llazelprels 7S P'ennig« 2.?chrxang Ssnatag, Jen 16. November 1919 Nr. 556/fl 303 Morgen-Nusgabe w&tib.tW erfArrnt motens imb«$(*■ mittags an irnd$rttaqm nur morgens Der Biyugsvreis beträgt bei freier Zustellung ms k>au» für S'roßvVertin 4,— JH.. bei direktem Postbezug rn�natl 4X5 Vil� bei Zustellung unter 5tretfWmö für Deutschland 6-50 HL, fürs Ausland 7S0 per Brief 12*0 2X1 Keboftitm treb PrttiWo«: Berlin NW.«. Schiffbanerdazum IglU. Fernsprecher: Ann Norden S8SS und SSV«. �ittort» tefttn Mt ach>zelp->i. new>««in«;ti!««irr kernt Hanm 1,30 alt, warten, eign, 0«»ett-ied ruckte wort SO tede» wettere Wort ZS Pf. Teuerunzsptschlag ZO pro). Äei iomilien» u. versantmlun,«rn, eigen i!ll» ker Znschlog kor«. Inserat» für den daraus, so ig enden lag mSIsen svätesleiu Hs S Uhr nachmittag» bei der Lsptdition«asgegeben sein. Inseraten. ZIbt«Um»g: verltn»IW.«, Schiffbonerdamm I» Fernsprecher: Am» Norden»?«» berliner-Organ tw VmtyämffmSostMömßfmtie S>eutMIanöa ZUM /lufruhr. Ter Wsch des tzerm HeUerlch. \ t Bon Ruö. Breitscheid. lEs ist gekommen, wie eS kommen mußte. Vom ersten Augenblick an war eL klar, daß Helfferich eS darauf anlegte, den Untersuchungsausschuß zu provozieren. Er arbeitete Mit voller Absicht darauf hin, eine Kraftprobe herbeizu- stihren, bei der, wie er hoffte, nicht nur diese Kommisston, fondern das ganze Untersuchungsverfahren und mehr als das zu Bruch sehen sollte. Seine Metbode war, unter technischen Gesichlspunkten betrachtet, vortrefflich. In dramatischer Steigerung gelangte er von einem geflissentlich und heraus- fordernd zur Schau getragenen Selbstbewußtsein über freche Arroganz zum Gipfel der Unverschämtheit. Cr begann mit ideni Versuch, sich und seine Politik reinzuwaschen, er fuhr fort mit Ausfällen gegen das Parlament und seine Mehr- heit, er schloß mit einem Vorstoß gegen ein Mitglied deS Ausschusses, der natürlich gleichzeitig gegen die National- Versammlung gerichtet war, aus deren Mitte diese Körper- schaft gewählt worden ist. Das Siegesbewußtsein war ihm von der Stirn zu lesen. Ss gründete sich auf die Umstände, deren hier bernts mehr- fach Erwägung getan worden ist: der Kommission fehlt die feste rechtliche Basis, sie ist innerlich uneinig und hinter ihr steht heute nicht mehr der ernste Wille eines revolutionären Walkes, die Schuldigen zu finden. Das Verfahren hat um ein Jahr zu spät eingesetzt. Einstweilen ist der Plan deS Herrn Helfferich noch ge» scheitert. Obwohl eS im Ausschuß zu einer Krists kam, in deren Verlauf der deutschnationale Abgeordnete Warmuth fein Amt als Vorsitzender niederlegt hat, werden die Vcr- Handlungen am Montag weitergeführt werden. Aber die Affäre selbst ist nicht erledigt, Helfferich weigert sich nach wie vor, Fragen des Abgeordneten Oscar Cohn zu beantworten, und wenn Helfferich vom Zeugeniisch abtritt, wird er durch Hindenburg und Ludendorff abge- löst Aweifelilos hat er sich salbst nur als den Vorläufer dieser iciden betrachtet. Er hofft, daß sie sein Werk fortsetzen werden. Wieweit sie dazu bereit sind, ist abzuwarten. Aber die Wahrscheinlichkeit besteht, daß die Generale an Energie nicht hinter einem ehemaligen Bankdirektor zurückstehen wollen, und der patriotische Mob auf der Gasse tut alles, um ihnen den Rücken zu steifen. Wir müssen uns auf einen schweren Konflikt gefaßt machen, der nicht auf den VerhandlungSsaal beschränkt bleibt. Das Bild der gestrigen Vorgänge sei� mit kurzen Strichen skizziert. Zur Erörterimg standen Fälle von Ver- uiteilungen deutscher Staatsangehöriger in Amerika. Helsferich hatte aus dem Fehlen entsprechender Bestrafung englischer Staatsangehöriger den Schluß auf die Un- Neutralität des Präsidenten Wilson und der Regierung der Vereinigten Staaten gezogen. Genosse Cohn wollte durch einige Fragen feststellen/ daß die Regierung keinen Einfluß auf die Gerichte geübt habe und also nicht verantwortlich zu machen sei. Die erste Frage beantwortet der Zeuge, nach- dem der offenbar nicht ganz uneingeweihte Vorsitzende sie wiederholt bat. Auf die zweite, die dem Zeugen besonders unbequem ist, erklärt er, daß er grundsätzlich Cohn keinen Bescheid gebe. Herr Warinnth versucht es mit einer Rechts- delehrung. Herr Helfferich beharrt bei seiner Ablehnung.� Er ist bereit— obwohl es ihm so peinlich sei—, seine Gründe anzugeben. Der Ausschuß zieht sich zur Beratung zurück. Nach anderthalb Stunden verkündet der Vorsitzende den Beschluß, wonach der Zeuge zur Beantivortung aller Fragen verpflichtet sei. Der Zeuge weigert sich hartnäckig, dlcse Pflicht zu erfüllen. Der Vorsitzende teilt mit, daß ihn der Ausschuß auf Grund der Strafprozeßordnung in eine Geld- strafe von 300 Mark genommen habe. Mit spöttische», Lächeln zieht Helfferich ostentativ seine Brieftasche hervor. Was sind einem reichen Mann 300 Mark? Gleichzeitig erklärt Herr Warmuth seinen Rücktritt vom Vo, sitz, da er in dielen von ihm für äußerst wichtig gehaltenen Fragen mit der Mehrheit der Kommission nicht über- einstimme. Er tut den Schritt, den seine deutjchnationalen .Freunde schon seit Tagen von ihm forderten. Das Bravo im Zuschauerraum und m den Reihen der MoMistitöwt LlaurmMtan wird von temimtn Leiter. dem Abgeordneten Tothein, entschieden gerügt, und Herr Gothein schlägt nun auch gegenüber Helsferich endlich den Ton an, der seinem Auftreten gebührt. Er verbittet sich sein Hineinreden, er weist ihn in die Schranken seiner Zeugen- aussagen zurück, er bedeutet ihm, daß er seinerseits keine Feststellungen zu machen habe, sondern warten müsse, bis er gefragt werde. Dann gibt Helfferich d« Gründe für feine Weigerung. Fragen von Osoar Cohn zu beantworten, bekannt. Sie entsprechen den allgenreinen Erwartungen. Man wußte, daß nun der berühmte russische Rubel kommen werde und die Bchauptimg, Cohn und seine Partei trügen die Schuld au dein Zusammenbruch Teirtschlands. Der Spieß soll umgedreht werden, Helfferich will den Richter spielen und die Unabhängige So- zialbemokratiö auf die Anklagebank zwingen. Cohn nagelt zum wer weiß wievielten Male die all- deutsche Lüge fest, und er sagt Herrn Helfferich, daß er in seinen Augen allerdings weniger als Zeuge denn als Ange» kliagter und Schuldiger dastehe..- Millionsn werben die Meinung vo« OScar Cohn teile» und darüber hinwegsehen, daß ihr Aussprechen in diesem Zusammenhang dm göschicktvn SchanWieler am Zeugentisch einen effektvollen A-bgang finden ließ. Der erhebt sich, stellt sich mit dm Händen in dm Hosentaschen vor dein Unter- fuchlMgSausschuß auf, schiebt nach seiner Gewohnheit die Unterlippe höhnisch vor und erklärt, dm Saal Verla ssm zu wollen. Ob er diese Drohung wahrgemacht habe» würde. steht ddhin, denn in diesem kritischen Moment schließt der Vorsitzende die Verhandlungen. Was soll nun werben? Alles hängt davon ab, ob die Ausschußmehrheit fest bleiben wird, das heißt, oh sie alle Konseqrrenz'en ihrer gestrigen Entschließungen m tragen Bereit ist. Sie sind bei Stimmenthaltung deS Genossen Cohn mit vier gegen zwei Stimmen gefaßt worden. Neben dem Abgeordneten Warmuth gehört auch ein Mitglied de? Zsn- trums, Frau Schmitz, zur Minderheit. Zweifelhaft ist, ob sie formaljuristische oder politische Bedenken hatte, und zweifelhast ist weiter, ob das Zentrum mit ihr einer Mei- nung ist. Zunächst muß man ssch klar sein, daß der Beschluß. Herrn Helfferich in eine Geldstrafe zu nehmen, unter Uni- ständen andere nach sich ziehen muß. Wenn sich der Zeuge etwa weigern sollte, an Gerichtsstelle zu erscheinen, muß er zwangsweise vorgeführt werden. Wird dir Mehrheit die hierzu notwendige Entschlossenheit aufbringen? Weiter: Es besteht die Möglichkeit, daß d-i« RechtS- Parteien, und nach dem Verhalten der Frau Schmitz viel- leicht auch das Zentrum, ihre Mitglieder aus dem An»« schüfe zurückziehen. Werden die übrigen Parteien. die ja dann noch immer über die Masorität in der National- Versammlung verfügen, ohne Rücksicht auf diesen Versuch der Sabotage das Verfahren weiterführen? Werden si« den Mut haben, dsm reaktionären Hindenburg-Terror zu trotzen? Eine Fülle von Fragen tut ssch auf. Die Ervkosssn im Verhcmdwngssoal deS Untersuchungsausschusses kann Fer.> Wirkungen ausüben, deren Umfang sich zur Zeit noch nicht absehen läßt. Auf alle Fäll« würde e» verfehlt sein, da« Auftreten deS Herrn Helfferich nur als eine anmaßende und übermütige Geste zu bewerten. Er hat bewußt da» Signal zum Aufruhr gegeben. Die nächsten Tage müssen zvigen, wie stark und wie entschlossen die Gefolg- schaft dieses Putschisten ist und was sie wagen kann. Di« Tikegrsphen-Union ist zu der Erklärung ermächtigt, Staatssekretär Dr. Helfferich am Montag wieber vor dem Unter- suchungSauSschuß als Zeuge erschoin«, wirb. Damit ist durchaus nichts gesagt über die.Haltimg, die Helfferich gm Montag einnehmen wird. Wird er auf Fragen von Osear Cohn antworten oder nicht? DaS ist der springende Punkt. In der„Sozialistischen Korrespondenz" meint Sch.(Scheidemann?), daß Helfferich damit rechne, daß Hindenburg und Ludendorff die gleiche Haltung ein- nehmen werden, wie er. und daß der Untersuchungsausschuß nicht wagen werde, gegen die beiden Heerführer Dvriw-loiuchlw JldLdk-Herri��»rrmr�' v Die monarchistische Gefahr. Im„Vorwärts" rust Scheidemann zum Kampf gegen die monarchistische Gefahr. Er schildert die äugen» olickliche politische Situation folgendermaßen: .Der Feind steht recht»? Zweifelt an dieser Datsach« »och einer von all denen, die immer angstvoll nach link», als noch der G.fahr, geschielt haben, die hohnläche'nb die monar» chisöiifche Gesinnung der Lffizierikreise de» Reichswehr al» eine Bagatelle abtun wollten und vor nicht» l.ngst zu haben schienen, al» vor dem.l> o: s ch ew i st i sch e n «espenst?" Heute sind w?r so weit, baß die Straßen Berlins, die sonst auf» ängstlichste mit Drahtverhauen und Bajonetlen gcgen Massendemanstrationen geschützt werden, zum Tummelplatz monarchistischer Kundgebungen geworden sind und derjenige, der«inen Hochruf auf die Republik ausbringt, verprügelt wird, von den nicht all- W.'rdendeu. big in dem Lied vom Eiegerkranz den richtigsten Ausdruck für diel Zsit der größten Niederlage sehen. Ich will den Genossen in aller Kürze die Bilanz auf, machen: wir brauchen nur die zwei letzten Tage zu nehnuiu Ankunft Hindenburg», wobei Oberst Reinhardt, der immer noch im Dienst« ist.«ine Ehrenkompagnie und Musik aufmarschieren läßt. KaiserhochS. verprüg-Iung von Re- publikanern, natürlich ohne daß die Reichswehr einschreitet. Hindenburg nimmt bei Helfferich Wohnung; di« Reichswohr stellt vor Helfferich» Tür zwei Ehrenposten. Bor dem Hau» reißen die deutsch. nationalen Kundgebungen nicht ab. Zur gleiche» Zeit Vernehmung Helfferich» vor dem Unter- suchung»ausschuß... Zur gleichen Zeit fährt Hindenburg nach dem Reichstag. Warum? Seine Vernehmung findet noch nicht statt. Aber Studenten und Schüler scheinen gewußt zu halben, daß er auf dem Wege war. erwarten ihn mit schwarz. weiß.roten Fahnen, sperren die Straße, b:schrmpjm den Unter- suchung, auSschutz und lassen das Kaiserreich und den Kaiser hoch. leben. Alle» auf offener Straße, trotz dem Belagerungszustand. Preisfrage: Wo blieb die Reichswehr? Am Abend de». selben Tage» Sprengung einer Versammlung der Liga für Völkerbund, in der Erzberger sprechen sMe... Während jede Verfammlungssprengung von link» sofort mit dem Ein- schreiten der Reichswehr beantworwt wird, konnte sie hier vollkommen ungestört vor sich gehen. Genau so, wie der nachher sich bindende DemonstrationSzitg, der zwar von der Reichskanzlei abgedrängt wurde, sich od.r vor dem MeichSfinanz- Ministerium ungestört austoben konnte. Resultat: Der Ein- druck in der ganzen Welt, daß die deutsche Realtion sogar schon in dem wohlbehiiteten Berlin oKnauf sei. daß die Regiernitg dieser Bewegung machtlo» gegenübersteh» und lediglich«in« Dekoration nach außen sei, hinter der sich daS zusammengebrochene Kuiferium und feine Lalaienschoren wieoec restlos für. mteren. Ich will kein Hehl daran» machen, daß ich, und ich �lnuhs mit mir die übergroße Anzahl der Parteigenossen, nicht gesonnen bin, diese Entwicklung ruhig mitanzusshen. Der morgig« Tag darf nicht nur zu einem Lippenbekenntnis zur Re- publik und gegen die Reaktion werden, sondern er muß für Regierung und Regierungsparteien d t entscheidende Tag zum Bekenntnis durch die Tat werden, von henie ab darf kein Atom ihrer Kraft dem Kampfe nach rechts verloren gehen... Hier gibt e» kein Paktieren... „Wer nicht für mich ist, der ist wider mtchl" Das muß für nnS in dem Kampf« gelten, der jetzt angeht und in d»m es sich um Leben und Tod der Demokratie handelt." Und«ngesichts der reaktionären Gefahr fordert Scheide- matm die Einheitsfront des Proletariats. Wir können ihm mit allem Recht erwidern: Deine. Eure Schuld, die Ihrcr wer flurnnticrl uns. twf), wenn wir die Massen rufen, sie niclrt von den Mo» s ch i n c» g e w c h r e n 9?o5fe3 envortet werden, von dm von monarchistiichen Lfsizieren befehligten Garde-r des Parteigenoi'icn Scherdvnmnns, vor dem er erst vor kurze»» zmuckgewichm ist? Tie Nepublik fckn'ihm, ist ficker wiclstigste politilchr Pflicht. Aber sie zn schützen, ohne die Sicherheit, nicht ans dem Hinterhalt von dem„Nepnblikaner" Noskc massakriert �n werden, wäre schliiiiinste politisclie Torheit. TaS ist böse für die Nepublik und günstig slir die Monarchisten. Scheide. mann weist aber selbst, dast diese abschenlicl>e Situation die von uns veransgesagte s�olge der Politik NoSkcs und seiner Mitregierenden ist. Deshalb fehlt Sclicidernanns AuSMrung der Schlnst. Er verspricht Dirten. Aber die e r st e Tat, die not täte, ist die Liquidierung des bankrotten Systems N o 8 k e und die Aufhebung des B e I a g e r n n g S> zu stand es. ist der Bruch mit der antisozmlistisclien. kon- torrevolutionären Politik. Erst dann kann die reaktionäre Gefahr gebannt werden! Sie Sparprömlenanleihe. Noch klingen unS die Ohren von der nnenmüvlichen Werbetrommel für die Kriegsanleihe. Noch sind all die Begriindnngm nicht vergessen, die die Kriegsanleihe zur sichersten aller Papitalsanlagen stompelten, und selzon»»eist der Kurszettel der Berliner Börse für sie einm Kurs von nur noch 71) v. H. aus, d. h. diejenigen, die ihr Kapital dem Staate anvertraut haban, verlieren heute bereits ein fünftel ihres Lerntögens. Auch der heutige Kurs würde nicht er» zielw>r fein, woim nicht unter dem Druck t>es NeicltssinanK- ministeniunS ein ZllvcmgSkouiortilmi der grosten Dank» institute zusammengebracht worden wäre, das den Preis der Anleihe mühsel'ig auf dieser Höhe hält. Aber zur gleichen Zeit zeigt sich eine andere Erscheinung, nämlich ein unge- henres Anlagebediirsuis in nicht swatliclx'n Anlugewerten. wie Iindustrieobligationen. Hypotliekenpfandbriesen usw., so dast diese vom Pnblikimi bevorzugt werden, obgleich sie sich mit»'irr 4— 5 v. H. verzinsen, i rührend Staatsanseilwn etim L v. H. bringen. Tie Bewertimg unseror Mirk im Ans- lande ergibt aber uocl» treffender dm Grad des Misttraueiis zu unserer Finanzwirtschast als der künstlich gehaltene Kurs unserer Anleihen. Die Mark hat heute im Aus lande kaum den achten Teil ihrer Krmskrast wie im Frieden, und so ist es kein Wunder, wenn trotz eines Notenuinlamfes von 43 Milliarden von einer Geldknappheit gesprochen werden kann, die ein Steigen der Zinssätze zur Folge lwben mnst. Schon allein in diesem Umstand lievit aiifoniatisch der Grund zmu weiteren Kursrückgang aller Staatsanleihen. Und mm kommt die Regierung mit der Anfforderung en des klcium Mannes, der Sclm>eist des Arbeiters sollen dazu dienen, dem kapitalistischen Staat wieder sein alteS Gefiig? zu geben. Da» mögen jene dun. bis so stark interessiert sind an der Aufrechterhaltnng des jetzigen Regimes. Unsere Genossen haben bei jeder Gelegenheit klar und deutlich gesagt, was zu tun ist, um unsere Volksivirtschaft wieder in Gang zu bringen und untor welchen Voraus- fetmngen die Arbeiter ihre volle Kraft dafür einsehen würden. Tie Prämienanleihe aber bleibt so lange ein plumpeS Finanzmanöver, solange nicht ernstlich durch ein» schneidende Sparmastnahmm bei den Ausgaben, insbelon» dere den militärischen, durch Besitzsteuerpolitik in Verbindung mit der Cozialisiening der dam reifen Industriezweige ernstlich an die Sanierung der Finanzen gegangen wird. Glänzende Versprechungen sollen darüber hinwegtäuschen, in welcher Finanzmisore wir durch die nnveranstvortliche» Unterlassungssünden der Regierung uns befinden. Dazu kommt, dast uns auch die Art dieser Anleihe höchst unsympathisch sein nnist. Auster den Lockmitteln de» Glücksspiels lnit Erzberger aber Nock, eine weitere Ver- günststrung für die gröstercn Kapitalbesitzer gc- troffen. Wer Lä Antei'se erwirbt, ist für die eingezahlten 83 000 Mark von jeder Nachlast- und Erdanfallsteuer befreit. Ein neues Privileg. daS von den Vermögensbelitzern weidlich gnSgcnnht werden wird: ansterdem können weitere zehn An- teile den dielen beiden Stcnerarlen befreit worden. Alle? das kommt natürlich nur für Kapitalisten in Frage. AnS all dielen Gründen kann die Arbeiterklasse dielen» neuesten Finanzerperimcnt nur ablehnend lKgeniiber' stehen. Der ßind nbmgruA?�. Halbamtlich wird mi»g?«cllt: Mehrsach haben sich geschlossrne Liifl« in der Aähe Tiergarren» und im Tieraartki, getellhei. Uli» dem zur Zeit in SJcrlin iveileudcn Generalleldmarsct«» rm» Hindenburg Huldigungen darzubringen. Dies« Umzilge sind nach bestehenden Verordnungen de» Oberlomnmudo» unzulässig. «pegen wiadenun{Ich tilUMud« SOge wird mit p»li<«il»ch« a Machtmitteln dorgegangen werden, lkbenfo wird dofsir Sorge getragen, dast die Fahrt de» Fcldmarschall» zum Reich»- lagsgebäude oh»e Störung slattkindct. Ob diese Warnung von den Alldeutischen beachtet wird. das wird sich ja am Montag zeigen. Die Stubenten haben ihre Mannen jedenfalls sclx>n wieder mobiil gemacht und sie sü» Montag durch Anschläge in den Hochschulen zu neuen Kl'nv-sbungen für Hindeirbnrg aaifgefovdert. Wie g»it die bisbe�gen Demonstrationen organisiert»vaien. geht ans der Tatsache hewor. dcist trotz der VerkehrSnvt Sonberzüge abgelassen wurden, die am Freitag den Radaubrüdern Per- stärikuna aus der Provinz brachten. Die Kllüpuksche versammlunssssprengung. Zu der am Freitag von deutsch. nalionalen Tprengkalonnen t>erhinderten Versammlung der Deutschen Liga für Völ» k e r b u i, d erfahre» wir noch folgende»: NeichSininisier Erzberger. der da» Referat von Prof. Dr. Walter Götz fLcipzig) über.Nation und VolkeÄmnd* mit einer An spräche cinlcitcn sollte, war verhindert, pünktlich zu er- scheinen. Angesichts de» wüsten Toben» der grösttcnteil» un- berechtigt im Saale anweftuden Per'onen wurde der Miiri-ftcr telcphouisch geb tcn, nicht zu kommen, da der Generalsekretär der Liga nicht die Vc antwortung übernehmen wollte, einen ReickMiinister den Veleidigiiiigen einer sich so mild gebärdenden Menge auezusctzen. Zu diesem Entschluß war um so mehr Au. lag, als zahlreiche mit Revolver unv Haudg«-taten bemaffuete Soldaten ihre Absichten deutlich zu erkennen gaben. Besonder» bedauerlich ist e», dast de: Leipzizer Hqtariker Geheimrat Götz, der al» Major der Reserve drei Jahr« an der Front war, derartigen Anpöbelcien au»g setzt war vo>n Leuten, die sich national nennen, Di« Deutsche Liga für Pötkerbund wird seine Rede nunmehr al» F.ugschrift der Oeficwtlichtkit zugänglich machen. Die Helmkehr der Krle?sgesaugenen. Zur heutigen Kundgebung. Am heutigen Sonntag finden in Berlin mehrere Versammlungen statt, in denen die Forderung ausgestellt wer- den soll, endlich unsere Gefangenen freizugeben. Dieser Fovdenung wird sich jedemiamn anschliesten können. Es gewinnt aber den Anschein, als sollten die Versammlungen dazu benützt werben, n a t io n a l i st i s ch e Ausschreitungen zu unternehmen. Gegen dieses Vorhaben legen wir von vornherein energischen Protest ein, da durch mrtio- naljsbilsche Kundgebungen die Gesaugenenheimkebr eher g e- f ä h r b« t als gefördert wird. Unter den Untcrzcich- nern des Aufrufes zur Heimkehr der Kriegsgefangenen be- finden sich in der Mehrzahl Organisationen mit anSae- spr«l>ei,er d c u t fch na t i o n a l e r Tendenz. Diese Kreis« lversen die Frage der Eefangcnenheinikchr lediglich aus bamagogiscklen Partvi grün den auf und fchädigcn da« durch die gute Sache. DaS Inserat, das zum Besuch der Versammlungen auf- forderte, trug die llnterschrift des Ausschusses der Berliner Gelveikichaftskonmiission. weswegen die Jnferatenadteilung keine Bedenken gegemseme Veröffentlichung lzatte. Wie uns Altvin Hörsten mrtteitt, habe et mir für sich die Unter- •fchrift gegeben und ohne zu wissen, dast mrtion-alistische Or- ganiiatione-n cm der Kundgebung beteiligt feien. Wir hoffen aber, dast in den heutigen Verfammlnn, gen den deu-tschnationalen Kreisen der Wind auS den Segel» genominen wird. Jeder Versuch, die Frage der Gefangene»- Heimkehr zu m-.tioualistischen Zwecken auszuschlachten, mnst energisch zurückgewiesen werden. Denn derartige Kund gekuingen machen auf die Entenbe absolut keinen Eindruck. Dogegen versprechen wir uns einen viel grösseren Erfolg von den Kundgsbunge», die von pazifistischen Or- ganisationen erlassen»oerden. So kmt der vor kur» zem gegründete Friedenöbund dcr KriegSteilnehmrr folge»»' des Manifest an die französischen Kameraden gerichtet: An die französilchen Kameraden! KamovadonI Wir spreticn so zu euch, well wir grmelnsam geklimpst, gc» hlutct und gelitten haben. Weil wir Opfer eine« Fluche». eine» Kriege» gen-esen sir.i». lind weil wir euch Kmueraden im Kampfe für den Weltfrieden und die Völkervcrsöhnung sein wot- lcn. Weil wir, wie ihr, die Wiederkehr eine» so entsetzlichen und abenvitzigen Massentölen» mit allen Kräslen verhindern wolle» Kameraden l Mir sind schon länger oli ein?pthr ln diesem Fr edenlkampse bvariffen, wir kount«, e», weil wir schon lang« wi�er frei« Menschen und nicht mehr Soldaten sind. Unser« Kraft, die gegen jeden Völkerhast grichlet ist, steht seit Monaten In der Abwehr dcß ChauviniSmu». der d>« Zurückhaltung unserer 4M 000 ge. fangenen Brüder alS Waff, gegen».'S und unser hohe» Ziel b«- nutzt. Kameraden i Wir wisien. hast F�nfreich gesitien Hot. Wir wissen auch um euern Schnier, über wahnsinnig« Zerftörung-n und die Lei, den e»r«r Angehörigen im Krieg»geblet. Wir wissen itber auch um die Leiben imserrr armen Brüder. Wir wissen, wie ihr e» w stt. dast sie den Krieg nicht gerufen, dast sie dem Zwang, eine» Slisiom» gehorchen mustten, da» hmte nicht mehr da» uivssr« ist. Unsere armen Brüder teiden unfchuldi, unsere Vrsioer befreien I Sagt nn», Ivk»hash für die 4M 000 dcr Krieg noch fortdauern inust. während die Völker schon lange den Frieden und wir die Freiheit haben. Seid un» auch Korncruden:n diesem BcsreiungSwersel E» ist nötig, dast unser« Gefangenen ohne tiefen Groll jn die Heimat zurückkehre», um gemeinsam mit euch und un» an der Verlöhnugg unserer Völker z» arbeiten! Diesen Gedankengängen sollte sich ioder an'ckliesten, d«r in den Versammlungen sür die Heimkehe der Gesänge- neu domonstriert. • An'listllch der grosten Kundgebung für die Krl«.t»gefange,icn richtet der Re'ch«ka»zl*r im Name» der R r I ch» r e g ie r u n g an die Bei'ölkcrung Berlin»«inen Ausruf In dem e» hcistl: Heute»vird in drr'istig groszri, Versammlungen da» Volt in Berlin seiner triegSgefangeuen Brüder gedenken. Die Reick«- rcgierui'g sich» in dieser ze wältige» Yo!k«ku»dgebiing die best« Unterstützung ihrer pslichstieinästen Vemübunge». di« letzt» und schlimmst« KrU'gSerl'ichaf». d-e Aes»»genemtzrs!lqtz»ma. endlich au» der Welz ,u schassen,«st« Reichdeegwmng hat dt» jetzt kein« Gelegenheit vorübergehen kassen, um*91« Frankreich die Entlassung zu fordern. Auch fernerhin wird sie bei jeder Verhandlung als erste und auSschlagzebend« Bedingung stellen: Freilassung unserer Krieg». gefangenen. KomodienPel. Trotz aller Warnungen und Verbot« der Regierung setzen die deutsch ruisis.cken Wenteazenten ihr verbrecherische» Spiel i» Deutschland fort Nachdem ihnen in W'rlin der Boden etwa» zu Heist gcivord�n ist, haben sie ihre Tätigkeit vorübergehend in die Provinz seile gt. In Po t» da m wnrden Freitag vormittag für iZ— IS Millionen Mark russische» Papiergeld beschlagnahmt. Das Geld wurde in der Hosbnchdrucdcrei Robert Müller, Breite Straste 23. hergestellt.und war für d e westrui!si.fe Regie- runalAwatow-Bermondtj bestimmt Auch in Hannover ist in den ictz- ten Tagen ein Werbenest auf Betreiben nirseier dortigen Parteileitung ausgehoben worden. Ebenso wurde in Hamburg ein« Verniittkinzözenlrale für die deutsch-russischen Truppen in Kur- bmd au jitc deckt. In den W e r b e sch r e ib e n, die zlioii Eintritt in das Txvachement Major B i s cho f s aufforderten, hiest eS. daß vom Baltikum au» nach der Niederkämpfung dcS Bolschewismus die Befreiung Deutschland» in» Werk gesetzt werden solle, da von der jetzigen Regierung Deutschland erdrosselt werde. Die alldeutsch? Prrsse nimmt sich nach tvie vor in wärmster Weise der Meuterer und der Werbrngenlen an. Die.Deutsche Tageszeitung' bezeieloiet scgor die Kommanixriütur, weil diese bister verschicdeutüche Verhaftungen vorgenommen hat, al» bolschewistisch Versen chtl Auch Herr N 0» k e hn Jnk aft» treten de» Friedensverträge» die Verwaltung in dem obcrschlesi- schcn AbstintmungSgebiet ausüben kanir. Abe» e» erregt V«:- wuudeniug, dast di« Pn.msti.sche Regierung mit der Alchaltnug der Wahlen di» zu dem Augenblick gewartet hat. wo da« Jn- krasitlreten des Vertrage», wie die Regieeung Hai wissen müssen. luche bevorsteht. In der Tal werden, wie sich nicht bczioeiseln lüstt. die u n«er solchen Umständen vorgenoinrnenen Wahlen, weiche di« erste Bescagung d:» Volke» sett dcr Unkerzeichnung de» F•»> denSvertrage» darstellen, durch die bestehenden nationalen Partei-» dahin ausgelegt werden, dast sie über di>.' Stärke dieser Pa teien Anhaltspunkte liefern, dw man als mastgeblich für den voranZ- sichtlichen Ausfall der VolkSabstinimung verwerfen wird. E» ist wnhrsche'nlich. dast diese Wahlen zum Vorwande einer Treiberei dienen werden, um di« Abstimmung über daS tüiif- ttg« Echicksaj diese» Lande» zu beeinflussen, ivährcnd die Bedin- ginigen, unter denen dies« Wahle» stattgefunden haben, weit e»t- lernt sind, den Bedingungen zu gleichen, denen die Vornahm« der Volksabstimmung unterliegen muh. Unter dicken Umständen kclien sich die alliierte» und asiozilertcn Mächte grnvungcn, die deutsche Regierung wissen zu lassen, daß sie e» als Ihr Recht betrachten, die vor dem Inkrafttreten de» Frieden» und gegen ibre begründete Ausfassung in Oberschlrsien veranstalteten Geinrlndewahlen al» nichtig und nicht gefchehen zu erklären. Dir internationale Kom- Mission wird veraulasit werden, bei der Urberunlune ihre» Dienste» eiitsprcchrude Maßnahmen zu ergreifen. Aufhebung des kr'egszustan''eg in Vay?m München, td. Ncuvinber. Wi« die Kovrespoubenz Heffman» meldet, wurde durch Per- sügiinz de» Sem»» minister! nm» nunmehr die Aufhebung de« Kriegszustandes in Bayer» mit gewissen Ei.schrän Hungen und mit Wirkung ab t. Dezember auSzesprocheu. Gleickizeing geh» die vollziehend« Geivalj wieder cms die 2 i v i l vc r w a l. > u n g über. Verhandlungen mll Sowlelruhland. London, k». November(Rc-uwr.) Ainttich wird mitgeteilt, dast der Abg. dcr Ariwlterpariei, Jamo» O'ftJrnbt) morgen nach Kopenhagen abreist, mn mit dem Vertreter der rassi-schen Sorvjetrrpubük L i iv i n 0 s f über den Ans>»» sch sä inj! ich« ßräfiduciaiioe»»»? um» 8a"%!«ruUrt(x tu»uUrttzitndsii*, Der Lesch'u'z der SollvelszmMnA. Genosse Rudolf BahlS sendet uns folgend« Er- tlärung: In der nm tZ. November stattfiefundenen Vollversammlunz der?lrt*itmü!e und BelriebSfunttionäre wurde eine Resolution »irgcnonnnen, die unter anderem von dein Versage» der Gemerk- schaftSiiiswnson bei der Führung von revolutionären Kämpsen sprich!, und erklärt, dag vaS revolutionäre Proletariat zur Ein- lcitung und Führung solcher Kämpfe in einheitlichen Kampfes- formationen zilsaiilinengefagj U»erdcn mug. hat viel'ach Anlas; zu einer falschen Auffai"sung gegebon. der ich hiermit Von vornherein ganz entschieden ciitzcgcntrctcn mutz. Hierzu hat im desonderen lWafr: die.Freiheit" beigetragen, die deui Vericht der Vollversaniinlung eine Erklärung der Redaktion vor» ansch-ickt, Die meiner Ansicht noch gänzlich daneben gehauen Hai. Wenn die Freiheit z. B. schreibt, das; die in der Versainin- sung vorhandene Erbitterung nicht dazu führen durste, den lLe. werk'chaften den Kainpf zu erklären, so habe ich demze�nüber auszusprechen, dag der Kampf gegen die Eewevkschasten sich ledig. lich nur gegen solch« richtet, die, wie die Resolution ganz wärt» lich sagt,»nicht Mittel und Ausdruck bei reiurn RäteihsieinS sind, und an den alten und unwirksam gewordenen Formen de? proletarischen Kiassenkamp'eS festhalten." Tiefen Sah bitte ich ganz besonder? zu beachten, aber nicht mir die.F-eibeit", sondern mit ihr all« diejenige», die dem Bc. schlus; eine salsch? Tcutnng geben. 6s liegt also nicht an uns und unserer Stellunznahin«. in welchem Verhöltniz wir zu den Gcwcrksckza'ten. stehen. V:clni'hr liegt es learan, cb die Eowcrkfchaften die Absicht und den festen Willen haben, sich alz Mittel zur Erkämpfung de» NätesustemS zu b-kernen hftlv. z» betätigen. Dsst oine Umgestaltung der Gewerkschaften in dem von uns varlangwn Sinne möglch ist. hat der lchtc VerbandStag der Me- tallaibcitcr in Stuttgart durch die Annahm« der Resolution R. Müller briviefo». Ist damit auch noch nicht alle? getan. so nuig man doch de» dort gesaßien Peschlust al, eme wichtige Etappe ans de» von und vorgeze-chneten Weg brnrachten. Wenn nun die.Freiheit" weiter scineibt. d.,st durch de», Be- schlust der Vollvorsainmlang den Geiverbschnften der Fehdehand. schuh hwigeivorf«! wird, so stimmt da« indingt. Zmeifall,!? wird de» Gewerkschaften, die heute noch im alten gewerkschaftliche» Fahrwasser segeln und fernenhw ihre Haupt. tätigkett darin betrach on. einige Pfennige Lohnerhöhung durch- zudrücken, der s ch ä r f st« Kampf angesagt wenden müssen. Wenn bis, wie die.Freiheit" schreibt, von ihr nicht gutge» heisten werde» kann, dann beweist sie, brst nicht wir, sonderm sie selbst groste» Mangel an fozialistischcr Einsicht hat. In nieiiiom Referat in der Vollveesaninilnu,; Hab« ich dämm «ich nur solchen Gewerkschafien den Kauipf erklärt, di« sich nicht zur rcvoluiianärcn KampfeSorganifano»>n dem von mir ge» viciiilen Sinn« umgestalten können oder wollen. Wen» nu« bohauptet wird, dost der Beschluß zu früher ge. fahte» in Widerspruch stände, so trifft da? nicht zu. Es handelt sich nicht um die Frag« B c triabs or�rnisa tion oder Gewerkschaften in dem Sinn« wie eS die K. P D. durch ihre Parole»Heraus «i« den Geeverkschaston" stets gemeint. Dieser Parole stehen wir puch heute»och-d»rcha»S ablehnend gegen über. I»' übrigen hält die K. P. D. diese Parole seht auch nicht mehr aufrecht. Ihren Milgliedern ist' freigestellt, der eine,, oder der anderen Organisalio» anzugehöre». Also nicht wip, sondern die 'tt- P. T. haben sich in der Beziehung gewandelt. .' Die Annahme, daß ich in meinem Referat in der Vollver. sanimlung für die Parole»Heraus aus den Gewerkschaften" ein» getreten wäre, ist darum eine völlig irrige Ansicht. So konnte sich die.Freiheit" ihre kritische Bemerkung an die Spihe des VersammInngsbcrichtS ersparen. Nack alle dem tocrdrn auch die sich der Feit anpassenden revolutionären Gewerksckaften keinen Grund m-he haben, sich Über den Beschluß der Vollmwsauiwlnng zu entrüsten. Im übrigen wird von berufener Seile i» den nächsten Tagen «ingehrnd darüber geschrieben wcxden, wa» ich schon heut« zu bcachleii bitte. SluS fimiflen Teilen der Erflnnipfl spricht eine geinisse Anmaßung, die wir z-urtickweisen, missen, da sie wever jn den Leistimgen des vorfassers der Erklärung, noch in den Leistungen der Vollveisaemiiiting lwgiündet ist. um die es sich hier handelt. Mag die Reiolulion nun so oder so ausgelegt werden. siÄ?er ist. daß sie den.flciui züi oincm die Vewogung des klassenbewußten Prolrluriats sclzwer schädigende» K o n f l i k t in sich birgt. Es ist ihr Dehler. daß sie verschiede» auLgel�rt werden kann, sofern diese lln- klarhert der Resolution nicht von ihren Urhebern beab- sichtigt war. Im übrige» ist eS nur zu bqzrüßen. daß der Genosse Böhls erklären kann. eS sei alles nicht so böse ymieinl Wir schöpfen daran S die Hoffnung, daß eine Ber- ständil?lmg zwischen den Gewerkschfasten und den Aebeiler- röten möglich ist, ein Ziel, dem wir gern dieiven wollen. und dem zu diene,, a»ch nur der Zweck unserer Polemik gegen den Beschluß der Bollversamnrlung ist. Tazn aber ist gegeineilige.tila-rbeit und Offenheit nötig und vielleicht zieben die beteiligten Genossen damns die Lehre, daß es sich empfiehlt, den Nesolutionen einen klaren und ei»' d c n t i g e n Wortlaut zu geben. Was die Erklärung über die Haltung der Korrmninisben z» den Gewerkschaften sagt, ist nur„bedingt" richtig, um mit Böhls zu reden. Tie Haltung der Zen-tmle der K. P. D. unterscheidet sich in dieser Irage allerdings von der Hab tniig der komnmnistischen Provdeten der BetriebSorgani- sationen. Ihre Propagtvnda schließt, wenn sie iiberljaiipt einen Silin Hachen soll, die Parole..Heraus anS den Gemerk. schchtm" notwendig in sich lind mit dieser Nicht»»g ist d'e Vollvcnä»i»il»»a vom 12� November dnrch ihren Be' schltiß in v i e l z u n a h c B e r ü h r u n g gekoinnien. Wahltag in den Enlen'etäadem. Am hentigon Tag, finden tn säintlichen romanl» schen Ländern der Entente di� Neuwahlen z» den VoikSvcrtr'tiingen statt. Heute solle» die Bswahner Frank» reich«, Belgien« und Italien» ihr Unrit sprechen über die Potitit ihrer Regierungon, heut.' soll da« Proletarial in jenen Staaten Zeugni« legen über den Fortschritt der Revo- lutioniernitg jch«r Länder und üb« ihr« Ducchdeingung mit den sozialistischen Idealen. Jn ollen drei Ländern ist der Wahlkampf Im wesentlich n «in Zw�kanipf zwischen Bürgortum und Äozialttmu». Vor yllom aber in Frankreich, da«tn verhält nitinäziz fester Block in kunlertmntem Durcheinander die verschiedenst«« dürgevlichen Parteien wn schlicht, di« sv« di« NnM Vax dem SrqiaKsnm« umter«inen gemeinsamen Hut gegen dl« Sozial- dcniokratie get»rocksl hat. Jn Frankreich ist auch der Säahlkamps weitaus am hchtigsten gsioesen, und der erbitterte Kampf de« gcsam'.en Bürgortum! gegen den Sozialismus hat zu einer immer stärkeren sliadikalisicrunz der französi. schcn Soziali st en geführt. Stork boweat war auch der Wahlkamps in Jialien. während er in den meisten Gegenden Belgiens austergeivöhnlich ruhig war und hier nur in Flandern gröstercn Umjang annahan. Jn allen drei Ententelänidern aber f.'l>en unser« Ge> nosshn dem Ausgang der Wah! mit stärkster Zuversicht ewigegen. Möge der heutige Tag ibre Hoffnungen voll erfüllen und einen Markstein i» der Entwicklung de« revalutionären Gc» dank, ws in jene» Ländern bedeuten. Die Lehren öes Metallarbeiterstreiks Lieber dieses Thema wird heute vormittag IV Udr In einer Versammlung aller Funktionäre des Vletall- arbeiter-Verbandcs, die auf dem Boden der U. S. P. D. stehen, gesprochen. Die Versammlung findet im Patzeuhofer(früher Bockbraucrei), Fidicinslr. 3, statt. Die englische Arbeikerpiirlel und die Znlernalionale. Hollandsch NicuwS Bureau verbreitet folgmbe Meldung: London, 12. November. Dl« englisch« Abordnung für di«»weil« Internationale macht laut„Manchester Guardian" Borbereitungen zu dem Kongreß, der im Fevruar in Gens siultiinven f»U. VW jeiit vat die eiigtijche Abordnung au» der Arbeiterpartei und der Unabhängigen Ar- beitervartei bestanden, weiterhin au« der englischen sozialisti- scheu Partei und der sogcnaunteu Fabian Coiiett,. Unter der»cu- geregelten Verfassung ist aber die parlamentarlschr Kommission de! Gewerkschaftskongresse« ebenfalls cingriadeu und, wie eS scheint, hat sie die Einladung angenommen. Tie englische sozialistische Partei hat aber nach einer Abstimmung beschlösse», sich von der zweiten Internationale zu trennen und sich bei der Moskauer Internationale anziischlichen. Die englische Abordnung besteht au« 30 Mitgliedern, dir KO Stimmen auf dem internationalen Kongrrh haben. Tie Mit- glicdcrzahl der englischen Abordnung In Genf ist wi« folgt gc- regelt: 12 von der Arbeiterpartei, l2 von der parlamentarischen Kommission nnd sechs von der sozialistische» Partei, von denen die unabhängige Arbeiterpartei den größten Anteil hat. Diese Meldt», g bestätigt, daß die englische Arbester- purtei mit allen ikjrcn Gliedern sich an dem Genfer Kongreß beteiligt. Die englische lozuilistiiche Partei, die sich � der Moskauer Iuteruatiouale anschließen will, ist eine der vielen kleinen sozialistischen Parteien, deren Mitgliederzahl und Einsluß gegenwärtig gering ist. Der kovimunale Arbelkenal lind die Gemeindeverlrelung. An« den Kreis«» unserer Gemeindevertretc.« wird un» g«- schrieben: Der kommunale Arbeiterrat war eine Frucht der Revalu, sion. Er war nicht im GesetzeSp.,ragraphen sestgelcgt. sondern bildet« sich kraft de» Reckst« der Itevolntion. Er war der Ausdruck genstsser Machtverhältnisse. Die Machtverhältnisse sind nicht gc- bliebe», w�e sie waee». ES soll seht uneröriert bleiben, warum d»tS so gekomm«». Tie Tatsache aber besteht: Wer die Macht bot. Hai da» Recht. Und die Macht hat die Arbeiterklasse nur vor- ittvr gehend gebabt. Hat aber Sie andere Klasse Macht, so seht, sie der Arberlerktaii«. Je mehr Mach, dort, desto geringer dir Macht hier. Und br-dhalb die Enttäuschung, das; die Errungenschaften der Rvvotulio», so-mi, sie in bestimmten Organen der November» epoche zum«»»druck kamen, wieder zu Wassri geworden ist. Ein solche» Organ war der kommunale Arbeiterrat. D>« KäniPfe um sein« Beseitigung, die sich seht in den Ge- mcindei, abspiclen. sind nur«in letzter Akt. Dies« Kämpf« wäre» u» möglich, wenn da» Proletarial die Macht besäst«, die e» im Vorjahr kstit!«. Mit dem Augenblick, da d!« neuen parlamenla, rische» Körperschaften zusammengesetzt waren, strebte die Regie» ru»g di« Beseitigung aller RevolutionSgebilde an, di« nicht»gc- sey! ich" tesigelegi iv-iren. Die kominunalen Arbeiterräte hält di« Regierung für über» stüssig, weil neben der»demokratischen" Gemeindevertretung an- der« Konlrolliniianzen nicht mehr notwendig sei«». Di« früher von der Regierung angeordnete Finanziernnfl der Arbeiterräte ist wieder aufgehoben und die bürgerlichen Geinriiidevertreter im Verein mit den Rechtssozialisten beeilen sich, hurch Peseitigimg her Arbeiterräte nur noch.demokratisch" zu verwalten. Sie bcschliesten in den Gemeinden, in Zukunft keine Mittel für kominuiial« Arlwiterräi« herzugeben, llnd Ivo trotzdem nach Arbeiterräte ohne finanzielle gemeindliche Hilf« weiter bestehen, sucht man ihnen da» TäligkritSfeld zu erschweren. I» letzter Zeit haben in verschiedenen Gemeinde» in Glost-Derli» lebhafte Kämpfe um die Arbeiterräte stattgefunden, sie endeten immer mit der Abwürgung dr'rsctben. Damit find die Aebeitcrräie keiiieSiveg» beseitigt. Ob finanziert oder nicht, der Rätegedanle kann dnlch Gr nie indebesck süsse nicht kseiligt werden. Die Ar- beiter müssen vielmelir klar sehen lernen. Man wird die heutigen Verircttingen in Reich, Siaat und Geineinde immer auseinander zu hallen habe» von dem itiätesystem. da» sich z» de» heulige» VertreniiigSsvstemrn in demselben Gegensatz befindet wie Kener zu Wasser, und da» erst verwirklicht werden kann, wenn di« Ar- beilerklolsc die Macht toi Staat« bat. Nun ist infolge dieser Kämpfe da und dort die Meinung auf- getailcke, ob man nicht zum Protest geg"n die Absägnng der Ar» beiterrät« au« der Gemeindevertretung hinan»- gehen sollt,, lieber ein« solche Auffassung kann man ernstlich nicht diskutieren. Protest, sck.arser Protest ist und war am Platze. obwohl gar nicht verschwiegen werden soll, daß a» vielen Stellen Arbeiterrät« in Gemeinden»in« burchM«eh«» sächlich« Roll« gespielt hoben, und sie mir in wenigen Gemeinde»»ekt- weise die ganz« Veripaltung in der Hand ten. Trotzdem wäre c< unverständlich und unangebrallt, wenn die Äibeiter selbst sich zum Protest gegen di« Abwürgung der Arbeiterräte aus der Gemeinde» Verwaltung ausschalten würden. Denn eS gibt keinem besseren Anschauiingöuiiterrichl und kelne bessere Vorbereiinng für die Verwaltung einer sozialistisehei, Geselljchoft al» die Mitarbeit in de» Gemeinden. Man muß deshalb beide? tarn: In der Gemeinde mitarbeiten im Sinn« des GemeindcsozialiSmu? und draußen den Räbe» gedanle» propagieren, wo man kann. Nicht allein När« brauchen wir. sondern Sozialisten; die Räte allein vcrbürgei uns nicht unter alle» Umständen, daß Arbeit im sozialtstischen Sinn« geleistet wird. Der reine Rätegedanke gipfelt darin, daß d!« Verordnung und di« Ausführung in eine Hand gelegt werden soll. Da» Volk soll sich ohne Brworinnnduidg selber verwalte». Ein Gemeindeparlament und weiter hinaus zum Reick-Sparkameut bildet keinen Ersatz sür diese SelbstverwaliungSkörper. Aber durch blost« Theorien über da» Rätesystem kommen wir über die Tat» sachcn de» oeaten Leben» nicht fort. Und deshalb müssen wir d« Dinge nehme», wie sie sind und nicht wi« sie sein scllen. Zpr hemainsailms'raze. Kurt Lowensteiu. Di« Redakiwn der.Fe.iheir" hat e» für notwendig«r» achtet, zu den Richtlinien einige kridifche Bemerkungen zu mach. it. Um den Erfolg diese» neuen Statut» nicht dnrch Mistvoiständ» nifse zu beeinträchtigen, muß mit Nachdruck auf folgendes hin« gewiesen werden. 1. ES wurde von der Redaktion bemängelt, daß nicht kkav genug gesagt wo den wäre, daß sür die Wahl zum Mitglied einer Kommission das Vertrauen der Mehrheit der Miigliedschaft er- forderlich fei. Wir weisen demgegenüber auf den Absah 3 de? AufbauS de» AktionSrat.'S am Orte hin, in dem e! wönlich heißt: »Gleich nach vom Zahlabend ist in einor Mitgliedemrrsamm« lung die Wahl per AktivnSrät« sür die einzelnen Kommisfionen vorzunehmen." Damit ist klipp nnd klar die Souveränität der M.igUederversammluiig ses, gesetzt. Et kann auch ferner kein Zweifel darüber fein, daß unbescl>aSet der Sechbsländigk.'it dev Arbeit in den Kommissionen die Mitgliedschaft ßd-rzen Siechen- schast fordern kann, und daß in wichtigen Fragen die Zustim« mung der Mitgliedschaft erforderlich ist. Ferner steht der Mit» gliiedschast jederzeit da» Recht zu, jede» Koinmissionsmilgiied ab« zudr rufen. 2. ist die zahlenmäßige Unbegrcnzcheit der Mitglieder de? Kommission>.m beanstandet worden, und ztvar mit dem Argument, daß die Größe d-r Kommissionen die LeifinngSrähigkeit derselben beeiirirächtige. ES iii-fl' hier ein« Vertenimng de! Charakter? der ArbeilSkommissionen vor. Die Aibaittkoiilmtssionen sind keine TiSkulio.klnbt. sondern si« sollen b,e» gesamte Gebiet de? Augenblick«« rboit und der Schulung sür den SozialiSrnu» teiften, Jede» dieser Mitglieder soll nach seinem Können eine ganz de« stimmt« Arbeit— uiiy sei sie noch so klein— durchführen; natürlich unter Kontrolle der gesamten Konrmifsion. Wir Habens z. B. in Chaelottenbnrg eine Kommission für Bildung und Er» zichnng. die 22 Mitglieder umsaßt. Es hat sich aber schon in dieser kurzen Zeit enviefe», daß d!« meisten Mitglieder bereit? mehrere Ausgaben Hab.» übernehmen müssen, um auch nur di» notwendigsten AugeiiblickSarbeiien zu erledigen. Jeder, der siehj an unsrion Arbeiten betoiligt bat, wird sicher den Wunsch hegen, daß unserer Mitarbeiter dreimal so viel wären. Aber denken mir nur an die politische Kommission. Ichs denke mir. daß ein Mitglied, oder Mtzhr re, c! zu übernehmen hätten, die Frage» de» Baltikums genau zu iludivceii, ander« dir Rußland», Italiens, der Entente, Amerika» usf. Sie häiten aus Grund doc Lektüre von Zri'rschristcn. Zeitungen und Bücherq in der Koininrssiou zu berichten, in Zu h labende». Mitglieder« nnd össentlichen Versammlunge» z» rescrirrcn. Dringend w>ir« e» erwünfcht, daß die Frage der Jntoeinitioiiale» nicht mehr wi? biSl�r die Partei dnrch Schlagwörter in 2 odei 3 Lager»eilt, sondern haß pirlmehr da» sachliche Für und Wider jn si ine« ArbeitZgemeinschaslen abgeivogen und da» Ergebnis dann so oorberritet in die Zahlabcnde und Miigliederpersaminlungen hineingetragen würde. Jeder Einsichtige wird zugeben müssen, daß dann ein« Arbeit geleistet würde, d'e uns vorwärts brächte und zur Vereinhett» lichung und zur Festigung unserer Politik wesentlich beitrüge. Ich loch noch auf da» umfassende Gebiet der Slcusepolitik. der Vetfofiiiniv der Rechtsprechnng und der gl. mehr hinweisen. NM anzudeuten, w. ich unendlich frncknbare Arl-ei, geleistet werden könnt.', wenn genügend arbeitswillige Genossen sich mit Sach« kichkett und Gcündlichkoit diesen Ausgaben widme» würden. Wi>r brauchen keine Schönredner; aber unsere Partei der Diflalns de» Proletariat» braucht in alle» Fragen gründliche Schulung nicht nnr einzelner, sondern der große» Masse». E» wird häufig gesagt, daß man gerodte in politischer Hinsicht zur Turchfüheung von ang. nblickliche» Maßnahmen die Anzahl der Führenden nicht zu groß nehmen dürie schon wegen der Verlrauendbewährung, Ich bin rollsiänbig mit dieser Meinung eiiwersiandcn, nnd gerade dirse ArbeitSkommissioneii ermöglichen am besten ein« solche Au», lese. Mit der Vorbereitung nnd Dnrch'sibrung etwa einer De, monstralion oder Aktion im engeren Sinne wiest man natürlich nicht die ganze Koinmissfpn beanstragen. sondern die Tüchtigsien und Vertrauenswürdigsten, und bei ibnr» wird man de» Maß, stob incht peinlich genug anlegen kpnneu. Da» rpich sich ahex von selbst an» her A bcit erg den. Richtlinien für eine Abgrenzung der Kommissionen sind« darin hat di? Redaktion völlig recht bei der Neuheit de? Gaiizrn burchau» erivnnscht. Ter provisari'che AkeionZeat bat bereit» die Vorarbeiten dazu erledigt und wird diese Richilinien deiniiächit h rauSgcben. Nur ri»S sei schon jetzt gesagt: mehr ai» jede» Statut setzt natürlich d> e, e» Statut die Arbeit», Willigkeit der Genossen vorau». Ta» Rätestistem gibt nicht nur nichr R.chle, sondern auch mehr Pflicht?». Mein Optimismus gehl dahin, daß die proletarischen Masse» durch die Ereignisse de» letzten Jahre» gelernt habe» werden, daß der Si.g de? Proleiuriot» die Mafcitisierung aller K raste vorausvsetzt. Do» Statnl soll den Weg d'z» ebnen. Da« Prolelariat wird unwiderstehlich sein, wenn e» aftionSsähig gemacht ist. Gefangenenhelmkehe au» Aegypten. D r erst« Heimkehrer» transpou au« Aegypten ist Freitag abend ni.U dem Dawsser .Guldjemal" in Brnnsbüttelkrog angelangt. An Bord befa sum sich über tausend Kriegsgefangene— zum größte» Teil Ang«hönge der ostafrikanisien Schutzinippe— nn» zahir-ich« Zivilgefanv«ne. Ein zwcitier Trontpor; G«- fangen«» au» Aegypten soll mit dem Dampf«,.Thrijtian Bobs" am Iß. Kovember in d«, Elb««iutvekien. Splsi- waren- tn großer Auswahl Beils-MIanu-SfraSo GaOö Frsnlifsrtsr StraSe Bmnnsn Straßs Kottisassr Oamin (Charlotlenborg) Wlkarsdcrfer Strafte Ullsiein Sdmiil- Muster Trikotagen Strümpfe Bettwäsche MocSem. Jabot nn* Tüll, rei�h mit TniT«"lt�rti eam ert Damenbemkleider SchlupiTorm,»cfawarz....... Herr enb ein!i!eider greu. starke Qualitüt......... KeircafaMeilioscja Saat 35.75 IkGpfrÜQlCr für Domen, einfarbig 10.95 9.85 15.75 Dameasimmpfe 7.ss DöiKienstmmpfeälg;ert;Jrkt 19 Ferse and Sohl?, extrastarke Qualität..*£.75 OSZHCElSirmiip�C lang, schwärt.n Reine Wolle, mit Doppslsohls u. F.rse 4 1.30 Herrensocken SST/f.0!� DcdsbcM ans gutem Wftsiestoff. 59.50 KopfklSSCn 6�-u possend... 17.50 ? krZKzem. let'.enarttzen 3, 445,£30, 830 MARMOR HAUS Komödienhaus Am Soinedrsii. de» 22 Sovdr, 7 jlhr: Sun, erlies Msl«, Sie Snülbtü in S üatiügtR»an«corg SteMe. PattstberfttNer: Seil« SlSBner, Siln'ou Ediiinjd,?«itij öf'rtm, Ltmihaih Hertel,©nfreo Setz, Srnst BtSmcr. Rorbc, Ct:o Ealller-Lc.la. Blfrtb " W~' Edliiia Seidel,«orne- Slein, Salfqana-Ziljer. SUfrc; Sis{1 ZSelRch. Zocliers Lichtspiele und Kaffee Ost rots«lad mit Edith Psiiaader. 2. Ein Fr&hilngslräum. ••«•••••«•• n•••••••«••• e a»•••• ! Neueröffnet!! «»•••«ea«••«•••»«••o«« Wrange�lstrasse 53 Eingang PaikcnsUlner Strasse U1 T 5 g 1 1 c h ab 7l/M(Jhr, Sonntag« ab 5 Uhr Im Kino Im Kaffee bk cinschi«Milch Montag: I. Ets�e Musikalische Darbletungien der ailbekn' nxen Kapelle» F c£ jf e bei freiem Entree ÄigsiFfHeF Aloxandorstraile 21 ) gar Hentn-WS A i Vorgä«i'nngaa« E Mein Irihs 8 ei» tiB< tri1 Vazielö-Spiolp.ntt. Scriait»„Doktor v/lder Willen Dostg. TUhr — Oer !obUFÄ rinl Frtr.7i Uhu Sondd.TUhr:------- „.sSsssjÄte Montg. TUhr: Fran'e'.c Julia — Der erttne Kakadn. Dfitst'iKätsii.-Uaid 3 Uhr: Dies irae. Soonlag bl» D.emtag 75 Uhr: Cypnsime. (KonsUniin. Clötz, Walter) Mittwoe I 7, Uhr. Dies Irae. (Grüning, SonnltA K dpfer. Twardowsky) Donaerirtag bi» Monmg 7) Uhr: CyprfcKue. Qosstsjuia. 041». Walter) QnutfiBSci Heute. Sonnta»: 77 7 Zl"n 3 5/ I. Meie 1 /«IrcSon-Paniom „Asshenbrodel" Sümtifche Rollen trerd. von Kindern gesp. weitere Gu/iav ßocfj/tßttßt-�RSenbe Lichtbild sr-Dorirug:»Co« deutsche VtyblattT, £igeueOichiuagni;100 baute tu/chmatje Cichfc« bild« nach Orisinaten vanVennerberg,Leils. tnetui, �hrenberger, Ütisr. Simtncf,�3nttnen 3Re£3aitetSili«u.aaom35.?loa. ab täglich bid 4. Deieaibet s» abeab« 6 Ahr(mit Slasnahme »ob sauataz, SO. Tioamnbet) in allen Sstabt- teilen. Saalcngabe durch Plakat n. Urningen in den togetfjeitnagen./ /totien: 2, 3. 5 Jllatt Varaertaus ab 10. Ttoe. aa der Theaterkasse IDertheimnnb?illalen, 3u»oiibenbanf, jß o t e&■£ o c£ aab an der Abendkasse S■■■iaUnuU»meeesUeaUaene>aaa>aeBgpiiaaiiiinn■ s MLU8SLLssMA.3.V. NGSLa i •nantag. den 53. November w ha»lala der Neallchule,«odhlustrafte Ksmmsrmusik->ivenS.- - Werk« voll Beethoven. Mendelssohn, fjagdn. 5 Wifmirkanda- her» ÄonjettmeHtcr Strnictm®rt»c4. 5 MiÜiclieUiir. mühl(L 4iioL), Frau S..ere!e Pento. 9 Schubort(B. MaN>»), gert Wolter Schulz(Getto), gett ffreuu ftöher(Biola). •IntriM 1,55 an. tlirionn?'/. Wir. Sartriwtrlam tu da ii chhauMmig.Rreiljf.i", esuj.poaua« dcmm 10, Im Süt» Kwfon'tt 8, gpei ition S' üthla, iledau |,'.«BC 3, Sp!hi:l«n fteiiar;, Smict Gimte 83 und dci allen Mitgliedern de» Bilhaufttertidiuffc». e jaaaaaaaaiiaaaesaapaHMB s I s laiiässcüss'.eiiuiigsiiaiia sm Lehrisr Sa'nhof r.......................... i........ bs Geöffnet von 1Ö-7 Uhr Miitwocb ii. Scnnabead von 10—8 Uhr Etet. itt preis SO Pf. Monisgs und Dor.ner» ags Mor.lags nur(Or(J'� trit'a- ük.T.en ÄussteliuDg z'ürDeklinpfDüg der toe&teclits�raBMisiten BiüaBaaESäUHaaHßsaiSääBäeäaiasf� Heute Eröffnung We'i&Melätsmssss 1910 im Dresdener Stroße 34 35» In noch nie dagewesener Vollendung Kr 055.0 iebenda Ssh-n issiiics Verka ifsstjnde al er Art We hnaehtsmarkl k la Schloäpla z— Hasenhelde MUachcner Hetz— Ringklm.i!«— Radrenucn Keonsport— Konzert uud Tanz Anfang V/ochcntags 5 Uhr, Sonntags 4 Uhr Hierzu ladet eia Cianz. #5 S3f 3 Ö a a a s> siksssasnnsasBSBajna.] «■gagaagtsaaBi Zahne von SR 7k 1 Tragik iu„Apb Panttftnlaie| Aphrodite' In beid. Vorstellunir. vorher: 3 Barbss, � " TodasisGiorrsotaArt u an«tßiigr Wfend. Die teslliun Heliänfci. f Dar KapHSaler t- d. Qbrlg.Nr. « Tendenxfilm® (Er ätsrtinüanä dir Tcdesslrsit! Todesurteil Uraufführung 26. Dez. bis 4. lanuar 1920 MEUEPHILHAR-MOMie���- 1 HÖPEDlinER- 5Tft.9*/ST c6)Vf»Pt4. MQ�lTtPL- lOiOS 14.-20. Not. 6 a. 8 für. Stf. 4,8.2 ühti Die üerfitten Soziales Drama in 6 Altvcn von Hans Kyan In den Titelrollcni Preisringer Pietro Scholz Gertrud Weicker v.DcutscheaTheatcr allabtaddoh persönlich anwesend Bei Bestellucg eines Qebissos Zahnziehen gratis. Umarbeiten schlechiaitzender Qcbisso in 2 bis 3 Tagen. Plomben von 3 sVl.an Schriftliche Garantie. C_» Worten. Aus be'onderen Wunsch des Abg. Dr. Jlohn wird der Zeuge aufgefordert, diese Gründe in öffoniticher Sitzung an- zugeben. Ich macöe aber darauf aufmerksam, daß es sich nur! um sachlich.- Angaben ohne Werturteile dabei handeln kann. D:.'Hclfse?ich: Welche Rechtsmittel stehen mir gegen den Strafbeschluß d«S Ausschusses zur Verfügung? Stelld. Vors. Wg. Gothein: Darüber hat der Ausschuß noch keinen Beschluß gesaK. Ich stelle Ihnen eiiheim, sich nach einem Rechtsweg zu erkundigen oder beim Gesamtausschuß Be-� s ch w e r d e einzulogen. D:. Helsserich: Ich stelle fest, daß ein Rechtsweg gegen den Beschluß des AuLschuss.S den Mitgliedern des Ausschusses offen» bar nicht gegenwärtig ist. Stellv. Vors. Abg. Gothein: Sie haben gar«tchts fest» iustellen. Feststellungen trifft nur der Ausschuß. Dr. Holfferich: Ich habe mich nach dem Rechtsweg erkundigt und stelle eineut fest, daß mir der Ausschuß einen solchen Rechts- � weg nicht angeben kann. ' Stcllv. Bors. Abg. Gothein: Ich habe Ihnen schon gesagt, daß Sie sich beim Gesamtausschuß über den Unterausschuß 6t» schw. ren können. Dr. Helfferich: Ich nehme an, daß seevohl Herrn Dr. Cohn wie den anderen Ausschußmitgliedern die Dinge gegenwärtig\ sind, die ich müne. Ich wollte sie nicht nennen, um sede un- nötige Schärfe zu veimoiden. Nachdem aber Dr. Cohn und der Ausschuß Wert darauf legen, daß diese Gründe genannt! werden, bin ich gezwungen, es zu tun: Der Gesamtausschuß ist eingesetzt worden, um dir Gründe zu> prüfen, die zu dem furchtbaren Zusammenbruch unseres Vaterlan. d..s geführt haben. Nach meiner Auffassung ist Dr. Cohn a n diesem Zusammenbruch ganz unmittelbar be» teil igt Nach einem Telegramm des Botschafters Joffe,, deS BertreierS der russischen Sowjetregierung, hat in der Zeit, in der unser Vaterland den schwersten Kamps gegen eine feindliche Uebermacht führt», sich Dr. Cohn von Jdffe G e l d e r d e r r u s s i. sch«n Sow jet re g rer un g zur Verfügung stellen lassen, um Dcntschlaud zu r dolutionieren. DaS ist der Grund, aus dem heraus ich es ablehnen mutz, mich mit Dr. Cohn über diese Dinge zu unterhalten und ihm auf Fragen Antwort zu geben. Sie können alle Zwangsmittel der Strafprozessordnung gegen mich anwenden, aber keine Macht der Welt wird«ich zwinge« können. Herrn Dt. Cohn hieif Red««od Autwort zu stehe». Abg. Dr. Cohn: Ich wende mich I. Das Land schien wie teusstsgepeitscht dem Kriege und. Jimnne Higgins dem Martyrium zuzn treiben: wenn der große Wahnsinn' tatsächlich von Amerika Besitz ergreifen sollte: er, Jimmie, wenigstens wird sein möglichstes getan haben, um dies zu hindern. Er wird sich dem Krieg Avagen in den Weg stellen, sich unter die Hufe der Kavallerie wer- fen. mit seinem toten Leib den Pfad versperren. Dieses äußerst aktivistische Programm kannte bloß ein Hindernis—. genau genommen, vier Hindernisse, drei kleine und ein. großes; das große war Lizzie. Die arme Lizzie hatte selbstverständlich keine Ahnung von den Weltgewalten, gegen die ihr Mann dm Kampf aufnahm: für Lizzie bestand das ganze Leben aus drei Babies, die sie ernähren und pflegen mußte, und einem Gatten, dem Werkzeug, welches ihr die Erfüllung dieser Pflicht ermöglicht. Die Außenwelt war für sie ein schatten- basier, unklarer Ort, voll imbestimmer, nebellwfter Schrecken. Irgendwo oben im Himmel thronte eine heilige Jungfrau, hilfsbereit, wenn man auf rechte Art ni ihr betete: doch wunde Lizzie in ihrem Gebete durch die Tat»' stäche gestört, daß ihr Mann diese Heilige vcracht---'ogar' kränkend? Zweifel an ihrer Tugend hegte.. (Ifcairtun«{oigstzj. twnbrt hätte. unmSgllch noch eine Wlrknng hätte erzielen t ö n„ e„. die irgendwie für die Ber. »alinisse an der Front von Bedeutung hätte sein koiinc». Wos aber dc-n Haiipit.il der Gelder anlangt. nämlich die Untcriintzung nolleide:.der russisch/r Rriegdgesan- tteiiee. ,o wird auch Dr. Hclswch nicht bekurnpie» wollen, d-.ih die Liiidernng dieser Nor irg ndw'e no» itinfinh gewesen i>l auf die Berhältiiissc an der Front. Dr. Helfferich hat sicher von dieser meiner Rede in der Ralioiialversainilitu»,, flcinmii« l>e- loinine». To Ute da? nicht der Fall sein, s» wäre r? wieder ein» mal du Beweto für dir Nnziivrrlässigerit. mit der Dr. Helfferich s« schwere Borwiirfe erhebt. Dr. Helfferich hat gemgi. er lvisfe nicht, inwieweit er hier Zeuge»nd inwicwe t AngcNagtec ist. Fch tan» ihm darauf nur sogen, wie ich seine«tellung sehe,»äni. Iich, dah ich in Hcrrn Dr. Helfferich hier den Rngeklagleu dirfcS Unteirsnafliiigeuerfahrrn« rrblilke. Stellv. Bors. Abg.(»otheiu: Diese Slc»ber>rag ist»nzn- I a s i i g. Der And schuh hat»ur das Recht oer lluteriuchuiig, uichl da» Nccht. Anklage zu erheben. Ich muh diese Aenhcrung ald '», 2»derspruch iiiit de» Aufgabe» uud Pslichtc» de» Unter- suchungdausschusscS stehend rügend. Abg. Dr. Lehn: Ich unterwerfe mich dieser Zensur. Herr Dr. Helfferich hat gesagt: Unmittelbar beteiligt ist am Zusamiiienbruch Dr. Cohn, er hat dw Schuld. Der Entgegnuiig dieser Behauptung sollten ineine AuSsühriingen die.ien. Ich hatte bereit» im Mai im" diese AnSsübrnngr» ae-nacht,»in dcn Vorwurf Dr. Helfferich». doh ich schuld oder Mitschuld sei. zu widerlegen. tDr Hrlflcrich u» I e r b r c ch e» d: In welcher Art von Di»lussion befinden wir u»«?) Vors. Gothel»: Da» Wort ha» seht Abgeordneter Dr. lloh». Die Sache wird brenzNch.— Helfferich brückt fsch. Dr. Hrlssrrich: Ich tonn adcr inei» Zciigni» verwri- gern, dann werde ich den Saal verlassen. iVrwrgung.s Bors. Gothel n: Dan» werden wir die nötigen Mafinnh. men z» treffen wissen. Dr. Helfferich: Wenn die DiSInsfion so weitergeht, van» verlasse ich den Saal.. Die VcrhiiiiS- lunge» werden mit der Vernehinung von Wenoral-feldmarscholl von Hindcnburg beginnen. Slurmszenen in der tanZlesßerZsmmlmg. der gestrigm Sitzung der Preustischon LandeSver- samiiilniig krnii etz>vicde>l»zlt zu auszerordcnlbich stüriiiischeu ZnstmiiiireislöMii. Ter Nedner der deirtschnc>tio.iiulm Volks- Partei G rae s nklärtc i» seiner Erwiderung auf die Rede des Minislerpläsidenten Hilich, dah die Begründung der Fordcrilngeu� wetten der koiiiuiiinalcii Ardeitorrätc genau so dürftig wie die Kleidung des Präsidenten Ebert auf dem Badebilde sei. Diese Bemerk»»« löste boi den NechlSsozia- l»tm imgelicnre Entriisbung aus. die den Redner laiitic am Wcitersprcchen verhinderte. Slls nach Gvaef Heine das Wort ergreift, und erklärt, dah, lvenu Ärars sich zum Hüter des drinokratischen Gedankens mache, er sich umdrehe. »nd als er bei diesen Worten talfächlich der lst echten die N ü ck s e i t c fein es Körpers zuwandte, brach der Sturm auf der Nechteu hervor, der auch später noch einmal einsehte, trotzdem Heine die NetfUe inständig ermahnte, ihre Hetziirbert nicht weiter sortzntreiben. Tamit>var Heine bei dem Tl>cina angelangt, da? vor- her der Ministerpräsident Hirsch in einer sorgsam vorbereiteten und vorher im Wortlaut verteilten Rede begonnen hatte. Nachdem er zuerst das Treiben der Monarchisten in der. letzten Tagen verurteilt«nd gedroht hatte, dah die Ne- gierung b-ei Wiederholung dagegen einschreiten werde, de- gann er � sein Licbesmerbeii mu die Glinst der Ncchtsparteicn. Ter offensichtlichc Verfall der Regie- rnngÄiiehrhcit in Vreusten, die Datiache, das; in den letzten Tagen sich wiederholt bei Abstimmiinge>n eine geschossene bürgerliche Mehrheit gegen die Regierung ergeben hatte, veranlasste ihn, den Nechtsparteien gut zuzureden, sie inöclsten doch ihre Opposition gegen die Negierung ausgeben. Ten Luxus zlveier Oppositionsparteien— auf der äutz.rsten Rechten und auf der äuherstcn Linken— könne das deutsch Volk sich nicht gestatten. Mit lim so gröherer Schärfe wandte sich dann Hirsch gegen die Ilnabhängige Partei, der er Unfähigkeit vomars und die Absicht nnterstellte, kaltblütig das Lebensglück der lebend.m Generationen zugunsten von Utopien vernichten zu wollen. Um die Schwäch dieser Stellungnahme z» verstecken, hielt er es für nötig, auch die EinignngZschalmei zu blasen. Schinhaft vermied Hirsch aber ebenso wie nach ihm Heine jedes Eingehen auf die Brandmark»»» deS BelageruttgS- znstandcS durch dcn Genossen Roscnseld am vorhergehenden Tage.> Wie wenig ernst' beiden Ministern der Kampf gegen rechts ist und wie sehr sie die Verantwortung für die Hand- lungen der prenstischn Regierung tragen, zeigt die mit einem gewissen Stolz von Heine vorgetragene Bemerkung, daß man der soziald niokratischen Mehrheit im Staats- Ministerium keinen fsall nennen könne, wo sie die Minister der anderen Parteien maiorisiert habe.„Sie wissen gar nicht, wie einig wir sind 1' rief er pathetisch aus. Nach Heine hielt Heitmann eine längere Rede, in der auch er an die Linke appellierte und von der Einigung sprach. Tab gerade Heitmann es sein mub, der diesen Ge- danken vertritt, Heitmann, dessen bisherige Politik die Kluft in der Arbeiterklasse wesentlich verschärft hat, ist kenuzeich- nend für die Tatsache, das; die bisher betriebene rechtssozia- listisch Politik, der Koalition mit dem Bürgcrtuntz vor dem Zusammenbruch steht. Heitmann versicherte, daß Personen, die der Einigung im Wege ständen, ver- schwinden mutzten. Er wisse, datz er einer der ersten sein werde, das aber fürchte er nicht, es mutzte sein. Man werde ihn. als den tüchtigen Menschen, ja bald wieder holen müssen. Aber auch er drückte sich nm eine klare Forderung der Slellungnahme zu der Beseitigung des Nelagrrungs- u V? und des NoSle Regiments herum. « Der S hWgswlchk. ■?n der gefl eigen Sitzung der Preutzischc» LandeHbersamm- .. e.fi bei der For.ietzu.'g der S�aUmg �S�HauZhal.» de» uii.iisieriuiu» der Ministerpräsident H.rsch da- Wort. Er .e sokgcüdcl aus: � �...< Bei den skandalösen V o r g a n g e n auf den D I r a tz c n A c r l i n», ivolv! sogar untzr Leitung m» deutich- n�tlpnale» Lchrcrn Schüller mitwirtten, handelt c»«ich um Deiiisnslratioucn gegen die Neglcrung, gege» d:e Republik, für die Monarch.». r; man erwarten, datz die Regierung von den Arbeitern � a-r Gesetz und Bersassung Verla, gi. �. setz und Versassung mitznchtel werden,«omie Kund- n sei, Ce g« n l iiivg ab u n ge n hervor. Die Slcgxrin g . Äas. nahmen getrollen. Die Schuldigen toeroen besonder» die Lehrer v»d Dirckioren. D.a» u. /�r �wilUmuuüju#. oeicheiuu ich war das Wledaraattebcn de» Stöckerrummek» der 80er Fahre. Dadurch wird Deutschland vor dem AuSlandr hrrabgrwllrd.gt. Vor ivrnigtti Woche» hat der B o r s i tz c n d e d e r d c n t sch- nationalen Partei ein Programm zur Wicdrrhcr- st c I l u n g der O r d n u n g iu Prcutze» cnnvo.scn. Abrr Ri» Ech«, daS seine Rede ui der lonscrvariven Press« uuo aus de» Taguugeu der verschiedenen Verbände der Parle' fand, zeigte, wie irrig der Glaube au cu> Eiulenkeu der Tcuischuanonale» i» eine Aera positiver Mi'articii war. Herr Her gl wurde aus dein Berliner Parteitag« in brürter Weise deS,uisuiert. Ter oröstte Teil der alten Bcamtoii und ein Teil dei Ossi- zierkorp? arbeitet Irotz oer veränderten pviiti» scheu Verhältnisse weiter, weil er einsieht, das; posi- tive Arbe't zn Westen heute die erst« Pflicht jedes Staatsbürgers ist. Taö Vorbild dieser Männer sollte der lärmenden Opposition des radikalen Flügels der Deutsch- nationalen zeigen, w!« man heute vaterländische Arbeit leisten kann, ohne doch Verrat an seiner po�n>sri)en Weltaiijch>ruung zu üben. Das»jetzige«hsie-m", die Bereinigung der drei grotzc» Par- tele», stellt die überwiegende Mehrheit des preutzischcn und de» deutschen Voltes dar. Und gegen das Beginne», uns wieder ein realiionärcS, ein monarchistisches R-gimr auszuzivingcu, müroe sich die ganze gewaltige Masse des Pottes mit einer Leidcnschnst und Erbitterung wehren, die angesichts der Erfahrungen der letzten Jahre uud Jahrzehnte nur zu erklärlich ist. Mit einer Leidenschaft und Erbitterung, die die Heere» auf der autzcrsten Rechte» in ihrer iiuirjctuCen Kenntnis der Bolkssrelc wohl noch nnterschatzen, sonst würde» sie sich scha» heu:c darüber klar sein, drig ihre unentivegten und von der Regicruug selbstverständlich trotz alledem mit grotzter Ausinerisamtcit beobrichtcten Versuche, durch emsige Wiiihiarlx'it einen llm stürz in ihrem Sinne vorzn- bereiten, von vornherein zunr Scheiter» vcruc.cilt sind. Die d e u t j ch»a t i o n a l« B o l t S p a r t e i setzt ihre ganze lätigkeit aber für eine nicht nur negative, sondern im höchsten Grade schädliche, staatS- und Volks s ei noliche Politik«in. Deutschnotiviialc VoltSpartcilrr sind eS, die die Laichtvirte und Bauern ausznreizen suchen zur Obstruktion, die in dir Reichswehr dir monarchistische Propaganda hineintragen, die politischen Gegensätze innerhalb der Studentenschaft auf das m> c r t rä g l ich'st e v c r sch ä r f e n. In engster organischer Verbindung mit der monarchistische» uud gegciirevolutiouären Propaganda oer blechten steht die antisemitisch« Hetze, die heute einen Umfang erreicht hat. das; keine Regierung, stehe sie an sich zu Judcusragcu innerlich Ivic sie wolle, ihr gegenüber sich untätig verhalte» darf, wenn sie die Ausrcchicrhaltuug de» össciitlichcn Ruh« uns Ordnung gewährleisten will. Ganz besonders srevelbaft erscheint mir die Propaganda, die unter der Jugend getreeben wird, und d!« auch vor den u n t e r st c n S ch u l t l a j s c n nicht haltmacht. Die Per- hctzuuz der jungen Gcncraiion hat ei» ganz ungeheuerliches Matz erreicht. Wie sollen Polkssnisr, die man scho.i in der Kind- hell so gegen einander auswiegelt, später als crwachfeire Staats- bsirger ien"'ss einträchtia'i'»» Wob'' te« Vat-rlandeS zusammen- arbostenk ES handelt sich hier nm Auswüchse eines Geiste«, der die Inquisition und die Hercnverbrcnnnnzcn gebore» hat, dem wir aber im LO. JachrHundert überwunden glaubten. Heer Hirsch unterttrtz es dann auch nicht, in seinen üblichen Dönen gegen die Linke loszugehen. Dem Ministerpräsidenten folgte der D e u t s ch n a t i o n a l c G r ä j» Anklam. Er unlernahm den mitzglückten Versuch, den Hindenburgrummel ak».spontane" Kundgebungen hinzustellen nnd lies; den titch doiichbliiken. datz sein? Par ei die Selziväcl;« der Rcinernng erknnnt habe. Tan» beschwer!««r sich gegen den Andrang van Sozialdcmo'ralen zu Staaisämtern. Das parkamen tartsche System sei das teuerste. Die Siaaiskemmissare seien ein Luxus. Herr H ö r s i n g habe in O&cr'chfcsic« durchaus in ch 1 segensreich gewirkt. A uch die kommunale» Arbeiter- r ä t e i» ü tz! c n schnellstens überall verschwinden. Als der Redner den Vergleich gebrauch!«, daß die Vcgründiing, die der Minister dcö Innern für die Verleib gunq der Arbeiter- räie im Ausschuß„rbrancht halte, ebriiso diiritig sei wie die Be- lleidung deS RcichSprüsidciitcn mit der Badehose, erhob sich ein stürmischer, m nutenlanger Lärm. Der stledner crllärie weiter, datz der irtzige Aomterschachei znr K o r r u p I i o n führe. Ter Königsberger Polizei- Präsident sei wegen Hausse: edenSbruchS und Körperverletzung vorbestraft.(Schriflsiikrer L i m b e r t S: Dessen braucht er sich nicht zu selmmen.) G r ä f proteistier! dann gegen die Absetzung von Landraten und gegen die aus RcichSosten betriel»ene sozialdemotratisel?« Propagandii. ES en'sprcche nick't dem Willen der Wähl/r. datz Zentrum»nd Demokraten mit den SozialdeN'akra'en ciur Rcg'ernng gebiidei baben. ES«nützten möglichst bald N e u w a h! e» auSgeschriebc» wcrd». Hieraus erw'de t der M i n! st e r d c» I n n e r n Heine: Wenn Herr Gräs sich zun« Hüter d.r Demokratie audviril. mutz ich mich allerdings drehen uno wenden.«Er wende» dir Rechten hlerbri tatsllchklch den Rllitrn.f'Hekne vertrldlgk fcif Königsberger Polizeipräsidenten und soine Praxis in der ÄenUev, brsetziiiig. Tann sagte er: ES est richlig. dotz noch dein Aug» scheide« deS KriegSininisterS die Sazialdeinokralen die Mehr« heil im Kabiiieit haben, aber man soll mir den Fall nennen, wo die Soziald inokraicn in der Regierung die Minister verändere» Parteien majorisicrt hoben.(Hört! Hört!) Tie glauben gar nicht, wie einig wir sind. (Erneutes Hört! HörtI) Der RechtSsoKialift Heil mann wandte such gegen d« deutsch» nationalen Mochinaiionen und ging dann dazu über in ivMtuul« hotei-den Tarlegunge» die KriegSpolitik seiner Partei erneut zu rechtsertigen. Er polcnrisp.rte dagegen, datz dieRe»o'»ri»n.gemacht" worden sei. Und dann redete er der Einigung doS Wort, wobei er in.selbstlosester" Weis« sich bereit erklärt?, da S Feld zu räumen, falls er ein Hindernis sein sollte. Er tat e«, um sogleich selbstüberhebend hinzuzufügen, fr iv ü tz l e. dotz cc als tüchtige Kraft bald wieder geholt iverde.(!) Unler dem Belagerungszustand, dos gab er z». kämen schwere Riitzgrisse vor und er forderte von der Ncgioruug— nicht etioa, datz der rechtlos? luigesctzliä« Zustand sofort beseitigt weiche, son- d.rn nur, zu prüfe», ob und wo die Aushebung des BeltgcrungS- zustaudcS möglich sei. Sie Lerliner Genossinnen und die Zriluznkonserenz. Die Genossinner, ver BezirkSoraanisatio» Berkin�tadt nah« men am Freilag abend in einer«Prsaminlung in Breuers Fest- kälen Stellung zu der demnächst staltsindeiiden grauen kau« lerenz in Leipzig. Das eiirsühreudc Sleserat hatte Genos» sin Wurm übrnoiniuc». Ausführlich behanocttr sie die au, der Fraucnlonserenz zu erörternden Fragen und lrefscnd beleuchtete sie die sonderbare.Gleichberechligung" der Frau un!»eiche oer »volleadcten" Demokratie. Ter Artikel lv!> der Verfassung bedeu» tri durch da» ciugeschaltelc Wort.grundsätzlich" eine Emschrän» kung der Glcichbereistiigung der Frau gegenüber dem Mann. Dcmolrate» uud Zentrumsleuie hätten sich gegen die Streichung ! dieses Warle» mit der Begründung gewandt, datz uninoglich die Frau dem Manne gleichgestellt werden könne. Das bedeute einen Rllckschr.tt gegenüber der Gleichberechtigiing wie sie die Revolu» tion de» Franc» verlieben bade. Der noch bestehende Jlon« trollparagraph, nach dem jede grschlechtskranke Frau sich uiilersuchcu lassen mutz, erreicht da» Gegenteil von dein, wa» er soll, er jörderl mehr die EleschlcchtSkramheilen al« er sie herab. mindert. Eine Ilrsachc der Prostitution sei die a»tzerorbk.»t!ich niedrig bemessene EiiserbSloscn-Untcrstütziing für Frauen. In einer ArbeilkloseiiratS-VersainmIung sei seslgestrlli ivoeben, daß vo» lXIll Frauen, die sich in einem Monat neu zur Kontrolle mel» beten, nicht weniger a!S 500 erwerbslos waren. Tie Frage deS uu e h c I ichea K i» d e S bedürfe ebenfalls der Regelung. Nur die Mutter des uneheliche» Kliidet treffe die Aechtiiiig, nie den Vater. Es müsse gefordert werden, dritz das Kind den Name» deS Vaters cchält, datz es erzogen werde nach i der Klanen iage des V'tcrS. lleberall käme die Al/sichl zum ! Durchbruch, die von Frauen g e l e i st e t e Arbeit niedriger �;u entlohnen a.S Männerarbeit. Hier tonne und dürfe es nur � heitzcn: Für gleirlfc Leistunzen, gleiche Löhne. In den Räten j seien die Frauen autzcrordrntlich schwach ver'r.'tcn. Rnr� wenn die Frauen Schuller a» Schulter mit den Männern känrpfen ivürde.i, könne das Rätcsysteni zuen Ausdruck des Willens der gesamten Arbeilerklasse werden. Die Frau in ihrer Bescheidenheit e! sich noch nicht bewusst geworden, welche Summe vo» Arbeit sie im Interesse der Gesellschaft leiste. Nach dem Kroge wurde der so viel gepriesenen cr» werbsiätigcn Frau der Lrnifpatz gegeben, sie»»itzte dem Manne Platz machen. Die Temohilinuchnngsoorschriitcn treffen in allererster Linie die Frau. Nicht das Geschlecht dürfe entscheidend sein, sondern nur die Tüchtigkeit. Was jetzt vor sich gehe sei eine Ausschaltung der Fra» zuzunste/i der Männer- N'ckst durch eine Ausschaltung der Fraue» würde der Erwerbslosigkeit abge» Holsen, sondern durch die Sozialisierung. Aus keinen Fall dürsten sich die Frauen dazu»litzbrauchc» lassen die Löhne der Müiiner zu drücken. Das Kindcrschutzgesetz müsse weiter ausgebaut wer« den. Durch die Erwerbskätigkeit d'r Kinder lsteibe die Zahl der Geburten hinter der Zahl der Kindcrstcrblichkeilen. Nicht»ur das Lippe, ibekenuluis zum Sozialismus, sojeru tiefite innere lieber« zeugung fei»olwens g zur lleberwiichung des Kapitalismus und Schaffung einer neuen Welt- Die Frauen dürsten sich nickst� in die vielerlei Enttäuschungen versenken, sondern mutzten kräftig Hand anlegen, damit die Zustände andere wstd bessere würden. An der Gemeinde könne jede Frau positiv arbeiten. Jede einzelne Frau könne jede Arbeit ans sich nehmen, wenn sie den Willen u»d die Gelegenheit habe, diese Arbeit kennen zu ler. neu. Mit einem dringenden Appell zur Mitarbest i» der Partei jv-r Aa!'"t'on, Orgonnakioii, i" dem Vertrieb der.Ktvn"ferin" schlotz die Referciilin ihre interessanten und lehrvcichen AuZfüch rungcn. In der anschließenden Diskussion wurde ierschiedenilich yefor- dert, datz eö Pflicht jeder Genossin sei, ihre Kinder au» der Kirch? und dem Reliniond Unterricht zu nehmen. Anlätzlich de! WeihiiachiSfcstc» dürfe der elend« �Militarismus nicht durch Geschenke mit Bleisoldaten, Säbel, Ge. wcbre usw. verherrlicht werden. In de» Zahlabendcn sollte» die Genossinnen nicht nur dcn TabakSanalm schlucken, sonder» sie mutzten als Mitarbeiterinnen und Kämpferinnen austre'en. In den Zahlabenden sei z» beanlragcn, datz jeder G c n o s s e v e r- p s l i ck, t c I wäre, seine Frau mitzubringen und ihre A li f n n h m e in der Partei zu bewirken. Zu Dclcgiertiiiiic» zur Leipziger Fiauenkonscrenz wurden solgcndc Olenossinnen gewählt: 28 enge 19, T ö> h, F a h» renwald, Böhm, L o h s e, Ludewig, Reichert, Pohl, Nokitla. 3 Mark! 5.— Mark mit echtem Frieden s-Kants clTiiilc schöu«, itataniciie r»rbe«ei 5 Jähr, schriftlicher Garanlfe Znhnzlelicn mitörllicti. ßetiiiibiinK nach bewährter Alcthoile bei Begtcllnnii von Ocb'sseo«ratls! Spezialität: Zähne ohne Gaumen� Echte Goldkronen von 30 Mark an. IW Keine �xuspreise."MS Fachmännische Mmidimlersuchung und Rat hostenfos. Zahnpraxis UB �# m« m■ oanziger Strosse l Fl 8 E V 9 II I Ecke ScIiBnhauücr Allco. Elnaan* D»i>il*cr SiruB«. SnrcchiiunJen von 9— li 2—7. Sonnias» unü PeleiliiKt 9— Ii In den letzten 2 Jahren über 2500 Gebisse «ur voilsi&n Zuliiede�heit aeileSeri. Rr. 55(5. Zweike Beilage zur„iteipr Souulag. 16. Aovembsr 1819 Achtung, Bauarbeiter! �rrfolrfe der Wi tt« rungSverhältnii sie �ist«S ffur Zeit i'ur wenigen Kollegen vergönnt� ihre BernfStätiHkeit auZftnüiöen. Ter grelle Teil der Banarbeiter rst«rlso arÄeitÄoZ und ist genötigt, die ErtverbStosenfiirsorge in Anispruch zu nehmen. In solchen Fällen hat der Arbeitgeber einen �hingehenden Antrag an die Zentrale der EnvevbÄosenfünsorge Berlin zu rückten und die Kontrolle der Arbeitnehmer für die Dauer der Arbeitseinstellung ju lübernohmen. In fällen, wo die Kollegen die Papiere aus- gehändigt bekommen, ist«in Ausweis nötig, aus dem hervorgeht, daß die Arbeit wegen Frostwetter» eingestellt ist. Um nun das VcnckandSbureau nicht unnötig zu belasten, weisen wir ausdrücklich darauf hin, daß die Abstempelung der Arbeitslosigkeit in den Meldestellen der einzelnen Bezirk« er- folgen muß. Di« Kontrollmeldung erfolgt in der Zeit V— 1 Uhr. Arbeitszeitverkürzung! Di« LrbeitSzest EtuLateure beträgt ak> 17. November täglich 7 Stunden. von s ani Hoch- und Tiefbaugewerck� tritt die vorkürzte Arbeitszeit 1. Dezemder in Kraft. Generalversammlung der Staals» und Gemeindearbelter. In der am Freitag abend ftattgefundenen Generalversamm- tuiig der Staat»- und Gemeindearbeiter erörterte Lagod- zinski den Entwurf zum Manteltarif. Di: Arbeit«- zeit darf<8 Stunden in der Woche nicht überschreiten. An Dogen vor dem 1. Mai, den Festen und allen Sonnabenden be- trägt die Arbeitszeit zwei Stunden wenigem ohne daß der Lohn gekürzt werden darf. Unbedingt notwendige Ueber stunden sind durch entsprcieirde Frcizoit auszugleichen. Akkord- arbeit ist unzulässig. In die Woche fallend« Feiertage werden bezahlt. An solchen Tagen geleistete Arbeit wird ent- schädigt. Der Urlaub wird nach den für Beamten und An. ae stellten geltenden Bestimmungen geregelt. Unverschuldete Arbeitkversäumnis darf nicht vom Lohn abgezogen wer- den. Der R u h« l o h n beträgt nach b Jahren 20 Prozent, »0 Jahren 40 Proz., IS Jahren SO Proz., 20 Jahren 75 Proz., LS Jahren SO Proz. Einstellungen, Entlassungen und Versetzungen können nur unter Zustimmung de» Arbeiter» und tVetricbsratrS erfolgen. EinzustelleT.d« sind vom öffentlich, parijä- tisch geleiteten Arbeitsnachweis anzufordern. Zur V e r- tretung der Interessen der Arbeiter, zur Unter- ftützung der Verwaltung, zur Regelung de» Arbeitsverhältnisse» Sind der Produktion werden Arbeiter» und Betrieb»« rate gewählt. Sie dürfen bei Arbeitsmangel nicht entlassen werden. Die noch vorkiegenden Anträge aus den Kreisen der Mt- felkfeer sollen, wenn brauchbar, in dem Montettarif Berückjichti» gunz finden. In diesem Gini« wurde der Entwurf nach kurzer Aussprach« gutgeheißen. Die Beiträge wurden wi« folgt festgesetzt: männliche Mit- sglieder 1.20 M., Rteselfeldarbeiter und solche mitverdingt über fß M. gleich 1 M., mitvevdmgt unter SO M. gleich 0,75 M. Die Angelegenheit, daß bei der Abstimmung über den Ge- »leralstreik in der GcwerkschaftSkommission zwei Vertreter für und vier gegen den Generalstreik gestimmt haben, soll in einer besonders einzuberufenÄen Generalbersampulung behandelt Werden. Achfilng! Buchdrucker? Montag akeNd 5 tttfr Zufam- menfirnft aller oppositionellen Buc�iruckcr im Dresdener Garten, Dresdener Straße 45. Zahlreiches und pünktliches Erscheinen, besonders der Vertrauenskuie, ist dringend not- wendig. Wichtige Tagesordnung I Luch- und Cteindruckereihilfsarbeiter und-Arbeiterinnen. Aollagen und Kolleginnen, die auf dem Boden der U S. P. und K. P. D. steh:», sind zum Montag nachm. S Uhr zu einer wichtigen Besprechung nach dem.Dresdener Garten", Dresdener Str. 4v, eingelladen. Zur Arbeitsaufnahme bei Vorssg wird und mttgeiteM, daß die Verhandinngen mit Herrn Litz und nicht mit Herrn Borssg geführt worden find. Herr Litz wollte mit dem Arbeiterrat und dem Ausschuß nicht verhandeln, da sie entlassen seien. ES mustien die noch nicht entlassenen Stellvertreter nachrücken,, worauf ge- pjnitvovtet wurde, daß auch diese entlassen seien. Darauf habe Herr Litz erklärt, er würde von den freiwillig aussetzenden Ar- bester n einen Ausschuß wähl« lassen bis zur gesetzlichen Neuwahl am IS. Dezember. MuSkuluS, Wiener Sir. 18 und Groh, Skalitzerstr. 44� Montag nachm. 2 Uhr Betri ebsver s mnmlung zwecks Abstimmung bei Fröhlich, MuSkauer Straße t Gebrüder Israel, Vriv» Str. Sämtstch« noch nicht Ginge- srellte treffen sich am Montag, mittag» 12 Uhr, im Stveillotal, ftetzer Straße 22. Riebe, Weißensee. Donnerstag, den 20. November, vorm. 10 Uhr, Betriebsversannnlnng Bötzow-Drauevei, Prenzlauer Allee. Rot« Geldlarte dient als Ausweis. Um 8 Uhr morgen? Funk- tionä'.--Sitzung im.Musikalischen Fuchs", Josthstraße 7. «chwartzkvpff, Scheringstraße 1»— 28. Montag, dem 17. N». vember, vorm. 9 Uhr, Betriebsversammlung Kolberger Salon, Äotberger Straße. Achtu»»! A. E. G., Brnnnenflriiße. Kollegen, die An Streik» lokal Usedum-Sir. 18 bei Henke(Alte Poll)«ingeschriebe» find. bekommen ihre Unterstützimg von Nummer 1— 500 am Dienstag von 4�-6 Uhr, von Nummer 501— 1888 am Mittwoch von 4—6 Uhr. ».E.G. Turbine. Montag, den 17. November, 11 Uhr, ve- triebsversammlung im Klosterzonen, Plötzense«. Funktionäre um 10 Uhr. Erster EinftellungStag ist Montag, den 17. November, . früh 7 Uhr. All« in Arbeit tretenden Kollegen müssen sofort ihre Stempelkarte im Streikiokal, Berlichingen-Sk- 5. abgeben. Leebewrrke, Charkeiteubnrg«nv HvhenschSnhausen. Gemein- same Betriebsversammlung Montag, den 17. November, nachm. S Uhr, Charlottenburg, volkshau» Rosinenstraße 8. »chtun, S. S. W.«mo k DienGaz, den 18. Nobemder, nach- «ittags 5 Uhr, Betoieds Versammlung B'rzbrauerei, Spandauer Bock. Di- Auszahlung der Unterstützung der in Arbeit stehende« Kollegen und Kolleginnen, die ab Dienstag den 11. November, die Arbeit aufgenommen haben, erfolgt nsch Arbeitsschluß Man- U' 1�18'3 22' 2-' Sa Mittwoch: ckbtl. 24, 1:o Donne�ag: 40 bis öS. FmUaK: A.i, Zeit M»m 12. November noch nicht haben, müssen sie U Dienstag nachmittag 4 Uor im»okal Otto Pump, Ober-ci-chönc- »eid«. Wiihewiinenhofstr. 48. i» Empfang nehmen. Für die männlichen Arbeiter der Abteilung Verleilerer be- V?v.t die AkM m. Emiaa«l.dSp.ÄichW Lsiien. Knerrireinfe und eezefchlossene Betriebe'. Sämtlich« Kalle- ge», die sich noch nicht in Arbeit befinden, melden sich Montag, von 10 bi« 1 Uhr, Mvecf» Aufstellung neuer Listen in folgenden Lokalen. Wer sich nicht meldet rechnet ak» Arbeitender. Gruppe l, Beier. Hauptstr. 90: Gruppe II und III. Rostock, Haupistr. 85; Gruppe IV und V, Hackepeter, Ali-Bophagen, Ecke Wühlischstraß«; Transportarbeiter, Dunge, Streikiokal. - S e r l i n." Militär isiTrung der Schuljugend. In der 259. Gemeindeschule, Zellestraße, hielte» in der ver» ganyenen Woche A«ich»weitzcoffiziere, die sich hur Schutztruppe Lertoir-�V orbeck petzörig bezrichneten,«in« Schülerveriammlumg ob, die zu: Gründung von Jugendklubs führen sollte. Mit umgeschriallter Pistole und anderen Mordwerl�-ugen erschienen sie vor den Kinder» und einer von ihnen suchte die rohen In» stinkke, die der Krieg leider in den Kindern geweckr hat. wieder aufzupeitschen. Sie veranstaltete» sogar Ererzierüburigen mit den Kindern. Natürlich handelt e» sich hierbei nicht um die körperliche AuS- Vildimg der.Kinder; denn diese zu förder» ist Aufgabe der Schule. Daneben leisten die Schülerabt eil un?wn de» Turnverein» .Fichte" und die Iugendspiel« und Wanderungen de« Arbeiter- elternbunde» auf diesem Gebiete Hervorragende». Jene Offi- ziere, die sich gar jetzt schon an die Schulkinder heranmachen, haben dabei weniger da« Interesse der Jugend, al» vielmehr ihr eigene« politische» Interesse im Auge. Die körperlichen Uebungen sind ihn«, nur Mittel zum Zweck, dem niedrigen Zweck, die Herzen der Kinder mit natiortnlistischem Haß und militaristischer iBriitalitäl zu«rküllen. Offizier« sind überhaupt die ungeeig- neitsten Erzieher der Jugend, Menschen zu bilden, sind sie über- Haupt außerstande. S» isi eine dringende Pflicht der Berliner Diodtverordneten, sich mit dies««. Mißbrauch der Schule eingehend zu beschästigen. Dessamingeachwt sollten aber auch die Arbeitereliern aus der Wacht sein, ihre Kinder vor dem militaristischen Anschlage zu schütze«. Sie müssen sich ein Mitbestimmungsrecht im Schul» beirieb sickern. Dtzt Schaffung von Vlternräten ist ein geeignetes Mittel dafür. Die sozialistische Mnhettsschule. Der Verband sozialistisch»: Lehrer und Lehrerinnen Deutsch- fand» und Oesterreich» hatt» für Freitag oberid 22 öffentliche VolkSversan-imkungen mit der Tagesordnung:.Die sozialistische Sinheitl schuf«" einberufen. D!« Versammlungen waren durch« weg sehr stark besucht. Teilweise muhte« sogar Parallel-Vor- sammluwgen improvisiert wrrden. Ein erfreuliche» Zeichen star- ken Jn-teresse» der Arbeiter-Gltern sür die Schule. Die Referenten streiften die Entwicklung der Schule km Klassenstaaie und hoben besonder« die krassen Gegensätze zw»- scheu Volk»- und höheren Schule» hervor und legten die Grund- züge der sozialistischen EiichestSschule mit Kindergarten, Grund- und Oberschule dar. Die Redner gingen dann auf den kommen- den Erlaß über die Elternbeiräte ein und bedauerten,, daß sich die Elternräte nur mit der Schiups lege zu befassen hätten. DaS Verbalien drS Kultusministers Hänstch sowie da« Schuf» kompromiß der Regierung wurde auch von den rechtssozialistischen Rednern scharf kritisiert. Diese Kritik wurde in der Diskussion in verschärfter Form fortgesetzt. Zum Schluß wurde folgende Resolution angenommen: „Die bürgerliche Einheitsschule entzieht dem Proletariat seine besten Köpfe, und macht sie zu Trägern ihrer Denkweise und Verteidigern der kapitaf istischen Orbnung. Sie verödet durch Auslese der Begabten die Volksschule und drückt sie zur Schule der Schwachbefähigien hinab. Die sozialistische Gesellschaft erstrebt nicht di« Emporbildung einzelner, sondern die der Gesamtheit. Erst die in ihr erfolgende Ilmlagerung der ökonomischen Verhälinisse ermöglicht eZ, jede Art von Begabung für die Gesellschaft fruchtbor zu machen. Dies wird erreicht durch Abbau aller Arten von höheren Schulen und Ausbau der Volksschule zu einer kostenlosen, vom Kindergarten bis zur Hochschule anffte'genden Einheitsschule, di« durch Kurse allen BegabungSrichtungcn Rechnung trägt. Selbst- Verwaltung, OefsentiTichkett und WrbeitSunterricht kenngeichr�n diese Schule als Organ der sozialistischen Gemeinschaft. Ein Mittel zur Verwirklichung solcher Ziele sieht die Der- sammln ng fürs erste in den kommenden Elternräten, und sie hält deshalb di« tatkräftige Mitarbeit der sozialistischen Eltern i» dieser Körperschaft sür dringend notwendig/ Arbetter-Bildungsschule de? ll. E. P Vomiiog. den 16. November 1919. mach mittags 3 Ubr, im der Festhalle des Stadthauses(Eingang Klosterstraß�»: Nevolutionäre K u n st. Mitwirkende: Tilla Durreux, Slezi'tation; Gesangverein„Gesundbrunner Harmonie", M. d. D. Diwigonlt Hermann Dchiilke». C'pntrittS- karten ö 1 Mark. Erfrorene Kartoffeln. Ar�estcht» bec Fortdauer de» Froste» wird daraus auftnerk- sinn gemacht, daß angefroren« Kartoffeln durchaus nicht zur menschlichen Nahrung ungeeignet sind, sofern sie in geeigneter Weise bebandeli werden. Derartig« Kacioffeln N'erden. wenn sie geschält oder in ungeschältem Zustande drei Swnden lang im kalten Wasser gelegen haben, wieder zum Genuß geeignet. Mitglieder der Kvnsumgenostenschaft! Di« Fortsetzurvg der tZseneralversammluno findet am Montag, den 17. Novenckvr, abends 5 Uhr, in der Bockbvaueress Fidizin- straße, statt. D e Liste unserer Genossen für den AussichtSrut be- �innt mit'denn Name«, Witzke. Den Mitgliedern wird emp- fohlen, pünktlich zu erscheinen. � Sonntags nur noch g V-Z«gvnare. Der So-nntagöbelrieb auf den Fernbahnen wird ebenso wie der de? Werktags nach der ursprünglichen Absicht nach Schluß der Sperre, also am 13., wie- der aufgenommen. Die Beschräniungen werden noch weiter ver- schärft. Rur der dringendste Arbeiterveriehr wird berücksichtigt. Dann wir» für dt» Betörd»rung der Milch Füriorg««etragen. Zchnallzng« verkchren im ganzen Bereich d»r pr»ußtsch-h«ssischen Ltacasdabnen, soweit»S nicht besetzt ist, Eonntags nur noch 3 Paar», sämtlich bei Nacht. Nenorganisati,» des Kronkcner»AirungSwes»ns in Lichtenberg. Tie KranIeneTnächrungSslelle deftndet sich � sreuerdii�», in der Bureaubaracke 4 in der Rarl.auästiaße zwischen Ralhaus und Feuerwehrdcvot. Für eine beschleunigte Publikumsobferti- flvng ist Sorge gci ragen rvordeo. Auch die Lttestprüfung und MhWiM.kÄlZMMidNg �.. �MechÄhngex mit möglichster Schnelligkeit dollzcgen. Das Recht der Nach- Untersuchung durch den VertvauenSarzi sieht nach Mich- nun gen von Anträgen den Krauten aus schriftlichen Antrag Ji» zu. Andrerseits aber können auch Rachuntersuchungen aus Der- onlassung der Aerziekommission, de» Magistrat« oder aus Der- langen der Kommission zur Untersuchung der Beschwerden über die LebenSmütelversorgumy erfolgen, DerlängevungSanträge aus Grund bewilligter Nährmittelbewilligungen � müssen spätestens 3 Wochen oor Ablauf der BetmlligungSfriist eingereicht werden. LebeMMMeikalender. BecNn. Aus di« A«ichsfleischim,rje gelangt auslcindischea Buchsen« fleisch sComed Bees) �u,n Press, von 4.60 M. fiir 1 Pfd. lose— im Aunyab«, Sie«- Wochenmeoge von 200©r. kostet also 1,81 M, Pas Buwseirfteisch wird auch in ganzen Büchsen von etwa 810,<580 b-io. 1730 Dr. vletloinhali zum Pr«is« von chld M,, 856 M, bzw. 81,85 M. verbaust. Di« A och»innenge de, rag, wie bei schierem Flersch 20» Ar,— Kaseverietlung: Di» Aettstelle Dross-Berlin macht d«aus aufmerksam, dag da» Mittalstü» der zur Zeit gültigen S?eise- ieltbarlen bis zum End« der Woch»<28. Aoruineber) fiir den Käsebszug bei der lsruiriierweisen Verteilung auszubiwahren und nicht fort?,»!- werferi ts», Ai» Mittwoch, den IS. November, wird an diejenigen Kunden, die in den Speisefetlkundenlisien d«r in den Bezirken der 110.. 117., 1t».. 1«.. ISS, 127.. 12»,. 182,. Z0v, und 22«. Drotkommss- sion und bis Donndrsto«, den 20, November der in d«n Bezirken der 121,, 126,, 130., 181., 132, und 196. Bratkommdsfion gelegenen®e- schäste(Jilialw, B«rkaus»itell«n> e:np-wag»n sind, pr, Kops 12Z Gr. käse verteilt.— Auf den Abschnitt 46 der Leöensinittelkarte sür Jugendlich« werden nicht 200 Dr. tirletz. sondern 200 Gr. Reis zum Press« von»2 Pf. aussegaden. Ttz«rl»ttenburg. Vom 17. b» ZZ, Arweinber gelangen zur Ausgabe: »60 Sc, Fleisch laut besondere« Bekosuitmachmig auf Abschnitt 47 d-r 2i»lchsfleifchkarte sKunderckiftel: 7 Pfd. Kartoffeln aus vi« 7lb schnitte 47»— y der karwffelkart» lkundsnlsste), Abnahme hat bi« einschl. Donmretag. den 20. Novemb«, zu erfolgen: K Pfd. Zucker auf die Zucke vkart, vom 16, bi» 30, Zloveinber: Butter, wie besonder« bekannt- gemacht: aus die allgemeine Grotz-Berliner Lebenomittelkatte mit Aus- druck Eharlotl»ndurg: 260«r; 116 Gr. Graupen aus Abschnitt 100 vom 14, bi« 22. Ao- aus die Assdhitsekart« für Eroh-Berlin, Serie 40— 43 nnv 47— 48(Ehailotteniwl): 250 Gr. ausl. Hülsenfr-llchi- auf Abschnitt 28 vom 21. bi« 29. November: 260 Gr. an«l. Hülsenifrücht« auf Abschnitt 20 oain 14 dt» 22. Ncwomder: aus die Einsuhrzusotztzari«: 70 Gr, Mar- gartno aus Abschnitt O 21 vom 17. bi« 28. Nor er über zum Preise vo» 84 Pf. Wilmeredors. Zusatz-, Fleisch-, epeis«f»tt» usw. Karten sür krank» und Seiuesciade winden des Bußtags wegen bereit« von Montag, de« 17. bi- Montag, den 24. d. Nt, während der Swnden von 8— S Uhr in, städtischen Leb«:>«-, litt»lamt, Abteilung für Krankenernährtiwg, Baden» sch« Straß, 48/44 l>»souder»r AupgäbeCitmmg gemäß au«gegeben. 875 Gr. Zucker auf 77 vom 10. bis 30. November; Epeisesett gematz belanderer Bekonintmachung: 260 Gr. Aiiaisgrieß aus 92<1,46 M.s: 233 Gr. Utarmolad» ons SS<0,06 M.): 70 Gr. Margarine suf O 21? 2S0 Gr. kek« mit d»m Auifdmck„Brotkommtsston I>'b"<2.60 M.)i für werdend« und stillend» Mütter Eipulver bis zu 1 Pfd. zum Preise von 19,16 M. für 1 Pfd.: für werdend» Mütior vom 4. Monat ab 1 Tos» Malzexwakt<2.06 311.), nur in di«ser Woche, Die Ausgab» der Bezug- scheine sür iv«nd»nd» und stillenzo Bdütter erfolgt im stodisschen Labens« lail t»lcm>t, Badensch« Straße 48/44, ckvdgeschoß links, Zimmer 5<9 bi« 1 Uhr). Für krank« iki«r auf 47 Ende der Woche. Neukölln. End« der Koinaneniben Woch« Neuvetteilung von Teig- waren, Kartoffelstärkemehl und Milchfüßspess«. Die Monge wird noch d«kanniseg«den. Ferner Ausgab» von ft! Pfd. Mannelade. Für Kinder im 6. und k. Lebensjahr aus den linke» Abschnitt der Milch- Kart» S 1 und G 2 je Psd. Cyrup iai den stadiischen verkausSskellei«. Daselbst freihänbsss kartvfselscheiben: für Kriegs beschädigte 1 Pfd. Hafer- flocken(9); für wertende Mütter und Kinder 250 Gr. Grieß s12>: 2 Psi>, amerikanische Haferpocken<87): 1 Pfd. anÄ. Hülsenfrüchte(88s: kattoffelmenge 7 Pfd. Freihändig: Rotkohlk.: gegen Bovamneldung: 260 Gr. ausl. Hülse»» flüchte(03 Ps.). Abschnitt BS; 250 Gr, Maissabrikate(1,43 M,). Ab- schnitt 07: 200 Gr. Haferslocken<26 Pf,), Abschnitt 45 F der Lebens- mittelkarte für Fugendlichs: 100 Gr. Nährmittel und 250 Gr. Marme- l«d» auf Urlauberbszugenatt«: für heimgekehrt« Kriegs- und Zivil- »»fangen, SOS Gr. ausl. Hüssenfrilcht»<08 PU Jtbschnltlflc— 6c der Tonde-rzuwetsiingskart».(Geschäft« siehe Anschlazfiwlen.) Aas den organWsnen. tz. Dsslrcktt ft. Kreis). March env»r<«s!>»g heut« nachmittag 2 Uhr tm n«i»n Fugvndh»!«, Alte Fadotsstr. ISO, I, Frauen leseabend Mittwoch at>«nd Uhr b«i Schw»ik»rt, Alt« JaASlsstr. 24. Barttag des T«noss«» Dr. Kronfeld:, Nervös« Grschetnungen bei Kindern un-o Fvg»itdlich,n." 8. Distrikt,'S. Abt.<»7, Abt.). Der Fvaeaemabend«uß auf den 94, Rovencker oeiiegt were-m, Reserentin erkrankt. 10. Distrikt, 1. Abt. Dienstag«Und 7 Uhr Btrsarnrnluwa bei OSlitnei, Schwerer Straß, 90. IS. Distrikt, S. Abt.(fröher 8. Abt.). Diirsdog abend 7 Uhr Abtei- lungsosrsammlung w der Schulaulc» Graunstr. 11.? ortrag der Jugend- lehreri» Genossin krischke, Wahl eine» Ablei>ungsführ«r« und der Kommissionen, 10. Distrikt, 4»bt. Ditiistag abond 7 Uhr AbdeUnngsversamm- lang in der gchulaul� Ahristianiastr. 6. Ecke Wriazener Sttaß«. Lichtenberg. Mittwoch vorm, 10 Uhr im Rathaust Uhr, beginnt der Kursus da» Gen, Braunthal:„Einführung in bon wissenschofliichen Togialismus." Dar Kursus wird wiidar im Schul- lolial Älunowstiaßs abgehalten. Teilnehmerkarten we:en am 1. Kuchusabend in: Zchullobal«rusgegeden. Bildungsaus schuh Neuköllü.«onnsag. den 23. Nooomber. Kammer- mufi,"eub in d-r Aula Be i ul.aß«. Ncher.w t,i häutiaru f.nserat. Biidiingsa. sjchutz Fried: ichrselde. Montag, de» 17, Ro.mmber, abend« 7)4 lldr, Bo.ttas,svp«md>m Lokal von Sudbttnk Berlin« W..*-" .>st inid rtlisraphs«, Dnspp» S tN und?!W>. S Up Zusammenkunft b-i Poweieit, Josti' �ned'Nsn Gr>?tz«. Ziilungskoinmission� &'r'ü in fr« M-Kia,»Wtlfr ostystr. T, am Pr»nzlau»r Int. Dmnete-z»bind Uht VLeek-SkslesSer. ?u>!kti«>i«r, d«» F»bti»srbc-i�t»?,t»«i>fr»«.«»»t», t Uht »««iJiiRartwwfeinmIiiiig in den 8». Im« Be.einz» und Kommanbaniinlfct. 48/59. Ni'z!i?d»in.lch und FunhUnnäthart» «itrt. kisan'. Sstlalk', Rtsesr-ttdreh«,»dtehsrknnei, so Ale Rirnd'ch SN? TCfmfctt, abend» 6 Uhr, 8 lan ch- nt>« tsaminl u INA in �haruzsültn. 8is!»tt» zum Kunstabend am iL. Knu trübe: sind im SepKnfcä'oau», Lch-ll-r 8, zu haben. SeHifÄftHMiahS dir CiifieflcHfett. FSiffgiupfl» 13, Sebticn b schemisch» Industrie). Siontöfl ab-nfr'�8 Uhr Sii�ltederversammlunz in den SHufihMifälen. Kaisnr-Wilh-lm-Ttreh» 81.— Fachgruppe 16, Sehlion e. Slor.iog abend 7}i Uhr össentlich« Versammlung der Angestellten de» Papiergroßhnndsl» und fr« Vriefumschtag-, PaPierausstaitung»« und Eesck)äst»büch-rsabriiiin in t'n Tenirol-Fest- säten, Lire Iakobstr. 8V/Z2.— I u g r n d s e h t in n. illonlchg abend 7>j Uhr in den Musid.ersälen, Aats-r-WUHelm-Straje 81, ver- sammlunz der jugendlichen V-rtrauen.'Ieute. Vtbeiter-Aochschule. Sonntag abend Ty, Uhr in free Aula, Nied er- muTlftr. 12 Llchtfrildervorlrag übet Rembrandt von Dt. itö�h n- Wiener. Mitglieder öll Ps., Taste 1 M. Freie sozialistisch» Jugend NeuliZlln. Sonntag Vestchtigung der Eiekirizitatswerke. Treffpunkt g>j Uh: vormtttag Hertz '»ngpiatz. stödttschen beigpiatz. FA» zaß'eM.«e»?»»ifSsi«sch?tz Virrs�i. s.chit», W Uhr Unte.haltungnabend bei W. Behnke, Driesener Tttatze 1, nah» Vohnhsf Schönhauser Alle«. Tltern uiÄ Däst» willkommen. K.i gebeschädigte und Hinterbliebene der Heereemerkstätte Span- da». Montag nachmiiiag 2 Uhr Versammlung in der Aula free Lyzeum» Weinmeistersir. 18. Ausmeise mitbringen. *tbtiter-8«V«Hm'S'Jnb«eolibotitäf. Die Ort»vermaltunz»sitzung sinket«>, Dienstag, den 18. Novembar, im bekannten lokal statt. Freie sozialistische Proletarier-Iugend. Gruppe Franlifurter Vorstadt. Montag abend Zusammenkunft bet Relschiag, Schrrinerstr. 18. Verantwortlich siir die Redoktion Aisret Wielepp, Neukölln. Verlogsgenostenichaft.Freiheit", e. ui. m. b. H. Veritn.— Druck»er Lindendruckerei und BerlagsZesellschast m. b. H, Tchiffbauerdamm IS. Monatlich nur � Mark Romane berühmter Männer und krauen 18 Bände in z Abteilungen von je 6 Bänden, preis jeder Abteilung 66.— Mar?. i fi'fitfft'flit»'** Liebe und Lrb n der Lady Ha- 1»» milton.— Lord NeifonS letzte Liebe.— TerNon.an einer Kaiserin sKatdarina II von Rußland.)— Grillpor Aal- livre.).— LaiaUe. Ein Leven fürFceilieitu.Lied«. SP'hta'tmtN' LolaMonlez.— NZarquise von »'ÜUivvluilO* Pompadour. Ein Nomciu aus yalanterZeit.— KaiserinEugenie. TerWegzum Thron__ Marie?lntoinettr. Einer Königin Liebe und Ende— PJ.-orgc Tand. Ein'buch der Leiden- schaft.— Napoleon Ul Ein Märchen auf demThron e f.-slta-s'tttN' August der Starke.— Dir . idbltUunO* letzte Zarin tAlexaudra Feadoroiuna).— Goldene Berge(Roman aus oem Leben der Gräsin Kasel).— Ein l v- lündische? Herz.(Kat.xrina I. von Ruhland). — Maria Theresia.— Johann von Leiden.— Difie ErMtnmen»erschaffen etn-n t et n Elrdttlk tn die Hcrzcnierlel»tss« gcichtchtlicher Ströhen u. L-rüdmlketten: st- dringen diele UN» menschlich näver,, eigen oder auch, tn weicher Liehe die ipelchlck» der Bettel ,» huuslg von geheimen �.ächten beeinstujt wurd.n. Wir liefern jede Abteilung gegen monatliche Zahlungen von O Mark. 0. MollkrOck A- Co., Buchhandlung, Berlin 01 24, Oronlcnburger Str. 59. i�.T'-zszsmriB ESS5S z» See Uiiterzitchneic fefleBr bei der Buchhandlung A. Wallbrück Sc Co., Berlin. Cia'itcnlin'iet Steube 69: %mm herWmttt Mnm Mb Frssäen Abtciluni I- II- lll je».ffr.«6. »rh,»»r mit meiiatttck S 211.|üt jede tlelciluna(Aichs iuitcffente» diiechtireich.n). Sefüllungtort Berlin-tRitre. Nnme und Slmch mtt genoutv a»e.:....., ,,,................... Kaninteile, Katzenfelle Zitieafell«. Schalfell« und ander« frelle kanfi l»u:etid eu bohen P, elaen PelzwariN- labrtk. Alexanderatralle 94, Mol I. Stock._ Kup'cr tf•■• 1■«. QueokoUber. »«{.ich* MeUilabfüile, eowte Platin] C0I6I Silberl ZahoEcbisaa kauft MBiansc'iir.eiza.Boliles" WEIDENWEÖ 77 «m Baltenplatz. J l* Sttetoaschia sichtbare Schrift, rut erhalten. kauft toiort geaen Kaeso. Preis, Syiteoi und Nummer. Hugo Schroetler, Cbarlottenbura.lffünirtlerirSlr.lU Wilh. 472a Teppiche aller Art kauft in den h Sehl ten Preisen. fiausehe. PriazaMtr 27. _ lektrische .citnncsiirfilite Kabel— Litzen 1 Klfnceln Dynamodrähtt 1 kauft hfleiu zahlend Nilbarmann Neu« Käalfsliaia« 31 rernapr, Ale». 2118 PlöilinaL m Gold, Silber ma höchste Tas:c3r>relse. Alte Qcbissc bis 1000 Mk,, FIatln?.ahne bis �5.— Mke kaa,t Hausdorf, Palisadcnstraße 11, ▼. II r. Elektiomotfiss alcbitrom Drabttron kauft genieorbureaü SeMIebtiog Berlin W9. Llnkatr. 10. lt.! I.Otzov 3705 und W518 " Vor Verkauf von Quecksilber i Silheriilt:at