Einzelpreis 15 Pfennig 2. Jahrgang Die Freiheit" erscheint morgens und nachmittags, an Sonn- und Sefttagen nur morgens Der Bezugspreis beträgt bei freier Zustellung ins Saus für Groß- Berlin 4.- M., bei direktem Postbezug monati. 4.65 M., bei Juftellung unter Streifband für Deutschlenb 6.50 M., fürs Ausland 2.50 21 per Brief 12.50 m. Redaktion und Ervedition: Berlin NW. 6, Schiffbauerdamm 19 III. Fernsprecher: Amt Norden 2895 und 2896 Sonntag, den 9. November 1919 Str. 544/ A 296 Morgen- Ausgabe Jnferate foften die achtgespalt. Tionpareillezeile oder deren Raum 1,20 m., Wortanzeigen bas fettgedruckte Wort 50 Pf jedes weitere Wort 25 Pf. Ceuerungszuschlag zo Proz. Bei familiens u. Derfammlungsanzeigen fällt der Zuschlag fort. Jnferate für den daraufs folgenden Tag müssen spätestens bis 3 Uhr nachmittags bei der Expedition aufgegeben sein. Inseraten- Abteilung: Berlin NW. 6, Schiffbauerdam 19 Fernsprecher: Nut Norden 9768 greiheit Berliner Organ der Unabhängigen Sozialdemokratie Deutschlands Ein Jahr Revolution! Die Toge der Befreiung gerbrachen die Macht des MiDer tiefe Gegensat im Lager des Profetattate, Rüdblid und Ausblid. litarismus. Er schien für immer erledigt, nachdem er der Gegensatz zwischen den vorwärtsdrängenden sozialrevo. biel über den des wilhelminischen Staates hinausentidelt. ** ** Belebend und niederdrückend zugleich steigt die Er- das Reich in einen Abgrund getrieben und feine innere lutionären Elementen und den im Banne Kleinbürgerlicher Annerung an die Novembertage des vorigen Jahres auf. Fäulnis vor aller Welt aufgedeckt hatte. Scheu und ge- Vorurteile und antirevolutionärer Stimmungen beharrenden Ein Volk stand auf, um mit fühnem Stuck die Ketten der duckt gingen die allmächtigen Träger des militaristischen Schichten ist die Quelle jener Ohnmacht, in der die deutsche Ein Bolk stand auf, um mit fühnem tud die Ketten der Geistes umber. Und heute? Heute darf ein Ludendorff, Revolution sich gegenwärtig befindet. Nichts ist den Fein Bergangenheit abzustreifen. Die Mauern des wilhelmi- der das Reben vom Millionen auf dem Gewissen trägt, mit den des Sozialismus erwünschter, als diese Berrissenheit und mischen Polizeistaates stürzten wie ein Kartenhaus zufrecher Ueberhebung als Antiläger auftreten. Er braucht Selbstzerfleischung des Proletariats. Nichts bietet ihnen fammen. Throne wurden fortgefegt, Dynastien in alle fich nicht mehr in Schweden versteckt zu halten, sondern fann eine so günstige Dedung für ihre reaktionären Pläne als Winde zerstreut. Das unbesiegbar scheinende Schwert des ungestört sein Safandspiel mit dem Schicksal des deutschen iener Scheinsozialismus, der die Diktatur eines Noske, die Militarismus zerbrach wie Glas, und über den Schutt Volkes fortjeßen. Das Volk stößt ihn und seinesgleichen in Wirklichkeit die Diktatur des Kapitalismus und Milihind Moder des preußischen Bureaukratenstaates flutete micht aus, es finden sich vielmehr recht breite reise, die tarismus ist, umkleidet. Nichts ist ihnen willkommener als eine heiße Welle proletarischer Bewegung, die der Selbst- ihm zujubeln, die in ihm den„ Netter" erbliden und eifrig jener Realismus" regierender Gewerkschaftsbureaukraten berwaltung und Selbsttätigkeit der Massen Staum zu am Werke sind, den Geist des Chauvinismus und Militaris- und Parteisekretäre, der nur die kleinen Realitäten des Allchaffen suchte. mus wieder aufleben zu lassen. bags sehen und nichts von ben großen Zusammenhängen der Das war vor einem Jahre. Und heute? Seute wird Die Tage der Befreiung brachten auch die Befreiung weltgeschichtlichen Begebenheiten spüren. Ausgerüstet mit man von Groll und Empörung gepackt, wenn man der von dem Geiste der Unterdrückung und Verhebung. Das billigen Schlagwörtern und beherrscht von der wahnsinnigen Leuchtenden Stunden der ersten Revolutionstage gedenkt fiegreiche Proletariat war großmütig und edel. Es respekAngst um die Aufrechterhaltung der bestehenden Ordnung, und sie vergleicht mit dem, was die trübe Wirklichkeit dem tierte die Freiheit eines Jeben, es rächte sich nicht an seinen die ihnen als die goldene Brücke zum Reiche der Zukunft arbeitenden Wolfe bietet am Ausgang des ersten Jahres gastrigen Feinden, es jetzte den Geist der Brüderlichfeit und Freiheit in die Wirklichkeit um. der deutschen Revolution. und heute? Heute erscheint, balancieren diese armseligen Stealpolitiker auf Was ist die Bilanz des ersten Revolutionsjahres auf gibt es für die bürgerlichen Klassen, die wieder die Macht der Linie, die die Konterrevolution der faiſertreuen politischem Gebiete? An die Stelle der halb absolutistischen in die Hand genommen haben, feinen berhaßteren Feind Monarchisten von der revolutionären Erhebung des ProleMonarchie ist die demokratische Republik getreten, un die als das Proletariat. Mit allen Mitteln der Lüge tariats trennt. Sie fürchten die eine und die andere. und des Betruges wird δας gegen Proletariat Aber sie haben weder den Mut, die monarchistische KonterStelle des Junkerstaates der bürgerliche Rechtsstaat mit revolution zu entwaffnen und zu entwurzeln noch auch die gehezt, mit allen Mitteln wird e von den er. relativ ausgedehnten demokratischen Freiheiten. Doch der oberten Positionen zurückgedrängt, seiner Machtmittel Fähigkeit der revolutionären Erhebung vorzubeugen sozialistischer Reformen, foziale Inhalt des neuen Staates hat sich nicht allzu beraubt, in seiner Lebenshaltung herabgedrückt und durch eine Politik kühner um die Hoffnung betrogen, daß es mit der politischen energischer Aktionen im Interesse des Proletariats. Die Macht des Junkertums und der Bourgeoisie ist unge- Befreiung auch die Bahn freigemacht habe für die Verwirt. Sie laufen vielmehr händeringend hinter dem Wagen der brochyen, ihr Einfluß auf Gesetzgebung und Verwaltung lichung seiner sozialistischen Ideale. Geschichte einher und glauben ihre Aufgabe erfüllt zu noch immer vorherrschend, ihre politische Herrschaft zwar haben, wenn sie durch ihren Noske die Revolution eineingeschränkt, aber noch immer stark genug, um der Auffach verbieten lassen! wärtsbewegung des Proletariats Salt zu gebieten. Noch Die aufgeklärten, fozialistisch geschulten Streife des immer find diese Klassen allmächtig in der Bureaukratie Proletariats wissen, daß ihre soziale Befreiung nicht von Trübe und traurig erscheint bte Bukunft der Revo und Verwaltung; noch immer ruhen die bewaffneten heute auf morgen vollzogen werden kann, sondern zähe, Kräfte, die sich zu einem grotest- abscheulichen Neomili- mühselige Arbeit erfordert. Sie geben sich auch Rechen- lution, wenn man sie lediglich unter dem Gesichtspunkte tarismus entwickelt haben, in ihren Händen; noch immre: fchaft davon ab, daß die schwere wirtschaftliche Lage lener Erscheinungen betrachtet, die den heutigen Stand der gebietet das Funfertum selbstherrlich über das flache Land, Deutschlands, die drückenden Bedingungen des Friedens. Dinge in Deutschland kennzeichnen. Es wäre aber berund ein straff organisiertes Industrie- und Banffapital ist vertrages und die Berrüttung der Volkswirtschaft durch fehlt, wenn man in Anbetracht dieses Gesamtbildes in eifrig am Werke, um das Proletariat von seinen mühsam den Krieg den sozialistischen Umbau der Gesellschaft hem. Pessimismus und Niedergeschlagenbeit verfallen würde. eroberten Positionen zurückzuschlagen. Die feierlich pro- men. Aber aus dieser Erfenntnis zieht die revolutionäre Dazu liegt für eine revolutionäre Selasse feine Beranlassung klamierten demokratischen Freiheiten stehen ihnen hierbei Avantgarde des Proletariats nicht jene Konsequenz wie die bor. Mögen auch zahlreiche Hoffnungen, die im vorigen faum im Wege, denn der über zahlreiche Orte Deutschlands furcht jam- feigen Rechtssozialisten: daß man auf iene sozia- November gehegt wurden, zerschellt sein, die revolutioberhängte Belagerungszustand hat diese Freiheiten zu listische Aktion verzichten und sich dem Kapitalismus nären Kämpfer des Proletariats müssen von der Erkenntnis durchdrungen sein, daß die Bewegung troß allem auf einem großen Teile illusorisch gemacht, und die eigentliche anpassen müsse. Sie fordert vielmehr, daß in Anbetracht dem Mariche ist. Nicht nur in Deutschland allein, in der Macht wieder in die Hände jener Kreise gespielt, die das der Krise des Kapitalismus und der schweren Zerrüttung Aushängeschild der demokratischen Republik mit ihren des Wirtschaftsförpers, die nicht mit fapitalistischen Me- ganzen Welt sind die Kräfte geweckt, die die alte Slavenfrechtssozialistischen und demokratischen Akteuren nur als thoden geheilt werden kann, der Weg kühner Initiative welt in Stücke schlagen werden, überall treten die durch Kulisse benußen, für die Wiederherstellung bes alten Re- und durchgreifender Maßnahmen auf dem Gebiete der den Krieg verschärften Siassengegensätze in die Erscheinung, gimes. fozialistischen Umgestaltung der Wirtschaft beschritten wird. überall recken sich die unterdrückten lassen mächtig empor, Die revolutionäre Avantgarde des Proletariats weiß, daß um die Leitung ihrer Geschicke selbst in die Hand zu Die Tage der Befreiung brachten den Sunderten und sich die breiten Massen der Arbeiter nicht mehr unter das nehmen. Wie Frühlingsbrausen geht es durch die ganze Laufenden die Erlösung, die unter der Fuchtel des Bolizei fapitalistische Joch beugen werden. Sie weiß, daß die Welt, bald stärker, bald schwächer hebt sich die Welle der finates für Recht und Freiheit gekämpft hatten. Die erste Wirtschaft nicht gesunden und die Katastrophe nicht ver- proletarischen Bewegung, festigt sich die Erkenntnis, daß Tat des aufständischen Volkes war, daß es die Tore der mieden werden fann, wenn die regierenden Klassen auch der Kampf um die Befreiung der Menschheit von den Gefängnisse öffrete. und die Kämpfer und Märtyrer der weiterhin den Versuch machen, die soziale Probleme mit effeln des Kapitalismus auf internationalem Boden ausRevolution jubelnd auf seine Schultern hob. Und heute? Maschinengewehren und Handgranaten zu lösen. Aus gefochten wird. Seute sind alle Gefängnisse überfüllt mit neuen Hunderten dieser Erkenntnis, aus dieser tiefinneren Ueberzeugung und Taufenden politischer Gefangener, die der Willkür der strömt der Quell jenes erbitterten Gegensatzes zu den auch nach Deutschland herüber. Sie vereinigen sich mit den Kriegsgerichte und der Echinach der Schutzhaftgefege ebenso Rechtssozialisten, die die sozialistischen Grundfäße über ausgeliefert sind, wie unter dem wilhelminischen System. Bord werfen, sich schützend von den Kapitalismus stellen Die Toge der Befreiung brachten auch die Befreiung und mit eigenen Händen das Werk vernichten helfen, das von der Bensur, von der amtlichen Pressebeeinflussung, von die Revolution vom 9. November in Kühnem Anlauf geden Lügenfabriken großen Stiles, die das alte System ge- schaffen hatte. schaffen hatte. Und heute? Heute ist zwar die Benjur Die Wellen diefer internationalen Bewegung greifen Wellen, die trok äußerer Herrschaft der Reaktion von unten emporsteigen. Sie werden um so schneller wadsen, je eher die Massen des Proletariats ihre gemeinsamen Aufgaben erfennen, je eher sie sich zusammenfinden auf der Grumblage einer schöpferischen sozialrevolutionären Politic, ie eher fie fich freimachen von den Fehlern und Irrtümern, die ihnen noch nicht offiziell eingeführt, aber fraft des Belagerungs-" An die Stelle der fritischen Anschauung sebt die Minorität im ersten Jahre der Revolution anhafteten, je eher sie sich austandes können die militärischen Befehlshaber die Presse eine dogmatische, an die Stelle der materialistischen eine idealisti- 3 der Erkenntnis durchringen, daß nicht durch einmalige mach Belieben fnebeln. Und unter dem Schutz des wieder- iche. Statt der wirklichen Verhältnisse wird ihr der bloße Wille Aktionen, nicht durch isolierte Handlungen, nicht durch die zum Triebrabe der Revolution. Während wir den Arbeitern Anwendung neuerfundener Wundermittel, sondern lediglich erstandenen Bureaukratenficates ist auch jener staatlich sagen: Ihr habt 15, 20, 50 Jahre Bürgerfri ge und Völkerkämpfe durch einheitliche geschlossene Aktionen ber fonzessionierte Lügenapparat wieder in Tätigkeit getreten, burchaumachen, nicht nur um die Verhältnisse zu ändern, sondern großen Massen des arbeitenden Volles jene Ziele verder das deutsche Volk vier Jahre lang mit einem undurdum euch selbst zu ändern und zu politischer Herrschaft zu wirklicht werden können, die der Revolution vom 9. Ma befähigen", sagt Ihr im Gegenteil:„ Wir müssen gleich zur ember vonenleuteten. bringlichen Neg von Züge, Betrug und Seuchelet um- Herrschaft fommen oder wir fönnen uns schlafen legen." Karl Marr im Kommunistenbund" aoen tie Minorität 1850, Abonnen batte. Suitu Ebertich- E ch- Ebe Bonn Mastenspiel. Illusionspolitit oder Altions- bes Sinangfapisals eine ökonomisch notwendige Stuft politit? Gine Bräftige Aktionspolitik auf wirtschaftlichem Ge biet hätte manches erreichen fönnen, was heute als Illu fion erscheint. Der„ Marrist" Cunow und all seine Ge finnungsgenoffen, die mit Stolz immer wieder die Weis heit predigen, daß der Imperialismus als Wirtschaftspoli der wirtidaftlichen Entwicklung bildet, vergessen, daß bei der mirtidaftlichen Entwidlung verschiedene Strömungen um die Herrschaft ringen, und daß es die Aufgabe des Proletarians ist, die politische Cefonomie der Arbeiterflaffe zum Siege zu führen über die politische Defonomie der Sapitalisten. In den entscheidenden Monaten nad dem November galt es, die Entwicklung zum Sozialismus zu fördern, und nicht vor dem Bürgertum zu fapitulieren. Danf dieser mangelnden Aktionspolitif haben, wir jetzt die Konsolidierung der Wirtidajt, soweit man davon iprechen faun, qui fapitalistischer Grundlage. Aus ländisches Storifal fucht überall einzudringen und wichtige Unser Finanzelend, Produktionszweige zu beherrschen. bergrößeit durch die nicht rechtzeitige Befämpfung der Ver. mögensslucht und die zaphafte Steuerpolitik der Regicrung, bringt die Gefahr einer Stontrolle unserer gesamten Staatsfinanzen durch die Entente, die Aussicht auf eine ürtisierung unserer Staatsschildenveitvalting. Was das bedeutet, zeigt uns das Schicksal fener halbfelbständigen Staaten des Crients, Versien. Türkei und China. die gefchichtlichen Erfahrungen irns auch Sie mit Natur- geschehen können, foas unfere Lage erleichtert und ben notwendigkeit fich weiter vollziehende wirtschaftliche Ent- Grund zu fünftigen Reformen und wirtschaftlichen Neuwicklung gibt uns die Gewißheit. daß diefer Larvenipuf organisationen gelegt hätte. Damals war der Widerstant Der revolutionäre Sturmwind, der vor Jahresfrist wieder zusammenbrechen wird. Bis dahin haben wir dafür der Entente unter dem frischen Eindruck der November. Surch Deutschland brauste, tih tausend Tore und Fenster zu sorgen, daß das Proletariat sich seiner geschichtlichen ereignisse nic zu befürchten wie bente nach dem Erstarfer auf, um den Staub und Spuf der Jahrhunderte ins Freie Rolle beffer bewußt ist als vor Jahresfrist und daß es des fapitalistischen Geistes in Deutschland. au wehen. Aengitlich duckten sich die Nutnießer der alten seinen Willen endlich durchsetzt: als Trägerin der ProdukOrdnung, fie hörten schon die Stimme des jüngsten Gerichts tion die Bestimmung über die fünftige Gestaltung der staatand fragen fich, wie sie dem Urteiisipruch entgehen fönnten, lichen Verhältnisse zu übernehmen. der über sie gefällt werden sollte. Schnell suchten sie aus allen Schränken und Kommoden sich Verkleidungen und Scenen heraus, um das Bolf, das eine strenge Abrechnung halten wollte, au täuschen und zu hintergeben. Die alten Barteien waren plöblich berichvunden. Es gab teine fonservative Partei mehr, die die Hauptschuldigen am Weltkriege ,, an dem Völkermorden in ihren Reihen barg; die, na tronalliberale Partei, deren alldeutich O. J. Jufionen find unvermeidlich bei politischer Degroßindustrielle Mitglieder die Welteroberungspläne auf tätigung, denn der hondeinde Menich überliebt nie alle allen Märkten verfündet hatten, durch die Deutschland ins Bafforen des Geschehen, und er muß mit Phantasie, mit tieffte Elend gestürzt worden war, trat von der Bildfläche wissenschaftlicher Sypothese die Lücken seiner Erfenntniß ab: die Fortschrittler beeilten sich, den allen Bartei ausfüllen. Der Politifer bedarf einer Vorstellung von der namen abzulegen, mit dem die Mitschuld und Mitverant porousfidyliden Entwicklung, wenn er wirfiam eingreifen, morinna für die Kriegspolitik der Regierung so eng verwenn er Bolitik treiben will, die fein bloßes Sichtreiben bunden war; und auch das 8entrum. iene aller- drift faffen fein soll. Fufionen fönnen zwei Quellen haben, lichite Partei, die den frommen Segen für alle Verbrechen einmal entspringen sie einer ungenügenden Kenntnis der des alten Regimes an der Menschheit geliefert batte, ver- mirtichaftlichen und politischen Verhältnisse, uniichtigen schvand von der politischen Bühne. Nun gab es nur noch Sdingfolgerungen, die widelige Dinge und Kräfte nicht in Wolfsparteien: Die deutich nationale Volfe Rednung ziehen, ein anderes Mal einer barinädig feit partei, die deutiche Wolfspartei, die drift gebaltonen Borstellung vom Gang der Entwicklung, wobei liche Bolfspartei und die demokratische der Munich der Vater des Gapanfens ist. Dicje Illusionen. Partei traten aus den Kulissen beraus. gespeist von Bhantafie, genährt von Wünschen, die dem Die Tradition aller toten Geschlechter laftet wie ein heißen Mitgefith! mit den Leidon des Proletariats entMlp auf dem Gehirn der Rebenden. Und wenn fie eben springen, find politisch am griobrlidften, weil sie sich zab damit beschäftigt scheinen, fich und die Dinge umzuwälzen, erbolten, mit den wirklichen Verhältnissen immer mehr in Die Beteiligung amerikanischen Finanzfapitals an noch nicht Dageweienes au idiaffen, gerade in folchen Widerspruch geraten, und zu falfchen politischen Aktionen unseren rentabelsten Industrien bewirft ein Abiließen Epochen revolutionärer Krise beidsvören fie angittich die führen, ohne daß durch Niederlagen eine Flärung des peines Teils tes Mehrwerts ins Ausland. Das bedeutet Geister der Vergangenheit zu ihrem Dienste beraui, ent- litijden Bewubeins erzingen wird. Diele dogmatiiche lehnen ihre Ramen, Schlachtparole, Kostüme, um in diefer Politik glaubt an die Nevolution oder an die Gegenrevolu eine Schwächung unserer Wirtschaft, da dieses Rapital altehrwürdigen Verkleidung und mit dieser erborgben tion, hofft auf den Biriammenbruch oder auf die Auferfeuerlich nicht so leicht zu fassen ist und vielfach fremder Eprache die neue Weltgcidichtsizene aufzuführen". Sarl ftehung der often Herrlichfeit. Sie ist fich gleich in Brin- ndufirie angute fommt. Auch die Sozialisierung wird Mart bat in feinem aditzehnten Brumaire mit dieien aip, ob fie von Stonjervativen oder Sozialisten betrieben dadurch erichert, mir geraten dann nur zu leicht in eine völlige Schuldknechtschaft des amerikanisch- engliichen Napi Worten die bürgerlichen Revolutionäre daratteri- wird. fiert; in umgefehrtem Sinne trifft dieie Schilderung aber iffenfchtliche Jufionen find politisch auch verhäng- tals, in eine, man möchte fagen, foloniale Abhängigkeit Duch auf die bürgerlichen Reaftionare au. Tie Bour- nisvoll, ober jie Fönnen befeitigt werden durch wiffenschaft von den Industriestaaten des Westens. Erfennt man Flar diese Möglichkeit der Entwicklung, geoisie, indem fie die bereits eroberte wirtschaftlice Macht liche Unterfuchungen, durch Hinzulernen, durch rücklichtsloje in die Defibergreifung der politifchen Wacht überieten nerfennig gemodster Fester, durch Neueinstellung der fo ift es mit der Konstatierung enttäuschyter Hoffnungen, wollten, bedienen fich atter Ideen und Schlachtrufe, mit Politif auf neue Verhältnisse und veränderte Situationen. mit dem Lächeln über Illufionen nicht getan. Gerade die benen sie ihre neuen Forderungen umkleidete; die zur Macht Das ist die Politif im Geifte von Mart, das ist der einzige Gefahr einer finanzfapitalistischen Ausbeutung des Landes gelangte Bourgeoisie dagegen, die den Anfturm des Prole Weg, die Gojabren politiider Illusionen zu middern und treibt zur möglichst zweckmäßigsten Organisierung der tariats abgivebren bat, entlehnt neue Namen und Parolen, boch Biele als Ridytpunite politischen Sandelns zu behalten. Wirtschaft, zur Verbinderung der Vergeudung von Mate um dahinter die alten mit der neuen Zeit in Stouflifi edhe Entvidung im ersten Jahr ber deutichen Revolution, der fapitalistischen Anarchie gesteuert, wenn der heutige Bliden wir in diefem Gelfte zuriid auf die wirtschaft rial und Menichenkraft. Dies ist aber nur möglich, wenn ratenen Borredite zu veritedsn. Muf die auft sollen wir ihnen fehen und nicht auf das fuchen wir uns Marbeit zu verfchaffen über das Ergebnis, Schiebergeilt, der das Profitftreben vor dem Kriege überMaul, fo baben wir schon von Laffalle gelernt. Auch die die Bukunftsaussichten und die politischen Aufgaben, die trifft, und ein bloßes Spefulieren, ein echter Börsengeist ift. gezügelt, und wenn ihm der Boden durch ökonomische alten Parteien hatten wunderichöne Grundiäve in ibren fich für uns ergeben. Brograninien und nichts anderes stand ihnen im Sinne, Wir erbliden heute in Deutschland eine Volkswirt. Reformien enizogen wird. Diese Neformen sind feine fost als das Volf mit allem nur denkbaren irbiiden Glüde zu fchaft, die auf fapitalistischer Grundlage ruht, die sich müb spieligen Projelte ethischer Intellektueller, sondern sie beichenfen. Aber die Zaten waren anders als die Bro- sam durch die Sanvierigkeiten der lebergangswirtidaft uriiffen ruben auf wissenschaftlicher Einsicht geschulter Wirt gramme. Es waren die wirtichaftlichen Interbindurchquält, ohne daß eine itetige Entwicklung zum So- fchaftsfeimer. Sie müssen durchgeführt werden mit der eifen, bie die politischen Sandlungen dieier Parteien sinismus erfommbar ist. Es war eine Illusion, die in weiten Energie zielbewußter und sechkundiger Bolitiker. schon vor dem Striege bestimmten, es find die wirtidafttiden Streifen des Proletariats nach dem Zusammenbruch des Die Voraussetzungen older Reformen sind heute nicht Jutereffen, von denen dieie Barteien auch in ibren nenen neuten Novembers herrichte, daß der Aufbau des Sofo günstig wie vor einem Jahr, auch das wirtschaftliche Wasten geleitet werden. Doch dieie Intereffen find nicht sialismis schnell beginnen fönne, es ist eine enttärichte Glend und die aus der fapitalistischen Entwicklung auch einheitlich. Die ehemaligen Konservativen und jebigen Soffnung, vom Busammenbruch des deutschen Imperialis unter dem Entente- Imperialismus fich notwendig er. Dentidmationalen vertreten den Großgrundbeiis.mus auch eine fofortige Schwächung der finanzfapitalistigebenden Krisen werden immer wieder diefe sozialistischen der wiederum mit den Trägern und Nußnießern der alten fchen Kräfte in den fiegreichen Industriestaaten England. Wirtschaftsreformen auf die Tagesordnung setzen. Etaatsgewalten versippt und verfdnvägert ist. Die Dentiche merita und in dem banferotten Frankreich zu erwarten. Es gibt aber auch Kulturreformen, die nicht ungeheure Bolfspartei ist weiter die Vertreterin der Grok. Wir haben die Kräfte des internationalon Proletariats Summen foston, aber doch durch Vereinfachung der industriellen und der Großfapitalisten ae- und das Tempo der wirtschaftlichen und politischen Fern Organisation und durch Schöpfung aus neuem Geift die worden, deren Traum von der weltbeherrschenden Stellung luficnen waren allerdings weniger in den Köpfen Sozialisierung erleichtern durch die Edaffirng ihrer geisti. Dentidilands zwar verflogen ist, die aber zu wirkungen der deutschen Stevolirtion überidött. Dicie des atlen Dentichlands die Macht des Sapitals neu au er marriitiider Theoretifer heimiid), als im Bewußtsein der gen Vorbedingungen. Davon ist allerdings bei den Ill richten tradhten. Die Chriftliche Volkspartei bat fich in Tagespolitifer und der Waffe, die nach dem Siege des fionvernichtern feine Rede. Man scheut den Widerstant zwischen wieder auf ibren alten Ramen besonnen und fie 9. Novenrber auf schnelle Erfolge bofften und deren Not alter Mächte und sagt: Illusionen. Der 9. November als Tag der Selbstbesinnung mus führt auch die alte gleißnerische Politik des den Wunich noch idmeller Befierung nur zu begreiflich Bentrums weiter, und die Demofraten fechten, wie machte. Es ist heute leicht, in der Art von Seinrich Cunow uns warnen, die Lehren des vergangenen Jahres zu muß ( in der Neuen Zeit") über Illufionspolitik zu Gericht zu achten, die revolutionären Kräfte zu überschäßen imd amchedem die Fortichrittler und einige Teile der National fiben und mit billigem Spott gegen Projeftenmacher und gesichts des Massenelends der Revolutionsromantik zu ver liberalen Partei, für die Sache des Handelsfapitals reformeifrige Intellektuelle zu Felde zu ziehen. Diese fallen, die da glaubt, daß aus dem Chaos der Phönig Co. und der fleineren Industrie. Tiefe Illufion fönnte die Diese verschiedenartigen intereffen fommen in der Vernichter von Illufionen bat fidher in vielen hatfädlichen zialismus emporsteigen werde. Bandhabung der politischen Methoden zum Ausdruck. Was Weststellungen redt, wobei er allerdings den llmobbängi fchlimmster Folgen haben, do fie eine wirklich revo aber in den entscheidenden wirtschaftlichen und politifden baben. Cunow überfieht aber, oder vergisi es vielleicht leicht Soffnungen auf Einzelaftionen legen läßt, die nur gen" monche Illufionen unterschiebt, die sie nicht gehabt Intionre Aftionspolitif läbmit un mitt zu Fragen alle diefe bürgerlichen Parteien einigt, das ist der abiichtlich, daß monde Soffmmgen fich nicht erfüllten, weil mit einer größeren Enttäridung enden. Biderstand gegen die Forderungen der der Wille zur Aftion gerade in feiner Partei nicht vor- Mir wiffen, daß auch die wirtschaftlichen Strifen als Arbeiterschaft der Abichen genen die Weiterent banden war. wicklung der sozialen Revolution. Das seiate fich nicht nur politiide Faftoren eine große Rolle spielen, daß die Wir leiden an völliger Erfchöpfima unferer Wirt. Mafienstimmungen felcher Seiten zu energischen politi. in der ganzen Tätigkeit der Nationalveriammlung, die fexoft: infere Valuta iit troifios, wir leben von der Sand chen Sondlungen fübten oder fübren fönnen. Aber diese Sarauf geridtet war, die alte wirtschaftliche und politiche in den Mund, und die Schwierigkeit unserer wirtschaft Graft fann nur nutbar gemacht werden, wenn die Vortei Ordnung, wenn auch in einer andern Form. wieder lichen Lage wird sich erft in affer Schärfe offenbaren. virtidaftliche und politische Biele sich steckt, die erreichbar herzustellen. Das tritt noch dentlicher in die Ericheinuna wenn die finanziellen Verpflichtungen an die Ententestaaten und aus genauer Kenntnis der wirtschaftlichen und politi bei den Beifallsäußerungen, mit denen alle dieie Parteien erfüllt werden müllen, wenn die politische und damit vielichen Lage gewonnen find. Vor Irrtümern im einzeliren und ihre Preise die Ge altafte gegen die fach auch wirtschaftliche Loslöing Oberichblefiens, West- it man nie ficher, aber die wiffenichaftliche Methode C Arbeiterschaft begleiten. Der Streit zwischen diefen vreußens und der befetten und abgetretenen Gebiete des bie riididtsioje Selbstfritit find dagegen das alleinige Parteien geht nur um den Anteil an der Beute, den jede eft: ns sich öfonomisch fühlbar moden, wenn es ailt, den bon ihnen einzuheimien furcht. Beilmittel. Torio des ehemaligen deutiden Wirtschaftsgebietes nicht Große Teile des Proletariats haben fich noch durch Die Abmeifung aller Jnsionen führt uns nicht zu dieses Maskenspiel täuschen lassen. Wir dürfen uns nicht nur dauernd am Leben zu erhalten, sondern den Geinndungspolitischer Resignation, fondern sie muß uns anipornen berheblen, daß hinter den bürgerlichen Parteien auch noch projek plonmäßig zu fördern und eine neue Wirtschaft zu einer nie erfahmenden Politif der Aftion, einer folche Teile der werftätigen Bevölkerung berlaufen, die konsolidieren. Politif steter Tätigkeit und Aufklärung. Nur eine solche Cunow vergißt bei diefer Feststellung, daß die aftit idafft die Vorbedingungen, daß wir in einer neuen nach ihrer Lebenslage zum Proletariat gehören und allen Anlaß bätten, den schnellen Sieg der sozialen Nevolution mangelnde Energie, daß die Kompromißincht, die Wanfel revolutionären Eituation nicht wieder über die verpakte herbeiführen zu helfen. Doch wenn das vergangene Sahr mitigkeit seiner eigenen Partei ein gerüttelt Mak Schuld Gelegenheit zu flagen und aufammengebre ufionen auch ein Jahr der Enttäuschungen und fehlgeichlagenen trägt an dem wirtschaftlichen Elend unserer Tage und der 6u begraben haben. Soffnungen für das Proletariat war, fo wedt es doch and fommenden Jahre. die Aussicht, daß die noch politisch unaufgeflärten Streife Es gab givei Möglichkeiten, die Riefenaufgabe, die nach der minderbemittelten Bevölkerung sich ihrer Selaffenlage dem 9. November auf ökonomischem Gebiet 811 lösen war, bewußt und fich den Kampfesidaren für die foziale Revo- anzugreifen: möglichste Förderung der Soziali. Tution anschließen werden. Proletarische Revolutionen", fierung, soweit fie technisch und wirtschaftlich durch1. Ich bin der erste Soldatenrat von Deutschland fo jagt Marr in der oben aitierten Schrift, fritifieren be- führbar, Starfung des fozialistischen Eingeweien und habe mir die andern Soldatenräte mühsam zujam. ftändia fich felbft. unterbredien fich fortmäbrend in ihrem fluffes auf die Wirtschaft in all ihren Teilen durch Ans- mengefucht. eigenen Lauf, fommen auf das fcheinbar Vollbrachte Aurid. ban proletarischer Organisationen, durch entscheidende Ein2. Sobald in Berlin Nube eingefehrt ist, werde ich in der um es wieder von neuem anzufangen, verhöhnen araniam- ariffe rechtfider und ökonomischer Art, die den fpäteren Broving Ordnung fchaffen. gründlich die Halbleiten, Ednväden und Erbärmlichfeiten Sozialisierungsprozeß erleichterten und den Weg zum Co- 3. Jede Person, die mit der Waffe in der Hand gegen die ihrer ersten Beriudhe, ideinen inren Gegner nur nieder- zialismus im Sinne Otto Bauers durch Teilsozialisierun Regierungstruppen tämpfend angetroffen wird, ist sofort zu zuwerfen, damit er neue Pröfte aus der Erde fange und gen und 8mangsinndizierungen ebneten. Gunom bat erschießen. fich riefenhafter ihnen gegenüber wieder aufrichte, fchrecken felbft in der Sozialisierungsfommission on der wissenschaft. 4. Die Bollsmarine- Division ist aufgelöst. Jeder frühere An. fiets von nevem zurüd vor der unbeftimmten Ungebener liden Vorbereitung folcher Maßnahmen mitgearbeitet, gehörige der Boltsmarine- Division, der noch mit der Waffe in tichkeit ihrer eigenen Smede, is die Situation gefchaffen aber die Regierung der S. B. D. bat diefe Kommiffion nach der hand betroffen wird, wird nach Kriegsrett ben ift, die jede Umfehr unmöglich macht und die Berhältnisse Saufe gefchickt. In den Tagen nach dem 9. November, ois handelt. felbit rufen: Hic Rhodus, bis salta! Hier ist die Rele. bier tange!" Goldene Worte Nostes. die Bourgeoific mutlos und eingeschüchtert tvar, maren, 5. A babe feit ber Debolution mit vielen Offigieren gute folde borbereitenden, einschneidenden wirtschaft'ichen Mah- fammen gearbeitet und müßte mich vor mir felber schämen, wenn nohmen möglich ohne den sähen Widerstand der Inter- ich nicht fagen würde, bak diese Männer mit einem außerordent In wüstem Toumel rast das Mastenspiel der die effenten. Tie öfonomischen Grenzen heutiger Sosialifie- lidhen n son Selstermindung für das deutsche Bolt tliche Bühne Deutschlands. Aber die tiefere Einficht in zuna follen nicht geleugnet werden, aber es bätte bleiss A site babe Anmertuna hes eb.: 3. B. Vogel, Marlob, b. S. Golh, Meinhard, Tamschid, erworbenen echte des Proletariats, berkörperk in den b. Kessel, Pabst, Graf Westarp.): Rechten seiner revolutionären Veriretungsorgane, der 6. Um jurififce Züftetelen fümmere io mich Räte, Stüd für Stüd verloren gingen. So ist es nicht. Es entscheidet nur der Erfolg. gekommen, daß wir heute vor der Fertigstellung eines Gebieten. Die Zofen der Revolution. Dürfen wir heute über die Toten des 9. November, über die 7. Es ist richtig, daß dauernd versucht wird, auf die Truppen feges stehen, das den Rätegedanken„ verwirklicht", indem Toten der deutschen Revolution reden und schreiben? Wir, die im monarchiitifden Sinne einzuwirken. Das Recht der es ihn feines revolutionären Inhalts entkleidet und ihn wit leben, während sie tot sind, während sie starben für uns Propaganda haben doch die Leute. Das kann ich nicht berber bürgerlich fapitalistischen Wirflid feit anpaßt und und unsere Zukunft? Saben wir das Recht, ihnen eine Toten dienstbar macht. Während der ursprüngliche Sinn der feier au halten? Wir haben es nur, wenn wir im innersten Herzen, went wirtschaftlichen Arbeiterräte den logischen Aufbau eines Organismus zur Ueberwindung der fapitalistischen und wir tagtäglich bereit sind, ihnen zu folgen, wenn es sein muß. zur Anbahnung der sozialistischen Wirtschaftsform bezweckt. Wenn wir bereit sind, von ihnen zu lernen. indem er Organe, Behörden der Sozialisie. Wer sind sie? Namenlose und Unbekannte. Sein Marmore rung zu bilden fucht, verfolgt dieses Gesetz den Zweck, die Arbeiterklasse der fapitalistischen Wirtschafts- und dentmal, fein goldenes Buch trägt ihre Namen eingegraben. Staatsordnung als williges Glied einzuordnen. ut ibre Tat lebt in uns und mit uns. Diese einfache Tat ohne Deutlicher als durch den Unterschied zwischen der ursprüng- Submsucht und Ehrgeiz, ohne große Gebärden, gang still und lichen Idee und dieser Verwirklichung" fann der Abstandi felbstverständlich, nichts als ein Opfer. Das schverste Opfer, das zwischen den ursprünglichen 3ielen der Revolution und es gibt. Nur dies ihr Opfer lebt von ihnen, nur diese Tat. Gind es wenige? Sind es viel? ihren Ergebnisien nicht gefennzeichnet werden. 8. Jah berbiete jede Betätigung durch Wort, Schrift oder dere Maßnahmen, die darauf gerichtet sind, lebenswichtige Beebe zur Stillegung zu bringen. 9. 3ch verbiete jebe wirtschaftliche Bebrohung und Edädigung( Boykott) der Angehörigen der Technischen Nothilfe. Ich verbiete die öffentliche schriftliche Beschimpfung oder Be drohung der technischen Rothilfe in der Presse, in Flug blättern und Broschüren. Der Die Rüteidee im ersten Wir wissen nicht einmal ihre Zahl. Ueberall standen fic Kommt im Niedergang der Nätemacht der Mißerfolg der Revolution, soweit sie als soziale Revolution auf für uns und unsere Freiheit. Ueberall fielen sie für uns Revolutionsjahr. zu gelten hat, am deutlichsten zum Ausdruck, gilt der ge- und unsere Freiheit. Schweigend, unbekannt, ungezählt. In Obwohl der Nätegedanke ned als ungelöste bässige Widerstand der wieder zur Horridaft gelangten be- allen Städten, bei allen Nämpfen. In Kiel, in Berlin, West figenden Klassen vor allen den Arbeiterräten und umstrittene Frage der unmittelbaren Gegenwart und ihren Ansprüden, so spregelt sich darin die Bedeu zu zweien und dreien, einzeln und in Massen. Ihre Bahl. die Bedenfalen. München, Bremen, an allen Orten und zu allen Zeiten. in der Arbeiterklaffe lebt, bat er doch bereits seine tung der Idee für das Proletariat. Bergangenheit, feine Geschichte. In Rußland zur Welt stampi um ihre Verwirklichung in revolutionären Einne am 9. November noch flein war, ist im Laufe des einen Jahres gekommen, ist er doch kein legitimes Kind der ruf ist der Kampf um den Sozialismus. Nur unheimlich gewachsen. Wir fennen die Zahlen von Berlin nicht, fischen Revolution und fpezifisch ruifischer Methoden. wenn das Proletariat es fertig bringt, in einem öfonomi- wir fennen die Zahlen von München nicht. Wir wissen nicht wo, Es zeigt sich immer deutlicher, daß die Räeidee fich überall ichen Mätesystem den Organismus einer follektiven Wirt- nicht wann sie fielen. In fleinen unbekannten Städten, in zur rechten Stunde einstellt, wo die soziale Mevolution Die schaftsführung aufzubauen, wird es instande sein, zu ge- fleinen unbekannten Fabriken, überall wo die Flamme auf erften dritte tut, nur daß die Arbeiterklassen der eingebener Stunde die Macht des Proletariats an die Stelle loderte, überall fämpften und fielen fie. Ueberall find ihre zelnen Länder feineswegs die Organisationsformen und der Macht der Kapitalistentiasse im Produktionsprozeß zu Gräber. Da liegen sie: unbekannt und unnezählt, rechte Söhne Anwendungsmethoden iflaviich übernehmen, in denen die jetzen. des Volles, Kinder der Masse, der ungeheuren, namenlosen deren Und zwischen ihnen, mitten unter ihnen, thresgleichen, nicht Wer sind die Mörder? Wer hat die Nämpfer des 9. November, wer hat die Nämpfes ber anderen Tage niedergejäbelt, niedergeschossen? Wer hat die Führer jeige ermo.det? „ Die Kugel mitten in der Brust, Den Edhädel breit gespalten, Go habt ihr uns auf schwanfem Brett Soch in die Luft gehalten." Wem sollen wir heute, unsere Toten finster und brohend ent gegenhalten? Wer sind die Mörder? Wir fennen sie gut. Nicht der eine feige ge Flohene Monard, Räteidee in Rußland praktische Gestalt befommen hat. Wir Der erste Versuch des Aufbaues des Nätesystems ist Trägerin der Zukunft und der Freiheit, jelber zahllos, namen fehen sie überall in Abmandlungen erscheinen, die der migungen. Er fnüpfte, die Eroberurg der ungeteilten toe, Proletarier- weiter nichts, ohne Titel, ohne Namen Eigenart der politischen und sozialen politischen Macht durch das Proletariat vorausjegend, an Brüder, Genoffen weiter nichts. Situation des betreffenden Landes und den beson- Sie Staatsformen an. Eine Wiederholung dieses BerBedürfniffen feiner Arbeiter fuches ist zur Beit nicht möglich. Will das Proletariat die Plate entsprechen. Hatte der Rätegebonde in Rußland äicordnung vorbereiten durch die Errichtung eines neuen anbers als sie: ihre großen geliebten Führer, die mit ihnen noch die Aufgabe den völligen Mangel an überkommenen, organisatorijden Gebäutes- als Stampfesorganisation. und für fie lebten und litten, bie mit ihnen und für ste fämpiten But ausgebildeten Arbeiterorganisationen durch die wie als Mittel der Schulung des proletariats für feine tom- und fielen: Start Liebfnecht, Roja uzemburg, Sturt schnelle Bildung eines farfen Organi. fationsförpers. des Näteinſtems, auszugleichen, foi menden Aufgaben, so fuiipft es zweckmäßig nicht an die eisner, Landauer, Levine, Leo Jogisches und all fällt in fast allen anderen Ländern dem Mäteigftem als be- Stanisfornien, sondern an die eigenen alten Organisationen die anderen. Sie alle, die Führer alle, sind nicht im offenen fondere Crganisationsform des revolutionären Samples des wirtschaftlichen Kampfes, an die Gewerfidhaften Kampf gefallen, nicht auf der Barrikade, nicht im Sturm- fie der Arbeiterklasse nur die Aufgabe zu, die bestehenden Ar- an. Wir finden die Neigung zu dieser Methode in allen alle sind feige ermordet, heimtüdisch, bie Wehrlosen, umgebracht Ländern, wo bereits leistungsfähige Arbeiterorganisationen beiterorganisationen zu ergänzen. bestanden. Damit findet die Arbeiterschaft eine tragfähige In Rußland wird das Näteinstem jedoch zugleich 31 organisatorische Basis für die Räteorganisation, und dabei einem revolutionären und revolutionierenden Verwal- baveat sie sich zunächst in einem befaunten und vertrauten tungsorganisms. Es entwidelt Formen, die dem Wilieu, was die Lösung der neuen Abwehr erleichtert. Und die Bedürfnis des siegreichen Proletariats nach Uebernahme Arbeit wird frudyt barer, wenn wir versuchen, die neu en und Unigestaltung des staatlichen Verwaltungsapparates Formen organisatorisch aus den alten zu entwickeln, anstatt erwadien. Die ursprüngliche Anlage der Räteordnung zeigt deutlich ihren uriprünglichen und wie uns scheint das ene aus dem Nichts zu schaffen, um es neben das wie uns scheint - mefentlichen 8wed. Ieberall treten die von den Alle zu stellen. Damit bekommen beide, cinander eng verDiaffen gewählten Räte an die Seite der Träger der bundene, obwohl mit verschiedenen Aufgaben betraute Dr. alten Machtfaftoren, um fpäter an ihre Stelle au ganiiationsformen eine einbeitliche Struttur, mas treten: der Soldatenrat verdrängt den Kompagnieführer, zunächst ein Gewinn ist, auch wenn es sich was sehr wahr ist zeigen sollte, daß die Gliederung der Gewerkder Arbeiterral übernimmt in den Betrieben die Wirtschaften, die mehr oder minder zufällig ist, den Erfordernissen nicht seine goldbehangenen Generale allein, nicht allein die Möre chaftsführung und in den Kommunen die Verwaltung. In dieser ursprünglichen Form trat das Näteipitem der Aufgaben der Arbeiterräte nicht ganz entspricht. Die derbande seines Offiziertorps, die hinterrüds und heimtüdisch, anch in Deutschland nach dem lege der Revolution in Er- Räteorganfiation wird sich der allgemeinen wirteinn nach dem andern, die Führer des Proletariats ermobet fcheinung. Im vollziebenden Charakter der Näte ichaftlichen Struktur des Landes fester anpassen haben, nicht sie allein find rot vom Blut des Proletariats-- fie erfannte auch das deutsche Proletariat die Bedeutung der müssen, als die Gewerkschaften. Aber der organisatoriiche alle, die offen und heimlich die Revolution befämpfen, hindern Idee. Ihr Zweck ist die Bildung neuer Verwaltungs- Umbau der Gewerkschaften, der dann notwendig wird, wenn und hemmen, sie alle, die sich am 9. November angstzitternd verformen, die Umwandlung der bureau frati fie die Basis der Mäteorganisation fein wollen, wird nur allmählich möglich sein. Und darum eridheint es zwed frochen und die allmählich aus allen Ninnen, Nigen, Stellern, 1chen in eine revolutionäre refutive. Die energiichen Verfuche, die die deutiche Arbeiter mäßiger, den Räteaufbau in enger Anlehnung an die Ge- Goffen wieder hervorg.frohen sind mit ihrem Gift und ih- en laffe in den ersten Monaten nach dem Ausbruch der Ne- werfichaften zu vollziehen, um fpäter- oder, wo es ohne Lügen, mit ihren heimlich mordenden Waffen, sie alle, die Gegner bolution ranch dieser Richtung unternahm, entspringen der Störung möglich ist, gleich laufend mit dem Aufbau der Nevolution, fie alle, tie Feinde bes Profetariats, ob sie fich gesunden Erkenninis, daß der Verwaltungsapparat als beide Formen gemeinsam den Bedürfnissen der Bürger, ob sie sich Evzialisten" schimpfen, sie alle sind die Mör. politischer Wachtfaftor eine gewaltige Rolle spielt, und daß Nätcorganisation entsprechend um zubilden. Daß die der unserer Toten. Ihnen wollen wir sie entgegenhalten, ohne feine Beherrschung durch die revolutionäre Klasse zu den Voraussetzung für diese Arbeit die Erüllung der Ge- zu drohen, ohne nach Rache zu rufen, schweigend/ ohne ein Wort. wichtigsten Vorauslegungen des Erfolges der Revolution werfidhaften mit dem Geiste des Sozialis. Wir wollen sie nur an diese Toten erinnern, an diese Cpjer, gehört. Eine Erfenntnis, die früher wenig vorhanden war, mus und des laffen fampfes ist, ist selbstverständ. ihre Opfer. Wir wollen fie immer, was auch an Elend, an Da das Proletariat feinen Blick vorwiegend auf die ge- lich, denn die Aufgaben der Arbeiterräte werden nur ber unglüd, an Leiden, an Blut noch über sie tommen mag, wie fergebenden Organe des Staates, auf die Barla- ftanden und können nur erfüllt werden von Sozia listen. Demokratische Arbeiterräte sind ein Unsinn, mente in den Ländern und Gemeinden richtete. Diefe Arbeit muß das Proletariat auf sich nehmen und Dieser ursprüngliche Einn der Säteidce wurde jedoch auch in Deutschland sehr schnell ausgeweitet. Es zeigte mit raftloiem Fleiß und rüdsichtslofer Räbigfeit, aber auch fich das lebhafte Bestreben, den Mäten auch legis.it dem nötigen Ernst durchführen. Viel Arbeit an lative Aufgaben zu stellen, und in dem Ruf: Alle fich felbft wird bei dem einzelnen wie bei der Arbeiter Macht den Arbeiter und Soldatenräten" fpiegelte fich die flaffe nötig sein, wenn das Werf gelingen soll, denn diese Forderung, daß die gesamte geießgebende und vollziehende eminent praftische Arbeit ist nicht getan mit lauten Rufen und schönen Neden, auch nicht allein mit dem guten Bewalt auf die Mäte zu übertragen sei. Sier kheden jich die Geilter- auch innerhalb der Arbeiterklasse. Sier lag der Steim zu zermürbendem Zwist, zu neuer Spaltung. Wir wollen darüber heute nicht rich ten, da es uns nicht zweckmäßig erscheint, die Streitfragen, die das Proletariat trennen, in der gegenwärtigen Eituotion besonders zu unterstreichen. Der Streit ist auch beute noch nicht entschieden, die Frage ist noch ungeklärt. Willen, sondern sie erfordert reiche Erkenntnis, ernftes Nach denken und fluge Taktik. Das neue Erfurter Programm der Rechtssozialisten. wollen sie, wenn sie sich dann beflagen, schweigend an diese Town erinnern, an unfere Toten vom 9. November und all den anderen blutigen Tagen. Und wir wollen uns selber, was auch für uns an Leiden, Stämpfen, Entbehrungen noch tommen mag, an diese unsere Toten erinnern. Wir wollen und erinnern und von ihnen ernen. Sie liegen bort, hier noben uns, hier unter unseren Füßen, in dieser annen, falten Grbe, auf bie gum giveitenmal ber Schnuce fällt, seit sie hier liegen, unbekannt und namenlos. Sie liegen dort nicht als die Angehörigen diefer oder jener Bartelsie alle find nur Angehörige eine einzigen großen Partei, der Partei ter Freiheit und des Mechts. Gie fämpften und filen nicht für irgend eine Partei und nicht für irgend ein Brogramm, sie fämpften und fielen eingig und allein für die Zukunft de B: 0nichts beren Söhne sie waren. Sie liegen dort als Proletarier Proletariet" bas heißt: Träger ber 8ua funft, Rämpfer der Menschheit. Aber der Zwist innerhalb der Arbeiterflosse verhin derte es auch, daß fich die Arbeiterräte in ihren ur- 3usammengestellt auf Grund ihrer Abstimmungen bel tetariats, dessen Söhne sie waren, für die Zukunft der Menschheit, Tprünglichen Formen und ihren rein egefuBeratung der Berfassung. 2. Keine Wahl der Behörden durch das Volt. Ernennung Teamten burch die gotige wollte Regierung. Go laßt uns, wie sie, über alle Barteien und alle Programme hinaus für das Proletariat unt bie Revolution, für bie Menschheit und für die 8ufunft tämp fen, wie fie, und, wenn es nötig ist, sterben, wie sie! tiven 8weden gemäß auswirfen fonnten. Die 1. Beibehaltung der Todesstrafe( insbesondere weiter. Sünden der Kriegspolitik der Rechtssozialisten gebaren fortzengend eine noch schlimanere Revolutionspolitik, und gegen Revolutionäre). bas Proletariat fand am 9. November und danach nicht die Kraft, das an feinem Körper freffende Gift einer der folchen Politik des lalienverrats auszufcheiden und die einheitliche Aktion der Führung au era wingen.. Eas Gift fraß fort und zermürbte die Macht des Broletariats. Und im Mittelpunkt des Streites standen die Fragen der Bedeutung, der Rechte und Formen und der Bukunft der Arbeiterräte. 8. Seine birette Gesetzgebung durch das Bolt. 4. Aufrechterhaltung der 8enfut. 5. Unterbrüdung der freien Meinungsäußerung. 8. Abschaffung der Bereins- und Bersammlung freiheit. Anmertung zu Puntt 4-6: Anes Nähere in biefen Fragen der militärische Befehlshabet zu regeln. hat 7. Seine Trennung von Staat und Kirche. Erklärung Religion zur Staatsangelegenheit. 8. Besoldung der christlichen Geistlichen durch den Staat. 9. eine Einführung ber Einheitsschule. Die höhere Bildung steht nur den besigenden Massen zu. Schaffung det reinen Sonfessionsschule. Eingebent der lebten Worte unseres Genoffen Friedrich Adler, als man ihn schmählich zum Tode verurteilt hatte: -Ich gehe im Geiste unfever alten Somne, die für mich nie bloge Worte waren, sondern immer lebendige Wirklichkeit. Und bie beute für mich lebendiger find als je: Nicht zählen wir die Feinde, Nicht die Gefahren all. Marsch, marsch, und wär's zum Tod: Denn unsere Fah'n ist tot!" Einen zweiten Grund für den Niedergang der Rätemacht, der allerdings zum großen Teil eine Folge jenes ersten Grundes ist, ieben wir darin, daß fich ber bie alte bureaukratische Maschine fowie die fapitalistische Form der Wirtschaftsführung im Sträftemessen mit den neuen Organen diefen noch einmal überlegen zeigten. Und auf die Gräber unserer Tolen laßt uns ein Wort Was teine prinzipielle, unüberwindliche Ueberlegenheit der 10. Steine Bollewehr. Schaffung eines Söldnerheeres, beffen bas revolutionäre Proletariat im November 1918 wohl Offiziere nur aus tonjervativen, mä licht adligen Familien gu frciben aus jenem alten Buch, bas in feinem Urgrund so revo mölichst Fama start genug war, die zermürbte Staatsform vollends zu nehmen find. Rasches Avancement für Maffenlutionär und so tapfer ist, wie irgend ein Buch und irgend ein Mensch auf der Welt: gerbrechen, aber nicht geichult genug, um nene, m8rber. Riemand abet Bat größere Riebe, Senn bas Sofort aftionefobige Formen der Staatlichen 11. Möglichste Erhöhung und Ausdehnung aller indiretten er icin Seben säßt für feine Brübet." nilation im Augenblid zu schaffen. wow gir Hindle i poman ho bie durch die Revolution Steuern. 12. biebmania jebez mirtiden. Scalalifieuma A.WERTHEIM: Leipziger Straße Künigstraße Bosenthaler Straße Moritzplatz JUBILÄUMS- AUSSTELLUNG KÜNSTLERVEREIN PALLAS" LEIPZIGER STRASSE, I. STOCK 10. BIS 24. NOVEMBER GEMALDE- SKULPTUREN Seidenstoffe Kleiderstoffer Schleierstoff Reinseide, 105 cm breit, für Blusen u. Garnierungen Meter 1975 2.200 Seidenstoffe kariert, in mittleren und dunklen Farben........ China- Krepp etwa 110 cm breit, schwarz und farbig..... Meter 4200 Perlseide schwarz, 85 cm breit, schwere Qualität... ....... Meter 4500 Kostümstoff ca. 130 cm breft, marineblau.. Popeline schwarz. für Kleider, reine Wolle... 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Königgrätzer Straße Nachm. 3 Uhr: Erdgeist ( Lulu: Maria Orska) Abds.7U.: Elh Traumspiel Mtg: SchloßWetterstein Dsig Schloß Wetterstein Mtw: Schloß Wetterstein Donnerst Ein Traumspiel Freit: SchloßWetters ein Sod.: Schloß Wetterstein Sonstag nachm.: Edgelst Abds: Schloß Wetterstein Mig.:SchloßWetterstein Dienstag: Ein Traumspiel Komödienhaus Nachm. 3 Uhr: Die Ehre von der 18 Uhr: Liselott Pla Berliner Theater Nachm.3 Uhr: Die tolle Komteb 7 Uhr: BummelStudenten 7 Die Welt Im Jahre 2000 Sonntags 3 jed. Erwachs. I Kind frei. theater am Kottbuser Tor. 7 Uhr u. Sonntag nacam. 3 Uhr: Elite- Singer #enem. Mitgl. der Stettiner Sänger. Programm! Biütigen- Konzert, Beg. 7.10 Uhr. Vorv.11-12 u.4-60 Circus Busch Sonntag 2 Vorstel!. 3 7 Nachm, hat jed. Erwachsene 1 Kind frei! Fachm. Gr. Kinder- Vorstellung mit Amateur- Reiten. 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( Tilia Durieux, Dagny Servaes, Hanns Fischer, E. Klöpfer. C. Veldt) Montag 7: Christa dle Tante Dienstag, Mittwoch, Donnerstag 7 Unr Fräulein dutie. Der grüne Kakadu. Freitag 7 Uhr: Peer Gynt Sonnabend, Sonntag und Montag 7 Uhr: Fräulein Julie. Der grüne Kekadu. 21 Heute THE 2 Vorstellungen 2 3/27/2 31/2 ein Kind frat kioine Praise 7/2 Varieté- Spielp.an. Burlesks ,, Doktor wider Willen LindenBeatsen. Kinst- Theater kabarett 3 Uhr. Nachtbeleuchtung Allabendlich 7: Cyprienne ( Leopoldine Konstantin, Kurt Götz, Erich Walter) bergsweg Walhal a- Theater WeinUhr: Das Gesetz Abends geschlossen Residenz- Theater Nachm, 4 Uhr kleine Preise: Der gute Ruf Täglich 8 Uhr zum 303. Male: Das höhere Leben Von Hermann Sudermann Mittwoch 4 Uhr kleine Preise: Rotkäppchen Trianon- Theater Nachm 4 Uhr kleine Preise: Johannisfeuer Täglich 8 Uhr: Maskerade Von Ludwig Fulda Mittwoch 4 Uhr kleine Preise: Schneewittchen Neues Operettenhaus Direktor: Jean Kron Allabendlich 7 Uhr 30 Min.: Die Dame vom Circus O 2. n. 16.11., nachm. 3 Uhr 30 Min. Die keusche Susanne Casino- Theater Lothringer Sr. 37. Tägl48 Uhr: Nur noch bis 18. November Großstadt- Pilanzen Boanerst. 20. Nev., sum 1. Mole Schniepels Lehne Seg.3. Ela nuberes Kleeblatt Unter d. Linden 22 Direktion M. Soliman Hans Hauser Herrmann Klink Mila Endtresser Harry Hauptmann Charlotte Klein Leontine Czikiey Cilli Weile Willy Fernau Kapelle Goronzy tanzt persönlich auf unsrer Schaubühne im 3. Akt des Monumentalfilms Manon Lescaut Drama in 6 Akten nach dem gleichnamigen Roman Von Abbé Prévost. Außerdem: Das große übrige Programm. Residenz- Lichtspiele Blumenstraße 10. Vorletzter Tag! Die Arche II. 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November, abends 7.30 Uhr Aula der Gemeindeschule Hinter der Garnisonkirche, Neue Friedrichstraße Vortrag JULIUS BAB: Der geistige Arbeiter in der Wirtschaftsgeschichte. Diskussion. Fahrtverbindungen: Untergrundbahn Klosterstraße, StadtbahnMariannen- Lichtspiele hof Börse, Straßenbahnlinien 19, 26, 28, 29, 33, 40, 42, 44, 47, Wrangelstraße 11, am Mariannenplatz. . Nen eröffnet!' Heute 4, 6, 8 Uhr Dei Fox Trott- Papa Die Tochter des Bajazzo Urandükrung Grosses Orchester. 48. 54. III. N, O, T. U. für Vereine und Gewerkschaften zu Versammlungen u. Festlichkeiten zu vergeben. Säle misstadi- Kasino, Holzmarktstraße 72. Tel. Amt Alexander 424 u. 2540. Gold, Silber kauft Platin 60- Mark, Brillanten, Perlen, Fuß. Sevdelstr. 32( Eckhaus Spittelmarkt). Soeben erschien die neue Ausgabe ARTHUR HOLITSCHER Amerika heute und morgen 414 Seiten mit 72 Bildern. Preis geh. 8 Mk, geb. 10,50 Mk. Lest dies Buch, so sieht es drüben aus. 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Bergebens hatte man seiner mütigen Beschluß der Berliner Volksmassen. H. S. Daß am Ende des Weltkriegs die soziale Ne- seit don trupigen Rebellengeist und die flare revolutionäre volution stehen würde, war eine Erfenninis, die, schon von Erkenntnis der Marine durch blutigste Schreckensjustiz io. glatt und unblutig errungen werden jollie, fonnte im Daß der Sieg der Revolution auch in Berlin Bebel mehr als einmal warnend ausgesprochen und von dem zu ersticken versucht. Jetzt, als die Schiffe zu einem finnlos voraus niemand wissen. Die Massen, die am 9. November russischen Staatsrat Bloch in seinem großen Sammelwert frivolen Abenteuer ausliefen, erhoben sich die Bejazungen mit dem heroischen Entschluß die Straße betraten, dem fluch über den modernen Strieg unterstrichen, allmählich das Ge- einmütig gegen ihre rudiloie Sinmordung. Und baid war mit dem heroischen Entschluß die Straße betraten, dem fluch meingut denkender Guropäer geworden war. Nicht nur die ganze Bejagung der Marinejiation Riel in bellem Murf beladenen System den Todesstoß zu versetzen, waren auf während des Krieges warnten die zum Verständigungs. itab, unterſtüist von der tapferen Rieler Arbeiterschaft. alles gefaßt und zu allem beschlossen. Und welch ergreifen frinden mahnenden englischen Pazifisten Courtney und dar dürftige lachridten über diese Ereignisse drangen da- des Bild boten sie, dieje endlosen Proletarierzüge, die sich Lord Loreburn eindringlichst vor den unausbleiblichen Fol- mals in die Preise; aber die Fama batte tairiend Siongen, an jenem Morgen und Vormittag gleich einer unividersteh gen einer Kriegsfortiepummg bis zur totalen Volksver- und Millionen von Proletarierberzen begannen zum 3er- lichen Urfraft, gleich dem weltgeschichtlichen Fatum selbst, wirftung und Wirtschaftserschöpfung, sondern sichon vor pringen zu schlagen. Jetzt war es auch in Deutichland durch die Straßen Verlins und der Berliner Verstädte dahin Striegsausbruch iagte Sir Edvard Grey die soziale Re- endlich so weit! Jetzt Bam auch für die jahrelang ver- ichoben. Samverund wuchtig und unaushaltsam rüdten diese bolation als Ergebnis des Weltkrieges vomus. Am folaten und eingeferferten Freiheits- und Mensch ichwarzgrauen Wassen vorwärts. Ein rotes Fähnlein wehte 23. Juli 1914 fprach er zum österreichischen Gesandten in beitskämpfer die Stumbe der Vergeltung und an der Spike, züngelte hier und da wie eine grelle Flamme London, Graf Monsdorff, ernstlich über den„ Ernit der des Triumphes, die Revolution! Denn daß der über einzelnen Gruppen. Die Vortrupps bildeten die Be Cination". Some es wegen Serbiens zum Krieg zwischen Militär- und Polizeistaat in den letzten Bügen vaffneten, Feldgraue und Zivilisten mit geschultertem Ge den vier Grosstaaten Europas, io führe das unabwendbar lag. war ja offenbar. Schon am 5. und 6. November er- webr. Bewaffnete auch hier und da in dem Zuge verarm wirtschaftlichen Banferoit Europas. Stein Kredit lebte auch am burg seine Revolution. Die Truppen, iprengt, Gewehrträger rechts und links als Ordner und Ge mehr zu erlangen, die industriellen Zentren in Aufruhr, felbst die Regimenter in Altona und die Wandsbecker leiter des endlosen Heerwurms. Ergraute Veteranen der so daß in den meisten Ländern, gleichgültig, ob Sieger oder Huiaren, verbrüderten sich mit dem Volke. Ganz Nord- Arbeit und des Krieges und blutjunge Burschen in gleicher beliegt, jo manche bestehende nitibution weggefegt werden deutschland wurde in ein paar Tagen vom revolutionären revolutionärer Entschlossenbeit, mit bereitgehaltenem Ge würde."( Neues österreichisches Notouch, Seite 126.) Eslugfeuer ergriffen. Aber auch in München hatte Eisner wehr, mit umgeschnalltem Browning oder Säbel. Aber auch gab also doch noch Staatsmänner. die teine Jbioten waren. Die Gewalt an sich gerissen, indem er, wie er später leuch zahlloje Frauen und Mädchen in Reib und Glied. Auch sie Außerhalb Deutidylands wenigstens." tenden Auges erzählte, an der Spike eines fühnen Haufens wollten ihren Anteil haben an dem Kampf und dem von vierhundert bewaffneten Proletariern die Republik Triumphe des Tages! ausgerufen hatte. Auch hier hatten sich sofort die Soldaten der Revolution angeschlossen. Nach einem mehr als vierjährigen, gleich menschen wie wirtschaftsmörderischem Kriege mußte auch in Deutsch Und der 9. November, der den glorreichen Sieg des land mit mathematischer Sicherheit die Revolution ausbredjen, jobald den Volksmassen der militärische 3u1. So war im Norden und Süden die Nevolution bereits Berliner Proletariats brachte, war auch in andern einne ein Ehr entag des revolutionären Volkes. fammenbruch offenbar wurde. Kriegspindhose, mili- fiegreich, als auch in Berlin, der Reichshauptstadt und Denn er blieb rein von schuldlos vergossenem Blute! Eine tärische Disziplin, Belagerungsgritand und die durch ein der Sentrale des Militarismus, die Entscheidung nahte. ungcheure Summe revolutionären Bornes hatte sich aufraffiniertes Brejiebearbeitungsinitem organisierte Kriegs. Nicht unvorbereitet fand hier die Stunde, wie ja inzwischen gespeichert, Abrechnung galt es vorzunehmen mit einem liige lähmten überall, selbst in dem revolutionär anter- namentlich durch die Verhandlungen des Prozesses Lede Gewaltregiment und seinen Echergen, das Millionen von withltem, politisch verfairltem Barenreich, mehrere Sobre bour auch der breiteren Deffentlichkeit bekannt geworden Menschenleben mit faltér Erbarmungslosigkeit vernichtet lang die Widerstandsfraft der Boltsmassen. Sobald jedoch ist, das revolutionäre Proletariat. Unabhängige und bas militärische Preſtige feine tödliche Erschütterung er- Spartatiften hatten seit Jahr und Tag ihre Vorbereiten hatte und dennoch fam es nir ge nòs, weder in Berlin, fahren, brach der fünſtliche Schwindelbau des militärischen gen getroffen. Eine zuverlässige Geheimorganisation, die noch in Stiel, noch in Hamburg, noch in München, noch sonst Schreckenrogiamentes mit überraschender Blöglichkeit zu- Tausende von Vertrauensleuren aller Betriebe, umfaßte, irgendwo zu roh en Bergeltungsakten. Den Offi Jannen. Nicht Gewalt von außen warf ihm nm," jondern bot die Gewähr für einheitliches Schlagen, für das Aufzieren nahm man die Waffen ab, wohl auch die Epauletten, das Weichen der eigenen Fundamente, das Bersten der gebot gewaltiger massen. Dem Meinungsstreit über den die Schuyleute entwaffnete man- aber niemand wurde on eignen Pfeiler und Gewölbe. So war es, wie uns im geeignetften Angenblid aur proletarischen Erhebung Sache an Leib und Leben geichädigt. Wenn man der ent der Petersburger Frühjahrsrevolution schilderte, schon in mehrere Hauptverschwörer, darunter den Genossen Däumig, lojen Gefangenen und völlig Unschuldigen berübt haben, jo September 1918 ein führender Bolschowir als Augenzeuge machten die Militärbehörden selbst ein Ende, indem sie feßlichen Bestialität gedenkt, die feitdent fiegreiche Nosle truppen an entwaffneten Revolutionstämpfern, ja an webt. Nußland geweien: als die Arbeiter demonstrierten, waren verhaftete. Stun gab es fein Zögern mehr, und am Morgen darf die Revolution erst recht stola sein auf die un bie gegen fie aufgebotenen Soldaten und Kojaken zur des 9. November erlebte auch Berlin feine Revolution. Ueberraschung selbst der Demonstranten, zum Bolt überaus gegangen! Der Berfeßungsprozeß in der Armee hatte den Die Leiter der revolutionären Organisation batten bergleichliche Großmut, die sie damals geübt hat, Fribischen Bunft erreicht, wo die geheime Dährung in offene nach Möglichkeit für eine Bewaffnung der Arbeiter gejorgt. auf das edelmenschliche Verhalten, das die siegreichen Prole Devolte unschlug. Aber was hätten die paar hundert Gewehre und tarier den gedemütigten, völlig verschüchterten Vertretern amb Offensive bei Reims in eine Rette immer neuer Niederdas So war es auch in Deutschland, als im Baftan Brownings bedeutet, wenn sich nicht der Militarismus des alten, berhaßten Systems gegenüber beobachteten. So war es auch in Deutschland, als im Baltan selbst in den vier Jahren eines wahnsinnigen Va banque. So darf die Rückschau auf den 9. November und die and in Italien der militärische Zusammenbruch begann und Spiels um jede Kraft und jede Autorität gebracht gehabt ihm vorausgegangenen Sturmtage der Revolution als auf dem westlichen Hauptkriegsschauplatz die deutsche hättel Die Soldaten waren es gründlich jatt geworden, deutsche Proletariat mit stolzer und reiner Freude erfüllen. Tagen und einen ununterbrochenen, zehnwöchigen Rüdzug fich von einer Führerschaft, deren Korruption fie feit Was sich feitdem auch abgespielt hat, und so schmählich fcitber ganzen deutschen Front von Bothringen bis zum abren voller Empörung vor Augen gehabt hatten, noch dem auch die Arbeiterklasse um so manche Frucht ihres Sic Hermelbanal ausmündete. Der Verlust von bunderttausen- länger als Mordautomaten und Kanonenfutter gebrauchen aes gebracht worden ist: die Revolutionstage des Noben von Toten und Verwundeten, 360 000 Gefangenen und au laffen. Das Volk in Waffen war durch die grauenhafte bembers 1918 bleiben als bobe Ehrentage der deutbielen tausend Geschüßen, fündete auch dem Lügengläubig. Lehrzeit der vier Blut- und Entbehrungsjahre zum schen Arbeiterklasse in die Blätter der Geschichte eingetragen! Und als nun die Doch eine Lehre vor allem sollte das deutsche Prole ften und Langmütigsten zu fürchertlich den Anfang vom Bürgerbewußtsein erzogen worden. anaufbaltiamen Ende, als daß sich nicht auch hier die un- Gunderttausende von Berliner Proletariern und Brole- tariat aus dem unwiderstehlichen Siegeszug der November gebeure Gärung in offene Rebellion hätte verwandeln tarierinnen in der Frühe des 9. November auf der Straße revolution ziehen: daß die Arbeiterklasse, daß der Sozialis. follen. Es bedurfte nur noch eines fchwachen An- und vor den Kasernen erschienen, leisteten die uniformier- mus in Deutschland unbesieglich ist, wenn er einig Gefang der Bölker. Von Kurt Eisner. Mir werben im Sterben Um ferne Gestirne. Sie blinfen im Sinten Und stürzen in Nacht. Es wollen die Massen Nicht das Leben hassen. Die Freiheit ruft empor, Von den Sternen bekränzt. Die Beiten entgleiten, Die Erde erbebie. Es frallte das Alte Ins Herz junger Zeit. Da mußten die Bleichen Den Schreitenden weichen. Du Volf wurdest erweckt, Der Tod war besiegt. Wir schwören zu hören Ten Rufern der Freiheit. Wir schirmen in Stürmen Die heiligen Höh'n. Die Menschheit gesunde In schaffendem Bunde, Das neue Neich ersteht. Welt, werde froh! Welt, werde froh! Revolution in den Bergen. Eine Erinnerung an den 9. November 1918. Von Erich A. Schmidt. nants, die, nach atavistischer Gewohnheit ftolz und ked, die auf getveichten Straßen durchwandelten, bahnten sich verwegen einen Weg zu den, ach, franken Herzen etlicher Damen, die in diesem Erdenwinkel Erholung oder Abenteuer suchten. unser höchstes Gut: das Leben, der Frauen Tränen versiegen, und eine goldene Freiheit umwirkt mein deutsches Land. Mündig will die Masse werden, in Schauern gebiert sich eine neue Zeit die Bölferverföhnung ist nahe. Ch, daß ein Gott in alle Geifter lentte den heiligen Strom der göttlichen Bernunft!... * Da fuhr, von der fernen Wasserfante her, über das Herz des Reiches hinweg, ein jäher, gündender Strahl auch in das stille Bergbad. Tumultuarische Gerüchte sprangen wie heltische Geifter herum. Fremde Menschen standen an allen Eden; eng Ein abgelegenes Gasthaus, am Fuß der Berge hingebaut gebündelt. Die feuchten Wälderwege lagen leer. Die hohen Berge fodte mich wie oft. Die junge Wirtin wartete seit vier Jahren sahen staunend in erregte Menschengesichter. Extrablätter durch| auf den fernen Gatten. Ihre Kinder kannten den Vater nicht flatterten die Luft wie in Großstadtstraßen. Die franten Herzen mehr. Nun war das abgehärmte Antlig von einem Strahl ume zudten elektrifiert: ein galvanischer Strom durchfuhr sie schrill fränzt. Jest tommt er wohl bald", sprach sie scheu vor sich hin. Mund schrie in Mund aufreizende Kunde: Matrosenaufstand in Kiel!" " Der Kaiser bankt abl" Ausrufung der Republik!" Arbeiter. und Soldatenräte in jeder Stabi!" " Der Krieg ist zu Ende!!" Das Chaos tam. Was würde geschehen? Die Temperamente schieden sich. Die alten Gruppen lösten sich auf. Neue Begriffe entstanden, die allmählich die Geister erfaßten und zur Klarheit awangen. Die alten Geseze zersprangen. Es gab, mit einem Male, viele Republikaner; bereinzelte Gemüter bekannten sich geheim sum alten Kaifertum. Die meisten blieben, nach der Herdenart der Menschen, indifferent; warteten ab und schlugen sich auf die Seite der Mehrheit. Ein tiefer Atemzug aber befreite alle Herzen von jahre langem Drud: Der Krieg ist aus! Der Mord zu Ende! Die ersten, die die neue Freiheit empfanden, waren die Eo daten. Sie riffen die Achselstücke von den Schultern. Sie gingen, ha! an den Offizieren ohne Gruß vorbei. Die aber nahmen mit fchmerzlichen Gefühlen die blinkenden Epaulettes berab; fi schritten degenlos, apathisch durch die Straßen. Cder fie hoften, au Rudeln gesellt, schwermütig im hohen Saal ihres vruntenden Kurhauses; fie fahen einander an, und in jedem Blide lag bie gleiche stumme Frage.... Sie schenkte mir den besten Staffee ein, den ich seit langem frant, ja, fie holte vor Freude die letzten echten Bohnen aus der Büchse. Dann aber wies fie verstohlen auf zwei dunkle Gesellen, die born im falben Dämmer des großen Gastzimmers saßen. Es sollen befreite Verbrecher sein!" sprach sie flüsternd. Ja, es waren verwegene Burschen, in Uniform, mit wucherne ben Bärten. Sie zahlten und gingen. Wir fahen ihnen nach. Ich sagte: Rassen wir sie ihres Weges ziehen. Die Sonne der Frei beit scheint über Gerechte und Ungerechte. Sie werden ihrem Schidjal nicht entgehen.... Vielleicht waren es auch entflohene Kriegsgefangene... Ich steckte, zum erstenmal, einen Groschen in das hohe Orchestrion. Es war verstaubt, es räusperte sich lange. Dann aber stieß ein rasselnder Walzer aus seinem offenen Maul. Die Kinder der Wirtin ergriffen sich an den Händen, tanzten Ringela reihen und sangen: in .Nun fommt der Vater bald nach Haus!..." Es war eine rührende Szene. Die junge Wirtin hatte Tränen den Augen.... Da ging die Tür auf, und zwei Leutnants erschienen still im Raum. Sie setzten sich an den Nebentisch und baten um Kaffee. Ich hatte mein Brot verzehrt, der Abend dunkelte im Tal empor. Ich verlangte, zum Abschied, von der Wirtin ein paar Zigaretten. Sie aber hatte feine mehr im Haus. Da wandte sich der eine der Offiziere zu mir mit geöffnetem Etui. Ich erschrat heftig und griff dankend zu. Noch nie hatte ich Leutnants fo höflich gefehen. Ich bin auch nicht eben des Typus, den sie ansonst lieben. Der Arzt der Großstadt hatte einen in bie Berge gesandt, Ich marschierte, Son den Bergen herab, zum Höllental, bas Damit das friegskrante Herz an den heiligen Quellen genese. fid um die gewundene Weistrik schlängelt. Die prouen Molten Das laute Sommerleben des idyllischen Glazer Bades war längst rollten über tie Horizonte, Sonne schlug gelb ins Tal. Mein derebbt, die bunten Blätter fielen allgemach, eine fanfte Me- Echritt war start. Die hohen Wälder gaben mir Erlösung aus Und auch die junge Wirtin, als ich Abschied nahm, flüsterte lancholie umfpannte die Herzen der Patienten. Die Wege der Wirrnis und Not. Jubelnd fühlte mein Herz: Auf den Bergen Badeqäste wurden fürger, die Dorfstraßen bedte Schlamm; der ist Freiheit!" Nun trug ich sie wie einen gündenden Talisman mir lächelnd zu: Die waren früher anders, das hätten sie sonst November zog, ein grauer Herrscher, mit fahlen Farben in das in der Brust Ch, daß sie mit mir niederführe, alle Seelen um taum getan!" fingc; ftrable. Hieße bis in den letzten Winkel des duate Ich drückte ihr die Hand und ging. Mich hatte das fleine Land. Erlebnis froh gemacht. War die konventionelle Maste gefallen In den Gesellschaftszimmern der Billen wurde Rlavier geiten Tals.. pautt, wurde gellatfcht, geflirtet und gelacht. Genesenbe Sol Ich hatte ein paar Tage fern vom Geschwät erregter Men- im Sturm der großen Mevolution? Sah ich das menschliche baten begannen mit strammen Bergdirnen zu liebeln; abends fchen augebracht: nun war alles Dunkel gerspellt. Ich fühlte den Herz sogar hinter preußischer Leutnantsuniform? Gepriesen standen sie verschränkt an den Ufern des Flüßchens, das schäumend Frieden in heiliger Glorie wehen um alle Städte dieser Welt. sei der Tag! Mit starken Schritten ging ich durch das dämmerbune Tak quer durch den Badeort rollte und mit feinen aischenden Stimmen Die Waffen ruhen, des Krieges Stürme schweigen", der rauchende bas Geräusch scheuer Küsse perfchlang. Auch die Herren Seut Strom des Menschenblutes steht gedämmt. Seilig wird wieder Der Abendstern stieg auf gleich einem filbernen Erlöser. 1 Iff. Als der Tintssozialistische Stoßtrupp in den November- von wo er eine Ansprache hielt, von derfelben Stelle, wo der Bug formierte sich und bewegte sich unter Absingen redon tanen fein revolutionäres Banner entrollte, folgte das frühere Kaiser viel Volk" sehen wollte. tionärer Lieder durch die Stadt. In der Brunswifes Banze Proletariat. Und mit sicherem repolutionären In- Gegen Mittag wurde die Stadtvogtei gestürmt und die dort Straße, nahe der Arrestanstalt, stießen die Demon ftinite forderten die Massen, daß der Kampf um die volle eingesperrten Häftlinge bejreit, unter denen sich auch Genosse ftranten auf eine starte Bostentette, die von etwa 50 Applie Eroberung des Staates und die Durchführung des Sozialis. Däumig befand. Die Rechtssozialisten waren, als sie gesehen kanten, geführt von einem Beutnant, gebildet war. Der Zug mus von nun an in geschlossener Front geführt werde. Die hatten, daß ihre Bremsversuche nichts halfen, nach den Kasernen stode. Plötzlich ertönte ein scharfes Kommando, Schüsse paritätische Zusammenschung der ersten Revolutionsregie- gekommen, wo sie die Soldaten für ihre Partei zu gewinnen frachten, es waren aber zum Glück nur Platpatronen. Als rung, das gemeinsame Susammenarbeiten im Zentral- und suchten. Die Druderci des Browärts" arbeitete unermüdlich der Zug sich wieder in Bewegung setzen wollte, frachten Vollzugsrat war nur die Vollstreckung des unverkennbaren Flugblatt auf Flugblatt warf sie hinaus, um für die Slechts abermals Schüssel Diesmal waren es scharfe, und Massenwillens. Dieser proletarische Drang nach Ver- sozialisten Propaganda zu treiben. 8 Tote und 29 Verwundete wälzten sich in ihrem Am längsten hielt die rote wingburg am Alexanderplats, Blute. einheitlichung aller sozialistischen Aktionen überfah im cin zelnen gar mandes: den schweren, namenlos erbitterten das Polizeipräsidium, stand. Start gespickt mit MaschinenDiele Kugeln, die die Straßen Riels durchpfiffen, waren Stampf zwischen den sozialistischen Gruppen während der vier gewehren fah es aus, als ob es uneinnehmbar sei; aber es bali das lebte Argument, das ein aftes, morsches System aufzu Kriegsjahre, die Verfeindung der Führer, die mangelnde widerstand zu finden. Abgesandte erschienen im Parteibureau Militarismus besiegelt. Die Blutlachen in der Brunswiker Gegen 2 Uhr nachmittags drangen Soldaten ein, ohne bringen vermochte. Damit war der Zusammenbruch des Eignung und Zuverlässigkeit so manchen von ihnen. Aber ber 11. E. B. D. in der Edhidlerstraße und ersuchten um Ent- Militarismus besiegelt. Die Blutlachen in der Brunswifer daß er im Kerne gesund und berechtigt war, haben die transendung eines Vertreters gweds lebernahme des Polizei trennter und entgegengesetter Klaffen. Sie waren zugleich Polizei- Straße zeugten von dem Zusammenstoß zweier scarf gerigen Erfahrungen des seitdem verstrichenen ersten Revolu- präsidiums. Genosse Eichhorn folgte dieser Aufforderung und trennter und entgegengejetter Klaffen. Sie waren zugleich vollzog die formellen Uebergabeverhandlungen, nach dem der das Signal für die Matrofen, fich ebenfalls zu bewaffnen, tionsjabres nur zu schreiend bewiesen. Der 9. November in Berlin. nichts. S. Möchte die lebendige Vergegenwärtigung des 9. No- amtierende Polizeipräsident von Oppen erklärt hatte, abzudanken denn in Güte ließ sich von den alten Mächten nichts abbembers 1918 ch die Stimmung dieses Tages, das prole. Die rote Fahne wurde aufgezogen und den Beamten der politi- trogen. Schon am Montag hatten sich starke Matrosentarische Solidaritätsgefühl und den unbeugiamen jozialistischen Bolizei erklärt, daß die berüchtigte Abteilung V. früher V11, abeilungen Waffen verschafft, die ganze Sieler Garnion fchen Einheitswillen in den Massen wieder so lebendig geschlossen. fei. Der Eica war vollkommen. hatte sich der Bewegung angeihlossen, das Seebataillon machen, daß die Tage der proletarischen Eelbstzerfleischung Am Abend des 9. November um 9 1hr traten im Meichstag ichickte eine Abordnung, die gleichfalls den Anidyluß erklärte, gezählt find, bevor die Revolution und den Sozialismus Bertreter der Arbeiter und Soldaten zusammen, um die Vorbe und auch die Flotte trat zu den revolutionären Matrojen selbst das Verhängnis ereilt! reitungen zum Busammentritt der Arbeiter und Goldatenräte über. Ein Soldatenrat, wurde gewählt, die Betriebs. 3 treffen, der am andern Tage im Zirkus Busch stattfinden vertrouensleute wählt.n einen Arbeiterrat, der mit follte. Es wurde in aller Eile cin Wahlreglement bereinbart, dem Soldatenrat aufs engste zusammenarbeitete. um die Situation der Stunde auszunüßen. Inzwischen fielen Das Gouvernement war sich inzwischen des Ernstes der aus den Fenstern verschiedener öffentlicher Gebäude von real Rage bewußt geworden. Es erbat gegen die Meuterer Honären Glementen Schüsse auf ruhig daherkommende Bassanten Silfe aus Berlin und den norddeutschen Garnisonsund es bedurfte noch manche Arbeit, um wirkliche„ Ordnung" orten. Von Flensburg, 2übed und Hamburg famen zu schaffen. Infanterieformationen angerüdt, einige von diesen traten Am Sonntag, den 10. November, tamen die Arbeiter in den sofort zu den Ausständischen über, die anderen wurden noch Fabriten zujanunen, um die Vertreter zur Buschpersammlung zu furzem Widerstand entwaffnet. Der Gouverneur, Adwählen. Die Rechtssozialisten mach en starfe Anstrengungen, um miral Souchon, wurde einige Stunden im Bahnhof feit ihre Leute hineinzubringen, hatten aber nur teilweise Erfolg gehalten, später aber wieder freigelassen. In später NachtWichr Glüd hatten sie bei den Soldaten. Wie das gemacht wurde, stunde famen noch die Wandsbeder ufaren an erzählt Herr Ctto Wels selber in der Illustrierten Wochenschrift: qritten. Sie wurden in Meimersdorf, einem Nachbarort Volt und Zeit". Er schreibt: fehr gezwungen. Kiels, mit Maschinengewehrfcuer empfangen und zur Um Seit Monaten waren die Fäden gesponnen, die zur einheit lichen, direkten Aktion führen sollten und die in Berlin am 9. November offen in die Erscheinung trat. Illegal waren die ege, die gegangen wurden; in Wort und Schrift wurden die Arbeiter in den Betrieben auf die direkte Attion vorbereitet. Die schwersten Tage waren die, die dem 9. November voran gingen. Woil durchgefidert war, daß die revolutionären Obleute ber Betriebe den Montag, den 4. November für die General offensive etwas verfrüht hielten und noch acht Tage warten wollten, verstärkte sich die Setze gegen diejenigen, die im Ver bacht standon, Träger der revolutionären Bewegung zu sein. Wie besessen war die politische Bolizei hinter ihnen her, um hnen die damals üblichen Landes- und Hochverratsprozesse an zuhängen. Die Verfolgungswut steigerte sich von Tag zu Tag. Die Schnuffelbande vom Alexanderplatz hatte inzwischen am Bahnhof Friedrichstraße eine für die russische Botschaft bestimmte Siste entdeckt", die angeblich geplatt fei und Flugblätter ent hielt. Diese Entdeckung" führte zur Ausweisung der vussischen Botschaft, die in der Nacht vom 5. zum 6. November Knall und Fall Berlin verlassen mußte, esfortiert von Wilitär zu Fuß und zu Pferde und von Polizei begleitet bis zum Bahnhof. Fieber. haft" arbeiteten Bolizei und Militär, die Spibelgesellschaft war hinter allen bekannten Genossen her und wollte noch am 6. Nobember eine Zusammenkunft der Vertrauensleute in Reinidenborf ausheben, lam aber zu spät. Ginge Genossen, die man erwischte, wurden in der niederträchtigsten Weise von den Helden bes Alexanderplates behandelt. " Daß 6: 3 Sonntag 10 Uhr früh die verlangten Wahlen, die nirgends betannt waren, nicht vorgenommen werden konn ten, legt auf der Hand. Sie sollten es auch nicht fein. Der Mittlerweile waren aus Berlin der Abgeordnete No ar Lite Fligel der Unabhängigen und die Spartalisten batten die und der Staatssekretär Hausmann eingetroffen. Cie Loute schon zur Hand, die zur Errichtung der geplanten Re- wurden am Bahnhof von der gesamten bewaffneten Garnigierung: Liebknech, Lodcbour, Luxemburg, bereit waren. Die fon und der Flotte empfangen, per Auto nach dem großen jer heimtüdischen Aktion, die den Willen der Berliner Arbeiter Ererzierplatz gefahren, woselbst sie an die versammelten Maund der Garnison völlig ausschalte: e, entgegen zu arbeiten, trofen Ansprachen hielten und sie zur Besonnenheit ermahn crschien mir eine dringende Notwendigkeit. Im Reichsfangler. palais fand ich einige Mitglieder des Parteivorstandes, mit ten. Hierbei leisteten sich die kaisertreuen Offiziere die Ebert, Scheidemann, Landeberg. Ihnen erstattete ich Bericht erste Provokation. Aus den anliegenden Häusern Einig waren wir, daß der saubere Plan durchfrauzt werden fielen scharfe Schüsse; als Antwort fette cine planloje müsse. Wie? Mir wurde die Ausführung übertragen. Schießerei ein; schließlich wurde der Plaz geräumt, worauf Zum Sonntag, den 10. November, nachmittags 2 Uhr. wieder Suhe cintrat. waren die Betriebsvertrauensleute der S. P. D. nach dem Vorwärtsgebäude geladen. Eie fonnten also zur Not noch In der Nacht zum Dienstag fanden Verhandlunges informiert werden. Die Macht aber lag in den Händen der zwischen Noske, Hausmann und dem Gouverneur einerseita Soldaten. Ein Flugblatt, das alle Truppenteile, und dem Soldatenrat andererseits statt. Die Matrojen jetz welche auf dem Boden der Politi teben, wie ten ihre Forderungen in den wesentlichsten Punkten durch. fie der Vorwärts" vertritt", auffordert, iofort Ver- Am Dienstag früh eridien ein Aufruf des Sola treter zu wählen und diese ebenfalls um 2 Uhr nachmittags batentats, in dem befannt gegeben wurde, daß es ein in das Vorwärtsgebäude bestellte, wurde in den frühesten Morgenstunden in 40 000 Exemplaren hergestellt und durch Burück nicht mehr gibt. Weiter wurden in dem Aufruf die zuverlässige, redegewandte Genossen frühzeitig in den Kasernen Bedingungen bekanntgegeben, die der Coldatenrat gestellt Bedingungen bekanntgegeben, die der Soldatenrat berbreitet. hatte, und die von dem Gouvernement angenommen worden Die ganze Garnison leistete der Aufforderung Folge. waren. Sie beschränkten sich in der Hauptsache auf mili148 legitimierte Vertreter von 58 000 Soldaten waren er tärische Maßnahmen und hatten als politische Ziele nur die schienen. Jene Konferenz ist wenig befanni geworden und doch hat vollständige Rede- und Preifefreiheit. Die fie entscheidenden Einfluß auf den Gang der deut. Soldaten wußten alio noch nicht, was sie mit ihrer fchen Revolution gehabt." Macht eigentlich anfangen sollten. Die Situation än. Der dere fich erst am Dienstag, den 5. November. Arbeiterrat hatte den Generalstreif. ausgerufen, alle größeren Betriebe rubten und waren militärisch vom Soldatenrat bejezt. Auch der Eisenbahn- und Straßenbahnverfehr, sowie der Dampferberfehr rubte. Für die Rechtsfozialisten war der Aufstand überraschend gekommen. Sie standen der Bewegung rat- und hilflos gegenüber, beriefent ihre Funktionäre zusammen und versuchten den Gang der Ereignisse aufzuhalten. Noch am 4. November schrieb die Schleswig- Holsteinsche Volkszeitung" das Folgende: Die zum 7. November, zum Jahrestag der russischen Rebolution einberufenen, Versammlungen unserer Partei wurden bom Oberkommando in den Marken verboten, den Abonnenten ber Leipziger Volkszeitung" die Auslieferung der Zeitung vor. enthalten. Die fieberhafte Spannung unter den Arbeitern stieg; fie wurde noch gesteigert, als von Kiel, Lübeck und Hamburg die Nachrichten einliefen, daß diefe Orte von Matrosen und Arbeidern genommen waren. Es gab nun feinen Aufschub mehr. Der aus den revolutionären Coleuten gebildete engere Ausschuß mußte allein entscheiden, daß am Sonnabend, den 9. November, in BerJin das Proletariat die Betriebe verlassen und zum offenen Kampf auf der Straße übergehen müsse. In der vorhergehenden Nacht wurde dieser Beschluß gefaßt und so gut cs ging, den Ob Ieuten übermittelt. Diese Bewegung suchten die Regierungsfozialisten zu durchkreuzen, weil sie auf dem legalen Wege der bürgerlichen lassenbertretung weitergehen wollten. Sie mahn Am Sonntag, ben 10. November, fand im Sirkus Busch jene den zur Ruhe und Besonnenheit. Sie wollten verhandeln und denkwürdige Versammlung aller Arbeiter- und Goldatenräte warten, bis der Staiser zurücktreten würde. In einem Aufruf statt, die zunächst alle politische Macht verförperte und denen die bom 4. November sagte der Vorstand der sozialdemokratischen Boltsbeauftragten ihre eigentlichen Funktionen verdankten. Bartei zum Schluß folgendes: „ Aus unbesonnenen Streichen fann einzelnen von Guch und der Gesamtheit nur namenloses Unglüd ermadyjen. Attionen, die Erfolg versprechen, müssen von der Gesamtheit der Arbeiterschaft getragen fein. Für solche ist aber jetzt der Augenblick nicht da. Folgt darum teiner Parole, bie von einer unberantwortlichen Minderheit ausgegeben wird." Herr Wels hat also die damals pelitisch unerfahrenen Sol. daten für seine Zwede bearbeitet und sie zum Hemmschuh gegen die rvéolutionär vorwärtsstürmenden Proletarier benutzt. Daß er heute darauf noch stolz ist, ist bezeichnend für diese Corte Volts. vertreter. Der Aufstand der Kieler Matrosen. Von F. Utrott. Mahnung zur Besonnenheit. Die Sozialdemokratische Parteileitung verbreitete gestern ein Flugblatt mit einer Mahnung zur Besonnenheit: Durch unters schriftlose Flugblätter und durch Agitation von Mund zu Mund Am 2. November 1918 lief in Kiel das dritte Ge- ist an Euch die Aufforderung ergangen, die Betriebe zu verlassen Dieser Blaufruf wurde auch in den Betrieben verteilt, Unsere Schwader der ehemaligen Kaiserlichen Hochsee flotte durch den und auf die Etraße zu geben. Wir raten Euch dringend, dieser Genossen ließen sich von diesem Bremserlaß nicht im geringsten Officefanal ein. Die Mannschaften wollten noch am selben Aufforderung nicht zu folgen. Wie Ihr alle wißt, befindet sich beirren. Waren schon am Freitag nachmittag viele Arbeiter Tage in einer Versammlung im Gewerkschaftshaus Stel die Sozialdemokratische Bartei im Buge ciner sehr wichtigen taum noch zu halten, so war die Beteiligung am 9. November eine lung nehmen zu einer Beschwerde, die an das Gouvernement Aftion. Sie hat einige Genoffen in die Regierung entfandt, um allgemeine. Noch am Vormittag des 9. November mahnte der wegen der Festießung einiger Kameraden, die gegen gavisse schleunigen Frieden zu schließen und alle persönlichen Freiheiten Vorstand der Rechtssozial sten, von der Beteiligung am General Lebelstände Protest erhoben hatten, abgegangen war. Daß sicherzustellen, beren die Arbeiterschaft zu ihrer weiteren Entvid. Streit abzusehen, als er aber sehen mußte, daß seiner Mahnung Gouvernement verbot das Abhalten der Versammlung. Die Inng bedarf. Wir fordern Euch auf, bei diesen Verhandlungen teine Folge geleistet wurde, verfündete auch er den Generalstreit. Wannschaften wurden dadurch noch erregter und beschlossen, nicht burd Unbesonnenheiten dazwischenzutreten. Folgt darum aber zu einer gait, als er längst perfekt war. am Sonntag, den 3. November, eine Demonstration feiner Aufforderung, die von einer unverantwortlichen Minder Die Parole der Unabhängigen, nunmehr ben Stampf um zu veranstalten. Sie verschafften sich mit Gewalt 2 and.beit ausgehen wird. Sein oder Nichtje'n energisch aufzunehmen, fand überall guten urlaub und forderten durch kleine Handzettel die Ar- Der Generalstreit wurde trotzdem im vollen Umfange Boden. Die Massen, die Sonnabend früh in die Betriebe ge- beiteridhaft Niels auf, die Demonstration zu unterstützen. durchgeführt, und auch die Matrojen ließen von ihren Forgangen waren, um sie bald darauf möglichst geschlossen zu ver Die Stieler Arbeiterschaft leistete dieser Aufforderung derungen nicht ab. Das Straßenbild war ein äußerst lassen, strebten bald ihren Zielpunkten zu, trobem die Polizei freudia Folge, und das um so mehr, als das Gouvernement buntes geworden. Starke Wachtabteilungen, mit roten am Tage vorher den Genossen Däumig als den vermeintlichen Hauptleiter festgenommen hatte. Bald zeigte sich, wie das Mili am Sonnabend starke Abteilungen des See bataillons Bändern und Rotorden geschmidt, burdzogen die tär zu unserer Sache stand und wie die Versprechungen zu be- aufgeboten batte, um den geplanten Streif der Werft- Straßen, die Offiziere wurden entwaffnet, Autos, merten waren, die bother von Vertretern verschiedenes Regimenarbeiter gewalttätig zu unterbrüden. Das Gouverne mit bewaffneten Matrosen besetzt, durchfuhren die Stadt, ment erhielt natürlich Rennthis bon der beab- die Flotte im Hafen und sämtliche Schiffe botten die rote der gemacht worden waren. Es waren unvergeßliche Augenblide, fie lange gebißt, und als das Linienschiff„ König", welches als die Massen vor den Najernen anlangten, und es sich ent. fichtigten Demonstration, und traf Maßnahmen, Die Kaserne wurde fofort geim Dod lag, die riegsflagge feste, wurde es von cheiden sollte, ob es zu einem entießlichen Blutbade tommen berhindern. iperrt. Niemand durfte sie verlassen. Das Ge- beiden Ufern aus unter Feuer genommen, bis sich die Offi follte oder ob die Soldaten den Befehl ihrer Vorgesetzten, auf das Bolt zu schießen, außer acht lassen würden. Hinter den Kajer. Schwader sollte sofort wieder auslaufen, um der meuternden ziere den Matrosen ergaben. Auch if dem Schloßturm mentoren der Maitäfertaferne spielten sich aufregende Szenen at. Watrofen habhaft zu werden. In den Straßen Stiels wurde wurde die rote Fahne gebißt und die Kaiserstandarte Maschinengewehre ftanden bereit, alles war auf einen Stompf durch Trommelmirbel und Trompetenstöße nicbergeholt. Die Polizeigemalt ging auf den Sol. mit den Vollsmassen eingestellt, Offiziere machten Anstalten, neue Alarm geschlagen und die Matrosen aufgefordert, sofort in atenrat über, nachdem der Bolizeipräsident, ebenso wie Der Stadtkom. Menschenmassen hinschlachten zu lassen, da griffen beherzte Bro- die Quartiere zu gehen. Starke Nekrutenabteilungen murrina Seinrich, geflohen waren. letarier im Waffenrod ein und Felen den Offizieren in den Arm, den, mit Offiziersanwärtern und Unteroffizieren durchießt, anandant, tapitän zur Soe Seine, der sich seiner Ber fie traten auf die Seits der arbeitenden Massen und verhinderten zufammengestellt, bewaffnet und zum Patrouillegehen durch baftung widerfette, mußte dabei sein Leben lassen. Blutvergießen. Am Toreingang rüttelte ein junger Genosse die Stadt befohlen. Am Dienstag nachmittag fand auf dem Großen ErerSaberiaath, der an der Epiße der Stoßtruppen stand, er All diese Maßnahmen erreichten aber nur das Gegen- sierplak wiederum eine Veriammlung ftatt. Es war ein wurde von einem Offizier niedergeschoffen. teil. Sie waren die fräftigste Agitation für die Demon- erhebendes Bild. Bon allen Seiten, strömten bewarinete Bald zeigte sich, daß das Militär gegen die Arbeiter nicht itration. Qu Tousenden eilten am Sonntag die Maffen nach Büge mit roten Fahnen herbei. Die Schiffsbesatzungen mehr zu verwenden war. In den Straßen fah, man Militärmufit dem Exerzierplab und lauschten dort den Mednern, die die crichienen mit Mufit, eine bunte Menge bewegte fich in an der Spike der streitenden Profetarier. Ganz gefährlich sah es Aufforderung ergehen ließen, die gefangenen Same frendiger Erregung auf und ab, und als sich nach Schluß am Schloß aus. Maschinengewehre standen auf dem Dace und raden aus der Arrestanstaltanbefreien. Mit der Berfammlimg die Maffen gerstreuten, leisteten fich die verkündeten Unheil, aber sie traten nicht in Funktion. Es dauerte großer Begeisterung wurde diefem Rufe Folge geleistet. Raifertrenen eine neue Provokation. Wiederum wurde nicht lange und die hauptsächlichsten Bffentlichen Gebäude waren Matrofen drangen in die in der Nähe liegende Salerne aus den Häusern gefchoffen, es Enabe binnen furzem in Im Besige der Arbeiter. Bom Schloffe her wehte die rote Fahne der Wald wiefe ein und forderten die zurüdgehaltenen der ganzen Stadt, und erst als die im Safen liegenden und Genoe Rari Siebine hang fich auf den Ballon, Kameraden zur Teilnahme an der Demonftration auf. Der seriegsschiffe ihre Geschütze auf das Wohnungsviertel ben Offiziere richteten, trat Muhe ein. icber waren 8 Tote| behauptete, daß von einer ridläufigen Entwidlung der wenigstens nach feiner etbifden Seite, fe and 12 Verwundete zu beklagen. Das Gouvernement er- revoltuionären Bewegung feine Jede sein fönne". A1s1 das Bolf vnentbehrlich... ließ daraufhin einen Aufruf, in dem den Offizieren zur der Genosse Haase Ende der Wode in Kiel einiraf, tonnic Wei alledem fragt man ji, westa'b Herr Haenisch eigentlich $ flicht gemacht wurde, das Schießen auf die Matvojen zu pon einer entscheidenden Beeinflussung der Lage feine den Bosten eines preuzijden Stultusministers übernommen hat. amberlassen. Stede mehr fein. In Kiel ging es von dem Augenblic ab, Dem Staate wären erhebliche Kosten erspart geblieben, wenn Serr Noske war unterdessen nicht müßig gewesen. wo Noste Leiter der Bewegung wurde, bergab. Das die Griebung der alten Reaktionäre durch einen neuen NeDurch geschickte Schachzüge erschlich er sich cas Vertrauen perden beurte auch diejenigen bestätigen fönnen, die damals altionär unterblieben wäre. des Soldatenrats und eines großen Teils der Matrojon. in iloent unüberlegten Eifer in Noste einen„ Bolf3Es war ein Unglück, daß Genosse Saaie und Lede.helden" erblickten. bour, die telegrapich nach Kiel gerufen waren, nicht Kiel bette jedoch den Funken ins Bulverfaß gelegt. 2n das Jungproletariat Centilands. cintrafen. So wurde Noste als Vorsitzender des Soldaten. Die Bewegung pflanzte sich im ganzen Steich wie ein LaufAuf der Weimarer Reichskonferenz der Freien Sozialistischen rats gewählt, und er brachte bald die ganze Bewegung fener fort. Die Stieler Matrofen hatten auch an der Erinter feinen Einfluß. Die unerfahrenen, ahnungslosen hebung in den übrigen Städten des Reiches einen großen Jugend ist von der großen Mehrheit der Delegierten die ungweis Watrojen vertrauten ihm blindlings. Warnende Stimmen Anteil. Sie verließen in hellen Scharen Stiel und standen Seutige Absicht ausgesprochen worden, die proletarische Jugende wurden übertönt cer schlugen ungehört in den Wind. Fald in den Vordergrund des Kampfes, ob er nun in bewegung im Einne der kommunistischen Partei Deutschlands zu 9tosfe batte bereits damals seinen Badt Braunschweig oder in München, in Leipzig oder in Berlin lussen. Das zwang uns, eine Jugendorganisation zu beamit den ffizieren abgeschlossen. Er dachte ausgefochten wurde. Bieber baben sie für ihren Wut und gründen, die unabhängig von den verschiedenen sozialistischen nicht daran, den alten Militarismus, der soviel Flüche auf ihre Entschloffenheit freilich nur lindant geerntet, und das Barteiorganisationen nur das Biel verfolgt, die, wirtschaftlichen fein Haupt geleden batte, ganz zu beseitigen. Im Gegen auch bei denjenigen, die bis zum 4. August 1914 Träger und rebelutionären Ferderungen der Arbeiterjugend im Alter terl, er fette die alten Offiziere wieder in ihre Rechte ein. des revolutionären Gedankens sein wollten. Die Gefdichte bon 14 bis 18 Jahren an vertreten. die das Proletariat und die Matresen entwasinen, wäb erst wird dem Verbalton der Matrosen gerecht werden, und sinne ergi: ten, über un eren wirtschaftlichen Zielen nicht die Wir wollen die Jugend im wahrhaft fozialistischen rend er es von den Offizieren niemals verlangte. Ceinen mir find überzeugt, daß die Namen der für die Freiheit sinne ergi: ten, über un eren wirtschaftlichen Zielen nicht die Bildung zum Menschen vergessen. ersten großen Eieg" erfodyt Nosfe am 7. November, als des Volfes gefallenen Stameraden in eberne Zajel eingeWir wollen, daß die Jugend sich ihrer Jugend er von Vertretern der Marineformation zum Oberbefehls- greben werden. Echon heute haben sie sich bei dem revo- bewußt sei und sich ibrer freue. Die Jugend soll es nicht den haber eingelegt wurde. Noch am selben Tage erließ er lutionären Proletariat ein Denkmal gejezt. Alten an piefbürgerlicfeit nachtun wollen. einen Gouvernementsbefehl, der schon deutlich Kunde gab von dem Größenwahn, der ihn befallen hatte. In dem Gouvernementsbefehl hieß cs: Ich bin mit dem heutigen Tage einstimmig von den Ver trauensleuten fämtlicher der neuen Richtung angeschloffenen militärischen Formationen zum Gouverneur gewählt wo den und habe bie Geschäfte als solcher mit gleichem Zeitpunkt übernommen. mir zur Seite steht der Oberste Soldatentat des Befehlsbereich 8 bet Ofticeftation". Diefer segt sich zusammen aus fünf Mitgliedern, welche aus den von den Ver trauensmännern der Truppen gewählten Obmännern hervorge gangen find. 3ch treffe meine Anordnungen in militärischen Angelegenheiten im Einvernehmen mit diesem Obersten Soldatenrat. Damit begann Nosfes militärische Laufbahn in der Revolution. Damit war aber auch unzweifelhaft die revo. Intionäre Bewegung zum Stillstand verurteilt, obwohl das Blatt der Rechtssozialisten in Kiel noch am 8. November Senisch feiert Revolution. Der preußische Minister für Wissenschaft, Kunst und Boffs. bildung, Herr Konrad Haenisch, hat eine Verfüs mg er lassen, wonach es nicht awedmäßig sei, eine allgemeine Anordnung über eine Veranstaltung zur Feier der Revolution in den höheren Schulen ergeben zu lassen. Was Herr Haenisch der Revolution nimmt, das gibt er der Reaktion mit vollen Händen. Kürzlich hatte er eine Unterredung mit dem Abt des fatholischen losters Maria Laach im heinland, aus der wir erfahren: • Wir wollen die Unabhängigkeit der proletarischen Jugend in jeder Hinsicht und lehnen cs ab, die Bo: schule irgende einer Partei zu sein. Wir wollen die Jugend der arbeitenden Klasse zu revo lutiona.en Klassenfämpfern erziehen. Ein Programm in diesem Sinne auszuarbeiten, das nicht nur für heute und morgen gelten, sondern dauern soll, wird die Auf cabe unserer Reichsfonferenz Mitte Dezember sein. Die Mitarbeit der gesamten mit uns gleichgesinnten revolutionären Profetarierjugend Deutschlands brauchen wir dazu. Deshalb ist es unbedingte Bilicht aller Ortsgruppen, die zu unserer Absicht stehen, zur Reichstonferenz Vertreter zu entfenden. Obwohl dauernd Anmeldungen einlaufen. bitten wir doch nochmals, die Gruppen und Einzelpersonen, die unserer Bewegung sympathisch gegenüberstehen, Zeitungen. Wiaterial und Auskunft von Walter Stala, Berlin N 39, Samoa str. 10, cinzufordern. Ich und meine Partei. wir leben ja ter Coffnung, daß in einer späteren Zeit einmal eine Ethf er fchen wird, die es uns gestattet, die heute übliche christliche Sittlid, feit zu übertreffen. Jedoch zeigen sich hierfür faum die schwächsten Ansätze. Es wird also voraussichtlich noch Prov. Zentralfomitee der Freien Soz. Jugend Deutschlands". large dauern, und solange ist das Christentum.] Alfred Flatau. Walter Sala. Deutscher Metallarbeiter- Verband Verivaltungsstelle Berlin N. 54, Linienstraße 83 85. Gehä tszeit ven vormittags 9 Uhr bis nachmittags 4 Uhr. Die Kollegen folgender Werke haben Zelepton: Umt Norden 185, 1239, 1937, 9714. am Montag, den 10. November 1919 ant Versammlung mit anschließender Abstimmung über Arbeitsaufnahme oder Fortführung des Streits. Bergmann, Roseythaler Werke, Vollzähliges Erscheinen sämtlicher Kollegen ist notwendig. vorm. 10 Uhr bei Bohne für 1-1500; vorm. 12 Uhr bei Feind für 1501-3000. von Lehmann. Winker, Gottlieb Dunkel Ecke Germaniastraße. Jürst u. Co., Adlershof, nachm. 2 Uhr im Schultheiß am Bahnhof. Bergmann, Berliner Werk, vormittags 10 Uhr in D. W. J. Rugellager Bittenau, vorm. 10 Uhr, Sart Sartung.- G., Lichtenberg, Herzbergstr. 126 a, 1 Uhr. Trägerlagergemeinschaft Tempelhof, nachm. 3 Uhr bek Abtlg. Mt im Werke. manns Brauerei, Reinickendorf, Scharnweberstraße. J. Cast. Lichtenberg, Siegfriedstraße, 2 Uhr im Lokal Dorm. Uhr, Funktionäre bei Marks, Scharnweber Edhe Antonienstraße, Reinickendorf. Echwinzer u. Cräff. nachm. 2 Uhr bel Giebler, Sebastien und Luckauer Straße Ecke. Brendel u. Löwig, nachm. 2 Uhr bei Joneleit, Alegan brinen Straße 134. Gottwald Müller, Weißenfee und Echulz, Weißenfee, gemeinfame Bersammlung bei Große, Weißensee, Lehderstr. 23, nachmittags 2 Uhr. 1. Borsig, vorm. 12 Uhr, Hartmanns Brauerei, Reinickendorf. Edharnweberstraße. Eommerfeld, Ekaliterstraße, vorm. 12 Uhr bei Wüttke, Ghaligerstraße 121. Daimler- Berk, vorm. 11 Uhr im Epeisesaal. Dłuskulus, vorm. 12 Uhr, Renschel, Wiener und Wendenstraße Edre. Deuta- Werke, Oranienstraße, vorm. 12 Uhr bei Meier, Oranienstr. 36. Bornemann, nachmittags 2 Uhr bei Röhn, Neuenburgerstr. 9. Rauschenberger u. Co., vormittags 10 Uhr, bei Georgi, Chaligerstraße Ecke Elisabeth- Ufer. Sugo Büchner, Belle Alliance- Straße 92, nachm. 2 Uhr, Sabels Brauerei, Bergmannstr. 6-7. Drig- Motoren- Werke, vorm. 10 Uhr bel S. Groß, Kolonieftr. 75. Borst, Höchstestr. 4, vorm. 11 Uhr bei Sanke, Höchste Straße 4. Gauzich- Bronze, Weißensee, nachm. 2 Uhr bei Weber, Weißensee, Friedrichs, Ecke Streustraße. Allgemeine Deutsche Metallwerke, mittags 1 Uhr, bel Kodanech, Oberschöneweide, Wilhelminenhofstr. 18. Rodrian, Blücherstr. 32, vorm. 11 Uhr bei Fröhlich, Blucherstraße, Ecke Fontane- Bromenade. Jaroslaw, Weißenfee, nadm. 3 Uhr, Pokol von Czerni jewski, Röhlkeftr. 173 an der Streustraße. Bronitz u. Eeidel, Mulle.straße, mittags 1 Uhr bei Chrke, Fennstr. 58 4. oder 5. Haus vom Wedding- Play. 8ürn u. Glienicke, Rottbufer Gtraße 23, nachm. 3 Uhr bei Nikoli, Reichenberger Etraße 175. Meffingwerk Reinickendorf, nachm. 2 Uhr, Hartmanns Brauerei, Reinickendorf, Edharnweberstraße. Relirs, nachm. 1 Uhr bel Tornew, Tegel, Treskow, Edhe Edhliperstraße. Gebr. Arndt, Fenstraße, mittags 1 Uhr bel Böseler, Fennstraße 21. Ebet u. Lohmann, Frelenwalder Straße, nachm. 2 Uhr bei Boß, Jülicher Straße, Ecke Bornholmer Straße. Pincus, nachm. 2 Uhr bei Reuter, Gcoße Frankfurter Straße 10. vom Maffai Schwarzkopff- Werke, Bildau, nachm. 1 Uhr, Helfers Volksgarten Wildau, Anschlußzug Bahnhof Börje 11.49 Uhr, Grünau oder direkt vom Görliger Bahnhof 12 Uhr. Echäffer u. Oehlmann, nachm. 2 Uhr bei Waldt, Pflug straße 5, FJA. Echulze, vorm. 10 Uhr bei Büttner. Echwebter Straße 23. Boß. Wolter, mittegs 1 Uhr bei Löwe, Kolonieftr. 66. G. Krüger, Prinzenstr. 21, nachm. 4 Uhr bei Bräfke, Prinzenstr. 23. C. Müller, vorm. 9 Uhr, Linienste. 83-85, Urbelts nachweis. Elemens u. Salehe, Elfengießerei, vorm. Uhr, Fürftenbrunn bei Bogen. Gerhard, nachm. 3 Uhr, Sophieaftr. bei Alement. jennigpert Co.. mittage 12 ihr, Bülowfte. 6. Eamon Berk, vorm. 10 Uhr, Old- fellow Loge, Alte Jakobstr. 128. Gebr. Krüger u. Co., Köpenick, nachm. 2 Uhr, Köpenick, Bahnhofstr. 44. Echulz u. Leise, mittags 12 Uhr bei Tisch, OranienStraße 207. Brandt u. Co., Echlefifche Staaße 20, mittags 12 Uhr bei Mertens; Echlesische Straße 20. Echwarzlose, Echlesische Straße 20, mittags 12 Uhr, Echlesische Straße 20. Brüggemann, Rüdersdorfer Straße 48, vorm. 10 Uhr S. F. Edert, Lichtenberg, vorm. 11 Uhr, Turnhalle Bürgerheinstraße. Lichtenberg. Alexanderwerk, Neue Jakobftraße vorm. 11 Uhr bei Radtke, Reue Jakobstr. 1. bei Kroll, Rüdersdorfer Straße 48. Reiling u. Thomas, mittags 12 Uhr bei Meine, Acher Straße 123. D. Rohde, Hansa- Ufer 6, nachm. 3 Uhr bel Ruder, Jagowftr. 14. Kaiser u. Schmidt, Charlottenburg, mittags 1 Uhr, Zum Birnbaum, Charlottenburg, Galvanistr. 13. F. R. Conrad, Gloga er Straße, Friz Peczelich, Glogauer Edie Reidenberger Straße. Banndemann u. Co., mittags 1 Uhr bei Fröbel, Große Frankfurter Straße 47. Sudicates, Weißenfee, mittags 2 Uhr, Weißenfee, Echönstraße Eche Große Geeftr. 23. Gebr. Müller, Elisabeth- Ufer 29, vorm. 11 Uhr bei Geisler, Waldemarstr. 32. Andre, Tempelhof, nachm. 2 Uhr bel Bomann, Tempel. hof, Ringbahnstraße Ecke Boruffiaftraße. Rothe, Charlottenburg, vorm 10 Uhr bei Birkholz, Charlottenburg, Selmholzstr. 33 oder 34. 2. E. G., Abt. 3. Quisenstr. 29. Werkstatt Echiffbauetbamm 21. Stadtaltellung Königstraße. - Stadtabteilung Oranienstraße. gemeinsame Bersammlung mittag 12 Uhr Rofenthaler Sof, Rosenthalerstr. 11-12. Otto Müller, Reichenberger Straße Ecke Glogauer Straße, mittags 1 Uhr bei Peczelief, Glogauer, Eche Reichenberger Straße. Mussel v. Saffelbach, Niederschönhaufen, vorm. 10 Uhr bei Müller, Raiser- Wilhelm- Straße 5. Gehrs, Wiener Straße 36, vorm. 10 Uhr bei Bartsch, Wiener Straße 38. Lachmann u. Emil Stein, gemeinsame Bersammlung mittags 1 Uhr bei. Gliefing, Wasserthorstr. 68. Albatroß, Johannisthal, nachm. 3 Uhr, Luftverkehr, Johannisihal. Friedrichstraße. Freund, Charlottenburg, vorm. 9 Uhr, Bolkshaus, Rosinenftr. 4. Dr. Paul Meier, nachm. 3 Uhr bei Funke, Trift Straße 63. Heber, Melchiorstraße, vorm. 11 Uhr im Lokal. Melchiorstraße 15. mig u. Genest, mittags 1 Uhr, Echwarzer Adler, Echöneberg, Sauptstraße. Auerlicht, nachm. 4 Uhr, Warschauer Straße 43-44. Osram- Werke, vorm. 9 Lihr, 1-2500, nachm. 2 Uhr 2501- Ende bei Wangslik, Treptower Park 27. pitch. Reinickendorf mit Meffingmerk zusammen, Hartmanns Brauerei, mittags 2 Uhr, Echain. weberstraße. Grit Berner A.-G., Marienfelde, vorm. 11 Uhr im Echwarzen Adler, Mariendorf, Chausseestraße. Clemens- Halske, S. S. W. B., S. S. W. Spandau, S. und H. Untergrundbahn, vorm. 10 Uhr, Klein, Askanier, Anhalt Straße 11. Telefunken, vorm. 11 Uhr, Bockbrauerei Batzenhofer, Fidicinstr. 2. Sartung, Wicleffstraße, nachm. 2 Uhr bei Bilz, No Stocker Straße 28. Armin Tenner Zimmerftr. 34, vorm. 11 Uhr. Lokal Treulieb- Klause, 3immerstr. 33. Aug. Enes, Neanderstraße, vorm. 11 Uhr, Vereinshaus Cüdost, Melchiorstraße 15. F. Werner, Lüßowstr. 6, vorm. 12 Uhr, Karl Meier, Lüzowstr. 7. D. Jalbe, Berlin, Manteuffelstraße, nachm. 3 Uhr im Hause. Jr. Schumacher, Inh. A. Wagner, bel Gauter, Sarzer Straße 88, Neukölln. Vereinigte Borrcffelwerke, vorm. 11 Uhr, Restaurant Laufer, Lausitzer Straße 24. Frize, Lichtenberg, mittags 1 Uhr, Schulze, Saupt. Straße 80. Some, Botsdamer Straße 27 a, vorm. 10 Uhr, Lokal Lehmann( Sof). Potsdamer Straße 27 h. Echrchardt, Rungestraße. mittags 12 Uhr, Orpheus Festfäle, Brückenstr. 2. Lindström A.-G., Hauptwerk, mittags 1 Uhr im Freischüß, Fruchtstr. 36a. . Krüger u. Co., Köpenicker Straße, vorm. 11 Uhr bei Wiethke, Köpenicker Straße 70. Beka- Rekord Neukölln, nach m. 3 Uhr bel Fischer, Heidelberger Straße. Frifter.- G., Oberschöneweide, nachm. 2 Uhr, Tabberts Sardegen u. Co., nachm. 5 Uhr bel Sewelt, 3eughof Waldschlößchen, Oberschöneweide, Tabbertstraße. Straße Eche Muskauer Straße. Haffe u. Brebe, vorm. 10 Uhr, Reichsfeitfäle( Glass Industria, Waldemarstr. 29, mittags 12 Uhr. haften), Prinzen Allee, zwischen Biefenthaler und C. Kroll, Ritterstroße, nachm. 3 Uhr bei Patschke, Goldiner Straße. Ritterstraße 85. F. A. Echen, Neu's Ufer, nachm.% 22 11hr, Sugo Leh- Deutsche Telephon- Werke, 211 Uhr, Gewerkschaftsmann, Suttenstraße Eche Neues fer. haus, Engelufer 15. Nitsch u. Co Krautst.. 18, nachm. 4uhr, Lokal bet Boden, Marzahn u. Co., mittags 12 Uhr, Strelklokal, Heinrich, Krautstraße, Eche Lange Straße. mösges, Ritterstraße, vorm, 10 Uhr bel Güttner, Alexandrinen Straße 99. Köpenicker Straße 145. Riemann u. Co., nachm. 23 Uhr bel Krumbsch, Warschauer Straße 70. 13. Quehl, Ritterftr. 51, vorm. 11 Uhr bei Patschke, B. Gurlt, Treptow, Gräßstraße, nachm. 8 Uhr, Nab. Rister und Klezenbrinen Straße Ge rennbahn Treptow, sem. 8 Uhr Henschke, Buchholz u. Co., vorm. 11 Uhr, Warschauer Straße 43-44. Deutsche Kabel- Industrie, vorm. 10 Uhr, Bellevue, Ruma melsburg, Haupistroße. König, Rühen u. Co., nachm. 2 Uhr bei Schmidt, Koloniestraße 42. D. 3. G., Echöneberg, nachm. 3 Uhr, Bahnhofstr. 22. Georg Grauert, Alt Stralau, mittags 12 Uhr im Lokal Gustan Hoffmann, Stralauer Allee Ecke Marke grafendamm. J. Mehlich A.-G., vorm. 10 Uhr, Cophienfäle, Weißer Caal Berchardt, nachm. 2 Uhr bei Rein, Urbanstr. 29. Siegfried Baumann, mittegs 1 Uhr im Lokal von Steffen, Blücherstraße 69. Hans Bras, rorm. 11 Uhr im Lokal von Heinrich, buferdamin 74. Große Frankfurter Etraße 30. Sektor Wacup, norm. 11 Uhr, Wobid), Neukölln, Rotte Speck, mittags 1 Uhr im Lokal von Karl Meier, Lügomstraße 7. Kilian und Phönig, gemeinsame Versammlung Lichtens berg, Herzbergite 104 bei Wolf, vorm 10 Uhr. Brcest u. Co., 2 Uhr im Lokal von Reichs, Prinzen Allee 32. Echütte v. Deidhjen, nadim. 2 Uhr im Lokal non Gera hard. Baumschulenweg, Baumschulenstraße 6. Lindström A.-G., Sauptwerk( Frankfurterstraße) mittags 1 Uhr im Lohal von Freischüß, Fruchte Straße 36a. C. Flohr, Berlin, mittags 2 Uhr, Pharusfäle, Müllerstraße 142. Mich. Boffe u. Co., nachm. 4 Uhr im Reichenbergers hof", Reichenberger Straße 147. Odeon Werke, nachm. 5 Uhr im Lokal Prälaten. akkumulatoren- Ladeflation, mittags 12 Uhr im Streik. 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In Schwurgerichtsprozessen verZum Tode des Genossen Haase sind noch zahlreiche Beileids waltpolitik der Regierungssozialisten das weitere Busammen- suchte er vor allem auf das Gefühl der Geschworenen einzu fundgebungen eingegangen; so von Aufsichtsrat, Geschäftsleitung arbeiten unmöglich machte, entschlossen die Bahn beschritten, Sie wirken. Da fast immer die wirtschaftliche Not, die Unwissenund der Redaktion der Freiheit", von den Organisationen zur Gründung der Unabhängigen Sozialdemokratie führte. E heit, die mangelhafte Erziehung die Ursachen der Verbrechen der 1. S. P. in Württemberg, Köln, Eschwege und war auch gegen den Eintritt in die gemeinsame Regierung mit waren, so mußte Haase große Gemälde sozialen Elends vor den Oberschlesien, von den in Deutschland weilenden Mit- den Rechtssozialisten am 10. November vorigen Jahres, aber er Geschworenen entrollen. Das wirkte günstig für die Angeklagten, gliedern der Sozialistischen Arbeiter- und Bauernpartei der hat sofort seine unerhebliche Arbeitskraft zur Verfügung gestellt, und wenn er sie nicht freibekam, wußte er häufig mildernde Türkei, von der Estnischen sozialdemokratischen Arbeiter- als die Mehrheit der Parteibertretung gegen feine Auffassung Umstände für sie zu erwirken. Den Richtern der Escaflammern partei, von der Arbeitsgemeinschaft sozialistischer Tech entschied. Was er in den Jahren des Krieges als peerufer der tam Haase vor allem mit juristischen Gründen, die er ihnen mit nifer und von Prosessor Dr. Julian Reichesberg in Bern. Revolution in seinen großen Reichstagsreden gewesen ist, was zwingender Logik und Scharfsinn vortrug. Er mußte allerdings, er der jungen Partei in den Stürmen der Revolution gewesen daß er in politischen Prozessen meist vor tauben Ohren sprach, ist, wie er in schwierigster Situation im Kampf mit den KommuDer Reichspräsident hat an die Fraut des Genossen nisten den rechten Kurs für die Partei zu finden gewußt hat, wie denn die Vorurteile der Klassenjustig waren auch durch noch so geschickt aufgebaute Verteidigungsreden nicht zu erschüttern. Baaje folgendes Telegramm gerichtet: er in dem inneren Gärungsprozeß, der auf dem Revolutions- Leicht machte es Haase in solchen Fällen den Richtern nicht. parteitag seine Blasen warf, der getreue Edebard der Partei ge- Sehr ausgiebig nahm er das Recht in Anspruch, die Zeugen wesen ist, das gehört zu den bleibenden Verdiensten, die fortdauern auszufragen. Mitten in der Verhandlung gab er in Gestalt von werden im Gedächtnis der dankbaren Arbeiterklasse. Betveisanträgen den Richtern manch harte Nuß zu fnaden, und sie mußten sehr oft das als wahr unterstellen, was Haase als Beweismittel geltend gemacht hatte. Seine Verteidigungsreden waren rhetorisch und inhaltlich immer vorzüglich; sie dürften sich auf Tausende beziffern „ Sehr verehrte Frau Haaset Zu dem überaus schweren Verlust, der Sie und Ihre Kinder Betroffen hat, spreche ich Ihnen meine herzliche Teilnahme aus. Unsere Partei verliert viel an ihm. Eine Lücke flafft in den Der Verblichene war mir ein geschätzter Arbeitsgenosse durch mehrere zum Teil sehr schwere Jahre. Seine langjährige Buge. Neihen, die für lange Beit nicht ausgefüllt werden wird. Einen hörigkeit zu der deutschen Sozialdemokratie, seine führende Stel. ihrer besten Führer hat die Unabhängige Sozialdemokratie verhörigkeit zu der deutschen Sozialdemokratie, seine führende Stel- loren. In gesteigerter Arbeit sie über diesen Verlust hinwegzu fung und sein selbstloses unermüdliches Wirken für die Arbeiter- bringen, das ist die Ehrung, die wir dem toten Führer schulden. flasse werden sein Andenken unvergessen sein lassen. In Hochachtung Ihr ergebener * Ebert." Die sozialdemokratische Linkspartei Echwedens beklagt tief den Berlust, den Ihre Partei und die Arbeiterklasse durch den Tod des Genossen Hugo Haase erlitten hat. Was er zum Nußen für das deutsche und das Weltproletariat geschaffen, kann durch das abnichtet werden, Der Tod des Genossen Haase, des Vorsitzenden Ihrer Fralflon, erfüllt uns mit tiefem Schmerz. Wir bitten Sie, Ihrer Frattion unfere aufrichtige Teilnahme auszusprechen.. Der Vorstand der Sozialdemokratischen Frattion 190 per Nationalversammlung. Ph. Scheidemann. Haase als Verteidiger. In der Leipziger Volkszeitung" gibt Genosse Karl Marchionini, der selbst Ostpreuße ist, eine Schilderung der Persönlichkeit des Verstorbenen. Wir entnehmen ihr das Folgende: Haases Nachfolger in der Nationalversammlung. Durch den Tod des Genossen Haase ist auch dessen Siz in der deutschen Nationalversammlung freigeworden. An erster Stelle auf der bei der Wahl von unseren Parteigenoffen in Berlin aufgestellten Kandidaten, die keinen Sitz mehr erhielten, steht jetzt Revolutionsfeier in München. München, S. November. der Genosse Nichard Herbst. Dieser, der seit dem Jahre Haase war nicht nur ein hervorragender Parteiführer, son- 1915 das Amt eines Kassierers im Verband der sozialdemokratis bern auch einer der fähigsten Juristen Deutsch schen Wahlvereine Groß- Berlins( U.S. P.) versieht, ist ein lang scheuliche Verbrechen, dem er zum Opfer gefallen ist, nicht ver- an d3. In Königsberg war er bald einer der gesuchtesten An- jähriger Parteigenosse, der stets tapfer für die Partei seine Pflicht wälte. Das Gerichtsgebände umfaßte das Amtss, Schöffen- und erfüllte. Landgericht, die Straffammer sowie das Schwurgericht, und hier Bitte der Familie Haase und den an feinem Grabe trauern- fonnte man Haase täglich antreffen. Mit den Aften unter dem sen Genossen mein tiefstes Beileid auszusprechen. Nach Eisner, Arm wanderte er von einem Raum zum andern. Die Verfolgung Liebknecht, Luxemburg noch einer der edelsten und besten Vor- der Arbeiterbewegung durch Polizei und Staatsanwälte vertämpfer des deutschen und internationalen Proletariats geta.turfachten ihm eine Unmenge Arbeit. Alle Strafmandate, alle sam dahingerafft. Gemeinsam mit meinen russischen Genossen Anklagen wurden zu Haase gebracht. Hatte er heute die Partei- Der Jahrestag ber Revolution wurde nach dem Beschluß der empfinde ich tiefste Trauer über den tragischen Tod dieses opfer- zeitung zu verteidigen, so nahm er sich morgen der Jugend Betriebsräte der sozialdemokratischen und unabhängigen Partei willigen und hochverdienten sozialistischen Kämpfers. bewegung, übermorgen irgendeiner Gewerkschaft an. Mitunter hier heute durch Arbeitsruhe gefeiert. Die Straßen. Paul Agelrod. fielen mehrere solcher Prozesse auf einen Tag und manche bahnen verkehrten nicht, jedoch zeigte der Geschäftsnahmen ihn viele Stunden in Anspruch. Die Partei verkehr in der Stadt das gewöhrliche Vild. In sozialdemokratis zeitung allein hat er in 64 Prozessen innerhalb schen Massenversammlungen wurde auf die Bedeutung des Tages 17 Jahren vertreten. Bei großen Streits machten stets für das Proletariat hingewiesen. Auf den Gräsern der bei den die Behörden mobil, und eine Reihe Strafprozesse war das Me- Revolutionskämpfen Gefallenen wurden Kränze niedergelegt. Der fultat ihres Vorgehens. Haase hatte immer die vielen Angeklag- Zag verlief ohne Störung und Zwischenfälle. ten zu vertreten. In der Provinz wurden wiederholt gegen streikende Bauarbeiter Landfriedensbruchprozejie angejtrengt. In solchen Fällen mußte Haase eingreifen, und als Gejduvorene saben ihm meist Agrarier gegenüber. Da war Die Familie des Genossen Saafe bittet uns, darauf es nicht leicht, die Verteidigung zu führen. Trotzdem hatte Hinzuweisen, daß die Arbeiterschaft von reichen Kranz- Haase Erfolge zu verzeichnen, und er hat zahlreiche Proletarier spenden absehen soll. Es liegt vielmehr im Sinne vor schweren Strafen bewahrt. Bekannt ist, mit welchem Eifer, des Verstorbenen, wenn die für die Kranzipende aufge- Scharfsinn und Schneid er( zusammen mit Karl Liebknecht, brachten Sammlungen den streikenden Metall- Seinemann und Schwarz) die Angeklagten im Stönigsberger arbeitern zugeführt werden. Hochberrats, Barenbeleidigungs- und Geheim. bündeleiprozeß vertrat. Diese Anklage war im Interesse des Baren gegen Deutsche erhoben worden, und die Behörden Latten hierzu einen gewandten, erfahrenen, aber brutalen Landgerichtsdireitor( Schubert aus Erfurt) nach Königsberg versetzt, der auch später mit großer Gehänigkeit die Prozesse gegen die Sozialdemokratie feitete. In zwölftägigem Ringen gelang es Haase, den deutschen Justizbehörden eine vernichtende Nieder lage beizubringen. Für diesen Prozeß, bei dem Haase eine monatelange mühevolle Vorarbeit geleistet hatte, wies ihm der 18.tere Die„ Leipziger Volkszeitung" schreibt am Schlusse eines längeren Artikels über den Tod bes Genossen Haase: Hugo Haase war der entschlossene Führer der Opposition, die bie Grundsätze des Sozialismus und das Recht der freien Meinungsäußerung gegen die verbürgerlichte Parteibureaukratie ter focht. Er hat bis zuletzt die Einheit der Organisation der deutzben 31) Jimmie Higgins. Roman von Upton Sinclair. II. heimzugehen. Sie fönnten leicht einen Teer- und Federmantel angepaẞt bekommen, wenn Sie hierorts Ihr Maul laufen lassen." " Sieg der Arbeiterpartei in Scholllend. T. U. Saag, 8. November. In den schottischen Gemeindewahlen hat die Arbeiterpartei am Mittwoch einen gleichen durch. flagenden Erfolg erzielt, wie bei den englischen Gemeindewahlen. Sie hat Hunderte von Sigen errungen. " Wie der Weltfrieg entstand. Gleichzeitig mit der Veröffentlichung des von Genossen Nautsky zusammengestellten amtlichen Afenmaterials wird unter dem Titel: Wie der Weltkrieg entstand" im Verlage von Paul Cassierer eine Schrift von Kautsky erscheinen, die eine ein. Darstellung der Vorkommnisse ent gehende hält, die zum Weltkrieg geführt haben. Die Darstellung beruht auf dem amtlichen Attenmaterial. geklommen, und besonders aber, wenn wir noch nicht ganz emporgeklommen sind? Weshalb nicht die beste Seite des Landes erkennen und sich an diese wenden?" Dann erJimmie verstumnte; als er mit seinen Einfäuřen den zählte er Jimmie von einer Rede Abraham Lincolns, die er Laden verlassen wollte, folgte ihm ein weißhaariges, alter selbst gehört hatte, und wiederholte Aussprüche des großen Mann, der seinen Worten gelauscht hatte. Wir haben der Mannes. Rönne Jimmie daran zweifeln, daß Abraham gleichen Weg, fahren Sie mit mir." Jimmie fletterte in Lincoln sich der Herrschaft Wall- Streets widersetzt hätte? den Einspänner, und während die magere, alte Mähre durch Wenn aber eine Nation von Männern wie Lincoln aufgebaut die Sommernacht trottete, fragte der Kutschierende Jimmie und geformt worden war, weshalb ihr ins Gesicht schlagen, über sein Leben aus. Wo find Sie aufgewachsen? Wie fie anspeien, bloß weil es in ihr etliche schlechte Menschen fann ein Mann, der so lange in Amerika gelebt hat. jein gibt, die gegen das Ideal der Freiheit und Demokratie kämpfen? Vaterland so schlecht kennen?" us dem Manuskript übertragen von Hermynia 8ur Mühlen. Trotz allen Unannehmlichkeiten bewahrte sich Jimmie eine gewisse Fröhlichkeit, weil er einsah, daß er Neues Terne, und die Kinder gediehen, denn nun hatten sie bessere Luft und bessere Nahrung, als je zuvor in ihrem kleinen Leben. Den ganzen Sommer pflügte, grub und erntete er, betreute Pferde, Kühe, Schweine und Hühner, und fuhr Der albe Farmer hieß Peter Drep, er war in der ersten Der alte Farmer lebte etwa eine Meile von Jimmie enh mit Waren zur Stadt. Am Abend war er sogar für seine Beitung zu müde; sechs Monate lang fümmerte er sich nicht Schlacht von Bull Run dabei gewesen, hatte mit dem Heer fernt und forderte diesen auf, ihn zu besuchen. Am Sonn um die Welt, den furchtbaren Kampf, das entjegliche Glend. in Nord- Virginia bis Richmond gefämpft. Er wußte, wie tag nachmittag zog Lizzie ein frisch gestärktes Kleid an, Jim Es war die Zeit, da die deutschen Heere sich gegen die Be- fich amerikanische Heere benehmen, fonnte Jimmie von einer mie verpackte die beiden Kleinsten in den Kinderwagen, nahm feftigungen Verduns warfen. Fünf grauenhafte Monate Million freier Männer berichten, die zu den Waffen geimmie juniors dice, kleine Hand in die seine, und die wälzten sie sich vorwärts, Woge auf Woge; das französische griffen hatten, um die Ehre ihrer Nation zu wahren, und, ganze Familie strebte die staubige Landstraße entlang dem Bolk biß die Zähne zarjammen und schwor: Sie sollen nachdem dies vollbracht, wieder still an ihre Arbeit zurüd Farmhaus zu, das des alten Mannes Bater erbaut hatte. nicht durchdringen!" Und die ganze übrige zivilisierte Welt gegangen waren. Jimmie hatte die Genossin Mary Allen, Frau Drew war eine gütigblidende, etwas müde aussehende Sie Quäferin, fagen hören: Gewalt hat noch nie etwas in alte Frau, in deren farblosen Augen herzlichste Gastfreundvartete mit stockendem Atem. Ordnung gebracht." Diesen Ausdruck wiederholte er jetzt, idhaft lächelte. Sie holte einen Korb reifer Pfirsiche und und der andere entgegnete, fein Amerikaner dürfe dies be- plauderte freundlich mit Lizzie über Kinderpflege, während Die einzige Gelegenheit, die Jimmie hatte, um über haupten, denn gerade sein Land beweise am besten den Simmie und der alte Mann, im Schatten einer großen Ulme Jimmie bie Geschehnisse zu sprechen, ergab sich an Samstagabenden historischen Wert einer guten Tracht Brügel. Gewalt hatte fibend, über amerikanische Geschichte sprachen. in einem Raben am Kreuzweg. Die Leute, mit denen er die Sklavenfrage gelöst; der Gewalt ist es zu verdanken, lauschte Erzählungen von Kämpfen, Gefängnissen, unhier zusammentraf, waren ein neuer Typus für ihn der daß heute selbst im Süden fein Mensch zu finden sei, der geheurem Heldenmut und Selbstaufopferung. Bisher hatte art verschieden von den Fabrikarbeitern, als stammten fie die alten Bedingungen zurückwünschte. er sozusagen den Krieg nur von außen betrachtet; nun bebon cinem anderen Planeten. Jimmie war gewohnt gcAll dies wußte Jimmie nicht, wie er ja überhaupt nichts gann er zu begreifen, daß ein Mann sein Heim und seine wesen, sie als Heuochsen" zu berlachen, und hielt sie intellektuell für Ueberreste vorsintflutlicher Zeiten; daber über Amerifa wußte. Der alte Mann bemerkte, es er- Sieben verlassen, kämpfen, leiden und sterben fonnte, um lonnte er auch nicht lange ihren Reden lauschen, ohne sie schrecke ihn, zu sehen, daß das Land seine Söhne in so völ das Land, an das er glaubte, zu retten. Noch etwas anderes fiel ihm auf. Dieser alte Mann aufklären zu wollen. Als erstes verkündete er, die Alliier- liger Unkenntnis der Seele Ameritas aufwachsen ließ. Die ten seien um kein Haar besser als die Deutschen. Dies ganze ruhmreiche Tradition war für Jimmie ein lebloses war Soldat gewesen, hatte vier Jahre hindurch gekämpft tourde auch geglaubt, denn sie hatten alle aus ihren Schul- Ding. Die Helden, die gelebt hatten, um das Land zu be- und dennoch seine Güte nicht verloren. Er war sanft, gütig, büchern die„ Briten" hassen gelernt und wußten nur wenig freien, seine Freiheit zu wahren er fannte weder ihre großmütig, berlich Worfen, die Jimmie bisher verspottet über Franzosen und Statierer. Als jedoch Jimmie behaup- Namen noch die großen Schlachten, die sie geschlagen. Des hatte, eine gewisse Würde. Es war unmöglich, einen solchen tete, die amerikanische Regierung sei genau so schlecht, wie alten Mannes Stimme zitterte, er legte seine Hand auf Mann nicht zu achten. Allmählich überkam Jimmie eine Ahnung, daß es vielleicht tatsächlich so etwas gäbe, wie die die deutsche. dat alle fapitalistischen Regierungen um Aus- Jimmies Knie. Der kleine Sozialist suchte sich zu rechtfertigen. Auch ich Seele Amerikas, von der Peter Drew sprach. Vielleicht beTandsmärkte und dergleichen Blunder einen Krieg begönnen, erhob sich ein allgemeiner Sturm der Entrüstung. habe meine Träume, fämpfe für die internationale Frei stand doch nicht das ganze Land aus Wall- Street- Spekit mein Patriotismus wird nicht durch ein einziges lanten, bestechlichen Politikern, Polizisten mit Knüppeln Sie behaupten, amerikanische Seere würden das tun, was heit und Soldaten mit Bajonetten, die stets bereit waren, in den bie Breußen in Belgien getan haben?!" Und als Jinimie Land begrenzt." „ Das ist ja ganz schön und gut," meinte der andere. Leib der Proletarier au fahren, wenn diefe ihre Bage ver nita" antwortete, erhob sich ein' empörter Bürger und ( Fortsetzung folgt.) bake: Gören Sie. iunger Mann, Sie täten besser daran. Weshalb aber die Leiter fortfioken. auf der wir empor- beffern wollten. n B Der Feldzug gegen die U. S. p. Die Besetzung des Parteiburcaus. Am Mittwoch abend haben Eicherheitstruppen das Bureau der Unabhängigen Sozialdemokratie in der Schicklerstraße beiebt. Eine Rechtfertigung dieser Maßnahme ist bisher nicht einmal bersucht worden. Sie stellt sich deshalb als eine der vielen Gewaitatte dar, die von den gegenwärtigen Machthabern dauernd gegen die Arbeiterschaft verübt werden. Da die Bejeßung immer noch aufrecht erhalten wird, so bleibt keine andere Annahme übrig, als daß man glaube, damit die Vorbereitungen für die Versamm. lungen am heutigen Tage stören zu fönnen. Vei der Besetzung wurde auch die Staffe mit einem Bestande von 5169 Mart be schlagnahmt, ohne daß bisher zu erfahren war, worauf sich diese Handlung stützt. Im Parteibureau hausen jekt noch die Sicherheitstruppen. Wir warnen gegenwärtig das Parteibureau auf aufungen. Die Behandlung der Verhafteten. Wir haben bereits berichtet, daß von den im Parteibureau berhajteten Genossen die Genossen Herbst, Rosemann und Müller in Haft behalten wurden. Sie sind auch jetzt noch in Haft, ohne Fünfzehner- Kommission. Weitern das Streifrecht raube. Die Berechtigten Borderungen Funktionäre des Siemenskonzerns unb Mitglieder bet der Arbeiter müßten erfüllt werden. Insbesondere müßten die Tarifverhandlungen, da wo sie noch schwebea, mit allen Mitteln gefördert werden. Ein leidiges Kapitel seien die himmelschreienSeute mittag 1 Uhr Sigung im Arbeitsnach den Wohnungsverhältnisse. Die Organisationen aller Richtungen hätten ihr Möglichstes getan zur B.fferung der Verhältnisse. Es weis des Metallarbeiterverbandes, Linienstraße. Es ist bleibe nch viel zu tua, namentlich auf dem Gebiete des Saul bringend notwendig, daß auf diese Aufforderung. hin alle wesens. Daß die Wergregale sich noch immer in Privathänden erscheinen! Montag abend 6 Uhr im Arbeitsnachweis, Linien befinden sei ein unhaltbarer Zustand. Bring Arenberg habe allein an Bergwer: Babgaben 28 Miltonen Mart vereinnahmt, wozu straße, Zusammenfunft aller Obleute der streifendan Be im vorigen Jahre sogar der Preußische Staat über 600 000 Mart triebe. Reiner darf fehlen! habe beisteuern müssen. Ein Oberberghauptmann legte in lageren Ausführungen Die Abstimmung über Arbeitsaufnahme oder Fortführung dar, daß für einem größeren Steingehalt der Stohle nicht der bes Streits findet am Montag statt. Im Inseratenieil dieser Bergarbeiter verantwortlich zu machen sei. Summer sind die Lokale aufgeführt, wo die einzelnen Belega Steine Bolzenfur für die deutschen Gefangenen, Eine Boitihasten die Abstimmung vornehmen. gensur für die in englischer Gefangenschaft befindlichen deutschyen Heeresangehörigen findet nicht mehr statt. Den Gefangenen können daher Bricje, Beitungen ufto, unbehindert geschidt werden. arbeiterverbandes, Pahlstelle Berlin, schreibt uns: Der Streit in der Metallindustrie. bais man es bisher für nötig gehalten hätte, fie su bernehmen Der Streit oder irgend einen Grund für ihre Verhaftung anzugeben. Sie, sowohl wie die verhafteten Genossen vom Vollzugsrat, die ebenfalls noch nicht vernommen worden sind, obwohl das Schubhaft gefeß und die Strafvollzugsordnung bestimmen, daß eine Vorführung vor dem Nichter innerhalb 24 Stunden zu geschehen hat, find bis Sonnabend auch in Eingelhaft gehalten worden. In ben ersten Tagen wurden sie wie gemeine Verbrecher behandelt, wurden zum Baden gezwungen und mußten sich einer förperlichen Untersuchung unterziehen lassen. den So werden diese Genesien, die vor einem Jahre den politi Gefängnisse öffneten, diesesmal schen Häftlingen die 8. November selbst in der Haft zubringen müssen. Die Arbeiterschaft gedenft ihrer und wird die schmähliche Tat die an ihnen berübt worden ist, an ihren Urhebern vergelten. Außer diesen Genossen ist noch eine große Anzahl Arbeiter in ben letzten Tagen verhaftet worden. Die Verhaftungen erfolgen auf Grund unwahrer Denunziationen, ein Teil der Verhafteten ist inzwischen wieder freigelassen worden. Da aber die meisten überhaupt feinem Richter vorgeführt wurden, so befinden sich auch jetzt noch Personen in Haft, die nicht einmal in Busammen. hang mit den Beschuldigungen stehen. Darunter befinden sich auch gang jugenbliche Personen. Arbeiter und Arbeiterinnen der Metall- Industrie! Der Genosse Neimann, 1. Bevollmächtigter bes Fabri Der Vorwärts" erwähnt in jeinem Artikel vom 6. November 1919 geblajen" auch die Stellungnahme des unabhängi gen Vertreters des Fabritarbeiterverbandes und versucht sein Barteijäppchen zu fochen, in dem er den Fabiifarbeiterverband in Gegensaz zur Vollversammlung der Arbeiter- und Betriebsräte der U... D. und K. P. D. zu bringen sucht. Hierzu habe ich su erflären: Es trifft nicht zu, daß ich mich gegen den Beschluß als eine Inverschämtheit" gewandt habe. Ach habe in meinen Aus führungen, in denen ich mich lediglich aus taktischen Gründen gegen den Generalftreif in der jetigen Situation wandte, dieses Beschlusses gar keine Erwähnung getan..." Anlündigungen. Die von der Fünfzehner- Kommission unternommenen Schritte zur Enthaftung der festgenommenen Mitglieder haben zur Befreiung einzelner Stollegon geführt. Weiterhin in Haft behalten worden sind die Kollegen Neumann, Bahls, Deujen, Malzahn, Edert md Stolt vom Bollzugsrat, sowie die Genossen Herbst, Rnsrebremse und angefchloffene Betriebe. Monicg vormittags Miller, Nosemann bont Parteivorstand der 1. S. P. D. Wie uns mitgeteilt wurde, sind die Rol- 10 Uhr Botoiebsversammlung und Abstimmung, Bodbrauerei, legen der Mitteldeutschen Kraftwerke in Fidicinstr., an der Belle- Alliance Straße. Funktionäre Montag 6 Uhr Lichtenberg im Streitlofal. Orenstein u. Koppel, Spandau. Mortag vormittag 10 uhe den Ausstand getreten, um die Befreining der Berbafteton zu erwirfen. Eine Delegation mitteldeutscher 20bstimmung bei Edyvabe, Spandau, Seegefelder Str. Die Streita Arbeiter befindet sich in Berlin. Es wird versucht werden, unterstützung wird Tienstag ausgezahlt von 1 1hr ab. eurente Verhandlungen mit der Regierung zur Freilassung der Verhafteten anzufnüpfen. Garl Schöning, Reinisenders ft. Betriebsversammlung am Montag um 10 Uhr bei Feind. N. Grifter, Oberschöneweide. Montag nachm. 2 Uhr Betriebs Die Oblente- Berfammlung der Streifenden und AusAw. Nord Spandau. Arbeiterräte, Vertrauensleute. Montag gesperrton bat entsprechend dem Beschluß der Generalver versammlung in Tabberis Waldschlöschen. jammlung über die Abstimmung das betriebsweise Ab nachmittag 4 Uhr Versammlung Alte Schönhauser Str. 24 bet Stimmen gutgeheißen. Diejenigen Betriebe, die Ver- Schrader. Bericht von der 3. Kommission. Austunjtslokale Diensa Genoffe Pfaffenschläger wird feftgehalten, weil sich mung am Montag abhalten wollen, müssen diese Ab- E. Swietusch u. Co. Am Montag nachh. 2 Uhr Betriebsverf Genoffe faffenschläger wird feftgehalten, weil sich iammlungen mit anschlietender Urabiti mag Nachmittag. In seinem Besitz eine scharf geladene Bistole befand, die das sicht der Fünfzehner- Kommission am Montag früh 8 Uhr im Bellshaus. Zum Zved der Ürabstimmung ist Erscheinen Beichen des Polizeipräsidiums tragen soll. Pf. hat die Pistole am zweiten Revolutionstage gekauft und ist seit Juni im Besige melden. Dur dann sind wir in der Lage, ein Mitglied der erforderlich. Die Funktionäre treffen sich eine Stunde früher in Ortsverwaltung, das bei der Abstimmung unbedingt zu- A. G. G. Glühlampenfabrit. Montag vorm. 10 Uhr Betriebs eines Waffenscheines. Bu bemerken ist, daß Pf. die Geldtransporte des Metallarbeiterverbandes beaufsichtigte. Es handelte sich gegen sein muß. zu entsenden. Betriebe, die Versammlung versammlung Stadttheater Moabit". Ait- Moabit 48. öfters um Millionen, die von Arbeitslosen unter Aussicht von Pf. und Abstimmung am Dienstag vornehmen wollen, müssen transportiert wurden. Der Eisenbahner Deysen wird feilge- dieses Dienstag früh 8 Uhr, wie oben angegeben, mitteilen. halten, weil seine Aften( Berstoß gegen Streiferlaß Noste) belle streifenden und ausgesperrten Kollegen sind verpflich tet, den am Sonntag, Montag und Dienstag im Inseraten reits an das Kriegsgericht weitergegeben sind. teil veröffentlichtam Versammlungskalender durchlesen, um bei der Abstimmung zugegen zu sein. # Bon der Millfürherrschaft, mit der bie Verbafbungen vor. genommen worten find, zeugt auch die Tatsache, daß nicht einmal iber Nichter, der Kriegsgerichtsvat Sohl, weiß, ob die Verhafteten in Echutzhaft oder Unterjudangshaft genommen sind. Er hat dem Rechtsaravalt Dr. Qerzfeld felgende Eprecherlaubnis erteilt: Berlin, den 8. November 1919. Cberfomniando Noste. Herr Rechtsanwalt Dr. Joseph Herzfeld erhält einmalige Eprecherlaubnis mit.. für die Deuer einer Viertelstunde in Gegenivart eines Beamten, falls die Genannten sich in Schughaft befinden, Toil Kriegsgerichtsrat, Das ist der Nechtsgustanb", wie er ein Jahr nach dem 9. Nobember 1918 besteht. Die Streifbewegung in Amerila. Aufrechterhaltung der Polizeimaßnahmen gegen die Streitführer. H. N. Washington, 8. November. Wilfon erklärte in einer Botschaft an das amerikanische Bolf, er beabsichtige sehr bald eine zweite Juftriekonferens aufam menzuberufen, die über die industrielle Page beraten folle. Alle der Abstimmung fernbleibenden Kollegen zählen beim Zusammenfassen des Abstimmungsresultates als solche Kollegen, die gegen die Weiterführung und für die Aufnahme der Arbeit gestimmt haben. Wir ersuchon alle Mitgliederbererweiter ten Ortsverwaltung und der Fünfzehnerommiiiion, sich am Montag früh 8 1hr im Sigungsfaal des Verbandshauses, LinienStraße 83-85, pünktlich einzufinden. Es wird in dieser Busammenkunft die Vorteilung der Versammlungen vorgononumen. demselben Lotal. " A. E. G. Kabelwer! Oberschöneweide. Betriebsversammlun gen des gesamten Wertes in Mörners Blumengarten Montag, Uhr vorm., die Abteilungen Rps, W3b, Ni und Ew. I und 11. Montag, 11 Uhr vorm., die gesamte Abt. Wenf. Doberiche Betriebe und Nr. Monteg. 1 Uhr miltag, die gesamte Df. und gesamte Gf. Montag, 3 Uhr nachm., Raffinerieofen G8. und Alge. Montag 5 Uhr nachm., die Abt. Spl, f. Gif. If, Bts, Abschneider und sämtliche Laboratoren. Wernerwert Siemens u. Getste. Betriebsverfammfung Moth tan, vormittags 9 Uhr, Moabiter Prachtsäle, Wiclefstr. 24. Abd stimmung über Arbei saufnahme. Jachmann. Montag nachmiting 4 Uhr im Streitlokal Ab stimmung. Siemens, Charlottenburg, Franffinftr. 29. Montag von 10 bis 2 Uhr Abstimmung im Streiflolal, Levezav, Ede Jagowstr. Maschinenfabrik Oberschöneweide. Montag 1 Uhr Betriebse verfammlung Schuricula, rijdenjte, Nudolf Krüger, Michackfirchstr. Nr. 41. Versammlung Montag mit: ags 2 1hr Melchiorstr. Nr. 15. A. E. G. Apparatcfabrit. Urabstimmung über Arbeitsaufe Den Kollegen derjenigon Betriebe, deren Inhabernahme am Montag von 10-2 Uhr und Dienstag von 9-12 Uhr Streiftotalen. nicht im Verband Berliner Metallindulnahme am Montag von 10-2 Uhr und Dienstag von 9-12 Uhe strieller organisiert sind, die sich aber unter Vorlage j Akumulatoren gefamtes Stonzern( Wert Oberschöneweide, unserer Forderungen dem Streit angeschlossen haben, wird| Monteure u. Helfer, Elettro- Thermit). Montag vormittag 10 Uhr es freigestellt, bis zur Durchießung ihrer Forderungen Wetriebsverfanandung im Speisefcal. weiterzintreifen. Sollten diese Kollegen jedoch den Wunsch haben, mit ihren Unternehmern in Verhandlungen zur Anerfemmung des Schiedsspruchs vom 3. November 1919 zu treten, so mind auch dieses freigestellt. Jedoch ersuchen wir in jedem Falle der Fünfzehner- Kommission von der Absicht der Kollegen Mitteilung zu machen, so daß auch in diese Bersammlungen Beaufivegte der Ortsverwaltung entfandt werden können. Neukölln. Montag, abends 7 1hr, Funktionärversammlung im fleinen Saal der Vereinsbrauerei Kindl. 6. Lorenz, Tempelhof. Betriebsversammlung, Dienstag, vore mittags 11 Uhr. Bodbrauerei. Anschließend Auszahlung. Abstim. mung über Wiederaufnahme der Arbeit. Die Arbeiteraus juhu mitglieder treffen sich um 10 Uhr. unterschreiben. Dienstag, born. 9 Uhr, Betriebsversammlung in Ludwig Leewe u. Co. unb Typograph. Montag, Quittungen der Krone wegen Abstimmung. Kollegen und Kolleginnen! Wiederholt und nnansge Deram- Werf. Montag, vorm. 9 Uhr, Betriebsversammlung Die Streits in ben verschiedenen Industriebetrieben haben fett ninchen die Unternehmer den Verinch, noch in letter für die tollegen mit Stempelfarten Nr. 1-2500 bei Wanglit, etwa 1% Willionen Arbeiter beschäftigungslos Stunde unsere Kollegen zu der unebrenhaften Treptower Bark 27. Für die Kollegen mit Etempelfarten- Nummern über 2500 und gemacht. Lansing erklärte nach einer längeren Stabinetts. Sandlung des Streifbruch es zu verleiten. Wir beratung über die Streiflage, bie Regierung beabsichtige bie ge- villen, daß niere Stollegen unter allen Umständen den ben nicht im Metallarbeiterverband Organisierten um 12 Uhr, Be. jeglichen Maßnahmen gegen den Streit aufrecht zu erhalten. Der Beschluß der Fünfzehner- Kommission abwarten werden. triebs- Bersammlung im selben Lotal. Vertrauensleute müssen um Verschlag des Sekretärs ber Streifleitung, der die Einstellung der gerichtlichen Edughaftbefehle verlangte, wurde abgelehnt. Generalversammlung ermächtigt, den 8eitpunkt der Um heutigen Sonnabend berieten in Indianapolis die Behörden iederaufnahme der Arbeit bekanntzugeben. Boltshaus Charlottenburg. Betrebsversammlung. Schwarzfopffarbeiter- Wildan W. M. A. G. Dienstag, vorm. über den Schughaftbefehl und kamen zu bem Entschluß, ben Sie wird dies fun, wenn die Abstimmung für Wiederauf. 8% 1hr, im Casino Betriebsversammlung. Urabstimmung über Streitfährern nahezulegen, baß fie den Arbeitern den Befehl zurnahme der Arbeit ausfällt und die festgenommenen Kolleger Arbeitsaufnahme. Nach der Versammlung für Wildau Aus fofortigen Wiederaufnahme der Arbeit erteilen. aus der Haft entlassen sind. Preußische Landesversammlung. Bergarbeiterfragen. Der Bergetat bildete den Beratungsgegenstand der gestrigen Berhandlungen. Auch hierzu ist eine lange te he von An rägen ge stelt worden. Von unserer Frattion it beantragt worden, für De Unteriagarbeiter die Schichtzeit ab 1. Januar 1920 auf fecha Stunden herabzusehen. viur die Fünfzehner- Kommission ist durch den Beschluß der 8.30 Uhr im Lofal anavesend sein. Loebwerke, Charlottenburg. Montag, nachmittags 2 Uhr, Die Fünfzehner- Kommission. Das Metallfartell. Der Sympathießtreit im Bitterfelder Bezirk. Uns wird mitgeteilt: zahlung. 1. G. G. Brunnenstraße. Betriebsverjamenlung, Montag, Von nadim, von 2-5 Ubr, Bharusfäle, Müllerstraße 142. 2.- 3. f. f. 1., 2. B6. Montöre 1. 3.- 4. Bf. 1., 2. f., MI., MT., Mt.. MI., 4.- 5. f. 1.- 8. Gfg., Elb., Außenmontöre., Die Bertrauensleute treffen sich am Montag, vorm. 11 Uhr, bet Mluwe, Jasmunder Etraße 3. C. B. Geers. Sendlinger. Montag, vormittags von 9-12 Uhr, im Lindenpart, Lichterfelde, Urabstimmung. Funktionäre Sunde früher. N. A. G. Montag nachm, 2 1hr Betriebsversammlun gweds abstimmung im Lokal„ Bürgerpar!". Cberschöneweide, Oftender Straße. Funktionärsihung vorm. 10 Uhr. Siemens.Shudert Dynamowerf. Montag früh 8% Betriebs " versammlung im Stadtpart". Urabstimmung. Anschließend Reſta auszahlung. Die Arbeiterschaft des Elektrizitätswerts Bidhornewitz bel Bitterfeld entsandten zum Mittwoch, den 5. November, eine Dele gation nach Berlin, die das Abstimmungsresultat der Berliner Ge½ werffchaftsfommission über ben etwaigen Eintritt in den General. In Beantwortung einiger Anfragen führte Minister if fireif ihren Kollegen übermitteln sollte. Ein Mitglied biefer bed aus: Die Zahl der Bergarbeiter und die Förderung bon Steinfohle, noch mehr von Brauntohle sind nicht unbeträchtlich Delegation wurde von Epibeln berfolgt und mußte fich verborgen gestiegen. Dennoch wird der Bedarf bei weitem nicht gedeckt. Es halten, um der Verhaftung zu entgehen. Da die Kommission feine wird zu noch weiteren Betriebseinschränkungen, zu Berringerun. Nachricht brachte und die Belegschaft des Kraftwertes 8ior gen der Gas- und Elektrizitätserzeugung, zur verschärfen Güter- ne wib inzwischen von der Verhaftung der Mitglieder des Bersperre und Zurüdhaltung des Berjenenoerfehrs geschritten wer liner Vollzugsrats sowie der Fünfzehner- Kommission und des Be den müssen. Der große Mangel an Verkehrsmitteln hat bewirkt, girtsvorstandes der 11. S. P. D. erfahren hatte, beschlossen die Ar daß die Haldenbestände noch mehr angewachsen find. Die Löhne beiter in der Nacht vom Freitag zum Eonnabend 12% Uhr, die der Verzarbeiter sind ganz beträchtlich erhöht worden. Angets rafterzeugung einzustellen. Ge mit nur ein deffen wird mit Ueberschüffen nicht mehr zu rechnen sein. Die motstandsbetrieb aufrechterhalten, um das Ersaufen der Verluste für das Jahr 1918 betragen 61 Millionen Mart und werden jür 1919 nicht geringer fein. Ein verständnis. in Witleidenschaft gezogenen Gruben zu verhüten. Das Reichsstidstoffwer! Bisteris bei 23ittenberg ist bolles Bujammenarbeiten aller beteiligten reise ist besonders auf dem Gebiete der Sohmit seiner Belegschaft von 4000 Mann ebenfalls in Mitleidenschaft Tenprobuftion erforderlich.( Hör' es Nostel) Lann tam use mann von den Retejozialisten au Wort. nezogen. Die Arbeiterschaft dieses Werkes hat beschlossen, die Ar Husemann belt nicht eher aufzunehmen, bis die Verhaftun Er fage zutreffend: über die Roblennot und ihre Ursachen sei manches Wahre aber auch sehr viel aliches gefchrieben worden. Ben rüdgängig gemacht worden sind. An dem Nüdgange der Förderung sei der Raubbau während des Exzellenz, die Kerle wollen nicht weiter" aus dem Gedichtbuch ,, Heiliges Proletariat" von Arno Nodel Eine Kommission der Betriebsräte der gesamten Werke it Freie Welt Strieges, bie taburch und infolge Unterernäorung herbeigeführte gegenwärtig in Berlin, um diesen Beschluß zu übemitteln und bei Erschöpfung der Arbeiter fowie die verrotteten Betriebsanlagen ben maßgebenden Behörden ble fofortige Freilassung der Ver. alb. Gebellert werhede enn man, wie geideben. Ben Saf: eten au forbern Heft 25 Nr. 544. Kahenjämmerliche Geburtstagshymne. 8um 9. November 1919. Sun steht seit einem Jahr schon fertig Die„ Republik" im Deutschen Neich, Lech leider ist sie gegenwärtig Noch furchtbar schlapp und pflaumenweich, Tie Teutschen, fromm und brav und bieder, Verlangen schon mit frechem Schrei: ..Geliepfter Kaiser, komm doch wieder!" Uns fährt die Wut durch alle Glieder Doch Ebert fühlt sich wohl dabei! Man dekretierte zwar path: tisch: Bom Staat die Kirche wird getrennt!" Doch tat man dies nur theoretisch, Weil man die Finger sonst verbrennt. Wer möcht' beschneiden auch die Spesen Den Herren von der Klerijei? Drum ohne vieles Federlesen: ,, Bei uns bleibt alles wie gewesen!" Undaenisch fühlt sich wohl dabei! Man schickte die Zensur in Nub'stand, Das freie Wort wird uns verbürgt, Jetzt hab'n wir den Belag'rungszustand, Der freie Meinung gleich erwürgt. Und die, die unter heil'gen Schauern Für Wahrheit fämpfen, mutig frei, Die können hinter Echuzhaftmauern Verderben, sterben und bersauern, Doch Heine fühlt sich wohl dabei! Der Offizier, der kommt in Rege, Man fomniandiert: Nun geht's nach Haus! Ich kann's verstehn; die hohe Gage, Die wird verkürzt, fällt auch wohl aus. Mit Revoltieren, Demonstrieren, Bronunciamentos und Geschrei Rann man die Macht des Sabuls spüren. Herrn Reinhardt braucht das nicht genieren, Und: Noste fühlt sich wohl dabei! Stets neite Quellen seht erschließen Tem Wucher sich unzähl'ge Mal. Die Schieber schieben und genießen; Ez füllt den Wanst das Kapital. Und seclenruhig und gelassen Hört man der Unterdrüder Schrei: Sei, wie sie tanzen, fpielen, prassen Und nur die Proletarier mailen, Die fühlen sich nicht wohl dabei! Gewerkschaftliches. Opa. Dritte Beilage zur„ Freiheit". größere Bersplitterung der Arbeiterschaft. Wer hat den Vorteil? Den Vorteil haben die Arbeitgeber. Wir rufen unseren Kollegen und Kolleginnen gu: Laßt Euch nicht irre machen!" Die Ortsverwaltung empfiehlt sämtlichen Kollegen und Kol. leginnen, die Arbeit Montag früh wieder aufzunehmen. Wegen der Erhöhung der Löhne wird dann sofort mit den Fabrikanten berhandelt. Verband der Schmeider, Chneiderinnen und Wäjcbearbeiter Deutschl. Filiale Berlin, Sebastianjtr. 37/38. Die Ortsverwaltg. Achtung! Holzarbeiter. Die Holzarbeiter in Halle stehen in der 8. Woche in einem schweren Kampfe. Wiederholt flagen sie über Lieferung von Elveitarbeit auch aus Berlin. Wir bitten, darauf zu achten, daß nirgends Streitarbeit geliefert wird. Gemeidet wi.b: die Liese rung von Streifarbeit seitens der Firma Peschte u. Heimau, Georgenkirchstr., Vicier u. Schumann, Kopernifusstr. Unsere Sollegen jellten darauf achten, daß sie nicht durch falsche Vorspiegelung zur Anfertigung von Streitarbeit mißbraucht Deutscher Holzarbeiterverband. Bahlstelle Berlin. werden: übt Solida.ität! Zur Bewegung der Hilfskräfte des Magistrats Groß- Berlin. Sonn'ar, 9. November 1919 Groß- Berlin. Elternräte. Wie im wirtschaftlichen und politischen Leben, so muß die irbeiterschaft auch im Schulwesen Einfluß auf den Lewaltungsapparat befommen. An mehreren Gemeinde schulen Berlins sind bereits Elternräte gewählt, die ziel bewußt die Mitarbeit aller Werttätigen im Schul- und Erzichungswesen organisieren wollen. Nach anfänglichem Widerstreben der Refioren hat sich fast überall bald ein gutes Einvernehmen ergeben. Selbst an der 113. GemeindeSchule, wo es anfänglich hart auf.bart ging, worüber wir be. erkannt und sich zu gemeinsamer Arbeit bereit erklärt. Das, richtet haben, hat das Lehrerkollegium die Elternräte an was die Elternräle zunächst durchführen sollen, fann ja auch bei wahrhaftigen Jugendfreunden durchaus keinen Wider. stand finden. Die Elternräte veranstalten unter Leitung des Arbeiter Elternbundes Märchen- und Liederabende für Kinder, fie richyten zur Bekämpfung der Schundbiteratur JugendAm Sonnabend, den 8. November 1919, hat vor dem Echlich schriftenabteilungen ein, sie wollen für die vielen aufsichts tungsausschuß Groß- Berlin Verhandlurg über den Tarifverton lojen Kinder Horte schaffen, um ihnen in der schulfreien Zeit der Bureauh iskräfte stattgefunden. Dort ist von dem Echlich- lojen tungeausschuß folgender Beschluß gefakt worden: geeigneten Aufenthalt und angenehme Beschäftigung zu Dem Rentralverband der Angestellten Bezirk Groß- Berlin acb: n, und schließlich wollen sie die Arbeitereltern durch und dem Freien Angestelltenverband Berlin wird aufgegeben, Vorträge von Fachleuten für Schul- und Erziehungsfragen mit jämtlichen Gemeinden und Grtsbezirken des Pwedverbandes intereffieren. Es ist klar, daß die politisch geschulte Bevölke Groß- Berlin in Verhandlungen über Abschluß eines Tarifver rung der Großstädte vor allem folche Elternräte wählt, die trages einzutreten und diese Verhandlungen bis zum 30. NoMit diesem Beschluß ist die Bewegung der Hilfskräfte in das Stadium getreten, welches von Anfang an von den Organi jationen beabfidiot war und nur durch das bisherine Verhaften des Magistrats Berlin unmöglich gemacht wurde. Die Crganis sationen werden nunmehr alle Echritte in die Wege leiten, um der Kollegenschaft zu ihrem Recht zu verhelfen. Zentralverband der Angestellten, Crisgruppe Groß- Berlin. Lohnbewegung der Wächter. vember 1919 zum o chluß zu bringen. Der Schlichtungsaus. feit entschlossen sind, gegen die Schulreaktion aufzutr.ten schuß bringt hierbei zum Ausdruck, daß es dringend erwünscht und alle Uebergriffe zurückzuweisen, die noch täglich vor ist, daß für sämtliche Gemeinden und Gutsbezirke des Pwed. Tommen. berbandes Groß- Berlin ein einheitlicher Tarifvertrag abge- Alle noch so schönen Schulgesete und Berordnungen find schoffen wird. wertlos, wenn die Arbeitereltern ihre Durchführung nicht critreben überwachen. Die Eltern haben bekanntlich das Recht, di..ader vom Religionsunterricht der Schule fernzubalten, und doch wiffen fleinliche Lehrer und Lehrerinnen einen farfen firchlichen Einfluß nach wie vor auf die Kinder ausanüben. Da werden im Gesangsunterricht ausschließlich Pirdliche Lieder gefungen oder die Beichenfonde wird mit einen Gebet eröffnet! Es ist eine heilige Pflicht der Eltern und Erzieher, sich um die Erziehung ihrer Seinder Die bei ber Berliner Wach- und Schließgesellschaft, Fried in der Schule zu fümmern und ihren Einfluß auf die ridstraße 61, beschäftigten Wächter und Wächten.nnen nafnen om hule geltend zu machen. Das gegebene Mittel hierzu find Donnerstag morgen im großen Eale des Gewerkschaftshaus die Elternräte, die den Willen der Arbeitereltern mit dom den Bericht von der mit der Gesellschaft gepflogenen Verhand lung betreffs Gewöhnung einer Teuerungszulage, entgegen. Die nötigen Nachdruck in der Echule Beachtung verschaffen und Versammlung gestaltete sich ziemlich erregt, als bekannt wurde, den Eltern die praktische Mitarbeit der Erziehung ihrer Kin daß die vina es abgelehnt hate, eine Teuerungszulage zu be der erleichtern. willigen. Mehrere Kollegen traten dafür ein, sofort in den Streit Rur Vorbereitung der Wahlen von Elternräten wonde zu treten, da niemand mehr mit dem von der Gesellschaft geza man sich um Agitationsmaterial und Stellung von Referenfen Hungerlöhnen leben tönne. Gin Lohn von 225 m. bis 265 M. monatlich entspreche teineswegs mehr den heutigen Teuerungsverhältnissen. Auch jei es ein Standal, daß die Ge. sellschaft ihren Wachangestellten feine freien Nächte gewähre, wie bies bei anderen Wachgesellschaften der Fall sei. Von einem Streitbeschluß wurde abgeschen und beschlossen, erst noch den Schlichtungsausschuß anzurufen. Erfolgreiche Lohnbewegung der Ladierer. In den Wagen und Blechbetrieben wurde mit der Innung folgende Vereinbarung abgeschlossen: Wöchentliche Arbeitszeit 47 Stunden, für Möbellad ever 46% Stunde. Der Mindestlohn in Gruppe I beträgt 3,40 Wit, in Gruppe II 3.20 f., für Möbelladierer 8,50 Mt. pro Stunde. Sämtliche Arbeiten sind in Stundenlohn auszuführen und ist Affordarbeit unzulässig. Urlaub erhalten alle Arbeiter, welche vor dem 1. August im Betrieb beschäftigt waren, 3 Tage, nach 2 Jahren 4 Tage, nach 3 Jahren 5 Tage, nach 4 Jahren und darüber 6 Tage. Sämtliche Arbeits. Kräfte find durch den paritätischen Arbeitsnachweis zu beziehen. Für Nichtinnungsmeister gelten diese Tarije ebenfalls und müssen diese, soweit sie noch nicht anerkannt sind, sofort vorgelegt werden. Exemplare sind im. Verbandsbureau anzufordern. Teuerungszulagen im Einzelhandel. ten schriftlich an den Arbeiter- Elternbund, D. 34, Libanter Straße 10. Dabin follten auch alle Interessenten, die bereit find, en den vielgestaltigen Aufgaben mitzuarbeiten, ihre Adressen gelangen lassen. Arbeiterräte der U. C. P. D. Am Montag nachm. 4 Uhr findet in den Sophienjälen eine Fraktionsfibung statt. Es ist Pflicht eines jeden Arbeiterrates, piinktlich zu erscheinen. Der Fraktionsvorstand. J. A.: Otto Stoch. 3u den heutigen Versammlungen. Achtung! Versammlungsleiter! Wenn bis 9% Uhr noch fein Referent erschienen ist, ist unverzüglich Alexander Nr. 3947 anzu. rufen( nicht, wie in der gestrigen Abendausgabe irrtümlich an. gegeben, Königstadt 3947). Wegen unberechtigter nachträglicher Forderungen der Direktion der Konkordia- Säle findet dort feine Versammlang statt. Wir bitten die Genossen, dort nicht hinzugehen. * Wie der Angestelltenverband der Herren- und Knabenfonfettion in Berlin einen Zuschneiderstreit macht. Die in unserem und im Hirsch- Dunderschen Verband organi fierten Zuschneider und Zuschne derinnen der Herren- und Snabentonjektion haben seit dem Jahre 1007 einen Tarifvertrag. Er wurde 1913 erneuert. Während der Kriegszeit war es dant der Trägheit der Busdateider nicht möglich, wie in anderen Bran. den der Herrenmaß, Damenmaß- und Herrentonfektion durch Keurungszulagen die Tarife zu verbessern. Nach der Revolution stellten wir Lögne von 50-70 Marf fest. Mit Mühe brachten wir im Januar eine Versammlung zustande, dann traten wir an die Die Fachgruppe VII des Zentralverbandes der Angestellten Fabrikanten heran und schlossen auf Grund des bestehenden( Waen, Kaushäuser und Spezialgejdäfte) nahm am Mittwoch Tarifes neue Lobnsätze und Zusatzpositionen laufend ab in einer überfüllten Versammlung Stellung zu dem Ergebnis der 15. Februar 1919 bis 14. Februar 1920 ab. Im Mai wurden Verhandlungen mit dem Arbeitgeberverband im Einzelhandel auf neue Bulagen vereinbart. Anjang Oftober stellten unjere 8u Bahlung einer Wirtschaftsbeihilfe bzw. Teuerungszulage. Nach Die Versammlungsleiter werden gebeten, nach Schluß felmeiber neue Ferderungen auf 156 Mart, jür Buschneiderinnen einem fachlichen Bericht des Fachgruppenvorsitzenden Jacobo der Versammlung einen tur 3 gefaßten Bericht über den auf 97 Mart. Die Verhandlungen fanden am 23. und 24. Oltober ipiüber den Verlauf der schwierigen Verhandlungen, deren Verlauf der Versammlung an die Redaktion unseres stalt. Tas Cigebnis wurde wenige Tage darauf mit 94 gegen Gang den Widerstand der Unternehmer zeige und Ergänzungen Blattes gelangen zu lassen. Der Bericht muß bis Sonntag 74 Etimmen gut geheißen. der Kollegin Licht sowie anderer Mitglieder der VerhandlungsZwischen den Verhandlungen und der Abstimmung trat eine fommission, wurde dem Antrag der Verhandlungsfommission, das abend in unseren Händen sein( von 7 Uhr ab evtl. teleneue Situation ein. Ein Teil unserer Mitglieder trat dem Ange- Ergebnis anzunehmen, durch die Angestellten entsprochen, ob phonisch). stellten Werbande der Herren- u. Stnabentonfeftion bei, das ist eine wohl Einigkeit darüber herrschte, daß infolge eines ungünstig im Nov. 1918 gegründete Betriebsorganisation, deren Bestreben wirkenden Tarifes einschließlich aller Teuerungszulagen die Ent es fit, in eine Organisation alle in einem Geschäft beschäftigten lohnung der Angestellten völlig ungenügend ist. Die getroffene Personen zusammen zu fassen, vom Kaufmann bis zum Haus Abmachung gesteht den Angestellten Teuerungszulagen je nach biener. Dieser Angestellten- Verband hat zum Jahres- Anfang Alter und Geschlecht von 40-150 m. pro Morat zu, deren mit dem Fabrikanten- Verband einen Vertrag abgeschlossen, in 3ahlung für das laufende Quartal sojort erfolgen kann. bem es heißt:" Der Inhalt des Vertrages erstredt sich auf faufmännische Angestellte". Außerdem heißt es: Gewerbliches Perso nal erhält die gleiben Gehälter und Vergünstigungen, wie solche von den diesbezüglichen Fachverbänden vereinbart worden sind." Plus diesem Vertrage geht flar hervor, daß die Regelung der Löhne für Ruschneider und Zuschneiderinnen nicht Aufgabe des Angest. Ilten Verbandes ist. Troßdem stellte dieser AngesteПtenVerband mitten in den Verhandlungen, die zwischen uns und den Arbeitgebern stattfanden, neue Forderungen auf und berlangte von uns, daß wir diese Forderungen mit unterstüßen und unsere Mitglieder zum Etreif auffordern sollten. Das mußte die Orts bertaltung ablehnen. Warum? Wir wären für alle Rukunft als Verhandlungs- und Bertrags- Partei erledigt gewesen! " Achtung Holzarbeiter! Die Eiedelungsbauten der Stadt Schöneberg Firma red in Potsdam" sind, da nicht Entlöhnung der Arbeiter, wie in Groß- Berlin üblich, für alle Holzarbeiter gesperrt. Ausbeutung der Frauenarbeit. Von berufener Seite mird was gefchrieben:" Der Jukaber der Firma Raasch, Vorfstraße 35, Baugeschäft, hat den Geist der Neuzeit( was Rückständigkeit anbelangt) im vollsten Maße in sich aufgenommen. Die Finma hat Aufträge in Gebelumgebauten. Man sollte annehmen können, daß bei derar igen, von einer Kommune aus. gegebenen Arbeiten die betroffenden Arbeitgeber einigermaßen menschliche Arbeitsbedingungen ihren Arbeitern und Arbeiterinnen bieten. Weit gefehlt. In diesem Betriebe werden Frauen Deutscher Holzarbeiter- Verband, Bahlstelle Berlin. an den äußerst gefährlichen Holzbearbeitungsmaschinen zur selb. Ve: ficherungs- Angestelltenbewegung. Auf der Reichstonferenz ständigen Bedienung beschäftigt. An awei Kreissägen in Magdeburg, die von Delegierten aus allen Teilen Deutschlands iah Ginsender Frauen arbeiten, ohne jede besucht war, wurden die Grundlagen für den neuen Reichstarif Schußvorrichtung. Die Kreissäge ist eine der gefährlichsten So mancher männliche Arbeiter hat geschaffen. Am Donnerstag, den 13. d. M. findet eine Ver- Holzbearbeitungenaich nen. sammlung der Delegierten in den Sophienjälen statt, in welcher eine gefunden Gliedmaßen daran verloren. Nun sollen auch die Kollege Dr. Vollbrecht über den neuen Reichstarif sprechen wird. Die Friseurgehilfen sprachen in ihrer finrfbesucht: n Generalversammlung am Donnerstag den fämpfend m Metallarbeitern ihre moralische und finanzielle Unterstütun au. Nach einem ge- Soeben erschienen! richt Matuschfas fand dann folgende Resolution einstimmige AnBerlin nimmt Kenntnis von den Verhandlungen der Shlichtungs. Tommission mit dem Interessenverband der Arbei.geber. Sie stimant den ausgestellten Abänderungsvorschlägen, intbe ondere der 50p: oBeiber ist ein erheblicher Teil unserer Kollegen und Kollegin zentigen Teuerungszulage zu. Sie spricht der Schlichtungsnen dem Angestellten- Verbande zum Opfer gefallen. Wir hoffen fommission ihr volliies Bertrauen aus und beauftragt diese.be, im aber zuversichtlich, daß auch bei diesen Kollegen die Vernunft sie Weigerungsfalle gemeinsam mit dem Vorstand das Weitere zu gen wus und sie den Weg zum Schneider- Werband zurückfinden. veranlassen." Zum Schluß behandelte der Ben: ralvorsitzende Auch der Schlichtungsausschuß der Bekleidungsindustrie hat Gtkorn die Cozialisierungsfrage. Im Friseurberuf se die Soziadein Angestelltenverband nachgewiesen, daß er nach seinem eige- lisierung jezt noch nicht möglich. Zunächst müßte die ArbeitsnachWir hätten eine Organisation unterſtügt, deren Egiſtenzberech nahme:„ Die heutige Generalver ammlung des Zweigvereins Die deulsche ArbeiterVorläufig brauben wir aber noch Tarifverträge und wünschen deshalb auch von den Arbeitgebern ernst genommen zu werden tigung wir nicht anerkennen. Wir stehen auf dem Boden der Berufsorganisation und können deshalb eine Betriebsorganisation nicht anerkennen. Revolution. Gedenkschrift über den Verlauf des ersten Revolutionsjahres 1918/19. 48 Seiten. 1 Mark. nen Bertrage nicht berechtigt ist, während der Vertragsdauer für weis- und Fachschulfraze geregelt werden; ebenso die Wetriebe der Verlagsgenossenschaft ,, Freiheit" e. G, m. b. H. bie Puschneider und Puschneiberinnen Verhandlungen zu führen. Bahnhöfe unb Badeanstalten kommunalisiert we den, um so auch Wie steht nun die Partie? Auf der einen Seite eine fest- dem Publikum bieje Brage schumadhaft zu machen. In der Dis. Abt. Buchhandel geflossene Arbeitgeberorganisation mit einheitlichen Bielen tuffton veriraten andene Bedner den Sandpunkt, daß die Eoaiali. und einheitlichem Willen. Auf der anderen Seite eine immer fierung auch heute schon durchführbar fei Schiffb verdamm 19. Frauen zu den Verstümmelten lommen, und in der Tat hat sich in diesem Betrieb eine Frau schon eine jdyvere Verlegung durch be Waschine an der Hand zugezogen. Eine Frau ist mit den Meidern in die Transmissionen gekommen, so daß der Unternehmer das Ansinnen an die Frauen stellte, Pumphosen zu tras Neben der endiri.dict cir aschinen ist das Arbeiten an demselben eine förperlich sehr schwere. Die Frauen bekommen zirka 60 M. die Woche und müssen dieselbe Arbeit leisten wie ein Mann. Auch beim Durchsägen von Bohlen mit der Schrotfäge sind die Frauen täg. Der ganze Werkstattraum ist derart verbaut, daß eine ständige Lebensgefahr für die Beschäftigten besteht. Einen Ausschuß will der Unternehmer in seem Be.rieb nicht dulden, trotzdem gesetzlich ein solcher in Frage tommt. Den Frauen witch tros Dieter der n und ajagrlichen Arbeit nob 5 M. bon einer Teuerungszulage abgezogen. Als sie deshalb beim Unternehmer vorstellig wurden, erklärte deser, daß alle Frauen sofort entlassen werden. Der Herr nimmt einen Standpunkt ein, der den eines Etlovenhalters johr ähnlich ist. Wer sich veran wortet, wird en lassen. Zu aller Ausbeutung noch eine brutale Unterdridung. G3 st by chte Rot, daß die Aufsichtsinstanzen diesen Betrieb in Augenschein nehmen. Auch wird es giedmäßig en, daß die Fluftraggeber der Firma sich ein wenig um den Betrieb befümmern.' Wir schließen uns den hier gestellten Forderungen völlig an. Holzhilfe G. m. b. S. Die von den Gemeinden Groß- Berlins unlängst gegründete Solzhe" wird voraussichtlich in der nächsten Woche ihre Tätig feit au nehmen fönnen. Die Holzbile" arbeitet mit unter stüßung des Fiskus und des Landwirtschaftsministeriums, um die Berliner Bevölkerung bei der herrschenden Koblennot mit Holz 34 versorgen. Die bisherigen Vorverhandlungen sowie die ersten Bestellungen usw. sind über die Koblenstelle Grozavertin gelci: et worden, da die Holzhilfe noch teine eigenen Räume besaß. Tie Holzhilfe" hat nun die von den einzelnen Feritverwal tungen eingegangenen Offerten auf Edläge und Holzlieferung geprüft und bereits umfangreiche Aufäufe abgeschlossen. Das Unternehmen verfügt heute schon über Holzmengen von 300 000 bis 400 000 Raanmetern, die einen Wert von 30 bis 40 mil Wionen Mark darstellen. Die Abschläge des Holzes erfolgen in den Regierunebezirfen Potscam und Frankfurt, und zwar möglichst in der Nähe von Wasserstraßen. Bis jezt sind feste Entschlüsse Aber die Höhe des jeder Familie zu liefernden Holzquantums fowie über die Preise noch nicht gefaßt worden. Das Brennholz foll durch die Solz und Noblenbändler vertrieben werden. man in den Großitädten ja schwierig sein, sofort die nötige Organisation zur diretten Abgabe des Holzes an die Konsumenten zu schaffen. Zum mindesten müßten aber die Vorkehrungen getroffen merten, um eine gerechte Beliefernung aller Ginwohner sicherzustellen. Meinere Gemeinden fönuten aber mit Leichtigkeit das Holz an die Konsumenten direkt abgeben, wodurch es sich weientTich verbilligen würde. Die Regelung der Holzabgabe an die Verbraucher sollte also den omgcluen Gemeinden überlassen bleiben. E3 Der Antrag Noch und Genossen betreffend die Aufhebung der Einrichtung der kommunalen Arbeiterräte Werlins wird, wie wir hören, mit Zustimmung der Antragsteller zunächst nicht zur Beratung gestellt und am nächsten Tonnerstag in der Stadtverord netenbersammlung nicht verhandelt werden. Neber die Benutzung der Züge teilt uns die Eisenbahndirektion Berlin mit: Nach der Verordnung der Weichsregierung über die Einstellung des Borsonenverkehrs dürfen nur für den unbedingt notwendigen Arbeiter verfehr Züge eingerichtet werden. Golde Riige find von und nach Berlin eingelegt worden in der Nichtung Jüterbog, Mandeburg, Velziz, Hannover, Wittenberg, Löwenberg, Eberswalde, Wriezen, Lübbenau, und zwar nur ein Zug in jeder Richtung ta tich. Diese Züge dienen nur dem Arbeiterverfehr; es werden zu ihrer Benutzung nur Inhaber von Zeit und Arbeiter. ridjabrfarten augelassen. Anderen Reisenden kann allgemein die Mitfahrt mit diesen 3ügen nicht gestattet er Ihre Inanspruchnahme berbietet sich in der Regel auch schon dadurch, daß sie nur furze Streden von Berlin aus befahren und Gelegenheit zur Weiterfahrt nicht besteht. Nur im ganz be. sonders dringenden Fällen, wo durch Unterlagen cine wirkliche Notwendigkeit zur Benutzung der Arbeiterzüge nachgewiesen wird, erteilt die Eisenbahnbrettion die Genehmigung zu ihrer Be. nubung. Die Nachricht verschiedener Beitungen, daß die Bemubung von Güterzügen für die Personenbeförderung freigegeben jei, ist zutreffend, ben. Obst und Gemüsewucher. Die vielfachen Magen, insbesondere aus den Kreisen des Kleinhandels, fiber den immer mehr um sich greifenden wilden Handel in der Bentralmarkthalle und über die Richfinachaltung der höchstpreise fei: ens der Großhändler haben das Landespolizeiamt veranlaßt, die Verhältnisse in der Zentral marthalle einer gründlichen Nachschau zu unterziehen. Dabei murden zahlreiche Personen feitgestellt, de, ohne im Besitz einer Handelserinbnis zu sein, mit Gemüse Handel getrieben und sich um feine Preisvorschri ten gefümmert baben. Weiterhin fonnten viele Großhändler der Ueberschreitung des Höchstpreises überführt werden. Leim. Schellack, Bindfaden kauft Herbst, Gr. Be Hamburger Straße 18-19. Schreibmaschinen Nurden 9649, Automobilpoftverkehr in der Mark Brandenburg. Zur Ver- zum Breffe von 19,15 k. für 1 Pfund. Für Kranhe Eler: Ende bet befferung des Personen-, insbesondere auch des Postverleh: s hat Woche. Neukölln. 100 Gramm Haferfabrikate und 100 Gramm Reis, die Oberpostoreftion Potsdam einen großzügigen Plan gefaßt. 7 s. Ractoffeln. In den städtischen Verkaufsstellen Bohnen mit Es ist in Aussicht genommen, eine Reihe von Kra wagenknien Speck( Rilodoje 7,75 tk.), Puddingpulver( 4,25 k. das Kuogramm) einzurichten, die, zumeist von den Endpunkten der Voortstreden uno Sinden ung- Rerzen( Glück 85 1g.) ausgehend, schnelle und bequeme Verbindungen zwischen Großz- Brig. 200 Gramm Steis, 1½ 1o. aust. Sülsenfrüchte; für Jus erlin und den verschiedensten Teilen der Mack Brandenburg dar- gendliche: 200 Gramm Cago; für Siegsbeschadigie: 1 Vid. Mets; stellen. jur werdende Mütter und Kinder: ½ so. Grieß, 2 Pfo. aust. Hajers flocken. Gültig ist die Bothatte mit dem Stichwort: Sajer. Lichtenberg. 7 Pfd. Kartoffeln. Gegen Voranmeldung: 150 Gr. Suppen, 250 Gramm taisjab.ikate, auf Urlauberbezugskarten: Für heime 100 Gramm Nähtmittel und 250 Gramin Diarmelade. gekehr.e Kriegs- und Zivilgefangene 250 Gramm ausl. Hülsenfrüchte. Ge, aufte siche Anschlegiüuien. Maismeyi, 500 Gramm Groupenmehl, für Personen über 65 Jahre Troplow. 7 Vfd. startoffeln, 250 Gramm Marmelade, 250 Gramm 250 Gicm Sago. Großer Belzwarenbiebstahl. 25 000 Mart Belohnung. Für 250 000 Mart Polzearen aller Art erbeuteten Einbrecher, die in der gest.igen Nacht das Fell und Belgwarengeschäst der Fa. Vrüder Für eriel u. Fardy in der Kaiserstraße 41 heimsuchten. 40 000 Mt. jarbiges Chevreauz- und Borcalfleder erbeuteten Ein brecher in der Lederhandlung von Mag Michaelis in der Burg straße 22. Gasvergiftung eines Ehepaares. Auf dem Grundstük Neue Glienicke( Nordbahn). Bon Freitag ab 250 Gramm Marmelade, Die Lebensmittel Grünstraße 16 betrieb der Kohlenhä dier Willy Krüger mit seiner 500 Giemm feines amerikanisches Roggenmehl. Ehefrau sein Geschäft. Als das Ehepaar sich gestern vormittag hatten und den Kleinhandlein tis Vitoch vorzulegen. Rewawes. 250 Giamm Hülsenfrüchte, 250 Gramm nicht sehen ließ, öffnete man midags die Tür der verschlossenen 250 Gramm ame.ik. Weizenmehl, 250 Gamm Pilaumenmus. Bis ohnung gewaltsain, und jetzt hand man bed: Eheleute in dem Dienstag Anmeldungen. mit Leuchtgas an ejüllen Sdlafzimmer tot ini Bete li.gen. Der Halm der Gasleitung war gesinet, Nah den Reitstellungen scheint es sich um einen Unglüdsfall zu handeln. 860 336. Aus den Organisationen. traße 3. Die Mäteschule der Groß- Berliner Arbeiterschaft teilt mit, wingnesslicher mitbringen. Maismehl, Gefunden. Ein Verbandsbuch des Holzarbeiter- Verbandes Bildungsausschuß des 1., 2. und 3. Distrikts. Donnerstag, abende auf den Namen Krulid, Albert, Oris- Nr. 1762. Mitglieds- Nr. 7 Uh, in ser auta Tempelhofer Ujer 2: Erster Vortrag des Cen. Abzuholen: Freiheit"-Spedition Neukölln Redar- Ono Jenisen use. Cozialismus, Kommunismus, Anarchismus. Ratten fur 3 Bott.age kosten 1 wth. und sind am Eingange zu gaoen. 8. Diji.kt. Mon.cg abend, den 10. November, 7 Uhr, in der daß ihre Arbeit durch die Auflösung" des Vollzugsrats nicht berührt wird. Das neue Bureau wird noch befann gegeben Schulauia petersburger Straße 4: Funk.ionarpersammlung bei 11. Diftakt. wontag 7 Uhr abends werden. Alle Anfragen und Mitteilungen find inzwischen zu Straße 3, Gunaticnatkonferenz. 6 Uhr Vorstandesizung. Kluwe, Jasmunder richten an Elsbeth Schülfe, Charlottenburg. Bestalozzistr. 41. Bezirkss.lbungsaus, chuß Teltow- Beeskow. Sonntag, den 30. Now Die Kurie finden in der Gemeindeschule Hinter der Garnison- vember, mittags 12 lbc, findet im 3iraus busa) eine kunes firche statt. Genosse Dr. A. Goldschmidt spricht am Mittwoch, rische Veranstaltung zum Besten der wildungsarbeit in den vanocien Zilla Durieug, Heimann 12. November, 8 Uhr abends in der Aula der Gemeindeschule ita.t. Sinter der Garnisonfirche 2 über Risiko und Revolution. cherchen mit dem verstärkten Blüthner- Dichester, Wassenajore. Eintritt 50 Pig, für Inhaber von Hörerfarten frei. Der eng. Die Drie wollen Bestellungen auf Eintrittskarten zu 2 wik. um lijde Nurus v. Frau Dr. Wegscheider- 3iegler muß gegend im Kreisbureau Neukölln, Rectorstr. 3, abgeben. Segel. Montag abend 7 Uhr Funktionärsigung bei Ch.istensen, aufgeteilt werden. Die Hörer werden gebe'en, sich Mittwoch, Schliepe.jtraße 68. 12. b. M., um 7 Uhr in der Gemeindeschule Hinter der GarnisonLichtenberg. Dienstag 3 Uhr Arbeitslose- Frauenversammlung in firche 2, Zimmer 33 einzufinden. der Markstraße 10/11, Cajulaula. Bildungsausschus Stojen.hal- Nieder- Schönhausen- West. Montag abenos 7 Lihr, beginnt im Lokal von Weilboot der Sturfus über: Eins fuhrung in die wirtschaftsgeschichte. Referent: Gen. Braunthal. Lebensmittelfalender. Lebensmittel in der Woche vom 10. November bis 16. November: Etichwort der Brotkarte: Hafer. und Berlin. Auf Reichsfleischkarte inländisches Frischfleisch Fleisch und Wurstkonserven. Beis für Blutwurstkonserven 2,80 Mh., für Leberwurstkonserven 4,25 Mk., für Rindfleisch konserven 4,25 Dik, für ein Pfund einschließ.ch Dofengewicht. Der Preis für 1 Pjund Speisekartoffeln der Ernte 1919. gleichviel ob inländischen oder aus ländischen sp ungs, darf 20 Pfennige nicht übersteigen. Duwirkende: Frau Bildungsausschuß wiederfchenhausen. Der Kursus zur Einfuhrung in die Nationalokonomie beginnt Freitag, den 21. d. t. Anmeldun gen werden in den am Weittwoch stattfindenden Zahlavenden, in der Konjumverein- Verkaufsstelle foie beim Obmann des Ausschusses, Genossen L. Joachimsthal, Uhlandstraße 68, entgegengenommen. Die Hörgeouht für familiche vier Vorträge beträgt 2 wch. Bort.agsraum wird noch bekannigegeben. tionäre. Röntgen.al, 3- pernick, Buch, Schönow, Schwanebech, Birkholz Mit.woch abends pünktlich 7% Uhr bei Kramm in Buch Einfühlung Charlottenburg. Fleisch 250 Gramm, Kartoffeln 7 Pid. bis Mitte der Neuorganisation. Wahl des gesamten Vorstandes und der Funk woch. Ausländ. Hülsenfrüchte 250 Gramm bis 15. November, Teig Nowares. Heute vormittag 10 Uhr öffentliche Volksversamm maren 1: 0 Gramen bis 15. November, Kunsthonig 250 Gramm vom lung bei Ginger, Priesterstraße. Referent: Genoise Freund. 14. bis 22. November, Graupen 125 6.amm vom 14. bis 22. November. Treptow- Baumschulenweg. Die Genosser in Teplom treffen sich Päckchen rote Grüße, verlängert bis zum 15. November. Teig heute um 49 Uh: in den Bezirkslokalen zum gemeinsamen Aomarsch waren 200 Gramm rom 7. bis 15. November. Ausländ, Hülsenfrüchte nach den Versammlungslokalen. In Baumschulenweg Treffpunkt um vom 14. bis 22. November. Ausländ. Hülsenfrüchte y Uhr an der Waldecke ebenfalls zum gemeinsamen Abma.sch. 250 Gramm 250 Gramm vom 7. bis 16. November. Echöneberg. Bis 11. Novem er Voranmeldung für 150 Gramm Teigwaren und 100 Gramm Haferflochen. Ausgegeben werden in der nächsten Woche: 250 Gramin ausländ. Hülsenfrüchte, 250 Gramm Moisflocken zum emer. Weizenmehl. Maismehl( Maisgrieß) und Pfundpreise von 200 h., sowie hochfertige Cupper find markenfrei in allen Kolonial warengeschäften erhältlich. Vereinskalender. Vollversammlung der Betriebsvertrauensleute der Striga ten. Am it.woch, abends 7 Uhr, bei Willi Wende, Koloniente 47. Fabrikzimmerleute. Montag nachmittag 5 Uhr Gewe.kschaftshaus, Saal 3, Bersammlung. Tempelhof. 150 Gamm Gaupenmehl( 89), 150 Gramm Graupen ( 93), 150 Gramm Euppen( 95), 125 Gramm aust. Weizenmehl( 2. 20). Für Kinder im 3. und 4. Jahre auf Nov.- Vollmilch harten 500 Gr. Zentralverband der Angestellten, Fachgruppe 13. Gektion a Flocken und 500 Gramm Grieß. Anmeldung von je 250 Gramm( Kaly): Dalgliederversammlung Dienstag abend 7 Uhr„ Al.en Aska Auf Krankenschein erhältlich vom nier, Anhaltstr. 11 Fachgruppe 15, Ecktion c( Bergmann- Werke tais fabrikate auf 98 und 99. 10. bis 12. November im Bureau, der. Krankene.nährung. Dorffit. 17, Berlin und Rojen hal) Monicg abend 7 Uhr Rofenthaler Hof, Hofen thaler Straße 11/12, Versammlung. Jugendfjektion: Montag abend 3immer 4, Rot, oder Weißwein. Preis 6,00 tis 7,05 Mh. Niederschönhausen. Für Kinder bis zu 2 Jahren% Pfd. Safer 7 Uhr Musikerfäle, Raise Wilhelm- Streße 31, Gigung ter jugend flocken, 2 Bakete Kehs, 150 Gramm Haferflocken. 250 Gramm Maislichen Bertrauensleute. Gektionen b und e( chemische Industrie und locken, 1 Bid. Haferflocken, 125 Gram Faßfeife 7 Bid. Ka toffeln. Großhandel). Dienstag abend 28 Uhr Rosenthaler Sof., Rojene Solzue hauf Montag, den 10. November, von 15 001-17 500, ittthaler Straße 11/12( großer Goal). Fachgruppen itung der Obleute und Betriebsvertiouensleute. woch, den 12. November, ron 17 501- Ende! Bund der techn. Angestellten und Beamten, Ortsgruppe Obers schöneweide. Nächste Mitgliederversammlung Freitag, den 14. d. abends 7 Uhr, im bekannten Lokal. Freie foz. Proletarierjugend, Wedding 1. Eonntag vormittag um 10 Uhr Treffpunkt Lokal von Kroll, Utrechter, Eche Hennigsdorfer Straße. Am Dienstag, abends 8 Uhr, im selben Lokal Mitglieders versammlung. Arbeiter- Wanderbund Naturfreunde", Agitationsbezirk Zeltom. Heute abend 6 Uhr„ Revolutionärer Dichterabend" in den Concordias Sälen in Treptow, Am Treptower Park 69. Billetts zu 1,50 k find noch an der Abendkasse zu haben. Echmargendorf. 500 Gramm ausländische Hülsenfrüchte, 125 Gr. Marmelade und 125 Gramm Kunsthonig, ca. 250 Gramm Suppen in Würfeln, 500 Gramm holländischen Kakao für die Einwohner mit den Buchstaben A bis einichließlich E am 10. und 11. November, bis einschließlich am 12. und 13. November, 2 bis einschließlich am 14. und 15. November, bis einschließlich 3 am 16. und 17. Novem ber in den Geschäften von Reßlau, Breitestr. 12, Bernstein, Sohen zollerndamm 56, Schulz, Hundekehlestraße 38( 16.50 h. das Pfund). 500 Gramm Haferflocken als Ersatz für Milchkürzungen an Kinder, geboren in der Zeit vom 14. November 1913 bis zum 15. November 1917. 250 Gramm Marmelade, 250 Gramm Graupenmehl. Wilmersdorf. 7 Pib. Kartoffeln, 125 Gramm Würzkäfe zum Turnverein Fichte. Kinderburnausschuß und Geschäftsführender Pfundpreise von 8,52 Wh. in den Brotkommissionsbezirken 3, 4a, 5a. Ausschuß. Eihung bei P. Brasser, Michaelkirchstr. 29 a, Montag, den 5b und Gb, 125 Cramm Fauftkäfe zum Pfundpreise von 3,75 Mk. in 10. Stovember, abends 7 Uhr. Turnverein Fichte, Sportler- Bersammlung. Am Montag, abends dem Bolkommissionsbezirk 1, 125 Gramm Gerstenmehl, 250 Gramm ausländische Hülsenfrüchte. Reks mit dem Aufdruck Brotkommission 7 Uhr, in den Gophiensälen, Sophienst.aße. IVa". 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