.N7elprels 15 P'ßrnfg- 2. �ohrsang Sennabenö, öen 13. Dezember 1H1Y Nr. 606 /A276 � Mnö-�tusgabe «rf Ulkten Regierung sitzt und im Verein mit seiner t��Zclique die bewaffneten Kräfte der Republik kam- klaffenjusliz. Drei Jahre Gefängnis für Kilian. Eigener Drahtbericht der.Freiheit�. Halle, 12. Dezember. Am Freitag vormittag tvurbe der Prozeß gegen den Genossen Otto Kilian, den ehemalgien Borsstzendcn des Arbeiterrate» in Halle, zu Ende ge'ührt. Kilian wurde wegen Aufreizung zum I Klassenhaß, wegen Bildung bewaffneter Haufen und wegen Frei- hritSberaubung zu drei Jahren Gefängnis verurteilt. ?lcht Monate der Untersuchungshaft wurden angerechnet. Die Hallesche Arbeiterschaft ist In großer Empörung. Heute abend findet eine große P rote st Versammlung statt. Dieses Urteil wird gefällt gegen einen Mann, der bei der gesamten Halleschen Arbeiterschaft dafür bekannt war, daß er stets in allen kritischen Momenten zur Ruhe und Besonnenheit gemahnt hat und vor allem unüberlegtem und gewalttätigem Handeln abgeraten hat. Das Gericht aber hat feiner von uns bereits gekennzeich- neten, einsaitig gegen Kitivn gerichteten, Prozeßführung. die jede wahre richterliche Objektivitätvermissen ließ, durch dieses Urteil nur den entsprechenden Schlußstein angefügt. Es hat gezeigt, daß es Wert darauf legt, der Militärjustiz— nur in umgekehrtem Sinne— nur wenig nachzustehen. Denn während diese systematisch die Aer- Brecher in OffizierSunisorm in skrupellosester Weise vor Strafe schützt, so fällt jenes solch unerhörtes Urteil gegen einen Mann, der nichts getan hat, als für die Sicherung der schwer errungenen Erfolge des Proletariats in der ruhigsten und gesetzmäßigsten Weise einzutreten. Doch g'- ttrde das ist im dreizehnten Monate der deutschen Revolution in den Augen der Gerichts der deutschen Republik ein weit furchtbareres Verbrechen als die feige und heimtückische Nie- dermetzelung unschuldiger Menschen. * ZDü'nbiger Proteststreik der Halleschen Arbeiterschaft. lEigeaer Drahtbericht der„Freiheit".) Halle, 13. Dezember. Gestern furchen In Halle zwei Riesen. Protestver- sammlungea gegen daS Klassen urteil, das in Sachen Kilian gefällt worden ist, statt. Es wurde eine Reso- lution angenommen, in der die A beiterscheft ihrer ungeheuren Entrüstung grgen da? schmachvolle Urteil Ausdruck gibt. Die Re« folution führte aus, daß der Prozeß gegen Genossen Kilian nur ei» Prozeß war. gegen die gesamte Halleschc Arbeiter» schaft, die Kilian in den Frage« der Rovembe.rcvolution an die Spitze deg Arbeiterrate» gestellt hat. Die bürgerliche Justiz sei' baZ Mittel, mit dem die brutale und doch so feige Bourgeois,« ihre Nach« an der Nassenbewußten Arbeiterschaft vollziehen will. Die Hallesche Arbeite. schaft stelle fest, daß ein dreißig» S# Äcä § eil diese Erkenntnis nicht nur die breitesten Kresie. i! lu' e n 0§ r c zu inszenieren, unucrc m 1�9» -lch. Hintergrund getreten: Kumps gegen rechts. Unter- V �.S.der monarchistischen Konterrevolution. Beseitigung ' Ie!,?.'.'iilaristischen Korruption— all das ist nicht Wesentlich ist vor allem die Rettung fc desselben Noske, der noch gestern bei der Frage i�ihlw ilung Reinhards von allen seinen Kollegewim überstimmt wurde und der trotzdem wie der er- 1»stifte Streber an seinem Posten klebt... C Rettungsaktion für Noske wird proklamiert rn it,!> Ausruf des Vorstandes des Bezirksver- s G r 0 ß'- B e r l i n d e r S. P. D. der heute an .;Cr, Stelle in,..Vorwärts" erschienen ist. Hier wird �o!lni9en heuchlerischen Worten an die Adresse der hm- hi öetet, Matrosen, dieselbe..Theorie" verfochten, die von .» ärgste bloßgestellten Militaristen in den letzten w dentschnationalen Presse ansgesiellt wurde. In .k, u, Tonart wie in der„Post" und in der„Deutschen Jr-wuitg" werden jetzt vom Bezirksverband der S. P. D. 0ciöQtlä" die revolllt!nnö»»n Arbeiter. fache» Mörder freigefproche» und ek« eyrkickiee Menfch feiner politischen Ueberzeugung wegen, in den K»r« ker gesteckt wird. Die A beite. schaft gelobt, gegen diese« ttm pörende Urteil unermüdlich anzukämpfen, nnd sie fei fich benmßt» daß in diesem Kampfe alle Mensche« mit Gerechtig zefühl sich auf ihre Seite stellen. Es wurde einmütig beschlossen, w eine« 24 stündige« Proteststreik einzutreten. Heute morgen stehen in Hallg die Straßenbahnen und die sonstigen BertehrSmtttel still. Die Gas» und Wasserwerke» sowie Eleltrizilätswerke sind gleichfalls stillgelegt. Die Zeitungen erscheinen nicht. Heute früh um S Uhr fanh eine Riesendemonst.atio« statt, um den Herrschende« zu zeigen, daß dir Arbeiterschaft nicht gewillt ist, sich durch Gewaltorteile von ihrem Klassenkamp.f abbringen zu4ass e«. Die Verhandlungen in London. London, Iß. Dezember. Bei den Besprechungen zwischen Lloyd George und Eiernei» cewu stellte es sich heran«, daßchie beiden Minirter in den A.agen der Ratifizierung deS Friidensvertrage« und der Haltung Deutschlands. daS Protokoll betreffend, vollständig einer Meinung waren. An den»eiteren Verhandlungen wi.d auch der italienische Außenminister teilnehmen. „Times" weist darauf hin. daß die Verhand.ungen sehr herz» [ich geführt wurden und die Hossnung, auf eine dauernde Einigkeit Frankreichs und Englands, die für daS Schicksal Europa« maßgebend sei. bestärke. Einer Doitteilmig des Londoner Sonderberichterstatter» des „Matin" zufolge, ist bei der Unrerreduntz der alliierte» Staats» liiänner in London ein Programm aufgestellt worden, da« eine starke militärische Entente zwischen Frankreich. England und Beil» gien und ausreichend« HAfSinsttel gegen den Sturz deö Wechsel» kurseS vorsieht. Außerdem soll durch ein Uebereinkommen der beiden Hauptmächte eine gemeinsam« Lösung der türkischen und russischen Probleme sowie der Adriafrage erteilt werden. Gegen die Rntzland-VloSade. Madrid, 13. Dezember. Der hier tagende Soziali st enkongreß faßte ein» fcharfe Protestresolution gegen die Teilnahm« Spaniens an der Blockade Rußland«. parleilag der französischen Sozlallsien. Genf, IS. Dezember. Die fozkali stifte PckWei Frankreichs wird ihren nächste» Parteitag am 25. bis 29. Januar in Straßburg abhalte». Auf der Tagesordnung steht die Diskussion über das Er» gebni» der Neuwahlen und die Tettnahme am iuter» nationalen Kongreß in Genf. p a r't e'i e n als �ie H a u P t s ch u l d i'g e n am M a t r 0» senmord dargestellt!� Wenn die wahren Schuldig«» und Verantivortlichen aus die Anklagebank kommen sollen— so beißt es in dieser Kundgebung—..dann gehört neben den von der..Freiheft" verlangten Marloh, v.Kessel und Reinhard auch die Putschlüsternen Generalstreikhetzer vom März und ihre Helfershelfer in der„Freiheit", im Vollzugsrat und in unoühänglg-konrimmisiischen Parteileitungen dorthin". Uwd weiter heißt es in der Kundgebung, die den Rekord aller rechtssozialistischen Schamlosigkeiten geschlagen hat, wie folgt: „Mit aller Entschiedenheit müssen wir diesen Leuten da» Recht absprechen, das Ergebnis de» Marloh-Prozesset in so demagogischer und nichtswürdiger Weise für ihre Parteizwecke aus» zuschlachten. wie das jetzt geschieht. Wer in einem demokratischen Staat Bürgerkrieg' predigt und hervorruft. Hai daS Recht verwirkt, über die Folgen dieses Kampfe? zu klagen. Wer die schützende Hand hält über die Mörder des sozialdemokratischen KriegSmmisterS N e u r i ri g in Dresden, über den Mörder Lindner in München, über die Mörder de? Oberleutnants Klüwer in Halle, wer das ekelhafte Ge» |i»M verteidigt. eaS den Geiselmord in München aui dem Gewien hat usw.. der stellt sich damit selbst außerhalb jeder normalen Rechtsanschauung und hat kein Recht zur Beschwerde, wenn sich di« Brutalität dieser Kämpf« auch aeae»'bn leibst pichtet. Eine Partei, die noch vor wenigen Tagen auf ihrem Partei» tag«S abgelehnt hat, den Willen des Volkes zu respektieren und dem Volke da» Recht zuzustehen, über sich selbst zu bestimmen. eine Partei, di.« anstelle der Volksherrschaft die Parteidik» tatur über daS Volk errichten will, und die sich bewußt, ist, dieses Ziel nur mit Mitteln der Gewalt und de» Terror« erreichen zu können, darf sich» cht wundern, wenn der Kampf gegen sie mit außergewöhnlichen Mitteln ge» führt wird. Wir wundsrm uns nicht, baß in der Kundgebung deS Bezirksoer Bandes der S. P. D. die Lüge wiederkehrt, wir predigten und riefen den Bürgerkrieg hervor, wir beschütz» ten die Mörder Neurings, den Mörder Lindner, die Mörder Klüwers, der Münchner Geiseln usw. Wo kämen die rechtssozralistl'chen Temagogen auch bin. wenn sie wahrheitsgetreu berichten müßten, daß wir Gegner des Bürgerkrieges. Gegner jeder Pntschtoktik, Gegner aller ter» loristischen Methoden sind, und daß wir die Mordtaten in Dresden. München. Halle usw. ebenso entschieden ver» urteilt haben, wie alle jene unzähligen Mordtaten, die von den Soldaten und Agenten der Regierung in allen Enden des Reiches verübt worden sind? Wir haben uns allerdings nie auf jenes Gebiet drängen lassen, aus dem sich die lite» rari scheu Noskegandisten der S. P. D. so lebhaft betätigen. Wir haben den Kampf gegen die terroristischen AuS- jchreituna-en nie als Parteiiacb« anaaW*»« wheEN rbeiter! Parteigenossen! Prolestierk am SonnW durch VeleiliWNg 0 den Msseuversammlungen gegen die Schmach des Mrloh-ZZrozefses! den Kampf ocßen den Terror, gegen das©ewaltregiment geführt imtor dem Gesichtswinkel der sozialen und politi- fchen Entwicklung und kr proletarischen Revolution. Tie Rochtssozialisteil dagegei, haben auch diese Frage, wie alle ttMgen des wirtsclwftlichen und politischen Ledens zu einer «i>gcn P�irteisache gestempelt. Sie beschützten jeden Moroer, der einen revolutionären Führer beseitigt, sie hielten die schützende Hand über jene junkerliche Clique, die sie als willige Werkzeuge im Kampf gegen die revolutio- neue Arbeiterschaft gebrauchten, und sie stürzten sich mit demselben Eifer wie die sensationslüsterne kapitalistische Presse auf jene Unglücklichen, die den reinen, ehrlichen Kamps des Proletariats durch die Anwendung von ibiethoden besudelten, die ihnen durch den verrohenden fineg, durch die tiefgehende so-iale Gärung eingegeben waren. Dieselbe» reckitssozialisi.ichen Kreise, die die„einmütige Lüge" der Agenten der Mörderzentralen und die „militärisch)? Lügengemein'chaft" der Attentäter gegen die revolutionären Führer beschönigten und verteidigten, san- den nie ein Wort des Verstelwus für jene Opfer der heutigen Gesellschaftsordnung, bie ans falsch verstandenen spontanen Motiven heraus die Waffe des Terrors zum Instrument der Revolution erhoben hatten. Wie sollte man aber auch diese elementare Einsicht von Leuten erwarten, die sogar unter das Niveau der bürgerlichen Pressekulis herabgesunken sind und den Be- griff der„Diktatur des Proletariats" in einer Weise ans- legen, wie ihn vielleicht nur noch die Anitsblattredakteure irgendwo in Hinterpommern auszulegen pflegen? Mit Leuten, die den Begriff Diktatur des Proletariats mit �Parteidiktatur" identifizieren, mit Leuten, die uns unter- stellen, wir strebten diese Diktatur mit Mitteln der Gewalt und des Terrors an. mit wichen Leuten streitet mein nicht mehr. Man kennzeichnet ihre eigentliche Rolle, die Rolle politischer Roskegardisten, und liefert sie als solche der verdienten Verachtung des ge- samten Proletariats, der gesamten sozialistischen Jnter- nationale aus, Sie sorlwNslclnde Zlezlenmz. Gute Ze len siir Mörder. Tie Hilfsaktion des Polizeipräsidenten Ernst und der steutschnationalen Presse für Kessel hat Erfolg gehabt. Aus Airtrag seiner Verteidiger ist der Haftbefehl gegen Kessel aufgehoben worden, weil er als aktiver Offizier der Reichswehr vor das— Militärgericht gehört. Wir zweifeln nicht, dah der Herr v. Kessel unverzüg- lich aus der Hast befreit wird. Wozu wäre auch sonst die M i l i t ä r j u st i z da. wenn sie verbrechmiche Offiziere in Hast ließe? Solche Leute wie Kessel dürfe» von der Justiz nicht angetastet werden. Es bestünde sonst die Ge- fahr, daß ihre Verbrechen wirklich aufgedeckt und ihre hochstehenden Mitschuldigen heillos kompromittiert werden. Nicht umsonst verlangt die„Deutsche Tageszeitung", defj der preußische Justizminister Am Z e h n h o f f ent- weder den Richter, de? Kessel verhaften liest, bestraft, oder dast der Justizminister selbst wegen VerfassnngS- b r u ch S aus dem Amte scheidet. So ist's reckst. Die Inn- ker wissen, was sie wollen. Wer die Maiestät von Kessels antastet, ist des Verfassungsbruches schuldig. Gestern haben bei dem Reichspräsidenten Verhandlungen stattgefunden, in denen die durch die Haltung des Zen- t'.ums heraufbeschworene preußische Regierungs- k r i; i s beigelegt werden wllte. Die Ergebnisse sind noch nicht bekannt. Inzwischen ist es aber zu einem weiteren Konflikt gekommen. Während die Nechtssozialisten und die Demokraten die Lehrerseminare auf eine simultane Grundlage stellen wollen, hält das Zentrum an dem kon- fessioncllen Charakter dieser Anstalten fest. Tic Klerikalen drohten crmut mit offenem Bruch und malen, wie der„Lokalanzcigcr" erfahren haben will, um ihrer Forderung größeren Nachdruck zu verleihen, den Absall der preußischen Randgebiete an die Wand! Das sieht alles recht gefährlich aus, aber einstweilen bleibt unser Glaubx, dast sich auch diesmal der Streit wieder in Wohlgefallen auflösen wird, noch unerschüttert. Die Her- beizieh-ung eines ziveiten Kaiupsobjekts braucht für den. der die Tattik des Zentrums kennt, durchaus keine Vcrichärfung der Krisis zu bedeuten. Es ist im Gegenteil sehr wohl mög- lick'. dast auf diese Weise eine Möglichkeit zu Kompromissen geschaffen werden soll. Tie Nachgiebigkeit in dem einen Punkte kann dann durch Zugeständnisse bei dem andern be- zahlt werden. Irgendwo werden die Mehrheitler schon iiachgeben, um ihr Regierungsdasein zu fristen,- bis— nun bis wieder eine neue Meinungsverschiedenheit entsteht, und die kündigt sich ja schon in der Erklärung der Demokraten an, dast sie das Reichsnotopser nur vorläufig annehmen und sich die endgültige Entjchemung bis zur dritten Lesung vor- behalten. haßten Ueberreste der revolutionären Truppenteile sollten_ Berlin eirfernt werden, damit die Bahn frei gemacht werde M eine uneingeschränkte Militärdiktatur. Wie die Geweb Haber dabei zu Werke gingen, darüber gibt die kleine Tchrist Wahrheit über die Berliner Srraßenkämpse" historischen M schlug. Sie ist nach den Märzkämpfen in zchntauscndcn""s Exemplaren verbreitet werden und hat durch den Marloh-Prost eine erhöhte aktuelle Bedeutung bekommen. Neben dem Matro!� niord sind in ihr noch eine ganze Reihe weiterer Untaten er geführt, die heute noch der Tühne harren. Auch das Standvji und die militärischen Lügcnmeldungen sind einer scharfen Kw unterworfen. Wer sich daher über die Märzkämpie ein heitsgetrcues Bild machen will, muß diese Broschüre lesen.& kostet heute 50 Ps. und eigner sich besonders zum Verkauf w morgigen Versammlungen. Aus der parlel. cuNendorff Nerall. Die fveutschnakionalen Studenten hatten am Fhreitag abend i» der neuen Aula der Universität eine Zmammen- kunst, bei her als Gast auck) Ludendorsf anwesend war. Auf.LZitten" eines Studenten ergriff Ludendorsf das Wart.„Für dos Vaterland ieben und sterben!" war der Gipfelpunkt seiner Aussiihrnngen. Tann gab es „Deutschland, Deutichland über alles" und begeistevte Hul- digungen für den General. Ludendorff läßt sich feiern, in der Kirche, auf der Straße, in Versammlungen! Bald ist er„zufällig" an- wesend, bald„als Gast". Aber immer redet er. Und er kann sich's erlauben. Tie Bourgeoisie möchte lieber heute als morgen dem„gefallenen Gott" wieder aus die Beine helfen, und sie würde heute ebenso vor ihm kriechen, wie sie sich während des Krieges vor ihm gebeugt hat. Tie Arbeiterschaft wird dafür sorgen, dast die deutschnationalen Bäume nickst in den Himmel wachsen. Sie Wahrhell über bie berliner SttaZe»käm?fe. Der Marloh-Prozeß Hai die Märzkämpfe vor unseren Augen wieder lebendig werden lassen. Da» System der mili- tärischen Lüge und der Gewaltanwendung wurde durch diesen Prozeß vor aller Welt gerichtet. Wir wissen heute, daß die März- kämpfe daß Werk von Provokateuren waren. Die»er- Die Leipziger Parteigenossen über den Parteitag. Die Leipziger Parteigenossen hielten Fre tag abend stark bes uchte Versammlung ab, in der Genosse L i p i n s k i � richt vom Part.itag gab. Die einstimmige Annahm« de? All'' Programms, das einen Fortschritt gegen da? Märzprogramm stellt, aber keineswegs alle ursprü.nlichen Forderungen der nannten Linken erfülle, sei ein erfreulicher Bcwei» der mutig feit in den Grundsätzen. Die Aesen. S t ö ck e r sei unannehmbar gewesen, auf die Refolul ov Parle ilnUung habe man sich einigen können. Doch sei da»% � dement dazu, das Annahmepsaud, bedenklich. Zum Schiuo" j derte er zum einmütigen Zusammenarbeiten auf. Genosse Böttcher bezweifette, daß de« Genossen, d'e � die Resolution Hilferding waren, wirklich gewillt dar Ausführung des Zusammenschlusses mit Moskau arbeiten und das NktvnSprogromm durchzufübren; in des � lifein HilferdingS in der„Freiheit", in denen er die Parin niGin qjit; Eroings in Ovt uit der Uebernahme dar Regierung im gegenwärtigen wegen de» zu erwtrrlcnvcn Licferstreiks der Landwirte MMWW>WWW»»WM" Jd wobei er ganz da? Erwachen der Landarbeiter vergesse, kü � sich die Ge genarbeit schwn an. Die Resolution Stöcker M der Parteileitung vorzuziehen gewesen. --.....-.........(|l Genosse Block verteidigte Hilferding gegen die T" � __»legung seiner Artikel, die nicht flaumachen sollen,„ dern gründlich die politilcke Lage untersuchen. Di« Lau ...........—... r-------—..----- JA deren erfreuliche» Erwachen nicht verkannt werden ioll,� � ,,,| sicherlich erst nach langer Schulung durch Gewerkschaften Räte imstande fein, die landwirtschaftliche Produktion stnrktion der Großgrundbesitzer und Bauern fortzuführen, testiert werden müsse gegen die f'nzweisiung der � der Genossen, die man der sogenannten Rechten zuzähl«, - nosse L i< b m a n n'M, dem Aktionsprogramm zust-rnmten. Genosse L t« b m a n'' �,,1 sich an und wies auf das Zurückiveicken der Vertreter de?-> Parlamentarismus und anderer Bestrebungen Mit einem Schlußwort LipinSki» wurde die*1 lung geschlossen. Beschlüsse wurden nicht gefaßt,«in? R-!« � gegirn Hilferding wurde auf Anraten des Vorsitz«»»-'' rückgezogene. Gro�' erste Zeichnungen, die bekannt lvvr�en, st-- � y des Grausen». Nur im Traume vermag man bisweilen barmherzig klar zu sehen, wie hier das„amerikan sie» LelT im Schausp eihause. Standalszenen. Dummköpfe oder Schandbuben haben gestern abend im Schau» slpielhause einen Theaterskandal vollbracht, wie er widerwärtiger sechst in Berlin noch nicht da war. ES schien sich um bestellte Arbeit zu handeln. ES ging um die Neninszemerung von Schiller»..Wilhelm Dell". Es sollte vi« erste große Tat de» neuen Intendanten Leopold I e ß n e r sein. Er hakte Bassermann al« Tell. Er schuf«inen stilisierten Bühnenrahmen ohne Schweizer Land- schaftSbilöer. Er gab eine Aufführung vielfach abweichend von Uebertieferungen, ander» al« unter MatkowSkyz Feuerkraft: anders auch als unter Gerhart Hauptmann» Bearbeikung und Regie im ehewaliaen„Deutschen Künstlertheater". Dal Wort und der Geist Schiller? kamen nicht zu kurz, die Charakter« waren verinenschticht. das Gewand war strenger drapiert, das karg ver, einheillichte Bühnenbild ließ in manckun Szenen zu wünschen übrig. Aber die Störenfriede lärmten und wollten ihr Opfer haben. Statt dessen wurden sie schließlich selbst an die Luft gesetzt. ES ging gegen Jeßner. Antisemitisch-reaftionär« Hetze hatte gegen den de»„Modernismus" verdächtigen Intendanten'n naitionafistisckien Mättern weidlich vorgearbeitet. Und nun wurde grobe» Geschütz aufgefahren. Von Anfang an prasselten höhnische Zwischenruf« etniger Burschen an» dem zweiten Rang in fiie Szene, bis Bassermann, angeekelt von diesem Treiben, seiner Er» pegung Luft machte: Er spiele nicht weiter vor solchen Buben. tief na» dem Vorhang, trat dann an die Rampe und verlangte, daß„diese verfluchten und bezahlten Lausetümmel hinausgeworfen würden". Das geschah denn auch. Ge-tümmel auf der Bühne und im Zuschauerraum, bis sich nach diesem häßlichen Zwischenfall die Erremmg legt«. Aber sie zittert» noch in dem unterbrochenen großen Monolog Tells in der„höhten Gasse" und in den übrigen Szenen nach. E? war schade, daß durch solche PöMeien die schauspielerische �eifwngsfählgke't stellenweise schwer beeinträchtigt wurde, In per Apfelschußszene hatte dabei die Ausführung eine Steigerung gefunden, die allein schon den Abend zu einem hinreißenden und underreßl'chen Erlebnis machte. Dieser Tell Bassermann», im weißen Blond und dem eckigen Umriß des Schweizer Mailer» Hobler gehauen, kmn ssber olle Hemmungen zu einem wundervoll absonderlichen Gesamtbild, wie e» seiner Vlotnit enlsprichi. Und neben ihm wuchs der Geßler de» Herrn Aortner au einer diabotlilchen Gestalt, die mit ihrem böken Lachen xin neues hi.suhr bekam. Hier war stärkste Kunst am Werke, die man in manchen Szenen, wie z. B beim Schwur auf dem Rütli, vermißte. Aber alles drängte, auch wenn ez noch nicht geklärt war, aus dumpfen tteberresten zu schöpferischer Fülle. Da« dekorative Problem ivar von glücklicber Lösung noch weil entfern-t; besser gelanx, die stilisierende Bewegung der Massen. Don Emzeldarstellcrn ragten auS mancher Mittelmäßigkeit oder Mißliungenheiit Herr v W i n t e r st e i n al» Staufsacher und Herr Kraußneck al« Attinghausen hervor. D-ie Leitung de» Staakstheater» mag sich sagen, dast ihr die Standalszenen des„gebildeten" Pöbelz erspart bleiben würden, wenn das Proletariat mehr Zutritt zu den Vorstellungen hätte. Mälien jene anderen schimpfen und keifen, die neu« Kunst gedeiht gut dabei,„denn ihre» Bellon« lauter Schall beweist nur, dast wir reiten". E. B. George Groß. Das Werk des Zeichners George Groß ist da? beste Argument für die Berechtigung politischer Kunst, gegen die Theorie, die Kunst nur jenseits der Tendenz sehen will. Die Karikaturen diese» Künfters, man kennt ste aus der „Freien Welt", dem«blutigen Ernst", und„Pleite", entspringen jenem Hast, den Th. Th. Hem« un» vortäuschte.— bis seine Machwerke im Krieg« ihn at» karikaturistischen Nur-Formatkönner enthüllten, der heute gegen die Junker, morgen gegen den So» zialndmus kann: je nachdem, wie die Wetterfahne der Kon- junflur steht. Aeuherlich vielleicht von dem lehr witzigen, geisl- reichen und trostlos scharfsichtigen Toulouse-Lautrec herkommend, hat George Groß sich eine eigene, eine ganz neue Handschrift zeschaffen: eben die Schrift des Masses. Er hat«ine Physiognomik der Körperteile entdeckt. Wie grauenvoll, dumm und gemein iit diese fette Hand mit den ab- gehackten Fingern, wie imbezill und tückisch'ene kleine spitz-, fingrige! Wie verrät diese Nashorn-Nas«, dieses Glotzauge, dieses Embryonen-Ohr, dieser Katerbart, dieser fürchterliche Spitzkopi alles, was in den Menschen vorgehl und alles, was in ihnett leer ist. Gar. wie Groß Beine zu zeichnen verstell Er ist der La- Vater des Bein-Ansatze». Von tiefen Bildern weg auf die Straße gehend, erkennt man. daß man die Menschen neu sehen gelernt! Hai. Gesichter, Leister, Gang verralen die Maske der Forchhell,| 1 der Eleganz, der Abgektä th it, der Pseude-Geistiakeit. Man kann uns nichts mehr»ormachen. Seihst Kleidungsstücke und Gebäude weichen zu klaren Symbolen des Hassensiverten: hier erst entd.ckt man restlo» die Scheußlichkeit der PickcEaube, de» Stahlhelms und der Cvaulette. ebenso wie die. de» MassenäauleS. ouimherzig klar zu sehen, wie hier das„amerikan kiert. gezeichnet ist: hinter jedem der hundert Fenster ein efell� schnitt aus dem bürgerlichen Leben, jede? Gesicht auf t Ke lajuiix uu» viin uuiy«.- vu-. voller Tücke, jede Hand bereit zur Gaunerei. Wrrfzj�fl-J�M oourr ißuae,]t:üt v»"" vnvn � meinheit in allen Taschen.— Bei dem preußischen Miliar � der Onintessrnz aller europäisch heuchlersichrn und gemeinen Eigenschaften, mußte George Gwß notwendig � � gerne MSTW«lüc;ii;W/MiACU, �-U'..ea. Der Haß seiner Kumt mußte in diese» hasscnstvert 1 Lbjekte sich verbeißen. Da George Groß die Menschen nicht lächerlich !ie üblicbe bürgerlickte Karikatur, da er sie enrhüllt, re r die übliche Mirgerlicktc Karikatur, da et sie ent DU tu, r«'- � mehr enthüllt, als ihre Nacktheit und ihre Aufrichtigkeis sie möglich— sie je enthüllen könnten, so kann uns derff nun. daß Groß ihn zeichnete, nichts mehr vorrn" � � st welcher Geste immer er sich besiegen läßt und mrt rc-'' ,.L.. f Kirchen pathetelt. Und die sogenannte Monumcn-m�� � C\•»iTn, nm"«"no v tTT /> n S rl t f 1 ITTpfil* 211 tl'-'''>?.-1 , Ei bas sind der Arti !Uge: wenturc Prozeß tas abe wierte, -der re, Fruchte don Mo -vatomi icheinen gemacht ist der An, jnniecfe nnd. b~ w un' «o ieuge „Ge Mlttenft t-s-hädig «rbeit s bürde tl initchntc �ra n s Leute h< ttn(it 1°fäh «.Ji! ftoffenl ober i fofs« l\t b e ®tlü d m Uet »"oriyQ »o da»( »isfion Jnen de Wtetäi �Ivet *«tt, ve Z? vir xuptet, «ich-r hki-gsbe "tzen »1, "in v< Jtm gel »i ib«{ «de, jC? % b»nr Schill Kirchen peteeteu. uns o>e togcnaniu«.o.-»,»---. � r Hinsenburgkchen Torso vermag den nicht mehr zu' den sinnvoll, patbalogisch deformier' n Kcrver des diesen Zeichnungen verraten sab. Der Festzug der wird zum kläglichsten Tanz der Gespenster. , gUUl- I T-'l---'., Die Zeichnung von Groß erinnert oft an die A"' nie Kinder zeichnen, die kein Unterricht noch perdor'en � vor den Traditionen de« Künstlerischen, Ge'ellscha'' Historischen: � Groß ist es gelungen, diese Trad,!tor-n � f schlagen. Er hat durch den Plunder hindurch gesehen naiven, Ivahren, unfehlbaren Haß. Frgn>>" )<* „Auch ich!— Auch Du!"_ jn?• Unt�r diesem Titel ist im Verlage von Kurt'ff Sammlung„Ter jüngste Tag"(Band 1,36 Hau» Sicmfen erschienen, das nur wenige«ettc'- � Es ist ein Kriegsbuch, aber ein KrwgSbuch gegen �, e � Der Untertitel heißt:„Auszeichnungen e'" V:' TT 1 1 im j�v..»«-Ktf t« � � Ac'5 Die. Stimme eines im Felde irrsinnig gewordenen zu uns spricht. Irrsinn und Wahrheit, Pergaugenhe't'' aj '-r c>"...........v ,_.f..... v.„»Mlld'tf1.1 zu uns-oiijuiti unu"'A#!!" wt. wart, sanfte Träumerei und be-ßender Hohn""'.mH,.:', diesen„Auszeichnungen" auf eine sellkame und uneniw go'-,, Ei» junger. Franzose wird erschassen, der deult---;v der ihn erschießt, nimmt sich da» Leben. Der er' � nicht „ ,v!it r?« 4* »K ( dt em K J?«nie 1 W rc sinnig geworden und weiß min selbst nicht mehr. refft:# Franzose? War er der Deutsche, der sich erschoß- er nur„zuge'ehen"? Hai er geschossen? Hat j? a Oder hat er einen anderen für sich morden lassen?- � Mg an fts! ten W :rde i"1 Gewoli' :n# scn»«> l-Proztl atroff cn'"J ante* n Kr-''' -n. di« g U"> %% le Tn:� cmb��ot soll. chaM[j % ;r3 n Ijini- v : �end-a>' l Tie Spmiüßücc Revo v'chMen. . Ein Toter und drei sä; wer Verwundete— � sind die Lpscr der unerhörten Schießerei der Beamten °?r Artilleriewerkstatt Ztord in Spandau. Die b l u t r ü n. lllge Hetze gegen die Arbeitersckzaft. die in den Kam- ««ntwren eines Teiles der bürgerlichen Presse zum Marloh- �kozeh zum Ausdruck kam, sowie das Urteil selb st, «os abennals Strasfreiheit für Mörder prokla- tnerte, wenn die Getöteten der Arbeiterschaft angehören °osr revolutionär gesinnte Soldaten waren, scheint bereits vruchte zu tragen. Die Auffassung, wenn bei der Erschießring o°n Matrosen oder Arbeitern Blut fließe, so sei das eine o Wo mische Begleiterscheinung von geringer Bedeutung, TOnen sich die Beamten der Staatswerpe bereits zueigen Semacht zu haben. EineKugelindenBauch— das " der Tank des Vaterlandes. Alle Berichte der heutigen Morgenpresse, denen man onwerken kann, daß sie nicht oder nur ungeschickt frisiert Imd, Mtätiaen im wesentlichen die Darstellung, die wir w urr Morgenausgabe geben konnten. i So Wirt) der..Vossischen Zeitung" von einem Augen. »eil gen berichtet: .Gestern voimittag 10 Uhr versammalten sich in der Ma. Mhünfabrif de? Reick�wcrkes Spandau zahtrüche SchwerkriegZ« �schädmte, tre dem Werke angehörten, aber augenblicklich außer 'ffoil sind, wie gewöhnlich am Freilag zum Lohnemplang. E» �urde ihnen dabei milgetcilt. daß' si« am Msntag die Arbeil aich techmen hätten, und znxli sollten sie im Freien sckiwer« �ra n z po r l a r b e i te n venrichten. Da es sich schließlich um �ute handelt, die mehr als 50 v. H. kriegZbcschiidigt sind, erklär» � he sich jux Ikbcmahme solcher Arbeiten für körperlich '»fähig. & Die Erregung der Arbeiter, denen nwn— wie zum vchg— Arbeit anbietet, die sie bei ihrer körperlichon Be» Offenheit gar nicht leisten können, ist verständlich. W o ?oer ist der Grund znm GebrauchderSchuß» ?»fse gegen Menschen, die nichts anderes l® r b« r n, als Arbeit? Und warum laufen erHaupt die Beamten der Werke mit dem «eladenen Nevolver umher? Ucbci di« Tat der Revolverhelden selbst erzählt der wtonoärts": . Sreitag nachmittag drangen SchwertriegZbeschä. , Ste, die noch nicht in Arbeit stehen, aber voll entlohnt werden, M daz QjciQpPt dxx Maschinenfabrik ein und wollten eine Kom» .llfion zur Direktion schicken. Im Gebäude der Direktion trat »>nen der Sicherheitsmann Klose entgegen, um ihnen den Zu- tlin zu»erwehren. Die Kriegsbeschädigten gaben ihm ein paar lettesW mackch restio» eil ,# iUchec f J italilü' änW,'.:» icie >1« 'fs'S % tS s »lbulß i i S _ M» Auch dieser Bericht bestätigt'.&W keinerlei Anlaß zu den Sch.eßereien der Beamten gegeben war. Sie sind cut- weder ein Ausfluß von Brutalität oder von Feig- heit, beides Eigenschaften, die den Herrn Direktor Koch für seinen Posten im höchsten Maße ungeeignet erscheinen lassen. Wir hoffen, daß es sich bestätigt, daß die „Schützen" verhaftet wurden, und wir erwarten ferner, daß die unfähigen Beamten ohne Umstände sofort von ihrem Posten entfernt werden. Wir freuen uns ehrlich, diestn einigermaßen objektiven Bericht in einem B.'vtte zu finden, daß sich gerade in letzter Zeit durch ferne Bemühungen auszeichnet, die Schuld am Mord auf die Ermordeten abzuwälzen. Die Namen des Toten bzw. der Verwundete» sind: Willi W e i o r k i(28 Jahre), Eharlottenburg, Osnabrücker Stmße 23, Bauchschuß(tot): Paul Schott(26 Jahre), Spandau, Rollendorfstraße 13 (Obersüenkelschuß): Max fr r i tz f ch c(48 Jahre), Berlin, Stephanstraße 6 (Rückenschuß): Georg Katzenbach, Oberfeuerwerkermeister(35 Jahre), Berlin, Schulstraße 40(Bauchschuß). A v- Wt WIU l V »yf eigen, tvorauf er flückttete. Alsdnnn trat ihnen de ''"ertär des Direktors Koch, Scherbel, mit einem N«. /"'»er entgegen. Nachdem man ihm den Revolver abgenommen ***' verabreichte man ihm«ine Tracht Prügel. Hieraus r» �ccltot Koch angeblich vier Schüsse ab. Koch be- .nur* zwei Schutz abgegeben zu haben. Von den .scherheitsmannschaften wurde ebenfalls auf die ��beschädigten geschossen. Dabei erhielt der Sickerheitsmami �.»tzenbach einen Schutz in den Bauch. Es sind sünf ,°NN verwundet, teilweise schwer; vier wurden nach dem Kranken» gebracht. .„.Ter ArbeiterauSschutz begab sich sofort nach dem Direktion?- �äuöe und hatte eine Unterredung mit Direktor Koch. D i t .sb« i te r sch a f t legt« zum Protest di« Arbeit 'ber und begab sich ruhig nach Hause. ... Während die Arbeiter das Fabrikgebäude verließen, er» �|enen zwei Züge Militär. Der Vertrauensmann Otto «n Leutnant, mit seinen Truppen wieder abzurücken, was tat"flch einigen Minuten geschah. Die Polizei erschien gleich kyf/i. Tat. nahm den Tatbestand auf und verhaftete die SW Arbeiterschaft ist über diese Schießerei in höchstem L ,f empört, da die Angelegenheit in Ruhe hätte erledigt wer- *2 wnnen._. llig" geht und schieht, oder der. der nicht gebt und nicht ul andern für sich schießen läßt? Ter General, der •toll kfn befiehlt? Oder der Dichter, der, während auf dem ein.tnin*0f Soldaten gedrillt, für den Krieg gedrillt werden. "Lieder dichtet? <, fer ist schuldig? DaS ist die groß« Frage. Wir alle! sit die Antwort.«Auch ich!— Auch du!" Auch du, der in den Krieg gegangen bist! einer erschütternden, stillen Klage, erstickt durch Mauern '�0er, schließt da» Buch. Seine Kämpfe gehen nicht auf dem ttn, sondern in der menschlichen Seele vor sich, in einem jjj fn' einsamen und verlassene» Herzen. Aber hinter der stillen ltj)"e diese» einsamen Herzen» lodert die Anklage auf tij" den Krieg und seine Verkünder, gegen da» Mili är und den ljt �ismu». durchglüht von einer Leidenschaft und einem Haß, W, steine stille Buch al» revoluttonLr« Dichtung w rken ""M F. R. Aus schwarzgelbem Kerker. ;..Mehrere Jahre vor dem Weltlriege halt« der tschech sche p/y» st.®. M a ch o r einige politische Gedichte geschrieben, Autor noch im Jahre 1910 zw«! Monate Freiheitsstrase s jy'"Hwn. Kein« Erlebnisse im GesängniS hat I. S. Machar '»°>n Buche:»K. u. K. Kriminal* aufgezeichaet, oa». !ch> to Pick übersetzt, im Dculsch-Oesterreichischen Verlag er-. ist E» ist kein Racheakt geworden, sondern ein Mensch- und gleichzeitig finf wichtige Urkunde an» der l'in»' n Habsburgischen Staate». In»Zelle 60", wo Machar i % Isk o*/viu»«puigi|tyc»l vc/i'UUic». u uw, wu B(tf �idens, eti verbringt, geben sich Vertreter aller Nationali. '»d Konfessionen ein unfreiwilliges Stelldichein. Deutsche Dalmatiner, Jtali«,«O und.Galieiancr*. schmacklen in »>,"i Schmach. E» herrscht eine babylonische Sprachvcrwtr- �u!.'"ur da« Leid vereint, die sich sonst hassen. In Zelle 60 � Redakteure und Ingenieure, Millionäre und Tagelöhner. ��«filick* Driferenzierung ist ebenso interessant wie die d!z,°�le. Da» GefSugni, ist em keines Weltihcater. Politische tz-� er stnp HcereSdesraudaiiten innig gesellt. Der Dichter nc erfreut sich der Protektion eines rückfälligen Räubert. einen MenschheitSdeuter ist das Kriminal eine unbezahlbare Rh®'ube. E, sog per Dichter mit dem Lumpen geben. Scknck- lüädi en,rofIen sich hier wie Plalatbilder; die menschliche Ko> in unzähligen«kien ausgeführt. Blut glüht. Brunst .�»ichentiere starren sich in« nackte Antlitz. Ein famc- tzis�'�icher KommuniSmu» besteht; aus der Galeere sind di, i"» wirklich Brüder. wr gibt Tatsachen ohne Reflexw.'en. Sein Buch ist ein «ralbum*,»essen Einjetbildnisse von einem Dichter auf- 'et smd,«k-aw*. Pollisches GaiileWkl. Kopenhagen, 12. Dezember. Die Mitteilungen, die L i t w i n o f f den Vertretern Frank. reichs, Italien?, Großbritanniens und der Vereinigten Staaten über das Friedensangebot der Sowjetregicrung zugestellt hat, sind ihm zurückgeschickt worden. Tie Vertreter weisen darauf hin, daß Litwinoff über sein Mandat hinausgehe, da die Kopenhagencr Konferenz einzig dem Austausch der Kriegsge- sangenen und der Heimschassung der Staatsangehörigen gewidmet sei. Andererseits wäre» sie der Ansicht, daß die Verpflichtungen Dänemark gegenüber nicht eingehalten würden, wenn der Aufenthalt Litwinoff« polittschcn Zielen diene, da Dänemark dir ztonfcrcnz nur für humanitäre Zwecke bewilligt habe. DuS brüske Auftreten der diplomatischen Vertreter der Entente gegen.c'..wnvofs tveist daraus hin, daß zwischen den Alliierten, nomcnllich ztmichem England und Frankreich. festige Tiffsrenz-w über die gegenüber Rußland einzunch- wende Politik ausgebrochen sind. Durch die abweisende Haltung gegenüber Litwinoff wird wohl auch versucht, die Urrzufriedenheit.euer Kreise zu beschwichtigen, die von einem Frieden mit Nußland nichts wissen wolle. dieses diplomatische Spiel wird aber wenig nützen. Tie EmtuUcIäuöet brauchen den Frieden ebenso druigeud wie Rußland. Und wenn die Negierungen ihre Abenteuerpolitik noch fortsetzen wollen, so werden die Ar» beitcr der Enientelmrder ihnen gründlich das Konzept v.rderiben. H. N. Rrwvork, 18. Dezember. «Rewhork Times* erfährt ans Kopenhagen: In den Unterhandlunzen O'Grady» und Littoinow» sei eine U eberein- stimm ung dahingehend erzielt worden, daß England Kleidung, Nahrrr.izSmittel uno Arzneien für die britchhen Kriegsge» sangenen in Rußland schicken dürfe. Für diese Genehmigung verlangt die Sowj e t-R e g i e r u n g als Gegenleistung eine Schiffsladung Arzneien für eigene Verwendung. Las..ruhige" Aufttelen der Vallilumer. Da» Reichswcbrgruppcnkommando I ersucht un» um Aufnahme folgender Berichtigung zu dem Artikel«Schutz vor den Baltikum«»" in Nr. 597 der»Freiheit*: 1. Es ist unwahr, daß bei dem Einzug der au» dem Bafti- kum heimkehrenden Truppen in Döberitz schwarz-wcih-rote Fahnen vorangctragen wurden, und daß.Heil Dir im Sieger» kränz" gesungen wurde. Auch die Behauptung, daß russiiche Frauen d e Baltiknmtruppcn begleitet hätten, ist unwahr. Der Einzug ist vielmehr vollkommen ruhig vor sich gegangen. 2. ES ist unwahr, daß die Baltikumtruppen die Angehörigen der Sicherheiiöwebr beschimpft baben. und baß es in dem Lolal .Dcuttcher Kaiser" zu blut gen Schlägereien gekommen ist, wobei ein Feldwebel auf die Straße gezogen und blutig ge» schlagen wäre. 3. Es ist unwahr, daß Baltikumtruppen am Sonntag wieder mit Tierhandgranaten e rechteren sind. Da» ganze Auftreten der Baltikumtruppen in Döberitz war vielmehr durchaus ruhig. V. s. d. R. G. K. I. Für den Ehef de» Gcneralstabe»: Mo r ck s, Hauptmann im Generalstab. Wir bemerken dazu, daß uns die Mitteilungen von einem Aueienzeugen zugetragen wurden, an dessen Glaubtvürdigkeit zu zweifeln wir keinen Grund hatten. Set Mrofwraotö in Veißenfee. Die„Freie Welt* hat in ihrer lebten Nummer ein Bild ver« öfkentlickit, das dir standrrchtliche Erschießung pg» zwei M a- trose» in Weiße nsee in de» Märzkämpfen darstellt. Nach dem übereinstimmenden Urteil militärischer und photokraphischcr Vachdrrständiser war die Echtheit teS Bildes und der dar, gestellten Situation nicht im geringsten zu bezweifeln. Wie wir aber jetzt erfahren, handelt eS sich doch um eine g« st e l l t, Photographie. Soldaten des Regiments„Liebe", denen scheinbar nicht genügend echte Hinrichtungen stattfanden, haben dieses elgc,«artige Toldatenspirl, da» nicht von viel Menschen« liebe zrugt, auigcführt. Einige Z e u g e n, hie vom Fenster des Weißenseer Rathauses dem„Spiel" zuschauten, liefen teil? zum„v o r w n r t s" und der„M» r g r n p» st", um die dort nicht sehr beliebte„Freie Welt" der Fälschung zu zeihen, teil? zur »Freien W e l t", um sie aufzuklären. Trr„Borivärts" ist „g e s p a n n t", ob wir das Bild berichtigen werden. Wir tun das srgar sehr gern, denn wir freuen uns, daß zwei Matrosen weniger erschossen worden sind. Haftentlassung be» Olenossen Pappenheim. Bei der vor einiger Zeit auf Veranlassung de» rechtssozialistischen Landrats Schubert erfolgten Verhängung des Belagerungszustandes über den Schmal- kaldener Kreis war der Redakteur unseres Bruderblattes in Schmalkalden, Genosse L. Pappen he im. derhastdt und im Zuchthaus« W i�l, l he i'de n bei Kassel interniert worden. Ten Vorivand zu dieser skandalösen Behandlung gab eine Beschuldi- gung wegen Landfriedensbruch ab. Nachdem sich die Unhaltbar» kcit cor gegen Genossen Pappenhenn erhobenen— rechtssoziatisti- sehen!— Beschuldigungen ergeben hat, ist er, wie er uns mitteilt. wieder üuf fielen SJufiaeUb t warde» Me? srdeMcher Gnutag des Gaues Zranh ndurg des Lünnes der leü nifchen Angesiellken und Leamteu. Heute hielt die Einhcit-orgamsation der deutschen Techniken, der Bund der technischen Angestellten und Beamten, Berlin, den ersten ordentlichen Gautap des Gaues Brandenburg in den Musikersälen. Koiscr-Wilbeim-Srraße 81, ab. Der Gau tag hat eine reichhaltige Tagesordnung zu bewältigen. Die Versammlung nahm zuerst die Berichte des Gauvorstandes und der Ortverwaltungen entgegen, denen sie nach lebhafter Aus- spräche zustimmte. Im Mittelpunkt der Verhandlungen stand ein Referat des Herrn Architekt Kaufmann über das B e- triebsrätegesetz, dessen Ausführungen sich im Rahmen der folgenden Entschließung bewegten, die von den anwesenden Delegierten unter großem Beifall einstimmig angenommen wurde: «Ter Gautag der brnndenburchschen Techniker protestiert gegen die vom 7. Ausschuß der Naiionaioersammlung bisher be» schlossenen Verschlechterungen der Regier» ngZvorilagt über Be» tnebSrüte. Er fordert, daß an dem ßr? bauten der gemeinsamen Betriebsräte für Angestellte und Arbeiter sctigcha&f» wird und baß die vom Ausschuß gestrichenen§§ 7 und 8 der Vorlage, welche für große Betriebe Abtei lungsbetriebSrate vorsehen, wie, der hergestellt Wersen. Er verlangt weiter, daß dem demokra» tischen Gedanken entsprechend Betriebsräte zurücktreten müssen, wenn ihnen das Vertrauen ihrer Wähler durch MehrheitSbe» schlhiß entzogen wird. Die brandcnburgischen Techniker er- warten im Interesse des GemoimvohleS, ivelches dem privaten Unternehmerinteresse vorangestellt werden muß. daß der ge» forderte Emiiluß der Arbeitnehmer aus di« Produktion gewähr« leiste! und die in der Reichsverfassunz Art. 165 ausgesprochene! Gleichberechtigung der Arbeitnehmer und Arbeitzzeber auch tat» sächlich durchgeführt wird. Demzufolge muh an dem in der Regievungsvorlage bereit! vorgesehenen Rechte des Betriebs» rate», Mitglieder in den AufsichtSrat zu sen» den und Einblick in d i'e Bilanzen zu nehmen, f« st gehalten werden. Der Gankaig verhÄigt weiter, daß da» soziale M i t b e st i m m u mg S re'ch t so gestaltet wird, daß in allen Fragen der Lohn- und ArbeitSbedin.'iungen ein» söbließlich Neueinstellungen. Kündigungen und Ent. lassu ugen der Betriebsrat gleichberechtigt mit der Gesclstists- Isitung entscheidet. Ter Gautag verurteilt auf das entschiedenste die unheilvolle Täiigkoit des Abgeordneten Schneider, Sachsen, dem er da» Recht abspricht, in der Nationalversamm» lnng namens der Mehrheit der deutschon Angestellten zu spre- chen. Der Eiartag lehnt eine Vertretung der �Angestellten» Interessen durch den Jlbstcorti treten Schneider ausdrücklich ab. weil feine bisherige Mitarbeit bei dieser Gosetzgobumg den wahren Interessen der An, gestellten zuwiderläuft und nur den Fnter» essen der Unternehmer dient. Der Gautag verlangt von allen brandenburgischen Tech» nikern, daß sie den Kampf für ein wirtliche» Mirbestiminung!« recht fortsetzen, solange bis der Absolutismus des gewinnsüch» bögen Unternehmertumq gebrochen und die in der Versassimg ausgesprochene Gleiibbsrechtitt>ung mit den Unternehmern beim Ausbau unserer Volkswirtsckzaft erreicht ist." Crwerbslvsenfiirsorge für Saisonarbeiter. Au» dem Reichsarbeitsministerium wird geschrieben: »Durch den' eintretenden Frost werden voraussichtlich zahl» reiche Saisonarbeiter, so vor allen Dingen Bau- und Erdarbeiter, arbeitSIo» werden. Die dadurch eintretende wirtschaftliche Lage dieser Arbeitergruppen wird deshalb besonders schwierig, weil sie im allgemeinen unter den jetzigen Lebensverhältnissen auf wesentliche Ersparnisse aus der Zeit ihrer sommerlichen Tätigkeit nicht zurückgreifen können. Dieser vorausichtlich eintretenden mißlichen Lage Rechnung tragend, vertritt da» ReichiarbeiiS- Ministerium alt oberste Behörde den Standpunkt, daß diesen be- schäftigungklo» gewordenen Saisonarbeitern die Erwerbslosen» Unterstützung dann gewährt werben kann, wenn die Umstände de» Einzelfall« eine sollte rechtfertigen. Als oberster Grundsatz muß dabei bestehen bleiben, daß die Erwerbslosigkeit alt Kriegsfolge anzusehen ist. Dies wird dann zutreffen, wenn die Saisonarbeiter unter normalen, wirtschaftlichen Verhältnissen während der Zeit der BctriebSeinstcllung regelmäßig in einem anderen Berufe Beschäftigung fanden, dieS jedoch bei der im Augenblick herrschenden Arbeitslosigkeit nicht möglich war. Die Berliner Bauarbeiter, die infolge der bald einsetzenden Frostperiode al» erste in Frage kommen, weise» wir auf de« »achstehenden Aufruf hin. Achtung, Bauarbeiter! Bei der jetzigen Jahreszeit haben die Bauarbeltsr täglich damit zu rechnen, daß sie infolge Frostwetter» oder sonst ger WitterungSvcrhältnisse aussetzen müssen. In solchen Fällen er- scheint es geboten, an den Unternehmer die Frage zu richten, ob er gewillt ist, die Auszahlung der Erwerbslosenunterstützung zu übernehmen. Wird diese F'age verneint, muß jeder peisonl.ch in den zuständigen Gcschästsst,.llen der Erwer�losenfürsorge—» in der Zeit von 9 bis 1 Uhr— einen diesbezüglichen A'ttraz aus ErwerbAosenun'erstütziing stellen. Hierzu wrden die für d'e Erwerbslosenfürsorge zur Kon« t olle erkorderlichen Papiere benötigt, und zwar läßt man sich hi» zum Witterungsumschlag die Invalidenkarte»nd eine Be- schittnigung ausstellen, au» der die BesckiäibgungSbauer hervorgeht und zum Ausdruck kommt, daß die Atbeit iniokge Frostweiter» «ingeitellt werden mußte/ Die Abstempelung der Arbeitslosigkeit selbst erfolgt unter Vorlegung der Jnvalidenkarte in der A;it von&— 1 Uhr in de« Meldestellen der einzelnen Bezirke. Der Veeeinsporstand, Schiedsspruch im Friseurgewerbe. Die Forderung der 50 Prozent Teuerungszulage fand vor dem SchlichtungkauSübuß am 5. Dezember dahingehend Ettedi- gung, daß sich die Siehilfen mit 40 Prozent auf die, Mindestlvhns zufrieden geben mußten. Tie Frreurgshilfen haben die Organ!» sationsnotwendigkeit noch nicht restlos erkannt; hinzu kommt die schlechte finanzielle Organisationpiage und die schlechte Kon- junktur, daß man auf friedlichem Wege dem Jnteressenverbanb der Friseurmeister etwa» abholen mußte. Kollege Matuschke be» richtete am Donnerstag, daß die 40 Prozent Teuerungszulage mit dem 5. Dezember in Kraft getreten ist; alle Zusätze über de« Mindestlohn bleiben bestehen. Die prinzipielle Frage de» Ur- laub», zunächst» Tage, ist durch Schiedsspruch angenommen. Diel Versammlung hatte(in große» Verständnis für die schtvierigs Lag« und daß es wieder einen Schritt vorwärts gegangen ish, Der Vergleich und Schiedsspruch wurde angenommen. Abschluß der Lohnbewegung der Kistenmacher. Der Branchen« leite r P recht gab in einer Versammlung der Kistenmacher am Donnerstag den Bericht über die Berhamdlungen. Die Unter» nehmer hätten sich zu einer Erhöhung der Teuerungszulage«ruß «25 vroaent bereit erklärt, Das bedeutet cito ein Plus v«t ÄrbMrbWuugsschule. fÄS" Ä.rr�.'iTs�i ssämäm�ßsssmmm lant Tlüzel. 6 ijtttitt Starten, gunt Preise von l M. am Drandungluck in einem Caf6. Gestern abend brach m k.m C a Imperator Kr'ledrichstvaße. ans bisher noch nicht ausgekiärier Ursache, Saaieingan� Beginn 4 Uhr nachmittags. 3a den morglstn Ttriommlungen. In der Vers-mmtiingsanzeige ... a. � I*«, AT* f f._.. f t"_ C 1 I'chen für die Beihilfe. Lie Neuschaffung einer fünstW Vollgiehunosbsamtenstelle wurde auf unseren Einspruch hi» zur nochmaligen Prüfung an den Magistrat zurü-bverivseseil. Der Antrag der Rcd'tsscgialistcn betr. Aufhebung d:Z Stad!> derordneienbcsck süsses vom 3. 10. 10(Wahl von Erscchvertretern in den Kommissionen) wurde von den Antragstellern mit ziem- sicher Lerden'chast debattiert, während wir a!S die»bösen Unab- hängigen" wieder einmal die labenden Dritten waren, und ü> konnte Llen. Lampe nur kurz erklären, daß wir an dem Anträge wenig Interesse haben. Da die Dahl als solche erfolgt sei, werde» vi. Vtr M»l I nitrierten?irtrsn wird der Antraa nichts ändern. Droh�em Nel Fe- orn Nr. 82—88 und am Do..ners ag, den 20. Januar, in der Brauerei Genossen'die Ar,tfra?e»um Wobnunzsami anaes»nitten. /»-'- v. /—» jtT<___ r___ Ctfff__-i f\ Im 4 Ä- mm O ITfkr'_<.. e___ ch I C_ x t_2». W f 3*! (J---|.- M fji*, w MT3. IV Vk,.. IU..» I u WVM.--—-'»_„..,-_ Jt• Ä ITf...........,, e:utr mr#, das(ich inerW wenige Eefur.bea über da, gw@e Aerzteschatt Der Borverkauf zu den Bolkskonzenen findet statt in der Zentral. Menschbeit anzusehen sei, wurde durch die .-J.-v r" er><»«.___ � � Ä«..... T) s rt. rt. warrt_ r«... cv»"" IC___ M«TjJft Wohltütet Mi misgckW« SoW berbWck und dann aas die im«%«,,'ä.räk''Ä; ,m g�en.;� Di�ren'W M»Demokrat geschäft von Harsch, Tngelulnr 15. und in den betreffenden Konzcrl» j.Hinz iChebgrzt .•- r__ sr�i.:__.. l �kl..*'"■ Ä � Stockwerke legende Jmpcrator-Tiel« übe.gvifj. Beide Lokalitäten waren sehr gut besetzt. Ei eiustand unter den zc.hlreichen Västensi �älen. Die Im Bordcrkous nicht untergebrachten Karten werden die ring? von Flammen bedroht waren, eine ungeheure Panik.«bendS an der Kasse verkauft. Der Eintrittspreis beträgt 30 Pf. Während sich die im E.dgescho� befindlichen Gäste rechtzeitig, Kassenerösfnung 7 Uhr. allerdings vielfach unter Zurücklassung ihrer Garderobe, die ein Der Eöngerchor„Wedding", M. d. D A S»Bundes, Gau Raub der Flammen wurde, retten konnten, mußten«ruS der Im» Berlin, veranstaltet am Donnerstag, den 25. Dezember lOlO pe.ator-Diele im ersten Stockwerk ettva 40— 50 Personen, die sich nicht rechtKeitig in Sich«. Heft bringen konnten durch Springe« inj die von der Feuerwehr ausgespannten Sprungtücher retten. SS wurden zwei Damen schwerverletzt, etwa 80 Per- sonen kamen mit leichteren Verletzungen davon. Nach etwa einstündiger Tätigkeit, nachdem allerdings die bei» den Lokalitäten völlig ein Raub der Flammen geworden waren, galt die Gefahr als beseitigt, und es konnte mit den Nachlösch- und AufräumungSarbeiten begonnen werden. Der entstandene Schaden beträgt mindestens eine halbe Million Mark. ZivmmMale Arbelterräte Groß-Berlins. Die örtlichen kommunalen Arbeiierräte werden ersucht, er- Reut zu dem vom PollzugS-AuSschuß herausgegebenen Richt- linien-Entwurf Stellung zu nehmen und Abänderungsvorschläge an die unken angegebene Adresse gehen zu lassen. Der seschäftSführende Ausschuß. F. 2.: W. Herrmann, Charlotterrburz. Lohmeherstn S. Rechtssoziallsten für die Prügelpädagvgrk. (1. Fe'ertag), mittags 12 Uhr in den Gcrmania-Präclttsä.'en ein M a t i n e zum Besten der politischen Inhaftier- t e n.(Wiederholung des Konzerts vom 22 11. 10.) Lirdertexie und Prog ammo i 2d0 M. sind zu hab.n bei den Funktionären deS 16. und 17. D'strikS sowie in folgenden Verkaufsstellen: Ficher, Peteronenstr. 6, T etz. Fnvalidenstr. 124(Stettin«? Bhf.), Paul Kroll, U'trechter Str. 21. Emil Wald. Vilugstr. 5, Henry Neubert, Müllerstr. 164, Emil Hahn, Seestr. 23 Sammelliste verloren. Die Sammelliste Nr. 8 der Sektion 5 de» TranSportarbeiter-Verbandes für die Ausgesperrten in der Metall ndu(tri« ist verloren gegangen. Die Lifte ist anzuhalten und an die Ausgabestelle, Tran Sparta ich« iker» Verband, Engel- usor 18, Zimmer 83, zurückzugeben. geradezu heraus- nennenden Dr. des hiesigen KreiskrankenbauseS) eines andere» belehrt. Nach feiner Auffassung sind nicht etwa w'e man annehmen dürfte, die Aerzte für die Kranken, sondern die Kranke» kür � die Aerzte da. Jedenfalls dürften die A-ma�ungen diestk Herrn nicht zum»Sich gegenseitig verstehen lernen' beitrage» Aus de« ftgfliiüatiiran. Aus dem Cemeinde'eSe«. In der preußischen Landesversammlung kam am Freitag heim Kultusetat auch eru Antrag unserer Genossen zur Abstimmung, wonach das ZüchdigungSrecht in den Schulen beseitigt werden sollte. Der Audraa wurde abgelehnt. Charakteristisch war, daß selbst die I RechtSsoziasisten nicht für den Antrag stimmten. Sie wollen zwar' Einschränkung, aber für Aufhebung könnren sie nicht eintreten. Das ist das Gegenteil von dem, was hervoriagsnde Pädagogen immep gepredigt haben. Die Prügelpäoagogen haben ihre Freunde. EZpenick. Die letzte Stadtverordnetensitzung brachte zunächst die Einführung unseres Genossen Otto Heidrich, der in die durch die MandatSniedcrlegung dcS Genossen Nebe erledigt« Stelle als nächstfolgender eingerückt ist. Vom Magistrat wurden 500 M. für einen Stottererheilkursus gefordert. Während unsere Ge» nassen, getreu ihren sozialistischen Grundsätzen, für die Vorlage st'mmten, glaubten die RechtSsozialisten und Dürgerl chen nur 400 M. bewilligen zu müssen. Eine gefordert« Beihilfe für den Fischerei-Berein wurde mit Rücksicht auf die Machenschaften der Fischer, die während der KriegSzeii und auch heute noch die Süßwasserfische zu enormen Preisen und hintenherum absetzen, von unseren Genossen abgelehnt. Trotzdem die RechtSsozialisten un- sere vorgebrachten Einwände als richtig anerkannten, stimmten sie jedoch, alten Traditionen gemäß, gemeinsam mit den Bürger» 1. Zlflrlltt. Dienstag, den 18. Dezember, abend? 7 1TV boldt-Dymnaf.um, Sorte nstr. 25, Tistrikls�erfammlung. nung-. 1. Leilchterstattunz vom ParteUag. ZieseieiU:~ 2. Diskussim«. ©en , im H>»' 2:e;50-> Schnell« Vere'nslalerd'r. bei Deutscher Werkmeister, Verband. Setriebsvertrausnilsuts Metallindustrie ve. sammeln sich Donner»tog abend 6 Uhr im Sch»»'' heltz. Neue Iakobstr. 24/25. Deutscher Mupkerverboad, Ortsverwaltuag Verlin. Msntoa mittag 10 Uhr Mitgliederoarsammlung im 3llufiäe:»Öft.einihai�' Kaiser-Wilhelm-Straße 81. Internationaler Bund der Krlegebeschädig'en.«tellnehmer«»� Krtegsrhlaterbliebenen, Bezirk Nordwesten II Montag, den 15. De� abend» 7 Uhr. Vezirksrerfommlung bei Nazarell«, Calzwedele: Strotz« 13. Vorstandswohlen und Delegierteuwahl zur Esneralv«' sammlung. Nitgliedekart» legitimiert. Touristeuvcrew»Tie Naturfreunde", vrt»grup?e Lichtenbett' Heute, Sonnabend abend 7 Uhr, Aula Parkaue, Möll-ndorfsirotzi. Unterholtungzabead, bestehend au, Lichtbildern uad Musikoarrrägen Eintrittskarten 0.75 Mk. an der Kasse. Turuverel» Ficht«. Sonntag, den 14. Dezember, nachrnittoa, 2 b!» 4 Uhr, Schauturnen der 1. Knabsnabtellung in der Turnhalle Koppe»' strotze 75,78. Lindendruckerei und D-rIag,g«sellschast m. d. H. Schifsbauerdamin�. t A % n ffskno mit eckten, FrledenM- Miiiii seliuk von 4 Hark an. Tellzahl. ZahDiIebcn m. Einspr. fast vollet. echnerzlos. 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