Einzelpreis 15 Pfennig 2. Jahrgang Dienstag, den 18. November 1919 Die Freiheit erfdein: morgens und nachmittags, an Sonne und fefttagen nui morgens Der Bezugspreis beträgt bei freier Zustellung ins Haus für Groß- Berlin 4.- M., bei direktem Postbezug monati. 4.65 m, bei Zustellung unter Streifband für Deutschland 6.50 m., fürs Ausland 7.50 m., per Brief 12.50 m. Revaltion und Expedition: Berlin W. 6. Schiffbauerbamm 19 IIT, Fernsprecher: Amt Norden 2895 und 2896. Nr. 559/305 Morgen- Ausgabi Inferate foften die achtgespalt. Nonpareillezeile oder deren Raum 1,20 m., Wortanzeigen das fettgedruckte Wort 50 Pi.. jedes weitere Wort 25 Pf. Teuerungszuschlag 20 Proz Bei familiens u. Deríammlungsanzeigen fällt der Zuschlag fort. Inserate für den daraufe folgenden Tag müssen spätestens bis 3 Uhr nachmittags bei der Expedition aufgegeben fein. Inseraten Abteilung: Berlin NW. 6, Schiffbauerdamm 19 Fernsprecher: Amt Rorben 9768 greibeir Berliner Organ der Unabhängigen Sozialdemokratie Deutschlands Zusammenstöße mit Nationalisten. Attentat auf Ledebour Rückzug und Vorstoß. Bon Rud. Breitscheid. Am Sonnabend schickte sich Herr Helfferich an, dem Das Auftreten der nationalistischen Elemente ist trop ber An- gestern früh mit dem Vorortzug von Bernau nach Berlin Untersuchungsausschuß den Rücken zu fehren. Ueber Sonnbrohungen, gegen fie mit schärferen Mitteln vorzugehen, nach wie gekommen. In der Stadt lösten sie sich in kleinere Grup- tag hat er sich die Sache anders überlegt, und gestern er vor ſehr provokatorisch. Auch gestern mittag waren sie, wie schon pen auf, um nicht aufzufallen; aber am Reichstagsgebäude schien er wieder und sagte wieder aus. Auf zwei Gründe berichtet, vor dem Reichstagsgebäude wieder zahlreich versammelt. trafen sie wieder zusammen. Kein Mensch wird doch an- darf seine Sinnesänderung zurückgeführt werden. Wie Da auch mehrere Arbeiter anwesend waren, ist es schon zu 3u- nehmen, daß diese Herrchen- durchweg Offiziere und Unter- alaubhaft versichert wird, hat ihn die Bethmannfammenfößen gelommen, die besonders dadurch hervorgerufen offiziere in Mannschaftsuniform die Waffen und Muni- Gruppe wissen lassen, daß sie seine Drohung nicht bilwurden, daß die Arbeiter annahmen, es sei ein tion zum Spaß bei sich trugen. Sie waren also auf jeden lige, und daß sie in dieser Beziehung nicht hinter ihm siehe. Fall willens, gegen die Sicherheitswehr vorzugehen, wenn n höherem Maße aber werden parteipolitische Er diese ihr Vorhaben stören sollte. Die wägungen für ihn ausschlaggebend gewesen sein. Die Eiserne Marine- Division, die Noske seinerzeit nach Deutschnationalen scheinen die Stunde für ein ernftes WagBerlin kommen ließ, entpuppt sich also immer mehr als ein nis noch nicht für gefommen zu halten. Ihre Presse hat ant Genoffe Ledebour hatte kurz nach 2 Uhr das Reichstags- ganz gefährliches Werkzeug der Gegenrevolution. Wenn sie Sonntag recht vernehmbar zum einstweiligen Rückzug gegebäude verlassen. Arbeiter, die ihn erkannten, brachten Hochrufe nicht bald beseitigt wird, kann ihr Beschützer Noske noch er- blasen. Man habe gezeigt, daß man da sei und daß man auf ihn aus. Plöglich kam ein kleiner Trupp von ebenfalls bort leben, daß sie sich gegen ihn selbst wendet. Fähig sind diese bereit sei, und jetzt solle zunächst der Säbel wieder in die bersammelten Angehörigen ber Eisernen Marine- Division Leute zu allen Taten, um das alte Stegime wieder an die Echeide gesteckt werden. Mit diesem Programm wäre bei bom Tiergarten her auf Ledebour zugelaufen und Spike zu bringen. geplant gewesen. Der Vorgang hatte sich folgendermazen abgespielt: Einem kleinen, in Mannschaftsuniform gekleideten Offizier den Wechselwirkungen, die zwischen den Verhandlungen im bersuchte, die Nette ber Arbeiter zu durchbrechen. Es ist daher zu fordern, daß die Eiserne Marine- Divi- Ausschuß und dem Berhalten der nationalistischen Straßen jugend besteht, ein allai weites Vorwagen des Herrn Helffegelang es auch, dicht an Ledebour heranzukommen, und in die fion sofort entwaffnet und aufgelöst wird. Hochrufe stieß er sein:„ Nieder mit Ledebour". Bon Der Kommandeur muß außerdem zur Rechenschaft ge- rich nicht in Einklang zu bringen gewesen, und so ist dieser mehreren Augenzeugen wird nun behauptet, daß er zu gleicher zogen werden dafür, daß er den Leuten in so großer Bahl Ehrgeizige um das Glück gekommen, die Rolle des FahnenBeit auch seinen Revolver 30g. Ein Arbeiter schlug ihm Urlaub gewährte, trotzdem er damit rechnen mußte, daß sie trägers bei einem reaktionären Butsch zu spielen. Wahrscheinlich wird er sich über den entgangenen Voraber auf die Hand, so daß der Offizier die Waffe sinken ließ, und, sich an den nationalistischen Umtrieben beteiligen würden. als er sich von mehreren Arbeitern umringt fah, die Flucht ergriff Auch für das unbefugte Waffen- und Munitionstragen seiner beer einigermaßen trösten, denn sein Ruhm ist in den Krei. und auf einen vorüberfahrenden Straßenbahnwagen sprang. Ihm Untergebenen ist der Kommandeur verantwortlich. sen seiner politischen Freunde natürlich bedeutend gewachsen, folgte darauf ein zweiter Offizier von derselben Formation. Mit Es ist sicher anzunehmen, da sich die Zusammenrottun- und außerdem hat er in der Angelegenheit, die zu dem ZuHilfe von Mannschafte: der Sicherheitswehr wurde der erstgegen nannte Offizier von dem Straßenbahnwagen heruntergeholt und gen der nationalistischen Elemente vor dem Reichstag heute sammenstoß am Sonnabend den Anlaß gab, seinen Kopf nach der Wache gebracht. Der andere Offisier, der mit erhobenem Untersuchungsausschuß erscheinen soll. Wie es heißt, sollen wiederholen werden, da Hindenburg ja heute endlich vor dem schließlich durchgesetzt. Bei Beginn der gestrigen Situng stellte er sich weiteren Revolver zu entfliehen versuchte, wurde ebenfalls festgenommen die Vorkehrungen der Sicherheitswehr für den heutigen Tag Fragen zur Verfügung, betonte aber seine früher formuund nach der Wache gebracht. Dort wurden sie beide- und außerdem ein Zivilist, der den Offizeren Beistand leistete Wir werden ja jehen ob lierten Vorbehalte. Das konnte nichts anderes bedeuten stärker als gestern werden. in Gestern dies geschehen wird. " Schubhaft" genommen. war jedenfalls die als die fortgesette Weigerung, dem Ausschußmitglied Cohn Die Namen der drei Berhafteten" konnten wir nicht erfahren, Streisen der Sicherheitswehr wird Sicherheitswehr nur auffällig schwach vertreten. In den Nede und Antwort zu stehen. Der neue Konflikt war unauch befürchtet, daß vermeidlich, sobald Oskar Cohn eine Frage an ihn richtete. auf unsere Nachfrage wurde ung die Angabe der Namen von dem wachhabenden Offizier der Sicherheitswehr verweigert. Es han- dienstfreie Soldaten der Reichswehr an den Am Nachmittag brach er aus. Oskar Cohn fragte. Der delt sich aber bei den beiden Offizeren um zwei Angehörige der Demonstrationen teilnehmen werden, was Abg. Gothein, der Herrn Helfferich eine Brücke bauen und III. Marincdivision, die in Biesenthal bei Bernau einquartiert die Aufrechterhaltung der Ordnung durch die Sicherheits- dem Ausschuß eine Verlegenheit sparen wollte, nahm die ift. Angeblich heißt der eine Leutnant Reller, der andere wehr bedeutend erschweren würde. Es ist auf jeden Fall an- Frage seinerseits auf und erweiterte fie. Aber er hatte Leutnant Fabian. gebracht, den Soldaten der Reichswehr die Teilnahme an wieder die Kühnheit des Herrn Beugen unterschäßt, der den heutigen Demonstrationen zu verbieten. Eine offiziöse Darstellung. Wolffs Telegraphen- Bureau gibt über den Vorfall die Was in der Wolff- Meldung über einen angeblichen Redakteur folgende Darstellung: der Freiheit" geschrieben wird, ist eine völlig aus der Luft geBerlin, 17, November. Heute nachmittag wurden drei Militärpersonen von Beamten griffene Behauptung. Es ist zur Zeit der geschilderten Vorgänge der Sicherheitswehr in Echuzhaft genommen, da sie angeblich überhaupt feiner unserer Redakteure in der Nähe vor dem Reichstag ein Attentat auf Ledebour ausüben wollten. des Reichstagsgebäudes gewesen. Es hat also auch Die sofortigen Feitstellungen haben ergeben, daß von einer fein Redakteur der Freiheit" die Menge durch Zurufe auf Absicht, ein Attentat auszuüben, feine Rede gestachelt. Beabsichtigt man etwa, durch die Falschmeldung die sein konnte. Als Ledebour den Reichstag verließ, demon- Spuren zu verwischen? Wir sind ja gespannt, was den drei in strierten etwa 150 Personen mit dem Rufe: Hoch Ledebour!" Schutzhaft" befindlichen Herren, die sich bewaffnet an einer 8uEin Zivilist und ein Offizier der Reichswehr riefen: Nieder mit fammenrottung beteiligt haben, passieren wird. Ledebour! Daraufhin drang die Menge auf den Offizier ein, dem giver Soldaten der Reichswehr zu Silfe sprangen. Die mit ostentativer Betonung erklärte, er sei bereit, die Frage des Herrn Vorsitzenden zu beantworten. Einiges Hinundheraerede, dann zieht sich der Ausschuß wieder einmal zur Beratung zurüd, und der Widerspenstige wird erneut in eine Geldstrafe von 300 Mark genommen. Es läßt sich nicht gerade behaupten, daß diefe formaliuristische Behandlung des Streitfalles einen erhebenden Eindruck mache. Was sind dem in Krieg und Frieden reich newordenen Bankdirektor 300 oder 600 Mark? Er zuckt die Achseln. Er wird beim Gesamtausschuß Beschwerde einlegen, und felbst, wenn er damit keinen Erfolg erzielt, so hat er wenigstens die Genugtuung, das erreicht zu haben, was er cr reichen wollte. Er steht vor der Deffentlichkeit als Trimphator da. Vielleicht wird er noch einmal 300 Mark zu Menge war bald beschwichtigt. In diesem Augenblick fuhr Lebe- Eine Erklärung der U. S. P.- Fraktion in zahlen haben, wenn im weiteren Verlauf der Untersuchung bour mit der Straßenbahn nach Hause. Als sich der Reichswehroffizier ebenfalls auf eine Elektrische begab, holte ihn die Menge von dort herunter, weil ein Zivilist, der angeblich ein Redakteur der Freihei t" sein sollte, immer wieder rief: ein bezahlter Spion, schlagt ihn tot! Daraufhin wurde der Offizier von der Menge angegriffen. Wiederum eilten die zwei Soldaten dem Offizier zu Hilfe, wobei einem der Soldaten der Revolver aus der Tasche gerissen wurde, den er nach kurzem Handgemenge wieder an sich nahm. Beamte der Sicherheitswehr griffen ein und nahmen die drei Reichswehrangehörigen fest. * der Preußischen Landesversammlung. In der gestrigen Sitzung der Preußischen Landesverfammlung gab Genosse Ludwig im Namen der Fraktion der Unabhängigen Sozialdemokratie folgende Er flärung ab: Cohn sich erneut an ihn wenden sollte. Aber er fann sich mit dem Weiblein, das wegen Holzdiebstahls verurteilt war, über seine Richter lustig machen:„ Ich zahl' mei' Straf' und stehl' mei' Holz!" Der Ausschuß befand sich, das muß zugestanden werden, Herrn Helfferich gegenüber in einer schwierigen Lage. Aber es will uns nicht recht in den Sinn, daß eine politische Die unabhängige sozialdemokratische Partei hat schon auf Provokation- denn um eine solche handelt es sich mit ihrem Wärsparteitag in ihrem Aktionsprogramm ar die Vor der Verhängung einer Ordnungsstrafe erwidert wird. Zum ausseyungen für eine Einigung des Prole mindesten hätte eine Brandmarkung dieses Verächters der Verfassung durch eine Körperschaft, deren Mehrheit die BerEine Einigung kann nur erfolgen auf dem Boden desfassung so heilig hält, erfolgen müssen. Aber hier klafft eben eine Lücke nicht nur in der rechtlichen Fundamentie rung der Untersuchungskommission, sondern auch in dem Machtwillen des Parlaments. Mit der Strafprozeßordnung läßt sie sich nicht ausfüllen. tariats formuliert. Wir wollen es dahingestellt sein laffen, ob der Offizier proletarismen Klaffentampfes. Das bebingt eine wirklich die Absicht hatte, auf Ledebour zu schießen. Eins Aufgabe der Koalitionspolitit mit dem kapitalistischen Bürgerium und die Preisgabe der Nosteschen Gewaltpolitik. ist aber sicher: zuzutrauen ist es den Herrschaften schon, daß sie auch zu neuen Mordtaten ihre Zuflucht nehmen, um Partei befieht, ist eine Einigung unmöglich und zwecklos. Solange dazu keine Bereitwilligkeit bei der rechtssozialistischen die ihnen so verhaßten Führer des Volkes zu beseitigen. Der Soll sie nur dazu dienen, die Rechtssozialisten in der Ne Offizier wäre nicht der erste Mörder und Ledebour nicht das gierung zu stürzen, die sie gemeinsam mit den Klassenfeinden erste Opfer gewesen. Die Absicht besteht jedenfalls bei bes Proletariats bilden, f olehnen wir sie rundweg ab. Auf dem vielen, nur den Mut finden sie meistens nicht, die Tat selbst Boben der sozialistischen Grundsäke allein ist sie möglich. in aller Deffentlichkeit zu vollbringen. Fragen müssen wir nun noch, wie es kommt. daß die Angehörigen der Eisernen Marine- Division 1. gestern in Keine Einigungsverhandlungen. Das Berliner Tageblatt" groker Anzahl von Biesenthal nach Berlin beurlaubt wurden, wußte gestern über inoffizielle Borbesprechungen" über die Einiund 2. alle reichlich mit Revolvern und Munition versehen gungsfrage zu berichten. Offizielle Berhandlungen hätten aller waren, troubem sie nicht im Dienst waren? Sogar Eier dinge noch nicht stattgefunden. Demgegenüber möchten wir sagen, handgranaten sollen einige bei sich geführt haben. daß uns weder von ineffiziellen noch von offigi. Etva 60-80 Mann der Eisernen Marine- Division find ellen Berhandbungen etwas betannt ift Die sachlichen Erörterungen des gestrigen Tages vermochten ebensowenig Befriedigung zu erwecken, wie die Behandlung der Affäre Helfferich. Schließlich lief das Ver hör darauf hinaus, daß über Worte gestritten und nicht mehr Tatsache gegen Tatsache, sondern Auffassung gegen Auffassung gestellt wurde. Immer wieder läßt, es sich der ehemalige Vizekanzler angelegen sein, Herrn Wilson als einen unzuverlässigen und böswilligen Vermittler zu charakterisieren. Als ob es überhaupt in diesem Zusammenhang auf die moralischen Qualitäten des amerikanischen Präsidenten und seine innere Gesinnung gegenüber Deutschland ankäme' Friedrich ebery Bonn * Die Tatsache ist doch unbestreitbar, daß die militäri In Ser Nationalversammlung hat Genoffe Ostar Tohn die feinungen Beweisen, daß mit dem Frontwechsel der Balti fchen und politischen Stellen im Jahre 1916 die Unmöglich einem Sozialdemokraten selbstverständliche Etellung eingenommen, fum- Truppen die Gefahr nicht etwa gebannt, sondern erf teit ertannien, zu Lande den Krieg zu einem befriedigenden daß die Internationale nicht nur ein Sippen afut geworden ist. Man begreift unter diesem Gesichtspunkt Ende zu bringen. Jetzt gab es zwei Wege: entweder es bekenntnis sein dürfe, sondern die werktätige gegenseitige Un- auch den Uebermut, den die deutschnationalen Streise in Ber wurde berjucht, durch Verhandlungen ชิน einem terstübung der Arbeiterparteien aller Länder verlange. Er hat lin plöglich zur Schau tragen. Verständigungsfrieden zu gelangen, oder aber man griff aus der Geschichte der deutschen Sozialdemokratie, übrigens auch zu der Waffe des U- Bootkrieges, um den Feind zum Frie- der deutschen Gewerkschaften, nachgewiesen, wie oft deutsche Arden zu zwingen, beiter französische, russische, schwedische usw. Arbeiter in ihren Daß die baltischen Abenteuerer thr Spiel durchaus Was hat man in Wirklichkeit getan? Zuerst wurden politischen und gewerkschaftlichen Bestrebungen unterstübt haben. noch nicht verloren geben, sondern sich mit gegenrevolutio durch das an Wilson gerichtete Ersuchen Schritte auf den Für einen Sozialdemokraten hat also der Gedanke in seinen Bare nären Absichten tragen, die sich jetzt gegen Deutschland Weg zu einem Verständigungsfrieden getan. Dann wälzte teibestrebungen, bei ausländischen Bruderparteien Verständnis und richten sollen, das geht aus dem von uns schon erwähnten uman sich selbst durch das deutsche Friedenser ebot einen Unterstübung zu finden, nichts Echreckhaftes an sich, sondern die Schreiben für das Detachement Major Bischoff hervor, Stein vor die Füße, und endlich ließ man die Wilfonfchen internationale Solidarität ist ihm ein Lebenswonin gejagt wird, daß vom Baltikum aus nach Bersuche sich nicht auswirken, sondern begann den U- Boot- bedürfnis. Aber diese Selbstverständlichkeiten haben mit dem Niederkämpfung des Bolschewismus die Befreiung frieg, bevor die friedlichen Mittel erschöpft waren. Beth Schwindel des Herrn Dr. Helfferich nichts zu tun: Genosse Ostar Deutschlands ins Werk gesetzt werden mann und Helfferich versichern, fie seien über dessen Er. Cohn hat am 6. November 1918, als die russische Botschaft unter folle, da bei der jetzigen Regierung Deutschland erfolgsmöglichkeiten im Januar 1917 optimistischer gewesen pöbelhafter Form aus Berlin ausgewiesen wurde, und nur an mordet werde. Noch mehr aber erfährt man aus der Trommel", der täglich erscheinenden Beitung für die baltischen Abenteuerer. In dem Leitartikel der Nr. 6 vom 7. November heißt es als vorher, und sie hätten auch die Bedeutung des Eintretens der Vereinigten Staaten in den Krieg an diesem Beitpunkt geringer eingeschäßt, als einige Monate früher. Wer will die Unrichtigkeit dieser Darstellungen beweisen? Es läßt sich eben nur darauf aufmerksam machen, daß die Befehrung der beiden Staatsmänner zum U- Bootfrieg in demselben Augenblick eintrat, als die Oberste Heeresleitung die Einsegung dieser Waffe forderte. Heute wollen sie auch unter feinen Umständen wahr haben, daß sie an einer Niederzwingung Englands innerhalb von 5 oder 6 Monaten gedacht hätten, und auch der Admiralstab legt Wert auf den Nachweis, daß in seinen Denkschriften vom Auf- die- Knie- 8mingen" feine Rede gemejen jei. Man habe England nur friedensbereit machen wollen. " diesem Tage, außerdem weder vorher noch nachyer, jemals einen Geldbetrag vom Genoffen Joffe entgegengenommen. Den größten Teil des Geldes hat er, was er wiederholt dargelegt hat, gemäß feiner Pflicht als Rechtsbeistand der Betschaft zur Regelung der Gehalts- und anderer laufenden Verpflichtungen der Botschaft und aur Unterstügung der Gefangenen und Notteidenden verwendet. Mit einem geringen Betrage hat er gemäß der ihm bom Genossen Joffe erteilten Ermächtigung die literarische Propaganda unter tüßt. Aber auch dies fonnte er selbstverständlich erst einige Beit nach dem 6. November tun, also nicht zu der Zeit, wo, wie sich Herr Dr. Helfferich ausdrüdt, unfer Vaterland einen schweren Rampf gegen eine feindliche Uebermacht führte". Front nach Westen? auf der Sand und das muß jeder sehen, der Augen zum Sehen Wir haben bereits unendlich vielerreicht. Das liegt hat. Es war so gut wie ein nichts, woraus wir in monatelanger Arbeit unsere Organisation unter Führung tüchtiger Männer geschaffen haben. Der Geift unseres Heeres lit gefundet, wir haben uns auf Grund militärischer Erfolge eine Bañis geschaffen, von ber aus wir weiterfämpfen fönnen, bie politische Crganisation unseres Werkes der Befreiung zweier Länder von der Pest über fich felbft hinausgewadfener Nevolutionen ist vorbereitet und die Welt unserer Feinde und Freunde beginnt mit uns als mit einem bestehenden Wachtfaktor zu rechnen, der sich bereits be währt hat und noch bewähren wird. Und nun sollten wir auf hal bem Wege umfehren, sollten das Gefäß, das wir mit vieler Mühe getnetet haben, in dem furzen Augenblid eines vorüber gehenden Echwächeanfalls in Scherben werfen!? Nimmer Es muß durchgehalten werden, nur müssen wir uns die Flau macher und Zehnmalmeisen vom Leibe halten, die immer wieder Rechnungen anstellen und Dinge berechnen wollen, die sich zar nicht berechnen lassen. Herr Dr. Helfferich zeigt in feiner schriftlichen Erklärung allau deutlich seinen lebhaften Schmerz darüber, daß ihm Genosse Ostar Cohn mit geschiäten, von der Zensur des Vorsitzenden nicht Wieder ein Streit um Worte! Tatsächlich haben amteppeichbaren Worten als einen Mann gekennzeichnet hat, der einen fiche Marinefreise 1916 und Anfang 1917 der Deffentlich- sähen und dab: i erfolglojen Kampf gegen die Mehrheit führt. feit den Irrglauben beigebracht, England jei in wenigen Die bisher lette Fälthe: leistung des Herrn Dr. Helfferich Monaten zu erledigen, und die politischen Stellen haben rechtfertigt feinen Ruf als begeisterten Feind der Wahrheit. nichts dazu getan, diese verhängnisvolle Ansicht zu zerstören. Ach, und was heißt friedensbereit machen? Bu welchem Frieden bereit? Genosse Cohn sucht durch eine Frage an Bethmann festzustellen, ob er einen Frieden unter Gegenüber diesen fo offen zur Schau getragenen den Bedingungen, die er 1916 formuliert habe, und die sehr gegenrevolutionären Bestrebungen muß verlangt werden, weitgehende Annegionen enthielten, für den VerständiBon unterrichteter Seite wird uns geschrieben: gungsfrieden halte, zu dem nach seiner Meinung England Die Armee ber baltischen Abenteurer ist daß die jetzt nach Deutschland zurückkehrenden Formationen durch den U- Bootkrieg hätte genötigt werden können. Beth- geschlagen und auf dem Rüdmarsch, da erscheint plöglich fofort aufgelöst und die Befehlshaber, die ihre mann weicht aus und zieht sich auf seine alte Theorie zu die Nachricht, daß diefe Truppen sich dem General Truppen für ihre reaktionären Swede mißbraucht und mann weicht aus und zieht sich auf seine alte Theorie au bon Eberhardt unterstellt baben. Diese Mel Deutschland in die schwerste Gefahr gestürzt haben, zur rüd, daß man die Friedensbedingungen von der jeweiligen bung ist so seltsam, daß sie forgfältigster Nachprüfung be- Rechenschaft gezogen werden. Selfferich feinerseits bemüht sich, den Fuß dadurch aus darf. General von Eberhardt ist reichsdeutscher General dem Fangeisen zu bekommen, daß er die außerordentlichen und hat für den abgelösten und entlaffenen General von Wirkungen des verschärften U- Bootfrieges aufzählt und behauptet, England jei Mitte 1917 zum Nachgeben entschlossen gewesen. Selfferich fnüpft daran die schwere Anklage gegen bie Reichstagsmehrheit, sie habe durch ihre FriedensrejoIntion den Widerstandswillen der Feinde neu belebt. Seit dem 19. Juli 1917 fei alles zu Ende gewesen. Situation habe abhängig machen müssen. Lie Lügewer. der Golg die Rückführung der noch im Baltikum weilenden Truppen übernommen. Oberst Awalow- Bermondt ist ein Eine sogenannte Ehrenfompagnie des Freikorps ruifisch reaktionärer Offizier, unter seinem Stommando stehen zwar größtenteils deutsche Freiwilligenforps, aber fütow hat gestern vormittag Herrn Hindenburg eine neue auch eine Anzahl von Truppen, die in russischen Gefange vokation der Monarchisten nach außen hin abzuschvächen, Ovation dargebracht. Um die Wirkung dieser neuen Bro. nenlagern in Deutschland geworben wurden. Es ist des Nehmen wir an, dem wäre wirklich so, so würde das halb unerklärlich, wie der russisch- reaktionäre Oberft fich mit hat eine zuständige Stelle" erklärt, das Freikorps Lüzow boch nur beweisen, daß England, von irrigen Boraus feinen Truppen dem deutschen General unterstellen kann. bestehe nicht mehr, und es fönne fich demnach bei der De fegungen ausgehend, vorübergehend geschwankt habe. Es Es muß vielmehr nach allen Anzeichen angenommen wer- monstration nur um ehemalige Angehörige dieses Frei forps gehandelt haben. Wir haben diese Darstellung, die hätte für eine Weile die Wirkung des U- Bootkrieges ebenso den, daß die reaktionären Elemente, nachdem ihr Abenteuer uns fura bor Redaktionsschluß zuging, in der gestrigen getan hat. Daß es tatsächlich eben nicht gelungen ist, Eng vornehmen und nach Westen marschieren. In Berlin ist Abendausgabe veröffentlichyt, müssen aber heute erklären, lands Lebensmittel- und Rohstoffaufuhr zu unterbinden feit Tagen das Gerücht verbreitet, daß die baltischen Trup- daß durch sie eine bewußte rreführung ber wurde. Das rei und die amerikanischen Truppentransporte zu verhindern, ben den Marich auf Berlin angetreten haben, und forps 2üko w ist nicht aufgelöst, sondern es besteht zwar wird dieses Gerücht, wie wir feststellen konnten, bon verhängnisvoll das schwächliche Nachgeben der politischen Deutsch nationaler Seite auf das eifrigste reitorps Qüitom ist eine ser reallionärsten ReichswehrLeitung gegenüber der militärischen gewesen ist. Das berbreitet. General bon Eberhardt ist nicht eta formationen. Es hat sich, wie wir vor einiger Beit beric deutsche Bolk muß es sich mit allem Nachdruck verbitten, ein zuverlässiger republikanischer Offizier, sondern über formationen. Es hat sich, wie wir vor einiger Zeit berich daß es mit dem Aussprechen seines Friedenswillens den zeugter Monarchist, der in den Kreisen der Gegen- teten, bisher beharrlich geweigert, den Eid abzulegen. Auf für monarchi- unsere Veröffentlichung hin hat der Reichswehrminister Busammenbruch vorbereitet haben soll. Der bleibt auf revolution als absolut zuverlässig gilt dem Konto der Babanquespieler;„ feine Macht der Welt", ftijdje Unternehmungen nämlich. Daß die reaktionären Noste versichert, er nähme derartige Eidesverweigerungen um mit Herrn Helfferich zu reden, kann dieses Schuldbuch Kreise versuchen werden, den Vormarsch der Baltikum- nicht allzu tragisch. Inzwischen am 14. November bernichten. truppen noch Westen zu einem Konflikt auszunuzen, geht ist die Bereidigung allerdings vorgenommen worden, wie schon aus den Andeutungen hervor, die die„ Post" in uns aber von Angehörigen des Freiforps mitgeteilt wird, ihrer Sonntag Morgenausgabe prophezeiend macht. hat sich eine große Menge der Offiziere von der Bereidi gung gedrückt, und auch ein Teil der Soldaten wurde heißt dort: Daß General von Eberhardt für eine geordnete Nüdführung Gin Hauptmann erklärte vor der Bereidigung wörtdazu überredet, bei der Vereidigung sich dünne zu machen. diefer Truppen Sorge tragen wird, unterliegt feinem 8weifel. lich:„ Wir sind gegen die heutige Negierung, fönnen aber fraglich erscheint es aber, ob die deutsche Regierung es verstehen den Eid trotzdem leisten, da die Givesformel nicht verlangt, wird, diese immerhin sehr diffizielen Zustände zu einem guten unseren Gott als Zeugen anzurufen. Der Eid ist soAbschluß zu bringen. Man darf nicht übersehen, daß in dem nunmehr geschaffenen Verhältnis der Bermondi- Truppen zu den lei- mit für uns nicht bindend." tenden Stellen Deutschlands allerhand Verwicklungspunte Heifferich und die Wahrheit. Wie unsere Leser aus dem Eizungsbericht in der Beilage er fehen, hat Dr. Helffer ich bei Beginn der Sigung vom Montag den Ausschuß eine schriftliche Erklärung überreicht. Sie fügt den Ruhmestranz dieses trefflichen Herren ein neues Blatt bingu. Herr Dr. Helfferich tann das Fälschen nicht lassen: Als ber Echwindel des angeblich fiegverbürgenden U- Boottrieges zu sammenzubrechen drohte, legte Herr Dr. Helfferich, im Juli 1917, Es Arreststrafe für Major v. Lützow. Dieser Vorfall zeigt wieder, daß sich gewisse Mezhswebrformationen abfichtlich von der Vereidigung drücken, dem Haushaltungsausschuß eine Statistik über die Einfuhr Eng liegen." oder daß sie sich, wenn sie der Bereidigung nicht mehr ent lands während der ersten fünf Monate 1917 vor ,; fie follte be. Die Post" bezweifelt dann weiter, das die dentiche e geben können, ein Hintertürden offen lassen, das ihnen ertvejen, daß die Einfuhr durch die Erfolg des cierung das nötige Geschick befäße zu einer glücklichen Lölauben soll, zu gegebener Zeit gegen die Regierung vorTauchboo: trieges in dem für die Ernährung wichtig fung dieser Fragen. Hier find also bereits ganz offen bezugehen. ften Waren bedeutend zurüdgegangen war. Nur eine vorstehende militärische Sonflitte zwischen Kleinigkeit war dabei bergessen": Die Einfuhr von Reis fehlte diesen Truppen und der deutschen Regierung angekündigt, in der Tabelle vollständig und erst auf lebhaftes Befragen Erz und sie werden noch offener besprochen, wenn die Herren Berlin, 17. November. bergers mußte der wahrheitsliebende Minister Dr. Selfierich unter sich find. Man erwartete, wie wir bereits frither an- 2. Z. B. teilt mit: Gegen den Major v. Lükom, der am zugeben, daß England während des Krieges regelmäßig und deuteten, auf das Eignal des Truppenanmariches einen all- Montag eine Truppenabteilung in die Sitiostraße führte, ohne dauernd die doppelte. Menge Reis gegenüber den Friedensjahren gemeinen Vormarsch der östlich der Elbe liegenden Frei- dazu besonderen Befehl von seiner vorgefeßten Dienststelle er. eingeführt hatte. In der Montagssigung wurde der Zeuge Dr. Forps gegen Berlin und eine Erhebung der Bevölkerung in balten zu haben, verfügte der Reichswehrminister vorerst eine Helfferich nach der Reiseinfuhr gefragt. Er erzählte biel bon Cftelbien. Der General von Eberhardt wird dabei als eine Arreststrafe. der Reiseinfuhr Englands im Jahre 1916, verschwieg aber die entsprechenden Zahlen für 1917, nach denen allein er gefragt äußerst nebensächliche Figur hingestellt, der wahre Leiter des worden war und hatte babei doch den Gib geleistet, nichts au ganzen Unternehmens ist der General Soffmann, Die Sicherheitswehr als Hülerin des Eigentums. Eid der frühere Generalstabschef von Oberoft. Bei ihm laufen berschweigen. In den besetzten Räumen des Vollzugsrats hausen die Es ist gut, daß Herr Dr. Helfferich die Erklärung, die er dem alle Fäden zusammen. In engster Beziehung zu ihm stehen Sämtliche Ausschuß eingereicht hat, nicht ebenfalls mit seinem Beugeneib auch der noch immer in Berlin weilende Hauptmann Sicherheitsfoldaten wie die Bandalen. gu beden braucht. Am Sonnabend nahm Herr Dr. Helfferich Boensgen, der Schieber der Eisernen Division, und der Schränke sind erbrochen, alles, was nicht nict folgendes auf seinen Eid:" Nach einem Telegramm des Botschaf General von der Golt, der seit einiger Zeit un- und nagelfest ist, wird mitgenommen, auch das private Gut ters Joffe hat in der Beit, in der unser Baterland einen schweren bekannten Aufenthaltes ift. Offiziere der Eisernen Divider im Vollzugsrat tätig gewefenen Genoffen und Genos Die Herren Sicherheitssoldaten haben bereits Stampf gegen eine feindliche Uebermacht führte, fich Dr. Cohn fion stellen ferner noch immer die Verbindung zwischen der finnen. von Joffe Gelder der russischen Sowjet- Regierung zur Verfügung Heimat und den Baltikum- Truppen her. Dafür nur ein Bei- Betten in die Räume gebracht und führen dort ein ver. stellen laffen, um Deutschland zu revolutionieren. Das ist eine spiel: Am 11. November fuhr unter der Führung des gnügtes Leben bei Wein, Weib und Gesang. Ist Herr Eugen Ernst mit dieser Aufführung seiner Unwahrheit, Herr Dr. Helfferich: Denn Joffe hat nie Hauptmanns von Küchler in Begleitung von drei mals etwas berartiges telegraphiert. deutichen Generalitabsoffizieren die Entente- Balti- Prätorianergarde einverstanden? Dieselbe Sicherheitswehr, In seiner schriftlichen Erflärung spricht er tavon, daß Genoffe tum Kommiiiion nach Tilfit. In dem Zuge, der die die die Ordnung und Sicherheit gewährleisten soll, mißDr. Ostar Cohn in Deutschlands schwerster Beit ruffiiches Bol- Kommission nach Tilfit brachte, reiste gleichzeitig ein hier braucht aufs schändlichste das ihr anvertraute Gigentum. fchewvistengelb zur Revolutionierung Deutschlands entgegeng nom- auf Urlaub befindlicher Offizier der Eisernen Division, men habe". Auch das ist nicht richtig, wie Genoffe Ostar Cohn Dentnant Biefe, zu seiner Truppe zurück. Beutnant schon in seiner Erflärung, die am 26. Dezember 1918 in der Biese ist ein naher Verwandter des ersten GeneralstabsDie Bolts, Arbeiter, und Bauernräte feien in Oberschlefien Freiheit" abg brudt worden ist, in der Nationalversammlung im offiziers der Eisernen Division, des Hauptmanns Biese. Als Februa: und schließlich in der Ausschußfißung vom 15. 11. fit die mit der Kontrolle beauftragten Berliner militärischen aufgefordert worden, ihre Tätigkeit einzustellen, Go meldt im gestellt hat. Stellen von diefer Reise Kenntnis erhielten, wurde ihnen Anschluß an die Gemeindewahlen der Oberschlesische Kurier", Das weiß Herr Dr. Helffertch auch genau und deshalb greift auf Anfrage mitgeteilt, daß Beutnant Biese mit Erlaubnis ein Bentrumsblatt. Man sieht es der Meldung an, daß hier der er in seiner schriftlichen Erbflärung zu dem alten Fälscherstüdchen, des Reichswehrministers fich ins Baltikum begebe, um dort Wunsch der Vater des Gedankens war. Und man fönnte fast daß er aus der spaltenlangen Erflärung vom 26. Dezember givet begiitigend ouf die Truppen einzuwirken. In weldem Sinne glaub n, es handle sich um eine be stedte Aufforderung an Höre Say: herausgreift, jene Beitangabe, die Genosse Osfar Cohn ge die Einwirkung des mit dem ersten Generalstabsoffiziers fing, den Nedy: 3foglalisten, er solle endlich mit der Aufhebung der macht hatt, meglißt, und dann die Beſtitellungen in de: Aus der meuternden Fruppen verwandten Leutnants erfolgen der.- Mäte anfangen. Bielleicht tut er hem Zentrum den Ges bußigung vom 15, 11, für piberlegt erflärt. wird darüber white tein Biveifel. fein. diefe Gefallen. S Aufhebung der Räte in Oberschlesien? Rätegebante und Gewerkschaftstaktit. Von Ernst Däumig. I. Aus dem Baltikum. Der Rückmarsch der baltischen Abenteurer. Königsberg, 17. November. Der Befehlshaber der russischen Westarmee Awalow. Rückzug der russischen Nordwestarmee. zibar mit vollem Recht, daß die Grundlage der kommen- 1 um gemeine Verbrechen handelt. Auch gibt die Amnestie teinen den Kämpfe zwischen Kapital und Arbeit in die Betriebe Freibrief für fünftige Bergehen, auch politischer Natur. hineinverlegt werden müsse. Damit ist wiederum feine unter diesen Voraussetzungen fand der Vertrag in der National neue, verbrecherische Rezerei begangen worden, sondern auch versammlung keinen Widerspruch. das entspricht durchaus dem Grundgedanken des Rätesystems. Der organisatorische Aufbau dieses Systems kann gar nicht anders als auf der Grundlage der Betriebe er folgen. Darum heißt es schon in den vor Monaten Die Vollversammlung der revolutionären Arbeiterräte vom Vollzugsrat herausgegebenen und von der Benund Betriebsfunktionäre Groß- Berlins hat am 12. Novem tralstelle der Betriebsräte Betriebsräte Deutschlands akzeptierten ber cr. einen Beschluß gefaßt, dem die Redaktion der Frei Richtlinien für den Aufbau des Nätesystems:„ Die Grund heit" eine tendenziöie und anfechtbare Auslegung gegeben lage der Organisation der Arbeit liegt in den Betrieben und Bermondt begründet die Unterstellung seiner Truppen unter bat. Das Urteil der Freiheit" unterscheidet sich sachlich Berufen." Sier ist das Proletariat troy all seiner psycholo- den Befehl des Generals v. Eberhard damit, daß er die mili in nichts von dem des Vorworts", der in seiner Abend gischen und geistigen Berschiedenheit und troz seiner Partäriide Lage für unhaltbar angesehen habe, weil die nummer vom 13. November cr. dicje Uebereinstimmung mit teigerriffenheit an einer gemeinsamen Berührungsstelle zu und mit starken Kräften gegen Mitau vorgingen. Letten en Bündnis mit den Bolschewisten geschlossen hätten einigen bähnischen Seitenhieben auf die Freiheit" feststellt. m Leitartikel ihrer Abendnummer vom 15. Novem- packen; denn im Betriebe sind alle Arbeiter und Angestell- und mit starken Kräften gegen Mitau vorgingen. Weiteren Meldungen zufolge habe die. Reichsregierung ber cr. fommt die Redaktion der Freiheit" noch einmal aus im Betriebe kann die Aufklärungsarbeit durch die sozialistisch vorausgesetzt, daß ehemals deutsche Verbände ohne jede Be ten gleichermaßen Ausbeutungsobjekt des Kapitals. Hier angeordnet: 1. Vorschieben von Lazarettzügen, führlich auf diesen Gegenstand zurück, und üb eine Kritik im an dem Verhalten der Vollversammlung und des chaugs- geschulte und revolutionär empfindende Oberschicht am bingung sich allen Anordnungen des Generals von Eberhard rates, die ich nicht umvideriprodjen laſſen kann. Bei dem besten erfolgen. Sier im Betriebe, und in der Zusammenfügen. 2. Borichieben von Berpflegung für einwand Lesen dieses Probleme der Gewerkschaftstafti" betitelten faffung derfelben in Industriegruppen kann der entschei frei auf dem Rückmarsch befindliche deutsche Truppen, soweit es Artikels mußte ich mich mehrmals fragen, ob ich wirklich dende, über den Lohnkampf der einzelnen Berufskategorien zur Durchführung des Rückmarsches unbedingt erforderlich ist. das Organ einer Partei in der Hand habe, die sich nach hinaus gehende Kampf am besten organisiert und durch Es wird angestrebt, die demnächst eintreffenden Truppentrans ihrem Brogramm auf den Bode: des Mätesystems stellt. geführt werden. Es ist daher kein syndikalistischer Gedanke, porte und Flüchtlingszüge, soweit irgend möglich nach dew Denn die in dem betreffenden Artikel entwickelten Ge- der in der Entschließung zum Ausdruck kommt, sondern es Innern des Landes durchzuführen. dankengänge lassen von dem Berenntnis zum Rätesystem ist die logische Anerkennung der Grundprinzipien des Rätejede Spur vermissen. Denkt man die in dem Freiheit" systems. Die Nedaktion der Freiheit" dagegen will den Freiheit"-systems. Artikel ausgesprochenen Gedanken fonsequent zu Ende, jo Gewerkschaften in ihrer heutigen Form Aufgaben zuweisen, Reval, 17. November. muß man zu der Schlußfolgerung fommen: wozu überhaupt die sie ihrer ganzen Natur nach nicht erfüllen können, Gang Die ruffische Nordwestarmee hat Jamburg, die letzte alle mühungen, ein revolutionäres Rätesystem aufzu- abgesehen davon, daß ihre Leitungen zum größten Teile bauen? Denn nach der Anschauung der Freiheit" find die noch konservativ denken und viel zu kurzsichtig sind, die Er- Stadt auf dem eroberten Gebiet, aufgegeben. Die Eisenbahn entscheidenden Kämpfe zwischen Kapital und Arbeit durch fordernisse in der sozialen Revolution über ihre engen Be- brücke bei Jamburg wurde von estnischen Truppen gesprengt. die Gewerkschaften und Gewerkschaftsfartelle zu führen. Auch rufs- und Organisationsschranken hinaus zu erkennen. Kriegsgefangenenaustausch zwischen Estland und Rußland bie politischen Parteien dürfen dabei mitwirken; die Räteorganisation aber ist in der Darstellung der Freiheit" ein Reval, 17. November. fo schemenhaftes, in der Luft hängendes Gebilde, daß der Laut einem Funkspruch Tschitscherins werden russische Gedanke nabe liegi: man erwähnt es bloß, um eine KonAbgeordnete am Sonntag, den 16. November, die estnische geision an die rätefreundliche Stimmung der Arbeiterschaft Front passieren, um mit der estnischen Regierung Verhand zu machen, im Grunde seines Herzens aber wünscht man Obwohl die Wahlergebnisse noch nicht vollständig be- lungen über den Austausch der Gefangenen aufzunehmen. genau jo wie die Reformsozialisten dieses, den alten Or- fannt sind, zeichnet sich das Gesamtbild bereits deutlich ab. ganisationstraditionen unbequem werdendes revolutionäres Der Erfolg der Politik Clémenceaus steht fest, und seine Gebilde zu allen Teufeln. Anhänger gewinnen überall Boden, während die Oppsitions. Am 11. November, dem Jahrestage des Waffenstillstandes, Bunächst einige Worte über den fonkret vorliegenden Be- führer der radikalen Partei geschlagen find. Die Sozialisten empfing Marschall Foch den estnischen Gesandten in Paris, schluß der Vollversammlung vom 12. November cr. Wenn verlieren viele Site, besonders in den Nachbargegenden der Busta, und den estnischen Militärvertreter, Oberstleutnant die Freiheit" daraus eine Aufforderung zur Bertrümme Front, im Elsaß, in Lothringen, wo sie wahrscheinlich alle uit. Er versprach die Unterstützung der Entente durch die rung der Gewerkschaften oder gar zu einem Berlassen der Site verlieren werden, in Paris, in Amiens und in der Sendung von Waffen und Material nach Estland. Gewerkschaften herausliest so beweist das nur, daß ihrer Re- Gegend des Pas de Calais, wo sie gleichfalls alle Site verdaktion die Grundaedanken, aus denen heraus die Verlieren. Albert Thomas ist gewählt. Die einzige Gegend, Das Randstaatenproblem. fechter des reinen Rätesystems an den Aufbau der Räteorga wo sich die Sozialisten behaupten, ist das Departement Reval, 17. November. nisation herangehen, völlig unbekannt sind. Der Beschluß de Nord, das vom Feind besett war und wo die gewählten wendet sich allerdings gegen die Gewerkschaften, die nicht Sozialisten bis zum Ende des Krieges sich durch Patriotis- des früheren russischen Reiches Die am 14. November in Dorpat von den auf dem Boden Mittel und Ausdruc" des revolutionären Räteſyſtems ſein mus ausgezeichnet haben, indem sie namentlich im Jahre Staaten abgehaltene Spezialberatung hat grundfäßlich Nerches entstandenen selbständigen wollen. Das ist durchaus nichts neues, sondern entspricht 1917 es ablehnten, sich an der Stockholmer Konferenz zu be- als wünschenswert anerkannt, daß die genannten Staaten in der Auffassung, die von mir und meinen Freunden stets teiligen, bevor der deutsche Militarismus völlig nieder einen militärisch politischen Verband träten, um vertreten worden ist. Wir erblicken allerdings die Revoihre Selbständigkeit und Unabhängigkeit zu schüßen, und teilt lutionierung" der Gewerkschaften nicht schon darin, daß die geworfen sei. Paris, 17. November.( Havas.) bisher unter der Flagge des Reformsozialismus marschie- Bis heute vormittag 11 nhr waren 206 Wahlergebniffe den estnischen Außenminister mit dem Vorschlag, mit dem letti diefes allen vertretenen Regierungen mit. Sie wendet sich ar rende Gewerkschaftsbureaukratie durch Männer ersetzt wird, bekannt. Davon erhielten die Republikaner der Linken 54( bavon fchen Außenminister in Unterhandlungen einzutreten, um die die rein äußerlich eingeichriebene Mitglieder der U. S. P. 30 nene), bie Nabitalen 23( 15), bie Sozialistisch- Radikalen 35( 15), nötigen Schritte zur Einberufung einer besonderen Konferens find. Wir erwarten vielmehr, daß diese, einer revolutio die fosialistischen Republikaner 9( 3), bie unifizierten nären Partei angehörenden Gewerkschaftsleiter in der Sozialisten 15( 6), die Brogressiften 31( 18), bie Action libe. 8ur Beratung dieser Frage zu tun. gegenwärtigen Epoche der sozialen Revolution bereit und rate 25( 20), die Konfervativen 14( 9). Die Nadikalen gewinnen fähig sind, den alten, schwerfälligen Apparat der engen Be- 13 und verlieren 6, die Sozialistisch- Radikalen gewinnen 4 und rufsorganisation derart umzustellen, daß sich ihre Gewerf verlieren 38, die sozialistischen Republikaner gewinnen 8 und ver schaft in eine höhere, überberufliche Kampforganisation, wie lieren 6, die unifizierten Sozialisten gewinnen 3 es das Nätesystem ist, einfügt. unb verliezen 19. Die Progreffiften gewinnen 17, ebenso gewinnt die Action liberale 17, bie Ronfervativen gewinnen 5 unb verlieren 4. Unterlegen fins u. a. Nenauld, Paul Constant, Bedouce, Hellen Prevost, Dalbies, Franklin Bouillon und ugagneur. wachen. Die Wahlen in Frankreich. Paris, 17. November( Havas). Die belgischen Kammerwahlen. Ententeunterstüßung für Estland. Kämpfe vor Libau Memel, 17. November. Das„ Memeler Dampfboot" meldet: Vor Libau haben am 14. November heftige Stämpfe stattgefunden, die mit einem iserfolg der Bermondt- Armee endeten, Warum die Kohlenhalden brennen. Alles in allem hat sich die Verkehrssperre in Oberschlesien als gang awedlos erwiesen, so weit ein erhöhter Transport von Kohle in Frage kommt. Für uns handelt es sich in dieser Seit des verschärften Klaffenkampfes nicht mehr ausschließlich darum, die Lebens haltung begrenzter Berufsgruppen durch Lohn- und Tarif: fämpfe für eine furze Zeit aufzubessern, sondern wir halten es. für das dringendste Gebot der revolutionären Stumde, Von Mitarbeitern Clemenceaus sind gewählt: Ein Kohlenfachmann gibt unserem oberschlesischen Mitarbei mit dem Kapital und tessen Beschützer- dem gegenwärtigen Loucheur, Klotz, Leygues, Abrami, Mandel, Abel und Albert ter folgendes Wild von der gegenwärtigen Kohlentraasportfrage: Staate den Endfampf aufzunehmen. Dazu bedarf es Sarraut, Ferner sind gewählt: Deschanel, Visiant, Briand, Wenn es in den letzten Wochen vortam, daß Kohlenhalden in aber einer Organisation, die über die engen Berufsgrenzen Serriot. Unterlegen sind: Augagneur, Colliard, Renoult, Brand gerieten, so lag das an den mangelhaften Einrichtungea hinaus das Proletariat in einer Kampffront vereinigt Paul Morel. Auch Messimy scheint unterlegen zu sein. Re- für die Kohlenlagerung. Anstatt daß man, wie in andern Stohlen und eine Gliederung aufweist, die sich der Struktur des naubel ist nicht wieder gewählt. Auch Brizon, der bezirken die Kohlenhalden unter Dach bringt uab so die Möglich Produktionsprozesses anpaßt. Darum erstreben wir im Stienthaler, nicht. Alberthomas und Jules Guesde feit der Entzündung durch Abschließung von dem Luftwechsel Rätesystem die Zusammenfaffung nach Industriegruppen. find gewählt. Die Sosialisten fallen in den Departe herabmindert, wird in Oberschlesien die Kohle ganz im Freien ge Wir sind uns vollständig darüber klar, daß wir dabei die ments Cote d'Or, Eaône- et- Loire und Var vollständig aus. lagert. Tas gefchicht dadurch, daß man Kohlenhalden bis zu alten Gewerkschaftsgrenzen erichüttern und die überliefer- Jedenfalls auch im Departement Allier. Ihre Sibe erfahren eine 10 und 20 Meter Höhe aufschishtet; durch den großen Druck müs ten, und vielen Gemerfichaftsangestellten liebgewordenen beträchtliche Verminderung. Im Elsaß und in Loth sen dann die unteren Kohlenschichten zum Schwählen kommen. Methoden der Geschäftsführung etwas stark aus dem alt ringen scheinen nationale Blodfandidaten gewählt zu sein. Das Was nun den Abtransport anbelangt, so ist in den ersten hergebrachten Geleise bringen. Aber die fonfequente Durch dürfte bedeuten, daß dort kein Sozialist und fein Radikale: ne sehn Tagen der Werkehrssperre nicht ein einziger Waggon filbrung des revolutionären Rätesystems läßt sich nun ein wählt wurde. Im Departement Aveyron hat General Castelnau mit Haldentohle gefüllt worden. Die Wagengestellung war und mal mit den berufsmäßig abgegrenzten Gewerfichaften nicht gefiegt, in Met General Maud'huh. blieb so Inapp, daß gerade die geförderte Kohle abgefahren werbereinbaren, und die Revolutionierung der Gewerkschaften Man wird gut tun, die Endresultate abzuwarten. Immer- den konnte, das will nicht viel bedeuten, da wir bis zum 10. Nov. besteht eben darin, nicht allein den alten Apparat gründlich bin icheint es möglich, daß der Siegesranich große Teile des nicht weniger als 3 arbeitsfreie Tage hatten und im November umzubauen und höheren Bielen unterzuordnen, sondern französischen Volkes blendet und sie dem Nationalismus in wegen der Sadfrugternte überhaupt viele Arbeiter aus der länd auch die alten Stampfmethoden und Kampigiele einer gründ die Arme getrieben hat. Aber auch hier kommt das Erlichen Gegend erst zur Arbeit gekommen find. lichen Revision zu unterziehen. Ein erfreulicher Schritt auf diesent Wege ist bereits von dem Metallarbeiterverband geniccht worden. Die Stuttgarter Resolution dieses Verbanbes, sowie eine in der lesten Nummer der MetallarbeiterBeitung" veröffentlichte Sundgebung des neuen Vorstandes Die Gozialisten die stärkste Partei. der Metallarbeiter befennt sich flar und deutlich zu der Um Antwerpen, 17. November. stellung des Metallarbeiterverbandes aus der Berufs- zur Bis zur Stunde liegen etwa zwei Drittel der Wahlergebnisse Ardustrieorganisation im Rahmen des Rätesystems. Aber die meisten Gewerkschaften, auch die, in denen 1. S. P. vor. Danach werden die Sozialisten als die stärkste Par. Leute jiben, sind noch meit von diesem anerkennenswerten fel aus dem Wahlkampf hervorgehen, aber die Mehrheit bleibt Fortschritte entfernt. Wir haben sogar im Vollzugsrate feft in den Händen der bürgerlichen Parteien. Bersailles, 17. November. mehrmals die Erfahrung machen müssen daß uns beim Aufbau des Näten tems gerude von U, S. P.- Gewerkschaftlern Wie La Bresse de Paris" aus Brüffel mitteilt, ist in nicht allein passive Resistenz, sondern sogar direkter Wider Belgien nach den bis spät abends vorliegenden Teilreful. stand entgegengebracht worden ist. Aus dieier bedauerns- taten bie fozialdemokratische werten Verständnislosigkeit über die Aufgaben innerhalb aahl start gewachsen. Der Sieg der Sozialdemokraten einer afuten sozialen Revolution und über das Weien und sehe hauptsächlich auf Kosten der Liberalen, aber auch auf Kosten die Biele des revolutionären Rätesystems, sowie in einer, ber Klerikalen. In einigen flandrischen Bezirken scheinen die meiner Meinung nach ganz falichen Beurteilung der fon-& lamen Erfolge gehabt zu haben. freten Stampffituation im Metallarbeiterstreif ist der Beschluß der Gewerkschaftskommission vom 5. November cr. zu verstehen, der den Anlaß zu der von der Freiheit" scharf T. U. Eppeln, 17. Nobeniker. angegriffenen Entschließung der Vollversammlung vom 12. November cr. gegeben hat. Aber diese Entschließung Wentlich wird gemeldet: Det abgeschlossene deutsch- polache sagt nicht: Heraus aus den Gewerkschaften, sondern sie wen- Amneft: everirag gilt nicht allein für Oberschlesien, sondern auch det fich nach meiner Ueberzeugung mit vollem Recht als ein Abkommen für die Interessen des gesamten östlichen gegen die Crganisationen, die an alten und unwirksam ge Deutschtums. Er erstreckt sich auch auf Sandlungen, die von Die Schriften gelangen soeben zur Ausgabe. Bestellungen richte man an die wordenen Formen des proletarischen Klassenkampfes fest- Tentiden im Gebiete der polnischen Republik während der halten". Cftupationszeit begangen worden sind. Die oberschicfischen Auf. Buchhandlung der Verlagsgenossenschaft„ FREIHEIT" ständischen fonnten nicht ausgenommen werden, obwohl dies aus mancherlei Gründen erwünscht gewesen wäre. Greueltaten oder sonstige Verbrechen fallen nicht unter die Amnestic, soweit es sich Des weiteren denkt die Entschließung auch gar nicht daran der syndikalistischen Betriebsorganisation irgend welche Konzcifionen zu machen. Allerdings jagt sie und Stimmen Der deutsch- polnische Amneftfevertrag. 3. Schriften zur Frage der Internationale ARTHUR CRISPIEN: Die Internationale. Vom Bund der Kommunisten bis zur Internationale der Weltrevolution. Anhang: Literaturverzeichnis. Prels 1.50 M. ALEXANDER STEIN: Das Problem der Internationale. Anhang: Beschlüsse und Richtlinien der 2. und 3. Internationale. Preis 1.50 M. WALTER STOECKER: Die proletarische Internationale. Referat auf der Reichskonferenz der U.S. P. 10. September. Preis 1.-M. Berlin NW 6, Schiffbauerdamm 19 Theater und Vergnügungen. Volksbilhne. Theater am 7U: Predigt in Litauen Billowplatz. Opernhaus 7 Uhr: Fidelio. Schauspielhaus 7 Uhr: Maria Magdalene. Direktion: Max Reinhardt Deutsches Theater 74 Uhr: Jaakobs Traum. Kammerspiele 74 Uhr: Die Büchse der Pandora Direktion Carl Meinhard- Red. Bernauer Theater 1. d. Königgrätzer Straße 7 Uhr: Ein Traumspiel Miuw: Ein Traumspiel Dstg: Schloß Wetterstein Freit: SchloßWetterstein Sbd.: SchloßWetterstein Komödienhaus 48 Uhr: Liselott v. d. Pfalz Mittwoch: Geschlossen. Dosts: Liselottv.d. Pfalz Freitg. Liselottv.d. Pfalz Sonnabend: Zum ersten Male Sie ( Lustspiel von Georg Reicke) ( Erika Gläẞner, Reinhold Schünzel. Heinz Stieda, Leonhard Haskel, Qustav Botz). Sonntag: Sie Mtg.: Liselott v. d. Pfalz Dienstag: Sie Berliner Theater 70 Uhr: BummelStudenten Theater am Kottbaser Tos. 7% Uhr u. Sonntag nachm. 3 Uhr: Elite- Sänger enem. Mitgl. der Stettiner Sänger. Nodes Programm! Blüthgen- Konzert, Beg. 7.10 Uhr. Vorv.11-12u.4-817 Apollo Theater Priedrichsir. 218. 7% Allabendlich Sonntags 3% u. 7 1/2 Die Welt im Jahre 2000 Sonntags 3%, jed. Erwachs. 1 Kind frei. ' Onigstadt- Theater Alexanderstr. 21. 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Nob. des Jahres beschlossen, mich, angeblich, weil ich mein Zeuguis ohne gefehlichen Grund verweigert habe, zu einer Geldstrafe von 300 Mart zu verurteilen. Ich erhebe gegen diese Berurteilung Einspruch. Eine Verweigerung des Zeugnisses liegt meinerseits überHaupt nicht vor. Ich war und bin nach wie von bereit, vor dem Untersuchungsausschuß zu allen den Gegenstand seiner Unters juchung bildenden Angelegenheiten die von mir gewünschten Betundungen, soweit ich zu solchen in der Lage bin, zu magen. Ich habe mich lediglich geweigert, dem Abgeordneten Dr. Cohn Steve und Antwert zu freuen. Da jede von mir vom Ausschuß gewünschte Bekundung auf anderem Wege als durch Fragen des Abgeordneten Dr. Cohn herbeigeführt werden kann, ist diese meine Weigerung feine Beugnisverweigerung. Andererseits ber mag id eine gefeplice Verpflichtung, dem Abgeordneten Dr. Cohn, auch wenn dieser Mitglied des Untersuchungsausschusses ist, Rede und Antwort zu stehen, nicht anzuerkennen. Dr. John Nede und Antwort zu stehen, habe ich mitgeteilt, nach 2. Den Grund für meine Beigerung, dem Abgeordneten dem ich nicht etwa vor, sondern erst nach dem mich wegen Zeugnisverweigerung verurteilenden Besaluß des Ausschusses dazu aufgefordert worden war. Herr Dr. Cohn hat die Nichtigkeit der von mir als Grund angeführten Tatsache, daß er in Deutsch lands schwerster Zeit russisches Bolschewisengeld durch Herrn Joffe zur Revolutionierung Deutschlands entgegengenommen habe, zu bestreiten versucht. Diesem Versuch des Abgeordneten Dr. Cohn fhelle ich folgende Säße aus einer von ihm selbst am 26. Dezember 1918 durch das W.L.B. abgegebenen Erflärung gegenüber: " Bedarf es umständlicher Erflärung und Begründung, daß ich die Geldmittel, die mir die russischen Parteifreunde turd den Benoffen Joffe für die Zwede der deutsch n Revolution zur Verfügung stellten, gern entgegengenommen habs? Ich habe das Geld seinem Zwede zugeführt, nämlich der Verbreitung des Gedankens der Revolution und becaure nur, daß es mir die Umstände unmöglich gemacht haben, die ganze Summe schon aufzubrauchen." Der Abg. Dr. Cohn hat mich mogen meiner durch seine eigene Grflärung bestätigten Behauptung in durchsichtiger Verhüllung einen„ Ligner" genannt, ohne daß der Her: Vorsitzende dagegen eing schritten wäre. Ich, meinerseits, beschränke mich auf die Feststellung des Widerspruchs zwischen der Behauptung des Herrn Abg. Dr. Cohn vom 15. November 1919 und seiner eigenen ErLarung vom 26. Dezember 1918. Bethmann verteidigt den Voltsbetrug. Dienstag, 18. November 1919 phischen Berichte über die Sigungen der Haushaltskommission, welche sich mit dem U- Bootkrieg in seinen verschiedenen Phasen befaßt hat, zurate gezogen werden. Trotz dieser Kenntnis von der Bedeutung des U- Bootkrieges gegenüber Amerika ist eine tompakte Neichstagsmehrheit Anhängerin des U- Bootkrieges gewesen, falls er von der Obersten Heeresleitung für nötig gee halten wurde. Vorsitzender Gothein: Das ergibt sich aus den Akten des Haus haltsausschusses. v. Bethmann Hollweg: Im bollen Einklang mit den heute Vorsitzender Gothein: Wir haben von dieser Erklärung Kennt vom Herrn Vorsitzenden erneut festgestellten verfassungsrechtlichen nis genommen. Auch wir halten es für wünschenswert, die Grundlagen dieses Ausschußverfahrens hat der bisherige Vor- itenographischen Protokolle des Ausschusses fißende des Ausschusses wiederholt Einspruch eingelegt dagegen, her anzuziehen. Da aber nur die Reden des Reichskanzlers daß Ergebnisse der Verhandlungen vor diesem Untersuchungsaus und seiner Stellvertreter wörtlich stenographiert worden sind, wich schuß festgestellt werden, bevor der untersuchungsausschuß mit es notwendig sein, die betreffenden Mitglieder des Reichstages hier jeiner Arbeit zum Ende gelangt ist. Insonderheit hat der Herr als Zeugen zu hörn. Vorsitzende wiederholt die Magnung an die Presse ge v. Bethmann Hollweg: Ich würde anheimgeben, meinen Anrichtet, mit solchen Wertungen der bisherigen Ergebnisse zucüd- trag so zu fassen, daß auch die Barteiführer, mit denen ich wie zuhalten. Diese Mahnungen sind vielfach auf ein unfruchtbares trag so zu faffen, daß auch die Parteiführer, mit denen ich wie derholt vertraulich Rücksprache gehalten habe, darüber befragt Feld gefallen. Es wird mir erlaubt sein, auch meinerseits mein werden, ob es richtig ist, daß ich mein Widerstreben gegen Bedauern darüber auszusprechen. Ich hoffe, daß den U- Bootkrieg in all den Bhajen, in denen ich ihm sehr der Ausschuß aus allen meinen bisherigen Aussagen die Ueber- scharf widersprochen habe, begründet habe auf meine Annahme, zeugung gewonnen hat, daß ich weiteb von jede partei baß die Zahl unserer U- Boote zu gering sei, und darauf mich ge politischen Tendenz lediglich bestrebt bin, der Wahrheit stützt habe, daß uns der U- Bootfcieg in einen Krieg mit bei Festellung der Tatbestände zu dienen. Ich habe heute früh amerika berwideln würde, und daß ich das Hinzueinen Artikel im Vorwätrs" gelesen, der Tatbestände der treten eines neuen Feindes unter allen Umständen gegenwärtig noch im Laufe befindlichen Untersuchung als abge- vermeiden wollte. schlossen hinst.llt und daraus Konsequenzen zieht, die zu weiterer Verwirrung führen müssen. Es handelt sich im wesentlichen, um einen scharfen Ausdruck zu gebrauchen, um den Vorwurf, das Reichsminister Dr. David: Die Ausführungen des ReichsBolt jei hinters Licht geführt worden, einen Vorwurf, der ja auch in diesem Saale erhoben ist. Nun, daß eine Friedens berkanzlers laufen darauf hinaus, einen großen Teil der Mitvermittlung Wilsons eventuelt zu erwarten war, antwortung dafür, daß wir durch den rücksichtslosen Parteiführer über unsere auf eine Friedensaltion Wilsons ge- der Reichstag als Wachtfattor start genug, um unter Umständen lag im Herbst in der Luft. Ausdrücklich und comtlich die U- Bootkrieg in den Krieg mit Amerika hineingekommen find, auf das Parlament fällt. Nach seinen Ausführungen war richteten Schritte in Washington zu informieren, mußte ich Bedenken tragen, aber nicht um das Volk hinters Licht zu führen, Leitung zu widerstreben. Der Reichsfangler vertritt den auch einem solchen Beschluß der Obersten Heeres. sondern im Gegenteil, um eine Friedensaktion Wilsons nicht von Standpunit, der Reichstag fei ausreichend unterrichtet gewesen vornherein zu jabotieren, denn es lag auf der Hand, daß, wenn über die Konsequenzen des rücksichtslosen U- Bootfrieges hinsicht von unseren Demarchen auch nur das Geringste durchgesichert lich Amerikas. Ich kann diesen Standpunkt nicht teilen; ich bin wäre, Wilson nicht mehr daran benfen konnte, für den Frieden der Ueberzeugung, daß, wenn der Reichstag die Lage so, wie sie etwas zu tun. ber auch die deutschen Verhältnisse sich aus dem Depeschenwechsel zwischen Washington und Berlin machten es mir schlechterdings unmöglich, die Parteien ergab, wirklich getannt hätte, er sein ganzes Schwergewicht in die in bolles Vertrauen zu ziehen. Ja entsinne mich Wagichale gelegt hätte, um den verhängnisvollen Begenau, daß bei einer vertraulichen Besprechung, die ich mit den schluß rüdgängig zu machen. Führern der bürgerlichen Parteien am 11. Dezember 1916 hatte, die sehr ausgesprochene Abneigung der Mehrheit zum Ja ziehe diese Folgerung einmal daraus, daß die entscheiden. Ausdruck kam, den Frieden durch den Päsidenten Wilson ver- den Erklärungen unseres Botschafters, der Krieg mit Amerika sei mittelt zu erhalten. Die bei den jetzigen Verhandlungen wieder unvermeidlich, wenn der unbeschränkte N- Bootkrieg beschlossen holt besprochene Animojität gegen Amerika war eben zu start. werde, dem Reichstage nicht mitgeteilt worden sind. Als dann im Selbst vertrauliche Besprechungen hätten mich nicht vor Presse- Laufe des Sommers 1917 diefe Mitteilungen des Botschafters erörterungen gesichert, die jede amerikanische Vermittlung als durchsickerten, erregten sie im Parlament das größte Aufantinational scharf beri rteilt hätte. Die Sozialdemokrasehen und trugen wesentlich mit dazu bei, daß die Dinge im tie aber, die auf anderem Boden stand, war doch nur eine Min Sommer innerpolitisch die Wendung nahmen, die sie genommen berheitspartei, deren Zustimmung, wie die Dinge in Deutschland haben. Ich bleibe also dabei, daß eine ausreichende Unterrichtung bei uns mun einmal lagen, die Opposition der anderen Parteien des Parlamentes nicht stattgefunden hat. nur verschärft haben würde. ich nur sagen, daß es ein öffentliches Geheimnis in der v. Bethmann Hollweg: Dem Reichsminister Dr. David möchte ganzen Welt war, daß der U- Bootkrieg den Krieg mit Amerika nach sich ziehen würde.. Mit der Note des Präsidenten Wilson vom 18. Dezember wurde dessen Friedensattion ebenso publico juris 3. Der Herr Abg. Cohn hat bereits in der Sizung vom wie die Stellung der Entente zur Friedensfrage überhaupt burch 11. b. Mts. gum Ausdrud gebracht, daß die Untersuchung des deren Antworten auf diese Note und auf unser Friedensangebot Ausschusses sich gegen die Mitglieder der früheren kaiserlichen publico juris geworden ist. Daß der Dr. Helfferich fährt nunmehr in seiner Vernehmung fort: Regierung richte. Er hat flar ausgesprochen, daß er in mir den U- Bootsbeschluß vom 9. Januar ohne Kenntnis des Reichstages Nach der Ablehnung unseres Friedensangebotes und nach dem Angeklagten dieses Untersuchungsausschusses gefaßt wurde, folgte notwendig aus dem Charakter dieses Be Scheitern der Friedensation des Präsidenten Wilson war der erblice. Herr Dr. Cohn, dessen schwere Mitschuld an dem Bujam fluffes als der Entscheidung über eine militärische Aktion. U- Boot- Krieg auch nach meiner Ansicht zu einer unentrinnbaren menbruch mich zu der Weigerung, diesem Herrn Rede und Ant- Um den Erfolg dieser Attion nach Möglichkeit zu sichern, Notwendigkeit geworden. toort zustehen, beranlaßt hat, fühlt sich also mir gegenüber als mußte fie, soweit eg in ber Macht ber zuständigen Er mußte gemacht werden mit und ohne Parlament@ mehrheit, Richter. Er bestätigt dadurch meine Auffassung, daß der Unter- Stellen stand, bor aller Welt geheim gehalten werden. und er ist gemacht worden mit Parlamentsmehrheit. Es fragt sich suchungsausschuß eine Mischung von Gerichtshof und parlamen. Ueber die Ereignisse, welche sich an das Telegramm des Grafen böchstens, ob diese Stellungnahme des Parlamentes herbeigeführt tarischer Kommission und daß die hierher als Austunftspersonen Bernstorff vom 28. Januar anschloffen, habe ich, sobald ca mir worden ist durch eine falsche oder unvollständige Information. geladenen Mitglieder der alten taiserlichen Regierung eine möglich war, die Parteien informiert. Fasse ich alles noch einmal Aber auch davon kann gar eine Rede sein. Nicht nur einmal, Weischung von Zeugen und Beschuldigten oder Angeklagten sind. zusammen, so ergibt sich, daß die Geheimhaltung sondern ein dusendmal ist von mir in der bestimmtesten Form 4. Dementsprechend betrachte ich die Anwendung der Vor- unserer Schritte in Washington lebiglich eine der Ueberzeugung Ausdruck gegeben worden, daß der uneinfchriften der Strafprozeßoronung über den Beugnisgwang als Förderung der Wilsonschen Friedensation, geschränkte U- Boot- Strieg uns den Krieg mit Amerika bringen unfinngemäß. Dagegen erachte ich als finngemäße Anwen- bie Geheimhaltung des U- Bootbeschlusses ledig würde. bung der Strafprozeßordnung, daß den als Auskunftspersonen lich die Fernhaltung aller militärischen Schädi. Dr. Sinzheimer bestätigt, daß Selfferich damals dem Reichs. geladenen Mitgliedern der früheren kaiserlichen Regierung das gungen von diesem Kriegsmittel im Auge gehabt tag die Gefahren klar geschildert habe. War es nidt angebracht, Recht er Ablehnung von Mitgliedern dieses Ausschusses nath hat. Daß die Reichstagsparteien jemals im unflaren darüber die Verantwortung dieser Reichstagsmehrheit aufs äußerste zu 24 der Strafprozeßordnung zugebilligt wird. Die Ausübung gewesen seien, daß der U- Bootkrieg den Krieg mit Amerita nach steigern, indem Sie sagten: Ich werde niemals die Verechtes behalte ich mir vor. sich ziehen werde, ist eine Legende. Sollte der Ausschuß in diefer antwortung für die Entscheidung dieser gez.: Dr. Helfferich, Staatsminister. Beziehung noch Zweifel hegen, so beantrage ich, daß die stenogra- lte ich stags mehrheit tragen? hiefes 38) Jimmie Higgins. lan: Was die Arbeiter tun können? Frag' lieber, was den, und bisweilen die Polizei einschreiten mußte, um einen sie nicht zu tun bermögen! Wie fann ohne Arbeiter ein Aufruhr zu verhindern. Es war die Zeit, da eine kampfKrieg geführt werden? Wenn sie bloß alle zusammenbielten, lustige Majorität im Senat die Kriegserklärung gegen sich vereinigt gegen die kapitalistischen Unterdrücker er- Deutschland durchsetzen wollte, und eine fleine Schar Bazihöben. „ Das werden sie nicht tun," schluchzte die Frau.„ Sie brauchen dich und deine Lehren nicht. Du aber wirst entlaffen, oder halbtot geprügelt werden, wie der arme Bill Roman von Upton Sinclair, Aus dem Manuskript übertragen von Hermynia 8ur Mühlen. Die nebelhaften Schreden der ungeheuren Außenwelt bewegten sich zweckbewußt ihren Bielen entgegen, und Lizzies armer, schwächlicher Gatte versteifte sich darauf, ihnen den Murray Weg zu verstellen. Zum vierten oder fünften Male, jeit Lizzie ihn fannte, hatte er nun seine Stelle verloren und lief Gefahr, ins Gefängnis geworfen, oder geteert und gefedert „ Ist das etwa ärger als in den Krieg zu ziehen?" ,, Du ziehst ja nicht in den Krieg." " Wer jagt das? Wenn Amerika in den Krieg ein zu werden. Da die Kontroversen heftiger, die Gefahren tritt, muß auch ich mit, werde dazu gezwungen werden. größer wurden, verfiel Lizzie in einen Zustand, der als wenn ich mich weigere, wird man mich erschießen. Gechronische Hysterie hätte diagnostiziert werden fönnen. Seim- chieht das denn nicht in England, Frankreich, Rußland und liche Tränen entzündeetn ihre Augen; bei dem geringsten allen diesen Ländern?" Anlaß begann sie zu weinen und warf sich ihrem Mann in ,, Wird man es auch hier tun?" fragte Lizzie entsetzt. fisten sie daran hinderte, was den Aufschub für einige Monate bedeutete. Das Verhalten der Pazifisten wurde den berschiedenen Anschauungen gemäß beurteilt. Der Bräsident nannte sie starrföpfige Männer, uns die Wall Street- Beitungen hätten sie am liebsten gelyncht; Jimmie und seinen Gesinnungsgenossen jedoch deuchten sie Helden und Freunde der Menschheit. Die Sozialisten brachten bor, der Präsident sei vor vier Monaten durch pazifistische Stimmen, im Vertrauen auf ein pazifistisches Programm, wiedergewählt worden, und nun reiße er das Land in den rieg und verdamme jene, deren Ueberzeugung er einst geteilt hatte. Und dann ereignete sich etwas, das Jimmie mit wahndie Arme. Dies war dann gleichsam immer ein Signal finniger Erregung erfüllte. Drei Tage lang war die Welt für Jimmie juniors stets schreibereite Kehle, und die Klei-" Freilich. Darauf bereiten sie sich vor und das von Betrograd abgeschnitten, dann kom eine den ganzen nen folgten feinem Beispiel. Jimmie senior verharrie be- wollen wir ja eben verhindern. Du hast keine Ahnung, Erdball elektrisierende Nachricht: Der Bar ist gestürzt, das russische Volk ist frei! Jimmie traute jeinen Augen kaum, stürzt und hilflos. Dies war eine Kehrseite des heroischen was in diesem Lande vor sich geht. Hör mich an!" Lebens, die von den Büchern verschwiegen wurde. Er fragte Jimmie holte die letzte Nummer des Arbeiter" aus drei Abende später begab er sich ins Lokal der Ortsgruppe fich, ob es je in der Geschichte einen verheirateten Märtyrer der Tasche, welche die im Songreß gehaltenen Reden brachte, und fand die Kameraden in einer Stimmung vor, als sei gegeben hatte. Und wenn ja, was hatte dieser Märtyrer in denen die Dienstpflicht gefordert wurde. Dies fei der die ganze Welt ihr eigen. Da war sie, die sie gepredigt und mit seiner Familie angefangen? erste Schritt zum Krieg. Siehst du denn nicht, worauf berfündet, tagein, tagaus, all die schweren, mühseligen Jimmie versuchte, seiner verzweifelten Frau far an es hinausgeht? Wir aber werden sie aufhalten, und müffen Jahre hindurch, unter Hohn, Haß und Verfolgung, da war machen: Es handel sich darum, ein Hundertmillionenvolk dies jezt fun, sofort, bevor es zu spät ist. Ist es für mich sie, die soziale Revolution, und flopfte an die Tore der vor dem Entfeßen des Krieges zu bewahren. Was lag im nicht ebenso gut, ins Leesviller Gefängnis zu kommen, als Welt. Sie wird sich ausbreiten, durch Desterreich und Vergleich hierzu an einem einzelnen Menschen? Doch ach, nach Europa verschifft und dort totgeschossen oder unter- Deutschland, durch Italien, Frankreich, England bis nach Beesville! Allüberall wird den Völkern werden, was ihrer dies Argument verfehlte völlig seine Wirkung, denn für wegs von einem Unterseeboot versenkt zu werden?" Lizzie bedeutete dieser einzelne Mensch mehr als die übrigen So fam eine neue Angst in Lizzies Leben, die ihr in iſt, Krieg und Tyrannei werden wie ein höllischer Sput 99 999 999, und außerdem, was vermochte der einzelne zu vielen Nächten den Schlaf raubte und in ihrem mütter- berschwinden! Redner um Redner erhob sich, diese glortun? Ein armer, unbedeutender, stellenloser Arbeiter?-lichen Herzen den Gedanken aufsprießen ließ, daß am Ende reiche Zukunft zu künden, die Marseillaise und die Inter„ Es ist doch die Organisation!" rief er.„ Wir alle zu- auch sie der Weltkrieg etwas angehe. Was würde aber nationale brausten auf, anwesende Russen fielen einander dann aus den Babys werden?" jammerte sie, und Jimmie in die Arme, während Tränen über ihre Wangen flossen. Jammen, die Partei! Wir haben gelobt, zusammenzuhalten, wir müssen es tun. Wenn ich ausscheide, bin ich ein Feig- entgegnete:„ Wer fümmert sich unter diesem teuflischen Es ward beschlossen, sofort ein Massenmeeting zu veranstalten, um der Stadtbevölkerung dieses einschneidende Erling, ein Verräter! Wir müssen die Arbeiter aufflären!" fapitalistischen System um Arbeiterkinder?" eignis zu erläutern, desgleichen wurde die Resolution an II. Das könnt ihr nicht!" unterbrach ihn Lizzie. genommen, entschlossener denn je gegen den Krieg zu Wir tun es ja jetzt schon! Komm und schau dir an, Derart fette Jimmie für kurze Zeit seinen Willen fämpfen. Nun, da die soziale Revolution an die Tore der wie wir arbeiten." durch; er ging täglich nach Reesville, verteilte Flugblätter, Welt pocht, hat es für Amerika wahrlich keinen Sinn, sich ,, Und was können die Arbeiter tun?" hielt die Laterne bei Versammlungen, wo die Sozialisten mit bem Militarismus einzulassen. Dieie Frage reate Simmie au einer Propagandarebel von etlichen Zenten aeichmäht, von andern verteidiat murCortiebuna folat.)" Dr. Gelfferich: Darauf werbe ich später antworten. Es ist nung hatte, sonst hätte er wissen müssen, daß bie polnische Um 5% hr gieht sich der Ausschuß zurüd. bie Frage aufgeworfen worden, ob der Reichstag über die Frage eine Preußen und Deutschland Gesonders nahe berührende Nach etwa einstündiger Beratung verkündet der Vorsitzende Friedensschritte Wilsons ausreichend unter- Angelegenheit fei. Bei Wilson lag eine völlige Verständ- Abg. Gothein folgenden Beschluß: richtet worden ist. Von dieser Frage war zum erstenmal im nišlojigteit für unsere Lebensbedingungen Der Ausschuß hat den Antrag des Abg. Warmuth, den EinApril die Rede. Von Woche zu Woche, von Monat zu Monat bor, er erkannte das Bernichtungsprogramm der Entente nicht als spruch des Zeugen Dr. Helfferich gegen den Strafbeschluß vom wurde die Sache aber immer hinausgeschoben. Aus Amerika ein solches. Sonnabend zur Berlesung zu bringen, mit vier gegen zwei Stim famen ausweichende Erklärungen. Glauben Sie, daß die Mit- Vors. Gothein: Dr. Helfferich hat gesagt, Ameriba wäre auch men bei Stimmenthaltung des Abg. Dr. Cohn abgelehnt. teilung dieser Umstände Stimmung für eine Friedensvermittlung ohne den uneingeschräntten U- Boot- Krieg in Ich frage Erzellena Helfferich nunmehr, ob noch andere Wiljons gemacht hätte? Mein persönlicher Eindruck war, wir den Krieg mit Deutschland eingetreten. Gründe gegen die Beugnisverweigerung vorgebracht werden, als fteuern auch ohne U- Boot- Krieg in den Krieg mit Amerika hinein. Dr. Helfferich: Das hat ja Graf Bernstorff selbst befundet. in dem Einspruch enthalten find? Vors. Gothein: Es lag damals bereits ein fait accompli Graf Bernstorff: Ich habe natürlich gewußt, daß Wilson und Dr. Heifferich: Eine Zeugnisverteigerung gegenüber dem. bor, an dem der Reichstag nicht rütteln konnte, da der un- tie amerikanische Oeffentlichkeit uns nicht freundlich gesinnt Abg. Dr. Gohn kenne ich nicht. Ich bin bereit, Auskunft zu geben. eingeschränkte U- Boot- Krieg am 8. Januar beschlossen war. waren. Unter diesem Gefühl der Unfreundlichkeit hatte ich gerade Ich habe aber mit aller Deutichkeit zum Ausdruck gebracht, daß es in Washington zu leiden. Unsere Ansichten gehen nur insoweit sich hier für mich um eine grundsäbliche und endgültige Das unterdrüdte Telegramm. auseinander, wie wir uns gegenüber dieser Unfreundlichkeit ver- Stellungnahme handelt. Die Gründe, weshalb ich dem Abg. lichkeit gab, die Bereinigten Staaten aus dem Kriege herauszu nochmals. halten hätten, und da war ich der Ansicht, daß es nur eine Mög- Dr. Cohn nicht Rede und Antwort stehe, unterstreiche ich hiermit laffen, nämlich ihre Vermittlung anzunehmen. Hätten wir das getan, so hätte Wilson den Krieg gegen uns gar nicht eröffnen können, selbst wenn er gewollt hätte. Neid minister Dr. David bestreitet, daß das lebte Tele gramm Bernstorffs in fener Sigung vorgelegen habe. Es sei damals nicht erklärt worden, daß der Krieg mit Amerika undermeidlich sei. Man hätte vielmehr nur an einen Abbruch der Beziehungen geglaubt. Dieses Telegramm Bernstorffs habe aber ausbrüdlich erklärt: Wenn jetzt ohne weiteres U- Bootfrieg begonnen wird, wird Präsident dies als Schlag ins Gesicht be trachten und Krieg mit Amerika ist unvermeidlich" Hätte biefes Telegramm vorgelegen, dann wäre die Situation ganz anders angesehen worden, dann hätte er selbst nicht in dieser Sihung erflärt, er hoffe, daß die schlimmsten Befürchtungen nicht eintreten werden. Dann hätte er auch im Juli 1917 nicht überrascht sein können, als dieses Telegramm Bernstorffs bekannt wurde. von Bethmann Hollweg: Ich habe auf die Mitteilung eines fo tüchtigen Botschafters wie des Grafen Bernstorff großes Gewicht gelegt. Die Bentralleitung ist aber nicht ohne weiteres immer in der Lage, den Vorschlägen ihrer Botschafter au folgen, weil sie selbst die Gesamtlage beffer überblickt. Dr. Sinsheimer: Mußte der uneingeschränkte U- Bootkrieg als einziges Mittel eingesetzt werden, um Deutschland vor ber Niederlage zu bewahren, oder gab es noch eine Möglichkeit, andere Wege zu gehen? Jch dente einmal an den Vermittlungsverfuch der neutralen Macht und sodann an eine bestimmte Erklärung zur belgischen Frage. Aus den Aften ergibt sich, daß damals im Januar 1917 einer unserer Militärattachés bei einer großen Macht folgendes berichtet hat: „ Es liegt auf der Hand, daß wir auch heute schon die Friebenssache fürdern tönnten, wäre es möglich, die Friedenspartei in England davon zu überzeugen, daß der schwere opferkostende Kampf um das Kriegsziel Belgien unnötig ist. Wir kommen um bie belgische Frage nicht herum. Ich verstehe alle Gründe sehr wohl, die gegen eine Lösung der belgischen Frage in einem den Frieden fördernden Sinn im gegenwärtigen Zeitpunkt fprechen. Darüber muß man sich aber vollkommen flar fein, daß die Be. fibergreifung von Belgien oder auch nur von einem kleinen Stüd Belgiens weder heute, noch jemals zu erreichen ist. Wer Belgien bebalten will, muß der Welt den Frieden diktieren tönnen. Darüber ist ein Paktieren mit der Welt von heute nicht möglich." Sachverst. Prof. Bonn: Die Senatsbotschaft wird ganz misverstanden. Auch sie hatte nur den Zwed, einen Drud auf die Entente auszuüben. Die amerikanische Deffentlichkeit war damals deutschfreundlich geworden, wegen der verteuerten Lebenshaltung. bon Bethmann Hollweg: Die Aussage des Grafen Bern. storff ist von ausschlaggebender Bedeutung Er meinte, daß Amevifo vom Eintritt in den Krieg gegen Deutsch and nur hätte abg halten werden können dadurch, daß wir Aane. rifas Friedensvermittlung annehmen. Das wird stimmen. Wenn wir aber Wilson als Sachivalter annahmen, mußten wir jede Be dingung annehmen, the er uns auferlegte. Wir wären völlig in feiner Hand gewesen, denn eine Ablehnung hätte bedeutet: Gr. neuerung des Krieges mit der Entente und mit Amerika. Wir hatten den Präsidenten am 30. Jamuar telegraphiert, daß wir den U- Bootkrieg sofort einstellen würden, wenn Präsident Wilson uns brauchbare Sicherungen an die Har geben würde für einen annehmbaren Frieden Ware Wilson in f nem Herzen und mit feinem politischen Wollen bereit gewesen, der Welt unter höheren Gesichtspunkten einen Fricben wiederzugeben, was hinderte ihn daran, unser Telegramm vom 30. Ja muar wenigstens au beantworten? Nun fagen Prof. Bonn und Graf Bernstorff, wir hätten Wilson fofort erklären fol. len, daß die U- Boote zurückzurufen wären, und daß man es uns nicht übel nehmen dürfe, wenn gleichwohl ein Unglüd passiere. Was ist aber der fachliche Unterschieb dieses Vorschlages gegenüber unserem Verhalten? Hätte Wilson auf unser Telegramm vom 30. Januar fofort geantwortet, der rüdsichtslose U- Bootfriee hätte bielleicht givei oder brei Tage gedauert. Aber Wilson bat unfer Telegramm vom 30. Januar fo mißachtet, baß er überhaupt keine Antwort darauf gegeben hat. Die weitere Verhandlung wird nunmehr auf nadymittags % 45 Uhr vertagt. Bei Wiederaufnahme der Verhandlungen äußerte fich der Sachverständige Gesandter v. Romberg zu einer Bemerkung Die Kernfrage ist und bleibt, worüber ich schon mit Gyzellenz Dr. Sinsheimers, ob nicht die deutsche Regierung durch Bekannt Die Kernfrage ist und bleibt, worüber ich schon mit Gyzellenz Helfferich privat gesprochen habe, warum das letzte Mittel des gabe unfever Friedensziele dahin hätte wirken fönnen, daß Helfferich privat gesprochen habe, warum das letzte Mittel des unsere Gegner Friedensbereiter würden und der U.Bootkrieges eingefekt und warum nicht durch eine Ginfluß der Friedensfreunde im feindlichen Auslande gestärkt worden wäre. Nach Ansicht und den Erfahrungen des Sachber Ständigen wäre ein derartiger Eindruck weder auf der einen noch auf der anderen Seite zu erwarten gewesen, mit der Bekannt gabe der Friedensziele wäre, wie mit dem Friedensangebot, nur der Eindruck der Schwäche gemacht worden. Erklärung über Belgien eine letzte Friedenstarte ausgespielt wurde. Nur dadurch hätten wir bei den Gegnern den Willen zur Verhandlung schaffen tön nen, auf den allein es anlam. Entente i st Wirtschaftliche Fragen. Selfferich abermals zu 300 M. Geldstrafe verurteilt. Vors. Abg. Gothein: Der Ausschuß ist der Meinung, daß irgendwelche Gründe zur Verweigerung des Zeugnisses gegenüber Fragen eines einzelnen Mitgliedes nicht vorliegen, und daß d.3= halb die Verweigerung folder Antworten eine Zeugnisveriveigerung darstellt. Der Ausschuß hat infolgebeffen beschlossen, den Staatssekre tär a. D. Dr. Helfferich wieder in die höchst zulässige Strafe von 300 Mark zu nehmen. Das Stimmenterhältnis bei dieser Abstimmung war wiederum vier gegen givei bei Stimmenthaltung des Abg. Dr. Cohn. ( Dr. Helfferich bittet ums Wort.) Gine Auseinandersetzung darüber gibt es nicht. Sie haben das Einspruchsrecht. Geldstrafe wegen Beugnisverweigerung ist nach meiner Meinung Dr. Helfferich: Eine zweimalige Verurteilung zur höchsten nicht zulässig. Vors. Abg. Gothein: Wir können uns darüber nicht in eine Diskussion einlassen. Dr. Helfferich: Ich erhebe Einspruch. Fortsetzung der Vernehmung. Abg. Dr. Sinsheimer: Nach der Denkschrift bcs Admiral stabes sollte der U- Bootfrieg England ja in fechs Monaten zum Frieden geneigt machen. War das richtig, dann fonnte man vielleicht dem Bruch mit Amerita feine besondere Bedeutung mehr zulegen. Hielten Sie die Auffassung des Admiralstabes über eine zeitlich Fixierung überhaupt für möglich? Dr. Helfferich: Es handelt sich um eine Dentschrift des Admiralstabes, mit der ich nicht identifiziert werden kann. Wenn ich die Sicherheit gehabt hätte, daß England bis zum 1. August niebergerungen fein würde, bann wäre ich in ein bist gewesen, wenn ich nicht mit allen Mitteln für den U- Bootkrieg einget elen wäre. Ich hatte die schwache Hoffnung, daß dies gelingen fönnte, aber die Sicherheit hatte ich nicht. Abg. Dr. Singheimer: Die Denkschrift lag dem Reichstage vor und hat da vielleicht ausschlaggebend getvirkt. Dr. Helfferich: Für mich war sie nicht ausschlaggebend. Abg. Dr. Sinsheimer: Diese Dentdrift stützt sich auf Unter lagen, an denen außer Dr. Bevh keine wissenschaftlich: Größe mitgearbeitet hat, womit nicht gesagt sein soll, daß Dr. Levy eine wissenschaftliche Größe ist( beiterkeit). Genügt bise Methode für die Aufstellung einer so wichtigen Denkschrift? Dr. Helfferich: Ich habe innerdienfi meine Einwendungen vorgebracht und sehe teine Veranlassung, über die Art und Weise, wie ich in diesem Bunit meine Pflicht getan habe, mich hier auseinanderzusehen. Wbg. Dr. Singheimer: Sie haben gegen die Denkschrift polevon Bethmann Hollweg: Auf die Angelegenheit der neutralen Macht tann erst eingegangen werden, wenn die Verhandlun misiert und gegen die Gutachter erhebliche Einwendungen vor gebracht. gea darüber zum Abschluß gekommen fno. Jen übrigen habe ich Borfigender Gothein: Wir kommen jetzt zu ben wirt. Dr. Helfferich: Das ist richtig. Ich habe in einem ausführ meine Stellungnahme vom 9. Januar zum H.Bootfrieg dadurch begründet, indem ich gesagt habe: nach der Antwort der schaftlichen Fragen. In einem sehr umfangreichen Schreislichen Gutachten an den Reichskanzler meine Meinwig über die Jah werde mich aber nicht dazu vere eine Verhandlungsbereitschaft ben ist mir mitgeteilt worden, daß in den ersten Tagen von 1917 Denkschrift ausgesprochen. ausgeschlossen. Nun fragt Dr. Finzheimer, warum ich im Reichsamt des Innern von einem höheren Beamten eine Dent- stehen, vor diesem Gremium, vor das die Frage nicht gehört, mich durch eine Erklärung über Belgien diese Verhandlungsbereitschrift in Verbindung mit der Denkschrift des Admiralstabes aus in eine wissenschaftliche Kritit dieser Denkschrift einzulassen. Vorsitzender Abg. Gothein: Nicht ein einziger Vertreter der fchaft nicht geschaffen habe, und damit wird das Problem ange gearbeitet worden sei. deutschen Seeschiffahrt ist gefragt worden. schnitten, ob es von Anfang an nicht richtiger gewesen wäre, die ganz bestimmte Erklärung einer Wiederherstellung Belgiens abzugeben. Eine solche Erklärung in dem Augenblid, wo die Entente uns Friedensbedingungen stellte, die eine Zertrümmerung Deutschlands bedeuteten, wäre politisch unflug gewesen. Später ist ein Augenblid gekommen, wo ich im Begriffe war, eine solche Erklärung öffentlich abzugeben, weil ich diesen Augen. blid psychologisch für richtiger hielt. Aber darüber werde ich mich fet. Dr. Helfferich: Daß eine Denkschrift ausgearbeitet worden sei, Dr. Helfferich: Auch darüber ist gesprochen worden. ist mir nicht bekannt, wenn ich auch die amerikanische Presse hins Abg. Dr. Singheimer: Ist es richtig, daß die Denkschrift erit fichtlich der Getreideverschidung genau habe verfolgen lassen. An gesichts der schlechten Erntelage bon 1916 stand bei mir und auch am 6. Januar zu Ihrer Kenntnis tam, daß Sie dann in der Nacht beim Herrn Vorsitzenden der Eindruck fest, daß eine schwere bom 8. aum 9. Januar sie durchgearbeitet haben und daß Sie Gefährdung der Ernährung Englands borhanden dann das Telegramm an den Reichskanzler Lichteten? Dr. Helfferich: Die Denkschrift ist mir in der Tat erst am Abg. Dr. Cohn richtet eine Frage an Dr. Helfferich. Wenn 6. Januar zugestellt worden. Abg. Dr. Sinzheimer: Nun sind aber all die Hoffnunger nicht noch Reis eingeführt? Vors. Gothein( einfallend): Ich hatte ebenfalls die sind. England war nicht zum Frieden geneigt. Absicht, diese Frage bezüglich des Reis zu stellen. Daneben tommt auch noch die Einfuhr von Gefrier- und Büchsenfleisch für die Versorgung Englands in Frage. später äußern. Im Dezember 1916 oder Januar 1917 war dieser auch die Getreideeinfuhr Englands zurüdging, so wurde boeingetreten, die auf den U- Bootkrieg zum 1. August gesetzt worden Augenblick dafür nicht geeignet. Abg. Dr. Singheimer: Die Erklärung, wir würden Bel glen nicht annettieren, genügte nicht; darunter fonnte bas Ausland verstehen, daß wir Teile von Belgien, z. B. Lüttich, annettieren wollten. Außerdem war ja wiederholt offiziös erlärt worden, baß wir Garantien haben müßten, daß wir Belgien politisch, wirtschaftlich und militärisch in die Hand bekommen müßten. Unter diesen Umständen konnte unsere Erklärung nach Washington feine befreiende Wirkung haben. Selfferich setzt seine Frechheiten fort. Dr. Helfferich; Sie gwingen mich, auf Fragen zurüd zukommen, die ich ausscheiden will. Der U- Bootfrieg hätte gewirkt, wenn er nicht von innen heraus paralysiert worden wäre. Abg. Dr. Sinzheimer: Nach der Denkschrift des Admiralstabes sollte England schon nach fünf Monaten, also am 1. Juli, nieder Dr. Selfferich: Ich werde dem Vorsitzenden auf diese Frage gerungen fein, die Reichstagsentschließung aber datiert vom 10. Juli! antworten.( beiterkeit.) Dr. Cohn: Aber das geht doch nicht! elgien politisch, wirtschaftlich und militärisch in der Hand be funbgebung zu unterlassen, jonit bleibt mir nichts anderes übrig, Borf. Gothein: Ich möchte bringend bitten, jegliche Beifalls. als das Lokal zu räumen. v. Bethmann Hollweg: Ich habe niemals erklärt, daß wir hailen müßten. Diefer Satz ftammt von Dr. Spahn Voltes? Dr. Helffericht: Wir wollen über Tage nicht streiten. Die ganz bestimmte Symptome einer Friedensgeneigtheit bei den Fein. Wirkung des U- Bootkrieges war so start, daß nach einigen Monaten den vorhanden waren. Diese Friedensgeneigteit ist aber zerstört Dr. Cohn: Ich wende mich an den Ausschuß und bitte ihn, worden durch Dinge, über die ich jetzt noch nicht sprechen will. und nur aus taktischen Gründen habe ich es für aweckmäßiger Kenntnis zu nehmen von der Aeußerung, die soeben Dr. Selfie, der Einschränkung der Zufuhr von Lebensmitteln England weit gehalten, nicht ausdrücklich zu widersprechen. Nun sagt Dr. rich getan hat. Ich habe eine Frage gestellt, deren Eachlichkeit Singheimer, daß, wenn wir damals für die volle Unabhängig. foeben dadurch bestätigt worden ist, daß der Vorsitzende sie auf- über den 1. Juli hinaus durchgehalten hat und seine Gunährung beit Belgiens eingetreten wären, wir bei der Entente vielleicht genommen hat. Darauf hat der Zeuge erklärt, er werde dem wesentlich günstiger gewesen ist, als die Ernährung des deutschen die Verhandlungsbereitschaft erzeugt hätten. Das ist Dr. Borfizenden antworten. Der Ausschuß muß zu dieser Antwort Dr. Helferich: Es ist eine falsche Annahme, daß England Sinaheimer3 meine Ueberzeugung, Ueber Stellung nehmen. Vors. Gothein: Ich habe bereits neulich festgestellt, daß nach nicht ganz erheblich durch den U- Boo frieg für seine Ernährung zeugung war anders. Dr. Helfferich: Auch dem kann ich mich nur anschließen. der Geschäftsordnung und nach den gesetzlichen Vorschriften der gelitten hätte. Die militärisch- politische Wirkung reifte heran, als Uebrigens hat damals der ganze Reichstag, mit Ausnahme der Verfassung jedes Mitglied dieses Ausschusses berechtigt ist, sie von Deutschland aus zerstört wurde. Vorsitzender Gothein: Das letztere hatte nichts mit der Unabhängigen, eine Erklärung auf volle Wiederherstel- Fragen zu stellen und daß diese Fragen von dem Zeugen, der bei Eintritt in die Verhandlungen den Eid abgelegt hat, daß er Fragestellung zu tun. Wir stellen diese Angelegenheit zurüd. Jung Belgiens abgelehnt. Abg. Dr. Sinzheimer verlas einige Stoffen aus einem die reine Wahrheit sagen, nichts verschweigen und nichts hinzuWenn Wilhelm sich einmischt. feben wolle, obgleich ihm bekannt war, wie dieser Ausschuß zu- Briefe Bethmanns über die politischen Konsequenzen Abg. Dr. Sinzheimer: Am 12. Dezember war das Friedens. fammengesetzt ist, beantwortet werden müssen. Dr. Helfferich: Ich bin bereit, bezügi ch der Einfuhr von die derfelbe aus der Tatsache zog, daß die Enttäuschung am angebot abgegangen, am folgenden Tage trat ber Saifer in Reis usw. die reine Wahrheit auszusagen. Eine Beugnisvervei 1. Juli allgemein gewesen sei. Darin heißt es, daß bei aller Zu Mülhausen für den Siegfrieben ein. Durch eine Indiskretion gerung liegt nicht bor. Ich habe heute früh eine Erklärung ab versicht Vorsicht geboten fei, daß sich die statistischen Berechnungen wurde diese Nebe durch W. Z. B. ins Ausland verbreitet, und auf gegeben, wie die Verhandlungen weiter zu führen seien. Ich er als unzuverlässig erwiesen hätten und daß die Aussicht eines bie Wirkung dieser Nebe im Ausland ist zweifellos die Able- fläre mich nochmals bereit, die jachliche Frage zu beantworten. Diftatfriedens uns rerseits in weite gerne gerüdt sei, Bethmann nung unseres Angebotes mit zurückzuführen. Zunächst Dr. Sinsheimer: Sie haben durch den Ton Ihrer Worte er fommt in dem Briese zum Schluß, daß es überhaupt unmöglich waren die Berichte aus neutralen Ländern absolut günftig. Blög, benmen laffen, daß Sie mit dem Vorsitzenden Auskunft geben fei, bis zu irgend einem bestimmten Zeitpunkt durch den U- Bootlich schlug die Stimmung um, weil, wie es an einer Stelle in wollen und nicht einem bestimmten Mitgliede des Auschusses. frieg Meister unferer Feinde zu werden. Der uneingeschränkte den Arten heißt, die Rede des Kaisers geradezu verheerend ge- Für uns ist nur die Verfassung ausschlaggebend und nicht die U- Bootkrieg sollte doch durch militärischen Drud England zum Frieden atvingen. Auffaffum des Zeugen. wirkt hatte. Dr. Helfferich: Ich habe in meiner Erflärung den Weg ge= Prof. Bonn: Bei der Beurteilung der Haltung des Präfidenten Wilson ist es wichtig festzustellen, daß er es ur zeigt, wie die Verhandlungen weitergehen können, ohne daß der fprünglich abgelehnt hat, an den Friedensverhandlungen felber Ausschuß und ich in eine Situation fommen, die die Fortführung teilzunehmen, und daß ihm nur die Mitwirkung beim Zustande der Verhandlungen unmöglich machen. Vors. Gothein: Ich habe erklärt, daß der Ausschuß sich mit tommen des Völkerbundes vorschroebe. Dieser war aller dings abhängig von dem Inhalt der Friedensbedingungen. Auch dieser Erklärung befassen wird. Eine Möglichkeit dazu lag bisher auf die polnische Frage sollte sein Wort gelten, wonad nicht vor. Ich kann nicht zugeben, daß Sie vorschreiben wollen, tem Machthaber ein Recht habe, einen Bevölkerungs: welche Wege der Ausschuß zu gehen hat. Wir können uns nur teil wie eine Ware an einen andern Machthaber nach der Verfassung und nach der Geschäftsordnung richten. Das abzugeben. Das Entscheidende bei den Friedensbedingungen nach ist Antwort zu geben auf jede Frage, die von einem einzelwar, daß Wilson ausdrücklich erklärte, er wolle teinen Genen Mitgliede gestellt wird. waltfrieden, sondern einen Frieden ohne Sieg Abg. Warmuth: Ich halte es für notwendig, daß jeßt die ErDr. Helfferich: Was die polnische Frage anlangt, so trifft flärung Dr. Helfferichs berlesen wird. es unzweifelhaft zu, was Graf Bernstorff gejagt hat, daß Wilson bon hen Berhältniffen im Often Deutschlands ar teine Ah Vors. Gothein: Der Ausschuß wird sich aur Beschlußfaffung zurückziehen. Dr. Helfferich: Wir hatten mit England feinen Streit, son dern einen Strieg auszufechten, deshalb fommt es nicht auf das Wort, sondern auf die militärisch- politische Wirkung an, wens man bom 3um- Frieden- Zwingen spricht. Abg. Sinzheimer: Sie haben damals eine lange Rede ge halben von einer Weltenwende durch den U- Bootkrieg. Eine solch war doch nicht zu ertvarten, wenn wir zu einem Verständigungs. frieden fämen? Dr. Helfferich: Auch ein Verständigungsfrieden nach diesem Kriege gegen eine Koalition wäre eine Weltenwende gewefen. Abg. Dr. Sinzheimer: Neichten nicht politische Mittel dazn v. Bethmann Hollweg: Hier wird gesagt: Man wollte Enge land durch den U- Bootkrieg zum Frieden zwingen. Wer ist ber aus? Verabschiedung der Verfassung Deutsche Telephonwerke, Wert Niederschöneweide. Die Aus zahlung der Streifunterstüßung erfolgt am Bußtag vormittags bon 10 bis 12 Uhr bei Hellmuth, Görlißer Straße Ede Sorauer Straße. Die Stempelung der Kontrollkarten erfolgt täglich bis auf weiteres bei Fröhlich, Mustauer Straße Ede Beughofstraße. man"? Der Admiralstab hat bei seinen Berechnungen nie Sie sollten barüber Scham empfinden. Vielleicht verrät uns Herr Siemens ut. Halske, Wernerwerf. Dienstag, bormittags babon gesprochen, England auf die Knie zu zwingen, er hat am Seine auch einmal, wie viele sozialdemokratische Mitarbeiter 10 Uhr, Betriebsberjammlung aller Ausgesperrten und Abstem22. Januar in der Denkschrift die sichere Erwartung aus- er in seinem Ministerium hat. Durch die persönliche Art, wie er pelung der Karten in Feibels Festfäle, Stolberger Straße 23 gesprochen, ja die Garantie übernommen, daß England Frie- gegen Vogtherr vorgegangen ist, wird der politische Kampf immer( Bahnhof Wedding). Erscheinen aller dringend notwendig. bensbereit werden sollte. Ich für meine Perfon habe weder am mehr in den Kot gezerrt. Und wenn sich die Deutschnationalen A. Borsig. Am heutigen Dienstag melden sich alle Kollegen 9. Januar noch sonstwann mir die sichere Erwartung bilden über die Kosten der Arbeiterräte aufregen, so möchte ich ihnen zur Arbeit mit Ausnahme der Lokomotivmonsage, Lackiererei, können, daß wir durch den U- Bootkrieg England zum nur entgegenhalten, daß die Burschen der deutschynationalen Offi- 3ylinderbau, Fallhämmer, Sammiedemaschinen und derjenigen Frieden zwingen würden. Das habe ich nicht angenommen. Ich ziere im Kriege und deren fingerte Urlaubsreisen dem Bolke Kollegen an den 500-, 1200- und 2000- Tonnen- Bressen. Die hier bin nicht enttäuscht gewesen, daß dieses Resultat nicht eingetreten meit mehr gekostet haben als die Arbeiterräte.( Sehr wahr! angeführten Kollegen werden noch benachrichtigt. ist. Ich habe als das Beste, was der U- Bootkrieg für uns leisten links.) önnte, angenommen, daß in England Nachdenken dafür hervorDie Art, wie Herr Heine sich die gerufen werde, ob einem fortgesetzten Tonnageverlust nicht die Berständigung über einen Frieden vorzuziehen sei, auf den sich England mit seinen Verbündeten sehr wohl einlassen könnte. Ich denkt, ist das beste Material für die Antiparlamentarier. So habe niemals geglaubt, daß dieser Verständigungsfrieden ein wird die Beratung zur reinen Komödie. Da die Voltsmeinung Straffrieden sein würde, in dem wir sehr bescheidene Bedingun- beute aber eine ganz andere ist als im Januar, so hat auch die gen stehen müßten. Der Kern ist nicht festzustellen, inwieweit Landesversammlung gar nicht mehr das Recht, die Verfassung 3 England imstande war, seine Produktion zu erhöfen und seine Ronsumption einzuschränken, sondern: War der Beschluß zum n.Bootkrieg eine so verrückte Tatsache, daß sie unter teinen Ulm tönben getroffen merbes Surfte, märe ca nit mieli newesen, Bon ven russischen Verhältnissen ist hier viel die aus den Erfolgen des U- Bootkrieges noch weitere politische Fol. Rebe gewesen. Der Umstand allein, daß sich die russischen Genossen gen für uns auszumünzen? Nur enn man diese Fragen berückwei Jahre lang gegen eine Welt von Feinden zu halten ver. fidtigt, fann man zu einem gerechten Urtei. über die Frage des mochten, beweist die Lebenstraft ihrer Ideen, und das erfüllt uns 1.Pootfriepes fommen. Diese meine persönliche Ansicht glaubte mit allergrößte Genugtuung.( Lebh. Beifall b. o. Unabh.) Auch ich angesichts meines vorhin verleen Brie es anführen zu dem Gesetzgebung und Verwaltung in einer Hand vereinigt sind. wir werden zuen Rätesystem fommen müssen, einem System, in Abg. Schücking weist darauf hin, daß man in Oesterreich. Und für die Uebergangsperiode benutzen wir das Barlament. Sie Ungarn zuerst gegen den U- Bootkrieg war und erst nachgab, als haben ein Geschrei erhoben, daß zwanzigjährige Großmäuler im Holzendorff erklärte, England werde damit sicher zum Frie- 18 Jahren ein 60 Millionenbolt regieren" tönne, dann geben Wirtschaftsleben mitreden sollen. Nein, wenn jemand schon mit den gezwungen werden. Sie zu, daß ein Betriebsrgt in einem Bädereibetrieb wichtiger ift. Die Einwohnerwehren verstoßen gegen den Friedensvertrag. Sie dienen der Reaktion. müffen. Dr. Zimmermann: Jch nahm damals an der Kronratssitzung in Wien mit Holzendorff teil. Dieser trat warm für den U- Bootkrieg ein und erflärte, mir werden England soweit bekommen, daß es auf den Frieden eingeht. Noch lebhafter, als Herr von Holzendorff, trat Admiral aus für den U- Bootkrieg ein. Auch General Conrad von Holtendorff war für den U- Bootkrieg, dagegen äußerte Graf Tisza Bedenken. Abg. Dr. Cohn: 8u welchem Frieben wollte denn um die Jahreswende 1916/17 bie Regierung fommen? Etwa zu dem Frieden mit Bedingungen, die am 7. November dem Kaiser vor. gelegen hatten und von ihm genehmigt worden waren, die als maßvoll galten und trotzdem die Annegion von Kurland und Lüttich enthielten? Von der Pflicht der Wiedergutmachung Belgiens, von der der Reichskanzler am 4. August 1914 gesprochen hatte, war nicht mehr die Rede. Vors. Abg. Gothein: Diese weitausholende Frage fann heute nicht mehr zur Entscheidung gebracht werden. Wir stehen nunmehr am Abschluß der Bernehmung Dr. Selfferichs. Morgen werden Generalfeldmarschall v. Hinden. burg und General Ludendorff vernommen werden und dann wird in den Eihungen des Ausschusses eine längere Pause eintreten. Preußliche Landesversammlung. In der gestrigen Situng wurde in der allgemeinen politi. jchen Debatte zum Haushalt des Staatsministeriums verabschieden. Wir verlangen daher schleunigste Neuwahlen. Jetzt wird es ihnen selbst angst und bange davor. Wir ber langen deren Beseitigung, wie wir die Aufhebung des Belagerungszustandes fordern. Jetzt herrscht auf der einen Seite deffen einzige, aber unwiderstehliche Waffe die Arbeitskraft ist. die Diktatur des Besizes, auf der andern steht das Proletariat, Genosse 21dwig verlas die Erklärung, die wir im Hauptblatt beröffentlichen. Auf unsern Redner erwiderte Finanzminister Sübekum. Seine grenzenlose Kurzsichtigkeit verriet er, indem er die Neden der Deutschnationalen und unseres Genossen als ein Ballspiel arsah. Wir feien Ilusionisten. Und da unsere Jllusions politit die Entente zum Einschreiten veranlassen tönnte, feien wie gefährlich. Gewerkschaftliches. abend% 6 Uhr findet in Feys Feitsälen, Brunnenstraße 184, Berband der Steinfeger und Berufsgenossen. Donnerstag eine außerordentliche Mitgliederversammlung ftatt. Die wichtige Tagesordnung berpflichtet alle Mitglieder zahlreich und pünft fich zu erscheinen. Der Vorfand. Noch kein Zarif für die Warenhausarbeiter. In Nr. 554 der Freiheit" brachten wir unter vorstehender Ueberschrift einen Versammlungsbericht, worin angeführt wurde, daß der Vorsitzende des Arbeitgeberverband: 8, Herr Heinrich Grünfeld, erklärt habe, tane schwierige Lage vor Weihnachten hinwegzukommen. Sierg es käme dem Arbeitgeberverband nur darauf an, über die momen geht uns ein Schreiben vom Arbeitgeberverband im Einzelhandel zu, worin behauptet wird, die Worte des Herrn Grünfeld hätten die Rätsel, die der Schiedsspruch den Parteien statt einer Entschei jinngemäß gelautet, beibe Parteien müßten sich bemühen, über bung zur Lösung aufgibt, burch gegenseitige Verständigung hin wegzukommen. Wir nehmen von biefer Grflärung Notia, fügen aber hinzu, daß wir nach wie vor der Meinung sind, daß die Verhandlungen doch etwas reichlich in die Länge gezogen werden. Die Unternehmer sollten sich also nicht wundern, wenn den Ar beiterm endlich die Gebulb bricht, und zwar noch vor Weihnachten! Groß- Berlin. Wie Arbeiter im 3aume gehalten werden sollen. lautet: Nach dem Zusammenbruch der deutschen Kriegspolitik und unserem ganzen Wirtschaftssystem find hele früheren Offiziere auf den Gedanken gekommen, sich mit dem Wiederaufbau unseres Wirtschaftslebens zu befassen. Es sei nur an die Gründung des Arbeitsnachweises der Reichswehr, an die Bestrebungen des Saupb manns Aumann und die Arbeitszentrale des Hauptmanns Bebern erinnert, deren Zwed nur allzu durchsichtig ist und vor allem bas hin zielt, ben jetzt arbeitlos gewordenen Offizieren auf Sosten ber Arbeiterschaft gute und mühelose Eristena möglichkeiten au Tarifbewegung der Berufsgenossenschaftsangestellten. schaffen, dem Kapitalismus aber dadurch zu Hilfe zu eilen, in Zwischen dem Vorstand des Arbeitgeber- Verbandes der dem man ihm billige und willenlose Ausbeutungsobjekte zuzue Deutschen Berufsgenossenschaften und dem Zentralverband der treiben versucht. Zum Glüd steht die Arbeiterschaft und vor Angestellten und der Vereinigung der Reichsunfallversicherung allem die Arbeitslosen all diesen Bestrebungen sehr steptisch Hamburg ist nach wiederholten Verhandlungen ein Arbeits. übereinkommen getroffen worden. Die Besoldungsfäße gegenüber. Wie berechtigt das Mißtrauen der Arbeiterschaft ist, fortgefahren. Der 8entrumsrebner eröffnete den Reigen. bringen der großen Masse der mit leren Angestellten gute Ver- beweist ein Schreiben, welches im Original vorliegt und wörtlich befferungen. Auch der Urlaub ist in angemessener Form geDer Zusammenschluß der drei Regierungsparteien wahre doch regelt. Als besondere Scherung für die Angestellten fann aneiner jeden die Entschließungs- und Bewegungsfreiheit. Er Einschreiben. Battvik 5. Greifenberg, ben 18. Oftober 1910 An den müsse allerdings zugeben, daß die Politik Sörfing in Oberschlesien gesehen werden, daß ständige Angestellte, nach einer anrechnungsfähigen Dienstzeit von 10 Jahren, als lebenslänglich angestellt Nationalen Heimatbund zur Bersorgung Beeresentlassener fich als nachteilig erwiesen habe. Den Arbeiterrälen fehle die und ruhegehaltsberechtigt gelten. Die Mitwirkung der AngestellBerlin, gesetzliche Grundlage. Die Sicherheit des Wirtschaftslebens Schellingstraße 14/15. müsse unter allen Umständen geschützt werden. Solange die tenusschüsse ist im Uebe.einkommen vorgesehen. Für Streitig Ich bitte umgehend um Mitteilung, wer der Kreisver Umsturzbewegung andauere, halte seine Partei den Belagerungs- te.ten, die sich bei der Auslegung bezw. Anvendung des Weberzustand für notwendig.( Lebh. Beifall rechts, Widerspruch bei einkommens ergeben sollten, ist ein paritätisch zusammengesetzter trauensmann des Nationalen Heimatbundes für den Streis Schlichtungsausschuß errichtet. Als lezte Instanz soll in Berlin den Unabh.) Greifenberg in Pommern ist. Gleichzeitig bitte ich um Aus ein Oberschiedsgericht gebildet werden. funft, ob ich evtl. auf sofortigen Abruf einen Offizier altpreußi scher Gesinnung, Alten möglichst über 26 Jahre und sechs Mann gleicher Denkungsart als Sicherheitstruppe, borläufig bis zum 1. Dezember, bekommen kann. Waffen, womöglich 1 Maschinema gewehr und sehr reichlich Munition, Handgranaten wären mit zubringen. Der Offizier müßte fich gegen freie Wohnung, Ver pflegung und Familienanschluß in meinem Hause aur ständigen Aufsicht über seine Leute verpflichten, und wenn die Ver hältniffe es erfordern, ben Sicherheitsdienst organisieren und dauernd persönlich überwachen. Die Mannschaften hätten zu ortsüblichen Löhnen bei der Kartoffelernte zu helfen, Wacht dienst zu tun, evtl. andere landwirtschaftlichen Arbeiten, wie Holzbauen und bergl. zu verrichten. Offizier und Mannschaften müßten fich vorläufig bis zum 1. Dezember verpflicten. Lebensmittel und polizeiliche Abmeldungen wären mitzubringen. Ich bitte um möglichst sofortige Erledigung dieser Frage, wenn möglich unter Namens und Altersangabe eines oder mehrerer Offiziere, die geneigt sind, auf meine Bedingun gen einzugehen. Den Truppenteil und Friedensstand bitte ich zu bermerken. gez. Baron Senfft. Abg. Dominicus( Dem.) beanspruchte auch seinen Anteil an Hindenburg. Wenn Ministerpräsident Hirsch bon der Einheitsfront der Arbeiterschaft gesprochen habe und dies etwa als gegen die Bourgeoisie gerichtet gedeutet werden solle, dann mache das seine Partei nicht mit. Der Zustand, worin die Arbeiterbeiräte bei den Behörden als notwendig anguerkennen waren, müßte jebt als überwunden gelten. Der Belagerungszustand sei so lange als notwendig aufrecht zu er hatten. Was aber die vom Genossen Rosenfeld vorgetragenen Beichwerdefälle anbelange, müsse eine Organisation zur Nach prüfung geschaffen werden, damit kein Unschuldiger leide. Abg. Ludwig( Unabh. Soz.). Stambolös nannte der Ministerpräsident die Vorgänge, die fich unter den Augen der Regierung des Reichsmehoministers Noste abspielen. Wir sind der Ansicht, daß keinerlei Beschränfung der Meinungsfreiheit stattfinden darf, ob sie sich gegen rechts ober links wendet. ( Unruhe bei den Eoz.) Die Abstimmungen der lebten Zeit im Sanie oben felutei, daß Sie auecidaliet find. Someit Sie ( zu den Soz.) die Sünden des alten Regimes mitgemacht haben, find Sie zu bemitleiden; joneit Sie die berhängnisvolle und arbeiterfeindliche Politit des heutigen Regimes mitmachen, sind ca. Die Mitgl ederversammlung des Zentralverbandes, Abteilung für Berufsgenossenschaftsangestellte, besucht von 500 Kollegen, trat am 10 d. M. diesem Uebereinkommen mit überwiegender Mehrheit bei. Es hat vüctvirkende Straft ab 1. April 1919. Im dringendsten Interesse der gesamten Kollegenschaft muß bei den maßgebenden Stellen auf fofortige Ausführung der BeStimmungen des Ueberein fommens hingewirkt werden. Schon jetzt wird von einzelnen Berufsgenossenschaften die Ansicht bertre en, daß Ausführung nicht eher erfolgen fönne, als bis bie Genossenschafts- Bersammlungen zum lebeneinfom: nen Stellung genommen hätten. Derartige Ansichten, die das Wesen und den Zweck des Uebereinkommens vollkommen verkennen, müssen auf das Nachdrücklichste bekämpft werden. Dem Reichsversicherungsamt, als Aufsichtsbehörde der Be. rufsgenossenschaft, liegt es ob, ben einzelnen berufsgenossenschaftlichen Verwaltungen den nunmehr zweifelsfnei flaren Weg vorzuzeichnen, den sie gehen müssen, damit endlich die Angestellten zu ihrem Recht kommen und Ruhe in den Verwaltungen eintritt. Zum Streit in den Schuhwarenhäusern. Heute spricht die Angst der Regierung vor den Geistern, die fie rief und die ihr nun über den Kopf zu wachsen drohen, aus ihren Worten. Die blutrünstigen, antibolfchemistischen Platate, Man stelle sich das Paradies tor, in welches Arbeiter geraten die wir im Frühjahr an den Mauern und Säulen täglich vor würden, wenn sie auf diese Arbeitsstelle durch oben gekennzeichnete Augen geführt betamen, die waren von Staatsgeldern bezahlt Zwischen den Schuhwarenhändlern und dem Zentralverband Arbeitsvermittlung berschlagen würden, in welcher der Serr und sie babe der altion fein in die Sans pearbe tet. Was Herr Hirsch über die Berechtigung unserer Sinitif gejagt hat, schlägt der Angestellten fanden am 13. d. M. Verhandlungen statt, die Baron sogar verlangt, daß die zu seinem Schuße ihm gestellte ihm und der gesamten mehr als vierzigjährigen parlamentaria aber zu feinem Ergebnis führten. Lediglich die Firma Julius Giderheitsmannschaft die Lebensmittel mitzubringen habe, daschen Tätigteit ins Gesicht. as Bits, bas der Ministerpräsident Berlowik, Münzstraße 24, hat die Forderungen ihrer Angestellten mit ihm ja leine Kosten entstehen, er aber dennoch federzeit im am Sonnabend bot, war das der Hilflosigkeit. bewilligt und es wird daher dort nicht mehr gestreift. Dagegen stande ist, seine Arbeiter mit Waffengewalt an die Arbeit zu geht der Streik bei den Firmen: Dorndorf, M. J. Neustadt, Max treiben. Wollen Sie denn warten, bis Sie rausgeworfen werden aus der Neustadt, Salamander Schuhgej. m. b. H., Der Schuhhof und Carl Neustadt, Salamander Schuhges. m. b. H., Der Schuhhof und Carl preußischer Gesinnung sucht, die Fleisch von seinem Fleisch sind.. Es ist verständlich, daß dieser Pascha Offiziere mit alta Negierung? Stillers Schuhwarenhaus weiter. Von den bestreiften Firmen werden jetzt Rausreißer engagiert, 8 kann den Arbeitssuchenden nicht dringend genug geraten wer unter denen sich die verkommendsten Element befinden, die z. B. den, nur die öffentlichen Städtischen Arbeitsnachweise, so wie die bei Etiller Kunden billige Stiefel verlaufen und sich dafür 20 M. Arbeitsnachweise ihrer Gewerkschaften in Anspruch zu nehmen und egira geben lassen, um sie angeblich der Verkäuferin zu überweisen. jede ihnen von anderer Seite angebotene Arbeit abzulehnen, und Eine Dame ist dort beschäftigt, die nur Damen der besseren Ge- sich so selbst vor Ausbeutung und unwürdiger Behandlung zu Die Dautichnationalen schämen sich nicht, den Friedenzver- Verwandter des Chefs, die Streikposten stehenden Verkäuferinnen Arbeitslosen an den zuständigen Arbeitslosenrat wenden, wenn trag für ihre Parteipropaganda auszuschlachten. Was aber links- mit Fußtritten und belästigte sie in der unflätigsten Weise. Und Thein ich geschieht und mas uns auferlegt worden ist, ist einzig wie der Herr, fo's Gescherr. Herr Henze vom Verband deutscher ihnen von irgendeiner Seite Arbeit angeboten wird, und der gern und allein auf das Konto dieser Partei zu jeben. Die deutsch Schuhwarenhändler, der die Sache der Unternehmer führt, Mit- bereit ist, in allen diesen Fragen ihnen mit Rat und Tat zur nationalen Cifiziere haben ja der Welt erst das beschämende glied des Gewerkschaftsbundes, kann sich den ärgsten Scharfmachern Seite au stehen. Vor allem muß aber darauf hingewiesen werVorbild gegeben. rubig an die Seite jiellen. In seinem Bestreben, die Angestellten den, daß Arbeitsuchende sich nicht durch noch so große Versprechun Die Reaktion hatte Lange Beit gebraucht, bis sie die Hosen zu unterdrüden, fennt er keine Grenzen, und menn bei den Ver- gen verleiten lassen, Arbeit anzunehmen, ohne sich vorher mit den broden betonnen hat, die im November naß geworden find. handlungen ein Arbeitgeber( Herr Stiller) eine gute Regung am Ort bestehenden öffentlichen Städtischen Arbeitsnachweisen Aber im Jumi und Juli, als unter Mitwirkung der sozialistischen zeigte, verbietet er ihm einfach das Wort und Herr Stiller in Verbindung zu sehen. Minister der Militarismus wieder aufgerichtet wurde, da erhob schweigt. Arbeiter, unterstüßt die sireifenden Angestellten im auch sie wieder fühn the Saupt. Sie hielten die revolutionären Kampfe gegen das Scharfmachertum, übt Solidarität. Errungenschaften für so gesichert, daß sie das Proletariat entwaffneten und die Bourgeoisie bewaffneten. Jetzt sehen wir, wohin das führt. In der Neich mehr bleibt die monarchistische Propaganda bermaßen, daß selbst Rechtssozialisten es nicht mehr ansehen können und Resolutionen dagegen annehmen. Aber Nefolutionen, die geben sie hier im Hause nichts an. Sie zu beraten Die antisemitische Hete wird von dem Deutschnationalen betrieben, um die Schuld von Deutscher Metallarbeiterverband. Funktionäre! Am Sonntag, den 28. November, bormittags 9 Uhr, findet im Bazzenhofer, didicinstraße 2-3, die Fortseßung der ordentlichen Generalversammlung vom 2, November d. J. statt. Du die Einladungen dazu aus technischen Gründen erst etwas fich abzuwälzen, die fie auf sich geladen haben. So ist es tisher spät erfolgen fönnen, bringen wir auf diesem Wege die Voranzeige. immer in der Geschichte gewesen.( Sehr richtia.) Wir sind nicht Butritt zur Generalversammlung haben nur die Kollegen, für nonvendig gehalten, auf die Vorwürfe zu antworten, die Ge- welche im Besiz der Einladungs- und Legitimationskarte sind und gewohnt, höflich behandelt zu werden. Herr Heine bat es nich! nosse Rosenfeld echoben hat, er ist mit Nichtachtung darüber hin außerdem Verbandsbuch oder Streitkarte vorlegen können. Die Ortsverivaltung. weggeglitten. Aber wie derselbe Minister die Herren rechis am Siemens u. Satske, Blockwerk. Versammlung aller noch Sonnabend behandelt hat, das ist uns noch nicht begegnet. Be. fonders föitlich aber war, daß er erklärte, wie sehr die sozial außenstehender Kollegen und Kolleginnen Dienstag, vormittags demokratischen Minister ein Herz und eine Seele mit den bürger- 10 Uhr, im Moabiter Vereine sou? Waldstraße 63. Maha Mainitana find. Bideribruch und Lachen bei den Soa.) wird in der Verjanimlung. Gestempelt Bankdirektor und Viehhändler. Das Leiborgan des Herrn Helfferit, die Streuzzeitung" bestätigt, daß Herr Helfferich, als der Vorsitzende den Beschluß des Ausschusses verkündete, wonach der Beuge wegen Verweigerung der Aussage in eine Geldstrafe von 800 Mark genommen sei, oftentatio seine Brieftasche gezogen und auf den Tisch gelegt hat. Als ein bekannter Berliner Rechtslehrer das Wesen der Geldstrafe im Kolleg erörterte, führte er als Echwäche der feffuntmiezten Geldstrafe an, daß bei den heutigen Besipverhältnissen die Geldstrafe völlig unsozial wirke, da sie den Minderbegüterten sehr hart treffe, während sie dem Reichen als lächerliche Bagatelle erscheine und jeden Zwed verfehle. In diesem Su fammenhange erwähnte er aus seiner gerichtlichen Praxis den all eines Viehhändlers, der zu der in der damaligen Zeit hohen Geldstrafe von 1000 Mart verurteilt worden war und gleichfalls seine Brieftasche zoa Das Gericht nahm daraufhin, wie jener Mechtslehrer berichtet, den berbugten Bichhändler in eine fofort| Kinderkarten: AI Kommunale Arbeiterräte! 1 Am Donnerstag, den 20 November, nachmittags Uhr, finder in den Sophiensälen, Sophienstraße, eine Follversammlung der fommunalen Ar- leider nicht lange andauern. beiterräte statt. Lebensmitteltalender. Spandau. Die Verausgabung der Kindermilchkarten für ber Biter, A II% Biter, BI% Biter, B II| zu vollstreckende Ungebührstrafe von 24 Stunden% Liter, A- Karte für werdende Mütter% Liter. Die KrankenSaft, weil es in der demonstrativen Herausnahme der Brief- farten zu 1 Liter,% Liter und ½ Liter werden voll beliefert. tasche mit Recht eine Verhöhnung des Gerichts und der verhäng- Auf die 4- iter- Krantenfarte wird für die Zeit bis Monat Dezember findet wie folgt statt: Für das Stadtgebiet in bef ten Geldstrafe sah. Dem rechtskundigen Herrn Helfferich war es um 20. November einschließlich an Stelle von Frischmilch eine Brotkartenausgabestellen Zimmer 135, 137, 138, und zwar mit der %-2ierflasche neunprozeitige dänisde Fettmilch verausgabt, die Anfangsbuchstaben A- 5 am Donnerstag, J- am Freitag, 6-3 on natürlich gewärtig, daß jede Geldstrafe an die Kaffe der erfen- mit Rücksicht auf den hohen Fettgehalt eine dreifache Verdünnung Sonnabend. Für Siemensstadt und Haselhorst in dem dortigen Magi menden Behörde, niemals aber an das Gericht selbst zu entrichten erfahren kann. Die Flashje dänische Fettmilch fostet 3,75 Mart. stratsbureau, und zwar M- 3 am Donnerstag,- am Freitag. Bei der Abholung der Milchkarten sind als Ausweis die Geburtsurkunden Die Giltigkeit von Felb 334 der Lebense st, denn die Annahme des Geldes stellt einen Aft der Strafvoll- Die Kälte. Die Schneefälle haben erfreulicherweise vor der Kinder vorzulegen. Streckung dar. Es handelt sich bei helfferich um eine völlig be- läufig ihr Ende gefunden. Hingegen hat die Kälte erheblich mittelkarten wird bis zum 18. d. Mt. verlängert. Das Berliner Wetterbureau verzeichnete heute Steglig. Rartoffeln: 7 Pfund, 20 Pfg. pro Pfund, Speisefett: mußte Herausforderung unter Betonung seiner fapitalistischen zugenommen. Nacht 8 Grad Celsius. Noch in den Morgenstunden stand die 20 Gramm Butter, 150 Gramm Margarine. Anmeldung: 17.- 19. No Sicherheit. Quecksilbersäule auf 7 Grad. In der Provinz ist die Tem- vember. Nährmittel für werdende Mütter, Nährmittel für Kinder peratur noch tiefer gefunden. So hatte Dahme in der Mark von 1-6 Jahren. Nährmittel für Jugendliche. 250 Gramm Mais heute morgen 10, Byriz 11, Frankfurt an der Oder und mehl( 99), 150 Gramm Graupenmehl( 101), 150 Gramm Sago( 102), 250 Gramm Kortoffel- Stärkemeh!( 57). Verkauf vom 20. bis 22. No Neustrelit- 10 Grab. Das trodene flare Wetter, das jetzt die 150 Gramm Nudein( 108), 250 Gramm ausl. Sülsenfrüchte( 78), Säuberung der Straßen von den Schneemassen erleichtert, dürfte rember: 450 Gramm Nudeln, für werdende Whitter: 1000 Gromm leider nicht lange andauern. Schon werden aus dem Westen Reis, 500 Gramm 3wieback, für Jugendliche: 200 Gramm Reis, für neue Schneefälle gemeldet, die sich bald auch nach hierher aus- Kinder im 1. Jahre: 500 Gramm Haferflocken, 250 Gramm 3wiebac, breiten werden. In dem gesamten Süddeutschland, in Baden für Kinder im 2. Jahre: 500 Gramm Haferflocken, 500 Gramm Zwie back, für Kinder im 3. bis 6. Jahre: 500 Gramm Schiffezwieback. und Württemberg, gehen ununterbrochen Schneefälle nieder. Friedrichsfelde. Dienstag: Suppenwürfel, Donnerstag: Milch süßDer Kampf gegen den Schnee. Die städtische Straßen- fpeise, Gewürzkuchen, Hülsenfrüchte, Sonnabend: 250 Gramm Wall reinigung hat den Kampf gegen die niedergegangenen Schneemengen gestern etwas energischer aufgenommen. Es wurden nicht nüffe, 250 Gramm ausi. Kartoffel- Stärkemehi. nur über 1000 Arbeitslose mehr als in der vergangenen Woche für die Reinigung der Straßen eingestellt, sondern auch alle größeren Fuhrwerksbefizer wurden aufgefordert, ihre Wagen in den Dienst Der wichtigen Beschlüsse wegen werden sämtliche Ar- der Straßenreinigung zu stellen. Der Verkehr auf den Voroit- 8. Distrikt. Dienstag abend 7 Uhr allgemeine Mitgliederversamme beiterratsmitglieder dringend ersucht, zu erscheinen. eisenbahnen ist auch gestern noch recht unregelmäßig gewesen. lung ber 5. Abteilung( früher 34. Abteilung) bei Rettschlag, Schreiner Anschließend an diese Sigung findet eine Voll- Die Güterzüge laufen schon regelmäßiger ein, aber immer- ftraße 18. 10. Distrikt, 4. Abteilung. Mittwoch abend 7 Uhr in Hecker fitung der fommunalen Arbeiterräte von hin werden aus der Provinz noch große Störungen gemeldet. Die 10. Distrikt, 3. Abteilung. Mittwoch abend 7 Uhr Abteilungs Groß- Berlin und der anschließenden Kreise Neben- und Kleinbahnen im Osthavelland haben den Betrieb Realschule, Weißenburger Straße 4, Versammlung. gestern wieder aufgenommen; die Reinickendorf- Liebenwalder um 4 Uhr statt, an der sich dann die Niederbarnimer Ar- hn tonnie ebenfalls wieder einige Züge ve ehren lassen. Die Bahn buiger Straße 4 a. beiterräte geschlossen beteiligen müssen. Direktion hofft, daß sich heute der Verkehr wieder fahrplanmäßig abwideln fönne. Die Straßenbahn verkehrt seit gestern nachmittag wieder auf den meisten Etreden mit Anhängern. Die Fraktionsvorstände der kommunalen Arbeiterräte. Kommunale Arbeiterräte des Kreises Niederbarnim. Am Donnerstag, den 20. d. M., mittags 12 Uhr findet im Landratsamt eine Vollversammlung der kommunalen Arbeiterräte des Kreises statt. Der Bußiag am nächsten Mittwoch gilt noch immer als gefeglicher Feiertag. Von sozialdemokratischer Seite haben zwar Anträge auf Abschaffung vorgelegen, die aber noch nicht zu einem Ergebnis, geführt haben. Der Bußtag als gejeblicher Feiertag ist das Symbol der Vorherrschaft der Kirche in unserem republikanischen Staate. Zentralstelle der Arbeiterräte des Kreises Niederbarnim. Generalversammlung der Berliner Konsumgenossenschaft. Die gestern abend in der Bockbrauerei stattgefundene Generalversammlung der Berliner Konjum- Genossenschaft war außer ordentlich stark besucht. Den Geschäftsbericht erstattete Schulze. Von der Prüfungstommission wurde Entlastung des Borstandes beantragt. In der kurz: n Diskussion wurden die Verwaltung Der Mord an einem Straßenmädchen wurde gestern morgen und die Rechtssozialisten scharf angegriffen. Die beantragte Ente Jastung des Vorstandes wurde angenommen. Die Bilanz wurde in Charlottenburg entdeckt. In der Krummen Straße 33 wohnte genehmigt und die vorgeschlagene Verteilung des Reingewinns feit längerer Bet für sich allein im Erdgeschoß eine 47 Jahre gutgcheiben. Die anschließende Wahl für je 6 ausscheidende alte Brojti'uierte Nette in Stube und Küche. Sie ließ sich Aufsichtsratsmitglieder und deren Erfahleute zeitigte folgendes von einer Aufwärterin jeden Morgen ihre Behausung aufräumen Resultat: Wbgegeben wurden 3846 gültige und 12 ungültige Stimmen. Auf die Liste Wigte entfielen 2431 Stimmen, auf die Rifte Güttler 1403 Stimmen. Die Liste unserer Genossen ist bemnach angenommen. Verbot von Kinoneubauten. In der Wohnungsmangelverordnung vom 15. Januar 1919 den Bezirkswohnungskommissaren( für Groß- Berlin ist der Cberpräsident Bezirkswohnungskommissar) die Ermächtigung ge= geben, Luxusbauten zu berbieten. Trotz dieses Verbots find in Groß- Berlin neue Cafós, Bars und vor allem auch Lichtspieltheater entstanden. Deshalb hat der Minister für Volkswohlfahrt Dieses Berbot jetzt verschärft. Nach einem neuen Erlaß an den Oberpräsidenten bon Charlottenburg ist die Einrichtung oder Umänderung von Lichtspieltheatern nur zu gestatten, wenn der Nachweis erbracht wird, daß das Wohnungsamt die betreffenden Räume zu Wohnzwecken nicht verwenden kann und daß bewirtschaftete Baustoffe für den Neu- oder Umbau nicht gebraucht werden. Die Genehmigung für Kinoneubauten darf nur auf Grund zweifelsfrei geführter und eingehend geprüfter Nachweise erteilt werden. Auch während des Baues soll eine ständige Ueberwachung ausgeübt werden, damit bewirtschaftete Baustoffe unter feinen Umständen dem Wohnungsbau verloren gehen. Die Milchversorgung Berlins. Heute findet nach einer Mit teilung des Berliner Magistrats folgende Milchausgabe statt: Uus den Organisationen. versammlung in der Schulaula der Heckerschen Realschule, Weißen 11. Distrikt, 5. Abteilung. Mitgliederversammlung Dienstag aben rent: Thiele. Mitglieder der anderen Abteilungen sind eingeladen. Bildungsausschüsse der Distrikte 6, 7, 8, 9. Mitglieder und Ges Aula Straßmannstraße 6, am Mittwoch, den 19. November, nach noffen, die bei der Bücherausstellung helfen, haben Sigung in der mittags 2 Uhr, pünktlich. 7 Uhr bei Köhler, Tiechstraße. Tagesordnung: Das Rätesystem. Rese Neukölln. Die für Dienstag angesetzte Fraktionssitzung finde erst am Mittwoch abend 7 Uhr im Rathaus, 3immer 1, statt. Schmargendorf. Dienstag abend 7% Uhr Mitgliederversammlung im Schüßenhaus. Zehlendorf- Weft. Dienstag abend 8 Uhr Mitgliederversammlung im Lindenpark". Genosse Meyer über: Reorganisation und Wah der Arbeitskommissionen. im Lindenpark". Genosse Meyer über: Reorganisation und Wahl Oberschöneweide. Dienstag abend 8 Uhr Mitgliederversammlung in der Aula, Echule Frischenstraße. Der Wichtigkeit der Tagesord und in Ordnung bringen. Diese Auswärterin sah sie zuletzt am nung halber ist vollzähliges Erscheinen dringend erwünscht. Als sie heute morgen wiederkam, fand sie Sonnabend abend. die Nebe in ihrer Stube tot vor dem Schlafsofa liegen. die Ermittlungen ließ sich ein besonderer Anhalt noch nicht finden. Wahrscheinlich hat der Mörder es auf einen Raub abgesehen gehabt. Ob ihm aber etwas in die Hände gefallen ist, läßt sich noch nicht sagen. Für Der Totschläger des Sicherheitswachtmeisters Hermann ist in der Person des 45 Jahre alten Schneiders Franz Bandur verhaftet worden. Das Bureau der Räteschule der Groß- Berliner Arbeiterschaft" befindet sich von jest ab in der Schützenstvaße 32, Erdgeschoß. Am Mittwoch fallen des Feiertages wegen sämtliche Kurse aus. Lichterfelde. Zur Unterstüßung bedürftiger Kriegsbeschädigter, Kriegshinterbliebener und Kriegsgefangener hat die GemeindeVertretung Lichterfelde besondere Mittel bewilligt. Anträge auf Gewährung von Beihilfen sind im Wohlfahrtsamt, Teltower Straße 1-6 und von Kriegsgefangenen in der KriegsgefangenenHeimfehrstelle, Teltower Straße 7-10, Bimmer 4, bis Freitag, 21. November, 1 Uhr mittags, unter Vorlegung der Rentenund Entlassungspapiere anzubringen. Bund ehem. Kriegsgefangener Internationaler Bund. Mit gliederversammlung Mittwoch, 7% Uhr, bei Schmidt, Michaelfirchitraße 28. Die Gefangenenjektionsleiter des Intern. Bundes der Vororte und sozialistische ehemalige Leidensgefährten sind ein geladen. Deutscher Metallarbeiter Verband Deutscher Bauarbeiter- Berband Berein Verwaltungsstelle: Berlin R 54, Linienftr. 83/85. Geschäftszeit von vorm. 9 Uhr bis nachm. 4 Uhr. Telephon: Amt Norden 185, 1239, 1987, 9714. Alle auf dem Boden der It, S. P. D. ftehenden Funktionäre der Sliben- Bez. 5-10 v rsammeln sich am Dienstag, den 18. No vember, abds. 6 Uhr, im Lofal„ Bereinshaus Süd- Ost", Melchiorur. 15. Bartet und Verbandsbuch, nebst Funktionärkarte legitimiert! Das Erscheinen der Betreffenden dringend erforderlich. Ohne die e feinen Zutritt! Der Einberufer. Donnerstag, den 20. November 1919, abends 5 1hr Versammlung affer in der Gold- und Silberwarenindustrie beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen im, D: esdner Garten", Dresdner Straße 40a, Ede Prinzenstraße. Tagesordnung: 1. Bersands- und Branchenangelegenheiten. 2. Berschiedenes. Mollegen und Solleginnen! Es ist flieht aller, filr recht regen whd pititlichen Besuch der Versammlung Sorge zu tragen! witgliedsbuch legitimiert! Die Ortsverwaltung Sommersing, ben 20. Nebember 1919, abends 6 Uhr Branchen- Versammlung der Eisens, Metall, Revolve dreher und Dreherinnen sowie Rundschleifer in den Pharus- Sälen, Müllerstraße 142. Zagesordnung: 1. Das Betriebsrätegejek und seine Bedeutung für die Arbeiter thait. Referent: Genosse Dr. Goldschmidt. 2. Dieru fion. 8. Ausprache übe umeren Schiedspruch und unsere weiteren Ausgaben. Der augerordentlichen Wichtigtett wegen erwarten wir die An wefenbeit aller Berufsangehörigen. 1919 Berlin Sektion der Gips- und Zementbranche. Achtung, Gipsbaubrauche! Achtung, Betonbaubrauche! Mittwoch, den 19. November, Freitag, den 21. November, borm. 10 Uhr abents 7 Uhr im Rofenthaler Hof. Rosenthaler im Rosenthaler Hof. Rosenthaler Straße 11/12, Saal, Garten links Straße 11/12, Eaal, Garten links Gruppenversammlung. Gruppenversammlung. Tagesordnung: 1. Stellungnahme der zu Ver famel ung mit den Stuffateuren. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Zahlreichen Besuch erwartet Alle Angestellten Tagesordnung: 1. Wie stellen wir uns zum Abschluß eines neuen Tarifvertrages? 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. der Berliner Metallindustrie, die in folgenden Verbänden organisiert sind: Zentralverband der Ungestellten, Bund der technischen Angebellten u. Beamten, Deutscher Wertmeister- Verband, versammeln sich Mittwoch, den 19. ds. Mts.( Bußtag), vormittags 11 Uhr im Walhalla Saal, Berlin N, Weinbergsweg 19,20. Tagesordnung: Sir machen nochmals auf unseren am 22. Sobemel en Der Metallarbeiterstreit und feine Rüdwirkung auf die Ungestellten. Rattfindenden Runfiabeud aufmertjam. Kartenausgabe Commissionsmitgliedern, sowie bet dem Kollegen Kronenthaler, Verbandshaus, Echalter 8, und bei Hummel, Sophiemiraße 5. Reparaturen Reparaturen Schreb.cinan Ladenkassen, An- u. Verkauf Kohlepapiere, Farbbärder usw. Hans Bähr, Berlin, Spittelmarkt 7 Spezial- Arzt Dr. med. Lommer Geschlechts-, Haut-, Frauen!. Behandl. schneil u. sicher ohne Berufsstörung. Teilzah'ung. Brunnenstr. 185 Die Ortsverwaltung. Platina Gold Silber Alte Gebisse Platinstiftzähne 4,80 bis 90 Mk. kauft Frau Knuth, Zionskirchstr. 54, v. II. ( Nahe Rosenthal. Pl.). Sprechz. 314-8 U.. Sonnt 9-12U, I damm nserate für den darauffolgenden Tag müssen spätestens bis Referent: Kollege Fritz Schmidt. Niemand darf fehlen! Arbeitsgemeinschaft freier Angestelltenverbände Orts ekretariat. U.S.P.D. Lichtenberg. Dienstag, den 18. November 1919, abends 7½ Uhr. Außerordentliche Generalversammlung in der Schulaula Bartaue( Möllendorfifirane). Die änkerft wichtige Zegesordnung wird in der Ver jammlung befannigegeben. 4 Uhr, Sonnabends bis 2 Mitgliedsbuch legitimiert. Ohne dasselbe lein gutritt. Mit Uhr nachm. bel der glieber, die länger als 3 Monnte mit ihren Beiträgen im Rückstande Expedition Schiffbauer- find, haben ebenfalls feinen Zutritt. 19 aufgegeben sein Die Bezirtsleitung. J. A.; Thurm. Die Sektionsleitung. Wie ist es möglich, eine Rückgratverkrümmung zu verhindern, zu bessern und zu hellen? Illustr. Broschüre geg Einsendg. von 1 Mk. von BERLIN W 8, Magdeburger Str. 25. Genossan beachtet die Inserenten! U.S. P. Friedrichshagen. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß nachfolgende Mitglieder verstorben sind: Max Jacobasch im Alter von 28 Jahren. Die Beerdigung findet heute nachmittag um 3 Uhr statt. Paul Kadmierzak im Alter von 51 Jahren. Die Beerdigung findet heute nachmittag um 4 Uhr von der hiesigen Friedhofshalle aus statt. Ehre ihrem Andenken. Wir ersuchen die Mitglieder, sich recht zahlreich zu betelligen. Bereinstalender. Mitglieder der der fa angeschlossenen Organisationen. Mittwoods ( Bußtag). vormittag 11 Uhr, Walhalla- Saal, Weinbergsweg 19/20 " Der Metallarbeiterstreik und seine Rückwirkung auf die Angestelle ten". Deutscher Werkmeister Berband. Mittwoch vormittag 11 Uhr Vere fammlung der in der Berliner Metallindustrie beschäftigten Angestell ten im Walhalla- Saal, Weinbergsweg 19/20. Deutscher Transportarbeiter- Berband( technisches Bühnenperfonal). Mittwoch( Bußtag), vormittags 9% Uhr, im Gewerkschaftshaus, Engel Die Sozialisierung des ufer 15, Saal 4, Mitgliederversammlung. Theaters. Ref.: Dr. Seelig. Intern. Bund der K. B. K. 2. und R. H., Bezirk Südwest. Dia Mittwoch, sondern heute, Mitgliederversammlung findet nicht am ftatt. Ausweise mitbringen! Dienstag abend 7½ Uhr in der Pazenhofer- Brauerei, Fidicinstr. 2/3, Freie soz. Jugend Neukölln. Heute abend 7% Uhr Vortrags Seruelle Aufklärung. Referent: Dr. Drucker. Freie foz. Jugend, Gruppe Often, Rüberdorfer Straße 4/5. Diense tag, 18. November, 8 Uhr, Funktionärsizung. Schwimmverein„ Welle", Berlin. Dienstag Monatssigung ins Bereinslokal, Mühlenstraße 58, Ausgabe der Schwimmfestbilletts. Verantwortlich für die Redaktion Alfred Wielepp, Neukölln Druck det Berlagsgenossenschaft Freiheit", e. G. m. b. 5. Berlin. Lindendruckerei und Verlagsgesellschaft m. b. S., Schiffbauerbamm 19. DOGODEK Verein der Freidenker für Feuerbestattung E. D. Segründet 1905 Sitz Berlin Geschäftsstelle: SW 68, Oranienftraße 83/84 L Beöffnet 9-5 Ahe Fernspr.: Mpl. 6176 Sonnabends 9-2 Ahr Rat und Auskunft toftenfrei an jedermann in allen Fragen der Feuer estattung Eintritt 1 mt. Monatsbeitrag 30 Pf. Nach 1 jähriger Mitgliedschaft toftenlose Ein äfcherung und Beifetzung der Afchenkapsel Aufnahme bis 50 Jahre auf jeder Zahlstelle, über 50 Jahre zu bejonderen Bedingungen. Nach 25 fähriger Mit gliedschaft Beitragsfreiheit. ⚫ Ohne ärztliche Untersuchung. $ Am Totenfonntag, den 23. November 1919, im großen Saale des Stadthauses, Eingang Klosterstraße Totenfeier Feftrede: Herr E. Vogtherr Mitwirkende: Herr Ernst Himmel, Harmonium Herr Decar Grundmann, Cello Köhlersches Doppelquartett Einlaß 5 Ahr Anfang 6 Ahr Karten à 50 Pf. in der Geschäftsstelle Denischer Bauarbeiterverband Verein Berlin. am Den Kollegen zur Nachricht, daß unser langJähriges Mitglied Wilhelm Barkhahn ( Bezirk Orbg. Vorst.) 14. November verstorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Dienstag, den 18. November, nachm. 2 Uhr. von der Halle des Golgatha- Friedhofes in der Barfusstraße aus statt. Der Vorstand. Der Vorstand. H. Müller, Vorsitzender, Cuxhavener Str. 15. Genossen! Bei Todesfällen kauft nur bei Koch, Greifswalder Straße 191, Ecke Danziger Straße. Wirklich nur 100 M., rierte gut deko- Surge Leichenwagen 35 M. Facharzt Dr. Meyenberg für Geschlechtsleid 11-1, 5-7 Pots/ amer Str. 27 b. Dameuzimmer. Politische Couplets Lieder und Gesamtspiele Theaterstücke RevolutionsKünstlerpostkarten Vereinsabzeichen Beitragsmarken, Girlanden Fahnen, Plakate, sowie alle Fest- und Tanzartikel. Picisliste verlangen. Rich. Lipinski, Leipzig, Könlgstr. 12. Fernruf 2309