Emzelprels 15 Pfennig- 2. Jahrgang Vonnerstag öen 11. Dezember 1W Nr. 601 /II32S* Nlorgen-Msgabc t.ftm Mt llchtzefpall. nonyntflnqeile oder deren Hoom ISO Ulf., worwuzelgen d«'eHaedrutfte war, SO pf, jede, ipeihr, wart 26 Pf. Teuernnzezufchlaz 2« pro,. Sei jamilien» u. Perlammtmiasonzeig-n tillt der Aufchlaz fdrt. �nferat« für den darauf- falzend«, lag muffen fräteftna Ms Z Uhr nachmittags bei der«jxeditiou aufzezebrn fein. Sttftnunuaottilimg:«crU»«W. 6, Schiffbanerdamm 19 Sffl»«iP»ch«r: Amt«forden»?«» I'te �reibeit� erftbeint Marxens und na.bn.ittags, an bann- und Festtoaen nnr morgen. »er Bezugspreis belügt bei nie. Austeilung ins Laus tür»roß�steriin 4.- M. bei »ireftem postbeptg monatl.«« m. bei Austeilung unter Streiiband fttr Deutf-blan» fcSO CT, füre Zbusiand 7.50 CT, per Brief(SJO CT. und«xpeditlon. Berlin««.«. Echifibauerdamm Ivlli. »ernfprecher:«mt Rorde»»SOS und!W»6. �5 berliner-Organ t>(T Vmtyämfgen Sopaiöemofratie&eatßf)(mt>ä Sie Verschleierung der Wahrheit. 0Wöse Sfimmungsmache. Die doutschs Regierung setzt ihre Mack>enschaften zur vecinslussung der ösfcntliäfen Meinung in der Frage der Kriegsschuid-Dokuincnte fort. Nachdem sie erst mit Hilse eines Waschzettels der Presse in geschickter Form die D» kumente, die entlastend wirken sollen, in die Hand gespielt und damit, wie die gestrige Morgenpresse zeigte, auch guten Erfolg gclMbt hat, hat sie nunmehr der Presse auch noch mündlich Anleitungen zur Besprechung der Kautsky- Akten geben lassen, und zwar durch denjenigen Herausgeber den Grafen Montgelas—, von dem bekannt ist, daß er in jeder Beziehung eine Schuld Deutschlands am Kriegsausbruch leugnet. Der Graf erklärte zwar, als Privatperson von den Pressevertertern zu spreckzen, diese «ber waren offiziell von der Regierung zu dieser Sonder- hespreckiung eingeladen, so datz die Einschränkung, die der Herr Graf versuchte, nur eine mißglückte Berschleie» x u n g darstellten mußte. Graf MontgelaS hat mit großer Geschicklichkeit den Pressevertretern, die selbstverständlich nicht in der Lage waren, seine komplizierten Ausführungen an Hand des Ma- terials zu kontrollieren, durch sogenannte Tatsachen tief- gehend zu beeinflussen. Alles Entlastende wurde von ihm in breitester Form in den Vordergrung gezogen, über alleS Be- lastende ging er stillschveigend hinweg. Die Rand- be merkungen des Kaisers fanden gar keine Erwähnung und die nicht mehr zu umgehenden be- kannten großen belastenden Fragen bemühte sich der Graf aus der Welt zu schaffen. Er erklärte von vornherein, jeden, der die Dinge anders auslegte, als böswillig, und setzte den Pressevertretern in ausführlicher Weise auseinander, wie schuldlos die deutsche Regierung am Ausbruch deS Welt- krieges sei. Gegenüber dem vernichtenden Eindruck der end- lich veröffentlichten Akten soll diese Mohrenwäsche der Presse die Richtlinien liefern, um auch weiterhin dem deutschen Bolke die Wahrheit vorzuenthalten und die dokumentarisch feststehende Schuld der deutschen Regierung in ihr Gegen- teil umzusälschen. ES unterliegt keinem Zweifel, daß eS in dieser Ton- art nun monatelang durch die deutsche Presse weitergehen wird, bis man das deutsche Volk davon überzeugt hat, daß das kaiserliche Regime„schuldlos" war und wir schmählich von unsern Feinden„überfallen" worden seien. Man glaubt anscheinend eine moralische Basis zu einer Revi- sion des Friedensvertrages dadurch schaffen zu können, daß man der in der ganzen Welt verbreiteten Ueberzeugnng von der Verlogenheit und Unwahr- h a f t i g k e i t der deutschen Politik durch die unentwegt betriebene offiziöse Stimmungsmache in der Schuldfrage neue Nahrung zuführt. Keffel verhaslel— llelnhard noch frei! Es gibt im neuen Deutschland doch noch eine Ge- rechtigkert. Die Justizbehörde hat sich endlich dazu er- mannt. Hauptmann Kessel i n Haft zu nehmen. Gestern waren Anzeichen dafür noch nicht Vorhänden. Kessel konnte triumphierend mitteilen, daß er gegen sich selbst ein Strafverfahren beantragt habe. Der Polizeiprä'ident Ernst, früher einmal und angeblich auch heute noch Sozialdemokrat, entzückte sich immer noch an den Lefstun- gen Kessels, der ihn und den Minister Heine bei den In- spektionSreiien begleitete. Er nähme keine Veranlaß ung, den schwerkoinproimttierte.i Mann aus der Sickierheits- wehr zn beseitigen. Kessel selbst ließ sich von seinen Ver- trauenslenten ein einstimmiges Vertrauensvotum aus- stellen. Der Apparat klappte tadellos. Jnzwisckicn ist die Sache aber doch etwas mulmig ge- worben. Es wäre ja auch geradezu eine Herausforderung zum Verbrechen aewesen. wenn ein Mann wie Kessel der zum Mord anslistetc, Urkunden fälswitc und selbst vor Meineiden nicht zurückichreckte. auch fernerhin mst der Verfolgung des Verbrcchenums betraut geblieben>iär«. Ter Erste Staatsanwalt läßt deshalb verkünden. daß der Untersuchungsrichter beim Landgericht I n/gen den Polizcihauptrneurn von Kessel einen Hoftbeschl wegen Meineids, Urkuirbenfalschung chnb HvraüS. forderung zum Zweikampf erlassen Hab«. Hauptmann von Kessel sei gestern nachmittag bereits in das Untersuchungsgefängnis eingeliefert Wochen. Wir vermissen in der gegen Kessel erhobenen Anklage noch die auf Mord. Ebenso warten wir auf den Haft- befehlt gegen Oberst Reinhard. Nachdem Marloh frei- gesprochen worden ist müssen die wahren Schuldigen zur Verantwortung gezogen werden. Denn in der Französt- jchcn Straße ist na chgewies enermaßen ein neun und- zwanzigfackfer Mord verübt worden. Wenn nach den juristi. scheu Erwägungen des Gericksts Marloh für diese Bluttat nicht verantwortlich zu machen ist.dann müssens eine nächsten Vorgesetzten die Verantwortung für das Verbrechen über- nehmen. Darüber kann gar kein Zweifel bestehen und wir können uns deshalb mit der Verhaftung Kessels noch keines- ivcgs zufrieden geben. Verbrecher bleibt Ver» b r e ch e r l schrieb neulich die„Post". In diesem alldeutschen Sinne muß daS Gericht verfahren, wenn es die Achtung wieder gewinnen will, die es für sich beansprucht. Kesseltreiben. Nachdem der Staatsanwalt den Haftbefehl gegen Haupt- inann v. Kessel erlassen hat. will auch der Minister des Innern, Herr Heine, nicht nachhinken. Er läßt deshalb erklären, daß er noch vor dem'Haftbefehl den Hauptmann v. Kessel seiner Dienstgeschäfte enthoben habe Ferner teilt der Erste Staatsanwalt mit. daß er bereits vorige Woche ein Ermitlungsverfahren gegen Kessel einge- leitet habe. Uird zwar hebt er hervor, daß dies aus e i g e ner Erschließung geschehen sei, also nicht auf An regung von Kessel, dessen Gesuch ihm übrigens bis zum gestrigen Tage noch nickst zugegangen sei. Der Eifer der Behörden ist zu loben. Mr betonen aber noch einmal, daß Kessel nicht der allein Schuldige ist. Wir wünschen deshalb, daß er sich recht kräftig seiner Haut wehrt und dafür Sorge trägt.daß au ch seine Mitverschworenen und Helfershelfer recht bald einen Platz im UntersuchungSgefäng niS bekommen. Er könnte sich sonst langtveilcn. Raum> Mangel wird kaum vorhanden sein, so daß sich eine Ge- fahr für ihr Lebe« nicht ergibt. Zwei Kleber. W>, eine hiesig» Korrespondenz berichtet, liegt für R 0 S k e kein Grund vor, gegen Oberst Reinhorn einzuschreiten. Dabei wird«»ch betont, daß Reinhard auf eigene» Wunsch, also nicht gezwungenermahen, beurlaubt worden fei. Warum der Spuk? Glaubt Herr RoSke im ikrust, daß von den denkfähigen Deutschen jemand auf die Idee gekommen sei, er, der Minister, wolle oder könne jemals etwa« gegen den Oberst Reinhard unternehme«? Dazu ist dal Geschick der beide» MSnnrr zu eng miteinander»erkntipst, als daß einer den anderen fallen lassen könnte. Das Vluk schreit«ach Vergeltung! TU. Srankfnrt«. M., 10. Dezember. Zum Urteil imProzehMarloh schreibt die„Frankfurter Zeltung": Eine Bluttat, wie sie schrecklicher nicht gedacht werden kann. Das Hinschlachten vo» 30 wehrlosen unschuldige« Menschen, das war die eigentliche Grundlage der vor dem Kriegs- gericht in Berlin verhandelten Anklage gegen de« Ober- leutnan! Marloh, der diese Szekution kommandiert hat. Wen» eS bei dieser Entscheidung sei» Bewenden haben sollte, so blieb«»ine der grausamsten Taten, ein Masten- mord, der an Scheußlichkeiten de« MLnchrner Vorgängen an die Seite z« stellen ist, ungeahndet. Dag wäre etwas Ungeheuerliches, etwas, s» alleS RechtSomPfinde» Zerstörende, daß jedes maralische Gefühl dabei verloren gehen müste und weil daS nicht sein darf, so darf auch mit diesem Urteil die Sache nicht abgeschlossen sei«. Sie muß weiter verfolgt und es muß Sicherheit gegeben werden, daß »hne'Eche« und ahne Vertuschung gegen alle, die direkt»der indirekt eine Mitschuld an dieser Tat trifft, unnach- sichtlich vorgegangen wird, denn 30 Unschuldige sind hingemosdei worden. Ihr Blnt fKreft nach Bergeltuug, Mische Probleme. Bon Rudolf Hilferding. Der Parteitag war in der Zeit eweir außen- iwifc innenpolitischen Hochfipannung zusammen. Es ist charak- storistisch, daß er wct>er zur gegenwärtigen politischen Lage noch zur künftigen politischen Tätigkeit der Partei Stettund genommen hat. Und das, obwohl neben dem Programm auch die Taktik der Partei zur Erörterung stand. Der Parteitag begnügte sich mit dem prinzipiellen Richtlinie«, ahne zu den konkreten Problemen Stellung zu nehmen. Das ist kein Zufall, sondern hängt aufs engste mit jener Auffassung zusammen, daß wir in der„vorrevolu- tionären" Periode leben und der„Entscheidfungskampf" nicht lange mehr auf sich warten lassen könne. Bei solche«; Ausfassung tritt natürlich das Interesse an den unmittÄ-. baren politischen Kämpfen stark zurück; die Lorstöße de« Reaktion oder die kommenden Wahlen, die Steuer. belastungem oder die Gestalte.ig des DeitriebsrätegesetzeS, das alles sind Dinge, die nur mäßiges Interesse bei deneq hervorrufen, die gewiß sind, in Wochen oder Monaten die! politische Macht erobeöt und die Diktatur deS PrvIetariatK verwirklicht ziu haben.» In der Forderung, überhaupt jede parlamentarische Betätigimg einzustellen, war dies« Aussassung am kons«* quentesten zum Ausdruck gekommen. Jetzit hatte man! zwar diese Folgerung fallen gelassen, die Auffassung selbst aber beherrschte noch immer einen großen Teil der Dele- -giierten. Wer obwohl diese Anschauungen für die takiische Stellung von g-roßer Bede-utung sind, wurde auch darüber auf dem Pavteitag wenig gesprochen. Und doch ist es notwendig, darüber zn einiger Kkar- heit zu kommen, soll nicht nachgerade jede praktische und so überaus notwendig« politische Arbeit der Partei Schaden leiden und die Gefahr entstehen, daß die Partes im Eifer der Diskussion über die Maßnahmen nach Er- oberung der politischen Macht, zu tun versäumt, was der Tag erfordert, um auf dem harten und mühevollen Weg' zur Eroberung der politischen Macht einen Schritt vor- wärts zu kommen. Dazu ist freilich nöftg, daß alle Parteigenossen sich daran gewöhnen, über ernst« Problem« ernst und sachlich zu diskutiercm«md erst nach sorgfältiger Wägung der Argumente, nicht nach vorgefaßten Meinungen und aaif Grund festgelegter Formeln ihre Entscheidimg treffen. Es darf nicht der Versuch gemacht werden, den Andersdenkenden von der Diskussion von vornherein zurückzuschrecken, indem man ihn zum schlechteren Revolutionär stempelt. Denn c8 handelt sich nicht um eine Frage des mehr oder minderen revolutionären Willens, der größeren oder geringeren Begeisterung oder revoliutionären Entschlossenheit, sonder« um eine Frag« dar Einsicht in die ökonomischen und politischen Bedingungen unseres Kampfes, um eine Frage deS Könnens und nicht de» Wollens. Wünschenswert ist, daß auf der anderen Seite sich die Genossen nicht so leicht«inschüchtern lassen, wenn die Ergebnisse ihres Nach- denken» zunächst weniger Zustimmung und Beifall finden. Denn die Sache, um die es sich handelt, ist zu wichtig, als daß bei ihr>r Vertretung persönliche Rücksichten«ine Nolle spielen dürfen. Tie Genossen, die den Entscheidungskampf unmittel- bar bevorstehend glauben, scheinen mir die ganze politische Situation gründlich zu verkeimen. Sie übersehen, daß die Entwicklung seit dem 9. November eine starke Schwä- chung des Sozialismus in feiner Gesamtheit be- deutet. Am 9. November hotte die Bourgeoisie ihre politi- sche Macht verloren. Der Eindrr.ck des Zusammenbruches war so gewaltig, daß die Arbeiterklasse ohne nennenswerten Widerstand die Macht übernehmen konnte. Nicht nur dachte niemand an gewaltsamen. Widerstand; auch moralisch und psychologisch nahm man�widerswindslos den Verlust der Herrschaft auf sich und sehr weite Schicksten, die früher dem Sozialismus feindlich und ablehnend gegenüberstan- den, waren jetzt sogar zur Mitarbeit bereit. Es war eine Situation, wie sü für die Verwirklichung des Sozialismus nicht günstiger sein konnte, trotz aller wirtschaftlichen Schwierigkeiten. Denn die rein Wirtschaft- ichen Schwierigkeiten sind für daL kapitalistische System ghsülift pprbcmdev: die sazsylistische Produktionsweise ist ««!i wr EoUffÄHTttTCWn WUffi ift STttör�fc, -durch die Ordnung und Runonlilisierun« der Produktion überleben und kann daher die Säiwkcri'gkeitpn um so eher übenvinven, als sie auf die freudigere und willigere Mit- nrbeit des wichtigsten ProduktionSfaktors. der Arbeiter. höbt« rechnen können. Aber die Gunst der S-hin-de ist nicht ausgenutzt wordew Was du von der Minute ousgefchlagen. gibt keine Ewigkeit zurück, sagt der Dichter, und wenn sich anch bei der Zukunft des Sozialismus zum Glück dieses Wort nickt bcwahcheite-n kann, weil der Sieg des Sozialismus eine historische Notwendigkeit bleibt, so wird es doch noch viel Arbeit und viel Zeit kosten, bis die Stunde wieder stlstägt. Denn seitdem haben sich nicht nur die wirtschaftuchjn Schwierigkeiten, sondern vor ollem die politischen außer- ordentlich gesteigert. Die Arbeiterklasse blieb auch nach -der Ergreifung der Macht nneinS, die Massen folgten zu» nächst festgeschlossen der vechtssozicvlististlzen Führung. Das chatte Nur Folge, dost die Bourgeoisie die Macht, die ihr entglitten war, wieder m die Hände bekam. Sie nützte lie in immer steigendem Maße aus. Jede wirkliche So> Gialistierung wurde verhindert, die Arbeiter entwa-ffuet! a�c ökonomischen und realen Machtmittel wurden wieder von der Bourgeoisie in Besitz genemrmon. Tie striche Einschätzung der Mach?oerhSltnilse durch die revolutionäre Arbeiterschaft erleichterte der Bo-urgeotste ihren Sieg. Im Januar schon hatte daS Bild gewechselt: das revoln-tionäre Proletariat war in die Tefenswe ge- drängt. Di« konrmunistischs Taktik, der sich auch Teil« der U. D. P. nicht ganz entziehe!, konnten, führte kn Januar unter den ungünstigsten Umständen mm Kämpf, der zur Niederlage führte— zur Marneschlach-t der deut- schen Revolution. Das-unfinnige Gerede, daß NiedsrlcMn eine Quelle de-r Stärkung der revolutionären Energien fein könnten, ließ die Lehren der ersten Niederlagen bald vergessen. Tie erstarkende Bourgeoisie, hinter den rerlstssozialististhen Konterrevolutionären in sicherer Deckung, häufte die Pro- vokationen und erreichte nur zu oft ihr Ziel. Heute' ist es klar, daß alle reale Macht in den Händen der Gegner der Arbeiterklasse liegt, daß an einen bewaffneten Aufstand auch nur zu denken, einfach Wahnsinn wäre. Ab« die Situation ist auch in anderer Beziehung für das Prolstariat ungünstiger geworden. Daß es nicht der- ftc-ut'an hat, die politische Macht auSzumchen und zu be- haupten, hat viele Schichten, die am 9. November zur Mit- arbeit bereit waren, wieder ins Lager der Gegner ge« -trieben. Obwohl der Sozialismus nvch Aar kam« Ge- legenheit gehabt hatte, seine Leistungsfähigkeit zu beweisen, ist er dmch die politische Unfähigkeit seiner Vertrete?— ünd das war in der kritischen Zeit die rechtssozialistische l Partei— heute in den Augen breiter Schichten diskredi- tiert. Die realen Machtverhältnisse haben sich dadurch 'weiter zuungunsten des SozialiS-muS verschoben. Auf der anderen Seite ist das Machtbewußtsein der .Bovmeoisie und aller an der Aufreckstsrh-iltung der heutigen Gesellschaftsordnung interessierten Klassen außerordentlich gewachsen, namentlich auch das aller agrarischen Kreis«. Der Widerstand, mit dem heute da» Proletariar zu rechnen bat. tst also ein weit ftärkewr und entsthsossenerer, die Kampfbedingungen haben sich viel ungünstiger gestaltet. Und daS ist entscheidend auch für die Frage der B e h a u p- t u u g der Stacht. Die Frage muß deshalb gestellt werden, well eS denk- bar wäre, daß, unter dem Einfluß außenpolitischer Eniwick- lung. die Partei vor die Frage der Nebcrnahme der Macht gestellt werden könnte. Sie würde sie dann nicht auZ den inneren politiscl)«» und ökonomischen Bedingungen der deutschen Entwicklung erhalten, sondern infolge meS Anstoßes von außen. In einer ähnlichen Situation, in der Fricdcnskrise, hat S a a s e, im Gegensatz zu den» üngarisckM Vorgehen, die Parole ausgegeben— und die Partei ist ihm einmütig gefolgt—, die Uebernahme der Macht abzulehnen. Wie stünde eS heute um die Behauptung der Macht? Es kann keinem Zweifel unterliegen, baß heust die ländliche Bevölkerung einer revolutionären Regierung dm äußersten Widerstand entg-.'gensetzen würde. Die LebenSmittelzusuhr würde stocken. Gewaltanwendung würde nicht viel nützen, selbst uxnn sie, da die Landbevölkerung bewaffnet ist, mog- lich wäre. Wir müßten mit einer Agrarkrise rechnen, mit der ungeheuren Schwierigkeit, die städtische Bevölkerung »u ernähren. Dazu käme der Widerstand der bürgerlichen, nicht sozialistischen Schichten, der namentlich in den Provinz- städten großen Umfang annehmen und die Fortführung der industriellen Produktion außerordentlich erschweren würde. Zur Agrar- würde eine Jndustriekrise� kommen, die noch gesteigert würde durch die Blockade der kapitalistischen Staaten und durch die Sperrung der Kredite der auSlün- dijchen Kapitalisten. Das alles würde aber die Widerstände gegen die revolu- tionäre Regierung automatisch steigern und zu schweren Penvicklungen führen, die die industrielle Produktion voll- endS lähmen müßten. Das könnte ein überwiegende« In- dustrieland nicht aushalten; auch Kreise, die ursprünglich der neuen Regierung indifferent oder wohlwollend gegen- überstanden, würden ihr jetzt entgegentreten; der Abfall würde schließlich' auch auf die Arbeiterschaft übergreifen und zum Sturz der Regierung führen. DaS sind Erwägungen, die sicher sehr unangenehm find, nicht nur denen, die meinen, eS gelte nur zu stürmen, alle« übrige werde sich schon finden. Auch wir sagen das alles nicht ohne ein Gefühl schmerzlicher Erschütterung. Auch wir haben am 9. November gehofft, daß die Stunde des S o- z i a l i 3 m u s geMagen hat und gerade wir wollten So- zialiimu» und nickt nur Demokratie. Aber wenn man er- kaunt hat, daß die Entwicklung seit dem 9. November poli- tisch und ökonomisch da? Proletariat geschwächt, die Bedin- Zungen für einen Sieg verändert hat und ihm den Zwang oufeilegt. die Feste des Kapitalismus durch mühevolle und kon segnen st Belagerung zur Kapitulation zu zwingen und nicht im veraeblichen Sturm seine Kraft aufzureiben, dann ist c« Pflicht, rücksichtslos diese Bedenken auszusprechen, um das Proletariat vor verhängnisvoller Niederlage zu bewahrdn. Denn das heißt nicht, den Sozialismus oder die revo- lutionäic Gesinnung verleugnen, sondern fie vielmehr be- tätigen. Denn jede proletarische Niederlage ist eine Der- zvgenina de« sozialistischen SiegeS. ist ein Dienst für die Kontericvoliltion. Sozialistisch und revolutionär aber ist »s/ den proletarischen Kanwi sden jeweiligen ökonomischen un? psZAFchSn Vednsgustgchr Wßnß zu fftz Uikk? nicht nack festgesetzten Formein, sondern nack den Kräfte- Verhältnissen der kämpfenden Klassen zu bestimmen und nicht im Aufrechtorhalten von Illusionen, sondern im Aus» sprechen dessen, wo! ist, die sozialistische Ueberzengungs- treu? zu betätigen. Zft des wühr? Wir haben in unserer Moutiiginorgen-AnSgabe eine Miitrilung vrröfsentlicht, wonach dwS Urteil im Lieb- knecht- Luxemburg. Prozeß, über tiessen Bestäti- riung sich die Reziernng monntelaug dm Kopf zerbrach, durch N o s k e bestätigt worden ist. Wir vcrlaugten schleunigste Aufklärung, ob diese Mitteilung zutreffe. Bis jieute hat die Regierung, die sonst mit Dementis sehr slchnell bei der Hand ist, mit keiner Silbe nuf unsere Anfrage geantwortet. Die Presse, die sonst die belanglosesten Dinge des Langen und Brcllca erörtert, schweigt. Einziä und «Nesa die„Berliner VolkSzeitnng" lzat nnsrrr Forderung nach schleuniger Ausklarunz dieser Fraige unterstützt. Merkwürdig schweigsam»st mich der sonst so redselige Herr H e i l m a n n geworden, der noch vor einigen Tagen in einem Anfall vo» WnhryeitSlirb« von der„r i u m ü t i g e u Lüg r" der Beteiligten am Liedknecht-Prozeß sprach und eine neue Untersuchung forderte. Wir fragen nun noch einmal die Regier«»«: Ist es wahr, daß da« Urteil gegen dir Mörder Karl Liebknechts und Rosa Luxemburgs lmit AnSuahme Vogels) von der Regierung bestätigt und damit die Wiederaufnahme des Verfahren« unmöglich gemacht worden ist? Ist es wahr, daß dies» Bestätigung vom Reichswehr- minister N v« k c vorgenommen worden ist? Ist es ferner wahr, daß auch das Urteil im Marlob-Prozeß nach demselben verkürzten Versahren au? der Welt geschafft werden soll? Ist es wahr, daß der Reichswrhrminister NvSke anch das Urteil im Marloh-Prozeß, in dem er selbst als einer der Hauptschuldigen verwickelt ist, bestätigen soll? SeMhkkanWe Keffefrelhel?. oder Der Kull des Oosrbefehlsbabers. vor eintqrr Zelt ist die Proschllre Karl Liebknecht«„R tlt- tarilmu» und Antimilitarismus' beim Verleger Adolf Hoffmann befchktgaahmt worden; da« gleiche geschah mit etwa 10 000 Boren Porträt« de« Autors, u. o. auch seiner loten- rnaMe. Diese Beschlagnahme wuede vom OburreichSanwalt aus Grund«irrer Versuoung de» Rote« der BolkSbeauftragten ans- gehoben: mit dem Erfolge, daß da« Berliner Oberkommando tn den fPUtrlen(9lo«!c) fie abermai» auf Arund dr« Belagerung»- zustandtgesetze« vorn 4. S. IS aussprach- Bine Beschiverdi- hatte ISrfolg, da« Oberkornmando gog feine Matznahme zurück. »rni schwang Herr Sug«» Vrnft. der rechtssozialistisch« Polizeipräfident von Berlin, sich in dl« Krücken eine» ehrwürdigen UScsetze» von enno tobtek, um die Arbeit de» mhafcfe* Linbtnechi »cm CoT?« feimzuhalten. Gr verfügte ihre erneute Belchlaznalssne auf Grund bei S 10, II dc« Allgemeinen preußischen LandrechtS cmS dem Jahre 17lX)I Und zeigte durch diese Tat, daß er Ordre zu parieren verstand, thum in einem Schreiben de« Ober» kommondo« heißt e»: .—--- Der Herr OberstefehlShaVer hat da» siner Beschlagnahme auf Vnind bei§ 0 b de» BelageriuigSzustcmd«- gefetzt# Abstand genommen, indoZ aber w« Herrn Polizei- Präsidenten von Berlin anh-im gestellt, Naßnahmen auf Grund § ia II. 17 0.2.!». zu leeffem." Wa» auch untertänigst geschehen ist! Da» Possenspiel der verfassungswidrigen Giirlchrinknng der Pressefreiheit läuft als» in folgendem Zirkel: da» RetchSzericht hebt ein.- Beschlagnahmn auf. da» Oberkommando verfügt st« neu. rektifiziert sich dann und gibt dem Polizeipräsidenten An. Weisung zur erneuten Beschlagnahm«. Dann kann die Geschichte von neuem beginnen und ftut haben dauernd alS«hmiol der Republikanischen Rechtssicherheit und Pressefreiheit da« Bild»im-S Köters dar un», dem der Biwan, am Otmle ftstwuch«! Während diese Zeilen gesetzt werden, kommt die Nachricht, datz d!« beschlagnahmten Broschüren und Bilder in sehr mmponirrtem Zustande dem vcr'age wieder zugestellt worden jmd. Die Be. schlagnadme. ist also wieder mal aufgehaben. Wer von de« Ber- fassungShütern spricht sie oun erneut au»? vi« rechtssoziMIsche Zrgstls» mid der SeS St arz. Di» rsch»sozialistische ftlottion der Nationalversammlung hat. wie em« Lokalkorrespondenz meldet, jetzt auch zum.Fall Sklarz" Stellung genominen. Scheidemann versuchte in langen AuSsührongen di« van Außenstehenden erhobenen vor» würfe zurückzuweisen und sich selbst zu rechtfertigen. Sr er- klärte bei dieser klärte, haß er, nachdem er von der eigenartigen Kassenführung de» HeereSlieferanten vernommen, er sofort di« Angeiegeuheit der StaotSanwatlschast übergeben habe. Er sei fedoch veiwundert, daß nicht aüt anderen in Frage kommenden Personen, nachdem die Affäre in der Sitzung von Parteimitgliedern am L7. September bekannt ge- worden wäre, ebenso energisch von Sklarz abgerückt seien. S» wurde dann längere Zeit darüber verhandelt, ob man zur restlosen.Klärung der Affare eine Untersuchung durch die Partei oder durch«inen Parlamentsausschuß«in- leiten, oder ob man die Gerichtsverhandlung abwarten solle. Schließlich«iaigt« mau sich dahin, zunächst da» gericht» lich» Ergevni« abzuwarten und dann weiter« Be- schlösse zu fassen. W. T. D. teilt mit: Sine Kerresvondenz Verbreitet einen Be» richt über«in« Sitzung der Sozialdemokratischen F r a k t i» n der Rationalversammlung, tn der über den.Fall Sklarz" verhandelt worden ist. Diesem Bericht zufolge soll der RsichSwehrminiiter RoSkc«im Gegensatz zu Scheidemann ent- schieden von Tklarz abgerückt sein". Dies« Darstellung ist u n» richtig. Der Reichswehrmiuister hat in der Fraktionksikung zunächst Mltgeteittj dojs � jM M zu» PrrsüzunH stj!hend� jllöJwgf? Vkr.wq; 9t bat alsdann den Vorwurf erhoben, daß Personen, die monatelang der Meinung gewesen seien, schwer brlastendeZ Material in Hän- den zu haben, nicht rechtzeitig Anzeige erstaltet hätten. Mit diesen Personen find der Abgeordnete Davidsohn und der frühers Angestellte von Parvus und Sklarz, der Redakteur und Ge« schäftZführer Ba nmeister, gemeint. * Bon derselben Korrespondenz wird erneut behauptet, daß Marz auch mit Eichhorn, als er Polizeipräsident war. in eng» Fühlung stand. Eichhorn habe damals erklärt, al» ihn die Staatsanwaltschaft auf Sklarz aufmerksam machte:»Ich mSchis die Leute gern lo» sein, aber Sklarz hat der Kasse de» Polizeipräsidium»«den erst ein« Million gepumpt." Genosse Sichhorn wird zweifellos nicht unterlassen, auf diesen Angriff zu antworten und eine gerichtliche Klarstellung der An» gelegnheit herbeiführen. Wie das AZenlM„gesichNl" tv'rd. Uns wird mitgeteilt: Mittwoch vormittag um 10 Uhr wurden unter der Leftung«ine» Oberleutnant» und im Beisein der Wack- Mannschaften die Räume de» B o l lz u g ra te S, de».Weckruf"- vertage« unb ber proletarischen Hockschule übergeben, nachh:« fi« nur B Wochen lang bei Obhut der grünen SicherhnitSpokizec anbefohlen waren Der Vorstand de».Wrckruf"verlazeS und die Geüwssen de» PollzugSratS, haken sich, nach den Ersahrungen de« ersten Aktion der Ordnungsschützer In den Zelten auf manche» gesaßt gemacht, ob« daS. wo» sie sehtn mußten, Überstieg ihre kühnsten Erwartungen. Die Räume, die bei der ersten Bestchti» gung am DienStag vor Schmutz starrten, waren zwar vom ftf lirnrn» sten Untat btfre«, der jetzt im Keller lagert und«in« Einspänner» führe füllen dürfte. Di« Feder sträubt sich aber, d'n Lüftend der Klosett» zu schildern. Schränke und Schreibtische waren erbrochen, sämtliche» Buiwnimaterial, alle Borräte an Schreibpapier usw. fehlten. De» weiteren fehlten werwoll« Bücher, Brost ürew und Mannskripte und di« noch vorhandenen waren vollständiJ unbrauchbar gemacht. Aktenständer lagen zerbrochen am Boden» Rohrstühle waren zertreten. Sämtliche Aschenbecher und Müh» kirnen waren verschwunden, verschiedene Lampen waren voll« ständig herunterzerissiw. Gämtltck«» Pridatzeigentwm der Voll» : zugSratSmitglieder und der Angestellten war verschwunden. Dies« Verwüstung in den Räumen de« VollzugSrate« ist nicht die erste. In den letzte» Augusttagen wurde« die Räume des Vollzug« rate» In den Zelten in ähnlicher Weife von den Orb» nvngShütern RoSke» heimgesucht. Auch bamal« wurden die voll« zug«r«tSmitgliednr und die Angestellten nicht allein ihre« Ar» beitSmaterial», sondern auch ihre« Privateigentum« an Büchern. Manuskripten, Kleidünzkstücken usw. bermibt. Diesmal hat stich .Sicherheitspolizei" den Befähigungsnachweis erbracht, wie fis da« Eigentum zu.sichern" versteht. T«»erfleht sich van selbst, daß die glorreiche repub.stkamsche Regierung, di« un» bekanntlich. di« weitestgehend«« Rechtsgaraniien zugesagt hat, für den der Ar» beiterschaft, den Vollzug« ralSmitgliedern, dam.Wecknlf"v«lag> der freian Hochsckule und den Angestellten zu gefügten Schaden haftbar gemacht wird. Der Slreii um die Slmlskyatten.» Di« KorrupttonSerscheinunge« unter der jetzigen Regiermfp wurden zur Abwechslung einmal nicht vor dem Kriininalgri'Icht, sondern in einem zivilen Rechtsstreit«rörlert. Aber die Bleß- stellung für di« Rcgieruna war nicht geringer al» in den ver- schiedenen Prozessen in Moabit.— Die 21. Zivilkammer de» Landgericht» Berlin I uiiter dem Vorfitz de» Geh. Justizraj» LändgerichtSdireklör Kühna» halte gestern über zwei Antrage auf Erlaß einer einstweiligen Verfügung über da» KanlSthsche Buch.Wie der Weltkrieg ent- st a n d" zu entscheiden. Die Antragftellerin war die Deutsche VerlagSgcsellschast für Politik und Geschichte, der dank ihrer B-. ziehungen zur Regierung die ve.ösfenllichuna der sogenannten KautSky-Mten sthertragen worden find. Die Anträge diese» Ver- läge» richteten sich gegen Karl Kautsky und feinen Verieger Paul Tosstrer. Die Antragstellerin verlangte, daß ihnen verboie» werden soll«, ihr Buch schon jetzt herauszugeben; sie sollen ge> zwungen werden, mit der Veröffentlichung drei RS vier Woche» zu warten. Auf Grund der eingehenden AnSführnngen d« Rechtsanwälte Vrünfprach für Easslrer und Oskar Eohn für Karl Kauisty erkannte da? Gericht ans kostenpflichtig« Abweisung der Anträge auf Erlaß einer einstweiligen Verfügung. Da« KautSkysch« Blich kann damit ungehindert erscheine». Tie devlsche Ssidakesta in tmtn, Da» Manische Presselmrean vcrll» meldet: Die deutsche» Trndpen räumen Litauen nur sehr lanzsam. Auf ihrem Rückzuzr lasse» sie sich die schwersten Urber. griffe und vergehen gegenüber der vevZlkening znschul» den kommen. Plünderungen, Brand st istungen und r-tschläg, sind an der Tageßerdnung. Hn den vezirke« Zkaudville und kurschanh sind 0. viel« Dörfer v«r» brannt nnd fast alle männliche» Einwohner ge» tötet werdcn. In Schaulen haben deutsche Soldaten die litau» ischcn Sicherheitswachen angegriffen und vertrieben. Au» de, Bevölkerung gehen der litautschru Regierun» zahlreiche Proteste und Anfsorderunaen zum totkrüftizen Vorgehen gegen die dcut« scheu Soldaten zu. Die DerhauSivngen in Dorpat. H N. London, 10. Dezember. .Daikh Delegraph" meldet au» Kopenhagen, daß laut Revak«� Nachrichten die bolschewistischen und esiländische» Drlegieritn sich über die Anerkennung der Unabhängigkeit l a n d» geeinigt hätten. Da? englische Fremdengesetz. Trotz de« Einspruches der Regierung nahm da» Oberhau» eine Aenderung de» Fremdengesetze» in zweiter Lesung an. Lord Buckmaster äußerte sich sehr scharf gegen die geplante Verfolgung der Ausländer. Ms»er ssurlel. Eitle Sekretärin für die Parteileitung gesucht. In der heutigen Ausgabe der.Freiheit" schreibt da» Zentral» foinitfee ver U.S.P.D. in Ausführung eine» Bejchiusse» de« Letpsiser Parteitage» die Stellung einer Sekretärin au». Ihr soll di» Fördcrnng der Frauenbewegung im ganzen Reich« ob» liegen. Bewerbungen sind an die Zentral« der tt-S-PD. Betiftz öj SAiffbuMdMin jg/«u richte». esHlfsrWsil md Vzüogekheil. rd. Die vornehniste Frajir, auf die wir in den soeben Oiröffentlichten amtüchn» Tokinnenten zum KrikgSauSbn«!; na«!» einer Antwort suchen, ist die. ob Deutschland im Juli 1314 bewiigt und mit voller Absicht auf dm Weitkrieg hin- scachdiet hat. Hier gibt ei, wie gleich von vornherein be- merkt sein mag, kein einfaches und klares Ja oder Nein, denn dazu sind die Dinge zu kompliziert. ES ist kein Akten- stück vorhnnden, aus d.m unmittelbar hervorginge, daß man de» bemoffueten Zusammenstoh mit den Mächten»usierhalb de» Dmt'undeS wünscht«, aber auf der andern Seite kann noch viel weniger der Beweis erbracht werden, daß man sichern st haftbemühthabe, ihn zu vermeiden. Herr von Tirpitz hat den AuZ- ipruch getan, B.'thmann sei in den Krieg hineingeschliddert, und das ist das mildeste Urteil, das über die Politik jener Wochen gefällt werden kvnn. Di« Sdegierunq hat eine Jucht. fertigkeit an den Tag gelegt, die sich nur als verbrecherisch bezeichnen läßt, und da» ein« läßt sich jedenfalls mit aller Bestimm chcit behaupten, dast, wenn der Ausbruch des Welt- kriegeS dainals vermieden worden wäre, Deutschland «m allerwenigsten sich da» Verdienst an dieser Wendung hätten zusprechen können. Berlin wollte den Krieg nicht unbedingt, aber es wollte Oesterreich zu einem Triumph verHelsen und damit die Stellung der mitt?lriiropäisck?en Grostmächte stärken. ES glaubte die Großmächte anS dem Spiel halten zu können. Tollte das aber nicht gelingen, so war es bereit, auch den Waffengang mit ihnen zu wagen. Charakteristisch ist in dieser Bezichung ein vom ZI. Juli dotierter Brief des bayerischen TesandteU in Berlin an den Vorsitzenden im bayerischen Ministerrat. Herr von Lerchen f«ld schreibt: »In Hiesigen militärischen Kreisen ist man de» besten MuteS. Schon»sc IKonnlen hat der Teneralstabichef Herr v. Moltk« Ach dahin ausgesprochen, daß der Zeitpunkt militärisch so günstig sei. wie er in absehbarer Zeit nicht wiederksbren kann. die Gründe, die er anführt, sind: I. Ueberlegen- Reit' der deutschen Artillerie. Frankreich und Ruß» »and besthen leine Haubihen und Knnen daher keine Trupp« in gedeckter Stellung mit Steilfeuer bekämpfen. S. Die lieber» legenheit de» deutschen Jnfanteriegelvehr». 3. Ganz ungenü- «ende AnZbildung der französischen Truppe infolge zweijähriger «ienstzeit bei der Kavallerie und der gleichzeitigen Einberufung gweier Jahrgänge bei allen Waffengattungen infolge der Wieder. «insührung der dreijährigen Dienstzeit, darunter muß di« LuS- Bildung gelitten haben." Dies« Auversicht bestimmte die Haltung der Berliner Regierung gegenüber dem österreichisch-serbischen Streitfall. Dien wurde nicht nur nicht gebremst, sondern iininer wieder � vorwärts gestoßen und insbesondere tat Wilhelm II. ' vlles, um de» Verbündeten scharf zu machen. � Al» am 30. Junt der deutsche Gesandte am Wiener Hof initteilte, daß er jeden Anlaß benutze, um ruhig aber sehr nachdrücklich und ernst vor übereilten Schritten zu warnen. schrieb der Kaiser entrüstet cm den Rand des Berichts: »Wer hat ihn dazu ermächtigt? DaS i st sehr dnmml Geht ihngar nichts an, da e» ledig- lich Oe st erreich» Sache ist, tvas es hierauf »u tun gedenkt. Nachher heißt es dann, wenn «S schief geht, Deutschland hat nicht ge» wollt! TschirSky soll den Unsinn gefälligst lasfeni Mit den Serben muß aufgeräumt werden, und zwar bald." Von diesem Zeitpunkt an ist von weiteren Mahnungen ßur Besonnenheit denn auch nicht mehr die Rede, und schon am 2, Juli versichert Tschirschky in einer persönlichen Unter- redung mit dem Kaiser Franz Joseph Oesterreich der rück- haltlosen deutschen Unterstützung gegen Serbien. Er bo- richtet darüber folgendermaßen: Franz Joseph sprach di« Hoffnung au«, daß mein Kaiser und die kaiserliche Regierung di« Gefahren ermäßen, die sür die Monarchie in der serbischen Nachbarschaft lägen. Man müsse wie gesagt an die Zukunft deckte» und die Machtstellung der im Dreibund verbündeten wahren. Ich benutze diese Bemerkung de» Kaiser», um auch Gr. M. gegenüber— wie ich e» in diesen Tagen dem Grasen Berchthold gegenüber sehr nachdrücklich be- reit» getan habe— nochmal» darauf' hinzuweisen, daß®. N. sicher darauf bauen könne. Deutschland geschlossen hinter der Monarchie zu finden, sobald e» sich um die Verteidigung eine» ihrer Lebeniinteressen handelle. Die Entscheidung dar» über, wann und wo«in solche» Leben»inter- i s se vorliege, müsse Oesterreich selbst über» lassen bleibe». Der Botschafter dnitete dann noch vorsichtig on. e» müsse vor jeder entscheidenden Maßregel sehr genau erwogen wcckwn, wie weit man gehen wolle, und es sei bei jedem joloen'chwcren Schritte die allgemeine politische Jage zu'be- rücksichtigen. Das wcsentlick« aber bleibt, daß er eS Oester» reich überließ, selbst zu bestimmen, wann und wo ein sster» »« ichischeS LebenSmteresfe vorliege. i So war der Boden für die Denkschrift Vereiitet. die her österreichische Botschafter, Gras Szögyeny. zusammen mit dein Spezialbeauftrvgten. dem Grasen HoyoS, am 5. Juli dem Kaiser Wilhelm überreichte. Der Diplomat hatte von dem Gespräch, das er bei dieser Gelegenheit mit Wilhelm führte, den besten Eindruck. Wilhelm stellt« sich auf den Standpunkt, mit der Aktion gegen Serbien dürfe nicht zu lange gewartet werden. Rußland» Haltung werde jedenfall» feindselig sein, doch s« er hierauf schon seit Jahren vorbereitet. Und sollte«S sogar zu einem Krieg zwischen Oesterreich und Nußlcmd kommen, so köimte die Wiener Regierung davon überzeugt lein, daß Deutschland in gctvohnter Bundestreue an ihrer Seite stehen werde. Rustland sei übrigen», wie die Dmge heute ständen. noch keineswegs kriegsbereit und werde eS sich gewiß noch sehr überlegen, an die Waffen zu appellieren. Doch werde ei bei den andern Mächten der Tripleententc gegen Oesterreich hetzen und an: Balkon das Feuer schüren. Er(Wilhelm) begreift' sehr gut, daß es den, österreichischen Kaiwr bei seiner bekannten FriodensNeb« ickwer fallen wurde, in Scr» bien einzumarschieren. Wenn Oesterreich aber wirklich die Vlotivendi gleit einer Aktion gegen Serbien erkannt hatte. '» würde er es bedauern� wenn.«S den {eiligen so günstigen Moment unbenutzt lasse. AuS diesen Warten geht deutlich hervor, daß der deutsche Kaiser niit der Möglichkeit eines Krieges gegen Rußland und nicht minder mit der Gegnerschaft von Frankreich und England rechnete. Trotzdem gibt er dem Verbündeten voll ständig freie Hand. Ob nun in Potsdam am 5. odex 0. Juli ein förmlicher Kricgsrat abgehalten worden ist. hat für die Benrtrikung der Situation, wie wir sckwn whderfialt hervorhoben. nur gering« Vedeutimg, Fest steht, dvß det Kaiser nicht nur mit Bethmann H'ollweg, sondern auch mit Vertretern der obersten Militär-»nd Marinebehordcn kon- seriert hat, und wenn die Betreffenden heute auch der ZWSJEÄZWitS? f'/s«-"ä? �iTilii�TiTBÄTiriffi'IWI iTSn t>u ist lern Sozialist, 4« jetzt roch seine Spairgvoschm zur Stärkung deS Kiapi- toliSmuS den Banken oder Sparkassen anvertrazst. ES gldt auSi für �vz!attfl»n tioe Mögllchkelt, $*ld sicher und zinstragend anzulegen. Die VerlagSgenojjenschaft„Freiheit" braucht weiter« Geldlinitel zum Ausbau deS Unternehmens, ■Em jeder Parteigenosse muß dazu beit vagen, daß die „Freiheit" nicht nur das führend« soznalchtische Organ «blxibt. sondorn überhaupt die größt-e und einflußreichst« Zeitung Deutschlands wird. Dazu braucht sie eine eigene Drucke ei Wie da» DSifiner Prvletaria-t die Gründung der Zei- düng mit ftinen Spargroschen ermöglicht hat, so wird«S auch jetzt die üötigan Geldmittel aufbringen. Kein Opftr bringt Ihr, Pairteigenosftn, denn da« Geld wind sichor und zin dt ragend angelegt, nur die be« wei»kräftig« Tat, daß Ihr der sozialtsti- schen.Freiheit" mehr vertraut als den kapitalistischen Bankinstituten. Deshalb zeichnet stnteilschewe der VeUagsgensstenschast ,5eekheit�. sichern, eS feien damals keineswegs Anordnungen für größere kriegerische Verwickelungen getroffen worden, so genügt doch allein die Tatsache, daß dieftn Stellen von den Unterredun gen mit den österreichischeo Vertretern Kenntni» gegeben wurde, für den New«,», daß all« Möglichkeiten in» Aug« gefaßt worden sind. « Wilhelm IT. trat dornt am 6. Juli seine gewohnte N o r d l a n d sah r t an. Man ließ ihn aber nicht reisen. >vcil die Sitimtion unbedenklich gewesen wäre, sondern weil man Europa über die Vorgänge und über die Absichten der Mittelmächte täuschen wollte. Es gehörte in den Plan der deutschen Regierung, so zu tun, als wisse sie nichts von ten öfter»«ichischen Projekten und als könne sie nicht im geringsten einsehen, inwiefern das Vorgehen der Wiener Regierung gegen Serbien irgendeinen anderen Staat inter cssiere. Es sollte alles vermieden werden, wa» di« übrige Welt vorzeitig zu alarnueren imstande sei. Daher die milden Auslassungen der„Norddeutschen Altgemeinen" und der Unwille Betlzmann» über die unvorsichtigen Telegramm« des kronprinzlichen Kriegstreibers. Daher auch das Bo- «mühen, den deutschen Kaiser fvlange als irgend möglich von Berlin fernzuhalten und ihn zu bewegen, der Flott« nicht „vorzeitig" den Besohl zur Heimreise zu erteilen. Wilhelm freilich wird mit der Zeit ungeduldig und ängstlich, und auf ein besäMichtigende» Telegramm vom iL. Juli muß sich Bethmann die Bemerkung gefallen lassen, er. der„Z i v i l k a n z l« r", habe die allgemeine Lage noch nicht begriffen.(Daß der verantwortliche Minister dieftn beleidigenden Berwei« wie ein geprügelter Schuljunge ein« steckt, ist ftlbswerstandlich.) Natürlich hatte der Kaiser auch in den nordischen De- wassern nicht aufgehört zu regieren, und aus feinen Rand- noten geht hervor, wie außerordentlich besorgt er war, daß Oesterreich am Ende doch nicht die Energie gegen Serbien entfalte, die er ihm so dringend ans Herz gelegt hatte. AIS unter dein 10. Juli Tschirschky mitteilte, Franz Joseph habe dem Minister Bcrchtold erklärt, doß man jetzt zu einem Eni- schluß kommen müsse, bemetkt Wilhelm voller Ungeduld: „DaSr. M. PromemoriaetwavierzehnTage alt ist. so dauert da» sehr langt DaS ist doch «eigentlich zur Begründung des Entschlüsse» selbst «entworsen." Und auf di« Mitteilung, de.- Lsterreicht- schon Regierung würde e» sehr unsympathisch ftin. wenn die Serben alle gestellten Forderungen annähmen und sie sinne noch darüber nach, welche Bedingungen st« stellen könne, die Serbien eine Annahme völlig unmöglich machen würden, notiert der kaiserliche Hetzer:„Den Sandschak räumen t Dann ist der tdrakeel sofort dal Den mutz Oesterreich unbedingt sokort wieder haben, um die Einigung Serbiens und Montenegro» und da» Erreichen de» Meeres seitens der Derben zu hindern" Al» Tisza, der ungarische Ministerpräsident, der zuerst, die Gefahren erkennend, geschwankt hatte, sich schließlich zu Berchtolds Absichten bekehrte, atmete Wilhelm II. beglückt auf:«Na, doch mal ein Mann", und niemand war glücklicher al» er, als endlich daS Ultimatum in Belgrad überreicht war. Beweis: die Bemerkungen zu einem Telegramm aus Belgrad vom 24. Juli. Der Gesandte teilt mit: „Der energische Ton und die präzisen Forderungen der österreichischen Note sind der serbischen Stcgierung vollständig unerwartet gekommen."—._____ Wilhelm: Bravo! Man hatte et den Weltkrieg Wienern nicht mehr zugetraut," DaS Telegramm: „Seit heute früh tagt der Ministerrat unter Vorsitz de? Kronvrinzenregenten." Wilhelm:„Es scheint, Seine Majestät haben sich gedrückt!" Telegramm: „Der Ministerrat kann aber zui keinem Entschluß kommen." Wilhelm:„Tie stolzen Slawen! Wie hohl zeigt sich der ganze sogenannte serbisch)? Großstaai. So ist eS mit allen slawischen Staaten beschaffen. Nur feste auf die Füße des Gesindels getreten!" Wilhelms Freude wird daraus noch einmal ge« trübt, als Tschirschky berichtet. Berchtold habe ihm erklärt» Oesterreich werde kein ferfä rhes Territorium beanspruchen. Wütend schreibt er am den Stand:„Eselj DenSand« schok muß es wiedernehmen, sonst kommen die Serben an die Adria." Der Zornesausbruch war übcrslüjsig, denn Berchthold log, a!S er die österreichischen Annexionöüd sichten bestritt. * Inzwischen hatte man in Berlin dvS herrchlerische Spiel fortgesetzt, und Mar war der StaMIsekretär v. I a g o w, da Bethmann in Hohenftnow weifte, der Träger der ersten Rolle. Er legte es darauf an, Europa«inzuschMfevn um» stellte sich zu diesem Zlveck vollständig unwissend. Es sollt« verhinder't werden, daß andere Mächte cmf einen Vermitttungsgedanken kämen. Man wollte sie mit dem Ulbilmatum und den unmittelbar damwf folgendem kriegerischen Aktionen Oesterreich» gegen Serbien überraschen, Deili'jichlamd, das seinem Veibündeten frei« Hamd lassen imb ihn darüber hinau» systematisch zu energischem Vorgehen aufgepeitscht hatte, durste amtlich Inhalt und Wort» laut der Note cm die Belgrader Negierung nicht kenneir» mm zuletzt auch den Ueberraschtm mimen m können. Am 23. Juli wuche das Ultimatum in Belgrad übervcicht, und unter demselben Datum wagt Jagow, on dm deutschen Ge» stmdten in Stockholm zu telegraphieren: Allem Anschein nach soll Oesterrelch-Ungarn, welches sich durch die großserbische Agitvtion in seiner Existenz bedroht fühlt, sehe ernste Forderungen in Belgrad stellen. Diesel- den sind un» nicht bekannt, wir betrachten sie al»! interne Angelegenheit Oesterreich-UngarnS, auf welche un» Einwirkung auch nicht zustehen würde. Am 24. Juli stellt der Stoiatsftkretär dem Botschafter in Rom anheim, dem italienischen Minister des Auswar- tigen zu sagen, daß auch Deutschland über die österreichische Note mcb näher rnsorroiert worden sei und dies auch nicht hätte sein wollen, weil eS die Angelegenheit als«in« intern österreichisch-ungttrische betrachte. Und am gleichen Tage instruiert der Unterstaatßsekvetär Zimmermann di« Vertreter in Paris, London und Petersburg wie folgt: Wir haben keinerlei Einfluß auf Inhalt'der Not» fcübt und ebenso wenig wie ander« Mächte Ge- egenheit ge k ab., dazu vor Publikation in irgend einer Weis« Stellung zu nehmen. Daß! wir, nachdem sich Oester. eich-Ungarn au» eigener Initial,»» zu scharfer Sprache entschlossen bat, jetzt nickt Wien zum Zu- rückweichen raten können, ist selbstverständlich. Welches ungeheuerli?hc Maß von Heuchelei I Deutschland, ohne dessen Rückendeckung Oesterreich nicht«inen eln- Aigen Schritt getcm haben würde, hat nach den Borsiche- rungen seiner Staatsmänner keinen Einfluß auf den In» halt des Ultimatum» gehabt I Aber di« Verlogenheit der Jegrtv und Zimmermann ist noch weit krasser, als es nach dem Gesagten den Anschein haben könnte. Schon am 21. Juli, da« heißt also zwei! Tage vor der Ueborvoichung des Ultimatums i>n Belg-vad »nd drei Tage vor seiner Notifizierung an die übrSgen Mächte, erhielt Tschirschky«in Exemplar der Note. Merk- würdigerwerft gab er dvS wichtige Aktenstück nicht tele- graphisch nach Berlin weiter, immerhm aber lief«S brieflich bereits am Nachmittag des 22. Juli im Auswärtigen Amte ein. Jnmrer noch hätte also die Mag- lichkeit bestanden, die Wiener Regierung an der Ueber- reichung zu hindern. Aber das würde den vother gehenden Vereinbarungen und ebenso den Msichten Deutschland» Nüderiprochen haben. Deshalb mußte dem Ausland gegenüber behauptet werden, man sei erst gleichzeitig nnt den! andern Mächten unterrichtet worden, das heißt in einem Moment, in den, cm Eingreifen in Wien nicht mehr in Frag« kommen kannte. Diesen ScljwindÄ hat die deivtscho Regierung den ganzen Krieg hindurch ausrecht xu erhalten gesucht. Sic hat mit vollem Bewußtftin die Umoahrlzeit gesagt, um ihr« Schuldlosigkeit zu bewciftn. Wie skrupellos die Männer an den höchsten Stellen dabei vorgegangen sind, ergibt sich ans einem Schreiben, daS der Gtaatöftkietär Zimmermann am 11. August 1317 an den Unter- staatssekretär von dem Bilsschc-HladdenlMisen richtete: Lieber BuSschel Sachlich stimmt« di« Angab« der„Tvenlnfl New»" insofern, al» w,r otl-rding» da» serbische Ultimalum etwa zwölf Stunden vor Urberg., be erhielten.(Tatsächlich »varen e» 24 Stunden D. Ncd) Dagegen ist mir durchaus nicht erinnerlich, daß ich die» einem amerikanischen Diplomntei, auf die Nase gebunden habe. Ein Dementi kann da« nach ersolgen. Ob c inde» mit Nücksicht auf die schließ- lich doch nicht ewig zu verheimelnde Tatsache unserer Kenntnis zweckmäßig erscheint, lasse ich dahingestellt. Besten Gruß Ihr Zimmermann. Also: Tie Behauptung der miSIändifchm Presse ist ztocir richtig, aber sie kann dementiert werden. Im Unter- suchungsausschuß hat bekanntlich Herr Zimmermann die bewußt falschen Angaben, die er Vertretern der Press« übet den Wilson scheu Friedensschritt machte, mit taktischen Erwägungen erKärt. Wahrscheinlich sind eS mich takttsche Ni'ich'ichten gewesen, die ihn im August 1317 bestimmt halben, zu einer amtlichen Lüge Mi raten. Ader' U'ir legen auf die kleinen Schwindeleien dieses vortvefs- liclwn Staatsmannes wirklich kein besonderes Gewicht, denn sie �gehörten zum System der deutschen Negierung, di« ihre ganze Politik von vornherein aus L-ug und Trug ausgebaut hatte. veber dftftv Themv wirb noch auSsührlicher zr« reden fein. Di« Akten, die sich hierouf beziehen, ändern aber nichtsiiiiiiiiiiiiumiiHwuiiiiimiwwiiiiiwniiuiuii«iiiiiuiiwuiumiiiBiwiiwiu«iiiiiuwHiiiiiiiuiiimHuiHiiwuiiiiiiiiiiiiiHiiiiiiiuuiiiuuiiiiiiiiiuiiiiiiiuiiiiiuiiiitiiuiiii..iiiiiii.iiiiiiiiiiiiBii.iiuiwi[,i«iuiiMiLMuiiiMiiiiiiiMBi«iiiMM». Die Eföftat des Honiifaktiiiwiiren-Lafers Brunnenstraße 188/90 findet am Donnerstag, den 11. Peiembcr ISIS, mittag» 1 Uhr, statt. -■■Ii» Zum Verkauf gelangen: Leinen- u. Baumwollwaren* Kleiderstoffe u. Seide»Weißwaren«Taschentücher Schürzen* Wäsche» Futterstoffe«Trikotagen»Wollwaren» Strümpfe» Handschuhe• Blusen• Pelzwaren» Schuhwaren» Damen- u. Kinder- Konfektion Herrenartikel, Schirme u. Stöcke* Gardinen» Portieren»Teppiche»Wachstuche usw. Verkauf nur an Mitslleder. (/cltaMfine. ssr-■ BülowplaU. Prodlut Iii LU.mg TV Uhr Opernhaus � Mir: Mona Liga, Scbatifplelliaas 7 Uhr: Klag« T0tl»UTlh»lm. Direktion: kdakiril. Dcatsclißs Theater IVilkr: Jaakobs Traum. Ranunersplele 7 Uhr: Advent GioSes Schauspielhaus Knrlstr.ße. fV VJ Ofetll.(10. Abte. L AbJ DlnhUoa «adBdBbtra-Bad. Theater I. d. :R9DMltzerStro8e ,7 Uhr: Ein Traumsplel frtt. SchlonWetterstein ibd.; ScbloßWetterstein Sonntag nachm.: BrdgeiSt AW«: � c Iii o ö'�etterStato Romsdieahaas u.: Usclott v. d. Ptatx 'fclug:(.S i•" � iOnnabeid:»ab( S gontag:..5 1 0 � Berliner Theater fmuhn Önramei- Studenten -Theater ektiaa:'Victor Btraewtkr 7 Uhr: ßondervorjlfllunt tOr dl« hunrernden Kinder kjDw Ptarrer von Ktrchleld. itllka OrüRlaK. Poldl Matter, Datny Servaea. Theodor Looa. Eucen KlApter, Alezandtr Ekert, Enitl Lind' iDeraut Konsert und Vortrigo ■ Li'y Hatgren-Waaf. TlllT Darleuz, Carl Ctavlag. Paul Morgan miLa.Soiinb.7A U.tPnMkn ttdricuz, Qranlng. Hartmans, einicb. TUlmann. Kiüpler. Saliner. Schnell Oieo.) Ali abendlich TV; Cyprienna .(Leopoldina Konstantin, Kart ÜA'c. Erich WalterL Residenz-Theater Täglich 8 Uhr: Znm 314. Mole; Bai höhere Lehes Von Ilermano Sadermeaii Bonua. nnd 4Uhr WlrrnePre>ae i HHnsal und Qretel. Sonntag 4 Uhr, kleine P 1.388 Male: Versute friflnon-Theflißf Täglich V8 Ubn Maskerade Von Ludwig l-'ulda Sonnabend 4 Uhr kleine Prelle Ascitenbrddef. otag 4 Uhr. kleine Preise er Lebensschalen Cßsino-Tseater IgUragai Sir. 37. Ttgl.V.tUhr. gehniepeis Lene Ber'iner VolksslOck In» Ante. Vorher; ErstkL SpeitallMUn. Viktor Ltlzek In dem Skntch „Erwischt, SlgJV U. E)n aaulwes KloebloW Heyes Oüeretieiiou tarektor; Jaaa Kzea Allabendlich 7 Uhr 30 Min I Die Dame vom Clrcus H»T lkimbolM-7kSstSr lilcbtaplele Berlin N, Badstra&e 19 Eröffnung heute Donnerstag, den 11. Dezember 1919 mit dem gewaltigsten und sensationellsten Filmwerk dar Gegenwart als Eröffnung»- lieber raschung. Pers. Erscheinen der Hauptdarsteller. «. i- Ankauf von Jetin Tenet ow eotzOckcndos Lastaplel „Kärtchen wird eingeseift H «II dow bariihmten homorlsUscben Darslollar Ksuri Vlk'.or Ptwec*. welch or.Ich den warten Beanchcro ptnSellch Tontetloo wird. Erstklassiges Orchester (Btor persSnlieber LeHung des Kgpollmalaiars Herr« Corucllof. 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Für Preuße« blieben «mr die Kosten für die den Arbeitern zugewendeten Beihilfen übrig. Den Wünschen der Bittsteller soll nun insofern Rech» «ung gelragen werden, al» den noch nicht S Monate in Staat«» betriebe« beschäftigten Lohnempfängern, dt« Krieg» teilnehmer waren, die ganze BeschafsungSbeihilfe gezahlt wer- den sollte, soweit sie am 3. September in Arbeit gestanden haben. Die AuSfübrungsbestimmungen sollen in diesem Sinne ergänzt werde». Soweit e» sich um die übrig bleibenden 2 Prozent han- dele, soll in Notfälle» besonder» geholfen werden können. Dies« Tntschließung de» Finanzministerium» ist zu begrüßen. vnser Vertreter im StaatShauShaltSauSschuß, Genosse Leid, stellte de« Umfall de» Finanzminister» mit Genugtuung fest, ob> wohl die Begründung für den Umfall eher in der sehr gereizten Stimmung der Arbeiter zu suchen sein dürfte, die auch den RcchtSsoziolisten nicht unibekannt geblieben ist. ES bleiben immer noch die. Auboiber ausgeschlossen, die in DergwerlSbetriebon arbeiten, die angebtich im Lohn die Zulage erholten hätten. T» ist selbstverständlich, daß auch die gleiche Kategorie von Arbeiter, die für d-oS Reich tätig find, in gleicher Weife behandelt«erde«. Set Mnchener Menkatsprozeß. München, den 10. Dezember. I» der gestrigen RachmittagSsitzung wurde als erster Zeuge der revolutionäre Arbeiterrat B a l d n S vernommen. Er gab an, Lindner war bereits, al» er in das ArbeiterratSzimmer trat, in S"bter Aufregung gewesen. Innerhalb 10 Minuten steigerte seine Erregung derart, dafe ihm Wasser au» dem Mund« lief. »Da habe« wir den Saustall, sagte er,„da steckt kein andere, dahinter al« Aner, der Juda»". Lindner befand sich in einem Zustande, den man al» To l l w u t bezeichnet. Bert. Dr. Sanier: .Haben Sie die Meinung, daß daS Attentat gegen Auer auch ohne da» Attentat auf SiSner möglich gewesen wäre?" Zeuge: Nein. In einem großen Teil der Arbeiterschaft bestand ein« Antipathie gegen Auer. vert. Dr. Sanier: Ist im revolutionären Arbeiter. rat irgend ein Beschluß gefaßt worden, daß Minister au» dem Weg« geräumt werde» sollten? Zeuge: Nein, ich mußte sonst davon wissen. � t RegierunaZdirektor D itd sagt au»: Am Mordtage sind auf einmal.fünf b>» sechs Leute auf mich loSgestürtzt. Der erste packt« mich am Kragen und rief:»Bluthund, heute müssen alle hin. Du Bluthund!' Liudner? Emen solchen klusdruck führ« ich überhaupt nicht in meinem Munde. Der Zeuge Regierungsassessor Dr. Te n n er, der Vorsitzende de» polizeilichen Erkennungsdienste», stellt fest, daß dreiKugeln von der Tribüne in den Saal gefeuert worden sind. Sämtlich« fünf Kugeln, die in der Hand de» Gerichte» sich befinden, stammen au« einer Fabrik. Der nächste Zeuge Rauscher war Mitglied de» revolutio- nären Arbeiterrate«. Er sagt au»: Ich bin am 21. Februar nach der Ermordung EiSner» mit bekannten in den Land- tag gegongen. Einzelne Soldaten sagten unS:»Rau» kommt nie ma ich mehr.«S wird alle» massakriert. Nur Mitglieder de» Bauernbuiche» dürfen berau». Drei Wochen später traf ich den Zewgcn Luttner aus der Straßenbahn. Ich fragte ihn, ob e» richtig sei, daß Lindner«» gewesen, der auf Auer geschossen höbe. Luttner sagte, ja. da» ist Lindner aeivesen.— Vors.: Stimmt e», daß Lultner e» Ihnen gesagt hat. wir waren alle droben auf der'Galerie?— Zeuge: Ja, da» stimmt. Ich möchte noch betone.«, baß ich im revolutionären Arbeiterrat heftig angegriffen worden bin, weil ich zur Vernunft ermahnt habe. Erich Mühsam hat mir einmal erklärt:.Am nächsten Tage geht«iwa»!oi dann sind Sie der«vste. der dran glauben muß. — Bors.: Zeuge,«rinnern Sie sich wirklich genau, daß Lultner Ihnen gesagt hat, Hegemeister habe geschossen?— Zeug«: Da» ist ganz bestimmt richtig. Hierauf wird der Zeug« Luttner, der vorher schon vernom- men wurde, noch mal vorgerufen. Er stellt alle» in Abrede und will die Afsäre nur von Augenzeugen gehört haben. Er sei am Mordtage überhaupt nicht im Landtag« gewesen. Der Staatsanwalt beantragt dennoch die Verhaftung Luttner» wegen verdacht de» Meineide». 2. Verhandlunststag. Der demokratische Landtagsabgeordnete Postseckretär Kalbs. «apf hat auch den Eindruck«ine» KaiirpIottS von der Sache ge- habt. Dafür jprach die außerordentliche Besetzung der Tribüne mit revolulionaren ArbeiterratSmisijliedern und die, während der Tat von bort erschallenden Zurus«:.Hoch da» Proletariat!' und ähnliches.— Der folgende Zeuge. Kunkel, der für die .Münchener Neuesten Nachrichten' die LandtagSstimmungZbilder schreibt, schildert die Vorgänge von damals:.Die Tribüne ivar außenordentlich stark beictzt. Allgemein fiel c» auf, daß die Diplomatentribüne mit Leuten besaßt war, die ich als zweifel» hafte Elemente ansprechen mußte. Als der Boginn der Verhandlungen sich verzrgert, entstand im Saal Unruhe. Ich unterhielt mich gerade mit einigen auswärtigen Vericksserstattern, a!» ein Soldat zu mir trat und mich fragte, ob ich von den »Neuesten Nachrichten' sei. St überreichte mir dann ein ze.r- splitterte» und biutbefl-cite» Opernglas und erftärtc mir, daß e» dem soeben erschossenen Ministerpräsidenten Eisner ge-> hörte. Da» war für mich sofort da» Sigstal sosori an das Tele» pbon zu eilen und mich mit meiner Redaktion in Verbindung zu. setzen, da ich mir sagte, daß angesichts dieser die Fern». sprechverbindungen sehr bald gesperrt würdru. AIS ich wiedetl in den Saal zurückkehrte, sprach gerade der Alterspräsident Jäger sein Bedauern über da« Attentat an«. Daun trat eine«in-ftündige Pause ein. Nach der Wiedereröffnuny der Sitzung wollte Auer eine kurz« Erklärung zum Tod EisnerZ abgeben. Er hatte kaum einige Worte gesprochen, al» ein Mann in grauem Mantel mit einem breitkrempigen put auf dem Kopf durch einen Seiten- eingang im Saal erschien, vor die Ministerbank trat und zwei Schüsse auf Alter abgab. Der GensralstabSoffizier Major Gohr ei» trat dem Mörder entgegen. Er umfaßt« ihn und eZ kam zwischen beiden zu einem Ringen, während dessen Gahrei« niedergeschossen wurde. Am Saaleinaang, der durch einen Vor» hang verdeckt war, stand während dieier Zeit ein Mveiter Mann, ebenfalls mit grauem Mantel und Hut auf dem Kopf uu.d hielt den Vorhang empor» offenbar, damit der Mörder schnell ent- weichen konnte. Dieser ging auch noch nach dem Eingang zu» rück imd verschwand auf Augenblicke, hinter dem Vorhang Plötz» lich sprang er wieder hervor und gab blindlings noch ztoei bi» drei Schüsse ab. Dann ging der Täter hinau». Im Saal herrschte. ungeheure Aufregung und es wurde auch noch� geschossen. In? ganzen fielen noch etwa 8 bi» 10 Schüsse,<8 können aber auch mehr gDe Abgeordneten werden er» schössen, besonder» aber die van der schwarten Valkspartei.' Ich sah, wie von der reservierten Tribüne iemand in den Ssal hinunterschoß, nachdem Lindner zwei Schüsse abgegeben hatte. Die Sitzung dauert fort..... preußische tmdeeversMM'ünz. Umversttaten. Technischer Unterricht. Gestern wurde über den KultuSetat weiter beraten. Der Zen> trmnSmann Lauscher stellte sich vor daS Hau» und schob un� verfroren die Schuld am Zusammenbruch dem moralischen Riede«' gang« infolge der Absage an da? Christentum zu. DaS Evans gelium stellte er über den NeichSgcdanken. Die christliche WclIan-> schauung müsse an den Universitäten mehr Einganz finden und, alle» in allem genommen, müsse möglichst wenig am bestehendes Zustande geändert werden. Minister Harnisch wandte sich gegen den reaktionäres Geist an den Hochschulen und gegen die akademischen Sonder» LS) Jimmie Higgins. Roman von Npton Sinclair. S»z dem Manuskript übertragen von Hermhuia Zu»Mühlen. IV. Äe schritten ein« Weile schweifend dahin; Unnnie ver- snchte. tiiese neuen Jöeen in sich zu verarbeiten. Si« waren ihm neu; nicht, daß er sie nicht schon öfter gehört hätte, doch hatte er sie noch nie aus dem Munde eine« Deutschen ver» nommen..Wie stellt sich Ihr Bater dazu?"»ragt«« schließlich. „Er ist der Gleiche geblieben, und da» erschwort alle« sehr: es kostet Mütze. Streitigkeiten auszuweichen. Er ist alt nue Ideen wollen ihm nickst recht einleuchten. Dabei sollte er der Erste sein, der derartige» begreift— sein Vater war einer Vor alten Revolutionäre, wurde in Dresden in» Gefängnis geworfen. Sie wissen wohl nicht viel von der deutschen Geschichte?" .Nein." entgegnete Jimmte. �. „In jenen Tagen kämpften die Deutschen um d»e Frei» heit, sie wurden von den Truppen besiegt. Öte echten Rev� lutionäre in die Verbannung geschürt: etliche kamen noch Amerika, darunter auch mein Großvater. Dre Kinder dreser Verbannten jedoch haben da» Unrecht vergessen, da« den Eltern angetan worden war- sie blichen scnttmental auf ein Deutschland zurück, da» nur M �zahlungm und Liedern existiert— ein« Art Weihnachtsbaum- Deuftchland. Ct« wissen nicht« von dem heutigen Deuttchland. dem Deutsch. land der Eisen- und Kohlenfönig«. daS m sich alle Grausam» keit des FeudaliSmu» mit msderne? Zulcmgltchkeit und Wissenschost vereinigt— da« Raubtier Mit dem Gehirn «ineS Ingenieurs." In Gedanken versi'rrken, strebten ste werter. Plotzltch brauch Emil auS:.Dieser Krieg ist für«nch er« Offen- barung gewesen, die furckstbarste die man kann. ES ist. als liebte man eme Frau und muhte»M«yen. wie sie verrückt, wie sie zu einem wilden Tier wtrd. Denn ouck) ick glaubte an das Weihnachtsbaum-Teutschland, liebte ja verteidigte eS. konnte nicht glauben, wo» m den a«» tungen stand. Wenn ich zurückblicke, scheint mir, die beut- schen Kriegsherren hätten meinem Geist eine Falle gestellt — ihr Sinsluß hätte bis nach Amerika herübergereicht, mich gezwungen, so zu denken, wie es ihnen paßte! Vielleicht bin ich nun inS andere Extrem übergegangen— ich miß. traue allem, was deutsch ist. Mein Vater beschuldigte mich dessen gestern abend: er sang ein alteS deutsches Lied:„Wo man siegt, da laß dich ruhig nieder, böse Mensclfcn haben kein« Lieder." usid ich sagte, die Nation, die dies verkündet sei die gleiche, die singend in Belgien einmarschiert seil" »Teufel!" rief Jimmie. Er konnte sich vorstellen, wie der alte Hermann Forster diesen Ausspruch ausge- nommen hat. Der jung« Teppichzeichner lächelte etwas traurig.„Er meint. eS komm« daher, weil ich die Uniform angezogen habe. Do chvsrfolgten mich diese Gedanken schon seit lan- gem, und trieben mich plötzlich zum Entschluß. Ich wurde für dienstuntauglich erklärt, mußte mich so oder so ent- schließen. Ich beschloß zu kämpfen, und meldete mich sofort. „Emil schwieg einen Augenblick, schaute fragend auf den Freund:.Und Sie?"— Jimmie gehörte natürlich zu jenen, die jeder Musterung scheu auswichen, zu den verhaßten Drückebergern. Sonst hätte er es Emil mitgeteilt und beide hätten gelacht: dies war aber ein Emil in Khaki, ein patriotischer Emil, man wird gut daran tun. ein wenig mißtrauisch zu sein.„Sie haben mich noch nicht! ich bin nicht mehr gar so überzeugt. doch bin ich noch lange nicht bereit, Soldat zu werden, könnte e« nicht erttagen, wenn man so mit mir herumkomman- di-rte. wie der Kerl eS mit euch tut." Smil lacht«:.Ich will doch etwas lernen.- »Braucht et Penn so zu schimpfen?" »Das gehört dazu! Stört memanden. Er peitscht unS au», und dessen bedürfen wir." Dies kam Jimmie so neu vor, daß er kerne Antwort fand�kn �. fuhr der andere fort,„wenn man wirklich kainpfen will, nimmt man alles in den Kauf: es ist ganz merkwürdig, wie sich die Gefühle verändern. Man stellt sich vor. daß man sich dem Feind gegenüber befindet, weiß. daß der Erfolg von der Disziplin abhängt. Hat man em«n Führer, der seine Sache versteht, so läßt man sich gerne vorj ihm belehren. Ich weiß, daß dies aus meinen: Mmchg komisch klingen muß,' doch habe ich gelernt, die Disziplin zu lieben.»Emil lachte, ein kurzes nervöses Lachen.„Unser Heer nimmt die Sache ernst und vorsteht sich darauf. Seit dreieinlmlb Jahren wird in Europa gekämpft: die Alliierten haben ihre besten Leute herübergeschickt, um uns zu lehren; und wir arbeiten, als ob der Teufel hinter uns wäre." .V. ES war höchst merkwürdig, derlei Dinge von Emil Försters Lippen zu hören. Jimmie vermochte eS kaum zu fasten, seine Füße suchten in einer fortgleitenden Welt nach Halt und Stütze. Die sozialistische Bewegung wird ver» führt, von den Militaristen überredet! Er wagte nicht, diesen Gedanken auszusprechen, meint« nur äußerst vorsich» lig:„Fürchten Sie nicht, dah wir unS alluzu sehr an da»s Kämpfen, an die Disziplin gewöhnen werden? Vielleicht wollen die Geldfäcke un» überlisten?" .Ich weiß, auch ich habe daran gedacht, zweifellos werden sie es versuchen, verlangen auS diesem Grunde dis allgemeine Dienstpflicht. Wir wenden die Plutolraten be- kämpfen müssen, müssen es jetzt schon tun, um klar zu machen, weshalb wir in den Krieg ziehen. Wir müssen allem Volke vor Augen halten, daß eS der Zweck dieses Krieges ist, der ganzen Welt die Demokratie zu bringen. Sitzt dieser Gedanke einmal im Volkshirn fest, so haben die Imperialisten daS Spiel verloren." .Wenn euch daS gelingt, dann natürlich., ," begann Jimniie zögernd. .Wir tun es jetzt schon!", rief Emil,„tun eS tagtägliöZ, Denken Sie bloß an de Streik in Leesvillc." »Welchen Streik?" „Wußten Sie nicht, daß es einen neuerlichen Ausstanij in der Enipivefabrik gegeben hat?" „Ztein." .Die Arbeiter traten in Ausstand, die Regierung sandte eine Schiedsrichteickommission und zwang beide Teile zum Nachgeben. Sie wurden mit dem alten Granüch fertig, er hat den Achtstundentag eingeführt und erkennt die GrwerlZ- schaft am" V- �Fortsetzung folgt) Auch verbinden� er kAnsche, Safc unb Arbeiter fiZZ Hierauf wurde vieles und schönes über die VerbesserungSbe- technischen Hochschulen, über d:n Aufstieg der Luch. Aber dabei blieb es auch. Genosse Dr. Wehl dürstigkcit der üftcn usw. geredet, legte dar: Zu dieser Regierung können wir kein Vertrauen fassen, den?' sie ist mit den, Joch der Koalition belastet. DaS Zentrum hat jetzt in Preußen den Block aufge?! digi und eS wird sich geigen, waS nun die RechtSsogialistcn tun werden. Bisher haben wir hinter Hdrrn Haenisch den Zentrums wenn Wildermann alS Drahtzieher gesehen. Die Regierung muß schließlich jeden Rest von Vertrauen verlieren, wenn solch« Urteile wie im iRarlohprozeg unan- Besichten bleiben. Auch an den techn, scheu Hochschulen sind die Studenten und Professoren hau»ig nichts anderes als Knechte des 'Kapitals. Dieser Tatsache, entspricht es, daß vielfach Aerjjte gesellschaftlich und beruflich geächtet werden, die den Zünstlcrn a'.ä gefährliche Konkurrent n erscheinen. Einem BreSlaucr Arzt, der ein Heilversahren' ir eine bestimmte Erkrankung der Härten» arbeiter gefunden hat. ist die Tätigkeit für die Brrusspcnossen- s'wsi unmöglich gemacht worden. Professor Abd?rh>.lden ist auf äbrliche Weise gezwungen worden, dem parlamentarischen Leben zu entsagen. ES ist hier von den, akratischer Seite die Krage aufgeworfen werden, was der A r b e i t e r a u k d e r U n i v c r f> t ä t zu suchen b de. DaS deutet auf eine ungeheuerliche VerständniSlosigke't für daZ BildungSstreben der.proletarischen Massen. Man will Mg. Dr. Petersen'sDemJt Mb Dcnrofrtefen sind Lstvesr. Beirt Besitz daS größtmöglrckste Opfer aufzuerlegen; indessen ist die Frage, ob das m Form einer einmaligen Vermögensabgabe er. folgen soll, oder in der Form ein« jährlich zu«hebenden Ab» gäbe, noch nicht endgültig geklärt. Di« Fraktion wird daher ihre Ubstimuiung in zweiter Lesung nur alt vorläufig an- sithcn. Die Entscheidung wird«st in der dritten Lesung fallen. Wir stehen ab« aus den, Boden der Vorlvge und wetden auch in der Kveiien Lesung dafür stimmen. Abg. Dr. Beckcr-Hessen{D. Bp.): Der Redner enwfiehli den Weg der Zwang Sanleihe anstelle d« Regierungsvorlage. Rrichsfinanzminister Erzberg«: Die Behauptung, daß durch das ReichSnotopfer der Tod des deutschen WirtschafiSlebenS her- beigeführt wird, ist falsch. DaS deutsch'. Volk erträgt nicht, daß solche ungeheuren Ansammlungen von Vermögen vor dem Kriege und leider noch wahrend des Krieges stattgefunden haben. Wenn da» ReichSnotopfer nicht zur Verabschiedung kommt, ist eine in. direkte Steuerbelastung nicht durchführbar, dann kann keine Regierung unser Wirtschaftsieben ruhig und sicher aufwärts führen. ES wird dafür gesorgt werden, daß die gewerblichen und land- wirtschaftlichen Beiriebe lebenskräftig und lebensfähig erhalten Weilen. DaS ReichSnotopfer ist notwendig, ftS muß rasch der- abschiedet werden. Abg. Wurm(Ll. S. P.): In d« Mehrheit wackelt e», wie die Unstimmigkeit bei den Demokraten über das ReichSnotopfer zgigt. ES Hot sich ein B samen spenden, wo ein Anspruch auf vollen Anteil an den großes Schachergeschäft eniwickclt niiit dem Zwech den Kulturerrungenschaften besieht. Man hofft Proselhten für die �Minderbemittelten die Lasten aufzuevlsgen. Di« Rechte demokratische Partei zu mackien. Täustben Sie sich nicht. Die � will eine einmalige Abgabe anstelle der durch das ReichSnotopfer Arbeiterschaft wird sich das Maß an Wissen anzueignen wissen,! vorzefi-henen laufenden Abgabe, weil eine einmalige Wnabe vom d.rS sie braucht, um für ihren Befreiungskampf gerüstet zu se,n., nächsten Reichstag wieder beseitigt werden könnte, während die (Lebh. Beifall links.)..., l laufende Abgabe nicht mehr zu beseitigen wäre. Daß die dauernde sin später Stunde kamen dann noch die Interpellationen �rer Abgabe iu das kapitalistische WirAchaftSleden tief eingreift, ist Rechtssozialisten und die unserer Fraktion wegen der Teilnahme, richtig. Aber doö ist von Schulkindern an politischen Demonstrationen anläßlich des Hindenkmrgrummeh» zur Sprache. Pute Wittag. Die Beantwortung erfolgt Nevksche llaktonslver'Mtn'unq. i Sitzung. Mittwoch, de« 10. Dezember A« RegierungStische: Erzberger. Das Neichsnotopfer. lSIS. der Fluch der bSfe« Tat, für die die Recht« voll verantwortlich ist Jetzt rächt sich ihr Babanque-Spiel wahrend des Krieges. Das Kapital mutz noch in ganz and,«« Weise herangezogen werden. ES hat den Krieg verursacht und soll nun auch die Zeche bezahl«,. Die Recht« sucht von dem unabwendbaren Schicksal der Ablösung durch eine neue Wirtfäaftsform hmtvegzukommel,. Das ReichSnotopfer bedeutet keine Sozialisierung. Auch die Steuergesetze sind keine Sozial, sst'. vungSgesetze. Aber sie bereiten den Weg dazu vor, weil das Volk dazu geztrungon wird, auö sich heraus eine neue Wirtschaftsform zu schaffen. Es handelt sich darum, daß nur der Besitz �Steuern zahlen soll. Inder Pfennig, der den Arbeitern ausgelastet wird, ist eine Ungerechtigkeit, gegen die sich die Arbeiter zu wehren haben. Wir bewillifleu keinen Pfennig einer Steuer, die den wirtschaftlich Schwächeren stSrkcr trifft«US den wirtschaftlich Di« allgemeine Aussprache beim§ 1 wird fortgesetzt. Abg. Brayn�Franken sSoz.): Der gestrige Tag hat bewiesen, »«ß die Herren von der Rechten alle? tun wollen, um daS Zu» fkrn bekommen de» ReichSnotopferS zu verhindern. Für die Rechte gilt das abgeändert« Wort Bismarcks: Wir Deutschen ftirihtrn W�M■■■ luchst« s, sthr,«lg Stenern zu zahlen. DaS Kapital hat sich immer Starken, und da» ,st da» Wesen der,»direkten Stenern. S» ist vom Steucrzahlen gedrückt, schon seit der Gründung de« Reiche?.' eine Wachtfvage, die jetzt hier zur Entscheidung kommt. Biel Alle Lasten mußten dte breiten Massen tra ge n. j hängt davon ab, welche Mächte zwischen der zweiten und dritten Ter Kampf gegen Erzberger ist nicht? weiter als ein Kampf- Lesung hinter den Kulissen noch in Bewegung gebrach! werden. gegen die Belastung de» Besttze». Man will diesen Mann fällen.. Wenn das Gesetz abgelehnt wird, dam, können wir stfem hpiti« weil er im Gegensatz zu leinen Vorgängern die grüßt« Tatkraft � sagen, sehen wir Sie(nach rechts) nicht wieder.(Beifall b. d. bei der Lösung der Finanzfragen zeigt. Ihre Politik«.nach rechts) U. Soz.) führt naturgemäß zum Vtaaidbankerott und dagegen müssen wir JnnamentlicherAbstimmung wird sodann üb« den uns mit aller Entschiedenheit wenden. Ich komme jetzt zu dem Antrag Dr. Becker(D. Bp.) die Vorlage an den Ausschuß zurück- unangenehmsten Teil meiner Rede, zu Herrn Dr. H u ge n be r g. znverweisen, abgestimmt. Der Antrag wird mit 23S gegen 43 Wir hätten es begriffen, daß J&ett Hugenbqxg gegen das Steuer- Stimmen der Rechten abgelehnt. zahlen der Besitzenden ist. Seine Rede»var aber mehr als«in« Kkassenkampfrcde de» Kapital.?m,i».. Ich muß Herrn Hugcnberg -------•»""'------- f—--n die er ins Gedächtnis rufen, daß er in dem Bestechungsprozeß gegen d Firma Krupp nicht vereidigt worden ist weil er dem Richb der Teil o. ahm« verdächtig erschien. Dieser Mann redet hier vcn Korruption, der selbst das preußische«-amtentum im Krieg»- mimstcruvn und Rcichsmirineomt durch Bestechung kvrrum- � � Präsident Fehrenbach: Es geht nicht an. daß Sie jeinem WfteorÄneten vo-weefen ,er habt Bemnt« forrunUMerr. Abg. Braun(fortfahrend): Von der Firm« Krupp, deren Generaldirektor Herr Hugcnberg bis zur Revolution gewesen ,st. sind die interessantesten internationalen Beziehungen gepflogen worden. So sind mit den Putilowwerken, deren Kanonen unsere jeigenen Soldaten nachher niedergemäht haben, technische Er- Windungen ausgetauscht worden. Rech Nordamerika ,st dw Tonne iknippschrn Ponzerstahk» um»0 R. billiger geliefert worden als än Deutschland. Ist da» Patriotismus? Diese Leute wagen jheuie von Korruption zu svrechenk Im Krieg, den Sie(nach IrechtS) verherrlichen und wiederholen möchten, liegen die Wurzeln 5�orrupnon. Nuch dl-e Korruption peK(Bdfyit btt« u ms ift auö fcern Kriege entstanden. Die Geschichte de? Stahlwerksverbandes. bei der Herr Dr. Hugenberg«ine Rolle spielte, ist e,neS der traurigsten Kapitel: nicht für Sie(nach recht»); für Sie ist e» ein goldige« Kapitel. Der Stahlwerksverband hat 1915 die S?otlage de» deutschen Volke» in der unerhörtesten Weise auSge- nutzt. lZuruf rechts: Unwahr!) Der UntnsuchungSauSschuh wird sich hoffentlich gründlich mit der Frage beschäftigen, warum die Stahlindustrie stck? zehn Millionru Wuchcrgrwinn monatlich v«. schaffen konnte.(Hört, hört! bei den Soz.).Merkwürdigerweise ist est,»roßer Teil dieser Akten au? dem KriezSministerium verschwunden. sHort. hört!) In Massen wurden deutsche Stahlschienen über die Schweiz nach Italien geliefert, damit Jialien daraus Waffen gegen Deutschland machen konnte.(Hört, hört! links.) Helfferich duldete diese Geschäft«; er war«»,, Finanzmiiiifter nach dem Herzen der Rechten,(«ehr wahr! links.) Abg. Farwick(Zentr.): Wir billigen den Gejetzentwurf und stehen in allen seinen Hauptsachen auf seinem Beben. Etiuge Abänderungsanträge werden wir noch einbringen. Dieses Reichs« Notopfer ist eine unbedingte Notwendigkeit._ 2. Acherordeftlick.ee Verbmdslag Ses verbände- der ssolizeideamten ssreufevs. Der Verband der Polizeibeamten Preußen» hielt am Montag und Dienstag in den Musikersälen seinen zweiten außerordent- liehen Verbandstag ab. Das ReichkwirtschaftSamt, das Lande?» pclizeiamt und das Polizeipräsidium Berlin hatten Vertreter«nt» sandt. Zu Beginn der Tagung hielt der Syndikus der Gemeinde Berlin-Lichterfelde, Dr. Fuchs, einen Vortrag über Die Reorganisation der Polizei. Als erfahrener Kommunalbeamter fordert««r, daß in der Ortspolizeiverwaltung alle Zweige der Polizei zusammenlaufen müßten. Der kommunalen Verwaltung der Polizei müßte entschieden der Vorzug gegeben werden gegenüber der staat- lichen. Selbstverwaltung und Polizeiverwaltung seien in eine Hand zu legen, der Gemeinde sei also die Exekution zu übertragen. Bei der Staatspolizei bestehe die erhebliche Gefahr, daß sie zum Selbstzweck würde, außerdem arbeite sie mit einem größeren Appgrat als die Gemeindepolizei. Mit einer Staatspolizei käme e» ständig zum Schaden de? P u b l i» kum» zu Kompetenzschwierigkeiten. Die Trennung der OrdnunyS- von der Sicherheitspolizei sei theoretisch außerordentlich schwer, praktilch unmöglich. Auf keinen Fall dürfe die grüne Polizei die Vorhand bekommen, damit nicht auf diesem Weg« der Militarismus seinen Einzug in die Polizeiverwaltung halte. Die Kriminal- Polizei dürfe nicht der Staatsanwaltschaft unterstellt werden, sie würde dadurch anderen Aufgaben entzogen. Da» neue Groß- Berlin müsse eine kommunale Polizeiverwaltung erhalten. Die Grundlage hätten die neu zu schaffenden Bezirks- ämter abzugeben. Die Polizei aller Bezirke fei dem Polizei- Präsidenten Groß-Berlin» zu unterstellen. Die Zahl der Beamten sei in«in bestimmte« Verhältnis zu der Einwohnerzahl zu bringen. Unerläßlich fei die Schaffung eines einheiilickicn Beamten- ge fetze». Sache der Kommune müsse die Polizeiverwaltung bleiben, der Staat könne sich den genügenden Einfluß durch Schaf- fung einer Aufsichtsbehörde oerschaffen. UnschließetfS referier le Dr. Faid ak» Verkreker des Vte'.QS* tvirtschaftSministeriumS über Die Aufgaben der Polizei im Interesse der BolkSernährnng. In seinem Schlußwort bezeichnete sich der Referent selbst alit Beastiter de» alten Regimes. Entsprechend behandelte er auch die Ursachen d«S Krieges und dex heutigen Verhältnisse. In den Krieg feien wir allein durch da» neidisch« Ausland verwickelt worden. Er lamentiert« dann über den EgoiSmu» der heutigen Zeit und die herrschende Arbeit» unlust. Di« schamlose,, Schieb«. Wucherer und die Lügenhast'gkeit müssen be- kämpft werden. Wirtschaftliche S i ch e r st e l l u n g der Beamten sei dafür unbedingt notwendig. In seinen weiteren AnS- führungen trat der Referent für Beibehaltung de» Zwangswirtschaft ein und Schaffung einer« i n h e i t» lichen Reichspolizei. Wenn e» nicht gelänge, die Land- Wirtschaft zur besseren Ablieferung zu bewegenz dann ständen wir vor dem Zusammenbruch. ES erginge uns wie Rußland und Oeiteroeich. Die Polizei fei Vollstreckern des Willen» de» Volkes und eine ihrer vornehmsten Aufgaben sei eZ, die Ablieferung der Lebensmittel durch die Landwirts durchzusetzen. In der anschließenden regen Aussprach« sang n. a.�da» rech!»- sozialistische Mitglied der Nationalversammlung Müller ein Ratten fängcrljed für sein« Partei und teilte mit, wo? die S.P.D. alles vorhabe, nir oie Polizeibeamten zu tun. Von anderen Rednern wurde die Regierung des öfteren recht scharf angefaßt, di« Experimente auf Kosten der Allgemeinheit mach«. Di« Beseitigung der verschiedensten Polizeien zugun- sten einer Sinheit»polizei wurde de» öfteren verlangt. Der Generalsekretär de» ReichSverban.deS deutscher Polizei- beamteu Dr. Franke verlangte in längeren Ausführungen ebenfalls die Reichspolizei und empfand eS als ein« Demütigung, daß die Entente in ihrer letzten Note die Beseitigung der verschiedenen Sicherheitstruppen und Einwohner- wehren verlangt. Di« Schuld trügen die oberen Herren, die die Fachleute nicht hören wollten. Auch heute beständen noch Möglichkeiten, eine Rückenstärkung zu schaffen und der Entente«in Schnippchen zuschlagen.(Da? beißt mit anderen Worten also, der Friedensvertrag soll anderweitig umgangen werden. Und dabei wollen die Polizeibeamten gegen Lügenhaftigkeit und Korrupe tion kämpfen. D. Red.) Nach den Schlußworten de» Referenten wurde folgender Do« schluß gefaßt: »Der V«rband?tag erklärt sich für die Schaffung einer ein- heitliihen Reick,»Polizei und eines ReichSressortmmisteriumz für da» Polizeiwesen". Im weiteren Verlauf der Verhandlungen wurde nach einem Referate von Dr. Franke die Neuorganisation de» verbände» nacki ziemlick erregter Aussprache be schloffen. Den Rest der vor- Handlungen bildeten Ergänzungswahlen zum Vorstande und Be- ratuistten über die eingegangenen Anträge. Bei den Berawngea arteten die Verhandlungen de» öfteren in wüste» Durcheinander auS. Worte wie»Unsinn" und«Blödsinn" bildeten Argumente. Ein Delegierter von Frankfurt a. M., der Oberwachtmeister und Wachtmeister aus demokratischen Gründen in«ine Gehaltsstufe eingereiht sehen wollte, wurde al» Propagandist für da» Räte- system niedergeschrien,»soweit seien die Polizeibeomten denn doch noch nicht"! Di« Tagung bat bewiesen, daß von einem modernen Geist innerhalb der deutschen Polizeibeamtenschaft noch nicht viel zu spüren ist. Ein großer Teil betrachtet»ach wie vor da; Polizei» Wesen als'«.ersorgungSanstalt und läßt darüber hinaus die Dings laufen wie sie wollen. Die Kommunalifierung der Polizei ist ein Mittel, um zu verhüten, daß die Polizei al» Schutztruppe der Reaktion mißbraucht wird. Gewerkschaftliches. jj ..... UiUk,USti Transportarbeiter der Metallindustrie. Auf Grund des Schiedsspruches vom 21. August»varen auch die Transportarbeiter in die Lohnilassen einzugruppieren. Fn größeren Umrissen ist dies durch die Teilfchiedssprüche vom 2. November geschehen. Die Bezahlung hat nach Bemessung der Leistung in den drei letzten Lohnklasscn zu erfolgen. In einer Anzahl von Betrieben haben die EingruppierungSkommissionen bereit» diese Frage mit den Betriebsuifternehmern besprochen und zur Be- friedigung beider Teile erledigt. «l» bisherige Resultate sind erzielt, daß der Lohnklasse S zu 2, AI M. Stundenlohn mit drei Lohnzuschlägen i 10 Pf. all« Elektromotorwagenführer, Zkraftwagenführer, Großkronführer« Vorarbeiter und Kolonnenführer zugeteilt worden sind. In Lohnklasse 4 zu 2,40 Stundenlohn mit drei Zuschlägen i 10 Pf. find eingruppiert alle sonstigen Kranführer, ferner all« Fahrstuhlführer, Feuerwehrleute, Rangierer, Anbinder, Schwer- trausportarbeiter, Packer, Lagerarbeiter, Be- und Entlader, Ordermacher, Abschmierer, Kohlenarbetter(Kohlenkarrer), Bretter- träger in Tischlereien und Kutscher. Alle anderen Transportarbeiter, soweit sie nicht noch später in eine höhere Lohnklage entschieden werden, fallen unter die Lohnklasse ö zu einem Stundenlohn zu 2,20 M. mit drei Ist- schlagen von 10 Pf. Ueber die Gewährung der Zuschläge ist eine Einheitlichkeit noch nicht erzielt, so daß hierin ein recht bunte» Bild zutage tritt. Soweit der erste Zuschlag in Frage kommt, besteht allgemeine Klarheit, da dieser durch den Schiedsspruch geregelt ist. Heber die Zahlung der beiden weiteren Zuschläge ergeben sich mancherlei Unklarheiten, die bereit» zu Differenzen Anlaß gegeben haben, doch ist e» möglich gewesen, in einer Anzahl von Betrieben auch Was schenken Sie? Rur nicht» überflüssige«,««den Sie sage«: und Sie haben recht l Wenn Sie aber einem Ihrer Lieben mit«wem schönen Augenglas, sei e»«in Knelser,«in« Brill« oder ein« Lorgnette,«in» rechte Freud« machen können, so haben sie«w nützliche« Äeichent von bleibendem Weit gewählt. Wenn vi»!«» Augengla« noch dazu von der Firma Optiker Ruhnk« kommt,(o weiß der Empfänger, best«» gediegen und seinen Prei» wert ist. denn wir leisten dafür mehrjährige»christlich« Garantie. 13r Koftlenlo*"d prüfen wir(auch nach dem Fest) Augen und«ehkrast mit Sorgialt und garantieren für passend» Gläsee fowi« für Hollbarkelt aller Fassungen»an TO, 12.60 an. Dafür erhalten St« bei un« Ichon einen guten Gold» Dou vi». Kneifer(«hu« Gläser) und dazu noch«in Jahr Garantie, b. h.»so lange alle Reparaturen unijsnst", selbst wenn die Fassung durch einen unglücklichen Zufall zerbrochen wird. Rur für Hornteil«, Schild- patt und für zerbrochen« Gläser hoben Sie zu zahlen. wirf* Aueen. Oeh' m üuhßikm/ Optiker Riilixilc.e W.WW.» N. C>p>!.e. markt,«-» MMfc - Aieia-lder-PIel;»•*- ti'.ft«»« SÄ«!! Met Hamm 10, »„«de«er,»»,», d,»»»»k Cf) Orealen-Slr. 44, -•'V-/. rah. V««»t»».Pl»z «ak-Sir. 1,«.p-MmMSh. Ariedrich-Skr. 103a, »«» Lei»»«!»'•>« Sftebrlchflr. lOOH a«, Lteeel.Ste. 22 Geschäfte CHaassee-Str. 72, Zavat.de».5tr. 104, 9*i»r»iin»»-aw �öichaufCT itll« II «rdciM C\Y7 vekle AMaace-Skr. 4, O W» Km Havalch«» I«, MVY/ Sftedrich-Str. l»0s IN W. 9t, v,.,«»,.».«»-. SchSaeberg: HaM-Sfr 2 1,<- feto-saM»*!. Friede««»: SHetn-Str. 1*, Mr ««»»»>», r>«r»etser-stch« ZVUmersdorf: verüuer Str.»32-33. Eharlotteaburg: Laueutziea-SIr. 15. ««'»»r»,r,»r«t». Zoachimsthaler Ztr. 2. •m z». A tel»vi» wird z»w Zagesprets» m> ie Sahloug gtnemmen Neukölln: Leegstraße 4,»tchmdp� Spandau: See»« Slratze 10 Heul Verttn: O. Jiduffurier Aller 10, u. Javotldeu-S raße 117 am airUtn««e>nhos. ffct!« efne befr?evlg:nde jü Tinten, und War iah vie verbleibenden weiteren zwe» Zuschläge von je 10 kurzen Zwischenzei'.en gezahlt werden müssen. Soweit die Eingruppierung in den Betrieben noch nicht statt- tzehn.den hat, ersuchen wir unsere Mitglieder, nun darauf zu drangen. In strittigen Fällen, wo eine Einigung zwischen de» Parteien nicht zu erzielen ist, mutz uns von dem Fall umgehend Mitteilung gemacht werden, damit die auftretende Differenz im Beschwerdewege vor dem SchlichtungSauSichutz ausgetrugen wer- toi kann. Die Sektionsleitung. I. A.: Karl Fro mke. Richtigstellung.- Der Genosse O. Heyn sendet uns folgende Zuschrift:„In Kr. 597 der.Freiheit" werden die Mitgileder des Zentral« Verbandes der Post- und Telezraphenbediensteten auf meine Per'ou aufmerksam gemacht und mir nachgesagt, datz ich propa- gaud istisch für die Be'riebsorganisation tätig sei. Wenn damit gemeint ist, datz ich für Betriebsorganisationen im Sinne der St. P. D. agitiere, so ist das eine falsche Behauptung/ die allerdings bei Ihrem Berichterstatter insofern erklärlich ist, wiesen werden können. Die Entscheidungen dieser Wucher» gcrichte, die auf Entziehung der HandelSerlaubni» und Schließung der Geschäfte'erkennen können, sind— darin kann eine Härte erblickt werden— endgültig, es gibt keine Berufung dagegen. In dieser Beziehung mutzte eine Milderung erfolgen, denn e» ist nicbt angängig, dem Beklagten die Möglichkeit zu unterbinden, eine eventuell unrechtmätzige Bestrafung wieder rückgängig machen zu lassen. Will man jedoch Schleichhandel und Wucher wirksam be- kämpfen, dann mutz etwa» geschehen, und die Wuchergerichte sind ein Mittel, da», wenn konsequent angewwandt, eine Besserung herbeiführen könnte. Unser Wirtschaftsieben ist noch lange nicht so weit, um die Zwangswirtschaft entbehren zu können. Wenn diese aber bestehen mutz, dann kann sie auch vor einem Gewerbe- stand nicht Halt mache». Die Einäscherung des Genossen Barentbkn. Im Krematorium Gerichtstratzc wurden gestern in den frühen Abendstunden die sterblichen Reste unsere» Genossen Baren- t h i n der Flamme übergeben. Neben deü Angehörigen erwiesen zahlreiche Freunde und Parteigenossen dem Entschlafenen die letzte Ehre. Harmoniumspiel und Gesang leiteten die Feier ein. In warmen Worten und selbst tief ergriffen, gedachten die Ge- nassen Paul Hosfmann, Weise und Manasse der Berdienste de» Berstorbenen um die Partei, schilderten ihn al» treusorgenden Gatten und Vater und würdigten sein warmherzige» Menschen- tum. Von den einzelnen Kranzdeputationen, u. a. von der Bezirksorganisation Brandenbarg, Kinderschutzkommission, Un- abhängigen Stadwerordnetenfraktion, dem 4., 6. und 8. Distrikt und Holzarbe.terverbcmd wurden Kränze niedergelegt. Wieder erfüllte Gesang den Raum und unter verhallenden Harmonium- klängen senkte sich der Sarg. Ein tapferer Kämpfer, ein pflichttreuer, rühriger und lieber Parteigenosse est von un» gegangen. Neue Kämpfer werden an seine Stelle treten, um die Ideale de» Proletariats zu verwirk- lichen. Da» Andenken Hermann Barenthin« werden wir stets in Ehren halten.« Revolverkampfe. Bon einem Ueberfall einer maskierten und bewaffneten Rän- verbände im Automobil auf einen Postwagen am Anhalter Bahn« Hof derubtet im Kolportagestil eine Korrespondenz. Der Post- wagen sollte Wertpakete vom Anhalter Bahnhof nach dem Postamt 11 in der Bahnhofstratze bringen. Plötzlich erschien, so heißt eS in der Korrespondenz, ein graugestrichenes Militärauto, dem drei maskierte, mit Revolvern bewafsnete Männer entstiegen. Sie stürzten sich aus die Postbeamten', hielten ihnen die Pistolen vor die Brust, entrissen ihnen ein Postsack, der neun Wertsendungen enthielt und versuchten, mit diesem das bereitstehende Automobil zu besteigen und damit zu entfliehen. Als sich die Beamten?eht auf die Räuber stürzten entspann sich ein Fenergefccht bei dem zwei der Näubrr verwundet wurden. Einer erhielt einen Bauch- schütz, der andere einen Beckenschutz. Dem dritten gelang«» zu entkommen. Der durch Bauchschutz Verletzte wurde festgestellt al» ein Postfahrer Paul Göpel, ein Mann von 29 Jahren, der in der Melchiorstratze ö wohnt. Er-behauptet, datz er von den beiden anderen zu dem Raubüberfall überredet worden sei. Göpel wurde noch dem Krankenhaus aebracht. Der zweite Verletzte, der nur eine ungefährliche Fleischwunde am Oberschenkel und Becken er- hielt, und nach Anlegung eine» Notverbande» nach dem Polizei- Präsidium gebracht wurde Eine zweite Schießerei entwickelte sich in der Guineaftratze, wo die Polizei zwei wegen schweren Raube» in Verdacht stehende Männer namens Vogel verhaften wollte. Dabei kam es auf beiden Seilen zum Gebräuch der Waffen.� Die Täter entzogen sich der Festnehmung durch Flucht. Ob fie verwundet wurden, weiß man nich». Die Beamten werden erheblich verletzt. Der Bezirksoberwachtmeister Erdmann erhielt drei Schüsse, einen in den Kopf, einen in die Brust und einen in den rechten Oberarm. Der Kriminalwachtmeister Treichclt erhielt einen Kopfschuh. Dies« beiden Beamten wurden nach dem Paul-Gerhardt-Stist gebracht und mutzten dort sofort operiert werden. Der dritte Bamte, Kriminolwachtmeister Krumbholz, erhielt einen Schutz iuz A uge. Er wurde nach dem Virchow-Krankenhause überführt. ES scheint gewiß, datz die Gebrüder Erich und Emil Vogel, deren man bis- her noch nicht habhast werden könnt«, di« Posträubcr vom Schle- sischen Bahnhof sind. Zu dem Kall Nechlicher Nn�ulbsamkeit auf dem Kirchhof in Ahrenfelde, den wir in Nr. 586 vom 3. Dezember bebandelten, er- halten wir von dem Kirchcnrat der Oelberg-Äemeindc«ine län- gere Erklärung. Sie sucht den Standvunkt der Kirchenbehörde zu rechtfertigen, datz auf den kirchlichen Friedhöfen eine„kirchliche Ordnung" berrschen müsse, d. h.. datz ohne Erlaubnis Reden und Gesänge nicht gehalten werden dürsen. Wem das nich passe, der möge einen nicht kirchlichen Friedhof hc nutest. Das ist ieichtee' gesagt als durchführbar. Dank der Vorherrschast der Kirche iur alten Staat sind die nichtkirchlichen Friedhöfe sehr selten. Für.die durch den Verlust eines ihrer Angehörigen schwer getrosfeneir Familien ist«S nickst leicht, sogleich den rechten Weg zu finden. Es bleibt eine Unduldsamkeit, die auf ihre Art das Anoenken eine» ehrenden Änachörigen dabei zu stören. Wenn in der Zuschrift hel> Gemeindekirchenrat» die brutale Störung in Abrede gestellt wird, so steht dem die Aussage der teilgenommcnen Familienangehörigen entgegen.— Es wäre nur zu wünschen, datz die Gemeinden die Schaffung eigener Friedhöfe mehr betreiben, wo keinerlei Vor« schriften über die BestattungSart Geltung haben. Einem Raubmord zum Opfer gefallen ist der 36 Jahre alt«! Droschkenbesitzier Arnold Schulze aus der Rostocker Str. 52. Sch. war von einem älteren Mann unter dem Vorwand, ein fettes S hwcin dort abzuholen, mit feinem Fuhrwerk nach Döberitz bei Wustermark gelockt worven. Unterwegs muh der Fremde wohl den Schulze beraubt und ermordet Hakan, denn die Droschke wurde berrenlo« bei Priort ausgefunden, während Pferd und Be- sitzer verschwunden sind. Sämtliche Behörden wurden benach» richtigt und auch eine Absuchung de» Gelände» in die Wege ge- leitet. Ebenso wurden die Nackforschungen nach dem mutmaß- lichen Raubmörder eingeleitet. Es konnten bereit» Zeugen er- mittelt Iverden, die ihn vorher gesehen haben. Nach denen Beschreibung ist er etwa 66— 60 Jahre alt, hat einen Spitzbart und trug bäuerliche Kleidung. Meldungen über ihn nimmt die Kriminalpolizei im Zimmer 80 de» Berliner Polizeipräsidium» entgegen. VllcherauSstrllungen. In den Bücherausstellungen könne« Bestellungen auf Bücher von heute ab nicht mehr entgegen- genommen werden. Die Neuköllner Ausstellung bleibt bis einschließlich Sonntag geöffnet, E» werden hier die auS- gestellten Bücher verkauft. Sozialistische Stndcntenpartei. Der Vortrag de» Genossen Breitscheid in der Universität über den Untersuchungsausschutz ist verschoben und sindet am Freitag, den 12. Dezember, nicht statt, Die deutsche Kriedenssesellschaft veranstaltet am Freitag abend 7k4 Uhr«ine öffentliche Versammlung unter dem Thema: „Ist der SoztaTist Pazifist?". Redner sind Genosse Heinrich Ströbei, Präs. P. F. Nicgia»».nd Pastor H. F r a n ck tehemlttelkaMer. v«rNn. Vorn 12. d. M. ab tritt für di»>- und v-Mlchiart«n di» D«llekeruna«Iiste 7 in Kraft. E« w«rt>»n bi« A I-Karten mit 1 Liter, di« L ll-Kart«n mit M Liter dt» B I-Karten mit H Liter, die Sil» Korten mit'/, Liter Milch beliefert. Die übrig» Milchbelieferung bleib« dieselbe wie bisher. Spandau. Z4 Pfd. Pflaumenmus auf Feld S»S der Lebensmittel- karte.'A Pfd. Zwiebeln auf Feld 6« der Lebenemitteltart« für Jugendliche. Wittenau. Bon Freitag ab Illti Br. Haferflocke» llv»), AH Gr« ausl. Roggenmehl(H und 3 24). Aus den OrganWioneu. Funktionärinnen von Grob-Berlkn. Freitag, abends 6'/» Uhr, Zusammenkunft in der Arbeiter- BildungSschule, Schicklerstr. Sil, Stellungnahme zur Wahl cinetz Sekretärin., I. A.: M. Wurm. IL Distrikt. BIldungckmeschuk. Donnerstag 8 Uhr. Arbeiter« blldungskurfu» in der Schpie Weibenburger Straß« 4a. Besprechung de» Arbeitsplän» für da» dachst« Vierteljahr. All» Interessenten find hierdurch zum Erscheinen eingeladen. 1ö. Distrikt. Tonnerstag abend 7 Uhr Distriktsversammlung im Klostergarion. Tagssordnung: Steuerfragem. Referent: Gen. Düwell.> Tempelhof. 2. Abend de» Kursus„Geschichte de» neueren Sozi«-- lismus* Freitag tm Realgymnasium. «ilbnngskammlsston Adlershof. Freitag abend 7A Uhr im Zeichensaal der II. Gemeindeschule Vortrag d«r Genossin Dehrke über„Kunst und Sozialismus". Bildungsansfchuß Lichtenberg. Einlaßkerten zu den M-irchei-uor« lesungen am 1. und 2. Weihnachtsfeiertag, nochmittag» 8 Uhr, ä SO Pf, sind in allen Freiheitspeditionen sowie in den Lokalen von W. Schulz, Kronprinzenstt. 47, und P. Werner, Wiihelmstr. 8, zu hoben. Stimm« begabte Kinder können noch am Sonnabend nachmittag Z4S Uhr aa den Gesangsübungen im Jugendheim, Dossestr. 22, teilnehmen. verelnskalender. Zentraloerband der Angestellten. Versammlungen am Donnerstag! Fachgruppe 4, Sektion»(Piwatversicherung), pünktlich 4 Uhr nachm. Delegiertenveftammlung in der Habel-Diauerei, Bergmann- straße S/S.— Fachgruppe 14. Sektion c lMafchlnen- und Werk« zeugbau� Gießerei), abend» 7 Uhr tm Rosenthaler Hos, Rosenihaler Straße 11/12.— Fachgruppe 16, Sektion b lZeitungsdruckereien), abends 7 Uhr In den Musikersälen, Katser-Wilhelm-Straß« 31.-- Fachgruppe 18. Sektion n tVerband»- und V-ieinsangestellte),- abend» S Uhr Sektloniversammlung Im„Englischen Hof", Alexander» straß« L7c. Frei» sozialistisch« Proletarierfugend. DI« Generalversammlung findet heute abend Petersburger Straß». Eck« Frankfurter Allee, statte nicht in der Sielnstraße. Berantwortlich für di« Redaktion Alfred Wielepp, Neukölln. Perlagsgenossenschast..Freiheit", e. tö. m. d. H.. Berlin.— Druck der Lind-ndruckeret und Berlogsgefelllchaft m. b. H, Schisfbaurrdamm 12- HO WÄfe einem dieser beiden JenizüSenden Mäntel? tM*- yi Stint find»i. oefteffM, die � und herzllchfle aWWlSssy. Oi* Halt 9* natu «MeiMrNnMtoifcMft am«WbMf, to* M*ma vi» lfm« modern tmb fosbr«mo&mi«,»sn toMtofcrc sssfÄraa avr 95.- mtr 145.— Königflr. 33 Mausseestr.*!■ «rn Sadnßof«Xlanderplah Sehsdot Tonnerstug, den 11. Dezember ISIS, abends 6 Uhr Nassen-Versammlung -rnsm«: Was wollen die Kommunisten T Borussia-Festsäle, Ackerstraße 6. Schönebera: Chamissoschule, am Barbarossaplatz. Weißensee: Prälaten, Lehderstraße 122, Ecke Greifswalder Straße. Reinickendorf'W.-.HartmannsBrauerei Berliner Straße, am Schießplatz. Köpenick� Schweizergarten, Lindenstr. 4, Sonntag, 14. d. Mts., vorm. 11 Uhr. Stadttheater, Alt-Moabit, Kronen Montag, 15. d. Mts., abends 6 Uhr. Lichtenberg, Lyzeum-Gymnasium, Marktstraße. Schulanla Parkaue. kommunistische Partei Jeutschiands(Spartakusbund) Bezirk Grotz-Terliu. 20 öffentliche Volksversammlungen am Freitag, den 154. Dezember, abends? Uhr t. Berlin NW: Lulsen-Gizmnaslum. lurmstr. 87. 2. Berlin NW: Friedrich- Werdersch«» Sqmnasium, Lochmner Strebe Sb. g. Berlin N: 183. Eem�Schul«, Müllerstr. 1SS/1S8. 4. Berlin N: 4Z. Gem.-Schul«, Auguststr. 87/88. h. Berlin N: 2LS/274. Gem.- Schul», Sonnenbur»- Strebe 20. 8. Berlin N: S2. Gem.-Schul«, Bankftr.<7. 1. Berlin NO: KSnigstädtisch« Ltxrrealschule, Pusteurstr. 44/4«. 8. Berlin O: 22. igem�Schule, Naglerstr. 8. 0. Berlin O: Könlgstildiisch«» Gymnapum, Tlksadeih- strebe. 10. Berlin S: Luisenstädtisch« Oberrealschale, vr—» dener Streb« 11. Berlin S: 188. Gemelnde-Schul«, Reicheirderger Streb« 87/70. 12. NIederschSnhausen: Schl»b Schönhaus«», Ltnd«n> 18. Lichtenberg: llSeilien-tSqmnesium. Rothauastrab«. 14. Treplow: Bit, toria- Barten, Am Traptow« Park 2S. IS. Adlershof: Böllstein« Lustgarten, Dismarckstrab«. 18. Neukölln: I. Mädchen- Mittelschul«, Donau- stratze 120/127. 17. Dempelhaf: 1 Genielnde-Tchule. 18. Tchöneberg: Uhlaodschule, Kolonnenstr. 84/ZS. 12. Bilmrrodors: CäeNleqschule, Nikolsburger Plah S. 20. Tharlattenbur»! HIndenburg-Realschul«, vuericke» strebe 82. Referat: Wie arbeitet der Sozialift im Elternrat? Distnssto». Proletarier! Kommt in Masse»! LerZeckndi sgzWiliSttMttr».Lehreniliies Jev!!ih!aM v.Le!teneiH5VktZgnMTro!i'JeM) Zur Deciung der Unkosten 80 Pf. Eintritt. Arbeitslose und Krre-sverlctztr frei. Kominuuistischo Partei(Spartakusbnud) --(üejlrt Wer IW)- � Geffentliche Versammlung � Freitag, den 12. Dezember, abends 6V, Uhr Habel-Ärauerei, Berlin«W, Bcrgmannstrahe 1 Thema: Was ist Kommunismus? Freie AusspraHe. Erscheint in Massen. Eint erufer: II. Bezirk. 11. 8. P. D.- Mltelieder kaufen bei mir staunend bflli« erelklassice MaBaazfixe. Cuta- weyanzttge. Herrunubier und Paletot... Kammrarnbosen. Verkaut tSglicb bis b. Sonn tags bis 2(Jhr. Luit, Mu.kauer Straße 46 uarterre. kein Lade«. am OSrlllzer Bahnhof. lektriache eitunaadrflhte abel- Litzen Klintein Dyaamodrlble kanlMiSehs zah lend Neue Küiüastrasie 32 Femspr. Alex. 3118 »M-her KeiMarbeM-verbmd Verivaltungsstell« Berlin ZL 24, Llnleaflrab« 88/8S. G schnztezeit v. vorm. SUhr biönachin.4 Uhr. Telephon: Amt Norden ISS, 1233. 1337. 9714. Ftc-rag, den IL. Dez. Ivl!». abends 6 Uhr Msjersröenli. LranchenversamMlung der Vctricb�rolirlcger»nd Helser Im Mewrrrichnttslinn«.«ügeluicr IS<«-»> l> lagcio r» n u n a i 1- Ttr oampi in dcr BcritnerMriailiiiduikle und fei»« Schien.'2. luslusttan.» Oltmoaljt d�r r rauchen. Itituiifi.!. Verdund». und«taiichenaigetrgeahelttii. 5. We schtcdeneS. Ohne'.vliigltrdsbnch»ein Antritt. In Anbiliach! der frhr wtchiiar» Teaecord» uiist hl»«»nb«. dlngie Pflicht tinr» jeden»ollege». pilnlutch|U ctfeptlncn. Fre-iast, den liä. Dez. l»l», abends 4'/° Uhr Gemelnschafwche vAsammliing aller inder Glübslrnmvsindustrie beschäftigte» Persoien In den Nitdrcad-Zestsiilru. Andrensstrakr 2l. Taßtßnrdnunq:>. S leUunguaum« zu dem am 31. d, Mtl. adlnuiendcii Sahnadtommeu. 2. PerlckiibeneS. Die Kolleflen und Selleglunen werden ersucht, zahlreich und hiüiillitch zu erichemen. Sie OrtSberwaltttng. >, m Gesellschaft für volkswohl t>, Lessenll-che Versammlung am Freitag, den Dezember, abend» 8 Nhe, im Suucupiur zu Schölltvelg. Haupljlr. lS. Thema: Die 1lebervol(e?una Deutschland» und tdre Yetvmpfung. ölezeieni: Dr. Gold st ein, piakt.?lr;t aus Slealltz. Zur Dectuua der Unkosten wird ein EintriktSftetd von l Mk. erhoben, -vc" Ter Zuliitl ist nur Frauen gestaltet. TSW_ Jeulscher HolMeiier-VerliM Verwaltungsstelle Berlin Bureau: Berlin SV. 18. Rungestr. 88. Fernsprecher: Amt Moritzplab Nr. ItlLLZ und R78 /ichtung! Kistenmacher! Mtungt Donuersian. de» N. Te.tr>nl>er lv t»(hrutc)«brud« 7 Uhr, 1«„Bfon tlalr«U-Bcrlin", Dlumrnitrafte 10 Branchen- Versummluug. Zagcaerbnung; Wie stellen wie una zum Angebot der Unf raehmeT. Di« OitSBeimnleintfl. SommuuWche Partei DeaMlands - iTvarkatusbund»- DounerStag. den 11. Dezember, abds. Ol Uhr Große öffentliche Voiks-Versammimig im grpsten Saale der ,s«Ijulthcib-Brauerei' (Wintergartm), Hafenheide 24— 31. Tagesordnung: l GssmeMstM- WM Lasen.«.?. v. Referent: Hugo Ederlri«. Z Diskussion. Vrolelarier! Erscheint in Nassen! Ni.der mit der Diktatur der Bourgeoisie! Es lebe die Diktntur deS Proletariats! Eintritt 20 Pf. zur Deckung der lluko.ien. der Ueberschui; mied de» politisch. Gefangenen zugeführt | Offene Stellen Leiter ItTsiiiTstlnhEn nidTmsee'äites! Di» Steile des Leiters des bei der hiesiren Stadtverwaltung neu eiazDrlchter.den statistischen Amtes soll besetzt werden. Mit der Stet!« ist die Leitung des neu zu grQndtnden Presseamtes verbunden. Bewerber tnütsea sich I» Ikallcher Stellung praktisch bewährt haben und tenllchst Ober eine abgeschlossene volku- wirtschaltllehe Hnchscbutbddung vertilgen. Schriftstellerische oder lonrnallstische B- fShigung und Praxis erforderlich. Erfahrung in Kommunalpolitik und Verwatluag dringend erwünscht Buer ist eine in lebhaftesteRi Aufschwung betindllche Industr estadt im abrdlichcn Kohlenrevier,»elt 1911 kreisfrei mit z. Zt. 9tlC00 Cinwobenrn and bietet auistredeudem. sozial denkendem Volkswirtsetaaltler ein dankbares Arheitsleld. Ueball and Aatiellunzsbedingangen nach Vereinbarung. Bewerbungen mit Lebenslauf, Zeugnissen und sonstigen Naeliweisea bisheriger Tttigkcit sowie Qehallsansprueh an dan Magistrat der Stadt Buer. Buer t W. de* 7. Dezember 1919. DerMzristrat. EinlaSunq zur WenMIini TwWMM bei«Ogcntelntii Ctiflrattt.nlnflc SiictKrbnra m am UJiantnp, hea 13 Sczemuei 1010. nariinttttap« S Uhr. tut RrcUbaul« U»erlin. grleartch.«ar!>UIer 5- ftcctatoadfiliUtiQMacU. Slnztgei Pauli der TaüeSsrduung: Trsvrrd rlnrZ SrholungßhelntgrundftOtle«. Tie Herten Aus chuhmitglleder wctdcn zur Teilnehme au dieser Glhuug ergrdeust eiiiqclaüeu. «izllu, de»«. Zcjemher 1919. «Spemewe Cmlrntttcnroilc SNederbarnl«. PeV'Oll. PtnlUichbcr._ Expedient gesucht! langer. tOcbliger Parteigenosse der bereits in gleicher Stellung tatig war, ruht 1. Januar 1920 als Expedient Fährsfralte 3, erbeten. Die Elliiia Dlisseldort des Verbandes der Schneiderl Schneiderinnen und WBscbearbeiter sucht zum •olortlgea Antritt einen Geschäftsführer. Derselbe muH mindestens 5 Jahre Mitglied des Verbandes «ein,«gita'orfsctae und organisatorische Eithigkeiten besitzen, oelbsldndig Lohnvarhandlungea(Obren, und mit dorn Tarifwesen vfilllg vertraut sein. Bewerbungen mit Angabe der bisherigen Tätigkeit ia der Organisation und einer Abhandlang über die Anigabea eines OeschMis'fibrers erbitten mit dar Aalscbrilt-Hewerbtieg" bis zum 10. Dezember qa den Kollegen Otto Heinemann. MendelsohnstraUe 22. �'rein fefr t'rrünrr Lachdrulill'r u. Schrlstsikßrr Freitag, den 12. Dezrinder. nbenbs prözli« 0 Uhr: RüßersiSeutlicheGeneralversammluag „deutscher Hol". Undaiier Straiie 13. T a j, c S o r d n u n g: Brrichleiflaliuno von der ZartsauZichRhsthuufl. zluttltl lmv-ii nuhrr drn DclkglsNru dl« vrnrcuendtem« und Dtudettilitiiiercr. tühne LegitimnlioiiStarte kein»Intrttt. Um piiultltched und vcUzähtlge« örldi.inen eriuchi *. Ter WnnUdrfldNb. M'sterstüüiz bei Rionmnsen. Di« Verordnung bezüglich des Mieter- Schutzes bei Räomungen ist auf csser Eingreifen h'n ergangen. Damit die sinngemafie Durchführung der Verordnung gewährleistet wird, stellen wir allen denjenigen, die ihre Wob* nongen zwanzsweise räumen sollen osbeim, sieb in unserem Sekretariat, BrückenstraBe 6 a, von'/,10—'/-J Ubr, kostenlose Beratung geben zu lassen, __ wie sieibrVerbalten eioznricbten haben Verein„Im Kampf cm's Beeilt" E.V. Generalsekretariati hERLIW 80., BrOckenstpans« 6a. Wir suchen einen, mit geworkschaitlicben Etagen durchaus vertranten Gewerkschafts Sekretär der aui den Beden der Betliebs- bezw. indostrie verbände steht Sehr» llichc Ansebote erbeten en Gewerkschaftskarleli der Bekleidungsindustrie Kommandantenstraße 68 64. Äm Dsunersiag. II. 5. QU., aöds. 7 Phr fortcSt der DerauogeKer der Tribüne� Aark Achneidt in der S-bukauka, jiuquststraß« 67/6$ spaße Vssentßaker Ktraß« üßer: Die Sliandai'e der jungen NepuökiK. AintrittsPreis Mst. 1.—. Der Veingeivinn fkieJt de« Lampffcnd der �Trißüne" SU, ffetlülllllkauk Kupier, Messing, Zinn asw. Oold, Silber, Platlna. Metall. schiBel«wetb.Waldemarstr. 74 Kupferleitansen, Kabel, Litzen, Molore kauft zu den bdchsten Preisen Elektro- bäro. Lange Str. 37 1. Ecke AndrcssstraSe. Aleg. 7939. ffsaw i&• i ,i> A ,s 5 ü HQnzenHaoft aroOrasna, Muntv aniii krliua. Gcinsefeli StOckenffelsch 4 Pid.«.50 M. Fetionlen, 10,50. Mastgänse Junge tiühner TfbScHe Berlin, Delle-Allianee-Str. 98. Charlbg.. Kais.-EMeJr.-Str. 43. Wiinterpidorf, Iternbardstr. Ida. ParteicenosseoderO»» nassin. Wer le ht ehrlleher strebsamer Qeichiftsfrau 3— 3000 Mk. zur VergrSSerong ihres Lehcnsmitielgeichifts. Aatwcrt bitte unter K. 19 an di« Expedition der Ereihelt, Sekretärin gesackt rar die Zentrale der U. S. P. D. der die Forderung der Qesamtirnuenbewegung des Reichel obliegt Bewerbungen mit Angaben Ober den Leboistaul. die the-retische Durchbildung, die praktische Kriehiaag und die Darstellung du Anigabajikreltu eines tolcbea Annes, sind bis zum I, Januar 1920 einzusenden aa die Zentrale der U. ä. p. O» Berlin NW. 6. SebilTbenerdamra 21 Mol III. Da* Zentraikomitso der U. S. P. 0. 1. A,: Lutte Zielt- ScMinascItiMD sichtbare Schritt, cot erhalten. ktnlt HNort gegen Kassa. Preis, Sytlem und Nummer. «ugo Sehpoeder, Charlotioiihurt.wrjnTer.srto.fM Wim. 4720. Schnellauf boHrer.eeua, sowie Schmlrgcileiaen. Nsinr- stahl. kauft bScbstzalilend Jeden Posten Hensehel. Moabit Roatoekcr Strala 22, Ecke Wltistnckar StuBe. Spirajbohrer n. Metalle kauft Scntesserci flrünherger Str. 3. verlang. Nomtnla-er Str. WM Seiratbohrer nn neue, aus Schnell- und Wa-k» zeugstahl, Messing, Kupier. apfh Leilnngsdrabt k n« 1 1 Ritter. aratzstraSe 8. Oartealuu put MpL 14369. Auffonierung. Bei dem Wohltütlgkeitslett das LB d. K. B.am Sonnabend. den 6. Ott. 1919. bei.OraiU" Mtritndorl. ist ein Ulster nebst Mnt entwendet worden. Da die Persan erkenne Ist, ersacht um Abgabe der Sachen der Wirt des Lokals, resp. der Eijantümer Paul Schilfer. Marlendorf, KalscrstraDs 138. Andernfalls Strafanzeige erstattet wird. EleKtronutore OMcbatrom:: Drebalrom kanit IigeslesrbäfüaoS�ichtiBg Barlla W 9. Uakstr. I«. Tat: Utzov 3303 nad 8118. Betanntinachvug betreffend den Ersah für einen Scriiothernt Stadlverarbneten. An die Stelle de» vetsior denen Stadtberoldneun Hermana La entbiii irUt noch der von mir am©timh der Beinmtwme des tz 8 de. Lerordnnnz über die andenveile Seqelnna de» Semem, enrnblrettit« bom 2t. Jannar 1919, letoie bet§4 54 und 59 der Eobloifcimnfl für die Wehlen jnr venaiimiagwen. dm toihtben Nauonatrcriommluna vom 30. Ziovewbcr 191# in SS tibi. billig mit dem§ 21 de« ReiidSwahlaeieVeS roi* 30. November 1918 vorpnio.flmtntn steftslellnnq alt nächttrt Bewerber en» dem Wahlvortchtcoe Dr. Hermmm Wetzl oeg Dasiwirt Wilhelm Thiel vertin«.»4. NllSrriirahe 7, als Lrjdtzmanit in die Stadtverordnerenvmammhmg m». Beriia. de« 8. Dezember IvtS. Der Roministar des Magistrats, Loehning, Stadtrat. (TO. Nr. 1419 Wohl. 19' iZsuisLker Metaiiartailer-Yerband VerwaltuBZSstelle Berlin. Todes-Anzelae. Den Kollegen znr Nachricht, dal(olgende Kollegen verstorben sind:, Der Mobler Johann Styra Hussitenstraüe 38. am 4. Dezember.— Die Beerdigung findet am Donnerstag, den II. d. M- vormittags IIS Uhr, von der Lei ebenhalle da« SUdtlscben Friedhofes in Buch aus stall. Dar Dreher Franz Ladner Reinickendorf« Hoppcstraße 16, am 5. Dezember.— Wo Einascherunc findet am Donners las. den II. d.M.. nach« ralttags 0 Uhr. Im Krematorium. CicrichtstrtBe, statt Nachrut. Den Kollegen nr Nachricht, dal nter« Kallegln, die Arbeiterin Marta Günther NaunynstraSe 81. am 30. November— lerner der Arbeiter Heinrich Döhrer Bensseistrate 10. am 25. November— ■ad die Arbeiterin Marie Kirsch RUcradorler Str. 46. am 2. Dezember— gestarbea sind Ehra ihrem Andenken I Dia Ort* Verwaltung. Deütober Transportarfieiter-Verliiniii Bezirksverwaltung UroO-Berlin . Den Mitgliedern»nr Naehrlelit. das Unser Kollege,' | der Lcitergerllsibaaer Vincent Stolnski im 8. d. Mts. Im Alter von 42 iahren vrritorbaa ht Ehre seinem Andenkenl Die Beerdigung findet am Preitag, den II. d. Mts nachmittags n Ubr, von der l.elobenhtlle des Barth« o- mänskirchhofes, Weilense a. Ftlkcnberger Strata. statt Die Bezirks Verwaltung. Zcntral.Verband der Zlmmarer Deutschlands iZahlstclle Berlin und ; Umgegend, Bezirk 141. Den Bernlsgenottcn zur Nachricht. daD unser Milglled Emil Panhan am Sonntag, den 7. Dezember 1919. verstorben ist. Ehre seinem Andenken! DI« Beerdigung findet am Donnerstag, den 1 1. Dezember 1919, nach- mittags 3 Uhr, von der Leichenhalle des Fried- holes der Qethsemanc- Oemelnde, Nordend, aas statt. Um rege Beteiligung ersucht Der Verstand. AllgcaclacOrlsliraitkea- ha-a» der Stadt Barlla Allen Kolleginnen und Kollegen die traurige Nachricht, dat unser lieber Kollege Hermann Hörtel nach langem.aber tchwc- rem Le; den am 7. Descm- her 1919 vetatorben lat. Ehr« aelaem AadenkenJ j Die CtnSschernng erfolgt heute Donnerstag, den II. Dezember 1919. nachmittags' Uhr, im Krematorium Oerlchstr. Um reg« Beteiligung craocht Per RelrKbsrat. To esanzeige. Hierdurch leite Ich allcaVerwandlen.Frcua- des und Bekannten die traurige Nachricht mit, da» unsere lieb« gute Tochter und Schwester Erna Wcndiand am 8. 12. nach kurzem schweren Leiden gestorben Ist Ftmlll« Wendland. Die Beerdigung findet am II. d. Mts, nachm. 2 Uhr. anl dem Neuen Jerusalemer Kirchhof zu Neukölln. Ifermaan- straS» 84—90, statt. Faeharit Or. Merenberg 1(iesch'echtaleld 1 U-I. 5-7 Potsdamer Str. 278. Damcnzimner. Vertansehe Stube und Küche mit Kammer gegen Stabe and Küche oder Zwei- zlmmerwohaang. Relnbotlh Or. Frankinrtaratr. 87. Quer* aehlmda 3 Tnnaa«.