nicht. Wenn regung warm begrüßten. Gine öffentliche Distusfion der beider. so liegt darin der Beweis, daß es gut mar, ihr durch augenfällige wir aber die Zeitungen aus der damaligen Beit nachlesen, tönnen feitigen Kriegsziele, bevor die Friedensbereitschaft fejtstand, wäre und nicht wegzuleugnende Mittel abzuhelfen. wir sehen, wie unbequem unseren Feinden das Angebot gewesen eine Prozedur gewesen, die eine etwaige Verhandlungsbereitschaft ist. Man sprach von einer falle, man sette die Benjur in Be- vernichtet haben würde. Den Beweis dafür hat die Entente mit wegung, man ordnete an, daß das Angebot totgeschwiegen würde. der Aufzählung ihrer Kriegsziele bei Beantwortung der Nate ge Es war doch möglich, daß die Antwort der Alliierten unter einem geben. Nichts war geeigneter, die Möglichkeit eines VerständiIch war bei meiner ganzen Politik der Auffassung, daß der Friede starten Drud von unten so ausfallen fonnte, daß es uns möglich nungsfrieden.s in weite Ferne zu rüden, als dieser Vernichtungsnicht erreicht werben tömme durch Sondierungen bei ben feind gewesen wäre, den Faben weiter zu spinnen und auch die wider- und Bertrümmerungstatalog. Ich war erstaunt, daß House vorlichen Regierungen, sondern nur durch Einwirkungen auf die firebenden Regierungen an den Verhandlungstisch zu bringen. nefchlagen haben soll, daß wir ähnlide Bedingungen stellen und feindlichen Völfer. Die Bewegungsfreiheit aller Regierungen in Cine solche Antwort hätte der politischen Leibung des Reiches die uns dann auf der mittleren Linie einigen sollten. Das wäre nu der Friedensfrage, auch der zaristischen Regierung, war außer- Möglichkeit gegeben, die schwere Entscheidung, die seit dem Ja möglich gewesen, wenn auf beiden Seiten der Entschluß, zu einer ordentlich beschränkt. Ueberall wurden die Böller zu leidenschaft- nuar 1915 wie ein Damoflesschwert über ihr hing, und zwar desto schließlichen Einigung zu kommen, feststand. lichem Haß angeipornt, in allen Zändern entstanden Organisa-, drohender hing, ie mehr die Zahl der U- Boote wuche und die Tech- lagen, hätten wir aber das Gegenteil erreicht, wenn wir in der tionen der Kniegeleidenschaft, gestützt und gefördert, das liegt in nit der U- Bootwaffe sich vervollständigie, unter Berufung auf ganzen Welt Kriegsziele proklamiert hätten, die denen der der Natur der Dinge, insbesondere von den Gefalten, denen die Friedensmörlichkeiten mit Erfolg zu widersehen. Wir hätten dann Entente ähnlich wären. militärischen Intereffen oblagen. Diese Maschinerie der Haß den Beschluß vom 9. Januar, der von mir für verhängnisvoll ges Nun wird gefragt, warum wir unsere Bedingungen nicht stimmung lähmte jomohl bei uns wie bei den anderen Mächten halten wurde, vermieden. Heute ist es überaus billig und einfach, vertraulich nad Washington nuitgeteilt hätten. bie Bewegunisfreiheit der Regierungen. Ich habe das sehr früh daß, was eingetreten ist, als unvermeidbar zu bezeichnen, und das Wir sind damals nicht nach den Friedensbedingungen gefragt zeitig erfannt und dem Kaiser gesagt, der dafür volles Berständ- in der Geschichte Gewordene als das Wahrscheinliche hinzustellen. worbeit. nis hatte. Wer meine Neben aus jener Zeit durchlieft, wird immer Das Friedensangebot vom 12. Dezember war der Versuch einer auf den Gedanken stoßen, daß ich bestrebt war, auf den Friedens- Ginwirtung auf die feindlichen Völker und durch die Völler auf Bernstorff gab uns, als für Wilson wesentlich, die allgemeinen willen der Minderheiten in den anderen Ländern zu wirken. Es die Regierungen. Seine Wirkung wurde beeinträchtigt durch die Friedensgarantien an: Abrüstung, Schiedsgericht usw. Wit Zu den inneren Gründen aber tamen auch außenpolitische Gründe für unser Friedendangebot. 24) Jimmie Higgins. Roman von Upton Sinclair, junge Freiheitsgöttin befragte ihn über das Gefängnis und bewies erstaunliche Kenntnisse auf dem Gebiet ökonomischer Kriminalogie. Sie schien weder der unruhg flatternden Motten, noch der Empörung der umenianzipierten weiblichen Mitglieder zu achten. III. " Wie die Dinge Probechen? Der Genoffe Siggins hatte noch nie von derartigent gehört, er lauschte andachtsvoll, tapfer feine Sestürzung verbergend. Und was geschieht mit den Kindern?" Es braucht ja leine Kinder zu geben" entgegnete die eifrige Feministin. Es ist ein Verbrechen, gedantenlos Rin. der in die Welt zu fegen." Sie habe vor, berichtete sie, die Arbeiterfrauen zu versammeln und sie über den technischen Jählings blieb sie stehen und rief: Wo sind wir denn Aus dem Manuskript übertragen von Hermynia zur Mühlen. Gar bald wurde offenkundig, daß die lebhafte, muntere, Kleine Berson es auf den Genossen Gerrity abgesehen habe; Sie schritten die Straße entlang; Genoffin Baskerville Teil dieser heiklen Frage zu belehren; inzwischen da diefer ein ehrbarer, nicht unbemittelter Junggeselle war, chauderte vor Entfeßen, da Jimmie von den Bienen" be- jedoch war sie bereit, die Sache jebem verlegenen, fich innerda diefer ein ehrbarer, nicht unbemittelter Junggeselle war, richtete, war begeistert über die Befehrung des einäugigen lich schämenden Mann, dessen sie habhaft werden konnte, zu fonnte man ihr dies weiter nicht verargen, doch ward nach einer Weile ersichtlich, sie habe auch Absichten auf den Ge- Mike und erfreut über das Singen der Internationale in erklären. den Zellen. Sie fragte sich, ob fie in diesem unscheinbaren nossen Claudel, den belgischen Goldarbeiter. Eicherlich hatte sie das Recht, ihre Wahl zu treffen, doch meinten die Frauen, einen Waschinisten eine Persönlichkeit entbedt habe? hingeraten?" Ein fröhliches Bachen begleitete die Entsie das Recht, ihre Wahl zu treffen, doch meinten die Frauen, Jedenfalls bestürmte sie ihn mit Fragen über seine Ver- dedung, wie weit fie vom Wege abgewichen waren. Sie fie überlege sich die Sache gar zu lange, und schließlich behaupteten boshafte Bungen, das Mädchen dente gar nicht gangenheit und seine Ideen. Da er von seiner vereinsamien, fehrben um, schlugen diesmal den rechten Weg ein, und Geftets hungrigen Kindheit erzählte, murmelte fie teilnahms- noffin Baskerville predigte unentwegt weiter. Der ne daran, eine Wahl zu treffen, es wolle alle beide. volle Worte, und es schien dem bezauberten Jimmie, hier Simmie kannte sich vor Scham und Bestürzung gar nicht Und dann zudte ein verheerender Blitzstrahl in Jimmies sei eine Frau, die instinktiv alle Sehnsüchte feiner Seele ver- mehr aus. Er hatte sich für einen Radikalen gehalten, well Leben. Kurz nach seiner Verhaftung noch umgab ihn der stehe. Sie legte die Hand auf seinen Arm- es war wie er die Erpropriierung der Ausbeuter fordert, diese Pläne Glorienschein des Gefängnisses- trat Genoffin Baskerville die Berührung eines Engels, seltsame kleine Schauer über jedoch, die Zerstörung des Heims und jeglicher Konvention, nach einer Versammlung auf ihn zu und begann mit ihm liefen Jimmies falten Beib. versetten ihn in Angst und Schreden. Und dabei flüsterte ihm dies ein reizendes, erstaunliches junges Gefchöpf ins Dr, eine weiche Sand lag auf seinem Arm, ein leichtes Barfüm umschwebte ihn. Weshalb jagte sie gerade ihm all diese Dinge? Was meinte sie eigentlich? Was? Was? -Was? IV. zu plaubern. Sie wollte wissen, wie es sich als Galgen- Ja, die Genossin Baskerville vermochte feine Schmerzen bogel fühle. Als er antwortete: Aeußerst wohl!", entgegnete sie, er möge nicht gar zu stolz sein, auch sie sei einen zu begreifen, denn auch sie wußte, was leiden heißt. Als ganzen Monat gefeffen, wegen Streifpoftenstehens bei einem gang junges Mädchen war sie ihrem, durch eine Stiefmutter Näherinnenstreit. Ihre schönen braunen Augen lächelten unerträglich gewordenen Heim entlaufen und hatte auf thn an. Die aufreizenden kleinen Grübchen verfehlten ihre eigenen Füßen stehen müssen. Deshalb fämpfte sie so eifrig Wirkung nicht. Der arme, bescheidene Simmie erbebte bis für Frauenemanzipation- sie kannte die Verfflabung ihres Sie erreichten das Haus, in dem sie wohnte; es war zu den Behen, noch nie hatte sich ein jo entzückendes Geschöpf Geschlechtes aus eigener, bitterer Erfahrung. Theoretisch mit ihm abgegeben, es sei denn, er habe ihm eine Zeitung waren viele Männer für die Gleichberechtigung, in der bereits spät. Die Straße Icg verödet. Nun hätte Jimmie berkauft, oder es in seinen Landstreichertagen ongebettelt. Braris aber arbeiteten sie dagegen, und was die Frauen gute Nacht sagen sollen, doch blieben ihm aus einem unbe Dies war eines der Wunder des Sozialismus: alle Slaffen- felbst anbetraf- man brauchte sie nur in der hiesigen Orts. fannten Grunde die Worte in der Keble frecken. Genossin schranken brachen zusammen und ließen den Blick auf höhere gruppe zu studieren, um zu erkennen, von welch beichränften, Evelyn reichte ihm die Hand und ließ fie, ebenfalls ous Welten der Kultur und der Schönheit frei. bourgeoisen Ideen sie beherrscht werden. Jimmie wußte nicht recht, welche Ideen die Genoffin Baskerville meine, er Genossin Baskerville fuhr fort, Jimmie mit ihrem wußte bloß, daß ihre Stimme weich und melodisch sei und Lächeln und ihrem Wig zu beglücken, obgleich die Genossen bis zu feiner Seele dringe. Gerrity und Claudel samt etlichen anderen Motten ihr helles Licht umichwirrten, und alle Frauen der Ortsgruppe sie mit Er sollte sie heimbegleiten, doch hatte er feine Ahnung, jcheelen Augen betrachteten. Schließlich, zu Jimmies unge- wo sie wohne und auch sie schien es für den Augenblick verheurer Verwirrung, fragte die muntere junge Freiheits- gesien zu haben. Sie schlenderten zielos dahin, sprachen von göttin: Wollen Sie mich heimbegleiten, Genoffe Higgins?" den wundervollen neuen Ideen, die Männer- und FrauenEr stammelte:" Ja" und sie strebten ihrer Wohnung zu. Die geister aufrütteln. Was halte der Genosse Higgins von " einem unbekannten Grunde, in der seinen. Die einfachste Höflichkeit binderte Simmie, fie fallen zu laffen. So hielt er sie feft und starrte mit schlotternden Knien auf die im Dunfel verschavinmmende Gestalt. Genoffe Siggins," fragte die weiche Mädchenstimme, wir wollen Freunde sein, nicht wahr?" Und Jimmie stammelte:„ Natürlich, immer." Ich bin so froh." Dann nach einer kleinen Weile ein geflüstert 8:„ Gute Nacht." Eine schattenhafte Gestalt huichte ins Haus. ( Fortjehung folgt.) Haben Sarauf, wie auch Wilson anerkannte, entgegenkom mend geantwortet. Wir haben dabei unsere Bedingungen angedentet. Der Botschaftsrat ist ermächtigt worden, zu sagen, daß unsere Friedensbedingungen sehr mäßig seien und sich im Gegensatz zu denen der Entente in durchaus vernünftigen Grenzen bevegten. Das gelte insbesondere für Belgien, da wir nicht zu annettieren wünschten. Die elfaß- lothringische Frage fei für uns nicht diskutabel. Wilson ließ uns mitteilen, daß unsere Aeußerungen ihm äußerst wertvoll seien. Die positiv ausge sprochene Bitte um vertrauliche Mitteilung der Bedingungen fällt erst in die allerleşte Beriode vor dem Bruch. Wir haben an Wilson am 29. Januar die Kriegsziele mitgeteilt, die allerdings von denen vom Dezember in mancher Beziehung abwichen. Wollte man nicht bis zur Erreichung bestimmter marimaler Kriegsziele unter allen Umständen weiterlämpfen, und ich wollte das nicht so fonnte erit im Augenblic, wo sich Berhandlungsmöglichkeiten darboten, nach der jeweiligen Gesamt lane über Friedensbedingungen entschieden werden und darüber, ob und auf welcher Basis man verhandeln wollte. Alle früheren Feillebungen wären dann in ein Nichts zerfallen. Das war die einfache Konsequenz davon, daß wir im Daseinstampfe standen and einen Koalitionsfrieg führten, wie ihn die Welt noch nie ge fehen hat. Verhandlungsmöglichkeiten auf einer Baftis, die das deutsche Volt angenommen hätte, haben sich bis dahin niemals gebojen, Sätten unsere Feinde im Winter 16/17 ernsthafte Berhandlungsbereitschaft gezeigt, dann wäre es an der Beit gewesen, fich ein Bild von dem Erreichbaren zu machen und endgültige Entschlüsse zu fassen. Die Situation im Januar, glerung frgenbenen Gewinn hätte schaffen können, ich hätte feinen, thefer Widerstände anklagen fönnen, ohne die aus der Geschichte Augenblic gezögert, dem Kaiser mein Abschiedsgesuch zu des deutschen Wolfes und seiner politischen Parteien entstandene unterbreiten. So durfte ich die Dinge aber nicht sehen. Der tele. Mentalität zu berücksichtigen. Dieses zu sagen wird mir erlaubt graphische Verkehr mit der Obersten Heeresleitung fonnte mir sein, mit Rüdficht auf die großen Komplikationen dieses Weltfeinen Zweifel laffen, daß von ihrer Seite der cüdsichtsloje frieges, die auf mich eingestürzt sind. Uns wurde entgegengehalten, Einsatz der U- Boote mit allergrößter Entschlossenheit be- die Entente sei völlig unschuldig am Kriege, wir jeien die allein trieben wurde, sobald die Rede Lloyd Georges befannt geworden Echuidigen. Dagegen protestierten wir; wir wollten genau jo war. Dies wurde in einem Telegramm Ludendorffs flar aus behandelt werden wie die Entente. Die Entente extvartete, dap gesprochen, wobei er auf Grund seiner persönlichen Eindrücke an Wilson fich ihnen Anschauungen anschließe, wir seien teine gleich der Westfront die Ansicht aussprach, daß der U- Bootkrieg mit aller berechtigte Partei, sondern der zu bestrafende Angeklagle. Das Schärfe einsehen müsse. Das Auswärtige Amt erwiderte mit dem heißt mit anderen Worten: Die Friedensvermittelung wird von Ausdruck seiner ernsten Bedenten, namentlich mit Rücksicht auf vornherein parteiiich sein. Die Stellung Wilsons war in der unsere bevorstehende Friedensaktion. Es tam der Bescheid, man torreßbotschaft dahin befundet, daß die Friedensaktion vermittelt wolle nicht drängen, aber es kam doch die präzise Erklärung, daß werden sollte. Zu den Bedingungen gehörte auch die Schaffung ohne den rücksichtslosen U- Bootkrieg der Feldzug verloren feint eines einigen, unabhängigen Bolens mit einem würde. Alsdann kam ein Telegramm vom Feld Morridor zum Meer. Ueber die Bedeutung der polnischen marshall, in dem es heißt: Die Entente führt mit allen Frage batte die amerikanische Regierung ein flares Bild, wie Mitteln den Krieg weiter, nachdem wir in allen Parlamenten eine Graf Bernstorff bestätigt hat. Nach der Ansicht des Botschafers so scharfe Absage bekommen haben. Auch Wilsons Bestrebungen hatte Wilson von da an auch beine Neigung mehr, als Friedenskönnten daran nichts ändern, wenn sich unsere Gegner nicht selbst vermittler aufzutreten und den Forderungen der Entente gegen Lügen strafen wollten. Der Feldmarschall hielt das Wilson fche über Sellung zu nehmen. Endlich am 28. Januar tam die fönnten aus nationalen Gründen und mit Rüdsicht auf unsere bermitteln wollte und ihn erhoffte. Angebot als von England hervorgerufen, wir Depesche Bernstorffs, wonach Wilson jetzt den Frieden Dieses Verlangen wurde starte militärische Position, darauf nicht eingehen. Es würde daher ein schwerer und militärisch nicht zu rechtfertigender Fehler on dem Admiralstab abgewiesen, weil es unmöglich sei, die bereits ausgefahrenen U- Boote zurückzubeordern. Ga sein, wollten wir uns irgendwie hinhalten laffen. Mit flatten blieb mir nichts übrig, als Wilson unsere Friedensbedingungen Worten wies das Telegramm auf die Stimmung in der Armee mitzuteilen und das aufgeben des U- Bootfriezes zuzusagen, sohin, die den rücksichtslosen Einsatz aller Kräfte erwarte. Auf meine nicht zustimmende Antwort tam ein schroffes Telegramm des Felda bald es dem Präsidenten gelänge, eine entsprechende Grundlage marschalls, die militärische Lage erfordere energisches Handeln für die Friedensbedingungen zu erzielen. Darauf tritt die Mittagspause ein. Die Beratung wird sur See. teitsgefühl ein, bor das die politische Verantwortlichkeit des Der Feldmarschall fette sein solles erantwortlich. um 4 Uhr fortgesetzt. Reichstanzlers nicht treten dürfe. Demgegenüber durfte ich nicht politischen Mitteln dem Frieden näherzukommen. Ich war der an der Annahme festhalten, daß noch Aussicht vorhanden sei, mit Ansicht, daß der U- Bootkrieg audy ben vieg mit Amerita bedeute. Hierum drehten sich die Auseinandersehungen zwischen politischer und militärischer Lei ung. Entscheidend war, daß die Oberste Heereẞleitung entschloffen war, es auch mit Amerika aufzunehmen; Der Mann mit dem schwachen Gedächtnis. 20 Minuten. Es wird in der Vernehmung des Reichsbanglers von Boof. Wbg. Warmuth eröffnet bie Gibung wieder um 4 tyr Bethmann Hollweg fortgefahren. ats der unbeschränkte U- Bootfrieg beschlossen wurde, war folgende: Die Marine machte sich stark, England bi kzur neuen Ernte friedensbereit zu machen, wenn am 1. Februar der N- Bootkrieg begönne. Dieser Zeitpunkt war als äußerster Termin bezeichnet, follte. Ronnie fich England im Februar berproviantieren, dann wenn der U- Bootkrieg in diesem Jahre überhaupt Erfolg haben war die Möglichkeit für dieses Jahr fast Null. Die Oberste Vors. Warmuth: Grzellena trennen in Ihren Ausführungen Heeresleitung verlangte den U- Bootfrieg mit voller Entschieden. heit als ein von der allgemeinen Kriegslage gebieterisch gescharf Friedensvermittlung und Friedensattion fordertes Kampfmittel. Dabei wurde hervorgehoben, daß es bei den Bestrebungen Wilsons. Es erscheint hier eine Mäning notwendig. gegenüber den Sommekämpfern nicht mehr verantwortet werden fönne, daß weitere Munitionstransporte über den Kanal tämen. Bethmann Hollweg: Ich habe heute früh einen Unterschied Hinter der Forderung der Obersten Heevesleitung stand ein fie lies es auf eine Machtprobe mit der politi. mur gemacht, um Mißverständnissen vorzubeugen, wie sie mir in gewaltiger Teil des Boltes, das seit Jahresfrist ehr- fchen Leitung ankommen. Mit dem Ausscheiden meiner den bisherigen Sitzungen schon passiert zu fein scheinen. Selbst lich den Glauben hatte, der U- Bootkrieg werbe uns mit aller Ge. Person wäre nicht das geringste geändert worden; der Entschlußteit des Präsidenten Wilson, die darin bestehen sollte, die Krieg verständlich gehört im weiteren Sinne des Wortes auch die Tätig wißheit ten Sieg bringen. Der Glaube faß so tief und fest, sum unbeschränkten U- Boot- Strieg stand fest. Auch der Kaifer führenden an einen Tisch zu bringen, auch zur Friedensvermitt daß man mich, von dem man wußte, daß ich ihn nicht teile( mit wäre nicht imftande gewesen, selbst wenn er es gewollt hätte, lung. Ga tar festgestellt worden, daß Wilson niemals bean. erhobener Stimme), unteri.bisch mit den infamften Ber- einen Kangler gegen das Botum Hindenburgs zu sprucht hate, bei der Regelung, namentlich bei den territorialen leumbungen bekämpfte. Der überwiegende Teil der Preffe hatte halten. Ein Rangler aber, der die formale politische Berant Fragen, beteiligt zu fein, daß er lediglich bei den allgemeinen mit Hochdruck in demselben Sinne gewirkt. Wiederholte Anfäße, wortung übernommen hätte, wäre um so cher zu finden gewesen, internationalen. Fragen dabei sein wollte. Diese Tätigkeit änderbe Breffe sich mit der Kriegsbereitschaft bom 22. Januar. Gr die Presse zu zügeln, waren ohne besonderen Erfolg geblieben, als unser Bolt unbedingt zur Obersten Heeresleitung hielt. Ich formulierte nun ganz bestimmte Bedingungen, wie er sich ben weil der U- Bootfrieg nicht nur, von der Armee und ter Marine, mußte, als der unbeschränkte U- Boot- Krieg faktisch beschloffen Frieden dachte. Um nun in der Aussprache die Tätigkeit Wilsons, sondern auch von der Mehrheit des Reichstags getragen wurde. Das Zentrum hatte erklärt, daß ich zwar dem Reichstag gegen war, bedenken, daß es sich nicht um Rücksichten auf die Oberste wie wir sie ihm von Anfang an zugedacht haben und wie er sie über allein berantwortlich set, daß aber meine Entscheidung sich Seeresleitung handle, sondern um die Rücksicht auf das Reich, beansprucht hatte, nicht zusammenzuwerfen mit feiner veränder wesentlich auf die Entschließung der Obersten Seeresleitung zu auf das Wohl und Wehe des deutschen Bolkes. Durfte ich etwas ten Haltung nach der Kongreßbotschaft, sching ich vor, die Be ftüben habe. Falle diese Entscheidung für die Führung des rüd tun, um das nicht mehr aufzuhaltende Entscheidungsspiel zu griffe, Friedensation and Friedensvermittlung anzuwenden. fichtslosen U- Bootfrieges aus, so dürfe ich des Einverständnisses stören? Durfte ich irgendeine Chance vernichten? Febensaktion ist die Tätigkeit, die wir ihm augedacht haben, des Reichstags sicher sein. Ich wußte, daß man in Wien Beineswegs leichten Herzens Friedensvermittlung eine Tabigteit, bei der auch an die materielle Der Reichstag folgte der Obersten Heeresleitung. bie neue Wendung des Strieges mitmache. Mein Abgang hätte Ordnung der Friedenstedingungen gedacht wird. Bors. Warmuth: Im September 1916 ging der Botschafter unsere Bundesgenossen in noch schwerere 3weifel Gerand nach Amerika zurüd. Hatte er damals Friedensbedin Nachdem die Konservativen und Nationalliberalen schon vorgeftirst und vielleicht verhängnisvolle Differenzen herbeige gungen mitgeteilt erhalten, die er in Amerita vortragen follte? her unbedingt dafür gewesen waren, war der parlamentarische führt. Und bei uns? Ich weiß wohl, daß es einem großen Teilft Gerard von Ihnen mit Instruktionen versehen worden, die ihm Ring geschlossen.( Bewegung.) Bon militärischer Seite ist jetzt ber öffentlichen Meinung lieb gewesen wäre, wenn mit mir diese einen Ueberblick über die verschiedenen Strömungen in Deutsch behauptet worden, ich hätte die Oberste Heeresleitung sehr gegen verhaßte Persönlichkeit abgetreten wäre, aber in anderen Bolts- land geben fonnten? thren Willen in den Streit hineingezogen. Diese Behauptung schichten hatte ich doch noch ein gewiffes Sapital an Vertrauen, Bethmann Hollweg: Zuerst die zweite Frage. Ich habe in greift feht. Es handelte sich um die Anwendung eines Kriegs. es wäre dadurch zu einem endgültigen Riß im BoIfezahlreichen Gesprächen mit Gerard, der mich verhältnismittels, das notwendig zum Bruch mit Amerika, möglicherweise ge tommen; diesen zu verhindern, mußte ich mich bemühen, um mäßig häufig besuchte, über die verschiedenen Strömungen, die zum Konflift mit anderen Neutralen führen mußte. Ein solches Unheil fernguhalten. Sie wissen, wie die Phantasie des Boltes in Deutschland, namentlich hinsichtlich des U- Boot- Krieges be Kriegsmittel fonnte nur auf Antrag der Obersten Beezes namentlich hinsichtlich der Zahl unserer U- Boote entzündet wurde: standen, gesprochen. Gerard hatte auch selbst feine Beobachtungen leitung in Anwendung kommen. Durch diesen unerschütterlichen Glauben an die Erfolge unserer angestellt. Die beiderseitigen Beobachtungen bedten sich. I Die Oberste Heeresleitung hat im Kriege diefen Stand U- Boote Hammerte sich die unglaublichste gitation, stand babe wiederholt ausgesprochen, daß der Drud auf den U- Boot punkt immer scharf vertreten. Herr v. Bethmann Hollweg verliest doch die ganze Autorität der Marine hinter diesen Er- Krieg feit dem Herbst 1916 größer wurde. Gerard sagte bamals, ein Schreiben der Obersten Heeresleitung vom 26. Dez. 16, in folgen, die den Stolz des Boltes bildeten. Dazu wirkte die Ansicht er sehe, wie meine persönliche Stellung immer mehr umstritten bem erklärt wind, bes Großadmirals v. Tirpik, daß der U- Boot- Strieg schleunigt wurde. Natürlich fanden diese Gespräche in diplomatischen Aus baß die Oberste Heeresleitung dafür sorgen werbe, daß militärisch einsehen müsse. Meine wiederholten Berichtigungen über die drüden statt. das geschieht, was fie für richtig hält. Die Oberste Heeresleitung phantastischen U- Boot- Zahlen tommten nicht öffentlich gegeben und der Admiralstab hatten beschlossen, den U- Bootkrieg zu werben, so konnten sie auch nicht auf das Voltsleben einwirken, wir durften unsere relative Schwäche nicht enthüllen, und die machen. Der Kaiser stand auf ihrer Seite. Gegen das Jahr 1916, wo ich ben 11- Bootkrieg verhindert hatte, hatte sich die Lage von Grund auf verändert. Damals hatte ich burchbringen können, weil, u. a. am 1. März nur 85 Groß U- Boote zur Verfügung standen. Jest war die Zahl größer. Dazu kam, daß bei der geringen Welternte ein Gelingen plausibler er schien. Ausschlaggebend war, baß Hindenburg/ und Ludendorff bafür waren. Dann die Frage, ob ich ihm Friedensbedingungen mitgegeben hätte. Soviel ich weiß, habe ich ihm keine fonkreten Bedingungen mitgeteilt. Gesprochen haben wir natürlich bei verschiebenen Unterredungen über das, was ich bezüglich der deutschen Kriegsziele in meinen Reichstagsreden gesagt habe, über etwas Weiteres meines Wissens nicht. nicht acht Tagen bewilligt worden sind. Die Zusammenstellung der Atten, die auch dem Ausschuß vorliegen, ist mir erst vor fünf Tagen zugestellt worden. Sehr interessante Altenstüde habe ich erst gestern bormittag erhalten. Es ist gang unmöglich, daß ich bas Attenmaterial im einzelnen, im Wortlaut der Depeschen, in den Daten, hier gegenwärtig habe und beeidigte Aussagen darüber machen soll. Wenn der Ausschuß solche spezialisierten Fragen an mich richten will, dann bitte ich Sie, fie schriftlich zur formulieren und mir Zeit zu lassen, wenigstens aus den Atten bie notwendigen Renntniffe zu schöpfen, die zu einer zeugen eidlichen Beantwortung notwendig find. fehen, baß auf bestimmte dragen bestimmte Antworten erfolgen, eiblichen Beantwortung notwendig find. Vorsitzender Warmuth: Wir müssen selbstverständlich boraus feben, daß auf bestimmte Fragen bestimmte Antworten erfolgen, Dabei werden wir selbstverständlich, wenn es möglich ist, Ihr Gea dächtnis durch Verlesen von Urfunden aufzufrischen suchen, Andererseits geben wir Ihnen selbstverständlich Gelegenheit, sich au orientieren und uns in einer späteren Sigung die bestimmte Antwort auf die bestimmte Frage zu geben, Stonkrete Friedens bedingungen haben Sie Gerard nicht mitgeteilt? Macht ber militärischen Benfur unterließ es, blese Agitation gu hindern. Gegen Amerita bestand im Volle, namentlich wegen der Waffen- und Munitionslieferun Ich möchte hier eine allgemeine Bemerkung machen. 3d gen, große Animosität; meine Warnungen, Amerita als Macht bin imftande, und nur ich bin imstande, dem Ausschuß Auskunft fastor nicht zu unterschäßen, blieben unberücksichtigt. Beitweise zu geben über die Motive und Ziele meiner Handlungen, über gelang es mir, einen Nüdgang der Agibation zu erzielen; aber die die Kämpfe, die gegen mich gerichtet waren und über die unter. Sypnose, die durch das Bertrauen zu den U- Booten entstanden fügung, die ich gefunden habe. Ich erkläre mich aber für völlig war, war ein stärkeres Argument. Die Entscheidung, ob der außerstande, auf einzelne spezielle Fragen, womöglich an Daten U- Boot- Strieg gemacht oder unterlaffen werden sollte, war fo ber- geknüpft, hier zu antworten. Ich möchte doch dem Ausschuß zu Das Vertrauen, das diese geldherren Beim gesamten Volte hängnisboll, daß seine Voltaleidenschaft auf sie hätte einwirken bedenken geben, daß ich seit bald zwei Jahren teinen Einblid in hatten, die Tatsache, daß sie wiederholt sich als Netter des Bater- dürfen. Das Gegenteil ist geschehen: die Boltsüberzeugung war die Aften mehr habe, und daß mir die Alten jetzt erst vor noch landes eriviesen hatten, und die Feststellung, daß die Mehrheit des ein Moment, das darauf begründet war, daß Hindenburg aus Reichstags deutlich gezeigt hatte, daß sie Sindenburgs Botum als militärischen Gründen den U- Boot- Strieg wolle. Diese Ansicht entscheidend ansah, waren bezwingend. Erklärten sie sich start ge- mußbe in der Seele des Volles einen Stachel zurücklaffen mit der nug, alle Folgen bis zum Eintritt der Wirkung des U- Bootfrieges Ueberzeugung, daß bei der Ablehnamg seine Zukunft zerbrochen zu tragen, auch den Bruch mit Amerita, dann fonnte ich nur worden wäre, widersprechen, wenn ich mich auf ausschlaggebende Gründe stüßen Die straffe, einheitliche Busammenfassung unserer adminiftrafonnte. Satte ich einen solchen Grund? Der Abmiralstab hatte tiven und politischen Straft änderte fich, als der Krieg begann. den vorausgesehenen Erfolg aufgebaut auf detaillierten Berech. Die militärische Berwaltung griff überall ein, als auch der les: nungen von Männern, die sich selbst für volkswirtschaftliche Auto- Wehrfähige zu den Waffen gerufen wurde. All unsere Kraft war ritäten hielten( Seiterteit). Diese Berechnungen hatten naürlich auf das Moment eingestellt, der fämpfenden Armee zum Siege au bes 11- Bootfrieges nadveisen. Sotvohl die Führung, wie die zeitig und energisch genug Widerstand geleistet worden, bielleicht Teine Beweistraft. Ich konnte aber auch nicht die Erfolglosigkeit verhelfen. Vielleicht ist dem militärischen Uebergericht nicht rechtUnterlassung des U- Bootkrieges waren ein Experiment. Wurde von hätte ein Mann von der Qualität und Autorität eines Bismard der Obersten Heeresleitung mit vollem Nachdruck behauptet, daß die Fähigkeit besessen, auch in solcher Lage die Einheitlichkeit der eine erfolgreiche Beendigung des Krieges nur durch den U- Boot- Führung zu erzielen. Nad unferem namenlosen Zusammenbruch, frieg möglich sei, dann fonnte ich nur widersprechen, wenn ich eine ber nur möglich gewesen ist, weil wir alle gefündigt haben, über. andere Beendigung des Krieges in Aussicht stellen fonnte. Die nehme ich es nicht, bie Schulb auf andere abzuwälzen. Aber ich militärischen Stellen forderten gebieterisch den U- Bootkrieg und muß doch die Tatsache feststellen: als Hindenbung mit Bubendorff erklärten, daß der Aufschub einem Verzicht auf eine glüdliche Be- an die Spiße der Heeresleitung berufen war, stand für das bürger. endigung des Krieges gleichfäme. Wenn Tirpik behauptet, daß der liche Deutschland fest, daß ihnen die Entscheidung zuftebe, wie der U- Bootfrieg 1915 hätte gemacht werden müssen, so waren wir da Soieg geführt und beendet werden solle. Ea stand fest, daß die polimals diejer Forderung in feiner Weise gewachsen. Der Kriegstische Leitung sich ihnen zu fügen habe. Der Reichstag, von dem Bareintritt Amerikas hätte uns in einem Augenblid getroffen, wo die lament des größten Ginzelstaates ganz zu schweigen, unterwarf sich so militärische Gesamtlage durch Verdun und Rumänien aufs in feiner Mehrheit von vornherein dem fünftigen Votum der schwerste belastet war. 1917 war die Lage ganz anders. Rumänien Obersten Heeresleitung, in dem offengeführten Kampf gegen die war erledigt, und im Westen war größere Sicherheit geschaffen Autorität des Reichskanzlers fehlte es ba an allem Gegengewicht. Aber auch der entschloffenste Siegeswille fonate das brutale at Ginen inneren Kampf hätte ich wohl entfesseln fönnen, dieser hätte tum nicht aus der Welt schaffen, daß gegenüber bem andauernden aber nichts weiter erreichen fönnen, als einen noch tieferen Mit Anwachsen der feindlichen Uebermacht unser Menschenersah ab- durch das Volk zu schaffen. nahm und unter der Wirkung der Blockade schlechter wurde.( Be mu soch ausgesprochen werden, daß die Mehrheit des wegung.) Es handelte sich also um ein Kriegsmittel, bas von mäch deutschen Bolles und seine gefehliche Bertretung bas nebergewicht tigen Autoritäten und mit solchen Gründen gefordert wurde, die von der großen Masse des Volfes in der Seimat und in den ber militärischen Leitung( mit stark erhobener Stimme) gewollt hat. Schüßengräben geteilt wurden. Die Verantwortung war eine un- Die Konsequenzen ergeben sich von selbst. Dabei will ich eins geheure Last, die zentnerschwer auf mir lag. Am 9. Januar war zugeben, nämlich daß eine zu Beginn des Krieges geschaffene es schlechterdings unmöglich, zu sagen: Nein der U- Bootkrieg wiro parlamentarische Regierung an sich vielleicht hätte stärker fein nicht gemacht, ich stehe bafür, daß wir demnächst au Friebenster handlungen lommen. Ich hatte auch nicht das Vertrauen, daß es Wilson gelingen würde, die Entente zur Aufgabe ihrer exorbitan ten Kriegsziele zu bringen. Auch andere Berhandlungsmöglichkei ten fonnte ich nicht in Aussicht stellen. Mein Nüdtritt wäre am 9. Januar eine einfache und bequeme Maßnahme gewesen. Hätte ich annehmen können, daß ich durch mein Ausscheiden der in mir bersönlich bekämpften Bolitik der Ne Bethmann- Hollweg: Soweit ich mich entsimien kann, nicht, Borsigender Warmuth: Dann bitte ich um Auskunft, in tieteit Desterreich über die Wilsonsche Friedensaltion, unt fie zu nennen, orientiert war, bestand zwischen der Obersten Heeresleitung und Oesterreich eine ständige Fühlungnahme über diese Friedensaktion, fomeit sie uns durch den Grafen Bernstorff bekannt wurde oder bon hier aus betrieben wurde? Bethmann- Hollweg: Ich kann nur antworten, daß, foweif mir in diesem Moment gegenwärtig ist, Defterreich orientiert wärtigen Amtes, nicht unmittelbar des Reichstanalers. Wie biefe wurde. Gine fortgesette Orientierung wäre Sache des Aus Orientierung stattgefunden hat, barüber bin ich im Moment vollkommen außer flande, eine Auskunft zu geben. Es ist oft unmöglich, auf plöklich vorgelegte Fragen so aus dem Gedächtnis heraus die Dinge zu rekonstruieren. Ich betone, um nichts fönnen. Die Infertigkeit unserer politischen Bustände ist uns Falsches zu sagen: Ich entsinne mich, daß ich in Gesprächen aum Fluch geworden. Auch hier liegt eine Berjäumnis vor, aber mit dem Botschafter Gerard auch woh unsere Kriegsziele auch hier vielleicht eine Kollettivschuld. Stommandieren läßt sich erwähnt habe. Ich habe gefact, in Belgien müßten wie Bor. die Parlamentarisierung nicht, auch wo sie getvollt ist, sie ent- forge treffen, daß es von den Ententemächten nicht als widelt sich mit der politischen Meife des Bolies. Wer bie große Sturmbod oder als Bollwerk verwendet werde. In meinen Reben Wahrheit, und zwar die große wesentliche Wahrheit und nicht habe ich diese Forderung negativ gestellt und bon ben Garans einzelne Tatjaden feitstellen will, der wird weber diejenigen, tien gesprochen, die mir verlangen müßten. Im Anschluß an die die Widerstände nicht zu beseitigen vermochten, noch die Träger eine solche Stebe hat wir Herr Gerach bie rage hongelegt, mas i mir unter Garantie bente. Das habe ich ihm bargelegt und] auf die eventuelle handelspolitische Ausnutzung Belgiens jeitens der Entente auch gesprochen. Coviel ich weiß, hat Gerard in seinem Buch auf diese Unterredung Bezug genommen. Diese Darstellung war aber nach meinem Gedächtnis falsch, ich habe sie dementiert, two und wie ich es gelan babe, lann ich im jezigen Moment, ohne das erforderliche Material zusammengesucht zu haben, hier unter Zeugeneid nicht sagen. Ich möchte dies später nachholen, möglicherweise auch noch andere Dinge, die mir jeut nicht gegenwärtig sind. Wenn der Ausschuß bereit ist, mir solche Fragen formuliert vorzulegen und mir Zeit zu laffen, Aften zu studieren zu Hause habe ich keine Aften, ich habe bei meiner Berabschiedung keine mitgenommen, höchstens allgemein zugängliche Sachen, aber keine vertraulicher Natur so werde ich dar. auf zurückommen. Bethmann- Hollweg: Wir wollten mit unserem Friedens. angebot vom 12. Dezember eine überraschende Wirkung auf die feindlichen Bölker erzielen; bann konnten wir niemand vorher darüber unterrichten. Wir hatten deshalb ft'rengite Geheim baltung verabredet. Nur wenige Menschen wußten davon. Auch der Reichstag war am 12. Desember völlig überrascht. Bethmann Hollweg: Zu diesem Zweck habe ich meine Meden im Reichstag gehalten. Ja habe natürlich gehofft, daß die reffe einstimmen würde. Aber es ist ja bekannt, daß schon bamals ein großer Teil der Preffe nicht geneigt war, meine Gebanken weiterzube folgen. Abg. Gothein: Unter dem 5. Februar 1916 haben sich Euer Abg. Dr. Cohn: Glauben Sie, daß an manchen Stellen in Egzellens beim General von Falkenhayn darüber beschwert, Deutschland gewünscht wurde, daß unser Friedensangebot dir das die Benjur gegen die Presse nicht vorgehe, insbesondere nicht Friedensation Wilsons beeinträchtigen sollte? gegen bic Deutsche Tageszeitung", bie reusseiBethmann Hollweg: Nein. tung Prof. Bonn: Wilson war zweifellos ein Bauberer. Das" und die Rölnische Boltsseitung", welche die deutsche Friedensangebot fonnte ihn svingen, endlich einmal zu firen der Reichsleitung, au einem Ausgleich handeln, wenn er überhaupt noch zum Schuß fommen wollte. mit Amerika zu kommen, durchtrenjten. General Aber es ist begreiflich, wenn er sich durch das deutsche Zuvor von Falkenhayn hat darauf geantwortet, daß er nicht finden fommen borstimmt gefühlt hat. Biel wichtiger ist die andere fünne, daß die Haftung dieser Zeitungen Leerbvie gefährlich Meine erste Aussage war schon etwas unvorsichtig, ich hätte fchontage, ob die Wirkung der Wilsonschen Friedensaltion bei den wäre, und daß er es nicht für richtig halte, etjetig eine be. Feinden nicht dadurch beeinträchtigt worden ist, daß wir ihm zustimmte Richtung zu unterbinden. Daraus geht vodj hervor, daß da bitten müssen, mir eine formulierte Frage vorzulegen. borgekommen find. Wilson geriet dadurch in den Berdacht der ein starter Gegenjah zwifchen Euer Ezzellenz und der Vorsitzender Warmuth: Ich kann wohl das. Gedächtnis Guer Deutschfreundlichkeit, und dieser Verdacht mußte die Wirkung Obersten Geeresleitung hinsichtlich der Zenfur bestand. Exzellenz bezüglich des Zusammengehens Desterreichs und Deutsch einer Ition in den feindlichen Ländern verschlechtern. lands auffrischen, wenn ich Sie erinnere, daß am 5. Dezember Bethmann Hollweg: Ich wiederhole: auch wenn Wilson ver für den U- Bootkrieg mich ausführlich ausgesprochen, ich bin gegen Bethmann Holfweg: Ich habe heute früh über die Agitation Baron Burian den Wunsch ausgesprochen hat, Präsident ftimmt wurde, so hat diese Verstimmung teinen Einfluß auf diese Agitation wiederholt mit allen mir zugänglichen Mitteln Wilson möge nicht als Friebensvermittler auftreten. Da spielte sein Handeln gehabt. Die Frage ist, ob die Wirkung der Brie vorgegangen, sowohl in Telegrammen wie in mündlichen Unterwohl ein persönlicher Wunsch Burians mit. Ist Exzellenz darüber denisnote Wilsons bei der Entenie anders gewesen wäre, wenn vorgegangen, sowohl in Telegrammen wie in mündlichen Unteretwas belannt, daß vorher mit Oesterreich verhandelt worden ist? wir kein Friedensangebot gemacht hätten, oder mit anderen Wor- redungen mit dem Hauptquartier. Ich habe auch die Gründe Bethmann Hollweg: Ich erfläre mich außer Stande, hierüber ten, ob unser Friedensangebot der Entente so mißfallen hat, daß ist. 23.ite Kreise des deutschen Volfes waren der ehrlichen zu antworten. Ich würde mich in Mutmaßungen ergehen, die sie um deswillen der Friedensaktion Wilsons seine Folge gegeben Ueberzeugung, daß der unbeschränkte U- Bootkrieg das einzige hat. Eine Antwort darauf aber könnten wir nur finden, wenn Mittel sei, uns zu retten. Eine solche Ueberzeugung äßt sich wir wüßten, was bei unseren Feinden vorgegangen ist. Ich auch durch Bensurmaßnahmen nicht totmachen, diese tönnten nur babe aber nicht den Eindrud, als ob die Entente gewillt wäre, die übelsten Wirkungen herbeiführen. ihre Archive zu öffnen. feine Grundlage haben. Abg. Dr. Sinsheimer: Am 18. Ottober haben Sie im Hauptquartier mit Baron Burion über die Möglichkeit, zu einem Frie den zu kommen, die Gounolagen zu einem Friedensangebot be sprochen, wie es am 12. Dezember erfolgte. Darüber liegt eine ausführliche Aufzeichnung vor, daß von der politischen Reichsleitung eine Friedensaktion Wilsons bereits angeregt sei. Abg. Dr. Cohn: Bestand bei gewiffen Stellen in Deutschland nicht doch die Absicht, das Friedensangebot vom 12. Dezember in Berbindung zu bringen mit einer Aenderung der Tattit im 11- Bootfrieg? Bethmann Hollweg: Ich kann nur über das Auskunft gebeu, was ich gewollt habe. Abg. Professor Schüding: Benn in allen Völlern die Kriegs stimmung gleich gefährlich war, hätte man sie dann nicht durch eine Plattform, die allen Völte en gemeinsam wäre, überwinden fönnen, vielleicht im Sinne der Billerbundsidee? Bethmann- Hollweg: Das kann ich nicht jagen; ich weiß nicht Ist es Euer Egzellenz bekannt, daß durch Maßnahmen ber mehr genau, wie und in welcher Form ich darüber mit Burian Benjur alle Schriften unte.brückt wurden, die fich mit dieser gesprochen habe. Die Aufzeichnung war ein pro memoria( GeIdee auch rein wissenschaftlich in Deutschland beschäftigten, bächtnisstüße) für mich. In dem Drang und der Flut der Abg. Dr. Cohn: Was Sie gewollt haben, ist ist Ihnen bekannt, daß den Trägern dieser Idee durch Androhung Geschäfte habe ich während des Krieges mir häufig derartige einem Zelegrammanben Freiherrn von Grünau, von Schuhhaft und Gefängnisstrafen verboten war, sich auch nur Notizen gemacht. Do umente sind es mich, sie machen nie Anspruch auf Vollständigkeit, die Unterredungen haben oft noch weit Beercaleitung, su entnehmen, in dem es beißt, daß eine Ablehnung fortdauerten, nachdem der Reichstag die Friedensresolution an spruch auf Vollständigkeit, die Unterredungen haben oft noch weit ben Bertreter bes Reichskanalers bei der Obersten theoretisch da über zu äußern und daß diese Zensurverbote auch mehr enthalten. Abg. Dr. Sinzheimer: So faffen wir es auch auf. Aber die bes Friedensappells burch England uns die Grundlage genommen hatte? Sat Exzellenz Berfuche gemacht, gegen diese Frage ist, ob Burian über unser Vorhaben unterrichtet war. fchaffen würde, um die in der Suffer"-Note gegebene Busage, Maßnahmen der Zenfur einzuschreiten? Bethmann- Hollweg: Die Beantwortung dieser Frage bitte ich ben U- Bootkrieg nur als Kreuzerkrieg su führen, surädsusieben dem Thema in Verbindung steht. Bethmann Hollweg: Es ist mir nicht klar, wie diese Frage mit erst in einer der nächsten Sigungen geben zu dürfen, nachdem ich, und Bors. Warmuth: Vielleicht meint Professor Schüding, daß die die Möglichkeit gehabt habe, die Akten studiert und mit meinen biefe Surüdsichung moralisch vor der Welt aufriedensstimmung dadurch im Lande eine Förderung bekommen Mitarbeitern mich besprochen zu haben, um mein Gedächtnis aufhätte und daß Ihre Friedensaktion dadurch wesentlich unterstützt zufrischen. worden wäre? Abg. Dr. Cohn: Erzellenz, in der Aufzeichnung heißt es, Burian habe gewünscht, wir sollten nicht die Friedensvermittlung eines oder des anderen Neutralen anrufen, wohl aber sollten wir die Neutralen bitten, unjere lontret ausgebrüdten Friedens angebote zu übermitteln. Diese Bite sei an alle Neutralen zu richten, wobei Amerika an erster Stelle genannt wurde. War das darauf zurückzuführen, daß diejer Neutrale schon mit einer Friedensaktion besaßt wurde? rechtfertigen. Bethmann Hollweg: Wir hatten in der Cuffer"-Note versprochen, den U- Bootfrieg nur nach der Brisenordnung zu führen, aber ausdrücklich betont, daß wir frei wären, wenn unfere Erwartungen nicht erfüllt würden, nämlich, daß Amerika England zur Londonen Deklaration zurückbringen würde. Dies mußte durch irgendein Ereignis festgestellt werden, und ein solches Ereignis war eine etwaige Ablehnung der Entente auf ein Friedensangebot bon uns oder von Wilson. Abg. Dr. Gohn: Also sollte die Ablehnung des Friebensappells dazu benutzt werden, die Anwendung eines Kriegsmittels zu än dern oder zu erweitern? Bethmann Hollweg: Hierüber möchte ich in einer der nächsten Sigungen Auskunft geben, nachdem ich namentlich mit dem Staatssekretär des Auswärtigen Amtes gesprochen haben werde. Baron Burian hatte die Ueberreichung eines Friedensangebotes Bethmann Hollweg: Das ist ein Trugschluß. Wir hatten uns an unsere Feinde im Auge, aber nicht als öffentliches Friedens- freie Hand gelassen. Es fonnten aud andere Ereignisse ein angebot. Ich habe heute früh schon über die Gründe gesprochen, treten, aber ein Greignis war auch die Ablehnung eines Friedens bie eine solche öffentliche Bekanntgabe des Friedensangebotes in angebots. einer Parlamentsfibung als geeignet erscheinen ließen. Wir Abg. Dr. Sinsheimer: Wilson hatte durch Oberst House aus mollten dem vorbeugen, daß die Entente burch 8ensurverbot drücklich den Wunsch aussprechen lassen, es möchte bei uns mög. She Betanntgabe berhindere. Wir wollen eben auf die Mentalität lichst wenig vom Frieden gesprochen werden. Konnte da unser ber Böller wirken. Den Vorschlag Burians, mit dem Friedens. Friedensangebot bei Bilson nicht das Gefühl der Brüstierung angebot zugleich unsere Friedensziele den Gegnern zu übergeben. hervorrufen? Sabe ich für unpraktisch gehalten. Abg. Dr. Cohn: In den Akten ist auch von einer Parallel altion eines neutralen Staates oder eines neutralen Souveräns die Niede. Bethmann- Hollweg: Auch darauf bitte ich. später antworten zu dürfen. Zwei Eifen im Feuer. Vorf. Warmuth: Sie hatten also die Friedensvermittlung Wilsons angeregt und ihm auf der anderen Seite doch nicht mitgeteilt, daß Sie selbst eine Friedensaktion unternehmen wollten. Bethmann- Hollweg: Ich habe die Vorteile einer Wilsonschen Friedensattion waofeines eigenen Friedensangebotes gegenein. ander abgewogent. Ich habe geglaubt, zwei Eisen im Feuer haben au sollen. Bors. Warmuth: Graf Bernstorff hatte ausdrücklich berichtet, wir möchten mit unseren Friedensbedingungen nicht herausfom men, weil das möglicherweise das Wilsonsche Unternehmen un günstig beeinfluffen fönnte. Warum haben Sie diesen Wunsch des Grafen Bernstorff nicht beachtet? Bethmann- Hollweg: Zo werde später darauf antworten. Abg. Dr. Singheimer: Sie gaben uns eine sehe ausführliche, night fear a ſtige Charakterisierung Wilsons. Jit diese ungünstige Meinung über Wilson vielleicht maßgebend gewefen für Ihre und bes Auswärtigen Amtes Haltung in dieser Augelegenheit? Und warum haben Sie trotzdem auf das Wilsonsche Angebot Wert gelegt? Bethmann- Hollweg: Weil der Krieg ein solcher war, daß alle Chancen ausgenügt werben mußten. Vori. Warmuth: Am 26. November ging eine Note des Glaatsfefretärs Simmermann nach Washington ab, des Inhalts, daiz mir die Wilsonsche Friedensation außerordentlich gern sehen würden, und am 27. November ging eine Note Gurer Grzellena an Hindenburg ab, des Inhalts, day wiz mit unserem Friedensange. bot herauskommen müßten. Sier liegt elfo in einer kurzen Spanne Beit eine Gegensäglichkeit des Handels vor. Bethmann Hollweg: Ueber Details, wie sie Prof. Schüdina geftreift hat, kann ich heute im einzelnen nichts sagen. Ich glaube auch nicht, daß ich aus den Atten Wesentliches feststellen tann, Prof. Quidde ist ja wohl doangfaliert worden, er hat an mich geschrieben, und ich glaube, er ist auch von mir und von Staatssekretär Zimmermann empfangen worden. Die Verfolgungen waren nicht in meinem Sinne. Abg. Gothein: Satte die politische Leitung überhaupt keine Möglichkeit, der Bensur direkte Anordnungen zu geben, war sie immer genötigt, sich zunächst an die Oberste Heeresleitung zu wenden? Bethmann Hollweg: Auch diese Frage fann ich heute unter Beugeneid nicht beantworten. Bei all den großen Sorgen des Beltfrieges habe ich solche Dinge nicht, selbst bearbeiten können. Abg. Dr. Singheimer: Waren Presse und Reichstag darüber informiert, daß Sie die Friedensaftion Wilsons förderten? Was haben Sie getan, um Reichstag und Preffe in Parallele zu bringen zu dem, was Sie beabsichtigten? Frage ist doch eine allgemeine politische, die nur durch allgemeine Bethmann Hollweg: Diese zwar sehr prägnant ausgesprochene Bethmann Hollweg: Das ist möglich. Aber trotzdem hat Wil- Ausführungen beantwortet werden fann. Wir haben zu Anfang fon seine Friebensattion so ausgeführt, wie er es im November des Krieges mit einer starken Mimofität den Barteien und der geplant hatte. öffentlichen Meinung zu rechnen gehabt. Ich habe wiederholt in Prof. Dietrich Schäfer: Graf Bernstorff hat erklärt, die Gr- vertraulichen Besprechungen mit Reichstagsabgeordneten auf die schwerung der Stellung Wilsons burch unser Friedensangebot Gefahr der Propagierung dieser Animosität hingewiesen und auch hätte darin bestanden, daß unsere Angebot bei den Feinden den Anweisung gegeben, auf die Presse in dieser Beziehung beruhigend Eindruck der Schwäche hervorrufen mußte. zu wirken. Die Haßmaschine. Prof. Bonn: Bet der gansen Sache sollte natürlich etwas herauskommen. Dadurch, daß durch das Borwegnehmen des deut. fchen Angebotes Wilson in den Berdacht geriet, ein Agent Deutschlands zu sein, ist es möglich geworden, daß die Sahmaschinerie in ganz anderer Weise wieber in Bewegung gefeat werben fonnte, als es sonst hätte gefcheben tönnen. Des. alb ist sie syche Wilsons hier nicht ent scheibenb. Bethmann Hollweg: Das ist in mancher Beziehung richtig. Ich glaube aber. baß die größere Sinneigung der Vereinigten Staaten zur Entente in allen Ländern der Entente to bekannt war, daß ber Bortuurf der Deutschfreundlichkeit gegen Wilson nicht allzu ernst zu nehmen war. Prof. Soetsch: Wäre es nicht richtiger gewesen, bie amerifanische Attion erst einmal auslaufen zu lassen und dann mit dem deutschen Borstoß zu kommen? Bethmann Hollweg: Ich habe wiederholt belundet, welche Gründe für unser Friedensangebot spraden. Wir wußten nicht, ob und wann Wilson tommen würde. Dieses Wann aber war durchschlagend. Ein brauchbarer Friebensschritt tann nur ge macht werden zur Zeit eines. militärischen Höhepunktes; darüber mußten wir entscheiden. Wir konnten nicht darauf rechnen, daß Wilson gerade diesen Beitpunkt benutzen würde. Wir hatten Anfang Dezember Czerna woda und Bulare ft genommen. Bethmann Hollweg: Diese Gegenfäblichkeit erflärt fich barous, ein Beichen der Schwäche gehalten hat. Wenn Amerika glaubte, Oberst House batte ja gejagt, daß er unser Friedensangebot für baß wir zwei Eisen im Feuer haben und behalten wollten. wir wären in dem Moment so schwach, so hätte Präsident Wilson Das ist ein battisches Verhalben, wie es in der Politik alle Tage auch seinerseits den Appell nicht in diesem Moment ergeben lassen, bensappell nicht eingehen würde, wenn fie uns in einer schlechten denn er mußte gewärtig sein, daß, die Entente auf einen Frie militärischen Lage glaubte. Ich habe mit voller Abficht den Grafen Bernstorff gebeten, die Attion in Amerika weiter au betreiben, weil ich nicht wußte, wann Wilson heraustreten würde. Jete nachträglich sich zurechilegen, was besser gewesen wäre, ist unfruchtbar. Prof. Bonn: Eine militärisch günstige Lage ist doch nicht eine Frage von brei bis vier Tagen. borkommt. Abg. Dr. Sinsheimer: An zwei aufeinanderfohenden Tagen aber fann doch in einer so wichtigen Angelegenheit eine Gegen fäblichteit in den Auffassungen eigentlich nicht en stehen! Bethmann Hollweg: Wit meinem außerordentlich gefchäßten Staatssetretär 8 immermann habe ich stets d'accord( in lebereinstimmung) gearbeitet. Ich kann aber nicht wiffen, welche Gründe den Staatsietretär Bimmermann bei der Abfaffung dieser Depesche nach Washington die Hand geführt haben. Ich bitte, ihn barüber felbft zu bernehmen. boch vorhanden sein! dah wie ihm fonft zuvorkommen würden. Gewiß war Wilson ein Wy. Dr. Sinzheimer: Es ist sicher, daß Sie damals pejiis mistisch, forgenvoll über den Ausgang des Krieges gedacht haben. Als General Ludendorff den U- Bootkrieg als einzige Net tung, den Krieg zu gewinnen, bezeichnet hatte, hatten Sie da nicht die Oeffentlichkeit durch rücksichtslose Aufklärung für Ihre Politi gewinnen können? wesen, das will ich ausdrücklich feststellen, um nicht durch die Fest Bethmann Hollweg( mit Nachdruck): Pessimist bin ich nicht gee stellung des Herrn Berichterstatters hinsichtlich meiner Auffassung einer falschen Beurteilung zu verfallen. Ich habe vom ersten Tage an die Lage ernst, sehr, sehr ernst aufgefaßt. Ernst und Beffimismus find aber zwei gang berfchiedene Dinge, un tommt wieder die Frage, warum ich das Volk über den Ernst der Lage nicht voll aufgeklärt hätte. Ja, ist es denn unbekannt, daß ich von den Parteien, von der öffentlichen Meinung gerade um desipillen die schärffte Opposition zu erbulben gehabt habe? Diejenigen Herren des Reichstags, mit denen ich vertraulich über die Sache gesprochen habe, werden sich entfinnen, daß ich ihnen nie ein rofiges Bild vorgeführt habe, niemals. Der verstorbene Abgeordnete Bassermann hat sich einmal darüber bes flagt, wenn er persönlich beim Reichskanzler gewesen sei, dann fomme er immer so ernst heraus. Hätte ich im Reichstag ben Beffimismus vertreten, dann wären wir fofort zusammen gebrochen. Da mußte ich den Mut aufrecht erhalten, das war meine Pflicht gegenüber dem Volf, gegenüber der Armee. Ich bitte, meine Reden darüber nachzulesen, obwohl ich selbstbewußte und zuversich liche Worte gesprochen habe, goldene Berge habe ich niemals vor dem deutschen Bolte aufgerichtet. Abg. Dr. Cohn: Die Pressekonferenzen wurden gunächst vom Major Deutelmojer, bom Großen Generalstab, später burc einen anderen Offizier geleitet. Herr Deutelmoser wurde in das Wbteilung berufen. Wenn nun die Differenzen zwischen politischer Auswärtige Amt als Chef der Breffeabteilung oder der politischen und militärischer Reichsleitung bestanden, wie ist es dan getoinmen, baß ein Mann, ber selbstverständrich von feinem meitärischen Standpunkt ausgehend die Dinge betrachtete, in die sivile Reichsleitung berufen werben konnte? Wurde doch dadurch der Einflus der militärischen Stellen auf das Auswärtige Amt und die Oeffentlichkeit nur noch verstärkt. Bethmann Hellweg: Der Einfluß des Militärs ift burch die Berufung Deutelmosers, den ich als geeigneten Beamten erkannte, Berufung Dentelmosers nicht verstärkt worden. Ich habe mich ber auf Vorschlag des Auswärtigen Amtes einverstanden erflärt. Ueber nicht äußeru au müssen. meine Gründe hierzu glaube ich bei dieser Zeugenaussage mich Bovs. Warmuth: Das wird geschehen. Aber eine gewisse Bauberer. Dann hätte man bet ihm doch aber anfragen fönnen, Uebereinstimmung zwischen Ihnen und Dr. Zimmermann mußte wann er herauszukommen gebente, und ihm mitteilen können, Bethmann Hollweg: Die Gegenfäblichkeit erklärt sich dadurch, Bethmann Hollweg: Ich habe alle Möglichkeiten gegenein baß wir zwei Eisen im Feuer haben wollten. Abg. Dr. Sinsheimer: Am 26. November wurde Graf Bernander abgewogen. Eine solche Mitteilung an Wilson aber hätte Reichsminister Dr. David: War die Oberste Heeresleitung storff dahin informiert, er möchte onregen, daß die Wilsonsche ich politisch nicht für flug gehalten. darüber informiert, daß von der politischen Leitung Wilson su Friedensation bald bommen möchte. Von unserer Absicht, abotes Abg. Dr. Cohn: Gie sagten, daß die Form unseres Ange- einer Friedensaltion angeregt war? Das spielte im Herbst des Worüber bestanden gegensätzliche Jahres. 12. Dezember eine eigene Attion zu unternehmen, wurde nichts botes ein Stompromig war. Auffassungen? Bu gleicher Beit wurde von der Obersten Heeresleitung unb dorff in seinem Buche ausgesprochen. Er legte Wert darauf, Tag zu Tag in Volt hineingetrieben. Bethmann Hollweg: Sierüber hat sich General Luben ihrem Presseapparat bicje Ameritahege und die Wilsonhege von Jst von der politischen daß unsere aussichtsvolle militärische Lage in dem Singebot Leitung etwas gefchehen, um die Oberite Seeresleitung darauf zum Ausdrud gebracht wurde. Das ist wohl in etwas Su aufmerksam zu machen, daß damit diese politische ion, ble Wi starfer Weise geschehen. son zu einer Friedensaktion bringen sollte, durchfveuzt und ernst Bors. Warmuth: Was haben Gure Grzelleng getan, um die haft bedroht werde? If die Oberite Secresleitung nicht veranlaßt beutsche Ceffentlichkeit über die Absichten der Neichspolitik auf- worden, durch ihre Pressemaschine darauf hinzuwirken, daß diefe auflären? Durchkreuzung der geplanten Aktion aufhöre und die richtige Eins gefagt. Muste unter diesen Umständen unsere Aktion nicht ungünstig auf die Wilsonsche Aktion wirken? Bethmann Hollweg: Sch tann nur wiederholen, daß die Friebensaltion Wilsons durch unser Friedensangebot nicht beeinträchtigt worden ist. Abg. Dr. Sinsheimer: Warum wurde Wilson von unserem Angebot nicht in Stenntnis gesezt, damit ein gewisses Zusammen spiel möglich war? #tellung der Breffe erfolge? Haben Erzellenz nicht bie Frage er- Inachbem ber U- Boot- Strieg einmal beschlossen war, allen gegenwogen, ob es damals möglich gewesen wäre, die führenden Par- über die Wirksamkeit des U- Boot- Krieges nicht irgendwie in teren oder wenigstens die Führer der Parteien, von denen er an- 3weifel zu ziehen, ich mußte immer betonen, daß wir damit etwas nehmen durfte, daß bei ihnen seine Politik auf Verständnis fiele, erreichen würden. Deshalb habe ich in den Gesprächen mit dem in vertraulicher Form darüber zu informieren, daß eine solche Botschafter nicht die Salten meines Herzens aufgedeckt, sondern Aition, wie sie seitens Wilsons in Vorbereitung. fei, auch ihrer- die Momente angegeben, die für den Erfolg des U- Boot- Krieges feits für die öffentliche Meiung in das richtige Fahrwasser gesprachen, bracht werde? ch Bethmann Hollweg: Die Heze gegen Amerika hat auf unfere Friedensaktion keinen Einfluß gehabt, ich habe sie auch nicht als unser Motiv bezeichnet. Die Oberste Heeresleitung habe ich von umjeren Schritten, wie aus dem Telgramm hervorgeht, unterrichtet. Die Wirksamkeit der Wilsonschen Friedensattion brauchte bei der deutschen Regierung nicht gestärkt zu werden. Wir haben feine Friedensnote mit warmen Worten des Dantes beantwortet und so seinen Friedensappell angenommen, ohne uns durch die Animofität im deutschen Volte stören zu laffen. Abg. Gothein: Nach den neulichen Bekundungen des Grafen Bernstorff haben Erzellenz nach der Rüdtehr des Botschafters aus Amerita diesem gefagt, Sie hätten, wenn Sie die Vermittlung Ameritte angenommen hätten, ohne zum U- Boot- Krieg gegriffen zu haben, den Reichstag nicht hinter sich, höchstens die sozialdemotrabische Partei. Ist Ihnen nicht bekannt, daß die fortschrittliche Boltspartei ebenfalls den Standpunkt bertreten hat, den U- Boot Krieg zu bekämpfen, weil er zum Surieg mit den Vereinigten Staaten führen müffe? Bethmann Hollweg: Natürlich ist mir das Bestere bekannt gewesen. Was ich im einzelnen mit dem Botschafter besprochen habe, ist mir nicht gegenwärtig. Meine Aufgabe war es, + Laut-, aut-, Harn-, GeschlechtsH Unterleibslelden, Syphilis bei Männern und Trauen werden schnell und gründlich mit seit über 20 Jahren von mir erprobten, bewährten und wissenschaftlich anerkannten Hellmitteln mit gutem und dauerndem Erfolge behandelt, speziell mit elektrophysikalischem Licht- und NaturHeilverfahren. Ohne Berufsstörung Sprech- und Behandlungszeit: 9-1. 4-7 Sonn- u. Feiertags 9-1. Heilanstalt Berlin S016, Brückenstr. 10 b. II ( am Bahnhof Jannowitzbrücke). Prof. P.Mistelsky, graduiert und approbiert im Ausland. Abg. Dr. Sinsheimer: General Qudendorff hat, als er den rüdjichtslosen U- Boot- Krieg als einziges Mittel bezeichnete, um nicht den Feldzug zu verlieren, unsere Lage als hoff nungslos angesehen. Wenn Sie anderer Ueberzeugung gemejen find, hätten Sie da nicht dem Reichstag und der Bresse gegenüber eine starke Waffe in der Hand gehabt? meiner Vernehmung tann ich noch nicht erkennen. Ich habe heute Bethmann Hollweg: Den Zusammenhang dieser Frage mit früh diese Depesche selber verlesen. Es hätte wohl noch eine MögKrieg zu einem guten Ende zu führen, ich habe nur immer die lichkeit bestanden, auch mit dem unbeschränkten U- Bootkrieg den große Gefahr vor Augen gehabt, das Rifito, das wir übernahmen, erschien mir ungeheuer. Ich habe meine ungeheuer schwierige Lage bereits geschildert, ich möchte bitten, es mir zu ersparen, noch mals darauf einzugehen. Abg. Kagenstein: Welche Gründe haben Exzellenz veranlaßt, trok der Auffassung Ludendorffs fachlicher Gegner des unbeschränkten U- Bootkrieges zu sein? Bethmann Hollweg: Ich bin auf meine Stellung zum U- Boottrieg jehr ausführlich eingegangen. Man sollte mir das Eingehen auf einzelne Fragen ersparen. Deffentliche Volksversammlung am Sonntag, den 2. November, abends 7 Uhr, im Berliner Stadthaus, Klosterstr.EceStralauerStr. Referent: Herr Ernst Däumig Thema: Selbsthilfe gegen kirchliche Reaktion. Diskussion. Eintrittspreis 20 Bf. Möbel liefert gegen bar und auf Freireligiöse Gemeinde Berlin. Teilzahlung J. A.: A. Hoffmann. Bezirkssekretär gesucht! Für den Bezirk Südwestdeutschland der U. S. P.( Sekretariat Frankfurt a. Main) wird an Stelle des ausscheidenden Gen. Dißmann ein Bezirkssekretär gesucht. Genossen, die sich bewerben wollen, werden gebeten, Spezial- Arzt für Geschlechts-, Haut-, Harn-, ihre Bewerbungsschreiben bis spätestens Donnerstag, 6. Nov., Frauenleiden, speziell veraltete hartnäckige Harnleiden. Ausschlag, Salvarsan- Kuren. Urinund Blutuntersuchungen. a:: Separates Damenzimmer. Erste und ärteste Heil Anstalt Löser Spezial- Arzt Dir.: Löser senior. Dr. Skotti Rosenthaler Straße 69-70, 9-1,4-9, Sonnt. 10-1. диг Möbel Ecke Linienstraße. liefern sehr preiswert gegen bar und Tellzahlung Bürgerl. Wohnungs- Einrichtungen komplett aufgestelte Wohn-. Schlaf-, Speise- u. Herrenzimmer, Einzelmöbel, farb. Küchen in großer Auswahl Gebr. Kassner, Billowstr. 6, a, Hollendorfplatz. 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Es. ist Eure Pflicht, für einen guten Besuch der Beriammlung au forgen. Bringt die Unorganisierten, bie Säumigen mi:! Deutscher Transportarbeiter- Berband Zentralverband der Hausangestellten. Achtung! Siedlungs- Bauten Groß- Berlins. Versammlung Betriebsräte und Vertrauensleute Sonntag, den 2. November, vormittags 9 Uhr, bei Praffer, Michaelkirch-, Ede Wusterhausener Str. an die Adresse Rob. Dißmann, Frankfurt a. Main, Adlerflychtstraße 11, einzusenden. Der Bezirksvorstand. ACHTUNG! Freiheit- Abonnenten! Speditions- Anderungen Schöneberg; Georg Wendt, Gothenstraße 40( Laden) Friedrichshagen: Paul Kreutz, Seestraße 84 Wilhelmshagen: Rethwich( Rahnsdorf), Fürstenwalder Straße 30 Blankenburg- Buchholz; Wendland, Berliner Straße 28 Südende: Zwendschert, Brandenburgische Straße 7 Hennigsdorf: Korbasinsky, Rathausstraße 3 Möbel auf Kredit und gegen bar WohnSchlafSpeisezimmer moderne Küchen sowle Einzel- Möbel zu kulantesten Bedingungen liefert Grebler G. m. b. 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Kriegsanleihe nehme in Zahlung. Borjizender Warmuth: Ich lege auch keinen Wert darauf. hindert worden, in der Bresse die Politik des Reichskanzlers zu Abg. Heile( Dem.): Ich bin durch die militärische Zenfur ver unterſtügen. ihre Bensur angewiesen hätte, meine Politik zu durchkreuzen, ist Bethmann Hollweg: Daß die Oberste Heereslettung absichtlich mir nicht befannt. Abg. Dr. Cohn: Auch Prof. Hans Delbrüd wurde durch das Oberkommando Berlin gehindert, ähnliche Artikel zu schreiben. Auf seine Einwendung, daß der Artikel in Ucbereinstimmung mit dem Reichskanzler geschrieben sei, wurde ihm erwidert: Desto schlimmer für den Reichskanzler. hatte, weiß ich, was die Zensurbehörde ihm erwiderte, weiß ich Bethmann Hollweg: Daß Prof. Delbrück Schwierigkeiten natürlich nicht. ben des Zentrums dahin aufgefaßt, Sindenburg solle bestimmen, Auf einer Frage des Abg. Dr. Spahn erklärt ob er den U- Bootkrieg für notwendig halte, das Zentrum wünsche, Bethmann Hollweg, er habe das heute früh erwähnte Schrei daß der Reichstanzler sich seiner Ansicht anschließe, dann würde er beim Zentrum Dedung finden. Um 6% Uhr wird die Vernehmung auf Dienstag, 4. November, 10 Uhr vormittags, bertagt. Druck der Berantwortlich für die Redaktion Alfred Wielepp.. Neukölln. Berlagsgenossenschaft Freiheit", e. G. m. b. H.. Berlin. Lindendruckerei und Berlagsgesellschaft m. b. S., Schiffbauerdamm 19. PIANO bis 2700 M. oder Flügel, kreuzsaitig, sucht Bick, Zionskirchplatz 1. Zigaretten englische wie deutsche nur bekannte Marken Schmidstraße 30 Winkler, Ecke Schäferstr. 250 Mark kostet konkurrenzios in der Spezialfabrik ein moderner Jackettanzug, unverwüstlicher Stoff, allerbestes Futter; Knabenanzüge weit billiger. Rus, gegenüber Bahnhof Alexanderplatz. Dircksenstr. 25. Metalle, Lampen und Felle kauft Glas, Gollnowstraße 32, Hof. Möbel- Cohn Schreibmaschinen Gr. 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Nov., vorm. 11 Uhr, von der Leichenhalle des Nazareth- Kirchhofes in ReinickendorfWest, Kögelstraße, aus statt. Nachruf, Den Kollegen zur Nachricht, daß unsere Kollegen: der Dreher Alfred Tiegs Marlenfelde, Borenitzkistr. 40. am 24. Okt.; der Rohrleger. Albert Wiemann Lichterfelde, am 19. Okt.; der Revolverdreher Fritz Voigt Tempelhof, Dorfstr. 48, am 24. Okt. gestorben sind. Ehre ihrem Andenken! Die Ortsverwaltung. Wieterbund Groß- Berlin.V. Berlin 35, Potsdamer Straße 66, Gartenhaus 2 Treppen.. Ferurus: Nollendorf 206. Mieter von Großz- Berlin Der Kampf gegen bie erbrüdenden Miets: fteigerungen femmt zur Entscheidung. Die pansbefther verinchen alles, um die sozialen Absichten der Regierung zu durchkreuzen. Mieter von Groß- Berlin! Jeder muß helfen! Wir fordern: Sühftmieten, Mieterräte, Ermiffionsverbot. Die überragende Macht des Hansbefizes muk zertrümmert werden. Darum tommt alle in unsere Proteilverfamm'ungen am Sonntag, den 2. November 1919 vormittags 10 Uhr tnt folgenden Lokalen: Walhalla Theater, Berlin N, Weinbergsweg 19, Saberland's Bestiale, Berlin C, Rene Friedrichstr. 35, Kliem's Feftfäle, Berlin S 59, Haienheide 13, Schauburg( früh.Sofiäger), Berlin SW, Königgräger Eti.121, Kammerfale, Berlin SW, Teltomer Str. 1-4( Ede BelleAntance- Straße), Brauerei Patzenhofer, Berlin NW, Turmftr. 25/26, Hindenburgaula zu Wilmersdorf, Am Hindenburgpark ( Ede Auguftaftraße). Der Bundesvorstand. Deutscher Transportarbeiter- Verband Bezirksverwaltung Groß- Berlin. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Kollege, der Brauereiarbeiter Max Noack von der Firma Engelhardt, Pankow, am 28. Oktober im Alter von 42 Jahren verstorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Sonnabend, den 1. d. Mts., nachmittags 3 Uhr, von der Leichenhalle des Georgenkirchhofes, Landsberger Allee, statt. Die Bezirksverwaltung. Berliner Möbelvertrieb Spandauer Brücke 4/5 Bahnhof Börse Schlaf-, Spelle, Herrenzimmer Küchen von 350 Mr. an Zeilzahlung geftattet. Kriegsanleihe nehme in Bahlg. Botenfrauen stellt ein: Geschlechts-, Haut-, Fraueni. Spedition Bartsch, Tempelhof, Werderstr.30. Behandl. schnell u. sicher ohne Ferufsstörung. Teilzahlung. Schäfer, Gnelsenaustr. 70. Brunnenstr. 185 ( Nahe Rosenthal. Pl.). Sprechz. 9-1. 4-8 U Sonnt. 9-12U. " 11 Werner, Greifswalder Str. 29. Gerhard, Karlshorst