. Einzelpreis 15 Pfennig 2. Jahrgang Donnerstag, den 6. November 1919 Die Freiheit erscheint morgens und nachmittags, an Sonne und fefttagen nur morgens Der Bezugspreis beträgt bei freier Zustellung ins Haus für Groß- Berlin 4.- M. bet Direttem Poftbezug monatl. 4.65 m. bei Buftellung unter Streifband für Deutschland 6.50 M, fürs Ausland 7.50 m, per Brief 12-50 m. Redaktion und Expedition: Berlin N. 6, Schiffbauerdamm 19 III Bernsprecher: Amt Norden 2895 und 2896. Tr. 538/ A 293 Morgen- Ausgabe Jnferate foften die achtgespalt. Tonpareillegeile oder deren Raum 1,20 mL, Wortanzeigen bas fettgedructe Wort 50 Df redes weitere Wort 25 Pf. Teuerungszuschlag 20 Prog Bei familiens u. Derfammlungsanzeigen fällt der Zuschlag fort. Inserate für den daraufs folgenden Tag müffen fpätestens bis 3 Uhr nachmittags bei der Expedition aufgegeben fein. Jujeraten- Abteilung: Berlin NW. 6. Schiffbanerdamm 19 Bernsprecher: Amt Norden 9768 greibeit Berliner Organ der Unabhängigen Sozialdemokratie Deutschlands Berrat der Rechtssozialisten. Der Generalstreit abgelehnt. Arbeiter und Angestellte! anderen um die Grundrechte der Arbeiterschaft fortsegen müssen, mit den reichlichsten Geldmitteln zu Die berechtigten Hoffnungen der kämpfenden Metall. unter it is en! Sabt Ihr jest nicht die Opfer eines arbeiter auf Berkündung des Generalstreiks sind durch die Generalftreifes zu tragen, so erwächst Euch die heiligste Berliner Gewerkschaftskommission zunichte gemacht worden. Die Gewerkschaftskommission hat es abgelehnt zum allgemeinen Generalftreit aufzurufen. Pflicht, mit verdoppeltem Eifer die Geldsamm Iungen für die schwerringende Metallarbeiterschaft zu betreiben. Das verräterische Treiben der Rechtssozialisten hat Zeigt durch Eure Opferbereitschaft, daß Ihr den Ver. bis in die Reihen der Gewerkschaftskommission hinein feine rat der rechtssozialistischen Führer verachtet, daß Ihr zur Wirkung getan. Vertreter der für das Gelingen der Aktion endgültigen Abrechnung mit diesen Feinden jeder Maffe entscheidenden Berufe stimmten gegen die Beteiligung am bewegung entschlossen seid. Generalftreit. Wie sie nunmehr den Kampf um die bisherigen Ar beiterrechte in den Betrieben führen wollen, das bleibt der Verantwortung der Mehrheit der Gewerkschaftskommission und ihren politischen Drahtziehern überlassen. Die sum Aftionsensschuß gehörenden Vertreter der FünfzehnerRommission, des Metallfartells, der 1. S. R. und des Bollgugsrates find in ihrem fundgegebenen Willen zur Tat burch den Beschluß der Gewerkschaftskommission gelähmt, Bei einer folchen Massenbewegung, wie es dieser General streit bedeuten follte, wäre ein zersplittertes Ginfegen des Streits unerträglich gewefen. Die Bewegung war damit von vornherein zum Scheitern verurteilt. Irgendein Gr. gebnis dieses Riefenkampfes war danach nicht zu erwarten. Begen der von den Rechtssozialisten und den Gemert. fchaften herausgegebenen Gegenparole musten die für das Gelingen des Generalstreiks schon getroffenen Borberei tungen rüdgängig gemacht werden. Der Kampf der Metallarbeiter geht unverändert weiter. Eine Generalversammlung des Metallarbeiter. berbandes wird zu der neuen Lage Stellung nehmen. Die Fünfzehner- Kommission. Das Metallfarfell. Bezirksverband der Unabhängigen Sozialdemokratischen Partei Berlin- Brandenburg. Vollzugsrat der Arbeiterräte Groß- Berlins. Die Sigung der Gewerkschaftstommiffion. der Broklamierung des Generalstreits zu befaffen. Sie sollte ba Die Gewerkschaftskommission hatte fich gestern mit ber Brage mit ber Aufforderung ber Generalversammlung der Berliner Metallarbeiter auf Unterstügung Folge geben. Zwei Abgetane. Bon Rud. Breitscheid. Die Vernehmung des Herrn von Bethmann bor bem parlamentarischen Untersuchungsausschuß ist gestern beendet worden. Sachlich hat das ganze, drei Sigungen ausfüllende Berhör kaum etwas Neues gebracht. Sein Wert egt eigentlich nur in den Beiträgen, die es zur Psychologie des Mannes brachte, der während der drei ersten Jahre des Strieges die politischen Geschäfte Deutschlands leitete. Herr von Bethmann hat einmal im Verlauf feiner Aussagen dem Präsidenten Wilson als einen 3a uberer bezeichnet. Auf niemanden aber paßt dieje Charakteristik beffer als auf ihn selbst. Stur gehörte er nicht zu der State gerie von Bauderern, die vorsichtig abwägen, und dann zu einem unbeugiamen Entschluß fommen, sondern au fener andern, die ängstlich vor jeder Entscheidung zurüdjchreden, bis sie fich zuletzt bor irgendeinem 3wange beugen. Er ist immer der Mann der gottgewollten Abhängigkeit geblieben, als der er fich als preußischer Ministerpräsident bei den Wahlreformdebatten bekannte Er war alles andere eher, ale ein feiner Berantwortung vor dem Bolt und vor der Geschichte bewußter Politiker min eigenem Willen. Er schielte furchtiam nach allen Seiten, und wenn es galt, ein festes sa oder ein flares Nein zu teit feiner Ansichten überzeugt. sprechen, jo berjagte er von der Un maßgeblich Maggeblich waren für ihn in den kritischen Momenten des Krieges die Auffassungen der militärischen Stellen. Bei ihren jab und erkannte er einen sicheren Standpunkt und ein energisches Bollen. Ihnen unter: warf er fich und versuchte dann nachträglich eine Recht fertigung für den Schritt zu finden, ben er mit halben Serzen getan hatte. Bethmann Sollweg am 9. Januar 1917, als im HauptNiemand wird die Breisfrage beantworten. fönnen, ob Nachdem Kirsten als Borsigender ben Bericht von ber quartier zu leß die Würfel fielen, nun im Grunde für oder gegen den U- Bootfrieg geteien ist. Er hat damals Ausschuhfihung gegeben hatte, unterbreitete er ihr ben Antras dem tailer erklärt, er fönne ihm nicht raten, fich den Fordedes Ausschusses auf Ablehnung der Beteiligung am General#reit. Darauf feste eine lebhafte Debatte ein, tungen der Obersten Heeresleitung zu widersezen. Diese in her als erster Diskussionsrebner Genoffe Najd als Benall. Stellungnahme war beribommen und ichmähmächtigter des Metallarbeiterverbandes noch einmal alle argu- lich. Der Stanaler jagte nicht so und nicht so, und hielt mente, bie für die Broklamierung des Generalftreils sprachen, lich für alle Fälle ein fleines Sinierpförtchen offen. susammenfaßte. Nach ihm nahmen die Bertreter aller maßgeben. ben Organisationen das Wort. Troz großer Sympathien für die Durchfeßung der ideellen Forderungen der Metallarbeiter stellten fie fich auf den Stand. punkt, die Berantwortung für einen Generalstreit nicht über. nehmen zu können. An die Arbeiter und Angestellten der übrigen Indu triegruppen ergeht nun der dringendste Aufruf, den heroischen Kampf, den die Metallarbeiter jett allein für alle gegen 66 Stimmen abgelehnt. In der Abstimmung wurde der Antrag auf Proflamierung bes Generalftreils durch die Gewerkschaftskommisfion mit 66 Die Revolutionsfeier in München. München, 5. November. Die Münchener Betriebsräte haben befchloffen, am 8. November, bem Gebenftage bez revolutionären Begründung des Frei. staates Bayern, burch Arbeitsruhe zu begehen. Unsere Bartei hat sich dem Beschluß der Betriebsräte im Interesse einer einheitlichen Attion angeschlossen. Die Rechtssozialisten mer ben zur Frage einer Beteiligung am Generalstreit noch Stellung цертен Streit der Beamten und Angestellten der Mannheimer Metallindustrie. Gigener Drahtbericht der Freiheit". Mannheim, 5. November. Durch Urabstimmung in den Betrieben ist heute bie Arbeitsniederlegung der Beauten und Angestellten der Mann. heimer Metallindustrie beschloffen worden, Er weiß auch heute noch nicht recht, ob er den U- Bootfrieg preisen oder berbammen foll. Einmal nennt er jenen Entschluß berhängnisvoll, das andere Meal meint er, erft die Zukunft fönne vollen Aufschluk darüber bringen, wie tveit die Anwendung dieses Mittels die Kampffraft der Feinde geschwächt habe. Er hat, wie er fagt, feinen anfäng lichen Widerstand gegen die Pläne der Marine aufgegeben, meil er aus Rücksicht auf die militärische Lage und aus Nücksicht auf die Volfsstimmung sich nicht länger babe sterren dürfen, und er ist nicht gern baran erinnert, daß die leitenden Militäre spätestens zu Beginn des Jahres 1916, vielleicht sogar schon unmittelbar nach der MarneFür den Fall, daß dieser Versuch fehlschlägt, wird inner- fchlacht im Serbit 1914, der Ueberzeugung waren, daß der halb von 14 Tagen diese Kommission die Macht erhalten, Krieg zu Lande nicht mehr gewonnen werden tönne. G Sen Streit zu untersuchen und öffentlich von den Bedingun- meiß feine Auskunft auf die Frage zu geben, was sich denn gen, die ihr annehmbar erscheinen, Mitteilung zu machen eigentlich in der Zeit von Januar 1916 bis zum Januar Die Mitteilungen an die Regierung beweisen, daß die 1917 geändert habe. Dem ersten Ansturm der Marine Streifenden einem Vermittlungsversuch günstig herren begegnete er mit dem Hinweis auf die Unsicherheit gesinnt sind. Es wird gefagt, daß fie bersuchen, den Finanz- des Erfolges und die Sicherheit des Eintritte der Berminister McAdoo dafür zu gewinnen, den Anwaltsposten einigten Staaten in den Krieg. Diese Erwägungen waren für sie zu übernehmen, wenn die Bestimmungen über das 1917 mindestens eben fo schwerwiegend wie 1918, Streifverbot gegen fie verhandelt werden sollen. trogdem aber fügte er sich. Uebergang deutscher Truppen nach Litauen. Gowns, 3. November. 8war möchte sich der in die Enge getriebenc, jetzt mit einem reichen Wortschwall und vielem Wenn und Aber barauf hinansreben, daß mit absoluter Bestimmtheit das Eingreifen Amerifas ja nicht vorauszusehen gewesen Um 31. Oktober finb etwa taufenb beutiche Selbaten wäre, und das immerhin doch noch gewiffe Möglichkeiten bei Zauroggen in Litauen einmerigiert. Die für feine Sentralität bestanden hätten. Aber er dreht sich Bersuche, die Truppen zur Rüdfehr nach Deutschland zu bewegen, find bis jest erfolglo& gewesen. Haafes Befinden hoffnungslos. Das Befinden des Genossen Haase hat sich am gestrigen Der Bergarbeiterstreit in Amerita. Tage verschlimmert. Der Schwächezustand hat weiter zu Einsetzung einer Kommission zur Beilegung des Streifs. genommen, die Nahrungsaurnahme war fcher gering und besteht nur noch aus flüffigen Speisen. Auch eie herztätig. H. N. Washington, 5. November. Der Kongreß hat den ersten Versuch gemacht, den feit ist wesentlich schwächer geworden. Die Aerzte haben Der Kongreß hat den eriten Versuch gemacht, den die Hoffnung, das Leben des Genossen Haase retten zu Streif beizulegen. Im Senat wurde eine Resolution eingebracht, die Wilson die Ernennung einer kom fönnen, aufgegeben. mission vorschlägt. Diese aus drei Mitgliedern bewie des Färbers Gaul im Ring herum, und meder feine weitausholenden Darlegungen, noch gelegentliche Tempe ramentswallungen bermögen die Situation für ihn zu retten. Er errent sich außerordentlich, als man ihm die Pistole auf die Brust jetzt und ihn klipp und klar fragt, ok er nun den 11- Bootfrieg gewollt habe oder nicht, fein Born und feine Gefränftjein fönnen indessen nur sentimentale Gemüter täuschen. Wie mit dem 11- Bootfrieg, gings mit den Anne rionen. Er magt es auch heute noch, sich als Antiannerionisten vorzustellen, aber er versichert fait im gleichen meiligen militärischen 2age abhängig machen Atemzuge, daß man die Friedensbedingungen von der je. mußte, und er muß zugeben, vor der lleberreichung des deutschen Friedensangebotes an der Formulierung von niitiimer Charafter auf der Hand liegt. Er hat sich stehende Kommission joll versuchen, mit allen Mitteln eine Wie wir kurz vor Redaktionsschluß erfahren, ist in Bedingungen mitgearbeitet zu haben, deren annerio. inio una amiidhen den beiden Barteien berbeizuführen. tiefem Befund feine Wenderung eingetreten. eoen auch in diesem Falle, im das Wort ber fatholischen Sirche anzuwenden, löblich unterworfen. Aushebung einiger Werbezentralen. Im Anschluß Saran wir die Deutsche Regierung aufgefordert, bis zum 10. November 1919 beboll. Zas abfolut unzulängliche ist in Herrn mächtigte Bertreter nach Paris zu entsenden, um In den letzten Tagen find endlich Maßnahmen zur Bee bon Bethmann Hollweg Ereignis geworden. lleber alle aus diesen Folgen sich ergebenden Fragen zu regeln. kämpfung des Werbeschwindels getroffen worden. Am Dienstag einen Friedensfanzler seiner Art hätte man mit einem Das Protokoll zählt alle nach Ansicht der Entente wurden zwei Werbezentralen ausgehoben. In der einen wurde Achselzucken hinweggehen fönken, im Kriege wurde nicht erfüllten Verpflichtungen der Waffenstillstands. Hauptmann b. d. Golz, ein Bruder des Generals, verhaftet, dieser Typus verhängnisvoll für das deutsche Volk. bedingungen einzeln auf und betont, daß die Nichterfüllung dem man durch mehrere Anzeigen auf die Spur gekommen war. Die Geschichte wird das schärfste Urteil über den Mann der eingegangenen Verpflichtungen, insbesondere aber die Wie eine Lokalforrespondenz meldet, wird ihm vorgeworfen, in föllen, der seine Charakterschwäche vergeblich dur gelegent- Nichträunung der baltischen Provinzen, und besonders durch größerem Umfang Waffen und Munition an die Eiserne Division liche Zornausbrüche zu verbergen sucht, und der als Mi- schwere Verlegungen, wie die 3er störung der deut geliefert zu haben. In seinem Besih wurden Schriftstü de ges nister so gut wie später in seinen Aussagen vor dem Unter- ichen Flotte in Scapa Flow, die Zerstörung der funden, durch die verschiedene Beamte des Auswärti suchungsausschuß den Mangel an Energie durch U- Boote usw., nicht ungestraft bleiben fönne. Sie bergen Amts schwer belastet werden. einen Reichtum an wohlgesetzten und mit sympathiebeijchenlangt deshalb von Deutschland: der Stimmfärbung vorgetragenen Worten zu eriezen sich bemühte. Der Freiherr von Eckardstein erwähnt in feinen fürzlich erschienenen Erinnerungen ein Wort von Bismarck, daß es wahrscheinlich das Ende Deutschlands bedeuten würde, wenn einmal ein preußischer, in der Ochsentour groß gewordener Regierungsbeamter Reichskanzler werde. In ihrem maßlojen bureaukratischen Dünfel glaubten solde Herren meistens, alles zu wissen und alles zit fönnen, vor allem hätten sie aber kein Verständnis für die Psyche des eigenen Boffes, geschweige denn für die jenige des Auslandes. Hier hatten wir einen solchen Kanzler aus der Ochsentour, und der Erfolg ist nicht ausgeblieben. Nur hat Bismarck vergessen, daß ein preußischer Bureaufrat zwar alles fann und alles weiß, aber daß es für den im Respekt und Autoritätsgefühl Erzogenen doch eine Grenze gibt, an der sein Selbstgefühl Halt macht: die Gunst des allerhöchsten Herrn und der Wille des Militarismus. Welche Wirkungen aber mußten nun erst eintreten, wenn ein Kanzler wie Bethmann von einem Staatsjefretär wie immermann bedient, murde, der in die auswärtige Bolitik pakte wie der Elefant in den Borzellanladen! Auch gestern gab's wieder einige erheiternde Epifoden, in deren Mittelpunkt diefe tragikomische Person stand. Bu feinem Echaden besitzt Serr Zimmermann nicht die Suada feines vormaligen Chefs; und so stand er ziemlich nadt und bloß da, als ihm vorgehalten wurde, wie er bei den verschiedensten Gelegenheiten hemdärmelig mit dem Bräsidenten der Vereinigten Staaten umgesprungen ist. Weil neutrale Staatsmänner dabei in die Erörterung gezogen werden mußten, wurde die Oeffentlich feit zeitweise ausgeschlossen. Die Ceffentlich feit hat dadurch nicht viel verloren, denn sie fonnte sich die Dinge unschwer zusammenreimen, und wir dürfen Herrn 8immermann schon die Freude darüber gönnen, sich einmal nur vor einem fleinen und auserwählten Streise blamieren Bu müffen. Ueber ihn brauchen wir ein weiteres Wort zu berlieren, und wir warten nun, was die Herren Selffe rich und Ludendorff zu sagen haben, die wenigstens den Anspruch erheben tönnen, ernst genommen zu werden, Die neue Note der Entente. Der volle Wortlaut der von Clemenceau im Namen bes Obersten Nat der deutschen Regierung übermittelten Note wird jetzt veröffentlicht. Sie beginnt mit der EinTudung an Deutschland, an der Vollziehung des Natifizierungsprotokolls teilzunehmen, und teilt dann mit, daß die alliierten Mächte beschlossen haben, den Vertrag nicht in Kraft treten zu lassen, che die Ausführung der von Dentisand durch das Waffenstillstandsabkommen und die Bujazverträge übernommenen Verpflichtungen, die nicht erfüllt sind, geregelt und bestimmt ist. Die deutsche Regierung solle dem zur Unterzeichnung des Protofolls über die Niederlegung der Ratififation ermächtigten deutschen Vertreter unbeschränkte Vollmacht geben zur Unterzeichnung eines Protofolls, dessen Abschrift der Note beigefügt ist, und welches ohne weiteren Aufschub diese Regelung vorfieht. Die Note zählt dann die Folgen des Infraft tretens des Friedensvertrages im einzelnen wie folgt auf: 1. Die hohe interalliierte Kommission des Rheingebietes übernimmt die Geschäfte.( Abkommen, Art. 2.) 2. Die Militär, Gee und Luftbelegationen, bie gegenwärtig als Militär, See. und Luftkontrollkommissionen in Deutschland find, übernehmen die Geschäfte.( Friedens vertrag, Art. 208) 3. Die Wiedergutmachungstommiffion über An nimmt die Geschäfte.( Friedensvertrag, Art. 233 und n. lage II,§ b.) 4. Uebertragung der Oberhoheit im Falle Memel( Friedens. bertrag, Art. 99) und anzig( Friedensvertrag, Art. 100), bie die Burüdziehung der deutschen Truppen und der deutschen Behörden und die Besignahme dieser Gcbicte durch die interalliierten Truppen zur Folge hat. S Auch am gestrigen Mittwoch wurden einige der unzähltzen 1. A) Als iedergutmachung für die Zerstörung der Werbestellen im Südwesten Berlins ausgehoben. In der einen deutschen Flotte in Ecapa- Flow abzuliefern: wurden sechs Württembergerin russischer Militäre a) Fünf leichte Kreuzer, Königsberg, Pillau, Graudenz, Re- uniform verhaftet. Ebenso wurden einige Depots mit gensburg und Straßburg". Waffen und Munition entdeckt. Im Hotel Adlon wurden b) In vollständig gutem und gebrauchsfähigem Bustand an zwei russische Offiziere verhaftet, die vorgaben, schwimmenden Dods, schroimmenden Krähnen, Echleppern in diplomatischer Mission in Berlin zu sein. Vorgefundens und Baggern eine solche Anzahl, die insgesamt 400 000 Papiere ergaben jedoch, daß sie Vermittler zwischen den Berliner Tonnen ergibt, und die von den alliierten und assoziierten Werbestellen und der Weißen Armee im Baltikum gewesen sind. Hauptmächten verlangi werden können. Wir haben nur daran gezweifelt, daß höhere Beamte, an B) Innerhalb 10 Tagen nach Unterzeichnung des gegenwärtis dem hochverräterischen Treiben der Offiziersfamarilla beteiligt gen Protokolls eine genaue Liste aller Swimmdocs, find. Wenn die Regierung auf unsere fortgesetzten Mahnungen Schwimmfräne, Schlepper und Bagger, die deutsches Eigentum gehört hätte, hätte dieser unsern moralischen und materiellen find, zu übergeben. Kredit im Ausland ungeheuer schwächende Schwindel niema: 3 C) Die Offiziere und Mannschaften, welche die den jetzigen Umfang annehmen fönnen, Besazung der in Scapa- Flow versentien Kriegsschiffe bildeten, und die jetzt von den alliierten und assoziierten Hauptmächten festgehalten werden, werden mit Ausnahme derjenigen, deren Auslieferung in Artikel 228 des Friedensvertrages vorgesehen ist, spätestens nach Erfüllung der vorstehenden Bedingungen zu A und B durch Deutschland heimgeschafft. biatt": Brutalfie Grausamteit. Wann die Militärjustiz langsam arbeitet. Langsam dringt die Wahrheit über die unendlichen D) Der Zerstörer B 98 rechnet zu den 42 Zerstörern, deren Grausamkeiten, die während des langen Krieges von Vor Ablieferung in Artikel 185 des Friedensvertrages vorgesehen ist. gejezten an Untergebenen verübt worden sind, an den Tag, 2. Innerhalb 10 Tagen nach Unterzeichnung des gegenwärti- Einen solchen Fall, der an brutaler Graujamfeit alles über. gen Protokolls abzuliefern die Maschinen und Moschreitet, was bisher zur Kenntnis der Deffentlichfeit ge toren der Untersee boote. 137"," 138" und" 150" langt ist, veröffentlicht Dr. Feder im Berliner Tage als Entschädigung für die Zerstörung des Unterseeboots 11. C. 48", Es handelt sich um einen jungen Kaufmann Karl Helmhofa ferner die drei Motoren des Unterseebcots U. 146", die noch als Entschädigung für die in der Nordsee zerstörten Unterseeboote ab- der sich im Ottober 1914, noch nicht zwanzigjährig, als Kriegs. freiwilliger meldete.„ Er wurde eingestellt, tat mit Bust und zuliefern sind. 3. Den alliierten und assoziierten Regierungen den Wert Liebe und peinlicher Gewissenhaftigkeit seinen Dicat und kam bes ausgeführten Luftfahrzeugmaterials gentäß im Februar 1915 ins Feld. Ein Brief von der Karpathenfront der Entscheidung und Abschätzung zu zahlen, die durch den in vom 1. März war die letzte Nachricht, die die Eltern von m Artikel 210 des Friedensvertrages vorgesehenen Luftfahrt- Ueber. erhielten. Nach mehrfachen Anfragen erst setam ter Bater wachungsausschuß erfolgen und( spätestens am 31. Januar 1920) schließlich vom Kompagnieführer die Austunft, daß sein Sohn bekanntgegeben wird. Sofern Deutschland diefen Verpflichtungen an blutigem Dünndarmfatarrh verstorben sei; ihm sei bre zuteil in den oben vorgesehenen Fristen n.cht nacfommen sollte, behalten beste törperliche und ärztliche Pflege" 3.1 il sich die alliierten und assoziierten Mächte vor, alle militärischen geworden. Die Kompagnie betrauere in thm aaen tüchtigen und andere Swargsmaßnahmen zu ergreifen, die sie für angezeigt Soldaten und guten Kameraden". crachten. Die berbredjerischen Streiche deutscher Nationalisten müssen also vom deutschen Volfe gefühnt iperden. Die Ab. lieferung von 400 000 Zonnen schwimmenden Dods, Kähnen, Schleppern und Baggern ist eine außerordentlich schwere Bast für Deutschland. Sie erschwert den Wieder aufbau der deutschen Handelsflotte, ebenjo aber auch die Herstellung des Schiffsraunis, der nach dem Friedensvertrag alljährlich an die Entente abzuliefern ist. em Die Frankfurter Munitionsschiebung. Das offife Bertuschungsmaber. Aus brieflichen Andeutungen eines Ramerater des Per storbenen entnahm. der Vater indes, daß es mit dem Tode des Sohnes eine andere Bewandtnis haben müsse. Was war vor gefallen? Während des Krieges fonnten tere Feststellungen getroffen werden. Erst vier Jahre später gelang es dem Boier, durch Befragung einer Anzahl überlebender Siameraden gehende Ermittelungen anzustellen, die zu 2uem furc; tbaten Ergebnis führten: Starl Helmhate, so lautet die Anlage, tie der Vater auf Grund dieser Ermittelungen erhebt, ist einent Verbrechen feines Rompagnicführers Jum Opfer gefallen. Etwa Mitte März war Helmhale mit einem Kameraden nadj Lebensmitteln ausgeschjidt worden. Sie oerirrten sich auf dem Rückweg und blieben die Nacht über aus. Bei ihrer Rück fehr fehlte son den requirierten Lebensmitteln ein Näje. Helm In Frankfurt a. O. sind dieser Tage mehrere SahnIabun hate wurde hierfür vom Kompagnieführer mit drei Tagen strengen en Wu'nition beschlagnahmt worden. Es handelte sich um Arrestes bestraft und bei einer Kälte von 25 bis 30 Grad fo fest ein Objekt von etwa 20 Millionen Mark im Werie. Wie die an einen Baum gebunden, daß er, der ein Jahr zuvor eine P. P. N." berichten, ist die Beschlagnahme inzwischen wieder schwere Blinddarmentzündung durchgemacht hatte, beim Losbinden aufgehoben worden, da die Vunition ordnungsgemäß gefofort zusammenbrach. Dieselbe Strafe murde ihm zudiktiert, al fauft worden sei, und zum Zwede der Zerlegung auf dem Wasser er einige Tage darauf beim Gewehrreinigen erklärte, wegen wege nach Lübed gebracht werden folle. förperlicher Schwäche den Dienst nicht machen zu können. Diese Meldung bedeutet eine unglaubliche JrrefühSergeant band Helmhate bei der furchtbaren Kälte so stramm rung der Oeffentlichteit. Die Munitionsschieber haben die Regierung nach Strich und Faden angelogen. Da die Neben Baum, daß er nach der Acußerung eines Zeugen vor gerung auf jeden Echwindel hereinfällt, der ihr von den Balbi. Schmerzen verzagte" und dem Sergeanten aurief:„ Wir rechnen funsch ebern vorgemacht wird, hat sie auch in diesem Falle den Diese Aeußerung wurde dem Stompagnieführer gea Angaben Glauben geschenkt, und ihrer Leichtfertigkeit ist es daher meldet, der sich zu dem Arrestanten begab, der, losgebunden, o zuzuschreiben, wenn der Näuberhauptmann Bermondt aufs fort zusammenórach, ihn zweimal mit der Hand kräftig ins Gesicht neue mit Munition versorgt wird. noch einmiel au!" Ein Uns sind über die Munitionsschiebung erneute Informatio. flug und in ein fumpfiges, fotiges Erblodh bringen ließ, in ben nen zugegangen. Daraus geht hervor, daß unsere Genossen in er wie leblos dalag. Vor das Erbloch wurde ein Doppelposten ge Frankfurt a. C. durch einen Zufall der Schiebung auf die Spur stellt mit der Anordnung, daß Helmhake weder zu essen noch zu G3 wurde festgestellt, daß 25 Millionen trinken bekommen, auch nachts nicht austreten dürfe. So blieb gekommen waren. Schuß russischer Infanteriemunition auf Rähnen er vier bis fünf Tage ohne Nahrung. Mitleidige Nameraden berladen werden sollten. Es ist eine Lüge, wenn jetzt behauptet stedten, dem strengen Verbot entgegen, ihm hin und wieder etwas wird, daß die Munition zum Bwvede der Berlegung nach übed 8u. Einer, der nachts Posten stand, hörte Helmhate vor sich hin gebracht werden sollten. Der Echiffer hatte vielmehr Befehl, nach wimmern: Trinken, triufen!", fonnte das schließlich nicht mehr Stettin zu fahren und auf Langsceseite die Munition auf einen aushalten, froch, dem Befehl zuwider, in das Erdloch und hielt Seedampfer zu verladen, dessen Name in Stettin dem Schiffer ihm einen Schneeball an den Mund, an dem der Sterbende übermittelt werden sollte. Der Echiffer hatte außerdem den Beim Fieberdurit ledte. Am nächsten Morgen gerrten ihn auf Befehl des Stompagnie 5. Uebergabe der Regierung im Saarbeden.( Friedens- laffen. Ginter der Munitionsschiebung stehon die Herren von führers zwei Stranfenträger aus dem Unterstand, um ihn zur feh!, fich nirgendwo zu melden und sich auch nicht anhalten zu bertrag, Art 49 und Anhang§ 10.) 6. Uebergabe der zeitweisen Regierung im Gebiete Ober. Bleichröder, Graf von Schweidnis und ein gewiffer Latrine zu fahren. Er war so schwach, daß er sich nicht bewegen Obererr bon Gering,- ein Russe, der kaum drei Worte deutsch fennte und geschleift werden mußte. Der Kompagnie fchlesiens, in dem die Volksabstimmung stattfinden wird sprechen tann. führer, der dabei stand, rief: Das Mistvich verstellt sich ja bis, ( Friedensvertrag, Art. 88 und Anlage§ 1, 2 und 3); daraus Die Munition wird im Artillericdepot Frankfurt a. O. bor trampelt ihn doch in den Hintern, ist denn das Aas noch nicht ergibt sich die Zurückziehung der Truppen und der deutschen der Werladung fortiert. Es wird nur brauchbare Munition frepiert!" und stieß ihn dabei mit dem bestiefelten Fuß derart, Behörden, welche die Kommission bestimmen wird, und bie angenommen. Sin Russe und ein Bette prüfen vorher die Ge- daß er hinstürzte. Er mußte schließlich in das Erbloh zurüd Besetzung durch interalliierte Truppen, desgleichen die Ueberschoffe auf ihre Gebrauchsfähigkeit. Daraus geht wohl zur Gegebracht werden. Nach Angabe der Zeugen hatte er hochgradiges nahme der Geschäfte durch die Regierungs- und Boltsabstim nüge hervor, daß es sich nicht um Munition handelt, die zerlegt Fieber, gebrochene Augen und war nur noch Haut und Knochen". mungsfommission in diesem Gebiete. werden soll, sondern um solche, die für triegerische Zwecke verwen- Die folgende Nacht starb er im Erdloch. Ein Arzt war nicht 7. Uebernahme der zeitweiligen Berwaltung in dem Gebiete bet wird. Die Munitionsverladung wird von Mannschaften der hinzugezogen worden; erst die Leiche wurde einem Arzt bon Schleswig, in dem die Volksabstimmung stattfinden Frankfurter Heimatkolonne, die der Reichswehr unterſtellt ist, zur Sektion übergeben. wird( Friedensvertrag, Art. 109); daraus folgt die Zurüdziehung vorgenommen. Die Maritionsschiebung ist nicht die erste ihrer Das ist, nach der Anklage, die der Water erhebt,„ bie„ körperber deutschen Truppen und der deutschen Behörden sowie die Art. Nach der zuverlässigsten Mitteilung unseres Frankfurter tiche und ärztliche Pflege", die dem tüchtigen Eoldaten und guten Besetzung durch mieralliierie Truppen und die Ucbernahme der Gewährsmannes sollen bereits 100 Millionen Schuß ver- Kameraden" nach der Mitteilung des inzwischen zum Obera Geschäfte durch die Verwaltungs- und Volksabstimmungslom schoben worden sein. leutnant beförderten Kompagnieführers auteil geworden war". mission in diesem Gebiet. Als die Schiebung der Reichsverwertungsstelle in Berlin geDas Berliner Tageblatt" verschweigt den Namen 8. Beginn der Frist von 18 Tagen, in welcher meldet wurde, tamen sofort die Heiren Bleichröder, Grof Schweidbie Räumung und die Uebergabe der vorläufigen Verwaltung mig und Gering per Auto nach Frankfurt a. D. Sie bestellten dieses Schucken, dessen Verbrechen noch heute ungeiiihnt in den Gebieten stattfinden wird, in denen die Bolksabstimmung dort den Herrn Schröder, der Vorsitzender des Vollzugsrats und ist mir aber wollen ihn nennen, damit die Deffentlichkeit stattfindet: Ostpreußen, llenstein( Friedensvertrag, zugleich Chef der Reichsverwertungsstelle Frankfurt a. D. ist, zu erfährt, um wen es sich handelt. Es ist der OberleutArt. 95) und 2e stpreußen, Marienwerder( Friedens einer Rücksprache in das Hotel zum Deutschen Haus". Herr nant Assessor Sans Gillet, Wolliner vertrag, Art. 97), woraus sich die Zurüdziehung der Truppen Schröder leistete dieser Aufforderung feine Folge, sondern er Straße 28, III. and der deutschen Behörden ergibt sowie die Besehung durch bat die drei Herren nach seinem Bureau. nteralliierte Truppen und die Uebernahme der Geschäfte durch ie Verwaltungs- und Vollsabstimmungsfommissionen in diesen Bebieten. 9. Beginn der vierzehntägigen Frist, innerhalb beren die Abgrenzungsfommiffionen ihre Tätigkeit beginnen jollen 22 11 Was ist zur Sühne dieser unmenschlichen Grausamkeil Was dort vorgegangen ist, wissen wir nicht. Aber wir wieder gefchehen? Es wird die Oeffentlich feit wohl kaum über holen: Es handelt sich bei dieser Angelegenheit nicht um ein raichen, daß auf die am 20. Mai 1919 oben wiedergegebene Ceschäft, das ordnungsgemäß abgeschloffen worden ist, sondern Anklage des Baters, die dem Kriegsministerium überreicht um eine ganz gewöhnliche Munitionsschiebung größten Stils für und von diesem über das Generalkommando an das zu Jede ständige Militärgericht in Berlin- Schöneberg weitergeleite bas Unternehmen bes Räuberhauptmanns Bermondt. affiaiöje Bertuschung ist awedlos, wurde, der Beschuldiate war bernonumen murda aur bil Der Anzeige benannten Beugen vernommen wurden, daß Die Saboteure der Solidarität. faryt, fofort geeignete wagnahmen gu ergretjen, nun wied es sicher an nichts mehr fehlen! außerdem nur das Berliner Regiment nach dem Verbleib Wolffs Bureau meldet: Gestern nachmittag nahm eine Ver. Bewegliche Klagen wurden sodann über die Leuchtmit. Militaristen ruht. bon Entlastungszeugen angefragt worden ist. Das war sammlung der gesamten Funktionäre der sozialdemokratelnot laut. Es wurde viel und trefflich darüber gesprochen bor 5 Wochen. Seitdem ruht die Angelegentischen und demokratischen Fraktionen zu dem am und dabei blieb es. heit, wie die Untersuchung so vieler Verbrechen von heutigen Tage in der Freiheit" veröffentlichten Aufruf zum Nun trat das Saus in die zweite Beratung des Gefeß. Generalstreit Stellung. In der Versammlung fam einhellig eniwurfs über Erweiterung der Selbständigkeitsrechte Bu dem Fall selbst brauchen wir wohl kaum etwas zu zum Ausdruck, daß man den Unterzeichnern jenes Aufrufs das der Provinzialverbände ein. Ursprünglich sellte des fagen. Aber die eine Bemerkung fönnen wir nicht unter- Recht abspricht, im Namen der Berliner Arbeiter zu sprechen Entwurf ein wertvolles Geschenk für das Zentrum sein. Die Pro drücken: Welches Maß von Kadavergehorsam und Angst und zu handeln. Zum Metallarbeiterstreit erklärte die Ver- vinzen sollten volle Autonomie in den Schulfragen erhalten. bor dem Vorgesetzten steckte in den deutschen Soldaten, daß sammlung, daß sich die vorliegenden Streitpurtte bei geeignetem Dieser Entwurf hat jetzt eine untergeordnete Bedeutung, weil erst vier Jahre vergehen mußten, ehe Licht über diese un- und flugen Vorgehen der Streifleitung leicht in einer für die inzwischen die Reichsverfassung den Zentrumswünschen in weitem nschliche La berbreitet wurde? Arbeiterschaft befriedigenden Weise erledigen ließen. In einer Maße entgegengekommen ist. Es kann aber von Demokratie und von der Versammlung einstimmig beschlossenen Resolution heißt Selbstverwaltung keine Rede sein, solange das Wahlverfahren zu cs: Die im Metallarbeiterstreit nech vorliegenden Differenzpunkte den Provinziallandtagen durchaus reaktionär ist. Die Debatts wird heute mittag 12 Uhr fortgesetzt. fönnen für die Arbeiter und Angestellten Groß- Berling teine wird heute mittag 12 Uhr fortgesetzt. Der Kampf der Metallarbeiter. Berantaffung bieten, in einen Generalſtreit einzutreten. Die Die Solinger Gemeindewahlen. Arbeiterschaft Groß- Berlins hat um so mehr Anlaß, sich mit aller Entschiedenheit gegen die gewissenlose Generalstreikhete Auf dem Kriegspfade. derer zu wenden, die durch sie die Niederlage der unfähigen Ein glänzender Sieg unserer Partei. Gestern abend begaben sich die Sicherheits- Streifleitung verbergen wollen, als der Generalstreit nach dem Der Sturz der Rechtssozialisten bei den truppen auf den Kriegst fad zur Verhinderung der heutigen Aufruf in der Freiheit" ausdrücklich als politischer Eympathieaktion der Berliner Arbeiterschaft fur die Wie- Kampf gekennzeichnet wird. Die Versammlung fordert die Gemeindewahlen in Solingen, über die wir bereits be tallarbeiter. Ein ziemlich starkes Aufgebot, das sich an Arbeiterschaft auf, der Generalstreitparole unverantwortlicher richteten, ist geradezu tatastrophal. Im Vergleiche cheinend auf der Suche nach der Streifle tung be- Beber nicht zu folgen, sondern sich entschloffen hinter die be- mit den Wahlen zur Nationalversammlung am 19. Januar fand, erschien im Berlandshause der Metallarbeiter, Da rufenen Körperschaften( Gewerkschaftsbund und Parteivorstände) 1919 büßten fie 5667 Stimmen ein, das sind etwas über 60 Prozent, während die U. S. P. rund 70 Pronur noch einige Angestellte in den Bureaus anwesend zu stellen und lediglich nach deren Parole zu handeln. Wir benutzen der Kürze wegen die amtliche Meldung, ba gent gewann. Und das, obwohl die Rechtssozialisten maren, begnügte man sich mit der Feststellung ihrer Namen, es uns nicht swcdmäßig erscheint, der Angelegenheit größeren ihre sämtlichen Baradepferde an die Spize ihrer Liſte de und entfernte sich wieder. Nach 7 Uhr wurde das Groß ge Ferliner Bureau unserer Partei in der Raum in unserem Blatte zu gewähren. Das gleiche gilt für stellt hatten. Mit den Regierungssozialisten verloren auch Echicklerstraße von Truppen besetzt. Etwa 16 Genossen, die Stritif, die wir wohl sparen lönnen. Es erscheint uns nicht die anderen Regierungsparteien sehr stark an die dort zu einer Son erenz von Parteidelegierten verjam- notwendig, urferen Lejern Erläuterungen zu dieser Rundgebung Stimmen. Das Bentrum ging seit den Januarwahlen um melt waren, wurden in Haft genommen und nach dem Poli- 3 geben. die niemand überraschen wird. Nur eine Frage fei rund 21 Prozent, die Deutschnationalen um rund 52 Prozeipräsidium geschafft. Die meisten wurden nach einiger erlaubt: Gaben diese Leute im Namen der Berzent zurüd! Die Deutschnationalen fonnten etwa 50 Stimliner Arbeiterschaft fprechen gu tönnen? men mehr buchen als im Januar. In einer ganzen Anzahl Beit wieder entiassen, in Hatt behalten wurden die Sekre von Gemeinden des Solinger Kveises weisen nunmehr die täre der Berliner Organisaiton, die Genossen üller, femmunalen Parlamente eine unabhängige Mehrheit auf, Rojamerin und Herbst. Abgesehen davon dan diese so in Höhscheid, Wald, Oligs, andere verfügen über eine Genossen mit den Vorbereitungen über die Sympathiefozialistische Mehrheit, wie Grafraht, Leich aktion nichts mehr zu tun haben, entbehrt diese Berhaftung jeder rechtlichen Begründung. Aber felbft sälen. lingen, Burscheid, Wiesdorf. wenn den Genossen eine Teilnahme an den Beratungen über den Sympathiestieik nadyuweisen wäre, bliebe diese Maßnahme ein Aft ungesetzlicher Anwendung von Gewalt. ber selbst durch den Belagerungszustand nicht gerechtfertigt herden fann. Es sei denn, daß man, wie wir schon im Anschluß an den Nosfe- Erlaß zum 9. November sagten, daß nian die Wiederkehr des Revolutionstages benußen will, vm dem Volke den Nackfall in vornovemberliche Manieren bentlicher denn je vor Augen zu führen. Seine Bemühungen nach dieser Nichtung fett Noske fert durch die Aufwärmung des Schußerlaises für lebenswichtige Betriebe. Sie wird durch folgende amtliche Mitteilung fundgetan: Es hat eine starte Propaganda für einen Generalstreik in Unfündigungen. Achtung! Obleute der Streifenden! Nächste Sigung Freitag vormittag 9% Uhr in den Sophien Versammlung für alle in der Metallindustrie streitenden und aus Sattler! Seute nachmittag 2 1hr im Gewerkschaftshause gesperrten Cattler. Decker u. Co., Tempelhof. Freitag vormittag 10 Uhr zu sammenkunft im Lokal Metallarbeiter", Linienstraße 195. Berbandsbuch mitbringen! Siemens Blodwerk. Heute 11 1hr im Stadtpark, Jungfern heide, Bersammlung. Tagesordnung sehr wichtig. trauensleute im Streitlofal. Dynamowerk. Donnerstag, 8% Uhr früh, Sihung der VerBergmann, Rosenthal. Freitag vormittag 11 Uhr Quittungen unterschreiben von 1 bis 1500 bei Bohne, bon 1501 bis Echluß bei Feind. Berlin- Anhaltische Maschinenbau- Akt.- Gef. Donnerstag mittag 1 Uhr Betriebsversammlung in der Kronenbrauerei, AltGroß- Berlin eingesetzt. Um die Interessen der Bevölkerung zu Moabit 48. Im Anschluß Quittungen unterschreiben im Streitlokal. schüßen und jede Gefährdung des Lebens und der Gesundheit der Einwohner zu unterbinden, tritt aufs neue der zuerst unter dem Hüttenwert A. Meyer, Tempelhof. Donnerstag 2 Uhr Be. 17. Oktober veröffentlichte Erlaß des Oberkommandierenden in triebsversammlung bei Epleher, Tempelhof, Berliner Str. 77: Kraft. Diese Verordnung hatte folgenden Wortlaut: Auszahlung des Streifgelbes. „ Auf Grund des Belagerungszustandes berbiete ich jedwede Kleinbau Siemens- Schudert". Heute, Donnerstag, Quittun weitere Betätigung durch Wort, Schrift oder andere Maßnahmen, gen unterschreiben von 9-1 Uhr im Streitlokal. Sonnabend von die darauf gerichtet sind, lebenswichtige Betriebe zur Stillegung 9-1 Uhr Auszahlung der Streikunterstüßung in den bekannten Lokalen. Nachzügler müssen bis Ende nächster Woche warten. gu bringen, insbesondere: Zerstörungen oder Schädigungen von Bau- und Geldschrankschlosser. Donnerstag, 11 Uhr vorm., Betriebsanlagen und Leitungen. Zuwiderhandelnde sehen sich Bertrauensmännertonferenz Jostystr. 7. einer Bestrafung bis zu einem Jahr Gefängnis oder sofortiger Deutsche Werk- Hütten- Gesellschaft, Sohenschönhaufen. Freitag, Berhaftung aus, soweit nicht nach den allgemeinen Strafgeschen 12 Uhr, Betriebsversammlung und zahltag der Ertraunterstützung eine höhere Strafe verwirkt wird. Als lebenswichtige Betriebe im Restaurant" Zum Herschleb". im Sinne dieser Verordnung sind anzusehen: alle Anlagen zur Erzeugung und Lieferung von Gas, Wasser und Elektrizität, fowie die öffentlichen Verkehrsmittel." Der Oberbefehlshaber. ges. Noste. Gebr. Jfrael. Freitag, 8-12 Uhr vormit'ags, Auszahlung der Unterstüßung, anschließend mittags 41 Uhr Betriebsver sammlung in den Lichtspielen„ Rudud", Kottbuser Damm 94-96 gegenüber Schönleinstraße. Preußische Landesversammlung. A. Borsig, Tegel. Donnerstag nachmittag 2 Uhr in Bart. Was für die Verhaftungen gilt, gilt für Bersam mimanns Brauerei, Neinidendorf, Betriebsversammlung. Die Ver lungsverbote, die gestern stattfanden. So wurde trauensleute um 1 Uhr im selben Lotal. Kontrollfarte legitimiert. Windhoff. Betriebsversammlung Sonnabend nachm. 2 Uhr Sie Generalversammlung der U. S. P., Neukölln, ver- bei Obst. boten. Gestern abend sollte in Sliems eftiälen, HasenSartung A.-G., Lichtenberg. Donnerstag, bon 11 1hr an, heide, eine Mitgliederversammlung des Ortsvereins Neu- Quittungen unterschreiben. Freitag, von 12 Uhr an, Geldempfang, toun stattfinden, um den Vierteljahrsbericht des Vorstan- um 2 Uhr Bericht über die jetzige Lage. des entgegenzunehmen, und den Neuaufbau der Parteiorganisation nach dem Neorganisationsentwurf zu behanteln. Aber sie hatten die Rechnung ohne Eugen Ernst gemacht, auf dessen ausdradlichen Befehl zwei Autos mit Sicherheitsmannschaften erschienen, um diese staatsgefährdende Arbeit zu verhindern. Auf telephonischen Anruf beim Polizeipräsidium erhielten die Genossen den Be- In der gestrigen Eißung wurde die Abstimmung über ben Scheid, die Versammlung wäre von Eugen Ernst versaushalt der landwirtschaftlichen Verwaltung boten, im übrigen stände ihnen jeder Weg der Be- und die zahlreichen dazu gestellten Anträge vorgenommen. Die chwerde offen. So geschehen am Vorabend der grandiosen Beratung hat bekanntlich vor der achttägigen Pause stattgefunden. Revolutions feiern der sozialistischen Regierung3mchrheit! Die Deutsch nationalen lehnten das Gehalt des Ministers a b; sie können ihm nicht berzeihen, daß er ihnen Selbst die Regierungen werden bemüht, gleich zwei auf neulich die Wahrheit gesagt hat. Auch die 11. S. P. Fraktion einmal. Die Reichsregierung und die preukische Regierung ftimmte gegen das Gehalt. Bestimmend für sie war verbreiten durch. Wolffs Telegraphenbureau eine Kund- das Prinzip, einer arbeiterfeindlichen Regierung feinerlei Mittel gebung, die wir mit einigen Kürzungen wiedergeben: zu bewilligen. Verschleppung des Kirchenaustrittsgesetzes. Bolfsgenossen! Gin vernichtender Streich soll gegen Die 3 mangswirtschaft, soweit davon überhaupt noch Euch geführt werden. Wir hatten dem Lande das schwere Opfer die Rede sein kann, soll aufrecht erhalten bleiben, Der zeitweiligen Einstellung des gesamten Bersonenverkehrs auf- genau wie die Verordnung über die Eicherung der landwirt. erlegen müssen, um im letzten Augenblick Kartoffeln und Kohlen Schaftlichen Arbeiten. Was nühen aber alle schönen Beschlüsse: in die Sädte zu bringen. Diese für Zehntausende von Ginzel- Colange die wirtschaftliche Macht noch in den Händen der Agraexistenzen außerordentlich harte Anordnung mußte getroffen wer- rier liegt, fommen wir aus dem Nahrungsmittelwucher nicht den, um das Gespenst des Hungers, der Kälte und der Arbeits- heraus. Bum einer lojigfeit fernzuhalten. Sie fonn nur zum Erfolg führen, wenn Dann wurde die infolge Beschlußunfähigkeit in voriger alle Sträfte angespannt werden, um die freiwerdenden Trans- Sibung nicht zustande gekommene Abstimmung über das Kirden. portmittel auch wirklich bis zum letzten ausgumußen. Um diesen austrittsgefeh nachgeholt. Ein unabhängiger Antrag Erfolg soll das deutsche Volt be rogen werden. Gerabe jetzt wird auf namentliche Abstimmung wurde unter Zustimmung politiiden Generalstreit ein aufgerufen, An des Hauses als unzulässig surüdgewiesen. Das Gesez hlag auf Leben und Gesundheit wird damit neichmiedet, wurde an den Ausschußaurüd vermieien, wo es gana Der Kampf der Metallarbeiter ist, soweit er ein wirtschaftlicher sicher einschneidenden Verschlechterung Kampf war, durch Verhandlungen so gut wie gegenstandslos ge unterworfen werden wird. worden. Trotzdem soll weitergekämpft werden: so diftiert es cine Sierauf wand'e sich das Haus der in der 65. Sikum abge. aum äußersten bereite Minderheit. Das deutsche Volt will Frie brochenen Beratung über Getreide und Lebensmittelschiebungen den, Ruhe, Crdnung und Brot. Es weiß, daß die Arbeit dieser nach dem Auslande zu. Natürlich zeigte sich Entrüstung über das Tage feinen Aufschub duldet, und es wird sich in seiner über landesverräterische Treiben" auf allen Seiten. Die Agrarier wiegenden Mehrheit gegen Elemente wehren, die es noch tiefer scheien nach höheren Preisen. De: Sache auf den Grund ging ing Unglüd stürzen. Volfsgenossen! Steht uns in diesen schweren nur Genosse Christ ange. Er fennzeichnete in knappen fräfZagen zur Seite! Es geht um Euch, um Ture Frauen und tigen Strichen die Unzulänglichkeiten der heutigen WirtschaftsStiner! politit. Besonders brandmarkte er, daß jogar Persönlichkeiten, Es folgen die glänzenden Namen der sämtlichen Mi- wie der jächstiche Ministerpräsident Gradnauer mit schlechtem nister in langer rolge. Darunter fein einziger, der Beispiel vorannchen. Dann ging er mit den Volksfeinden ins Gericht, die der notleidenden Bevölkerung die rationierten fich während des Krieges, in vier langen Jahren, ernsthaft Bebensmitte! vorenthalten, um sie zu ungeheuerlichen Wucherun die Abwendung der Not und des Hungers durch energi preifen an Echieber und Schleichhändler abzugeben. Um dem fches Gintreben für den Frieden bemüht hätte, fein ein vorzubeugen, müsse das Eystem der Arbeiterräte ausgebaut und ginger, der sich in der Durchhalte- Propaganda hätte stören ihm weitgehendite Vollmachten gegeben werden, damit fie für die Jallen durch das Bedenken, daß das deutsche Wolf Rube, reftiofe erfassung und Zuführung aller Lebensmittel an die rot Brieden, Ordnung und Brot" wolle leidende Bevölkerung sorgen tönnen. Die Dozierung wurde erAuch die Solinger Wahl bestätigt daher das Bild, das zulegt noch bei den Kölner Stadtverordnetenwahlen sich verlieren rasend an Boden in der Maffe, die mehr und mehr herausstellte: die Rechtssozialisten und ihre Verbündeten zur Unabhängigen Sozialdemokratie und zum kleinen Teil zu den monarchistischen Parteien übergeht. Man ver steht schon, weshalb die Nutznießer des gegenwärtigen Re gimes ihre Herrschaft solange wie nur möglich durch Hinausschiebung der Reichstagswahlen aufrechterhalten wollen. Die alliierten Befehlshaber für die Gebiete ber Bolksabstime Oberbefehlshaber der interalliierten Truppenabteilungen in den Gebieten der Voltsabstimmungen vorgeschlagen. Es wurde be schlossen, daß in Allenstein Großbritannien, in Marienwerdes Italien, in Oberschlesien Frankreich und in Leschen die Bereinigten Staaten den Vorsitzenden der Kommission und den Oberbefehls haber ernennen sollen. Solange Amerita den Vertrag noch nicht ratifiziert hat, wird es von Frankreich in Leschen vertreten mungen. Der Oberste Rat hat gestern die Vorsitzenden und bie werden. " Die Technische Nothilfe" sendet uns mit Bezug auf§ 11 bel Preßgejebes eine Berichtigung, die dem Breßgejet nicht ent spricht. Wir geben aber froßdem Kenntnis davon, daß sich die " Technische No hilfe" goren den in unserer Nr. 525 erschienenen Notiz: Gin Sieg der Arbeiter in Bitterfeld" Satz wendet, sie habe auf Grube Leopold" gänzlich versagt. Es wird behauptet, daß dort die Technische Nohilfe" Gruben vor dem Erfaufen ge schüßt und sich somit völlig fähig erwiesen habe, einen komplizier ten Betrieb aufrecht zu erhalten. Wir glauben, daß sich die„ Tech nische Nothilfe" noch zu manchen andeven Dingen fähig erweist Aus der Partei. Das Ergebnis der Urabstimmung in Leipzig. In 82 Wahllokalen wurden abgegeben: für die Resolution der Parteileitung 5439 Stimmen Böttder. 4447 " ungültig • B 255 • Aus 12 Hleineren ländlichen Orten steht das Abstimmungs ergebnis noch aus. Die Nesolution der Parteileitung hat also eine Mehrheit bon 1000 Stimmen erhalten. SELBST IN DEN HÖCHSTEN KREISEN Wrote Welr wwwww Dho LIEST MAN DIE FREIE WELT. HEUTE NEU! REVOLUTIONSNUMMER ZUM 9. NOVEMBER Bei jedem Zeitungshändler zu haben R O O Theater und Vergnügungen. Trianon- Theater. Bahnhof Friedrichstraße. Zentrum 4927. 2391. 18 Uhr: Täglich Maskerade. Sonnabend 4 U.: Aschenbröder Sonntag 4 Uhr: Johannisfeuer. Balowolatz Residenz- Theater. 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Lessing- Theater Direktion: Viktor Barnowsky. 7 Uhr: Fräulein Julie. Der grüne Kakadu. ( Tilla Durieux. Ilka Grüning. Dagny Servass. Fritz Delius, Hanns Fischer, Eugen Klöpfer, Emil Lind. Conrad Veldt.) Freitag 7: Peer Gynt. Sonnabend und Sonntag 7 Uhr: Fräulein Julie. Der grüne Kakadu. Dentsch. Kunstl- Theater Allabendlich 7: Cyprienne ( Leopoldine Konstantin, Kurt Götz, Erich Walter). Walhalla- Theater Weinbergsweg Uhr: Eine Frau wie Du. Dazu: Schwarzwaldbüble. Operettenakt mit Viktor Litzek und nene erstkl. Spezialitäten. Stg.3 U.Eln sauberes Kleeblatt Wintergarten. täglich 7 Uhr Varietévorstellung Rauchen gestattet. Theater am Kottbuser Tor. Tel.: Moritzplatz 14814 Jed. Abend 712 Uhr: Elite- Sänger 9 ehem. Mitgl. der Stettiner Sänger. Sount. nehm. 8 Uhr ermas. Preise( voll. Abend Programm) 1 Kind frei! Rauchen gestattet. Biotigen- Konzert. Beg. 7.10 Uhr. Vorverkf. 11-1% u 4-6 Uhr. Neues Programm. Circus Busch Tägl. 7, Stgs. 3 u. 7 Uhr Neue Spezialitäten 9 u. a. 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Da wurde die Ansicht des Ministers, der voller Stepsis war, unterstrichen menn man sich etwas mehr auf die Vereinigten Staaten verlassen, tönnie", und wenn die ameriBanische Regierung nicht so oft enttäuscht hätte". Da finde ich allerdings eine Bestätigung meiner Stepfis gegenüber dem Frie dansschritt des Präsidenten. Graf Bernstorff: Bis zum Eintritt der Vereinigten Staaten in den Krieg wurde von der Entente jedes nur irgendwie denkbare Mittel angewendet, um alle Deutschen aus den Vereinigten Staaten herauszubringen. Jede persönliche Berunglimpfung mußte dazu dienen. Allerdings will ich nicht soweit gehen, zu behaupten, daß Profeffor Münsterberg von englischen Agenten um gebracht worden ist. Er ist einem Schlaganfall erlegen. Tatsache aber ist, daß er gesellschaftlich und politisch wie wir alle boyfoftiert fomen Endes des Professor Münsterbeng habe ich bis zu dieſem Professor Dietrich Schäfer: An die Möglichteit eines gewalt. Augenblic gar nicht gedacht. wurden. Standpunkt? Donnerstag, 6. November 1919 nehmens usw. würde eine gängliche Absperrung Englands, zumal bei der beschränkten Zahl der deutschen U- Boote und ihrem Attionsradius nicht möglich sein. Das Netz, das man um England ziehe, werde großmajchig bleiben. Man müsse ferner in Rücksicht ziehen, daß für die Ernährung Englands täglich vier Schiffe mittlerer Größe genügten, so daß an eine Hungersnot nicht zu denken wäre. Jegenfalls werde der U- Bootkrieg es England bis zum Herbst nicht unmöglich machen, den Krieg fortzufeßen, zumal, menn England alles opfere. Es bestehe aber die Gefahr, daß Amerika auf die Seite der Feinde trete. Das bedeute eine starke moralische Unterstützung der Feinde und eine Stärkung ihrer Siegeszuversicht. Ferner verweist die Denkschrift auf die Möglichkeit einer erhöhten Spannung mit den Bundesgenossen und auf die erhöhten Materiallieferungen, die Amerita nach dem Eintritt in den Krieg der den rücksichtslofen U- Bootkrieg als eine Maßnahme erscheinen, vo Entente zur Verfügung stellen würde. Alle diese Bedenken ließen der bringens gewarnt werden müßte. Abg. Dr. Sinzheimer: Zimmermann hat davon gesprochen, daß die Wilson- Note unter englischem Einfluß und mit englischem Weiter haben Sie( zu Bethmann Hollweg) in Charleville eine Einverständnis erlaffen werden ist. Stehen Sie auch auf diesem Unterredung mit dem Kaiser gehab und dabei diese Denkschrift borgetragen. Sie haben Ihre Bedenken gegen U- Bootkrieg noch Wbg. Dr. Singheimer: Ich habe meine Frage angeknüpft an Abg. Bernstorff: Nein. Aber es ist immerhin möglich, bah male borgetragen im Gegensatz zu General Halfenhahn, ber bie Behauptung des Staatssekretärs Zimmermann, daß das Wil- borher bei England Erfundigungen eingezogen worden sind. Ich dabei war. Der Kaiser erwiderte damals, daß die Zahl unserer foniche Angebot auf England zurückzuführen foi. Zimmermann: Wann habe ich die Behauptung aufgestellt? hatte aber den Gindrud, daß die Friedensnote Wilfons England U- Bootstreitkräfte nicht genüge, um England niederzugwingen. Er berwies auch auf die Möglichkeit eines Bruches mit Amerika und ( Buruf: Im Februar!) Also erheblich später, da lag der Bericht außerordentlich angenehm war. auf den nach Erklärung des U- Bootfrieges sicher gestärkten Willen aus dem Auslande noch nicht vor. Im Februar übersah ich die Englands, auch das letzte Hemd herzugeben. Eachlage vollkommen. Abg. Dr. Singheimer: Ich werde Ihnen diese Aeußerung nachher vorlegen.( Zimmermann: Bitte!) Warum wurde damals gerade der Friedensschritt Wilsons von den französischen Nationalisten, Clemenceau usw. bekämpft? Zimmermann: Ich kann die Gründe, die Herrn Clemenceau und andere Nationalisten bewegten, nicht gut entwickeln( Heiter feit), ich fönnte nur Vermutungen äußern. Auf Fragen des Abg. Dr. Cohn gibt Graf Bernstorff sodann nochmals Auskunft über die Beziehungen der Botschaft in Washington zum Deutschen Generalfonsulat in New York." Minister David: Aus welchen Gründen hat Staatssekretär Zimmermann geglaubt annehmen zu können, daß die Friedensafiion Wilsons von England angeregt worden sei? In England maren turz vorher Grey und Asquith taltgestellt worden, Lloyd George war zur Herrschaft gelangt. Dieser Vorgang wurde darauf zurückgeführt, daß beibe mit dem Gedanken eines Friedens ohne Sieg gespielt hätten, während Lloyd George den Krieg bis zur Niederwerfung Deutschlands fortführen wollte. Er hielt damals feine Anodout- Rede. Darin sagte er etwa, man hüte sich bor jeber Intervention auf feiten der Neutralen, die Stunde dafür sei nicht gekommen. Wir in Deutschland haben das aufgefaßt als eine Warnung an Wuljon und waren der Ueberzeugung, der Sturz Grehs und Asquiths habe seinen Grund darin, daß sie hverfeits cinc Intervention von Amerika gern sehen würden. Der Tatsachenbestand sprach aber gegen die Annahme, daß Lloyd George Wilson etwa zu einer Friedensaktion veranlaffe. Die Auffassung des Staatssekretärs Zimmermann ist von unge heurer Tragveite, weil fie vom Generalfeldmarschall Hindenburg geteilt wurde, wie aus einem Telegramm hervorgeht. Sie widersprach auch dem Tatsachenbestand, daß Wilson tatsächlich von uns zur Friedensaktion angeregt worden sei. Das wußten wir ja. Darum ist es um so überraschender, wenn der Generalfeldmarschall sich in der Auffassung befand, daß Lloyd George die Friedensaktion angeregt habe. Ich frage: Wußte der Generalfeldmarschall, daß die Friedensaktion Wil. fons von der deutschen politischen Leitung angeregt war? Ausschluß der Oeffentlich leit. Konjul Möller: Es sind hier Vorgänge in neutralen Staaten berührt, und es ist auf die Berichterstattung aus diesen Staaten hier Bezug genommen worden. Deshalb bitte ich, bon einer Erörterung dieser Dinge in öffentlicher Verhandlung abzusehen. Bors. Warmuth: Der Ausschuß trägt diesem durchaus Rechnung.( Widerspruch des Abp. Dr. Cohn.) Die Bedenten find zu treffend. Infolgedessen schließe ich bis zur Erledigung dieser speziellen Frage die Deffentlichkeit aus. Wbg. Dr. Sinzheimer: Im Mai 1916 hat im Reichsamt des Innern mit Pressebertretern in Anwesenheit von Bernhard, Theodor Wolff und Marimilian Hard'en eine Besprechung über die" Suffer"-Mote stattgefunden, und von Teilnehmern die fer Konferenz wird berichtet, daß Staatssekretär Zimmermann auf ihr eine sehr scharfe Aeußerung über Wilson gemacht hat. Sie soll gelautet haben: neber die Unverschämtheit und Frechheit Wilsons ist kein Wort zu verlieren. Aber wir haben ihm die Maske vom Gesicht ge. riffen". vieler Herren von der Bresse eine solche Aeußerung gmacht habe. Bimmermann: Ich glaube nicht, daß ich in Anwesenheit so Preffe bg. Dr. Sinsheimer: Dan müffen wir Harden und Theobor Wolff als Zeugen vernehmen. den Nichtempfang des Grafen Bernstorff nach seiner Rückkehr Vors. Abg. Warmuth: Wir tamen nun zu den Gründen für aus Amerita durch den Kaiser. Bethmann Hollweg: Das ist ein Thema, das gegenüber den bisherigen hochpolitischen Feststellungen mehr epiodenhaften Charakter trägt. Vors. Abg. Warmuth: Doch nicht ganz. Wir würden also bei Fortsetzung des Krieges nichts gewinnen. Weiter hat am 31. August 1916 im Schloß zu Plez wiederum unter Vorsitz des Kaisers eine Besprechung stattgefunden, an der alle maßgebenden Zivil-, Militär- und Marinebehörden teilge. nommen haben. Auch aus diesem Protokoll geht die Gegensätz lichkeit der Auffassungen zwischen den Zivilbehörden und den Militär- und Marinestellen hervor. Sie erklärten, daß Sie dabei fagen würden, die Frage sei von allen berufenen Instanzen ein. bazu gekommen wäre, die Entscheidung zu vertagen, nachdem auch gehend geprüft, daß man aber im Hinblid auf die Kriegslage Generalfeldmarschall von Hindenburg erflärt habe, daß er zunächst die Entwidlung des rumänischen Feldzuges abwarten müsse, bevor endgülig zu der Frage Stellung genommen würde. Weiter ist von Wichtigkeit eine Urkunde bom 23. Dezember 1916 an den Generalfeldmarschall von Hinden. burg über den U- Bootkrieg. In dieser Urkunde bringen Sie zunt Ausdruck, daß Sie die alleinige und nicht übertragbare berfass fungsmäßige Verantwortung zu tragen hätten bei der Frage des rüdfichelofen U- Bootkrieges, weil diese Frage unmittelbar in Bethmann Hollweg: Die Rückkehr des Grafen Bernstorff unser Verhältnis zu den Neutralen eingreift und deshalb ein rde dem Kaiser sofort gemeldet und der Vertreter des Aus. Att der auswärtigen Politik ist. Sie sagen in diesem Brief am värtigen Amtes im Großen Hauptquartier beauftragt, wegen des Schluß, daß die Frage des rücksichtslosen U- Bootkrieges bejahend erforderliche zu veranlassen. Außerdem habe ich dem Staiser ein mit Sicherheit darauf schließen lasse, daß die europäischen persönlichen Empfanges des Botschafters durch den Kaiser das nur beantwortet werben tönnte, wenn unsere militärische Lage gehend Vortrag über das gehalten, was Graf Bernstorff mir be- Neutralen in den Krieg gegen uns nicht eingreifen würden. richtet hatte. Vorschläge über unser weiteres Verhalten gegen Sie ersuchten aber, sowohl an der holländischen, wie an der däniüber Amerika hatte mir Graf Bernstorff nicht gemacht und auch schen Grenze Truppen zu versammeln, und es heißt am Schluß, nicht zu machen. Infolgedessen lag auch teine politische Beran- daß bei der Entscheidung über den rücksichtslosen U- Bootkrieg ablaffung vor, auf sofortigen Empfang zu drängen. getogen werden müßte, ob seine Vorteile größer feien als die Abg. Dr. Cohn: Welchen Eindrud hatten Sie von der Unter- Nachteile, die uns durch einen Bruch mit Amerika angefügt redung mit dem Kaiser? würden. Graf Bernstorff: Als ich im Mai vom Kaiser empfangen Hier tritt also zum erstenmal in aller Schärfe der Sat her. wurde, waren alle diese Fragen so vollkommen erledigt, daß ich vor, daß die Vorteile des rücksichtslosen U- Bootkrieges größer sein keine Veranlassung mehr hatte, darauf besonders zu drängen. fünnten als seine Nachteile. Für den Ausschuß ist es nun von Ich kann mich daher nicht entsinnen, daß bei dieser Unterredung größter Wichtigkeit, festzustellen, welche Gründe maßgebend geirgendetwas gesagt wäre, was politische Bedeutung gehabt hätte. wesen find für die veränderte Stellungnahme zum U- Bootkrieg, Bors. Abg. Warmuth: Wir kommen nunmehr zu der wichtig. ften Frage des rüdsichtslosen: U- Bootkrieges und zu den Gründen, ben Sie als verhängnisvoll bezeichnet haben. Weshalb traten Ihre ursprünglichen Bedenken zurück gegenwelche für die Reichsleitung dafür maßgebend waren. Ich halte dem Zeugen von Bethmann Hollweg die Denkschrift vom 29. Fe- über den Instanzen, die für den rüdsichtslosen U- Bootkrieg einbruar 1916 bor, in der er alle wesentlichen Gründe gegen den traten, nämlich im wesentlichen die Oberste Seeres. rüdsichtslosen U- Bootkrieg anführt. In ihr kommt die Verschieden. Leitung, die Oberste Marineleitung. die Reichstagsmehrheit heit der Auffassung mit der Marine, namentlich mit Admiral und die Mehrheit des Voltes? b. Holzendorff und dem Staatssekretär v. Tirpit zum Bethmann Hollweg? Die fehr umfangreichen Akten über den Ausdruck. In der Dentschrift wird dann auf die gefährdete, in U- Bootkrieg liegen dem Ausschuß vollkommen vor. Ich kann nur neutralen Häfen liegende deutsche Handelstonnage hinges annehmen, daß aus diesen Aften der Ausschuß eine flare Vorwiesen. Es wird zugegeben, daß England durch den U- Bootkrieg stellung von meiner Stellung zum U- Bootfrieg in seinen berNach Wiederherstellung der Oeffentlichkeit fragt in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten würde, aber bestritten, schiedenen Phasen gewonnen hat. Ich kann meine Aufgabe nicht Prof. Dietrich Schäfer nach den Treibereien, denen Profeffor daß diese Schwierigkeiten eine zerstörende Wirkung haben tönnten. barin erkennen, nun meinerseits etwa aus meinem Gedächtnis 0 ü'n sterberg durch alle proenglischen Elemente in den Ber-| Bei besseren Dispositionen über die verfügbare Welttonnage, bei diese sehr komplizierte Materie hier zu rekonstruieren, die arteneinigten Staaten ausgesetzt war. einer Einfuhrbeschränkung, bei der Aufgabe des Saloniki- Unter- mäßig dem Ausschuß bereits bekannt ist. Ich kann meine Aufgabe 28) Jimmie Higgins. Roman von Upton Sinclair, gegen Sie verwendet werden können"- jagte der junge Mann, und noch ehe Jimmie den Sinn dieser Worte erfaffen konnte, begann er ihn mit Fragen zu überschütten. Während der ganzen Zeit standen zwei Detektive neben Jimmie, und eine Stenographistin schrieb seine Worte nieder. Jimmie wußte, daß es Stenographiftinnen gebe, hatte er fich doch erst fürzlich fast in eine verliebt. " " Sie heißen?" fragte der strenggesichtige junge Mann. Wo wohnen Sie? Sagen Sie alles, was Sie über diese Bombenberschwörung wissen." Ich weiß doch gar nichts!" rief Jimmie. ,, Sie sind in der Gewalt der Regierung"- entgegnebe der junge Mann.„ Ein aufrichtiges Bekenntnis ist Ihre einzige Rettung. Wenn Sie uns helfen, werden Sie vielleicht frei ausgehen." Ich weiß doch gar nichts!" rief Jimmie abermals. Sie haben davon gehört, daß die Empire- Fabrik in Ruft gesprengt werden soll?" Ropf gebämmert worden, daß die Bewegung jebe Ber-| tisch sizzend, ihn auf die Folter zu strecken begann.„ Ich schwörungstaktit ablehnt, nur mit offener Propaganda ar- bin verpflichtet, Ihnen mitzuteilen, daß Ihre Aussagen beitet, um auf diese Art die Seelen und Gewissen der Menschen zu gewinnen.. Zuerst ward der Frländer zornig, nannte Simmie einen Aus dem Manuskript übertragen von Hermignia 8ur Mühlen. Feigling, ein Hajenherz, dann kam er mit mißtrauischen Es war im Winter, die Dunkelheit brach früh an, und Fragen, ob ihn Jimmie am Ende bei der Empire- BerwalJimmie arbeitete bei elektrischem Licht im Hintergrund des tung anzeigen werde? Jimmie lachte über diese Zumutung, Ladens, als eines Abends Reilly auf ihn zutrat, ihn mit er hatte feinerlei Sympathie für Abel Granitch, der vergeheimnisvoller Miene in eine Ecke zog und fragte, ob dammte alte Hund solle nur selbst seine Spionage betreiben, feine Wengerungen gegen den Krieg ernst zu nehmen feien er, Jimmie, wolle mit der ganzen Angelegenheit weder fo. und er wirklich bereit wäre, dagegen zu kämpfen? Die noch so etwas zu tun haben. Der Plan wurde fallen geEmpire- Fabrik stelle tagtäglich Tausende von Granathülfen lassen, doch hielt der kleine Maschinist seither die Augen her, die zum Menschenmors verwendet würden. Es habe offen und bemerkte, daß viele Deutsche, meist Unbekannte, Feinen Sinn, einen Streif organisieren zu wollen, da es den Laden zu Zusammenfünften verwendeten. Auch fiel zuviel Spigel gibt, und die Gesellschaft jeden entläßt, der ihm die Freundschaft zwischen Reilly und Heinrich auf, Sen Mund aufmacht; sollte aber gar ein Outsider es ver- welch letterer sich so ferzengerade hielt und einen flachen iudhen, so würde er sich bald hinter Schloß und Riegel fin- Schädel hatte. ben: der alte Granitch fonnte die ganze StadtverwalDie Sache erreichte gar bald ihren Höhepunkt, die tung in die Tasche stecken. Bombe explodierte, doch geschah dies auf eine andere Art, dte All dies war für Jimmie nichts neues mehr; nun aber als Jimmie erwartet hatte. Als er an einem Februarfam der Irländer mit einem noch nie gehörten Borhaben. abend im Geschäft die Läden herabließ, öffnete sich die Tür, Mit jeltjam geschäftiger Es gab ein Mittel, die Arbeit in der Empire- Fabrik lahm- und vier Männer traten ein. zulegen, ein Mittel, das schon anderorts erfolgreich ange- Miene schritten zwei von ihnen auf Jimmie, zwei auf wendet worden war. Reilly vermochte sich T. N. T., einen Summe zu. Der eine schlug seinen Mantel zurüd, wies auf Sprengitoff, der noch weit gemaltiger wirfte als Dynamit, einen großen, goldenen Stern und erklärbe:" Ich bin zu verschaffen. Die Stahlröhren der Fahrräder konnten als Detektiv und erkläre Sie für verhaftet." Bu gleicher Zeit Bomben verwendet werden, und für Jimmie, der ja die padte der zweite Jimmies Gelente und schob ihm Fesseln ,, Nein," sagte Jimmie mit ehrlicher Ueberzeugung. Und Empire- Fabrik zur Genüge konnte, würde es ein Leichtes darüber. Inzwischen hatten die anderen sich Kummes besein, dort einzubringen und das nötige zu tun. Außerdem mächtigt. Jimmie jah an der Tür noch zwei weitere Poli- nun begann der andere auf ihn einzusprechen. Abscheuliche war dabei ein Haufen Geld zu verdienen; wer dabei half, zisten, doch blieb diesen nichts zu tun übrig; die beiden Ge- Verbrechen seien im ganzen Lande begangen worden, die fonnte den Nest jeines Daseins im Wohlleben verbringen. fangenen waren viel zu verblüfft, um an Flucht zu denken. Regierung müsse diesem Treiben ein Ende machen und Jimmie war wie vor den Kopf geschlagen; deutsche Sie wurden zu einem Automobil geführt, hinein- jeder ehrbare Staatsbürger jei verpflichtet, ihr dabei zu Spione und Seeschlangen hatte er ans ehrlichstem Herzen gestoßen, und fort ging's. Da sie auf ihre Fragen feine belfen. Jimmie lauschte diesen Worten, bis ihm der iir den gleichen Schwindel gehalten, und nun ringelte sich Antwort erhielten, verstimmten sie allmählich und überor feinen Augen, im Laden des alten Kumme, eine See- dachten alle Sünden ihres Lebens, und welche von diesen thlange auf! wohl der Polizei zu Ohren gekommen waren. Er entgegnete, mit bergleichen wolle er nichts zu schaffen haben, dies fei nicht der Weg, dem Kriege ein Ende zu bereiten, im Gegenteil, dies hieß, ihn fräftigen. Der andere begann mit ihm zu diskutieren: ein Mensch wird berlegt werden, die Explosion wird in der Nacht stattfinden, bloß Mbel Granitche Geldfad wird eine Wunde davon tragen." immie jedoch blieb hartnädig bei seiner Beige runa: au ieinem Glüd war ibm von der Ortsgruppe in den III. Jimmie glaubte natürlich, er fomne ins Gefängnis, att dessen brachte man ihn in ein im oberen Stod gelegenes Zimmer des Postgebäudes. Kumme wurde in einen anderen Rom geführt, und Jimmie jah. ihn nicht wieder: er konnte feine ganze Aufmerksamkeit einem fireng le gesichtigen igen Mann zuwenden, der vor einem Schreib Ja- a." Bon wem?" Ein Mannbegann Jimmie, dann fiel ihm sein Versprechen ein. Ich, ich kann es nicht sagen." Weshalb nicht?" Es wäre unrecht." ,, Sind Sie dafür, daß man Gebäude in die Luft sprenge?" Schweiß aus allen Boren drang, dennoch brachte er es nichy! übers Sers, einen Arbeiter- Kameraden zu verraten; nein selbst dann nicht, wenn er auf zehn oder zwanzig Jahre ins Gefängnis täme, womit der strenggesichtige junge Mann ihm drohte. Sie haben alfo Reilln gefagt, daß Sie mit Bomben nichts zu tun haben wollen?" Freilich," erwiderte Jimmie eifrig und fein armer Topi mar derart verwirrt, daß er gar nicht bemerkte, wie farben alles gefagt hatte. was er verschweigen wollte. ( Sortiebuna folat.) mur gayin auffallen, daß ich die aftenmäßige Stenntnis des aus schusses in denjenigen Fragen durch Aussagen ergänze, wo der Ausschuß glaubt, eine Lücke bezüglich meiner Haltung zu finden. Nun wird eine Auskunft über meine Haltung im Winter 1916-17 verlangt. Herr v. Bethmann Hollweg verweist auf seine Aussage vom vorigen Freitag und verliest sie nochmals. Er erklärt dann weiter, die Antwort der Entente war eine apodiktische Absage der Verhandlungsbereitschaft. Auch die nach dem 9. Januar abgegebene Antwort der Entente auf die Friedens note Wilsons hat in mir nicht die Ueberzeugung hervorrufen fönnen, daß ich am 9. Januar Unrecht gehabt hatte, wenn ich bei meiner Haltung davon ausging, daß ich eine Verhandlungsbereit. schaft der Entente in absehbarer Zeit nicht vorführen könne. Ich wüßte nidt, was ich meinen Ausführungen vom Freitag noch hinzufügen sollte. Ich habe ein Wort gebraucht, daß ich den Beschluß für einen verhängnisvollen gehalten hätte. Es hing ein ungeheures Verhängnis über diesem Beschluß, das mußte jedem Menschen klar sein, Denn wenn nun der U- Bootkrieg nicht glückt, so mußte es das Berhängnis Deutschlands sein. Aber ich wiederhole: Der Bootkrieg blieb ein Experiment. Die Atten darüber sind noch ntat abgeschlossen, wie weit die Wirkungen des U- Bootfrieges tatsächlich gereicht haben. Wir werden das erst später aus den Atten der Entente hören. Ich habe den Eindruck, daß die Wirkungen weitreichende gewefen find( Bewegung). Ich fann mich dem Eindruck nicht verfchließen, daß im Mai, Juni die Besorgnisse in England vor den Wirkungen des U- Bootkrieges außerordentlich stark gewesen sind, unb id bin überzeugt, wir werden weitere Nachweise im Laufe der Zeit von der Entente bekommen. Wenn ich diese Behauptung aufstelle, so möchte ich daran erinnern, daß um jene Beit Lloyd George in Paris besorgte Aussprüche getan hat. Schiffe, Schiffe werden gefordert. Im Anfange des Krieges waren es die filber nen Kugeln, die den Krieg gewinnen sollten, jetzt sind es die Schiffe. Wenn in England der leitende Staatsmann und Lloyd George ein solches Wort in Paris aussprach, so war das nicht unbedenblich, so warf das ein scharfes Licht auf die tatsächliche Situation. Also zusammenfassend: Ich wüßte nicht, durch welche Festftellung ich die Svangslage, in die der 9. Januar nicht nur die politische Leitung, sonderi. auch die militärische gestellt hat, ergänzen sollte. Es lag damals vor die Ueberzeugung der militärischen Stellen: ohne den rüdsid tslosen U- Bootfrieg tönnen wir den Krieg nicht zu einem guten Ende führen! | auf sich nehmen tonnen, aber diese Voraussetzung lag bei uns nicht vor. Bei uns hatte die Mehrheit des Parlamentes sich damit ein. verstanden erklärt, daß die Oberste Heeresleitung die Entscheidung zu treffen habe. Uberste Decresleitung von den Bernstorffschen Depeschen Senntnis erhalten hat, muß aus den Akten hervorgehen. Heute nach drei Jahren bin ich wirklich nicht imstande, unter Eid eine bestimmte Aussage zu machen. Ich weiß, daß von der Obersten Heeresleitung die Ansicht vertreten worden ist, sie sei über die Friedens attion in Washington nicht genau informiert worden. Anderer- Abg. Gothein: Nachdem der unbeschränkte U- Bootkrieg er. feits liegt eine Depesche des Generals Luden do'r ff bor, er Härt war, und der Reichstag nichts daran anvern tonnte, trat wohl wolle nicht drängen, er wolle die Friedensaktion Wilsons nicht bei einzelnen Parteien der Gedante hervor, daß man sich hinter hinziehen. Das beweist doch, daß er Kenntnis von diesen Dingen die Regierung und die Oberste Heeresleitung stellen sollte. gehabt hat. Ich bin der Ansicht gewesen, daß ein anderer Aus- war es wenigstens bei der Fortschrittlichen Boltepartei. weg nicht möglich sei, daran ändert nichts, daß Kaiser Karl und Bethmann Hollweg: Nach meiner Ansicht war die große Graf Czernin die Kollektivnote vom 30. Dezember anders auf- Mehrheit der Ueberzeugung, daß die Kollektivnote eine brüste und gefaßt haben als ich. Abg. Dr. Sinzheimer: Dem Untersuchungsausschus liegt nicht hoffnungslose Ablehnung unseres Friedensangebots war. Das daran, Sie in Widersprüche zu verwickeln. Ich gebe zu, daß Sie fam auch in der Presse zum Ausdruck. Wenn politische Parteien die erforderliche Antwort gegeben haben. Nun hat am 8. oder anderer Meinung gewesen wären, so hätten sie das sicher ausge9. Januar Staatssekretär elfferich Ihnen telegraphiert, daß die Eröffnung des U- Bootkrieges am 1. Februar schädlich sei, wirtschaftlich würde England nicht bedrängt, da durch die B'rot' rationierung in Amerika England auch bei einer großen Bahl von Versenkungen genügendes Getreide geliefert werden fönne. Haben Sie auf dieses Telegramm in Ihrem alsbaldigen Vortrag beim Kaiser Bezug genommen? sprochen. Abg. Gothein: Inzwischen war aber die Wilsonsche Friedens. attion erfolgt, und es bestand nun in weiten Streifen die Auffassung, daß damit eine neue Lage geschaffen wäre. Bethmann Hollweg: Auch in den neutralen Ländern war man nicht der Ansicht, daß die Antwort auf die Note Wilsons neue Friedensmöglichkeiten eröffnete. Bethmann Hollweg: Ich habe dieses Telegramm nicht un- Referent Dr. Singheimer stellt fest, das in einem Bericht die mittelbar verwertet, weil der Vortrag beim Kaiser bereits am Ansicht ausgesprochen wird, daß die schroffe Ablehnung deswegen 9. Januar abends stattgefunden hat. Der Obersten Heeresleitung erfolgt jei, um Deutschland zum U- Bootkrieg zu bekommen und lag die bestimmte Ansicht der Marine vor, daß der U- Bootkrieg damit das Eingreifen Ameritas zu erreichen. Nad anderen Bes am 1. Februar beginnen müsse. Der Einwand Helfferichs entrichten billigten die neutralen Staaten das Angebot Deutschlands, weil die Friedensstimmung in den Völkern dadurch gestärkt würde. behrte der durchschlagenden Kraft. Bethmann Hollweg: Das ist eine starke Bestätigung meiner Aussage, daß wir mit unserem Angebot auf die Friedensströmun gen in den feindlichen Ländern wirken wollten. Abg. Dr. Singheimer: Staatssekretär Selfferich galt doch als eine Autorität auf wirtschaftlichem Gebiete; lag es nicht nahe, daraufhin weitere Autoritäten zu befragen, um seine Berechnungen nachzuprüfen? Vorsitzender Warmuh: Ihre Ansicht war also, daß der U- Bootkrieg die ultima ratio war, da für Verhandlungen die Tür zugeschlagen fei? Abg. Dr. Singheimer: Mir tommt es darauf an, festzustel. len, für welches Gebiet die Wirkung des U- Bootkrieges ausschlag, gebend war, für die Versenkungen, für die wirtschaftliche oder politische Wirkung. Bethmann Hollweg: Dies find gewiß wichtige und interessante Punkte. Ich bitte die Herren, zu ermägen, vor welcher Entscheidung ich stand, wenn die Oberste Heeresleitung sagte, sie fei der innersten Ueberzeugung, daß der Krieg ohne rücksichtslosen Für mich lag die Ueberzeugung vor: Ich kann nicht in Aus- U- Bootkrieg verloren gehe, und wenn der Reichskanzler dem nicht sicht stellen, daß ich den Krieg in anderer Weise beenden werde. entgegenhalten kann, er habe eine Möglichkeit, den Krieg anders ( mit erhobener Stimme): Da mußte etwas geschehen! Da mußte als auf den Kriegsschauplähen zu beenden. Da lag eine geeine Entscheidung gefällt werden. Gegenüber der Haltung der waltige Zwangslage vor, der gegenüber Einwürfe mit statistischen Mehtheit des Parlaments, gegenüber einer vom ehrlichen und boltswirtschaftlichen Berechnungen nicht durchschlaggebend Glauben getragenen Ueberzeugung der weitesten Volksschichten, sein konnten. Die großen politischen Fragen, die zur Entscheidung daß die Unterlassung des U- Bootkrieges bedeuten würde, die Butanden, überwucherten und überschatteten diefe an sichy bedeutungskunft der Nation dem Kleinmut zu opfern, in diefer Lage und vollen Ansichten, in diesem Moment mußten sie vollkommen zurück ich bin noch heute der Anficht, daß ich richtig gehandelt habe- habe treten. ich gejagt: Euer Majestät, ich kann Jünen nicht raten, sich in Widerspruch mit dem Botum Jhrer militärischen Ratgeber zu sehen, Ein Gehen meiner Person würde an der Sache nichts geändert haben. Vorsitzender Warmuth: Die Ansicht Euer Erzellenz über die Bewertung der Antwortnote auf unser Friedensangebot wurde nicht durchweg geteilt. Zum Beispiel Kaiser Karl und Graf Czernin haben auf dem Standpunit gestanden, die Antwort der Entente sei in einem impertinenten Ton gehalten, sie schließe aber die Fortsehung der Verhandlungen nicht aus. Bethmann Hollweg: Es war meine Ansicht, daß die Friedens tür zugeschlagen worden sei, und diese Ansicht wurde von weiten Schichten des deutschen Voltes bis in die Sozialdemo tratie hinein geteilt. So fagte Herr Scheidemann etwa: Die Entente ist es gewesen mit ihrer Antwort auf unser Friebensangebot, die uns zum rücksichtslosen U- Bootkrieg ge 8wungen hat. Minister David: Herr v. Bethmann hat sich also in einer zwangslage befunden gegenüber der Machtstellung der Obersten Heeresleitung und der Marine. Er war der Ueberzeugung, daß der U- Bootkrieg uns die Neutralität Amerikas fofte und daß wir zum Kriege mit Amerika kommen müßten. Hätte er nun nicht sich im Parlament eine Mehrheit schaffen fönnn, wenn er seine Meinung vollkommen offen ausgesprochen hätte. Bum mindesten hätte er die Parteiführer über die Situation informieren müssen. Ich bin der Ueberzeugung, wenn das Par lament damals gewußt hätte, daß keine Hoffnung vorhanden sei, die amerikanische Neutralität aufrecht zu erhalten, daß die Barlamentsmehrheit fest auf dem Standpunkt gestanden hätte, kein va banque- Spiel eingehen zu wollen. Die Sozialdemokratie hat in dieser Hinsicht an diesem Standpunkt festgehalten. Abg. Gothein: Es wurde betont, daß bei den Barteien fein Zweifel bestanden haben könne, daß sich Amerita im Falle des U- Bootkrieges nicht neutral verhalten würde. Im Hauptausschut wurde erwähnt, daß man leicht in einen Krieg mit Amerika hineinkommen könne und daß man dann nicht wisse, wie man hinaus. fommen solle. Später wurde dieser Standpunkt verlassen, und man stellte den Eintritt Amerikas in den Krieg als belanglos hin. Es wurde sogar gesagt, der Eintritt Amerikas sei militärisch gleich Null, Null, Null zu bewerten. Bethmann Hollweg: Die Bedeutung des U- Bootfrieges ift in verschiedenen Phasen und von den verschiebenen Stellen ber schieden eingeschätzt worden. Ich habe ihn vielleicht ernster ge= nommen, als andere Etellen. Die Perspettive ist im Hauptaus schuß so eingehend erörtert worden, daß sie den Politikern im eichstage vor Augen liegen mußte. Der aussichtslose Krieg. Abg. Gothein: Bereits seit dem Januar 1916 war bei ber Obersten Heeresleitung der Standpunkt vorhanden, daß lediglich durch den Landkrieg ein siegreiches Ende des Krieges nicht herbeis geführt werden könnte. Wann ist diese Auffassung zuerst hervor. Bethmann Hollweg bittet, das durch Bernehmung der Obersten Heeresleitung festzustellen. getreten? Abg. Cohn: Ist Ihnen bekannt, daß bereits im September oder Oftober 1914 von der Obersten Heeresleitung gegenüber der politischen Leitung erklärt wurde, daß der Krieg mit militärischen Mitteln nicht zu beenden sei, daß politische Mittel ergriffen werden müßten? Es handelt sich um die Bilanz des Rüdzugs von der Marne nach dem Zusammenbruch des Kriegsplans. Bethmann Hollweg: Mir ist so. als ob General von Falken. hahn und auch später die Oberite Heeresleitung den Standpunktbertreten hat, daß unsere Flotte mithelfen müßte, damit wir den Krieg zu Ende bringen können. Wenn eine besondere Aktion der Flotte für notwendig gehalten wurde, so würde ein Benehmen mit dem Admiralstabe erfolgt sein. Der Umweg über mich wäre auffällig gewesen. Das Parlament unterstellt sich Ludendorff. Bethmann Hollweg: Eine Zwangslage bestand nicht nur für mich, sondern auch für die Oberste Heeresleitung. Sie war der Abg. Cohn: Ich bitte um präzise Auskunft ob die Oberste Abg. Dr. Einzheimer: Satte die große Masse des Bolles und Auffassung, daß eine siegreiche Beendigung des Krieges auf dem Heeresleitung schon im September 1914 erklärt hat, daß der Krieg Lande ohne Hinzunahme des rücksichtslosen U- Boottrieges nicht mit militärischen Mitteln nicht zu Ende zu führen sei, besonders bie sozialdemokratijche Partei Renntnis davon, daß möglich wäre. Auch sie stand also vor einer schweren Entscheidung. unter dem Eindruck nach dem Zusammenbruch an der Marne. zu derselben Zeit Wilson sich bereit erklärt hatte, die Friedens. fonferenz zustande zu bringen, und daß er bereits zweimal gefahr des Striegseintrittes Ameritas nicht unterrichtet habe. Gentfinnen, daß im Herbst 1914 die Oberste Heeresleitung Nun zu der Frage, warum ich das Parlament über die GeBethmann Hollweg: Im Augenblic tann ich mich nicht beten habe, ihm die Friedensbedingungen wenigstens vertraulich fonnte damals gar kein Zweifel darüber bestehen, daß der entfinnen, daß im Herbst 1914 die Oberste Heeresleitung mit solchen Neußerungen an mich herangetreten ist. mitzuteilen? U- Bootkrieg Amerika zum Eintritt in den Krieg veranlassen mit solchen Aeußerungen an mich herangetreten ist. Bethmann Hollweg: In seiner Gesamtheit hatte das Bolt würde. Vielleicht hat im Reichstagsausschuß das eine oder andere Bwangslage gesprochen, in der er sich am 9. Januar befand. Es Abg. Schüding: Herr von Bethmann Hollweg hat von der natürlich feine Stenntnis von unseren Attionea in Washington. Regierungsmitglied die Hoffnung ausgesprochen, es möge ge- wangslage gesprochen, in der er sich am 9. Januar befand. Es Es wäre auch die größte politische Uniluaheit von mir gewesen, lingen, Amerifa neutral zu erhalten. Aber jeder Politiker mußte sei die Alternative gewesen, entweder den Krieg als verloren auf benn bei ber Animosität gegen Amerika wären diese Aufwissen, daß Amerika früher oder später in den Strieg eingreifen augeben oder das Experiment des unbeschränkten U- Bootkrieges # lämungen Gegenstand der Berachbung und des affes geworden. würde. Das wußte auch die Partei des Herrn Tavid aus dem zu machen. Ich kann mir nur denten, daß zwei Auffassungen be Die erste entscheidende Bekundung von Wilson, daß er mun an Inhalt unserer Depesche an den Grafen Bernstorff vom standen: nämlich die eine, daß dieses Erperiment, wenn es auch bie Friedensarbeit geben wolle, ist uns erst durch eine Depesche 28. Januar, worin der letzte Versuch gemacht wurde, Amerita nur wenige Prozent Wahrscheinlichkeit in fich birgt, gemacht wer Bernstorffs am 29. Januar mitgeteilt worden. Da war es eben fernzuhalten. Aber meine Hoffnungen waren gering. den müsse, da die Ehre es erfordert, ehe wir den Krieg au spät; wäre es früher geschehen, dann hätte vielleicht noch etwas berloren geben. Und die andere Auffassung, daß angesichts der Im übrigen würde ich es kaum für ausschlaggebend gehalten ungeheuren Not, die aus dem Mißlingen des Experiments hervor gemacht werden tönnen. Wenn Gerard in seinem Buche fagt, er haben, felbst wenn die Mehrheit des Parlaments gegen den gehen muß, es nur gemacht werden darf, wenn es nach mensch hätte bereits giniana Januar Penntnis davon gehabt, daß wir U- Bootkrieg gewesen wäre. Nach Ansicht des Parlaments felbstlicher Berechnung mindestens 50 Prozent Wahrscheinlichkeit des ben rücksichtslosen U- Bootkrieg machen würden, so meine ich, daß hatte die militärische Leitung das letzte Wort zu sprechen. Dian Gelingens für sich hat. Darüber mußten alle Eachverständigen es sehr wohl möglich sein tann, felbstverständlich hat er den Brämöge auch daran denken, welcher Stachel in der Seele des Boltes gehört werden. fibenten Wilson alabann jofort babon unterrichtet, daß wir den zurüdgeblieben wäre, wenn mit Recht hätte gesagt werden können, Ehrenstandpunkt gestanden oder auf dem technischen? Hat Herr v. Bethmann Hollweg mehr auf den U- Boottvieg beschlossen haben. 6. Bethmann den Wortlaut bes Depechenmechiels über die Bor- die Mehrheit des Boltes, bes Parlamentes, unsere Heerführer und wohl nicht gestanden. Die Alternative fonnte ich auch nicht so Dr. Sinsheimer verliest fohann auf Wunsch bes Beron daß ein Kriegsmittel nicht verwendet wurde, dessen Verwendung Ehrenstandpunkt gestanden oder auf dem technischen? legung der Friedensbedingungen an son, und fragt, ob nicht die Diarine für rigtig viciten. auffaffen, daß, wenn der U- Bootkrieg nicht beschlossen wurde, soauf Grund diefer Mitteilungen es möglich geemsen wäre, noch fort eine Stapitulation erfolgen mußte. So lagen die Dinge den Versuch zu machen, auf anderm Bege als mit Silfe des weder nach der militärischen noch nach der politischen Seite. Bootfvieges zum Frieden zu gelangen. Bethmann Hollweg: Das ist eine Frage, die ich in meinen bisherigen Aussagen bereits mehrfach beantwortet habe. Ich hatte die Neberzeugung, daß Wilson Frieden machen wolle. Für mich ist aber entscheidend die Kollektionote der Entente vom 13. Februar gewesen. Diese hat mir die Ausficht geraubt, in ob fehbarer Zeit eine Friedensbereitschaft der Entente zu erwarten. Abg. Dr. Sinzheimer: Die Frage ist noch nicht beantwortet worden, ob die Oberste Heeresleitung von diesen Mitteilungen bes Grafen Bernstorff Kenntnis gehabt hat. Bethmann Hollweg: Mein Gedächtnis reicht nicht aus, um alles fagen zu fönnen, was in ben dem Untersuchungsausschuß im übrigen vorliegenden Akten enthalten ist. Abg. Dr. Singheimer: Die Oberste Heeresleitung behauptet dies. Bethmann. Hellweg: Ueber die Behauptungen der Obersten Seeresleitung kann ich keine Aussagen machen. Abg. Dr. Sinzheimer: Ift nicht von anderer Seite die Möglichkeit offen gewesen, zum Frieden zu ge'angen? Bethmann Hollweg: Jedes Wort der Kollektionote hätte mich in meinem Innern Lügen gestraft, hätte ich am 9. Januar eine andere Stellung eingenommen, als ich sie eingenommen habe. Abg. Dr. Sinsheimer: Dann waren Sie also für den U- Bootfrieg? Bethmann Hollweg: Bitte mich nicht zu swingen, nun noch mals hier sprechen zu müssen über Dinge, über die ich bereits formulierte Antworten gegeben habe, da ich Gefahr laufe, Aeuße rungen zu tun, die sur Konstruktion eines Miderspruchs benust werben könnten.( Lebhafter Beifall.) Vorsitzender Warmuth: Bitte alle enßerungen der 8u ftimmung oder des Mißfallens zu unterlassen. Bethmann Hollweg: Es hat mir natürlich fezngelegen, irgend welche Vorwürfe hier zu erheben. Ich wollte nur dem Ausschuß borführen, in welch peinliche Sage ich gebracht werbe, ich laufe Gefahr, daß mir Vorwürfe gemacht werden, ich hätte es mit meinem Gide nicht genau genommen. Ich wäre wirklich außer ordentlich bankbar, menn hier nicht Fragen wiederholt würden, bia ich bereits ausführlich darzulegen, versucht habe. Ob die da Bethmann Hollweg: Ich habe auf diesem Ehrenstandpunkt Abg. Heile: Was ist geschehen, um dieses äußerste Stampf mittel so tauglich wie möglich zu machen? Tirpis hat doch gerade negativ gewirkt, und erst nach seinem Abgang hat Bethmann Holl. weg den ersten größeren U- Bootauftrag gegeben. Minister Dr. Davis: Gewiß ist diese moralische Seite ein perter, psychologischer Faftor. Es gab aber nur eine Macht, die imstande var, ein Gegengewicht zu bieten: die Volksber tretung. Wurde sie eingeweiht, dann konnte fie in einem par fonnte man nicht von einem va- banque- Spiel sprechen, das uns in das fürchterliche Berderben geführt hat. Gerade hier finde ich Bethmann Hollweg: Die Chancen des U- Bootfrieges waren eine Unterlassung. Die Hilfe des Parlaments hätte angerufen werden müssen. Es ist auch nicht richtig, daß jeder Politiker ba. Anfang 1917 natürlich viel größer als Mitte 1916. Die Zahl der 11- Boote war beträchtlich gestiegen. mals gewußt hat, Amerika würde in den Strieg eingreifen. Ich Abg. Dr. Sinzheimer: Der Admiralstab hatte die Denkschrift veriveise auf die Verhandlungen im Hauptausschuß, die wir am 28. Januar 1917 in diesem Saale geführt haben, und wissenschaftlich zu beweisen gesucht, daß der uneingeschränkte die niemand vergessen wird, der daran teilgenommen hat. Diese U- Bootkrieg England in fünf Monaten zum Frieden zwingen Ansicht wurde bestärkt durch die Ausführungen des Staatssetre. würde. Diese Dentichriften sind zur Kenntnis der Oeffentlichkeit tärs 8immermann, der uns die Czene schilderte, die sich gekommen und haben zwischen ihm und Gerard bei leberreichung der U- Bootnote ab gespielt hatte. Da sollte Gerard die Sache gar nicht tragisch aufgefaßt und auf die Frage, wie Wilson sich wohl dazu verhalten werde, gesagt haben: All right! Die Unterredung sei dann ohne besondere Erregung zu Ende gegangen. Wir haben sofort gewarnt, sich so bursajitos über die Sadje hinwegzusehen. Auch der Reichskanzler hatte die Hoffnung, daß Amerika aus dem Spiel bleiben werde. Auf meine Partei hat das allerdings nicht gewirkt. Schon die Wahrscheinlichkeit, daß Amerita gegen uns auf treten würde, veranlaßte uns, von dem U- Bootfrieg abzuraten. Es gab alio Rettungswege, wenn man das Parlament über den furchtbaren Ernst der Lage restlos aufgeklärt hätte. Zimmermann: Ich fragte Gerard, wie wohl die Aufnahme der Note in Washington fein würde. Er antwortete, er wisse nicht, was in Washington vorgeht. Ich bat ihn darauf, feinen ganzen Einfluß einzusehen, um eine gute Lösung für uns herbei. zuführen. Da antwortete er:" Selbstverständlich will ich mein Bestes tun." In diesem Sinne habe ich auch im Hauptausschuß gesprochen. Bethmann Hollweg: Der Beschluß für den U- Bootkrieg wat nicht mehr zu ändern. Da fonnte ich doch im Ausschuß nicht den Kriegseintritt Ameritas als absolut sicher hinstellen. Eine Unterlassung fann ich nicht anerkennen, denn ich habe stets auf die Ge. fahr der amerikanischen Kriegsbeteiligung hingewiesen. In einem parlamentarischen Staat hätte das Parlament vielleicht das Obium für die Schaffung einer U- Boothypnose die größte Rolle gespielt. Bethmann Hollweg: Darüber kann ich im einzelnen nicht Auskunft geben. Abg. Dr. Sinsheimer: Sie haben in schärffter Weise gegen die Veröffentlichung dieser Denkschrift Stellung genommen. Borfigender Abg. Warmuth: In der Depesche an Wilson ist davon die Rede, daß ee technisch unmöglich sei, die einmal ausgelaufenen U- Boote zurüdzurufen. Von wem stammen die Unterlagen für diese Angabe? Bethmann Hollweg: Diese Mitteilung wurde von Admiral v. Holhendorff im Großen Hauptquartier gemacht. Für den Schluß der Sigung wird, da wiederum Angelegen heiten einer neutralen Macht zur Verhandlung fommen, bie Deffentlichkeit ausgeschloffen. Die nächste Sigung findet Donnerstag vormittag 10 Uhr statt. Bernommen werden sollen Admiral Roch Dr. Selfferic. unb Wieberaufnahme bes Bernsprechverkehrs. Wie amtlid ger meldet wird, wird am 10. November der Fernsprechverkehr mit der Echweis wiederaufgenommen werden. Neber die Gebühren geben die Fernsprechanstalten auf Verlangen Auskunf Gewerkschaftliches. Gegen Verlängerung der Arbeitszeit im Banfgewerbe. Die Bestrebungen für Verlängerung der Arbeitszeit im Bankgetverbe kommen nicht zur Ruhe. Nachdem die Börse von der Berlängerung der Börsenzeit Abstand genommen hat, ftellie der Berein der Berliner Bankleitungen an den Berliner Kaffenverein das Ersuchen, als Erfaz für den vom Berliner Naffenverein bor. geschlagenen Ausfall der Früheinlieferung lieber Späteinlieferung bis 6 Uhr abends einzuführen. Diese Maßnahme würde die durch gehende Arbeitszeit im Bantgewerbe wieder beseitigen. Die Be amten sind fest entschlossen, sich diese Errungenschaft der Revo Iution im Bankgewerbe nicht nehmen zu lassen. Am gestrigen Montag fanden bereits Sigungen der Zentralen der Angestelltenausschüsse und des Algemeinen Berbandes der Bankbeamten statt, die den äußersten Widerstand gegen die geplante Maßnahme be schloffen haben. Zum Streit in den Schuhwarenhäusern! Mit der größten Wut und Verbissenbeit arbeiten die Herren Arbeitgeber im Schuhwarenhandel gegen ihre streifenden Angestellten. Die verwerflichsten und unmoralischsten Mittel sind ihnen recht, um zum Biele zu gelangen, d. h. das Personal in das alte Joch zurückzubringen. Nachdem diese Herren im House" gesehen haben, daß auch die kaufmännischen Angestellten sich als Menschen fühlen, hängen sie ihnen den Brotkorb höher. Nach geheimer Verabredung geben sie mit Sündigungen und Entlassungen gegen das im Ausstand befindliche Personal vor, um es zum Verräter an ihren Kollegen zu machen. Herr Wolff von der Firma R. Dorndorf und Herr Levy bon der Firma Salamander Schuhgesellschaft m. b.. gehen oufs ganze. Die Schußmannschaft wurde gegen die Angestellten mobil gemacht, Streitposten wurden verhaftet und stundenlang im Gewahrsam behalten, der Gefahr ausgeseßt, mit Straßen mädchen in Berührung zu kommen, Streifposten wurden vertrieben, und das alles zu Nus and Frommen des heiligen Profits. Die Herren Millionäre stehen auf der Straße und werden au Boltsrednern gegen ihre hungernden Angestellten. Arbeiter, Proletarierbrüder, so behandelt man diejenigen, die sich mit euch eins fühlen. Gure Beitungen beschimpft man als Wurftbiaiter. Werkt euch das und unterstützt die um ihre Menschenrechte tämpfenden Streifenden. weit überwältigender Mehrhett wurde einem Intrag an daß der Geschäftsbetrieb blogilah bervielfacht und alle auf bes den Parteitag in Beipzig sugestimmt, der verlangt, daß Straße Frierenden innerhalb einer Stunde abgefertigt werder sich die 1. S. B. an die dritte Internationale anzu- tonnten. Warum ging es denn nun? schließen habe. Eine weitere Entschließung protestiert gegen die Ver. haftungen revolutionärer Arbeiter, die neuer dings in Württemberg, besonders in Stuttgart, in größerem Umfange borgenommen wurden. Eine neue Tageszeitung. Unsere Stettiner Genossen verfügen seit dem 1. No bember über eine eigene Tageszeitung. Bisher erschien ihr Blatt, " Der Kämpfer", im bescheidenen Umfange wöchentlich einmal. Daß nach einem halben Jahr das Wochenblatt zu einer Tageszeitung umgebaut werden konnte, beweist, wie start unsere Partei jetzt auch an der Wasserkante murzelt. Groß- Berlin. Vorsicht bei Auswahl einer Lehrstelle. Ausgebliebene Kindertransporte. Die für den 5. und 7. Nos bember aus Dänemark abisierten Kindertransporte tönnen wegen der Zugsperre an diesen Tagen nicht ankommen. Mitteilung er folgt noch durch M. Demmning, Borhagener Str. 114. Bur Kirchenaustrittsbewegung. Am 27. Oftober fand in Wittenau eine start besuchte Versammlung statt, in der Ge nose Adolf Soffmann über den evangelischen und katho lischen Religionsunterricht in der Schule sprach, wobei er auf den verderblichen Einfluß dieses Unterrichts auf die Entwicklung der Jugend zum selbständigen Denken und Handeln hinwies. Der Erfolg dieser Versammlung war, daß innerhalb dreier Tage 274 Personen ihren Austritt aus der Landeskirche erklärten und 100 Befreiungsgesuche vom Religionsunterricht eingereicht wurden. Für die Ostern stattfindende Jugendweihe am Ort liegen bereits 15 Anmeldungen vor. An die Lehrer und Lehrerinnen aller Grabe richtet der Bund entschiedner Schulreformer die Aufforderung, recht zahlreich und recht bald bon der Möglichkeit der Einsichtnahme in die Personalatten Gebnanich zu machen, weil ein nicht ausge müßtes Recht illusorisch wird. Jeber, auch mer nie einen Kone Die Mahnung follte besonders von den Eltern beherzigt flitt mit der Behörde gehabt hat, sollte sich davon überzeugen, werden, die ihre Söhne der Metallindustrie zuführen wollen. Be- daß seine Personblatten ordnungsmäßig geführt sind oder, falls sonders beim Unterzeichnen des Lehrvertrages prüfe man den er amertvartete Gintragungen entdeckt, bafür Songe tragen, daß selben Absatz für Absah und vergewissere sich, ob in dem betreffen sie gestrichen werden und daß in Zukunft jedem Vorgesetzten die ben Betrieb das angegebene Handwerk auch zu erlernen ist. Bon Bust bengeht, nicht, völlig objettive Gintragungen vorzunehmen. den Betriebsinhabern wird oft viel versprochen, aber häufig nicht Arbeiterbildungsschule. Der Kursus des Genossen Eichhorn gehalten. Ueberhaupt sollte man bei der Wahl der Betriebsart über" Internationale" findet heute abend 7 Uhr statt. Schullotal äußerst vorsichtig sein. In einem Betriebe, in dem nur hauswirt- Arbeiterbildungsschule, Schicklerstr. 5-6. schattliche Maschinen zum Fleischhacken, Schrotmaschinen, Gehäuse Räteschule der Groß- Berliner Arbeiterschaft. Der Kurfu und Teile hergestellt werden, tann von dem Erlernen des in Englisch des Genossen Beer, der am Sonnabend ausfallen Maschinenschlosserfaches faum gesprochen werden. Aehnlich liegt mußte, wird am Mittwoch abend 7 Uhr im Zimmer 28 nachgeholt es, wenn man den Beruf eines Werkzeugmachers in einer Am Donnerstag 7 Uhr beginnt ein Rurfus über Geometrie im Schraubenfabrik oder in einem Betriebe für Massenherstellung von Bimmer 84. Lehrer: Genoffe Bier. Der Kursus in Mathemati Schneidwerkzeug erlernen will. Was in solchen Betrieben zu er( Algebra) des Genossen Feige beginnt am Sonnabend nicht um lernen ist, kann bei gutem Willen und richtiger Anordnung des 8 Uhr, sondern um 6 Uhr im Zimmer 34. Lehrganges in 2½ Jahren bequem erlernt werden; muß jedoch Oberschöneweibe. Donerstag abend 5 1hr in der Aula des der Lehrling fiepen oder fastenweise zur Maffenfabrikation bei tragen, dann ist er nach vier Jahren auch noch ein Stümper. Auch Tagesordnung, u. a.: Beschlußfassung über das Fortbestehen des Real- Gymnasiums Sigung der Gemeindevertretung. Wichtige in Betrieben der mechanischen Werkstätten und der Beleuchtungs- Tagesordnung, industrie ist verschiedentlich derselbe Zustand anzutreffen, meistens aber da, wo verhältnismäßig doppelt soviel Lehrlinge als Gehilfen Die gestohlenen Autos der englischen Kontrollkommission find beschäftigt werden. Ja, Betriebe mit 2 bis 3 Gehilfen und 10 bis schon wieder herbeigeschafft worden. Eine aufgenommene Spur 20 Lehrlingen sind durchaus nicht so selten, daß es den Inhabern endete in Neukölln in einem Sackschuppen, und hier entdeckten Bes solcher Betriebe nur darauf ankommt, billige jugendliche Arbeiter amte von der Militärpolizei die Wagen, die von den Dieben in zu haben, leuchtet leider nur wenigen der Eltern ein. Um den dem Schuppen einstweilen untergestellt worden waren. Sohn unterzubringen, werden oft die schändlichsten Bedingungen Eine schwarze Lebertasche ist irrtümlicherweise aus einer in den Lehrverträgen unterschrieben. 1. a. gibt es immer noch Sizung am Donnerstag, den 30. Oftober, im Reichsarbeitsamt, Be- sationsrecht der Jugend preisgeben, das Büchtigungsrecht dem Notizen wegen wird gebeten, die Tasche beim Verband ber Eltern, die Hunderte von Mark an Lehrgeld zahlen, das Organi- Quisenstr. 82/84, mitgenommen worden. Wichtiger Adressen und Lehrherrn überlassen und bei wöchentlichen Kostgeldern von 8 bis Fabritarbeiter, Engelufer 15, Aufgang C, 1 Treppe, abzugeben. 8 Mart vierjährige Lehrverträge unterschreiben. Und trotz all Treptow- Baumschulenweg. Der Kommunale Arbeiterrat hält für dieser Erniedrigung ist der angeblich ausgelernte nichts weiter als die Bevölkerung nach wie vor seine Sprechstunden ab. Jn Treptow: ein ungelernter oder allenfalls ein Maschinenarbeiter. Dieses Er- Genosse Hellermann, Gräßstraße 48, nachm. 4-6 Uhr; in Baumschulen gebnis ist ohne Meisterlehre und bei höherem Verdienst leichter zu meg: Genosse Lempert, Baumschulenweg 73 II von 5-7 Uhr. erreichen, aber das Bestreben mancher Eltern, den Sohn absolut Mechaniker, Werkzeugmacher oder Maschinenbauer werden zu lassen und der starte Andrang zu diesen Berufen treibt dann zu den angedeuteten Auswüchsen der Lehrbedingungen. Achtung! Musikinstrumentenarbeiter! ( Reuß) beendet ist, erklären wir die Sperre für den Berliner Nachdem die Aussperrung bei der Firma Späthe in Gera trieb der Firma Späthe für aufgehoben. Die Branchenleitung. Anschluß an den Zentralverband. Der Verein für Privathandelslehrer und lehre tinnen hat in einer äußerst zahlreich besucht gewesenen Ber. sammlung den Anschluß an den Zentralverband der Angestellten beschloffen und wird in Zukunft als besondere Seftion innerhalb des Zentralverbandes geführt werden. Bum Streit im Eisenhandel ist zu berichtigen, daß am 8. Nobember im Reichsarbeitsministerium unter Vorsitz des Herrn Dr. M. Weigert ein Schlichtungsausschuß getagt hat. Der einstimmig vom Schlichtungsausschuß gemachte Vermittlungsvorsc lag wurde von beiden Parteien dahingehend angenommen, daß die anwesen den Vertreter der Arbeitgeber und Arbeitnehmer sich verpflich teten, in ihren Mitgliederversammlungen für diesen Vorschlag ein zutreten. Die entscheidenden Versammlungen der Arbeitgeber und Arbeitnehmer finden im Laufe des 6. November statt. " " Dabei ist die Arbeitslosigkeit der erwachsenen Arbeiter in diesen Berufen infolge der Kriegswirkungen besonders hoch und überragt im Durchschnitt weit die anderen Berufe der Metallindustrie und speziell in Berlin. Jungausgelernte, arbeitslose Mechaniker, Werkzeugmacher, Dreher und Maschinenfchloffer besuchen monatelang die Arbeitsnachweise, um schließlich, nach ergebnisloser Bemühung um Arbeit, mutios dem gelernten Berufe zu entsagen. Das sollten die Eltern bedenken und nicht wahllos ihre Söhne Berufen zuführen, in denen lange Arbeitslosigkeit durch Ueberfüllung und Kriegsfolgen zu verzeichnen ist. Will man wiffen, was in einem Betriebe zu erlernen ist, so Die Glafer beschäftigten sich in einer Versammlung am frage man die Vertreter der Arbeiterschaft des Betriebes oder 2. November mit der Wahl der Delegierten zum Verbandstag. mende fich an die zuständige Organisation um Rat. Von sachEs waren vorgeschlagen als Delegierte und erhielten Stimmen: verständigen Gehilfen der Metallindustrie wird den Eltern emp urfürst 230. Slingbeil- Stettin 222. Nitsche 197. fohlen, ihre Söhne nicht da in die Lehre zu geben, wo es an sachGutschmidt 185. Ehrlich 153. Goera 148. Holz- gemäßer Ausbildung mangelt oder diese durch zu reichliche Lehrnagel 96. Joh. Schulz 88. Neubürger 81. Neulingshaltung gefährdet wird. Ferner ist das Zahlen von Lehrgeld mann 81. Stopp 23. Die ersten sechs sind somit gewählt. durch die Eltern zu unterlassen, die dreijährige Lehrzeit zu beUnter Verschiedenes" forderte Burfürst die Kollegen auf, nun achten und der Teuerung entsprechendes Kostgeld zu fordern. endlich einmal die bürgerlichen Zeitungen aus dem Hause au Weitere Auskunft in dieser Beziehung erteilt die Jugendschaffen und dafür die Arbeiterpreffe zu lesen. Da tönne für jeden fommission des Deutschen Metallarbeiter- Verbandes, Berlin N. 54, nur die Freiheit" in Frage kommen, da ja der Vorwärts" sich Linienstraße 83/85. wohl noch sozialistisch nennt, es aber schon lange nicht mehr ist. Des weiteren forderte Burfürst den Austritt aus der LandesAn das Jungproletariat von Groß- Berlin! Birche. Auf Anregung des Vorstandes beschloß die Versammlung, den am Metallarbeiterstreit beteiligten Kollegen eine einmalige In schwerer Beit gehen wir an den Aufbau unserer Organi. Mietsbeihife in Höhe von 50 M. zu gewähren. Die Kosten dafür fation. Eine ungeheure Arbeit lastet auf uns. Bunächst gilt es, follen durch einen einmaligen Beitrag der in Arbeit stehenden unsere Organisation, die von der Proletarierjugend geschaffen werden muß, nach innen und außen zu festigen. Kollegen in Höhe von 1 M. aufgebracht werden. Zu diesem Zwed haben wir für den 12. November eine Achtung, Funktionäre der Oppofition des Deutschen Trans. Mitgliederversammlung von Groß- Berlin anberaumt, portarbeiterverbandes! Sonnabend nachmittag 5 Uhr in Heinrids Feftiälen, Große Franffutter Str. 80, außerordentliche mich au der sämtliche auf unserem Boden stehende Jugendgenossen eintige Besprechungen obengenannter Funktionäre. Bahlreiches Er. geladen sind. Um ein gedeihliches Arbeiten zustande zu bringen, fcheinen ist jedes einzelnen Pflicht. Mitgliedsbuch der U.S.B.D. haben wir uns entschlossen, unsere Mitglieder für diese Versamm und A.B.D. legitimiert! fung zu legitimieren. Zum Zwecke der Zustellung der Ausweisfarten bitten wir die Jugendgenossen, die auf dem Boden der Weimarer Opposition stehen, sich an die untenstehenden Adressen zu wenden. Aus der Partei. Landeskonferenz der U. S. P. in Württemberg. Am 25. und 26. Oftober fand in Eklingen eine außer ordentliche Tagung der U. S. B. Württembergs statt. Die rajche, Alfred Flatau, N. 20, Wriezener Str. 7. Ernst Lautant, N. 39, Nordufer 11. Unruhen vor der Kohlenverteilungsstelle. Arbeiterrates. Lebensmitteltalender. Neukölln. Außerkraftfegung von Lebensmittelkarten. 3ur beffen ren Uebersicht über das Kartenmaterial gibt der Magistrat bekannt, daß nur noch folgende Kartenarten für die Entnahme von Lebens mitteln in Frage kommen: Brotkarten, Fleischkarten, Fettkarten, Kar toffel- und Kartoffel- Sonderkarten, Zuckerkarten und Zuckerzufaß harten, für Kinder, Einfuhrzusazkarten mit den Abschnitten&. 18 bis . 20 und n. 21-3. 24, Lebensmittelkarten mit den Abschnitten. 67-90, 91-114 und 1-24, Warenbezugskarten( rot) mit den Ab schnitten 205-248, Haushaltungskarten mit den Abschnitten B- 21 Aushilfskarten, Pferdefleischkarten, Lebensmittelkarten für Jugendliche im Alter von 7-17 Jahren. Dagegen find die älteren Lebens mittelkarten bis zum Abschnitt 66, die gelben Haushaltungskarten mit den Abschnitten AS, die( lila) Warenbezugsharten mit den Ab schnitten 161-204 und frühere, und schließlich die Abschnitte N 5 und M 12 der älteren Einfuhr- 3ufaßkarten bereits verbraucht bezw. un Aufzubewahren sind jedoch gültig und können vernichtet werden. noch die Seifenkarten. Spandau. Am Sonnabend beginnt der Verkauf der städtischen Margarine auf Abschnitt 3 100 Gramm. Vom 10. November ab ist der Preis für Butter im Kleinhandel 10 Mh. für 1. Güte, 9,80 m. für 2. Güte. Friedrichsfelde. 250 Gramm ausländisches Rinder- Gefrierfleisch zum Preise von 4,75 Wtark für ein Pfund. Belten. Bei Fleischermeister Schulz, Mühlenstraße, 50 Gramm Talg. Uus den Organisationen. 8. Distrikt. Heute Donnerstag abend 7 Uhr Fortsetzung unserer vertagten Mitgliederversammlung in der Schulaula Boechstr. 9. Mite gliebsbuch vorzeigen. 11. Distrikt. Donnerstag abends 7 Uhr bei Köhler, Tleckstr. 24, Frauenversammlung. Tagesordnung: 1. Die Frauenkonferenz. Refe rentin: Genossin Nemit. 2. Aufstellung der Kandidatin, Distrikt Niederbarnim- Nord. Diejenigen Ortsgruppen welche bas Refultat von der Urwahl der Delegierten zum Parteitag noch nicht eingesandt haben, werden hiermit aufgefordert, unverziglich an den Genossen Paul Schindler, Berlin- Bankom, Berliner Straße 122, einzureichen. Teltow- Beeskow. Der Nätekurfus für Königs- Wusterhausen muß noch vertagt werden. Näheres demnächst. Charlottenburg. Freitag beginnt der Kurfus des Genossen Dr. Löwenstein in der Gerickestraße 32. 6-7 Uhr Deutsch als Sprechs Schreib und Denhübung, 7-8% Uhr Geschichte des Gozialismus. Briz- Buckow. Freitag abend 7 Uhr engere Vorstandssigung, dazu Spedit onskommission und die Bezirksführer bei Kernchen, Jahnstr. 33. Sonnabend, den 8. November, abends 7 Uhr, Funktionärhitung bet Maier, Ecke Jahnstraße( Rosenfee). Sehr wichtige Tagesordnung. Bildungsausschuß Neukölln. Sonntag, den 9. November, Russia scher Abend in der Aula Bobbinstraße unter Mitwirkung von Theodor Fleck( Klavier), Ingeborg Heldberg( Gesang). Gertrud Eysold left u. a. Szenen aus:„ Und das Licht scheinet in der Finsternis" von stol. Cintrittskarten zu 1 Mh. find an bent bekannien Stellen zu Wittenau. Freitag nachmittag 4 Uhr Sandzettelverbreitung von Dahlem. Zahlabend Mittwoch, ben 12. November, um 8 Uhr, bei Mariendorf. Sonnabend abends 8 Uhr in der Aula des Gymnas, In den gestrigen ersten Nachmittagsstunden ist es vor den fait sprunghafte Entwidelung der Organisation machte eine Aus- Räumen der Kohlenverteilungsstelle in der Spandauer Straße prache über deren zweckmäßigste Ausgestaltung notwendig zu Unruhen gekommen. Auf der Straße hatten sich etwa 400 bis Außerdem beschäftigte sich die Konferenz mit der Stellungnahme 500 Menschen angefunden, bie bereits mehrere Stunden auf der zum Barteitag in Leipzig. Das Referat über die politische Lage Straße harrten, ohne daß die Beamten der Kohlenstelle für eine haben. Unterbringung der Wartenden innerhalb des Gebäudes Sorge Beim ersten Bunft: Organisation und Agitation gab der trugen. Schließlich verbreitete sich das Gerücht, daß die Kohlen ben 3ahlabendslokalen aus. Vorsitzende der Landesorganisation, Genosse Engelhardt, Stelle bald Schluß machen werde und daß die auf der Straße ein Bild der unaushaltsamen Entwidelung seit den Revolutions. Stehenden nicht mehr abgefertigt werden fönnten. Darauf erhob Schilling, Königin Luife- Straße 46. tagen. Im November 1918 bestanden 6 Ortsvereine mit Königin- Luise- Straße etwa 2000 Mitgliedern. Heute sind es 185 Ortsvereine fich ein furchtbarer Lärmy und die Frierenden versuchten, mit Gemit rund 15 000 Mitgliedern. Die Entwidelung und die politi. walt in das Gebäude einzubringen. Da das Tor vom Bförtner schen Tagestämpfe brachten ganz von selbst eine Umgruppierung geschlossen wurde, machten die erbitterten Frauen und Männer mit sich. An Stelle der alten Wahlkreisvereine, die aus wahl ihrem Unmut in energischer Weise Luft. Bei dem allgemeinen technischen Gründen entstanden, bildeten sich Industrietreisvereine, Gebränge wurde schließlich die Schaufensterscheibe eines neben gliederversammlung bei Rubert, Am Treptower Park 2. Wichtige bie den Massenattionen des industriellen Proletariats entsprechen. der Kohlenstelle befindlichen Geschäftes zertrümmert. Die Kohlen- Tagesordnung. Adlershof. Freitag abends 7% Uhr in der Schulaula der 1. Ge Eine Entschließung nach der Richtung wurde nicht gefaßt. Die stelle rief nun eine Patrouille der Sicherheitspolizei zu Hilfe, organische Entwidelung soll gang bon selbst bie prattischste welche für Aufrechterhaltung der Ordnung sorgen sollte. Es ge- meinbeschule, Bismarckstraße, Vortrag: Die Aufgaben der Räte". Belten. Freitag abend 7% Uhr bei Putlig öffentliche Versamma Organisationsform finden. lang den Polizeibeamten, den Wartenden vernünftig auzureden, lung. Thema: Kirche und Schule in der neuen Verfassung. Referent: Beschlossen wurde, einen weiteren Setzetär für gi- doch war der Schred über die" Revolution" bor der Kohlenstelle Adolf Hoffmann. Sonntag abends 6% Uhr bei Putlig, Revolutions tation und Bildung anzustellen. ben dort beschäftigten Angestellten derart in die Glieder gefahren, Gedächtnisfeier. Referentin: Genoffin Arendfee. ums Kaiserstraße Gefang, Rezitationen, Cellofoli. Sonntag vorm. Genosse Dr. Löwenstein. 1hr Bolksversammlung bei Grast, Chausseestraße 305. Referent: Treptow- Baumschulenweg. Heute abend 7 Uhr allgemeine Mit Deutsche Spar- Prämienanleihe 1919 10. bis 26. November Dereinskalender. Reinickendorf, Brovingstraße 113. Bezirk Spandau nachmittags Damen und Strohhutarbelfer und arbeiterinnen Freitag abend 5% Uhr im alten Ratskeller am Markt. 8 Uhr Versammlung Gewerkschaftshaus Saal 1. Zentralverband der Angestellten, Gektion der Reichs- und Staats- Freie foz. Jugend, Wedding I. Heute abend 18 Uhr bei Glabow, Deutscher Eisenbahnerverband, Bezirk Berlin. Donnerstag abend Arbeiter- Wanderbund 7 Uhr Forfezung der Debatte der Funktionärsihung vom 4. Novem- behörden. Donne.stag, abends 6% Uhr, Versammlung im„ Englischen Malpicquetstraße 24. Wicht ge Versammlung. „ Naturfreunde", Ortsgruppe Neukölln. Hof". Alexanderstraße 27 c. ber im Restaurant Fürstenhof, Köpenicker Straße 137. Zentral- Kranken- und Sterbekaffe der Wagenbauer, Ortsgruppe Donnerstag Generalversammlung. Neuwahlen. Erscheinen aller ist Tegel. Freitag, den 7. November, abends 7 Uhr, Mitgliederversamm Pflicht. lung be. Paul Gutsch, Schlieperstraße 61. Wichtige Tagesordnung. Erscheinen aller Mitglieder dringend notwendig. Am. Slid, Spandau, Fräserei I und II. Donnerstag abend 6 Uhr Zusammenkunft Sabenéftraße 6 bei Mecklenburg( Wedding) betr. Nachzahlung. Verantwortlich für die Redaktion Ifret ielepp, Neukölln. Druck der Zentralverband der Fleischer. Mitgliederversammlung Freitag Colds und Silberarbeiter! Heute Donnerstag Branchenverfamm Verlagsgenossenschaft Freiheit", e. G. m. b. H., Berlin. abends 7% Uhr Bezirk Reinickendorf- Wittenau- Tegel bei Pahl, lung im Dresdener Garten, Dresdener Straße 45. Lindendruckerei und Verlagsgesellschaft m. b. S., Schiffbauerdamm 19. Bezirksverband Berlin- Brandenburg U. S. P. D. Am Sonntag, den 9. November, vormittags 10 Uhr, Große öffentliche Versammlungen ammerfäle, Teltower Straße. Wakisher Sof, Admiralstraße. Soulaula Rochstraße 18. 39 Reichenberger Straße, Eche Forster Straße. Glogauer Straße 12/16. Bentral- Festfäle, Alte Jakobstraße 32. Eichhofbörse, Elbenaer Straße. Concordia- Säle, Andreasstraße. Graumanns geßfäle, Naunynstraße 27. Mujiherjäle, Kaiser- Wilhelm- Straße 32. Walhalla- Theater, Weinbergsweg. in folgenden Lokalen: Moabiter Schüßenhaus, Plößenfee. Kronen- Brauerei, Alt- Moabit 47/49. Bözow- Brauerei, Prenzlauer Allee. Neues Gesellschaftshaus, Trepiom. Neukölln: Brauerei Rindel, Hermannstraße( großer Echöneberg: Chamisso- Schule, Barbarossa- Plaz. Saal). Neukölln: Stern- Lichtspiele, Hermannftr. 49. Tempelhof: Aula des Lnzeums, Germaniastraße 4. Mariendorf: Gesellschaftshaus, Chauffeestraße 305, Weißensee: Turnhalle, Pistoriusstraße. Lichtenberg: Cafe Bellevue, Hauptstraße 2. Wilmersdorf: Aula der Oberrealschule, Seepark Edhe| Hohenschönhausen: Reftaurant Orankefee 9½ Uhr. Bankow: Breitestraße 34 bei Lindner. Auguststraße. Friedrichshagen: Konrads Festfäle, Friedrichstraße 137. Reinickendorf- Oft: Hubertus- Säle, Provinzstraße 77/79. -West: Hartmanns Brauerei, Echainweber Treptow: Am Treptower Park 27 bei Wanglik. Straße 101/104. Bernau: Elysium, Suffitenstraße 1 bei W. Hörnicke. Johannisthal: Lindenhof, nachmittags 5 Uhr. Borsigwalbe, Zarnhalle, Ronradstraße. Spandau: Bismarckfäle, Feldstraße 52. Stralau: Alte Taveune, Alt- Stralau 27, Sonnabend, dem 8. November, abends 7 Uhr. Oberschöneweide: Blumengarten, Ostender Straße. Adlershof: Wollstein, Bismarckstraße 73. Lichtenberg: Kronprinzen- Garten, Frankfurter Allee 239. Cecilien Lyzeum, Rathausstraße. Niederschönhausen: Schloß Schönhausen, Lindenstraße 11. Um 1 hr. Tagesordnung: Die Revolution und der 9. November. Referenten: Berger, Breitscheid, Crisplen. Fischer, Heßler, Hoffmann, Horn, John, Rogte, Künffler, Küfer. Ledebour, Lehmann, Ceid, Malzahn, Moses, Dehme, Offcowski, Preuß, Kadife, Rauch, Ritter, Rosenfeld, Rasch, Sabath, Schent, Schneider, Schuhmacher, Sthäning, Siewert, Ulrich, Weise, Weyl, 3enner, 3ieß, 3immermann. Arbeiter, Arbeiterinnen, erscheint in Massen! Macht diese Bersammlungen zu mächtigen Kundgebungen zur Ehrung der Toten, der Opfer der Revolution! Zum 9. November gibt die Verlagsgenossenschaft Freiheit" e.G. m. b. H., Schiffbauerdamm 19 eine politisch satyrische Zeitung heraus unter dem Titel RUCKWARTS Ausgabe heute! Preis 20 Pfennig Straßenhändlern bober Rabatt! Vezirtsorganisation Berlin- Stadt 1. S. P. D. Frauen- Mitgliederversammlung am Freitag, den 7. November, abends 7 Uhr, in den Andreas- Feitfälen, Andreasstraße 21. Tagesordnung: 1. Der Parteitag und die Frauenkonferenz. 2. Wahl der Delegierfinnen. 3. Diskussion. Referentin: Gencffin mathilde Wurm. Bahlreichen Besuch erwartet Die Geschäftsleitung J. A: Hermann Wüller Die Geschäftsleitung: J. A.: Hermann Müller. Konsum Genossenschaft Berlin und umgegend, e. G. m. b.. Sentrale: Lichtenberg, Rittergutftr, 16-26. Montag, den 17. November 1919, abends 6 Uhr, in der Berliner Borauerei, Am Tempelhofer Berg: Generalversammlung Tagesordnung: 1. Jahresbericht, a) des Vorstandes, b) des Aufsichtsrats. 2. Entlastung des Borstandes. 3. Genehmigung der Bilang. 4. Bereitung des eingewinne. 3. a) Wahl von 6 Aufsichtsratsmitgliebern, b) Wahl von Ersapperjonen. Konsumgenossenschaft Berlin und Umgegend Eingetragene Genossenschaft mit beschränkter Haftpflicht Der Aufsichtsrat. J. A.: F. Walther. Der Borstand: R. Junger. D. Schulze. W. Lamm. M. Mirus. 33. Miller. Der Eintritt fann nur den eingetragenen Witgllebern gegen Borzeigung ber braunen Legitimationstarte geftattet werden. Für Nichtmitotieber tann der Burritt nit geftattet werben, ba fämtliche Räume für die Mitglieder reserviert werden müssen. Es liegt im eigenen Interesse der nicht eingetragenen Mitglieber, ben Weg zum Versammlung lokal uit erft sit unternehmen. Die kostenlose Berufsberatung in der Platin Seuticher Metallarbeiter Verband Zentralstelie für Lehrstelleaverallong Gramm bis M.95, Berwaltungsstelle Berlin N. 54, Linienstraße 83/85. Geschäftszeit b. borm. 9 Uhr bis nachm. 4 Uhr. Telephon: Amt Norden 185, 1239, 1987, 9714. Quecksilber am Donnerstag, den 6. November, nachmittags 3 Uhr, Kilo bis M.55, Kupfer im Dresdener Garten, Dresdener Straße 45 Branchenversammlung aller in der Golds und Silberwaren Industrie beschäftigten Kollegen und Kolleginnen. Tagesordnung: 1. Stellungnahme unferer Umtliche Altmetalle Branche aur gegenwärtigen Situation. 2. Diskussion. Zahngebisse kanit in unseren 3 Einkaufsstellen Metallschmelze Cohn" Zahngebisse 1 Brones- Nur Nr. 11 stralle 1) Bahnhofstraße 2 ( am Anhalter Bahnhof) 3) Neukölln, KaiserFriedrich- Straße 229 ( nahe Hermannplatz). Tel.: Nord. 1383. Neukölln 1819. Platin .M.95, Es ist Pflicht aller in der Branche Beschäftigten, diese äußerst wichtige Bersammlung zu besuchen. Achtung! Die Ortsverwaltung. Schuhmacher! Achtung! Donnerstag, den 6. November, abends 6%, Uhr, im Gewerkschaftshaus, Engelufer 15( großer Goal) General- Versammlung. Tagesordnung: 1. Raffen- und Geschäftsbericht. 2. Unsere Lohnbewegungen. 3. Verschiedenes. Wegen der hochwichtigen Tagesordnung muß jeder erscheinen. Ohne Mitgliedsbuch oder karte kein Zutritt. NB. Wir machen zu der am Dienstag, den 11. No vember im Bernhard Rose- Theater stattfindenden VorStellung„ Das Gefez" aufmerksam. Platz 2 Mk. Karten find im Bureau zu haben. Die Ortsverwaltung. Quecksilber An das gewerbliche Bersonal( Lohnempfänger) 6. M.55,- der Reis-, Staats- und Heeresverwaltungen! bis Messing Kupfer miliche Metallabiälle! Zahngebisse kauft zu ailerhöchsten Fabrikpreisen Metallschmelze Baruch" FENNSTRASSE 48 Tel: Moabit 2384 und Transportarbeiter, Kanzleidiener, Hausarbeiter, Boten, Pförtner, Wächter, Absperrpersonal, Ordonnanzen, Bachmannschaften, Hilfsarbeiterinnen, Reinemache. frauen usw. Freitag, den 7. November, abends 6% Uhr, im Gewerkschaftshaus, Engelufer 15( gr. Saal): Versammlung Tagesordnung: 1. Berichterstattung über die Tarif BEDSSELSTR. 29 perhandlungen mit den Behörden( evtl. Beschlußfaffung). 2. Organ fationsfragen und Berschiedenes. Elektromotore kauft Kollegen und Kolleginnen! Es tft Eure Pflicht für einen guten Besuch dieser Bersammlung zu forgen. Gleichstrom Drehstrom Bringt die unorganisierten, die Säumigen mit. Kein Kollege, keine Kollegin darf fehlen! Alle follen erDeutscher Transportarbeiter- Verband, Die Branchenleitung. Ingenieurbureau Schlichting iheinent Berlin W 9, Linkstr. 10. Tel.: Lützow 3705 and 8518. Berlin SW 11. Königgrätzer Str. 28 kann infolge Kohlenmangels im November und Dezember nur werktäglich von 10-1 Uhr stattfinden. freiheitleser Neuköllns! Am 3. november haben wir eine zweite Spedition in der Emser Straße 32 eröf net. Zur alten Spedition Neckarstraße 3, gehören die Be zirke 1-9, desgleichen Bezirke 19-20, 23 und 24 und ein Teil des 11. Bezirks links der Kaiserfriedrichstraße. Zur neuen Spedition, Emser Straße 32, gehören der Bezirk 11 rechts der Kaiser- friedrichstraße, sowie die Bezirke 10, 12-18, 21 und 22. Alle Wünsche, Beschwerden sowie neubestellungen auf die freiheit" bitten wir nunmehr in der in frage kommenden Spedition aufzugeben. Wir werden bemüht fein, für eine pünktliche und gewissenhafte Belieferung der Abonnenten Borge zu tragen. Jn beiden Speditionen werden noch einige organisierte Botenfrauen eingestellt, Die Speditence: Schindler, Spedition Neckarstraße 8. Krfiger, Emser Straße 32. Deutscher Metallarbeiter- Verband Verwaltungsstelle Berlin. Todesanzeige. Den Kollegen zur Nachricht, daß folgende Kollegen verstorben sind: Der Schlosser Paul Neufeldt Usedomstraße 16 am 3. d. Mts. Die Beerdigung findet am Donnerstag, den 6. d. Mts., nachmittags 1 Uhr, von der Leichenhalle des Städtischen Kirchhofes in Buch aus statt. Der Metallarbeiter Hermann Düring Ratibor Straße 19 am 2. d. Mts. Die Beerdigung findet am Donnerstag, den 6. d. Mts., nachmittags 2 Uhr, von der Leichenhalle des Emmaus- Kirchhofes, Hermannstraße, aus statt. Rege Beteiligung wird erwartet. Nachruf. Den Kollegen zur Nachricht, daß unser Kollege, der Schlosser Emil Gierth Ober- Schöneweide, Wilhelminenhofstr. 54, am 31. v. Mts. verstorben ist Ehre ihrem Andenken! Die Ortsverwaltung. U. S. P. Lichtenberg 1. Viertel, 12. Gruppe. Nach langem Krankenlager verstarb am 4.11.19 unsere werte Genossin Marie Remnitz geb. Schmidt. Die Beerdigung findet am Freitag, den 7. 11., nachm. 2 Uhr in Marzahn statt. Rege Beteiligung erwartet Der Vorstand. Zug fährt 2 ab Bahnhof Lichtenberg, Friedrichsfelde. Gesangverein Maientraum. Am 3. Nov. verstarb nach kurzem, schwerem Leiden unser lieber Sangesbruder Robert Bonge im 43. Lebensjahre. Der Verein wird ihm ein dauernd ehrendes Andenken bewahren. Der Vorstand. Die Beerdigung findet am Sonnabend, den 8. ds. M., nachm. 13 Uhr. von der Leichenhalle des Jerusalemer Friedhofs, Neukölln, Hermannstr.. aus statt. Stumm schläft der Sänger! Todesanzeige. Am Sonntag, d. 2. d. M. starb unser Parteigemosse der Schankwirt Georg Kraft im Alter von 44 Jahren. Die Beerdigung findet am Donnerstag, Nachm 2 Uhr auf dem Friedhof Karlshorst statt. U. S. P. D. Bezirk- Lichtenberg. Danksagung. Für die vielen Beweise aufrichtiger Teilnahme beim Hinscheiden unserer heißgeliebten Mutter sagen wir al en Beteiligten, sowie Herrn Stimming für seine trostreichen Worte, unseren herzlichsten Dank Hugo u. Otto Stein als Söhne. für Schnellaufbohrer dringenden Bedarf. sowie Schmirgelleinen kauft höchstzahlend Henschel. Mcabit, Rostocker Str. 22, Ecke Wittstocker Straße. Spiralbohrer. Schnelldrehstahl, Reibahlen für dringenden Bedarf zu außergewöhnlich hohen Preisen kauft Friedrich Morgenstern, Berlin- Lichtenberg, Weichselstraße 18. Spiralbohrer aus Schnell- und Werkzeugstahl kauft laufend nach Verbandsliste Hans Goetze, Berlin C19, Friedrichsgracht 16. Fernruf: Zentrum 5843. Spiralbohrer ausSchnellund Werkzeugstahl kauft laufend Schreibmaschinen sichtbare Schrift, gut erhalten. kauft sofort gegen Kasse, Preis, System und Nummer. 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