Einzelpreis 15 Pfennig 2. Jahrgang Die Freiheit erichetat morgens und nachmittags, an Sonn- und Fehagen nur morgens Der Bezugspreis beträgt bet freier Zufitellung ins Baus für Groß- Berlin 4- M. bet frattem Poftbezug monatl. 4.65 m bei Suftellung unter Streifband für Deutschland 6.50 27 fürs Musland 7.50 m, per Brief 12.50 L Redaktion und Expedition: Berlin NW. 6, Schiffbauerdamm 19 III Fernsprecher at Socben 2895 und 2806 Sonntag, den 2. November 1919 Nr. 531/ A 289 Morgen- Ausgabe Inferate foften die adtgespalt. Conpareillegeile oder deren Baum L30 ML, Wortanzeigen bas fettgedruckte Wort so Of, jedes weitere Wort 28 Of. Ceuerungszuschlag 70 Prog Bei familiens u. Derfammlungsanzeigen fällt der Zuschlag fort. Jnferate für den darauf folgenden Tag mäifen fpätestens bis 3 Uhr nachmittags bei der Expedition aufgegeben sein. Jaferaten- Abteilung: Berlin 92. 6. Schiffbauerdamm 19 Berusprecher: Aunt Norden 9768 greiheis Berliner Organ der Unabhängigen Sozialdemokratie Deutschlands Bergarbeiterstreit in Amerita. 500 000 Bergarbeiter im Streit. Es bleibt abzuwarten, welche Erfolge diefe Verordnung zeitigt. Einstweilen wird noch mit Hochdruck der WerbeDer jeit Wochen von den Bergarbeitern angefündigte ichpindel betrieben. Die Mitwirkung gewisser Reichswehr Generalstreit ist Wirklichkeit geworden. Seit Sonnabend stellen ist dabei zocifelsfrei erwiesen. Es muß also gründbefinden sich eine halbe Million Bergarbeiter lich durchgegriffen werden, soll der Befehl nicht bloß auf dem im Ausstand. Weder die Drohungen der Unternehmer noch Bapier bleiben, wie es schon bei vielen Erlassen, die sich auf Sie der Staatsgewalt haben die Bergarbeiter eingeschüchtert, das baltische Abenteuer bezogen, der Fall war, bielmehr hat die Unnachgiebigkeit der Unternehmer und ihre Unterstügung durch die Staatsgewalt den Streif unbermeidlich gemadyt. Ein Niejenfampf bon unübersehbaren Wirkungen ist entbrannt. Birbungen, die sich nicht allein auf Amerika beichränken, sondern die weit darüber hinaus, bei längerem Andauern des Streifs, auch die europäischen Staaten in Mitleidenschaft ziehen werden, Getreu den bisherigen Methoden, die die amerikanische Bourgeoisie stets in Kampje gegen die Arbeiter zur An wendung brachte, ist auch bei diesem Streif die energiichste Bekämpfung durch militärische und polizeiliche Silfe in Aus. ficht genommen, die schon bei den Streits der Dodarbeiter und der Stahlarbeiter die gewaltige Erbitterung der Arbeiterschaft hervorgerufen hat. Rührende Nachficht mit Meuterern. Gigener Drahtbericht der Freiheit. Thorn, 1. November. Warum wir für Mostau sind. Bon Paul Schwent. II. Man hat uns, den Berfedytern des Anschlusses an die Mostauer Internationale, nachgejagt, unsere Saltung fei rein gefühismäßig bestimmt. Darin liegt ein vollständiges Verkennen unserer Motive. Gebik spricht das Gefühl, der leidenschaftliche Wunsch, unseren Arbeiterbrüdern in Sowjetrußland in ihrer großen Bedrängnis, in ihrem Titanen fampf zu Hilfe zu eilen, mit; aber zugleich auch die rein berftandsmäßige Erwägung, daß wir damit am besten der Sache des Sozialismus in allen Ländern nüßen. Auch wir sind der Meinung, daß eine tatkräftige Bu sammenfassung des internationalen Broletariats nur er folgen fann unter Berüdsichtigung der tatsächlichen öfono< Die Berhandlungen mit ben Angehörigen des Infanterie. mischen und politischen Verhältnisse. Wir behaupten aber, regiments 21, die in der Nacht vom 20. zum 21 Ottober Thorn daß diese von den Gegnern des Anschlusses an die dritte berfaffen hatten, um sich mit dem Detachement to bach in internationale falich gedeutet werden. Von denen wird Stulmiee su vereinigen und mit biefem gemeinsam über die Grenze gefagt, der Schwerpunkt der wirtschaftlichen Entwicklung sei ins Baltikum zu stoßen, bauern noch fort. Der größte Teil der durch den Krieg nach den westlichen Industrieſtaaten vera gruppen hält hartnädig baran feft, nach Kurland zu gehen. Die hoben. Momentan hat es auch den Anschein, als ob das berhoben. Befehlstellen verfuchten bisher vergeblich, die Zeute richtig wäre. Sehen wir aber genauer zu, fo fann uns von ihrem Blan abzubringen. Das Detachement Rosbach befindet das Loch gar nicht entgeben, das diese Rechnung hat. Berfich noch in Sulmiee.- 3n Zoppot wurden diefer Tage brei hältnismäßig om günstigsten hat ohne Zweifel Amerika abOffisiere fetgenommen, die deutsche Soldaten für die geschnitten, und es ist sehr wohl denkbar, daß es in der Lage Armee Koltfarat augeworben hatten. war, nur aus feinen reichen Kräftereservoiren zu schöpfen, ber bedeutet das nicht auch eine zumindest indirefte Schwächung? Washington, 31. Dftober.( Neuter.) Das Repräsentantenbau hat mit überwiegender Die Nachyficht, die die militärischen Befehlsstellen mit Mehrheit die Entschließung des Senats angenommen, in der ber den Meuterern des Infanterie- Regiments 21 und des Rongres fich verpflichtet, bie Regierung bei ihrem Bor Detachements Roßbach üben, ist geradezu rührend. Seit der gehen in der gegenwärtigen industriellen Kriss zu unter Flucht find nahezu 14 Tage vergangen und die militärische # ügen. Wie das Reutersche Burcan aus Louisville metbet, Behörde bat es immer noch nicht fertig gebracht, die meu wurde dort ein Bataillon von Beteranen aufgestellt, ternde Truppe von ihrem Blan abzubringen. Dabei ist bas den Befehl erhielt, sich nach den Koblenfeldern von Weft die Sache höchst einfach. Die meuternden Truppen find nicht virginien zu begeben. Der Verwalter der Brennstoffe, Garfield, bon fich heraus auf den Gedanken gekommen, dem Stäuberhas angeordnet, daß das Rohlenverteilungsinftem, das während hauptmann Bermondt ihre Dienste anzubieten, fondern bes Krieges in Straft war, von neuem in Wirksamkeit trete. fie wurden von monarchistischen Offisieren, Für die Ausfuhr dürfte teine& able sur Berdie das baltische Abenteuer gutheißen, bur allerlei fügung fein berlodende Versprechungen zur Meuterei beranlagt. Die Truppen brauchen also blog dem Einfluß ihrer Führer entzogen zu werden, und alle Schwierig fiebt es dagegen bös aus. Da hat der frieg gar gewaltig Mit England, und ganz augenfällig mit Frankreich, am Lebensmart gegehrt. Fra freichs Existenz ist überhaupt nur noch wirtschaftlich gefehen eine fillive, Sein ganzer Seichtum besteht in dem, was wir ihm schuldig find Der Kapitalismus der ganzen Welt tit aufs beftigste er und voraussichtlich nur zum fleinsten Teil bezahlen tönnen. schüttert. Das tritt nur nicht überall fo augenscheinlich berbor wie in Desterreich und in Deutschland. Ein fo fest gefügter, qut burchorganisierter und gewaltiger Organis unter den schwersten Stößen nicht leicht zufammen, ber mus, wie das fapitalistische Wirtschaftssystem, stürzt selbst gerade diese Erkenntnis muß unsern revolutionären Eifer nicht zaubernd abwarten, bis es toieder ins Gleichgericht gekommen ist, sondern müssen wuchten, bis es bollends geStürzt ift. Ein monarchifischer Buffchplan in Wien. Feiten find behoben. Aber das ist es ja gerade! Man wil befeuern. Wenn wir sehen, das Syſtem wankt, dürfen wir Eigene Drahtmeldung ber 8reiheit. ien, 1. November. Auf dem fosialdemokratischen Parteitag machte Gense Friedrich Abler Enthüllungen über einen monarchistischen Butsch in Wien. Er stüßte fich auf ein geheimes Doku. ment, das der Volkswehr in die Sände gefallen ist. Der Plan ift von Offizieren ausgearbeitet worden und trägt das 2a. tum bes 25. Oktober. Die Absicht der Monarchisten gehz dahir, an einem benttage die Volkswehr zu entwaffnen unb su internieren. Als 2osung wurde der deutschnationale Kampfruf Seil" ausgegeben, als Feldgefchrei das Wort„ Sonne!". In Der Geheimkorrespondenz werden die Maschinengewehre als affer", Minenwerfer als Paprika bezeichnet. Der Butsch foll nachts 10 br beginnen und bis 8 Uhr morgens burchgeführt sein. den monarchistischen Landesverrätern nicht wehe tun. Denn fie haben ja am Ende nur dos getan, was jeder eingefleischte Militarist mit Jubel begrüßt. Der Wahlaufruf der französischen Sozialisten. Die Sumanité" vom 28. Oftober veröffentlicht den ufruf der sozialistischen Partei Frankreichs zu den Wahlen. Der Aufruf erinnert zunädyt an das ge meiniame Intereffe, das die städtischen Arbeiter und die Bauern, die Angestellten und die Beamten, das alle Sand und Kopfarbeiter vereinen müsse gegen über der geringen Babl der Besitzenden, in deren Hand die Produktionsmittel monopolisiert find. Den Gebel baben unfere ruffischen Sloffengenoffen, zuerft angefeßt. Saben sie sich zuviel zugetraut? Das faun man nicht behaupten. Ihnen blieb eben feine andere Wahl Der Gang der Ereignisse nötigte ihnen den gewiß, fehr ungleichen Stampf auf. Aber legt uns diese Einsicht nicht die pflicht auf, bort fo raich wie möglich die Sand mit ang legen, wo bereits Broletarierhände am Werk find? Und noch ein anderer Umstand zwingt unsern Blid in die gleida Richtung. Faffen wir den Grad der Erschütterung des Stapitalismus in den einzelnen Ländern ins Auge, so ergibt fich, bom Westen von Amerika fortschreitend nach dem Often, nach Rußland hin, eine stetig steigende Kurbe. Die öfilide Friedrich Adler fagte, bak für den Augenblid die Gefahr vor. Orientierung liegt also durchaus in der Stichtung des Der Wahlaufruf denkt an die furchtbare Schulb des fleinsten Kraftmakes. Mithin haben toir dort angupaden. fer fei, weil man den Plan in die Sände bekommen habe. Die Bürgertums, bas aus niedrigen Profitintereffen den fünf- Bleibt Sowjetrusland fiegreich, dann ist das für uns ein Situation würde sich aber im Laufe des Winters verschärfen. Die jährigen entfeglichen Krieg beraufbefchworen mefentlicher Stüßpunkt und ein Faftor für unsern Sie monarchistischen Streife rechnen vor allem damit, bie Arbeits. habe und das jetzt noch nicht einmal imftande sei, diesen Einmal soweit gebiehen, entroideln sich die Dinge mit Ipfen zu fich herüber zu ziehen. Es wurde eine fofortige un rieg zu beenden, das in einem wa bhwizigen rie- innerer Ronfequens weiter: die kapitalistische Herrschaft in terfuchung eingeleitet. Die Polizei nahm zahlreiche ausbensvertrag ben Reim zu neuen Striegen gelegt babe. ben mestlichen Bändern hann sich dann allein nid mehr suchungen und Verhaftungen vor. Gin ehemaliger Er spricht von der furchtbaren Finangfalamitat, in die fene aufrecht erhalten, Offisier geftand seine Mitwiffenfchaft Die Garnifon wird in Politik Frankreich hineingetrieben habe. Gestern Krieg strenger Bereitschaft gehalten. In allen Kafernen haben und morgen Bankerett", so heißt es in dem Aufrufe. Das Massenversammlungen ber Soldaten stattgefunden, wo bei der entschloffene Wille zum Ausdrud tam, jeben reat. tionären Butsch erbarmungslos nieberzuigla. gen. Der Vollzugsausschuß der Solbatenräte hat flammende Aufrufe erlaffen, in denen der Realtion erbittester Wiser Band angefündigt wird. Balfifumsdieber. Berordnung gegen die Balfifums ieber. Der Oberbefehlshaber Noste hat nachstehende Berorbnung erlassen: Auf Grund des Belagerungsguftandsgefeßes vom 4. 6. 1851 wird für den Landespolizeibezirk Berlin, den Stadtkreis Spandau, die Landkreise Teltow und Niederbarnim folgendes verordnet: Jede Unterftügung der im Baltikum befindlichen Regierungen und Eruppen, insbesondere burch Anwerbung, Lieferung bon Material, Baffen und Bebensmitteln, fowie burch Propaganda i berboten Bumiberhandlungen werben mit Gefängnis bis zu inem Jahr beftraft, foreit nach den hefteherbert Belegen eine höhere Strafe in Beiradit tommt. find die Folgen des Imperialismus. Mit flaren Worten wird die volle Sozialisierung gefordert. Mehr als jemals ist es tlar, baß bie nationale Sou veränität nur Wirklichkeit werden fann durch das nationale Eigentum. Arbeiter Frankreichs, übernehmt felber die Leitung der Führung und der Entroidlung der Broduftion. Wenn Ihr gefämpft habt, um die Unterdrüdung von außen abzuwenden, so setzt das Wert der Befreiung fort, indem Ihr die Nation von der Knechtschaft im Innern, von bem 3o der Ausbeuter Euerer Arbeit befreit." Folgende Forderungen stellt der Aufruf schließlich für das Attionsprogramm der Partei auf: Berteidigung des Achsstundentags und des Noalitionsrechts. Nebereinstimmung zwischen den politischen Einrichtungen mit neuen wirtschaftlichen Notwendigkeiten. Berftaatlichung aller Zransportmittel, Berfidierungen, groter abriten ufm. ben mms würde gegen uns mit denselben Mitteln borgeben, wie Sier fönnte eingewendet werden, der Ententefapitalis jest gegen Sowjetrußland. Dem ist entgegenzuhalten, daß eine Blockade um so unwirksamer wird, ie größer die Bal der Länder ist, auf die sie sich erstreden, foll. Beweisen aber nicht gerade die verzweifelten Anstrengungen, die die tapi talistischen Ententeregierungen machen, um Sowjetrußland demielben Edhidial zu überliefern, wie lingarn, daß ihnen das Waffer bereits an der Steble steht? Wir können also den internationalen Sozialismus gar keinen größeren Dienst erweisen, als indem wir uns sofort und mit aller Entschlossenheit auf die Seite der Moskauer Internationale stellen. Ob bei allen unferen Anhängern diese flare Erkenntnis beftimmend für ihre Saltung war, mag dahingestellt bleiben. Jedenfalls haben sie instinktiv den inneren Bu fammenhang der Dinge, so wie er oben dargestellt ist, geahnt. Daher die große Mehrheit für unsere Anschauung. Neben den streng wissenschaftlichen Gründen, die die Gegner unferer Auffassung ins Felb führen, werden noch Allgemeine brüstung in alle Diufier het Dould eine ganze Steihe von 8medmäßigteitsgründen ins Feld ge loub ben Anfang machen muk Unentgeltliche Einheitsfjule, fibri Dopo im nächsten Abjanit YX4074 drich Ebbr Bethmanns Begräbnis. Gerr von Bethmann bat eine fchlechte Breffe. Auf der Rechten wie auf der Linken steht man unter dem Eindruck, baß die Verhandlungen vor den parlamentarischen Unteruchungsausschuß ibn erledigt haben. Infähigkeit und Bmeideutigfeit-in diese beiden Worte läßt sich das Urteil Busammenfassen. daß die Oeffentlichkeit über ihn fällt. fionalversammlung ist am 30. Oftober auseinandergegangen, ren Schaden zu überwinden. Gelingt bas nit, To eft aud Sta ohne daß fie eine entsprechende Mitteilung erhalten hat, ohnehin schon schwer belastete politische Bilang im Often endgültig ohne daß ihr Gelegenheit gegeben wurde, fid) mit dieien Bu- su unsere Ungunsten ab." Dieses Bekenntnis des offistölen Organs ist außer standen zu beidäftigen.. Nicht genug damit; wie wir am Donnerstag abend be- ordentlich wertvoll. Beweist es doch, daß unsere fortgesetten richtet haben, ist bon dem Truppenbefehlshaber in einigen Anflagen gegen die Regierung und die militärischen Stellen Orten des Kreises Schmalkalden auch noch nach der völlig berechtigt waren, trotzdem die amtlichen Verfügung des Reichsvräsidenten der Belage- Stellen uns ihrenwegen dauernd anfeindeten. Wie viel Am sdyverften wird es natürlich den Liberalen und rungszustand verhängt worden, ohne daß dagegen Burgen und Eduvierigkeiten wären dein deutschen Volke ben Rechtssozialisten, den früheren Reichskanzler preisgu- etwas unternommen wurde. etspart geblieben, wenn die heutige Erkenntnis des offiziösen geben, denn er war ihre Hoffnung, ihre Zuflucht und ihre Wir sind nunmehr neugierig darauf, welche neuen Aus- Organs als Nichtschnur der Regierungspolitik gedien Entschuldigung. Den Vorwurf, daß sie Kriegs- und Er- reden die zuständige Stelle" erfinden wird, um diese fort- hätte! oberungspolitik unterstützten, haben sie stets mit dem Sin- gesette offene Berhöhnung der Verfassung zu beschönigen. weis auf Bethmanns angebliche Gegnerschaft gegen die pilde Bolitik der Militärs zu entfräften gesucht. Indem fie den Stanzler stügten, bereitelten sie nach ihrer Behaup tung die Pläne Ludendorffs und seiner alldeutschen Hintermänner. Jest geben sie, wenn auch zögernd, zu, daß sie ihr Haus auf Sand gebaut hatten. Haases Befinden. Das Befinden des Genossen Saafe ist andauernd sehr ernst. Die Aerzte waren var gestern abend etwas hoff Festzustellen aber ist, daß bei den Betrachtungen der nungsvoller als am Tage, fie verkennen aber nicht die noch Bresse das so außerordentlich belastende Grünau- Tele- immer sehr ernste Gesamtlage, Das Fieber ist am Abend gramm gar feine Berücksichtigung findet. Dieses Be- etwas zurückgegangen, Streben, den Beweis fir die Heuchelei der deutschen Regietung zu verschweigen, ist sicher verständlich, auf die Dauer wird sich das Wanöver aber nicht durchführen lassen, Das Telegramm, in dem die Friedensaftion offen als moralisde Rechtfertigung für die Aufnahme des rücksichtslosen U- Boottrieges bezeichnet wird, spricht eine zu deutliche Sprache. Das Räumungsabkommen mit Bolen. Raus aus dem Baltikum! Eine letzte Mahnung der Reichsregierung. Die Reichsregierung hat an die Truppen im Baltikum, sie sich nach wie vor weigern, dem Befehl zur Rückfehr Folge zu leisten, eine letzte Mahnung gerichtet. Sie weist noch einmal darauf hin, daß jeder Soldat, der am 11. November die deutsche Grenze nicht überschritten bat, als fahnenflüchtig erflärt wird und seine deutiche Staats. angehörigkeit verliert. In dem Aufruf heißt es sodann: Die Reichsregierung weiß, daß die verwerflichsten Jrrefühe Am 24. Oktober ist stoischen ben Bertretern der deutschen rungen angewandt worden find, um die Truppen im Baltikum von und der polnischen Regierung die Frage der irilitärischen Räuber Geimfehr abzuhalten und um weitere Decresongehörige her. mung der an Bolen abgutretenden Gebiete vertraglich geregelt beiguloden. Man hat ihnen gefagt, bie Reichsregierung müsse ja Aus der Fülle der für die Kennzeichnung Bethmanns worden. Der polnische Vormarsch wird am 7. Tage nach der unter dem Deud der Forderungen der Entente sich den wichtigen Verhandlungsergebnisse verdient auch noch eine Rieberlegung des Protokolls über die Ratifitation des Friedens. Anschein geben, als arbeite sie mit allen Mitteln auf eine Rätts andere hervorgehoben zu werden. Echon seit Beginn des vertrages durch die Hauptmädte in Paris erfolgen. Vom 1. bis mung Lettlands, und Litauens hin, im Grunde aber sei sie mit Rahres 1910 erkannten die maßgebenden militärischen In- zum 8. Lage wird ein schmaler Streifen südlich der Linie Schön- dem Vorgehen, wie es die Eiserne Division und ähnliche Verbände Stanzen den Krieg zu Lande als aussichtslos und fer- fee- Guinee- Bronberg- Nadel- Usch mit der Stadt Thorn betreiben, volstommen einverstanden. Das ist eine berten deshalb uneingeschränkten Gebrauch der Tauchboot- von den Bofen besett; Thorn wird am Wittag bes 2. Cages bon Lüge! Es gibt nur eine einsipe Poirik der Reichsvegierung in waffe. Der verantwortliche Staatsimann jab die unseil uns geräumt. Zwischen dem 4. und 7 Tage wird das gesamte Ab- den Oftfragen und die heißt: Geraus ans dem Baltikum! Alles bollen Folgen der Nachgiebigkeit an tyre Wünsche voraus. tretungsgebiet östlich der Weichsel besetzt, und zwar Culm am 6., andere sieht sie als eifte verbrecherische Abenteurerpolitik an, die Er war überzeugt, daß das 11- Boot den Sieg nicht bringen, Graubeng am 7. Tage. Westich der Weichsel roerben im gleichen jetzt schon das ganze deutsche Wolf in die schlimmsten Bedrohnisse Im Gegenteil burd) den Eintritt Ameritas in den Krieg die Beitraum Bromberg( am 4. Tage), Natel, Mrutschen und Wirsiz geführt hat und drauf und bran ist, weitere unembliche Schwierig Bage Deutschlands außerordentlich beridylechtern würde. und das Land nördlich davon bis zur Birte Culm- nördlich feiten und Gefahren heraufzubeschwören. Deshalt hat sie zu den Bempelburg befeht. Der 8. Tag tft allgemeiner Ruhetag. Swoi legten unerbittlichsten Wise gegriffen, um die Jeregejahra fchen dem 9. und 12. Lage werben wir das Gebiet bis zur Linie ten und Berleiteten in letzter Stunde zur Befiraming zu füblich Dirschau- Br. Stargard- zerst füblich Tuchel- südlich bringen: indem sie ieden für fobnenflüchtig und in fürzestem Vera Ronih räumen. Bom 18. bis 18, Lage wird das Land bis nörb fahren seiner deutschen Staatsangehörigkeit für verlustig erklärt, lich Berent von den Bolen befeßt und avischen dem 16. und 18. der nicht spätestens bis zum 11. November auf deutschen Boden Tage bas übrige abtretungsgebiet bis zum Meere. Die einzelnen auribgelehrt ift. Lozeszonen werben burd) Bereinbarungen zwischen den örtlichen beutschen und polnischen Kommandoftellen feftgelegt werden. Das Intreftreten des blommens ist bavon abhängig, daß ber Gesamtvertrag att Bolen guftande fomunt Was war ba bas natürlich Gegebene? Daß er seine ganze Straft mit bollet Ehrlichkeit für einen alsbaldigen Frieben einfeyte und daß er den Wilsonschen Anregungen ungefäumt entsprach Statt dessen mißbraudyte er die Frie bensbewegung, um gerade das vorzubereiten, was nach feiner eigenen Ueberzeugung den 8ufammenbruch herbeifübren mujte, Statt dessen behandelte er Wilsons VorSchläge„ bilatorisch und gab schließlich feine Bustimmung zu dem Schritt, ber bas Ende mit Schrecken unvermeidlich machte, Bevr v. Betbmann, jo meint bierenssettung". bleibe die Antwort auf die Frage schuldig, wie er denn den Prieg gewinnen ober auch nur hätte su Ende führen wollen, Bein, bas ft nicht ber springende Bunkt, Bethmann nußte bielmehr, daß der Strieg nicht au geoinnen war, und- die Frage, auf die er wie auf fo viele andere die Antwort faulbig blleb, ift die, wie er es mit feinem Gewissen verunt. worten fonnte, fich fenen Stellen au beugen, die ben ausfichtslosen Krieg berlängerten und dadurch die datastrophe um so funttbarer machten. Reichspräsident und Berfassung. Späte Erkenntnis. Vine Berliner Beihmg schreibt: Bir teben vor samverwiegenden Entscheidungen im Often. Die Räumung Bettlande und Sitauens durch die beutschen Trup pen i feit langem nicht mehr eine Brage militäri. fex et aber bez lehte t ber Demobilmachung, sondern eine Ungelegenheit von weitreichender, Deuts lanb und bleeft in tem haltenber Bedeutung geworben. Bei der Beurteilung der Wege, auf benen die Frage gelöst weren muh, hat ausschließlich die Südficht auf das deutsche Intereffe zu walten. Bieberbolt haben wir uns in den letzten Tagen mit Es kann nicht dem geringsten Zweifel unterliegen, daß, die bem Vorgehen in Westthüringen beschäftigen müssen, Berzögerung ber längst befohlenen Räumung nicht etwa aut Dort war erst twochenlung von den militärischen Befehls- den Ungehorsam abenteuerluftiger Solbaten, die im fremhabern der Belagerungszustand verhängt worden, den Lande bleiben wollen, allein zurückzuführen ist, sondern daß troubem die Berfaffung einen Belagerungszustand nicht führende Röpfe unter den Offisieren und aus mehr Bennt. Endlich om 27. Oftober wurde mitgeteilt, daß an beren Berufen biefe eigenartige Ronstru! Der heichspräsident auf Grund bes Art. 48 der Verfassung tion einer wiberfeblichen Truppe mit außen ben Ausnahme auftond über die Bezirle Streis politischen Bielen gefchaffen haben. Schleusingen, Landfreis Ohrbruf und Stadt Bella- Mehlis berbängt habe. Auch dieser Ausnahmezustand ist, wie wir piederholt nachgewiesen haben, verfassungswidrig; die Reichsverfassung fennt auch feinen Ausnahmezustand. Bestern abend wurde mun durch die B... folgende Mitteilung verbreitet, die sie von zuständiger Quelle erhalten baben wollen: Bas biese Streife toollen, ist in den letzten Tagen burch die Gründung einer weftruffifchen Regierung offen autage getreten. Man will von dem Westrande Rußlands aus die großrussische Idee militärisch und politisch nach Often tragen zur Vereinigung mit Denetin und Soltichat und zur Wieder aufrichtung des alten russischen Meich e 8." Die Soldaten werden sodann darauf hingewiesen, daß Sie mit ihrer Weigerung zur Rückkehr auch sämtliche Vera forgungsansprüche verlieren. Weiter wird ihnen der ich redliche Winter in Rußland vor Augen ge führt und die Gefahren, die fid daraus ergeben, wenn sie fern der Heimat weilen und von jeder 8ufuhr abgeschnitten find. Der Aufruf an die Truppen, so gut er auch gemeint sein mag, wird feinen Zoed verfehlen, wenn nicht in erftes Linie auf die Offiziere eingewirft wird. Denn Sie waren es, die die deutschen Soldaten für das Bera mondtsche Abenteuer überredeten. Sle find die, allein Echuldigen und müssen deshalb zur Berantwortung gezogen werden. Die Maßnahmen gegen ble furländischen Rebellen. Nach der Ankündigung der Regierung follen fämtliche Trap. pen, die nicht bis zum 11. Stovember die deutsche Grenge passiert haben, als fahnenflüchtig erflärt werden. Sie würden dem nach, wie in der halbamtlichen Deutschen Allg. 8tg." ergänzena ausgeführt wiro, zunächst ben für Fahnenflucht im Militärftrafe gesetzbuch feftgefepten Strafen unterfallen. Da es sich offenbas um eine von mehreren betabredete und gemeinschaftlich ausge führte Fahnenflucht handelt, tritt die Strafverschärfung des§ 79 des Militärftrafgesetzbuches ein. Das Mindestmaß, nämlich Ge fängnis von 6 Monaten bis zu 2 Jahren(§ 70), würde sich dann um die Dauer von einem bis zu 5 Jahren erhöhen. Wird die Bahnenflucht als im Felde begangen angesehen, so tritt statt des Gefängnises Buchthaus bon gleicher Dauer, gegen Mädelsführez und Anstifter Todesstrafe ein. Gegen Offisiere ist auf Entfer mung aus bem Geere, gegen Unteroffiziere auf Degradation und gegen fie rad gegen Gemeine auf Verfebung in die zweite Staffe des Soldatenstandes zu erkennen( 8 74). Das Blatt, in dem dieses vernichtende Urteil über die Radbem der Reichspräsident es fir erforderlich befunden baltischen Abenteurer und ihre hochmögenden Sintermänner Der angebrohte Verlust der Staatsangehörigkeit Hatte, über die Streise Schleufingen, Landkreis Obrdruf, Stadt gefällt wird, ist die balbamtliche Deutsche Allge beruht auf§ 28 des Reichs- und Stadtsangehörigkeitsgefebes vom Bella- Rebis gemäß Artikel 48 der Reichsverfaffung den Wus meine 3tg.", dasselbe Blatt, das seit Monaten das ben- 22. Juli 1918. Diese Vorschrift bestimmt:„ Ein Deutscher, bes nahmezustand zu verhängen, hat er die Ausführung bem teuer im Oflen und die Bersdavörung der deutsch- russischen, ohne Erlaubnis feiner Regierung in austamoische Staatsdienste Reichswehrminister übertragen. Unverglich, nach Neaftionäre mit liebevollen Augen verfolgt hat. Jebt er- getreten ist, fann feiner Staatsangehörigkeit durch Beschluß deg hem bom Reichswehrminifter die Melbung erfolgte, daß das Er flärt das Blatt die ganze Aktion im Baltikum als ein Sentralbehörde seines Heimatstaats berlustig erfärt werden, forberliche veranlagt worden fel, hat der Reichspräsident der abenteuer gefährlichster Art. wenn er einer Aufforderung zum Austritt nicht Folge leistet." tionalberfammlung die nach der Verfassung erforderliche MitDiefer Verbust der Staatsangehörigkeit erftredt fab sugleich auf hellung gemacht. die Ehefrau und auf diejenigen Kinder, deren gefeßliche Vertre trag bem Musgeschiedenen fraft elterlicher Gewalt gustebt, sobald fich die Ehefrau oder die Rinder in bäuslicher Gemeinschaft bes finden. Mit dem Fortfall der Staatsangehörigkeit entfallen naturgemäß alle aus der Staatsangehörigkeit oder Bugehörigkei zum Geere folgenden Berforgungsanfprüche. Wir stellen feff, baß auch nach diefer Mitteilung die Verfassungsverlegung fortdauert. Wir müssen, um den Bepeis bafür zu erbringen, noch einmal den Wortlaut der in Betracyt fommenden beiden Abfäbe des Artikels 48 der Reichsverfassung wiedergeben. „ Der Reichspräsident tann, wenn im Deutschen Reich die Offentliche Sicherheit und Ordnung erheblich gestört oder gefährdet wird, ble sur Wiederherstellung der öffentlichen Eicherheit und Ordnung nötigen Maßnahmen treffen, erforderlichenfalls mit Bilfe der bewaffneten Macht einfchreiten. Bu diesem 3wed barf er vorübergehend die in den Artikeln 114, 115, 117, 118, 128, 124 und 158 feitgefekten Grundrechte gang oder zum Teil außer Kraft feben. Bon allen gemäß Absatz 1 ober Absatz 2 diefes Artikels getroffenen Maßnahmen hat der Reichspräsident unverzüglich dem Reichstag Kenntnis zu geben. Die Maßnahmen sind auf Ber langen bes Reichstags außer Kraft zu sehen." Abgesehen von der Gefahr weiterer Repreffalien der Gntente gegen unser unglückliches Vaterland sei die Frage nur beleuchtet unter dem Gesichtspunkt der Interessen ber deutschen Oftpolitit. Geht die Entwicklung der Dinge so weiter, wie es beute den Anschein hat, so werden wir den Krieg mit 2itauen haben und damit die Ausmengung aller deutschen Elemente aus Litauen. Wenigen die Sträfte der- Zetten, Eften und Litauer nicht, um Bermondt aus den Bänbern au berbrången, so besteht festen Ondes die Gefahr, daß die Bolen zu Hilfe gerufe werden, durch Litauen burchmarschieren und unter diefem will. fominen Bormand ihre Einflußsphäre bis nach der Offfee aus. debnen un borit ein Biel erreichen, bas lie im Berein mit den rangofen thon längst erstrebt haben. Das deutsch- ruifische Unter. nehmen im Baltikum ist und bleibt daber bei allen guten Motiven serier Führer in Wirklichkeit ein Trebelhaftes Spiel mil den Interessen des deutschen Voffes." Die Selbst fasteiung des offigiösen Organs geht aber noch weiter. Die deutsche Näumung müsse mit Beschleunigung durchgeführt und die west ruffische Negierung dürfe weder mittelbar noch unmittelbar unterstützt werden. Ben den bolichemistischen Fronten. Aus dem Hauptquartier des Generals Juden itfd) to gemeldet, daß der belschewistifebe Gegenangriff bei Rranoje el o ale beendet angesehen werden müsse Judensch will wieder zur Offenfibe übergegangen fein, einige wichtige Gegen Buntte befebt und dabei Gefangene gemacht haben. Strasnajo Gorta foll nach einer Meldung aus Geffingfort ein gemeinsamer Angriff au Lande und zur See borgenommen worden sein. Englische Schiffe haben die Festung mit 15-3o geftübe bescholfen. Da das Wetter au unfichtig way, blieben die Erfolge aus, während die Bolschewisten durch wohlgezielte Echüfft die Echiffe zur Umfehr zwangen. Jm englischen Unterhaus wurden die Verluste der Engländer bei dem Vorgehen gegen Petersburg auf 84 Offiziere und 161 Mann angegeben. Nach diesen Bestimmungen hat also nur der Reichs präsident das Recht, die entsprechenden Maßnahmen zu treffen. Er darf sich nur der Silfe der bewaffneten Macht„ Dabei darf auch nicht außer acht gelaffen werden, daß schon bedienen. Was tut aber der Reichspräsident? Er verbingt eine awei deutige Galtung diefer Aftion gegenüber uns Die Armee Denitin will am 27. Oftober auf dem rechter einen berfaffungswidrigen Ausnahmezustand und überträgt mit Eicherheit auf lange hinaus bas Mißtrauen des lommenden bessen Ausführung dem Reichswehrminister. Erst nachdem Rußlands zuziehen wird. Deutschland muh daher seine Hände Flügel einen Erfolg über 7 bolfchemistische Divisionen davonge tragen und dabei 8000 Gefangene gemacht haben. Auf dem er sich also feiner Rechte begeben und die Meldung der unter- rüdfichtslos aus dem gefährlichen Spiel laffen. geordneten Stelle entgegengenommen bat, teilt er mit, daß Monate hindurch hat man die Räumung berlinten Flügel sollen die Bolschewisten von den ukrainifden er der Nationalversammlung die erforderliche Mitteilung 8 gert und es so zu einer Rrilis fommen laffen, bie nur Truppen des Generals Peiljura geschlagen worden sein. Auch im babon gemacht habe. mit äußerster Energie, verbunden mit großem diplomatı 8entrum will die Armee Denifins einen Erfolg davongetragen Das Ganze ist die bbantung ber 8ibil- fchen Gefchid, noch behoben werden kann. Nachdem die Dinge ein- und die Mäumung von Brianft, bem lebten großen Stükpunt bebörden vor dem Militarismus. Der Reichs- mal foweit gekommen find, nachdem insbesondere zahlreiche Offi- bor Moslau, erzwungen haben, eine Bestätigung der Nachricht bräsident mußte unverzüglich, das beist sofort, nachdem siere in vollständiger Berkennung der politischen Notwendigkeiten bleibt abzuwarten. er bon den ihm im Artifel 48 der Berfaffung zustehenden ble Truppen zum Ungehorsam ergogen haben, bedarf es einer Rechten Gebrauch gemacht hatte, die Nationalversammlung flarken Hand und nachhaltiger Einwirkung, um den bezwidelten babon in Kenntnis fehen. Das ist nicht aeldbeben. Die No Senoten zu lösen und die letzte Etappe des Weltkrieges obne iduweDie Offensive bez Roten Armee gegen ble Rollsdale Die Beißen Eruppen befindes fich am truppen hält an. dauernd im Rüdaua Neue Vorschläge der Unternehmer. Bericht der Streilleitung. ... Brunnen. Detta feru. 1 1, 16 telebsversammlung in den Bharufalen, Stüller. 142. Bergmann, Berlin. Am Montog Cartbungen unterschreiben un beat Versammlungelokalen. Samson- West. Montag, vormittag 11 1hr, Betriebsverfamm Lung in ber Cho- Fellow- Loge, Alte jatobftt. 128. Arschließerd davon Auszahlung der Streibunterstützung. Arvesenheit sämt licher Kollegen ist Bedingung. " Teute, einfließen. Diese widerliche und un moralische Spekulation auf eine UnehrenhaftigKleinbau Siemens- Edjudert. Montag um 1 Uhr Betriebs. Die Verhandlungen vor dem Schlichtungsausschuß zur feit, die in der Arbeiterschaft zum Glück nicht zu finden ist, benjammlung im Moabiter Gesellschaftshaus, Wicleffstr. 23. Dort selbit Abstenipelung der Streittarie. Eingruppierung der einzelnen Berufsgruppen in die fünf droht zuschanden zu werden durch die Haltung, die die ensammlung im Moabiter Gesellschaftshaus, Wiclefstr. 23. Dort Bergmann, Rosenthal. Montag, mittags 12 Uhr, Auszahleng borgesehenen Lohnflaffen nähern sich ihrem Ende. Die Rechtssozialisten nach dem Bericht über die Versammlung Schiedssprüche werden Anfang der nächsten Woche verkündet vom Freitag zu urteilen zu der Frage einnehmen. Und der Streifunterstützung bei Scheint und Bohne. Kontrollbarten werden können. Die parallel laufenden Verhandlungen darum die bewegliche Klage der Bourgeoisprcffe, daß die um 11 Uhr bei Bohne. Ohne Kontrollfarte und Mitgliedsbuch über die Bedingungen zur Wiederaufnahme der Arbeit ge- Rechtssozialisten sich durch die Unabhängigen und Kom- feine Unterstübung. Sämtliche Vertrauenslewe um 10 Uhr in Stro: Motal. 6. B. Goers A.-G. Glaswerk Sendlinger. Montag, vorm. stalteten sich bekanntlich sch: schwierig, so daß sich gestern munisten ins Schlepptan nehmen lassen". Die Unternehmer aber hatten für eine teilweise 0-1 Uhr, Quittungen für die Nachzahlung unterschreiben. Die auf Veranlassung der Streilleitung( Fünfzehnerfommission) die Parteien der U. S. P., der S. P. D., der K. P. D. und Wiederaufnahme, die sie auf solche Weise zu erzielen hojf: Rontrollfarten aller Streifenden, welche 18 Stempel aufineisen, der Demokraten gemeinsam mit diefer Materie beschäftigten, alles porbereitet, was ihnen notwendig erichien. So müjien abgegeben werden. Morgens 8 Uhr Sigung fämtlicher ten. Es wurde eine Verhandlungskommission eingeicht. beginnen fie jetzt mit der Befebung der Betriebe durch Funtionäre im Lindenpart". Montag, nachm. 2 Uhr, Betriebs. bersamining im Schloßpart Steglib". Dienstag von 12-4 Uhr Auf Veranlassung dieser Sommission fand gestern nach Militär. Die Betriebe der Firma Vorsig haben schon gestern Auszahlung. Mittwoch, 10-2 Uhr, werden die uitbungen der mittag unter dem Vorfiz des Reichswirtschaftsministers einen Schuß von 300 Mann Nosfetruppen mit reichlichem laufenden Woche unterschrieben. Donnerstag, 12-4 Uhr, Aus Schmidt eine Aussprache zwischen den Unternehmern und Zubehör an Maschinengewehren und Geschützen erhalten. zahlung ber genannten Rörperidaft statt. Die Unternehmer er- Inter Bedeckung von Bewaffneten, die von einer dem KaMärten sich nicht bereit, in die Verhandlungen einzutreten, pitaldienstwilligen Regierung zur Verfügung Jondern wollten nur den Vertretern der politischen Barteien gestellt werden, sollen also diejenigen arbeiten, die man für in Abwesenheit der Fünfzehnerfommission Informationen den Verrat an der Arbeiterfache zu gewinnen über ihre Haltung in dieser Angelegenheit geben. Im Ver- hofft. laufe der Diskussion gestalteten sich jedoch diese InformaDie Rechnung ist jedoch verfehlt. Der Arbeiterschaft Das Reichskabinett hat gestern, wie mitgeteilt wird, tionen zu Verhandlungen, an denen dann auch nach fünf ist die Situation flar. Sie ist sich ihrer Pflicht betoußt. stündiger Dauer die Vertreter der Fünfzehnerfommission und wenn noch etwas gefehlt hätte, um die Pläne der Unter in einer Sigung über die Verkehrsfrage beraten. Da die teilnahmen. Als das Ergebnis dieser Verhandlungen formu nehmer zu enthüllen und die Neihen der Metallarbeiter auf Berhältnisse im Eisenbahnwesen sich wesentlich verschlimmert lierten die Metall industriellen folgenden das engite zu schließen, so wird diese Lücke gefüllt durch haben, die Aussichten auf baldige Gefundung trübe find, er Gewalt soll scheinen neue, einschneidende Maßnahmen unausbleiblich, dieje militärischen Demonstrationen. um die Versorgung der Bevölkerung mit Startoffeln und Hausbrandkohle sicherzustellen. Deshalb wird der gesamte deutsche Reiseverkehr in der Bell vom 5.- 15. November stillgelegt werden. Die Verordnung der Reichsregierung lautet: Borschlag: Die Rechte der Arbeitervertretungen follen nach Wieber- helfen! aufnahme der Arbeit wie folgt geregelt werden: Die Arbeiterschaft pariert den Schlag am besten durch Die Arbeiterausfaffe treten in der unten ange- die rubige Fortführung des Kampfes, durch das einfache Versagen ihrer Arbeitskraft. Sält die Arbeiterschaft noch menige Tage geschlossene Front, dann ist dieser lette Trick des Unternehmertums verpufft gebenen Zusammenfchung fofort wieder in Tätigkeit. Ankündigungen. Die in einzelnen Betrieben mit ihnen schriftlich vereinbarten ober nachweislich von der Betriebsleitung( Direktion) genehmigten, über die gefeglichen Rechte hinausgehenden besonderen Befugnisse In der Bertretung bez ruciterschaft bleiben, fotveit fie bis sum usbruch bes Streifs in lebung waren, bis zum Infraft. treten bes Betriebsrätegefeges bestehen. Bon Die nächste Sigung der Fünfzehner- Stommiffion findet beute ba an gelten ble im Gefet festgelegten Rechte. Für die Mitgliedschaft im Arbeiterausschusnachmittag 2 Uhr im Sigungsfaal des Verbandshauses statt. Obleute der Streifenden! Die nächste Konferenz findet gilt nach dem Streit folgendes: Montag, den 3. November, nachmittags& Uhr, tm großen Saal der Sophien- Säle statt. Affumulatoren- und Labestation, Sanneverfche Str. 5. Mon. Infolge bes§ 14 der preußischen Ausführungsbestimmungen bom 12. 3. 19 zur Verordnung bum 23. 12. 18 müffen für Aus. schnmitglieder, die entlaffen waren, beren Stellvertreter ein treten, fobalb fie nicht nud) entlassen waren. Wenn fein voll. zähliger Ausschuß mehr vorhanden ist, muß au einem mit der Arbeiterschaft zu vereinbarenden Seitpunkt eine vorläufige Gr. hönaung in gebeimer, Wahl stattfinden. Wiebertuahi ift suläffig. Diejenigen Ausschußmitglieder, die nicht entlassen waren, nehmen fofurt thre Tätigkeit im Wusschuß wieder auf, and wenn sie am Streit betelllat waren. Der nach obigen Bestimmungen ergängte Ausschuß nimmt die Obliegenheiten ber gefeblichen Arbeiterausschüsse bis zu beffen Menwahl wahr, bie alsbald nach dem 15. Dezember vorzunehmen Einfellung des Reiseverkehrs vom 5.- 15. November. Auf Grund der die wirtschaftliche Demobilmachung betrefferta den Befugnisse wird nach Maßgabe des Erlasses betr. die Aufe Lösung des Reichsministeriums für wirtschaftliche Deawbilmachung bom 26. April 1919( Steichsgesebblatt Eeite 488) mli Rüdsicht auf bie Transportnot und die Verbesserung der Kartoffel- und Stohlena versorgung in Ucbereinstimmung mit den Eisenbahnverwaltungen ber Länder angeordnet wie folgt: 1. In der Zeit vom 5. bis zum 15. November 1919 einschließlich ist auf sämtlichen, dem öffentlichen Werfehr dienenden vollspurigen Haupt- und Nebeneisenbahnen der gesampe Vera tag, ben 8. nov., bormittags 10 Uhr, Betriebsversammlung imonengugvertebr einzustellen. Ausnahmen stub nus zugelassen zugunsten des unbedingt notwendigen Arbeiterverbehr Siemens- Elmo- Wert. Montag, den 8. Nov ,, nachmittags und des Boroctverkehrs der Großstäbte. 2. Nach dem 15. Robember 1019 bürfen auf den zu I 2 Uhr, B.triebsversammlung im Moabiter Stadttheater( Krone). Streifofal. 2. E. G. Apparate fabrit. Montag, den 8. Nov., nachmittags bezeichneten Bahnen bis auf weiteres filz den Bersonenverkehr bon 2-3½ Uhr Betriebsversammlung in den Whorusfälen, Mül- nur die im Interesse der Grhaltung des Wirte lerstraße. Wert Aderstraße. Bon 8½- 5 Uhr Betriebsverfamm. fchaftslebens unbedingt notwendigen 8age gee lung für Außenwerke. fahren werden. Flohr, Berlin- Wittenau. Montag, ben 8. Nov., 2% hr nachmittags, Betriebsversammlung in ben Bharusfälen. Buttke, Brandenburgstraße. Montag, den 8. Nob., vormittags 10 Uhr, Betriebsversammlung. Freund, Charlottenburg. Montag, ben 8. Nov., vormittags Bu biefen Borschlägen der Unternehmer wird die heute 10 Uhr, Versammlung aller Streifenden im Volkshaus Char. fattfindende Generalversammlung der Me- lottenburg, Rofinenitraße. Achtung, Metallarbeiter! Am Montag, 8. November, nach fallarbeiter Stellung nehmen müssen. Wir forbern unfere im Ausstand befindlichen Kollegen und mittags 6 Uhr, finder in den Pharus- Sälen, Müllecitc. 142, eine Vollbersammlung für sämtliche Hand und Kolleginnen erneut auf, bis zum Endkampf auszuharren op farbeiter und Arbeiterinnen nachfolgender Werte und sich durch nichts irritieren zu lassen. Die Arbeit wird flatt: in feinem Betriebe früher aufgenommen, bis die Fünfzehnerkommission sie durch die Presse bekannt gibt. Die Fünfzehnerkommission. Das Metallkartell. Medrige Spelulationen. Die Metallindustriellen, die nur energischem Zwange folgend in die Verhandlungen über die Beilegung der Bewegung eingetreten find, berfuchen ihren letten Trid, um entweder die Verhandlungen zu sprengen oder sie durch Ueberrumpelungen zu ihrem Vorteil auszunuben. Ihre Yebte Soffnung ist die Spaltung der kämpfenden Arbeiterschaft. Meffingwert, Reinidendorf, Berliner Str. 90-101. Mar Marz u. Berendt, Stephanstr. 60. Gebr. Böhler u. Co., A.-G., Quigomstr. 24-26. Eisenführ u. Co., Quißowstr. 29-30. Alfred Urbscheit, Quizzowstr. 51. Ernst Leuh, Birkenstr. 18. Elektrizität Baugesellschaft, Albrechtstr. 12. Beleuchtungsförper, Luisenstr. 85. Elektrizität Baugesellschaft, Luisenstr. 41. Schaefer u. Niston, A.-G., Schiffbauer bamm 1. Daimler, Marienfelde. Kollegen, die ihre Unterstübung noch nicht abgeholt haben, müssen diefe am Montag von 10-1 Uhr bei Brumm, Reichert, Ede Geneststraße, abholen. Snorrbremse und angeschlossene Betriebe! Montag, vormittags 10 Uhr, Betriebsversammlung, Germaniasäle, Chauffeeste. 110. Funktionäre früh 6 Uhr Lichtenberg, Streiffofal. im Lokal von Höflich, Oberschöneweide, Naiserstr. Auszahlung der Das Reichsverkehrsministerium hat die Durchführung dieses Verordnung zu überwachen. Berlin, ben 1. November 1919. Die Reichsregierung: Bauer. Schmidt. Bell. Durch die Einstellung des Steileverkehrs vom 5. bis 15. November erscheint das Stattfinden unseres für den 16. November nach Leipzig einberufenen Parteitanes start gefährdet. Wie wir erfahren, wird sich die Parteileitung jofort mit der Frage beschäftigen, ob seine Verichte. bung notwendig ist. Dabei dürfte zu beachten sein, daß auch nach dem 15. November der Bugverkehr in jebigem Umfange nicht wieder hergestellt wird, sondern daß nur die ,, im Interesse der Erhaltung des Wirtschaftslebens unbe dingt notwendigen Büge" gefahren werben, Endgültiger Frieden am 11. November. Amsterdam, 1. November, Auf eine Anfrage Lord Robert Gecil hat Germsworth im englischen Unterhause mitgeteilt, man hoffe, daß der Friedens. bertrag von Versailles am 11. November, bem Jahrestage bes Waffenstilstandes, in Wirtsamfeit treten tänne. Internationaler Kongreß der Geistesarbelt: t. Da die Organisation der Internationale des ... Dienstag. bormittags 10 Uhr, Betriebsverfammlung Ter jüngste Vorschlag der Unternehmer zue Frage der Wiedereinstellung der Arbeiter, der den Ausgangspunft zu erhöhten Unterstübung im Lokal Bürgerpart. Ohne Verbandsber neuen fritischen Situation gegeben hat, mutet den Ber- bücher feine Auszahlung. Anschließend Funktionärversammlung handlungsführern der Arbeiter zu, einer biebung der im Bürgerpark. bisherigen Arbeiterräte und Arbeiterausschiffe und einer Betriebsversammlung in Tabberts Walbschlößchen. Alle im Bes eine attive Tätigkeit eintritt, will die bekannte französische N. Frifter, Oberschöneweibe. Montag, nachmittags 8% Uhr. Geistes immer mehr aus theoretischen Anfängen heraus in Pleutahl in einer von den Unternehmern betriebe beschäftigten ne tellten werden ersucht, zu erscheinen. Gruppe" Clarié"( eine Bereinigung bekannter französischer timmten Form ihre Zustimmung zu geben. Es liegt A. Borsig. Maschinisten und Geizer aller Organisationen. Geiftesgrößen) alle unabhängigen Geistesarbeiter aller Länder der auf der Sand, daß die Arbeiterschaft ein solches Ansinnen Dienstag, vormittags 9 Uhr, Versammlung aller Kollegen im Welt auf einem Rongres bereinen. Der Kongreß soll in den unbedingt zurüdweifen mußte. Höchste Pflicht Lindengarten, Tegel. Nachträgliche Unterstübung boa 10 M. fo eriten Monaten des Jahres 1920 in Bern stattfinden. Ple einer in der Bewegung stehenden Arbeitergruppe war es fort dort abbeben. Die Kollegen des Gesamtbetriebes er. Fragen, die sich auf die Wiederaufnahme der internationalen Wes ban jeber, daß sie ihre Bertrauensleute schitte. ballen am Montag ebenfalls ihre Unterstübung. G. Lorens, Tempelhof. Betriebsversammlung am Dienstag, siebungen und vor allem die Freiheit ber Meinung bes Und es fommt nicht nur darauf an, daß die Bertrauens nachmittags 1 Uhr, Bodbranerei. Anschließend Auszahlung der ziehen, follen auf diesem Kongreß zur Verhandlung fommen. Die Jeute wieder in die in ihrer Gigenschaft als Vertrauensleute auf den Arbeitsplatz zurücffehren, den fie allen voran aheds Bahrung der Arbeiterintereffen verlaffen baben. Wollte bie Arbeiterschaft ihre Einwilligung dazu geben, daß die Streifenden Vertrauensleute infolge der Bewegung ihrer Rechte als solche entkleidet werden würden, so bebentete das nicht nur eine Demütigung der davon betroffenen Arbeiterräte, fondern die Arbeiterschaft würde sich damit felbst des Rechtes berauben, ibre VertrauensJeute zu einem Zeitpunkt und in einer Form zu wählen, Unterstüßung. Gruppe Clarié" bittet alle ähnlichen Bereinigungen, alle Schriftsteller, Künstler und Geistesarbeiter, die das gleiche Ziel berfolgen. an diefem Kongreß teilzunehmen und sich hierau vorher an die genannte Gruppe, Paris, 12 Rue Feydeau, au Swictufdh u. Go. Eibung aller Funktionäre am Montag, nach mittage 4 Uhr. bei Lehmann, Englischestraße. Auszahlung der Streifgelber Dienstag von 10-1 11hr. Mr. 1-325 bei Döbring. bone 328-1005 bei Menewald. Verbondsbuch und Kontrollkarte wenden. legitimiert. Anschließend daran Betriebsversammlung im Bollsbaus, nachmittags 2 Uhr, 3. W. B., Augellager, Wittenau. Am Montag, nachmittags 2 Uhr, Vertrauensmännerversammlung bei Winkelföffer, am Dienstag, vormittags 11 Ubr, Betriebsversammlung in Surt. manne Brauerei, Echarnweberstraße. am- Werfe! Montan, vorm.. 10 br. Wertrauensmänner. Schriften bie fie selbst bestimmt. Heber diese Angelegenheit gibi onfe und Farbarbeiterversammlung bei Somert, zur Frage der Internationale es für die Arbeiteridhoft feine Disfuifion. Str für ban? Menston Mustalund der latetit una bon 10-2 Uhr. artfopff- Arbeiter, Scheringstraße. Dienstag Auszahlung perrte. Mittwoch Auszahlung für Streifende. Ver. mitbrinnen .. G. Oberfchineweibe. Betriebsverfomntlung der gesamten Drahtfabrit Wittivodo, nadm., 2 Ilht. bei Wenfe, Siemensstr.& Ednvarsfovifarbeiter Wildar B... G. Montag, borm 9-12 1hr im Gafine Quittuneen unterfchreiben. Ludwig Loewe u. Go., Suttenstraße. Montag und Dienstag Quitungen unterschreiben. Kollegen, die nicht unterschreiben, er baiten diefe Woche tem Geld. Die Internehmer mußten das miffen. lind fie wußten es. Wenn fie trotzdem oder gerade des. balb ihren Voridilog machten, fo toten fie es in der Boffnung, damit 8wieipalt unter die Arbeiter zu fäen. Sie gaben sich anscheinend der Saffnung bin. daß der Kampf um die Wahrung der Rechte der alten Vertrauens leute einem Teil der Arbeiter als ungenügendes Cbieft Kir Verschärfung des Konflifts ericheinen würde. Eie rechneten wohl vor allem domit, daß jene Teile der Arbeiterschaft ein Werner, Warienfelde. Montag, 0 Ubr, Funktionär- Sipung. Eintreten für die mit einer verflairiulierten Maßregelung Betriebsveriammlung und Auszahlung um 11 Ubr. Mariendorf, bedrohten Vertrauensleute ablehnen würden, deren poli- hauffecitroke, marzer ler. Autogen! Montag, nadmittag br, in her Echuloula tliche Auffallung nicht mit der politilden tellung der Mehrzahl der Arbeiterräte und Ausschuhmitglieder über- Rummel shira, Marfbiireße 10-11, Betriebsverfamantung. Telefunken. Am Viontag, bormittags 11 Uhr, Aus+ iblung rinftimmt. Darum ließ man bei allen Auslaffungen in der ber Greitunteritügung in der Nationalbiele, mandanten Breife bbes und das über den Terror der Unabhängigen fraße 62. Wogeben der Kontrollferten zum Abbeben der Ertra und Rommunisten", geilbt besonders durch die Bertrauens- unterstützung von 10 Mart. Cone Sontrollarte gibt es lein Gelb. In den nächsten Tagen erscheint: ARTHUR CRISPIEN: Zur Geschichte der Internationale. Anhang: Literaturverzeichnis. Preis 1 M. ALEXANDER STEIN: Das Problem der Internationale. Anhang: Beschlüsse und Richtlinien der 2. und 3. Internationale. Preis 1 M. Weitere Hcfte in Vorbereitung. Bestellungen auf die helden ersten Hefte erbitten sofort Buchhandlung der Verlagsgenossenschaft ,, Freiheit" Berlin NW 6, Schiffbauerdamm 19 ich Ener Bonn DamenHemden aus feinfädigem Wäschestaff unit roicher, eleganter Stickerelgarnierung 29.50 JANDORF ( Charlottenburg) Belle- Alliance- Straße Große Frankfurter Straße Brunnen Straße Kottbuser Damm Wilmersdorfer Straße Baumwollwaren Hemdenfuch starkfädige Qualität... Meter 8.85 Renforce feindig. für Leibwäsche... Meter 9.75 Züchen verschiedene Muster...... 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Montag: Ein Traumsplet. Dienstag: Schloß Wetterstein. Mttwoch: Schloß Wetterstein. Donnerst Sch'oß Wetterstein. Freitag: Kameraden Sbd SchloßWetterstein Sonntag nachm.: Erdgeist. Abends: Ein Traumspiel. Montag: Schloß Wetterstein. Komödienhaus Nachm. 3 Uhr: Die Ehre. 18 Uhr: Liselott von der Plalz Berliner Theater 8 Uhr. Die tolle Komteß 7Uhr: DummelStudenten. Lessing- Theater Direktion: Victor Barnowsky. 3 Uhr: Der rote Hahn. 7 Uhr Fräulein Jalle. Der grüne Kakada. ( Tilla Durieux. Ilka Grüning, Dagny Servais. Fritz Delius. Hanns Fischer, Eugen Kiöpfer, Emil Lind, Conrad Veidt.) Mont. 76: Fräulein Julie.Der grupo Kakadu. Dienstag 7: Christa, die Tanio. Mittwoch 7 Fräulein Julie. Der grüne Kakadu. Donnerst 7 Fräulein Julfe. Der grüne Kakade, Freitag 7 Uhr: Peer Gynt. Sonnabend 7: Fräulein Julle. Der grüne Kakadu. Sonntag 7 Uhr Fräulein Julle Der grüne Kekedu. Montag 7 Christa, die Tante JANDORF gesäumt, ca. 48/110 JANDORF Walhal a- Theater Welnbergsweg 3 Uhr: Das Gesetz. 74 Uhr: Eine Frau wie Du. Theater am Kottbaser Tor. Tel: Moritzplatz 14 814. Jed. Abend 7h Ubr:" JANDOR Regenschirme für Damen, Halbseide, mit echten Horngriffen und seidenens Futteral Kinder- Swetter starke Qualität, einfarbig mit Umlegekragen, 3 Größen 10.95 12.95 14.95 JANDORF JANDORF Rose- Theater Residenz- Theater. 13 Uhr. Kabale u. Liebe. Stadtbahn Jannowitzbrücke 8 Uhr: Taglich D. höhere Leben Sonntag 4 Uhr: Der gute Ruf Mittwoch 4 Uhr: Rotkäppchen, Elite- Sänger Wintergarten. 9 enem. Mitgl der Stettiner Sänger. 3 Sonat, nebm Uhr ermas Preise( foll Abend- Programm) 1 Kind frei! Rauchen gestattet BIGthgen- Konzert. Beg. Zo Ubr. Vorverkt. 11-1% a 4-6 Ubr. Aeaes Programm. täglich 7 Uhr Varietévorstellung Rauchen gestattet. 7 Uhr: Das Gesetz. Apollo- Theater Friedrichstr. 218. Allabendlich 7% Sonntags 372 Die Welt im Jahre 2000 Sonntags 3 Jed. Erwachs 1 Kind frei. 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November Gepeltscht Sensationsdrama in 5 Akten mit Ria Jende Josef Peterhans, Fritz Achterberg Ferner: Wenn Freunde zu Rivalen werden mit Magda Madeleine und Ein Gaunertrick 6 and 8 Uhr Sonntags: Kindervorstellung Beginn 3 Uhr. MARMOR HAUS la beiden Theatern Berlins Tagesgespräch: DerKolossalfilm Pest in Florenz Kurtisanenherrschaft der Italienischen Renaissance Dentsen Künstl.- Theater Regler Otto Rippert Uhr: Dies iraq. Allabendlich 7 Cyprienne sopoldine Konstantin, Kuri Götz, Erich Walter Trianon- Theater. Bahnhof Friedrichs raße. Zentrom 4927. 2391. Taglich Maskerade. 18 Uhr: Sonntag 4 Uhr: Johannistener. Mitter, 4 Uhr: Schneewittchen, Königs adt- Theater Alexanderstraße 21 Leute Vorstellungen 131 klein Preise 172 ein Kind fre Varieté- Spielp an. Burleske.. Doktor wider Willen Casino- Theater Lothringer Sir, 87. Tägi. Uhe: Nur noch kurze Zelt Großstadt- Pflanzen Dazu Schwarzwaldbible Operettexakt mit Vikfor Litzek and nene erstid. Spezialitäten. 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Wrangelstrasse 53 Eingang Falkensteiner Strasse U1 Ohr, Sonntags ab 5 Uhr Im Kaffee bis einschiesslich Montag 1. Etage Das törichte Herz Musikalische mit Eva May & Die Hochzeitsraise Lustspie Darbietungen der allbekannten Kapelle Feige bel freiom Entree Detektiv Abenteuer in 5 Akten Hauptrollen: Max Landa Reinhold Schünzel Hanni Weisse ferner Das Werkzeug des Cosimo at Hella Moja. 4 630 830 Residenz- Lichtspiele Blumenstraße 10, Vorletzter Tax Erstaufführung Albert Bassermann in: Der letzte Zeuge PAUL CASSIRER AUSSTELLUNG AUGUST GAUL MAX SLEVOGT/ ZAUBERFLÖTE W. VIKTORIASTRASSE 35 Soeben erschienen: Karl Liebknecht ein unpolitisches Bild seiner Persönlichkeit von H. Schumann, mit 12 Bildern. Preis durch Nachn- 6.50M. Die Ankündigung, daß die Auflagenhöhe noch vor Erscheinen verdoppelt werden mußte, ist ein Zeichen des riesigen Absatzes des Buches. Liebknechts Familie hat dem Werke durch Veröffentlichung der wichtigsten Familienbriefe Liebknechts aus dem Felde und aus dem Zuchthause besonderen Wert verliehen. Jeder Freund, jeder Feind Liebknechts ist Käufer. Die Liebe des Spartakus Roman von A, Marquard. Ueber 300 Seiten. Preis durch Nachnahme 7 M. Spartakus, Führer der blutigen römischen Aufstände ist eine herrliche Romanfigur, Marquard versteht ihr Blut und Leben einzuhauchen, Hierzu kommt, namentlich mit dem Losbrechen des Aufstandes, eine flotte Erzählungsweise, die bis zum Schluß in spannendem Fluß bleibt. Eine geschickt verwobene Liebesgeschichte begleitet die sympathische Figur des feurigen Minglings. Es ist ein wirklich köstliches Buch. Nur schriftliche Bestellungen an Alfred Stuller, Berlin$ 59, Dieffenbachstr. 62 JANDORF JANDORF 28.75 18.95 JANDORF Bildungsausschuss U. S. P. Neukölln Sonntag, den 9. November. In der Aula der Realschule, Boddinstraße Russischer Abend Mitwirkende: Herr Theodor Fleck( Klavier) Pri Ingeborg Heidberg( Gesang) Prae Gertrud Eysoldt( Deutsches Theater,( Rezitation Anfang 7 Uhr. Eintritt 1 Mk. Eintrittskarten sind zu haben in der Buchhandlung Preiheit", Schiffbauerdamm 19, im Bureau Neckarstraße 3, in der Spedition Neckarstr. 2 und bei allen Mitgliedern des Bildungs- Ausschusses. Männergesangverein ,, Liedertafel Berlin- West" M. d. D. A'S. B. Chormelster Fritz Stempel Sonntag, den 9. November, abds. 5% Obr im großen Saale des Gewerkschaftshauses Engelufer 15 Vokal- und Instrumental- Konzert anter Mitwirkung der Konzertsängerin Frau Herta Geipelt sowie einer Künstlerkapelle. Nach dem Konzert: Ball Eintritt 1.50 Mk. Ruder Verein ,, Vorwärts" Heute, Sonntag um 4 Uhr Unterhaltungsabend im Bootshause. Stegen Besuch erwartet Der Borstand. இரசம் Musikhaus A. Guddat Neukölln. Berlin Straße 47/48. Sonntags geöffnet. Geigen, Mandolinen, Lauten. neue u. eingespielto. 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Rohr, Nanayastraße 90, und Heinze, Brunnenstr. 131, beziehbar. Jeder alte Damen- u. Herrenhut wird wie nep! Großes Lager von bliligen Samt, Volour- und Fülzhüttes Hutumpresserei Schkolnik& Wurzel Hauptgeschäft Swinemünder Str. 74 Weißensee Sedansin. 9. Fl. Rathenow. Schit Nr.-5S1. Erste Beilage zur.Lrelhest". SmiMg, 2. WvMher F W Baiufa und Aussuhrgewinne. H. F. G. Bei der dritten Lesung des Etats hat Herr Erzberger wieder einmal eine große Rede geljclten. in der er sich mit dem Valutaproölem beschäftigte. Er meint?': je weniger� über die Valuta geschrieben und geredet und je mehr gearbeite: werde, desto besser stände es um die Valuta. So wenig wir diesen StaiÄpimkt der Nichteinmischung und Nichtfontrolle durch die Oefsentlichkeit zu teilen vermögen. so wenig können wir auch anerkennen, daß Erzbergers drei posiltve Abhilfevorschläge geeignet sind, das Problem voll- kommen zu lösen. Er trat u. a. dafür ein, daß die Waren- erzeugung möglichst gesteigert werden müsse. So richtig dre Tatsache an sich ist. so fehlt doch zugleich der Hinweis. daß gegenwärtig die Ausfuhr deutscher Erzeugnisse eine Quelle der Verarmung der deutschen Volks w i r t- schaft und. eine völlig unberechtigte Bereicherung der aus- führenden Interessenten ist. Die deutsche Nusfuhrindustrie verschleudert die kost- baren deutschen Aussuhrgüter, unsere einzigen wirksamen Valutastützen, zu Spottpreisen, gemessen an den Preisen in den fremden Ländern. Dadurch stürzen sie die deutsche Valuta immer tiefer in den Abgrund; streichen aber tvotz der Schleuderpreise mühelos Riesen gewinne in ihre eigenen Taschen— wieder zum Schaden der Allge- meinheit und zum besonderen Schaden des arbeitenden Volkes. In der Abendausgabe der„Freiheit"' vom 18. d. M. ist bereits am Beispiel der Stabeistnausfuhr gezeigt worden, auf welch)? Weise hierbei mühelos Niesengewlnne gemacht werden. Heute und wir in der Lage, über ganz ähnliche Zustände in der K a l i i n b u st r i e zu berichten, die namentlich in Frankreich lebhaften Unwillen erregt haben. Im August d. I. kostete eine Tonne Reinkali ab Werk im Elsaß 180 Francs, und etwa 200 Mark in Staßfurt. Unter Berücksichtigung deS gewaltigen Unterschied- im Wert eines Francs und einer Mark etwa auf einem neu- trafen Markt, erhielt das Kalisyndikat für jeden Francs etwa 2 Mark 14 Pfg.(Stand vom Juli d. I.). Um die elsässi'che.(baliprodiiktion zu verdrängen, braucht das Kali-' syndikat nichts weiter zu tun. als in Frankreich oder auf französischen Absatzmärkten die Tonne Kali für 130 Francs anzubieten, d. h. um 50 Francs niedriger alz de? Preis de§ elsässischen Kalis. Diese 130 Francs stellten damals (im Juli) in Deutschland einen Wert von etwa 278 Mark dar! Also trotz des für die Frcmzo-sen katastrophal niedri- gen Schleuderpreises von 130 Francs die Tonne, noch ein Riesen gewinn für di« Taschen der deutschen Kaliinter- bssenten. In den EtaLSdebatten seines Ministeriums streifte Minister Schmidt eine Möglichkeit, die nach seiner Meinung diesem Mißstand abhelfen könne.„Es müsse er- wogen weäden. ob nicht einzeln« Industrien dazu übergehen sollten, eine Preiskontrolle einzuführen." Der' Zentrumsvedner Brauns meinte, man müsse nach und Mich die Inlandspreise steigern. Den Standpunkt des an soziale Rücksichten nicht gebundenen Unternehmertums vertrat der Redner der Deutschen Volkspartei, Hugo: „Das Hinaufsteigen zum Weltmarktpreis muß bald erfolgen, namentlich mit Rücksicht auf die Quzus- waren." Di« Wirkung dieser so wenig erfreulichen Debatte auf die um ihr« Extraprofite bangenden Unternehmer läßt nicht auf sich warten. Man beginnt sich noch enger zusammen- zuschließen, um� gemeinsam noch größere Wuchergewinne einheimsen zu können alz bisher. So sehr sie vordem für Schleuderpreise nach dem Ausland zu haben waren, so sehr propagieren sie nun den Gedanken einer Ausgleichung ihrer in- und ausländischen Verkaufspreis« an die Weltmarkt- preise. TaS kann natürlich nur geschehen, wenn sie alle ge-! meinsam vorgehen. Die weitere Verschlechterung, die unsere Markvalula im September und Oktober erlitten hat. würde ja das Geschäft für sie außerordsmüch einträglich gestalten. In völliger Verkennung der Mittel, die diesem Feld- zug der nur auf ihren/Profit bedachten Unternehmer wirk- sam begegnen könnten, empfehlen die amtlichen Stellen für die Ausfuhrregelung den Industrien, von den ausländischen Empfängern Bezahlung in ausländischer Währung zu fordern. Wir bekommen zwar auf diese Weise einige ausländische Devisen(d. h. Zaylungsmitlel. die im der Währung der fremden Länder ausgestellt sind), die wir zur Bezahlung unserer Rohstoff, und Lebensmittel- cinfuhren gut brauchen können; aber der ganze Stutzen des , Geschäfts, der Vorteil aus dem weiteren Rückgang der ! Valuta'fließt voll und viel einfacher, als bei Zahlung in ' deutscher Mark, nur in die weit geöffneten Taschen der Exporteure. Wenn jemand Mitte August eine Rechnung über 10 000 Schweizer Franken ausgestellt hat. und Ende Oktober das Geld empfängt, so bedeutet das für ihn ein glänzendes Geschäft, denn er hat mühelos ein Viertel oder ein Dritte! des Betrages gewonnen. Mit der Forderung nach Bezahlung rn fremder Währung ist gar nichts erreicht. Wesentlich ist ledig- lich die Höhe des Prerses der auszuführenden Güter. Und hier müssen die Maßnahmen der Regierung einsetzen. Unter Aufsicht des Reichswirtschaftsmimsteriums müssen Ausschüsse für die einzelnen Aussuhrindustrien ge- bildet werden, bestehend aus der gleichen Zahl Vertreter der Arbeiter und der Unternehmer, sowie der organisierten Verbraucher der einzelnen Industrie- zweig«. Diese Ausschüsse müssen allwöchentlich die Preise sowohl für die im Inland als für die im Ausland abzu- setzenden Erzeugnisse festsetzen. Der Inlandspreis muß auf den Gestehungskosten beruhen und von ieglichem direkten Einfluß des Valutastandes unabhängig sein. Der Auslandspreiz dagegen muß auf dem jeweiligen Stand der Valuta'in dem betreffenden Ausfuhrland beruhen. Der durch den schlechten Valutastand erzielte Mehrerlös ouS den Auslandsverkäufen darf nicht in die Taschen des Exporteurs fließen, sondern muß r e st l o s dem Staat zur Verfügung stehen. Zentraler Z-usammsnschluß der Aus- fuhrindustrien zu Verkaufssyndikaten, sowie sclxrrfe lieber- wachung der Ersenbahngutertransportze über die Grenzen bilden die selbstverständliche Ergänzung dieser sofort zu et- greifenden Maßnahmen. Barfellag der L.S.B. Bayerns. (Eigener Bericht) Nin 27 und 38. Oktober wurde in Nürnberg der zweite Lcmde?p:ochcn, was bis dahin verhindert«ovden war. Es muß festzestellt werden, daß der erste Anstoß zum Blutvergießen von der Rechten erfolgt isi. Di« durch den Putsch vom IS 4 in München hervor- gerufene Empörung unter dcv Arbeitern machte jede Vermittlung zur Unmöglichkeit, so daß et schließlich zu dem ftirchtbaren Blut- Sad dsr Ma'tage kam. In dar von unserer Partei heraus- gegebenen Broschür»„Die Münchener Tragödie" ist ein anschauliches Bnd dir damaligen Zeit gegeben worden. Der Geiselmord, den wir auf.i trief sie verabscheuen und ve-r- urteilen, ist nur aus der Erd-Nerung über vorangegangene Talen 5er Nostetruppeu zv erklären und kann in keinem Falle mir der bestialischen Nicdermetzelung der 21 katholischen Gesellen verglichen werben Zu vielen Hunderten zählen die Todesopfer, zu Tausenden, die der Klassenjustiz zum Opfer ge- fallen sind upd in den Gefängnissen schmachten. Die politische ll n t e r d r u u u n g hat einen Umfang angenommen den wir kaum je erlebt haben, und all das war einer sozialistischeu Regierung vorbehalten. Die RechtSiozialisten Rordbaycrns haben eZ unZ in ben_ entscheidenden Stunder, der Ausrufung de: RäverepubliI unmöglich gemacht, eine e:n-'7eitliche proletarische Kronr in Bayern herzu- hellen. Diejenigen von uns, die später eine Vermittlung an» strebten, um.das B'uwergießea zu vcckindsmr. verfielen ebenfalls der Rache par Reaktion, indem man sie nachher monatelang in den Gefängnissen festhielt. Troüdvm die Organisation an viqle» Orten durch diese Ereignisse erschüttert war. crotz der Verhaftung und Ermordung der Führer endeca!». die Gemeindewahlen mit einem glänzenden Erfolg für uns. Erst mach diesen Bahlen gingen ww an unsere organisatorische Arbeit, durch die eine einheitliche Politik erst ermöglicht werden kann. Heute ist unsere Partei ein politischer Fai'vr, der beachtet werden muß. Der parlamentarische Sozialismus bat seinen Bankerott erlebt. Die RechtSsozialisten sind zu Steigbügelhaltern der Reaktion, des Zentrums, geworden. Bald wird es heißen: Der Mohr hat seine Schuldigkeit getan, de: Mohr kam gehen. Aber wir hoffen, daß die bürgerlichen Parteien ihre Rechnung ohne den Wir: gemacht haben. Die kommenden Monate müssen den Vorbereitungen für die zukünftigen Wahlen gewidmet sein, und außerdem müssen wir sür jede Situation gewappnet sein. Keine JllusionSpoliuk, feine Politik, die mit falschen Hoffnungen arbeitet, das soll die Lehre sein, die wir aus der Münchener Tragödie zu ziehen haben. ,Weg vom Anarchismus— durch zum Sozialis» m u s. Den Bericht der LandtagSfraktion«wjitattet G«- nasse G o ß'! e r. Den Bericht he; LairdeSfekretariatS erstattet Cenoss« Soldmann. Die M i tg!i ede r zahl hat sich seit dem Frühjahr vervielfacht. Wir haben in Oberbaverri 18 285 Mitglieder in 4Z Ortsgruppen, in Schwaben-Reuburg 4900 Mitglieder in 16 Ortsgruppen, in Niederbayern?C00 Mitglieder in 31 Ortsgruppen, m der Oberpfal, 31C0 Mitglieder i« 43 OrtZyvuppen. in M-itie'franien 3209 Mitglieder in 41 Ortsgruppen, in Overfranken 6000 Mitglieder rix 85 Ortsgruppen. in Unterfranken 4799 Mitglieder in 42 Ortsgruppen. Einen Kassenbericht vorzulegen, ist mir zur Asit leider nicht möglich. da mehrere Kreisleitungen im Rückstand urit�ihren Wrech- nungen geblieben find. Unser Aufstieg in Bayern ist geradezu glänzend zu nennen. Wir müssen aber weiter energisch und mit aller Kraft arbeiten, um unsere Sache zmn Siege zu führsn. Di» Debatte. Kämpfer(München): Die Ausrufung de? RätevevuSM und die ihr vorangegangenen Ereignisse geben uns wichtige?lufschlüss» über das Problem: Massen und Führer. Für die Arbeite» klass« gibt eS kerne Niederlagen, deq» die pro> letarische Bewegung ist unausrottbar, au! der Mißerfolgen schöpft sie ihre Lebren. B l u m e n t r i t t(Hm): Daß die Gcgenrevvlutl-on wächst, zeigs das immer frechere Verhauen de: bürgerlichen Parteien des Land»> tage?. Wenn wir die Massen revclution leren wollen, so ist bk. rheoretische Aufklärung über die Zusammenhänge und die so- zialisiische Durchbildung unbedingt notwendig. Räch der De&adre wurde beschlossen, daß stch der LandeSvor- stand aus fünf Mitgliedern zusamMsnsrtzcn soll, von denen drei au» den Kreisen der Münchener Genossen und zwei ans dem Lande zu wählen sind. Hierzu sollen noch Vertreter der sieben Kreise hinzukommen, um- in entscheidenden Fragen m't Sdi-iiim- recht mitzuberaten Ferner wird beschlosssn. daß der LandeKOor- stand und-da» LandeSselretariat in München seinen Sitz haben soll. Ueäer Demokratie und Diktatn. referiert B l u m t r i t t(.Hvf): Dte Auffassungen von dem Wesen der Demokratie sind ganz verschieden, je nach dem, welche? K! a s s e n: n t e r e l'se man vertritt. Dem Bürgertum ge- nügen die äußeren demokratischen Formen, unter dem eS am besten das kapitalistische AusdeutungSshstom Verberg«-!, kann. Für 25) ! Erregung, zorniger Selbstverachtung und fplternden Zwei- ! feli. Wahrlich ein treffendes Bild, das jenem Dichter ge- Symbol des mutwilligen kleinen Iimmie higgins. __....».,. Gottes gefunden hatte, der sich an Ahnungslose heranschleicht Roman von upton sinclatr. und ihnen den spchen, schmerzenden Pfeil mitten: ins Herz An» dem Manuskript übertragen von Hermhnia Zur Mühlen, schießt. Tat Erwachen der amerikanischen Ar-� Am ärgsten deuchte Jimmie, daß er Lizzie nichts davon be i re r s cha f t als Nachwirkung de» Weltkrieges und i erzählen konnte; die erste Sorge in vier Jahren, die er der russischen Revolut'vn wird in diesem Roman sichte- Ojzjsix nicht bekannte. Er empfand ein Gefühl der Beschä- tisch geschild-rt. Unsere n e u h i n z u t r e t» n d e n 2ls er daheim ins Best kroch, als habe er Lwie � tr n e"-v in.."�2 v gegenüber ein Unrecht begangen, und doch wußte er nicht, öincinftnüeru jimmie JÖißflinS ein gluct3•■..., v..)?-■<_ c. n-.\,»»s».l. lich verheirateter, bescheidcn dahinlebender, amcrikaw worin dieS Unrecht elH-ll.uch b-sstt>nd. unv wie er �es e. scher Arbeiter, der bei Ausbruch de» Krieges in die sozialistische Bewegung bineingerissen wird, die gegen die Pcrstrickuna Amerikas in das bluttge europäische Gemetzel protestiert. Inmitten.jerner Arbeiterzcnossen und gegenüber den kapftalistisöhen Gewalthabern mit ihren Söldlingen wird dieser einkoche Proletarier Jimmie HigginZ in seinem dunklen Drange, in seinen Lechen und in seinem sieghasten HeroiSmuS zum Symbol des KlasfenkompseS. Sein mann- hafte» Eintreten für die Freiheit und gegen di« Ber- fiwaltigung durch den Krieg uich die amerikanische.' avitalS- und Polizei schergen hat ihm au? einem sozio. listi schon Protestmeeting mit anderen»Streikhetzern' Perhastung und Gefängnisstrafe eingetragen. Nach seiner Entlassung-«uS dem Gefäng.tiS siebt er sich von Unternehmern auf die„schwarze Liste" gesetzt und sin- bei nur mit Müh« für täglich zwei D ossär Arbeit etwa» außerhalb seiner Stadt Leesville in einer Fahrrad- Handlung, die einem alten Deutschen namens Kumme gehört. Er lernt in Versammlungen di« Hübsche Steno- graphistin und radikal« Frauenrechtlerin Evelyn BaSkervill« kennen. uru> eS droht dadurch ein Konfl-kt mit seiner Lizzie. die eine gute HauSsrau und Mutter ist. aber weder Zeit noch Sinn für die Politik und sozialistische Agitation ihre» Manne« hat. Ummie strebte seltsam bewegt heimwärts. Was ihm aefÄehen war. haben seit Jahrhunderten die Dichter zu schildern versucht, dach kannte Jimmie Higgins keine Dichter- warte, und deshalb war ihm die Sache ganz neu; er mußte allein mit ihr fertig werden. Ihm war zumute wie«wem Schulknaben, ber in einem Leintuch hvchgeschlsudert wirb; er war die Beute äußerster Bestürzung und Angst, Hoffnung vermeiden können. Nicht'er hatte die junge Feministin fo reizend und ljcb und aufrichtig geschaffen; nicht er war schuld am Dasein des kleinen Gottes, noch hatte er das Tist. für dessen Pfeilspitze gemischt. Nein, eine Macht, gewaltiger als er selbst, hatte diese Situation vorbereitet, eine grausame. unerbittliche Macht, d!» sich gegen den häuslichen Frieden verschwört; vielleicht steht auch dies« Macht im Sold» dtzs Kapitalismus, der dem Propagandisten sozialer Gerechtigkeit die Seelenruhe mißgönnt! Jimmie versuchte seine Seelen kämpfe zu verbergen, und da er— armer naiver Kerl! nie im Leben etwas zu! verbergen gehabt hotte, mißlang eS ihm völlig. Schon bei d«r nächsten Versammlung tuschelten die Frauen, Genosse Higgins habe sie enttäuscht, sie hatten geglaubt, er sei völlig! der guten Sache ergeben, nun aber mußten sie erkennen, daß> auch er wie die übrigen Männer ist, die sich durch ein' hübsches, lächelndes Gesicht den Kopf oerdrehen lassen. Anstatt seine Arbeit zu verrichten, laufe er dem BaSkerville-' Mädchen noch, verdrehe die Augen wie ein Mondkalb und mache sich zum Gespött der ganzen Versammlung. Dabei sitzen seine Frau und seine drei Kinder zu Hause, erwarten ihn und glauben, er rackere sich für den Sozialismus ab. Als die Versammlung zu Ende war. und Genossin Baskcrville! sich van Gerrity heimbegleiten ließ, war die Enttäuschung des Genossen Higgins so offensichtlich, daß alle Anwesenden darüber lachten. V. Um des öffentlichen Anstand eS willen mußten die Frauen der Ortsgruvpe zu diesem Skandal Stellung nehmen. Etliche Jfflfc.«-hnsttcht. g�rz�TfT'mij«uflchUm«, kllMHer limn mmdste» war«»&efer-..Sfe&äfe sich M sprechen zu haben, sucht«! sie am folgenden Tag Lizzie auf und rieten ihr, öfter zu den Ver'amnkiungön zu kommen und sich mit den Ideen des radiralen Feminismus vertraut zu machen. Als Jimmie am Abend heimkehrte, fand er seine Frau in Tränen aufgelöst vor, und es tzntspann sich zwischen ihnen-ein« höchst unlieb jame. schmerzliche Ss�ne. Tie arme Elisabeth Husyar hatte nie Gelegenheit ge- habt, sich mit dem Programm des Feminismus zu befassen. Ihre Ideen über wilde Ehen stammten aus einer ganz anderen Welt, einer Welt, deren Ideen nicht neu, soid-ern im Gegenteil irrall und höchstens im Sinne der Vsrderbtheit „fortschrittlich" waren. Sie beurteilte Jimmies Verhalten nach ihrem alten Maßstab und war nun verzweifelt, außer sich vor Kummer und Schande. Er ist also auch wie die übrigen Männer, und sie hatte geglaicht, er sei eine Aus» nähme. Er verachtet sie— eine Frau, die er sich aus dcxn Bordell geholt. Jimmie stand da wie erstarrt; er hatte nie daran ge- dacht, daß aus den Augen einer Frau solche Tisänenbächs zu stürzen vermögen, noch daß seine brave, breitg.-sichtige, gute Frau so kläglich und verloren in ihrem Schmerz sein könne.„Ich wußte eS ja., habe es immer gewußt, daß es so kommen wird. Ich hätte dich nie heiraten sollen, habe es dir immer gesagt."„Aber Lizzie"— beschwichtigte sie der Mann—. du irrst. Das hat ja gar nichts damit zu tun.� Sie wandte sich ihm jählings zu, die Finger gekrümmt, als wolle sie ihm die Augen auskratzen.„Du wirst doch nickst behaupten, du würdest diesem jungen Ding da nachlaufen, wenn du nicht eine Frau von der Straße hättest. Wäxe ich eine anständige Frau, und du wüßtest, daß ich recht habe...* „Lizzie!"— rief er bestürzt—„hör mich an...'* Doch ließ sie sich nicht unterbrechen.„Alle sagten, ich sei eine Närrin, dennoch habe ick dich geheiratet, weil du mir geschworen hast, es mir nie vorzuwerfen. Und dann habe ich dir Kinder geboren.. Lizzie fuhr mit dem Arm über die schlafenden Kleinen, als wolle sie diese von der Erde fori fegen, auf die sie ein grausamer Irrtum gebracht hatte. Jimmie junior erwachte, sein Instinkt wehrte sich dagegen. von der Erde gefegt zu werden, er begann zu heulen. Nun ftelsg auch die beißen«ndsse« em: noft bmütm-rss? tofst. -WT voller Äehltz. . ßolgt.� uns Bann es aber Demokratie erst dann geben, töenn Surch Sent Sozialismus die wirtschaftliche Gleichheit der Menschen bergestellt ist. Deshalb müjjen mir einen scharfen Unterschied wi chen bürgerlicher und proletarischer Demokra ie machen. Wer diesen Unterschied verkennt, und glaubt, daß mit den Formen der, bürgerlichen Demokratie der Sozialismus herbeigeführt werden kann, berläßt den Boden des laffentampies und wird aus einem revolutionären Eo gialisten ein Reformist. Das ist heute bei den Rechtssozialisten ber Fall. Die Stämpfe, die sich heute zwischen uns und ihm abpielen, baben, wie Sie wissen, bereits in Friedenszeiten in der fozialdemokratischen Burten eine große Rolle gespielt. Die Ne formisten haben die fozialdemoftra ifdhe Battei bon innen aus gehöhlt, während sie vermeinten, die bürgerliche Gesellschaft aus. suhöhlen. Die Taten der Rechtssozialisten zougen boute davon, baß sie mir mit den Lippen den Sozialismus wollen, sich aber batsächlich mit der Bapitaliſtiſchen Geſellſchaft abgefunden haben. Darüber herrscht natürlich große Genugtuung bei der deutschen Bourgeoisie. Ein wie gewaltiger Motor der Geschichte die Difta migt nicht, Brabo git rufen, föenn Sas Wort: B. Infernationale, groter Wolfe Haben wonen Menschen, ble d fällt. Rußland und Deutschland sind wirtschaftlich ein Nichts Bergen wohnen und in größeren Städten, und nur zu einem gang gegenüber England und Amerita. Dort wird der Entscheidungs- verschwindend kleinen Teil auf Brotgetreide produzierendem Flach. lampf über den Sozialismus geschlagen werden. Wir müssen land. Deutschösterreich allein tunn nicht leben und unser erster eine revolutionäre Internationale schaffen, dür. Gedanke war, alles zu unternehmen, um den Anschluß an ein fen uns aber dazu den Weg nicht vorzeitig berbauen. Gegenüber Da ein Zu anderes großes wirtschaftliches Gebiet zu finden. der fommunistischen Partei ist eine gewisse Vorsicht geboten, denn es gibt Strömungen darin, die Berührung mit reaffionären Ele. sammenschluß mit den Sufzeisionsstaten unmöglich war, forder menten haben, z. B. an die deuriy- völfische Richtung. ten wir den Zusammenschluß mit der deutschen Rezt blik. Es ist leider anders gekommen. Wir mußten uns der Gewalt der Waffen fügen. Der sogenannte Friedensvertrag hat gegen un entschieden. Schmid( Dachau): Die weite Internationale tommt für uns selbstverständlich, nicht in Betracht, wir dürfen aber gegen über der dritten Internationale nicht allein das Gefühl ent scheiden lassen. Die Judenhete müssen wir energisch bekämpfen. Das Kapital ft weder jüdisch noch christlich. DO Unter diesen schweren Verhältnissen mußten mit arbeiten as wir innerhalb dieses Jabres an sozialpolitischen Gefehen geleistet haben war viel mehr, als früber in Jahrzehnten ges schaffen wurde. Wenn aber dieses Deutschösterreich das Unglüd haben sollte, allein zu stehen wenn der Anschluß an ein großes Wirtschaftsgebiet verweigert wird, tann ist nicht abzusehen, wie es sich aus dieser wirtschaftlichen Erniedrigung jemals erheben fönnte. Die Mäche, die uns diesen Frieden auferlegt haben, wortung auf sich geladen. Wir geben aber die Hoffnung nicht auf, daß der Tag des Anschluffes fommen wird, da man einsehen wird, daß man auch und Gerechtigkeit widerfahren lassen muß. Sente( Parteivorstand): So begreiflich es ist, daß fo viele von uns mit heißem Herzen für die dritte Internationate ein treten, so sehr ist es notwendig, mit fühlem Stopf die geschicht liche Bage, in der wir uns befinden, in Betracht zu ziehen. An die zweite Internationale denkt fein Mensch, denn die is: tot. tur fein fann, das haben Wir wollen eine neue Internationale gründen, hinter wir in den ersten der aber die großen Massen der Arbeiter in allen Industrieländern Bochen nach der Novemberrebolution erlebt. Damals hatten wir die Ditta air des Proletariats: Der Achtstehen. Deshalb dürfen wir nicht furzerhand uns für die dritte haben eine große Schuld und zugleich eine große Verant Stunden tag murde eingeführt, die Koalitionsfreiheit hergestellt, Internationale entscheiden, che wir nicht in Genf den legten bie Arbeitslosenunterstütung bet ligt, die politischen Rechte für Berjuch unternommen haben, die reformistischen Mid tungen her beide Geschlechter in weitestem Waße ausgedehnt, d. h., ein großer auszudrängen. Dieformen bedeuten nur dann ein Aufgeben des Teil der sogenannten prattischen Honderungen des Erfurter Pro affenfampfes, wenn man auf die Revolution verzichtet. Das gramme wurden im Wege der Diftatur veravirklicht. Beute ist hat Rosa Luxemburg in ihrer belannten Schrift Reform oder bie fogenannte Demokratie daran, diese Errungenschaften nach Revolution" ausgesprochen. - nach zu beseitigen. Die sogenannten Voltaurteile durch den Blumtritt tritt. in feinem Schlußwort für Beteiligung Simmmzettel tönnen für uns nicht maßgebend fein, solange die am Genfer Stongreß ein. Erst dort können die Entscheidungen Großbourgeoisie und das Banttapital durch unge meifene Geld. fallen, welcher Internationale wir uns anschließen wollen. mittel und mit Hilfe ihrer Bresse die Massen nach ihrem Willen Es folgt die Abstimmung über die Anträge. lenkt und beeinflußt. Die Demokratie Foantre che und Nordameritas tann nicht unser Ideal sein. Wir sind zunädyt Sozia listen und erst als solche Demofraten, das müssen wir festhalten, wenn wir das Wesen der proletarischen Diktatur enfennen wollen. Diefe bedeutet nichts weiter als/ oie laffen Herrschaft des Proletariats nach Eroberung der politischen Macht. Dann eben wird das Prole. tariat unumschränkt regieren, wie heute die Bourgeoisie unumschränft regiert. Es ist aber main zu glauben, mie es die Rechtssozialisten tun, daß eine fog a Listische Parlamen: smehrheit ohne weiteres die Macht hätte, im fozialistischen Sinne zu handeln. Wie gewaltig die Macht des Kapitals ist, ersehen wir aus dem schweren dampfe, den Sowjet Rußland zu führen hat. Wir wissen, daß die Methoden der russi fchen Revolution bei uns nicht angewendet werden können. An bere Verhältnisse erfordern andere Mitfel. Wir wiffen aber auch. baß der Bürgerkrieg, den wir, wie jedes Blutbergießen, berab schenen, nur dadurch entsteht, daß die Stapital ſtentlasse ihre wirt schaftliche Macht gegen den Willen der Voltamassen nuit den brutalsten Mitteln der Gewalt aufrecht erhalten will. Ueber bas Verhältnis ber... sur. B. D. und N.. D. referiert Roempfet( München): Der Grund der Spaltungen, in denen fich zur Zeit die deutsche Arbeiterklasse befindet, ist in der tiefgehenden Gärung der Massen zu suchen. Auch innerhalb der drei bestehenden Barteien spielen sich Stämpfe ab, und bei Teiner von ihnen tann man von einer flaren eindeutigen Politif sprechen. Wenn wir aun praftischen politischen Handeln kommen wollen, so müssen wir versuchen, die Grundlagen für das Handeln gegenüber diesen Parteien zu finder. Die rechtssozialistische Partei hat sich au einer ungeheuren Wablmaschine entwideli, in der nur ein geringce geistiges Leben zu finden ist. Die Zentralleitung dieser Bartel hat alle Macht. mittel, insbesondere die Bresse, in der Hand, wodurch die einzelnen Mitglieder vollkommen willenlos werden. Der Deformismus, ber innerhalb dieser Partei den Ton a.igibt, hat zu der Theorie des Sozialverrates geführt Wlan schiebt die sogenannten Allgemein interessen bor, weil man au feig und zu schwach ist, den Klassen. Lampf zu führen. Man weiß nicht oder man will nicht mehr wissen, daß es in der Klassengesellschaft teine Algemeininteressen gibt, sondern daß das gesellschaftliche Geschehen das Ergebnis der amischen den feindlichen Klaffen stattfindenden Nämpfe ist. Der Blaube mancher unserer Genossen, daß die rechtssozialistische Parr. tei noch einer Wandlung fähig ware, tann zu schweren Ent. täuschungen führen. Der 4 August 1914 war der Schlußpunft des inneren Umwandlungsprozesses, durch den die sozialdemokratische Bartei sich der tapitalistischen Gesellschaft anpaßte. Die heutige Koalitionspoliti! mit den bürgerlichen Parteien ist nur die Non sequenz aus dieser Tatsache. Die rechtssozialistische Partei ist ein Bestandteil des alten Deutschlands, das heute unter anderer Firma wieder aufgelebt ist, sie gehört zu den Schuldigen des Weltkrieges. Deshalb ist die Schuldfrage für uns der Brüfftein für die Auseinandersetzung mit den Methoden und dem Wefen bes laiserlichen Deutschland. Gine Koalition mit der rechts fozialistischen Partei in irgend einer Form muß daber unter allen Umständen abgelehnt werden. Das hindert aber nicht, daß wir mit ihr, wie auch manchmal mit bürgerlichen Parteien, bei Abstimmungen zusammengeben fönnen. Jedes Kompromiß aber, das unsere Handlungsfreiheit beeinträchtigt. ift geeignet, den Marungsprozeß in den Massen zu stören und aufzuhalten. Die Unzahl von Strömungen, die innerhalb der fom mu nistischen Partei bestehen, machen es uns sehr schwer. eine flare Stellung zu ihr zu finden. Als einer Partei aber, bie unter der infamsten Verfolgung au leiden bat, müssen Dir ftets unsere proletarische Solidarität ihr gegenüber betonen. Sobald die kommunistische Partei dozu kommt, Vertretungen in ben Parlamenten und Gemeinde aten zu erhalten, dann wird fich ein enges Busammenarbeiten mit ihr ohne weiteres ergeben milffen. Auch bei öffentlichen undgebungen, Versammlungen ufw. tönnen wir au einem gemeinsamen Vorgehen mit der R. B. D. lommen, wenn die örtli.ben Umstände dies irgendwie gestatten. All das soll uns aber nicht hindern, Tendenzen in der , B. D., die unseren Anschauungen zuwiderlaufen, energisch zu bekämpfen. Das gilt besonders gegenüber allen Bersplitterungslichen Idealismus, den wir bei vielen Genoffen der R. P. D. finden, mit der flaren Erkenntnis der wirklichen Tatsachen, dann wird sich mit unserer Partei die von uns so fdmerzlich ersebute Einigung des deutschen Broletariate bollaieben. Die Debatte über diese Punkte befchäftigte sich zunächst mit ber Stellung zur Internationale, Wir geben daraus das Fólgende wieder: einlein( Fürth); Wir müssen ble rebolutionären Arbeiter aller Länder in der Internationale vereinigen. Zu die fem Rivede müffen mir rad Genf geben und den Ausschluß ber deutschen Rechtssozialisten durchsetzen. Roenig( ugsburg) tritt für den Anschluß an die britte Internationale ein. Wir würden sonst ins Schlepptan ber Reformiffen geraten. B Die Ortsgruppe Gönga u beantragt, der Parteitag wolle befd ließen, den Anschluß an die dritte Inter nationale zu vollziehen. Bayer( Nürnberg): Ich bitte um's Wort zur Geschäfts. ordnimg. Freund( als Vorsitzender): Wir sind in der Abstimmung. ich tann niemand das Wort geben. Der Antrag Schongau wird mit 66 gegen 62 Stimmen an genommen. 29 Genossen haben sich der Stimme enthalten. Bayer( Nürnberg) zur Geschäftsordnung:„ Ich habe im Namen von 25 Delegierien zu erklären, daß wir an der Abstim. mung nicht teilgenonumen haben als Protest dagegen, daß eine solch wichtige Frage nach völlig ungenügender Plärung zur Gutscheidung gebracht wurde. Wir sind der Anfichyt. daß wir erst dann endgültig einen Entschluß fassen fönnen, dem wir auf bem Genfer Kongreß Gelegenheit gehabt haben, Freund: Ich muß Bayer erwidern, daß ich nach der Ge. fdäftsordnung nicht anders verfahren konnte und den Antrag aux Abstimmung bringen mußte." Die Lage endgültig zu flären." In den Landesvorstand wurden hierauf Unterleitner, Berkel und Hedwig Kaempfer aus München, Blumtritt( of) und Simon( Nürnberg) gewählt. Goldmann führt das Amt des Landessekretärs weiter. In einer Resolution wird die Empörung des Barteitages über das Urteil im Gesellenmordprozeß ausgesprochen. Ein anderer Antrag fordert die Genossen auf, den 7. November durch Arbeitsrube zu feiern. In einer Erflärung wird die Sympathie mit dem revolutionären Broletariat Rußlands ausgesprochen. Schließlich protestierte der Parteitag gegen die Verschlechterung in der Be handlung der Festungsgefangenen. Deutschösterreichischer Parteitag. Eigener Drahtbericht der Freiheit. Wien, 1. November 1919. Weber bie parlamentarische Tattit spricht Genosse Scip. Am Tage des Berfalls der Monarchie war die wichtigste Aufgabe der Sozialdemokratie, nicht nur zu verhindern, daß das Proletariat in den Zusammenbruch hineingezogen, sondern daß auch für die Demokratie und den Sozialismus bas möglichste getan werde. Der Kampf, der innerhalb der Arbeiterklasse tobte, war der Kampf zwischen den sozialen Idealen, denen wir bei der steigenden Macht des Proletariats jo nahe schienen, und zwi schen der nüchternen Wirklichkeit, awischen unserem beigen Sehnen, Begehren und Wollen und zwischen der Möglichkeit der Erfüllung dieses Sehners ob der Parteivorstand den Lockungen Folge leisten follie oder ob Es ist damals darauf angekommen, er nüchtern zu ermessen habe, was erreichbar ist und dieses Er reichbare mit aller Energie anguftreben. Wenn wir und die gefamte Bartei damals den Lockungen gefolgt wären, würden wir beute wahrscheinlich das Schidial Ungarns teilen. Wir mußten uns fragen, was fann uns der Boden Deutschösterreichs bieten, wie fönnen wir die Masse von 6% Willtonen Menschen auf absehbare Zeit hin erhalten und die Produ! tion fortführen? Genosse Otto Bauer: Die Koalition ist für uns alle eine bittere Notwendigkeit Wir sind uns aber ebenso flar darüber, daß die Koalition an Bedingungen geknüpft werden muß, die sich mit unseren Grundsäßen und mit der Ehre der Sozialdemefiatie verträgt. Es ist ein selbstverständliches Prinzip der Demokratie, daß fie politische Flüchtlinge nicht an aufständische Säicher, an ausländische Suchthäuser ausliefert. Es wird die größte bebe getrieben, weil wir den Ungarn, die vor der konterrevolutionären Regierung flüchteten und den bayerischen Kommunisten ipl geboten haben. Dec Parteitag wird mit mir einer Meinung sein, daß es nicht nu unseren politischen Grundfäßen und der Tradition der Sozial demokratie entspricht, sondern daß es auch unvereinbar ist mit einer rebolutionären Partei, wenn sie einen Ausländer wegen eines politischen Delittes ausliefern würde. Wir könnten dann keinen Tag länger die Regierung unterſtügen. sehr ungleichen Dingen: nämiid von Wien und von der Deutschösterreich ist eine sehr mechanische Summe von zwe ändern unserer Machtpofition. In Wien ist unsere Macht sehr start. Anders sind die Machtverhältnisse in den Län dern, wo die Arbeiterklasse nur einen fleinen Teil der Bevölke rung bildet. Wir dürfen uns über die Lage nicht täuschen. Bon Ungarn femmt eine Welle der Stonterrevolution über uns. Wi überschäßen die Gefahr nicht. Wir wissen, daß jeder, der die Republif antasten würde, mit blutigem Stopfe nach) Daufe geschide würde. Die Koalition ist nötig. Doch ist es auch nötig, daß wie innerhalb der Stoalition star! sind. Diese Stätte haben wir nut wenn mir das Proletariat einig erhalten. Mag Adler: Es ist fein Geheimnis, daß die Partei die Rob wendigkeit der Koalition mit Unbehagen fühlt. Aber wir haben in ihr das tattische Mittel erkannt, die Macht des Proletariats zu erhalten. Es ist dies eine andere Koalition, als sie unter bürgerlichen Parteien geübt wird. In den Arbeiterräten hat sich überbies bas Proletariat seine revolutionären Organe geschaffen, bie dafür sorgen, daß die Stoalition die Kräfte des Proletariats nicht feifelt. Friedrich Adler: Wenn wir rüdschauend alle Gefahren, burch die wir hindurchgefommen find. uns vergegenwärtigen, fo müssen pir sagen: Es ist beinahe ein Wunder, daß es uns gelungen ist über dieses schwere Jahr hinwegaufommen ohne eine Niederlage bes Proletariate, und biee, weil wir uns in unserer politischen Tattit nicht haben abdrängen lassen von dem einzig möglichen Wege, der sich uns dargeboten hat. Wir sind auf dem Standpunkt geweien, daß die Regierung, die unter den gegebenen Machtverhältnissen geschaffen worden ist, teine fozialistiche Regierung sein kann. Was wir von dieser Regierung zu for dern haben, ist das ftrenge Festhalten an der Demokratie und der Mevublik. Es ist wichtig, daß die Genossen machtpolitijo denten lernen. Es tommt darauf an, wer die wirkliche Macht in Sänden hat. Daher ist es eine Grundbedingung der Koalition, daß verhindert wird, die Wehrmacht reaktionären Zweden dienst bar zu machn. Wenn wir nach Deutschland blirken, die dortigen lichkeiten leben, dann glaube ich, daß es der unheilvolfte Fehler traurigen Verhältniffe und die verschütteten Entwicklungsmög gewesen ist, daß dort die Armee ausgeliefert wurde und die bewaffnete Macht in die Hände der alten Offiziere gegeben wurde. Die Gefahren, die der Arbeiterbewegung dort drohen, gehen von biefem Imstand aus. Daher wird es unsere Aufgabe sein, den versuchen, unsere bewaffnete Macht der Dieaktion in die Sände zu spielen, unbeugsamen Widerstand entgegenzulegen. Webrreform fann leider nicht eine fozialistische Armee ere geben. Doch was wir fordern müssen, ist, daß sie eine republi fanisthe Armee ergibt und republikanische Wehrmänner find. für uns jene, die schon vor dem November 1918 Republikanergewesen sind. Die Darauf fonnte die Antwort nicht anders lauten, als sie gegeben worden ist. Da Deutschösterreich für sich allein nicht besieben tann, da wir an Nahrungsmitteln im Jahre laum den sechsten Teil unseres Vedarfes produzieren, da wir faum den Das Noalitionsregime fann von uns nur folange ertragen groangigiten Teil des Koblenbedarfe& selbst deden fönnen, da wir von den Rohstoffen das legte Stud Baumwolle merden, als wir bei den Thriftlichiozialen den guten Willen sehen, aufgebraucht haben, fönnen wir uns auf Experimente nicht fich auf den Boden der Republik zu stellen. Damit ist aber bas einlassen. Wir wären von aller Welt abgesperrt und Stampfbeil zwischen diefen beiden Weltanschauungen nicht be wären ein Opfer des fremden Idealismus geworden. Im Lande graben. Die Koalition ist eine Arbeitergemeinschaft für fonfrete bätte sich eine Stunterrevolution erhoben, die vielleicht mede. Höher aber steht die Arbeit für die Klasse, die Arbe noch schlimmer gewesen wäre, als sie heute in Ungarn ist. Wir für den Sozialismus. mußten also eitennen, daß wir das Höchste, was zu erreichen möglich ist, weitgehende Demokratie und ein Stüd fozialer Fortritt ift. Diesem Ziele haben wir uns tajch genähert. Wir haben in ber fürgeilen Beit die Demofratie restlich durchgeführt und Deutschösterreich aur modernsten Republit ge. Ichaffen. Vei unserem Handeln mußten mir an die Ichweren Opfer denken, die ein unbedachter Schritt foften fönnte. Denn es ist vollständig flar für uns: Deutschösterrein wird im Sozialismus nicht vorangehen. Das fönnen nur die reichen Robstoffländer, die Länder der entwidellen Produktionsträfte. Aus der Partei. Die Magdeburger Genessen zum Parfeltag. Die Magdeburger Genossen nahmen in ihrer General- Var fammlung Stellung zum Barteitag. Im Vordergrunde der Erörte cung stand die Frage der Internationale. Die Meinunges fnb geteilt. Eine Abstimmung wurde nicht vorgenommen. Dec Parteitaros belegierte fol in dieser Frage nach innertes Ueberzeugung bandeln können. 3 wurden zu der zunächst stattfindenden Delegiertenwahl ein Anhänger der 8. Internationale und ein Genoffe aufgestellt, der für Beteiligung an der Genfed Konferenz ist Wir tamen zu dem Scbluffe: fostal politif leiflen was Schwab( Mottern): Bei einer fo fchwierigen Frage wie möglich, ift, fosialifieren was möglich ist. Im übrigen bie ber Internationale fann ich mich nicht so turzerhand ent politifche Temotratie und das Proletariat pitisch in Frauenkonferenz bes Bezirks Groß- Tbfiringen. fcheiden. Die Frage bederf jedenfalls gründlichen Nachdenlene, den Besitz der Macht fetzen. Daher mußten wir uns auf den ehe man zu einer Entscheidung und Klärung fommen lann. Daß Boden des Parlamentes fteffen, und da wir nicht starf Am Sonntag tagte in Erfurt eine Bezirksfrauenkonferens, wir für unfere ruffischen Genossen die berglichfle Sympathie genug waren, um im Barlament die Macht allein zu behaupten, Bezirksselretar Geneffe dola beridtele u. a., daß der Bezirk empfinden, ist vollformen felbstverständlich. Deshalb wollen wir fo mußten wir den ameiten Schritt tun und uns mit den 11 607 weibliche Mitglieder hat, bon benen leider nur ein geringes aber die Fühlung und Beibindung mit unseren westlichen Ge- anderen Schichten des Bolles in die Macht teilen, Hätten wir Teil abonnent der Sämpferin" ist. Gin Obligatorium fei lebo nossen nicht verlieren. Jie allein übernommen, so wären wir schließlich bei der Nate. nicht au empfehlen. Genojjin 3o6n referierte über Brauen bittatur des Bro.etariats gelandet und dies hätte organisation and agitation", s reurde beichloffen, einen A um offenen Bürgertries neführt, ber felbſtverſiändlich agitationstommiffionen su schaffen. Die Befchidung ber in ers die Beschung durch die feindlichen Wächte heraufbeschworen hätte. nationalen Frauenkonferenz durch andere Delegierte als die bes Die Noalition ist ein Gebot der Bot, der wir uns Reichsausschusses wurde abgelehnt. Gine Genossin wurde a beugen und füaen mallen Deuils in Aixaverizelarus Bleichzoutmans, belaster reund( henberg): Wegen der Antenationale babe ich fdmer innerlich mit mir au fampfen gehabt und bin zu ber eberzeugung gelommen, daß es der schwerste Fehler wäre, fich mit tem Often zu verbinden, wenn man dabei die Fühlung mit bem Besten verliert. Wir müssen von allen Genoffen in dieser Suche ein aroßes Bezgnnvortlichteisegefil perianaen. a ae Otto Siegel Berlin, Gr. 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