Palii-� S o n"' jijicnltt. älcdjl• mit ihU und oute gen#' M. M LS. nt# klnzelprels 15 Pfcnntj• S. �ahrxang Zroltag, Sen 1». Vczember 1919 v> Nr. 617 /B 281> MaS.�asgävi I>lt rüttihtif frf ;nul :hei \rm Fab.W'S ;se ir 3ü Das wahr? � In brr«rurstrn Nummrr der„Zukunft" wird ein Brief deriisfentlicht, dcn E r u st Sonn rn frld, der in Hollaad iittrrnirrte VcrtrauenKmann von Gcorg Sk.'arz, an srinen �crtridiger, einen Berliner Anwalt, gerichtet hat. Der Brief lautet: »3ch kann unter Eid und unter Angabe von Ze.ugen aui- b»r«, daß ich a» Zalilmcister unserer RegicrungSbrigade den tluftrag erhalten habe, eine Prämie den fünfzig- tausend Mark dem auszuzahlen, der Liebknecht»der dt» Luxemburg tat In den Reichstag rlnliefern »erb«. Ich kann diesen Befehl, der mi« Erläuterungen gegebe»| vestiett seiea. wurde, in alle« Einzelheiten und Folgerungen genau detaillieren. Epätcr erzählt- mir der Sohn von Sklarz, daß sein Vater und �cheidemann PS, W der Tat»ngrboten habe. v..l Schcidemann aber, al» zn«n- tchrr, abgelehnt worden fei. Herr Lklar, nrird über die Gcnanig, t'lt meiner Aufzeichnungen staunen; ich begann fie In dem Augen- *lie, w» mir ein LIchl über den Rirsenschwindel aufgegangen w«r. Einige Parteien wird e» auch sehr interrssirren, wenn ich Hand der Belege nachweise, daß eine soztaldemokra» tisch, Uahlprepaganda mit ihren graßra Kosten �»» der Staatskasse bezahlt werdrn ist." . Dir Rrgirrung, Herr Schcidemann und die NoSkepartti �brn die Pflicht, sich sofort zu diesen schweren Anschuldigun- zu äuhcr»! ES sollen sedoch noch zwei Zusammenkünfte abgehalten werden, um die Einzelheiten der Zufuhren an britische viefangra», darun- trr gegenseitige Erleichterung wegen der Postvrrbindung zu regeln. EngiWe Albeller gegen die RnblandssollM der Regierung. *»<»*•■ H. N. London, 10. Dezember. Di« Worcestrr Labour Party hielt eine Protestversammlung ab. in der die Haltung der englischen Negierung Nuhland gegen. üoer scharf getadelt wurde. Der Redner To; erklärt«, England befinde sich nicht etwa wegen der in Ruhland erfolgten Grausamkeiten mit der Lowjetrcgierung im Kriege, sondern lediglich darum, weil 1,0 OU Millionen Pfund Sterling-dort tu- m Berli" »rft 2'" aal 4- täte ' Wf. Ull.lü'.jj JOf.#'" y saw� lt! kolschmiffsche Stfolge. London, 10. Dezember(HavaS) Eine am DonnrrStag eingegangene Meldung der Bolschr- Wiste« besagt: Die roten Truppen haben dir befestigten Stet- lungen ihrer Feiinde Vre! Mellon slldlichvon Rar«» In einer Ausdehnung von zehn Meilen genommen. Die Volschewisten sollen de» Feind verfolgen und über Rar»« Hinang ge» langt sein. ZngeflSndnlsse au dle Vereinlglen Slaaleu. Haag, 19. Dezember. Der„Rieuwe Rottrrdamsche Eonrant" meldet aus Pari»: I» politischen Kreisen geht das Gerücht, daß Lloyd George im Einverständnis mit Slemrneran sich bereit erklärt habe, der rrpublilanlschen Partei in den vereinigte« Staate» l» bezug aus dir Annahme einer grwisien Zahl von vorbehalte» zum Friedensvertrag Zugeständnisse zu machen. Mit Wilson, der seine» Widerstand aufgegeben habe, seien verhand> lungen ringelrltet worden, ein» Lösung werdg t» wenig,» Tage» erwartet. ErtlSrungeu Lloyd Georges lm Uukerhans. H. N. London, 10. Dezember. Lloyd George erklärte gestern nachmittag in einer Rede im� Unierhaus«. e» seien keine Grunde zu der Vermutung vorhanden, dasz Deutschland im geheimen oder auf irgendein« Weise U-Boot« bau«. Ferner«rlläri« d«r Premierminister, da» Da- sZßZWWW- DWUMM Vertrages mit Oesterreich ,u deschleunigen. Aber auch hwr- Ler �osklsmus!n Sachsen. Eigene Drahtmeldung der.Freiheit". Leipzig, 19. Dezember. * 5« der sächsischen Volkskammer wurde am Dienstag Erläge, beraten, die 10 Millionen Mark für di« Einrichtung einer l'lsSpolizei für den Sicherheitsdienst forderte. Jt1 Handel! sich um die btkannten Roskegarden. die al» Paliziiten �wieri werden. Unsere Fraktion toandte sich energisch gegen den Genosse Menke kührle au», dah ein« Konferenz der «ine fri geradezu unsinnig, eine Trupp« zu schaffen, di- zum —----''"' um» für den erschien "mpf gegen da» Verbrechertum dällig '«uchbar sei. da sie nicht die geringst« Schulung s�crhkj.ghjx�st Im.Militär-VerordnungSblatt ,'n'9e. Wochen vorher eine Mitteilung an d,e Offiz'ert. sie brauch. st" sich»ich, für die neue Hiliipoli.zei zu melden, da die Offizier- vom ReichSwehrkommando besetzt würden. Die. Offiziere .'"Od auch gl« ch ihre untergebenen Offiziere. Feldwebel usw. Die 10 Millionen Mark sind erst eine vorläufige AnSoabe. * nächst«» FahreSetat werden lausende Au»gaben für dies« :"h(r6«it*uc6r«rich-inen. Die Vorlage wurde gegen die Stim- z" Unst„r Fraktion mst Hilfe der M e ch t» s o, t a l i st e n ."»illigt. nachdem der Minister Uhlig und der Sprecher I''"cht, sozialistischen Fraktion E a st a u den Zweck dwfer Noßke- zu verschleiern gesucht hatten. Ler weiße SchreSev. tt. dl. B u d- P r st, 1». Dezember. Donnerstag v», mittag fand die Hinrichtung der 14 Tod.»rrurt.IIten Teer.eistrnfllhrer au, de« der volschewlstenherrschaft in Ungar» statt. ��rvch der rerhandlungen zwischen England und Rußland. Kopenhagen, 19 Dezember. für könne er ein bestimmt«» Datum nicht angebe«, Der Kredit für Oesterreich. T. U. Amsterdam 19. Dezcmben Nach dem.Evenlng Standard' haben England und Frank- wich sich dahin geeinigt, Oesterreich«inen Kredü von 40 Mil» ltone» Pfund zu gewähee«. Ergste Lage in Ne'opotaniieu. Amsterdam, 10. Dezeen�« .Tvlagmas' meldet«i» London: Die englischen Blätter b«- richten üb«r«inen ernsten Aufstand der Ära» de r in Mesopoi anicn. Die Stadt Bhezezzor» wurde von arabi- schein Truppen genonrmen und die dortigen Regie vimgSgebäud« vollkonanen eingeäschert. Ein« gröheve türtisch-avabische Be- weyung«st im Gange. Türkische©trfiirträftt rücken am Euphrat «nkiang in Richtung Bagdad vor. E» besteht die Gefahr, daß ein Zn-ssmimenztost mit britischen Trupp« erfolgt. Di« Lage ist sehr Die E�lostonskakastrophe in M�iensiei. T. U. Oldenburg, 10. Dezrmver. Dl» Explosion in Mariensiel bat nach den bisherigen Fest. stelluagen SO Tote und C7 Schwerverletzte gefordert. Leulschäskerreichs Gewerkschaflest Von Julius Braunlhal, Wien.\ Die lefete SBodje erfüllte die Tagung des Gewer?slHastÄ«i varlamendeS in Wien. Sechs Jahre simid f'eit Sdcn, letzten öfterreichiidiw EtsoerkschaftSkongresi abgerolft— lechS Jahre der gewaltigsten geschichtlichen Gestalttingen, sechs Jahre der tiefgreifendsten Umwälzungen in Eirropw«� Si« haben die Bedingungen dtzs Klassen.� kampseS, insbefondere die der Arbeiterklasse Deirtsch» öslerreichs. v»n Grund a«S geändert. Oesterreich war vor sechs Jähren ein StaatSgebilde. das sieben Nationen m» sastl«. Die Grwerkickxtsten waren daher interna ti o»' n o l, vereinigten in sich Deutlchze wie Tschechien, Pole» wie Italiener, Slovenen, Ukrainer, wie Kroaten. Ader dt« Widersprüche dieses unnatürlichen StaatsgedildeS« daß durch Macht geschassen und durch Gewalt zusanp» mengehaltcn war, durchbrachen auch das Einheit Ige füg« der Arbeiterorga.niiotionen. Tie nationalen Separalionstzp» strebungcn»uurden ouch> innerlxilb der Geiverkichasiew imnier märl�iger und fichrten scl)lieblich zpir Spreng, mg der«nheitlichen Organisationen. Der letzte GewerksUiafis» kongresj war von der Frage her nationalen Abfalb, be strebungen beherrscht. Der Zerfall dvr inteniatil* nalen Eeweckschzast Oesterreichs kündete den Zerfall deS SloatswesenS Oesterreichs an. Die Oktoberrevolution im vergangenen Jahre zer- trAnmert« die iechis Jahrhundert alte Moivarchk und schuf eine Reihe selbständiger Nationalstaaten. Uebrig bli.p nur ein Torso dcS deutschöstorreichifchMi Staates, das go- schmälerte Alpcnland. Di« großen deutschten Gebiete der industriellen Sudeten, die Siidränd�r deS drutfäien Sied-! lirngsgebieteS Tirols und Kärntens fielen dem Jmperia». lismuS der HilsSvölker der siegreicllen Alliierten zunk Opfer. Der Wirkungskreis der deutschiisterroichischen Gv- «oorkschaften wurde durch den St. G e r m a i n e r Frieden �überaus verengt, ihre Werbetätigkeit durch deitz unerhörten Notstand des Geineinwesens beispiellvs gedrosselt. Trotz olladem vermochten die Gewe-i�chasten deS Landes in der kurzen Spann« Zeit eines Jahres ein« Mehrung an Kraft und Macht zu erlangen, wi« sie in der®eschich>te der Ntheiterbewegung ohne Gl eich- n i s ist. Im Jahre 1913 zählten die Gewerkschaften im ganzen alten Oesterreich 415 195 Mitglieder. Unter der vetcheerenden Wirkung deS Krieges war ilir Mitglieder- stand Im Jahre 1916 auf 166 937 Mitglieder zusammen- geschrunipft. Der diesjähri-ge deittschöstert'cich>isch>e G»> werkschaftSkongreß vertrat gegen siebenhundert» ta u s«n d M i lg l i e der,-um reichlich die Hälfte mehr als zur Zeit des letzten Kongresses im Jahre 1913 im vier- ninl größeren Oesterreich. Am 81. Dezember 1918 zählten die Gewerkschaften im deuitl ch äste r re i chi schon Staatsgebiet erst 295 147 Mitglieder', am 80. Juni, am Tage des Be- richtSabschlusseS, also nach s«l>« Monaten, vereinigten siq bereit» 662 841 Mitglieder. Innerhalb eines halben Jahres hatte sich die Zahl ihrer Mitglieder um 367 694 Köpfe, also um 124 Prozent, vermehrt. Heute ist nahezu jeder neunte Einwohner in Deittschöster- reich geWerks clx> st I ich organisiert, durch feine Gewerkschaft Her Gewerkschaftskommission angeschlossen, im GeWerk-( schtiftSparlanietrt auf dem Kongreß vertreten I Neben diesen freien Gewerkschosten sinken die zwerghasten christlich» sozialen und deutichnntionalm Derussverein« zur völligen Bedeutungslosigkeit herab. Tie freieni Welver kirliasten sind die gewaltigste Organ! sutionSirm cht im ßkaatc. DieS in einem Lande von sechseinhalb Millionen Tinwichnern. dessen Volkswirtschaft eine vorherrschenh agrarische, dessen industrielle Produktion auf das säwerste geschädigt ist. Wahrhaftig, Teusschösperreich ist ein kleine» und erbariiningSwürdig arme? Land: eS besitzt aber eine Sltcheiterklasse. di« zu den tapfersten KorpS de(j Internationale gezählt werden darf! Zwei bedeirtnngSvolle Tatsackzen der ökonomischen Resolution in dein Vorgänge nem Jahre widerspiegelt die inner« Zusatiimettsctzung der Gewerkschasten: DaS gewaltig« Zuströmen der Frauen und der Ange» stellten zn den Berussorganisationen Die Kriegs« tvirtchrist hat die Frauenarbeit außerordentlich gesteigert Und den Nittelltand. wo-ru die Jnaeluutrr. Bgnk- mitt t lftHermvgSvoamten, iechnischm©«rtrrtett mB fornmet�M- ilen und öff«ntlick)en Nn�estell�n zählten, im imechorten Mahe p-roletarisiert. Di« wachsende Not hat ihr Klassen- bttvuhtsein sawckt. hie Dialektik der unerbittlichen Tat- fachen, den spröden Kastendiinkel und JndifferentiSmu« bezwungen. Die Frauen, die im Inhne 1913 nur ein Kehntel der Mitgliedsclmft der Gewerkschaft stellten, bilden tiun«in Viertel de» Mitgliedcr'fwnds». Die iftxfrstellien, die Mister der Gewe rkscha s t�dew« gr»n>g frenid, ja zum Teil feindlich gegenüberstanden, haben sich nun mit den Ar- beiteror�inisationen vereinigt. Die AngestellienverbäiZde lrnit 112 493 Mitgliedern sind unmittelbar der GeWerk- lchastSkommisston onyechlossen: andere Verband« mit 43 247 Mitgliedern sind ihr durch ständige Delegation Mittelbar angereibt. Und eine dritte Erscheinung der politischsn Nevakution Zm lehten Jahre wurde für den Ausbau der Gewerkschaft bedeutungsvoll: die überragende Stellung XP.«n». Vor dem Zerfall der Monarchie war Wien zwar da» bedeu- Itcndste, aber ein» von vielen Industriezontren de» TtaoteS. In Prag, Neichenberg, Brünn, Pilsen, Kladno wnd Lemberg, Trieft und Krakau kristallisierten sich die umliegenden Industriegebiete. Der Zerfall Oesterreichs hat Wien industriell veroinfamt. Di« g rosten Tertilgcbie!« ß?ordböhm«nS und Mähren», die gewaltigen Kohlen- und Erzreviere Ostböhmen» und Schlesien», die Gla». und Porzellanindustrie der Tschxxhoslowakei, die Naplztlia- und Galzgruben Galiziien» gingen dem Lorrd? verloren. Uebrig blieben di« Meballveredelimg»-, die Holz verarbeitenden und die LrixiiSindiiftrien Wien» und Niederösterreichs mnd bie DckM'erindustri« ObersteiermarkS. Daher konzentrierte »sich mich die TeN'erksthasttbewegU'Ng vor allern auf Wien und Nieberöstenreich. von den 6% 841 Mitgli�dem der Gewerkschaft entfallen allein 877 80C, da» sind 57 Prozent, puf Wien, 127 278, ha? sind 19 Pro,?ent, auf Nieberofter- reich. Wien und Niaderöfterreich umfassen 505 084, da» find 76 Prozent, aller Mitglieder de? Gewerkschaft. Wien Md Nicderösterveich, ober vor allem Wien, ist Besitz de» prHanifierten med klassenbewusttsn Proletariat». Di« Tatsache der Mochtentsalttmg der Gewerkschaften bat ihren Ber�attmgen den Weg gewiesen. Sie hatten an bem Ausbau der grasten sozialpolitischen Gesetzgebung im »deraangenen Jahre den stärksten Anteil. Die Fragen der Dünstigen Gew«rkfch»ft»pol>itik würben daher mif dem Ge- toerkschaftskongreh eingehend erörtert. Da» Anfchvellen idor gewerkschalfttichen Orgamisationon machte dm U e b« r- oang zu neuen O r g a n is a t i o n» f o r m« n bringend: der Beratung d«r Jndustriegruppen- vrganifationen und der BetriebSorgani- s a t i o n« n mustte sich daher der Gewerkschaft»- «kongrest mit aller Ht7»g«bung widmm. Die fprrmghafte, vervdezu tägliche Steig-erung der Preise aller Bedarf»- prtikel haben di« Tarifverträge, die Lohnsätze für ein« go- (toiffe Zeit festlegen, unwirksam gemacht: der Uebevoang Au neuen Lohnformen und gleit« nden Lohn- skal«n wunden al» ernsteste» Lohnproblem gründlich ge- jwüft. Tie Probleme der deuftchöstertrichiststen Industrie, bi« Nöte der Ernährung der Arbeiterschaft wurden bsson- der» eindringlich behandelt. So fchlost der Gewerkschaft»- kongrest«in« hochbedeutfame Etappe und eröffnet««in« verh«istung»volle neu« Entwicksungsperiode in der Ge- schichte der deutfchösterreichifchen Arbeiterbeweg'ing. An bm Umrissen chre» Bilde« mag do»««»ländtsche Proletariat»«keimen, wa» hier l«iden»ß«rwühlt zugrunde gehen tamn, wenn di« Hilferuf« de» Land«» unerhört verhall«». Gegen die Rvßlavd'Vloltade. Der Bund.VUnti Vaterland' teilt mit; Auf«ine Anregung Professor Albert Einstein», d«r sich Dr. Alfred Hermann ftried und Harry Graf Krtzler anschlössen, haben di« Deutsche Fri«d«n»gesellschast, der Bund Neue» Vaterland, di» Liga für Be- strderung der Humanitii, di« Krei« Vereinigung deutscher Ge- verkschaften. der Bund für viutterschutz. die Deutsch« Gesellschaft Ar Mutter» und Kin>d«»recht, die finternattonal« Frauenliga sür Frieden und Frekheit schärfsten Protest eingelegt gegen die Absicht, über da« russisch« Boll die Weltblockad« zu verhängen. Diesem Protest haben sich bisher angeschlossen mit der Ivel. irren Forderung, mit Sowjetrustland in Frieden»- Verhandlungen«inzutreten, aul Dänemark der Huma- nistenverband sstovenhagen), au» England Th« National Peace Council fvorsitzender Charle» P. Trebelyan), au» Frankreich di« Gruppe„Clarle", au» Holland die Pa- rific World Union, au» Norwegen der Sludenlenverein in Drontheirn und cbeniv der in Kristiania, der ein« gross« Macht darstellt, au» Oeit erreich di« Gesellschaft für Friedend- erz�ebung, aud Polen d-e Liga für VSlkerfmnd Posen, au» Schi»«den der Buied für Humanist sch« Polidik, au» der Tschechoslovakei die Jnternalional« Vöiterbuvdliga der Gudeleiwöiker. Schwer des Mir»'«-»»«:»?». Fost eine Woche, nachbem der BwirkSverfmnd Grost- Berlin» der S. P. D. seine NcttungSoktton sür Noske und die übrigen Schuldigen am Matroseninord unternahm, und dafür die verdiente ilcnuzcichmjvg von un» erhielt, kommt der„Vorwärts" in einem langatmigen Leitartikel nochmals auf dieie Angelegenheit zurück. Tie Erklärung für dies«? recht ausfällige Lorgel)«n findet sich in folgender Notiz, die der„Vonvärts" an versteckter Stell« bringt: Der sozialoemakratische Wahlverein Neukölln nahm ztoei Eni» schlieguiigcn einstimmig an, die gcgen den Freispruch Mar« loh» protestieren, Beseitigung der Militärge- richte fordern und die Bestrafung der kompramit- Herten Zeugen verlaagen. Ferner wird die Tinberufung einer General- Versammlung»on Gross-Berin gefordert, um Eiel- lting zu nehmen zum Mario hprozess, der Justiz und der augeu- blicklichen pollttschen Lage, j Zu dieser Generalversammlung fnC zu laden di« Gross- Bertiner Abgeordneten beider gese�gebenden Körperschaften, um über ihr« zukünftig« Gesamtpolitik Bericht zu erstatten. Die Genossen in v« ra n I wo r i u n g« v o i le n Regie- rung» stellen sind ebenfall» einzuladen. Nu» den Bescküüssen des Neuköllner Wnhlveretn» D. P. D. geht mit aller Deutlichkeit hervor, hast sich in den Kreisen der rechtssozialistischen Arbeiterschaft mehr und mehr die Empörung über die unsozialistiiche konterrcvolu- tionäre Politik ihrer in verantwortlichen NvgicrungSstellen befindlichen Parteiführer zu regen boginnt. Deshalb un- tern-immt der„Vorwärts" ei noch erninal, has mit Blut und Gchniutz besudelte System Noske rcinznlwa'schen unü seinen Leiern einzureden, düst die Unobhängigen und die Kom- munistyr die«igentlickfen Tchuldisen an der Ermordung der Matrglen seien. Da diese Behauptung allein denm doch zu bumm ist, imi von irgend jemand ernst genommen zw werden, schildert der„Vorwärts" in dem üblichen Stil, den wir aui zahllosen offiziösen Kundgebung«,! kennen, die Märzeveiguisse in Berlin, die angeblickt von den„unabhän- gig-kommnnistischen Genevalstteikhetzern" heraufbeschworen Wochen feien. Diese Ereignisse hätten dann eine Atmosphäre gkschosfen, die die Elsschiestung der 29 Matrosen durch Marloh erklärlich ersckieinen läßt. Für die Beurteiliing der heutigen ReichNvehr, für die Beurbeillmg de» Systems Noske oder für die Beurt.'ilung der heutigen Regierung beweise dieser Fall nickst». Der„Vonvärts" stellt sich also nockmml», genau so wie di«„Post" und die„Deutsche Tageszeitung", fckmtzend vor den Matrofimmord und die Diktatur NoSk«, die diesen Mord heraufbefchtvor, imd er scheut sich nicht, nur um die wacklig geworden« Position Noskck zu schützen, nach aller Schand« des Marlob-Prozesse», den Mant«l christlickter Liebe über di« eigentlichen Schul- digcn des Matrosenmordes zu breiten. Dieses Beginnen ist um so scknnähllcher, al» gerade der Marloh-Prozess unsere Vermutungen bestättgt hat. dass die Märzkämpfe in Berlin von den Drahtziehern der Konter- revolution provoziert worden sind, um der Nepublika- nischen Soldatenwehr und der volkSmariedivIsion da? Nilck- grat zu brechen und die letzten Uederreste de? revolutionären Truppen aus Berlin zu entfernen. Es ist im Prozeß er- wiesen worden— allerdings nicht mit jener Klarheit, die notwendig gewesen wäre, um alle Einzecheiten des teuflischen Planes der Reaktion zu erkennen—, dass Agenten der Regierung ihre Lwnd mit im Spiele hotten, um die Kämpfe am Alexanderplatz usw. zu entfesseln. Bekannt ist ferner, dass diese Kämpf« nickst infolge Verschulden» der Volksmarinedwision ausgebrochen sind. Dass aber all diese Käaipfe, wie der ganze sogenannte„Auftuh?" nicht« mit dem Generalstreik zu tun hatte, der bekanntlich nicht den Sturz der Regierung, sondern die Anerkennung der Räte und die Sozialisierung der BerMverke bezwecktn geht au» folgender Erklärung de» Nachrichtenoffiziers de» Gen» ralkomniandb» Lüttwitz, Hauptmann von Moyszyse» w i e z, hervor, der im März in einer Preffekonssrenz erklärt«: .Der Generalstreik ist scharf zu trennen vo» dem bewaffneten Aufruhr... Di« Führer und kn- bänger der Unabhängigen waren gegen den Aufruhr.(Sbenfo hielten die Führer der kommun ist, üben Partei die Zeit für den »cm longer Hand vorbereiteten Aufruhr zur Durchsetzung ihr« Ziele jetzt noch nicht für gekommen." AuS diesen Aeussenmgen deS Leiters de» geheimen Nachrichtendienstes be«n Oberkommando Lüttwitz geht mit aller Deutlichkeit bervor, dass selbst die Leiter der misi- tärissben Gtraserpebition gegen die Berliner Arbeiterschast einen Znlvmmenhang zwischen dem Generalstreik und den Strassenkämpsen nicht zu konstruieren vermochten. Was diesen Militär» nickst gelang, da» gelingt jedoch den lite- rvrischen Noskagardisten im„Vorwärts", die in ihrem wütenden Gaste gegen die Unabhängigen weiter gehen als selbst die be'vhlten Spidel des Oberkommandos Lllttwitz und jene kaisertreuen Lfsizrere, die ausgerüstet mit den Schiestheftksten Noske», auf die Berliner Bevölkerung lo»- gelassen wurden. 'Wie steht es mit der Mörderzentralc? In dun Prozess gegen Hasse von Th fz k a hat der«Inge» klagte die BehaupUmg ausgestellt, e» seien ihm wäbrcnd der Januarfämpf« von dem damaligen Ttadtkommandanien Leutnant Fischer 26 OOO Mark iiberwiefen«».de» mit dem Auftraßr» Lededour und»nder« revolutionäre Führer»« ermorden. Die st Behauptung sollte seinerzeit schon im Ledebour-Prozess unter Sst* woi» gestellt werden. Hasso von Tyszla ist aber at» Zeuge n'.>igun-,, hat im Ledebour-Prozess auf di« Bernehmuiny von kyszka» ab Mut kein Gewicht gelegt. Sie wollte di« von Tv'� auftestcllte» Behauptungen vftlmrhr durch ander»»«»»rläfsW Zeugen beweisen lallen. Da, Gericht hat diele Bewethant U* aber abgelehnt und damit eine restlose AustlSrung der dunllc" Angelegenheit verhindert. Wir stellen daher nochmal« fest, dass für dt« verhafttw» L"debour»«ine grössere Belohnung autgeworfen wurde. Mannschaften, di« an der Perhaftung beteiligt waren, haben«int Prämie von je Ll> M. erhalten. Den Löwenanteil— soviel tost wissen 90 000 Mark— steckt» der Führer ein. Wir find jederzeü, bcrcit, vor Gericht d»n Wahrheitsbeweis für dies« Behauptend, anzutreten.. Ter neue iritlsch« GeschSftßtrSgrr für Berlin Lord Kilttu� nvck derlasst England zu Beginn Zanuar._ j 5re'wjld. von Vtaj Dort«. Wißt �*>1 etwa» von diesem Getier? Fch bin so«In Frei. HBId. Und da mich di« ftisch-feucht-srllhlichen Jög«r Üb«rall und allüberall verjagten— bin ich bann im Wand«! der Jahr« vom firoiwild zu.m Beissw-ild gestiegen. Warum sollt« Ich auch den Gesetzen der Anpassung nicht Unterliegen— gerade ich» Formt sich all«», musst» auch ich mich formen. Mein»tevi«r? Der Hochwald. Dal Hochtal Di« Ferner pnb mein« Muhmen. Ich lieb« st«: Dies««rüsten rotwangig«« Muhmen. Meiner Mutter sind st« so ähnlich: der rt tischen frühaufstehenden Dann«. Mein Reviar Ist d«r Hochwald. Und wie ich den Metel kein Sang ist mein Traft. Sei«« ffiofhik gleicht melnam Streben. Sein Duft wird mir Tal Und sein Dunkel ist mir da» köstlichst« Licht. Denn e» verbirgt mich:— den pürichenden lustigen Jägern. Im Hochtal lieg' ich am Giessbach. Un» lausch« den Gtim- «er de» Wasser». Ist» mir doch wirkl-ich s« ähnlich: die» spru- delnde. schäumig« Wasser. Da» sehnt«: sprang in di« Wolken. flog irgend wohin. Da» sehnt«: sprang au» den Wolken, floß irgend wohin. Wer treibt e»— wer sogt*»1 Main Pater— der Weltgeist im Ko«mo». Ich kenn« Ihn nichl Hat er doch diel« Geliebt«— nicht nur di« Mutter mein—: liebt er doch tausend und tausend« Sonnen I Ich unehelich Kind— ich Schönkind, ich Nichtkind gereihter Berechnung: ich lieb» da« Was» ser. Und ich lausch« den Stimme« de» Wasser». Ist'» mir doch wirklich so äbrtlich: pie» sprudelnde, schäumig« Etwa» d«,««igen Unrast und Nels«. Aha»v«r! AhaSverl Unt«n Im Tiefland ballt Nebel. Dort kennt man nicht Wälder. Dort ßennt man nicht Giessbach. Man kennt nur die Sonne al» Nutzer— sir brütet wohl sommer» auf Feldern. Man spricht, ihr« Kraft zu verwenden: den Strah! will man fangen-— ihn sessetn-- und dann soll er vressen: Noten und Noten. Die Sonn« hebt die Valuta.£). Miutter, di« scheu sslich« Unzucht! Piffl PaftI— trara. trara-- da sind si«: husch— husch: auf die Reil«. Fahr wohl, du mein Hockwaldl Nun bin ich das Beisstier. Man trieb mich aul friedlichsten Wäldern. Man jagt den Gedanken: den wilden stürmischen Burschen. Der Bürger jagt mit dem Schulmann, der Piarrer Käst lustig sein Hifthorn. Heil, frischfeuchtsröhliche» Jagen l So jagt nur! Husch— husch-- ich bin schon lange fort. raucht». Der Qualm sengt mein Aug«, Dort nun hinein! Ich bin in Fabriken. Hier donnern di« Räder. Gestänge um- »iobelt sich eitel Und Spindeln tanzen wie Mücken. Ihr russschwarzen Männer, wa» treibt Ihr? Kennt Ihr di« Berg«? Ta» Hochtal, di« Ferner? Ihr gebt keine Antwort. D«id stumm bei dem Rädergelärme. Euer Blick ist heiss wie die Feuer—«r glüht wie in Not und in Angst. Bvüöer, ich tenn« den Blick! Der Blick helsst Verfolgung. Setzt Euch! Ich fprech vom Gebirge. Da werdet Ihr jung: alle gläubigl Und meiner Mutter wollt Ihr nnn folgen: der rötlich früh aufstehenden Sonn«. Si« weist un» den Weg ans d'e Höhen. Männer. Ihr all« wollt folgen! Da» wird un» ein köstlicher Aufstieg. Ich Beisswild bin Freiwild. Ich beiss In di« Herzen mich ein. In zuckend« rötlich« Herzen. Ich bin in Fabriken. Ich brech durch die Gitter der Schächte. Ich komm« zum Brrgmann. Ich schwimm« durch Graumeer und Grünmeer— durchbeiss« die Wandung der Schiff«. Und beiss mich dem Seemann in» Hertz. Ich bin da» Erwecken. Ich bin da» Sagen von Höhen und Früh- licht. Ich bin der Fuchs in den Herden drum jagt man mich tätlichsten Hasse». Und«inst war ich mild«. Die Danftmul Ich wollt« nur Ich sein. Nur Vorgang. Nur Schritt der wandelnden Zeit. Da warb ich Euch Freiwild: ihr Bürger de» knöchernen Zopf«»l Formt sich alle», musst« auch kH mich formen. Da* Freiwild ward Beisswiltz. Wer ich denn«igentlich bin? Di«»le- volution. Die Hvgenvtten erschienen in der Viaatßoper nach langer Pause weder aus dem Spiesplan; mit diesem Werfe er. reicht« Meyerbeer den Gipfel seine» Ruhine» und d-.nt Höhepunkt seine» Schaffen». Di« schwungvollen Ensemble» und ginoki un» die imposanten Chöre, di« Wagner all die.Emanzipation der Massen" bezeichnet« und denen er in seiner ersten und mittleren SchaffenSperiod« so v'«i»ei dankt, prägten sich unter der mitreissenden Rhythmisierung Leo Blech» oft zu unmittelbarer Wirkung. Allerding» nur für den, der sich durch die Musik von der unmöglichen Handiung de» Seridrschen Kulissemnomtruw» loszulösen vermochte. Unter den Darstellern entwickelten nur Barbara Kemp und Robert Hütt im Duett de» letzten Ift.» nennenswert«, bejubelte Leistungen. Sympathisch In der zurückhaltenden Wiedergabe de» Koloratur- getraller» ft«l Wrst v. Tatapo! al» Margaret« auf. An ein- zelnen hervortretenden Jnstrumentalsiellen macht« sich Nachlässigkeit einiger Jkistrument« bedenklich bemerkbar, 8. F. W. Levola!onare tyrit. Schon Vor der Revolution hat!« die«lodemn« Lyrik radikalen llharakVr in gebo stessen Rhy'hmen zur Schau Nicht» mehr von hiamnafblbnem, ibyllischrrn Däimuerw, stürnir-i uivd emgehäetdigt munden in neeter Gesitrmmg nett« Zieles irotzl Wie im Fvanckroich bvach auch bd Van junycm VauffaPj Dicktovn«im bermfer,«» We» gefichl durch, tat man in lern Sinn« sozialistisch«wnnen»mn. �Ka-m«rad«n Menschheit" nennt ftnturng Rubiner ein« SamwtUinfl 1 Dichtimoen zerr Wettrevolntion, die«r im verbmg Gustav Hauer, Pot-Vam, hcnaeiSgngaben Hai In Uniemadteibunigen Jirennaoiona!«",.Gmpönung',.Niev« mV t>«>m Krieig",-*7 rot« Schar" stich hiar Getrchte de» Aufnuhr», d»» M»im» un*%% Menifchlichkeirt zickiantmeti«gestellt, vi« in schänsitom Geigoiratz»u bP fchuich# chen Krieg» tnav�ntenschar stehen, W««!» Poeten Pastovan de» Pölkortmordrinl mitimarschterten, vi« Geevalt � hvootch.e-n wnb bni dem Au!sa»wm«»S>m»ch mit in da» deu� B!ass««grrAi gehören. Nicht nach«inar Künstleirästheiik die Gadich« auSgewählii, sonderrn nach dem rechtzo-'-�! reicht nacht rstgbichen Bekenn wi» b«S DchdeaS»urn gegen ein« aide, vermorscht« Welt. Benannt feien mit sehr tnest11' lichen Beiträgen Becher, Göll, Guilbeaux, Hasenclever, Leonhard Rubiner, Toller, Werfel, Zech- � Utopisch« und sozialistisch« Ideen zur Befreiung und gemeinschaitung finden sich noch umfassender in der Symptv" jüngster Dich.ung, die Kurt Pinthu»(im Verlag Ernst Rowe» Berlin) foeben uuler dem T'tel.M e n s ch h« i t»- D ä w ss' rung" herausgegeben hat. Auch diese» Buch will keine ge�. lich« Anthologie von.Perlen der Poesie" sein, sondern Samm� der Erschütterungen und Leidenschaften, Sammlung von sucht. Glück und Cual uniercr Epoche. In der Lyrik mit ß � sehr beweglichen Gefühltschwingungen spiegelt sich die L( unsere» mamiigfach zerklüfteten Zeitalter». Der ße.auM* will ohne hri'torisch« Folge den Zusammenklang dichtender« men geben, da» dröhnend« Unisono der Herzen und Gehirsi�.. � inbrünstig nach dem edleren, menschlicheren Menschen r'' Natürlich spricht bei der Auswahl, di« ein« überaus reichli� ,>, in den drucktechnischen Anordnungen fast allzu kow-�� ist, da» persönlich« Empfinden de» Herau»gebers� j1?, I»off angefi i P1" F 'uicr; (fttn K' An« ober al» p#' wa» und Iren er al» wertvoll nimmt Innglo» und epigonenhaft auSschaltel To fehlen Namen und tn»besonder« auch die«lg.cntlichen Lrbett«-� � Gerade weil e» hier. nicht auf die beste Form ankam, � man auch hie Htigrm« de» Proletariat«»u hören. Heist "'Ii.: Wo!e Bctfeuemsifl der Lebensm'llel! Die Neuerung setzt sich mit einer geradezu ungeheuer- fahen Leichtfertigkeit über die Forderung der Ardeiter hin- �3, daß keine weitere Verteuerung der Lebensbedürfnisse eintreten dürfe, bevor nicht °« Lohnfrage geregelt ist. Amtlich wird mitgeteilt, «�mit sofortiger Wirkung neue Ablieferung«. Prämien für Brotgetreide,©erste und K a r- ' 0 f f e l n eingeführt worden seien. Aur Begründung wird wi geführt, daß da« der zweckmäßigste und erfosgreichste zur Steigerung der Abliefen inoen sei. Die Produktionskosten seien außerordentlich gestiegen, ein Erbatz J*r Fehlmengen durch überseeische Wäre komme nicht in nroge. Es dürfe kein Mittel unversucht bleiben, um den �rotgetreide- und den Kartoffelbodarf auS der eigenen '"che ,*1! t-ecken. Weiter heißt e«: Brotgetreide setzt die VrSnri« mit Erfüllung von " Broze nl de« Mindestablieferungssoll» ein und wird aus die ii'amte bereit» erlolpt« Lieferung nachgezahlt. Prämie beträgt bei Erfüllung von 70 Prozent dr« ablieft- '"nglfoO« 8 Mark für den Zentner Getreide, bi» 80 Prozent �Blark, bis 00 Prozent 8 Mark, bi» 85 Prozent 8 Mark, bi» 100 Wizent 10 Mark, bi« 106 Prozent 12 Mark, bi» 110 Prozent ® Mark. Die Kartoffelablieferungiprämie beginnt rs" bei 50 Prozent de» ablieferungSsoll» und ist dann ge- Uufüli von 10 zu 10 Prozent mit 3 Mark, 8,50 Mark, 8 Mark, ,50 Mark, 4 Mark für jeden mehr abgelieferten Zentner und Mark für jeden über 100 Prozent-abgelieferten Zentner. Di« Schläge für die Lieferungen über 50 Prozent werden auch den �ndwirien gezahlt, die bei Erlaß der Pcmdiwing 60 Prozent Aortoff«lablieferung»soll» abgeliefert haben. Die lieber- ."Pm« der Prämienkosten a u f da» Reich oder die Immunen war unmöglich. Man hat sich beim Erlaß cher Verordnung den großen Bedenken, die gegen Preiserhöbun- auf wichtige Lebensmittel sprechen, gewiß nicht verschlissen. 7� Mehrbelastung mu ß jedoch getragen wer de n. vorihiindvrt rv erben soll, daß gegen Ende de« Wirtschaft»- Me» nur noch auSlandSware zu bedeutend höheren Preisen vor- �nden ist, die für ti« breit« Masse de» Bolle« unerträglich sein "»rden. . Di*- Agrarier haben also alle» erreicht, was sie forber- 's". Sie hielten mit den Lieferungen zurück und bedrohten � konsumierende Bevölkerung mit dem Hungertod. Als JftQmie für dieses landeSverräferische Verhalten werden jetzt außerordentlich hohe Liebesgaben zugebilligt, die M nur für die komnrende Ernde gelten, sondsrn auch �"virkende Kraft haben sollen. , � Die Kosten für die neuen LreheGgaden an die Agrarier Wien die Konsmuenten trogen, alle PreiSerhöhitNgen fallen i He Verbraucher abgewälzt werden. DaS P'seide und daS Brot werden eine Verdoppelung ihrer rNe erfahren. Die Verteuerung der Kartoffeln wird in Maße fortschreiten. Liebesgaben also für die �wrier, die Hunyerpeitiche für die Arbeiter! DaS berech- Verllangen, daß die Löhne erhöht werden müßten, um »kn Ausgleich für die maßlos gesteigerten Lebensmittel- 5% zu e. reichen, ist gan.z unberücksichtigt geblieben. Aber mrr Tetreid« und'Kartoffeln, auch die anderen L«- �Wittel werden ungeheuerlich verteuert. I%om 1. ktan. ab wird da» Pfund Zucker im Akinlhantxi T� Mork kosten. Für die nächste Kampagne fordern die Zucker- 7-r>ken 160 Mark für den Zentner Rohzucker, wenn die Zucker« �""Sswirtschast nicht aufgehoben wird. Da» Pfund Zucker ,�I>e bei Bnvill'gung diese» Preise» fast da» zehnfache dessen .�ün, wa» vor dem Kriege dafür bezahlt wurde. Die Prei»- �derungen werden mrt den gewaltig gestiegenen ProdultionZ- und mit den erheblichen Lohnerhöhungen begründet. Eben bei ven bi»he eigen Preisen hal-vn die Zuckerindustriellen ..Plangewinne erzielen können. So hatte die Zuckerraffi» 'ti* Halle im abgedanfcnen DetnebSjahre einen Ueberschuß � 8,45 Millionen Marl! davon erhalten die aktio.räre 20 Pro- ."1 Dividende in bar. außerdem werden Lhnen 3 MiW- to'" Mark neuer Aktien überreicht» mit denen da» Kapital zur "ßlileierung der Riesengewinn« verwässert werden soll. Dr» llenen verkünden, nicht fehlt Die Dämmerung, in d'e der �'»fch» rsank und die erlösende Dämmerung einer Zukunft. J«t sich fffbet schafft, webt in diesem Buch der Dichtungen, «'Irin reine» und Am«» Anftitz haben kann, sondern, wie der �"Utgcber selber sagt, chaotisch ist wie die ZeU au» deren zer- J�nern blutigen Boden sie emvuch». Richt säuselnd« Seele, nicht Pelzender R-im umfängt un, hier, alle» ist Sturz und Schrei. .""npf und Leid. Nein, diese Jugend ist nicht glücklich, st« ist n. � W« Hölle unseliger Erdenjahre gegangen, die Viston de» ,'«neu» liegt über ihr. In ihren Gedichten könnt Ihr st« er- In dieser Sanrmtung von über 800 Seiten sind mit Irägen. Selbstbiographien und Porträt» außer den oben- «"»nnten besonder» noch Däutter, Ehr-nstein. Göll, Hehn icke, J�er Schüler. Schickele, Stramm.?ra5. woifonstein»ertreten. Alfred W o l f« n st e i n ist übrigen« unter dem Titel I'*" schlich er ft ä m ps e i* ein Band ausgewählter Gedichte t,'* Verla g B. Fi cher, Bcvlin) jüngst erschienen, der in diesem rfommenljttng gleichfall» hervorg hoben zu we den verdient. Si« wn Und singen von Dunkel, Freundschaft und Erhebung. L Prüm» Schön tank, den man in den genannten Tamm- nicht findet, hat im vertage von Paut Cassiner. Berlw. neuen G.chichtkband erschen�n lassen:.Stn goldener s,"». ein du n k,er Ring.' Hier wände»! noch Zärtlich- J Und lyrische, Jchge Ischl die stillen Pfade und vergangenen nicht» ttnerchöct«» stört und srietckieb tön« die Seier: aber L2 biese poetische E«<4( ist ihrer Zoti nicht fremd und ist durch- von der hkgerifcht» Not. dem«eud d««rm«, und der uiwnären Liebe. Id., � geschichtliche Auswahl deutscher.Redolukton,- k. von Lucher, Hutten, über Goethe, Tchiler, Klopstock, Bur- tz7 uhland, Heine, Herwegh. Freiligrath bi» Dehmrt. Hasenleger, �'*1 usw. hat Jultu» Bab im«erlag Eduard Striche.®*tr. mit Einführung und Anmerkungen hei ausgegeben, vine« Ofin gut bekannt und wenig revolutionär, ober ti dl'idt g liche und übersichtliche t.ntbologi« deutscher KrethaitS�chlun" Ue.ar historischem SinschlaO. Ily�Ife vaSker-Schlller liest am nächsten Sonntag, dvrmtttag» � n'br. in(Kt.?ril>äne'au, eigenen Dichiuuyen._ Piff, jl'wi» Hordt gib! heut« abend 7W llhi Im Master, aal einen i»-..'"n,«eben der CpewiU soll dal moderne soziale Drama 8t werdon. Zuckerraffi nerk« Braunschveig gibt diedmal sog« 25 Prozent D> vi d e n d e. E» bleibt aber nicht bei der maßlosen Verteuerung de» Zucker», auch Sl a r«n e l a d e und Kunsthonig sollen gerade- zu ungeheuerlich im Preise gesteigert werden. Di« Marmelade wird künftig im Einzelhandel 8,2-4 Mark, der Kunsthonig, 8,70 Mari da» Pfund kosten. AI» Begründung für diese Vcrteuerui»g wird angegeben, daß durch die geringe Zuckererzeugung im In- lande auch AuÄanbZzucker in Anspruch genommen werden ntuß. Trotz der zurückgegangenen Zuckererzeugung lan» man aber im Tchlenckchandel jede bebeftige Menge Zucker kaufen, wenn man nur da« fünf- vi» s eck» fach« dasiir anlegt, wa» man für ratio- werten Zucker zu zahlen hat. So setzt sich di« unlstchenerlich« PreiSster-gerrmg bei allen lebensnotwendigsn Probukien fort. Die Erzeuger und dir Händler mvchen riesige Gewinne, die Löhne der Ar- bester dagegen bleiben immer weiter binter den Aufwen- dun gm für den Lebensunterhalt zurück. verkeuerung der Zellungen. Di« Organisation der Verleger der bürgerlichen Zeitungen, der Vorstand de» Perein» Deutscher Zeitungs-Ver- leger und der Vorstand der Vereinigung Groß st äd« tischer Zeitung». Verleger, erlassen durch Vig Presse folgende Mitteilung an die ZeitungSIeser: .Die Herstellung der Zeitungen hat sich während der letzten Monate in einem Maße verteuert, wie e» me vorausgesehen werden konnte. Weitere große Preissteigerungen der Rohmaieri- alien stehen, ebenso wie eine abermalige Erhöhimg der Teuerungszulagen bevor. Soll da» ZoitungSgewerbe nicht zugrunde gehen, und soll die Presse überhaupt noch ihren öffentlichen Pflicht«, nachkommen, so muß da« gestoae Verhältnis zwischen Ausgaben und Tinnahmen der Zeitungen neuerb mg* ausgeglichen werden. Nach eingehenden Beratungen find die Vorstände der unterzeichneten Beriegervere>inigungen zu der Ueberzeuguug gekommen, daß eine durchgreifende und allgemein« Erbübu-ng der Bezug», und Anzeigenpreise nicht zu umgehen ist, wenn die verteuerten Herstellungskosten wuügstenS wUwmf« ausgeglichen werden sollen.� Am Grotz-Verllu. Der zur Beratung de» Gesetzen Nourf» eingesetzte Ausschuß der Preußischen LandeSversammlung trat g-siern früh zusammen. Nach mehrstündiger Aussprache vertagt«« sich, um am 12. Januar zusammenzutreten und dann täglich Sitzungen abzuhalten. Die Stellung der Mitglieder de» Ausschüsse» zu dem Groh-Berliner Problem ist auch in den Parteien verschieden. Während die Mitglieder der rechtssozialistischen Partei und die Unabhängigen geschlossen auf dem Boden der Einheitsgemeinde stehen, sind dir Deukschnat'onalen und Deutsche VoltSpartei für die Gesamt- gemeinde. Die Demokraten sind geteilter Auffassung, während von den Zentrumsmitgliedern noch nicht vorher Hesogt werden kann, nach welcher Richtung hin st« sich endgültig entscheiden werden. Zunächst soll die Regierung noch ernige» Material de» schaffen, soweit da» möglich ist. Die Wünsche einiger Mitglieder der rechten Seite waren derartig, daß man sich de» Gedankens nicht erwehren konnte, als würde eine Verschleppung beabsichtigt. Denn wa» toll der Ausschuß mit der Voole-gim-g eimer Ueibersicht über«die Schulden der Gemcunfeem onfan�uii? Einmal werdem die Zckhlen gar nicht mehr stimmen, wenn sie zur Vortage ge- langen, dann ob« wisse jeder, daß die Gemwmden durch dem Krieg in Schulden stecken und daß der Verschleppung des Gesetz- entwürfe« die Finonzkalamitäten nur noch schlimmer würden. E, klang von den Antragstellern durch, daß sie die westlichen Vorowe vewahvon müßtan, Ve-npflichtu-ngon dc-r übrigen Gemein- den mit zu übernehmen. Sehr beklagt wprde von allen Seiten. daß ein« Sdihe Gemeinden einer Banbrottpoliitit direkt zustreben, in der Meinung, daß Groß-Berlin doch alle» bezahle. ES hatten Gemeinden auf dem Gebiet« der Besoldung, Schaffung neuer Stellen, Beförderung von Beamten in höher« Stellen Beschlüsse gefaßt, und faßten täglich neue auf allgemeine Kosten, dem müsse«in Riegel vorgeschoben werden. Es wurden verschiedene Vorschläge gemacht, die sich aber noch nicht zu festen Formen»er. dichteten, von unserm Vertreter. Genossen Leid, wurde gesagt, daß eventuell der Groß-Berssm-r verband«» sich vorbehalten müsse. Beschlüsse der Gemeinden, die n«h dem 1. Oktober 1919 gefaßt seien über Besotdungen. neue Stellen, Beförderungen, nur dann für Groß-Berlin rechtem irksam und verbindlich seien, wenn die künftigen städti'chen Behörd n eine Nock, Prüfung vor- genommen und ihr« Zustimmung erteilt hätten Gestreift wurde auch der Beschluß der Rf'nickendorfer Geineiudeverin.tung auf Anlauf de» Stahlwerk» Becker Die Regierung wird die An- legungen zunächst e, wägen. G.gen den Erlaß«ine» Sperr- gesetzt» wurden erhebliche Bedenken geltend gemacht. Die Kosten für d»n Wiederaufbn« de« verwüstete« franzllsi. sche» Vtebiete w rden nach einer Pariser Meldung 180 Mi Iii- den Franc» betragen. Zum Streik der Gasttvirle. Ein frivoles Spiel treiben öte streikenden Tasttvirie. Die Tausende, di« angewiesen sind, in Nestaurationen ihr Essen einzunehmen, werden kaltgestellt. Biel« Kranke werden damit„getröstet', in die Krankenhäuser KU gehen und sich dort Essen geben zu lassen. Die Brrsse. die sonst über Ar- beiterstreikS sich nicht genug entrüsten kann, sie sympathisiert mit den streikenden Gastwirte»«, weil sich ihr Vorstoß in letzter Linie stegen die Zwangewirtschaft wendet. Nun ist die Zwangswirtschaft ohnehin schon stark gelockert, was der Arbeiterklasse am härtesten fühlbar wird. Solange di« Lebensmittel knapp sind, muß di« Zwangswirtschaft aufrecht- erhalten bleiben, weil sonst die Preise noch mehr steigen und nur der Besitzende sich daS noch kaufen kann. waS er braucht. Di« neu? Verordnung, gegen die sich der Gastwirtestreik wendet, soll bezwecken, daß mehr Waren cch geliefert werdein und nicht in den Schleichbandol gelangen. DaS war nur mit harten Strafen zu machen. Je mehr di« Erzeuger von Lebensmitteln ihre Produtte in den regele rechten Verkehr bringen müssen, desto besser kann die breit« Masse beliefert werden. Wir haben an der heutigen Rege» lung viel auszusetzen, aber gegen daS Bestreben, de« breiten Mäste der Bevölkerung mehr Lebensmittel zu e» schwinglichen Preisen zuzuführen, kann niemand etwas ein- wenden. Im Gegenteil, eS ist von der Arbeiterschaft schär» seres Vorgehen gegen daS Schiebertum gefordert wordeift Wo« hier die Gastwirte tun, richtet sich in letzter Linie gegen die Arbeiterklasse, läuft auif die verschlchtening der Lag« der Arbeiter hinaus. E» ist bedauerlich� daß auch Angestellt« sich hierzu mißbrauchen lasten. Die Satten gegen bi« Hungrkgea. In der letzten Charlotten bürget Stadtverordnetenversammlung en diesem Jcchre, am Mittwoch dam e» zu den stür.mrichsten' Zusammenstößen, dir die»wue Stadwcrord« netenversammluna bisher erlebt hatte. Nachdem die bürgerlich« Mehrheit, verstärkt durch einen Teil der r«chl»sozialistisch«n Frack» Hon, mehr od» eine halbe Million Mark fürdi« Ein» wohnerwehr und den Wachtzug bewilligt hatte, rief der An- trag der Unabhängigen Fraktion auf Gewährung einer Weih» nachtSbcihitse für Erwerbslose unv Armen-UnterftützungScmp- känger so heftigen Widerstand der Bürgerlichen hervor, daß e» z« den schärfsten Auseinandersetzungen zwischen den beiden Seiten nnd zu zeiiSweMgor Ilnt«chr«hu>ng der Beradrrngon kam. Ekgen den Antrag auf Gelvährung einer einmoligen Weihnacht»bei hilf« an die Erwerbslosen in Höhe der laufenden Unterstützung, den de« Genosse Weidlich wirkungsvoll begründet«, wurden vorn Magistrat materielle Bedenken geltend gemacht. Schroff ablehnend verhielt sich die bürgerliche Fraktion, ebenso die demokratisch«» deren Sprecher e» an jedem verständni» für die Notlage der Er» werbslosen fehlen ließen. Die Rednenn der Bürgerlichen, Frl. v. Gierte, vorstieg sich sogar zu der unerhörten Behauptung, daß ein großer Teil der Arbeit»losenunterstützuna vertrunken werde Sie erhielt aber für diese schamlose Verdächtigung auf der Stelle eine so wirksame«bstrafung, daß sie ihre Ausführungen nur bruchstückweis« zu beenden vermochte. Nachdem noch Genosse 01# P 4t ft«V% v i» V) it ef«•»/(Ytz m)• r\ Vi— t..»»» � V._ fO".. J Hertz und Frau Zuckerirbe.T Lebendigkest for lebt. Während ihre Reden zwei Tage vorder bei der Beratung der Vorlage über die Erhöhung der Magistrat,» gehälter— den Stadträten wurde da» Gehalt fast verdoppelt, dem Oberbürgermeister ein Gehalt von 42 400 Mark dew'lligt— von sozialen Gründen trieften, zeigten sie jetzt ihre wahre kapitalistische Gesinnung. Auch bei der Bewilligung der Kosten für die Ein» tvohueowehr. bei der Genosse Broh Vstige Angriffe w.gsn sie richiete, halten sie weder ftnanzielle noch sonstige Bedenken. Hier fiflndette e« sich|a auch um den Schutz ihre» Eigentum» und ihrer Sicherheit, bei den Anträgen der Unabhängigen aber nur um Arm» und Erwerbslose. Ein Ranbüberfoll»uf einen Postwogen kwrbe D>N'N?r»tast aknnd in der Wrchlheide aitf der Köpeiricker Chaussee tWx bei Oberschöneweide verübt. Der von zwei Posstllourn geführte Prssi, wäzen. in dem sich n.*. auch zwei Wertpaket« und ein SBcrtbrtef mit Gesamtwerten von über 48 000 M. ve fanden, befand sich auf dem Wege von Ober schöneweide nach Nnmmelsdurg. Kurz hinler Oberschöneiveide tauchten zwei Gestatten aus. brachten die Pferd« zum Stehen, zwangen di« Postillon» mtt vorgehaltenem Reveiver zum Absteigen, fesselten dann den einen und ließen von dem andern die Wagentür öffnen. Nachdem dann dir beiden Ränder sich der Wertsendungen bemächtigt hatten, fesselten sie auch den. zweiten Postillon und verschwanden mit ihrem Raub in der Dunkelhift. Alz später andere Personen dazu kamen und die PostiNone von ihren Fesseln befreiten, war von den Räubern kerne Spur mehr zu entdecken. Weihuachl»seier fite die reli»i»n»losen Kinder der Schule M Südosten» findet am Sonnabend, den 80. Dezember, abeni, 7 Uhr, *n der Schulaula Glogauer Straße statt. Die städtischen Gänse, die der Magistrat deschafti hat. sollest vor Weihnachten jut AuKgnbe ßftanßcn, sondern erst In* Januar. Der Magistrat häU sich zu dieser Maßimhme dadurch txraniaßt, daß jetzt Vor Veriiner Markt mtt Gänsen übers.iU ist, während später wieder Knappheit an solchen herrschen dürste un» somit die spätere Zuführung der Göns« in den Verkehr im Interesse einer gleichmäßigeren Verteilung notwendig ersu�.ai. Di« verkaufStage werdrn noch ifsentlich bekannt«(macht.— Diese Mitteilung wird- vielen in der Bevölkerung ein« febr schwere «nttaufchuna bereiten, bi» gehgjv hatten, jetzt»tue«an» zu itiutm greife»holten ju TSnmn, der doch niedriger ist. ÄS der, Hot. verurteilt hat tw» in Öm Koijftn der Mehrheit seiner stratiion ertlärt« QU# den Geschäften vcrlorigte.' l I r a h m sich für daS fortbestehen t«S ArbeiterratS. lind siehe Zum Xcte verurteilt hat bat Gchwnryericht de« Saab.' da.«ich Herr Scharsf summte für die Wleichstcllung der Arbeiter- xerich i Lerkin III den Ärbe-ier Ernst Grüiwerg an» Oranie».' ratSmitglieder mit dem Wirts«hafiSamt»v»ritand und de n Leiter bürg. Grünberg wurde für schuldig befunden, seine Ehefrau de» Z&chimngJamt». stür noiwendige Besichtigung von Wohnun- am 18. Dezember b. I. in den Schisfuhriskana! gestoben und er- gen»erden den Beisitzern deS MietZeinigungSamte? KX) Mark trünkr zu tabeii.* j pro Jahr bewilligt. Die bei den vechundlungcn amtierende» Pontvw. Am Sonntag, den 21. Dezember, abend, 6 Uhr, Trtretäre erhald.n in Zukunft gleich den Beisitzern Anwesenheit». eröfsuen unser« Gc-.ofse« ein Jugendheim. Diele, wird der freie» � Antrag werden die HüiSpollzccheamtcn ,n sogialiftischsn Jugend zur Bersüßung gestellt. Di« Eltern werden «e beten, ihre Kinoer zum Msuch zu veranlassen. Da» Jugend» heim befindet sick in der Gaiilardslrasz« 82. dem 0*si!?lBDs!c'3cn. Nrinickendprf. AI, WeihnochlZbellilf«?ü- die E-nerb»�»'en werden 50(XK) Mark bereitgestellt, die Vjerkiiuiig der Erwerbl- lownsürsorgekommission übenvirscn. Außerdem sollen 10 000 Mark für LrtSormc, Nenlcnempfönger usw. verwendet werden. Tw VerpslegungZsötze für dir'Jns-issen de, Gcmrindtlieim» wur- den für Erwachsene auf 2,50 Mark und für Kinder aus 2 Mark er Höhr. Auf Ant.ag de, Genossen Kaufmann wurde beschlösse». eine hauptamtliche Stelle für da, VoIkab'ldurigKwescn zu schassen. Ein Weiterer Antrag der beiden soziaüstischen Fraktionen, scioi« de» C'lternbcira!, verlangte die Einiügung eine, Morolunterrich!» oder einer E: kenntni, lehre in den Stundenplan at» Ersatz für die «m llieiigionkuntcrricht nicht teilnehmenden Kinder. Stach längerer Debatte, in der besonder» der G-V. Praschma al» einzige und wahre HeilSguelle die christliche Weltanschauung hinstellt, fand dcts ntrag Annahme. Vom Kultusminister soll eine d'rckte Verfügung erwirkt werden. Bei der Festsetzung der Gehaltssätze für Wi:lschas!»amtsvorstand unh Vertrauensleute de, Arbeiter- ra!» entspann sich nach einmal eine längere Auseinandersetzung über de» Wert de, Acbeitmat». G-V. SR i n f u ä bestritt die Ztotwendigkeit de, Weitenbestaude» de» Arbetterrat, in seiner jetzige» Gestalt. Genosse Kaufmann al, Ackniterrat. sowie die Genossen Scheibe, und Monkowski legten die S!ot> wendigkcit dieser Institution überzeugend dar. während Genosse Eelke Herrn Pinku» in Aussicht stellt«, dem. Arbeltcrrat in unserer Gemeinde eine Form zu geben, die mehr at, eine Deko- ratio» sein werbe Eine klägliche Stolle spielte der rechtSsvzia» k>silsch« FraktioiiSsührcr. der sich im der letzten Gemeindevertretrr- sitzung so energisch für da, Abwürgen de, Arbeiterrat, eingelegt den Gemeiiideorbeitertarif eingereiht. Wittenau-Borsigwalde. In der letzten Sitzung der Gr- mei n d e ve rt re t u n g führte vie von unserer Fraktion bc- anfragte und schon mal beschlossene Rürkfordevui�g von je 200 M zuvial erhobener EntschuldungSbeihilfe von dem Bureaudirektor und dem Baurat der Gemeinde(beide ledig) zu einer unisaugreichcn TÄmtte. Beide hatten für sich di« für Verheiratete bestimmte Summe von 1200 M. liguibiert entgegen dem von der Ver- j tretung gefaxten Beschluh, der für sie nur 1000 M. festgesetzt ; hatte, wie bei allen ledigen Beamte». Di« Auszahlung war, i wie heute ausgeführt wurde, auf Grund bisheriger Uebung in I solchen Fällen erfolgt. Der Bureaud'rekwr Haid gegen den Be- schlust auf Rückzahtuiig Beschwerde beim Landrat er- hoben, der in seiner Erwidening di« Verpflichtung zur glückzah- lung verneinte, aber für künftige ähnlich« Fälle dem Gemeinde- vorstand Vorsicht aneinpsahl. Heute wurde nach heftiger Debatte, in der u. a. auch Kiageerhebung befürnwrlet war, die Rück- zahlungipflicht abermal» ausgesprochen, die KlageerhGung aber abgelehnt.— Bei der Wahl der Mitglieder zur Vorcinschätzungskom-mchion wurden die 8 Mitglieder resp. Stellvertreter mit 9 Stimmen der Bürgerlichen und S. A D gegen unsere 7 Summen gewählt. Uns» da» nennt sich Demo» trariel— Ein von un» gestellter Antrag auf anderweitige Be- schlustsaffung über die Besetzung der Schöffe» dezer» a a t e und auf Aufhebung de» seinerzeitige» Beschlusses über den NahrungSmittelkoittrokleur Schöffen Slot» z o l k(Streichung dieses GelaliSposienS) zeitigte, nne schon öfter, �eine lebhafte Auseinandersetzung, besonders mit den NeclstS» �sozialisten. Diese wie auch ihre bürgerlichen Freunoe. gleich- falls dar Bürgermeister, traten für Herrn Siotzoik lebhaft ein und so wurde denn auch unser Antrag auf Streichung mit 7 Stimmen(gegen 0) abgelehnt. Di« übrigen in uirserem Antrag« noch enthaltenen Punkte blieben unerledigt und somit werden wir gezwungen sein, an die Ceffentlich'tit zu appellieren, um daS heute abermal» mit Beispielen belegte System der Verwaltung», und AuSschaltungsdittatur»u fem« zeichnen. Dag hierbei die Siecht, sazi allsten ihre Vergangenheit abermal» verleugneten und sich al» Vcrnichter von Volk, rechte» betätigten, sei nebenbei angemerkt.— Auf Grüns eine» Dring» lichkeitSantrageS der Lehrerschaft wurde abermals beschlossen» ihnen ebenso wie der Beamtenschust«ine Beihilfe zu gewähren Aus deu vcggnisalsgnen. Eharlottenburg. 1(3 r u p p«. Die Märchenabend« am S»ti» abend(ii�en für den Lezirlr 1 a um 5 Uhr, für di» Bezirk» I h und I c um G'/i Uhr stall. Zieinicli-ndzrs-Ost. SN« Paiteibiblioihek Ist vom 1. Januar 192» wegen Znoentur geschlossen. Di« ausgeliehenen Bucher sind sofort t» .Jugendheim",«mendeslr. 7g. abzugeben. ZZ-ldungsausschnsj Lichtenberg. Die Ausstellungebticher, soweit si, eingel: osse» sind, Kannen rom Sonnabend, abend» 7— 8 Uhr(Sonn tu» 4—7 Uhrj, di» Dien»log Im Jugendheim, Dosiestt. 22, pari., abgeholt werden.— Cinlofchorlen zu den Marchs neorlesungen am 1. ua» 2. Zeierlag. nachm. 2 Uhr, im Cacilien-Lnzeum, Raihausstr. 8, ä 30 Pf- sind in allen„Freiheir-Spedilionen sowie in den Lokalen von W. Schulz, Kronpiinzenstr. 47, und P.Werner, Wilhelmstr. 3, zu Hoden. Bildungsausichuh Hvhen>?!euendors. Am Sonntag 3 Uhr nachrn, finde! im Sitstourant»Zur Klause", Bahnhos Hohen-Neuenborf, ein Märchcn-At end sur Kinder stall Die Genossen uun Birkeniverder und Vergseld» werden gebe'.en, sich zahlreich mit ihren Kindern daran zu beteiligen. Eintrilt: Kinder 50 Ps� Erwachsene 1 M. Teltow. Beeokow, 1. Distrikt swestl>cher>. Arn 21. Dezember, vor« mittag« 11 Uhr, Im Lokal von SEiemec», Berlin. Biilswitr. 58, Sitzunfl der Kommunalen Kommission. Sicsectni: Genosse Radike. Erscheinen unbedingt erjoiderlich. VereinsfKlender. strel« sozialistische Augend. Gruppe Osten. Achtung! Dt» zu* Freitag, den 18. Dezember, vorgesehene Adteilungoversammlung kann nicht stalisindrn. Ardetler-Wanderbund„Zloturseeunde-, Ortsprupp* Berlin« W« d d i n g. Die sür heut« abend angesag!« Weihnack>!«f«ier I* Lakai Kraczevvwokt, Gerichistr. CO, findet wegen de» Gastnitrleslreik, morgen Eonnadend, den 20. Dezember, XS Uhr, statt. Internationaler Bund der Kriegobeschädlzten,»tellnehmer,«gef*» (jenen und Kri-gerhinterbli, denen, Ortsgnipp« K a r I» h o r st« F r i e d r i ch» f« l d e. Freimg. den IS. Dezember, Mitgltedervet' samml�Ig im Restaurant Jaitner, Cchlohstr. 13. Berantwortlich für die Redaktion Alfred Dleiepp, ReukSN». I Verlagseenvss-nschast»Freiheit"». G m. b. H., Berlin.— Druck de» i Lmdendruckerei und Perlagsgeseltschast m. b. H.. Schtssbauerdamm 1»- 1 Soeben neue Nummer erschienen! er Sozialist. (trüber Sozialistische ßue!andepo1itif). Anabszänglge Jozialilemoüratijche Wocheojchrift. Herou»geH«den»oa Dr. Ruä. Breltschelä. Anter ftönälger TNltwtrkuihg oo« H.DIock, K.Kaut@ry, R. Stein, H. Ströhes u.a. PbonnemcnU ofcrtcUÄtjrlfd) 6.— 27?C. Cfnjcinurnmer 60 Pf. Dk'i'reiluasen jlmi«wfzuqebcrt bei der nächsten Postonnalt, bei den Spediteuren der Irechelt oder in der Derlno»« genostenfchoft„Ire>he U" e. v. m. b. H., Berlin NWS. Abteilung Buchhandel, Schistbaaccdonun 19. —. J' 1«!>---- Ci iriblttcnurtlailf aber AN, Primi CUiUität, vom Cliitf 6,— cuimäv.�. Neichhaltt«»u�ioabi tu ÄilnfiMerßflrtuuen w ein acher «HA clfgameu« VuMhrung tu Mull-, und a«ßÖiü*(toffcil. snvle einziick noer Hcuusto.e« Lang vre», Tüilb tibctreii, Gtdel- bencindweu. Slop, decken. ie: r prcUw rt. 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