Nnzelprefs 15 Pfennig- 2. Mrgang vlenstag, öen 30. Dezember My Nr. 633 /N 346/ Norgen-Kusgäbs vi» �freibeif rrf�emt motfeitf vnv nflefmiita«,I«. rio>u>ar»M«z«II,«Wr tmn Naum 1,70 MI.. tDottffnjrtj«» .es(ettgtSrurftt wart 80 pf, jedts meiitt« wort 26 pf.(Tnitrunijsjn�log 70 prot Vet �am!li»n»l>.versammlunzszn« sillt drr ZAschloz fort. Inlcrat« sdr dn, dArous» tolzintxn Taz müssen spätestens bis 8 Uhr nachmitlazs l« tn Espedition onsa.a.den sei». Inserat en-AbteUuug! Berlin RW. t», echlffbanrrdamm 19 Fernsprecher.' Amt Norden 9708 �erffner-Owüh •;>.»MW-tzx 6»##;,*.\ Behördliche Verschleppungslaklik. Seit Anfang Dezember fcliweben zwischen der prcußi. »chen Eiseirbaiinlichördc und den Vertretern der Eisenbahn. organisationen Tarifberatungen, denen ein Ver> tragsentwurf zugrunde liegt, auf den sich die vier größten Eiscnbcchnervcrbändc geeinigt haben, um geschlossen Mit der Behörde verhandeln zu können. Schon vor einiger Zeit wurde unter den Eisenbahnern der Verdacht laut, daß die Bertretere der Behörde die Ler- Handlungen zu verschleppen suchen. ES zeugt nur von der großen Loyalität der Lrganisationsleitungen, daß sie alle immer wieder den Verdacht ihrer Mitglieder zu zer- streuen juchten, indem sie den stockenden Verlauf der , Beratungen in enifprcchcncn Artikeln der Gewerkschafts. blätter durch die Schwierigkeit und Vielgestal-tigkeit der Materie zu erklären suchten.. Nunmehr scheint es jedoch, als wollte sich die Behörde diese Anständigkeit und Engels. geduld der Arbcitervertrcter zunutze machen und die Ver- Handlungen maßlos in die Länge ziehen und schließlich ganz versanden lassen. Da die preußisch� Eisenbahnbchörde mit einer Ueber nähme der bun- desstaatlichen Eisenbahnen auf das Reich zu rechnen scheint, geht ihr Bestreben dahin die Veratungen bis zum Bekanntwerden des Zeitpunktes der Uebcrnahme zu verzögern, um dann mit dem Hinweis auf die Zwecklosig. keit eines Tarifabschlusses zwischen dem Bundesstaat und den Eisenbahnern die Verhandlungen abbrechen zu können. Nach der Uebcrnahme durch die Ncichsbehördcn wäre die Zeit für Verhandlungen wiederum ungünstig, denn dann ist es leicht die umfangreichen Ucbepnahmcarbeilen selbst und die damit verbundene Umorganisierung der leitenden Behörden als DchinderungSgrund vorzuschützen. Und so würde es, kal- kulieren die Herren, gclingecn, die Verhandlungen schließlich völlig unmöglich zu machen. Da sich die Eisenbahnervcrireter diese VerschkePpungS- laktik der Behörden nicht gefallen lassen können, hat die Be- hörbe sich bereit gefunden die Lohnsätze vorläufig neu zu sich bereit gefunden, die Lohnsätze vorläufig neu zu regeln— vielleicht in der Absicht, es bei diesem P r o v i so. r i u m überhaupt bewenden zu lassen. Die Vorschläge, die bie Vertreter der Behörde zu machen geruhen, sehen so aus: Handwerker sollen überall 10 Pf. pro Stunde mehr erheb ten als Arbeiter und die Löhne werden in den einzelnen irrten abgestuft. So z. B. sollen die Arbeiter folgende Zu- lagen zum Stimbenlohn erhalten: in Berlin 40 Pf., in Köln Leipzig usw. 80 Pf. in Magdeburg, Halle und allen niedrig stehenden Orten 20 Pf. pro Stunde. Dieses Angebot hat auf die Eisenbahner wie eine H e r> ausforderung gewirkt. Es wird überall von den Ar- beitern einiiiütig zurückgewiesen und die Mitgliedschiflen fordern von den Organisationslcitungcn die sofortige Kam vfansage. Kommt es zum Kampf, z» neuen Eisenbahnerbewegungen, dann tragen die vcrknöck?erten Bureaukraten die Schuld, die in solcher Weise— aus blöde- stem Unverstand oder aus frevelhafter Gewissenlosigkeit— ihr Spiel mit den Interessen einer für das Wirtschaftsleben so wichtigen Arbcitergruppe treiben. Wenn die Ncichsregie- rung hier nicht sofort eingreist, dann wird auch dem letzten Dummen klar werden, daß diese Negierung sich nur stark fühlt, wenn es heißt, streikende Arbeiter zur »Ordnung" zu bringen, daß sie aber o h n m ä ch- tig ist wie ein Kind gegenüber widerborstigen cingesesse- ven Bureaukraten und anmaßenden Unternehmern. Der NeichSarbeitSininistcr hat die Pflicht, sich der Sache sofort anzunehmen und die Eisenlxihnbureaiikraten »enau so zu behandeln, wie irgendeinen Unternehmer. ES Ist ein Schiedsgericht einzusetzen, das die Verhandlungen aufnimmt und mit größter Beschleunigung auf �lrund des vorliegenden Entwurfs fortführt. Oder will die Regierung die Erledigung der Sache— 3io ä le uberlassen? r Elnstweiken versende! Dolffs-Bureme folgende Deschwichtb vung»meldung: E» wird versucht, die DesftnWchkdt durch die Nachricht zu örunruh gen, daß die Tarifverhandlustigen der ßiicnkchupcr. baliung mit den Gewcrkschaflcn der Eisenbahnarbeiter ge> Keltert seien. Die Nachrictst ist unrichtig. Die Tarif«� da bau Jxizüäm iwc Verständiauo». über, er"""bt tÄchklger Punkte deS Tarkfderkrage» hefiHri;% find kurz vor dem Fest, der Feiertage wegen, bis zum 6. Januar 1020 vertagt worden und werden dann ungesäumt weiter» geführt werden. Vor der Vertagung hat die Verwaltung nach Fühlungnahme mit den Gewerkschaften sich bereit erklärt, schon vom 1. Januar ab den Arbeitern nach Ortsklassen gestaffelte Zulagen zum jetzigen Stundenlohn zu zahlen. Dabei bestand Einverständnis darüber, daß die Sätze des Tarifvertrages keinesfalls unter diese Zulagen herunler- gehen werden, und daß. die Arbeiter auf jeden Fall die im Tarifvertrag festzustellenden Zulagen rückwirkend vom 1. Januar 1020 ab nachgezahlt erhalten. ES handelt sich also bei diesen Zuschlägen nicht, wie behauptet worden ist. um«inen Vorschuß, der etwa von den Arbeitern wieder zurückgezahlt werpen müßte, sondern um«ine teilweise Vorwegnahme deS Tarifvertrages. Nach Auffassung der Verwaltung besteht kein Grund zu der An- nähme, daß die �arifverhandlungen nicht zum Abschluß gebracht ioerden könnten. Vergebliches Mühen. Von Walter Oehme, Berlin. Die Press« hat sich m«hr oder minder ausführlich, m«hr oder minder sachlich mit der Darstellung beschäftigt, die ich an dieser Stelle über vi» ssP/rdw"!*.»—*■—........ Di« Mekdimg bestätigst, baß den Eifmbahncrn provisorisch? Zuloyen ängebolen worden sind, aber sie vergißt hiinzuzusügvn, daß dieses beschämende Angebot den Grund für die kritische Wendung bildet, die die Verhandlungen zu nehmen d-rohen. Und sie fügt zur Verdunkelung der Sache noch den Hohn, indem sie bemerkt, daß die tarifmäßigen Zlstagen selbstverständilich nicht unter dieses Provisorium hei untergehen werden. Wir hoffen, daß die Regierung bald mehr unld ainderes zu der Sache zu sagen hat. ' j Der Viederausbau der ZtilertMkDimle. Bern, 29. Dezember. lSchwrizerische Depeschenageutur.) DaS Zentralkomitee der schweizerischen Sozialistischen Partes wird in der ersten Hälfte beb Januar zusammentreten, um die Möglichkeit zu besprechen, die Sozialisten der ganzen Welt zur Wiedererrichtun« der Internationale einzu- berufen. Paris, LS. Dezember. Ein aus den fortschrkkMWen Elementen d«r Unifizierten Sozialisten zusammengesetzter Ausschuß, der sich zum Zwecke der Reorganisation� der Internationale gebildet.------•v.svmjBi«, eng noch am Morgen des hat, prüfte in feiner ersten Sitzung gestern die Lage, wie sie s'4- Dezember alle Ermahnungen deS Genossen Max Cohen, dorr sich' au» dem Kongreß der deutschen Unabhängigen dem militärischen Vorgehen Abstand zu nehmen mü» mit den — Leipzig ergibt. In der Aussprache wurde im Hinblick Matrosen zu verhandeln, abgelehnt worden sind. den SlraN>urger Kongreß und aus die nätia in»Th,n\«.,..«v B»«■-- über die Machenschaften der rechtssozialistischen Volks» beauftragten beim Austritt unserer Genossen aus der Reichs. regieruug gegeben habe. Auf die persönlichen Angriffe gedenk« ich nicht zu antworten, da mir lediglich an der Feststellung der Wahrheit liegt und auf diesem Weg« dazu nicht» beigetragen werden kann. Run zu den sachlichen Dingen, denen ver.Vorwärt»" von seinem Zweispalten-Leilartikel vierzig Zeilen widmet. ES ist bezeichnend, daß die beteiligten Personen, vor allem Herr Ebert, sich zu der Angelegenheit noch nicht geäußert haben. Ich hoffe aber, daß dies noch geschieht, denn nur so wer» den die Vorgänge einwandfrei geklärt werden. Die Folge de» Schweigen» ist, daß der.Vorwärts' einem Irrtum zum Opfert gefallen ist. Er verwechselt die Dezember-Vorgänge mit den Januar-Vorgängen. Im Januar allerdingz haben Ebert und Scheidemann sich allnächtlich»in andern Häusern" ausgehalten, oder um mit dem Gcnossen Däumig ,u reden. .unterirdisch' gelebt. Damals war da» noch nicht notwendig und Scheidemann hatte sich nach Hau» nach Steglitz begeben. während Ebert mit dem Kriegsminister in der Reichskanzlei zurückblieb. Ein Irrtum meiner- feits ist vollkommen ausgeschlossen. Ich bin be» reit, zu beschwören, daß ich noch nach dem Fortgehen LedcbourS den Krie.gSminister und Ebert gesprochen habe. Dem.Vorwärt»' wäre dieser Irrtum, wie getagt, erspart geblieben, wenn er ge» wart-t finii. f.;»&—' M M. WW.. o-:-!}., v-nmii gr-meoen, wenn er ge» wartet hätte, bi» Herr Ebert sich auf die Vorgänge jener Nacht besonnen hat/ Daß übrigens dieser Fall, in dem die rechtssozialistischen VolkSbeaustragten sich verleugnen ließen und dadurch wichtige Verhandlungen und Verständigungen a» m �— V*»—----, p-»*» w wt iui«yiuviia auf den Slraßburger Kongreß und auf die nötig werdenden und bevorstehenden internationalen Zusammenkünfte, insbesondere die Frage behandelt, ob et nicht zweckmäßig sei, mit den links- stehenden Elementen in allen Ländern der Zweiten Internationale in Verhandlungen zu treten, um eine geschloffen« Gruppe zu bilden, die dies« Internationale reorganisieren würde. Wir komkncn auf die fTiet ssemekdeken Vorgänge zurück. wenn eingehendere Berichte vorliegen»Verden. Jedenfalls zcigkn aber auch diese Meldungen, daß der von nnS vertre- tcwie Stvindpimkt von den führenden Kreisen der sckjwei- zcrisätcn und der fran?ösiichen Partei geteilt wird und daß der Beschluß unseres Leipziger Parteitags die Idee des Zu- sammenschlusses der sozialrevolutivnärcn Parteien aller Länder in einer oktions sah igen Internationale mächtig ge fördert hat...... Trotzkls ZriedensMMMm. H. N. 91 c w 8# 1 1, 29. Dezember. »Ehicaso Dailt» RewS" gibt eine Unterredung zwischen Trotz ki» dem englischen Parlamentsmitglied Oberst M a lon e und dem amerikanische» Journalisten Leviue, wieder. Darin erklärte Trotzki: „Unser Programm kann in einem Satz zusammengefaßt wer. den, nämlich: Laßt un» in Frieden? wenn wir wirklich so schwach sind, wie man unS in der Weltpresse darstellt, so werden wir allein vor Erschöpsung stcrbcn. Unsere Politik ist lediglich eine'd e f e n- sive und wir wollen keinerlei Erobcrnngcn. In den jüngsten zwei Jahren hat der Krieg un» daran gehindert, unsere demo- kratischen Ideale auszubauen. Tie Diktatur de« Prole- t a r i a t» ist fast einzig ein Ergebnis deS Kriege» selbst, und diese Diktatur ist rine vorübergehende Maßnahm e. Die Yrontlinie und die Blockade müssen verschwinden, dann wird stch erweisen, daß uuscr Militarismus gsclchfalls verschwindet." Kopenhagen, 29. Dezember. Die Zivilbevölkerung von Odessa beginnt die Stadt tiuaut-B. be« ras' Zu der Beschuldigung der J.r r e f ü h r u n g d e» Ze n t r a k» rat» äußert sich der.Vorwärts' überhaupt nicht. Ich möchte aber zur Ergänzung meiner Ausführungen noch hinzu. fügen, daß eins der wichtigsten Problem« der Ver- Handlungen zwischen dem Kriegsminister and den drei recht«. sozialistischen Volksbeauftragten in der Nacht vom 23. zum 24. Dezember der sofortige Abtransport der Volks- m a r i n e> Di v i s io n' war. Die militärischen Dienststellen hatten sogar dafür gesorgt, daß am Morgen de» 24. Dezember TranSportzüge bereitstanden, um die Voiksmarine-Division au» Berlin abzutransportieren. Der Kriegsminister hat während der Verhandlungen, die ich mit anhörte, mehrfach auf die großen Schwierigkeiten diese» Ablrankporte» bei der geringen Truppzn- macht, die ihm zur Verfügung stand, hingewiesen. Auch daran» geht deutlich hervor, daß, als die Volksbeauftragten dem Krieg». minister den Befehl zum Vorgehen gegen den Marstall gaben, sie die» nicht taten, um da» Leben von Wel» zu retten, son. dern um die Vo l k s mar i n e- D» v ifi o n au» Berlin z u bese i t i'ge n. Daß man völlig uerberechiiigt vochuchte, alle Schu-!d auf den Ko:eg?.n»üi/.ster olbzuwAzc.u, veuamlaßte diesem ja auch, sofort seemen Oiucktrilt zu erklären. Tie Demission de« Kriegsminister» war doch nur deshalb nötig, weil die rechtssozialistischen VolkSbcauftrag« ten die Verantwortung für die militärischen Maßnahmen, die sie selbst angeordnet hatten, auf den Krieg» mini st er abzpwälzen versuchten. Es ist bezeichnend für die Art und Weise, in der man den Zentral- rat irrezuführen versuchte, daß man e» zu verhindern wußte, daß die wiHtigstc Person— nämlich der KricgSminister selbst— den Verhandlungen beiwohnte. Der Kriegsminister hat später schriftlich und mündlich dagegen Protest er- hoben, daß der Zentralrat in dieser Weis« irregeführt worden sei, und daß man ihm die Veran,- wortung für Dinge auferlegen wollte, die die rechtssozialistisch,.!, VolkSbeauftagten selber angeordnet hatten. Ich habe mich den Verhandlungen beigewohnt, in denen die drei VolkSbeaustragten den Kriegsminister von seinem Standpunkt abaubrirv»»,»"<-■■■ frv:- rr-f _______ W......«uiivocaufirflgten �zrmver. i sen Kriegsminister von seinem Standpunkt abzubringen versuch. bog Odessa beginnt die Stadt z u I ten. Die Situation war äußerst bedrohlich insofern, al» der; kckta Ikormaeckch'-.ttpr. KzLchaMem.lL�a»«mi-M-r"rkurünalich em;M mar keine DsHWIui» im fen Tatsachen 5er Oeffcn'tTTchTctf gu BSergeSeri, vn5 nur tmrch langes Zureden und durch den so oft migbrcnichten Hinweis auf HaS allgemein« deutsche Interesse haben die drei rechtssozialistischen BolkSbeauftragten damals den Kriegsminister bewegen können, don einer Veröffentlichung seiner Ansicht abzusehen. Seine Ansicht selbst hat der KricgSminister niemals ausgegeben, und ich bin der festen Ucbcrzeugung, dajz er auch heute noch bereit sein toiri, vor Gericht demcnlsprechcnde Aussagen zu machen. Auch auf meine Behauptung, datz man systematisch gegen die «mabhängigen VolkZbeauflragtcn in der Negieruug gearbeitet hat und sie bei der Verwaltung der Bureaugeschäfte auf das schwerste benachteiligte, hat der.Vorwärts" bisher nicht zu ant- Worten gewußt. Ich warte auf diese Antwort, um das nötige Le w e i s m a t e r i a l dafür erbringen zu können. ?Z ist bezeichnend, daß auch der.Vorwärts" melnert Artikel tbenfo wie kürzlich ein Negierungsvertreter in die bangängstlich« Frage auSklingen läßt: �Jst daS alles?" Ich werde mich hüten, Ühm jetzt schon darauf zu antworten. Während«S dem.Vorwärts" nicht gelungen ist, t-en Herrn llksichZpräfideirten Ebert und den Minifberialdirektor Krüger zn einer Aussage zu bewegen— und beide wohnen doch, wie ja wohl auch der.Vorwärts" weiß, noch in der Wiihelmstraße—, hat der »Vorwärts" den Herrn KriegSmini st er Scheuch anfge- fanden, SchcüchS Aussage bestätigt aber nur einen Verdacht, den ich bisher nicht auszusprechen gewagt habe, daß man auch dem Kriegsminister den Vermittlungsversuch Lede- dourS perschwiegen hat. Es war mir dies zwar von dorn he rein wahrscheinlich, da selbstverständlich Herr Ebert mög- liebst wenig Mitwisser von seinem Verleugnungsversuch haben wollte, aber erst durch die Aussage des KriegSministerS wird dieser Verdacht nunmehr bestätigt. Der Kriegsminister behcruptet ferner, vor Ebert die NcichSkanzlei verlassen zu haben, etwas, was ich nie- malS bestritten habe, und er gerstört mit dieser Aussage die erste Legende beS„DorlvcHS", der eS so darzntellen versuchte, als ob Schaide-mianm lutö Ebert«Adchzeftrig die ReiichSkam�lei vvvlasson hättem- Um«im wawigem Wovtem nach einimal dem Porgang zu wiederholen, wi« er sich»iirm nach Berückstchi/iigumg der Aussage dos ZlwiegSitniim'iflerS WiifklW, sei festgestellt, daß Ledebowr seimen ttston VermittliungSversuch im KriegSuniimlistoriiulM gemachst hat umd daß mmm lithm dort mitteilte, der KnxvMninrster sei noch«in der KetichSkrrnzsvi. Die Adftrio-nwn d>'S KviegdmimisterS worden bliese A-uKsuge bestätigen«niüssan. Lcdoborrr begab sich sofort dam KnegSm lim is trwsum Aua R-aichSkanzIei und ß)»vc>hl der Porsieir als«rch ich haben Lrdebaur sofort bestätigt, daß der K riegS- minister noch bei Ebert im Haufe fe-i. Kvüger hat dann offenbar heimlich Eberl vom Eintreffen LedrbourS Mit tertinig gemracht und dieser hat sngcm fassen, er sei nicht da. gedemsull»«wschian mach kurzer Zeit Kwügcr und er- Lärte, Ebert umd der KviegSminister svien bareiitS sontgefahren Der Portier mußte auf» höchst« erschreckt jetzt seine Aus- sage revidieren und erklären, eS fei möglich, daß Herr Ebert und der Kriegsminister schon fortgefahren seien, er habe e» nicht dcob achtet. Ein« sclbswerständlich unmöglich!« Taisache, da der Portier ia selbst für die Herbeifchasfung de» Autos zu sorge« hatte. Nack» em Ledebour die Reichskanzlei verlassen hatte, sprach ich, wie ich wiederhole, Ebert und den Kriegsminister nochmals und einige jßelt, nach) dem Ledebour das HauS verlassen hatte, entfernte sich auch der ktrlegSminister. Hätte er vor dem Eintreffen Lede- dour» daS HauS verlassen und, wie er selbst mitteilt, sich in» AriegSministerium begeben, so hätte Ledebour ihn ja im Krieg»- Ministerium antreffen müssen und sein Adjutant hätte damals Ledebour nicht erklären können, daß der KriegSurinister noch in der Reichskanzlei fei Bisher Hai der.Vorwärts" mit seinen Erwiderungen nur erreicht, daß neueS belastende» Material hin- zugekommen ist: man hat eben auch den KriegSminister irre» geführt, offenbar in der Furcht, daß er angesichts feiner geringen Truppcnmacht gu Verhandlungen bereit gewesen wäre. Viel- leicht veranlaßt der.Vorwärts' nun endlich Herrn Ebert und Herrn Krüger, dl« beiden«inz-gen Eingeweihten, gu einer Aus- sage. Erst dann ist die Möglichkeit gegeben, weiter über diese Krage zu diskutieren, sind Sic Organ«, die??« 5er Gew'erkslsiast gusiehenhen Rechle zur Gellung bringen sollen." Unser« österreichischen Genossen verlegen somit da» Schwer- gewicht der gesamten Räteausgaben in die Gewerkschaft, eine Aus- sassung, bei der wir ihnen nicht ganz folgen können. So sicher es ist, daß die Betriebsräte nur in enger Fühlung mit der Gewerkschaft fruchtbare Arbeit werden leisten können, so z w e i fe I- host erscheint eS un», ob ci zweckmäßig ist, die Gewerkschaften mit der Fälle der Näicanfgaben, die auf dem allgemeinen Gebiete der ProduittonSrxgelung nach gesellschaftlichen Gesichts- punkten liegen und mit den Fragen der Entlolmung nur noch entfernt etwas zu tun haben, belasten soll. E» erscheint unS vorteilhafter,— auch für die Geivcrkschaften selbst— wenn da» Proletariat für diesen Zweck besondereOrganisalionen schafft, die rnuürlich die Berührung mit den Gew«rljchafte» eben- falls nicht verlieren dürfen. Der Kongreß nahm nach einer interessanten Debatte fol- gende Resolution an: Der AufgabenkreiS der Betriebsräte erfordert von diesen ganz besondere Kenntnisse des Tariswcsens, der sozialen Gesetzgebung, scrncr betriebstechnisches und kommerzielle» Wissen, daö durch entsprechende Schulung erworben werde» muß. Es ist Aufgabe der Gewerlschaftiorganisaiioncn, alle» daranzusetzen, damit der Arbeiterschaft die Erwerbung dieser io40oocccooooocooocc>ccooo<>occoco<>4n fin unsere Postabonnenten! ürn eine geregelte Lieferung der „§ceiheit" sicher zu stellen, ist es notwenblg, daß auch lm neuen Jahr unser» poftabonnenten da» Abonnement für das 1. Quartal 1920 sofort bei der zuständigen Poslauslalt anordnen. Oer Verlag. Aufgaben der BelriebsrSle. Die Wiener.Arhciter-Zeitung" dringt nachträglich einen Bericht der Verhandlungen de» österreichischen Gewerkschafts. kongresseS über die Frage der Betriebsräte. Die Beratungen geben ein beutliches Bild der Stellung der Betriebsräte nach dem dortigen Gesetz und zeigen vor allem, daß das elende Machwerk von einem BetriebSrälegeseh, daS in Deutschland zurechtgemacht wird, weit hinter dem zurückbleibt, was in Oesterreich möglich ist. Wir geben daher einen Auszug anS dem Bericht wieder. Referent war Dome». Er führte u. a. anS: .Der Betriebsrat ist nicht mir der legitimierte Vertrauens- »nann, sondern wird jetzt ein Glied, da» aktiv auf die Produktion Einfluß nimmt. Sicher darf man e» ficlj nicht so vorstellen, daß jeder Betriebsrat nach seiner Ans- assung bestimmen wird, welche Arbeitsmethoden angewendet werden sollen. Der Betriebsrat hat nicht die Aufgabe, den Produktionsprozeß im anordnenden Sinne zu regulieren, aber er hat feine Wahrnehmungen über die Wirkungen, die die Produktion auf l>ie Arbeiter ausübt, in der Betriebsberahing vorzulegen, nnd so wird die Betriebsleitung verpflichtet fein, die Produktionsmetboden so einzurichten, daß der Arbeiter physische Erleich ternnaen findet und auch die Pro» duktion der Fabrik erhöht wird." Dome? legte weiter dar, daß der Betriebsrat dafür zn sorgen hat, daß die Produktivität gesteigert oder doch wenigsten» auf einer erträglichen Höhe gehalten wird. Insbesondere hat er die Aufgabe, für die Erhaltung der Rentabilität gemein- wirtschaftlicher Betriebe sorgen zu helfen Sehr beachtenswert ist, daß der Referent hervorhob, daß der Betriebsrat keineswegs an di» Stelle der Gewerkschaft treten soll und daß er bei der Ausübung feiner Befugnisse nicht allein auf den eigenen Betrieb blicken dapf. Sein« Aufmerl- samkeit muß stets auf das Wirtschaftsganze gerichtet fein und seine Ausgaben hat er zu erfüllen in enger Fühlung mit der Gewerkschaft. Dome? sagt darüber: „Das Gesetz über die Betriebsräte bat bei manchen Ge- werkscbaftern die Befürchtung erweckt, daß die Betriebsräte die Vollzieher der Aufgaben werden, die bisher von den Gewerk- fchaften besorgt worden sind. Der ursprüngliche Gesetzentwurf ließ diese Befürchtung gerechtfertigt erscheinen. Er hätte allein das Recht der Arbeiter gegen den Nniernchmer zur �Geltung bringen sollen. Wenn der Betriebsrat sein« Tätigkeit nur von dem Gesichtspunkt seines Betriebe» aus zu beurteilen hätte. wären wir in chaotisch« Zustände gekommen. Aber gemäß dem endgültigen Gesetz trifft die Entscheidung die Ge- werkschaft. D-'r Betriebsrat hat die Einhaltung der von der Gewerkschaft geschlossenen Kollektivverträge zu überwachen. Dadurch wird daS Schwergewicht de» AufaabenkreifeS, den der Betriebsrat hat, eiaentssch in die Gewerkschaft ver'egt, wie denn auf Grund des Gesetzes die Gewerkschaft in der künstigen Produktionlwirtschaft eine sehr Lukaab« haben wird. Z)i« Betriebsräte I I o O 8 o o I S' QOOOOOOOOOOCOOOOOO�OOOOOOOOOOOOOOOOOCOOd Kenntnisse ermöglicht werde durch: Abhaltung von Einzel» Vorträgen Über die verschiedenen Gebiete der Tätigkeit der Betriebsräte: Einrichtung von BetriebSröteschulen, an denen de» Teilnehmer» von Praktikern und Theoretikern systematische Aufklärung vermittelt werden kann; Herausgabe zweckentsprecheudcr Broschürenliteratur; Einschaltung einer ständigen BetriedSräterubrikin den Fachblätleru; Abhaltung von Konferenzen der Betriebsräte. Rur so kann bewirkt werden, daß diese für die Arbeiterschaft Oesterreich» so nützliche Institution ihren Zweck voll und ganz erfüllt. Wir betonen, daß die Ausführungen des Genossen Domes nicht die Forderungen der österreichischen Gewerkschaften in der BeiriebSräsrseage, sondern die Aufgaben der Be» triebSräte darstellen, deren Betätigung durch da» Gesetz in Oesterreich bereit» möglich ist. Obwohl auch dieses Gesetz noch weit entfernt ist von der«rslrebeiiSiverten Vollkommenheit, so ist doch der Abstand zwischen dem in Oesterreich bereits erreichten Zustand und dem, wa» man den deutschen Arbeitern widerwillig zugestehen will, nicht minder groß. Di« deutsche Arbeiterschaft wird die bevorstehend« dritte Lesung de» B e t r i e b» r S t ege s e tz e» zum Anlaß nehmen müssen, um ihr« Fordevungen noch einmal mit Nachdruck zu vertreten. Die russisch-engNschen Verhandlungen in Kopenhagen. Die zwischen Likwinow und O'Gvndy geführten B erhand- langen über den Gefangenenaustausch wollen nicht'recht von der Stelle. ES schien einen Tag sogar, als sei ein definitiver Abbruch der Verbaudlungim unvermeidlich. Jede Partei iveist der anderen die Schiiltd an der KrisiS zu. Di« eng- tische Regierung will sich nicht auf eine teilweise Regelung der Frage einlassen, vor allem will sie nicht die Osfizierc in Rußland lassen, wenn ouS irgendeinem. Grunde der AuS'ausch aller bri» tischen gegen alle russischen Gefangenen nicht möglich ist. Der Hauptgegenstand de» Streites ist die Forderung LüwinowS. daß ldee Austausch auch die bolschewistischen Gefangenen einschsießein soll, die«n dem Hchutdcm der ami-bvl'tchowistischcm Nordarme« sind. Die britische Negierung stellt dieser Forderung gegenüber. daß sie ke ne BesehlSgcwalt in Norisrußkvnd hat«. Sie will alle russischen Gesanr-eueb auf englischem Boden freilassen, was darüber hinausgehe, sei ihr unmöglich. Die Frage der Rücksendung der russischen Gefangenen in Deutschland wurde ebenfalls behandelt. Die Sowjet regierumg beansprucht einen Sitz in der interalliierten Gefan. ge n e n ko m m i s s i o n, und dieses Vertonten ist nur zu be- greislich. Litwiiiow begründet« die Forderumg damit, daß Ruß« lnud sich veviewisiern wolle, daß keiner der Gesängen«» gegen seinen Willen zu Koltschak oder Denikin oder sonst wohin geschickt werde. Heber diesen Punkt scheint ebenfalls noch keine Einigung erzielt worden zu sein. Trotz der Rückwe-isnng der vussi scheu Fr-iedem» Vorschläge durch Lloyd George in der vergangenen Woche mit der Begründmig, da» dänische Gastrecht, da» nur zu Verhandlungen über die Gesa» gcnerrf rag« geioährt worden sei. dürfe nicht verletzt werden, haben Litwiiiow und O'Grady auch über solche Fragen gesprochen, und es scheint nicht, als ob dos irgendwelche diplomatische Ver» iv rfll»»gen mit Dchromarik noch sich ziehen werde. Die Air- regumg Lloyd George», wenn Rußland«rn>slhast Frieden wolle, so möge«S zunächst mit Denikin und Koltschak Fri«. de» schließen, ist von Litwinow ausg�grisser» und dahin beantwortet worden, daß der Friedensschluß mit den All ierten ohne weitere» Frieden mit den Antisowjetgeneralen nach sich ziehen würde, da diese sich nur durch die Unterstützung der Alli- ier en halten könnton. Die Bullitt-Vorschläg« se en praktisch ein Friedeusvorschlag mit den Konterrevolutionären, ober die Sowjet« iegierung würde niemals direkt an dies« h'e r a»- treten. Wenn die Alliierte!» die Blockade aufhöben umd wvilere direkte Unterstützung versagten, so würde schon dadurch innerhalb I»eiliger Monate der Friede hergestellt sein. Allerdings hat e» noch«nicht den Anschein, als ob die Entente ich eiisschließen könnte, die Blockade auszuheben, und so w rd das russische Vol? noch geraume Zeit auf einen wirtlichen Frieden, dessen eJ so dringend bedarf, warten müssm. Die eiächsken Tage oder Wochen SifetiSetn' tttm asiflo Me R«* fultate diese» fonruyen Umte r siuchwilgSauSs chn sse S«bringen. Wir haben bereits betont, daß wir von diesem Aus'chuß zur Auf». heUiOTg dar dumibten Affumem nicht» erwart cm. Man wird«üwaS T«c»m-tcim schlagizn, uui damr«mit cöiobi— Vertrau enSe Votum zu euü.geu. Ml„Wang" geslempell. Ein bekannter Parteigenosse wurde dieser Tag« sn seiner Privatwohnung in einem Berliner Vorort tclephoiiisch angerufen. Vor Herstellung der Verbindung entspann sich zwischen dem Telephonfräuiein und ihm folgender Dialog:.Warum ist Ihr« Nummer mit.Achtung" gestempelt, Ist da» ein Bureau?" „Nein, ein« Privatwohnung!".Ja, warum ist Ihre Nummer hier denn mit.Achtung' gestempelt?"»Fräulein, Sie sind wohl neu Im Amt?".Nein, aber ich habe Ihre Nummer noch nicht bedient.".Fräulein, die Nummern, die bespitzelt werde« sollen, sind dort auf dem Amt wohl mit.Achtung" gestempelt/* »Ja, da» mag dann wohl so sein." Löerdtorm'istsrwchl In(Wa. Bei der Oberbürgermeisierwahl in Gotha erhielt Assesio« Geher in Köln, der Kaild dat lursoroc Pa«r:en, 5953 S t i en» wen. der Erste Bürgeriiieistcr tn Sagan. Scheffler, den dl« übrigen Parteien, einschließlich der AlechtZsozialisten, als Kan» dibaten aufgestellt hatten, 11 108 Stimmen. Die Wahlbeteiligung betrug 70 Proeznt. Teuksch-sranz�sischs verckbarungeu sSc den WieeZeauf'an. Di« Sekretär« b?» Deutschen BauarbeiterverbandeS P ä p« low iin-d Silberschmidt nn��er Sekretär der sranzösischea Organisation, Chauvin, habni nach persönlichen Verhandlungen«inen Vertrag für diese beiden Organisatiaiien g«� zeichnet, der die Arbeitsbedingungen der deutschen und deutsch» österreichischen Bauarbeiter im W i c de rcm sbarcge b:e t fcsstlegl. Di» Ha upl Punkt« sind(nach«Mitteilungen der französischen Presse): Anerkennung de» Reck>teS für die deutschen Arbeiter zum Zweck der Arbeit nach Frankreich zu kommen, vorausgesetzt, daß sie hierfür bestimmt sind und den örtlichen Arbeitern kein« Konkurrenz machen. Bezablung der deutschen Arbeiter nach dem ortsüblichen Normaltarif. Freie Ausübung des Rechtes der Aussprache und Kontrolle über hvgienische Fra�n, Ernährung, Schkasrättme und Schutz vor Unfällen an den Arbeitsstellen nnd in den Ounrtieren. Genuß der«gewerkschaftlichen Freiheiten. Freiheit jederzeit in die Heimat zurückzukehren, Frfter unzensierter W riesverkehr mit der Heimat. Pslichwev« sichern ng gegen Krankheit, Unvlle und Invalidität usw. llnve» kürzte Äntveudung de» Achlstu»de.»scher.'eiiS" keine Mö> [ichfeit, diesen Verlust auSzufsleichcn.— Soll mit dem Wort„milf- tärischerjeAS" angedeutet werten, daß durch die Schaffung der Ennvohncrwehr, der Sicherheit»wehr, der Zeitfreiwilligen, de» technischen Nothiils« uiid ähnlichen zweifellos militä ffchen Ein- rnhiungen von anderer Softe oin Ausgleich geschaffen werden könnt«? Einen RahrungSmtttelkrcbit von 6% Millionen Gulden Hai die Holländische AiiSfuhrgesellichaft der Republik Oesterreich zu bewilligen beschlossen. Zur Bedingung macht die Gefell'chast daß da» alte Oesierrctich aus den gemeinsamen Aktivbeständer die 10,8 Millionen holländische Gulden, die im folgenden Jahn fällig sind und wo'ür die Oesterreichisch-ungarlsche Bank garan- tiert«, sofort zurückzahlt. Voraussetzung für diese» Abkommen ist, daß die Entente sich in aller Form mit ihm einvcrslandeu erklärt. Die Doner der vesetznng. Dor Rat der Verbürtdeteu Wer- pre tiert, nach einer Btolldmig des.Echo de Paris", d!« Beistilm- Miliingeu de» Fü cidc«nsne rtragc l über die Dauer der Beisetzung der deuticheu©eti'ct« dahin, daß diese Beseht mtigSdatter erst v o«m Tage der RechtSgültigkeit des FriebchsverlimgeiS zu rech.;«« sei. Aushebung der Stopelsaserbcwlrtschnftnng. Die Bewirtschaß tung der Stapelfaser ist auf Beschluß de» UnlcrauSschusseS'füt Kunstseide und Stapelfaser ttyft W'�iigei Mirlung auf 0� wordx». /, Vor dein Kommando irwr gr r cht(Nrbemstclle� fand gestern ö?« Äerhandiung Heyen den OberleatnaiN d. Sie]., Negierungs- HfKfsot a. D. yund H i l I e r jluil, der nach der%nM� hin, tsichcnli verdächtig evschien, Untergebene schwer mih» handelt zu haben, so das; bei eiwigun Eoldalen der Tab ein« 'rat. Der Fall Hclrnhake erregte in der Presse vor einiger Zeit ccr«l>tig:eS Auslesen; immer wieder drängien wir daraus, dag öol«IngÄcilete Vorfahren beschleunigt werden soll wch endlich svlltrn gestern die Verbrechen des ÄgessorS Hiller,»urchdeui bereits um H'dai dieses Jahres die Antlago von dem V-atcc des derstvrlicnen Kriegsfreiwiltigca Helmhake eingereicht worden toar, ihre Siubne finden. i SSi« bei dem Tiördcr Vdarloh.auch hier ein? Art divisionS- patrioklstheS Thruror. Ten Vorjch führte jlrieysgorichlsrnt «chutz, die jinktage vertrat tNisgSycrichtSrat Weber, der wicht«iiinral wugt«, ob er an den SrUcÄaytcn direlte Fragen »ichen darf. Vechtel waren u. a. ein KriegSgerichlSrar, der nur Kragen znr Entiastirng des Ängetlagton vir die Beuge» «richtete und otfoufichllich Pnrlei für Hiller nahm. Vor diesem Theater rollte sich nun ein F-.lm ab, wie wir es gewohnt sind, beim verbrecherische Offu.iete auf der Anklagebanl sitzen. Der Angeklagte H i I'« r, der Thp des nur zu gut bekannten, »eserveosfizierS, der sich in daS(ÄesühISleden seiner Leute über-\ Jaupt nich; versetzen konnte, hatte sich zur Feier dcS TngeS mit; dem E. St. 1. Kl. geschmückt. Es wird ihm zur Last gelegt, das;- kr den Füsilier Hol in ha ke, a IS er bei furchbarcr Skälle in den �arpatt>cn an einen Baum gebunden tvar, geohrfeigt hat. Als der Ichwerlranke H e l m h a l e aus cinem Erdlvch, in dem er atS Un» tersuchungsgesaitgener untergebtacht war, von ztvei Krnnteu- irägerit zur Latrine geführt wurde, Hot Hill er diesen halbtoten vir» scheu in das Gesäß getreten mit den Worten:»Das Mislvieh derslellt sich ja mir, tretet ihm doch in den A---> ist denn ws Aas noch nicht krepiert 1" Weiter wird Hill er angeklagt, tag er den Freiwilligen Thomas bei groger Kälte nackt ans- iichen Iiesj. Der Frritvillige verstarb nach einigen Stuwdc». sehnlich verhielt es sich mil einem Stüde iilcn Vi ü 1 1 c r, der kniefällig den Angeklagten bat, als Posten abgelöst zu werden, da er krank sei. Tetr Angel'agte lehnt« dre Bitte tti brutaler Weis« ab. Füller wurde einige Stunden später toi in der Latrine gesunden. lebet VkißhairMungen seiner Untergebenen mit bieitpeitsche, �«ileiigewehr, Getvehrkolden und GebirgSstock liegen mehrere Auö« lagt ii vor. Zrug« sah weiter, geschlagen hatte. habe sich krank ge Ivordcn. Er, der krank zu melden. wie Hiller aus dem Vormarsch einen Mann Er war weiter mit Thomas aus Feldwache, meldet, sei aber nicht dem Arzt vorgeführt Beuge, Hube Thomas angeraten, sich nochmals Es war im übrigen kaum ein Soldat vor- Hände ii. der sich nicht die Hajen vollgemacht Halle. Ein Beisitzer(StriegSgcrichtSiat) fragt, warum der Zeuge erfl jetzt diese Aussagen mache mid nicht damals{Ich beschwert Hab«. Zeuge: Dann wäre t> mir genau so ergange» wie Helmhake.. Beisitzer: Wieso? Zeuge: Jawohl, man hätte mich änf Feldwache «schickt und unter Umständen erfrieren lassen. Zeuge führt weiter aus, daß er bei der Vernehmung nicht alles hätte sagen können, denn KriegSgerichtSrat Weber(An- llagcvcrtrclcr) habe gesagt:.Fassen sie sich kurz, ich habe nicht viel Zettl" Der Zeug« V 0 l t b e r g sah, wie Helmhake angebunden wurde. Er hätte gebettelt, daß er nicht zu sesi gebunden würde. Es geschah trotzdem, und das bei sehr sluricr Kälte. Helmhake schimpfte deswegen. Ter herbeigeholte Hiller habe ihn dann be schimpft:.Du Ans, du Schtveinl" Als dem Zeugen vorgehallen wurde, daß es wohl der ll'dajor gewesen sei» könne, gab der Zeuge die« Möglichkeit zu. Der Zeuge sah ebenfalls, daß der An- geklagte Helmhake getreten hat. Weiter habe Hiller seinen Burschen P ä s ch e l mit dem Gewehr über die Schuller geschlagen, daß der.Kolben abbrach. Pü setzet habe es ihm erzählt und seine blaue Schulter gezeigt. Püschcl wollte sich nicht krank melden aus Angst vor Uiiannchnilichlciien. Der Zeuge Radle berichtet über die Mißhandlung tr.ieS Soldaten du rcki Hiller. weit er Brot von Einwohnern eines Dorfes genommen habe. Ein Unteroffizier©eile wurde ebenfalls von oem Angeti agiert ge ohrfeigt, iv-i�en illbgabe einer unrichtigen Meldung. Krankmcldcn war so gut wie ausgeschlossen. Hiller lmbe gcftvgt, in seiner Kompagnie gäbe eS keine St ranke, sondern nur Tote und Verwundetet Gesr. Schneider gibt an, daß er von Hillcr mit der Reitpeitsche geschlagen worden sei, weit er gelacht habe. Sebastian Kaiser, in Frankfurt a. M. vernommen, singt aas: Cr war in ein Erdlcch mit Posten davor gesteckt worden. Als Helmhake in da? Loch hineingekommen fei, fei Doppelposten Uebcr den Fall Helmhake sagte der Angeklagte au«, daß nufr stellt wordern In dem Crdloch stand da» Wasser. Wcd-r �,.-.......... tr.t:.______;(ni____'.<* f i/tt» nnra vvitnhm«» htittvn f mm j* an. p n im f-v � r l m h a k« wegen Unterschlagung von Käse zwei Stunden an Nnen Baum gebuiide» wurde. Ein zweites Mal wurde H. an einen Muim gebunden, weil er angeblich lrankheitöhaiber nicht zum Ge» �chrrcinigen erichiencii war. Während Werbüßung dieser Strafe habe er getärini und geschrien und der Bataillondkommairdeur habe ch>» die« verbvtenu Er habe den Mafor beschimpft und dieser habe die Festsetzung HekuhakeS angeordnet und einen Tat» pnisit verlangt- H. fei dünn in ein Erdloch gebracht worden, «or das ci» Posten gestellt wurde. Damals seien kaum mehr »IS 20 Grud Kälte geJccfeu und zwei Stunden Ai. binden au kine» Baum hätte kaum gesuiidhcilSschädlich wirken können. Die Äußerung gegen Heimhate uns(eine Mißhandlung bestreitet "T Angeklagt«. Ueber dem Fall ThomaS sagt Hiller miS, daß der oUgfichrer kk» Mann zu ihm gebracht habe, weil er zu sehr chnt. Die Bein« seien veieilert gewesen und der Slot von einigen Achten befand sich in den Hosen des Manne«. AIS abschreckende» spiel sei der Man,, den anderen Leulen in der Skompagni« vozeigt worden. Rur die Hosen seien dem Mann ausgezogen worden. n Auf den SliHf ntfn Mü ller entsinnt sich der Auge- Ftoffte nicht. Er gtuubt, daß ein Student m feine pi Uittcrsiätid p'rsiarb. An Mißhandlungen foinec kknitcrgebencn will sich der »lr.zetlagte nicht«linnern. Im weiteren Verlaufe der Vernehmung stellte der Anklage- »ertriller aus sü hei ich sesi, daß der An,e!lng:e wesentlich von ix 11 Jcm«r gemachten Angaben abweicht. Ö>crfl Graf von der S ch 11- 'tnburg stellt dem Angeklagten«in gute» Zeugnis au». Ebenso 2' Adjumnt von£0 mm iiitz. Von M>ßli>nidlungen Uiuer- ldbcner isr ihnen nichts bekannt. Assistenzarzt Dr. Mütter bezeichnet den Angeklagten al» Nervöse» und leicht reizbaren Menschen. Er leide an Dämmer- plständen. Ii) in ch nicht belannt, dnß bestrafte Soldaten vor sai'rdußunz der Strafe, trotz Vorschrift, ihm vorgeführt tvorde» sind.%,» allgemeinen wurde sehr viel bestrast. Die hygienisch« 11 �rhäitniss« waren sehr inairgeihast. . Stabsarzt Rowack beftäligl« im wesentlichen die Aussage» ?? Dr. Vküller. Er haben damals Stuhr und Typhus grassiert. war schlecht, chie locuie hausten in nassen Lochern, deS- ?'l!e» toar der Pesundheitszustand der Leute sehr schlecht. Di« "che» wurden nicht völlig geüjfnet. . Der Äompagnie-Feldiix�oel dcS Angeklagten, Tempel, W au«, daß der Angetlagte jorgfam bejircbt war, die Dijzi. aufrecht zu«chatten. . Leutnant der Res. Müller hat gesehen, das Hille r ''n«n Posten geschlagen hat. Thomas sei den Leuieu ?'♦ warnendes Beispiel gezeigt Warden. Aus das kranke Aus- und dem glajizen Blick des Einjährigen Maller, hatte Zeug? den Ange.laglen aufmerksam gemackt. p Leutnant der Res. Schlangert sagte au», daß f�ute fast alle krank und verkommen gewesen birn. Verschiedene waren früh gejiu-d, aßen dann nicht« tnchr, "llfben apathisch und starben nach einigen Stunden. H i l l e r .buchstäblich von den Leuten verlangt, wa» von oben be- °hlen worden war, daS war für die Leule jedoch entschieden »» diel. Der Angeklagte war int vielen Sachen nicht zurcchnuiigS- der Res. R e i n h 0 k z legt einen Brief des Ange» vor, in dem dieser schrieb, daß er lauter krumme (." Unaufigcpilfiet« Leute habe. Er kam sich vor, wie � Borsieher eine» JnvalidenhaufeS. & Der Zeuge Berliner belasset im seinen Aussagen den ."lkellagten schwer. Er hat gesehen, daß Hilfe r d.n ange- �deavn Helmhake ins Gesicht geschlagen hat. Der Areest- Zeuge noch Helmhake hätten etwas zu essen bekommen. Der Zeuge schlich sich au» dein Lech? und besorgte sich Essen und brachte auch H.linhake etwas. Dieser habe nichts mehr essen könne». Helmhake jammerte und siöhnle und halte Angst vor dem Angeklagter-, der ihm das Erschießen angedroht halte. Der Zeuge hat die Aeußerungen de» Angeklagten gehört und gesehen, daß er noch Helmhake trat A!S Helmhake sich nicht mehr rührte, wurde dies von teni Zeugen einem Unteroffizier gemeldet. Der Zeuge sah weiter die Mißhandlung eine» Unter« ossizierS. Außerdem habe der Angeklagte einen Soldaten s« st binde 11 lassen, trotzdem Feuer aus der ivtellunglag. Neinhold Müller sagt schrif!ttck> aus, daß er, welk er sich beim Essen holen vor irrt halle, von Hiller mit Erschieße» bedroht worden wäre. Er sei dann auf Beseht de» Auge- Uagten an einem Pfahl auf der Brustwehr festgebuiidon worden, drotzdcin der Feind nur 100 Meter entfernt lag. Lichtersclde ergänzt seine Aussagen dahin, daß Ge- freiter Kühn gesagt habe, als Helmhake tot war, der Angeklagte hätte verlangt, daß gefaßt werde, Helmhake hätte zu essen bekommen. Di« Leute wären damit nicht einverstanden getvesen- Auf weitere Zeugejiau«sagen wurde durch Gerichtsbeschluß a-ISdan» verzichtet. In seinem Plaidoyer läßt der Anklagevertreter die Schuld. frage nach§ 123(Körperverletzung mit Tod im Gefolge) falle» Anders flehe es mit den Mißhandlungen. Der Angetlagte hätte die * Leutnant «Ogtcn Und W,- fj----,----------!»•|* I I � V»« i) fj» W S locitece Leute geschlagen worden seien. Nach teilweise recht eigen» artigen Ausführungen beantragt der Anklagevcrireler eine Ge» samlsirasc von 1 I a h r F e st u» g» h a s t. Z u Ehren st rasen fei kein Anlaß vorhanden. Bon Dieiistenliassung soll Abstand genommen werden. Der Rechtsanwalt Hirschfeld, der mit dem Rechtsanwalt Mcnart die Verteidigung des Angeklagten übernommen halte, führte aus, daß cr ein großer Verehrer und Gönner der Kriegs gerickitd sei, ivcgen der bei diesen Gerichten herrschenden Obiektiviiät(?), die vorbildlich für die andern Gerichte sein müßte. Tie Schreier der Stiaß« riefen nach Ge« rcchtigkeit und ihr solle auch Geniige geschehen,-aber nicht zu- unglinjlen de» Angeklagten und nicht im Interesse der Leute, die den Stampf gegen den verhaßten Militarismus in das Ge- richlSz'mmer tragen wollten. Auf Grund gehässiger Ansein- düngen dürft die Existenz HillcrS nicht vernichtet werden. Die meisten Mißhandlungen seien nicht nachzuweisen und die AuS- sagen Berlins enthielte« di« Möglichlcit, daß sich dieser Zeuge irre. Duz Ger' cht verkündete nach entstündiger Beratung, daß sich lediglich Mißhandlungen zweier Untergebener nachweisen ließen. Der Angeklagtem wird deSl>aIb zu einer Gesamtstrafe von 7 Wochen Festungshaft verurteikk. Innerhalb S Tagen kann der Angeklagt« Berufung einlege» llh*.-v——-—---. ,"«qtani in den Helmhake gebracht worden war war ei» yO)- und wegen~«- � Mm-j«.-. u von ein r Gruppe Erd< Salbu tau auf« E» lauen beschmutzte Wäsche, alie mit Kot . 0-.»—.—:» o«-». ct Hrtti 2/tunn« «,ss,-......... Feuchtigkeit f.e"•"»rben. ES lagen > ch» k Vückifen in diesem, iwiler war er von L..' l* n zur Entleerung benutzt worden. Der Zeuge lsahn, oor diesem Erdloch und gibt an, daß Helmhake Al» er zu sehr schrie (n|& i»>c I"»>%.-----,----- dej jT! Al» er zu sehr chrie Und wimmerte, hat er trotz foilt. 15-' Helmhake nichts zu essen und trinken bekommen (h,; utt-'iern einen Schneeball an die Lippen gedrückt. Der Un;% Helmhake nichts zu geben flammte von Hiller und war kn. ,,lc" vom Gruppe nfüi'il er uberbrackt Word im. Andern» sll>„v Helmhake nicht mehr stehen, wurde auf dem Unter» b, t. Ü'-'chlcift und der Angeklagte rief:»Da» Misivieh *1«»'* s i ch ja nur; ist er denn noch nicht �irfon lmrt'en, Die Beine waren vereitert. Hillcr ließ die Sal» U ,„j-;u'eV und rief:.Seht euch dieses Schtocin an. So kann auch einmal gehen!' m �0' Sichtetfelbe Jas �äite. Cb er gesch-,R fi hpf, c'tIl>4 fei eine verlassene,«vermoderle Erdhöhle gcwe Vlasij» � Keftztzl, foul Watoft.»iill 4u gebxn, Ler MÜDWW..m.■ Der Ausgang dieses Prozesse? Kerraschk uns nscht. Wir, die wir den Geist und die Methoden des deutsch)?» Militarismus kennen, haben uns keinen Augenblick dem Wahn hingegeben, daß von einem Militärgericht eine Sühne dieses Verbrechens zu erwarten sei. Denn die Tat des Oberleutnants Hiller ist keine vereinzelte Aus- schrei tnng eines besonders mordlüsterncn Offiziers, sotrdern daS Ergebnis der unumschränkten Befehlsgowalt, die der Vorgesetzte über die Untergebenen ausüben konnte. Sie gts staltete, unterstützt von cinem nur auf dem Papier stehen» den Beschwerderecht, daß die Offiziere die krassesten Ans- schrei tur gen ihrer bhn edles fast unbegrenzten Befugnisse, ausüben konnten. Wenn es noch irgend eines VeweiseS für diese Tatsache bedurfate hätte so hat ihn dieser Prozeß erbracht. Schon im sifrieöcn haben die Soldatenmißhandlungen stets eine außer- ordentlich milde Beurteilung durch ihre über solche Vergehen urteilenden Standes genossen in den Militärgerichten ei fahren. Nirgends hat sich die Solidarität der herrschenden Klassen so gut bewährt, wie in diesen Fällen, in denen es galt, die schrankenlose Ausnutzung überkommener Rechte nachträglich zu rechtfertigen. Der-Krieg hat an diesen Zu- ständen ebensowenig etwas geändert, wie cr die Soldaten- Mißhandlungen zu beseitigen vermocht hat. Soldntcnmiß� jeder Zeit ein unzertrennlicher Be lest?crau?. Wenn die Hrlei?s6egrun5ung stnesnl, baß dst Bcweisausnahm« nichts dajür ergeben habe, daß d.n Auge« klagten Hiller ain Tode Hclmhakcs irgendeine Schuld treffe� so schiebt sie ohne Grund die ganz genauen und bestimmten gegenteiligen Aussagen der Zeugen Berliner und slaiser vollkonunen beiseite. Beide haben, wie anck) der An« klagevertrcter betonte, mit absoluter Bestimmtheit unter ihrem Eid bekundet, daß Helmhake von Hiller mißhandelt worden sei. Gleichgültig, ob dadurch der Tod HelmhakeS veranlaßt oder nur beschleunigt worden ist. die subjck- tive Schuld Hillcrs ist nicht aus der Welt zu schassen. Sie bleibt auch dann bestehen, wenn der Befehl zur Arrestvoll» streckung durch den Major gegeben worden ist. Denn dieser Befehl ist durch Hillcr aus das grausamste ver, schärft worden. DaS Cttassuktorrstischste an dar UrticiAsbessründiuriy ist .aber die TaZack)?. daß Hiller. der für die schwere Mißhumd- ifong HelmchaTics straffrei misgcht, wegen der viel leichteren eines Unteroffiziers bestraft wird. Tie Uisach« dafür gibt die UisseUsbegrün'dunq selbst an. Ter Airge» klagte bat nämlich in diesem Falle die„Autor! lüt der Umeiwssioicre schver geschädilgt". Dieses„Verl' rechen� innlß gevchudet werden� der Tod eines ein stich. n Soldat«» bleibt unssesühnt. Das ist die Frucht der M i l i t a r j n st i z. für deren Auf rech terhultuitg Harr Noske mit aller Krais't ge- ■fcvnipft hat und wolff auch weiter kämpfen wi'id. unterstützt .von sieinen Fremiden..,....- Der Sechsslttndentag Im Ves'gvau. In einer Konferenz über die Frage der SeckSsdmdensch'ch� die vom Vorstand de» alten AergarbeiterverdandeD mit den ZechesibetriebSraten da» RuhrbeztrkS abgehalten wurde, wurde betont, daß der gegenwärtig? Ze tpunlt wegen de« außerzewöhnlich großen Kcksslennot und der durch sie dedingten Velriebseinitclliuigm für die Shichtvorlürzuiig auszerordentlichl ungünstig sei. wenngleich die baldige Einführung ba SechSstundenschicht sehr erwünsckt wäre. ES wurde mit 69 gegen 10 Stimmen folgende Entschbießung angenommen: .Die Konferenz der Vertreter der ZcchonteiriebSrät« be# Muhrgebiet» anerkennt den einstimmig gefaßten Beschluß de« Bidltzselder Generalversommiuiig de» Ve ignr beilerve rtxi 3 im Juni 1919, wonach die Verkürzung der Unter Iwgsfchkht im Bergbau auf sechs Stunden durch internationale Ver, einbarunge» herbeigeführt werden muß, und fordert di« Vertreter der auständischcn Bergarbeiter dringe ich auf, sq schnell wie möglich mit den deutschen Bergarbeitern zusammen, zukommen, um über die Verwirkltchtiriiz der Sechssrundei» schickt Beschluß xu fassen.' Ferner wurde beschlossen, bei den bevorstehenden neu«« Tarifderhan diu 11 gen mit Rücksicht auf die starke VeN teuernng der Lebensrnittel eine erhebliche Verbess«, rung bei Berg arbeiterei»komme ii» zu soeben», Lergmanukwchnsla len. DaZ ReichSkabinett hat in seiner Sitzung vom 22. Dezcmhed beschlösse», zum Bau von Aergarbeilcrwohnstätten besonder« Mittel zur Verfügung zu stellen, die an» einer Abgabe von der geförderten Stöhle ausgebracht werden sollen. Voraussetzung sü« die Unterstützung aus össeittlichcn Mitteln ist die Treniiung von Arbeit»- und Wohnverhältnis. Soweit daher die Wohnungen nicht von vornherein durch gemeinnützige Bauvereinigungen er» richtet werden, müssen sie nach Fertigstellung solchen Genossen» schaffen oder Gesellschaften zum Eigenlnm übertragen werden- Die Verteilung der Mittel soll unter Beteiligung von Vertretern der Arbeitnehmer und Arbeitgeber uingchciid erfolgen, so daj mit dem Bau der Wohnungen begonnen werden tan», sobald e> die Jahreszeit ziiläßt. Sobald die näheren Bestimmungen poa liegen, werden wir auf die Angelegenheit zurücktommeil. KapttalserhShung bei der tndw. LSwe A.-S. In der außerordentlichen Generalversammlung der Ludwigs Löwe u. Co. A.-G. wurde eine Erhöhung deS CSlmn.MmWni« 5 Millionen ch dieses Schtvcin an. co inlsiyanoiungcn zu orieirigen pmnpan "«h?rmD�crle Erdhc-hle gewe cn. VlCar iclüft unter iiejcn EesichiZpl I. ff& m cnim»---- fjf.ia----- 1 f r. . Spunkten fordert fcasl Ujicjl W M ü itäffleissch W au)ti q l l ti iftq t f V e»« to« ,,„. Grundkapitals unt aiss 15 Millionen Mark beschlossen. Die jungen Aktien werben zum Kurse vo» Illö Prozent im öcrljältnis von «rei alten zu einer neuen Vittie ausiwgebeni. Da dxr SlurS de« Aktien gegenwärtig 278 ist, so macken die gegenwärtigen Aktionär« des der Erhöhung de« Aktienkapitals ccu recht gutes Geschäft, lieber die Vt-uSstchien de» linteviiechmeus wurde mitgeteilt, daß daS verflossene Jahr für die Fabrikation nicht sehr günstig getvosen sei. Trotzdem meide die Gesellschaft rn der Laige sein, eine, wenn auch gegen daS Vorjahr verringatte Dividende(i. V. 2Ü Ptozeickj in Vor ichlag z,u vriugen. In den letzten Monaten babe sich der Eingang a» Austräten wejenttich gebessert, so daß für daS nächste Ge fch äf t s j a h r, wenn lein« unvorhergesehenen störenden Ereignisse eintrete» sollten, mit einer Besserung zu rechnen sei...., 36 Marl für elnzn MzM— 15 toi für ein Vnar Sliefel. Voller Freude werden unsere Leser fragen, wo man denn heute solche Schätze für so billiges Geld erhallen kann. Run. dies» Berechnung hat das Betlei dungSamt de« Gardekorpt aufgestellt, doch leider gibt es nicht etwa für jene Summe die be» tcesfenden Kleidungsstücke her. Umgekehrt wird ein Schuh draus, Heimgekehrten deutschen Kriegsgefangenen, die bei dem betreffen« den BekleidungSamt�. ihre EnllassungSkleidung holen wollen, werden zur Auswahl ein« ganz gering« Anzahl elender Elietztl vorgelegt. Wer die nicht nehmen will, oder tvem sie, was meist der Fall ist, nicht passen, erhält dafür 1 5 Mark. Mäntel sind überhaupt nicht da, sondern den Betreffenden wird gesagt, er muh entweder 86 Mark annehmen oder unbestimmte Zeit warten, bis neue Mäntel angekommen sind. Eine trostreiche Ant» wort für die jetzigen Winlertage.— Wenn die militärischen Stelle» nicht jähig sind, genügende Eiitlassiingebokleidiing für die heim» gekehrten KriegSgefangeucn hcrauzuschaffc», so haben sie zum mindesten die Pflicht, den Leuten solch« Summen auszuzahlen» für die sie die entsprechenden Kleidungsstücke sich heute auch an- schassen können. Für 15 M. kann man heute kein Paar Stiesel, sondern höchstens fünf oder sechs Schuhbänder kaufen. HIß SsMMW der„Freiheit" befindet sich Jetzt reite Straße 3-3. 'fiiwkr und Volksbühne Theater ai""iüown.'a i. 7� Ii r: in IrStanau Mitlw 6 Uhr. BSltres BertiotiiKH. Opernhaus 6\ Uhr: Margarete Ssims�ieliuns 6� Uhr: Wilhelm Tel! Duekilon: f«z �einhaillt Oaut�hes Tügnter tt Uhr: Faust I. K(immer�lß!g 7 Uhr: Advent GroSss So!i?:L'8pi8!li2cs Kftrlsfrafte 7\ Uhr: OreSrie (30. Ah it. I. AbJ.) uirCaUoa Carl Melohar J— Rad. Berntaar Theater I. d. 7 Uhr i:ln Traumspiel Siiv.: 7'Uhr: Kaineraden. Neujahr nachm.; trdse St. .'Lutm Maria Orska Ahd; PchloßWettersiem Fig.: ScaloßWettersteln Koniocileiikaus \8 uhr: L'seloti v. d. Pfalz. Silvester 7 Uhr'..Sie" Neulahr;..S i e" Freitag: ,.S i e" Berüner TM'er 7.15 Uhr; Lummv!» Studenten i-raier Direktion: Viktor Darnoveky 7i uhr: Pygmalion Mittw. 7\ Uhr Pygmalion, Donnstg. 3 Uhr: Der rote Haha 7-. Uhr. Pygmalion DfifltseiK8ßs{!.-Wef 7> uhr: Cyprienne (Konstantiti. Uß*z, Walterl Mittwoc i 7iU: Cypriennc. Donnerst< Uhr: Dies irae. Uhr: Cyprienne. GrcBß MMWer Im lelirMMMM gmßem G 3. heiterer �bend G Vorher das Riesen-'■flvesterprogramm. Alles Nähere im Vorverkauf von 10 b's Q. Wadiczevj'ski. KöntgstraSe 20-21. Telephon: Zentrum 5432 und 5227. 7 Uhr. Theater am Ret basrr Tor Tel.: Moritiplata 14514. Tägi. 7* und bonntag nac im. 3 Uhr: Eilts-Siinger 9 ehem. Mitgl. der Stet iuer Sängir. BJQti'gen-logziH Vor*. 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Dezemdcr der Arbeiter- kongresi de» Kantons Genf mit dieser Fraze. 1G2 DelN- t>rte nähme» in Vertretung von(iö Organisationen daran teil. kloch einer lebhaften Diskussion über die Zweckmäßigkeit der Teil- «ahme der Gewerkschaften an den politischen Kämpfen wurde der Lo: schlag dcS Komitee«, wonach die politische Neutralität der Ge- tvcrkschasten aufgegeben werden müsse, mit 10 7 gegen eine Stimme und etwa CO Stimmenthaltunge» angenommen. Zur Lohnbewegung in den Wach- und Schlief» gesellschaften. Die Verhandungen mit dem Verband der Schließ- und Wach- Wiihite der Grundbesitze rvercine können vorläufig als gescheitert selrachtei werden. Die UiilerncHmcr erklärten, vor Mitte Februar k fem« Verhandlungen eintreten zu lünnen, da erst der Grfolg einer Erlwhung der BeivachnngSgebühren, welche sie bei ihren «bonnenten vornehmen wolle, sich zeigen müsse. Erst dann könnten sie sich bereit erklären, den Wachangestellten Zugeständnisse zu Wochen. Die Unternehmer, welche dem Verband der Wach- und Schließ- Gesellschaften(Kölner Verband! angehören, haben sich im Laufe der Verhandlungen bereit erllärl. 40— 50 M. aus den destehenden ab 1. Januar an zu gewähren. Dieselben haben sich auch tu weiteren Verhandlungen'bereitgesunden. In einer von mehr als 2000 Wachangestellten besuchten Ver- »Mmlung wurde das Verhalten der Unternehmer einer scharfen Kritik unterzogen und die Zulagen der anderen Gesellschaften in «nbeirachi der immer mehr und mehr steigenden Teuerung al» länziich unzureichend erklärt. Fast alle Redner traten dafür«in, in den Streik zu treten, wa» lebhaften Beifall in der Versammlung «weckte. Schließlich wurde einstimmig eine Nesolution ange- «ommen, die besagt, daß die VerhandlungSkommission alle Mittel Und Wege in Anwendung bringen soll, um die Lohnbewegung zu «inem siegreichen Ende zu führen. Mit einem Appell an die Ver- sommetten, zur gegebenen Zeit dem Rufe der Organisation Folge iu leisten, schloß die vom besten Geiste erfüllte Versammlung. Eine NnversckiSmthe!» nennt der.Vorwärts" unseren Artikel «n der Monlag-Morgenn ummer, der sich mit dem Ausfall der Gau. borstmidSwahlen der Berliner Buchdrucker befaßt. Nun, wir haben don dem Artikel, der in objektivster Weise die Dinge schildert, wie 1« sind, nichts zurückzunehmen. Wir wissen nämlich auch, daß der jetzige Gewerksck?aftSredak!ciir des.Vorwärts" früher über die ibuchdrucker ein noch viel schärferes Urleil fällte, als wir e» fetzt tun. Nun er aber eine Politik vertreten muß, die ihm früher zu- Wider war, nimmt er sich der braven Kinde zärtlich an und hetz! sie auf uns. die wir ihnen einmal die Wahrheit gesagt haben. Tos lasy uns jedoch ebenso fall wie das übrige GeseireS, da« der »VorwöriS" an unseren Artikel anknüpft. Unfruchtbar« Polemiken zu führen haben wir kein« Lust und keinen Raum. «In» klein» Ergänzung zu dem Artikel»Sauwirtschaft In den wtichedeirioben" in Ar. 020 der.Zrelheil" gibt ein Leser In folyender Sufchrift an uns:»Bin in Spandau tallg und kann noch«m, Gad* «um Besten geben. Es besteht dort«ine Anschlußbahn, die dort dt« �ogen laderecht rangiert: es sind in einem Mona» nicht weniger w» 11000 Mark Standgelder an die Elaalsdahn gezahlt Waiden. Dt« Berwallung hat mit«In« Firma eine Holzlieferung Udgefchloffsni nun sind durchschnllllich täglich 8 bis 4 Waggon» ge- dämmen, dl« Organisation ist aber so schlecht, daß verschiedene Wogen wchl entladen wurden. Dadurch sind pro Wagen 800 AL 1000 M. und darüber an Slandgeldkaslen entstanden. Ist da« produklio« Lrdettl" — Was sagt das Reichsschatzministerium dazu? SiemenS-Klcinban. Auszahlung der Maßregelungsunter. ützung heute DienStag pünktlich%10 Uhr in der Linien- taße 8&185 im ArbeitSlosensaal._ Leime zur..Zreiyen" D. W. F., Kugellager. Sämtliche unorganisierten, ausgesperrten Kollegen uni Kolleginnen am Dienstag, den 30. Dezember, vor- mittags 10 Uhr, Liiüenstr. 105 bei Geitelmaun. Groß-öerlin. Um den Slraizenbahntarlf. Der im Absterben begriffene Zwecknei'bcind mußlc gestern Stellung nehmen zur Turisfuige der Straßenbahn. Er beschloß die EinMrung der 3(1 Pfe»nigwrijes zuzustim. nfn irnd die AuSgiabc einer Saninnslkarlte für 2 Mark für 7 Fahrten. Ter Antrag, die Sammclkarte mit einer kleinen Preis- erniäßigung auszugeben, wurde ron Herrn Haberland aus fiiisuzrellsu Geün'den bekäinpst. Er wollbe eine Fiinserka>rte zu 1,50 Mark ober wenn die Sicbencrkarte zur Einführung kommen sollte, daß bann der Preis aus 2,10 Mark festgesetzt würde. In seiner Vcgrüindung wies er auf die sinan- ziellc Lage des Betriebes hin. die im abgelaufenen Jahre ju einem DeHzi«! van 10,8 Millionen geführt hätte. Tiefes Trsizit iniiisse geikeck-t werben. Einer Ermäipiguwg Oes Fcrhr- p reifes bei ix-r 2-Markkarte bräclite erber eine Minfceueinctb'iiic von 8 Millionen mit sich. Vom Genossen Nadke ivunde betont. daß hwn bmi Publikum cintgessenkomnion müsse wird Genosse Oeib wies bor auf hin. haß selbst ein'Privatnnternchmon'dies Tesizit nicht in einem Jahre hereinholen könne, man müsse die Deckung auf eine Reihe von Jahren verteilen. Bei der Abstimmung sielen mit knapper Mehrheit die Habcrlandschen Aniiirägic. Einem Antrag bes NerbandsgaiLschinfses, die Ausgabe von Arbeiterwochenkarten nickch mehr an den Bochnchöfcn, sondern auch durch©chiffncr vcxrzirnehmon, gvb die Versammlung rhre Zuslimmung. Ein zlociter Antrng, dor Aufsühtsrat solle in Erwägung ziehen, od nicht ein höherer. Preis für Nachtfahrten angängig sei, wurde mit 80 gegen 37 Stimmen abgelehnt, nachdem Genosse Leid da- gegen eingewendet hatte, daß dadurch auch viele Arbeiter in Hestiinniten Betrieben, vor allein im Zeitungsgewerbe bc- troffen würden. In der Diskussion wnvden verschiedene An- regungen gegeben, aus dm Straßen durch geeignete Beamte, für geregeltere Abivickelung des Verkehrs zu sorgen. Die Erhöhung der Abonnementspreife. In Wischer Folge, steigen die Prcife für die Zdhmgen, die sich in C>ihölüu>rg f>?r AbonneinenfZpveife ausdrücken. Die vom 1. Januar 1920 eintretenden ErHöf/ungen sind in der Haupt tche hau vor einigen Tagen seftgefetzchen Höharen Papierpreifein%u danken. Da kommen die Papiorprodii zi? rrt en her irnd b«m- tragen bei den zi?stä obigen Stellen exochiwnte Preis- erhÄ»mgm, d.iese wird ihnen zugebilligt und— Geschwindigkeit ist keine Herevei— svsoi't in Kraft gefetzt. Die Zeich.iiigs'o erlöge f)abe>n gar kenne Zeit, sich lange zu be- siimrn, sie müsson einfach sonst bekouetnen sie kenn Papier und können feine Zeitung drucken, Sie haben gerade nock) Zeit, den Zeit'iingslcfern miitziiteillin, daß vom 1. Januar ab die Zeitung mehr kofst.'t, lnid damit Hastal Für eine Zeitung, wie die tun fori ge, die von der im- bemittelten B mölken in g gelesen wirb, bedeuten diese ständig fast sipnii'glhoft ersvlgeudeni Preisvrhöhlingon eine schl'ne Schäbigliing, znmvll tiuiser Blatt nicht in eigener Driickeivi sunvestellit welch. Wir kömmt die plötzliche Mehr- miSga.be nnr decken durch Um legi mg auf die Abonnen'ten. Eine Zeitung» die einen großen Inserat cinteil hat, wiich in der Lrge feiin, die Inserenten stärker heranznzi.'hen. Bai uns sind Greu' im gesteckt. Und wmnn mm auch t>ie In- sel-ateiiptei!«»«iierhKft werden müssen, so ist dock? durch bist Ei höhung des AbonnementSpreises um 5>0 Psg. die uns zngeniniteie Madcrßl nreiiserhölftnig bei NfiUeni reicht g>> deckt. Wenn di.'fe Cchranbe Ux-iter anleitet, werden die tkiG'QT, 33. 1913 Zeitungen ihren Umfang und die Eischermingsweisc ernst» lich prüfen müssen. Wir sind angewiesen auf den Idealismus umsever Ge- nessen. Wuien wir rech Lage der TiuM fldri'ii'bevt, den Pmiteigmiossen friibrr die Sackflage zn imtechrciten, so sind wir daran uU'chullchig-. sie hätten es denn in der HaU) ge» habt, fellber zu eirt scheiden. Aber<>i:ch in diesÄn Frille hält« die Enl'sckteidiing nicht nndeis ansfall-en können, wie sist jetzt anSgo sollen ist. Unßre Genossen müssen alles da'.ra setzen, danrit die neue Preiserhöhung unserem B'Viti und unserer Sackze keinen Schaden Zufügt. Tus ist die Ausgabe. die uns erwächst. An unsere Leser! Wir machen darauf ailsmerksam, daß die von den Sae* diteurcn zur Ausgabe gelangenden Quittungen für Januar zwar nock aus 4,— Mark lauten, aber m i t 4,50 Mark einzulösen sind. Kommunale Vertreterkonserenz ll. S. P. D. Grvß-VerNn. Sciimabend, b:n 3. Jomilar, nachmittags 5 Uhr, im Plenarsitzimgsliiaai tzes 9W Hauses, Berlin, Eingang Köuig- straße. Tagesoechmmy'- 1. Troß-Berliner Steuers ragen; Referent: Genosse Enmnuel Wurm. 2. Schulsvagen Groß- BerlinS; Nstsevent: Genosse Dr. Löwenstein. Es ist drin-geind vrsovderlich, daß jede Game indes vakdion vertreton ist. Der Kommunale Ausschuß. I.A.: Dr. Kurt Äto s e n s e l d. Ho r mann W ei se. Winke für die Hausfrau. Fn der neuesten N-um-iner der»Freien Welt" befindet sich ■■cn kleiner Artikel:»W i n ke für die Hausfrau", der für alle Parteigenossinnen besonders in bezug auf das Sparen mit Kotzte veini Herzen und Ztvriieii wichtige vl a l j ch t ü g e ent» hält. Auch in den anderen Dellen des Hefte« finden sich Bei- träge, die für jede Leserin von Interesse fein werden.— Preis des Heltes, das bei allen Straßenhändlern zu haben ist: 2S Pf. Wa« der letzte Schneefall der Stadt Berlin kostete. Nach einer Aufstellung der Straßen rein igirngioerwaUung betrugen die Ausweudn iigen— abgesehen von der Entlohnung an da« stäu» dige Personal der StraßenreinigungLverwaldung— an Löhne» für die eingestellten Hilfsarbeiter, von denen täglich durchschnitt» lich 8000 beschäftigt traten und die mit 2,>>0 Mark für die Stund« entlohnt wurden, insgesamt I 050 019,15 Mark. Die Höchftzcchl der beschäftigten Arbeiter betrug an einem Tage 4728. Mehr Hilfsarbeiter konnten mit Nücksicht auf dl« vorhandenen Arbeits- gerälschaften nicht eingestellt werden. Die Abfuhrkojien für Vis Schneemengen beliefen sich aus 330 191 Mark. Dabei ist aber der größte Teil der Schneeniasscn von den Arbeitern selbst in kleinen Karren fortgeschafft worden. Hierzu kommen dann noch die Kosten für die Schneepflüge, die namentlich des NachiS in Tätigkeit waren und die 162 4 80 Marl erforderten. Die Ge» samtkosten für di« Schnee beseitigung betrugen somit außer den Aufwendungen für da» ständige Personal der Straßenreinigung 1002 290 Mark. Mit Nücksicht auf den SIlsestrrverkehr wird am 81. diese« Monat« der Betrieb aus den Städtischen Suaßenuchnen um l Stunde verlängert. Dir Bersotgung Berlin« mit Lebensmitteln und mit Kohle» hat durch den eingetretenen Fv�l eine starke Gefahr heransbe- schivoren. Viele Kähne, die auf denn Wege nach Berlin find, werden fesigehalteii und können itisolge des Frostes und de» Vereisung nicht weiter. Die Kohieiwersorgniig ist besonder« gefährdet. Viele Leute in Berlin haben ans ihre Kohlen karte» schon lange Kohlen nicht erüerften und irieren. DI« Kalamität wird ernster, wenn nicht baldigst der Frost nachläßt. Verkctzröschmcrzen. An« den Reihen unserer Leier wird lebhaft Klage darüber geführt, daß e« fast unmöglich ist, an Sonn» tagen die Angehörigen der Frrenanitalt Herzberge zu besuchen und durch abgespürte Lebensmittel die allzu schmale Kost etwa« zu verbessern. Die Linie 71 verkehrt zur Besuchszeit fast gar nicht, und die 08 verkehrt nur halbstündlich und ist ständig überfüllt. E« wird um dringende Abhilf« ersucht. Der König und die Königin blieben stehen und über» [riefen die Beilireiii m. S-ie läckvsiton und priißtm, natürlich grüßten alle zurück, irnd die Pslegerdninen knicksten. Dann sagte Seme Maisestät:„Ich hoffe, es �ht allen gut?' Unh der Doktor rief die Oberschwester herbei, die knicksend tm:H lätfcsiid versicherte, alle trhoPlm sich prächtig, worauf beide Majestäten erklärten, sie seien so froh. Tie Königin schaute sich um. bnuerklt ernon völlig verbundenen Mann. trat an fem Bett imd begann nutz ihm zu sprechen. Der fisinig dm rch schrill den Saol, bis plötzlich lein Blick auf die Hononwable Vccih'icc siel. Sie fttwid gleich den am deren reglos aus ihrem Platz, doch fach Jinmiie, wie der König lächelnd ans sie zutraf und fragile;„Wie gechis?" Die junge To nie begrüßte ihn, olls sei sie gewohnt, täglich mit Königen zusonimen, zirkommen. „Was machen Ihre Palienlten?"— fragte Seine Magestät. „Es geht gut"— ointgegnet« sie, und der König sagte, er sei so st oh. als habe er miclft l ie gleichen Worte schon einmal gesprochen. Er blickte mit gütigen müden Ange» ans die K rem fen, imib die Honourable Becutrice wußte es mN tveiblicher Gcchicklichkeit so einzurichten, daß seine Augen aus ihrem LioblirngSpatienten hasten blieb», Sie wußte, der König werde mit etzlichen der Leute reden, und durch eine unmerkliche Beweg umg lonkle sie ihn zu Jimiuis Higgims Bett. „Wie heißem Sic?"— fragte her König, imd dünn— ..Nnn. Higgins, wie fühlen B'e sich?" »Ga-nz wohl; ich möchte mifftchm, aber ste läßt mich nschft." „Ja"— meinte Seine Majeslätz—„früher waren die König«: Tpra'.mon, jetzt sind es die Pslegerinnen." Er 'ächelite der jungen Dame zu.„Sind Sie Soldat?" „Nein"— stnrlgegne!« Jiuimie—„bloß Maschinist." „Dieser Krieg ist der Krieg der Maschirasu"— be- merkte der König liebenswsitdig. „Ich bm Sozialist"— ertlärse Jiininie nnvermlittelt „Wirklich?" „Darauf köimen Sic Gift mhnien?" „Ich sehe aber, daß Sie nicht zu jenen Sozialistey a# Men. fciijf sich gegen ihr eigenes Laich aujltchueii,";. tSortsetzlina kolat� w) Jimmie Higgins. Noman von Npton Sinclatr. ku* dem Manuskript übertragen von Hermtznta Zur Mühlen. III. DieS war nicht däS letzte Wunder. Am fosgend-on Da«g schion chne aflgeineinie Erregung den saal erfaßt zu haben, es wurde geputzt imd gewaschen, obwohl ohuehi» alles von �a uberfeit blinfte. Jienmie fragte, wai los fei. und die Pflegerin e-ntgogirete urit'ueckondein Lächeln: Wir envnrten bohoin Besuch, bock, wird dicS xinm klasfoubcwu'ßteu Probe- kavier kcn,esw>egs irbercisiereu.".,. Sie wollt- mich nicht mehr verraten, als sie redoch hin- °"sgino. scgie Jinmiics Nachbar:„Ter König ui® die fiöaigin foiiiniicm,"._... ..Blödsinn I"— rief Jinmiie. überzeugt, daß es zun, dorren gclwllfn weide. „Sie kommen We Opfer de? torpedierten Sch'ffe» be- suchen. Ich rät? Jfowm» Ihr fogioltstilcheS Goscküvatz heute für sich zu behalten."„. r;. Jinmiie befragte die Psktferin.„Ja, eNvidette I e «ber König und die Königin werben heul:;Mc Opfer des �'Voo!vA veslschiin. Doch diirfbe'b,i€§» Uiic(i-ciant, nia)t iutciieffieien. Wollen Sie nicht in ein Plivalziimiier ge- 'ragen wenden, damit sich Jhwn rev o I n U o n a r e ii)l> igrm kein Aergaruis bietet? Oder wollm 6ic Äcmer Majesiat �ine Nebe halten?"..,...., „Er wird tvohl keine Zeit für mich übrig ihnben.— "hei'U'te Jim-nii«:..,,. „Seien Sie dessen nicht zu sicher: er hat ia ntckjts Anderes z» tun. als zu reden.".,____, . Jinmine vepstilinuitze, er merkte, daß der weiße Engel auslache. Er war«nicht getvöhnt, von Frame», aus- V'Iacht zu wenden, und wußte nicht, wie er s.ch M,gegeuubee fein haibes Leben auf dar Wa%e reib rocht hatte,— wird mit dem König von England zuzuumeiitressen! Jinmiie hatte eine einfache Art, mit Königen fertig zu werden, er na-n-nte sie„Popanzen", uind damit wonvn sie für chn er- icdigt.„Ich will mit den Poponzon nichts zu tun höben." — hotte er zum weißen Engel gesagt. Jetzt ober komn»t so ein Popanz ins Spitall WaS fioMe Jiinmtie mifangen? Wie zim, Teufel reibet man diese Leute an? Muß man ihnen„Eure Majestät" sageii? Jinmiie Dt,•Ute unter der Decke die Fäuste,„Ter Teufel hol»eich, wen-n ich daS tu!" Er bechtzvor sc ir.au ganze» rawlirtiorären Eifer herauf, die Geis der seiner inbifaleu Jnllmnetzio-rclisten-Freiinde. des wilden Bill, des Erd- bevresl-Eiirva-n. des ßochsköpfigen Joe und Ehnck Peter- si'ns. Wie würden diese sich ,n einem solck-en Fall be- wD-uren? Wir wülde der Kandidat sich verhalten? Ii,»- mies rcroDuticuäre Bildung ivar entschiede» veriiochlässigit worden— feine sozigli steche Ortsgruppe hatte chn dar- über belehrt, wie sich ein Genosse zu verhalten habe, wenn ihm ein Poponz besuchen kommt. Jinmiie nmr von Natur aus ern wohlwollendes Ge- ick�pf. war gerne bereit, dem Wohlwollen anderer frcimö- lich entgcgeiMlkommen. Gestattete ihn, jedoch die nwolii- tionäre Moral, gegon einen König böslich zu sein? War cS nicht Jmmiies Pflicht, seine Verachtimg für einen Popanzen z» zrifpen? Vielleicht hotte noch nie jemg-ub gewagt, sich„Seiner M-afestät" kühn entgegenzustellen. Nun, heute wird or dos erleben I IV. Eine Ps-lcgerin kam voller Anfregrmg in dem Saals ge- stüsiit. flüsterte:„Sie koniiu-:»,!" Dann standen alle Pflege- rimwn umher, nervös V'.c Hände brecheab, und aller Pation- ton 51 iigon hesioien sick, a,irs die Tür. Endlich erschiA, ein Mann in Uniform, dem Jimmie nie für einen König geholten haben würde, hätte er nicht sein Bild in illusirirrlm Zeit im gm goschem. Ein etwas gckbongiter kleiner Herr, äiißcrst alltäglich ausseiend, v. itz kurzem, braumein, bereits deicht ergranendein Schnurrbart imd dm allen Engländern eigener, rosigen Waiigm. Tor Spitalsdirektor geleitete ihn imd hintzer cht" betraten«ine stvcngbkickeuide schworzgeklcidete Dame, etliche Doktor an W) ciniae CliuicM; dem.(ScaU—' -• TrLß?«ne» Vßgcschobcneii."VK Duilo Balduni, Korrespondent des„Abanti", der irapr&ii) der Januarkämpfe rm.Vorwäns' derhaiftet und zu acht Monaten Gefängnis verurteilt wurde, ist jetzt— nachdem er seine Strafe verläßt in seine Heimat abgeschoben worden. Da er infolgedessen persönlich verhindert war, sich zu verabschieden, bittet Genosse B a l d u n i aus diesem Wege seifte des! en Grüße und Wunsche endgeAennchmen zu wollen. Er danlt allen Genoffen für ihre liebenswürdige Unterstützung, besonders dem Genossen Dr. Kurt Rofenseld sür seine träfiige Nechts- Unterstützung. Verloren. Gelegentlich eines Besuche Z bei Verwandten in Potsdam verlor eine Botenfrau unseres Blattes auf dem dor- tigert Bahnhofe am©oumtag, den 28. dies. Monats ein schwarzes Portemonnaie mit 47 Marl Inhalt. Der ehrliche Finder wird gebeten, den Fund in der Expedition der.Freiheit" abzugeben. Aus dem Gemeinde'eben. Lichtenberg. Zu einer Abrechnung größeren Stiles kam es em Sonntag bei Gelegenheit einer von der S. P. D. einberufenen öffentlichen Versammlung mit dem Thema:.Die gegenwärtige LebenSmittelteuerung".?ne Aula in der Parlaue war, wie eS in Lichtenberg gar nicht anders sein kann, zum übergroßen Teil von Anhängern und Mitgliedern der U. S. P. besetzt. Bei Er- Öffnung der Versammlung wurde aus der Mitte derselben daS Verlangen nach Bureauwahl gestellt, wurde aber von dem Ein- berufer rundweg abgelehnt. Da bei einer der letzten, von der S. P. D. einberufenen Versammlung unseren Rednern in der Diskussion durch daS von Mitgliedern der Rechtssozialisten be» setzte Bureau daS Wort durch allerlei Manipulationen ab- geschnitten wurde, bestand die Versammlung— durch die Er- sohrung gewitzigt— auf die Bornahme der Bureauwahl, und als der Einberufer trotzdem Miene machte, dem bestellten Re» ferenten das Wort zu erteilen, kam eS bejsreiflicherweise zu tumultuarischen Szenen, die wohl im Interesse unserer Sache bedauerlich sind, die sich aber voraussichtlich sobzuge wiederholen werden, als die Anhänger der S. P. D. den Begriff der Rede- freiheit so auffassen, daß in den von ihnen einberufenen öffentlichen Versammlungen nur Redner ihrer Richtung fiu Wort kommen dürfen, während wir in unfern Versamm- ungen allen Gegnern die größtmöglichst« Redefreiheit gewähr- leisten. Nachdem nach langem Hin und Her die Ruhe endlich notdürftig wieder hergestellt war, kam eS dann doch zur Bureau- wähl, welches durch Mehrheitsbeschluß durch 8 U. S. V-Leute besetzt wurde, von denen der Vorsitzende der Ortsgruppe Lichtenberg. Gen. Thurm, die Leitung übernahm. Gen. Thurm schickte voraus, daß mit dieser Besetzung des Bureau» keineswegs beab- sichtigt sei, irgendeinem Andersdenkenden einen Maulkorb anzu- legen, sondern daß, wie eS bei uns üblick- jeder zu seinem Recht kommen solle, daß aber zunächst Gen. Liesegang einen kurzen Vortrag über die Lebensmittelteuerung, ihre Ursachen und ev. Abhilfe halten werde, und erteilte dann dem Gen. Liesegang das Wort. Ter Vortragende entledigte sich seiner Aufgabe, zu- nächst noch immer unterbrochen von Protest« und ZwiM>enrufe», in durchaus einwandfreier Weise, indem er die Ursachen der Teuerung, den Krea— die Eppansionsbestrebungev des Kapi- ?als—, die kavitali'tische Wirtschaftsordnung und PrvduktionS- forin brandmarkte. Als nächster Redner kam dann der von der S. P. D. bestellte Referent des Tages, Herr Möglich, zu Wort. Er kam, wie eS einer der nachfolgenden Redner, der Genosse N"Tfreffender Weife kennzeichnete, Cef ßeWmmTung .philo sophif ch", indem er eine langatmig« Epistel vom ny\ is y y* I, wvvtMfc•|i-v* wstt Kausalitätsprinzip. Ursache und Wirkung, von dem ungelösten Problem dcS RätesystemS vom Stapel ließ. Die Genomen Mielitz und Liesegang antworteten ihm. der aber sofort nach Beendigung seines Vortrages fluchtartig den Saal verließ. Die Versammlung wurde mit einem begeistert aufgenommenen Hoch auf die U. S. P. geschlossen. Britz. Di? Winterbeihilfen lbür Bedürftige in Höhe von 20 bis 60 Mark sollten auf Antrag unserer Fraktion auf die Er- werbslosen ausgedehnt werden. Der C�meindevorsiand hat nun beschlossen, diese Unterstützung in Form eines halben Meters Brennholzes zu geben. Unsere Fraktion hat gegen eine derartige Ausführung eines Beschlusses der Gemeindevertretung sofort Protest erhoben. Das scheint aber nicht beachtet worden zu sein. Die Erwerbslosem, die mit dieser Art Winterbeihilie nicht ein- verstanden sind, wollen sich dieserhalb an die Mitglieder der Fraktion mn Auskunft wenden. Dieselbe Handhabung scheint in der Kartoffelve rsorgung zu herrschen. Die Sorte Kartoffeln, die hier ausgegeben werden, sind zum größten Teil nicht zu genießen und müssen wenigstens gegen einigermaßen gute um- getauscht werden. Bernau. Bei der Beratung der MagisiratSvorlage betr. Er- höhung der Gemeindeeinkommensteuer um 140 Prozent auf 400 Prozent, der Gewerbesteuer um 60 Prozent auf 300 Prozent ab 1. Oktober 1919, also rückwirkend, wurde von unserer Fraktion be- antagt, die niedrigen Einkommen bis 1500 M. freizulassen, von 1600—3000 M. herabzusetzen und die höheren Einkommen schärfer bei der Steuer heranzuziehen; also nach der Bestimmung vom 4. Juni d. I. sinngemäß zu verfahren. Der Anirag wurde der Finanzdeputation überwiesen. Der MagisiratSvorlage betr. Ge- Währung von Beschaffungsbeihilfen nach staatl. Grundsätzen für die Oberlehrer wurde zugestimmt. Ebenfalls nach kurzer Debatte die GehaltS» bzw. Lohnaufbesserung aller städtischen Arbeiter, An- gestellten und Beamten, mit Ausnahme des Bürgermeisters und denjenigen Arbeitern, deren Löhne durch Tarife usw. geregelt sind. Danach erhalten die oben angeführten rückwirkend ab 1. Oktober 1919 eine GebaltS- refp. Lohnaufbesserung von 100 M. pro Monat, welche denselben bei der endgültigen GehaltSregulieruna in Anrechnung gebracht w'rd— In per Sitzung am 23. Dezember rändelte eS sich zum großen Teil um Nachbewilligungen zum Etat, welchen sämtlich zugestimmt wurde. Der Ankauf deS HauSgrund- stücki Hohesteinstr. 43 wurde gegen die Stimmen der bürgerlichen Fraktion genehmigt. Ein Dringlichkeitsantrag wegen baulicher Veränderungen auf dem städt. Grundstück an der Ladeburger Ebaussee wurde angenommen. Es handelt sich hier um lieber- lassung einer Automobilhalle sowie Reparaturwerkstatt, ferner Licht, Heizung und Wasser, welches die Stadt zur freien Benutzung für die RcichSpostverwal'ung hergeben soll. Die Poswerwaltung will im Sommer nächsten Jahres Automobillinien einrichten, Bernau soll Zentralstelle werden und sollen von hier aus mehrere solcher Linien eingerichtet werden. Für Bernau selbst ist dieses zweifellos von großem Borteil, außerdem liegt die Sache im Jnter- esse der Hebung des Verkehrs und wurde daher dieser Sache ein- stimmig zugestimmt. Ferner wurde dem DringlichkeitSanlrag betr. die Erhöhung de» Schulgeldes an der höheren Schule?u- gestimmt, auch einem solchen, welcher die Erneuerung de» Be- ichlusse» vom Jahre 1915 wegen Bewilligung von 31 354 M. zum Vau einer Chaussee von Bernau nach Blumberg mit Abzweigung nach Birkholz bezweckt. teheNsmllkelkalender. Neukölln. In der kommenden Woche NeuverteLung 200(Crcmm Teigware» auf Abschnitt 45 und 200 Gtamm Hc>? sabrikate-ruf Abschnitt 48 der Karte für Jugendliche. Die FettraW beträgt 20 Eramm Butter(Abschnitt 1 der Speisesetrkarte) uiv 70 Gramm Bratfett(beide Abschnitte B 25 der Einsuhrzusirtzlwrrtes An Kartoffeln werden auf Abschnitt la— c 8 Pfd., und an Stelle dt* 1 fehlenden 4 Pfd. 500 Gramm Brot verausgabt. Seegefeld. 110 Gramm Margarine, 70 Gramm Rüblll auf Feld j der Fettbarte, 650 V.omm Graupen auf Feld 17 der Lebensmitt' karte. Aus den örganisaliouen. i. Distrikt. Heute, Dienstag, abend Bezirksführer-Gißung de! Wiemer, Äulowstraßs 58. 3. Distrikt. Heute abend, 7 Uhr, Zusammenkunft sämtlich«! Kommissionen und des Borstandes bei Max Müller, Schönleinstrabe& 4. Distrikt. Dienstag abend, 7 Uhr, Distriklskonferenz. SchPiculM Reich enberger St nage 67. Die Zeilungskommlssionsmitglieder fiiv dazu auch eingeladen. S. Distrikt. Dienstag, abend» 7 Uhr, Fmiktionärsitzung rm S* werkschaftshaus, Saal 10. 6. Distrikt. Mittwoch, den 81. Dezember, nachm. 5 Uhr, Sitz>n der politischen Kommission(Abtl. Obleute) bei Gallas, Barnimstrotze J" IL Distrikt. Heute abend, 7 Uhr, Funktionärversammlung Kluwe, Iasmunber Strotze 3. 15. Distrikt. Dienstag, abends 7 Uhr, Distriktsversammlung der Schulaula, Zwinglistratze L.(Parteitagsbericht.) 18. Distrikt. Dienstag, abends 6 Uhr, FunktionSroerfammlriflJ bei Wende, Kolomestrasie 147. Togesorbnung: Erhöhung .Fce!heit"-Abonnementspreise». Neukölln. Räte 30. Dezember, 7 Uhr, bei Richter, Prinz Hoad'| serxstratze 3. Tempelhof. 8. Kunstabend am Sonnabend, den 3. Januar, abend« j 730 Uhr, in der Aula des Realgymnasium», Kaiserin Augustastr. 19, Mitwirkende: a-cap e II a-V ereinigung des Berliner Doikschors, Dir« gent Dr. Guttmann, Nicola» Lambinon(Violine) und EScilie De«!? Back(Opernsöngerin). Karten k 2 M. bei allen Dezirksführer» f hältlich., Erotz'Llchterfelde. Dienstag, 7 Uhr, Mitgliederversammlung d«> Schnabel, Hindenburgdamm 104. Bericht vom Parteitag. Oberfchöneweide. Dienstag, abends 7X Uhr, in der Lula d«>: Schule Fritschenftrotze, Mitgliederoetsammlung des Wahlvereins. B« richt vom Parteitag. Referent: Richard Pfeiffer, und Gemein angelegen Helten., Tegel. Dienstag, abends 7 Uhr, bei Ehristensen, SchNeperstratz« V Aktionsratzsttzung. Die Eeschästsleitung ist hierzu eingeladen. Iereinskalei?d?r. „Riebe-, Weltzensee. Alle Kollegen, die am Dienstag, den 28. � zember, Angaben machten betr. Evwerbslofen-Unterstlltzung, wei� ersucht, mit allen notwendigen Ausweisen am Dienstag, den 80. 7* zember, vormittags von 10—12 Uhr, im»Musikalischen Fuchs-, Fo'i? ftratze 7, zu erscheinen. Der Betrieb»-»!- Zlgarettentabrik EarSatq. Alle früher Hort Beschäftigten � Freilag. den 2, Januar, nachm. 4� Uhr. Aula Gemeindeschule Pank-»» Gr-mowstratz». Erscheinen unbedingt erforderlich. Freie soz. Jugend, Neukölln. Heute abend. Uhr, Weihn, feier�e�Wolss�Airchhofstratz����Karteli�n��rKasse������ , Berantworllich sür die Redaktion Alfred DIelepp, Neuköllb' Verlo-'genossenlchaft„Freiheit-,».@ m. b. H.. Berlin.— Druckt I Lindendruckerei und Verlagsgesellschaft m. b. H., Schiffbauerdamm PSatii�ll linke!! Verkauflbtt mgr,J:rlaBSe für Oold. Silber. Platlna. Frau Emma Linke.& I i•■ I• Aafc«mU»t«IU Bertin«, BICchera'raBe 40. v. II. Sflknn) yi#nnip.t(ii. ölmirM i. Dfini. ißfuft Mitgliedschaft Verl». Tienstag den 30. Dezember IStN, abds 7 Uhr ver llmmlurg oll r Walen tat gr.«ac.e de»»-Bctoet schc tttt-rule»", ffi. gclofer 15. XagceaTtmuKg; Wahl der OrtsanzefteNtea. w» t-ilinch«» und püutillche»»rcheinen eriuchl $ie crtSderwalmvg. Leulscher Netallkrde ter-ÄLtvand deewaltungzpell« Berlin N. 54. Ltnlenstratze 88/85. Gcschästszeit v. vorm. 9 Uhr bis nachm. 4 Uhr. Telephon: Am' Norden 185, 1233. 1987. 0714. Achtung: Achtung! Spandau und Umgegend. Vom 1. Januar 1920 ist daS Zweigbureau Spandau, Moltkcftraße 7 ' tätlich von 9— 4 Uhr nachmittags, am Dienstag mFreitag von 9— SUHv abenoS geöffnett Aufforderung. Alle noch m>»g«dendei>«tdlioikettdückkr find sofort a? de» Bureau Spaudau, MoUlestratze 7 adjutiefern. Den Kolleaen und cholleqwnen de» Südosten« zur Rachrichl, d«d dt« Bldäo hei von glShlich. MuSlauer Str. noA»cm fio.al von fflafio» Helliuuth. SSrlitzer«trotze 68 verlegt *>xtn tft. Die OrtSverwaltung Achlvng! Aigarettellfabcik Gardkly! Nile früher bei®ortaw beirf/S'tlgten Arbeiter und Arbeit rinnen, welch« bori wieder u> Arbeit ireiea wollen,«rinche» wir, em «rcttog. den 2. Januar 1020, uachtu. 4, Uhr. tu d«r tluio der 11.(Leute tudeichuie. Vau law,©cunotoftrotze |U«rjcheinen. ajetriebtrat der Ftruta fflocbittj, verltu-Panlow. g. A.e z. Soetich. v.5. k». Kreisverein Iflr das Industriegebiet Stuttgart. Wir soeben znm Antritt aof I. Tcbroar 1920 einen SEKRETÄR. »eflelcilert wird»uf eine er«ie Kreit Bewerbungen unter Aiibehriit..�eleietär" an da» Parteibüro Stuttgart. Wilheimsolatz 11. Cjffl&neSZf'&t KrainptadcrgeschwBre, pnch veraltete schmT'baftc Wunden. Entzündung mit un- erträgl. Jucken heilt ohne Nachteil laut vielen Erfolgs- bericht. d e echte„Orllnda- SalbC4, Abso!. milde, natur- gem. Wirkung u. überaus wohltuend. 6J50 Mk. Zur gleichzeitig. innerlich Kur Reichels Salit nn-Rlur reinigungspul ver Sch. 2.50. Otto Reichel. Ber'in 46» Eisenbahnstr. 4. Zigaretten!!! erstklassige deutsche Marken! Qoldflake. 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II. lZcrdand der Buch» u. Steindrnckerei-Hilfsarbeiter und»Arbeiterinnen iDeutschtauds ertsvrrwaftuug Berit«. Donnerstafl, den t. Januar 1919, vorm. /,lO Uhr: Mitglieder-Berfammlung im Loka!„Pahenhofer"(früher Bockbrauerei) Fidieinstr.S-Z. Tagesordnung: Fortsetzung der Diskussion über den Ncichstarif. In Anvetraä t der äußerst w.chtigen Tagesordnung ist das Erschetsien aller Mitglieder unb bin t notiuenbig. Anfang pünktlich 10 Uhr. Mitgliedsbuch legitimiert. Der Ortsvor.land. CttAfcoboWitiiiau 2, ä, t, 6, 10, 36. 87, 88, 11, 43,«4, 7Ü, TJ, bll. 81, 92. 96 IM. 164. �/ latin Silber Quecksilber Kupfer Hessing Sämti. flit�etaiie j I Zahnaeblsse| kauft zu Schmelzpreisen In unseren 4 Einkaufsstellen „Cohn" | lj kMllüMLiiö 1t l«m Rosoothaler Platz)| 2) F«'niislr-'48 am Weddingplatz | 3)BaliiitiolMir.2 Ecke SchSneberg. Str. am Anhalter Bahnhof [ 4) Xeuköllit. Kä ser- Kricdrieh-| Sirasse 229 (nahettennannplatil 1 Kupferleitunaen, Kabel. 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Um rege Beteiligung| : wird ersucht, jg Eist.( cm gl 7» Dt. Urwrl.| MstDllanküiir Kuofer, Mesting, Zinn usw Qold. Silber. Platlna. Metall. *cluDeUw«k,WaJdema2iu.71 Elektro iflitore üleichstrora:: Orehstron kauft iflSEDlearbLreau ScMiitiliDij Berlin W 9. LInkstr. 10. Tel.: Lfltzow �705 und»518. Zaharrebisse Platinabfäre Qoldsachcn. Silbersach., sämtl. Metalle kauft höchstzahlend Silberschmelze Ciirisrionnt. Köpenicker Strrße 20a uteacßuüci MauicuficlsuallcX ü Ferner verstarb der Genosse Faul Schleifring Ciseleur, Jonasstraße 44 (17. Bez.). Die Beerdigung findet am 31, 12. 3la Öhr auf dem Neuen Jerusalemer Kirchhof, Hcrmannstr., statt. Um rege Beteiligung besonders der Genossen des 17. Bezirks ersucht Der Vorstand. Ehre ihrem Andenken! Deulsclier Metaliafbeiler-VeiW Verwaltungsstelle Berlin. Todes- Anzeige. Den Kollegen zur Nachricht, daß folgende Kol verstorben sind:.............• Der Dreher.'' Karl KrOser. VoltastraBe 32, am 25. d. Mta. Die Beerdigung am Dienstan. den 30. d. Mts.. nachmit ag< 2 Uhtt der LaichenhaUe des Himmellahxt-Kirch.iöfes in- end aus statt. Die Arbeiterin Ella Hoffmann Ncukö'In, Slcgfilcdstr. 1 am 2& d. Mts. Die veerä>A findet am Dienstag, den 30. d. nachm. y von der Leichenhalle des Jcrusaloraer Kirchs� Hermannstraße, aus statt. Der Ziseleur Paul Schleifring Nenlc511n, Jonasstr. 44. am 27. d. Mts. D e Veerts findet am Mtitwich, den 31. d. Mts- nachmittags 3J von der Leichenhalle des Neuen Jerusalemer KtrcW Mermannstraße. aua statt. Der Schlosser Wilhelm Feller Am Sehleslschen Bahnn if la, am 26. d. Mts- D". erdigung findet am Mittwoch, den 31. d. Mts. ml tags 2 Uhr, von dar Leichenhalle des Thomas- holes. Herrn an us tr aß e, ans statt. Nachruf. Den Kollegen zur Nachrieht, das unsere K«"| der Klempner Karl Ohlert Cnvrystr. 43, am 14. d M und der Sehmied Franz Androyszencki am 19, d, M gestorben sind. Ehre Ihrem Andenken 1 Die Ort#* erwa H udtj Oeukcbgr Transportorlielter-Veriüi 1 Bezirksverwaltung GroB-BerU« Den Mitgliedern zur Nachricht daß unser K* dor Autofahrer Ernst Grund am 26. d. M Im Aller von 4S Jahren versioeh� Ehre seinem Andenken I � Die Beerdig, ng findet am Mittwoch, den 31 � nachmittags 1 V» Uhr. von der Leichenhalle des O' fnedhofes in der Hasenheide»u« s'att. Die BezlrksverwaltJJ, BKBBaaaBHHai i I«rbtn4«tr Ertutn,- u. EOhln- ;:,Wtir u. mw. E«rgl.-(:90tsM{ Zahlstelle B•rlin. Nachruf. Den Mitgliedern diene zur Nachlicht, daß unter| Ko'lege, der Brauer Gustav Fitzner verstorben Ist. Ehre seinem Andenken!| Die Ortsverwaltune. *• Zenlral-YerW der ZiiDineter Deulsclilaiiiis Zahlstelle Berlin I und Umgegend. Bez. 10. j Den Berufs genossen rur Nachricht, das unser i Mitglied Alhert Mentzel I am Freitag, den 2& De- 1 zember, verstorben ist 1 j Ehre seinem Andenken!, Die Beerdigung findet I am Mittwoch, den 31. Oe- ! /ember 1919. nachmittag ! 2 Uhr, von der Leichenhalle des i Johannis- Triedhofes, Piötzensee.[ aus statt Um rege Beteiligung j ersucht Der Vorstand. Todesanzejj!*, Am 25. d./ 1 •Chlod nach ,«�1 J-ehweren Leid«' fil" t lieber Kollege, d«1 | monteur_ Justav PK,, i 1 Ehre-einem 4'.fl Berl. Prlv-Tai nserj, mM