Clnzelpreks 15 PMMg- 2. Jahrgang MttVoq, oen s. novemver 1919 nr. 556 /M 2�2< Msrgsn-�usgabs D» yjied?«**«rf�eiat merctn*«« 5«im» snb tntfrignj* 25« Sep�preis beträgt bei freier Kuftellu-az ia» yao» für— Metallkartell. Baztrlavarbaub bar iL tf. P. Verltn-Brandenbura. Konwumkstlsche Partei. Pvllzugsrat der ArbeiterrSle Erost-Berllns. Verschiebung des Varleilages. t,it Von der RetchSregierung MrfOgtM Sperrnog bei Per» W»«»ve-r«hrs vom 6. bis IS. November nötigt nnS, den für de» ZS. Noveolbe« einberufene» Parteitag am via« Woche zu vorschiebe«. Die Frauentonferenz kau» gleichfalls erst ein« Woche tpäter stattfinde». Da» Zeatral-Kowitee der U.E. P.D. Englische Zrledesseeüeizshell. Amsterdam, i. November. staut„New Dort Tribüne" meldet der Londoner„Daily Herald", er höre, daß die britische Regierung geneigt fei, de» Vorschlag einer stoosereaz zwischen Sowjetrußland und de» stlllüerte» in Erwägung zu ziehe». Sie Imchsühmsg des waffeuMsiallds- ad!omme»z. Ewe neue Note der Entente. B« r l i», 4. November. 'Gestern warte der deutschen FrieÄeukdrlegation in PariS et»« Not« des Oberste» RateS übersaudt. Die Slot« führt auS, daß, da drei der assoziierte« und alliierten Haust. mächte de» vertrag ratifiziert habe», der iu de» stch ußbesti«. mnngea des Friedenkverrrage» vorgesehen« Zeitvnnlt zur Auf- stellnng dez erste» ProtclollS gekommen fei. Di« Deutsche Regierung werde gebeten, daran teilnehme» z» wollen. Da jedoch von diesem Tage an der Bertrag i» Kraft trete und die Fristen laufen, so habe der Oberste Rat beschlossen, das Protokell erst den» aufzustellen, wen» die LuSsührung der Denrschland durch daS WaffeustillstaudSahkom««» übertragene» Berpflichtu». ge» geaau in einem zweite« Protokoll präzisiert sei. Deutsch» la«d habe aber«ine Anzahl der ihm auferleg. te» Servflichtuuge» nickt erfüllt. ES sei« noch Lokomotiven und Wage» zu lief er» Die auf russischem Gebiet befindlich« deutsche» Truppe» fei«»och nicht zurückgezogen. Die vollständig« Berzeichuisso der von de» Deutsch« beschlagnahmte» Gelder und Werte seien noch nicht übergeben, fühtu habe die deutsch« Echisf« 1» Seapa Flow zerstört- Auch in anderen Punkte», die detailliert auf. geführt stud» habe Teutschland feine Pflichte» nicht»der»icht voll erfüllt. Der Oberste Rat hat infolzedess««tue Reihe Ferne» stud Vis zu» 10. November bevollmächtigte Vertreter »ach Pari» zu eutfender, welche»it de» Vertreter» der alliiert« und assoziiert« Nächte die«it dem Inkrafttreten de» Friedens» pertrag«» erforderlich werdend« vebergangZSesti«münzen für die Abstimmungsgebiete usw. zn regeln Hab«. Der vollständige Text der sehr umfangreich« Note wird morg« veröfsentlichr werbe». Sle BaMwu-SommWou. Berlin, 7. November. Am?. November trifft hier die Interalliierte So«» Mission für da» Baltikum ein. Ei« besteht aus 25 Ossi» zier« und 50 Uutervffizier« und Mannschaften. Di« Kom» Mission will sich hier zwecks Jnformatia» einige Tage aufhalte«, um dann möglichst umgehend»ach dem Baltikum abzureisen. Der LSSlravsporl aus dem Vanikum. Berlin, 4. November. Noch Meldung«ne» vom Reichwrehrministerium in da» Baltikum«ntsandtm Offizier» haben sich bisher von den zn den Russen Übergetretenen Formationen insgesamt 5500 Mann zur Heimkehr enlschlossen. Die TranSportSewegung der zur Rückehr bereiten Truppen auS der Gegend von Schrillen soll nach Abschluß bei Bertrage» mit den Litauern am S. 1l. beginne«. Der palrlotische Wdel. T. U. Pari», 4. DtoHem'StX. Au* dem Friedhof von Prest he&en sich anläßlich der am ? llmheiligen-tag« stattgefuri denen Gedenkfeier für die gcsallenen Soldaten schwere Ztvi'ch nsälle ereignet. Ter sozialisrische Bürger. nv.üster von B est hielt eine Red« mit durchaus bolfchesrnstifchar(?) Tendenz, worauf er heim Verlassen der Tribüne mit dem Ruf Viv« I» France smpfangen und angegriffen wurde. AwuejNe—!u Lehrreich. Wie», 4. November. Die Amnestie.Borlags, welche der Natiovalversammlung «läßlich de» Jahrestage» der Proklamierung der Republik unter- breitet wurde, ist umfassender als alle bisherigen Amnestie«. Das ÄeWeu des Geusffeu Haafe. Der Zuffrmd dss Genoffea Haa's ist im allgemeinen mrvsrärchert. Die Temperatur betrug gestern abend 33.1, vo» Ltrasbestlmmnngen ausgestellt, darunter die AuS» der Puls zählte 118. Eii; Persuck», bei Fieber zu mindern. Ueseruug vo» fünf leichte» Kreuzer» und v»» 400000 Tonnen blieb leider erfolglos. Die Schmäckie des Pirtienten war »u schwimmend« DockS, Krönen, stchlepper» und Lagger». Auch besonder? groß. Gehermrat W i e s i n g beobachtet ständig soll die Besatzung der in Scava Flow, versenkten Kriegsschiffe Herz und Lunge des Genossen Haase, und hat wiederum zurückgehalten werden. Für de» Fall der Weigernn, sind Zwangs-. feststellen können, daß die Beschaffenheit beider Organe gut mpßnghme» apeebrobt, list. Heuix wir>» s�r Leiband wieder gewechselt. WM und TalM. Äöa N«b. Breissch�« Zunächst ein ernstes Wort an den Untersuch ungsau.»- schuß, ein sehr ernstes Wort: So wie gestern, darf es unter keinen Uniständen weiter gehen, sonst werden die Verhano» hingen zu einer Farce, in der der Ausschuß und die Nalio» nalverfammlung die ihn eingesetzt hat, die komischen Figuren abgeben. Die Warnung richtet sich in erster Linie an die Adresse des Vorsitzenden, des deutschnationalcn Abgeordnete» Warm.uth. Der leitete die Untersuchung nicht mehr, sondern ordnete sich dem Zeugen. Herrn von Bethmann Hollweg, unter. � Wir wollen nicht an seinem Willen zul Objektivität zweifeln. Aber man konnte sich am Dienstag des Eindrucks nicht erwehren, als leide sein Interesse nn der. Feststellung der historischen Wahrheit etwas unter dem Wunsch, die Vertreter des alten Systems nicht bloßgestellj zu sehen. Er hielt wichtige Fragen scheinbar für geklärt, wenn der ehemalige Kanzler und der ehemalige Smats- sekretär des Auswärtigen ihren Standpunkt zu den Dingen entwickelt hatten. Vielleicht irren wir uns auch, vielleicht reichen nur seine richterlichen Fähigkeiten nicht aus/ um Verhandlungen über Gegenstände von so gewaltiger Be» deutüng zu führen. Jedenfalls aber muß er mit allem Nachdruck darauf aufmerksam gemacht werden, daß.der Zweck der ganzen Uebwng nicht der ist, den Ministern Wil» Helms- II. Gelegenheit zn geben, sich durch einseitige Dar» stellung der Geschehnisse ttinzuwaschen. Aber auch die übrigen Mitglieder der Kommission sind von Schuld nicht freizusprechen. Ihre Fragen trafen gestern durchaus nicht immer die Punkte, auf die es ankam, und mittelbar förderten sie so die Verdunkelimgs. und Veo« schleierungsabsichten der Zeugen. Sie schwiegen oder liez-m vielfach die Präzision vermissen, die. notwendig gewesen wävs. um den Wortschwall der Aussagen zu dämmen und K baS herauszuholen, worauf es wirklich ankam. Es Hand öle sich, so begann der Vorsitzende ganz zu- treffend, um die vollständige Beantwortung der Kernfrags» auS welchsm Grunde das Friedensangebot der Mittelmächte vom 12. Dezember 1916 erfolgt sei. trotzdem die von der deutschen Negterung selbst, angeregte Friedensaktion tor der Tür stand. Bethmann hat inzwischen die Akten studiert,. und die Voraussetzungen für einen klaren und eindeur.ge» Bescheid waren also gsgeben. Aber genau wie das lctzm Mal. geht der Zeuge um die Klärung der Angelegeiiheuen herum und rede: viel, weil er nichts sagen will. Vom französischen Diplomaten, dem Prinzen von Talleyrand, stammt das Wort, daß die Sprache den.. Menschen gegeben sei, um ihre Gedanken zu verbergen. Der. ehemalige Reichskanzler mag sonst wenig von dem Fron- zosen haben. So besitzt er sicher nicht die Anpassungsfähig- keit des Mannes, der nacheinander, der Revolution, Napo» leon. den Baurbonen. und dem Orleans diente. Das be» weist schon die nicht ohne ironischen Unterton vorgebrach s Bemerkung, daß er sich noch nicht ganz in die neuö p,i it hineinfinden könne. Das eine jedoch hat er von Talleyrand gelernt: Man kann viele Worte machen, um die G?daakcn. und nicht die Gedanken allein, sondern auch die Tatjachen zu verschleiern. Seine � allgemsme Haltung war eine andere als am letzten Freitag. Damals gab er sich gedrückt und verarg'.t. diesmal trat et selbstbewußt, ja geradezu Herausfordert:) auf. Wahrscheinlich haben ihm seine Freunde zu dieiee Veränderung der Methode geraten. Er hatte nach.einer ersten Vernehmung eine schlechte Presse. Gestern ging jcin Plan offenbar dahin, sich wenigstens die Sympathi-n der Rechten zu erobern, und er war klug genug, zu begreifen, daß sich dieses Ziel am besten durch daS Schwenken der nationalen Fahne erreichen lasse. Mit Pathos erklärte er, als � von den_ fluchwürdigen belgischen Depo r- t a t i 0 n e n die Rede war, wir sollten die Verbrechen!. wider das Völkerrecht nicht nur bei uns. sondern auch bei den Feinden, besonders bei den Engländern, suchen. Diese Phrase fiel wie manches andere auS dem Rah. wen einer Zeugenaussage. Hier wäre eine ernste Rüge sehr am Platze gewesen, und wir hätten die Feststellung für angebracht gehalten, daß der Ausschuß die Pflicht habe, die Leistungen und Versäumnisse der deutschen Politik ans Licht zu ziehen, und daß es nicht des Zeugen Sache sei, ihn sozusagen in Anklagezustand zu verletzen. Natürlich ist es sehr beouem, der Frage der belgischen Deportationen und ihrer Wirkung auf die neutralen Mächte i mit sentimentalen Betrachtungen über die Sünden der.. Feinde aus dem Wege zu gehen, unb das Bethmannsche Ma- l növer wird seine Wirkung überall dort nicht verfehlen, wo. man vor den eigenen Untaten den Kopf in den Sand zu Jjkrferi vLegt� Aber ou- d-L Steift idialfen lallai sich dies» K'oSerTraäjliflfeiten ans sosche Weise nschk, unk» Herr Von Bethmann selbst vermag sich auch dadurch nicht zu recht- fertigen, daß er des längeren und breiteren von seinen ver- geblichen Bemühungen redet, in Einzelheiten die Grausam- keil der Veerschleppungen zu mildern. Er zeigt nur auss neue, wie sehr er imnier bereit gewesen ist,'sich den Wün- sehen der obersten Heerführer zu unterwerfen. Die politische Leitung stand in so und soviel Fragen im Gegensatz zur militärischen. Das ist, wie der Kanzler ganz richtig hervorhob, eine Selbstverständlichkeit im Kriege. Aber es ist keine Selbstverständlichkeit, daß die Itaatsmän- ner in jedem einzelnen Falle schließlich vor der Generalität zu Kreuze kriechen, und wenn Bethmann daran erinnerte, daß ähnliche Differenzen auch 1866 und 1870 bestanden hätten, so sprach er sich damit selbst das schärfste Urteil, denn 1566 und 1876 hat sein Vorgänger Bismarck seinen eigenen Willen gegenüber dem der militärischen Stellen mit ganz anderem Erfolge vertreten. Weil er eben einen ganz ande» rcn Willen besaß. Wer allerdings, wie gestern Bethmann und Zimmermann, stets auf der einen Smte von politischen Erwägungen und auf der anderen Seite von militari- schen Notwendigkeiten spricht, der macht es einiger- maßen begreiflich, daß seine Ueberzeugung keinen ernsten »stampf mit der der militärischen Halbgötter gewagt hat. Aber die Herren haben auch noch eine andere Entschul« digung für den Verzicht auf die Durchsetzung der eigenen Meinung. Zur rechten Zeit stellt sich bei ihnen immer die Rücksicht auf die Wünsche und die Stimmungen des Volkes «HU Bethmann war nach seiner Beteuerung kein Annexio- ntst, und daß er trotzdem im November 1916 zusammen mit Wilhelm II., Hindenburg und dem österreichischen Minister Burian Friedensbedingungen formulierte, die ausge- sprochene Annexionen enthielten, hatte, wie er sagt, seinen Grund nur in den Rücksichten auf die Stimmungen im Volke. Er hatte zwar am 4. August 1914 die. Wiedergut- machung des Belgien zugefügten Unrechts zum Programm erhoben, aber er durfte sich 1916 zu diesem Programm nicht offen bekennen, denn das Volk, so sagt er, hätte das nicht verstanden. Dem Volk war inzwischen vorgelogen worden. Belgien hätte zuerst die Neutralität verletzt, und weil das Volk auf diesen Schwindel hineingefallen war, durfte der Kanzler ihn nicht enthüllen. Er hätte sich sonst in Wider- spruch zur herrschenden Meinung gesetzt. So faßt er halt die Pflichten eines leitenden Staatsmannes auf. To ganz wohl ist es ihm freilich nicht in der Rolle eines Gegners der Annexionisten, der selbst annexionistische Ziele aufstellt, und so sucht er darzutun, dcfs die Formulierung der Friedensbedingungen eigentlich nur so eine Art von politi- schein Zeitvertreib gewesen sei. Es wurden Noten gewechselt zwischen Berlin und Wien, zwischen der Reichskanzlei und dem Großen Hauptquartiers es wurde diskutiert und tele- graphiert, es wurde der Kaiser bemüht— alles nur so, um etwas zn tun zu haben. Ernst war das alles nicht gemeinst Man veranstaltete nur ein Gesellschaftsspiel und nahm dabei demokratische Rücksichten auf das Volk, vor dem dabei die ganze Sache streng geheim gehalten wurde. So machte man :n einer Zeit, als die Zweifel an einem glücklichen Kriegs- ausgang auch die leitenden.Kreise schon längst ergriffen hatten, in Deutschland Politik. Neben Bethmann Herr Zimmermann. Auch et ' ein ausgesprochener Demokrat. Das Volk will nichts vo* einer Wilsonschen Frieddnsvermittlung wissen, und deshalff erzählt der Staatssekretär des Auswärtigen am 12. De- zember 1916 den Vertretern der Presse, Deutschland mache ein eigenes Fri densangebot, damit der Präsident Wilson die Finger nicht in die Pastete be- komme. Ende November hat er an den Botschafter in Wastiington telegraphiert, daß Deutschland eine Aktion des amerikanischen Präsidenten einem eigenen Schritt vorziehen werde. Vierzehn Tage später behandelt er den von ihm und seinem Vorgänger wiederholt Angegangenen als den schwarzen Mann, dessen Pläne man vereiteln müsse. Das war Taktck, behauptet er heute. Taktik, zu der ihn innerpolitische Erwägungen zwangen. Er sagte der Presse die Unwahrheit und machte so Stimmung gegen die Wilsonschen Friedens- bemühungen, die Deutschland selbst herbeigewünscht hatte. Der Natur« und Eorpsbursch Zimmermann wollte einmal ein bißchen den Macchiavelli spielen. Und er blieb doch ganz einfach ein— nun. sagen wir höflich— ein ungeschickter Taktiker. Herr Georg Bernhard von der„Vossischen Zei- hing* beschwört heute bei Gott dem Allmächtigen und All- wissenden, daß die Dinae sich st zugetragen haben. Er ist ossenbar entrüstet darüber, daß die Presse st beschwindelt wurde. Aber Hand aufs Herz. Herr Bernhard! Hat sich die deutsche Presse während des Krieges n'cht oft recht gern be> -'ckwindcln lassen, und hat sie nicht häufst genug Dinge ge- schrieben, an deren Wahrheit sie selbst stärkere oder geringere Zweifel hegte? Und noch einmal Hand aufs Herz. Herr Bernhard: Hat es nickt Journalisten gegeben, die behaup- taten, es sei wahrend des Krieges geradezuPflichtder V r esse, das Publikum zu belügen? Der größte Teil der Drgane der öffentlichen Meinung hat heute kein R cht. sich über die Irreführung durch, die maßgebenden Stellen zu empören. Er ist st behandelt worden, wie er es wünschte und verdiente, und chmerzlich für ihn mag nur die nachträg- liche Feststellung sein, daß er gerade Staatsmännern voni Wüchse eines Zimmermann auf den Leim gegangen ist, für die die jetzt immer wieder als Kunst des Möglichen definierte Politik eine unmögliche Kunst war. V!e Aoske öen 9. NovsMer fe!e?s. Der offizielle Wortlaut deS Dberkommando-Eriusse? zur Feier des 9. November, dessen wesentlichen Jnh üt wir schon gestern brachten, liegt nun vor. Tie Bekanntmachung sge». Noske) lautet: Für den 9. November d. I werden alle in geschlosienen Räumen stattfindenden öffentlichen Versammlungen, die den Jahrestag der Revolution zum Anlaß nehmen, genehmigt. Einer besonderen Anmeldung bedürfen diese Versammlungen nicht. Ausgenommen von der Genehmigung sind Versammlungen, die innerhalb des Raumes stattfinden, der im Norden von der Moltkobrücke dem Laufe der Tvree bi- zum Schnittpunkte der Stadtbahn beim Schloß Monbijou, vom Zuge der Stadtbahn bi» zur Kaiscr-Withelin- Straße, von der Alexanderstraße und dem Alexanderplatz tdiesen«ingeschlossen), vom Laufe der Stadtbahn «nd der Soree bis zur Michaclbrücke. im Osten von der Michael- �chchsirabt. dem Mchaeltirchpla» und dem Sniab«lbuter bi»«im Urbanhafen, im Süden vom Landwehrkanal nach Westen bis zur Hohen, zellyrnstratze, im Westen vrn der Hohenzollernstraße, dem Kleinen Siern, dem Kurfürstenplatz und der Spree begrenzt wird. In diesem Räume dürfen Versammlungen überhaupt nicht abgehalten werden. Versammlungen unter freiem Himmel bedürfen besonders Genehmigung: Plötze in der ipnercn Stadt kommen nicht in Betracht. Straßenumzüge aller Art sind auch am ö. November im gesamten Bereiche des BclagerungZzustandeS verboten. Dahingehende Anträge können nimt genehmigt werden. Am 7. November d. I., an dem einzelne Kreise der Be- völkerung den Jahresrag der russischen Revolunon zu feiern gedenken, dürfen Versammlungen unter frc.em Himmel nicht stattfinden. Alle Vorschriften infolge des DeiagerungSzustandes bleiben restlos in Kraft. Da dem Bedürfnis der Bevölkerung nach Versammlung-- Möglichkeit am S. November voll Rechnung getragen ist, muß die Beachtung der geringen notwendigen Einschränkungen unter allen Umständen erwartet werden. Gegen Zuwiderhandlungen wird nachdrücklich eingeschritten werden. Der Wortlaut bestätigt de-n Inhalt her Vormestnng der„P. P. N." und— rechtfertigt damit auch unsere daran geknüpften Betoachtungen. Abiviicguiig des verlieer Sladt- komnumMei). Ein heimtückischer Streich der Baltikum-Kamarilla. Die durch die baltische Affäre grell hervorgetretene K o r- ruption der militärischen Stellen hat einen neuen politischen Skandal gezeitigt. Der bisherige Stadt- kommandant von Berlin, Major K a u p i s ch, ist plötzlich von seinem Posten abgelöst worden, angeblich, weil er nicht die Charge eines Obersten habe. In Wirklichkeit handelt eS sich um einen heimtückischen Streich jener Kreise, die über das feste Zugreifen des Stadtkommandanten gegen die deutsch-russischen Menschenhändler und Schieber empört sind. Eine Lokalkorrespondenz berichtet darüber folgende«: Di« einzige Stelle, in bcr man es recht ernst mit dieser Affäre nahm, war und ist der bisherige Kommandant von Berlin, Major K a u p i s ch. Dieser Offizier ging ohne jede Rücksicht- nähme mit allen ihm zur Verfügung stehei�cn Kräften gegen die Werberzentralen vor. Erst Ende vöriaerWoche ließ er zugreifen und das Resultat dieser wochenlangen ArMt war ein geradezu verblüffendes. Es gelang dem Kommandanten, eine ganze Reihe von WerbezenEaien ouizuhev.n und mehrere schw.r be- lastete Apemen zu inhaftieren. Im Interesse der schweben» den Ermittlungen erscheint es nicht ratsam, im Augenblick über das Resultat der Aushebung der Werbenester hier nähere An- gaben zu machen. So kann es-nicht verwunderlich erscheinen, daß die Tätigkeit des Majors Kaupisch im Dienste der Regierung bei den i n d e n amtlich»milttärischen Stellen sitzenden Ge« währSleuten der Insurgenten Anstoß erregte. Man suchte und fand alsbald Mittel und Wege, um diesen republikani« schen Major zu beseitigen. Zu diesem Zweck entdeckte man Plötz- lich, daß der Pesten deS Kommandanten von Berlin eratZmätzig durch«inen Oberst und nicht durch einen Major besetzt sein müsse. DaS Personalamt beim Kriegsministerium veranlaßt« daher kurzerhand die Ernennung e in«» Obersten G., der. zu Ansang der Revolution Kommandeur eines hiesigen Freiwilligen-Re- g�i m e n t S gewesen ist, zum Kommandanten an Stelle des Majors Kaupisch. Die Ernennung erfolgt? am Montag. Wiederholt wurde in der Oessentlichkeit darauf hingewiesen, daß die Agenten de? Freischärlertrupps des Mgjors Bischof großzügig organisiert rn ganz Deutschland, vor allem aber in Berlin, arbeit. n. Um so mehr mußte«» bencemben. daß trotz der Kenntnis, daß ein ganzes N« tz von Agenten und Werbezentralen besteh«, von den deutschen militärischen B«hören n-icht gegen dies« Organisation eingeschritten wurde. Noske und seine Umgebung seien sehr wenig orientiert über die diesbezüglichen Vorgänge im»»eiteren Bereich ihres Nessorts. Bei ihm bestehe zwar der ernst« und ftste Will«, gegen daS bal- tische Univeicn mit größter Energie und schärsi'ier Strenge vor- zugehen. Zur Ausführung aber sei dieser Wille nicht gelangt, da ihm unter- und zlvischengeorbnete Personen sh>ste mati sch entgegenwirken und die Ausführung aller derartigen Anordnungen von oben herab ver- e i t e! n. Diese Kamarilla sorgt:»nd sorgt auch heute noch für die Niederschlagung aller Ermittlungen in der Affäre der bal- tischen Werber: eS konnte bis jebt noch wenig getan werden, um dein einer Verschwörung«uherordentlich ähnelnden Werber- und Ageutenwesen zu begegnen. Die erwähnte Lokalkorrespondenz behauptet, die Absetzung des Majors Kaupisch sei ohne Wissen Noskes und des Generals v. Oldershausen erfolgt. Harr v. Oldershausen habe ahnungslos den von der Baltikum-Kainarilla fabrizierten Postenwechsel unterzeichne«. Es war auch geplant. die erfolczte Ernennung erst n a ch d e m 9. N o v e ni. b e r zn publizieoen, wenn Aufregungen über diese Ange- legenheit bei den Republikanern nicht mehr zu befürchten waren. Soweit die Mitteilungen der Korrespondenz, die zu koimneniieren wir uns wohl ersparen können. Die geschil- derten Vorgänge bilden eine� so grelle Illustration des u e u d e u t s ch e n Militarismus, der mit Schieber- tuui, Korruption, Intrigantentum förmlich durchsetzt ist, daß Jedes Wort der Erläuterung nur ihre Wirkung ab« schwächen könnt«. Sstaß Nolfe und General v. Oldershauien gar so„ahnungslos" sind, wie hier dargestellt wurde, möchten wir bezweifeln. Doch wie dem auch sei: sie tragen die volle Verantwortung für diesen neuesten Skan- dal. der auch nach außen hin seine Wirkung nicht verfehlen wird. r-- Vsmarsch der Sol�chewlskeu. HelflngforS, 4. November. Di« Bolschewisten griffenr.NMÄonale ArbeitÄonierenz prüfte am Montag dw A r b e i t S l o f e n f r a g e. Arthur Fontaine referierte so- 'baren Wer die Frage der Einstellung der alliierten Arbeiier tn den feindlichen Läudern, sonne.der feindlichen Arbeiter in de-n Werkstätten der Alliiertenländer. Dies« Frage wurde zur neuer- lichon Prüfung an die Kommission für Aobsitslosenfürforge ver« wiesen. Eine weitere Kommission ist ernannt worden zur Aus« ardeitirereg eines BevichtS über die Zulassung der finnischen, luxomibuvgischen und anderen Delegierten. De» weiteren wurde «in Vorschlag gemach:, hinsichtlich der Teilnahm« der Frauen an der international«-» Arbeitsko-nsereuz. Die lleberfahrt der Deutschen. Washington. 8. November. Nauter meTdet: DaS Staat? dcpDrtement hat den deutschen Delegierten der ArbeitSkonserenz mitgeteilt. eS sei Mißerstande, ihnen Plätze für die Uebersahrt mit einem Transportschiffe zu sichern-und versuche jetzt, die Ue-bersahot«Nif einem n-eutralen Schiffe zu evmögliche-n. Vreußische Landesveisamminns. Der Kirchenaustritt in Gefahr! Tin« Reihe von kleinen Anfragen, von denen freilich die Hälfte wüderum reicht von dar Regierung beanfeDerirt wurden, eröffnete die gestrige Tagung. Besonderes Fut.uefst ver« dienen folgende: Die Konservativen regen �ch gotv.r'tia Ber die„zewalsiame jkartoffekbeschaffung im'Zowe Reinsfeld" ruf. Der RegicrungSvackretce Nnes demgegenüber auf die Tat- uhe hin, faß nicht Nsbergriff« der Tmerrr Einwohner in Frage '»raren, sondern Zwangsmaßnahmen des Laich cWam-cS.-r 00 Eine m ite« Anfrage des Abg. v o n der Osten w.mdte sich cgere«die geplante Amnestie für Äi« Ausständigen in Lber- fchlsiien*. Er mußte sich«reigegerchalten lassen, daß die Amnestie auf Grund des mit Polen abgeschlossenen Vertrags er-vlg'.-lAu! eigener Initiative geschieht so etwas bei uns selbstredend nicht.) Tie Regierung träufelte aber Balsam auf die schmerz eirde Wreud: der Patentpatrio�en, ired.m sie versickern ließ, mich We braver Rogierungstruppcn würden wegen begangner Stra-taien be- gnädig» wenden. Eine dritte Arestage beschäftigte sich mit den 2 ehe n S- mittelschiebungen in Elberfeld. Tie Regiepung gckb den rheblicken Umgang d'S Uebel'tandcS zu und trerficherie, daß alles ge'ck.ben werde, die Schuldigen zur Reck enschn't zu ziehc-n und kstnitige Verfehlungen zu unterbinden. Also das üblichp. Dann wurde über doS Geietz, betreffend die Erleichterung de» Kirchenaustritt». beraten. Diese» am IS. Dezember 1S18 von den damaligen velks- beaufiragten erlassene Ge'etz war am 25. Mai dem RechtsauSschuß zur Porberatimg überwies?» worden. ES ist unverä dert aus dem Ausschuß an das Plenum gelangt mit dem Antrage, eS zu ge- nehmigen. _ Wie nicht ander» zu erwarten, traten alle Dunkel. männer gegen das Gesetz in die Schranken; die Demokraten in verblümter aber doch zu durchfichsiger Form. Sie beantrazten, der Austritt solle„bei dem hierzu b-rufenen Vertreter seiner Religion«gemeinst oft persönlich ote« schriftlich in beglaubigter Form" angezeigt werden u-ch d e Sbeuerpflicht erst am Ende des laufenden Steuerjahrs erlöschen. Die Deutschnationalen nnd das Zentrum bekämpften da» Gesetz ganz offen. Nur die Sozialdemokraten und unser« Genossen traten entschieden für das Gesetz ein. Genosse Dr. Noienfcld b» tonte, in wie hohem Maße das Gesetz einem dringenden Bedürfnis weiter Massen enigage:. gekommen ist. Er erinnerte an den unerhörten Gewisscns-wang. der früher unter_ der Herrschaft der Treiklassenschmach gerade auf religiösem Gebiete ausgeübt wurde. Dem Gencralsupcrinten- deuten Reinhardt, der sich über„sittliche Verwilderung" entrüstet hatte, hielt er entgegen, wie gerade die Kirche ihr gut Teil Schuld daran hat,»veil sie die Kriegspolitik gutgeheißen hat. Die Zahl der Austritte betveise, wie sehr das Geleh dem B e d ü r f- n i s d e r B e v ö l k e r u n g e n t s p r i ch i. Demgegenüber suchen sich�dic Kirchenbehörden glait über das Gesetz hintvegzusetzen. Gr- uosse Rosen feld sprach den Wunsch auS. die werktätige Bevölkerung möge gerade angesichts der drohenden Gefährdung bzw. Verschleckterunz des Gesetzes in weitestem Umfange und mit größter Beschleunigung den Kirchenaustritt vollziehen, um zu be»neisen, daß das Gesetz eine unumgäng- liche Notwendigkeit ist. Die Demokraten besürchieten areicheinered am« zu große Wirkung von den Aussühru-regen deS Genossen R 0 s« n f e l d umd schickten nochmals den Dr. Rade vor, um ihre merkwürdig demokratische Hal:img mit allen Mitteln seiner Beredsamkeit zu rechtfertigen. Da- hat!« zur Folge, daß unser Genosse Adolf Hofsmann das Wort noch cnbat. FlugZ kann vm Schluß- aretraty Die Mucker hatten sich aber verrechnet. Unsere Genossen und die Sozialdemokraten»raren i« der Mehrheit. Genosse Avolf Hoffmann fertig!« die Reaktion mit der ihm eignen Leid? nschcrst l i chtei t und Sicheoheit ab. Bsi der Absttm« m nn« war Hammctspvureg erfonderlch. Er eogub Beschluß» Unfähigkeit, da die Finsterlinge au? dem-eraal fernblieben, weil sie sonst eine Niedcolage zu erwarten lhadton. Di« BerkehrSspem. Die ReichSzentruIitclle teilt mit: Es ist Anordnung ge. rossen worden, daß die VerkehrSsperre vom v. b s lö. November unter keinen Umständen zu Stockungen in der N ü ck k ü h r u n g von Kriegsgefangenen führen darf. Heimk�hrerzüge werden dwrg; 00» P«>U»««b> waaen an Eiiaütereuae beiordert. Der Streik in der Metallindustrie. Bericht der Streikleitung. Dem Aufruf der Generalversammlung zum Solldan- täiSstreik sind am gestrigen Tage 32 000 Kollegen gefolgt. Es kamr also scstgcstcllt werden, dasi die Solidarität sämtlicher Berliner Metallarbeiter eine vollständige ist. Mit in den Ausstand getreten sind die Arbeiter der Großen Berliner Straßenbahn, Hauptwerkstatt, der Firmen Pintsch. Deutsche Kabel-Industrie, Berliner Zigarctten-Maschinensührcr, die Firma Riebe, Weißensee, usw. Im ganzen haben sich 626 Betriebe gemeldet. Eine am 4. November vormittags tagende Sitzung der Fünfzehner-Kommission und der Parteileitungen traf Vor- bcrcitungen für den Generalstreik. Arn 5. November findet im Laufe des Nachmittags eine Pl.narvcrsainmlung der Berliner Gcwerkschaftskommission statt, die Stellung nimmt zum Generalstreik. Die Fünszehncr-Kommission. Das Metall-Kartell. * Die übliche Hetze. Die bürgerliche Presse ist treu auf dem Posten, um die Metallindustriellen in ihrem Kampfe gegen die nun- uiehr geschlossene Metallavöeiterfront zu unterstützen. Sie solgt damit ihrer natürlichen Berufung und bedient sich dabei der üblichen Mittel in ihrem Kampfe gegen die Arbeiterschaft: der Verdrehung der Tatsachen und der Vcr- leuindung der Motive der Arbeiter. Voran steht wieder das„Berliner Tageblatt". In seiner Berichterstattung stützt es sich auf die Darstellung des alten Molkenbuhr. Tie Tatsache, daß Molkenbuhr in der Generalversammlung der Metallarbeiter durch die Aus- sagen zahlreicher Beteiligter völlig zum Schweigen gebracht worden ist, besteht für das Blatt nicht. Was uns nicht wundert. Wir beschränken uns darauf, die Unwahrheiten der Dourgeoisiepresse, die sich auf den SolidaritätS- st r e i k der Metallarbeiter beziehe!?, richtig zu stellen, da uns die Situation zu ernst ist. um uns mit diesen Leuten über die Glaubwürdigkeit Molkenbuhrs oder ähn- liche Gleichgültigkeiten zu unterhalten. Das„Berliner Tageblatt" erklärt, die Streikleitung lasse es auf eine gefährliche Kraftprobe ankommen in dem Augenblick,„in dem die des Streiks müden Arbeiter in Scharen zu ihren Arbeitsstätten zurückkehren". Wir habe» ähnliche Lügen dieses Blattes erst in unserer gestrigen Abendausgabe nach Gebühr gekennzeichnet. Heute können wir mitteilen, daß sich die Streikmüdigkeit der Metall- arbeiter dadurch äußert, daß sie dem Rufe zum Salidaritäts. streik geschlossen folgen. So sind gestern aus 626 Betrieben mit 32 763 Beschäftigten 31507 Arbciter«in den Streik getreten. Weitere Betriebe werden folgen, wie nach den zahl- reichen telephonischen Meldungen zu urteilen ist. die im Bureau des Metallanbeiterverbandes eingegangen sind. Genauere Feststellungen über den ganzen Umfang beS Solidaritätsstreiks sind erst heute möglich Das mag sich auch das.,8.Uhr.Abendblatt" gesogt sein lassen, das sich aus„unterrichteten Kreisen des Verbandes der Metalliudustriellen" mitteilen läßt, daß von einer völligen Stillegung der Metallindustrie keine Rede sein könne. Die Zahl der Streikenden habe sich nur um 1000 bis 2000 Arbeiter vergrößert. Das gleiche Blatt bringt- folgende Notiz: ArbeitSminiftor Schlicke, der solne Termi Änreg in Aus- ficht gestellt halben soll, hat bisher bei den Arbeitgebern noch nicht? muetmoinrimtv Sollt« die« geschehen, so werden, wie wir weiter hören, die Arbeitgeber eine feste Haltung gegenüber � den Forderungen der Arbeiter einnehmen und ihnen nicht weiter als«bisher entgegenkommen. Man hält e» auch seitens der lln- ternohmcr für zwecklos, weitere Zugeständnisse zu«lachen, da«um der Ansicht ist, daß die Streikleitung dann neue Forde- cungen aufftellen wurde. Der Grund zu diesem Verhalten ist, daß nach Auffassung der J-ndustviellen die ra-dltalen Arbeiter- führcr alle» tun wollen, um die Arbsiter bis zum g. November >ou den Betrieben fernzuhalten. Das nennt man beutlich abgewinkt. Die Begründung für die„feste Haltung" der Unternchmess ist jedoch so widerlich verlogen, wie feiten. In keinem Zeitpunkt der Bewegimg haben die Arbeiter- ein Nochgeben der Unternehmer mit neuen Forderungen beantwortet. Stets waren es die Unternehmer, die dein ruhigen Verlauf der Ver- Handlungen, bie durch das Na chgeben der Arbeiter erst möglich wurden, neue Hindernisse in den Weg rollten. Sie wollten den Machtkampf. Die Behauptung, daß der Streik der Metallarbeiter irgend welche Beziehun- gen zum 9. November Heben soll, ist so unsinnig, daß sich eine Polemik dagegen völlig erübrigt. Die Berliner Buchdrucker und der Generalstreik. Ein« stark be'-uche Generalversammlung der Vertrauen»- 'eüe der Berliner Buchdrucker vom Dienstag Abend nahm nach ängcrer Aussprache folgende Entschließung an: Die Geneoalver'ammlung spricht den!>m Kampfe um ideale Grundsätze der Arbeiterschaft stehenden Metallarbeitern ihre vollste Sympathie mia. Die Generalversammlung verlangt je» doch, daß über einen eventuellen Generalstreik der Buchdrucker diese durch Urabstimmung entscheiden sollen. Wetter wurde beschlossen, aus der Gaukass« 10 000 Mark den streikenden Metallarbeitern zu >« berwei se n. Ein anderer Beschluß besagt, baß im Detvieben, im denen von Streikbrechern elektrischer Strom er- zcngt wird, die Arbeit mit diesem Strom zu verweigern sei. Msflnlrtzimzeil. Achtung! Obleute der Streikenden! Heute vormittag%10 Uhr Sitzung Im Grohen Saal der Saph'ensäle./ Bergmann, Berlin. Die Auszahlung bzw. Nachzahlung der Streikunterstützung findet von 1—2000 am Mittwoch, den 5. November. bei Naß, Maxstraße 12. wie folgt statt: 1— sog von 10 bi» 11 Uhr. 301—600 von 11—12 Uhr, 601—000 von 12—1 Uhr, 001—1200 von 1—2 Uhr. 1200—1500 von 2—3 Uhr, 1501—1800 von 8— 4 Uhr, 1801—2000 von 4— 5 Uhr. Am Donnerstag, den 6. November, von 2001—2300 von 10—11 Uhr. 2301—2600 von 11—12 Uhr, 2601—2900 von 12—1 Uhr, 2901—3200 von 1—2 Uhr. 3201—3500 von 2—3 Uhr, 3501—3800 von 3—4 Uhr, 3801—4100 von 4— 5 Uhr, A-Nummcrn In der Reihe bis 1«� Am Freitag, den 7. November,«achm. 2 Mr. findet in jfeejj Kharusfälen,«üiler- straße, eine Betri'ebsverfammlung statt. PünMche» Erscheinen notwendig, da der Saal um 5 Uhr geräumt sein muß. Die Stempelnebenstelle Nr. 6 in Seegefeld ist mit dem heuti- gen Tage ausgehoben. Die Stempelstelle Nr. 24 ist von Brauns Festsäle am Bahnhof Treptow nach Reslauram Johanne» Koch, Elsenstraße, Ecke Heidel- berger Straße verlegt worden. TrLacrlagergemeiufil.aft Tempelhof. Mittwoch nachmittag 3 Uhr Betriebsversammlung im Streiklolal. Kontrollkarten mit« bringen. Lud'w. Loewe u. Co., Huttenstraße. Donnerstag 10—1 Uhr Auszahlung, 2 Uhr Betriebsversammlung in der„Krone". Fcrd. Schuchardt. Miltwoch vormittag 10 Uhr BetriebZvcr- sammlung aller Kollegen und Kolleginnen, Orpheussäle, Brücken- straße 3. S. S. Kabel, und Mctallwerk Gartenfeldc. Mittwoch vorm. 11 Uhr Versammlung bei Bartel, anschließend Unlerschreiben der Quittungen. Wer bis DomerStag mittag nicht unterschrieben hat, bekommt diese Woche leine Unterstützung. A. E. G. Kabelwerk Obcrspree. Tiesonigen Kollogen und Kolleznnen, die noch keine S.reikunterMtzmvg abgeholt haben, müssen sie bis Freitag im Zentralirrelkiokal. Mörners Blumengarten, Oibcr-TchSnewoide, vstondstraße, abhoben. Biö«dahin nicht abgeholte Unterstützu-ngen kommen ivchi mehr zur Auszahlung. Bau- und Geldschrankichloster! Vertrauensmänner- f i tz u n g heute vormittag 10 Uhr, Jostystraße.\ Elektromcnteure. Heute nachmittag 5 Uhr im Garde-Kasino, Sophienftr.- 34, Brancke-nversammlung. Vertrauens- männer sitzung eine Stunde früher. Siemcns-Schuckertwerke,. Eharlotienburg, Franklinstraße 29. Mittwoch vormitiag 10 Uhr Betriebsversammlung im„Volks- Haus", Cbarlctte: iburg, Rosinenstr. 8. Quittungen unterschreib"». Brendel LLwig. Heute nachmittag 2 Uhr BetriebSver- sammlung im Streiklokal. Knorr-Brcmse und angeschlossene Betriebe! Auszahlung der Streikunterstützung am Mittwoch, vormittags von 11 bis 1 Uhr, in folgenden Lokalen: Gruppe 1: Beier, Hauptstr. 90. Gruppe 2 und 5: Bcllevue. Gruppe 3: Rosstock, Hauptstr. 85. Gruppe 4: Röhr, Hackepeter, Alt-Boxhagen, Ecke Wllhlischstraße. Funktionäre jeder Gruppe um 10 Uhr in obigen Lokalen. 0oslvsrsgmml>!ng der MeilerrSle und Angeftelllknmsschilffe Gksß-Seriins. Dem Rufe des Berliner revolubionären Vollzugsrats waren die Arbeiterräte und Angestelltenausschüsse der Groß- Berliner Arbeiterschaft in Massen gefolgt, um Stellung zu nehmen zur Situation des Metallavbeiterstreiks. Der große Saal des Etablissements in der Teltower Straße war dicht gefüllt. Selbst Galerien und Bühne waren überfüllt, io daß die einzel«n«?n Redner von der Bersaminlung sich nicht abheben konnten. Tiefer Ernst lag über der Versammlung. Alle die hier Erschienenen brachten deutlich zum Ausdruck, daß sie, mit einem starken Verantwortlichkcitsgefühl belastet, gefvnrnen waren, um schwere, weittragende Entscheidungen zu treffen. Sie alle waren sich bereits klar über die Situatlo!,,«als sie den Saal betraten. Sie alle kamen mit bestimmle» Auf- trägen ihrer Kollegen stchaft, deren Sprachrohr sie sind. Infolgedessen war kein Bedürfnis nach länge', m Auseinander- setzungen vorhanden. Der sachliche Ernst der Verlianolun- gen entsprach dar Bedeutung der Situation. Heincn vom VollzugSrat, der die Versammlung leitete, er- teilte nach der Eröffnung dem Genossen Malzahn das Wort. Er wies auf die Erörterungen in der vorigen Vollversammlung hin. die sich eingehend mit der Entstehung des Kampfes der Metall- arbeiter beschäftigt hatte. Jetzt" handele es" sich nichk" mehr"um Durchsetzung der materiellen Forderungen der Arbeiter, sondern um die Erhaltung der-bescheidenen Rechte der Arbeiterschaft, die sie in der Revolution sich erobert hat. ES sei gewiß charakteristisch, daß man am Jahrestage der Revolution einen derartigen Kampf noch führen müsse. Genosse Malzahn schilderte dann das Manöper der Rechts» sozialisten, um sich der Mitunterzeichizpug deS.Au/r.uf?Z an die Gesamtarbeiterschast, Solidarität zu üben, zu entziehen. Im In. leresse der Einheitlichkeit der Bewegung hgbe die-Züpfzelmer- Kommission alles versucht, um.«inen Zwiespalt in der Arbei er. schaft zu vermeiden. Die Erklärung d?S"VerweterS der S. P.Dv daß sie auch dann nicht den Aufruf mitunterzeichndst würden. tvenn die Verhandlungen mit den Unternehmern gescheitert sind, beweise, daß sie den Zwiespalt wollten. Die in Fra-ye kommenden Körperschaften haben bereits einen Aktionsausschuß eingesetzt, der die Bewegung leiten solle und die Frag« zu prüfen habe, inwieweit lebenswichtige Betriebe vom Streik«mSg�fchtteßen sÄsn. fLeb-. haster Widerspruch.) Darüber brauch« also hier nicht gesprochen zu werden.(Widerspruch.) Die Grenze d�r Icherlswichtigen Betriebe werde eng gezogen werden. Vinn alle Beteiligten seien der Meinung, daß der Kampf kurz und mit aller Schärfe geführt wer. den müsse.(Zurufe:„Na endlich". Lebhafte Zustimmung.) Der Vollzugsrat beantrage folgende Nesöltition:"" Die Vollversammlung der Arbeiitr-BetricbSräte und Ve- triebSsunktionäre aller Jndustricgruppen erkennt rückhaltSloS die Berechtigung de» Ultimatum» an, d-S die©e- nrralversammlung der Metallarbeiter an die Metalliudustriellen gestellt hat, um die letzten geringen, dem Proletariat bisher aus der Revolution zugefallenen, Rechte der Arbeiter nnw Ange. stellten nicht dem Machtdllnkel de« kapitalistischen Unternehmer- tum« preiszugeben. Die Vollversammlung erteilt dem VollzugSrat die Ermäch- tigung, nach ergebnislosem Ablauf de» Ultimatum» namens der Vollversammlung, den Ausruf zum allgemeinen Gene- r e l st r e i k zu unterzeichnen. Die Resolution wurde mit lebhaftem Beifall. aufgenommen. Genosse Rusch von der Fünfzehner-Kommission sagte, er trete In letzter Minute vor die Berliner Arbeiierschaft, um ihre Unter- stichung für die kämpfenden-Metallarbeiter zu erbitten. Den Ab- bau der Löhne haben die Arbeiter abgeschlagen, auch über die Klassifizierung.sei eine Verständigung erzielt worden, nun ver- suche daS Unternehmertum in letzter Minute die Kämpfenden um die Früchte des vielwöchentlicheii Kampfes zu bringen."' Genosse Rusch schilderte ebenfalls die Verhandlunge:! mit den politischen Par.eien und beleuchtete dabei das Verhalten der S.P. D Der Aufruf an die noch arbeitenden Metallarbeiter, ihren kämpfenden� Kollegen gegenüber Solidarität zu üben, ist restlos befolgt wor- den.(Lebhatfcr Beifall) Di« U. S. P. D. und K. P. D.-Parteien hätten sich ebenfalls hinter die kämpfenden Melällarbester gestellt und es s«! zu erwarten, daß die'GewrrkschaftZtmnmtffion In"Ilster morgigen Sitzung zum allgemeinen Streik aufrufen würde. Nur die S. P. D. versag«. Heut? früh habe der Parteivorstand der S. P. D. in Vertretung seines Mitgliedes Bartels erklären lassen,«r fei der»uffassunz, daß die in voriger Woche emge- leiteten Verhandlungen ergeben hätten, daß bw Institution der Arbeiterräte durch die Zugeständnisse" der Unternehmer gesichert seien.(Stürmische Heiterkeit.) Alle anderen noch offenen Fragen seien gewerkschaftlicher Natur, der Parteivorstand lehne es ab, weiter zu verhandeln. Auf dje Frage,. ob.guch.die IsrliNer Bez«rkSorgamfation diese Ansfassüng teste, entgegnete Bartels. daß er dies annehme, wenn er auch für sie keine Erklärung abgeben könne. Die wirtschaftlichen Kämpfe, führte Rusch weiter nuS, entwickeln sich immer mehr zu Machtkämpfen der Unter- nchmer, die sich gegen die gesamte Arbeiterschaft richten.(Leb- Haft-- Pestallü Der Borsitzend« H einen gibt einen Antrag kund, der von einer dreitausendköpfigen Betriebsversammlung ser Arbeiterschaft der Knorrbremsc gegen eine Stimme angenommen worden, ist, Der Antrag fordert den sofortigen Gcnrralstreit«-»schließlich der lebenswichtigen. Betriebe.(Lebhafter Beifall) Der Vor- sitzende verliest weiter folgendes Schreiben, das von. dem B e z i r k s v e r ba n d der S. P. D. verschickt worden ist: Berlin, den 3. November ISIS. W. G. Die Unabhängigen und Kommunisten versuchen noch im setzten Moment, den Metallarbeitersireit zu einem General- streik auszubauen. Es besteht unmittelbare Gefahr, daß auch die übrigen Berufe mit einbezogen werden. Nach den Vor- Handlungen, die stattgefunden haben, besteht keinerlei Grund zur Ausdehnung des Streiks. Es wird also unbedingt weiter- gearbeitet. Zur Besprechung der ganzen Sachlage findet am Dienstag, den 4..d. Mts., nachm'ttags 5 Uhr, im Wilhelms- Hof, Wilhelm- Ecke Anhaltstraße, eine Sitzung der Funktionäre des gesamten Verlchrsgewerbc» statt, zu der Sie unbedingt erscheinen müssen. Mit Parteigruß ..VezirlSverband Groß-Berlin. Alfred Thomas. Di« Verlesung des Schreibens, dessen Unterzeichner«in Mit- gl-'ed' des gelben Vollzugsrates ist, ruft stürmische Entrüstung liervor. Rasch(K. P. D.) gibt für seine Partei und Fraktion die Erklärung ab, daß sie bereit seien, in dem.Aktionsausschuß w'- kräflig mitzuarbeiten. Sie würden aber sofort austreten,, wenn ingciidlvclche, sentimentale Anwandlungen, die zu ergvei-sendo» Maßimhmen hemmen sollten.(Starkes Bravo!) Stahlbcrg erklärt namenS der Frak ion der U. S. P. D., daß diese selbstverständlich hinter den streikenden Metallarbeitern stehe, und sie in ihren Kämpfen understützen werdn. Urban, der Vertreter der LebensmittelÄranche, tritt für Ein« bezieh Hing dieser Branche in den Streik ein, wofür er stürmische» Beifall ernte". Hobe die Arbeiterschaft 5 Jahre für die Jnter« essen der Boun-eoisie gehungert, so werde sie auch einige Tag« für die Sache des Proletariats hungern. Auf Vorschlag doS Genossen Nnimann vom Vollzugsrat wird beschlossen daß die nachsingenden Redner nur noch die Stellung» nähme ihrer Austraggeber zum Ausdruck bringen sollen. Ein Be:t.e«t.r der Buchdrucker bezweifelt, daß die Arbeits« niederlegung im Buchdruckgewerbe einen größeren Umfang an« nehmen werde. Wa'hrschcinlich würden die Zeitung:« erscheinen. < Große Bewegung.) Sichner bchürwort.ec:, daß auch in diesem Falle die„Freiheit", das einzig« Aroeiterblott Berlin», er- scheinen dürfe. Der Vorsitzende Heinen teilst mit, daß nach den ihm eben zu- gegangenen Borichten heute 31 700 M tallarbeiter sich dem Streit imgefchwsscn haben,«damit sei die Arb-eitsruh« in der Metallindustrie vollkommen.(Lebhafter Beifall.) Ein Vertreter der Straßenbahner beda«uc.t dm Jndifser.mtismu» eines großen Teiles seiner Kollegen, die Funktionäre würden sich aber bemühen, für einen«eventuellen Streik einzutreten. Ein Vertreter des Tegeler Gaswerks erklärt, daß seine Kolleg n eine« Streikbeschluß voll und ganz ausführen werden. Ein Vertreter der Buchbinder beklagt sich über einen starke» Jnd!ffe:enti«smuS seiner Kollegen, immerhin stehe ein g.oßer Teil auf revolutionärem Boden. JnSbe'ondere wur» den die Hilfsarbeiter in den Z.wungSbetstcben sich dem Streik anschließen. Ein Vertreter der Angcstclllenschaft teilt ebenfalls mit. daß die Revolution bei einem großen Teil seiner Kollegen nicht spurlos vorübergezogen sei. Dieser werde dem Aufruf zum Streik Folge leisten. Eine ähnliche Erkläning gibt der Vertreter der Steinsetzer ab. Daraus wird beschlossen, den Antrag des BollzugSrats zur Abstimmung zu bringen und nachdem die Berichte aus den einzelnen Industriezweigen cnt- gegenzunehmen. Der oben mitgeteilte Antrag des Vollzugsra s wird e-nsiiminig angenommen. Das Resutlat wird lebhaft applaudiert. In der nachsolgenden Aussprache wurde insbeson- der« von den Angehörige» der'lcbenswichligcn Betriebe und der Eisenbahner die Ausdehnung des Streiks auf di« lebenswichtigen Betriebe gefordert. Ein Vertreter der O m n i b u s g e s e l7 sch mfr erklärte, daß seine"Kollegen sich dem Streit anschließen, wenn die Große Berliner Straßenbahn nicht fahre." Die E l e k!"r! z"k t ä t Z u"?'lse'1st e r haikeu zur selben Stunde eine Versammlung anberaumt, deren Resultat noch nicht vorlag. In seinem Schlußwort teilte Genosse Malzahn mit, daß die Buchdrucker restlos sich dem Streik anschirren würden, wenu die Gewerkschä'tSkommifsion' dazu auffordere. Bei der" Hoch, und Stvaßonbwhn sei das techiwscho Personal bereits in den Streek getreten, wodurch der Betrieb arg in Mitleidenschaft gezogen werde. Wenn in dem Geist«, der di? Versammlvng beseel«, der Kampf geführt werde, könne fein Ausgang nicht zweifelhaft sein. Redner appellierte an die Versammelten, die Zeit bis zum Eintritt in de» Kampf zur Aufklärung unter der Arbeiterschaft auszunützen. (Lebhafter Beifall). Ein Antrag, der verlangte, daß bei einem Erscheinen der bürgerlichen Zeit>t"gen auch das einzige Arbcilerblatt BcrkinS, "die..Ftecheif erscheinen solle, wurde einstimmig angenommen. Malzahn bemerkte lkizu, daß/wenn bürgerlich? ZeNungen Nicht erscheinen, wir aus die„Freiheit" verzichten könnten, es gäbe noch andere Mittel, die Oefsentlichkeit zu unterrichten. Lebhafte Geiingiilung rief die Mitteilung hervor, daß der AftiousauSschuß mit wichti-gvn Wirtschaf:»gebieten d:S Reiches«in Vevb"ii«d«unig g?» lrcten sei, um auch diese zum Anschluß an dem Kampf zu bewegen.. Darauf schloß der Vorfitzende He r n.c n die Versammlung mit den kurzen Sätzen: Ich habe nickis mehr zu sagen, es gilt jetzt nicht zu reden, fonderm zu"hanZ?lni" Selbsthilfe der Ruhrbttgleukt gegen Vilser. T. 17. Dortmund, 4. November. Die Lestgschasken verschicdi'xi'r Ruhrzcchen beschlossen ein» stimmig, die Re.chSeegierijng a»t»"sordern, daß sie eine Verord« unng erlassen möge, nach der Wucherer und Schieber als Landesverräter«om K r i e g L g e r i ch t abzuurteilen sind. Ge» fordert wird weiter, die' RelchSrcgierüng'?!!in Mittet unver- sucht lassen falle, um die,� dr« Schleichhändlern abgetriebene» Lebensmittel den Schwer? r�»«'«rn zuzuführen. Für den Fall, datz die Regierung ihre Wit, �je nicht erfüllt, drohen die Berg- leute mit S e l b st h i l f e.. fSötejSS" RevolylSons�ymineg Der Friedhof der Revolutionsopfer Der Schwur auf die Revolution Totenfeier In Paris Das Golgatha der Revolution von ts�iHoitz u.< Tiiaa und ge.Da�angea. iSiitMWk. A Uhr: Dls Bürger?cn Calais 1»»««mm berrnrei J A Uhr; Eine Frau wie Do. ; Nfjchni.s> U.: PpthtS»«!»»«». Kose- 1 reater A Uhr: Das Gesetz. Oparnhaus «Uhr: Cartrien. 3&Kansi»jeili�s Ä Uhr;' Peer Oynt.• üeutstfiei Tfteaier Cirekriin Mar Reinhardt r Uh:,- Cyntbs'in. «aaiRifinplele J Uhr: Iwaaöw. 'WliSi-BMik Alexaai{«ratr. tt, Tärri.T.30: SperiaUthto« L oad Varleta. Burleik«; „DoMof wtfsr Wlllea." Cnslnß-TUÄ lethr inger St. JT.Tlel*'1Sühr: Nur noch kurze Zelt Großstadt-Fllanzen Data„Schwarewaldbable". Opereftenalct T-itViktorUtsek und aeee erttkl. Spemlittt». Stg.3 U.tln saaberesKleebiatt '.MsMiMmAM sm Lehrter Ba!in!iaf Geöffnet von 10—7 Uhr tSUwock a. Soaubaad von 10—8 Ohr Eintritt preis 50 Pf. Montags nur für votblimBsi« Ä Donserstafs für lllgfi!r.8iö8B BasiiOll) | �s&sstellasf znrBekämpfung der SsLeMeeKt kranfe&sitcn PELZ- Waren «n er os— Export Üictsuja tarl Ketasiri— Rnd. Benwaer Thaater I- d. RSnl�rOtzer Straße VSU: SchloriWetr erste in DantScn I oß Wetter».ein Vre;a«; Kameraden. (Maria Orsk«, A'tred Abel. Ernst Derabart. Frieda Rieha'd, Grete Dierckt. Stirs S-le'ia. Kart Katsch.) 8hd.- ScJi'oßWertersf-in Coaaiac nachm.- Erdärefst, (inlu; Jiarla Orskt 1 Ahani»; ein Trejxrasptel 'Irene TiielCn halvg Har.aa. Al.'rad Abel. Ferdl- rjand von Aiten. Crr.i; Vera- j bnrr. Ocstav Bntr. Frieda' Richard. Jen-y Marba) *Jor.; bC'i I oii Wef-e r �teln Wm�ergarien. Mglleh 7b Uhr VarlelevorsteilDiis Paschen ce«tatT#*_ ApolSo-TheBter Frledrfchsir. AS. It/ Allabendlich„ t'' Sonntats 5',«/- Di« Weit ishra 2ÖCS Soarrsg« 3'-.!»!. Erwach* f I Kind frei. bsuhrLiselott Ti.ter Bernes? Tiisgfer 7»ühr:jSfetEm�- SMaites. f beater am Kauboecr Ter. ja TM.: Moriizplatt 1*814. H Jctl. Abend«":» Ohr; ' Elise-SSager WS«ntta. Mltkl der Statt ine: J. Inger. ■Sonnt, nehm 3 Uhr «rmhS Pr.seiroU, Anand-Frosramm) i Kind treu• � � ttaa-jam gestattet Hiwse'KQWert. lieg. 7.» Ohr. Votrerkl. 11—!'•/» u. t- 5 Orr c e tos Proirrwrim. iKfOt-V»?1 ßimsJSmd pirekt gnyihlef»oryowrty.!.»f,* Direkt p'-.!: Viktoj nornowsty. 7 Our-- FrScIa-B dnlio.- Dar eridate riukrdn. (Tdla Pariebx.. I'ka Grffcing. Da$ny Servaes.-prtw Belms, Hanns FJscdpr. Euttea KiOoler. 2fw Illnd.-''CtobYad Vlldt.)' Oonncrtta; 7 Friuiein Julie. — Der jrüne Kakeda. Freitag 7; Poer Gynt. fi-SWI.-1 AI-abendlich 7: Cypricnna (Lcopnldint Kbasrantin. Kart Qfitr,.-Frieh Welter). A Uhr tea Tigl. Tb.'-(e<. Z' u. A Neu© Spoi.oütäi Her KoptlÄufer-onf tlrtn Auf dbr»an iitt Wtelt oiino Bei-cid iRtikrajcJj- P dnir'■ p» ..Aoirodiie"iOhr . ön d'ers r»rvor'ia beben; Rachetanz der PanaGien&eij. TncnDn-TSigßtcre Bahnhoi Friedrichs raBe. . Znn«bfti*d 4 Ü.: AschanbrM»! WM-MM. Staitb�n Jannovitz'orflclce rfe D.liöhere Leuen Sonnab. 4 U.: Künsel u. Gretel. . üoielanil-L'ieJilspiia Sulelauditrste 43 Venz 7. bl< 11. Naveaher ErstanffGhrans de* groß Sensationeiriine Prinz Kucltiick � Akte nach Otto Jnlln* vier bäum. 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Eck«- Lansltrer Platt. OesehiftssteUe: C 3. Burgstr. 27. Tel: Norden 107» üowr Mitglied Herr RoDertSenftleben Lediner Str. 10 lat vor- eto'ban. Einäscherung 5. 11. 19 nachm. 4 Uhr Kreoia- torium OerichtstraBe. AHgeice'neOrtskranhen. kaese der Stadt Berlin. Allen Kolleginnen nnd Kollegen die tranrig« Nachrieht dal unser lieber Kollege August Seikrit nach kurrem. aber schweren Leiden am Freitag, den 31. Oktober verstorben ist Ehre seinem Aadeakw! Die Elnäscnerang findet am Donnerattg.den AXo- vember. nachmittags 4 Uhr. im Krematorium Baumschntenweg statt Um rege Beteiligung erseeet lief BetriabstHt' DeutscUer Meiallarbsitsr-Verliand __ Verwaltungsstelle Berlin. Todes- Anzeise. Den KcIIegea zur Nachricht daß nneen Kollegin die Arbeiterin Marta Schwark, Kelberger Str. U am 25. d, M. gestorben lat Die Beerdigung findet am Mittwoch, den 5. d. M, naciimitiags3', Uhr, von d r Leicbenhalje des Sebastian- Kircbhole* In Keln-ckendorf/Hnnifiordtstraßb. aus statt Den Kollegen ruf Nachricht daß unser Kolleg«, der Klempner Alfred Papst, | Genter Str J. am 2. d. M. gestorben lat. Die Beerdigung firdat tm Mittwoch, den 5. d. M.. { nachmittags 3 Uhr, von der Leichenhalle des Neuen Psuls-Kircbhofes In Plitsensee ans statt Nachruf. Den Kallegen gnr Nachricht daß uüsef fliege [ der werkpeoemteher Feoder Stumpf, I Wilmersdorf, Babelsberger Str. 12. am 29 v. M. ge- | storbeu Ist Ehre Ihrem Andenken I Dl« Ortsverwaltaa*. Hiermit allen Verwandten, Freunden und Bekannten die traurige Nacbrioht daß mein 1 eher herzensguter Mann, unter stete..-ozg Uder Vater. Bruder, Schwager. | Sehwie.ar-, Großvater und Onkel der Kassenangesullte August Seüsrit am Freüag. den 31 Oktober 1919. Iii Uhr vorm.. nach | kurrern. schwerem Leiden im Alter von 56 Jahren sanit I eetscbialen.ist Die* zeigen mit der Bitte um stille Teilnahm« au Frau Adellisid Seikrit. geb Hagen., Ernst Seifert cnaFrau, geb.Bo.-cnhardt FntZ belkrlt'r- Zt. iu üeiangenachalt). Kleln-Heinzcben. Die Hlr-.chernng findet am Donners'eg. den 4 November d. Js, 4 Uhr nachmlctag«. Im Krematorium tu [ Baumschn enweu. Klefhoirstraße statt. Kranzspenden dankend verbeten Daaksosrunz. Für fle liebevolle Teilnahme an der Einlscberungs- | felorlicbiceit meines verstorbenen Onkels, des Herrn Julius Streh&aw l sowie für dl« schönen Kranispenden, vor allem aber ! auch fflr den heraiichenNachrn' des Herrn Voiblrzeuden I des Deutschen Holzarbeiter-Verbandes in Berlin apreoue leb hiermit»einen tjelgeftibLen Dank aus. Witwe Frida Runge« Berlin S 61. Lehniner Strafe 3. Distrikt Bez.«24. Ganp piatalieh verschied unsere tärige, Hebe Genossin n. eifrige Besuclierin de* Frauen- Lese-Abends Süd Frau Auguste Sulrnild!, Frelllsrrathstr.Z. Im Alter von 59 Jahren. Ehr* Ibrso Andenken.' DleEinlsebemag findet Donnerstag I Unr In der Gerichtstraß« statt Allan Qeno»se«.Fr»un den und Bekagnten die traurige Kaenricht. daß meine lieb« gute Fr>a und Mntter tm 21. 10. p atrlicü gestorben ist. D1sEinlseh*nran findet amDannerttag.denfi. 11- mlttaze I Uhr, Gericht- strahe. statt. Um stllls Teilnahme bitten Alex Schmidt. Karl und BartaalsKlndar. Frelligrathstr. 2. U. S. P. D. Neuk&.In. 13 Bezirk. Den Mttgl-efern tot Nachricht, daß unser, Genosse, der Kassen- | angestellte August Seikrit Thttringerstraße 10. tm Sonntag, den 2. No > ember verschieden ist I ' Etn# seinem Ande-Aen! Die Einäscherung findet i nra Donneistag. den [ 4 Novembsr. nachm. 4 Uhr im Krematorinm| Baumschulen weg. K«f. bolistraße statt Um 1 i regaBeteillannz ersuc t( Der vorstand- Platini er. bis 90 Mk. kauft Metallkontor I vAHte-J.kofaitr: 138 Mofltipl Ubsj Rr.•>:](>. mni iigBCTagEügr�i-" �aiaKÄSSc�xTyaora2H*3E3c*Heeee*D*BesiÄTKL�. vethmanN Aus dem llulersuchunzsausschuß. Fortsetzung des Bcrichts aus dem gestrigen Abendblatt.) Vle Verhandlungen mit Amerika. Profeffir Hoetzsch: Ist die Reise, die der Botschafter l!>cr,. Ende September 191K begann, von Euer ELicltenz als Friede»- Mission nach Amerika benutzt worden»der nicht? Diese Amf- ftrfjiung ist im der neutralen, wie m der fzmÄickstr» Presse da- -malS geciiußert worden, und such in der deutschem Preise»vurde», je nach ihrer Slelliong hieran Hossnwngon esder Befürchtnnge» geitnüpst. v. Bochmann Holliveg: SeiblstverstäMich konnte ich dem Bot- schqfier kvine Atpfträge geben, lsdin Poqgeiheu lag nn schnem freien Pillen, er tat auch eine rntschcechende Bemerkung in seinem Wiche gemacht. Unmittelbar nach unserer Dussexnoie nxrr er in -imsrvin Hauptquartier,>00 ich seinen Besprechungen mit dem ibaiser boiwochnte. Er sagt.darüber:«Der ÄeiöKÄangler sagte twir, die Äuflcruv:e sei nunmehr versiirbart und festgastellt mar- den, setz: habe Wisson freie Bahn P, einer grasten Aktion." Als mir Botschafter Gerard seine Absicht motteÄt«, nach Ä>merik« zu reifen, habe ich mich selbstverständlich an meinem Gesprächen mit ihm vmoach erngevichiet und ihm getagt:„Gewih, wenn Ihr Präsident� schleunigst einen Iriclden Sappell an die Kviegführenden richten würde, so wärc mir baS sehr angenehm." Im»ipiomaoi- sehen und politischen Berkelhr und besonders im Verkehr mit dem Botschafter oiirer freaniden Macht, in diesem.Falle einer Macht, die �uml schon vorher.in.manche UngÄrgonhoit gestürzt chatte, kann man nicht anders.handeln. Eine Instruktion zn gebon, war ich dem Botschafter gogen>über nicht in der Lage, ach konnte " tsur ver.saichei', durch noeine.Haltung nnd die Art meines Ge» tvröchcS in ihm einen Gindnuck hervorgumifion, von dem ich wünschen konnte, i&a st er>ihn«ml nach AmerÄa nianml Professor Hoetzsch: Hatte Gerald em deutliches Bild von jenen Bedingunzen mitgenommen, die Sie als mastvoll be- zeichneten? Es ist dort? über alle diese Kragen, besonder» auch über die Ostsragc, eingebend gesprochen worden. Herr v. Bcthmnnn Hollweg: Was den iCstcii anlangt, so erklärte der Botschafter mit einer leichten Handbewcgung» die öst- Itthcn Verhältnisse interessierten in Amerika nicht; darüber ist von ihm mit mir überhaupt nicht weiter gesprochen worden. Sein Interesse richtete sich auf Belgien. Ich habe ihn auf die bezüglichen Stellen meiner Rede hingewiesen. In einer solchen Rede'agt: ich etwa: Selbstversländilich stt«v unser Wunsch, Vorsorge zai rref-en, daß Belgien»acht, als Bollwerk für di« Zu- knnft von der Entente benutzt werde zur Schädigung Deutschland». Hinzugefügt habe ich dann, welche Garantien— da ist zum ersten Male da» Wort Garantie gefallen, da» so viel Staub an der Welt aufgewirbelt hat— da gedacht wären. An diese meine Reden halbe ich den Botschafter erinnert, indem ich ihn noch darauf hinwies, dast die näheren Bedingungen natürlick vom Ausgang des Kriege» abhingen. Soweit mir vorschwebt— es ist schwer, sich zeugeneidlich darüber zu äustern— hat Gerard mar pesagt: Ja, über Lüttich ließe sich eher sprechen. Die» hübe ich auch in einena Dementi erwähnt. Auch über sonstige Kragen, so ..«brr die flandrische Küste, wurde viel gesprochen. Ich mußte in tzieser Hinsicht eine ausweichende Sprache führen. (sterard wußte eider. daß ich— bitte dies bhne jeden Sdebeutiang hinzunehmen— kein Annexionist war. Gerade aus diesem Grunde wurde mir ja scharfe Opposition gemacht, von der ja auch der Botschafter Zeuge war. Also, im Bilde ist der Botschafter absolut gewesen, dast?ä> einen BerhandlungSfrieden anstrebte, dast ich mastvolle KriegSziete verfolgte, und er wustte, dast in politischen Parteien und an der Oeffentlachkoit gerade um dieser beiden Punkte willen ein scharfer KanPf gegen mach geführt wurde, von dem er den Eindruck hatte, daß er sich immer mehr zu ineinen Ungunsten entwickle. Professor H-etzsch: Haben Exzellenz den Botschafter Gerard für ein brauchbares Werkzeug für diesen Jrie- den Sappell gehalten? Herr v. Bethmann Hollweg: Ich habe bereits in früherer Sitzung gesagt, daß ich den Eindruck hatte, Gerard sei über die Jntensionen seines Präsidenten nicht genau informiert. Heber diesen rein sachlichen Eindruck— von allem Persönlchen möchte ich gerne abschen— ergibt sich daö Maß der Wertschätzung, da» ach den Funktionen des Botschafters Gerard beigelegt habe. Teilage zur..Zreiheit". Die erste Gegenüberstellung. Professor Hoetzfch: Hat Graf Bernstorff die Ansicht gc- habt, der Botschafter sei über die Absichten seiner Regierung nicht genügend informiert? Herr Graf sagten in einem Telegramm an die Regierung, daß Sie den Botschafter seit langen Jahren gen«: � nnen. Graf Bernstorff: Ich wurde nach meinen Erfahrungen an- ehnren, daß Gerarp c r jl nach o e r Reis« n ach A m e r i k a rientieri war. Herr 0. Bethmann Hollweg: Ich stehe mit der Ztnsicht des Graten Bernstorff, daß Herr Gerard bis zum Antritt seiner Reise nicht orientiert war, völlig im Einklang. Was seine Oriennerung nach seiner Reise anlangt, so kann ich nur wicderhale», dast gerade in den Ioituortagen des Jahres 1917 mir, auch nachdem der U-Boot-Krieg beschlossen worden lvar, selbstverständlich daran lag, mit äußerster Beschleunigung zu wissen, ob denn irgend eine er- solgversprechem.de und aussichtsreiche Aktion von Wilson zu er- lvacten sei, und zwar zu einer Zeil, wo ei noch möglich gewesen wäre, den U-Boot-Krieg rückgängig zu machen. So habe ich wie- derholt versucht, den Botschafter zu sondieren, ich habe ihn gefragt:„Wie steht es nun in Amerika?", worauf er mir mit einem gewissen Ton des Vorwurfes gegen seine Regierung gesagt hat:„Ich bin u n i>1 f 0 r m i e r t." Mir scheint, daß dies über- einstimmt mit der Schilderung, dast Präsident Wilson nicht ge- neigt war, über seine Jntensionen über den Kreis seiner aller» nächsten Bertrauten hinaus Auskunft zu geben. Präsident Wil- s 0 n hat in mancher Beziehung auch gerade in Amerika als eine Sphinx gegolten. Mir ist vollkommen klar, daß auch Herr Gerard nicht zu den Jntim-Vertrauten de? Präsidernlen gehörte. Abg. Dr. Sinzheimcr: Konnte Willson annehmen, wir fürchten seine FriedenSvermitillung, sind Gerard bestimmte Aeusterrmgon gemacht worden, dast wir die Fvicdensverrmtltlung Wilsons wünschten oder nicht? ». Bethmann Holl weg: Disst Jmge häbe ich beute wie auch schon am Flrestag deminvortet. Botschafter G e ir a r d habe ich unmittelbar nach der Sussernote gefagi:„Wir Häven soweit nvch- gegelben, nun halt Wstsv-n freie Hand für seiine Ablicm." Im diplo- matischem Berkehr kann nmn sich nicht rrnderZ mrsdrücklr. Gerard wußte, daß ich dem Friedensappell Wiisans wünscht«� und Wilson wurde duirch unsere Instruktionen an den Grafen Bernstorff darin bestärkt. Ich bitte Sie äbor, auch zu berücksichrigcn: Durch da? gesamte bürgerliche Deut'chhmd und über diese Kreise hinaus, uaimetttllich in der Airntee, imd da aus durchaus begvefflicheu Gründen, hatte sich durch die jeden Tag«röschtogsichen amerikanischen Granaten tu die Herzen eine gewaltige Animosität gegen Amerika eingeprägt. Führer bedeuicungsvoller Parteien im Reichs- tag haben ganz offen ausgesprochen, für einen Frieden, der vom Präschmtten Wilson kommen würde, bedanke sich da» deutsch« Volk. Dies« Stimmung war selhftverstäiMch auch dein Bot- schafter Gerard lbekaiiut, und«li mußte damit rechnen, daß geveb« die Kneife, welche di.se Animosität gegen Amerika ver- traten, au» ganz begreiflichen Gründen mriue au�sgeiprochenen Gegner waren. Mit diesen Kamplikariemon ha: Gerard auch ge- rechnet, und da? hat seWstvevjtändlich seine Einschätzung der Dinge ganz wesentlich b.ein-Außt. Zlbg. Dr. Sinzheims: Die sagten, daß ein Ineinander. greisen der Wilsonschen Friedensaktion und unserer eigenen Aktion wüikfthenswetrt gewesm wäre. Dann hätte es doch am nächsten gelegen, wenn man dem PrÄsi- demen mitgeteilt hättch dast wir eine eigene Aktion machten und hofften. und wünschten, daß Wilson diese Mion ergänzen möchte. Nun ist aber dem Grafen Bernstotzff ausdrücklich mitgeteilt worden. unsere Absicht, eine eigene IriebensMian zu machen, streng vertraulich und nur für sich persönlich zur Kemmtnis zu nehmen. Wenn von einem Doppelspiel die Rede war, so sollte damit ge- sagt sein, dast Wilson, desseln Fnedensäktion w«r herbeigeführt hatten, von unserem eigenen Vorgehen nichts erfahren sollte. v. Bethmann Hollweg: Welche Lagx hätte sich lergdben, wenn ich den Grafen Bernstorff beauftragt hätte, dem Präsidenten Wilson von unserem Friedensangebot Kenntnis zu nehmen, und wenn Wilson dann gesogt hätte, wir möchten das unterlassen, er möchte selbst«inen Friedensappell an die. Welt richten. Da» hätte doch zur VvrauSsetzaiug gehabt, daß ich Wilson zu meinem Geschäftsführer ernannt hätte, dast ch ihm eine DiSposi- tion über unsere eigenen Aktionen eingeräumt hätte. WaS wäre 27 Jimmie Higgins. Roman von Uptou Sinclair. Au« dem Manuskript übertragen von Hermhnia Zur Mühlea. Allmählich dämmerte in Jmmiies Hirn Verständnis auf. «Genossin Frau Gerrity"— wiederholte er—,„aber— aber ich glaubte, Sie seien gegen die Ehe!" Ein frohes Lächeln anüvortete ihm, zwei Reihen Perlen- zähne leuchteten auf.„Begreifen Sie denn nicht, Genosse Higgins? Jede Frau ist gegen die Ehe— bis sie dem rechten Mann begegnet." Ties war zu hoch für Jimmie, er stand mit offenein Munde dv.„Ja, aber, ich dachte— ich dachte..." Er wußte nicht, was er gedacht, auch hatte es ja setzt keinen Sinn mehr, seinen Gedanken Worte zu verleihen. Sie natürlich wußte es auch ohne Worte, begriff seinen bestürzten Blick, sein verwirrtes Gestammel. Sie war ein gutes, kleines Geschöpf, legte ihm die Hand auf den Ann und sagte:„Genosse Higgins, halten Sie mich bitte nicht für gemein." „Gemein?!" rief er.„Wieso? Weshalb? „Stelfan Sie sich einmal vor, Sie wären ein Mädchen, Genosse Higgins, dann könnten Sie doch einem Mann keinen Heiratsantrag machen, nicht wahr?" „Nein—, das heißt— aber—" „Nicht, wenn Sie wollten, daß er ja sagt. Sie müssen ihn zwingen, daß e r den?lntrag macht. Dielleicht ist er schüchtern, und man muß ihn erst auf den Gedankn bringen. Oder er ist nicht gewiß, ob er das Mädchen wirklich haben will, und es muß ihm klar machen, wie begehrenswert es ist. Dielleicht muß es ihm sogar die Angst einflößen, eiil anderer könnte es ihm wegschnappen. Berstehen Sie jetzt, wie das bei einem Mädchen ist?" Jimmie war noch immer betäubt, doch begriff er be- rerts genug, mn„Ja" stammeln zu können. Genossin Baskerdille. nein, Genossin Frau Gerrity, reichte ihm die Hand. „Genosse Higgins, Sie sind ein lieber, guter Mensch, nicht wahr, Sie zürnen mir nickst, und wir wollen Freunde keini" Jimmie drückte die weiche, warme Hand, blickte in die leuchtenden braunen Augen und wiederholte einen Teil der geplanten herrlichen Rade:„Immer! Immer!" Achtes Kapitel. Jimmie Higgins gerät in die Patsch«. I. Der Weltkrieg dauerte mit stets zunehmender Wut an. Den ganzen Sommer über schlugen die Deutschen auf die französischen und britischen Linien loö, während die Eng- länder auf die Tore Konstantinopels und die Italiener auf die Tore Triests loshärnmerten. Die Deutschen sandten ihre gewaltigen Luftschiffe aus, um London mit Bomben zu belegm, und ihre Ü-Boote. um Passagierdampfex- und Lazarettschiffe zu versenken. Jedes neue Verbrechen gegen das internationale Gesetz rief tieuerliche Proteste der Vereinigten Staaten, Kontroversen in Zeitimgen, im Kongreß und in Kummes Jahrradhandlung in Leesville hervor. Arn letztgenannten Ort waren freilich die Kontroversen recht einseitig. Alle, die den Laden besuchten, betrachteten die Mnnitionsindiisttie als etwas Fluchwürdiges, und verbargen keineswegs ihre Freitde, wenn sie von Unfällen heim- gesucht wurde, wenn Werften abbrannten, Eisenbvhnbrückon und Schiffe auf der See durch gehennmsvolle Explosionen zerstört wunden. Kumme, ein vertrockneter, grauhaariger, ftumpfnäsiger, alter Kerl, begann in einem Gemisch von Englisch und Deutsch zu fluchen, sobald jemand der Schiffe Erwähnung tat, die über das Wasser sichren, mit Munition beladen, welche die deutschen SojHafan mordete. Den knochigen Zeigefinger gegen seine Zuhörer ausgestreckt, er- klärte er. die Deutschen Amerikas seien keine Sktaven und würden ihr Vaterland gegen die hinterlistigen Engländer und deren Wall-Street-Söldlinge verteidigen. Kumme hielt eine in deutscher Sprache erscheinende Zeitung und etliche englisch geschriebone Zeitschriften, die für Dautschland Partei nahmen: er pflegte besonders eindrucksvolle Stellen zu unterstteichen und vorzulesen, da gab es alles, dessen sich ein Menschenhirn erinnern, oder was es erfinden konnte, zu Ungunsten Englands. Frankreichs, Italiens und Wall- StreetS, sowie'der Nation, die Wall-Street gestattete, sie irre zu iüdtta und aii«aubeutcn. Et bat»ine Aiuabl Arne- Mtwoch. 5. November M' iwÄI passiert, wenn horiHMSgelouimen w&e, dost der BUtchSkcwiz' alle zukünftigen Aktionen DeutschlamdS m da» Ecmefim WÄjot:-- gesiellt hätte. Ich wäre an demselben Tag» von memem Ptotzc »veggefezt worden. Da» Jneinandergrersen der beider Aktionen hat dm trotzdem stattgesrrnden. Bht Itzatw" am 22. November den Grafen Bernstorff von der Sbstcp:. ein Friedensangebot zu erlassen, in Kenntnis gesetzt- �Groi Bernstorff hat keine Bedenken dagegen geäussert, vre mehr hör nach der Berichterstattung des Grasen Bernstorff unser Angekvi den Pazifismus in Amerika gestärkt Gerade wenn Wi.son von per öffentlichen Meinung seines Lande» so abhängig war, und wenn nach den Berichten des Obersten House an den Grase:! Bernstorff Wilson durch die öffeniviche Meinung gehindert toar,«rusthast etwas gegen Engand z» unternehmen, mutzte ein« Stärkung der pazifistischen Bewegung in Amerika für Wiho von größtem Wert sein. � Vors. Abg. Wnrmutb zum Grafen Bernstorff:«"<■ haften am 22. November telegraphisch von der Absicht, ein Friedensangebot zu erlassen, Kenntnis bekommen. Was haben Sie daraufhin veranlaßt? Bei den Akten befindet siel' keine Antwort von Ihnen. Gras B e r n st 0 r s s: Ich hole gar nichts unternommen, vi!' aber mit Oberst House sortlausend in Verbindung gewesen. Jll habe die Mitteilung vom>22. November als die Ankündigung eine, feststehenden Tatsache angesehen, an der doch nichts mehr zu ändern ivar. Ich habe auch niemals angenommen, baß unsn Friedensangebot die Vermitttunz Wilsons verhindern würde. Irl habe nur an eine Erschwerung der diplomatischen Stellung Wilsons infolge dies?» Friedensangebotes geglaubt. Erst späte habe ich bei Besprechungen mit Oberst House gehört, daß Wilso. befürchtet«, daß unser Friedensangebot eine geringere Neigung t der Entente erivecken würde, seine Friedensvermi tstung ang nehmen. Ein taktisches Manöver. Nunmehr f>rgririrt die Vetrnehmnng de» Staatssekretärs». D. Zinimerma»,,. Vors. Abg. Warmuth: Nach einer Mitteilung der..Bossischen Zeitung" haben Sie in einest vertranNchen Besprechung mit der Presse erklärh. daß wir unser Friedensangebot anr 19. Dezember erlassen hätten, um der Aktion des Präfidenten Willson zuverzu- kommen? Zimmermann: Es ist.mir sehr wohl erinnerlich, daß ich eine derartige Bemerkung gemacktt habe. Ich habe mich dabei wesev-i- lich von i nnsrpoiitifchen Erwägungen teilen lassen. Eine Frieoensvermitklung Wilsons war der Wehrheft des denit- scheu Volkes(?) und dÄ Reichstages im höchsten Grade unsympathisch. Aus der anderen Seite konnte ich mich der Sorge nicht verschließen, daß uisiec Friedensangebot nicht nur im Ausland, sondern auch bei uns als eine Bitte um Frieden und als Zeichen der Schwäche ausgelegt werden könnte und daher verurteilt werden würde. Deshalb kam es mir darauf an, daß die deutsche Presse möglichst geschlossen hinter die Aktion der Regierung treten möchte, weil ich mir daraus bei den Feinden und bei den ReutoaUon die Wirkung versprach, daß da» deutsche Volk geschlossen hinter dem Friede nsemgebot stünde. Um diese» Ziel zu erorichm, habe ich mich damals dieser Wendung bedient. Ich habe den Herren von der Presse gesagt, daß«ine FriedenSver- mittbmg des Präsidenten Wilson wmniitekbair bedorste«, daß wer unS einer solchen Vermittlung nicht würden eirtzieben können, wenn wir umS nicht einon so getvichügen Neuttaien wie Wilson zum Feinde machen»vollten. Diese Gründe haben mich bei mei.ner Erklärung an die Poesse geleitet. Sie haben mit den Gründen de» Kanzleos für das FriedemSangebot nichts zu tu». Für mich war die» eine Fratz« der Taktik, die erreichen sollte, daß die Presse«trchettsich hinker die lllegse- rung trat. Abg. Gothein: Sie haben ober auch im HaushaktSauSschuß ähnliche Ausführungen gemacht. Sind Sie nicht«ruf den Ge- danken gekommen, daß au« einer soichen Besprechung mit der Presse Einzelheiten t?«rrat«n werden könnten» und daß man dann diese Haltung, um es zart auszudrücke», als widerspruchsvoll ansebeu könnte? Zimmermann: Ich habe auch eine solche Erklärung im Hau»- haltSausschuh abgegeben. Ich Hab« auseinandergesetzt au» welchen Gründen wir ein« Friedensvermittlung Wilsons in dem Sinne, daß der Präsident eine Friedenskonferenz einberiefe und auf ihr als arditer mundi, als ehrlicher Makler aufträte, nicht wünschten. Wohl aber wünschte ich einen FriedenSschvitt de» riLaner gegeben, die im Interesse der sozialen Reform ihr eigenes Land geschmäht und das soziale System Deutsch- landS verherrlicht haben. Diese Argumente benutzten jetzt die deutschen Propagandisten, und Jimmie befürwortete sie in den Versammlungen. Diese verlassend, pflegten er und Meißner sich in eine Wirtschast, zu begeben, wo sie mit Jerry Colcman zusammenttafen, der noch immer reichlich über Zehndollvrscheme für den Druck von Antikriegs-FIyg- blättcrn verfügte. Der alte Kumme hatte einen Neffen namenS Heinrich der ihn von Zeit zu Zest besuchte. Es war dies em hocff gewachsener, hübscher Bursche, besser gekleidet ass sein Onkel, und er sprach auch besser englisch als dieser. Schlreßlick? zog er ganz zu dem alten Mann unter dem Nor- wand, im Geschäft zu helfen. Jimmi« wußte wohl, daß hier kein« weitere Hilfe vonnöten war. Am allerwenigste« die Heinrichs, der nicht eine Radspeiche von einer Lenk- swnge zu unterscheiden vermochte, doch ging ihn dies weite, nichts an. Heinrich hielt sich im Arbeitskittel hinter dem Ladentisch auf umd plauderte halblaut mit den Kunden. Nack einiger Zeit war er nur mehr selten im Geschäft und verkündett schließlich, er'habe in der Empire- Fabrik ein» Anstellung gefunden. II. Zu den Herumlungerern in des alten Kumme Loden hatte sich ein Neuer, ein irischer Arbeiter, namens Reilly, gesellt. Der Irland« war in diesem Krieg ein Problem für sich— der Stachel im Gewissen der Alliierten, ihr» Achillesferse, das gebrochene Glied in der Kette ihrer Argu« mente. und jeder Doutfche freute sich, wenn« einen Jr- länder sah. Reilly kam einen geplatzten Gummireifen reparieren lassen und verweilte im Laden, seine Ansichten über die Weltlage erklärend. Der alte Kumme klopfte ihm aus die Schulter, schüttelte ihm die Hand, jagte, er gesalbe ihm und möge wiederkommen. Reilly tat dies denn auch: wenn er erschien, zog er eine Zeitung, die„Hibernia" betitelt war, aus der Tasche, Kumme suchte unter dem Lade»- tisch die„Gernmnw" hervor und beide ergingen sich stun- denlang in Schmähungen über das„perftde Albion". Jimmie. mit einer Reparatur beschäftigt, blickt« von Zeit zu Zeit aus und grinste zustimmend. lFordsetzm-s iotgtI t ?rSswent«n tu dem Sinne, daß«r den Anstoß zu Frieden?- i Georg T-ernKard: Ich HÄbe e? so verstanden. Ich>yaive»er Verhandlungen gab. In diesem Sinne waren auch meine FricldsnSaiiion WUswuS sshr ifcgtiisch gsgon übergesranden._ vich Jnstrultionen gehalten und einen Widerspruch kann ich nich> uachm an, vatz Amerika so sechr an Äer Seite England» stand, anerkennen. Ich habe natürlich geg aubr, miey auf die strengste eö nicht ntögltch sei, daß der Präsident W-ston eme wn- Vertraulichkeit der Herren von der Presse verlassen zu können;' parto.rsche Mt�on vornehmen könne. In den Wollendes �-taatö- sie waren mir als zuverlässig iekcinni nrfcelär? habe ich eme Betawgu>ng nimner Amsjassumz ge;shein Abg. G-thein: Zu der Zeit, als diese Mitteilungen in in! �«ahm an, daß tec S�tSsskvetar donÄben Ausw,»'« �t. daß "-' ambicrte ja Wilson gar nicht, rrzendeiersm Deu.ichland ungünstigen E.amde Wilson Pressekonferenz gemacht wurden all Vermittler aufzutreten. Er wollte nur die Parieien a» den Verhandlungstisch bringen. Zimmermann: Sehr wohl. Aber es bestand die Möglichkeit, baß Wilson mit einem solchen Berangen hervortreten würde. Jedenfalls wünschte ich eine Einheulichieit in der Presse und im Volk. Wenn ich da gesagt hätte, Wilson wolle eine Friedens- Vermittlung anregen, so hätle das nicht genügt. Ich mußte sage», daß Wilson den Frieden vermitteln wollte. Das wollten wir vermeiden und um dem zuvorzukommen, griff ich zu diesem taktischen Manöver. Abg. Dr. Sinzheimer: Wir halten die Wilsonsche Aktion ein- «leitet. Dieses Verhallen der Presse gegenüber aber bedeutete doch eine Beeinflussung der Presse gegen Wilson und gegen die Aktion, die wir selbst hervorgerufen hatten. Zimmermann: Wilson hatte gezögert, und deshalb hatten wir uns entschlossen, mit unserem Angebot hervorzutreten. Mir kam «S nur darauf an, die öffentliche Meinung für unser Angebot z» erwärmen. Rücksichten auf den Präsidenten Wilson traten dabei zurück. Abg. Dr. Sinzheimer: Ich spreche nicht davon, daß Sie für Wilson eintreten sollten, wohl aber für die Aktion der Regierung. Vors. Abo. Warmuth: Ihnen war es nur darum zu tun, sü» ta» deutsch« Angebot Stimmung zu machen? Zimmermann: Absolut, alles andere trat in den Hintergrund. Minister Dr. Dav d: Nachdem wir beschlossen hatten, mit »iner� eigenen Friedensaktion vorzugehen, war dem Grafen Lernstorff telegraphisch die Mitteilung geworden, wir zögen gleich- wohl vor, wenn Wilion seine Aktion vor der unserigen machen tvürdc. Die Ausführungen der Presse gegenüber lausen auf das gerade Gegenteil hinaus, denn sie besagten, daß wir unsere Aktion vorzögen und nicht wünschten, daß Wilson seine Aktion vorher machte. Das ist daS direkte Gegenteil von dem, was der Presse mitgeteilt wurde. Der Zeuge nennt daS ein taktisches Manöver. Stand er nun innerlich auf dem Bode» ter Politik, die es für vorteilhafter hielt, wenn Wilson sein Fric- bensangebot vorher machte, oder wünschte er tatsächlich, daß wir Wilson zuvorkommen müßten? Zimmermann: Das Datum der Jnstruklionen an Graf Vernstorff und an die Presse muß auseinandergehalten werden. Die Instruktion an den Graben Bcrnstorfs erging am LS. Nevem- ber. Damals stand ich durchaus auf dem Standpunkt, daß ein Schritt Wilsons unserem Schritt vorgezogen werden müßte, weil »in Schritt der Mittelmächte als Bitte um Frieden und Zeisteu ber Schwäche vom Ausland und Daheim aufgefaßt werden müßte. KndererseiiS gtöubte ich, daß ein Friedensangebot der Mittel- mächte von her Entente leichter abgelehnt weiden könnte a!S eine Uriedensanregung Wilsons. Selbst wenn die Wilsonsche Friedens- «nregung abgelehnt worden wäre, wäre es vorteihaft für uns gewesen, weil c» unser« Stellung gegenüber dem Präsidenten und ver ganzen Welt gebessert hatte Wir hätten Wilson von semer Voreingenommenheit für uns befreit und hätten ihn zu einer schärferen Stellung gegen seine Feinde veranlaßt. Das nahm ich wenigstens an, und deshalb habe ich damals nach Washington telegraphiert, daß wir eine Friedensanregung Wilsons einem beutsche» Schritt den Vorzug g'ben würden. Ich nahm natürlich «n, daß Wilson sich schnell entschließen würde. Aber dann kam die Unterredung mit Lanstng, In der Lanfing sagte, die belgischen Deportationen hätten eine schlecht« Stimmung gegen uns hervor, gerufen. Ich sah darin eine Vertröstung gst catenäaz graecas. Graf Bernstorff telegraphierte unS, daß Wilsons Schritt sich bis Neujahr hinziehen könne, daß aber auch das noch zweifelhaft wäre, Venn er müsse Rücksicht nehmen auf die öffentliche Meinung. Der Schritt Wilsons war also unsicher geworden. UnS aber kam eS darauf an, den Frieden so schnell wie möglich herbeizuführen. Wir wollten einen weiteren Winterfeldzug vermeiden und wünsch» den einen Friedensschritt noch vor Weihnachten. Nun war B u ka- re st gefallen, ein Ereignis, da? in der ganzen Welt Ein- druck gemacht hatte. Nach einem solchen Ereignis war es schwer, von un» zu behaupten, wir wären schwach und drohten, zusammen- zubrechen. Außerdem versöbloß ich mich nicht dem auch vom Reichskanzler betonten Gesichtspunkt, daß wir unserem Volke den RachweiS schuldig wären, daß eS an uns nicht läge, wenn daS Blutvergießen fortgesetzt würde. Alle dies« Gesichtspunkte veran- laßien mich, auch dem Friedensangebot vom 12. Dezember zuzu- stimmen. In diesem Zusammenhang Hab? ich am Vormittag de» IL. Dezember aus taktischen Gesichtspunkten die erwähnte Aenße- ruug in der Pressekonferenz gemacht. Das kann natürlich wie «in Widerspruch erscheinen. Aber das sind eben Mittel, von denen man als Pöliliker Gebrauch machen muß, wenn man«in be- pimmtes Ziel erreichen will. Minister Dr. David: Durch die Erklävumg LansingZ soll eS (weifelbaft geworden sein, ob Wilson über- aupt ein Friedensangebot machen würde, min- bestens war« eS in weide Farne gerückt. Wenn daS richtig ist, dann ist eS«est recht nicht verständlich, wie man der Press« sag«n könnt«, wir wollten unser Frie- d«n»aß auf uniseve Vevan'iassung der Pröst>«nt oine soiche Frisdensaltion vornehmen wollte. Nach- dem ich von diesen Dingen Kenntnis erhalten Halle, wies ich in«mom Artikel der«Vossischen Zeitung" darauf hin, daß damit ein« neu« Situation geschaffen sei, daß hier«inDoppelsplel borliw'e. das ich persönlich sür höchst bedeiMch ehalte. Nachbarn ick erfuhr, waS in Amerika vorgegangen war, war ich auss höchste erschreck: über den Doppelsinn der Mritteilungen dos S.aats- sekretirrs. Auf«ine Frage de? Vorsitzenden erklärt der Zeuge, daß er sich des Wortlauts der Aeußerung des Staatsseknetärs nicht mehr erinnere, daß aber«in Kollege ihm erklärt habe, der Staa s- so'vetär habe ne'agt: Wir machten das, damit der Wilson seine Finger nicht in der Pastete habe. Dieser Kollege war der Chefredakieur Becker von der »Deutschen Tageszeitung". Ich war sehr erstaunt über die Be- kundung des Staatsfeiretärs, daß er dt« Press« damals i r r t ü m t i ch i n f o r m i« r t e. Ich mußte annehmen, daß das, was dort in der Presse gesagt wurde, durchaus den Tatsachen ent- spricht. Abg. Gothcin: Ist es in solchen Fällen die Absicht der Re- gierung, daß die Press« in diesem Sinne woi.er arbeitet, der an» gagebe i wurde? Georg Bernhard: Die Presse lernt die wirklichen Molwe der Regierung kennen und schreibt nun nach ihrer Parieistelluiig und persönlichen Auffassung das. waS sie für richtig hält. Aber unter Würdigung der richtigen Motive der Regierung. Damit ist die Vernehmung des Zeugin Bernhard beendet. Es werden weite« Fragen an den S-aatSsekretär Zimmer- mann grrich.et. Abg. Eohn fragt an, ob der Staatssekretär die Aeußerung getan habe: Das Gute bei dem Bruch mit Amerika sei, daß wir diesen Herrn als I r ie d e n S v e r m i t t l e r jetzt loS sind. Staatssekretär a. D. Zimmermann: Ich war der Ansich'. daß bei einem einigermaßen neutralen VerhSlien Wilsons der Bruch zu vermeiden war. Ich war daher schwer enttäuscht. Wenn ich eine soiche Aeußerung getan haben sollte, dann nur in dem' Sinne, daß es bei einem solchen Verhalten Wilsons wohl besser sei, daß wir mit seinen Friedensvermittlungen zu Ende gekommen seien. Abg. Gothel»: Sie waren enttäuscht über Wilson? War daS Auswärtige Amt nicht stets der Meinung, daß die Erklärung des U-Boot-Kriege? nicht bloß zum Abbruch, sondern auch zum Kriege mit Amerika führen würde? Z mmermann: Gewiß, aber es kam«ine neue Wendung da- durch herbei, daß Wilson die Friedensvermittlung anbot. Wir sind auf diese letzte Chance, die sich bot, eingesprungen, um die Gefahr eines Krieges mit Amerika zu vermeiden. Unser Tele- gramiw war recht entgegenkommend abgefaßt. Der Wunsch, zu einer Verständigung zu gelangen, kommt darin zum Ausdruck. Wir konnten leider die U-Bootwaffe nicht sofort abstoppen, weil das technisch unmöglich war. Wir erklärten uns aber sofort bereit. den U-Boot-Krieg einzustellen, wenn Wison Friedensverhandlunzen in Aussicht stellen konnte. Er hätte das durchsetzen können, wenn er eS wirklich gewünscht hätte. Dl« Deportation ber belgischen Arbeiter. Vors. Warmuth bi�et um Auskunft über die Deportati- onSfrage der belgischen Arbeiter nach Deutschland. In einem Telegramm des Wiener Botschafters Wedel vom 21. Dezember 1016 wird erklärt, daß Gerard eS für außerordent- lich wichtig hält, daß die Deportation aufhört. Sie habe außer- ordentliche Empörung in Amerika hervor- gerufen. Zimmermann: Ich war ein sehr scharfer Gegner dieser Maßnahme, weil sie außenpolitisch sehr sthädllch war. Ich habe meinen Standpunkt an den geeigneten Stellen vertreten. Aber die militärischen Notwendigkeiten waren aus» schlaggebend. Ich Hab« versucht, nach Eingang des Tele- gramnis diese Deportation rückgängig zu machen oder wenigstens zu mildern, damit ich in der Lage war, unseren Feinden zu sagen: Die Sache ist durchaus nicht so schlimm. Ei war für mich sehr fatal. Vorsitzender Warmnth: Konnten Sie nicht in noch inten- siverer Weise dagegen auftreten, da Sie die politische Stimmung >n Amerika kannten? Zimmermann: Ich habe intensiv«ingegriffen, soweit«» mir möglich war. v. Bethmann Hollweg: Vom politischen Standpunkte aus waren mir diese Deportationen im höchsten Grade unerwünscht Sie sind als militärische Notwendigkeiten begründet worden. »m da? Hindenburg-Programm ausführen zu können. Trotzdem habe ich in voller Uebereinstimmung mit Bissing dafür gewirkt, daß die Harten beseitigt wurden. Ich habe ihn veranlaßt, nach Pietz zu fahren und mit Hindenburg und Ludendorff weiter darüber zu sprechen. Bissing hat dort auch gewisse Milderungen durchgesetzt. Ich habe mich weiter um Abstellung der Härten bemüht. Dr. Sinzheimer: Mit den Einzelheiten dieser Frage wird sich ein anderer Ausschuß beschäftigen. Es war rtne hochpolitisch« Frage, die den formellen Protest Amerikas Vid der Schweiz hervorrief. Die politische Leitung konnte also hier dem Militär gegenüber ihren Willen nicht durchsetzen? Zimmermann: Es war mir nicht möglich, meine politischen Gesichtspunkte gegenüber den mili» täriscben Notwendigkeiten durchzusetzen. v. Bethmann Hollweg: Die militärischen Interessen standen den politischen entgegen, die Frirbenkakdionen Wilsons find abcir dcrdu'ch nicht g. stört worden. Hinsichtlich des Gegensätze« zwischen Militär und Politik bin ich der Ansichip daß, wenn die Sache so durchgeführt worden wäre, wie Freiherr v. Bissing es urfprüng- lich beabsichtigte, die Angelegenheit sich hätte vAkerrechllich ver- treten lassen können, und daß dies« Erreguug nicht playgegriffen hätte. Wir waren angesichts der unbegrenzten Munitioas zufuhren. deren sich die Entente zu erfreuen hatte, vollkommen abgeschnit- ten von der Zufuhr von Rohstoffen, und wir waren auf die Aus- Nutzung aller HAfSmittol im Jwlande angewiesen. Da kann man den StantpunÄ der Mi-Iitärderwaltunig verstehen, daß das aller- äußerste geschehen müsse, um di« notwendigen Arbeitskräfte für die MunitionSbeschassung freizubekommen. Das mußte auch ich all Naichikanzsleir anerkennen. Wogegrn ich ein» geschritten bin, war die Vermeidung Mer Folgen, die auS der aufgereizten Stimmung im Auslände entstehen konnten. Wir mochten tun, was wir wollten, wir blieben die Barbaren und Hunnen, die unterdrückt und bestraft werden mußten. Da» stand nun einmal bei der Entente fest. Mg. Dr. Sinzheimer: Ist Ihnen bekannt, daß damals tau- sende von Menschen gestorben sind, MÄ als die Bel» gier hierher transpmttert waren, die nötige ArbeitSg«. legenheit nicht vorhanden war? Diese Erregung, die -mit der Deporiation veobunbon war, muß!« doch au»»er Welt geschafft werden, um der Friedensaktum.freie Bahn zu schaffen? v. Bethmann Hrllweg: Es ist allgemein bekannt, daß mili« tärische Notwondi-iAstten fortgesetzt in die polilfschsn Maßnahmen KuwinMe-lten. Ich darf wohl daran«rtnnern, daß dieser Dva- NSmuS schließlich schon 1866 und 1870 vorhanden gewesen ist, und was waren das für Minimattrisge gegen dieses Bölkervingenl iDewe.gning.) Ich bitte doch,-bei Baurtsilung darüber, wo dies« boiden Geweckten gegen einander gearbeitet haben, zu beidenken, daß dieS nicht aus bösem Willen-des«inen«der andore-n gc« schichen ist, sondern in der tlaberzsuyüng, daß die Venant'wortnn-z von der einen oder anderen Gewalt getragen werden-mußte, daß dioie Forderungen-durchgesetzt wenden mußten für die Rettung unseres Volkes und Vaterlandes. Vorsitz m-der Warmnth: Ist nicht in-scharfer Fvvm sÄstgeiqgt worden, l«h durch die Deportation der Bvl-gie-r nicht-die Frie» dennk-dion gefahndet werden dürfe? u. Bethmnun-Hollweg: Ob diese Gegensätze in akuter Weis« sestg-elegt wurden, weiß ich nich. Die Oberst« Heeres« leitung war von den Erregungen über d i« Deportation sekvstlv« r stan dl i ch unterrichtet, sie brauchte ja nur in«ine Zeitung hineinzusehen. Die mflitä» tische Leitung war der Ansicht, daß ohne diese Maß» nahm« das Hindenburg-Programm nicht durchzuführen sei, daraus ergibt sieb auch die Situation der volil-iichen Stellen. Daß viele Belgier ge starben sind, weißich, ich w e-i ß, d a ß K r a nüh e i t« n schau- derhaft unter ihnen gewütet haben. Es ist mir auch-bekannt, daß die Arbeitsgelegenheit nich in genügendem Maß? vorhanden war in dem Moment, als die T-epor.-ier en hier sintvasen. Ich habe den militärischen Stellen nahege legt, alle Belgier, die nach ihrer Per'önlichkeit sür die Arbeit nicht geeignet war.-n, schleunigst zuvückzuchcken. Abg. Sinzheimcr: Sind-nicht von anderen neutralen Mäch- ten außer der Schweiz Vorstellungen wegen der Deporation gemach, worden,-ist nicht vor allen Dingen von Amerika ein Pvoiest eingelaufen? Zimmermann: Daß muß sich aus den Akten ergeben, et, Protest aus Amerika ist eingegangen. A-bg. Sinzheimer: Von einer Reibe unserer Gesandten sind drillende Berichte über die Schädlichkoit dieser Maßnahme«in- gegangen, so auch vom Grasen Bernswrss. Zimmermann: Uns lag daran, in dem gegebenen Zeitpunkt her Friedensvorbereitung diesen Stein des Anstoßes zu beseitigen. v. Bethmann Hollweg: Es wäre politisch logisch das Richtige gewesen, wenn dieser Stein des Anstoßes wirklich beseitigt worden wäre. Aber wie war die Situation? Auf der einen Seite wird von der Heeresleitung diese Maßnahme als kriegsnotwendig bezeichnet, auf der anderen Seite besteht Skepsis wegen der Friedens» aktion Wilsons. Abg. Sinzhcimer: Als es sich um das H i l s S d i e n it g e s e tz handelte, haben Sie doch darauf gedrängt, daß dieses Gesetz au» politischen Gründen nicht vorzeitig veröffentlicht würde. Es be« stand damals doch die Möglichkeit, inländische Arbei slüchtige de? Militärverwaltung genügend zur Verfügung zu stellen. Abg. Dr. Cohn: Sie begannen Ihre erste Rede im Reichstag damit, daß dem belgischen Staat und Volk ein Un» recht zugefügt worden sei. Für die Beurieilung der beut» schon Kriegsführ>-ng ist dieses Anerkenntnis von größter Wichtig- keit geworden. Wäre das nicht Anlaß gewesen, die Gefahr eines erneuten Unrechts zu beseitigen und diese zu verhindern, bevor eine FriedenSaktio-n unternommen werden konnte? v. Bethmann Hollweg: Ich Patte selbstverständlich gewünscht, daß unser Friedensangebot und Wilsons Aktion nicht du.ch andere Vorkommnisse des Krieges durchkreuzt worden wären, aber auch dieStellungeinesReichskanzlersi st ungeheuer schwer, wenn militärische Autoritäten Maß« nahmen fordern, ohne die sie nicht glauhen den Krieg ge- i Winnen zu können. Ich möchte mir da doch den Ei-nwurs gestatten: Wollen wir immer nur von den eigenen Sünden und Völkerrecht« ttchen An-om alten sprechen, wo wir am er völkerrechtKchen Anomalie gegenüberstehen wie der Mockade durch England, durch die unser Volk aus Generationen verelendet- worden ist?(Beifall und starke Bewegung). Die Mü�ausener Kaiserrede. Vorsitzender Warmuth: Ist die Rede, dt« der Kaiser am 16. Dezember in Mülhausen hiett, die also am Tage nach unserm Friedensangebot herauSg-e.o-mmen ist, vor ihrer Veröffentlichung durch da» W. T. B. Euer Exzellenz vorgelegt worden? v. Bethmann Hollweg: Diese Rede ist mir nicht vor ihrer Veröffentlichung gezeigt worden. Abg. Schück.ng: Bestand nicht c.ne generelle Anordnung, und wen trifft die Schuld, daß diese Rede bei ihrer große» politischen Tragweite Euer Exzellenz nicht vorgelegt worden ist? ». Bethmann Hollw«»,: Seine Majestät hat jedesmal, wenn er an di« Front gefahren ist, was häufig passierte, Ansprachen an di« Truppen gehalten, die selbstverständlich in erster Linie vom militärischen Gesichtspunkt getragen wurden. Politische Fragen haben nicht mitgespielt. Ich habe dem Vertreter des Auswärtigen Amtes im Hauptquartier dahin instruiert, daß, wenn pcl-tisch-e Bedenken vorliege», mit mir vor der Veröfsenilichung in Verbindung getreten werden müsse. Diese allgemeine Anordnung hat bestanden. Eine Rede, die der Kaiser im Osten ehalten hat, wurde von-mir'n kleinen Korrekturen erausgegeben, später stand der ursprünglich« Wortlaut doch in den Blättern. DeShal-b habe ich in« Anordnung gegeben, daß gewissenhaft verhübet werde, daß R'den von irgend weläer politischer Bedeutung mir vorgelegt werden müßten. Die Frage hinsichtlich der Mülhausener Rede muß ich negativ beantworten. Die Friedensbedingungen Deutschlands. Vors. Warmuth: Wir kommen jetzt zu unseren Frieden?« b« d i n g u n g e n, di« im Einverständnis mit Oesterreich sor- muliert worden sind. Abg. Dr. Sinzheimer: Die mit Baron Burian festgelegten Friedensbedingungen vom 12. Dezember lauteten: 1. Anerkennung des Königreichs Polen; 2. Annexion kurlän- dischcn und litauischen Gebietes, das im Einverständnis mit dem Königreich Polen eine gute von Norden nach Süden laufende strategische Grenze gegen Rußland bildet; 3. Handelsvertrag mit Rußland bzw. wirtschaftliche Vorteile; 4. Garantien in Belgien, welche möglichst durch Verhandlmgen mit König Albert festzu-. stellen find, eventuell Annexion von Lüttich und eine» Land- streifens; 6. Räumung des französischen Okkupationsgebietes mit Ausnahme von Longwy und Brich gegen Räumung von Elsaß- Lothringen, Kriegsentschädigung und Kompensationen; 6. Rück- gäbe der Kolonien mit Ausnahme von Kiautschou, Karolinen und Marianen, eventuell Erwerb deS Kongost-aates oder eines TcAeS desselben; 7. Entschädigung für Ausländsdeutsche; 8. Einver- leibung Luxemburgs in daS Deutsche Reich. DieS erschien not- wendig für den Fall des Erwerbs von Briey und Longwy. Die Bedingungen Oesterreichs lauteten: 1. Integrität der Monarchie; 2. geringfügige Grenzvcrbesserung gegenüber Ruß- land; 3. strategische Grenzverbesserung gegen Rumänien, Eisernes Tor usw.; 4. Wiederherstellung des Königreichs Serbien unter Ab. tretung an Oesterreich, Bulgarien, Albanien, wirtschaftliche An- gliederung des Reste? an Oesterreich- 5. Wiederherstellung Man- tenegroS mit Grenzberichtigungen; 6. Selbständigkeit Albaniens unter österreichischem Protektorat; 7. strategische Grenzver- besserung gegen Italien ohne Annexion. Die Akten enthalten den Vermerk Exzellenz Bethmann», daß«r die Bedingungen Oesterreichs über- trieben halt«, zumal die Russen tief in Galizien ständen. Diese Forderungen sollen nicht eine conckiiio sine qua non sein, wie aus einem Briefwechsel Hindenburg-Bethinann hervor- geht. Nach außen hin j, Ilten sie als Maximal- beding ungen, nach innen aiS Minimalbedin» gungen aufgefaßt werden, Details blieben vorbehalte«, Tiefe Bediiigungen sind�nach Aebertiust-mmung mit her Oberstep. IßeereÄeihmj} fest�eleyt worden, ywdenburg forderte außerdem Kriegsentschädigung von England für die Freigabe Belgiens. terr v. Bethmann widersprach dieser Forderung unter dem inweiS darauf, daß England ja die Wiedergutmachung fordere, also sicherlich nicht zu einem Schadenersatz seinerseits bereit sei. V. Bethmann Hollweg: SSkrm dies so in den Akten steht, so Hvauche ich es ja nickt erst f.stzirstellcku Ich habe bereits am Freiing in meinem allgemeinen Erpas-e meine Ansicht übe: den Wart einer Vereinbarung über unsere KriegsziÄe ausgesprochen. 5sch habe während der ganzen Dauer des Krieg«? eine solche V;-> einborung für eine müßige Arebit angesehen, solange nicht die Möglichkeit vorlag, durch die Bekanntgabe d'r Kri g-Z ziele Ver» handlungsmöglichteiten zu erzeugen. Diese Ve.einckarlmg von Kriegszielen mit nrrerm österreichischen Bundesgenossen hatte lediglich den Zweck, e i n e S t i ll! e g u n g d e r g: g e n s e i t ig e n Aspirationen, soweit sie sich kreuzten, herbeizuführen. Ich habe die österreichischen Kriegsziele für weit Übsrtri.ben und unmöglich gehalten, insbesondere zu einem Zeitpunkt, wo die nrssi- schen Armeen tief in Galizicn standen. Aus diese r Tatsache allein ergibt sich die lediglich theoretische B.deutung dieser Kriogsziel- entwürfe. Was unsere eigenen Kriegs ziel««Mvngt, so habe ich bereits aufgeführt, daß durch eine gegenseitige und sondivrend: Fühlungnahme der betreffenden Staatsmänner unter Berück- teitag... Einladung zur Frauenkonferenz.— Verzeichnis der ein- gelaufenen Druckschriften. Ki»derbeilage. „Die Käinpferin' erscheint alle 14 Tage einmal. Sie kann durch alle Parteispeditionen sowie durch die Post bezogen werden zum Preise von 1,30 M. vierteljährlich ohne Bestellgeld. Einzel« nummer Lv Pf. Gtwerkschastlichcs. Zur Lohnbewegung der in den Warenhäusern und im Einzelhandel beschäftigten Handwerker. In einer am Densdag stattgefundenen Verivm-enSmänner- versammlung erläutert« Wätzschke den Schiedsspruch vom LS. Liwber.?dach diesem Schiedsspruch soll die Bezahlung -der Tapezierer, Buchbinder, Sattler, Portcfeuiller und Teppich- näher, Bauarbeiten Zimmerer, Glaser, Schneider für Herren- und Damen-Oberkleidung nach Maßgabe der in diesen Geweobsn i �bestehenden Tarifverträgen erfolgen. m r l,-• t------------ u.....„.o-- Ferner wird als verbindlich stchtigung der militärischen Gesamtlage pch ergeben pllie. was l der in Kürze zum Abschluß gelangende Me.'allavbeitertarif an- in diesem Moments zu erreichen sei. oder wo wir Konzessionen er ännt. Uober die Entlohnung der Holzarbeiter, Maschinisten, machen müßten. Erst dann sei es möglich, ein definitives Pro- gvamm aufzuistellen, das als conciitio sine qua non anzusehen fri. Jedenfalls sollte man auf diese Fr i cd c nsbed i ngungen kein übergroßes Gewicht legen. Abg. Tr. Sinzheimer: Sie haben in Ihrem Vortrag am ersten Tage da» Friedensangebot als ein Glied in der Be- iämpsn.ng annexionistischer KriegSziele bezeichnet. Diese Fric» donsbediingungen aber trogen doch auch annexionistischen Cha- rartcr. Wie können Sie annexionistische Be- tzisssheizer, Maler, Gärtner, Photographen, Hutmacher und Wäscheavbeiler soll am kommenden Mittwoch tu einer neuen Sitzung des Schiedsgerichts entschieden werden. Für diese Gruppen tritt ab 1. Oktober folgende provisorische Lohnaufbesserung in Kraft: sür männliche Arbeiter über L0 Fahre unter 100 M.: LS M...bei 100 bis 1L0 M.: 20 SIL, bei ILO M. und darüber: IS M.; für jugendliche und weibliche Arbeiter unter 50 SB.: 20 M- über BO M.: 15 M. Die Arbeitszeit soll wöchentlich 46M ,,, i Stunden fee'vagcn, geleistete U o b e r st n.n d e n werden von der st r ob u ntgem anderer bekämpfen, wenn S ie Arbeitszeit in der darauffolgenden Woche in Abzug gebracht, doch hier von einer Annexion Lüitichs, Ku r l a n d s! soll es zulässig sein, den Abzug in eine geschäftsstille Zeit zu ver- und Litauens sprechen? siegen. Di« Urlaubs frage scll im späteren Verhandlungen v. Bethmann Hollweg: Es handelt sich bei diesen Friedens- geregelt werden. Die Organisotionsvsrtreter haben dem Schieds- bedingungen um ein Kompromiß. Die Oberste Heeresleitung! sprach zugestimmi. Wi tz schke hätte es lieber gesehen, wenn hat ihre Forderungen vom militärischen Standpunkt aufgestellt«in Einheitslohn geschaffen worden wäre. Nach längerer Aus- und besonders gewisse Erwerbungen im Osten als strats-i-ch not- spräche wurde folgender Antrag einstimmig angenommen: wendig bezeichnet. Darüber habe ich meine eigenen Gedanken Nach Maßgabe de'......- gen durchgeführt, so werden uns«« Sssentlichen Anlagen noch mein verwildern._______„-_ Wir glauben deshalb, daß die beabsichtigte Entlassung von Per soual in der Parkverwaltung«ine grundverkehrte Maßnahme in Es ist dringend nötig, diese Tatsachen den in Frage kommende: Körperschaften mit aller Deutlichkeit vor Augen zu fuhren. Eine Volksschule für Schöneberg. In einer im Rathau» stattgehabten Sitzung, an der Vertretet aus allen Schichten der Berlm-Schöneberger BurzersckM namentlich auch Mitglieder der Arbeiter- und Beamtenargant sationen teilnahmen, kam einmütig der Gedanke zur Geltung zum 15. November d. FS..VolkShochschulkurse" einzurichten um zlvar Arbeitsgemeinschaften zu je SO— 30 Personen. Dozenten und Themen werden in den nächsten Tagen bekannt gegeben werden. Als Hörgcbühren sind 0,50 M. für eine Stunde m AuSsicki genommen. Auskunst über diese Einrichtung wird werk- täglich von 8—8 Uhr im Zimmer 170 des neuen Rathauses, Nudolph-Wilde-Platz und in der Doerwaldschen Buchhandlung, Beiziger Straße 27, erteilt. An beiden Stellen werden auch Au- ineldungen der Hörer entzegeiigenor.'.men. Weitere Freigabe von Kohlen. Vom Mittwoch den 5 Ne- vemcker 1919 ab dürfen bis auf weiteres neben dem bereis durch die Bekau>ntinachun«en der Kohlemstelle Sroß-Berl-'n vom Li),«dp- temlber 1919 und 25. Oktober 1919 sreiHegobenen W'..jchi»i.teii, auch auf die Abschnitte 1,11, 21. 31. 41 bzw. 7,1 und 61 d r 5-, 10-, L 30. lUtild 40-Zendner-Ofen, karten Kohlen äb-wgci-on und entnom- gehabt. Ich bin der Ansicht gewe'eu, daß für uns ein Friede zu erstreben sei, der uuS unsere-Exvjienz wahre. Em Pesslmist bin ich nicht gewesen. Gegenüber diesen stra.egischen Forderungen bin ich der ÄrUcht gewesen, daß nach diesem Kric-gc eine ver- hÄtnismäßig lange Friedenszeit uns belchieden sein würde— an einen ewigen Frieden zu glauben vermag ich auch heute noch nicht, nachdem uns namentlich die Mentalität in der Entente vor Augen geführt worden ist, inij; der sie in Versailles den ewigen Frieden begründet Herr. des Schiedsspruches sind die Tariflöhne als Norm für unsere Wvchenlöhne zu betrachten. Diesslbon sollen in den Mauteltarif aufgenommen werden und treten für sämt- liehe Gruppen rücklwirkend am 1. Ottober in Kraft und haben die gleiche Geltungsdauer. strategisch vorsehen, insbesondere anresichs der unglaublichen Fortschritte der Technik, die für die Führung eines näckften Krieges noch alles im unklaren ließen. Die Friedensbedingun- gen waren also ein Kompromiß zwischen militärischer»nd p-litischer Stelle, Ter Streit im Berliner Stcinsctzgcwerbe zwischen Zentral- .und Filialvorstand ist durch den Verbandsbeirat und den Ausschutz ., kes Stcinsetzervcrbandcs folgendermaßen entschieden worden: Der Wir muzten nns aber auck i Verbandsbeirat, im vollen Einverständnis mit dem Verbandsaus- schütz, beauftragt den Hauptvorstand, eine außerordentliche Gene- ralversammlung der Filiale Berlin einzuberufen zwecks Neuwahl des Vorstandes. Bei der Zusammensetzung sind die einzelnen Be- ruisgruppen paritätisch, zu berücksichtigen. Bei der Wahl haben politische Gesichtspunk e' auszuscheiden; außerhalb des Verbandes ....-B t,.. stehende Faktoren haben kein Recht, die Wahlen zu beeinflussen. uns letzt noch nachtraglich über sie den Kops zu zerbrechen, ist Die Wahl hat unter Leitung von drei ivicr) Mitgliedern des Ver- uberfluistg und Mußiz. Der Herr Berichterstatter meint, ich be- Sandsbeirates siat'zufinden. Darunter ein(zwei) Mitglieder des wege mich in Widersprachen, ich wollte aus die pazifistischen Ele-! Verbandsausschusses. Ter Verbandsbeirat nimmt Kenntnis von mente einwirken und itcllte dabei annexionistische Kriegsziele auf. der Tatsache, daß der bisher nicht bestätigte Vorstand der Filiale Ich will demgegenüber betonen, die Fassung dieses Kompromisses Berlin die Wahl einer..Lohnkommission" veranlaßt hat, ohne Rück- w»>- natnvtrb� H-mut hi*««n« mAt ficht darauf, daß die ordnungsgemäß vom ganzen Tarifbezirk ge- wählte Schlichiungskommission noch zu Recht besteht. Es ist zu be- fürchten, daß aus der Tätigkeit der nicht zuständigen Lohnkommis- sion Differenzen und Arbeitseinstellungen entstellen, für die der Vorstand eine Verantwortung nicht übernehmen kann; insbeson- dere muß der Verband eine materielle Unterstützung von Lohn- kämpfen ablehnen, die infolge der Tätigkeit der nicht zu Rechst be- stehenden Lohnkommission entstehen. Achtung! Steinsetzer und Berufsgenossen. Heute, Mittwoch äbend�ffth Uhr smtdet im Logenreistamrant, Kleine Aug-uftstr. 14, v pe Sitzung der Vevtraiieiiisiiiäniner wnd Funktionäre statt. Der wichtigen Tagesordnung wegen ist es Pflicht eine? jeden zu er- fchmnen. I. A.: Der Vorstand. war notwendig, damit die ganze Sache nicht vorzeitig auseinander fiele. W-m kann nicht von einem Widerspruch sprecken, zumal doch bekannt ist, daß ich den Berihandlungsfrieden angestrebt habe. Die belgische Frage. Abg. Dr. Sinzheimer: Warum wurde die belgische Frage nicht von vornherein außerhalb bei Keiegsziele gestellt? v. Bethmann Hollweg: Jetzt nachträglich ist es sehr leicht, zu sagen: alles, was ich gemacht habe, war falsch, da.der Erfolg nicht für mich war. Alle Erwägungen dieser Art liegert auf der Straße, aber es ist unfruchtbar, solchen Gedanken nachzugehen, was erzielt worden wäre, wenn man dies und das getan hätte. Wir müssen immer die damaligen Verhältnisse berücksichligen. Wir standen damals in den Reden der feindlichieu Saacsinänner und der Kolleltivnole der Entente gegenüber die vollkommen ab» lehnend waren und eine Zertrümmerung und Vernichtung Deutsch» laiids verlangten. Sollten wir da sagen: wir sind die artigen Kinder, wir geben Belgien zurück und auch noch Eiilschädiguug? Auch bei der Stellung der einzelnen Parteien im Reichstage und bei der Stimmung im Volke war das nicht möglich. Ich wäre zur Tür hinausgeworfen worden. Bedenken Sie, wie die Mentali- tat de? deutschen Volkes damals beschaffen war. Abg. TchÜckinz: Ist diese Meutalilät nicht entstanden durch die �„..... I.__________„ Veröffentlichungen, die beweisen sollten, was nicht zu beweisen Berlin, insbesmidere auf dem Gebiete der Zeniralheizungs-Be war, daß---------- �-■'(ji——>—~- WWDWWI. W>WW� v. Bethmann Hollweg: Es hat damals die Ueberzeugung be-' �-Handels- Gesel l s cha�f t für KA Ä..a C.-r.:«.r.w». y r.r- 0 � P.■\t n T) J f» tl T fi 1»« X W e» Ti e> m H v n S* 4« � � �„ der dem Konzern Adolf Schnabel, ........ ans.. der freigeigebonen Kahlenmengein Hingewiesen werve-n. Landwirtschaftlicher FachknrsuS der Arbeist ratschul-. Alle b-'- heripen Teilnehmer treffen sich nochimails zweck? w chuger Be- sprechimg am Do-mierstag, B Uhr,«n Schulgsbäuide Berlin E-, Hiinter der Garntsonbirche 2. Der Arbeiter- Schwiminverein Neukölln veranstaltete am Sonntag sein erstes FriedenSschausckjwimmen im Stadibad zu Neukölln. Da? in sportlicher und volkstümlicher Hinsicht vor- zügliche Programm lockte Schwimmer und Ichwimmerinnen van fern und nah herbei, die alle ihr Bestes einsetzten, um dem Schwimmfest die rechte Weihe zu geben. So war es denn auch kein Wunder, daß Freunde und Gönner deS edlen Schwimmsport? in so zahlreicher Zahl erschienen, daß die Schwimmhalle bis auf den letzten Platz gefüllt war. Den Darbietungen folgte da? Publikum mit dem größten Interesse; so wurde der von der Damen-Mteilvug des A. S. 58. Neukölln geschwommene»Frei- Heitsreigen", sowie der»Fahnenreigen", ausgeführt von der Männer-Abteilurig des festgebenden Vereins, besonders stark applaudiert. Die Wctikämpfe, die in MannschaflS- und Einzelkämpfen ausgetragen und von Männern und Frauen, Knaben und Mädchen bestritten wurden, boten einen guten Sport, der der Allgemeinheit immer mehr u id eindringlicher vor Augen führen dürfte, daß auch diese: SportSzweig dazu berufen ist, der Menschheit Gesundheit und Kraft zu bringen. Die Eröffnung der Herbstaußstellunq chsM»ls feflbgirmier Künstler, cinischließlich der Werks der gefallenen uind gefangenen in der Akademie der Künste, am Parser Platz 4, kann aus technischen Gründen erst am Mittwoch, den IL. November, erfolgen. roß-öerlin. Strafantrag gegen Kohlenschieber. Die Kohlenstelle Groß-Berlin teilt mit: Wegen zahlreicher grober Verstöße gegen die Verordnung deS Kohlenverbandes Grotz- Berlin, insbesondere auf dem Gebiete der ZentralheizungS-De» elgien gegen uns Absichten geha bt: iwserung, wodurch die gleichmäßige Belieferung der Verbraucher ' schwer gefährdet wurde, ist gegen sämtliche Inhaber und führende n.*»"«•«»»» v»un>rg: css yat oamais oie ueoerzeugung ve- rtea?Ve« n> a"- H a n d e l s- G e'"'' standen, daß sich aus belgischen Akten nachioeisen lasse, daß die ff v h! s n, 5. 0 k l u n d Nebenprodukte Belgier ihre Neutralität durch Verhandlungen mit Ennlund preis- �ottenburg, K n e se b e ck st r a ß e, und gegeben hatten. Durch offiziöse Mitteilungen wurde diese«tim- 5«,.Montan, a angehörenden Firmen""" v. Bethmann Hollweg: Bei der ungeheuren Zahl von Mit- arbeitern kann ich das nicht sagen. Ich stand aus dem S and- punkte der Wiederherstellung Belgiens Ich habe einma�gesagt: wenn es nur nicht so kommt, baß wir eine ranze Menge /von Milliarden an Belgwn zurückgeben müssen. Eine W i e /e r- gutmachung, wie sie jetzt geschieht, hat mir � allerdings nicht vorgeschwebt Eine weistraebende Er- � der Gelegenheit wollen wir nochmals mitteilen, daß der klärung über Belgien konnte ich wegen des schroffen Austreten?. Neicksiomimssar für die Kohlerverteilung m einem Schreiben an der Ententestaatsmänner nickt abgcbm i Wn- Bereu Willigkeit zu erkennen gegeben hat, alle Fälle von Daraufhin werden die Verhandlungen abgebrochen. k Koq.miuch-ebung-n untersuchen und zur Anzeige bringen zu lassen. Tie nächste Sitzung findet Mittwoch vormittag 16 Uhr statt.™'""..... M suchen, das Versahren auch gegen die an den Verstößen b c leiligtei, Verbraucher auszudehnen. Daneben ist der am schwersten belasteten Firma Schnabel sowie den eingetragenen Inhabern derselben, den Herren Schubert, Machlitt und dem Angestellten Herrn W e Y e r S b e r g der Fortbeirieb des Handels mit Brennmaterialien untersagt. E» soll zunächst der Admiral Koch vernommen werden. Schluß gegen 2 Uhr. de Insbesondere billig; er Tauschgeschäfte, wie wir sie in Nr. 518 der „Freiheit" kennzeichneten, durchaus nicht. Wir bitten daher un sere Leser, alle ibnen bekaunt werdenden Fäll: von Kohlenschiebiin gen, für die si die.? shkenvcr zuteilen. sie Unterlagen haben, dem NeichÄohlentommissar für r. eilung, Berlin W. 62, Wichmannstr. 19, direkt mit „Der Sozialist" erschienet wöchentlich«imnoi wt> ist durch alle Buchhanldliunhen, durch di? Pc't cd-er burch-den Berfcg T. Broitscheid, Berlin W IS. zum Preise von v'ei eljäh-ttck 6 M. Au beziehe». Preis«der EinzcliiiUMMer 60 Pck. Di« soeben evschtenene Sir. 13 der„K ä mpf« rln" rntbalt folgende Velber Rosa Luxemburg, im r,\ Iar1t£;«er 28. Juli, von Eugene Dckacroix; eine Vi.": mvorlesnng in Berlin- Niederschönhansen; außerdem nach'-ch utv Beiträge: Ein Jahr,— Die soziale Lalio«, die Frau und da» Heim. I.— Der Jahrestag des Nä!'ffste—-ttie Franenwal l recht, eine Errungenfchaft ocr Rrrclu.ion.— Don Olymps de GongeS bis Klara Zetkin.— Die Kölner W;hk;; und die B-tei- ligung der Frauen.„ Aus de:"r': ift in: Der r.- burgisch: LandeSparteitag.— Bor. der rlg.lae.o:::--.stauen: Genoj- JlatiSoM: Berlin.— Zu unfern Bildern.— b.ittaduira zum Bar- Aus dem SeMMde'cds«. Dir Neuwahl des Amtsvorstehcrs AdlerShof. Zu welche» bedauerlichen Konsequenzen die schwankende Politik NcchtSsozialisien führt, zeigt recht drastisch die Neuwahl des Slm.svorstehers sür den Bezirk Adlershof— Niederschöneweide— Altglienicke— Bohnsdorf. Der bisherige Amtsvorsteher Ruzitschka, dessen NmtSpcriodc bis zum 10. Oktober 1920 läuft, wurde auf Betreiben der Rechtssozialisten zur Verzichtleistuna auf fein?lmt veranlaßt. Angeblich sollte er einem Sozialisten Platz machen-. Die S. P.D.-5.llitglieder des Ilm-sbezirks einigten sich auch auf die Person deS Gewerkschafts« bea inten Heinrich Ka u f m a n n- Altglienicke als Nachfolger deS bisherigen bürgerlichen Amtsvorstehcrs. Die in einer Anwandlung von revolutionärem Tatendrang handelnden rechtssozialistischeu Mitglieder hatten ihre Rechnung indessen ohne ihre Führer ßtp macht. Die rechissozialistischen Abgeordneten im Kreistage, d» die Neuwahl des Amtsvorssehers vorzunehmen hatte, setzten sich ohne Skrupel über das Votum ihrer Auftraggeber hinweg. Das Kompromiß, daß sie mit Demokraten und Konservativen bei der Wahl der Amtsvorsteher abschlössen, verlangte von ihnen einige Opser. Bereitwilligst opferten sie ihren Partei- genossen Kaufmann den Demokraten, die den Bür- gcrmeistcr Willigmann von Niederschönewcide, die komische Figur des Kreistages, vorschlugen. Und die Rechtssozialisten verhalfe» diesem zum Siege, Dabei ist aber zu bedenken, daß jeder Ein- geweihte dem bisherigen Amttvarsteher gegenüber seinem Nachfolger bei Weitem den Vorzug geben wird. Darum also daS Manöver zur Bescitigunq eines Am'SvorfteherS und Auferlegung großer Kosten auf den Buckel der Einwohner, um einen politisch noch weit weniger zuverlässigen bürgerlichen Nachfolger aus den Posten zu setzen. Man sieht, welche Folgen die Komvromiß- Politik der Nechissozialistcn zeitigt. Das Angebot der Unabhängi- gen Sozialdemokraten im Kreistag, mit ihnen gemeinsam eine Mehrheit zu bilden, um soweit wie irgend möglich die freiwerden- den Posten der Zlmtsvorjteher mit Sozialisten zu besetzen, lehnten die Nechissozialistcn ab. Die Demokraten sind ihnen ja auch viel näher verwandt als die Unabhängigen Sozialdemokraten. Aber daß sie den Demokraten ihre eigenen Parteigenossen opfern, sollte auch die vom„Vorwärts" völlig verhetzten sozialistischen Ar« beiter zum Nachdenken darüber veranlassen, wohin die Kom- promißpolitik der Rechtssozialisten führen muß. eabsichtigt. ungefähr die Hälfte deS be- ,cn nächsten Wochen zu entlassen ohne Gartcnd.rcktion der Auffassung ist, daß ....„.......... istig sind, sondern daß soviel dringende rlrbeffrn vorliegen, daß die jctz. beschäftigte Arbeite rzahl sehr gut wie bisher befchLftl-t werden kann. Zweifellos sollen die Eni- lassungen vorgenommen werden, um Geld zu sparen. Wird dies ab/r. wirtlich erreicht? Tie Eailassunzen bedenken tatsächlich keine Ersparnis, sondern eine Verteuerung der Garleuverwaltung und. eine Belastung der Stadt Berlin durch Zahlung von weiterer Ar- beit.Slosenunterstützuug. Da die dringerden Arbeiten dadurch nur Hirn.»ge schoben, aber mch- aufgehoben werden, bedeute: dies die' Verleuerung eine: später;» Ausführung dieser Arbeit. Im Inter e";: per Beickäss igten, auch:m Interesse der Stadt, sollte die Be- vö! cert'Ng Berlin-, di-.' Rü uah-ne der Entlassung fordern! Wi: m.»eisen insbesonöerc auf den trostlosen Zustand, in der sich die � Anlagen unserer Stadt befinden. Auf den zur Zer bedeutend wachsende;« Fremd:;;ver.'c:;r unserer Stadt macht' dies einen sehr schleck;, n Eindruck und vdtts'ößt a.-ch regen d!- I r Wessen der Min-! a..:-.lerung, d.un die Anlagen bilden die einzigen! L clLidn&ft&HtB iiir de. Oßeriun Sil««fel beabsicktiot-»» Ei,iw«,uii« B«rlin. Käfcuertcllung; Dw Frsiiaa in den Dezirken der 1l>7. lTei!b«z.) 110., HZ., 1LV. und 203. B.otbommisiion pro Kopf 125nn?ndvmm-?lllc« 97.— Von M ttwoch ab amerikanisches Weizeninchl 54 Pfo. out Feld 83 der!?>»- fuhr-Zusatzkarts. Aus de» 4. Kreis. Zu der am Fraila-g. den 7. November, im Rose- Theater, E.ahe Frankfurier Sirahe, stattfindenden Vorstellung von„Das Besetz" sind noch Einlrltlaka ien zu 2 Mark im Vureari, Könlgsderger Straße 27, zu haben. 11. Test rillt, BttdungZausschuh. Genosse» und Genossinnen, die an einein Art>«iter-VIldung»irurs leilnehmen wollen, werden eingeladen, sich Donnarsiag um 8 Uhr abends in der Schul» Wo.tzenburger Ttrahe 4 a, parterre, einzufinden. Thaelötteuburg. Rktiqr.srat. Politische Kommisstonssihung Rat- hau» Zimmer 504, Mittwoch abend 7 Uhr. Antwo»schreib«» de» Patteie.-rst'.nd-s. Licht ck-l;-'. Mittmoch abend 7Z4 Uhr öfsentl-iche La!-sv-rfamm» lung in bor Au'a des Sl;-lgymnesiums, Dralle, iraßs. LunllcivN仫«« 7 m* S-IIM fymnrfAt*« Verelnskalevder. y Deat'chor Transportarbeiter-Aerband, Bronchi: Bau- und Arbsiis- kuilfchor. Mittwoch abends 7 Uhr bei Konig, Sangestraße öS: All- gemeine Vertrauensmiinnerkonserenz. Stellungnahme zur weiteren Ausdehnung im Metallarbeiterstieik. Zentraloerband der Fleischer, Bezirk Ichöneberg. Donnerstag Milgliederoersammlnnz Feurigstr. 16.— Bezirk Pankow-Nie- derschönhausen bei Engel, Pankow, MÄHlenstr. IS. Gewerblichen Personal tLohnenipfziigeri der Reichs«, Staats- und Heeresorrwaitunzen! Freitag abend 6)4 Uhr im Gewerkschaflshaus, Engelufer IS. Versammlung. Beiichteritaitung über die Tarisoer- Handlungen mit den Behörden searl. Beschlußfassung). Deutscher SCrrKmeis-er-Verband. Betrieasobleute und Betrieb?- oertrauensieule der Metallindustrie versammeln sich Donnerstag abend 6 Uhr Schultheiß. Neue Fakoastraße 24y25. Tagesordnung: Dietall- arbeitcrstreik. Bund der techn. Angst, u. Beemten, Ortsuerwaltung Norden IV'. Am 6. November. 7 Uhr, Zahlabend für Einzelmilglteder bei 0. Hübscher. 91. 113, Bornholmer Straße 14. Zentralorrdand der Angestellten, Fachgruppe 7. Miltiooch Abend 7 Uhr in ben Sophien-Salen, Sophienstr. 1//13, Mitgliederoersanrni- lm»g. Bericht über die Verhandlungen mit dorn Arbeitgeberoerband, betr. Anschassungsboihtlfe. Angestellte in den Kauf-, Warenhausern und Cp-zialgeschasien. Bund für TreigNederung de» sozial«, Organismus. Tonnersisg abend ly* Uhr, Potsdamer Straße SZ/SL a, Ateliera�bäud« III, Vortrag üder: Weltgeschichte, Gefellschaft und Individuum. Internaticnaler Bund der Kriegsbeschädigte» und Hinterbliebenen, Ortsgruppe Tsrpelhof. Mittwoch, abends 7j4 Uhr, im Bürgevgarten, Berliner Straße 166 bei Englisch wichtige Besprechung. Freie Jugend Groß-Beriin. Wegen besonderer Umstünde verspätete Materialausgabe.— Es wird nochmals darauf aufmerksam gemachh daß das Erscheinen sämtlicher Gruppeuvorsitzenden sowie der Be- .-zsani'.l onare aus der Eonereiversammlung am heilt izen Mittwoch, abends 7 Uhr, Airdr�r-Fesisale unbedinA erfo derlich ist. Zu- tritt nur gegen Delegier!. /sarle. Arbeiter-Tltern-Tund, Gruppe Moabit. Heute Mittwoch abeich g Uhr Elternve'.sammlung in der Schulaula Stephanstr. 27: Vortrag des Lehrers Lanfing:„A�e können wir unsere Kinder ohne Prügel erziehen?" Beeiiner. Ärbeiter-Schachklub, Norden Bezirk. Freier Schach- verkehr für jedermann, jeden Sonntag vormittag von Ist— 1 Uhr bei Hecip(Jieumnnn), Böltcheritraße 22. Obleute-Sitzung: Sonnabend, den 8. November, 7 Uhr, bei P. Prasser, Michaelkirchstr. 22 a- Statistik und Abrechnung sind mitzubringen. Brbeiter-Wandcrrerein„Berlin". D e Pereinstour am Sonntag fällt aus. Die Milgliedcr beteiligen sich an den Versammlungen. Arbeiter-Schwimmoeresn Neukölln. Donnerstag 8 Uhr Mitglieder- Versammlung im Bereinslokal, Reuierstraße 22. «rbeltsr-Schwimnwttebn Südost. Für das Wintgrhawjahr TTI9/23 können sich noch einige Knaben und sunge Leute zum k ostenlos»u Schwimmunterricht melden. Ein Zwang zur Mitgliedschaft besteht nicht. Anmeldung für Knaben nur durch deren Eltern od« Vornriinder jeden Sonnabend abends von 7—8 Uhr im Vereurs lokal. Köpenicker Str. Iö4a sJnhaber Herr Rosenberg). Aus den Kinos. Bis einschl. Donnerstag gelangen zur Aufführung: Fortuna-Lichi, spiele, Müllerstr. 12e:„Wenn ein Mädchen hübsch ist."„Die Schuld des Vaters."—' Residenz-Lichtspiele, Blumenstr. Ist: Erich Kaiser-Titz in„Der Tod der Valeria".— Zochers Lichtspiele und Ense. Wränge l- straße 53 Eint). Falckensteinstr. III; Henny Porten in„Die Heimkehr des Odpssrus".„Der Prozeß Hauers" mit Nagda Madsleins.— Schau-Burg am Potsdamer Platz sHofjäger):„Mamsell Napoleon." * Kristall-Palast, Kino, Landsberger Straße 31. Arbeitslose und Kriegsbeschädigte erhalten Eintrittskarten für die Hälft« des Preises. Verantwortlich für die Redaktion Alfred Wielepp, Neukölln. Verlagsgenossenschaft„Freiheil", e. G. m. b. H.. Berlin.— Druck der Lindendruckerei und V-rlagsgesellschaft m. b. H., Schiffbauerdamm lg, Nerven, die zur Verzweiflung bringen. Diele Krankheiten, deren Ursache unerklärlich er- scheint, sind nu:«ine Folge schwacher Nerven. Zahlreiche ilaine und große Beschwerden des Alenschen kann, man ich oft n cht erklären. Sie kommen wie von selbst, licht» hilft dagegen. Plötzlich verschwinden sie, wie gekommen. Doch sind diese Beschwerden durchaus nicht eingebib- det, sondern sie bestehen wirklich. Das Nervensystem ist erschöpft. Oft scheinen diese Uebel und Störungen mit den Nerven gar nichts zu tun zu haben, aber wenn man sich genauer beobachtet, so wird man das eine oder ander« der folgenden Anzeichen von Nervosität bald sest- stellen können und manchmal auch mehrere davon; ZU- fetn der(Bi eder, besonders der Hände. Reißen und Ziehen in'den Muskeln, Gefühllosigkeit einzelner Haut- stellen, Zucken der Auxcn oder der Lider, seelische Ver- slimmung, Angstzustände. Unruhe ohne Ursache. Ver- dauungsbeschwerden nach Anstrengungen. Kribbeln dar Haut, beunruhigend« Träume, Alpdrücken, Müdigkeit (besonders ein Morgen) usw. Die ernstesten Zeichen schwerer Nervenschwäche sind die oft wiederkehrenden Kops'chmerzen, die Schlaslosig- keit, die Mattigkeit, die schnelle geistige Ermüdung, die Kedankenlosigkeit, die leichte Reizbarkeit und schlechte Laune. Nehmen Sie diese kleinen Warnnngszeichen der Natur nicht leicht, denn Nervenleiden höhlen das Mark des Lebens aus! Sogar Geisteskrankheit, Epilepsie. Schluganfall und Lähmungen sind schon häufig aus unscheinvarer Nerven- schwäche enistanden. Auch Sehstörungen, sogar Erblindungen, besonders bei Rauchern und Trinkern, treten als Folge von Nerosnieiden auf. Schon leichte Nervenschwäche bringt viele Unannehmlichkeiten mit sich. Das 7(' mitten leben leidet darunter, be'onders aber die geschäsilich« Tüchtigkeit läßt nach, wril die Energd und die Ausdauer er- lahmen. Der Gesunde ist dem Nervösen gegenüber im Gc- schäst stets im Vorteil. Der Gesund« triist mit über- I egener Ruhe schnell entschlossen zielbewußte Anordnun- gen. die ihm Vorteil bringen, während der Nervöse zcr- streut, hastig, aber doch zaghaft izandeit und sich von feinen Launen und seiner Reizbarkeit zu unüberlegtem Tun hinreißen laß!, das ihm 9!ackenschlöge bringt, die ihn dann uin so mehr ärgern und entmutigen. Nervosität ist oft her unerkannte Grund von manch einem verfehlten Leben. Was ist dagegen zu tun? Ter beste und einfachste Weg ist Stärkung der Energie durch Ruhe. Erholung und goeigncte Stärkung»- iniliel. Doch Ruhe findet der Nervös« nicht, selbst wenn er.seit uiid Gelegenheit dazu hat, also auch keine Er- hclung. Nahrung genug finden die Nerven i» den täg- lich.'n Speisen, aber sie nehmen diese nicht auf, weil sie zu sehr ersck>öpft sind, daher bedürfen sie der Anregung. So wie Salz und Gewürz anregend und belebend aus den Appettt wirken, so wirkt„Kola-Dultz" anregen» und belebend auf die Nerven. Hierzu ist Kola-Dultz wirklich am geeignetsten, denn es enthält nach der Ana- iyse bekannter Chemiker nichts, was schaden könnte. Sorgfältige Versuche von Aerzten und Forschern hab:n bewiesen, daß Kola-Dultz ein gutes üstillel zur An- rsgung der Nerven und besonders»es Gehirns ist. und so Kraft und Leben spendend auf den ganzen Körper wirkt. Kola-Dultz bringt Lebenslust und Schaffensfreude sowie das Gesühi der Jugend mit seiner Tat- kraft, die Erfolg und Glück verbürgt. Nehmen Sie Kola-Dulß eine Zeitlang. Ihre Nerven werden angeregt, die Schwäch« wird häufig nachlassen, und Sie we. den sich dann bedeutend ivohler fühlen. Wenn Sie sich selbst davon überzeugen, so verlangen Sie eine Probe umsonst. Schreiben Sie recht deullich Ihren Namen und Ihre Wohnung auf eine Postkar!« und adressieren Tie diese an M ax Du l tz. Berlin SO. 38 Nr. 618. 2iehung am 26. und 27. November B BBa Gern ES iiros rankfurter Lcitterie bürg nmi Berlin LLA« M»«» y9Bm ■anfür den Ausbau der Marienkirche TTM 1C0000 Lose n. 4154 Gewinne«. 1 Prämie i. W. tob Mark too ooo MSgl. Hoch.. Gew. iJ Hftupt- Soik. Pram. Im W. Mk. eo ooo ISO ooo IAO OOO Frankfurter Lose 3Mk. Porto und Liste 50 Pt extra in allen Lotteriegesob&ften u. durch den Gcneralvertrieb Lud. Müller& Co. w.�r�Ä,o imKorden: BadsSrasse 47-48 L Mnu,en■vom 'MwaxlsvKoiia'pabffiZ BtKürt.C, O I■ m. 80.— Mark, llrillautcn, Perlen, Vir 1 Ö* I■■ Gold, Sllb»r kauft FaB. Seydelstr. 32(Echünus Spltlelmnrlrt). Durch sanstigen Einkauf: Iiiteu.3f1.! Umarb., Rep. sofort Gold- 1 krooen. Brücken In bester! Auaführun«. Sprecbstd. 9— 6. 1 Frisch eingetroffen: Schokoladen, diverse Sorten Kakao— Kaffee Bohnen— Linsen— Reis Sultaninen— Korinthen Schalmandeln— Oelsardinen— Reisstürke /rlarseiller-Watson-Sunüsht. F. P. A. Kauft mann! Berlin, Wallstr. 89-56. 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Alexanderstraße 14 b, Kantstraße 49. Freiiieitleser KeoSiöUns! Am 1. November haben wir eine reelle Spedition in der Bmser Straoe Nr. 32 eröffnet. Zur alten Spedition Neckarstraile 3 gehören die Bezirke I bis 9, desgleichen Bezirk 19 bis 20: 23 nnd 24 und ein Teil des II. Bezirks Units der Kalser-Friedrich-StraBe. Zur neuen Spedition Emser Stralle Nr. 32 gehören der Bezirk 11 rechts der Kaiser. Erledrich-StraSe sowie die Bezirke 10, 12 bis 18, 21 und 22. Alle Wünsche, Beschwerden sowie Neubestellungen auf die„Freiheit" bitten wir nunmehr in der In Frage kommenden Spedition aufzugeben. Wir werden bemüht sein, für eine pünktliche und gewissenhafte Belieferung der Abonnenten Sorge zu tragen. In beiden Speditionen werden noch einig* organisierte Botentrasen eingestellt. Die Spediteure: Schindler, Spedition Neckarstraße 3, Krüger,„ Einser Stralle 32. | Offene Steilen{ TQiii)iiprKo(responilentii.RegisMr, sewerkschaftl ch nnd politisch organisiert, sofort setneht. Schriftliche Bewerbunsen mit Qehaltsansprüchen an die Gemeinnützige Bau«.Bs-rlebsgenossenscliaft für GroB-Berlin __ Berlin SW 48, F ri e str i chstraße 238._____ ' POr Taiceszeitungr der U, S. P, In der Nieder- lausltz lachen wir einen, In der Buchdruckerei durchaus er" fahrenen. wie auch kaufmännisch sclbständfgtn, bilanzsicheren Geschäftefiihrer zum sofortigen Antritt, Ausführliche Bewerbungen mit Ge- haltsansorüchen siud sofort zu richten an(ieorff �\eiD, Forst N.-Lm» LesslngstraBa 5._______ Der Eozialdcmokrat.VeremU.S.P. für den KreisDfisseldorl sucht zum baldigen Eintritt einen Parteisekretär. Reflektiert wird nur auf eine erste Kraft. Gebalt nach Uebereinkunit. Bewerbungen sind bis zum 15. November an E. Westkamp» Düsseldorf, Wallstraße 10, zn richten. Sozialdamokr. Verein U. S.P. Düsseldorf L A.« E. Westkamp, Botenfrauen stellt ein: Spsdition Bartsch» Tempeihof. WsrdBrstr. 30. . Schäfer, Gneisenaustr. 70. m Werner» OraifswalöBr Str. 29. ■ Gerhard» Karlshorst . Schindler, Neukaiin, Neckarstr. 3. n Krüger,„ Eüü-fir Sir. 32, *.. i�pjB.si©r.Wliin8ridörtHiriüfliii)üigstr.34, Journal, tätig. Parteixen.« vielseiiig gebild.,sti!- o. redegewandt, sucht in Berlin öder in west- bzw. süddeutscher Stadt Posten als RtMteur Lokal, Fenillet. od. dergl. Offerten unter E. 5 an die Exped. ds. Blattes. Pi20to&p9mt3 Ankauf vV/kanl Photo- Steckelmann. W. 9, Potsdamer Str. 135. Fetne reinwollene Anzüge, Paletots, Ulster und Hosen nach Maß :: ganz besonders billig:: Katz, Schneidermeister, Französische Str. 46. Zigaretten englische wie deutsche nur bekannte Marken Winkl Pf1 SchniidstraBe 30 Ii 1 IIB. C l, Ecke Schflf erstr. HerbstkostQme, Back- fischkostüme. Ulster, Astra- chanmäntel, Plüschmiintel, Pelzwaren, Kostümröcke, direkt aus Arbeitsstnben, Alles erstklassig. Meyer, Elücherstr. 13 I.(Kein Laden.) Sonntags geöffnet kelle V SM Pelze relnlet Gerberel NeDHQIIn Hermannstr. 8. 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