SnMpreis 15 ysennlg* S. Jahrgang Sonnabend, den 15. November 1H19 Nr. 554 /A ZdL � Mvrgen-TZuezabl Vi» �eibeit�»rsck>ein� morams und nack'mittnys. nn �cnn» imb«esttaaen mir morgens Der Ve�ugsprei» l'etrögt bei freier Zustellung un» 5au» für Sroft-Beriin M., bei direktem Postbezug monatl. 4.65 bei �.uf�ellunz unter Streifband für Deutschland 6.50 HT� fürs Ausland 7.50 ill� per Brief 12.50 IN. R(kaft<0n und ffriiebifion: Berlin NW.«. Schiffdauerdamm UHU. Fernsprecher! Ami Norden SLvS und S8i>«. Inserate kotten die achtgespalt. Nonpnrelll�eil» ob»r deren Raum l, 20 M?., kvortanzeigen das fettgedruckt» Work»O pf� jedes weirere wort 25 Pf. Teuerungszuschlaq 70proz. Bei Familien« u. versammlungsanzeigen sSllt der Zuschlag fort. Inserate für den darauffolgenden Tag müssen spätestens bis 3 Uhr nachmittags bei der Expedition aufgegeben sein. Jusermen-Abteilung: Berlin NW. 6, Schlffbanerdnmm 19 gerusprrcheri Amt Nordc» v««« berliner-Organ iw Umbiäm'm SyMdmofnitip Smtfcbtmbä Lloyd George über Rußland. i fit..n.lirifi« tt.ntornnn null Mo n»?«<>?«-°»»»».«»- Ae englische Legierung und die rnssische Segenrennlullon. L o n d o», lt. November.(HavaS.) Llnpd George wohnt« gestern einer Sitzung des U nie r. > u u s e» bei. Eine große Anzahl vou Anfrage» über die Lage tu Rußlaud wurde an ihn gestellt. Der Premierminister bemerkte kategorisch, daß niemals »rgjtud jemand ermSchtigt sei, in seinem Auftrage an die Sowjet' oegicrung heranzutreten, um gegebeneufall» Verhandlungen mit dieser zu crSffnca. Ueber die militärisch« Lage Ruß» land» gab Lloyd George zu, daß die Rückschläge ziemlich be» deutend seien, die Admiral Koltschak erlitten habe, welcher übrigen» die Stadt O m S k nicht geräumt habe, deren Schicksal von den Kämpfen abhänge, die sich in den nächsten Tagen abspielen»ür, den. Trotz der Erfolge seiner Armee sei eS ihm nicht gelungen, die Herrschaft über die den Bolschewiste» abgenommenen Gebiete zu befestigen, und zwar infolg« de» Mangel» an Willen bei der Bevölkerung, die bald auf die eine, bald aus die andere Seite neige. Der Premierminister fügte hinzu, baß die rusfische Politik der englische» Regierung dieselbe bleibe wie bisher. London, IL November.(HavaS.) I« seiner Rede im Unterhau» sagte Llopd Gevrge wei' ter, die den Regierungen Rußland« geleistete Hilfe belause sich auf über 10« Millionen Pfund. Au» menschlichen und Wirt schaftlichen Gründen müßte der Bürgerkrieg in Rußland bald aufhören. Deshalb sei die englische Regierung noch immer de reit, alle Bestrebungen auszunehmen, die auf Wiedrrher» ftellung de» Frieden» in Rußland gerichtet seien und dort eine Art konstitutionelle Regierung mich. ten wollten, welche die Zustimmung der Mehrheit der Bevölkerung finde. Die Alliierten hätten diese ihre Meinung in einem Briefe an Admiral Koltschak kundgetan, in dem gesagt werde, daß die alliierten und assoziierte» Mächte beabsichtigen, eine i n t« r» »a�ionale Konferenz einzuberufen, auf der die«erschie. denen russischen Regierungen vertrete« sein, und auf der die Probleme, deren Regelung aus der Friedenskonferenz nicht mög' lich gewesen sei, mitgeprvft werde» sollten. Wenn da» Hau» eine Erörterung dieser Frage wünschen sollte, bevor die erwähnte Kon- feren, zusammentrete, sei die Regierung bereit; sie werde alle notwendigen Aufschlüsse geben. Die Erörterung könne kommen. de» Montag stattfinden. � rtrnt ir J Eaglisch' französische Coropapolitit. Pari», 14. November(HabaS.) ,Äa Presse de Paris" hebt die Bedeutung der Besprechungen hervor, die P i ch o n in London mit den englischen NegierungZ- Mitgliedern hatte. Das Blatt fügt hinzu, dajj die wichtigsten Fragen der Beratung folgende sind: 1. Die Ratifizierung des Friedensverträge» im amerikani- fchen Senat, die man als nicht zweifelhaft betrachte. 2. Die Politik der Alliierten in R u tz I a n d, tvever Frank- reich noch England werde,: neu« Opfer bringen, um die übrigen» noch für mehrer« Monate versehenen Regierungen, welche gegen die Bolschewiften lämpsen, zu versorgen, daher wer- den diese bei den Machten keine Schritte unternehmen oder Unternehmungen einleiten, die geeignet wären, den Bolschewi»- mu» zu �stärken. 3. Die Haltung der Allftexten gegenüber der Türkei. Die gemeinsam« Politik Frankreichs und England» geht dahin, alle nichttürkischen Gegenden� von der türkischen Herrschaft zu befrei«». Die gegenwärtige Tendenz ist, den jetzigen Sulkm in Konftantinopel zu belassen, wobei die oSmanische Regierung«iner wirksamen und sorgfältigen Kontrolle unterstellt wird, um eine lebensfähig« Macht herzustellen, die jedoch außerstande ist, ihre Nachbarn oder christlichen Untertanen zu schädigen. Bei allen Problemen, die besprochen wurden, wurde vollständige Ueber- einstimmung zwischen den beiden Regierungen festgestellt. Vaderewsk! über die polnische polikik. Wien, 14. November. Nach hier vorliegenden Meldungen au» Warschau sagte Ministerpräsident P a d e r e w s k i in der gestrigen Landtags- sitzunz, die ostgalizische Frage sei noch nicht entschieden. Die polnische Delegation werde all«» daranßetzen, um Ost» galizien samt der polnischen Stadt Lemberg dem Lande zu erhalten. Di« Gewährung einer weitgehenden Lutonomie w Ostaalizie« sei bereit» beschlösse�.«aderewM Mach auch PPB ReginungSsorm tzing-treten wird. dem heldenmütigen Volke in Oberschleslen, da» zum ersten» mal sein Mut für die polnische Sach« geopfert habe. R u m ä- nien, unser Nachbar, sag!« er, ist auch unser Bundesgenosse. Mit der Tschechisch-Slowakischen Republik wollen wir im Ghivernehinen und Freundschaft leben. Ueber die Dele- gation der S l o w a k e n, die mit einer Anklage gegen die Tschechen in Paris erschienen sei, sagte er, sie habe die polniscken Pässe, die weder von Paderewski, noch von dem stellvertretenden Minister des Aeußcrn unterzeichnet waren, von untergeordneten polnischen Polizeiorganen erschlichen. Mit Räterußland könne es vor- läufig keinen Frieden geben; Polen werde aber ein freies Rußland, da» keine Nation unterdrückt und dem Völkerbunde bei trete, mit Freuden begrüßen, Allgemeiner englischer Gewertschaslslongreß. Verstaatlichung der englischen Bergwerke.— Die englische Rußlandpolttik. H. dl. L o n d o n, 14. November. Der Kongreß der Gewerkschaften und der Borstand deS Berg arbciterpervandeS hielte» gestern eine Besprechung zur Borbe rcitung eine» allgemeinen Kongresses der Gcwerkschaftea zweck» Berstaatlichunz der Bergwerke ab. ES wurde Ve schlössen, zur Ausarbeitung einzelner Punkte und zur Bornahme vorbereitender Propaganda-Maßnahmen in alle» Jndustrie-Zen- trrn Kommissionen zu ernennen. Der Kongreß findet am S. und 10. Dezember statt. Ter parlamentarische Ausschuß deS GeWerk. schaftSkoogresseS behandelte die britische Politik in Ruß- land sowie die Berlangrrung der Dienstpflicht und beschloß im Zusammenhang mit der daran»etnüpften Kritik eine Unter» redung mit L l» tz d Georg« herbeizufühten. Volschewlfllsche Unlerslößung der Maine gegen Sealkin. Amsterdam, 14. November. Das britische KrtegSamt gibt bekennt, daß die B ol sche wisten Truppen zur Unterstützung PetljuraS entsandt i-b-». ,..vi v.ivui-au.i. Sie miMSrische MliirhmschA München, 14. November. Der Oberbefehlshaber de» bayerischen Neichswehrgruppen. kommandoS Nr. 4, Generalmajor v o n M o e h l, hat das Erscheinen der unabhängige» Zeitung„Der Kampf" wegen ver« leumdung der Einwohnerwehren gegenüber dem Feind auf»irr Tage verboten. Nur so lustig weiter. Besser kann man dem deutschen Volke die„vollendete Demokratie" nicht demonstrieren als durch diese plumpe Unterdrückung der revolutionären so- zialistischen Presse. Die neue ZnWomSdie. Der Prozeß gegen den 32fachen Matrosenmörder Ober. leutnant M a r l o h beginnt am 3. Dezember vor dem Kriegsgericht der Zi-sichswehrbrigade 3 im neuen Kriminal- gericht, Zimmer 664. Gerichtsherr ist in Vertretung Oberst Tay sen und Kriegsgerichtsrat Dr. Meyer. Daß die Anklage nur auf Totschlag, nicht auf Mord lautet, erklärt sich daraus, daß Marlvh auf Befehl oder wenigstens in Uebereinstimmu-ng mit sei- nenVorgesetzten. die nicht auf der Anklagebank sitzen. gehandelt haben soll. UÄbvigens sind E b e r t und N o L k e von der Erhebung der Anklage auf Totschlag vorhor ver- ständigt Warden.. � Die Angst der Sollarkönige. Amsterdam, 14. Nodemver. »New Fork Times" mekdet, daß dem Kongreß GL Gesetzentwürfe eingebracht wurden, in denen die Regierung er- mächtigt wird,«zegen die Bolschewiften, Anarchisten und die anderen a me ri k a f e i n d ltche n Organisationen vorzugehen. Von diesen werden augenblicklich 22 Zeitungen und Zeitschriften herauSg«g«Hen, in denen für die Beschlagnahme de» Privatbesitze» und die ErrMung der bolschew!�! schei (IlftATcktVtfMi'oAFrtt*«** HilvlK................. 1" � i'u Ein Jahr„Fre'iheil". Beute vor einem Jahr ist die erste Nummer der„Fvek- heit" erschienen. Wenige Tage nach der siegreichen Revo- lution genügten, um die durch den Raub des„Vorwärts� im Oktober 1916 entstandene Lücke auszufüllen und füS die Berliner Arbeiterschaft ein Organ zu schaffen, das ihren revolutionären Anschauungen entspricht. In den oller-, ersten Tagen nach dem 9. November nxrr sweilich nicht damn zu denken, sich um die Schaffung eines eigenen Organs zw kümmern. Zu stark war die Inanspruchnahme oller Par-, teigenossen durch die revolutionären Vorgänge und die un-- unterbrochene angestrengte Arbeit in den verschiedenen Institutionen der Arbeiter- und� Soldatenräte und der Partei. Di« eigentlichen Vorarbeiten für die Herausgabe eines eigenen Organs wurden erst am 13. November be-> gönnen, und schon zwei Tage darauf konnte die erste Nummer der„Freiheit" in die Welt hinausgeschickt werden. Wov die Tatsache berücksichtigt, daß die Genossen fast ohne Mittel, ohne technischen Apparat, ohne eigene Druckerei ans Werk gehen mußten, wird die ungeheure Arbeits- ieistung ermessen, die im Verlauf weniger Tage bewältigt wurde. Tank der Opferwilligkeit und dem unermüdlichen! Eifer der mit den Vorarbeiten betrauten Genossen, gelangt es, aller Schwierigkeiten Herr zu werden und die erste Nummer der„Freiheit" schon am IS. Novei.nber herauszugeben.! Die. eigentliche Arbeit on dem Aitsbau des Unter- nehmens setzte allerdings erst nach dem Erscheinen der ersten Nummern ein. Der ganze Apparat, den eine große, modern eingerichtete und zweimal täglich erscheinende Zei- tung erfordert, mußte vollständig neu geschaffen werden, und zwar ohne Zuhilfenahme nennenswerter Kapitalien, lediglich gestützt auf die Opferfreudigkeit und eifrige Mit- arbeit dar Genossen und Genossinnen Groß-Verlins. Schon in den ersten Wochen des Bestehens der„Frei- heit" setzte eine so intensive Aufwävtsbewegung der Abonnentenzahl und des Straßenverkcmfs des BlatteZ ein. wie sie ähnlich in der Geschichte der Berliner Presse Wohl kaum zu verzeichnen ist. Am Ende des November 1918 Ivar bereits eine Auflagezvhl von 65 000 erreicht. EZ genügt darauf hinzuweisen, daß sich die Auflage der „Freiheit" gegenüber dem November und Dezember v. I., trotz einiger Schwankungen, uin das D r e i f a ch e ge- steigert hat, und dies trotz der ständigen Papierschwierig- keiteu, der mehrfachen Verbote und der durch die fort- gesetzt« Steigerimg der Gestehungskosten notwendig ge- Ivordenen Erhöhrmgen des Abonneincutspreises. DaS rapide Wachstum der Auflageziffern machte sei- nerseits wieder eine zunehinende Erweiterung des Betriebes und des gesamten Apparates zur Berbvcitirng erforderlich, so daß im Grunde genommen ununterbrochen an dem Aus- bau und der Ausgestaltung des Betriebes gearbeitet wer- den mußte. Von allen Kommissionen und Ausschüssen der Berliner Organifotion bat wohl kaum eine so intensiv ar- beiten müssen, wie die Pressekommission bzw. der Aufsichts- rat. dem die Leitung des Zeitungsu uternehmens übertragen ist. Zur Illustration dieser Arbeit seien nachstehend einige Daten angeführt. Im Januar d. I. wurde die Verlags- genossenschoft„Freiheit" gegründet, die am 1. März in den Besitz des gesamten Unternehmens trat. Durch die Form einer eingetragenen Genossenschaft sind die Berliner Ge» Nossen vor dem Mißbrauch des Unternehmens geschützt, und ihr Mitbestimmungsrecht nach jeder Richtung hin gewahrt. Am 15. April wurde eine Verlagsabteilung und eine Buch- Handlung eröffnet und mit der Herausgabe eigener SÄiriften begonnen. Bisher sind bereits 23 verschiedene Schriften rn einer Gcfamwuflage von 541 000 Exemplaren! erschienen. Am 1. Mai erschien die erste Nummer der „Freien Welt", die von der Verlagsgenossenschaft„Freiheit" als illustrierte Wochenschrist der U. S. P. herausgegeben! wird. Am 1. Juli wurde mit der Herausgabe der„Freien Jugend", deS Organs der unabhängigen Jugendbewegung begonnen, da? allerdings nach der vierten Nummer durch Noske verboten wurde. Seit dem 1. Oktober erscheint die „Sozialistische Gemeinde", die kvinmmialpolitische Monats- chrift der U.S.P. Neben all diesen Unternehmungen, die dem ZeihingS« ietrieb der„Freiheit" angegliedert sind, ging der ständige Ausbau deS gesamten technischen und geschäftlichen Appa- rats. Zur Zeit unterhält die„Freiheit" 96 eigene Filialen in Berlin und den Vororten. Die Vorbereitungen für die Einrichtung einer eigenen Druckerei sind fast vollendet und in Kürze dürfte wohl die Berliner Arbeiterschaft ihr Organ n einem eigenen Heim begrüßen, das, wie geplant wird. amtliche Institutionen der U.S.P, voll Gryß-BuM ihtf stMllebea ioll.- V'si A rt a TaS rapide Mochktnm unseres gcinzen Nnternchmens illustriert wohl am deutlichsten das Wachstum uuscrcr Parteibewegung in Grost-Verlin, denn ohne Sie tätige Miiwir- kung dor Genossen, ostue ihre unennüdliche Agitations- arbeit, ohne ihren festen Zusaminenhalt wäre ein solcher Aufschwung der„Freiheit", eine solche Verankerung des Blattes in den Kreisen der revolutionären Arbeiterschast nie möglich gewesen. Andererseits hat es die„Freihei:" immer sti-r ihre oberste Pflicht gehalten, das Sprachrohr des klassenbcwusttcn Teiles der Arbeiterschaft zu sein, fernen Wünschen und Bestrebungen Ausdruck zu verleihen und führend voranzugehen in den Kämpfen, die die Berliner Arbeiterschaft in diesen Iai/rer. zu sichren hatte. Manch harten S trau st battc- wir in diesem Iakire änS- zufcchten und ehrenvoll find die Narben die wir in dem fortgesetzten Kampf gege. alle Gewalten der biirgerlichen Welt davongetragen haboii Als Ctgan der stärksten Arbeiterpartei Berlins, das zugleich alS.Hauptorgan drt II. S. P. angesehen lind bekämpft würbe, hatte die„Frei- beit" von den ersten Wochen ihres Bestehens an die ganze Meute der biirgerlichen und rechtste-, listischen Presse gegen sich, die es an keiner Veibächtig.ing� keiner Ver- loumdung fehlen liest, nm die Oeffentlichkeii gegen uns mobil z» uiacl>cn. Es gab wohl kanni eine Ncgierungs- in stanz, die nicht versucht hätte, uniern Kampf gegen die Korruption nnd Lüge der denlschen Politik durch verlogene Dementis abzuwürgen. Zn Himderten wurden wir mit diesen TemcnliS überschüttet: zahllos waren die Vcirsuchc nn serer politischen Gegner, die Ehrlichkeit und Lanierkeit unseres Kampfes gegen die ständig anwachsende Konter- revolntion zu verdächtigen: imablässig war ihr Bemühen, die Stimme der Auflege nnd dvr Kritik zu ersticken, dre mahnend, weckend und anfeuernd aus unseren Spanen erscholl. v«.• v r 5. Die Bemiilningen unserer Gegner und Feinde stno erfolglos geblieben. Fester als je. stehen wir da als Kampforgan des deutschen Proletariats, das, nächst dem „Avanti", das meistverbreiwte sozialistische Organ der Welt ist und das sich nicht nur im Unlande, sondern auch ,m Auslände eine geachtete und gesiirchtete Stellung orvnngcn hat. Wir stehen da. aestiitzt onf die Sympathien der revo- hitioniiiven Arbeiterschaft, fest im Bewußtsein unseres Reckts nnd der Nichtigkeit der von uns vertretenen Prin- zipien, durchdrungen von dem einzigen Wnn'che, der Sache des revolntianärcn Proletariats auch weiterhin zu dienen mit der Walfe des Wc-�hes und der schorsaeschliffen'on so- z ia l i st'i sch en Erkenntnis, die das Proletariat durch alle Schtvivrigkeiten. durch alle Wirren der jetzigen Periode hindurchfühlen soll zum Sieg seiner Ideale, zur Verwirklichung deS Sozialismus. Die Mglell der Veckassduchhardlung .Zreiheii". Einem dringenden DcdnrfmS«n'.f'orechcnd, gliedorte die Ver- «gKgcnefsenfcha't.Freilheiit" ihrem ZcltungSunternehmon am hg. April d. I. die M-Külmw Buchhandel(B erlag und Sorte men.t) jn. AB erste Dchrikt erschien in- einer Auflage vom IBOOCK) Exemplaren„Die Wahrheit über die Berliner «'-rasten kämpfe". Am l. Mai ber«>m das Erscheinen der illustrieren Wecken schrrft der U. S. P. D...Die freie Welt". Die erste Nummer wurde eck» Maifestschrift herausgegeben, in einer Auflage von einer B i r r t e l m i l l i o n. Nach einander erschienen dann:„Der Weg zum Sozialismus" von Otto Baiuer in 20 000 Exemplaren;„Richtlinien für«in Gemeindeprogramm" v. Emawiel Warm in 20 000 Exem. plaren:„U. S. P.D. und G c w e r?' cha f t e n" von Rabert Distmann in 20 000 Exemplaren;„Willst Du arm und unfrei bleiben?" von Laiche Zietz in 60 000 Exemplaren: „Was ist Sezialifierung?" von Karl.gauts?» inJWOOO Exemplaren. Die Stellungnahme der unabhängigen Sozial- demokratie Wr FriedenSfeaae behandelte die Schrift„Ann eh- men oder ablehnen?" mit Deitr-ngen von Karl Kautsky. Geg. Ena>?Ibert Erai. Karl Dallad. A. Stein, Nudok? Htlferding und Hugo Haast, die in einer Auflage von 60 000 Exemplaren Verbreitung fand.„Deutschland nach dem Frieden", Wirtschaftliches zu den Verfaille? Friedensbe�nr'nngen von E!g. Engelbert Graf erschien in 16 000 Exemplaren;„Lede- bour vor den Geschworenen", sein« PerteidstvrngSrede —«in« Anklaae gegen die Regiemrng El�rt-Schoidemann in 60000 Eremplaren;„Sozialistische Schul- und Er- -ziehungS fragen" v. Dr. Eurt KerlSr-Löwnchtein in 6000 Exemplaren;„Eine Abrechnung mit den Recht?» sozia listen" von Arthur Crisnien in SO 000 Epe-mplaren; ..-�er militärisch- Politische Zusammenbruch und pie Novemberrevalutian." Beobach?-nnaen und Betracht�rnaen eine» ehemalig on Feldst-ldaten in 10 000 Exemplaren;„Der in o ral i sche Zu sam men brach der S. P. D." in 10000 Exemplaren;„Die Münchener Tragödie" Entstehirng, Verlauf nnd Lebren der Räterepublik München in SOOOO Exemplaren:„Die K riegSschnld der RcchtSfoziali sten' neu Heinnch Striches in 5000 Eremplaren;„Protokoll de» RetmlationS-wlertageS W N. S. P D.. abhalten vom 2. bi» g. yrtän rn B-rlin in 5000 Exemplaren:„H a a f e» Anklage- rede in der Nalionalderfammlung m Weimar" am Sonnabend den 20 stuti 1910 in 10 000 Eremplaren:„Freie Jugend". Jugendliche nnd Erwmb'ene in der proletarischen Ji�endbewe- ginng d-m Gg. Eng-'llberi Goos in 6000 ExeMpstq-en. Für da? Jahr 1920 aab unsere Viichibandlnng e'-nen Taschenkalen- der der U. S. P. D. heraus, der bisber in einer wichaoe von 20 000 Eremplaren hergestellt wiirde. Die Schrift von Sichhorn „über die Januarereignifse" diese? JabreS erschien in 10 000 Eremplaren. Zum JahreStage der Revolntion(9. No- vember 19191 erschien als Son-dpranSgalbe der„Froian Welt" unter dem Titel„Rückmärte" Sine posrtifch-satiritche Zeitung in einer An Aage von 196 000 Exemplaveu: glckrch-eitig mit die» her Schrift rine G-deuFchrift unter dem Ti-es„Dt« deutsche Arbciterrevolutton in einer Auflaze von 10 000 Exen'vlamt. Heber die Frage der Jnteruatianate erschienen drei Schritten: Arthur Eri!>psen,„Die Internationale." Vom Bund drr Kommunisten bi?.ynr Jnternationcrle der Welt- rrvoliition-, Alexander Sleiin,„Da? Problem der Inte r» nationale" m-z Anhang Resotutionen»mo Richtlinion der zweiten und dritten Internationale; Walter Stoecke r,„Die proleiarische In t e r n a- i o n a l e", Nesecat auf der NeickiSkonstroin der 11. S. P. am 10. Sei'Ienchvr 1919, in Auflagen Vau ie 2000 Exemplaren. Für die Jugendlichen er'chic» imter der Lledak.ian von Georg EugeAiert Graf:»Di« Freie Ju-gend", die bei ihrer». Nummer der NoZke-Zenfur zum Opstr f:«!. Seit dem l. Olwbcr erscheint für alle in den Gemeiniran tätigen Genossen die kommunalpolitische Zcitschrist„Die so- zia listische Gemeinde" bis Ende d. I. 1919 monätiich, ad 1. Jarniar 1920 bicrsehntägig. End« Novenrver imrd erscheinen der vollständige Prozeß Ledcbour in einem 816 Seilen starken Bände, geb. zum Preist van 25 Mark. Ansang Dezcnrber„Ter Mord an Liebknecht uns Luxemburg" mit Bridern der Mör- der und Porträts der Ermo.-dctcn. Vorbereitet ist ferner eine Serie von sozialistischen Neudrucken, in der die wichtigsten Schris- ten de? wisseiischastlichen Sozial iS ums neu herausgegeben werden sollen. Neben dem Verlag führt die Abteilung Buchhandel ein reich- Hollges Sortiment von Büchern und Schriften jeder Art und unterhält heut» in Grost-Bc.rlin über 100 Filialen m!i Buch« lad e». Die Parteibuchhandlungen im Reich, ebenso die Organi- sationen der U. S. P. D. decken ihren Bedarf an Büchern urd Schriften durch unsere Buchhandlung, die somit als Zentral- einkaufsstelle für dst sozialistisch« und soujtig« Literatur get- ten lau«. Sag AadauNtk am Reichslag. Die gestrige deutsch national-antifemjti- sche D e m o n st r a t i o n vor Hein Neichstogsgeü chltzx wird von der recht sssthenHen Presse ni-it Zoicl>?l1 der Fronde be- grüßt, wogegen der»BolwärtS""feiner Trauer darüber Ausdruck Mt, daß i»nter den Augen eines n-chlSstzblisti- Wien NeichsprSsidenten, eines rechtssozialistischen Reichskanzlers, eines rechtssoziaüi-st! schon Ne i chswoh nnvn iste rs, unter den Angon tausend anderer Würdenträger seiner Par- tei sich derartige Dinge ereignen können. Jnxviischen vor- sucht die Negienrng, die Hindeirbmg-Kundgehnng als eine recht hannlnse Verairstaitu ng nnizudeuten. Sic laßt offi- ziöS mitteistn, daß Hindendiirg gar nicht ami Betreten deS Reichstags verhindert worden sei. Demgegenüber stellt eine bürge bliche Karrefpondenz, die diose Vorgänge ausssthrlich dargestellt hat, fest, dost der Generabfelbmai schall, als fesii Aubo angelhaiten wurde, selbst gesagt habe, er inüsse zui» Noichsw-g. Die studentischen Radanhelden haben ihn an der Verwirklichung dieser Absicht gehindert. Doch sei dem, wie ihm wolle. Es steht fest, daß Dorisch. nationale und Antisemiten ungestört Versanim- l n n g e n und D emi o n st r a t i o n e n unter freiem H i m m e l aÄhaUsn, daß sie airfniht ähnliche Szenen oirf- fähren, daß sie Ncvolutwn, Verfassung und Negienrng mit den wüstesten Beschimpfungen belegen können, ohne daß sich eine Mackst findet, die i-i/nen ernstlich entgegenzutreten inagt. Das Nada-nslück vom Freiing war sorgfältig vorbereitet und die Nezi-isstnre hatten sich gar keine Mühe ge- geben, es zu pevhcimlichen. Nos'e-Gavdisten waren in großer Zabl da, sie hnben stistschvoigend gedüldet, daß. die Denitschnalionalen vor'dem Reichstag und im Tiergarten bernmspektakolten. Daß die offiziöse Mitteilung, das Ober- konrmvndo werde Kinftig derartige Dcmonstmtnonen und Ilnigüge verhindern, irgendwelchen Eindruck»mchen wird. daran gtnubt kein Mensch. Das imtionolistische Spektasstlstück vom Freitag ist eine unsere Anstände kennzeichnendes Genonstück zu den Drangs alier nngcn. mit denen die Arbei- terschaft verfolgt wird. Man erinnere sich, daß noch vor wonigen Tagen zahllose Versammlungen der strci- kenden Metallgrbvitrr von Noskegardisten auseinander- gejagt oder von vornherein verhindert worden find. Zahl- lose Verhastnngen wirrden vorgenommen, noch heute sitze» in den Gefängnissen Arbeiter, die nichts anderes getan haben, als die Rechte ihrer Klassengenofsen gegenüber dem Kapital wahrzunehmen. Ans Grund des verfassnngS- und gesetzwidrigen BckagernngSziistandeS wird den Arbeiter» stde Versammlung unter freieni Himmel unmöglich ge- macht, an StraßenkimdgeHnngen sollen sie überhaupt nicht denken dürfen, wenn sie eine politisch« Versammlung ein- berufen wollen, dann rmisfen sie sich erst vorher die gnädige ErlaichniS dazu einholen. Ganz zu schweigen von dm Kommunisten, die wie Freiwild gehetzt werden. Das sind die stilstände im freiem, im demokratischen Deutschland. Bor der Villa in der Hitz-igslroße im Tiergortenviertel, die trotz Wohnungsnot Herrn Hindenbnrg für seinen Bcr- liner Aufenllialt zur Ve-rfllgung gestellt wurde, stehen zwei Posten. Wenn eine Offiziersimiform erscheint, so wird das Gewehr herumgerissen nnd ein stranimer Präsentier- griff gemocht._ Ganz so wie im gstcm Deutschland! De? Militarismus ist wieder da, er lebt trotz Zilsanunonbruchs. trotz Nevolustoil, trotz Friedensvertrags so kräftig wie nur te zuvor. Und daneben erhebt der nationalistisch dekorierte Antnemitisnms immer frecher sein Hwlpt. Alle Mächte der Unterwelt drängen wieder nach oben Tis Eberl- Vauer-EoSke aber glauben, daß s i e noch das Heft in Häm de» hätten! Eine neue«ationalistische Kundgebnng. Rock, der gestrige«beuld bro.hte«in« zweite atiti- semitisch- dentschnationale Demonstration. Die Liga für Völkerbund hatte nach dem Oberlichtsaa'l der Philharmonie zu einem Vortrag„Naiion und Völkerbund" ein- gHaden. Als Redner»va.en R ichsminister Erzberger und Professor Goetz lSifSw) augekündigt. Di« Deulschiwtionalen halte» bereiiS 1600 Pläh« der Versammlung aufgekauft und die ganze Versammlung mit geübten Radaubrüdiru besetzt, vor den Toren der Philharmonie wu d: eine deutsckiualionaK Bro- schüre„E-zberger. der Reich?»erb »1? Professor Goch da? Wort zu erg eifen versuchte, routOe erj durch andauerndes Pfeifen, durch Gebrüll und Gefchle am Sd.de», verhindert. Eine iroHlorgaiiisicote R ihe von doiitfchimtionnlen � Sckzvch'ern stand auf und sagte ih: VerScs>en her. Van dem alten' Jannperiied, um das zusanvinengebrockvn« Deut'che Reich bis zum.verdünnten' Held.n in Ainerongen. Das Publikum beslanv au? O- si z i er r n der S! c, ch Sm-. h- j» Nniisrm und >» Zivil, au? kommnndierlcn Reickkmehrso Idolen in Uniform, au» lk- bis IH.'ähristem Schnli.ungen-Z. Sie ip.,«-n im! Besitze von Trillen'ieifen und(ähnlichen Jiiilrumenwn. so daß � die Organisation dieser Temawitraiio» f.lbit für den Naivsten »Ich; inißziiverstslie» war. AIS ein jüdisch r PenammainglHiH-er■ das Wort ergreifen wellte, ertön'e dos bekannie Gebrüll: Inden rnusl Man ließ ih„„ich, zu Worte loiumo». Eigeiiartizeev-i-- erschienen nun zwei Soldaten der Sicherhcilswehr. die den Mann vom Podium heruntersührien. Die Hochs auf das pergangene Kaiserreich, auf Hindenburg und die Heldenfigur in?imerongen »iilerbrachcn dauernd die Versammlung. Als jemand wagte, ein Hoch auf die Republik auszubringen, ward er unter Wahrung der PerfaunnlungZ- und Redefreiheit schleunigst an die Lust befördert. Nach Schluß der Versammlung formierte sich mit Hilfe von Ordnern in Gei'.alt von Rcichswehrossizieren in Zivil und Uniform ein Teinonstrationszug. In Gliedern zu Vieren marschstrte man »ntcr Absingen der Kaiserhymne und der üblichen dcu'.schnationalen Gesänge über den Potsdamer Platz nach der Reichskanzlei Die SicherheilSwehr machte einen schüchternen Versuch, den De- nionskrationSzug aufzulösen. Nach wenigen Minulen setzte er aber seinen Weg»ngehmdcrt fort, die ausgepflanzien Bajonette wurden wieder eingesteckt. Es handelte sich ja nicht um Arbeiter, sondern um„Den Ischnationale". Ein Auto, schwer beladen mit Sicher- hciikwehr und Maschinengewehren, das sichtlich hinbeordert war, fuhr an dem Zuge vorbei, der Offizier lehnte besten Auflösung ab. Ans mehrfaches Verlangen der Umstehenden, die unter Berufung auf den Belagerungszustand die?luslösung der Demonstration verlangten, antwortete er mit Achselzucken. Erst vor der Reichs- kanzlei war die Straße mit Drahwcrhau versperrt, und die tapferen Demonstranten stoben beim Blitzen der Bajonette kreischeud und heulend auseinander. Der arg raiupowert« Demc-nitrationZAUg fand sich erst am Reichssrnanzirtiiristerium wieder zusammen und hier veranstaltete man von neuem auf.Hausschlüsseln ein offenbar«Kit eingeübtes Konzert. tbuioS mit Soldaten der SichcrheitSioehe fuhren da- zwischen spazeeren und die Mannschaften sahen lächelnd dem TreiiOen zn. Di« Dcutschnasionalen Haldem einen neuen großen Demonsteation'sieg in den Straßen Berlins errungen, sie Ptzffen auf HouSschiliisteln, auf Herrn Nosles Demsichtratic-ns verbot, auf die Neputhlil und aus ceoen Iiegievung. Sie wahrcn ResoluNsüSre. Di« rechtssozialistische Presse feiert setzt in JiiMfötren die Revolution und zumal ibr erstes Signal, den Stielet Matrosen- ausstand. Vor einem Jahre las man c? aber ganz anders. So wußte das weimacische Organ in Jena auf die erste Nachricht von den Kieler Vorgängen am 6. November nicht» weiter zu schreiben, als folgendes: „Wir zweifen nicht daran, daß di« bolschewistische TollhäuSlerci, die an einigen Ecken Deutschlands herum- spukt, ein rasche? Ende fände, wenn sie gezwungen wäre, vor dem Lichte der freien Kritik zu bestehen, statt mit Ver» s ck. w ö r e r in i n e durch da? Land zu streichen." Auf einen ähnlichen Ton waren damatz Betrachtungen der meisten rechtssozialistischen Btatfer über die Vorgänge in Kiel gestimmt. Sie zeigen deutlich, daß den Rechtssozialisten sich die Haare sträubten bei dem Gedanken, daS deutsche Volk könne seinen alten Machchaber zum Teufel jagen. Am 9. November 191S freilich nützen sie dafür um so trefflicher d« Situation, schuongen sich in die Ministe rscss-l und predigen genau wie früher von dt au» dem Volke Ruh« und Ordnung. v!e Gmeinderakswah�en in Loudon. � U Der große Erfolg, den d!« englische Ardeiterparie! bei den EemeinderatZwahlen in London errungen hat. kann als ein gutes Vorzeichen für die allgemeinen politischen Neuwahlen gewertet werden. Die Gemeinderäte sind allerdings nur untergeordnete Körperschaften und können nicht? gegen eine» reaktionären Graf- schaflSral ausrichten, aber jedes Eindringen von Arbeitervcrtrc- lern in Stellen, die bis dahin von der Bourgeoisie besetzt waren, bedeutet eine S chw ä ch u n g der Reaktion und gibt vor allem der. Arhe-terVweniing neue Zuversicht für ihren Kampf. Einen Punkt hatten all« drei Parteien. Kosi'ervatir«, Libe» rale und Arbeiterpartei gemeinsam im Programm: d!« Ver» besserung de? öffentlichen Gesundheitswesens. Liberal« und Arbeiterpartei verlangten welter Besteuerung de, Grundbesitzes und scharfe, Vorgehen gegen den Wncherbandel. Der Arbeiterpartei aber genügte das nicht. Sie stellte in den Vordergriind ihre? Wahlprogramms die Ausdehnung der G«. meindobe trieb« auf Artikel wie Brot. Fl«ifch. Milch und Stein- kohl«, und da der Londoner GraffchaftSrot sich der Produktion von Olemine und bergt, annehmen will, verlangt si« di« Lieferung von Gemüse, Fleisch, Milch, Käse. Eiern an die Gemeinden zum Kleinverkauf. Weiter fordert« sie d!« Enteignung und Ven'tadt- .lchung des gesamten Personen-TranSvortwcscnS. d. h. der Motor- omnibusse. der Untergrundbahnen und evtl. auch der Taxameter, sowie kommunal« Thea!««, Konzert« und Kinos. Die Konservativen traten mit aller Scharf« gerade. gegen bi« Kommunalisier« ngSpläne der Arbeiter- tchaft auf. Si« behaupteten, dadurch würde doS Leben verteuert! Welchen Erfolg sie mit diesem Vorgeben batten, beweisen die Wahlziffern. Zie verloren mehr als-100 Sitze. Da sie bisher mit 1013 Sitzen gegenüber 3U1 der übrigen Parteien die absolute Meh heit be'aßen, bedeutet der Ausfall der Wal«--» fikr fi« einen ungeheuren Verlust. Di« Arbeiterpartei hat 666 Sitz« erkalten gegen bisher 32, die. Liberalen 148, zwei kleine Gruppen 19. In Manchester hatte die Arbeiterschaft bereits die Mehr- heit in den Stadlräten. Auch hier ist ein weiteres Zurückgehen der konservativen Stimmen z» verzeichnen. Sie fielen von 32 auf 16 Sitz«. . h- Weitere ve'te'dsfundZeÄunzen z»m Ts)e des Genossen Haafe. D!« beitische,, Arbeiier bcdancrn auf? tiefste ba» so frühe tragische Ende Hugo HaaseS, dessen mutiger und kraftvoller Eh-rakter ihm solch großen Einfluß in beiden sozialdemokratischen Bewegungen Deutschlands und in de? ganzen i iternaiionalen Be- wexzing gab. W r hoffen, daß die deutschen Genossen über diefem Grabe ihre ge rennt n Kräfte wieder vereinen werden für die Er- neneinng der Arbeiterklasse, für den Kampf gegen die europäische Reaktion nnd für die Krästigling der Internationale. Thomas nnd vramlen, Präsident»nd geschäsisführender Sekretär des Paria, nentarisiheii Komitee? Trade Union CongreS, Hutchinson»nd Henderson, Präsident und Sekretär de? Exekutivkomitee» der Arbeiterpartei. Wir sind ticfrrschntlert durch den Tod de» Genossen Haase des VcrtämpiecS dns tift-.'rüalienalen Proletariats. „R o o» o st," Landesorgan der hschochosloivatisch«« Sozialdemokratie. * T''r llnaohängßum Sozialdemqkn, n sckwit Parle! erlaube ich mir im Käiiieu der G e o r g i s cki c n? o z! a l- F« d c r a l i st i. 'che il Partei mein hcrzlichjtcS Beileid auszusprechen zum tobe!HrcZ gurret 5, b:5 soz'oüfiis.�cn?rib«nS H�rrn Hu?o �ense, der dem Arbeiicrtu« sc'.n Leden geepdert und für die Bc» frciung Georgiens u d dessen Auerkesinung im RcichSdng: des deutschen Volk.? seine Stimm? erhoben bse Michael K«nchtuHrschwili. Krach. Von Naö. Brelkkche!d. W�r festen letzthin, die Dinge schienen im Unter- s n ch n n g s a u s s ch u ß der Nationalversammlung einem Konflikt zuzutreiben, aber bei der Zuzamnrclnsetzung und der inneren Struktur des Gerichtehofes fehlten die Voraus- setzungen für den Ausbruch des Konflikts. Tie Mitglieder der ehemaligen Negierung münden immer aggressiver, aber der Ausschuß besähe nicht die Kraft, den ihm hingeworfenen Fehdehandschuh aufzunehmen. Wr müssen gestel�cn, dag wir u-ns geirrt haben: wir haÄen Herrn Helfferich unterschätzt. Seine Arroganz hat das Unwahrschcin- liche zur Tatsache werden lassen, und eS ist in der gestrigen Sitzung gleich zu einer Reihe von Zusanimenstößen ge- kommen.- Dem ehemaligen Vizekanzler gebührt imier herzlichstcr Dank, denn sein Auftreten hat wesentlich dazu beigetragen, die dumpfe Luft cinigcrmasien zu reinigen und die Situa- tion zu klären. Es ist jetzt über jeden Zweifel erhaben, daß sich die Vertreter des kaiserlichen Deutschland nach wie vor als die Herren fühlen, und daß sie die vom Parlament ein- gesetzte UntersuchungSkommission verachten, in einem Matze verachten, datz sich selbst diese schcvächtiche Körperschaft zur Wahrung ihrer Rechte veranlaßt sieht. Sie fühlen sich nicht als die Schuldigen, die für das Elend des deutschen Vol'es die letzt« Verantwortung tragen, sondern sie spielen die An- klüger und wagen es, durch den Mund de? Herrn Helfferich den Parteien der Linken und der Mitte den Vorwurf ins Gesicht zu schleudern, datz sie es gewesen seien, die durch schwächliches Zurüefweich.n vor dem Feinde Deutschland ver- raten und ihm den Sieg entrissen hätten. Diese Note, die von Herrn von Bethmann nur vorsichtig und leise angc- schlagen wurde, beherrscht die Reden des Herrn Helfferich. Man bat von Tag zu Tag mehr Mut bekommen, und unter dem Eindruck der nationalisiisckwn Straßen kiiudacbimg für Hiiidenburg glaubt man vollends, seinen Gefühlen freien Lauf lassen zu können. Daß es so kommen mußte, lag auf der Hand. Wenn die Herren Zeugen nicht genötigt werden, auf präsiie Fragen präzise Antworten zu erteilen, und ihnen die Möglichkeit gegeben wird, politische Reden zum Fenster hinaus zu halten, so jst es natürlich, daß sie eS sich angelegen sisin lassen, sich vor der Leffcntlichkcit zu rechtfertigen und Sie Gegenseite ins Unreckst zu setz an. Sie kritisieren, statt Tatsachen fest- zustellen. Sie geben ihre persönlichen Aiiffassungrii zum Besten, statt der Erforschung der objektiven Wahrheit z» dienen. War die Methode schon äußerst bedenklich, so lange sich die Verhörten noch im großen und ganzen an den eigentlichen VerbandliingSgegenstand hielten, so mußten ihre Folgen un- erträglich werden, wenn auch diese Grenzen nickst mehr bc- riicksichtigt wurden, und die Zeugen einfach volitisch zu dckla- mieren begannen. TaS aber tat.Herr Helfferich. Deutlich genug war ihm anzumerken, wie er von Anfang an die Ab- sickst verfolgte, denen, die er für Flaumacher bält, die Wahr- heit zu sagen und den Zeugenstand zu einer Plattform zu machen, von der ans er mit seinen politischen Gegnern ab- rechnen könnte. Nicht die Erregimg des Moments gab ihm scharfe Worte ein. Alles war schriftlich siriert, stnd die pathetische Geste war sozusagen vor dem Spieg.l eingelcr.nt. Mit vollem Vorbedacht zieh er die Einbringer der Friedens» resokution vom Juli llll? des Vaterlandsverrats, vrovo- zierte er den Minister Dr. David und erging er sich in aus- fallenden Wendungen über die„Selbsterniedrigung" deS deutschen Volkes. Ter dcutschnationale Vorsitzende de? Ausschusses würde mich das ungerügt gelassen haben, wenn nicht einzelne Mit- gliedcr der Kommission r.bellisch geworden wären und ihn zu einer Vennahnung genötigt hätten, deren Milde freilich rn keinem Verhältnis zu der Schärfe der Helfferichschsn Ausführungen stand. Ten Zeugen grundsätzlich in seine Schranken zu verweisen, konnte er sich überhauvt nicht cut- schli/tzen. und es nützte nichts, daß OScar Cohn auf die Ungchörigkcit hinwies, mit der.Herr Helfferich sich vollstän- big außerhalb des Rahmens des Bcwe'.sthcmaS bewegte. Herr Warmuth ist Flei'ch vom Fleische des ehemaligen Staatssekretärs. Ihm und den patriotischen Besuchern des Zuhörerraums tut es von Herzen wohl, wenn solckze Töne angeschlagen werden. Zum eigentlichen Konflikt kam eS erst, als der Mini- ster David mit cm sich anerkennenswerdem Nachdruck den Angriffen Helfserichs entgegentzrat. Seine Erregung ist zu verstehen. Doppelt zu verstehen, wenn man die Vergangen. heit des Herrn David-und seiner Partei bedenkt. Er und seine Fmuide haben>m dien Kriegsjahren die Politik unterstützt, deren Niedertracht jetzt offenbar wird. Er hat das Gefühl, setzt mit um so größerer Energie von ihr ab- rücken zu nniften, und er setzt deshalb auf einen Schelmen anderthalb«». Daß er dw Nechtssozialisten damit nicht retten und reinwaschen kann ist selbstverständlich. Sie sind und blei» den die Mitschuldigen. Aber was er über die bewußte Irre. fühnimg des deutschten Volkes und der deutschen Volksver- tretiing und über die Jllopalität der damaligen Regierung sagt, trifft den Nagel auf den Kopf, auch wenn es aus taktischen Gründen richtiger gewesen wäre, mit der Abgabe diests lirteils vorerst noch z» Worten, denn formell hat die Cligue von Bethmann bis Zimmermann nun ein gewisses Recht zur Entrüstung. Bethmann, der wieder als Reichs- kcmtter vor dem Parlament z» stehen glaubt, weist zornig di� Tehanpt, ingen Davids zlirück, und dieselben Leute, die eben erst als Zeugen Werturteile aiiisgesprochen haben, ein- päoen sich fürchterlich über die Kritik vom Regierungstisch. Und nicht nur das: Sie verlangen in vollständiger Berken- nimg der ihnen zugewiesenen Rolle, daß der Ausschutz gegen David Stellung nimmt und sie davor schützt, haß ihnen die Wahrheit gesagt wird. Der Ausschutz fällt einen salomoni- scheu Entscheid, dar eiiistweilen den ruhigen Fortgang der Verhandlung ermöglicht, aber es müßte mit� sonderbaren Dingen zugehen, wenn ähnlicki« Szenen nicht wiederkehren würden. Der Kamm ist den Serren um Bethmann gar zst sehr geschwolleu- Dann werden völkerrechtliche Fragen besprochen. Einige Anmerkungen HelfferichS über amerikanisch� Reu- tra!i:äk Verletzungen werden von Schücking richtig g?- stellt, aber wieder niuß nicm sich fragen, ob denn alle diese Erörwrrngen der Anfklärmig der zur Debatte stehenden Frage dienen. Unterstellen wir doch ruhig als wahr, daß sich die Ver- einigte» Staaten Teutschland gegenüber nicht übertrieben fmrndlich verhalten haben, aber Haltern wir an der Tat- fache fest, daß nichtsdestoweniger im Jahre 1916 die deutsche Regierung sich angetegenttschst um einen Fnedeus- schritt Wilsons bemüht hat. Sie hat darauf K esen Friedensschritt durch«ine eigene Aktion aufs äußerste erschwert. In all den langen Reden Bethmanns und Helfferichs� ist bisher kein triftiger und stichhaltiger Gvund für diese Durchkreuzung der Wilson scheu Anstrengungen zuw-- gefördert worden wch ebeniowenig-ist der BÄveis era acht, daß Wilsons Ach'ichteti nicht ehrlich waren. Die Frage b oibt immer noch offen, warum Teutschland die Wilson- scheu Anregungen sich nickt Hot anKwircken lassen, warum es seine Friederrsbedingungen nicht bekanntg-emacht hat, warum es, als der ammkanisch: Präsident noch an st ine Friedensbeleitschaft glaubte, den deischä-rsstn U-Bootkrieg beschloß. Di? Frage bleibt offen für d-an, der sich an die Aussagen BethmannS. Zimmermanns und Hetfferichs hält. Für den, der sich den Zusammenhang der Tinge vergegcn- wärtigt und dazu das leid» in den Verhändlnngen nicht genügend beochtete famose Telegromm deS Kanz- lers an den F r e i h e r r n von Grünau und die Worte LudendorffS an Bernstorff in Rech- iiiutg stellt, ist sie beantwortet. Ebensowenig haben uns die ehemaligen Minister bis- be-r klor beschieden, was sie aus Gegnern z» Freunden des N-Bootkrieges gemackst hat. Es sei denn, daß doS Wort Kelsstrich-s als solcher B" scheid gel- ten soll: z�UnS blieb nur die Wahl, uns schmählich zu unter- werfen odex das Letzt« zu wagen: ein ehrloser Frivde oder ruhmvoller Untergang." Das ober ist dach ein Bekenntnis zu dem Vabanquespiel. das getrieben zu haben, die Herren sonst so entrüstet ablehnen. Nach unserer Meinung wird auch die Vernehmung Hin- denhurgS imd Lndendorffs nichts bringen, waS die Kennt- nis von den Zusammenhängen fördern könnte. Den, der sehsn will, ist alles schon setzt offenbar. Die Reden dci' Zeugen, die klng genug sind, olle frühere Meinungsver- schiede rnjeiten zu vergessen,-um jetzt in geschlossener Phalanx das alte System zu verteidigen, verdunkelm den. Tatbestand mehr als sie ihn erhellen. Wert besitzen sie mrr insofern, als sie uns einen Einblick in die Psvck'owgie der leitenden Männer-des Krieges eröffnen, und als sie-uns zoi-gen, was heute ist. In Tetschen ist ar»ste LebenSmittclnrt. Nachdem mehr- fach: Dsmimstrotionen der Erwachsenen keine Abhilfe«r- reicht hatten, zogen die Tetschener Schulk-inder mit Tafeln, ivelche die Aufschrift.W i r haben Hunger!" trugen, vor die Bezirksl auPtmann'ch a ft. Aus dem Weg« dahin schlössen sich di« Elternla�?. Zugrunde liegt ein-r Einteilung in 4 Klassen, und zioa; steigt das Grundgehalt vom 48.— 25. LcbenZjuhr in Klasse IV von 3720— 4980 M.. in III vcn 3900—5160 M.; vom 21.— 25. Lcb.nS- jahr in Klasse II von 4620— 5340 M., in I vcn 4800—5520 M. Di« TicustalterSzulaye ste-igt jährlich um 450 M. und zwar 10 J-a-hre lang in den beiden letzten, und 13 Jahre lang in d n beiden crst.n Klassen. Die Dieustjahre zählen vom vollendeten 17. Jahre an. An Teuerungszulagen sollen gewährt werden vom 17.— 20. Jahr SO M.. vom 20—24. Jahr 120 M. und über 24 Jahr« 150 M. monatlich. Di« Zulage für jede! unlerhaltungspflichtige Kind beträgt 50 M. pvo Monat. AIS Motschaftöbcihilse wird gefordert: 1500 M. für Vor- hciratete, 1200 M. für Ledige übrr 18 Jahre, SOO M. unter 18 Jahren, 400 M. für Lehriinge und 200 M. für jedcS unter- haltungkpslicht-ige Kind. Als Urlaubkzcit wi.d vorge-schlagen im 15. LebenStzchr 2 mal 18 Tage iim Jahr, im 16. Jahr 2 mal 12 Tage, im 17. Jahr 1 mal 13 Tage, nach dem 17. Jahr 14 Tage, die sich dann wieder jährlich um«i«:n Tag erhöhen bi» 24 Tage Höchstdauer. Auch die Zahl der auszubildenden Jugendlichen soll in jedem Bctri b besch'.änkt sein. Insgesamt dücsen nur 10 Prog. An- gcftiltfe und.r 20 Jahren beschäftigt sein. Besonderen Wert legte die Konferenz aus die Nechte der Be- triebSräte, die zu allen Einstellungen, Entlassungen usw. vorher ihre Einwilligung geben müssen. Di« Konferenz zrigt sich«ut- schlössen, zur Erreichung dieses Zstk.S alle g-werkschaftliche-n Mittel anzuwenden. Ueberhaupt wird nach der Meinung des Sleferenten di« Durchsttzung dieses EnsimirfeS noch cinen sä-w ren Kampf kosten. Aber die Angestellten bilden jetzt eine ziemlich geschlossene Front, um so mehr, als die E i n h e i t So r g a n i s a- tion mit Einschluß der gewerblichen und TranSportarbeitcr im Wctdcn begriffen ist. Im großen und ganzen erklärten sich die Diskussionsredner mit d:m Entwues einverstanden« n-ur die ttlussisizierung stieß auf«in« scharfe Kritik. Noch kein Tarif für die Warenhausarbeiter. Di« schon soft August dauernden Verhandlungen über einen Tarifvertrag für die gewerblichen Facharbeiter und»arbciterinnen in dein Kauf- und Waron, Häusern hoben immer noch nicht zu elnem positiven Ergebnis geführt. Auch der Schiedsspruch vom 12. Ro- vember setzt keine bestimmten Lohne fest und verweist wieder auf die bereits bestehenden Tarife der einzelnen Fachgruppen« damit «st die Schwierigkeit naiürkch nicht behoben, denn sie besteht sck gerade darin, dag die Anwendung der Tarif: aus die Warenhaus- arbeiter, wie sie die Unternehmer vornehmen« sehr zu Ungunsten der Arbe-itericheft«mSsAlt. Dieser Schiedsspruch wurde daher nicht mit Ilnrecht in der am M'twoch tagenden Vollversammlung-der gewerblichen Waren» hauSardei-tcr vom Borsitzenden Müller als„echt salomonische" Weisheit bezeichnet. Groß war die Enttäuschung und Ilnzu» friedonheit der Versammriten über den äußerst schleppenden Gong der Verhondlungon. Auch die Ausführungen der Vert roter der 16 Organisationen, die sich solange vergeblich um dos Zustande- kommen eines Tarifvertrages bemüht hoben, fanden keimen großen Bcisall und wurden oft durch recht zynisch« Bemerkungen unter- brvchen. Den Unternehmern, dw von den anderen Arbeitgober- verbänden direkt verhindert werde», einen besonderen Tarifvertrag für die Warenhäu'cr abznschlief en, kommt es nach dem Aus- fpruch-d«s Herrn Grünfeid nur doromf an, über die momentan« schwierig- Lage vor Wohnachten hinwegzukommen. In schlauer Weise haben sie daher auch für die Moschimsten und Heizer«im außergewöhnliches Entgegenkommen gezeigt, indem sie deren Wochcnlöhne auf 150, 135 bzw. 120 Mark erhöht-haben. Der an» wcsende Vertreter der Maschinisten und Heizer erhärte stdoch, daß sich hier« die Unternehmer gewaltig täusch«! werden. Di« Sdi-mmuna der Versmnm'n-ng war so, daß, wenn dl« Arbeitge-ber in den nächsten Tagen kein Enlgegenkommen zeigen, mit einer Stillegung der Maronhäuser zu rechnen ist. Einsti-mmig wurde der Antrag W-iichke angenommen:-Di: Qrga'.n-sationÄe-'ter haben einzeln bis End« der Woche mit den Avbe- i-gechern über die Höhe der Löhne zu verhandeln und diestliben festzusetzen. Heber des Ew.ebnis der Verhaichlungon, in denen speziell dt« genauen Lohnhöhe-n aller einzelnen Gruppen festgelegt werden sollen, ist am Äon-iaz abend in der Vollvevsammiung Bericht z» geben.' Streik im Eisenhandel. Wie ersuchen alle Vertrauensleute, am Gonnabend, dea 15. November 1019, von 2 Uhr nachmitV-gs an, im Zentrall» strciklokal zu erscheinen und die restliche Streikunterstützung für ihre Betriebe abzuholen. Wir Hilten, die Listen, die VerbandSbiicher und Karten sowi« die Sireikkarten auszufüllen und mitzubringen. Deutscher TranSportarbeiter-Verband, Sektion l.- TranSpvrtarbeiter der Cliemischen Industrie. Sonntag, den 16. November, vormittags 10 Uhr, im Komgstvdt-Kasino. Holz» marktstraße 72(Ecke Aleraiidcrftrog:), große Versa mm» lnng. Abstimmung über Annahm« oder Ablehnung deS letzte» Angebots der Arbeitgeber. OLram-Werke. All« Transportarbeiter m:I>t>en sich heut« früh 7 Uhr im Fabrikgebäude L zwecks Abstimmung und Auf» nahm« der Arbeit. A. E. G-, Hcnnizöbvrf. Für Berlin einschließlich Tegel heut«, Sonnabend, vormittags'Ad Uhr, in den„PharuSsälen", Müller- straße 142, Tetrlebsversammlung. Die Auszahlung- der Streik» gelber wird dort bekanntgegeben. Für in Hennigsdorf und Um» g-eoend wohnende Kollegen um 11 Uhr vormittag Versammlung bei Brost. Siemens u. Hal?ke, Bleikwcrk. Sonnabend früh 10 Ufi-r Aus» zahlung der Streikunterstützung im Streiklokal bei Müller« SiemenSstadt. Für Kollegen, die in Arbeit stehen, nach Schluß der Arbeitszeit. OSram-Wcrk. Sonnabend 10 Uhr vormittag Betriebs» Versammlung bei Wanzlick, Treptow Pa-rk 27. Deutsche Telephon- Werke, Lberschöncweide. Betriebs. vtrsammlung sämtlicher, auch nichtbcichäftigier Kollegen Sonn» abend um 4 Uhr bei Merzke. Siemensstr. 5. Wahj der Ver» hantlungSkommission. Fritz Werner, Maricnfelde. Alle Kollegen, arbeitende und! nichtarbeitende, treffen sich Sonnabend vormittag 10 Uhr inr Schwarzen Adler, Maciendorf. ©vrfifl. Sonnabend 12 Uhr Betriebsversammlung PharuS» Säle. Müllerstraße. Funktionärr 10 Uhr im Lindengarten De, 'prcchung-. Auszahlung der Unterstützung nach der Versammlung. E. Flohr, Wittenau. Sonnabend Betriebsvorsammlung nach» mittag 2 Ikhr Neinickendo.s-Wsst bei Marks, Scha-rnwebcr, Ecks Antonienstraße und Auszahlung der Stvoikgelder. Gewerkschaften Spandaus. Zu der heute nachmittag 4'/i Ith« zum Besten der streikenden Metallarbeiter stattfindenden Au?» lührung des Nevolutionsdramas„Die Weber" sind noch Einlaß- karten bei allen Gelverkschaften und im Bureau des Metall» orbeiter-Verbantes, Mockkestr. 7. zu haben. Knorrbremse. Am Montag nachmittag 3 Uhr im Lokal von Bunge. Weser-, Ecke Neue Bahnhofstraße, Besprechung sämtlicher Funktionäre die in Arbeit stehen. (f. Lorenz, Tcmpclhof. Alle Kolleginnen und Kollegen müsse» bis fpälestens Montag die Arbeit aufnehmen, da sonst die Plätze besetzt werden müssen. I. Mehlich, A.-G. Montag früh 10 Uhr Betriebsversammlung in den Sophien-Cälen. SicmcnS-Schuckcrt, Klelnbauwerk. Auszahlung der Streikunterstützung für alle Kollegen heute von 3—5 Uhr in folgenden Lokalen: Abteilung 16 und 17 bei Lenz, Tegeler Weg 97. Ab- tcilung 26 und 2 bei Rogacki, Tegeler Weg 191, Abteilung 29. 30 und 29 und sämiliche Nachtragslisten bei Wortmann. Tegeler Weg Nr. 107, Abteilung 12, 45 und 40 bei Kardell, Tegeler Weg 5, Ab- teilung 24, 25, 58, 27, 41»md 60 bei Leopold, Tegeler Weg 100« Ableitung 4, 5, 9 und 32 bei Braun, Tegeler Weg 103, Abteilung 1, Ii und 13 bei Gleiche. Tegeler Weg 10, Abteilung 7, 14, 43 I und 55 bei Ganmcr, Tegeler Weg 13. E. Zwietnsch u. E». Alle Funktionäre deS Betriebes ver» sammeln sich heute nachmittag 4 Uhr bei Arnkwald, Charlotten- burger Ufer. FREIE WELT HEUTE HEUk N Bei jedem Zeitungshändler zu haben TMei und MDWNW. I VolksnaJne. agga Anfang 7V Uhr Prcfilgt in Uifluen. Opernhaus ler Sfier m Oüvsra Aniang 7. Uhr_ LydlMZMMsv» Maria Stuart Anfang 6'/g Uhr_ Direktion. Max Reinhardt Dßütsdißs Tnsüter Uhr: Jankobs Traum Kaaimcrspieie 7� Uhr: Dia Biich«e der Pondora Direktion Meinhard— KniL Bernaner Theater i. ü. K�iggrützerStrsBc Vau.-!5C"loSWetterste!n Sonntag nachm.: Erdgeist .(Lnlu: Maria Orska) Abds ScbloßWet terstein Mtg.:Schlo8 Wettersbein Dienstag: hin Tr.rUMSviel , �Uhr: Liselott Ttalz" < Sonntag nachm.: Die Ehre. Bsrhiißr Tiißntßr 7» Uhr: VtULMSl' Studenten Stg. nachm.: Die to'le Komtees Neues öperettenüüus Direktor: Jean Kren Allabendlich 7 Uhr 30 Min.: Uli Dllli VMI CifSÜS 16. ll. nachmitt. 3 Uhr 30 Min. m keusctiß Susanne CaMö-Tiißüter Lstbringor Str. 87, Tfigl.�SÜhr: Nur noch bis 18. November Großstadt-Pflanzen Donnerst. 20. Nov., zum 1. Male Schniepels Lehne Stg.3� U. Ein sauberes Kleeblatt Waldala-lheater 7\ Uhr: Eine Frau wie Da Rose-Theater 3� Uhr: Rotkäppchen. 7V Uhr: VSS LSSbtZ Wintergarten. täglich 7k Uhr Vorlet�orstellung Rauchen lestat'et LMs > kMUtr am A« tthuisr Ton 71> Uhr o. Sonntsc naenm.» Linn -Länger :> atiam. Uttel, dar Slattiner Süngar. ckeues �rogramml eiilthgsi-Kaazart. Lag. 7.» Uhr. ToiT.ll-tVa 0.4-61/ Lenin;-Thesler Direkt. on: Victor Bnrnow.sky Sonnabend und Sonntag 7 Uhr: .In i®,— Der garimo Kakadtz. (Tilla Durieux. Daguy Scrvaes, Hanns Fischer, F. Klopfer. C. Veidt) IlsatsclteL-tetei Allabendlich 7'-: Cyprieilfie (Ljropoldine Konstantin. Kart _ Götz. Fried Walter) RssiUßiiz-Tiißfitßr Täglich 8 Uhr zum 307. Male: Bas höhere lieben V?n Hermann Sudcrrnann Sonnabend 4UhrkIeine Preise; Hansel und Grete!. Sonntag 4 Uhr, kleine Preise «. 384. Male; Der trute Ruf. Trlanon-Tlißüfßr Täglich k8 Uhr; frlsskerade Von Ludwig Fulda Sonnabend 4 Uhr kleine Preise: Aschenbrödel. Sonntag 4 Uhr, kleine Preise; Der Lebensschüler. Apolfo-Theater Frtedricbstr. 218. 71/ Allabendlich Ii, '3 Sonntags 3'« o.* 5 Die Welt Im Jahre 2000 Sonntags S1'» Jed. Erwachs. 1 Kind frei. z/WM m3 AS.xud H* TUI.7.30: S g und Varlet/ ■* llnltlnp«Ii ASexaadw.ir. 31. TSgl. 7.30: Spc/I.tltäten und Varletä- Burlnke; „Coktor«idir Wlütn." CiremBttsd Täsr. Ste. Z U, 7',U. klüllZ KonMcti durch den Gircusteum »»»■ i. Ihrige riovamb. Progr. Tl Tragik. Pentomlme|<7 ..flohrodile"! nir Besonders hervorzuheben; Großer bunter Maslienzug Stg.16.Nov. nachm 3k x. I.Mal: Märcheapautocnime .Aschenbrödel" in 3 großen Akten. Ibntl.eelltn wnrd- ron Kindirn uspltlt. u Mnnifi Kflortz'sßn Eisasscp Strasse 26 RoBand-Festsälo Auttreten der barOhmtao Fllmschausploleria: Juliette Brandt Außerdem das reichhaltige Programm Nach der Vorstellnna Tanz Anfang 7 Uhr o Anlang 7 Uhr Auftreten erster Kabarett- Kr Sfte Gute Küchel Bier- und Weln-Diele I �O'X'OOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOC fiMeria- liehtspiele Große Frankfurter Straße 28. ' TUT Beute und folgende Taget tas ? Das anlsehenerregende, mit ungeheurem Beifall auf. v genommene Sittenbild l,iiis ies imss MWm"! \ welches wir mit Allein-ErstauffOhrung für den Osten A K erwoiben haben. Ein Spielfilm mit packender, von Akt ä A zu Akt sich türmender Handlung und Konflikten bis 0 % zum gewaltigen dramatischen Schluß. Ein Ausstattunga- 0 K film von seltener Wucht und Spannung. 0 Ki Bröffnunesorosramm der ielf Berliner Straße 18. verlängerte Frankfurter Allee Heute Sonnabend, den 18. November Bildes Gäfft großes Sittendrama, mit Hedda Vcrnoil und Keinhold Schüntzel. Körssg Krause reizendes Lustspiel mit Konrad Dreher und Leo Peukert. Voranzeige für Dienztag: •LT Die siebente Großmacht. IHi werden infolae günstigen Ad- scblussas noch prell*, abgtjeben: Schlaf lim., kompl.v.lTSB— 9050 M. Spolaaztm. M ,f 2953— 7000 M. Honenztm.„„ 2350— Tttou M. Küchen„. 3911-10113 U. Fainor grofle Auswahl In Einzel- Uliiial u. Oolielin-Gatn. fiebr. Kassner, Bülowstr. 6, 5?."°"": Ant tVanach nanntige Zahlan- abedln.nnv. Achtung! Achtung! fttctflltotbcHet der Vemaliuvgsstelle Berlin. Am SonnW. den 1k. November, sriih 1K Uhr findet im total Vatzenhoser(sriiher vodbrauerel) Zidicinskatze Nr. Z eine Versammlung aller Kvvtllovöre des Deutschen Nletallalbelter-Vetbaudes der Vermeltuug verlin. die auf dem vodea der U. S. V. L. flehen, statt. Tagesordnung: t Die Sehren deS Metallarbeiterstreiis, Referent: Stadtverordneter und GewerkschaftSange- stsllter Äenosse Fritz Zimmermann. Z. Diskussion. . Die Bevollmächtigten find hiermit besonders eingeladen. Es ist Pflicht aller Kollegen und Kolleginnen pünktlich zu erscheinen. Partei» und Gewerkschaftsbuch und Funktionärkarte gilt als Ausweis. Ohne dieses keinen Zutritt. Der Ginberufer. S c Ti u>"»!? aus StlßfßikSni eeerUzidot 1895.,, hat wieder große Auswahl In eleganten, preiswerten Schunem Friedricbstraße 131 c zwischen OrsnlenbnrEer Tor n. Bahnhof k'riedriobsw* SeelenmoMaeeSsnäenra! Zwölf Monat« aind«a, daß Frankreich aeit Abschluß dea Waffen- Btillstandea unsere Gefangenen zurückhält. Ein neuer Winter in der Gefangenschaft würde für Tausende von Menschen gleichbedeutend sein mit seelischem und körperlichem Zusammenbruch. Die einzige Rettung ist sofortige Heimschaffung. Das ist unsere Forderung an Frankreich. Wir wenden uns an alle, auch an die, die keine Angehörigen in der ganien Volkes. Sie steht über dem Kampf___________ Beweist den Gefangenen, auch den in Sibirien, Turkcstan und Uebcrsee, daß wir eie nicht vergessen haben, beweist ihnen, daß wir sie gerade jetzt nicht Im Stiche lassen wollen. Zeigt der Welt, daß wir gegen die Wiedereinführung der Sklaverei uns mit ganzer Kraft stemmen. Wir wollen unser Bestes, unser Einzigstes, was wir noch besitzen, unsere Brüder, wiederhaben. Ruft mit uns: Heraus mit unseren Gefungenen! ilBffllRBBHB Erscheint alle um Sonntss, 16. Hr..'/zlZlihr in den Protest-Versammlungen Börse, Burgstr. 25 Singakademie, Am Kastanien- wä'dchen Unionsbrauerei, Hasenheide 22/31 Splchern-Säle. Spichernstr. 3 Aula Chamlssogymnasiutn, Barbarossaplatz 5 Lehrer- V erelnshaus, Alexanderstraße 41 Brauerei Königstadt. Schönhauser Allee 10 11 Bötzow- Braueret, Prenzlauer Allee 242 Kriegervarelnshans, Chausseestr. 94 Volksbühne, Biilowplatz Redner u. a.: Prof. Srhücking. Ohr'st. Pfaendncr(Reichsvb. d. Kriegsbesch.). Abg Wels. Prof. Brühl, Pfarrer GochUnc. Dr. Lutz, Wilh. Bnder(Reichsvb. d. Kriegs- (Reichsv. ehem. KriegsgeL), Leh_________________ W. Abg. Laverrenx, Rofc.-Rat Rossmann(Reichsvb. d. Kriegsbesch.). Domprediger Doobrlng. Franz Schmitz(Reichsv. ehem. Kriegagef.). Pfarrer Dr. Stork. Oberlehrerin Marg. Fromm, Abg. Dr. Hugo, Pfarrer Schettler. von Mcdem (Liga z. Schutze d. dtsch. Kultur). Abg. Klara Mcndc. Abg. Martha Dönhoff, — Küthe Schirraacher. Abg. Oberlehrer Werner, Adele Schreiber. Mi t---~ Abg. Dr._____________ Geh. Ret Prof. Dr. Abg. leyer. Prof. Lcntzach. Stud. med. Rose. Die nnterzeichneten Verbände fordern ihre Mitglieder und die gesamte Bevölkerung Berlins zur Teilnahme an den Massenkundgebungen am 16. November 1919 auf. Allgemeiner deutscher Gewerkschaftsbund(gez. Legien).— Ausschuß der Gewerkschaftskommission Groß-Berlin und Umgegend.— Ausschuß der Studentenschaft Universität Berlin.— Bund der Auslanddeutschen mit Unterabteilungen.— Bund deutscher Frauen zur Befreiung der Gefangenen.— Hund der Landwirte.— Bürgerrat von Groß-Berlin.— Deutsch-Demokratische Partei.— Deutsch-Nationale Volkspartei.— Deutscher Bankbeamten-Verein. — Deutscher Offiziersbund.— Deutscher üstmarkenverein.— Deutscher Schutzbund für die Grenz- und Ausländsdeutschen.— Deutsches Hilfswerk für Kriegs- und Zivilgefangene.— Deutsche Volksoartei.— Evangelischer Bund.— Evangelischer Presseverband für Deutschland.— Haupt-Krieger- verband Berlin.— Hauptausschuß nationaler Arbeiter und Berufsarbeitei Deutschlands.— Hilfsansachuß für Gefengenenseelsorge.— Hilfsbund„Mein Deutschland".— Kyffhäuserbund der deutschen Landeskriegervorbände.— Liga zum Schutze der deutschen Kultur— Ostdeutscher JUnglingsbund,— Reichsaussehuß deutscher Frauen für Befreiung unserer Gefangenen mit gelange WWWWW__M, �WWWWWWWW________ vaterländischen Frauenvereine der Provinz Brandenburg.— Verband de. Kriegsbeschädigten und Kriegsteilnehmer.- Verein für das Deutschtum im Auslände.— Volksbund zum Schutze der deutschen Kriegs- und Zivilgefangenen.— Volkskraftbund.— Zentralkomitee vom Roten Krenz. Abteilung Gefangenenfürsorge.— Zentralrat der deutschen Arbeitarräte.— Zentral verband deutscher Kriegsbeschädigter und Kriegahinterbliebener.— Zentrumspartei. Verlagsgenossönschaft„FREIHEIT" e. G. m. b.H. Abteilung Buchhandel I Lesstngs Rsuiers lenans Cbamissos 99 99 99 99 2 4 I I ? Elegant gefmnden Bessndan zn Oeschsskzweckes geelgast Beslellungen erbitten umgehend, da Vorrat nur gerirg BUCHHANDLUNG der VerlagtgenmseMChaft„Freiheit" e. G. m. b. H., Schlffbauerdamm 19 Mibel liefert gegen bar und auf TeilzahSnng zu billigsten Preisen: Wohnzimmer Schlafzimmer Speisezimmer Herrenzimmer Farbige Küchen Einzelne Möbel GrSBte Rücksichtnahme. Liefere such n. auswärts Krlainrliiti mlun is ZtMoi. Nibel- Colin Gr. frankiurterstr. SS 5 Min. v. Alexanderpl. Eiliale: Badstr. 47-48. 5 Min. v. Bei.(Jcsnndbr. Waren ch gros— Export wie alljährlich prei«wertest*« Angebot in Kragen, Muffen und Pelzhüten. Fuchsgarnituren in großer Auswahl.— Reparaturen prompt und billig. Hd. toMiia Haclifg. 26' fleue KSaisstraBs 28 Kerrenkleidung nach Mal In tadelloser Auafhlirung v.35ö Man CroBi iunrihl Ii friU«B3!lfl?fl«. Anzüge znia VVcoden werden an- genommen. Inlerllgnni dig. Daintn- UilOnie. Julius Fabian hUnHerzililir Irettt'ml- iBritrStrUlI. I Eigene Schmelze, Direkte Verwertung. Höchste PreiseMTageskuls zahlt für Platin- Tiegel— Schalen— Brenaatlfta— ZnhaaHfte Schnnckaachea— Blitzablelterapltzca— Gold _ Schmi raehgold Silber- Barren— Müere«— Abfälle— Bestecke- Lftlel Gegr. iMaiBR Barr«— Münzen— Schmuck— Zahngold Braehgold 1903 nur 1903 Mstallkontor Berlin SW68, Zilie Jakobstraße 133, Telefon Morltrplatz I28S8. Telegramm-Adresse; Melallkontor. Berlin SW. 68 Eigene Schmelze. Direkte Verwertung Biesdors-Siid Kaulsdorf-Süd tn der ülüht n.«HI. Sedotna nm. oon St. 95f— «eheuienoe SSetifteiflcrunfl. _«tele WfufieMung. tn lehpr Zelt Viiien-Srunäftück?»arhnhadi rs»««nhsgen-We»t dir. n.«Hf. Seegefeld, udque Sini.». S endnu, j.«nlnce t. Cbftu.run. Bell. Serien u. Semmelend. an gepflalk. Strebe. m.t Sea-u W- Herleite. tum, TOaitfliundUflde, de» 30 W. eulroen«. üartongrundstuefee (.«nfagc». Cbftgärt.«nt.. frurfitb.»Irterlonh, teil# an scpfloit. u. requl. Ltratze. m. See- M. Wasierilg. naulebnrt.fjortt, btttlt e.«ehnd. dea..»n clll. Pr. je nach Laae. Bieednef-Okord, Steilen d. Siedrd» (DR. d. M. 40,— e». Wür.ftip'ie SofiimiflMeMnj. _viaS(I!mte an den«dl gen«ehnhbfen n. det der EigeaWM'EeikWofl� > kGeschslks 6t Nltsche,( »erlin NO 43, Nene Kiwlgftrafie 16. % ww- w-- j« var*-- w-- Zisoretten O Ständiges Lager in rein orlcntnlUeben d ügyptiachen Zigaretten von M, 220.- per Milte Q nnheitrU..) Capstans Navy Cut Mk. 285.—. fj S M.Guitniinin,BefllafliUlfiiani!6r!lr,22.9-5llhr. Dr. im». Kurl Reinhardt Barllä, Foltiliair Strasta 117(i. d. lotuislntii) Haut- und Harnarzl bewülirte. lachminelsche Behandlung. Unentgeltliche Auskunft und aufklärende Qratls- Broscliüren(Beschreibung sämtlicher Heilverfahren im vcrschlossenon Brief Mk. 1.50) in den Serecbstanden von'.,13—2 mittags,'/«ö— 9 abends, Sonatags VtU-l Uhr. BdStnössen. Befreiung soforL Alter und Geschlecht angeben. Ausk. umsonst Aclteste übest- bewährte ges. gcsch. Methode, Institut Ene.brseltt, München B401. Kapazinerstr.9. [Möbel liefert gegen bar V nnd auf Teilzahlung su mäSigen Preisen. Bürgerliche WoliBiiRgseinFleiit'jngen Wohnzimmer Schlafzimmer Speisezimmer Herrenzimmer In groüer Auswahl Einzelne MSSiel Fariilge Küchen leiser Lothringer Str. 67. Zahle— wie bekannt— höchste Preise für alte Gebisse! Gewöhnt. PlaL-Zahn bis 6—- M.. diese ledoch nlcii! unter fl. 4.1 0 pro lohn. Plat.-StHt- u.PIattenzShne bis M.70.—(suhtigidill Für Platin den Jetzigen hohen Preist Änskiin[t:Bin.W,Rriiuseiistr.56/58,ziinniK8oiei) Täglich 10—6 Uhr. Vogler, Berlin. >eziaB> Behandlung V. Uaschlechls, Ha f.. Harn-, Erauenlolden. soes. veraltete. hartnäckige Harnleiden, nerv, Schwäche, Snlvarsan-Kuren, Urin- und Blntuntersucbnng, Licht- und Einsen-Behandlung. Schnell, sicher, ohne BerufsstBrnng. Qetrennta Warte» Zimmer Ufr Damen nnd Herren. Aerzlioh* Hcilanatad;. Löser, Münzstr. y.;T�'so'Tliu Für Wiederverkäufer! Zigaretten undTabak Daastacäa Zigarcttam Marke Crevettl Nr. 23...... p. Stück 13 33, 55. 66. 70. 18 18 1«'/« 28 25 ■23 28 Plg. , Preigraf. . Nelmzier......... . Bntka.......... Englische ZigarsUon; Mark« K. U........... p. Stück 25 Pfg. » Unltca States........ 28,. — Plag.......... M» 29— Tabak■ Reiner Tabak...... p. Paket 100 gr 4.50 Mk. Blättertabak, geschnitten....... Pid. 24—, .Prinz Alberl'-Tabak........ Dose 6 75_ Diese Preise verstehen sich nnr bei Engrosabnahme' bei groüen Bezügen und netto Kasse. —— Vcrkantszeii von 9—5 Uhr nachmittag.- F. P. A. Ka&rflmann, Berlin S- 14, Wallstraßa 55 56. Nr. 55?. VeilM zur„KeHM". Ssvuabeud. 15. November ISIS Sie Schaute des velagemngszustandes. Abg. liosenfeld Sber die heoilge« KeßiewussmetSvden. Preußische taAdessersammiung. Eii,« klein: Anfrage des Genossen Hennig über Verbote von iiffcl'.tlichc» Persammlunge» während des sonntäglichen Haupt- SviteSdiensteS wirb von dem SieHieruniisveltreier d�chin beant- loa riet, bog soiche Verbote gogear die Reichsvcrfnssnng verstoßen, sofern der Gottesdienst nicht unmittelbar gestört werde. Lei der nun folgenden Abstimmung über den Bergetat und zugehörige Anträge wird mit Hilfe der Demokraten ob- gelehnt, die an Private verliehenen Bergwerk?- felde r dem VerfügnlngKrecht des Staates zn unterstellen. Ebenso wird abgelehnt, die VerwerlKmg der Berg schulen ruf den Staat An übernehmen. Tie Arbeitszeit der Bergleute aus! sechs Stunden zu beschränke«, wie eS iwver Antrag forderte, wurde nur unter der Voraussehmno änternoto, roier Negelung zugestimmt. Hierauf wirb in der Begründung der zum Haushalt des StaatSministeriumS gestellten Anträge fortgefahren. Eenosse Leid begründet die Dring!ich-kc t der Vorlage des Elsse�entwurfS über die Schasjung von„Groh-Berlin". Genosse Mehrhof weist auf die Wichtigkeit der Nmstellnng industrieller Reichsbetriebe auf Friedenswir.schaft hin. Die Schwierigkeiten, die sich ergeben haben, seien dem alien milita- rist'chcn System zuLn'chreiben. Infolgedessen, so führt er m>S, imchten über 200 000 Arbeiter entlassen werden. Nach bereu wehlerworbenen Rechten hat niemand gefragt. Bei Privatlapi- to.iiten aber spielen sie ein« große Rolle. Großzügig hat der Militarismus su arbeiten verstanden(Hört? Hört! rechis), näm- lich im Vernichten von Menschenleben und Material und in der Bergendiing unseres BolksvermSgenS.«Große Verlegenheit rechts.) In derselben d-erschwenderischen Wci'e wirb auch heute noch weitergearbeitet. Das bewe sd die Otewehrfabril in Erinrt. Gewehr« scbüfte, die niit 5 M. das S ück gekaaft worden sind, werden für 50 Pf. au die Lieferfirma znrückver5chi,fb Treibriemen läßt man stehlen, anstatt sie an Gewerbetreibende abzugeben. Beamte erhalten trotz Wohnungsnot komfortable Zehnzimmerwohnungcn eingerichtet. Zeugoffiziere lassen sich in der zur Verwertung deS Loders eingerichteten Schuhwerkstatt feines Schuhzeug für zehn Mark das Prrar anfertigem. Kohlen werden nicht inehr ge-liefert, weil der Zeugofsizicr Lenz die Rechnungen zu bezahlen„der- dessen" hat. Erst der Betriebsrat hat Ordnung schaffen müssen, dafür wird er nun natürlich von interessierter Seite verleumdet. Kurt Rosenfeld CU. Soz.): Nun kam Genosse Noscnfeld zum Wort. In gross angelegter, ztveieilthaibstündiger Rode'geißelte er den VclirgcrungSzu stand und seine Folgeerscheinungen ohne da? vorliegende Material auch mir annähernd zu erschössen. Er mußte sich vielmehr mit einer bliche idenon Blütenlei« begnügen. Festgestellt sei, daß die Mit- gliedcr der rechisfozialistifchen Fro.ktioii mit vereiirzelten AuS- nahmen ostentativ während dieser Ausführungen dem Saal fern- blieben. Aus der Rede heben wir folgende Sätze hervor: Ek ist heute mich! da? erste Niel, daß wir genötigt sind, gegen den Belag?rimgSznstand un'ere Stimm? zu erhöben. Und es wird allem Anschein nach auch nicht das letzt« Mal fein. Monatelang lastet bereits der Belagerungszustand aus dem Volke, lediglich weil «in« Regierung, die den Mut hat, sich in ihrer Mehrzahl fozia- listifch zu n«klinen, Ausbrüche der Unzufriedenheit.mit dem De- lrgeonnaSziisiond becrn Zvortet, anstatt den Ursachen der Uaizu- friebenheit nachzuforschen wnb sie zu beseitigen. Wenn man in» März nach verstehen konnte, daß den Männern der Ncgiemiig durch eine mehr als vierjährige KvregSpobitik der Sinn für die wirtschaftiiichen Nöte verloren gegangen war, so müssen wir heut« «ine solche Gewaltpolitik«in unentschuldbares Verbrechen noiwicti. C? offenbart sich darin die innere Unwahrhaftigkeit de« jetzige« politischen SqstemS. Die Arbeiterschaft denkt fozialiftisch-rovo- lubionär: die Freibeuter der Revolution aber vxiren niemals fo- zia-ltstifch und nie revolutionär. Deshalb verfolgen sie alles, was revolutionär und sozialistisch ist. Es ist der Hätz der politschen Emporkömmlinge, der davin zum Ausdruck kommt. Sie fühlen, wie evbärmlich sie neben dem einfachen Arbe tcr dastehen, der sich uiiit feinem proletarischen Empfinden turmhoch»über sie erhebt. Diejenigen Männer, die nicht müde geworden sind, die Ge- waltmelhode.ii von ehemals zu brandmarken, nicht Wort« fanden, die scharf genug waren, das Vollwevfliche und Verächtliche solcher Politik zu keimzeichnen, dieselben Männer bedienen sich heute derselben Methoden und noch dazu in viel schcussiicherer Form. Sie offenbaren damit, welch« schamlose Heuchelei sie damals betrieben. alz sie vorgaben, sozialistisch.und revalutioiiär zu sein. Mit scssr VerhäiZgung des Belagerungszustandes haben sie sich selbst eine« Schandpfahl errichtet, an denen sie nitn fcosi ehern als das, was sie sind, als Verräter der AvbeiterÄasse.(Sehr wahr bei de.» Unabh.) Ter Belagerungszustand ist in mehr als 50 Fällen verhäng« worden. Davon worden 32 Fälle noch heute ausrecht erhalten, die zum grossen Teil seil Jamiar, Februar und März bestehen. Sie toerden aufrecht erhalten, obwohl nicht der mindesi« Grund dazu vorhanden ist. Dieser Zustand besieht schon viel zu lauge, als daß er noch«rträAich wäre. Wir die frühere Regierung sich über die Langmut des Volkes getäuscht hat, wird sich auch dir jetzige täuschen. Wenn wir eins die angeführtem Gründe, die für Verhäugung des Belagern n gen," bemerkte er,„ist ein dressierter Bär. der den ganzen Sommer arbeitet, in: Winter aber schläft und nicht zu essen braucht!" Der kleine Sozialist war um so ergrimmter, da er wußte, sein Herr habe eben ein vorzügliches Geschäft gv- macht. Eine Schmalspurbahn wurde zu einer grotzen Sprengstoffabrik auf dem Lande, gebaut: und Cutter hatte durch den Verkauf eines schmalen Landstriches, auf dein nur Gestrüpp wuchs, die ganze Hypothek herausgeschlagen. Jimmie war beim Abschlirtz des Geschäfts zugegen gewesen, hatte selbst den„Wert" des„Nutzholzes" hervorgehoben, und nun sollte er völlig leer ausgehen. Er- mutzte sich mit dein Angebot, das Pachthaus für fünf Dollars im Monat weiter zu bewohnen, und einer Arbeit an dem Eilenbahn- bau begnügen. Liegen, Schnee und Stürme tobten durchs Land, doch hinderte nichts den Ban der Eisenbahn. Er wurde Tag und Nacht, in drei-schichten, betrieben: denn die eine Hälfte der Welt schrie nach Explosion, um sich selbst in die Luft zu sprengen, und die andere Hälfte mutzte schuften wie Hunde, um das Nötige hierfür herzustellen. So wenigstens sah Jimmie Higgins die Sache: er empfand die Art, wie dieser Teufelskrieg ihn überallhin verfolgte, als persönliche Be- -leidigung. Er war vor ihm aufs Land geflohen, hatte seine kleine Familie in das Pachthaus einer vergessenem alten >Farm gebracht, etliche Meilen von der nächsten Stadt ent- sernt, and jählings erscheint eine Horde„Dagos"') mit Pi6eln und Schaufeln, untergräbt das Hühnerhaus, in deiw Lizzie elf Hennen und einem Hahn hält, den-Schweinekobel, Wo ein Schwetuchen die Ueberrcste der Mcchlzeiten verzehrt, ' und zwei Tage später kommt eine ungeheure Maschine an- gepustet, zerrt Ähicnen und Schwellen aus einem hinter ihr fahrenden Waggon, wirft sie vor sich und rollt dann � darüber. Derart spazierte die Eisenbahn einfach ins Land binein, und nach kurzer Zeit ratterten unzählige mit i Zement und Wellblech besiidene Waggons an Jünmies � Hintertür vorüber. Dies ging Dag und Stacht so weiter, lind die Higgins wußten, daß in ihrer nächsten Nähe eine Strecke ab geforstet war, Wege angelegt wurden, und kleine, schwerfällige, weit voneinander entfernte Gebäude wuchsen aus der Erde. Wenige Monate später schrak die Familie nachts aus dem Schlaf und lauschte vorbeidonnerenden Zügen, die, von der Spvengstoffabrik kommend, mit Trini- trotolnol Tiud anderen unaussprechlichen Werkzeugen des Mordes und der Vernichtung schwer beladen waren. Ties war das Los, welches einem begeisterten Antimrlitaristen und Propagandisten internationaler Brüderlichkeit vom Schicksal zugeteilt tvar. III. Bisweilen suchte Jintmie die Leesviller Ortsgruppe auf, um feinen Mitglisderbeitrag zu erlegen und seine Seele an pazifistischen Reden zu ergnicken. Kurz vor Weih- nachten schrieb der Präsident der Vereinigten Staaten an alle krieafübrendcn Völker, beschwor sie, vom Kampf ahzu- lassen, deutete an,, sie stäuhen, was Schlechtigkeit anlangt, aus derselben Stufe, und erklärte, daß Amerika mit ihrem Ringen nichts zu tun haben wolle. Dies erfüllte selbstver- stündlich die Leesviller Sozialisten mit größter Befricdi- gung. Diese Tatsachen hatten sie nun ja schon zwei Jahre »s Aimcrikar.tschcr Ttzitzname für Italiener. und vier Monate behauptet: sie hatten niemals erwartet, bei einem kcp'ital ist i scheu Präsidäntcm Unterstützung zu fin- den: da dies jedoch plötzlich der Fall tvar, wollten sie dieS auch ausnützen, forderten, der kapitalistische Präsident solle' noch einen Schritt weitergehen— sein Wort durch Taten be- kräftigen. Wenn die kriegführenden Nationen nicht Frie- den schließen wollen, so soll sich wenigstens Amerika vonv Blute rein halten, indem eS eine Sperre verhängt, sich wei- gert, Mittel zur Selbstzerstörung zu liefern. Doch entschloß sich der kapitalistische Präsident aus einonr Jimmie Higgins unverständlichen Grunde nicht zu diesem Vorgehen. Die Tage flössen dahin. Ende Jmuar zuckte jählings ein Blitz nieder: die deutsche Regierung hatte die Zusicherung betreffs der Passagierdanipfer»lud Frachtschiffe zurückgenommen und allen Schiffen in der Kriegszone den Krieg erklärt. Wenige Tage nach diesein Ereignis besuchte Jimmie eine Versammlung und gelangte in einen brodeln- den Wirbel wiloester Erregung. An diesem Tage hatte der Präsident vom Kongreß die Kriegserklärung gefordert: die deutschen und österreichischen Genossen tobten vor Empörung, hoben drohende Fäuste, ereiferten sich über dies ernfs neue dem Vaterlvnde zugefügte Unrecht. Die neueste Nummer des„Arbeiters" strotzte von grimmigen Protesten: die Deut, scl>en und die Pazifisten wollten die Ortsgruppe zur Organisierung des Generalstreiks verpflichten. Die Stra- tzenversaminliingcn waren wieder aufgenommen worden; seitdem der Streik der Empire-Arbeiter beendet war, fehlte der Polizei der Vorwind, einzuschreiten. Die Extremisten forderten AntikriegSversammlungen an jeder Straßenecke, Antikricgsflugblätter, die imter jede Haustür geschoben wer- den sollten: sie waren bereit, dafür Geld und Zeit z» opfern. Rechtsanwalt Norwood erhob sich und enthüllte die Spaltung in der Partei. Wenn die� Vereinigten Staaten sich Deutschlands freche Erklärung gefallen lassen, so bedeutet das die Gefährdung all dessen, was den Freunden der Freiheit teuer ist: bedeutet, daß Britannien ausgehungert, die britische Soeniacht, auf welche die freien Regierungen der Welt basieren, zertrürtzmert werde. Norwood vermochte nicht weiter zu sprechen. Spott- und Hohnrufe übertönten seine Stimme:„Freiheit in Irland!"— brüllte Genossin Mary Allen.„Und in Indien, Aegypten!" schrie Genosse Kocln, der Glasbläser, dessen mächtige Lungen sich anschei- neud seit KÄmzig Jahren auf diesen Augenblick vorbereitet hatte». (Fortüchima fclnU V!n ScfonMsrcä Kapitel Bifbcf der Kampf ßcncn den OJccfi' Bctlinw Brllziigsrat. Ein solches Vorgehen ist fnr.stibar dumm. Die Arbeiterschaft wilrd dadurch nur in ihrenr Eifer bestärkt werden. Und wie Linstngcns Erlaß wirkungslos geblieben ist, so wi.d auch der von Nooke ohne Wirkung bleiben. Das dunkelste Kapitel aber ist die Schntzhastschande. sDer Redner führt eine groge Zahl von Fällen vor, über die unser. Lejler unterrichtet sind.) Daneben besteht und ergänzt die Epitzelwirtschast dieses ganze widerliche Gewaitfystem der heuti- !en Regierung. Urid bezeichnend ist, dag gerade Engen E r n st ich an die Spihe dieses Systems gestellt bat. der sich selbst in tincr Broschüre vor Jahren gekennzeichnet hat. Das gang.' össentliche Leben wird durch den Belagernngs- zustand geknebelt. Nicht einmal unsere» toten Fük-scr Hanse stnben wir gestern ungehindert beisetzen können. Der cinzoliic ist vrgelft.i. Dieser Austemd zwingt dir rcvolntionäre Arbeiter. schast zum schärssten Kampfe gegrn die Regie, nng»nd die Parteien, bi>e sie in ihrem brirtalen Regiment unterstützen. Ueber alles triumphieven wird schließlich der Sozialismus. sStürm Beifall d. d. Unabb.) Vizepräsident Frentzel rust den Abg. Dr. Rosenfeld znr Ord. nung wegen der Bemerkung.NoSkesche Mörderbanden"! Abg. Adolf Hoifmann nimmt die gerügte Bemerkung durch einen Zwischenruf wieder aus und wird ebenfalls zur Ordnuno geruien. Abg. Neuhaus fTnat. Vp.) begründet die iörmliche �Anfrage über die Vevorrcchtung der Arbeiter im Betriebsräte"'''' Es geht nicht an. dag man den Arbeitern in dem Betrieb, der sie be- fchästigt. Hausbcrrnrechte gibt, dadurch ricktet man innerhalb der Betriebe die Diktatur des Proletariats auf. Auf eine Anfrage wegen der Bildung eines Groß-Ber» l i n e r Stadtkreises erklärt ein Neaierunasvvrt"'»''. dag eine entsprechende Vorlage in der nächsten Woche zu erwarten sei. Danach vertagt sich das Haus auf Sonnabend, 12 Uhr: � Weiterberatung. soll, daß Mitgkieder der NciebSregierung gegen die frühere Re» gierung hier öffentlich die schwerste Anklage erheben? Die Schuldigen'werden unverschämt. Dr. Helfserich: Ich erkläre, daß ich diesen Saal verlassen werde, wenn ans diese Frage keine befriedigende Antwort erfolgt. v. Belhmann Hollwcg: Bisher ist uns mitgeteilt worden, daß der Ausschuß nur dazu ta sei. Tatfachen festzustellen, und daß ich als Au-Iumflsperson geladen bin. Ich stehe aber nicht h er, um mir von einem Mi-tgl-iede der jetzigen Regierung lolche Anklagen vor aller Oofsentlichleit ,ns Gericht schleu- Sern zu lassen.., � Vors. Abg. Warmnth: Ich stehe auf dem gleichen Standpunkt. und ich lhabe daher auch der Auffassung Ausdruck gegeben, daz die Auffassungen Dr. Davids in der Form, ww ire hier gemacht worden sind, nicht dem Rechnung tragen, was tatiachl.ch Gegen- stand des ganzen Verfahrens ist. Der AuL-,chuß tonb über übet K>\t Her.aten. Neichdmin ister Dr. David: Ich habe diese DeSatt, nicht angesaiigon. v. Belhmann Hollwcg: Am vergangenen Sonntag! Reich Smm ister Dr. David: Am vergangenen Sonntag habe ich hier nicht gesprochen. � r � Dr. Helfferickf: Aber unter Bezugnahme auf den Ausschuß vor einer ilß?lksversammlu.ng Re chSminister Dr. David: Der Zeug« Dr. Helfserich hat!« einen überaus scharfen Angvisf im Nahmen seiner Zeugenaus» sage gegen mich perichlet, der gar nicht hierhergehört«. Das hat mir das Recht.und die. Pfl'cht gegeben, diesen Angriff sacklich zurückzuwei'en.(Lachen und Unruhe bei den Mitgl. der früheren Regierung.) Gegen den Angriff, den Dr. Helfserich gegen mich gerichtet hat, mußte ich mich recht» fertigen, und ich habe kein Wort gesagt, daS aus dem Rahmen oieser Rechifert'gung herausfiel. Dr. Zimmermann(fehr erregt): Reichsmin-ifter Dr. David hat hier parteipolitische Ii«den gehalten.(Beifall und Unruhe.) Ich hatte bisher geglaubt, daß alle in diesem Saal von der Unparteilichkeit des Ausschusses so tief durchdrungen sein würden, daß so etwas unterbl'.eben wäre. Wir müssen aber an» hören, was Dr. David lagt, und wir haben nicht, wie im Paria« mcnt das Recht, ihm sofort zu erwidern. Ter Vorwurf einer illoyalen Polittk ist unerhört, und ich weise ihn mit aller Schärfe zurück. Ich habe meinen Standpunkt cingehvnd dargelegt und die Gründe entwickelt, warum ich vor der Press« die beanstandete Erklärung abgegeben habe. Eine Lüge aus„taktischen Erwägungen". Wenn ich der Presse damals gesagt hätte, daß wir d:« ganze Sache wesentlich zur Verhütung des U-Boot»KriegeS machten, ich wäre gesteinigt worden. A»S taktischen Erwägungen habe ich deshalb gesagt, daß wir dem WUsonschen Friedensschritt zuvorkomme» wollten. ES ist unerhört, wie ein Reichsminifter eS wagen kann, mir deshalb Illoyalität gegcnWWilson vorzuwerfen. Die Herren von der Presse haiben das wi sie gesetzte Vertrauen«i«ht miß« braiucht, eS waren keine Schwätzer. Deshalb ist in Amerika von der ganzen Sache nichts bekannt geworden. Hierauf zog sich der Ausschuß zu einer längeren Beratung zurück. Nach Wiedereröffnung der Verhandlungen erklärte der Vor» sitzende: Ich habe im Namen des Ausschusses folgende, einstimmig angenommene Erklärung abzugeben: Der Untersuchungsausschuß ist nach der Verfassung ein selbst» ständiges Organ zur Untersuchung von Tatsachen. Die end- gültige Feststellung des Ergebnisses seiner Untersuchungen kann erst nach Erschöpfung des Beweismaterials sind deshalb für den Ausschuß nickt maßgebend. Soweit die Form von Aeußeruugen zur Beanstandung Anlaß gegeben hat, ist sie vom Vorsitzenden ge« rügt worden und wird gegebenenfalls wei:er gerügt werden. Abg. Dr. Slhücking weist auf die Frage der amerikanischen Munitionslieferungen hin. Wilson sei rechtlich nicht in der Lage gewesen, diese Munitionslieferungen zu verbieten. Dr. Helfserich: Wilson war zwar formell nicht berpflichtek, die MunitionSliefcrung zu Verbindern, aber er war berechiigt, eS zu tum, ohne di« Neutralitätspflicht zu verletzen. Abg. Dr. Schiicking: Wilson batte überhaupt nicht di« rechtliche Kompetenz, ein Munitionsverbot zu erlassen. Dr. Helfserich: Ist Ihnen bekannt, daß Wilson den geringsten Versuch gemacht hat, um die erforderliche Ermächtigung zum Ein- schreiten zu erlangen? Ich weiß davon nichts. Aus amerikani» schcn Kreisen iit aber der Versuch gemacht worden, ibn dazu zu drängen. Der Senator Stone hat dem Präfidenten Wilson nicht weniger als 20 NeutralitätSverletzunpev vorgeworfen, Abg. Dr. Schücking: Ist Ihnen bekannt, daß die deutsche Rüstungsindustrie jede Gelegenheit benutzt hat� um an Kriegen zwischen anderen Staaten zn verdienen, und daß es sich hier um Sünden des Kapitals handelt? Dr. Helfserich: Ueber Sünden des Kapitals haben wir hie« doch nicht zu verhandeln. Abg. Dr. Schücking: Hier handelt es sich nicht um Sünde» eines einzelnen Volkes, sondern um Sünden des Kapitals. Von der deutschen Industrie sind Waffen geliefert worden, auch'wenn es sich nur für eine Partei ermöglichen lieh, namentlich auch im Burenkriege. In Amerika wurde aus» drücklich darauf hingewiesen, daß von deutscher Seite im Buren« krieg erhebliche MumtionS» und Waffenlieferungen erfolgt sind. Dr. Helfserich: Amerika brauch e England nur aufzufordern. auf den Boden der Londoner Deklaration zurückzukehren oder sonst die Getreidelieferungen einzustellen, dann wäre der Krieg zu Ende gekommen. Graf Vernstorff: Jeder, der die Verhältnisse in Amerika kenmt, weiß, daß ein Präsident nichts unterncbmen kaum, was wicht mit der Ansicht der öfsen klicken Meinung übereinstimmt. Abg. Dr. Schücking: Dann die Frays der bewaffnete» Handelsschiffe. Ist es richtig, daß Amerika uns selbst den Vorschlag gemacht hatte, unS in der Frage der bewaffneten Han». delsschiffe zu verständigen? Dr. Helfserich: Staa'.Ssekrotär Lamsing hatte am 18. Januar vovgeschla'gen, unsere U-Bvote möchten sich auf den Kreuzerkricg beschränken, da'ür würden die Handelsschiff« nicht mehr bewarf« net werden. Das war ein guter Vorschlag. Aver ich hatte den Eindruck, daß Lansing diesen Vorschlag über den Kopf Wilsons hinweg gemacht hatte. Abg. Dr. Schiicking: Warum ist«s nun nicht zu einer Der» ständigung auf dieser Grundlage gekommen? Graf Bernstorff: Daran trägt eine Verkettung diplo- m a tischer Verhandlungen die Schul», die loider die Signatur der ganzen zweieinhakbjährigen Verhandlungen mit Amerika war. Dr. Helfserich: Die Lansingscke Note konnte für diesen Krieg, ja für die Weltgeschichte von größter Bedeutung werden. Zum ersten Mal sch:en eS, als ob Amerika auf die Entente einen Druck ausüben wollte. Ich gewann aber die Ueberzeuriung, daß Wilson und Lansing nicht immer sehr intim zu. sammengear bellet haben. DaS schien mir auch hier der Fall zu sein. Nachdem die Lansinysche Note abgegangen war, versuchten Wilsons englisch? Freund«, ein Gegengewickt zu schas» fen und benutzten dazu die Zuspitzung in der Lusitaniafrage. Graf Bernstorff: Die Lansingsche Note Ware niemals im cnneri dänischen Kongresse angenommen worden; da hätte Wilson noch so viele Reden halten können, nie- mal? hätie der Kongreß das getan, denn die Not« bedeutete, daß Amerika von diesem Augenblick«m kein einzige» Handelsschiff mehr zur Verfügung gehabt hätte. Dr. Hrlfferich: Nach meiner festen Ueberzeugung hat Amerika den Lusitaniafall mit Absicht in der Schweb« gelassen, um M nach Belieben jedeg ilugenbliih wieder bervochoten m Sie Anmaßung de Eine bewegle SWiig des ARersachungs- ousschusses. Dortsetzung anS der gestrigen Abendausgabe.) Dr. Helfserich(fortfahrend): Die Entscheidung war gefallen. Der Krieg ging weiter. denn die Fcintie wollten den Frieden nicht und Wilson lehnte .jeden Druck auf die Entente ab. Und blieb nur die Wahl, uns schmählich zu unterwerfen oder da? Letzte zu wagen; ein ehrloser Friede oder ruhmvoller Untergang. Ich wünsche mich weder hier,«och vor einer anderen Inst crng darauf zu berufen, daß ich am ö, Januar der Entscheidung für den iU»Boot-Krieg wöderraten habe. Ich übernehme vielmehr dafür die moralische und politische Mitverantwortung. Di« weiteren Ereignisse in Amerika bestätigten die Richtigkeit meiner Au-fsassung. Aber wir sollten nichts uuauSgcnutzt laifen, «md so erklärt sich unser Telegramm nach Amerika vom 29. Ja- nuar. Es hat zu keinem Ergebnis geführt. Nun hat Graf Bernstorff gesagt, die Fvi«deiiSoermitllu>ng hätte weitergehen können, wenn wir eine Nuance anders geantwortet hätten. Es ist sehr schwer, sich den stopf des sehr komplizierten Herrn Wilson zu zerbrechen. Wir haben gesagt, unsere U-Boote seien draußen, und es sei technisch unmöglich, sie zurückzuberufen. Wir erklärten uns aber bereit, den U-Boot-Krieg einzustellen, sobald eine auSsichtsvolle FribdenSvermittlung erfolge. Professor Bonn Md Graf Wernistovff meinen, dieses Telegramm hätte die FrledenSvermittlung gestört. Wenn es aber dem Präsidenten Wilson wirklich evnst um den Frieden war, so hätte er sich durch dieses Telegramm vom Feie- den nicht abbringen lassen dürfen. Am Sonn.ag hat Dr. Da- vid in einer Versammlung behauptet, paß nach den bisherige» Feststellungen dieses Untersuchuiigsausschusses, der Reichstag in der Frage des U-Boot-Krieges hinters Licht geführt war- den sei, während man an Wilson«inen plumpen Betrug ver» sucht'habe. Wo ist der plumpe BctrugSversuch au Wilson? Wo auch nur der leiseste Anschein dafür? Der amerikanische Botschafter Gerarv schreibt in seinem Buch über Herrn von Bedhmanm Hollweg, der nach Dr. David den plumpen Be- trugsveriuch an Amerika begangen haben soll:«Es war leichter für Teutschland, mit Herrn Belhmann Hollweg an der Spitz« zum Frieden zu kommen. Die ganze Welt kennt und achtet ihn wegen seiner Ehrenhaftigkeit." So der amerikanische Botschafter und so ein deutscher Reichsministerl(Große Erregung bei den AuSschußinitgliedern. Beifall im Zuhörerraum.— Allgsm. Uniruhe im Saal.) Bors. Warmnth: Ich bitte wirklich, diese Schärfe der Kritik zu unterlassen. Dr. Helfserich: Ich bin durchaus nicht scharf geworden, so»- bern habe nichts anderes getan, als die Aeußerung des amerikanischen Botschafters'der Aeußerung eines deutschen Reichs- Ministers gegenüberzustellen. Reichsminister Dr. David(mit großer Schärfe): Die Antwort werde ich Ihnen schon geben! Ilbg. Dr. Sinzheimer:� Der Zeuge beruft sich aus«ine Aeuße- vung Gerards. Dann möge er auch die Aeußeruugen aus dem Buche Gerards vorlesen, in denen er mitteilt, daß ihm am Tage oder kurz vor dem Bekannten Amerikadimer die bestimmte Zusicherung gemacht worden sei, der unbeschränkt« U-Boot-Krieg würde unter leinen Umstände» kommen. Dr. Helfserich: Ich habe das Buch Gerards nicht hier. Aber ich rann bestätigen, daß Gcrard an einer Stelle schreibt, daß ihm lurz vor dem Diner der amerikanischen Handelskammer in Berlin ckestimmte� Zusicherungen gemacht worden seien. Ob dies der Fall war. weiß ich nicht. Für mich handelte es sich in diesem Augenblick darum, daß Gerard die persönliche Ehrenhaftigkeit d-S damaligen Chefs der Reichsleitung anerkannt hat, Abg. Dr. Einzhtimcr: Wen» Sie hier in heftiger Polemik sich auf Gerards Buch berufen, dann müssen Sie auch die andere» Aeußerungen Gerards vortragen. Dr. Helfserich: Ich kann hier nicht ganze Bücher verlesen. '(Heiterkeit.) Die wirtschaftliche Wirkung des U-BootkricgeS zeigte sich zunächst darin, daß die Statistik der Nahrungsmittel in Eng- la»d verschwindet. Es erfolgte eine erhebliche Abnahme der Liefe- rungen. Aber im kritischen Augenblick strengte Amerika seine ä n ß e r st e K r a f t an und schränkte seinen eigenen Bedarf ei». England tat, was es konnte, um sich der Wirkung zu entziehen. Die Ausnutzung des Schiffsraums wurde aufs äußerste gesteigert. Alles wurde der Versorgung mit Lebens-mitteln dienstbar gemacht. Großzügige Maßnahmen zur Hebung der Produktiv» lvurden eingeleitet, z. B. dag große Ackerbauprogramm. Ich habe EetS den Gedanken zurückgewiesen, daß der U-Bootkrieg in wenigen ionalen zum Erfolg führen müsse. Ich habe nur di« Hoffnung ausgesprochen, daß e» uns gelingen würde, England frie- densbereit zu machen, ehe Amerika in der Lage wäre, «inzugreifen. Vors. Abg. Warmuth: Hat man die großzügige Gegenwirkung in wirtschaftlicher Hinsicht auch in Rechnung gestellt? Dr. Helfserich: Man kann nicht alles voraussehen. Im Krieg «ntscheidet nicht nur die Masse, die Menschcnzahl, die Technik, son. dcrn geistige und sittliche Jmponderab.l ie» kam- inen hinzu. Hindenburg hat damals zu der unseligen Denkschrift Czernlns gesagt, der Ausgang des Krieges sei mehr denn je eine Nerven frag«. Das sind Imponderabilien, die� man nicht wiegen kann» die ober den Ausschlag geben. Die schärfste Waffe wird� stumpf, wenn der Glaube an Sieg bei Freund und Feind «erstört wird. Warum kam der U-Bootkrieg nicht zur Entwicklung? Warum hat er nicht zum Ziel geführt? Weil die U-Bootwaffe von innen heraus stumpf gemacht worden ist. Damit sind die Bekundungen HelfferichS beendet. ES weihen einzelne Fragen an ibn gerichtet. Neichsmimister Dr. David: Der Zeuge hat einen schweren Angriff wegen meiner Rede pom vergangenen Sonntag im Schauspielhaus g gen mich gerichtet. Ich habe in dieser Rede .nachgewiesen, daß durch die Geheiimdiplomaiiie baS deut'chc Volk, der Reichstag, nicht« von K« vinxdeuSartüm r � Willdii« erfahre» t Kriegsschuldigen. hat und daß es blind in den Krieg mit Amerika gefüh.» wor- den ist. Dem Reichstag wurde nichts davon mitgeteilt, daß von der deutschen Regierung Wilson zur Einleitung einer Fricbensaktion cingclade» worden sei, er wußte nichts von den Depeschen, die Graf Bernstorff nach Be liu gesandt hatte und daß Wilson zu einem abermaligzen FriedenSschisitt bereit fei, sobald er Erfolg verspreche. Zur selben Zeit würde von einer neutralen Macht ein Friedensschritt unternommen, der als«rgänzend.r Hilf?- schritt von ungeheurer Bedeutung war. Diese Sacke iit hier nicht öffentlich verhandelt worden, weil eine neutral!: Macht in Frage kam. Das d'arf aber wchl öffentlich auSge- sprachen worden, daß in der ziveiten Hälfte des Dezember ein« FriedenSvermittlung einer neutralen Macht eingeleitet wurde» di,: als eine außerordentlich verheißungsvolle anges.hcn werden mußte,, und die zur Verstärkung der Wilionschen Aktion führen mußte. Davon wusite der Reichstag nichts..Hätte« es gewußt, so hätte daS Zentrum unter keinen Umständen seine Ein- willigung gegeben, daß alles durch den rücksichtslosen U-Boot- krieg durchkreuzt würd:.(Große Unruhe.) Vorsitzender Warmuth: Ich halt: es nicht für zulässig, die Beurteilung deS SchntteZ de? neutralen Macht hier in der Oeffentlichkeit so scharf hervorzuheben. Reichsminifter Dr. David: Ich habe dies nur angeführt, weil es schwerwiegend ist für mein Urfeil, daß das Volk mit verbun. denen Augen ins VerchängniS geführt wurde Darauf kam daS D.lrgramm Bernstorffs, daß die Erklärung des rücksichtslosen U-Bootkriegcs Amerika in den Kri-eg führen müsse. Seine An- stvengung. einen Aufschub zu erhalten, wurde dem Reichs- tag vorenthalte n, das deutsche Volk wußte nichts davon. Dann kam das Telegramm Bernstorffs vom 28. Januar, der Präsident habe n.'uerdingS erklärt, er werde einen Friedensschritt tun. dcr Botschafbr bitte dringend um Auf. schub.(Dr. Helfserich: Ist mitgeteilt.) Der Reichstag wußte nichts davon.(Dr. Helfserich: In geheimer Sitzung, der Sie nicht beiwohnten, wurde eS dem Ausschuß mit- geteilt.) Von dem Eintreten riwr neutralen Macht haben wir nichts«vfahr.n, ebenso nichts davon, daß Bernstorff mitteilte, es sei ansfichtsloS, eine Friedcnsnktion zu erwarten, wenn der rücksichtslose U-Botk. teg«klärt würde. So wurde der Reichstag blind inS Verhängnis geführt. DaS habe ich ausführen wollen, und das entspricht den Tatsachen. Das war«ine unklareund illoyal« Diplomatie, die getrieben wurde, nachdem man den Präsidenten Wilson«iinge- laden hatte, den Friedensschritt zu unternehmen, indem man ihm vorwcgfprang und ihn selbst in eins Situation brachte, die er als peinlich und schwierig empfinden mußte. Hätte ich da, mals gewußt, was vorangegangen war, hätte ich den Depeschen- Wechsel zwischen unserem Botschafter und dem Auswärtigen Amt g.kaimt, so hätte ich meine Friedens Hoffnung natürlich nicht mehr gehabt, meine Partei würde damals vielleicht nach zu weiter- gehenden Beschlüssen gekommen sein. So mußte der Eindruck erweckt werden, daß unfere Diplomatie den Krheg mit Amerika geradezu provoziert hat, und das.ist die schwere Anklage, di-e ich erhebe, Reichstag und deutsches Valk würden sich ganz anv.oZ gestellt haben, so ist«s mit verbundenen Augen in das Verhängnis geführt worden. Die gekränkle Leberwurst. v. vcthmana Hollweg(in leidenschaftlicher Erregung): Der Reichsminister Dr. David hat hier erneut in Fortsetzung seiner Repe vom Sonntag festgestellt, daß deutsche Volt sei im Dunkel gehalten und hinterS Licht geführt worden. Er hat das in einer Farm getan, welche d:« schwersten Anklagen in sich schließt. Er hat dieser Anklage die weitere Anklage hinzugefügt, ich hätte regen Amerika«ine illoyal« Politik gctreiben. Dies« Anklage kann an Schwere und an Schärfe gar nicht überboten werden. Diese Anklage wird hier in öffentlicher Sitzung in die Welt ge- schleudert. Ich lasse diese Anklage nicht auf mir sitzen, und ich beantrage» daß sich der Ausschuß schleunigst darüber schlüssig macht, ob er sich der Ansicht de» Reichsministers anschließt. Vors. Abg. Warmuth: Ueber die Ausfassung de» Ausschusses habe ich mich noch nicht unterrichten können. Meine Auffassung geht dahin, daß es nicht zu den Aufgaben des Ausschusses gehört, sich ein Urteil in dieser Richtung zu bilden. Der Ausschuß hat nur Tatsachen festzustellen. Wir können diesen Appell also nicht aufnehmen. v. Bethmann Hollweg: Dann bitte ich, wenigste» im Namen deS Ausschusses festzustellen, daß der ReichZminister Dr. David nicht imstande ist, durch solche Ausführungen, wie er sie hier in solch prononzierter Wette von maßgebender Stelle gemacht hat. der Entscheidung de» Ausschusses irgendwie vorzugreifen. Ich bitte, daß das mit aller Schärf« erklärt wird. Reichsminrster Dr. David: Ich habe in meinen Ausführungen die Person de? Reichskanzlers überhaupt nicht genannt. v. Bethmann Hollweg(erregt): Ich bin verantwortlich. Reichsminister Dr. David: Ich stehe unter dem starken Ein- druck, daß die politisch« Leitung damals nicht einheitlich gehandelt hat. Den Vorwurf einer illoyalen Politik habe ich in erster Linie an die Adresse de« damaligen Chefs des Aus- wärtigen Amtes gerichtet(Staatssekretär a. D. Dr. Zimmermann springt erregt auf), der am 1(1. Dezember der Presse vertraulich mitteilte, daß wir unseren Friedensschritt nur machten, um einer Friedensaktion Wilson? zuvorzukommen. DaS ist ei» illoyale» Verfahren. (Große Unruhe.) Dr. Zimmermann(sehr erregt): In dieser Weise werden wir hier riffentlich angeklagt l � � ReichSminister Dr. David: Das Verhalten Dr. Zimmer- manns ioar die Grundlage für den Vorwurf einer illoyalen Politik. Insoweit halte ich diesen Vorwurf durchaus aufrecht. Daß Herr v. Bethmann Hoüweg für seine Person eine illoyale Politik nicht treiben wollte, davon bin ich fest überzeugt. In der Wirkung nach Amerika aber mußte diese Politik sachlich so auf- gefaßt werden. v. Bethmann Hollweg(mit steigender Erregung): Ich möchte an de» Ausschuß di« Frage richten, ob dieser Saal dazu dienez MfWWWW W Wn allerdings der lleberzeugung, da« tnntaST1 formalen Rechts vollgestopft hat bis ft�h�b er tn bie toeitere �rhandlung auf Sonnabend Der KiNaiiprÄei» i» Halle. .®.er�nJ,ll?"08'ase8. den General Märker vor Gericht*u li»�» k kommissarisch zu vernehmen, wie das beab- l geichehen. Die Vernehmung des rechts. sozialift�chen Soldatenrats Adler ergab keinerlei belastende Momen-t« für Kilian. Insbesondere wußte oer Zeuge keine Mit- teilungen über Waffendepots, geplante Arbeiterbewaffnung und ausgearbeitete P l u n d e r u n g s p l ä n e zu machen. Nach der «uftassung des Staatsanwalts sollte Kilian dafür verantwortlich Der Zeuge. Soldatenrat Kirst. erklärte, daß Markee jede Verhandlung am 1. Marz nach seinem Einmarsch abgelehnt habe. Sie war beabsichtigt, um die aufs äußerste erregte Arbeiter- fchaft zu beruhigen. Der Spitzel H a r t u n g, der vom Halleschen «rbelter» und Soldatenrat verhaftet wurde, habe eine sehr zwei- deutige Nolle gespielt. Er habe die einzelnen Truppenteile in Halle gegeneinander aufgehetzt und bei Demonltratio. «en den sich überradikal gebürdeten Führer gemacht. Der Polizei- »nspcktor G o l d m a n n aus Halle konnte gleichfalls nicht das ge- ringste gegen Genossen Kilian aussagen. Ein neunzehn- lahriger Regierungssoldat behauptete. Kilian babe in einer Rede die Arbeiterschaft aufgefordert, sie solle sich wie eine Mauer dem Anrücken der Regierungstruppen entgegenstellen. An welchem Tage diese Aufforderung Kilians ergangen fei. konnte er nicht angeben. Vorsitzender und Staatsanwalt gaben rhm den Rat, sich bei seinen Kameraden zu befragen. Gegen dieses Gebaren, das aufs deutlichste das Bemühen des Gerich'S er« kennen läßt, Kilian unter allen Umständen zum Verbrechen am Wohle der neudeutschen Republik zu stempeln, verwahrte sich der Verteidiger Dr. Herzfeld aufs schärsite. Bisher eroab die Vor- nehmung keines Zeugen irgendeinen Anhalt für die Richt'gkit der gegen Kilian erhobenen Beschuldigungen. Die Slelliivgnahme der Srganisalloncn zum DarleUag. Anträge der Bremer Genossen. In der Mitgliederversammlung der U. S. P. Bremen beschäftigte man sich mit der wichtigsten Frage de? Leipziger Parteitages, d.r Internationale. Tie Versammelten er- klärten, grundsätzlich aas dem Boden des von der u. S. P. im März lölg aeschäffenen Ak ionSprogramms zu stehen, für die Diktatur des Proletariats zu wirken durch den revolutionären Klassenkampf, um durch das Rätesvftem den völkerbefreienden Sozialismus zu erkämpfen. Die Versammelten bringen dm konsequenten russischen Revolutionskämpsern die größt« Sympathie enbg-.gen und wünschen, daß sie endgültig Sieger bleiben, um den russischen Arbeiterstaat zum Segen der Arbeiter- klaffe auszubauen. Die Versammelten stehen der 3. Jnter- nationale sympathisch gegenüber, bedauern aber, daß die Gründung der 3. Internationale zu einer Zeit erfolgte, in der es nicht möglich war, daß alle, auf dem Boden des revo- lutiemären Klassenkampf s stehenden Proletarier in kapitalistisch geführten Staaten, sich in Moskau versammeln konnten. Tic Versammlung beaustragt den Parteitag der U. S. P.. dahin zu Wirben, daß schleunigst ein internationaler Kongreß stattfindet, auf dem dann die revolutionären Proletarier aller Länder vertreten sein können. Zur Fugenldfrooe beantragen die Bremer Genossen, eine selbständige.Frei« sozialiftistglicder usw. Eine weitere Neuerung bringt der En wurf mit Bezug auf d'e Zusammensetzung der S t a d t v e r o r d n e t e n v e r- s a m m I u n g. Danach ergänzen sich die Stadtverordneten durch A u f r ü ck e n d e r B e z i r k S V e r o r d n e t e n, d. h. der«n die DezirkSversammIiingeii vewählten stimmfähigen Bürger»n die freigewordenen S'.adtverordnelensteNen. Das BestätigiingSrecht des Ministeriums des Innern bei Abänderung der Zahl der stadt- verordneten fällt im neuen Entwurf weg. Für die Zusammensetzung der BezirkSver- sammlungen ist wesentlich, daß d,e Zahl der stimmfähige» Bürger(Bezirksverordnete) jetzt die dreifache Zahl anstatt der doppelten der Stadtverordneten ausmacht. Die Kompetenz der Bezirksversammlungen und Bezirksämter ist wesentlich klarer ge- stellt und erweitert, insbesondere crhast die Bez.rksver>a.nmluna «in Mitwirkungsrecht bei Festietzung de« Etats. xaS ursprünglich vorgesehene absolute Vetorecht res Magistrats gegen Beschlüsse der BezirlSversammIiinge»'Ü ln'or"C1,C» Vorage abgeschwächt worden. Di- Bezirkk�ismnmw�,. känen nach vorbeeiaer Anhörung de? Magistrats bei der eudgulug entiche.de»- de,, Siadtveroednetciwersom«mu»rg a«gen daS Velo ein EinipruchS, mncki,». Eine wichtige Neuerung bedeutet für Berlin die obli- gatorisch gemachte Einteilung in sechs BerwaltungZ- bezirke, die sich im wesentlichen mit den gegenwärtig bestehen- oen Polizeibezirksämtern decken. In diesem Zusammenhang ist rarauf hinzuweisen, daß entsprechend den geäußerten Wünschen die Abänderung der Grenzen der Verwaltungs- und Wahlkreise nicht mehr an die vorherige Genehmigung des Ministers deS Innern gebunden ist. Nach der Seite des Beamtenrechrs endlich sind im Ein- gehen auf die Wünsche und Anregungen aus kommunalen Be- amtenkreisen vielfach die Bestimmungen im einzelnen weiter aus- gebaut und ergänzt worden." Sobald bor Entwurf in sein?m Wortlaut vorliegt, wer- den wir eingehend Stellung zu ihm nehmen. Bewaffnung der Postanstalten. Unter dem Vorwande des Schutzes vor Diebes- und Näuberbanden, verstehen es die Militaristen immer weitere kreise der Bevölkerung unter ihre Botmäßigkeit zu bringen und immer neue Stützpunkte ihres reaktionären Treibens zu schaffen. An dem Anschlagbrett des Briefpostcimtcs in der König- straße befindet sich seit' drei Tagen eine Verfügung folgenden Wortlauts: Brief-Postamt.. den 1. 11. 1919. Höheren OrtS ist angcrtzgt worden, eine Hauswchr zu gründen, der es obliegen wü.de, daS staatliche Eigentum bei Unruhen zu schützen. Ueber Liesierung von Waffen usw. ergeht noch Verfügung. B amte, die geneig! sind, der HauS- wehr beizutreten, wollen dies bis zum 11. 1. G. mitteilen gez. Schmidt. Auffällig ist, daß der Aufruf weder vom Ncichspost- Ministerium noch von der Oberpostdirektion unterzeichnet ist. Ueber den hier genannten„höheren Ort" kann man wohl kaum im Zweifel sein. Jedenfalls wäre man höheren Orts der Reichspost verpflichtet, sich über diesen Aufruf zu äußern/ der bereits eine starke Bewegung unter den Beamten her- vorgerufen hat. Die Beamtenschaft des fraglichtn Brief- Postamts hat mit erfreulicher Schnelligkeit in einer Ver- sammlung gegen die Zumutung, mit Schsteßprügeln ihren Dienst zu versehen, einstimmig flammenden Protest er- hoben. Auch auf anderen Postämtern soll, wie uns aus Be- amtenkreisen mitgeteilt wird, in gleicher Weise gearbeitet werden. Es sollen teilweise sogar schon Waffenscheine ver- teilt und militärische Uebungen veranstaltet worden sein. ?luch hierüber wäre eine Aufklärung der Oberpostdirektion notwendig. Der neue Magistrat. Die unbesoldeten Stadträte im Magistrat sind nunmehr durch neue ersetzt worden. Von den alten sind nur die Stadträte Wiemer und Maß neben Sasscnbach, Kuntze und Seckelsohn geblieben. Von den Unabhängigen Sozialdemo- kraten sind neu eingetreten August Hintze, Frau Weyl, Emanuel Wurm, Ranke und Hermann Weise. Sie sind gestern in der Magistratssitznng in ihr Amt eingeführt worden. Die Dezernate wurden ihnen vom Oberbürger- meister zugeteilt. Die Miststände in der Straß enreinkgung. Die Berliner S tadtverord netenveesa irnnl muß hat in ihrer letzten Sitzung durch die emstimiuige Annahme eine» Antrages, der den Magistrat auffordert, für cjroe bessere Säuberung der Straßen zu sorgen, zu erkennen gegeben, wie wenig sie mit der bisherigen Tätigkeit der Siraßenreinix.ung esiiverstandep ist. Das Nachricht-namt der Stadt Berlin behauptet nun m einer Zuschrift an die Presse, daß auf den städtischen Arbeitsnachweisen Arbeitslose, die sich zum Schneeschippen meldeten, nicht äigewichen worden sind und daß es nicht zutreffe, daß auf den Straßen- reinigungsdepots Arlnutslose nur«ingestellt worden seien, wenn sie vom Arbeitsnachweis kamen. DeiiigegenüÄer muß fefdgestellt iverden, daß tatsächlich in den ersten drei Tagen Hunderte von ArbeitÄche» sowohl auf dem Arbeitsnachweis in der Gormann- stiaße als auch auf einzelnen Depots der Straßenreiu-isung ab- gewiesen worden sind. Vor dem NachtraiS m der Gormann straße haben sich deshalb sogar ielihaste Auseinandersetzungen Mischen der Verwaltung und den Arbeitslosen abgespielt. Wie unge- nügend die Berliner Straßenreinigung ist, geht auch daraus her- vor, daß die Stadt Berlin z. B im ganzen nur 66 Schneepfliige besitzt, während das so diel kleinere Tharloitenburg über 82 Schneepslüge ver lügt. Das zeigt, daß e? der Berliner Straßen- reinigung an einer guten Organisation, die beim Eintreten vineS derartigen Unweiter» erfolgreich eingreifen kann, fehlt. Gegen die„wilden" Schrippen. Der Berliner Magistrat gibt bekannt: An zahlreichen Stollen, insbesondere in Restaurants, wird Kleingebäck, vor allem Schrippen, zu übermäßigen Preisen bis zu 66 P'g. und mehr für das Stück feilgehalten. Es wird darauf aufmerksam gemacht, daß nach der Magistrat-verordming vom 17. L> tober 191Ü Kleingebäck nur im Gewich! von 56 Gramm hergestellt und sein Preis im Kleinverkauf 5 Pfg für da» Stück nicht icberstei-gen darf. Gegen den wilden Verkauf wird rnmackssichtlich«rgefchritten und Zuwiderhandlungen nachdrücklichst verfolgt werden. Ein solcbeS Vorstehen ist durchaus gerechtfertigt und notwendig.'Die hohen Preise des»larlcnfreien W-nßgebäckS bedeuten einen starten Anreiz für den Schleichhandel, das noch in wenigen Menaen vor- hnndenc Meizeiunehl unserer Bevölkerung völlig zu entziehen. Zum Schutze der Miefer. Die Mieterbeisitzer der M-eteinigunasämter Berlins hielten im Rathaus eine Besprechung ab, die sich hauptsächlich mit den neuen Verordnungen befaßte. In der Aussprache wurde kritisiert, daß bei dem grqßen Wohmtngsmangel behördliche Bureaus, ja selbst MieteinigungSämter, in Wohnrätimen untergebracht feien, wo in Schulen und Kasernen freie Räume genügend vorbanden wären, die sich für behördliche Bureaus sehr gut eignen. Ferner wurde darauf hingewiesen, daß eS sich für die Mieter in allen Fällen empfiehlt, das MieteinigungSamt stets sofort anzu- rufen, auch bei Läden und Fabrikräumen. Desgleichen wurde über außerordentlich hohe Tie'geriinaen berichtet, die meist im Wege des vom Vorsitzenden unternommene» Vergleich», wobei die Beisitzer keinen vinfhiß ausüben können von den Mietern be- nsilligt werden. Es empfehle sich daher für die Mieter, sich auf ! solche Vergleiche nicht einzulassen, sondern auf Entscheidunge» des AericknS z» drängen. Geklagt wurde ferner icher d e schleppende Ge'chäfiSaäbrnng. Als ein Febler wurde es auch enip'nnden. . daß bei Poriidrverträren das Mieleiniaungsaint nocki"�eut zu« itändia iei. obgleich die Portiers durch Aufgabe chrer Portier- stellung�wohnungSloS werden. Geduscht wurde, daß Lel»««» tagten Sachen möglichst stets dieses Besetzung des MieteinigungS- amteS zu erfolgen habe. Bei gellend gemachten durchaus not« wendigen Reparaturen, die jetzt von den Hauseigentümern meist verweigert werden, sollten die Beisitzer Vertagung und OrtS- I besichtigung beantragen oder dieS der Wohnungsinspektion über- . geben. Weiter wurde kritisiert, daß der Magistrat bis heute die beantragie Entschädigung an dre Beisitzer seit 1917, di« in der schwierigsten Zeit große Opfer an Zeit und Mühe gebracht haben. noch nicht bewilligt habe. Ebenso wurde daS Befremden darüber ausgesprochen, daß die Forderung der Mieterbeisitzer, die Ter» min«, wie am Anfang der Tätigkeit der MetSeinigungSämter, mit je zwei Beisitzern zu besetzen, vom Magistrat noch nicht durchgerührt ist. Die versammelten Mieterbeisitzer halten diese Forderung im Interesse einer guten Rechtsprechung aufrecht. Schließlich wurde ein Antrag einstimmig angenommen, für die Beisitzer ein Publikationsorgan zu schaffen, das Verordnungen und Bestimmungen und wichtige Entscheidungen de? MietSetni» gunaSämter veröffentlicht. Eine Kommission wurde beauftragt. die Anträge und Beschwerden beim Stadtrat Löhning zu»«- treten und alsbald eine neue Versammlung einzuberufen. Arbeiter-Bildungsschule der U. S. P. Sonntag, den 16. November 1919, nachmittags 3 Uhr, in der Fest'halle des Stadtbaulcs(Eingang Klosterstraße): Revolutionäre Kunst. Mitwirkende: Tilla Durieux. Rezitation: Gesangverein„Gewnöbrunner Harmonie", M. d. D A-S-B., Dirigent Hermann Schulken. Eintrittskarten st 1 Mark, sind zil haben ab Dienstag früh: Bureau Schickler» straße 5/6.Hof II: Bureau Königsbevger Straße 27, Seiten. flüael I: Bureau Gerichtstraße 71. 1! Bureau Lichtenberg. Neu« Bahnhofstraße 31: Buchhandlung„Freiheit. �chstsf- baueidamm 19 und bei allen Distriktskassiercrn Berlin». Die Genossen werden zu reger Beteiligemg ausgefordert. Neue Kundenlisten für den Brikettverlauf. Die Kohlenstelle Graf,-Berlin fordert alke zum ByA-pe W« Briketts berechtigten Verbraucher für Küchen» und Osenvrand. G werbe, Bchöeden mit Osenbohetzung und denen gleichgestellte Verbraucher im Geltet des Kohlenverbandes Groß-Berlin aiuf. sich in der Zeit vom Ib. November bi» 2b. November 1919 einscklicßlich in die neuen Bvikettkwndensisten einzutragen. Zur Vsvnaihme von Eintragungen sind nur die enigen zum Kohlenhandel zugelassenen Personen berechtigt, welche wöbrend des angegebenen Zeitraum'» die von der Kohlen stelle Groß- Berlin heraukgegeberen Plakate„Mit Genehmigung der Kohlen- stelle Groß-Berlin, Linkstraße 2b, werden hier Eintragungen m die Kunden liste für Briketts usw." zum Aushang bringen.� Zwecks Eintragung in die BriletKundw listen für Küchen- u n d Ose nbra nd lKoch. und Ofenkarten) sind vo» zutegen: graublauer Ausweis und Gnindkarte, ferner die Koh- ' lenkarten. Zwecks Eintragung in die Brikettkundentlistent für Ge»- Werbebetriebe sG e w e r b e kohl« nk ar ten) stnd vorzu- legen: brauner AhrSwei» und Grundkarte. Zweck» Eintragung in die Brifettikundenlisten für«e- h Z r d e n- O f e nbe h e i z ung(rosa Bezugsscheine) sind vorzulegen: vosa OfenbvandbeAugSscheine für die Heizperiode 1919/20. ES wird dringend gebeten, die Eintragungen in die Brileti- Hundenlisten in dem oben angegebenen Zeitraum vornethm?n zu lassen, da sonst die Verbraucher vom 1. April 1920«b BvikettS nicht mehr beziehen können. Gleichzeitig wird ausdrücklich darauf hingewiesen, daß bi» zum 31. März 1920 derjemge Kohlen. Händler nach wie vor zur Abgabe ran Briketts verpflichtet bleibt. bei welchem der Verbrauchet seither eingetragen ist. tebevsmitlelkalender. SchSnebeeg. Vi» 18. November Voranmeldung für 189 Gramm inlänb Hüllonf licht»(gl) LS0 Gramm Marm-lav«(96).«iraffegeieit werden in der michfien Woche: ohne Voranmeldung 299 Gr. Wsizeng reß(45 der Iugendlichenkarte). 169 Gramm Telgivaren und 109 Gramm Hl-serslocken(78). Spandau. Mit Rücksicht aus die außerordentlich» MUchno» kann den über 70 Fahr« alten Personen vom 1. Dezemder ad nur noch I y, Liter veröl. soigt werden. Auf Wunsch ist Mr den in Fortfall . Iiommcnden y, Liter Malzextrakt erhältlich. Gegen«btrenmmg von iffeto 332 in allen Stadtteilen 128 Gr. TUsiter Käse. In zahtreichei, Geschäften ist noch Mormelad««Nif Feld 336 zu hoben. Dt« den Ge- i schäften gelieferten braunen Bohnen dürfen von Sonnabend ob v»r» ' haust werden, 128 Gr. aus Feld 333, Preis 2,89 SU. für 2 Pfd. Pankow. In der Woche vom 19. dl» 16. November 289 Gramm inländisches Frsschflerfch. 299 Gramm Blutwursckonferveri doste» 1.40 M., 209 Gramm Rinbfleischkonserven kosten 2.13 M. Britz. Infolg««novdnung des«ohlcnoerbanldes Sroß-Verll» wird die hissige Demelndeverkaufsstell« ob 16. November 191» um 6 Uhr abend» geschlossen. Ichannlsthal. Vom Frei leg ad 128 Gramm Inlandsmarrnelad� 250 0 omm HUlsenfrücht«. 125 Gramm R-Is: in der Gemeinbeverkaufo» l stell« für alte Personen von 69 Jahren gegen im Rathau», Zimmer I erhältlichen Gutschein 250 Gramm Haferslocken in V-Keten. > Nied-rschänhaustn. Auf Alsschnilt 47 der Fettkark, 20 Gramm Butter. 80 Gramm Schmalz. Abschnitt O 21 der Tirrfuhrkarl« 120 Gr. Schmalz. Avschn-ltt 61 für Kinder bis 2 Jahren'/i Pfund v-rsten- in«hl. 2 Pak-i- Kake,. Für«riegsb-schl»'. An Schwanger« und Merche Mül�699 Gr. Carnedb-ef. Holzverka-us: Nr. 1— 2600 M oniag. N r.2801 5000 Mitt wock), 8001—7500 Freitag. Für körperlich schwache Personen Montag, (96): 250 Gr. Maiemeb.(99): 125 Gr. Graupen(100); 250 Gr. Hllls-nfruchtmehl(59):&0 Gr Pflaumenmus(60); 1 Paket Zwieback für Iugenblfche. Am Monwg und Dienstag Voranmeldung.- Am Sonnabend van 9 bi, 1 und 4 bis 6 Nhr bei dem Fleischermeister Ioh. tzohl. Linben.str.«5. gegen Vo.legung de» weißen Haushaltungsauswetse» Verkaus von Gänsen» Nmvowis?� Im Ratbaus, Zimmer 6, in der Zeit von»—1 Uhr geaen Bezdhli'ng Bezugschein« für Futterkartoffeln. Velten. Ausgabe der Kartofselkorte für Personen, dt« ihre« Winterbedars nicht gedeckt haben, am Montag, vormlllog« von S bi» IS Uhr sür die St aken mit den An so ngobuch stoben A bis L,«» Dienstag von N bis W..... Hennigsdorf. Montag Ausgabe der Nährmlttelbarten für Ntnd»« unter 2 siah en und für Kriogsbsfchädlgt». Dienstag Sußstoffschsu» für den Monat November. Ans den Organisalloneo. vildungsausschuß S. Distrikt. Sonnabend. MS, Bortmg de»«e* Dr. R os e n b e r o m der Aula de» Sumbol«>t.Eymn»rstums.«arten» straße 25, über die.Arbeite rdewegung in England". Eintritt W Pf. I 14. und 15 DIsirlllt. Bildungsausschuh Moabit�ansarleriel. ! Sanniag 7� Uhr In der Auto Zwinglistr. L Kunstobend und S«- dtichinfsfe!er für Hugo Haas«. Mitwirkend«: Streichquartett vom Philh. Orchester unter Leilang von R. Wolst, Konzertsün�er Herr Benno Spoit, Rezitation Leo Menter. Genosse Han» Ehrisnanl hält s den Nachruf. EiniriU t M. Karten an der Kasse. Nächster Vortrag Donnerslog, 20. November, in derselben Auto. Thema:.Klassen« kt che und sozialistischer Staat". Res. Gen. Han» Chrtstiant. Karlen zu 35 Ps. bei den Funkiionären und an der Kasse. i 16. Tistrilit. Dienstag, abends 7 Uhr, öffentlich« Frauen-Versamt» lung in dor Auto der Gerneindcschute Müller», Eck« Iriftstvaß«. Bor» trag über Tie Frauen und ihre Recht« in der Politik. Frau Elan» L u» g w t h. Die Genossinnen und Genossen trefsen sich zur Hand» zettelverteilung Sonntag snlh 9 Uhr in den Zahlabendlokalen. Eharloltenburg- Der Kursus für Nationalökonomie des Genosse» Dr. Hertz linde! am Sonntag, den 16. November, vvrmstlag» 1» Usp» im Raihaus, Sitzungszimmer 1, sein, ForUekienoe ' Tpafffiöio. � brnTFä 3 TesichViistiny tmb®ottre� Im InMM für Er« kehung vnd Untcrrickzt, Derlm. Potsdamer Strohe 120. Trsfspluikt s Uhr. Gäste willkommen. Mlduiigzalisschnst Slczlltz.Frledena'r. Sonn log 7 Uhr Kunstabend in der vber«R»o!schule Sloftlitz, Eltsenstrahe. Mtwirkunig: Philharmoni- sche» Quartett, Konzertmeister Veit, Opernstingerin I. Heltwerg, Siezt« lalitm Ziest Lanier. Bildungsausschust Llchtenb-rz. D-r M o�raln nt« r r ich t ist ran der Zügaer Ctrehe nach der 57. Gsmeindeschule, Frankfurter »l»e S71 Lam Ringbahnhos) verlegt. Unterrichtstage Montags und Dienetags von 3—4 und 4—5 für Knaben, Mittwochs und Donners- tags für Mädchen. Tie bereits eingeteilten Kinder bcholtsn ihre Tage und Stunden bei. Am Sonntag, vormittags l) Uhr Besichtigung ves Mussums für Meereskunde in der Georgenstraße. Einlaß nur für Karteiunhcber. BecÄffllgKöcc. Freireligiöse Gemeinde. Sonntag vorm. 11 Ulflc in der S ladt Halle. Klosterstroß-. Ecke Etralauer Str. Vortrag des H-rrn Tr. H. Ha s s«: Dpo Gewissen der Straße.— Harmonium: Eoloejgs Lied. vom Lokal Meß. Genter Straße 63(nahe Seestrehe) obzuholenl Internationaler Bund der Nriegsbeschüdigten,'teilnehmer«nd Kricgeryinterbllebenen, Ortsgruppe Eharlottenburg. Sonntag früh 8 Uhr außerotdenliiche Versammlung im Vowohau», Rofinen'traßc. Freie Vrreiniguna für Recht und Sozialismus(A.deüsPem-i.ifchaft sozialistischer Juristen). Dienstag, den 18. November 1919, abends 1% Uhr, im Hotel Alexandra, NW 7, Mittelltr. 16/17(an der Friedrich« strafte), Aussprache über»Fragen de» Landarbetts rechts". Rejerent: Rochisanwalt Dr, Eiegfriod Rofenfeld. Freie foziatiftische Jugend Nciikölln. Sonntag Besichtigung der städtischen Elektrizitätswerke. Treffpunkt 8>Z Uhr vormittag Hertzbergplatz, Märkische Spicloereinlgung, Dezirk Groß-Brrlin. Sämtliche Spiele am kommenden Sonntag fallen aus. Haupispiclausfchuß. Aus den Klnss. Di?«nschl. Montag gelangen zur Ausführung: Rlchard-Oswald» Lichtspiele, Köpenicker Straße SS. Das Schloß am Abhang mit Ernst Reicher.— Fortuna-Lichtspiele, Müllerstr. 12 c. Ter Kamps um die Ehe, 1. Teil,— Zechers Lichtspiele u. Cafl-, Wrangelstr. 53, Einz. Faikenstraße If. Der role Klub mit Edith Psilanbdr.— Residenz« Lichtspiele, Blumenstr. 16. Lotte Neumann in Dos Narrenschloß.— Flora» Lichtspiele u. Dorietch Land-berg-r Allee 40/41. Di» coir der L'-be leben mit E'ter Er ena.— Kristall« Palast-L'chtspiele, Landsberger Straße 40/41. Tie Apachen. — Welt'Thezter, Cchoiihamser Allee 144. Der Skandal im Likioria« Klub.— Schauburg: Neukölln. Eva May in„Irrlicht".— Palast« Lichtspiele, Neue Philharmonie. Köponiä-.er Straße 96/07.„Die A."» suh'.tr»."— Smiin abend, den 15. November, we den in Frlcdrichsseld« d!- Kammerlichtspiele, Beriiner Straße 18, erösfnet. Zuv Aufführung gelangt:„Blondes Gist" und„König Krause". EMaitliche Mitteilungen. Das allbekannte Schuhhcnis Stiefelkäniz, Jnh. Heinrich elegcrnlen, preiswerten Schuhen aller Art. Deranlwortlich sür die Redaktion Alfred Wlelspp, Neukölln. Verlagsgenossenschast„Freiheil", e. G. m. b. H.. Berlin.— Druck der Lindendruckerei uns Berlagsgesellschafl m, b. H., Schisfbauerdamm 13, */;»//< § | Kreiheit-- Postkarten 5« w mit dem | Porträt Hugo Haases pr-l» Srr Karte 15 psienn g Mederverkäufern hoher Nabattl Suchha-nSinng der verlagsgknossenschast.5r»ikelt'».«.m.b.y. Serlin NW 6« Schlffbaueröamm 19 Z ! ! I Freie Volksbühne. AaBeronlenüldie CeDeraiversininilinis im großen Saale des Gewerkschaftshauses, Engelufer 14—15, Donnerstag, den 20. November, abends 7 Uhr. T a 1 e 1 0 r d a 1 a(: 1. Vortrar des Herrn Schriftstellers K. H. D6 scher Ober Soziale Theaterpolitik. t. Unser Verbandsvertrae 3, Antrag auf Statu lenünderung, zvecks Eintragung ins Verelns- regisler. der§1 I, 2, 7. 9 und 14. 4. Neuwahl des 1. Vorsitzenden und Wahl von 4 Mitgliedern des Ic U n s 1 1 e r i s c h e n Ausschusses. S.Kassenbericht. Eericht der R e v i s D r e n. Verschiedene«. Das Erscheinen aller Mitglieder der Freien Volksbühne ist Pflicht Die Mitgliedskarte gilt als Legitimation. Der Vorstand. L V.; Q. W l n k 1 e r. KKÄ auf Kredit und gsgan bar j Wolin- Schlnf- SDeisezimmer| moderne Küchen sowie j Elr.zeMlöhcI in ku!-ii- i testen BcdinsuRgon liitert{ Grebier Q. m, b. H. Welnbereswee4 Seulscher Meiallsrbe ter-verdand Lerwaltungsstell» Berlin N. 54, Linlenstraß»»Z/8». Gcschästozcit v. vorm. S UHr bis nachm. 4 Uhr. Telephon: Amt Norden 18ö, 1230, 1387, 9714. Am Sonnabend, den 13. November ISIS, nochiniltng» piinttltch 31/, Uhr» Branchenversammlnng aller MufjugSmontenre nnb«eller im«ophten-Lyzenm. Weiumeiltrrltraste 1617. I« ReSetbnun«: 1. vtricht HS« uitfttt«trhattdlunqen. ?. Dittuisien mid«riiqirecnrß. MItglledtbnch tcgilimittt.«tichttuta ellcr Ist rrforherlich. ?3mtli�r van attsttrteiv hier b.stndllchru Monteure und «leltrouiouteure uetd.» zu tmrr Versammlung am Sonnabend, den t». November 1010, abend« 0 Uhr nach dtm ütrbettsnachweU, Lintrnstr. 83 86 rtngetaden.- Pünltlichc« uttd za ircidit« Sticheiltrit ist rtsardrrllch. lZtofk«! zur Damsn- und Herrenbekleidung | FuFerstcBa/ Knöpfe| KQMeüticn 1 für Damen u. Müdchen| MaBanfertigung i iC.Psili I SO 26, Kottbuscr Str. 5> Ant Montag, den 17. November 1010, abd». 0>.,Uhr, im Sophten-Nhjenni.Wetumetiter/.r. 16,17, Branchenversammlung aller tu den StsenttMliruttloudbetriebeu»elchSsttgteu. Taarierdnuna! I. Ssii t iivcr tinstre gitrtiaie'lungrn. 2. Tislitiitott tu d Lrtichicdtned. Erscheinen»ll« undtdttig! crjotdetlich. Miuiiedibuch ist mitzubringen. _______ Die OrtSverwaltung. Fleisch ohne Marken. Üansest&cken Iclscb Pld, 8,50 Mk. dto. mit Brust• 13 50• Qänsekeulcn w 14,50» Emen, geieslt. P.CO„ Prima Ziegenfleisch. 8,50 � tn. Ileira�nn 1 ctscl-he NÄCl\tolcjer. Bolle-AI I lanzc'�tr. 98 und Charloltb�M KaIser«Fr?e ~ Die Elritragungen in die neue Brikett-Kundenliste erfolgen vom 15.— 25. November auf den Lagerplätzen Paul Strasse 20g Nordhafen, Ecke Heide- und Fennstrasse. Zentralbüro Potsdamer Str. 134a. Tel.: Kollendorf 25g7/i528. Frisch eingetroffen: Schweizer Schokoladen in kleinen Packungen Verkaufszeit von 9—5 Uhr nachm. F. P. A. Kauffmann, BerUn S 14, Wallsiraße 55'SS. HM->i Mit Elsictt* Aszthlnor.— Bequemste Abzzhkne.— GrSssta B.cbsleht. Einzelne Möbel nrdii birutulligit idziziß». Bei Barcalilung bedeutende PreisermSBIguag. M. Landwehr, Müüerstraße 7, finc r-eno, Krieirsanleihe nehme In Zr-hlunr. Liefere auch nach auswärts Platin Eiiber ChseeksiSber Kisufer SömtEiche MetalSe Sabn�oisoe kanftztikcnkurrenzlosen Preisen in unseren 3 Einkaufsslellen .Müsciinielze Cohn" l| Brunnanstr. nur Nr. (am Rosenthaler Platz) 2) Bahsalic straG e 2 (am Anhalter Bahnhof) 3) McuLölln, lialscr- Fr'odr/ch- Slraße 229 (nahe Hermannplatz). Tel.; Nord. 13»3. Neukölln 1819. Platin Checkst Iber Niessing Kupfer SOmiliciie filtmetclls Zahngebisse kauft zu allerliochsten Fabrikpreisen MetaliscliaielzB Baruch �ennstr. 43 Tel.: Moabit 23M und BEUSSELSTR. 29. Elektromotore QIcIchstroiE Drehstron iDneDleorliu�iii Schllehling Berlin W 9. l inkste. 10. Te!.: I.iltzow 3705 und«518 ■ Vor Verkauf von CuAcksüber | S((t)eriiliratd». Aektntr. j ZihlvojibodJn jungen ii&ch Wunsch. 6r-3Bte j Rüc»'cht b») Arbel»losljkek und Krankhsit. Kriegisnlelh» u. Spore n agen nehme In Zablüng. CEE «M-I, Kessln}, WecßsWe?. l statin. Oold. Silber. Altmetalle kaufen ., PBTBRS, Prenzlauer Str. 24. Neue Königslr. 52. MOLliLS, Wnldstr, 3, 0. BRMEL. Gubener Str. 59, ..„ DEnENER. Seh' ueberg, Üah«lr. 46. W. HAASE. Skallfrer Sir. 95 A, Fck« l.tusl tz«f Platz. Spezial-Arzi Rosenttinter Straße 63-30. für Geschlechts-, Maut-, Harn-, Frauenicidca, speziell ventUcte hartnäckfrc Harnleiden. Ausschlag. Salvorsan-Knren. Urln- i nd BiutunicrsHcbiinKen. n Separates vamer.zimmcr. Frais an«! Ä-k«Wto» Kn«!all! Miocrr Dir-: Löser senior- Ecke Llnicni>:raMc. 9-N4-S.«»iinl. IU I. Pat, Beistand, ril. rr.-itt TiilaMui. £!ii-.»iiawiit.-. ltre.!«;;tn, Guieitcs.i J. ___. LandzerlchtsratDr.v.KIrelihech- �lexanasrstr, 4a. Geseiisek. dn liito t.l.iiiiu. rr!«lr». Neebiieiit.. Mi!w namb. turislen. Zesabit 12— N Verlreuen. reconi Psmssse, LfflEXi-affiü !?.!!!-, fiflffl-, G2Stiil2tMS- I Untcrleibslefden, Syphilis bei Männern«nd l Frauen werden schnell und gründlich mit seit Cbcr 20 Jahren von mir erprobten, bewfthrten 1 und wisseoschattlich anerkannten Melimltteln mit autem und dauerndem Erfolge behandelt. Speziell mit clektrophyslkalischcm Liebt- und Natur-> Heilverfahren. Ohne Bemfsstörung— Sprech- und Behandiungszeit: 9 1. 4—7»'. Sonn-«. Fciertatr« 9—1. f , fioilanstalt Hcrlm SO 16. Brflckenstr« 10»>. I! l I M �am Bainnof Jannowitzbrüche). Prof, P.Mi�telSKy«| graduiert und approbiert im Ausland. _ i�ktrische Leitungsdrähte Kabel— Litzen I Klloceln Dynamodrähte kauft hoch» zahlend Silk armana Neue Köiilgstrassc 32 Fernspr. Aler. 2115 Hetullonkauf Kupfer. Messing, Zinn usw. Qold. Silber, l'latina. Atctall- «chmeirwerk. Waldemarstr.74. | lektrlsc.'sc Lei tiinssdrürtte. Kahci. Litzen. Spulen. Dynamo. drähte u.Motoren kauft Borgwardt, Prlnzenstraßu 6L Moritzplatz 3363. Pl£l.ti3!li€h eu Gold, Silber m hoc'rsle Tflce-vrircis«. Alte Gebisse bis 1000 Alk., Platin zähne bis 45— Alk. toü,t Hausdorp Pahsadenalrafle II, ▼. II r- Kuptei leitunsen, Kabel. Litzen, Motorc kauft /.u den höchsten Preisen. Elektro- büro. Lange Str. 27 I. Fcke Andrcacstraße. Alex. 3939. SDlroitioiirer, Metalle. Motore kauft jeden PostenSchlosserei.Charlottcn- burg, Kaiser-Fricdrich-Str. 7. Sriralbohrer aus Schnell. und Werczeugstahl k.auft laufend für dringt/nden Bedarf zu äußersten Preisen. Friedrich Moigenstern, Herlln-Lichten- berg, W'eichseistraBe 18. SchneUaufbohrer fnr dringenden bedarf, sowie SchmirgeJlelnen kauft höchst- zahlend Mensche!. M abit, Rostock er Str. 22, Ecke Witt- stocker St aBe._ yrilianteiii | Ringe. Uhren, Keifen Kol-! liers. Nadeln, Armbänder« 1 1 Ohrringe, sowie Silberta- f | sctien.Süberbörscn.silher- j ne Zigareitctidosen mich| Gewicht zu fabclhatf bi Ii* gen Preisen. Gelegeniieits- käufe viel anderer Waren.[ [ WäsnjrWWaaj Pdf ifaagwtr. V<, I. J •aTifitfr.-j-T.f 'AtmwKzmiwzTczzv Beutsclißr Hetnliailißitßr-Veiliand _ Verwaltungsstelle Berlin. Tottes-Anzeige. Den Kollegen zur Nachricht, daß folgende Kollegen verstorben sind: Der Mcchnniker F?jc«Jrlc!i EuBenfcers, Beosseistraße 4, am 13. d. Mts. Die Beerdigung findet am[ Montag, den 17. d. Mts.. nachm- 2 Uhr. von der Leichen- I i habe des Johannis-Kirchhofes in Plötzensco aus statt« Der Dreher Guslsv ßirM, Rretner Stro Be 46, am! 2. d. M ts. Die Bcerdirunc findet am Sonvabend. den 15. d.M!s„ nnchm. 3 Uhr, von der Leichen-| halle des Heilancis-Kirchhofes in Plölzensee aus statt, j Die Kollegin, die Arbeiterin Emma Fr&dricb, . Willibald- Aleris-Siraße. am II. d. Mts. Die Beerdi- l cu� findet am Sonnabend, den 15. d. Mts., nachm. 21/- Uhr, von der Leichenhalle des Krankenhauses in | der Uitschiner Straße aus. auf dem Hedig-Kreuz-Kirch- haf in Mariendorf statt Die Ortsverwaltunz. Nachruf. Den Kelleren zur Nachricht, dafi unser Kollese, ! der Arbeiter Paul Grelhe, WasserthorstraBe 74, ara 7. d. Mts. und unsere KoIIcsin, | die Arbeiterin Kedr&g Diitke, | Steinstraste 5. am 9. d. Mts, verstorben sind. Ehre ihrem Andenken! Deutscher Bauarbeiter-Verband _ Verein Eerlin._ Den Mltsliedern zur Nachricht, dast der Kollese i Friedrich Schröter (Bezirk Weddiog) am 11. November verstorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Einäscherung findet am Montag, den 17. November, nachmittags 1 Uhr, im Krematorium Gericht- I ; Straße statt. 1 Der Vorstand. Genossen, flberzeugt euch von meiner Billigkeit! Raglans Wintcrpaletots, Ulster, modernste Verarbeitung; feinste wollene Friedensstoffe schon von 200 Mk. an. Nur Maßarbeit.Soeben ein größerer Posten fertig geworden. Da eigene� Faorikal, bin ich konkurrenzlos. Sich'Oberzeugen. heißt Geld sparen. Jackett- anrüge in blau Kammgarn, sowie andere entzückende Farben. Gestreifte Hosen in sehr großerAuswahl. Burgher, Britzer Str. 20, vorn II(Hochbahn KottbuserTor). Sdireibmasclm sichtbare Schrift, eut erhalten. kauft sofort gezen Kasse. Preis, System und Nummer. Hugo Schroeder, CliarlottenhiirK,KilnersJortritr.!52 Wilh. 4720. Hl(Seid UI für Jede Wertsache. Höchste Ankaufspreise f. Piandschcinc, Brillanten, Goldgegcnstände. Teppiche, Bücher usw. Wölfl, FrlcdrlcHstr. 41 111. Sollt yflühlr. 2 Oberhetten la Daunen. Privat, preiswert zu vetkaufen Dunekeratr. 86, v. 4 Treppen rechts. ' VWIts- , Featrktsfjfkinp- 1 äVerelnCrafi-Bfrlinl Qerc ällsslelle: C 2. Durgsfr. 27. Tel.; Norden 10787 Unser Mitglied Herr RansPoinißniloitl Rosenthal,SchilIerstr. 10 j »st verstorben. Einäscherung 15. 11.19 j nachm. 5 Uhr Kicma- j torlum Qcricütstraße. Möbliertes Zimmer bei besserer F:.mi le gesucht. An« geböte m ft%An Sprüchen an J. F. beiKriesch, 02/. Marknsstr. 1� Für Händler 1 Ansichtskarten, abzuholen Fralißnstr. 3 1. Inden. Sürgerliche«Eds! die noch cQnstic elngrekauft, daher preiswert und gut, sind noch in großer, reichhaltiger Auswahl vorhanden. Lacrerbesuch ist lohnend und oune Kaufverpliichtnng. Auf Wunsch Zamunsrserlelchteruns:. MCBEL-HU ES Es Weinbcrgsweg I, Ro cnfhalcr Platz. «#■ Cie9dsenHe�skäiif3 in•laganten M&ateln, Kosiümell, Söckon, Birscn Kessler A Co, Landsberger Strasse 32, Botenfrauen stellt ein: Spedition BarSsch,TempeIhof,Worii6[Slr.30. Schäfer, Snelsonaustr. 70. Gerhard, Karlo.stOISt, v.kwu�.'». NessIcr.Wilmersdoit Hiflionbürgstr.at. Ernst Eng, Y/aiilmsnrsliist, Wuizky, Joliannlsslfspe 9. Glrschaer, GiiS;!lin3r Sti233 G2. Weiß, Tieplcw, Plesw Sir. I H D B U fl n 19 i