klnzelpreis 15 Pfennig* 2. Jahrgang Sonnabend, den ö. Dezember 1919 Nr. 593 /B 270< /lbend-/lusgabe ir�tetbeit4' rrltbflnt moryen» und nacdmittaqs. an 5onn» und Festtagen nur morgen» Der Vezua»prei» beträgt bei freier Zustellung in» hau» für Blutgier angefüllte Atmosphäre d-cs K f,- n.deutscl>en Militarismus. In dem zähen Kampf, ton ms Prozeß eigenarti�rweiie die cll)ten Vertreter fij. Monarchismus und Militarismus untereinander jt, den Beschuldigungen und Verdächtigungen, die d'e?�"�inander ausstoßen, in den Enthüllungen, Hcn iJim•'>en°"dern zu belasten, preisgeben, hören und � wir die ganze Furchtbarkeit und zugleich die ganze � M. und Täxinde dieses Systems aus bcrufeuslem, sach- umidrgstem Munde. tkiiu ä? biKl>engen Verha.ndlnngen haben zur Genüge ge- ih Geistes Kind der Polizeihauptmann v. Kessel ter'xn � � Führer der berüchtigten Spitzelabteilung, auf tiirx« � die Ermordungen so vieler deutscher Revolutio- üxss.f �wcn. Doch da nunmehr von diesem Herrn von Verhängnis— selbst mit den bewährtesten wtvetiv.� r militaristischen Methode— nicht mehr ab- °Iz% � ist, da-suckln nun alle anderen Beteiligten ihn "in �ungsankcr zu benuhen, und all die eige- Siib.-K*eri" auf ihn abzirwälzen, M a r l o h selber, der T,,. ��ff-Vfarrer R u m p, der neu als Zeuge auftretende 'tttüM,*ntmt von O c r h c n und ihr Anhang lassen i Anklage auf Anklage auf Kessel herniedersausen. �'ci an allem i'chnld, Kessel allein habe Marloh zur ier».verleitet, Kessel habe unwahr hohe Persönlichikeiten �vg- vZisserschast"vd der Beihilfe verdächtigt, Kessel WÄ ßlh entlasten und so fort. Und dazwischen immer i)Qr\' das Bestreben, um seden Preis den Oberst Rein» rlvrt entlasten. Doch nun legt Kessel los. Er er- �%'nh i �Cr Herr General von Oertzen sich nicht ßube. zu verlangen, daß Mario!) eine halbe )r fbriA0" für seine Fliiclst zur Verfügung gestellt w-erde, &(|L% von einer direkten„Erpressung" NumpS und teh-i,,. �vklagen gegen i h n. um Marloh zu entlasten. Er �crft!vst, den entsetzlichen Mordbefchl des Hobe«.Meinhard sogar noch abgeschwächt zu »ich«-'. Oberst Reinhard blickt still zu Boden und— sogt bijj(' Horr GenciMl von Oertzen aber gibt die Geschichte iiese� halben Million ztt'ar zu. behauptet aber, er habe nur gestellt, um v. Kessel zum Abbruch der m"lungon zu veranlassen.. Horb 1: r,e vve. wie sie auch heißen mögen, Oberst Rem- toitfji'v Kessel, v. Oertzen. oder sonstwie, sie geben einander Vichts nach. Herr General v. Oertzen kann 3 auch nicht die bezeichnende Benrerkung unter- tlehs daß rin Monn wie Marloh ihm tausendfach hoher £* die jetzige Regierung. kosen«," Vibt ein Zeuge, ein Freund deS ermordeten Ma- h n g. 7 c d e r, von neuem den Beweis, daß die E r m o r- Si- J 7 st e m a t i sch ins Werk gesetzt war. ja daß man doe mM immer neue, völlig unschuldige Proletancr �'öfufkaS rrtnlTit», War iwck) an OW WWMWW ItnS.10;. Herr Oberst Galliset. ists nicht sckzade. daß so ein �er weniger nicdcrgenracht wurde? 2(e iisudeulsche Wilar'smtis. im Marloh-Proz-b festgestellt wurde. erschoff eff werben müssen. Oberst Neintzarb tzntte rS sogar für angebracht gehalten, wenn sämtliche 300(tzesangene abgeschlachtet worbrn wären. Datz dies nitlst geschehen ist, ist auf einen glücklichen Zufall zurückzuführen. 2. Der MSrzaufstand war das Werk von Provoka» teuren, die im Dienste der Regierung oder der militärischen Z?ehördtn standen. Der Märzauistand wurde angezettelt, um die Nebc.restc der verhaßten Rcvolutionstruppcn auv Berlin zu ent- fernen, damit Reinharb mit seinen Freiwillizengarden der alleinige. Machthaber sein konnte. 3. Die Matrosen sind in der FranzJsischen Straße in eine Falle gelockt worden. Spinel haben den LöhniingSappell in eine Bcrsckgvörung umgefälscht und sind selbst mit behilflich ge- wcsen, die Matrosen i,, diese Hülle zu locken. Das, man schon vor dem Lvhniing'appcll die Absicht halte, möglichst viele der vre- sammelten Matrosen abzuschlachten, geht anv den Instruktionen ! hervor, die Reinhard am 10. März der Streif« | komyagnic, die den Mord vvllzog, erteilte. Er sagte am Tage vor der Mordaktion zum Leutnant Penther: Penthrr, morgen gibt eS für Sie wieder etwa» zu tun! Auch daS Reichswehrmiiustcrium war von der ANion unterrichtet. Bewri»: die Anosage dos Zen.pn Fe r bin und dag»Slllge pasiioe Berbalten SHotttS, alz ihm am Abend de« 11. März der Stadttoinmandant K l a w u n d e die grausame Tat mitteille. 4. Die militärischen Behörden Berlins waren sich bewußt, baß sie daS Verbrechen vor der Ocffcntlichlcit nicht verteidige» konnten. Sie haben alles versucht, um den Prozeß zu verhindern. Um dir? zu rrniögiichen, wurden die Tatberichte gefälscht und Akten gestohlen. 5. Tie Flucht des Oberleutnants Marloh geschah im vater» ländischen, d. h. im monarchistisch-militaristischen Interesse. Sie wurde von Hauptmann Kessel ins Werk gesetzt. Dieser hat sich dabri der Urkundenfälschung, der Bestechung und Begünstigung schuldig gemacht. 6. AlS Oberleutnant Marloh in MeerSbnrg am Bodrnsee weilte, hat ihn Hauptmann Kessel erneut mit falschen Papieren versehen. Sie waren aus de» Namen OSkar Müller aus- gestellt. Geheimrat Strauß vom preußischen StaaiSmiuisterimn hat die Papiere ausgefertigt. 7. Oberleutnant Marlob sollte nach seiner Festnahme aus der Südlichen Arrestanstalt erneut entfliehen. Höhere M i l'i t ä r s (General Oertzen) hatten dabei dir Hände im Spiele. 8. Hauptmann Kessel sieh» In dem dringenden Verdacht, einen Meineid geleistet zu haben. Er hat beschworen, Ober- leutnant Marloh bei der Flucht nicht behilflich gewesen zu sein, ihn insbesondere am Tage vor der Flucht nicht mehr gesehen zu haben. Das ist unwahe. Beweis: die Aussage deS Zeugen R u m p und Wehmeyer und des Angeklagten Marloh. 9. Der- Vorsitzende des Gerichts verhinderte, die Widersprüche deS Hauptmanns Kessel aus de,, Akten festzustellen,«m ihn gleich an Gerichtsstelle deS Meineides iibersllhren zu können. 10. Tie direkten Urheber des Matrosenmordrs s»»d Oberst Reinhard und Hauptinann Kessel. Bride styc» nicht auf der Anklagebank, sondern sie trete» alS Zeuge auf. Jeder Zivi» Ii st, dessen Mitschuld in einem Prozeßverfahren so einwandfrei klargestellt worden wäre, wie im Marlohprozrst die Mitschuld Reinhards und Hauptmann KessrlS, wäre auf der Stelle hinter Schloß und Riegel gesetzt worden. Wir lzabcn mit diesen zehn Punkten nur einen flück)- tisten Ueberblick über die bisherigen Verhandlungen ge- geben, lieber die Art der Prozeßführung,.insbesondere über das Verhalten des Vorsitzenden, den Haupt- mann Kessel bei seinen Aussagen nicht sestzunagclss, ihm vielmehr„goldene Brücken" zu bauen und Zeit zur lieber- legung zu lassen, werden wir uns noch besonders äußern. Tie zehn Punkte, deren Beweisführung nicht zu erschüttern ist. sollen vorläufig genügen, um die Schande des neudeutschen Militarismus an den Pranger der Geschichte zu stellen. Rvhland und der Friede. (Eigene Drahimeldung der„F reihet f.) Kopenhagen, 5. Dezember. Nach Aenßerungen LitwinowS ist die Regelung der Ge- fangeneiisrage teilweise vom Frieden abhängig, den Rußland anbietet. Der Vorstoß der Entente gegen Petersburg mißlang wegrn deS Ziisammeilickiiusses aller Parteien und der Erhebung der Bauern gegen Koltschak. Die militärische Lage Sowjet» rußlands ist günstig. Die Randstaaten und Polen sind kriegS- müde. KoitschalS und TemkinS Armeen sind in AufiLsung bearisfe««' � ReNebsrAe md Smerkschaslen. i. Die Arbeiterklasse hat im System der Arbeiter« oder Betriebsräte eine neue wirksame Waffe im Kampfe gegen die Ausbeutung und für den Sozialismus gefunden. Als die deutsche Arbeiterschaft die zncrst in Rußland ange» wandte Idee übernahm und in Anwendung brachte, kannte sie von den Arbeiterräten nicht viel niehr als ihren Namen. Handhabung und Wirkungsmöglichkeilen der neuen Waffe bedürfen auch heute noch eingehender Klärung auf Grund' sachlicher Prüfung. Wenn es in der Geschichte ein großes Beispiel dafür gibt, daß revolutionierende Ideen nicht im Kopfe eines einzelnen, eines genialen Menschen entstehen, der die Geschichte„macht", so ist es die Idee der Arbeiter-- rate. Sie entsteht in gleicher Situation an tausend Orten zugleich in tausend Köpfen und ist vom Tage ihrer Geburt an der Ruf einer Massenbewegung. Sie ist Idee ! und Wirklichkeit in einem, ohne daß indes ihr konkretes i Dosein vom ersten Tage ihres Lebens ab völlig einwand» frei und für jeden klar erkennbar bestimmt wäre. Wollen wir das Wesen der neuen Waffe erkennen, so müssen wir die Gründe des Entstehens der Jde-e untersuchen, in denen sich zugleich Wert und Zweck ihres Wirkens spiegein. Die soziale Revolution, die— aller Skepsis in den Köpfen mancher Sozialisten und allen Bemühungen der kapitalistischen Restauration zum Trotz— in ihr akutes Stadium getreten ist, hat zum Ziel die V e r- g e s e l l s ch a f t u n g der Produktionsmittel, die Ersetzung der— im Prinzip— individuellen, kapitalistischen durch eine kollektive, gesellschaftliche Wirtschasts» führung. Da die Arbeiterklasse Trägerin der sozialen Re» volution ist, stellt sich die Vergesellschaftung der Produktionsmittel im ersten Augenblick ihrer Verwirklichung dar als Uebernahme der Produktionsführnng durch die Ar- briterklasse. Tie Arbeiterklasse muß daher Organe her- ausbilden, die geoigrs� sind, im gegebenen Moment die Leitung der Produktion zu übernehmen oder doch mindestens die Kri st allrsationsp unkte für den notwendigen Organismus der gesellschaftlichen Leitung der Produktion und Verteilung der Güter zu bilden. Di esc Organe sind die Arbeiterräte. Die Lösn-ng dieser Aufgabe ist ihr höchster Zweck. Wollen sie ihn erfüllen, so muß ihr Augenmerk bei allen ihren Handlrmgen ans das Wirtschaftsganze ge- richtet sein. Keinerlei Berufsbedenken oder Betnebsriick- sichten. dürfen ihren Blick beschränken. Die Größe der Auf-- gäbe gebietet, daß die Arbeiterklasse ihre besten Köpfe in die Räteorganisalion entsendet. Und dieser Umstand, rni! Verein mit der Weite des Gesichtsfeldes, die dem Arbeiter- rat eigen sein muß, macht die Arbeiterräte, aroßzügig zu wohlaegliederken Organisationen verbunden, hervorragend zur Teilnahme an der Führung und Forde» rung des proletarischen Klassenkampfes geeignet. Womit der Rätebewegung eine zweite wesent» lickr Aufgabe erwächst, die, in Verbinoung mit der ersten gesehen, zeigt, daß mir revolutionäre Sozia- listen befähigt sind, dem Zweck der Räteidee gerecht zu werden. Mit Arbeiterräten, die sich politisch zur demokraii» scheu Partei bekennem, wird man diese Aufgabe nicht er- füllen können. Organisatorisch muß die Räteorganisation, die geistig die Gesamtwirtichpft beständig int Auge behalten soll, an die kleinste Zelle des Wirtschaftslebens, an den Einzel- betrieb, anknüpfen. Darin liegt von vornherein eine gewisse Gefahr für die Verengung der Idee, die-nur über- wunden weiden kann durch eine ernsthafte soziali» striche Schulung der Arbeiterräte und eine dauernde g r ll n d l i ch e ,P r o p a gu e r u n g der Ge- danken, die dem Svstem zugrunde liegen, in der Ar- beiterschafü Die kleinste Einheit der Räteorgani- sation, der Betriebsrat, muß in ständiger enger Person» Uchcr und geistiger Fühlung mit den zentralen Fak- t o r? n"der Räteorgan ich tic n stehen, in denen die Masse der Betriebsräte nach größeren Gesichtspunkten zur Lösung ihrer umfassenden � Ausgaben zusammengeführt werden muß. Der Betnebsra t wird die Beobachtungen am Einzelbetrieb zur Kenntnis der höheren Oraani-, sationsskufen zu Bringen Wen, wo sie sich zu einer ollge- meinen Uebersicht verdichten, wo Nutzanwendungen allgemeiner Natur aus den Einzelerfahrungen zu ziehen und auf die Gestaltung der Produktion im allge- weinen wie im Einzelbetrieb anzuwenden sind, deren Durchführung wiederum der Vetriebsrat im Einzelbetrieb zu betreiben und zu überwachen hat. Voraussetzung für dieses Wirken ist, daß der Betriebs-! einander vereinen lassen, woran» folgt, daß es zirr Erfül- lung der Räteaufgaben einer besonderen, unabhän- gigen Organisationsform bedarf, die die Gesetze ihres Werdens und Wirkens wohl mit Rücksicht auf die gesamte Arbeiterbewegung und ihre anderen Glieder, aber doch selbständig entwickelt und bestimmt. Nun entwickelt sich jedoch in der Arbeiterschaft von einer anderen Seite her eine Bewegung, die zu Foroerungen gerat, wenn er schm vor der endgültigen Ucberwindung der.ianqt, die der ersten und wichtigsten Forderung der Räte »..■ i r T r-j? r.y._.. im T r y r i � r*•• i r r«._ i_._...' � r*-», y rr\.-x r?___ i'_& 1 II»» 5-J* a«* S kapitalistischen Wirtschaftsform— also in Deutschland etwa schon jetzt unter Benutzung eines stärkeren politischen Ein flusses der Arbeiterklasse— Einfluß gemgmen will, um die Sozialisierung vorzubereiten und voranzutreiben, Einblick in alle Betriebsvorgänge erlangen muß. Und damit berührt die Räteidee den Kapitalismus an seiner verwundbarsten Stelle: der Betriebsrat tastet die Allein- Herrschaft des kapitalistischen Unter neh- me r t u m S im Betrieb und damit die Vorherrschaft der K a p i t a l i st e n k l a s s e in der Produktion an: er wird— wenn auch nicht nominell, so doch faktilch—. M i t- Besitzer der Produktionsmittel, indem er über ihre Anwendung mit gebietet. Wie der organisatorische Aufbau des Systems in den Einzelheiten zu gestalten ist, wäre Gegenstand einer besonde- rem Untersuchung, die in diesem Zusammenhang nicht vorgenommen werden kann. Sicher ist nur, daß sich die Räte- organilation als Organismus einer gesellschaftlichen Wirt- sck>ostsführung, als Behörde der Sozialisierung der wirtschaftlichen Struktur des Landes eng anschmiegen muß. wenn sie einflußreich sein soll. Aus alledem geht hervor, daß die Aufgaben der Räte- Organisation nur durch sie erfüllt werden können, nicht durch eine andere Organisation, etwa durch die Gewerk- schaften. Die Gewerkschaften werden noch lange Or- ganilotionen zur Vertretung von„Aröeitnehmerinteressen" bleiben müssen, während die Zwecke der Räteorganisation auf dem Gebiete der Betriebs- und Produktionsleitung liegen. Es bedarf keiner langen lleberlegung, um einzu- stchen, daß sich diese grundverschiedenen Aufgaben nicht mit- rdee, dem Verlangen nach Einfluß im Betrieb, täuschend ähnlich ist. Und diese Erscheinung kommt auS der Gewerkschaftsbewegung und findet ihren praktischen Ausdruck zunächst in der Forderung des Mi t b e st i m- mungsrechts. Diese Forderung ist der Räteidee nahe verwandt, und nicht nur dadurch, daß sie sich zu ihrer Ver- wirklichung des gleichen Instruments zu bedienen sucht, wie die Räteorganisation: des Betriebsrates, der das Mitbestimmungsrecht ausüben soll. Auch die Ge- werkschaften fordern Einfluß auf die Betriebs- g e st a l t u n g, ohne indes in der Benutzung dieses Ein- flusses so weit zu geben wie die Räteorganisation, die auS der sozialen Revolution in ihrem gegenwärtigen Stadium entsteht. Sie bewegen sich auch bei dem Kampfe um das MitbestimmungSrecbt im Rahmen der Vertretung von Arbeitnehmerinteressen. Trotz dieser innigen Verwandtschaft beider Erscheinun- gen wäre es falsch, in der gewerkschaftlichen Forderung nach dem Mitbestimmungsrecht lediglich einen Ableger der eigent- lichen revolutionären Räteidoe zu sehen. Tiefe Forderung der Gewerkschaften entspringt dem Eigenleben der Ge- Werkschaftsbewegung und seinen Notwendigkeiten, und sie wäre früher oder später aufgetaucht, auch wenn die sozialistische Revolution nicht zum offenen Ausbruch gekommen wäre,— was in den ersten Monaten der Revolution nicht sofort zu erkennen war, heute jedoch immer deutlicher wird. Aber es ist eine eingehende Untersuchung der gegen- wärtigen Lage der Gewerkschaftsbewegung nötig, um diese Zusammenhänge klar zu erkennen. Sie soll in einem zwei- ten Artikel versucht werden. 6. V«rhandlung»tag. sFortsetzamg aus dor Morgenausgabe.) Genossin Braunthal-Berlin: Die Ausführungen deZ Genossen Dißmann haben ganz klar den deutschnalionalen Geist gezeigt. der sich Ausdrückt in den Worten: Deutschland in der Welt voran! (Lebhafter Widerspruch.) Trotzdem wir unsere eigenen Beschlüsse nicht befolgt haben, wollen wir uns oen anderen Par- teien gegenüber«rl» die Lehrmeister aufspielen. Mit der Annahme der iltesolutüm Stöcker ist nicht gesagt, daß wir alle Methoden der Bolschewiki billigen. Wir haben efrne klare Entscheidung zu fällen und da» ganze Land und Ausland schaut auf uns. Die russischen Sozialisten sind von uns ja nicht das erste Mal ent täuscht worden. Genossin Bcaunlhal verweist aus den Marsch der Deutschen auf Petersburg. Jetzt haben wir eine Gelegen- lheit, den Russen unsere Unterstützung zu leihen. Durch unseren Anschluß an die dritte Jnternatio- nale schaffen wir«im« klare Situation auch in den Entente- k&ntzern. Gerade die Frauen waren«S, die 1915 zum ersten* «pal die revolutionäre International« wiader errichteten. Ich fordere Sie auf. konsequent Ihre Entsckeidung zu treffen und die Resolution Stock er anzunehmen.(Beifall.) Genossin Ziep»Berlin fragt die Genossin Braunthal, cib es denn«in Verbrechen fei, wenn man die Initiative zirr©chaffimg einer revolutionären Internationale ergreift. Ja, ich habe nichts dagegen, wenn e» im revolutionären Sinne heißt: Deutsch- land in der Welt voran!(Leibhafter Beifall.) E» ist für da» Schicksal der Internationale von größter Bedeutung, nicht mir nach MoSkau zu gehen, sonderm auch die revolutionä- ren Parteien der entwickelten Westmächt« zu er- fassen. Wir find von größter Sympathie erfüllt für den Kampf unserer russischen Genossen. Wenn wir hier glatt den Anschluß an Moskau beschließen, so ist da? sedenifalls nur eine schöne Geste. Wenn wir aber unsere Be- inii Hungen fortsetzen, mn Moskau und den vevolntionäron Par- teien der anderen Länder zu saim-m wrzi clonrm cn, so ist da? die erste internationale revolutionäre Tat. Wir dürfen die Resolution der Parteilsitung nicht mir amnohman, wir müssen auch diesen Weg fortsetzen. Di« äußerem Schwierigkeiten haben es ge- hindert, daß wir noch nicht weiter sind als heute. Genossin Zietz beweist, daß eS auch der Genossin Zetkin, gewiß«in« glühende Berte etevin der Internationale, nicht möglich ist, die längst geplante internationale Frauenkonferenz zustandezuhrrngen Aber auch diese Schwierigkeiten werden zu überwinden ssin. Wir sind der Meinung, daß viel we-uiger Schwierigksiten nach Weiten be- stehen, und wenn die revolutionierende Entwicklung dort vor sich geht, es unser« Pflicht ist, auch gleichzeitig mit den westlicken sozialistischem Parteien zuMNlnemzwstrciben. Diese Jntmmationale muß eine Jnternateonale der Tat sein, die die Welteevolution vorwärtstreibt. Brasunkewicz- B r e men begründet einen Antrag auf Schluß der Deb ää t e. Adolf Hoffmann-B e r li n widerspricht diesem Antrag. Der Antrag wird mit großer Mehrheit abgelehnt. Remmele- Stu ttga r t: Kompromisse waren wohl nie etet« revolutionäre Tat Revoluti onäre Tat sst, auszusprechen, wa? ist. Diese Meinungsverschiedenheiten müßten zum AuSteog gebracht werden. Wa» Led.bour zur Begründung seiner Resolution vorbrachte, war auS der Rüstkammer de» Bürgertum« geholt. Remmele polemisiert weiter unter lebhafter HeiterK.it de« Parteitag« gegen Lcdebour. Er West nach, wie die russischen Kom- munisten zu ihrer Anklage gegen die deutschen Unabhängigen ge- kommen find. Die Wissenschast KautSktrS wurde von der beut. scheu Regierung unter die deutschen Arbeiter verteilt.«Wider- spruch HÜferdingS.) Man ist den russischen Revolutio- nären in di« Flanke gefallen und hat die deu'ssche-evo- lutionäre Welle gehemmt. Daher die Anklage der Bolschewiki. Alle moralischen Faktoren, die Ledebour und Hikfevding ange- führt haben, haben mit dem Problem nichts zu tum. So'ange der Staat Diktatur übt, wird mack mit Diktatur urw Terror zu rechnen haben. DaS ist das selbstverständliche ABC unterer histo- rifchen Erkenntnis. Alle Bedenken hoben ihr« Ursache darin, daß sie meisten« nicht auf dem Bodeu der dritten Jncernatzonale stehen. Der Parteitag muß die Richtschnur geben, für den Weg nach Moskau.(Baitell.) Ledebour. Berlin: Ich bilde mir gar nicht«in. daß unser Beschluß eine revolutionäre Tat sein könnte/ Aber>ch möchte die Einmütigkeit, um uns die Initiative zu sichern bei der Schaffung der revolutionären Internationale. Ledebour wendet sich unter lebhafter Heiterkeit de« ParteüagS acaen die »leußervng der Genossin Braunthal, daß nationalistische Gründe leitend gewesen seien bei der Abfassung der Resolunon der Parteileitung. Ebenso wendet er sich gegen Remmele und stellt fest, daß dieser wenigsten« die Dinge beim Namen nennt, während Däuurig immer von irgendwem spricht. Trotzdem vi« Bolsch-wiki von uns gesagt haben:.Ihr seid un« zu kompiomittiertl", wollen wir unbeschadet dessen mit ihnen zusammen in eine Internationale. Ich bin der Ansicht, daß man ein gewisse« Maß von Selbstachtung haben muß, daß man sich nicht alle» gefallen läßt. Ich biete alles ''—"-"* nt-«--...i. Auch England droht. Lond»«, 0. Dejcmb«(Re«kte> Bonar Law erklärte in Glasgow unter vezugnahme t SWWSMVSASSWS-Z� Dlsimann.Frankfurt hält teVgUch eine Neuwahl für notwendig, die Sekretäre kann man einfach bestätigen, c 1,1• e» sich aber um die Vertrauensfrage, dann muß Neuwahl te® 5 samten Vorstände« erfolgen. Wir verneinen die Nottvendigtet w Vertrauensfrage. Kraufe-Berlin ist fite die Neuwabl de« Vorstande». � � Reih.Hamburg: Tiefer außerordentliche Parteitag hü ein außerordenteicheS Programm gegeben. Auch unser für die Internationale muß von Genossen vertreten und dm? geführt werden, �die mit Hirn und Herz dafür find.. Eichborn. Berlin hält angesichts der entscheidenden OcschM de« Parteitages die Neuwahl de« Vorstandes für noiwendig. Cohn-BeÄin macbt darauf aufmerksam, daß die ParteiteWOI sowohl KaS Aktionsprogramm, wie die Retelutisn zur 9"'�' nationale, eingebracht hat. Wenn man jetzt verlangt, daß Parteivcststand abtreten soll, dann heraus mit der Sprache, ß™ man gegen ihn hat. Simon-Nürub-rg spricht im gleichen Sinne. Dißmann-Frankfurt erneuert seine Meinung, alle? auszusprechen, wenn man etwas gegen di« VorstandSmitgW-t habe.... Seger-Leipzig stellt fest, daß man mit der Beseitigung bisherigen Vorstandes den Anschluß an di« dritte Jntenicition®* fördern und daß man«S zu einer erneuten Kraftprobe komw� lassen will. An der Debatte beteiligen sich weiter Eiset-Berlin, CW Nürnberg und Adolf Hofsmann-Berlin.| Genosse CriSpien gibt die Erklärung äb, daß dies'' samte Parteileitung und die Kontrollk o-- Mission sich zur Wahl stellt. Er mahnt den Pass/ vorstand nicht einseitig zu besetzen, damit ein gedeihliche« Kw" möglich sei.- Damit wird die Debatte geschlossen. Der Parteitag"wt mit großer Mehrheit den Antrag auf Nevwo deS Vorstandes an., Es wird der Wunsch ausgesprochen, daß sich die LandSwaNl»� schaften über ihre Vofchläge verständigen._ Die Verhandlungen werden um 11% Uhr abends auf abend vertagt. Von den Berlin-Brandenburger Delogierten haben Resolution Stoecker gestimmt: Martha Arendse«, Braunthal, Johann Bucktweitz, Ernst Däumig, Otto Eichler, �. UM.utip, Viltlfl X-MUIU � XwIlU Vi Q«, Kiesel. Erich Kleinschmidt, Emil Koch, Künstler. Siegfried Richard Leupold, R. Linde, Franz Müller. Richard Kaiser,�, Recknagel. Paul Schindler, Sidcr», Fritz Thurm, Wilhelm Gegen die Resolution Stoecker stimmten: Eichborn. Paul Eiselt, W. Freydank, Paul Siegner, Futrav.' Hoffmann, Paul Jensch Vruno Krause, Franz Löwenstcin, Franz Nowack, Alfred Paesch, Hermann Ritter, E.. Rotenberg, Fritz Schneider, Paul Schwerdtz Max Wilhelm, v Zimmermann, Thama» und Ledebour. Gegen die Resolution de« P a r t« t v o r st a» stimmten: Däumig, Eichler, Kleintchmidt, Koch� Künstler- � Leupold» Franz Müller Kaiser und Siever». Die andern Berlm-Brandendurger öbelvgserten sti* für die se Resolution. nutzt, um mit terroristischen Mitteln die freie Meinung zu unterdrücken und Menschen hinznmorden, so kann ich das nicht billigen. Aber wenn wir Gegner unserer Regierung den Kampf gegen den Noske-TerroriSmuS aufnehmen wollen, so dürfen nür den TerroriSmuS auch bsi unseren Freun. den nicht verreib igen.(Lebhafter Beifall.) DaS ist die n i e d« rigst« Te rro r i ste n m o r a l, die hier verteibigt wird. Wir streben einer höheren Moral zu, wir sind bie Vorkampfer der Moral der künftigen klassenlosen Gesellschaft.(Lebhafter Beifall.) Stern- Essvn: Die Bolschewiki haben als Grunb bafür an» gegeben, baß sie nicht mit uns zusammen sitzen wollen, baß wir nicht revolutionär genug sind. Stern polemisiert unter lebhafter Unruhe gegen Ledebour. Befreien Sie sich an» der Stim- mung all der Zirkel, von der Sie jetzt betengen sind! Wir müssen eine ernst« Debatte führen und keine Komödie aufführen. ES daß _ der Friedensvertrag mit Deutschlaitd nicht nur sondern auch in Anwendung gebracht würde. Ein genügend f' Tetl de« britischen Herr«» sri bestehen uevlieden, um di» gangen de« Friedensverträge« durchzusehen., Der gestern gemeldeten sehr deutlichen franzw'V� Drohung folgt nun heute der englifche Hinweis auf'„ tärische Zwangsmaßnahmen. Daraus geht hervor, k»? auch in England am guten Willen der deutfckien Rf# � zur Vertragstreue zu zweifeln beginnt. DaS alles p*' Folgen der JllusionSpolitik der deutschen Regierung- Neue Anbesonnenheiken« In Kiek ist nach vorliegenden Meldungen ein Dampfer, der mit Gefangenen an Bord durch den Kanal nach Danzig fuhr, angehalten worden. Von den ,J UUIC tV'l'V V V-V0.» 0.| wy VV U UllV 4 V 1 1 1 V o*WJ>kW»v vi U|| w �»»vtvv' O v lw*7vf**»'ijv*/**•*»•*-v/ v»»v v--- handelt sich nur darum, ein« dritte ober� eine vierte�Jnternatio- �fangenen sollen angeblich 500 deutsch« Staatsangehörige nale zu haben. Für mich kommt es nicht auf die Ziffer an, sondern ich frage mich: vollziehen wir jetzt den Anschluß? Sind wir einverstanden mit der dritten Internationale oder nicht? DaS ist es. was wir aussprechen müssen. Ich bin der Anficht, wie Hilkerding, daß wir unsittliche Waffen nicht gebrauchen dürfen. Die Daten der Bolschewik: sirtd für an» nicht -maßgebend, wir haben uns nur an ihr Programm zu halten. Efl kommt zu heftigen Anteobrechungen an Laufe der weiteren Aus- fü'hounyen oe« sst ebner«, als et feststellt, daß«8 zwei Richtungen in der Partei gebe. Wir müssen auch fragen, was steckt hinter den Stimmun-gon der Massen? Wir haben auch zu überlogen, ob wir in kurzer Zeit die Russen nicht eher brauchen, als sie um». Diejenigen, di« eine Tat vollbringen wollen,-sollen da« auch ganz tun. WiLft man zwei Auffassungen z-us-ammem, so kämmt n-ur eine halbe Ta-l heva-u«. Stimmen Sie Ihrer Ueberzeugung gemäß. (Beifall.) Ein«wneuter GelchäftSord-n-umaSanteag auf Schluß der Debatte ift eimgebrackü. Mrich-Obe-rbaye-rn begründet-ihn. Plettner-frounover widerspricht ihm. Der Antrag wird angenommen. Im Schlußwort sagt Genosse CriSpien, daß man doch nicht auf einem Piaften-sionventitel die Worte spalten sollte. War dürfen unser Aktionsprogramm nicht aufgeben, sonst müssen wir eine tommuntsttsche Partei werden. Geben Sie der Partefc» leitung ein« klare Richtlinie, di« sie vertreten kann, sonst müssen Sie sich eine andere Partchleitung wählen. Dreiben Sie nicht auseinander, sondern stellen Sie sich hinter dt« Resolution der Parteileitung.(Lebhafter Beifall.) Auf Vorschlag des Bureau soll namentliche Adstim» mung stattfinden. Zuerst wird folgender Zusatzantrag zur Resakntion der Partciiettung angenommen: „Sollten dir Parteien der anderen Länder nicht gewillt fein, mit unS in die Moskauer Internationale einzutreten, so ist der Anschluß von der deutschen U. S. P- allein vorzunehmen." ES wird vorgeschlagen, von Tckindler-Pankow und von Lede« bour-u-ntcvstützr, die Abstimmung in der Richdung vorzunehmen, daß erst über die Resolution Stöcker und dann über die der Parteileitung abgestemmt wird. Dißmann-Fvankfurt bittet, bsi dem Do Uschlag de« Bureau» auf namentliche Abstimmung zu bleiben._ Nunmehr wird die namentliche Abstimmirng über die Reso- lution Stecker vorgenommen. Nach dieser Abstimmung entspinnt sich ein« lebhafte GeschäftSordnunw-debatte darüber, ob man da« Nesulitat der Abstemmung über die Resolution Stöcker erst abwarten soll, ehe man die Ahsti-imn-ung über die Resolution der Parteileitung vornrmntt. DaS vorläufige Resultat der Abftim- m-uug über dl« Resolurion E t ö ck e r ist: 114 mit Ja, und 169 mit Nein. Nach diesem RcAtetet wird die namentliche Abstimm-u-ng über die Stef-olmtio-n der Parteiteivung vorgenommen. Sie ergibt: 227 mit Ja und 54 mit Nein. C- ist«in Antrag auf Neuwahl de« gesamten vor- st a n o e» ernaeaanaen. sein. Die englische Waffenstillstandskommission soll aber deutschen Staatsangehörigen al« Polen und Russen � haben und die Absicht gehabt haben, sie über Danzig nach zu befördern, um sie in die russrsch.poluisch« Armee In Holtenau sind einige der Gefangenen detertiert und der � tische Dampfer hat angeblich auf sie geschossen und dadr:� � Hoheitsrecht der deutschen Gewässer verletzt. Deshalb ist£ r Erserne Division die Holtenauer Schleuse besetzt und der festgehalten worden und mau hat die deutschen zwanadmäßig befreit. ssT Die gange Angetegenheit ist äußerst unklar. Da es/ w* schein hat, daß eS sich nicht nur um eine englische Willklir die man auf dem dazu gegebenen Wege durch die standSkommission protestieren mußte, sondern auch um Uebergri-ff« handelt, die wieder einmal schtvere Folgen n � z-ehen können, so erwarten wir schleunige Aufklärung Regierung und wenn dabei sich die Schuld der deutschen_ herausstellen sollt«r die strenge und foforrtge Bsstrafu Schuldigen. vom Vloskaver völekongrsß. Amsterdam, 6. � Wie„Telegraaf" meldet» bringt ein drahtlofe« Tc an« Moskau eine offizieüe Mitteilung über den in findende» Sowjetkvngrrß. Darin heißt e«: D«» � te* Sowietkongreß tritt In einem Augenblicke zusammen, in|,ä rote Heer auf allen Fronten Erfolge davonträgt, und Vernichtung aller unserer Feinde der Bürgerkrieg entgegengeht. Di« Entente denkt an Wafsrystillftand wit rußland. Wir werden Frieden schließen, aber unter d«'(iit gung, daß die Entente sich nicht in unsere Angelegenlir mischt. Wir sind bereit Zugeständnisse Z«'i1„„ff'' werden aber keinen Frieden unterzeichnen, durch den �.» graben werden. Die Regierun, der Bauern und Arbot" � wird stets die einzige Gewalt in dem arbeitenhcn osseaflve der Lowjek-ArMe gegsu H. N. London. 5. „Daily Crpreß" berichtet von der Denikinfront,* f volschewiite« alle Kräfte»stlich und südlich von sammrugrzugen haben, um einen Bvrstvj gegen den#«il«' de« Denittnheere» zu unternehmen. Etwa 169-fi«' würden in»ereitfchast gehalten. Die Als! cht sei, De"'„-ch Kursk zurückzudrängen, was ihnen vermutlich geling�' Die Initiative sei völlig in den Hände» der � misten. Denilin« Rückzug vollglchy sich deiuteät � Crtuunt, Lie Muerdebeke. Emie Flut von kleinen Anfragen strömte am Ansang gestrigen Sitzung über dos Haus, entfesselt huuvtwch- M von den Teutsck'nationalen, die mit konstanter Bosheit «wner neue Anlasse finden, der Regierung Nadelstiche bei- I�nngen. Dabei meint sie es so gut mit ihnen, bemühte ?. s>l-ch gestern eigens den Minister des Acusiern, Herrn ..l*' für sie. Es handelte sich um die aus dem .,, v».. �« w| VkU w»« , ü'tifum heimkehrenden Meuterer, die nach ihrer Be? i«uvtung hungernd und frierend und ohne ärztlia/c Hilfe fteuer der„verräterischen" Letten nach Teutstvland ge- �stt würden. Herr Müller versicherte Herrn Mumm, &l. C*1.* mv i; im.;w i i v tyvt m ategtetung tue alles, um das Los dieser Leu�e— die In �UvSer Ärit noch als Hochverräter beim Passieren L. erschießen lassen wolltel— zu erleichtern und " vie Arrne der Heimat reäst liebevoll geöffnet ent- ��u� cken. Es ist Freude bei ihr über die räudigen wis-.n wie im Himmel um den bekehrten Sünder. „„-eemerkenswort war noch die Antwort auf die deutsch- h' Z.! Anfrage wegen der angeblichen Beschränkung -tVeihiwchstverkebrs. Sie ist nicht in Aussicht genom- keine sonstige Verkehrssperre, da sich dre Ver- �Kage etwas gebessert hat. �r�chdem an Stelle Fischers von der Rechten Herr WÜ Meißen zum Schriftführer gewählt worden, . nn die Debatte über Erzbergers Steuer- ich; Als erster sprach Herr Keil für die Regterungs- botistw-f"'?r polemisierte nicht ungeschickt gegen die & Reichsfinanzpolitik, die Milliarden verpulvert tir stfl /. für Deckung zu sorgen, und die Schuld sei, daß Gsfc 11, Zuin Halse in der Tinte steckten. Freilich ver- iieb,!' � Kritik ganz, daß seine Leute selbst an der L rv."On dieser Tinte munter geholfen. Sie haben auch dei, im Kriege opportunistisch betrieben und llL, t�udsätzlichn Steuererklärungen, die verschiedene Hohn 1~e Genosse H aa s e abgegeben, stets fem»»» �potf entgegengebracht, wobei gerade Herr Keil k- c;!, kommandierender Leutnant gewesen. Auch jetzt ist Htei«. nebensächliche Ausstellungen mit den neuen fenu«inverstanden. Den Ertrag der Einkommensteuer qch � höher ein als Erzberger, der 8 Milliarden errech- fefinJ� klangt, daß mit ihr zugleich der in Vorbereitung W* v Entwurf über die Besteuerung juristiicher Per» ferd-'! Aktiengesellschaften und Toten Hand. Gesetz feropch tvünscht bei der KapitalertragSsteuer statt des feonTür einheitlichen Steuersatzes von 10 v. H. eine � �Üv« Gestaltung der Abgabe. Sie allein sei imstande, Ungesunden Kapitalskonzentration" einen Riegel vor» � Damit ist auch Herr Keil unter die Entdecker jfiAn9fn:r n Will den Kapitalismiis durch Steuern er- . auf welchen Gedanken er ein Patent anmelden kann. die völlige Erdrosselung der finanziellen Selb- f" der Gemeinden verlor er kein Wort. Er ist Hm l��sivnden, daß ihnen daS Reckst selbständiger Er- ferd? Zuschlägen zur Einkommenssteuer genommen (km. Zugleich auch die ihnen durch das Jnterimsgesetz H v flcgebcne Möglichkeit, durch die Art der Staffe- ltn niedrigen Einkommen zugunsten der hohen von �nin de lasten möglichst freizustellen. Und ebenso- iieled», f�öh er vom Paragraphen 4� deS Einkonnnensteuer- "üb irl'.cr die Unternehmer verpflichtet, allen Arbeitern räum gelassen bleiben. Dann erst sei eine sltkUche Erneue- rung der Gesinnung auch zum Vorteil des Stmierfiskus möglich, die jetzt das Reichsnotopfer unmöglich mache. Die Auslandsflucht der Besitzenden wäre die Folge davon ge- Wesen. Das Sparkapitil allein könne den Kredit liefern, den wir zum Mederaufbau des deutschen Wirtschaftslebens brauchen. Deshalb dürfe man es durch dos Kapitalertrags- steuergesctz nicht schrecken. Ein Verbrechen bedeute es, wie die Deutschnationalcn die Sparpräniienanleihe„Erzberger- anleilze" zn nennen, weil sie dann kein Mensch zeichne. Arbeit müsse die Losung unserer Tage sein: deshalb glaube er, daß seiner Forderung einer Reichsarbeitsstunde zur Ver- längerung des Achtswndentages jetzt mehr als je Berechti- gung zukomme. Die neuen Steuern belasteten die Zen- fiten viel zu sehr und die Kapitalertragssteuer stelle einen ganz neuen Eingriff in Privatangelegenheiten dar. Ulw. usw.! Herr Dernburg rang wie ein Ertrinkender mit der Steuerflut und den Gedanken, die sie in ihm erregten, bis er endlich den rettenden Balken einer formulierten Erklä- rung seiner Fraktion erwischte, die cr mit abflauendem Pathos verlas. Dann sprach er noch ein paar gerührte Worte des Mitleides mit den so hart getrossenen Rentnern und trat ab. Der Walrosenmord vor Gericht. 4. Verhandlungstag. Hofsmann und Ocrtzcn als Mitschuldige! Am heutigen Sonnabend morgen Wersen die Zmtgenverneh- munzen fortgesetzt. Neu erschienen sind der jetzige Oberleutnant v. H off m a n n, der bei der Sicherheitspolizei angestellt ist, und der seinerzeit Oberleutnant Marloh zur gluckst derholfen und ihm da« Geld überbracht hat, sowie Generalleutnant z. D. Exzellenz v. Oertzen, welcher seinerzeit der entscheiden den Unterredung zwischen Hauptmaim v. Kesiel und Pfarrer Nump beiwohnt«. Zuerst wird Oberleutnant v. Ho ff mann vernommen: Vors.: Sie haben auf Befehl'oes Hauptmann» v. Kessel am 1. oder L. Juni Oberleutnant Ntarloh zur gtuchl verholfen? Z«uge: Ich habe von Hauptmann v. Kessel weder Befehl noch ltiiftrng gehabt Oberleutnant Biarloh zur Flucht zu verhelfen. Vors.: Haben Sie Oberleutnant Marloh beeinflußt? Zeuge: Darüber verweigere ich meine Aussage. R.-A. K i ta t h: Hat der Zeuge dem Oberleutnant Marloh 5000 Mark übcrbracht und von wem hat er daS Geld erhalten?— Zeuge: Auch darüber ver- weigere ich meine Aussage. R.-A. Kikath: ES liegt hier wohl kaum das Recht zur ZcuqniSvcrwcigerung vor. Zeuge: Soweit ich mich erinnere, war cS Hauptmann v. K« f f e I am 1. Juni nicht bekannt, daß ein Haftbefehl gegen Marloh vorlag. R.-A. Grün- fpa ch: Ist ei dem Zeugen bekannt, daß Hauptmann v. Kessel am 1. Juni eine telephonische Mitteilung hatte, daß ein Haftbefehl gegen Marloh vorlag? Zeuge: Darauf kann ich mich nicht be. sinnen. Angeklagter Marloh: Am 2b. Mai fuhr ich im Dicnstauto mit Hauptmann v. Kessel zu meinem Verteidiger Rechtsanwalt .Kikath. Wäbrend der Fahrt sagte Hauptmann v. Kessel zu mir: „Also, Marloh, lassen Ne ssch schleunigst eine Prothese machen, Sie bekommen dann 50 000 Mark von mit und müssen verschwinden." Ich antwortete:„Ich denke ja gar nicht daran." Hauptmann v. Kessel wollte dann gern der Unterredung mit meinem Vcrtei- diger beiwohnen, wie er auch bei meinen Vernehmungen stets gern zugegen sein wollt«. Damals fiel von feiten Kessels infolge meiner Ablehnung, zu fliehen, die Aeußerung: „In Zukunft sind wir als» Krindr." Dao war Äuvgang Mai. Am 1. Juni erschien Leutnant Hoffmann bei mir und sagt«, ich solle verhaftet werden. Ich ging daraufhin zu Hauptmann QSMUVll M V 1 1»»» k*.'*•» � »�'"öffrouöQtion bleiben wie bisher. Wer soll ihnen »r—"lonimen nftAriwfinpn das aus bcm Sefbstper- __ l und dem Vcrkoufs- el�Uern Ueberfchuß besteht? Sie können weiter Mgx.. Kunden, während jedem Lohn- und GchaltScmp- �te„°. verdiente Pfennig von vornherein an die � �Gehängt wird. rHiw i. ,. einfachsten foziofen Wirkungen der neuen 'feichf*{■. v Ünd dem Herrn Keil böhmische Dörfer. Er Ter Regierungspartei: olles andere ist schnuppe! Mr g;. Dr. Zehnter bewies etwas H ,';1"önis für diese Ding«. Er sprach starke Be- tfe nrnr, m en twnannten Paragraphen aus und wünscht steissz. �. Bewegungsfreiheit für die Gemeinden. Was ihn s'ken krotz aller verfassungsmäßigen Bs- xl? Kt'ük im einzelnen, der großzügigen Finanz- % j„ Reichs finanjministers ein kräftiges Lobsich.. nagen. Auch in Mittelstandsretterei übte �üb��erte über die zwangsweise Pensionierung • � dpz a �bre alten Beamten, bemängelte den niedrigen mviterfreien Einkommens und verlangte Privile- � bor.Familienstand und Kinderzahl. Endlich forderte p>t von cx�.mmisston eine Untersuchung über die Zuläsfig- ü»... mmenstcuerzuschlägen durch die Gemeinden, � Rechte nach der Verfassung nicht ange- dürfen und schloß, wie er begonnen: mit "sMinisstp� tatkräftige Arbeit deS Herrn Reichs- dächst freundlich grinsend, dankt aber nur mit � L J% Alltagsmiene. Die ibn auch nicht verließ, .'lleg. v* Wort nahm, um sein Reichsnotopfer zu vertei- m. Herren Keil und Zebnter vor dem Zugriff fn„r,."ichf sicher wähnen. Auf Grund der einichlä- , 1 i?Z K.rlnilrtnnr,cn des Friedensvertrages und eines Gut- Sl biP„ N.'itgz su stizmi ni sters hat er eine Erklärung ver- t? Erf„. � Tntentc ihr Unrecht nachweisen soll, falls sie er j- 8 Reichsnotopfers für sich beansprucht. Dann ■ �er in kräftigen Tönen die soziale Gerechtig- enen Stenern Ninronkbin die Kommission sie frei- Aber seine Miene siirv�maka" tS ,ern' woraufhin die Kommission sie frei nr. Inders prüfen müsse. Aber seine Miem % zu lmrll f'hre glatte Zustimmung schon in der Ur�AErZ kk�Ubf. fef y# armtlfr���hierte für die Demokraten Dr. D e r n- (ip.nM FrinhH; hes bedrohten Kapitalismus. Er begann P ,, schimpfte auf den Leipziger imab- erhtzb-1? hie Diktatur der Minderheit zum - Zilierte die zusammen gebrochene sozialisti- -ei;."s, ftpfkU s über alle diese Dinge das Oel seine? �ck'eiterhaufen in Bnand und machte r.Jl" die nickst gerade neue Entdeckung, daß � st«- 3)a8 fallwn sich alle Scm/ hrogrori-m l-'J1'"0 merken: für die seine Partei tb» einfrnf � einem der Gekämtheit dienlichen ' ��lich sei Geld nicht das höchste Erwerbssinne knüste genügender Spiel- abend» war ich fest enischlossen. mich in Schutzhaft zu begeben. Ich blieb die Nacht bei meinem Onkel, dem Pfarrer Nump. Am 2. Juni kam Kessel zu meinem Dickel, Pfarrer Rump, und ver- stand eS, ihn gründlich einzuwickeln. Leutnant Hoffmann brachte mir am b. Juni 6000 Mark und eine Fahrkarte O Kiafs« nach Frankfurt a. M. Dieses Geld und die Auslagen für die Fahrt müssen vw» Hauptmann v. Kessel gestammt haben. Ich entschloß mich erst dann zur Flucht, als Pfarrer Rump mir sagte, e» läge im vaterländischen Interesse, wenn ich im Augenblick fortginge. Zeuge Oberleutnant Hoffmann: Die Aussauge de» Anzekiaglen ist soweit richtig. Auf Einzelbeiieti der Flucht gehe ich, wie ich vorhin schon saglc, nicht ein. Marloh war noch am Sonntag fest entschlossen zu bleiben und faßw erst am Montag den Entschluß zu gehen, al» sein Onkel ihm erklärt«, sein Weggang zurzeit läge im vaterländischen Jnter.ffe. R.-A. Grünspach: Hat Oberleutnant Marloh einen falschen Auslandspaß gehabt? Marloh: Hauptmann v. Kessel hat mir das Ehrenwort gegeben, daß für mich in weitgehendster Weise gesorgt werden und daß ich auch einen Auslandspaß erhalten würde. Den Paß habe ich nicht erhalten. R.-A. Kikath: Ist dem Zeugen bekannt, daß Marloh geweint hat, als er bei der Flucht ins Auw stieg? Zeuge: Ich habe davon wohl gehört, gesehen habe ich e» nicht. ES wird dann der 64jährige Generalleutnant Exzellenz Fritz v. Oertzen vernommen. Vors.: Exzellenz waren wohl bei der Unterredung zwischen Hauptmann& Kessel und Pfarrer Rump zugegen, in der sich v. Kestel darüber äußerte, daß er den Befehl für die Erschießung gegeben habe, und in der er auch be- hauptet«, daß er den Befehl Reinhard» abgemildert habe? Zeuge: Ich n-chm aus Wunsch de« Pfarres Rump an dieser Besprechung teil. v. Krssel hatte sich mehrmals telephonisch an» gesagt, um festzustellen, ob eine zweite Flucht möglich sei. Kessel hafte zunächst gebeten, daß ich nicht an der Unterredung teil- nehmen sollt«. Ich ging darauf hinauS, wurde aber nach einigen Minuten wü'der hereingebeten. Kessel bestand darauf, daß eS unbedingt notwendig fei, daß Marloh verschwinde, eS läge nicht im Interesse der höheren Dienststellen, wenn er hier bliebe. E» dürste nicht verhandelt werden. Ich ftrigte:„In wessen Auf- trage sind Sie hier und in wessen Auftrage verhandeln Sic? Ich muß da» wissen, stufi hat die Unterredung für mich keinen Wert." Darauf erwiderte Kessel: „Ich Hab« Persönlichkeiten und Finanzleute hinter mir, die nicht genannt sein wollten." Er sagte weiter:„ES handelt sich um eine höhere diplomatische Persönlichkeit» die an ihn herangetreten sei." Ich verlangte hierauf:„Bitte nennen Sie Namen, sonst hat die©och« für mich keinen Zweck." Kessel anttvortele, er dürste Namen nicht nennen. Ich setzte dann die Gründe aorZeinander, die gegen die Fluch: Marloh? sprächen. Kessel erklärte dann bei der Unterredung noch, daß Marloh sich bei der Ausführung de» ihm erteilten Auftrages hervorragend benommen und nur auf Befehl gehandelt habe. Ich sagte zu Kessel, ich könne mir wohl denken, daß«S Personen gäbe, denen eine Verhandlung nicht genehm sei. Darauf erwiderte Kessel: „Es läge im Interesse deS Korps Lüttwitz, NoSkcS, Reinhards und in feinem Interesse, pah nicht verhandelt werde." gehandelt habe, so sei er unbedingt gebeckt und eS liege sn MarlohS Interesse, daß es zur Verhandlung komme. Kessel Wand sich ängstlich hin und her. Es ist nicht richviy, daß Rump Herrn v. Kessel«in Ulti- matum gestellt hat. DaS ist unwahr. Es ist auch nicht richtig, daß eine Erprvssung verübt worden ist. Ich habe d e Forderung von 500 000 Mark gestellt, in der festen Meinung, daß Kessel diese Forderung entrüstet zurückweisen würde. Das ist aber nicht geschehen, sondern er legte sich aufs Handeln. Kussel bat bei der Unterredung einen vollkommen ungünstigen Ein- druck auf mich gemacht. Er versteckte sich dauernd hinter seine Borgesetzten und stellte sich nicht vor seine Untergebenen, ibn- dern hinter dieselben. Wr haben keinen Zweifel daran gelassen, daß wir kein Interesse an der Flucht von Oberleutnant Marbch hätten. Aber wenn Marloh fliehen sollte, dann müsse für den Krüppel gesorgt werden. Deshalb stellten wir die Forderung von 600 000 Mark. Tie Erwägung, Marloh in« Baltikum zu schaffe? geschah meiner Ansicht nach nur in der Absicht, ihn zu beseitiget Die Verhandlung geht weiter. % Gewerkschaftliches.| Erklärung und Richtigstellung. Wir erhalten folgende Züsch olft mit der Bitte mn Veröffent« lichung: Die in$ljrer Nummer vom 23. 11. tmiiet der Ueberschrifi „Niedrige Methoden" gebrachte Notiz veranlaßt mich zu folgender Erklärung und Richtigstellung. Es ist richtig, paß daS in Rede stehende Rundschreiben de» Vorstandes des D.M.Verbandes von mir verfaßt" wurde und der Vorstand in.setiner Eesamcheit" nicht dazu Stellung genom- men tat. Richtig ist aber auch, daß drei m den Vorstand neu» g e>v ä h l t e besoldete Mitglieder den Eruwurf des Rund- schreibenS vor feiner Drucklegung durchgesehen haben und von ihnen keinerlei Eintvendungen dagegen erhoben worden sind. Bis zur Konsfttuierung deS Vorstände», die bis jetzt noch nicht erfolgte, werden die Geschäfte von den auf der Generalvcrsamm- lung des Verbandes gewählten besoldeten VorstandömitgliederN auf Grund bestimmter Absprachen geführt. Die jeiveilS in Siuttze gart anwesenden Vorstandsmitglieder verständigen sich über wiche tige Fragen von Fall zu Fall. DaS ist auch in bezug auf da» Rundschroiben geschehen. ES ist deshalb wenig„kollegial", wenn von„gutunterrichtcter Seite" der Anschein erweckt wird, al« ob nur die alten Vorstandsmitglieder das Rundschreiben heraus- gegeben hätten und die nötige Vorsicht dabei außer acht gelassen worden wäre. Der Versand deS Nuudschreiben» an die OrtSverwalbungen und Bezirksleitungen erfolgte in geschlossenem Brief. Damit war der vertrauliche Charakter de» Rundschreiben» für jeden Empfänger deutlich erkennbar. An ander« ccks berechtigte Empfänger ist da» Rundschreiben Weber von mir, noch von den mit dem Versand beauftragten Angestellten der Hauptverwaltung des D. M. V. geschickt worden. Damit fallen alle aus Stuttgart als Informationsquelle abzielenden Kombinationen der„gut unterrichteten Seite" in sich zusammen. G Reichel. Der verband der Buch- ttnd Steindrucker eiHIlfZarbclter bükt Sonntag vormittag, 10 Uhr, in der Bockbrauerei in der Fidicin« straße seine Versammlung ab. Die NechtSsozialisten gestützt auf den Bezirssverband der S. P. D. wenden all« Mittel an, um obenauf zu kommen uub der»erhaßten Opposition eins auszu- wischen. Die sck�echtesten Mittel sind ihnen geraoe recht. Es iit doingend erforderlich, daß all« Kollegen irad Kolleginnen, die aus den BRwn.de» Klassenkampfe» und de» RätegedanIenS stehen, zahlreich und pünktlich zur Stelle sind. Massenschlachtung vou Ferkeln. Wir wir au» zuverlässiger Quell« erfahren, sollen 800 000 Ferkel wegen Mangel an Futtermitteln abgoschiachiet werden- Unserer Meinung nach ist dieser Grund aber nicht der Maß« gebende, sondern eS steckt da etwa» anderes dahinter. Am 4, 12. kam ein Posten von 407 Stück in Berlin auf dem Schlachthofe an« Da» Durchschnittsgewicht der Ferkel betrug 16,4 Kilogramm. ES ivaren Tiere darunter, welche nur 3 Pfund wogen. Wie wir int Erfahrung gebracht haben, hat die Abscylachtung ein gewisser Herr Aron in der Hand. Der KreiStievarzt de» Berliner Schlachthofes hat dies« Tier« zur Schlachtung freigegeben. Wir fragen, auSl welchem Grunde? Auf Betreiben de» Arbeiterrates de» Bernner Schlachthofs» und weil die Gesellen sich iveigerten, dies« Ddere zu schlachten, sind die Ferkel nicht geschlachtet worden. Berlin soll 50 000 solche« Ferkel bekommen. Will der Reich»wrrtschastSm!n ister durch solche Masscnabichlache tungen von Ferkeln unseren Viehbestand bzw. unsere Schweine- zuchi heben? Wa» wird setzt mft diesen Ferkeln? Werden die andeven 250 000 abgeschlachtet ober wa» geschieht mit diesen Ferkeln. Titel Kommunist. Einem Arbeiter ging die Stewereinschätzung mit der Wwschrlst zu: An den Kommunist Herrn.... Ist'» Dummrheit auch, so hat e» doch Methode. Dar Emp- sänyer hat gegen diese Povteipolitssche Nubrizievu.ng der Steuer- Zahler Beschwerde eingelegt. Hoffentlich läßt die Antwmck nicht lange auf sich warten. Da Kessel immer wieder mit dem Hinweis auf das vaterländische Interesse kam. sagte ich, die Angelecenhcu könne doch dem Vater- �..... W M................ W..WW lande gleichgültig fein, eS handle sich hier doch um die Frage, daß i iverden. Viele müssen den Weg sogar doppelt und dreifach machen. MarlohS Tchvlpwstgknt»rwiereu würde. Da«arlab auf Beiebl j Warum stellt man für diel« Arbeit nickst ArbeitSlräit««in.>->rm In die Stadtverordnetenversammlung wird al» Nachfolger für dem verstorchenon Genossen Hermann Barenthin WilhÄm Thiel «in treten. Proletarisches Theater de» Bunde» für proletarische Kultur. Am Sonntag, 14. Dezember, nachmittag» 4 Uhr, findet im großen Saal der Philharmonie, Bernburger Str. 22, die Erstaussübrung de» Proletarischen Theater» de» Bunde» für proletarische Kultur statt. Ausgeführt wird.Freiheit" von Herbert Cranz. Da» Theater wird vom Januar an in Fabriksälen, Voikshäuisern usw. vor Arbeitern und Angestellten spielen. Ein Hebbel-BrahmS-Abend findet am Sonntag, 7. Dezember, abends Zhg Uhr, in der Stadthalle, Klosterftoaßc, stati. Mit- wirkend«: Hekting-Trio, Ida Mörike-Baßler, Paula Weber» Dr. Max Pohl. Von einem Krastwaaen überfahren wurde gestern in de« Pcrlebcrger Straße ein acht Jahre alter Knabe Cht stian aus der Stefanftraße. Schwervsvletzt wurde der Knabe nach dem Krauken» hauze gebracht, er dürfte aber kaum mit dem Leben davonlommcn. Mihsiäude beim Amtsgericht. Fortgesetzt gehen uns Ü'e- schwerden darüber zu, daß alle diejenigen, die vor dem Amis» gcricht erscheinen, um ihren Austritt aus der Landeskirche Zn• z- tokoll zu geben, stundenlang warten müssen, ehe sie voraetasfcn Y t7e M«mren zu i�fcr CrTcUTgung W�f auHcWen? To? afPenenoe Publikum kann von den Behörden eine schnelle Abfertigung ver- langen. ClternrSte. Eonnieg, den?. Dezember, vcnmittag» 9 Uhr, in der Schule Hinter der Karnifonkirchi: 2, Versammlung alber ber.-it? tätigen und provisorischen Elternräte. Stellungnahme zu d.r il merdnung über Elternbeiräte. Mitglieder der Vereinigung so.-.i.r-?.:r Lehrer und Lehrerinnen, sowie Mitglieder aller Bi.d:. U'.misfionen sind hiermit besonder» ftingÄodea. 5ehe«SWltkelka?euder. Grandau. Der Preis für eine Mittagsportion In der Kdegrtüche 6c!.. von Montag, den 8. d. M.. ab i MK.. für»in, halb» Portion EO Pfg. Bei einer großen Anzahl von Geschäften sind noch(B raupen ot er Delgwaren auf Feld 351 zu haben. Intern. Bund der R.N0, und R-H., Bez Norden 4. Dienstag, den P. D?' mber, abend» 7 Uhr. BezirKsoerfammlung bei Strauß, Pappel« allee 25. Lusweif« m ltdringen! U«s dm organisaNoNen. 17. Distrikt. 1». DIstelkt die Bezirke 746-758. 796, 797, 18. Distrikt die Bezi ke 794 uad 708. Ergebnis der am 21. November 191# statt» gefundene« Ur»»hl de» Spediteur» der Spedition Wedding fBoettchsr): t.TTo Franke now). IuTMS Schulwi? iltMf. Pinn Kraus» Nlchard' Beier(284). Der Äenosse ßtanht ist somit gewählt. verelnskalendsr» «iidnnM»u,fchuß Neukölln. Sonntag tn der CoT« Boddlnstraße Heine-Abend unter Mitwirkung von Maz Trapp(Rlavte), Ida Harth zur R i« d» n(D-fang), Ludwig H a r d t(Rezitation). Eintrittskarten zu 1,25 NiK. sind in der Buchhandlung„Irecheit", Cchiffbauerdamm 19, im Bureau, Neckarstraß«. und in den»Zreiheit- Speditionen, Necka.straß- 3, und Emserstrahe 32. zu haben. Oppositionelle»uchdruikeri Flugblätter zur Eauvorstandswahl sind abzuholen bei Baum, Slallschreiberstr. 47, Sonntag von 10 Uhr vormittag» ab und Montag von 5 Uhr ad. Internationaler Bund der Kriegsbeschädlaten.»tellnehmer und Kriege rhlnterbliebenen, Dezirk Norden IV. Di-nsteg. den 8. Dezein- der. abend» 7 Uhr. vezirksoersammlung bei ßtrauk, PappelaLe« 85. Aus weis« mltbringenl,, SeschafMche Mitteilungen. straß«._ Derantwortlich für die Redaktion A I f r- d W i- l- p p. Nel'�«- Berlagsg-nosfenlchafl..Freiheil-,«. G. m. b. H Vcilim- Dr»»- Lindeiidiuckerei und Bsllagsgelelllchoft m. b. H.«chiffbauerdanin Aus den Kinos. Im Schtvelzergarten-LIchtspielpalast am Friedrichshain 29/32 läuft vom 5. bis 11. Dezember das grandiose FUmwerk Lilli und bis 18. Dezember die Forlfetzung Lilli» Eh« nach dem bekannten Roman von Iolanthe lliiare». Der Film schildert dos Leben und Treiben der ele- ganten Welt in Berlin W. Aufjerdem läuft bis 8. Dezember da» soziale Bolksdrama: Der Sohn der Magd. Der Münchener Gesellenmord (21 Bilder der ErmordclenJ Die Blutschuld der P r.o c- c (Eine Tabelle.) FREIE WELT Heft 29. tiW Sit Str dilti Sfd Fern, Die Wunder der Natur Cin populäres prachtwerk über öle wunüer öes Himmels, öer � öer Tier- unö Pflanzenwelt sowie öes Gebens in ösn Tiefen öes 3 prachttönöe fn HxoKquart'Jormat 7b M. (eUildjCchlli# reucruiizezuichlas) mit 1500 Jlluflratlonen, darunter 130 bunte Sellagen. ?->arbettet vo« 83 der bedendendsten Mokurfortcher de, 7.il, n.«»»iande,. daruvrcr W delmi gZötfche, 2r. H. e.n.üver.! Nrrinide»- wer, und seinem liinsilkitlch«» vennliwkrt Den Anlauf de» Bcrljaltnlämadig eritaunlich billigen Werte« rechtstriigen.' (Tn vtlcherwurm.) Wir licfcrtt da» ganze Werk ,'vfor» auf etumai gegen n iruatSzadllMgeu von nur 7 Mark Nu» dem Inhal» «rfchefnnngen der Srdoberstilche. Elsbrrge/ Waffer ». Wind».« Ikiumeliiti/ Tie Sei-r, S e»ItticUt tm Hoch- ge:trg-, Unwitr»-!..« S>uh>!wse/ Sit Fe ierderge der Gide usw. «rlchelnuiigcn der»„molUdSre. Fala Maraana/ Die «nndtr der Gidbtiinre/ Urd-r Patarttchter/ Utrtt Wirbe'.ffurme nn« WeilerjZuteil I Ter Regenvogen/ Kchnccsterne/ Da««e» »wer u-w. PhWfatlfche n«d chemisch- arlcheinnngen. Glettrllch« Gnliai-ui-gen t Da- Si.-Giaii- euer/»unlitiche Pflanzen/ Ire S>t>. und Haidedcistttne/ Unsichibare«Irablcn/ Wirde! u. Bellen d. Sutt/ Siangflguren/ Magneitjche»ratilliilen Sln» dem Dt erreiche. Rcflei bauende Eliugettere/ Au« dein Ltden eine« Duntnmanne» iMaiuwurf)/ Aine.scntreffer' ttti Kammat/«rrlwilidtge«ogetnefler/(itn t-ogei atU sei nur ansgefllhrt»- HZnden, Der Uraflne unserer«?g?f/ Der fliegende Drache/ Fliegende Fache/ Tiere, die tietner Nwrden/ Heben und Lieben der flrölche/ Tie Gnlflcu:» e.ne» vieneniiaaic»/ «n« dem Leben der«weisen! L'eiitr.itni inner im Jnlelicn- reich i K«ereilen' ten/ Seester»«/ Sil ii-dier und ihre Ttsebgenoffe«/ Meter Schwämme/ Serallciidanten uiw. Nu» dem Pflanzenreiche. Die Raffieffa, die arSßte Pflanze du Well/ Jnlelienirtffend« Pflaneeu/ 851t Pflanzen teilen/ Die Königin der Nacht/ ll'.oo-iriui der/ Pom fliehetinnt» de« lallenden Laube« ujw. «u« dem Reiche der Sterne. Die«ele de« Monde« I sttainnieii out der Sanne i Walen an? dem Wellraum/ Die Mtlierrachlttanne< Sit Redet und da» Werden der Welten/ Da» Zodlalatttcht u|n. WoUbrück& Co.. Oerlin N, Granisnburger Straße 59. SefteUscheia au» der.Jeccheil*. fi", T»jre ijtii..-j,,, Briftiiinieliio.i ibr Uurerzetchnelcr desielli tjt.rmU bei der Wnchhandtesi p. wolldrllet»«»., Cetlin U die wunder Üer .1 Prachtbände tn«ralchnari.Farinat Ol. 7»,-«Jjj Teuerung'jul... t�Fllunrar. TcuerunQ�ni m. ijw uu4.j,«. Soiraa Iß uachjttNihmen— wird irach �»mpfaug em» nnmatl. bezahlt. Ersäll.-vrt vlitb wich au M.. Name, WMo nüt ectilem FrleUsnsKaut- kM von 4 Mark an. p ■i TeüzaM. Zahnziehen m. Clnspr. fast vollst,«chraenloj. 4(iotdkronen von 30 Mk- an. Zäiin« ohne GamnenpiaUe. fj UmarfaeUung scklechtsiiz. Gebisse. 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