ssch If instan!» [am* f) Kirch-»' JaM i n d e>- sirupti' der#! ein»® ?'Z.« Zrouer-l. Ahe»' Lütz»? x reih-"' nnM M -litte!® »itteUM 't'M rxchi's�! [siiiif*. Ei»"' (ln�eZpreks 15 Psennlg ♦ 2. Jahrgang Mltlvsch, ösn 24. OLzeAber 1919 Nr. 625 /Ä 341 � Morgen-Tlusgabt Vie /rfrztibtit* txittervt mctams imö nc&mititc;. en fcmr» ott� fcVtaam rar wr-ram* Ter 2?t;u(r5frei5 tetriat bei'«ter �ufteCint« ms tau» ffir �ro��rlm 4.— 231.. bx kzefitm Pof�Jcjua tncnatL 4�5 231. hei �ÜTeJlrrna unter fbrn-Tanb iür PaitfölaJb " 6J0 231. fax» Ausland 7�0 � per»rief IWO 231 RcbaFtloii imb(f�cbition: Veriw NW. tt, Schiffbauerdam« 10 W, Kerufprecher: Am» Rordeo%05 unb 28»€v yrttratt föfttn die acdrgnpalk. Noaoareillereile»der deren Xcum I jö 233 L.!I>onan);rTac« das'ett-jednufie IPort 50 pf« iedes weitere lvort Z* pi. Teuerunasruscblaa 30 pr»v »ei tamilien» u- Pfrdmmlan«ansei«m'ällt der fort, �nierate für den daraui» folgende» Ta? mäflen i'rüteAen» bis 5 Ubr naAmittacrs bei der Erpediti»« rnnfjtqehen fein. Jujermcs-AbtelUmg: Vertin NW. tt. Sckissdnncrdnmm:ß Fernsprecher: Amt Norde» S7ilS Berliner-Organ | Vau Escha bis Leipzig. Von Ernst Däumkg. Mitten w die GründungZtagung der U.G.P. in Gotha einetn Icudjteit d.r{ycueridjem der russischen Revolution. b:e Reihen dcr Lasscndctvußten. unter dem foiea-J. Jte-ang knirschende« deutschen Aröeitcrschast ging ein Aus- «»ca. Ueöerall enipfoni) man die Echebung des russischen als die erste Lluflehnung gtgen das ünpcrialistiichc «Kft&bftiüuechcit. Aber cs waten nur wenige die damals ui Hi otha auf den Gedanlen kamen, dak auch einmal für tz deutsche SliaeLitrilaffe die Stunde der Ptevoluiion schlagen renne.� La?u gebürdote sich der deutscht Imperialismus noch F selbstbewußt und siegeZslch?r. obgleich ihm der Tot schon M �cche. saß. Militärdiktatur, systematischer VolkSöetrug. «atlonalistische Dersticgenlieit und Denlträghclt beherrschten °ou:alS noch zu sehr die Massen, als daß man an die greif. o-ue� Möglichfeit einer revolutionären Erhebung denken konnte. Immerhin bildeten die revolutionären Vorgänge �Rußland für die i&mosscn. denen schon damals klar war. **3 dem Weltkrieg eine Weltrevolution folgen werde, das Zeucht ieuer. nach dc:u st« sich im Auf und Nieder der fol- Archen SricßSCTcigriiff« ori.ntierten. Im ganzen trat aber ], 2 Iu.r iüe Unabhängige Partei noch lange nicht die Notwendig. cin, sich klar und unzweideutig für den revolutionären � ben refoenüstischen Sozialismus zu entscheiden. Sic »;Ic� lost zwei Jahr« lang eine reine Oppositionspartei. Sie ItrVj kämpft« mit aller Entschiedenheit gegen die ÄriegSkredltc ■£m �nd die imperialistischen Tendenzen, in erster Linie aber Wgen die alte Partei, die unter sozialdemokratischer Flagge o!e deutschen Proletarier an den Wagen der in tperiaüsü schau Kriegsverbrecher spannte.\ ..!luf die Einzelheiten dieses Kampfes vom April 1017 ®i5 Novemöcn 1918 einzugehen, ist hier nicht der Raum. ük'cht ist der Partei d:eser Kampf nicht gewordm. Sie wurde nicht allein von der gesamten bürgerlichen Welt, sott. •ton ganz besonders vyn der Sozialdemokratischen Partei jni der GewerkschaftSbureankratie mit dem Odium des �aterlnndSverrat» belastet. Ihre Presse wurde von der �ltitärzcnsur ganz besondere geschuhrmgclt. ihre Anhänger, Meit sie noch dienst sähig waren, wurden in Tausenden von Mlcn auS rein politischen Gründen in die Schühengräben Jtor in die militärischen Drillanstalten geschickt. DaS lohte war ganz besonders der Fall, als mit dem Jahre 1017 die Wen Streikbewegungen cin sehten. DaS Wüten der �"litärdibtatnr fand damals die begeistertste Untersl-iihung �r rechtssozialistischen Partelgrößea und der GuverkschaftS- toreaukraten. .. Auf parlamentarischen Loden betätigtö sich die Unab- �angi�z Partei damals unter Führung Haa'eS durch die nachdrücklichste Vertretung deS FritdensgedankeuS und durch Z}* Geißelung der unzähligen KriegSverocechien und Kriegs. •toe, iiher lj» der U.£. P. auS allen BevölkcrungSsch.chwn wasisnhaftes Material zuging, weil sie als einzige kriegs. �Sncrischs Oppositionspartei den Getrolenen und Gedrückten }totmucn einflößte. Di« unabhängige Lsraktion war cs ?wh..dis damals in der schärfsten Form gegen daS HilfS- 'A* �wistqqch Stellung nahm, das dank der Mitwirkung der � �werkschastsbureaukraten die Arbeiterschaft in dm Dienst � KriegSüidustrie preßte. . Da» Jahr 1017 ließ di« Unabhängig« Partei auch als | Atoaationalen Faktor in Erscheinung treten. Auf der > �ü>ckholmer Konferenz trat sie als Anklägerin gegen die Wischen KricgSsozialisten ans. Da» FricbenSprogramin der lll z��bänaigen Partei unterschied sich'vorteilhaft von dem U xtoipranoum der Kaisersozialisten. daS von Anfang bis zu W* von imperialistischen Gedangengäng.m durchweht war. � jener sZeit erschien daS berühmte Buch Davids, daS ch�utschland von jeder Sckmld am Krieg« freisprach und Mtonal« Tendenzen enthielt, die letzten Endes den Entente- "V'.perinlisten Anlaß gaben, trotz der berühmten Fri.denS- Muion SAtci bemann* vom Juli 19.17 den Krieg weiter- i-chrcn. All dies« Tinge sind, obgleich sie c.st zwei Jahre �Wickliegen. heute von den Rcgicrungssozialistcn vergessen. spielen sich diese politischen Phari'äcr zu Richtern übgr ihmann, Hindenburg, Ludcndorff usw. auf, um dte n.toiSlosen Massen darüber hinlvegnitäuichen. daß|i« daS .."bendorffsckx! Hasardspiel mit Menschenleben direkt und in- gefördert haben. i _.Di« obsektiven Wirkungen der letzten Kriegssayre waren rtofeUos dazu angetan gewesen, der Unabhängigen Sozial- r�nolratie große Anhängersckarcn zuzuführen. Die Ent- trugen wurden immer größer, die Zahl der Familien, v*2erlufte zu beklage« hatten, schwoll immer mehr an. Aon Er hat sich»ichi gelrängl! Ewige Fragen au Herrn Noske. Auf der Ugitationlkonserenz der rechtZsoziasiftische« Partei» Funktiouä.e. die am Lt. Tczombcr i» Bertiil staufand, muhte sich Herr 51 o i 1 e gegen Angriffe verteidigcn, die einige ui�zu» f. iedere Denossen, dcniich:r unserer Pavtchzenosson di« Tätig» keit der Orgcnisc-tio« ganz nach der alten Schablone auf» faßte, weil er picht an dw WöAichkett einer diutscheu Revo. lut'on glaubt«. Die Dinge gingen aber Wren nmet�ittlichsn Gang. Auch m Teutschland«twaichS auS deni Kt'iegs die Rrtvo- lution. Ter Rovemberzusammenbrnch stellte unsere Pur.el in den Vordergrund der rcrvlntionären Eveianisie. Nach meiner ldebeweugung war eS ein großer Fehler, daß nwit orn 0. November 1018 da» 8JcßicixKig8ei;pertment einer Koalition mit den KriegSsozialisien einging. In revolu» tionären Zeiten lassen sich ResormlozrnliSmus und revolu» ttonärcr Sozialisnm» nicht unter ein Tech bringen. Tie Ereignisse heltan dieser Ern-ndregel recht gegeben.# ist nicht das Verschulden von SferVnc«, wenn die Ko.Lition so schn.-ll in die Brüche ging, sondern es liegt wu W">on der Sache begründet, daß der ReformsozmlisuiuZ zu einem Helforshelßer de» Kapitalismus und der Boitrgcoisic wird, , und daß cin Zusamnienarbchien von Rcsinmisozirilisten und , ehrlichen Revol>uttonärrn auf die Datrer un'möglich cht. In den ersten RcvodutiorMnonaten tobte in unserer Partei auch der Mci'MmgÄftmrpf zwischen alten Partei» 'tradittonen und neuen revolutionären Gedanksn. Die Froge: NaLionalversammlung oder Räi�ij stein?, die barckuf oh W ireue Deulschlünd d» d-mokratiLba od» l»rrTrtniir deutlich das Ueleuwiegen fa.mal demalrotiselrr Anschauimgon,«vie sie besonders in der Jotberung, die Räte in der bürgerlich« demoMceiiitfon Berfassung or Derauftrit, zum Ausdruck loimen. Lie MärMge brachten lvohl ein platonisches Be« »cnnwis zur Tiktatu-r und z-um Slätesystem, dem aber in der Praxis bei vielen siiftrondcn Parleigenosscn die noch immer letcmdige Hoffnung ßefenüfterftand, dock) wieder einmeÄ ein sozialislischeS«oalckionsiuimsterrum bilden zu känne'.i. Die folgvn'den Manai.e Feiigten, daß dns söge« neu rce pevolri-tionäuc Progranm, vom Marz den Natwcn« big keilen des''er schärf ton WtEssenkompfes und den ivzWen spotte« un gen der gtchrcn'den Zeit nicht entsprach. Und da shie uiib da, so zum Beispiel>in Sack) fem, der Gramke des Ltdin-isicriolisinus»eck) wnmer in einzelnen Köpfen spuble, ii'nö da andererseits die veg!! c nmg>ä sozial is 1 i ich c Paule i immer mehr zur Venrötcrin am Sozialismus wurde, uwr es uei bedingt•nottierrMg, die Unabhängige Partei uirt größerer Sckchrfe als die Vertreterin des Sozialismus hin« znstellab imd ihrer Taktik oLne feste und fonfegnente Gruad- tage Km geben. In dieser Absicht stud wir nach Leipzig gegangen) dies« Ausgabe ist in Leipzig veirvirklk.ck'lt tvodden. Wäiui von bom Ergebnis dar Leiichiger Tagung eine An« xrrhl Gvnossvn«nicht befriedigt sind, so ist das in der Haupt« ß'cke daucruf izurückzuiühren, baß auch Heu.'!«'noch gewisse ppportimislisckpresorriiistijchfe Geba-nbengänge in manchen Köpfen vorhaudvn sind. Jetzt handeli eS sich«bor darum. Ihtb die unaiafsen sind. Aber einen Unterschied gibt es doch zwischen England und Deutschland. ES ist in Eng wind auch aluherhM der Kreise der wzialisti« scheu Arbeiter eine öffentliche Meinung vorhanden. die sich über daS miiitärische Lorgche?« empört und cuergisch auf AWzilfc drängt. Als vor kurzem daS in Dublin prTch Inende Organ der derfassungSt reuen Nationalisten..FreemanS Jour« p n II" verboten nnnde, weil es die britische Verwaltung scharf vngcgnfsen hatte, crrcg-te dieser Verstoß" gegon W Piinglip der preßfreiftrit d'en stärksten Unwille!» bis in die konsierrxi'Iiven Kreise hinein. Map erkannie. daß hier eine V'cck.tsrer letzung vorliege, die an den �nndmneir'en des Staatswesens rüttele. Das führende liberale Btait in Laiidoir, die„Teilt) New s", druckte ivsort den«'rtikiel ad. wegen dessen„FreemanS Jourmrl" unterdrückt worden kvir und stellte dem Heivusgober der irischen Zeitung tele- graphisch für jeden Tag zwei Spähen zur Verfügung, in tauen er seinen Standpuirbt nack) Belieben pertrcton könne. Aber auch da» Parlament rührte sich. Am 10. Tetzem« ter wirrde zunächst durch eine kleine Ausrase die Auge« legeuheit angeschnitten und ,nGch der Vecuttwortung der Änsr»ge stellte d'er irische Abgcotdnete T. P. O'Eonnor den Antrag auf Aenderung der Tagesordnung, damit daS Zei- timgStertot aussührlich besp rocken tv enden könne. Nach der Eechäftkordnung des englischen Paiiiaiments ist der Vorgang so. daß nach Annahme eines svlchen Antrages zwar in die Erlchf girng der regulären Tagesotdimr.ig eingotveien, aber eine Stimae festgesetzt wird, zu der man die Vcrhmvd- jungen unterbricht, um in die Beratung der Interpellation einzrulreten. Nur in äußerst seltenm Fällen läßt-das Parlu« men-t eine solche Abänderung seines Eesck)ästSga-ngeS zu und der Präsident ist außerdem beneckriigt. einen entsprechenden Antrag übettaupt vo» vornherein zurückzuweisen. Tie Angelegenheit von„Free-mans Iourna«!" sck)ien aber dem Präsidenten und den SWzsordneten wichtig genug, um so- fort diskiilkrt worden, und w lbrnnie von 8 Uhr abends a-b die Tiskufsion über daS ZeitungSverb»t einsetzen. Auf ta,nde't wurde, trieben sie eine ziekbewußte CG. stniPicn, die die Parlamentsmehrheit wohlwollend bukdete. ES gibt, wir wiederholen eS, Unterschiede zwi'chen England und Teutschland. In der nach den,„demokra- tiicksien Wehl, echt der Welt" zusonimengesebten deu-hchen 9k«itirnr.lverummllmg rührt sich außer den Unohhäingig-an gieimmd. wenn es gilt, gcßnn die VorletzrRig der ver« sas'i'Ngk'wößig garantierten Grundrechten zu protestlvnon. Im Eegeielcil. die Volksvertretung des nachrevolritionräen Deutschland jubelt dem Relchswehrminssivr zu. wem er sW mit bru'ta'cr Cfsenhcit zu seiner Mißachtung der Ver- wssung und des Paü.amcnis beben nt. TaS engllscke Tez-ialistenblatt.Daily Herald" schreibt: Di« Labour Party habe nach einer Besprechung der irischen Frag« und der Lag? in Irland beschlossen, ein« Abordnung na chi| Irland zu entsend««, um di« dortigen Versätt. isse an Ort nw» Sie»« zu un ersuchen und nameinlich selizustellen. inwieweit da? zeg-nwärtige R«gicrungssyst«in in Irland b:( gtsctzl.ch« indi»! rtdu«lle Freiheit der Iren beeinträchtig«. Am 18. Dezember fand, tu. Unterhaus ein« Citzuno der Arbeiterpartei ltart. in der di» s Desegation«ms so>nbcn seck, Mitgkichern pisermmengeseht ! wurde: Adamson, Hendcrjcn, Partinso», Clym-S. T. Kj-lsoa und 93.«. Smith. LicyZ Qccroes ZllmdsNolilit. London, 23. Dizember. I" seiner Rede im Unterhaus besagte i.ch Lloyd Eeorgo auZ. siihrlich mit der irische» Frage,(ir wies aus die durch die ständl. geu Ullrichen l/ervorgerusene Emsremdung zwischen Irland und England hin und erittärie dann, schon auS zwei Grünprn müßte dn« irische Gesetz von 1014 geändert werden. Ter erste Grund l'W ans finanziellem Gebiet, der zioeite s-i die Tatsache, daß »nin seinerzeit die feierliche Lerpslichtung au? sich genommen hnh«. die EtaatSsori» UlstcrS zu regeln', das sei aber noch immer nicht gezchehen. Schon ans zwei Gründe» müsse in an zu einer Pel)lii»ci;g:ing kommen, erstens fei die Einigung zwischen Irland und Ulster notwendig ui d zweitens lönne England nicht Friand »IS srindllebe Slepublik zum Nachbaislaat haben. Die Pläne der Sic gierung für eine Neurege- I ii n g seien in großen Zügen etwa solzende: Ei sollten in Irland zmei Parlamente gebildet werden, eins für Irland und eins für Ulster, die sich, fall» sie ei wünschen, vereinig«» tönnten Die Parlamente erhalten vollständig gesetzgebende Stacht. Sie diirßen Gesetze, di« nur auf Irland Bezug haben, vorschlagen und annehmen und alle Siechte ausüben, die nicht ausdrücklich dem AeichSparlamcirt vorbehalten sind. Tie irischen Parlamente dür- fen über Unterhalts», WohnungS», ArbeitSfragcn, Fragen der loka. teil Periraltung, dir Eisenbahn, der Polizei, lokale NcchbZsragen. über Wege und Brücken entscheiden. Ferner soll der Schutz oer Minderheiten gewährleistet werden. Bezüglich der finanziellen Siegelung schlage die Stegicrvng vor, Irland solle alle Zölle und Stenern mit Ausnahme eines entsprechenden Beitrages für die SkeichSregiernng übernehmen. Außerdem erhalte ei vom Reiche für die Weiterentwicklung der irischen Volksvertretung«inen Beitrag. Sie Etilen'e besteht aus ihrem Schs'n. Pari». 23. Tizember.(HavaS.) Der Venevalfekretär der Konferenz Dutasta übergab heute vormittag 10,13 U h r in seinem Kabinett im Mi- nistenum de» Aeußercn dem Chef der deutschen Tele» gation Baron von Lerlner di« Antwort der Alliierten auf di« deutsch« Not« vom 15. D ez-e m- b< r, deren Text am Monlag von den Chef» der alliierten De- tegatiomkn«lsgesetzt worden war. Er begleitete diese Uebcrgabe enlspe«chend den Jivstrultionen de» Obersten Rate» mit«inem mündlichen Kommentar. Baron von LarSncr erklärt« Herrn Dutasta, daß et wegen der VertehrSschwierigteilen und d»r Wichtigkeit diese» Dvkiunenie» dafür halte, seine Regierung befragen zu müssen. Infolgedessen teilt« H«nc von Ler»ner.mit, daß er am DlenStag abend mit allen Sachoer st änd'i gen abreise und in Pari» einen Vertreter d«r deutschen Delegation zurücklasse. Er betonte, daß seine Abreise ganz und gar nicht als Ab« bruch der Verhandlungen aufzufassen sei. Di«»Agence HavaS" gloubi zu wissen, daß Dutasta bei seiner Mitteilung an Herrn von LerSner hervorgehoben hat. daß die Alliierten Verstäiidni» für di« wirtscliastlich«» Schwierigkeiten Deutschlands zeigten und auch den Wunsch hegten, ihnen Rech- nung zu trag/n. Der Generalsekretär der Konferenz macht« scrncr den Chef der deutschen Delegation daraus ausmerksam. daß im Falle de» Nachivcise» einer irrigen Einschätzung des gegenwärtig im Besitz Deutschlmivz besindtichcn Materials, auf die di« Forderungen d«r Alliierten sich grundrk.n, diese Ansprüche entsp.cchend ermäßigt werden.(Eine amtliche Meldung liegt in Berlin nach nicht vor.) Au» diesem Telegramm läßt sich entnehmen, dhß die Alliierten zunächst auf der Auslieferung von 400 000 Tonnen TchifsSiiiaterltl bestehen. Des weiteren aber auch, daß sie bereit sind, wenn Deutschland seine Unterschrift gegeben hat. in eine Nachprüfung der Forderungen einzutreten und sie mit Nücksicht aus unsere wirtschastüchen Verhältnisse zu ermäßigen.. Daß diese Hartnäckigkeit der Entente beklagenS« wert ist. braucht- nicht noch einmal versichert zu werden. Aber mit allem Nachdruck müssen wir fordern, daß die deutsche Negierung nunmehr nicht länger zaudert. Wir sind in der Hand der Alliierten, und ein Versuch, durch ivcitere Winkelzüge und Verzögerungsmanöver unsere Situation zu bessern, tan» nur die gegemtrilige Wirkung ausüben. CS ist schon sehr fraglich, ob eS notwendig ivar, daß der Frei- berr v. Lersner mit s�innn ganzen Stabe von Sachvcrstän- digen von Paris abgereist ist. Trotz seiner Persillferungen kann drüben der Eindruck erweckt werden, als ici wieder eine Verschleppung beabsichtigt. Tie BerkehrSverhältnisse würden nicht gehindert haben, daß die Note durch einen Kurier nach Berlin geb rockst und hier schnellstens erledigt worden wäre. Wir wissen nicht, wozu neue Verhandlungen mit den Sachverständigen dienen sollen. Deutschland be- findet sich in einer unentrinnbaren Zwangslage und muß sich fügen, wenn das Cchliminste verhütet werden soll. Deutschland und die De e nlgten Staaten. Washlnzton, 23 Dezember. gn her heute verbreiteten Amsterdcnner Metdung üb«r d't Annahm« eine» Knoxschen Antrage« im Senat» au». schuß für auiwürtlg« Angelegenheiten werden folgende Einzrkteiten grmcldet: Der Senaltautschuß für aulwärtig« Ang-'legenheüen bat nunmehr doch, wie bekannt, mit 7 gegen 8 St.mrren ein?« Antrag de» Senator» Knox angenommen. D eser verlanz' wörtlich: 1. Daß der Kriegszustand zwischen den Vereinigten Staaten und Deutschland obne jedwede Beschränkung in d'm gleichen Augenblick aufhören soll, in dem der Krieg zwischen Deutschla: d und den anderen kriegsührenden Mächten aufhört. L. Daß Dcutschland den vereinigten Staaten und seinen Bürger« sämtliche R'ch!« und Vorzüge«inräumt, welche andere Macht« und Staaten auf Grund de» Versaillrr Abkom» wen« eckalten. 8. Falls Teutschland diese Reckte und Vorzüge den Ameri- kanern gewähren will, so soll ein« Erklärung del Präsidenlen Wilson genügen, um den Verkehr zwischen Amerika und Deutschland w i e d e rh c r z u st e l 1 en. Senator Knox sag« bei der Begründung de» Antrages, daß die amerikanisch« Petit II der Vorbeugung von Kriegen durch Ein- füh ung schiedsgerichtlicher(Inticheid'inpen bei internationalen Konfliltcn fortbestehen solle. Ti« Annahme seiner Entschließung bedeute keineswegs Kn vergreifen der Ra'i- lizierung de» versailler Abkommen». Fall» doch di» noiwendig« Zlveüdrlttrtmehrhe't für die JkaMslzsernirg zustandekomm«n solktti ja würde der Entkchluhstn? Ra.,fila:ion nicht beeinträchtigen. Der Z-veck de» Anirage» n«re lediglich Fr.edrn zu jchiir�,-, und Amerika d:« SUchie und Vorzüge schon jetzt zu sichern, ohne erst d.e Ransizierung abzmoarten. Aas d?e zweiten Znlernal onale. Das Programm dcs intcrnattonalen Sozkaltslenkonarefcs. N. H. London, 23. Tezeinber. Ter Vell-ugZrat des internationalen Konz rsieS der s»zi-l« demokratischen Parteien beschloß, drn Kong eh, der im si-ebruar in 0) e n f zusammentreten sollte, bis zum 31. I nli Ittka auszu« schieben. Tie Abordnungen, dir nach Sluhland. Deutschland tir.S» Toten rntsaudt wnsden, werden der Le sammlung dc» Bollzuzs- rateS in Rotterdam am 23. Februar Bericht e, statten. Der BollgugSrat vrröffcntl cht ein Programm mit fotgenvea Puntten: L Baldige Ratifizierung de» FrirdrnSver- träges entweder mit gcwlsfeu Vorbehalten«der mit einer v-r. läufigen Acildcrunz, dir ein sofortig.-» Jnkrasttreten de» F-iie- den? rrmöglicht. Besonders verlangt de.- Vollzugzrat die cird- giiUize Feststellung de! OetrazcS der Schadenvergütung. 2. den baldige» Zusammentritt des Bölkcr- bunde», dami, dir Beisuche der Gehrimdiplvmatie, aufs uei.e eine BündiilSpolitik aufgubaucn, verhindert werde». S. Friedensschluß zwischen R u h l a n d und b c a übrigen Mächten. Rückgängigmachung der Blockade uid aller E nschränkungSmaßuahmcn für Handel und Industrie, di? politischen Beweggrund haben. 4. Gründung rineS internationalen Wirt- schastSrat», iu welchem Arbcitrrorgauisationeu vertreten siub. S. Eine internationale Anleihe, welch- die so« fortigen Brdürsnissr en RahruneSmittelu, Rohmetcriallen decke- soll. ES sollen Eichrrheitca dafür gcleister werden, daß diese. Gelder nicht für ende.« Zwecke verwendet«erden. Zapauische Sozial sten geZeu die ZulerveLklsZ in Ruiiland. London, 12. Dezember. Hier ringetroffeue Meldungen besagen, dah die japanisch« s« zialistische Partei dem 7. Sowjctkongrrtz in Möttau den Bruder- grub sandte und dabei ihre Entrüstung über die japanische Jn'.rr« ventiou und ihr Bedauern darüber aussprach, dah sie»ich, stark genug sei, die japanische Regirrnug zur Ausgabe der Jnterve» »um zu zwingen. Das beschödigle Amlszeheimnls. Der Regierung ist es äußerst unangenehm, daß ihr ateset Stelle nachgewiesen wurde, daß sie, wenn es ihrell AgiwtionSzwccken gegen die Unabhängige Partei dienlich iw fcheurt. jede Verletzung des Amtsgeheimnisses gutheißt. hat gegen Herrn Heilmann und den„Vorwärts", die kürz« sich amtliche Prolokolle geheimer Kabinettssitzungen uffentltchten, um aus diesen«flitatlonsffoff gegen linset Partei herbeizutragen, nicht das geringste uiitcrnomm«� sondern bemüht sich selbst, die Angelegenheit schleunigst i» Pertulck>en. Sie behauptet, daß aus einem der erwähnte� «oPinrttSprotofoIIe dem Genossen Ha a s e ein Auszug zul Verfügung gestellt worden sei, den dieser bei den VerHand' (ungen der Ncdtionalversamullung in Weimar benutzt ht# Eine dümmere Ausrede konnte die Negierung wahrliä nicht finden. Sie brauchte nur noch behaupten, daß dck Vorstand unserer Partei dein„Vorwärts" selbst daS#' terial zur Verfügung gestellt habe. Ader mit solche Mätzchen wind die Negierung die Oefsentlichkeit nicht irt� führen. H.rr Heilmann und der„Vorwärts" bemerken>" ihre» Ausführungen, daß ihnen das Protokoll vorgelegt'' habe, iDolsigcmerlt: da L Protokoll, nicht eine Abschuß desselben. Außerdem erwähnte der„Vonrärts" den 9"' lwlt und tas Daitum eines zweiten Protokoll!) luas ihm ebenfalls nur aus der Einsichtnahme bekW' sein kann.. Es muß nochmals als feststehend wiederholt werden, W) der„Vorworts" und Herr Heilmann nur mit Hll� höchster Mcgicrungs stellen zur Kenntnis der tokolle gekommen sein kann. Die Regierung erÄärt ntrt' mehr auch offen, daß sie selbstverständlich das Recht hat, aw einzelnen gelteimen Kabinettsprotokollen nach ihrem~r' lieben, d. h. nach ihrem P a r t e i i n t e r e s s e, Mili-js liingen an die Leffcntlichkeit zu mach.». Angesichts diclt Eingeständnisses ist cS selbiwetständlich, daß auch dieicmC� früheren Mitglieder der Regierung, die heute nicht dem Kabinelt angehören, zur Abwehr solcher Parteiagitati� daS Recht Weil nunmehr ihrerseits da? zur vollkommen� Aufdeckung der Wahrheit notwendige Material herbei»'' tragen. Keine Verhandlung gegen den Mörder Eigner». Am Lt. Februar wurde Gouvsse K u r t E i s n e r r-� einem wrttdurck Achten Mordplam auf feige Weise ftin�' nicks crnwrdet. Diesen Mord, ebenso wie die Ermptd1"1,, Karl Lirbkncck-ts und Ro'q Lupemburgs. leitete die lenievolutien ein. Tie Mäiker sind bis heute strwssrei � blieben. Lftrrlei'tnant Vogel, der einzige dc-r Osfizit�, per Ä nin er. Irr nicht srei>gc1prock>m werden konnte, mit amtlicher Uerter stütz im g noch Holland gebracht wo'�rt und schal nt für die dertt'tF« Justiz noch immer unerreicht, zu iein. l'tnd der Mörder Eisners. Gras A r Valley, leitet dauernd an„Schmfindelanfällen", und Potcntrung gegen ihn n-i.'d dauernd hiinauSgesch� wiHrend dcke Iüstiiz teicits Zeit gefunden hat, den täler Lindner, der seine verdamme, nswarto Tat unter unmittelbaren Einfluß der Ermordung EiSuers beging- 14 Jci'nen Zi chtl ans zn Pertirteikn... Es kommt aber noch besser. ES niürt fetzt erklärt, f|!i nochimrlige erg tisch« Untersuchung tzabe engeiirn, daß 0�', A rr» da» e r n b v e r h a n d l u'n g» u n s ä h i»z sei. cht: Ttar-lerrNchlt'chast rm Landgericht I Müiuchan fta-t dert'U dinch itren Vertreter, den ersle'n Sb i rtSanwolt Ha« rt niit'beilm lassen, daß drei ätz'lljche Giilrihlen über l! gpceiträrtigeu CesundlieitKzustand des Grafen ei>w�. tcrt ieien. Alle bvei Gutachten hätten nun übvrejps� flterf «üb flotti ««sjt n-Iso Ooii str i »est« dem «nts Fall ein« S!,' ßroii Irin luri 60 iU iiejii rrgrten, Stil dne ÜVrfröifldirtrg(fegen ten©rerftet Ii'n e u n m i 1 1 c 1-6 o r« Lebens g'efährdung bc« citfen miiirbe, ba eine der finge In, die dein Mörder n nalistischen S un« zu provozieren. So wird jetzt au» M e in« l berichtet, dast dort Angehörige der berüchliglen Eisernen Division von Lokal zu Lokal ziehen, patriotische Lieder an- stimmen und die Gaste zwingen, aufzustehen und den baterländischcn lltodan mitzumachen. Leute, die sich widersetzt b»ben, sind mit der Waffe bedrrht«der blutig geschlagen worden. Gienau so. wie e« in der Hurrastiminung 1014 geschah. Diese Vorgänge stud ein Symbol. Sie zeigen un», daß sich die Dallikumrr nach wie vor al« nationalistischer Bortrupp be- trachi«,,. Sie haben ihr« Pläne, der Reattion durch eine» «ssenen Kampf in den Sattel zu verhelfen, noch nicht hrcisgegebcn, sondern rüstcn vielmehr, dant der geneigten Unterstützung durch Noite, zu neuen Schlägen. Tic «anz- alldeutsche Press« ist angefüllt mit Artikeln. deren Tendenz daraus tjinauJlauft, dw chaiierikäinp'er nicht nach Cause zu schicken, sondern die Formationen bestehen zu lassen. Die Hcrrschasren w-sia»»-roar»in Ahr« Pläne gehen nämlich da- hi#. nuj de» Balri kn mränbr rn ein« Hinden bürg- Armee zu lauen. In Schlesien wird desllr schon«an,»sfen ge- 'uorüen und verschiedene derartige Bataillone sind bereits aufgr- stellt worden. Für da,, was kommt, ist Nosf« verantwortlich. Sr he. stra t weder die Verkir.'er. dir sich an den Schiebungen beteiligt »»d da» Volk um Millionen betrogen haben, noch trifft er An- stafton, die zurückgekehrten Truppenteil« aufzulösen, obwchl sie. «us�r dem nat.o.iatistn'chcn Reden, keinerlei Dienst verrichten. "Isv völlig überflüssig sind und schon au» diesem Grund« nach Cause ge'ckifi w rden mühten. Rein materiell betrachtet, kostet der Spitz, drn sich«ckk» mit der Erhaltung der Tattlkumräuber zrsiauet,««xitch zirka 600 009 Mark. Will die Regieoung also dem SMi.d«! nicht wenigsten« au» siaiauziellen E! runden ein Ende »ach«»? Aus d?m Slaile lloskav. . Wir haben in der gestrigen MorgmauSgabe zwei markante »all« tr.■» dem Bleiche Bios. an mi.getc.lt. Sie bezogen nch aus rine Errungenschaft der siievoliirion allerjüngsien Datum»: Offiziere, die auf der Straß« nicht gegrüßt werden, schicken den«che»«» Verbrechern ein pu»ir!)1 e o o i v c r'i ch'u! I e hm.er- dcain Nur durch Zufall ver stylten die Schüsse ihr Ziel. Und *ün kommt NoSke und läßt erttären. daß e, sich nur um.War- schüsse" gehandelt habe um» dist �us tunter scharf vongc- tzun-ge,, melden muß. um die Dszidin herzustellen". Eine fenne Firma! Ti« wi-lhelminischen Offiziere banden im die Soldaten wegen(eichtet vcrgehen an den v-um. Da» Wae«in« Yarsxrrei, aber sie entsprang dem Wefmt de» laifct» iichen MtitariSmus. Und außerdem tvar Krieg. Am(Staate Noskau aber lzerrschk wenigsten» dem Scheine nach liefer Frieoe. Und trotzdcin fühle» sich die Osfiziere befugt, da» Schneßersru zu ziehen und da» Leben ihrer Mitbürger zu gesährdsii, dcmvit die Tisziplin erhalten bleibt. Dem Anbinden im Felde ging tv«ni> sielt'S eine Untersuchung vorau». NoSlc» Cfiiyere aber brauchen diese Lächerlichtei! nicht mehr zu erfüllen. De Todesstrafe für den, der nicht grüßt I» So reformiert Noskc da» neue Heer. Die Nacheaktion. Au» Magdeburg wird berichtet:.Im Januar 1919. also vor 11 Monaten, sprach ein Soldat vom Ansanierie-Rcgimcnl vll mit Kameraden über die ungerechte Behandlung. Ter Kompagiiicsührer, ein Hauptmann, ivar dazu gekommen und hatte de» angeklagten Soldaten durch seine gnobe Tonart in Er- rcguug versetzt, ivorauf dieser erwiderte:„Wir haben uns die 5!nechcn kaput schietzen lassen müssen. Sie aber haben sich in der Etappe hernmgedrüctt." Tiefe furchtbare Beleidigung mußte gesühnt werden. Ter Anklagevertreter bcan!rag:e 4 Wochen M i t t e l a r r e st. Nur dem Unistand, daß ein ärztlicher Sach- rerstänidiger bcstäligte, daß der Schwerverbrecher infolge de» K- iego» nerve n leibe n b ist und in einer seelischen Erregung gehandelt hat. ist e» zu danken, daß man ihn unter Zubilligung mildernder Umstände mit„nur" einer Woche Mittelarrest bestrafte. Man sieht, die Miliiärjusliz ist besser all ihr Ruf. Nach II Monaten vermag sie noch da»'ürchterlick?« verbrechen einer 0ffizier5beleidigung zu ahnden. Nur in Kleinigkeiten, wie tWeryaten, Utktiiiden'älschungen, Meineiden, Bcgimitinungen eine» Perbtechen» u b dergleichen versagt ihre Kunst. Möge sie daher zur Hebung des LicchtSempsindenS noch recht lange am Leben bleiben. ArbettsZosenv?rsicheruig. Nach einer Mitteilung der.vossischen Zeitung' ksi km Reichs- arbeilsministerium ein Gesetzentwurf über d'.e Arbeit»losenv"r- sickerung aufgearbeitet, der aber bisher nach einec offiziösen Mit- teilung nur«ine Vorarbeit darstelll, die nur durch«in Gesetz in Kraft gesetzt werden kö»»«. Trotzdem hallen wir es für not- wendig, den wesentlichsten Inhalt dieser verarbeil wiederzugeben, behalten un» aber eine eingehend« kritische Stellungnahme vor. Der Gesetzentwurf umfaßt 117 Paragraphen, versicherungspflichtig sind vom 10. Jahr« ab Arbeiter, Gehilfen. Gesellen, Betricbsbcam e, Werknieister und andere Angestellte in ähnlich gehobener Stell» ig, HaiidlungSg-hilfcn und Gehilfen in Apotheken, Bichnen. und Orchestcrinilglstder ohne Rücksicht auf den Kunstwert der Leistungen und die Schiffsbesatzung deutscher S.csahrzcuge oder Fahrzeiige der Binnenschiffahrt. Arbeitslosenunterstützung erhält, w-r mindestens in den IL Monaten vor Eintritt der Arbeitslosigkeit 20 Wochen hindurcki Beiträge geleistet, wenn er arbeitsfähig ift, aber nach Bescheinigung durch den Arlutitonachwei» eine passende Ar- bcit innerhalb drei Tagen seit verlassen seiner letzten Arbeit»- stelle nicht gefunden, und während dt» laufenden Kalender- jähre» seinen Anspruch auf ArkeiiSlosenunterstützuiig in der Höhe von insgesamt 13 Wochen noch nicht erschöpft hat. Arbeitslosenunterstützung wird nicht gewährt, wenn der versicherte seine Stelle infoige eine» Streiks verloren bat, für die Danen oes Streifs, odrr feine Stelle freiwillig ohne triftigen Grui.d auigegeben hat, oder, wegen sckmidhaften Verhaltens entlassen wurde, oder wenn dem versicherten eine passend« Beschäftigung»ackmcwiesen wiirr»? und er dies« ahn« triftig.'n Grund nicht angenomnie» oder bei einer angenommenen sie nicht angetreieu hat. Die linterstützur.g wird vom dritten Tage der Arbeitslosigkeit ab in Höhe de» Ort s lohn«(§ 149 ff. der RBO.), der am Sitze der Kasse maßgebend ist, gewährt, sie kann ganz od'r zum Teil ver.agt werorn, wenn der Versicherte die Kasse durch eine st rochare Handlung geschädigt hat, die/mft Verlust per bür- gerli. n auStwchmZIoS durch Mitglieder deß Allgemeinen Verbandes der De nt seien Bankbeamten, Sfltiwt Kassen boten, beseht. Der Ausfall dieser Wahlen hat gezeigt, daß sich die Angestelllensbaft im Berliner Groß-Bankgewerbe. kauf» männischeS sowohl al» technische» Personal, mit erdrückende» Mehrheit zu den gewerkschaftlichen Tendenzen de» Allgemeine» Verbandes bekennt. Diese Tat'ache ivird auf da» Ergebnis de» jetzt beginnenden Verhandlungen zur Schaffung eine» Reichs« larif» für da» Bankgc werbe nicht ohne Einfluß bleiben. Die Berliner Buchbinder sur den Industrkeverband. 1 Eine von der Berliner OrtZbertvattung de» Buchbinde r-ver» bände» einberufene öffentliche, sehr stark besuchte Buchbinder. ver« sainmliing am vcngaiigeuen Sonntag befaßte sich mch de« Frag» der Jndusirieverbände und nahm Stelln-n� zu einer Wirtschaft»» beihilie. TaZ Referat zum eckten Punkt« der TagcZorvnuug hielt Genosse.Höring, nachdem c» einigen rechtSsaziallstischen Trei« bern nicht geluwgen war, den Punkt von der Tag.-Sordn.ung ab» zusetzen. Er verivarf dir BelriebSorga-nilattr'nen dcS Berti nee Kommunisten urtd trat für llmbiidung der einzelnen Ovganifa« tionen zu Jnduslrieva-bänden ein. Ein« Resoiution» di« sich im allgememe» mit der in dieser Frage von der GewerkschaftSkom» Mission beschlossenem Rejolutton deckte, tvurde gegen wenig« Stinimen angenommeic. Bei der Angclegen-belt»Wi ittscha f t»be i h il se" entspann sich etn» recht lebhafte Aussprache. In Aiobetracht der herrschenden Rot tvurde an di« Forderung einer WtrlfdtaftSbnftttfe erdacht. Di» Forderung wurde abgeiehnt. den Art>eitgebcrn, die geneigt waren, ein« solche zu gewahrem, wurde dies vo» der famosen Arbeit«» gerne in schlaft verboten. Wegen der Ablehnung der Forderung«ine» WirtschaftSbei Hilfe, waren öie Buchbinder der Firma H. S. Herr# mann in ein« Art passive Nessistcnz getreten. Schließlich zeigt» die Firma doch Enlgegciikominen. trotzdem der Zentraivockland det Buchbinder die Forderung einer WkdschaftSbdhUf« al» tarifwidrig bezeichnet hatte. Eni« Rosolutton. die scharfe Slellunj gchten den Zentrolvorstan» nimmt, da» träge Verhalten diese» gc-gen scher der Forderung einer Teuerungszulage verurteilt u»tz di» ArbouSgeineinschiaften ablehnt, muri« angenommen. Die Lohnbewegung In der Leberwirtschaft. Am Montag fand einr- Sitzung der frei gewerkschaftlich«rgoni» sierttn Belriebssunkiionäre der Ledenvirtschaft statt. Da de» Groß-Beriiner Aideitgoberverband de? GroßlandelS fein« int Sinne der Resolmlion befriedigendc Anlivort gegeben hattch wurde au» den Kreisen d>.r verui»?oll«geii der Antrag gestellt» am 23. Dezember vormittags die Sireikparol« für die ge» samten Bctckebe der L-rderwirtschaft herauszugeben. Dem An« trag wurde von allen Seiten lebhaft zugestimmt. Mit großer Mich.- gelang t» den veroandZvcrtrclern. den Antrag znr vcr» tagung zu bringen, da e» nicht für zweckmäßig angesehen wer» den kann, während der Dauer eines Tar'fvcrirages in den AaS» stand z» treten. Eckt nach einer längeren und sehr lcbhaftett Ausspräche lam der Beschluß zustande, den Antrag aus Prokla» niation ocS Sw. ike» auf die Tagesordnung dor nächsten Funktio» närvcrsammlung zu setzen, da bi» dahin der Tar>chertrag ab« gelaufen ist. Zur Bewegung der Stralsenbithter wird mitgeteilt, daß M» Percha ndiuwuen ins Stocken geraten sind. Am 12. Dezember soll» ten mit Der Direktion eine Aussprach« stattfinden. ZU» di« Vertreter der Siraßendahuer erschienen. Nwr noch eine Vertretung eine» Verbände» anwesend, der vorgibt, auf chniitticher Grundlag« zu stehen und dem der größere Teil de» Personal» der Hoch, und Untergrundbahn angehören soll. Dieser»Privat�isen-bahnee» Verband" wie» früher alle Tendenzen e>ner gelben Crgantfattoa noch, weshalb die Vertreter der Straßenbahner e» abtehnten. sich mit ihnen an den Verhandlungstisch zu setzen. Di« Folg« davon war, daß die Verchandlumeien»Acht in Muß Tanten. Wie wir hören, soll der ArhettSmimü«« sich auf den Standpunkt gestellt haben, daß bei Verlandlun-gen Oreanifutüv en wegen politischer Aufsassungen nicht ausgeschaltet tverben dürfen. ES ist z» erwar» ten, dag die Verhandlungen schien ni-gst am genommen werden, zu« mal die getroffenen Abmachunr>en am 81. Dezember ablausen. Verantwortlich für dl» Redaktion Alfred A!>»I«pp, Aeubölli». Nsrlag?g«nossinschafl.Freiheit".«. V m. b. H.. Verlin.— Druck der Lindendruckerei und Verlogegesellschafi m. b. H.. Echiffbauerdamm 18. GESCHLOSSEN bleibt utnzu@sb2ilber zwischen Weihnachten und Neujahr unsere Bucbbemcilung Unsere Geschäftsfreunde biffen wir hiervon Kenntnis zu nehmen, da während dieserZeif nichts angeliefert werdenkann Was jede Dame wünscht ist modern und«I-gani zu lein. Zu gediegener Eleganz gehört heule für den Gebrauch auf der Etrahe, in Geichäftcn. im Theater usru. eine schöne Lorgnette Patt des Änei'ers oder der BnLe. Die neuen Ruhnie-Lorgnetten sind von lo ansprechender, vornehmer Auslührung, dah jede Dame sich immer von neuem darüber freut, weil die Rubnke-Lorgnelte ihr Gelegenheit gibt, ihren gucen Geschmack zu zrgen und bei der Hand- dabang weibliche Grazie zu«msolten. D e A s» mahl in aparien Formen ist reichhwtig sowohl in gediegenen Silber», Tuia- und Toledomustern, als auch beionosrs i» den wmiderichönen. gaid» plattierten Lorgnetten, sür deren golüarttzez Aussehen wir drei Lahre garantieren in de» Preis lagen oon M. 60.— bis 150.—. 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Nod>babn.ötation Ttortuina SW. 5eaUe All.once-Sk. 4. «aßeftten Tor. Friedrich-Sir. 150. a-t» Sorotb«««-Str. Ehariotteaburg: Spandau: TtCUlßlltK 4 e«Q«Bübrlossen. • Opernhaus "eute geschlossen. i cäanspleiliaas Heute geichlosseit. ire'etinn: Heiebatdt' eatJChes Tbwler Heute sreseftspssen- 1 I eute seschtossen. >kss SeiiMMW KarlstraBe eotß geschlossen* SärlWsF Heute ceechlossen. tu ft ertaz nashm 4U Per eute Ruf. Abends 7i. Uhr; ETOEü 8iMI THancn-Tlißfitßr' Heute geschlossen. �höherr«� „ Abends 7tz Uhr: Maskerade RünlfiSerftraße L feiortae nnchm.: Musik (Klnra: Mnrtn Orekal AM.: Scliloß Wetters» ein ».Haler le« nnchm.; Musik. «ÄlSjfeS = Schloß Wettersteiii Hoaiößlenlmüs 1. fei er mg nnc-m; Liselott Abtods iS Uhr:..Sie" i reienar nachm.: Liselott Abends iS Uhr:..Sie" ähnnabend:..S f e" WHintas:..Sie" Mloer IMer um: Bammel' Studenten »««.*«»»-« Wfw 7.W iffii raisa-Wer Direktion: Viktor Barnawsky GescWosoen, •orBtrs* 3 U/ Der rote Bah» n Uhr: Pygmalion., Braitag JUhr. Oer rote Halm 7.» Uhr; Pygmalion 2tiiiseil8Kll..Tleiter Qesehtossnn. Donnerstag and Trat rag s Uhr: Dies Irae. _7r Uhr; Cynrienny. .1.■.__—--——"7— Mn apereMous Dlraktor: Jean Ären Allahenaltah 7 Uhr 30 Min.; Die Dame vom Circus RöSfe-Theater fiaete rcfehiossen. I and t. feienaa S Uhr: Aocneabrzae!. völlig imSAHiEnlsha MMWUr tnthriBh« Srr.M. Tägr.'/iSUlin Scimiepels Lene t» allen Pt arlegM naclimiitags.»■ U"r: ..Frohes Fest" 48 UTir: kchnlsyeU hone «g-jaia nrsrjft. Sperlhi|(ii>en Apollo-Theater Friedrlchstr. 218. ft/ Allabendlich Iii t Sonntags 3' 3 n. 2: UcOiianreifliches Variett-Pfcgfarani! Uglich Tt Uhr WetLvmteiillllv -.�fa/MftW.gWfitlW!.... Walbaila-Tueater OefCh'orsan-_ Tblster and Sonntag nachm. 3 Ohrs Eifte-mer 9 ehem. Mitcl. der St«: Iner Shagrr BIGtiisen-liKtrt Vorv. Il.lh e. 4-6 U ftrmJSusth "este. HeTll.ab»esebtoese«. Ab I. Felanaa bis einseht 28» Oesemh. 2 Vontallcase» 3 und 7 Uhr. Nachm. I eigenes Kind frei. In tdmCllehen Vorstellungen O28 greiart Festprogr, Außerdem«um Schluß: .Vaclrm. M�zthcnpanfom „Aschenürödsr Abend» Tradlk. Paatoa. „ßphrofllte f Bichhofbauer Volks-Varietö Warschauer Str. 34/36. Tielich erstklassige Varie�ß. Nummern. Das große Wenmachtsprograrom. Foriana- Lichtspiele Mfllorslraysp 12« Vom 23. bis 26 12. hi gnla Wafcaahliingriim I Präriograuen Original-Wild- Waes. Drama Ola PeruanaHn Haupidarstellar: M ady Christiaas Rainheld SehDusal Brw.pMrTfiefWilieD VortAgolgel Großer Sillens ohiagar itKelnholdSehhasai. M D 8 X K ADIBM IWaTBÜMBNTE W SAltB«!--- BläfAijüfgm a'BAMMOPHONI! PLÄT%N NADDLK PIABOS- FLt'GBL r rs rf a n t trei Bap.ratur- tv erhntatt BERLIN O 34 FRANK F. ALLEE 837 alkx. 4ISU BERL N- LlCHfERBEnG FRANRP. ALLKK IIS A LF-X. 4l»i BERLIN- SühONtßERG HAUPTSTRASSES »TKt'H A N*090 PiiötORpparate Ankauf-VrlUi Pboto-Steclcalmana. W. 9. Potsdamer Str. 133. Großes Zchauspieihuus lUUlllllMHItHtUUlMMStSKIShtiMtnMIIIIWliMIUMISimiinilMIIIUIUl Zweiter Weihnachrsfcierrag. 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Mwr E:2W, 21 ii j,> ma. w juggy.. 3ii«tfaor-.jw4 w Cistubahnstrafen. Die Eisenbahn hat ihre eigene Polizei, die Vahnpolizei. is-'S Branite fungieren zugleich die Eiscndahnöeamten. welche die nötigen Feststellungen trcsscn. Ihre Hauptarbeit besteht d.uin. diejenigen sestzustellen. welche d.n Porschristen zu- k.dcr zu weit oder gar ohne Fcchnarte gefahren sind, ohne sich sofort zu melden. Tie Häckclci beginnt bei der Sperre. kllcr da diirchschlüpfen»vill ohne vorschristZmöstig« Fahr- karte, macht Bahanntschaft niit der Bahnpolizei. Er wird verhört und festgestellt, weil er die Absicht hatte,„Fahr- Krld zu hinterziehen, die Bahn zu benachteiligen und sich einen unberechtigten Lcrnwgensvorteil zu verschassen". Hau- sig werden Sistierungen vorgenommen von Perschren, die Nut einer Karte 3. Klasse in der 2. Klasse fahren. Vielfach bin daS Fahrgäste wider Willen, weil sie mitwollen und wüssen. In lchter Zeit werben aus dem Bahnhof Stralau- tlrinimelbburq Jagden auf Arbeiterzüge vcranstaltot. Ein ilrbeitcr schildert uns die Vorgänge wie folgr:„Ein Ar beiterzilg fährt ein. Aus dem Dienstgebäude kommt ein Haufen Bahnbeamhu Soldaten und manchmal auch Schutz- •eufc. Sie stürzen sich auf die Wagen der 2. Klasse. Wäh- tfiid die Beamten alles herausholen was eine Karte 3. Klasse hat, postieren sich die Soldaten vor den Wagen auf. Unter Parker©elrcchiivfl geht es nun in das Dienstzimmer. Ter Zug fährt ab. Die Personalien werden festgestellt, und wer bann nicht 6 Mark bezahlen oder sich legilimieren kann, muß koch mif zur Polizei. Wenn man sich losgekauft hat, ist der Zug, mit dem tnan zitj Arkvit woll.e. schon längst fort. Der rnächfte kommt: toer weist wann? Und ist er da, ist dasselbe Theater. Wieder »iehen ste mit ihren Opfern ab. So will eS die heilig? Orb- vung. Und Ordnung must sein: ist die erste Bürgerpflicht/ Die neuen Brotpreise. Der LebensmittclauSschust Grost-Bcrlin beschlost in feiner S'.hung am 22. d. M., vom 5. Januar 1920 ab den Preis für das 2000- Gramm- Brot auf 2.36 Mark und für die vO-Gramm-Schrippe auf 7 Pfg. festMisetzeil. Das Grotzbrot bon 2350 Gramm kostet demgemäst 2,78 Mark, daS Krankcn- brot von 1850 Gramm 2,56 Mark. Ter Preis des Weizen- k>'cl)cninehlS im Klcinliandel beträgt künftig 73 Pfg. je Pfund. Die Preiserhöhungen entsprechen der von der Reichs- Nctreidestelle eingeführten Verteuerung bcS M.'hlS um *6.50 Mark je Doppelzentner: zum kleinen Teil beruhen sie «»f der gleichzeitig in Kraft tretenden Verdreifachung der Umsatzsteuer. . Der LebenSmittclauS-schust erhob ferner entschiedenen Widerspruch dagegen, daß das Reich nicht nur die Getreide- »ch'lieftrungSprämien auf die Verbraucher abwälzt, sondern .gleichzeitig auch die früheren ReichSzuschüsse zur Getreide- berssrgi'mg ep�est-ellt und dosdürch ein« weitere Vemteuc- kupg des Brotes heib«i«gc denen Saiinnelllslem werden imr für di« Unterstützung der Jnha stierten und deren Familien in Umlauf gebracht. Buch» und Stclndruckrrri.HUfvarteiter und-Arbeiterinnen. Am 26. Dezember(2. Weihnackesseiertag), nvittagS 12 Uhr, im Lehrer-PerriilShauS. Alexanderplay. Kanst-M-atinr«. Billet S sind noch an der Kasse zu haben. Cantrilt 1,00 M. Siehe Inserat. Ter Sängerchor Weddlng veranstaltet am Donnerstag, best 25. Dezember, zum Besten der politischen Gefangene»«ine Ma- tin« in den Germania-Sälen, Chaussee st r. 110. Beginn de! Konzertes 2 Uhr mittag;. Programm und Liederterte 2,50 Mk Neuköllner Liedertafel. Am 1. Weihnachtsfeiertag, vorm. V Uhr, im Deutschen WrtShauS. Bergstrage 136, Sänzermorigensprache unter Mitwirkung des MusilveeeinZ Allegro. Nachmittags 4 U Hr. große» Ko'nzert, bei Happolbt, Hasercheide. Tie Berliner Feurrtvrhr hatte am Dienstag mittag gleich- zeitig drei größere B'rände zu löschen. In der Dennewitz» stvaße 7 stand der Dachstuhl in geraumer Aalsdehnung in Flam- men, in der Adalbertstraß« 171 a. war in einer Gummiwaren» sab ei k«in Feuer ausgekommen, das reiche Nahrung fcnid und Streichmaschmen in arge Mitlcitenschaft znß, und in der Slar- garder Straße 44 brannte ein Lagerraum. An allen drei Stellen mußten mehrere Löschzüae kräftig Wasser geben. Die Entstehung diescr Dränd« ist auf Unvorsichtigkeit zurückzusühren. Aus tem SeMeinde ehes. NenkZlln. Am Ansang der Ctadtverordaeben-Sitzung am Montag wurde eine Anfrage, von Genossin C, eh ü tz begründet, be- handelt: Was ist bisher geschehen, um den Beschluß vom 3. Juni die Lehrmitel unentgeltlich zu liefern, durchzusühren. Aus der Antwort war zu entnehmen, daß vorläufig aus Mangel an Mitteln oK-D beim Alten bleiben muß,«?,>f Art"Tg der Eltern erhalten schon jetzt eine große Zahl Kinder freie L.'hr- und Lern- mittel. Die neue Ba j o i.ü n>. g» re j o r in sür Beam.e und Lehrer wurde nach kurzer Debatte angenomme-i. Eine lange Debatte gab eS bei dem Antrag der Rochtssozialisten, dem deutschnationalen Jugendbund jede Agitation in den Schulen zu untersagen und gegen Schulleiter und Lehrer, welche diese Agitation weiterhin dulden und unterstützen, diSzipli» narisch vorzugchen. Der Redner der RechtSsozialistcn fand recht lcbhcite Worte gegen die Rechte. Unsere Stellung brachten die Genossen Waldheim nn? Radtkc zum Ausdruck, tvelch« Aar zeigten,'wie die Recht? sozial! sten selbst schuld sind a« dem Auftreten der Deutschnationalcn, nachdem sie auch in Neu- kölln alle» getan haben, um den bkrrgerlichen Einfluß nach Mög- lichkcit zu stärken. De Debatte führte noch zu heftigen AuScin- andersetzungen. Der Antrag wurde dann gegen die Stimme« der bürgerlichen Fraktion angenommen. Ein Antrag»nstrcr Genossen verlangt Auflösung de» Städtische» Lichtspielbauie» und Freigabe demselben für Po'.k� bildungSzivecke. Genosse Schneider bewies in längeren Aus» führungen die unbedingte Notwendigkeit diese» AntiageS', nach einer lebhaften Debatte wurde derselbe qfeec iwsvwwRbTi«« Kommission übe«Viesen, welche auch die R4ftrm tes Schulkine» in die Weg« leiten soll. Die Vorlag«, betr. Ausbau de? Jugendamtes sUebernahme der Jugendpilege in städtische Regie) wurde angenommen, nachdem Genosse Schneider heftige Angriff« gegen den Stadtschulrat wegen Verschleppung dieser Sache er« hoben hatte. Genosse Großmann verlangte darauf, mit den Gemeinden Groß-Derlin» bei der Regierung Äh ritte zu unternehmen, um die Sozialisierung der Bergwerke her« beizufühven. damit der jetzigen Notlage der Bevölkerung in bczuz aus die Kohlen Versorgung endlich einmal gesteuert wird. Der Antrag wurde der SozialisierungZkommift'ion überwiesen. Ei» Antrag der Rechtssozialisten verlangte Einführung de» NrbeitSunterrichtS in den Schulen Neuköllns zum 1. April 1020. Der Antrag wurll« angenommen, nachdem Ge- noss« Marschall die Zustimmung unsei'er Fraktion zum Ausdruck gebracht hatte. Nachdem noch 800 000 Mk. für di« städtische Dampfziegelci bewilligt waren, wurde die Sitzung nach sieben stündiger Dauep geschlossen. Vus den lZtsilmUanonen. 18. Distrtbt. Die Dlbliothik des 18. Distribt» befindet sich ün Lobät von Frltfch Drontheimer Straße 4. Csöfinet abends von Uhr ah» Sämtliche Togeszettungen find dort einzusehen. Teltaw'Becolicw und Neukölln. Das Bureau bleibt von heut« mttto« 1 Uhr bis Montag geschlossen. Bilbungsauvschufi Neukölln. Zu dem am 1. Feiertag. 7 Uhr, stattfindenden WeihnachtsKonzert fSuscnne Friedburg, Michael Buene- moneo, Modrigalchar) sind norh Karten in beschränkter Zahl in de« Speditionen und an der Abendkasse zu haben. Blldungsauofchuh Lichtenkerg. Am 1. und 2. Feiertag Märchen» v»riesungen mit Kinderckwrgesang und Harmoniumkonzert. Einlah- karten( it 80 Pf. sind In allen„Freiheit"-SpedUionkn sowie in de» Lokalen von W. Schulz, Kronprinzenstr. 47, und P. Werner, Wilhelm, strotze S. zu haben. verelAMMder. FretreNgtlse Gemeinde. Am 1. Feiertag, vorm. 11 Uhr. in der xrn ug Stad!I>aN«, Kloster-, Ecke Stralauer Strotze. Festvorl�g de» Her Ernst Daunrigt Katholizismus und Soziolismu».— Harmonwm: Z zum Münster sWognrr).— Gäste willkommen. Allgemeiner humanistischer Kulturbund. Donnerstag avent» 7 Uhr Im Leizre. vereinsheuscn So'ialislen trugen. DaS gleiche galt von Lobour-Füsircrn, diie nwm der Schwäche gegenüber Deutschlnnd verdächtigte. Als Jilniinie dies erfuhr, gab eS Tisklchsitonen bis spät in die Nacht kiincin. L>ente scharten sich um die beiden, und dem kleinen Sozialisten ging«§ schlecht. Dos Ergebnis war, torpediert inb siebenmal gerottet------- I. •f'wn viel zu«rzähten und vermochte«in neues Licht auf "J Thezna zu werfen, über das unsere soziabistischz Land- Otte s.cht JaHven d-ebatliente: über das Verfenkim von grffagier&fern, die Frauen und Kinder an Bord hatten. b klang JimmrcS Lbrm nun ga.nz anders, da cr Cy bestimmten Fraaieii und Kindern hör:«— wie sie ans- wlehen nrch was sie gesagt halten, was ihnen gasch>ehen wr, "i NrttnwgSboot im härtesten Winter, wie di« Boote sich "■—*' � � muS-Ungeheuers eingeschüchtert:„Ja, Herr," und verkroch sich trotzig in einen Winkst, wo er dm gonzm Tag oerhaarte und wünschte, die U-Boote möchten kommen und alle versenken, ausgenommen zwei Sozialisten und einen Int er- Nationalisten. IV. Der Tag war gekommm, an dem ste den Haien er- reichen sollten. Jedermann trug einen RettungSgürtel und ri*Js... L.:_._ i,!'.«.::.w:—=--''' Jimmie sah dies . als ob sich die 1 Deck. ei,n großes] l benützlrn, imn iister NnÖiPa&e herzufallen, die 6et seinen i KCangen nickst raisch genug ansstandon. Nun ober idanckste ' iiM die Wittkung diafcS Liedes Mmderfam. Alle>swlen ein ! iiind di« SM'aten, die Avbriter«vrtd VflogerinPsn erinnertem ! sich trotz allen Schreckens daran, daß sie der Teil einer in I den Krieg ziebenden Armee seien. Ebliche UsttÖfan der Mann- fchaft, die Retbungsbavte herabzulassen, andere verbanden di« Vernound-etm«und trugen sie öder das sich neigende Deck. Das große SckHs begann zu finden. Es war furchlbar, dies zu erfassen: dieser göirMige Bau, der zwei Wachen lang'des Heim einiger tsuisond Menschen gewesen'war, dieses schviimmende Hotckl mit seinen Kabinen, den Speifestjim, dem Küchen, in denen'das Lunch Lochie, den mäck.>i!g>en Maschinen,'den Frachten, wdche alles Nalwend iize für ein Heer in sich schlössen, all d-ieZ wird in einer Nemon Weilte am Gownide des Meeres liegen. Jimnste Hiagins'hatte un- zWlrge Miste Wer'das Versenken.von Qssändamihsern ge- lesen, doch Haide er dcüei weit woniger darüber'gelernt, als er jetzt in dm etlichen Minuten tat, da er, an sein Tau ge- ftoHwmri, Ailstch, wie die Fronen himabgslassan wurden. V. „Frauen zanst!"— lauiete der Bcfcf/T, doch weigerten sich die Frame n zn, gehen, bevor die llievwundeten zmter- mbracht ivarm, und dieS verursack'te eine Ber�igerumiA Jimrnie Wf seinm Freund, den Inte r n a ti onchlistm, an einem Strick ms Boot htnadtassen. Nein stand das Teck lbe- rerts so schsiss.'daß man rarr mit schverer Mühe gnhen hon nie: .Sn„.-.„/«I- r:jr.» /*-.• rj hipst' l'4 1 un-fc t/l v«|| v.i I- �------- -Cerrifftn iwtz sogar über den Kriegshaß triumphierten ins- waren die G-osetze der See verletzt worden, as-. er iias getan, hatte sich der Hnnne außerhalb er � siegt. Ju den Seelen der Seeleute rntim- m.m lür* tück Steel ing sauste an seinem Kops vorüber und'chlng. dröhnend gegen eine Luxuskabine. Ungehviir« Verwirrung herrscht?. Meeschen ramrten; nach allen Seilen, die Mannschalft lief zu den Ncitungs- �--L— �'' starrte ernst,'er, da# erst«,' der Jnternaii'onai'ist, der. n einer Btirtlach: lag; i sich begann jemmid«u fingen:„O sag, stet', st du vi s einem Scktisf wo sich Deutsche befanden, m fachren. noch i stets pefikrftt. wsst JmgvS und Pairro-ten es ccks Bvavawd' r' t i i- i wv'j« il.UHVll»?.dl-J Zl 21% Vs den auch anffns'men. Springt«md schvimeut!" Jimmie rannte an die Noeling. Er sah, wt- im iclet innen, Sbfiikoerutifld- utile, iielittitt flen, Bcittnhinng*» unb i.'a intnqdgeionbe, Hier» finliqun sjieweibe, iiliiidifveii-n, Hau trcrißbclntoe aller Wil, ntbeianftre auch imomeä sie Revaralnren, Jnjiallalwnen an» bymldK» ouetüliren,(elbft nbiqe.'iqcitten ti'lu «id|ienetpßidin„et fflcnjeibebcmca oili temer der Betrieb der Land- und„ottdimitchait, der Btebiucht, der Riidteret»nd d» U auenbaiiee, ioidic d r Beuin>a(ebenicb. Die Absicht der Gewiitiietzietnnq ist nicht Bbtanoscss na lilr das toiiiegcu eined föeio.ibebciticucB im Linne de» llmiaszsieuciaetetzed. Die 21 uer wird auch erhaben wenn und soweit die sleuetpflichltaen Pcrionen»sw. Äraenslönde aus den eigenen Bei, nde» zum LeUsiaebrmich obci Beidiauch entnebmen. Äld fentgell qill ui lejleicm Falle der Beiraq, der am Orte uu» zur Zeil der Entnahme von Siicbcroeildujeni gezahlt ,tii werden pflcqt. Di« Siichkv.ircirfimifl der ffrflännm zieht eine Ordiiiiiigonrate In« zu 150 SJlnit nach sich. 15 ei nichi rrchtzrit-ger Tie,>rtertlärli»g wird ein Cteuerzu chlmq btc zu It« Vvm Hundert ob# Cteuet» teunno iciiqeiiifi lue bcu. Das Utnmtzsienerqe eh bedloht denjenlqen, der Ober den Beiraq»er Eniqelie»itseullich uniichitqe aiiqaben macht, und bortqglid) die Ummstiieuci bmlerztbhl oder einen ihm nicht qe« d..lnciibcii Sin ciuoucil si chlttchl, mit einer, ffielbsnoie bd J im zwaittiqsachen Betrage der qemuroeteii oder bmierzqqeiteit Ei>tier. linnt, biet er Stettcibcirnq nicht tesigljiclli werben, so tr.ii Wcchsitaie Pon 100 b>» ItOOOO Dil. euu Ter S> i'tich ist snatoar. Zur Emreichiing der ichrittiichen Erklärung sind Bordnnke zu verwenden, die nach Dtöqiichkeii tedei» 2le erpst.chiiqen lojtemoB zuqetaitdr ipetben. Aber auch bteiemqen stnb zur An» Nieidnuq der Eni fite vnpslichtei,. enen ein Bbidruik Nicht zu- geuan en ist. D e beirehenden Botdiucke löimen bei dem unieizet'biteie» ilmtaßiieueramle lojiciiiod cntnominen werben iu Abgabe der Erliärunq kann im QbUtcn durch»öt g n- salle zu IPI»eibblenoe Geibstra en eijivunqeti werde», unbejchadri bei V'euiqtt(sc de» Umlojjjieuevnmte«, die i eratiiagnitg auf iLlund ichäxnnq» weiser Eriniiiiuitq-chorznnehm n. Beliiu C 25, Aitxoudetsi'.uße 41, den 15. Dezember 1019 eteuccbeputatian de« iVlagijirat#. Umialziieueraini. Haiiiduiger. TgS. Nr. 14C0 U. St. MO. ücl*ius@-Total uswerkauf Pelzlelhliaus Wegner. Potsdamer Straße 43. Weiten Kraniäteti Aullösung me nes K silagers nur neuer echter Pclzwurctt in allen erdenklichen Feizarten fü, D.tnien, Herten. Kinder. Da aut a.le Fllt« gcrlumt werden soll und muß, fatelhati billige Fie.se. Gelegen. Iteltskitule in ßr llanten. Qoldwar n, Stlbel waren. Ktnecn. Col ters. Uhren. Ohrnngen und vielem andtiea OcöRnct von 9-1, 3—. Sonntag, den dl. Dezember, geöffnet. Speziell ia Brillanten, coldenen Herren- u. 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Schlich: Volkswit(tchaftlicbe Unit rhal taug. lug. H ins Kühne: Angestellte und Arbeiter. Die Berufung des Betriebsrftiegeselzes im 7er AasscboB. Gesetze. Veiordnungen u. U. m. Aus dem Inhalt des zweiten Heftemi Dr. Oskar StRIich; l'.ctnebsratsm/tglieder Im Aufsieht#" rat von Aktiengesellschaften. Richard Seidel: Hand- und Konfarbeiter. Dr Muco Sinz bei iiier: Die Zukunft der Arbelterrlte. Cunctator: Aus der Mappe eines AngeslelltcDausschuß- Obmannes. Reglei ung und Mltbestinimungsn-cht. Die Be-acung Uber das Uetricbmrfttegeiels In 7$r Au*» schuß. Kos en der Lebenshaltung. Richtlinien für iictrtebsrflt«. Gesetze u. a. in, Bestellungen nehmen entgegen alle Posfanstaffcn. Buchhandlungen. Orts" srtelle der Aroelisgcincintchaft freier Angestelitenverbftudo und der Verlag der Aibeitsgerneinschaft freier Angesteilteovei bände, BERLIN NW 52. Wcritstr. 7. Achtunsl Siraßenhsndller! FREIE WELT Neft 32 gelangt beute nachmittag zur Ausgabe Expedition: Schiff bauerdamni Nr. 19 «Elm Freitag, 2.Mttßnacht»fttertaq. vorm. II ßjl. f hält der Zyerau»zcLer der ,, T r t 5 仫- sKark Acßneidk tni großen Daak de» CemerftfchafUfaufc», ßngefufer 15 «int revokutionar« Festrede. �ur Dcchnng der(llnficfltn wirb«in SintrittigesK von 50(pfg. erhoben.— Für Rrieaabeschädizt« unb _(giiTtrÜafcfe tfemtriK frei._ ■fi-,-}■-WAWäf iW?FM Schwefe feliefikse �1152 Stücbenflclsch.. Pid. 8.50 M. pH. Ictt. Zlegcnfl. Pfd. 8.95 M. lef.e Ztc'genkeulen Pfd. 9 50 an pa. fette.Mastenten Pfd 9.95 an Mostputen..... Pid. 9.95 in fette ceränch. Rüeen- wafd. Spickbrust Pfd.2O.90M. leite gr. ger. Keulen Pid. 1 9.95 AL Tascfte's Gel ügelnaus i Berlin, Belle- Alliance- Str. 98 ChnrIoHbg�Kais.'Pr:cdr.'Str.43 U iJinersdorf.Btrnha''dstr. 15 a. Feine reinwollene Anzüge, Pnlstots, | Ulster und Hosen nach Mati ganz besonders billig:: Katz, Schneidermeister, Französische Sir. 46. 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Den Kolleren zur Nachricht, Call folgende Kul'et" | verstorben sind: der Mechaniker Wilhelm Lindner, Tempelhof, Borussiastr. 39. am 21. d. M's. Die Beerdigung findet am So nahend, den 27. d Mts.. nachm. 3 Uhr. von der Leichenhalle des Gemeiode-Fried' hofev in Tempelhof aus statt Der Schlosser% Gustav Feuersenger, POcklerstr. 33.»m 21. d. Mix Die Heerdt.'ung lind«1 am Sonnabend, den 27. d. Mix., tiacMm. 2 Unr, von d«t Leichenhalle des Finmaus-Kirchholes in Britz, H"* mannstrade, aus statu Der Schlosser Robert VoO, Wüdenowstr. 21, am 22. d. Mt«. Die Einäschern«! findet»rn Sonnabend, den 27, d Mts� nactuu. 6 Ohr i® Krematorium, üenclustiaßo statu Nachruf. Den Kollegen zur NachrichL dal unsere Kollef!' der Scltloscr Walter Gussow, NenVölln, Heidelberger Str. 75.«m 13. d. Mts,— der Schlosser Bfühl, Alt-Moabit 106. am 13. d. Mts gestorben sind. Ehre Ihrem Andenken I Cie Ortsvcrwrnitung- (lektrische Lei- tunssdrAlite. Kabel, Litzen, Spulen. 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