kin�lpress 15 Pfennig- 2. Jahrgang Mittwoch, öen 10. Dezember 1919 Nr. 599 /Ä327/ Morgen-Ausgabe Hie.Jte�eit« er'fekt motflfn« tn» naiHnltto«, mn morgn» Her vezua-peei, beträgt bei ireier Zustellung in, bau, für Siroz-Lertrn 4-— DU. bei direktem pojU'tjwa Mona».».45 I». bei Zustellung unter ftreifbanb istr Dnttfojiem# 6.50 m, für, Auliand 7.50 Hl, per Brief 12�0 M. «rtnfrtcn mid Expedition: Berlin RW. v. Schiffbanerdamm 19™. 7ernspr«ch«r: Amt Norden ZB93 und Jnftrat» kosten M» Ochtgespalt. Nenpeereillezeil» oder deren Bern« 1�20 Dlt, wortanzeigen da» ieetzedruckte war»*0 pf, jede» weitere Wort 25 pf. lenerungezuschiaz 20 proz. Bei jmnilien» n. versammlungzanzeige» fällt der Zuschlag fori. Znferale für den daraus« folgenden Tag mästen spätesten, dl» 5 Uhr nachmittag, bei der chzpeditian ausgegeben sein. J«s«rat««»AP«»llnngi verlin NW. S,«chiffbstuerdnnim 19 Sernjprrcher: Xmi Norden»768 berliner-Orffon taoenolf�! MkigWWe»! B.. ihre höchste Instanz, durch den Parteitag zu Tejoig, hat sich die Unabhängige Sozialdemolratie «Ujcylands erneut und entichieden zum revolutionären Cialis mus bekannt. ?n dem einstimmig beschlossenen * J> o n s p r o g r a m m wird ausgesprochen, dah die nLre.ung der Arbeitcrllaste nur das Werk der Arbeiter» Iie selbst scst, kann, die alle Rops» und Handarbeiter z/'Wt. Die Eroberung der politischen a/�chl durch die Arbeiterklasse ist die Vorbedingung zur �tvirklichung des Sozialismus. tH e®61 Befreiungskampf der Arbeiterklasse wird ge- ..>�am geführt von der Unabhängigen Sozialdemokrat {' Ecwerkschaftcn, die sich zum unverfälschten Klassen» !nps bekennen und der proletarischen Räteorganisation. . Werdern darum unsere Genomen und Genossinnen auf, � fernerhin für ein brüderliches Ziisammeaarbsiten zwischen diesen örel Grganisationen die sozialistische Revolution zu wirken. In unserer muh alles daran gesetzt werden, dast die Grund- £«« und Forderungen des wissenschaftlichen Sozialismus � Gemeingut aller Mitglieder werden. In den Ee- J�ichasten haben unsere Mitglieder unter Ablehnung » � fynbi la!istisci)en und anarchistischen Bestrebungen bei (J Umgestaltung der Gewerkschaften zu Kampsörganisa» das treibende und führende Element zu sein. Die Organisation jst in st) rem wirtschaftlichen und poli- Aufbau auf das tatkräftigste zu unterstützen. i.e.. rknser aller Bestreben musz es sein, vor allen Dingen zu sorgen, öaZ üas öevtfche proletarkat erftarkt und kampffähig gemacht wird. Ae Partei hat durch ihren Parteitag abermals den »-.Mütterlichen Willen bekundet, jeden konterrevolutio- Ssio?' militaristischen und lapitalistischen Putsch durch "»enaktioncn niederzuzwingen. z,. Das Treiben der nationalistischen Mid imperialistischen c�«>tion, die schwächliche Haltung der Regierung, deren sein 2®rge der Schutz der deutschen Kriegsverbrecher zu t>epo'�in(, gcl-en dem Entente-Imperialismus immer d.Js.Gelegenheit, den Frieden hinauszuschieben. Das VW. Proletariat ist nicht gewillt, sich durch die Machen» der Reakkion in (%, neue gefährliche Abenteuer zu lassen. kapi'f?" der Erkenntnis, datz dem imperialistischen Welt- geschlossene Front des internationalen revolu- iutiL. Proletariats entgegengestellt werden mutz, de- | q m der Parteitag seinen starken Willen zum Z u- �t,tn schlug m'i t dem revolutionären ery.' � t a r i a t aller Länder. Wir erklären uns drö.,.,'blldarisch mit unfern von der Wcltrcaktion be» �.russischen Brüdern und fordern mit verstärktem J�druck den sofortigen 5rkeöen mit SowftteußlaaS l Die Blut- und Eisenpolitik der Roskesoziallsten hat sich im Marloh-Prozetz in ihrer furchtbaren Barbarei enthüllt. Der weitze Terror der Ordnungs- bestien zeigte sich in diesem Prozetz in seiner ganzen Scheutzlichkeit. Das Urteil wirft wie eine Aufmunterung zu neuen Gewalttaten und wie eine Heraussordenmg des klasfenbewutzten Proletariats. Mehr denn je erkennt das deutsche Proletariat, datz dem Wüten der militärischen Gegenrevolution eiae einheitliche proletarische Kampffront entgegengestellt werden mutz. Die Arbeiterklasse wird vm so stärker sein und um so rascher siegen, als sie.geschlossener und einiger auftritt. Diese Geschlossenheit kann nicht er zielt werden durch eine formelle Einigung innerlich aus» einanderstrebender Elemente, sie kann nur von der Ar- bcitcrklasie selbst herbeigeführt werden aus dem Boden des proletarischen Klasienkampses, der der Diktatur des Mili- tarismns und des Finanzkapitals die Diktatur des Proletariats- entgegenstellt. Desbalb ist das Be- kenntnis in Wort und Tat zu den Grundsätzen und For- derungen des wisienschaftlichen Sozialismus, wie sie in unserem Aktionsprogramm niedergelegt sind, ist die Vor» aussetzung zur Einigung der Arbeiterklasse. Dem proletarischen Klassenkampf Inhalt. Richtung und Ziel zu geben, das ist die geschichtliche Aufgabe, die unsere Partei zu erfüllen hat. Sie tann dem Proletariat in seinem Kampf für den Sozialismus nur Führerin und Bannerträgerin sein, wenn sie der rechtssozialististh-bürger- lichen Politik euze unabhängige sozialistische Politik ent- gegenstellt. Parteigenossen! partelgenofssnnen l Der Parteitag hat uns ein Aktionsprogramm ge- schaffen, besten Werbelraft von der grötzten Wirkung sein wird. Er hat unsere Partei«ach heitzem Ringen durch seine Arbeiten und Beschlüsse nur geschlossener, stärker und kampfesfreudiger gemacht. An euch ergeht der Ruf, nimmer in der Arbett zu erlahmen, durch die das Proletariat für den Sozialismus sgewonnen werden soll. Schwere Kämpfe gegen den Kapitalismus liegen hinter uns. Schwerere Kämpfe für die Befreiung der Arbeiterklasse stehen uns bevor. Von der-Dummheit nicht verstanden, von der Gemeinheit gehatzt, von der Niedertracht verfolgt, von der Brutalität bedroht, trotzen wir allen Stürmen! Denn in uns allen leben unansrott- bar Kampfeswille und Siegeszuversicht! Wir alle sind bereit, für die Besreiung der Menschheit unser ganzes Sein einzusetzen. Das Zentraltomktee dtt Unabhängigen Sozialüemokratijchen Partei Veutschlanüs. Artur Cn'spien. Ernst Däumig. Wllhelm Dittmams. Adolf Hoffmann. Wilhelm Koenen. Franz Künstler. Julius Moses. Anna Nemitz. Hermann Radtke. Kurt Rosenfelb. Walter Stoecker. Luise Zietz. Lankroll. In keinem ÄttHbe der Welt wäre ei möglich gewssei� daß ein Volk, das Anspruch erhebt, ein Kuildurvolk zu sein« ein« Woche lang mit der größten Gemütsruhe und SchasS» geduld einen Prozeß über sich ergehen ließ, der wie der jetzt abgeschlossen« Pdavlöhprozeß alle Hüllen niodergerissen hcch die die Brubalität, Ztiedertracht, Lüge und Gemeinheit der. Herrschendon Schichten umgaben. In keinem Lande des Welt wäre es möglich gewesen, daß in einem solchen Prozeg ein freisprechendes Urteil gefällt und die Hauptschuldige� nach wie vor von der Justiz geschont und sorgsam im Hin-« tergrunbe gehalten werden. In keinem Lande der Wells wäre eS möglich ge-ivescn, daß eine Negierung, die so im» sagbare Schniach duldet, auch nur einen Tag länger vor der allgemeinen Empörung und Verurteilung sicher gowesenl wäre. Im nachrevolutionären Deutschland,.dem Lande dev „vollendetsten Demokratie" und der höäisten„Kultur" ist dies alles möglich Hier ist es möglich daß der Mörder von 29 lmschutdigen Männern mit einer lächerlichen Bazatefl- strafe das Ofstziersgericht verläßt. Hier ist es möglich, daß die Mitschuldigen dieses Mörders noch heute in Amt und. Würden sitzen und sorgsam darüber wachen, daß die letzt« Wahrheit, die letzten Hintergründe dieses politi- s ch e n Prozesses nickst enthüllt werden. Hier ist es mög-i lich daß die Minister, die für dies alles verantwortlich sind, �seelenruhig ihres AmteS walten, unbehelligt von einem Parlament, in dem die ganze Unfähigkeit, Unselbständig- koit und Urteilslosigkeit der Station verkörpert zu seilt scheint. Man vergegenwärtig« sich waS dieser beispiestose Prozeß, der im Inlands wie im Auslände das größte Auf- sehen erregte, gebracht hat. Infolge eines Konfliktes zwr- schon den nächsten Beteiligten an dem Matrosenmord wast die Solidarität, die noch zwischen den Mördern Karl Lieb- knechtS und Rosa Luxemburgs geherrscht hatte, gesprengt, Stur dadurch ist es möglich geworden, daß die Untersuchung, die notgedrungen infolge unserer Enthüllungen eingeleitet werden mußte, nicht nur die Angaben eines der wie durch ein Wunder auS der Hölle in der Französischen Straße Entronnenen bestätigte, sondern darübep hinaus in den Pfuhl der Lügen, Fälschungen und Perbreche« chineinleuchtet, der, als Erbteil des kaiserlichen Deutschland, des preußisch-deutschen Militarismus von der republikmru schon Regierung übernommen, die Grundlage ihrer Existenz bildet und mit seinen giftigen Miasmen das gesamte Poll* tische L«ben Deutschlands verseucht. Während der Prozcßverhandllmg wurde mehrfach mA Neckst betont, daß dieser Prozeß ein politischer sei. DaS ist er in der Tat. Nicht nur deshalb, weil hochstehende poli- tische Pcrsönlichkeitm in den Prozeß hineingezogen sind, son- dern vor allem deshalb, weil die gesamte Politik der Ro- gierung, die Politik eine» schändlichen Kompromisses miß den Mächten des alten Regimes, die Politik der Wiederaus richtung de» alten Militarismus in seinen abstoßendste«! Formen, die Politik der Lüge und Brutalität auf der An- klagebank saß.! Mit sicherem Instinkt spüren die Wortführer der mon- archistischen Gegenrevolution, daß dieser Prozeß, der dick abgrundtiefe Verworfenheit der kaisertreuen Offiziers- kamarilla aufdeckte, ihnen unheilbare Wunden geschlagen hat. Dieselben Kreis«, die anfangs durch Verherrlichung desl Angeklagten und seiner hochgestellten Hintermänner die G», fahr abzuwenden suchten, sehen sich jetzt genötigt, mit der» selbest Schärfe gegen die Negierung vorzugehen, wie Ober« leutnant Marloh und Pfarrer Rump gegen Herrn von Kcstek vorgegangen sind. Diese Kreise billigen auch heute noch den Matrosenmord und jene Gewaltmethoben, die den Morfl herausbeschworen. Sie wülden heute ebenso wie im März Hunderte von unschuldigen Menschen abschlachten, um ihrq offene oder verhüllte Macht zu behaupten. Sie sträuben! sich aber dagegen, daß nur sie, die Hintermänner der uni- formierten Henker, vor der West bloßgestellt sein sollen. Siq 5#!# finden in Groß Berlin zahlreiche Maffenversammlunaen statt. Marloh und feine Mitschulöigen. ü Arbeiter, Angestellte! Agitiert für Massenbesuch. fcoüen nun auch, da? die Auftraggeber dieser Henker, die Nutznießer der Gewaltanwendung ihr Teil von Verantwortung tragen. Deshalb kündigt der„Lokal- innzeigcr" zähneknirschend an, daß die Angelegenheit nicht erledigt sei, daß weitere Prozesse notwendig seien, und daß idabci ohne Rücksicht auf Ansehen und Stand a l l e S ch u l- d i g e n ibre gerechte Strafe finden müßten. Und wutcnt- flammt hebt die„Deutsche Tageszeitung" die Namen ßd o s k e s und des GeheimratS Strauß hervor und spricht von hochstehenden, finanzkräftigen Kreisen, denen der Marloh-Prozeß unangenehm war und die ihn deshalb mit allen Mitteln zu hintertreiben suchton. Es handele sich aber schließlich nicht um einzelne Namen. „Trirn was bei dieser Angelegenheit unter Anklage steht, t>aS i st das ganz miserable, klag. liche, heuchlerische System dieses neuen Negi. m c s, das niemals den Mut zur Wahrheit hat, das immer a n. b e r e sucht, die siir die ihm peinlichen Notwendigkeiten einstehen. Tie Herren von der Regierung wissen genau, dast eS ohne Gewalt, und stellenweise brutale Gewalt, in Zeiten wie diesen nicht abgehtz Und sie sind ganz damit einverstanden, dasj sie mii Nachdruck zur Anwendung gebracht wird, wenn eS sich um die Be- Häuptling ihrer Herrschaft handelt. Aber sie woUen um alles in der Welt nicht davon geredet ha�cn. Und diese Jämmerlich. k c i t der Angst vor der eigenen K u r a g e ist eS, die so ungeheuer korrumpierend gewirkt hat, und die den Wust von Nu. Wahrhaftigkeit und von scheinbaren und von wirklichen Versuchen zu RcckstSbcugiingcn erzeugte, der tatsächlich vorhanden ist. Ter lst kein Ueberrest des al�n Regimes, in dem solche Tinge nicht notwendig waren, weil da die übergeordneten Stellen noch den Mut haben konnten, für die Taten der Nachgeordneten riiiziistchen, sondern er ist ein typisches Produkt der aus Unmoral gezeugten, in Unmoral sich wälzenden und eines Tages auch in ihrer Unmoral! erstickenden Revolution." Ganz richkig betont haS Agrarierblatt, baß da? typische Merkmal der heute Herrschenden ihre„Jämmerlichkeit", ihre„Angst vor der eigenen Courage" sei. Das alte Regime war in dieser Beziehung einheitlicher. Es hatte die Eon- rage zum Mord und zur Gewalt. eS war ausgebaut auf der Solidarität der abeligen Vureankratie und der sich als gottähnlich dünkeriden Offizierskaste. Damm konnte es offen für das Regime der Gewalt eintreten. DaS heutige Regime jedoch, deren markantester Vertreter Noske ist, kann das Mäntelchen der„Demokratie" nicht entbehren, und davmu stützt es sich zwar ans die Adlklsbureaukratij? und die Offizierskaste, es wäscht aber seine Hände rn Unschuld und rückt weit ab von seinen eigenen Werkzeugen, wenn un- Versehens die Hüllen fallen und das Volk Einblick erlangt an das innere Getriebe dieses auf Lüge und Heuchelei auf- .gebauten Regimes. Die„Revolution" hat nichts damit zu tun, wie die„Deutsche Tageszeitung" denunziert. Denn diejenigen, die als Nutznießer dieses Regimes auftreten, sind nicht Tiöner der Revolution, sondern der Konter- revolution. Darum bedenket die jetzt abgeschlossen« Phase des Ma- tto seirmo rd-P roze sses— die sicherlich nicht die letzte sein wind— nickst mir den Bankerott des alten kaiierlicksen Deutschland und deS in Fäulnis begriffenen, degenerierten deutschen Militari smus, sondern auch den politischen»ind morail ischen Bankerott jenes Regierungssystöms, daS diese tKräfte künstlich konserviert und die Elemente der Zersetzung In olle Gebiete des gesellschafblichsn Lebens hineinträgt. Was der Marloh-Prozeß offenbarte, ist die Signatur des Heutigen Deutschland: die Signatur eines Landes, in dem Regie- rung und Verwaltung. Heer und Justiz sich mit verzweifelter Energie, mit allen Mitteln der Gewalt und Korruption sich dem Fortschritt elltgegenstemmen und in ihrer gemeinsamen Liebedienerei vor den Priviligierten und Besitzenden täglich mit immer größerer Klarheit dem Volke die Tatsache vor Augen führen, daß alleS was besteht, nur wert ist, daß es zugrunde geht._ Las böse Gewisse». Unsere wahrheitsgemäßen Darstellungen Wer den Pdärzaufstand hoben den Anhängern deS NoSkesystemS und insbesondere dem RcichSwehrminister selber bange Stun. den dereitet. Letzterer ist insbesondere über die FeststcH kimg betroffen, daß er durch seinen Schießbefehl joden Sotz baten zum Richter über Leben und Tod gemacht hat. Dieser Mann, der nach der eidlichen Auslsave Kl awundes nickst tzimnai mit der Wimper zuckte, als ihm dieser am Abend des 11, März von der blintilgen Tat in der Französischen-Straße in Kenntnis setzte, spielt jetzt den Entrüsteten. Er glaubt sich do-gagen verwahren zu dürfen, daß durch feinen Schießbefehl U n f ch u f d i g e in den Tod geschickt worden feien und verfuckst sich daher unter Berufung aus den Stand- rackstSbesehl zu rechtfertigen. Dieser Befehl, am 9. März ergangen, lautote: .Der Oberkommandierende in den Marken, Reichswehr Minister Noike» erließ gestern folgende Anordnung: Tie®t«u- s« mkeit und Bestialität der gegen un» kämpfenden Spartakisten zwingen mich zu folgendem Befehl: Jede Person, die mit der Waffe in der Hand gegen RegierungSlruppeii kämpfend angetroffen wird, ist sofort zu erschießen.". Hierzu stellen wir fest: Der Standrechts-besehl ist Herrn NoSke von den Militärs abgenötigt worden. Sie wollten in Berlin endlich einmal„ganze Arbeit machen" und vor allem mit den Truppenteilen Abrechnung halten. die sich dem neuen militärischen System nicht unterwerfen wollten und an den Errungenfchpften der Revolution fest- hielten. Um für die Verkündigung de» Siu ndrecht» eine Art„rechtliche" Unterlage zu bekommen, wurde den amt- liehen Stellen die Lüge über den Lichte nberg er Ve- a in t e n m o r d in die Welt gesetzt. Der von Noske erlassene StanIdreckstSbcfehl, der die Erschießung jeden androhte, der mit der Waffe in der Hand kämpfend gegen Regierungstnrppen angetroffen wurde. ging'den Militärs aber noch nicht weit genug. Lüttwitz er- ließ S o n d e r b e f e h l e, die die Todesstrafe auch für die. jenigen anordnete, bei denen Waffen gefunden wurden oder die in dem Verdacht standen, geplündert zu haben. Diese Befehle kannte auch Noske und auf sie sind hunderte völlig unschuldige Ovfer zurückzuführen. Außerdem hat Noske insbesondere die Matrosen für vogelfrei erklärt durch den Befahl, daß jeder Angehörige der Volksmarinedivision, der noch mit Waffen angetroffen wurde-- also nicht kämp- send-- nach Kriegsrecht zu behandeln, das heißt also: »u er-sch i eßen sei._ �. Das ist di» Wahrheit. Sie kennzeichnet RoSre und sein St'siem. Und daher erübrigt es sich auch, etwa nur mit xineiil Wort auf die Auslassungen einzugehen, die her Mann in der gestrigen„B. Z." losgelassen hat. um sich von der Schuld an dem Blute der unschickdig Gemordeten rein- zuwaschen. ES gibt unter den anständigen Menschen heute nur noch ein Urteil über Noske und sein System. Und das heißt: Gerichtet! Sesselslster. Herr Kessel hat geruht, den amtlichen Verdunkelungs- stellen mityuteilen, daß er sich nicht mit der Absicht trage, einen AuSflug nach Argentinien zu unternehmen. Tarauf. hin wird nn n flugs behauptet, die von der„Freiheit" ge- brachten Mitteilungen über die intensiven Vorbereitungen dazu entsprächen nickst der Wahrheit. Schockschwerenot I Es scheint in Deutschland immer noch Leute zu geben, die das. was ein Kessel sagt, als Evangelium betrachten, ob- wohl selbst ein Pastor R u m p von dieser blimdseligen Ver- ttrauenswut gründlich kuriert wurde. Nicht für die Evangelimänner, die Kessels Ehre flicken und auf lackieren wollen, sondern für die Denk- und Urteils- sähigen stellen wir daher fest: Tie Vorbereitungen für Kessels Fluchst,-die nach dem Duell gegen Rnmp stattfinden sollte, sind tatsächlich getroffen worden. Daß sie durch unsere Veröffentlichung gestört winden, ist gewiß zu bedauern, aber nicht zu ändern. Vielleicht läßt sich für die Vorberei- liung eine andere Stelle finden, die besser dicht Istilt als Dahlem. Herrn Kessel dürfte inzwischen nichts geschehen. Denn-daß er nicht verhaftet wird, dafür bürgt za unsere Justiz. m SeWverslüMchkett. Amtlich wird mit großem Eifer dementiert, daß Hauptmann P Kessel vom Amt enthoben sei. E? bade nur einen bean» fragten Urlaub erhalten. Wir haben nicht» anderes erwartet. Der Herr Polizeipräsident Eugen Ernst, ehemaliger Vorsitzen. der der Sozialdemokratischen Partei Groß-BerlinS befindet sich in der Gesellschaft Kessels, bei Anstifters zum Matrosenmord so wohl, wie sein Duzfreund StoSke in der de» Gesindel-Reinhard. * Die.Post", die vor einigen Tagen RoSke mit dem Revokber bedrohte, berichtet, in parlamentarischen Kreisen verlaute. Rein- Harb und NoSke würden wahrscheinlich au» freien Stücken ihre Entlassung beantragen. Dieser Wink mit dem Zaunpfahl dürfte wohl kaum au»reich«n, um die Hüter de» Augiatstalle», die auf Gedeih un-d Verderb mit eirunder verbunden sind, verschwinden zu lassen. vosle vnö die ZmmuMl der AdgeorMe». Trotz unserer verschiedentlichen Hinweise auf die Aussage deS Hauptmanns Schwabacher im Marloh-Prozeß, daß Aosfc im �uni unter Verletzung der Immunität der Ab-> Freren pev izrievenvoeri ruges uic u �. i geordneten, die unabhängigen Abgeordneten habe verlosten laeianaenen ihre Frcilieit wiedererhalten. Damii. x:_ cn_»«..-.fr.ru.. 1 U c I et" y. r." c r•' V.'. �rjr.. JOie"1 Gefangene« mit der Jnkrastfehnng de» Friedensverträge» lges la wlse en vigueiir du traite) freilassen werde. E» W (einen Grund die? neuerdings zu wieoerholen. Drr Oberste Rat uerweilt nur bei den Einwendungen gegen die Kompensatiaa»- fordernng für die Zerstörung der deutsche« Flotte in Scapa Fla» und gegen die Ankündigung etwaiger militärischer ZwangSmaf- iiaymcn, die in der Note der Alliierten vom 1. November gemacht worden ist. Eine beizefügt« Separatnote gibt Antwort auf die deutsch« Note vom 24. November in der Angelegenheit von Scap« Flow, Bevor die alliierten und assoziierten Mächte ihr« Forde- rung stellten, haben sie diese Frage geprüft. Sie teilen die fnrchtungen der deutschen Regierung wegen der wirtschaftliche» Folgen für die deutschen Häfen nicht. Sie halten das Protokoll in seiner hiSherigen Fassung aufrecht. Nachdem die alliierten und assoziierten Mächte das vollständige Verzeichnis('etat comp'«1' der Schwimmdocks, der schwimmenden Kräne, der Schlepper und der Bäggcrschifse, die in dem Protokoll verlangt werden, erhalte» haben, werden sie ihre Auswahl bekanntgeben, wobei sie der allgemeinen wirtschaftlichen Lage der deut- schen Häfen Rechnung tragen werden. Wenn da»» die deutsche Regierung beweisen zu können glaubt, daß eine der genannten Forderungen geeignet ist, Deutschland in der 3«' friedigung der berechtigten Bedürfnisse betreffend die Aufrecht- erhaltung der Fiußschif-ahrt und anderer»virlschaftlichen Leben»- intcressen der gleichen Art schwer zu beeinträchtigen, so kann d-e deutsche Regierung den alliierten und assoziierten Hauptmächte ihre Rückforderungen stellen, und diese Mächte werde» ihrerseits bereit sein, sie nach Anhörung der Wiedergut- macbungskommission im Geiste der Billigkeit zu prüfen. WaS den letzten Paragrapben des Protokolls vom 1. Novent- ber betrifft, so ist der Oberste Rat der Meinung, daß die UnEv zeichnung—.-.»..i.»» Urkunden t r a g s und damit »,|0 l|l orr'VurifrO ut».»»»»v, k- deS Protokoll» und die Nicderlegnng der Ratifikation�- die Jnkraftfepung des Frieden»»«'' und damit de». Eintritt de« Friede«»»*' herbeiführe«. Von da ab wird die Durchführu--» der Beftimmungrn de» Prorotall»— eine Bedingung für �"'ratttenirn,*(» Friedensvertrag»— durch di««ll» Iiikraftsehunz gemeinen Bestimmungen diefe»«r»»»»»., wie durch die üblichen, vom Bölkerrecht vorgesehenen BerfahE-' garantiert. Bis zur Jnliaftsediing de« Friedensvertrag»*" inner« wir zum letzten Male daran, daß di« Kündigung»' WafsenstillstandeS genügt, um den alliierten Armeen fede 0'" rechtig«, g zu mililäcischen Maßnahmen»� verleihen, die al» nötig erachtet werden. In diesem S'»' erwarten wii die«noerzüglich» Unterzeich»»"� de» Protokoll» und die Riederlegung der Ratifikati»»� Urkunden. Genehmigen Sie usw. gez. Elemenceau- In einer zweiten Rote begründet di« Entente noch»>� ihren Standpunkt in der Scapa Flow-Angelegenheit. Beitze Noten der Entente sind in einem fachlickfen, kann fast sagen, versöhnlichen Ton gehalten. Tos grüßen swerteste an der ersten Note ist. daß der Oberst« unzwerdeutig nochmals feststellt, daß sofort nach Jnkran treten de» Friedensvertrages die deutschen Kriegs.. -.....- rrvurrtit in In dem vor dem Berliner Militärgericht verhandelten Mord- Prozeß Marloh und Komplize« machte der Hauptmann S ch w»- b a ch e r alö Zeuge unter feinem Eide da» Eingeständnis: „MoineS Erachten» trägt an der Erschießung der Matrosen in der Französischen Straße der NoSke-Erlaß die Schuld. Wie weit die Regierung ging, illustriert der Fall drr Haftlisten, welche kurz vor dem Bersailler Frieden aufgesetzt wurden. IN diesen Hast- listen setzte stch der RcichSwehrminister NoSke über die I m in u. nttätder unabhängigen Abgeordneten hinweg, weil der Minister die Absicht hatte, gegen die NnteGeichnutig des Frie- denS zu stimmen. Da eS sich um einen Eventualbesehl handelte und der Minister nachher für den Frieden stimmt«, sind die Hast» listen nicht in Kraft getreten, aber ihre Ausstellnng ist überaus bezeichnend. So war«» in zahlreichen Fällen." Inwieweit«nd feit wann ist dir Regirrung über da» gr- kennzeichnete recht», und vrrfassunglwidrige Vorgehen des Wehr. minister» RoSk« nntmichtet? WaS gedenkt dir Regierung in tun, mn die gefährdete Im- munität der Mitglieder der Nationalversammlung, sowie Frei- hrit und Lebe« schuldlos»» SlaatSbürger sicherzustellen? Zugeslüiiliuisse der Enlenle. , Pari«, 9. Dezember. Der Piasident der Friedenskonferenz, Clemcnceau. hat dem Freiherrn von Lersner am Montag abend folgende Note überbringen lassen: Pari», den 8. Dezember 1919. Herr PrZsidenti. Der Oberste Rai hat Kenntnis, genommen von der Mit- teiluug, die Sie am 1. Dezember, namens der deutschen Regie- rung gemacht haben. Di« Noten vom 1. und 22. November haben die Verantworilichteii der deutschen Regierung bei der Verzögerung der Ralifikation de» Frie- denSvertrageS festgestellt und ihre Schlußfolgerungen bleiben be- stehen. Die Anregung beireffend«in angebliche» Recht Deutsch- land»(al» Kompensation dafür, daß die amerikanischen Dele- gierten bi» zur Ratifizierung de» VcrirageS durch di« vereinig» ien Staaten In den Kommissionen fehlen), eine Aenderung der Vertragsbestimmungen über die Auslieferung der Schuldigen und die Rückkehr her Kriegsgefangenen zu verlangen, ist un- begründet. Nach d«n Schlußbestimmungen de» Verirage» soll die- ser in Kraft trenn, sobald ihn Deutschland und drei der alliier- ten und assoziierten Hauptmächte ratfiziect haben. Ein Ver- such Deutschland», diese Inkraftsetzung von einer neuen Be- dingung, nämlich der Anwesenheit der amerikanischen Delegier- 1"r- ien in den Kommissionen abhängig zu machen, wäre vergeblich.> ber Ansang bcr Note klar und deut. ich. Es ist unrichtig, daß der deutsche Standpunkt in dieser Hin sich- 1 deutsche Negierung versucht hat. aus der am 14. Oktobe» gebilligt worden sei. Ebenso ist eS unrichtig, daß die Herren von Siuison und von LerSner am 20. November zu mündlichen und schriftlichen Verhandlungen über da» Protokoll vom 1. November eingeladen worden seien. E, ist ihnen einfach gesagt worden, daß angcsichlS einer schriftlichen Note die Witsche Rcg'erung schriftlich und lediglich auf die Be- dingungen antworten müsse, die darin formulier! waren. Ter Oberste Rat ist drr Ansicht, daß der Artikel 221 des Friedcnsvertrages beitcftcnt die Rückkehr der Kriegs- .gefangene» vollständig klar ist und keinerlei Ergänzung l ftlli t— w, Hlüsssn. Dl« Behauptung der deuti'cksen Reglern»�, rersnche Frankreich die Frage der KricySgefansatfn � der Frage des WiederousbaueS zu verknüpfen, ist ouraz Note der Alliierten widerlegt. In der Frage der Auslieferung der 4 00 00 0 T nen an Docks und Werftmaterial, O'P»st für die in Scapa-Flow verfentten Kriegsschiffe. ze>9?> � Alliierten ebenfalls Entgegenkommen. Sie sind be�istu. Ablieferung nur soweit auszudehnen, als sie di« liche Lage der deutschon Häfen nicht gefährde. Da£■ Vcrspreck>en jn einer osftziellen Note niedergelegt lst. i �st unseres Erachten» die Negierung keinerlei Ursache wev■ Unterzeichnung des Zuflotzprotokolls zu verweigern.- die Negierung scheint weiter Katastrophenpolitik.jK- wollen: sie erklärt, daß es unmöglich sei, eine Unkerz � nung des Protokolls vorzimechmen wenn dieseS tn fllI stimmler Form die Auslieferung von 400 000 Tonne Werftmaterial enthält und nur außerl>ilb des � eine Erleichterung dieser Ablieferima durch die N�'. � sprachen wird. Die Regierung beabsichtigt, mit der � Note verlangten Liste des Werftmaterials, die sz> von Simson und drei SckstffahrtSfachverstänbige der � j# städte in Paris iibergeben werden soll, den Petsmß � neuen Berhandlnngcn über die AuSlieieNins 400 000 Tonnen»u macknen.. Wir hallen dies Beginnen für äußerst gef���'Zu- mal in Verbindung mit der Ankündigung, daß da« satzprotokoll mit der Zahl 400 000 n i ch i unterzeichne' den könne und daß eine Verhandlung nur vor der Zeichnung, nicht aber nachher möglich sei. Dahurw' e!, eine neue Krise heransbefchworen und der E«rwr weckt, als wolle die deuische Regierung die.xg- verschleppen. Die Ententenote beweist auch darin L, r0gi kormnen, daß die Forderimg, wonach die Entente o» za* der Unterzeichnung des Friedensvertrages trdcrzc Recht habe, bei Nichterfüllung des Vertrages schen Maßnahmen zu greifen, durch die Note f a>', gfif- l a s s e n lyid ganz deutlich bi» zur Inkraftsetzung densvertrages beschränkt wird. Ter gefährlichste.-.ftigl! ZusatzprotokollS wird also durch die Entente selbst J*: wir werden nach Inkrafttreten des Frieden»">» unter der Drohung von militärischen Mabnah»*� der Alliierten stehen..�fkk- Da der letzte Satz der Note die Mverzsigs'� Zeichnung des Protokolls verlangt, so würde die eines neuen diplomatischen Spieles durch dte daS deutsche Dolk den schwersten Gefahren ausstt' Uß Di{ «. A � zu bereiten. Soll dieser schwere Fehler ss?5.«fre� den, und das Mißtrauen gegen unsere �vtrvo �e' seitürt werden, so kann dies nur durch die verzüglickie Unterzeichnung fies KriedensvertraS'� � Reue Verfassung in Hessen. Tie hessische � den Entwurf der Verfassung des VolkSfiaaieZ_ J Sie kmisly Mev. Amtliche Zrresührmg. Di« von Karl K a u t S k h gesammelten und dann nach gemeinsamer Durchsicht mit ihm von dem Grasen Max MontgelaS und Pros. Walter Schücking verösfentlichien amtlichen.Deutschen Doku- ment« zum Kriegsausbruch" sind soeben in 4 Bänden verösfentl.chi worden. Das Erscheinen von Kautskys Kommentar(Karl Kautiky, Wie der Weltkrieg entstand, Verlag Paul Cas. sierer, Berlin) ist sür die nächsten Tcvze zu erwarten. n, /l» Die.Deutsche Verlotlögesellschast für Politik und �Ichichte m. b. H.", jcne obskure Anstalt, bei der sonder- �erweise, die amtlichen Akten über den Kriegsausbruch er- Minen, lieb vor wenigen Tagen dem Genossen Kautsky ttrch ihren Rechtsanwalt mitteilen, dag die Dokumente, die MM für den 10. Dezember angezeigt waren, auch an «eicm Tage noch nicht herauskommen würden. ES sei mit I>»?r weiteren Verzögerung zu rechnen. Diese Ankündigung Mtö im Zusammenhang mit dcni Versuch, die Veröffcnt- !chung des viclberedcten Kautskysch.m Kommentars einst- «eifen zu hintertreiben, denn der genannte Verlag stellte sich genug auf den Standpunkt, dasi der Kommentar eine �uetznng seiner Urheberrechte bedeute, und für den heu- igen Tag ist noch ein gerichtlicher Tennin angesetzt, bei dem M einstweilige Verfügung gegen die Kautskhsch>e Vcr- "isentlichung erzielt werden soll. Ann aber sind die Dokumente doch erschienen ° ftir möchten wissen, wie man die Publikation eines 'i-tfes verhindern will, da» der Oeffentlichkeit übcrgebene iitirch. Aktenstücke zu einer zusainmensassenden kritischen �MHimg benutzt. Die Aktion der Deutschen Verlags- liUyll'.nnn nut n0� Heiterkeit erregen, da eS geradezu on u- wenn ein privater Verlag ein Urheberrecht an w Dokumenten bmnsprucht. Eher könnte am Ende rchjffiilhelm 11. klagen und seine Randbemerkungen zu Berichten seiner Bolsck?aflcr als schriststelleriscl)? Leistung. �»stell „ en. für die er ein Honorar zu beanspruckzen bercch- igt Ware. i Mcr nach aller Wahrschcmlichkeit beruht das Vorgehen J Berlagsgefellschaft viel mehr auf politischen als auf ubatrcchtlick)en Erwägungen. ES ist ein Glied in der Kette Bemühungen. KautSky zu diskreditieren und seiner Dar- Iii n<*� MöglWcit den Weg in das breitere Publikum vj�rvaiien. Man will keinen Kommentar, der die Schuld putschen Politik in« lachte Licht rückt, und da man weiß, � B ine Akten selbst nur von einem verhältnismäßig kleinen v,,,M besonders Interessierter gelesen werden, sollen in das ivr«i nur solckx: Stücke dringen, niit deren Hilfe sich das Streben der wilhelminischen Regierung auf Er i!i"n des Friedens beweisen läßt. d»»r�'e�r KautSky dabei über den Verdacht einseitig Partei- ■W Tendenz erhaben ist, geht schon aus dem Zeugnis di ,0r.' daS Graf M o n t g e l a Z und Professor T ch ü ck i n g, neiden nachträglich von der Regierung bestellten Heraus- ihm in dem Vorwort zu den Dokumenten erteilen. Herausgeber", so heißt es da..haben auS rein fachlichen iv«*' n' wie aus solchen der äußeren Zweckniaßigkelt, tz an der KautSkyschen Samnilung geändert. Diese xr-.wlung stellte sich ihnen bei unbefangener Betrachtung d,,'°rgfältig durchgeführtes Unternehmen t,.!.°as durch wescn-tlickjc Aenderungen nur an Wert hatte & können." Von einem Manne, der also bei der sZ'�inlung der Akten eine derartige Objektivität an den Tag 2' wird man ohne weiteres voraussetzen können, daß er JW die Verarbeitung dieses Materials miter ausschließlich «...östlichen Gesichtspunkten vorgenonunen hat. � Aber diese unbefangene Wissenschaftlichkeit wird in bie em ««cht beliebt. Es soll auch auS den am übelsten .'«ndni Blüten der Honig des deutschen Patriotismus ge* iei kn Werden, und deshalb wird die Meinung erweckt. alS �aki. Anhalt der Akten für die maßgebenden Männer des .�14 bei weitem nicht so belastend als es nach der Tuchen Darstellung den Ansck,ein haben konnte. t»,,.�wnderS amüsant ist in dieser Beziehung d« Art. .»'"dem amtlichen Organ des deutschen BuchhandÄS. im wM* ändler-Börsenblatt" die Dokumente an- eben xe �° l k natürlich gar nickst zum Wort kommt, sollte «Uv I Rauben an die Unschuld der deutschen Reg'-. kein � Oeffentlichkeit schon im voraus beigebracht S$| S WSfe Ä'"- V Ä rn , rimgennoßen neugierig, ob die übrige Press «rbcj'°?wel Neinleick>keitsbedürfni« besitzt, rm g-llen diese -u 0«ntpn fn- Aber unsere Erwartungen sidd be, der de- ' wst krankhasten Abneigung, die werte Kreift 'dvnnt Wahrheit empfinden, nicht beson-der» hoch fle* %Ar offiziöse Leitfaden hat tatsächlich nur den einen '«ollen auch wir ihn gebrauckien. Tr beginnt mit einem Schreiben, da» Fürst Sich- n owsky, der deutsche Botschafter in London, unter dem 16. Juli 1014 an den Reichskanzler richtete. Die charakteristische Stelle des Briefes kautet folgendermaßen:. .®» iragt sich für mich nur, ob«S sich für uns empfiehlt, Miseren Genossen in einer Politik zu unterstützen, dz»,«ine Politik zu gewährleisten, die ich alS eine abemeücrliche Ansehe, da sie weder zu einer radikalen Lösung deS Problems noch zu einer Nc.rnichiung der großserbischen Betoegung führen wird. Wenn die k. u. k. Polizei und die bosnischen Landesbehörden den ThronsoHger durch eine»Allee von Bombenweriern" ge- führt haben,«o kann ich darin keinen genügenden Grund er- blicken, damit wir den berühmten pommcrschen Grenadier für die österreichische Pandurenpolitik aufs Spiel setzen, nur da- mit das österreichische Selbstbewußtsein gekräftigt werde, da? in diesem Falle, wie die Aera Aehrenthal gezeigt hat, stch als vornehmste Aufgabe die möglichste Befreiung von der Berliner Bevormundung hinstellt. Sollte aber wirklich für unser« politisch« Haltung die An» sicbi ausschlaggebend sein, daß nach Verabreichung des„Todes- ftoßeS" an die großserbische Bewegung daS glückliche Oester- reich, von dieser Sorge befreit, sich un? sür die geleistete Hilfe dankbar erweisen wird, so möchte-ich die Frage nicht unter- drücken, ob nach Niederwerfung de» ungarischen Ausstände? durch die Hilfe deS Kaiser? Nikolaus und die vielseitige In- anspruchnahme deS Galgen? nach Bczlwingung der Ungarn bei Vüügo? und unter der Oberleitung de? kaiserlichen Ge- neralZ tzaynau die nationale Bewegung in Ungarn erdrückt wurde und ob die rettende Tat deS Zaren«in innige? und vcr- IraucnSvolles Verhältnis zwischen beiden Neichen begründet hat. Dieses Schmiben soll natürlich den Eindruck erwecken, als ob man in Berlin ernsten Erwägrmgen und Ratschlägen zur Vorsicht zugänylich gewesen sei. Aber warum wird im Zusammenhang mit ben sehr verständigen Darlegungen LichnowskyS nicht darauf aufmerksam gemacht, wie dieser Botschafter im Auswärtigen Amte bewertet wurde? Bei den Akten befindet sich z. B. eine Notiz, die der UnterstaiatS- sekretär des Auswärtigen, Z i m m e r m o n n, am 27. Juni 1016 an den Reichskanzler richtete und die sich«uf eine Unterredung LichnowSkyS mit Sir Edward Grey bezieht: „Bei der Unterredung ist. wie zu erwarten stand, Lichnoweky wiederum völlig von Grey eingewickelt worden und hat sich von neuem in der Auffassung bestärken lassen, daß«r es mit«inen, ehrlichen, wahrheitsliebsnben Staatsmann zu tun hat." An der maßgebenden Stelle in Berlin galt dieser Tiplo. mat schon damals alS ein Trottel, der sich von der Regie- rung, bei der er beglaubigt war. übertölpeln lasse. Welch: Bedeutung hat man also wohl seinen Berichten und War- mmgen beigelegt? Viel wichtiger aber alS das Schreiben LichnowSkyS ist für die Beurteilung der»n Berlin ver- folgten Politik ein S ch r e i b e n an L i ch n o w» k y vom 18. Juli, das den Staatssekretär I a g o w zum Verfasser hat. In diesem ist von der Absicht die Rede, den Konflikt Mischen Oesterreich und Serbien zu lokalisieren.„Je entschlossener sich Oesterreich zeigt, je energischer wir eS stützen, »m so eher wird Rußlano still bleiben. Einige» Gepolter in Petersburg wird zwar nicht ausbleiben, aber im Grunde ist Rußland jetzt nicht schlagfertig. Fmnkreich und Eng land werden jetzt auch den Krieg nicht wünschen." Man hofft also, Oesterreich mit Serbien allein lassen zu können. Aber man rechnet doch mit der Möglichkeit eines russischen Eingreifen»:„Läßt sich d i e Lokaltsie- rung nicht erreichen und greift Rußland Oesterreich an, so tritt der casus föderis (Biin dnisfall) ein, s o können wir O« st er- reich nichtvpfern.... Jchwtlikeinen Prä- vv e n t i v k r i e g, aber wenn der Kampf sich bietet, dürfen wir nicht kneifen." Dieses Bekenntnis suchen wir vergeblich in dem Leit faden dtzr amtlichen Pressestelle. Dafür wird uns aber ausführlich von einem Schriftwechsel Kenntnis gegeben, den Bethmann-Hollweg mit dem deutschen Kaiser hatte und in dem von dem provozie- renden Auftreten deS Kronprinzen die Rede ist. Bethnrann meldet Wilhelm II. unter dem 60. Juli, daß der Kronprinz«entgegen dem Höchstdenfelben erteilten und von ihm auch akzeptierten Ratschlägen" oeuer- dings wieder mit telegrophischen Kundgebungen chauvinl stischer Art an die Oeffentkichkeit zu treten beginne. Er Hobe, so fährt der Reichskanzler fort, den Kronprinzen be- reitS dringend gebeten, von derartigen Dingen abzusehen die nur geeignet seien, die kaiserliche Politik zu kompro- mittieren. Er besitz« leider aber keinerlei Sicherheit dafür. daß der Kronprinz diese Biite erfülle, besorge vieln«hr ernstlich, daß er nach dem Bekanntwerden deS österreichischen Ultimatums mit Kundgebungen hervortreten die von den Gegnern als gewollte Kriegstreiberei angesehen würden. Er bittet deshalb den Kaiser, daß er burch einen aisbaldigen telcgrapbikchen Befehl der draufgängerischen Kaiserlichen Hoheit jeglicheS politisches Hervortreten huld- vollst untersagen wolle.„Papa Wilhelm- entspricht diesen, Wunsche auch, und damit soll nun bewiesen werden, wie weit entfernt Deutschland von kriegerischen Absichten ge- Wesen. Sehen wir vollständig von jenen Dokumenten ah, die deutlich beweisen, daß die Berliner Regierung, und vor allem Wilhelm Ich Oesterreich-Ungarn zu energischsten, Vor- gehen gegen Serbion. selbst auf die Gefahr eines Krieges mit Rußland hin. fortgesetzt scharf gemacht hat. so finden die Bethma mischen Besorgnisse noch ihre besondere Erklärung in den Erwägungen, die in einem Telegramm des Staatssekretärs de» Auswärtigen an den deutschen Botschafter in Wien am 18. Juli zum Ausdruck kommen. DW«* Telegramm lautet: .Norddeutsche" bringt morgen Bemerkungen zum öster- reich-serbischen Streit, di« mit Rücksicht auf europäische Divio- matte absichtlich milde aefaßt sind. Da» hochoffiziöse Blatt sollte nicht vorzeitig alarmieren. Bitte dafür zu sorgen, daß die? nicht fälschlicherweise als deutsches Abrücken von dortiger Entschlossenheit gedeutet wird." Warum werden die Zeitungen nicht auf dieses Tele- gnmnn hingewieser., das die Sorgen des Reichskanzlers ohne weiteres verständlich macht? E»sollt«nichtvor- zeitig alarmiert werden. Das war der Grund, au» dem auch dem hoffnungsvollen Sprößling Wilhelms II. ein Maulkorb angelegt werden wußte. ITn drstter Stelle hebt dann-die off!z!?s« Anw�fun? ad di« Presse-die Note hervor, in der Berlin die Wiener Regie» rung ausfordern ließ, einen, DcrnnttlnngÄvunsche England» zu entsprechen, und direkte Verhandlungen mit Petersburg aufzunehmen. Die Note, die sich auf ein Telegramm deS deutschen Botschafters in London bezieht und an den beut» scheu Botschafter in Wien gerichtet ist, schließt mit folgenden Worten: „Oesterreichs politische? Prestige, die Waffenehre seiner Armee, sowie seine berechtigten Ansprüche Serbien gegenüber könnten durch Besetzung Belgrad? oder anderer Plätze hin- reichend gewahrt werden. Es würde durch Demütigungen See- bien? seine Stellung im Balkan wie Nußland gegenüber wieder stark machen. Unter diesen Umständen müssen wir der Erwägung des Wiener Kabinett? dringend und nachdrücklich anHeim stellen, die Vermittlung zu den angegebenen ehrenvollen Bedingungen anzunehmen. Die Verantwortung für die sonst eintretenden Folgen wäre für u»S und Oesterreich eine ungemein schwere." Diöse Note soll den Friedenswillen Teiii-schlanbs be» weifen. Was wollt ihr? Bethmann Hollive-g-hat alles ge» tan, mn Wien auf den Weg der Vermmft z-u bri-n-gen. Von welchem Tage aber ist das Telogranim? Vom 30. J.uli. Do» heißt Mo, als die Dinge sich bis zum Aaußerstein zugespitzt haften, beginnt Berlin zur U-mkshr zu raten. Einen ganzen Monat-hindurch hat Deutschland den östermchifchon Verdiindeten vorwärts getrieben. Jetzt Plötz- lich, nachdem es mit Schrecken erkennt,-daß England auf die Seite von Rußland u-nd Frankreich zu treten droht, wirb es ängstlich und legt Wien Verhandlungen nähe. Und wie ist die Mahnung abgesaßt? Wo ein energl- scheS Gebot:„Vis hierher-und nicht weiter" am Platze ge- Wesen wäre, wird„dringend und nachdrücklich anhe'mi gegeben"-und wird von der-ungemein schweren Demntwor« tirng gepredigt. Aber Natürlich, man konnte in diesem AugeMick nicht gn-t-mehr anders,-wollte man sich nicht in den fleug ran testen Mderfprnch zu der bisher verfolgten Politik setzen. Noch an, 25. Juli hatte ja der Ä a i s e r ein Telegramm ans Del» graid mit dar Note verschen: „Wie hohl zeigt sich der ganz« sogenannte serbische Groß» staat. So ist es mit allen slawischen Staaten beschaffen. Nur se st er auf die Füße de? Gesindels getreten." Nach dem Prinzip deS Lluf�die-Mße-trotenS war man einen Monat lang vorgegangen. Der Rückweg war verbaut. Wien würde eS einfach nicht begriffen haben, wenn die deutsche Regierung jetzt plötzlich energisch abgeblasen hätte. Bethmann-hatte sich in seinen eigenen Schlingen gesange-n. Und dann noch eins,-was die offiziöse GebrauchLan- Weisung der Akten natürlich auch weise verschweigt: Am 27. Juli hatte der österreichische Botschafter in Wien einTe-legrammanBerchtold gerichtet,-da» io lautete:. .,-Ttaat?s«krrtär erklärt« mir in streng vertraulicher Formt sehr entschieden, daß in nächster Feit eventuelle Vermittlung?» Vorschläge Englands durch die deutscht Regierung zur Kennt»,» Ew. Epzellenz gebracht würden. Die deutsche Regierung versichert auf? bündigste, daß sie sich in keiner Weis« mit den-Vorschlägen identifiziere, sogar «nischieden gegen deren Berücksichtigung sei und dieselben nu%, um der englischen Bitte Rechnung zu trugen» weitergibt." Nach dieser Ankündigung konnte ber österreichisch« Minister des Auswärtigen die drei Tage später erfolgend« Mahnung BethmannS unmöglich ernst nehmen, und bis zum heutigen Tage ist es zweifelhaft, ob der deutsche Reichs- kanzler in jenem Momente sich selber ernst genommen hat, oder ob er nur der Form genügen wollte, um Deutschland»! Gesicht zu wahren. Das Unheil wu-rde nicht aufgehalten. Dir Krieg kcmt als Folge jener unendlich leichtfertigen, eigensinnigen unÄ bramarbasierenden Politik, die Teutschland, geführt vonl seinem Kaiser, in den kritischen Wochen ge! rieben hat. Von den Einzelheiten dieser Entwicklung erfahren wir nichts,- wenn wir die Eselsbrücke beschreiten, die die Jnstruktorett der Pressekonferenz der Oeffentlichkeit freundlich zimmern. Um so mehr erfahren wir darüber aus dM Akten selbst und auS der KautSkyschen Darstellung, und wir werden in den nächsten Tagen noch häufig genug Veranlassung haben, auf dos fürchterliche Bill», das sich unS darbietet, zurückzu« kommen. SaWssosage des Zenkrnms! In der heittig-en Sitzung des UnterrichtsäiisschusseS Heft preußischen Landesversammlung gab das Zentrum bei ber Beratung über die demokratische Zusammensetzuin-g her Schulbeputattonon'die Erklärung ab, daß es außerstand.« sei, an der Werterberatung dieses Gesetzentwurfes mitzuarbeiten, da eS die gesamte Schul Politik der Reglerung nicht billige.> Di« Regierungsvertreter erklärten darauf, daß sie den Ausschuß ersuckM, von der Weiterbera- tung Abstand zu nehmen, da zu der geschaffenen! Situation deS S-taa-tsministeriiimS als Ganzes Stellung uehimn müsse. Tie R e ch t S soz i a'l i st e n erklärten, daß sie chre Stellungnahme von einer Beratung mit ihren Frakt,onSkolle-gen abhängig machen. Ein« gleicihe Erklärung gaben die Demokraten ab. Darauf beschloß der U-nterrichtsausschuß die Weiterberatung abzubrechen� Das Verhalten des Zentrums in der Kommission be- deutet ein Ultimatilm an die Regierung und Kanipstmfagf gegen Haenischs Schulpolitik. Die vesetzung der Räume des vollzugraks. DaS„8 Uhr-Aben-dblatt" läß-t sich am Montag abend von«zuständiger Stelle" mitteilen, baß die Besatzung der Ramue des Roten Vollzugsrates bereits am Montag zurück- gebogen worden sei.. Demgegenüber stellen wir fest: l. Die Räume des Noten VollzugSratc». MünZstr. 24. waren noch gestern von den Mannschaften der Sichcrheit?wehr besetzt. £ äst rs Gruppenkommandos Luttwitz, einem Vertreter des Vollzugs. rat«,, der sich wiederholt um die Freigabe, der Räume bemüht hatte, erklärt, der Instanzenweg müsse eingehalten werden. Vor kommenden Mittwoch könne kaum auf Bescheid gerechnet werden, wann dte Uebergabe der Räume erfolgen kann. Erst nachdem wiederholt mit Veröffentlichung deS Falles«n der„Freiheit" gedroht wurde, kam gestern vom Oberkomtnando ber Bescheid, daß he» de vormittag 10 UÄS die Uebergafa; her Räum««rioWll kann. Ernste Mchtmng an Ei ,!»t Mut emtlfWI kflrfii«,»!« Sit!« fjroaea ts JhmtStüni flrStfl. li'til-n KuftlSrcn« gRttkl StüiStm. ttTtea> t»t Me m-»Ik» D.üui.„...---------------------—______.. t';:rU»eni ISMI Int StiiiWx gtitftn?— z, klntm Holl» hol!« wllic Sott'- da« Ona&Mtt atoft» Prachuserk s»» Jfr«« St. med. Huna Flscher-Tücktiv-allU Wien. TI« siizehturt KttSfitonlsnimsiig bc? Kcliftlcptä anb seiner Sslgen ann einte Lchaden nur mit gemacht wer den, W.N N die SsjunihrttSpl!.'« tnr hdebiieu«ufgode der Srane»«cinacht wird. Ader Me»mirifTe..!/ il unter den Stauen am dem Gebiete der VetunShelicpfle.ie uns H I funbt ist getobt;« ber.ngstl-e*B. >» i�B>W>_...... die Nt au» CAamgefttK vor der �edcRttwifl de««tifcel derhelmÜchten. wie viele antrr dem Drucke d.ejcs unicürM ex- u-landes ieijni«üb wie viele bei ?«he,e- RotHSlSgt für stirftoem— tBaffeviochr— tüeister Sind— t5o enbtti— SJets eiiabre— ilabitUarUciien— Bntcct Velinauttr— Uber aste akuten unb chioniichen«ranlhetien, sowie er>ie(,t|c bei llngiatUlöBe*. WeSanbrll ftnd unch dl»!o stsilstllrvo, Onntfronfstettc« Uiiet —(«*enSe 5 lochte— nilflci.bc Ölechu— Lkspenstechle— e4Hdt»(e snb«rest-l-se. Vuchhmidlnna A> M. ßfller, f frmfbrrf Bei BerNn.— Postscheck�doiU» Rr. 2852-1 Berlin NW 7. I?? 'S,, •ilSH 2 Ii ffiealar nns l:2?ialiian|en. IsrssiiilliBe. iL"",:: 71 libr: Predltl In Ulanen Opernhaus 71: I V. Slriionig-Konzert TieEängpleih&us' 61 H'or: Mari a Stuart. Direktion:£.u UbiBbarft. Bsütscöes TUesler 71 Uhr: JaaUcbS Traum. Fsninißrsplele 71 Uhr: Die Büchse dsrPandsra GrsSss Scliaitspieihaiis Karistraße, 7V U.: Orer.:io«». Abt«. I AiJ Dtrsinoa Cul ileirbani— t.ti, Thoaicr!. d. RinlflsiGtzfir Straße l'U.: Sc alr.r! Wetterst ein Donnst?.: kin Traumsplel Frig. SchloK We tterstein KomMlerilinus 18 Uhr:„S J Dfti.; Ltselottv.d. Pfals Froiia»:.,S I e" Berliner Tiiecter 7.15 Uhr. EUITJUSl' Simdenten lesslnä-lüsäter Dircwtion: Victor llarnovsky 71 Uhr: Pyuniallon trnneux, Crüninü. liartmnn«, Ucinich, Tillmann, Klüsler. Saliner. Schnell, OienJ Donnerstag 7 Uhr: Sondervorstellung tBr die bunsrerndea Kinder Wiens: Dar Pfarrer»ob Klrchldd. (Ilka UrUning, Pol dl Müller, DogBy Sstvaes. Theodor Looa. tuccu Klövfer, Aletaader Ckcrt, Emil Und) Hieran! Kontert und Vortrfge Uly llafgren-Waag. Tills Durieux, Carl Clewlnx. Paul Morgan Freitag 71 U.: PisiaaUem. Cül'tlKtESlL-ItHtff Allabendlich?*: Cyprienne (Ueupaldlne KoaaiaaUn, Kurt üfttx, Erich Walter)- Waltalia-Theater J!££, n uhr: Am goldenen Horn Nachm. 3lu.: AechanbrCdai Reiidesz- Theater Kachmhiae 4Uhr kleine Preis»; . Rotkäppchen Täglich 8 Uhr: Zum 313, Mala; Das höhere Leben Von Hermana Sndtrrntnn Sonnabend»Uhr kleine Preis# __ H&nfloi und Grete!. Tnacan- Theater Nachm. 4 Uhr kleine PtaiM Schneewittchen. Tbglich 16 Uhr: Maskerade Von Ludwig Faid# Sonnahead 4 Uhr klein# l#e: i.-— �.——---- Pr«l . A�chcnbrddoi* CGsWheater UthriBtse J ir. 37. TirL'/,8 Uhr. Schniepels Lene Berliner VolKsstflck Im i Anfz. Voiher: Crtikl. SperlaHläiem. Viktor Lltzok in dem Sketch „Crwlecht'" Ems OperefieniiaDS Direktor: Je»» rürea Allabendlich 7 Uhr 30 Min: Dte Dame vom Circus Rose-Theater 7i uhl.DitWcWüai�ü SlC£klC13S.i- Direktion: W. Katzmayr. Apolio-Thcatei' Frledrlehslr. 318. H scA,11.aT* J% ünOösrtrettltches Varlctö-Prsgramml HoemortSoiden scbwladea schnell und, -chmersl durch AlyrO- | baianunt. sicher be- I währ toste«u**arl. An- i f-lsr-nhafinstr. 4. Zigarren II! erstklassig« deutsche Marken I Ooldflake, Navy Cm etc. DillKtt* Tagespreis*! Winkler. Schmldstr. 30 Eck» Schilers Ir. 7. Wpl. 33?. Stoffe (fty Su�Vfie «eftrctlie(tnlni nafe Rafiiimc leMt Plüsche sab Ztpeachau» «nterotbentll* Steismtn. Jehaoaes E.ckor, «(CsliltitB.). Löl ler'« Puiiijatus Priedrkhttr. 1 18« 1 19. am Oraniychurj IBifM lafter y'WcUsac «sparaluren werden NnTmitt cnen and sauber aaagefstbrL jtrmnpl Feine relawollea* Anzüge, PaLtßts, Ulster and Hasan nach Maß -:(ans besoadart billig; t Katz, SchBeldcrmcisiar, FraniOsiacfat Sir. 46, Damenulster, mollig* Stella, raiawelloa# Koststuit. «leganl* Aslrachsnmlntoi, Piascbmlatet. Ps'.ewarea, Kostrtmracha. direkt aas Ar. beitsslnbca billigst. Mcyar. Bltcbarstr. 13. L(Kala Lada«) Sanntag* geh«not_ Wmterganen. Iii glich 71 Uhr WletövmtMlw Rauchen geslamt tha-.ttr am Ketihcasr T« 1*1.: Morlleplatx 14814. Tögl. 7- und Soniitng nachm. 3 Uhr; EiMnser 9 ehem. «5 9 ehem. Mitgl. d«r Itgtilaar Stagor. «en-biari Vor». 11-11 B. 4*6 U tfrmjissri Mitlwerk den I«.l)*s*Bb*r. »band* 71 Uhr Gr. WohWgWh-W. ;iiS»)Li.K.4t4U:oj«n.-tel TifUkrl Frollag. d. 12. n««*ib*r ßU]1 BftxkSmpfe Der Nachbarin weiterenah ienl Jedes stock eine Qele- eenhcltl Wundervolle Pianciimlntel 43«.*, b7J3) M. m. Pelr beeotst, bochelegant 769 M., hochfein« Aatrachm«- mäiitel275.i30M.Vl ar- t«l 265. 210 M. hovhcle- Kie bleu* reinwelleas Ihme, srlme VererbM- ttteg. Kosistme aus gaten Stostea, blau, sei)"an. gra» 22«. 265. 289.50, 380 M.. Iiocketegaal* Seiden- klsider.«eliwsn.mori e und viel*r>rb*B2.0.2S3 MI iSST'tÄ.« »■.iB« «e« Wollt«.Seide. StoK-, röcke 2».3a 37. 43 M Werm* UaierrAofce. Mor- genrAcke.blldncböaeCrdp. 4*-Cnin*-BI«n«n 59.50. 7» M. Beek llecbals*<&>"■ en ssiiK.fküjw-Äl «ine Treppe(aoboa Clou Sonntet»»eochln«, en> Eeaakflizea, Hmunhalktenr»#* Schwe/oeeser, Nene KD« ig- aUad* 41 aar IM. 1 Trope«. Elchhof bauer- fea Wanebauar' siraaa 34 3« Eatcrüalidaaier Boxk.impf Herauslorderungskamp! aasctiMefiead Vas-satä W«Bedienten-Streiche"."## liferss Del BaiHelteai eilte» Q«bl#ses Zahnsleben rratis. Umarbeiten achleckUitxender Oebiaa# im 2 bis A Ta%em. Plomben von 3 M. an Schriftliche Garantie. Qr�OtT■ Kronen— Brücken— Stift- wfJve�o. zahne— Goldplatte. d Zahn-Praxis E. Brotmann Invalidenstr. 1�1, vorn I. Vor Verkauf von OUiecksiSber SHbemüiyaß(i'�steis) ea rufen, zahle konkurrenzlose Preise WefaSlkontor.flltaJGhoIjStr. Ecke Holimannstr.(am Halieschen Tor) Lieber Tagespreis zahlt «r Piatin, Cold, S?Sfesr, Piafinzähne mcht unter 5"ark prau Lin?/e, BSüchQrstraße40 Port. 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Die Untersuchung durch den Staats-' Jtifnit habe ergeben, dag Lindner, als'er Kuni-e von der ibrmo» jjtß EiSnerS' bekam, sofort in den Arbeiterra!, der im Landtags- Mäude ein Bureau hatte, geeilt war. Tort halte sich eine ganze P'W radikaler Element« zusammengefunden, die auf "n Minister Auer schimpften und ihn beschuldigten, da? Attentat auf EiSucr angestiftet zu haben. wüstesten sollen steh Lindner und der Bäcker Frisch dabei Wommen haben. Sie ergingen sich in lauten Verwünschungen J* erklärten, Auer gehöre erschossen. Wohl versuchten ruhige .stment« die Aufgeregten von exzentrischen Talen abzuhallen. #1 krn l« nn� Diesten sich aber nicht halten und stürzten in |.'f, NdtneSfifcun-gSstHil in der ausgesprochenen Absicht, w.e die behauplet, Auer zu erschienen. An der durch eine Por ctc>.«_v. e. � /»-•-- y> t, o t v.:_— cw___.,- war ganz niodevgeschbagom Dann habe ich gesagt: Schauen wir zu, daß mir in die Stadt kommen. Am Haupt'bahnhos bin ich aus her Ttrastombah« gestiegen und bin an eir� der Gruppen herangetreten, die sich gebildet Halle». Man sagt« dort, tn* auch fchon an der Stvoßenbahn: ES ist eine Niederträchtigkeit, datz man EiSner erschossen hat. Da muß der Auer hinters decken. Der ist Schuld daran. Und ivvn-n er Schuld daran ist, gehört er weg. Ich habe gezagt: DaS stimmt schon. Der gehör: wcgl Vor lauter Aufregung über den Tod EiSncrS Hobe ich geweint. Auf denn Wege z>un Landtag habe ich mir die Stell« angesehen, wo E:Suec«mnoibet warben ist und bin dann in de» Landtag hineingegangen. Dort habe ich«inen Soldaten gefragt, ob es denn wahr säi mit Eisner. Die haben es mir bestätigt. Einer hat gesagt: Wenn der Auer seine Hand im Spiel hat, dann gehört er auch weg. Im Sitzungs- s a a l bin ich dann auf dchn Minister Auer zugogangen und habe gerufen: Du gemeiner Veriäterl Ein paar S>ial habe ich das gesagt, dann habe ich geschossen.— Vor f.: Haben Sie gesehen, wie Auer zusammengesunken ist.— Angeklagter: Ich habe nicht Obacht daraus gegeben. Ich bin dann rückwärts hinausgegangen und habe den Revolver vor mich hingehalten, weck oben von der Galerie hinuntergeschossen wurde. Der Anaeklagte kommt allmählich bei der Schilderung de» Tode» de? Mafors v. Gareis in eine grohe Erregung. Seine i,/; derdeckten Eingangs ür blieb Lindner einen Augenblick ofK dann aber an den Ministerlisch heran und gab aus .�chster Nähe auf Auer zwei Schüsse ab, die ihn leben?- i"thrlich verletzten. Frisch stand während dieser Zeit �mittelbarer Näh« LindnerS, bereit, ihn im Nolsall« zu unter- >ivw iwd zu decken. Lindner ging dann nach der Tat, noch schußbereit, auf die Tür zu. Hier stell!« sich ihm der ,10t im Gencralstaö« GarciS entgegen, um den Mörder von Tätlichkeiten abzuhalten, und auch wohl, ihn festzu- »och Lindner schoß nun auch den Major Gareis nieder, der> 1*5,"J1 riociii desselben TageS seinen Verletzungen xrkg. Tann . B Vinducr wahllos auf die dichtgedrängte Menge der Land- "�abgeordneten und tötete so den Zcntrumsabgeoldne:«» Osel. ei�.l�ßon, dieser Taten w rd Lindner vom Staa samvalt ;L* aZarbrechen» des versuchten und zweier Verbrechen des voll- Mordes, der Bäcker Georg Frisch des versuchten Mordes teiVv'9'* Dem dritten Lngektagien Graveur 5tarl Mcrlerl ,öur Last gelegt, daß er Lindner nach der Tat Zuflucht ge- fcVb•Un? Zum Schutz des Angeklagten noch ein Maschinen- So'{• ln seiner Wohnung aufgestellt hat. Der vierte Angeklagte "(1d)'t)fn'toGeui: Georg Schlund wird beschult gl, zwe: Tage bg,/,-o Ta! den Hanptangcklagten Lindner in einem Kraft- ""Ot Heeresverivaltung nae!) Salzburg gebracht zu haben. K..t61; �ugeklagte Lindner gib! bei seiner Vernehmung an, dag j;{t'' 4. August 1887 in Fehlhe.m a. Donau geboren sei, das «1!� Gewerbe erlernt hat-« und zuletzt S.stenlkellncr und Mit- revolutionären Müncheiicr ArbcitcrralcS gewesen sc:. s-xw.&fsstr'-'A'u'■- e'■ V.' T.'.dÄt Denkt an die Inhaftierten! Beteiligt Euch eifrig an der außerordentlichen Sammlung. «>.>/-»—• vv»»s-tl.t WV«' 1''• V•- v*.■*» �. V& kv.. w,.. i—.. seiner A' ,�Segen protestieren zu müssen, daß man ihn nach Wtg,••"■'tcfcrmifl ans Oesterreich hier vor das VolkSgcricht �0»!. Er gehöre vor daS Swwurgcrich». LlechiSanwalt tah„ l' als Verteidiger des Angeklagten, erklärt hierauf. ttiffj' sich diesem Protest anschließen müsse. DaS Publikum Vest den Zeitungen und das� Gericht aus den Akten, daß die Auslieferung LindnerS von zwei Bedingungen '�ch'g gemacht habe: deg ch-�afe Lindner nicht vor ein Ausnahmegericht gestellt wer- g"(t« und öüffp'' �rl6 die Todesstrafe nicht gegen ihn verhängt werden Do» r,e in Ccficrtcich abgeschafft sei. Btlvativ �-�"Adanwalt habe sich an die österreichischen Behörden u>td ihnen gegenüber nack'zuweiscn gesucht, daß paS �ichi;*o'L Volksgericht kein AuSnahmeacricht sei. Die öster- yerich, Regierung sei jedoch dabei verblieben, daß sie das Volks- r» z,«'- Eondergerick» ansehe. Pst cht der Verteidigung sei sich dec Auffassung de? österreichischen IustizamleS toz«5, sind gegen die llebcrweisung des Angeklagten an �»h,- 90richt Protest zu erheben. Er protestiere e«0« K. �'rächtet, als ein Ytcrickt, daZ zu besonderen Zwecken ?lch b.j, gesetzt ist, und zwar für den Zustand innerer Unruhen. Siaq,"chte ez geradezu als eine Beleidigung für einen modernen ?en'.0 o» Deutschösterrcich ist, wenn man seine For f�i An5',e, 04 Deutschösterrcich ist. wenn man leine svrdcrung? k"h j« 9ten vor kein Ausnahmegericht zu stellen, so auslegt. sj,.< T�ubchösterreich gib! es eine moderne Strafjustiz. Aber O'W �,.,5??��llerichte längst abgeschafft. Man wird doch sagen, »'Wand und Bayern schon im Verkehr mit dem bisher 0 Ii.Nachbarreich die A n s> ch t c n vor Treu und 'fficiiiii.,," 1° mißachten, wie wird eZ dann erst seinen Feinden sUnrnhe.) Die» ganze Verfahren ist somit Is'fn �i,nf T['r ba? Ansehen unserer Rechtspflege Den Lindner hqtipj �'ommen, Herr Staatsanwalt, aber die anderen, die sollen, werde» Sie wahrscheinlich nicht bekommen. Und ytrm nL. �il die Proletarier der verschiedenen Länder sich sür und Genosscir einsetzen, sondern weil Deutsch- o"tgesehen hat, e3 sich aus eine so hervorragende Institution, nU, die bayerische Staatsanwaltschaft, später s»!» � am»rls war ich es nach. Vors.: WeSk-alb ,«tvb.lterter Gegner geworden? Angetl.: ekannt geworden war, das) Minister Auer die Revolution hGterganecn hatte �litzenxT sioge» Auer am 7. Dezember»•- V- K�ortM O waiuin cr Auer für einen Vyllsverrater gehalicn�abe. �°rtet 9iZl,"«M irMWW "».ii-Sn«cht' Loi t8 kc> feste Tatsache, das!«!:er in der Ncvo- dix" da ollen Regierung»»gefragt bebe, ob twa» s i j, Ncvot...""streue Soldaten zur Verfügung hätte, um 'l, n d« r'■.,q: beseitigen zu können.— Vor« kix.."" k h. � e wir es nun. am LI. Februar?— ' s Stimme ist von Tränen verschleiert.— A n g c kl: Da ist ein Herr auf mich zugegangen. Ich habe ihn nicht gekannt. Er griff mit der Hanb in die Tasche und:ch glaubte, er wolle mich erschießen. Da hale-ch in der Notwehr geschossen. Aber nicht in der Absicht, ihn zu töten. Als ich durch die' Portiere wieder aus den Gang hinaus kam, hat es drinnen noch einmal gekracht.— Vors.: Es sind Zeugen vorhanden, die aussagen, daß Sie noch einmal auf den Minister zugelrelen seien und wahllos auf die znsammcngedränglcn Abgeordneten zwei Schüsse abgegeben hätten.— Angetl.: Nein, das tut mir wirklich leid. Ich habe ja nichts gegen die Herren gehabt. E? tut mir auch herzlich leid, daß ich auf den Major GarciS geschossen habe. Aber es war in Notwehr.— Vors.: Sie sollen auch auf den Ministerpräsidenten Hofs mann gezielt haben.— Sing eil; Das stimmt nicht. — Vors.: Bereuen Sic d'e Tat jetzt? Angetl.: Auer als Mensch Hobe ich nicht treffen wollen. Das reut mich heute. Aber als Politiker war er ein Volköverräter. llnd ein Volks- Verräter gebort weg von der Politik.— Vor f.: Als Sie auf Auer geschossen haben war Ihne» doch schon bekannt, daß Graf Slreo EiSner erschaffen bat. Haben Sie denn geglaubt, daß Sluer sich mit dem Grafen Area gegen EiSner verscl'moren hatte?— A n g e k l.: Ja, da�habe ich geglaubt. Auer Hut daS Volk ver- raten und die alte Monarchie wieder herstellen wollen. Dann hat man auch getagt, daß Auer im Westen sich bereichert hat und daS französische Volk miserahel'behandelt habe. Es folgt die Vernehmung des zweiten AngeNagben, des BäckcrS Frisch, der mit Lindner im Train-Depot beschäftigt trwr. Er gibt an, Lindner zugerufen zu haben:„Lindner, mach keine Dummheiten!" Nach der Tat, so erklärt Frisch weiter, sei er mit Lindner gemein- sam aus, dem LandtagSgebäudc herauSgcgangeu und sie hätten sich beide gemeinsam die Leiche EiSner? angesehen. Der Angeklagte erklärte, er habe geweint, daß so etwas passieren könne. Der Verteidiger de? Angeklagten Frisch stellt dann noch fest, daß dieser im Besitz der Rettungsmedaille ist, die et für die Rettung zweier Menschen aus einem hochangschwollenen Fluß er- halten hat. Der dritte Angeklagte, Graveur Merke rt, erklärt:»Ich hatte sofort den Eindruck, daß eiwaS Schlimmes passieren würde." Wenige Minuten später kam jemand in das Zimmer und rief: bildete. Ilm diese Zeit wußten wir schon, daß Lindener'der Täter war. Ich nahm dann Lindner in nrine Wohnung mit. aber nur aus Mitleid mit seinem Zustand. Denn er war sehr aurgeregt, der Schaum st a n d ihm vor dem M u n d und die Augen waren aus ihren Höhlungen hervorgcguollen. Ter vierte und letzte Anaeklagte. Schlund, bekundet, daß er im Krastwagcnpark der bayerischen HccrcSderwaltuna bcschäf- tigt und damals auch Mitglied des revolutionären ArbeiterratS war. Am 21. Februar habe er im ArbcitcrratSzimmer im Land- tazSaebäude Mühsam, Wadler. Landauer, Lindner und Frisch sebr aufgeregt angetroffen. Lindner schien ganz.beteufelt", so daß sich der Angeklagte sag!«: Der wird heute noch verrückt oder kommt inS Irrenhaus. Lindner schrie in die Versammlung hinein:.Auer gehört er- schössen, der mutz weg." Rechtsanwalt Taub erklärt, daß Landauer nicht an jener ArbeitcrratSfitzung teilgenommen haben könne, denn er sei nach der Ermordung EiSnecS erst telephonisch von sein:» GesinnungS- genossen nach München berufen worden. Hierauf wird in die Zeugenvernehmung eingetreten. Frau Sofie Auer bekundet, daß sie den ersten Teil der kritischen Landtagksitzung am 21. Februar in der Ministerloge beigewohnt hat. Im Zuhörerraum herrsctte eine merkwürdige Erregung und eine schwüle Stimmung. Sie börte mehrfach. den Ruf„Rache" und„Stieder mit Auer". Plötzlich gab c? draußen einen großen Lärm. Ein Ticner habe sie gebeten, sich doch in Sichexbeit du bringen, da etwas Schreckliches passiert sei. Dann sei ein Soldat zu der neben ihr sitzenden Frau des Ministerpräsidenten EiSner herangetreten und habe ihr er- Der Herr Ministerpräsident Ist soeben erschossen worden. Sie, Frau Auer, habe darauf gefürchtet, daß jetzt auch ihrem Manne etwas passieren würde, weil man ihr schon vorher ver- schredcne Drohbriefe in? Haus geschickt und ihr auch telephonisch nahegelegt halte, sie solle ihren Mann doch ja in Obhut nehmen und nicht so spät aus die Straße gehen lassen. Sluch ihr Mann sei wiederholt gewarnt worden. Tie Zeugin verließ dann den Sitzungssaal des Landtages. Während dieser Zeit fielen drinnen im Saale einige Schüsse und sie hörte, daß auch ihr Mann getroffen worden sei.— Rechtsanw, Sauters ifonn können cie ups irgendein« Person nennen, die Sie vor der Tat gewarnt hat?—< Zeugin: Da» ist immer nur telephonisch oder brieflich geschehen. Der Zeuge SanitätZrat Dr. D a I l m e y e r war auch zur Z-ii de» AltentatS im Sitzungssaal und Hörle ebenfalls schon vorher, daß man Auer zwar nicht erschießen, aber erschlagen wollte. Auch bestand eine wütend« Stimmung gegen das Zentrum.— Hierauf wird al» nächst« Zeugin die Ehefrau de« Oberleutnants Kamm aufgerufen, die jedoch nicht erschienen ist, da ihr Hausarzt ihr hoch- gradige Nervosität bestätigt hat.— Rechtsanw. Sautet: Die Dame ist al» Dpionin de» Ministers Auer tätig gewesen (große Bewegung). Tann kann sie auch hier als Zeugin erscheinen. GtaatSanwakt Hahn: Vielleicht sagt unk der Herr Ver« ieidiger, wie er zu dieser Behauptung, kommt.— Rechtsanw. Sauter: Es ist mir dies ausdrücklich mitgeteilt worden. EZ wird darauf die kommissarische Aussage der Zeugin verlesen. Sie gibt darin an, daß sie sich seinerzeit bemüht habe, Mühsam kennen zu lernen, um von ihm über die Lage und die Zukunft des Bürger- tums unter der Räterepublik in Bayern etwas zu erfahren. Sie sei zweimal bei Mühsam gewesen und dieser habe ihr auf ihre Bemerkung, daß Auer der einzige sei. der das Land retten könne, erklärt:.Sein« Zeit ist noch nicht gekommen. Wir werden ihm den Titel Ministerpräsident in den Sarg nachrufen,"(Große Bewegung.)— Rechtsan" Sanier: Ich stelle als» fest, daß die Dame im Auftrage des Minister««ncr bei Mühsam gewesen ist, nm zn spionieren. Der nächst« Zeuge ist der frühere Privatsekretär EiSner», der AZsährige Kaufmann Stechend ach. Er bekundet: Nach de» Ermordung Eisncr, den ich bis zur Mordstelle begleitet hatte, ging ich in da» Landtagsgebäude hinein und meldete dem Ver- kehrsminister Frauendorser, daß EiSner soeben ermordet worSent sei, und daß er Auer in Sicherheit bringen möge, da auch, ihm Gefahr drohe. Fraucndorfer legte mir daS als Drohung aus. Ich erklärt« ihm jedoch, ich könne die VolkSstimmung Beurteilen, denn ch halte draußen die ungeheure Aufregung mit angesehen und wußte, daß d e Stimmung im allgeincineg gegen Sluer wag, Vors.: War Ihnen bekannt, daß«in'Slnschlgg gegen den Landtag vorbereitet wurde? Zeuge: Nein. ES war aber anzunehmen» daß die nervöse Stimmung gefährlich werden würde. Vors. Auer soll von Ihnen bereit» 11 Tag« vor der Tat dahin informi-'rt! worden sein, daß Lindner in den Anlagen vor seinem Hause ihmi ausge lauert habe. Der Zeuge erinnert sich dessen nicht mehr« Vors.: Der Herr Minister wird das unter Eid auSsagcry, Nehmen Sie also gefälligst Ihr Gedächtnis etwas zusammen!. Zeug«: Es ist mögl'K, daß ich dem Minister etwas von einem solchen Anschlage gesagt habe, aber den Namen Lindner kann ich dabei nicht genannt haben, denn ich kannte Lindner damals noch gar nicht. Heute, wo ich ihn wiedersehe, weiß ich, daß er derjenigs mar, der den Minister damals aufgelauert hat. Aber ich mochtS doch noch zu seiner Entlastung sayen, daß die allgemeine Stirn� mung im Lande wie in den Versammlungen die war. Auer müssS fort. Erster Staatsanwalt: Sind Sie nicht mit dem Hut auf dem Kopf vor den Minister Frauendorser hin� getreten. Hat er Sie nicht daraufhin«inen frechen Bursiii genannt. Zeuge: Das ist möglich. Ich kam damals seden-sallS in höchster Erregung von der Leiche EiönerS in den Saal, und ein Herr von der Presse hat mir spülerh n gesagt, man hätl« e» mir von der Galerie aus angesehen, daß soeben etwas Schreckliches passiert sein müsse. In diesem Augenblick erklärte mir de« Minister Frauendorfer: „Tun 61« mal Ihren Hut ab, Tie Flegel- Ich erwiderte ihm daraus, es werde gut'sin, wenn Auer sich in Sicherheit bringe, es drohe Gefahr. Da ich politische Morde unter allen Umständen ablehne, so wollte ich auch in diesem Falle eine Gewalttat verhülen. Erster Staatsanwalt: Minister Frauen- dvrser hat jeden iallz die Sache nicht al? Warnung bctrackiiet, sonst hätte er Sie nicht frecher Bursche genannt. Rechtsanw. Saute, richtet darauf an den Zeugen die Frage, aus welchem Grunde nach feiner Meinung die Stimmung gegen Auer war. Zeuge:' Da muß ich sehr weit au-holen. RechtSanw. Sauter: Ist es richtig, daß man Auer nachsagt«, er habe sich Im Kriege unrechtmäßig bereichert und mit dem ge« wonnenen Gclde hier in München herrlich und in Freuden gelebt? Zeug«: Ja,«S ging damals allgemein in der Arbeiierschaft die Rede, daß die RcichSregierung in Rumänien große Goidvorräte requiriert habe und den Minister Sluer daran in uner» l a u b t e r Weise beteiligt habe, so daß man nicht mehr bort einem sozialistischen Minister gut sprechen konnte. Es war Stadt- gespräch, daß Auer unmittelbar nach seiner Rückkehr cuS dem Kriege eine große elegante Wohnung im Münchener Eebeim» ratSviertel bezog, sich eine Erzieherin und Dienerschaft zulegte und die Parteivresse und verschieden« Parteigenossen mit großen Geldmittel,, unterstützte.(Bewegung) Sluer war vorher arm und so war den Arbcilermassen fein jetziger Reichtum unerklärlich! Von anderer Jseite wurde behauptet Auers Frau halte einer Münchcner Nähstube vorgestandeu und sich dort großen Gewinn verschafft. Dieses Gerücht wurde später als uiuacchr Wide rlegt. Spät« hat mir auch der Polizeipräsident Deimer erklärt, bah Ihm zur Bekämpfung dcS Bolschewismus Papiergeld von Auer angeboten sei mit Streifen, die den Stempel der Firma Krupp trugen. Deimer«alhm da» Geld nicht an, als aber später der Führer des reaktionären Matrofenputschc» Lwttcr festgonomimen wurde, fand man bc! ihm Papiergeld mlt denselben Streifen und dem Stempel der Firma Krupp. TtaatSanw.: Wissen Ffe a ch. wo» oex Putsch bedeuton sollte?- Zeuge: Ja, er war renk- Iionaren ilrspruings. Die Matrosen sollten den revolutiouörenl Pot-.zclprafldenbon Daun« festnehmen und was dabei gegru A er Iproch, war, daß die Matrosen vor dem Putsch iun Landtag»« g ob au de von ihm empfangen wurden und er sich mit ihnen in kordna.stec Weise unterhielt. RechtSanw. Sauter: Sllso Ihre Uebcrzeugung geht.dahin, daß die Massen Auer für einen Ver- rater an der Revolution hielten? Zeuge: Die Ileberzeugung ging sogar dahin, daß Ancr frgar an der Ermordung EwnerZ betcuigt fei(große Nnmche). Di« Beziehungen zwisiben den Bei- iwn waren oben sehr gespannt. In den Betsam n Hirz es allgomom: Nieder mit Sluer, dem Berrä er und Schüft. In der ganzen Zeit, wo EiSner Mmisttrpu'sföent war,' kl Auer gcgon.ihn gehetzt haben un>d als EiSner bei den Iam-errkrawellen verhaftet wunde, hieß es allgemein, Sluer stecke dahinter. S uch später hat Auer mehomal» Pläne Eisners durch: reust Die Met« ming über Auer war jedenfalls eimmütig iu der R-chbiing, daß er gegen die revolutionäre Bewegung wer und sie zu sabotieren suche. Auch die Massen, die hiuler Sluer stnuAcn, waren keineswegs mit seiner Politik einverstanden.'Staatsauw.: Ist Ihnen als' ehemaliger Sekretär EisnerS bekannt, daß biewo wiederholt gesagt hat: Auer, ich brauche Sie als. Mann, der die Ordnung wiedecherstellen muß? Cr. euer ist auch noch in der Nacht, wo Auer durch a.nan Pudsch abgesagt muH an lallte, bei diesem erschienen und hat die Sache wieder in C rdnung gebracht. Zeuge: Das ist vichtig. Er tat«S aber nicht aus'Liebe zu Auer, sondern.... StaotSanw.: Sondern? Zeuge: Weil er in Auer einen skrupellosen Politiker erkannt l!te, dem jedes Mittel recht war, und den er lieber im Ministerium al' außerhalb desselben sah(große Bewegung), Die Verhaudtuna gebt weiten. Der Malrosemmrd vsr Eerichl. Die Urteilsbegründung. sein, daß die militärischen Dienstbehörden ein Interesse daran hatten, tin Interesse der Sicherheit van Berlin, die dnrch die Volks- tnarine-Division immer wieder ausflammenden Unruhen energisch niederzuwerfen, und daß die Dienststellen ein Exempel durch den Befehl zur Erschießung statuieren wollten. Dafür, daß der An- gellagte gerade dreißig Leute erschießen ließ, darüber kann der An-geklagte eine korrekte juristische Erklärung nicht geben. Hat der Angelegte aoer geglaubt, einen strikten Befehl zur Erschießung zu haben, trifft ihn eine Schuld nicht, und er ist deshalb von der Anklage des Totschlags freizusprechen. Anders liegt die unerlaubte Entfernung. Der Angeklagt« ist am 2. Juni fortgegangen, obwohl«r wußte, daß ein Haft- be fehl gegen ihn vorlag. Seine Behauptung, er fei des Glau» benL gewesen, von seinem unmiltelbaren Vorgesetzten Urlaub bekommen zu haben, ist nicht stichhaltig. Er wußte, daß sein höherer Vorgesetzter, der AerichtSherr, ihn mitteis Haftbefehls suchte, und so hätte er als Soldat selbstverständlich hievbleiben müssen, und wenn er dreimal Urlaub von seinem direkten Vor- gesetzten hatte. Ter Angeklagte ist alw wegen unerlaubter Entfernung ohne weiteres zu bestrafen. Das Gericht hat aber berück- ficht. gt, dah der Angeklagte in sehr erheblicher Weise durch Vor- gesetzte, vor allein aber durch seinen Verwandten Pfarrer Rump, beeinflnfit worden ist, fortzugehen, und eS hat weiter berücksichtigt, dajj es sich bei dem Angeklagten um einen Mann handelte, der sich nicht vom Dienst oder vor der Gefahr drücken wollte, sondern um einen Mann, der nach langem TchWanken und fortgesetzter Beeinflussung schließlich den klopf verloren hat. Das Gericht hat ge- glaubt, aus diesem Grunde auf de niedrigste Straf« von drei Monaten, und da es sich bei dem Angeklagten nicht um un- ehrenhafte Motive handelte, auf Festungshaft erkennen zu sollen. Ein« Urkundenfälschung hat der Angeklag'e sich nicht zuschulden kommen lassen, er hat aber gefälschte LegitimationS- papiere benutzt. Hierfür hält das Gericht eine Geldstrafe von 30 Mark für ausreichend. Dann verkündet der Vorsitzende den schon mibzeteilten Urteils. Itnot,_'_.__ Zur Bgründung des Urteils führte KriegSgsrichtsrat Welt folgendes aus: Die Erschießung, die am 11. März stattgefunden hat, war 'objektiv unberechtigt, auch unter Berücksichtigung der «rgangenen Befehle. Die Personen, die mit Waffen dort er- hienen sind, halten Waffenschein« von der Ko m- mandantur Berlin, also von der zuständigen militari- scheu Ortsbehörde. Solche Scheine hatten die Zahlmeister Jakobowöky, Lietzau und Härder. Es ist selbstver- ständlich, daß der Einwand des Angeklagten, diese Waffenscheine waren nicht gültig, nicht zutreffend ist. Er hätte sich bei ruhiger Ueberlegung sagen müssen, daß zwar alle Ausweise und Waffen- scheine der B. M. D., die vor dem 7. März ausgestellt waren, ungültig waren, daß aber Waffenstheine der zuständigen Behörde, ausgestellt nach dem 7. März, güllig waren. Die Erschießung der 30 Mann war auch deshalb unberechtig, weil nach den Be- stiminungen d«S Standrechtes eine Erschießung nur sofort zu lässig ist. E» ist da? Wesen des Standrechtes, daß eS bezweckt, die Truppe, die im Kampfe steht, zu schützen, und daß nach dem Standrecht deshalb längere Ermittlungen nicht vor- genommen werden brauchen Der Angeklagte hat dagegen da- durch verstoßen, daß er di« Matrosen zunächst einsperrte, mehrere Stunden bewachen ließ. Es ist srlbswcrständlich, daß nach lniizcrer Zeit, nach Tagen, Monaten oder auch mehreren Stunden «ine standrechtliche Erschießung nicht stattfinden darf, sondern daß dann das Gericht einzugreifen hat. Es ist unrichtig, daß der Angeklagte Plünderer erschossen hat. Eine Erschießung von Plünderern ist nur zulässig, wenn Leute auf frischer Tat beim Plündern gefaßt werden. Das Vorfinden von Ringen, Uhren oder Ketten ist«in Kriterium, da» nicht aus- reicht. Wenn der Angeklagt« bei einem Mann vielleicht 6 Uhren und 60 R'nge vorgefunden hätte, dann hätte er vielleicht wohl des Glanben» sein können, daß er diesen Mann als - Plünderer erschießen kann. �.ES können auch nicht die Bestimmungen über den Waffengebrauch herangezogen werden, um die Er- schießung berechtigt erscheinen zu lassen. Zuzugeben ist, daß der Angeklagte sich in einer beb roh Ii chen Lage befunden hat. Aber diese Lag« war nicht so bedrohlich, daß er zum Waffen- gebrauch berechtigt war. Der Angeklagte hat ein geladene? Maschinengewehr vor die Gefangenen gestellt, hat den be- wachenden Mannschaften wiederholt eingeschärft, daß sie bei der leisesten Bewegung, die ans Meuterei deutete, einen Gurt in die Menge hineinschießen sollten. ,, Bei dem großen Haß, der zwischen den RcgierungStrnppen und der V. M. D. damals herrschte, hält eS da? Gericht für ab- solut sicher, baß schon bei den ersten Anzeichen einer Meuterei geschossen worden toäre. Daß nicht geschossen wurde, zeigt, daß von einer so dringlichen Bedrohung, daß die Erschießung hätte vorgenommen werden müssen, nicht die Rede war. Dazu kommt, daß der Angeklagte gar nicht gegen meuternde Gefangene vor- gegangen ist, sondern daß die E'vüeßung erst längere Zeit später, als bereits die Verstärkung eingeirofsen war, vorgenommen wor- den ist, also zu einer Zeit, wo von einer Bedrohung gar nicht die Rede sein konnte. Zu prüfen ist, ob der Angeklagte durch einen Befehl jeiner Vorgesetzten gedeckt ist. Bei der Prüfung dieser Frage kommt«» nur darauf an. wa» Marloh durch die Leutnants Schröter und Wehmeyer übermittelt worden ist. Die Schroterfche Ue-bemmttrtiiTig war so allgemein gehalten, daß der Angeklagte dies« nicht als einen Befshl in Dienstsachen hat a uifgefaßt haben können. Das Gericht ist außevdem der lieber- zeugung, daß bai der Avt der Uebermitie-lung durch Schröter der Angeklagte nicht die Uvberzeuguiwa gehabt Heroen kann, daß eS sich «im einen Dienstbeifehl handle. Dann ist zu prüfen, ob der An- geklagte aus Gvurrd der ihm van Leutnant Wehmeher gemachten!?ässcn maßgebend ist. Slo-wendig ist ferner/ eine Herauf- Mitteilung glauben kannte, eS Handel« sich für chn um einen s«tzung der Gehaltssumme bei der die Versicherung». dienstlichen Befehl zur Erschießung. I Pflicht der Angestellten erlischt. Di« jetzig« Höhe von 6000 M. ._._._„....! hat zur Folge, daß die meisten Angestellten nicht mehr versiche- Eme absolut sichere Faststcllung wi« ine Mitteilruiig Wchineyerö rungspslichüg sind. Geh. Aurich stellt ein« GeietzeZvor. gelautet hat,-bat das Genicht nicht treffen kommen. ES ist damit'sage in Aussicht Leutfche MioualveMmmivnz. 124. Sitzung, Dienstag, den S. Dezember 1919. Das Haus ist gut besetzt. E ngegangen ist die Novell« zum ReichSbankgesetz und die Novell« über Strafmilderungen für disziplinarische Vergehen. Zur Verlesung gebracht wird der Dank bei StaatskanzlerS der Republik Oesterreich für die von Deutschland gewährte Hilfe, s Beifall.) Auf der Tagesordnung steht als einziger Punkt eine Kund- gebung der Nationalversammlung gegen die Zurückhaltung der deutschen Kriegsgefangenen. Präsident Fehrmbach teilt mit, daß im Verlaufe de? Vormittags die Note der Enient« einge-roffen ist, die auch die lcscm- genensrage behandelt. Eine eingehende Beratung des Si j nettS, die natürlich der geplanten Aeuherung de» Außenministers voran» gehen müßte, hat noch nicht statisinden können. Der Außen» minister will auch dem Wuniche de» Hauses entsprechend aus die übrigen Teil« der Note eingehen. Auch dazu muß da» Kabinett erst Stellung nehmen. Der Präsident schlägt daher vor, die geplante Kundgebung von der Tagesordnung abzusetzen. Sie soll möglichst bald stattfinden. Das Hau» ist damit einverstanden. Damit schließt dies« Sitzung. 125. Sitzung, nachmittag S 2 Uhr. Auf der Tagesordnung stehen zunächst Anfragen. Abg. S-msti- Schwaben(Soz.) bittet sogenannt« LiebcSpakett aus dem Auslande zollfrei zu lassen. Minifterialdireltor Zecher teilt mit. daß solche Scndun- gen Abgabenfrei sein sollen. Auf Antrag werden bisher ge- zahlte Beträge zurückerstattet. Abg. Jacker(Soz.) fordert ein« VerdopMkung de? Grundlohns, der für die Bemessung der Baarleistungen der Kranken thst?'�.1 y. uu.u.ry.uvuuvui HCT ...,# kennen Zweifel darnter. daß in dieser Mitteiilung lWeiieraipardon) wird aus Vorschlag des Abg. Herol nicht etwa emPrivatge sprach Neinhard.Kesse>l.Wehmeyer w'ch�rsoigter erster Lesung dem- S t eu er a u» sch u Das Gericht >. VII' v* v» V vi». y-V I �»v v/»-».»»1 k.vvt L/'ovv n i;vt... zu evblicke-n ist, sondorn daß im so ernster Zeit und einer so e misten �wiesen. Angelegsniheit sslbstverständlich sirn Dienstbefehl vongelogen hat. erold(Zentr.) h über» Tee spviwgemde Punkt ist aber, wie hat der Angeklagte den Befehl aufgefaßt? Da» Gericht ist der Ansichi, daß eS nicht vom grünen Tisch aus mit der Ruhe des Gerichts, aaleS m die «ngelegeii'heit himeimiteigem dam, sondern daß es berücksichtigen muß daß der Angeklagte, al» Führer eines nur klomern Zuges, einer bedrohlichen Uebernmcht gegenüberstand, die nach seiner wohl zu verstehenden Auffassung, auS Meuterern, Landesfrie. deii�brechern und Verbrechern bestand. Zu berücksichtigeu ist auch, baß die Handluiigsweise de« Angeklagten au» dem mit Bürger Zweite Lesung des Reichsnowpfers. Abg. Farwick jZcntr.) berichtet über die Ausschußverhand» hingen.§ 1 lautet: Der äußersten Not de» Reiche» opfert der Besitz durch eine nach den Vorschriften diese» Gesetze» zu be- messende große Abgabe vom Vermögen. sReichSnotopfer.) Bei dieiem Paragraphen setzt eine allgemeine Aussprache«im. Abg. Dr. Niesser(D. Vp.): Wir beantragen den Enttviivf an den Anschuß zurückzuverweisern, damit er ihn nach folgenden Ge- sichtspuntien umarbeitet: Statt des ReichSnotopferS sst ein« lau- bl-iir»befleck iea: Asybalt beurtei'lt werden mutz. Berlin sw.n.d d«-. s e n d e V e r m ö g e n's st e u e s zu erheben au.f GrunS) einer«i mcrls unter dem Eindruck schwerster Bürgerkämpfe. In kurzem Zwischenrämmem zu wiederholemben Eimschätzung, fcriner r\y in x l____ s._ cn'. r---'-•''— W�MW ist eimc ZwamgSanlejhe mach der Höhe der Venmogem um- gulogcnt. Die Vorlogen de» Reichssinanzminlisteviuiin» sind ein "" b"»» iwifi-tomi. ?bg, Dr. Huzenbers: Im.Berliner Tageblatt�ha» vor etm» militärischer Werdegang in Betracht zu ö'ehen. E' �------ ill! LÄ- S« ZLMZKMsNZ Befehls geneigt machte. Das Gericht hat unter Beviicksichiigung des ganzen Sachverhaltes den Eindruck oewonnen, daß im vorliegenden Falle der Men-'ch Martoh. d-c kein Rohling ist, mit dem Colidaten Mavloh einen schwerem Kampf gekämpft hat. Der Angeklagte hat sicherlich nicht gewußt, was er mit dem erhaltenen Befehl ansangen sollte und er den Befehl in seiner See!« hin und her gewälzt. Be>i der Erziehung des Angeklagten und einer Neigung zum unbedingten Gehorsam, ist der Angeklagte schließlich, nach der Ucberzeugung des Gerichts, zur Ansicht gekommen, es liege hier ein Befehl zum Erschießen vor, ein Befehl, der ihm die Erschießung zur Pflicht mache. Das Gericht ist daher zu der Ueberzengung gekommen, daß der Angeklagte in der Tat geglaubt hat, er habe den Befehl, die Leute zu erschießen, bekommen. Hat der Angeklagte aber geglaubt, daß er einen solchen Befehl bekommen hat, dann hat er nach der ständigen Rechtsprechung des Reichsmilitärgerichts nicht die Pflicht der Prüsung. Er würde sich nur strafbar gemacht haben, wenn er gewußt hätte, daß der Befehl ein Verbrechen oder Vergehen bezweckt. Der An-„....,-----. geklagte kann, in jenen Mirztagen sehr wohl der Ansicht gewesen NoichSnotovier und che Sozialisierung. Dann lassen Sie, Herr Erzberger, den Feind doch lieber gleich das Nuhrgebiet besetzen. lLebhafte Pfni-Rufe, Rufe: Bolksverräter, Grosirr Lärm link», Glocke des Präsidenten, Schluhrufe, Zurufe: lllaus, rnnter!, steigender Lärm. Redner wird andauernd durch Niederschreien von den empörten Linksparteien am Weiterreden gehindert.) Endlich gelingt es dem Vizepräsidenten Haußmann, sich mit der Glocke Gehör zu verschaffen. Er sagt: Ich bitte Sie zu beachten, was Sie diesem Hause schuldig s i n d. Ich ersuche Sie, den Redner jetzt zu Ende reden zu lassen. Abg. Hugenberg wird bei jedem Versuch, in seiner Rede fort» zufahren, niedergeschrien. Vizepräsident Haußmann: Angesicht» der durch Sie ver- ursachten Störung der Verhandlungen unterbreche ich die Sitzung auf eine Viertelstunde und setze den Beginn der neuen Sitzung auf 4% Uhr an. Kurz nach 6 Uhr Wrrib die S'itzuug vom Vizepräsidenten Haußmamm wreiwr eröffnet. Er erklart: Die Weüdumz des Ab- aeovoneten Huge-ubera, die zu den Unterbrechungen geführt hat, konnte die Gefühle des Hause« verletzen. Ich spreche deshalb mein Bedauern darüber aus und ersuche ihn, ähnliche Wendun» gen bei der Fortsetzung seiner Rebe zu unterlassen. Ich bitte aber auch das Hau», die Redefreiheit zu vefpektieren. Abg. Hugenberg fDnat.) wendet sich fortfahrend gegen das ReichAfiiMmzmirnester Erzberger: Der Vorredner hat mir vor- gehalten, ich solle nicht hintenherum, sondern gleich offen dasiü wogen, daß der Feind das Ruhrgebiet besetzt. Namens der Re- gievung brirnge ich den schärfsten Protest gegen diei« geradezu um erhörte Aeußerung zum Ausdruck. Di« Erregung 6c» HauseS zeigt, wie man über dich«» Vorgehen urteilt, das man nicht näher zu bezeichnen braucht.(Andauernde große Er- regurng.) Im Rheiniande zittert man vor dem Feinde. Dafür hat natürlich der kein Verständnis, der seinen Wohnsitz au? dem R Heinlande nach dem sicheren Mittelde'utschland verlegt hat.« � Operation vollzogen, ein« Untersuchung durchgeführt wi"- t.H Ursache liegt darin, daß den Professoren die Kolleggelder Teiche fließen und sie also ein Interesse daran haben- wo» viele.Hörer" zu haben*,#1? Wäre der gut: Wille vorhanden, könnte unser sofort durchgeführt werden, wodurch auch die Hochschulen Anaeleaenbett der All<,emeindeit werden würden. Wir st Angelegenheit der Allgemeinheit werden würden. Wir'[, c 1. Alle Hochschullehrer sind auskömmlich ö, solden. Alle Einftinfte au».Kolleggeldern und Epiw'�' S>? sind' auf Staatskosten zu drucken. 4. Alle«e, unentgeltlich. d. Der Doktortitel'' �e schaffen. Nach bestandenem Examen ist rrur �I>. sprechende Bescheinigung auSzustzllcn 6. ES ist gial« SochschuIIe?tu.ig zu schaffen unter aller Lehrkräfte, de» Studentenrates, de! Bildung»:?' v Vertretern der freien Berufe. 7. Auch da«® 0 1 wesen ist in organische Verbindung mit dem Hoch':? bringen.,..« 1 a S..sck Dai find Forderungen, die wir als Abschlag»� schon heute verwirklicht sehen möchten und verwrru können. Damit das Proletarierkind in die höh«!*", � institute gelangen kann, verlange» wir, daß der'«gd* Unterhaltung übernimmt. Wissenschaft und Arbeit« hat schon Lassalle gesagt. Wenn die Universitäten al» Hochburgen de» � «II Bvutstätten der Reaktioa bezeichnet oer*»' K fE-' Vtiy Wie ULI» HUULJH � Einwohnerwehren zugesichert worden sind. I um das MltbsstlMMUNgSrecht im Vorde-rgrund-e. stehen. "�itfcnfdjnft und Arbcitcr sind ein?. Dieses treffliche Wort Bouwa ist- öffentlich und beeinnt 0 Uhr morgens. IU verwirklichen, dafür werden wir läwpsen und der—-G- � «ü-.r sein. iLebh. Beifall'inkß.) .«ächste Sitzung heute mrttag 11 Uhr. Gkwsrkschastliches. Die Transpvrtarbeiier ohne Bezlrksvcrwaltung. Di« am Montag forlgefctzie Generalversammlung der Trans- �«arbeiter beschäftigte sich erneut nnt-der Bestätigung der Be- �nsverwaltuiig. O r t m a n n legte in längeren Ausführung die runde des Haupivorslandei dar. die zur Beilegung der Diffe- rnzguirite führen sollte und bemerkt, daß der Haupte orstand die ollegen Böhmer und Bretzk« nicht bestätigen können, da r von seinem wiederholt gegebenen Standpunkt nicht abgehen vnn. Orlman berichtet des weiteren, dag der Hauptvorstand den I Kollegen Franke als"-■L----- i Kuorrbrcmse und angeschlossene Betriebe. Die Auszahlung der Streik- und Extraunterstützung findet heute von 1—4 Uhr bei Fei cht, Kronprinzenstrahc, Ecke Weserstrasje statt. N. Steck. Marienfclde. Alle austenstchenden Kollegen werden ersucht, am heutigen Tonnersiag von 10--12 Uhr pünltlich im „Schwarzen Adler", Mariendorf, Chausseestr. 43, zu erscheinen. Dortselbst Auszahlung der Extreun erstützung. Invalidenkarte und Streikkarte mitbringen. Nachzügler können ncht berücksichtigt werden. roß-Serlin. Ein fünftes Steuervierteljahr. ____ W____u_______ r_ MW.. Wie aus Mitteilungen des Schöneberger Bürgermeisters ....„—„ Vektionsleiter nicht bestätig, hat, da Franke! M a ch o w i c z in der Stadtverordnetenversammlung ain Angestellter des Verbandes sei und nur Angestellte Montag hervorgeht, soll demnächst eine Besprechung der sti U' eJ" Frage kommen.(!) Franke Grost-Berlincr Ltämmerer stattfinden. Tort werde der Ber> t � ÄinO Y" T».«» Vi /% w OTm A A.t �TYl Mm mm vm M«a« ,%ri /> l-VAM.«an?. MtMM itv*. f. tn f i,,,,- r(Y-M g liner Kammerer beantragen, dast die Tarife der Werke (GaS, Wasser, Elektrizität) erhöht werden: ferner soll ganz besonders die Lust bar k ei ts st euer eine scharfe Erchöhung erfahren. Austerdenr wird eine weitere Er- höhung der Genieindeeinkommensteuer um vO. v. H.— also von 300 auf 350 v. H.— Mfovdert. Diese föO v. H. sollen als fünfte Nateim ersten Vierteljahr 19 2 0 erhoben werden. Das sind für die Steuerzabler keine angenehmen Nach- richten. Die Gemeinden stecken aber so tief in Schulden, dast sie sich kaum noch zu helfen wissen. Der Krieg hat auch | die Gemeinden in diese tiefe Notlage hineingebracht. Die jfläwar früher Angestelller gewesen, er soll aber jetzt eine Er- [tt[jtUnB abgehen, wie er sich zu der Frage der Gewerkschaf:en g>. der darauf folgenden Diskussion wurde von verschiedenen � auf die Diktatur deZ HaupworstaudcS hingewiesen, der Mt nach der E-iimmung der Mitgliever kragt und auf das Selbst- �."�kuungsrecht pfeift. Franke erklärt« seinen Standpunkt bete �■ch��njchaften dahin, dah er fü; die Schaffung von Indu- b(r m der ungelernten Berufe eintriit und die Umstellung UewerkichaHen in Kampforganlsationen fordert, jede Arbeit»» -st lehnt et ab. Mch 3ut'ÄeC l-hc schnell�cheber drücken sich um die �an�ottung hetim mch ?stllung genommen werden, da eine Aelchs.-rbeitkgemeinsthaft sie anderen aufladen. Das soll ihnen aber nicht ge- S1«in Provisorium sei und die Mitglieder noch endgültig dazu � Demokraten und die Elnheftsgemetttve Groh-Berlm. ?'«llung nehmen sollen. Darauf wurde ein Antrag der QVosi.l 'Se kr verlangt, dast die BezirkZerwaliung sonnt'bre Acmter Überzulegen hat. mit groster Mebrheit. und ein Antrag Jakobsew außerordentlichen LerbandStag einzuberufen, der stcd mit der �««»gcmeinfchaft beschäftigen soll, fast einstlmmig angenommen. r®tn weiterer Antrag, der besagt, daß für die po.stischen Ge« Eigenen und Jnbaflierten auf Listen gesammelt werden foll. KAÄM.'SS "ren sollen, einstimmig angenommen___ r,-me von der Geaeniioersammlung beantragte Tellc�amm» .,?? für die Weihnrht, unt erstützung der Kinder der ncch au». •Metrien Metallarbeiter ergab den Betrag von 158,44 M Achtung, Buchdrucker! II##### mm «in« achtunggebietend« Stimmenzahl erringen. Streik in den Dampsw Achereien. Ärrrs Ausstellungen werden noch einige Tage länger, als beabsich- tigt war, in den gegenwärtigen Lokalen bleiben, woselbst auch die Ausstellungsbücher selbst zum Verkauf gelangen. Mieterschutz gegen Nanmungsflagen und-urteile. Der Magistrat Eharlottenburg hat auf Grund der Mieterschuhverord- nung angeordnet, datz die Erhebung einer Klage auf Räumung von Wohnungen und— mit vorläufiger Geltung bis zum 1. Januar 1920— die Vollstreckung von RäumungSurteilen im Siadt- gebiet Charlottenbarg von der Zustimmung des MieteinigungS- amtes abhängen. Die Zustimmung zur Vollstreckung muß s-doch erteilt werden, wenn der Schuldner mit der Mieizinszahlung schuldhasterweis« im Rückstand ist, oder wenn für ihn ein anderes geeigni es Unterkommen beschafft ist. Eine Mieterversammlung für das Virchowviertel findet Donnerstag abend statt.(Siehe Inserat in dieser Nummer.) tebensMNelkaleuder. Berlin. Von Sonntag, den 14. Dezember b. I., ob finde! auf den Brotbommissionen kein Sonn- und Feiertagodienft mehr statt.— Bis Dienstag in den Bezirken der 205., 207. und 211. vrotkommission pco flops 125 Gr. Faustkäse.— Die Stadt Berlin gewährt den Älndern, die in der Zeit vom 1. Januar 1008 dl» 1. Januar 1814 geboren sind, je K Bfb. Weihnachlsgednäl� und zwar auf Wrund von Bezugscheinen, die bei den Broekommlssionen am 12. und 13. Dezember 1010 ausgegeben werden und von dort abzuholen sind. Spandau. Am Freitag 50 Gr. städtisch« Margarin«(4). Sonnabend 30 Gr. städtische Inlandema. garine(4). Jchannisihal. Von Freitag ab 125 Gr. Inlandsmarmclade: 12." Gr. Sf eis; 150 Gr. GroupenmshI; 2 Lichte zum Preis» von 33 oder 40 Pf. je Siiick; für Familien von 2 MI Ig! ledern 1 Dos« Spargel, von 3 Mit- gliedern 2 Dosen, von 4 und 6 Mitgliedern 8 Dosen, von 8 und mehr Mitgliedern 4 Dosen; für alte Leute 1 Paket(H Pfd.) Haferflocken; für Kranke lim Besitze von Milchkarten), Schwanger« und Kinder vom vollendeten 2. bis zum rollendeten 9. Lebensjahr« geg»« im!>iatsk«llel »chältlichen Gutschein 1 Dos« Obstkons«rv«n. Aas den Orgavisaflone«. Die Tenkraldrrsiimmlnng der PaririorglMisntion' fi Berlin-Brandenburg finldet der Mvssen-Protestveirscmimlutl. -gen wegen am nächsten Somvtag nicht statt. Ter neuS Tevnrin der Gerveralversaminllmy wird noch bekannt- Mgebon. 8. Distrikt, 7. Abteilung. Heut» abend 7 Uhr gemeinsamer Zahl abend bei Fiedler, Landsberger Straß«?. Ref.: GtN. Jtutsf; Gewerkt Der größte Teil der domokratifchen Ge-m«indevertvoter führt � Ichasten— Beiriebsorganstaiion. etaon fe�rrlichm die Schaffung der.E�eatsse. g�dlichstn'l �'r fta" � 1 � mentitoe Groß-Dsrlin».»ither nnnföe diese Gegner, chaft flögen zz. Distrikt. Billett, zum Märchenotend sind auf dem Zahiabend den von der Regierung vcmgelegden Gesetzmtwuvf stet« mit fach-: bei allen Bezirkssllhrern sowie beim Kassierer Willi Hojsmann, lichen Gründen zu moiivwren gesucht. Je näher aber die Ver.: Lych-ner Strah, g, zu haben.„„.„ »Icllichuiifl der SinheitsPememÄe rückt und je mehr sich di« bis-,„ uhe>ers!mm-ung in'd.?�chu� her voogeschobeawm Gründe als im keiner Weis« stichhaltig er- 1»Stesystem.--.Abteil-ig. weisen, je mehr rücken di« Herren Demokraten mit der Bekannt- Donnerstag abend 7 Uhr Versammlung in der Schulaula Eonnenburge« gäbe ihrer wahren Absichten hervor. Da ihre sachlichen! Straß« 20. Vortrag de. Den. Dr. Rosenberg: Ro»k« in tausend AenlK __...._ i 9T2-ntiT Km* m I Mfti m*4mM*»«%» kP MM VI rtttl Mll U-tWY �cinrm�YäVtni® stehen zu uns»er Wirtschaft nr t. iÄf M O"*•« w*/»*•»•'----?--- u~—' v-„ M- Itf" fion«. Stundenlöhne von 60 Pf. bis zu 1 M. wurden Ar. h.""nnen gezahlt, welche schwere körperliche Arbeit zu verrichten Außerdem toerti , wie man e» früh \ und jtznechte gab.. einer von etwa 1500 Personen besuchten Versammlung �5(n. or" I«öahlt, welche schwere körperliche Arbeit zu verrichten ™nbci( f. 6««d(m werden die Arbeiterinnen noch teilweise be- i, m0"«' k-üher in Ostelbien gewöhnt war, wo et nur m.m.C f- rffis] �"fibenv.0�1 �l>ntag Schumacher und S a l e w s k y vom rbetn � über die Verhandlungen, die mit den Arbeit- . stnd. Tie Wäschereibesitzer versuchten, die Ar- Abwirft»?'"«inen Hund abzuspeisen, dem man einen Knochen 1% au" f�?.,?ar«n gnädigst gewillt, 15—25 Pf. pro Stunde Zu» wo» die VerhandlungSkommissiom abgelehnt n!�«i>erin? �'«dtspruch vor dem SchlichtungSauSschuß ist den m'«" nun ein Lohn von 1.50— 1,75 M. die Stunde zuge- «dest' oc&cn. Dieses ist jedoch von den Arbeitgebern abgelehnt �«ssammlung hat nun mit 1352 Stimmen beschlossen, in "«'si Äo, �"öu treten. Da» Streiklokal befindet sich bei � Deutscher Transportarbekter-Verbaud. �n-ibs�r?" I«mtag vorgenommenen Wahl zum erweitertem pBiilfcn«"and wurden abgegeben 4708 Stimmen, davon 810 fe* Sr�et�c"!ö' Stimmen: Sekdion I: Fritz Schattsthwsi- RMlo* m, 2.'I: Friedrich Svdew 2841, Sektion III: Auflust 11 Ünb Ä-, Tora Riebe 2500, Emma Jahnke 1616.®c- %« n SchaUfchneiber, S h d o w unfi) die Tie m Achtung, Damenkonfettkon! &;?%« 6fl nnww*.t*er Lwifchenmeister: Kämmerer, Markgrafen» Aei'vegen �elezel, Charlotten straße 19, werden hier- sf ä3.E wv jiü «H treten. Di» Ortsverwaltung. Ä MA.'RWK sten. Wahl der Delegierten zur Eenarolverjammimig. Charlattenburg, 5. Gruppe. DI« Zahladende fmdon in folgendKN Lokalen statt: 1. Bezirk: Galoanlstr. 7; 2. Bezi.k: Llltzower Strotze 8,'- 3. Bezirk: Eosandsrstr. 27; 4. Bezirk: Kirchstr. 10; 6. Bezirk: Rosinen» [trotz« 9. Reukälln. Donnerstag abend 7 Uhr Aktinnsratssitzung im Karls» garten, Karlsgartenstrotze. Sämtlich» Kommifsionsmitglieder haben zu erscheinen. Teltow. Die nächste Mitgliederversammlung findet nicht Herste, sondern morgen, Donnerslog. abend 8 Uhr im G»s«llschaftshaus Stahr statt. Lichtenrade. Heut« abend 7 Uhr Mitgliederversammlung tn der Schule Roonstratz«. Bortrag'über Glternräte. Fvauen der Genossen haben Zutritt. Dahlem. Heut« abend Zahl abend bei Schilling, Königin-Lulse» Stratz« 42. Wittenau. Der Zahlabend für all» drei Dezirk« findet diesmal Tonnerstag abend 7 Uhr bei llbsrhgrdt, Lübarser Stratz», statt. Rcsercrt j über Reorganisation. Hohen-Reuendorf und Umgegend. Heute abend 7% Uhr Bezirk» Versammlung im Lokal von Tewes. Berliner Stratze 31. Stellung nähme zur Reorganisation. Vollzählige» Erscheinen der Birkenwerdei und Bcrgselber Genossen erforderlich. Rahnsdorf, Wilhelmsbagen und Hessenwinkel. Mittwoch abend 8 Uhr Mitgliederversammlung bei Meyer, Rahnsdorser Mühl«, Wald» schlStzchen. Wichtig« Tagesordnung. Zeuthen, Miersdors, Reu'Zchulzendarf. Donnerstag abend 8 Uh« Zahladens in Miersdorf Restaurant zur Mühl«. Pest und Telegraphis. Freitag abend TA Uhr Versammlung in de« Schulaula Tein?clhof«r Uf«r 3. Thema: u.& P, D. und Post. Risse renk: Genosse Zubeit. Eiwwäitde einer Ävitik wicht standhaften, u-nd weder auf Llogperung noch auf diejenigen Eindruck gemacht halbem, di« bi« Notwendigkeit einer durchgreifendem Reform der Verfassung der Groß-Bev» liwer Gemreinidem anerkenn«:, verbuchen sie«z jetzt, mit der Gellendmachunfl von politischen Gründen, unn die für ihren Einfluß und mm ihren Geldbeutel bangenden Bürgerlichen für sich zu gewinnen. Nachdem zuerst der demokratische Lamidtag?. abgeordnete Otto in einer Versammlung erklärt hatte, daß man die Einhcibl gemeinde Groß-Brr!in bekämpfen müsse, weil sie ein« sozialistische Mehrheit bringen werde, haben vor einigei, Taqen im einer Verfairmnilumg demokratrschor Gemeindevertreder sowohl der Stadtrat Dr. Fischer- Eharlotteniburg als auch der Sraidwerordnete E h ck- Eharlottenburg in beweglichen Worten über die drohende Gefahr einer foz�rlistrschen Mehrheit gejammert. Die S e lb st e n t l a r v u n g dieser»Demokraten" wird nie- mand ndervaschen, der weiß, daß sie nur gegenwärtig de- mokratifch sind, weil da» ihnen und ihrem Geldbeutel frommt. So gut wie sich biefe Gefellfchaft früher mit aller Kraft gegen die Beseitigung d«S Dreiklassenwahlrecht« wehrte, so entschieden sind sie jetzt gegen ein« Reuordnumg der Groß-Berli-ner Gemeinde« Verhältnisse, die burchnts demokoat sch der wahren Meinung der Bevölkerung Ausdruck gibt. Sie siich Deeneckoarm nur, wo ei ihnen Vorteile bringt. Vom Kuhhandel. Der.Vorwärts" bringt in seiner gestrigen Morgennummer die Meldung, daß der neugewählte Bürgermeister Scholz von der Aufsichtsbehörde bestätigt sei. Er knüpft daran die Bemer» kung:»Der durch dies« Wahl fceigewordeu« Posten eines Stadt» verordnetenvrlstehers wird wicdevlm durch ein Mitglied unserer Fraktion besetzt werden." Das klingt sehr zuversichtlich. Der Kuhhandel mit den bür- gerlichen Parteien ist also schon fertig, di« bösen Unabhängigen haben nun nichts mehr zu bestimmen. Wahrlich� ein bischen sehr hochmütig. Aber Hochmut kommt vor dem Fall. Die teutlche Einwohnerwehr. Die Einwohnerwehr de» Berliner Bezirks II veranstaltet am Sonnabend in den Germaniasälen in der Chausseestraße ein Fest, da» deutlieb zum Ausdruck brachte, welcher Geist in diesen neu- deutschen Kriege rvereincn herrscht. Der Saaf war mit schwarz. weiß. roten Fahnen festlich geschmückt. Nach altgerma» niseher Sitte wurde tüchtig getrunken. Die Polizeistunde existierte für diese trinkfesten Helden selbstverständlich nicht. Kurz nach Mitternacht betrat der Vorsitzende gemessenen Schritte» die Bühne und forderte die Gesellschaft auf, da» schön« Lied »Deutschland, Deutschland über alle»..." gu singen. Al» einige nüchterne Teilnehmer sich jur diesen„Gesang" nicht begeistern konnten und ihren Unwillen freimüti« Ausdruck verliehen, hatten sie die ganze gröhlende Gcselbschaft auf dem.----,..----------- Halse. Und der Vorsitzende schimpfte über die.Gemeinheit", ein Lmdendruckerei und verlagsgesellschaft m. b. H., Schissbauerdamm 10. solches Lied zu stören. An den Hoben Gambrinu» fand man Verelnskalendsr. Zentralverband der Angestellten. Fachgruppe 9, Sektion a— e. Mi IN wach, den 10. Dezember, abend» 8 Uhr, Versammlung>» den A min« hatten, Kommandantenstr. 58/59. Tagesordnung: Di» Lehrzeit in Handel und Industrie. Referent: Wendland. AiigesteNtencmsschllss» der Grotz-Berliner MetaMndustrI». Freitag nachmittag SA Uhr Obleuteversammlung in den Sophiensälen, Sopljioi# stpstz«. Wichtige Tagesordnung. Bollzugsausschutz. Allgemeiner humanistischer Kulturbund. Mittwoch abend 7A Uhr. Lehrervereinshaus, Aiezanderplatz: Schriftsteller Ullrich über»Monis- mus und Dualismus? Eintritt frei. Redefreiheit. verein sozialistischer A-rzt«. Sitzung Montag. 15. Dezember, abend» 7H Uhr. im Deutschen Zahnarztehau» sRichterzimmer), Bülowstr. 104, am Nollendorfplatz. r.-O.: Stellung z'. Gäste willkommen. zu deg ärztlichen Ehrenge. ichien» Aus deu#08. Das Humboldt-Theater. da» grötzt» Lichtspieltheater de» Nordens wird am Heuligen Donnerstag in der vadftr. 18 eröffnet. Zu: Erst-. aufführung gelangen der gewaltig» Film»Da» Recht der freien Lied«''. sowie das Lustspiel»Karlchen wird eingeseifi". Di» Hauptdartt-lle« beider Film«, u. a. der Humorist Karl Victor Plagge, sind persönlich anwesend. Verantwortlich für di« Redaktion«lfrsd Wielepp, NeukLllw Verlagsgenossenschaft»Freiheit",«. G. m. d. H.. verlin.«- Druck deg O___ v r L m �.... Ml--- L t—■># m« wieder Trost und Freude. Bis zum Morgen wurde gezecht und gefeiert. Kein Zweifel: hier ist die Sicherheit Berlin» und der Regierung in guten Händen. Unser Gewährsmann konnte lei» der nicht feststellen, wieviel Anhänger der rechtsfozia- li sti scheu Partei, die bekanntlnh mit starker Verve für den Eintritt in Eintr chnerwehren unter ihren Mitgliedern wirkt, an diesem teuiichen Zechgelage teilgenommen haben. Die Bücher- und Bilderausstellungen. Die letzte Serie der Ausstellungen, die am Sonntag, tzcn 14. Dezember, beginnen sollte, muß leider abgesetzt Verden, da es bei den schlechten Vcrkehrsverhältnissen nicht möglich sein würde, die in den Ausstellungen gemachten! Bücherbestellungen noch vor Weihnachten auszuführen. Die! Noch ein unaufgeklärter Matrosenmerd! Erschießung von zwei unbewaffneten Matrosen in Weißensee In den Märzkämpfen| Bild in der Freien Weit. äAAAiAAAsa A � W M V AS M i n i Krlsgs&aküia crird Kant vm 83 Vt ia Zahlen; geanicnael d (I WMW€SerS»are WeihR&chtsgcs�snke. Sein mm Preise!!! 2s empfiehlt sich, den Bedarf Jetzt in decken, da vor dem Pest "her Andrang, PlQscfamBntnit best« Fabrikat t*b 3SC>S50 Saafpiasoh 1103, 1500, 1830 PefztRänSel, beste Felle, 2400, 3000, 3600 Ulster von 15 M. an, Modells 188, Kostüme von 79, SO M. an, Modelle SSO Qeoäll oltaft k' eider, Seide. 225, Modelle 350, 500 Klndermüntei 68, 95, Steffrloke OS, SeidctirSoke 89 Klo'' �-r-fiB'rnohaiimSntel au Herrenklothfuttrr 250. Gumisiimllntel für Damen nnd Herren 135, 183, 248 1. Geschäft; Berlin W 8, "'ohrenstrasse 37 a 2. Geschäft: Berlin NO 18, Gr. Frankfurter Str. 115 Imhazob aaoh dem Feit« gestattet ECupferl Mcsslnsl Quccksllherl i ntl. Metailabiällel Platins Silber! Zai;TirebisseI kauft zu hCchit.Schnielzpreieen SiiimelzeBaruch nur Baiisseistr. 29. 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Die verlammtunq wird»luUlich eröffnit, da um 7 Uhr der Saal getiuuit(cm mui ' Cht» MNgNedSbnq tti» SutrUl!- Fun ktionäre! Voranzciqe: Am Sonntag, d. 14 Tev 1010. vorm. O Uhr, find«, die ssorlsetzAig der GelleWl-Vecsammlung nntfrer verwxltunptftcllr stat: uno jtuar im„Vaecitlioter", Zidlrrnktretze 1—8. ZI« EUiIaoungdlari-n grde» ttn Ztiialiwnären im Lau(« der Wach« umh pi._ 31« CrteitcrtuoUunfl. öenlscher Bauatbetet-Beiöaaö Ztneigvcieiu Berlin. , M,*ncc'u'cr Ii. �ernfprelder: Amt Äorlkvfatz Nr. 4098. Sektion der Gips- und Zementbranche. General-Versammiu-lg m»nner»taO, den II.»eiember 1919. abend? 6. 116t, Im Saal 1 de«®e»icrHchf.)lst)oii(c», IVngtiufrr 15. *toei»r»nn«e: t. ive,-Iiaii»d«richi vom II. und II f. Quartal. J. Z'Jtiilffun S. Lettlansanaetegeuheit und verlchiedrueZ Da luiolze der»ahlenknadpheli nur Licht d!» O'i, Uhr gestaltet Ist, aiuchen wir Wßtuimt und pNnttitch«u erichefnen. ___ ata DeMonölaltnnn. AchlW EWiimW' Am Beauerlta«, 6c« 11.»«jcmbet, findet Im der vraurret Pftfierderg, Fraulfurtrr Allee 113, eine| Oeffentliche Versammlung ätoee»«ellndung einer Pradurtlvgenofienschaft statt. cagellotduung! I. vonrag de) Herrn Dr. Ä«her «der Vredukttugenoffenschast. II. Fiei« Auelprache. Der Berftand 6er«IredmttlUßcuuiicmichail 1819. Bectmnö der Sattier und Vvrieseüttler. Orteverwaining VerU». Donnerstag, den 11. Deiembrr 1010 abends 0 Uyr Avherordeuttiche Generalversammlung tu eaetrr« Semaie. afitbrrfm 17. Xeielotduun«: l.®c|ch4tiltd)«», z. giochmallge St-llungnai» »um eiiederaiildaa du Lo.'alkafie. 3. Iierichtedene«. In«udeirackl der in hei Ii wfch>f>,en Tageeardiiun» Ist dag ör- (cheln-n affer Kallege» und stellegtnneu-olwendig.»ar Sur Mit. glfeder baden gegen«aijefgung de« Mftglied.'duchet, der WittgUrd». od««aniro Ii karte ßuituu"Xaj _ gt« Crtebtrlunlntufl. Z iiuzcbisiial Platinabläfl:, G.Idsachen. Silberiaoh., sämtl. 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Tie Betriebe der Zwischenmeister: Kämmerer, Martgrsfen'llche SS und Vrotop« Seiezal, Chariolkesftrahe 19 werden hiermit wegen Nichtvewiüigung tariflicher Jorderungen gesperrt. Kein organisierier«rveiler oder Arbeiterin darf in diesen Betrieben in Arbeit treten I Die OrtSverwaitung, lektrische Lei. tunndrühte. Kabel. Litzen, Spulen. Dynamo. drähte u, Motoren kauft Borgwardt, PrimeostraBe 64, Mormglal« 3163. E s. iUM'.tt str. Iflert. KGcbite Prs!i2 lldös TagfcSkiifS zahlt Illr Platin- Tiefe!. Schalen, Drennstifte, Zahn- »tlttc.Schmncksaclu, ÖiiUabic! terspiuec, Gold- Barren. Mllnzen. Schmuck. Zuhufoid, Bruchgold. Siiber- Barren.Mflnzeu. Ab- laUe.Besteckej.08el nur MslalMor Berlin SW68. Alte iakebstr. 138 am llaifescheu Tor — Qcjsründct J503— ToU MorltzpL 12858 Tel.-Adc Metallkontor Berlin SW 6i üe. leieeh» lir. fw«rt i Klotaliabedeutond« Preiserhöhung I Platin! Zahngobisae, Zehfl dl» 75.— Mark Geld, Stlhor, Münzen eslpcters. 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