Anzelprels 15 pfennlg- S. Jahrgang Vonnerstag öen 11. Dezember 1414 ktr.ööL /Bi74/ Menö-�usgäbe � erscheint woröen» und nack'mittag� an 5onn» und Fesitoyen nur morgen» 2** Le?ug»prei» beträgt bei treier Ausiellung in» f�xu» für Groß-Lertin 4.— bei •wtfUrn Postbezug monatl. 4X5 NU he» Anstellung unter Streifband für Deutschland 6X0 ITU für» Uu»land 7X0 M, per Brief 12X0 M. NedaMon und �rpedltion: Berlin NW.«, echifsbauerdam« 19114 «erusprecher: Aau Rordeu SBV5 und 2699. ! m t#' ; 6) in, r* �' 1 p r§i „all* til 3nfrrehMm6U acht�polt. ZWpunlZ�el!' oder deren Raum WO Rlt, RJorlanjrljen da,(rttfltMutfte IPart(0 pf, irde«»eitere wort 25 pf. leuerunasjufifilag TO proj. Vei jamttien-«. versammlunq»«mz«izen fällt der Zuschlag fort. Inserat« für den darauf» folgende» tag müssen spätesten» H» 3 Uhr nachmittag» bei der Lrpedition anfgegeden fei». Jnsenuru-ZlbttUmtg: Berlin NW. C, Schlffbittterdamm 19 gernjprecher» Amt Norden 970S berliner■Organ bar Unabhängigen So)Möemofratie Seutfcftfanba mr-------------- .„.�ker Bedeutung nicht nur das. was ans Tageslicht 16 worden ist, sondern auch das, was ver- 'egen würbe und sozusagen zwiichen den Zeilen esen Das Gericht war nicht eine Stelle zur Er» ..e�rg der Wahrheit, sondern zur Verdunkelung der �Men. Wenn die Schieber bei dem dunkelsten Gc- J labr � je die Welt gesehen, sich nicht in die Haare gc- t» � nn wären, weil ihnen die Felle sortgesäxvommcn waren, daS Sidtf, das die dunklen Ecken erleuchten sollte. CJ trloschm. Anstatt, daß man die Strahlen in die iew r Winkel fallen ließ, löschte man sie aus oder zer» w'.'j tue ue zun» inindestcn. Es Ivurde dcslialb der Prozeß '*>'1 LT iu einem Verfahren gegen Marloh und Genossen, son- "Ur die Vcrbrccher. )faZilt so furchtbar viel Emphase wird immer auf den so» " Geisel nior dproz cß hingewiesen und be- L der Mord in der Französischen Straße gor nicht zu fo£ c%n wäre mit den Scheußlichkeiten in München. Wir «�".niemals die Miincher.er Bluttat irgendwie verteidigt folititi' �öier in Schutz genonmu-n, aber sie tritt in ihren %»»«fn Motiven, in ihren Beweggründen, in der Art "ltiief �"sklärung doch weit hinter dem Matrosenmord Hjsme es irgendwie verteidigen zu wollen, daß man Un- für die Taten anderer büßen laßt, fo war den ! N, LtT®run� weshalb man sie zur Rechenschaft ziehen ls' bekannt. Die feige ernrordeten Matrosen haben df,�' letzten Augenblick nicht gewußt, wofür man sie Jwotllich macht und was mit ihnen gesckph. ? München hat nian die Leute wenigstens noch zu ü» rn«rnrnen lassen, in der Französischen Straße hat man °ll« ffwhwn zur Feststellung der Schuldigen erfunden, das dagewesene in den Sckxrttcn stellt.„Ah l Ein !ela°sel Weg nach rechtsl" Ivar das Leitmotiv. V it. cvhwtfen[)eit der Gesinnung gehört zu solch einer ,|W -in Verbrecher, der auf Raub ausgeht, hat wenigstens it!�s v baß ihm jemand nn Wege steht bei Erreichung Zweckes, aber hier fehlt jeder innere Grund für die t 1° vieler Mcnjckx'nlcben. l'tt» haben die Opfer wenigstens noch ihre f' in», 2 Zuordnungen treffen können, hier hat man '%» �wgs in bcflialndjer Weife umgebracht. Tort er- � Tat in einer hysterisd>en augenblicklichen Er- . 3?' oier ging man mehr als kaltlächelnd zu Werke. � krsolgte eine Sühne der Tat in ausgiebigster nssr». gehen die wahren Mörder wahrsdieinlich QU§. k ilnb nun die* Art der Ausführung! Es krampst ehrlich fühlenden Menidxm das Herz im Leibe k-n wenn man sich vergegenwärtigt, daß in einen N. dj.-f"1 30 Menschen, deren Schuld gar nicht nad)gepruft Todeskugeln haaeldidck sausen. Und die armen So»2 kwn noch nicht erledigt sind, werden durch f°hl J w üsse mit dem Revolver gnädigst beseitigt. Es Ware Müh» wert gewesen, die Namen dieser Gesellen ,% �«Uet, fen und die Art und Weise diei'cr Betätigung ge- ■* 71»� Mulegen. Weshalb hat man die Angehörigen der ' da> nicht zu Wort kommen lassen, um die Gemein- ' Tat in vollem Lichts erscheinen zu lassen? K" IKl fann"nwfi»fei' im«r»wischen den Zeilen »ei».«um h°, mnn den L ö h n n» n-»» v->> nich, A tl �ekanntmachimg untersagt? Ist nicht möglicher- W Oa" dieser Appell mit dem Hiiitergedaiikcn � ins on„Ulllcn worden, um die Matrosen auf diese Wenc in J*>,j»5?wi listen Hinterhalt z» locken? Und wenn � der Soll ist, wer hat den befohlenen Lohnung»- t'&e.T.willkommenen Anlaß zur Konstruktion einer I�k benutz!? In wessen abwegigem Hirn ist 1 1« �sfleuliche Gedanke aufgetaucht? Hat die Bar ci,0lo">l!l5K'l,'iche Gedanke aufgetaucht? Hat »-'aus na cht als Muster vorgeschwebt? Wie ist von einer Ncuformicrung der V. M.D. ent- Tie Grundlagen für eine solche Ansicht mußten lverden. Wenn nmn aber wirklich anthen- Zsl dos wahr? .Wie bee„Dc�tschcn TaaeSzeitung" mitgeteilt wird, Ht dir Aufhebung der Militärgerichtsbarkeit, die nach den Erklärungen des NeichSwchrministerS NoSke spätestens am 1. Januar 1020 erfolgen sollte, wiederum verschoben wor» den, da dir Borlage noch weiteren Beratungen unterliege. ES sei beabfichtigt, dielen Gesetzentwurf gleichjeitig mit einem solchen für HrrreSjustitiare sowie ttber dir Disziplinargerichte fllr das Heer einzubringen, waz eine weitere Verzögerung erklärlich macht. ES ist nur allzu wahrscheinlich, daß die Mitteilung des Agrarierblattes den Tatsadien entspridit. Hat doch jetzt eben erst der Marloh-Prozcß den besten Beweis gebradst, daß der SlugiaSstall des deutschen Militarismus feiner eigenen Gc- richtsbarkeit nidst entbehren kann. Ter Konflikt In Vteuhen. Der Kampf um die Zusammensetzung der Schul- txputationen. Die Beratungen über die neue Zusammensetzung der Schnldeputationen haben, wie wir bereits mitteilten, zu einem sdiweren Konflikt innerhalb der Mchrheitsparteicn in Preußen geführt. Das Zentrum erklärte, an der Weiter beratung des Gesetzentwurfs nicht mitarbeiten zu können, lvorauf die Verhandlungen abgebrochen wurden. Nachdem die„Germania" in ihrer Mitlwoch-Abendaus- gäbe bereits erklärt hatte, daß die Zentrumsfraktion in Uebeveinstimmung mit ihrer gesamten Wählerschaft unter keinen Umständen die Hand bieten werde zu einer Beseitigung des Vorrechts der Kirdpe bei der Zusammensetzung der Schuldeputation, kommt sie in ihrer Donners- tag-Morgenausgabe in einem Leitartikel nochmals auf die Angelegenheit zurück. Es lxmbolt sich bei diesem Konflikt mrr um die Fwge, ob die Geistlichen kraft ihres Amtes als Vertreter der Kirche Mitglieder der Schuldeputation sein müssen, wie das bisher der Fall wor, oder ab die Geistlichen ebenfalls wie alle anderen Mitglieder der SdMldeputation nur auf Grund einer Wahl Mitglieder werden können. Die Beseitigung beS bisher bestehenden Vorrechts der Kirche ist eine durchaus felbfwerständliche Forderung, die nur die schweren Sdzädigungen für die Beeinflussung der Jugend beseitigen würbe, die bisher die Vertreter der Kirche verübt haben. Aber gerade das empört das Zentrum, das seine Herr» schaft bedroht sieht, wenn es nickst durch die Geistlichen auchi dort Einfluß aus die Gestaltung der Sdiulverhältnisse erringen kann, wo di? Macht der Kirche gering ist ünd ent» weder keine oder nur wenige Geistliche durch Wahl in diö Sduildeputationen gelangen würden. Deutlich sagt dick „Germania" über die Forderung, daß Geistlickte nur durch Wahl Mitglieder der Schulbeputationen werden können: Wollte man sich hierauf Leschränken, wie eS die Sozialdemokraten und Demokraten uns zumuten, so würde tatsächlich in allzu vielen Fällen d«r Geistliche praktisch aus der Schuldepu* tation ausgeschlossen sein. Man denke nur an di« zahlreichen Gemeinden, in denen die Katholiten sich so in der Minderheit befinden, daß sie nicht einmal ihren Geistlichen bei der Wahl durchzubringen vermöchten; man denke ferner an die vielen Diasporagemeinden, die einen gemeinsamen Pfarrer haben und diesen infolgedessen höchstens in dem Ort in die Schul» dcputation gewählt sehen würden, wo er seinen Wohnsitz hat. Also: Aufrcchterbaltung der Herrschast der Kirche auch dort, wo ihre Emflußnahme im Gegensatz zart Meinung des allergrößten Teils der Bevölkerung steht. Die„Gernamo" erklärt,„daß es ein Wanken und Weichen in den Grundsätzein unter keinen Umstän- den geben kann und geben wird". Das Zen- trmn will danach diese Forderung zu einer Machtprobe innerhalb der Koalitionsparteien machen und rechnet mit der so oft von Demokraten und Neckstssozialisten gezeigten Nachgiebigkeit bei ihren Grumdsätzen. Einstweilen verhalten sich beide Parteien ablehnend. Doch folgt daraus nach den trüben bisherigen Erfahrungen keineswegs, daß diese ablehnende Haltung arich dauernd beibehalten wird. Die Unabhängige Sozialdemokratie muß dem Verlangen des Zentrums mit aller Entschiedenheit entgegen- treten und die Demokraten und die Rechts- sozialisten vorwärts treiben, damit sie nickst wieder umfallen. ölreik der belgischen VZr�rheiter. Brüssel, 11. Dezember. Tie Bergarbeiter im Kohlenrevier der B 0 r i n a g e und im Becken v»n Charlerois sind wegen Lohnsordernngen in den Streik getreten. logentlich des Löhnungsappells zu haben glaubte, so zeusst cS von einer geringen militärischen Einsickst, zur Verhinderung dieser Tat mir einen Leutnant mit 50 Mann zu ent- senden. Tann gehörte eine Persönlichkeit mit den nötigen Machtmitteln dorthin. Nein! Es ist anzunehmen, daß man glaubte, von Hanse aus die armen Opfer so meuch- lings ohne Mühe unchringen zu können. Wenn eine mili- tärische auSführlicksere Anweisung— man nennt eS auch sonst Direktive— angebracht gewesen wäre, so wäre sie in diesem Falle nötig gewesen. Hauptmann Sckwabacher hat sa schon zur Genüge dos Verfahren der jetzigen hölsercn Stellen charakterisicirt, die sich stets ein Hintertmchen offen lassen wollen, aus dem sie wieder entschlüpfen können, um den Tliron, auf dein sie sitzen, nicht umzustürzen. Mit einer Gemeinheit sondergleichen wird dem Ober- lmtnant Marloh ans Herz gelegt„Je mehr, um so besser". So im geheimen Kämmerlein sprichst man es offen aus:„Wenn er sie alle an die Wand stellt, um so sichere? steht mein Thron." Wer hat die Anweisung gegeben, daß einzelne Zeugen ihre Aussage bei wichtigen Fragen verweigern durften? %i>mt die Zeitungsnachrichten reichen, ist mich den Be- w eg g r ü n d e n gar nicht gefragt Warden. Wo bleibt da die einwandfreie Mihrumg des Prozesses zur Erforschung der Wahrheit? Nichts spricht schlagender siir die B e» s e i t i g 11 n g d e r M i l i t ä r j u st i z als der Vergleich der Dttveiberhebungeu in München und hier in Berlin! In dem einen Fall ein Hervorzerren aller menschlichen Leidenschasten und Herumwühlen in ihnen, weil nmn gewisse Schichten damit treffen wollte, in dem andersn Fall die größte Schonung bei Aushelluug oller Vorgänge, die 'Richten siir ,i.ue fct L-ML. ge- istM-ö Knnew gnoisse Persönilichkesten hätte in einem schiefetj Licht et' 1 Nichten strebtet, Wirt weit lasten Mmtiem-------■ V 1 fc Wenn der Neichswchrministcr NoSke jetzt sichnochnicht zur Abschaffung der Militär- justiz entschließt. dann werden nur ander« Zeiten dieses U e b e l zu beseitigen i inst a n d e sein. Zum Vergleich, wie schändlich dies Verfahren gegen Sie armen Opfer zu beurteilen ist, wird nachstehend an- genommener Fall der Beurteilung nahe gelegt.>der in der noch vorhandenen Kriegsatmosphäre nicht so fern liegt. Es wird eine Festung belagert. Der Belagerer kann die Feswng mit Waffengewalt nicht bezwingen. Er will es durch Hinterlist erreichen. Er weiß, daß Not unter der Festungsbesatzung herrscht, da sie dauernd ver- sucht, die im Bereich der Festungswerke gelegenen bestellten Felder abzuernten. Der Belagerer hat dies aber immer durch sein Feuer vechindert. Er läßt nun der Besatzung feielilid) erklären, daß er nichts dagegen habe, wenn die Feldvorräte durch Unbewaffnete eingeholt werden. Der Belagerer macht die eingeschlossene Besatzung sicher, und als sie eines Tages in Massen iinbewafsnet erscheint, läßt er die Ahnungslosen zusammenschießen. WelckteS Urteil würde die Geschickste über diese Tat fällen? Und hier stehen sich Feinde gegenüber, die gegenseitig van sich keine Schonung erwarten. Bei dem Madrosen ward aber handelte es sidj um eigene Volks- brüder. die nickst einnml das Recht hatten, sich zu ver- deidigen, sondern ohne Urteil in den Tod geschickt wurden. Es sind traurige Gestalten, die sich von der V M. D. hoben ans den Thron setzen lassen und nachher, als sie auf dem Thron zu Despoten geworden waren, rück- sichtslos ihre Auftraggeber mit Feuer und Schwert m Hf j vO.pvV-V Set SfteU iiA gfliifsfqs such„Wie Vit Weliitieg eulstMd-. Auv d«r Verhandlung wsgen AautSlhI Schrift teilen wir «och folgende interessante Einzelheiten mit: Nntragstellcrin war die.Deutsche Verlagsgescllschaft für Politik und Geschichte m. b. H" Diesem Unter» nehmen, das mit einem Stammkapital von 20 000 M zur BerlagSübernahnie der KautSkhakten gegründet wurde, hat das Auswäriige Amt in sehr merkwürdiger Weise da» Unternehmerrech: an einem so bedeutungsvollen amtlichen Werk, wie den Kautskhakten, übertragen. Der Zusammenhang klärte sich vor Gericht bald auf Im AufsichtSrat dieser Gesellschaft sitzt der Beamte deS Auswärtigen. Amte» Herr Ferdinand v o n S t u m m, der im Dezember vorigen JahreS an den konter- revolutionären Machenschaften beteiligt war und nach dem miß- glückten Putsch vom 6. Dezember für einige Zeit von der Bild- fläche verschwand. E:n zweites feudale? Mitglied des AufstchtS- rates ist Herr v. Neven-Du Moni, aut der Familie der millionenschweren Besitzer der„Kölnischen Zeitung". Dieser in guten Konnexionen festverankerten Gesellschaft hat daS Auswärtige Amt die Summe von 100 000 Mark zugt Zwecke der Reklame für die Verbreiwng der Kautskyakten zugebilligt und ihr außerdem noch gestattet, die Kleinigkeit von 10 Prozent auf ihre Unkosten aufzuschlagen,«in vertrag, der dieser Ge- sellschaft es ermöglicht, auf Kosten der Steuerzahler große Gewinnste einzustecken. RechtSanirml' Grünspach.alS Vertreter van KautZkyS Verleger, wies nach, daß da» Auswärtige Amt überhaupt nicht benech- tigt war, mit jener obskuren VcrlagZfirma ohne Genehmigung und Mi'.Wirkung KautSkl>» einßn. VerkagSverirag abzuschließen. Kautskh habe die grcße Aribeit der Aktenzusamnnenstellung au» sozialem Interesse ohne jede materielle Entschädi- g u n g vorgenommen. KautSkh habe erwartet,.daß die Atken in der Reichsdruckerei hgMstellt und zum Selbstkosti-nprei» der Oeffentlichkeit zugänglich gemacht würden. Statt dessen habe da» Auswärtige Amt das Verlagsrecht einer privaten Unternehmung zugeschanzt und dieser einen hohen Profit gesichert. Rechtsanwalt Gr'ünkpach überreichte ein Gutachten deS verstorbenen Rechtslehrer», Professor v. Liszt, da! Liszt in der Angelegenheit de» Fürsten LichnowSky erstattet hat, in dem ausdrücklich ausgesprochen wird, daß früher« Beamte nicht dem Arnimparagraphen unterliegen. Rechtsanwalt Dr. OSkarTohn vertrat KautSky. Die Rand- Aemertungen de» Kaisers, die in dem KautS kuschen Buch wieder- igozebon seien, nehmen weder räumlich noch fachlich die Stellung ein, welche die feudalen GünMnge Ebert» behaupten. KautSky wollte nicht einem SeasationSbedürfni» entsprechen, sondarn der breitesten Oeffentlichkeit klarlegen, wie in den entset eidenden Tagen die Tätigkeit oder Untätigkeit deS Auswärtigen Amte» zu der Entstehung de» Kriege» beigetragen habe. KautSky erhielt seinen Auftrag zur Zusammen stnllung der Akten über die Krieg»- ischuld von den Volksbeauftragtem Anfänglich stand KautSky auf dem Standpunkt, daß die Akten mit einem Kommentar veröffent» Rcht werden sollten, ein« Meinung, die auch von den unabhängigen drei Volkibeauftragten gepeilt wurde. Da aber die ipchtssozialisti. ischen volkSbeauftragte« Edert, Scheidemann und Landsberg gegen die Herausgabe eines kommentierten Werke» waren, so einigte man sich dahin, daß KautSky«inen selbständigen Kommentar schreiben würde. Als Beweis für die Richtigkeit dieser Darstellungen wurden eidesstattliche versickierun- gen KautSkyS und de» volkSbeauftragten Wilhelm Ditt- in a n n dem Gericht überreicht. Nach dem Ausscheiden der un- abhängigen Minister machten sich zurückweichende Strömungen hin- sichtlich der Aktenveröffentlichung geltend. DaS Auswärtige Amt verschckb den ErscheinungSiermin der Akten immer wieder hinau». Diese fortwährenden Verschiebungen ergaben in geschäftlicher Hin- Acht für den Verlag Eassirer einen unhaltbaren Zustand. Di« ausländischen Verleger liehen sich nicht länger hinhalten und schritten selbständig zur Publikation. Au» diesem Anlaß ist KautSky von der alldeutschen Press« in der schmählichsten Wette verleumdet worden. S» ist sogar ein« Anzeige gegen ihn wegen Verkaufs von Staatsgeheimnissen bei der Staatsanwaltschaft er- stattet worden, und KautSky mußt« sich ausgerechnet von dem Ersten Staatsanwalt Weismann verantwortlich vernehmen tvssdn. K ä u t s k y ha?« nickst M« geringsken Mikon-n vervkAchku tt- gen gegenüber jenem Verlage, dem die Regierung skandalöserweise die Veröffentlichung der Alten übertragen habe. Die Rechtsanwälte E o h n und Ä r ü n s p a ch hatten die An- träge der klagenden Verlagsgesellschaft abzuweisen. Das Gericht wies die Anträge auf Erlassung einer einst- weiligen Verfügung, die das Erscheinen des KautSktzfchen Buche» verbietet, kostenpflichtig ob. E» steht also der Herausgabe und der Verbreitung der KautSkyschen Schrift nunmehr nicht» im Wege. Die wahren Ahfichle». Der reaktionäre Charakter der Einwohnerwehren ist seit dem Tage ihrer Gründung bekannt. Sie wurden bewußt zu einem Instrument der Reaktion ausgestaltet, zu dem Proletarier, selbst wenn sie ihn wünschten, der Zutritt vermehrt blieb. So ist eZ denn lein Wunder, daß die Reaktionäre aller Sorten ihre Hoffnung auf sie setzten und empört find, wenn irgendwo versucht wird, den gegenrevolutionären Charakter der Einwohnerwehren zu bedrohen. In einer kleinen Anfrage in der Na-ionalversammlung wenden sich verschiedene �deutschnationale Abgeordnet« dagegen, daß in Schmiedeberg in Schlesien von jedem in die Einwohnerwehr Ein- tretenden fvtgende» verlangt wird: „Ich verpflichte mich durch Handschlag, daß ich al» Mitglied der Einwohnerwehr der Stadt Schmiedebcrg im Riesengebirge ! der republikanischen Staatsform und der vom Volke gewählten I Regierung meine treuen Dienste widme und die vom Volk« ge- gebenen Gesetz« und die öffentliche Ordnung nötigenfalls mit Waffengewalt verteidigen werde." Da» fei Gewissenszwang schlimmster Art gegenüber der durch die Verfassung gewährleisteten Freiheit der politischen Ueberzeugung. Dieser„Gewissenszwang" ist von der preußischen Regierung durch ihre Verordnung vom 15. M a i angeordnet worden. Aber die Deutschnalionalen haben recht mit ihrem Protest, denn da die preußische Regierung durch ihre Verordnung vom 15. Sep- t« mbe r da? Bekenntnis zur republikanischen StaatSform. nicht mehr verlangt, so ist du» Verlangen der Schmiedeberger Einwohnerwehr gewiß«ine ganz unerhörte Anmaßung. Der preußische tanwirtschafksminisker für Aus- Hebung der Zulkerzwangswirtschast. Im Ausschuß für Landwirtschaft der preußischen Lande»- vrvsammmlung würbe am DienStag über den Antrag der deutsch. nationalen VolbS Partei auf Aufhebung der Zuckcrzwangswirtschaft verhandelt. Während der Staatskommissar für Ernährungswesen Peter» sich entschieden für die Beibehaltung der ZwangSwirt- schaft auch für Zucker aussprach, ließ der Minister Braun durch seinen Vertreter erklären, daß er im Interesse der Hebung der Zuckererzeugung für die Aufhebung der Zuckerzwang». Wirtschaft eintrete. Gnosse K l a u ß n e r nagelte sofort diese Schwenkung eines sogenannten sozialdemokrat i schen Minister» mit der gebotenen Schärf« fest. Er wie» hin auf die Unterernährung des Volke» und di« erschreckende Säuglingssterblichkeit, die nur noch mehr verschärft würden, wenn jetzt die Zwangswirtschaft noch mehr durchbrochen wüiide. Den Großgrundbesitzern, die fortgesetzt zu Liefe rstreikö hetzen und skrupellos mit der Volkskvaft Schindluder treiben, käme es auch weniger auf die freie Wirtschast colS auf die Erpressung immer nr>ch höherer Preise an. Wie wenig die Wucherpreise bei Aufhebung der Zwangswirtschaft nur eine vorühcrgehende Erscheinung seien, habe da« Deispiell der Eier gelehrt. Den RechtSsozialisten rieb er ihre Regierung»- frvmmigkeü mit beißendem Spott unter die Nase. Diesen Leuten war di« sehr sonderbare Haltung ihre» Re- | nommierminister» Braun äußerst unbequem. Sie verkündeten zwar, ihr Standpunkt sei«in durchaus anderer und sie stimmten im AuSschuh auch gegen den Antrag der Deutschen Volkspartei. Die Demokraten, di« sich noch im Plenum entschieden für die Beibehaltung der Zuckerzwang �Wirtschaft ausgesprochen hatten, fielen im Ausschuß glatt um und stimmten mit den G roßa g rarier n. Da N'S Zentrutck, 5% Koz'skdemokrafs� unS«nfet## t-eter gegen den Antrag stimmten, war vor«! st im stuischu» jr.rngstem# die Aushebung der ZuckerzwangSwirtscha't aber- f Neue SpißelmScche». von verschiedenen Stellen werden wieder„Euthulluiy�n. verbreitet. Die Kommunisten sollen sich mit schwarzes Umsturz Pläne» trogen, für den Generalstreik werde auch in der& P. D. Stimmung gemacht. Waffeulager seien bereits«lttgew)� im Dezember werde ein Kursus zur Bedienung von Masch wcu» gewchren und Minenwerfer beginnen, für Januar we-t»« � Putsch vorbereitet. Daran anschließend wird erzählt, wie we die Sache bereits in Hannover, in Bremen, in Nürnbergs Barmen-Elberfeld und in anderen Orten gediehen sei�' .8 Uhr-Abendblatt" weiß außerdem zu melden, daß di« regicrung die Kommunisten mit Geld und Waffen unterit»? wolle., ES hat den Anschein, al» ob die Regierung durch so>� Spitzelmärchen den üblen Eindruck des Murloh-ProzesseS wischen mochte. Mdemisch-r AnlisemPsm««. Daß di« Universitäten gerade in der Gegenwart ' der Reaktion sind, konnten wir schon öfter ftststellen. Das- � gemäß auch, von dort der neuerwacht« AnlisemttiSmuS seine# � j Förderung erfährt, ist ebenfalls bekannt. Man braucht nur a den Fall Lemmer in Marburg hinzuweisen. In seiner schönsten Blut« zeigte sich dieser unter dem V tektorat e ne« großen Teil» der Professoren stehende akadew. Antisemitismus bei der Fünfhundertjahrfeitr Rostock er Universität. Zu dem feierlichen ümzuiv., | kern auch die jüdische Studentenverbindung„Hanseata" teiln. hatten die„teutschen" Jünger 14— 16jährige Gymnasiasten � - worden, di« die Juden mit Spott-, Schimpf- und üdersclMeten. Luch hatte man Im Zuge zwischen sich und-' jüdischen Gruppe einen künstlichen Abstand geschafft'_ auch hier den gesellschaftilichen Boykott, den die jüdische Stu�w � Verbindung genießt, zum Ausdruck kommen zu lassen. � � gaben die fUtOen Herrchen ihr Mißfallen zum Ausdruck, w Rektor ein Geschenk de» demokratischen LandtagSabge«�� � Cohn im Betrage von 26000 Mark erwähnt« und der minister �Kivkov ch die Errichtung eine» Lehrstuhl» für fenW»™ Philologie bekanntgab. Zum Schimpfen langt der Mut dieser junkerlich-' Sprößlinge noch. Wie«S mit ihrem persönlichen Mut sonst' geht au» folgender Schilderung hervor, die wir denn p(ch»fo*''*' schen Schweriner Organ.Da» freie Wart" entnehmen: � Ein sehr ergötzlicher Akt ereignete sich de» Abends w z Ton hall«. AIS in der„Philharmonie., wo an diefttN � die Student«, auch feierten, angeblick.Kommunisten lierten und durch Zerschneiden der elektrischen Leitung-? � der Feier ein schnelles End« zu bevevto, versuchten, jz , sofort einige der deutschnationalen Helden zu ihren Brud«" � der Tonhalle und verkündeten angstbebend,.d o o ,,p Spartakisten kommen". Totengleiche Still«. zi» fich kommt Bewegung in die Aengstlichsn. Sofort werter. � Frauen in Sicherheit gebracht, die Kühnsten erwarter � .Feind", um ihn um Gnade zu bit'en. Leider � u». In den wenigen Minuten der Arbeilsmarll. �Von Erich K. Schmidt. Wohin eilen sie, den Kragen hochgestellt, die Fäuste in ger» schlissen«» Manteltaschen, kaum daß der Morgen kam? Sie haben alle«in Ziel! sie tragen alle dasselbe Zeichen aus der Stirn: Noll Sie all«, die ich in dieser frostklirrenden, m arge«fahlen Straß« gebeugt an den Wänden schleichen sehe: ste haben«inen Wunsch, eine brennende Begierde: ArbeitI Geld! Sie kommen au» dumpfen Hinterhäusern, von welken Eheweibern, graustirnigen Kindern. Di« kommen au» vollgepreßten Wohnungen, die fau- liger Geruch durchschwelt; engen Zimmern mit niedrigen, ewig schattenden Decken, geschwärzt vom Rauch und Dunst der Genera- Honen, vergessen von goldener Sonnengnade. Aber an den Tischen de» ArbeitSmarktz drängen schon W« Haufen der Wartenden. Gemurmel rollt in dumpfen Schwaden, daraus d« hellen Stimmen Unzufriedener spitz flirren. Seht sie an: Jünglinge, noch mutig, hoffnungsoost, aber schon �>om' Schick- sal zu ewiger Fronde gezeichnet. Männer mit breiten Schultern, dumpfen Sorgenaugen; daS Antlitz faltig und verzerrt. Greise, weißhaarig, den Jahren nach zu beschaulicher Ruhe schon bestimmt, doch immer noch hastig vorwärtsschlürfend, mit knieschlaffen Schritten, di« sich schwer vom Boden lösen. ZiWrfinger, über- reizte� entzündet« Augen. Wetteifernd»och immer dies« Alten mir Jüngling und Mann und doch schon bereit, einem gnädtz erlösenden Schlaf in di« Arme zu sinken.... Sie stehen in Pfützen, die der tauend« Schnee unter ihren Füßen formte; in dem langen, zerschäbten Ladenraum, der einst «in sauberes, wohlgeordnete« Gewesen war; si« stehen stundenlang ,n kalter Nässe, gezügelt von der harten Losung diese» gnaden- losen Raum«»: Geduld! Zuweilen kommt«in Eiliger, der die Tür zwischen den brei» den Ladenfenstexn zu schließen pergißt: dann entladet sich Unrast, Hader und Dumpfgärende» in allen Gehirnen zu zornigen Schreien. Dann und wann verläßt«tner, die erlösende Kavte in der Hand, neidisch verfolgt von wartenden klugen, den qualmige.« Raum. Er geht, glücklich und ungewiß in den mäyljch aufhellen- den Tag hinaus. Schon hasten Käufer, vom Atem weiß umwölkt, In die kargen Geschäfte der Straße. Türen klappen, und Wagen wllen. ist heiß im Raum, ein glühender Ofen in der Ecke, daraus viel« für den ganzen Tag ihre Wärme saugen, wirft beizende, Hitze durch alle Körper hindurch. Aus schlürfeirden Tabakspfeifen siecht blauer Gestank, der die Nasen feindselig umzüngelt... . Lch jjsbt mitton unten t>->- �iuu neüboben.«stoße», ein, Spartakisten au». In den wenigen vcinuren oec war viel geschehen. So stürzte sich der anwcsendesi � Friedrich von M« ckl« n b u rq in sein Automoby'.�ia schnell Sven Hed i n, den nordischen Forscher, h"it« � und raste von dannen. Ob sie. von der Furcht deflügelt. � selben Nacht noch den ersehnten Nordpol«aeicht V: �' bisher nicht bekanntgeworden., � Aber die Sache hat ihre ernste Seite. Es ist auf» � bedauern, daß die deutsche Jugend, angeführt von.Mann«-" � Wissenschaft", sich solchem Treiben hingibt. Soll damit I Ue verlegen heil deS deutschen GeistaSleben» dargetan � , Sielst diese satten, blasier en Jünglinge an die Drehba"■ 1 si« körperlich arbeiten und macht ihre Plätze frei für durstige Proletarier. Dann werden die ei,en ihre Ra ndaiieru n gZgew ohnhei ten verlernen und die anderen: � ; dem Ziele ihrer geheimsten Wünsche zugeführt. Damst � heblich mehr für die Allgemeinheit getan al» dadurch, 5°* : das II niversitätSstud iiun al» Privileg für die besitzend«« | bestehen läßt. gekeilt ln die Menge. Ich bin dem großen Rücken voß mir gram. Er nimmt mir Licht und Luft; ich beginn«, bohrend wie ein Wurm, mich herumztuvinden, ein« schmale Gass« tut sich auf— nun stehe ich in Fensternäh«. Ring» um mich h«r«in kleiner Hohlraum, denn der Ofen im Winkel beginnt alle» Nahende zu versengen. Aber nun kann ich auf die Straß« schauen und warten, bi» auch mein« Stund« kommt. Und kaum stößt mein Atem wieder ungehemmt hervor, da bin ich schon mit dem großen Rücken versöhnt, der, seitwärts,«in Stück über graue Mützen ragt. Welch ein Schicksal warf mich in dies« ElcndShöhl«? Ich stehe, ketbargisch wie di« anderen, und wart«, wart«, warte. Ward ich stärker getroffen al» jene um mich her, die, zuweilen, mißtrauisch, meinen BelourShut betrachten? Ach, Freund«,«» ist ein uralte» Stück, gehütet, gepflegt und sorgsam gebürstet; di« Sommer hin- durch, beschwert von Naphthakugzßn, in Schranktiefen aufbewahrt und immer wieder hervorgeholt, wenn der Herbst sei« letzte Wärm« den grausamen Händen de» Wknter» entführte. Nein, ich gehöre zu Euch, verlassene. Erniedrigte, Gtieskinder de» Schicksal». Ich trage Cur« Bürde unp die meine. Aufgekapselt st.rd vor mir alle Cur« Gehirne, und der Wüst Eurer Sorgen und Nöte schießt mir züngelnd«ntgsgen. Ich habe, wie ihr, gehungert, daß mein Magen sich in Qual verkrampft«. Ich habe gefroren, von fadenfcheinigen Kleidern bedeckt, in kalten Hofzimmern, deren Türen schlecht schlössen. Oh, Influenza warf mich auf hartgelegene Strobsackbuckel, indeß xin dauernder Lustzug meiner Stirn« Fie- bee kühlend überstrich. Ich lag. tm Bannkreis der Millionen, so einsam wie«in Kadaver in der Sahara, und kroch auf den Knien zum GaSapparat. um heilenden Tee nnr zu kochen, darein ich die Reste trockenen Brote» warf. Oft ist schon lange her, ein Ueber» maß an allen Dingen füllte noch die strotzond erleuchteten Läden. Doch Ich habe gedarbt wie die Setzten unter Euch.(Nenn' ich Euch .Brüder"? Ach. boS Wort hat Schliff und Glanz verloren....) Ich habe, wie Ihr. vor mächtigen Herren gestanden, di« mich Rit harten Augen brutal durchbohrten, daß meine'nackende Seele tu winselnder Scham sich verkroch Almosen flogen mir entgegen; mein« Flügel wnrden frühe geknickt. Seht mich nicht schräge an, wie soll ich mich Euch zu erkennen geben—: Du willst Feuer, mein Freund? Gut, hier �ast du mein« ganze Schachtel, ich will mich umdrehen, damit Du tn Ruhe drei, vier oder auch fünf Streichhölzer für Deine böse Pfeif« verbvaucken kannst— wie soll ich Euch sazen, daß nicht» an Euch mir fremd ist? Ihr Jünglinge, war nicht auch mein Elternhau» von Sorge und dumpfer Rot betastet? Ihr Väter, wurden nicht auch mir im Elend Kinder ge- boren und wachsen nun der Zukunft ungewiß entgegen? Ihr Männer, die Ihr in Kino und Sveluvk« sitzt stn.nj Ihr Mch nicht wieder? Saß ich nicht unter Euch und verschlang, wa 1 j � mir der dicke Wirt der Kaschemme vor» Maul pftany«? � nicht, getrieben vom satanischen Gezücht der Sorgen, best,' �il loS fast, in Eure Kineniatographentheater und faß, � offenem Blick, bis mir der Musikant mahnend auf die klopfte? Ja. ich seh'«S: ihr erkennt mich wieoer; ern Funke hüpft durch Eure Augen. Und E ner sagt zu mir:-„ � wie lange man hier stehen muß!" Und ich freue w'-ch, yj zu mir sprach und schenke khm meine letzte Zigarette, � ff mich kennt, wird mir glauben, daß ich glücklich nxrt. knisternd vor seinen Lippen verbrannt«, indessen mc»w hehle sich mit schalem Gcscbmack erfüllt«?. ES geht«in junge» Mädchen am Fenster vorbei-..�4 Pelz, sehr st lue Stiefelelten, und ein holde» Gesicht- �' Ztl kert Schlittschuhe in der Hand und wirft einen gedaicnioK� A in meine Augen. Nicht? für mich, wie. Kleine? Ha, Dich fasse—— Da zuckt ein wilde» Gestöhn in meine Oh««. Diskant, untersetzt von knirschendem Geröchel. Im H'".j ward em junger Mensch von Krämpfen befallen, man ö' den Kragen und die Weste— er aber röchelt und stÄnt. � von neuem. E» klingt ganz schaurig über die Köpst. Me'ften hören e? nicht. Sie sind von ihren Sorgen Hals« angefüllt. Luch di« Beamten schreiben ruhig im„ Ja, hört Ihr denn nicht, wi« der Kranke stöhnt? hin> mand einen Arzt? Laßt mich durchs ich will zu dem Kro' «m zu helfen—*.. � Da gellt mein Name durch den Saak. Ich fchw]"�"� gehe gehorsam au den Tisch, um mein« Kart« zu empsung � Bus de« vortragSsiile«. Moriz Rosental ausverkauften Konzerten im Beethovensaal neu« und wiU,);( Beweise seiner Pia nistischen Meisterschaft, bei ,2ml#% vollendetste Technik mit ernster künstlerischer Durchdr: einem musikalischen Phänomen seltenster Art«int.& hafte? Können, da» klavieristisch alles umspannt, wc jubelnden Beifall.— Auf Ihren Liederabend.z-sov�,� Maria Nora v. G 0 e tz höchstverfeinerte Gesangskultur in Liedern von Grieg) und Robert Hütt von t*. � V Oper feinen lyrisch und heroisch quellenden Tenor w'' anderen Gesängen.— Im Meistersaal**1,„, Liechtenstein die Tragödie„T r a ch i n i« r i a]ii V Sophofie» m der llebersttzung Heinrich Schnabel? Jrt Gedächtnis mit reifer Sprackkunst und erfüllte tw i ü $$$1$ au». GMstzu SijitBBitJaU tzkSvMMD Hcni «l!j 8hc ?»>« I Sx. !>! I Z«c WW-WrKs M MM Wa- Wsche« Zugeud. Von Hang Hackmack. Am 14., 15. und 18. Dezember wird in HatI/« die Reichz- �renz 8itic- sozialistischen Jugend tagen. Sie hat«ine und dringende Aufgabe zu erfüllen: die Zusammen» Rsung der oppositionellen, parteipolitisch selbständigen Jugend ?. Schaffung eines Programms für diesen Zweig der Wulistischen Jugendbewegung. Durch die Weimarer voinnierZonferenz ist die proletarische Jugendbewegung in iutjchland in drei Lager getrennt worden. Zunächst die von � Rechtssozialisten unter ihre Parteifittiche genommene Arbeiterjugend. Sie ist die Fortsetzung der sozialistischen ��endpflege aus der Zeit vor dem Kriege und zu Beginn des Sieges. Ihr Charakteristikum ist Ruhe, Gemächlichkeit, geistige 'idgnation. Dann die kommumstische Parteijugend, die sich mit ""cht»Freie sozialistische Jngend' nennt. Ihr Entstehen ver- sie mehr einer Konferenz, eben der Weimarer, als dem ' uen der Jugendlichen im Lande. Sie hatte vor vornherein �ren Wickungsrahmen zu eng gezogen, indem sie allzu sehr das Hauptgewicht auf taktische Fragen der gesamten Arbeiter- �Ukgung legte und der Jugendfrage, die sich niemals gänzlich f V." �kteifrage decken läßt, in den Hintergrund rückte. Die ulscheidung über die Anwendung des Parlamentarismus oder p proletarischen Diktatur, da? Problem der Betrieb-Zorganisa- uu und deS Kampfes gegen die U. S. P. D. sind Sachen einer zwischen Pa.tei, sie dürfen nie die AuSgangSpunkre für das �ugramm einer Jugendorganis t'ion werden, wenn man die Jugendbewegung eine Bewegung der Jugend sein lassen will. Die ,!®Ulunistische Jugendbewegung teilt also mit der rechtssozialisti- i/n Arbeiterjugend daS Verhängnis. Schleppenträger einer Partei zu sein; nur daß bei der ersten bewußt geschieht, was die �wre mehr oder minder unbewußt tut. � beiden gegenüber ersteht die wirklich freie sozialistische jUgend. Tie ist der Stamm der oppositionellen Jugendbewegung !, uicht etwa ein bescheidener Zweig, der sich auf der Konferenz Weimar abgeschlittert hätte. Fehlt«S ihm zunächst auch noch T* der äußeren Form, an der organisatorischen Zusammenfassung d«n der Formulierung«ine? Programms, so ist nichtsdesto- ''"9*1 ihr Wesen, ihr Kern gesund, denn sie hat von sich selbst J' die inneren Gegensätze und Hemmungen jener anderen beiden ige der Jugendbewegung überwunden. Nachdem in Weimar .� Kommunisten den Anschluß der Jugendbewegung an die vollzogen und in ihrer Resolution sagten:.Sie(die kom» ''«iitischr Jugend) begrüßt die kommunistische Partei Deutsch. i solange und soweit diese ihre zielklare revolutionäre Politik », in treuer Waffenbrüderschaft, während sie die unklare •"'sil der U. S. P. aufs schärfste bekämpft/ ist an fast allen >... �rten die Jugend zusammengetreten und hat ihren Willen »'wer selbständigen Jugendbewegung kundgetan. In Halle, � 5.1 p w /n____''u r. 1 1 1.. i r-. t r» A«* f a f w cu--- a-- m i � M f# C4 S\ A**» e»n'®er<1' Stettin, Elberfeld-Barmen, Plauen ulw. ist dem 1,0,1®c�m„ n*" erwarten. Jetzt, nach Schluß der Beweisaufnahme, zeigt W.Erblick über die bisherigen Verhandlungen aufs deutlichst«, IHQ em Gericht völlig die erforderlich« Objektivität Hiift,9*"« und daß eS, selbst unter Verletzung gesetzlicher Vor- "Bc* tat, um den Genossen Kilian zu belasten. Sobald �tk»"1 aI* Entlastungszeug en für Kilian auftraten. n Üe nicht vereidigt, da sie der.Mittäterschaft" für ver- irjjg? �klärt wurden! so blieben fast alle Mitglieder de» Ar- "»bs. x � und auch die Abgeordneten K o e n e n und H e n n i g lich Die Belastungszeugen dagegen wurden fämt- iijj �"di gt. obwohl bei vielen von ihnen eine Vereidigung gesetz. diq''än lässig war. So wurde sogar der Hauptbelastungszeug« der wegen schwerer Gewalttätigkeit zu L'/, Jahren H-n'"«* derurteilt ist und unter Verdacht steht, unseren Ge< strsiz,.�'s'berg ermordet zu haben, vereidigt, obwohl der Dach» i'ü«. Pro-essor Siever», ihn al» einen geistig minderwer- �chj.�'nschen bezeichnet hatte und obwohl der Verteidiger, �./"Walt Hertzfeld, nachgewiesen hatte, daß gerade Klaus zu "n ßi��ätigsten Elementen gehörte, die an der Waffenausgabe iSfon« n beteiligt gewesen waren. Auch die übrigen Be» Härtung und Lange, haben sämtlich länge« "nd Zuchthaus st rasen auf dem Kerbholz. .'st nun bezeichnend, daß das Gericht die Entlastung». Hoiif,,'0ct nach ihrer Vernehmung entließ, während ei ganz %," Wert darauf legte, daß die B e lajtung�eugen zehn / 1,�0 ununterbrochen der Verhandlung beiwohnten, damit sowie ein Entlastungszeuge etwas ausgesagt hatte, "t-n? Serich-e nicht in den Kram paßte, sofort auftreten d r auszusagen. J0 bereits das Gericht während des ganzen bisherigen 11 j Verhalten an den Tag, das nur darauf hinauslief, I be». V ulle mögliche Weise zu belasten, so kann eS nicht !tlti0j7men' daß ert recht der Staatsanwalt in der«in» g" Weise gegen Kilian dorgimg. Mit allen Mitteln � k,?'' für alle» verantwortlich zu machen, was in fWmWjmWa.#.Man M di««er. sNMWWZ MWKtK WchK, M s ral Maercker, di« RegierungSfPitzel und die bürgerlichen Generalstreikschieber veranlaßt haben. ES ist der Haß des alten Regimes gegen alle», was mit der Revolution im Zusammenhang steht, der auS den Worten des Staatsanwalts spricht. Jetzt glauben die alten Gewalten die Stunde gekonunen, ihr Mütchen an den Proletariern dafür zu kühlen, daß sie es gewagt haben, ihr Joch ochzuschüttel»«nd selber ihre Geschicks W die Hand zu nehmen. Der Staatsanwalt beantraqte schließlich gegen Kilian die ungeheuerliche Strafe von 5 Jahren Gefängnis wegen Beamtennötigung, Bildung bewaffneter Haufen, Lrbeiterbewafs» uuag und Freiheitsberaubung. Die nächsten Stunden schon werden zeigen, clb da» Gericht, daS während des ganzen Prozesse» die Verhand« lungea in einer— gelinde gesagt—«cht eigenartigen Weis« geführt chach eS wagen wird, den Mann zu der» urteilen, der unausgesetzt alle» Gewalttätigkeiten entgegengewirkt hat Sie lleisegung der Vel-amversl in Hamburg. Die NrLeit mtf der Vuskan. Werft in Hamburg ist zu d-en von der Werstdirdkfton diktierten Bedingungen wieder- oufgenommen tporden. Der Garaltstreich der Werksleitung hat die gewünschten Früchte geftagen, denn die Arbeiter- schaft ist gezwungen worden, eine von der Direktion verfaßte Arbeitsordnung anzuerkennen. Es wird zwar gesagt, daß sie nicht besonder» böSvrtig sei, aber die Tatsache, daß es der Direktion möglich war, die Arbeitsordnung einseitig zu bestimmen, genügt, um den Ausgang der von der Wecks- leiwng provozierten Bewegung als eine Niederlage der Arbeiter zu kennzeichnen. Als weiteres Merkmal kommt hinzu, daß 509 Arbeiter nicht wiedereingestellt werden, nnd daß für die Arbeiterschaft keine Möglichkeit besteht, s erfolgreich für die Wiedereinstellung ihrer auf die Straße geworfenen Kollegen einzutreten. Die Ursachen dieser Niederlage kennzeichnet unser Tenasse S e n g e s p e i k, der Berichterstatter des Arbeiter- 1 rate? der Hamburger Bullamverst, durch folgende sehr be- achtenswerte Ausführungen: „Den Kampf der Kollegen... Lichtenberg sind auf Sam- mellisten folgende Gelder eiugepangen 18 150.25 Mark. Ferner sind eimgegairzen auf Liste 1784 von städtischen Arbeitern des Biehhof» 200 Mark, auf Liste 179« Pildhauerei Kelm 48 Ml, auf List» 1583 Pumpuxrk 77�-0 Mk, auf List« 10 585 von L. Joachimsthal 40 Mt als Ablösung für«in« Kranzspende, ge< iammeli von der Abt E der Allg. OrtSlranlenläff« der Stadt Dt« UnterstützungZ-Kommifsion der Berliner Arbeiterschaft. 3 5. lärk mit ecdtom Frtfedens�ItÄiitÄcUiik icbone, B.tonich. r.rb. m 5 jähr,«chriitlicher Garantie, Zahnziehen mit örtlich. Betäubung nach bewährter Methode bei Baeteltuns von Oeblsseo gratis! Spezialität: Zähne ohne Gamm#* Krenen wau 39 Mark an. MA" Keine Luxuspreina."VW Fachmännische MundnntcrsucfaunE und Rat kostenlos. lÄml Ha Ivan Ecke SchflnlmM-r All«#. Line»«» Dsnzlier StraB«. Si>techstBiid«ii von 9— 12, 2—7, Sonntaas und Feiertag» 9—12. In den letzten 2 Jahren über 2500 Ceterrso zur voiistan Zufriedenheit geliefert. » Warn»,». auß?rordentliche KriegSgerich! hatte sich am 4. Dezember rtt den am 2. Oktober anberaumten MetaÜarbeiterdcrsamm- ugen zu beschästigen, die seinerzeir aufgelöst wurden. Angeklagt aren die Referenten Klos« und Tschiel, weil die ergangenen Ver- mmlnngLverboie zu Unrecht erfolgt seien. Di« Versammlungen aren lerne öffentlichen. Auch die Kollegen Knauf und Schwabe rzeii ausgel> > Tschiel, wo! rfolgt seien. die Kollegen sind freigesprochen worden, �en Angeklagten wurden die Kosten der Perteidigung zugebilligt. Dagegen ist der Antrag auf Entschädi» «ung wegen unschuldig erlittener Hast abgelehnt. In der Begrün- Jung wird ausgeführt, datz e» sich nicht um Un'erfuchunyShaft. Zandern um Schuhhast gehandelt habe. Wegen dieses Schaden- «isatzansprucheS werden sie an das Reichsmilitärgericht verwiesen. iEer Oberwachtmeister Kuhnk« gibt als Zeuge an, daß«S sich um Hchutzhaft gehandelt habe. Er bekundet weiter, dah die Versamm- Jungen veröoien gewesen seien und sagt ferner, dah um 9% Uhr Vormittags am 2. Oktober der schriftliche Befehl des Polizeipräsidenten, die Versammlungen auf« zu lösen, erteilt sei. Hierbei ist bemerkenswert, daß der Polizeipräsident Ernst ent« legen dem Versprechen, welches Schlicke gab, die, Bersamm» dingen verboten hat und von Ernst trotz dieses Versprechens die Anweisung zur Auflösung der Versammlungen gegeben wurde. In Sachen gegen die Kollegen Koch und Förster ist noch kein- die Krankenbrotversor- tlrieil ergangen, sondern nach mündlicher Verhandlung vor dem ObcrkriegSgericht Vertagung eingetreten. Der Oberleutnant Mil» erstedt hat bekundet, dah es zweifellos eine öffentliche Versamm- ung gewesen sei. Die Tür zum Lokal habe weit aufgestanden. Jeder habe hineingekonnt, Kontrolle sei nicht da gewesen. Im nächsten Termin sollen diejenigen Personen vernommen werden, «e die Türkontrolle aulgeübt haben. In der Strafsache gegen Radl. der angeschuldigt wird, den Auftrag gegeben zu haben, die Zentrale der städtischen Elcktrizi- tälSwcrke in der Warkgrasenstratze stillzulegen, ist vorläufig in der Weise geregelt, dafj Radl aus der Haft entlassen ist und gegen ihn nach Erledigung des Verfahrens beim außerordentlichen Kriegs- fcericht die Ausweisung als lästiger Ausländer erfolgen soll. Die letzte Absicht soll»ach uns zugegangenen Mitteilungen neuerdings fallen gelasien sein. Durch die Aufhebung de« Belagerungszustandes sind auch die außerordentlichen Kriegsgerichte aufgehoben: sie sind mißer Funk- twn getreten. Es müssen all« bei ihm anhängig gemachten Ver- Jabren eisige ftej��d« dem ordentlichen Richter ubergeben werden. Aus dem GemeindMe«. Jchöncberg. In der lehtsn Stadtverordnetenversammlung tzWvde zunächst bi« Wohn-unaSnot besprochen. Unsere Genossen verurteilten scharf, daß bi« Einwanderung von Ausländern vor- hizidert, in» lästige Ausländer ganz nach dem altproußischen Cyftom abgeschoben werden. Trotzdem faselte der Ncch.Ssozm-Iist ttoviir rroensi WWWWD, in der Angelegenheit Boldixwm sind die beklagenswerten Vorkommniss« dem Äa�isiratSmitziied zuzuschreiben. EZ wurde Abhilfe versprochen. Hoffentlich erfahren dx Stadtverordnete« auch bald näheres dar- über, ob di« sic«Ä«lösen Zustände in Zionshilfe n-och bestehen. Genosse Pet«rson fordert«in« gerechtere Behandlung der Kranken bei AuSstellunig von Attesten.' 1 gung soll verbessert amteSamteS sixurden willigung von 250 000 Genosse Ho f-fm Arbeiterrate», der SolzbeKeferuna hätte—,.-.... Kinder im Boldixuim wurden von sechs auf acht Wochen erhöht. Daraus fand noch ein« gehewme Sitzung statt. Mariendorf. Am 4. d. M. gab«» lebhafte Debatten tn der Gemeindevertretung. G.-V. Deiner*(S. P. D.)«rtzob vor Eintritt in die Tagesordnung lebhaft« Klagen gegen den Leiter des M i eis ei n i g u ng»a m t«», Assessor Gischkow.. G.-V. Heu«(Bürgerl.) mißbillig'« ebenfalls die eigenmächtige Handlungsweise des Assessors Gifchkow- Räch einer lendenlahmen Verteidigung des Angegriffenen dprch den Bürgermeister trug Gen. Küter feine Beschwerden vor. Er erwähnte, daß ein von ihm am 8. Juli eingereichter Antrag, das Wohnungsamt betr.. noch immer, ohne beraten worden zu fein, beim Assessor Gifchkow schlummere, daß zwei weitere Anträge betr. Zwangseinquartierung und Erhöhung der Mieten in der Dürgermeister-Villa, welche vor 14 Tagen von feiner Fraktion eingereicht feien, nicht auf der Tagesordnung stünden, obwohl der Bürgermeister vor drei Tagen noch einmal daran erinnert worden sei, daß ferner der U. S. P- D. z» ihrer Protestversamm- lung am Totensonntag die Aula vorenthalten wurde, vbwobl emt schriftliche Genehmigung des Bürgermeister» vorlag, und daß seine Fraktion nicht gewillt sei, sich eine derartige Debandlung und Sabotage einzelner Beamten länger gefallen zu lassen. Gen. Küter beantragte, zum Protest die Sitzung zu vertagen und nur Punk! 6:»Winterbeihilfe an Erwerbslose' zu beraten. Dem wurde mit Hilf« der S. P. D. zugestimmt. Ein Antrag unserer Fraktion, den Erwerbslosen eine Weihnächte- b e i h i l s e von 100 M. für Verheiratete, 60 M. für Ledige, soweit sie am 24. Dezember länger al» vier Wochen erwerbslos sind, zu gewähren, wurde einstimmig angenommen, desgleichen«in Dring» lichkeitsantraa der Demokraten, den notleidenden Wie- nern 500 Mark zu spenden. Trotz diese» Beschlusses und des für ihn so blamablen Ausganges wagte«S der Bürgermeister, zum Sonnabend, den ß. d. M., eine dringlich« Sitzung«mzu- berufeu mit der Tagesordnung:.Vorschußzahlung an Beamte.' Er begründet« die Notoendststeit damit, daß di« Mittel der Beamten restlos aufgebraucht seien, und daß sie nicht bis zum nächsten Donnerstag warten können. G.-V. De inert wie» im Namen der beiden sozialdemokratischen Fraktionen die Unter- stellung der Beamten in ihrem Antrage zurück, daß nur wegen »persönlicher Angelegenheiten' in der letzten Sitzung dies« Ver« iMstH Wschkosseis fönrSi. Er veankragke Ver'ägunA hl tv* nächsten S-tznng am Donnerstag. Nach einer stürmischen, durch Zurufe der zahlreich erschienenen Beamten gewürzten Debatte, m der Gen. Küter dem Bürgermeister sein« schon so oft bewiesene Hilslofigkeit vorhielt und der Gemeindevertretung zu überlege« empftchl, den RuhegehaltSetot mit dem Bürgermeister zu belassen. verließen beide sozialistischen Fraktionen geschlossen den Sitzung»- saal, so daß di« V�cßunmlung wegen Beschlußunfähigkeit werden mußt«." v, H--%- Aus dsn vrgauifasioues. Tis iisi heutigen Morgsndlatt angekündigte S i h u n? der Fun k t i o« ä rin n«« findet nicht am Freitag, fande.n am_ 0.»« wach, den 17. Dezember, ßM Uhr abends in der Arbesis.' Echicklerst» 6, statt. .■' Vereinskalender. Zentralverband der«ngeslellten. Versammkongen a« stneito»- Fachgruppe 13. Sektion b und c(chemische Industrie und ßjpd Handel), abend,"i'A Uhr, in den Eophiensaien� Sophienstr. 17/18- tig« Tagesordnung.— Fachgruppe 16, Sektion a(Suchhandeid abend» 7% Uhr im Dresdener Casino, Dresdener Straße 96.— tz g r u p p e 17/2, Sektion b(Brouereiangestellte). abend» 7 Uhr. in d Unlons-Festsälen.©ccissirolber Str. 221.— Fachgruppe 14,®c*' v.n (Eisenwaren-, Stahl». Röhren-, Werkzeug- Werkzeugmoschinenhano l Freitag abend 7% Uhr SophiensäU, Sophienstr. 17/18. Versammlung»» wichtiger Tagesordnung.__ Auf die Generalversammlung der freien sozialistib.� Vroletarierjugend, die heute abend Petersburger Straße va Frankfurter Allee stattfindet, wird besonders aufmerksam gemach� Verantwortlich für die Red-Ktion Alfred Wielepp. Feuköllw Bertagsgenossenschaft.Freiheil', e.©. rn. d. H Berlin.— Dru» Lindendruckerei und BerlagsgeseUlchast m. b. H» Schissdauerdawm Noch ein unauffiek�ärter Matrosenmord% Erschießung von rwei unbewaffneten Matrosen in Weisen«#* In den Märzkämpfenl Bild in der Freien Welt Heft 30. Bei Jedem Zeitungsverkäufer zu haben. 1 1 n r PUPPEN inte und»hm Rlrlbuas, groisie Aus- Mahl» WJIlgfte girrt(e, ocn 60 Iii. an bi» in de« fein Ken Kunst» enen. AnN-tdepndprn,«Noliittdaii'aslen, Mobcitnsptele Znrmsptele, Spleitonre« jcter?lrt billig. Liste«rullz und sranto. A. Maas& Co., «ert!» F. Marrgrateusrrahe 84 au der LiMdenltrade. j|9e r fc fl n f e Welhnnchtsverkauf. C�fdintn. OardiDeDiiofle, Kensllergardinen, Siore«.T0ll. 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