Cinzelpreis 15 Pfennig 2. Jahrgang Die Freiheit erscheint morgens und nachmittags, am Sonne und feftagen nur morgens Der Bezugspreis beträgt bei freier Justellung ins Haus für Groß- Berlin 4.- M., bet direktem Postbezug monati. 4.65 m. bei zustellung unter Streifband für Deutschland 6.50 M., fürs Ausland 7.50 m., per Brief 12.50 m. Redaktion und Expedition: Berlin NW. 6, Schiffbauerdamm 19111. Fernsprecher: Amt Norden 2895 und 2896. Montag, den 10. November 1919 Str. 545/ A 297 Morgen- Ausgabe Inferate foften die achtgespalt. Nonpareillezeile oder deren Raum 1,20 mt., Wortanzeigen das fettgedruckte Wort 50 Pf., jedes weitere Wort 25 Pf. Teuerungszuschlag 70 Proz Bei familien- u. Derfammlungsanzeigen fällt der Zuschlag fort. Inferate für den daraufe folgenden Tag müssen spätestens bis 3 Uhr nachmittags bei der Expedition aufgegeben sein. Inseraten- Abteilung: Berlin NW. 6, Schiffbauerbamm 19 Fernsprecher: Amt Norden 9768 Freiheis Berliner Organ der Unabhängigen Sozialdemokratie Deutschlands Der Jahrestag der Revolution. De erreichliche Revolution. Der 9. November. Aus Wien wird uns geschrieben: Jede tiefergehende politische Bewegung muß, wie und die materialistische Geschichtsauffassung lehrt, in den wirt Die Von diesem Geiste fritischer Selbstprüfung und revo- schaftlichen Verhältnissen des eigenen Landes wurzeln. Den lutionärer Entschloffenheit waren unsere gestrigen Ver- noch können auf die Form und den Zeitpunkt des Aussammlungen erfüllt. Sie zeigten feine Spur von Resig- bruches solcher Bewegungen gleichgerichtete Bewegungen des Wer noch einen Zweifel gehegt hat an dem proletari- nation oder Verdrossenheit. Für diese Stimmungen ist Auslandes zweifellos großen Einfluß haben. So erklärt sich fchen Charakter der deutschen Revolution, der hätte gestern, in den Reihen der revolutionärn Arbeiterklasse kein Raum. die Tatsache, daß Revolutionen sich wellenförmig fortpflan am ersten Jahrestag des 9. November, erneut die Feststel mögen auch noch so viele Hoffnungen zerschellt sein, ber 3en, wie wir es auch bei der revolutionären Welle, die lung machen können, daß nur noch die Arbeiter und revolutionäre Vortrupp des deutschen Proletariats ist zu gegenwärtig durch Europa geht, beobachten können. bielleicht noch einige kleine bürgerlich- demokratische Grup- sehr von dem Geiste des wissenschaftlichen Sozialismus russische Revolution, besonders der Umsturz im Oftober 1917, pen des revolutionären Inhaltes dieses Tages gedenken. durchdrungen, als daß er vor den Schwierigkeiten der der die Bolschewiki an die Herrschaft brachte, übte außer Sowohl die Haltung der bürgerlichen Breffe, wie die völlige gegenwärtigen Lage Salt machen und seine Ziele preis- ordentliche Wirkungen auf das mitteleuropäische Proletariat Teilnahmslosigkeit des Bürgertums gegenüber den gestrigen Veranstaltungen zeigen deutlich, daß die deutschen heit ins Gesicht schauen, die Kräfte mobilisieren, die Auf- Streiks, die im Januar 1918 zuerst in Desterreich, gen Veranstaltungen zeigen deutlich, daß die deutschen geben könnte. Hier heißt es vielmehr: Mutig der Wahr- aus; sie fanden ihren ersten Ausdruck in den großen bürgerlichen Klassen die Revolution vom 9. November als bürgerlichen Klassen die Revolution vom 9. November als flärungsarbeit verdoppeln und verdreifachen, feine der er- dann in Deutschland ausbrachen. Wenn sie auch in beiden einen bösen Traum betrachten, über den man schnellstens oberten Positionen preisgeben, sondern unter Anwendung Staaten noch gewaltsam unterdrückt werden konnten, so zur Tagesordnung übergehen müsse. Während die liberalen Blätter mit süßianteren Mienen sich einige Worte aller sich bietenden Mittel zähe und unermüdlich an der batten sie doch das Ergebnis, daß die Arbeiter gründlich ralen Blätter mit süßionieren Mienen sich einige Worte Revolutionierung der großen Massen des arbeitenden aufgerüttelt und mit jener revolutionären Gesinnung erfüllt über den 9. November abquälten, und im übrigen den Volkes arbeiten, um so die Vorbedingungen zu schaffen für wurden, die sie zu den Taten des Herbstes 1918 fähig machte. Hauptvorzug der Revolution darin erblickten, daß sie die den Sieg der sozialistischen Ideale der deutschen Arbeiter- In Wien hatte der Streit auch ein sichtbares Ergebnis: es bürgerliche Demokratie zur Herrschaft gebracht habe, schimpften und wetterten die konservativen Blätter gegen den Jahrestag der deutschen Schande", gegen Deutschlands schwarzen Tag", als den sie den 9. November bezeichnen. Aber trop des Unterschiebes der politischen Klasse. ( Die Berichte über die Veranstaltungen Seite 3.) Einschätzung und der darauf basierenden Taktik, die fich Beileidstundgebungen zum Tode des Genossen Haase. Für den Parteivorstand: Branting. bilbeten sich Arbeiterräte nach russischem Vorbilde, die den ersten Ansatz der Räteorganisation in Desterreich dar stellten und während der ganzen Folgezeit bestehen blieben. nationale. Ebenso wie im Herbst 1917 ging auch im Herbst 1918 die rebolutionäre Welle den Weg von Often nach Westen. Buerst erfolgte in Desterreich der Zusammenbruch der alten/ Mächte, dann pflanzte er sich nach Deutschland fort. Aller aus der Tatsache ergibt, daß die bürgerliche Demokratie an dings trug die Revolution in Desterreich teilweise einen der Herrschaft ist, während die agrarisch konservativen Gruppen für die Wiederherstellung der Monarchie und des Die Sozialdemokratie Schwedens bebauert tief- anderen Charakter als in Deutschland. Neben und häufig Junkerstaates arbeiten, sind die bürgerlichen Klassen einig in der Ablehnung der Revolution, in der feindlichen stens den schmerzlichen Verlust, der durch den verfrühten Tod bor der sozialen Bewegung ging dort seit langem schon die Hugo Haases die Arbeiterbewegung Deutschlands und die ganze Seit der Revolution des Jahres 1848, seit dem ErHaltung gegenüber dem revolutionären Proletariat. Der erste Jahrestag der Revolution wurde dadurch zu Internationale getroffen hat. In den Zeiten, welche noch bevor. einem Tag der Arbeiter gestempelt. Aber auch an stehen, wäre seine politische Einsicht, mit seiner erprobten festen wachen der nationalen Bewegung in Europa war der Natio dem gestrigen Tage zeigte sich die verhängnisvolle Folge sozialistischen Gesinnung vereint, von unermeßlichem Wert für nalitätenstaat Desterreich- Ungarn durchwühlt und untere jener unglüdseligen Berrissenheit der Arbeiterklasse, die sie die gesamte Arbeiterklasse Deutschlands und damit für die Welt wühlt von nationalen Kämpfen, die feine Eristenz fortin politischer und sozialer Hinsicht zur Ohnmacht berurteilt gewefen. Unsere besten Wünsche für Fortsehung zu dauerhafter während in Frage stellten. Von 1866 an berdantt Destermilitaristischen Politik Bismards und der imperialisti und die Feinde des Proletariats triumphieren läßt. Es Befestigung der sozialen Macht der Arbeiter des vor einem Jahr jo reich- Ungarn seinen Bestand in erster Linie der dynastisch schen Politik Deutschlands in der Folgezeit. Bismard hatte hilft nichts: Es muß immer wieder ausgesprochen werden, fiegreich begonnenen Werkes! daß die Wurzeln der revolutionären Niederlagen in der nach der Schlacht bei Königgrät die Möglichkeit, Desterreich politischen Rückständigkeit und Unveife großer Teile des zu zertrümmern und seinen Völkern den Leidensweg der deutschen Proletariats liegen, die sich der großen histori- Unsere tiefempfundene Kondolation anläßlich des großen folgenden Jahrzehnte zu ersparen, der für die Deutschen schen Aufgabe der sozialen Umgestaltung Deutschlands schmerzlichen Verlustes, den Ihre Partei und die internationale Desterreichs auch heute noch nicht beendigt ist. Aber er nicht bewußt find. Große Teile der deutschen Arbeiterschaft Arbeiterbewegung durch den Tod des Genossen Haase erlitten zog es vor, dieses unmögliche Staatsgebilde unter der Vortehen heute noch unter dem Banne bürgerlich- fapitalisti- haben. herrschaft der Deutschen und Magyaren zu erhalten, um fcher Gedankengänge, fie glauben nicht oder nur in einen willigen, von seiner Gnade abhängigen Bundesgenossen Worten an die schöpferische Kraft des Sozialismus, fie In tieffter Ergriffenheit steht die jüdische Arbeiterschaft mit an ihm zu finden. Desterreich ist einer der gefinden nicht den Mut, sich rückhaltlos auf den Boden des revolutionären Kampfes um den Sozialismus zu stellen, deutschem Proletariate schmerzerfüllt an der Bahre Haases, des wichtigsten Posten im Sündenkonto des deut and flüchten sich vor ihren energischsten, zielbewußtesten großen Vorfämpfers der deutschen Revolution. Die gesamte ichen Militarismus und Imperialismus. Desterreich- Ungarn war ein Staat, den seit der Mitte Klaffengenossen in das Lager der bürgerlichen Reaktion, Internationale verlor einen larblidenden tatkräftigen Führer, an deren Vorstellungswelt sie festhalten, deren Machtgebot der jüdische Sozialismus einen treuen Freund. Haases Andenken des vorigen Jahrhunderts die überwiegende Mehrheit seiner Sie sich unterordnen. Die ganze feige antirevolutionäre bleibt neben Bebel und Liebknecht unbergänglich in unserem Bevölkerung auf das erbittertste bekämpfte, in dem sie fich Politit der rechtssozialistischen Partei ergibt sich aus dieser Herzen. Jüdischer sozialistischer Arbeiterverband, Tatsache: Diese Partei ist so, wie die große Mehrheit ihrer Anhänger und Mitläufer ist ein Produkt der politischen Unreife, der bureaukratischen Verseuchung, des Autoritätsdusels und der mangelnden sozialistischen Schulung großer Teile des deutschen Proletariats. Norwegische Arbeiterpartei * Stocholm. Müller, Außenminister. fämpft wurden. fremd und unterdrückt fühlte: es waren das alle Völker, die diesen Staat bewohnten, mit Ausnahme der herrschenden Klassen der Deutschen, der Magyaren die übrigens auch eine möglichst lockere Verbindung Ungarns mit Defter reich anstrebten und zeitweilig der Polen. Es ist klar, Anläßlich des Todes Ihres Gatten, der auf fo tragische daß in einem solchen Staate die nationale Bewegung die Diese Tatsache trat auch geitern in den Reden und Weise in der Vollkraft seines Wirkens sein Leben lassen mußte, vorherrschende sein mußte, auch gegenüber der sozialen, davon In Ihrem abgesehen, daß häufig die sozialen Gegenfäße sich mit natio Stimmungen in den rechtssozialistischen Revolutions. Spreche ich Ihnen mein herzlichstes Beileib aus. feiern" zutage. Es waren im Grunde etwas rötlich an- Schmerze sei es ein schwacher Trost, daß der Name Ihres nalen dedten und daher in nationaler Verhüllung ausge Gatten in der Geschichte fortleben wird. gehauchte bürgerliche Demokraten, die in diesen Gatten in der Geschichte fortleben wird. Dementsprechend war auch die Revolution in den Berjammlungen das große Wort führten und die den ge meisten Gebieten Desterreich- Ungarns vor allem eine natiowaltigen sozialen Inhalt des Revolutionsdramas bom Die Zulassung zur Einäscherung. nale, oder soweit sie national war, war sie gar keine NeboNovember- Dezember vorigen Jahres auf das Niveau Da bie Halle des Krematoriums nur eine beschränkte Babllution im eigentlichen Sinne, sondern die natürliche Folge Kleinlichen Parteigezänts einzelner Führer herabdrückten. Reine Spur eines Versuches, die Wurzeln der unglück von Teilnehmern faßt, kann der Zutritt zu der Einäfcherung am des Zusammenbruchs der deutschen Militärmacht, der ein seligen Lähmung der Aktionskraft des Proletariats au er- Dienstag, nur gegen Eintrittskarte erfolgen, beren zigen Rückendeckung des österreichischen Staatsgedankens", tennen bloß Anklagen und Lamentationen über die Ausgabe durch die Zentralleitung der Partei nur an die nächsten im Laufe des Oktobers vorigen Jahres. Desterreich zerfiel böjen Unabhängigen und Kommunisten, die die guten Ab- Freunde Saafes erfolgen kann. Gefuche um Eintrittskarten tön fichten der Rechtssozialisten durchkreuzten und schuld daran nen beshalb leider nicht berücksichtigt werden. Jeien, daß die Revolution nicht allen Erwartungen der Arbeiter entspreche. # Die Trauerversammlung für die Parteigenossen findet am Donnerstag vor der Beisezung der Asche statt. Seit und ofal werden noch bekanntgegeben. Keine Kranzfpenden. in seine nationalen Atome. Die Staaten, die sich auf seinem Boden bildeten, sind ihrer Entstehung nach noch nicht revo Tutionäre Gebilde, sondern Berfallsprodukte. In den meisten Sukzessionsstaaten( wie man die auf dem Boden des alten Staates entstandenen Nationalstaaten nennt) hatte auch tatsächlich mit dem Afte der Staatsbildung die revolutionäre Bewegung im wesentlichen ihr Ende gefunden. An die Stelle des alten, so heftig bekämpften militaristisch- bureaukratischen Herrschaftsapparates der Bourgeoisie trat ein neuer, der seine Rolle, die Niederhaltung des Proletariats, ebensogut spielte wie der alte. Die gestrigen Veranstaltungen unserer Partei waren bon einem anderen Geiste erfüllt. Es waren feine Feiern, denn zum Feiern haben die revolutionären Arbeiter feine Veranlassung. Aber sie hielten am gestrigen Tage Umschau über die einzelnen Etappen des ersten Jahres der RevoTution, sie zogen unerschrocken die Bilanz aus den ErgebWir möchten nochmals darauf hinweisen, daß das nissen dieses Jahres, fie schreckten auch vor der Feststellung eigener Fehler und Mißgriffe nicht zurück, denn für sie galt schlichte, allem Brunk abholde Wejen des Genossen Haase - Anders in den Gebieten, die von den Deutschen und es, aus den Ereignissen des ersten Revolutionsjahres jene die Bitte der Familie unseres Genossen veranlaßt hat, Lehren zu ziehen, die erforderlich sind zur Fortführung des von allen Kranzspenden abzusehen und die Magyaren bewohnt wurden, die als ehemals herrschende revolutionären Rampfes für die Verwirklichung des für diese Swede aufgebrachten Gelder den streitenden Nationen im großen und ganzen feine nationalen Biele ver Metallarbeitern zu überweisen Sozialismus fochten hatten. Sier trug die Bewegung von Anfang on edrich Ebert- pultung Bonn einen sozialen Charakter. Welchen Verlauf die Nevo; Reichsanwalt hat die Beschlagnahme der Broschüre wie auch lution in Ungarn genommen hat, ist auch im Auslande der Bilder und der Totenmaste aufgehoben und auf die ihm er ziemlich bekannt. In Deutsch österreich( dem Staate, neut gestellte Sumutung, die Sachen wieder zu beschlag der sich aus den deutschen Gebieten des alten Desterreich na henen, erwidert, er habe dazu nicht die allerge gebildet, aber durch den Friedensvertrag auf die deutschen ringste Veranlassung. beiterräte bekanntgab. Man hatte erkannt, daß mit den im. provisatorischen Gebilden. wie sie der Revolution en sprungen waren, nicht weiterzulommen war. Mit Eifer wurden die Vor. bereitungen zu den Neuwahlen getroffen. Cpferbereit un.er stützten die Berliner Arbeiter den Bollzugsrat. Wieder fuhr Gründung der Zentrale der Betricb3räte in Halle. In Berlin selbst wurde die Bildung der Industriegruppen betrieben. Hier freilich drohten Konflikte mit den Gewerkschaften, aber die Be freilich drohten Konflikte mit den Gewerkschaften, aber die Be vollzugsrat und Gewerkschaften zu einer Einigung über die ge wegung ist noch nicht abgeschlossen und es ist zu hoffen, daß meinsamen Ausgaben komunen. Alpenländer beschränkt und gezwungen wurde, den Namen Nun sind aber inzwischen Wochen verflossen, ohne daß bis. Noste dazwischen und verbot die Neuwahlen. Neben ihm ent Desterreich wieder anzunehmen) wor die sozialdemokratische her die von dein Oberreideanwalt freigegebenen Sachen vom stieg auch der scheintote Zentralrat seiner Versenkung und prä Partei der eigentliche Gründer des Staatsfonsens. Sie Polizeipräsidenten Eugen Ernst wieder zurückgegeben sind. jenbierte eine neue Wohlordnung. Die Vornahme von Neugab den Anstoß zur Auflösung des alten Reichs und zur Alle Reklamationen durch die Witwe Liebknechts, durch Drucker wahlen wurde gemalam unterdrückt. Unbeirrt arbeitete der Vollzugsrat wetter. Er nahm die Konstituierung der Nationalstaaten mit Einschluß Deutsch- und Verleger waren vergeblich. Der Verleger, Genosse Adolf österreichs, sie veranlaßte die deutschen Mitglieder des Soffmann, wandte sich an das Ministerium des Innern und Verbindung mit den Räten im Reich auf und es folgte die österreichischen Abgeordnetenhauses, am 22. Oftober zu unterbreitete dem Unterstaatssekretär Dr. Freund die Angeeiner Nationalversammlung zusammenzutreten, die den legenheit. Am 7. d. M. erhielt er die persönliche Antwort von deutschösterreichischen Staat proklamierte, während in der Herrn Dr. Freund, daß das Polizeipräsidium die Sachen dem Wiener Hofburg noch Kaiser Karl und im Ministerpräsi- Oberkommando übergeben und dieses se gegen den dium ein österreichischer Ministerpräsident regierte. Als Willen des Reichsanwalts wieder beschlag es galt, eine Regierung zu bilden, verstand es sich von nahmt hätte. Trotz zweimaliger Anweisung des OberreichsDas Eintrefen des Bollzugsrats für die kämpfenden Metallselbst, daß den Sozialdemokraten die geistige Leitung und anwalts und des zuständigen Staatsanwalts in Berlin, Weißdie wichtigsten Boston zufielen, und als am 9. November mann, wurden die Sachen nicht freigegeben. Das Obertom arbeiter brachte erneute Verhaftung, Bejebung der Geschäftsin Deutschland die Republik ausgerufen wurde, war die mando ist der Meinung, daß die Broschüre und auch die Bilder räume und völlige Auflösung durch Noste. notwendige Folge die schon vor Ausbruch der deutschen Re- in heutiger Beit aufreizend wirken Daß diese Auflösung und das Verbot des Vollzugsrats fast volution vorbereitete Proflamierung der Republik Deutsch- Das Unerhörte bei dieser Sache ist, daß das Ober- zeitlich mit dem Jahrestag seiner Entstehung zusammenfällt, österreichs als Bestandteils der deutschen Republik. fommando, alio Serr Noste, sich über die Entscheidung des illustriert die rüdläufige Bewegung der Revolution. Aber scurd. So verlief die Revolution in Desterreich nach außen Oberreidsanwalts stellt. Das ist nicht nur Rechtsverkehrt wäre es auf Grund sicfes äußeren Niederganges den sehr ruhig und wenig aufregend. Die ganze Revolution beugung, denn der Oberreichsamwalt ist die höchste der Bedeutung der Näte hat sich entschieden vertieft urd der Rätegedanken zu bewerten. Nein, die Auffassung vom Sinn und spielte sich in Deutschösterreich ohne das Opfer auch nur darüber zu entscheidende Behörde, sondern eine Anmaßung der Bedeutung der Räte hat sich entschieden vertieft urd der eines Menschenlebens ab! Dennoch ging fie viel tiefer, als von Befugnissen, die dem Noste nicht auftehen. Damit Feldzug Nostes und der Regierung gegen den Bollzugsrat wird die deutsche bisher, zumindest blieben ihr die Rückschläge beweist er aufs neue, daß sein Saß gegen die Arbeiter. Das Gegenteil von dem erreichen, was er sich als Ziel gefest hat. der deutschen Revolution erspart. Das heutige Desterreich bewegung, sowie gegen die Perionen, die den Militarisist dank der Revolution nicht nur seinem Gebiet, sondern mus bekämpfen, ihn zu einem bewußten Förderer auch seinem inneren Wesen nach ein ganz anderer Staat der Gegenrevolution macht. als das alte Desterreich, und die energische Ablehnung der Rechtsnachfolge nach dem alten Desterreich durch den Staatskanzler Renner hat ihre innere Berechtigung. Der hauptsächlichste Unterschied auch gegenüber Deutschland! Ein Jahr Bollzugsrat und Bollversammlung. Die Freilassung von Herb, Rosemann und Miller angeordnet. Eine Kommission von Metallarbeitern, Heizern und Maschi niften unter Führung von Köhn- Halle( Wert Schortewit' sprach ist, daß der Militarismus, die Hauptstüße des alten Sonntag nachmittag den Reichswehrminister und verhandelte mit Staates, durch eine wirkliche wirkliche Volkswehr ersetzt diefem über die Freilassung der Verhafteten. Die Haft. wurde, die sich sehr bald zu einer proletarischen Armee ent- Als in den ersten Tagen der Novemberrevolution die Arbeiter- befehle gegen die Genossen Herbst, Rosemann und widelte und deren Führung ganz in den Händen unserer und Soldatenräte urplötzlich als neues revolutionäres Kampf- Müller wurden zurüdgezogen. Neber die verhaft: ten Bartei liegt. Damit war die stärkste reaktionäre Macht ge- und Organisationsmittel entstanden, war ihre Zusammenlegung Bullzugsratsmitglieder behielt sich Noske eine Entscheidung vor. brodjen. Die nächstwichtige, die Bureaukratie, zunächst eine etwas merkwürdige, weil willkürliche und unl Diese Freilassung der drei Genossen, ohne daß sie wurde schon dadurch geschwächt, daß mit dem immer unver- organische Neben revolutionären Sozialisten, die mit Auf überhaupt vom Nichter vernommen worden sind, ist der hüllter zurtage tretenden Gegenjas zwischen Wien und den bietung aller Kräfte und unter Einfeßung der ganzen Persönlich deutlichste Beweis für die Grundlosigkeit der VerLändern die dezentralistischen Tendenzen immer stärker teit auf die Beendigung des Krieges und auf die Revolution hins haftung. Wir verlangen aber auch die fofortige wurden, so daß die früher jehr zentralistisch organisierte gearbeitet hatten, fanden sich darin zweifelhafte Cemente, bie, em reilassung der verhafteten VollzugsBureaukratie ihre Lebenskraft verlor. So wurde der Kapi- porgetragen von der Revolutionswelle, sich mit Bergnügen der ratsmitglieder, die ebenfalls keiner strafbaren talismus seiner besten Stüben beraubt. Das Kleinbürger- ausgedehnten Machtfülle hingaben, die in jenen Tagen den Ar- Handlung beschuldigt werden können. tum, das durch den Krieg einem bisweilen noch drücken- beiterräten blühte. Das gilt ganz besonders von den Soldatenderen Elend anheimgefallen war, als das eigentliche Prole- räten, die in der Mehrzahl von bürgerlichen Vertretern bescht Berbot des Uebertritts in ruffische Dienste. tariat, entzog sich auch zu einem großen Teil dem Einfluß waren. Indeffen vollzog sich mit der zunehmenden Klärung der bes Kapitals und schwenkte ins sozialdemokratische Verhältnisse bald die erwünschte Echeidung. Ein vom Reichswehrminister und dem Chef der Lager ab. Die Näte leisteten gewaltige Arbeit. Der Sieg der Heeresleitung unterzeichneter Erlaß vom 5. 11. weist auf Es kann daher nicht wundernehmen, daß der sozial- Revolution, die Auflösung des Heeres, die Notwendigkeit, die folgende, auf Grund früherer Erlasse bestehende Verbote demokratische Einfluß in dem nicht sehr industriereichen Lebensmittelversorgung aufrechtzuerhalten, all bas beflügelte ihre hin und verfügt, daß sie, wie die nachstehende Ergänzung, Lande ungeheuer wuchs. Die Zahl der sozialdemokratischen Kräfte. Was will es gegenüber dieser großartigen Kraftentfal allen Heevesangehörigen bekanntzugeben sind. Es sind Wähler und Parteimitglieder schwoll mächtig an. Aber tung des revolutionären Proletariats besagen, daß da und dort verboten: die Entwicklung ging auch in die Tiefe: es bildeten sich im durch die Näte dies und das geschehen ist, was des Tages Licht 1. Der Uebertritt von deutschen Heeresangehörigen in ganzen Lande rbeiterräte, die zu einer großen, bon unten bis oben gut durchgebildeten und festgefügten scheuen hat! Nicht mehr, als das, was an Unvollkommenheit ruffische Dienste. aller menschlichen Tätigfeit anhaftet. II. Anwerbungen für russische Dienste durch deutsche Organisation vereinigt wurden. Die Arbeiterräte erlang. Die Vollversammlung der Groß- Berliner Arbeiter und Col. Heeresangehörige, ten politischen Einfluß und, was vielleicht noch wichtiger batenräte gab dem neuen Deutschland die vorläufige Revolutions. III. Anwerbungen in russischen Kriegsgefangenen. ist: fie beginnen allmählich in die Verwal lagern, tung einzubringen und sie aus einem bureaukrati regierung der sechs Bollebeauftragten, der Groß- Berliner Voll. IV. Jebe Beteiligung deutscher Se: resangehöriger an Mate schen in einen proletarischen Apparat zu verwandeln. sugerat war das Kontrollorgan dieser Regierung. Mitte De Daneben entwidelt sich auf gesetzlicher Grundlage das Be- sember wurde eine Neuwahl aller Arbeiter- und Soldatenväte rialbeschaffung für russische Formationen. vorgenommen, die auch schon die strengere Auslese gegenüber der Gegen Zuwiderhandlungen ist nachdrücklich einzu ersten wahllosen Zusammensetzung zeitigte. schreiten. triebsrätesystem. Dennoch ist die Entwidlung der Revolution eine noch Der erste Nätetongreß, der Matte Dezember in Berlin tagte, fehr unvollständige, ist ihr eine vorläufig unüberwindliche hatte die Frage der Regierungskontrolle und des Ginspruchsrechts Edyrante gefekt: die unsagbare wirtschaftliche Rot und des Bollzugsrates endgütig zu regeln. Der Groß- Berliner die damit in engem Busammenhang stehende Ab Vollzugsrat verlor seine beherrschende Stellung und mußte einem hängigkeit von der Entente, die Desterreich vom Nätetongres cebilbehen Zentralrat woiden. Die damalige geradezu zu einer Kolonie fremder Mächte herabdrückt. gespannte Situation führte dazu, daß sich die Kinksstehenden Bar Bon beidem kann man sich im Ausland saver cine Bor- teien an diesem Zentralrat nicht beteiligten und dieser allein aus stellung machen. Wir sind so arm, daß wir buchstäblich um Rechtssozialisten gebildet wurde. Domit setzte die Zurüddrängung jeden Bissen Brot betteln müssen, weil wir mit unserm ber Mäbe ein. wertlosen Papier nidyt zahlen und bei der fast völligen Un- Der Bollzugsrat der Arbeiter und Soldatenräte konftifähigkeit, Waren zu exportieren( die wieder durch den tuierte sich hinfert als Vollzugsrat Groß- Berlin. In ihm verfurchtbaren Kohlenmangel verursacht ist), keine Auslands- törperte sich die revolutionäre Energie des hauptsächlichsten Prole baluta auftreiben können. Daß die Entente, unfer Geld. tariats. Aber auch innerhalb des Vollzugsrates und der Vollver. und Nahrungsgeber, diese Lage gehörig ausnutzt und jede sammlung machte sich sehr bald der Zwiespalt der politischen An ernstliche Sozialisierung bintertreibt, soweit nicht schauungen geltend. Er wirkte bier ebenso wie in der ganzen die physische Unfähigkeit, ohne Stohle und Rohstoffe au pro revolutionären Bewegung überhaupt durchaus hemmend. Das duzieren, sie unmöglich macht, läßt sich denken. der Generalstreitsfrage Anjang März. Hier wurde die völlige zeigte sich besonders verhängnisvoll in den Januartagen und bei bhängigteit besonders der rechtssozialistischen Vertreter an der Politik der Partei Har Das wirfte in der Folge mit bei jeder wichtigen Entschließung Wenn Desterreich die Entwicklung zum Sozialismus, fa wenn ihm nur sein nacktes Leben gesichert bleiben foll, bann kann es nichts anderes fun, als für den Anschluß an Deutschland kämpfen. Und wer in Deutschland am Siege des Sozialismus Interesse hat, dem darf das Schidial Desterreichs noch weniger gleichgültig fein, als das Rußlands, weil Desterreichs Lage viel mehr noch als die Rußlands vom Verhältnis Deutschlands zu seinem Bruderland abhängig ist. Der Förderer der Konferrevolution. Am Jahrestage der Revolution enthüllt Noste er. neut fein wahres Gesicht. Wie von ihm die Konterrevolution gefördert wird, dafür nur die folgenden zwei Beispiele. Ein staatsgefährliches Programm. Hauptmann Sadoul zum Tode verurteilt. Paris, 9. November( Savas). Hauptmann Jacques Saboul wurde in contumatiam( in Abwesenheit) einstimmig& um obe verurteilt unter gleich. seitiger Degradierung. Als Antwort auf die Einleitung des Strafverfahrens gegen Sadoul haben ihn die Pariser Sozialisten als Kandidaten für die Barlamentswahlen aufgestellt. Das Urteil, das den brutalen Nachegeist der franzöfifchen Bourgeoisie zeigt, aber vorläufig gegenstandslos ist, da Sadoul noch in Rußland ist, dürfte troßdem die gewaltigste Empörung der französischen Arbeiter erwecken und fie nun erst recht veranlassen, für die Wahl Sadouls einzutreten. Der Inhalt Der Jnhalt dir ruffischen Friedensvorschläge. Rotterdam, 9. November. Dem Nieuwe Rotterdamsden Curant" zufolge ver. öffentlicht der sozialistische Londoner Daily Herald" den Auch der 2. Rätefongreß, der im April tagte, beseitigte nicht egt der Friedensvorschläge der rufii. die latente Krise, die durch die hinhaltende Taktit der Rechts. fchen Sowietregierung, die Oberst Malone aus fozialisten geschaffen war. Gie verschärfte sie ned). Der linke Rusland mitgebracht hat. Danach soll ein Waffen. Flügel der Rechtssozialisten mit Cohen und Nalisti brachten die ft ill stand auf zunächst 14 Zane abgeschlossen Kammer der Arbeit" aufs Tapet, als parlamentarische Ber- werben. Keine der Parteien darf ihn zum Transport von tretung der Näte neben der Nationalversammlung. Dieser Vor- Truppen oder Kriegsmaterial benuten. Die Bürger der schlag wurde mit den Stimmen der Rechtssozialisten, die hier russischen Sowjetrepublik sollen freien Zugang zu den wieder in der Mehrheit waren, angenommen. Es war der gag alliierten und affoziierten Ländern und allen den Ländern hafte Versuch einer zaghaften Parteioppofition, nicht ganz vor der erhalten, die aus dem Gebiet des früheren russischen Bartelfuchtel in den Staub zu jinken. Reiches entstanden sind. Sie sollen freien Aufenthalt und Nach alledem erschien es nur ganz natürlich, als am 16. Juli Verkehr haben und Schub genießen, folange sie sich in die die rechtssozialistischen und demokratischen Vertreter aus dem inneren Angelegenheiten dieser Länder nicht einmischen. Bollzugsrat und der Vollversammlung ausschieden. Sie warjen Tasselbe soll für die Untertanen dieser Länder Rußland damit eine für sie lästige Bürde von sich. War es schon für die gegenüber gelten. Die Sowjetregierungen erkennen die Rechtssozialisten schwierig, als Vertreter einer Partei, die bie finanziellen Verpflichtungen des früheren Die Zentralstelle für Einigung der Sozialdemokratie hatte Regierung bildete und den bestehenden Zustand stüzte, in einer ruffifchen Reiches gegenüber den fremden Ländern an, die thre programmatischen Richtlinien in Flugblattform herausge revolutionären Körperschaft zu fizen, die sich ständig im schärfsten den Friedensvertrag unterzeichnen. Die Friedenskonferens geben und suchte bei dem Oberkommando Noste die Bensur nach. Konflikt mit der Regierung befand, so war die Anwesenheit der foll in einem neutralen Lande stattfinden. Die ruffifche Das Oberkommando verweigerte sie und verbot, bas Flugblatt zu Demokraten vollends ein Unding. Cowietregierung erklärt sich zur Annahme der von ihr aufberbreiten und zwar wegen des Bassus jede Verlegung der De Zeitlich mit dem Austritt der Rechtssozialisten fiel sufammen gestellten Vorschläge bereit, wenn diefe von den Alten mokratie aur fünftlichen Aufrechterhaltung einer bürger- das Vorgehen Nostes gegen den Vollzugsrat, dem einiges Ge- bis zum 15. Novem5er anerkannt werden. lichen Minderheitsdiktatur wird als Serausforde- pläntel schon vorausgegangen war. Nun hatte die Regierung rung des Proletariats zu einem Kampf mit allen Mitteln zu befreie Bahn gegen den roten Vollzugsrat, wie er nun im trachten sein" und weiter die zich 3 wehr ist aufzulösen Gegensatz zum„ gelben" Bollzugsrat der Rechtssozialisten und und durch eine Wolfswehr zu erseßen". Demokraten hieß. Sie ging systematisch vor, wie sie auch schon Die Polizei erschien am beutigen Vormittag gegen 12 Uhr in bei der Erdrosselung der kommunalen Arbeiterräte vorgegangen der Geschäftsstelle der Bentralstelle für Einigung der Sozialwar. Die Finanzierung des Vollzugsrates wurde eingestellt, demokratie, Neue Königstraße 39, und versiegelte die Flugblätter. Saussuchungen und Verhaftungen häuften sich und endlich als Liebknechts Broschüre von Noste erneut beschlagnahmt. rönung des gangen Feldzugs wurde ihm die Benuzung der Räume In den Zelten 23, verboten. Die Beschlagnahme der Broschüre von Karl Liebknecht„ Mili- Aber die innere Kraft der Nätebewegung war damit tarismus und Antimilitarismus" war unzweifelhaft eine Seiden- nicht au treffen. Das gelgle fo recht die denkwürdige, lich tat ersten Ranges des sozialdemet.atisen" Berliner Polizei. Vollversammlung vom 20. Juli, in der Genesse Richard präsidenten. Aber die Sache wäit fid aus. Der Ober. Müller die Richtlinien für den Neuaufbau der r Arbeiterräte, Betriebsräte und Betriebsfunktionäre der U. S. P. Am Montag nachmittag 4 Uhr findet in den Sophienfälen eine Graficnsversammlung fämtlicher Arbeitcrräte, Betriebste und Betriebsfunktionäre der U. S. P. statt. Gs Bilicht aller obgenannten Funktionäre, pünk inen. Der Fraktionsvorstand. 3. A.: Otto Stad 1-8 Der Berlauf der Veranstaltungen. noffen, die aus der Versammlung in Graumanns eft= Un den Gräbern der Revolusionsoper. jälen famen und gingen in langem geschlossenen Zuge nad) In Friedrichsfelde. Trotz Winters Einzug und Schncegestöber hatten sich am geftrigen Sonntage einige tausend Arbeiter und Arbeiterinnen in geschlossenen Zügen nach dem städtischen Friedhof in Friedrichsfelde begeben, um in treuem Gedenten die Gräbey der während der Revolution gefallenen Opfer zu besuchen. Die Lichtenberger Genossen legten einen großen Kranz mit roter Schleife nieder, desgleichen der Bezirksverband Berlin Brandenburg der U. S. P. einen riesigen Kranz, dessen Ehleife folgende Widmung trug: B Tem Freiheitsfampf galt euer Leben. Ihr saht die Freiheitssonne steigen, Frecher Machtgier neueres Etreben. Soll eure Opferung aunidfte fein? Genoffe Weise erinnerte in ergreifenden Worten an den bisherigen Verlauf der Revolution, an die Gier der Realtion, die sich auf jene Leute stützt, mit denen wir früher jahrelang Schulter an Echulter gekämpft haben und die nun die Arbeiterschaft vollends um die Frühte der Revolution bringen wollen. Unser Racheschwur am Grab diefer Cofer foll auoleich ein neura Belöbnis zu weiterem Stampf um den Sozialismus sein, für den inse.e Brüder nicht umsonst gefallen sind. Die Saat, die sie jejät, Dird einst aufgehen allüberall. Im Friedrichshain. Bahlreich erschienen Genossinnen und Genoffen nach Schluß der Versammlungen an den Gräbern der Revolutiorsopfer im Friedrichshain. Eine größere Anzahl von Kränzen wurden durch Deputationen niedergelegt. so u.. vom Bezirk Berlin- Franden burg der U. S. P. D., vom Verlag und von der Redaktion der Freikei:", ton den Genossen der Gemeinnütigen Baugesell schaft", von Jugendlichen usw. Ein Jugendgenosse rezitierte das Gedit„ Die Toten an die Lebenden", während ein Genoffe des Berliner Bezirtsvorflandes in furzen rtungsvollen Worten der Toten gedachte. " Auf dem Friedhof in Spandau. Am Sonntag morgen um 8 Uhr machten die Genossen der U. S. P. und der K. P. D. einen Gang nach dem Friedhof, um an den Gräbein der Revolutionsopfer eine Gedenkfeier abBubalten. Der Gang zum Friedhof und die ernste Feier fand unter Polizeibedeckung statt. Nachdem der Arbeitergesangverein Soffnung" in wirkungsvoller Weise das Lied„ Ein Sohn des Boltes" vorgetragen hatte, gedachte Genosse Kunze in einer zu Herzen gehenden Rede der in fühler Erde ruhenden Toten. Der Gejang Jch warte dein" beendigte die ernste und würdige Feier auf dem Friedhofe. In aufgelösten Reihen gingen die Teilnehmer nach dem Versammlungslokal. Unweit des Friedhofes in der Pionierstraße stand ein Trupp Nosfegardisten, bewaffnet mit Sandgranaten und schußbereiten Maschinengewehren, deren Bedienungsmannschaften die Hand am Drüder hatten. Der Führer ber Truppe konnte es nicht unterlassen, die ruhig ihres Weges gehenden Genossen in einer provozierenden Art und Weise auf Bufordern, fich zu zerstreuen und nicht im geschlossenen Buge zu maschieren. Unsere Genossen ließen sich nicht provozieren. ie gingen, sich des Ernstes bewußt, ruhig weiter. Daß sich aber Genossen erregt zeigten, war tein Wunder, waren doch die Polizei beamten erstaunt über das Verhalten des Führers der Ncsfegardisten. Die Veranstaltung fans in Kochs Festiälen statt. Nach Sem Gejang Die Internationale" schilderte Genosse König und nach ihm Genosse Lieste die Bedeutung des Tages. Mit dem Gesang der erster Strophe des Sozialisten marjches wurde die ernste und feie fiche Beranstaltung geschlossen. Die Tetno.ner Bahl war ungefähr 1000. In den Versammlungen. Der Vorstand der Unabhängigen Sozialdemokratischen Partei Groß- Berlin hatte zu gestern nach 40 Versammlungslokalen Verfammlungen einberufen, von deren zwei mitten in der Stadt ge legene verboten wurden. Troßdem früh startes Schneewetter einfebte. waren die meisten Versammlungen so überfüllt, daß noch Barallelversammlungen in Nebenräumen stattfinden mußten. Ueberall wurde des verstorbenen Führers Hugo Haase in ehrenden Worten gedacht. Ueber den Verlauf des gestrigen Tages weiß eine Korrespondenz zu melden: dem Friedrichshain an die Gräber der Revolutionsopfer. Musikerfäle. Die Versammlung war überfüllt nach eindrucksvollem Gejangsvortrag sprach Genesse Heßler. Sein Vortrag fand allgemeine Bustimmung. Die Mehrzahl der Verſammlungsbesucher schloß sich einer Kranzdeputation nach dem driedhof im Friedrichshain aa. In der Bützow- Brauerei sprach Genosse Crispien. Gesang leitete die Versammlung ein. Der Saal reichte trop Entfernung der Zifthe nicht aus, die Besucher alle aufzunehmen. Nach Schluß der Versammlung zogen die Besucher in kleinen Gruven nach dem Revolutionsfriedhof im Friedrichshain. Die Viehhofsbörse in der Eldenaer Straße erwies sich als viel zu fie m, um alle Ankommenden zu fassen. Hier sprach Genojjin Luise 3iet vor etwa 4000 Personen, einleitend das Wirken und die Veleutung des Genossen Hugo Haase schildernd. In einer Halle wurde cine Nebenbersammlung arrangiert, in der Genosse Löffler den Erschienenen die Bedeutung des 9. Nobember vor Augen führte. Die impojante Versammlung in den Kammerfä!: n eröff e'en Gesangsvorträre der Kreuzberger Harmonie, worauf Genosse Dr. Rosenfeld Rückblick und Ausblid hielt. Im Märlichen Hof waren ca. 1000 Personen anwesend. Referent: Gen. Oehme. Der Geist in der Versammlung war ein guter. befanden sich noch an den Gräbern der Nevolutionsopfer. Nach furzer Zeit tiegen die Herrschaften wieder auf und fuhren zur Stajerne zurüd. Gewerkschaftliches. 3um Metallarbeiterstreit. Bergmann- Werke, Rosenthal. Montag 10 Uhr Betriebsven sammlung für Nr. 1-1500 bei Bosne, anscht. Auszahlung der Streifunterstügung, um 12 Uhr für Nr. 1501-3000 Betriebsvers iammlung bei Feind, anscht. Auszahlung der Streifunterstützung. Die Steiffeitung. Autog: n. Heute, Montag, nachm. 2 Uhr, Betriebsversamm lung mit Abstimmung, in der Schulaula Rummelsburg, Markt. straße. Die Streilleitung. Osram- We ic. Montag, 9 Uhr vorm., Betri bsversammlung für Kollegen mit Etempelfa ten Nr. 1-2500 bei Wandslid. Treps tower Part 27. Für Kollegen mit Stempelfarten über 2500 und nicht im Metallarbeiterverband Organisierte, 12 Uh: BetriebsVertrauensleute 8,30 Uhr im verjammlung im selben Lokal. Lokal anwesend sein Siemens u. Halste, Blockwerk. Montag, mittags 1 Uhr, Betriebsversammlung. Sadtpart Jungfernheide. Siemens- Schucket, Kleinbau. Montag, 10. 11. 19, 4% Uhr, Betriebsversammlung, Kronenbrauer i, Alt- Moabit. Arbelier der Firma Aron, Charlottenbu.g. Montag, den vorm. 11 Uhr, im Voltzhaus, Rosinenstraße, Abstimmung über Wiederaufnahme der Arbeit. Charlottenburg. In Charlottenburg fandenwei große Ber- Die Arbeiter der Firma Karosserie Schebera, Tempelhof, haben sammlungen statt. In der Leibniz- berrealschule sprach Genosse in ihrer am 7 11. abgehaltenen Betriebsversammlung beschlossen, er und in de: Schule in der Sybelstraße Genosse a bold für die streifenden Metallarbeiter wöchentlich 20 Mart zu ent Nach den Versammlungen zeig en sich auf der Straße große richten. Trupps von Mannschaften der Eicherheitswehr mit Masai nen gewehren und Panzerautos, doch fanden sie teine Gelegenheit zum Eingreifen. Neukölln. In der Versammlung in Stern- Lich fpee, Sr mannstraße sprach Genosse Dr. Wehl vor etwa 3000 Genossen und Genojjinnen. Zu Beginn der Versammlung gedaaie ver iißende des verstorberen no en Suro Sanje. In der Kindl brauerei waren etwa 5000 Berjonen erschienen. Hier sprach Genoise Sievers. sammlung noch zu einem Zusammenstoß mit der Sicherheite In Neukölln fam es am Hermannplatz nach Schluß der Verwehr. Zwei Personen wurden verhaftet, die eine jedoch bald wieder entlaffen. Schöneberg. Die Versammlung in der Aula der Chamissoschule, Barbarossaplaz, wies einen Besuch von etwa 1000 Personen auf. Zu Anfang und Schluß der Veranstaltung trug der Schöne berger Männerchor Kampflieder vor Wilmersdorf. Etwa 1000 Per onen hörten aufmerksam die Ausführungen des Genossen Breitscheid. Lichtenberg. Die drei Versammlungen waren überfüllt. Es referierten die Genossen John, Mielit und Stimming unter brausender Zustimmung der Versammelten. Der Lichten berger Männerchor, der Frauenchor und Vormärts- Frohsinn" trugen durch Gesangsvorträge zur Hebung der Stimmung bei. Die Massen zogen nach Schluß der Versammlungen in endlosem Buge nach dem Friedhof in Friedrichsfelde, wo an den Gräbern der Revolutionsopjer ein Krang niedergelegt wurde. Steglit. De Genossen von Steglik und Friedenau hielten in der Aula des Gymnasiums in der Heesestraße eine Versamm lung ab, die von etwa 800 Personen besucht war. Das Referai hielt Genose A. Stein. Die Rede wurde eingeleitet und abgeschlossen durch stimmungsvolle Gesangsvorträge eines Chors des Arbeiterjängerbundes. Tempelhof. 800 Teilnehmer hatten sich im Anzeum einge funden. In atemloser Stile lauschten die Zuhörer dem Genossen Dr. Moses. Zahlreiche Beitrittserklärungen zur Parteiorgani jation erfolgten Im Treptower Gesellschaftshaus hatten sich trob des schlechten Wetters etwa 500 Personen eingefunden, welche die Ausführungen des Genossen Urig mit großem Beifall aufnahmen. Auch wurde des verstorbenen Genossen Haase gedacht. Stralsu Am Sonnabend sprach in der Alten Taverne in trok Entfernung aller Tische überfülltem Saal Genoffin 3ie über das Thema Ist die Revolution tot?". Männergesang und Regitationen trugen dazu bei, den Abend zu einer eindrudsbollen Feier merden zu lassen. " Ticytow- Baumschulenweg. Die von etwa 1000 Personen be suchte Versammlung wurde mit einem stimmungsvollen Lied des gab einen Rücklick über das vergangene Jahr. Eine entspre Gefangbereins„ Oberforce" eingeleitet. Genosse Schumacher chende Resolution wurde angenommen. Mit dem Liede„ Ich warte dein" wurde die Verianmlinn geschlossen. Lichtenberg vor etwa 1200 Personen. Im Anschluß daran fand Pankow. In Lindners Konzertsaal sprach Genosse Brühl ein Besuch der Revolution opfer im Friedrichshain statt. tionäre Lieder vortrug. In Reinickendorf- West sprach in Hartmanns Braue. rei Genosse Spenen vor einer dichtgedräng'en Rubirerichar. Die Versammlungen anfäß1 ch des Ne. Seine Ausführungen wurden wiederholt von Beifall unterbrochen. volution stages find überall ruhig verlaufen. In den Einige Rezitationen und Gesangsverträge trugen dazu bei, die meisten Fällen trennten sich die Versammlungsteilnehmer gleich Versammlung zu einer recht eindrucksvollen zu machen. nach Beendigung. Nur von einigen Lotalen aus zogen geschlossene In Reinidendo.f- Oft hielt Gen. Selfe e nen dr Bedeutung Gruppen durch die Straßen. So 30g ein Bag von etwa 800 Berber Sache entsprechenden Vortrag. Genosse Kaufmann brachte fonen die Brunnenstraße entlang, doch löfte er sich sofort auf, als que Rezitationen zu Gehör, während der Männerchor revolt Polizeiwachtmeister und Sicherheitswehr die Teilnehmer zum Auseinandergehen aufforderten. Ein anderer Bug, der mit einem 400 Personen besucht. Referent war Genosse Schwent Borsigwalhe. Tie Bersammlung in Worfigwalde war von etwa Kranz zum Friedhof der Märzgefallenen im Friedrichshain Die wollte, wurde am Bülowplats aufgelöst. Esenso Gruppen von 60 Ausführungen fanden die lebhafte Zustimmung der Teilnehmer. bis 80 Mann, die sich in verschiedenen Stadtteilen gebildet hatten." Die Versammlung wurde durch Gesang des Gesangvereins BorsizNach den Meldungen der Politischen Parlamentarischen walbe eingeleitet. Nachrichten" foll ein Führer" eines Zuges verhaftet worden sein. Als ob es verboten fein tann, sich gemeinsam zur Versammlung zu begeben. Tatsächli haben die im Norden wohnenden Ge noffen, die nach dem Bersammlungslofal im Walhalla- Theater pilgern mußten, gemeinsam den Weg angetreten. Das scheint ein Verbrechen au fein. . nommen. Es waren ca. 400 Personen erschienen. Der Arbeiter. Wittenau. Tas Referat hatte Genosse Schindler überresangbczein Maibund" Wittenau verschönte die Feier durch entsprechende Lieber. " * In der Obleute- Sonferenz am Sonnabend in ben Sophien sälen ist ein schwarzes Täschchen mit Inhalt gefunden worden. 63 fann vom Gigentümer im Verbandshaus, Linienstraße, gimmer 4, abgeholt werden. Generalversammlung des Bezirks Berlin des Deutschen Eisenbahnerverbandes. Vor Eintritt in die Tagesordnung wurde unseres berstorbenen Führers gedacht und die Erwartung ausgesprochen, daß der Geist unjeres Hanje in den Mitgliedern weiterleben möchte. Den Tätigkeitsbericht erstattete Gen. Schulz. Er wies darauf hin, daß die Revolution das Alkordsystem und die Funk tionszulagen beseitigt hätte. In den politischen Streits standen die Eisenbahner nie in let er Reihe, am Generalstreit im März hatten sich 33 000 Eisenbahner beteiligt. Große, einheitliche At tionen feien bis in die jüngste Zeit durch die Spaltung der sozial demokratischen Parteien in gewisser Beziehung gehemmt worden. Trek der politischen Unruhen hätte die Werbetätigkeit, auch unter den Beamten, gute Erfolge gezeitigt. Die Opposition innerhalb des Verbandes könne, obwohl sie keinen Sitz im Hauptvorstand er halten hälle, mit ihren Erfolgen zufrieden sein. Der Gedanke der Betriebsorganisation müsse bekämpft werden, da die Retriebsorga. nisation niemals eine geschlossene Kampfesfront der Arbeiterschaft bringen fönne. Zur Zeit zähle der Bezirk 25 500 Mitglieder. Für die jugendlichen Arbeiter habe der Bezirksvorstand eine Zeitschrift gejchaisen und ein Jugendheim solle in fürzester Beit e.neweiht werden. Niederringung des Kapitalismus, Erstrebung des Sozia lismus, müsse die Parole lauten. Obwohl Schulz sein Referat durchaus sachlich hielt, fühlte t sich der Rechtssozialist aufschild doch dazu berufen, um gegen den Bezirkevorstand zu wet ern. Gehr erbost war er über einen Bericht in der Freiheit", in dem die Rechtssozialisten mit den Gelben auf eine Etufe gestellt wurden. Einige Redner nach ihm rückten die Tätigkeit der S. P. D. ins rechte Licht, unter lebhaftem Beifall der Versammlungsteilnehmer. Nachdem Pietsch den Saijenbericht gegeben hatte, wurde die Wahl der Oris. verwaltung vorgenommen. Da Gegenfandidaten nicht aufgestellt waren, wurden per Afflamation gewählt: 1. Bevollmäch tigler: chula, 2. Bevollmächtigter: Knebel, 1. Kassierer: Pietsch 2. Sajfierer: Paulig. Schriftführer: Kaiser. An die Verhandlungen schloß sich eine ebolutions. feier mit Lichtbildervortrag an. Genosse Scheffel schilderte ausführlich den Werdegang der Revolution. In Lichtbildern wur den die Zerstörungen der Straßenkämpfe vor Augen geführt. Zentralverband der Angestellten. Aus Mitgliederkreisen wird uns geschrieben: Die Wahlen für die örtliche Generalversammlung müssen werden. nach§ 3 des Crisstatuts nach gebundenen Listen vorgenommen Wir bitten die Kollegen, bei der Wahl in den einzelnen Sektionen darauf zu achten, daß Kollegen gewählt werden, die den Klassenkampfstandpunkt ar vertreten, Arbeitsgemeinschaften mit den Unternehmern ablehnen, die Technische Nothilfe als Streitbrecherorganisation bekämpfen für das wirtschaftliche und politische Rätesystem find. Kollegen, die diese Tätigkeit unterstüßen wollen, bitten wir um Einsendung ihrer Abreffen( Sektionsangehörigkeit angeben) an: Else Bed, Berlin S. 42, Fürstenstr. 7, ober Robert Hensel, Berlin NO. 55, Prenzlauer Allee 38. Groß- Berlin. Das Verbandsbureau der Unabhängigen SozialDemokratischen Partei Neukölln, im Schweizergarten Genosse Wielepp- Neukölln Göpenid. Jm Bahrischen Sof" sprach Genosse rille. In beiden Versammlungen trugen Gesangsvorträge des neu in der Schicklerstraße ist noch von Militär befeßt. Irgendein gegründeten Arbeitergesangvereins und Deklamationen dazu Grund zu dieser Maßnahme liegt nicht vor. Es ist ein Standal bei, die Stimmung der Besucher zu heben. sondergleichen. Wir sind an Willfürafte des alten Regiments ge Nowawes. Vor 500-600 Persenen sprach Genosse Freund, Neukölln. Ein ernster Vortrag des Männerchors hob die Stim- öhnt, aber das heutige Willkürregimen geht weit über die wife mung der Versammelten. helntinische Regierung hinaus. Bersprechungen, die unseren Ge. nossen von leitenden diegierungsstellen auf Aufhebung dieser Maß nahme gemacht worden sind, sind bis jetzt noch nicht erfüllt wow den. Wie lange soll dieser Standal noch dauern? Die nach dem Walhalla- Theater am Weinbergsweg einberufene Bersammlung war so seitig überfüllt, daß man sich entschloß, noch eine zweite Versammlung im Tunnel abzuhalten. Bald war auch diese gefüllt. Mindestens 3000 Besucher wiesen beide Bersamm Königswusterhausen. Tie Versammlung war sehr gut besucht. lungen auf. Die Genoffen Ledebour, der bei seinem Erscheinen Troß des schlechten Wetters waren fast sämtliche Genossen aus den stürmisch begrüßt wurde, und Koute fenden großen Teifall. umliegenden Ortschaften erschienen. Es waren ca. 400 Personen Im Moabiter Schützenhause sprachen die Genossen 8euner Als Referent sprach Genosse 3ubei!. Gin elei.et und beendet und Rable und ein Mitglied der R. P. D. 1300-1500 Teil- wurde die Versamnilung durch einen Vortrag des Gesangvereins. nehmer waren anwesend. Der Gesangverein Gesundbrunner Sarmonie gab einige Lieder zum Bejen. Die Rechtssozialisten Im Stadttheater in Moabit waren Saal und Gale- bielten gestern gleichfalls in zahlreichen Lokalen Veranstaltungen zien bis auf den lebten Blab bejeßt. Hier schilderte Genoffe ab, die aber nicht entfernt de prächtige Kampistimmung aufNusch Ausbruch und Werdegang der Revolution. Der Männer- weijen tonnten, wie das in unseren Versammlungen zum Aus chor Moabit steuerte stimmungsvolle Freiheitslieder bei. druck kam. Sie haben auch allen Grund, refigniert zu sein. Sicherheitswehr in Attion. In der Schulaula Gli zauer Straße referierte Genoffe Horn vor etwa 800 Versammlungsteilnehmern. Gesangverein Cüdost trug sur Hebung der Stimmung wesentlich bei. Ein Bostflugverkehr Berlin- Schneidemühl- Danzig- Stönigs berg., ist eingezichtet. Vom 10. ab erfolgt dieser Verteht täglich. is Johannis: gal 8 Uor rorm., 1,30 an Königsbe.g. u. rück 9 Uhr vorm. as Königsberg, an Johannisthal 2 Uhr nachm. Verhaftet wurde gestern in Berlin ein wegen Ratbord bereits zum Tode becurteilter Verbrecher. Der 20 Jahre alte aus Berlin g bürtige Fabritarbeiter Otto Schönfelt, der seinerzeit hier in der Schliemann traße wohnte, hatte die hiesigen St.af behörden schon wicorcholt toegen Einbruchdiet stahl beschäftigt. Einach Verbigung feiner lebten Straftaten wendte er sich nach dent Rheinland, wo er mit met eren Spießg sellen eine Autofahrt unternahm und dann den Chauffeur ermord: te und berawble. Er tam nach diesem schweren Verbrechen wieder nach Berlin zurüd, wu be hier g faßt und zum Tote verurteilt. Bevor noch das Urteil vollstreckt werden konnte, entiprana er aus der Strafanstalt Im allgemeines ist alles vorschriftsmäßig verlaufen. Die Versammlung in der Wula Meidenberger Straße Bug aus dem Südesten, der dem Friedrichshain zustrebte, wurde| war von era 700-800 Personen besucht. Das Referat bielt recht schnell der Sicherheitswehr gemeldet. Gegen 1 Uhr ver Benoffe Fischer. Eine Disfussien fand nicht statt. Die Ver- ließen zwei Lakautos mit ungefähr 80 Mann und zwei Ma. jammungsteilnehmer der Aulen in der Glogauer und in der schinengewehren die Kaferne in ber leganderitraße mit dem Riel Reichenberger Strebe trafen sich am Mariannenplaz mit den Gee Friedrichshain. Es gab aber keine Arbeit, nur wenig Genossen benice. Es werben verausgabt: 1. fn ben Verkaufsstellen: auf no reprte Weder Hacy Berlin gurud. Abermals verhaftet urbe Pfuno. De Ware it nur in unseren Gemeindeverkaufsstellen Teham er in das Militärgefängnis in der Lehrter Straße eingeliefert. lich gegen Abtrennung des Abschnittes U. der neuen Warenbezugs abschnitt 37 der blauen Lebensmittelkarte 125 Gramm Kartoffelstärke karte. Bouillonwürfel gegen Vorzeigung der Haushaltskarte. Preis mehl 73 Pfg., auf Abschnitt 38 br blauen Lebensmittelkarte 250 31. Anrf dem Eisenbahntransport sprang er bei der Ausfahrt aus dem Lehrter Bahnhof aus dem Zuge und entfam wieder. Seit dieser pro Stück 5 Pf. Am Sonnabend: 125 Gramm Haferflocken auf Ab- inländische Hülsenfrüchte, auf Abschnitt 98 der Lebensmittelharte schnitt 100( obere Hälfte) der Groß- Berliner Lebensmittelharte. Preis 250 Gramm Maisfarikate. Für Kriegsbeschädigte 250 Gramm Teiz Zeit hielt er sich verborgen und war nirgends zu finden. Er pro Pfund 0,90 Vik. Noßfleisch in den üblichen Verkaufsstellen auf peren. Auf Nährmittelkarten für Kranke Graupenmehl. Auf die legte sich auf Einbrüche und trieb gulegt wieder in Berlin sein Abschnitt 6 der Roßfleischaarte. Rartoffelkarte 7 Pfd. Kartoffeln. Mohrrüben Kohlrüben, Runkel Unwesen, Gestern hielt er sich in einer Wirtschaft in der König- Reinickendorf. Auf den November- Abschnitt der Kinderkarten ge- rüben, soweit der Borrat reicht, 2. in den Verkaufsstellen 3 und 4, im straße auf. Hiervon machte einer, der ihn kannte, ein Mitglied fangen ab 11. d. M. folgende Waren zur Ausgabe: Karte A. 1 Pfd. Konjum und bei den Kaufleuten: auf Abschnitt 46 der Speisefettkarte der Einwohnerwehr aufmerksam, der einige Schußleute herbei- Gerstenmehl, 3 Pakete Reks, 2 Pakete Zwieback, 2 Bakete Milchfüß 20 Gramm Butter, auf Abschnitt 21 der Einfuhrzufazkarte 70 Gramm holte und den schweren Verbrecher festnehmen ließ. Er wurde peise. Karte 3. ½ Pjo. Gerstenmehl, 2 Bakete Reks, 3 Pakete Bratfett gegen Vorzeigung und Entwertung des Mittelstücks der Ein Milchfüßspeise. Karte C: ½ Psd. Gerstenmehl, 2 Pakete 3wieback, fuhrzufaßkarte 60 Gramm Bratfett. unter sicherer Bedeckung nach dem Polizeipräsidiuni gebracht. 3 Pakete Milch süßspeise. Für Jugendliche: 2 Pakete Milchsüßspeise Diejenigen Genoffen, welche gesehen haben, wie am Freitag, ben 7. November in der Elbinger Straße Jugendliche von Schußleuten mißhandelt wurden, werden gebeten, ihre Adressen einzusenden. Ebenso werden diejenigen Genossen um Adressenangabe gebeten, die in der Privatwohnung von Herrn Friedrich am Freitag verhaftet wurden. Angehörige der noch in Haft befindlichen Genoffen möchten ebenfalls bitte die Adressen einschicken. Arthur Lehmann, Annenstr. 15. Lebensmitteltalender. Niederschöneweide. Auf Abschnitt 100 der Lebensmittelharte des Kreises Teltom je 125 Gramm Reis zum Preise von 51 Pig. Auf Abschnitt 101 der Lebensmittelkarte des Kreises Teltom je 250 Gramm Graupenmehl zum Preise von 30 Pfg., auf Abschnitt 102 der Lebens mittelkarte des Kreises Teltom je 250 Gramm Maisgrieß zum Preise von 1.45 Mk., auf Abschnitt 17 der hiesigen gelben Lebensmittelkarte je 250 Gramm Kunsthonig zum Preise von 40 Pfg. Ueber die bis Montag, den 17. November, nicht abgeholten Waren wird anderweitig perfügt. Friedrichsfelde Am Dienstag: 250 Gramm Maismehl auf Ab schnitt 99( obere Hälfte) der Groß- Berliner Lebensmittelkarte. Preis pro Pfund 2,90 k., frische Wallnüsse bis zu ½ Pfd. auf Abschnitt I ber, neuen Warenbezugskarte. Preis pro Pfund 5 Mk. Am Donners tag 1 Pfd. Hülsenfrüchte( nach Wahl) zum Preise von 3 Mh. pro Achtung! Theater und Vergnügungen. Volksbühne. Theater am Bülowplatz. 7 Uhr: Predigt in Litauen Opernhaus Rigoletto. Anfang 7 Uhr Schauspielhaus 14. Volksvorstellung: Die Räuber Anfang 6 Uhr Direktion: Max Reinhardt Deutsches Theater Uhr: Faust 1.. Kammerspiele 7 Uhr: Iwanow. Direktion Carl Meinhard- Rud. Bernaner Theater Apollo- Theater 7% Friedrichstr. 218. Allabendlich Sonntags 3% u. Die Welt im Jahre 2000 Sonntags 3 led. Erwachs. 1 Kind frei. Theater am Kottbuser Tos. 71 Ubr u. Sonntag naehm, 3 Uhr: Elite- Sänger 9 ehem. Mitgl. der Stettiner Sänger. Neues Programm! Blüthgen- Konzert. Beg. 7.10 Uhr. Vorv.11-1/ 2 u.4-60 önigstadt- Theater Alexanderstr. 21. Tägl. 7.30: Spezialitäten und Varieté Burleske: ,, Doktor wider Willen." Königgrützer Straße Circus Busch 18 U: SchloßWetterstein Dstg: SchloßWetterstein Mtw: Schloß Wetterstein Donnerst: Ein Traumspiel Freit: SchloßWetterstein Komödienhaus von der Pfalz 18 Or: Liselott Berliner Theater Uhr: BummelStudenten Lessing- Theater Direktion: Victor Barnowsky 7 Uhr Christa die Tante. ( Jika Grüning, Centa Bre. Hanns Fischer) Dienstag, Mittwoch 7 Uhr: ' räulein Julie. Der grüne Kakadu. ( Tilla Durieux, Dagny Servaes, Hanns Fischer, E. Klöpfer, C. Veidt) Dentsch. Künstl.- Theater Allabendlich 75: Cyprienne ( Leopoldine Konstantin, Kurt Götz, Erich Walter) Residenz- Theater Täglich 8 Uhr zum 304. Male: Das höhere Leben Von Hermann Sudermann Mittwoch 4 Uhr kleine Preise: Rotkäppchen Sonnabend 4 Uhr kleine Preise: Hänsel und Gretel. Trianon- Theater Täglich 8 Uhr: Maskerade Von Ludwig Fulda Mittwoch 4 Uhr kleine Preise: Schneewittchen Sonnabend 4 Uhr kleine Preise: Aschenbrödel. Neues Operettenhaus Direktor: Jean Kron Allabendlich 7 Uhr 30 Min.: Die Dame vom Circus 16.11.. nachmitt. 3 Uhr 30 Min. Die keusche Susanne Walhalia- Theater, Weinbergsweg 7 Uhr: Eine Frau wie Du Casino- Theater Lothringer Str. 37. Tagl.8 Uhr: Nur noch bis 18. November Großstadt- Pilanzen Donnerst, 20. Nov., zum 1. Male Schniepels Lehne Stg.3 U. Ein sauberes Kleeblatt Rose- Theater Uhr: Das Gesetz. Montag, den 10. November, abends 7 Uhr: Martha Rohnke Schulreiterin auf Goldchen sowie das neue November- Programm!! u. a. Albas der unerschrocken. Kopfläufer Zum Schluß: Aus den Organisationen. und 1 Dose Whalzegtrakt soweit Borrat, gegen Abstempelung der Jugendlichen- Karte. Die Ausgabe der Ware erfolgt unter gleichdeitiger Vorlage der neuen Ausweiskarte. Die Berkaufsstellen geben 1. Distrikt, 6. Abteilung. 3 a h I morgen Dienstag Charlotten bekannt, welche Karten beliefert werden Gegen Abstempelung von Feld 7 der Reinickendorfer Ausweiskarte wird, soweit Borrat, 1 Dose straße 6. Neuordnung des Zahlmorgens. 7. Distrikt. Montag, den 10. November, findet die Fortsetzung der Leberwurft zu 4,60 Mth. in don amtlichen Verkaufsstellen ausgegeben. Gegen Abstempelung von Gelb 8 der Reinickendorfer Ausweiskarte Mitgliederversammlung vom 4 November font wird, soweit Borrat, für Familien mit 3 Kindern und mehr 1 Paket 9. Distrikt. Heute Montag abend 7% Uhr allgemeine Bleichsoda zum Preise von 30 Pig. in den amtlichen Berkaufsstellen Funktionärversammlung. Turnhalle in der Schule Esmarchstraß. 18. Tegel. Dienstag, den 11. d. M., abends 7 Uhr, findet im Zeichen ausgegeben. Männers, Frauen und Kinderbekleidung zu besonderen Breifen kommen in der Abteilung für Bekleidung im ehemaligen faal der Humboldt- Schule der 2. Abend des Vortragskursus statt. Stahlwerk Becker, Flottenstraße 48, zum Verkauf, und zwar Montag, Thema: Einführung in die Martsche Wirtschaftslehre. Hörer werden Dienstag, Mittwoch und Donnerstag 6-3 Uhr, Freitag und Sonnabend noch zugelaffen. 8-6 Uhr. Tegel. In der Woche vom 10. bis 16. b. M. werden verausgabt: Auf Abschnitt 96 der Groß- Berliner Lebensmittelkarte 250 Gramm Marmelade, auf Abschnitt 98 250 Gramm Haferflocken und auf Abschnitt 95 150 Gramm Hülsenfrüchte. Auf Abschnitt 8 der Sonder lebensmittelkarte für Kinder 250 Gramm Hafermehl und 2 Päckchen Milchfüßspeise, auf Abschnitt 16 der Gonderlebensmittelkarte für ältere Leute 125 Gramm Reis und 2 Päckchen Milchsüßspeise. Bereinstalender. Angestelltenausschüsse der Metallindustrie. Versammlung der Obe leute Mittwoch, den 12. November, 7% Uhr pünktlich, Köllnisches Gymnasium, Inselstraße, Ecke Wallstraße. Tagesordnung: Arbeitsgemeinschaft ber Metallindustrie. Druck der Aw. Nord Spandau. Arbeiterräte, Vertrauensleute Montag nach Bohnsdorf. Es entfallen auf Abschnitt F. 18 der Einfuhrzufaz mittag 4 Uhr Versammlung Alte Schönhauser Straße 24 bei Schrader. harte 1 Pfd. braune Suppen zum Preise von 1,06 k., auf Abschnitt Bericht von der 3. Kommission Auskunftslokale Dienstag nachmittag. M. 20 der Einfuhrzusatzkarte 1 Pfd. Mais fabrikate zum Preise von 2,90 Mk. und auf Abschnitt 96 der Kreislebensmittelkarte ½ Pd. Verantwortlich für die Redaktion Alfred Wielepp, Neukölln. Graupenmehl zum Preise von 30 Pfg. Die Anmeldungen müssen bis Berlagsgenossenschaft Freiheit", e. G. m. b. S., Berlin. einschl. Mittwoch, den 12. d. M. bei den hiesigen Raufleuten erfolgen. Lindendruckerei und Berlagsgesellschaft m. b. S., Schiffbauerdamm 19. Achtung: Am Mittwoch, den 12. November 1919, nachmittags 3 Uhr in den Germaniasälen, Chauffeestraße 110 Branchenversammlung ber Maschinen-, Auto-, und Motorenschlosser. Tagesordnung: Dericht vom Schiebsspruch. Das Erscheinen aller Rollegen ist bringend erforderlich. Die Ortsverwaltung. 14. Distrikt:: 2. Abteilung:: 680. Bezirk Am 6. November verstarb plötzlich am Herzschlag unser Genosse Gustav Slemoneck Levetzowstraße 23. Die Einäscherung findet am Dienstag, den 11, November, nachmittags 3 Uhr, im Krematorium Gerichtstraße, statt. Ehre seinem Andenken. Der Vorstand. Zigaretten Ständiges Lager in rein orientalischen ägyptischen Zigaretten von M. 220.- per Mille aufwärts. Capstans Navy Cut Mk. 285.-. Goldflake Mk. 290.M.Guttmann, Berlin 0 27, Alexanderstr. 22.9-5 Uhr. Aphrodite" Platin 80- Mark, Brillanten, Perlen, Besonders hervorzuheben: Rachetanz der Panathenäen ichhofbauer Volksvarieté Warschauer Str. 34/36 Täglich Varieténummeru Donnerstags Leipziger Sänger@ nachdem Familien- Kränzchen Anfang 8 Uhr, Sonntags 6 Uhr Wehes Gedenken. Zum 1. Sterbetage unseres einzig geliebten Kindes Alfred Bolduan gefallen am 10. 11. 18. in Frankreich als Opfer des grausamen Völkermordens. Warum ist das Leben so leer, so schwer- Wie in grauer Dämmerung geh' ich umher Ich fasse suchend nach meiner Stirn Grüble, zerquäle mein fieberndes Hirn Ich mein' zu vergehen in meiner Not- Mein Sohn, mein einziger, warum bist Du tot?- Und fielen auch viele in dieser Schlacht Warum hat die Kugel den Tod Dir gebracht- Warum trifft der Blitz die Eiche so stark Warum nicht die Stamme mit morWarum chem Mark? ist so früh dem Tode geweiht? Warum lebt noch so lang, was zum Tode bereit- Fragen und Klagen werden nie stumm Und immer wieder tönt's warum, ach warum? Ach, könnten wir noch einmal unsern Sohn wiederseh'n- Denn keine Träne schmerzlicher rinnt- Als Eltern weinen um ihr einziges Kind. Deine untröstlich. Eltern Herrmann Rambaum und Frau. Am Ostbahnhof 8. Wintergarten. Schnellaufbohrer für täglich 7 Uhr dringenden Bedarf. sowie Schmirgeileinen kauft höchstVarietévorstellung zahlend Henschel, Moabit, Rauchen gestattet. Rostocker Str. 22, Ecke Wittstocker Straße. 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