Nnzelprets 15 Pfennig* 2. Jahrgang Vonnerstag, öen 4. Dezember 1419 Nr. SS9 /lZ2HS< /lbenö-flusgab Die erscheint morgens vnd nachmittag», an 5onn» und Festtagen nur mergens Der Serugsprei» beträgt bei freier Zustellung in» Hau» für Groß-Vertm 4.— bei direktem Postbezug monatl. 4.6S lN» bei Zustellung unter Streikband für Deutschland «LS für» Ausland 7.50 ZN« per Brief M. «edaMm, mtb«xbebhtan; vrrkw UV». 6, e�iPanctteann 18111. »«rvsprecher:«au Rnbai SSV» um» 88»« y�ftah toflm M««htzispalt. Hon�aniStjcilt»der dm« Haom 1,20 w«,«anzeige» »a»«ettgedruck«» w»e»»0 Pf. jede,»eitere Wort 25 Pf. leueninz», Uschlag 70 peag. Bei jamilien» u. v»rsa>i>n>l«ng»anz«igen fällt der Zuschlag fort. Znserat» sür den darauf» s» lg,„den lag müssen spätestm» l-i« z Uhr nachmittag» bei der Ezxediti»» ansgrgebrn sew. JasenttrU'AbteUuug: verlin NW.«. Tchlffbauerdamm>8 Serasprecher:»ntt Norde» 87« berliner-Organ Ixt Vmbliänafoen StxMdmofmtie OmtjtOIanös Vor der Aushebung des Velagerungszuslandes. -» -y- Sin SablneNsbeschlnb. Das Berliner Zentrumsorgan, die„Germania", fchreidt in ihrer heutigen Morgenausgabe: „Die Aufhebung dcS Belagerungszustandes für Berlin steht, wie wir zuverlSsfig hören, unmittelbar bevor. Das Reichs» Ministerium hat einen dahingehenden Beschluß be. reii« gefaßt, es geht dabei von der Anficht ouS, daß, da MWWWMich völlig geordnete Berhältnisse wieder herrschen, der Belagerungszustand entbehrlich ist und zudem, «ch!n es erforderlich ist, der Belagerungszustand jederzeit wieder verhängt werden kann." Wie von anderer Seite berichtet wird, ist die Verord- nung über die Aufhebung des Belagerungszustandes erst in einigenTagenzu erwarten. Die berühmten„tech. Nischen Gründe" werden wieder vorgeschützt, um die Hin- miszögerung der amtlichen Verordnung zu rechtfertigen. Sollte der eigentliche Grund nicht darin liegen, oaß hinter den Kulissen noch gekämpft werden muß, um die Verwirk- «ng des Kabinettsbeschlusfes gegenüber der Militär. 1 0 r i l I a durchzusetzen? Callisel als Zeuge. Wir erheben schärfsten Protest gegen das Verhalten des Borsivcude«, den Oberste» Reinhard in solcher Weise zu entlasten zu suchen. Tie ersten Stunden des heutigen zweiten Verband. lungstage» Waran ausgefüllt mit der Vernehmung des Obersten Reinhard. Die Aussage des d e u t- s ch e n G a l'l i f e t kann nur den Schlußstein zu dem entwürdigenden Bitde fügen, das jeder Mensch mit Ehr- ,md AnswndsgesW sich von diesem Maime nach seinen bis. her bekannt gewordenen Taten— oder richtiger Untaten — gemacht hat. Mit einer Miene und in einer Haltung. die den tisch die Empörung dartilber zur Schau tragen, daß nian es«wgt, ihn, den gewaltigen Oberst Reinhard, in einer so lächerlichen Angelegenheit, wie es der Tod von 32 R e v o l u t r o n ä r e n ist, vor Gericht z-u bemühen, tritt den Rtchtertiisch. Seine Personoiongobcn zu machen, natürlich viel au vorneihm, und läßt sie sich daher, was lig unzulässig ist, vom Vorsitzenden vorlesen. dann folgt er der Aufsvndcrung des Vorsitzenden, die rgänge, die zur Erschießung der Matrosen rührten, im Iummmenchang zu erzählen. Mit ou g e n f ä lt i g e ni Zögern spricht Reinhard, ssdeS Wort strgsälmg ülberiegend, unl sich nur ja nicht zu verraten. Allmählich erst, als die Verteidiger Fragen einwerfen und sich eine De- batte entwickelt, wird auch Milchard lebhafter. Die Tat Warlohs hält er natürlich sur gerechtfertigt, es sei s e l b st v e r st ä n d<1 i ch, baß die ganze Gesellschaft(so be- zeichnet er die Matrosen) nach Kriegsrecht behan- d e l t, ldos heißt also, erschossen wurde. Diese Behaup- tung ist um so ruchloser, als es selbst beim Kriege gegen äußere Feinde als eine schändliche Völkerrechtsverletzung gilt, Gefangene zu erschießen. Obwohl es nicht nur heute einwandfrei scststoht, baß die Fusemmentilnst der Vo'kSmarineZwision am 11. März in der Französischen Straße einzig und allein.zum Zwecke'der Euipsangnohme der Löhnung und der W a s s e n- abgäbe stattfand, sondern obwohl sogar der Lütt Witz» ische Befehl setder, die Versanrinlung als einen Harm- losen„Löhnnngsappcll" bezeichnet, wagt es der Oberst Rein- Harb noch jetzt bei seiner VerneHrnung mit einer Unverfrorenheit ohnegleichen, zu behawpten, er halbe sichere Nachricht, daß es sich dort um eine„Neugvündung der Vol'ksmarinedwision" handelte. Tann kommt Reinbard zu den Niedermetze» lungsbefehlen, die er Marloh hat überbringen lassen. Zwar kann er sich angeblich an den Wortlaut seiner Befehle nickst mehr genau erinnern(er hält es aber nicht für ausgeschlossen, daß er von 130 zu er- schießenden Matrosen gesprochen habe), doch spricht er zunächst als ganz selbstverständlich von„B e- fehlen", die er Oberleutnant v. Kessel, Leutnant Schröter und anderen Offizieren sür Marloh erteilt habe. Da greift der Vorsitzende in unerhörter Weise ein. In der suggestivsten Weise sagt? er zu Reinhard, daß er doch natürlich betreffs Marloh keine Bcfchle, sondern nur eine allgemeine Unterweisung gegeben habe. Sofort ergreift Reinhard diesen Rettungsanker und bejaht eifrig. Toch treffend macht sogleich der Verteidiger, Rechtsanwalt Grünspach, auf den unerhörten Widerspruch in der Aussage Reinhards auf- merksam. T?r Vorsitzende dreht und wiichet sich und. weiß njcht. tyc>J.erJaiie» soll»,' Wilson und»er Kongreß. kl. kl. Washington, 3. Dezember. In seiner Botschaft«: den wieder zusammengetretenen Kongreß spricht Wilson den Wunsch aus, künftig ein Budgetsystem einzuführen, wodurch die. Kontvolle der Geld- mittel und der nationalen Ausgaben aufgenommen werden kann. Weiter verlangt er für die ehemaligen Heeresangehörigcn Unter- stütz ung,«ine Förderung der NohrungSmittelerzeugung und eine Verbesserung der Beschaffenheit der Nahrungsmittel, ferner scharfe gesetzlich« Matznahmen gegen Regierungsfeinde, insbeson- dcre gegen Anarchisten, sowie eine Aenderung der Kriegs- gewinn- und Einkommensteuer. Sch-Iietzlich behandelt der Präsident die industriellen Fragen und sagt, es se: äußerst wichtig, ein endgültiges Programm für die Verbesserung der ArbeitSbedir.gun- gen festzustellen. DaS Recht deS einzelnen Arbeiters zu streiken, sei unantastbar, und keine RegierungS- watznachm« dürfe dieses Recht beeinträchtigen. Es bestehe aber noch ein« höhere» Rocht, und zwar das Recht der Regierung, die ollgemeinen Interessen de» Volke» sicherzustellen und zu wahren. Von der Botschaft, die Wilson an den neu eröffneten Kongreß gerichtet hat, erwartete man mit Spannung die Lösung der Krise, die durch die Haltung der republikanischen Opposition im Senat, die die Teilnahme am Völker- bnnd durch Vorbehalte illusorisch gemacht hat, entstanden ist. Die Nachricht über die Wilson-Botschast zeigt, daß die Lösung nicht gelungen ist. Die Krise besteht fort, und die Wilson-Botschast»migelkt sorgfältig dieses Problem. Vom Friedensvertrag selbst ist scheinbar überhaupt nicht die Rede, dagegen hält Wilson offenbar an dem Ge- danken des Völkerbundes fest, da er die Grundsätze der Ar- beiterregelung als in der Verfasiung des Völkerbilndes niedergelegt bezeichnet. Ein beachtenswerter Angriff auf die republikanische Opposition ist in den Worten enthalten, in denen Wilson sich gegen die kleinkrämerische Politik des amerikanischen Handels wendet, durch die die amerikanische Geschäftswelt in einer Art Zwangsjacke gehalten werde. Tie neue Zeit müsse auch in dieser Frage Wandlung schaffen. Das amerikanische Volk dürfe die Gelegenheit zur Ausdehnung seiner Wirtschaft nicht ungenutzt vorübergehen lassen. Ter Zkrieg habe die Isolierung Amerikas verschwinden lassen und ihm große Verpflichtungen und Verantwortungen auferlegt. Die amerikanischen Staaten müßten an dem Weltmärkte, der sich gewaltig ausgedehnt hätte, auch in größerem Umfange ihren Anteil haben. Mlson versucht offenbar, die Opposition der Geschäfts- Welt gegen die in Amerika sehr unpopulären Verpflichtun- gen, die aus dem Dölkerbundvertrage entstehen können, durch den Hinweis auf große neue Geschäfte am Weltmarkt zu beseitigen. Er dürfte hier damit wenig Glück haben, denn es ist gerade die Ansicht dieser Handelskreise, daß diese Geschäfte und die Ausdehnung des amerikanischen Wirt- schaftslebenS sich künftig nur dann werden gestalten lassen, wenn Amerika von allen politischen Verpflichtungen frei ist. Kurz, die Lage ist noch völlig ungeklärt, und der Kongreß wird den Friedensvertrag vorläufig in großem Bogen um- gehen, bis man hinter den Kulissen ein Kompromiß zu- stände gebracht hat. Eile tut jetzt nicht mehr so not wie früher, da durch die Haltuno der d e u t s ch e n Politik ein für Amerika gefährliches früheres Inkrafttreten des Frie- densvertrages zwischen Deut'chlanb und den Alliierten ohne Amerika nicht zu erwarten ist. Die Bewegung in Vittlirfeld. Wolffs Bureau meldet: Die Verhandlungen der paritätischen Konnnission, die zur Beilegung des General- streiks im Bitterfelder Revier eingesetzt war, sind zum Ab- schluß gekommen. Es wurde ein acht Punkte umfassendes Protokoll vereinbart, dem die Betriebsräte bereits zu- gestimmt haben. Danach werden drei bis vier Arbeiter- führer von den Anilinwerken nicht wieder eingestellt. Tie Einstellung weiterer Arbeiter unterliegt einem SchiedS- spruch. Ter für den Bußtag gezahlte Lohn muß wieder zurückerstattet werden. Streiktage werden nicht bezahlt. Maßregelungen finden nicht statt. Ter Militärbefehlshaber wird nach der Aufnahme der Arbeit dem Reichswehrminister �. AtMebuna aller militäridben Anordnungen empfehlen. Am Schandpsahl der Geschichte! Dittmanns Anklage auf dem Parteitag gegen das Justiz- verfahren im Mordfalle Haase. Wir geben nachstehend den Wortlaut jene» Teile» der Rede DitimannS wieder, der sich auf die Ermordung Haafes bezieht. Haafes Ermordung wird als„unpolitische Tat" hin- gestellt. Wir vom Zentralkomitee der Partei haben dazu in einem Aufruf sofort erklärt, daß „die Tat, nur in einer politischen AlanosPhäre möglich war, in der ReopüjHmm« ÄS vogelfrei gelten und chre Mörder frei ausgehen, r? Dieser MeinUng sind wir beute mehr als je zuvor. WaS ist von den Iiisiiibehörden bisher geschehen, die Sache auf- zuklären? Djese F' äge habe jch schon vor 14 Tagen in einenl Offenen Briefe an den preußischen Iustizminister gerichtet. Bis heute ist keine Antwort siarauf erfolgt. Tsth hatte zehn klare Einzel fragen gestellt. Heute scinmiliere ich diese Fragen nun in ebensoviel Punkte einer A n k l a g c, fdie ich von dieser Stelle aus vox der Oesfentlichkmi erhebe. Jch klage die Justizbehörden an. daß sie keine Hand gerührt haben, festzustellen, mit welchen Personen der Täter in der letzten Zeit vor der Tat verkehrt hat, daß sie weder die Arbeitgeber noch die Arbeitskollegen de? Täters vernommen haben! Jch klage die Justizbehörden an, daß sie keinerlei Nachforschungen angestellt haben, ob der Täter vorher mit jemandem über die Tat gesprochen hat, ob ihm die Tat suggeriert worden ist, ob ihm jemand zu- oder ab- geraten hat, ob Spitzel oder agent» provocateurs auf ihn eingewirkt haben. Jch klage die Justizbehörden an, daß sie keine Feststellungen getroffen haben, wann, wie und wo der Täter in den Besitz des Revolvers gekommen ist, mit dem er den Mord verübt hat. Jch klage die Justizbehörden an. daß sie nur auf Anstoß von außen her rein formal Unter- suchimgshandlungen vorgenommen, daß sie aus eigener Initiative aber absolut nichts zur Aufklärung der Mordtat unternommen haben. Diese Passivität der Justizbehörden wirkt wie eine Be- günstigung der Mordtat, und das um so mehr. als Nachrichten in der Presse veröffentlicht wurden, nach denen man annehmen muß, daß sich die Staatsanwaltschaft lediglich als Fürsorgebehörde für den Täter betrachtet hat. Schon 4 Wochen nach der Tat wurde in der Presse mitgeteilt, daß der Täter nach einem ärztlichen Gut- achten„strafausschließend geisteskrank" sei. Sonst braucht man Monate, ja Jahre, um solche Unter- snchungen vorzunehmen und solche Feststellungen zu treffen. Die Arbeitgeber und die Arbeitskollegen des TäterS, die ihn genau kennen, haben ihn nie für geisteskrank gehalten und halten ihn auch heute nicht dafür. Auch die Staatsanwaltschaft hat ihn vor feinem Attentat auf einen revolutionären Führer für geistig durchaus normal gehalten, obgleich sie schriftlick>e Äeuße- rungen von ihm kannte, die konfus waren. Trotzdem hat sie Anklage wegen Erpressung, begangen an Lottcriebeamten, gegen ihn erhoben, und er wäre sicher auch deswegen vcr- urteilt worden; einen Zweifel an seiner Zurechnungsfähig» keit hätte man mit einer Handbewegung beiseite geschoben. ES muß festgehalten werden: Als der Täter Angehörige der reaktionären Staats- bureaukratie beleidigt hatte, da galt er für geistig normal, wurde unter Anklag? gestellt und mit schwerer Strafe be- drobt: die Verhandlung stand kurz bevor, als die Tat geschah. Von all dem wurde der Täter sofort befreit, nachdem er zur Freude der Reaktion einen revolutio- nären Führer beseitigt hatte. Da wurde er iin Nu für geisteskrank erklärt und sowohl wegen der Mordtat wie wegen der Erpressung außer Verfolgung gesetzt. I» einigen Monaten kann er ans der Irrenanstalt als gebellt entlassen werden. So schnell wie er für geisteskrank erklärt worden ist» kann ex ja. wieder für geistig gesund erklärt werden� N l« M a n L von uns lechzt«ach»ein Vluk teSTäters, wie die ganze deutsche Bourgeoisie nach dem Blut der sogenannten Münchencr(Äeisclmörder geleol�t hat, bis ihr Blutdurst durch die Vollstreckung der Rack>curteile gestillt»var. Tie Person des Täters ist uns höchst gleich- gültig. Wir wenden uns gegen da? skandalöse Justiz- verfahren. Tie Justizbehörden hatten die Pflicht, in diesem wie in jedem anderen Falle nicht nur nach dem Täter, nach Mittätern und den intellektuellen Anstiftern zn fahnden, sondern auch die Tat selb st aufzuklären. Kennt inan doch, wenn man gegen Revolutionäre vorgeht, sehr gut das sogenannte„objektive Verfahren" und das Verfahren gegen„U n b« k a v n t". Fürchtete man, auf„Zu bekannt" zu stoßen, oder warum zeigte man kein Interesse an der Aufklärung des Meuchelmordes? Nur einmal hat die Staatsanwaltschaft ein solches Interesse für kurze Zeit gezeigt, als nämlich eine Anzeige bei ihr einlief, ein Spartakist hätte den Täter ange- v o l u t i o n zuzuschieben, wie man ja auch frech lügt, der Täter, der politisch nicht organisiert war, sei Mitglied unserer Partei gewesen. Als dagegen in einem mit Namen und Adresse unter- zeichneten Briefe an den Täter im Gefängnis dem Täter geraten wurde, sich verrückt zu stellen und sich dabei getrost auf die„B e r u f s r i ch t e r" zu verlassen, da wurde der Briefschreiber nicht zur Vernehmung vorgeführt. ja, es wurde'aus den Brief überhaupt nicht reagiert. So arbeitete im Staate der„vollendetsten Rechtsgaran- tien" die angeblich„obsektivste Behörde der Welt". Damit alle Welt sie erfährt und weiß, deshalb stelle ich alle diese Tatsachen hier ösfentlich fest! Ich nagle sie an den Schandpfahl der Ge- schichte I Der VarleUg in Leipzig. DM« Berhandlungstag. Nachmittagssitzung. Borsihenber LlpinSki eröffnet die Sitzung. Genosse Oskar Cohn nimmt seine Angriffe gegen Genossen Gtöcker zurück, da die Sache aufgeklärt worden ist.(Bravo?) Heckert-Braunschweia erbittet zur Geschäfts- «rdnung da« Wort und eriucht. die Redezeit»inzuhalten und sich streng an die Tagesordnung;.i halten. Genosse Dittmann stellt fest, daß die Ausnahme durch den Parteitag beschlossen wurde. Vorsitzender Lipinski schlägt bor. heute noch die Debatte »nd das Schtutzwort über das Aktionsprogramm zu erledigen und dann die Redaktionskommission zusammentreten zu lassen. Der Parteitag stimmt dem zu. Tie Diskussion über«Programm und Taktik der Partei" wirb fortgesetzt. Espe- Nordhausen wendet sich gegen die Einigung don oben durch die Führer»nd verlangt, daß die Massen zur felbständigen Handlung erzogen werden müssen. Ebenso wendet ich der Redner gegen geheime Besprechungen. Er hält Däumig» Standpunkt sür falsch, mit aller Einseitigkeit das Rätcsystem in den Vordergrund zu stellen. Man verspricht auch hier den Massen zuviel. Von einer Einigung mit den Rechts- fozialisten sieht der Redner ab und verlangt besondere Klarheit rn der Agrarfrage. Redner stimmt im wesentlichen den AuS» führungcn Cohns und HilferdtngS zu. Flelßnrr-Dresden: Ich habe aus den Ausführungen des Genossen Däumig, denen ich mit großer Erwartung entgegensah, entnommen, daß keinerlei grundsätzlich« M.ei- » u ng s v e r sch i e d e n h e i t e n testehtn zwischen rechts und links. Verschiedene Auffassungen takt» sc, er Natur gibt eS und wird e» immer geben. Redner verwebst auf hie Erklärung Crispceii» daß grundsätzlich inncrhöW de.rbParteileitung Uebereinstcmmuna herrscht'miid caß wir uns immer vom marxistischen Geiste leiten lassen müssen. Ten Antrag aus Sirr.chung des Passus«auch die Parlament«'!, bittet er zurückzuziehen. Wir in der Unabbänpigen Partei i überschitzen nicht den Parlamentarismus. Wir haben solche Ucherichähnngen jahrzehntelang schon in der alten Partei betämpst. Skdiier verliest eine Aeußerung Rädels, in der dieser der Auksassung widerspricht, als seien die Bolschewisten zu Antiparlamentarrsten geworden.(Bravo.) Koenen-Berlin entgegnet Jleißnc.r, daß die Bolschewisien den Parlamentarismus sehr wohl zur Aufrüttelung der Massen brauchet», aber nicht zur eventuellen RogieruuoSbildung mit RechtLsczialisten und Bürgerlichen im kajntalistrschen Staat. Hinter dem Wort«parlamentarisch" ist hinzugelomimen im Aktion-Programm.Massenaktion". Darauf hätte Weißner auch hinweisen müssen. Wenn er auf dem Standpunkt der Diktatur de» Proletariats stehle kann er sich auch an keiner bürgerlichen Regierung beteiligen. Koenen schildert gegenüber Cohn die Vor- aSnge bei der Neubildung deS FraktionSvorsiandes und zitiert Henke, der sich ebenfalls gegen Cohn als Vorsitzender in der Waktion erklärt hat wegen seiner parlamentarischen Verbindung mit Demokraten und RechtSiozmlisten. Wir'.vollen unS fortan nicht mehr beurteilen lassen nach der lavierenden Tätigkeit drS Genossen Cohn. Der Parteitag soll eS zeigen, ob eS dasselbe ist. mit den gehetzten Opfern der bürgerlichen Demokratie sich zusammenzufinden oder ob mit Spahn und Scheidemann, von dem er doch wußte, daß er mit Herrn Sklarss im Auto fährt. Genosse Koenen polemisiert gegen Hilserdrng und gibt zu, daß eS grundsätzliche Meinungsverschiedenheiten unter den Anwesenden nicht gibt. Wenn Hirferdmg meint,«r sei immer für Sogialisierung gewesen, so fragt e» sich, für welche Sozialisierung? Für die Sozialisierung auf dem Boden der bürgerlichen Demokratie! Der Druck der Massen hat im Dezember. Januar. Februar und März nicht gefehlt, er hat mit elementarer Wucht die Sozialisierung gefordert. Aber man hatte sich ans die Nationalversammlung eingerichtet. Vor Nieder. lagen wollen wir wohl alle bewahrt bleiben, aber vorangehen rmt der revolutionüren Aktion, da» ist das richtige, und sich nicht von historischen Rückblicken halten lassen. Wir haben die Geiegenb-it für die Sozialisierung verpaßt, wenn wir nicht mit aller Macht den Willen zum Sozialismus durchsetzen. D:c Unterschiede. Eine Einigung mit den Rech'ssvzialisten bedeutet «ine Einigung mit dem Bürgertum.(Sehr richt g!) Mit einer solchen Partei kann«S ein« Einigung nicht geben. Da» gilt Nicht nur für die Führer, sondern für d e rechtssozialistisch« Partei als Ganzes. Wir können nur ein« Einigung aus der Grundlage unseres Programms vornehmen, Eichhorn wendet sich gegen die Sireichung des Ausdruck»«parlamentarisch", die schließlich die Abl-ehnung d«S Parlamrii ariSmus zur Konsequenz haben würde. Er wendet sich aber auch gegen den parlamentarischen KreliMS- mu» und kritisiert das Vorgehen Cohns beim Belagerungszustand- (lebhafter Beifall.? Anschauung zu gewnntn. Dazu müssen wir uns das Vertrauen der Massen Trennungsstrich nach lin'S lag Ceeger näh�r als nach rechts. Das steht im Widerspruch zu der Erfassung des revolutionären Proletariats. Gegen diese Rückbewc-zung möchte ich mich ganz encrgisch wenden. Tie Männer und Frauen, die heute bei den Kommunisten sind, haben vor noch gar nicht langer Zeit in unserer Partei gestanden.(Sehr richtig!) Sie trennten sich wegen einer augenblicklichen Erstarrung, die sie bei uns festzustellen glaubten. Das war kurzsichig, denn unsere Partei ist seit dieser Zeit immer revolutionärer geworden.(Sehr rchtbzl) Ich habe diese Trennung lebhast bekämpft und bedauert, da der linke Flügel unserer Partei d«rch das Ausscheiden dieser Kräfte geschwächt wurde. Wenn die Zeit zum Handeln gekommen war, haben wir unabhängigen Sozial iteu unsere Pflicht ebensogut erfüllt wie die Kcmmumisten.(B.i all und Zurufe: Noch besser!) Ich seke keinen Trennungsstrich nach links. Tie Bewegung gegen den Parlamentarismus bedauere ich ebenfalls. Die Genossen sind sich über das Programm nicht klar geworden. Solan>ge wir nicht in der Log« sind, die parkamenta- rifchen Institutionen zu ersetzen, solange dürfen wir den Genossen die parlamentarische Betätigung nicht verekeln. Der größte Mangel, den wir haben, ist ja der Mangel an parlamentarisch geschulten Kräs en. Die Genossen, die heuie am ärgsten gegen den Parlamentarismus sind, haben sich auf dem ersten Rätckongreß von einem Parlamentarier wie Leinert einwickeln lassen. Die Gegner des Paria» mentarismus sind Schritt für Schrilt zurück» gewichen. Wir könne» im Augenblick der Verhandiungcn nicht feststellen, ob die Mehrheit bei un» ist. Es kommt aus unsere neuschöj' g u n g an. die Mehrheit zu gewinnen. Die Debatte ist erschöpft. Genosse Crispien erhält das Schlußwort. Er stellt fest, daß sachliche Abänderungen des Aktionsprogramms kaum oewün cht werden. Er bittet, das Wort.parlamentarisch" im Aktwnipro» gramm nicht zu streichen, damit nach dem Parteitag die Debatte nicht wieder auflebe. Das Pragramm soll aussprechen, dek' wir uns rückhaltlos auf den Vsden des wiffen'ckiaftlichen Sozia cuS stellen. Wir werden, gestützt auf diese? Programm dem Prolc- tariat Ziele und Wege geben können. Wenn 178g und issH oie Arbeiter für daS Bürgertum kämpften, so kämpft Iglö daS Proletariat für feine Sacke. " n». > p f e r i f ch« Betäti» (Stümmscher Beifall.) ?es«tz........... Popp bemerkt, daß man in bezug aus die positive Arbeit nicht_ allzu ängstlich se n solle. Wir benutzen alle Kamps mittel, Wenn man versuchen sollte, die gestürzten Throne wieder avlzu- und da? notwendigste ist der Parlamentarismus. Das gilt be- 1 eichten, dann wird das Proletariat selbst zur Abwehr entschlossen, sonder» für die Gemeinde. Er wendet sich gegen die Auffassung, zum Kamps bereit sein auf akiion, des Massenstreiks fortzuentwickeln. Da» war« dw Aup gäbe der Kauisky. Hilferding, Ströbel u. a.(Lebhafler Beifall.) Man soll uns stärken, stützen und nicht«n den Rucken fallen. Gegen Kautsky und Ströbel sind die schärfsten Gremzlinten an- gebracht. Hilferding läßt diese Leute(l Red. d.«Fr.) Lest» uriitel in der.Freiheit" schreiben. Da» neue Programm atmet den Geist, den wir wünschen. Aber ei wird moch manchen«traug kosten, um die von recht» ganz auf diese» Programm zu ver» pflichten.(Stürmischer Beifall.)_. m.,, ES ist ein Antrag auf Beschränkung der Redezeit Ist Muuten eingegangen. Der Antrag wird abgelehnü Siebtrt- Neukölln: Den Ausführungen de» Genossen Seeger ist die Ablehnung der proletarischen Diktatur und des Rätesystems zu entnehmen. Für Cohn gilt dasselbe. D:e Mehr- heit der Bevölkerung haben wir solang« nicht für un», solange sie der reaktionären Beeinflussung aukaesetzt ist. Ausgesprochen mutz wirden, daß die Possivllät gegenüber dem Kampf um» Rate- systcm un« in den letzien Monaten schwere Hemmschuhe angelegt hat. Wir sollten unseren Ehrgeiz darin setzen, eine Partei link! von unS überhaupt unmöglich zu machen. Em tle neS«Aber muß man doch der grundsätzlichen Uebereinst'.mmung entgegen- bringen. Klipp und klar muß ausgesprochen werden, welche Polt» tik zu treiben ist. Das Programm muß auch wirklich durchgeführt werden. Eichhorn-Berlin stellt die erfreuliche. Erscheinung fest, daß ez über die grundsätzlichen Fragen leine MeinunaSvcrichieden- heften gibt. Eichhorn tritt der Auffassung deS Genossen Cohn so- wohl hinsichtlich der Diktatur deS Proletariats ctlfl auch der ffiini- g entgegen. DaS Pvolewriat hat wohl eins gemeinsame, c'.e sei jetzt eine Sozialisierung nicht mögl ch ES muß unser Bestreben sein, die politisch« Macht in die Hand zu bekommen. dann können wir auch die wirtschaftlichen Verhältnisse beeinflusse«. Vorzeitige Sinigungövechandlungen können nur die be- ginnende Klarheit wieder trüben. Curt Geyer-Leipzig wendet sich gegen die perfonsschen Angriffe des Genossen?»('»> auf seinen Charakter. Nach der Eni- hüllung deS Slandnis Sklarz hätte Cohn nicht m t Scheide mann verhandeln dürfen. Es ist doch ein Unterschied, ob man mit R«cht»''oz'»l!sttU oder Kommunisten oerhandelt. Sceger bat klar erkennen lassen, daß er nicht auf dem Boden der Diktatur deS Proletariats steh«, verwirklicht durch das Rätefystem. Sceger h-st bestritten, daß Marx aus dem Boden der Diktatur des Pro- leiariats gechanden hat. Geyer verliest dagegen folgende» Zitat von Marx: �_, «Während so die Utopie von dem Proletariat an daS klein? Bürgertum abgetreten w'rd, Gruppiert sich das Proletariat immer mehr um d:n revolutionären Sozialismus, um den Kommunis- MUS, für den die Bourgeoisie selbst den Namen Blanquin erfunden hat. Dieser Sozialismus ist die Permanenzerklärnng der Revolu'ion, ihrer Klassentzittatur de» Proletariats als notwen- diger Durchgangspunkt zur Abschaffung der Klassenunterschiede überhaupt! zur Abschaffung der PcoduktionSverhältnissi, worauf sie beruhen; zur Abschaffung sämtlicher gesellschaftlicher Be- Ziehungen, die diesem ProduktionSverhälini» entsprechen; zur Umwälzung sämtlicher Ideen, die aus diesen gesellschaftlichen Bezirt.unyen hervorgehen." Marx hat sich klar und deutlich kür die Diktatur de» Proletariat» ausgesprochen. Wo bie Grenzen zu stecken sind, darum gehen die Differenzen auch mit Hilfer- ding. Die rechtssozialistische Partei al» Partei zu zer- trummern, ihr« Mitglieder zu uns herüber« zuziehen, das ist unser« Ausgabe hinsichtlich der Einigung. Wie können wir die Lage deö Proletariats ändern? In dieser Situation ist es unser« Aufgabe, die Massen zusammenzufassen zur Bekämpcung unserer Gegner. Hilferding meint, daß man die demokratische Republik verteidigen müsse gegen jene Angriffe von rechts. Die Parole in dieser Situation ist so verkehrt wie möglich. Dadurch wird Bcrwirrunng in die Köpfe der Arbeiter getragen. Wenn es eine Situation gibt, die die Notwendigkeit der Diktatur deS Proletariats dartut, dann ist es die gegen wäriige.(Lebhafter Beifall.) krryen-Kiel wendet sich scharf gegen die Siilart der Ham- burger Kommunisten, die unsere Partei wüst beschimpfen und zum Austritt aus den Gewerkschaften auffordern. Er bekämpft auch die Anschauungen des Berliner VollzugSratsmitglied» Weg- mann als verhängnisvoll, die dieser in einer Kieler Versammlung vertrat. Die neurn ungeschulten Massen finden die Schuld nickt in den Tingen, sondern in der Führung. In der Frage de» Parlamentarismus wendet sich der Redner gegen Däumig. Die Beteiligung an den Wahlen kann nie- m o l S ein Fehler fein, wohl aber die Unterlassung. Der Redner wendet sich gegen die Annahme de» Antrag? auf Streichung de» Worte»„Parlamentarisch". Seien wir unS bewußt. daß wir alle zur Klärung beizutragen haben.(Beifall.) Karsten- P e i n e meint, daß da» Aktionsprogramm bew». der» günstig sein muß für die AgitationSbedürfniße out dem Lande. Die Entschädigungsfrage kann man jetzt nicht erledigen. Die Erringung der politischen Macht ist viel leichter als ihre Erhaltung. Insofern ist die Frag« der E-niguno des Proletariat» äußerst objektiv zu prüfen. Der Wille zur Einigung bei den rechts, oziawstischen Avbeilern ist sehr aroß. Da» sozialistische Proletariat wird sich sehr bald«in gen. dafür sorgt dl« Reaktion. iFn der Partei selbst muß« i n and« r er Ton der Polemik Eingang finden.(Braool) «raß- Rem scheid gibt«in« vückschauende B-tcachtikng der Gegeniätze und Unklarheiten wieder, de auf dem Marzvarteitag in den entscheidenden Fragen herrschten, und stellt mit Befriedi. gung fest, daß heute in allen diesen F«g«n die damals zögernden Genossen uns gefolgt sind. Zur yrelhrit der Wissenschaft meint Braß, daß unter dem Banner der Wissen;chaft der Rewrmi»muS in die alte Partei getragen wurde, der den Zusammenbruch von 1914 verschuldet hat. Die Arbeiter müssen afto doch etwa» vor- ficht üben/ Was ist von Hilferding in der-Werbeil" zur Klärung des Rätesystem» zu sehen? Fast ntch S. H'lscrding meint, die Arbeiterschaft habe nicht genügend zur Sozialisierung gedrängt. Dabei hat sich im Januar die B-rgarfositerphaft de» Westens für die Sozialisierung de» Bergbau» geschlagen. An dieser Tat-ache d�ef mcm nicht vorüber�hen. � dkm neuen Aktions« Programm erreicht wird, rst die Emmut.gkeit der Par'ei. Das Beschlossene wird aber entschlossen uns m voller Einmütigkeit dl.chgs'sührt werden, dann wird we AufwartSbewegung der Un. abhängigen Sozmlb-mokrat'«(nsi'�'tt e>n.(Lebhafter Beifall.) Richter. Lotzen richtet die Mahnung der Sachlichkeit an die Genossen. Da» Programm muß so verfaßt werden, daß die Internationale verwirklicht werdsn kann. Ledebour-Beriin: B«> �?o:cnannten Einigung des Proletariats handelt«S sich um etwa» ganz anderes, als hier öfter behandelt wurde. Durch tue Frage der Einigung der Par- teien wird die Sache em| dl- Ja tmaUsiisch« Bahn- undlaae. aber polii.sche Parteien habe« dock arundsätzlichs Jaflook« ,9t!»MNt duraup M44 Uhr mit seinen Leuten «it erhobene« Hände« vor der Kaserne stehe«. Als wir dann nachmittags anrückten, standen dann auch tatsächlich die Leute mit erhobenen Händen vor der Kaserne. Ich habe die Mitglieder der R. S. W sämtlich festgenommen, abend? aber wieder lausen lassen ES fielen dabei im ganzen zw«> Schüsse, die von Matrosen der R. S. W. gegen die Spitze me'ncr Truppe abgegeben morden waren. Im Anschluß an die Festnahme der R. S. W. habe ich dann eine Matrosenabteilung in Moabit entwaffnet und aufgelöst. Hinterlistige Ueberfälle auf meine Abteilung wurden von überall her ge- meldet und Hilfcrusr kamen von all.» Seiten,»amentlich ci»S dem Norden, wo klein« Gewerbetreibende Tag und Nacht gcplün- dert wurden. Das war da» Milieu am Tage de» LöhnungSappcllS in der Französischen Straß«. Der Bcsehi. den ich für die Verhinderuna des Löhnungsappells in der Französischen Straß« bekam, besagte, daß«S sich um eine Neuausstellung der VolkSmarine-Divisiou mitten im Aufstand handle. Ich nahm nicht an, daß die B. M. D., die eben erst niedergeschlagen war und bie Berlin in dauernder Revolution hielt, e» wagen würde, sich zu rekonstruieren, sondern ich glaubte, daß nur einzelne verbreche» rische Elemente dort zusammenkommen würden. Am nächsten Morgen teilte mir Potizeihauptmann v. Kessel mit, daß sich in der Französischen Saaße 76 bis 100 Mann festgesetzt hatten. Wir sprachen darüber, daß e» doch eine ungeheure Frech« h e i t sei. wenn Ueberläufer. die sich gegen die Regierung er- hoben hatten, sich noch dafür löhnen ließen. Ich über- legte, was zu tun sei. Eigentlich hätte ma« solche Leute eut- sprechend behandeln müssen Ich kam jedoch zu dem Schluß, daß man deutsche Volksgenossen nicht einfach standrechtlich behandeln könne. Schließlich kamen Meldungen, dir besagten, daß Marlob ; dringend um Hilf« bitte. Das änderte da» ganze Bild ! mit einem Schlage. Da ich ! für ein rücksichtsloses Durchgreffe« von höherer Seit« v«ra«t- wortlich gemacht worde« war, schickte ich Leulnant Schröter zu Marloh und ließ ihm sagen, daß er rücksichtslos durchgreifen müsse, daß ich ihn für di««in» zelncn Handlungen verantwortlich mache, da Unterstützungen von hier aus sehr schwer zu schicken seien. Ich sprach dann wieder mit Hauptmann v. Steuben über die Lage. Ich sollte am nächsten Tage mit zwei Bataillonen auf Lichtenberg marschieren und hatte infolgedessen v«le Vorbereitungen zu treffen. In diesem Augen- blick stürzte Leutnant Schröter zu mir und teilte mir mit, Marloh bitte dringend um Hilfe. EL bildeten sich auf der Straße drohende Menschenansammlungen. Ick dachte daran, wie am 24. Dezember durch Frauen und Kinder di« Gardetruppen zu» sammen-zebrochen waren. Damals mußte d e Garde-Kavallcrie- Echützsn-Division Berlin verlassen, und ich saß allein da. Ich mußte.Marloh helfen und erteilte deshalb«inen Befehl. Ich sagte, Oberleutnant Marloh solle von seiner Waffe Gebrauch machen? dir beste Nnterstlltzung sei die Kugel. Ich teile phonierte dann an mein« votigeifcb'« Behörde, dj« Gmde- � Kavalleric-Tchützandivision, totste aber gleich mi ß daß mir der AnSyang de» Unternehmens-in der Französischen Straß« nicht be- ' kawnt sei. Ich würde jedoch unter allen Umständen Unterstützung l hin'ch cken. ES wurden nun Mannschaften in AuioS abgc-scmdl. i Außrndem gab ich dem Befehl, daß von der Wache in der Reichs- ! tamzlei, die sich ganz in der Nähe befand, und d'e ich nicht für ge- � fährdet hiest, Mannschaften nach der Französischen Straße ab» ' gahem sollten. Hierauf begab ich mich zu Oberleutnant v. Kessel. Ich habe ; da» in meiner erstem Bernehmung nicht angegeben, weil ich es ftlt bedeutungslos hielt. Ich jag« ihm, daß ich ihn für euer« gifchcs Verhalten verantwortlich mache. Einzelheiten über unser« Unterred u-wgen weiß ich nicht anohr, aber jedensallS habe ich ihn zu cmerigischom Handeln aufgefordert. Inzwischen kamen Hitsoruif« von allen Seitcm. ES wurde weiter gemeldet, daß 300 Matrosen nach Moabit abtranspor iert würden, die im Zellengefängnis un- tevgchvacht werden solltcm. Auch hatte ich die Mvidunz, daß M a- trosem erschossen. foiem, doch hielt ich da» für durchaus ge. rechtfertigt. Leutnant Wehmeyer glaube ich nicht instruiert zu haben. Das war wähl Hauptmann v. Kessel. Einige Tage später wurde mir mitgeteilt, daß Hauptmann v. Kessel und Oderleut» nant Marloh vom Dienst enthoben seien, weil sie bei den Erschießungen nicht ordnungsgemäß vorgegangen seien. Ich wurde gebeten, für die beide« Herren einzutreten. Ich ging de»- halb zu Erzellenz v. L ü t t w i tz, um auch gegen mich ein Ber» fahren zu beantragen, da von mir die Befehle zu dem Unternehmen ausgegangen waren. ES lagen Meldungen des Oberleutnants Marloh an mich vor. Ich kann mich aber nichi erinnern, ob diese von ihm allein waren. Die Meldungen waren nicht erschöpfend. Ich wollte ihm nun helfen, um als Vorgesetzter eine klare Mel» dung weitergeben zu können. Die Sache mußte unbedingt ae- klärt werden. Da ich'einen KriegSger. chtSrat bei meiner Ab- teilung hatte, bat ich Staatsanwalt WeiSmann, Oberleutnant Marloh»» vernehme». Dies geschah in meiner Gegenwart. Marloh sagte damals zu mir: Herr Oberst, tvenn ich nicht dagewesen wäre, hätten Sie keinen von Ihren Soldaten wiedergesehen. Ich konnte damals keine klare Darstellung erhalten. Marloh benahin sich sehr sonder- bar, er war äußerst unruhig; ich wußte nicht recht, was los war. Den Bericht habe ich weitergegeben. Ich habe mich dann aus Kameradschaft für Oberleutnant Marloh vrr. wendet. Marloh wurde aber vom Dienst enthoben. Ich habe aber dann eine längere Zeit über die Sache nicht gesprochen und hatte erst später mit Exzellenz v. Oven eine Unterrodung, in der davon gesprochen wurde, daß es sich hiev zweifellos um eine Neugrün- dung der V. M. D. gehandelt hatte. Jetzt beurteile ich die Sacke ganz anders. Oberleutnant Mar- loh war während meiner Abwesenheit aus Berlin ver» s ch w u n o e n. Ich habe das lebhaft l>edauert, da ich ihn nichl sür schuldig hielt. AuS den Presseveröffentlichungen habe ich er» fahren, daß Leutnant Wehmeyer gesagt haben soll:„Der Oberst ist wütend auf Dich, Du bist ihm zu schlapp, erschieße 150 Mann." Diesen Befehl habe ich_ nicht gegeben. Aber bei meiner Kenntnis Marlobs als Offizier kann ich mir vorstellen, daß, wenn man ihm vorwirft, er sei schlapp, die» sofort bei ihm eine Handlung auslöst. Ich weiß nicht, ob Wehmeyer be- rechtigt war, ihm dies zu bestellen. Oberleutnant Marloh hat jedenfalls dadurch gehandelt. Vielleicht nicht ganz richtig, aber ich glaube, daß Marloh in dem Glauben war, zu seiner Verteidi- aung zu solchem Schritt greifen zu müssen. Ich hätte in solcher Lage, wenn mir von memem General dieselben Meldungen ge- macht worden wären, die gleichen Befehle gegeben. Zur Eni- lastung Marlohz muß ich sagen, daß e» sich um die V. M. D. handelt«, die den ganzen Aufstand angezettelt ha'.te, und in der sich zahlreiche Verbrecher befanden, ferner, daß wir schon erbeb- liehe Verluste gehabt hatten, darunter 20 Tote, und daß e» sich , laut Meldung um eine Neugründung der V. M. D. ge« handelt bat. Vors.:»W-anm ist Ihnen der erst« Hilferuf MarlohS zu- gog.'mgcn'#— Z e u xp«: Ich Ixnn die Zeit nicht gerum angeben. Zwischen den Hilf« rufen lagen etwa 5 bis 10 M nuten.— Vorst: Sie haben also zu Leutnant Schröter gesap.: Marloh solle rücksichtslos vorgehen?— Z e uge: Iaivohl.— Vors.: Es handelt« sich dabei ab:t nicht um einen Besohl, fondopn nur um eine Unterweisung unter iHmveiS auf bestehensde Befehles An wen gaben Sie den Befehl, daß Marloh von der Wasffe Gebrauch machen soll?— Zeuge: Ich glaube an Leutnant Schröter.— Bors.: Sie ließen Marloh auch sagen, daß die beste Unterstützung die Kusel fest aber ich. weiß nicht mehr genau, wa,«Y gesa« � Haben Sie Leutnant Marloh zu fernem Unternehmen eine« schriftlichen Befehl gegeben oder ihn vorher gesprochen t— " x u ge: Marloh war mir als Offizier ntcht naher begannt. Ich ibe ihn auch nicht vorher gesprochen. Di« Vernehmung des Zeugen geht weiter. Fahrpreiskuriosum bei ber Stadtbahn. Noch immer tre!«n.bei der Eisen-bahnverwaltmig in bezug rnkf dl« FlchrpreiSsvstsetzung Kuriosa in di« Erscheinung» die bei e nem Teil de» Publikum» verwunderte» Kopfschütteln, bei einem andern sogar berechtigte Verävgerusng und unangenehme AuSemander- setz um gen mit den Schalterbeamten hervorrufen. So kostet z. B ein« Wochenkarte von Spandau nach Ringbahnhos Frankfurter Allee 4,10 Ml?., werden die Karlen aber aus Bahnhof Frankfurter Allee gelöst, so muß 4,40 Mlk. dafür gezahlt werden. Man gibt nämlich auf Bahnhof Frankfurter Allee nur Karten bis Spandau- West au«, obwohl die Fahrgäste nur bis Spandau-Hauptbahnhof fahren wollen. Di« Nachlässigkeit der Eisen bahnverwaltung. d e richtigen Karten auf der Station Frankfurter Allee vorrälig zu halten, müssen also die Fahrgäste bezahlen. Kann die Eisenbahn- direktion Berlin uns erklären, warum die» so sein muß? Charlottenburger Stadtverordnetenversammlung. In der Sladtverordnetenversammlung am Mittwoch wurde vor Eintritt in die Tagesordnung beschlossen, sich an dem Hilf»- werk für Wien mit dem Betrag von 10 000 M. zu beteiligen. Für die zu Stadträten gewählten Stadtverordneien wurden die Nachfolger eingeführt. Für den Genossen Klick ist die Genossin Luise KautSkv eingetreten. Von den zahlreichen sonstigen Tagesordnungspunkten führten nur di« Anträge über die Be- kämpfung desKinoschundeS zu einer größeren Debatte. Während der Antrag der Rechtssozialisten mustergültige Dar- bietungen durch die Stadt verlangte, wollte ein Antrag der Demo- kratcn KinoS, die wertvolle Vorstellungen bieten, steuerliche Ver- r igungen gewähren. Von unserer Seite sprach der Genosse Hertz, der betonte, daß der kapitalistische Charakter der Kinos die Ursache sür ihre Ausschreitungen sei. Der stark« Besuch der KinoS habe soziale Ursachen und hänge besonders zusammen mit ber starken Wohnungsnot und dem Kohlenmangel. Neu- errichdung von Kino» haben zu unterbleiben, man solle in den be- treffenden Räumen Wohnungen einrichten. Nicht die Interessen einer Industrie, soiidern die Interessen der Allgemeinheit müssen maßgebend sein. Die Anträge wurden einem Ausschuß über- wiesen, nachdem der Oberbürgermeister darauf hingewiesen hatte, daß die städtischen Behörden gegenwärtig nicht der richtige Ort zur Behandlung dieser Frage wären. Staat und Polizei müßten ihren Einfluß ausüben. Die Vorlag« über die Reform der Be- amtenbesoldung wurde einem Ausschuß überwiesen. In der kurzen Debatte wurde besonder» hervorgehoben, daß e» notwendig sei, daß die DesoldungSreform kür alle Groß-Verliner Gemeinden einheitlich erfolge. Zur iSshesbun-, ber Notlage d«r Kriegs- beschädigten und Kriegshinterbliebenen wurde eine neue De- putation eingesetzt, die ihre Beratungen sofort aufnehmen und umgehend Vorschläge machen soll. Dl« Weihnachtsbücher- und Bilderansstellnngen dcS BildungSausschusscS sind vom Sonnabend, den 6.. bis zum Donnerstag, den 11. Dezember, in folgenden Lokalen un- entgeltlich zu besichtigen: Charlottenburg-Wil- in e r S d o r f, Volkßhaus', Neukölln im Jugendsheim. � Nogatstr. 15; Pankow in der Schule Grunow» s straFe; Nowawes im Lokal von Ebel, Priester- straße 31.— Die Ausstellungen sind geöffnet wochentags von 5 bis 8 Uhr abends und am Sonntag von 2 Uhr nach- mittags bis 7 Uhr abends. Di« Kvmmunnltsierung der Lichtenberger Milch-, Holz- und Kvhleuvrrsvrgung ist von p.r Sta>dtverordn«t«nfraktion der U. S. P. D. beantragt ivosdew Gleichzciiig wird die Einsetzung einer Kommission zweck» Beratung uns Durchführung von Sozkrtisie- rungs- und Kommunoltsirrungssmaßnähmen beantragt. Ferner fordert unsere Fraktion für die Kinder ber Notleidenden Lichten» bergS aus städtischen Mitteln«ine Weihnachtsfeier zu veranstal'- ten, an die Notleidenden eine Winterbesihilfe zu zahlen, für die nicht am Religionsunterricht teil nehmenden Kinder einen Moral- Unterricht einzurichten. Die Direktivn der Klrider-BrrwrrtungS-Gesrllschaft teilt mit: Seit Sonnabend macht sich ein« Nesberfüllung ber Räum« der K. B. G. bemerkbar, weil die Kauflustigen der Meinung sind, daß mit der Auslösung der Reich»be Ke idurigsst elle auch di« K. V. G. aufgelöst wird. Dies ist nicht der Fall. Es ist im Gegenteil be- absichtigt, die nützliche Einrichtung der Kleiderversorgung sür minderbemittelte Einwohner Groß-sherlisns beizubehalten. KirchcnauStritt. Auf zahlreiche Anfragen aus unserem Leserkreise teilen wir mit, dag man den Kirchenaustritt wie folgt vollzieht: Man begibt sich mit einem Ausweispapier versehen auf tSa» zuständige Amtsgericht und meldet seinen Kirchenaustritt an, bittet um eine Bescheinigung über den erfolgten Austritt. Beide» ist kostenlos. Ehefrauen müssen persönlich auS der Kirche aus. treten, Kinder unter 14 Jahren werden durch den Erziehung»- berechtigten, also zumeist den Vater, auSgeschicocn. Die Kirchen- steuer erlischt am Ende deS Vierteljahres. Geldspenden sür TeutschSsterreich. Die Gefandischaft der Republik Oesterveick bistet alle, die ihr uitmfttselbar für die bedrängten BoikSg-nossen m Douifchöster reich Geldbeträge zukam- m«n lassen wollen, diese lseim Bankhaufe Mendelssohn u. Co., Berlin W. öS, Jägerstraße 49/50, aus das Konto„H il sS- aktion für Oe st erreich" einzuzahlen. Heber alle solche Einzahlungen wird von der Gesandlschaft quittirrt werden. daß er einstweilen auf Verstärkungen nicht rechnen könne, daß seine Bitte um Borstärkung an die Gapde-K�valleric-Schützen- Division wcitergegebon worden sei. Sie gingen dom-n zu Hampt- mann von Kessel und fragten ihn. ob nch» neues vorläge und ob die Uutcrstützurigc.n unterwegs seien? Sie sagtcm daun «wich zu Kessel, er sei für energischste» Hcrndeln in der Französische,, Straße verannvorilich. In wessen Anwesenheit taten Tie djrsr Aenßrrung?— Zeuge: Das weiß ich nicht mehr. Ich glaube, es waren mehrere Herren zugegen. Ich habe damals der Uuterreduug keinen besonderen 28�: beigelegt.— P o t}.: ES handelte sich aber auch hier nur um eine Rücksprache, nicht um einen Befehl?— Zeuge: Jawohl.— Bors.: Ist von Ihnen die Zahl>50 Man» in den Mund genommen worde»? ~ Zeug«" DaS lann ich nicht sagen. Ich habe aber energisch zum Wasscngebrauch ausgesordert. ES ist ntcht auSacschlonen. 3 Mark! 5.- m Frieden$ ctaiilc. •cMat. naturiich« r.rbe bei 5 jähr, schriitlicher Garantie, Zahnziehen mit örtlich. Betäubung nach bewährter Metbode bei Bestellung von Qcblssen gratis! Spezialität: Zähne ohne Caumenl Kronen von 33 Mark nn. S«r Keine Luxuspreise.-M»> Fachmännische Mundunlersuchung und Rat kostenlos. mTC' Hatvani Ecke Sch5abanscr Allee. Clnganx Danzlger Straße. Sprechstunden von»—12. 2—7. Sonntags und feiertags$>—12. In den letzten 2 Jahren über 2500 Gebisse zur vollsten Zufriedenheit geliefert. t«me M txT t Kiiidec«richtet. Er yed�n-kt damit am wirksamsten der chu-'dlitsratur, die unfeve Kirrer sckm in frühester J�zend vereistet,«nkgegensuarbeiten. Die Genossen und Genossinnen werden dawmf hingewiesen, da st jeden Mittwoch von%6— 7 Uhr Lesestos' für Kinder aud der Jugendschristenhiblistbck, Königs- berger Stvab« 7, im Jugendheim, entliehen«erden kann. Pfand» gebühr für 1 Bnch au Pfennig. Weitere AuSgal>est-llen werden demnächst eröffne.. Die Volkshochschule Wilmersdorf veranstaltet am kommenden Sonntag, den 7. b. MtS.. a'oendS 7 Uhr in der Bittoria-Luisen- Schwle. Kastriixrr-, Ecke Uhtandstraste, ihren ö. Volksabend, der Gottsried Keller gewidmet ist- Herr Dr. Schneider wird über das Leben und Wirken des Meisters sprechen Fräulein Ilse LangerhanS wird Proben au« Keller« Werken' vortrogen. Teaipelhof. Tie Sprechstunden des kommunalen Arbeiter- vatS finden Dienstags und Freitags jeder Woch«. nachmittags pon ö bis 7 Uhr, im Lokal Grützmacher, Berliner Straße ttö. statt. tebensmttkelkalevder. Wittenau. Bon Zrsitag ad auf Abschnitt IM der Sr»ß-B«rliner tebensmillclfcoct«: 150©ramm Erbsen, auf Abschnitt 102 125©ramm Würzt, äs-, auf Abschnitt W. 24 der Einfuhr-ZuI-hkorte 250 Oi. ome- rikonische» Roggrninehl. Aus den Organisäklonen. «. Distrikt. Z. Abt. Eonntag abend 7 Uhr Aula Ifslandstr. S/10. Muslii-Tinjuhrungsabend mit Leo«estenbero. Eiiiiritt 1 Mb. tm der Abens Kasse unb bei Gen. Büngel, Grüner Weg lg. II. Distrikt, S. Abteilung. Freilag abend pünktlich 6'A Uhr in der Dchuimila Bernausi Straße 89/30 Ableiwngsversammwng. 16. Distrikt. Freitag abend 7 Uhr Adteilungooersammlungen: I. Pflügst r. 12, Cchulaula/ II. Müllerstrahe, Ecke Triftstrage, Schulaula skalholische Schule). Mariindors. Die für Freitag angesetzt« Mitgliederversammlung findet nicht statt. Bildungsausschuh Lichtenberg. Sonntag nachmittag 5 Uhr im Eäciiien-Liizeuin Lichtbildervortrag für Kinder,„Dom Urwald zur Eiswüste". Preis für Kinder 30 Pfg., für Erwachsen« SO Psg. Karten in allen„Frsihe>t"-Spedition«n. fiWtffÄSraHRtwftWl»»wrotr.«omwog wmwe-mng s-chsachteni- fee—Albrechts-Tserofen— Wannsee. Abf. 8,20 Ui)r Wannsre-Bahnhof« Aus den Kinos. Der bekannte Filmschriftsteller und Darsteller Paul Harten. stein und der bewahrte Filmrcgisteur Ludwig Ezernq hoben die Leitung der P a l a st-L i ch t s p i« l«. Neue Philharmonie, Köpe- nicker Siraßc 08/97, übernommen. Die neue Leitung verspricht, ein abwechslungsreiches Programm zu bringen.___ Verantwortlich für die Redaktion Alfred Wielepp. Neukölln. Deelagsgenostenschaft„Freiheit", e.©. m. b. H.. Berlin- Druck der Lindendruckerei und Berlagsgesellfchaft m. b. H,. Schisfbouerdamm IL. Vereinskaleuder. Graphische» Gewerb«. Verttauensleut«, Betriebsfunktionär« und deren Stellvertreterl Versammlung Freitag»bend 8 Uhr im©eeoerk- fchastsbaus, Saal 3. Stroh- und Domenhutarbetter unk»Arbeiterinnen. Freitag abend S Uhr Versammlung im Gewerkschaftshous, Saal 1. Bund ehemaliger Kriegsgefangener. Mitgliederversammlung Frei» , tag TA Uhr im Lokal von Schmidt, Michaelkirchstr. 28. 1 neuer Mitglieder. Ausnahm« vSI' Led@b®iir-Pim@il Vollständige Ausgabe 25 Mark ist soeben erschienen! Vichtige litteiliai für alle Ctfet der Alle Leser der„Freiheu" erhalten gegen Einsendung deji nebenstehenden Gutscheins ein Gratis- Probeheft der rühmlichst bekannten illustrierten Zeit- thrift„Welt«nd Wissen". Dieselbe bringt von e r st e n Librift stetlern gemeinverständliche Abhandlun- Jen aus allen Wissenschaften, Jede» Heft enthält zirka 20 Artikel, z. B.: Der Mensch in der Pfahlbauzeit. — Wenn die Erde erzittert.— Wie erholte ich mich gesund?— Der Wille uill> dessen Gymnastik.— Das Leben unter Wasser.— Fcruphotozraphie.— Liebe und Ehe bei den Naturvölkern.— Der Mensch und die Geisterwelt.— Flüssige Luft.— Einfluß der Lebensweise aus das Menfthenalter.— Verschwundene Städte in der Sahara.— Eine Fahrt im Unterseeboot usw. Außerdem erhält jeder Abonnent sä HlliMKM gratis und zwar zu jedem Jahrgang dre! Werke. Damit ieder Leser datauf abonnieren kann, ist ber Preis auf nur SO Pf. pro Heft festgesetzt. Gulschein An drn Verlag„Welt und Wissi Bcrlin-Schöueberg, Am Park 11 Ich bestelle hiermit et» Probebeft lofteni Name:------------------- Ort:.....-.................... für die Lese» der„Freilzett� und WisseiÄ�M ,,«m Parkll.■ i Probeheft kosten�, rUMKIllUiKnillBiiKilll � U. � 3. 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